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Der J채gerkurier

Schutzgeb체hr 2,-- Euro

Die J채gervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. informiert

Die J채gervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. ist Mitglied im Landesjagdverband Bayern e.V. Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


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Kommunalwahl am 2. M채rz 2008

Der J채gerkurier J채gervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Der Jägerkurier - Inhaltsverzeichnis 3

Inhaltsverzeichnis Vorwort des 1. Vorsitzenden ................................................................................................. 4 Der 2. Vorsitzende informiert ................................................................................................ 6 Tätigkeitsbericht .................................................................................................................... 7 Aus der Verbands-/Vereinsarbeit.......................................................................................... 9 Aktuelles................................................................................................................................ 12 Der Schriftführer informiert.................................................................................................... 44 Der Schatzmeister informiert................................................................................................. 50 Der Pressereferent informiert / Presseecho.......................................................................... 52 Der Obmann der Bläsergruppe informiert............................................................................. 65 Der Schießreferent informiert................................................................................................ 69 Aus der Hundeecke............................................................................................................... 76 Der Naturschutzreferent informiert........................................................................................ 80 Aus den Hegegemeinschaften .............................................................................................. 81 Aus dem Schwarzwildring Haidforst ..................................................................................... 83 Der Jagdberater für den südlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ........................... 85 Termine und Jahresausblick – Planungen .................................................................................... 87 Im letzten Büchsenlicht .................................................................................................................. 88

Informationsmedium für Mitglieder der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. sowie für Freunde und Förderer.

Internet: www.jaegervereinigung-schrobenhausen.de

Redaktion: Roland Weigert, Hans Endres, Martha-Luise Stief, Reinhard Schulte-Wrede Erscheinungsweise: Mai und November eines jeden Jahres. Es besteht keine Lieferpflicht! Alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Der Jägerkurier wird in gedruckter Form und als pdf-Datei erstellt. Als pdf kann die Zeitschrift über die Homepage der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. herunter geladen werden. Alle Angaben in diesem Informationsmedium erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr! Beiträge, die mit dem Kürzel des Verfassers gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung des Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. wieder. Titelbild – Drahthaar apportiert Feldhasen: Stimmungsbild - Das Foto bildet den Deutsch-Drahthaarrüden Nimrod vom Liethermoor des Führers Dr. Dubravko Duldcic bei einer Treibjagd in seinem Revier Seibersdorf ab. Das Bild „schoss“ Reinhard Schulte-Wrede bei dem besagten Stamper im Jahr 2005. Alle anderen Abbildungen: siehe Bildunterschrift.

Postanschrift: Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. Metzgergasse 1 86529 Schrobenhausen

Kürzel der Verfasser: bs = Bastian Sedlaczek gb = Gerhard Beil gw = Gabriele Weigert he = Dr. Helmut Eikam hen = Hans Endres hs = Hubert Schweiger jg = Jakob Grepmair khn = Dr. Karl-Heinz Neuner mk = Manfred Kneissl mls = Martha-Luise Stief nvp = Nicolas Freiherr von Pfetten-Arnbach re = Robert Egle rsw = Reinhard Schulte-Wrede rw = Roland Weigert wk = Willi Karl wm = Wolfgang Mahl xw = Xaver Wagner

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Der 1. Vorsitzende der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. 4

Liebe JägerInnen, liebe Freunde der Jagd,

Landwirte

, das sind für uns Jäger die zentralen Partner. Erfreulich ist es deshalb, wenn wir feststellen dürfen, dass für die Bauern wieder bessere Zeiten anzubrechen scheinen. Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse haben wohl die Talsohle durchschritten, landwirtschaftliche Leistung bekommt wieder einen angemessenen „Wert“. Das ist gut, denn diese Entwicklung ist auch für uns Jäger von Vorteil – ein starker Bauernstand hat mehr Gewicht, gerade auch bei den jagdpolitischen Diskussionen in Land und Bund. Die guten Aussichten für die Bauern geben auch uns Jägern Grund zur Hoffnung, denn es wäre insbesondere wünschenswert, dass gerade das Höfesterben im ländlichen Raum aufhört.

Foto: gw

• • • •

1. Vorsitzender seit März 2006 Jäger seit 1989 Jagdpächter Führer einer Rauhaardackel- und einer Foxterrierhündin

Wer auf dem Land aufgewachsen ist, der kann von dem viel zitierten „Strukturwandel“, welchen Bayern während der vergangenen Jahrzehnte durchlebt hat, erzählen. Adresse: • Kleinhohenried 1c, Wurden im Schrobenhausener Land selbst Anfang der 86668 Karlshuld 1980er Jahre noch viele, z. T. kleinere landwirtschaftli• Tel./Fax: (0 84 54) 91 12 85 che Betriebe bewirtschaftet, so stellt sich dies heute • eMail: mail@roland-weigert.de gänzlich anders dar: • Konnten etwa für das gesamte Gebiet der Stadt Schrobenhausen 1981 noch rund 250 bäuerliche Betriebe gezählt werden, wurden keine 25 Jahre später nur annähernd halb so viele registriert - im Mai 2005 waren noch lediglich 126 Betriebe statistisch erfasst. • Und was ohnehin jeder weiß - die Betriebsgrößen sind deutlich gestiegen. War 1981 die Gruppe der Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von zehn bis 20 Hektar mit einem Anteil von mehr als ²/3 aller Betriebe vorherrschend, so stellen 24 Jahre später allein die Bauernhöfe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von mehr als 30 Hektar 30 Prozent aller Betriebe.

Wie auch immer diese Entwicklung gewertet wird - eines sollte uns zuversichtlich stimmen: Mit den besseren Rahmenbedingungen wird es für die Jungen auf den Höfen wieder interessanter, die Betriebe weiter zu bewirtschaften, und den ländlichen Gemeinden bleibt wenigstens ein Grundstock bäuerlicher Identität und dörflichen Charakters erhalten. Für uns Jäger ist es dabei nicht von vorrangiger Bedeutung, ob dies Haupt- oder Nebenerwerbsbetriebe sind. Wichtig ist, dass der Bauernstand weiterhin „sichtbar“ bleibt. Eingefleischte Jäger wissen warum, denn mit einem ortsansässigen Bauern kann in Sachen Wild und Wald deutlich besser geredet werden, als mit Auswärtigen, die mit der Scholle vor Ort nicht verwurzelt und damit mit Land und Leuten – auch dem Jäger – weitaus weniger verbunden sind. Eines ist für unser Wild wesentlich: Werden Hofstellen noch selbst bewirtschaftet und die Flächen nicht in großem Umfang an Agrarfabriken verpachtet, dann werden landwirtschaftliche Flächen nicht noch großteiliger. Eine vielfältigere Ackerstruktur bietet für unser Wild bessere Lebensräume, und das ist auch im Interesse von uns Jägern und Jagdgenossen. Bäuerliches Leben und „jagerisches“ Brauchtum sind charakteristisch für unsere bayerische Heimat. Erhalten wir uns – trotz aller Notwendigkeit zur Anpassung an die Herausforderungen unserer Zeit - diese Eigenarten, so erhalten wir uns auch unsere Identität in einer Zeit, in der das Neue von Gestern schon morgen Vergangenheit ist. Zukunft braucht Herkunft, gewachsene ländliche Traditionen sind hierfür ein guter Gewährträger. Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Der 1. Vorsitzende der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. 5

Jäger

wollen - neben aller Hege - auch „Strecke machen“. Wie uns dies in den vergangenen Jahren im Schrobenhausener Land gelungen ist, das kann für ausgewähltes Wild in diesem Jägerkurier nachgelesen werden. Bei aller Vorsicht (welche im Zusammenhang mit der Interpretation von Zahlenreihen häufig geboten ist) kann man sich zunächst eines Eindruckes nicht erwehren: Sind die BESTANDS(!)zahlen tatsächlich stagnierend bzw. rückläufig? Nun ist diese Entwicklung bei unseren Sauen sicher so gewollt. Noch vor wenigen Jahren hatten wir deutliche Überbestände zu verzeichnen. Heute sind wir wohl in der Größenordnung „landeskulturell verträglich“ angekommen – sicher ein Erfolg der Bejagung und gut so! Damit gilt es aber nun auch, die Bejagungsstrategie im guten Sinne von Hege anzupassen. Bei der Taubenstrecke mag die Entwicklung ebenfalls gute Gründe haben. Die Einschränkung der Jagdzeiten vor wenigen Jahren hat die Bejagungsmöglichkeiten verringert – damit musste auch eine geringere Strecke einher gehen. Also auch hier keine Alarmsignale. Aber wie sieht es bei Hase und Fasan aus, wie bei Marder und Mauswiesel, wie bei Rabenkrähe und Elster? Mag sein, dass viele in der Bejagung des Niederwildes bewusst nicht aus dem Vollen schöpfen und die ein oder andere Treibjagd auf „Meister Lampe“ nicht mehr durchführen. Sollte dies für die Raubwildbejagung ähnlich gelten? Ich glaube es nicht! Die überraschend starke Akzeptanz unserer Fuchswochen lässt dies nicht vermuten. Vielmehr bin ich der Überzeugung, dass beim Ausfüllen der Streckenlisten mehr Sorgfalt angebracht wäre. Vergleicht man die einzelnen Listen, so drängt sich z. B. der Eindruck auf, dass der ein oder andere den Abgang von Wild durch Verkehr beinahe völlig außer Acht lässt. Was ich damit ansprechen will: Lassen wir beim Ausfüllen der Streckenliste B die gleiche Sorgfalt walten, wie bei der zugehörigen Liste A. Und nehmen wir uns bei der Jagdausübung auch jener Wildarten an, die - im Vergleich zu früher - heute schwieriger zu bejagen sind. Wenn Streckenzahlen dauerhaft rückläufig sind, müssen wir uns über unbequeme Fragen nicht wundern. Passen wir deshalb unter den gegebenen Bedingungen unsere Bejagungsstrategie der Zeit an, und machen wir Strecke, wo es geboten ist.

Verantwortung haben wir Jäger nicht nur gegenüber den uns anvertrauten Wildarten sondern auch bei der Abgabe von Lebensmitteln, die wir mit der Jagd gewinnen. Diese Verantwortung betrifft neben dem neuen EU-Hygieneschutzpaket auch die radioaktive Belastung von Wildbret. Kaum ein Thema wird heute in der gesellschaftlichen Diskussion so stark von Emotionen überlagert, wie das der „Gesunden Lebensmittel“. Wir alle kennen das Problem vor Ort: Das Tschernobyl-Cäsium wird von Wild mit der Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und vor allem im Muskelgewebe angereichert. Wildfleisch, welches eine Belastung von 600 Becquerel pro Kilogramm (oder mehr) aufweist, darf nicht mehr in den Handel und ist unschädlich zu beseitigen. Stellen wir uns also der Verantwortung, denn jeder weitere, durch schwarze Schafe, verursachte Wildfleischskandal schadet besonders uns direkt vermarktenden Jägern. Die Bereitschaft der Konsumenten für höhere Preise ist für qualitativ hochwertige Produkte gegeben. Die Amtstierärzte im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen halten eine entsprechende Messausrüstung vor. Nutzen wir diese deshalb im Sinne der Verbraucher und auch im Sinne einer weiterhin hohen Akzeptanz der Jagd! Für die anstehende winterliche Jagd wünsche ich Ihnen Waidmannsheil und viele erholsame Stunden in unseren heimischen Wäldern und Feldern, hier im Schrobenhausener Land. Waidmannsheil

Ihr Roland Weigert 1. Vorsitzender

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Der 2. Vorsitzende informiert 6

Hans Endres • • • •

2. Vorsitzender seit 2003 Jäger seit 1983 Pächter eines Gemeinschaftsjagdrevieres Führer eines Deutsch-Drahthaarrüden

Adresse: Niederfeldring 3, 85298 Euernbach Tel.: (0 84 45) 12 50 Fax.: (0 84 45) 92 95 46 Mobil: 0172 – 82 23 788 eMail: Endres-Euernbach@t-online.de

Foto: rsw

Liebe Leserinnen und Leser von unserem Jägerkurier, finden Sie nicht auch, dass unsere Jagd ein Kulturträger mit herausragender Vergangenheit und lebendiger Gegenwart ist? Ich glaube das und denke, wir sind hier einer Meinung. Leidenschaftlich müssen wir deshalb weiter dafür sorgen, dass alles, was zum edlen Weidwerk gehört, mit Leben gefüllt bleibt und dem Focus des aktuellen Zeitgeistes Stand hält. Nicht immer wird uns dabei die Regierung in München hilfreich zur Seite stehen und unser Schutzheiliger, der Heilige Hubertus, schaut manchmal auch schnell in eine andere Richtung. Die Jagd als schützenswertes Kulturgut betrachtet, ist lebendiges Brauchtum im besten Sinne. So vereint zum Beispiel die Jägersprache Wissen und Tradition. Die Anfänge unserer waidmännischen Ausdrucksweise lassen sich bis ins 7. Jahrhundert zurück verfolgen. Sie zählt zu den ältesten noch lebendigen Zunftsprachen. Der reiche Wortschatz gründet auf uralter Überlieferung, sowie genauer Beobachtung und erschließt mit außergewöhnlich prägnanter Ausdrucksweise bildhafte Beschreibungen von Wild und Natur. Ich habe nachgelesen: Während des letzten Jahrtausends sind im germanischen Sprachraum weit über 10.000 jagdliche Begriffe geprägt worden, von denen - man glaubt es kaum - heute noch ca. 3.000 ihre Anwendung finden. Auch im täglichen Leben eines Nichtjägers sind Teile davon allgegenwärtig. So ist einem bestimmt schon mal „was durch die Lappen gegangen“ (Lapp-Jagd), man hat jemanden „aufs Korn genommen“ (Visiereinrichtung einer Jagdflinte), oder der/die hat „einen fürchterlichen Bock geschossen“. Natürlich verständigt sich jeder von uns mit hoher Professionalität in der Jägersprache. Ermöglicht unsere Fachsprache doch wichtige Feinheiten prägnant zu kommunizieren und dient damit in „best expressiveness“ (fachlich prägnanteste Ausdrucksweise) einer präzisen Situationsbeschreibung. Ich habe dafür bei meiner Recherche ein treffliches Zitat gefunden: „Der reife, noch rote Eissprossenzehner zog orgelnd am Wechsel in den Einstand.“ In hochdeutscher Sprache ist der Inhalt dieses Satzes nur schwer formulierbar. Gäbe es keine Jägersprache, müsste unsereins dazu folgende Erklärung abgeben: „Der etwa zehn bis zwölfjährige Hirsch, der noch das rote Sommerfell und ein Geweih mit zehn Zacken trug – das Geweih hatte noch die Besonderheit, nach den jeweils untersten Zacken zwei verkrümmte Zacken zu haben – ging langsam, immer wieder Brunftlaute von sich gebend, auf dem Steig, den das Rotwild seit eh und je benutzt, in jenen Waldteil, den der Hirsch jetzt in der Brunftzeit als bevorzugten Tagesaufenthaltsort ausgesucht hat.“ Ich wünsche Ihnen weiterhin einen guten Anlauf, bestes Abkommen, dass Ihr Nimrod am Riemen die Schweißfährte gut anfällt und bei anschließender Hetze vom annehmenden Wild nicht zu sehr geschlagen wird. Übrigens - mein Hund ist im 5. Feld und woher kommt in diesem Zusammenhang eigentlich das Wort - Behang? Eine schöne Vorweihnachtzeit und viel Waidmannsheil Ihr

Hans Endres

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Tätigkeitsbericht 8

April 2007: •

Prüfung der Waffenhandhabung sowie Schießprüfung im Rahmen der neuen Jägerprüfung auf dem Mahlberg – (Standort nördliches Oberbayern / Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) am 18. und 19. April 2007

Feierliche Übergabe der Prüfungszeugnisse an die ersten Absolventen der (neuen) Jägerprüfung auf dem Mahlberg zusammen mit der FSG und div. Vertretern der Kommunalpolitik sowie den Ämtern am 19. April 2007

Referat des 1. Vorsitzenden am 21. April 2007 auf dem Landesjägertag in Amberg zum Themenbereich Schießwesen / Förderung von Wurfscheibenanlagen mit EU-Mitteln

Anschießen der Kugelwaffen am Mahlberg mit Möglichkeit zum Erwerb der Jahrsschießnadel „Büchse“

Mai 2007: •

Besprechung zwischen ALF Pfaffenhofen, LRA ND-SOB, JV ND und JV SOB in Sachen Jägerprüfung und Förderung durch Jagdabgabe

9. Vorstandssitzung der Jägervereinigung in der Wahlperiode 2006-2008

Versand Jägerkurier Mai 2007

Sondierung 1. Vorsitzender in Sachen Bereitstellung von Jagdwaffen für Jägerprüfung „Waffenhandhabung“ am Mahlberg

Sondierung 1. Vorsitzender in Sachen „Satzung JV SOB - Neugestaltung“ mit BJV-Justitiarin

Vorbereitung „Jägerfest“ auf Pappenberg durch Projektleiter Willi Karl

Referat des 1. Vorsitzenden Roland Weigert im Rahmen der Ausbildung von touristischen Landkreisführern zum Thema „Jagd im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen“

Juni 2007: •

Informelle Vorstandsbesprechung zum Thema Jägerprüfung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen – Präparatebeschaffung sowie Vorbesprechung Jägerfest Pappenberg

Besprechung zum Thema Wildgansbejagung im LRA ND-SOB: Landrat Dr. Richard Keßler, ORR Lenz, 1. Vorsitzender Roland Weigert

19. Juni 2007 schriftliche Jägerprüfung im HAUS im MOOS

Meisterschaft der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. im Flintenschießen auf der Wurfscheibenarena Brunnen

Jagdhornbläser erreichen bei der Deutschen Meisterschaft auf Schloss Kranichstein in Hessen wieder eine Goldmedaille

Juli 2007: •

4. und 5. Juli 2007 mündliche Jägerprüfung im HAUS im MOOS sowie am 18. und 19. Juli Prüfung der Waffenhandhabung sowie des Kugelschusses am Mahlberg unter maßgeblicher Vorbereitung von Manfred Kneißl

Erstes internes Jägerfest auf Gut Weil mit rund 140 Besuchern mit Preisverleihung der Flintenvereinsmeisterschaft im Juni des Jahres

11. Vorstandssitzung der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. (Vorstandsperiode 20062008)

Wildland-Veranstaltung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen unter Beteiligung der beiden Jägervereinigungen Neuburg und Schrobenhausen

1. Vorsitzender Roland Weigert und Schriftführer Manfred Kneißl zu Gast bei der FSG Schrobenhausen anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Pflanzenkläranlage am Mahlberg

Stellungnahme des 1. Vorsitzenden im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen zur lokalen Jagdzeitenhandhabung bei Graugänsen

Tätigkeitsbericht August 2007: •

Sommerpause

September 2007: •

Gespräch des 1. Vorsitzenden Roland Weigert und des Schießreferenten Bastian Sedlaczek mit der Leitung des Forstbetriebes Kaisheim Der Jägerkurier

Tag der offenen Tür FSG Schrobenhausen, Präsenz des 1. und 2. Vorsitzenden, der Jagdhornbläser sowie des Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Schießsimulators

Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007 12. Vorstandssitzung der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. (Vorstandsperiode 20062008)

Weiteres Treffen des Schießreferenten Bastian Sedlaczek mit dem Forstbetrieb Kaisheim für ein gemeinsames Umweltbildungsprojekt


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Oktober 2007: •

Unter Leitung von Willi Karl Besprechung mit der Sparkasse Schrobenhausen für eine Präparateausstellung im November 2007

1. Vorsitzender beim Tag der offenen Tür der WurfscheibenArena Brunnen

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Aus der Verbands-/Vereinsarbeit 10

Jäger werden erneut um Mithilfe bei Monitoring gebeten

(rw) Wie der Jagd in Bayern Nr. 9/2007 zu entnehmen war, wurden in Bayern in diesem Jahr 19 Vögel mit dem Geflügelpest-Virus H5N1 gefunden. Die Jäger sind im Rahmen der anstehenden Jagden wieder gefragte Partner beim Monitoring. Uns erreichte dahingehend eine E-Mail mit der Bitte um Unterstützung. „An die Kreisgruppen in Bayern Caroline Schulze & Stephanie Rabl Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Sachgebiet 10 Veterinärstraße 2 85764 Oberschleißheim Tel: 089/31560-347 mobil: 0173-8638261 27.9.07 Wildvogelmonitoring durch Jagdausübungsberechtigte Sehr geehrte Damen und Herren, Wie Sie vermutlich schon von Herrn Egbert Urbach (Leiter BJV-Landesjagdschule in Feldkirchen) und durch die "Jagd in Bayern" erfahren haben, wird das Wildvogelmonitoring fortgesetzt. In diesem und im kommenden Jahr übernehmen die Organisation der Studie Stephanie Rabl (Tiermedizinerin) und ich, Caroline Schulze (Biologin). Wir beide möchten mit den gewonnenen Daten Doktorarbeiten anfertigen. Um möglichst viele Vögel untersuchen zu können, wenden wir uns an Sie. Können Sie die Mitglieder in Ihren Kreisgruppen, sofern dies noch nicht geschehen ist, informieren und für uns um Hilfe bitten? Wir wären Ihnen dafür sehr verbunden! Die Probenahme gestaltet sich wie folgt: 1 Rachentupfer, 2 Kloakentupfer, wenn möglich ca.2ml Blut pro Tier, oder aber (nur) den Aufbruch eines Tieres in einen Gefrierbeutel packen und einfrieren. Die Tupfer für liegen bei den Veterinärämtern aus. (Probeentnahme-Anweisung und Protokoll siehe Anhang) Um Ihnen die Arbeit abzunehmen, würden wir Sie bei größeren Jagden (ab ca. 20 Tieren) auch gerne vor Ort selbst unterstützen. Dafür können Sie uns anrufen oder mailen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Vielen Dank für Ihre Bemühungen! Stephanie Rabl & Caroline Schulze Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Stephanie Rabl Veterinärstraße 2 85764 Oberschleißheim Telefon: 089/31560-347 Handy: 0170/117 4616 oder 0173/863 8261“

Details können in der Jagd in Bayern in den Ausgaben August und September 2007 nachgelesen werden (auszugsweise siehe nächste Seite). Eine Unterstützung der Forschungsarbeiten ist sicherlich im Sinne der Jagd und beweist, dass wir kompetente Partner sind.

