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Cover: Getty Images

ÂŤDie Sicherheit Ihrer Daten duldet keine Kompromisse.Âť


Liebe Leserin, lieber Leser Die Digitalisierung schafft Chancen und soll unser Leben vereinfachen. Das ist auch das Ziel der SwissID. Mit einem einzigen Login können Sie sich bei immer mehr Online-Portalen einfach einloggen – und Sie haben jederzeit die volle Kontrolle über Ihre Daten. Bei Nutzung der SwissID App als Zwei-Faktor-Authentifizierung sind Sie zudem auf der ganz sicheren Seite. Datensicherheit und Schutz der persönlichen Daten sind in aller Munde. Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich Sorgen. Zu Recht. Denn neben vielen Chancen gibt es auch Risiken. Darum braucht es für die digitale Identität eine Schweizer Lösung, denn die Sicherheit Ihrer Daten duldet keine Kompromisse. Das vorliegende «SwissID-Booklet» bringt Ihnen Themen rund um die elektronische Identität näher. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen. Ihr Markus Naef, CEO SwissSign Group 3


Was ist die SwissID? SwissID ist Ihr persönlicher digitaler Schlüssel zu Ihren Online-Diensten. Mit einem einzigen Login haben Sie einen sicheren und einfachen Zugang zu einer schnell wachsenden Anzahl von Online-Anwendungen und behalten immer die Kontrolle über Ihre Daten. • Sie haben die volle Transparenz und entscheiden selber, welchem Online-Dienst Sie Ihre Daten freigeben. • In Ihrem Online-Kundenportal verwalten Sie mit wenigen Klicks Ihre Daten und fügen neue Funktionen hinzu – wo und wann immer Sie wollen. • Dank Zwei-Faktor-Authentifizierung sind Sie jederzeit auf der sicheren Seite. • Mit der SwissID App prüfen Sie Ihre Identität einfach und sicher über Ihr Mobiltelefon, um sich bei Onlinegeschäften eindeutig auszuweisen. SwissID ist für Nutzerinnen und Nutzer kostenlos und findet immer grössere Verbreitung – bereits heute setzen über eine Million Anwender die SwissID ein. 4


Einfach. Sicher. Praktisch.

Noch keine SwissID? Unter swissid.ch legen Sie Ihre SwissID kostenlos in wenigen Schritten an.

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Wozu brauche ich d  Als Nutzerin Haben Sie sich auch schon über die Vielzahl an Logins und Passwörtern geärgert? Mit einem ein­zigen Login ermöglicht SwissID einen einfachen und sicheren Zugang zu immer mehr Online-Diensten. • Sie wollen wissen, welche Daten einem Online-Dienst übergeben werden, und verhindern, dass Ihre Daten ausgewertet und verwendet werden? Mit SwissID sind Sie auf der sicheren Seite. • Dank der geprüften Identität können Sie sich bei Onlinegeschäften eindeutig ausweisen und in Zukunft mit der elektronischen Signatur Verträge und Dokumente online unterschreiben. Wollen Sie auf dem neusten Stand bleiben? Hier für den SwissID-Newsletter anmelden: swissid.ch/newsletter 6


ie SwissID? Als Online-Dienst Ob Versicherung, Behörde oder Online-Shop: Mit SwissID ermöglichen Sie Ihren Kunden einen einfachen und sicheren Zugang zu Ihren Online-Angeboten. SwissID kümmert sich um den Identifikationsprozess, damit Sie sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren können. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Durchgängig digitale und damit kostengünstige Prozesse. • Sie kennen die digitale Identität des Gegenübers • Sie schaffen Vertrauen dank sicherer Identifizierung • Verbesserung der Conversion Rate dank einfachem und praktischem SwissID-Kundenlogin • Sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung als Bestandteil der SwissID Besuchen Sie unsere Webseite unter swissid.ch und erfahren Sie mehr über die Vorteile der SwissID. 7


Wie sicher ist die SwissID? Die Sicherheit Ihrer Daten duldet keine Kompromisse. Darum braucht es für die digitale Identität eine Schweizer Lösung. Und genau das ist die SwissID. Höchster Schutz Ihre persönlichen Daten sind bestens geschützt. Sie werden verschlüsselt, ausschliesslich in der Schweiz gespeichert und nicht für kommerzielle Zwecke genutzt. Volle Transparenz Die Datenhoheit liegt jederzeit bei Ihnen: Sie entscheiden, ob Sie einem Online-Dienst Daten freigeben wollen oder nicht. Die Freigaben sind jederzeit einsehbar und können durch Sie geändert werden.

