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Internationaler Wettbewerb für Regie & Bühnengestaltung in Graz/Styria

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TERMINE OPENING

22. NOVEMBER 2012

SEMIFINALE

10. BIS 11. JÄNNER 2014

AUSSENDUNG DER WETTBEWERBSUNTERLAGEN ANMELDE- UND EINSENDESCHLUSS STUFE 1 (Bekanntgabe der Semifinale-Teams) VORLAGE DER KONZEPTE FÜR SEMIFINALE ROUND TABLE

ABGABE DER BÜHNENGESTALTUNGSPLÄNE UND KOSTÜMENTWÜRFE BESPRECHUNGEN FINALE-TEAMS MIT DEN PRODUKTIONSLEITERN von art & event und ​Technischer Direktion Schauspielhaus SZENISCHE PROBEN GENERALPROBEN

FINALE

Anfang Dezember 5. August Mitte September 2. Jänner 10. Jänner

2012 2013 2013 2014 2014

Ende Februar 2014

März bis April 2014 22. bis 28. Mai 2014 28. und 30. Mai 2014

30. MAI BIS 1. JUNI 2014

PREISE im Finale

EUR 3.000

RING AWARD

Preis des Landes Steiermark ermittelt durch die Ring Award-Jury, vergeben an das Team Stoiber/Schneider

EUR 18.000 EUR 6.000 Preisgeld für jedes der drei Finale-Teams

EUR 3.000

ermittelt durch die Ring Award-Jury, Preis der Stadt Graz vergeben an das ermittelt durch die Intendanten-Jury, Team Stoiber/Schneider vergeben an das Team Stoiber/Schneider Inszenierungsangebot einschließlich Bühnen- und Kostümgestaltung an EUR 1.500 einer der Grazer Spielstätten Publikumspreise

SONDERPREISE in Form von Inszenierungsangeboten einschließlich Bühnen- und Kostümgestaltung in Gesamthöhe von zirka

EUR 180.000 wurden von folgenden Theatern oder Opernhäusern vergeben: DEUTSCHE OPER BERLIN, vergeben an das Team Stoiber/Schneider durch Intendant Dietmar Schwarz STAATSTHEATER KARLSRUHE, vergeben an das Team Stoiber/Schneider durch Generalintendant Peter Spuhler STAATSTHEATER NÜRNBERG, vergeben an das Team Stoiber/Schneider durch Intendant Peter Theiler THEATER AN DER WIEN, vergeben an das Team Lutz/Maraval durch Intendant Roland Geyer STAATSTHEATER COTTBUS (1. Publikumspreis), vergeben an das Team Lutz/Maraval durch Intendant Martin Schüler

WEITERE PREISE Die Komische Oper Berlin vergab einen Preis im Wert von EUR 1.500 an das Team Stoiber/Schneider, das auch den Zusatzpreis der Intendantenjury im Wert von EUR 2.000 erhielt, gestiftet vom Richard-Wagner-Verband International und übergeben von dessen Präsidenten Thomas Krakow. Den Zusatzpreis der KUG (Ring-Award-Jury) in Höhe von EUR 2.000 überreichte Robert Höldrich, Rektor der Kunstuniversität Graz, dem Team Lutz/Maraval, der zweite Publikumspreis (EUR 1.000) erging an das Team Turdén/Moberg, und der dritte Publikumspreis (EUR 500) wurde an das Team Stoiber/Schneider vergeben.

PREISE im Semifinale

Anerkennungspreis für jedes Semifinale-Team EUR 2.200 Intendantenpreis Publikumspreis

EUR EUR EUR

26.400 1.000 1.500

SUMME DER PREISE Sechs Inszenierungsangebote in Gesamthöhe von zirka sowie Preisgelder in Höhe von 2

EUR 180.000 EUR 59.900


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RING AWARD-JURY ELISABETH SOBOTKA

INTENDANTIN, OPER GRAZ, VORSITZ PHILIP BRÖKING

JÖRG KOSSDORFF

OPERNDIREKTOR, KOMISCHE OPER BERLIN

BÜHNENGESTALTER, GRAZ

GERHARD BRUNNER

STEPHAN MÖSCH

DIREKTOR, ARTS ADMINISTRATION, ZÜRICH

HOCHSCHULE FÜR MUSIK KARLSRUHE ›OPERNWELT‹, BERLIN

SERGE DORNY

DIETMAR SCHWARZ

DIRECTEUR GÉNÉRAL, OPÉRA DE LYON

INTENDANT, DEUTSCHE OPER BERLIN

PETER KONWITSCHNY

PETER SPUHLER

REGISSEUR

GENERALINTENDANT, STAATSTHEATER KARLSRUHE

INTENDANTEN-JURY ANNA BADORA

INTENDANTIN, SCHAUSPIELHAUS GRAZ, VORSITZ DOMINIQUE MENTHA

OLE WIGGO BANG

INTENDANT, VÄRMLANDS OPERAN, KARLSTAD

INTENDANT, LUZERNER THEATER

AVIEL CAHN

INTENDANTIN, OPER KÖLN

BIRGIT MEYER

INTENDANT, OPERA VLAANDEREN, ANTWERPEN/GENT

SVEN MÜLLER

INTENDANT, OPER KOPENHAGEN

ROLAND GEYER

FLORIAN SCHOLZ

INTENDANT, THEATER AN DER WIEN

INTENDANT, STADTTHEATER KLAGENFURT

TATJANA GÜRBACA

MARTIN SCHÜLER

REGISSEURIN

INTENDANT, STAATSTHEATER COTTBUS

MICHAEL KLÜGL

PETER THEILER

INTENDANT, STAATSOPER HANNOVER

INTENDANT, STAATSTHEATER NÜRNBERG

EINREICHUNGEN 91 TEAMS 196 TEILNEHMER 29 NATIONEN Jedes der 91 Teams reichte bis Anfang August 2013 ein komplettes Regiekonzept mit Bühnenbildentwürfen, Figurinen, Storyboard und Kurzzusammenfassung für die gesamte Oper »Der Freischütz« ein. Alle eingesandten Unterlagen waren während der beiden Finale-Tage in einer Ausstellung im Redoutensaal des Schauspielhauses zu besichtigen.

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PROGRAMM 30. MAI

19.00 UHR 22.00 UHR

GET-TOGETHER | SCHAUSPIELHAUS GRAZ | für alle Künstler, Mitarbeiter und Gäste JURY EMPFANG | OPER GRAZ

31. MAI 10.00 UHR

ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG | SCHAUSPIELHAUS GRAZ

Künstlerische Umrahmung durch: NIKOLAUS HABJAN, Klappmaulpuppenspieler: „Das Triangel“ (Lied von Georg Kreisler), Begleitung: DANIEL NGUYEN

BEGRÜSSUNG

HEINZ WEYRINGER, Intendant RING AWARD ANNA BADORA, Intendantin Schauspielhaus Graz NIKOLAUS HABJAN: „DIE DIVA“ im Gespräch mit Frau Gisela Hering (Puppe)

GRUSSWORTE KATHARINA WAGNER, Festspielleiterin Bayreuth, DR.IN BETTINA VOLLATH, Landesrätin Steiermärkische Landesregierung, NIKOLAUS HABJAN: „Ich pfeife auf die Oper“ (Kunstpfeifen); Camille Saint-Saens, „Samson und Dalilah“ „Mon Coeur“, Begleitung: DANIEL NGUYEN

HOMMAGE À GERARD MORTIER 10.45 UHR

Einführende Worte ALBRECHT THIEMANN, Opernwelt Laudatio auf Gerard Mortier MICHAEL HANEKE, Regisseur und Oscar-Preisträger

VERLEIHUNG DES MORTIER AWARD Symbolische Preisübergabe an SYLVAIN CAMBRELING, Dirigent und Generalmusikdirektor Oper Stuttgart, durch ALEXANDER POLZIN und HEINZ WEYRINGER

DANKESWORTE SYLVAIN CAMBRELING und HEINZ WEYRINGER

11.30 UHR

„DER FREISCHÜTZ“, 2. AKT | SCHAUSPIELHAUS GRAZ TEAM A DAN TURDÉN (SWE) / MARIE MOBERG (DK) / GESANGSTEAM GRAZ

Im Anschluss: SPEAKERS´ CORNER

12.30 UHR

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG ALLER WETTBEWERBSEINREICHUNGEN | SCHAUSPIELHAUS GRAZ

13.00 UHR

EMPFANG DURCH DEN LANDESHAUPTMANN DER STEIERMARK, MAG. FRANZ VOVES | BURG

15.00 UHR

SCHULPROJEKT Oper Aktiv! zu „Lohengrin“ | OPER GRAZ

16.30 UHR

„DER FREISCHÜTZ“, 2. AKT | SCHAUSPIELHAUS GRAZ TEAM B VERENA STOIBER (D) / SOPHIA SCHNEIDER (D) / GESANGSTEAM MÜNSTER/DETMOLD Im Anschluss: SPEAKERS´ CORNER

17.30 UHR

„LANDPARTIE“ Eine Einladung für die Ring Award- und Intendanten-Jury zu einer kulinarisch-kulturellen Entdeckungsreise in das südsteirische Weinland „SPEAKERS´ CORNER“ Das Team stellt sich Fragen aus Publikum und Jury im Redoutensaal des Schauspielhauses.

01. JUNI 10.30 UHR

„DER FREISCHÜTZ“, 2. AKT | SCHAUSPIELHAUS GRAZ TEAM C CHRISTIANE LUTZ (D) / NATASCHA MARAVAL (A) / GESANGSTEAM MÜNCHEN

Im Anschluss SPEAKERS´ CORNER

11.15 UHR

JURYBERATUNG

12.15 UHR

PREISVERLEIHUNG RING AWARD

13.00 UHR

ERFRISCHUNG UND IMBISS | SCHAUSPIELHAUS GRAZ

Preis des Landes Steiermark | Preis der Landeshauptstadt Graz | zwei Zusatzpreise von KUG und RWVI | sechs Sonderpreise vergeben von Intendanten | MODERATION: CLAUDIA und LAURA WEYRINGER auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Graz, MAG. SIEGFRIED NAGL; Möglichkeit zu Gesprächen mit den drei Finale-Teams und den Jurymitgliedern 2


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BEGRÜSSUNGSREDE Lieben Dank, Nikolaus Habjan, für Deine besondere Einbegleitung mit diesem Lied von Georg Kreisler, bekannt für seinen tiefsinnigen schwarzen Humor und seinen Sprachwitz. Meine Damen und Herren, einen herrlichen Guten Morgen zur Eröffnung des Ring Award 14 hier im Grazer Schauspielhaus. Was wäre ein Theater ohne die Präsenz, ohne das aktive Miterleben der Zuschauer? Erst durch diese Gemeinsamkeit bekommt Theater einen Sinn. Daher begrüße ich Sie, verehrtes Publikum, auf der einen Seite des Vorhanges und unsere Finalisten und Finalistinnen auf der anderen Seite des Vorhanges, heute zuerst und ganz besonders herzlich. Unsere jungen Theatermacher haben hier in Graz die Möglichkeit, ihre Gedanken, ihre Ideen, aber auch ihre Träume zu realisieren. Nichts Zeitgeistiges soll dabei entstehen, sondern Zeitgemäßes – auf der Höhe der Zeit, denn jetzt und hier wollen wir Theater spielen. Die große Resonanz dieses singulären Wettbewerbes spiegelt sich in der hohen Zahl bisheriger Teilnehmer/innen von 1039 jungen Künstler/innen aus 48 Nationen wider. Öffnen wir die Augen und Ohren, aber auch unser Herz, lasst uns neugierig und aufmerksam sein, vielleicht bringt es auch uns so Einiges zum Nach- und Überdenken. Den Kulturpolitikern des Landes Steiermark und der Stadt Graz, den politischen Ermöglichern dieses weltweiten Wettbewerbes, sei großer Dank gesagt, verbunden mit der klaren Bitte, seine Fortführung, wenn auch vielleicht in abgeänderter Form, auch weiterhin zu ermöglichen, denn Kulturförderungen sind Investitionen in die Kreativität und Zukunft einer Stadt und eines Landes. RING AWARD 2014, was bedeutet das? Seit 1996 Aufbau einer Erfolgsgeschichte mit über 1000 Teilnehmern, jungen Theatermachern aus 48 Nationen, einem unglaublichen Netzwerk an Intendanten, Journalisten, opernaffinen Kulturschaffenden und nicht bezifferbaren Unterstützern, und das alles weltweit. Die jungen Künstler und Künstlerinnen, die am Wettbewerb teilnahmen und ihr Können und ihre Ideen zeigten, sind heute in Berlin, Brüssel, Frankfurt, London, Wien, Zürich usw. tätig. Sei es im Fach Regie, Bühnenbild oder „einfach“ im weitverzweigten Theaterbetrieb. Nahezu alle geben an, dass die Teilnahme an diesem Wettbewerb für sie eines der prägendsten und wichtigsten Ereignisse ihres beruflichen Werdegangs war. Was bedeutet das für uns – die Ring Award-Organisatoren und für die Politik als Geldgeber und damit Weichensteller? Zunächst einmal Verantwortung. Auch weiterhin muss den nächsten Generationen in diesem Metier die Chance des Sich-Behauptens und -Beweisens, des Sprungs von der Theorie in die Praxis gegeben werden. Wer stehen bleibt und zurück schaut, hört auf, an die Zukunft zu glauben, sie zu gestalten, etwas zu bewegen. Der Wettbewerb ist hinsichtlich seiner organisatorischen Konzeption in die Jahre gekommen. Der siebente Wettbewerb sollte uns auch daran erinnern, über neue Strukturen und Rahmenbedingungen nachzudenken, denn heute kann uns noch niemand sagen, ob es einen nächsten Ring Award geben wird. Immerhin sind wir dankenswerterweise zurzeit zu diesen grundsätzlichen Themenkreisen in konstruktiven Gesprächen mit Stadt und Land mit dem Ziel, eine strukturelle Absicherung zu erreichen. Gerard Mortier, dem heute der Vormittag der zentrale Platz gewidmet ist, hat gesagt: „Wenn etwas nicht geht, gibt es natürlich immer viele Gründe und Zwänge. Aber meistens scheitern Projekte am Nicht-genügend-Wollen“. Es beginnt mit dem Wollen! Und WIR WOLLEN alle gemeinsam den Ring Award 17! 3

