Page 1

15. September bis 1. November 2017

Herbst in Rheinhessen –

Einladung zum großen Genuss

Herbstzeit in Rheinhessen: Zeit für den neuen Weinjahrgang. Die Bauern ernten das Obst und Gemüse auf den Feldern und die Winzer ihre Auszeichnungen für ihre hervorragenden Guts-, Orts- und Lagenweine aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Zeit der Ernte in Rheinhessen Die Herbstzeit ist die schönste Jahreszeit in Rheinhessen: die Weinberge tauchen schon ein in ein warmes Licht und alles ist zur Weinlese bereit. Für die Gastronomen heißt die spannende Herausforderung nun, die frisch geernteten Produkte auf den Tisch zu bringen und die Gäste und Weinfreunde der Region auf eine Genussreise durch das Land der tausend Hügel mitzunehmen. „Rheinhessen genießen“ lädt ein, die Weinregion kulinarisch zu entdecken.

Einladung zum kulinarischen Herbst in Rheinhessen Es ist schön zu beobachten, dass Freunde des guten Geschmacks Wert auf Regionalität und Herkunft legen. Und es ist beruhigend zu wissen, wo die Produkte herkommen. So wie es selbstverständlich ist, dass in einer Weinregion wie Rheinhessen in der Gastronomie nur die besten Weine aus der Region präsentiert werden, so besinnen sich auch immer mehr Gastronomen darauf, Produkte aus der Region und von verlässlichen Erzeugern aufzutischen und zu genussvollen Kreationen zu verarbeiten. So haben in diesem Jahr 24 Gastronomen für „Rheinhessen genießen“ ihr Lieblingsprodukt ausgewählt und daraus ein Gericht komponiert, das sie in der Aktionszeit vom 15. September bis 1. November servieren. Weil ein passender Wein dazu nicht fehlen darf, sprechen die Gastgeber gleich auch eine Weinempfehlung aus Rheinhessen aus.

Genuss hoch zwei In dieser Beilage finden Sie nun die Gastronomen, die in diesem Jahr zu „Rheinhessen genießen“ einladen und dazu das Veranstaltungsprogramm TasteTival 2017.


2 Mühle 2, Appenheim, Tel.: 06725 9990210 www.100guldenmuehle.de

100 GULDENMÜHLE

C3

Ü

ber die kleine Brücke links in den Feldweg, der Beschilderung folgend zum Lokal, so lautet die idyllische Wegbeschreibung zur 100 Guldenmühle in Appenheim. Direkt am Rand der Weinlage Hundertgulden steht die alte Mühle, die liebevoll restauriert wurde und eine entspannte Atmosphäre bietet. Vor allem der schön gestaltete an einen Garten grenzende Außenbereich neben dem kleinen Welzbach ist bei gutem Wetter ideales Ziel für Wanderungen. Die können gerne auch etwas weiter ausfallen, ist die 100 Guldenmühle doch seit jeher Stempelstation des Jakobsweges. Im Inneren wurden das alte Fachwerk und verschiedene Apparaturen der Mühle erhalten.

Weil Wanderer und Spaziergänger eine ordentliche Stärkung gebrauchen können, serviert Eva Eppard für „Rheinhessen genießen“ geschmorte Kalbsbacke mit einer Interpretation von der Backesgrumbeere und Kürbispüree.

Gastgeberin Eva Eppard ist eine echte Appenheimerin und hat sich mit der 100 Guldenmühle den Wunsch nach einem bodenständigen Restaurant in ihrem Heimatort, in dem rheinhessische Klassiker auf der Karte stehen, erfüllt. Seit diesem Jahr konzentriert sich Eva Eppard voll und ganz auf ihr eigenes Restaurant und wird ihr Engagement dort weiter ausbauen. So ist sie mit der 100 Guldenmühle ab sofort offizielle Catering-Partnerin für das Wasserwerk in Münster-Sarmsheim, einer Veranstaltungslocation für vielfältige Anlässe. Bei den Kürbissen vertraut Eva Eppard auf den Obsthof Müller aus der direkten Nachbarschaft in Appenheim. Auch beim Wein bleibt sie ihrem Heimatort treu und empfiehlt einen 2013er Spätburgunder trocken zu ihrem Hauptgericht.

ADAGIO IM ATRIUM

Flugplatzstraße 44, Mainz, Tel.: 06131 4910 www.atrium-mainz.de

B5

Das größte inhabergeführte Privathotel in Rheinland-Pfalz liegt im Mainzer Stadtteil Finthen und wird als Vier-Sterne-Superior-Hotel regelmäßig ausgezeichnet. Es steht für Charme, professionelle Gastlichkeit und ein angenehmes Ambiente. Modern und mediterran wurde das Restaurant Adagio ausgerichtet, der Name steht übersetzt für langsamen Genuss und den behutsamen Umgang mit Produkten. Seit Mitte diesen Jahres hat Carl Grünewald das Sagen zwischen Töpfen und Pfannen im Adagio. Neuer Sous-Chef ist Sebastian Zeman. Beide sind in Mainz nicht ganz unbekannt. Der 29-jährige Grünewald hat seine Lehre in Steins Traube in Finthen absolviert und anschließend Stationen als Chef de Partie in den Sterne-Restaurants von Mario Lohninger und Matthias Schmidt in Frankfurt absolviert. Grünewald konzentriert sich im Atrium darauf, Produzenten aus der Region ins Boot zu holen und die Zutaten aus nächster Umgebung zu beziehen. Sommelier Oliver Habig spricht die Weinmpfehlungen aus.

Das Rind bezieht er aus der Zucht vom Hofgut Acker aus Bodenheim, das am Rand des einzigartigen Naturschutzgebietes BodenheimerLaubenheimer-Ried liegt. Sommelier Oliver Habig schenkt zu dem Gang einen 2012er Riesling trocken vom Morstein aus Westhofen aus.

Zur Aktion „Rheinhessen genießen“ empfiehlt Carl Grünewald Rindertatar mit Kürbis, Röstzwiebeln und knusprigen Graupen.


3 Templerstraße 6, Mainz, Tel.: 06131 7311537 www.bellpepper.de

BELLPEPPER IM HYATT REGENCY

A6

Ein Restaurant mit Rheinblick ist in Mainz eher die Ausnahme als die Regel. Neben einem exklusiven Ausblick bietet das Gourmetrestaurant im City Hotel Hyatt Regency Mainz mit seinem modernen Ambiente den idealen Ort für einen Brunch mit der Familie, ein Geschäftsessen oder ein romantisches Dinner zu zweit. Aber auch der Blick in die entgegensetzte Richtung, die Küche, hat im Bellpepper seinen Reiz. Denn die offene Showküche, in der die Gerichte direkt vor den Augen der Gäste zubereitet werden, ist absolut sehenswert. Küchendirektor Thomas Hirt und Küchenchef Sven Ole Hastreiter setzen auf spannende Kreationen, die regionale und internationale Küche vereinen. Dabei legen sie großen Wert auf die Einbindung von hochwertigen und frischen Produkten, die am liebsten von lokalen Lieferanten bezogen werden. Abgerundet werden die Menüs durch eine große Auswahl von regionalen und internationalen Weinen. Die Kräuter kommen von der Gärtnerei Stein’s Kräuter und Garten, die am Rande von Mainz im idyllischen Gonsbachtal in Gonsenheim liegt. Eine tolle Weinbegleitung zu dem Fischgericht ist ein 2016er Riesling aus Westhofen. Das Aktionsgericht kann nach Wahl auch als Vorspeise eines Winzermenüs bestellt werden.

BENZOLIVER

Zur Aktion „Rheinhessen genießen“ wird im Gourmetrestaurant eine Rheinforelle mit sanften Raucharomen auf Pastinake, Olivenöl und Wildkräutern serviert.

Lannerstraße 16a, Ober-Olm, Tel: 06136 9224414 www.benzoliver.de

B5

S

eit März 2016 sind Inka Srech und Oliver Benz die engagierten Gastgeber in der Gaststätte BenzOliver, die im Herzen von Ober-Olm liegt. In gemütlich-rustikalem Ambiente haben es die beiden geschafft, ihre Vorstellungen von einer zeitgemäßen rheinhessischen Gastlichkeit mit dem richtigen Blick für Details zu verwirklichen. Sobald das Wetter besser wird, finden die Gäste auch im windgeschützten Innenhof, in dem viele mediterrane Kräuter angebaut werden, einen Platz zum Wohlfühlen.

