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Die grandè Armee der Franzosen nahmen rießige Landmengen ein.

waren freiwillige Kämpfer für den Nationalgedanken.

Waren frühnationalistische Denker mit teils gefährlichen Gedankengut. Für Fichte waren die Deutschen das überlegene „Urvolk“ und für Arndt muss wünscht sich „den germanischen Stamm so sehr als möglich von fremdartigen Bestandteilen rein“ zu halten. Sie sahen die Deutschen als eine Rasse.


Der preußische König. Baute ein großes Heer gegen Napoleon auf.

Der Rheinbund ist der Zusammenschluss der für Napoleon kämpfenden „deutschen“ staaten.

Der Code Napoléon oder Civil Code ist das französische zivile Gesetzbuch. Es hält fest, dass alle vor dem Gesetz gleich sind und eine Recht auf Freiheit haben.

(Einführung) Vor 150 Jahren gab es Deutschland nicht. Es gab einfach Staaten zwischen Frankreich und Russland. Mit der Besatzung durch die Franzosen begannen sich die Deutschen als Deutsche zusehen. Der der preußische König Friedrich Wilhelm III schrieb „an mein Volk“ und meinte damit auch die Untertanen anderer Könige im Rheinbund. Er vermittelte der Bevölkerung, dass die einzelnen Staaten als ein Großes, als eine Nation gegen Napoleon handeln müssten. Viele Schriftsteller und Intellektuelle schrieben vor allem aus Franzosenhass heraus sehr deutschlandverherrlichende Werke. Es war mehr oder weniger der Druck von außen, der die Deutschen zusammen führte. Im Gegensatz zu den Franzosen, deren Nation aus einer gemeinsamen Idee, aus den Errungenschaften der französischen Revolution gewachsen war, verband die Deutschen keine gemeinsame Idee sondern vornämlich die gemeinsame Sprache und Kultur. Was später bedeuten sollte, dass „nicht-deutsch“ Kultur nicht in die Nation passte. Nach einem „gemeinsam“ gewonnen Krieg gegen Napoleon und gegen die Österreicher bildete sich die deutsch Nation das Deutsche Kaiserreich.


In Deutschland wuchs der Bedarf an Arbeitern an. Über 1,2 Millionen „ausländische Wanderarbeiter“ (vor allem Polen) waren kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Deutschland beschäftigt. Die Migranten wurden stark kontrolliert und eine dauerhafte Einwanderung war nicht erwünscht. Seit dem es Deutschland gibt, gibt es eine Diskussion darüber, ob Einwanderer eine Bedrohung fürs „Deutschtum“sind. Mit strengen Regeln und Blockaden beschränkte die Deutsche Regierung von Anfang an den Zustrom von Einwanderern.

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Beschreibe Euch kurz wie das so war Zur Anfangszeit des Deutschen Reiches kamen viele von uns Polen nach Deutschland. Viele Deutsche aus Ostpreußen waren nach Amerika ausgewandert und nun herrschte Arbeitermangel. Wir kamen, da die Löhne in Polen weniger hoch waren und wir von Deutschen angeworben worden waren. Einige von uns, die überhaupt kein Deutsch verstanden fielen auf schlechte Verträge herein. Nur Alleinstehende durften nach Deutschland einreisen, da die Deutschen nicht wollen das wir blieben. Unter den Gastarbeitern befanden sich viele Kinder und Frauen, da diese billigere Arbeiter als Männer waren. Wir durften und wollten oft nur eine beschränkte Zeit in Deutschland bleiben. Die Löhne schickten wir nach Hause. Die ostpreußische Landwirtschaft brauchte uns nur in der Erntezeit. Im Westen wo die meisten Polen in der Industrie arbeiteten, wollten die Fabrikbesitzer, dass die Arbeiter auch im Winter bleiben durften, da polnische Arbeiter für sie billiger waren. Sie mussten für sie keine Steuern und Abgaben zahlen und wenn sie krank wurden oder einen Unfall hatten, konnte man sie einfach nachhause schicken. Wir arbeiteten auch häufig in gefährlicheren Bereichen, da die Löhne hier höher waren. Da wir uns überwacht fühlten blieben wir unter uns.


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Wir befinden uns in einer Zeit mit hoher Arbeitslosigkeit. Die Deutschen hatten den ersten Weltkrieg verloren und das verletzte den Stolz vieler Deutschen. Die Partei Adolf Hitlers versprach den Menschen Arbeit und Wohlstand. Mit der Zeit wurde er immer beliebter. Viele Deutsche glaubten, dass sie einer allen anderen überlegenen Rasse angehören. Diese Anschauung nennt man Rassismus. In Wahrheit gibt es nur eine menschliche Rasse, doch Hitler rechtfertigte mit seiner Rassenlehre die Übergriffe auf Minderheiten. Vor allem auf Juden, Sinti und Roma die angeblich minderwertigen Rassen angehörten.


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Das ist die schriftliche oder mündliche Verbreitung von Ideen und Informationen mit dem Ziel, andere Menschen von diesen Ideen zu überzeugen. Eigentlich ist es also eine spezielle Art von Werbung. Durch den Einsatz der Massenmedien kann Propaganda besonders wirksam werden. Dadurch, dass Propaganda von politischen Machthabern in diktatorischen Staatenoft eingesetzt wurde, um das Volk in ihrem Sinne zu beeinflussen, hat das Wort einen negativen Beigeschmack bekommen. So gab es zum Beispiel im nationalsozialistischen Deutschland den „Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda“ Joseph Goebbels. Bis heute tragen die Medien oft dazu bei Minderheiten zu auszuschließen.


Gehen wir einmal von einer Gruppe Vierecke aus, die glauben sie seien die Besten:

Gruppe glaubt sie ist überlegen

Der Gruppe ist vor allem der Unterschied zwischen den Gruppen wichtig.

Die Gruppe glaubt, das ihr mehr zusteht.

Die Gruppe misstraut der anderen „Die habe was gegen uns vor“

Was steht am Anfang von Fremdenfeindlichkeit ? Je stärker die Angst/Hass, desto extremer die Fremdenfeindlichkeit. Falsche Anschuldigungen -Es wird schlecht über die andere Gruppe gesprochen. Vermeidung - Die Gruppe geht der anderen aus dem Weg. Diskriminierung - Die Gruppe benachteiligt die andere. Gewalt - Die Gruppe übt Gewalt an der anderen Mord - Die letzte und grausamste Stufe: Tötung der anderen Gruppe

Während des zweiten Weltkrieges kam es bis zur Stufe 5.

