26 Summits 2021

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Wer wandert, gewinnt Wir verlosen über 8500 Preise

26 26 KANTONE – 26 GIPFEL

Wir schicken die Schweiz in die Berge 26 neue Wanderungen für jedes Niveau

Faszination Trailrunning Im Laufschritt auf den Gipfel

Sängerin Linda Fäh Über Bühnen, Berge, Absturzgefahr

Freiwillige vor Sie halten Wanderwege in Schuss



Höhenrausch statt Pandemiekoller: Wandern, zum Beispiel rund um den L’Argentine VD, tut gut.

Es geht wieder bergauf

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Fotos: Nathalie Racheter; Thomas Buchwalder

nsgesamt 393 032 Kilometer sind wir im Rahmen von 26 Summits schon gewandert – weiter als bis zum Mond. Und 71 Personen haben sogar alle 26 Gipfel erklommen, Chapeau! Der Fall ist also so klar wie die Sicht von einem Berg bei bestem Herbstwetter: 26 Summits geht in die zweite Runde. Mit neuen Gipfeln, neuen Herausforderungen, neuen Erfahrungen. Wir haben gerade im letzten Jahr gemerkt, dass unser kleines Land grösser ist als gedacht, dass es für uns alle noch vie-

le unbekannte Ecken zu entdecken gibt. Und dass Wandern das Thema ist, worauf sich die Schweiz offenbar einigen kann. Denn egal, ob Zürcher Hipster oder Walliser Winzerin: Vor dem Gipfel sind wir alle gleich. Gutes Schuhwerk, gut gepackter Rucksack – fertig. Der Charme liegt in der Einfachheit. Wandern braucht sehr wenig, gibt aber viel. Es geht also wieder bergauf, hoffentlich auch im übertragenen Sinn. Mit der Coronavirus-

Impfung sollte ein Stück Normalität in unseren Alltag zurückkehren, die Aussichten auf eine wunderbare Wandersaison sind gut. Mit der zweiten Ausgabe von 26 Summits möchten wir wieder Inspiration liefern, bewegen, verbinden. Wir freuen uns, wenn Sie ein Teil davon sind. Fabian Zürcher Redaktionsleiter PS: Der beliebteste Summit im letzten Jahr war übrigens der Säntis.

IMPRESSUM Dieses Extra ist eine Gratisbeilage von SonntagsBlick, il Caffè, L‘illustré vom 2. Mai 2021  Auflage/Reichweite: 115 960 Exemplare (WEMF/beglaubigt 2020)  Leser: 454 000 (MACH Basic 2021-1)  Herausgeber: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen  Verlag: Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich  Tel.: 044 259 62 62  Fax: 044 259 66 65  E-Mail: brandstudio@ringier.ch Herstellung: Ringier Brand Studio (Leitung Fabian Zürcher)  Produktion: Marcel Zulauf  Gestaltung: Basilius Steinmann  Vermarktung: Ringier Advertising  Tel.: 058 269 20 00  E-Mail: digitalservices@ringier.ch Anzeigenpreise und AGB: www.ringier-advertising.ch Druck: Swissprinters Zofingen Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen der Ringier AG gemäss Art. 322 Abs. 2 StGB: cash zweiplus ag, DeinDeal AG, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, Geschenkidee.ch GmbH, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, JobCloud AG, JRP Ringier Kunst­verlag AG, 2R MEDIA SA, Ringier Africa AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier Digital AG, Ringier Digital Ventures AG, Sat.1 (Schweiz) AG, Scout 24 Schweiz AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, The Classical Company AG, Ticketcorner Holding AG, Ringier France SA (Frankreich), Geschenkidee D&A GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier Vietnam Company Limited (Vietnam), IM Ringier Co., Ltd. (Myanmar)

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INH Perfekte Postkartenidylle: Wer wandert, wird mit solchen Eindrücken ­belohnt. 26 Summits bietet 26 Höhepunkte in allen 26 Kantonen. Dazu gehört auch der Bachalpsee auf der Route zum Faulhorn.

Sängerin Linda Fäh übers Wandern und ihre Matterhorn-Besteigung 6 Wir wandern weiter: Auf zu 26 neuen Höhepunkten 9 Wanderbare Zeiten

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AG Densbürer Strihen 12 AI Schäfler 14 AR Gäbris 15

BL Chellenchöpfli 16 BS St. Chrischona 17 BE Faulhorn 20 Unterwegs, aber sicher: So geht Bergwandern 22

JU La Grande Roche 34 LU Hängst 36 NE Mont Racine 38

FR Kaiseregg 24

NW Brisen 39

GE Dardagny 26

OW Mändli 42

GL Gumen 27

SH Hagen 43

Damit Wandern auch den Kindern Spass macht 30 4 26summits.ch

GR Chamanna Segantini 32


HALT Bergtour de Suisse: Alle 26 Touren im Überblick

VD L’Argentine 65 VS Aletsch Arena 66 44

SZ Grosser Mythen 46

ZG Raten 68 ZH Bachtel 69

Fit-Pick: Unterwegs gut essen

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SO Hasenmatt 52

Ohne Freiwillige gehts nicht: Im Einsatz für die Wanderwege

So sind Sie dabei: Die 26-Summits-Community 70

58

SG Speer 53

TG Nollen 62

Wer wandert, gewinnt: Der Wettbewerb, die Preise

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Wanderkolumne: Was alles in den Rucksack muss

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Trendsport Trailrunning 50 26 Summits Day am 1. August

Foto: ZVG

TI Monte Generoso 54

51

Wandern und Pandemie 63 UR Chinzig Chulm 64


«Bergtouren nützen mir auch auf der Bühne» Linda Fäh ist eine veritable Gipfelstürmerin: Sie war Miss Schweiz, ist eine ­gefragte TV-Moderatorin, bestieg schon das Matterhorn und feiert Erfolge als Schlagersängerin. Hier verrät sie, was Wandern und Singen gemeinsam haben. Von Marcel Zulauf

Mögen Sie es beim Wandern eher gemütlich oder steigen Sie auch steile Flanken hoch? Grundsätzlich gehe ich schon eher gemütlich wandern, aber es darf auch mal eine längere Tour sein. In den Sommerferien im letzten Jahr waren wir teilweise sechs, sieben Stunden unterwegs, weil wir schlussendlich alles gewandert sind und kein Bähnli benutzt haben. Aber wenn es die Zeit nicht so zulässt, gehe ich nur schnell bei mir auf den Etzel (1098 m ü. M). 6 26summits.ch

Wanderten Sie als Kind gerne? Also ich habe schöne Kindheitserinnerungen ans Wandern. Zum Beispiel wenn wir auf einer Wiese sassen, aus dem Rucksack das Picknick genossen, und nebenan weideten Kühe. Aber es gab schon Situationen, in denen ich fand: Müssen wir jetzt schon wieder wandern?

«Wenn du eine Tour machst, darfst du dir auch was gönnen auf dem Gipfel»

Wann hat sich das geändert? Seit ich im Showbusiness tätig bin, ist meine Leidenschaft fürs Wandern gewachsen.

Linda Fäh Linda Fäh (33) wuchs in Benken SG auf und absolvierte eine Lehre zur Bankkauffrau. 2009 wurde sie zur Miss Schweiz gewählt. Seither ist sie auch als Moderatorin, unter ­anderem für das Schweizer Fernsehen SRF, tätig. Seit 2011 ist sie mit Erfolg als Schla­ gersängerin auf grossen Bühnen im deutsch­ sprachigen Raum unterwegs. 2018 erreichte ihr Album «Herzschlag» Platz 7 der Schwei­ zer Charts. 2019 war sie mit Florian Silber­ eisen auf grosser Deutschland-Tournee und begeisterte über 100 000 Zuschauer. Dank ­ihrer zahlreichen TV-Auftritte ist sie einem Millionenpublikum bekannt.

Der ganze Rummel: auf der Bühne zu stehen, unter Leuten zu sein und in der Welt herumzureisen – das liebe ich natürlich extrem! Aber es bedeutet mir auch viel, die freie Zeit komplett im Gegenpol zu verbringen. In der Natur zu sein, wo es ruhig ist und ich abschalten kann und für mich alleine bin.

Wandern Sie alleine oder in Gruppen? Nach einem langen Bürotag gehe ich auch mal alleine los. Wenn ich das Gefühl habe, ich muss noch raus. Aber sonst meistens mit den Eltern oder mit meinem Mann. Und ich habe eine Freundin, die sehr gerne wandert. Mit der ich dann gemeinsam den Rucksack packe und auf eine Tour gehe. Essen ist Ihnen wichtig. Was steckt denn bei Linda Fäh im Rucksack? Also beim Wandern schaue ich nicht so strikt darauf, das muss ich jetzt zugeben (lacht). Wenn du eine Tour machst, hast du auch was verdient auf dem Gipfel. Ein bisschen Brot, etwas Käse, feines Gemüse wie Gurken, Radiesli oder Rüebli, und ab und zu ist auch mal eine Salami dabei. Und auf jeden Fall immer ein Dessert, oft ein ve-

Foto: Valeriano di Domenico

Viele Ihrer Pläne wurden wegen der Pandemie auf den Kopf gestellt. Wie geht es Ihnen? Den Umständen entsprechend geht es mir tipptopp. Ich bin im Moment auf verschiedenen Ebenen unterwegs. Zum Beispiel spiele ich gerade fleissig Gitarre und bereite mit einem Profi-Gitarristen zusammen meine Lieder vor, damit wir im Duo unplugged auftreten können. Daneben schreibe ich auch neue Songs für ein neues Album. Zudem bin ich vermehrt als Influencerin in Zusammenarbeit mit Firmen auf Social-Media-Kanälen unterwegs. Andererseits kann ich dort meine zweite Leidenschaft, das Kochen, entfalten und mit meinen Followern teilen. Und natürlich gehe ich immer gern ein bisschen wandern, wenn es die Zeit zulässt.


Beruflich hat Linda Fäh (33) schon viele Höhepunkte erreicht. Privat mag es die Sängerin gern auch gemütlich. Sei es beim Wandern oder beim Kochen.

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ganer 9Hylls-Pudding mit Karamellgeschmack. Ich bin eine, die sich gerne etwas gönnt, wenn das Ziel erreicht ist.

und mich vorbereitet. Und am 15. August 2012 war es so weit.

Das heisst, Sie sind völlig angstfrei, was die Höhe anbelangt? (Lacht.) Ja, bis jetzt eigentlich schon. Aber Respekt habe ich schon. Also auf einem schmalen Grat bin ich nicht die, die einfach drüberspringt. Da bin ich eher die Vorsichtige.

Können Sie als prominente Sängerin ungestört die Natur geniessen oder werden Sie oft angesprochen? Beim Wandern ist das ja praktisch: Du hast eine Dächlikappe auf dem Kopf, trägst eine Sonnenbrille, bist sportlich angezogen. Das ist nicht so, wie man mich aus den Medien kennt. Aber man begegnet schon immer wieder Leuten, kommt mit ihnen «Meine Kletins Gespräch. Dann gibts da und dort auch mal ein Foto. tertour aufs Aber das ist eher die AusMatterhorn nahme.

Das Gipfelfoto: Linda Fäh und Bergführer Gianni Mazzone am 15. August 2012 auf dem Matterhorn.

war für mich Verraten Sie uns Ihre anderes Level, das kann man ­Lieblingsroute oder haben natürlich das nicht mit Wandern vergleichen. Sie uns einen besonderen Aber das war wirklich das grössNonplusultra» te Highlight, von dem ich auch Wandertipp? Im letzten Sommer war ich ganz viel mitgenommen habe. zum ersten Mal im französischen Teil des Ehrgeiz und Disziplin, die man an den Tag Wallis in den Ferien und habe dort das legen muss, wenn man eine solche Route Wandergebiet kennengelernt. Sonst gehen plant. Da lernt man, Schritt für Schritt wir viel in das Gebiet der Flumserberge, ­vorwärtszugehen. ich bin ja in dieser Region aufgewachsen. Wie ist es dazu gekommen? Das ist für mich ein bisschen ein Nachhausekommen. Im Winter mit Skifahren, Bei der Miss-Schweiz-Wahl 2009 mussten im Sommer mit Wandern. Das kann ich alle Kandidatinnen in der SRF-Sendung auf jeden Fall empfehlen. Dort gibt es ganz «Glanz & Gloria» auf Fotos Schweizer viele Möglichkeiten und mit der RodelWahrzeichen erkennen. Da haben die bahn auch noch Spass zum Schluss. Da meisten Kandidatinnen – auch ich – das darf man sich auch was gönnen und wieMatterhorn nicht erkannt. Danach wurde der das Kind in sich entdecken. ich nach Zermatt eingeladen, habe das Horu erstmals gesehen. Ich bin Miss Für Sie ist Wandern Erholung? Schweiz geworden, und irgendwie entJa, definitiv. stand eine Verbindung zum Matterhorn und zu Zermatt. Dann hat es sich ergeben, Hatten Sie schon spezielle dass mich Mammut zu ihrem 150-Jahr-JuErlebnisse beim Wandern? biläum angefragt hat, ob ich mit ihnen Ja, aber das war keine Wanderung, sonaufs Matterhorn will. Inklusive Vorbereidern meine Klettertour aufs Matterhorn. tung und Bergführer. Nach vielen GespräDas war für mich natürlich das Nonpluschen und einer ersten Kletter-Testtour ultra. Zuerst eine gröbere Wanderung bis habe ich mich entschieden, dass ich die zur Hörnlihütte und danach bis auf den Herausforderung annehmen will. Dann Gipfel klettern. Das ist natürlich ein ganz habe ich ein Jahr lang intensiv trainiert 8 26summits.ch

Und klettern Sie immer noch auf Berge? Nein, ich klettere nicht mehr. Ich habe immer gesagt, ich möchte wieder mal auf Tour mit einem Bergführer. Aber es ist so, dass man das nicht einfach mal ein Jahr nicht machen und dann wieder gehen kann. Man muss dranbleiben. Und ich sagte mir: Ich will jetzt auch als Sängerin Gipfel erklimmen. Ich wusste, das liegt zeitlich nicht drin, wenn ich regelmässig bergsteigen würde. Aber ich konnte die ­Eigenschaften vom Bergsteigen für meine Musikkarriere mitnehmen. Gibt es Parallelen zwischen Bergtouren und Singen? Ist die Absturzgefahr gleich gross? Vermutlich ja (lacht). Aber was ich das schönere und ehrlichere Bild finde, ist: Wenn man auf dem Gipfel oben ankommen will, muss man sich gut vorbereiten, man muss parat sein, diszipliniert dranbleiben, man muss an sich selber glauben. Und was ich am wichtigsten finde: dass man Schritt für Schritt vorwärtsgeht. Man kann nicht einen Sprung machen und dann steht man oben. Man muss kleine Etappen nehmen und so auf den Gipfel kommen. Das sind die Parallelen. Das habe ich aus dem Matterhorn-Projekt mitgenommen. Worauf hoffen Sie? Was wollen Sie als Nächstes erreichen? Ich wünsche mir natürlich schon, dass es eher früher als später wieder losgehen kann mit Events, mit Kultur. Ohne Publikum zu spielen, an das will und kann ich mich nicht gewöhnen. Ich will meine neuen Songs rausbringen und sie live performen, meine Leidenschaft wieder mit den Menschen teilen und Glück verbreiten. Aber ich bin nicht nur eine Künstlerin, sondern ich bin ja selbst auch Konsumentin, die das auch braucht und auch Kraft daraus schöpft, wenn ich ein Konzert besuche oder Kultur erleben kann.

Foto: Keystone

Sind Sie eher der Typ Bergbeiz oder Picknick? Definitiv der Typ Picknick. Ich finde es mega schön, wenn man in einer Wiese die Decke ausbreiten, den Kopf in die Sonne strecken und in diesem Moment die Ruhe geniessen kann. Den Kaffee nehme ich hingegen sehr gerne in der Beiz.


Wandern ist der Schweizer Volkssport. Das wird vor allem bei beliebten Zielen wie dem Seealpsee im Alpstein-Gebirge sichtbar.

26 neue Höhepunkte 26 Summits schickt die Schweiz wieder in die Berge. Es warten 26 neue Gipfel auf entdeckungsfreudige Wanderinnen und Wanderer. Hier gibts den ersten Ausblick. Von Marcel Zulauf

Foto: Gian Eherenzeller

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bschalten in der Natur. Den Kopf lüften. Den Körper spüren. Endlich raus aus dem Homeoffice. Es gibt zig Gründe, die Wanderschuhe zu schnüren und loszumarschieren. Kommt dazu: Wandern ist der Schweizer Volkssport, rund 60 Prozent der Bevölkerung tun es regelmässig, wie die Studie «Sport Schweiz 2020» zeigt. Dabei liefert das 65 000 Kilometer lange Wanderwegnetz die perfekten Gelegenheit für jeden Anspruch. Vom gemütlichen Familienspaziergang über Erlebnispfade bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren, die nur schwindelfreien, erfahrenen Berggängern zu empfehlen sind, bietet das Wanderland Schweiz für alle etwas. Um die Qual der Wahl zu vereinfachen, haben BLICK, L’illustré, il caffè und ­OCHSNER SPORT 26 Summits ins Leben gerufen und gehen nun in die zweite Runde. Mit 26 ausgewählten Wanderungen, die in Zusammenarbeit mit den regiona-

len Tourismusorganisiationen zusammengestellt wurden. In jedem Kanton wartet ein Höhepunkt: Vom kurzweiligen Familienausflug bis zur veritablen Bergtour hats für jede und jeden passende Wandertipps. Im vergangenen Jahr haben etliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 26 Summits sämtliche 26 Gipfel erobert.

26summits.ch 26 Kantone, 26 Gipfel, 26 Touren – das ist 26 Summits. BLICK und OCHSNER SPORT schicken Sie in die Berge. Es hat für ambitionierte Alpinisten, willige Wanderer und auch für Familien passende Routen dabei. Auf jedem der 26 Gipfel gibt es Sofortpreise zu gewinnen. Unter allen registrierten Gipfelstürmern werden zudem der Extra- sowie der Hauptpreis verlost. Registrieren und mitmachen können Sie unter 26summits.ch Teilnahmeschluss ist am 31.10.2021.

Gipfelstürmer Hans Luder zog nach seiner letzten Tour, die ihn auf die Schynige Platte führte, Bilanz: «Ich habe Wanderungen im Regen absolviert, bei Nebel und bei grosser Hitze. Und ich bin um viele tolle Erlebnisse reicher.» Neue Ecken entdecken Das ist Grund genug, nach einem Winter mit pandemiebedingten Einschränkungen wieder die festen Schuhe zu schnüren und den Horizont in den Bergen zu erweitern. Auf den folgenden Seiten dieses Magazins und auf der Website www.26summits.ch gibts die komplette Übersicht über die 26 neuen Routen sowie zahlreiche Tipps und Wissenswertes rund ums Wandern. Da es wieder in jedem ­Kanton eine Route gibt, liegt für jede und jeden mindestens ein Wanderziel quasi vor der Haustüre. Wobei der am nächsten liegende Gipfel nicht zwingend der attraktivste sein 26summits.ch  9


Unverzichtbare Wegweiser: Ein Helfer frischt die weiss-rotweisse Markierung ­eines Bergwanderwegs auf.

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muffel plötzlich den Reiz einer Bergtour und stecken sich im Lauf der Saison ein höheres Ziel.

Wer wandert, gewinnt

Die Bewegung an der frischen Luft tut Körper und Seele gut.

Charas Rumantschas e chars Rumantschs 26 Summits maina las viandantas ed ils ­viandants era sin la Chamanna Segantini en l’Engiadin’Ota. Pia amez il territori da nossa quarta lingua naziunala. Per quest motiv As beneventain nus qua gugent en ­rumantsch: cordial bainvegni! Sin la pagina-web 26summits.ch chattais Vus infurmaziuns davart tut las 26 rutas, blers tips davart il viandar sco er infurmaziuns da Nus As giavischain bun divertiment e rutas da viandar aventurusas.