Oliver Benz nimmt bei „Rheinhessen genießen“ mit einem neuinterpretierten Klassiker teil: einer getrüffelten Grumbeersuppe, die mit Riesling, Karotten und frischen Kräutern kombiniert wird.

Küchenchef Oliver Benz setzt auf saisonale Zutaten aus der Region. Auf seiner Speisekarte können die Gäste zwischen Dauerbrennern wie Rumpsteak und Currywurst oder verschiedenen Salatvariationen und saisonal wechselnden Tagesempfehlungen wählen. Der Küchenchef bereitet die Suppe mit den Kartoffeln von Reinhildes Hofladen aus Klein-Winternheim zu und schenkt dazu einen 2016er Riesling trocken vom Roten Hang aus Nierstein ein.


4 Pariser Straße 129, Nieder-Olm, Tel.: 06136 814480, www.dascrass.de

DAS CRASS

C5

Das denkmalgeschütze Gebäude, in dem sich Das Crass befindet, gibt es schon seit dem Jahr 1830, und ist seitdem ein fester Bestandteil der Nieder-Olmer Ortsgeschichte. Nachdem im Jahr 1970 die Scheune zum Hotel ausgebaut wurde, erwarb Peter Eckes rund vierzig Jahre später die Immobilie und restaurierte sie mit viel Liebe zum Detail. Seitdem bezeichnet sich Das Crass selbst als Weinwirtschaft, dabei ist es genau genommen viel mehr ein Landgasthof im modernen Landhausstil, der mit vielen Details aus Naturstein und massivem Holz eingerichtet ist. Küchenchef des Hauses ist der gebürtige US-Amerikaner Michael Immoos. Er bietet eine ambitionierte, frische Landküche, die saisonal geprägt ist, und setzt auf rheinhessische Weinspezialitäten. Gerne serviert Immoos seine Speisen auch nach italienischem Vorbild in großen Schüsseln und platziert sie mittig auf dem Tisch, denn im Crass steht das Beisammensein und die Geselligkeit an erster Stelle.

Der Küchenchef kocht für „Rheinhessen genießen“ eine mit Blutwurst gefüllte Fasanenbrust mit Traubenkraut und Zwiebelpuffer.

„Blutwurst gehört einfach zur Region“, sagt Michael Immoos und verwendet dafür die von Joachim Wirth Fleisch- und Wurstwaren aus Udenheim. Dazu empfiehlt er eine 2015er Riesling Spätlese trocken vom Dienheimer Tafelstein.

WEINRESTAURANT DOHLMÜHLE

An der Dohlmühle 7, Flonheim, Tel.: 06734 941010 www.dohlmuehle.de

Hinter den alten Sandsteingemäuern hat Familie Stütz in Flonheim einen besonderen Ort geschaffen: Die Dohlmühle ist nicht nur für ihr Gewölberestaurant bekannt, sondern auch für das geschmackvoll gestaltete Vier-Sterne-Landhotel. Dort lässt es sich in Sauna und Dampfbad des Wellnessbereichs wunderbar entspannen, zum Beispiel von kurzen und langen Wanderungen wie der zu den berühmten Flonheimer Trulli. Die Schutzhäuschen mit ihrer charakteristischen Form wurden zwischen 1720 und 1760 im Weinberg erbaut und sind in Deutschland einmalig. Im Restaurant der Dohlmühle ist Rolf von der Heide Küchenchef und serviert dort teils deftige, aber ausgewogene und verfeinerte klassische Küche. Er ist immer offen für Neues und hat deshalb zum Beispiel einen Teil der Speisekarte dem Paleo-Ernährungsprinzip gewidmet.

Das Fleisch kommt von der Schweinezucht und Landmetzgerei Eichenhof in Rommersheim. Der Küchenchef reicht dazu einen 2016er Merlot trocken vom Binger Berg aus Flonheim.

Wie gutes regionales Fleisch schmecken kann, zeigt Rolf von der Heide bei „Rheinhessen genießen“ mit Bäckchen und Filet vom Schwein in Dornfelder-Rosmarinsoße mit gegrilltem Muskatkürbis und Kartoffelpüree.

E3


5

Rheinhessen und der Reiz der Herkunft Lagen-Prominenz und spannende Entdeckungen Für die deutschen Weine gilt das System der geschützten Ursprungsbezeichnungen (gU). Das Credo dieser Philosophie lautet, dass die Herkunft eines Weins ganz entscheidend sein Profil formt. Je stärker Lage und Boden einen Wein prägen, desto klarer soll dies in seiner Bezeichnung zum Ausdruck kommen. Weine, die ihre Typizität aus der jeweiligen Lage holen und diese optimal ins Glas bringen,

LANDHAUS DUBS

verdienen eine besondere Kennzeichnung. Dort, wo der „genius loci“ der Lage auch im Wein schmeckbar wird, da soll er auch auf dem Etikett sichtbar werden. Die großen Namen sind schon vielfach präsent, viele neue, spannende Lagen warten noch auf ihre Entdeckung. Für das, was da neu definiert und umgesetzt wird, gibt es keine Schablonen. Es ist Neuland, es hat viel mit Erfahrung und Kenntnis über die Besonderheiten der Standorte zu tun sowie mit dem Know-how vieler engagierter Winzer, mit diesen Besonderheiten vor Ort umzugehen und im Wein schmeckbar zu machen. Dahinter stehen das besondere Engagement und die große Verantwortung der Akteure, dieses System von Qualität und Herkunft sowie die Bezeichnungen bekannt zu machen und mit Leben zu füllen. www.rheinhessen.de/wein

Am Mühlpfad 10, Osthofen, Tel.: 06242 9125205 www.dubs.de

F6

Die Gastronomie, Wolfgang Dubs und Rheinhessen gehören zusammen wie kaum etwas anderes, schon seit über vierzig Jahren ist der Vollblutgastgeber und Koch mit viel Leidenschaft dabei. 1969 eröffnete er seine Rôtisserie in Rheindürkheim und schuf eine wichtige Anlaufstelle für Feinschmecker. Direkt nebenan lag das Gasthaus zum Schiff, das seit 110 Jahren im Besitz der Familie Dubs war und für feine, gutbürgerliche Küche stand. Heute führt Wolfgang Dubs das Landhaus Dubs inmitten der Osthofener Weinberge. Hier bietet er klassischen Mittagstisch und schlägt den Bogen zur gehobenen Küche der ehemaligen Rôtisserie.

Für „Rheinhessen genießen“ hat sich Wolfgang Dubs ein Gericht ausgedacht, das rheinhessische Hausmannskost verfeinert: Er empfiehlt Walnussblutwurst mit Gänseleber und Trüffel auf Apfel-Kartoffelschaum.

Die Blutwurst bezieht Dubs von der Metzgerei Nitsch in Worms. Zu dem Gericht passt sehr gut ein 2016er Silvaner Spätlese trocken vom Flomborner Feuerberg.


6

WEINRESTAURANT ESPENHOF

Poststraße 1, Flonheim, Tel.: 06734 94040 www.espenhof.de

E3

Manchmal ist es einfach schön, wenn jedes Mitglied einer Familie einen Platz findet, den es optimal ausfüllt. Nur so kann ein rundum funktionierender Familienbetrieb wie der Espenhof in Flonheim entstehen, bei dem die Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Familie, Gästen und Freunden sehr eng sind. Heike und Wilfried Espenschied als Eltern haben den Kurs vorgegeben. Tochter Lena führt heute das Restaurant und Landhotel, Sohn Nico das Weingut. Im Restaurant gibt Küchenchef Tobias Datow die Richtung vor. Er wurde besonders von seinem Mentor, dem Sternekoch Rolf Straubinger von der Burg Staufeneck, geprägt. Tobias Datow ist gebürtiger Magdeburger und betreibt mit Leidenschaft eine kleine Rinder- und Schafzucht, deshalb geht er besonders sorgsam mit Fleisch um und schätzt besonders solches aus guter Herkunft.

