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ROKPA

Wir brauchen Ihre Hilfe – bitte spenden Sie jetzt! Danke. Jahrgang 29/November 2009

TIMES

Postkonto 80-19029-5

www.rokpa.org


Inhalt Tibet

Liebe ROKPA Freunde Ich freue mich, dass einer der begabtesten Hollywood-Regisseure den Weg zu ROKPA gefunden hat. Die Rede ist von Marc Forster (siehe Seite 14), einem Ausnahmetalent, dessen Namen spätestens seit dem letzten James Bond-Film weltweit bekannt ist. Marc Forster ist unser neuer Botschafter auf dem internationalen Parkett! Seine Bereitschaft, sich für die Anliegen von ROKPA zu engagieren, zeigt wieder klar, wie wichtig die Arbeit unseres Hilfswerkes ist – insbesondere auch in Tibet. Seit 1990 setzt sich ROKPA intensiv für die Anliegen der Tibeter ein, die heute auf chinesischem Boden leben. Besonders am Herzen liegen uns alle Kinder, die durch Schicksalsschläge zu Waisen oder Strassenkinder wurden. Ohne Unterstützung von aussen haben sie kaum eine Chance, ihrem Elend und ihrer Armut zu entkommen. Was sie dringend brauchen ist Schulbildung! Und dazu natürlich auch gesundes Essen, eine sichere Unterkunft, passende Kleider und vor allem jemand, der an sie glaubt und sie fördert. Aus diesem Grund wird der diesjährige Erlös der ROKPAGala am 26. November vollumfänglich in den Veit-Wyler-Bildungsfonds für Tibet einfliessen. Diesen Fonds habe ich zu Ehren meines verstorbenen Vaters eingerichtet. Als ROKPA-Mitbegründer lag es ihm stets am Herzen, motivierten Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Eine Bildung, die über die obligatorischen neun Schuljahre hinausgeht.

Bildung für Waisenkinder Universität für Nomadenkinder Neue ROKPA-Übersetzer

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nepal Mikrokredit als grosse Chance Leas Kinder schreiben

10 10 Wer weder lesen, schreiben noch rechnen kann, verpasst den Anschluss an die moderne Gesellschaft.

zimbabwe Aids-Waisen ropka engagement Spenden statt schenken

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Die Analphabeten-Quote in tibetischen Regionen ist immer noch eine der höchsten weltweit! Auch wenn der chinesische Staat die Gebühren für die obligatorischen Schuljahre bezahlt, können es sich unzählige tibetische Eltern nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken weil sie kein Geld für Transport, Essen sowie Schulmaterial und -kleider aufbringen können. Hier setzt die konkrete Hilfe von ROKPA ein – damit möglichst viele tibetische Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen können. Und vor allem auch damit sie eine Berufsausbildung erhalten oder ein akademisches Studium absolvieren können. Ich staune immer wieder, wie fleissig und begabt die Schüler/-innen und Studierenden sind, die ROKPA aus ärmsten Bevölkerungsschichten rekrutiert und fördert. Für sie sind Schule und Hausaufgaben kein lästiges Übel – im Gegenteil: Sie fühlen sich geehrt, dass sie zur Schule dürfen und helfen dann meistens den Jüngeren auf vorbildliche Art, da sie ja gut wissen, wie es ist, arm zu sein! So werden sie auf ganz organische Art zu ROKPA-Mitarbeitern! Darum bitte ich Sie von ganzem Herzen: Unterstützen Sie unsere Bildungsprojekte in Tibet mit Ihrer Spende! Die Menschen, die in Tibet leben, brauchen dringend gebildeten Nachwuchs, wenn sie der Armut entkommen sollen und ihre Kultur langfristig erhalten bleiben soll. Mit herzlichen Vorweihnachtsgrüssen, Ihre Lea Wyler

rokpa international Marc Forster ist neuer Botschafter warum rokpa? So können Sie helfen! Testimonial Sian Edwards

Impressum Redaktionsleitung: Marie-Luce Le Febve de Vivy, info@health-lifestyle.ch Layout: Caroline Hösli Laportosa caroline@grafik-zh.ch Fotos: © ROKPA INTERNATIONAL Auflage: 8 000 Exemplare Erscheint 4 Mal jährlich

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Keine Zukunft ohne Schulbildung! In China leben Zehntausende tibetische Waisenkinder, die wenig Chance auf eine Schulbildung haben! Der Staat übernimmt zwar die Schulgebühren von der 1. bis zur 9. Klasse. Wer aber kein Geld für Transport, Essen, Bücher und Kleider aufbringen kann, bleibt ausgeschlossen. ROKPA INTERNATIONAL hat deshalb eine führende Rolle übernommen, um auch ärmsten Tibet-Kindern den Schulbe­such zu ermöglichen. Von Marie-Luce Le Febve de Vivy

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Das Recht auf Bildung und Ausbildung zählt zu den wichtigsten Kinderrechten. Weltweit sollte jedes Kind die Chance er­halten, mindestens die Primarschule besuchen zu können. So wurde es in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt, die 1989 verabschiedet wurde und von allen Ländern der Welt – ausser den USA und Somalia – ratifiziert wurde. 20 Jahre später sieht die Realität leider immer noch sehr traurig aus: Gemäss einer aktuellen Studie von UNICEF sind 101 Millionen Kinder im Primarschulalter vom Schulunterricht ausgeschlossen (siehe Grafik). Obwohl längst bekannt ist, dass Schulbildung der wichtigste Fak-

tor ist, um nachhaltig der Armut zu entkommen! 88 Prozent der Kinder, die keine Chance erhalten, das Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen, leben in Afrika und Asien. Die meisten Tibeter sind Analphabeten Besonders benachteiligt sind Kinder aus armen und ländlichen Gegenden, Mädchen sowie Behinderte – so auch in Tibet. Die meisten Tibeterkinder wachsen als arme Nomaden oder Bauernkinder in ländlichen Gegenden auf, wo es nur we-

nige Schulen gibt. Das Bildungsniveau ist sehr niedrig, da es an qualifizierten Lehrern mangelt. Die Weltbank schätzt, dass nur 38% der Männer und 13% Frauen lesen und schreiben können! Ausserdem fordert das karge, entbehrungsreiche Leben in den abgelegenen Hochtälern jedes Jahr unzählige Menschenleben – durch Lawinen, Erdrutsche, Autounfälle und Krankheiten. Unzählig sind die Kinder, die einen oder gar beide Elternteile verlieren und auf sich selbst angewiesen sind, wenn sie nicht bei Verwandten unterkommen können. Ihnen bleibt oft nichts anderes übrig, als sich mit Betteln durchzuschlagen.

