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FRĂœHJAHR 2017 Illustration: Ewald Gynes (aus: Das Kugeltier)

keiper


Roman 2

Ein Entwicklungsroman, geschliffen und pointiert zu Papier gebracht.

Bernhard Hütteneggers neuer Roman ist die Geschichte eines Dichterlebens, verwoben mit der spannungsvollen Beziehung zweier schwieriger Partner. In der Ich-Form gehalten, entwirft dieser Künstlerroman zugleich ein vielschichtiges, provokantes Panorama Österreichs ab den 1960er-Jahren, mit Schwerpunkt auf Graz, der Steiermark und Wien. All dies ist illusionslos beobachtet und in prägnant-pointierter Sprache, die den Leser/die Leserin in ihren Bann schlägt, glänzend erzählt.

Nicht zufällig trägt der Roman seinen Titel, denn der Erzähler – ein Schriftsteller und Künstler der widerständigen Sorte, der sein Leben in schonungsloser Offenheit Revue passieren lässt – sieht sich selbst unverkennbar als ‚alten Narren’.

Ein Panorama der „heimlichen“ Hauptstadt der Avantgarde deutschsprachiger Literatur von den 1960er-Jahren bis heute.

Nun sind meine Eskapaden und Ausflüchte vorbei, meine Zeit als Großstadt-Eremit ist Geschichte, meine nisomanischen Exkursionen haben ihr Ziel erreicht, ich habe mein THULE gefunden: in mir, meinem unverletzlichen innersten Wesenskern, auf den ich mich jederzeit zurückziehen kann.

Dieser Roman erzählt von den Anfängen eines eigenwilligen Autors und Reisenden bis hin zu dessen Altersweisheit.


„Die Sprache ist mein Herz- und Hirnblut.“ (Bernhard Hüttenegger)

ca. 160 Seiten Gebunden / Pappband

Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Graz, literarische Veröffentlichungen und Beiträge für in- und ausländische Zeitungen und Zeitschriften seit 1969. 1978 Übersiedlung nach Launsdorf (Kärnten). Romane, Erzählungen, Reisegeschichten, Essays, Gedichte erschienen in diversen Verlagen in D und Ö. 1988 Übersiedlung nach Wien. 2014 erwirbt das Robert-Musil-Institut den kompletten Vorlass, einschließlich des künftig hinzukommenden Materials.

MÄRZ 2017

Bernhard Hüttenegger, geb. 1948 in Rottenmann,

Coverfoto: Christine Rainer https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bhüttenegger.jpg

Covermotiv: Christiane Muster Foto: Croce & Wir

€ 20,00 (A) / 19,45 (D)


Roman 4

Der Riegelhofer hat viele Träume gehabt. Einige davon hat er verwirklicht. Ein gelungenes Leben also. Es hat da etwas gegeben, er hat sich mit seinem Vater zerstritten. Der Alte hat sich damals geirrt und hat behauptet, die Söhne seines Sohnes wären seine eigenen Söhne. Doch sie haben sich wieder versöhnt. Wegen der Söhne.

Chronik einer abgesagten Ankunft.

Kurz vor der Hochzeit unternimmt ein junges Paar eine Reise an den Geburtsort des Mannes, wo die Braut die zukünftigen Schwiegereltern kennenlernen will. Es ist ein Ort, von hohen Hügeln umgeben, und nur ein einziger Hof steht auf dem Hügelrücken, der Hof des Stadlbauern. Der Besuch soll nur kurz dauern, aber jeden Tag verhindert ein neues und unerwartetes Ereignis die Abreise. Der Bräutigam verändert sich, wird immer mehr wie die Einheimischen, verhalten, einsilbig. Die Zeit wiederum häuft sich, wird zum Symbol des Stillstands. Die Turm-

uhr zeigt immer dieselbe Zeit an. In dieser Atmosphäre stetig wachsender Spannung verrät der Schwiegervater der Braut ein Geheimnis. „Der Stadlbauer“ liest sich leichtfüßig, der Text verführt, führt in eine konsistent konstruierte andere Welt, erlaubt den Gedanken, zwischen Nostalgie und Klaustrophobie, Mystik und Düsterkeit zu schwenken, man ist ständig hin- und hergerissen zwischen der Ungeduld zu erfahren, was passieren wird, und dem Wunsch, die Handlung zu verlangsamen, um sie zu genießen.

Stark visuelle Poetik und das reine, reduzierte Malen mit Worten machen dieses Buch zu einem Meisterwerk.

Ein Bach ändert oft seinen Lauf. Dies gilt besonders für unseren Bach, der ein launiger, unsteter Bach ist. Sein Vater sagt, das liege am Erz. Da kann er schon recht haben, sein Vater. Wahnsinnig viel Erz ist in der Gegend hier abgebaut worden, richtiger Raubbau ist betrieben worden. Sein Vater sagt, der Erde fehle das Erz wie eine alte Liebe dem Herzen. Nun versucht die Erde, dies auszugleichen. Jahr für Jahr verrutscht der Hang westwärts und der Bach, ihr Kind, wandert mit. Ja, im Lauf der Zeit ändert so ein Bach mehrmals seinen Lauf.


