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Nr. 1 / März 2014

InfoRetica Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn Periodico della Ferrovia retica Periodica da la Viafier retica

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Jubiläum

Immobilien

Vertriebssystem

Tag der offenen Türe in Landquart

Alp Grüm Ospizio Bernina

Ablösung EPR 20.03.14 13:51


Inhalt

Info 16 Online

6 Novitads aus der Direktion

Neue Webseite

Jubiläumsfeiern Festa per lʼanniversario

Reto Schmid

Piotr Caviezel

18 Infrastruktur

8 Auf einen Blick

HCD-Spiel

Der Bahnhof Campocologno ist modernisiert

Redaktion

Urs Serena

10 Jubiläum

20 Sicherheit

Simon Rageth

Reto Sidler und Markus Roth

11 Jubiläum

22 Weiterbildung

Werner Caluori

Tanja Fiala, Carmen Krieg und Sara Queseda

12 Immobilien

23 Rollmaterial

Videoanlagen und Sprachaufzeichnung

Tag der offenen Türe in Landquart

Erlebnisse für Bahnliebhaber und Nostalgiker

Führung@RhB

Alp Grüm und Ospizio Bernina in neuem Glanz

Mini-Refit Bernina-Trieb­wagen

Yvonne Dünser

Daniel Frei

14 Vertriebssystem

24 Güterverkehr

Andreas Langenegger und Beat Drittenbass

Fredy Bärtsch

Nachhaltigkeit im Güterverkehr

Ablösung EPR

25 Güterverkehr

Gekühlt oder temperiert? Conti Blumenthal Impressum

Die Autoren dieser Ausgabe

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur; Redaktion: Simon Rageth (sr), s.rageth@rhb.ch; Sandra Beeli (sb), s.beeli@ rhb.ch; Manuela Gallati (mg), m.gallati@rhb.ch; Frontbild: «HCD in Rot», Fotograf Andy Mettler; Nächster Redaktionsschluss: 5. Mai 2014; Auflage: 3 200 Exemplare, 4-farbig; Abonnement: Inland: CHF 50.00, Ausland: CHF 60.00; © by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe; Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.

rot: RhB Mitarbeitende inklusive Pensionäre / grau: externe Autoren Fredy Bärtsch

Reto Schmid

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René Bärtsch

Conti Blumenthal

Urs Serena

Reto Sidler

Gian Brüngger

Werner Caluori

Piotr Caviezel

Beat Drittenbass

Franz Skov

Janine Sutter

Felix Ulber

Gabriel Wappler

Yvonne Dünser

Nicole Eugster

Rico Wenk

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ole ster

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Retica 26 Marketing

Marktforschung zum UNESCO Welterbe

33 BGM

41 Zahl des Quartals

Tanja Felix

Redaktion

Langlauf Schnupperkurse

Felix Ulber

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34 Interview mit Curdin Lareida

27 Marketing

Erbtage 2013 sehr erfolgreich abgeschlossen Gabriel Wappler

42 Das erste Quartal

«Der Spass am Sport ist meine Motivation»

Neues in Kürze Redaktion

Nick Raduner

51 Kunden-Rückmeldung

36 Inframation

28 Ausbildung

Neues aus der Infrastruktur

Neue Zugbegleiter in Ausbildung

Reto Sidler

Deine spontane Meinung …

Volldampf 4 / 2013

29 Weiterbildung

Lölibuebe & frächi Göra Jakob Salutt

30 Weiterbildung

Fünf RhB-Mitarbeitende erhalten SVEB 1-Zertifikat Nicole Eugster und Janine Suter

Redaktion

Manuela Gallati Simon Rageth

38 Damals, vor 30 Jahren

53 Personalchronik

InfoRetica, 1 / März 1984

Bewegendes im ersten Quartal

Redaktion

Eric Wyss

39 Historischer Moment

54 Wettbewerb

Gian Brüngger

Hans Amacker

Hans gwüsst

Das Scalettabahnprojekt

31 Weiterbildung

Redaktion

52 Nachgefragt

37 Die Medienbahn

René Bärtsch und Andreas Jenny

Was unsere Kunden bewegt

40 Bahnmuseum

Fachfrau / Fachmann öffentlicher Verkehr (FlöV)

Neues Exponat Bahnstromversorgung RhB

Manuela Kern

Franz Skvor, Gian Brüngger und Nora Hauswirth

32 Weiterbildung

Aktive nicht mehr Aktive Rico Wenk

Tanja Felix

Tanja Fiala

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Daniel Frei

Nora Hauswirth

Andreas Jenny

Manuela Kern

Carmen Krieg

Andreas Langenegger

Sara Quesada

Nick Raduner

Simon Rageth

Markus Roth

Jakob Salutt

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Editorial Editoriale von Simon Rageth, Unternehmenskommunikation

di Simon Rageth, Comunicazione aziendale

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vor etwas mehr als 50 Jahren wurde die InfoRetica – damals noch unter dem Titel «RhB Nachrichten» und erst 14 Seiten umfassend – zum ersten Mal den Mitarbeitenden der RhB verteilt. Initiiert wurde sie vom damaligen Bürochef Rechtsund Personaldienst, F.  Steigmeier, unter Direktor Dr.  Paul Buchli. Und wie ich feststelle, ist über ein halbes Jahrhundert die Philosophie dieser Mitarbeiterzeitschrift dieselbe geblieben. So schreibt F.  Steigmeier im ersten Editorial 1963 Folgendes: «Unsere Personalzeitung will nicht das Sprachrohr der Direktion sein. Der Inhalt (…) soll von einer grösstmöglichen Zahl von Angestellten aller Dienstabteilungen der Verwaltung und des ganzen Netzes beigesteuert werden. (…) Wir laden daher das gesamte Personal, vom Direktor bis zum Linienarbeiter, vom alten Routinier bis zum Lehrling, herzlich ein, möglichst oft der Redaktion Textbeiträge, die auch von Skizzen oder Fotos begleitet sein dürfen, zu liefern». Die InfoRetica war, ist und bleibt eine Zeitschrift von Mitarbeitenden für Mitarbeitende. Das freut mich. Zum 125-jährigen Jubiläum der RhB haben wir uns nun erlaubt, die Zeitschrift in ein «frisches Gewand» zu setzen. Neu werden zum Beispiel alle Autoren im Inhaltsverzeichnis mit Foto gezeigt und die Namen aller (ehemaligen) Mitarbeitenden werden mit roter Schrift hervorgehoben. Wir hoffen, sie gefällt Ihnen und freuen uns auch in den kommenden 50 Jahren auf spannende Textbeiträge von allen Mitarbeitenden. Oder wie F.  Steigmeier schreibt: «Und nun warten wir gespannt auf Ihr Echo und Ihre Beiträge!»

Care collaboratrici, cari collaboratori Sono passati ormai più di 50 anni da quando InfoRetica, all’epoca chiamata «Notizie FR» e composta soltanto da 14 pagine, veniva distribuita per la prima volta ai collaboratori della FR. L’idea venne a F.  Steigmeier, Responsabile del Servizio legale e del personale di allora, sotto la direzione del Dr. Paul Buchli. E come ho potuto constatare, nonostante sia passato oltre mezzo secolo, la filosofia alla base di questa rivista dei collaboratori è rimasta inalterata. Nel primo editoriale, nel 1963 F. Steigmeier scriveva quanto segue: «La nostra rivista del personale non vuole essere il portavoce della direzione. Il contenuto (…) dovrà essere definito da un numero maggiore possibile di dipendenti di tutti i reparti dell’amministrazione e dell’intera rete. (…) Pertanto invitiamo tutto il personale, dal Direttore al lavoratore di linea, dal collaboratore più esperto sino all’apprendista a inviare il più spesso possibile alla redazione contributi di testo, che possono essere accompagnati anche da disegni o foto». L’InfoRetica era, è e rimane una rivista di collaboratori per collaboratori. E ne sono lieto. Per il 125° anniversario della FR ci siamo presi la libertà di dare una nuova veste alla rivista. Ora, ad esempio, gli autori vengono visualizzati nell’indice con relativa foto e i nomi di tutti i collaboratori (anche ex) sono evidenziati con carattere rosso. Speriamo che il nuovo formato vi piaccia e auspichiamo altri 50 anni di interessanti contributi da parte di tutti i collaboratori. O come scriveva F. Steigmeier: «E ora aspettiamo con curiosità e impazienza il vostro feedback e i vostri contributi!»

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Info

InfoRetica Nr.1 / 2014 Info

Foto von Christoph Benz, Lokführer, Pontresina

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Novitads aus der Direktion

Jubiläumsfeiern Festa per lʼanniversario von Piotr Caviezel, Leiter Vertrieb und Marketing Allegra, liebe Kolleginnen und Kollegen «2014 feiern wir schon wieder ein Jubiläum», hörte ich kürzlich in den Gängen unseres Hauptgebäudes. Tatsächlich, in den letzten fünf Jahren feierten wir sechs Jubiläen, zwei in diesem Jahr. Das ist kein Zufall: Vor 125 Jahren baute die RhB die erste Strecke zwischen Landquart und Klosters. Danach kam Abschnitt um Abschnitt hinzu. Das erklärt, warum wir um 2010 mehrere 100-jährige Jubiläen feierten. Sind Jubiläumsfeiern ein alter Zopf, den man besser abschneiden sollte? Die entscheidende Frage ist, was man daraus macht. Ich begreife Jubiläen als Chance – besonders aus Sicht des Marketings. Jubiläen sind Gelegenheiten, Altes und Neues zu verknüpfen, sich neu aufzustellen, sich zu profilieren. Und Jubiläen schaffen Aufhänger für die Kommunikation gegen Innen und Aussen. Dabei geht es nicht darum, sich selbst zu feiern. Wir pflegen unser Erbe, halten den Mythos aufrecht und entwickeln uns weiter. Das stärkt Kultur und Identifikation gegen Innen. Für unsere Gäste machen wir die Faszination RhB erlebbar. Die komplette historische Flotte bewegen wir im Jubiläumsjahr. Die Krokodillok, Dampfloks oder die Pullmanwagen fahren mit unseren Gästen durch ganz Graubünden. Die Kunden sind nicht nur Gäste. Sie werden zu Botschaftern: im Internet, in den Social Media, auf Bewertungsplattformen. Mit ihren Fotos, Videos, Kommentaren und Bewertungen unterstützen sie unsere Marketingaktivitäten und tragen die Geschichten der RhB weiter. Einige von Ihnen kennen die alten Kartonbillette noch. Sinnigerweise geht unser letzter Billettdrucker, Giusep Collenberg, just im Jubiläumsjahr in Pension. Damit endet eine Ära. Gleichzeitig aber startet eine neue: Die Ära der «internetbasierten» Tickets. Auf diesem Bereich schalten wir 2014 einen Gang höher: Wir schliessen die komplett neue RhB-Websi-

te ans Netz an. Hinter dem neuen Auftritt steht modernste Technik, die mit internationalen Systemen verknüpft ist. Bald buchen beispielsweise Gäste aus Belgien, bequem via Tablet, ihre Reise mit der RhB vom Sofa aus – und können so papierlos, bzw. mit ihrem Smartphone reisen. Zugegeben, dieser Schritt war an der Zeit, aber nun sind wir der Zeit wieder voraus und übernehmen eine Pionierrolle – zumindest unter den Privatbahnen. Der Vertrieb wird elektronisch, mobil und auf online Absatz konzipiert. Darauf ist die neue Website ausgerichtet. Denn unsere Gäste sind mit uns nicht nur unterwegs im Zug, sondern auch unterwegs online. Damit erhöht sich der Takt: Alle Informationen sind jederzeit und überall verfügbar. Die Gäste informieren sich über unsere Produkte und kaufen selbständig. Das wird die Rollen und Aufgaben von Zugbegleitern oder Schalterpersonal verändern. Wir müssen genau überlegen, wie wir Mehrwerte schaffen. Kontakte werden mobiler, persönlicher und individueller. Kundennähe ist entscheidend – gerade im Zeitalter von Tripadvisor und HolidayCheck, wo Kundenurteile die Reputation unmittelbar beeinflussen. Im Gegenzug lernen wir von den Kunden bzw. die Kunden besser kennen. Wir können schneller, effektiver und flexibler agieren – in der Produktion, in der Preisgestaltung oder in der Kommunikation. Wir nehmen Rückmeldungen in Forschung und Entwicklung auf – beispielsweise bei der Beschaffung des neuen Rollmaterials. Die «time-to-market» wird kürzer und zu einem Erfolgsfaktor. Sie sehen anhand der Beispiele: Jubiläen sind Gelegenheiten, Akzente zu setzen und sich Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen. Geniessen Sie das Jubiläumsjahr der RhB – aber ruhen Sie sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern schreiben Sie mit an der Geschichte unserer Rhätischen Bahn.