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Aus der Verbands-/Vereinsarbeit 11

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Aus der Verbands-/Vereinsarbeit 12

Ausbildung zum Jäger – mit der Jägervereinigung Pfaffenhofen Beitrag von Rudi Engelhard, 1. Vorsitzender der Jägervereinigung Pfaffenhofen/Ilm

Sicher und schnell zur Jägerprüfung Seit Jahresbeginn 2007 führt das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Landshut als zentrale Jäger- und Falknerprüfungsbehörde die staatliche Prüfung vier Mal jährlich durch. Im schriftlichen Prüfungsteil sind 100 Fragen im „Multiple-Choice-Verfahren“ zu beantworten, wobei maximal 25 Fehler zulässig sind. Im mündlichen Teil, in dem in einem ca. 10minütigen Gespräch je Prüfungsfach das Praxiswissen ermittelt wird, muss der Prüfling mindestens die Note ausreichend zum Bestehen erreichen. Im letzten „praktischen“ Prüfungsteil sind mit einem Repetiergewehr 4 Schüsse auf die Rehbockscheibe abzugeben. Zum Bestehen müssen 3 Treffer die Mindestringzahl 8 erreichen. Darüber hinaus ist eine sichere Handhabung der gängigen Jagdlang- und Kurzwaffen nachzuweisen. Nach bestandenem schriftlichem Teil muss nur mehr der mündliche und praktische Teil wiederholt werden, nach bestandenem schriftlichem und mündlichem Teil muss nur noch der praktische Teil wiederholt werden. Bestandene Prüfungsteile behalten 2 Jahre ihre Gültigkeit. Unter 16 Prüfungsorten in Bayern- zur freien Auswahl jedes Prüflings - steht in unserer Region der Prüfungsort Neuburg-Schrobenhausen/HAUS im Moos zur Verfügung. Zur Jägerprüfung anmelden kann sich mit Nachweis der Entrichtung der Prüfungsgebühr von derzeit 280,-- Euro, wer: 1. das 15. Lebensjahr vollendet hat (Zustimmung der Sorgeberechtigten bis zum 18. Lebensjahr erforderlich) 2. die erforderliche Ausbildung nachweisen kann 3. während der Ausbildung die geforderten Leistungen im Wurfscheiben- und Kurzwaffenschießen und Schiessen auf die laufende Scheibe „flüchtiger Überläufer“ erbringt.

Ausbildungsangebote Die Jungjägerkurse der Jägervereinigung Pfaffenhofen haben eine jahrzehntelange Tradition. Wer Interesse, Engagement und die Absicht mitbringt, seine Freizeit der Tier-, Pflanzen- und Umwelt zu widmen, kann sich ohne jegliche Vorkenntnis anmelden. In angenehmer Atmosphäre werden die Auszubildenden von kompetenten Ausbildern und mit einer äußerst umfangreichen Lehrmittelsammlung nicht nur gezielt auf die Jägerprüfung, sondern auch auf ihr Waidwerken danach vorbereitet. Hierzu bietet die Jägervereinigung Pfaffenhofen im Landesjagdverband Bayern folgende Kurse an, die unmittelbar zu den Prüfungsterminen enden: a)

Langzeit-Kurs Ablauf: Beginn im Oktober – Dauer 15 Monate bis zur Prüfung des übernächsten Jahres. Unterricht wöchentlich am Mittwoch von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr mit mehreren Lehrveranstaltungen und Schießübungen wahlweise an Samstagen oder Sonntagen. Preis: 1.500 Euro

b)

Kompakt-Kurs 1. Frühjahr: Ablauf – Osterferien und Pfingstferien täglich von 08.00 bis 16.00 Uhr. Zwischen den Ferien jeden Samstag und Sonntag von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr bis zur Prüfung im Juni. Preis: 1.200 Euro 2. Herbst/Winter: Ablauf – Monatsbeginn Oktober bis Januar jeden Samstag und Sonntag von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr und jeden Dienstag von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr bis zur Prüfung im Februar. Preis: 1.200 Euro

Lehrgangsort Manching, Ingolstädter Straße 100, Realschule am Keltenwall.

Auskünfte und Anmeldungen: R. Binder, Telefon 0151-16612632, Fax (0 84 56) 91 48 64, Email: richard-binder@t-online.de H. J. Strauss, Telefon 0170-1551544, Internet: www.paf-jagd.de

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Aktuelles 13

Entwicklung der Strecken in der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V.

(rw) Im Zuge der Berichterstattung zu den ersten Schrobenhausener Fuchswochen zeigte sich: Nicht wenige Jäger waren über die drastische Zunahme der Fuchsstrecken während der letzten 20 Jahre überrascht. Offensichtlich ist das Wissen um Streckenentwicklung unseres jagdbaren Wildes nicht allgemein bekannt. Dies verwundert, ist die Kenntnis hierüber bei „echter Hege“ doch notwendig. Als Indikatoren ermöglichen diese Zahlen einen wesentlichen Baustein für qualifizierte Bestandseinschätzungen. Wir wollen diese Lücke in den vorliegenden NovemberJägerkurier füllen, just in der Ausgabe, in der auch der Erntedank-Monat der Jäger fällt. Eine Vorbemerkung: Der Indikator „Strecke eines Jahres“ für sich alleine ermöglicht keine verlässliche Aussage zum Wildvorkommen in unserer Flur. Sofern Strecke gemacht wurde, kann allenfalls daraus gefolgert werden, dass es diese Tierart vor Ort gibt. Keine Strecke bedingt nicht automatisch eine zuverlässige Schlussfolgerung, dass diese Tierart vor Ort nicht mehr existent ist. Aussagen über konkrete Besatzgrößen sind – wenn überhaupt – nur bedingt möglich. Beispiel: Rebhühner bleiben von den Jagdausübungsberechtigten im Bereich der JV SOB weitgehend unbejagt. Obwohl Rebhuhnbesätze in vielen Revieren im Schrobenhausener Land nachgewiesen sind überwiegt dennoch die Hege der Besätze und ihrer Umfeldbedingungen. Aus einer vorliegenden sterilen Streckenstatistik eines Hegerings abzuleiten, dass bei einer „0-Strecke von Rebhühnern“ auch die Bestände vor Ort erloschen wären, ist also falsch. Es gilt die Art und Weise der Jagdausübung vor Ort mit einzubeziehen. Interpretationen bedürfen also immer einer genauen Kenntnis der lokalen Bedingungen. Die Größe „Streckenentwicklung“ hingegen, also die Entwicklung der Jahresstrecke im Zeitablauf, ermöglicht Einschätzungen eher. Wenngleich in wissenschaftlichen Kreisen der Zusammenhang von Jagdstrecken und Bestandsentwicklung umstritten ist, ein „Gefühl“ über die Situation können sie bei Kenntnis der jagdlichen Rahmendaten vor Ort natürlich vermitteln. Es geht dabei also nicht um konkrete Zahlen, die aus einer derartigen Betrachtung abgeleitet werden sollen, sondern vielmehr um eine qualitative Einschätzung für die Lage unseres Wildes, „läuft es im Zeitablauf eher gut“ oder „verschlechtern sich die Bedingungen“. Auf eine oftmals bewusst getätigte Fehlinterpretation von Streckenlisten muss also ausdrücklich hingewiesen werden: Rückläufige Streckenentwicklungen sind in der Regel nicht das Ergebnis einer Übernutzung der jeweiligen Wildbestände. Die Einflußfaktoren für die Entwicklung von Wildtierbeständen sind vielgestaltig und unterliegen im Hinblick auf ihre Bedeutung als Einflußgröße auch einem ständigen Wandel. Z. B.: • Die Art der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen ändert sich seit kurzem drastisch. Stilllegungsflächen werden wieder vermehrt einer intensiven Nutzung zugeführt. Die Bedeutung nachwachsender Rohstoffe im Rahmen einer neuen Energiepolitik nimmt zu, was z. B. an zunehmenden Raps- und Maisschlägen erkennbar wird. • Auch der seit längerem erkennbare Wandel unseres Klimas durch den Treibhauseffekt wirkt auf die Bestandsentwicklung ein. Welche Tierarten hiervon als Gewinner oder Verlierer hervor gehen werden ist noch völlig ungewiss. • Die Freizeitnutzung unserer Umwelt bestimmt maßgeblich das „Niveau vertretbarer Wildbestände“ mit. Das Äsungsverhalten von Rehwild wird entscheidend von Freizeitaktivitäten beeinflusst. Wird die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme im Feld durch hohe Freizeitaktivitäten beeinflusst, so steigt der Druck zur Energieaufnahme im Wald und in den Einständen. Vermehrter Verbiss im Wald führt jedoch zu weiteren Abschußforderungen. • Prädatorendruck: Manche Tierarten sind Kulturfolger. Ein geringeres Beuteangebot gleichen sie durch Nutzung anderer Nahrungsquellen (der zivilisierten Gesellschaft) aus. Eine Anpassung der „Räuberbestände“ bei deutlich verminderten „Beutebeständen“ unterbleibt damit, der Druck auf das Beutespektrum erhöht sich jedoch weiter. Folgend werden im Grundsatz immer die Zahlen für unsere gesamte Jägervereinigung angegeben. Dort wo es Sinn machte, wurde auch eine detailliertere Analyse auf Hegegemeinschaftsebene eingegangen. Ebenfalls wurde ein relativer Vergleich zur Landes- und Bundesentwicklung angestellt (Landesebene = Bayern = BY / Bundesebene = Deutschland = D); das erste Jahr ist dabei immer das Basisjahr = 100. Alle Daten sind natürlich ohne Gewähr, auch wenn bei Auswertung der Zahlen Sorgfalt angewendet wurde. Das Zahlenmaterial stellte dankenswerter Weise die Untere Jagdbehörde im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen zur Verfügung. Die Grafiken wurden ehrenamtlich, in so mancher nächtlichen Sitzung am Schreibtisch erstellt. Der ein oder andere Zahlendreher kann deshalb nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Wer Anmerkungen zu der ein oder anderen Grafik hat, kann diese gerne an uns schicken. Wenn Sie dazu beiträgt, ein klareres Bild über die Hintergründe der ein oder anderen Entwicklung zu zeichnen, so veröffentlichen wir dies gerne im nächsten, dem Mai- Jägerkurier. Alle Grafiken bleiben unkommentiert. Dies soll dem Ziel dienen, eine Diskussion unter Jägern, Bauern und Freunden der Jagd anzustoßen. Es wäre gut, wenn sich hier der ein oder andere Ansatz zu Gunsten unseres Wildes ergeben würde.

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Aktuelles

St rec k en a u s w er t u n g 2 0 0 7

14

Feldhasenstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 700

© RW 2007

631

600

646 596 571 547

544

518

500

501 476

400

410 379

300

303

200

100

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

Jä g er v er ei n i g u n g Sc h r o ben h a u sen u n d U m g ebu n g e.V.

St rec k en a u s w er t u n g 2 0 0 7

Daten ohne Gewähr

Relative Entwicklung der Feldhasenstrecke: Lokal-, Landes- und Bundesentwicklung 180 © RW 2007

160

140

120

100 Basisjahr = JJ 95/96 = 100

80

60 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

Feldhasen JV SOB - relativ

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

Feldhasen BY - relativ

2005/2006

2006/2007

Feldhasen D - relativ

- Daten ohne Gewähr -

Jä g er v er ei n i g u n g Sc h r o ben h a u sen u n d U m g ebu n g e.V.

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Aktuelles

St rec k en a u s w er t u n g 2 0 0 7

15

Fasanenstrecke JV SOB seit dem Jagdjahr 1995/1996 250 © RW 2007

228

200

165 154

150

125

122 102

100

70 50

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

- ohne Gewähr -

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Fasanenstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 - nach Hegegemeinschaften 140

133

© RW 2007

120

100

80 69

60

66

55 44

40 34

20

26 22

10

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

Fasan HG Hohenried

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

Fasan HG Oberarnbach

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

Fasan HG Schrobenhausen

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16

Dachsstrecke in der JV SOB ab dem JJ 1995/1996 140

© RW 2007

129 120 118 112 100

100 95

80 69 60

40

20

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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Steinmarderstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 70

60

© RW 2007

62

60 54

50

44 40 36 30

22

20

10

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001 2001/2002 - ohne Gewähr -

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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17

Hermelinstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 60

50

© RW 2007

52 47

40

39 36 30

24 20

10

10

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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Hermelinstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 - nach Hegegemeinschaften 45

© RW 2007

40

35

30

25

20

15

10

5

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

Hermelin HG Hohenried

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

Hermeling HG Oberarnbach

2002/2003

2003/2004

2004/2005

Hermelin HG Schrobenhausen

2005/2006

2006/2007

- ohne Gewähr -

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18

Stockentenstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 © RW 2007

600

500

520

515 468 447

438 392

400

399

394

300

306

200

100

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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Ringeltauben JV SOB seit dem JJ 1995/1996 180

© RW 2007

175 169 160

140 126

120

100

80 67

60

40 34 25

20

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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Elsternstrecke in der JV SOB seit dem JJ 1995/1996 140

© RW 2007

135 130 120

127

125

100 98

80

60 55 40

20

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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Eichelhäherstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 250 © RW 2007

205

200

174

170

165

150 134

100 96

50

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001 2001/2002 - ohne Gewähr -

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

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20

Rabenkrähenstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 600

© RW 2007

522

500

515

490

487 459

453

484 462

453

458

432

416

400

300

200

100

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

- ohne Gewähr -

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Rabenkrähenstrecke JV SOB seit dem JJ 1995/1996 nach Hegegemeinschaften 300 © RW 2007

250

200

150

100

Aktuelles

50

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

Rabenkrähen HG Hohnried

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

Rabenkrähen HG Oberarnbach

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

Rabenkrähen HG Schrobenhausen

2006/2007

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Aktuelles 21

Zur landwirtschaftlichen Flächennutzung im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. im Jahr 2007– Schwerpunktkulturen in der Betrachtung (rw)

Bei vielen jagdlichen Gesprächsrunden ist es immer wieder ein Thema: Wie viel Fläche einer landwirtschaftlichen Kultur wird im jeweiligen Jahr angebaut? Verbindliche Aussagen hierzu kann erstaunlicher Weise keiner geben, auch näherungsweise nicht. Daten, die „gehandelt“ werden, sind beinahe ausschließlich spekulativ, was für uns in der Redaktion Grund genug war, dieses Thema einmal näher zu beleuchten. Die der Betrachtung zu Grunde liegenden Rohdaten wurden dankenswerter Weise vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen, Herrn LOR Martin Waldinger zur Verfügung gestellt. Wichtig für die hier getätigten Ausführungen ist dabei: Trotz hoher Sorgfalt wird keine Gewähr für die hier präsentierten Zahlen, Daten und schriftlichen Ausführungen übernommen, da „Zahlendreher“ und dergleichen trotz des Bemühens um hohe Sorgfalt bei der Datenaufbereitung nicht auszuschließen sind. Darüber hinaus musste bewusst eine „gewisse Unschärfe“ in Kauf genommen werden: Das Zahlenmaterial ist z. T. bis auf Gemeindeebene aufgeschlüsselt. Der Zuständigkeitsbereich der beiden Jägervereinigungen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist leider nicht mit Gemeindegrenzen identisch. So verläuft die räumliche Zuständigkeit der beiden Jagdschutzvereine beispielsweise quer durch die Gemeinde Karlskron – die Gemarkungsteile Adelshausen und Pobenhausen zählen zum räumlichen Wirkungsbereich der Schrobenhausener Jägervereinigungen, währen die Jagden Karlskron I und Karlskron II zur Neuburger Jägervereinigung zählen. Gleichwohl wurde die Gemarkung Karlskron zur Gänze mit in die Analyse mit einbezogen, dies im Bewusstsein, dass die einher gehende Verzerrung des Bildes zur landwirtschaftlichen Flächennutzung „hinnehmbar“ ist. Um einen visuellen Hinweis für diese Situation zu liefern, wird in Grafiken bei „Karlskron“ – wo möglich - eine Schraffierung verwandt, welche auf die teilweise Zugehörigkeit zur JV SOB / JV ND hinweisen soll.

MAIS: Weltweit liegt der Mais nach Weizen und Reis als Kulturpflanze an 3. Stelle. Hier vor Ort liegt der Mais im Getreideanbau auf Platz zwei was die Anbauflächen betrifft; er wird nur durch die Anbaufläche der Gerste übertroffen. Der Mais stellt eine der wildschadensgefährdetsten landwirtschaftlichen Kulturen dar. Mit dem Auftreten der Sauen im Schrobenhausener Land gegen Mitte der 1980-er Jahre wurden viele Schäden an Silo- und Körnermais verzeichnet. Es ist deshalb selbstredend, dass die Frage „Wie viel Mais wird angebaut?“ eine der brennendsten unter den Jägern ist. Für das Jahr 2007 stellt sich das Bild wie folgt dar: •

Rund 40 Prozent der Maiskulturen im Gesamtlandkreis werden im Bereich der JV SOB angebaut, wobei absolut betrachtet der Silomais als Kultur hier vor Ort dominiert – relativ betrachtet dominiert der Körnermais.

Maisanbau in ha im Bereich der JV SOB gemessen am LKR ND-SOB 4.000,00 Grafik: rw 2007

3.500,00

3.000,00

2.500,00

2.000,00

1.500,00

1.000,00

39 %

Aktuelles

500,00

47 % 0,00 Körner-Mais

JV SOB

Lkr ND-SOB

Silo-Mais

Stark vertreten ist die landwirtschaftliche Kultur Mais in der Gemeinde Gachenbach. Mit rund 19 % der im Schrobenhausener Land angebauten Maisfläche darf die Anbauintensität hier als vergleichsweise hoch eingeschätzt werden. Die geringste Anbaufläche liegt in der Gemeinde Waidhofen.