Die Vorspeise verfeinert Tobias Datow mit Kräutern von der Kräuter- und Wildpflanzengärtnerei Strickler aus Alzey-Heimersheim. Nico Espenschied schenkt dazu eine 2014er Riesling Auslese aus der Lage La Roche in Uffhofen ein, die nicht nur zu Desserts, sondern auch zu Gänseleber wunderbar passt.

FAVORITE RESTAURANT

Für „Rheinhessen genießen“ hat er eine Gänseleberterrine in Cumberlandsoße mit einem Herbstsalat kombiniert und stellt ihr Entenschinken mit Spätburgunderzwiebeln gegenüber.

Karl-Weiser-Straße 1, Mainz, Tel.: 06131 8015133 www.my-favorite-mainz.de

A6

Das Favorite ist das derzeit beste Restaurant in Mainz, wenn es um Fine Dining geht. Shooting Star Philipp Stein, ein echter Mainzer aus Finthen, hat seine Lehre bei Eva Eppard absolviert und anschließend Stationen bei Lokalmadator Dirk Maus und den ehemaligen Drei-Sterne-Köchen Dieter Müller und Helmut Thieltges absolviert. Ganz bewusst hat er sich danach für Mainz entschieden und wurde nur wenige Monate, nachdem er den Posten als Küchenchef übernahm, gleich zweimal ausgezeichnet: Vom Guide Michelin erhielt er einen Stern, und der Feinschmecker kürte ihn zum Aufsteiger des Jahres 2014.

Auch wenn die beiden Mainzer Stadtteile Finthen und Gonsenheim eine jahrhundertelange Rivalität verbindet, die sich vor allem in der Fastnacht zeigt, präsentiert der Finther Philipp Stein für „Rheinhessen genießen“ einen „Herbstlichen Gonsenheimer Gemüseacker“, ein edles Sternegericht aus Rüben, Beten und Wildkräutern.

Mittlerweile hat sich Philipp Stein fest etabliert und verfolgt weiter unbeirrt seinen individuellen Stil. Er schöpft aus dem Vollen und geizt nicht mit exotischen Aromenkombinationen. So serviert er etwa Krustentiere mit Mango und Avocado oder Ravioli mit türkischer Feige und Pinienkernen. Die Wildkräuter für sein Gericht bezieht Philipp Stein dafür aus der Gonsenheimer Gärtnerei Stein’s Kräuter und Garten. Ein speziell für das Favorite abgefüllter 2016er Chardonnay trocken aus Bodenheim rundet das Gericht ideal ab.


7

FETZER’S RESTAURANT LINDENHOF

Gaulsheimer Straße 14, Ingelheim Tel.: 06725 2920, www.fetzersgastro.de

B3

Im Norden von Rheinhessen, in Ingelheim, können Gäste das traditionsreiche Fetzer’s Restaurant Lindenhof erleben. Die Namensgebung ist auf den früheren landwirtschaftlichen Betrieb der Großeltern zurückzuführen, der von mehreren großen Linden umrandet war und folglich Lindenhof genannt wurde. So war auch der Name für das Restaurant vorbestimmt, das später um das gleichnamige Landhotel und das Café Kännchen erweitert wurde. Das Besondere an Fetzer’s Gastro ist bis heute, dass hier alle Familienmitglieder, ob im Landhotel, Restaurant oder im Café, Hand in Hand zusammenarbeiten. Edmund Fetzer, der den elterlichen Betrieb zusammen mit seiner Frau Beate 1978 übernommen hat, steht zusammen mit seiner Schwiegertochter Julia hinter dem Herd und fokussiert sich auf rheinhessische Küche mit frischen Produkten aus der Region. So werden beispielsweise die Wildgerichte ausschließlich aus regionalem Wild zubereitet. Die Weinkarte ist selbstverständlich mit zahlreichen Weinen aus Rheinhessen, aber auch mit einer Vielzahl überregionaler Spitzenweine bestückt.

Der Familienbetrieb nimmt mit geschmorten Landschweinbäckchen in Burgunderjus mit Kartoffelstampf und Spitzkohl bei „Rheinhessen genießen“ teil.

Die Hauptzutat stammt aus der Landmetzgerei Hellmeister aus Gau-Algesheim. Eine schöne Begleitung ist ein 2013er Spätburgunder trocken aus Ingelheim, der eigens für das Restaurant Lindenhof abgefüllt wurde.

Ein Stück vom Glück – der Jahrgang 2016 Der Wein-Jahrgang 2016 hat alle positiv überrascht – und das nach einem Vegetationsjahr, das den Winzern jede Menge Herausforderungen beschert und gute Nerven abverlangt hat, denn das Wetter schlug mal wieder heftige Kapriolen. Gefragt waren schnelles Erkennen, praktikable Lösungen, entschlossenes Handeln, starke Nerven und dazu eine doppelte Portion Glück. Die Vegetation startete in ein regenreiches und kühles Frühjahr. Noch im Laufe des Sommers betrug der Entwicklungsrückstand der Reben mehr als zwei Wochen. Doch der September hat vieles wettgemacht, die Mostgewichte in die Höhe getrieben und die Trauben immer gut abgetrocknet, so dass die Winzer auf dieser letzten Etappe der Reife relativ gelassen agieren konnten.

Nichtsdestotrotz war in Rheinhessen von einem neidischen Herbst die Rede. Viele Weingüter waren von der guten Erntemenge positiv überrascht. Andere Betriebe hingegen hatten in einzelnen Weinbergen auch deutliche Ernteausfälle zu beklagen. Entsprechend heterogen war die Stimmung zum Finale der Lese. Die Qualität der Trauben war überall sehr gut, was der optimalen Aromareife in den sonnigen Tagen und kühlen Nächten zu verdanken ist. Die Weine des neuen Jahrgangs spiegeln ein buntes Bild von guten, reifen Trauben wider, haben einen charakteristischen Frischekick, versprechen in der Spitze ein großes Reifepotenzial und machen einfach Lust auf mehr.


8 Frauenlobstraße 94, Mainz, Tel.: 06131 611619 www.geberts-weinstuben.de

GEBERTS WEINSTUBEN

A6

Eine echte Institution in Mainz sind Geberts Weinstuben, die schon seit über 30 Jahren bestehen. 2007 gab Wolfgang Gebert den Betrieb an Sohn Frank weiter, der nach einer Rundumerneuerung die Tradition fortführt und gemeinsam mit seiner Familie das stilvolle Lokal mit Kristalllüstern und antikem Mobiliar führt. Frank Gebert ist besonders stolz auf sein Netzwerk an lokalen Produzenten, mit denen er seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet. Sie liefern die Grundprodukte für seine ambitionierte Küche, aus der er deutsche Klassiker auf gehobenem Niveau serviert.

Die Äpfel liefert der Obsthof Nickolaus aus Mainz-Drais. Zur feinen Mousse passt ein 2016er Sauvignon Blanc aus Stadecken-Elsheim mit seinem feinen Aroma von schwarzer Johannisbeere sehr gut. Das Aktionsgericht kann nach Wahl auch als Vorspeise eines ganzen Menüs bestellt werden.

GENUSSWERKSTATT MENGES

Für „Rheinhessen genießen“ hat sich Frank Gebert eine Mousse vom Hokkaidokürbis mit geriebenem Apfel und Meerrettich ausgedacht, die er an Gonsenheimer Ackersalat serviert.

Langgasse 55, Flomborn, Tel.: 06735 2697004 www.restaurant.genusswerkstatt-menges.de

F4

Hinter dem Namen Genusswerkstatt Menges steht das Restaurant des Ehepaares Menges, das in einer ehemaligen Bäckerei von 1832 untergebracht ist. Ihre Philosophie steht unter dem Motto „Selbstgemacht ist immer noch am besten“. Deshalb stellen sie gemeinsam rein handwerklich gefertigte Naturprodukte her und bieten sie seit 2008 in ihrem OnlineShop an. Zu ihren Erzeugnissen zählen unter anderem Liköre, Essige, Gewürzmischungen und Fruchtaufstriche. Armin Menges arbeitet seit Mitte der 90er Jahre als Koch und hat die Leitung der Küche inne. Auf der Speisekarte gibt es eine Auswahl an Fleischgerichten, aber auch mediterrane und vegetarische Kreationen, die mit den eigenen Zutaten und frischen Gewürzen aus dem Garten verfeinert werden.

