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Ingo Porada Riemenschneiderstraße 8 97072 Würzburg 8. Dezember 2011

Frau E. Hümmer-Gutenkunst Allgemeiner Sozialdienst der Stadt Würzburg Karmelitenstraße 43 97070 Würzburg

Sehr geehrte Frau Hümmer-Gutenkunst, ich bedanke mich dafür, dass Sie mir mehrmals die Gelegenheit für ein Telefongespräch mit Ihnen gegeben haben. Es tut mir sehr leid, dass ich in diesen Wochen die Zeit, die Sie meiner Frau, ihrer und meiner Tochter, und mir geben, nicht im gleichen Umfang zurückgeben kann, und zwar nicht nur aufgrund meiner schwierigen häuslichen Situation, in der ich leider in jeder meiner Bewegungen behindert werde, oder auch dem Umstand, dass ich zur Zeit ganztags arbeite, sondern ferner, weil ich mich zudem noch um viele Angelegenheiten meiner demenz-kranken und anderweitig eingeschränkten Mutter kümmern muss, die überdies am 6. November 2011 einen Schlaganfall erlitten hat und seither stationär betreut wird, aber der noch viele Ungewissheiten bevorstehen. Sie sagten mir in unserem letzten Telefongespräch, dass Sie gerne meine Frau, ihre und meine Tochter, und mich am 19. Dezember 2011 zu Hause besuchen würden. Selbstverständlich wäre mir Ihr Besuch sehr willkommen. Bitte sagen Sie mir Bescheid, ob Sie Ihren geplanten Hausbesuch mit meiner Frau haben vereinbaren können. Unabhängig von Ihrem geplanten Hausbesuch würde ich auch gerne mit Ihnen zu zweit, und lieber persönlich als über das Telefon, sprechen. Könnte ich Sie um 17:00 am kommenden Donnerstag, dem 15. Dezember 2011, in Ihrem Büro treffen. Oder würden Sie mir einen anderen Termin vorschlagen? Dem Gespräch, das ich mir mit Ihnen wünsche, möchte ich nicht vorgreifen, aber ich sende Ihnen einstweilen mit dem Original dieses Briefes eine Fotokopie eines Briefes, den ich an Frau Dr Monika Böske geschrieben habe. Zudem möchte ich auch noch als ganz akute Besorgnis erwähnen, dass meine Frau sich, und damit unsere ganze Familie, vielleicht mutwillig obdachlos machen will, möglicherweise in der Erwartung, dass sie die daraus entstehende Notlage in irgendeiner Weise zu ihrem Vorteil manipulieren kann. Ich kann leider die Miete der gemeinsamen Wohnung ohne einen Beitrag von meiner Frau nicht zahlen. Allgemein mag ich noch hinzufügen, dass meine Frau in ihrem Gebaren und ihrer Motivation insgesamt von Verzweiflung und Wut, und nicht von einem positiven Ziel, getrieben zu sein scheint, und zwar eigentlich schon über all‘ die Jahre meiner Bekanntschaft mit ihr hinweg. Gerade das ist es, was mich mit Angst vor meiner Frau, und auch mit größter Sorge um ihre und meine Tochter, erfüllt. Könnten Sie über diese Situation auch mit Frau Dr Böske und Frau Christiane Stocker sprechen? Mit freundlichen Grüßen


porada to huemmer-gutenkunst  

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