Heinz Weyringer


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TEAM A DAN TURDÉN & MARIE MOBERG MAN GEHT LEICHT FEHL – IM WALD OHNE ZIEL SAMSTAG 31. MAI 2014 In unserer Interpretation des »Freischütz« beleuchten wir das schwache Selbstwert11.30 UHR

gefühl des modernen Menschen und unser zweideutiges Verhältnis zum Wald, zur Natur. Zu Webers Zeit, die ironischerweise auch den Beginn der industriellen Revolution bedeutete, wurde der Wald als eine eigene, beseelte Kraft verehrt. Wir betrachten den Wald nicht mehr als einen Lebensraum, sondern als Einkommensquelle oder Touristenattraktion. Hier trifft sich Webers Zeit mit der heutigen, nachdem beide Betrachtungswinkel stark romantisiert sind. Mitten in einem Fichtenwald, der von frischer Natur im ersten zum Kahlschlag im dritten Akt wechselt, erleben wir Max und Agathes Reise von anfänglichen Beziehungsproblemen bis zur bloßen Erkenntnis, dass man sich nicht liebt. Die Anforderungen, die die Gesellschaft an sie stellt, in Kombination mit ihrem schwachen Selbstwertgefühl, sind die Ursachen für seine Unsicherheit und ihren Kummer. Sie können über Liebe reden, sind aber unfähig, sie zu empfinden. Max begreift den Zusammenhang zwischen Anstrengung und Resultat nicht und versucht stattdessen alle schnellen Problemlösungen: Verleugnung, Drogen (Freikugeln) und Selbstmord. Es braucht den Eremiten, bei uns Weber selbst, um das Drama zu beenden und uns allen Zeit zu geben, über unsere Natur nachzudenken.

DAN TURDÉN studierte zuerst Schauspiel und dann Opernregie an der University of Arts in Stockholm. Er war Regieassistent bei der RING-Inszenierung an der Värmlands Operan 2011 und hat mit seiner Kompanie Kamraterna (Kameraden) u.a. »Zaide« und »Les Mamelles de Tirésias« inszeniert. DJ Samiels mobile Soundanlage (Techno-Komposition: Eric Sjögren)

Agathe im Jagdhochstand (Detail Bühnenmodell)

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MARIE ABILDGAARD MOBERG hat ihren Bachelor in Theaterwissenschaften mit einem Austausch am Barnard and Columbia Architecture Department, New York, NY kombiniert. Sie studiert nun Bühnenbild an der University of Arts in Stockholm und hat 2013 mit Dan Turdén »Les Mamelles de Tirésias« inszeniert.


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Wolfsschluchtszene

GESANGSTEAM DER OPER GRAZ Agathe: MARGARETA KLOBUČAR Musikalische Leitung und Klavier: MASSIMO PARISE Ännchen: TATJANA MIYUS Teamverantwortliche und Teambetreuung Ring Award: Max: TAYLAN REINHARD BIRGIT AMLINGER Kaspar: WILFRIED ZELINKA Eremit/Carl Maria von Weber: LUKAS STÖGER MITGLIEDER DES EXTRACHORES DER OPER GRAZ

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TEAM B VERENA STOIBER & SOPHIA SCHNEIDER „ES GIBT EINEN ALTEN WAHN, DER HEISST GUT UND BÖSE“ FRIEDRICH NIETZSCHE SAMSTAG 31. MAI 2014 16.30 UHR »Der Freischütz« ist eine Oper über den Kampf von Gut und Böse. Ausgetragen

wird dieser über den Konflikt zwischen dem guten Jäger Max und dem bösen Jäger Kaspar, wobei die Grenze zwischen Gut und Böse zunehmend verschwimmt, da Max immer stärker von finstren Mächten angezogen wird. Eingesperrt in der Enge eines auf alter Ideologie gebauten Raumes, befindet er sich in einer tiefen Identitätskrise. Er entfremdet sich mehr und mehr von seiner Verlobten Agathe, die ihre Erfüllung in religiösem Übereifer zu finden scheint. Max wird von Versagensängsten und Wahnvorstellungen geplagt, und es wird immer deutlicher, dass es seine eigene dunkle Seite ist, die Besitz von ihm ergreift.

VERENA STOIBER studierte Schauspiel- und MusiktheaterRegie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Seit 2010 arbeitet sie als Regieassistentin und Abendspielleiterin an der Staatsoper Stuttgart.

Entwurf Semifinale Überarbeiteter Entwurf Finale

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SOPHIA SCHNEIDER studierte Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Freie Kunst an der Ecole supérieure des arts décoratifs Strasbourg. Seit 2011 assistiert sie unter anderem an der Staatsoper Stuttgart sowie der Ruhrtriennale und arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin.


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Wolfsschluchtszene

GESANGSTEAM MUSIKHOCHSCHULEN MÜNSTER UND DETMOLD Agathe: FRANZISKA GIESEMANN Ännchen: SARAH DAVIDOVIC Max: SEBASTIANO LO MEDICO Kaspar: DAE JIN KIM KUG-CHOR UNTER DER LEITUNG VON FRANZ JOCHUM

Musikalische Leitung | Klavier: HYOLIM CHI Teamverantwortliche: JEANNETTE HUGUESSCHWEGMANN Teambetreuung Ring Award: WALTER BERNHART

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TEAM C CHRISTIANE LUTZ & NATASCHA MARAVAL IRGENDEIN JENSEITS GAB ES IMMER SONNTAG 1. JUNI 2014 Ein Riss ist durch den Salon des Biedermeier gegangen. Ausgelöst von der Erschüt10.30 UHR terung der Napoleonischen Kriege, die ein Weltbild ins Wanken brachten: die den Himmel einstürzen ließen und zeigten, was darüber war. Nichts. Nicht jeder sieht diesen Riss, doch manche sehen nichts mehr außer ihn – so die gerade aus dem Krieg heimgekehrten Soldaten Max und Kaspar. Sie stehen für die entsetzte Jugend, die, zur Erfahrung des Tötens gezwungen, die Sinnlosigkeit des Lebens spüren gelernt hat. Sie sind unfähig, zurück in das ihnen bizarr harmlos erscheinende Leben zu finden. Vom Himmel verlassen. In des Zufalls Hand verfallen. Max fürchtet weniger, beim Probeschuss zu versagen, als mit dem Sieg umgehen zu müssen. Denn wer könnte dem blinden Zufall, der unser Leben regiert, etwas Nennenswertes entgegensetzen? So nehmen es Max und Kaspar auf mit dem Nichts und liefern sich in radikaler Ratlosigkeit dem Zufall aus: Sie spielen Russisch Roulette. Auch dies ein Probeschuss. Einer, der das Leben auf die Probe stellt. Doch Max verreißt den Lauf, der Schuss kracht in die Rückwand. Die Bühne ist ein durch diesen anfänglichen Schuss zerrissenes biedermeierliches Lektürekabinett – das klaffende Loch wird zum Abgrund, über dem Max steht: zur Wolfsschlucht, in der er um Agathe kämpft und um seinen Platz in der Welt. CHRISTIANE LUTZ Zum Studium der Musiktheaterregie nach Wien gezogen, gehörte sie als Assistentin zunächst dem Ensemble des Theaters Lübeck, dann der Oper Graz an. Nun lebt sie erneut in Wien, schreibt Stücke und führt Regie.

Dresdner Lektürekabinett Die Wolfsschlucht

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NATASCHA MARAVAL Sie beendete nach der Höheren Technischen Lehranstalt Textil in Wien ihr Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Es folgten Assistenzen für Ausstattung und Kostüme: Theater St. Gallen, Schauspielhaus und Oper Graz, Wiener Staatsoper, Salzburger und Bregenzer Festpiele. Sie lebt in Wien.


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Wolfsschluchtszene

GESANGSTEAM RICHARD WAGNER VERBAND MÜNCHEN Agathe: JULIA KRIEGER Ännchen: LAURA FAIG Max: MORITZ KUGLER Kaspar: CARL RUMSTADT Eremit: JÁNOS MISCHURETZ Samiel: CHRISTOPH BÖSCH

Musikalische Leitung und Klavier: TOBIAS JACKL Teamverantwortliche: MONIKA UND KLAUS WEBER Teambetreuung Ring Award: CLAUDIA WEYRINGER

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PREISVERLEIHUNG DER RING AWARD und PREIS DES LANDES STEIERMARK ermittelt durch die Ring Award-Jury (Vorsitz: Intendantin ELISABETH SOBOTKA) und überreicht durch Kulturlandesrat DR. CHRISTIAN BUCHMANN

v.l.n.r.: Heinz Weyringer, Sophia Schneider, Verena Stoiber, Elisabeth Sobotka

v.l.n.r.: Sophia Schneider, Christian Buchmann, Verena Stoiber

PREIS DER STADT GRAZ ermittelt durch die Intendanten-Jury (Vorsitz: Intendantin ANNA BADORA) und überreicht durch Stadtrat DR. GERHARD RÜSCH

v.l.n.r.: Michael Klügl, Verena Stoiber, Sophia Schneider, Gerhard Rüsch

Ring Award-Gewinner Stoiber/Schneider mit Gesangsteam

v.l.n.r.: Claudia Weyringer, Heinz Weyringer, Verena Stoiber, Sophia Schneider, Laura Weyringer

Moderation: Claudia und Laura Weyringer

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VERGABE DER SONDERPREISE durch INTENDANT DIETMAR SCHWARZ Deutsche Oper Berlin

GENERALINTENDANT PETER SPUHLER Staatstheater Karlsruhe

v.l.n.r.: Verena Stoiber, Sophia Schneider, Dietmar Schwarz

v.l.n.r.: Sophia Schneider, Peter Spuhler, Verena Stoiber

INTENDANT ROLAND GEYER Theater an der Wien

INTENDANT PETER THEILER Staatstheater Nürnberg

v.l.n.r.: Natascha Maraval, Roland Geyer, Christiane Lutz

v.l.n.r.: Verena Stoiber, Peter Theiler, Sophia Schneider

PRÄSIDENT THOMAS KRAKOW überreicht den Preis des RWVI ermittelt durch die Intendanten-Jury

INTENDANT MARTIN SCHÜLER Staatstheater Cottbus überreicht von Andrea Engassner (1. Publikumspreis)

v.l.n.r.: Verena Stoiber, Thomas Krakow, Sophia Schneider, Anna Badora

v.l.n.r.: Natascha Maraval, Andrea Engassner, Christiane Lutz

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GERARD MORTIER

MORTIER AWARD 2014

Der RING AWARD und die Zeitschrift ›Opernwelt‹ haben gemeinsam einen Preis für Musiktheater ins

Leben gerufen – den ›Mortier Award‹, benannt nach dem belgischen Opern- und Festival-Intendanten Gerard Mortier, der zugleich der erste Preisträger ist. Wegen seines tragischen Todes im März 2014 muss der erste ›Mortier Award‹ im Rahmen einer ›Hommage‹ verliehen werden, am Samstag, dem 31. Mai 2014, zur Eröffnung des RING AWARD 14-Finales im Grazer Schauspielhaus. Als Laudator wird der Oscar-Preisträger Michael Haneke das Wort ergreifen. Übernommen wird der Preis von Sylvain Cambreling, dem treuen Weggefährten Mortiers.

Mit dem ›Mortier Award‹ sollen die Anregungen und Impulse eines großen Vordenkers und Gestalters gewürdigt werden, für den Musiktheater eine vitale Kunstform war, die um Grundfragen der menschlichen Existenz kreist. Die Stiftung des ›Mortier Award‹ ist dem RING AWARD ein besonderes Anliegen, hat Gerard Mortier doch vor allem die frühere Entwicklungsphase des Wettbewerbs entscheidend mitgeprägt. Als Mitglied der Jury hat er sich stets außerordentlich intensiv mit den jungen Wettbewerbsteilnehmern und ihren Arbeiten fördernd und beratend auseinandergesetzt. Mortier hat als Wegbereiter der Erfolgsstory des RING AWARD den Wirkungskreis des Wettbewerbs wegweisend ausgeweitet. Mit dem neuen ›Mortier Award‹ setzt der RING AWARD somit ein Zeichen der Anerkennung verbunden mit dem Auftrag, auch zukünftig wertvolle Arbeit im Dienste eines innovativen Musiktheaters zu leisten.