Im liebevoll renovierten Fachwerkhaus präsentiert Gastgeberin Jutta Menges eine Roulade vom Weiderind mit frischem Gemüse und Kartoffeln.

Das Fleisch kommt aus der Metzgerei Hassinger Blank aus Flonheim. Zu dem deftigen Gericht harmoniert ein 2015er St. Laurent trocken vom Flomborner Feuerberg mit seinen zarten Kirscharomen sehr gut.


9

13. Auflage der Genießertage

Zornheimer Weinstube

Auf gut Rheinhessisch

LANDPART(Y)IE

Sa, 12.8. ab 19 Uhr – ausverkauft –

Das TasteTival startet wieder durch und wagt sich richtig weit über die Mainzer Stadtgrenzen hinaus.

Gut rheinhessisch oder besser: einfach gut. So sind die Zornheimer Weinstuben und so ist das TasteTival Programm 2017 von Küchenmeister Lucas Christgen überschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Marijana führt der leidenschaftliche Gastronom das pittoreske Küsterhaus aus dem 18. Jahrhundert seit 15 Jahren. Bereits die Lage ist ein rheinhessischer Traum. Die Weinstube liegt in direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche am idyllischen Röhrbrunnenplatz. Sei es das Wasserspiel, sei es der Kastanienbaum: Hier in der Ortsmitte lässt es sich gut leben und noch besser gut essen und trinken. Zum TasteTival 2017 gibt es ein Open-AirDinner für alle Sinne: Der Röhrbrunnenplatz ist in romantisches Licht gehüllt, Live-Musik verwöhnt die Ohren und auf den Tisch kommen überlieferte Rezepte aus der Region, die ganz neu und kreativ präsentiert werden. Hier ein kleiner Auszug: Mit Quitten marinierter Schweinebauch aus dem Rauch, arme – reiche Ritter, Sauerampfer und Flusskrebse. Die beiden Appenheimer Weingüter Hofmann und Gres präsentieren dazu ihre Spitzengewächse.

Logo Bassenh 02.03.2005 15:37 Uhr Seite 1 C

M

Y

CM

MY

CY CMY

K

99,– € p.P. inklusive aller Weine und Getränke, Kaffee und Mineralwasser Anmeldung unter Tel: 06136 / 45616 oder info@zornheimer-weinstuben.de

AM BAS S E N H E I M E R HOF R E S T A U R A N T

Zornheimer Weinstuben Röhrbrunnenplatz 1 . 55270 Zornheim

& B I S T R O

www.zornheimer-weinstuben.de Probedruck


10

Auftakt TasteTival 2017

Nickl‘s Speisekammer

Hyatt Regency Mainz

Spannende Weine – Große Flaschen – Kreative Küche

Menü & Wein Franken / Menü & WeinPfalz

Rheinhessen trifft die Welt

Fr, 15.9. ab 19 Uhr

So, 17.9. /Fr, 3.11. ab 18 Uhr

Sa, 14.10. von 19 bis 23 Uhr

Am 17.09. kocht Gastkoch Benny Nickl

4 gewinnt – das ist nicht nur ein bekann-

ein 4-Gänge-Menü. Andrea Wirsching vom Weingut Wirsching in Ipfhofen begleitet den Abend mit Ihren Weinen. Am 3. November 2017 wird ein 4-GängeCross-Over-Menü serviert. Uwe Brenneisen vom Weingut von Winning in Deidesheim stellt die Kollektion seines Weinguts vor. Die Nickl‘s sind seit mehr als 15 Jahren in der rheinhessischen Gastronomie beheimatet. Monika Nickl verwöhnt die Gäste mit feinen Weinen vom Weingut Johanninger und aus der Region: Eine umfangreiche Auswahl an großen Gewächsen und internationalen Weinen ist auf der Karte zu finden. Frank Nickl pflegt eine feine, kreative saisonale Küche – hier werden nur frische Produkte verarbeitet. Auf der Amuse-Gueule-Speisekarte stehen neun feine Gerichte, die alle vier Wochen wechseln.

tes Gesellschaftsspiel, sondern steht auch sinnbildlich für die diesjährige TasteTival Veranstaltung im Restaurant Bellpepper. Denn unter dem Motto „Rheinhessen trifft die Welt“ begrüßt das Bellpepper am 14. Oktober 2017 bereits zum vierten Mal rheinhessische Top-Winzer sowie Deutschlands erfolgreichste Sommelière Christina Fischer in der offenen Showküche. In entspannter Atmosphäre werden an verschiedenen Live-Cooking-Stationen kleine, kreative Gerichte zubereitet und die perfekt darauf abgestimmten Weine ausgeschenkt. In diesem Jahr blickt Sven Ole Hastreiter geographisch gesehen, weit über den Tellerrand hinaus und tischt Klassiker aus aller Welt auf: Ob zum Beispiel Tataki vom Thunfisch aus Fernost, Ceviche aus Südamerika, feinstes Rindfleisch aus Nebraska oder verschiedene Jumi Käse aus der Schweiz – gepaart mit hervorragenden Weinen aus Rheinhessen werden Feinschmecker und Weinliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

25 Jahre Selection Rheinhessen

Man soll die Feste feiern wie sie fallen – und ein Vierteljahrhundert Selection Rheinhessen ist ein guter Grund, die großen Flaschen aus den Kellern zu holen und gemeinsam anzustoßen. Und groß ist angesichts der Magnum-Flaschen nicht nur qualitativ gemeint. Die Selection Rheinhessen – das ist nichts anderes als fröhliche Arbeit an einem ambitionierten Weinprojekt. Es sind Weine aus alten Reben, profilierten Einzellagen, klassischen Rebsorten, von Hand gelesen und aus niedrigen Erträgen. Alle Weine tragen ein eigenes Siegel, das die Qualität und den Weintyp garantiert. Genießen Sie im geschichtsträchtigen „Alten Weinlager“ am Zollhafen die aktuelle Kollektion sowie ältere Jahrgänge der Selection Rheinhessen. Zu den Weinen aus den Magnum-Flaschen gibt es kulinarische Entdeckungen aus den Küchen der TasteTival-Köche und weiterer Spitzenköche der Region. Raus aus dem Alltag und rein ins Wein-Genuss-Vergnügen!

Preis 87,– € 4-Gänge-Menü inklusive aller Getränke

Preis 119,– € inklusive aller Speisen & Getränke 109,– € für Gourmet Club Mitglieder

Anmeldung unter Tel: 06701 / 42 89 823 oder info@nickls-speisekammer.de

Anmeldung unter Tel: 06131 / 73 11 537 oder meike.kirchberger@hyatt.com

Nickl‘s Speisekammer Hauptstr. 4-6 . 55546 Biebelsheim

Hyatt Regency Mainz Templerstraße 6 . 55116 Mainz

www.nickls-speisekammer.de

www.mainz.regency.hyatt.de

Preis 98,– € Anmeldung unter Tel: 06731 / 9510740 oder selection@rheinhessenwein.de Rheinhessenwein e.V., Alzey Veranstaltungsort: Altes Weinlager Taunusstr. 59-61, 55118 Mainz

www.selection-rheinhessen.de


11 Atrium Hotel Mainz

Am Bassenheimer Hof

Fachwerk im Eulengarten

Wein und Genussparty „TRÄUMEN“

Heimatliebe

Steirischer Herbst

Sa, 21.10. ab 19.30 Uhr

Fr, 27.10./Sa, 28.10. ab 19 Uhr

Sa, 28.10. ab 19 Uhr

Wir träumen, damit wir immer wieder

Als ein 1794 erbautes Winzerdomizil bürgt

In der Steiermark scheint es eine ganz

neue Fähigkeiten und kreative Wege kennenlernen. Unsere Träume schicken uns auf die Suche, sie sind die Werkstatt unseres geistigen Lebens, eine Abfolge von Vorstellungen, Bildern und Ereignissen, verbunden mit intensiven Gefühlen. Träume haben die Fähigkeit, uns zu beflügeln und unsere Gedanken zu zünden. Wohl dem, der es versteht, seine Wünsche fliegen zu lassen und sie in die Aufwinde der Fantasie auf Reisen zu schicken. Solche Verheißungen werden auf der großen Wein- und Genussparty am 21. Oktober 2017 wahr! Erleben Sie einen traumhaften Abend, wenn sich das Atrium Hotel wieder in eine Traumfabrik verwandelt – mit Traumtänzern auf der Bühne, traumhaften Weinen und aufgeweckten Typen an den Kochstationen. Folgen Sie unseren kulinarischen und musikalischen Genüssen, die an diesem Abend alle Sinne beflügeln und das illusionäre Schöne, die Vorstellung des Paradiesischen, sicher in Erfüllung gehen lassen.