Ein Buch der Erwartung, das den Leser zum Zeugen einer Entscheidung macht.

ca. 220 Seiten Gebunden / Pappband € 22,50 (A) / 21,88 (D) Zum Roman gibt es ein Performance-Programm vom Duo Hodkevitch-Finder. Ein Spaziergang entlang der Grenze zwischen Literatur und Musik. Näheres unter http://21july.net/performances/

MÄRZ 2017

Leonie Hodkevitch studierte Völkerkunde und Romanistik. Sie ist freischaffende Kulturproduzentin und Universitätsdozentin. Ihre Faszination für Kulturen führte zu einer Reihe gesellschaftlich engagierter Projekte und Gründung der Kulturdrehscheibe Clearly Culture. Im Mittelpunkt ihrer sprachlich radikal minimalistischen Literatur steht der Mensch, der sich von den anderen unterscheidet. Leonie lebt und arbeitet in Wien, Sofia, New York und auf Korfu. Veröffentlichungen: „Ritt durch einen nächtlichen Wald” (Prosasammlung, 1996), „Salty” (Kurzgeschichten, 2012).

Foto: Boris Enev

Coverbild: Dimitar Kelbechev (Verlag Janet 45, 2010)

hodkevitchfinder/


Roman Der kleine Jaakov Alphaeus sagte zu Simon: Jeschuas Geist ist mitten unter uns! Geist kann nicht sterben … Thomas fragte nach: Kann ich Jeschuas Geist anfassen? Jaakov antwortete: Ein Geist ist kein Körper …. Thomas meinte nur: Eben! Und er fügte wieder hinzu: Geist ist nur eine Verzweigung des Körpers … Gefühle im Herzen, Gedanken im Kopf … Johanaan seinerseits ließ sich nicht von der Überzeugung abbringen, dass Jeschua noch lebe; er sagte schlicht: Jeschu lebt! Und Thomas entgegnete: Wo? Jeschu ist tot. Man wird ihn in einem Gemeinschaftsgrab verscharrt haben. Irgendwo liegen seine Gebeine.

6

Eine Annäherung an den historischen Jesus in Romanform. Was für Menschen waren Jesus, dessen Name auf Aramäisch „Jeschua“ lautete, und seine Anhänger? An welchen Orten und in welchen Landschaften hielt sich der charismatische Wanderprediger auf? Die Forschungen von Gerd Theißen und Christoph Heil bilden die Basis der vorliegenden romanhaften Annäherung an den historischen Jesus und seine Sprüche und Gleichnisse. Die Gespräche der Jünger, die sich um diese Äußerungen ranken, sind naturgemäß frei erfunden; sie sind der Spiegel, der Jesus reflektiert.

Eine zentrale Figur in diesem Buch ist der ungläubige Thomas, der auch unter den Jüngern eine Sonderstellung einnimmt. Für ihn gibt es keine Auferstehung von den Toten, er glaubt an gar nichts. Das führt zu Fragen, auf die allein der Leser eine Antwort finden kann.

Die Geschichte von Jesus, neu erzählt: Ein Lebenslauf mit bewegendem Ende. Hans H. Hiebel in der edition keiper:

Und keine Wiederkehr Eine längere Geschichte

Gelbes Gelächter Noch eine längere Geschichte

Nanu Die dritte längere Geschichte

292 Seiten, broschiert € 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-9502761-3-8

240 Seiten, Pappband Schutzumschlag E 18,70 (A) / 18,19 (D) ISBN 978-3-902901-40-8

168 Seiten, broschiert E 17,60 (A) / 17,16 (D) ISBN 978-3-902901-81-1


Ein ehrliches Buch mit überlieferten Gleichnissen und Sprüchen Jesu.

https://homepage.uni-graz.at/de/ hans.hiebel/

ca. 180 Seiten Gebunden / Pappband € 20,00 (A) / 19,45 (D) Hans Helmut Hiebel steht

Hans H. Hiebel, geboren 1941 in der ČSSR bzw. dem heutigen Tschechien, war von 1985 bis zu seiner Emeritierung 2009 als O. Prof. für Neuere deutsche Literatur an der Karl-Franzens-Universität Graz tätig. Seine wichtigsten literaturwissenschaftlichen Schriften haben Franz Kafka, die Lyrik des 20. Jahrhunderts, Henrik Ibsen, die Formgeschichte des Dramas, Georg Büchner und Hans Magnus Enzensberger zum Thema. Er veröffentlichte Erzählungen und Lyrik.

MÄRZ 2017

Covermotiv: 102653121 - Jesus Christ oil painting © bakhurmikele

für Lesungen zur Verfügung.


KriminalRoman Ein Fliederzweig wird zum Mordindiz!

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„Wie fand ich das Geheimnis wieder? Man hatte mich darum gebracht. Was hat die Welt aus uns gemacht! Ich dreh’ mich um, da blüht der Flieder.“ (Karl Kraus) Ein Richter wurde in seinem Büro im Justizpalast ermordet – und ein Staatsanwalt wird verdächtigt. Allerdings legt Kommissar Grumpat für diesen Verdächtigen seine Hand ins Feuer, denn er kennt ihn gut und arbeitet seit vielen Jahren mit ihm zusammen. Außerdem war der ermordete Richter so etwas wie ein Mentor für den Staatsanwalt – die ganze Sache ist einfach nicht stimmig und riecht verdächtig nach Manipulation. Nach weiteren Recherchen finden die Kommissare einen Zusammenhang mit den Taten des sogenannten „Muttertagsmörders“, nach dem sie seit fünf Jahren suchen. Der Fall scheint gelöst – da tauchen neue, verwirrende Fakten auf, die den scheinbar einfachen Mord in seltsamem Licht erscheinen lassen.