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di Piotr Caviezel, Dirigente Vendita e Marketing Allegra gentili colleghe e colleghi «Nel 2014 festeggeremo di nuovo un anniversario», così ho sentito commentare di recente nei corridoi del nostro edificio principale. Effettivamente negli ultimi cinque anni abbiamo festeggiato ben sei anniversari, di cui due ricorrono quest’anno. Ma non si tratta di un caso: 125 anni fa la FR costruì la prima tratta tra Landquart e Klosters. Successivamente si aggiunsero pian piano altre tratte. Questo spiega il perché in questi anni abbiamo festeggiato diversi centenari. Gli anniversari sono forse una vecchia coda che sarebbe meglio tagliare? Secondo me la risposta decisiva è cosa si intende farne. Per me gli anniversari sono un’occasione, soprattutto dal punto di vista del marketing. Gli anniversari sono momenti che ci consentono di creare un legame tra passato e futuro, di ricollocarci e di rimetterci in luce. E gli anniversari rappresentano degli spunti per la comunicazione interna ed esterna. Non si tratta quindi di autocelebrarsi. Ci prendiamo cura del nostro patrimonio, teniamo in piedi il mito e continuiamo a svilupparci. Ciò rafforza la cultura e l’identificazione all’interno. E per i nostri passeggeri significa rendere fruibile il fascino FR. Infatti, in occasione di questi anniversari, mettiamo in moto l’intero parco di vetture storiche: Krokodillok, locomotive a vapore, vagoni pullman viaggiano insieme ai nostri passeggeri per tutti i Grigioni. I clienti non sono soltanto passeggeri, ma si trasformano in messaggeri: in Internet, nei Social Media, sulle piattaforme di valutazione. Con le loro foto, i video, i commenti e le valutazioni essi supportano le nostre attività di marketing e tramandano la storia della FR. Alcuni di loro si ricordano ancora dei vecchi biglietti di cartone. E il nostro ultimo stampatore di biglietti, Giusep Collenberg, andrà in pensione, con un ottimo tempismo, proprio nell’anno dell’anniversario. Con ciò si conclude un’era. Ma al contempo ne inizia una nuova: l’era dei biglietti «Internet». Nel 2014 accelereremo questo processo: metteremo in rete

il nuovo sito Web FR. Dietro al nuovo volto si cela la tecnologia più innovativa collegata con sistemi internazionali. Ben presto i passeggeri stranieri, ad esempio del Belgio, potranno prenotare tramite tablet il loro viaggio con la FR comodamente dal divano e potranno viaggiare senza biglietto cartaceo, ad es. con il loro smartphone. Ammesso che questo cambiamento sia al passo coi tempi, ora siamo però avanti e ricopriamo, ancora una volta, un ruolo pionieristico, per lo meno tra le ferrovie private. Le vendite sono concepite su base elettronica, mobile e online. Su questo nuovo concetto si orienta anche il nuovo sito Web. Perché i nostri passeggeri non viaggiano soltanto in treno con noi, ma anche online. E quindi anche la velocità aumenta: tutte le informazioni sono disponibili in ogni momento e ovunque. I passeggeri si informano sui nostri prodotti e li acquistano in piena autonomia. Tutto ciò comporta un cambiamento dei ruoli e delle mansioni del personale di bordo o degli addetti agli sportelli. Dobbiamo riflettere attentamente su come creare valore aggiunto. I contatti diventano sempre più mobili, personali e individuali. La vicinanza al cliente è decisiva, proprio nell’epoca di Tripadvisor e HolidayCheck, dove i giudizi dei clienti influiscono in modo diretto sulla reputazione. Di contro impariamo dai clienti e soprattutto impariamo a conoscerli meglio. Possiamo agire in modo più rapido, efficace e flessibile, nella produzione, nella generazione dei prezzi o nella comunicazione. Riceviamo feedback nella ricerca e nello sviluppo, ad esempio per l’acquisto del nuovo materiale rotabile. Il «time-to-market» diventa sempre più corto, trasformandosi in un fattore di successo. Come gli esempi dimostrano: gli anniversari sono l’occasione per porre accenti e riflettere sul passato e sul futuro. Godetevi l’anno dell’anniversario della FR ma non riposatevi sugli allori, bensì contribuite anche voi a scrivere la storia della nostra Ferrovia retica.

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Herzliche Grüsse Cordiali saluti

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Auf einen Blick

HCD vs. Rapperswil-Jona Lakers Fotos von Andy Mettler, swiss-image.ch

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InfoRetica Nr.1 / 2014 Info

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Jubiläum

Tag der offenen Türe in Landquart Am 10. Mai öffnet die RhB anlässlich des 125-jährigen Jubiläums die Türen in Landquart und zeigt den Besuchern vieles von damals und heute. Rechnen Sie genügend Zeit ein. von Simon Rageth, Unternehmenskommunikation

Das Jubiläumsjahr ist im Gang. Zum Auftakt folgten 527 Mitarbeitende und Begleitpersonen dem Aufruf der RhB und besuchten das Eishockeyspiel zwischen dem HC Davos und den Rapperswil-Jona Lakers. Zur Überraschung der Besucher spielte der HCD zu Ehren der RhB erstmals in der Geschichte des Vereins in roten Trikots – «faszinierend anders» eben.

Tag der offenen Türe in Landquart Nächster Höhepunkt neben den zahlreichen Jubiläumsfahrten wird der Samstag, 10. Mai werden. Dann nämlich wird die RhB am Ausgangspunkt der ersten Teilstrecke, in Landquart, ihre Türen für Jung und Alt öffnen. Das 125-jährige Bestehen wird in den RhB-Werkstätten mit einem Tag der offenen Türe gefeiert. Im Gegensatz zum letzten «Tag der offenen Türe» wird die RhB diesmal das ganze Areal der RhB-Werkstätte inklusive dem Güterumschlagszentrum für die Gäste öffnen. Rechnen Sie also genügend Zeit für diesen faszinierenden Tag mit Einblicken in die Geschichte und die Gegenwart der RhB ein. Die Türen sind von 9 bis 17 Uhr geöffnet. An Höhepunkten wird es nicht mangeln. Selten zuvor waren in Landquart so viele Höhepunkte zu sehen. Das Wichtigste im Überblick: Musikalische Unterhaltung, Festwirtschaft, Auftritte von Linard Bardill, Lokparaden, Kinderland, Clà Ferrovia, Shuttle-Fahrten mit historischen Fahrzeugen, Führungen Rail Control Center, Loksimulatoren, Ausstellung diverser Fahrzeuge, Kino, Filmpremière «ils pioniers» von Ruedi Bruderer, Verschiedene Ausstellungen, Aufgleis-Demonstration, Rail Shop, Draisinen-Fahrten, Klettergarten, Güterumschlag, Workshop Modellbau, Wettbewerbe und vieles mehr erwartet die Besucherinnen und Besucher. Das Detailprogramm ist auf www.rhb.ch/125-jahre zu sehen. Ein Besuch in Landquart lohnt sich also – feiern Sie mit uns!

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Jubiläum

Erlebnisse für Bahnliebhaber und Nostalgiker 125 Jahre nach Eröffnung der ersten Teilstrecke der RhB werden während des ganzen Jubiläumsjahres zahlreiche Bahnerlebnisse für jeden Geschmack geboten. Mit dabei sind einige wahre Höhepunkte für Bahnliebhaber, Nostalgiker und Geniesser. von Werner Caluori, Produktmanager Vertrieb

125 Stunden RhB Vom 11. bis 15. Juni 2014 wird eine aussergewöhnliche Reise durch Graubünden angeboten: In 125 Stunden entdeckt der Gast in unterschiedlichen Zugsformationen fast jeden Winkel auf dem Netz der RhB. Inbegriffen sind Reiseleitung, Hotelübernachtungen, Gepäcktransfer sowie Verpflegung in den Hotels oder in den Zügen. Zudem erhält die Reisegruppe mit einem Besuch in den Hauptwerkstätten und Lokdepots einen Blick hinter die Kulissen. Jubiläums-Dampffahrten Die RhB lässt es in der Surselva, im Engadin und im Landwassertal zischen und dampfen. Mit der Kraft von Feuer und Wasser zieht die RhB-Dampflok die nostalgischen Züge durch die Täler Graubündens. Speziell und ganz einmalig zum Jubiläum findet am 21. Juni 2014 eine Dampffahrt durch das UNESCO Welterbe RhB auf der Albulalinie mit einer Doppeltraktion G4/5 Nr. 107/108 statt. Zudem bietet die RhB Bahnliebhabern die Gelegenheit, auf den Dampffahrten Surselva vom 25. Mai und 20. September mit der originalen Lokomotive G3/4 «Rhätia Nr. 1» wie eine zweite «Jungfernfahrt» zu erleben. Dampffahrten während des Jubiläumsjahres 25.05.2014 Surselva Landquart – Ilanz – Landquart 07.06.2014 Engadin Samedan – Scuol – Samdean 21.06.2014 Albula mit Doppeltraktion Landquart – Samedan – Landquart 02.08.2014 Davoser Rundfahrt Landquart – Davos – Filisur – Chur – Landquart 20.09.2014 Surselva Landquart – Ilanz – Landquart

Jubiläums-Nostalgiefahrten Bereits grosser Nachfrage erfreuen sich die Nostalgierundfahrten mit der Krokodil-Doppeltraktion und den eleganten Alpine Classic Pullman Wagen – von Landquart durch das Albulatal ins Engadin und zurück durchs Prättigau. Die Jubiläums-Nostalgierundfahrten mit Alpine Classic Pullman Wagen finden an folgenden Daten statt: Donnerstag, 10. / 17. Juli 2014 und 4. / 11. September 2014. Oder dieselbe Rundfahrt mit Krokodillok und nostalgischen Wagen an folgenden Daten: Donnerstag, 24. Juli 2014, Freitag, 11. / 18. / 25. Juli und 5. / 12. September 2014.