Das Beste: Wer mitmacht und sich auf 26summits.ch registriert, hat schon gewonnen. Denn auf jedem der 26 Gipfel gibts Sofortpreise zu gewinnen. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmenden viele weitere Preise und der Hauptpreis – eine Schweiz-Reise im Wert von rund 10 000 Franken – verlost. Die Übersicht der Preise finden Sie auf Seite 72. Wobei wer wandert, eh schon gewonnen hat. Denn die Bewegung an der frischen Luft ist äusserst gesund. Der ruhige Rhythmus beim Gehen stützt den Kreislauf, und das Naturerlebnis tut in Zeiten, die uns viel vor den Bildschirm zwingen, besonders gut. Das schönste Belohnung ist aber das gute Gefühl nach Abschluss einer Tour. Oder wie alt Bundesrat HansRudolf Merz sagte: «Es gibt drei Phasen, die mich am Wandern faszinieren: die Vorfreude und Planung, die Besteigung und Wanderung an sich und dann das Wohlgefühl der Müdigkeit. Der Körper und die Seele sind balanciert.» Auch 26-Summits-Gipfelstürmer Sandro Petermann kennt das Glücksgefühl nach einer Tour. «In der Höhe kannst du wunderbar abschalten vom Alltag.» Der 26-jährige Nidwaldner ist fast jedes Wochenende in den Bergen unterwegs. Gut möglich also, dass Sie Sandro Petermann auf einer der 26 Touren antreffen. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Spass und schöne ­Erfolgserlebnisse.

Fotos: Gian Ehrenzeller; Elia Bianci; Ivo Scholz

muss. Denn es lohnt sich, Neues zu entdecken, wie Hans Luder nach seinen zahlreichen Wanderungen im vergangenen Jahr weiss: «Ich habe wunderschöne Ecken unseres Landes gesehen, welche ich vorher nicht kannte.» Der begeisterte Wanderer aus Koppigen BE bereiste für seine 26 Touren die ganze Schweiz und will auch dieses Jahr wieder mitmachen. Die erste Ausgabe der Wanderaktion hat gezeigt, dass Routen mit grossen Distanzen und vielen Höhenmetern sehr beliebt sind: So gehörten die Fuorcla Surlej, das Brienzer Rothorn und der Säntis mit jeweils über 1000 Höhenmetern zu den Top-Zielen der 26-Summits-Community. Doch auch das vermeintlich flache Mittelland lockte zahl­ reiche Wanderinnen und Wanderer an, so genossen viele die Aussicht von der 772 Meter hohen Gisliflue im Aargau. Egal ob steil und sportlich oder lieber gemütlich: Alle finden in der neuen Auf­ lage von 26 Summits passende Wanderungen. Es warten schweisstreibende Herausforderungen und aufregende Gratwege, aber auch gemütliche Streifzüge durch verwunschene Wälder und über sanfte Hügelketten. Einige Routen sind auch geeignet für Trailrunning, andere lassen sich sogar mit Kinderwagen machen. Die 26 Touren sind unterteilt in drei Katego­ rien von einfach bis anspruchsvoll – und wer weiss: Vielleicht entdecken Wander-

Wandernde geniessen unterwegs zum Monte Generoso den Frühsommer 2020.


Alexandra Eifert feierte auf ihrem Instagram-Account @wolkenmaedchen_alex ihren 9. Summit Gisliflue AG.

Ziel erreicht: Gipfelstürmer Sandro Petermann stand im September auf dem 2105 Meter ­hohen Hinterjochli im Kanton Nidwalden.

Was für ein wanderbares Jahr! Das Wandern ist des Schweizers Lust: Das galt wohl nie so sehr wie im vergangenen Jahr. Und das galt auch für die Wanderkampagne 26 Summits: Tausende erkundeten die Schweiz zu Fuss und stürmten die 26 Gipfel. Von Marcel Zulauf

Fotos: Adrian Bretscher; ZVG

M

it den Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie erhielt der Begriff Kantönligeist einen negativen Beigeschmack. Doch als BLICK und OCHSNER SPORT im vergangenen Jahr die Wanderkampagne 26 Summits lancierten, war Corona erst ein Thema in China, und wir sprachen bei diesem Projekt vom «Kantönligeist auf höchstem Niveau». Denn die Idee hinter 26 Summits war und ist, in jedem unserer 26 Schweizer Kantone e­inen Wander-Höhepunkt anzubieten – auch um den Menschen in der Schweiz die Schönheit der 26 verschiedenen Kantone näherzubringen.

Das perfekte Wegnetz und die sprichwörtliche Postkartenidylle der Schweizer Landschaft laden ja geradezu zum Wandern ein. Dazu kam der durch Corona ­bedingte «Heimaturlaub», der nochmals zusätzlich motivierte, die Schweiz zu entdecken statt am Strand zu planschen. Tausende wanderten mit, haben sich auf 26summits.ch registriert, gewannen Sofortpreise und nahmen somit an der Verlosung des Hauptpreises – einer Schweiz-Reise im Wert von 10 000 Franken – teil. Wir erhielten zahlreiche Rückmeldungen: von Wanderern, Bergbeizerinnen, Bahnbetreibern. Sie alle waren von 26 Summits begeistert.

Unter dem Hastag #26summits finden sich auf Instagram über tausend Bilder und Videos, die Teilnehmende von ihren Touren und Gipfelmomenten gepostet haben. Das hat auch Alexandra Eifert ­ mehrfach getan. Die 32-Jährige erreichte 16 Gipfel. «Ich habe das Wandern relativ neu für mich entdeckt», sagt sie. Doch mit jedem erklommenen Berg steige die Motivation und die Begeisterung. Eifert wird auch dieses Jahr wieder mitwandern: «Mein grosses Ziel ist, alle 26 Summits zu meistern», sagt sie. Ihre Wandererfolge wird sie wieder auf ihrem Instagram-­ Account @wolkenmaedchen_alex posten. Die 26-Summits-Community hat in den fünf Monaten zwischen Ende Mai und Ende Oktober zusammen 393 032 Kilometer zurückgelegt. Das ist unglaublich viel und hat uns wahnsinnig gefreut. Darum legen wir nach: 26 Summits wird auch dieses Jahr die Schweiz bewegen. Mit 26 neuen Routen im ganzen Land und noch viel mehr Höhepunkten. 26summits.ch  11


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47° 26’ 59.2” N  | 8° 02’ 12.8” E

AG Densbürer Strihen

Auf den höchsten Aargauer

12 26summits.ch

Start Benkerjoch, Passhöhe (Parkplatz und Bus 136 ab Aarau und Frick) Ziel Benkerjoch, Passhöhe Dauer 2 h 20 min Distanz 7,9 km Höhenmeter Aufstieg: 325 m Abstieg: 325 m Gipfelhöhe 867 m ü. M. Summit-Kategorie

cherheitsgründen. Denn die Farbe des Wegs verändert sich immer wieder. Mal ist sie rostrot, mal hellbraun, mal gelb. Je nach Gestein. Der Grund? Bis 1743 wurde in dieser Gegend Eisen abgebaut. Zeuge davon ist das Bergwerk Herznach mit dem Silo in der Nähe. Diese Route führt Wanderinnen und Wanderer auch noch auf den Gipfel des Wölflinswiler Strihe – es ist also ein Summit mit Doppelgipfel. Beim Waldhaus Strihe gibt es zudem ein Waldminigolf für Kinder. Die Variante zur Rundwanderung: der Abstieg vom Strihe nach Asp (Densbüren) oder Wölflinswil.

Foto: ZVG

Wer den höchsten Aargauer kennenlernen will, wandert auf den Densbürer Strihen. Mit seinen 867 m ü. M. ist er der höchste Berg, der vollständig im Kanton liegt. Trotzdem war der Gipfel lange ein Geheimtipp. Denn bis 2003 führte kein Wanderweg dort hinauf. Heute warten zur Belohnung nach dem Aufstieg Holzbänke zum Ausruhen und Feuerstellen zum Grillieren. Das Panorama bietet eine fantastische Südsicht auf Wälder, Wiesen und den nahe gelegenen Fernsehturm. Beim Wandern lohnt sich auch der Blick auf den Boden. Im Fall der Route auf den Densbürer Strihen nicht nur aus Si-


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47° 16’ 34.4” N  | 9° 23’ 25.1” E

AI Schäfler

Schwindelfrei? Dann rauf! Schnüren Sie sich Ihre besten Bergschuhe! Denn für alle schwindelfreien Summits-Teilnehmer ist die Tour von der Ebenalp via Schäfler zurück nach Wasser­auen die perfekte Herausforderung. Das Alpsteingebiet bietet unterwegs gleich mehrere Höhepunkte. Die Tour startet bei der Bergstation der Luftseilbahn Wasserauen-Ebenalp auf 1591 m. ü. M. Bereits zu Beginn lohnt sich der 15-minütige Abstecher zum berühmten, an die Felswand gebauten Wildkirchli, seinen prähistorischen Höhlen und dem weltbekannten Berggasthaus Aescher. Zurück auf dem Plateau beim Berggasthaus Ebenalp, folgt der Aufstieg am Südhang entlang zum Schäfler. Oben angekommen, geniessen Sie eine fantastische Rundsicht – vom Pilatus über Napf und Feldberg bis zur Zugspitze und weit über den Bodensee hinaus. 14 26summits.ch

Schwindelfrei? Gut so! Rund 300 Meter geht es nach dem Gipfel abwärts – mit Blick auf den bekannten Seealpsee. Vor dem nächsten schweisstreibenden Aufstieg zur Ageteplatte ist eine Rast im Berg­gasthaus Mesmer empfehlenswert. Denn die kommenden 250 Höhenmeter müssen im Zickzack an einem steilen Felsweg entlang erklommen werden. Ist dieser Teil geschafft, ist es noch ein Katzensprung bis zum kleinen Bergdorf Meglisalp. Von dort aus führt der Weg dann hinunter zum Seealpsee und nach Start Ebenalp, einer wohlverdienten Erfrischung zurück Bergstation Seilbahn nach Wasserauen. Ziel Wasserauen, Bahnhof Hinweis: Wer den anspruchsvollen Weg über Dauer 5 h 25 min die Ageteplatte lieber auslassen will, kann Distanz 14,6 km vom Mesmer direkt zum Seealpsee Höhenmeter Aufstieg: 890 m absteigen. Abstieg: 1610 m Gipfelhöhe 1925 m ü. M.

Summit-Kategorie


3

47° 22’ 53.5” N  | 9° 28’ 04.2” E

AR Gäbris

Der Berg der Belohnungen

Fotos: Shutterstock; Daniel Ammann

Unterwegs auf den Gäbris im schönen Appenzel­ lerland gibt es immer wieder etwas zu ent­decken. Ein guter Grund, den nördlichsten Schweizer Vor­ alpengipfel auf 1246 m ü. M. zu erklimmen. Beim Flanieren durchs sanft hügelige Gais fühlt man sich der Welt enthoben und bestimmt von Leich­ tigkeit. Es ist der ideale Ausgangspunkt für unter­ haltsame Wanderungen mit der ganzen Familie. Bestens dafür ­geeignet ist die ausgeschilderte

Start Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Klinik Gais Klinik Gais 2 h 10 min 7,5 km Aufstieg 290 m Abstieg 290 m Gipfelhöhe 1246 m ü. M.

Summit-Kategorie

Rundtour ab Bahnhof Gais über den Gäbris, die «Lauras Lieblingsplätze» heisst. Die Geiss Laura zeigt ihre Geissenställe und die schönsten Flecken im kleinen Paradies zwischen Alpstein und Bodensee. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, startet bei der Klinik Gais. Die Strasse entlang, vorbei am idyllischen Gäbrisseeli, weiter zum Gasthaus Unterer Gäbris mit tollem Spielplatz bis zum Gasthaus Oberer Gäbris, das gleich neben dem Gipfel liegt. Dort erwartet die Besucher ein atemberaubendes Panorama mit Blick auf das Appenzellerland und herrliche Sonnenliegen zum Entspannen. Gut eingerichtete Feuerstellen beim Gäbrisseeli und auf dem Gäbris machen die Tour zum Erlebnis. Übrigens: Auf zwei Rädern erkunden auch Biker dieses Wandergebiet im Appenzellerland gerne.

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BL Chellenchöpfli

Wanderspass mit allem Die Wasserfallen ist der Hausberg des Baselbiets. Mit den zahlreichen Wander- und Bikemöglich­ keiten, Restaurants, Feuerstellen und dem Wald­ seilpark gibt es dort alles, was das Freiluftherz von Gross und Klein begehrt. Die Wasserfallen ist aber auch Ausgangspunkt für die Wanderung zum zweithöchsten Gipfel des Baselbiets: dem Chellenchöpfli. Die kurze Rundwanderung führt von der Gondelbahn-

Bergstation zum Aussichtspunkt auf 1156 m ü. M. und wieder zurück. Die Route durch die geschützte Berggegend mit schmalen Kretenwegen, über Wiesen und durch Wälder führt schliesslich aufs Chellenchöpfli, das eine grandiose Aussicht über den Jura und die Alpen bietet. Zu seinem Namen kam der Gipfel durch den kleinen Felskopf, also das «Chöpfli», beim «Chellen-

berg». Zwischen Vorderi Egg und der Felsrippe des Chellenbergs zeigt der Berg eine kellenförmige Einbuchtung. Und die lang gezogene, schmale Mulde sieht von weitem tatsächlich aus wie eine Kelle. Zurück bei der Bergstation der Wasserfallen, haben Wandernde die Wahl: Entweder bequem mit der Gondel runter nach Reigoldswil oder die rasante Fahrt ins Tal mit dem Trottinett wagen!

4

47° 22’ 17.4” N  | 7° 42’ 34.4” E

Start & Ziel Wasserfallen, Bergstation Gondelbahn Dauer 3 h 10 min Distanz 9,7 km Höhenmeter 545 m Auf- und Abstieg Gipfelhöhe 1156 m ü. M. Summit-Kategorie


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47° 34’ 18.3” N  | 7° 41’ 12.5” E

BS St. Chrischona

Fotos: Shutterstock; ZVG

Grenzgang zum Hausberg Die Rundwanderung zum Basler Hausberg St. Chrischona führt vom Badischen Bahnhof vorbei am Tinguely Museum und den Rhein entlang durch die Rheinhalde, das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz. Beim Grenz­ acher Hornfelsen gehts bergauf in ein uriges Waldgebiet, dessen Vegetation fast süd­ ländisch anmutet. Achtung: Der Grenzacher Hornfelsen liegt in Deutschland, je nach Corona-Situation das Wegstück auf Schwei­ zer Boden umgehen. Von der Chrischona bietet sich der Blick auf die Hochhäuser der Stadt Basel und die um­

liegenden Hügel und Dörfer. Auf der Chri­scho­ na steht der mit 250 Meter höchste Sende­ turm der Schweiz. Wer die Aussicht von oben geniessen will, kann sich für eine Führung anmelden. Ebenfalls hochsteigen kann man in den Turm der Kirche St. Chrischona. Weitere Highlights sind der Generationen­ parcours mit Spielplatz, ein Café sowie ver­ schiedene Grillplätze im nahe gelegenen Wald. Wer schon genug gewandert ist, kann von St. Chrischona aus mit dem öffentlichen Verkehr zurück in die Stadt. Dann verkürzt sich die Wanderzeit um rund zwei Stunden.

Flanieren, spielen, grillieren: Der Basler Hausberg bietet viel Abwechslung – und eine tolle Aussicht auf die Stadt.

Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter Gipfelhöhe Summit-Kategorie

Basel, Badischer Bhf. 4 h 25 min 16,5 km 385 m Auf- und Abstieg 522 m ü. M.

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Der Rucksack steht selten im Fokus. Dabei spielt er bei jeder Tour eine Hauptrolle. Grund genug, die Wahl des perfekten Rucksacks nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

P

roviant, Regenjacke, rungen sind», sagt er. Dabei Sonnenschutz, Hangeht es um die Frage, wofür dy, Ersatzwäsche, Tader Rucksack verwendet schenapotheke: Die Packliswerden soll, was alles drin te für eine Wanderung ist Platz haben muss oder ob rasch lang, das Material will möglichst viele Fächer gegut verstaut werden. Das wünscht sind. «Viele meigeht am besten im Rucknen, ein kleiner Rucksack sack. Der ist praktisch und reiche», so Honegger. Doch bietet viel Stauraum. Klingt bei der Frage nach der Packganz einfach. Weniger einliste wachse das Volumen. fach ist die Suche nach dem Tipp: Die für eine Tageswanperfekten Rucksack. Allein derung empfohlene Grösse die Auswahl ist riesig: Kunliegt bei 16 bis 25 Litern. den haben bei Marke, Farbe, Auch persönliche VorlieFunktion und Grös­ se die ben oder Erfahrungen spieQual der Wahl. len eine Rolle. Vor allem die Hier helfe die Beratung Frage, ob es ein Modell mit in der Filiale, sagt NathaKontaktrücken oder mit Rünael Honegger. Er ist als Irene Burri, ckennetz sein soll. «Ein KonEinkäufer bei OCHSNER Rucksack-Spezialistin taktrücken ist gut gepolsSPORT zusammen mit Ire- OCHSNER SPORT tert, der Rucksack liegt nah ne Burri zuständig für Outam Körper, und das Gewicht door-Produkte und weiss genau, worauf wird gut verteilt», erklärt Rucksack-Spezies ankommt. «Das Verkaufspersonal eralistin Irene Burri. Noch vor zehn Jahren mittelt, was die persönlichen Anfordehätten alle ein Netzteil für die bessere Be-

«Die wichtigsten Kriterien sind: hoher Tragekomfort, Qualität und Handling.»

lüftung gewollt, «doch die neuen Kontaktrücken sind so gemacht, dass der Rücken weniger nass wird, wenn man schwitzt». Bei grösseren Volumen ist das Rückensystem zudem eine Frage von Sicherheit und Komfort. Bei hohem Ladegewicht werde der Rucksack sonst instabil und sei unbequemer zu tragen, so Burri.

Im Alltagseinsatz getestet «Bevor ein Artikel ins Sortiment aufgenommen wird, wird er bei OCHSNER SPORT auf Herz und Nieren getestet», betont Einkäufer Nathanael Honegger. «Dazu geben wir die neuen Modelle an Mitarbeitende ab, die sie im Alltag testen und uns ehrliche und hilfreiche Feedbacks geben.» Die zahlreichen Rückmeldungen fliessen vor allem bei der hauseigenen Produktion von Rucksäcken für die Exklusivmarke 46 NORD von OCHSNER SPORT mit ein. Von der Entwicklung bis zum Endprodukt dauert es somit bei den Rucksäcken von 46 NORD rund ein Jahr. So entstehen Details wie etwa die Handytasche auf der Seite: «Das tönt vielleicht

Fotos Carlos Cordero, TYMA

Es sind Details wie Verschlüsse, Schlaufen, Fächer, die neben dem Packvolumen den Unterschied ausmachen. Die ­Regenhülle ist unverzichtbar.

18 26summits.ch


DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

So packen Sie richtig Irene Burri und Nathanael Honegger sind für die Rucksäcke von 46 NORD verantwortlich. Ihre Erfahrungen und die Rückmeldungen der Mitarbeitenden fliessen in die Produktion ein.

langweilig, aber es ist wichtig. Wo habe ich mein Viele Rucksäcke haben mehrere Fächer. Handy? Im Hosensack ist So lässt sich das Gewicht besser verteies unbequem beim Wanlen, und man hat einfacher Zugriff auf die dern, ich will es so verDinge. Schwere Sachen wie Getränkeflastauen, dass ich es schnell schen und Proviant in der Mitte und nahe hervorholen kann», sagt am Körper ­packen. Das macht das Tragen Honegger. Auch der beangenehmer. Wichtiges wie Portemonqueme Zugriff über die naie und Handy oben oder seitlich rein, Vorderseite ist praktisch. damit es schnell e­ rreichbar ist. TaschenNeben der Funktionalität apotheke, Wechselkleider, Regenschutz ist vor allem die Qualität unten verstauen. wichtig, ergänzt Irene Burri. «Wir schauen darauf, dass die wichtigsten Kriterien erfüllt sind: Robustheit, Handling, hoher Tragekomfort, Langlebigkeit.» Falls dennoch mal eine Schnalle oder ein Riemen defekt ist, lässt sich dies ersetzen. Bei OCHSNER SPORT gibts die entsprechenden Ersatzteile.

