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2011 Entdeckungen — discoveries — découvertes — descubrimientos

www.msm-gymnasium-krefeld.de

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Inhaltsverzeichnis MSM-Schulinterna Vorwort Schulpflegschaft Elternmitwirkung am MSM Neues vom Förderverein Aktuelles von der Schülervertretung Feierliche Entlassung des Abiturjahrgangs 2011

MSM auf Fahrt 4 5 7 10 11 12

50-jähriges Bestehen des MSM Zum 50. Geburtstag des MSM Das MSM - eine Schule mit Tradition Impressionen: Carmina Burana Carmina Burana Das MSM entdeckt die Welt Impressionen vom Budenfest des MSM

15 17 19 20 20 21

Klassenfahrt der Jgst. 6 nach Brüggen Berlin-Fahrt 2011 Venedig 2011 „Wienfahrtgeschicht“ Studienfahrt Cannes 2011

55 56 57 58 60

MSM International „¡Vamos a la platja!“ A trip to Eastbourne, London and Brighton The best year of my life Argentinien 2011 Auf den Spuren der ersten deutschen Auswanderer

61 64 65 67 70

MSM Kollegium und Schülerschaft Die neuen Kolleginnen und Kollegen des MSM Zur Verabschiedung von Frau Mühlenberg Verabschiedung von Frau Koltermann Willkommen am MSM - Die neuen Fünfer

22 28 29 30

MSM engagiert „Creinvelt - schön doll hier“ Animal Court Dele und Delf am MSM Stop the waste - jedenfalls ein bisschen Bewerbertraining der besonderen Art Jugend forscht 2011 am MSM Die Junior-Akademie Leiden Model United Nations (Lemun) Erinnerung als Schlüssel zur Zukunftsgestaltung „Ferien, endlich Sommer!“ - Der Sommerhit

32 32 33 34 35 36 37 38 40 44

44 46 48

MSM Sport Das Sportjahr am MSM MSM - Stark im Tennis!

:msm 2011 ist die Schulzeitung des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums für Eltern, Schüler, Lehrer, Ehemalige und alle Freunde und Förderer des MSM Redaktion: Ralf Neutag

MSM unterwegs Neues vom Hülser Berg Allons, enfants du MSM Ausflug ins Sport- und Olympiamuseum

Impressum

50 53

Anzeigenkoordination: Heinz Strohe Kontakt: Schulzeitung MSM Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Johannes-Blum-Straße 101 47807 Krefeld Telefon: (02151) 37 66 0 Fax: (02151) 37 66 44 Email: msm.kr@gmx.de Internet: http://www.msm-gymnasium-krefeld.de V.i.S.d.P: Förderverein des MSM-Gymnasiums Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Johannes-Blum-Straße 101 47807 Krefeld Auflage: 1.400 Exemplare Redaktion und Förderverein danken den Inserenten für die freundliche Unterstützung, wodurch die Realisierung der Schulzeitung in dieser Form ermöglicht worden ist. Wir bitten unsere Leser/innen, bei Einkäufen oder Auftragsvergaben die inserierenden Firmen zu berücksichtigen.

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Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, nach den eindrucksvollen Jubiläumsfeierlichkeiten des letzten Schuljahres sind wir zum schulischen Alltag zurückgekehrt. Wenn man überhaupt von einem schulischen Alltag sprechen kann. Obwohl nach dem Parlamentsbeschluss im Herbst dieses Jahres nun Friede in der Schullandschaft eingekehrt ist und ein vorläufiges Ende von Reformen eingeläutet wurde, gibt es in einer Schule keinen Stillstand. Veränderungen sind unser ständiger Begleiter. So gilt es, die Stelle der Stellvertretenden Schulleitung möglichst schnell wieder zu besetzen. Ebenso haben Sie vielleicht schon den personellen Wechsel im Sekretariat bemerkt. Frau Weyers und Frau Holthausen haben Frau Koltermann und Frau Pesch abgelöst. Einige Kolleginnen und Kollegen verließen unsere Schule, eine Vielzahl neuer Kolleginnen und Kollegen haben ihren Dienst bei uns angetreten. Das Kollegium wurde außerdem durch eine Sozialpädagogin verstärkt. Darüber hinaus strahlt unsere Aula in einem neuen Glanz und hat sich zu der guten Stube der Schule entwickelt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern, arbeitet zurzeit intensiv an unserem Schulprogramm, in dem die Ziele und Schwerpunkte unserer Arbeit sowie die Weiterentwicklung der Schule niedergelegt werden.

werden lassen: eine Schule, in der die Schülerinnen und Schüler gerne lernen, in der eine angenehme Atmosphäre vorherrscht, alle sich gegenseitig respektieren und in der alle Talente unserer Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Rückblickend möchte ich noch einmal auf die Veranstaltungen des Schuljubiläums eingehen. Sowohl der Festakt als auch die glanzvollen Aufführungen von Carmina Burana in der Friedenskirche und das Schulfest haben allen Besuchern gezeigt, zu welchen beeindruckenden gemeinsamen Leistungen Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und Eltern im Stande sind. Alle Veranstaltungen haben aus meiner Sicht erfolgreich zu einem positiven Bild der Schule nach außen und nach innen beigetragen. An dieser Stelle gilt mein Dank dem Kollegium für die engagierte Bewältigung der umfangreichen Arbeit im vergangenen Jahr, den aktiven Eltern unserer Schule, die sich an vielen Stellen wieder eingebracht haben, den Schülerinnen und Schülern, die durch besondere Leistungen zum guten Ruf der Schule beigetragen haben und nicht zuletzt Herrn Neutag und seinen Helferinnen und Helfern für die Herausgabe einer wie immer abwechslungsreichen Schulzeitung, die ein hervorragendes Spiegelbild unserer Aktivitäten des letzten Jahres ist.

Im Bereich der Übermittagsbetreuung und der Nachmittagsangebote werden seit diesem Schuljahr neue Wege beschritten, das Feld der Berufsorientierung wird Ihr weiter ausgebaut. Trotz aller Veränderungen wollen wir den Kern des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums erhalten und sichtbar Seite 4


Schulpflegschaft Bericht des Schulleiters Start in das Schuljahr 2011/12 Anzahl und Verteilung der Schüler/innen in den letzten fünf Jahren: 2007 2008 2009 2010 2011 Anmeldungen

173

137

161

160

160

Aufnahmen

161

135

155

129

129

Englischklassen

3

3

3

3

3

Französischklassen

2

2

2

1

1

Schülerzahl in S I

663

682

735

661

681

Anzahl der Klassen in S I 23

24

26

23

23

Schülerzahl in S II

254

274

273

366

367

Gesamtschülerzahl

917

956

1008 1027 1048

Veränderungen im Lehrerkollegium Frau Monika Mühlenberg ist am Ende des Schuljahres in den Ruhestand getreten. Herr Dr. Schmitz und Herr Hagedorn sind an ein Duisburger Gymnasium bzw. an ein Gymnasium in Kamen gewechselt. Frau Birte Müller und Frau Anne-Rose Beucher haben ebenso ihre Tätigkeit bei uns beendet.

Neu zu uns gekommen sind: Frau Anna-Sarah Bossmann (D/F), zum 01.02.2011, Frau Nina Fischer (M/PA), zum 01.02.2011, Frau Liane Moldering (D/PL), zum 01.02.2011, Frau Liesa Schlüter (M/CH), zum 02.09.2011, Frau Nergiz Topal (M/EK), zum 02.09.2011, Frau Lea Zielinski (E/SP), zum 02.09.2011 Vertretungsunterricht erteilen seit Beginn dieses Schuljahres Frau Birgit Egemann-Täuber (L), Herr Jan Lehmann (L), Frau Deborah Unger (KU) und Herr Gereon Krause (MU). Frau Dr. Pabst und Frau Fuchs-Stein sind während des gesamten Schuljahres in Elternzeit.

Unterrichtsversorgung Zurzeit unterrichten am Maria-Sibylla-Merian - Gymnasium über 70 Lehrer/innen und sieben Referendare/innen. Am Ende des vergangenen Schuljahres konnten alle zugewiesenen Lehrerstellen besetzt werden. Aktuell sind nur geringfügige

Unterrichtskürzungen in den Fächern Religion und Sport notwendig. Durch Mutterschutz- und Elternzeiten sowie den selbstständigen Unterricht der Referendare/innen lassen sich in einigen Fächern Lehrerwechsel in kürzeren Abständen nicht vermeiden. Die Planungen sind auch weiterhin langfristig und auf Kontinuität angelegt. Erfreulich ist die Tatsache, dass der in der Stundentafel verankerte Förderunterricht ungekürzt erteilt werden kann. Als KOMMIT-Schule werden wir zusätzliche Förderstunden einrichten. Diese Stunden werden zunächst in der Jahrgangsstufe 6 im Fach Englisch eingesetzt. Außerdem können erneut zahlreiche Arbeitsgemeinschaften angeboten werden, die von Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen geleitet werden bzw. durch Kooperationen mit Vereinen möglich sind.

Raumsituation Die in den letzten Schuljahren stark angestiegene Schülerzahl hat uns räumlich gesehen an unsere Grenzen gebracht. Aus diesem Grund konnten wir auch in diesem Schuljahr nur vier Eingangsklassen bilden, obwohl die Anmeldezahlen für fünf Klassen gereicht hätten. Dies führte leider erneut zu einer hohen Zahl von Ablehnungen. Wir sind auch in diesem Jahr froh, dass wir für jede Unterrichtsstunde einen Raum zur Verfügung haben. Die Übermittagbetreuung findet sowohl in Klassenräumen als auch an einigen Tagen in der Aula statt.

Rückblick auf das Schuljahr 2010/11 Schulkultur Das vergangene Schuljahr stand insbesondere im zweiten Schulhalbjahr ganz im Zeichen unseres Schuljubiläums. Neben dem Festakt im April stand die grandiose Aufführung von Carmina Burana im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres. Mit einem tollen Schulfest bei herrlichem Wetter haben wir das Schuljahr abgeschlossen. Bei all diesen Veranstaltungen hatten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit auch außerhalb des Unterrichtes ihre vielen Talente erfolgreich einzubringen. Ich danke allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern für ihr großes Engagement. Sie haben alle zu einer hervorragenden Präsentation unserer Schule beigetragen. Daneben führte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 überzeugend ein Theaterstück („Kill Ill“) auf. Erste Plätze erzielten Schüler unserer Schule beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“. Viele Schülerinnen und Schüler erwarben DELF

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und DELE Sprachzertifikate, beteiligten sich erfolgreich an Facholympiaden, am Känguru- und am Big Challenge-Wettbewerb, bei der Antiraucherkampagne „Be Smart“ und an vielen Sportwettbewerben, wie z.B. den Stadtmeisterschaften. Hier erreichte unsere Schule insgesamt den dritten Platz beim Vergleich der Krefelder Schulen. Den „sportlichen“ Abschluss bildete wieder das Sportfest am Löschenhofweg. Die hervorragenden Bedingungen in Uerdingen machen es möglich, dass alle Schülerinnen und Schüler an dieser Veranstaltung mitwirken können. Auch fanden wieder gut besuchte und interessante Lesungen für alle Jahrgangsstufen im Laufe des Schuljahres statt. Hier gilt mein Dank dem Föderverein, der diese Veranstaltungen immer wieder durch einen finanziellen Beitrag ermöglicht.

Zentrale Prüfungen Im vergangenen Schuljahr gab es drei zentrale Prüfungen: die Lernstandserhebung in der Jahrgangsstufe 8, die zentralen Klausuren in der Jahrgangsstufe 10(EF) in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie das dritte Zentralabitur.

Lernstandserhebung 8 Zum zweiten Male gab es bundeseinheitliche Lernstandserhebungen in Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch. Untersuchungsschwerpunkte gab es im Vergleich zum Vorjahr nicht. Für die Lernstandserhebungen sind keine Notenübersichten möglich, da keine Bewertungsskala zur Verfügung steht. Zum anderen sind die Inhalte der LSE 2011 nicht mit denen der Vorjahre vergleichbar. Insgesamt waren die Ergebnisse in allen Fächern im Landesdurchschnitt von vergleichbaren Schulen.

Zentrale Klausuren in der Jahrgangsstufe EF (G8) Anstelle der Zentralen Abschlussprüfung 10 (ZAP 10) der Vorjahre sind zum ersten Male für die Jahrgangsstufe EF zentrale Klausuren in den Fächern Deutsch und Mathematik getreten. Diese beiden Klausuren am Ende des Schuljahres werden im Unterschied zur ZAP 10 wie normale Klausuren gewertet. Die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler waren insgesamt zufriedenstellend.

Ergebnisse des Abiturs 2011 Das Abitur 2011 haben 85 Schüler/innen (Vorjahr 79 Schüler/innen) mit einem Durchschnittsergebnis von 2,39 (Vorjahr 2,29) bestanden. Dies ist im Vergleich auch zu Vorjahren ein sehr guter Wert. Bisher lagen unsere Durchschnittswerte zwischen 2,25 und 2,73. Zwei Schüler/innen erreichten die Traumnote 1,0 und 27 Schüler/innen die Note 1,9 und besser. Notenbereich 1,0 – 1,9 31,8 % (Vorjahr 29,1 %), Notenbereich 2,0 – 2,9 41,2 % (Vorjahr 50,6 %), Notenbereich 3,0 – 3,7 27,0 % (Vorjahr 20,3 %). Seite 6

LK-Wahlen der Abiturienten LK-Fächer

2010

2011

Deutsch

29

29

Englisch

28

44

Französisch

12

11

Mathematik

31

26

Physik

16

12

Chemie

9

8

Biologie

31

18

Geschichte

12

12

Erdkunde

3

12

KOMM MIT Seit einigen Jahren nimmt unsere Schule an dem Projekt KOMM MIT teil. Das Ziel dieses Projektes besteht darin, Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern, so dass möglichst wenige Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen bzw. eine Klasse wiederholen müssen. Im vergangenen Schuljahr wurden die zur Verfügung stehenden Stunden vornehmlich in den Jahrgangsstufen eingesetzt, die keinen regulären Förderunterricht hatten. Unsere Wiederholerquote ist am Ende des vergangenen Schuljahres leider etwas schwächer gewesen als im Jahr zuvor.

Relevante Veränderungen zum Schuljahr 2011/2012 Schulsozialarbeit Mit Beginn dieses Schuljahres wird Frau Britta Raven als Sozialpädagogin unser Kollegium verstärken. Frau Raven wird sich u.a. verstärkt um Schüler/innen mit Problemen kümmern, Klassenlehrer/innen bei der Arbeit mit ihren Klassen unterstützen und Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten für Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen anbieten. Frau Raven wird ebenso in den Mittagspausen Angebote machen. Wir erhoffen uns durch Frau Raven die Sozialkompetenz unserer Schüler/innen weiter stärken zu können.

Berufsorientierungsbüro Zum Schuljahresbeginn hat unsere Schule den Zuschlag für die Einrichtung eines Berufsorientierungsbüros erhalten. Diese Einrichtung wird gefördert von der Initiative „Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung“, der die Bundesanstalt für Arbeit, das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW und die Stiftung „Partner für Schule“ angehören. Das Berufsorientierungsbüro wird ein Raum sein, der als zentrale Anlaufstelle für die Berufswahlorientierung genutzt wird. Schülerinnen und Schülern soll es im BOB ermöglicht werden, Bewerbungen zu formulieren, im Internet nach Ausbildungsplätzen zu recherchieren und sich in der Mediothek


über Ausbildungsberufe zu informieren. Gleichzeitig dient das Berufsorientierungsbüro als Ort für Beratungsgespräche durch die dafür zuständigen Lehrerinnen und Lehrer für Berufswahl.

Frische Weihnachtsbäume

Übermittags- und Hausaufgabenbetreuung Die Übermittagsbetreuung und die kostenpflichtige Hausaufgabenbetreuung nach der Mittagspause werden in diesem Schuljahr von einem anderen außerschulischen Partner durchgeführt. Wir haben das sci:moers gewinnen können. Dieser gemeinnützige Träger betreut auch andere Schulen in Krefeld.

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Elternmitwirkung am MSM In Klassenpflegschaften (bzw. Jahrgansstufenpflegschaften), Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Fachkonferenzen sind Eltern engagiert an der Entwicklung schulischer Angelegenheiten beteiligt. Darüber hinaus finden – dank der tätigen Mithilfe engagierter Eltern – eine ganze Reihe von Aktivitäten statt, die das Schulleben deutlich bereichern. Nicht nur in Zeiten knapper Mittel ein unverzichtbares Instrument der Gestaltung des Schullebens.

• Mitwirkung bei der Erstellung des Schulprogramms.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier folgende derzeit bestehende Aktivitäten der Eltern genannt:

Auch hier nochmals die Nachfrage: Wer sieht sich in der Lage, einen Beitrag zu leisten, sei es bei der Unterstützung bestehender Aktivitäten oder bei der Einrichtung weiterer Angebote? Jeder ist herzlich eingeladen, dies auch zu tun. Eine Information über Art und Umfang, sowie die zeitlichen Möglichkeiten an die Schulleitung oder/und die Vorsitzenden der Schulpflegschaft wird zu einer Rückmeldung führen.

• Die Organisation der Cafeteria anlässlich des Tags der offenen Tür, der Einschulung der „neuen“ Fünftklässler und der Elternsprechtage liegt in den Händen von Eltern, die dies - meist über viele Jahre - mit großem Erfolg praktizieren. Bedingt durch Kuchen- und andere Sachspenden kann jeweils ein namhafter Überschussbetrag der Unterstützung für Fahrten des Schulprogramms und dem Förderverein zur Verfügung gestellt werden. • Durch Elterninitiative wurde die Schülerbücherei wieder belebt und erfreut sich bei der Schülerschaft großer Beliebtheit. Jeweils in der großen Pause ist die Ausleihe möglich. • Anregungen und Organisation von Veranstaltungen für Schüler und Eltern.

• Es ist liebgewordene Tradition, dass die Eltern der neuen 5er sich um die Renovierung von Klassenräumen kümmern. Allen sich engagierenden Eltern sei auch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!

Im Folgenden soll ein Überblick über die wesentlichen Strukturen der institutionellen Elternmitwirkung gegeben werden.

Klassenpflegschaften, Jahrgangsstufenpflegschaften (§ 73 Schulgesetz) Die Klassenpflegschaft dient der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern/Lehrerinnen und Schülern/Schülerinnen. Hierzu gehören Informationen und Meinungsaustausch

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über Angelegenheiten der Schule, insbesondere über die Unterrichts- und Erziehungsarbeit in der Klasse. Mitglieder der Klassenpflegschaft sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler einer Klasse (Klassenlehrerin/Klassenlehrer haben beratende Stimme wie auch ab Klasse 7 die Klassensprecherin/ Klassensprecher und die Stellvertretung).

• Grundsätze zur fachmethodischen und –didaktischen Arbeit • Grundsätze zur Leistungsbewertung • Vorschläge an die Lehrerkonferenz zur Einführung von Lernmitteln

Zu Beginn eines jeden Schuljahrs wählt die Klassenpflegschaft eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und eine Stellvertretung für das laufende Schuljahr. Ab der Oberstufe werden für jeweils 20 Schülerinnen/Schüler von der jeweiligen Jahrgangsstufenpflegschaft eine Vertreterin oder ein Vertreter und eine Stellvertretung gewählt.

In den Fachkonferenzen können je zwei Elternvertreter mit beratender Stimme teilnehmen.

Schulpflegschaft (§ 72 + § 53 Abs. 7 Schulgesetz) Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Eltern bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Sie berät über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule. Hierzu kann sie Anträge an die Schulkonferenz stellen. Mitglieder sind die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften sowie die von den Jahrgangsstufen gewählten Vertreterinnen und Vertreter. Die Stellvertreterinnen/Stellvertreter können, die Schulleiterin oder Schulleiter sollen beratend teilnehmen.

Schulkonferenz, Zusammensetzung/Aufgaben (§ 65f Schulgesetz) Aufgaben der Schulkonferenz, als oberstes Mitwirkungsgremium, an dem alle an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule Beteiligte mitwirken, sind u. a. • Entscheidung über das Schulprogramm • Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und –sicherung • Vereinbarungen von Kooperationen • Erlass einer Schulordnung • Wirtschaftliche Betätigung, Sponsoring

Das Schulgesetz bestimmt in § 66, dass Mitglieder der Schulkonferenz an Schulen der Sekundarstufe I und II die Schulleiterin oder der Schulleiter sowie die gewählDie Schulpflegschaft wählt eine Vorsitzende oder einen ten Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und Vorsitzenden und bis zu drei Stellvertreterinnen/StellverSchülerinnen und Schüler im Verhältnis 1:1:1 sind. tretern. Im Schuljahr 2011/2012 sind dies Michael Otto als Vorsitzender und Antje Schröder, Eveline Armonies, Die Vorsitzende/der Vorsitzende der Schulpflegschaft ist Dietmar Knipp als Stellvertreter/innen. Mitglied der Schulkonferenz. Im Schuljahr 2011/2012 Die Schulpflegschaft wählt die Vertretung der Eltern für die Schulkonferenz und die Fachkonferenzen. Außerdem wird eine Vertreterin oder Vertreter (nebst Stellvertretung) zur eventuellen Teilnahme an einer von der Lehrerkonferenz zu berufenen Teilkonferenz, die über Ordnungsmaßnahmen zu entscheiden hat, gewählt. Dies sind für das Schuljahr 2011/2012 Dr. Jutta Weber und Marion Schindler (Stellvertreterin).

ist dies Michael Otto.

Die Schulkonferenz wählt aus ihrer Mitte ein volljähriges Mitglied und StellvertreterIn die Auswahlkommission zur Einstellung von Lehrkräften (Grundlagenerlass). In diesem Jahr sind dies Michael Otto und Antje Schröder.

Generell wurden diese Angaben aus dem zuletzt durch Gesetz vom 05.04.2011 geänderten Schulgesetz entFachkonferenz (§ 70 Schulgesetz) nommen. Sie stellen lediglich einen zusammenfassenden Überblick dar. Das Gesetz ist unter der Adresse http:// Die Fachkonferenz berät über alle das Fach betreffenden www.bildungsportal.nrw.de nachzulesen und kann als Angelegenheiten. Sie trägt die Verantwortung für die pdf-Datei herunter geladen werden. Qualitätssicherung und entscheidet insbesondere über Michael Otto

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Gewählte Elternvertreter/innen in den Schulgremien: Elternvertreter/innen in den Fachkonferenzen Fachkonferenz

Elternvertreter/in

Biologie Chemie Deutsch Englisch Erdkunde Französisch Spanisch Geschichte Kunst Latein Mathematik Musik Pädagogik (Prakt.)Philosophie Politik/Sozialw. Physik Informatik Religion, ev. Religion, kath. Sport

Barbara Guhl Faisal Shafiq Sabine Fochler Ursula Holletschke Susanne Teichgräber Beate Hauser Maria Elena Busturia ./. Dr Arne Weber Katrin Bennertz Norbert Heinemann Susanne Wallrath ./. ./. Thorsten Grabowski ./. Michael Jagodic ./. ./. Dr. Susanne Fricke-Otto

Boris Horstmann ./. Katja Ollig Annette Angona ./. ./. ./. ./. Annette Angona ./. Kathrin Küppers ./. ./. ./. Katja Moers ./. Hans-Wilhelm Küppers ./. ./. Doris Krause

Klassenpflegschaftsvorsitzende und Stellvertreter/innen Klasse 5a

Vorsitzende/r der Klassenpflegschaft Bauer Angela

Stellvertreter/in Bäumer

5b 5c 5d 6a 6b 6c 6d 7a 7b 7c 7d 7e 8a 8b 8c 8d 8e 9a 9b 9c 9d 9e Stufe EF

Weber Dr. Jutta Ehses-Clemens Susanne Bommers Michaela Henkel Angela Lützel Bettina Henn Dr. Stefan Benedens Martina Knipp Dietmar von Wick Heike Lemme Heike Angona Annette Speck Reinhard Armonies Eveline Erle Stefanie Brandstetter Dr. Ralf Ermentrud Anja Knittel Manfred Poggemann Dr. Klaus Lüder Berenike Werner Ursula Glavic Claudia Dornscheidt Heike Vertreter/in der Jahrgangsstufe Fischer Beate Krug-von Borstel Beatrix Terhaag Andrea Weber Dr. Arne Graetz Ursula Horbach Dr. Ute Mues Dorothee Rößler Dr. Uta Rudolf Bärbel Dyba Brigitte Otto Michael Teichgräber Susanne Werschuhn Uwe

Zwierkowski Kirscher Pöpping Grassen Willems Reif-Busch Lindner Cronenberg Auerbach-Sturm Wolters Narh-Oster Schneider Wendel Gierschmann-Konnen Brand Derichs Wettingfeld Lüttges Schröder Mertens Swoboda Pfannenstiel Stellvertreter/in Höhl Kahlert Lembke Schindler Schmid Cramer-Musial Kossing-Feltgen Rauscher Ruetz Derendorf Fricke-Otto Graetz Schillings

Elternvertreter/innen in der Schulkonferenz Elternvertreter/in

Stellvertreter/in

Q1

a b c d e

a b c d e f

12

Dietmar Knipp Antje Schröder Eveline Armonies Manfred Knittel Claudia Clavic

Daniela Bäumer Dr. Arne Weber Heike Lemme Susanne Teichgräber Dagmar Pöpping Dörte Pfannenstiel

Daniela Bärbel Simone Dagmar Ute Cornelia Irmgard Dagmar Christiane Silke Astrid Susanne Martine Brigitte Barbara Dr. Jutta Thomas Gerlinde Marion Antje Angela Anke Dörte Silvia Elena Aletta Marion Kerstin Petra Dr. Birgit Dr. Christine Sabine Anja Dr. Susanne Ursula Irene

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Neues vom Förderverein Förderungen Im Jahr 2011 hat der Förderverein eine große Zahl Förderanträge annehmen können und es sind wieder viele Anschaffungen in ganz unterschiedlichen Fachbereichen getätigt worden. Aber auch die Aktivitäten zum 50. Geburtstag des MSM-Gymnasiums sind nicht am Förderverein vorbei gegangen. So wurde das finanzielle Risiko der sehr erfolgreichen Aufführrung von „Carmina Burana“ getragen, denn mit diesem großen Erfolg waren auch hohe Kosten verbunden. Auch für die Festschrift zum 50jährigen Bestehen unseres Gymnasiums zeichnete der Förderverein als Herausgeber und Kostenträger verantwortlich. Aber durch Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Anzeigen und Festschrift-Verkauf konnte der überwiegende Teil der Investitionen im Festjahr wieder eingespielt werden.