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REDE ZUR VERLEIHUNG DES MORTIER AWARD FÜR MUSIKTHEATER ALBRECHT THIEMANN Lieber Gerard Mortier, wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Mit diesen Fragen beginnt Ernst Bloch sein philosophisches Hauptwerk, «Das Prinzip Hoffnung». Das waren auch für Sie wesentliche Fragen. Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Immer wieder, immer wieder neu haben Sie über das nachgedacht, was wir, um einen Romantitel von André Malraux zu zitieren, La condition humaine nennen. Geburt und Tod, Liebe und Hass, Angst und Wahn, Ich und Du – die großen Themen der Philosophie und der Künste, es waren Ihre Themen. Und Sie haben es immer wieder geschafft, sie zu unserer Sache zu machen. Mit neugierigen Augen, wachem Ohr, offenen Armen. Scharfsinnig und streitlustig; genussvoll und geduldig, mit Charme und Chuzpe. Wie ein Lebenskünstler, der die komplizierteste, verrückteste, unmöglichste aller Künste, die Oper, zu seinem Leben machte. Und zu unserem. Immer auf Entdeckungsreise, ob zu Monteverdi oder Mozart, zu Messiaen oder in die unmittelbare Gegenwart. Musiktheater als existentielle Erfahrung. Ich hatte gehofft, Ihnen das heute persönlich sagen zu können. Coram publico, hier im Grazer Schauspielhaus. Im Beisein von Sylvain Cambreling, mit dem Sie so viel verbindet wie mit niemandem sonst. Im Beisein von Michael Haneke, den Sie vor zehn Jahren überredet haben, sich auf das Abenteuer «Oper» einzulassen – mit dem Ergebnis, dass er nach seinem Einstand mit «Don Giovanni» 2006 in Paris vor einem Jahr «Così fan tutte» in Madrid inszenierte; weil Sie nicht locker ließen und weil er wusste, dass es bei Ihnen für jede Schwierigkeit eine Lösung und vor allem: dass es bei Ihnen keine mit «Sachzwängen» begründeten faulen Kompromisse geben würde. Ich hatte gehofft, dass die jungen Bühnenkünstlerinnen und -künstler, die hier im Rahmen des «Ring Award» gerade die Traum- und Alptraumschluchten des «Freischütz» erkunden, mit Ihnen ins Gespräch kommen würden. Und dass Sie viele bekannte Gesichter aus jener Zeit wiedersehen würden, da Sie selbst Mitglied der «Ring Award»-Jury waren. Als Heinz Weyringer und ich im Herbst vergangenen Jahres die Idee ausbrüteten, einen neuen Preis zu stiften, um den Geist, die Philosophie Ihrer Mission für ein modernes Musiktheater wach zu halten, das uns mitreißt, weil es uns betrifft, wussten wir, dass Sie schwer erkrankt waren. Im Dezember habe ich zum ersten Mal mit Ihnen über den «Mortier Award» gesprochen. Und Sie sagten spontan zu, bei der inhaltlichen Ausgestaltung mitzuwirken. «Mit dem Preis», heißt es in den Statuten, «werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich exemplarisch um ein Musiktheater bemühen, das sich auf der Höhe der Zeit bewegt. [... D]as seine mehr als vierhundertjährige Geschichte als Quelle existentieller Erfahrung begreift und befragt. [... D]as in die Zukunft schaut. [... D]as die Mischung seiner Grundelemente – Musik, Sprache und Raum – nicht als ein Vorgegebenes, sondern als Expedition ins Offene denkt. [... D]as sich «politisch» positioniert, als Forum von Gesellschaft und Gemeinschaft.» «Es geht nicht um die Förderung einer bestimmten Ästhetik, künstlerischen Praxis oder Berufsgruppe, sondern um die Ermutigung einer Haltung, die das Unmögliche möglich macht. Eines intellektuellen Ethos, das in jedem Moment der Arbeit nach dem Woher, Wo, Wohin und vor allem: nach dem Warum der Kunstform «Oper» fragt. In diesem Sinne ist der Preis auch ein Plädoyer für die permanente Erneuerung des Betriebs und seiner Institutionen. Ein Aufruf, das Repertoire- und Stagione-System für neue Arbeits- und Produktionsformen zu öffnen. [...] Eine Erinnerung daran, dass künstlerische Innovation Risiko und Anstrengung bedeutet. Die Ermutigung einer Haltung, die sich quer stellt zur Macht des Gewohnten, des Marktkonformen, des quotenhörigen Schaubetriebs.» Sie kennen diese Sätze. Sie haben sich in ihnen wiedergefunden. Besonders hat Sie gefreut, dass das geistige Profil des Preises fortgeschrieben werden soll, wenn er – alle zwei Jahre – neu verliehen wird. Nicht von einer Jury, sondern auf Vorschlag des jeweiligen Preisträgers, im Sinne Ihres Lebenswerks. Denn «Musiktheater, das sich auf der Höhe der Zeit bewegt, ist per definitionem dynamisch, prozesshaft». Sie strahlten Zuversicht, eine geradezu heitere Gelassenheit aus, wenn wir uns, zuletzt im Februar dieses Jahres, am Telefon oder via Mail austauschten. «Ich werde mich sicherlich nicht vollständig erholen», sagten Sie. «Wenn ich daran denke, wie viele jüngere Menschen von aggressiven Krankheiten heimgesucht werden, gibt es keinen Grund zu klagen. Solange ich geistig arbeiten kann, ist die Moral positiv. Wir werden sehen, wie ich da durchkomme. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Aber man muss es versuchen.» Natürlich wussten Sie, dass Sie kaum über den Tag hinaus planen konnten. Und doch waren Sie fest entschlossen, nach Graz zu kommen. Es ist anders gekommen. Auch wenn uns zum Heulen zumute ist bei dem Gedanken, wie plötzlich Sie aus dem Leben gerissen worden sind – in den Schmerz und die Trauer mischt sich das Vorbild eines hartnäckig, unermüdlich, mit freudigem Selbstbewusstsein gegen sein Schicksal aufbegehrenden Menschen. Eines Menschen, dessen Urbild nicht nur Albert Camus in der Figur des Sisyphos entdeckte. Der Stein, den Sisyphos bergan rollt, ohne je den Gipfel zu erreichen, ist ja nicht nur eine Last. Er ist auch seine Sache. «Jeder Gran dieses Steins», 13


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schreibt Camus, «[...] ist eine Welt für sich. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.» Lieber Gerard Mortier, wenn ich an das Bild des glücklichen Sisyphos denke, dann habe ich sofort Sie vor Augen. Weil Sie sich nie haben entmutigen lassen. Weil Sie, trotz manchmal heftiger Widerstände, nie den Gipfel aus den Augen verloren als leidenschaftlicher Anwalt der Künste und loyaler Freund der Künstler. Weil Sie – nicht nur in der Theorie, sondern vor allem und gerade in der oft mühseligen Alltagspraxis – am Prinzip Hoffnung festhielten, an der konkreten Utopie eines «Theaters als Religion des Menschlichen». So lautet nicht zufällig der Untertitel des Buches, in dem Sie Bilanz ziehen, über die Erfahrungen einer Intendantenkarriere reflektieren, die – ob in Brüssel oder Salzburg, bei der Ruhrtriennale oder in Paris und schließlich in Madrid – stets aufs Außerordentliche zielte. Für Alexander Polzin, den Sie kurz nach dem Mauerfall in Ost-Berlin kennenlernten und viele Jahre später als Bühnenbildner engagierten, sind Sie ein «lachender Sisyphos» sui generis. «Ich erinnere mich noch genau», schreibt Polzin, «wie er mir 2011 etwas ironisch von einer königlichen Ehrung in Spanien [...] erzählte, um dann beinahe stolz den selbstausgesuchten Wahlspruch dafür an meine Ateliertür zu schreiben: ,in audacia virtus’. [Immer] gab ... dieser energiegeladene Wirbelwind [einem] das Gefühl, dass der Stein aufgenommen werden muss», ein neuer Anlauf Richtung Gipfel. «Das schloss stets die Möglichkeit des Scheiterns ein und gab einem trotzdem das Gefühl einer kreativen Geborgenheit.» Die Bronzefigur, die Alexander Polzin anlässlich der heutigen ersten Verleihung des Mortier Awards für Sie geschaffen hat, zeigt einen Sisyphos, der förmlich mit dem Stein verschmilzt. Der den Felsblock umfängt. Nicht wie einer, der ein Gewicht trägt, das ihn zu erdrücken droht. Eher wie ein Liebender, der das ihm Teuerste umarmt. Der an seiner unmöglichen Aufgabe wächst. Und damit nicht nur sich selbst, sondern auch uns bewegt, in Bewegung hält. Als wir hörten, dass Ihre Kräfte schwanden, wollten wir diese Figur, Ihren Sisyphos, nach Brüssel bringen – als Zeichen der Dankbarkeit. Die Reise war gebucht. Wir kamen zu spät. «Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Aber man muss es versuchen.» Wir werden alles versuchen, um die Erinnerung an Sie, an das künstlerische Vermächtnis eines Ermöglichers lebendig zu halten, das einem klaren Leitmotiv folgte: Tradition heißt Erneuerung. Wir freuen uns, dass Sylvain Cambreling, der engste Gefährte auf Ihren Kunst- und Lebenswegen, den ersten Mortier Award für Sie entgegennehmen wird. Und wir freuen uns, dass Michael Haneke nun zu Ihnen und zu uns sprechen wird.

KÜNSTLERISCHE BEGLEITUNG DES MORTIER AWARD 2014 durch Nikolaus Habjan Der geniale, auch an das Wiener Burgtheater verpflichtete Nestroypreisträger 2012 gestaltet mit seinen grotesken Klappmaulpuppen auf lustvolle Weise kritisch-engagiertes Theater für kluge Köpfe.

Nikolaus Habjan mit ›Das Triangel‹

Nikolaus Habjan mit Klappmaulpuppe Gisela

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HOMMAGE À GERARD MORTIER VERLEIHUNG DES MORTIER AWARD 2014

v.l.n.r.: Heinz Weyringer, Sylvain Cambreling, Michael Haneke, Albrecht Thiemann

SISYPHOS-SKULPTUR FÜR DEN MORTIER AWARD

›Sisyphos mit seinem Felsen‹ | Skulptur des Berliner Bildhauers und Bühnenbildners Alexander Polzin

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»DER FREISCHÜTZ« Carl Maria von Webers Oper »Der Freischütz« wurde erstmals 1821 in Berlin mit großem Erfolg aufge-

führt. Das Libretto schrieb Johann Friedrich Kind. Als Vorlage diente eine Sammlung von Spuk- und Geistergeschichten, die im Gespensterbuch von August Apel und Friedrich Laun gesammelt wurden. Ursprünglich sollte die Oper »Die Jägersbraut« heißen, aber dann wurde der Titel der ersten Geschichte des Gespensterbuches, »Der Freischütz«, doch beibehalten. Max liebt Agathe, die Tochter des Försters Kuno. Damit er sie heiraten darf, muss er zuerst einen schwierigen Probeschuss bestehen. Doch Max scheint seit einiger Zeit vom Glück verlassen, er trifft nicht mehr und sieht sich bereits allgemeinem Gespött ausgesetzt. In seiner Verzweiflung wendet er sich an seinen vermeintlichen Freund Kaspar, der ihn nachts zum Gießen von Freikugeln in die düstere Wolfsschlucht lockt: Sechs Kugeln werden unfehlbar das gewünschte Ziel treffen; die siebente jedoch ist für ein unschuldiges Opfer bestimmt. Nichts ahnend vertraut Max beim Probeschuss vor versammelter Gemeinschaft der Treffsicherheit der siebenten Kugel. Er schießt und Agathe fällt. Wie durch ein Wunder wird sie gerettet und an ihrer Stelle stirbt Kaspar. Max gesteht den Betrug. Er wird zwar nicht aus der Gemeinschaft verstoßen, doch ein weiteres Jahr auf die Probe gestellt. Erst dann darf er Agathe heiraten, auch ohne Probeschuss.

DER WETTBEWERB Der RING AWARD ist ein internationaler Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung. Er

bietet als nach wie vor weltweit einzige Institution ihrer Art noch nicht etablierten Regisseur/innen und Bühnengestalter/innen eine professionelle Plattform für praxisnahes Arbeiten und dient ihnen als ein international renommiertes Sprungbrett, um ihren innovativen Vorstellungen vom heutigen Musiktheater ein breites Echo zu verschaffen. 1995 entstand im WAGNER FORUM GRAZ unter dem Vorsitzenden Heinz Weyringer und seinem Stellvertreter Walter Bernhart die Idee zu diesem Wettbewerb, der alle drei Jahre in Graz in drei Stufen ausgetragen wird, mit der Besonderheit, dass er zu konkreten Bühnenrealisierungen führt.

In der ersten Stufe wählt eine hochkarätig besetzte Jury aus allen eingereichten Konzepten neun bis zwölf Teams für das Semifinale aus, bei welchem deren Inszenierungsvorstellungen in der Montagehalle der Oper Graz vor Jury und Publikum präsentiert werden. Drei bis vier Teams steigen ins Finale auf und setzen dort Teile der Wettbewerbsoper konkret auf der Bühne um. Die Gesangsteams werden von einzelnen Wagner-Verbänden und Musikhochschulen sowie der Oper Graz gestellt. Der RING AWARD-Wettbewerb wird bereits zum siebten Mal durchgeführt, die ersten beiden Male mit Wagnerschen Themen, »Rheingold« (1997) und »Parsifal« (2000), später ausgeweitet mit »Les contes d’Hoffmann« (2003), »Le nozze di Figaro« (2005), »Rigoletto« (2008), der Operette »Die Fledermaus« (2011), sowie nunmehr »Der Freischütz«. Die große Resonanz dieses singulären Wettbewerbes spiegelt sich in der hohen Zahl bisheriger Teilnehmer/innen von 1039 jungen Künstler/innen aus 48 Nationen wider. Als treue Förderer und Partner unterstützen den RING AWARD seit seiner Gründung das Land Steiermark und die Stadt Graz.