Wer steht hinter SwissID? We love to keep you safe! Die SwissSign Group ist Herausgeberin der SwissID und ein Zusammenschluss von 20 Schweizer Unternehmen mit dem gemeinsamen Ziel, eine sichere digitale Identität in der Schweiz zu etablieren. Bis 2022 sollen über vier Millionen Bürgerinnen und Bürger die SwissID nutzen. Als Trust Service Provider bietet 8


Getrennte Aufbewahrung von Daten Ihre Personen- und Transaktionsdaten werden getrennt aufbewahrt. Für noch mehr Datenschutz. Datensparsamkeit Bei SwissID wird Datensparsamkeit grossgeschrieben. Es werden nur Kundendaten übergeben, welche für den Login-Prozess notwendig sind. Zwei-Faktor-Authentifizierung – für noch mehr Sicherheit Die unkomplizierte Aktivierung der Zwei-FaktorAuthentifizierung über die SwissID App sorgt für noch mehr Sicherheit beim Login.

SwissSign auch elektronische Zertifikate für einen sicheren Daten­ austausch an. Über zwei Millionen SwissSign-Zertifikate schützen Webseiten weltweit und sichern E-Mail-Daten vor ungewollten Zugriffen. Die Daten werden ausschliesslich in der Schweiz und nach höchsten Sicherheitsstandards gespeichert. swisssign-group.com twitter.com/swisssign

linkedin.com/company/swisssign 9


Die Geschichte der digi­talen Identität

445 v. Chr. Nehemia reist nach Judäa «Man gebe mir Briefe an die Statthalter ... damit sie mich durchzie­ hen lassen», bat der Mundschenk Nehemia den persischen König Artaxerxes, als er nach Judäa reisen wollte, wie es die Bibel überliefert. Dies gilt als erster Hinweis auf antike Reisedokumente. Bis zum Ende des Ancien Régime blätterten Reisende oft viel Geld hin, um Schutzbriefe von Herrschenden zu erhalten. 10

1239 Die Register gedeihen Am süditalienischen Hof des Kaisers Friedrich II. arbeiten Beamte akribisch am ältesten amtlichen Register. Unter anderem bescheinigen sie darin zahlreichen Untertanen ihre Identitäten. Ein Jammer für die Historiker, dass das 116 Seiten dicke Papierheft anno 1943 verbrannt ist.

1464 Passeport auf Königs Geheiss Nicht jeder durfte ein Bote des französischen Königs Ludwig XI. sein. Darum benötigten seine Briefboten persönli­ che Ausweisdoku­ mente, die sie auf sich zu tragen hatten – genannt Passeports. Das bedeutet «Geh durch die Tür». Bald wollten auch andere Menschen solche Papiere, um ihren legalen Status nachzuweisen. Alte Dokumente lassen sich aus Frankreich, Norditalien und der Eidgenossenschaft nachweisen.


1854 1650 Pfarrherren als Registerführer Man kennt sich – das galt jahrhun­ dertelang in den Zürcher Gemein­ den. Eine genauere Personenidentifi­ zierung ersparten sich die hiesigen Regierenden. Die Einzigen, die pflichtbewusst die Tauf-, Eheund Totenbücher führten, waren die reformierten Pfarrherren.