Herr Schulenburg dort vorstellen, woraus etwa 70 Neuanmeldungen folgten. Hier sei aber trotzdem noch einmal die Bitte an alle Eltern erlaubt, die sich noch nicht zu einer Mitgliedschaft entschlossen haben, bald Mitglied im Förderverein zu werden, was ab 1,- € im Monat möglich ist. Denn nur mit einer starken Mitgliedergemeinschaft kann der Verein zum Nutzen und Wohle der Schüler/innen und Lehrer/innen tätig werden.

Ehrenmitglied Auch 2011 ist der Vorstand dem liebgewonnen Brauch treu geblieben, eine Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Durch einstimmigen Entscheid in der Mitgliederversammlung wurde diese Ehre Frau Renate Thelen zuteil. Frau Thelen hat mehr als 20 Jahre ehrenamtlich die AG Töpfern betreut und hat leider in diesem Jahr ihre Tätigkeit in andere Hände gelegt. In der Vorstandssitzung im Sommer übergab der Vorsitzende Herr Schulenburg nach seiner Laudatio Frau Thelen die verdiente Urkunde.

Die Leistung des Fördervereins kann man ab diesem Herbst nun auch „mit Füssen treten“. Denn der Vorstand hat die komplette Erneuerung des 30 Jahre alten Bodenbelages in der Aula genehmigt. Diese große, fünfstellige Investition ist notwendig geworden, weil der alte Teppich nicht mehr ansehnlich war und die Stadt für Verschönerungsmassnahmen keine Mittel zur Verfügung stellen kann. Hier ist also der Förderverein eingesprungen und der Vorstand konnte einen namhaften Teppichboden-Hersteller (Fa. DESSO) gewinnen, seine neueste Entwicklung zu einem günstigen EinfühJ. Schulenburg rungspreis zu liefern. Wie Architekt Jürgen Schulenburg berichtet, handelt es sich um einen speziell für sensible Räume entwickelten Feinstaub-Absorber-Teppichboden (airmaster), der nun in der Aula, der „guten Stube“ der Schule, für reinere Luft sorgen soll und die nun dadurch und mit neuem Anstrich und Mobiliar wieder vorzeigbar geworden ist. Ein großer Teil der Bestuhlung fehlt Einladung zur Mitgliederversammlung allerdings noch; hierfür sind private Sponsoren, aber auch aus Industrie, Handel und Vereinen herzlich will- Am 28. Februar 2012 um 20.00 Uhr findet in den kommen. Mit € 60,-- sichert man sich „seinen“ Stuhl. Räumen der Schule die alljährliche Mitgliederversammlung statt. Hierzu sind alle Mitglieder des Vereins der Neue Mitglieder Freunde und Förderer des MSM Gymnasium Krefeld e.V. herzlich eingeladen. Neben den formaljuristischen Erstmals in diesem Jahr fand die Vorstellung einzelner Notwendigkeiten stehen auch einige Neu-bzw. WiederGremien der Schule vor allen Eltern der neuen Fünftwahlen auf der Tagesordnung. Klässler in der Aula statt. Auch den Förderverein konnte Seite 10


Aktuelles von der Schülervertretung Das Schuljahr 2010/2011 war auch für die SV ein ereignisreiches Jahr: Zum 50jährigen Schuljubiläum wollte auch die SV ein besonderes Projekt beisteuern. Gemeinsam entschieden wir uns für die Verschönerung des Schulhofes an der Johannes-Blum-Straße. In den letzten beiden Tagen der Sommerferien hat sich die SV zusammengefunden und ein Beet mit MSM-Schriftzug aus Buchsbäumchen angelegt. Insgesamt haben wir in dieses Beet mehr als 14 Arbeitsstunden, 2000l Erde, 90 Buchsbäumchen und 250l Kieselsteine eingebracht, und wir sind sehr stolz auf das, was wir geschafft haben. Falls Haas, Julien Lo und Denis Saorski das Abitur abgelegt Ihr es noch nicht gesehen habt, schaut es euch doch auf und mussten somit unser Team verlassen. Der neue dem Schulhof einmal aus der Nähe an. SV-Vorstand setzt sich in diesem Schuljahr aus Carsten Strömer (Schülersprecher), Katharina Schillings (StellDie Schulhofgestaltung wird auch dieses Jahr wieder ein vertreterin), Dominik Schramm, Max Poggemann und Thema sein. Komplettieren möchten wir das Beet im Christian Sandten (Oberstufensprecher) und Lasse DocFrühjahr mit einer Sitzgelegenheit, auf der Ihr in den tor und Anna Rütz (Mittelstufensprecher) zusammen. Pausen und Freistunden entspannen könnt. Diese Bänke Die Unterstufensprecher werden nach den Herbstferiund Tische werden durch die Verkäufe der MSM-Schulen gewählt. Als Lehrer sind in diesem Jahr wieder Frau kleidung, Spenden und dem Schülergroschen finanziert. Knuth und Frau Polte im Team. Des Weiteren haben Außerdem möchten wir im kommenden Frühling noch wir zwei Vertreter für die so genannten Teilkonferenzen, die Spielmarkierungen auf dem Schulhof nachziehen einen Kassenwart (Dominik Schramm) und insgesamt und einige ergänzen. Alle dazu benötigten Utensilizwölf Vertreter für die Schulkonferenz gewählt. Die SV en sind bereits angeschafft worden, es kommt nur auf hat nun die so genannte Drittelparität durch die neue die Außentemperatur an, da sonst die Markierungen Landesregierung erhalten. Das heißt, dass in der Schulnicht haften würden. Die gewohnten SV-Projekte wie konferenz gleichermaßen Lehrer, Eltern und Schüler die Schulkleidung, die Nikolaus- und Rosenaktion und vertreten sind, was uns dieselben Mitspracherechte eineine unvergessliche Unterstufenparty haben wir in dieräumt, die auch Lehrer und Eltern haben. sem Jahr natürlich auch durchgeführt und streben eine Fortsetzung dieser „Traditionsprojekte“ an. Natürlich sind wir immer auf der Suche nach Verstärkung. Falls Ihr Lust habt, euch für die SV zu engagieren, Durch die Wahlen zur Schülervertretung haben sich schaut doch einfach zu unseren wöchentlichen Treffen, dieses Jahr einige personelle Änderungen ergeben. Nach mittwochs in der 1. Pause in Raum 115, vorbei. jahrelangem Engagement für die SV haben Lea Geraedts, unser Schulsprecher Johannes Kötting, Lukas Eure SV

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Feierliche Entlassung des Abiturjahrgangs 2011 Rede von Herrn Strohe in der Aula des MSM Liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten, Liebe Eltern, Angehörige, Verwandte und Freunde, Sehr verehrte Gäste, Liebe Kolleginnen und Kollegen, Liebe Schülerinnen und Schüler, es freut mich sehr, Sie heute zu dieser festlichen Entlassungsfeier begrüßen zu dürfen. Vor knapp neun Jahren saßen Sie, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, hier, erwartungsfroh und ungeduldig. Sie konnten den Schulbeginn kaum erwarten. Die damals vorhandene große Begeisterung ist bei den meisten im Laufe der Jahre einer mittleren Begeisterung für die Schule gewichen. Heute erhalten Sie den Lohn für die in der Regel dreizehn Jahre währenden Mühen und Anstrengungen und manchmal auch Entbehrungen. Sie erhalten Ihr sogenanntes Reifezeugnis, mit dem Ihnen alle beruflichen Möglichkeiten unserer Welt offen stehen. Sie können mit Recht stolz auf Ihre Leistungen und Ihren Durchhaltewillen sein. Mit Ihnen freuen sich neben Ihren Lehrerinnen und Lehrern natürlich auch Ihre Eltern und Familien, die bei der erfolgreichen Überwindung der einen oder anderen Klippe möglicherweise im Hintergrund, vielleicht auch hin und wieder im Vordergrund mit Ihnen gezittert, gebangt und gehofft haben. Bei manchen unserer Abiturientinnen und Abiturienten verlief die Schulzeit für alle Beteiligten beneidenswert sorgenfrei, bei den meisten von Ihnen werden sich Höhen und Tiefen abgewechselt haben. Bei der Überwindung der Tiefen waren Sie, liebe Eltern, besonders gefragt. Besonders während der Prüfungszeit waren Ihr Rat und Ihre Aufmunterung sicherlich sehr bedeutsam. Dafür gilt Ihnen ein besonderer Dank.

und Arbeitsgemeinschaften und viel mehr zu ermöglichten. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal bei allen Beteiligten für den eindrucksvollen Gottesdienst in der Markuskirche. Mit ein paar Zahlen möchte ich Ihre Leistung, liebe Schülerinnen und Schüler, in Gänze würdigen: 85 Schülerinnen und Schüler haben die Abiturprüfung bestanden. 61 von Ihnen sind schon seit der Einschulung im Jahr 2002 Mitglied dieser Jahrgangsstufe. 2,40 ist die Durchschnittsnote, dies ist verglichen mit den letzten Jahren ein achtbares Ergebnis (2,26 – 2,76 seit 2000). Der Landesdurchschnitt lag in den letzten Jahren bei etwa 2,5. 27 Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler (ca 32%) haben eine Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma, davon zwei mit dem überragenden Durchschnitt von 1,0. Zu ihrer Jahrgangsstufe gehört ein besonderer Superlativ: Zur Jahrgangsstufe gehört nämlich der Schüler, der am MSM die bisher absolute Höchstpunktzahl 823 von 840 möglichen Punkten erreicht hat. Herzlichen Glückwunsch! Außerdem gibt es wieder eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern, die sich nicht nur um ihre eigenen Leistungen gekümmert haben, sondern sich im Laufe ihrer Schulzeit für die Belange der Mitschülerinnen und Mitschüler und die unserer Schule eingesetzt haben, die die Schule nach außen repräsentiert und mit zum guten Ruf des Maria-Sibylla-Merian Gymnasiums in Krefeld und darüber hinaus beigetragen haben. Ihnen gehört mein besonderer Dank.

Woran werde ich mich bei Ihrer Jahrgangsstufe besonders erinnern? Selten habe ich eine Stufe erlebt, die ihre Ebenso bedanken möchte ich mich bei Ihren Lehrerin- Mottotage so intensiv durchlebt hat. Ihre Schulzeit ist nen und Lehrern, die Vieles von Ihnen gefordert haben, nun vorbei, diese Zeit gehört der Vergangenheit an. jedoch Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite standen und einen wesentlichen Beitrag zu Ihrem erfolgreichen Von Albert Einstein stammt das Wort: „Mehr als die Abschluss geleistet haben. Neben ihrem Unterricht ha- Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ben sie weder Kosten noch Mühen gescheut, Ihnen Ex- ihr gedenke ich zu leben.“ Damit meint er nicht, dass kursionen, Wandertage, Klassen-und Studienfahrten, die Vergangenheit ohne Bedeutung ist, sondern dass sein Skifreizeiten, die Teilnahme an Austauschprogrammen Hauptaugenmerk auf die Zukunft gerichtet ist. Seite 12


Sicherlich haben Sie alle sich schon Gedanken gemacht, wie es nun weiter geht, viele haben konkrete Vorstellungen, andere sind noch in einer Entscheidungsphase, manche mögen noch keine Idee haben. Egal für was Sie sich entscheiden, es liegt eine spannende, wenn auch ungewisse Zeit vor Ihnen. Sie gehören eines Tages zur Elite des Landes, von Ihnen wird erwartet, dass Sie verantwortliche Positionen übernehmen und diese mit Verantwortung füllen. Sie werden Umwälzungen erleben, wie sie noch jede Generation erlebt hat. Der Weg vom Telefon mit Schnur und Wählscheibe zum Smartphone hat mal gerade 25 Jahre gedauert. Sie werden in eine Arbeits- bzw. in eine Beschäftigungskultur hinein wachsen, die wir uns heute nur zu einem Teil vorstellen können. Packen Sie mit Mut, Entschlossenheit und Optimismus Ihre Zukunft an und bedenken Sie gelegentlich auch die Folgen Ihres Tuns für sich und für andere. Dies ist nicht ganz leicht. Lassen Sie mich das an einem Beispiel erläutern: Das Ende der australischen Yir-Yoront-Kultur etwa zeigt, wie auch aus einer guten Absicht eine Katastrophe folgen kann. Ich zitiere aus einem Artikel der Wochenzeitschrift DIE ZEIT vom 16. Juni 2011, in dem sich Thomas Fischermann und Gero von Randow mit der Geschichte der Yir-Yoront auseinandersetzen:

verfiel. Nicht einmal die Feste, auf denen früher feierlich Steinäxte übergeben wurden, hatten noch einen Sinn.“ „Die Geschichte der Yir Yoront lehrt“, so schreiben Fischermann und von Randow weiter, „dass Technik nicht nur aus Sachen besteht. Sie ist ein Ganzes aus Sachen, Sozialbeziehungen, Ideen und Vorstellungen. Kultur eben, und das ist bei Steinzeitmenschen nicht anders als bei uns. Ein neues Werkzeug einzuführen oder neue Maschinen in die Welt zu setzen, das garantiert noch keinen Fortschritt. Es kann auch alles nur schlimmer machen. Kommt ganz darauf an, wann und unter welchen Umständen neue Technik auf eine Gesellschaft trifft. Kommt ganz darauf an, was die Menschen mit der Technik anfangen.“ Soweit Fischermann und von Randow. Hier möchte ich keinem Kulturpessimismus oder einer Technikfeindlichkeit das Wort reden, aber jeder von Ihnen, liebe Abiturienten und Abiturienten, wird den Nutzen und auch die Risiken z.B. von Facebook oder anderen sozialen Netzwerken schon erlebt oder zumindest davon gehört haben. Um die Folgen des Tuns, des eigenen oder der Gesellschaft, zu bedenken, hilft die Lebensweisheit von Georg Christoph Lichtenberg, einem interessanten Mathematiker, Physiker und Philosophen des 18. Jahrhunderts, die auf der ersten Seite des Programmhefts abgedruckt ist: „Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.“

„Die Yir Yoront lebten bis ins vergangene Jahrhundert hinein in einer Steinzeitwelt, ihr wichtigstes Arbeitswerkzeug war eine polierte Steinaxt. Im Jahr 1915 gründeten Anglikaner in der Nähe eine Mission. Um den Eingeborenen den Fortschritt zu bringen, schenkten sie ihnen Äxte aus Stahl. In rauen Mengen. Wenige Jahrzehnte später war die Gesellschaft der Yir Yoront zusam- Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und viel mengebrochen. Erfolg und hoffe, dass die Schule Sie auf das vorbereitet hat, was nun auf Sie wartet. Wie war das geschehen? Das Blatt der Steinaxt konnten die Yir Yoront mangels geeigneter Steine nicht selbst Zum Abschluss möchte ich an eine gute Tradition unherstellen, es wurde importiert. Die Männer pflegten serer Schule erinnern, an die Tradition der Baumpflankomplizierte Tauschbeziehungen mit weit entfernt woh- zung der Abiturientia am ersten Merian-Treff nach nenden Steinhändlern. Weil Steinäxte knapp waren, dem bestandenen Abitur. An diesem Tage, übrigens am liehen ihre Besitzer sie an andere aus; enge Verwandte 23.03.2012, werden Sie Ihren Baum pflanzen können. hatten Vorrang, und in den Ausleihverhältnissen drück- Dieser Baum wurde bisher immer von der Jahrgangsstute sich eine fein differenzierte soziale Ordnung aus. Bis fe, ich glaube allerdings eher von den Eltern, finanziert. die Stahläxte kamen. Die Über- und Unterordnungen Wenn Sie also ca. 5 € pro Abiturientin bzw. Abiturienhatten auf einmal keinen Wert mehr, der jüngere Bruder ten in dieses Körbchen legen, können wir diese Traditimusste den älteren nicht mehr um eine Axt bitten, sogar on fortführen. Sie können sich dann bei jedem weiteren Frauen und Kinder hatten eigene Äxte. Die Yir Yoront Merian-Treff davon überzeugen, ob der Baum und Sie gerieten in tiefe Verwirrung, suchten verzweifelt nach in der Entwicklung gemeinsam Schritt halten. neuer sozialer Orientierung. …. Die eigene Produktion Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

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Abitur 2011 Die folgenden 85 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr das Abitur bestanden: Fabian Albrecht, Julia Balzer, Sabrina Beck, Michael Beuß, Laura Binder, Katja Brangs,Sophia Brockhusen, Andre Bucher, Isabel Carosi, Manuel Ditz, André Doerfer, Nadine Eich, Tobias Emde, Florian Erbers, Kristina Feuring, Marcel Geiger, Lea Geraedts, Katharina Goertz, Vanessa Grolig, Lukas Haas, Sabine Hahn, Ellen Hallmann, Dennis Hamann, Sarah-Maria Hartmann, Ramona Hasebrink, Anke Hassels, Tobias Henke, Josua Horn, Maximilian Husch, Duygu Isitan, Marcel Kettmann, Lara Klein, Amelie Klix, Julia Kogge, Constantin Köntges, Johannes Kötting, Philipp Kronser, Sarah Lange, Stefan Lauer, Nenja Lavendel, Julien Lo, Theresa Merholz, Tim Meuser, Franziska Mueller, Omar Nahhass, Christian Nühnen, Vanessa Ossino, Eric Paas, Lara Pagel, Anita Plehn, Stefan Rauscher, Elias Rawanbachsch, Tim Reinders, Christina Ricken, Morid Said, Denis Saorski, Julia Sauter, Julia Schmid, Henning Schneider, Sebastian Schrama, Michelle Schrömges, Anna Schröter, Jan Speulmanns, Tim Spielmanns, Hannah Spoeskes, Leonard Stolp, Tamara Tappert, Marco Tedde, Lars Tevort, Mark Thauer, Konstantin Tumakov, Anne van Rüth, Aylin Vogt, Jessica vom Hagen, Philipp von Bendemann,Lena von Borstel, Lisa von Borstel, Jan Wiesenthal, Konrad Wirmer, Katja Wolff, Julia Wolff, Sam Wolverson, Jane Wünsche, Kirsten Zanotti, Jannika Zwart, Ludwig Zweifel Seite 14

Gedicht zur Baumpflanzung am Meriantag Als Goethe wieder einmal auf Reisen ging, verabschiedete er sich von seinen geliebten Bäumen:

Lebet wohl, geliebte Bäume! Wachset in die Himmelsluft. Tausend liebevolle Träume schlingen sich durch euren Duft Doch was steh ich und verweile? Wie so schwer, so bang ist‘s mir? Ja, ich gehe! ja, ich eile! Aber, ach! mein Herz bleibt hier.


Zum 50. Geburtstag des MSM-Gymnasiums Festrede der ehemaligen Schulleiterin Frau Dr. Köhler-Degner Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Hoffmann, lieber Herr Strohe, sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

ten Gymnasiums durch, allerdings als Gast im Gebäude seiner Mutterschule. Das war sicher keine leichte Situation, insbesondere in Bezug auf die Bildung einer eigenen Identität. Nach sieben Jahren konnte 1968 ein eigenes Gebäude am Neuer Weg im Westen der Stadt bezogen werden. Aber die Schule, die sich mit ihrer Namensgebung nun auch programmatisch ausgerichtet hatte, kam nicht aus den Turbulenzen heraus.

runde Geburtstage sind etwas Besonderes. Unter diesen Ehrentagen ragt aber der 50. Geburtstag absolut heraus. Das gilt sowohl für den persönlichen Bereich als auch für Institutionen. Mit dem 50. rückt der Mensch vom alten Jungen zum jungen Alten auf. Das Blatt des Lebens beginnt sich zu wenden; der zurückgelegte Weg ist Ich möchte hier nicht die Einzelheiten der Schulentwickmit hoher Wahrscheinlichkeit länger als der noch zu be- lungsplanung der Stadt Krefeld darstellen. Diese kann ausführlich in der Festschrift nachgelesen werden. Im wältigende. Kern lief es damals darauf hinaus, Bei Institutionen ist das anders. Der dass es beinahe zu einer schulischen 50. Geburtstag ist ebenfalls ein groÜberversorgung im Westen und zu ßer Tag. Aber Institutionen können einer unzumutbaren Unterversorsehr wohl weitere 50 Jahre, weitere gung im Süden der Stadt gekommen 100 Jahre und mehr vor sich hawäre. Die unglückliche Situation ben. Allein unter den neun Krefelkonnte nur dadurch bereinigt werder Gymnasien gibt es sechs über den, indem das damals jüngste, voll Hundertjährige; vier davon sind ausgebaute Gymnasium noch einsogar über 150 Jahre alt. Am Mariamal einen Standortwechsel vollzieSibylla-Merian-Gymnasium gilt es hen musste. Das MSM übernahm heute auf 50 Jahre Schulgeschichte zurückzublicken, die also die Rolle des jüngsten Mitarbeiters einer Firma, aktuelle Schulsituation zu würdigen und perspektivisch der bei notwendigen Versetzungen oder Kündigungen in die Zukunft zu blicken. als erster gehen muss. Vielleicht traute man aber dem Youngster MSM auch eher als den etablierten Oldies zu, Schon die Schulgründung 1961 tanzte aus der Reihe. diese Aufgabe flexibel und erfolgreich zu meistern. Normalerweise startet eine neu gegründete weiterführende Schule mit der Jahrgangsstufe 5, manchmal zu- So zog die Schule 1981 in ihr zweites neues Gebäude nächst in einer Dependance, um langsam mit den Schü- in Krefeld-Fischeln ein. Sie musste sich zum dritten lern hoch zuwachsen. Als aufregend wird dann vielleicht Mal etablieren. Herausforderungen stellen, wenn sie der notwendige Bezug eines neuen Gebäudes empfun- angenommen werden, immer Chancen dar. Die Schuden. Aber ansonsten kann das pädagogische Pflänzchen le musste ihren Standort annehmen, und der Standort in aller Muße gehegt und gepflegt werden. So einfach musste die Schule akzeptieren. Beide Seiten waren sicher ging es mit dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium willens dies zu tun, brauchten aber dafür Zeit, um sich nicht. Wer die Einladung aufmerksam angesehen hat, aneinander zu gewöhnen und Vertrauen zueinander aufwird drei Schulgebäude entdeckt haben. Und damit sind zubauen. schon zwei bis drei Jahrzehnte Schulgeschichte in Kurzform erzählt. Das damals mit über 1300 Schülern zu Wenn ich zurückblicke auf die 15 Jahre, in denen ich die groß gewordene Ricarda-Huch-Gymnasium wurde in Ehre hatte, an der Schule und für die Schule arbeiten zu allen Jahrgangsstufen geteilt, und das neue Gymnasium dürfen, so komme ich zu dem Schluss, dass sich zwischen startete sogleich mit allen Pflichten eines voll ausgebau- Stadtteil und Schule immer mehr Synergien entwickelt Seite 15


haben. Ein glücklicher Umstand für die Schule war sicher, dass Eltern- und Schülerschaft hellwach und kritisch ihrem MSM gegenüberstanden. Es gab jederzeit fordernde Wunschlisten. Diese haben zu weiterführenden pädagogischen Maßnahmen angeregt. Zugegeben, ein kritisches Gegenüber ist alles andere als bequem, aber es verhindert Stillstand und Patina. Umgekehrt konnte die Schule auf Unterstützung bei ihren innovativen Ideen, ihren pädagogischen Konzeptionen, kurzum auf Unterstützung im Schulalltag zählen. So haben sich beide Seiten, der Stadtteil und seine Schule, gegenseitig voran gebracht.