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Im August gleitet der Nostalgiezug Davos – Landwasser immer von Dienstag bis Samstag gleich zwei Mal täglich über den Wiesnerviadukt. Gezogen von der Krokodillok – von Davos Platz nach Filisur und zurück. Der Nostalgiezug Davos – Landwasser verkehrt an folgenden Daten: 5.– 9. / 12.– 16. / 19.– 23. / 26.– 30. August 2014. Der Nostalgiezug Bernina überquert die Alpen von Pontresina bis Tirano in den historischen Triebwagen Abe 4/4 Nr. 30/34, mit La Bucunada und Il Mesolcines am 9. und 23. August 2014. Oder die elegante Variante mit dem Pullman Bernina am 17. August 2014 in den Alpine Classic Pullman Wagen und dem Bernina-Krokodil. Ebenfalls nicht zu verpassen ist die Fahrt «Historic Engadin» mit der Ge 4/6 353 und verschiedenen nostalgischen Wagen am 4. Oktober 2014 durch die farbenfrohe Herbst-Landschaft zwischen Samedan und Scuol-Tarasp. Eine Übersicht der Jubiläums-Bahnerlebnisse und das detaillierte Reiseprogramm zu «125 Stunden RhB» gibt es unter www.rhb.ch/125-jahre

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Immobilien

Alp Grüm und Ospizio Bernina in neuem Glanz Gediegen und gemütlich präsentieren sich die beiden Gasthäuser Ospizio Bernina und Alp Grüm an der Berninastrecke. Nach umfassenden Umbau- und Renovationsarbeiten erwartet die Besucherinnen und Besucher nun alpiner Charme mit Eichenholz statt Massenlager und Etagendusche. von Yvonne Dünser, Leiterin Unternehmenskommunikation

Zehn gemütliche Doppelzimmer auf Alp Grüm und vier Zimmer auf Ospizio Bernina warten auf Gäste, welche die Faszination der hochalpinen Landschaft, gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft, geniessen möchten. In Ospizio Bernina, dem höchstgelegenen Bahnhof der RhB, kann der Gast zudem das UNESCO Welterbe der Rhätischen Bahn im ganzen Haus erleben. Mit viel Kühnheit und Mut haben die Bahnbauer im Jahr 1905 die heutige Linienführung der Berninastrecke über den Aussichtspunkt Alp Grüm gewählt. Damals wie heute waren die Gäste fasziniert vom eindrücklichen Rundblick, den man in Alp Grüm geniesst. In den letzten zwei Jahren hat die RhB den 1923 vom bekannten Architekten Nicolaus Hartmann entworfenen, eindrücklichen Multifunktionsbau saniert. Dabei galt es, die Kraft des ursprünglichen Baus zu erhalten und gleichzeitig der Funktionalität und den neuzeitlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Entstanden sind zehn liebevoll gestaltete Gästezimmer mit integrierten Nasszellen und ein Aussichtsrestaurant, welches einlädt zum gemütlichen Verweilen und bezüglich Panorama und Bahnanbindung einzigartig ist.

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In Ospizio Bernina atmet der Gast Bahngeschichte: Die Pionierleistungen, die mit der Überwindung des 2 253 m  ü.  M. gelegenen Berninapasses vor mehr als 100 Jahren geschafft wurden, ziehen sich als roter Faden durch die Gestaltung des Gebäudes. Der Gast soll sich beim Aufenthalt im Restaurant oder bei einer Übernachtung in den neugestalteten Doppelzimmern von der Geschichte und der Faszination dieser, von der UNESCO ausgezeichneten Strecke, inspirieren lassen. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Ospizio konnte durch das durchdachte Konzept der maurusfrei Architekten AG aufgewertet und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Ein kleines aber feines Ausflugsziel, für Bahn- und Naturliebhaber. Die beiden Gasthäuser in Ospizio Bernina und in Alp Grüm werden mit viel Liebe zum Detail vom erfahrenen Gastronomen Primo Semadeni geführt. Die Modernisierung der Gästezimmer rundet das kulinarische, auf regionale Spezialitäten ausgerichtete Angebot ab und macht Ospizio Bernina und Alp Grüm zu attraktiven Ausflugszielen während des ganzen Jahres.

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Weitere Informationen erhalten Sie über diese Links: www.rhb.ch/alpgruem www.rhb.ch/ospizio-bernina www.daprimo.com

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Vertriebssystem

Ablösung EPR Die RhB ist derzeit daran, das Reservierungs­ system EPR abzulösen und einen direkten Anschluss an HITRAIL zu machen. Die RhB nimmt damit in Europa eine Pionierrolle ein. Doppelbuchungen und leere Plätze aufgrund des Reservierungssystems gehören damit der Vergangenheit an. von Andreas Langenegger, Vertriebssysteme und Beat Drittenbass, Projektleiter IT

Allen Verkäufern ist «EPR» ein Begriff. Es ist ein System, über welches europaweit Sitz-, Liege- und Schlafwagenplätze gebucht wurden und zum Teil immer noch gebucht werden. Buchungsanfragen kommen aus ganz Europa und über die SNCF und SJ auch aus Übersee, Asien und so weiter. Im internationalen Verkehr wird dieses mittlerweile über 40-jährige System nach und nach durch IPS (Internationaler Personenverkehr Service) abgelöst. In der Vergangenheit, bzw. bis zum Fahrplanwechsel 2013/14 wurden die Sitzplätze des Bernina Express (Zug und Bus) und Panoramawagen Albula ebenfalls über EPR gebucht. Da bis heute seitens SBB kein System für die Reservierung von Gruppen, welches unseren Anforderungen entspricht, betrieben wird, hat die RhB 2001 ein eigenes Reservierungssystem durch die Firma InfoSystem entwickeln lassen. Dieses System wurde zudem im Herbst 2012 vollständig erneuert und mit zahlreichen erweiterten Funktionalitäten und

Schnittstellen ausgestattet. Diese Situation führte dazu, dass die Bewirtschaftung der Sitzplätze für Einzelreisende und Gruppen in zwei völlig getrennten Systemen durchgeführt wurde. Täglich manuelle Eingriffe, um Plätze zwischen den Systemen zuzuteilen, waren an der Tagesordnung. Dass es trotz aller Aufmerksamkeit zu Fehlern mit Doppelbuchungen kam, oder auch Sitzplätze nicht verkauft wurden, lag auf der Hand. Nicht zuletzt war auch der Aufwand für die optimale Bewirtschaftung sehr gross. Zudem kamen von den SBB immer wieder Signale, dass in die Jahre gekommene EPR-System abzustellen. Diese Gründe führten dazu, dass sich die RhB nach Alternativen umsah. Ein Anschluss an ein System einer ausländischen Bahn kam aus Kostengründen nicht in Frage. Zudem arbeiteten diese Bahnen ebenfalls mit Systemen, welche «in die Jahre gekommen sind» und die eingesetzte IT-Technik wäre mit enormen Anschaffungskosten verbunden gewesen. Also wagten wir den Schritt etwas komplett Neues anzugehen. Die RhB entschied sich direkt bei HITRAIL, dem europäischen Anbieter des Bahn-Netzwerkverbundes «Hermes», über welchen jetzt schon alle Bahnreservierungen laufen, anzuschliessen. Gleichzeitig liefen Gespräche mit der MOB und MGB. Diese Bahnen haben dieselbe Situation wie die RhB mit zwei getrennten Reservierungssystemen für Gruppen und EPR für Einzelreisende. Die MOB und MGB werden denselben Schritt wie die RhB vornehmen und in Zukunft über unsere Anbindung zu HITRAIL die Reservierungsdaten mit den Partnerbahnen austauschen. Unser zentrales Reservierungs-Kommunikationssystem (Gateway) wird somit sowohl für die RhB, als auch die MGB, die MOB und die reservierbaren Züge der ZB und BLS, welche im MOB-System verwaltet werden, Anfragen entgegen nehmen und dem entsprechenden Ziel-Reservierungssystem weiterleiten. Unser bestehendes Reservierungssystem ResSys wurde entsprechend erweitert, damit die genormten Anfragen verarbeitet und beantwortet werden konnten. Gleichzeitig wurde netzwerktechnisch die Verbindung zum Hermes-Ring aufgebaut. Die heute bereits im Einsatz befindlichen nationalen Reservierungssysteme arbeiten mit einem in die Jahre gekommenen Datenformat, welches transaktionsorientierte Grosssysteme voraussetzt. Mit dem heutigen Stand der Technik sind solche Anbindungen nicht mehr zeitgemäss und entsprechend teuer. Dieser Problematik war sich HITRAIL bewusst und es wurden deshalb auf Basis aktueller Webtechnologie sogenannte WebServices entwickelt, welche mittels XML-Daten und über eine gesicherte Verbindung kommunizieren. Die RhB hat sich dieser Herausforderung gestellt und

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europaweit als erste Bahn diese WebServices umgesetzt. Um die alte und die neue Welt zu verbinden, werden unsere Daten bei der Anfrage und Antwort jeweils durch HITRAIL konvertiert (übersetzt). Eurostar und die Dänische Staatsbahn sind wahrscheinlich die nächsten Bahnen, welche ihre bestehende alte Umgebung durch die neue Technologie ersetzen werden. Aus der Zeit der grossen Staatsbahnen stammt die Regelung, dass jeder Bahnhofscode der Schweiz mit 85 beginnt (z. B. Bern = 85XXX / Davos Platz 85XXXX). Der HITRAIL-Ring steuert deshalb die Reservierungsanfragen nach Ländern (85 = Schweiz = SBB). Da jedoch die SBB unsere Züge nicht mehr im EPR führt, wurde mit der SBB vereinbart, dass die Reservierungsanfragen an unser Gateway-System SATRS (Swiss Alpine Train Reservation System) weitergeleitet werden. Da in der Reservierungsanfrage das anfragende System bekannt ist, antworten wir somit direkt über den HITRAIL-Ring, dem ursprünglich anfragenden System. Die Abrechnung mit den buchenden Bahnen im Ausland erfolgt wie bis anhin durch die SBB. Pünktlich am ersten Tag des Folgemonats erhält die SBB von uns in digitalem Format eine Abrechnung, mit welchem im BCC in Brüssel, der Clearingstelle für Zahlungsausgleich der Europäischen Bahnen, unser Anteil eingefordert und uns zugeschieden wird. Sobald MOB und MGB ebenfalls angeschlossen sind, wird unsere Finanzabteilung der RhB die Anteilszuscheidung an die beiden Bahnen vornehmen. Ein solches komplexes und international vernetztes System ist ständigen Änderungen und Erweiterungen unterworfen.

Um künftig die Sitze perfekt zu buchen, muss eine neue Abteilart europaweit eingeführt und programmiert werden. Um solche Anpassungen zu koordinieren, treffen sich die Vertreter der Reservierungssysteme dreimal jährlich während drei Tagen bei der UIC (Union Internationale des Chemins de fer) in Paris. Unter der Führung der Deutschen Bahn (DB) tauschen sich die Vertreter von Russland bis Spanien und von Schweden bis Italien gegenseitig aus. Das SATRS der RhB, MGB und MOB ist dabei in der Regel durch Beat Drittenbass und Andreas Langenegger vertreten. Seit Ende Oktober 2013 wurden nun Buchungen ab Fahrplanwechsel 2013/14 durch unser System verarbeitet. Nebst kleinen Justierungen die bereits erfolgten, arbeitet das System reibungslos. Doppelbuchungen gehören der Vergangenheit an. Wir schauen auf eine interessante, vielfältige und zum Teil aber auch hektische Zeit zurück. Wir sind stolz die erste Bahn zu sein, welche sich mittels XML-Reservierungsdaten mit dem Rest der Welt austauscht. HITRAIL wird unsere Pionierarbeit im Herbst 2014 anlässlich einer Konferenz im Rahmen der EU vorstellen. Dabei wird auch die RhB als moderne und dynamische Eisenbahn im Herzen der Alpen präsentiert. An dieser Stelle möchten wir allen an diesem Projekt beteiligten Mitarbeitenden, Partnern und Lieferanten für die gute Zusammenarbeit danken. Das SATRS wird uns auch in Zukunft nicht in Ruhe lassen, die Entwicklung wird weitergehen und entsprechende Anpassungen werden auch in Zukunft nötig sein.