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Aktuelles 22

JV SOB: 2000 ha Maisanbau im Jahr 2007 - Prozentuale Verteilung der Anbaufläche nach Gemeinden 5% Waidhofen 12% Aresing 17% Schrobenhausen

8% Berg i. G

10% Brunnen

13% Langenmosen

16% Karlskron

19% Gachenbach

Grafik: rw 2007

Eine tendenziell weitere Zunahme der Maisanbauflächen hier vor Ort ist nicht ausgeschlossen. Das Themenfeld „Nachwachsende Rohstoffe“ (NaWaRo) ist dabei ein wesentlicher Faktor. Hintergrund: Es ist der erklärte energiepolitische Willen der Regierung, den Anteil „Erneuerbarer Energien“ bei der Energieproduktion zu erhöhen. Biomasse zählt zu den erneuerbaren Energieträgern, da mit ihr z. B. durch Vergärung die Erzeugung von Strom und Wärme möglich ist. Gerade die Vergärung von Biomasse in sog. Biogasanlagen ist voll im Trend. Mais ist hier ein beliebter Einsatzstoff, der die Wirtschaftlichkeit derartiger Anlagen deutlich erhöhen kann. Gab es bundesweit 1998 noch keine 50 Biogasanlagen, hat sich die Zahl im Jahr 2006 auf rund 3.500 Anlagen erhöht. Alleine in Bayern wird nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Zahl der Biogasanlagen für 2006 auf ca. 1.350 beziffert. Einer Erhebung des LfL per 31.12.2006 zu Folge wird der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in die Gruppe der Gebietskörperschaften mit eine Biogasanlagenzahl von 1-15 eingruppiert. Dies gilt auch für die Nachbarlandkreise Eichstätt und Pfaffenhofen. Im Landkreis Aichach-Friedberg sind demgegenüber mehr Biogasanlagen zu verzeichnen, dieser Kreis zählt zur Gruppe mit einer Biogasanlagenzahl von 31-45, während der Kreis Donau-Ries der Gruppe mit einer Anlagenzahl von 61-75 zugeordnet ist. Auswirkungen auf die Jagd: Betroffen von einer Ausweitung des Maisanbaus sind naturgemäß die reinen Feldreviere bzw. die strukturierten Feld-/Waldreviere. Vermutlich ist nicht von einer flächendeckenden Expansion der Maiskulturen auszugehen, denn für die Frage der Attraktivität von Mais als Einsatzstoff für Biogasanlagen ist auch die Frage der Transportkosten zur Anlage zu beantworten. Je weiter die „Energie-“Maiskultur von der Biogasanlage entfernt ist, umso geringer ist die Attraktivität als Einsatzstoff. Es ist deshalb vielmehr von einer Konzentration von Maisanbauflächen im Umfeld von Biogasanlagen auszugehen. Eine wichtige Rolle wird die Schlaggröße der Maisanbauflächen spielen. Maisschläge mit einer Fläche im zig-haBereich werden alle klassischen Probleme von Monokulturen mit sich bringen. Die Verarmung der Feldfluren mit ihren in der Masse drastischen Auswirkungen auf die Vielfältigkeit des Wildbesatzes wird sich wohl in entsprechenden Gebieten als Problemlagen ergeben. Für die Biotopstruktur der Reviere schlägt ebenfalls negativ zu Buche, dass NaWaRo auch auf stillgelegten Flächen angebaut werden können, ohne Verlust der Agrarsubvention. Extensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, welche gerade als Rückzugsräume für unser Wild dienen, werden deshalb absehbar weniger werden. Landwirte und Jäger sind hier gemeinsam gefragt, gegen diese Entwicklung zu halten, d. h. negative Effekte durch aktive Biotopgestaltung auszugleichen. Andererseits werden große Maisschläge zu einer Verbesserung des Lebensraumes für Schwarzwild führen. Zugleich nimmt jedoch die Bejagbarkeit solcher Einstände mit steigender Ackerfläche drastisch ab, was bei Arealen von mehr als 10 ha bis hin zur Unbejagbarkeit gehen kannAuch der Einsatz von Hundemeuten ist hier meist nicht mehr effektiv. Wer Maisdrückjagden im Juli-AugustSeptember miterlebt hat, der weiß, wie schnell die Hunde bei den in dieser Jahreszeit herrschenden Temperaturen an der Grenze der Leistungsfähigkeit stehen, und wie geschickt es die Sauen verstehen, selbst Meuten im Maisschlag stundenlang auszuweichen. Die Größe der Maisschläge erhöht deshalb auch die Gefahr der absoluten Wildschadenshöhen. Im Rahmen von neuen Jagdpachtverträgen sollten Jagdgenossen und Jagdpächter dieses Gefahrenmoment berücksichtigen und passende Regelungen finden, die keine der beiden Vertragsseiten übervorteilt.

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Aktuelles 23

Es bleibt in diesem Zusammenhang festzuhalten: Mehr Mais im Revier verbessert den Schwarzwildlebensraum. Gleichzeitig wird die Bejagung deutlich schwieriger, was bis zur faktischen Unbejagbarkeit führen kann. Dies wirkt sich tendenziell positiv auf die Bestandsgrößen aus, womit mittelfristig mit höheren Wildschäden in allen landwirtschaftlichen Kulturen zu rechnen ist. Wichtig ist dabei, die Diskussionen sachlich zu führen. Die Jagdpächter sollten deshalb die Maisanbauflächenentwicklung aufmerksam im Revier beobachten. Wenn möglich, gilt es Schäden exakt rückzuverfolgen – hier spielen Maissorten, Größe der Maisschläge, … eine wichtige Rolle – nur dann kann eine entsprechende Argumentation im Hinblick auf Biogas entwickelt und sinnvolle Maßnahmen eingeleitet werden. Ergänzend sei darauf hingewiesen: Wie der Wild und Hund Nr. 16/2007 auf Seite 12 zu entnehmen war, plant das von Horst Seehofer geleitete Bundeslandwirtschaftsministerium ein „Modellprojekt Sauen und Mais“. In enger Kooperation von DJV und Bauernverband soll dies ein auf vier Jahre angelegtes Modellprojekt zur Schwarzwildbewirtschaftung sein. Geplanter Start ist 2008. Ziel des Vorhabens ist der Test von Feldstreifen in Energiepflanzbeständen, wie auch die Schwarzwildvergrämung mittels Saatgutbeizung sowie Licht- und Schallgeräte. Sechs Betriebe unterschiedlicher Struktur sollen an dem Vorhaben teilnehmen. Die Schlaggröße der Versuchsflächen liegt dabei zwischen einem und einhundert Hektar. Erste Ergebnisse werden 2009 erwartet, 2011 wird der Abschlußbericht erwartet.

Roggen / Weizen / Gerste / Hafer Die Geschichte des Getreideanbaus ist auf das Engste mit der Jagd verbunden: Als Jäger und Sammler sesshaft wurden, begannen diese mit dem Acker- und Getreideanbau - aus gutem Grund, denn die ausgezeichnete Lagerfähigkeit dieses Lebensmittel eignete sich bestens für die Vorratshaltung. In Europa wird der Getreideanbau seit mehr als 5.000 Jahren betrieben. Roggen, Weizen, Gerste und Hafer werden in bedeutenden Größenordnungen angebaut. Rund 5.000 ha Ackerland sind im Bereich der JV SOB in diesem Jahr mit diesen Früchten bebaut. Am geringsten ist die Anbaufläche dieser vier Getreidearten in der Gemeinde Waidhofen – mit rund 270 ha ist diese Fläche deutlich geringer als in den anderen Gemeinden im Bereich der JV SOB. Besonders der Roggenanbau hat im Schrobenhausener Land eine hohe Tradition. Schon alleine das rechts oben in der Kopfzeile stehende Wappen des Altlandkreises Schrobenhausen weist darauf hin: Die in der rechten Schildhälfte gekreuzt dargestellten Getreideähren belegen dies. Waren und sind die Voraussetzungen bezüglich des Bodens für den Anbau von Weizen seit jeher tendenziell schwieriger, so gedieh hier der Roggen in ausgezeichneter Qualität. Im Einzelnen teilen sich jeweiligen Kulturen wie folgt auf:

Weizen / Gerste / Roggen / Hafer - Verteilung der Anbauflächen in der JV SOB Hafer; 268 ha; 5%

Gerste; 2187 ha; 43%

Weizen; 1113 ha; 22%

Roggen; 1493 ha; 30%

Grafik: rw 2007

Erwartungsgemäß dominiert der Gerstenanbau, gefolgt vom Roggen. Die vom Schwarzwild am ehesten „bevorzugten“ Kulturen wie Weizen und Hafer sind geringer vertreten.

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Aktuelles 24

KARTOFFELN … - oder „Erdäpfel“ wie sie im Schrobenhausener Land auch genannt werden - haben eine hohe Anbautradition. Nicht umsonst zählt der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit etwa 10.000 ha Anbaufläche zum größten geschlossenen Kartoffelanbaugebiet Bayerns. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb die Web-Domain von www.kartoffel.de von der Erzeugergemeinschaft für Speisekartoffel Neuburg-Schrobenhausen belegt ist und die Kartoffelkönigin hier im jährlichen Turnus gekrönt wird - Kartoffelmarketing ist hier aufgrund der immensen Bedeutung für die Landwirtschaft Trumpf. Auch der Erzeugergemeinschaftsvorsitzende, Norbert Ziegler, hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb im Schrobenhausener Land. In Bayern, genauer in Oberfranken, war es auch, als 1647 erstmals Kartoffeln feldmäßig angepflanzt wurden. Nach Informationen des Kartoffelerzeugerverbandesvorsitzenden Norbert Ziegler wird hier vor Ort seit mehr als 200 Jahren die Kartoffel angebaut. Den ersten urkundlichen Nachweis benennt er mit 1799, als sich vor dem Stadtrat von Schrobenhausen ein Bürger beschwerte, dass ihm ein Schweinehirt seine Felder verwüstet habe. Ein Anbau zu früherer Zeit ist im Landkreis wahrscheinlich, jedoch noch nicht urkundlich belegt. Der hohen lokalen Bedeutung trägt auch die örtliche Gastronomie Rechnung, denn jedes Jahr zur Erntesaison, im Herbst, wird von den Gasthäusern hier im Raum Feines aus der Knolle zubereitet. Die im Landkreis stattfindenden Kartoffelwochen gelten als Geheimtipp bei Feinschmeckern.

Kartoffeln haben im Schrobenhausener Land eine hohe Bedeutung für die Landwirtschaft. Der Anbau erfolgt dabei in zunehmendem Maße immer großflächiger - hier ein Landwirt im Juni 2007 beim notwendigen Pflanzenschutz auf einem mehr als 10 ha umfassenden Kartoffelfeld (Foto: rw2007)

Günstige lokale Bodenverhältnisse, wie der sandige und lehmige Boden aber auch der im Norden angrenzende Moosboden sind ideal für das Gedeihen bester Speisefrüh-, Speise- und Veredelungskartoffeln. Milde Temperaturen – eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 7 bis 8 ° C - und während der Vegetationszeit ausreichend fallende Niederschläge begünstigen das Gedeihen der „Erdäpfel“ in unserem Schrobenhausener Landstrich besonders. Durch das gleichmäßige Wachstum kann der Landwirt geschmacklich hochwertige Knollen für den Speiseverzehr ernten und auf den Markt bringen. Neben der Speisekartoffel spielen aber auch andere Kartoffelkulturen eine Rolle. Von herausragender Bedeutung sind dabei die Stärkeproduktion und damit die Stärkekartoffel. Sie findet bei der umgangssprachlich als „Flockenfabrik“ bezeichneten SÜDSTÄRKE als Rohstoff Verwendung. Für den weltweiten Export wird hier seit vielen Jahrzehnten Industriestärke produziert, welche als Ausgangsstoff für eine Vielzahl von Produkten Verwendung findet. Über Europa hinaus wird die hier hergestellte Stärke in alle Welt, bis nach Südamerika, exportiert. Insgesamt stellt sich der Kartoffelanbau im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen wie auf der Folgeseite illustriert dar:

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Aktuelles 25

Kartoffelanbau auf dem Gebiet der JV SOB Von rund 5.300 ha Anbaufläche im Jahr 2007 entfallen ...

Früh-Kartoffel ~ 70 ha 2%

Stärke-Kartoffel Vertragsanbau ~ 1.250 ha; 34%

Sonst. Speise-Kartoffel; ~ 1.750 ha 47%

Pflanz-Kartoffel ~ 580 ha 16%

Sonst. Kartoffel (Futterkartoffel, …) ~ 10 ha 0,3 %

Industrie-Kartoffel ~ 35 ha 1%

Grafik: rw 2007

Kartoffeln zählen vor Ort - neben dem angebauten Mais - zu den von Schwarzkitteln am meisten gefährdetsten landwirtschaftlichen Kulturen. Als eine von den Sauen besonders bevorzugte Kartoffelsorte hat sich in der Vergangenheit die sog. „Quarta“ gezeigt: Die Sauen nehmen sich mit Vorliebe Kartoffeln dieser Sorte vor und sorgen so für manchen Diskussionsstoff zwischen Jägern und Bauern. Aber es gilt auch: Nicht jeder von Sauen verursachte Schaden auf einem Kartoffelfeld ist für den Landwirt auch tatsächlich ein Schaden im wirtschaftlichen Sinn.

Ein Foto aus dem Juni 2007: Sauen sind über die Nacht hinweg am Rand eines Kartoffelfeldes auf rund 30 m² zu Schaden gegangen - man sieht die Kultur durch Sauen insgesamt in Gefahr (Foto: rw2007)

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Aktuelles 26

Zunächst ist man natürlich geneigt, den Sauen ein nachhaltiges Interesse an den angebauten Kartoffeln anzulasten, gerade dann, wenn man das nachfolgende Bild sieht. Tatsächlich war die junge Bache mit ihren Frischlingen an den im Herbst eingeackerten Eicheln interessiert, welche durch den am Waldrand befindlichen alten Eichensaum zu finden waren. Sie sind aufgrund des milden Winters und gutem Fraßangebot schlichtweg „liegen geblieben“ und scheinen Anfang Juni genau die Nährstoffe enthalten zu haben, welche das führende Stück benötigte. In der Folge waren deshalb auch keine Schäden im Inneren des Kartoffelfeldes zu beklagen. Nachdem die Schäden am Feldrand nun einmal eingetreten waren, entschloss man sich, die junge führende Bache zunächst einmal gewähren zu lassen – mit Erfolg: binnen 14 Tagen war die Bache mit ihren Wutzen verschwunden. Eines der Jungen mit rund 8 kg Gewicht zu erlegen hätte bedeutet, dieses unschädlich zu beseitigen, denn hochwertiges Wildpret stellt dies schlicht nicht dar.

Von Sauen durch Wühlen frei gelegter Kartoffelstock im Juni 2007 (Bild: rw2007)

Es zeigt sich, dass die Jagd auf Schwarzwild mit Augenmaß betrieben werden kann und sollte, denn wir verstehen uns doch als Anwalt unseres Wildes. Blindes „Dampf machen“, so, wie es heute gerne mancherorts bei Sau und Reh praktiziert wird, ist keine Kunst. Fingerspitzengefühl ist gefragt, auch das Vermögen, den ein oder anderen Rückschlag hinzunehmen und besonders Rückgrat, für manchmal unbequeme Wahrheiten bei Dritten zu werben. Natürlich ist die Gefahr für mögliche Schadenslagen vom Umfang der angebauten Kartoffelflächen in den jeweiligen Gemeinden abhängig. Betrachtet man die Gemeinden im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., so zeigt sich, dass die Anbauschwerpunkte auf dem Gebiet der Gemeinde Brunnen und der Stadt Schrobenhausen liegen. Im Einzelnen stellt sich die Anbauflächenverteilung im Schrobenhausener Land wie folgt dar:

Kartoffelanbau auf dem Gebiet der JV SOB Anbauflächen in ha im Jahr 2007 in den jeweiligen Gemeinden 450 Grafik: rw 2007

400

Speisekartoffel

Pflanzkartoffel

Stärkekartoffel Vertragsanbau

350

300

250

200

150

100

50

0 Gemeinde Aresing

Gemeinde Berg i.G.

Gemeinde Brunnen

Gemeinde Gachenbach

Gemeinde Karlskron

Gemeinde Langenmosen

Stadt SOB

Gemeinde Waidhofen

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Aktuelles 27

FELDGEMÜSE … ist ein Sammelbegriff für Gemüse, das unter freiem Himmel angebaut wird, also nicht in Glas- oder Treibhäusern gewonnen wird. In der Regel zählt man z. B. Kohlgewächse, Salate, Zwiebeln, Karotten, Petersilie u. v. a. hierzu. Nicht enthalten ist hier das Obst. Der bayerische Gemüseanbau auf Freilandanbauflächen ist im Steigen begriffen. Bundesweit ist ein stetiger Flächenzuwachs zu verzeichnen, und Gemüse scheint ein gutes Marktpotential in sich zu bergen, denn betrachtet man das Ernährungsverhalten der Deutschen, so stellt man fest, dass der deutsche Pro-Kopf-Gemüsekonsum im europäischen Vergleich eher im unteren Bereich rangiert. Mit hohem Marktpotential versehen, haben es die Bauern in diesem Bereich nicht leicht ihr Geld zu verdienen, denn Feldgemüse zählt mit zu den empfindlichsten Kulturen. Viele Gemüsearten lassen sich vergleichsweise leicht durch Hagel, Frost, Schäden durch Dauerregen oder anhaltende Hitze in Mitleidenschaft ziehen. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wird eine Fläche von rund 200 ha mit Feldgemüse durch Landwirte angebaut. Auf das Gebiet der Jägervereinigung Schrobenhausen entfallen dabei rund 77 ha. Interessant ist dabei der räumliche Schwerpunkt dieser Kulturen: Mit Masse wird Feldgemüse in der Gemeinde Brunnen angebaut, denn mehr als 80 Prozent des flächenbezogenen Anbaus entfällt auf diese Gemeinde im Hegering Hohenried.

Feldgemüseanbau 2007 im Schrobenhausener Land

18 % Gemeinde Brunnen; 63,42 ha

Gemeinden AresingBerg im Gau-KarlskronGachenbachLangenmosenWaidhofen mit Stadt SOB 13,97 ha

82 %

Grafik: rw 2007

Stellt das Feldgemüse offenbar ein eher „neueres“ Betätigungsfeld für Landwirte dar, so ist der Spargel mit dem Schrobenhausener Land ähnlich stark verbunden wie Bayern mit den weiß-blauen Rauten. Diese Kultur wird aufgrund seiner hohen lokalen Bedeutung einer eigenen Betrachtung unterzogen.

SPARGEL Spargel wird im Schrobenhausener Land seit Anfang des 20. Jahrhunderts im großräumigen Feldanbau geerntet, wenngleich ein ehemals dem Waidwerk sehr eng verbundenes Geschlecht – das der Grafen von und zu Sandizell bei Schrobenhausen – bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts Spargel in die königliche Hofhaltung nach München lieferte. „Schrobenhausener Spargel“ wird von vielen Gourmets besonders geschätzt. Als Premiumprodukt gerade durch die Aktivitäten des Spargelerzeugerverbandes Südbayern mit seinem Vorsitzenden Josef Plöckl positioniert, genießt diese Feldgemüseart einen vorzüglichen Ruf und trägt wesentlich zur überregionalen Bekanntheit unserer Schrobenhausener Heimat bei. Das Schrobenhausener Spargelanbaugebiet – es umfasst mit rund 600 ha auch Teile der Landkreise Pfaffenhofen a. d. Ilm und Aichach-Friedberg – bildet rund 1/3 der Anbauflächen in Gesamtbayern. In der Zeit von Mitte April bis zum 24. Juni, zugleich der Johannitag, steht der Spargel im Mittelpunkt des Lebens im Schrobenhausener Land, denn dann wird geerntet. Im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen sind dies im Jahr 2007 etwa 250 ha Anbaufläche. Dazu im Vergleich: Noch 1960 waren dies „nur“ ca. 50. ha. 1 Die Spargelanbaufläche hat sich also in 47 Jahren in etwa um den Faktor 5 erhöht. Angebaut wird Spargel in verschiedensten Varianten: Bleichspargel (= weißer Spargel), violetter Spargel (= rosa Kopffärbung, ansonsten weiß) Grünspargel (= Kopf und größter Teil des der Stange grün). Als Dauerkultur verbleibt die Spargelpflanze in der Regel bis zu max. 9 Jahren im Boden. Geerntet wird in der Regel ab dem 4 Jahr.