Riemen richtig anpassen Damit der Rucksack passt, sollte man ihn vor dem Kauf anprobieren. In den Filialen von OCHSNER SPORT lässt sich dank ­Gewichten auch das Trageverhalten des Rucksacks erleben. «Die Mitarbeitenden werden regelmässig geschult», sagt Honegger. So gibt es zum Beispiel Modelle mit einem schmalen Rücken und näher liegenden Schulterriemen, damit diese nicht abrutschen. Wichtig ist zudem, dass der Rucksack gut eingestellt wird. «Zuerst müssen alle Riemen gelöst werden», erklärt Honegger. Dann werden die Hüftflossen auf dem Beckenknochen platziert und festgezogen, erst danach die Schulterträger fixiert. Der Brustgurt entlastet zusätzlich. So angepasst, sitzt der Rucksack optimal. Fazit: Wer den passenden Rucksack gefunden hat, ist bereit für sportliche Herausforderungen auf dem SportNathanael Honegger, Einkäufer OCHSNER SPORT platz Schweiz.

«Bevor ein Artikel ins Sortiment aufgenommen wird, wird er von uns auf Herz und Nieren getestet.»

26summits.ch  19


BE Faulhorn

Nur Fitte schaffen die Fulen

6

46° 40’ 11.2” N  | 8° 01’ 16.9” E

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Foto: Shutterstock

Der Name mag Wanderinnen und Wanderer täuschen: Das Faulhorn ist nichts für Faule. Der Weg bis zum Gipfel auf 2681 m ü. M. ist anspruchsvoll. Seinen Namen hat der Berg von den Fulen. Damit sind die lockeren Gesteinsschichten aus Mergel und Schiefer gemeint. Der Start der Bergtour ist allerdings gemütlich – mit der Seilbahnfahrt von Grindelwald zur First-Berg­ station. Von dort aus geht es in einem kurzen, aber ansehnlichen Anstieg zur Gummihütte. Eine halbe Stunde später ist man entlang von Blumenwiesen und scharf gezackten Gipfeln zum Bachalpsee ­gelaufen.

Zeit für eine kurze Rast, um bei windstillen Verhältnissen die Spiegelung des majestätischen Schreckhorns im See zu bestaunen. Bis zum Faulhorn dauert es von dort aus noch rund eine Stunde. Das 360-Grad-Panorama auf dem Gipfel ist die ­Belohnung für den Aufstieg. Der Blick schweift über sämtliche Bergriesen des Berner Oberlands und ­sieben Schweizer Seen. Eindrücklich ist auch das Berghotel Faulhorn, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1830 beinahe unverändert blieb. Wer eine Nacht bleibt, steht am nächsten Morgen für den prächtigen Sonnenaufgang am besten früh auf.

Start First, Bergstation Seilbahn Ziel Schynige Platte, Bergstation Dauer 5 h 15 min Distanz 15,8 km Höhenmeter Aufstieg: 840 m Abstieg: 1035 m Gipfelhöhe 2681 m ü. M. Summit-Kategorie


Wer gut plant, ist sicher unterwegs Wandern ist kein Spaziergang. Es kann schwindelerregend steil und gefährlich werden. Rolf Sägesser, Fachleiter Ausbildung beim SAC, weiss, wie man in den Bergen sicher unterwegs ist. Von Marcel Zulauf

B

evor der Berg ruft, sollten sich Wanderinnen und Wanderer gut vorbereiten. Sonst sind Muskelkater und Blasen noch die harmlosesten Folgen. Bergführer Rolf Sägesser vom Schweizer Alpenclub (SAC) empfiehlt, vorgängig eine Planung zu machen: Route und Zeitbedarf, Anforderung der 22 26summits.ch

Wanderung, Verhältnisse und Wetter berücksichtigen sowie einen Check, bevor man losläuft: «Was hat sich seit der ­Planung verändert, muss ich meine Tour anpassen? Bin ich richtig und komplett ausgerüstet und sind Bekannte über meine Tour informiert, insbesondere ­ wenn ich allein unterwegs bin?» Die

a­ ktuelle S ­ tudie des Wetterberichts gehört ebenfalls dazu. Bei Bergtouren ist es entscheidend, auf Gewitterwarnungen ­ zu achten: «Diese sind schwierig einzuschätzen, wann und wo sie auftreten», sagt der Fachleiter Ausbildung des SAC. In den Rucksack gehört ein geladenes Smartphone und eventuell eine Powerbank. Dass man sich mit der Bedienung von Karten- und Wetter-Apps auskennt, ist für Sägesser notwendig. Er empfiehlt, sich zu Hause in aller Ruhe damit vertraut zu machen. Zudem sollte man Kartenausschnitte downloaden, um sie auch offline nutzen zu können. Neben der ­d igitalen Karte empfiehlt es sich, eine physische Karte dabei zu haben, falls das Handy aussteigt. Und auf jedes ­Handy gehöre für Berggänger die App der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega (Alarmnummer 1414). «Eine gute Fitness bezüglich Kondi­ tion, Koordination und Beweglichkeit ist von zentraler Bedeutung», nennt Sägesser die Voraussetzungen für eine Berg-

Foto: Gotz Goppert

«Die Selbsteinschätzung ist ein wichtiger Grundpfeiler für das Gelingen einer Tour», sagt Bergführer Rolf Sägesser vom Schweizer Alpenclub SAC.


Die Bergtouren bei 26 Summits AI Schäfler, 1610 m ü. M.; 14,6 km; 5 h 25 min BE Faulhorn, 2681 m ü. M.; 15,8 km; 5 h 15 min FR Kaiseregg, 2185 m ü. M.; 11,4 km; 4 h 20 min LU Schrattenfluh, 2092 m ü. M.; 17,7 km; 6 h 25 min NW Brisen, 2403 m ü. M.; 13,9 km; 5 h 45 min SG Speer, 1950 m ü. M.; 15,6 km; 5 h 15 min UR Chinzig Chulm, 2073 m ü. M.; 14,2 km; 4 h 55 min VD  L’Argentine, 2026 m ü. M.; 13,1 km; 5 h VS Aletsch Arena, 2369 m ü. M.; 15,3 km; 4 h 15 min

tour, «für den Aufbau der Saison emp­ fiehlt es sich, mit technisch und kondi­ tionell leichten Touren zu beginnen und danach zu steigern.» Durch den schritt­ weisen Aufbau würde man seine Fähig­ keiten besser kennenlernen, «die Selbst­ einschätzung ist ein wichtiger Grund­ pfeiler für das Gelingen einer Tour.» Das Schweizer Wanderwegnetz ist zwar vorbildlich ausgebaut und beschil­ dert, trotzdem werden elementare Hin­ weise gern übersehen. Sobald die Wegwei­ ser weiss-rot-weiss werden, ist Vorsicht geboten. Denn hier beginnt eine Berg­ ­ wanderung. Es sind Wan­ derungen der Kategorie T2 und T3, gemäss der Wan­ derskala des SAC sind auf diesen Routen steile und ausgesetzte Stellen mög­ lich, die teilweise mit Seilen oder Ketten gesichert sind und wo Absturzgefahr be­ steht. Solche Routen hat es auch bei 26 Summits. Hier

sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ein Muss. Für Turnschuhe ist Ende Gelän­ de, wer hier unterwegs ist, muss Trekkingoder Wanderschuhe tragen. Wer sich an anspruchsvolle Touren ­herantasten will, kann bei Bergschulen oder beim SAC Kurse zum Berg- und A lpinwandern absolvieren. Dort wird ­ auch der Umgang mit Wanderstöcken ge­ zeigt. Deren Einsatz ist umstritten. «Oft sieht man Wandernde, die mit den ­Wanderstöcken überfordert sind, weil die Koordination fehlt», sagt Sägesser. Rich­ tig eingesetzt, würden sie aber bei Aufund Abstiegen Stabilität verleihen und Gelenke ent­ lasten. Er rät darum, die Stöcke situativ einzusetzen und sonst im Rucksack zu verstauen. Wenn es trotz guter Vor­ bereitung zu brenzligen ­Situationen kommt, heisst es Ruhe bewahren. Es kann ein Unwetter aufziehen,

«Eine gute Kondition, Koordination und Beweglichkeit ist von zentraler Bedeutung für Bergtouren.»

Erschöpfung oder Ängste können sich einstellen. Je nach Route empfehle es sich dann, umzukehren und den bekannten Weg zurückzuverfolgen, so Sägesser. «Grundsätzlich ist es wichtig, in sich zu hören und laufend einzuschätzen, wie es um den Energiehaushalt steht.» Damit die Kraft reicht, ist es zwingend, regelmäs­ sig Rast zu machen. «Pausen sollen nach Länge und Schwierigkeit der Tour geplant werden. Es ist wichtig, Pausen einzupla­ nen, um Flüssigkeit und Nahrung zu sich zu nehmen. Nach einer ersten Pause nach ca. 90 Minuten Marschzeit empfiehlt es sich in der Folge, jede weitere Stunde eine kurze Pause zu machen, wenn möglich sitzend», betont der Bergführer. Also müssen die Ruhephasen zur reinen Marschzeit addiert werden, das ist wich­ tig, denn ein schlechtes Zeitmanagement gehört erfahrungsgemäss zu den häufi­ gen Fehlern, die Wandernde machen. Ist alles gut geplant und vorbereitet, steht einer erfolgreichen Bergtour nichts im Weg. 26summits.ch  23


7

46° 39’ O9.6” N  | 7° 19’ O9.O” E

FR Kaiseregg

Stellenweise erleichtern die groben Holzstufen den Aufstieg auf die Kaiseregg.

Start Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Riggisalp Schwarzsee, Gypsera 4 h 20 min 11,4 km Aufstieg: 760 m Abstieg: 1200 m Gipfelhöhe 2185 m ü. M.

Summit-Kategorie

Viele Wanderfans haben die Kaiseregg wohl schon erklommen. Der 2185 Meter hohe Gipfel gilt als Klassiker in den Freiburger Alpen. Ihr Name Kaiseregg geht allerdings auf einen Feh­ ler zurück, denn in alten Schriften ist noch von der Käseregg die Rede. Die Route beginnt in Schwarzsee, gleich beim Parkplatz Gypsera. Von dort geht es zu Fuss oder mit der Sesselbahn weiter bis zur Riggis­ alp. Nächste Station ist die Berghütte der Salz­ matt – bis man anschliessend über einen Hang via Kaisereggpass das Gipfelkreuz der Kaise­ regg erreicht. Auf demselben Weg geht es wie­

der zurück nach Schwarzsee. Ein besonderes Highlight unterwegs ist eine in den Fels eingearbeitete Treppe aus Holzrie­ men, die auf den Kaisereggpass führt, bevor es nochmals 100 Meter hoch auf den Gipfel geht. Oben angekommen, bietet sich einem ein ­herrlicher Ausblick auf die Berner Alpen und die Freiburger Voralpen. Die 760 Höhenmeter Aufstieg sind schon ­anspruchsvoll. Doch wer die besondere Heraus­ forderung sucht, wagt den Aufstieg über Mittler Stalden (plus 75 Minuten) oder Untere Euschels (plus 120 Minuten).

Fotos: Pascal Grtschen

Klassiker mit falschem Namen



GE Dardagny

Wandern im Weinparadies Am südwestlichen Zipfel der Schweiz liegt das malerische Weindorf Dardagny. Die Topografie ist für den Anbau feinster Weine ideal, seit Jahrhunderten wird hier gekeltert. Die Natur bietet mit Wäldern, Weinbergen und Wasser viel Abwechslung. Die Ortschaften bestechen durch alte, ­geschützte Bausubstanz. Die Route ist also garantiert ein Genuss für alle Sinne. Start und Ziel der Rundwanderung ist der Bahnhof von La Plaine, das zur Gemeinde Dardagny gehört. Von dort gehts nach links, teilweise parallel die Grenze zu Frankreich entlang mitten durch die Rebbaugebiete. Die Pause sollte bei Streckenhälfte im Weingut La Cabuche eingeplant werden. Mitten in den Weinbergen lädt das verwunschene Haus zum Verweilen ein. Umgeben von Reben

geniesst man auf der Terrasse oder auf der Wiese ein Glas Wein, der aus den Trauben der unmittelbaren Umgebung gemacht wurde. Wer hierherkommt, macht das zu Fuss oder mit dem Velo, Autos gibt es hier keine: nur Sonne, Wein und weitere lokale Produkte inmitten der Natur – so geht nachhaltige Erholung. Frisch gestärkt gehts weiter im Uhrzeigersinn, der Weg führt direkt ins malerische Dorf Dardagny mit seinem Schloss. Auch dort gibts Möglichkeiten zur Einkehr. Wer mag, macht einen Abstecher ans verwunschene Ufer des Allondon, der mit seinen Schotterbänken und dem Auenwald für ein Päuschen geeignet ist, bevor der Weg zurück nach La Plaine führt. Von dort aus ist der Bahnhof Genf per Bahn in 20 Minuten zu erreichen.

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46° 11’ 37.2” N  | 5° 59’ 43.6” E

26 26summits.ch

Start + Ziel La Plaine, Bahnhof SBB Dauer 2 h 25 min Distanz 8,8 km Höhenmeter Aufstieg: 250 m Abstieg: 250 m Gipfelhöhe 434 m ü. M. Summit-Kategorie


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46° 57’ 23.5” N  | 8° 59’ O5.5” E

GL Gumen

Fotos: J. Revillard; Samuel Truempy

Fotos: Vorname Name

Geschenkter Gipfel inklusive Den Gumen im autofreien Braunwald bekommen Wandernde eigentlich geschenkt. Wer die technisch einfache Rundwanderung via Panoramaweg unter die Füsse nimmt, hat den Gipfel erreicht. Unterwegs bleibt viel Zeit, um sich umzusehen. Von der Bergstation Grotzenbüel führt ein leicht ansteigender Weg zum Chnügrat. Dort bietet sich ein herrlicher Blick auf das Bächital und die Glarner Alpen. Weiter gehts zum fast gleich hohen Seblengrat und anschliessend durch die Galerie im Fels auf den Gumen. Wem diese Wanderung zu einfach ist, der nutzt den 1904 m hohen Gipfel als Ausgangspunkt zum Klettern auf den Klettersteigen an den Eggstöcken. Alle anderen geniessen die Aussicht auf die Berge Tödi und Ortstock – oder Kaffee und Ku-

chen in den Bergrestaurants. Zwerg Bartli lädt zudem die kleinen Wanderfreunde zum Bräteln an einer offenen Feuer­stelle ein. In seinem Märchenreich kann man das Zwergenschloss, die Zwergenhöhle, die Edel­steinspalte und weitere Abenteuerplätze ent­decken. Auch entdeckenswert auf dem Panoramaweg: die Vielfalt der Pflanzen. Achten Sie im Juli auf die blühenden Edelweisse, Feuerlilien, die ­weissen Berglilien und den Türkenbund.

Start + Ziel Braunwald, Bergstation Grotzenbühl Dauer 2 h 55 min Distanz 9 km Höhenmeter Aufstieg: 495 m Abstieg: 495 m Gipfelhöhe 1904 m ü. M. Summit-Kategorie


PR ÄSENTIERT VON

«Hier sind meine Bernhard Russi liebt die Bergseen in seiner Heimat. Im Kanton Uri gibt es so viele tiefblaue Gewässer wie beeindruckende ­Gipfel. Der Skistar tankt hier auf – und taucht gern ab.

«Grundsätzlich verpasse ich keinen Bergsee. Wenn ich das kühle, tiefblaue Nass sehe, gehts nicht lange, bis ich drin bin», sagt Bernhard Russi. Der prominente Andermatter schwärmt von den Gewässern in seiner Heimatregion im Urserental. Lobt deren Schönheit inmitten der schroffen Berglandschaft. Portgerensee, Gafallensee, Luterseeli: Allein oberhalb von Andermatt gibt es rund ein Dutzend Bergseen, im ganzen Kanton Uri sind es über 60. «Wahrscheinlich hat nicht mal die Hälfte davon einen Namen», vermutet der Skistar. Russi ist hier aufgewachsen, hat hier Ski fahren gelernt. Und er besitzt, drei Stunden Fussmarsch von Andermatt entfernt, die Wildenmattenhütte. Die Wildenmatten ist ein Hochplateau auf 2286 Metern über Meer. Russis Hütte liegt am Ufer des gleichnamigen Sees im hinteren Teil der Unteralp im Urserental. 28 26summits.ch

Bernhard Russi ist viel unterwegs. Umso mehr liebt er seine Heimat im Urner Urserental.

Dass er zu dieser Hütte kam, hat eine lange Geschichte. Nach seinem WM-Titel in der Abfahrt 1970 in Val Gardena wurde Russi von der Korporation Ursern der Titel des Ehrenbürgers verliehen. Dazu wurden ihm 1000 Quadratmeter Land nach freier Wahl geschenkt. Er machte jedoch erst Jahre später vom Geschenk Gebrauch und wählte das Land am Wildenmattensee. «Ich habe 1970 gesagt, ich entscheide mich erst, wenn ich das ganze Urserental kenne, wenn ich jeden Flecken gesehen habe. 2006 habe ich mit zwei Kollegen zusammen beschlossen, dass ich eine Grenztour rund ums Urserental mache. Die Tour dauerte 14 Tage, am dritten Tag habe ich vom Portgerenstock aus die grosse Wiese mit dem kleinen See entdeckt.» Als er sich danach für das Land am Wildenmattensee entschieden habe, hätte man ihm erzählt, dass dort früher eine Hütte stand,


DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

«Es geht nicht lange, bis ich im See bin», sagt Bernhard Russi. Seine Hütte am Wildenmattensee liegt auf 2286 m ü. M.

Wurzeln»

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die abgebrannt sei. «Man hat mir gesagt: ‹Du kannst das Land haben und kannst ja auch die Hütte wieder aufbauen.› So ist das alles entstanden», erzählt Russi. Seinen abgeschiedenen Flecken geniesst Bernhard Russi sehr. Auch wenn er als junger Skirennfahrer die Welt gesehen hat, liebt er seine Heimat. «Für mich ist klar: Im Urserental sind meine Wurzeln. Und je älter und erfahrener man wird, desto wichtiger werden diese.» Er sei gerne unterwegs gewesen und habe die Abenteuer genossen, so Russi. Aber er betont: «Man geht gerne weg, wenn man weiss, dass man auch wieder zurückkommen kann.» An seiner Heimat mag Russi vor allem die rohe Natur. «Das Urserental ist einge-

Registrieren Sie sich auf www.26summits.ch/login, erstellen Sie Ihr Profil und füllen Sie das Teilnahmeformular aus. Teilnahmeschluss ist am 15.09.2021. Unter allen registrierten Wanderinnen und Wanderern wird am 16.09.2021 der Subaru Outback 4x4 im Wert von 47 900 Franken verlost. Viel Glück. Mehr Infos zum neuen Subaru Outback unter www.subaru.ch

kreist von hartem Granit und wenig Wald. Und ich glaube, genau diese Rauheit ist etwas, was es heute braucht. Wenn ich an den Sommer denke, wo viele vor der Hitze im Unterland oder im Tessin flüchten, dann ist das unser grosses Plus: Wir haben frische Luft – und wir sind das Wasserschloss.»

