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EVENT ZEITUNG

Mittwoch, 24. Februar 2016 Bauakademie Steiermark Ăœbelbach

BAULEHRLINGSCASTING 2016 POLY-LANDESWETTBEWERB 2016

ALLES SIEGER Interview

Webalbum

BAUAkademie

Baulehre bietet beste Karrierechancen und beste Bezahlung. Seiten 8/9

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Die triale Ausbildung erweist sich seit 30 Jahren als Erfolgsmodell Seite 10


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ALLE LEHRLINGE

DIE TOP 10

des Baulehrlingscastings 2016 Platz 1 2 2 4 4 6 6 6 9 9

Name Lukas Puregger, Weiz Marcel Kerschenbauer, Hartberg David Slabernig, Deutschlandsberg Maximilian Dirnberger, Pischelsdorf Tobias Reiter, Pischelsdorf Christoph Königshofer, Birkfeld Julian Pölzl, Deutschlandsberg Julian Spörk, Hartberg Johannes Zöhrer, Pischelsdorf Manuel Scheucher, Feldbach

DIE TOP 3

des Poly-Landeswettbewerbes 2016 Platz 1 2 3

Name Stefan Lanzl, PTS Leibnitz Tobias Reiter, PTS Pischelsdorf Julian Pölzl, PTS Deutschlandsberg


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HABEN GEWONNEN

Im Rahmen des zweiten bundesweiten Bauarbeiter-Lehrlingscastings wurden in der BAUAkademie Übelbach die besten Nachwuchskräfte gesucht. An fünf Stationen mussten die 106 AnwärterInnen, unter ihnen zwei junge Damen, ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Vor drei Jahren fand in der Steiermark das erste landesweite Baulehrlingscasting Österreichs statt. Nun hielt das steirische Erfolgsmodell auch in den restlichen Bundesländern Einzug. Auch wenn der Spaß für die 106 TeilnehmerInnen nicht fehlen durfte, so war es dennoch auch eine ernste Angelegenheit. Bot dieses Casting den Jugendlichen doch eine einmalige Chance,

sich der Bauwirtschaft zu präsentieren und eine sichere Lehrstelle zu ergattern. Aber: „Auch für die Unternehmen ist es eine Top-Gelegenheit, sich ein genaues Bild vom steirischen Nachwuchs zu machen“, so Landesinnungsmeister BM DI Alexander Pongratz, der sich von der Veranstaltung einmal mehr begeistert zeigte und den Teilnehmern über die Schultern blickte.

Viel Programm Auf dem Programm standen für die zahlreichen Lehrplatz-AnwärterInnen verschiedene Tests, um ihre Fähigkeiten in Sachen Sportmotorik, Allgemeinbildung, Mathematik, Deutsch und Mauern unter die Lupe zu nehmen. „Die Anforderungen auf der Baustelle gehen weit über das reine Aufstellen einer Mauer hinaus. Kopfrechnen und gutes techni-

sches Verständnis sind genauso wichtig“, erklärt Lehrlingswart BM Ing. Kurt Graf. „Daher haben wir uns dafür entschieden, die Teilnehmer in fünf Stationen auf Herz und Nieren zu checken. Dieses Programm kam auch den Anwärtern selbst zu Gute. Ihnen wurde dabei eine ideale Gelegenheit geboten um zu sehen, ob diese Berufswahl auch die richtige ist.“


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DIE PTS IST DIE BESTE VORBEREITUNG Landesschulinspektor Hermann Zoller über die Bedeutung der Polytechnischen Schulen und deren Kooperation mit der Wirtschaft. Welchen Stellenwert hat die Polytechnische Schule in der Bildungslandschaft? Hermann Zoller: Ihre zentrale Aufgabenstellung ist es, den SchülerInnen den Übertritt in den Lehrberuf zu ermöglichen. Das gelingt ihr hervorragend, 90 Prozent der SchülerInnen schaffen diesen. Das zeigt, dass die Polytechnische Schule die Begabungen und Talente fördern kann, die die SchülerInnen für

Hermann Zoller, Landesschulinspektor für Polytechnische Schulen

die berufliche Ausbildung benötigen. Wie kooperativ zeigt sich die Wirtschaft?