Auswanderung nach Amerika Wollte ein Zürcher Bürger ins Ausland reisen, konnte er bei der Staatskanzlei einen Pass bean­ tragen – ein Stück Papier, wie es gerade vorlag, das seine Identität bestätigte. Ge­ schönte «Fake News» aus Übersee und bittere Armut verlockten viele Zürcherinnen und Zürcher, ihr Glück in den USA zu suchen. 1854 erreichte die Auswanderungs­ welle einen Höhepunkt, wie die Passlisten im Zürcher Staats­ archiv zeigen.

1861– 1876 Gottfried Keller signiert Pässe Als 1. Staatsschrei­ ber des Kantons Zürich zählte es zu Gottfried Kellers Pflichten, Bürger zu identifizieren und Pässe auszustellen. Im Schnitt unter­ schrieb er etwa einen pro Tag, pro Jahr rund 360. Die grosse Mehrheit der Zürcherinnen und Zürcher besass keinen Pass. Handwerksgesellen konnten jedoch ein «Wanderbuch» beantragen. Wie viele Leute ganz ohne Papiere herumzogen sind, bleibt unbekannt.

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1914

Europa ruft nach Pässen In Europa herrschte Bewegungsfreiheit – bis zum Ersten Weltkrieg. Lediglich fürs russische Zarenreich und das Osmanische Reich sowie für Reisen nach Übersee nah­ men Reisende sicherheitshalber Ausweise mit. Auf­ grund von Klagen aus dem Ausland lancierte der Bund 1915 widerwillig einen grünen Pass, der die bisherigen Formulare der Kantone ablösen sollte. Darin waren auch die Gesichtsund Mundform sowie der Beruf beschrieben. 12

1928

Pässe verleihen Rechte Pionierhaft kam die Idee des biometri­ schen Passes in der Schweiz schon in den 1920er-Jahren auf: Fingerabdrücke könnten Menschen zweifelsfrei identifi­ zieren. Doch das Vorhaben scheiterte an Vorbehalten im Volk. 1928 trat die Passverordnung in Kraft. Seither defi­ nierte der nationale Ausweis, wer An­ spruch auf staatli­ che Leistungen hatte.

1959 Erster roter Pass Rot und mit Schwei­ zerkreuz präsentiert sich der Schweizer Pass erst seit 60 Jahren. Damals waren noch Detail­ informationen zu Augenfarbe oder Beruf angegeben – und die Kinder im elterlichen Pass eingeklebt.


9 2009 JA zum biome­ trischen Pass Knapper gehts nim­ mer: Mit 50,14 Pro­ zent Ja hat das Schweizer Stimm­ volk dem biometri­ schen Pass zuge­ stimmt. Gerade mal 5504 Stimmen ga­ ben den Ausschlag. Nur zehn Kantone sagten Ja – darun­ ter Zürich. Seit 2010 gibts den biometri­ schen Pass.

2017 Die SwissID beginnt als Gemeinschaftsidee Statt unzähliger Passwörter soll ein einziges sicheres Loginverfahren den Zugang zu staatli­ chen und privaten Dienstleistern im Internet ermögli­ chen: die SwissID. Zu ihrer Herausgabe bilden Post und SBB im Mai 2017 ein Gemeinschafts­ unternehmen. Wei­ tere Unternehmen kommen hinzu. Am 28. Februar 2018 gründet ein Konsor­ tium von 17 Firmen die SwissSign Group AG, seither sind drei weitere Unter­ nehmen dazuge­ stossen.

2019 Idee einer staatlich anerkannten E-ID Der Bundesrat for­ ciert die Schaffung einer staatlich aner­ kannten, nationalen elektronischen Identität, kurz E-ID. Das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungs­ dienste, welches den rechtlichen Rahmen für die E-ID schaffen soll, wird von Nationalrat und Ständerat gutge­ heissen.