Unsere Alpen bieten neben zahlreichen Gipfeln Hunderte Seen. Ist es windstill, spiegeln sich die Berge darin. Was gibt es also Schöneres, als nach einem anstrengenden Aufstieg am See Rast zu machen und ins klare, kühle Wasser zu tauchen? So wie das Bernhard Russi regelmässig tut. 26summits.ch  29


«Ist es noch weit?» Kindern kann schon ein kurzer Spaziergang lange vorkommen. Damit die Familienwanderung allen Spass macht, gibts hier nützliche Tipps. Von Benedikt Lachenmeier

1. Gemeinsam planen Kinder sind motivierter, wenn sie mit­ entscheiden dürfen. Planen Sie die Wan­ derung gemeinsam. Feuerstellen, Spiel­ plätze, Gewässer sorgen für die nötige Abwechslung. Zeigen Sie Bilder von Aus­ flugszielen und fragen Sie Ihre Kleinen, welches Abenteuer sie erleben möchten. Grundsätzlich gilt: Wählen Sie eine Wanderung, die für alle gut zu bewälti­ 30 26summits.ch

gen ist und in einem vertretbaren Zeitrahmen liegt.

2. Heute sind die Kinder König Geben Sie Ihren Kindern die Aufgabe, nach dem richtigen Weg zu suchen. Sie werden sehen: Sie kommen zügig voran. Schliesslich wollen die kleinen Ent­ decker möglichst schnell den nächsten Wegweiser finden. Kleiner Tipp: Verlau­ fen Sie sich absichtlich, das erhöht die Spannung. Mit älteren Kindern können Sie dann auch gleich das Kartenlesen üben.

3. Freunde verleihen Flügel Auch am Berg gilt: Mit Freunden vergeht die Zeit wie im Flug. Steine sammeln,

Cervelat bräteln, Fangis spielen – und die Wanderung wird schnell zur Neben­ sache. Fragen Sie Ihre Kinder, welche ­i hrer Freunde auf die Bergtour mitkom­ men sollen.

4. Abwechslung ahoi Nichts langweilt Kinder mehr als Wege, die durch immer gleiche Landschaft füh­ ren. Sorgen Sie mit Themenwegen unter­ wegs für Höhepunkte. Wie wäre es mit ­einer Entdeckungsreise durch einen Zau­ berwald? Oder einem Barfusspfad durch einen Bach? Nervenkitzel garantiert auch eine Hängebrücke, die über eine Schlucht führt. Es muss nicht bei jeder Wanderung etwas Besonderes sein. Aber sorgen Sie unterwegs für Abwechslung.

Foto: Shutterstock

F

ür Kinder ist Wandern anstren­ gender als für uns Erwachsene. Aber mit ein wenig Spiel und Spass wird der vermeintlich lange Weg gleich ein Stück kürzer. Wichtig ist die richtige Ausrüstung – und natürlich ein feines Picknick.


Die Familienwanderungen bei 26 Summits

Denn gerade kleine Kinder müssen Sie v­ ielleicht auch mal tragen.

AG Densbürer Strihen, 867 m ü. M.; 7,9 km; 2 h 20 min

Wer mit kleinen Knirpsen unterwegs ist, ist mit einer Kindertrage gut beraten. Am besten gehts in der Kraxe. Ab acht Monaten und bis etwa fünf Jahre fühlen sich die K ­ leinen in einer gut durchlüfteten und mit Kissen ausgestatteten Trage unterwegs wohl. Es gibt mehrere Anbieter und Modelle. Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten und probieren Sie die Kraxe im Laden aus. Tipp: Wählen Sie ein Modell mit leicht verstell­baren Trägern, damit Sie sich beim Tragen abwechseln können.

AR Gäbris, 1246 m ü. M.; 7,5 km; 2 h 10 min BS St. Chrischona, 522 m ü. M.; 16,5 km; 4 h 25 min GE Dardagny, 434 m ü. M.; 8,8 km; 2 h 25 min GL Gumen, 1904 m ü. M.; 8,9 km; 2 h 55 min SH Hagen, 908 m ü. M.; 11,2 km; 3 h 15 min TG Nollen, 735 m ü. M.; 5,6 km; 1 h 35 min ZG Raten, 1077 m ü. M.; 8,5 km; 2 h 40 min ZH Bachtel, 1115 m ü. M.; 9 km, 3 h

9. Kindertrage

10. Die richtige Ausrüstung Bei der Wahl der richtigen Ausrüstung gibt es eine Regel: das Zwiebelprinzip. Eine wasser- und winddichte Aussenschicht schützt vor den Elementen. Wolle oder Fleece halten als Zwischenschicht warm und transportieren die Feuchtigkeit des Körpers nach aussen, damit man nicht ins Schwitzen kommt. Untendrunter eignet sich Funktionswäsche, die ebenfalls Feuchtigkeit ableitet. Und zum Bergoutfit gehört auch gutes Schuhwerk. Sparen ist hier fehl am Platz.

11. Wetter beachten

5. Spielend vorwärtskommen «Ist es noch weit?» Gegen die typische Kinderfrage helfen kleine Wegspiele. Der Sprech-Lied-Klassiker «Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm ...», Ratespiele wie «Ich sehe was, was du nicht siehst» oder eine mystische Berggeschichte ­sorgen für Ablenkung. Dann ist der Weg im Nu geschafft.

6. Mach mal Pause! Wer mit Kindern unterwegs ist, weiss: Die Wanderung dauert am Schluss länger als gedacht. Eine Faustregel besagt: Multiplizieren Sie Zeitangaben in Wanderführern oder auf Wegweisern immer mal 1,5. Wichtig sind auch Zwischenstopps – zum Ausruhen und für Spiele:

Einen Bach stauen, Versteckis spielen oder zusammen Feuer machen: Es gibt unzählige Möglichkeiten.

7. Sinnvolle Snacks Wer wandert, braucht Energie. Kinder halten es oft nicht aus bis zur Mittagsrast. Kleine Snacks helfen unterwegs. Rüebli-Sticks, Cherrytomaten, Maiswaffeln oder Müesliriegel brauchen nicht viel Platz, sind handlich und geben neue Power. Auch ganz wichtig: Regelmässig Wasser trinken nicht vergessen.

8. Leichtes Gepäck Genügend Proviant und Getränke, Sonnenund Regenschutz sowie eine kleine Reiseapotheke gehören in jeden Wanderrucksack. Aber schleppen Sie nicht zu viel mit.

Regen, Wind und grosse Hitze sind nicht ideal für Wanderungen mit Kindern. Also unbedingt das Wetter checken. Aber Achtung: In den Bergen können schnell Wolken aufziehen. Packen Sie nicht nur wetterfeste Kleider ein, sondern planen Sie die Route immer so, dass Sie die Wanderung notfalls verkürzen oder abbrechen können.

12. Wandern, aber sicher Auch wer sich auf sicheren Pfaden bewegt, muss bedenken: Kleine Unfälle sind schnell passiert. Eine kleine Notfallapotheke gehört bei jeder Wanderung dazu. Achten Sie zudem darauf, dass Sie mit vollem Handy-Akku losziehen und entfernen Sie sich auf Wanderungen mit Kindern nicht allzu weit von Stras­ sen und Ortschaften. 26summits.ch  31


GR Chamanna Segantini

Eine Hütte mit Geschichte

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Foto: Filip Zuan

46° 30’ 23.O” N  | 9° 54’ 49.1” E


Fotos: Vorname Name

Hoch über Pontresina thront auf 2731 m ü. M. die Chamanna Segantini (Segantinihütte). Sie ist einer der schönsten Engadiner Aussichtspunkte mit Sicht übers Seenplateau und auf die Gletscher des Berninamassivs. Der Name der Hütte geht auf ein tragisches Ereignis zurück: Der berühmte Künstler Giovanni Segantini zog sich im September 1899 in dieses Haus auf dem Schafberg zurück, um am Mittelbild seines Alpen-Triptychons zu arbeiten. Aber noch im gleichen Monat verstarb der Maler dort oben. Doch genug der tragischen Geschichte: Die teilweise steile, aber gut markierte Wanderung zur Segantinihütte ist ein Genuss für trittsichere Wanderer, doch der Aussichtspunkt

lohnt die Mühen. Von der Standseilbahn-Bergstation Muottas Muragl führt die Route in eineinhalb Stunden zur Chamanna Segantini. Wer zusätzliche Höhenluft schnuppern möchte, erkundet ab der Hütte einen wahren Engadiner Geheimtipp: den Wanderweg Las Sours. Die Chamanna Segantini liegt übrigens mitten im Steinbock-Paradies von Pontresina, notabene Heimat der grössten Steinbock-­ Kolonie der Schweiz. Nach einer kleinen Stärkung im Hüttenrestaurant geht es gemütlich wieder talwärts bis zum Sessellift der Alp Languard. Übrigens: Der Wanderweg eignet sich auch ideal als Trailrunningstrecke.

Start Muottas Muragl, Bergstation Standseilbahn Ziel Alp Languard, Bergstation Sessellift Dauer 2 h 20 min Distanz 6,4 km Höhenmeter Aufstieg: 440 m Abstieg: 565 m Gipfelhöhe 2731 m ü. M. Summit-Kategorie


JU La Grande Roche

Perfekte Auszeit für Stadtmenschen Wandern im Jura tut gut: Es ist Natur pur. Sanfte Hügel und Grün in allen Schattierungen dominieren diesen Abschnitt des Chemin du Jura, bei dem man in mehreren Etappen den jüngsten Kanton der Schweiz durch­queren kann. Zuerst gehts bei diesem Summit mit dem Bus Nr. 12 von Delémont nach Lucelle direkt an die Grenze zu Frankreich. Wer ein paar Euro im Portemonnaie hat, kann auf der französischen Seite in der Abbaye de Lucelle einkehren. Da-

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47° 23’ 23.1” N  | 7° 13’ 55.2” E

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nach gehts gemütlich los, entlang den Ufern des Lac de Lucelle. Kurz darauf führt der Weg beim Aufstieg auf die Grande Roche in die schöne Waldlandschaft, die immer ­wieder den Blick aufs grüne Umland freigibt. Bald ist der höchste Punkt der Tour in Les ­Ordons mit seinem auffälligen Sendeturm ­erreicht. Ab jetzt gehts sanft bergab Richtung Haute-Borne und weiter zum Ziel in Delémont. Der Weg ist abwechslungsreich, führt oft über Naturpfade im Wald oder auf Wiesen.

Tipp: Das Verweilen in Delémont, der Hauptstadt des Kantons Jura, lohnt sich alleweil. Nach einem Essen in der Altstadt bietet sich etwa der Besuch der hoch über der Stadt ­gelegenen Chapelle du Vorbourg oder des Schlosses an. Die Route kann auch in um­ gekehrter Richtung gemacht werden. Der ­Chemin du Jura führt dann in 4 Etappen ­weiter von Lucelle nach Porrentruy (19 km), St-Ur­ sanne (17 km), Glovelier (18 km) und endet nach weiteren 21 Kilometern in Saignelégier.

Start Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Lucelle, Busstation Delémont, Bahnhof 5 h 15 min 16,9 km Aufstieg: 650 m Abstieg: 840 m Gipfelhöhe 847 m ü. M.

Summit-Kategorie


PR ÄSENTIERT VON

DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

Im Notfall pressierts: Dann kommt der nächstgelegene Rettungsdienst zum Einsatz. Das kann teuer werden – ausser man ist versichert.

Absichern für den Fall der Fälle Bei einem Notfall leiden Betroffene schon genug. Damit die Rechnung für die Rettung nicht auch noch schmerzt, gibts die SOS 144 Rettungskarte. Sie schützt vor Deckungslücken.

Fotos: ZVG

E

in falscher Tritt beim Wandern, ein Sturz mit dem E-Bike, ein allergischer Schock beim Essen oder ein Herzinfarkt: Ein Unglück ist schnell passiert. Braucht es Hilfe, entscheidet die 144-Notrufzentrale, welche Rettungskräfte und Rettungsmittel aufgeboten werden. Hierbei wird das «Next Best»-Prinzip angewendet, mit dem die nächstgelegene und beste Rettungseinheit aufgeboten wird. So werden je nach Situation ein Notarzt, eine Rettungsambulanz, ein Rettungshelikopter oder alle zusammen aufgeboten. Je nach Ort des Unfalls auch solche aus dem benachbarten Ausland. Darum ist es wichtig, mit der richtigen Versicherung für den Notfall vorzusorgen. Denn trotz obligatorischer Unfall- und Krankenversicherung können Deckungslücken bestehen. Die Berufsunfallversicherung zahlt Rettungskosten nur bei An-

Ebenso spielt die Art des Notfalls eine Rolle: Die Grundversicherung der Krankenkasse deckt bei einem lebensbedrohlichen medizinischen Zwischenfall wie einem allergischen Schock oder einer Rettung wegen eines Herzinfarkts nur die Hälfte der Kosten, bis maximal 5000 Franken pro Kalenderjahr. Auch für Transporte aus medizinischen Gründen werden nur die Hälfte der Kosten bis maximal 500 Franken im Jahr übernommen – ein Ambulanz-Transport kann je nach Distanz über 2000 Franken kosten.

Schutz vor Deckungslücken

SOS 144 Rettungskarte Die SOS 144 Rettungskarte bietet weltweit Rundumschutz bei Bergung und Rettung und sichert gegen Deckungslücken ab. Die Versicherung gibts ab 60 Franken im Jahr für Einzelpersonen und 90 Franken für ­Familien und bietet Schutz in der Freizeit, auf Reisen, am Arbeitsplatz und zu Hause. Auf sos144.ch finden Sie mehr Infos – und den Online-Check: Damit sehen Sie, wie Sie für den Fall einer Rettung versichert sind.

gestellten, die mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten oder eine entsprechende Zusatzversicherung haben. Andernfalls übernimmt sie nur die Hälfte der Kosten. Für Studierende, Pensionierte oder Hausfrauen können so hohe Kosten entstehen.

Die SOS 144 Rettungskarte übernimmt alle nicht durch andere Versicherungen gedeckten Rettungs- und Bergungskosten im In- und Ausland. Sie bietet Schutz – unabhängig davon, ob die Rettung wegen ­einer Krankheit oder eines Unfalls notwendig war und egal welches Rettungsmittel dafür aufgeboten wurde. Im Gegensatz zu einer Zusatzversicherung bei einer Krankenkasse können alle eine Versicherung mit der SOS 144 Rettungskarte abschliessen – als Einzelperson oder als Familie. Die SOS 144 Rettungskarte wurde 2016 zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung ERV lanciert, dem führenden Anbieter für Freizeit-, Reise- und ­Mobilitätsschutz in der Schweiz. Die Angebote von ERV (Infos unter erv.ch) nutzen rund zwei Millionen Privatkunden und schützen die Mitarbeitenden von über 2000 Firmen bei Geschäftsreisetätigkeiten. 26summits.ch  35


12

46° 48’ 51.1” N  | 7° 56’ 52.O” E

LU Hängst

Die beeindruckenden Löcher und Furchen im Fels sind charakteristisch für das wilde Gesicht der Schrattenfluh. Die bizarren Gesteinsformationen sind Teil des grossen Karstgebiets in der Unesco-Biosphäre Entlebuch. Über Jahrtausende haben Erosionsprozesse ihre Spuren im Kalkriegel hinterlassen. Die Schrunden und Gräben im silbergrau schimmernden Gestein machen den Reiz dieser Wanderung aus. Die Tour startet in Sörenberg und führt von Hirsegg zur Alp Schlund über die faszinierenden Karrenfelder der Schrattenfluh auf den Grat Richtung Türstenhäuptli und Schibengütsch (2037 m ü. M.). Nicht nur die Schratten36 26summits.ch

fluh ist einzigartig schön. Auch die Aussicht ist grossartig: Im Norden schweift der Blick über das Entlebuch, das Mittelland bis zum Jura. Im Süden liegen das Brienzer Rothorn und die Berner Hochalpen. Beim Abstieg gehts vorbei am Böli zur Alp Schneeberg, wo es direkt am Bäselbach eine schöne Grill­stelle hat. Durch Wiesen und Wälder führt die Route zum Berggasthaus Salwideli. Spätestens jetzt darf man sich mit einem feinen Essen stärken. Oder gleich ein Zimmer mieten, um noch länger im Unesco-Biosphärenreservat zu verweilen und die schöne Gegend zu entdecken.

Foto: Maurin Bisig

Schroffe Schönheit


Start Sörenberg, Haltestelle Hirsegg Ziel Dorfzentrum Sörenberg Dauer 6 h 35 min Distanz 17,7 km Höhenmeter Aufstieg: 1345 m Abstieg: 1260 m Gipfelhöhe 2092 m ü. M. Summit-Kategorie


13

47° 01’ 19.3” N  | 6° 48’ 57.9” E

NE Mont Racine

Weitblick im Jura Die Rundtour vom Bahnhof von La Sagne zum Gipfel des Mont Racine zwischen La Chaux-deFonds und Neuenburg bietet von gemütlichen Wegen bis hin zu sportlichen Aufstiegen alles, was eine tolle Wanderung ausmacht. Eine Route für alle, die unterwegs gern Abwechslung haben. In der weiten und offenen Landschaft mit dem fast baumlosen Talboden geht es vorbei an typischen Juradörfern. Aber schon bald steigt der Weg ziemlich steil an. Die zahlreichen Holzschnitzereien, die einem im Wald begegnen, lenken von der Anstrengung ab. Und bevor Sie es merken, haben Sie die 450 Meter ­Höhenunterschied bereits geschafft. Oben auf dem Mont Racine ist das Panorama herrlich. Der Blick erstreckt sich im Südosten über die Alpen sowie den Neuenburger- und den Murtensee. Im Nordosten ist die hügelige Juralandschaft mit dem Chasseral zu sehen, im Südwesten ist die berühmte Creux du Van zu erkennen. Der Rückweg gestaltet sich mit seinem sanften, langen Abstieg angenehm leicht.

Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

La Sagne, Bahnhof 3 h 00 min 10 km Aufstieg: 450 m Abstieg: 450 m Gipfelhöhe 1439 m ü. M.

38 26summits.ch

Summit-Kategorie


14

46° 53’ 56.5” N  | 8° 27’ 30.5” E

NW Brisen

Fotos: Tourisme Neuchatelois; Oskar Enander

Gratwanderung zur Pyramide der Zentralschweiz Eine Pyramide in der Schweiz? Ja, die gibts! Wegen seiner speziellen Form und dem Standort gilt der Brisen als schönster Voralpengipfel dieser Region. Eindrücklich ist auch das letzte Stück Weg zum Gipfel. Nachdem man durch grüne Alpmatten und an hellen Kalkgipfeln vorbeigewandert ist, erreicht man über den Glattgrat den Brisen. Hier wird die Tour so richtig ­alpin: ein schmaler, mit Drahtseilen ausgerüsteter Pfad führt zum Steinalpler Jochli, von wo aus die Gipfelpyramide des Brisen schon zu sehen ist. Oben angekommen, liegt den GipfelstürmerinStart + Ziel Niederrickenbach, nen und Gipfelstürmern fast die ganze Zentralschweiz zu Füssen. Bergstation Zurück zum Ausgangspunkt Bergstation Niederrickenbach steigt man auf der Dauer 5 h 45 min anderen Seite des pyramidenförmigen Gipfels über den Haldigrat ab. Distanz 13,9 km Wer unterwegs auf der über sechsstündigen Route eine Einkehrmöglichkeit Höhenmeter Aufstieg: 1335 m sucht, wird im Brisenhaus auf 1753 m ü. M. fündig. In der Hütte kann Abstieg: 1335 m man ­übrigens auch übernachten. Gipfelhöhe 2403 m ü. M.

Summit-Kategorie


PR ÄSENTIERT VON

Tierisch gute Wandertipps Während Eltern zielstrebig Richtung Gipfel marschieren wollen, entdecken Kinder unterwegs dauernd neue Höhepunkte. Mit ­diesen Wandertipps werden die Ausflüge zum Genuss für alle.

Egal, ob gemütlich, mutig oder wild: Auf dem Gipfel posieren alle zusammen für ein Selfie.