1 In Anlehnung an o. V.: Die Bodennutzung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe des Landkreises im Jahr 1960 (Zahlenübersicht), in: Walter Asam, Georg August Reischl, Toni Skodawessely, Erich Ilmberger, „Landkreis Schrobenhausen“, München und Schrobenhausen 1963, S. 210.

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Aktuelles 28

Feldgemüseanbau in der Gemeinde Brunnen im Juni 2007: Mittig abgebildet ist junger Spargel, der hier seit vielen Jahrzehnten kultiviert wird. Gleich daneben „neue Wege“ mit Feldgemüsearten, die erst seit vergleichsweise kurzer Zeit hier angebaut werden: Zwiebel, Feldsalat und Petersilie. (Foto: rw2007)

Ist die Jagd während der „Spargelzeit“ schwierig – Spargelstechertrupps sind bereits in den frühen Morgenstunden auf dem Feld – so wirkt sich diese Kultur in der Folgezeit doch positiv auf die Feldflur aus. Der auswachsende Spargel – das sog. Spargelkraut- steht teilweise mannshoch bis in den November hinein auf den Feldern und bietet so über Monate hinweg gute Deckung für das Wild. Es ist dies die Zeit, in welcher sich der Spargel erholt und wieder wichtige Nährstoffe in das Wurzelsystem einlagern. Die Erfahrung hat gezeigt, dass besonders Rebhühner diese Spargelkrautflächen gerne annehmen. Deckung und das Angebot an Insekten scheinen hier tendenziell begünstigend zu wirken. Es ist deshalb zu begrüßen, wenn Landwirte die Stehzeit des Krautes so weit als nur möglich in den Spätherbst hinein ausdehnen. Etwa 97 Prozent der Spargelanbauflächen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und rund 40 % der Gesamtanbauflächen des Anbaugebietes „Schrobenhausener Spargel“ liegen im räumlichen Wirkungsbereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V.

Spargelanbauflächenverteilung 2007 nach Gemeinden im Schrobenhausener Land Gemeinde Waidhofen 36,43 ha

14 %

36% Stadtgebiet Schrobenhausen 89,58 ha

17 %

Gemeinden AresingBerg im Gau-KarlskronGachenbachLangenmosen 44,15 ha

33 % Gemeinde Brunnen; 82,28 ha Grafik: rw 2007

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Aktuelles 29

Auf die Gemeindegebiete des Schrobenhausener Landes bezogen dominieren im Hinblick auf die Anbauflächen die Stadt Schrobenhausen und die Gemeinde Brunnen das Bild. Mit rund 70 Prozent des flächenbezogenen Spargelanbaus konzentriert sich dieser auf diese beiden Gemeinden. Bezieht man auch noch die Anbauflächen in der Gemeinde Waidhofen mit ein, so sind weit über 80 Prozent der Spargelanbauflächen auf diesen Raum konzentriert. Warum diese räumliche Schwerpunktbildung? Ein Erklärungsansatz könnte in der geologischen Entwicklungsgeschichte dieses Raumausschnittes liegen. Während der letzten Eiszeit wurden durch Gletscherwinde im Bereich der beiden großen Waldungen „Hagenauer Forst“ und „Haidforst“ Sanddünen mit einer Mächtigkeit von stellenweise mehr als 10 Metern aufgetürmt. Dies ist der Raum Schrobenhausen-Waidhofen-Brunnen-Hohenwart. Der dort so entstandene Flugsandboden mit Übergang zu leichten Tertiärböden bietet sehr günstige Standortbedingungen für „unseren“ Spargel. Da der Spargel viel Wärme von seinem Boden einfordert, auf welchem er gedeihen soll, lässt er sich hier gut anbauen, denn Sandboden begünstigt eine schnelle Erwärmung im Frühjahr und fördert so den frühzeitigen Austrieb. Darüber hinaus sind es die geologischen und klimatischen Bedingungen, die so den vielfach beschworenen „kräftigen, etwas nussartigen Eigengeschmack“ des Schrobenhausener Spargel ermöglichen.

HOPFEN: Als eine landwirtschaftliche Kultur, die für das Selbstbild der gesamten Region ebenfalls von herausragender Bedeutung ist, muss der Hopfen einer kurzen Betrachtung zugeführt werden. Dies umso mehr, als Köche und Gourmets den Hopfen gerne als den wilden Bruder des Spargels bezeichnen. Der Hintergrund: Die jungen Spitzen der Hopfentriebe können in den letzten zwei März- und den ersten beiden Aprilwochen geerntet und wie Spargel zu einer Delikatesse zubereitet werden. Den guten Geschmack der Hopfentriebspitzen = Hopfenspargel scheint auch das Rehwild zu kennen, es schätzt die Triebe ebenfalls. Reicht das Schrobenhausener Spargelland wie bereits erwähnt über den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen auch bis in die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm und Aichach hinein, so gilt dies für das weltbekannten Hopfenanbaugebiet, die „Hallertau“, analog. Das Herz dieses Anbaugebietes liegt im Landkreis Pfaffenhofen, in seiner Gänze erstreck sich das Anbaugebiet jedoch bis in den räumlichen Wirkungsbereich der Jägervereinigung Schrobenhausen. Es sind mit die letzten wesentlichen Ausläufer dieses mit rund 15.000 ha weltweit größten Hopfenanbaugebietes. Im Jahr 1960 wurden im (heutigen) Wirkungsbereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. 2 rund 35 ha Hopfen angebaut. 47 Jahre später sind es rund 50 ha. Der Anbau erfolgt noch in den Gemeinden Aresing, Brunnen und Waidhofen sowie im Bereich der Stadt Schrobenhausen, allerdings ist die Zahl der Hopfenbauern stark rückläufig. Gab es in der Ortschaft Hohenried mit etwa 400 bis 500 Einwohnern vor 20 Jahren noch mindestens fünf Hopfenbauern, so pflegt diesen Anbau heute nur noch ein landwirtschaftlicher Betrieb.

Schrobenhausener Land: Wo sich Spargel und Hopfen „noch“ treffen – hier abgebildet eine Folienspargelkultur mit einem Hopfengarten im Hintergrund, auf dem Gebiet der Gemeinde Brunnen (Foto: rw2007) 2 In Anlehnung an o. V.: Die Bodennutzung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe des Landkreises im Jahr 1960 (Zahlenübersicht), in: Walter Asam, Georg August Reischl, Toni Skodawessely, Erich Ilmberger, „Landkreis Schrobenhausen“, München und Schrobenhausen 1963, S. 210.

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Aktuelles 30

STILLLEGUNGSFLÄCHEN Für den Jäger von besonderem Interesse sind die sog. Stilllegungsflächen. Dabei handelt es sich um landwirtschaftliche Flächen, die für die Nahrungsmittelproduktion nicht eingesetzt werden. Der Staat fordert und fördert derartige Flächen, dies nicht zuletzt wegen der landwirtschaftlichen Überproduktion in bestimmten Bereichen. Damit fällt dieser Sachverhalt in den Bereich der europäischen Agrar- und Subventionspolitik. Aufgrund des extensiven Charakters von Stilllegungsflächen – nicht selten handelt es sich dabei um Brachen – sind sie für das Wild von besonderer Bedeutung. Dort findet es Rückzugsflächen für die Kinderstube vor (Gefahr Mähtod/Rehkitze) oder es bieten sich auf diesen Flächen entsprechende Mengen an Larven, Insekten und Kräutersamen, welche für die Ernährung des Nachwuchses von grundsätzlicher Bedeutung sind. Was wesentlich ist: Nicht nur Kleinsäuger profitieren davon, auch viele weitere Pflanzen und geschützte Tierarten sind hiervon Nutznießer, wenngleich das klassische jagdbare Wild natürlich im Mittelpunkt des Nutzers Jäger ist. Zu unterscheiden sind jedoch zwei Arten von Stilllegungsflächen. Zum Einen die eben erwähnten Areale, die extensiv oder keiner landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden (Stilllegungsflächen ohne nachwachsende Rohstoffe). Zum Anderen die Stilllegungsflächen mit nachwachsenden Rohstoffen. Dies sind Flächen, die intensiv genutzt werden können, sofern dort keine Nahrungsmittel gewonnen werden (z. B. Energiemais, Gras für Biogasanlagen, Getreide für Getreideheizungen, …). Wie bereits an früherer Stelle unter der Rubrik „MAIS“ erwähnt, sind es nationale und europäische energiepolitische Zielsetzungen, welche den gesamten Bereich der nachwachsenden Rohstoffe (NaWaRo) fördern. Insofern ist ein Rückgang der extensiven Stilllegungsflächen (Stilllegungsflächen ohne nachwachsende Rohstoffe) zu befürchten bei einer gleichzeitigen Mehrung der Flächen mit sehr intensiver Nutzung. Derzeit stellt sich das Verhältnis der beiden Stilllegungsarten mit/ohne NaWaRo auf Ebene der JV SOB und des Landkreises ND-SOB wie folgt dar:

Stillegungsflächen 2007 in ha mit/ohne nachwachsende Rohstoffe Bereich Jägervereinigung Schrobenhausen 1291 ha

1.400,00

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 1.200,00

896 ha

1.000,00

800,00

600,00

530 ha 400,00

325 ha 200,00 Grafik: rw 2007

0,00 Stilllegung ohne nachwachsende Rohstoffe

Stillegung mit nachwachsende Rohstoffe

Betrachtet man die Verteilung dieser Flächen auf Ebene der JV SOB und hier unterschieden nach den einzelnen Gemeinden, so zeigt sich, dass vier Kommunen in Sachen Stilllegung die Spitzengruppe darstellen. Schrobenhausen, Karlskron, Gachenbach und Brunnen sind ganz vorne mit dabei. Karlskron und Brunnen weisen dabei einen deutlichen Schwerpunkt bei Stilllegungsflächen ohne nachwachsende Rohstoffe auf. In der Gemeinde Gachenbach zeigt sich demgegenüber ein gespiegeltes Bild – Stilllegungsflächen mit nachwachsenden Rohstoffen dominieren das Bild. Es wird von Interesse sein, inwieweit die Entwicklung in Gachenbach die Zukunft in unserem Raum vorweg nimmt. Die derzeitige Situation auf gemeindlicher Ebene stellt sich wie auf der Folgeseite illustrierte dar.

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Aktuelles 31

Stillegungsflächenarten auf dem Gebiet der Jägervereinigung SOB nach Gemeinden

6 ha

39 ha

GemeindeWaidhofen

60 ha

89 ha

Stadt Schrobenhausen

32 ha

34 ha

Gemeinde Langenmosen

49 ha

100 ha

Gemeinde Karlskron

98 ha

41 ha

Gemeinde Gachenbach

13 ha

118 ha

Gemeinde Brunnen

48 ha

52 ha

Gemeinde Berg i.G.

18 ha

56 ha

Gemeinde Aresing 0

20

40

60

Stillegung OHNE NaWaRo

Grafik: rw 2007

80

100

120

140

160

Stilllegung mit NaWaRo

LANDWIRTSCHAFTLICHE BETRIEBE Im Jahr 2007 sind im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. 679 Betriebe gemeldet. Die Zahl ist weiterhin rückläufig. Insgesamt sind dies rund 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe auf Kreisebene (1.703 Betriebe.)

Verteilung der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe 2007 im Bereich der JV SOB

Gemeinde Waidhofen 9%

Gemeinde Aresing 12% Gemeinde Berg i.G. 9%

Stadt SOB 17%

Gemeinde Brunnen 13%

Gemeinde Langenmosen 12%

Grafik: rw 2007

Gemeinde Karlskron 15%

Gemeinde Gachenbach 13%

Insgesamt darf von einer tendenziell ausgewogenen Verteilung der landwirtschaftlichen Betriebe ausgegangen werden. Landwirtschaft „passiert“ noch überall vor Ort mit ansässigen Betrieben. Es ist zu wünschen, dass sich diese Situation möglichst lange erhält. Örtliche Kompetenz in Sachen Landwirtschaft sichert einen bodenständigen Blick in Hinblick auf die Frage Nutzung unserer natürlichen Grundlagen, davon wird wesentlich das Verständnis für die Sache der Jagd bestimmt werden. Wer sich als Jäger für die Belange der Landwirtschaft nicht offen zeigt, der sägt damit am eigenen Ast.

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Aktuelles 32

Verbot der Verwendung bleihaltiger Schrote bei der Jagd auf Wasserfederwild seit dem 01.04.2007

Ab der diesjährigen Jagdsaison 2007/2008 ist bei der Jagd auf Wasserfederwild die Verwendung bleihaltiger Schrote an und über Gewässern verboten. Wir bitten um genaue Beachtung.

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Aktuelles 33

Die zweiten Fuchswochen der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. in Vorbereitung

(rw/re) Wie bereits berichtet, waren die ersten Schrobenhausener Fuchswochen ein beeindruckender Erfolg. Das gute Echo, das diese Veranstaltung erfahren hat, war uns Grund genug, diese Fuchswochen im kommenden Winter mit dem gleichen Elan anzugehen.

Robert Egle •

Jäger seit 1996

Projektverantwortlicher für diverse Vorhaben unserer Jägervereinigung

Adresse: Bergstraße 9, 86562 Berg im Gau Tel.: (0 84 33) 83 50 Mobil: 0151 – 123 12 900 eMail:

fam.egle@web.de

(Foto: rw)

Die Beweggründe für die Fuchswochen sind unverändert: Es geht um die Niederwildhege und die Einschränkung des Fuchsbandwurminfektionsrisikos der Bevölkerung infolge der zunehmenden Durchseuchung der Rotröcke mit diesem gefährlichen Parasiten. Die Fuchsstreckenentwicklung ist rückläufig, was auf reduzierte Bestände hinweisen kann.

Fuchsstrecke in der JV SOB seit dem JJ 1995/1996 800

700

© RW 2007

719 685

600 592

584 538 500

452 400

300

200

100

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000 2000/2001 2001/2002 - Daten ohne Gewähr -

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

Wir führen trotz allem – gerade auf Wunsch vieler unserer Jäger und Revierinhaber - im kommenden Winter die zweiten Schrobenhausener Fuchswochen durch, um den Besatz mit Rotröcken durch dauerhaft intensive Bejagung kurz zu halten. Für diese zweiten Schrobenhausener Fuchswochen gilt es zu beachten:

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Aktuelles 34

Datum: Um sowohl jahreszeitlich (Schnee) wie auch in Sachen Helligkeit (Mond) und erhöhter Aktivität der Füchse (Ranzzeit) eine möglichst gute Kombination zu erreichen, wurde die Zeit um den Januarvollmond für die 2. Schrobenhausener Fuchswochen gewählt. Wir sind damit gut vier Wochen früher ´dran, als dies im vergangenen Jahr der Fall war. Es gilt deshalb: Januarvollmond 2008: Dienstag, der 22. Februar.

E n d e

B e g i n n d e r

F u c h s w o c h e n

Freitag, der 18. Januar 2008. Der Start ist formlos, ohne Auftaktveranstaltung. Die teilnehmenden Reviere beginnen an diesem Tag eigenverantwortlich mit der Fuchswoche.

d e r

F u c h s w o c h e n

Samstag nach Rosenmontag, der 09. Februar 2008 mit einem feierlichen Streckelegen beim Wirt in Winkelhausen, „zu Müllers“, Thomas Felbermeier

Teilnahme: Alle Revierinhaber und Jäger im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. sind eingeladen, in ihren Revieren in dieser Zeit noch intensiver auf Fuchs und weiteres Raubwild zu waidwerken. Es ist beabsichtigt, an die Revierinhaber zeitnah zum Start der Fuchswochen Einladungen mit einer beiliegenden Streckenliste zu versenden. Eine eigene Anmeldung ist nicht erforderlich, wir handhaben die Teilnahme – wie alle anderen Veranstaltungen - so unbürokratisch als nur möglich. Nach Ende der Fuchswochen – idealer Weise beim Streckenlegen - wird gebeten, die Streckenliste an Robert Egle zu übergeben. DER JÄGERKURIER wird mit diesen Zahlen in der nächsten Ausgabe (Mai 2007) über den Verlauf und Erfolg der Fuchswochen berichten. Appell: Es werden alle Revierinhaber gebeten, sich an diesen Fuchswochen zu beteiligen. Unter dem Gesichtspunkt, einen Beitrag zur Reduktion des Fuchsbandwurminfektionsrisikos zu leisten, sollten wir dies allein schon in Verantwortung gegenüber der Bevölkerung tun. Vor allem stadtnahe Reviere sind hier besonders gefordert. Die Revierinhaber sollten Jungjägern und revierlosen Jägern auch die Möglichkeit offerieren, in diesen Wochen auf Raubwild gemeinsam zu jagen. Nutzen wir die gute Gelegenheit, unsere neuen und jungen Jäger aktiv mit in die Jagd im Schrobenhausener Land einzubinden. Die Fuchswochen sind damit auch eine wesentliche Maßnahme der Nachwuchsgewinnung und -förderung. Sollten junge Jäger ohne Jagdgelegenheit hier vor Ort diesen Artikel lesen und Interesse an den Fuchswochen und der einhergehenden Jagd haben, so können sich diese bei Robert Egle oder dem 1. Vorsitzenden Roland Weigert bzw. dem 2. Vorsitzenden Hans Endres melden. Es wird versucht, entsprechende Jagdmöglichkeiten zu arrangieren. Abschluss der Fuchswochen und Streckenlegen: Die Fuchswochen enden am Samstag, den 09. Februar 2008 um 16.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wird beim Wirt in Winkelhausen – Thomas Felbermeier - die Strecke gelegt. Die Revierinhaber werden gebeten, sowohl selbst wie auch mit den Revierjägern am Streckenlegen teilzunehmen. Auch wenn kein Fuchs in dieser Zeit zur Strecke kam sollten die Revierinhaber aus dem Gebiet der gesamten Jägervereinigung teilnehmen. Unter Umständen sind es gerade diese Reviere, die am erfolgreichsten während der Sommer- und Herbstzeit auf Raubwild jagen. Eine eingehender Appell ergeht an die Revierinhaber, auch die Jagdvorsteher mit zu dieser Veranstaltung mit zu nehmen. Es wäre gut, wenn sich hier verantwortliche Bauern und Jäger aus dem gesamten Schrobemhausener Land treffen würden. Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. verblasen die Strecke und umrahmen im Anschluss das gemütliche Beisammensein im Gasthaus „zu Müllers“ (Winkelhausener Wirt). Kontrollfüchse für das Veterinäramt: Das Veterinäramt des Landratsamtes Neuburg-Schrobenhausen wird eine bestimmte Anzahl von Kontrollfüchsen benötigen (im letzten Jahr waren es ca. 10 Füchse). Die Revierinhaber werden gebeten, dem Amt diese zur Verfügung zu stellen. Verbleibende Füchse können nach dem Streckenlegen über einen bereistehenden Behälter/Container der Tierkörperverwertung unschädlich beseitigt werden.