„Und was ist am Dreizehnten“, fragte Grumpat ruhig. „Muttertag, wieso?“ Grumpat lächelte nur wissend. Es dauerte etwas, bis seinem Kollegen ein Licht aufging und er plötzlich die Augen aufriss. „Muttertag!“, stieß er hervor, und dann rannten beide zurück ins Gebäude. Seit nunmehr fünf Jahren verfolgten sie einen Mörder, der immer um den Muttertag herum zuschlug. Das Täterprofil, das angefertigt wurde, brachte ihnen leider nichts – es konnte ein Mann oder eine Frau sein, groß oder klein, dunkelhaarig oder blond, Akademiker oder Hilfspersonal, selbst die sonst so kompetenten Profiler waren überfordert. ... Der Muttertagsmörder hatte es immer geschafft, auf eine vollkommen irrsinnige Weise unentdeckt zu bleiben. Sie fanden immer Verdächtige für die Morde, und es war immer jemand aus dem Bereich der Justiz.

Was tun, wenn Justizbeamte versuchen, Einfluss auf laufende Ermittlungen zu nehmen?


Der Verdächtige ist Staatsanwalt – und ein Freund des ermittelnden Kommissars!

ca. 150 Seiten Broschur € 17,60 (A) / 17,12 (D) Michael Pelzl steht für

Michael Pelzl, geb. 1981 in Graz, aufgewachsen in Graz; Studium der Rechtswissenschaften; lebt seit 2007 in Wien; verheiratet, ein Kind.

MAI 2017

Covergestaltung: Michael Pelzl

Lesungen zur Verfügung.


Lyrik Helwig Brunner, Fabjan Hafner, Anita Keiper, Astrid Kury (Hg.)

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weil du die welt bist. neue liebesgedichte 107 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503184-4-9 Helwig Brunner

Die Sicht der Dinge. Rätselgedichte 114 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503337-2-5 Michael Hillen

Frau Röntgens Hand 102 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503337-4-9 Sophie Reyer

flug (spuren) 152 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-00-2 Udo Kawasser

Mit Mario Hladicz hat vor wenigen Jahren ein junger Dichter die Bühne der Grazer Literaturszene betreten, der zunächst mit Kurzprosa (für die er 2014 mit dem Literaturförderungspreis der Stadt Graz ausgezeichnet wurde), dann zunehmend auch mit Lyrik auf sich aufmerksam machte. Nach einigen Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien legt er nun seinen ersten Gedichtband vor. Hladicz’s Gedichte schildern in einem unaufgeregten, geradezu lapidaren Tonfall Konstellationen und Begebenheiten von scheinbarer Alltäglichkeit, denen jedoch ein irritierender, an den Grundfesten dieses Alltags rüttelnder Subtext eingeschrieben ist. Wie in Egon Schieles bekanntem Gemälde „Wohnzimmer in Neulengbach” die Wiedergabe des privaten Lebensumfeldes durch die angedeutete Verschiebung stabil geglaubter Zusammenhänge eine surreale Aufladung erfährt, so bilden auch Hladicz’s Gedichte zwischen Uhr und Bett die eigenen vier Wände und die täglichen Wege als Orte des Vertrauten und gleichzeitig zutiefst Unvertrauten ab, das ständig aus dem realen Rahmen herauszustürzen droht. Doch Hladicz gibt sich nicht damit zufrieden, bloß den Finger auf die Risse in der so genannten Wirklichkeit zu legen. Seine Gedichte bezeugen darüber hinaus ein tiefes Einfühlen in die Zerbrechlichkeit des Menschen, das den oft schmerzlichen Blick in die Abgründe des Absurden oder Surrealen mit einem großzügigen poetischen Gegenentwurf abzugelten weiß. »So viel Poesie / vor dem Haus gestapelt / zur freien Entnahme«, lautet denn auch, beinahe in der Art einer Schlussfolgerung, ein Kurzgedicht am Ende dieses Bandes. (Helwig Brunner, Herausgeber der Reihe keiper lyrik)

kleine kubanische grammatik 96 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503343-1-9 Gertrude Maria Grossegger

hier außer mir 104 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-10-1 Friederike Schwab

gleich welches / gleich wie 128 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-26-2 Marcus Pöttler

noctarium 96 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-25-5 Ute Eckenfelder

G´schnipf für Zieglers Ziegen 120 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-38-5 Wolfgang Pollanz

Unten am Fluss 80 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-49-1 Monika Zobel

Das Innenfutter der Wörter 84 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-70-5 Sonja Harter

landpartiestorno 104 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-77-4 Petra Ganglbauer

Wasser im Gespräch 96 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-89-7 Ingeborg Görler

Oder so 96 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-903144-05-7


Gedicht über das Fliehen An meinem Fenster vorbei fährt ein Wagen mit Lautsprecherdurchsage. Die Stimme des Sprechers klingt aufgeregt, doch seine Worte sind nicht zu verstehen; er könnte so gut wie alles verkünden zur Begleitung zünftiger Blasmusik; ein Volksfest am Wochenende ebenso wie etwa: ein kleines Gedicht über das Fliehen.

ca. 98 Seiten Broschur € 15,40 (A) / 14,98 (D) Mario Hladicz steht für

Mario Hladicz, geboren 1984 in Graz, Studium der Germanistik. Veröffentlichungen von Prosa und Lyrik in diversen Literaturzeitschriften (u. a. LICHTUNGEN, Podium) und Anthologien. Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2014.