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SwissID App Ihr digitales Sackmesser: Die SwissID App ermöglicht eine einfache und sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Identitätsprüfung über Ihr Mobiltelefon. Ihre Vorteile auf einen Blick: Mehr Sicherheit dank Zwei-FaktorAuthentifizierung Als Ergänzung zum Passwort erhöht die SwissID App die Sicherheit Ihres SwissID-Kontos. Einfach die LoginAnfrage auf Ihrem Mobiltelefon bestätigen und Sie sind eingeloggt. Einfache und sichere Identitätsprüfung Mit der SwissID App können Sie sich jederzeit und überall schnell, einfach und sicher über Ihr Mobiltelefon identifizieren. Einfach Ihren gültigen Ausweis scannen und ein Video von Ihrem Gesicht aufnehmen. Mehr zur SwissID App finden Sie unter swissid.ch/app Jetzt kostenlos herunterladen: swissid.ch/app

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So einfach geht sicher.

Volle Transparenz, sicheres Login und einfache Identitätsprßfung.

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Was ist der Unterschied zwischen SwissID und E-ID? Die SwissID ist bereits Realität. Zusätzlich treibt der Bundesrat die Schaffung einer nationalen und staatlich anerkannten, elektronischen Identität, kurz E-ID, voran. Vorbereitungen dazu laufen auch bei der SwissSign Group. Sie schafft die Voraussetzungen, damit Nutzer in Zukunft ihre SwissID auch als E-ID nutzen können.

Lust auf mehr zum Thema? Werfen Sie einen Blick in das neue DigitaltagMagazin. mag.digitaltag.swiss 16


Die vier grössten Missverständnisse rund um die E-ID: «Die E-ID ist ein digitaler Pass» Nein, die E-ID berechtigt nicht zum Reisen oder für Grenzübertritte. Sie bietet aber die Möglichkeit, sich im Internet sicher auszuweisen. «Die E-ID wird von Privaten herausgegeben» Nein. Die Daten werden vom Staat herausgegeben – und damit auch die E-ID. Private stellen lediglich die technologische Grundlage zur Verfügung und ermöglichen die einfache und sichere Nutzung der E-ID im Alltag. «Die Daten werden von Privaten gesammelt, ausgewertet und monetarisiert» Das stimmt nicht. Der Datenschutz steht, wie bei der SwissID, auch bei der E-ID an erster Stelle. Das Sammeln, Auswerten oder Monetarisieren von Daten ist gemäss E-ID-Gesetz verboten. «Die anonyme Nutzung von Online-Diensten wird nicht mehr möglich sein» Die anonyme Nutzung wird weiterhin möglich sein. Denn es gilt der Grundsatz der Datensparsamkeit: Nicht bei jeder Nutzung der SwissID werden E-ID-Daten geteilt. Es werden nur Daten geteilt, welche für den Login-Prozess notwendig sind. 17


Hätten Sie’s gewusst? 4,4 Milliarden ... ... so viele Menschen waren Anfang 2019 laut Global Digital Report 2019 online. Durchschnittlich während 6 Stunden und 42 Minuten täglich. 123456 ... «123456» war 2018 das in Nordamerika und Westeuropa am häufigsten verwendete Passwort. Passwortsicherheit sieht anders aus. Woran erkennt man eine sichere Webseite? Achten Sie beim Surfen darauf, dass die URL korrekt aufgerufen wird und das «https» in der Browser-Zeile sichtbar ist. Wenn in der Navigationsleiste zusätzlich ein Vorhängeschloss angezeigt wird, ist die Seite vertrauenswürdig – die Verbindung ist geschützt und Ihre persön­ 18

lichen Daten können nicht abgefangen werden. Auch eineiige Zwillinge ... ... haben nicht identische Fingerabdrücke. Auch sie können sich eindeutig und unverkennbar via Fingerabdruck biometrisch identifizieren lassen. 6 bis 10 Logins ... ... haben User durchschnittlich. Manche über 20. Da geht schon mal die Übersicht verloren. Online-Zeit ... In nur 60 Sekunden werden 16 Millionen SMS verschickt, 46 200 Bilder auf Instagram gepostet und fast 1 Million Mal wird auf Tinder nach rechts oder links gewischt. 1917 gab es 1,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Heute sind fast 1,34 Milliarden aktiv auf Facebook.


Impressum Projektleitung: SwissSign Group Produktion: Ringier Brand Studio Auflage: 5000 Exemplare


«Ich hab eine – weil mir Datenschutz wichtig ist»

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