Zoller: Die Polytechnischen Schulen sind jene mit der engsten Kooperation mit der Wirtschaft. Vor allem mit Klein- und Mittleren Unternehmen gibt es oft langjährige Partnerschaften. Der Praxisbezug des Unterrichts ist wichtig, weil er es den Jugendlichen ermöglicht, ihre Vorstellungen von einem Beruf einem Realitätscheck zu unterziehen.

Was halten Sie von Wettbewerben wie den heutigen? Zoller: Sie sind wichtig, weil die SchülerInnen nach einer Orientierungsphase in der Schule die Gelegenheit bekommen, ihre fachspezifische Ausrichtung aufzuzeigen. Und sie können sich für die Wirtschaft interessant machen. Nicht zuletzt ist der Wettkampf gegen andere immer eine gute Motivation.

AUS DEM GANZEN LAND „Wir haben TeilnehmerInnen aus dem ganzen Land bei dieser Veranstaltung“, freut sich Karin Amtmann, Lehrlingsexpertin der BAUAkademie. Sie ist das ganze Jahr über mit den PTS in Kontakt, um über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

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FRAUEN VOLLER POWER Unter die 106 Teilnehmer des Baulehrlingscastings haben sich auch zwei junge Damen gemischt. Laura Leyla Durdu (Bild links), Bianka Kerschofer (Bild rechts) absolvierten natürlich das gleiche Programm wie die männlichen Kollegen und ernteten jede Menge anerkennende Blicke.

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BAU BIETET GUTE

Landesinnungsmeister Alexander Pongratz und Walther Wessiak, in der Innung zuständig für Aus- und Weiterbildung, über Berufe am Bau und deren Zukunft.

Landesinnungsmeister Alexander Pongratz und Walther Wessiak, zuständig für Aus- und Weiterbildung

BESTBEZAHLTE LEHRLINGE Zusätzlich zur staatlichen Förderung unterstützt die Bauwirtschaft jeden Lehrplatz jährlich mit 1.650 Euro und übernimmt die Kosten für die Berufsschul‐Internate, erklärt Susanne Grilz, Geschäftsführerin der steirischen Bauinnung. „Maurer‐Lehrlinge verdienen bereits im ersten Lehrjahr 912 Euro pro Monat, im zweiten 1.368 Euro und im dritten Jahr 1.824 Euro.“

Was haben Sie heute im Rahmen des Castings gesehen? Alexander Pongratz: Jede Menge Jugendliche, die mit sehr großem Eifer bei der Sache sind. Ich freue mich schon jetzt darauf, den einen oder anderen von ihnen in Zukunft auf einer steirischen Baustelle begrüßen zu können.


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KARRIERECHANCEN

Hat die Baubranche Nachwuchsprobleme? Alexander Pongratz: Wir haben genügend Nachwuchs, aber manchmal müssen wir ihn schon suchen. Daher sind Veranstaltungen wie dieses BauarbeiterLehrlingscasting an der Bauakademie Steiermark in Übelbach sehr wichtig. Damit gelingt es uns, den Wert der Berufe am Bau zu thematisieren. Das Image des Bauarbeiters ist nicht gerade strahlend, oder? Walther Wessiak: Ja, aber zu unrecht. Wenn man

sich die Aufgaben eines Maurers ansieht und die Leistungen, die er täglich vollbringt, dann erkennt man, dass das ein sehr anspruchsvoller Job ist.

Mehr als ein paar Ziegelsteine schlichten? Wessiak: Allerdings! Der Maurer hat eine große Verantwortung. Beim Hausbau muss er schauen, dass das Fundament zentimetergenau am richtigen Platz entsteht, dass es stark genug ist; dass die Mauern passen und für den Dachstuhl richtig dimensioniert sind. Dazwischen liegen