MÄRZ 2017

Lesungen zur Verfügung.


Fantasien 12

Ein Lesevergnügen – und ein Ja zu einer nötigen Fiktion. Ein verschwiegenes Ich schaut weit in ferne Räume, wo unbekannte Wesen fremde Tänze spielen. Es betrachtet Fotos aus der Welt der Exotik, der Zeitgeschichte, der Volksbildung, des Einhandsegelns und der Weltpolitik. Während das Ich diese Bilder reiht, erfindet es dazu Geschichten, die allmählich einen Wirklichkeitskern bekommen. Je weiter es in diese Bilderwelten vordringt, desto mehr wird es selber zur Fiktion, und die Fotos und die Vorstellungen manifestieren sich als die eigentliche Realität.

Martin Luksan versteckt seine aufklärerische Absicht hinter einem namenlosen Ich, das von seinen Fantasien gelenkt wird und die Leser/innen durch eine sinnliche Sprache in lebensvolle Welten entführt.

Ein Erzähler, der schaltet und waltet – und ironisiert wird.

Wenn nun der Meister Soundso Mira zu einer Foto-Show nach Paris einlädt, bei der er Bilder zeigt, und sie nimmt die Einladung an, dann hat Peter sie verloren. Der Typ ist nett und nicht erfolglos und Mira will irgendwo sicher ankern. Diese banalen Dinge sehe ich kommen und möchte Glücksfee spielen, aber ich werde nicht gehört … Ich könnte mit Mira sprechen, die wundervoll vernünftig ist. Aber man darf einer Buchhändlerin keine Liebes-Ratschläge geben. Sie wird abblocken und definitiv den Kopf schütteln. So forsch wie sie mir die Fotos gab. Brunos Bett stand zwischen zwei Computern und auf der andern Seite des Zimmers waren die bunten Display-Mappen in gläsernen Nippesschränken drin. Sie öffnete eine Glastür und sagte mit Blick auf die dicken Mappen: Schad drum, aber ich kann´s nicht verkaufen. Dich bringt das auf Gedanken.

Ein überaus farbiger Text, der zum Mitdenken anregt.


http://www.ml-vrb.at

ca. 140 Seiten Gebunden / Pappband

Martin Luksan, geb. 1947 in Wien, Dr. phil., Texter für Radio und Fernsehen (ORF, Hessischer Rundfunk), Texter von Kulturdokus. Volksbildner (Verband Wr. Volksbildung, 28 filmunterstützte Symposien, viele Einzelvorträge, in VHS 10, 20 und Urania), Publizist, Schriftsteller, Verlagslektor, Hochschullektor (Theaterwissenschaft, Thema: Filmwirtschaft und Filmdramaturgie in Österreich), Dokumentarfilmer (zuletzt: 2012 – Filmdoku „Frauenleben“, BMUKK, WIFAR; 2013 – Filmdoku „Klänge der Steinzeit“, BMBF). 2007-2009 Obmann des Österreichischen Freidenkerbundes. Prosapublikationen in Pannonia, Sterz, Inn, Gegenwart. Autorenfoto: Martin Kersting, Wien

APRIL 2017

Coverfoto: Madagaskar Haus, Basel, Schweiz

€ 18,00 (A) / 17,51 (D)


Satire Aufsässiges Geraunze eines verärgerten Österreichers.

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Wenn die österreichische Seele auf dem Seziertisch liegt, ist Lachen das schärfste Skalpell. Hans K. Stöckl hat genug – mit Wut, Selbstironie und erbarmungsloser Treffsicherheit haut er in die Tasten, ohne Rücksicht auf Politik, Zeitgeist und sich selbst. Wegwerfgesellschaft, sprachliche Neuerscheinungen und sogar Anforderungen des Literaturbetriebes selbst sind vor seinem Tastenhieb nicht sicher. Zornig-düster hinterfragt er mediengeile Selbstvermarktung und die groteske Verbeugung vor dem, was man heute unter Postmoderne versteht: Woher bekommt der Wiener sein Schnitzel in Zeiten einer globalisierten Küche?

Und warum versteht man die Worte der Jungen nicht mehr? Muss man über eine Garage verfügen, weil alles Brauchbare nur noch in der 100-Stück-Packung zu haben ist? Wie wird die Welt aussehen, wenn der Euro vom Globo abgelöst wird? Und weiß der passionierte Mülltrenner (mit Mülltrennerin) wirklich, ob und wie er/sie gegängelt wird? Aber – Stöckl sei gelesen bis zum Schluss – wir werden noch mit einem blauen Auge davonkommen!

Treffender wurde das Naturell der Österreicher (und -innen) noch nie analysiert!