Kinder im Primarschulalter die nicht zur Schule gehen Osteuropa/Russland

Quelle: UNICEF 2009

1.7 Mio. Industrieländer

2.9 Mio.

Lateinamerika/Karibik

4.2 Mio.

Ostasien/Pazifik

Südasien

35 Mio.

Nahost/Nordafrika

4.7 Mio.

6.7 Mio.

Ost- und Südafrika West- und Zentralafrika

20.1 Mio.

25.4 Mio.

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ROKPA in Tibet

ROKPA in Tibet

Tamichu, 14 Jahre ROKPA-Schülerin Die Nomadin Tamichu lebt nun in der Stadt Mathu und wird seit fünf Jahren von ROKPA unterstützt. Zusammen mit ihren zwei älteren Brüdern und ihrer jüngeren Schwester besucht sie die Primar- und Mittelschule Mathu. Ihr Vater starb, als sie vier Jahre alt war. Ihre Mutter arbeitet in einem Restaurant. Sie verdient pro Monat nur 200 bis 300 Yuan (umgerechnet rund CHF 35.– bis 52.–) und bemüht sich, damit für ihre Familie aufzukommen. Der Onkel schenkt zu Neujahr ab und zu Kleider, ansonsten hilft ROKPA. Das Lieblingsfach von Tamichu ist Eng­ lisch. Nach Abschluss der Sekundarschule würde sie gerne weiterstudieren und Ärztin werden. Während der schulfreien Zeit hilft sie zu Hause bei den Haushaltsarbeiten. Ansonsten ist sie eine leidenschaftliche Tänzerin, die beste in ihrer Schule!

Tsering, 15 Jahre ROKPA-Schüler Der Vater von Tsering starb, als er fünf Jahre alt war. Seit fünf Jahren bezahlt ihm ROKPA Schulunterricht und Kleider. Sein kleiner Bruder und eine seiner grösseren Schwestern besuchen ebenfalls die Schule. Die andere Schwester arbeitet in der Wäscherei der Schule. Seine Mutter verdient monatlich 300 Yuan (umgerechnet rund CHF 52.–): Jeden Tag heizt sie frühmorgens die Öfen in verschiedenen Unternehmen ein, damit die Räume warm sind, wenn die Arbeiter eintreffen. Tsering ist einer der besten Schüler an der Tibetischen Primar- und Mittelschule Golok und möchte später Englischlehrer werden. In seiner Freizeit hilft er seiner Mutter zu Hause; er verbringt aber auch viel Zeit mit Lernen und Bücher lesen. Ihm gefallen vor allem Romane und Geschichtsbücher. Die tibetische Geschichte fasziniert ihn besonders und er beherrscht die tibetische Sprache überdurchschnittlich gut.

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Jedes Schulkind, das ins ROKPA-Programm aufgenommen wird, muss zuerst ein detailliertes Aufnahmeformular ausfüllen

Für diese vom Schicksal gebeutelten Kinder hat ROKPA bereits 1995 einen spe­ziellen Fonds eingerichtet, der ausschliesslich von Spenden aus den 19 ROKPA-Zweigstellen gespeist wird. Kein Geld für «Nebenkosten» Theoretisch ist der Schulbesuch obligatorisch, der chinesische Staat übernimmt die Schulgebühren für die ersten neun Schuljahre. Dennoch können sich Tausende Tibeter-Kinder keine Schulbildung leisten. Sie stammen aus bettelarmen Nomaden- und Bauernfamilien, die weit abgelegen leben und das Geld für den Transport zur Schule bzw. eine einfache Unterkunft in Schulnähe nicht aufbringen können. Damit auch sie die Chance auf eine zukunftsweisende Ausbildung erhalten, kommt der ROKPA-Fonds für diese Kosten auf, zahlt ihnen Schulbücher und versorgt sie mit Essen und Kleidern. Ein strenges Aufnahmeverfahren sorgt dafür, dass ausschliesslich Waisen oder Kinder aus ärmsten Familien von den ROKPA-Spendengeldern profitieren. Die familiäre Situation wird genau abgeklärt: • Zu welcher Minoritäten-Gruppe zählt das Kind (Tibetisch oder eine der weiteren 55 Minoritäten-Gruppen)?

• Hat das Kind einen Vater oder eine Mutter? • Falls das Kind aus einer Nomadenfamilie stammt: Wie viele Tiere umfasst die familiäre Herde? • Falls das Kind aus einer Bauernfamilie stammt: Besitzt die Familie Land? Was wird angepflanzt? • Gibt es Familienmitglieder, die für dieses Kind aufkommen könnten? Kinder, die von ROKPA unterstützt werden, müssen Jahr für Jahr zeigen, dass sie ihr ROKPA-Stipendium ernst nehmen. Auf seinen jährlichen Kontrollreisen durch Tibet nimmt sich ROKPA-Präsident Dr. Akong Tulku Rinpoche regelmässig Zeit, um die Fortschritte der ROKPASchützlinge zu prüfen. Die Schule füllt jedes Jahr ein Kontrollformular für jede Schülerin, jeden Schüler aus. Auch hier macht Rinpoche Stichproben. Tatsache ist: Die sorgfältig ausgewählten Waisenkinder, die ein ROKPA-Stipen­ dium erhalten, entwickeln sich meist zu hoch motivierten und besonders begabten Schüler/-innen! Ihre Hilfe ist bitter nötig! In Tibet, China, leben 5 Millionen Tibe-

ROKPA-Präsident Dr. Akong Tulku Rinpoche macht jedes Jahr Stichproben in den tibetischen Schulen. ter. Da sich in den vergangenen Jahren immer mehr Hilfswerke aus dieser Region zurückgezogen haben, braucht das tibetische Volk dringend Unterstützung, um gebildete Nachwuchskräfte heranzubilden. Durch seine Bildungsprogramme unterstützt ROKPA in jedem Jahr über 10 000 Kinder und Studierende aus der ärmsten Bevölkerungsschicht. ROKPA baut auch eigene Schulen und bildet Lehrer/-innen weiter. Ausserdem engagiert sich ROKPA massgeblich für die Erhaltung der tibetischen Sprache und hat bisher 32 verschiedene Unterrichtsbücher in tibetischer Sprache erstellt – von Algebra über Geschichte bis Physik. Das von ROKPA erbaute Mädcheninternat «Gannan Girls School» in Khenlo wurde von den chinesischen Behörden mittlerweile zur Vorzeigeschule gekürt. Hier wohnen, essen und lernen 150 tibetische Schülerinnen aus ärmsten Verhältnissen. Ohne die Unterstützung von ROKPA hätte ihre Zukunft trist ausgesehen: Bestenfalls wären sie Yak-und Schafhüterinnen geworden. Viele von ihnen hätten aber auch als Arbeitssklavinnen oder Prostituierte geendet.

