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Seite 12 • Rigi Anzeiger

9. Mai 2014 / Nr. 19

Reifen wechseln, Noten zählen, Haare föhnen Megger Lehrstellenparcours in Zusammenarbeit von Schule und Gewerbeverein

Reifen wechseln in der Werkstatt der «Autowelt Meggen AG».

Der Lehrstellenparcours war für die Jugendlichen der 1. Sekundarschule wiederum ein Hit. 17 Megger Betriebe liessen die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen blicken. jp. Die drei Sekundarschüler treffen bei der Garage «Autowelt Meggen AG» ein. Nach einem Händedruck fragte der Betriebschef die Jugendlichen, ob sie das Übergewand dabei hätten, zum Erstaunen der jungen Gäste. «Nein, nein, wozu denn?» «Ja, in der Autowerkstatt bekommt man schmutzige Kleider und Hände!» meinte Gian-Carlo Rudolf, Leiter der Autowelt, leicht schmunzelnd. Doch dann trat Ivo Tschopp, ein junger Mitarbeiter, zur kleinen Gruppe hinzu und bot einen Rundgang durch den Betrieb an. Zuerst eine Treppe hinunter, ins Reifenhotel. Unzählige

Nach der Theorie und dem Rundgang durch die Bank wurden Wettbewerbsfragen beantwortet.

Naturberufe mit modernster Technik: Winzer und Weintechnologe.

Chefin Nusreta Ribic zeigt den Schülerinnen, wie sie Julians Haare fönen sollen. Frankreich und importiert und verarbeitet Weine aus der ganzen Welt. Nicht nur das Bürogebäude imponierte den Jugendlichen, Erstaunen und Ah und Oh lösten im Betriebsgebäude auch die riesigen Weintanks in Edelstahl aus.

Wow, diese riesigen Weintanks! Etwas andere Dimensionen bezüglich Betriebsgrösse erlebte eine Fünfergruppe von Knaben in der Weinfirma Scherer & Bühler. Hier führte Markus Gautschi die Jugendlichen in die Berufsfelder des Winzers und Weintech-

nologen ein. Dass das Thema «Wein» in den Köpfen der Knaben noch wenig verankert ist, zeigte sich bei der Frage nach der Motivation für diese, weshalb sie sich für diese Betriebsbesichtigung entschieden haben: Weil ich den Beruf des Weintechnologen nicht kenne; weil die Eltern daheim von Wein reden, ich aber nichts verstehe; weil wir selber daheim ein paar Reben haben. Gautschi zeigte den Jungen auf, dass sowohl der Winzer wie auch der Weintechnologe mit der Natur lebten. Ohne Trauben gäbe es keinen Wein. Die Rebberge bedürften einer sorgfältigen Pflege. Die Natur gäbe die Arbeitszeit vor. Scherer & Bühler bietet pro Jahr drei Ausbildungsplätze in Weintechnologie an. Nach der dreijährigen Lehre können verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten gewählt werden. Bei Scherer & Bühler kann der ganze Lehrgang im Betrieb abgeschlossen werden. Die Firma betreut den Rebberg Meggenhorn, verfügt selber über ein grosses Weingut in

in der Oase sehr geschätzt. Zwischen 90 und 120 Mahlzeiten kocht Chefköchin Daniela Schroeder pro Tag. Die grosse Nachfrage bedingt den Ausbau der Küchenleistung: zur Zeit wird der Umzug der Küche aus der Villa nach Merlischachen in die Küche der Mehrzweckhalle vorgenommen, ausserdem wird eine neue Teilzeit-Mitarbeiterin zur Unterstützung eingestellt. Dieses Wachstum zeigt Petra Gamma in ihrem Bericht der Geschäftsleitung auf. Seit das

Chinderhuus 2009 die neuen Räumlichkeiten in der Villa und an der Artherstrasse bezogen hat, steigen die Geschäftszahlen von Jahr zu Jahr. Den bislang grössten Schritt machten die Belegungszahlen zwischen 2013 und 2014 – Gründe dafür sind die Einführung des Mittagstisches in der Oase sowie die Übernahme des Mittagstisches in Merlischachen. In der Kindertagesstätte an der Artherstrasse wurde die Babygruppe in eine altersgemischte Gruppe umgewandelt, was zu einer

besseren Auslastung führte. Es können nun bis zu 10 Kinder betreut werden. Parallel steigt der Personalaufwand. 2013 wurde mit gesamt 34 Mitarbeitern bei 2000 Stellenprozenten die Millionengrenze geknackt. Zur Wiederwahl standen dieses Jahr sowohl die Co-Präsidentin Carole Mayor, der Aktuar Urs Reichlin sowie Ilse Held für die Öffentlichkeitsarbeit und Nino Iuliano als Revisor. Alle vier sowie die gesamte Vorstandschaft wurden mit Applaus bestätigt.