Hans K. Stöckl in der edition keiper:

Das Nashörnchen Eine Geschichte übers Anderssein 128 Seiten, Gebunden € 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-902901-61-3


Eine bissige Berg- und Talfahrt durch unser aller Schein und Sein!

ca. 100 Seiten Gebunden / Pappband Mit S-W-Illustrationen € 17,60 (A) / 17,12 (D) Hans K. Stöckl steht für

MAI 2017

Hans Karl Stöckl, geb. 1945 in Großebersdorf/NÖ, Buchdruckerlehre, Schauspieler, Regisseur, Mitbegründer der »Wiener Werkstatt« und des »Theater an der Liesing«, arbeitete als Grafiker und Buchillustrator, gestaltete Platten- und Buchcovers sowie Cartoons und Karikaturen für diverse Zeitschriften und Magazine; schrieb satirische Kolumnen, Kurzgeschichten, Essays, Romane, Kinderund Jugendbücher.

Autorenfoto: Otto Semrad

Coverbild: Hans Karl Stöckl

Lesungen zur Verfügung.


Kurzprosa 16

Ein Ex-Playmate ... eine Journalistin ... und Männer! Unter anderem ...

Darf ich dir das „Tschüss“ anbieten?

Esther Rieser sieht BHs als Metapher für alle Arten der Einengung und trägt erst gar keinen mehr, weil ihr Busen dank Beauty-OP ohnehin von alleine steht. Für Tina Veit-Fuchs ist die Freiheit auch mit BH gegeben, aber ebenso essenzielle Quelle der Inspiration – wenn auch vergleichsweise nicht ganz so zügel- und bügellos. Seit Jahren verbindet das Ex-Playmate und die Journalistin eine regelmäßige Kolumne über die Irrfahrten und Einbahnstraßen zwischen Männern und Frauen, stets gewürzt mit pikanten Episoden aus Riesers bewegtem Liebesleben. Diese finden nun im Buch „Männerschlussverkauf“ ihre Fortsetzung. Mit einem immerwährenden Augenzwinkern und pointierter Schnoddrigkeit geht es darin beispielsweise um männliche Körperlichkeiten wie #morgenlatten und #lümmellocken, um #haarscharfe Begegnungen mit #peterpan oder das #wirtschaftswunderehering. Foto der Autorinnen: Christian Jungwirth

Wortakrobatik mit Sexappeal. Erste Male vergisst man nicht. Sagt man. Das erste Mal Käse essen, Zähne putzen und Einkaufen gehen habe ich definitiv vergessen. Meine erste Periode und die erste Zigarette sind mir immerhin schemenhaft in Erinnerung geblieben. Unabhängig von der Qualität auf der Festplatte eingebrannt: der erste Sex. Ich war süße 16 und frisch gewählte Miss Styria. Er war 16 Jahre älter als ich – Künstler, Medizinstudent, unheimlich g’scheit und sehr respektvoll. Er war der beste Lehrmeister, den ich mir wünschen konnte. Wir schnackselten auf seinem Schreibtisch und er kaufte mir meine ersten Stöckelschuhe. Den ersten Blow-Job hob ich mir für die Miss-Austria-Wahl und einen anderen auf. ... Erste Male vergisst man nicht. Sagt man. Und, wenn man es klug angeht, gehen sie einem auch nicht aus. Es gibt im Leben eh keine Wiederholungstaste. (aus: #daserstemal, Teil 1)


Humorvolle und amüsante Kurzgeschichten aus dem Leben einer bekennenden Sexbombe.

ca. 100 Seiten Broschur € 16,50 (A) / 16,05 (D) Esther Rieser und Tina Veit-Fuchs stehen für

Esther Rieser, geb. 1971 in Graz, ausgebildete Fotografin & Visagistin, Miss Styria 1987, 1. steirisches Playmate am Cover des Playboy-Magazins (1991), 1989 bis 2000 internationales Profimodel v. a. für Wäschefirmen, Ö-Importeurin für Spray-Tanning, arbeitet zurzeit als Beauty-Expertin im Außendienst.

Mag. Tina Veit-Fuchs, geb. 1984 in Graz, Studium der Anglistik/Amerikanistik, Absolventin des Medienkundlichen Lehrgangs, seit 2004 freiberufliche Journalistin, Autorin & Konzeptionistin. Arbeitet heute österreichweit für diverse Magazine und Unternehmen & absolviert derzeit eine Ausbildung zur dipl. Sozial- und Berufspädagogin.

MÄRZ 2017

Lesungen zur Verfügung.


Kurzprosa Erwarten Sie also keine Wunderdinge von mir, ich getraue mich lediglich, die Dinge beim Namen zu nennen und finde das Niederschreiben wunderbar vulgär.

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Von der Lust an der Literatur bis hin zur Lust in der Literatur. Der Autor zupft mit den Zähnen an Schamlocken, weint in fünf Aufzügen einer Sexualschamanin namens Esther nach, schlüpft in die Gestalt Leanders, um sich der schönen Hero unsittlich nähern zu können, lässt Dulcinea statt Don Quijotes Gemächt nur eine welke Rose finden, spielt den lustvollen Part Feredows im Liebesspiel „Der Eber und die Moorhühner“, um danach befriedigt ermordet zu werden, schwelgt wortreich über weiblich runde, italienische Kehrseiten in Verbindung mit Polenta, berichtet seinem Freund Joe Vötter von drei Griechinnen und deren göttlichen Lustspielen mit Zeus und Poseidon. Eingebettet in über hundert Textskizzen, Erinnerungen und BildTexte präsentiert Sigi Faschingbauer seine mit Fantasie angereicherten Tatsachen, die idealerweise im Urknall ihren Orgasmus finden.