Auf diesem Bild findest Du Propaganda aus jener Zeit. Die Buchstaben bezeichnen welche Aspekte der Abgrenzung auf den Plakaten verstärkt werden sollen.


Hier trägt jeder, der zur „großen Gruppe“ gehört ein Hackenkreuz-Zeichen. Das ist B: Unterschiede sind wichtig und werden utnerstrichen. Die aussgeschlossenen Juden wiederum wurden mit Sternen markiert. Das ist Stufe 3: Diskriminierung.


Das ganze Volk trug Uniform, sie war ständig zu sehen, nicht nur bei besonderen Anlässen. Zu all diesen Uniformen wurden jetzt auch Waffen getragen. Die SA, die SS und auch die Politischen Leiter bekamen so genannte Ehrendolche, die den alten Waffen nachempfunden waren. Ein ganzes Volk in Uniform, das hatte es in Deutschland so noch nicht gegeben. Nun gingen alle in Uniformen: Frauen und Männer, Mädchen und Jungen. Die Deutschen grüßten sich nun auch anders- der rechte Arm wurde gestreckt oder angewinkelt angehoben. Auch Politiker im Ausland benutzten diesen „Deutsche Gruß“ dazu wurde auch laut „Heil Hitler“ gesagt. Bei meinem Onkel Josef , der bei der SA in Hamm Sturmführer war, grüßte sich die Familie zuhause auch so. Alle grüßten und kleideten sich nun deutsch. Uniformträge fühlen sich untereinander verbunden, was die, die keine Uniform trugen ausschloss: also auch mich ( ich bin der mit dem roten Pulli in der ersten Reihe). Fast alle meiner Klassenkameraden waren bei der Hitlerjugend, dass war der Jugendverband der Reichs-Regierung. Zweimal in der Woche mussten die andern „zum Dienst“. Samstags zwei Stunden zum „Heimnachmittag“ und Mittwochs zum „Sportnachmittag“. Einmal im Monat machten sie ein Zeltlager, wo sie viel Sport machten, schoßen und maschierten.


der 10. November 1938. Die Regierung des deutschen Reiches lässt jüdische Stätten zerstören.

Was ist eine Synagoge?

Man versteht darunter seit über zweitausend Jahren ein Haus, in dem sich Juden treffen um miteinander zu sprechen, zu lernen, zu feiern, vor allen Dingen aber um miteinander Gottesdienste zu halten. Synagogen weisen typische Baumerkmale auf, die sich baugeschichtlich von den Vorgängern der Synagoge, dem Tempel und, davor, dem Stiftszelt herleiten.


„Sämtliche jüdische Geschäfte sind sofort von SAMännern in Uniform zu zerstören. Nach der Zerstörung hat eine SA-Wache aufzuziehen, die dafür zu sorgen hat, dass keinerlei Wertgegenstände entwendet werden können. […] Die Presse ist heranzuziehen. Jüdische Synagogen sind sofort in Brand zu stecken, jüdische Symbole sind sicherzustellen. Die Feuerwehr darf nicht eingreifen. […] Der Führer wünscht, dass die Polizei nicht eingreift. Sämtliche Juden sind zu entwaffnen. Bei Widerstand sofort über den Haufen schießen. An den zerstörten jüdischen Geschäften, Synagogen usw. sind Schilder anzubringen, mit etwa folgendem Text: ‚Rache für Mord an vom Rath. Tod dem internationalen Judentum. Keine Verständigung mit Völkern, die judenhörig sind.‘

Hier treffen schon Stufe 4 und 5 der Fremdenfeindlichkeit auf

Wie wir unter Hitler lebten Eigentlich konnten meine Eltern nirgendwo hin. In Polen kam es zu gewalttätigen Juden-Verfolgungen, also flohen meine Eltern nach Deutschland. Mein Vater hatte ein Lederwarengeschäft, und wir lebten dahinter in einer Wohnung. Während meine Eltern in kleine Bethäuser gingen und mit polnischen Juden Jiddisch sprachen (Judendeutsch), gingen deutsche Juden in große Synagogen und sprachen Deutsch. Für meine Eltern waren die Deutschen: die besten Wissenschaftler, die größten Schriftsteller und gescheitesten Denker der Welt. Sie waren sich sicher - diese Deutschen wählen nicht für Hitler. Doch sie hatten unrecht und Hitler blieb. Was änderte sich nun für uns? Kinder begannen nach jüdischen Mitschülern Steine zu werfen, und ich ging große Umwege zur Schule um der Hitlerjugend nicht zu begegnen. An Kiosken lasen Menschen Zeitschriften mit Judenkarikaturen, und auf großen Schildern stand „ Ist man die Juden los, wird das Leben besser“. Meine und andere jüdische Familien wurden immer mehr gemieden, und an einem Abend, als ich mit meiner Mutter noch etwas besorgen ging, sah ich auf der Straße wie Leute Bücher jüdischer Autoren verbrannten. Auch Kinder halfen mit. In diesem Jahr verboten die Nationalsozialisten meinem Vater und vielen anderen Juden zu arbeiten- doch im geheimen arbeitete mein Vater weiter. Die Jalousie des Ladens war geschlossen und wir Kinder schauten auf die Straße, ob Polizei kommt. Nachher trug mein Vater die Taschen unter seinem Mantel zu Kunden. In der Nacht des 10. November brannten die Synagogen unserer Stadt, und jüdische Läden wurden beschmiert oder geplündert. Nach dieser Nacht, die die Nazis Reichskristallnacht nannten verschlimmerte sich alles. Juden mussten die Schäden, die in dieser Nacht entstanden zahlen und duften dafür nachher eigentlich gar nichts mehr: nicht einmal mit dem Bus oder der Bahn fahren, telefonieren, ins Krankenhaus gehen oder Blumen kaufen.