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Die Verantwortlichen der verschiedenen Reservierungssysteme aus ganz Europa vor dem UIC-Hauptsitz in Paris. 15

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Online

Neue Webseite: modern gestaltet und kundenorientiert Das Design der neuen Webseite der RhB muss vielerlei Ansprüchen genügen. Eine einfache Benutzbarkeit über alle Gerätetypen hinweg soll dem Kunden ein positives Erlebnis bieten, auch wenn die Bildschirmgrösse eher bescheiden ausfällt wie bei einem Smartphone. von Reto Schmid, Leiter Marketing Kommunikation & E-Business

Neben einer optimalen Benutzerführung soll das Design, oder auf Neudeutsch Look & Feel, den Benutzer auch emotional ansprechen und zur Online-Buchung einer Reise animieren. Auch Inhalte, die nicht im Kontext einer Reise stehen, müssen über wenige Klicks auffindbar sein. Labortests während der Entwicklungsphase und später Online Auswertungen über das Verhalten der Nutzer geben Aufschluss darüber, ob es funktioniert. Sie, liebe InfoRetica-Leser, bekommen einen ersten exklusiven Einblick in die Werkstatt.

Die neue Startseite: Das Produkt im Fokus.

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Tickets

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Optimierte Ansicht der Inhalte für Smartphone, Tablet und Co.

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InfoRetica Nr.1 / 2014 Info

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Buchungsprozess inkl. Online Fahrplan / Map

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oben: Bewerten, Kommentieren, Teilen … die Kunden sind Teil des Kaufentscheids.

oben: Anzeige von Störungen und Baustellen in Echtzeit, ohne auf sbb.ch abspringen zu müssen.

unten: Buchungsprozess inklusive Online Fahrplan und Google Karte.

unten: Bahnbillette, Platzreservationen und Souvenir­ artikel verkaufsorientiert dem Kunden dargestellt.

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Infrastruktur

Der Bahnhof Campocologno ist modernisiert

Der neue Bahnhof Campocologno hat sich bewährt. Seit gut einem Jahr sind die Gleisund die Publikumsanlage modernisiert. 2013 wurden die Belagsarbeiten und die taktilen Linien noch fertiggestellt. von Urs Serena, Projektleiter Bahnprojekte

oben: Blick Richtung Norden nach dem Umbau unten: Blick Richtung Norden vor dem Umbau

Seit dem 5. November 2012 ist der Bahnhof Campocologno mit einer modernen Sicherungsanlage in Betrieb. Bis es aber so weit war, mussten diverse planerische Knacknüsse gelöst werden, da ja bekanntlich die Topographie in Campocologno nicht grossflächig eben ist. Dies machte aber die Aufgabe spannend, in diesen engen Verhältnissen einen zweckmässigen Bahnhof zu projektieren und zu erstellen.

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Landquart Klosters

Chur Disentis/ Mustér

Thusis

Scuol-Tarasp

Davos

Arosa

Filisur

Zernez

St.Moritz

Campocologno Tirano

Es standen grundsätzlich zwei machbare Varianten zur Diskussion: 1. Die Verlegung der Kantonsstrasse nördlich von Campocologno in Richtung Poschiavino, für eine parallele Gleisverlängerung zum Bahnhofgebäude. 2. Die Gleisanlage rund neun Meter in Richtung Berg abdrehen, mit der Konsequenz, dass während dem rollenden Betrieb ein grosser Felsabtrag von rund 7 500 m3 vorgenommen werden musste. Die genaue Untersuchung dieser beiden Varianten ergab, dass die Variante 2 die wirtschaftlichere Lösung ist. Es folgte eine zweijährige Planungszeit. Im Juli 2010 schliesslich konnte das Plangenehmigungsprojekt beim Bundesamt für Verkehr (BAV) zur Genehmigung eingereicht werden. Aufgrund von Einsprachen verzögerte sich die Plangenehmigung bis Oktober 2011. Rechtzeitig auf den Wintereinbruch im November 2011 konnte in einer 1. Bauetappe mit dem anspruchsvollen Felsabtrag begonnen werden, der dann im April 2012 termingerecht ausgeführt war. vor dem Umbau

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nach dem Umbau

Der Auftrag im Juli 2008 lautete: Der Bahnhof Campocologno muss erneuert werden. Die Gründe für diesen Wunsch und Auftrag waren denn auch vielfältig: – Die Kreuzungsgleislänge ist ungenügend (Ist: 148 Meter, Soll: 210 Meter) – Die Gleisachsabstände sind ungenügend (Ist: 3.5 Meter, Soll: 4.2 Meter) – Die Gleisanlage ist veraltet und sanierungsbedürftig – Der Zugang zum Zug ist für die Fahrgäste nicht attraktiv – Die Perrons sind nicht behindertengerecht – Die Anlagen genügen den heutigen Sicherheits­ anforderungen nicht

Schematische Situation nach dem Umbau Des Weiteren darf auch festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit in der langen Planungsphase mit der Gemeindebehörde von Brusio, den Anwohnern in Campocologno sowie mit der kantonalen Denkmalpflege nicht langweilig war. Die Gesamtkosten belaufen sich auf CHF 10.4 Mio.

Schematische Situation vor dem Umbau Das erste Problem, das es zu lösen galt, war, wie die Kreuzungsgleislänge von 148 Metern auf 210 Meter verlängert werden kann. Eine Verlängerung nach unten war wegen den neben dem Gleistrasse stehenden Häusern nicht möglich.

oben: Das Baulos 2 mit den allgemeinen Tiefbauarbeiten stellte an den Betrieb sowie an die Kundenlenkung sehr hohe Anforderungen. unten: Felsabtrag im Süden des Bahnhofes.

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Sicherheit

Videoanlagen und Sprachaufzeichnung Seit einigen Jahren werden auch bei der RhB, hauptsächlich bei Neu- oder Umbauten der Bahnhöfe, aber auch in neuem Rollmaterial (STZ) vermehrt Videoanlagen installiert. Hauptgründe sind insbesondere die Prävention vor Vanda­ lismus, Mitarbeiterschutz und betriebliche Optimierungen. Seit anfangs Jahr werden auch verschiedene Gespräche aufgezeichnet. von Reto Sidler, Leiter Elektrotechnische Anlagen und Markus Roth, Leiter Telecom

Anfänglich stand die rein betriebliche Überwachung im Vordergrund. Heute werden auch Fahrzeuge oder Verkaufsräumlichkeiten mit Videokameras überwacht. Die neuen Videoanlagen wurden im Herbst 2013 in Betrieb genommen. Neben betrieblichen Aspekten werden die Videoanlagen heute aus folgenden Gründen eingesetzt: – Mitarbeiterschutz – Tätlichkeiten, Diebstahl, Raub etc. – Vandalismus – Geldumschlag – Krisensituationen wie Reklamationen Die RhB nimmt ihre Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden und Kunden gleichermassen wahr und setzt gezielt auf Prävention. Mit dem Einsatz von Überwachungskameras an den Verkaufsschaltern wird dazu beigetragen, die Sicherheit der Mitarbeitenden allgemein zu erhöhen. Mit der Videoüberwachung von Teilen des Bahnhofareals insbesondere auch der Warteräume sowie der Kundeninformationssysteme wird dem an einzelnen Bahnhöfen vermehrt vorkommenden Vandalismus entgegengewirkt. Keine Mitarbeiterüberwachung Die Videoanlagen werden nicht zur Überwachung von Mitarbeitenden eingesetzt, sondern einerseits zu deren Schutz und andererseits zur effizienteren Abwicklung des Betriebs. Bei den Videoanlagen in Verkaufsräumen mit offenen Schaltern sowie diversen weiteren Teilen des Bahnareals wie Perrons ist eine Videoüberwachung aus Sicherheitsgründen zweckmässig. Sie wird gerade auch zur Visualisierung der Personenflüsse im RCC, zur Kundenlenkung, zur Überwachung der Zugabfertigung und Position der Züge oder Fahrzeuge eingesetzt. «Die Videoanlagen dienen uns auch zur Anschlusssicherung an unbedienten Bahnhöfen. In Grüsch beispielsweise sehen wir so, wann die Busse einfahren und können so eine gewisse Zeit mit der Abfahrt unserer Züge warten», sagt Heini Ryffel, Leiter Betriebsführung.

Eine Mast-Kamera in Zernez

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Die RhB sorgt dafür, dass die Videodaten vor dem Zugriff unbefugter Personen geschützt werden und regelt die Zugangsberechtigung. Der Zugang ist nur dem Systemadministratoren und dessen Stellvertretung zugänglich. Das Videomaterial wird mindestens drei Tage, maximal aber 100 Tage aufbewahrt. Videoaufzeichnungen werden ausschliesslich den Strafverfolgungsbehörden des Bundes und der Kantone auf entsprechende Verfügung hin bekannt gegeben. Spezielle Kameras Zwei spezielle Kameras finden sich beim Landwasserviadukt und derzeit auf Ospizio Bernina. Beim Landwasservia­ dukt – dem wohl bekanntesten Bauwerk der RhB – wurde eine Kamera aus Marketinggründen befestigt. Diese Kamera ist bei unseren Gästen äusserst beliebt und ist auf www.rhb. ch/landwasserviadukt öffentlich einsehbar. Nach anfänglich mehreren Blitzeinschlägen ist die Kamera unterdessen sicher in Betrieb. Besonders dabei ist, dass die Webbilder immer dann ausgelöst werden, wenn ein Zug über den Viadukt fährt. Eine zweite nicht öffentliche Webcam ist derzeit auf Ospizio Bernina befestigt worden. Einerseits hat die Webcam die Funktion, die sich im Test befindende automatische Weichenheizung zu überwachen, andererseits ist diese Kamera für betriebliche Zwecke dem RCC zugänglich. Angemessener Einsatz Die RhB hält die rechtlichen Vorschriften ein und setzt die Videoanlagen angemessen und verhältnismässig zum Schutz von Personen und Werten sowie betrieblicher Überwachung ein. Sie gehört als integraler Bestandteil zu einem ausgewogenen, verhältnismässigen Security-Konzept. Die Videound Sprachaufzeichnung ermöglicht nach Vorfällen entsprechende Ermittlungsansätze zu liefern. Die RhB ist gegenüber dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) hinsichtlich Aufzeichnungsdauer und Benutzer damit jederzeit auskunftsfähig.

Sprachaufzeichnungen Seit anfangs Jahr werden auch verschiedene Telekommunikationsgespräche aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen dienen der Rekonstruktion der Kommunikationskette. Die damit gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, bei Unfällen, Straftaten und Unregelmässigkeiten die Ursache ausfindig zu machen. Die Aufzeichnungen können auch zu Qualitäts- und Schulungszwecken genutzt werden. Betroffene Mitarbeitende wurden bereits durch ihre Vorgesetzten informiert. Aufzeichnungen werden maximal 30 Tage gespeichert und anschliessend unwiderruflich gelöscht.

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Weitere Informationen finden Sie auch in den im Intranet abgelegten Dienstvorschriften «0041 Videoanlagen, Richtlinien für Videoüberwachungssysteme» und «0042 Gesprächsaufzeichnung in der Telekommunikation».

oben: Perrondachkamera in Samedan. links: Sehr beliebt ist die Webcam auf www.rhb.ch/landwasserviadukt rechts: Die Kamera auf Ospizio Bernina überwacht auch eine Weichenheizung.