Hohe Essenskosten Während der ersten neun Schuljahre erhält ein Kind von der Regierung pro Tag 3,3 Yuan für sein Essen. In Yushu, einer Stadt, wo Nahrungsmittel leicht zu bekommen ist, braucht ein Kind aber 14,5 Yuan pro Tag, um sich ausreichend ernähren zu können (Frühstück Y 4, Mittagessen Y 6, Abendessen Y 4,5)! In abgelegenen Schulen sind die Mahlzeiten entsprechend teurer. Wer an die Uni geht, braucht pro Tag sogar 40 bis 50 Yuan, erhält von der Regierung aber keine Unterstützung mehr. Auch hier hilft ROKPA. Preisentwicklung in Yuan (1 CHF = ca. 5,8 Yuan): 1998 2007 2008 Butter, 500 g 5 15 25 Tsampa 0,5 2 4 Fleisch 3 10,5 23

Helfen Sie jetzt und schenken Sie Bildung! Der gesamte Erlös der diesjährigen ROKPA-Gala am 26. November fliesst in den VeitWyler-Bildungsfonds für Tibet. Wir sind aber dringend auf weitere Spenden angewiesen. Schulmaterial: Schenken Sie einem Kind das Schulmaterial für ein ganzes Jahr. CHF 80.– Garantierte Ausbildung: Schenken Sie einem Waisenkind Schulbildung, inklusive Verpflegung, Unterkunft und Kleider. Für einen Monat, CHF 80.– Für ein ganzes Schuljahr, CHF 960.– Akademische Bildung: Schenken Sie einem begabten Waisenkind ein Jahr Studium an der Universität. CHF 3 450.– Qualifizierte Lehrkräfte: Spenden Sie ein Jahressalär für einen tibetischen Lehrer. CHF 3 600.–. Für einen Universitätsdozenten: CHF 11 000.– Wir danken für Ihre Spende – Vermerk: Veit-Wyler-Bildungsfonds No 7810 – auf: • Konto: ROKPA, Nr.0065-0455090-11-1, bei der Clariden Leu AG, Bahnhofstr. 32, 8022 Zürich • Postkonto: ROKPA 80-19029-5 5


ROKPA Tibet tische Kultur, Literatur und Geschichte sowie Politikwissenschaften. Im Januar 2010 will ich die Prüfungen für meinen Bachelor bestehen und dann drei weitere Jahre anhängen, um einen Master-Titel zu bekommen. Dafür braucht es aber Geld (siehe Box auf Seite 8). Bisher konnte ich das Geld für die Uni-Gebühren ausleihen, doch für Essen und Kleider müssen meine Mutter und mein Bruder aufkommen. Sie arbeiten körperlich sehr hart und haben manchmal selber nichts zu essen – nur damit ich mein Studium weiterführen kann! Nach meinem Studium würde ich gerne als Project Manager für ROKPA oder als Lehrer in einer abgelegenen Gegend arbeiten – wohin auch immer das Schicksal mich trägt. Ich bin glücklich, dass ich es als Nomadenkind bisher so weit geschafft habe.

Für Nomadenkinder ist der Weg besonders hart Zwei Studentinnen und ein Student aus Tibet erzählen, wie sie – trotz schwerer Schicksalsschläge – alles für ihr Studium geben, um eines Tages selber helfen zu können. Aus Tibet von Barbara Pfeiffer und Lea Wyler

nat blieb. An Neujahr erlitt meine Mutter einen Hirnschlag und starb. (Delha weint eine Zeit lang, reisst sich dann zusammen und sagt:) Nun besteht meine Familie nur noch aus meinem Grossvater, meiner Grossmutter und mir. Sie sind sehr alt, doch sie helfen mir, wo immer sie können, obwohl sie so arm sind! Ich werde alles geben, um mein Ziel zu erreichen! Mein Hauptfach an der Khampa Universität in Dartsendo ist Tibetisch. Mein Traum ist aber, eines Tages Englisch-Lehrerin zu werden, denn wir leben heute in einer modernen Gesellschaft und ich möchte international mithalten können. Dafür muss ich noch sehr viel lernen. Doch nach all dem Leiden, das ich erlebt habe, werde ich alles geben, um meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen!

Delha (20)

«Ich will eine moderne EnglischLehrerin werden!»

Lijang Döndrup (21)

«Ich will Bücher über die tibetische Kultur schreiben!» Ich wurde in Rebgong geboren, kam mit sechs Jahren in die Primarschule, dann für sechs weitere Jahre in die Mittelschule, wo ich von ROKPA mit einem Stipendium unterstützt wurde. Mein Vater war ein Lehrer für Tibetisch und Mathematik, was ziemlich ungewöhnlich ist, da der Grossteil meiner Nomadenfamilie weder lesen noch schreiben kann. Mein Vater starb, als ich 17 war. Meine Schwester war damals 13, mein kleiner Bruder 12. Meine Mutter war sehr traurig und unser Onkel beschloss, dass eines der Kinder bei ihr zu Hause bleiben müsse, um bei der Feldarbeit zu helfen. Ich wur6

de dafür ausgewählt, doch meine Mutter fand, ich sei bisher am längsten zur Schule gegangen und es sei besser, wenn meine Schwester diese Aufgabe übernehme. Da sie sich weigerte und unbedingt zur Schule wollte, sprang mein kleiner Bruder ein und versprach, so hart zu arbeiten, damit wir beide unsere Ausbildung abschliessen können. 2006 begann ich mein Studium an der Qinghai Normal University in Xining. Ich versuchte alles Mögliche, um nebenbei Geld zu verdienen – etwa als Sänger in Bars. Mit 18 lud mich das Fernsehen von Qinghai mehrmals als Quizmaster ein und

zahlte mir 200 Yuan für sechs Tage! Ausserdem schrieb ich Gedichte oder Artikel für Zeitschriften und bekam jedes Mal 20 oder 30 Yuan. Dafür habe ich jetzt aber keine Zeit mehr, und meine Dozenten fanden, ich sei ein guter Student und würde damit meine Zeit verschwenden.

Keine Zeit mehr für Nebenjobs Mein Studium dauert heute von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends, und ich muss vieles auswendig lernen. Mein Traum ist, Universitätsdozent zu werden und viele Bücher über die tibetische Kultur zu schreiben. Es gibt viele Bücher voller Fehler, die ich gerne korrigieren würde. Auch wenn mir Qinghai TV mittlerweile einen Job für 2000 Yuan (!) angeboten hat: Ich werde ihn nicht annehmen, denn die Zeit würde verstreichen, ohne dass ich Wichtiges studiert hätte. Während meiner Ausbildung habe ich bisher über zehn Preise als Bester erhalten (siehe Bild) – in verschiedenen Fächern. Vor kurzem wurde ich – zusammen mit einem anderen Studenten – zum Besten von über 1000 Studenten gewählt. Ich studiere nun im vierten Jahr Tibetisch. Weitere Fächer sind Buddhismus, tibe-

Unsere Familie besteht aus meinen Gross­ eltern, meiner Mutter und mir. Mein Vater verliess uns für eine andere Frau als ich sechs Monate alt war. Mit sieben kam ich in die Primarschule. Mit der Hilfe von ROKPA konnte ich anschliessend die Mittelschule in Dzamthang besuchen und abschliessen. Zu dieser Zeit hatte ich einen ganz starken Traum: Ich wollte unbedingt Englisch lernen! Da kam jemand in unsere Schule, um die besten Schüler auszuwählen und ich hatte grosses Glück: Zusammen mit zwei Freundinnen konnte ich nach Xining fahren, um bei einem der landesweit besten Lehrer Englisch zu lernen. Meine Mutter musste nicht nur für mich, sondern auch für meine Grosseltern aufkommen, obwohl es ihr gesundheitlich nicht gut ging. Doch meine Mutter war grossartig! (Delha legt ihre Hände aufs Herz, beginnt zu weinen). Als ich nach dem Trainingsprogramm von Xining nach Hause zurückkehrte, wurde meine Mutter schwer krank. (Delha weint, herzzerreissend). Sie hatte entsetzliche Kopfschmerzen und ich brachte sie ins Spital, wo sie einen Mo-