zeugnisse weisen das Erlernen von drei Fremdsprachen oder einen anspruchsvollen mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildungsgang aus. Die Schule ist aufgrund ihres sprachlichen Engagements Stützpunkt für die vom Institut Français durchgeführten DELF-Prüfungen geworden. Außerdem nimmt das MSM als einzige Schule Krefelds seit Anbeginn in jedem Jahr am Regionalwettbewerb Jugend forscht – Schüler experimentieren teil, und es erfüllt mich mit großer Freude, dass es in diesem Jahr wieder zwei MSM-Schülergruppen zur Teilnahme am Landeswettbewerb gebracht haben. Nicht umsonst durfte das MSM im Herbst 2009 in Dortmund auf Einladung Es besteht Übereinkunft, über welche fachlichen, persön- der Landeselternschaft der Gymnasien sein pädagogisches lichen, sozialen, medialen und methodischen Kompe- Gesamtkonzept inklusive der neuen Stundentaktung vortenzen eine Abiturientin oder ein Abiturient des Maria- stellen. Sibylla-Merian-Gymnasiums verfügen soll. Der Weg zur selbstständig handelnden Persönlichkeit wird sehr konkret Eigentlich kann man an dieser Stelle nur sagen: „Weiter dargstellt. Und dieser Weg findet eine hohe Akzeptanz, so!“ Als ehemalige Insiderin darf ich aber noch eine Empauch über die Grenzen des Standortes hinaus. Hohe An- fehlung aussprechen. Mit 50 Jahren hat eine Institution meldezahlen belegen dies. Niemals mussten dem MSM natürlich auch Traditionen aufgebaut. Das ist gut, sogar aufgrund zu geringer Anmeldezahlen Schülerinnen und sehr gut. Traditionen sind zu pflegen. Lassen Sie diese Schüler von anderen Schulen überwiesen werden. Sehr Traditionen aber bitte nicht, um mit Herrn Giebels, dem oft, eigentlich regelmäßig, musste hingegen das MSM ehemaligen stellvertretenden Schulleiter, zu sprechen, zum Schülerinnen und Schüler an andere Schulen abweisen. hinderlichen Ballast werden. Nutzen Sie diese Traditionen Der Standort Fischeln erwies sich für die Schule, auch un- bitte auch nicht als alleiniges Fundament für weiteren Erter demographischen Gesichtspunkten als Glücksfall und folg. Sätze wie „Das haben wir noch nie so gemacht.“ oder als eine Erfolgsgeschichte. „Das haben wir immer schon so gemacht.“ sind im Grunde argumentativ nicht erlaubt. Natürlich lassen Zahlen vielfältige Interpretationen zu. Hohe Anmeldezahlen könnten zu der voreiligen Schluss- Abschließend möchte ich nicht versäumen, dem Mariafolgerung führen, dass vielleicht der Abschluss relativ leicht Sibylla-Merian-Gymnasium mit allen seinen dazu gehözu erreichen sei. Solchen Interpretationen stehen harte rigen Menschen herzlich zum 50. Geburtstag zu gratuFakten entgegen. Schüler- und Elternschaft entscheiden lieren. Ich wünsche allen alles Gute. Lassen Sie mich mit sich mehrheitlich nicht für den einfachsten Weg zum Ab- einem persönlichen Wunsch schließen. Möge das MSM itur. Die Beratung durch die Schule folgt der Zielsetzung, ein kraftvoller, innovativer und selbstbewusster Youngster jeder Schülerin und jedem Schüler den individuell opti- bleiben, und noch viele niveauvolle und lebendige Festtamalen Bildungsgang zu ermöglichen und entsprechende ge begehen. individuelle Förderung bereit zu stellen. Viele AbiturM. Köhler-Degner, im April 2011

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Das MSM - eine Schule mit Tradition Das Jahr 2011 war für das MSM ein ganz besonderes Jahr, feierten wir doch den 50. Geburtstag unserer Schule, die 1961 nach der vertikalen Teilung des RicardaHuch-Gymnasiums das Licht der Welt erblickte. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums fand in diesem Jahr der traditionelle Merian-Treff, bei welchem sich alljährlich im Frühling ehemalige und aktive Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Schülerinnen und Schüler unserer Schule treffen, um gemeinsam zu feiern und der Baumpflanzung der Abiturientia des Vorjahres beizuwohnen, in einem etwas anderen – einem noch feierlicheren – Rahmen statt. Am 08. April 2011 versammelten sich geladene Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Bezirk und Land sowie unsere Schulgemeinde, um in einem Festakt ein halbes Jahrhundert MSM zu feiern. Nach dem schwungvollen Auftakt der Veranstaltung durch die Big Band unseres Gymnasiums und den Grußworten des Schulleiters Heinz Strohe sowie des Oberbürgermeisters Gregor Kathstede folgten Ansprachen von Vertretern der Bezirksregierung, der Eltern- und Lehrerschaft, der ehemaligen Schulleiterin Frau Dr. Maria Köhler-Degner sowie der Festvortrag eines ehemaligen Schülers, Herrn Prof. Dr. Christian Bonten. Schulleiter Heinz Strohe zeigte sich trotz der großen Erfolge unserer Schule bescheiden und wollte angesichts von „nur“ 50 Jahren MSM noch nicht von einem Traditionsgymnasium sprechen. Oberbürgermeister Gregor Kathstede hingegen betonte, dass eine Schule, die optimale Lernbedingungen biete und sich innerhalb der Krefelder Schullandschaft zu einer angesehenen Institution entwickelt habe, durchaus mit Stolz den Titel „Traditionsgymnasium“ tragen dürfe. Die hohen Anmeldezahlen der letzten Jahre zeigten, dass sich das MSM mit seiner steten Bereitschaft zur Innovation, dem offenen

Miteinander aller am Schulleben Beteiligten und der ungewöhnlich hohen technischen Ausstattung großer Beliebtheit erfreue. Im Hinblick auf die Namensgeberin der Schule, die Naturforscherin Maria Sibylla Merian, veranschaulichte Dr. Christian Bonten, Professor für Maschinenbautechnik in Stuttgart, in seinem Festvortrag, wie sich die Naturforschung des 17. Jahrhunderts zur modernen Technik weiterentwickelt hat. Durch einen Einblick in sein Fachgebiet, die Kunststofftechnik, und einen humorvollen Rückblick auf die eigene Schulzeit unterstrich er die Bedeutung der fachlichen Ausbildung ebenso wie der Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung, die er am MSM gleichermaßen erfahren habe. Es wurde immer wieder betont, dass das engagierte Miteinander am MSM die Grundlage für unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Erfolg ist. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet der intensive Austausch mit der Elternschaft, die neue Ideen und bestehende Praxen kritisch hinterfragt und konstruktiv begleitet. Der Elternvertreter Michael Otto sicherte in seinem Grußwort auch zukünftig die Unterstützung bei der Schulgestaltung durch die Eltern zu. Traditionen bildeten zwar eine gute Grundlage einer erfolgreichen Schule, doch müsse man stets bereit sein, diese auch zu hinterfragen und neue Konzepte zu entwickeln. Diesen Gedanken gab Frau Dr. Köhler-Degner ihrer ehemaligen Wirkungsstätte für die Zukunft mit auf den Weg. Selbstbewusstsein für Neuerungen könne das MSM aus seiner wechselvollen Geschichte schöpfen, in der es immer wieder erfolgreich Innovation geleistet hat. Das MSM war zunächst als reine Mädchenschule aus dem Ricarda-Huch-Gymnasium hervorgegangen, hatte dann 1968 das Gebäude am Neuen Weg im Norden der Stadt bezogen, bevor es sich 1981 in Fischeln endgültig etablierte. Eine koedukative Oberstufe wurde bereits 1972 eingeführt. Seite 17


Die sehr positiven Voraussetzungen am Maria-SibyllaMerian- Gymnasium lassen alle Beteiligten mit Zuversicht und Elan in die Zukunft blicken und weisen darauf hin, dass das MSM so schnell nicht „vom Netz gehen wird“ wie das Atomkraftwerk Kahl am Main, das ebenfalls 1961 seinen Betreib aufnahm, wie der Vertreter des Lehrerkollegiums André Lukoschek in seiner Ansprache unterstrich.

„Vivaldi“ bis „Viva La Vida“. Für Begeisterung sorgte der unterhaltsame Auftritt des Unterstufenchores mit seiner szenischen Darstellung von „Wenn ich nicht heute feiern würd“.

Dass unsere Schule nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch Raum bietet für die Entfaltung im künstlerisch-musischen Bereich, illustrierte eindrucksvoll das musikalische Rahmenprogramm, das den Festakt abwechslungsreich begleitete. Neben den schwungvollen Darbietungen der Big Band und den coolen Rhythmen der Percussion-AG bewies das Orchester eine große musikalische Bandbreite von

Dass sich ehemalige Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler ihrem MSM verbunden fühlen, wurde auch rund um den Festakt deutlich. Während ehemalige Kolleginnen und Kollegen ihre Erinnerungen beim gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag austauschten, pflanzte der Abiturjahrgang 2010 seinen Ahorn auf dem Schulgelände. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feierlichkeiten hatten Ehemalige aller Jahrgänge in geselliger Runde Gelegenheit, gemeinsame Erlebnisse zu teilen und den Geburtstag ihrer Schule zu feiern. Julia Berns, Dörte Landsknecht, Monika Knechtel, André Lukoschek

Die stimmungsvolle Atmosphäre, die den Festakt begleitete, war ein lebendiges Beispiel für das gelingende Schulleben am MSM.

Schulpatenschaft MSM - Sparkasse Krefeld Im Mai 2011 unterzeichneten Herr Reiner Schütt als Vertreter der Sparkasse Krefeld und unser Schulleiter Herr Strohe einen Vertrag über eine Schulpatenschaft zwischen dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium und der Sparkasse Krefeld.

Nutzen für Schüler und Pädagogen als auch für die Institution Schule schafft. […]“

Die Sparkasse stellt zur Ausgestaltung der Patenschaft In der Präambel des Kooperationsvertrages heißt es: der Schule einen finanziellen Betrag zur Verfügung, der „Die Sparkasse Krefeld stellt seit Jahren viele attraktive für verschiedene MaßnahLeistungen für den Schulunterricht und darüber hinaus men zu Gunsten der schulischen Arbeit genutzt werden zur Verfügung. Die Förderung von Bildung ist aktuell ein kann. herausragendes Handlungsfeld für die Sparkasse, die sich in ihrer geschäftspolitischen Ausrichtung, als öffentlich rechtli- Neben dem Erwerb von Unterrichtsmaterialien werches regionales Kreditinstitut, dem Gemeinwohl der Regi- den insbesondere Maßnahmen zur Berufsorientierung on besonders verbunden fühlt. Zu diesem Zweck bietet die ermöglicht, wie z.B. Bewerbertraining, Austausch mit Sparkasse Krefeld dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Auszubildenden, Betriebsbesichtigungen und ähnliches. im Rahmen einer Bildungsoffensive eine Schulpatenschaft Ebenso stellen sich Referenten der Sparkasse zu Bereian, die auf einer breiten Angebotsplattform viele konkrete cherung des Unterrichts zur Verfügung. Seite 18


Carmina Burana: Impressionen

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Carmina Burana Ein imposantes Projekt begeistert in der Friedenskirche „O Fortuna“ - das Glück war mit den Tüchtigen und so wurden die beiden Aufführungen der „Carmina Burana“anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums unserer Schule zu einem vollen Erfolg.

der Leitung von Christoph Scholz äußerst eindrucksvoll dargeboten wurde. Professionell begleitet wurden sie dabei unter anderem von unseren Musiklehrern David Cavelius und Christiane Heinrich am Flügel. Musikalisch umrahmt vom Schicksalsrad der Fortuna stimmte der Im ersten Teil der Aufführung führten Schülerinnen Chor ein in einen Lobpreis des Frühlings und entführte und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 mit einer sze- das Publikum in die freudvolle Welt von Wein, Weib nischen Collage in das Werk von Orff ein. Mit mittel- und Gesang. alterlichen und modernen Tänzen, Orchesterwerken aus Klassik und Rock-Pop, szenischem Spiel, Percussion Nach monatelanger Probenarbeit hatten sich alle Mitund Jongleuren zogen sie die Zuschauer in den Bann wirkenden den begeisterten Applaus und die stehenden eines farbenfrohen und fantasievollen Spektakels. Ovationen in der Krefelder Friedenskirche redlich verdient.Die Schule dankt allen Beteiligten, insbesondeIm Anschluss folgte die Kantate „Carmina Burana“, die re der Initiatorin und Hauptorganisatorin seitens des von einem gemischten Chor aus Schülern und Schüle- MSMs, Frau Oyen-Rademacher, für ihren unermüdlirinnen, Eltern, dem Unterstufenchor des MSM sowie chen und engagierten Einsatz. denKrefelder Chören CANTATE und Unisono unter D. Landsknecht, J. Berns

Das MSM entdeckt die Welt Budenfest zum Schuljubiläum Den Abschluss vielfältiger, gelungener Feierlichkeiten zu unserem Schuljubiläum bildete kurz vor den Sommerferien das gemeinsame Budenfest. Zum Thema „MSM – Wir entdecken die Welt“ luden alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam zu Spielen, Aufführungen und kulinarischen Genüssen ein. Pünktlich zum Festbeginn am Freitagnachmittag meinte es auch das Wetter gut mit unserem Schulfest und die Sonne strahlte über dem Schulgelände des MSM-Gymnasiums. Drinnen wie draußen ließen sich die zahlreichen Besucher von Attraktionen wie zum Beispiel Geschicklichkeitsparcours, einem Gruselzimmer oder Spielcasino, Tanz- und Theateraufführungen sowie verschiedenen Wissensspielen begeistern. Ein Zuschauermagnet war die Flugshow der Greifvogelstation Hellenthal. Die Raubvögel beeindruckten sowohl durch ihre Größe als auch durch ihre Geschwindigkeit. Nach dem Nervenkit-

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zel boten die Cafés, der Grill und die Saftbar Entspannung und Stärkung bei Köstlichkeiten aus aller Welt. Mit ihrem Engagement sorgten die Beteiligten nicht nur für einen vergnüglichen Tag, sondern erwirtschafteten auch einen beachtlichen Gewinn, der zum Teil nach Ostafrika gespendet wurde. Der übrige Teil des Erlöses soll der Schülerschaft in Form von Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof zu Gute kommen. Insgesamt rundete das Fest ein ereignisreiches Jubiläumsjahr ab und verdeutlichte noch einmal eindrucksvoll das gelungene Miteinander von Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerschaft am MSM. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen unseres Budenfestes beigetragen haben! D. Landsknecht, J. Berns


Impressionen vom Budenfest des MSM

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Die neuen Kolleginnen und Kollegen am MSM Frau Bossmann Mein Name ist Anna Sarah Bossmann und ich unterrichte seit Februar die Fächer Französisch und Deutsch am MSM. Viele Schülerinnen und Schüler haben mich inzwischen kennengelernt, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich auch allen anderen vorzustellen. Geboren und aufgewachsen bin ich in Moers, wo ich im Jahre 2003 auch das Abitur abgelegt habe. Ich wusste schon zu Beginn der Oberstufe, dass ich die Fächer Französisch und Deutsch studieren möchte und so brachte mich mein Weg zum Studium nach Essen an die Universität Duisburg-Essen. Die schönste Erfahrung während des Studiums war mein Auslandssemester im belgischen Liège. Dort habe ich sieben unvergessliche Monate verbracht und freue mich immer wieder darauf, hin und wieder zurück zu kehren. In dieser Zeit war ich mir dann ganz sicher, dass meine Berufswahl die richtige war und auch ist. Ich möchte diese Begeisterung für Frankreich und Belgien und natürlich auch für die französische Sprache unbedingt an meine Schülerinnen und Schüler weitergeben. Nach dem Abschluss des Studiums folgte die zweite Etappe meiner Ausbildung am Studienseminar Krefeld. Ich habe meine Lehrer-Lehrlingszeit an einem Gymnasium in Kempen verbracht- und es war eine spannende und lehrreiche Zeit. Nun freue ich mich sehr, hier am MSM in Krefeld zu unterrichten. Der Start an unserer Schule hat einige Veränderungen mit sich gebracht, wie zum Beispiel den Wohnortwechsel nach Düsseldorf. Bereits nach den wenigen vergangenen Monaten kann ich sagen, dass ich mich am MSM schon richtig „zu Hause“ fühle. Für den herzlichen Empfang seitens der Kollegen, Schüler und Eltern möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Ich freue mich auf eine schöne und spannende Zukunft am MSM. Anna Sarah Bossmann

Frau Fischer Liebe Leserinnen und Leser! Seit nunmehr einem halben Jahr unterrichte ich die Fächer Mathematik und Pädagogik am MSM und möchte mich Euch und Ihnen, die mich noch nicht kennen, vorstellen. Aufgewachsen bin ich in Meerbusch und schon früh verschlug es mich in die Nachbarstadt Krefeld, als ich dort mit Beginn des fünften Schuljahres die Marienschule besuchte. Geprägt von vielen guten Lehrern und einer schönen Schulzeit, entschied ich mich für das Lehramtsstudium. Aus diesem Grund zog ich nach dem Abitur in die wunderschöne Stadt Münster und verbrachte dort eine tolle Studentenzeit. Mit Abschluss des Studiums zog es mich wieder in meine Heimat und so bewarb ich mich für einen Referendariatsplatz am Studienseminar Krefeld, der mir dann auch zugesprochen wurde. Erste Erfahrungen in meiner Lehrertätigkeit konnte ich daher an einer Schule in Kempen sammeln, ehe ich mich für eine Volleinstellung am MSM bewarb. Die Entscheidung für das MSM fiel mir dann relativ leicht, da ich schnell von der guten Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums und einer angenehmen Schulatmosphäre überzeugt war. Nach einer raschen Eingewöhnungszeit bereichern nun viele tolle und nette Schüler meinen Arbeitstag und daher freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und Lehrern. Nina Fischer Seite 22


Frau Moldering Moin! Mein Name ist Liane Moldering und seit Februar gehöre ich zu den „Neuen“ am MSM. Daher möchte ich mich hier kurz vorstellen: Ursprünglich komme ich aus Niedersachsen und bin in der Autostadt Wolfsburg aufgewachsen. Schon sehr früh war mir klar, dass sich meine Zukunft weder um Autos drehen würde noch in dieser Stadt zu suchen sei – dies war ein guter Motor, dass Abitur zu machen und zum Studium in die große Freiheit aufzubrechen. „Die Große Freiheit“ – welcher Ort wäre da naheliegender gewesen als Hamburg? Und so begann ich mein Studium zunächst mit den Fächern der Germanistik und freien Kunst. Nach einigen herrlichen Semestern trennte ich mich dann aber von der Hochschule der bildenden Künste, um meiner Leidenschaft der Philosophie und dem Denken zu frönen. Nach dem ersten Staatsexamen folgte ich meiner Liebe nach NRW und wurde dem Studienseminar in Düsseldorf zugewiesen. Nun hieß es den Absprung vom Elfenbeinturm der Theorie in die Praxis zu wagen. Am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium in Ratingen absolvierte ich die zwei Jahre des Referendariats, die mir bestätigten, dass ich genau den richtigen Beruf gewählt habe. Am Ende des Referendariats stellte sich erneut die Frage, in welche Stadt oder welches Bundesland es nun gehen sollte: zurück nach Hamburg oder eine Stadt in NRW? Ganz pragmatisch schob ich diese Entscheidung erst einmal auf und schickte Unmengen von Bewerbungen auf die Reise. Als dann die Einladungen zu den Vorstellungsgesprächen kamen, erschien mir meine Taktik nicht mehr ganz so praktisch zu sein, denn nun musste ich meinen Bewerbungsmappen hinterherreisen… Aber die Entscheidung für eine Schule fiel dann doch sehr viel leichter, als gedacht. Nach dem Vorstellungsgespräch und einer Runde durch das Schülermeer war mir klar, das MSM ist meine Schule! Man mag von Intuitionen halten, was man will, aber es war eine sehr gute Entscheidung! Liane Moldering

Frau Schlüter Los geht’s… Hallo, mein Name ist Liesa Schlüter. Seit Anfang des Schuljahres 2011/12 unterrichte ich am MSM die Fächer Mathematik und Chemie. Ich bin in Duisburg-Baerl aufgewachsen und habe nach meiner dortigen Grundschulzeit am Gymnasium Adolfinum in Moers mein Abitur gemacht. Bereits in meinen Leistungskursen Mathematik und Chemie wurde mein Interesse für diese Fächer geweckt, sodass ich direkt im Anschluss an meine Schulzeit mein Lehramtsstudium in der Fahrradstadt Münster aufnahm. Nach erfolgreich bestandenem 1. Staatsexamen habe ich den praktischen Teil meiner Ausbildung am Gymnasium in den Filder Benden in Moers absolviert. Körperlich fit halte ich mich durchs Volleyballspielen beim Rumelner TV und durchs Skifahren. Gerne möchte ich die Volleyball-Lehrermannschaft des MSM verstärken. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Schülern und Kollegen. Liesa Schlüter

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Frau Topal Goden Dag! Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 bin ich hier am MSM als Lehrkraft tätig. Mein Einsatzgebiet umfasst sowohl die Sekundarstufe I als auch die Sekundarstufe II, in den Fächern Mathematik und Geografie. Nach einer steilen Karriere, die ich mit dem Erlangen der allgemeinen Hochschulreife im idyllischen Bad Bentheim abschloss, entschloss ich mich die Welt zu entdecken. Nun, die weite Welt endete nach etwa 100 km in südlicher Richtung in der schönen Weltkulturstadt Essen, wo ich das erste Examen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen erlangte. Das anschließende Referendariat absolvierte ich westwärts im noch schöneren Duisburg, bzw. im Duisburger Norden. Als gestandene Geografin ist es natürlich selbstverständlich weitere Orte zu erkunden, so dass ich mich weiter gen Süden orientierte und mich in Krefeld bewarb. So bekam ich die Chance am MSM die doch überschaubare Fachschaft Erdkunde zu unterstützen und im Team der MathematikerInnen mitzuwirken. Die ersten Wochen am MSM haben mich in meiner Wahl bestätigt, so dass ich mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit freue. In diesem Sinne, ‚Glück auf ’! Nergiz Topal

Frau Zielinski Liebe MSMler, Leserinnen und Leser, ich habe bereits einige von Ihnen und Euch kennengelernt, trotzdem möchte ich mich hier noch offiziell vorstellen. Ich heiße Lea Zielinski und unterrichte seit diesem September am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium die Fächer Englisch und Sport. Geboren und aufgewachsen bin ich in Aachen und habe mein Abitur dort am Einhard-Gymnasium gemacht. Aufgrund der vielen Austausche, welche mir meine damalige Schule geboten hat, wurde mein Interesse für Fremdsprachen und fremde Kulturen geweckt und ich verbrachte einige Zeit in den USA, England und in Frankreich. Mein weiteres Interesse galt immer besonders dem Sport, aber auch der Musik. Neben dem Tanzen spielte ich Tennis im Verein, trieb Leichtathletik im DJK Frankenberg und spielte jahrelang Querflöte. Auch heute treibe ich selbst viel Sport, gehe in den Ferien besonders gerne Ski fahren und wandern. Am Wochenende zieht es mich somit in die Natur, aber auch an den Herd, da ich äußerst gerne koche. Meine Studienwahl fiel mir somit nicht schwer und ich entschied mich für ein Lehramtsstudium in Anglistik und Sport (Sek. I und II) an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Da mir die Praxis im Studium jedoch zu kurz kam, bemühte ich mich selbst als Studentin Einblicke in den Lehrerberuf zu erlangen. Folglich arbeitete ich im Rahmen des interaktiv e.V. (Verein für Schule, Sport und Freizeit) in einer Hauptschule und später in einer Gesamtschule in Langenfeld und sammelte wertvolle Praxiserfahrung, welche mich in meiner Studienwahl bestärkte. So möchte ich heute nach dem Absolvieren des 2. Staatsexamens weitere Menschen für Sprache, Literatur und Kultur des gesamten englisch sprechenden Kulturkreises sowie den Sport mit seiner sehr breiten Palette von Inhalten begeistern. Ich bin froh, dass ich diesem Wunsch am MSM nachkommen darf, welches sich bereits als ein angenehmer Arbeitsplatz erwiesen hat. Die Schülerinnen und Schüler und das freundliche Entgegenkommen des Kollegiums hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass mir die ersten Wochen erleichtert wurden und ich mich auf die weitere Zeit mit Euch und Ihnen freue. Lea Zielinski Seite 25


Leire ¡¡¡Hola a todos!!! Mein Name ist Leire Ibáñez Segura und ich bin die diesjährige spanische Fremdsprachenassistentin. Ich komme aus Burgos, einer kleinen, aber schönen Stadt, die im Norden von Spanien liegt. Ich bin 23 Jahre alt und habe Übersetzen und Dolmetschen an der Universidad de Valladolid studiert. Ich habe schon ein Jahr in Deutschland gelebt und die deutsche Sprache gelernt, als ich mein Erasmusjahr an der Universität Hildesheim absolviert habe. Ich finde, dass Deutschland ganz schön ist und die Leute sehr nett sind, deswegen bin ich zurück in Deutschland. Ich wohne in einem Studentenwohnheim in Krefeld, aber fahre sehr oft nach Düsseldorf, wo ich zur Uni gehe oder mich mit Freunden treffe. Meine Arbeit an eurem Gymnasium macht mir Spaß und ich möchte, dass die Schüler, die Spanisch lernen, so viel Spaß an meiner Sprache haben, wie ich an eurer. Ich habe ein bisschen Erfahrung beim Unterrichten, da ich Nachhilfe in Englisch und Französisch gegeben habe. Außerdem habe ich mit afrikanischen Einwanderern einen Alphabetisierungskurs gemacht. Ich habe eine Vorliebe für Reisen, neue Orte und Leute kennenzulernen, und natürlich für Sprachen. Ich liebe Sprachen und ich lerne im Moment Arabisch in der Volkshochschule, während ich versuche mein Deutsch zu verbessern. In meiner Freizeit mag ich im Internet surfen, Serien gucken und Shoppen gehen, und den Sommer nutze ich immer um freiwillige Arbeiten zu machen, damit ich die Chance habe, neue Länder besuchen zu können. Als Fremdsprachenassistentin werde ich den drei Spanischlehrern im Unterricht helfen und, wenn ihr Interesse habt, AGs anbieten. Ich bin für alles offen: Konversation, Filme, Musik, Spielen, Hilfe beim Lernen oder die Unterrichtsthemen wiederholen. Wenn ihr Vorschläge oder Ideen habt, kommt einfach zum Lehrerzimmer und fragt nach mir. Spanisch zu lernen kann auch lustig sein! ¡Hasta pronto! Leire

Frau Raven Hallo, mein Name ist Britta Raven. Seit Anfang September 2011 bin ich als Schulsozialarbeiterin am MSM tätig. Mein Aufgabengebiet umfasst u.a.: Beratung und Begleitung von SchülerInnen und Eltern, Präventionsarbeit (z.B. soziales Kompetenztraining), Beteiligung an der Schulentwicklung, Netzwerkarbeit…. Zuvor war ich bei der Stadt Krefeld, Abteilung Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, tätig. Dort habe ich im Bereich Jugendberufshilfe (Übergang Schule – Beruf ) in unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Zuletzt habe ich mit Schulverweigerern gearbeitet und war an zwei Krefelder Hauptschulen eingesetzt. Ich wohne in der schönen Seenstadt Nettetal. In meiner Freizeit treibe ich viel Sport, lese und reise gerne und besuche kulturelle Veranstaltungen. Mein beruflicher Start hier am MSM war sehr gut und ich freue mich auf die kommende Zeit am MSM. Britta Raven