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Aktuelles 35

Vorsicht: Auf die Gefahren beim Umgang mit erlegten Füchsen (Fuchsbandwurm, Tollwut, ...) wird hingewiesen. Entsprechende Schutzmaßnahmen werden dringend angeraten. Die Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. übernimmt ausdrücklich keinerlei Gewähr/Haftung für die Veranstaltung bzw. hiermit in direktem oder indirektem Zusammenhang stehender Ereignisse. Alle Teilnehmer handeln auf eigene Gefahr. … und für Interessierte noch einmal die Fuchsstrecke der vergangenen 12 Jagdjahre, nach Hegegemeinschaften unterschieden sowie im überregionalen Vergleich

Fuchsstrecke in der JV SOB seit dem JJ 1995/1996 nach Hegegemeinschaften 300 © RW 2007

250

200

150

100

50

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

HG Hohenried

2000/2001

2001/2002

2002/2003

HG Oberarnbach - Daten ohne Gewähr -

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

HG Schrobenhausen

Relative Entwicklung der Fuchsstrecke: Lokal-, Landes- und Bundesentwicklung 110 © RW 2007

100

90

80

70 Basisjahr = JJ 95/96 = 100

60

50

40 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

Füchse JV SOB - relativ

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

Füchse BY - relativ

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

Füchse D - relativ

- Daten ohne Gewähr -

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Aktuelles 36

Unwetter im Schrobenhausener Land – Hagelereignis, das auch die ältere Generation nicht kannte

(rw) Viele, die am 21. Juli 2007 abends im Schrobenhausener Land unterwegs waren, rechneten nicht mit dem, was da in der Dämmerung an Unwetter herein brechen sollte.

Von Seibersdorf aus Blick in Richtung Westen: Die Gewitterfront zieht auf, welche einen immensen Hagelschlag mit sich bringen sollte (Bild rsw 2007)

Eine Hagelschauer bisher nicht gekannten Ausmaßes ging über den Bereich der Stadt Schrobenhausen sowie den Gemeinden Langenmosen, Waidhofen, Brunnen und Hohenwart nieder. Hagelkörner in z. T. Taubenkopfgröße schlugen nicht nur Dachfenster ein und zertrümmerten Blech, Front- und Heckscheiben von PKW, auch die Natur wurde in Mitleidenschaft gezogen: Feld und Flur sahen unmittelbar nach dem etwa 20Minuten-Hagelschauer wie eine Gespensterlandschaft aus. Nebelschwaden behinderten die Sicht, welche stellenweise gerade einmal 20 bis 30 Meter betrug, und hüllten das Land in der Dämmerung in eine beinahe unheimliche Atmosphäre. Wassermassen ergossen sich wie in Sturzbächen und bildeten teilweise 10 Meter breite, mit einer Hagelkörnerschicht bedeckte, Flussläufe mit Tiefen bis zu einem halben Meter. Selbst am Folgetag, rund 20 Stunden nach dem Wetterereignis konnten in den Straßegräben bei sommerlichen Temperaturen noch haufenweise Hagelkörner gefunden werden. Auch die ältere Generation hatte ein Unwetter diesen Ausmaßes noch nicht erlebt. Zeigt sich auch hier der Klimawandel? Ein Jäger, der im Haidforst auf Ansitz war, wurde völlig von dem Wetterereignis überrascht. Der Hagelschlag setzte so überraschend ein, dass ihm nur die Gelegenheit blieb, unter dem Hochsitz Schutz zu suchen, den Kopf notdürftig mit dem Rucksack geschützt. Nachdem das Unwetter zu Ende war, hatte er Mühe seien abgestellten PKW zu finden: Wie im gesamten Schrobenhausener Land war auch der Haidforst mit abgeschlagenen Baumzweigen bedeckt – der Wagen war völlig „eingegrünt“. Ein anderer Jäger hatte seinen aufgeplanten Geländewagen abgestellt und den Hunde während des Abendansitzes im Wagen belassen. Nachdem mit zunehmender Stärke des Hagels die Plane des Geländewagens völlig zerfetzt wurde, war der Hund dem Hagel ungeschützt ausgesetzt. In Panik rannte dieser zu seinem Herren, der ihn in die geschützte Kanzel hob. Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Aktuelles

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Ein weiterer Jäger vermutete bereits ein Hagelereignis und fuhr mit seinem PKW noch rechtzeitig in einen Wald. Völlig überraschend musste er zunächst aufgrund Starkregen den Wagen auf dem Flurbereinigungsweg anhalten, ehe kurz darauf der Hagel mit einer nie gekannten Stärke einsetzte. Die Heftigkeit des Sturms nahm derart zu, dass der Jäger den an sich gegen Hagel Schutz bietenden Wald wegen der Umsturzgefahr von Bäumen verlassen wollte. Doch war mittlerweile der gesamte Waldweg sowie der Bereich links und rechts der Straße auf einer breite von mehr als 20 Meter knietief überschwemmt, so dass an eine sichere Fahrt nicht mehr zu denken war. Zudem zeigte sich die Sichtweite während des Unwetters zeitweise unter einem Meter. Ein nach dem Unwetter im Feld stehendem Rehbock war völlig desorientiert. Neben einem Maisschlag stehend „überstand“ er offensichtlich das Unwetter mehr schlecht als recht: Er zog einige Meter um dann wieder zu verhoffen, machte kehrt, zog wieder in eine andere Richtung …dies setzte sich bei einbrechender Dämmerung fort, bis ein Beobachten aufgrund des schwindenden Lichtes nicht mehr möglich war. In den Folgetagen wurde vielfach „erschlagenes“ Feder- und Haarwild gefunden. Verendete Rabenvögel, Greifvögel, Tauben, Fasane und Rebhühner wurden „haufenweise“ gefunden. Ein Landwirt, der drei Tage nach dem Unwetter einen Acker bearbeitete fand auf einer Fläche von 2 Tagwerken vier verendete Hasen. Auffällig waren auch vielen Rupfungen, die in den Tagen und Wochen auf den Hagelschlag hin im Wald noch gefunden werden konnten. Erschreckend war auch, dass in den Tagen nach dem Unwetter der Wald völlig still war; das ansonsten übliche Gezwitscher der Vögel, das Schäkern der Elster, der charakteristische Ruf des Mäusebussard – tagelang war der Wald von einer gespenstischen Ruhe geprägt. Ein im Bereich Deimhausen-Hohenried seit Jahren gehegter Fasanen- und Rebhuhnbestand ist völlig eliminiert.

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Aktuelles 38

Nachfolgen sind einige Fotos aus der Gemarkung Hohenried abgebildet, die einen Eindruck darüber vermitteln, wie heftig das Unwetter war. Die Bilder wurden am Folgetag – teilweise am frühen Morgen, teilweise am frühen Nachmittag – „geschossen“ und zeigen, wie z. T. verheerend die landwirtschaftlichen Kulturen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ein „entlaubter“ Hopfengarten …

… mit „zugerichteten“ Hopfenreben, die erkennen lassen, welche Gewalt der Hagel hatte (beide Bilder rw2007) …

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Aktuelles 39

… ein mehrjähriges Spargelfeld am Tag danach (Bild: rw 2007): Das Spargelkraut wurde völlig abgeschlagen, der Spargel auf den Stumpf gesetzt …

… Jungspargelkultur (Bild: rw 2007), die aus 100 Metern Entfernung als solches nicht mehr zu erkennen war …

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Aktuelles 40

… Spargel, Feldsalat, Zwiebel, Kohl und Petersilie … ein Blick auf das Bild auf Seite 34 – im Juni aufgenommen - zeigt die für die Landwirte dramatischen Konsequenzen … links die Großaufnahme, unten eine Ausschnittsvergrößerung der geschädigten Feldfrüchte (beide Bilder: rw 2007) …

… und links das Bild (rw 2007) einer eingezäunten Heidelbeerkultur mit Stöcken, die tags zuvor noch voll mit Früchten und üppigem Grün der Blätter behangen waren …

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Aktuelles 41

… ein Kartoffelfeld (Bild: rw 2007), etwa 10 Stunden nach dem Hagel: Das Kartoffelkraut „am Boden“ und massig von der Erde freigelegte Kartoffel …

… ein Getreidefeld (Bild: rw 2007) mit einer in der Mitte bereits gemähten Gasse – der Unterschied zwischen gemähtem und noch stehendem Getreide ist nur noch andeutungsweise zu erkennen …

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Aktuelles 42

… ein stark in Mitleidenschaft gezogener Maisschlag im Bild links (Bild: rw 2007) … und unten eine Detailaufnahme eines Maisstängel: Hier wird aufgrund der Verletzung des Kolbens deutlich, mit welcher Wucht der Hagel gewütet hat (Bild rw 2007) …

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Aktuelles 43

Sonja Sander Seit 2005 Sachbearbeiterin in der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen Büro: Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen, 2. Stock, Nordflügel, Zimmer 282 Adresse: Platz der Deutschen Einheit 1, 86633 Neuburg an der Donau Tel.:(0 84 31) 57.244 Fax:(0 84 31) 57.294 eMail:sonja.sander@lra-nd-sob.de

Frau Sander, seit wann üben Sie den „Job“ als Jagdsachbearbeiterin aus? Seit 01.06.2005, wobei ich es nicht nur als einen „Job“ sehe, sondern als eine verantwortungsvolle Aufgabe, dieses komplexe Themengebiet in Teilzeit zu bewältigen. Sind Sie Jägerin? Nein, was aber nicht heißt, dass ich kein Interesse an der Jagd habe. Schließlich bin ich auch stolze Besitzerin einer Golden-Retriever-Hündin und habe also zu den Jagdhunden eine innige Beziehung; „jagdlich angehaucht“ bin ich also. Wie sehen Sie die „Sache mit der Jagd“? Ich sehe die Jagd als einen gesetzlich festgelegten Bestandteil der Land- und Forstwirtschaft mit dem Ziel eines artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie der Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen. Dadurch wird von der Jägerschaft eine ausgewogene Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Worin „hapert“ es mit den ansässigen Jägern, was können wir besser machen? Ich würde nicht sagen, dass es an etwas „hapert“, die Skepsis der Jägerschaft bzgl. meines Wissens und Verstehens gegenüber der Jagd war aber anfänglich sehr groß. Mittlerweile hat sich dieses jedoch sehr geändert, was auch die erfolgreiche Abschussplanung gezeigt hat. Was sind die Herausforderungen in Ihrer Arbeit? Als Herausforderung sehe ich, dass ich auch als Nichtjägerin eine uneingeschränkte Akzeptanz in der Jägerschaft erreiche. Was ist Ihr Ziel für die kommende Zeit? Eine gute und verständnisvolle Zusammenarbeit mit den Jägern und Jagdgenossenschaften in unserem Landkreis.

Das Interview führte der 1. Vorsitzende Roland Weigert

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Der Schriftführer informiert 45

Manfred Kneißl • • •

Schriftführer seit 2003 Jäger seit 1984 Gründungsmitglied der Jagdhornbläsergruppe

Adresse: Sandstraße 4, 86529 Schrobenhausen Tel.: (0 82 52) 91 54 55 Fax.: (0 82 52) 99 65 22 eMail: manfred.kneissl@web.de

Foto: rw

Mitgliederverwaltung

(mk) Um unnötige Arbeit zu vermeiden, werden die Mitglieder gebeten, Adressenänderungen der Jägervereinigung umgehend mitzuteilen. Zur Vervollständigung und Sicherstellung der Aktualität unserer Adressdatenstammsätze bitten wir die Mitglieder, bei Änderung ihrer Anschrift, diese zusammen mit Telefonnummer(n) und eMail-Adresse(n) an den Schriftführer (per Telefon 08252/915455 oder besser via Email an manfred.kneissl@web.de) zu melden. Wer im Besitz der eMail-Adressen von Jagdvorstehern ist, möge diese ebenfalls mitteilen.

„Runde“ Geburtstage in der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. im nächsten halben Jahr (mk) Î

50. Geburtstag

Alexander von Zwehl, Oberarnbach Dipl.-Ing (FH) Hans Wallner, Reichertshofen Anton Klott, Karlshuld

12. Nov. 3. Jan. 31. März

Î

60. Geburtstag

Franz Tyroller, Peutenhausen Karl Raba, Wintersoln Xaver Wagner, Etzelberg

7. Nov. 27. Jan. 29. Feb.

Î

65. Geburtstag

Roland Schön, Aichach Klaus Sedlaczek, Schrobenhausen Dr. Helmut Eikam, Schrobenhausen

3. Dez. 16. Dez. 24. Feb.

Î

70. Geburtstag

Peter Redl, Aresing

12. April

Î

75. Geburtstag

Karl Staudinger, München Franz Streber, Schrobenhausen

2. Dez. 16. Dez.

Î

85. Geburtstag

Wilhelm Schraid, Schrobenhausen

16. März

Wir gratulieren herzlich!

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Der Schriftführer informiert 46

Neue Mitglieder (mk)

Herzlich willkommen heißen wir (bis Redaktionsschluss) unsere neuen Mitglieder …

KARL

T

VERWALTUNGSANGESTELLTER

R

O

M

P

L

E

AUS WAIDHOFEN

R

JAHRGANG 1956

JÄGER SEIT 2006

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM GJR

(Foto: rw 2008)

MICHAEL K

R

A

M

L

I

C

H

AUS GRASHEIM

UNTERNEHMER

JAHRGANG 1946

JÄGER SEIT 2001

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM GJR

ERSTMITGLIED DES JÄGER- UND JAGDSCHUTZVEREINS NEUBURG

(Foto: rw 2008)

MIAX

K N

DIPLOM-BAUINGENIEUR (FH)

O

E

F

E

R

AUS KLEINHOHENRIED

L

JAHRGANG 1964

JÄGER SEIT 2006

JAGDHORNBLÄSER

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM GJR

ERSTMITGLIED DES JÄGER- UND JAGDSCHUTZVEREINS NEUBURG

(Foto: rw 2008)

MARTIN

G

R

E

P

M

A

I

R

AUS HALSBACH

ANGESTELLTER

JAHRGANG 1970

JÄGER SEIT 2006

FISCHER SEIT 1992

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM GJR

(Foto: rw)

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Der Schriftführer informiert 47

BERNHARD

R O

I

D

E

AUS WEILACH

R

DIPL.-ING.(FH) HOLZTECHNIK

JAHRGANG 1982

JUNGJÄGER, PRÜFUNG JULI 2007

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM GJR

(Foto: Roider)

CHRISTOPH M

A

Y

E

R

AUS

ARESING

BAUMSCHULGÄRTNERMEISTER

JAHRGANG 1978

JÄGER SEIT 1998

FISCHER SEIT 1992

LEIDENSCHAFTLICHER FALLENJÄGER UND STOLZER BESITZER EINER UMFANGREICHEN FALLENSAMMLUNG

BEGEHUNGSSCHEININHABER IN EINEM REVIER

(Foto: Mayer)

DR. ANDREAS

H E

R

M

Ü

L

H

E

I

M

AUS HOHENWART

PRAKTISCHER TIERARZT UND FACHTIERARZT FÜR RINDER

JAHRGANG 1961

JÄGER SEIT 2007

HUNDEFÜHRER

(Foto: Hermülheim)

ROLAND S •

C

H

Ö

N

AUS

AICHACH

BEAMTER

JAHRGANG 1942

JÄGER SEIT 1965

LEIDENSCHAFTLICHER VIELEN JAHRZEHNTEN

FISCHER UND HOCHSEESEGLER SEIT

(Foto: rsw)

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Der Schriftführer informiert 48

Mitgliederentwicklung

(mk)

Gute Nachrichten: Unser Verein entwickelt sich prächtig! Nie zuvor hatten wir so viele Mitglieder wie heute.

Seit gut eineinhalb Jahren ist die Zahl der Neuaufnahmen deutlich steigend, was zeigt, dass unsere Jägervereinigung offensichtlich ein attraktiver Verein ist. Unser Angebot ist vielfältig, was die Berichterstattung im Jägerkurier immer wieder beweist. Die genauen Zahlen werden im Rahmen der Hubertusfeier verkündet, denn zu diesem Anlass soll auch die Mitgliederwerbeaktion kurz gewürdigt werden. Und was auch freut und zeigt, dass die Rahmendaten für die „Jagerei“ hier bei uns im Schrobenhausener Land stimmen: Wer Jäger wird hat auch die Möglichkeit hier vor Ort zu waidwerken. Das ist sicherlich ein Indiz dafür, dass wir kein geschlossener Kreis sind, sondern dass wir offen sind für Neue und Neues. Und was auch deutlich wird: Wir sind keine Truppe elitärer Grünröcke, wie der Jagd immer wie aufgrund der feudalen Vergangenheit anheim gestellt wird. Vom Angestellten bis zum Akademiker, vom Beamten bis zum Arbeiter finden sich alle Schichten der Gesellschaft wieder. Dies alles sind gute Voraussetzungen, dass dieser Verein erfolgreich in die Zukunft blicken kann.

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Der Schriftf체hrer informiert 49

Kopiervorlage Aufnahmeantrag Teil 1/2

Geworben vom Mitglied der J채gervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. (Name/Anschrift):

___________________________________________________________________

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Der Schriftf체hrer informiert 50

Kopiervorlage Aufnahmeantrag Teil 2/2

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Der Schatzmeister informiert 51

Wolfgang Mahl

Foto: rw

• •

Schatzmeister seit 2003 Jäger seit 2001

Adresse: Goriweg 13, 86579 Waidhofen Tel.: (0 84 43) 912 68 Fax.: (0 84 43) 912 67 eMail: wm-vers@t-online.de

Bankverbindung der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V.: Stadtsparkasse Schrobenhausen Kontonummer: 400 510 47 BLZ: 721 518 80

Änderung der Bankverbindung von Mitgliedern

(wm) Damit unnötige Bankgebühren und zeitaufwändige Rückfragen zu Lasten des Vereins vermieden werden, bitte Änderungen bei den Bankkonten umgehend beim Kassier Wolfgang Mahl (Kontaktdaten vgl. oben) melden. Herzlichen Dank dafür.

Gebührenordnung für den Laserschießstand/Schießsimulator (wm) Æ Æ

Für Vereinsmitglieder Für Nichtmitglieder

25,00 Euro / angefangene Beamerstunde 75,00 Euro / angefangene Beamerstunde

Für Externe ist die Gestellung eines Bedieners der Jägervereinigung für die Dauer der Anlagenmiete eingeschlossen. Bei Nutzung der Anlage im Außenbereich ist eine entsprechende Einhausung zu verwenden. Diese kostet pro Tag 200,-- Euro bei Selbstabholung / 270,-- Euro bei Lieferung (pauschal).

Spenden an die Jägervereinigung (wm) Die Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e. V. ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein zum Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des Tierschutzes. (Abschnitt A, Nr. 5+10 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV)

Der Verein ist somit berechtigt, für Spenden, die zur Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, sowie für Mitgliedsbeiträge, Zuwendungsbestätigungen (Spendenquittungen) nach § 50 Abs. 1 EStDV auszustellen.

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Schieß-Simulator der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. (bs) Der im Jahr 2006 erworbene Schießsimulator der Jägervereinigung kann ausgeliehen werden: • Hegegemeinschaften der Jägervereinigung Schrobenhausen haben die Möglichkeit, die Anlage ohne Gebühr für offizielle Veranstaltungen des Hegerings zu nutzen wie z. B. für Jägerabende der HG´s, etc. • Mitglieder und Dritte haben die Möglichkeit, sich die Anlage gegen ein Gebühr auszuleihen. Folgende Sätze werden dabei verrechnet: Æ Æ

Für Vereinsmitglieder Für Nichtmitglieder

25,00 Euro / angefangene Beamerstunde 75,00 Euro / angefangene Beamerstunde

Für Externe ist die Gestellung eines Bedieners der Jägervereinigung für die Dauer der Anlagenmiete eingeschlossen.

Bei Nutzung der Anlage im Außenbereich ist eine entsprechende Einhausung zu verwenden. Diese kostet pro Tag 200,-- Euro bei Selbstabholung / 270,-- Euro bei Lieferung (pauschal).

Eine Vielzahl von Szenarien können geschossen werden, so z. B. … Wildschweinjagd Tontaubenschießen: Trap oder Doppeltrap

Fasanenjagd

Entenjagd

… und eine Vielzahl weiterer Szenarien wie etwa Taubenjagd, Hirschjagd, Reaktionsschießen mit der Pistole und dem Gewehr.