der Bassenheimer Hof seit 1990 auch für gastronomische Kreativität und Spaß am Genießen. Heimatliebe bedeutet dabei die enge Verknüpfung von Genuss im Kreise von Gästen und Freunden mit der Region und der Stadt. So bringt sie Inspiration, Lust und Kreativität beim kulinarischen Experimentieren: saisonal, bodenständig und regional mit Einflüssen aus der venezianischen Küche. Untermalt wird dieses Geschmackserlebnis durch die Philosophie der hiesigen Winzer und ihrer Weine, und durch das Bestreben, stets Neues in der Region zu entdecken und zu finden. Das Team hinter Michael Müller, Dagmine Wolf und Jochen Dietz ist immer offen für Anregungen und wahrt dabei die Tradition des Kochens aus dem Bauch heraus, statt kulinarischen Trends zu folgen. Eine Philosophie, die nicht in eine Kategorie gepresst werden will. Der Bassenheimer Hof freut sich, die Gäste an diesem Abend mit einem 7-GängeMenü zu verwöhnen. Die begleitenden Weine kommen vom Weingut Dautermann aus Ingelheim.

eigene Spezies Mensch zu geben: die Genuss-Querdenker. Denn hier versammeln sich erstaunlich viele Menschen, die sich einzig bester, genussvoller Qualität verschrieben haben – und diese mit viel Herz, Leidenschaft und Kreativität leben! Liegt das am Klima? Oder an der Traumlandschaft aus Hügeln und Wald, die herrlich viel Raum für Entdeckungen bietet? Das Fachwerk im Eulengarten lädt zu einer Exkursion in den Südosten Österreichs ein und, an diesem Abend werden feine steirische Höhepunkte auf den Tellern mit ausgewählten rheinhessischen Weinen im Glas vereint. Jodeln vor Glück.

Preis 119,– € inklusive aller Speisen, Getränke und Party mit Live-Band

Preis 129,– € 7-Gänge-Menü inklusive aller Getränke

Preis 95,– € inklusive Aperitif-Empfang, 4-Gänge-Menü und ausgewählter Getränke & Weine

Anmeldung unter weinundgenuss@atrium-mainz.de

Anmeldung unter Tel: 06131 / 23 73 57 oder info@ambassenheimerhof.de

Anmeldung unter Tel: 06732 / 96 21 51 oder info@fachwerk2.de

Atrium Hotel Mainz . Dr. Lothar Becker e.K. Flugplatzstr. 44 . 55126 Mainz

Am Bassenheimer Hof Acker 10 . 55116 Mainz

Fachwerk im Eulengarten Hauptstr. 36 . 55578 Vendersheim

www.atrium-mainz.de/tastetival/

www.ambassenheimerhof.de

www.fachwerk2.de


12

Rheinhessen-Tour 2017

Mundart Restaurant

Eppard in der 100 Guldenmühle

Fahrt zu den Weingütern

Schwäbisch liebt Rheinhessisch

100GULDEN-Pur im Winzerkeller

Mi, 1.11. ab 11 Uhr

So, 4.11. ab 19 Uhr

Fr, 17.11. ab 18 Uhr

Die Fahrt zu den Weingütern in Rheinhes-

Sei es das im liebevollen Detail gestaltete

Wein, Musik & Mühlenschmaus

sen gibt einen Einblick in die Weinkompetenz sowie in die aktuelle Weinguts-Architektur und zeigt die Gastfreundschaft in der Region. Dazu kommen die Überraschungen der TasteTival-Köche, die an diesem Tag in den Weingütern ihre Interpretationen moderner regionaler Küche zeigen. Die Erlebnis-Tour für Wein- und Feinschmecker startet am 1. November 2017 im ATRIUM Hotel in Mainz-Finthen und führt zu folgenden Stationen: Appenheim – Weingut Franz | FlörsheimDalsheim – Sekthaus Raumland | Bechtolsheim – Weingut Flick | Mainz-Ebersheim – Weingut Eva Vollmer GASTRONOMIEN Restaurant Mundart, Saulheim, Markus Hebestreit | Zornheimer Weinstube, Zornheim, Lucas Christgen | Hyatt Regency, Mainz, Thomas Hirt | Am Bassenheimer Hof, Mainz, Jochen Dietz | 100 Guldenmühle, Appenheim, Eva Eppard

Restaurant im modern-rustikalen Stil, sei es der mit Blumen ausgeschmückte Innenhof, sei es die rustikale Scheune: Das Mundart macht seinem Namen ganze Ehre und Gäste schätzen neben der hervorragenden Küche den charmant-privaten Service von Beatrix Hebestreit mit ihrem Team. Das Kochen ist Markus Hebestreit wohl in die Wiege gelegt worden: Bereits die Eltern führten im Schwarzwald einen kleinen Familienbetrieb. Nach der Ausbildung folgten verschiedene Stationen im Hotel Bareiss, die ihn schließlich bis in die Sterneküche von Claus-Peter Lumpp führten. Danach leitete er einige Jahre die Küche im Familienbetrieb, bis ihn schließlich die Selbstständigkeit und seine Frau nach Rheinhessen zogen. Was Markus Hebestreit allabendlich seinen Gästen serviert, das hat er auch als Motto für seinen Beitrag zum TasteTival 2017 gewählt: schwäbisch liebt rheinhessisch. Die feine Küche aus Schwaben harmoniert ganz wunderbar mit der oft kargen Regionalküche Rheinhessens. Und daraus arrangiert Markus Hebestreit ganz eigene Kreationen wie Rehmaultaschen mit roter Bete, Zweierlei vom heimischen Ochsen und Duett von Quitte und Apfel.

Trinken statt degustieren, Fingerfood statt Silberlöffel, Hula Hoop statt steife Hüfte: Eva Eppard vom Restaurant 100Guldenmühle und die Hundertgulden-Winzer laden zu einem rauschenden Fest ein! Gefeiert wird da, wo die besten Tropfen der Region herstammen: im Winzerort Appenheim am Fuße der Premium-Weinbergslage Hundertgulden, inmitten von Fässern und Gärtanks. Hier lassen wir die Korken knallen, Schraubverschlüsse knacken und uns von funky Live-Musik beflügeln. Dazu gibt es ein Flying Menu mit raffinierten Interpretationen all dessen, was Region und Saison auf den Teller bringen. Mit dabei sind alle Appenheimer Winzer*, die im und um den Hundertgulden herum Weine produzieren und damit weit über die Grenzen Rheinhessens hinaus Furore machen. Mehr wird noch nicht verraten, Eva Eppard überrascht ihre Gäste! *Weingüter Bischel, Bockius, Bockius/Hochkraft, Eberle-Runkel, Franz, Gres, Hofmann, Knewitz, Schweickardt, Zehnthof, Christof Schäfer

Preis 99,– € inklusive aller Weine, Mineralwasser und Kaffee

Preis 100,– € all inclusive

Preis 99,– € inklusive aller Speisen & Getränke

Anmeldung unter Tel: 06732 / 93 22 966 oder info@mundart-restaurant.de

Anmeldung unter Tel: 06725 / 99 90 210 oder info@100guldenmuehle.de

Anmeldung unter rheinhessentour@atrium-mainz.de

mundart Restaurant Weedengasse 8 . 55291 Saulheim

Weingut Hofmann Vor dem Klopp 4 . 55437 Appenheim

www.tastetival.de

www.mundart-restaurant.de

www.100guldenmuehle.de


13

JORDAN’S UNTERMÜHLE

Außerhalb 1, Köngernheim, Tel.: 06737 71000 www.jordans-untermuehle.de

D5

Das Landhotel und Restaurant Jordan’s Untermühle liegt mitten in der ländlichen Idylle des historischen Ortes Köngernheim. In der ehemaligen Wassermühle aus dem 14. Jahrhundert lebt seit 2005 die Familie Jordan zusammen mit ihrem Team, den „Mühlengeistern“. Auf der Sonnenterrasse können die Gäste die Landschaft, die rheinhessische Küche und die berühmten regionalen Weine genießen. Sollte es etwas später werden, finden sie außerdem Platz in den liebevoll eingerichteten Schlafzimmern des Hotels. Die Küche von Jordan’s Untermühle zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl klassische regionale Gerichte als auch kreative Neuentdeckungen zusammenfinden. Inhaber Gerhard Jordan verbindet Qualitätsprodukte der Region Rheinhessen mit Zutaten aus der ganzen Welt und kreiert spannende Gerichte, die seine ganz eigene Handschrift tragen.