Bitte helfen Sie mir, dass mein Traum sich erfüllt! Falls ich eine reiche Frau werde, werde ich allen armen Menschen helfen – insbesondere denen, die in tibetischen Regio-

nen leben. Weil es hier so viele, viele arme Menschen gibt. Sollte ich sogar sehr reich werden, werde ich für diese Menschen Häuser, Essen und Kleider kaufen – egal ob jung oder alt. Derzeit besitze ich nichts – doch mein Traum ist so stark, dass er in Erfüllung gehen muss! 7


ROKPA Tibet

ROKPA Tibet

Kang Lha (20):

«Ich will Lehrerin für Nomadenkinder werden!» Meine Eltern haben sich getrennt, als ich noch ganz klein war. Deshalb musste ich meiner Mutter ganz viel zur Hand gehen. Ich habe zwei ältere und zwei jüngere Brüder sowie einen Onkel. Die Arbeit ist bei den Nomaden ganz streng aufgeteilt in Frauenarbeit und Männerarbeit. Frauen müssen die Dris (weibliche Yaks) melken. Das muss man ganz früh morgens machen, also musste ich wie meine Mutter schon um vier Uhr morgens aufstehen und beim Melken helfen. Danach kam meine ganz spezielle Aufgabe: Ich musste den Yak-Dung zusammensuchen und zum Trocknen auslegen, da er uns als Heizmaterial dient. Erst dann gab es Frühstück. Wir essen immer Tsampa mit Joghurt zum Frühstück. Nach dem Essen musste ich die Kälbchen auf die Weide treiben, weil wir sie von den Müttern getrennt hielten. Um die Mittagszeit habe ich sie dann wieder zurückgetrieben und schnell etwas zu Mittag gegessen. Meistens war das dann auch Tsampa mit Joghurt, selten mal mit Tomaten gefüllte Ravioli. Am Nachmittag hat dann mein Bruder die Kühe von der Weide geholt und wir mussten wieder melken. Danach durften die Kälber mit ihren Müttern zusammen auf die Weide, bis es dunkel wurde. Und dann mussten wir sie wieder zurück bringen und festbinden. Wenn das Wetter schlecht war, mussten wir manchmal lange nach den Tieren suchen. Ich habe oft vor Müdigkeit geweint, weil wir erst aufhören konnten, wenn alle Tiere gefunden und angebunden waren. Oft bin ich dann

Früher schlief Kang Lha am Boden im Nomadenzelt. Ihr Stockbett ist heute ihr kleines Paradies. 8

erst um 11 Uhr nachts ins Bett gekommen. Dann habe ich mich in den Schlaf geweint und gedacht: «Warum muss ich ein so schweres Leben haben? Ich bin doch noch so jung!» Als ich sieben war, hat sich alles geändert! Meine zwei älteren Brüder sind nie in die Schule gegangen, aber als ich sieben war, kam eine Verordnung von der Regierung, dass aus jeder Nomadenfamilie ein Kind in die Schule gehen sollte. Also hat mich meine Mutter in die Grundschule geschickt. Nach den sechs Jahren Primarschule meinte sie: «Ich möchte stolz auf Dich sein mein Mädchen. Deshalb schicke ich Dich nach Dzamthang in die Mittelschule.» Dort hat ROKPA meine Ausbildung bezahlt.

Ich hatte dann so gute Noten, dass ich eine Einladung bekam, in Xining Englisch zu lernen. Ich habe eine Aufnahmeprüfung bestanden, bei der nur 30 von 700 Leuten genommen wurden. So ein Glück hatte ich! Nach zweieinhalb Jahre in Xining bin ich nach Dzamthang zurückgekehrt, um mein Abitur zu machen. Und jetzt bin ich seit einem Jahr an der Khampa Universität in Dartsendo und studiere Tibetisch. Leider ist letztes Jahr mein Onkel gestorben, der mich finanziell unterstützt hatte. Meine Mutter könnte die Studiengebühren und das Geld für mein Wohnen und Essen hier niemals aufbringen. Dank ROKPA kann ich jetzt doch weitermachen! Darüber bin ich so glücklich denn jetzt weiss ich, dass ich etwas Gutes aus meinem Leben machen kann und werde! Mein Traum ist es, Lehrerin auf dem Land zu werden – in den Nomadengebieten. Ich möchte eine so gute Lehrerin werden, dass die Kinder gerne in die Schule kommen. Falls ich eines Tages ganz viel Geld haben sollte, werde ich es den Armen geben – genauso wie ROKPA das macht: den Bettlern auf der Strasse die kein Essen haben, keine Kleider, kein zu Hause und die nirgends willkommen sind. Besonders aber will ich den armen Kindern helfen, damit sie eine Ausbildung bekommen. Ich würde alles für sie tun, denn ich weiss so gut, wie hart ein Leben ohne Ausbildung ist!

Sponsern Sie armen Nomadenkindern ein Universitätsstudium! Bitte helfen Sie, besonders begabten Studenten wie Lijang, Delha und Kang La, ihr Studium zu beenden. Sie werden die neue Generation äusserst positiv beeinflussen denn durch ihr eigenes Schicksal und ihre arme Herkunft haben sie erkannt, wie wichtig es ist, den anderen zu helfen und sie zu fördern. Ein tibetischer Student braucht pro Jahr rund CHF 3 450.–: CHF 1 000.– für Uni-Gebühren und Unterkunft in einem Schlafsaal CHF 2 000.– für Essen CHF 250.– für Bücher CHF 200.– für Kleider Wir danken für Ihre Spende – Vermerk: Veit-Wyler-Fonds für höhere Schulbildung No 7810 – auf: • Konto: ROKPA, Nr.0065-0455090-11-1, bei der Clariden Leu AG, Bahnhofstr. 32, 8022 Zürich • Postkonto: ROKPA 80-19029-5

Links: Der hochbegabte Lhamo Giap war jahrelang Klassenbester. Während seinen Schulferien erteilte er den Kindern in seinem Dorf kostenlos Nachhilfeunterricht in Tibetisch, Chinesisch, Englisch und Mathe. Rechts: Nach zahlreichen Jahren in Europa lebt Dröntso heute wieder in Tibet – zusammen mit ihrem kanadischen Ehemann.