K

inder wandern nicht gern, heisst es. Jedenfalls sagen viele Erwachsene, dass sie als Kind nicht gern wander­ ten. Das stimmt natürlich nicht. Wer das sagt, verbindet mit Wandern nur die Er­ innerung an müde Beine. Aber die tausend Dinge, die unterwegs unendlich viel Spass machten, gehen vergessen. Jedes Kind ge­ niesst es, draussen unterwegs zu sein, die Natur zu erleben, Sachen zu entdecken. Doch jedes Kind tut dies auf seine Art, genauso wie die zehn tierischen Freunde, 40 26summits.ch

die für die Post ihre Wandertipps verraten. Ihre Interessen sind ganz unterschiedlich. Was die zehn Freunde verbindet, ist die ­Suche nach Abenteuern, die sie gemeinsam er­leben und zusammen teilen können. Murmeltier Emma mags eher gemüt­ lich, Steinbock Hans beweist seinen Mut an steilen Hängen, Adler Max entdeckt gern Neues, Fuchs Felix besticht durch ­seine Schlauheit, während Schmetterling Anne verträumt über blühende Wiesen flattert. Biene Julia dagegen ist nimmer­

müde unterwegs, Fischotter Laura sucht Bäche und Bergseen, das verspielte Eich­ hörnchen Ursin liebt es, seine Gschpänli zu necken, Heuschrecke Filip tüftelt an den Geheimnissen, die die Natur bietet, und Schneehase Sophie sucht das Bad in der liegen gebliebenen weissen Pracht. Die zehn Freunde finden all ihre Vor­ lieben in einem oder mehreren der über 50 Wandertipps, die die Post bereithält. Unter post.ch/wandern sind die familien­ freundlichen Ausflüge bestens beschrie­


DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

Wandererlebnisse für Gratwanderer und Wasserratten

Die Wandertipps der zehn tierischen Freunde gibt es als GratisWanderkarte bei der Post. Es hat für jeden Geschmack passende Touren dabei.

Abwechslungsreiche Wanderide

en für Familien.

Hauptpartnerin der

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26.02.21 11:3 11:35 5

wichtig: Abwechslung, Unterhaltung und Spannung. Ist das gegeben, wird jede ­Familienwanderung zum Erfolg. Die Begeisterung fürs Wandern passt perfekt zur Post. Denn die Post und Wanderwege haben viel mehr gemeinsam als nur die gelbe Farbe im Logo. Beide verbinden die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz. Das Postauto bringt Wandernde zu ihren liebsten Routen, und das Gipfelfoto landet dank App als Postkarte im Briefkasten der Daheimgebliebenen. Und so wie das einzigartige Schweizer Wanderwegnetz überall präsent ist, ist dies auch die Post. Klar also, dass die Post und PostAuto Partner der Schweizer Wanderwege sind. Und da die Post neben Briefen und ­Paketen vor allem die Menschen bewegt, bietet sie zahlreiche schöne Wandertipps für die ganze Familie an. Und wer vom ­v ielen Laufen müde ist, kann sich bequem in ein Postauto setzen und die Schönheit der Schweiz während einer Fahrt auf einer touristischen Linie in den Zentralalpen geniessen. Das macht auch das Murmeltier Emma sehr gern. Sie lässt sich liebend gern ­herumchauffieren und wartet dafür an der Haltestelle auf das nächste Postauto. Auf post.ch/wandern verrät Emma, welche Strecken sie am liebsten benutzt.

Die Schweiz entdecken und gewinnen!

Murmeltier Emma benutzt gern das Postauto: So kann sie gemütlich die Landschaft entdecken.

ben. Und wer’s lieber auf Papier hat, kann die aktuelle Wanderkarte «Wandererlebnisse für Gratwanderer und Wasserratten» auch gratis bestellen. Das Tolle an den Wanderungen: Sowohl der kraxelnde Steinbock Hans wie auch das verträumte Schmetterlingsmädchen Anne finden dabei die passende Tour. Anne kann durch die wild-romantische Naturlandschaft des Galterenbachs bei

Fribourg flattern, Hans will seinen Mut an den Flanken des Rägeflüeli in der PilatusRegion beweisen. Dem Murmeltier Emma passt dagegen die gemütliche Wanderung Sefinental (BE) besser. Die tierischen Freunde der Post entsprechen mit ihren Charaktereigenschaften und den dazu passenden Routen perfekt den Bedürfnissen von Kindern. Denn für kleine Wanderer ist vor allem eines

Machen Sie mit beim Wettbewerb und gewinnen Sie 10 x 4 Tickets für eine Fahrt auf den touristischen Linien Zentralalpenpässe von PostAuto (ein Pass nach Wahl) inklusive je einer Wanderkarte. Als Hauptpreis wird zudem 1 Reka-Feriendorf-Gutschein im Wert von 1000 Franken verlost. Beantworten Sie folgende Frage: «Wer von den tierischen Freunden benutzt beim Wandern gern das Postauto?» Die Antwort auf www.post.ch/wandern-wettbewerb eingeben oder mittels der PostCard Creator App als kostenlose Postkarte an POST CH AG, Kommunikation, Wandern, Wankdorfallee 4, 3030 Bern senden. Viel Glück!

26summits.ch  41


OW Mändli

Die vier Elemente auf dem Gipfel

15

46° 47’ 52.7” N  | 8° 06’ 21.3” E

Der Weg aufs Mändli ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Gratwanderung, aber durchaus machbar. Die Route beginnt schwebend: Mit der Luftseilbahn gehts von Lungern auf den Turren. Dort führt der Weg erst abwärts zur Alp Dundel, dann hinauf zur Dundelegg. Bei der Alphütte zweigt der Bergwanderweg zur Rückenegg ab. Wenn Sie das Gipfelkreuz des Mändli auf 2059 m ü. M. erblicken, haben Sie es geschafft. Es besteht aus den vier Grundelementen Erde, Wasser, Feuer und Luft. Das Kreuz wurde aus Kalkstein ­gemauert, Wasser verbindet die Mörtelmasse, im Feuer wurde das Eisen geschmiedet, und für das vierte Element Luft bohrte man in die runde Holzscheibe des Gipfelkreuzes ein Loch. Vom imposanten Gipfelkreuz des Mändli aus geht die Gratwanderung weiter hinauf bis Biet und von da über die Alpweiden hinüber zum Schönbüel. Zeit für einen Zwischenhalt auf der Terrasse des Bergrestaurants. Hier geniessen Sie die Aussicht ins Sarneraatal und auf alle bekannten Gipfel der Region, wie Titlis, Rigi, Stanserhorn und bei gutem Wetter sogar auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Der Rückweg führt via das schmucke Alpdörfli Breitenfeld mit der sehenswerten Jakobskapelle zurück zum Turren. Allein unterwegs ist man auf dieser Rundwanderung zu keiner Zeit. Gesellschaft leisten einem Gämsen, Adler, Murmeltiere oder seltene Schmetterlinge.

42 26summits.ch

Start + Ziel Lungern, Talstation Luftseilbahn Turren Dauer 3 h 30 min Distanz 9,4 km Höhenmeter Aufstieg: 705 m Abstieg: 705 m Gipfelhöhe 2059 m ü. M. Summit-Kategorie


16

47° 46’ 27.5” N  | 8° 34’ O3.4” E

SH Hagen

Fotos: Daniel Scardino; Clato Pictures

225 Stufen bis zum Höhepunkt Der höchste Punkt von Schaffhausen befindet sich auf dem Hagen bei Merishausen. Für die perfekte Aussicht geht es noch ein Stück weiter hoch – auf den auf 908,5 Meter über Meer stehenden und 40 Meter hohen Hagenturm. Nach 225 Treppenstufen oben angekommen, warten Bänkli zur Erholung und Informationstafeln zum prachtvollen Panorama. Die Aussichtsplattform hoch über dem Schaffhauserland bietet eine Rundsicht vom Schwarzwald bis zu den Alpen. Aber nicht nur die Stufen auf den Turm, sondern auch der Aufstieg auf die Ebene des Randen ist teilweise ziemlich stotzig. Deshalb ist die Grillstelle unten am Hagenturm ein idealer Ort für einen Zwischenstopp. Vom Randen aus führt der Weg weiter

entlang dem Ättenberg in Richtung Iblenquelle. Durch das feuchte Mülital erreichen Sie dann mit dem Zielort Bargen die nördlichste Gemeinde der Schweiz. Und dort gibt es auch eine Möglichkeit zum Einkehren. Übrigens: Allein wegen dem Natur­­erlebnis lohnt sich die Wanderung. Unterwegs gibt es viele seltene und schöne Blüten- sowie Farnpflanzen zu bestaunen.

Start Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Merishausen Bargen 3 h 15 min 11,2 km Aufstieg: 450 m Abstieg: 375 m Gipfelhöhe 908 m ü. M.

Summit-Kategorie


Dardagny

Mont Racine

Kaiseregg

La Grande Roche

St. Chrischona

Chellenchöpfli

2 h 25 min

3 h

4 h 20 min

5 h 15 min

4 h 25 min

3 h 10 min

8,8 km Aufstieg: 250 m Abstieg: 250 m

10 km Aufstieg: 450 m Abstieg: 450 m

11,4 km Aufstieg: 760 m Abstieg: 1200 m

16,9 km Aufstieg: 650 m Abstieg: 840 m

16,5 km Aufstieg: 385 m Abstieg: 385 m

9,7 km Aufstieg: 545 m Abstieg: 545 m

434 m ü. M.

1439 m ü. M.

2185 m ü. M.

847 m ü. M.

522 m ü. M.

1156 m ü. M.

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

m ü. M.

2800 2400 2000 1600 1200 800 400 0

Unsere Wandertour de m ü. M.

L'Argentine Rundwanderung 5 h 13,1 km Aufstieg: 1010 m Abstieg: 1010 m 2026 m ü. M. Summit-Kategorie

2800 2400 2000 1600 1200 800 400 0

Faulhorn

Aletsch Arena

Mändli

Brisen

Grosser Mythen

Chinzig Chulm

5 h 15 min

4 h 15 min

3 h 30 min

5 h 45 min

2 h 45 min

4 h 55 min

15,8 km Aufstieg: 840 m Abstieg: 1035 m

15,3 km Aufstieg: 305 m Abstieg: 1035 m

9,4 km Aufstieg: 705 m Abstieg: 705 m

13,9 km Aufstieg: 1335 m Abstieg: 1335 m

6 ,3km Aufstieg: 665 m Abstieg: 665 m

14,2 km Aufstieg: 590 m Abstieg: 1580 m

2681 m ü. M.

2369 m ü. M.

2059 m ü. M.

2403 m ü. M.

1898 m ü. M.

2073 m ü. M.

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

44 26summits.ch

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie


Hasenmatt

Hängst

Densbürer Strihen

Raten

Hagen

Bachtel

3 h 50

6 h 35 min

2 h 20 min

2 h 40 min

3 h 15 min

3 h

10,6 km Aufstieg: 770 m Abstieg: 770 m

17,7 km Aufstieg: 1345 m Abstieg: 1260 m

7,9 km Aufstieg: 325 m Abstieg: 325 m

8,5 km Aufstieg: 455 m Abstieg: 210 m

11,2 km Aufstieg: 450 m Abstieg: 375 m

9 km Aufstieg: 500 m Abstieg: 500 m

1444 m ü. M.

2092 m ü. M.

867 m ü. M.

1077 m ü. M.

908 m ü. M.

1115 m ü. M.

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Nollen 1 h 35 min 5,6 km Aufstieg: 230 m Abstieg: 230 m 735 m ü. M. Summit-Kategorie

Suisse

Legende Kategorie 1 – Leicht Kurze Wanderung, wenig Höhenmeter: geeignet für Familien Kategorie 2 – Mittel Mit Kondition und gutem Schuhwerk leicht zu schaffen

Kategorie 3 – Anspruchsvoll Erfordert Trittsicherheit, gute Fitness und Erfahrung

Gumen

Speer

Schäfler

Gäbris

Distanz

Höhenmeter

Gipfelhöhe

Chamanna Segantini

3 h 25 min

2 h 55 min

5 h 15 min

5 h 25 min

2 h 10 min

2 h 20 min

9,2 km Aufstieg: 675 m Abstieg: 675 m

9 km Aufstieg: 495 m Abstieg: 495 m

15,6 km Aufstieg: 820 m Abstieg: 1200 m

14,6 km Aufstieg: 890 m Abstieg: 1610 m

7,5 km Aufstieg: 290 m Abstieg: 290 m

6,4 km Aufstieg: 440 m Abstieg: 565 m

1704 m ü. M.

1904 m ü. M.

1950 m ü. M.

1925 m ü. M.

1246 m ü. M.

2731 m ü. M.

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Summit-Kategorie

Grafik: Priska Wallimann

Monte Generoso

Dauer

26summits.ch  45


17

47° 01’ 48.1” N  | 8° 41’ 19.8” E

SZ Grosser Mythen

Es gibt Gipfel, die sollte jede Wanderin und jeder Wanderer mal erobert haben. Der Grosse Mythen gehört dazu. Der 1898 Meter hohe Gipfel ist das Wahrzeichen von Schwyz und auch in Basel und im Bundeshaus ein Blickfang: Der Berg thront als riesiges Gemälde sowohl im Basler Bahnhof SBB wie auch im Nationalratssaal. Der Grosse Mythen ist sprichwörtlich ein Berg wie aus dem Bilderbuch – insbesondere zusammen mit seinem Nachbarn, dem Kleinen Mythen. Mit der Seilbahn ab Rickenbach bei Schwyz gehts gemütlich auf die Rotenflue. Dann gehts erstmals sanft bergab zur Holz­egg. Aber aufgepasst: Jetzt folgt der Aufstieg zum Gros­sen Mythen. Der ist relativ steil und nur etwas für geübte Wanderer. Gutes Schuhwerk ist ein absolutes Muss. Wer auf dem Gipfel steht, wird dafür mit der Aussicht auf die Berggipfel der Alpen, den Talkessel von Schwyz, die Zentralschweizer Seen und die Weite des Mittellandes belohnt. 46 26summits.ch

Das 360°-Panorama lässt sich übrigens perfekt bei einem Imbiss auf dem Gipfel geniessen. Weitere Berggasthäuser und schöne Feuerstellen befinden sich bei der Holzegg am Fusse des Grossen Mythen, zwischen den beiden Mythen und auch in Richtung Rotenflue und Ibergeregg. Für den Rückweg kann man die gleiche Route wählen oder ab Holzegg Start Seilbahnstation nach Brunni wandern. Rotenflue Tipp: Früh losgehen, Ziel Brunni denn der SonnenaufDauer 2 h 45 min gang auf dem Grossen Distanz 6,3 km Mythen ist besonders Höhenmeter Aufstieg: 665 m beeindruckend. Abstieg: 665 m

Gipfelhöhe 1898 m ü. M. Summit-Kategorie

Foto: Shutterstock

Ein Bild von einem Berg



PR ÄSENTIERT VON

Der Summit, den man gesehen haben muss! N

irgendwo anders zeigt sich eine im­ posante Welt aus Schnee und Eis von einer schöneren Seite. Auf dem Jungfraujoch – Top of Europe streicht ei­ nem eisige Luft übers Gesicht, der Schnee knirscht unter den Füssen, und das Pano­ rama nimmt einem fast den Atem. Umge­ ben von Gletscher und ewigem Schnee. Das ist eine andere Welt. Eine, die man er­ lebt haben muss. Auf der einen Seite der Blick ins Mittelland, auf der anderen der Aletschgletscher, umringt von Viertau­ 48 26summits.ch

sendern. An klaren Tagen sieht man über die Schweizer Grenze hinaus bis nach Frankreich in die Vogesen und nach Deutschland in den Schwarzwald.

Noch schneller, noch höher Dank dem neuen Eiger Express, der mo­ dernsten 3S-Bahn der Welt, sind Gäste neu in 45 Minuten von Grindelwald auf dem Jungfraujoch. In nur 15 Minuten ­erreicht man von Grindelwald her den ­Eigergletscher, wo die Jungfraubahn be­

reits wartet und die Gäste in 25 Minuten auf das Jungfraujoch bringt. Oder genies­ sen Sie eine malerische Fahrt ab Grindel­ wald Grund oder Lauterbrunnen mit der Wengernalpbahn zur Kleinen Scheidegg. Von dort geht es weiter mit der Jungfrau­ bahn durch den Eiger zum höchstgelege­ nen Bahnhof Europas. Die Jungfraubahn gehört übrigens zu einer der eindrucks­ vollsten Leistungen im Bergbahnbau der Welt. Nach einer Bauzeit von 16 Jahren konnte sie im Jahr 1912 eröffnet werden.

Fotos: Vorname Name

Eine majestätische Kulisse aus Eis, Schnee und Fels: Das Jungfraujoch zählt seit über 100 Jahren zu den spektakulärsten Ausflugszielen der Welt.


DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

Wandern mit Panorama auf das Unesco-Wel­t­ naturerbe Aletschgletscher. Das Jungfraujoch – Top of Europe wartet mit zahlreichen Attraktionen auf Besucherinnen und Besucher. Tauchen Sie ein in eine majestätische Welt auf 3454 Metern über Meer.

Infos und Tickets Mit dem neuen Eiger Express in nur 45 Minu­ ten von Grindelwald Terminal via Eigerglet­ scher zum Jungfraujoch. Oder genies­sen Sie eine malerische Fahrt ab Grindelwald Grund oder Lauterbrunnen mit der Wengernalp­ bahn zur Kleinen Scheidegg. Von dort geht es weiter mit der Jungfraubahn durch den ­Eiger zum höchstgelegenen Bahnhof ­Europas. Preis-Beispiel: ab 107 Franken für ­Grindelwald–Jungfraujoch retour mit GA/Halbtax. www.jungfrau.ch

Der Zug legt die 9,34 Kilometer lange Strecke bis zu seinem Ziel grösstenteils in einem aus dem Fels gehauenen, sieben Kilometer langen Tunnel zurück. Er durchquert dabei die Berge Eiger und Mönch und überwindet bis zum Ziel 1400 Höhenmeter.

Attraktionen und Highlights Auf dem Jungfraujoch – Top of Europe warten unzählige Attraktionen auf die Besucher, wie etwa die Sphinx-Aussichtsterrasse. Ein ultraschneller Lift bringt Sie bis zur Sphinx, über der die Kuppel der internationalen Forschungsstation thront. Er überwindet dabei in 25 Sekunden ganze 108 Meter. Von der Panoramaterrasse Sphinx aus gleitet der Blick über den Aletschgletscher, ein Unesco-Weltnaturerbe, weiter über die höchsten Gip-

fel der Alpen bis ins Mittelland und nach Frankreich. Einen Blick aufs Eismeer von unten bietet der Eispalast. Die Halle im Gletschereis befindet sich zwanzig Meter unter der Oberfläche des Aletschgletschers. Geschaffen wurde der Palast einst von Bergführern mit Pickel und Säge. Heute geben die Künstler den Ton an: Adler, Pinguin oder Bär verzaubern – naturgetreu nachgebildet in Eis – die Besucherinnen und Besucher. Die Alpine Sensation erklärt die Geschichte des baulichen Eisenbahn-Meisterwerks, der Jungfraubahn. Eigentlich unglaublich, dass das Trassee zum immer noch höchstgelegenen Bahnhof Europas schon vor mehr als 100 Jahren gebaut wurde. Der 250 Meter lange Korridor zwischen Sphinx-Halle und Eispalast gehört ebenfalls auf die To-do-Liste. Gänsehaut verursacht auch

Von der Panoramaterrasse Sphinx aus gleitet der Blick über den Aletschgletscher, das UnescoWeltnaturerbe.

die Musik unterwegs: Sie lässt die Anfänge der Jungfraubahn auferstehen, gemeinsam mit den Bildern aus der Zeit der Visionäre.