Zur Aktion „Rheinhessen genießen“ serviert Gerhard Jordan einen rheinhessischen Handkäs-Burger mit roter Zwiebelmarmelade.

RESTAURANT KUPFERBERG

Die Burgerbrötchen stammen aus der Holzofenbäckerei Oliver Förster aus dem benachbarten Hahnheim. Zu dieser Neuinterpretation des rheinhessischen Käseklassikers passt ein 2016er Riesling trocken vom Roten Hang aus Nierstein.

Kupferbergterrasse 17-19, Mainz, Tel.: 06131 6938363 www.restaurant-kupferberg.de

A6

Das Restaurant Kupferberg Terrassen hat eine beeindruckende Geschichte: Das historische Terrain, auf dem sich das Restaurant befindet, war im 12. Jahrhundert v. Chr. ein römisches Legionslager, denn von der Anhöhe des Kupferberges konnten die Soldaten das rechte Rheinufer gut beobachten. Um 1850 herum gründete Christian Adalbert Kupferberg hier seine „Fabrication moussierender Weine“ und fand in den weitläufigen unterirdischen Kelleranlagen aus dem Mittelalter ideale Lagerbedingungen für die Erzeugnisse, mit denen er berühmt wurde. Nach und nach ließ Kupferberg die Anlage, die auch heute noch den tiefstgelegenen Sektkeller der Welt bildet, auf 60 Keller in sieben Etagen erweitern. Seit Mitte diesen Jahres hat sich der Spitzenkoch Mirko Scholz der historischen Räumlichkeiten angenommen und führt neben Sascha Müller die Küche im Restaurant Kupferberg Terrassen. In seiner Karrierelaufbahn hat er sich bereits 16 von 20 möglichen Punkten im Gault Millau erkocht. Scholz arbeitet bei den Produkten und beim Wein bevorzugt mit Erzeugern aus der nächsten Umgebung zusammen, das fängt beim Gemüse an und hört beim Fleisch auf. Für seine experimentelle Kreation verwendet Mirko Scholz unter anderem Wildkräuter aus der Gärtnerei Stein’s Kräuter und Garten aus Mainz-Gonsenheim. Als Weinbegleitung eignet sich ein 2015er Spätburgunder Blanc de Noir trocken aus Badenheim.

Im Rahmen der Aktion „Rheinhessen genießen“ lädt Mirko Scholz zu „Molekular trifft Spundekäs“ ein.


14 Gaustraße 29, Mainz, Tel.: 06131 6969414 www.lagallerie-mainz.de

LA GALLERIE

A6

Im Herzen von Mainz, nur einen Steinwurf von der Kirche St. Stephan mit ihren berühmten Chagall-Fenstern entfernt, befindet sich das Restaurant La Gallerie. Neben vielen kleinen Restaurants und Bars ist das Lokal in bester Nachbarschaft und lockt viele hungrige Gäste aus der Mainzer Innenstadt an. Der Gastgeber Christoph Rubel versteht sein Handwerk und hat schon viele Stationen in seiner beruflichen Laufbahn absolviert. Er ist nicht nur Koch, sondern auch ausgebildeter Konditor und staatlich geprüfter Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie. In seinen Wanderjahren machte er unter anderem im Sternerestaurant Landhaus Scherrer in Hamburg und im Zweisterner Tantris in München Station und bekochte von Arnold Schwarzenegger bis Otto Waalkes schon zahlreiche Prominente. Bei der Speisekarte lässt Rubel sich von den Jahreszeiten beeinflussen. Dabei legt er großen Wert darauf, dass das einzelne Produkt ohne viel Schnickschnack im Fokus steht. Einen Großteil seiner Lebensmittel stellt er sogar selbst her.

In der von den Einheimischen liebevoll genannten „Mainzer Fressgass“ kocht Küchenchef Christoph Rubel zur Aktion „Rheinhessen genießen“ geschmorte Ochsenbäckchen in Spätburgundersoße mit Kartoffelmousselin und hausgemachten Kürbis-Ravioli.

MUNDART RESTAURANT

Für die Ravioli bezieht er die Kürbisse vom Hof Neber in Mauchenheim. Ein idealer Gang für einen 2015er Spätburgunder trocken aus Gundheim.

Weedengasse 8, Saulheim, Tel.: 06732 9322966 www.mundart-restaurant.de

W

as kann aus einem 300 Jahre alten Dorfhaus Besseres werden als ein helles Gasthaus mit viel naturbelassenem Holz? Das dachten sich auch die Vollblut-Gastronomen Markus Hebestreit und seine Frau Beatrix. Eine typische Gastro-Liebe hat sie zusammengeführt, er war in der Küche, sie im Service, und 2011 haben sie sich mit dem Restaurant Mundart in Nieder-Saulheim selbständig gemacht. Hier kocht Markus Hebestreit mit französischen und mediterranen Einflüssen. Gäste sollten in jedem Fall Platz für das Dessert lassen: Hebestreit war Chef-Patissier im Drei-Sterne-Restaurant Bareiss im Schwarzwald und hat eine dementsprechend umfangreiche Dessertkarte.

Die Zwetschgen kommen von Weil’s Bauernladen aus Mainz-Finthen. Zur Wildschweinpraline passt ein 2016er Grauburgunder trocken vom Teufelspfad in Essenheim perfekt.

Zur Aktion „Rheinhessen genießen“ richtet Markus Hebestreit eine feine Wildschweinpraline auf einem Bett aus Linsen, Wildkräutern und Zwetschgen an.

C4


15

Gut zu wissen, wo es herkommt In einer Zeit, in der die Lebensmittelproduktion aus unserem Alltag immer weiter wegrückt, erfreuen sich Produkte mit authentischem Absender immer größerer Beliebtheit und bestimmen das Genusserlebnis enorm mit. Rheinhessen wartet für die frische saisonale Küche mit allerhand guter Adressen auf. Da gibt es den Obst- und Gemüsebauern von nebenan, der saisonale Sorten in seinem Hofladen erntefrisch anbietet. Plötzlich eröffnen neue handwerkliche Bäckereien, die mit extra angefertigten Sauerteigen ihrem Brot einen eigenen Geschmack verleihen, oder Metzgereien, die ihre Tiere selbst züchten und verarbeiten. Außerdem gibt es kleine Ölmühlen, die feinste Öle aus Raps, Traubenkernen,

POLLERS HÄUSJE

Walnüssen und mehr pressen sowie kleine Essigmanufakturen mit feinsten Kräuter- und außergewöhnlichen Balsamessigen. Aber auch viele kleine Destillerien mit vorzüglichen Obst-, Trester- und Weinbränden sind in Rheinhessen zu finden. Rheinhessen hat neben seinen hervorragenden Weinen eine Vielfalt an besonderen landwirtschaftlichen und handwerklich gefertigten Produkten zu bieten. Zu kaufen sind die Produkte in der Regel in den Hofläden schöner Gehöfte. Wer keinen Laden in der Nähe hat, kann seit diesem Jahr die erste „Marktschwärmerei“ nutzen. Auf einem virtuellen Bauernmarkt bieten Produzenten aus der Region ihre Produkte an, die dann an einem bestimmten Wochentag im Rahmen eines Marktes, bei dem die Produzenten anwesend sind, eingekauft werden können. Ein weiteres Angebot, was der Nachfrage nach frischen, ehrlichen und authentischen Produkten entspricht.