ROKPA engagiert zwei Nachwuchstalente Dröntso und Lhamo Giap sind dieses Jahr das erste Mal mit auf Kontrolltour zu den ROKPA-Projekten. Für sie bedeutet es, dass sie nun viele Orte ihrer Heimat besuchen, in denen sie vorher nie waren. Dröntso, die hübsche 28jährige ist im Nomadengebiet aufgewachsen, wo ihr Vater, ein Arzt der tibetischen Medizin, sie als Kleinkind im Schultertuch auf dem Rücken zu seinen Patienten mitnahm. Später zogen sie in die Stadt, nach Dartsendo, und in Dröntso wurde ein grosser Wunsch immer stärker: Sie wollte ins Ausland. Eines Tages kam Akong Rinpoche die Familie besuchen. Schon als kleines Mädchen hatte sie auf seinem Schoss gesessen und er kannte ihren Wunsch. «Willst Du nach Deutschland gehen? Da gibt es eine Familie, bei der Du ein Jahr bleiben kannst als Au-Pair.» Und so zog die mutige, kaum 18jährige ins fremde Land und blieb eine Jahr bei der Familie von Barbara Pfeiffer, der Repräsentantin von

ROKPA in Deutschland. Das war Dröntsos erster Kontakt mit der ROKPA-Arbeit. Anschliessend setzte sie ihre Ausbildung in Peking fort, lernte weiter Deutsch, Englisch und Buchhaltung. Dann traf sie ihren jetzigen Mann Paul, der sie nach Spanien mitnahm, wo sie auch noch Spanisch lernte und berufstätig war. Inzwischen leben beide in Chengdu, und Dröntso hat mit ihrer vielfältigen Auslands-und Berufserfahrung zu ihrem reizenden freundlichen Wesen die allerbesten Voraussetzungen, künftig für ROKPA nicht nur als Übersetzerin, sondern auch als Projektmanagerin tätig zu sein. Lhamo Giab, der smarte, hoch gewachsene 24-jährige ist eine Art Senkrechtstarter. Erst mit 11 Jahren kam er in die Schule, denn seine Grosseltern, bei denen er die frühe Kindheit verbrachte, wollten ihn nicht in die Schule gehen lassen. Dann holten ihn seine Eltern zu sich und er kam in die Schule. Leider verstarb kurz darauf seine Mutter bei einem Unfall auf einer Baustelle. Seine Familie war so arm, dass

andere Kinder ihn hänselten, weil er nicht so viel Butter in seiner Tsampa hatte wie die anderen. Doch in der Schule war er immer der Beste. Deshalb kam er von der Mittelschule aufs Lehrerseminar. Dort wurde er für das Englisch-Training-Programm in Xining vorgeschlagen, wo er innerhalb kurzer Zeit viel Englisch lernen konnte. Auf dieser ersten Reise mit uns kann er viel Erfahrung sammeln und Problembewusstsein für seine weitere Ausbildung entwickeln. Lhamo Giap sammelt an allen Orten die Telefonnummern von jungen Damen und hat sicherlich viele Freundinnen… Sowohl Dröntso als auch Lhamo Giap werden zwischen den ROKPA-Projektreisen ihre Ausbildung als Übersetzer an der Universität fortsetzen. ROKPA plant ausserdem, sie nächstes oder übernächstes Jahr nach Europa zu schicken – zu einer intensiven Projektmanagement-Ausbildung – damit sie die westliche Mentalität besser verstehen lernen und in Zukunft auch selbständig ROKPA-Projekte besuchen und Reports erstellen können. 9


ROKPA Nepal Leas Kinder schreiben

ROKPA Zimbabwe

Kleiner Mikrokredit als grosse Chance

und administrative Probleme in den Gesundheitszentren erschweren ebenso den Zugang zu den Medikamenten.

Allein stehende Mütter landen in Nepal meist auf der Strasse – zusammen mit ihren Kindern. Für sie gibt es kein soziales Auffangnetz, sondern höchstens Verachtung von Passanten.

Liebe Mum Seit du Nepal vor ein paar Wochen verlassen hast, ist vieles geschehen. Darshain fand statt. (Das grösste Fest des Jahres in Nepal dauert zehn Tage und wird zu Ehren der Göttin Durga durchgeführt). Alle Kinder hatten schulfrei. Einige sind zu ihren Verwandten gefahren. Mit den 15 Kindern, die im Kinderhaus blieben, haben wir auch gefeiert und ihnen Moumous, Chicken und Samosas aufgetischt. Die Nachtwache übernahmen deine Söhne und die neuen ROKPA-Muitarbeiter Sagar und Hemraj. Pemba haben wir hier behalten, da es seiner Mutter momentan nicht gut geht. Der kleine Rajen fuhr nach Hause, war aber schnell wieder da, seine Mutter nimmt Drogen. Kedar (16) hilft seiner Mutter, ihr Häuschen wieder aufzubauen, das beim letzten Monsun weggefegt wurde. Wir unterstützen ihn bei dieser schwierigen Aufgabe, die von einem grosszügigen Schweizer Spender finanziert wird. Auch Ganesh Dai (unser Türsteher), Radha Miss (unsere Administratorin), Parbati (die Didi, die sich um die Kleinen kümmert), Shiva (Türsteher vom Guesthouse und Koch in der Gassenküche) sowie alle Mitarbeiterinnen der ROKPA-Frauenwerkstatt hatten eine Woche Ferien. Einige Kinder sind bereits wieder in der Schule, einige haben einen ganzen Monat Ferien. Mit den Fe­ rienkindern zeichnen wir viel. Pabitra (22) hat die Aufnahme ins College geschafft und strebt nun einen Bachelor-Abschluss in Tourismus an. Kurzum: Den Kindern im ROKPA-Kinderhaus geht es allen gut. Kelsang (20) ist heute abgereist und sagt allen «goodbye». Als beste Schülerin der Hotelfachschule in Kathmandu ist sie auserwählt worden, im Hilton Hotel in Malaysia ein Praktikum zu machen! Ram Hari ist ein ROKPA Kind – jetzt mit 26 Jahren verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Seit fünf Jahren arbeitet er im ROKPA-Kinderhaus, neuerdings auch als Manager vom Guesthouse. ROKPA hat ihn soeben zum Trustee Manager in Nepal befördert.

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Behinderte Menschen und verlassene Mütter haben es in Nepal besonders schwer. Staatliche Sozialhilfe ist hier ein Fremdwort. Verlässt ein Mann seine Frau und die gemeinsamen Kinder, muss die Familie auf der Strasse mit Betteln überleben und schlimme Demütigungen aushalten. Wer bettelt, wird bespuckt oder gar getreten. Frauen auf der Strasse werden nachts oft vergewaltigt. Kein Wunder stürzen viele randständige Mütter ab – still und ungehört. Hier leistet ROKPA einen ersten Schritt zur Armutsbekämpfung und vergibt Mikrokredite an allein stehende Frauen, die ein Handwerk beherrschen, aufgrund ihres gesellschaftlichen Status aber keine Arbeit finden. Die Hilfe wird stets den individuellen Bedürfnissen angepasst: Für die Betreuung oder Ausbildung der Kinder wird eine Lösung gesucht und die Rückzahlmöglichkeiten des Kredites der Situation angepasst. So versucht ROKPA den enormen Druck, der auf diesen Müttern lastet, möglichst zu reduzieren und sie Schritt für Schritt in eine unabhängige Zukunft zu führen. Oft richtet ROKPA auch kleine Verkaufsstände für Mütter ein, die keine Vorkenntnisse haben. Diese Kredite müssen dann nicht zurückbezahlt werden. Die Geschichte von Sunita Sunita und ihr Ehemann hatten ein gutes Auskommen. Sie besassen ein kleines Schneideratelier und stellten vor allem Kleider für Mönche, Hüte für Lamas, Gürtel und andere Accessoires her. Eines Tages jedoch verkaufte ihr Mann die Nähmaschinen und alle andern Besitztümer der Familie und verliess Sunita für eine andere Frau. Sunita verarmte gänzlich – kein Mann, kein Heim, kein Geld, keine Kleider und keine Nahrung für sich und ihre vier Kinder. ROKPA-Vizepräsidentin Lea Wyler und Padma, die Leiterin der ROKPA-Frauenwerkstatt, halfen Sunita, ein neues Schneideratelier zu gründen. Das dazu gehörige Material wurde von ROKPA besorgt. Sunita war überwältigt , als sie die neue Nähmaschine sah, den Nähtisch, den Brokat und die anderen Stof- Lea Wyler vergibt einen Mikrokredit. fe und sämtliche Utensilien, die ihr ermöglichten, wieder auf eigenen Füssen zu stehen. Für Sunita, ihre Töchter Anita, Parmilla, Kalpana sowie den kleinen Ram begann ein neues, eigenständiges Leben. ROKPA übernahm die Schulgebühren der drei Töchter, damit sich die Mutter besser um den Aufbau des kleinen Geschäftes kümmern konnte. Sunita musste den Kredit nicht zurückzahlen. Sie bringt uns aber jährlich Anfertigungen, die wir dann wieder für weitere Frauen wie sie verkaufen können.