DIE VERANSTALTER RING AWARD BÜHNEN GRAZ KUNSTUNIVERSITÄT GRAZ 16


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ORGANISATION RING AWARD in Zusammenarbeit mit der Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty Jugendtheater und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz sowie dem WAGNER FORUM GRAZ

PROJEKTENTWICKLUNG UND ORGANISATION HEINZ WEYRINGER

CHRISTIAN GSCHIER

SABINA PINSKER

WAGNER FORUM GRAZ INTENDANT DES RING AWARD

UNIVERSITÄT FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST GRAZ

UNIVERSITÄT FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST GRAZ

BIRGIT AMLINGER

FRANZISKA HABERLER

ELMAR STENGG

OPER GRAZ

MARKETING & WEB-ADMINISTRATION

INTENDANZ-ASSISTENZ

WALTER BERNHART

ALBERT HELD

WAGNER FORUM GRAZ

SCHAUSPIELHAUS GRAZ

BARBARA GRISER

ULRIKE MURER

WAGNER FORUM GRAZ

CLAUDIA WEYRINGER WAGNER FORUM GRAZ

LAURA WEYRINGER

PRESSE- & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

WAGNER FORUM GRAZ

TECHNIKTEAM SCHAUSPIELHAUS GRAZ CHRISTOPH STEFFEN

THOMAS TRUMMER

DIETER SCHÄFFNER

KARIN GOTTSCHALK

MARTIN ARNOLD, LUKAS LECHNER

MAGRETH KAHR

TECHNISCHE LEITUNG

BELEUCHTUNGSMEISTER

KOSTÜMLEITUNG

LEITUNG MASKE

TONTECHNIK

GERHARD TOMASIN

VORSTAND DER ANKLEIDER

KATHARINA TRAJCESKI

ALEXANDRA STROHMEIER

BÜHNENINSPEKTOR

TECHNISCHE ASSISTENZ

LEITUNG REQUISITE

JAMES JOLLY, OTTO KOLLERITSCH, ISABELLE SAUNDERS

JOHANN ALTER, GERALD WEBER BÜHNENMEISTER

INSPIZIENZ

TECHNIKTEAM ART & EVENT - THEATERSERVICE GRAZ GMBH CLAUDIA GOLL

JOSEF LOIBNER

LEITUNG DEKORATIONSWERKSTATT

LEITUNG KOSTÜMWERKSTATT

TECHNISCHE PROBENBETREUUNG OPER GRAZ WOLFGANG URSTADT TECHNISCHER DIREKTOR

HANNES PEINDL, GERALD TRUMMER BÜHNENMEISTER

CHRISTIAN OGERTSCHNIG, NICOLAS PETROFF, HELMUT WALLNER REQUISITE

TECHNISCHE PROBENBETREUUNG NEXT LIBERTY RICHARD KORNBERGER TECHNISCHE LEITUNG

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PRESSE KLEINE ZEITUNG, KULTUR, 8. JÄNNER 2014 | ERNST NAREDI-RAINER

ALLE HÄUSER KENNEN DEN WETTBEWERB Zwölf Teams kämpfen am Wochenende in der Montagehalle der Grazer Oper mit ihren Konzepten für Webers „Freischütz“ um den Einzug in das Finale des „Ring Award 14“. „Für mich ist eigentlich das Semifinale der spannendste Teil des Wettbewerbs, da ich innerhalb von acht Stunden zwölf völlig unterschiedliche Zugänge zu einer Oper bekomme“, freut sich Heinz Weyringer auf das kommende Wochenende. Da kämpfen zwölf internationale Teams um den Einzug in das Finale des „Ring Award 14“. In seiner siebenten Auflage sprengt der vom Grazer Wagner Forum veranstaltete Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung alle Grenzen: 91 Teams aus 29 Nationen haben ihre Konzepte für eine Inszenierung des zweiten Akts von Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ eingereicht. Eine Rekordzahl, die den „Ring Award“-Intendanten Weyringer veranlasste, nicht bloß die üblichen neun, sondern diesmal zwölf Teams zum Semifinale zuzulassen: „Mir ist die Bandbreite wichtig, auch wenn dadurch der Zeitplan eng wird.“ Für die enorme Steigerung von 62 beim Wettbewerb 2011 auf nunmehr 91 Teams mit 196 Teilnehmern hat der Vorsitzende des Wagner-Forums folgende Erklärung parat: „Die Erfolge früherer Semifinalisten und Finalisten sind in der heutigen Musiktheaterwelt sicher ein riesiger Anreiz. Viele frühere Preisträger haben heute Verträge und sind zum Teil an der Spitze. Und das macht bei den Assistenten in den Opernhäusern Schule – unter den jetzigen Bewerbern sind sehr viele Assistenten oder Assistentinnen. Es gibt kein Opernhaus mehr, das diesen Wettbewerb nicht kennt.“ 50.800 Euro Preisgeld Insgesamt 50.800 Euro stehen als Preisgeld für alle Kategorien zur Verfügung, aber den stärkeren Anreiz als das Geld bietet sicherlich die Chance, einen Vertrag für eine Inszenierung an der Grazer Oper zu gewinnen – im April setzt hier Sam Brown, der Sieger von 2011, Gaetano Donizettis „La Favorite“ in Szene. Wie sie die heikle Wolfsschluchtszene von Webers „Freischütz“ szenisch bewältigen wollen, führen die zwölf Teams am Samstag der neunköpfigen Jury vor, der u. a. Starregisseur Peter Konwitschny angehört. Dass den Wettkampf auch nicht in der Jury vertretene Intendanten wie Roland Geyer (Theater an der Wien) oder Sven Müller (Oper Kopenhagen) verfolgen wollen, freut Weyringer besonders. Und die Chance, an der Vergabe des neu geschaffenen Publikumspreises mitzuwirken, sollte viele Interessenten anlocken.

KLEINE ZEITUNG, 12. JÄNNER 2014 | MICHAEL TSCHIDA

MIT „FREISCHÜTZ“ AM ZIEL Beim „Ring Award“, dem Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung, wurden gestern in der Grazer Oper die Teams für das Finale gekürt. Graz. 91 Teams aus 29 Nationen, das bedeutet Rekord beim „Ring Award“. Zum siebenten Mal wird der von Heinz Weyringers Wagner-Forum veranstaltete Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung durchgeführt. Gestern präsentierten die zwölf Semifinal-Teams in der Montagehalle der Grazer Oper ihre Ideen für eine Inszenierung des zweiten Akts von Carl Maria von Webers „Freischütz“ aus 1821. Die achtköpfige Jury, der die Hausherrin Elisabeth Sobotka vorsaß und in der ihre Vorgänger Gerhard Brunner und Jörg Koßdorff ebenso beeindruckt waren wie Starregisseur Peter Konwitschny, hatte also die Qual der Wahl, und es wurde dementsprechend lang diskutiert, wie es hieß. Drei Final-Teams und das Gewinner-Team des Publikumspreises galt es zu küren, die die besten Regiekonzepte, Bühnenmodelle, Kostümskizzen etc. vorstellten. Hier die Sieger, auf die nicht nur Preisgelder in der Gesamthöhe von 50.800 Euro warten, sondern auch die Chance auf einen Vertrag für eine Regiearbeit an der Grazer Oper: Christiane Lutz (D) und die Vorarlberger Kostümbildnerin Natascha Maraval mit einer Szenerie im Biedermeier. Dan Turdén (SWE) und Marie Moberg (DK) mit einer amüsanten Hitparaden-Idee. Verena Stoiber und Sophia Schneider (D) mit Szenen in einer devastierten Kirche. Diese drei Duos werden in der dritten Bewerbstufe den Mittelakt von Webers romantischer Oper mit der anspruchsvollen, geisterhaften Wolfsschluchtszene im Mai an sieben Tagen mit Sängern und musikalischer Begleitung szenisch erarbeiten und danach vom 30. Mai bis 1. Juni im Schauspielhaus auf die Bühne bringen. Sandra Pocceschi (F) und Cristina Nyffeler (CH) wurden als Ersatzteam nominiert. Den Publikumspreis (1500 Euro) der auch von der Öffentlichkeit gut besuchten Veranstaltung sicherte sich übrigens das Duo Lina Hölscher (D) und Hanna Penatzer vom Ensemble des Grazer Schauspielhauses, die auch schon für die hiesige Oper Bühnenbilder und Kostüme lieferte.

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PRESSE KRONEN ZEITUNG, 12. JÄNNER 2014 | MARTIN GASSER RING AWARD 14: SEMIFINALE DES GRAZER OPERNWETTBEWERBS

DENKMASCHINE MUSIKTHEATER Eine Wohnwagensiedlung, eine Profi-Radrundfahrt, eine Sporthalle oder auch eine Geisterbahn: Der romantische Wald hat als Schauplatz für Webers „Freischütz“ – fast – ausgedient. Zwölf junge Regieteams aus halb Europa präsentierten in der Montagehalle der Grazer Oper ihre Visionen der „Wolfsschlucht“-Szene. Der romantische Wald, längst auch als Spiegelung der Psyche entdeckt, ist ein zentrales Element von Webers Oper. Die Regie-Teams, die aus halb Europa nach Graz angereist waren, versuchten jedes für sich, einen Weg zu finden, wie man die unheilvolle Welt der Romantik plausibel für moderne Menschen aufbereitet. Auch wenn manche der Präsentationen zu wenig Überzeugungskraft in eigener Sache entwickelten, war es ein spannender Tag, der das Musiktheater als das zeigte, was es im Idealfall auch sein kann: Eine Denkmaschine, die der Gesellschaft, dem Sein sowie Gut und Böse facettenreich weise und anregend nachzugehen versteht. Am Ende qualifizierten sich die Teams Lutz/Maraval (D/Ö), Turdén/Moberg (Swe/Dän), Ribitzki/Angerer/Freind (D/Ö) fürs Finale im Mai – verdiente Sieger!

KRONEN ZEITUNG, 13. JÄNNER 2014 | MARTIN GASSER RING AWARD 14: ZWÖLF JUNGE KÜNSTLERTEAMS KÄMPFTEN UM EINEN PLATZ IM FINALE

DIE KINDERSTUBE DES REGIETHEATERS Der zweite Akt von Webers „Freischütz“, von zwölf jungen Teams konzipiert und interpretiert: Das war das Semifinale beim Ring Award in der Montagehalle der Grazer Oper. Der Wettbewerb für Opernregie offenbarte erneut eindrucksvoll die Stärken und Schwächen des heutigen Regietheaters. Aus sechs bis sieben starken Modell-Präsentationen wählte die Jury (Vorsitz: Elisabeth Sobotka) großteils nachvollziehbar ihre drei Siegerteams. Ein Resümee. Die Tendenz zum erzählenden Theater war stärker spürbar als in früheren Jahren – man denke nur an die (durchaus interessanten) „Fledermaus“-Dekonstruktionen des letzten Bewerbs. Mitunter gewann man den Eindruck, dass weniger die Neugier auf ein Stück, auf dessen gesellschaftliche, psychologische und historische Dimensionen, als die Präsentation eigener Ansichten zur Triebfeder des Tuns werden. Die diversen Transformationen, die die Regisseure vorschlugen, schienen oft etwas Willkürliches zu haben: Eine Sporthalle, eine Radrundfahrt, ein Kindergarten – solche Verlegungen des „Freischütz“-Schauplatzes könnten ja dafür sorgen, die Inhalte und Themen eines Stückes durch die veränderten, frischen Perspektiven neu zu entdecken. Problematisch sind indes die Allerweltskonflikte, mit denen diese geografischen und zeitlichen Verschiebungen oft gefüllt werden. Man hätte gern einen Euro für jedes Mal, wenn eine „repressive Gesellschaft“ erwähnt wird. Wie man dagegen ganz spezifisch denkt, demonstrierten Christiane Lutz (D) und Natascha Maraval (Ö), die ihr Konzept raffiniert und präzise aus dem geistigen Horizont des „Freischütz“ und seiner Entstehungszeit entwickelten. Sie verknüpften Biedermeierliches mit dem Unheimlichen der Romantik, theatralischen Schein mit der psychologischen Instabilität der Figuren. Das Duo wurde ebenso verdient ins Finale gewählt wie Dan Turdén und Marie Moberg aus Skandinavien. Deren in einem windschiefen Wald spielende Techno-Party demonstrierte, dass eine charmante Präsentation und eine originelle Stilistik, die eher verspielt und witzig mit dem düsteren Thema umgeht, schon die halbe Miete sein können. Zwischen Freud und „Fight Club“ Das deutsch-österreichische Team um Tobias Ribitzki – von den Veranstaltern aufgrund eines Versehens erst als Finalist gemeldet – wurde doch nicht weitergelassen. Schade, das Nachtstück über die Tragödie des vereinsamten Menschen, das die romantischen Wurzeln des „Freischütz“ mit surrealistischen Elementen versetzt, hätte sich schon aufgrund der aparten Optik einen Finalplatz verdient. Genauso wie der freudianische Psychothriller von Sandra Pocceschi (F) und Cristina Nyffeler (CH). Stattdessen wählte die Jury eine Arbeit der Deutschen Verena Stoiber und Sophia Schneider, die sich auf den Film „Fight Club“ bezieht, in einer Kirche spielt und dem Autor dieser Zeilen missfiel. Der wird sich aber beim Finale gern eines Besseren belehren lassen. Die Konzepte werden am 30. Mai bis 1. Juni im Schauspielhaus Bühnenwirklichkeit. Es wird spannend!