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Der Pressereferent informiert 53

Reinhard Schulte-Wrede • • •

Pressereferent seit 2003 Jäger seit 1968 Gründungsmitglied der Bläsergruppe

Adresse: Beethovenstraße 33, 86529 Schrobenhausen Tel.: (0 82 52) 12 07 Mobil: 0162 – 33 27 475 eMail: r.s.w.@gmx.de

Foto: rw

Immer wieder ein (verkanntes) Problem: Frei laufende Hunde Schrobenhausener Zeitung, Bayern

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 54

Jägerprüfung – Wieder am Mahlberg! Neuburger Rundschau, Landkreis, S. 31

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 55

Jägerprüfung bestanden! Schrobenhausener Zeitung, Lokales

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 56

Jägerprüfung bestanden! Neuburger Rundschau, Landkreis, S. 29

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 57

Zecken – ein dauerhaftes Problem! Neuburger Rundschau, Bayern, S. 5

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 58

Zecken – ein dauerhaftes Problem! Schrobenhausener Zeitung, Bayern

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 59

Trockenheit im Frühjahr – Waldbrandgefahr wie selten zuvor! Schrobenhausener Zeitung, Lokales

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 60

Trockenheit im Frühjahr – Von der Gefahr zum konkreten Problem! Schrobenhausener Zeitung, Lokales

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 61

Thema Graugänse – Ein Dauerbrenner Neuburger Rundschau, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, S. 20

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 62

Wildernde Hunde – Gefahr für die heimische Tierwelt Schrobenhausener Zeitung, Lokales

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 63

Hochleistungsarbeit mit Hunden, auch im Sinne des Tierschutzes Donaukurier - Neuburgausgabe, Lokales

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Der Pressereferent informiert: Presseecho 64

Thema Graugänse – immer wieder eine Meldung wert! Neuburger Rundschau, Seite 21

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Der Obmann der Bläsergruppe informiert 66

Willi Karl

• • • •

Obmann der Bläsergruppe seit 2003 Gründungsmitglied der Bläsergruppe Jäger seit 1971 Führer eines Rauhaarteckelrüden

Adresse: Am Steinbach 5a, 86529 Schrobenhausen Tel.: (0 82 52) 72 54

Mit Jagdhornbläsern im Gespräch – Unser Pressereferent Reinhard SchulteWrede (rsw) interviewte Dr. Helmut Hessberg

Dr. rer. nat. Helmut Hessberg • • • • • •

Jahrgang 1934 Jagdhornbläser seit 1974 Gründungsmitglied der Bläsergruppe Jäger und BJV-Mitglied seit 1974 Wiederlader seit 1982, Sportschütze und Mitglied der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Schrobenhausen

Adresse: Königslachen 4, 86529 Schrobenhausen Tel.: (0 82 52) 81 52 5 Fax.: (0 82 52) 81 52 5 E-Mail: helmut@hessberg-boeller.de

Bild: rsw 2006

rsw: Helmut, kannst Du uns kurz Deinen Werdegang schildern? Helmut: Als Jahrgang 1934 habe ich – noch Kind - den Krieg miterlebt. Die russische Besatzung erwischte unsere Familie in der späteren DDR. Als aufmüpfiger und verstockter Antikommunist musste ich in den Westen, um mein Abitur zu bekommen. Das Studium hatte ich selbst in den Ferien und mit Stipendien zu verdienen. Nach der Promotion im Fach Physik folgte 1966 die Astrophysik am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching, danach Detonik ab 1977 bei der MMB in Schrobenhausen. Die Pyromanie aus den jugendlichen Jahren wurde professioneller, daher kam dann auch der Hang zum Böllerschießen. rsw: Und wie und wann bist Du zur Jagd gekommen? Helmut: Zwei Wurzeln waren es: Die große Naturliebe und das Großkaliber-Sportschießen wuchsen zusammen. Als dann mein Bruder den Jagdschein hatte, schaufelte ich unter hoher Anstrengung Freizeit und Arbeit so um, dass der Jägerkurs möglich wurde. Ab 1974 war ich "Jungjäger". Dann hatte ich das große Glück in Sünzhausen bei Freising einen Freund gefunden zu haben, der Jagdherr wurde und einige Jungjäger mit auf seine Jagd nahm und mir einen Begehungsschein ausstellte. Fortan Natur-Beobachtung, Natur-Erlebnis, Besinnlichkeit auf dem Hochsitz – herrlich! Du glaubst gar nicht, wie sich mein Beobachtungsvermögen entwickelte und schärfte. Das erste Aufbrechen hob meinen Realitätssinn auf eine neue Ebene: Seither hat mein Fleisch-Verzehr eine bessere, ich möchte beinahe sagen, eine ehrfürchtige Einstellung gegenüber diesem Lebensmittel und dem Mitgeschöpf Tier. Genauso ehrfürchtig, wie mir beim Tot-Verblasen zu Mute ist. Und dann: Als Hobbykoch war mir ein guter Reh- oder Hasenbraten immer sehr willkommen – Beute-Machen zum Essen, die Grundwurzel der Jägerei!

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Der Obmann der Bläsergruppe informiert 67

rsw: Wie bist Du zum Jagdhornblasen gekommen? Helmut: Ich bin aus einem musikalischen Elternhaus, habe schon früh mit dem Geigenspiel angefangen. Als ich dann zur Jagd kam, war es ganz selbstverständlich, dass mich die musikalische Seite der Jagd, das Hornspielen begeisterte und verpflichtete. Das kleine Horn beschaffte ich mir selber, das große Horn schenkte mir meine Mutter. Als Autodidakt unter Mithilfe von professionellen Bläsern wurden dann zunächst auf dem kleinen, dann auf dem großen Horn die Töne immer besser und höher. In der Sünzhauser Jägergruppe entwickelte sich das Hornspielen und ich wurde Hornmeister unserer kleinen Bläsergruppe. Nach meinem Umzug 1986 nach Schrobenhausen half ich 1992 mit, die Bläsergruppe des Jägervereins Schrobenhausen aus der Taufe zu heben, erst als Bläser des PlessHorns, dann später mit dem Parforce-Horn. Bei allen Landes- und Bundes-Wettbewerben, an denen die Schrobenhausener teilnahmen, war ich bisher dabei, Ehrensache! rsw: Neben dem Großkaliberschießen betreibst Du ja auch noch das Böllerschießen, woher das? Helmut: Wie schon gesagt, die Pyromanie! Ich schoss nicht nur, sondern konstruierte und baute auch Kanonen und einen neuen Typ Standböller (Gebrauchsmuster geschützt). Als dann der hiesige Verein der Königlich privilegierten Helmut Hessberg bei einer Treibjagd 2006 im Revier Halsbach, als er von Feuerschützen Schrobenhausen, gegr. 1335, Jakob Grepmair als Schütze abgestellt wurde (Foto: Hessberg) eine Böllergruppe gründen wollte, wurde ich als Instrukteur nach dem Sprengstoffrecht tätig. Nach den nötigen behördlichen Prüfungen war es 1988 dann soweit, dass die Gruppe schießen durfte und ich mich immer zwischen den Feuerschützen beim Böllerschießen und dem Jägerverein als Bläser zweiteilen musste/muss. Manchmal kann man das auch etwas kombinieren, wie zum Beispiel beim letzten "Tag der offenen Tür" der FSG. Die Instruktion entwickelte sich dann, ich wurde "staatlich anerkannter Lehrgangsträger für Sprengstoffkurse im privaten Bereich nach §32 1.SprengV " für Böllerschützen, Vorderladerschützen und Wiederlader. Seither (1995) halte ich jährlich ca. 2 bis 4 Kurse in Schrobenhausen und auch außerhalb ab. So wurde ich also zum "Dr. Bumm"! Ein kleines Gewerbe mit Böllern, Böllerzubehör und Abzeichenerstellung seit 1996 vervollständigt die Aktivitäten.

„Dr. Bumm“ auf dem Mahlberg mit einer Schau von Böllern und Kanonen, anlässlich des Tages der offenen Tür im September 2007 bei der Kgl. Priv. Feuerschützengesellschaft Schrobenhausen. (Bild: rsw/Hessberg)

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Der Obmann der Bläsergruppe informiert 68

rsw: Du bist also Jäger, Jagdhornbläser, Sportschütze, Böllerschütze, Böllerhändler und Pulver-Lehrer in einer Person? Helmut: Nun ja, nur langweilige Leute haben Langeweile! Und als Rentner braucht man schon etwas, um den Alters-Rost abzuklopfen. rsw: Was war Dein schönstes Erlebnis als Jäger und als Bläser? Helmut: Die jagdlichen Erlebnisse waren eigentlich alle auf ihre Art einmalig. Ein wenig herausragend waren dabei natürlich der erste und dann der beste Bock, sowie der erste Fuchs, auch die Gams in Osttirol vergesse ich sicher nie! Gemeinsames Jagen in Sünzhausen und anderswo gehören dazu! Bläsererlebnisse? Unser erster Bayerischer Landeswettbewerb 1994 in strömendem stürmischem Regen auf der Hohen Feste in Passau unter Otto Blasaditsch gleich mit einer Goldmedaille! Und die bisherige Krönung war der Landes-Sieg 2006 in Bad Kötzting/ Oberpfalz, unter Maria Stark und Willi Karl; unser von den versammelten Jägerbläsern begeistert applaudiertes Siegerständchen dann nach der Benennung im Festzelt – das ging schon ans Herz!

Letzte Vorbereitungen vor dem Auftritt beim Bläser-Landeswettbewerb in Bad Kötzting am 18. Juni 2006: Die Leiterin der Bläsergruppe Maria Stark sorgt für ein ordentliches Aussehen ihrer Zöglinge – mit Erfolg, denn kurz darauf sollten sie Bayerische Meister sein. (Foto: rsw/Hessberg)

Anmerkung von rsw: Der Helmut beantwortet gerne alle Fragen über Munition und Ballistik, und er ist Spezialist in Waffen-Pflege und – Konservierung (Übernimmt auch Privataufträge), Tel 08252/81525.

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Der Obmann der Bläsergruppe informiert 69

Jagdhornbläser werden (wk) (wk) Wie werde ich Jagdhornbläser? Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Vorab eine Bemerkung: wie alle ehrenamtliche Organisationen ist es auch für uns nicht leicht, Nachwuchs zu gewinnen. Und doch gelingt es uns immer wieder – warum? Wir sind ein bodenständiger „Haufen“ hier im Schrobenhausener Land verwurzelter Freunde der Jagd. Dabei sind nicht alle Jäger, aber doch jagdlich angehaucht, denn die eine ist Tochter eines Jägers oder der andere führt einen Jagdhund. Irgendwie sind wir also alle „jagerisch“ unterwegs. Wer mitmachen will, muss keine Vorkenntnisse aufweisen. Auch gibt es keine Altersbeschränkungen. Wir freuen uns über einen Lehrling mit 16 Jahren genauso wie über einen frisch pensionierten Facharbeiter mit 65 Jahren. Ob Mann oder Frau, das spielt ebenso wenig eine Rolle wie der Besitz eines Jagdscheines. Genau das ist unsere Stärke, wir sind ein bunt gemischte Truppe, mit einer hohen Sympathie für Jagd, Jagerei und jagdlichem Kulturgut. Wer sich uns also anschließen möchte, ist herzlich eingeladen. Ein Anruf beim Bläserobmann Willi Karl genügt. Mit ihm können alle Details besprochen werden. Noch einfacher ist es, sich an einem Donnerstag in der Musikschule zu einer Probe einzufinden. Beim Eintreffen einfach kurz „Laut geben“, alles weitere kann dann besprochen werden.

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Der Schießreferent informiert 70

Bastian Sedlaczek • • • • •

Schießreferent seit 2003 Jäger seit 1999 Mitglied der Bläsergruppe seit 2000 Jagdpächter eines GJR Führer eines Deutsch-Drahthaarrüden

Adresse: Beethovenstraße 5, 86529 Schrobenhausen Tel.: 0173 – 361 48 93 eMail: bsedlaczek@esau-hueber.de

Der Schießreferent informiert Foto: rsw

Anschießen der Kugelwaffen am Mahlberg

(bs) Am Sonntag, den 22. April 2007 fand das jährliche Anschießen der Kugelwaffen am Mahlberg, wie immer kurz vor Aufgang der Bockjagd, statt. Traditionell ging damit auch das Angebot einher, die „BJV-Büchsennadel“ schießen zu können. Leider konnten wir es trotz massiver Bewerbung nicht ermöglichen unsere Mitglieder auf breiter Front zu mobilisieren und so hatten sich wieder einmal mit Masse „nur“ die Altbekannten zu dieser, für eigentlich jeden Jäger wichtigen Veranstaltung eingefunden. Wie in der Einladung beschrieben, haben wir in diesem Jahr nicht nur unsere Gewehre angeschossen und damit auch die Wertung für die Büchsenschießnadel vorgenommen sondern auch – erstmals - eine handbemalte Holzscheibe - gestiftet von unserem 2.Vorsitzenden Hans Endres - ausgeschossen. Dies sollte auch eine Maßnahme sein, diese Veranstaltung attraktiver zu gestalten. Der Gewinner ist einer unserer aktivsten Mitglieder, Robert Egle, dem ich auf diesem Wege natürlich ganz herzlich gratuliere. Allen anderen Teilnehmern (siehe Tabelle) darf ich natürlich für Ihre Teilnahme danken und freue mich sie auf dem diesjährigem Jägergrillfest auf Gut Weil mit der Büchsenschießnadel des DJV Ehren zu dürfen (siehe hierzu eignen Bericht). Michl Josef

Schweiger Hubert

Schulte-Wrede Reinhard

Netsch Arno

Egle Robert

Gammel Josef

Karl Willi

Piller Max

Zillich Heinz

Hohenester Albert

Weigert Roland

Hofberger Josef

Märkl Georg

Hofstetter Ernst

Schweiger Josef

Schön Roland

Hecht Michael

Kastl Herbert

Beil Gerd

Klostermeier Thomas

Hufnagel Herbert

Beil Sepp

Kneißl Manfred

Sedlaczek Bastian

Nach der an sich schönen Veranstaltung – gerade das Scheibenschießen war eine gelungene Neuerung – bleibt jedoch ein „fader Beigeschmack“: Wenn es uns trotz intensiver Bemühungen gelingt, nur etwa 10 Prozent der Mitglieder für das traditionelle Anschießen der Kugelwaffen zu mobilisieren – der Termin ist ja an sich jedem Jäger bekannt - dann stellt sich die Frage „Sollen wir das künftig überhaupt noch organisieren?“. Gibt man zu bedenken, dass alleine 6 Mitglieder des Vorstandes (=Organisatoren) mitgeschossen haben, so verbleibt bleibt nur noch eine Zahl von lediglich teilnehmenden 18 Mitgliedern, was weniger als 10 Prozent sind. Die Vereinsvorstandschaft allgemein und ich als Schießreferent im Besonderen zielen darauf ab, unseren Mitgliedern gegenüber Leistungen zu erbringen, welche im Jagdalltag nützlich sind oder sogar gesetzlich vorgeschrieben sind. Neben aller jagerischen Kameradschaft gilt unser Bemühen deshalb der Ermöglichung einer professionellen Jagdausübung aller Mitglieder. Funktionierende Waffen und auch Schießübung sind sicher wesentliche Elemente dieses Anspruchs. Es ist deshalb zu bedauern, dass sich die Teilnahme trotz intensiven Werbens hierfür nur auf dem geringen Niveau der Vorjahre bewegt.

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Der Schießreferent informiert 71

Ich kann mich den Zeilen unseres Vorstandes im ersten Jägerkurier nur anschließen, als er das Engagement im Verein betreffend in seinem Vorwort ausführte: „Ich hoffe deshalb, dass sich nicht nur viele JägerInnen dafür begeistern, dass in der Jägervereinigung viel bewegt wird, sondern dass sich auch möglichst viele JägerInnen in diesem Sinne bewegen und aktiv in der Jägervereinigung mithelfen.“ Hoffen wir deshalb, dass die Beteiligung an der wieder belebten Vereinsmeisterschaft im Flintenschießen im Juni diesen Jahres ein dahingehendes Signal ist.

Bericht vom Flintenpokalschießen der Jägervereinigung Schrobenhausen

(bs) Nach „einiger Zeit“ der Pause, die in der Neugestaltung der Wurfscheibenschießanlage in Brunnen seine Ursache hatte, wurde in diesem Jahr das Flintenschießen wieder aufgenommen. Wer sich das ein oder andere Mal in Brunnen aufhält, der wird feststellen, dass es doch eine stattliche Anzahl von Jägern gibt, die das dortige Schießangebot nutzen. Wir haben uns deshalb entschlossen, das „Tontaubenschießen“ in Form einer Vereinsmeisterschaft wieder aufleben zu lassen. Obwohl eine gewisse Skepsis hinsichtlich der Annahme diese Vereinsmeisterschaften bestand – das jährliche Kugelschießen am Mahlberg leidet bekannter Maßen an erheblichen Akzeptanzproblemen – haben wir uns dennoch entschlossen, einen Versuch zu unternehmen. Am 09. Juli frühmorgens begann der Aufbau, der aufgrund der Vorbereitungen durch die Sportschützen Brunnen in weniger als 30 Minuten abgeschlossen war. Dank der Präsenz von Sebastian Schreyer (Sportschützen Brunnen und prächtiger Spross unseres allseits bekannten Vereinsmitgliedes und Jägerurgesteins Sepp Schreyer) war zum Zeitpunkt des Beginns des Schießen um 08.00 Uhr alles für den Startdurchgang bereitet.

Kurz vor Beginn des Vereinsmeisterschaft: Die Anlage ist „startklar“ – im Bunker sind die geladenen Wurfscheibenmaschinen zu sehen (vgl. nächstes Bild), die Schützenstände sind vorbereitet. Zum Beginn der Vereinsmeisterschaft um 08.00 Uhr sind nur wenige Mitglieder anwesend (beide Bilder: rw 2007)

Bereits vorab: Die Technik der WurfscheibenARENA funktionierte auch an diesem Tag – wie gewohnt – erstklassig. Selbst Bruchttauben, die bei jedem Schießen entstehen, waren absolute Mangelware. Bei bestem Wetter – wolkenlos und warm - startete die erste Gruppe pünktlich um 08.00 Uhr mit dem Schießen. Bis gegen 09.00 Uhr zeigte sich die Teilnehmerzahl gering, danach wurde der Schießbetrieb deutlich intensiver. Von den alten Hasen bis zu den Jungjägern versuchten sich insgesamt 28 Schützen an den 4 Serien á 15 Tauben.

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Der Schießreferent informiert 72

„Geladene“ Wurfscheibenmaschingen im Bunker (Bild: rw2007)

Die beiden ersten Schützen: Links der Sandizeller Revierinhaber Josef Neumayer … … rechts der Kassenprüfer unserer Vereinigung Sepp Hofberger (beide Fotos: rw 2007)

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Der Schießreferent informiert 73

Als „Funktioner“ des Schießens agierten der Schießreferent Bastian Sedlaczek (Leitender) und unser Pressereferent Reinhard Schulte-Wrede (Schreiber) ….

Reinhard SchulteWrede und Basian Sedlaczek bei der Trefferaufnahme während eines Schießens (v. l. n. r) (Foto: rw 2007)

… sowie Wolfgang Mahl als Kassier (im Bild rechts), welcher von unseren Mitgliedern Hofstetter Ernst (Bildmitte) und Dr. Karlheinz „Muck“ Neuner unterstützt wurde (Foto: rw 2007). Mit ihnen konnte das Schießen erfolgreich durchgeführt werden …

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Der Schießreferent informiert 74

…. so wie etwa im folgenden Bild dargestellt: Im Bild als Schütze zu sehen – Hans Steinlechner, der in der Gesamtwertung den 2. Platz belegte. Auch angehende Jäger waren am Werk, wie etwa Dr. Johannes Bauer (im Bild rechts / Foto: rw 2007)

Bild links: Schießreferent und Organisator der Vereinsmeisterschaft Bastian Sedlaczek beim Aufrufen eines neuen Rennens (Foto: rw 2007) – Bild rechts: Sebastian Schreyer von den Sportschützen Brunnen, souverän am Steuerpult (Foto: rw 2007)

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Der Schießreferent informiert 75

Treffer!