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Frau Holthausen Liebe Leserinnen und Leser, am 04. Juli 2011 war es soweit. Nach sechsjähriger Pause, Elternzeit, bin ich wieder in das Berufsleben eingestiegen. Das Angebot, als Schulsekretärin mit 17 Wochenstunden zu beginnen, war eine große Chance für mich. Somit kann ich Beruf und Familie (verheiratet, zwei Kinder) sehr gut kombinieren. 1992 habe ich meine Ausbildung bei der Stadt Krefeld als Beamtin im mittleren nichttechnischen Dienst begonnen. Nach meiner Prüfung 1994 war ich bis 1999 im Sozialamt tätig und habe dann zum Fachbereich Ordnung, Abteilung Straßenverkehr-Führerscheinstelle gewechselt und war dort tätig bis zur Geburt meines Sohnes 2005. Im Jahr 2008 kam dann meine Tochter auf die Welt. Neben Beruf und Familie habe ich noch ein „weiteres“ Hobby. Ich singe in einem Chor mit 154 anderen Frauen „Frauenpower-Willich“. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen herzlich bedanken, die mich so nett aufgenommen haben, Herrn Strohe, Frau Koltermann (die mich leider schon verlassen hat), Herr und Frau Zentzis, sowie allen Lehrerinnen und Lehrern, Schülern und Eltern. Ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit! Eure/Ihre Michaela Holthausen

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Zur Verabschiedung von Frau Mühlenberg Rede von Herrn Strohe Liebe Frau Mühlenberg,

AGs und Literaturkursen geprobt und aufgeführt. Ich selbst erinnere mich noch sehr gut an den „Eingebildeschweren Herzens stehen wir vor Ihrer Verabschiedung. ten Kranken“ und an die eindrucksvolle HolocaustgeMit Ihnen verlässt uns eine Kollegin, die sich voll und denkfeier in unserer Schule vor drei Jahren. ganz, wie kaum eine andere, mit dem Maria-SibyllaMerian Gymnasium identifiziert und die sich ebenso Neben den Theaterproduktionen organisiert sie bis heuvoll und ganz für die Belange der Schule und der Schü- te die Theaterabonnements für die aktuellen Spielzeiten lerinnen und Schüler einsetzt. Neben der guten Arbeit am Theater der Stadt Krefeld. Darüber hinaus waren bei ist Ihnen die Außenwirkung unserer Schule besonders Klassen- und Studienfahrten unter ihrer Leitung Theawichtig. Um Ihre besondere Leistungen für die Schule terbesuche obligatorisch. Ich selbst durfte sie bei einer zu würdigen, möchte ich zunächst von ganz vorne be- Berlinfahrt begleiten und habe das dortige Kulturproginnen. gramm genossen. Dieses Programm wurde jedoch nicht über die Köpfe der Schülerinnen und Schüler festgelegt, Das Reifezeugnis erhielt Frau Mühlenberg 1968 am sondern entstand mit Hilfe ihrer Mitarbeit. Fichte-Gymnasium; die Älteren unter uns wissen mit dieser Jahreszahl Bedeutendes zu verbinden. AbiturfeiFrau Mühlenberg kümmerte ern, wie wir sie heute kennen, waren absolut verpönt, sich als Klassenlehrerin sehr Abiturzeugnisse wurden im Sekretariat abgeholt. um ihre Schüler und Schülerinnen. Die Eltern wussten In den folgenden interessanten Jahren der Republik hat ihre Kinder bei ihr gut aufgesie das Studium der Germanistik und Geschichte für das hoben. Minderleistungen der Lehramt am Gymnasium in Köln und in Düsseldorf Schülerinnen und Schüler, die absolviert und im November 1974 das Erste Staatsexgelegentlich bei ihren Klassenamen abgelegt. Von Dezember 1974 bis Juli 1976 hat arbeiten und Klausuren vorsie den Referendardienst am Seminar Krefeld absolviert, kamen, machten sie häufig beselbstverständlich erfolgreich abgeschlossen und mit Betroffener als die Schülerinnen ginn des Schuljahres 1976/77 ihren regulären Dienst und Schüler selbst. Sie sah ihre am Gymnasium am Stadtpark in Uerdingen angetreten. Arbeit immer kritisch, manchNoch während des Referendariates heiratete sie ihren mal sogar zu kritisch und setzMann Reinhard. Kurz nach dem Dienstantritt in Uerte schon recht früh auf die dingen wurde ihr ältester Sohn Philipp geboren, so dass Evaluation ihres Unterrichtes, sie fortan bis zur Geburt ihres zweiten Sohnes Tilman um sich damit selbst weiter mit reduzierter Stundenzahl unterrichtete. Nach der entwickeln zu können. zweiten Geburt legte sie eine kurze Elternpause ein und nahm am 5. August 1985 den Dienst wieder auf, nun Als SV-Lehrerin, im Lehrerrat und auch in der Schulam Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. konferenz setzte sie sich für die Belange der Schule ein. Ich habe sie stets als kritische, jedoch auch konstruktive Hier hat sie sich erfolgreich neben dem Unterricht auf Kollegin erlebt. verschiedenen Ebenen engagiert. Zu nennen sind viele Klassenleitungen, Jahrgangstufenleitung, Mitarbeit im In ihren Dienstlichen Beurteilungen heißt es zu recht: “ Literaturcafé und beim Kabarett Kehrblech. Bis heute Frau Mühlenberg ist belastbar, ihr Arbeitseinsatz ist weit redigiert sie Texte für die Schulzeitung, und insbeson- höher (…) als zu erwarten wäre.“ Weiter heißt es dort dere die Begeisterung unserer Schülerinnen und Schüler „Ihr Unterricht bestätigt das auch im sonstigen Schulfür das Theater waren und sind ihr ein besonderes An- leben zu beobachtende Anliegen Frau Mühlenbergs, liegen. Viele Theaterstücke wurden unter ihrer Regie in ganzheitlich zu erziehen. Sowohl als Klassenlehrerin als Seite 28


auch als Jahrgangsstufenleiterin setzt sie sich engagiert für die Schüler/innen ein. Die ihr anvertrauten Gruppen werden von ihr bestens betreut. Sie nimmt die Schüler/ innen ernst.“ Da sie schlecht „Nein“ sagen kann, mutete sie sich gelegentlich auch zu viel zu. Leider habe ich dies nicht immer sofort bemerkt. Mit Frau Mühlenberg verlässt uns eine erfahrene Kollegin, die sich voll und ganz mit der Schule identifiziert hat. Ich hoffe, Sie bleiben uns wohl gesonnen. Sie ist während ihres bisherigen Lebens der Stadt Krefeld treu geblieben. Bedingt durch ihren Mann hat sie jedoch auch einen Koffer in Berlin. Ich wünsche Ihnen, Frau Mühlenberg, alles Gute für die kommenden Jahre. Sie haben nun die Zeit zum Lesen, zum Reisen oder auch, um sich um ihren schönen Garten zu kümmern und ihre Freundschaften zu pflegen. Ein guter Abgang ziert die Übung. Alles Gute und vielen Dank für Ihre Arbeit am MSMGymnasium! H. Strohe

Verabschiedung von Frau Koltermann Am letzten Schultag vor den Herbstferien wurde Frau Koltermann vom Schulleiter, dem Kollegium, der Schülerschaft und der Elternschaft verabschiedet. Alle bedankten sich für die hervorragende Arbeit, die Frau Koltermann für die Schule verrichtet hat und wünschten ihr viel Erfolg an ihrer neuen Wirkungsstätte. Herr Strohe umriss in seiner Dankesrede noch einmal die Vielfältigkeit der Aufgaben, die zur Arbeitsplatzbeschreibung einer Schulsekretärin gehört und vergaß dabei auch nicht den bedeutenden Umstand, dass im Prinzip kaum eine Arbeit ohne Unterbrechung erledigt werden kann. Er bedauerte sehr den Weggang von Frau Koltermann, die mehr als sechs Jahre das Sekretariat des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums leitete. Sie ist seit Anfang der Herbstferien in das Büro des Beigeordneten für den Bereich Planung, Bau und Gebäudemanagement der Stadt Krefeld gewechselt. Seite 29


Willkommen am MSM!

5A (Frau Stascheit): Luana Elisa Angona, Collin Ramon Artz, Laura Bachmann, Justus Benedikt Bauer, Mara Bäumer, Lena Beser, Anne Sarah Birkholz, Yalçin Ethem Boz, Jannik Büschkens, Mikail Candan, Linus Dertinger, Meryem Dogan, Laura Marie Fischer, Christina Gründel, Lukas Heber, Tim Hirthe, ,Nikolaos Ikonomou, Lea Jagenburg, Jonas Kamperdicks, Tim Kemper, Alisha Kiefer, Julia Koebcke, Can Umut Köroglu, Steven Kurth, Nils Manten, Ronja Mohaupt, Vivian Josephine Offermanns, Felix Offermanns, Lillith Schlösser, Isabell Stockmann, Jost Strater, Victoria Wandschneider, Lea Marie Weeber

5B (Frau Dr. Nicolai): Sofia Bratschke, Lea Braun, Linda Marie Bußee, Rana Dayi, Marie Dostert, Jana Feldhoff, Jeremy Ian Fischer, Sophia Anna Flemming, Denis Galla, Christopher Guschky, Lara Herrmann, Lorenzo Hutsch, Florian Kaiser, Niklas Keßel, Lena Klapdor, Inga Klapdor, Luca Maik Klöckes, Tim Knabben, Fabian Knorr, David Casper Krüll, Marvin Lorek, Cathrin Meyer, Luca Sophia Ochmann, Daniel Roppertz, Merle Zoe Saathoff, Viola Schweitzer, Alexander Sommer, Kristin Striewisch, Antonia Weber, Viktoria Ziermann, Filip Zunic, Felix Zwierkowski

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5C (Frau Seiferth): Muhammed Zübeyr Alkan, Carolina Clemens, Roxana Engelke, Henrik Froese, Victoria Anna Fyla, Lena Luisa Grabowski, Justine Janoska, Janina Jansen, Hannah Kerp, Leo Jakob Kirschbaum, Maximilian Knauf, Jan Kortmöller, Mona Krischer, Jana Krischer, Vi An Lieu, Fabian Makijewski, Paul Maslo, Katharina Rau, Franziska Renner, Leon Ritsche, Benedikt Rüschen, Nicolas Samel, Julia Sattler, Judith Dorothea Schimpf, Eva Charlotte Schrickel, Ijanga Sivakumar, Domenic Snykers, Dario Tedde, Xenia Troschina, Lina Vogels, Celina Christin Walter, Silas Walter Zell

5D (Herr Kemper): Maroua Achlih, Manuel Becker, Aileen Becker, Thomas Biel, Felix Johannes Bommers, Isabelle Brüstinger, Cihan Cengiz Caliskan, Julia Derichs, Jonas Daniel Djurevci, Luke Maarten Gollenstede, Justus Hemmer, Nick Hendle, Chantal Herrenkind, Paula Horstmann, Timon Hox, Julia Jagodic, Melina Karafilidis, Quinn Keßel, Benjamin Johannes Moers, Serra Nacioglu, Lisa Madeline Oraha, Fabiana Overmeyer, Liam Constantin Pascha, Lara Pöpping, Habibe Cansu Sahin, Markos-Arman Shafiq, Nora Joana Thamm, Lyle James Todd, Moussau Irene Tshibangu, Maximilian Vanstraelen, Vivien Hannah Vetterkind, Meike Wallrath

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„Creinvelt – schön doll hier“ Unter diesem Motto fanden die diesjährigen stadtweit bekannten Veranstaltungen von Creinvelt 1927 e.V. statt. Creinvelt ist eine Gesellschaft zur Pflege vaterstädtischen Brauchtums und veranstaltet jährlich zur Karnevalszeit Sitzungen, die rege besucht sind. Dieses Jahr haben sie sich vom Slogan der Stadt Krefeld: „Krefeld – schön hier“ - inspirieren lassen. Wenn auch die erklärte Absicht, mit der größten Postkarte der Welt mit Ansichten von Krefeld in das Guiness-Buch aufgenommen zu werden, der Stadt nicht vergönnt war, so haben sich die „Creinvelter“ inspirieren lassen, indem sie dem schön hier, ein „doll“ beifügten. Einige SchülerInnen der sechsten Klassen und der Jahrgangsstufe 11 setzten sich in ganz persönlichen Bildern mit diesem Thema auseinander. Aus der Vielzahl der Entwürfe wählten der Vorsitzende und der Schatzmeister von Creinvelt, Herr Wilhelm Havermann und Herr Klaus D. Müller, einige Arbeiten aus. Diese wurden im Programmheft veröffentlicht. Als Dankeschön wurden für die Arbeit im Kunstunterricht 40 Radiernadeln überreicht. Hierfür bedanken wir uns ganz herzlich und wünschen der Gesellschaft Creinvelt weiterhin viel Spass und Erfolg bei ihrer Arbeit. Birgitta Trapp

Animal Court Theaterstück der Unterstufe Frau Holletschke und Frau Rubinowski brachten zum wiederholten Mal ein Theaterstück mit Kindern der Unterstufe zur Aufführung. Katze, Mäuse, Schafe und Kühe sind genervt von Weihnachten und das schon beim allerersten Weihnachten überhaupt: Menschen, die Krach machen, alles in Unordnung bringen, sich wie selbstverständlich im Stall der Tiere niederlassen und anschließend auch noch Engel und drei Könige mit ins Spiel bringen. Der Katze platzt jedenfalls der Kragen, sie will ihre Ruhe und verklagt den Esel, der sich in untierischer Weise auf die Seite der Menschen geschlagen hat. So kommt es zum ANIMAL COURT, der die Geburt Jesus im Stall von Bethlehem verhandelt. Seite 32

Ganz schön kompliziert war das Stück, das die englische Theater AG im Dezember aufführte! Und doch schafften es alle Beteiligten mit Bravour ein faszinierendes Schauspiel darzubieten. Frau Rubinowski und Frau Holletschke probten zum wiederholten Male mit Kindern der Klassen 5, 6 und 7 ein Theaterstück– das Ganze zudem noch in englischer Sprache! Wer von den Schülern und Schülerinnen Lust hatte teilzunehmen, wurde mit einer Rolle bedacht, so dass alle Interessierten mitmachen konnten. Die Auswahl des Theaterstücks, die Proben, das Nähen der Kostüme, die Erstellung des Bühnenbildes und der Druck der Informationsbroschüren wurden von den beiden Müttern mit viel Elan und Arbeit in Eigenregie übernommen. Gelohnt wurde es mit der Begeisterung, mit der alle Schüler und Schülerinnen sich bei diesem anspruchsvollen Stück einbrachten, so zeigten Isabell, Emily, Esther, Lisa, Liam, Dennis, Miriam, Farah, Katharina, Alena, Lukas und Angus ihr ganzes „tierisches“ Können. Helga Wienand


DELF und DELE am MSM Auch im Schuljahr 2010/2011 wurde am MSM wieder ge-DELF-t. „DELF“ bedeutet „Diplôme d‘Etudes en langue française“. Dieses Zertifikat wird nicht von uns als Schule, sondern vom Institut Français vergeben, seine Niveaus orientieren sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR), und das Diplom hat internationale Gültigkeit. Die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf die DELF-Prüfungen hat am MSM eine lange Tradition. Im Schuljahr 2010/2011 konnte mit 97 Schülerinnen und Schülern unserer Schule jedoch ein neuer Teilnahmerekord aufgestellt werden. Mit einer Durchfallquote von 0% war auch die von jeher geringe Zahl der Nichtbesteherinnen und -besteher rekordverdächtig niedrig. Die schriftlichen Prüfungen finden an jeder Schule, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellt, statt, die mündlichen hingegen wurden auch 2011 wieder zentral am MSM abgelegt, wo an einem Wochenende knapp 2000 Schülerinnen und Schüler vom gesamten Niederrhein vor die Prüferinnen und Prüfer des Institut Français treten mussten, um ihre mündliche Sprachbeherrschung unter Beweis zu stellen. Verpflegt wurden die Kandidatinnen und Kandidaten, deren Lehrpersonal, Eltern und sonstige Begleiterinnen und Begleiter wieder von den Schülerinnen und Schülern unserer Jahrgangsstufe 13, die – wie auch schon in den Vorjahren – eine Cafeteria im Foyer auf die Beine stellten.

Auch die DELE-Prüfungen 2011 fanden wieder am MSM statt. Neben unseren Kandidatinnen und Kandidaten konnten auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen aus der näheren und weiteren Umgebung zentral an unserem Gymnasium die Prüfung ablegen. „DELE“ bedeutet „Diplomas de Español como lengua extranjera“. Wie beim DELF handelt es sich auch beim DELE um ein international anerkanntes Diplom, das vom entsprechenden Kulturinstitut, in diesem Falle dem spanischen Instituto Cervantes, vergeben wird. Im Schuljahr 2011/2012 wird weiter fleißig ge-DELFt (die Anmeldezahlen liegen dieses Jahr sogar noch höher – 102 Schülerinnen und Schüler des MSM werden die Prüfungen im Januar und Februar 2012 ablegen), und auch die Vorbereitungen auf die DELE-Prüfungen, die kurz vor dem Erscheinen dieses Artikels stattfinden werden, laufen auf Hochtouren. Für die Fachschaften Französisch und Spanisch André Lukoschek

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Stop the waste – jedenfalls ein bisschen Die Aktion „Schulranzen 2011“ Zum achten Mal an Krefelds weiterführenden Schulen: • die Geldspender (zum Zukauf ) mit steigendem Erfolg • Frau Kaltenbacher, die Kontakte zu den weiterführenden Schulen rechtzeitig aufnimmt, die InformaWas als Klassenaktion in der Klasse 5a im Jahr 2004 mit tionen weitergibt und die Ranzen gegebenenfalls 15 gesammelten und mit Schulmaterial gefüllten Tordort abholt nistern, die beim Übergang zum MSM durch neue Modelle ersetzt worden waren, begonnen hatte, ist inzwi- • Frau Vetter und auch Frau Landsknecht ließen sich in diesem Jahr blicken, die mit ihren Religionsgrupschen zu einer Krefeldweiten Aktion herangewachsen. pen die Knochenarbeit der Kontrolle und, wo nötig, das Nachfüllen der Schulranzen in der AktivitäEinen Hügel von 115 Tornistern konnten die Schületenwoche (immer die Woche vor den Herbstferien) rinnen und Schüler der Klassen 5 des MSM am Freitag übernahmen. vor den Herbstferien auf dem Schulhof für den Fototermin und den anschließenden Abtransport aufschichten. • Das Ehepaar Seydlitz, das im PKW die Ranzen zu sich nach Hause ins „Zwischenlager“ transportiert, Frau Vetter hatte eine Großteil der Tonis mit Schülevon wo sie am Montag durch einen Fahrer von rinnen und Schülern der siebten Klassen durchgesehen GAIN mit dem LKW abgeholt und nach Gießen in und gegebenenfalls mit fehlendem Lernmaterial aufgedas Hauptquartier von GAIN gebracht wurden. füllt. Eine große Überraschung bot das Schulzentrum Horkesgath, wo auf Initiative von Herrn Werner (der In Gießen werden die großen Trucks mit Hilfsgütern von seiner Ehefrau von unserer Aktion gehört hatte) ei- aus ganz Deutschland zusammengestellt und – oft in nige wenige Tornister abgeholt werden sollten. Es waren den Weihnachtsferien – direkt zu den Empfängergedann 37: das hat uns ganz besonders gefreut! meinden gefahren und dort verteilt werden (z.Zt. nach Russland, Lettland, Armenien, vielleicht demnächst Wie funktioniert das mit den Schulranzen? auch per Schiff in das neue Kinderheim in Haiti). Es sind viele, die im Team zusammenarbeiten:

Wir freuen uns über die Steigerung in der Anzahl. Wir wünschen uns, dass noch mehr Schulen (vielleicht auch • die Kinder der fünften Klassen und ihre Eltern aus den Nachbarorten) und noch einige Sponsoren mit• die Menschen und Firmen, die Hefte, Stifte, Mäpp- machen! chen etc. spenden U. Genth

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Bewerbertraining der besonderen Art Bei der AOK Rheinland in Zusammenarbeit mit dem Theater Kresch Am 1.März 2011 konnten 16 SchülerInnen der Jahrgangsstufe EF unserer Schule an einem Pilotprojekt für ein Bewerbertraining teilnehmen. Die AOK wurde vertreten von Frau Dipl.-Oekothrophologin Fedler, das Kresch wurde durch Herrn Franz Maestre repräsentiert. Das Besondere dieses Projektes bestand darin, dass man aus der Perspektive des Schülers/der Schülerin auf die Situation Bewerbung blickte. Das Ziel war ein Abgleich von Eigeneinschätzung/Selbstwahrnehmung mit der Fremdeinschätzung. Die Veranstaltung bestand aus drei Teilbereichen. Der erste Teil war theoretischer Natur: In einer ersten Einschätzung sollten die SchülerInnen sagen, an welcher Stelle ihres Körpers sie sich zu Beginn der Veranstaltung befänden. Wie zu erwarten war es der Kopf. Hiervon galt es sich zu entfernen, damit man mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Einsatz zeigen kann und im Falle einer Bewerbung gut „ankommt“. Das war auch die Erwartungshaltung der TeilnehmerInnen.

sprache für die Kontaktaufnahme mit dem Gesprächspartner. Die Konzentration sollte sich auf das Hier und Jetzt beziehen, alles andere wird ausgeschaltet. Im dritten Teil wurden die eben erlernten Dinge zielorientiert in einem simulierten Bewerbungsgespräch ausgetestet, und im „Schonraum“ einem „Feinschliff“ unterzogen. Bevor es zu solch einer Situation in der Realität kommt, sollte man sich Informationen über den zukünftigen Arbeitgeber besorgen, sich noch einmal über Auftritt, Gespräch, Abgang klar werden und vielleicht noch einmal mit einem/r Freund/-in üben.

Im abschließenden Feedback wurde der Lernzuwachs abgefragt, positive und negative (gab es nicht, außer dem überzogenen Zeitrahmen) Aspekte der Veranstaltung reflektiert. Insgesamt war die Resonanz sehr positiv. Die Veranstaltung ist auch für die nachfolgenden SchülerInnen zu empfehlen. Das Erlernte kann aktuell im Unterricht eingesetzt werden. Teile davon helfen sicher auch im Alltag. Für mich als Studien-und BerufsWas kann man vermeiden? beraterin der Schule war es ein informativer Vormittag. Was wird erwartet? Die von Herrn Maestre angesprochenen VerhaltensweiWie kann ich überzeugen? sen sind auch im Berufsalltag an einer Schule einsetzbar. Besonders in meinem Fach Kunst bieten sich viele EinAuf kleinen Karten wurde dann ein simuliertes Bewer- satzmöglichkeiten. bungsgespräch vorbereitet, auf denen man seine Stärken, B. Trapp seine Schwächen, Hobbys, seine realistische Vision für die Zukunft (in fünf Jahren) und Situationen/Aktionen, auf die man besonders stolz ist, notierte. Der zweite Teil bestand aus vielen praktischen Übungen. Zunächst haben die SchülerInnen gelernt, ihren Blick zu öffnen und einen Tunnelblick zu vermeiden. Durch eine Beschwörung innerer Bilder mit positivem Blick nach vorne hat man schon den ersten Schritt getan. Danach wurde die Stimme thematisiert. Wie ein Schauspieler, sollte man mit kleinen Übungen seine Stimme in der Mitte des Körpers halten. Auch zur Lockerung der Zunge gab es Übungen, die zur Erheiterung und Auflockerung der Stimmung beitrugen. Ganz wichtig ist dabei auch die Körperhaltung. Sie hilft der Stimme, sie signalisiert dem Gegenüber etwas zur eigenen Befindlichkeit. Ganz wichtig war die KörperSeite 35


Jugend forscht 2011 am MSM Hurra, das gab es noch nie: wir haben zwei 1. Preise!!! wir sie trotzdem noch lesen können. Dazu maßen sie die Lesegeschwindigkeit und überprüften das Leseverständnis von Probanden. Es ist echt verrückt – wir lesen die Wörter richtig, obwohl sie falsch geschrieben sind! Als dritte Gruppe im Bereich Arbeitswelt gingen Jerome Busch (8e), Alina Knieling (8e) und Andrea Köppl (8e) ins Rennen. Sie fragten sich „Wie spart man Energie?“. Ihre Arbeit war sehr vielfältig, sie umfasste verschiedenste Arbeitsmethoden wie z.B. eine Befragung, Stromverbrauchsrecherchen, Tests von Solarlampen und den Bau eines Modellzimmers mit Hinweisen zum EnergiespaBelohnt wurde die Arbeit aller Beteiligten durch einen ren. schönen und aufregenden Tag im Seidenweberhaus. Besonders hervorzuheben sind jedoch unsere Gewinner Im Fachbereich Biologie starteten zwei ForschergrupKen Lange (7e), Alexander Küster (7a) und Lennard pen vom MSM. Henrik Wyschka (8c) und Jan-Niklas Beyer (7a). Sie haben alle den 1. Preis gewonnen und Andriesen (8c) erforschten „die Tomate – das Wunderdurften am 6.Mai am Landeswettbewerb in Reckling- gewächs der Natur“. Sie pflanzten verschiedene Tomahausen teilnehmen. Wir gratulieren zu diesem tollen tenarten und verglichen ihr Wachstum, ihre Widerstandsfähigkeit und – als Erfolg!!! Doch nun zu den die Früchte reif waren – einzelnen Arbeiten: den Vitamin C Gehalt soIm Fachbereich Arbeitswie den Geschmack. welt starteten Lennard Ken Lange (7a) ist „WieBeyer (7a) und Alexander derholungstäter“, er ist beKüster (7a). „Gut radieren reits zum zweiten Mal bei und nicht schmieren. Ra„Schüler experimentieren“, dierer im Test“ lautete ihr so heißt der Wettbewerb Thema. Sie untersuchten für die jüngeren Teilnehverschiedene Radiergummer, dabei. Er untersuchte mis und verglichen sie „das Juwel des Krefelder miteinander. Damit der Schmetterlinghauses“, die Druck der Bleistiftlinien Morpho peleides. Er hat für die Radierer immer nicht nur zahlreiche Inforgleich ist, entwarfen und bauten sie dafür sogar eine „Maschine“ aus Lego. Sie mationen über diesen Schmetterling zusammengetraüberzeugten die Jury und gewannen einen ersten Preis. gen, sondern auch die Lebensbedingungen des Falters Und auch beim Landeswettbewerb, also in der Runde im Zoo untersucht. Seine Arbeit überzeugte ebenfalls der NRW-Besten, hatten sie Erfolg. Hier belegten die und sie wurde mit einem ersten Platz ausgezeichnet. beiden MSM-Forscher einen achtbaren und mit Geld Auch Ken nahm am NRW Landeswettbewerb teil, wo er einen von der RWE gespendeten Sonderpreis erhielt. dotierten zweiten Platz. Schon fast traditionell war das MSM beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ wieder dabei – 15 Schüler, die insgesamt sieben Forschergruppen bildeten, machten sich am 15. März voller Hoffnungen und auch etwas nervös auf in das Krefelder Seidenweberhaus. Sie hatten schließlich ein halbes Jahr an ihren Arbeiten geforscht und gearbeitet. Betreut wurden sie von Frau Klöppl und Frau Werner. Besonderer Dank gilt allerdings unserer bereits pensionierten Kollegin Frau Stappert – sie hat uns mit sehr viel Engagement unterstützt.