Ein augenzwinkerndes Plädoyer für das hemmungslose Niederschreiben von Lusterfahrungen!

Erster Brief an Esther Sag mir – Esther Was denkst du Wenn ich dir Worte aufdränge Sag mir was denkst du Wenn ich mich in dir verlieren möchte Mich an dich verlieren versuche Sag mir was denkst du Wenn ich Ballast vor deine Füße werfe Mich und das Was man in mich gestopft hat Das in mir Überflüssige Sag es mir Du – Esther Warst plötzlich da Aus dem Nichts vor mir Aufgetaucht Ich wollte nur vor meine Tür treten Mich umsehen Andere Luft atmen Andere Düfte riechen Anderes tun Doch da standst du – Esther Du

Sigi Faschingbauer in der edition keiper: Blau Roman

Der Tänzer Roman

Das Förderband Roman

450 Seiten, gebunden € 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-902901-54-5

557 Seiten, gebunden E 24,80 (A) / 24,12 (D) ISBN 978-3-9503337-1-8

456 Seiten, gebunden E 24,80 (A) / 24,12 (D) ISBN 978-3-9502761-4-5

Kornblumen Kunstbuch

Der Tänzer Werkbuch

208 Seiten, gebunden E 29,90 (A) / 29,08 (D) ISBN 978-3-9502516-6-1

557 Seiten, gebunden E 24,80 (A) / 24,12 (D) ISBN 978-3-9503337-0-1

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SIGI FASCHINGBAUER IM REGEN DIE TINTE Mit Birgit Pölzl, Ulrike Rauch, Wolfgang Pollanz, Michael Krusche, Zosch Bluesband und Liesl Kögl. Kuration: Wenzel Mracek

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Im Regen die Tinte. Ein Projekt der Steirischen Kulturinitiative 160 Seiten, gebunden E 24,80 (A) / 24,12 (D) ISBN 978-3-902901-83-5


http://www.sigi-faschingbauer.at

Was Sie schon immer über Lust wissen wollten, aber nie gefragt haben ... ca. 100 Seiten Format 11x15, Pappband € 15,40 (A) / 14,98 (D) Sigi Faschingbauer steht für

Sigi Faschingbauer, geb. 1940 in Graz. Ab 1970 Grafikdesigner (zweiter Bildungsweg), von 1977 bis 1985 Bildender Künstler, ab 1985 Agenturleiter, ab 1999 Inhaber einer Werbeagentur und Herausgeber eines Kulturmagazins. 2000 Rückzug aus allen kommerziellen Tätigkeiten, Studien der Skripturalen Malerei, freier Bildender Künstler und Autor, seit 2002 Ausstellungen und Personalen (z. B. steirischer herbst). Interdisziplinäre Kulturprojekte im In- und Ausland.

APRIL 2017

Autorenfoto: Werner Krug

Lesungen zur Verfügung.


Fast ein Märchen

Fast ein Märchen.

20

Alles, was Lasse macht, sieht immer so aus, als wisse er nicht, wieso er es macht. Als müsse er erst überlegen, wie man das macht.

Diese Geschichte handelt von Lasse. Er hat eine kleine Tischlerwerkstatt, einen Hund namens Frühling, ein blau gestrichenes Fahrrad – und jede Menge Ängste. Kurz: Er ist ein Schisser. Und damit auch in Sachen Liebe ein ausgemachter Trottel. Beim Abnehmen von Vorhängen beginnt er, um seine Höhenangst zu überspielen, einen eigenartigen Singsang, den seine Vermieterin mitbekommt. Lasses Karriere als Musikstar beginnt. Er gewinnt einen SongContest, seine Vermieterin managt ihn. Und wird seine Lebensgefährtin. Monatelang tingelt Lasse – gefeiert als Mr. Ledderman – durch die Konzerthallen dieser Welt.

Als er nach längerer Zeit wieder in seine Werkstatt kommt, entdeckt er die kleine Welt, seine kleine Tischlerwelt, von Neuem. Und macht eine ultimative Entdeckung: „Wirklich wichtig werden die Dinge, wenn sie einem fehlen.“ Mit jedem neuen Buch stellt Friedrich Hahn unter Beweis, dass er einer der originellsten und vielseitigsten Schriftsteller Österreichs ist. Lasse kommt auf den ersten Blick recht pragmatisch daher, doch Zeile für Zeile entrollt sich vor dem Leser/der Leserin eine skurrile und humorvolle Geschichte, die von der hintergründig angelegten gesellschaftskritischen Sicht des Autors zeugt.

Er hat sie überall dabei, seine Zweifel. Zweifel sind praktisch, hat er gegenüber Inka einmal gesagt: man kann sie überall hin mitnehmen.