So können Sie helfen! Mit jedem gespendeten Franken helfen Sie einer in Not geratenen Mutter, ein eigenes Kleingeschäft aufzubauen und nicht mehr betteln zu müssen. Startkapital für eine Teestube, ein Schneideratelier oder einen Schiebewagen für Strassenverkäufe: CHF 500.– Wir danken für Ihre Spende – Vermerk: Mikrokredit No 5810 oder Frauenfonds No 8300 – auf: • Konto: ROKPA, Nr.0065-0455090-11-1, bei der Clariden Leu AG, Bahnhofstr. 32, 8022 Zürich • Postkonto: ROKPA 80-19029-5

Nirgends auf der Welt ist der Anteil der Kinder, die Vater oder Mutter verloren haben, so hoch wie im südafrikanischen Zimbabwe.

In Zimbabwe ist jedes vierte Kind Waise! Am 1. Dezember findet der AIDS-Welttag statt. Nirgendwo gibt es so viele AIDS-Waisen wie in Zimbabwe: 25% der Erwachsenen sind mit dem tödlichen HIV-Virus infiziert! Von Rita Meyer In Zimbabwe leben derzeit rund 11 Millionen Menschen. Davon sind 1,3 Mio. mit dem HIV-Virus infiziert. Laut Statistik sterben in Zimbabwe jährlich rund 140 000 Menschen an AIDS. In diesem Land herrscht ein schlechtes soziales wie auch ökonomisches Klima: Im Januar 2008 betrug die Inflationsrate 100 000 %. Das Land wurde in den letzten Jahren durch schwerwiegende Krisen wie Cholera-Epidemien, hohe Arbeitslosenquote, politische Gewalttätigkeit und einen fast totalen Zusammenbruch des Gesundheitswesens geschüttelt. Die Situation in Zimbabwe ist derart schlecht, dass: • die Bevölkerung zwischen 2002 und 2006 um 4 Millionen Menschen geschrumpft ist. • sich die Kindersterblichkeitsrate seit 1990 verdoppelt hat.

• das Durchschnittsalter der Frauen, die meistens AIDS-infiziert sind, bei 34 Jahren liegt. • Zimbabwe die höchste Anzahl von Waisenkindern (rund 1,6 Millionen) hat, deren Eltern an AIDS verstorben sind. • jährlich über 17 000 Kinder neu angesteckt werden, die grösste Anzahl davon durch Mutter-Kind-Übertragung. Rund 120 000 Kinder leben mittlerweile mit AIDS. Für Frauen, die in ländlichen Gebieten wohnen, ist es sehr schwierig, entsprechende Medikamente zu bekommen. Sie sind abhängig von ihren Männern, die meistens in Städten ihr Geld verdienen, das aber nicht für die Finanzierung der Medikamente ausreicht. Ebenso müssen die Frauen weite Distanzen hinter sich bringen, bis sie zu den Gesundheitszentren kommen, was ebenfalls kaum finanzierbar ist. Lange Wartelisten

ROKPA hat u.a. folgende Projekte in Zimbabwe initiiert: • ROKPA betreut AIDS-kranke Mütter in verschiedenen Ernährungs- und Beratungsprogrammen, die zum Ziel haben, die Gesundheit der infizierten Mütter zu stabilisieren. Dadurch können sie sich um ihre Kinder kümmern. Ein freiwilliges Team versorgt die Familien mit stärkenden Lebensmitteln. Die von AIDS betroffenen Mütter werden medizinisch behandelt. • ROKPA verhilft den Waisenkindern zu Schulbildung. Ebenfalls werden Grossmütter finanziell unterstützt, damit sie für ihre Enkelkinder Nahrungsmittel und das Schulgeld bezahlen können. AIDS-Waisen, die ohne Fürsorge aufwachsen, sind in Zimbabwe besonders gefährdet, soziale Auffälligkeiten oder sogar kriminelle Tendenzen zu entwickeln.

Schenken Sie AIDS-Waisen eine Zukunft! ROKPA setzt sich dafür ein, dass Kinder in Zimbabwe trotz Verlust der Mutter in einer familiären Umgebung aufwachsen können, damit sie nicht als asoziale Strassenkinder enden. So können Sie helfen: Schulbildung Ermöglichen Sie einem AIDS-Waisen, in die Schule zu gehen und übernehmen Sie die Schulkosten. Für 1 Monat: CHF 30.– Für 1 Jahr: CHF 360.– Essen und Medikamente Unterstützen Sie AIDS-kranke Mütter und ihre Kinder. Versorgen Sie sie mit gesunden Lebensmitteln und stabilisierenden Medikamenten. Für 1 Monat: CHF 920.– Für 1 Jahr: CHF 11 000.– Wir danken für Ihre Spende – Vermerk: AIDS-Waisen Zimbabwe No 11007 – auf: • Konto: ROKPA, Nr. 0065-0455090 11-1, bei der Clariden Leu AG, Bahnhofstr. 32, 8022 Zürich • Postkonto ROKPA 80-19029-5

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200 Franken

80 Franken

920 Franken

Schenken Sie einem Waisenkind in Tibet das Schulmaterial für ein ganzes Jahr.

Versorgen Sie eine AIDSkranke Mütter und ihre Kinder in Zimbabwe einen Monat lang mit gesunden Lebensmitteln und stabilisierenden Medikamenten.

180 Franken Bezahlen Sie einer AIDSkranken Mutter in Zimbabwe ein Jahr lang anti-retrovirale Medikamente, damit sie möglichst lange für ihre minderjährigen Kinder sorgen kann.