In den 1950er Jahren wuchs die Wirtschaft in der Bundesrepublik sehr schnell. Neue Unternehmen entstanden, viele Waren, die in Deutschland hergestellt wurden, konnten ins Ausland verkauft werden. Es gab fast keine Arbeitslosen. Die Menschen verdienten gut, der Wohlstand war überall sichtbar. Der Wille der Bevölkerung, das Land nach den verheerenden Zerstörungen durch den Krieg schnell wieder aufzubauen, war eine der treibenden Kräfte für den wirtschaftlichen Aufstieg.


Der Anfang der Gastarbeiterzeit Anfang der 60er Jahre fährt jeder dritte Deutsche einmal im Jahr in den Urlaub. Viel Deutsche besuchen zum erstemmal das Ausland. Auch wenn das Fernweh groß ist - Italien bleibt für die meisten ein Wunschtraum.

Im Dezember 1955 unterzeichneten Deutschland und Italien das erste „Gastarbeiter“-Anwerbeabkommen. Damit kamen italienische Arbeiter nach Deutschland, um den steigenden Bedarf an Arbeitern in Zeiten des „Wirtschaftswunders“ zu decken. Das Abkommen markierte den Beginn für die Einwanderung hunderttausender ausländischer Arbeitnehmer. Die Arbeitslosenzahlen sanken und erhöhten im ganzen Land den Bedarf an Arbeitern. Ganz anders in Italien: Vor allem im Süden des Landes waren viele Menschen ohne Arbeit. So kamen viele Italiener nach Deutschland. Bis heute sind rund vier Millionen Italiener zum Arbeiten nach Deutschland gekommen. Die überwiegend männlichen, jungen Angeworbenen wurden vor allem für einfache, körperliche Arbeit im industriellen Gewerbe eingesetzt. Die Arbeiter lebten ohne Familienangehörige in Baracken oder Sammelunterkünften. Weil ihr Aufenthalt nur vorübergehend sein sollte wurden sie als „Gastarbeiter“ bezeichnet. Das sogenannte Rotationsprinzip sah vor, dass sie nach Ablauf der Aufenthaltsfrist in ihre Heimatländer zurückkehren und andere an ihre Stelle treten sollten. In der Praxis zeigte sich aber ein anderer Trend. Viele Unternehmen wollten die eingearbeiteten Arbeitskräfte weiter beschäftigen, wodurch sich deren Aufenthalt verlängerte.


Ich bin Giovanni Napoli. Ich komme aus einem kleinen Dorf in Süditalien und bin nach Deutschland gekommen um in einen Autowerk zu arbeiten. Wir sind einen Tag Zug gefahren. Polizisten schickten die Italiener ohne Vertag zurück. Die Deutschen brauchten zu dieser Zeit Arbeiter. Und weil wir nur für eine bestimmte Zeit bleiben sollten nannte man uns „Gastarbeiter“. Wir wollen auch nicht lange bleiben, sondern in kurzer Zeit viel Geld für Zuhause zu verdienen. Anfangs durften wir niemanden von unserer Familie mitbringen (das war ja schon bei …-namen des polischen Arbeiters )so. Das sollte uns davon abhalten länger zu bleiben. Zuerst bin ich zu meinem Bruder gefahren, der schon in Deutschland wohnte. Als ich in Deutschland bei diesem Werk ankam, war ich überrascht wie groß dieses Werk war. So etwas kannte ich noch nicht. In dem Werk mussten alle schnell, sehr organisiert und gut arbeiten. Zwei Monate nach meiner Ankunft war ich in meine Arbeit eingelernt. Mit 10 anderen arbeitete ich an Achsen. Nach fünf, sechs Jahren konnte ich alle möglichen Arbeitsvorgänge durchführen. Zu dieser Zeit haben dann auch Türken und Marokkaner angefangen bei diesem Werk zu arbeiten. Damals habe ich den größten Teil meines Lohns nachhause geschickt.


Dem Einwanderer bleiben eigentlich nur drei Möglichkeiten auf die neue Umgebung zu reagieren: Er passt sich an, er lehnt sich gegen die Mehrheit, die ihn gleichmachen will auf, oder er zieht sich zurück. Was für den einzelnen Einwanderer gilt, gilt auch für eine ganze Gruppe von Einwanderern. Es kann folgendes passieren: Die Gruppe mischt sich mehr oder weniger mit den anderen Gruppen, oder spaltet sich ab.

Neugierde - Der Einwanderer ist neu im Land und sieht sich neugierig um. Unterschiede sind interessant. Ernüchterung - Der Einwanderer hat seine ersten Probleme. Kontakte zu knüpfen scheint schwierigr und der Migrant ist verwirrt und unsicher. Krise - der Einwanderer fühlt sich hilflos, da er nicht so handel kann wie zuhause. Ot sondern sich die Einwanderer dann ab und verherrliche ihre alte Kultur. Das ist der entscheidende Punkt: Entweder lehnt der Einwanderer die neue Kultur ab, oder er schafft es dennoch für sie zu öffnen. Missvertändnisse - Der Einwanderer schiebt alle Probleme auf de kulturellen Unterschiede. Verständigung - Der Einwanderer nimmt Verhaltensweisen an und passt isch allmählich der neuen Kultur an.


So wie es der Wirtschaft in den 50ern besonders gut ging - ging es der Wirtschaft 1973 besonders schlecht. Die Arbeiter die damals besonders gewünscht waren sollten nun am besten einfach wieder gehen. Die Bundesregierung bot den Gastarbeiter sogar eine „Rückkehrpauschale“ an –das war Geld, dass zu einer Rückkehr anregen sollte. 1973 kam es zum „Anwerbestop“. Anwerbestop bedeutet: Deutschland nahm keinen neuen Arbeiter aus dem Ausland auf, und das jeder ausländische Arbeiter der Deutschland verließ nicht wieder zurück konnte. Was für die Gastarbeiter bedeutete, sich entscheiden zu müssen: Entweder langfristig zu bleiben oder langfristig zu gehen. Die meisten entschieden sich dafür zu bleiben. Deshalb holten die meisten Gastarbeiter ihre Familie aus dem Ausland nach Deutschland nach. Das heißt auch „Familiennachzug“. Die Bundesregierung war immer davon überzeugt gewesen, dass die Fremden wieder gingen – auch wenn sich schon lange vorher angekündigt hatte, dass es nicht so kommt. Sie setzten nicht auf Integration sondern darauf, die Gastarbeiter weiterhin an ihre Heimatländer zu binden, um ihnen die Rückkehr zu erleichtern.