Wanderung zur Mönchsjochhütte Ein Ausflug auf das Jungfraujoch kann gut mit einer Wanderung zur Mönchsjochhütte kombiniert werden. Gerüstet mit gutem Schuhwerk und den Bedingungen angepasster Kleidung, ist die Hütte nicht nur für Alpinisten erreichbar, sondern für jedermann. Der Weg führt zwar über den Aletschgletscher, wird aber täglich mit einem Pistenfahrzeug präpariert und ist gut markiert. Die Hütte bietet eine umwerfende Sicht bis in die Zentral- und Ostschweiz wie auch auf die Walliser Bergwelt. Sie ist das ganze Jahr über Ausgangspunkt für Touren auf die umliegenden Viertausender. Eine wunderschöne Wanderung für Geniesser, Sportlerinnen und alle, die einfach gerne frische Bergluft schnuppern. 26summits.ch  49


Im Laufschritt über Stock und Stein

Sie fallen auf zwischen den gemütlichen Wanderern. Denn Trailrunner rennen sprichwörtlich die Berge hoch: Der Laufsport erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Von Marcel Zulauf

M

anchmal werde er schon komisch angeschaut, sagt Michael Lenz. Der zertifizierte Trailrunning-Guide aus Ma­ lans rennt seit über zehn Jahren die Berge rauf und runter. «Für mich war es am Anfang vor allem eine Möglichkeit, an abgelegene Orte zu kommen», schildert Lenz seine Motivation. «Trailrunning ist anspruchsvoller als Joggen, was Kraft, Ausdauer und Koordination betrifft. Vor allem wegen dem unterschiedlichen Rhythmus.» Es sei aber nicht allein der Sport, der ihn reize, sondern das Natur­ erlebnis. Das komme trotz der Rennerei nicht zu kurz, betont der 33-Jährige. «Ich nehme mir auch Zeit, halte an, setze mich in ein Bergrestaurant und esse etwas.» Der Laufsport in natürlicher Umgebung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dafür eignet sich das Wanderland Schweiz perfekt. Tourismusdestinationen werben gezielt mit TrailrunningStrecken. Im Bündnerland läuft etwa das Projekt Graubünden-Trailrun, das rund

50 26summits.ch

170 Strecken anpreist. Michael Lenz präzisiert: «Im Wesentlichen ist man auf den normalen Wanderwegen unterwegs. Das ist aber auch ein Vorteil: Die sind beschildert, es hat Zeitangaben, und sie sind erschlossen mit Bahnen und Restaurants.» Und obschon sich Trailrunner und Wandernde die Wege teilen, sei dies kein ­ Problem, so der Running-Guide. «Man kommt gut aneinander vorbei, kann sich gut ausweichen», sagt Lenz. Es sei nicht so wie beim Mountainbike, das eher mal den ganzen Platz brauche.

Planen vor dem Rennen Running-Profi Lenz gibt seine Erfahrung in Workshops mit seiner Firma Swiss Trailguide weiter und bietet mehrtägige Camps oder Touren für alle Niveaus an. Bei hochalpinen Routen wird er von einem Bergführer unterstützt. Denn beim Trailrunning gilt wie beim Wandern: Planung ist das Wichtigste. «Da man sich in alpinem Gelände bewegt, muss man sich der Gefahren bewusst sein. Eine Route

suchen, die den eigenen Fähigkeiten entspricht, und sich über die Bedingungen und die Region informieren. Das heisst abklären: Wie ist das Wetter, wie ist der Zustand der Route, kann ich umkehren oder die Route abkürzen?» Das sei aufwändiger, als wenn man joggen gehe, so Lenz. Auch bei der Fitness gibt es einen wichtigen Unterschied: «Es braucht mehr stabilisierende Muskeln.» Das könne man nicht einfach im Fitness aufbauen. Das sei etwas, das man über lange Zeit relativ langsam steigern sollte. Er mache viel Stabilitätstraining, baue Rumpfkraft auf und mache koordinative Übungen im Alltag, erklärt Lenz, etwa beim Zähneputzen auf einem Balancebrett stehen. Wer nun Lust auf Trailrunning hat, sollte es unbedingt mal ausprobieren. Michael Lenz selbst ist am liebsten auf Höhenwegen unterwegs. Sein Lieblingstrail ist der Brienzer Grat von Interlaken über das Brienzer Rothorn bis zum ­Brünig.

Foto: Paedii Luchs

Sport und Naturgenuss kombiniert: Das macht für Michael Lenz (rechts) den Reiz von Trailrunning aus.


Der Feiertag für Gipfelstürmer

Den kommenden 1. August feiern wir als nationalen Höhenrausch: Wir wandern gemeinsam und zeitgleich auf alle 26 Gipfel von 26 Summits. Das sind 26 Wanderfeuerwerke!

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er 1. August wird zum Wanderfest, zum kollektiven Höhenrausch, zum Feiertag des «FussVolks», wenn man Wandernde im besten Wortsinn so bezeichnen will. Denn der Nationalfeiertag wird in diesem Jahr zum Nationalwandertag. Kurz: 26 Summits Day – durchgeführt und präsentiert von Imbach Reisen. Am 1. August führen 26 Wanderleiterinnen und Wanderleiter von Imbach Reisen alle willigen Wanderinnen und Anzeige

Wanderer auf den Gipfel ihrer Wahl. Jede der 26 Routen hat ihren eigenen Reiz. Dabei wird die fachkundige Reiseleitung für spannende Infos über die Region und Tipps rund ums Wandern sorgen. Die 26 Wandergruppen werden zeitlich gestaffelt loslaufen, sodass sämtliche 26 Gipfel zur gleichen Zeit erreicht werden. Wandernde in der ganzen Schweiz können so zeitgleich auf dem Gipfel an­ stossen, sich selbst und dem Wanderland Schweiz gratulieren und fürs Gipfelselfie posieren.

Ein einig Volk von Gipfelstürmern: Am 1. August wandern wir auf alle 26 Summits.

So sind Sie beim 26 Summits Day dabei Auf www.imbach.ch/26summitsday wählen Sie Ihre Lieblingsroute aus und melden sich für den Wandertag vom 1. August an. Treffpunkt, Abmarsch und weitere Informationen erhalten Sie dann eine Woche vor dem Event direkt von Imbach Reisen. Bilder des Events finden Sie auf Instagram unter #26summits oder dem Account @26.summits


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47° 14’ 32.4” N  | 7° 27’ O3.4” E

SO Hasenmatt

Schmale Wiesenpfade, breite Waldwege und ein kurzer Tunnel: Die Tour von Gänsbrunnen auf die 770 Meter höher gelegene Hasenmatt bietet Abwechslung, geht in die Waden – und trotzdem ist sie auch für Familien geeignet. Der Start bis zum Tunnel Rüschengraben ist gemütlich. Ab jetzt wird der Weg schmaler und steiler, Schwitzen

Gipfelmoment über den Wolken: Die Hasenmatt ist mit 1445 Metern der höchste Punkt des Kantons Solothurn.

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Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Gänsbrunnen, Bahnhof 3 h 50 min 10,6 km Aufstieg: 770 m Abstieg: 770 m Gipfelhöhe 1444 m ü. M.

Summit-Kategorie

lässt sich nicht vermeiden. Doch die Einkehr im Berggasthaus Althüsli entschädigt für die vergangenen Strapazen. Bis zum Gipfelkreuz der Hasenmatt auf 1444 m ü. M. sind es anschliessend noch fünfzehn bis zwanzig Minuten Wanderzeit. Dann der Eintrag ins Gipfelbuch und der Moment, um das wunderbare ­Panorama vom Säntis bis zum Mont Blanc ­sowie hinunter auf die Stadt Solothurn und die Aare zu geniessen. Auch bei trübem Wetter lohnt sich der Aufstieg zum höchsten Punkt des Kantons Solothurns. Über dem Wolkenmeer fühlt man sich so, als würde man schweben.

Fotos: Toni Kaiser; Joni Hedinger

Das geht in die Waden


SG Speer

Bei Kaiserwetter eine königliche Aussicht Wie die Spitze eines Speers ragt der Gipfel am nördlichen Rand des ­Walensees aus dem Bergmassiv heraus. Der 1950 Meter hohe Berg wird auch «König der Voralpen» genannt und gilt als höchster Nagelfluhberg Europas. Königlich ist auch das Gipfelpanorama: Es reicht bei Kaiser­wetter mit klarer Sicht von den Schwyzer, Glarner und Bündner Alpen über das Zürichseegebiet bis zum Bodensee. Die Aussicht muss man sich aber zuerst verdienen. Im letzten Abschnitt

der Wanderung geht es im Zickzack in einer Dreiviertelstunde auf den Gipfel. Dieselbe Route führt anschliessend wieder hinab bis zur Alp Ober­ chäseren, wo in der Bergwirtschaft die Belohnung in Form von ­Meringues mit Rahm wartet. Um den Mattstock geht es danach zurück nach Amden, vorbei an wunder­ schönen Aussichtspunkten, wie der Durschlegi mit einer wunderbaren Aussicht über den Walensee.

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47° 11’ O9.2” N  | 9° 07’ 22.1” E

Start Amden, Sesselbahn Mattstock Ziel Amden Dauer 5 h 15 min Distanz 15,6 km Höhenmeter Aufstieg: 820 m Abstieg: 1200 m Gipfelhöhe 1950 m ü. M. Summit-Kategorie

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TI Monte Generoso

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Foto: Valentina Lokumcu

Eine Steinblume für den schönsten Tessiner


Hier oben blüht die «Fiore di pietra» (steinerne Blume). Das Bauwerk von Star­architekt Mario Botta thront seit 2017 auf dem felsigen Bergplateau des 1704 Meter hohen Monte Generoso. Doch nicht nur für Architekturfans lohnt sich der Aufstieg auf den wohl schönsten Aussichtsberg des Tessins. Die Rundwanderung startet bei der Zwischenstation Bellavista, der historischen Zahnradbahn auf den Monte Generoso. Wer will, kann mit dem Auto hochfahren, verpasst aber eine gemütliche Bahnfahrt. Zuerst führt die Wanderung auf die Alpe Nadigh und Alpe Génor, wo zylindrische Steinbauten, sogenannte Nevère, auffallen. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts dienten diese Bauwerke als Kühlschränke für die Milch der Alpbetriebe. Zwei Drittel der Zylinder sind im Boden eingelassen und über eine

Start + Ziel Bellavista, Mittelstation Zahnradbahn Dauer 3 h 25 min Distanz 9,2 km Höhenmeter Aufstieg: 675 m Abstieg: 675 m Gipfelhöhe 1704 m ü. M. Summit-Kategorie

Wendeltreppe zugänglich. Darin wurde im Frühling Schnee und Eis eingefüllt, und so konnte den ganzen Sommer hindurch die Milch bis zur Ver­arbeitung zu Butter und Käse frisch ge­halten werden. Die Nevèra von Génor ­Caseret wurde vom ethnografischen ­Museum des Muggiotals restauriert und kann besichtigt werden. Danach führt die Route stetig bergauf zum Gipfel und zur erwähnten Steinblume von Mario Botta. Auf dem Monte Generoso reicht der 360-Grad-Panoramablick vom Gran Paradiso zum Monte Rosa, vom Matterhorn zur Jungfrau und schliesslich vom Gotthardmassiv bis zur Berninagruppe. Von oben schön zu sehen sind auch Luganersee, Lago Maggiore und Comersee. Am gemütlichsten lässt sich die Aussicht vom Bergrestaurant aus geniessen.

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45° 55’ 43.O” N  | 9° 01’ 13.2” E


«Sie können sich fürs Wandern fit essen» Wer auf Gipfel stürmt, sollte auf den richtigen Treibstoff achten. Damit lässt sich die Leistung lustvoll steigern. Ernährungsberaterin Martina Heierle weiss, was in den Rucksack gehört. Interview: Marcel Zulauf

Liegen ein Bier oder ein Glas Wein beim Zmittag in der Bergbeiz drin? Wenn Sie danach nur noch geradeaus durch die Wiesen schlendern – wieso nicht? Ist der verbleibende Weg dagegen anstrengend oder führt durch unebenes Gelände, wo Sie Ihre ganze Konzentration benötigen, würde ich davon abraten.

Ernährungsberaterin Martina Heierle (39) ist ausgebildete Ernährungsberaterin und lebt in Uster ZH. Sie hat Ernährung und Diätetik an der Fachhoch­schule Bern studiert und ein CAS in Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen. Nach mehreren Jahren als Spezialistin in Spitälern ist sie mittlerweile als selbständige Ernährungsberaterin mit Praxis in Uster tätig. Sie ging schon als Kind mit ihren Eltern in ihrem Heimatland Slowakei regelmässig wandern und tut dies bis heute. ernaehrung-heierle.ch

Kann ich mich vor dem Wandern fit essen? Auf jeden Fall. Und es ist keine spezielle Ernährungsweise erforderlich. Um lange Wanderstrecken fit durchzuhalten, sollten Sie in Ihrem täglichen Speiseplan lang­­sam verwertbare Kohlen­ hydrate haben, zum Bei«Grundsätzlich spiel Teigwaren, Kartoffeln, Polenta, Reis, Flocken oder gilt, dass jede Brot. Am Wandertag können Sie zum Frühstück eine Art von Proviant Schale Porridge kochen besser ist als oder sich ein Sandwich mit Vollkornbrot machen. keiner.» In Bergrestaurants locken oft Menüs wie Schnitzel mit Pommes frites oder Rösti. Kann ich angesichts der körperlichen Tätigkeit bedenkenlos zuschlagen? Je nachdem, wie lang der Weg vom Restaurant zum Auto ist (lacht). Nach fettreichen 56 26summits.ch

Speisen braucht der Körper die ganze Energie für die Verdauung. Wie soll man da noch drei Stunden lang fit bergauf laufen? Aber auch hier gibt es ­einen Ausweg: Essen Sie zur Vorspeise einen kleinen gemischten Salat und teilen die Portion Pommes mit Ihren Wandergenossen. Etwas ungewöhnlich, aber trendy: Falls im Rucksack eine leere Aufbewahrungsbox ist, nehmen Sie die Hälfte der Speckrösti nach Hause mit. So bleiben Sie fit für die nächsten Kilometer und minimieren Foodwaste.

Stimmt es, dass Bewegung an der frischen Luft den Stoffwechsel ankurbelt? Definitiv. Sie atmen tiefer ein, Muskulatur und Organe sind durch den Sauerstoffschub besser durchblutet. Das bringt den Stoffwechsel auf Touren. Wer jedoch glaubt, nach einer einmaligen Wanderung abgenommen zu haben, der irrt sich. Häufig wiegen wir danach kurzfristig sogar mehr. Das passiert vor allem dann, wenn wir infolge Muskelkater Wasser in den ­Beinen einlagern oder unterwegs salziger als zu Hause essen. Welche Getränke gehören in den Rucksack? Es kommt auf die Jahreszeit, den Schwierigkeitsgrad und Ihre körperliche Fitness an. Im Sommer und im Winter brauchen Sie mehr Flüssigkeit als im Frühling oder Herbst. Dasselbe gilt für anstrengende Touren. Nehmen Sie zwischen 1 bis 1,5 Liter mit, am besten Wasser oder ungesüssten Kräuter- respektive Früchtetee. An v ielen Wanderwegen besteht auch die ­ Möglichkeit, leere Flaschen mit Trink­ wasser nachzufüllen. Ist es egal, welches Obst ich einpacke? Die Frage ist nicht nur, welche Art von Obst, sondern auch welche Menge und Konsistenz gegessen wird. Während frische Früchte leichter verdaulich sind,

Fotos: Naomi Rahim; Getty Images

Der «normale» Wanderrucksack ist gefüllt mit Landjäger, Sandwich, Schokoriegel, Eistee und einem Cervelat. Passt das? Martina Heierle: Grundsätzlich gilt, dass jede Art von Proviant besser ist als keiner. Die Wahl hängt von der Wanderdauer, dem Schwierigkeitsgrad, aber auch von persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Die Nahrungsmittel sollten leicht zum Mitnehmen sein, gut haltbar, wenig Platz im Rucksack brauchen und möglichst keinen Abfall verursachen. Ergänzen Sie die Wurst also mit dunklem Brot und frischem Gemüse – schon haben Sie eine vollwertige Mahlzeit kreiert. Auch Sandwiches, Piadinas, frische Früchte oder Dörrfrüchte, Nüsse, Vollkorncracker oder der Getreideriegel sind für viele eine gute Wahl.


Tipp der Ernährungsberaterin: Wer wandert, soll in regelmässigen Abständen etwas Kleines essen. Zum Beispiel Sandwiches aus dunklem Brot oder gedörrte Früchte.

k­önnen uns gedörrte Früchte während ­einer Wanderung länger Energie spenden, und ein paar Schlucke Saft sogar zu einem Leistungs-Kick verhelfen. Wenn Sie Früchte gut vertragen, können Sie nach Vorlieben wählen. Leiden Sie jedoch nach Früchtekonsum unter Blähungen oder Durchfall? Dann essen Sie nur eine Handvoll frische Früchte im Anschluss an eine Mahlzeit und machen Sie zwischen zwei Früchteportionen einen Abstand von mehreren Stunden. Wer allergisch auf Pollen ist und nach dem Konsum frischer Früchte an Juckreiz oder einer «pelzigen Zunge» leidet, sollte eine Fruchtwähe einpacken, denn gekochte Früchte sind meist gut verträglich.

Kinder wollen dauernd naschen: Wie halte ich sie unterwegs bei Laune? Bei uns hilft es, Wanderwege mit Abenteuerwegen zu wählen, Dinge wie «Ich sehe was, was du nicht siehst» zu spielen oder eine Geschichte auszudenken. Ernährungstechnisch ist ein gutes Frühstück angesagt, zum Beispiel Hafer- oder Griessbrei mit einer Banane. Meine sechsjährige Tochter knabbert unterwegs gern Rüebli, Apfelstücke, Maiswaffeln und Popcorn. Knabbern muss nicht immer nur negativ interpretiert werden. Schliesslich haben kleine Kinder kleinere Magen. Der Bärenhunger kommt während einer Wanderung

bei ihnen also tatsächlich schneller und häufiger als bei Erwachsenen. Ein wichtiges Thema ist aber die Getränkewahl: Wasser statt Süssgetränke beugt dem Quengeln besser vor (lacht).

es viel mehr laktosefreie Alternativen als glutenfreie. Darüber hinaus können Menschen mit einer Laktoseintoleranz ein Enzymprärat – Laktase – einnehmen, damit sie keine unerwünschten Symptome entwickeln. Zöliakie-Betroffene sollten lieber ihre eigenen Vorräte einpacken: Glutenfreie Sandwiches, einen Reis- oder Quinoa-Salat, glutenfreie Waffeln oder Crackers. Dazu frische Früchte und Gemüse, Nüsse, Frischkäsedipp oder Trockenfleisch. Wer es süss mag, nimmt glutenfreie Schokolade oder Haferkekse mit. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sollte den Spass am Wandern nicht verderben!

Von welchen Speisen sollte ich unterwegs die Finger lassen? Von zu schwer verdaulichen und pikanten Speisen. Mit schwer verdaulich meine ich nicht nur zu fettreich, sondern auch zu nahrungsfaserreich. Ein Beispiel kann hier ein gros­ «Finger weg von ser gemischter Salat sein, der allein, ohne eine Prote- schweren, zu in- oder Kohlenhydratquelnahrungsfaser­ le gegessen wird. Während fettreiche Speisen träge reichen oder pi­ Was hilft unterwegs am besten und schläfrig machen, können zu nahrungsfaserrei- kanten Speisen.» gegen einen Hungerast? che oder pikante Speisen zu In regelmässigen Abständen Blähungen und Durchfall führen. Diese etwas Kleines zu sich zu nehmen und gut Beschwerden können übrigens auch Kaukauen. Während einer Wanderung gummis, Bonbons oder Getreideriegel braucht der Körper mehr Energie als wähdurch den Zuckerersatz Sorbit auslösen. rend dem Homeoffice. Und wie Kohle für den Ofen, stellen für uns gerade mittelWas empfehlen Sie Menschen mit Unverträgund langkettige Kohlenhydrate eine wichlichkeiten: Sollten diese auf jeden Fall den tige Powerquelle dar. Essen Sie dunkles eigenen Proviant einpacken? Brot, Toast, Cracker oder Vollkornkekse. Es ist ein Unterschied, ob Sie eine LaktoIhr Körper wird sich dafür mit einer längese- oder eine Glutenunverträglichkeit ren Ausdauer ohne Heisshungerattacken ­(Zöliakie) haben. In Bergrestaurants gibt bedanken.