Grabenstraße 55, Mainz-Gonsenheim, Tel.: 06131 43730 www.pollers.de

A5

In der Gonsenheimer Grabenstraße ist das fliederfarbene, urige Pollers Häusje nicht zu übersehen. Die zwei Wahl-Rheinhessen Anja und Jörg Poller haben sich im Jahr 2013 im alten Ortskern von Mainz-Gonsenheim niedergelassen und führen seitdem gemeinsam das Restaurant und Weinhaus. Mit den dunklen Fachwerkbalken, den dunkelgrünen Holzstühlen mit gedrechselten Beinen und hellen Tischen wurde ein idealer Ort geschaffen, um den Tag zu verbringen und den Abend ausklingen zu lassen. Jörg Poller, Küchenchef des Hauses, war zuvor unter anderem im Weinmichel in Darmstadt, bei Käfer’s in Wiesbaden und im Pipapo in Nieder-Olm aktiv und pflegt in seinem eigenen Restaurant eine kreative deutsche Küche mit regionalen, saisonalen und mediterranen Einflüssen.

Dass Rheinhessen gutes regionales Fleisch zu bieten hat, zeigt Jörg Poller mit Tranchen vom Wormser Rheinwiesenlamm in Thymianjus mit gebackenem Kürbis und Kartoffelgratin.

Das Fleisch kommt vom Schlachthof Emil Färber in Alzey, der seine Lämmer überwiegend aus Rheinland-Pfalz bezieht. Eine gute Weinbegleitung ist ein 2014er Regent trocken aus Ockenheim, der mit seiner Würze das Gericht ideal ergänzt.


16

SCHLÖSSCHEN AM MORSTEIN

Mainzer Straße 8-10, Westhofen, Tel.: 06244 9186772 www.am-morstein.de

F5

D

as Fine-Dining-Restaurant Schlösschen am Morstein steht in der historischen Kulisse von Westhofen. Es wurde gerade erst aufwendig restauriert und feierte Mitte August seine Eröffnung. Es ist Teil des jungen Ensembles „Gut Leben“, das Restaurant, Hotel, Tagungshaus, Weingarten und Kochschule vereint. Das Küchenteam vom Schlösschen am Morstein hat sich auf pflanzenbasierte Gerichte aus regionalen, saisonalen und nachhaltig angebauten Lebensmitteln fokussiert. Für Küchenchef Peter Kubach ist es eine spannende Herausforderung, für seine abwechslungsreichen Kreationen fast vergessene Gemüse-, Obstund Getreidesorten, die aus ökologischer Landwirtschaft stammen, zu verwenden. Für die Suppe verwendet er Kartoffeln vom Biolandhof Borngässer aus Schwabsburg und stellt dazu einen 2016er Silvaner trocken aus Dittelsheim-Hessloch auf den Tisch, der mit seiner feinen Kräuternote sehr gut mit dem Hauptgericht harmoniert.

STEINS TRAUBE

Peter Kubach präsentiert im Rahmen der Aktion „Rheinhessen genießen“ eine Grumbeersupp mit Quetschekuche.

Poststraße 4, Mainz-Finthen, Tel.: 06131 40249 www.steins-traube.de

B5

Seit mehr als 110 Jahren und inzwischen in fünfter Generation leitet die Familie Stein das Restaurant Steins Traube im Herzen von Mainz-Finthen. Eigentümer und Küchenchef Peter Stein bewirtet seine Gäste im Sommer im mediterranen Innenhof und bei schlechterem Wetter im edlen À-la-Carte-Bereich oder im gemütlichen Kaminzimmer mit deutsch-französischer Küche. Bevor Peter Stein im Jahr 1989 den Betrieb übernahm, hat er Erfahrungen in Restaurants wie dem legendären Tantris in München, dem Erbprinz in Ettlingen und dem Gourmetrestaurant Ente in Wiesbaden gesammelt und aus diesen Erfahrungen seinen Küchenstil entwickelt. Am liebsten kocht Stein saisonal und mit Produkten aus der Region.

Bei „Rheinhessen genießen“ serviert Peter Stein eine hausgemachte Rinderroulade in Spätburgundersoße mit Weckknödeln und Hokkaidokürbisgemüse.

Die Kürbisse stammen von Weil’s Bauernladen, nur einen Steinwurf vom Restaurant entfernt. Ein 2014er St. Laurent aus Essenheim passt mit seinen reifen Beerenfrüchten und einem Hauch von Bitterschokolade im Bouquet perfekt zum Rindfleisch.


17 Friedrich-Ebert-Straße 53, Osthofen, Tel.: 06242 5012973 www.visavis-osthofen.de

VIS À VIS

F6

Den Kuhstall ausräumen, das Mauerwerk freilegen und in ein Restaurant verwandeln, das klingt ziemlich verrückt. Im Vis à Vis in Osthofen ist auf diese unkonventionelle Weise eine neue Gastlichkeit unter einem alten, beeindruckenden Kreuzgewölbe entstanden. Das Restaurant mit Weinbar ist der ideale Ort zum Treffen mit Freunden, zum Weintrinken, Essen und Reden, ganz egal, ob es ein mehrgängiges Menü oder nur eine Kleinigkeit zu einem Glas Wein sein soll.

Für „Rheinhessen genießen“ haben die beiden Köche Zanderfilet mit Rahm-SpeckKraut kombiniert, das zusammen mit hausgemachten Schupfnudeln und Rieslingsoße serviert wird.

Küchenchef Kevin Muth und Sous-Chef Dennis Helfert sind beide jung und engagiert und setzen auf eine kreative Küche mit traditionellen Einflüssen und eine häufig wechselnde Speisekarte. Beide sind in ihrer Region Rheinhessen tief verwurzelt und beziehen gute Produkte aus der Umgebung, ohne aber dogmatisch regional zu kochen und sich zu sehr einzuengen. Ihre Grundzutat, das Zanderfilet, beziehen sie vom Wormser Fischgeschäft. Ein 2016er Grauburgunder trocken aus Bechtheim rundet das Gericht ideal ab.

Genuss-Region mit attraktiven Entdeckungen Die Dynamik ist groß in der Gastro-Szene Rheinhessens und das schon seit einigen Jahren: Ständig wird irgendwo ein neues Restaurant eröffnet, tritt ein neuer Koch an den Herd, macht ein neuer Name die Runde. Auf dem Weg zur Genussregion geht Rheinhessen mit riesigen Schritten voran. Man spricht nicht mehr nur über Wein, sondern auch übers Essen, wenn es um Rheinhessen als kulinarische Destination geht. Kreativität und Leichtigkeit, aber auch ein gewisser Charme und ein Qualitätsbewusstsein sind dabei locker von den Winzerhöfen in die Gaststuben gelangt. Blickt man zwanzig Jahre und mehr zurück, so waren es die sehr deftigen regionalen Gerichte, die landauf, landab die rheinhessische Küche bestimmten, wenngleich es schon einige kulinarische Leuchttürme mit erstklassiger Küche gab. Zum Wein gab es einfachen Hand- oder Spundekäs’. Neben den Straußwirtschaften und der klassischen Dorfgastronomie gelang es in erster Linie den Italienern und Griechen etwas mehr Lebensgefühl in die gastronomische Landschaft zu bringen. Zur Vielfalt in der Region gehört mittlerweile

eine „neue rheinhessische Küche“. Und die setzt vor allem auf Regionalität und Frische. Deftige Fleischgerichte und Handkäs’ gibt es natürlich noch – aber in verfeinerten Varianten, mit lokalen und saisonalen Zutaten, kreativ zubereitet. Das Fleisch kommt unter anderem vom Rinderzüchter im Nachbardorf, das Gemüse von den rheinhessischen Äckern und natürlich ist der Wein sowieso von hier. Das Konzept funktioniert und das gastronomische Angebot gewinnt weiterhin an Qualität und Genuss: Wo es schmeckt, wo etwas Besonderes und Gutes geboten wird, wo das Ambiente und der Service stimmen, da kehren die Rheinhessen gerne ein. Und zunehmend auch die Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet oder von weiter her. Wohlgemerkt: Nicht nur die klassische Weingastronomie profitiert davon. Der Trend geht auch in Richtung gehobener Küche. Auch im Sternebereich oder knapp darunter hat die Region ebenfalls einiges zu bieten – und inspiriert zu besonderen Projekten, wie ein ganz neu eröffnetes Gourmet-Restaurant mit veganer Küche zeigt.  Bardo Faust, Freier Journalist und Gastro-Autor.