Friedrich Hahn in der edition keiper:

Der Setzkasten oder Erwin und die halben Luftballons Roman gebunden, Schutzumschlag, 144 Seiten EUR 17.60 (A) / 17.12 (D) / ISBN 978-3-902901-74-3


http://members.chello.at/~ friedrich.hahn/start.htm

Für Erwachsene ab 12 und Kinder bis 99. ca. 48 Seiten, Pappband € 15,00 (A) / 14,59 (D) Mit S-W-Illustrationen von

Friedrich Hahn, Waldviertler des Jahrgangs '52, schreibt und veröffentlicht seit 1969, seit 1999 freischwebender Sprachwerker. 33 Bücher mit Lyrik, Prosa sowie Arbeiten für den Rundfunk (18 Hörspiele) und für die Bühne (zuletzt „im rücken des schattens“, die rampe, Stuttgart 2004). Performances (u. a. im Centre George Pompidou/Paris im Rahmen der Polyphonix), Ausstellungen und Kataloge (u. a. „remakes“: Museum Moderner Kunst/Wien, „unterm strich“: Galerie Eichgraben, „allerhand hahn“: CA-Galerie im TZ).

APRIL 2017

Autorenfoto: Leo Fellinger

Coverbild: Maximilian Lacher

Maximilian Lacher


Kinderbuch 22

Ein Schatz an Zeichnungen und Malereien, die mit Gedichten und Versen in einen einzigartigen Dialog treten.

Dieses Kinderbuch ist ein Bilderbuch und Vorlesebuch, ein Erstlesebuch und Nachlesebuch, ein vergnügliches Plädoyer für das Schauen und Staunen.

Ja, und vielleicht regt dieses Buch auch ein wenig zum Nachdenken an – denn die Welt ist voller Schätze und Fundstücke, man muss nur genau hinsehen.

Eindrücke zum Tagesgeschehen und rätselhafte Entdeckungen fließen fast spielerisch zu poetischen Impressionen zusammen. Bilder und Texte sind kleine Mitteilungen, enthalten zarte Belehrungen, lustige, traurige, alberne und wunderbare Erlebnisse, Eindrücke oder „nur“ nette Geschichten aus dem Alltag.

Ewald Gynes wurde von seiner Tochter Anna zu diesem Buch inspiriert. Viele gemeinsame Abenteuer sowie Annas gelebte Kreativität und unbändige Energie liegen diesen kleinen Kunstwerken zugrunde.

Faszinierende Bilder in verschiedenen künstlerischen Techniken.

DACHGESCHICHTEN Auf meinem Dach sitzt schon seit Tagen ein Spatz mit rosarotem Hut. Jetzt werd ich hingehen und ihn fragen, was er so lang da oben tut. Er sagt, das sei ein Treffplatz für noch ein andres Tier, er warte auf den Dreckspatz vom Hause Nr. 4. Jetzt zuckt’s durch meine Glieder, der Kerl, der meint doch mich! Zwar hab ich kein Gefieder, doch hier wohn sicher ich. Wenn dreckig ich mich oft gemacht, hat Mutter mich dann eingeseift. Nur hätt ich niemals mir gedacht, dass man das von den Dächern pfeift.


http://www.ewald-gynes.at

Ewald Gynes bringt die verlorene Welt des Bilderbuches zurück! 48 Seiten 21 x 21 cm / Pappband Durchgehend farbig illustriert € 22,00 (A) / 21,40 (D) Ewald Gynes steht

Ewald Gynes, geb. 1958, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Graz. Sehr frühe Beschäftigung mit Fotografie, Zeichnung und Malerei. HTBL Ortweinplatz, Architekturstudium und rege baukünstlerische Mitarbeit an verschiedenen Architekturprojekten im Inund Ausland. Malerei, Skulptur, Grafik, Objektund Raumkunst, Fotografie, aber auch Schulprojekte, Kursleitungen, Texte, Lyrik, Lesestrecken und Kunsttheorien sind aktuelle Arbeitsschwerpunkte. Teilnahme an mehreren internationalen Workshops und Symposien sowie zahlreiche Ausstellungen im europäischen Raum. Ankäufe, Aufträge und Arbeiten in öffentlichen, privaten sowie sakralen Bereichen. Natur, Menschenrechtsfragen und Kunstangelegenheiten sind und bleiben permanente persönliche Anliegen.

Autorenfoto: Atelier Ewald Gynes

APRIL 2017

Coverbild und Illustration S. 22: Ewald Gynes

für Lesungen zur Verfügung.


Biografie 24

Eine etwas andere Biografie!

Wer war Franz Moser? Freunde und Freundinnen, Betreuer/innen, Familienangehörige, ja sogar eine Wissenschaftlerin und ein Politiker versuchen, in teils sehr persönlichen Erinnerungen und Berichten diese Frage zu beantworten. Autobiografische Erzählungen von Franz Moser selbst und Verweise zu Presseberichten runden dieses Buch ab. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt einer facettenreichen Persönlichkeit, die trotz erheblicher körperlicher Beeinträchtigung zeitlebens nicht nur die eigenen Grenzen überschritten hat, sondern das Leben vieler Menschen leichter, lebbarer und einfacher gemacht hat.