Ebenfalls zum Fachbereich Arbeitswelt gehört die Arbeit von Chaymae Daoudi (8e) und Leonie Schifferings (8e). Ihr Thema hieß „Wir kehren um!“ Sie haben bestimmte Buchstaben in Wörtern vertauscht und getestet, ob Seite 36

Im Fachbereich Chemie gingen für das MSM zwei Gruppen an den Start. „Welches Taschentuch tut meiner Nase gut?“ fragten sich Mareile Höh (7e) und Katrin Krüger (7e). Sie haben verschiedene Papiertaschen-


tücher getestet. Abgesehen von einem Fragebogen nebst Fühltest, den sie am Tag der offenen Tür durchgeführt haben, untersuchten und verglichen sie die Reißfestigkeit und den Aufbau von Taschentüchern. Ihr Fazit: Bei normaler Beanspruchung reicht ein billiges Taschentuch aus dem Discounter. Bei häufiger Anwendung wie z.B. während einer Grippe ist ein Qualitätsprodukt besser, weil es einfach weicher ist. Ebenfalls zum zweiten Mal dabei waren Alexander Brozy (8b), Lukas Erle (8b) und Arne Hannappel (8b). Sie gingen mit dem Thema „Tellerwäscher oder Millionär – müssen Spülmaschinentabs wirklich arm machen?“ an den Start und testeten unterschiedliche Tabs. Zusätzlich führten sie eine Fragebogenaktion durch. Sie haben zunächst Teller systematisch mit Spinat, Ketchup, Ei und Margarine beschmutzt, die Verschmutzungen in der Mikrowelle eingetrocknet und sie anschließend in der Spülmaschine gereinigt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die billigen Tabs bei normalen Verschmutzungen völlig ausreichend sind und die teuren Markenprodukte nur minimal besser reinigen. Sie haben eine wirklich tolle Arbeit

abgeliefert und sind vermutlich nur knapp an einer Platzierung gescheitert. Insgesamt war dieser Wettbewerb für das MSM sehr erfolgreich. Er hat nicht nur neue Erkenntnisse geliefert, sondern trotz der vielen Arbeit allen Beteiligten auch Spaß und Freude bereitet. Erfreulicherweise haben sich für den Wettbewerb 2012 bereits wieder Schüler des MSM gemeldet. Sie sind zur Zeit am Forschen und wir hoffen, dass sie alle bis zum Wettbewerb im März durchhalten werden. Schließlich ist es nicht immer ganz einfach neben der Schule und sonstigen Aktivitäten so eine Forscherarbeit in der Freizeit fertig zu stellen. Deshalb nochmals große Anerkennung für die erbrachten Leistungen! K. Werner

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Die Junior-Akademie In diesem Jahr hatte ich die Ehre an der Junior Akademie NRW teilnehmen zu dürfen. Die Akademie fand wie jedes Jahr in den Sommerferien als ein Internat für zehn Tage statt und bot mir ein großes Spektrum an Entdeckungsmöglichkeiten: Nachdem ich mir aus einer Vielzahl an möglichen Kursen den ausgesucht hatte, der mir am besten gefiel, bewarb ich mich um einen Platz. In jedem Kurs waren nur Plätze für 18 Teilnehmer/innen aus ganz NRW, wobei darauf geachtet wurde, dass die Geschlechter möglichst gemischt waren. Geleitet wurden die einzelnen Kurse von fachspezialisierten Betreuern, zudem beinhalteten sie Ausflüge, Experimente und spannendes Wissen - aber keine Hausaufgaben! Neben den eigentlichen Kursen fanden auch zahlreiche, kursübergreifende AGs statt, wie zum Beispiel Theater, Kampfsport oder Fotografie, sodass ich Leuten mit den verschiedensten Interessen kennen lernen konnte. Ich hatte diesen Sommer viel Spaß dort und die Möglichkeit, mir neben dem interessanten Einblick in die Welt der Mechatronik auch viele Freunde anzueignen. Ich würde dieses umfangreiche Angebot jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu bekommt. Alba Maria Paar Pérez, EF

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Leiden Model United Nations (Lemun) Nach einigen Monaten Vorbereitung in der Lemun- AG war es endlich soweit, wir, elf Oberstufenschüler des Maria-Sybilla-Merian Gymnasiums, standen in Leiden, einer kleinen sehenswerten Stadt in den Niederlanden und warteten gespannt auf unsere Gastfamilien. Hier in Leiden, würde in den nächsten Tagen Lemun stattfinden. Ein Wochenende lang würden wir mit 450 anderen Jugendlichen aus aller Welt den Gipfel der Vereinten Nationen simulieren und Lösungen für reale Probleme ermitteln. Im Gespräch waren dabei unter anderem der Nahost- Konflikt, der Umgang mit Menschenrechten im Kaukasus und Strategien für ein atomwaffenfreies Europa. Am Ende der Veranstaltung standen eine Stadtbesichtigung sowie die Lemun Party an. Schon am nächsten Morgen nach der Anreise ging es früh los. Wir wurden von unseren Gastfamilien zur Schule gebracht und trafen uns dort in den verschiedensten Komitees, da jeder von uns eine andere Nation in einer anderen Arbeitsgruppe repräsentierte. In den einzelnen Komitees bemühten wir uns, als Delegierte, Unterstützung für unsere Resolution zu finden. Wir überzeugten andere mit unseren Argumenten, entwickelten Strategien und wurden letztendlich für die Generalversammlung ausgewählt. Begleitet wurden wir während der Vorbereitung und der Veranstaltung von Frau Wienand und Herr Grossmann, die uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Karolina Keller

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Erinnerung als Schlüssel zur Zukunftsgestaltung Warum uns am MSM das Gedenken an nationalso- Nur zwei Wochen später war der Autor Rolf Gompertz zialistische Verfolgung und das daraus entstandene Gast in unserer Schule. Rolf Gompertz wurde als Kind Leid ein besonderes Anliegen ist Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.Er musste mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt Krefeld nach Schon seit vielen Jahren ist es uns am MSM ein wich- Amerika fliehen, um der Deportation zu entkommen. tiges Anliegen, Schülerinnen und Schüler mit der Ge- Jahrzehntelang mied Gompertz den Kontakt zu seiner schichte von nationalsozialistischer Verfolgung und Ver- deutschen Heimat, mit der er nur negative Erinnerungen nichtung vertraut zu machen. Auch wenn die heutige verband. Erste KonSchülergeneration keine Schuld an den Verbrechen ihrer takte entstanden erst Großeltern oder Urgroßeltern trifft, gilt auch doch für in den achtziger Jahren sie der Auftrag zur Erinnerungsarbeit, den der ehema- durch eine Einladung lige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner der Stadt Krefeld. Rede zum Gedenken des Kriegsendes am 8. Mai 1985 Auch die Veröffentlianmahnte. In Anlehnung an eine jüdische Weisheit chung seines Buches forderte er, die deutsche Vergangenheit anzunehmen, „Jesus, mein jüdischer denn „das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“. Bruder“ in deutscher Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann Kompeten- Sprache ist ein Ergebzen entwickeln, die Zukunft verantwortungsbewusst zu nis der neu entstandegestalten. Nur wer die Wurzeln und Ursachen von An- nen Kontakte zu seiner tisemitismus und Menschenverachtung versteht, kann Heimatstadt. Heute Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um Gegenwart sieht Gompertz seinen und Zukunft verantwortlich und menschlich zu gestal- Auftrag darin, das Geten. Dabei sind Mündigkeit, Toleranz und Zivilcourage spräch mit deutschen wichtige Werte für das Zusammenleben in einer plura- Jugendlichen zu suchen und von seinen eigenen Erfahlistischen Gesellschaft. rungen zu berichten.  Im vergangenen Jahr 2011 gab es am MSM vielfältige Die zuhörenden Schülerinnen und Schüler der OberMöglichkeiten der thematischen Auseinandersetzung: stufe folgten dem Bericht Rolf Gompertz mit größter Aufmerksamkeit und stellten ihm anschließend etliche Gleich zu Beginn des Jahres gestalteten Schülerinnen Fragen zu seiner Vergangenheit. Nach dem Zeitzeugenund Schüler des MSM zum Holocaust-Gedenktag am gespräch äußerten sie sich gerührt, aber auch nachdenk27. Januar wieder ein Projekt: Eine im Differenzierungslich: „Wenn die Geschichten von damals ein Gesicht kurs Gesellschaftswissenschaften erarbeitete Präsentatibekommen, berühren sie einen umso mehr“, so Claudia on erinnerte an den nationalsozialistischen Massenmord und Melek, zwei Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe und die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. 12.  Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten zwei neunte Klassen im März 2011 den „Zug der Erinnerung“, der einige Tage im Krefelder Hauptbahnhof hielt. In diesem Zug stellt ein gemeinnütziger Verein, unterstützt von der Bundesrepublik, die Geschichte von nationalsozialistischer Verfolgung und Ermordung dar. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei auf dem Schicksal jüdischer Kinder. „Natürlich haben wir gewusst, dass auch kleine Kinder von den Nazis verfolgt und ermordet wurden. Aber richtig vorstellen kann ich es mir erst jetzt“ sagte ein Schüler nach dem Besuch des Zuges. Seite 40

Im April konnten wir Rafael Seligmann an unserer Schule begrüßen. Der bekannte deutsch-israelische Schriftsteller las aus seiner Biographie „Deutschland wird dir gefallen“, in der er von seinen Erfahrungen und Erlebnissen als junger Jude in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg berichtet. Im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern wurde die Ambivalenz eines jüdischen Lebens in Deutschland spürbar. Während Seligmann sich als Kind und junger Mann oftmals nach einem unbeschwerten Leben ohne die ständige Auseinandersetzung


wie furchtbar es für sie gewesen sein muss, z.B. nicht nach draußen gehen zu dürfen. Alles, was für uns heute selbstverständlich ist, war für sie unmöglich.“

mit seiner Identität als deutschstämmiger Jude sehnte, wurde er doch immer wieder mit seiner besonderen Rolle aufgrund dieser Herkunft konfrontiert. Seligmann versteht heute seinen Auftrag darin, Brücken der Verständigung zwischen israelischen und deutschen Juden sowie nicht-jüdischen Deutschen zu schlagen. Am Ende des Schuljahres machten sich 70 Schülerinnen und Schüler auf die Reise, um auch außerhalb der Schule nach Spuren der nationalsozialistischen Vergangenheit zu suchen. Ziel war das Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Nach ausführlicher Vorbereitung im Unterricht konnten die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse nun mit eigenen Augen das Haus sehen, in dem Anne Frank über zwei Jahre im Versteck lebte, bevor sie mit ihrer Familie entdeckt, deportiert und ermordet wurde. Sie machten sich selbst ein Bild von der düsteren und bedrückenden Atmosphäre, in der die Untergetauchten dauerhaft leben mussten. „Unglaublich, dass so viele Menschen so lange auf so engem Raum gelebt haben. Umso schlimmer, dass Anne mit ihrer Familie dann kurz vor der Befreiung doch noch entdeckt und deportiert wurde“, sagte eine Schülerin nach dem Besuch des Hauses. Und ein Schüler stellte fest:“ Besonders beeindruckend fand ich Annes Zimmer, in dem heute noch Fotos und Zeitungsausschnitte an der Wand kleben. Mein Zimmer sieht auch so aus. Ich kann mir jetzt viel besser vorstellen, wie Anne hier gelebt hat und

Im Zentrum der Beschäftigung mit den nationalsozialistischen Verbrechen an unserer Schule steht seit 2005 die Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz. An dem Ort, der bis heute für den unfassbaren Zivilisationsbruch der nationalsozialistischen Politik steht, können Schülerinnen und Schüler bis heute unmittelbar erfahren, unter welch unmenschlichen Bedingungen die Opfer in den Lagern existieren mussten und umgebracht wurden. Besonders eindrücklich war für die Jugendlichen die Begegnung mit Wilhelm Brasse, einem der letzten Zeitzeugen. Herr Brasse musste für die Nazis die erkennungsdienstlichen Fotos der Neuankömmlinge im Lager erstellen, diese sind oft die einzigen erhalten gebliebenen Zeugnisse der Existenz dieser Menschen. Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben den Auftrag von Weizsäckers zur Erinnerung für sich angenommen. Auf unterschiedliche Weise haben sie sich mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt. Niemand von ihnen hat es bereut, sich auf diese Arbeit einzulassen; vielmehr fühlen sich die Schülerinnen und Schüler bereichert durch die vielen neuen Eindrücke und Begegnungen. Und so werden wir auch im laufenden Schuljahr immer wieder Personen und Orte einladen und aufsuchen, die uns an Vergangenes erinnern. Christine Stascheit und Annette Vetter

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„Ferien, endlich Sommer!“ – Der Sommerhit Statt Sonnenschein und 30 Grad im Schatten gab es im Sommer 2011 viel Regen, Wind und häufig eine graue Wolkendecke. Rechtzeitig zu den Sommerferien hatte die ehemalige 6d deswegen die Idee, einen „Sommerferienhit“ zu schreiben und zu produzieren, damit trotz schlechten Wetters Sommerlaune aufkommen kann. Die Schulleitung unterstützte die Idee, und fungierte als Auftraggeber. So motiviert, wurden von den Schülern der Klasse viele gute Textentwürfe vorgelegt, unter anderem „School is out forever“ und „Ferien, endlich Sommer“.

„vorproduziert“ und (nach einigen Verbesserungen) in einer weiteren Unterrichtsstunde aufgenommen. Als der „Sommerhit“ dann fertig war, kam sogar der regionale Radiosender „Welle Niederrhein“ an das MSM und brachte am Tag des Ferienbeginns einen Beitrag, in dem sowohl der Song, als auch ein Interview mit Lehrer und Schülern gesendet wurde. Auf der Homepage des MSM könnt ihr den Song anhören und herunterladen. Ich hoffe, dass ihr beim Hören genauso viel Spaß habt, wie die Schüler der 6d, Frau Heinrich und ich bei der Produktion. B.Senz

Letzterer wurde per Abstimmung im Klassenverband für die Produktion ausgewählt, wobei von der „Jury“, die aus den verantwortlichen Musiklehrern C. Heinrich und B. Senz bestand, zuvor eine Bewertung der jeweiligen Texte zwecks Entscheidungsfindung abverlangt wurde. Der Song wurde zusammen mit der Klasse zunächst Der Link zum Hit: http://tinyurl.com/bwb6b7z

Neues vom Hülser Berg Ausflug der Klasse 8d Am Donnerstag vor den Herbstferien machte sich die 8d bei herbstlichem Sonnenschein und klirrender Kälte (ca 8° C, gefühlte minus 5) auf einen Rundgang durch den Wald - unter kundiger Leitung vom Biologen und Waldpädagogen Herrn Kassemeck. Zunächst wurde eine große Eibe als geschützter mythenträchtiger (woraus war der Bogen Robin Hoods?) fast rundherum schwer giftger Baum vorgestellt. Doch auch Gift hat sein Gutes: das Taxan der Nadeln wird zur Synthese eines Medikaments gegen Mammakarzinom gebraucht. Nachdem als nächstes medizinisches Thema geklärt war, wie man Brandblasen vor Ort behandelt (Saft von Breitwegerich darauf reiben), kam es zur ersten MutproSeite 44

be: Wie esse ich Brennesselblätter (blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselfördernd, Haarwuchsfördernd, Bluthochdruck...) ohne mich zu verbrennen – hier versagte die gesamte Klasse kläglich, konnte aber bei der Betrachtung eines alten Baumstumpfes dank Yannis mit der Kenntnis punkten, dass Pilze weder Tiere noch Pflanzen, sondern ein Reich für sich sind. Die Baumpilze sind Porlinge, was an ihrer Unterseite gezeigt werden kann. Hier wurde auch erörtert, wie man das Alter eines Baumes in etwa berechnen kann, wenn die Jahresringe nicht mehr zu sehen sind, oder auch was die Pilze machen, dass das Holz morsch wird, und welche Lebewesen von morschem Holz profitieren. Weiter ging es zu einer mächtigen Eiche, einer amerikanischen Roteiche, mit reichlich Eicheln rundherum. Die Waldtiere


fressen sie nicht - gute Karten für die Vermehrung der Roteiche. Nach einer Stärkung durch den Verzehr von Bucheckern wurde erörtert, wie hoch ein Laubbaum wird, wie weit sich sein Wurzelwerk ausdehnt - und zur Demonstration wurde der Kreis aus der ganzen Klasse gebraucht. Wer wohnt in einer Höhle im toten Baum, wie oft müssen die Vogeleltern täglich aus und einfliegen, wenn sie Junge haben, welche Nahrung finden sie am schnellsten in der Baumkrone, welche Bedeutung hat das Füttern der Jungen für den Baum und den ganzen Wald? Lana stellte plötzlich fest, dass es zu ihren Füßen wimmelte und hier fanden sich schon mehr Mutige, die die Erde voller Fliegenmaden in die Hand nahmen um das Gewimmel zu fühlen. Vermutlich lag hier früher ein Roßapfel als Kinderstube für Fliegeneier. Zum Aufwärmen gab es einen Sprint bergab bis zu einem Platz, an dem sich Stieleiche und Rotbuche gegenüber stehen. Anhand der eingeritzten, schon etwas unscharfen “Kirsten“, zeigte sich, dass der Stamm schon in die Dicke gewachsen war in den Jahren seit der künstlerischen Betätigung - eine Prognose für die Zukunft? Wie werden sich die Buchstaben durch das Wachstum des Baumes weiter verändern? Dann wurde die Frage geklärt, welche Baumart mehr Lebewesen Raum bietet, Eiche oder Buche. Dazu wurde auch der Fühltest mit der Wange nötig. Wer hat den wärmeren Stamm, welche Rindenstruktur ist günstiger? Welche Rolle spielen die Eicheln im Wald? Dies leitete direkt weiter zu den Wildschweinen im Gehege über. Diese wühlten mit ihren Rüsselnasen eifrig im Schlamm. Welcher Information ihres feinen Geruchssinns folgen sie? Was fressen sie sonst noch? Wieviel Platz nehmen sie in der Freiheit ein, wann und warum können sie gefährlich werden, wie unterscheidet man Bache und Eber? Was ist mit ihren natürlichen Feinden los (weshalb haben es Wölfe schwer sich in Deutschland wieder auszubreiten?) Wer entschädigt die Bauern für Schäden im Maisfeld (Weshalb wird immer mehr Mais angebaut?)

Vorbei an schönen Moospolstern und unter Mitnahme zahlreicher Sprößlinge der amerikanischen Roteiche (wir roden den Wald..) gelangten wir zum Gehege des Damwildes (Nein, keine Rehe, sondern Hirsche. Je stärker verzweigt das Geweih ist, desto kraftvoller ist der Hirsch und potentielle Vater). Nur einer im Rudel pflanzt sich fort: keine Chance für Spießer. Es erfreute uns eine Hirschkuh mit einem ungewöhnlich hellblonden Kalb (Züchtungserscheinung, diese ungewöhnliche Farbe). Beide nahmen die mitgebrachten Eichenkeimlinge nach vorsichtiger Annäherung gerne an. Auf dem Weg zum Parkplatz wurde eifrig über die angekündigte „Überraschung“ spekuliert, wobei die Hoffnung auf heißen Kakao durch den Hinweis „Nix zum Essen, nix zum Mitnehmen“ zunichte gemacht wurde. Es kam dann Frodo, ein männlicher Turmfalke, auf dem Falknerhandschuh von Herrn Kassemeck. Typisch falkenmäßig war sein nach unten gebogener Schnabel, mit dem er (im Gegnsatz zu anderen Greifen) seine Beute aus dem Flug oder, wenn kein Ansitz vorhanden ist, auch aus dem Rüttelflug, nachdem er sie mit den Füßen ergriffen hat, durch einen Biss tötet. Frodo besuchte nacheinander (mit einem Ausreißversuch) alle, die sich in angemessener Falknerhaltung mit Handschuh bereitstellten. Wie viel wiegt so ein Falke, wer brütet und besogt die Nahrung, wer ist größer, Männchen oder Weibchen, welchen Vorteil hat das?

Als Vertreter der Eulen wurde Bubo, der Uhu vorgestellt: ein optimal angepasster Jäger der Nacht, größte deutsche Eule und zunehmend wieder heimisch im Wald, ausgerüstet mit der Fähigkeit zu lautlosem Flug (dank Hinter dem Wildschweingehege gab es noch Spuren fransiger Flügelränder, die man fühlen konnte) und eivon Kyrill. Nach welchen Prinzipien wird in moderner nem enormen Gesichtsfeld, da er seinen Kopf um 270° Waldwirtschaft aufgeforstet, was bedeutet „durchfors- drehen kann. ten“, welche Bäume trifft es und und wie oft wird das gemacht? Für immer noch offene Fragen können – nach soviel Input – die Schüler der 8d angesprochen werden!

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Allons, enfants du MSM – à la découverte de Liège ! Das belgische Lüttich ist für uns vom Niederrhein die nächstgelegene französischsprachige Großstadt. Es ist von Krefeld aus mit dem Bus in knapp zwei Stunden zu erreichen und bietet sich somit als Ausflugsziel für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule geradezu an. Am 18. Oktober 2011 war es mal wieder soweit: Die Klassen 8d, 8e und 9d sowie Französischkurse der Q1 suchten die wallonische Metropole heim. Die Schülerinnen und Schüler zogen in Kleingruppen los, um eine Stadtrallye zu machen, die berühmten belgischen Spezialitäten wie Pommes Frites, Waffeln und Pralinen zu probieren und ihre Französischkenntnisse am lebenden Objekt anzuwenden. Hier einige Erfahrungsberichte: Der Ausflug nach Liège Am 18. Oktober sind wir nach Liège (Lüttich) in Belgien gefahren. Dort angekommen, begannen wir mit unserer Stadtralley. Trotz des sehr schlechten Wetters – es regnete die ganze Zeit über – gingen wir motiviert an die Aufgaben heran. 20 Fragen zu Lüttich und seiner Vergangenheit mussten gelöst werden, teilweise alleine, teilweise mithilfe der Eingeborenen. Am Ende hatten wir alle Antworten beisammen und natürlich alle ein paar belgische Spezialitäten gegessen: belgische Waffeln, Pommes oder die Sandwiches, die es an jeder Ecke zu kaufen gab. Die letzte Herausforderung des Tages waren die 374 Stufen der großen Lütticher Treppe. Aber auch das haben wir mit Müh und Not gemeistert. Alles in allem war es also ein sehr gelungener Tag. Chaymae, Svenja K., Kathrin und Sunna, 8e Unsere Fahrt nach Lüttich Kaum waren wir angekommen, fing es auch schon an zu regnen, und dann haben wir uns auch noch verlaufen. Ein toller Auftakt für unsere Fahrt nach Lüttich! Als Seite 46

wir endlich den Weg gefunden hatten, waren wir total durchnässt und hatten keine Lust mehr auf die Rallye, von der wir schon ungefähr 0,005% geschafft hatten. Unsere Betreuer aus der Q1 setzten uns dann für eine knappe Stunde bei McDonalds aus. Dort hatten wir sehr viel Spaß, besonders das Kleinkindergerüst hatte uns magisch angezogen. Danach brauchten unsere Betreuer wohl noch mehr Ruhe, denn sie ließen uns für anderthalb Stunden in einem Shoppingcenter, in dem es auch einen Media-Markt® gab. In diesem mussten wir unsere Taschen in Safes mit Pin-Codes sperren. Nach gefühlten fünf Stunden kamen wir wieder heraus. Leider hatten einige unserer Gruppe zu oft den falschen Pin-Code eingegeben, so dass der Safe gesperrt wurde. Unter Aufbietung all unserer Französisch-Kenntnisse sagten wir zum Wachmann: „Nous ne pouvons pas ouvrir ça!“ (Wir können das nicht öffnen!). Damit er wusste, dass es auch wirklich unsere Taschen sind, fragte er auf Englisch (wir glauben, er war von unseren Französisch-Kenntnissen sehr überzeugt): „What is in your bags?“ (Was ist in euren Taschen?), und wir antworteten: „iPod“. Daraufhin bekamen wir unsere Sachen zurück und gingen aus dem Shoppingcenter heraus. Draußen bestellten wir mit einem eindeutigem „Da!“ Waffeln. Jetzt war es auch schon wieder Zeit, zum Bus zu gehen. Unglücklicherweise mussten wir, um dorthin zu gelangen, eine 374-Stufen-Treppe hinauf laufen. Doch dafür brauchten wir dank unser athletischen Fähigkeiten nur eine halbe Stunde. Wir haben dennoch viel von der Stadt gesehen (den Umweg, den Weg vom Bus zu McDonalds, von McDonalds zum Media-Markt® und von dort zurück zum Bus) und viele neue Erfahrungen gesammelt. von: Jan Lucas Knittel, Ramon Jozefow, Lasse Doctor, Thomas Wettingfeld und Jannik Müller (Klasse 8e)


Unser Ausflug nach Lüttich

…et maintenant, en français !