Bild links: auch der Jagdberater Dr. Karlheinz Neuner geht mit gutem Beispiel voran und versucht sich an den Wurfscheiben … und zeigte gute Trefferergebnisse (Fotos: rw 2007)

Am Ende des Tages konnte dann nach insgesamt 28 Schützen die Wertung vorgenommen werden. Nachfolgende Platzierungen ergaben sich bei der Vereinsmeisterschaft 2007 „Flinte“:

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Anzeige 76

Topmoderne Trap- und Skeet-Schießanlage im Schrobenhausener Land bietet Jägern ideale Voraussetzungen zur In-Übung-Haltung.

Die Anlage kann in diesem Jahr 2007 (bis einschließlich 23.12.) & an Freitagen vom 14.00 bis 17.00 Uhr,

& &

an Samstagen von 13.00 bis 17.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 09.00 bis 13.00 Uhr genutzt werden.

Die Öffnungszeiten 2008 können zeitnah unter www.wurfscheibenarena.de nachgefragt werden. Preise: Trap- und Skeet: 1 Runde = 25 Wurfscheiben Æ 7,00 € Doppeltrap: 1 Runde = 50 Wurfscheiben Æ 10,00 € Geschenkgutscheine sind erhältlich Betreiber der Anlage: Sportschützen Brunnen e.V. 1. Schützenmeister Michael Weiß Ingolstädter Straße 5 86564 Brunnen Tel.: (0 84 54) 34 53 Fax: (0 84 54) 38 91

e-Mail: info@sportschützen-brunnen.de

- Angaben ohne Gewähr / Änderungen vorbehalten-

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Aus der Hundeecke 77

Gerd Beil (übergangsweise) • • • • •

Jäger seit 2001 Bestätigter Jagdauseher seit 2005 BJV-bestätigter Fallenprüfer Führer eines Münsterländerrüden Fischer seit 1980

Adresse: Siedlungsstraße 4, 85123 Adelshausen Tel.: (0 824 53) 10 58 eMail: gbeil@t-online.de

rsw 2005

Hundereferent Gerhard Dischner legt mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder

(rw) Für Alle überraschend legte Gerhard Dischner im Juni dieses Jahres sein Amt als Hundereferent der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. nieder. Dieses Amt hatte er seit dem Jahr 2002 inne. Als anerkannten Hundeexperten schätzten wir die Arbeit von Gerhard sehr. Seine vorbildiche Einstellung zu Hunden, das aktive Führen eines Vorstehhundes und zweier Erdhunde sowie seine Tätigkeit als Ausbilder von Jagdhunden machten ihn zur anerkannten Größe im Jagdhundewesen bei und im Verein. Um so mehr bedauern wir seinen Rücktritt. Als Grund gab Gerhard Dischner familiäre Gründe an. Wie den meisten Mitgliedern bekannt ist, verstarb Gerhards Bruder nach langer und schwerer Krankheit im Juni 2007. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe in der Familie hat für ihn nun verständlicher Weise Vorrang. Im Namen der Vorstandschaft und aller Mitglieder der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. danke ich ihm für seine großes Engagement währed der vergangenen fünf Jahre.

Neuer Hundereferent gesucht

(rw) Die Vorstandschaft sucht einen neuen Hundereferenten, der sich auch im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung offiziell zu Wahl stellt. Natürlich muss das Profil passen: Es sollte ein erfahrener Jäger sein, der sich in der Abrichtung sowie der Jagd mit Hunden auskennt. Wer Interesse an einer Mitarbeit im Verein als „Hundeobmann“ hat, der wende sich an die Vorsitzenden oder ein anderes Vorstandsmitglied. Für die Übergangszeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung übernimmt unser Mitglied Gerd Beil die Funktion des Ansprechpartners für Hundeangelegenheiten.

Hundeführerlehrgang für Jagd- und Begleithunde – Die Jägervereinigung Pfaffenhofen veranstaltet jährlich einen Hundeführerlehrgang für Jagd- und Begleithunde

(jv paf) -Der Dressurlehrgang beginnt jeweils Mitte März. Dort werden die Dressurfächer „Bei Fuß“, „Sitz“, „Platz“, Down“ und „Apportieren“ für die Dressurabschlußprüfung geübt. Diese findet in der Regel Ende Juni statt. Anschließen geht es für die Jagdhunde weiter mit der Ausbildung zur Brauchbarkeitsprüfung. Im Jagdrevier werden die Hunde auf die Fächer „Wald- und Feldschleppe“, „Schweißfährte“, „Wasserarbeit“ und „Standtreiben“ eingearbeitet. Der Lehrgang endet meist Anfang September mit dem Ablegen der Brauchbarkeitsprüfung. Von der Teilnehmerzahl liegt der Hundekurs der Jägervereinigung Pfaffenhofen an der oberen Spitze in Oberbayern. Auch Hundeführer aus den benachbarten Kreisgruppen nehmen diese Ausbildungsmöglichkeit gerne wahr und sind herzlich willkommen. Nähere Auskünfte bzw. Informationen zur Hundesausbildung erteilt Herr Anton Gamperl, der als verantwortlicher Hundeobmann der Jägervereinigung Pfaffenhofen/Ilm den Kurs leitet. Gerne berät Herr Gamperl auch Erstlingsführer vor Erwerb eines Welpen. Ansprechpartner: Anton Gamperl, Fürholzener Straße 54, 85298 Scheyern, Telefon: (0 84 41) 8 37 77. (Alle Angaben gemäß Mitteilung Jägervereinigung Pfaffenhofen/Ilm. Für Aktualität und Inhalt der Angaben wird keine Gewähr übernommen)

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Aus der Hundeecke 78

Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde – Die Jagdschutz- und Jägervereinigung ND veranstaltete erstmals wieder einen entsprechenden Lehrgang in Karlshuld

(rw) Erstmals seit vielen Jahren wieder veranstaltete die Neuburger Jäger- und Jagdschutzvereinigung einen Kurs sowie die zugehörige Prüfung zum Nachweis der Brauchbarkeit für jagdlich geführte Hunde.

Neuburger Jagdhornbläser unter der Leitung von Bläserobmann der Neuburger GruppeGerd Heumann (rechts im Bild) beim „Anblasen der Hundeprüfung“ in Karlshuld (Foto: gw 2007)

Verantwortlich für Planung, Durchführung und Gesamtorganisation war Willi Lotterschmid aus Karlshuld, der vielen Jägern aus der Region als Züchter von Deutsch Kurzhaar (Zwinger vom Donaumoos) bekannt ist. Zur Prüfung am 15. September traten insgesamt 6 Hundeführer an. Die Rassen im Einzelnen: •

Deutsch Drahthaar

Kleiner Münsterländer

Deutsch Kurzhaar

Welsh-Terrier.

Eröffnet wurde der Prüfungstag mit einem Reigen jagdlicher Signale der Neuburger Jagdhornbläser. Nachdem der Vorsitzende Hans Eisenschenk sich sehr erfreut über die Ausrichtung der Prüfung geäußert hat und Willi Lotterschmid sowie seinen Helfer Christian Strasser für das überragende Engagement gedankt hatte, sprach er auch den Revierinhabern Christian Strasser (Revier Lichtenau) und Josef Felber mit seinem Schwiegersohn Christian Graf (Revier Karlskron) seine Anerkennung für die zur Prüfungsdurchführung bereit gestellten Reviere aus. Anschließend wünschte er den Anwesenden viel Suchenglück.

Links abgebildet Reinhard Schiechel aus Karlshuld, der seine Münsterländerhündin auf der ausgerichteten Brauchbarkeitsprüfung führte (Foto: Willi Lotterschmid / Peter Kluge)

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Aus der Hundeecke 79

Willi Lotterschmidt übernahm dann die Leitung des Prüfungstages und wies die „Hundegespanne“ kurz und prägnant in den Prüfungsablauf ein, so dass zur Freude der Anwesenden ohne Verzug das Prüfungsgeschehen aufgenommen werden konnte. Begonnen wurde mit der Schweißfährte. Die 300 Meter lange, mit ¼ Liter Schweiß getupfte und mit 2 Haken versehenen Fährte wurde von allen Gespannen erfolgreich bewältigt. Es folgten die weiteren Prüfungsteile (Appell, Leinenführigkeit, Haarwildschleppe, Federwildschleppe, Wasserarbeit), welche mit Ausnahme eines Gespanns auch erfolgreich absolviert wurden. Ein Hund konnte die geforderte Leistung auf der Federwildschleppe nicht erbringen, was allerdings durch einen Führerfehler begründet war. Der Prüfungstag endete um 16.00 Uhr. Beim Baderwirt in Langenmosen wurde die Urkundenverleihung durch Willi Lotterschmid vorgenommen. Anerkennung fand bei allen Beteiligten der vergleichsweise günstige Preis für Kurs und Prüfung, welcher bei 180 Euro lag.

Kurzhaarhündin Deli vom Donaumoos beim Apportieren einer Wildente (Foto: Lotterschmid / Kluge)

Bei entsprechendem Interesse ist geplant, im nächsten Jahr ggf. wieder einen Kurs sowie die Prüfung der jagdlichen Brauchbarkeit durchzuführen. Interessenten wenden sich bitte an den Hundeobmann der JV ND, Willi Lotterschmid, Hauptstraße 88b, 86668 Karlshuld, Tel.: (0 84 54) 22 90.

Die Prüfungsgruppe nach getaner Arbeit – von links nach rechts: Neunzert Michael, Revierpächter Christian Graf, Hanni Felber, Reinhard Schiechel mit KlM, Revierpächter Josef Christl, Gottfried Rehm, Richtergruppe Rita Penker, Lapsch Josef, Stacheder Karl, Eugen von Redwitz, Marion Lotterschmid, Revierpächter Christian Straße, Silivia Neumann mit DK, Anzhofer Josef, Hundeobmann Willi Lotterschmid (Foto: Peter Kluge)

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Aus der Hundeecke 80

Hundekot im Futtertrog – Der Bayerische Bauernverband bittet um das Verständnis der Hundebesitzer

(rw) Im Rundbrief des Bayerischen Bauernverbandes „Mitteilungen für Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer“ Nr. 23, Juli 2007 wird darauf verwiesen, was verunreinigte Futterflächen für Landwirte bedeuten. Auf Seite 10 des Papiers wird festgestellt: In den vegetationsreichen Monaten des Jahres dürfen die Rinder und Schafe aus den Ställen auf die Weiden. Daneben spielt das Grünland in vielen Regionen als Futtergrundlage eine wichtige Rolle der Tierernährung. Die Flächen werden dabei mehrfach gemäht, Grassilage oder Heu gewonnen. Der Schnitt bringt jedoch nicht nur Futter für das Vieh mit sich, sondern auch das alljährlich heiß diskutierte Thema Hundekot auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Viele Hundehalter sehen nicht ein, dass Vierbeiner um diese Zeit in den Wiesen nicht mehr geduldet werden. Es sei verständlich, dass Hundebesitzer ihren Tieren in der Natur freien Lauf lassen wollen, so Josef Wasensteiner, Referent für Vieh und Fleisch beim Bayerischen Bauernverband. Man müsse aber auch sehen, welche Probleme sich dadurch für die Landwirtschaft ergeben. Beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundkot in das Futter vermischt. Wird dieses Weidefutter nun von Nutztieren gefressen, können Krankheitserreger übertragen werden. Als Beispiel ist der Hundebandwurm zu nennen, der bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen kann. Auch wirtschaftlich hat Verunreinigung von Futterflächen weitreichende Folgen. So sind den Landwirten seitens der EU strenge hygienerechtliche Vorschriften bei der Gewinnung von Lebensmitteln auferlegt. Die Einhaltung sei nicht sicher gestellt, wenn Futtermittel verunreinigt sind, so Wasensteiner. Im schlimmsten Fall führe das dazu, dass das Weidefutter nicht verwertet werden kann. Für erzeugte Produkte, Fleisch oder Milch. Trägt der Landwirt als Lebensmittelproduzent die volle Verantwortung. Hundekot ist nicht gleich Kuhfladen Das Argument vieler Hundebesitzer, Hundekot sei gleich Kuhfladen entkräftet der Mitarbeiter des Bayerischen Bauernverbandes. Hier gilt es Fleischfresser von Pflanzenfresser zu unterscheiden. Wird Gülle oder Mist auf landwirtschaftliche Flächen verbracht, so wird er vom Boden schnell aufgenommen. Auch eine Übertragung von Krankheitserregern erfolge hauptsächlich von Fleischfressern. Der Bayerische Bauernverband rät zum Dialog zwischen Hundehaltern und Bauern. Nur so kann ein gegenseitiges Verständnis für den Standpunkt des jeweils Anderen entstehen, so Wasensteiner

Was bedeutet dies für uns Jäger?

Hunde haltende Jäger sollten bei Ihren Reviergängen auf diesen Umstand Rücksicht nehmen, und hier den Landwirten durch ein sachgerechtes Verhalten entgegen kommen. Dies hat auch Vorbildfunktion für die nicht jagenden Hundehalter und Naturliebhaber.

Inwieweit der ein oder andere Jäger auf nicht jagende Hundehalter einwirkt, wenn er sich in Wiesen/auf Weiden lösende Vierbeiner sieht muss jeder für sich entschieden. Ein vernünftiges, entgegenkommendes Gespräch unter Hundefreunden (und das sind die Nichtjäger genauso wie die Jäger) hat jedoch noch nie geschadet und vielleicht kann man hier auch für die Sache von Wald und Wild werben.

Wird wiederholt fest gestellt, dass Hundebesitzer auf entsprechenden Flächen das „Geschäft“ ihrer Hunde besonders gern verrichten lassen, so sollte im Sinne der bewährten Partnerschaft Landwirte/Jäger der Bauer auf diesen Umstand hin aufmerksam gemacht werden. Dieser wird dann – wo erforderlich - entsprechend den Erfordernissen der Hygiene und der Sachlogik sicher angemessen handeln. Von vorauseilendem reglementierendem Pflichtbewußtsein gegenüber Hundebesitzern rate ich Jagdausübungsberechtigten ab, denn nur der Landwirt kann die Situation entsprechend einschätzen. Er ist schlussendlich auch der Betroffene. Üben wir Jäger also den bewährten Dialog mit den Bauern, dieser war bisher auch zielführend.

Wurmerkrankung von Hunden: Interessante Bayer-Information im Internet

(gb) Bayer HealthCare informiert im Internet zur Wurmerkrankung von Hunden. Unter www.wurmfrei.de wird zu folgenden Bereichen ausgeführt: ¾ Würmer ¾ Gefahren ¾ Wurmcheck ¾ Behandlung ¾ Erinnerung ¾ Wurmkiller ¾ Links Interessierte können sich reinklicken. Für die Richtigkeit der Daten und auch sonst wird natürlich keine Gewähr übernommen!

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Der Naturschutzreferent informiert 81

Hubert Schweiger • • • • • •

Naturschutzreferent seit 1992 Jäger seit 1974 Jagdpächter seit 2004 Naturschutzwächter seit 1992 Biberberater seit 2000 Führer eines Münsterländerrüden

Adresse: Ringstraße 7, 86561 Oberlauterbach Tel.: (0 82 52) 25 97 Fax.: (0 82 52) 90 74 07 Mobil: 0171 – 35 54 548 eMail: schweiger.hubert@t-online.de

Foto: rsw

(rw) Hier ein frei stehender Baum, der gefällt wird, dort die Einebnung eines Rankens, der stört, da eine Heckenrodung, dort ein paar Wildobstbäume weg. Die Verarmung unserer heimatlichen Landschaft vollzieht sich oft unbemerkt und damit die Lebensraummöglichkeiten für unser heimisches Wild. Eine immer geringer werdende Vielfalt von Lebensraumtypen und Kleinstrukturen reduziert Pflanzen- und Tierarten, und hier gerade jene vielfach heiß geliebten „Exoten“, welche sich auf bestimmte Umfeldbedingungen spezialisiert haben. Beispiel: Waren noch vor 30 und 40 Jahren „Eidachsl“ und Salamander immer wieder gesehene Tiere unserer heimischen Flur, so sind sie heute bereits fast flächendeckend verschwunden. Schutzgebiete – europäische wie nationale - sollen den Erhalt unserer Heimat mit ihren wunderschönen Landschaften und den Reichtum an Tier- und Pflanzenarten sicherstellen und auch für nachfolgende Generationen bewahren. Auf der Homepage des Landkreises gibt es eine Übersicht, wie sich dies bei uns im Landkreis darstellt. Entsprechend der Angaben des Landratsamtes sind in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Schutzgebieten - etwa 17% der Landkreisfläche - ausgewiesen worden. Dabei wurde folgende Zielsetzung verfolgt: Den Erhalt reichhaltiger Landschaften und wertvoller Arten- und Lebensräume sicherstellen. Das europäische Schutzkonzept "Natura 2000" hat mit seinen FFH- und Vogelschutzgebieten die europaweit bedeutsamen Landschaften im Landkreis unter Schutz gestellt. Landesweit bedeutsame Gebiete wurden durch Naturschutzgebiete, die für den Landkreis wichtigen Landschaften durch die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten, wertvolle Lanschaftsbestandteile und Naturdenkmäler durch Verordnungen geschützt. Hier nennt das Landratsamt: 1. Natura 2000 Im Landkreis sind 9 Gebiete als FFH- Gebiete mit ca. 5184 ha und 3 Gebiete als Vogelschutzgebiete mit ca. 3132 ha festgesetzt worden. Durch großflächige Überschneidung der beiden Schutzgebietstypen ist der Landkreis mit ca. 5405 ha oder 7,3% seiner Landkreisfläche am europäischen Biotopverbund beteiligt. 2. Naturpark Altmühltal Der Naturpark Altmühltal erstreckt sich mit einem Flächenanteil von 12090 ha (ca. 13,7% der Landkreisfläche) auch auf den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Im Norden sind z. B. Teile der Stadt Neuburg (Bergen) in diesem Raum gelegen 3. Naturschutzgebiete Die bestehenden 5 Naturschutzgebiete im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen umfassen die Fläche von 118,68 ha und damit ca. 13,7% der Landkreisfläche. 4. Landschaftsschutzgebiete Mit 13 Landschaftsschutzgebieten ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eine Fläche mit ca. 2975 ha (ca. 3,3% der Landkreisfläche) unter Schutz gestellt. 5. Landschaftsbestandteile Die sieben geschützten Landschaftsbestandteile umfassen eine Fläche von ca. 15,3 ha (ca. 0,2% der Landkreisfläche) 6. Naturdenkmäler Eine Vielzahl von Einzelschöpfungen der Natur, deren Erhaltung wegen ihrer hervorragenden Schönheit oder Eigenart oder ihrer ökologischen, wissenschaftlichen, geschichtlichen, volks- oder heimatkundlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt, sind im Kreisgebiet als Naturdenkmäler geschützt. Insgesamt sind im Landkreis über 100 Einzelschöpfungen bzw. flächenhafte Naturdenkmäler geschützt. In den weiteren Ausgaben des Jägerkurier werden wir die entsprechenden Gebiete, welche in unserer Jägervereinigung gelegen sind, im Detail vorstellen.

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Aus den Hegegemeinschaften 82

Gerhard Dischner • • • • •

Leiter Hegegemeinschaft Hohenried seit 2000 Verbandsrichter des JGHV Jäger seit 1984 Jagdpächter eines Gemeinschaftsjagdrevieres Führer eines Münsterländerrüden und einer Foxterrierhündin Hundereferent der Jägervereinigung

• •

Adresse: Bernhard-Stark-Straße 6, 86564 Hohenried Tel.: (0 84 54) 96 0 50 Fax.: (0 84 54) 96 0 54 eMail: dischner.gerhard@t-online.de

Foto: rw

Gerhard Dischner legt Amt des Hegeringleiters nieder

(rw) Gerhard Dischner wird in diesem Jahr nicht mehr für die Wiederwahl als Hegeringleiter zur Verfügung stehen. Die Beweggründe sind dieselben, wie unter der Rubrik „Hundereferent“ dargelegt. Baron Pfetten wird in dieser Phase des Überganges als stv. Hegeringleiter die Geschicke aktiv mit gestalten. Die somit anstehenden Neuwahlen werden in der nächsten Ausgaben hinsichtlich der Ergebnisse dargestellt.