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Weiterbildung

Führung@RhB Die RhB ist derzeit daran, ihre Führungs­kräfte gezielt weiterzuentwickeln. Neben Lunch­foren fanden 2013 auch die Pilotschulungen für die Führungskräfteentwicklung statt. 2014 wird dies nun flächendeckend eingeführt. von Tanja Fiala, Carmen Krieg und Sara Quesada, Personalentwicklung

Die Personalentwicklung hat im Jahr 2013 ein umfassendes Weiterbildungsangebot für die Führungskräfte der RhB erarbeitet. Diese Schulungen sollen die Vorgesetzten in ihrer Führungsrolle stärken und eine Plattform bieten, neue Führungsansätze kennen zu lernen und diese im und nach dem Kurs auszuprobieren. Die einzelnen Module finden bereichsübergreifend statt, um den Austausch mit Führungskräften aus anderen Geschäfts-, Fach- und Dienstbereichen zu fördern. Die erste Phase der Umsetzung dieser unternehmensweiten Führungskräfteentwicklung startete im Sommer 2013 mit dem ersten Lunchforum und fand Ende 2013 ihren Abschluss mit den Pilotschulungen «Grundlagen Führung 1-3» und «Grundlagen Fachliche Führung». Nach Abgleichung der Inhalte mit den wertvollen Rückmeldungen der Teilnehmenden der Pilotschulungen wird die Führungskräfteentwicklung 2014 flächendeckend eingeführt. Die Kursinhalte und Kursdaten sind in der Weiterbildungsbroschüre 2014 auf dem Intranet ersichtlich. Das Team Personalentwicklung von HR bedankt sich bei allen Teilnehmenden an der Pilotschu-

lung für ihre Mitarbeit, ihr Engagement und die konstruktiven Rückmeldungen. «Meine persönliche Führungsphilosophie» Das erste Lunchforum fand am 3. Juli 2013 im Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BGS) in Chur statt. Es war der Auftakt zum neu konzipierten Programm der Führungskräfteentwicklung. Zu diesem Anlass hielt Hans Amacker vor Kadermitarbeitenden eine Präsentation zu seiner eigenen Führungsphilosophie. Dabei standen die Werte und die Führungsleitsätze im Vordergrund. Sie dienen als Fundament seiner Führung. «Worauf es im Leben tatsächlich ankommt» Das zweite Lunchforum fand am 27. November 2013 in Chur statt. Die Präsentation von Abt Daniel Schönbächler «Worauf es im Leben tatsächlich ankommt» handelte von unserem Bewusstsein, welches nur ein kleiner Teil von uns ist. Herr Abt Daniel Schönbächler hat uns aufgezeigt, wie wir ein Stück weit unserer Motivation «auf die Schliche» kommen können, denn Motivation liegt im Spannungsfeld unserer Bedürfnisse und unserer Wertvorstellungen.

oben: Einige Teilnehmer aus der Pilotschulung. links: Die Übersicht «Führung@RhB» zeigt die Weiterbildungsmöglichkeiten zu Führungsthemen bei der RhB.

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Rollmaterial

Mini-Refit Bernina-Triebwagen Nach über zwanzig Jahren zuverlässigem Ein­satz zwischen St. Moritz und Tirano müssen einige technische Massnahmen zur Vermeidung altersbedingter Störungen, im Besonderen der Fahrsteuerung, bei den Bernina-Triebwagen ABe 4/51-56 umgesetzt werden. von Daniel Frei, Projektleiter / Techniker

Ab 2024 werden die sechs Triebwagen voraussichtlich aus dem Betrieb genommen. Um der Kundschaft in den verbleibenden zehn Jahren zeitgemässes Rollmaterial zur Verfügung zu stellen, werden im Rahmen des Mini-Refit-Projekts von 2012 bis 2016 verschiedene Systeme der Fahrzeuge den heutigen Kundenanforderungen und gesetzlichen Vorgaben angepasst. Die Refit-Arbeiten werden in den Werkstätten des Rollmaterial-Unterhalts in Poschiavo ausgeführt. Mit der Erneuerung dieser Fahrzeuge werden die Einsätze im Regionalverkehr und für den Bernina Express für die restliche vorgesehene Lebensdauer gesichert. Im Juni 2013 konnte der erste umgebaute Triebwagen (ABe 52) nach bestandener BAV-Abnahme wieder dem Betrieb übergeben werden. Bis Anfang Mai 2014 werden zwei weitere Triebwagen (ABe 53 und 54) den Betrieb wieder aufnehmen. Folgende Systeme und Fahrzeugbereiche wurden umgebaut oder angepasst.

Für unsere Gäste erkennbar sind folgende Elemente: – Modernes, geschlossenes Vakuum-WC-System mit Entsorgungsöffnung – Kundeninformationssystem Railvox mit neuen elektronischen Innen- und Aussenanzeigen – Neue, gesetzeskonforme Haltanforderungstasten – Neue Türnotöffnungsgriffe – Neue Leseleuchten im Gepäckträger der 1. Klasse integriert – Neue, grössere Seitenwandtische in der 1. und 2. Klasse – Neue Stoffbezüge der Sitzpolster in der 2. Klasse – Beschilderung innen auf neuestem Stand – Abteiltüren neu mit Fenster für bessere Übersichtlichkeit – Neuanstrich, wo nötig

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Zusätzlich wurden auch folgende für unsere Gäste nicht erkennbaren Elemente angepasst: – Anpassungen in der Fahrsteuerung inklusive Anpassungen am Führertisch – Neue, zusätzliche Instrumentenkonsole über dem Führertisch – Neue, zusätzliche Steckdosen im Brems- und Führertisch – Neue Scheibenwisch- und Scheibenwaschanlage – Neue Türsteuerung inklusive Türverriegelung und Einstiegüberwachung – Angepasster Apparatekasten AK2 für Elektronik (Fahrzeug-Leittechnik) – Neuer Apparatekasten AK7 für neue WC- und Tür-Steuerungen – Verbesserte Überwachung der Stromrichterölkühlung – Neue Zugfunkanlage – Neue Parkstellung für den Führerraumwechsel und das eingeschaltene Abstellen über Nacht – Revision R3 aller Komponenten

links: Zugzielanzeige innen mitte: Einstieg, Zugzielanzeige rechts: ABe 4/4 52 nach Mini-Refit

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Güterverkehr

Nachhaltigkeit im Güterverkehr Das Transportieren von Gütern auf der Schiene im Gegensatz zu der Strasse bringt deutliche Vorteile im Hinblick auf die CO2-Emissionen. Die Bündner Güterbahn hat dies erkannt und setzt in ihrer Kommunikation bewusst auf dieses Verkaufsargument. von Fredy Bärtsch, Produktmanager Güterverkehr

Um die Bedeutung der Nachhaltigkeit für den Güterverkehr zu ergründen, lohnt es sich, einen Blick in die Wirtschaft zu werfen. Welche Bedeutung hat also die Nachhaltigkeit für die Wirtschaft? Alle grösseren Firmen haben eine Nachhaltigkeitsstrategie definiert. In diesen Definitionen sind die Kernelemente eigentlich immer die folgenden drei: 1. Soziale Nachhaltigkeit: Das Grobziel ist eine zukunftsfähige, lebenswerte und sich entwickelnde Gesellschaft. 2. Ökonomische Nachhaltigkeit: Das Grobziel ist eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand zu schaffen. 3. Ökologische Nachhaltigkeit: Das Grobziel ist, die Natur und unsere Umwelt längerfristig zu erhalten. Angestrebt werden hier beispielsweise geringerer Energieverbrauch, Verwendung erneuerbarer Energien, Abfallreduktion und geringerer Wasserverbrauch. Die RhB bietet ökologische Nachhaltigkeit im Transport Das ökologische Verhalten wird immer mehr zu einem wichtigen Faktor im Transportgeschäft. Am Beispiel der Grossverteiler Migros und Coop sieht man deutlich die Bedeutung der Ökologie in den «Chefetagen» der Grossverteiler. Dabei wird die ökologische Nachhaltigkeit mit Hunderten von Massnahmen gefördert, alle Mitarbeitenden werden geschult, sich ökologisch zu verhalten. Am wichtigsten scheint jedoch die Messung der Resultate und auch deren Kommunikation.

Alle Grossfirmen rapportieren in ihren Geschäftsberichten regelmässig und aufwendig über die Reduktion des Energieverbrauchs, die Einsparungen beim CO2- und Stickoxid-Ausstoss, den Einsatz von umweltfreundlichen Energien und so weiter. Auch in der Werbung von Coop und Migros wird stark mit ökologischen Zielen und Erfolgen argumentiert, um so über ein gutes ökologisches Gewissen bestehende Kunden zu binden und neue dazuzugewinnen! Mit dem Slogan «100 % Strom aus Bündner Wasserkraft» setzt die «Bündner Güterbahn» mit der neuen Marktstrategie genau an diesem Punkt an und zeigt Transporteuren, wie stark sich der CO2-Verbrauch mit ökologischen Bahntransporten senken lässt. Wenn zum Beispiel ein Kunde während 260 Arbeitstagen täglich einen Wechselbehälter mit der RhB von Landquart nach Samedan und zurück befördert, spart er gegenüber der Strassenlösung 72,2 Tonnen CO2. Der CO2-Ausstoss des Strassentransports liegt bei 74,8 Tonnen, beim Bahntransport lediglich bei 2,6 Tonnen! Diese Verringerung der Umweltbelastung wird dem Kunden bei bestehenden Transporten und vor allem bei der Angebotserstellung für neue Transporte berechnet und aufgezeigt. Damit hilft die Bündner Güterbahn dem Transporteur und dem Endkunden, seine Ökobilanz und somit sein Image in der Öffentlichkeit zu verbessern. Nachhaltigkeitsbericht der Migros: www.migros.ch/nachhaltigkeit Nachhaltigkeitsbericht von Coop: www.coop.ch/nachhaltigkeit

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Güterverkehr

Gekühlt oder temperiert?

Die RhB vertieft ihre Partnerschaft mit dem langjährigen Stückgutkunden Gebr. Kuoni Transport AG und hat einen Schiebewandwagen Haik modernisiert und mit einem Kühlaggregat ausgestattet. von Conti Blumenthal, Produktmanager Güterverkehr

In der Zentrale der Gebr. Kuoni Transport AG in Domat/Ems treffen Waren aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland ein, welche für Graubünden, Glarus, das St. Galler Rheintal sowie das Fürstentum Liechtenstein bestimmt sind. Die Güter werden ab der Kuoni Plattform in Verkehrsmitteln verteilt, welche sich hinsichtlich Transportgeschwindigkeit und Ökologie am besten dafür eignen. Hinsichtlich Transporte ins Engadin steht das RhB-Shuttle-System Domat/Ems – Samedan an erster Stelle. Durch den Transport der Güter im Schiebewandwagen des Typs Haik entlastet Kuoni die Julierpass Strasse um bis zu 4 000 LKW-Fahrten pro Jahr. Neu transportiert die RhB auch temperaturempfindliche Güter wie Lebensmittel oder Medikamente. Diese Waren wurden bis anhin per LKW ins Engadin geführt. Auf Kundenbedürfnisse reagieren Um das temperaturempfindliche Stückgut von der Strasse auf die RhB zu verlagern, rüstete die RhB-Werkstatt einen Haikwagen mit einem Kühlaggregat aus. Ein sehr aufwändiger Umbau, welcher grosses handwerkliches Geschick erforderte.

Zuerst wurde eine Stirnwand komplett entfernt, danach eine Neue so aufgebaut, um an dieser ein Kühlaggregat zu integrieren. Das eingebaute Kühlaggregat ist sehr leistungsstark, gleichzeitig sparsam und nahezu frei von Lärmemissionen. Es handelt sich um das Modell SLX e 400 des Herstellers Thermo King. Weiter wurden die Dieseltanks, die elektrischen Einrichtungen und die stufenlos verstellbare Ladeschutzeinrichtungskonstruktion angepasst und verbaut. Um die Erwärmung des Fahrzeuginnenraums bei hohen Aussentemperaturen einzudämmen, erhielt das Wagendach eine weisse Lackierung. Dadurch muss das Kühlaggregat nicht permanent auf seiner maximalen Drehzahl arbeiten und ist so noch leiser und sparsamer. Mitte Dezember 2013 nahm der kühlbare und frisch lackierte Haikwagen 5169 seinen Dienst auf.