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PRESSE PRESSEMITTEILUNG BERLIN, GRAZ, 25. FEBRUAR 2014 | DPA

GERARD MORTIER AWARD – NEUER PREIS FÜR MUSIKTHEATER Mit dem Gerard Mortier Award sollen die Anregungen und Impulse eines Vordenkers und Wegbereiters gewürdigt werden, für den Musiktheater ein kostbarer menschlicher Kosmos ist und zugleich eine vitale Kunstform, die um Grundfragen der menschlichen Existenz kreist. Der Glaube an die Modernität der Oper hat das Denken und Handeln des jetzt 70-Jährigen immer beflügelt – und die Musiktheaterlandschaft nachhaltig befruchtet. Klug durchdachte Spielpläne, ungewöhnliche Besetzungen, wegweisende Deutungen des Kanons, die Schaffung origineller Produktionsteams und die Erschließung neuer Bühnen-Räume – das ist die Bilanz einer Lebensleistung, die in die Zukunft weist. Der Gerard Mortier Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich exemplarisch um ein Musiktheater auf der Höhe der Zeit bemühen, ein Musiktheater, so die Statuten, «das seine mehr als vierhundertjährige Geschichte als Quelle existentieller Erfahrung begreift und befragt. Ein Musiktheater, das in die Zukunft schaut. Ein Musiktheater, das sich ‹politisch› positioniert, als Forum von Gesellschaft und Gemeinschaft. Es geht nicht um die Förderung einer bestimmten Ästhetik, künstlerischen Praxis oder Berufsgruppe, sondern um die Ermutigung einer Haltung, die das Unmögliche möglich macht. Eines intellektuellen Ethos, das nach dem Woher, Wo, Wohin und vor allem: nach dem Warum der Kunstform ‹Oper› fragt. In diesem Sinne ist der Preis auch ein Plädoyer für die permanente Erneuerung des Betriebs und seiner Institutionen. Eine Ermunterung, der Oper jene Ohren und Augen öffnende Zeitgenossenschaft zurückzugeben, die sie im 20. Jahrhundert weitgehend verloren hat. Eine Erinnerung daran, dass künstlerische Innovation Risiko und Anstrengung bedeutet.» Der Gerard Mortier Award wird alle zwei Jahre verliehen. Er ist beim ersten Mal nicht dotiert. Mit der Auszeichnung verbindet sich das Recht, die nächste Preisträgerin bzw. den nächsten Preisträger vorzuschlagen – in enger Abstimmung mit den Initiatoren. Musiktheater, das sich auf der Höhe der Zeit bewegt, ist per definitionem dynamisch, prozesshaft. Deshalb soll das inhaltliche und geistige Profil des Preises auch bei jeder Vergabe gemeinsam fortgeschrieben werden. Gerard Mortier ist der einflussreichste Opern- und Festivalintendant Europas. Nach Anfängen in Belgien und Lehrjahren in Deutschland leitete der studierte Jurist während der 1980er Jahre die Brüsseler La Monnaie Oper, in den Neunzigern modernisierte er die Salzburger Sommerfestspiele. Anschließend war er Gründungsintendant der Ruhrtriennale (2002-2004), danach wechselte er an die Opéra national de Paris. Zuletzt war Gerard Mortier Intendant des Teatro Real in Madrid (2010-2013). Die Zeitschrift «Opernwelt» berichtet seit 1960 über die internationale Opernszene. Der «Ring Award» wird seit 1997 in Graz veranstaltet. Die Stiftung des Gerard Mortier Awards ist dem «Ring Award» ein ganz besonderes Anliegen, hat Gerard Mortier doch vor allem die frühere Entwicklungsphase des Wettbewerbs entscheidend mitgeprägt. Als besonders aktives Mitglied der Jury hat er sich stets besonders intensiv mit den jungen Teilnehmern und Teilnehmerinnen am Wettbewerb und ihren Arbeiten fördernd und beratend auseinandergesetzt. Mortier hat als großer Wegbereiter der Erfolgsstory des «Ring Award» den Wirkungskreis des Wettbewerbs entscheidend ausgeweitet, und mit dem neuen Gerard Mortier Award setzt der «Ring Award» somit ein Zeichen der Anerkennung verbunden mit dem Auftrag, auch zukünftig wertvolle Arbeit im Dienste eines innovativen Musiktheaters zu leisten.

DER GRAZER, 25. MAI 2014 | TS

GRAZ FEIERT „ALLES WAGNER!“ Andrang. Von 29. Mai bis 1. Juni findet der Richard-Wagner-Kongress in Graz statt. Hunderte Wagner-Experten aus aller Welt werden erwartet. Das gab´s noch nie: Der Richard-Wagner-Verband International hält zum ersten Mal seinen alljährlichen Kongress (29. Mai bis 1. Juni) in Graz ab. 380 Wagner-Experten aus aller Welt kommen in die Steiermark und widmen sich neben der Kunst auch der regionalen Kulinarik und den touristischen Vorzügen. „Man kann Graz durchaus als Wagner-Stadt bezeichnen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des „Wagner Forum Graz“, Heinz Weyringer. „1883 ist Wagner in Venedig gestorben und wurde nach Bayreuth gebracht. Auf dem Weg haben sich auch Grazer dem Katafalk angeschlossen und noch im selben Jahr einen Wagner-Verein gegründet“. 1995 erlebte der Verein einen inhaltlichen Neubeginn durch die Gründung des Wagner Forum Graz in Anwesenheit von Wagners Nachfahren Wolfgang und Gudrun Wagner. „Altbürgermeister Alfred Stingl hat damals zu mir gemeint, man dürfe den Wagner nicht dem rechten Eck überlas20


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sen“, erzählt Weyringer schmunzelnd, der mit dem „Wagner Forum“ ganz bewusst offensiv für Toleranz, Offenheit und Aufgeschlossenheit eintritt. 1996 gründete er den „Ring Award“, einen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, der inzwischen weltweite Bedeutung erreicht hat. Das Finale des diesjährigen Wettbewerbes findet diesmal im Rahmen des Kongresses ab 30. Mai im Schauspielhaus Graz statt.

KRONEN ZEITUNG, 26. MAI 2014 | MARTIN GASSER GRAZ IM ZEICHEN DES OPERN-GENIES: WAGNER-KONGRESS UND RING AWARD AB 29. MAI

DIE WAGNERIANER SIND IM ANFLUG Kein anderer Komponist der Musikgeschichte hat es zu Wege gebracht, sich über die Jahrhunderte eine so treue Anhängerschaft zu schaffen wie Richard Wagner. In dieser Woche wird sich im oft als Wagner-Stadt titulierten Graz musikalisch fast alles ums deutsche Operngenie drehen: Beim internationalen Treffen der Wagner-Verbände. Herzstück wird dabei der Regiewettbewerb Ring Award am 31. Mai und 1. Juni. Dass der internationale Richard Wagner Kongress 2014 in Graz und damit seit 1993 erstmals wieder in Österreich stattfindet, hängt mit dem „Ober-Wagnerianer“ von Graz zusammen. Heinrich Weyringer, Vizepräsident des internationalen Verbandes und Vorsitzender des Wagner Forum Graz, bringt diese Woche in etwa 360 Opernfreunde nach Graz. Weyringer hat das Wort „Wagnerianer“ freilich neu definiert – zumindest in Graz. Er nimmt innerhalb der vorwiegend konservativ gestimmten musikalischen Wertegemeinschaft eine progressive Position ein. 1995 gründete er mit Walter Bernhart das Wagner Forum – eine Abspaltung von der alten, seit dem 19. Jahrhundert bestehenden Grazer Wagner-Gesellschaft, die sich damals in altideologischen Scharmützeln verstrickte und in ihrem Jahrbuch 1994 neonazistischem Gedankengut eine Plattform geboten hatte. Seither ist viel passiert: Das Wagner Forum etablierte sich als intellektuelle Drehscheibe, in der nicht nur Wagners Werk, sondern das Musiktheater generell immer wieder neu diskutiert wird. Aus den vielen Vereinsaktivitäten ist bald der Ring Award gewachsen, ein Wettbewerb für Bühnenbild und Regie, der nunmehr seit 1997 in mehrjährigen Abständen in Graz stattfindet. Heuer machte Weyringer das Finale des Bewerbs quasi zum Herzstück des Kongresses, drei junge Regieteams aus Deutschland, Österreich und Skandinavien werden im Schauspielhaus ihre Versionen von Webers „Freischütz“ präsentieren. Im Rahmen des Bewerbs (zur Eröffnung am 31. Mai) wird auch zum ersten Mal der Mortier Award verliehen. Der Namensgeber und erste Preisträger Gerard Mortier ist leider vor einigen Wochen verstorben, aber die Auszeichnung soll sich in den nächsten Jahren als fixe Größe in der Opernwelt etablieren. Die Laudatio auf Mortier hält übrigens niemand Geringerer als Star-Regisseur Michael Haneke. Neben Vereins- und Verbandsinterna zieht der Kongress einige Folgeveranstaltungen mit sich: Das Grazer Stadtmuseum eröffnet eine Schau zur Wagner-Pflege in Graz, am 31. Mai gibt es ein Konzert im Dom, und die Grazer Oper setzte noch einmal „Lohengrin“ auf den Spielplan.

Salzburger Nachrichten, 31. Mai 2014 | MARTIN BEHR

EIN KARRIERESPRUNGBRETT FÜR JUNGE KÜNSTLER Ring Award: Finale des weltweit größten Musiktheaterwettbewerbs und Start des Mortier-Preises Graz. Wie vielfältig man den „Freischütz“ doch interpretieren kann: Die einen lassen in einem Zauberwäldchen samt Jagdhochstand über die Natur nachdenken, die anderen siedeln die Wolfsschluchtszene in einer baufälligen Kirche oder in einem Biedermeiersalon an. Heute, Samstag, beginnt in Graz das Finale im weltweit größten Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung. „Die Spieloper von Carl Maria von Weber ist eine große Herausforderung für die Finalisten“, sagt Heinz Weyringer, auf dessen Initiative der Ring Award beruht. Der 1995 ins Leben gerufene Preis ist ein Sprungbrett für Regisseure und Bühnenbildner. Wer sich hier durchsetzt, dem winkt eine Karriere, was Namen wie etwa Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier, Sam Brown und Annemarie Woods oder Jim Lucassen belegen. Bei der heurigen siebten Auflage verzeichnete der Award mit 91 eingereichten Konzepten und Teams aus 29 Nationen einen Einreichungsrekord. Ins Finale geschafft haben es drei Teams, der schwedische Regisseur Dan Turdén und die dänische Bühnenbildnerin Marie Moberg, das deutsche Duo Verena Stoiber und Sophia Schneider sowie Christiane Lutz und Natascha Maraval (Deutschland/Österreich). Zu Beginn des Finales wird der von der Zeitschrift „Opernwelt“ und dem Ring Award neu geschaffene Mortier 21


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Award verliehen. Der Namensgeber – der am 9. März dieses Jahres verstorbene belgische Opern- und Festivalintendant Gerard Mortier – ist auch der erste Preisträger. „Mit diesem Preis sollen alle zwei Jahre Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um ein Musiktheater bemühen, das in die Zukunft schaut“, sagt Heinz Weyringer. Der Preis definiere sich als Plädoyer für die permanente Erneuerung des Betriebs und seiner Institutionen, auch als „Ermutigung einer Haltung, die das Unmögliche möglich macht“. Die Laudatio für Mortier hält Oscarpreisträger Michael Haneke, die Auszeichnung selbst – eine von dem Berliner Künstler Alexander Polzin geschaffene Skulptur – wird der Dirigent Sylvain Cambreling, langjähriger Weggefährte Mortiers, entgegennehmen. Als weiterer Höhepunkt des Awards gilt der internationale Richard-Wagner-Kongress, der bereits am Donnerstag begonnen hat und bis morgen, Sonntag, dauert. Ehrengäste in Graz sind die beiden Bayreuther Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier. Die knapp 400 Kongressteilnehmer, allesamt Vertreter diverser Wagner-Verbände aus aller Welt, werden beim Ring Award bewusst mit junger, unkonventioneller Kunst konfrontiert. „Das soll zu einem besseren Verständnis für die Gedankenwelten der nachkommenden Generation führen“, sagt der 72-jährige Weyringer, Vizepräsident des internationalen Verbands und Vorsitzender des Wagner Forum Graz. Weyringer ist mit seiner Abspaltung von der einst in rechtsradikales Gedankengut verstrickten Richard-Wagner-Gesellschaft eine Entideologisierung der „Wagnerianer“-Wertegemeinschaft gelungen. Weyringer nimmt sich Gustav Mahler zum Vorbild: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Bewahrung des Feuers.“

KLEINE ZEITUNG, KULTUR, 1. JUNI 2014 | HS Posthume Ehrung. Der große Theaterintendant Gerard Mortier hätte der erste Preisträger des nach ihm benannten Mortier-Awards in Graz werden sollen. Er starb im März. Oscar-Preisträger Michael Haneke, der im Vorjahr bei Mortier in Madrid eine umjubelte Inszenierung von Mozarts „Così fan tutte“ besorgt hatte, kam nun trotzdem nach Graz, um den Verstorbenen zu ehren: „Mortier hat die gesamte europäische Theaterlandschaft geprägt“, so Haneke, der den Preis gestern an Mortiers langjährigen Gefährten, den Dirigenten Sylvain Cambreling, übergab. Mit der Feier wurde der renommierte Regiewettbewerb „Ring Award“ eröffnet. Mehr dazu in der morgigen Ausgabe.

KLEINE ZEITUNG, KULTUR, 2. JUNI 2014 | HERBERT SCHRANZ

SCHWARZE MESSE FÜR DEN „FREISCHÜTZ“ Bravourös: Sieg beim 7. Grazer „Ring Award“ für Verena Stoiber und Sophia Schneider. Graz. Der zweite Akt aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ (1821) stand auf dem Programm des „Ring Awards“ des Wagner Forums Graz. Drei von ursprünglich 91 Teams bestritten im Grazer Schauspielhaus das Finale dieses singulären internationalen Wettbewerbs für Opernregie und Bühnengestaltung. Dass der „Freischütz“ als romantische Oper des Magischen eine Inszenierung verlangt, die ihrerseits magische Qualitäten entfaltet, liegt nahe. Dem deutschen Team Verena Stoiber (Regie) und Sophia Schneider (Bühne, Kostüme) gelang dies weitaus am besten, daher entschieden sich sowohl „Ring Award“-Jury als auch Intendanten-Jury bei fast allen Preisen (Oper Graz, Land Steiermark, Stadt Graz) und Inszenierungsaufträgen für das Duo. Nur in der Publikumswertung landeten die beiden auf dem dritten und letzten Platz. Altarraum als Bühne Die Wandlung gilt im christlichen Gottesdienst als Wunder schlechthin. Daher verlegten Stoiber und Schneider die schwarzmagische „Freischütz“-Handlung in einen Altarraum, in dem ein Gesangsteam der Hochschulen Münster und Detmold einen atemberaubenden Bogen gradueller Entweihungen spannte – mit Rauchen, Waffen, Dosenbier, Vandalenakten. Der Gipfel: die halb entkleidete, auf dem Altar stehende Agathe als Opfer. Dan Turdén (Regie) aus Schweden und Marie Moberg aus Dänemark (Bühne) blieben in ihrer Inszenierung beim Originalschauplatz Wald und erklärten das Schicksal von Max und Agathe weniger stringent über den bequemen Weg „magischer“ Abkürzungen (Selbstmordversuch, Drogenpartys). Christiane Lutz (Regie) aus Wiesbaden und Natascha Maraval (Bühne) aus Vorarlberg verpflanzten die Handlung in ein überfülltes Dresdener Lektürekabinett. Da mangelte es an einem optischen Zentrum und auch den Agierenden fehlte es an Zentrierung. Lutz und Maraval aber erhielten den Publikumspreis zugesprochen und dazu einen Inszenierungsauftrag des Theaters an der Wien.