Mit dem Bus sind wir nach Lüttich gefahren, um dort eine Rallye zu machen und hauptsächlich französisch zu sprechen. Lüttich hat eine sehr interessante Altstadt mit kleinen gemütlichen Häusern. Trotz des schlechten Wetters hatten wir sehr viel Spaß. Neben dieser Altstadt bietet diese Stadt schöne Geschäfte zum Shoppen. In den Geschäften kauften wir unter anderem Geschenke für unsere Familien und für uns. Um in die Stadt zu kommen, mussten wir 374 Treppenstufen herunter gehen. Doch es hat sich wirklich gelohnt. In einem Einkaufscenter haben wir leckere belgische Waffeln gegessen. Da es keine Sitzmöglichkeiten gab, setzten wir uns in einen Aufzug und in die Kabinen von H&M. Nach den sechs Stunden Fußmarsch durch Lüttich waren wir alle sehr erschöpft, doch leider mussten die vorher heruntergestiegenen Stufen wieder hochgestiegen werden – jede einzelne! Wir waren froh, als wir wieder im Bus saßen und uns ausruhen konnten. Es war ein sehr schöner Tag, an den wir uns lange erinnern werden...!

Liège: Découvrir une ville belge

«Chez Perry» 8e Marielle, Ümit, Lotti, Leonie Der Ausflug nach Lüttich Wir kamen nach langen zwei Stunden endlich in Lüttich an und sofort fing es an zu regnen. :( In unserem Ausflug haben alle eine Stadt-Rallye gemacht, wir haben fast alles geschafft. Französisch zu sprechen hat relativ gut geklappt, auch beim Bestellen von leckeren, belgischen Pommes. Eine Herausforderung war die 374-StufenTreppe herunter und auf dem Rückweg wieder hoch zu wandern, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, diese zu überwinden. Lüttich ist zwar nicht so groß wie Düsseldorf, aber trotzdem wunderschön und interessant. Alles in allem war es ein toller Ausflug, also es lohnt sich auf jeden Fall einmal dorthin zu fahren.

Mardi, nous étions à Liège. Là, nous avons fait un grand jeu: nous avons pris les 374 escaliers, nous avons visité des musées et, bien sûr, nous avons parlé français. Les exercices du grand jeu n‘étaient pas faciles: par exemple, demander à une personne qui a construit la nouvelle gare de Liège... Du point de vue on a eu une vue magnifique et on a pu voir tous les immeubles et la « Meuse », le fleuve qui se trouve à Liège. Après, nous étions à la cathédrale Saint Paul, où nous avons demandé les heures d‘ouverture de cette cathédrale. De 12h à 13h nous étions à un centre commercial pour faire une récré et acheter des souvenirs. A la fin, nous n‘avons pas eu assez de temps pour acheter des frites, une spécialité belge. Mais quand même, c‘était un grand spectacle, le tour à Liège. Maurice, Tim, Christopher, Jérôme et Luca Notre excursion à Liège Avec beaucoup de vent et de pluie, le jour a commencé. Après notre marche et la répartition des groupes, nous nous avons mis à faire le rallye. Pendant le rallye, nous avons gagné beaucoup de nouvelles impressions. C’est une belle ville avec une promenade, beaucoup de restaurants, bistros et cafés… Et encore, à Liège il y a plusieurs choses qui ne sont pas comme chez nous. Pour Liège, les frites et les gaufres sont très typique et nous en avons trop mangé. C’était une très belle excursion mais on aurait préféré un meilleur temps. Svenja H., Alba, Stefanie, Sarah, Alina, Josefine, Andrea Anna Sarah Bossmann und André Lukoschek

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Ausflug ins Sport- und Olympiamuseum Die Klasse 9c unterwegs in Köln Am Mittwoch, den 19. Oktober 2011, sind wir, die Klasse 9e, zusammen mit unseren Lehrern Frau Blau und Herrn Lungwitz nach Köln gefahren, um das Sport- und Olympiamuseum zu besichtigen. Nachdem wir mit dem Zug im Kölner Hauptbahnhof angekommen sind, haben wir zuerst den Dom besichtigt und uns das bekannte Fenster von Gerhard Richter angeschaut. Danach durften wir in Kleingruppen durch Köln bummeln, bevor um 13:00 Uhr unsere Führung im Sportund Olympiamuseum begann. Uns wurde etwas über die antiken Olympischen Spiele in Griechenland erzählt und heutige Wettkämpfe wurden mit antiken Wettkämpfen in bestimmten Disziplinen verglichen. Außerdem konnten wir selbst Dinge ausprobieren, zum Beispiel unser Weitsprungergebnis mit dem Weltrekord oder den Resultaten aus der Antike vergleichen, ein Rennrad im Windkanal fahren oder auf dem Dach des Museums Fußball spielen. Nach einem ereignisreichen und interessanten Tag in Köln kamen wir gegen 16:30 Uhr wieder am Krefelder Hauptbahnhof an, wo wir uns von den Lehrern verabschiedeten und uns nach einem tollen Tag auf den Heimweg machten. Hannah Müller, 9e

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Das Sportjahr 2010/2011 am MSM Im zurückliegenden Schuljahr 2010/2011 konnte das MSM seinen Podestplatz im Sport verteidigen. Lediglich dem Moltkegymnasium und dem Gymnasium am Stadtpark mussten unsere Schulmannschaften in der Gesamtwertung den Vortritt lassen. Insgesamt durften sich unsere Athleten/-innen über sieben Stadtmeistertitel freuen, die im Badminton, im Tennis, in der Leichtathletik, im Basketball sowie im Handball erzielt wurden. Darüber hinaus wurden etliche sehr erfreuliche vordere Platzierungen erreicht. Auch wenn man der Gerechtigkeit halber über jeden Erfolg ausführlich berichtet werden müsste, wollen wir uns in diesem Bericht auf drei Sportarten konzentrieren und zwar diejenigen, in denen wir die sportlich höchste Leistung (Badminton), die längste Siegesserie (Handball) sowie die meisten Erfolge (Leichtathletik) feiern konnten. Wer sich genauer über die Wettbewerbe in den anderen Disziplinen informieren möchte, kann die jeweiligen Artikel auf unserer Homepage (unter Schulleben/ Sportliches) nachlesen. Badminton Unsere Badmintonspielerinnen und -spieler der Wettkampfklasse III haben bei der zweiten und damit finalen Runde der Regierungsbezirksmeisterschaften am 22.2.2011 einen hervorragenden 2. Platz belegt und mussten sich lediglich der Mannschaft der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule aus Solingen geschlagen geben. Damit gehört das MSM-Team, bestehend aus Kim Slacek, Julia Legermann, Pia Froese, Tim Schmitz, Felix Hirthe und Marc Beissel, zu den besten 10 Teams dieser Wettkampfklasse in NRW. Pia Froese sprang für die leider kurzfristig erkrankte Carla Dondera ein, die zu den Siegen bei den Stadtmeisterschaften und der ersten Regierungsbezirksrunde zusammen mit Marc Beissel im Mixed beigetragen hatte. Gleich in der ersten Partie ging es gegen den späteren Sieger aus Solingen. Mit einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung kauften uns die Solinger Spieler/-innen in den entscheidenden Phasen ein ums andere Mal den Schneid ab, so dass wir uns trotz vieler Punkte, manch knapper Satzergebnisse und einiger Dreisatzspiele recht deutlich mit 1:6 geschlagen geben mussten. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass mit Kim Slacek die erfolgreichste Spielerin dieses Turniers aus unseren Reihen kommt. Kim gewann als einzige Spielerin alle ihre Einzel gegen die, ebenfalls jeweils auf Ranglistenposition 1 gesetzten, Konkurrentinnen. Sie ließ sich auch nicht davon beeindrucken, dass gleich ihr erstes Einzel über drei Sätze und darin sogar noch in die Verlängerung ging (14:15, 15:5, 16:14). In der zweiten Partie gegen die Luisenschule aus Mülheim konnte sich das MSM-Team mit 5:2 durchsetzen. Bei allen

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Spielen gab es deutliche Ergebnisse. Dabei setzte sich auch Felix Hirthe als jüngster Spieler unseres Teams (Jahrgang 1999) in seinem Einzel und im Doppel, zusammen mit Tim Schmitz, glatt durch. Die abschließende dritte Partie gegen das Andreas-Versalius-Gymnasium aus Wesel konnte das MSM knapp mit 4:3 für sich entscheiden. Etliche Partien waren jedoch hart umkämpft. Julia Legermann, die das zweite Dameneinzel spielte, sorgte für den entscheidenden vierten Punkt. Dabei konnte sie das Spiel trotz deutlich verlorenem, erstem Satz noch auf beeindruckende Weise drehen (4:15, 15:10, 15:9). Auch das Mixed (Marc Beissel und Pia Froese) konnte sich letztlich durchsetzen. Von meiner Seite aus noch einmal meinen herzlichen Glückwunsch an das Team. Wir beobachten nun erst einmal das siegreiche Solinger Team und wünschen für das Landesfinale viel Erfolg! Handball Die Handballer des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums bleiben auch in der höheren Wettkampfklasse II (1994-1997) in der Erfolgsspur. Nachdem sie im November zum mittlerweile vierten Mal in Folge den Stadtmeistertitel gewannen, standen sie in der ersten Runde der Regierungsbezirksmeisterschaften den Gewinnern der Kreise Viersen und Mönchengladbach gegenüber. Im ersten Spiel verlangte das Franz-Meyers-Gymnasium aus Mönchengladbach unserem Team schon einiges ab. Aufgrund mehrerer Abstimmungsschwierigkeiten im Spielaufbau und der Zuordnung in der Abwehr mussten die jungen Sportler aus Fischeln in der ersten Halbzeit mehrfach einem Rückstand hinterher laufen. Doch mit zunehmender Spieldauer und konzentrierterer Abwehrarbeit bekamen die MSMler das Spiel immer mehr in den Griff, so dass sie sich kurz vor Schluss entscheidend absetzen konnten und letztlich verdient mit 19:15 Toren gewannen. Im zweiten Spiel ging es um den Tagessieg gegen die leicht favorisierte Liebfrauenschule aus Mühlhausen. Nach furiosem Auftakt lagen die MSM-Talente schnell mit 3:0 und 7:3 in Front, bis einige knappe Fehlversuche und ärgerliche Gegentore den Gegner zum 8:8 ausgleichen ließen. In die Halbzeit konnte ein knapper 9:8-Vorsprung gerettet werden. Mit großer Leidenschaft, disziplinierter Abwehrarbeit und variationsreicheren Angriffen setze sich das MSM-Team bis Mitte der zweiten Hälfte mit drei Toren zum zwischenzeitlichen 15:12 ab. Als das Spiel gerade zu kippen drohte und die Mühlhausener bis auf ein Tor herankamen, schlug die große Stunde des Jüngsten im Team: Torwart Alexander von Borstel ließ die Gegner mit einer Serie von sagenhaften Paraden reihenweise verzweifeln und wurde nach dem 17:14-Sieg zu Recht von


seinen Mitspielern auf Schultern durch die Halle getragen. Im Angriff trugen sich Arne Thelen, Dominik Gassner und Nick Graetz am häufigsten in die Torschützenliste ein. Schon nächste Woche steht die nächste Hürde für die MSM-Handballer an. In Oberhausen versuchen sie ihren BezirksmeisterTitel aus dem Vorjahr zu wiederholen, um sich erneut für das Landesfinale NRW zu qualifizieren. Leichtathletik 2 Stadtmeistertitel und 2x Vizemeister Das Großaufgebot, mit dem das MSM bei den diesjährigen Leichtathletik-Stadtmeisterschaften der Mannschaften an den Start gegangen ist, ist mit zwei Stadtmeistertiteln, zwei zweiten Plätzen und einem guten vierten Platz zurückgekehrt

und hat damit die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre fortgeschrieben. Kurioserweise konnten ausgerechnet die beiden Mannschaften, in denen kein einziger Vereins-Leichtathlet zum Team gehörte, alle anderen Krefelder Schulmannschaften im Schach halten. Die Jungen der WK II (1994/1995) sowie die Jungen der WK III (1996/1997) gewannen am Ende sogar deutlich, obwohl sich diese Teams aus Fußballern, Handballern, Basketballern, Volleyballern und Ruderern zusammensetzten. Bei beiden Mannschaften war ausschlaggebend, dass wir in allen Disziplinen ausgeglichen besetzt waren und einige Bewegungstalente direkt beim ersten Kontakt mit einer völlig neuen Disziplin über sich hinauswuchsen. Die Jungen der WK I (1991-1993), die fünf Jahre in Folge den Titel gewannen, mussten sich diesmal arg ersatzgeschwächt hauchdünn dem Gymnasium Stadtpark geschlagen geben, die immerhin mit einem Jugend-Olympiade-Teilnehmer angetreten waren. Auch die Mädchen der WK II (1994/1995) durften sich über den Vizemeistertitel freuen, mit dem vor dem Wettkampf wohl niemand gerechnet hat. Mit ein bisschen Glück in der Abschlussdisziplin hätte es sogar der Stadtmeistertitel werden können. Viele gute Leistungen gab es auch bei den Mädchen der WK III (19961998) zu bejubeln. Insgesamt belegten unsere jüngsten Talente den vierten Platz, was bei dem starken Teilnehmerfeld als Erfolg zu werten ist. Trotz aller Ausgeglichenheit der Mannschaften müssen drei MSMSportler besonders hervorgehoben werden: Yvonne Schmaus (95) erzielte die höchste Tagespunktzahl bei den Mädchen WK II mit ihrer phänomenalen 800m-Zeit von 2:29 min. (neuer Schulrekord). Marco Dammer (92) verbesserte den Schulrekord im Weitsprung auf sagenhafte 6,52 m (640 Pkt.). Jérôme Vekens (96) stellte insgesamt drei neue Schulrekorde im 75- und 1.000m-Lauf sowie mit der 4x75m-Staffel (mit Jan Bündgens, Lukas Girke und Jason Ryan) auf, wobei seine Siegerzeit über 1.000m die höchste Tagespunktzahl (569) in seiner Altersklasse ergab für ganz, ganz starke 2:59,30 min. H. Kemper Seite 51


Impressionen vom MSM-Sporttag

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MSM - Stark im Tennis! Wie jedes Jahr begann nach den Sommerferien die Saison der Tennis-Schulstadtmeisterschaften und das MSM war wieder und ist noch fleißig und erfolgreich dabei! Wir hatten genug Spieler/innen, um alle acht Wettkampfklassen (WK) zu melden, leider mussten wir dennoch kurzfristig die WK II der Mädchen aufgrund von Klausurterminen zurückziehen. Bei den bisherigen Begegnungen war die Spielstätte wie üblich der CHTC in der Hüttenallee am Stadtwald. Unsere Mädchen der WK III (1. Laureen Klein 9b, 2. Ceren Ciftci 8c, 3. Pia Großhans 8b, 4. Anna Ruetz 8c) spielten als Erstes gegen das Gymnasium Fabritianum und zeigten tolles Tennis mit großem Einsatz. Ceren Ciftci gewann hier ihr äußerst spannendes Einzel sehr nervenstark im Champions-Tiebreak mit 13:11 und glich somit den Spielstand der Einzel auf 2:2 aus! Großer Jubel! Doch die Enttäuschung folgte auf dem Fuße. Weil in den Gruppenspielen bei den Schulstadtmeisterschaften aus Zeitgründen keine Doppel gespielt werden, wird bei Gleichstand der Sieger über die Summe der gewonnenen Spiele ermittelt. Das MSM unterlag hierbei unglücklich mit 26:27 Punkten! Wie schade! Da half auch unser 4:0 Sieg gegen das Moltke-Gymnasium nicht mehr. Damit verpasste das MSM ganz knapp den Einzug ins Finale.

sich verbuchen konnte. So war der Endstand schließlich 5:1. Damit haben sich unsere Jungs für das Finale im April qualifiziert! Herzlichen Glückwunsch! Wir drücken die Daumen und hoffen, dass ihr den Stadtmeistertitel für das MSM gewinnt! Unsere Jungen der WK I (1. Jonas Feltgen, 2. Julian Teichgräber, 3. Benjamin Sehl, 4. Tobias Erbers) meisterten die Vorrunde insgesamt erfolgreich. Mit einem 4:0 gegen das Stadtpark-Gymnasium und einem 1:3 gegen das Moltke-Gymnasium belegten sie Platz zwei der Vorrunde. Im Halbfinale - an einem weiteren Spieltag – trafen sie auf die Montessori-Schule. Diese Begegnung verloren sie leider mit 1:3.Die beiden Ehrenpunkte (bei der Partie gegen Moltke und Montessouri) holte jeweils Tobias Erbers. Die Tennis-Vorrunden der Mädchen und Jungen der Wettkampfklasse IV finden erst im April 2012 statt.

Unsere Mädchen der WK I (1. Nina Rößler, 2. Linda Großhans, 3. Lika Otto, 4. Laura Kaiser) spielten ebenfalls zuerst gegen das Fabritianum. Linda und Lika holten ihre Einzel nach Hause und so war der Spielstand nach den Einzeln auch 2:2. Anders als bei den Mädchen der WK III ging die Partie aber insgesamt glücklich mit 26:24 Spielpunkten für das MSM aus! Leider unterlagen unsere Mädchen anschließend gegen das Moltke-Gym- Ich möchte mich bei allen beteiligten Eltern für die Unterstützung bedanken! Insbesondere bedanke ich mich nasium mit 3:1 und erreichten nicht die Finalrunde. bei Frau Finkemeyer-Großhans, Frau Teichgräber, Frau Unsere Jungen der WK III (1. Andreas Teichgräber, 2. Niepel, Frau Kowarsch und Herrn Sehl für die FahrTobias Horbach, 3. Christoph Hölbling 4. Albert Wer- dienste! Außerdem möchte ich mich für ein Jahr von ner, alle 9d) schieden in der Vorrunde gegen das Moltke- euch und Ihnen verabschieden, da für mich nun der Mutterschutz und danach die Elternzeit beginnt. Die Gymnasium und das Gymnasium Fabritianum aus. Tennis-Organisation übernimmt solange unsere neue Unsere Jungen der WK II (1. Kai Kowarsch, 2. Luca Vi- Kollegin Frau Lea Zielinski. Für die noch ausstehenden gener, 3. Marc Beissel, 4. Fabian Niepel) setzten sich in Spiele und Finale wünsche ich ganz viel Erfolg! der Vorrunde erfolgreich gegen das Moltke-Gymnasium durch. Nach den Einzeln stand es bereits 3:1. Im An- Ich bin dann mal (kurz) weg ... herzliche Grüße, schluss wurden diesmal die Doppel (Luca und Marc soEure/ Ihre Anne Reibis wie Fabian und Kai) ausgespielt, die das MSM beide für Seite 53


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Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 6 nach Brüggen Vom 19. - 21. Oktober 2011 sind wir nach Brüggen gefahren. Um 10.00 Uhr ging es mit dem Bus los und wir waren ungefähr um 10.40 Uhr in der Jugendherberge. Danach sind wir in den Aufenthaltsraum gegangen und haben die Regeln besprochen. Um 12.30 Uhr gab es Mittagessen. Nach dem Mittagessen sind wir auf unsere Zimmer gegangen und haben unsere Koffer ausgepackt. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben eine Stadtrallye gemacht. Nach der Rallye haben wir um 18.00 Uhr zu Abend gegessen. Davor hatten wir noch Freizeit. Am nächsten Morgen konnten wir mit Herrn Kemper joggen gehen. Nach dem Joggen gab es um 8.00 Uhr Frühstück. Anschließend sind wir in den Wald gegangen und haben mit Daniel (einem Mitarbeiter aus der Jugendherberge) den Wald erforscht und Spiele gespielt. Wir haben mit ihm Zaubertränke gemixt. Am späten Nachmittag haben wir mit ihm in Gruppen Hütten gebaut. Die Stabilität der Hütten wurde mit dem Wildschweintest* geprüft. Am Abend gab es einen Spiele-, einen Disco- und einen Kinoraum. Man konnte aber auch Tischtennis spielen. Um 22.00 Uhr mussten wir alle auf den Zimmern sein. Das alles hat uns allen viel Spaß gemacht und das Essen war sehr lecker. Am Freitagmorgen haben wir unsere Sachen gepackt und sind um 11.00 Uhr nach Hause gefahren. Vielen Dank an die Lehrer(innen), die uns begleitet haben! Celina Henke und Laura Lengfeld, 6b (*Wildschweintest“= Mit einem dicken Stamm wird gegen die Hütten gehauen.)

Am 19.10.2011 fuhren wir mit den anderen Sechstklässlern für drei Tage nach Brüggen. Aufgeregt stiegen wir in den Bus und sicherten uns gute Plätze am Fenster. Nun konnte es los gehen. Die Sonne schien vergnügt, als wir in Brüggen ankamen. Wir machten uns mit dem Gepäck auf den Weg zur Jugendherberge. Als wir in die Aufenthaltsräume eintraten wurden uns als Erstes die Regeln erklärt. Danach gab es Mittagessen. Anschließend durften wir unsere Zimmer besichtigen. Nun mussten wir die Betten beziehen und das war eine ziemliche Katastrophe, denn die Bettwäsche war zu groß und zu eng zusammen gefaltet. Nach einer Weile waren dann

doch alle Betten endlich fix und fertig für die Nacht. Jetzt machten wir uns auf den Weg in den Ort, um eine Rallye zu veranstalten. Wir mussten Fragen beantworten, z.B. „Wie heißt der Bürgermeister von Brüggen?“ Als wir erfolgreich alle Aufgaben erfüllt hatten, gingen wir zur Herberge zurück. Am Abend machten wir noch eine Nachtwanderung. In der darauf folgenden Nacht schliefen wir nicht besonders viel. Am frühen Morgen ging Herr Kemper mit ein paar Kindern für 20 min. joggen. Nach dem Frühstück versammelte sich unsere Klasse im Aufenthaltsraum, denn heute würden wir den ganzen Tag etwas mit dem Druiden Olli unternehmen. Zuerst gingen wir zu einem Stück Wald, das auf dem Grundstück der Herberge liegt. Nun erklärte uns Olli, dass er eine Zeitmaschine hätte (ein langes Springseil), durch das wir hindurch laufen sollten. Als alle diese Zeitreise hinter sich hatten und nun im Jahre Null standen, erklärte er uns ein lustiges Spiel: Es gab viele rote Säckchen, die in und an den Bäumen hingen. Auf diesen Säckchen waren Nummern geschrieben. Diese Nummern musste man erwürfeln, das Säckchen suchen und damit zum Stand gehen. Drin steckte eine kleine Karte, die einen Wert von z.B. 5 Goldstücken hatte. Ziel war es, mit dem Geld die Zutaten für unseren Zaubertrank zu kaufen. Als alle Kinder die Sachen zusammen hatten, mixte Olli jeder Gruppe ihren Trank. Nachdem alle Becher geleert waren, legten wir einen kleinen Zwischenstopp beim Mittagessen ein. Nach einer Weile, als alle gesättigt waren, holte Olli uns ab und wir gingen in den Wald. Wir teilten uns in Gruppen auf und bauten dichte Hütten aus Ästen, Zweigen und Stöcken. Nach einer Stunde standen alle Hütten und wir gingen noch weiter in den Wald hinein. Zum Schluss spielten wir noch ein spannendes Druidenspiel. Das ist ein Spiel, in dem es viel um Fangen und Rennen geht. Danach gingen wir zur Herberge zurück. Am Abend gab es noch einen Film zu sehen, eine tolle Party zu feiern, spannende Tischtennisspiele zu spielen und viele schöne Brettspiele. Es war eine aufregende und tolle Klassenfahrt! Melina Luisa Breuer, 6d

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Berlin-Fahrt 2011 Fahrt von Schülern der Jahrgangsstufe 9 Am Sonntag, den 16.01.11, begann die Klassenfahrt der 9. Jahrgangsstufe in die Hauptstadt Deutschlands: Berlin. Allerdings waren wir nur 16 Schüler (12 Mädchen und 4 Jungen) in Begleitung von Herrn Schlüter und Frau Scharmann, das machte die knapp 4,5-stündige Zugfahrt doch erheblich angenehmer, als ich mir die 14-stündige Busfahrt der Skifahrer vorstelle. Da wir erst gegen 15:30 Uhr in Krefeld losgefahren waren, kamen wir dementsprechend auch erst abends in Berlin an, so dass für diesen Tag nichts weiter auf dem Programmzettel stand, als zum Hostel zu kommen und die Zimmer aufzuteilen. Viel Schlaf bekamen wir in dieser Nacht allerdings nicht, obwohl es am nächsten Morgen bereits um 7:30Uhr losging – mit dem Frühstück.

gen wir bowlen, da wir nicht jeden Abend im Hostel verbringen wollten.