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Win – Win Situation Parallel zum Wagenumbau durften wir den Haikwagen im Kuoni-Look lackiert und beschriftet dem Betrieb übergeben. Die Umbauarbeiten werden in der Regel in der RhB-Hauptwerkstatt in Landquart ausgeführt und gelten als willkommene Drittaufträge. Unser Kunde ist vom Kühlwagen begeistert und wird die langjährige Partnerschaft mit der RhB auch in Zukunft beibehalten. Dank dem neuen Kühlwagen erhöht Kuoni die Anzahl Bahntransporte. Im Idealfall pendelt dieser Haikwagen zusätzlich zu den bestehenden Kuoni-Verkehren zukünftig täglich zwischen Domat/Ems und Samedan. Der Güterverkehr wird auch zukünftig alles Mögliche unternehmen, um die sich laufend verändernden Kundenbedürfnisse zu erfüllen. So stäken wir einerseits die Partnerschaften und tragen wirkungsvoll dazu bei, dass auch in Zukunft möglichst viel Gütertonnen mit der RhB transportiert werden.

oben: So präsentiert sich der umgebaute Haikwagen links: Das moderne und sehr leistungs­­fähige Kühlaggregat SLX e 400 vom Hersteller Thermo King steht zum Einbau bereit.

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Marketing

Marktforschung zum UNESCO Welterbe 2008 wurde die RhB mit dem Label «UNESCO Welterbe – Rhätische Bahn in der Landschaft Albula / Bernina» ausgezeichnet. Seither wurden grosse Anstrengungen unternommen, um das Welterbe bekannt zu machen und Angebote rund um das Welterbe zu entwickeln. Haben sich diese Investitionen gelohnt? Kann man das überhaupt kontrollieren?

kannt, haben jedoch noch Potenzial. Neue und innovative Kommunikationsmassnahmen wie die Werbekampagne mit den Erbtagen oder das Webwandern werden zwar als sympathisch beurteilt, sind aber noch recht unbekannt. Hingegen kennen 75 % der Deutschschweizer den Landwasserviadukt aus der Fernsehwerbung.

von Felix Ulber, Produktmanager Vertrieb

Im Falle des UNESCO Welterbes lässt sich der Erfolg aufgrund der Einnahmen oder Frequenzzahlen nur bedingt messen, da die Einnahmen nicht zwingend dem UNESCO Welterbe zugeschieden werden können. Mit Hilfe einer repräsentativen Befragung kann jedoch eine zuverlässige Aussage gemacht werden, wie erfolgreich sich ein Produkt über die Jahre entwickelt. Die wichtigste Messgrösse dabei ist der Bekanntheitsgrad. Dieser Wert sagt aus, wie viele Personen ein Produkt kennen. Eine Steigerung des Bekanntheitsgrades hat eine höhere Nutzung und damit Mehreinnahmen zur Folge. Das gilt für das UNESCO Welterbe genau gleich wie für Sugus, Wengen und Bico Matratzen.

Nächste Befragung in vier Jahren Aufgrund der Ergebnisse dieser umfangreichen Befragung kann sehr gut eingeschätzt werden, in welchen Regionen und bei welchen Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Verhalten) am meisten Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Die Verantwortlichen im Geschäftsbereich Vertrieb sind daran, die Chancen des UNESCO Welterbes aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse noch verstärkt zu nutzen. In vier Jahren wird die Befragung wiederholt, so dass die Entwicklung seit der letztjährigen Befragung wiederum gemessen werden kann. Benchmarkstudie In einer weiteren Studie wurde die Stellung der RhB und ihrer Produkte wie Glacier und Bernina Express innerhalb des öV-Freizeitverkehrs Schweiz untersucht. Demnach ist der Glacier Express das bekannteste touristische Bahnangebot der Schweiz, der Bernina Express folgt auf Rang 4. Die Imagewerte der RhB gehören, mit Ausnahme der Modernität, zu den besten. Auffallend ist auch, dass die RhB besonders in der Westschweiz sehr viel Sympathie geniesst.

UNESCO Welterbe RhB am bekanntesten Kundenbefragung zu Sonder- und Charterfahrten In der Befragung geben 40 % der Deutschschweizer BeDie Kundenzufriedenheit bei Sonderfahrten (Dampfzüge, völkerung an, das UNESCO Welterbe RhB zu kennen, in Vollmondfahrten usw.) und Charterwagen für Gruppen (AlGraubünden sind es 79 %. Damit ist das UNESCO Welterbe pine Classic Pullman, Stiva Retica usw.) erreicht weiterhin RhB zusammen mit dem Jungfrau-Aletsch-Welterbe die hervorragende Benotungen. Insbesondere die Zugbegleiter bekannteste der elf Welterbestätten der Schweiz, was und das Verpflegungspersonal werden in den höchsten Töfünf Jahre nach der Labelverleihung beachtlich ist. 7 % nen gelobt. der Deutschschweizer bzw. 23 % der Bündner haben das Welterbe RhB speziell wegen der Welterbeanerkennung besucht. 70 % der Befragten erachten das Welterbe als wichtig oder sehr wichtig Gestützte Bekanntheit UNESCO Welterbestätten für die RhB. Der Landwasserviadukt in der Fernsehwerbung Jüngere Produkte wie der Erlebniszug Albula, das Bahnmuseum Albula in Bergün oder der Bahnerlebnisweg Albula sind auch recht be-

F2 – Welche der folgenden Orte zählen zu den UNESCO Welterbestätten der Schweiz? Angaben in %

Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch Rhätische Bahn Albula / Bernina Altstadt von Bern Stiftsbezirk St. Gallen Burgen von Bellinzona Lavaux, Weinberg- Terrassen Pfahlbauten um die Alpen

La Chaux-de-Fonds / Le Locle Tektonikarena Sardona Monte San Giorgio

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© blue eyes marketing gmbh

Kloster St. Johann in Müstair

1/135 | RhB – UNESCO Welterbe 2013

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Marketing

Erbtage 2013 sehr erfolgreich abgeschlossen Ende Januar haben die Erbtage 2013 ihren Abschluss gefunden. Die erfolgreiche Bilanz und die übertroffenen Ziele zeigen, dass die Kampagne bei den RhB-Fans sehr gut angekommen ist. In der folgenden Grafik sind alle wichtigen Zahlen inklusive dem Vergleich zum Vorjahreswert (zvj) dargestellt. von Gabriel Wappler, Digital Publisher / Analyst

Die Zahlen belegen: Die Beliebtheit der Kampagne hat stetig zugenommen, es gab 2013 fast doppelt so viele Teilnehmer wie 2012, und die Fans unserer Facebook-Seite haben sich während der Kampagnenlaufzeit verdoppelt. Die Anzahl der Newsletter-Abonnenten hat mithilfe der Kampagne markant zugenommen, die entsprechenden Zielwerte wurden übertroffen. Die Reichweite der Werbemittel hat abgenommen, was sich allerdings damit erklären lässt, dass wir die Werbemittel aufgrund der Erkenntnisse aus dem Vorjahr gezielter einsetzen konnten.

ren zu den Top-Erbtagen. Unterdurchschnittliche Anmeldungen verzeichnete der erste Erbtag, eine Führerstandsfahrt. Dies, weil sie exklusiv unter den Besuchern des Jubiläums 100 Jahre Bever – Scuol verlost wurde. Dass sehr zielgruppenspezifische Erbtage wie beispielsweise der Strickzug oder die Gletscherwanderung weniger Anmeldungen verzeichnen, ist selbsterklärend. Wie geht es weiter? Die Erbtage werden in dieser Form auf dem Markt Schweiz nicht mehr durchgeführt. Die Technologie nutzen wir dieses Jahr, um damit die sehr online-affinen Italiener zu bedienen. Diese bilden bereits jetzt die grösste «Nation» auf unserer Facebook-Seite. Die Kampagne wird im Frühling starten, basierend auf den gleichen Funktionalitäten wie die Erbtage. Kommunikativer Fokus wird aber der Bernina Express sein, der als Türöffner dienen soll, um die RhB und ihre Erlebniswelt in Italien bekannter zu machen.

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Aus den Zahlen zu den verlosten Erbtagen können wir einiges über unsere Community lernen. Zum Beispiel, dass kulinarische Preise aus Gaubünden immer sehr gut ankommen. So hat der Bündner Bergkäse im Vergleich zu allen anderen Erbtagen überdurchschnittlich viele Anmeldungen erhalten. Unsere Kernkompetenz, die Bahnerlebnisse (Führerstandsfahrt, Dampfschneeschleuder, Vollmondfahrt oder Bernina Express) gehölinks: Die wichtigsten Mess­ zahlen zu den Erbtagen 2013. rechts: Die Bilanz der einzelnen verlosten Erbtage.

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Ausbildung

Neue Zugbegleiter in Ausbildung Am 1. September 2013 begann die Ausbildung von fünf neuen Zugbegleitern. Bereits zum vierten Mal wur­den dafür Quereinsteiger rekrutiert. Diesmal, um den erhöhten Bedarf bei der Einführung von Retica 30 light zu decken. Rechtzeitig auf den Herbst 2014 wird die Ausbildung fertig sein und die neuen Mitarbeitenden bereit sein für ihre neue, anspruchsvolle Aufgabe. von René Bärtsch, Leiter Zugpersonal und Andreas Jenny, Zugbegleiter

Während der Einführungstage lernten unsere neuen Mitarbeitenden die RhB kennen. Nebst einer Besichtigung der Hauptwerkstätte in Landquart stand unter anderem auch ein Ausflug nach Alp Grüm auf dem Programm. Die Uniformen und Ausrüstungsgegenstände wurden gefasst und das Ausbildungsprogramm erläutert. Ein paar Tage später ging es bereits zum ersten Mal auf den Zug. Mit dem Lehrmeister zusammen wurden sie in ihre neue Aufgabe eingeführt. Nachdem der Umfang der Aufgaben langsam sichtbar wurde, wird sich der Eine oder Andere schon gefragt haben, worauf er sich da eingelassen hat ... Die vielfältigen Aufgaben der Zugbegleiter werden nicht nur von Aussenstehenden oftmals unterschätzt. Einmal pro Woche geht’s jeweils in die Schule. Nachdem alle Quereinsteiger vorgängig bereits einen anderen Beruf erlernt haben, beschränkt sich die Ausbildung in der Schule auf berufsrelevante Fächer. Gelernt werden FDV (Fahrdienstvorschriften), Billettdienst und Verkehrsgeographie. Die drei Fachreferenten sind selber erfahrene Zugbegleiter, welche ihr Wissen gerne an den «Nachwuchs» weitergeben. Aufgelockert wird der Verkehrsgeographie-Unterricht durch zwei bis drei Ausflüge, um die Nachbar-Bahnen und ihre Verkehrsknotenpunkte kennen zu lernen. Auch einige Spezialkurse / Tage stehen auf dem Programm: Ein Tag mit einem

Lokführer unterwegs, ein Tag mit dem Visiteur, ein Tag im RCC sowie die Kurse Brandbekämpfung, Traumaverarbeitung und Kommunikation. Zwischendurch wird auch das Gesellschaftliche gepflegt: Am 22. Januar 2014 trafen sich die Schüler mit ihren Lehrern zu einem Schlittelplausch in Preda. Im Anschluss gab es für die Einen in Bergün ein feines Fondue, für zwei Andere eine (erfolgreiche) nächtliche «Brillensuchaktion». Ende März haben die «Quereinsteiger» zur schriftlichen und mündlichen Zwischenprüfung anzutreten. Wenn sie dann die zweitägige praktische Prüfung anfangs April bestehen, dürfen sie zu 50 % Züge selber und alleine begleiten. Nebenbei geht die Ausbildung jedoch weiter. Am 13. August 2014 findet schliesslich die mündliche und schriftliche Schlussprüfung statt, die erfolgreichen Absolventen sind ab diesem Zeitpunkt vollwertig einsatzbereit. Gemessen am Umfang des Ausbildungsstoffes ist ein Jahr eine anspruchsvolle Zeit, welche von den Kandidaten, den Lehrmeistern und Fachreferenten einiges abverlangt. Um so schöner der Lohn der Arbeit: Als Gastgeber dürfen sie dann unsere RhB und den schönen Kanton Graubünden repräsentieren und einer zurecht anspruchsvollen Kundschaft die Schönheiten unseres Streckennetzes näherbringen.