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KRONEN ZEITUNG, KULTUR, 2. JUNI 2014 | MICHAELA REICHART Die Gewinnerinnen des Ring Award heißen Verena Stoiber und Sophia Schneider

ALTER KAMPF ZWISCHEN GUT UND BÖSE Der Ring Award 2014 ist vergeben! Mit ihrer beeindruckenden Inszenierung des zweiten Akts von Webers Oper „Der Freischütz“ konnten die beiden Deutschen Verena Stoiber und Sophia Schneider die Jury überzeugen. Beim Publikum punkteten Natascha Maraval und Christiane Lutz. Regisseurin Verena Stoiber und Bühnenbildnerin Sophia Schneider konnten bei diesem Ring Award, dem internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung, noch weitere wichtige Preise erringen. So gingen auch der Preis des Landes Steiermark (3000 Euro und ein Inszenierungsangebot an den Grazer Spielstätten), der Preis der Stadt Graz (ebenfalls 3000 Euro) sowie Inszenierungsangebote von der Deutschen Oper Berlin, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nürnberg und vom Theater an der Wien an die Beiden. Zudem vergab Operndirektor Philip Bröking für die Komische Oper Berlin einen Preis im Wert von 1500 Euro an das Siegerteam, das auch den Zusatzpreis der Intendantenjury gestiftet vom Richard Wagner Verband International (2000 Euro) einheimste. Stoiber und Schneider hatten den zweiten Akt des „Freischütz“ in einer Kirche – als Symbol für die Enge einer alten Ideologie – verortet, und die Oper als einen ursprünglichen Kampf von Gut gegen Böse, bei dem die Grenzen immer mehr verschwimmen, angelegt. Die Grazer Opernintendantin Elisabeth Sobotka sprach für die Jury, die von der „packenden Geschichte und den atmosphärischen Bildern sowie dem besonderen Augenmerk auf die Musik“ überzeugt wurde. Der Publikumspreis ging an Christiane Lutz und Natascha Maraval, ebenso der Zusatzpreis der Kunstuniversität Graz.

OPERNWELT JULI 2014 | GERHARD PERSCHÉ

HIMMELSHÖLLE Im Finale des 7. Grazer „Ring Award“ räumten Verena Stoiber und Sophia Schneider mit einer schwarzen „Freischütz“-Messe ab Es ging ziemlich rund mit Webers „Freischütz“ beim Grazer „Ring Award“, und manchen am Gewohnten hängenden Opernbesuchern fuhr die wilde Jagd ganz schön um die Ohren. Gefordert war im Finale die schlüssige szenische Gestaltung des zweiten Akts. Wobei die beiden mit internationalen Theaterexperten gespickten Jurys sich einhellig für die Version von Verena Stoiber (Regie) und Sophia Schneider (Bühne) entschieden, die nicht nur den Hauptpreis, sondern auch den Löwenanteil der restlichen Preise einheimste. Sie verlegt das Geschehen in einen „auf alter Ideologie aufgebauten Raum“ – konkret: das Innere einer Kirche. Auch die Wolfsschlucht wird dort unter heftiger Anteilnahme der Kirchgänger in Form einer schwarzen Messe abgefeiert. Stoiber & Schneider diagnostizieren das Innenleben des Jägers Max als zunehmend schizophren, wobei er den negativen, „bösen“ Teil seines Selbst auf den Jägerkollegen Kaspar projiziert. Überzeugend sowohl der Umgang mit der Musik, hier auf Klavier und Harmonium aufgeteilt, wie denn auch, was Stoiber und Schneider aus den Rahmenbedingungen – knappes Budget und eine Woche Probenzeit – herausholten. Und die jungen Sänger der Musikhochschulen Detmold/ Münster setzten ihr Herz als Pfand für diese theatralische Show. Alle drei Final-Teams handelten nach dem Prinzip, das Peter Konwitschny einmal wie folgt umriss: Die Stücke seien nicht Selbstzweck, sondern Material, um bestimmte Fragen so zu stellen, dass darüber diskutiert wird. Christiane Lutz (Regie) und Natascha Maraval (Bühne), mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, nutzten Webers Oper zu einer Untersuchung über Befindlichkeiten in der deutschen Romantik. Wobei ihre version überbordend geriet und quasi mehrere Inszenierungen in einer bot. Sie zitierten jenes Dresdner Lektürekabinett, das Friedrich Laun gehörte – Herausgeber eines Gespensterbuchs, in dem Carl Maria von Weber den Stoff dieser Oper fand. Hier treffen sich Agathe und Ännchen und schaffen sich jene Parallelwelt, in der sie offenbar ihren Traum vom Freischützen ausleben; während Max und Kaspar – alle engagiert verkörpert von Sängern aus dem Richard-Wagner Verband München – Kriegsheimkehrer sind, die nicht ins normale Leben zurückfinden. Der deutsche Wald kommt in den beiden beschriebenen Konzepten nicht vor. Doch das skandinavische Team Dan Turdén (Regie) und Marie Moberg (Ausstattung) – zweiter Platz in der Publikumswertung – nahm den mythischen Urgrund des „Freischütz“ kritisch unter die Lupe: Das Gehölz in heutigem Zustand, als letztlich dem Kahlschlag preisgegebene Natur. Umwelt, Rauschgift, die Wolfsschluchtszene als verrückte Drogenparty mit Einsprengseln 23


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elektronischer Musik – es hätte interessant werden können. Schade, dass Turdén und Moberg in der handwerklichen Realisation nicht wirklich überzeugen konnten (obwohl sie mit Sängern der Grazer Oper Profis zur Verfügung hatten). Zum siebten Mal wurde nun der „Ring Award“ des internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnenbild in Graz vergeben. Zunächst hatten sich diesmal 196 junge Künstler aus 29 Nationen beworben – ein überwältigendes Votum für die Zukunft der Oper und ein Beweis für die enorme internationale Ausstrahlung des Wettbewerbs. Aber zugleich ein großer Aufwand, arbeitstechnisch wie finanziell, wobei sich bei Letzterem die Stadt Graz und das Land Steiermark bislang stets als zuverlässige Partner erwiesen haben. Das soll, wenn irgend möglich, auch so bleiben. Freilich deutete Ring-Award-Intendant Heinz Weyringer strukturelle Veränderungen an. Konkretes wollte er noch nicht sagen.

OPERNGLAS, JUNI 2014 | DR. THOMAS BALTENSWEILER IM GESPRÄCH MIT HEINZ WEYRINGER

MUSTERMESSE DER REGIE Alle drei Jahre trifft sich der ambitionierte Regie-Nachwuchs beim „Ring Award“ in Graz. Heinz Weyringer ist Initiator und treibende Kraft dieses einzigartigen Wettbewerbs. Sie sind Vorsitzender des „Wagner Forums Graz“, waren und sind maßgeblich an der Entwicklung des „Ring Awards“ beteiligt. Mit welchen Zielen sind diese beiden Institutionen entstanden, und wie sind sie miteinander verknüpft? Das „Wagner-Forum“ wurde 1995 in Graz gegründet. In dieser Stadt gab es damals eine politisch rechts stehende Wagner-Gesellschaft, und der Bürgermeister von Graz ist mit der Idee an mich herangetreten, eine Alternative zu schaffen, weil er Wagner nicht der rechten Ecke überlassen wollte. Wir haben uns bewusst nicht Verein, sondern Forum genannt, um Offenheit, Toleranz und Aufgeschlossenheit zum Ausdruck zu bringen. Die Frage war nun, was konkret das Forum tun solle. Jugendförderung betreiben viele, Gesangswettbewerbe gibt es ebenfalls genug, Regiewettbewerbe existieren im Gegensatz fast keine. Das mag daran liegen, dass es in der Tat schwierig ist, ein Regiekonzept zu begutachten und zu prämieren. Deshalb haben wir ein ausgeklügeltes Verfahren gewählt, bei dem Teams aus Regisseur und Ausstatter antreten und einen gemeinsamen Beitrag einreichen. Wie läuft der Wettbewerb genau ab? Der Wettbewerb wird international ausgeschrieben. Es gibt Inserate, Opernhäuser und Hochschulen werden informiert. Nach den Einreichungen werden die Projekte in Graz aufgelegt, und die „Ring Award“-Jury reist an. Die zwölf besten Vorschläge kommen ins Semifinale. Vor Publikum erhält jedes Team in der Montagehalle der Grazer Oper 20 Minuten Zeit, mithilfe eines Modells seine Produktion zu präsentieren. So ähnlich läuft das auch bei einer Bewerbung an einem Opernhaus ab; der Wettbewerb soll ja möglichst nahe an der Praxis sein. Drei Arbeiten werden dann für das Finale zugelassen, bei dem es neben der eigentlichen „Ring Award“-Jury eine zusätzliche Jury gibt, die sich ausschließlich aus Intendanten zusammensetzt. Für das Finale bekommen die drei Teams Gesangssolisten zugelost, mit denen sie eine Szene von etwa 25 Minuten Dauer erarbeiten; 2014 ist es die Wolfsschlucht-Szene aus dem „Freischütz“. Zugleich müssen sie die Herstellung der Bühnenbilder und Kostüme mit den Werkstätten der Grazer Oper aushandeln; dafür stehen pro Team 26.000 Euro zur Verfügung. Das Resultat gelangt dann im Schauspielhaus Graz zur Aufführung, wobei die Begleitung von Korrepetitoren am Klavier übernommen wird. Das Ganze ist für den Nachwuchs wie eine Messe; junge Regie- und Gesangsteams werden zusammengeschweißt, Freundschaften entstehen. Nach welchen Kriterien sind die beiden Jurys zusammengesetzt? Man muss schauen, dass ein Juror zu den anderen passt. Ich habe das Glück, viel herumzukommen und gut vernetzt zu sein. Andererseits geben Intendanten zuweilen auch ein Zeichen, dass sie gern dabei wären. In jeder Runde eines Gesangswettbewerbs müssen die Teilnehmer logischerweise singen. Beim „Ring Award“ bleibt der Beitrag in der ersten Runde – Einreichung eines Konzepts – unvermeidlich theoretisch. Ist da eine Beurteilung nicht sehr fehleranfällig? Das Netz kann in der Tat zu großmaschig sein, sodass ein an sich gutes Konzept hindurchfällt. Deshalb werden nach der ersten Runde die Beurteilungen von den Juroren noch einmal gegengeprüft. Auch hat Andreas Homoki, der heutige Intendant der Zürcher Oper, frühzeitig darauf hingewiesen, dass jemand nicht automatisch gut mit Sängern umzugehen versteht, nur weil er ein gutes Konzept präsentiert. Deshalb haben wir beim Semifinale Arbeitsproben eingeführt. Während je einer Stunde arbeiten die zwölf teilnehmenden Jungregisseure in Anwesen-

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heit der Jury mit jungen Sängern. Unterdessen führen die Bühnengestalter mit dem technischen Direktor der Grazer Oper Gespräche hinsichtlich der Realisierbarkeit ihrer Vorschläge im Rahmen des Budgets, und dieser gibt nachher ein Urteil über die Machbarkeit ab. Der „Ring Award“ findet bisher alle drei Jahre statt. Wie sieht die Zukunft aus? Die Finanzierung ist leider nicht langfristig gesichert. Allerdings wird der Wettbewerb nicht nur deshalb alle drei Jahre durchgeführt. Bei kürzeren Abständen – diese Erfahrung haben wir gemacht – lässt sich die Organisation fast nicht bewältigen. Im ersten Jahr versuchen wir, die Finanzierung zu garantieren. Das ist keine leichte Arbeit, vor allem, wenn auch noch Wahlen stattfinden, und erfordert viele Gespräche und Präsentationen. Ich verstehe es allerdings, dass man in einer Zeit, wo überall der Rotstift angesetzt wird, genau hinschauen will. Ich führe jetzt schon Gespräche für 2017 und bin mir nicht sicher, ob das Land und die Stadt wieder das nötige Geld in Aussicht stellen werden. Während der ersten vier Ausgaben des Wettbewerbs ist die Teilnehmerzahl kontinuierlich bis auf 89 Teams gestiegen, dann nahm sie markant ab und jüngst wieder deutlich zu auf über neunzig Einreichungen. Spielt da die Werkwahl eine Rolle? „Die Fledermaus“ 2011 dürfte ja vor allem Regisseure aus dem deutschsprachigen Raum angesprochen haben… Neben der Anzahl der Annnoncen hat die Werkwahl sicher einen Einfluss. Wir hatten die „Fledermaus“ gewählt, weil – salopp formuliert – jedes deutschsprachige Theater Operette spielen muss und keiner eigentlich genau weiß, wie das geschehen soll. Wie kommt die Werkauswahl überhaupt zustande? Da gibt es viele Einschränkungen. Barockoper beispielsweise ist kaum möglich, weil junge Sänger für diese längere Vorbereitung brauchen. Auch Wagner eignet sich mehrheitlich nicht für junge Solisten, weshalb wir nach der Rheintöchter-Szene und einem Ausschnitt aus dem zweiten „Parsifal“-Akt damit aufgehört haben. Außerdem darf kein Chor vorkommen, und die Besetzung sollte nicht zu groß sein. Das gewählte Werk muss eine in sich abgeschlossene Szene aufweisen, die tatsächlich unter den gegebenen Bedingungen realisierbar ist. Es sind schon einige inzwischen sehr bekannte Regisseurinnen und Regisseure aus dem „Ring Award“ hervorgegangen. Das ist richtig: Tatjana Gürbaca und Vera Nemirova waren Preisträgerinnen – nebenbei bemerkt finden sich in den Teams des jüngsten Finales fünf Frauen und nur ein Mann. David Hermann und Tobias Kratzer sind ebenfalls unter den bisher Prämierten. Auffällig ist, dass Prämierte des „Ring Awards“ wie eben auch Tatjana Gürbaca und Vera Nemirova aus dem Umfeld von Peter Konwitschny stammen. Steht der „Ring Award“ für eine bestimmte szenische Ästhetik? Nein, gar nicht. Wir sind mit den Nachwuchskünstlern, die am Wettbewerb teilnehmen, gerade am Puls der Zeit und zeigen auf, wohin die Jungen wollen. Der „Ring Award“ ist eine Art Mustermesse, die Tendenzen aufzeigt. Prinzipiell ist es mir wichtig, dass die Teilnehmer aufgeschlossenes Theater aus der Musik heraus machen wollen. Deshalb liebe ich den Begriff „Musiktheater“; damit kommt zum Ausdruck, dass auf der Bühne etwas für Kopf und Bauch geboten wird.