Den Leser/die Leserin erwartet kein bedrückendes Buch, keine traurige Schilderung eines eingeschränkten Lebens – nein, entstanden ist ein bunter, fröhlicher Band voller Abenteuer, man trifft auf nachdenklich machende Passagen, kann sich „auf gut Glück" dahintreiben lassen, mag sich durchaus auch verirren in Franz Mosers Leben, das sicher kein einfaches war. Was letztlich bleibt ist das Vermächtnis eines beeindruckenden Mannes, der sein ganzes Leben lang keine Barrieren zugelassen hat – weder für sich, noch für andere.

Wer schon einmal mit einer Pistenraupe gefahren ist, darf sich jetzt zurückerinnern, der Franz hat’s ein Leben lang getan und immer wieder genüsslich davon erzählt. Es war noch stockdunkel, als wir ihn zu zweit über die massiven Eisenraupen der Monstermaschine hinaufhievten ins Führerhaus. Dort schnallten wir ihn fest, so gut es ging, als Notbehelf zog ich noch den Ledergürtel aus meiner Jeans. Wir verzurrten den Franz nach Leibeskräften, dass er nicht gegen die Frontscheibe krachte beim Bergabfahren. Miesenbach ist zwar nicht die Streif, wo sie die Pistenraupen mit Seilzügen hochziehen müssen, aber ein Mensch, der sich nicht selbst festhalten kann, wird schnell zum Spielball der Schwerkraft, wenn’s am Hang zur Sache geht. Ich blieb am Parkplatz, rauchte mir eine Zigarette an und überlegte, was bei der Abfahrt der beiden heller gestrahlt hatte, der Suchscheinwerfer der Pistenraupe oder die strahlenden Augen meines Kumpels? Reinhard May fiel mir ein: „… bis sie abhebt und sie schwebt, der Sonne entgegen. Ich seh ihr noch lange nach, ich wär gern mitgeflogen”, oder so ähnlich.

„Das Leben ist schön. Menschen sind Menschen. Menschen leben das schöne Leben. Sie kämpfen oft auch um’s Überleben und wollen schon aufgeben. Dem Franz Moser ist es nicht anders ergangen, aber er hat seinen Weg gefunden, ihn befahrbar gemacht und immer weiter ausgebaut.”


„Es geht nicht” gibt es nicht!

ca. 280 Seiten Gebunden / Pappband Mit Fotofarbteil

Volker (VOX) Sornig, geb. 1966, verheiratet, 2 Kinder, lebt in Graz. „Obwohl ich die Notbremse gezogen habe, befinde ich mich keineswegs im Stillstand.“ Cornelia (Conny) Dinsleder, geb. 1981, lebt in Basel. „Verschieb' die Grenzen – in mir und bei anderen.“

FEBRUAR 2017

Coverfoto: Archiv der Lebenshilfe GmbH

€ 25,00 (A) / 24,32 (D)


Kunstband 26

„Herbert Soltys antwortet auf die Sensationsgier mancher Künstlerkollegen mit einer einfach guten Malerei.“ (Günter Brus)

Der vorliegende Kunstband von Herbert Soltys bietet einen retrospektiven Querschnitt seiner Arbeiten aus den Jahren 2009 bis 2015 und soll mit den ausgewählten Werken einen repräsentativen Einblick in das vielschichtige und breit gefächerte Schaffen dieses keiner gefälligen „Modeströmung“ unterworfenen Künstlers geben. Ob Acryl oder Öl auf Leinwand, Installation oder Performance, Pinsel oder Bleistift, Herbert Soltys führt auf breitem Spektrum in die Tiefen möglicher Kunsterfahrung und er tut dies mit sicherer und vehementer Hand. „Ein Mann fürs Zarte“ mag er nicht sein, meinte Günter Brus, „dagegen steht seine Malerfaust.“ Das Buch gibt Einblick in die Kunst-Welt dieses, man kann es ruhig so sagen, steirischen Ausnahmekünstlers mit internationalem Format.

Foto: Josef Schinzel

„Die Kunst hat und darf einen mir wichtig erscheinenden Aspekt nie und nimmer verlieren – nämlich Unsichtbares und Unverstandenes sichtbar zu machen, erlebbar und sichtbar wiederzugeben – durch Sichtbarmachungsmöglichkeiten aller ART.“ (Herbert Soltys)

„O. T.“

2010 Öl, Acryl auf Hartfaser je 100 x 70 cm


Herbert Soltys – ein kritischer Zeitgenosse, dem allzu Glattes nicht liegt! 264 Seiten Broschur, Format 29 x 22 Durchgehend Farbdruck

Herbert Soltys, geb. 1956 in Graz, lebt in Graz. 1972-1976 Kunstgewerbeschule Graz Ortweinplatz/HTBLA (Abteilung Malerei Prof. O. Brunner), 1980-1985 Lehrauftrag an der Universität für Darstellende Kunst, Graz (Abteilung Bühnenbild), 1986-2007 Leitung für Bühnenbild der Werkstätten der Vereinigten Bühnen Graz, seit 1989 Mitglied des Künstlerkollektivs Intro Graz Spection, seit 2007 freischaffender Künstler. Foto: Josef Schinzel

2016 erschienen

Coverbild und Bild Seite 26: Herbert Soltys Foto: Gerald Liebminger

€ 30,00 (A) / 29,18 (D)


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