Jakob Grepmair • • • • • •

Foto: rsw

Leiter der Hegegemeinschaft seit 2003 Jäger seit 1989 Revierpächter eines Gemeinschaftsjagdrevieres Beauftragter für Fallenprüfung und –registrierung in der JV Schrobenhausen Führer einer Deutsch Langhaarhündin Adresse Ellerstraße 18, 86529 Hörzhausen-Halsbach Telefon: (0 82 52) 22 51 Mobil: (0160) 35 81 129

Jägerabend

(jg/mk) Im Hegering Oberarnbach findet wieder ein Jägerabend statt, zu dem nicht nur die Revierinhaber und Jäger des Hegerings eingeladen sind. Gerne gesehen sind auch alle anderen JägerInnen der zwei weiteren Hegeringe in unserer Jägervereinigung sowie die Ehefrauen/-männer. Wir halten es wie üblich: Neben dem Schießsimulatorbetrieb wird auch eine Prüfung von Fallen angeboten. Es wird um Vormerkung folgenden Termins sowie um Rege Teilnahme gebeten:

Jägerabend im Hegering Oberarnbach für alle JägerInnen (und Anhang) in der JV SOB Zeit: Samstag, 17. November 2007, 19.30 Uhr Ort: Hofstelle Jakob Grepmair, Ellerstraße 18, Halsbach-Hörzhausen

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Aus der Hegegemeinschaft Schrobenhausen 83

Xaver Wagner • • •

Hegegemeinschaftsleiter seit 1985 Jäger seit 1966 Revierpächter

Adresse: Etzelberg 1, 86565 Weilach Telefon: (0 82 59) 244 Fax: (0 82 59) 81 66

Foto: rsw

Revierinhaber im Hegering Schrobenhausen sucht Jagdaufseher

Hinweis des Vorstandes Revierlose Jäger können die Möglichkeit nutzen, und sich beim Vorstand zwecks Jagdmöglichkeit zu erkundigen. An die Vorstandschaft wird immer wieder die Frage von Jagdpächtern nach revierlosen Jägern gerichtet. Wir bringen hier gerne zusammen, was zusammen gehört, ohne allerdings Gewähr für den Leumund der ein wie der anderen Partei zu übernehmen. Gleiches gilt für angehende Jungjäger: Wer einen „Lehrherrn“ sucht – sicher eine der besten Möglichkeiten um das „Jagern“ richtig zu lernen – kann ebenfalls mit uns Verbindung aufnehmen.

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Aus dem Schwarzwildring Haidforst 84

Nicolas Freiherr von Pfetten-Arnbach • • • •

Jäger seit 1992 Eigenjagdbesitzer und Revierpächter (Gründungs-) Leiter Schwarzwildring Haidforst seit 2003 Stv. Leiter Hegegemeinschaft Hohenried seit 2006

Adresse: Neuburger Straße 6, 86564 Niederarnbach Tel.: (0 84 54) 96 0 70 Fax.: (0 84 54) 96 0 73 eMail: n.pfetten@pfetten-arnbach.de Foto: rw

Schwarzwild-Streckenstatistik 2006/2007

r ec k en a u s w er t u n g 2 0 0 7 St rec

(rw) Aus dem Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. kann eine mittlerweile kontinuierlich rückläufige Strecke bei Sauen verzeichnet werden. Erstmals seit Jahren ist die Strecke wieder im zweistelligen Bereich.

Schwarzwildstrecke in der JV SOB ab dem JJ 1995/1996 350

© RW 2007

349

300

303

298

250

200

150

100

116

75 61

50

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

1999/2000

2000/2001

2001/2002

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

Jä g er v er ei n i g u n g Sc h r o ben h a u sen u n d U m g ebu n g e.V. Daten ohne Gewähr

Mit „nur“ 61 Sauen im abgelaufenen Jagdjahr haben die Jäger nachgewiesen, dass sie den zeitweise ausufernden Sauenbeständen eine angemessene und erfolgreiche Bejagungsstrategie entgegen setzen konnten. Erfolgreich ist sie deshalb, weil trotz der intensiven Bejagung sich der Wildschaden – zumindest im Haidforst - in Grenzen hält. Ein Hinweis, auf die wildbiologisch richtige Vorgehensweise der Grünröcke. Nach wie vor sind die Schwerpunkte der Bejagung die beiden Hegegemeinschaften Hohenried und Oberarbach, damit die großen Einstände Haidforst und Hagenau.

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Aus dem Schwarzwildring Haidforst

St rec k en a u s w er t u n g 2 0 0 7

85

Schwarzwildsrecke in der JV SOB seit dem JJ 1995/1996 nach Hegegemeinschaften 180 © RW 2007

160

140

120

100

80

60

40

20

0 1995/1996

1996/1997

1997/1998

1998/1999

HG Hohenried

1999/2000

2000/2001

2001/2002

HG Oberarnbach

2002/2003

2003/2004

2004/2005

2005/2006

2006/2007

HG Schrobenhausen

Jä g er v er ei n i g u n g Sc h r o ben h a u sen u n d U m g ebu n g e.V. Daten ohne Gewähr

Obwohl die Anzahl der gestreckten Schwarzkittel so gering ist, wie seit Jahren nicht mehr ist der Rückschluß, dass dies für den Bestand gleiche Gültigkeit hat, bei den hiesigen Jägern umstritten. Der vergangene äußerst milde Winter hat sicherlich nur sehr geringe natürliche Winterverluste bei den Sauen zur Folge gehabt. Auch war die Bejagung durch fehlenden Schnee stark eingeschränkt. Mit Spannung wird deshalb das Ergebnis der großen Drückjagden im Herbst erwartet. Sie geben sicherlich einen guten Hinweis auf die Bestandslage bei unseren Borstenträgern, denn die Sichtungen ermöglichen eine gute Einschätzung.

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Der Jagdberater für den südlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 86

Dr. Karl-Heinz Neuner • • • •

Jäger seit 1970 Mitpächter eines GJR Jagdberater seit 1996 Jungjäger-Ausbilder seit 1993 in Mittelfranken

Anschrift Raiffeisenstr. 3, 91180 Heideck Tel.: (0 91 77) 18 10 Fax: (0 91 77) 95 79 Mobil: 0176 - 12 34 83 56 eMail: karl-heinz.neuner@kali-gmbh.com

Foto: rsw

Thema Graugänse

(khn) Die Graugans ist ein typischer Kulturfolger. Sie profitiert wie kaum eine andere Wildart von den ackerbaulichen Maßnahmen des Menschen. Zeitgleich mit der Modernisierung in der Landwirtschaft in den 50er Jahren begann auch die positive Bestandsentwicklung der Graugans in Europa. Die Graugans hat für einen so großen Vogel ein erstaunlich hohes Vermehrungspotential. Es liegt bei vier bis neun Eiern pro Brut. Da noch dazu die Verlustrate durch natürliche Feinde gering ist, wachsen die Bestände laufend an. Mittlerweile ist die Graugans auch bei uns in der Region Standvogel und Brutvogel. Die Graugans-Problematik bei uns im Donaumoos liegt aber hauptsächlich in der Zuwanderung von Graugänsen, vor allem in den Herbstmonaten, in denen sie z.T. massive Schäden in den Herbstsaaten anrichten können. Aus Sicht unserer Jägervereinigung Schrobenhausen sind allerdings nur wenige Jagdreviere in der HG Hohenried davon direkt betroffen.

Morgens, gegen 07.00 Uhr im Juli 2007: Abstreichende Graugänse auf einem abgeernteten Getreidefeld im Bereich der Gemeinde Karlshuld. Das Bild zeigt nur einen Ausschnitt des gesamten Feldes: Während ein Teil der Gänse bereits das Weite sucht, sichert ein anderer Teil noch. (Foto: rw)

Der Jägerkurier Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V., Jahrgang 2, Nr. 4, November 2007


Der Jagdberater für den südlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 87

Die Jagd auf die Graugans muss bei der Lösung dieses Problems absolute Priorität haben. Das war eines der wichtigsten Ergebnisse auf einem nunmehr bereits 2. Graugans-Symposium am 16.06.2007 in Kleinhohenried („Haus im Moos“). Auf diese Feststellung muss und wird die hiesige Jägerschaft auch weiterhin pochen. Aber mit der Bejagung allein wird es wohl nicht abgetan sein und sei sie noch so intensiv. Unter Umständen sind noch andere Maßnahmen zur Regulierung der Population erforderlich. Wie auch immer solche Maßnahmen aussehen würden, besteht die Jägerschaft strikt darauf, dass in ihren Jagdrevieren nichts ohne ihrem Beisein ohne ihrem Wissen geschehen darf. Jagdpächter brauchen diesbezüglich eigenmächtiges Handeln anderer Leute in ihren Revieren nicht dulden. Bis alternative Maßnahmen jedoch einmal greifen, ist erst einmal die Jägerschaft mit der Bejagung gefordert. Graugansschäden sind nicht schadensersatzpflichtig. Was die tatsächlichen Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen angeht, soll schon möglichst bald ein Schadensgutachten über Schwellenwerte und Toleranzgrenzen Auskunft geben. Dies war ein weiteres Ergebnis dieser Tagung. Darüber hinaus hat jetzt die Untere Jagdbehörde in Neuburg/D. mit Bescheid vom 15.08.2007 die Schonzeit auf die Graugans im Monat September aufgehoben. Das geschah vermutlich mehr auf den Druck der Landwirtschaft, die j auf ihre Jäger setzt und ihnen vertraut. Diese Regelung wird ja vermutlich nicht nur in diesem Jahr gelten. Jetzt können die betroffen Jagdreviere beweisen, dass sie es ernst meinen mit der Bejagung der Graugans, und das nicht nur im Spätherbst. Denn in 2-3 Jahren sicherlich wird von den Jägern Rechenschaft verlangt, ob diese Schonzeitaufhebung für September gerechtfertigt war. Dafür sind m. E. zusätzliche Graugansabschüsse mindestens in zweistelliger Höhe pro Jahr nötig. Mitunter wird auch die Glaubwürdigkeit der Jäger daran gemessen werden.

Entenjagd

(khn) In diesem Herbst gilt erstmals das Verbot von Bleischroten bei der Wasserjagd z. B. auf Enten. Über die Sinnhaftigkeit dieser Vorschrift kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Fakt ist, dass womöglich ein Bußgeldverfahren droht, wenn mit Bleischrot bei der Wasserwildjagd erwischt wird. Kein Mensch kann aber momentan vorhersagen, ob die Polizei tatsächlich zufällige oder stichprobenartige Kontrollen durchführen wird. Wesentliche Aspekte zur Verwendung von Nicht-Bleischroten bei der Wasserjagd sind gut verständlich nachzulesen im letzten Jägerkurier (Nr.3, Mai 2007, Seite 99) in einem Beitrag von unserem Naturschutzreferenten Hubert Schweiger. Zwei Punkte möchte ich da noch hinzufügen: 1.) Wann findet die Jagd tatsächlich über Wasser statt und wann über Land? In dieser Frage hat sich der Gesetzgeber m. E. nicht eindeutig festgelegt. Es fehlt eine klare Definition, wo da die Grenze liegt, insbesondere an Fließgewässern. 2.) Nicht-Bleischrote weisen nicht nur eine geringere wirksame Schussentfernung auf als Bleischrote, sondern am getroffenen Wildkörper haben sie auch eine geringere Durchschlagskraft. Daher ist zu befürchten, das angeschossenes Flugwild über weitere Strecken abstreicht und bei der Nachsuche nicht gefunden wird. Das ist bei Wasserjagden unbedingt zu berücksichtigen. Denn womöglich verendet das Flugwild qualvoll, womit wiederum ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz vorläge…..usw.

Wiesenbrüterschutz

(khn) Die in diesem Winterhalbjahr wieder geplanten Fuchswochen in unserem Altlandkreis Schrobenhausen kann ich nur befürworten. Wer einerseits die dauernd rückläufigen Bestände der Wiesenbrüterarten in unserer Kulturlandschaft beklagt, muss andererseits unweigerlich der intensiveren Bejagung des Fuchses und anderer Prädatoren zustimmen. Herrn Robert Egle darf ich jetzt schon danken, dass er die Organisation wieder übernimmt.

Ausmähverluste beim Rehwild

(khn) Den ganzen Frühsommer über, insbesondere in der ersten Junidekade wurde mir von vielen Jägern über eine ungewöhnlich hohe Kitzsterblichkeit in diesem Jahr durch Ausmähen berichtet. Dafür gibt es genügend Belege. Über die wirklichen Ursachen für die erhöhten Ausmähverluste kann man ruhig streiten, sie müssen aber gar nicht unbedingt ausfindig gemacht werden. Die Feststellung alleine reicht m. E. aus, um dieses Thema endlich einmal auf die Tagesordnung zu bringen, wenn es um die Abschussplanung und die Streckenlisten beim Rehwild geht. Dort werden nämlich diese Ausmähverluste bislang einfach nicht berücksichtigt.

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Termine und Jahresausblick – Planungen 88

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Im letzten Büchsenlicht 89

Jagd-Kartn aus früherer Zeit

(rw) In der letzten Ausgabe des Jägerkurier wurden „Jagd-Kartn“ aus der Zeit vom „Kini“ vorgestellt. Das Königreich Bayern, das 15 Jahre nach Beginn der Trockenlegung unseres Donaumoos´ im Jahr 1806 entstand, wird bis 1918 Bestand haben. Eine Revolution in der Folge des militärischen Zusammenbruchs des 1. Weltkrieges bringt das Ende der Monarchie im Reich und den Ländern, damit auch in Bayern mit sich. Am 9. November 1918 proklamiert Scheidemann in Berlin die Republik, während Kurt Eisner dies bereits am 07. November 1918 mit den Worten „Bayern ist fortan ein Freistatt“ getan hat und so in Bayern König Ludwig III. zur Abreise zwingt und die Herrschaft der Wittelsbacher Könige beendet. Ludwig III. verzichtet nicht auf den Thron, für den sein Sohn Kronprinz Ruprecht nach und nach ein Symbol wurde, und das in der Folge selbst die nationalsozialistischen Machthaber nicht auslöschen konnten. Nach Eisners Ermordung 1919 und aufgrund der blutigen Wirren während der Rätezeit wichen Landtag und Regierung in das sichere Bamberg aus. Am 14. August 1919 wird von dort aus die erste demokratische bayerische Verfassung erlassen und Bayern wird ein Mitglied des Deutschen Reiches. Damit brechen auch die sog. „Goldenen Zwanziger“ heran, die Zeit der Weimarer Republik, welche für viele Menschen im damaligen Deutschland mehr Not als Wohlstand bedeutete. Aber auch in dieser Zeit wurde gejagt, manchem sicherte sie in dieser Zeit ganz wesentlich die Nahrungs- und Lebensgrundlage. Mit dem vorliegenden Jägerkurier zeigen wir zwei Jagdscheine aus der Zeit zwischen dem I. Weltkrieg und dem Beginn des III. Reichs, einen Jagdschein aus dem Inflationsjahr 1923 und einen Jagdschein aus dem Jahr 1933, dem Jahr der Machtergreifung Hitlers und dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur.

(Abbildung leicht vergrößert, Originalformat: 12,5 cm x 10 cm, rw 2007) Eine Änderung gegenüber den in der letzten Ausgabe abgebildeten „Jagd-Kartn“ aus den Jahren 1909 und 1915 ist bereits zu erkennen. Nun handelt es sich um eine „Bayern. Jagd-Karte“. Noch ein interessantes Detail ist zu sehen: Die Gebühr für die Jagd-Karte ist vermerkt - unser Mitglied Hermann Grüner musste 4.000 Mark für die Lösung seines Jagdscheines beim Bezirksamt (damals das Landratsamt) entrichten. Dieser hohe Betrag ist nicht weiter verwunderlich, findet doch die Inflation in der Folge des I. Weltkrieges im Jahr 1923 seinen Höhepunkt. Hatte der Dollar noch im Jahr 1914 einen Wert von 4,2 Mark, so stand er im letzten Drittel des Jahres 1922 bei 4.000 Mark (vier Tausend).

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Im letzten Büchsenlicht 90

Im August 1923 kletterte der Dollarkurs auf 1 : 4.000.000 Mark (4 Millionen), während keine drei Monate später für einen Dollar bereits 4.200.000.000.000 Mark (4,2 Billionen) aufgewendet werden mussten. Für die Bürger waren damit alle Geldvermögen faktisch entwertet, dem Tauschgeschäft kam eine enorme Bedeutung zu, damit auch den Lebensmitteln aus Jagd und auch Fischerei. Ein weiteres interessantes Detail ist außerdem das Siegel: Nach wie vor ist über dem bayerischen Rautenschild die Königskrone abgebildet und der Schriftzug „Königl. Bezirksamt Bayern“ zu erahnen, dies in der republikanischen Zeit.

Die Rückseite der 1923-er Jagd-Karte ist im Vergleich zu der aus dem Jahre 1915 unverändert geblieben. Offenbar hatte man in diesen politisch und wirtschaftlich äußerst schwierigen Jahren andere Probleme, als sich um die Jagdzeitengesetzgebung zu kümmern. Das nähere Studium der Schusszeiten verweist auf so manch Interessantes: So wurde seinerzeit nicht die Jagdzeit, sondern die Schonzeit, die sog. „Hegezeit" abgebildet. Dies verweist vermutlich auch auf die damals noch wesentlich höhere Bedeutung der Jagd für die Volksernährung, und damit auf der Sicherstellung eines höheren Wildstandes. Diese Schlussfolgerung erscheint auch dahingehend gerechtfertigt, als die abgebildeten Hegezeiten etwa beim Rehwild im Umkehrschluss keine Jagdzeiten für weibliches Rehwild zuließen. Dies bestätigt auch die Spalte „Bemerkungen“, aus der hervor geht „ … Die Jagd auf Rehgeißen, Gems- und Rehkitze ist, … zu jeder Zeit verboten“. Neun Jahre später, also für das Jahr 1932 liegt eine weitere Jagd-Karte vor. Sie stellt sicher einen „Quantensprung“ für damalige Verhältnisse dar, haben wir hier doch den ersten uns vorliegenden Jagdschein mit einzuklebendem „Lichtbild“. Leider ist die Fotografie auf dem Originaljagdschein nicht mehr erhalten, doch darf an dieser Stelle erwähnt werden, dass in der nächsten Ausgabe des Jägerkurier weitere Jagdkarten abgebildet werden, auf denen unsere damaligen Jäger dann „verewigt“ sind. Hermann Grüner erhält dann auch ein Gesicht.

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Im letzten Büchsenlicht 91

Erstmals ist auf der Jagd-Kartn eine Berechtigungsklausel zum Waffenund Munitionserwerb enthalten. Die Erwerbserlaubnis wurde offenbar von Fall zu Fall individuell gehandhabt, denn sowohl für die Anzahl der Jagdwaffen als auch die Anzahl der Faustfeuerwaffen waren Platzhalter gesetzt. Inwieweit sich die damalige Rechtslage gestaltete, konnte bis Redaktionsschluss nicht eruiert werden. Für weiterführende Beiträge unserer Mitglieder sind wir dankbar. Die Rückseite der Jagdkarte enthält ebenfalls einFeld, das über die erworbene Waffen Auskunft erteilen soll. Es ist bereits ein erster Hinweis darauf, dass ein immer verfeinerteres Reglement Anwendung findet. Es ist auch ein Hinweis dafür, dass das Dokument immer umfangreicher wird. Gelöst hat Hermann Gunzner den Jagdschein übrigens am 01. Juni, passend zum damaligen Beginn der Jagd auf den „roten (!) Bock“.

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