OPERNWELT JULI 2014 | ALBRECHT THIEMANN

MORTIER AWARD 2014

Er war ein glücklicher Sisyphos. Einer, der sich nie entmutigen ließ. Selbst von der tödlichen Krankheit nicht, die ihn befallen hatte. Gerard Mortier ahnte, dass er den 31. Mai womöglich nicht mehr erleben würde. Den Tag, an dem wir ihm in Graz den ersten „Mortier Award“ überreichen wollten: eine von Alexander Polzin geschaffene „Sisyphos“-Figur. Aber natürlich wollte er kommen. Es ist anders gekommen. „Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Aber man muss es versuchen“. Das war die Maxime, unter der Europas einflussreichster Musiktheater- und Festspielintendant immer wieder das Unmögliche möglich machte. Als Anwalt der Künste, als Freund der Künstler. „Ich habe ihn nicht einmal laut und schon gar nicht verletzend gehört. Er konnte scharf sein, wenn Autorität gefragt war oder Unverschämtheit und Dummheit in die Schranken gewiesen werden mussten, aber auch dann ging es ausschließlich um die Sache, nie gegen den Menschen“, sagte Michael Haneke anlässlich der von „Opernwelt“ und „Ring Award“ initiierten posthumen Hommage im Grazer Schauspielhaus. Sylvain Cambreling, der engste Gefährte Gerard Mortiers auf allen Kunst- und Lebenswegen, hat den bronzenen „Sisyphos“ entgegengenommen. Die Reden von Michael Haneke und Albrecht Thiemann sowie die Statuten des „Mortier Award“ finden Sie unter www.kultiversum.de/Opernwelt

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RETROSPEKTIVE 1. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 1997 RICHARD WAGNER: RHEINGOLD | GRAZ, AUSTRIA / 1996 - 1997

GERHARD BRUNNER

JURY

JÖRG KOSSDORFF

INTENDANT DER BÜHNEN GRAZ (VORSITZ)

BÜHNENBILDNER

LUTZ GRAF

HANS SCHAVERNOCH

TIM HOPKINS

ALFRED WOPMANN

REGISSEUR

BÜHNENBILDNER

REGISSEUR

INTENDANT DER BREGENZER FESTSPIELE

PETER KONWITSCHNY REGISSEUR

TEILNEHMER

66 TEILNEHMENDE AUS 8 VERSCHIEDENEN NATIONEN SEMIFINALE / 2. JUNI 1997 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ

ARON STIEHL (D) / KAREN FRIES (D) HERBERT STÖGER (A) / MIGNON RITTER (D) KRISTINA WUSS (D) / KARLIS FRUBERGS (LV)

JUHA HEMANUS (FIN) / KATI LUKKA (FIN) HAKON HIERZENBERGER (A) / MONIKA ROVAN (A) HOLGER MÜLLER-BRANDES (D) / KATRIN LEA TAG (D) SILKE KOSBÜ (D) / CHRISTINE TRITTHART (D) ROBERT OLWITZ, ISABEL OSTERMANN (D) / CHRISTIAN GSCHIER (A) ALEXANDER VON PFEIL (D) / PIERO VINCIGUERRA (I) DICK PIJNACKER (NL) / ARIANE SMINK (NL) DANIEL PRALLEA-BLAGA (RO) / MARIUS DANUT TROADER (RO) MICHAEL SCHILHAN (A) / ANDREA KUPRIAN-MAIER (A)

FINALE / 13. SEPTEMBER 1997 THALIA, NEXT LIBERTY (KINDER- UND JUGENDTHEATER DER BÜHNEN GRAZ) RICHARD WAGNER: RHEINGOLD SZENE DER RHEINTÖCHTER MIT ALBERICH HOLGER MÜLLER-BRANDES (D) / KATRIN LEA TAG (D) - GEWINNER DES 1. PREISES SILKE KOSBÜ (D) / CHRISTINE TRITTHART (D) ROBERT OLWITZ, ISABEL OSTERMANN (D) / CHRISTIAN GSCHIER (A)

2. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 2000 CYBERSTAGING RICHARD WAGNER: PARSIFAL | SPECIAL: CYBERSTAGING GRAZ, AUSTRIA / 1999 - 2000

JURY GERHARD BRUNNER

GERARD MORTIER

INTENDANT DER BÜHNEN GRAZ (VORSITZ)

INTENDANT DER SALZBURGER FESTSPIELE

GISBERT JÄKEL

HANS SCHAVERNOCH

JÖRG KOSSDORFF

KAREN STONE

REGISSEUR UND BÜHNENBILDNER

BÜHNENBILDNER

DOMINIQUE MENTHA

BÜHNENBILDNER

OPERNDIREKTORIN DER BÜHNEN KÖLN, DESIGN. INTENDANTIN DER BÜHNEN GRAZ

STEPHAN MÖSCH

INTENDANT DER BREGENZER FESTSPIELE

ALFRED WOPMANN

INDENDANT DER VOLKSOPER WIEN REDAKTEUR, OPERNWELT

TEILNEHMER

121 TEILNEHMENDE AUS 14 VERSCHIEDENEN NATIONEN SEMIFINALE / 17. JÄNNER 2000 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ

CYBERSTAGING CHRISTOPH RODATZ (D) / ANJA DIEFENBACH (D) BARBARA REINEKE (D) / JÜRGEN RUNKEL (D)

TATJANA GÜRBACA (D, I) / GERHARD MAYER (A) DAVID HERMANN (D) / STEFANIE VOR SCHULTE (D) CHRISTINE MICHAELIS (D) / MICHAEL BACHMANN (D) HEIDI MOTTL (D) / MALVE LIPPMANN (D) VERA NEMIROVA (BG) / TOM MUSCH (D) KERSTIN PÖHLER (D) / FRANK FELLMANN (D) SUSANNE ROST (D) / DIANA ACHTZIG (D) DETLEF SÖLTER (D) / FRANK LICHTENBERG (D) FRANK WIDMAIER (D) / PHILLIP KIEFER (D) BARBARA WOI (A)

FINALE / 16. - 18.JUNI 2000 SCHAUSPIELHAUS GRAZ RICHARD WAGNER: PARSIFAL SZENENFOLGE AUS DEM 2. AUFZUG DAVID HERMANN (D) - GEWINNER DES 1. PREISES TATJANA GÜRBACA (D, I) / GERHARD MAYER (A) VERA NEMIROVA (BG) / TOM MUSCH (D) CYBERSTAGING CHRISTOPH RODATZ (D) / ANJA DIEFENBACH (D) 26


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RING AWARD 03 - 3. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 2003 | MUSIKTHEATER.REMIXED JACQUES OFFENBACH: LES CONTES D‘HOFFMANN SPECIAL: HOFFMANN.REMIXED | GRAZ, AUSTRIA / 2002 - 2003 RING AWARD-JURY KAREN STONE INTENDANTIN VON THEATER, GRAZ (VORSITZ RING.AWARD) SANDEEP BHAGWATI PROFESSOR FÜR KOMPOSITION UND MULTIMEDIA AN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK, KARLSRUHE (VORSITZ HOFFMANN.REMIXED)

GERHARD BRUNNER INTENDANT DER BÜ HNEN GRAZ, 1990-2001 PETER KONWITSCHNY REGISSEUR JÖRG KOSSDORFF BÜHNENBILDNER UND TECHNISCHER DIREKTOR, THEATER, GRAZ STEPHAN MÖSCH REDAKTEUR OPERNWELT ALBRECHT PUHLMANN INTENDANT DER STAATSOPER HANNOVER ALFRED WOPMANN INTENDANT DER BREGENZER FESTSPIELE KLAUS ZEHELEIN INTENDANT DER STAATSOPER STUTTGART PRESSE-JURY

(NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

FREDERIC HANSSEN DER TAGESSPIEGEL, BERLIN REINHARD KAGER SWR, BADEN-BADEN GERHARD R. KOCH FAZ CLAUS SPAHN DIE ZEIT, HAMBURG LJUBISA TOSIC DER STANDARD, WIEN MARIANNE ZELGER-VOGT NZZ INTENDANTEN-JURY

(NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

ANSGAR HAAG THEATER ULM MICHAEL KLÜGL LANDESTHEATER LINZ GUY MONTAVON THEATER ERFURT FRANZISKA SEVERIN THEATER ST. GALLEN CHRISTOF SEUFERLE OPÉRA COMÉDIE, MONTPELLIER

TEILNEHMER

186 TEILNEHMENDE AUS 26 NATIONEN FINALE / 13. - 15. JUNI 2003 SCHAUSPIELHAUS GRAZ

SEMIFINALE / 13. JÄNNER 2003 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ RING AWARD JAVIER ANDRADE CÓRDOVA (ECU) / GIOVANNI DE PAULIS (D) PAUL BARGETTO (USA) / MIMILIEN (USA) CLAUDIA BLERSCH (D) / GIULIO B ERNARDI (I) RALF BUDDE (D) / DARKO PETROVIC (HR) ANGELINA JANKOVA (D) / BORIL BOSHNAKOV (BG) ANDREA KILIAN (D) / TASSILO TESCHE (D) LOTHAR KÖNIG (D) / MICHAEL BACHMANN (D) TOMASZ KONINA (PL) / MAJA KLECZEWSKA (PL) LEO K RISCHKE (A) / SOFIA MAZZONI (RUS) BERNHARD SEMMELROCK (A) / FALKO HEROLD (D) HOFFMANN.REMIXED BIRGIT KADATZ (D) / BRITTA NAGEL (A) CHRISTOPH RODATZ (D) / ANJA DIEFENBACH (D)

Claudia Blersch (D) Giulio Bernardi (I)

Andrea Kilian (D) Tassilo Tesche (D)

JACQUES OFFENBACH: LES CONTES D‘HOFFMANN, ANTONIA-AKT CLAUDIA BLERSCH (D) / GIULIO BERNARDI (I) ANDREA KILIAN (D) / TASSILO TESCHE (D) LEO KRISCHKE (A) / SOFIAMAZZONI (RUS) SEIFENFABRIK: HOFFMANN.REMIXED BIRGIT KADATZ (D) / BRITTA NAGEL (A) DER 1. PREIS WURDE NICHT VERGEBEN: DIE RING AWARD-JURY ATTESTIERTE ALLEN 3 TEAMS AUSGEZEICHNETE UND HOHE QUALITÄTEN, SAH ABER EINEN MANGEL AN MUSIKALITÄT IN DER PRAKTISCHEN UMSETZUNG DER KONZEPTE AUF DER BÜHNE.

Leo Krischke (A) Sofia Mazzoni (RUS)

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Birgit Kadatz (D) Britta Nagel (A)


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RING AWARD 05 - 4. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 2005 | STAGEXPLORER W.A. MOZART: LE NOZZE DI FIGARO | SPECIAL: STAGEXPLORER GRAZ, AUSTRIA / 2004 - 2005 RING AWARD-JURY INTENDANT DER GRAZER OPER UND BÜ HNENBILDNER (VORSITZ) JÖRG KOSSDORFF GERHARD BRUNNER DIREKTOR ARTS ADMINISTRATION, UNIVERSITÄT ZÜRICH REGULA GERBER DESIGN. INTENDANTIN DES NA TIONALTHEATERS MANNHEIM ANDEAS HOMOKI INTENDANT DER KOMISCHEN OPER BERLIN VERONICA KAUP-HASLER DESIGN. INTENDANTIN DES STEIRISCHEN HERBSTES PETER KONWITSCHNY REGISSEUR STEPHAN MÖSCH OPERNWELT PETER WEIBEL VORSTAND DES ZKM, KARLSRUHE FÜR DIE BEURTEILUNG DER TEAMS, DIE SICH IN DER KATEGORIES TAGEXPLORER BEWORBEN HABEN, ÜBERNIMMT PETER WEIBEL DEN VORSITZ DER R ING AWARD-JURY.

PRESSE-JURY

(NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

JOHN ALLISON OPERA UND THE TIMES, LONDON REINHARD BREMBECK SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, MÜNCHEN REINHARD KAGER SÜDWESTDEUTSCHER RUNDFUNK, BADEN-BADEN GERHARD R. KOCH FRANKFUR TER ALLGEMEINE ZEITUNG GER T KORENTSCHNIG KURIER, WIEN CHRISTINE LEMKE-MATWEY DER TAGESSPIEGEL, B ERLIN CLAUS SPAHN DIE ZEIT, HAMBURG MARIANNE ZELGER-VOGT NEUE ZÜRCHER ZEITUNG PRESSE-JURY

(NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

GEORGES DELNON STAATSTHEATER MAINZ MATTHIAS FONTHEIM SCHAUSPIELHAUS GRAZ MICHAEL KLÜGL LANDESTHEATER LINZ KLAUS PIERWOSS BREMER THEATER MARTIN SCHÜLER STAATSTHEATER COTTBUS EMAA-JURY DIE TEILNEHMER DES PROGRAMMS „EXECUTIVE MASTER IN ARTS ADMINISTRATION DER UNIVERSITÄT ZÜRICH (EMAA)“ BEURTEILEN DIE VIER FINALE-TEAMS UND ENTSCHEIDEN ÜBER DIE VERGABE DES PREISES DER UNIVERSITÄT ZÜRICH.