Seppi Waldis (77) auf Unterhaltstour: Der ­Luzerner ist einer von rund 1500 freiwilligen Mitarbeitern bei den Schweizer Wander ­wegen.

Mission Wanderweg Freiwillige wie Seppi Waldis (77) aus Weggis LU sorgen dafür, dass Wanderer nicht vom Weg abkommen. Der ehemalige Förster kümmert sich um die Signalisation der Wanderwege. Von Benedikt Lachenmeier

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eppi Waldis sprüht Putzmittel auf das gelbe Schild: «Die Wanderwegweiser dürfen nicht schmutzig sein. Das sieht nicht nach einwandfreier Arbeit aus», erklärt er. Der 77-jährige Luzerner nimmt seine Auf­ gabe als Bezirksleiter sehr genau. «Wenns sein muss, gehe ich auch mit dem ­Taschentuch dahinter und wische Vogeldreck weg.» Waldis hat ein geschultes Auge. Nichts entgeht ihm. Zeigt ein Wegweiser in die falsche Richtung, rückt er ihn zurecht. Wenn die Farbe einer auf­ gemalten Markierung blättert, nimmt er den Pinsel und bessert aus. Das Arbeitsmaterial ist immer dabei – selbst dann, wenn er nicht auf Mission Wanderweg, sondern privat unterwegs ist. Waldis ist einer von rund 1500 frei­ willigen Mitarbeitenden, die sich um die Signalisation der über 65 000 Kilometer Wanderwege in der Schweiz kümmern. 58 26summits.ch

Der Bezirksleiter der Luzerner Wanderwege ist für die Region Greppen, Weggis und Vitznau zuständig. Von Frühling bis Herbst ist er etwa einen halben Tag pro Woche auf den knapp 90 Kilometern Wanderwegen seiner Region unterwegs. Was motiviert Seppi Waldis, sich für die Luzerner Wanderwege zu engagie-

Wandernde verlassen sich auf die Markierungen. Freiwillige Helfer frischen sie regelmässig auf.

ren? «Mein Beruf war eine Berufung. Es ist in mir drin, dass ich Freude daran habe, in die Natur zu gehen, und mich dafür einsetze», sagt der ehemalige Förster. «Weil ich immer gern gewandert bin, habe ich das Ämtchen als Bezirksleiter sehr gerne übernommen.»

Ohne freiwillige Helfer gehts nicht Der Verband Schweizer Wanderwege ist dankbar für Leute wie Seppi Waldis. ­«Dieses riesige Engagement ist unbezahlbar. Wortwörtlich, denn die Freiwilligen sind auch aus finanzieller Sicht unverzichtbar», sagt Patricia Cornali, Ver­ antwort­l iche Verbandskommunikation. Für den baulichen Unterhalt der Wander­ wege selbst sind die Gemeinden zuständig. «Bei Naturereignissen wie einem Steinschlag oder umgefallenen Bäumen gebe ich natürlich Bescheid an die zuständigen Stellen», sagt Waldis. Kleine Hindernisse räumt er gleich selbst aus dem Weg. Wie zum Beispiel die zwei


historischen Weg, dem ältesten, der auf die Rigi führt. Der Rigiweg geht von der Talstation in Weggis nach Rigi Kaltbad. Erst 1850 wurde ein Fels ausgesprengt, damit man diese Route auf die Rigi hoch konnte», erklärt er wie ein Touristenführer. Übrigens die Lieblingsstrecke in seinem Zuständigkeitsgebiet. «Diese Route ist besonders schön wegen dem Panoramablick. Einziger Wermutstropfen: Ein Stück geht über Asphaltstrassen.»

Mehr Wandernde wegen Corona Putzen, richten und wenn nötig flicken: Seppi Waldis betreut in seinem Bezirk rund 90 Kilometer Wanderwege.

herausragenden Eisenstäbe, die ihm heute unterwegs begegnet sind. Aufgrund der fehlenden Treppenstufe ragten die Eisen aus dem Boden und könnten jemanden verletzen.

15 Jahre ist Waldis bereits dabei, erzählt er auf dem Höhenweg zwischen Weggis und Vitznau. Und unterwegs gibt er auch immer wieder ein paar Details zum Besten. «Wir befinden uns auf einem

Waldis hält auch gerne ein Schwätzchen mit Wanderern. «Ich kann immer viele Dankeschöns entgegennehmen. Das motiviert natürlich erst recht.» Und für den Bezirksleiter sind die Begegnungen eine gute Gelegenheit, Werbung für die Organisation Luzerner Wanderwege zu machen. Gerade im Corona-Jahr 2020 s­ eien viel mehr Leute unterwegs gewesen. «Da habe ich das eine oder andere Anmeldeformular für unseren Verein mitge­geben. Das geht auch mit dem nötigen Sicherheitsabstand.»

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PR ÄSENTIERT VON

Bestens gerüstet für Wandern ist Natur pur. Natur kombiniert mit Hightech steckt auch in den hoch entwickelten Materialien der Outdoor-Bekleidung. OCHSNER SPORT setzt bei der Exklusivmarke 46 NORD auf Nachhaltigkeit, Qualität und Funktionalität. Was eine gute Ausrüstung ausmacht, lesen Sie hier.

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Regenjacke Art. 6500856, 6520835

Damit man auch bei Regen absolut trocken bleibt, ist eine gute Qualität gefragt. Dabei ist wichtig, dass die Jacke über eine bestimmte Wassersäule verfügt. Diese sagt aus, ab wie viel Druck ein Material Wasser durchlässt. Je höher der Wert, desto besser. Ab 1300 mm gilt es als wasserdicht. Ab 10 000 mm ist man mit seiner Regenjacke auf der sicheren Seite für viele Outdoor-Aktivitäten. Wer etwas höhere Ansprüche hat, sollte auf eine Jacke mit einer Wassersäule von mindestens 20 000 mm greifen, wie bei diesen Jacken von 46 NORD. Wichtig: Beim Kauf darauf achten, dass die Nähte verschweisst sind und die Reissverschlüsse wasserdicht sind. Bei diesen Regenjacken lassen sich die Armbündchen

mittels Klettverschluss anpassen, der elastische Bund garantiert den guten Sitz. Mittels Reissverschlüssen lässt sich die Belüftung unter den Armen regulieren. Für die passende Grösse am besten mit einem Midlayer oder einer leichten Isola­ tionsjacke darunter anpro­ bieren. «Dabei auf die gewünschte Bewegungsfreiheit achten. Und auch die Kapuze ausprobieren», rät Damaris Baca.

Midlayer Art. 6502978, 6522990

Die atmungsaktive Softshelljacke ist ideal zum Wandern. Sie ist wind- und wasserabweisend und erlaubt dank elastischer Stoffe und zusätzlicher Fleece-Einsätze an ­Rücken und Unterarmen ­maximale Bewegungsfreiheit. Elastische Abschlüsse und Kordelzüge sorgen für einen perfekten Sitz. Soll der Midlayer vor Kälte schützen, empfiehlt sich eine leichte Isolati-

Fotos: Carlos Cordero, TYMA

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assersäule, Membrane, Atmungsaktivität, Light Weight: Wenn Damaris Baca über ihre Produkte spricht, hört sich das erst mal nicht nach Bekleidung an. Dabei gehören solche Begriffe so natürlich zum Wander-Outfit wie das r­ichtige Schuhwerk. Denn Outdoor-Textilien stecken voller technischer Entwicklungen. Die Einkäuferin bei OCHSNER SPORT erklärt die Eigenschaften und Materialien der Performance-Linie der Exklusivmarke 46 NORD, die speziell für Outdoor-Fans entwickelt wurde. Im Fokus stehen dabei Qualität, Funktionalität und die Nachhaltigkeit. Die Ansprüche an die Outdoor-Mode hätten sich geändert, sagt Baca: «Wenn man mit der Natur verbunden sein möchte, will man auch umweltverträgliche Materialien.» Bei 46 NORD wird das in den zwei jährlichen Kollektionen umgesetzt. Zudem sei wichtig, dass es für jeden Anspruch das passende Produkt gebe, so Baca.


DIES IST EIN BEZAHLTER BEITR AG

Wind & Wetter «Wichtig bei OutdoorBekleidung sind die Multifunktionalität, das Gewicht und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit.» Alle Artikel von 46 NORD finden Sie in deiner OCHSNER SPORT Filiale oder unter ochsnersport.ch/46nord

Damaris Baca, Einkäuferin OutdoorTextilien bei OCHSNER SPORT.

Pflege der-Shorts für Herren sind aus leichtem Stretchmaterial, schnelltrocknend und haben verschliessbare Taschen. Die hier gezeigte Hose verfügt zudem über verstärkte Knie- und Po-Partien, geeignet für Kletteraufstiege.

Wanderleggins Art. 6531508

onsjacke oder ein Modell mit einem Misch­gewebe mit Merinowolle.

Funktionsshirt Art. 6507841, 6507857, 6527814, 6527746

Der Vorteil von Funktionsshirts ist, dass sie atmungsaktiv und schnelltrocknend sind. MeshEinsätze sorgen zusätzlich für ein noch weicheres Tragege-

fühl. Wer lieber ein natürliches Material bevorzugt, ist mit Merinowolle oder einem MerinoTencel-Mix bestens aufgehoben. Beide haben die Eigenschaft, dass sie wärmend oder kühlend wirken und auch nach langem Tragen nicht riechen.

Wanderhose Art. 6510557, 6512551, 6530601

Gute Wanderhosen oder Wan-

«Frauen gehen zunehmend in Sportleggins (Tights) wandern. Diese sind nicht so abriebfest wie speziell entwickelte Wandertights, die am Knie und Po verstärkt sind und zudem über ­Taschen verfügen», sagt Damaris Baca.

Wandersocken Die Wandersocken sind aus einem Woll-Kunstfaser-Mix, der den Fuss vor Reibung und somit auch vor Blasenbildung schützt. Die Socken dämpfen im Fersenbereich und leiten die Feuchtigkeit schneller nach aussen.

Outdoor-Textilien müssen regelmäs­ sig gepflegt werden. Die speziell dafür entwickelten Waschmittel schonen die Membrane und das Gewebe und erhöhen somit die Langlebigkeit. Generell gilt: Waschhinweise beachten und keine Weichspüler verwenden. Schmutz kann etwa bei Regenjacken die Poren der Membrane verstopfen, darunter leidet die ­Atmungsaktivität.

Nachhaltigkeit «Nachhaltigkeit bei den Produkten wird den Kundinnen und Kunden ­immer wichtiger», sagt Einkäuferin ­Damaris Baca. Bei 46 NORD arbeitet OCHSNER SPORT mit anerkannten Standards. Gearbeitet wird mit recycelten Stoffen, und die Merinoprodukte kommen mehrheitlich aus Europa. Für Isolationsjacken wird unter anderem Sorona verwendet, das aus pflanzlichen Rohstoffen besteht. Textilien aus Tencel oder Lyoncel werden aus natürlichen Rohstoffen (z. B. Eukalyptus) industriell hergestellt. Die Outdoor-Kollektion von 46 NORD ist komplett PFC-frei. Das heisst, sie verzichtet auf schädliche per- und polyfluorierte Chemikalien.

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47° 29’ 34.7” N  | 9° 07’ 20.7” E

Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Wuppenau 1 h 35 min 5,6 km Aufstieg: 230 m Abstieg: 230 m Gipfelhöhe 735 m ü. M.

Summit-Kategorie

TG Nollen

Die Einheimischen nennen den Nollen gerne «Rigi des Thurgaus». Nicht, weil die Gipfel ähnlich hoch sind, der Nollen reicht mit seinen 735 Metern der Rigi (1798 m ü. M.) knapp bis zur Hüfte. Der Grund für den Vergleich ist, dass beide Gipfel sehr beliebte Ausflugsziele sind. Der Nollen spricht alle Sinne an. Der Barfussweg bietet dabei die Möglichkeit, auf zwei Routen rund um den Gipfel über Wiesen, Bäche, Waldboden, Steine und ein Moorbeet zu gehen und so ganz neue Eindrücke beim Wandern zu erleben. Ein Stopp bei der Barfuss-Dusche darf dabei nicht fehlen. Das ist ein garantierter Spass für die ganze Familie. 62 26summits.ch

Von Wuppenau aus führt ein gut ausgeschilderter Weg durch Feld und Wald. Gleich zu Beginn ist es steil, danach gehts im gemütlichen Auf und Ab weiter, bis es kurz vor der Rast im Restaurant nochmals bergauf geht. Der Panoramaweg führt direkt zum Restaurant Nollen, wo auch die Summits-Tafel steht. Geniesst man vom Nollen aus die Rundumsicht auf den Bodensee, die ­Alpen und den Hegau im Süden von Baden-Württemberg, könnte man tatsächlich meinen, der Gipfel läge höher. Der Aussichtsberg liegt auf ­einem Plateau zwischen dem thurgauischen und sankt gallischen Thurtal.

Fotos: Adrian Koch; Urs Flueeler

Barfuss auf der Rigi des Thurgaus


Ausflüge in Zeiten von Corona

Raus in die Natur tut gerade in diesen Zeiten gut. Doch dabei gilt es, die Verhaltensregeln wegen Covid-19 zu beachten. Von Marcel Zulauf

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ewegung, frische Luft, die Natur geniessen und das Wetter spüren – das tut gut! Gerade in Zeiten, in denen das Coronavirus unser ­Leben auch nach über einem Jahr immer noch einschränkt und zahlreiche Menschen (zu) viel Zeit vor den Bildschirmen verbringen müssen. Darum kommen Ausflüge im Wanderland Schweiz wie ­gerufen. Doch auch wenn man sich abseits der Massen bewegt, gilt es, die grundsätzlichen Verhaltens- und Hygiene­regeln weiterhin zu beachten: Anzeige

Trotz Abstandhalten und Maskentragen: Wandern tut in diesen Zeiten besonders gut.

 Halten Sie sich beim Wandern, bei

Picknickpausen oder in Restaurants an den nötigen Abstand.  Beachten Sie die geltenden Regeln betreffend maximaler Anzahl Personen.  Im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht. Mund-Nasenmasken gehören derzeit in jeden Rucksack.  Nehmen Sie Desinfektionsmittel mit. Unterwegs können Sie nicht überall die Hände mit Seife waschen.  Wer sich nicht fit fühlt, verzichtet auf den Ausflug. Das gilt auch ohne Corona.   Planen Sie Ihre Tour sorgfältig. Je nach Lage fahren nicht alle Bergbahnen, und es sind auch nicht alle Restaurants offen. Packen Sie darum ein Picknick ein.  Laden Sie die SwissCovid-App auf Ihr Handy und aktivieren Sie diese.   Beachten Sie die geltenden Verhaltensund Hygieneregeln des Bundesamts für Gesundheit. Die aktuellsten Informationen finden Sie unter bag-coronavirus.ch Nun wünschen wir Ihnen viel Spass bei 26 Summits. Bleiben Sie gesund und geniessen Sie die Natur.


UR Chinzig Chulm

Auf dieser Strecke helfen Stöcke Jetzt heisst es: Wanderstöcke einpacken! Denn Sie werden diese brauchen. Die sechsstündige Tour auf den Chinzig Chulm ist anspruchsvoll, und die 1580 Meter Abstieg gehen ziemlich in die Beine. Von der Seilbahn-­ Berg­station Biel Kinzig geht es zuerst knapp 500 Höhenmeter auf den 2073 Meter hohen Gipfel. Aber der Aufstieg durchs Hochgebirge lohnt sich: Von oben ­bietet sich eine schöne Aussicht über das Schächental mit Blick auf den ­Clariden. Nach dem Gipfel folgt ein langer Abstieg in Richtung Muotathal. Auf dem Rückweg kann man sich im Seenalperseeli erfrischen. Noch mehr Energie auftanken lässt sich bei der Alpkäserei Lipplisbüel. Schon vor 4000 Jahren wagte man sich auf den Chinzig Chulm. Aber in die Geschichte ging er ein, als der russische General Suworow mit 20 000 Sol­

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46° 54’ 26.2” N  | 8° 43’ 31.1” E

Start Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Biel, Kinzig Muotathal, Hinterthal 4 h 55 min 14,2 km Aufstieg: 590 m Abstieg: 1580 m Gipfelhöhe 2073 m ü. M.

Summit-Kategorie

daten vom Schächental ins Muotathal über diesen Berg zog. Und heute ist diese Route auch zum Geheimtipp unter Bikern geworden. Wem diese T3-Wanderung zu anspruchsvoll ist: Es gibt zwei verlockende ­Alternativen mittlerer Schwierigkeit. Die eine führt in gut drei Stunden und knapp 7 Kilometer von Biel über das Geissgrätli zum Ratzi, die andere ist eine dreieinhalbstündige Rundwanderung (8,9 km) vom Ratzi über das Geissgrätli zum Kinzigpass. Aber Obacht: Auch dies sind Bergwanderungen und ­erfordern entsprechende Erfahrung.


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46° 16’ 42.5” N  | 7° 08’ 17.6” E

VD L’Argentine

Für SchönwetterWanderer

Foto: ZVG: Nathalie Racheter

Fotos: Vorname Name

Das Sprichwort «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung» gilt hier ausnahmsweise nicht! Denn die Rundwanderung um den Tour de L’Argentine wird nur bei schönem Wetter empfohlen. Von Solalex geht es über Anzeinde in Richtung Col des Essets auf 2026 m ü. M. Unterwegs geniesst man erst den herrlichen Blick auf die

Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Solalex (Bex) 5h 13,1 km Aufstieg: 1010 m Abstieg: 1010 m Gipfelhöhe 2026 m ü. M.

Summit-Kategorie

L’Ecuelle und die umliegenden Gipfel und später auf den Grand Muveran und den Lion d’Argentine. Beim Abstieg vom Col des Essets zurück nach Solalex ist Vorsicht geboten: Falls der Untergrund unterhalb des Roc du Châtelet rutschig ist, halten Sie sich an der vorhandenen Kette fest. Zum Abschluss der anspruchsvollen Tour nehmen Sie im kristallklaren Fluss von Solalex ein Fussbad. Tipp: Hat es an den Tagen zuvor geregnet, können Sie diese Rundwanderung auch gegen den Uhrzeigersinn unternehmen. So vermeiden Sie den heikelsten Teil des Abstiegs zwischen Le Roc du Châtelet und Solalex.

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VS Aletsch Arena

Schritt für Schritt zum Gletscher

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Fotos: Vorname Name Foto: Frederic Huber

Willkommen in der eindrucksvollen Aletsch Arena. Was für eine Kulisse! Die Region ist Teil des Unesco-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch und gilt damit als einzigartige und schützenswerte Landschaft. Auf dieser Wanderung kommen Sie dem Grossen Aletschgletscher ganz nah – und haben ihn gleich bei den ersten Schritten immer im Blick. Der Startpunkt der Route ist die Bergstation der Gondelbahn Bettmerhorn. Von da aus führt der Weg leicht absteigend in Richtung Roti Chumma, und so kommen Wandernde dem Gletscher Schritt für Schritt näher. Über einen in Fels gehauenen Weg mit Steinstufen geht es weiter in Richtung ­Märjela, Märjelensee und schliesslich zur Berghütte Gletscherstube. Nun ist Zeit für eine Rast. In der idyllisch gelegenen Hütte können Sie die Eindrücke des Grossen Aletschgletschers noch einmal Revue passieren lassen. Das Sonnenplateau der Aletsch Arena erreichen Sie anschliessend via Unners oder Obers Tälli. Danach wandern Sie bis Salzgäb und dann bergab auf die ­Fierscheralp – bis Sie auf der Bettmeralp das Ziel erreichen. Die Route führt über felsiges Gelände und erfordert Trittsicherheit. Da die ­Gipfelhöhe auf 2639 Metern über Meer liegt, ist gute Kleidung unbedingt nötig. Die beste Wanderzeit ist zwischen Juni und Oktober.