Am Mittwoch besichtigten wir das einzige Museum auf diesem Ausflug: The Story of Berlin. Es war ein interaktives Museum, in dem man sich die Artefakte nicht durch eine Glasvitrine ansah, sondern auch selbst einige Dinge anfassen konnte. Der Besuch in diesem Museum dauerte nur bis 12Uhr und da nichts weiter auf dem Programm stand, hatten wir den restlichen Tag Danach wurden wir durch den Berliner Stadtteil Kreuz- bis 21:30Uhr Freizeit, die jede Gruppe natürlich anders berg geführt, der seinen Namen dem Kreuzberg ver- verbrachte. dankt. Bei der Namensgebung dieses Hügels (in 66m Höhe über dem Meeresspiegel nennen es nur die Berli- Am nächsten Tag mussten wir alle den Bundestag bener Berg) war man sehr einfallsreich, da auf dessen Spit- sichtigen. Die ersten Sicherheitskontrollen haben uns ze einmal ein Kreuz stand. Mittlerweile gibt es da oben alle ein wenig verwirrt, denn wir wurden gar nicht richtig überprüft und hätten alles Mögliche mit in das Geein Denkmal und die Aussicht über Berlin. bäude nehmen können, aber letztendlich stellte sich heraus, dass das nur die Vorkontrollen waren. Im Gebäude wurden wir noch einmal schärfer kontrolliert und wir alle konnten beruhigt sein. Dann durften wir Politikern bei ihren Reden zuhören, in denen sie ein Statement zur Wirtschaftslage abgaben. Schließlich wurden wir noch durch das Gebäude geführt und haben die Kuppel besichtigt. An diesem Abend waren wir in einer Schülerdisco, die wirklich sehr empfehlenswert war, um unseren letzten Abend in Berlin ein wenig zu feiern. Denn am nächsten Morgen hieß es schon wieder packen und abfahren.

Am Dienstag bekamen wir eine Führung durch das Staatssicherheitsgefängnis (Stasi-Knast), bei der uns sehr eindrucksvoll die Methoden der ehemaligen Staatspolizei des Ostens vor Augen geführt wurden. Und da wir schon einmal im Osten Berlins waren, konnten wir uns auch gleich den Alex, das Rote Rathaus und das Pergamonmuseum (von außen) ansehen. Am Abend ginSeite 56

Auf der einen Seite kam es uns so vor, als wären wir schon eine Ewigkeit in Berlin gewesen, andererseits sagte unser Gefühl uns, dass wir erst gestern angekommen waren. Wir freuten uns also schon auf zu Hause, wollten aber gleichzeitig nicht unbedingt schon wieder fahren. Leider ließ sich an dieser Tatsache nichts ändern und so verließen wir Berlin wieder. Janina Schergaut, ehemalige 9b


Venedig 2011 Studienfahrt vom 15.10. - 20.10.2011 >>Die meisten Menschen, die zum ersten Mal aus den engen Gassen auf den Markusplatz traten, sahen sich zuerst so verblüfft um, als hätten sie einen märchenhaften Ort wie diesen höchstens in ihren Träumen erwartet. Manche blieben wie verzaubert stehen, als wollten sie niemals mehr weitergehen. Andere bekamen ihre Kindergesichter zurück, während sie hinaufstarrten zu dem funkelnden Glas und dem Löwen zwischen den Sternen. Nur ganz wenige taten so, als berühre sie dies Übermaß an Schönheit nicht, und schlenderten weiter mit steinernen Gesichtern, stolz, dass nichts auf der Welt sie mehr zum Staunen brachte. Victor war nie sicher, ob er diese Leute bedauern oder fürchten sollte.<< Cornelia Funke – Der Herr der Diebe; S. 74 Nach einem entspannten Flug von Düsseldorf nach Venedig trafen wir im Flughafen „Marco Polo“ an und wurden prompt mit fantastischem Wetter begrüßt. Der Weg vom Flughafen zum Hotel sollte mit dem Taxiboot zurückgelegt werden. Vermutlich hatte jeder von uns eine gemütliche ruhige Fahrt im Kopf – nichts da! Der Fahrstil des Taxifahrers war vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt auf der Krefelder Kirmes. Mit Höchstgeschwindigkeit hüpften wir über die Wellen – zumindest solange keine Carabinieri, die dortige Polizei, in Sicht waren - und fürchteten uns um unsere Koffer, aber Spaß hat es dennoch gemacht. Der erste Anblick der Stadt war überraschend und deutlich anders , als alles, was man zuvor erlebt hatte. Aneinanderreihungen von Häusern, unterbrochen von kleineren und größeren Kanälen, zwischen denen diverse Boote geschickt manövrierten.

das Grab des russischen Komponisten Stravinsky, sowie seines Landmannes Brodsky aufsuchten. Murano verführte die Touristen zum Kauf verschiedenster Glasgegenstände, bei denen es sich allerdings größtenteils nicht um das bekannte Muranoglas, sondern um asiatische Importe handelte. Unser letzter Zielort des Tages war Burano, eine kleine Insel, die vor allem durch die farbenfroh gestalteten Häuser auffiel. Einer Geschichte zufolge dient dieser auffällige Anstrich der Orientierung derjenigen Bewohner, die am Abend zu tief ins Glas geschaut haben. In gemütlicher Runde lauschten wir am Abend verschiedenen Literaturausschnitten, die sich thematisch mit Venedig auseinander setzten, untermalt von italienischer Musik. Nach der in Bezugnahme der Hotelzimmer sind wir das erste mal mit einem Vaparetto, den örtlichen Wasserbussen, durch den Canal Grande zum Markusplatz gefahren. Um Orientierung bemüht erkundigte sich Sascha gestikulierend über die Lage des Markusplatzes, wobei er seine Brille in hohen Bogen über die Brüstung des Vaparettos katapultierte. Nach anfänglicher Ungläubigkeit bot dies Auftakt zu einer Tirade von Witzen auf seine Kosten. Trotzdem nicht mehr allen Teilnehmern eine klare Sicht auf den Markusplatz vergönnt war, waren die meisten vom ersten Anblick überrascht. Menschen- und Taubengewimmel bestimmten das Bild ebenso wie die prunkvollen Fassaden des Dogenpalastes.

Gehaltene Referate informierten über die Besonderheiten des Ortes und die herrschenden Verbote. Insbesondere über die Regelungen über die Nahrungsaufnahme hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon einige unwissentAm Montag stand eine Erkundung der umliegenden lich hinweggesetzt. Nach einem Spaziergang zur OrienInseln auf dem Programm. Zunächst fuhren wir nach tierung wurde der Tag mit einem gemeinsamen Essen in San Michele, der Friedhofsinsel von Venedig, wo wir der Nähe des jüdischen Ghettos abgeschlossen. Seite 57


Am nächsten Tag besuchten wir die „Galleria dell Accademia“, wo wir unter anderem Werke von Giovanni Bellini, Giorgione und Veronese näher betrachteten. Im Anschluss an eine kurze Mittagspause, in der jeder auf eigene Faust umher streifen konnte, trafen wir uns an der Frari-Kirche wieder, die uns unter anderem mit dem aufwendig gestalteten Gräbern der Künstler Tizian und Canova, sowie mit ihrer überwältigenden Größe beeindruckte. Der anschließende Tag war durch ein intensives Kunstprogramm geprägt, bei dem sich jeder frei auf der Biennale, der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Am Morgen unserer Abfahrt verabschiedete uns VeneKunst, sowie dem Arsenal umschauen konnte. dig im strömenden Regen, hinterließ aber Gedanken an Am Mittwoch, dem letzten Tag der Fahrt, besuchten eine außergewöhnliche Stadt, die bei vielen den Wunsch wir das Peggy Guggenheim Museum. Hier gab es unter hervorgerufen hat, irgendwann zurückzukehren. An dieanderem Werke von Moore, Pollock, Picasso, Dalí und ser Stelle noch einmal vielen Dank an Herrn Andermahr Ernst zu betrachten. Der letzte Nachmittag bot dann und Frau Nüsser für die schöne Fahrt! die Möglichkeit, als beeindruckend erlebte Plätze noch Kimberley Kött einmal aufzusuchen, bevor das Programm mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet wurde.

„Wienfahrtgeschicht“ In den Wiener Kaffeehäusern entstand die „Kaffeehausli- Nicht nur im anschließenden Besuch im Irrgarten suchteratur“, während der Busfahrt dieses Gedicht, das erzählt ten wir unseren eigenen Weg. die Wienfahrtgeschicht. Das Erkunden der Stadt auf eig’ne Faust, Discobesuche im U3 und andere Aktivitäten Um 7:00 am Morgen ging es los, sind der Beleg. die Vorfreude war riesengroß. Dauerte die Busfahrt auch 13 Stunden, Am Abend speisten wir im Apostelkeller, so kamen wir mit Musik und Skatspielen über die Run- große original Wiener Schnitzel lagen auf dem Teller. Das Wasser tropfte in aller Munde, den. am Donnerstag ging es in die nächste Runde. Um 20 Uhr wurde Wien erreicht. Doch bei Anbruch der Nacht Stress und Müdigkeit? Nein, noch am selbigen Abend wurde die Umgebung schlug es zunächst einmal „Pokerstunde“. Bei Fernsehen und Musik und einem kühlen Getränk des A&O Hostels erkundet – saß man in geselliger Runde. es war noch Zeit. Am nächsten Tag zeigte uns Frau Madl die Stadt, natürlich lief alles glatt. Die Monumente waren urig und prachtvoll, doch nicht zuletzt war auch der Wiener Akzent toll. Er war wie Musik in unserem Ohr, am Mittwoch öffnete man uns zum Schloss Schönbrunn das Tor. Das gewaltige Schloss von Sissi und Kaiser Franz setzte uns in ihre Geschichte zurück und versprühte einen Hauch aus Charme und Glanz. Seite 58

Im Sissimuseum wurden wir informiert über das Attentat, im Prater fuhren wir Riesenrad. Wir genossen einen atemberaubenden Blick auf Wien. Es ist ein Rückblick auf eine schöne, aber kurze Zeit, denn auch als Gruppe sind wir gedieh‘n und so danken wir noch zum Schluss für Herrn Müllers, Frau Küpers und Frau Placidos Geleit. Marco Dammer, Jgst. 13


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Studienfahrt Cannes 2011 „Cannes kann kommen“ hieß es am 13.10.2011um zusammenzusitzen und viele nutzten die Chance, um 22.30 Uhr; endlich, nachdem die Klausuren geschrie- nachts trotz der Frische im Meer baden zu gehen. Ein ben, die letzen Koffer und Lebensmittel verstaut waren einzigartiges Erlebnis! und sich jeder einen Platz im Bus erkämpft hatte. Am Dienstag hielten wir zunächst in Lange Busfahrt hin oder her: alle waGrasse um eine Führung in der bekannren glücklich, als wir am Freitagnachten Parfümerie „Fragonard“ zu machen. mittag die Zimmer der Résidence Nachdem wir über die Zusammenset„Villa Francia“ stürmen und einrichzung und die Produktion von Parfum ten konnten. Auch ließen wir es uns aufgeklärt wurden, hatten wir die Mögnicht nehmen sofort den Pool, mit lichkeit im zugehörigen Shop Düfte und einem unglaublichen Ausblick aufs Seifen zu erwerben. Danach ging es weiMeer, genauer unter die Lupe zu nehter zum Museum „FondationMaeght“, men. das zeitgenössische und moderne Kunst zeigt. Nach einem kurzen Aufenthalt beAm Samstag ging es mit allen zu Fuß suchten wir das kleine Dörfchen Saintin die Innenstadt von Cannes, vorbei Paul-de-Vence. Es faszinierte uns, mit am Casino, am Hafen, am „Palais du den zahlreichen kleinen, verwinkelten festival“, über den Provenzalischen Gässchen und seinem mittelalterlichen Markt bis zum Museum „Musée de la Flair. Castre“, von dessen Turm man einen wunderbaren Blick über die Stadt erhaschen konnte. An unserem letzten Tag an der Côte ging unsere Reise in die schöne Stadt Nizza. Unser erster Halt gebührte dem Am Sonntag fuhren wir mit dem Bus in das kleine Städt- MAMAC, ein Museum für Moderne Kunst. Empfohlen chen Antibes, in dem wir das Picasso-Museum besuch- wurde uns außerdem ein Spaziergang über den Blumenten. Alle Werke Picassos sind in einem Schloss ausgestellt, markt, dessen unzählige Farben und Düfte uns verzaudas nach der Familie Grimaldi „Chateau Grimaldi“ ge- berten. Genauso wie die Altstadt, die sich durch vielzähnannt wird. Durch die unmittelbare Lage am Meer war lige Gassen mit kleinen Geschäftchen auszeichnet. auch hier ein einzigartiger Blick über die Côte d’Azur gewährleistet. Auf dem Wochenmarkt, den wir anschlie- Am Donnerstagmorgen mussten wir uns von der sonnißend besuchten, gab es eine Menge zu entdecken und zu gen Côte d’Azur verabschieden und traten den Heimweg probieren, so dass wir aus dem Staunen nicht mehr he- ins kalte Deutschland an. Nach 17 Stunden Busfahrt karaus kamen. Von Käse, über Seifen, Gewürze, Gemüse, men wir schließlich in der Samt- und Seidenstadt an. Fisch, bis hin zu Öl fand man alles was das Herz begehrt Die Fahrt hat sich eindeutig gelohnt, denn eine solche und typisch für die Provence ist. Vielzahl an verschiedenen Eindrücken gewinnt man nur selten. Am Montagmorgen traten wir unseren Weg nach Monaco an, ein Stadtstaat, eingenommen von purem Lu- Zuletzt möchte sich die gesamte Stufe bei den Begleitxus. Während die Jungs jedem Auto und jeder Jacht lehrern Herrn Possekel und Frau Lehmann bedanken, hinterhergafften, setzen sich die Mädels mit der Mode- die die Fahrt sehr abwechslungsreich und interessant welt auseinander. Auf dem Weg zum ozeanographischen gestaltet haben, uns aber bei jedem Ausflug genug Zeit Museum staunten wir alle nicht schlecht, wie man auf so gelassen haben, die Stadt auf eigne Faust zu erkunden. wenig Platz so viel und vor allem so hoch bauen kann. Trotz einiger Probleme haben sie souverän reagiert und Auch wenn wir sprachlos vom gezeigten Vermögen die- uns die Studienfahrt nach Cannes zu einer gelungenen ser Stadt waren, fand sich kaum einer, der die Stadt rich- Abschlussfahrt gemacht. Denn es heißt nur einmal „Wir tig ästhetisch fand. sind auf Abschlussfahrt!“ Franziska Terkatz Am Abend traf sich die ganze Gruppe am Strand, um Seite 60


„¡Vamos a la platja!“ – und von da wollen wir nicht mehr weg! Spanischaustausch mit Canet de Mar 2011 Im Oktober haben 25 Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe zusammen mit Señora Dietrich und Señora Scheele die spanische Austauschschule in Canet de Mar, Katalonien, besucht. Seit einigen Jahren veranstaltet unsere Schule einen Austausch mit einer spanischen Schule. Dieses Jahr fand der Austausch zum ersten Mal mit der Schule Instituto de Educación Secundaria Lluís Domènech i Montaner in dem 13.000-Einwohner Städtchen Canet statt, das etwa 50 Kilometer von Barcelona entfernt und direkt am Meer liegt. Mit gepackten Koffern, dem Reisepass und voller Aufregung befand sich unsere Reisegruppe am Sonntagmittag, dem 9. Oktober 2011, am Düsseldorfer Flughafen. Das Ziel: Barcelona! Nach einem zweistündigen Flug kamen wir in der spanischen Metropole an und wurden direkt von unseren Austauschpartnern empfangen – mit Umarmung und Küsschen links und Küsschen rechts. Wir hatten zwar schon zuvor Kontakt mit ihnen über Facebook und Mails gehabt, aber es ist schon ein Unterschied, ob man jemandem auf dem Bildschirm oder in echt begegnet. Draußen empfingen uns meterhohe Palmen, Sonne und strahlendblauer Himmel, bei 28° Celsius – von (für uns typischem) Oktoberwetter keine Spur. Mit einem gemieteten Bus ging es nach Canet. Die meisten Partner stellten sich schnell als sehr sympathisch heraus, und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Vom Bus aus holten uns die Gastfamilien ab, und auch von ihnen wurden wir herzlich begrüßt. Nach einer Hausbesichtigung und dem Auspacken der Koffer trafen wir uns am Strand, wo sich einige schon in die Fluten stürzten und die Wellen genossen. Der Strand ist ein wenig grobkörniger als man es von beliebten Touristenstränden gewohnt ist, aber das gibt der Schönheit des ganzen Ambientes keinen Abbruch. Vor uns die wunderschönen Wellen, die einfach nur traumhaft aussahen, hinter uns die Sonne, die langsam hinter den Häusern verschwand, und wir, eine Gruppe von 40 bis 50 Jugendlichen, die sich unterhielten, Volleyball spielten und dabei „Veo-Veo“

sangen. Später am Abend trennten wir uns allmählich, teilweise ging es nach Hause, manche gingen in eine Bar, die meisten zum „Plaza“, einem beliebten Treffpunkt für Groß und Klein. Auf dem Platz treffen sich besonders Jugendlichen, um zu skaten und Basketball oder Fußball zu spielen. In Spanien ist es nicht ungewöhnlich, dass auch kleine Kinder lange aufbleiben und draußen sind. Die meisten gingen erst um halb zehn nach Hause – schließlich gab es in der Regel um 22 Uhr das Abendessen, die Hauptmahlzeit in Spanien. Das Essen dort war sehr lecker, so ziemlich jeder kam in den Genuss des typisch katalonischen „Pan con tomate“ bzw. „Pa amb tomàquet“, dem Baguettebrot mit etwas daraufgeriebenem Knoblauch und Fruchtfleisch von Tomaten sowie Olivenöl. Außerdem gab es Tortilla, Paella, Jamón, Tapas, aber auch Nudelgerichte und Ähnliches. Interessant fanden wir, dass einige Familien anstelle von Brot oder Kartoffeln auch Chips zu den Mahlzeiten servierten. Es hat auf jeden Fall sehr gut geschmeckt, und man sollte wirklich alles dort probieren! Am Montag und am Freitag sind wir mit in die Schule gegangen. Neben ein paar Treffen mit der Austauschgruppe – wobei wir Vorträge hielten, beim Deutschunterricht mitwirkten und auf Deutsch und Englisch Krefeld und Deutschland präsentierten, sowie die beiden Länder miteinander verglichen – nahmen wir auch am normalen Unterricht mit unseren Partnern teil. Es gab Fächer wie Informatik, Mathe, Physik und Catalán, wo wir kaum etwas verstanden, aber auch Sport, Kunst und andere Fächer, die unseren nicht unähnlich sind. Anders sind aber die Umgangsformen: Zunächst einmal duzen die Schüler ihre Lehrer, auch wenn es eigentlich eine höfliche Formel wie unser „Sie“ gibt. Außerdem ist dort alles recht locker: Die erste Stunde endet um 9 Uhr, und die zweite fängt um 9 Uhr an – der Unterricht startet also erst, wenn alle da sind. Auch gibt es keine Begrüßung, bei der alle aufstehen; und die Lehrer sind insgesamt nicht so streng. Aber das sollte nicht täuschen: In Catalán schreiben sie jede Woche ein Diktat, das be-

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notet wird. Nachmittags trafen wir wieder am Strand – „la platja“ in Catalán – zusammen, und dieses Mal gab es kaum einen, der nicht im Meer war. Es war richtig cool, sich von den Wellen treiben zu lassen und es hat dort richtig Spaß gemacht! Gegen 22 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, durch die schmalen Straßen des kleinen Ortes. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits stockfinster, nur der fast volle Mond – „la lluna“ – und ein paar Laternen leuchteten. Die Stille in diesem kleinen Ort war fast schon unheimlich. Es gibt nur eine große Straße, auf der viel Verkehr ist und der Nahverkehrszug von einem Ort zum anderen führt, und diese Straße befindet sich am Rande der Stadt parallel zum Meer. Deswegen gibt es auch keine Art von Lärm, die die Stille der Nacht stören könnte. So hatten wir auch am Dienstag, als wir mit der Bahn nach Barcelona fuhren, fast den gesamten Weg das Meer neben uns und konnten es betrachten. Bei diesem Ausflug durften nur die Deutschen mit, begleitet von Señora Dietrich und Señora Scheele. An dieser Stelle danken wir ihnen für die tolle Organisation und insgesamt für die Möglichkeit, an diesen Austausch teilzunehmen. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde; angekommen in Barcelona fuhren wir zunächst ein paar Haltestellen mit der Metro weiter und gingen wir dann eine ziemlich steile Straße hinauf – so steil, dass dort sogar Rolltreppen angebracht waren, um die Strecke zu erleichtern. Von dort aus hatte man das Gefühl in San Francisco zu sein, weil die Straße eine schöne Kuhle beschrieb, wie man es aus Filmen kennt. Oben angekommen hatten wir eine wunderschöne Aussicht und die Straßenhändlerin, die dort war, hat dank uns wohl jedem Mädchen und sogar einigen Jungen einen ihrer Fächer verkauft. Es ging weiter – zum Park Güell! Die von Antonio Gaudí geschaffene Riesenplattform ist einfach toll! Groß wie ein Fußballfeld, eingefasst in wellenförmige Bänke aus Mosaiksteinen, die sich um den ganzen Park herumzogen. Die ganze „Terrasse“ steht auf mehreren baumhohen Säulen, die sie stützen und gleichzeitig ein eindrucksvolles Gewölbe bilden. Oben haben wir einige schöne Fotos gemacht. Dann ging es weiter zur Sagrada Familia – Gaudís unvollendetem Lebenswerk und dem Wahrzeichen der Stadt. Mit ihren acht Türmen (und es sollen noch viel mehr werden) ragt sie in den Himmel, aber viel schöSeite 62

ner sind die ganzen Details, die in die Fassade eingebunden sind – Szenen aus dem Leben Christi. Der alte Teil beginnt mit Jesu Geburt und ist Maria gewidmet, während die gegenüberliegende Seite – der neue Bau, an dem Gaudí nicht mehr selbst mitwirken konnte – Jesu Tod darstellt. Doch da wir einen strikten Zeitplan hatten, ging es bald weiter über den Passeig de Gracia zu den Ramblas, der weltberühmten Flaniermeile. Nebenbei sind wir noch an einigen Gebäuden von Gaudí und anderen Vertretern des Modernismus, die unglaublich eindrucksvoll sind, vorbeigelaufen. Die Ramblas sind ein Teil der Fußgängerzone von Barcelona, eine 1,3 Kilometer lange Strecke, auf der viele Straßenkünstler auftreten und sich alle Arten von Geschäften und Straßenständen befinden, unter anderem werden dort Blumen, Souvenirs und sogar Tiere verkauft. Zudem kommt man von dort zur Boquería, dem gewaltigen Markt mit unzähligen Früchten, Gemüse aller Art, frischem Fisch und Fleisch und vielem mehr. Gegenüber fängt das Barrio Gótico an; an der Plaza Real haben wir noch einmal halt gemacht und uns dann getrennt, um in Gruppen noch selbst die Stadt zu erkunden und shoppen zu gehen. Barcelona ist eine unglaublich schöne Stadt und besonders die modernistischen Gebäude sind sehenswert. Mittwochs war Feiertag in Spanien – an diesem Tag vor 519 Jahren hat Columbus Amerika entdeckt, was die Katalanen jedoch nicht groß feiern. Da haben wir etwas mit unseren Gastfamilien unternommen: Einige haben eine Poolparty bei einer der Gastgeberinnen gefeiert, andere waren im Freizeitpark, Tauchen, Barcelona besuchen oder am Strand. Bei der durchgehenden Sonne, die einem das Gefühl vermittelte, es wäre Sommer, waren das einfach großartige Erfahrungen. Am Donnerstag trafen wir uns wieder; dieses Mal zu einem gemeinsamen Ausflug mit unseren Partnern: Zunächst nach Figueras, wo das berühmte DalíMuseum steht, das der surrealistische Künstler Salvator Dalí selbst errichtet hat und wo er auch begraben ist. Die Bilder sind faszinierend, besonders weil in vielen von ihnen ein zweites Bild versteckt ist, das man erst ab einer bestimmten Entfernung und bei genauerem Anschauen sehen kann. Es war äußerst interessant, diese Bilder zu betrachten, und von unserer Führung Wissenswertes über das Leben und die Kunst von Dalí zu erfahren. Von dort aus ging es – über viele


Serpentinen – nach Cadaqués, einem idyllischen Dorf an der Costa Brava und dem Wohnort Dalís. Hier ruhten wir uns alle ein wenig am Strand aus und ließen die Füße ins Wasser baumeln. Später fuhren wir dann nach Girona. Dort besuchten wir unter anderem die Kathedrale, das jüdische Viertel und warfen einen Blick in die Universität und ihre Bibliothek. Insgesamt haben wir an dem Tag sehr schöne Dinge gesehen. Freitags hatten wir noch einmal Schule und haben in den letzten Stunden mit den spanischen Schülern und unseren Lehrern eine „Sightseeing-Tour“ durch Canet gemacht. Die spanischen Schüler hielten kleine Referate zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, z.B. Gebäuden des katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner, der auch der Namensgeber unserer spanischen Austauschschule ist. Abends waren wir noch einmal in der Schule, denn es fand ein Abendessen mit allen statt, zu dem jeder etwas zu essen mitbrachte. An einer langen Tafel ließen wir uns dann die – mehr oder weniger – spanischen Köstlichkeiten schmecken und verbrachten viel Zeit mit Lachen, Reden und Fotos machen. Später ging es nochmal zum Strand, an dem einige noch am Nach-