18 Mainzer Straße 6, Jugenheim, Tel.: 06130 941337 www.weedenhof.de

WEEDENHOF

C4

Durchzogen von Lohrbach und Saubach in einem kleinen Tal nahe der Selz liegt das alte Weindorf Jugenheim mitten in Rheinhessen. Sanfte Hügel, Weinberge auf fruchtbarem Lössboden und Obstwiesen bestimmen das Bild, und hier liegt auch der Weedenhof. Im Landhausstil gestaltet, vereint der Weedenhof Bruchsteine, viel Holz und warme Farben in stimmungsvoller Atmosphäre. Durch rustikales Fachwerk im Restaurant ergeben sich gemütliche kleine Sitzecken und Nischen, im Sommer sitzt man auf der Gartenterrasse. Wer die Gegend und ihren Terroir-Wanderweg erkunden will, findet im Weedenhof auch geschmackvolle, neu eingerichtete Zimmer. In der Küche kocht Hausherr Michael Knöll mit seinem Team eine bodenständige, regionale Küche mit mediterranen Einflüssen. Auf eine zeitgemäße Zubereitung kommt es ihm dabei besonders an. Seine Kreativität zeigt Knöll bei seinem wechselnden fisch- und fleischlosen Menü, das auch bei Nicht-Vegetariern großen Anklang findet. Obst und Gemüse kommen von der Gärtnerei Stein’s Kräuter und Garten in Mainz-Gonsenheim. Zu dem herbstlichen Gericht passt eine 2014er Spätburgunder Spätlese trocken aus Jugenheim.

ZOLLAMT RESTAURANT

Mit seinem Gericht zur Aktion „Rheinhessen genießen“ läutet Michael Knöll die Wildsaison ein: Wildschweinrücken mit geschmorten Birnen, Pastinakenpüree und Kürbisklößchen.

Hafenstraße 3, Bingen, Tel.: 06721 1869666 www.zollamtbingen.de

B2

Bis vor einigen Jahren noch wurde das ehemalige großherzogliche Hauptsteueramt, schon vor 110 Jahren in der Hafenstraße in Bingen erbaut, als Zollamt genutzt. Direkt am Binger Kulturufer gelegen, präsentiert sich das alte Fachwerkhaus außen traditionell und innen modern. Direkt nebenan befinden sich zwei Fährstationen, an denen der Rhein zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen überquert wird. Der leidenschaftliche Griller Jens Feuerbach ist Gastgeber und hat seine Karte mit Spezialitäten und Steaks aus aller Welt gefüllt. Das Herzstück des Hauses ist ein aus den USA importierter Grillofen. Bei offenem Feuer und über 800 Grad Celsius wird das Fleisch „schockerhitzt“, bleibt so innen saftig zart und hat außen eine aromatische Kruste. Jens Feuerbach übernahm das Restaurant 2013, um ihm zu einem Neustart zu verhelfen. Mit hochwertigen Fleischsorten, regionalen Spezialitäten und mediterranen Einflüssen ist das Zollamt nicht nur für Einwohner Bingens eine beliebte Anlaufstelle.

Bei der Aktion „Rheinhessen genießen“ präsentiert Konditormeister Guido Müller Karthäuser Klöße mit Vanillesoße und Kirschkompott.

Guido Müller integriert in sein Gericht Kirschen vom Obsthof und Edelobstbrennerei Hemmes aus dem Nachbarort Gau-Algesheim. Zu der süßen Kreation harmoniert ein 2015er Gelber Muskateller aus Bingen ideal.


19

ZORNHEIMER WEINSTUBEN

Röhrbrunnenplatz 1, Zornheim, Tel.: 06136 45616 www.zornheimer-weinstuben.de

C5

Im ehemaligen Küsterhaus im Schatten der Kirche St. Bartholomäus und etwas versteckt im Ortskern von Zornheim liegen die Zornheimer Weinstuben. In dem neu gestalteten Fachwerkhaus finden die Gäste auf vier verschiedenen Ebenen Platz und genießen den rustikalen Charme der urigen Weinstube. Außerdem ist bei sommerlichen Temperaturen die großzügige Terrasse mit Blick auf den Dorfbrunnen der ideale Platz zum Essen, Weintrinken und Verweilen. Die Zornheimer Weinstuben stehen für eine anspruchsvolle regionale Küche, bei der sich Besitzer und Küchendirektor Lucas Christgen von mediterranen und gelegentlich asiatischen Einflüssen inspirieren lässt. Die richtige Weinbegleitung darf natürlich auch nicht fehlen. So empfielt der Service zu jedem Gericht den richtigen Tropfen von der umfangreichen Weinkarte, die regionale und internationale Weine umfasst.

Ganz stilecht für die Region bietet Lucas Christgen bei „Rheinhessen genießen“ einen hausgemachten Blut- und Leberwurststrudel auf lauwarmem Linsensalat mit glasierten Birnen an.

ZUM ALTEN WEINKELLER

Bei den Birnen vertraut Lucas Christgen auf den Kastanienhof Stefan Kneib, aus dem gleichen Ort und auch der passende Wein, ein 2016er Sauvignon Blanc trocken, kommt direkt aus der Nachbarschaft.

Schulstraße 6-10, Schwabenheim, Tel.: 06130 941800 www.immerheiser-wein.de

Den Einstieg in die Gastronomie wagte Familie Immerheiser vor 28 Jahren, als das familieneigene Weingut mit dem Restaurant Zum Alten Weinkeller erweitert wurde. Inzwischen hat sich das Restaurant als feste Größe in Rheinhessen etabliert und wurde schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von „Rhein-Main geht aus“ als bestes Restaurant der Region in der Kategorie „Deutschland Exklusiv“. Diese Auszeichnungen sind für die Familie Verpflichtung und Ansporn zugleich, um dem Gast ein abwechslungsreiches Angebot auf hohem Niveau zu bieten. Daniel Immerheiser kocht leicht, frisch und nach dem Lauf der Jahreszeiten. Die Gäste genießen seine Kreationen bei gutem Wetter im mediterranen Terracotta-Garten und bei kälteren Temperaturen in stilvoll-gediegener Atmosphäre in den Innenräumen des Restaurants. Getreu seinem Motto „Vinum – Die neue Küche zum Wein“ legt der Küchenchef großen Wert auf hausgemachte Produkte mit frischen Zutaten aus der Region und die passende Weinbegleitung. In sein Gericht integriert Daniel Immerheiser karamellisierte Äpfel vom Apfelhof Müller aus der direkten Nachbarschaft in Schwabenheim. Ein 2016er Riesling feinherb aus dem eigenen Weingut rundet das Gericht perfekt ab.

Zur Aktion „Rheinhessen genießen“ richtet Daniel Immerheiser einen Klassiker an: Krosse Blutwurst mit Leberknödel an Kartoffelpüree und einem Süppchen vom Mainzer Handkäs.

C4


20

Rheinhessen in Koordinaten

Die Koordinaten der Orte in der Rheinhessenkarte finden Sie neben den Adressen der Betriebe

A

B

C

D

E

F

G

H 1

2

3

4

5 Herausgeber: Rheinhessenwein e. V. Otto-Lilienthal-Str. 4 55232 Alzey Tel. 0 67 31 - 95 10 74 0 Fax: 0 67 31 - 95 10 74 99 info@rheinhessenwein.de www.rheinhessen.de Redaktion: Rheinhessenwein e. V., Alzey Gourmet Connection GmbH, Frankfurt am Main

www.rheinhessen-geniessen.de

6

7

8

Layout: Andrea Adler & Alice Hubert, hauptsache:design, Mainz Karte: Kartengrundlage © Outdooractive, © OpenStreetMap (ODbL) – Mitwirkende Druckerei: Die Rotationsdrucker, Esslingen Auflage: 107.000 Stück Fotos: Mario Andreya, Cora Banek, Dieth & Schröder Fotografie/St.Johann, Uwe Feuerbach, Foto Gronauer, Rheinhessenwein e. V., Marcus Steinbrücker, Thorsten Zimmermann, Firmenfotos, Fotolia: Sonja Birkelbach

Rheinhessen geniessen 2017  
Rheinhessen geniessen 2017  
Advertisement