Spenden statt schenken

Bald ist wieder Weihnachten. ROKPA lädt Sie herzlichst dazu ein, dieses Jahr sinnvoll zu schenken statt stundenlang im Vorweihnachtsgetümmel nach einem passenden Geschenk für Ihre Liebsten zu suchen! Machen Sie im Namen Ihres Partners, Ihrer Partnerin, Ihrer Eltern, Ihrer Kinder, Ihrer Freunde und/oder Ihrer Mitarbeitenden eine Spende für ein ROKPA-Projekt. Nachfolgend ein paar Inspirationen:

75 Franken Offerieren Sie 400 nepalesischen Obdachlosen ein wärmendes Frühstück in der ROKPA-Gassenküche.

10000 Franken Damit finanzieren Sie einem talentierten ROKPA-Kind aus Nepal ein komplettes Uni-Studium und ermöglichen ihm ein selbständiges Leben jenseits der Armut.

450 Franken

15000 Franken

Finanzieren Sie einem Freiwilligen in Südafrika die Ausbildung zum lokalen HIV/AIDSBetreuer.

Helfen Sie mit, den Ärztemangel in Tibet zu lindern und bezahlen Sie einem intelligenten und hoch motivierten Waisenkind die akademische Ausbildung zum Arzt in Tibetischer Medizin (Dauer: 5 Jahre).

30 Franken Bildung gegen Armut: Bezahlen Sie einem AIDS-Waisenkind in Zimbabwe einen Monat Schule.

300 Franken Verhelfen Sie einem nepalesischen Strassenkind den ganzen Winter hindurch zu zwei warmen Mahlzeiten und medizinischer Versorgung. 12

50 Franken Schenken Sie einer kranken Person die Behandlung bei einem lokalen tibetischen Arzt, inklusive Kräuterheilmittel.

Finanzieren Sie einem ehemaligen Strassenkind in Nepal einen Monat Aufenthalt im ROKPA-Kinderhaus, inkl. Essen, Kleidung, medizinische Versorgung, Schulbesuch und liebevolle Betreuung.

3450 Franken 960 Franken Garantieren Sie einem tibetischen Waisenkind ein ganzes Jahr Schulbildung, inklusive Verpflegung, Unterkunft und Kleider

Tibet braucht dringend akademischen Nachwuchs: Ermöglichen Sie einem begabten tibetischen Waisenkind ein Jahr Studium an der Universität.

ROKPA Tibet So funktioniert es Lassen Sie uns wissen, im Namen welcher Person(en) Sie welchen Betrag spenden möchten – bitte mit einem Mail an: info@rokpa.ch oder per Post an: ROKPA, Böcklinstrasse 27, CH-8032 Zürich. Für jede Spende ab CHF 100.– können wir der von Ihnen beschenkten Person(en) eine wunderschöne Geschenkurkunde schicken – an die von Ihnen gewünschte Adresse. Überweisen Sie uns Ihre Geschenk-Spende(n) bitte mit dem Vermerk «Weihnachten 2009» auf: • Konto: ROKPA, Nr.0065-0455090-11-1, bei der Clariden Leu AG, Bahnhofstr. 32, 8022 Zürich • Postkonto: ROKPA 80-19029-5 Falls Sie wünschen, dass die von Ihnen beschenkte(n) Person(en) in Zukunft die «ROKPA Times» erhalten, um die Arbeit von ROKPA mit zu verfolgen, freuen wir uns, wenn Sie uns deren Adressen mitteilen. Im Namen aller Kinder, die auf unserer Warteliste stehen, um von ROKPA unterstützt zu werden, danken wir Ihnen, dass Sie unser Hilfswerk weiterempfehlen!

600 Franken Retten Sie das Leben eines Menschen mit einer einfachen medizinischen Operation.

100 Franken Schenken Sie einem nepalesischen Strassenkind das Schulmaterial für ein ganzes Jahr.

380 Franken ROKPA in Südafrika engagiert sich für biologischen Gemüseanbau. Übernehmen Sie einen Monatslohn für einen versierten Kursleiter.

1500 Franken Schützen Sie ein nepalesisches Waisenmädchen mit Bildung und übernehmen Sie ein Jahr lang die Kosten für ihre Schulbildung – inklusive Ernährung, Unterkunft und Kleider.

150 Franken Helfen Sie mit, in Tibet aussterbende Heilkräuter zu erhalten. Ermöglichen Sie einer interessierten Person eine einmonatige Ausbildung in umweltgerechtem Kräutersammeln.

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ROKPA International

Warum ROKPA?

Marc Forster ist neuer ROKPA-Botschafter!

So können Sie helfen!

Grosse Ehre für unser Hilfswerk: Marc Forster (40), einer der begehrtesten Hollywood-Regisseure, ist neuer internationaler Botschafter von ROKPA!

Spenden Sie für Menschen in Not!

Marc Forster, der wohlbehütet in den Bündner Bergen aufwächst, weiss schon als Zwölfjähriger, dass er Filmregisseur werden will. Doch kurz bevor er die Schule mit der Matura abschliesst, verliert seine Familie ihr gesamtes Vermögen. Der Traum, eine Filmschule in New York zu absolvieren, rückt in weite Ferne. Marc Forster gibt seine Vision aber nicht auf, organisiert ein Darlehen und schafft die Aufnahmeprüfung. In New York haust er in einer Kellerwohnung an der Seite von Clochards. Nach Abschluss der Filmschule bleibt er in den USA und bemüht sich jahrelang um Filmprojekte, ohne grossen Erfolg. Oft kann er sich nicht einmal etwas zum Essen kaufen. Trotz seiner schwierigen persönlichen Situation, schlägt er das Angebot für einen Disney-Film aus und verzichtet auf das Honorar von einer halben Million Dollar. Der Grund: Das Drehbuch entspricht nicht seinen Vorstellungen! Als er mit einer Amateurkamera «Everything put together» dreht, werden die Hollywood-Bosse auf ihn aufmerksam. Sie bieten ihm die Regie für das Südstaaten-Drama «Monsters Ball» an. Mit dem Oscar-Gewinn für Halle Berry als beste Hauptdarstellerin, avanciert der Wahlschweizer plötzlich zu einem der begehrtesten Regisseure Hollywoods. Marc Forster, Sie engagieren sich ab sofort ehrenamtlich für ROKPA. Warum? Marc Forster: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass bei ROKPA die gespendeten Gelder wirklich direkt zu den Kindern fliessen. Ein anderer ist, dass ich Kinder liebe und der Meinung bin, dass alle Kinder dieser Welt Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Bildung und medizinischer Versorgung haben sollten. ROKPA tut sein bestes, dies zu ermöglichen. Was ist Ihre Botschaft als ROKPA-Botschafter? Als Botschafter ist man ein Aushängeschild. Für mich lautet die Botschaft auf 14

diesem Schild: Wir müssen einen Weg aus diesem weltlichen Ungleichgewicht finden, da dieses sonst früher oder später den Weg zu uns zurück finden wird. Nur durch Empathie für andere wird es uns möglich sein, unser eigenes Herz zu finden.