1.Besonders schwer hatten es die Kinder der Gastarbeiter! Die Kinder sollten sich zwar in der Schule zurrechtfinden, aber auf der anderen Seite auch immer bereit für die Ausreise sein. Da sie nicht in ihren Heimatländern aufwuchsen lernten viele GastarbeiterKinder die Sprache ihrer Eltern nie richtig, und da ihre Eltern häufig auch kein gutes Deutsch sprachen- lernten sie auch kein gutes Deutsch. Besonders hart traf es die älteren Kinder die erst vergleichsweise spät nach Deutschland kamen- sie hatten weniger Chancen gutes Deutsch zu lernen und gut in der Schule zu sein. Viele hatten es nach der Schule schwer gute Arbeit zu finden. Hier eine Klasse beim „Muttersprachlichenunterricht“.

Die Kinder der Gastarbeiter Warum geht ihr nicht nachhause? Ständig quälten mich jemand mit dieser Frage. Meine Eltern hatten sich nicht auf Deutschland vorbereitet und die Deutschen nicht auf die neuen Gastarbeiter. Vor allem hatten sich die Deutschen nicht darauf eingerichtet, dass wir bleiben. Das Fernsehen vermittelte den Deutschen das wir uns faul sind und uns nicht anpassen wollen. Meine Eltern hingen noch sehr an der Türkei und suchten sich in Deutschland auch türkische Freunde. Auch nach vielen Jahren fühlten sie sich in Deutschland noch als Fremde und fühlten sich oft vom Leben in Deutschland überfordert. Meine Eltern sprachen nur schlechtes Deutsch und konnten mir bei meinen Hausaufgaben kaum helfen. Der einzige Mensch mit dem ich zu dieser Zeit Deutsch sprach war eine achtzig-jährige Nachbarin. Sie interessierte sich für mich und machte während der Grundschulzeit mit mir Hausaufgaben. Nachher war ich auch mit Beate und André befreundet. Wenn ich jetzt auf mein Leben zurück schaue muss ich sagen: Habe ich Glück gehabt.


Im Jahre 1961 schloss die Türkei mit der Bundesrepublik Deutschland ein Anwerbeabkommen. Im nachhinein kammen die Kinder der Gastarbeiter nach. Eine zweite Phase der Einwanderung ist in der Zeit nach dem alle Vertragsländer betreffenden allgemeinen Anwerbestopp 1973 zu sehen, in der ein verstärkter Familiennachzug erfolgte.Es gab eine Diskussion das Nachzugsalter der Kinder auf 6 Jahre runter zu setzen- da die Schulabbrecher Zahl bei älteren Kindern hoch lag.

Familie Bilgil holt ihre Familie nach (Schilderung einer Familien Zusammenführung )meistens nur eine Grundschulausbildung genossen. Sie verließen ihre Heimat und ließen alles zurück. Sie waren gesund, jung und meistens ledig. Sie waren fleißig, motiviert und wollten viel Geld verdienen. Jahrelang arbeiteten diese und verzichteten oft sogar auf ihren Urlaub. Nicht selten gingen sie sogar krank zur Arbeit, da sie nicht negativ auffallen wollten. Sie zahlten also jahrelang in die Renten-, Arbeitslosen und Krankenkassen ein, ohne eine Gegenleistung zu bekommen. Ob sie deutsch konnten, sich wohl fühlten, irgendwelche Bedürfnisse hatten, war für die Mehrheitsgesellschaft oft uninteressant. Was zählte war ihre Arbeitskraft. Sie machten Überstunden, arbeiteten am Wochenende und an Feiertagen. Ein solcher Mensch hat nicht viel Zeit, um Deutsch zu lernen und sich fortzubilden. Der Tagesablauf ist geprägt von Arbeit und Schlaf. Die meisten Migranten der ersten Generation finden sich in einer harten Situation: Eigentlich wollen sie zurück in die Heimat, wissen aber nicht, ob sie dort noch jemals zurecht kommen würden.

Die Türken kommen aus einem anderen Kulturkreis und in einer anderen Größenordnung. Es ist ein riesen Unterschied, ob ich hier 1,7 Millionen Moslems vor mir habe, die in Wirklichkeit ja nicht auf Dauer bleiben wollen, sich nicht integrieren wollen... Zimmerman

In seinem Buch „Ganz Unten“ beschreibt Günther Wallraff die schlechten Arbeitsbedingungen der türkischen Kumpel. „Es gab so gut wie keine Kontakte zu den Deutschen Arbetiskollegen. Jeder noch so geringe Deutsche hatte noch einen Türken den er rum kommandieren konnte...Daher war es kein Wunder, dass sich die Türken abgrenzten.“

Koranschulen sollten die kulturelle Eigenständigkeit bewahren. Viele Kinder leiden unter der kulturellen Zerrissenheit. Wie der Muttersprachlicheunterricht ist es eine Maßnahme, die die Rückkehr erleichtern soll.


Die Definition des Fremden dient immer als Voraussetzung zur Bestimmung des Eigenen. Zuwanderung von Fremden zieht also einen wechselseitigen Anpassungs- und Selbstfindungsprozess nach sich, bei dem sich beide Seiten immer neu erfinden. Hier unten siehst Du, wie verschiedene Gruppen zusammenleben kĂśnnen. Es ist eine sehr vereinfachte Darstellung, denn die Gruppen gleichen sich immer mehr oder weniger aneinander an.

Alle gleichen sich der Mehrheit an.

Die Gruppen bleiben fĂźr sich.


Alle Gruppen behalten Teile ihrer Form und gleichzeitig passen sie sich aneinander an. Alle Gruppen sind gleichwertig.

Die Mehrheit unterdr端ckt die anderen Gruppen.


Die Politiker dieser Zeit glaubten sie müssten nichts für die Integration der Gastarbeiter tun, da diese ohnehin bald gehen würden. Doch durch den Familiennachzug stieg die Anzahl der Ausländer und entstanden Probleme.