noch viele andere Schritte. Außerdem braucht jeder, der im Baubereich arbeitet, eine gehörige Portion Sportsgeist. Er muss immer wieder Neues anpacken, Elan zeigen, kreativ gestalten und Neues formen. Freilich muss er auch körperlich hohen Anforderungen gerecht werden, das verlangt schon auch gezieltes Training. Beim Schalungsbauer und Tiefbauer ist es nicht anders. Nur wenige Berufe haben ein so breites Spektrum wie jene am Bau. Muskelkraft ist also gefragt – wie steht es mit dem Hirnschmalz? Wessiak: Wer am Bau arbeitet, braucht viel Köpfchen. Es gilt, rasch richtige Lösungen zu finden, schnell zu begreifen, worum es geht, und das Große und Ganze im Blick zu haben. Pongratz: Maurer arbeiten heute mit neuesten technischen Hilfsmitteln. Zum Beispiel dienen Laser dem präzisen Abmessen. Die Daten werden per Notebook in die Zentrale übermittelt. Warum sind die Berufe dennoch nicht so begehrt?

Liegt es an der Bezahlung? Wessiak: Baulehrberufe zählen zu den bestbezahlten in Österreich und bieten gute Aufstiegsmöglichkeiten. Was natürlich mitspielt bei der Berufsentscheidung: Man ist viel draußen, Wind und Wetter ausgesetzt und arbeitet körperlich hart. Das ist freilich etwas anderes als im warmen Büro zu sitzen. Zugleich kann man das aber auch positiv sehen: Bauarbeiter bleiben in Bewegung und körperlich fit. Wenn Sie den Nachwuchs bei der Arbeit beobachten – was sehen Sie da? Pongratz: Man erkennt recht schnell, wer Talent hat und wer noch etwas mehr Übung braucht. Denn Qualität und Genauigkeit haben in unserem Beruf den größten Stellenwert! Dafür steht die steirische Bauwirtschaft.

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DIE TRIALE AUSBILDUNG IST EIN ERFOLGSMODELL Seit mehr als 30 Jahren erhalten Bau-Lehrlinge an den heutigen BAUAkademien eine praxisbezogene Ausbildung – zusätzlich zu jener im Betrieb und der Berufschule. Die BAUAkademie Steiermark in Übelbach wurde 1984 als Lehrbauhof installiert. Die Bildungsangebote umfassen die zwischenbetriebliche praktische Ausbildung von Lehrlingen (Maurer, Schalungsbauer, Tiefbauer) sowie die berufsbegleitende Erwachsenen Aus- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen der Bauwirtschaft aus allen funktionalen Ebenen des Unternehmens. „Mit 14

BM Ing. Michael Windisch, Geschäftsführer der BAUAkademie

Seminarräumen, vier Hochbauhallen, einer Mehrzweckhalle (Hochund Tiefbau, Fertigteilbau) und einer Trockenbauhalle ist sie für aktuelle und zukünftige Anforderungen der Branche bestens gerüstet“, betont GF BM Ing. Michael Windisch. Triale Ausbildung Im Jubiläumsjahr haben in der Steiermark 506 Lehrlinge (davon 139 im ersten Lehrjahr) die triale

Ausbildung im Baugewerbe durchlaufen. Diese sieht eine Ausbildung von mindestens drei Jahren (bei Doppellehre vier Jahre) vor, dazu drei Mal rund neun Wochen Berufsschule in Murau und zwei Mal drei Wochen in der BAUAkademie Übelbach sowie eine Woche Vorbereitungskurs für die Lehrabschlussprüfung. Durch die zwischenbetriebliche Lehrbauhofausbildung der Lehrlinge

kann sichergestellt werden, dass die Maurer-, Schalungsbauer- und Tiefbaulehrlinge gemäß dem jeweiligen Berufsbild eine praxisbezogene, ergänzende Ausbildung erhalten. Alle Lehrlinge der Bauwirtschaft werden zusätzlich zur Ausbildung im eigenen Betrieb und der Berufsschule innerhalb der dreijährigen Lehrzeit am Lehrbauhof in Bauhofpraxis und Theorie unterrichtet.


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Stellten sich den Lehrlingen und Betreuern vor: der Porr-Konzern, die Baufirma Strobl und Lieb-Bau. Außerdem fanden sich Vertreter von rund 40 Baufirmen beim Casting ein, um ihre zukünftigen Lehrlinge während des Wettbewerbes zu beobachten.


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Fotos: Jimmy Lunghammer, www.lunghammer.at

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