Ob Waisenkinder, Obdachlose, Kranke oder Alte: Für seine über 150 Projekte in Tibet, Nepal, Zimbabwe und Südafrika ist ROKPA ausschliesslich auf Spenden angewiesen. Mit IHRER Spende ermöglichen Sie stark benachteiligten Menschen, aus quälender Not herauszukommen. Und zwar jetzt! Ob Sie eine einmalige Spende tätigen, eines unserer Projekte längerfristig unterstützen oder ROKPA in Ihrem Testament berücksichtigen – wir sind für JEDE Spende dankbar.

Wie wollen Sie sich konkret einbringen? Vorerst werde ich ROKPA als Botschafter unterstützen. Je nachdem, wie viel Zeit ich habe, werde ich mich mehr oder weniger dafür einsetzen können.

Spenden Sie als Firma Setzen Sie als Unternehmer/-in oder CEO ein positives Zeichen! Verzichten Sie beispielsweise zum Jubiläum oder an Weihnachten auf Kundengeschenke. Und unterstützen Sie stattdessen Menschen in Not mit einer nachhaltigen Firmenspende. Ihre grosszügige Geste wird Ihre Mitarbeitenden und Kunden garantiert begeistern!

Warum ein Kinderhilfswerk? Kinder sind die Zukunft unseres Planeten. Je mehr gebildete und liebende Menschen es auf diesem Planeten gibt, desto grösser ist unsere Chance, für die kommenden Generationen ein Gleichgewicht auf dieser Erde herzustellen. Sie haben seit wenigen Monaten eine Tochter – Lia. Was ist Ihnen als Vater wichtig? Meine Tochter bedingungslos zu lieben. Was sagt Ihre Freundin dazu? Als Regisseur haben Sie so wenig Zeit für die Familie – und jetzt auch noch zusätzliche Arbeit! Wir beide lieben Kinder und sehen darin die Notwendigkeit, ROKPA zu unterstützen. Wie wichtig sind für Sie Familie und Geborgenheit? Ich bin nicht in einem «normalen» Familiengebilde aufgewachsen. Meine Eltern waren immer auf Reisen. Von dem her kenne ich eigentlich nur diese nomadische Geborgenheit. Ein Zuhause? Für mich gibt es nur das innere Zuhause, alles andere ist vergänglich. Wie erinnern Sie ihre eigene Kindheit? Ich hatte eine sehr schöne Kindheit in Davos. Ich konnte mich viel mit der Natur auseinandersetzen und in den Wäldern hinter unserem Haus spielen. Was werden Sie ihrer Tochter antworten, wenn sie fragt: Papa, was ist wichtig im Leben?

Sian Edwards

Bäume statt Blumenstrauss Statt welkender Blumen können Sie mit CHF 50.– zehn Jungbäume in Tibet schenken, um die Bevölkerung vor den Folgen der jahrelangen Abholzung zu schützen. Der Beschenkte erhält eine schöne Geschenkurkunde von ROKPA.

Spende statt Grabschmuck Einen geliebten Menschen zu verlieren und zu Grabe zu tragen, ist sehr schmerzhaft. Bieten Sie den Trauergästen die Möglichkeit, die letzte Ehre auf nachhaltige Weise zu erweisen! Mit einer Spende zugunsten der ROKPA-Hilfsprojekte. Auch Legate an ROKPA beglücken Sie selber heute und helfen den Kindern morgen. ROKPA-Vizepräsidentin Lea Wyler, umringt von TV-Moderatorin Sandra Studer, Regisseur Marc Forster und Star-Harfenist Andreas Vollenweider – alle drei internationale Botschafter von ROKPA.

Sprechen Sie über ROKPA Im Geschäft, auf der Strasse, mit Nachbarn oder in der Schule: Begeistern Sie Ihr Umfeld für die Arbeit von ROKPA! Rufen Sie uns an, falls Sie Info-Material und Einzahlungsscheine für Ihre Freunde und Bekannten wünschen: Tel. 044 26 26 888.

Ein offenes Herz zu haben und alle Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Werden Sie Hilfsprojekte besuchen? Früher oder später sicherlich. Wann, weiss ich noch nicht. Was erhoffen Sie sich von Ihrem Engagement? Dass hoffentlich noch mehr Kinder durch ROKPA die Möglichkeit auf eine hoffnungsvollere und bessere Zukunft erhalten.

Filmografie 1995: Loungers, 2001: Everything Put Together, 2001: Monster’s Ball 2004: Finding Neverland, 2005: Stay 2006: Stranger Than Fiction 2007: The Kite Runner, 2008: Quantum of Solace (James Bond)

Diese und alle anderen ROKPA-Kinder danken von ganzem Herzen für Ihre Beiträge und grosszügige Hilfe.

«Ich engagiere mich bei ROKPA, weil. . . » Ich bewundere die harte Arbeit und das Engagement der Freiwilligen von ROKPA. Ich lernte ROKPA erst kennen, als das Hilfswerk ehrenamtliche Übersetzer suchte. Vorher hatte ich ehrlich gesagt noch nie was von ROKPA gehört. Ich wollte mehr erfahren und war sofort beeindruckt: Da ROKPA sich auf ein Netzwerk von engagierten Freiwilligen stützt, fliesst ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Geldspenden direkt zu den Menschen, die es wirklich nötig haben. Es ist konkret nachvollziehbar, wie ROKPA das Leben einiger der ärmsten Menschen dieser Welt verbessert. Die Projekte geben den Bedürftigen eine echte Hoffnung für die Zukunft. Kinder, vor allem Mädchen, erhalten eine Ausbildung und damit ein Selbstwertgefühl und die Chance auf Selbständigkeit – was ansonsten für sie nicht zu erreichen wäre. Für mich war klar: Daran will ich teilhaben. Ich spende nur eine oder zwei Stunden meiner Arbeitswoche, um mitzuhelfen, die Botschaften von ROKPA einem grösseren Publikum bekannt zu machen. Mein Beitrag ist winzig im Vergleich zur Arbeit derer, die sich vor Ort in Nepal, Tibet und anderswo engagieren. Ich hoffe aber, dass meine Unterstützung ihnen hilft, ihre wichtige Arbeit fortzuführen. Ich bin froh, zur Freiwilligen-Familie von ROKPA zu gehören! Sian Edwards ist freiberufliche Übersetzerin, lebt in Grossbritannien und hilft ROKPA beim Übersetzen aus dem Deutschen ins Englische.

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ROKPA Tibet

Tsering – ihr Name heisst auf Tibetisch «Langes Leben» – überreicht Ihnen diese Glücksschärpe: Zusammen mit allen ROKPA-Mitarbeitern dankt Sie Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und wünscht Ihnen frohe Weihnachten, ein gutes und gesundes Neues Jahr sowie ein langes und glückliches Leben.

Wir brauchen Ihre Hilfe! Bankverbindung: Clariden Leu AG • Bahnhofstrasse 32 • Postfach • 8022 Zürich Konto: ROKPA, Nr.0065-0455090-11-1 oder Postkonto: ROKPA 80-19029-5 ROKPA Schweiz • Böcklinstrasse 27 • 8032 Zürich Telefon 044 262 68 88 • Telefax 044 262 68 89 E-Mail: info@rokpa.ch • www.rokpa.org

ROKPA Times November 2009  

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