Autoräder waren hier eingelagert. Die Jungs staunen über einen eleganten BMW, der neu aufpoliert wurde. Von der Ölabscheideanlage über den Waschraum und der eigentlichen Werkstatt ging es dann zur Reifenmontagemaschine. Hier durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen und einen Pneu ab- und wieder aufmontieren. Das machte Spass. Dass die präsentierte Lehre nicht mehr Automechaniker sondern Automechatroniker heisst, zeigte sich bei der Einstellung der Achsgeometriekomponenten am Computer. Wie die Radspur oder der Radsturz an einem Auto optimal eingestellt werden können, das war hoch interessant.

Tätigkeitsgebiet der Luzerner Kantonalbank eingeführt. Fasziniert war die Gruppe von der Schnelligkeit der Notenzählmaschine und vom Tresorraum im Untergrund der Bank. Dass auf Sicherheit grossen Wert gelegt wird, spürten die Schülerin und die Schüler auch beim Auf- und Zuschliessen der Türen von einem Raum zum anderen. Zum Abschluss des Einblicks in die Bankenwelt galt es, zehn Wettbewerbsfragen zu beantworten. Fabienne Maillard, die Betreuerin der Gruppe, freute sich, drei Preise an die Siegerin und zwei Sieger verteilen zu dürfen. Und zu guter Letzt gab es für alle noch ein T-Shirt, einen Schreibblock und einen Kugelschreiber.

Tresorraum und Notenzählmaschine Acht Jugendliche haben sich für einen Besuch der Megger LUKB-Zweigstelle interessiert. In einem Theorieraum wurden die sieben Knaben und ein Mädchen in die Geheimnisse des Bankwesens, in das vielfältige

Grazyna Haley und Manuela Schilliger im Schnelldurchlauf durch das vergangene Jahr. Irene Fries, Standortleiterin der schulergänzenden Kinderbetreuung in der Villa, präsentierte eine witzige Filmreportage. Die Primarschulkinder nehmen das Angebot des Anfang 2014 durchs Chinderhuus übernommenen Mittagstisches in Merlischachen gerne in Anspruch. Auch von den Schülern aus der 6. Klasse bis Oberstufe wird der vor einem Jahr ins Leben gerufene Mittagstisch

Frisieren mit Gel Ein dankbares «Opfer» fand die Mädchengruppe, die mit einem Mitschüler zusammen den Coiffure-Salon Beauty Hairstylist Empire of Hair besuchte. Dem Knaben wurden die Haare gewaschen, dann geföhnt und mit Gel frisiert. Nebst der Chefin, Nusreta Ribic, durften auch die jungen Damen die Haartracht ihres Mitschülers «bearbeiten». Natürlich wurde immer wieder höflich gefragt, ob der Föhnstrahl nicht zu heiss sei. Ob die Haare hier oder dort anliegen oder eher in einen Kamm münden sollten. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen, wie ein Blick in den Spiegel zeigte.

KÜSSNACHT Chinderhuus Küssnacht baut aus

Stetig steigende Kinderzahlen in der Kindertagesstätte und der schulergänzenden Kinderbetreuung – das Chinderhus in Küssnacht baut weiter aus. An der 23. Generalversammlung des Vereins Chinderhuus stellte Evelyn Fuchs, seit einem Jahr Co-Präsidentin, die neuen Mitarbeiterinnen vor. Anhand origineller Illustrationen reiste danach die Standortleiterin der Kindertagesstätte Mascha Lalik Graf mit den Gruppenleiterinnen

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LESERBRIEFE

Der Mindestlohn ist ein Eigengoal Öffentlicher Anlass der Schule Meggen

Mobbing geht uns alle an Mittwoch, 14. Mai 2014, 19.30 Uhr, Aula Hofmatt 3 Einladung zum Referat mit anschliessender Podiumsdiskussion Der Übergang von einer Neckerei zu Mobbing ist fliessend. Eine einmalige Rauferei auf dem Pausenplatz kann ganz harmlos sein. Wenn das Plagen und Quälen aber nicht mehr aufhört, handelt es sich um Mobbing. �� �������������������������������� �� �������������������������� �� ������������������������������ ����������������� �� ����������������������������

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Referent Walter Minder, lic. phil., Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, Früherkennung und �����������������������������������������������������������������

Podiumsdiskussion ��������������������������������������������������������������������������������������� ��������������������������������������������������������������������������������������� die Diskussion einzubringen und eigene Fragen zu stellen. Elternmitwirkung Meggen ��������������������������������������������������������������������������������� samen Austausch. «Wir begegnen einander mit Wertschätzung und Respekt und wir fördern die Gemeinschaft.» Aus dem Leitbild der Schule und Musikschule Meggen ��������������������

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Schulleitung und Schulpflege Meggen

Die Einführung des Mindestlohns könnte dazu führen, dass einfache Tätigkeiten wegrationalisiert werden und so zahlreiche schlecht qualifizierte ArbeitnehmerInnen ihren Job verlieren. Zudem würden ganz allgemein weniger Stellen an BerufseinsteigerInnen mit und ohne Lehre und WiedereinsteigerInnen vergeben. Wenn sie den welthöchsten Mindestlohn bezahlen müssen, dann werden manche Arbeitgeber noch mehr als bisher damit zögern, jemandem eine Chance zu geben, der keine Erfahrung mitbringt oder lange nicht mehr gearbeitet hat. Zudem stelle ich mir auch die Frage, was denn überhaupt zu diesen ominösen 4000 Franken gehört. Die Initiative schreibt lediglich einen Stundenlohn von 22 Franken vor und lässt sonst alles Weitere offen. Unklar ist zum Beispiel, ob der Monatslohn 12- oder 13-mal berechnet werden muss und

wie der Ferienanspruch von 4 oder 5 Wochen einbezogen wird. Das Gastgewerbe profitiert gemäss Gesamtarbeitsvertrag von 5 Wochen Ferien, sechs bezahlten Feiertagen und einem 13. Monatslohn, hier könnte eventuell sogar eine Verschlechterung eintreten. Eine weitere Knacknuss ist die unterschiedliche Wochenarbeitszeit von 40, 42, 45 oder gar 55 Stunden wie in der Landwirtschaft. Der einheitliche Mindestlohn wird für gewisse Branchen ein Eigengoal sein und die sozialpartnerschaftlichen Sonderlösungen in Frage stellen. Das Stimmvolk wird hoffentlich die Schwächen dieser extremen Initiative erkennen und am 18. Mai Nein stimmen Michèle Graber Udligenswil, Kantonsrätin glp

Der Gripen E hat nichts mit einer «Grippe» zu tun Was hat der Gripen E mit einer Grippe zu tun? Nichts, aber trotzdem leidet ein Teil des Schweizer Volkes sowie des Parlamentes schon seit längerer Zeit an einer chronischen Grippe. Das Virus heisst: Militär und Landesverteidigung. Es gab in den letzten Jahren Ausgabenkürzungen wie in keinem anderen Departement. Alles Andere darf jährlich mehr Kosten verursachen, die Hauptsache ist, das Volk oder ein Teil davon kann sich am Futtertopf laben (z.B. soziale Wohlfahrt, Krankenwesen, ÖV aller Art, Kohäsions-Milliarden ins Ausland, Entwicklungshilfe etc.). Ein sehr kurzsichtiges Denken, denn die Verteidigung und der Schutz eines Landes fängt heute an und nicht erst in 10 Jahren. Das ist nicht nur ein Verfassungsauftrag, sondern eine Daueraufgabe,

das scheinen viele aus Blauäugigkeit vergessen zu haben. Beispiele gefälligst: Holland, Polen, die Tschechoslowakei, Österreich-Ungarn etc. hätten sich viel Leid ersparen können, wenn ihre Armeen wehrhafter gewesen wären. Ja klar, das liegt ja alles Jahrzehnte zurück und genau deshalb sollte sich das Volk nicht täuschen lassen. Eine totale Sicherheit gibt es nicht, auch nicht in Europa. Und nebenbei: für das Asylwesen wird unglaublich viel Geld verschleudert. Und was kostet uns die internationale Kriminalität dank offener Grenzen? Dafür haben wir Geld. Nur für die Äufnung des Gripen-Fonds nicht. Welch eine Heuchler-Gesellschaft, die nicht bereit ist, für unser Land ein Opfer zu bringen! Es ist ein Geben und Nehmen! Und dazu gehört auch der GripenFonds, er verdient ein Ja. Hans Lohri, Adligenswil

9. Mai 2014  
9. Mai 2014  

Der Rigi Anzeiger vom 9.5.2014

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