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Das im Renaissance-Stil errichtete Bremer Rathaus am Marktplatz.

Route 2: Welterbe zwischen Weser und Fulda Wohl kaum eine Stadt wird so sehr durch eine Statue charakterisiert wie Bremen durch den Roland. Die fünfeinhalb Meter hohe Statue aus Stein wurde ursprünglich im Jahre 1404 als Symbol für die Rechte und Privilegien der Freien Reichsstadt Bremen auf dem Marktplatz errichtet. Derartige Statuen waren in deutschen Städten und Gemeinden häufig anzutreffen. Der Roland ist die älteste von ihnen und wird mit dem Markgrafen der Bretagne assoziiert, einem Paladin von Karl dem Großen. Zusammen mit dem Rathaus verkörpert er den Willen der Bremer Bürger zur politischen Autonomie. 1405 bis 1408 im gotischen Stil errichtet, erhielt das Rathaus zweihundert Jahre später eine neue Fassade, die zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt. Der Marktplatz kann leicht vom Ringhotel Munte am Stadtwald in Bremen sowie dem Ringhotel Fährhaus Farge in Bremen-Farge erreicht werden.

Dom von Hildesheim und Fagus-Werk in Alfeld Von Bremen fährt man über die A27 und A7 in rund anderthalb Stunden in das 150 Kilometer entfernte Hildesheim. Der Dom der Stadt, die seit 815 Bischofssitz ist, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Auf den Fundamenten der dort ursprünglich gebauten Marienkapelle sowie einer kleineren Basilika entstand ab 872 der Hildesheimer Mariendom. 1046 durch einen Brand zerstört,

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48 | Heimat & Genuss

Der Godehardschrein (um 1140) im Hildesheimer Dom.

wurde er gegen Ende des 11. Jahrhunderts wiederaufgebaut und in den folgenden Jahrhunderten kontinuierlich erweitert. Berühmt ist der tausendjährige Rosenstock, der an der Außenwand der Apsis im Innenhof des Kreuzgangs wächst. Der Legende um Bistumsgründer Ludwig den Frommen zufolge geht er auf das Jahr 815 zurück. Selbst die fast vollständige Zerstörung des Doms im Zweiten Weltkrieg, der zwischen 1950 und 1960 wiederaufgebaut wurde, überlebte der Rosenstock wie durch ein Wunder unbeschadet.

Das mehr als 100 Jahre alte Fagus-Werk in Alfeld ist ein früher Entwurf des späteren Bauhaus-Gründers Walter Gropius.

Während der Dom von Hildesheim ein Stein gewordener Ausdruck des christlichen Glaubens ist, stellt das 30 Kilometer weiter südlich in Alfeld gelegene Fagus-Werk ein Manifest der „Neuen Sachlichkeit“ dar, dem architektonischen Vorläufer des vor hundert Jahren gegründeten Bauhauses. 1911 beauftragte der Industrielle Carl Benscheidt den damals noch nicht einmal 30-jährigen Walter Gropius, den späteren Stararchitekten des Bauhauses, und seinen Mitarbeiter Adolf Meyer mit dem Bau seiner neuen Schuhleistenfabrik in Alfeld. Der Name der Fabrik leitet sich aus dem lateinischen Wort „Fagus“ für Buche ab. Aus diesem Material wurden die Schuhleisten hergestellt, ehe sich in den 1970er-Jahren Kunststoffe durchsetzten. Mit der Konstruk-

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