Die Folgeproblem des Gastarbeiteranwerbs

2. Die Gastarbeiter konnten mit ihren Familien nicht mehr in Arbeiterbaracken leben. Deshalb suchten sie sich Wohnungen. Die Wohnungen mussten allerdings billig sein, da Geld für die Heimat gespart werden sollte. Viele Gastarbeiter dachten so und aus diesem Grund zogen viele von ihnen in dieselben billigen Vororte. Deutsche zogen, wenn sie es sich leisten konnten aus diesen Vierteln fort. So bildeten sich Ausländerviertel. ∆ diese Ausländerviertel lassen sich auch als „Einwandererkolonien“ bezeichnen. Das geschieht häufig wenn Gruppen in ein neues Umfeld kommen. Das ist ein Platz zwischen zwei Gesellschaften – zwischen der des Herkunftlandes und der des Aufnahmelandes. Häufig lebt die erste Generation so bis zu ihrem Lebensende. In diesen „Einwandererkolonien“ fühlen sich die Einwanderer auch nicht der fremden, oft feindlich wahrgenommenen Umgebung ausgesetzt. Durch diese räumliche Trennung kommt es allerdings auch langsamer zu Annäherungen zwischen den beiden Gruppen

3. Die Gastarbeiter betraf die Arbeitslosigkeit stärker als die Deutschen. Vor der Wirtschaftskriese kamen die Gastarbeiter für Hilfsarbeiten im Bergbau und in der Metalindustrie – und da lag die Arbeitslosigkeit jetzt besonders hoch.


4.Das vierte und vermutlich größte Problem war: Die Deutschen wollten die Gastarbeiter nicht mehr haben. Fünf Jahre nach dem Anwerbestop sprachen sich in einer Umfragen 8 von 10 Deutschen dafür aus, dass die Gastarbeiter in ihr Land zurück gehen sollen. Je älter und ungebildeter die Befragten, desto bedrohter fühlten sie sich auch, denn es waren diese Leute die mit den Gastarbeitern um die immer knapper werdenden Arbeitsplätze kämpfen mussten. Fremdenfeindlichkeit verstärkte sich, und rassistische Parteien machten damit Politik. Rückkehrförderung 1981/82 wurde heftig darüber diskutiert, ob mit der Senkung des Kindernachzugsalters der Familiennachzug verringert und wie die freiwillige Rückkehr von Arbeitsmigranten in ihre Herkunftsländer gefördert werden könnte. „Gesetz zur befristeten Förderung der Rückkehrbereitschaft von Ausländern“


In Deutschland und in vielen anderen Ländern gibt es ein Recht auf Asyl. Asyl bedeutet im groben, dass Menschen die in ihren Heimatländern unsicher sind in sichere Länder einreisen dürfen. Immer mehr Flüchtlinge aus aller Welt kamen nach Deutschland. Wegen dem Anwerbestopp gab es neben dem Asyl für Ausländer keine andere Möglichkeit in Deutschland einzureisen. Es gab eine aufgebrachte Debatte darüber welche Flüchtlinge wirkliche Flüchtlinge sind, und welche nur wegen Geld kamen. Viele Menschen hatten Angst das die Flüchtlinge dem Staat zu viel kosten. Deshalb versuchten Politiker alles um die Asylanten vom Bleiben abzuhalten. Die Flüchtlinge durften nicht in normalen Wohnungen wohnen oder arbeiten. Was zu weiteren Belastungen führte.


Asylanten deren Asylantrag abgelehnt wurde erhalten einen sogenannten Ausweisungs-Bescheid. Er verbietet es, sich weiterhin in dem Land, in dem sie den Asylantrag gestellt haben, aufzuhalten. Wenn sie nicht freiwillig gehen, kann die Ausweisung zurück ins Heimatland auch mit Hilfe der Polizei erfolgen. Dann nennt man es „Abschiebung“. Des Landes verwiesen werden können auch Ausländer, die Straftaten begehen oder eine Gefahr für die Sicherheit des Landes darstellen. Darüber muss ein Gericht entscheiden. Eine Ausweisung von deutschen Staatsbürgern aus Deutschland ist nach dem Grundgesetz nicht erlaubt.

Parteien und Medien machten Stimmung gegen die Flüchtlinge. Die Unterstellung: Die Flüchtlinge/Asylanten sind nur wegen des Geld da und weil sie in Deutschland gut untergebracht werden.

Medienbild

Die Verantwortung der Politik und der Medien Die Themen „Arbeitsmigration“ und „Asyl“ wurden zunehmend zum„Ausländerthema“ vermengt. Einwanderer wurden mit Problemen gleichgesetzt. Es hieß, dass Asyl würde „massenhaften“ missbraucht. „Wirtschaftsflüchtlinge“ war das Schlagwort für Asylanten die angeblich nur wegen des Geldes kamen. Politiker hofften, dass die Flüchtlinge wieder gingen. Auch nutzten sie die Verunsicherung der Bevölkerung im Wahlkampf.


Das Recht auf Asyl ist eines der wichtigsten Rechte. Menschen die vor einer Gefahr fliehen muss geholfen werden! Die Politiker der 90er Jahre wollten dieses Recht stark einschr채nken um Geld zu sparen. Es gab viele Mensche die dagegen waren - sie gingen auf die Strasse.


Fernseh-Magazine machen nur auf Missstände aufmerksam.

Häufige Bebilderung für alle Migrationsthemen: Kopftuchtragende Frauen.

Es steht oft das Bedrohliche im Vordergrund. »Ansturm auf die Wohlstandsfeste«, »Ansturm der Armen«, »Sturm auf Europa« - so lauteten beispielsweise Schlagzeilen von Nachrichtenmagazinen. Bei der Begriffswahl und Sprache in den Migrationsberichten haben sich Ausdrücke aus der Welt des Militärischen oder gar des Verbrechens eingeschlichen. Viel wichtiger wäre es jedoch, wenn die Medien über die Fluchtursachen aufklären und immer wieder deutlich machen würden, dass sich das Weltflüchtlingsproblem auf der südlichen Halbkugel und nicht bei uns abspielt.

Bedrohliche Szenen: Deutsche Moslems werden mit Fanatikern in anderen Ländern gleichgesetzt.