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Weiterbildung

Lölibuebe & frächi Göra Die Stichkontrolleure der RhB ab­solvieren jährlich einen Weiterbildungskurs. Bei diesen Kursen wird speziell darauf geachtet, dass die Themen und der Lernstoff auf den Berufsalltag des Stichkon­ trolleurs zugeschnitten sind. von Jakob Salutt, Leiter Zugpersonal Nord

Da gerade in dieser Berufskategorie der Erfahrungsaustausch von grossem Nutzen ist, entstand die Idee einer gemeinsamen Weiterbildung mit einer anderen Transportunternehmung. Dank freundschaftlichem Kontakt zwischen unserem Fachbereichsleiter, Eugen Cantieni und dem Leiter Betrieb der BDWM Transport AG, liess sich diese Kooperation realisieren. Im Vorfeld besuchten je ein Stichkontrollteam beider Unternehmungen sich gegenseitig und machte sich ein Bild darüber, wie bei der «Partnerbahn» die Stichkontrolle organisiert und durchgeführt wird. Dieser Blick über den Gartenzaun sorgte hüben wie drüben für manche Aha-Erlebnisse. Darauf aufbauend konnten die Kursinhalte abgeleitet und in eine zweitägige Weiterbildung integriert werden. Zum Schwerpunktthema wurde der Umgang mit Jugendlichen gemacht. Kursmotto: Junge Menschen besser verstehen – oder deutlicher – Lölibuebe & frächi Göra. Wie immer konnten wir dabei auf die fachmännische Unterstützung von Marcel Bäni (seo Coaching, Igis) zählen. Die Teilnehmer setzten sich mit anspruchsvollen Aufgaben auseinander. So erfuhren sie verschiedenes aus der Entwicklungs-Psychologie und setzten sich mit den Auswirkungen und Symptomen dieser auseinander. In manchem Teilnehmer wurden Erlebnisse aus der Berufsvergangenheit wieder wach. Wie reagiere ich in gewissen Situationen, wann lasse ich mich provozieren, warum – wie kann ich gelassener bleiben?

Albino Bontognali, Stichkontrolleur: «Der ganze Kurs ist jedes Jahr besser. Sehr gute Kameradschaft ein gutes Klima mit allen Beteiligten und Lehrpersonen, bravo!» Nach einem Theorieteil bekamen die Kursteilnehmer die Gelegenheit sich real mit Jugendlichen an einem runden Tisch, wir nannten es ARENA, auseinander zu setzen. Eigens für diesen Kurs hat die Kursleitung eine Gruppe Jugendlicher aus einem Schulheim zu einem «Betroffenen»-Gespräch eingeladen. Dabei entstanden Gespräche und Diskussionen welche für beide Seiten wertvoll und klarstellend waren. Nach dem Nachtessen nutzten wir den Abend um am Cheminée unsere unterschiedlichen Erfahrungen im Berufsalltag auszutauschen. Am zweiten Tag arbeiteten wir in Teamgesprächen und in Gruppenarbeiten verschiedene Themen auf. So zum Beispiel – über die Anatomie, den Ursprung und die Entwicklung des Bösen, über die verschiedenen Formen von Gewalt, Interventionsmöglichkeiten und Verhaltensregeln. Mit Fallbeispielen suchten wir im Plenum nach Lösungsansätzen und diskutierten diese ausgiebig. Nach diesen zwei Tagen gingen alle Teilnehmer mit weiteren Erfahrungen, Ideen, erarbeiteten Lösungsansätzen und hilfreichen Kursunterlagen nach Hause. Die positiven Feedbacks der Kursauswertung ermutigen uns, weiterhin praxisnahe Weiterbildungen zu organisieren und – wo sinnvoll – diese in Zusammenarbeit mit anderen Transportunternehmungen durchzuführen.

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Roland Egger, Stichkontrolleur: «Der Kurs war verständlich, packend und interessant. Sehr gut gefallen hat mir der Kursverlauf mit Innen- und Aussenaktivitäten. Es war alles gut vorbereitet und sehr praxisnah.»

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Weiterbildung

Fünf RhB-Mitarbeitende erhalten SVEB 1-Zertifikat Fünf Mitarbeitende der RhB haben kürzlich das SVEB1-Zertifikat (Schweizerischer Verband für Erwachsenenbildung) erhalten. Der Ausbildungspartner MKS stellt sich vor. von Nicole Eugster, Vorsitzende der Geschäftsleitung und Janine Suter, Leiterin Marketing

Wir gratulieren Rudolf Caviezel, Susanna Fuchs, Martin Meuli, Christian Moritzi und Silvio Tischhauser zum Erhalt des SVEB1-Zertifikats. Alle fünf RhB-Mitarbeitende haben im Herbst 2013 den Lehrgang «Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen mit SVEB1-Zertifikat» bei der MKS in Sargans erfolgreich absolviert. Die MKS, Bildungspartner der RhB, hat erstmals 2008 diesen Lehrgang für die Mitarbeitenden der RhB angeboten und jährlich durchgeführt. Insgesamt haben in den vergangenen fünf Jahren 20 Mitarbeitende der RhB das SVEB1-Zertifikat erhalten. Die Teilnehmer vertiefen im 14-tägigen Lehrgang ihre Kompetenzen im erwachsenenspezifischen Lernen und Lehren, der Kommunikation und Gruppendynamik. Als Zertifikatsinhaber sind sie in der Lage, Lernveranstaltungen mit Erwachsenen im Rahmen vorgegebener Konzepte, Lehrpläne und Lehrmittel vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Zudem gilt das erhaltene Zertifikat als Standardausbildung von Ausbildenden in der Schweiz und ist im Rahmen von eduQua-Zertifizierungen ein massgebendes Kriterium für den Qualitätsausweis.

Dieser Lehrgang richtet sich an Personen, welche ihre Kompetenz in der inner- wie ausserbetrieblichen Wissensvermittlung manifestieren und ihre didaktisch-methodischen Fähigkeiten vertiefen wollen. In allen Positionen, wie z. B. als Lehrlokführer, Produktmanager, HR-Fachkraft, etc., ist die Kompetenz im Know-How-Transfer gefragt. Ebenfalls ist dieser Lehrgang für Personen geeignet, welche einen Einstieg in die Unterrichtstätigkeit mit Erwachsenen anstreben und ihr Wissen kompetent und spannend vermitteln wollen. Für die Zulassung zum Lehrgang bestehen keine Einschränkungen, da die erforderliche Praxis auch nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs erworben werden kann. Das heisst sowohl Personen mit langjähriger Erfahrung wie auch solche, die erst seit kurzem unterrichten oder diese Tätigkeit in naher Zukunft aufnehmen, profitieren von diesem Lehrgang.

Sind Sie interessiert an einer kostenlosen Weiterbildungsberatung? Nicole Eugster und Janine Suter, Tel +41 (0)81 720 41 81, weiterbildungsberatung@mks-online.ch beraten Sie gerne. Weitere Informationen zum Angebot der MKS erhalten Sie bei: MKS AG Bahnhofstrasse 4 7320 Sargans Tel +41 (0)81 720 41 81 www.mks-online.ch

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Weiterbildung

Fachfrau / Fachmann öffentlicher Verkehr (FlöV) Mit der Weiterbildung «Fachleute öffentlicher Verkehr» lassen Berufsleute ihr öV-Wissen zertifizieren und bereiten sich gezielt auf Fachund Führungsaufgaben vor. Der nächste Ausbildungsdurchgang startet im September 2014.

InfoRetica Nr.1 / 2014 Info

von Manuela Kern, login

In drei Semestern werden die Teilnehmenden auf die eidgenössische Berufsprüfung vorbereitet und eignen sich das nötige Wissen an, um komplexe Fach- und Führungsaufgaben zu übernehmen. Der Lehrgang schliesst so die Lücke zwischen der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsprüfung. Er eignet sich für Berufsleute im öffentlichen Verkehr, welche in ihrer Laufbahn den nächsten Schritt planen, zum Beispiel als Teamleiterin, Projektleiter oder in der fachlichen Führung. Breitgefächertes Ausbildungsprogramm In den ersten beiden Semestern vertiefen die Kursteilnehmenden ihr Wissen über den öffentlichen Verkehr. Sie erhalten in neun Basis-Modulen einen Gesamtüberblick über das komplexe System und eignen sich das entsprechende Wissen, zum Beispiel zur Angebotsplanung oder über Projektmanagement, an. Im dritten Semester spezialisieren sie sich in einem der drei Themen «komplexe Ressourcenplanung», «Marketing und Verkauf» oder «Teamführung». Dazu gehört auch das Verfassen einer Praxisarbeit.

Der nächste Ausbildungsdurchgang «Fachleute öffentlicher Verkehr» startet im September 2014.

Maximaler Praxisbezug Die Inhalte der Ausbildung sind nicht graue Theorie. Die Dozenten achten auf maximalen Praxisbezug. Die Teilnehmenden sollen den vermittelten Stoff schon am nächsten Tag an ihrem Arbeitsplatz anwenden können. Die unterschiedliche Berufserfahrung der Teilnehmenden hilft zudem beim Selbststudium in den Lerngruppen: Vom spezifischen Wissen einer Bahnreisespezialistin, eines Teamleiters oder einer Bus-Chauffeurin profitiert die ganze Gruppe. Der öffentliche Verkehr ist eine komplexe Branche und der Stoff ist entsprechend vielseitig sowie umfangreich. Kursteilnehmende erhalten neben strukturiertem Unterricht die Möglichkeit, ihr Lernen nach eigenem Bedürfnis zu steuern. Sie besuchen in den drei Semestern über 320 Lektionen. Hinzu kommen rund 300 Stunden Selbststudium. Selbststudium, Reflexion, Erfahrungsaustausch und Vernetzung des erworbenen Wissens werden gezielt gefördert. In weiteren eineinhalb Tagen werden die Teilnehmenden inklusive einer Testarbeit von zwei Stunden für die Berufsprüfung fit gemacht. Die Berufsprüfung selber wird durch den Verband öffentlicher Verkehr durchgeführt.

Die Dozenten achten auf maximalen Praxisbezug, damit die Teilnehmenden das Gelernte unmittelbar im Alltag anwenden können.