TEILNEHMER

186 TEILNEHMENDE AUS 26 NATIONEN SEMIFINALE / 30. JÄNNER 2005 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ

FINALE / 25. - 26. JUNI 2005 SCHAUSPIELHAUS GRAZ

RING AWARD W.A. MOZART: LE NOZZE DI FIGARO ELENA ARTIOUKHINA (RUS) / ETEL IOSHPA (RUS) SELENAAR TIOUKHINA (RUS) / ETELIOSHPA (RUS) ANNA MALUNAT (D) / JAN KATTEIN (D) / MAGDOLNA PARDITKA (H) TOMASZ KONINA (PL) ORPHA PHELAN (IRL) / LESLIE TRAVERS (GB) TOBIAS KRATZER (D) / RAINER SELLMAIER (D) DOM IM BERG / STAGEXPLORER ANNA MALUNAT (D) / JAN KATTEIN (D) / MAGDOLNA PARDITKA (H) MARCUS DROSS (D) / CHRISTOPH RODA TZ (D) / MICHAEL WOLDAMIANO MICHIELET TO (I) / TEAM C.A.P. 301 23 (I) TERS (D) HENDRIK MÜLLER (D) / MIRA VOIGT (D) / OLAF SCHMITT (D) ESTHER MUSCHOL (D) / MICHAELA BUERGER (A) DER RING AWARD UND DER PREIS DES LANDES STEIERMARK ORPHA PHELAN (IRL) / LESLIE TRAVERS (GB) ERGINGEN AN DAS TEAM ANNA MALUNAT (D) / JAN KATTEIN (D) / FEDERICA SANTAMBROGIO (I) / MARIA SPAZZI (I) MAGDOLNA PARDITKA (H); DEN PREIS DER STADT GRAZ TEILTEN STAGEXPLORER SICH DAS TEAM ANNA MALUNAT (D) / JAN KATTEIN (D) / MAGMARCUS DROSS (D)/ CHRISTOPH RODATZ (D)/ MICHAEL WOLTERS (D) DOLNA PARDITKA (H) MIT DEM TEAM ELENA ARTIOUKHINA (RUS)/ HANS-JÖRG KAPP (D) / MARTINA VON HOLN (D) ETEL IOSHPA (RUS), DAS DEN PREIS DER UNIVERSITÄT SIRKO KNÜPFER (D) / KERSTIN WEINBRECHT (D) ZÜRICH ERHIELT.

Elena Artioukhina (RUS) Etel Ioshpa (RUS)

Anna Malunat (D), Jan Kattein (D) Magdolna Parditka (H)

Orpha Phelan (IRL) Leslie Travers (GB) 28

Marcus Dross (D), Christoph Rodatz (D), Michael Wolters (D)


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RING AWARD 08 - 5. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 2008 GIUSEPPE VERDI: RIGOLETTO | SPECIAL: RING.AWARD.OFF | GRAZ, AUSTRIA / 2007 - 2008 RING AWARD-JURY INTENDANT / GRAZER OPER UND BÜHNENBILDNER (VORSITZ) JÖRG KOSSDORFF LAURA BERMAN LEITERIN DER REIHE KUNST AUS DER ZEIT / BREGENZER FESTSPIELE* GERHARD BRUNNER DIREKTOR ARTS ADMINISTRATION, UNIVERSITÄT ZÜRICH HEINER GOEBBELS KOMPONIST UND REGISSEUR* ANDEAS HOMOKI INTENDANT / KOMISCHE OPER BERLIN UND REGISSEUR VERONICA KAUP-HASLER DESIGN. INTENDANTIN / STEIRISCHER HERBST GRAZ PETER KONWITSCHNY REGISSEUR STEPHAN MÖSCH OPERNWELT, BERLIN ELISABETH SOBOTKA DESIGN. INTENDANTIN / GRAZER OPER *EINSCHLIESSLICH RING.AWARD.OFF PRESSE-JURY (NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

REINHARD BREMBECK SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, MÜNCHEN MANUEL BRUG DIE WELT, HAMBURG REINHARD KAGER SÜDWESTDEUTSCHER RUND FUNK, B ADEN-BADEN GERHARD R. KOCH FRANKFUR TER ALLGEMEINE ZEITUNG CHRISTIAN MERLIN LE FIGARO, PARIS CLAUS SPAHN DIE ZEIT, HAMBURG SIMON WILLIAMS OPERA NEWS, LOS ANGELES/NEW YORK MARIANNE ZELGER-VOGT NEUE ZÜRCHER ZEITUNG INTENDANTEN-JURY (NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ)

ANNA BADORA INTENDANTIN / SCHAUSPIELHAUS GRAZ OLE WIGGO BANG INTENDANT / VÄRMLANDSOPERAN KARLSTAD, SCHWEDEN GEORGES DELNON DIREKTOR / THEATER BASEL MATTHIAS FONTHEIM INTENDANT / STAATSTHEATER MAINZ DOMINIQUE MENTHA DIREKTOR / LUZERN THEATER BARBARA MUNDEL INTENDANTIN / THEATER FREIBURG MAR TIN SCHÜLER STAATSTHEATER COTTBUS ANDREJS ZAGARS INTENDANT / LETTISCHE NATIONALOPER RIGA

TEILNEHMER

156 TEILNEHMENDE AUS 22 NATIONEN FINALE / 20. - 22. JUNI 2008 SEMIFINALE / 13. JÄNNER 2008 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ SCHAUSPIELHAUS GRAZ RING AWARD ALEXANDER CHARIM (A), JULIA KNEUSELS (D), ANNE GRETRIEDIGER (D) MICHAELA DICU (D), WINNIE KARNOFKA (D), CHRISTIAN KIEHL (D), CLAUDIA KÖCHER (D) KRISTINA GERHARD (D), ANNA STRAUSS (D) GINGER HOLIDAY (USA), MEIKY BOBENSTET TER (USA/D) HANNES KAPSCH (D) DOROTHEA KIRSCHBAUM (D), JULIA MÜER (D) JIM LUCASSEN (NL), JEROEN VANECK (NL) ALESSANDRO TALEVI (GB/SA), YUKIKO TSUKAMOTO (JAP) ATEF - PEDRAK TOPOLA (BUL), NEDKO MORAKOV (SER) RING.AWARD.OFF BEATE BARON (D), JUSTYNA JASZCZUK (D), GENOEL RÜHLE (D) CHRISTIAN GRAMMEL (D), SEBASTIAN KÖNIG (D), WOLFGANG ZAMASTIL (D), ÁNGELA TRÖNDLE (A) KASPAR WIMBERLEY (GB/D), SUSANNE KUDIELKA (D)

Alexander Charim (A), Julia Kneusels (D) Annegret Riediger (D)

GIUSEPPE VERDI: RIGOLETTO ALEXANDER CHARIM (A), JULIA KNEUSELS (D), ANNE GRET RIEDIGER (D) DOROTHEA KIRSCHBAUM (D), JULIA MÜER (D) ATEF - PEDRAK TOPOLA (BUL), NEDKO MORAKOV (SER) ALIAS TOBIAS KRATZER (D), RAINER SELLMAIER (D) DOM IM BERG / RING.AWARD.OFF BEATE BARON (D)/ JUSTYNA JASZCZUK (D)/ GENOEL RÜHLE (D) DER RING AWARD, DER PREIS DES LANDES STEIERMARK, DER PREIS DER STADT GRAZ UND DER PREIS DES STAATSTHEATERS COTTBUS ERGINGEN AN DAS TEAM ATEF: TOBIAS KRATZER (D)/ RAINER SELLMAIER (D); DER PREIS DES THEATERS HEIDELBERG ERGING AN DAS TEAM JIM LUCASSEN (NL)/ JEROEN VAN ECK (NL)

ATEF: Tobias Kratzer (D) Rainer Sellmaier (D)

Dorothea Kirschbaum (D) Julia Müer (D)

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Beate Baron (D), Justyna Jaszczuk (D) Genoel Rühle (D)


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RING AWARD 11 - 6. INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE UND BÜHNENBILD 2011 JOHANN STRAUSS: DIE FLEDERMAUS | SPECIAL: RING.AWARD.OFF GRAZ, AUSTRIA / 2010 - 2011 RING AWARD-JURY ELISABETH SOBOTKA INTENDANTIN, OPER GRAZ (VORSITZ) LAURA BERMAN LEITERIN DER REIHE „KUNST AUS DER ZEIT“, BREGENZER FESTSPIELE GERHARD BRUNNER DIREKTOR, ARTS ADMINISTRATION, UNIVERSITÄT ZÜRICH PETER DE CALUWE DIRECTEUR GÉNÉRAL, „LA MONNAIE“, BRÜSSEL JOHANNES FRITZSCH CHEFDIRIGENT, OPER GRAZ ANDEAS HOMOKI CHEFREGISSEUR UND INTENDANT, KOMISCHE OPER BERLIN VERONICA KAUP-HASLER INTENDANTIN, „STEIRISCHER HERBST“ PETER KONWITSCHNY CHEFREGISSEUR, OPER LEIPZIG JÖRG KOSSDORFF BÜHNENBILDNER BERND LOEBE INTENDANT, OPER FRANKFURT STEPHAN MÖSCH „OPERNWELT“, BERLIN INTENDANTEN-JURY (NUR IM FINALE, VERGABE DES PREISES DER STADT GRAZ) ANNA BADORA INTENDANTIN, SCHAUSPIELHAUS GRAZ (VORSITZ) OLE WIGGO BANG INTENDANT, VÄRMLANDSOPERAN KARLSTAD AVIEL CAHN INTENDANT, DE VLAAMSE OPERA ANTWERPEN CHRISTIAN KIPPER THEATER LUZERN TATJANA GÜRBACA OPERNDIREKTORIN, STAATSTHEATER MAINZ MICHAEL KLÜGL INTENDANT, STAATSOPER HANNOVER MARTIN SCHÜLER INTENDANT, STAATSTHEATER COTTBUS DIETMAR SCHWARZ OPERNDIREKTOR, THEATER BASEL, DESIGN. INTENDANT, DEUTSCHE OPER BERLIN PETER SPUHLER GENERALINTENDANT, STAATSTHEATER KARLSRUHE KLAUS WEISE GENERALINTENDANT, THEATER BONN BERND LOEBE INTENDANT, OPER FRANKFURT STEPHAN MÖSCH „OPERNWELT“, BERLIN

TEILNEHMER

138 TEILNEHMENDE AUS 20 NATIONEN SEMIFINALE / 15. JÄNNER 2011 MONTAGEHALLE, OPERNHAUS GRAZ

FINALE / 25. - 26. JUNI 2011 SCHAUSPIELHAUS GRAZ

RING AWARD SAM BROWN (GB), ANNEMARIE WOODS (IRL) MATTHIAS ENDLICHER (DE), UTA GRUBER-BALLEHR (DE) MATTHIAS ENGELMANN (AT) ALEXANDER GRÜN (DE), SANDRA KIJOK (DE) HANNES KAPSCH (DE), TRIXY TINY LUCY ROYECK (DE) FABIAN VON MATT (DE), MECHTHILD SEIDEMANN (DE) PAMELA RECINELLA (IT), MARLIES PFEIFER (AT), DRITAN KOSOVRASTI (MK) JOHANNES RIEDER (DE), THOMAS UNTHAN (DE) FELIX SEILER (DE), MAREEN BIERMANN (DE), JULIANE LUSTER (DE) NELE KATHLEN TIPPELMANN (DE), TIM ALBRECHT (DE) RING.AWARD.OFF RICHARD FULTON (CH), JULIA ROMMEL (DE) MORTEN K. ROESEN (DK), NIKOLAUS WEBERN (AT), CARLA CAMINATI (CH)

JOHANN STRAUSS: DIE FLEDERMAUS JOHANNES RIEDER (DE), THOMAS UNTHAN (DE) HANNES KAPSCH (DE), TRIXY TINY LUCY ROYECK (DE) SAM BROWN (GB), ANNEMARIE WOODS (IRL) DOM IM BERG / RING.AWARD.OFF MORTEN K. ROESEN (DK), NIKOLAUS WEBERN (AT), CARLA CAMINATI (CH)

Johannes Rieder (DE) Thomas Unthan (DE)

DER RING AWARD, DER PREIS DES LANDES STEIERMARK, DER PREIS DER STADT GRAZ UND SÄMTLICHE SONDERPREISE ERGINGEN AN DAS TEAM SAM BROWN (GB), ANNEMARIE WOODS (IRL).

Hannes Kapsch (DE) Trixy Tiny Lucy Royeck (DE)

Sam Brown (GB) Annemarie Woods (IRL) 30

Morten K. Roesen (DK), Nikolaus Webern (AT), Carla Caminati (CH)


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FÖRDERER

SPONSOREN

PARTNER

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IMPRESSUM

WETTBEWERBSADRESSE RINGAWARD ROTMOOSWEG 67 A 8045 GRAZ OFFICE@RINGAWARD.COM WWW.FACEBOOK.COM/RINGAWARD

REDAKTION CHRISTIAN GSCHIER, WALTER BERNHART

FOTOS ATELIER 9, KARIM ZATAAR TONI MUHR, ROLAND RENNER OPERNWELT

DRUCK MEDIENFABRIK GRAZ

DESIGN EN GARDE INTERDISCIPLINARY GMBH

LAYOUT ANTJE VEIT

REDAKTIONSSCHLUSS 23.09.2014

SATZ UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN

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DER NÄCHSTE RINGAWARD IST FÜR 2017 GEPLANT.

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RING AWARD 14 / Internationaler Musiktheaterwettbewerb für Regie & Bühnengestaltung  

Der RING AWARD ist ein internationaler Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung. Sein Ziel ist es, durch die Auszeichnung hervo...

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