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46° 24’ 51.8” N  | 8° 04’ 48.4” E

Start Bettmerhorn, Bergstation Gondelbahn Ziel Bettmeralp Dauer 4 h 15 min Distanz 15,3 km Höhenmeter Aufstieg: 305 m Abstieg: 1035 m Gipfelhöhe 2369 m ü. M. Summit-Kategorie

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47° 08’ 33.5” N  | 8° 39’ 49.6” E

ZG Raten

Quer durchs grösste Hochmoor der Schweiz

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net man musikalischen Installationen sowie Erklär- und Erlebnistafeln. Kuhglocken läuten, und typische Geschmäcker des Walds schnuppern machen der ganzen Familie Spass. Am Ziel auf dem Raten gibt es zur Belohnung der Wanderleistung eine weitere Einkehrmöglichkeit und die Aussicht auf die Alpenwelt der Innerschweiz bis ins Glarnerland und nach Deutschland.

Start Biberbrugg, Bahnhof Ziel Raten, Busstation Alosen Dauer 2 h 40 min Distanz 8,5 km Höhenmeter Aufstieg: 455 m Abstieg: 210 m Gipfelhöhe 1077 m ü. M. Summit-Kategorie

Foto: ZVG; Mirko Reichlin

Die ganze Familie fürs Wandern begeistern? Mit dieser Tour funktionierts garantiert! Und falls einige lieber bergab statt rauf laufen: Einfach Start und Ziel tauschen. Unterwegs warten nicht nur Beizli, sondern auch ein Themenweg zum Entdecken und das grösste Hochmoor der Schweiz. Dieses erlangte 1987 nationale Bekanntheit durch die Rothenthurm-Initiative. Deren Annahme verhinderte einen Waffenplatz und sorgte dafür, dass nun alle Moor­ landschaften in der Schweiz unter Schutz stehen. Hier gibt es feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie Seggenrieder oder Schilfröhricht zu entdecken. Früher wurde hier Torf gestochen, um ihn als Brenn­ material zu verwenden, denn es gab zu wenig Holz. Die einfach zu gehende Wanderung beginnt beim Bahnhof Biberbrugg und führt direkt ins Hochmoor. Nach einem leichten Aufstieg folgt der Aussichtspunkt mit dem kleinen Kirchli St. Jost. Früher eine Einsiedelei, heute ein Bergbeizli. Gestärkt geht es weiter in den Wald. Auf dem ­Sinnenweg begeg-


ZH Bachtel

Rundwanderung mit Nervenkitzel Der Bachtelturm, ein märchenhafter Wald und ein geheimnisvoller Felsspalt – das alles bietet diese Wanderung auf den Bachtel. Der Hausberg des Zürcher Oberlands ist mit 1115 m ü. M. die höchste Erhebung zwischen Töss und Glatt. Die Tour startet in Hinwil und führt durch den märchenhaften Wald bis hinauf zum Gipfel. Dort wartet das Restaurant Bachtel-Kulm mit Köstlichkeiten

auf der Sonnenterrasse und einem Kettenkarussell für die Kleinen. Wer die 166 Stufen auf die Aussichtsplattform des Bachtelturms hochsteigt, geniesst den Panoramablick auf das Tösstal, den Zürichsee und Berge wie den Säntis, die Churfirsten oder gar Eiger, Mönch und Jungfrau. Auch der Rückweg bietet Sehenswertes: Die Route führt durch den sagenumwobenen Bachtelspalt.

Man munkelt, der Spalt schliesse sich langsam wieder. Wer wagt es, in den Spalt hinabzuklettern? Nach dem Abstieg via Orn endet die sagenhafte Wanderung wieder in Hinwil. Von dort lohnt sich ein Abstecher von wenigen Minuten, um die Burgruine Bernegg zu entdecken. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert als Rodungsburg aus einfachen Bach­ kieseln errichtet.

26

47° 17’ 41.6” N  | 8° 53’ 10.7” E

Start + Ziel Dauer Distanz Höhenmeter

Hinwil, Langmatt 3h 9 km Aufstieg: 500 m Abstieg: 500 m Gipfelhöhe 1115 m ü. M.

Summit-Kategorie


Spielerisch leicht zur Höchstleistung Wer ist besser, wer ist schneller, wer kommt weiter? Diese Fragen spornen an. Das ist im Sport so – und auch beim Wandern. Bei 26 Summits setzen wir das spielerisch um. Von Marcel Zulauf

V

iereinhalb Stunden zu Fuss, 11,5 Kilometer Distanz und 1960 Meter Auf- und Abstieg: Das sind die Eckdaten der Wanderung auf die Kaiseregg FR (Seite 24). Nach einer solchen Tour spüren Wandernde eine wohlige Schwere in den Beinen und Stolz in der Brust. Wandern macht Spass, ist aber auch eine sportliche Leistung. Das sind Erfolge, die man gerne mit Freundinnen, Bekannten und der WanderCommunity teilt. Das Vergleichen geht bei 26 Summits dieses Jahr ganz einfach: Registrieren unter 26summits.ch/login, einen Nickname wählen und anklicken, ob der Rang öffentlich angezeigt werden soll. Nun kanns losgehen: Auf jedem der 26 erreichten Gipfel den QR-Code scannen oder Buchstaben-Code eingeben. So werden alle Touren, zurückgelegten Distanzen und Höhenmeter erfasst und gemessen. Damit sehen Teilnehmende immer auf einen Blick, wo sie im Vergleich zur 26-Summits-Community stehen und welches die nächsten Herausforderungen sind. Trotz Ranglisten und Vergleichen: Der Spass am Wandern soll stets im Vordergrund stehen. Genauso wie in unserem Leiterlispiel: Mal gehts locker voran, mal ist es anstrengend und man wird ein paar Felder zurückgeworfen. Wir wünschen viel Spass beim Wandern – und beim Spielen. 70 26summits.ch

Spielregeln  Wer die höchste Zahl würfelt, beginnt.

Wandern Sie so viele Felder vorwärts, wie der Würfel anzeigt.  Wer auf den Gipfel will, muss trittsicher sein: Sie müssen darum die genaue Anzahl Schritte würfeln.  Auf Feld Nr. 5 merken Sie, dass sie etwas ­vergessen haben: Zurück auf Feld 1.  Nach der Grillpause kommt die Energie: Vom Feld 8 vorwärts zur Hütte auf Feld 11.  Die Murmeliwiese ist tückisch: Auf Feld 18 ­lauert ein Loch. Zurück auf Feld 2.  Husch über die Hängebrücke: Von Feld 20 gehts direkt zu Feld 22.  Das Bad im kalten Bergsee verleiht Flügel: ­Abflug auf Feld 25, Landung bei den Berg­ kristallen auf Feld 42.  Die Kapelle nicht gewürdigt? Zurück von Feld 29 in den mystischen Wald auf Feld 13.  Wer den Adler stört, muss von Feld 36 zurück auf 33 zu den Steinböcken.  Mutige nehmen die Abkürzung über die wacklige Seilleiter: Von Feld 39 gehts hoch zu Feld 46.  Absturzgefahr kurz vor dem Ziel: Von Feld 47 gehts runter auf Feld 27.

So sind Sie bei 26 Summits dabei Wer sich auf 26summits.ch registriert, sieht die Wanderleistung auf einen Blick. Neu gibt es den Vergleich mit anderen Gipfelstürmerinnen und Gipfelstürmern.

 Registrieren Sie sich auf 26summits.ch/login.  Sie können sich dieses Jahr neu einen

­ ick­name geben und Ihre Summits öffentlich N machen (entsprechendes Feld anwählen).  Scannen Sie auf dem Gipfel den QR-Code oder geben Sie den Buchstaben-Code ein.  Sie sehen auf einen Blick Ihre erreichten ­Gipfel, die zurückgelegte Distanz, die geleisteten Höhenmeter und wo sie im Vergleich zu den ­anderen Wanderinnen und Wanderern stehen.


Mit unserem Leiterlispiel gehts Schritt für Schritt den 26 Gipfeln entgegen.

26summits.ch  71


Das können Sie 26 Summits bietet neben 26 Wanderhöhepunkten auf jedem Gipfel tolle Sofortpreise für alle, die mitmachen. Unter allen registrierten Teilnehmern werden ­zudem der Haupt- und Extrapreis verlost. Lesen Sie hier, wie Sie gewinnen können. So sind Sie bei 26 Summits dabei Registrieren Sie sich auf www.26summits.ch/login. Wählen Sie, ob Sie an der Verlosung teilnehmen wollen. Hinweis: Auch wer sich schon im vergangenen Jahr bei 26 Summits registriert hat, muss die Teilnahme an den Verlosungen nochmals bestätigen. Wenn Sie Ihre Wanderleistung ­öffentlich machen wollen, wählen Sie einen Nickname. So können Sie sich in der Rangliste mit anderen SummitsTeilnehmenden vergleichen. In der persönlichen Login-­ Sektion haben Sie zudem Ihre Summits, gelaufenen Kilometer und erklommenen Höhenmeter ­immer im Blick. Ihre gewonnenen Sofortpreise finden Sie ebenfalls unter der Rubrik 26summits.ch/ login. Mit den dort abrufbaren Codes können Sie die Preise einlösen. Sämtliche Daten werden vertraulich behandelt. 72 26summits.ch

Über 8500 Auf dem Gipfel gilt: Code einscannen und Sofortpreis abräumen

Schweiz-Ferien im Wert von rund 10 000 Franken Unter allen registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlosen wir eine Reise im Engadin, in der Jungfrau Region, in der Aletsch Arena und im Pays de Neuchâtel für 2 Personen mit Übernachtung und Frühstück in je einer Region, in­k­l. sämtlicher Bahntickets. Dazu gibts pro ­Person folgende Ausrüstung von 46 NORD: ­Schuhe, Jacke, Rucksack und eine Trinkflasche. Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2021. Die Gewinner werden anschliessend gezogen und direkt von OCHSNER SPORT kontaktiert.

EXTRA­ PREIS Wer sich bis spätestens am 15. September 2021 unter nimmt www.26summits.ch/login registrier t, 4x4 ack Outb an der Verlosung eines Subaru im Wert von 47 900 Franken teil. t Die Verlosung des Subaru Outback finde t. stat 2021 r mbe am 16. Septe Gewinner werden direkt von Subaru Schweiz kontaktiert.

GIPFEL GESCHAFFT

Faulhorn 2681 m.ü.M

BE

NACH DIESEM AUFSTIEG HAST DU DIR ETWAS VERDIENT! HOLE DIR DEINE BELOHNUNG: Scanne den QR-Code oder gehe auf 26summits.ch/code und gib den Code uHMa ein.

DEIN GIPFELMOMENT Teile deinen Gipfelmoment auf Instagram mit den Hashtags #26summits #unserSportplatz | Du findest uns unter @26.summits

26 GIPFEL, 26 KANTONE, 26 WANDERUNGEN Bei 26 Summits zeigen dir BLICK und OCHSNER SPORT die atemberaubendsten Aussichten der Schweiz. Bist du bereit? Dann mach mit und erobere die 26 Gipfel. Erfahre mehr darüber unter 26summits.ch

Wenn Sie dieses Schild sehen, sind Sie am Ziel! Auf jedem der 26 Gipfel gibts einen Gewinncode. Scannen Sie den QR-Code ein oder tippen Sie den Buchstabencode unter 26summits.ch/code ein – und Sie haben sich den Sofortpreis gesichert. Registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen zudem an der Verlosung des Haupt­ preises und des Extrapreises teil.

Diese Sofortpreise können Sie gewinnen 20 % Rabatt auf das gesamte Outdoor-Sortiment von 46 NORD. Einlösbar bis am 15. November 2021 in allen ­Filialen von OCHSNER SPORT. Nicht gültig auf ­bereits reduzierte Artikel. Nicht kumulierbar. 20 % Rabatt auf alle Trekkingund Wanderschuhe. Einlösbar bis am 15. November 2021 in allen Filialen von OCHSNER SPORT. Nicht gültig auf bereits ­reduzierte Artikel. Nicht kumulierbar. Mikrofasertuch von 46 NORD, Grösse 120 x 150 cm. Einlösbar bis am 15. November 2021 in allen Filialen von OCHSNER SPORT. Solange Vorrat.


gewinnen Sofortpreise Trinkflasche von 46 NORD, Grösse 500 ml. ­Einlösbar bis am 15. November 2021 in allen F­ ilialen von OCHSNER SPORT. Solange Vorrat.

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Tickets für eine Pässefahrt der touristischen PostAuto-Linien in den Zentral­ alpen, inkl. der neuen Wanderkarte für Familien im Gesamtwert von 200 Franken. Keine Barauszahlung möglich. ­Einlösbar mittels Gutschein-Code. ­Tickets gültig vom 26.6.–17.10.2021. Billette für eine Reise mit der welt­ersten Cabrio-Luftseilbahn aufs S ­ tanserhorn. Einlösbar mittels Gutschein-Code. Keine Barauszahlung möglich.

Das Gefühl, wenn du nach all den Strapazen auf dem Gipfel stehst, das atemberaubende Bergpanorama geniesst und dich freust, dass du es geschafft hast – der Gipfelmoment ist ein ­magischer Augenblick. Als OCHSNER SPORT CLUB Mitglied oder Neu-Mitglied kannst du diesen Sommer den magischen Moment des erfolgreichen Besteigens deines Lieblings-Summits mit OCHSNER SPORT teilen. Sende dazu einfach ein Bild von deinem Gipfelmoment und lass dich durch OCHSNER SPORT und 46 NORD für deine nächste Wanderung ausrüsten. OCHSNER SPORT verlost von April bis Oktober monatlich ein «Wander-Sorglospaket» mit einer Outdoor-Jacke, Wanderschuhen, Rucksack und Trinkflasche im Wert von 500 Franken. Teilnehmen kannst du einfach über ochsnersport.ch/26summits oder diesen QR-Code:

Raus in die Natur mit 46 NORD 46 NORD macht Lust auf die Welt da draussen. Mit einer frischen Outdoor-Kollektion, die den Abenteurer und Ausreisser in dir weckt. Entwickelt von Spezialisten, die wissen, wie man Fashion und Performance zu unverwechselbaren Eyecatchern verbindet. Innovative Materialien, raffinierte Funktionen und trendige Schnitte bringen dich auf und neben den Trails in Schwung, in Topqualität und zu attraktiven Preisen. Ab auf den nächsten Summit: ochsnersport.ch/46nord.


Leichtes Gepäck – und das Wohnmobil Von Gabriel Vetter

Für eine gelungene Wanderung braucht man eigentlich nichts, ausser einem Paar Füsse und ein bisschen Zeit. Okay, das stimmt nicht ganz. Man braucht noch ein paar andere Sachen, damit eine Wanderung gelingt. Gute Schuhe, zum Beispiel. Schuhe braucht man. Idealerweise natürlich Wanderschuhe. Klar: Man kann eine sechsstündige Gipfelbesteigung theoretisch durchaus mit Flip-Flops angehen, aber dann braucht man wirklich gute Socken. Also: Für eine Wanderung benötigt man nichts, nur Füsse, Zeit und Wanderschuhe. Wobei, natürlich wäre es gut, nicht irgendwelche Wanderschuhe anzuziehen, sondern atmungsaktive, oder wenigstens wasserabweisende. Am besten beides. Und apropos Wasser: Man sollte schon auch wetterfeste Kleider mitnehmen auf eine Wanderung, man weiss ja nie. Einen Regenschutz zum Beispiel oder eine Pelerine oder einen Regenschirm. Wer ganz ­sicher sein will, nimmt alles mit. Wiegt ja quasi nichts heutzutage.

Bei Wanderungen, die länger als zehn Minuten dauern, habe ich mir auch angewöhnt, ein Pflaster einzupacken wegen den Blasen an den Füssen. Überhaupt ist eine kleine Taschenapotheke immer hilfreich auf Wanderungen. Da passt dann auch gleich die Nagelschere, die Lippenpomade und das Sackmesser rein. Beziehungsweise natürlich nur das kleine Sackmesser, denn das grosse Sackmesser, jenes mit der Säge und der Lupe und der Öse, das kommt vorne in den Rucksack neben den Proviant, denn irgendwie muss man die ganzen Cervelats, den Emmentaler, den Sonntagszopf und die Gurken ja schneiden, die man nebst den Cherrytomaten und der Nussmischung in einem der acht eingepackten Tupperware-Boxen als Proviant dabeihat.

Gabriel Vetter Gabriel Vetter (38) ist ein Schriftsteller und ­Kabarettist aus Schaffhausen. Er wurde 2004 beim grössten Poetry Slam Europas in Stuttgart zum «Slammer des Jahres», gewann 2006 den Salzburger Stier und ist seit 2012 regelmässig im Schweizer Radio SRF 1 zu hören. Sofern es die Corona-Massnahmen zulassen, ist Gabriel Vetter mit seinem Programm «HOBBY – Stand up» auf Schweizer Bühnen unterwegs.

Womit wir beim Rucksack wären, denn einen Rucksack brauchts selbstverständlich, nur schon dafür, um den Regenschutz und die Pelerine und den Regenschirm darin zu ver­ stauen, falls es dann doch nicht regnet, was wir nicht hoffen wollen, denn für irgendetwas nehmen wir die ganze Regen­ ausrüstung ja mit.

Voilà. Und schon kanns losgehen! Man braucht also für eine Wanderung nichts ausser Schuhen, Zeit, Regenkleidung und ­einen Rucksack. Wobei, da fällt mir ein: Es sollte nicht irgendein x-beliebiger Rucksack sein. Der Rucksack muss kleine ­Aussentaschen haben, damit man leicht an die Sonnencreme kommt. Denn die Sonnencreme muss nämlich auch mit, das 74 26summits.ch

ist klar. Und After-Sun-Lotion. Und ein Zecken-Spray. Und die Sonnenbrille muss mit, und ein Hut muss mit, und ein Päckli Nastücher.

Und weil zu Cherrytomaten auch hart gekochte Eier vorzüglich passen, packe ich auf Wanderungen immer einen Sechser-Karton Freilandeier ein. Und einen Gaskocher. Und eine Pfanne. Denn ich mag hart gekochte Eier am liebsten, wenn sie ganz frisch gekocht sind, vor allem auf Wanderungen. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Und: Einen Gaskocher sollte man sowieso auf jede Wanderung mitnehmen, denn der ist sehr praktisch, um das Wasser für die 1,5-Liter-Bettflasche zu wärmen, die auch auf keiner Wanderung fehlen darf. Schliesslich wird es auch in einem Wohnmobil mit Standheizung und FedernDuvet nachts etwas kühl. Und wer würde schon ohne Wohnmobil mitsamt komplettem Hausrat auf eine Wanderung aufbrechen wollen? Also ich nicht! Denn in einem Wohnmobil muss ich nicht mal Socken oder Schuhe anziehen. Flip-Flops reichen da problemlos. Eben: Das ist doch genau das Schöne am Wandern. Dass man fast nichts mitnehmen muss. Nur ein volles Wohnmobil, und fertig. Sage ich doch: Ich mag es, wenn es simpel ist.

Foto: Roland Schmid

Ich wandere sehr gerne. Und ich wandere sehr gerne leicht, will heissen: mit möglichst wenig Sachen. Denn genau das ist ja das Schöne am Wandern: dass es so einfach ist. Dass man für eine noch so ausgedehnte Wanderung keine ausufernde Materialschlacht veranstalten muss.