Alles nur der

-Medien-Migrant


Hier ein fabriziertes Beispiel mit Herrn Bilgil den wir schon kennen und einem „Ausländer“ wie er in den Medien dargestellt wird. Herr Bilgil hat noch nie Arbeitslosengeld bezogen noch ist er straffällig geworden. Es gab noch nie einen Zeitungsbericht über ihn. Es gibt kaum Berichterstattung über geglückte Einwanderergeschichten, über Menschen die in Deutschland gut zurecht kommen und Erfolg haben. Das liegt auch daran, dass diese Geschichten weniger spannend sind. Jedoch entsteht der Eindruck es gebe wesentlich weniger Fälle. Herr Bilgil muss mit den Vorurteilen leben, die die Medien jeden Tag verstärken.

Mord, Totschlag und Arbeitslosengeld Wie die Medien über Einwanderer berichten

Den Medien kommt eine wichtige Rolle zu, was die viel beschworene Integration angeht. Sie können Vorurteile verstärken oder abbauen helfen. Lange Zeit zeichneten Medien ein einseitiges Bild der »Ausländer in Deutschland«. Die Weiterentwicklung, die in der zweiten und weiteren Generation stattgefunden hat, blieb weitgehend unberücksichtigt. Die »Frau mit dem Kopftuch« erscheint auch heute noch oft als Symbol für die Mehrzahl der Ausländer hierzulande. Auch das verzerrt die Wirklichkeit. Es fehlten und fehlen positive oder auch »normale« Bilder aus der Alltagswirklichkeit im Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten. Auch wenn sich die Berichterstattung merklich verbessert hat. Ausländer spielen eine kleine Rolle in der Berichterstattung – aber wenn sie auftauchen, geht es meist um schlechte Nachrichten. Es mangelt noch an grundsätzlichen Informationen und Hintergrundberichten. In fast jedem Jahrzehnt ändert sich was die Medien als „Ausländer“ bezeichen. In den 80ern waren es vorallem die Türken, die gemeint waren wenn es um Ausländer ging. In den 90ern die Asylanten, und nachher die Aussiedler. Hierbei war es immer gleichgültig ob eine Staatbürgerschaft vorlag.

Der „Medien-Migrant“: Er ist kriminell, bezieht Arbeitslosengeld, ist Fanatiker. Die negativen Eigenschaften der Gruppen werden dramatisiert. Es gibt keinerlei Hintergrundinformationen- es ist eine anonyme, ausländische Masse. In der Presse finden sich fast ausschließlich Berichte von „Ausländern“ , die im Elend leben und Probleme machen. Das erschwert das Leben der Einwanderer zusätzlich, die tatsächlich sozialschwach. Es schaft auch keine Vorbilder. So wird bei Umfragen die Zahl der Ausländer in Deutschland weit überschätzt, und das selbst von Personen, die keine Vorbehalte gegenüber Ausländern hegen. Gerade diese Überschätzung könnte aus der dramatisierten Darstellung des „Ausländerthemas“ in Politik und Medien resultieren.


Situation in Ostdeutschland Migranten aud den „Bruderstaaten“

DDR. Das Migrationsgeschehen nach dem Mauerbau war ebenfalls durch die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte gekennzeichnet – allerdings in weit geringerem Umfang als in der Bundesrepublik. Der Arbeitskräftemangel war vor allem auf die Abwanderung eines erheblichen Teils der Bevölkerung in den Westen zurückzuführen. Zwischen 1966 und 1989 warb die DDR rund 500.000 Arbeitskräfte aus Vietnam, Polen, Mosambik und anderen Staaten an. Die Migranten arbeiteten unter schweren Bedingungen und lebten separiert von der Bevölkerung. Zugleich gewährte die DDR bis Mitte der 1970er-Jahre einigen Tausend Flüchtlingen vor allem aus Chile, Spanien und Griechenland Asyl.. (Hier fehlt noch die Situation nach der Wende)

Das Sonnenblumenhaus brennt

Die Anschläge auf Asylantenheime in den 90ern Ostdeutchland nach dem Mauerfall: Die Ablehnung gegen die Asylanten und Asylbewerber versärte sich immer mehr.Die ZentraleAufnahmestelle für Asylbewerber für Mecklenburg-Vorpommern befand sich in einem elfgeschossigen Plattenbau, der wegen seiner Fassadengestaltung „Sonnenblumenhaus“ genannt wurde. Das Haus war berüchtigt für die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen die Asylbewerber dort untergebracht waren. Eine Betreuung der Bewohner fand so gut wie nicht statt. Nachdem es zuvor schon zu mehreren ausländerfeindlichen Ausschreitungen gegen einzelne Bewohner des „Sonnenblumenhauses“ gekommen war, versammelten sich am 22. August 1992 zahlreiche Jugendliche in der Nähe des Gebäudes. Sie begannen, Bewohner des Hauses, die sich vor dem Gebäude aufhielten, mit Steinen zu bewerfen. Nachdem diese in das Haus geflüchtet waren, begannen die Jugendlichen, dort die Fensterscheiben einzuwerfen. Die Polizei griff jedoch ein und zog sich erst zurück, als wieder Ruhe eingekehrt war.Nachdem es zuvor schon zu mehreren ausländerfeindlichen Ausschreitungen gegen einzelne Bewohner des „Sonnenblumenhauses“ gekommen war, versammelten sich am 22. August 1992 zahlreiche Jugendliche in der Nähe des Gebäudes. Slichen, dort die Fensterscheiben einzuwerfen. Die Polizei griff jedoch ein und zog sich erst zurück, als wieder Ruhe eingekehrt war. Daruf folgten viele Anschläge in anderen Orten in ganz Deutschland.


(Schilderung der Flucht aus dem Kosovo) mand mit dieser Frage. Meine Eltern hatten sich nicht auf Deutschland vorbereitet und die Deutschen nicht auf die neuen Gastarbeiter. Vor allem hatten sich die Deutschen nicht darauf eingerichtet, dass wir bleiben. Das Fernsehen vermittelte den Deutschen das wir uns faul sind und uns nicht anpassen wollen. Meine Eltern hingen noch sehr an der Türkei und suchten sich in Deutschland auch türkische Freunde. Auch nach vielen Jahren fühlten sie sich in Deutschland noch als Fremde und fühlten sich oft vom Leben in Deutschland überfordert.