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mittag gewesen waren, und wir saßen im Mondschein vor den Wellen. Da war es dann doch ein wenig kalt, besonders weil es recht windig war. Der Samstag war dann auch schon unser letzter voller Tag. Einige besuchten noch die Nachbarstädte, wie Barcelona, Calella oder Mataró, mit ihren Austauschpartnern und genossen die letzten Stunden. Abends fuhren einige nach Calella, wo es ein Oktoberfest gab – zwar in sehr minimierter Form, jedoch mit Frankfurter Würstchen und Bratwurst – und kamen spät abends nach Hause. Und am Sonntag war unsere Zeit in Katalonien auch schon vorbei. Nachdem wir uns von unseren supernetten Gastfamilien verabschiedet hatten, fuhren wir mit dem gemieteten Bus zum Flughafen. Unsere Austauschpartner waren noch mitgekommen und wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden. Es flossen viele Tränen, und wir wollten uns kaum von ihnen trennen, sodass einige fast den Flug verpassten und rennen mussten, um zu der Gruppe aufzuschließen. Es kamen aber doch noch alle mit. Am Abend erreichten wir müde, teilweise gebräunt und voller glücklicher Erfahrungen Deutschland. Die Wetterumstellung war nicht so angenehm, aber wir waren doch alle froh, wieder bei unseren Familien zu sein. Unsere Partner vermissen wir sehr, und freuen uns schon, wenn sie in einem halben Jahr zu uns kommen!! Der Austausch war für alle eine tolle Erfahrung! Isabel Terhaag (EF)

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A trip to Eastbourne, London and Brighton MSM-Schüler lernen englisches Leben und Kultur kennen Am Montag den 17. Oktober sind 25 Schüler der ach- le weitere Sehenswürdigkeiten. Um unseren Rundgang ten Stufe nach Eastbourne in England gefahren. informativ zu gestalten hielten wir alleine oder zu zweit kleine Referate über einige der Sehenswürdigkeiten und Nach einer langen Busfahrt sind wir in Calais auf die die Geschichte Englands. In den Stunden die wir dann Fähre gefahren und hatten einen schönen Blick über alleine in Gruppen verbringen durften, machten sich das Meer. Nach weiteren Stunden Fahrt kamen wir in einige auf den Weg zum Buckingham Palace, andere Eastbourne an und wurden nacheinander von unseren hingegen gingen zur Oxford Street und sahen sich die Gastfamilien abgeholt. Diese haben uns anschließend zahlreichen Geschäfte an. Einige von uns sahen sogar die den Anderen aus der Familie vorgestellt, uns das Haus Queen und George Clooney nach einer Filmpremiere. gezeigt und unser Abendessen zubereitet. Das Englisch- Später trafen wir uns am Trafalgar Square wieder und sprechen viel uns direkt leicht und tat uns gut. gingen gemeinsam zu unserem Bus. Um halb zehn zu Hause angekommen aßen wir noch eine Kleinigkeit bei Am nächsten Morgen mussten wir früh raus und zur unseren Gastfamilien. Bushaltestelle, an der wir uns alle trafen. Zunächst fuhren wir hoch zu Beachy Head - der Ort, an dem ein Teil Donnerstagmorgens ging es auf nach Brighton - eine der berühmten Harry Potter Reihe gedreht wurde, und schöne und auch bunte Stadt voller Studenten, was sahen uns die gewaltigen Kreideklippen an. Als nächstes gleich an den vielen ausgefallenen Läden zu erkennen stand eine Stadtrally auf dem Plan, die uns durch East- war. Genauso wie in Eastbourne gab es dort auch einen bourne führte. Super Preise gab es am Ende auch dafür, wunderschönen Pier am Meer. Wir teilten uns sofort wie zum Beispiel Hüte, Uhren, Regenschirme und vieles auf und machten eine eigenständige Führung durch die mehr. Den ersten Platz belegten sogar zwei Gruppen. kleinen Gassen. Um vierzehn Uhr wurden wir abgeholt Danach hatten wir Freizeit und durften uns selbst um- und nach Eastbourne zurück gebracht, wo wir noch eine schauen. Fish and Chips, das „Nationalgericht“, lockte Runde mit der ganzen Truppe gebowlt haben. Hendrik ein paar der Schüler an. Eastbourne ist ein wunderschö- zeigte eine klasse Leistung. Danach ging es noch kurz nes Seebad mit einem Pier. Überall waren große, weiße einkaufen, damit alle gut für die Rückfahrt versorgt waHotels mit einer klasse Aussicht auf das Meer, die be- ren. Am Abend in unseren Gasthäusern fingen wir an sonders die älteren Herrschaften genießen wollten. Um unsere Sachen zusammenzusuchen und einzupacken, fünf Uhr wurden wir abgeholt und kauften in einem Su- damit am nächsten Morgen alles schnell und ohne Propermarkt Proviant für den nächsten Tag. Abends in den bleme ins Auto gebracht werden konnte. Gastfamilien berichteten wir, was am Tag passiert war und setzten uns zum Essen zusammen. Und schon war es Zeit “Goodbye“ zu sagen, für Manche von uns nicht einfach. Wir wurden zum Bus geAm nächsten Tag ging es früher los als sonst, uns erwartete eine Fahrt in die Hauptstadt London. Viele von uns kannten London nur aus dem Schulbuch, doch nun war es an der Zeit, uns die Stadt näher anzusehen. Dort angekommen gingen wir an der Themse entlang und besichtigten die Tower Bridge, die uns sehr gefiel, das Globe Theatre von Shakespeare und erreichten auf der Besichtigungstour das London Eye, das viele von uns zum Staunen brachte, da es so groß war, den Big Ben und vieSeite 64


bracht und verabschiedet. Nun lagen 10 Stunden Fahrt vor uns. Der Weg von Eastbourne nach Hause verlief amüsant, da alle zusammen die Geschenke verteilten, nämlich unsere selbstgestalteten I <3 LONDON T-shirts, an Frau Nicolai und Frau Zielinski und die Eastbournecap an André, unseren klasse Busfahrer, und Spiele zusammen spielten. Unser herrliches Wetter hat jeden Tag mitgespielt und die Sonne war zu jeder Zeit zu sehen. In Deutschland angekommen war aber auch jeder froh, seine Eltern wiederzusehen. Doch diese Englandfahrt wird niemand so schnell vergessen. Wir empfehlen die Sprachreise sehr, denn alle von uns sagen, dass die Fahrt uns geholfen hat, einerseits in unseren Englischkenntnissen und andererseits darin, dass wir neue Freundschaften geschlossen haben. Anna Ruetz & Paula Stratemann, Kl. 8

The best year of my life Ein Auslandsjahr in den USA Wie viele Schüler hatte ich in der 11. Klasse die Möglichkeit, für ein Jahr in einem anderen Land die Schule zu besuchen. Ich hatte mich schon früh für die USA entschieden, da ein Austauschjahr dort am billigsten ist und die USA auch schon so sehr interessant sind. Über ein Jahr, bevor das Auslandsjahr beginnen sollte, habe ich mich mit meinen Eltern über Austauschorganisationen erkundigt. Bei der Entscheidung für die Austauschorganisation, kam es uns zum einen auf den Preis und zum anderen auf die Beurteilung der Organisation durch andere an. Wir haben uns dann für TASTE entschieden. Dort habe ich mich dann auch beworben und wurde nach einem kleinen Gespräch angenommen. Danach galt es die Beurlaubung bei der Schule und ein Visum bei der Botschaft zu beantragen. Bei dem Vorbereitungsseminar meiner Austauschorganisation im Frühling haben sie uns gesagt, wie wir uns in den USA am besten verhalten, um ein erfolgreiches Jahr zu haben. Dieses Vortreffen hat sehr geholfen und auch etwas die Nervosität genommen. Bei dem Vorbereitungstreffen wurde auch den letzten Schülern noch mitgeteilt, wer ihre Gastfamilien waren. Meine Gastfamilie hatte mir

schon im Januar geschrieben und so wusste ich bereits wer meine Familie war. Mit den „Clarks“ bin ich so, lange vor der Abreise, über E-Mail und Skype in Kontakt gewesen. Mitte August 2010 startete ich dann ins Amiland. Von Düsseldorf über Paris und Minneapolis nach Des Moines. In Paris ist mein Gepäck abhanden gekommen, das einzig Gute daran: Ich musste mit meinem Gepäck in Minneapolis nicht nochmal durch die Kontrolle. In Des Moines wurde ich dann von meinen Gastgeschwistern abgeholt und habe erstmals meine Betreuerin in den USA getroffen. Mit meiner Gastfamilie habe ich mich übers ganze Jahr prima verstanden. Meine Gastmutter Kay und mein Gastbruder Jordan haben in einem Haus in einem kleinen aber wohlhabenden Ort namens Van Meter gewohnt. Dieses Haus ist über das Jahr mein zweites Zuhause geworden. Der Schulalltag in der Van Meter High School hat für mich dann, eine Woche nachdem ich angekommen war, begonnen. Football, für das ich mich eingetragen hatte, startete schon früher und so war ich, zwei Tage nachdem ich angekommen war, zum ersten Mal beim Training. Dort habe ich bereits die Hälfte der Jungs der Van Meter Seite 65


High School kennen gelernt und meine ersten Kontakte Mit meiner Familie bin ich viel verreist, unter anderem geknüpft. Die Schule war für mich überhaupt kein Pro- zum Skifahren nach Colorado und auf eine Kreuzfahrt blem und um einiges einfacher als in Deutschland. nach Mexico. Eines meiner Lieblingserlebnisse war der Abschlussball, Prom. Er wurde von den Juniors (11. Klasse) organisiert und dann mit den Seniors (12. Klasse) gefeiert. Abendgarderobe war Pflicht, ich lieh mir extra für diesen Abend einen Smoking. Als erstes werden Bilder gemacht, dann geht man in einer anderen Lokation essen und tanzen. Am Ende hatten wir eine Rollschuhbahn gemietet und dort unseren Afterprom gefeiert. Dazu trugen wir wieder unsere normale Kleidung. Es hat einfach nur Spaß gemacht und am nächsten Morgen sind wir gegen 6 Uhr todmüde in unsere Betten geschlüpft. Schulalltag war, dass ich morgens um 8.30 Uhr mit meinem Bruder in der Schule ankam, dort bis 15:30 Uhr Unterrich hatte und anschließend das Training bis 18 Uhr besuchte. Meine Schule macht nahezu alles mit Laptops. Jeder Schüler bekam ein MacBook ausgeliehen, so auch ich. Darauf schrieben wir alle unsere Arbeiten und speicherten sie, außer Mathe, das wurde noch mit Hilfe von Papier und Stift vermittelt. Für die Recherchen im Internet war der Laptop wirklich praktisch und auch mir hat er sehr viel geholfen, da ich Wörter mal so nebenbei im Internet nachschauen konnte. Anders als in Deutschland ist in den USA, dass man Unterricht mit

Schülern aus vielen verschiedenen Jahrgängen hat und seine Kurse komplett frei wählen kann. Auch eine ganz neue Erfahrung war der amerikanische school spirit. Jeder kam zu den Football-, Basketball-, Baseball- und Volleyballspielen, um sein Team und seine Schule anzufeuern. Es ist einzigartig! Von den Eintrittsgeldern der Sportveranstaltungen wurden die Sportarten bezahlt, eine gute Idee, wie ich finde.

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Im Laufe dieses Jahres ist Van Meter zu einem zweiten Zuhause geworden. Ich habe viele neue Freundschaften geschlossen und jede Menge neue Erfahrungen gemacht. Mit zwiespältigen Gefühlen bin ich dann im Juni, nach zehn Monaten in den USA, nach Deutschland gekommen. Ich hoffe sehr, dass ich die Möglichkeit, im nächsten Jahr meine Familie und Freunde in den USA zu besuchen, bekommen werde. Daniel Schimpf


Argentinien 2011 Zwei MSM-Schüler berichten von ihren Austauscherfahrungen Dominik Gassner (11.Jg./Q1):

Ferien in Argentinien verbringen konnte. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an Frau Dietrich, die den Kontakt Vor fast genau einem Jahr, in der Woche vor den zu der argentinischen Schule hergestellt hatte und mich Herbstferien 2010, hatten einige Schüler unserer Jahr- immer mit den wichtigsten Dokumenten und Informagangsstufe das Glück, für eine Woche im Zuge eines tionen für den Austausch versorgte. kleinen Austausches mit unseren Spanischlehrern nach ElMasnou, einem Ort ganz in der Nähe von Barcelona, Durch den Vulkanausbruch in Chile wurde mein Flug, zu reisen. Für mich war die Vorstellung eines Austau- als wir eigentlich schon über Argentinien waren, plötzsches immer sehr interessant, allerdings wollte ich nicht lich nach Rio de Janeiro umgeleitet, also landete ich ca. wie der Großteil der Schüler meiner Stufe in die USA, 2000 km Luftlinie von meinem eigentlichen Ziel entsondern in ein spanischsprachiges Land, wenn möglich fernt, nach über 30 schlaflosen Stunden kam ich aber aber nicht nach Spanien, sondern nach Südamerika. Im endlich in meinem Hotel in Rio an. Das war also mein Weg stand leider immer die Frage „Wie lange?“. Des- Start in den Austausch, aber positiv gesehen, konnte es halb betrachtete ich den einwöchigen Austausch nach ab diesem Zeitpunkt nur noch bergauf gehen. Nach vier Barcelona als Möglichkeit für mich, diese Frage endlich endlos wirkenden Tagen konnte ich endlich meinen Anbeantworten zu können. Gesagt, getan, und an dem schlussflug nach Buenos Aires antreten, also hatte ich Tag, an dem ich wieder aus Spanien nach Hause kam, das erste Abenteuer schon hinter mir, bevor ich überwar für mich klar, dass diese sechs Tage definitiv viel zu haupt richtig angekommen war. Als mich meine Gastkurz waren. Seither stand für mich der Zeitraum fest: familie am Flughafen abholte, begann der wohl beste Ich wollte für drei Monate weg aus Deutschland – an die Teil meiner Reise, und am ersten Abend war ich einfach Pestalozzi-Schule nach Buenos Aires! nur froh, endlich in meinem „eigenen“ Bett schlafen zu können. Am nächsten Morgen folgte der erste Besuch Viele werden sich an der Schule, an der ich ebenfalls ganz herzlich begrüßt dieser Stelle wahr- wurde. scheinlich fragen, wieso ich einen ver- Da Sandra in ihrem Bericht (siehe unten) die wichtigsten gleichsweise kurzen Fakten nennt, möchte ich mich hier auf ein paar andere Zeitraum gewählt Sachen beschränken, die ich erfahren durfte. Als mich habe, während die meine Gasteltern vor dem Antritt meiner Reise per Emeisten Schüler nor- Mail fragten, was ich denn gerne sehen würde, wenn ich malerweise über ein bei ihnen sein würde, fiel mir nichts anderes ein, als zu ganzes Jahr verreisen. sagen, dass es seit Jahren ein Traum von mir ist, ein Spiel Die Antwort ist ein- meines argentinischen Lieblingsvereins, den Boca Juniors fach: Da ich mich zu sehen. Dieser Wunsch wurde mir sogar ermöglicht, erst spät für diesen und das in einem Stadion, in dem es wohl die besten Austausch entschie- Fans der Welt gibt, in einem Land, in dem Fußball mit den habe und sich einer Religion gleichzusetzen ist! der Zeitraum keines Falls mit dem Beginn des nächsten Schuljahres 2011/2012 überschneiden durfte, da Des Weiteren fuhr ich zwei Mal mit meiner Familie ich sonst die 11. Klasse (Q1) hätte wiederholen müssen. in den Urlaub, das erste Mal nach Iguazú, einem Ort, Zudem wollte ich nicht zu viel Unterricht verpassen, welcher sich ganz im Norden von Argentinien befindet, um nach meiner Rückkehr wochenlang alles aufholen nämlich direkt an der Grenze zwischen Brasilien und zu müssen. Ich entschied mich im Endeffekt dafür, mei- Argentinien und in der Nähe von Paraguay. Die Lage nen Abflugtermin einige Wochen vor die Sommerferien an sich ist allerdings nicht das Besondere, sondern die zu legen, da ich dadurch auch noch fünf Wochen meiner weltweit größten Wasserfälle, die sich dort über 2,7 Seite 67


km ausdehnen und bis zu 82 Metern hoch sind. Dieses toll fand; darum stand für mich schon früh fest: Ich will Naturphänomen war wohl das Schönste und Atembe- auch nach Argentinien! raubendste, was ich bis jetzt in meinem Leben gesehen Der Aufenthalt und der Flug waren zwar seit einigen habe! Monaten organisiert worden, doch ich glaube so richtig Unser zweiter Ausflug führte uns nach Patagonien, ge- habe ich alles erst realisiert, als ich in Frankfurt in den nauer gesagt nach Puerto Madryn, einem Ort direkt Flieger stieg und dann am nächsten Tag in Buenos Aires am Atlantischen Ozean, wo wir uns drei Tage aufhiel- wieder ausstieg. Meine Gastfamilie war sehr nett und ich ten, um an Whale-Watching-Touren teilzunehmen, aber wurde sofort herzlich empfangen. Anfangs hab ich fast auch, um die Region etwas näher kennenzulernen. Bei gar nichts verstanden und meine Austauschpartnerin unseren Ausflügen auf dem Meer hatten wir das Glück, redete mit mir auch manchmal deutsch. einen ganz besonders netten Wal kennen zu lernen, der so nah an unserem Boot schwamm, dass man ihn so- Mein erster Schultag verlief anders, als ich es erwartet gar anfassen konnte. Wie uns danach mitgeteilt wurde, hatte. Alle begrüßten mich direkt mit Küsschen auf die hatten wir ein Riesenglück, da es pro Saison nur zwei Wange und es war schwer, sich die ganzen neuen Namen bis drei mal vorkommt, dass sich Wale so nah ans Boot zu merken. Aber dann begann der Unterricht und es war sehr anders als hier. Zum einen, weil zwischen Lehrer wagen! und Schülern eine ganz andere Beziehung herrscht, aber Da Sandra ja mehr Dinge aus Buenos Aires schildert, auch von der Lautstärke und vom Arbeitsverhalten her. habe ich mich nur auf ein paar Erlebnisse beschränkt, Sonst war die Schule sehr schön, und ich fand mich möchte alles in allem aber sagen, dass ich wirklich JE- schnell zurecht.Was ich anfangs komisch fand, war, dass DEM diesen Austausch ans Herz legen kann, weil es das Tor vor der Schule während des Unterrichts zu ist, wirklich eine Möglichkeit ist, damit die Schüler nicht einfach die man sich nicht entgehen lasnach Hause gehen können, wenn sen sollte. Man wird so herzlich sie keine Lust mehr auf Schuempfangen und aufgenommen, le haben. Ich fand sehr gut, dass dass es einem überhaupt nicht wir von der Schule aus Spanischschwerfällt sich in sein neues Umunterricht mit einer deutschen feld einzufügen, also macht euch Praktikantin hatten, weil man da keine Sorgen, sondern lasst es z.B. auch nochmal etwas über einfach auf euch zukommen. Ich die unterschiedlichen Vergangenpersönlich werde schon nächsheitszeiten lernte, worauf man tes Jahr an Weihnachten wieder beim spontanen Sprechen in der nach Argentinien zurückkehren, Familie oder mit Freunden zum um mit meiner Gastfamilie HeiBeispiel gar nicht achtete. Außerligabend am Strand zu erleben, und natürlich auch um dem hatten wir jeden Mittwoch einen Ausflugstag, an meine argentinischen Freunde wieder zu treffen! dem wir unter anderem in den Stadtteilen Palermo und La Boca, im Teatro Colón oder auch mal im MALBA Falls jemand Fragen zu diesem Austausch hat, bin ich (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) wanatürlich sehr sehr gerne bereit eventuelle Fragen zu be- ren. Die Schule war aber auch sehr entgegenkommend, antworten, da es noch viel mehr zu sagen gibt, als das, wenn man mal während der Schulzeit etwas machen was man in diesem Artikel lesen kann. In diesem Sinne: wollte, zum Beispiel bin ich mit fünf anderen Mädchen Esperoque les hayagustado y hastaluego! während der Schulzeit für fünf Tage zu den bekannten WasserfällenIguazú gefahren und das war kein Problem, man musste nur rechtzeitig Bescheid sagen, und nicht -wie es in ArgentinienGewohnheit ist- alles spontan und Sandra Engelmann (11.Jg./Q1): auf den letzten Drücker. Dass das MSM einen Austausch mit einer Schule in Buenos Aires anbietet, wusste ich schon länger, weil mein Die anderen Deutschen waren alle sehr nett und die Bruder vor zwei Jahren schon in Argentinien war und es Gruppe wuchs und wuchs. Als ich ankam, waren wir ca. zehn Deutsche und gegen Anfang August bestimmt Seite 68


über 20. Die Argentinier waren auch alle nett und man konnte sich, auch wenn man nicht immerjedes Wort verstand, gut mit ihnen unterhalten, und auf jeden Fall hatte man mit ihnen viel Spaß. Wir waren auch auf einer Quince, ein wichtiges Event, bei dem der 15. Geburtstag eines Mädchens gefeiert wird, und es war wirklich ganz anders, als wenn man in Deutschland einen fünfzehnten Geburtstag feiert. Allein der riesige Saal und das Drei-Gänge-Menü waren schon umwerfend, doch auch alle in Kleidern oder Anzügen und dann mit ca. hundertfünfzig Leuten, mit Musik und es gab sogar einen Kamerakran.

Fall angenehmer als die Winter hier in Deutschland. Außerdem hatten wir fast immer blauen Himmel und das verhindert die schlechte Laune, die man oft bei kaltem Wetter hat, fast immer.Was ich inArgentinien leider sehr extrem fand, war der Unterschied zwischen arm und reich. Oder auch, dass man nicht aus dem Haus gehen konnte, ohne Angst zu haben, Opfer eines Taschendiebes zu werden. In der Schule lernten wir auch etwas zu der Organisation Usá la basuraund zur Mülltrennung. Dadurch sah man nochmal, wie weiter entwickelt Deutschland doch ist im Gegensatz zu Argentinien. Insgesamt habe ich viel gelernt, aber nicht nur, was die Sprache angeht, sondern auch zur Geschichte und Kultur Argentiniens und ich kann diesen Austausch jedem weiterempfehlen, der Spaß an der Sprache hat und auch gerne mal etwas von anderen Ländern sehen möchte.

Da es Winter war, war es auch an manchen Tagen richtig kalt, aber sonst mit sechs bis fünfzehn Grad auf jeden

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Auf den Spuren der ersten deutschen Auswanderer Ein Jahr in der Nähe von Philadelphia/USA Im Jahre 1683 wanderten dreizehn Quaker- und Mennoniten-Familien aus Krefeld als erste Deutsche in die USA aus und gründeten dort den Ort Germantown, heute ein Stadtteil von Philadelphia. Über 325 Jahre später bin auch ich von Krefeld aus in einen Vorort von Philadelphia in Pennsylvania gezogen, allerdings nur für einen einjährigen Auslandsaufenthalt. Betreut wurde ich von ASSIST (assist-online.net), einer Organisation, die Leistungsstipendien für ein Auslandsjahr an amerikanischen Independent Private Schools vergibt.

enormen School Spirits gab es stets große Unterstützung Für mich wurde The der ganzen Schule. Shipley School ausgesucht, eine mit ca. 300 Gelebt habe ich in einer Gastfamilie mit einem 14 JahHigh School Schüler/ re alten Gastbruder, der auch auf meine Schule ging. innen relativ kleine Ta- Innerhalb kürzester Zeit habe ich mich perfekt in die gesschule, die durch- Familie integriert gefühlt, da sie mir den Einstieg in ihschnittliche Klassen- ren Alltag im Tennis- oder Golfclub, beim Treffen mit größe von 13 Schülern Freunden und Verwandten und beim Besuch von ansorgte zudem für eine deren Veranstaltungen sehr einfach bereitete und Feiäußerst komfortable ertage wie Thanksgiving, Halloween oder Christmas so und entspannende Atmosphäre. Jeder Schultag begann amerikanisch wie nur möglich für mich gestaltete. Des mit Advisory, wo Anwesenheit und Dress Code überprüft Öfteren haben sie mich mit in ihr Strandhaus in dem wurden. Ich durfte an meiner Schule keine Jeans tra- kleinen Bundesstaat Rhode Island mitgenommen, sie gen und musste ein Poloshirt oder Hemd anziehen. An haben mir beim Verbessern meiner Sprachkenntnisse seltenen Dress Down Days musste man etwas Geld für geholfen, waren stets eine große Hilfe und haben mich einen guten Zweck spenden, im Gegenzug durfte man zu einem NHL Eishockeyspiel der Philadelphia Flyers sich ohne Einschränkung kleiden, was dazu geführt hat, mitgenommen. Ich durfte das Spiel in der Loge des Verdass jeder in Jogginghosen oder sogar Pyjamas zur Schu- einsbesitzers verfolgen und anschließend die Spieler in le kam. Sehr aufregend war der Winter: Wenn es über der Umkleidekabine treffen, was auf jeden Fall eines der Nacht mehr als 15cm Neuschnee gab, was durchaus Highlights des Jahres war. einige Male der Fall war, fiel die Schule aus und man Ein Auslandsjahr ist am Anfang nicht einfach, da alles konnte lange ausschlafen und anschließend Schneeballunbekannt ist und man sich auf viele neue Situationen schlachten mit Freunden schlagen. Wenn es auch nur einlassen muss. Allerdings macht man viele wichtige ein bisschen schneite, fing die Schule dennoch mit 2 Erfahrungen, aus denen man lernt und sich weiterentStunden Verspätung an. wickelt. Im Gegensatz zu den ersten Krefelder AuswanAußerdem hat man an amerikanischen Schulen (fast) derern, die in Germantown blieben, ging für mich die jeden Tag dieselben Fächer, sodass ich nicht mehr als 6 Reise wieder zurück und letztendlich fiel mir der AbFächer pro Halbjahr hatte. Darüber hinaus habe ich im schied ungemein schwer. Ich habe dort ein tolles Jahr Herbst Fußball und im Frühling Tennis gespielt. Das 5x verbracht und kann jedem nur empfehlen, das Abenpro Woche intensiv ausgetragene Training und die vielen teuer zu wagen. Bei Fragen zum Auslandsaufenthalt und Spiele tragen dazu bei, dass Sport einer der wichtigsten auch zur Organisation ASSIST stehe ich natürlich gerne Bestandteile an amerikanischen Schulen ist. Dank des zur Verfügung. Julian Teichgräber Seite 70


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