Bei einer Abschiebung Die Abschiebungspraxis steht häufig in der öffentlichen Kritik. Zum einen geht es dabei um die Abschiebehaft, die angeordnet wird, wenn die Gefahr besteht, dass sich der Ausländer der Durchsetzung seiner Ausreiseverpflichtung entzieht. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Anwendung physischer Gewalt, wenn der Abschiebekandidat sich widersetzt. Bei diesen Gewaltmaßnahmen hat es bereits Todesfälle gegeben.

Bürgerkriegsflüchtlinge, Kontingentflüchtlinge und heimatlose Ausländer Als weitere Gruppe können aufgrund von Kriegen, Bürgerkriegen oder humanitären Aktionen aufgenommene Flüchtlinge unterschieden werden. Insbesondere für Flüchtlinge der Kriege in Ex-Jugoslawien wurde ein vorübergehendes Aufnahmeverfahren geschaffen. Dagegen erhalten Kontingentflüchtlinge, (Kontingent: festgelegten Anzahlen)die im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen auf der Grundlage eines besonderen Gesetzes aufgenommen werden, ein dauerhaftes Bleiberecht.

Wenn Flüchtlinge keine Flüchtlinge mehr sind Abschiebungspraxis in Deutschland Beim Stichwort „Exil“ habt ihr schon gelesen, dass manchmal Menschen wegen ihrer politischen Einstellung aus ihrem eigenen Land verbannt, ausgewiesen werden. Oft geschieht das mit Gewalt. Allerdings geht das in demokratischen Staaten nicht, denn ein Grundprinzip von Demokratien ist ja gerade, dass Menschen viele verschiedene Meinungen haben dürfen. Trotzdem kann es vorkommen, dass Menschen aus Deutschland ausgewiesen und „abgeschoben“ werden. Dabei kann es sich um Ausländer und Ausländer handeln, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wurde. Sie erhalten dann einen sogenannten Ausweisungs-Bescheid. Er verbietet es, sich weiterhin in dem Land, in dem sie den Asylantrag gestellt haben, aufzuhalten. Wenn sie nicht freiwillig gehen, kann die Ausweisung zurück ins Heimatland auch mit Hilfe der Polizei erfolgen. Dann nennt man es „Abschiebung“. Des Landes verwiesen werden können auch Ausländer, die Straftaten begehen oder eine Gefahr für die Sicherheit des Landes darstellen. Darüber muss ein Gericht entscheiden. Eine Ausweisung von deutschen Staatsbürgern aus Deutschland ist nach dem Grundgesetz nicht erlaubt.


Europa ist eine Burg Der Flüchtlingsstrom nach Europa (Schilderung einer Überfahrt.) mand mit dieser Frage. Meine Eltern hatten sich nicht auf Deutschland vorbereitet und die Deutschen nicht auf die neuen Gastarbeiter. Vor allem hatten sich die Deutschen nicht darauf eingerichtet, dass wir bleiben. Das Fernsehen vermittelte den Deutschen das wir uns faul sind und uns nicht anpassen wollen. Meine Eltern hingen noch sehr an der Türkei und suchten sich in Deutschland auch türkische Freunde. Auch nach vielen Jahren fühlten sie sich in Deutschland noch als Fremde und fühlten sich oft vom Leben in Deutschland überfordert. Meine Eltern sprachen nur schlechtes Deutsch und konnten mir bei meinen Hausaufgaben kaum helfen. Der einzige Mensch mit dem ich zu dieser Zeit Deutsch sprach war eine achtzig-jährige Nachbarin. Sie interessierte sich für mich und machte während der

„Illegale“ Zuwanderer Ohne Aufenthaltsstatus bzw. behördliche Meldung und ohne die Möglichkeit eines geregelten Verfahrens leben schätzungsweise mehrere Hunderttausend Zuwanderer im Untergrund,entweder weil sie unerlaubt eine deutsche Grenze passiert, ihr Visum „überzogen“, oder sich durch „Untertauchen“ einer drohenden Ausreisepflicht bzw. Abschiebung entzogen haben. Da sie keinerlei Anspruch auf sozialstaatliche Leistungen haben, arbeiten sie häufig ohne Erlaubnis. Die meisten Vorschläge der Politik zielen verstärkte Grenzkontrollen. Hierzu hat die Europische Union den Schengengürtel eingeführt. Entlang dieser „Grenze“ patrolieren Einsatzkräft um Einwanderer abzuhalten.


Viele Wege endeten in Lahr, einer Kleinstadt zwischen Offenburg und Freiburg. Wohl kaum eine andere deutsche Stadt im Westen der Republik hat sich so verändert. Als der kalte Krieg beendet war, packten in Lahr tausende kanadische Soldaten ihre Koffer und verließen das Land, das sie vor jener Sowjetunion beschützt hatten, aus der nun die Deutschstämmigen in ihre alte Heimat strömten. Als Mitte der neunziger Jahre ganze Dörfer in Sibirien und Kasachstan verlassen standen, war die Bevölkerung in Lahr um mehr als 8000 Menschen angeschwollen. Jeder fünfte Bewohner war nun Aussiedler, und die Stadt wurde zum Labor für das Gelingen oder Scheitern von Integration. Larissa wohnt im achten Stock. Da sitzt sie manchmal, hoch über der Stadt, und sehnt sich nach ihrem Osakarowka. Sie weiß, dass es eine verklärte Sehnsucht ist, weil sie die holprigen Straßen und die leeren Regale nicht vergessen hat. Sie will nicht zurück. Aber manchmal möchte sie auch nicht bleiben. Dass sie als Deutsche geholt und als Russin behandelt wurde, das hat sie zerrissen. „Ich weiß nicht, was ich bin“, sagt Larissa, „irgendwie bin ich dazwischen.“ Ihr Pass sagt ihr, dass sie Deutsche sei, aber wenn sie von den Deutschen redet, dann meint sie ein anderes Volk. Wie ihre Eltern Arbeit suchten und nur Beschäftigung fanden. Es ist die Generation, die Seiler-Fritsch mit der größten Befürchtung beobachtet. Er nennt sie die „Zu-spät-Ausgesiedelten“.


Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele Millionen Deutsche, die im Osten des ehemaligen Deutschen Reiches lebten, ihre Heimat verlassen. Etwa 12 Millionen Vertriebene haben sich im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland niedergelassen. Doch nicht alle Deutschen sind aus den sogenannten Ostgebieten geflohen. Es lebten noch weiterhin Millionen Menschen deutscher Abstammung in Staaten des ehemaligen Ostblocks, also in Polen, in der Sowjetunion und anderen Ländern. Ihre Vorfahren waren einst aus Deutschland ausgewandert. In unserem Grundgesetz steht, dass diesen Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit zusteht. Sie können, wenn sie es wünschen, gemeinsam mit ihrer Familie für immer in die Bundesrepublik Deutschland kommen.

Die „Zu-spät-Ausgesiedelten“? Aussiedler in den 90ern Neben Zuwanderern aus den früheren Anwerbestaaten (insbesondere der Türkei) bilden sie die größte Gruppe innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Das ist hohen Zuzugszahlen während der 1990er-Jahre. Für viele Aussiedlerinnen und Aussiedler ergeben sich ganz ähnliche Sprach- und Integrationsprobleme wie für andere Zuwanderer. Bis in die 1990er-Jahre hatten die meisten Aussiedlerinnen und Aussiedler bei ihrer Einreise relativ gute Deutschkenntnisse und konnten großzügige staatliche Eingliederungshilfen wahrnehmen. Doch viele der jüngeren Einwanderer haben nur wenig Bindung zur deutschen Sprache und Kultur. Sie sind mit vielfältigen Integrationsproblemen und mangelnder Akzeptanz in der deutschen Gesellschaft konfrontiert. Dies trifft insbesondere auf die bei weitem größte Gruppe zu: Die Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft „Russlanddeutsche“ genannt werden.


Fehlt noch.


Von den Polen der Anfangszeit blieben vor allem die Familiennamen.

Obwohl es immer eine kleine Zuwanderung vor allem aus dem Ostblock (Polen, Ungarn, Rumänien) gab, überschritt die Zahl der in Westdeutschland lebenden Juden bis 1989 30.000 nicht. Darunter waren schon zwei Generationen, die bereits in Deutschland geboren wurden. 1990 begann die Zuwanderung von Juden aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Bis Ende 1998 kamen etwa 45.000 Juden nach Deutschland und mit ihnen nochmals etwa 40.000 nichtjüdische Familienmitglieder aus interkonfessionellen Ehen. Die Gemeinden errichten neue Zentren, bilden Jugendgruppen und Kulturorganisationen – sind aber auch von scharfen Konflikten zwischen den Zuwanderern und den früheren Gemeindemitgliedern belastet. Ein religiöser Pluralismus (liberale Gemeinden, weibliche Rabbiner) ist entstanden.


Für viele Deutsche ist das Kopftuch ein Zeichen der traditionellen Rückgewandheit der moslimischen Frau - aber beim genauern hinsehen gibt es unterschiede. Es gibt die streng traditionellen Kopftücher und es gibt die der westlichen Mode angepassten Kopftücher. Es ist ein Komproissversuch zwischen den beide Kulturen.

Anwohner haben Angst vor einer neuen Moschee in ihrem Stadtteil. Die Bauherrn und die Anwohner haben keine Rücksicht aufeinander genommen und nun sind beide Parteien verärgert.

Moschenstreit und Kopftuchmädchen Die Angst vor dem Islam in Deutschland In Deutschland gibt es das Grundrecht auf Glaubensfreiheit. Das heißt, dass jeder jede Religion ausüben darf, solange sie die Demokratie nicht gefährdet. Es gibt im Moment viele Debatten darum ob der Islam zu Deutschland gehört -oder unvereinbar ist. Seit 50 Jahren leben Muslime in Deutschland. Viele empfinden sich als deutsche Bürger und habe ihren Weg gefunden ihren Glauben auszuleben. Da es aber auch Moslems in Europa gibt die den Westen nicht ausstehen können und sogar gegen ihn predigen. gibt es Vorbehalte.

Zu allen Zeiten war das erste was Einwanderer bauten Glaubenshäuser um etwas im neuen Land zu haben was halt gibt. Auch bei den ersten Siedlern in Amerika. Mit Religion ist auch häufig sehr viel Kultur und Tradition der Herkunftsländer verknüpft. Es ist ein langer und schwerer Prozess, dass Religionen in einem neuen Umfeld eine neue Form finden. So ist der Islam noch in vielen Breichen sehr orientalisch geprägt. Heute sind vor allem die Unterschiede wichtig. Vieles stimmt aber überein. In manchen wichtigen Dingen stimmen die Anschauungen eines strengen Moslems nicht mit der Weltanschauung der westilchen Welt überein. Wohl gemerkt von strengen Moslems. In öffentlichen Diskussionen ist der „schlimmste Fall“ häufig angeblich die Regel. Die Bevölkerung ist verunsichert. Das Bild des Haßpredigers ist presenter als das der ungefährlichen Regel-Moschee.


In meiner ersten Zeit wohnte ich jedoch in einer Arbeiterbarake. Das war billiger und ich konnte so mehr f端r meine Familie zuhause zur端cklegen. Es war sehr schwer eine Wohnung zu finden. Als die Deutschen die Fremden noch nicht so gut kannten vermieteten sie ihnen keine Wohnung. Also zog ich nach drei Jahren Gemeinschaftszimmer in mein eigenes Heim. Nun konnte ich auch mein Familie nachholen.


Ich bin Ven Nguyen. Ich komme aus einem kleinen Dorf in Viatnam und bin nach Deutschland gekommen um in einen Autowerk zu arbeiten. Wir sind einen Tag Zug gefahren. Polizisten schickten die Italiener ohne Vertag zurück. Die Deutschen brauchten zu dieser Zeit Arbeiter. Und weil wir nur für eine bestimmte Zeit bleiben sollten nannte man uns „Gastarbeiter“. Wir wollen auch nicht lange bleiben, sondern in kurzer Zeit meines Lohns nachhause geschickt. In Griechenland benutzen wir andere Buchstaben. Um mich besser in Deutschland zurecht zu finden- um Schilder und Anweisungen zu lesen- schrieb ich zwei Bücher ab um mich an die neuen Buchstaben zu Gewöhnen.


Christine Rรถsch


Wo sind unsere Nachbarn zu Hause?