Infoveranstaltung: 6. Mai 2014 in Olten, 18.15–19.30 Uhr. Weitere Details zur Ausbildung, Anmeldung etc. unter www.login.org/fachmannoev

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Weiterbildung

Aktive nicht mehr Aktive Die RhB engagiert sich auch für ihre ehemaligen Mitarbeitenden im Ruhestand: Insgesamt 16 Pensionierte sind dem Aufruf der RhB gefolgt und nahmen am Fahrtraining von drinvingGraubünden 60plus teil. von Rico Wenk, Bereichspersonalleiter

Dienstag, 14. Januar 2014, 7.30 Uhr. Bleierne Dunkelheit, der Vorhang des ersten Schneefalls seit langem ist kaum zu durchschauen. Der Schnee hat auf der Strasse bereits mächtig angesetzt. Sie treffen ein. Die ehemaligen RhB-Mitarbeitenden im Ruhestand, die vom RhB-Angebot: drivingGraubünden 60plus Gebrauch machen wollen. Man sieht sich wieder, man kennt sich. Seit elf Jahren pensioniert – was schon? Ich erst seit sieben, ist eine tolle Zeit. Typisch «unsere RhB», dass sie an die Pensionierten denkt und uns diese Weiterbildung ermöglicht. Bereits die Anfahrt bietet Gesprächsstoff. Felix kommt von Davos nach Cazis. Er hat genügend Zeit für die Reise eingeplant und dennoch kommt er zwei Minuten zu spät. Nun, zwei Minuten... doch für den Leib-und-Seele-Eisenbahner ein Grund sich zu entschuldigen. Die Strassenverhältnisse sind wirklich widrig. Kurzer theoretischer Teil im Warmen und Trockenen und dann ab auf die Piste. Zuerst müssen die Autoscheiben vom Schnee befreit werden. Der Trainingsplatz wurde absichtlich noch nicht geräumt. Er bietet beste Voraussetzungen für eine Grenzsituation und genau die soll ja geübt werden. Die Spannung ist greifbar. 15 tapfere Mannen und eine nicht minder tapfere Frau wollen noch bessere Autofahrer werden.

So verschieden wie die Menschen, sind auch deren Fahrzeuge. Modernste Karossen mit allen erdenklichen elektronischen Fahrhilfen bis hin zum Ur-Golf ohne jegliche Unterstützung. Die Fahrer werden mit den gleichen Übungen unterschiedlich gefordert. Was zuerst noch zögerlich geht, wird immer forscher. Grenzen werden ausgelotet, Fehler durch die Profis am Rande der Piste korrigiert und diskutiert. Fehlerkultur, die zur Nachahmung einlädt. Egal wer den Fehler macht, alle profitieren von den Erkenntnissen daraus. Keine Unfälle, kein Blechschaden, das ist das Ziel, das auch erreicht wird. Der Tag bietet nicht nur Lehrstoff in Fülle, sondern auch Spass und Raum für sozialen Austausch. In dieser Phase des RhB-Lebens gibt es keine Hierarchien mehr, sondern nur noch Gemeinsamkeiten. Die Freude am Älter werden, den Willen, dran zu bleiben und der leicht wehmütige Rückblick auf die tolle RhB-Zeit. Allzeit gute Fahrt.

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BGM

Langlauf Schnupperkurse

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Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) organisiert das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen. Anfangs Februar hiess es: Langlaufen. von Tanja Felix, Railservice

Am Samstag, 1. Februar 2014 fand zum ersten Mal ein Langlauf Schnupperkurs organisiert vom BGM statt. Der Kurs fand in drei verschiedenen Ortschaften statt: In Trin, Davos und Pontresina. Insgesamt haben 16 Personen an den Kursen teilgenommen. Sechs Personen in Trin, sechs Personen in Davos und acht Personen im Engadin. Die Teilnehmer waren aus allen verschiedenen Berufskategorien und Geschäftsbereichen zusammengewürfelt. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchwegs positiv und vom Kurs konnten die Teilnehmenden sehr profitieren.

Robert Guyer, Sachbearbeiter, Landquart: «Ich war in Davos, es hat alles gepasst: Kleine Gruppe, guter Langlauflehrer, gute Schneeverhältnisse usw. Ich konnte noch einige Tipps und Tricks mitnehmen. Nun versuche ich diese umzusetzen.» Armin Portmann, Lokführer, Scuol: «Wie du siehst, waren wir fleissig beim Lernen und hatten viel Spass miteinander. Danke für das Angebot und sportliche Grüsse von den EngadinerInnen.» Arno Wyss, Kommunikationsmanager, Chur: «Ich habe viel profitiert und werde den Langlaufsport zukünftig ausüben. Die Ausrüstung werde ich mir demnächst gönnen.» Das BGM wird auch im laufenden Jahr noch weitere Veranstaltungen ausschreiben. Auch die Langlaufkurse werden voraussichtlich im Winter 2014/15 wieder angeboten werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

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Interview

«Der Spass am Sport ist meine Motivation»

Im Februar 2014 fanden zwei internationale Meisterschaften in den Sportarten Langlauf und Ski Alpin statt. RhB-Lokführer Curdin Lareida hat sich beim Sportverband öffentlicher Verkehr (SVSE) als einziger für beide Wettkämpfe qualifizieren können – sehr erfolgreich! Der SVSE hat nachgefragt. von Nick Raduner, Leiter Kommunikation SVSE

SVSE: Gratuliere, das SVSE-Alpinteam wurde in Almaty Eisenbahner-Europameister und du bist ein Teil davon: Das waren drei Rennen und du bist dreimal aufs Podest gefahren. Was bedeutet das für dich? Curdin Lareida: Ich wurde zweimal Vize-Europameister und einmal Dritter. Auch die übrigen Schweizer riefen beste Leistungen ab, was uns schliesslich den Europameistertitel einbrachte, die höchstmögliche Auszeichnung. Unglaublich! Als Qualifikationssieger Alpin wollte ich an die Spitze der SVSE-Delegation. Die Resultate übertrafen selbst meine Erwartungen. Rangmässig etwas weniger spektakulär für dich verliefen die Rennen in Briançon. Welche Erfahrungen hast du da gemacht? Curdin Lareida: Nach Frankreich bin ich mit bescheideneren Erwartungen gefahren. Ich hoffte beim Skaten auf einen richtig guten Platz, war aber nach zwei anstrengenden Rennen dafür nicht mehr ganz fit. Trotzdem bin ich zufrieden. Aber unser Team hat insgesamt sehr gute Resultate erbracht.

Wie bringst du so herausragende Leistungen gleich bei zwei Sportarten, Alpin und Langlauf, unter einen Hut? Curdin Lareida: Ich fuhr lange Zeit nur Ski Alpin. Ab 2006 versuchte ich mich im Langlauf und war sehr schnell davon fasziniert. So habe ich meine Begeisterung und die Trainings einfach auf zwei Wintersportarten verteilt. Vor meiner SVSE-Langlaufqualifikation wusste ich kaum, wo ich in dieser Disziplin stehe. Die ersten Quali-Resultate haben aber überzeugt. Im Gegensatz zu den alpinen Disziplinen kann ich Langlauf auf jeder Loipe und zu fast allen Tageszeiten trainieren. Weil im letzten Herbst die Bedingungen nicht ideal waren, habe ich mich vorab auf Lauf- und Konditionstraining konzentriert. Geht das alles auf, zusammen mit der Arbeit? Curdin Lareida: Ich gehe eben vor oder nach der Arbeit raus, da ist man schon komplett ausgebucht. Für die Qualifikationsrennen habe ich verschiedentlich beantragt, meine

Was hat dich überhaupt dazu getrieben, gleich an zwei internationalen Wintersport-Wettkämpfen teilzunehmen? Curdin Lareida: Das ist ganz eindeutig die Freude am Sport. In der Freizeit bin ich seit jeher auf den Ski. Während meiner Lehre habe ich an zahllosen alpinen Jugendskirennen teilgenommen, später waren es Regional- und auch FIS-Rennen.

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Curdin Lareida, geboren am 8. April 1986, ledig, wohnt in Mastrils. Er arbeitet seit 2009 bei der RhB in einer 100 %-Anstellung als Lokführer. Neben dem Wintersport begeistert ihn der Laufsport und da vorab die Langdistanzen.

Dienste zu tauschen. Neben den individuellen Trainings kosteten mich die ganzen Qualifikationen und die Rennen vier bis fünf Wochen Ferien. Wirst du bei deinen Aufwendungen irgendwie finanziell oder materiell unterstützt? Curdin Lareida: Sponsoren habe ich keine. Spesen in kleinem Rahmen übernimmt der SVSE. Den Rest bezahle ich selber. Teamkollegen anderer öV-Unternehmungen erhielten teilweise Urlaub. Ich hingegen bringe die gesamte Zeit selber auf. Trotzdem blieb meine Motivation sehr gross. Grossartig, herzliche Gratulation und danke für dieses Gespräch.

SVSE: Der Schweizerische Sportverband öffentlicher Verkehr wurde 1932 gegründet mit dem Ziel, dass Mitarbeitende öffentlicher Transportunternehmungen 17 Sportarten ihren zeitlichen Bedürfnissen entsprechend frönen können. Dem SVSE sind 49 Sportvereine mit insgesamt 8000 Mitgliedern angeschlossen. Er organisiert nationale sowie internationale Wettkämpfe, Kurse und unterstützt die Sportvereine im administrativen Bereich. www.svse.ch USIC: Die USIC (Union Sportive Internationale des Cheminots) ist der internationale Dachverband sportbegeisterter Eisenbahner. Je Sportart werden alle vier Jahre internationale Wettkämpfe durchgeführt. www.usic-sports.org - Vom 2. bis 8. Februar 2014 fanden in Briançon (Frankreich) die Langlauf-Europameisterschaften statt. - Vom 23. Februar bis 1. März 2014 massen sich die Alpinen international in Almaty (Kasachstan).

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Inframation

Neues aus der Infrastruktur von Reto Sidler, Leiter Elektrotechnische Anlagen

Surava, Inbetriebnahme neue Sicherungsanlage Alle Sicherungsanlagen des Typs Domino55 sowie Blockstellen des Typs OH6 müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden. Die Blockstellen sollen dabei möglichst in neue /bestehende Stellwerke integriert (zentralisiert) werden. Dort wo es zweckmässig ist, wird der Stellwerkersatz zusammen mit den geplanten Stationsausbauten realisiert (z. B. Küblis). Bei zahlreichen Stationen ist dies allerdings nicht möglich, da der Umbau dieser Bahnhöfe in den nächsten Jahren nicht vorgesehen ist. Diese Stellwerke werden in Etappen ersetzt. Mit dem Ersatz der betroffenen Stellwerke müssen auch die entsprechenden Niederspannungs- und Telecomunikationsanlagen sowie die Kabelanlagen erneuert werden. Chur, Erneuerung Wagenvorheizanlage / Anpassung der Kabelrohranlage unter Betrieb Im Zusammenhang mit dem Neubau der Wagenvorheizanlage in Chur wurden auch die alten Heizstöcke im Arosafeld, Gleis 1/2 und 40/41, Perronbereich Gleis 10–14, sowie im Bereich Drehscheibe Gleis 744/745 durch neue Elektranten ausgetauscht. Die Schwierigkeiten bestanden darin, dass sämtliche Tiefbau und Kabelarbeiten grundsätzlich in der Nacht bei engen räumlichen Verhältnissen ausgeführt werden mussten. Die zur Verfügung stehenden Arbeitsschichten waren demzufolge kurz. Zu Koordinieren gab es neben den Gleissperrungen auch die Ausserbetriebnahme diverser Kabelanlagen, da die Arbeiten an bestehender Kabelanlage erfolgte. Die alten Heizstöcke wurden abgebrochen und die Kabel bis an die definierten Stellen zurückge-

zogen. Dementsprechend wurde die Rohranlage mit den benötigten zusätzliche Rohren, Schächten und Fundamenten an neuer Stelle ergänzt. Für die neuen Elektranten wurden die Zuleitungen bzw. die Betriebsstromrückleiter verstärkt und erschlossen. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte termingerecht im Herbst 2013. Fahrleitungsumbau Malans Bedingt durch den Bau der Strassenunterführung und die neuen Perronaufgänge wurde der Schaltposten in der Station Malans versetzt. Durch die Anordnung der neuen behindertengerechten Perronanlage und der Reduzierung auf zwei Gleise wurden die Fahrleitungsjoche entfernt. Vor und nach der Station Malans ist die Fahrleitung als vollnachgespanntes Kettenwerk in Betrieb, d.h. beide Drähte Tragseil und Fahrdraht sind in Gewichten abgespannt, was einen konstanten Zug auf das Kettenwerk bewirkt. Mit dem Umbau des Schaltpostens wurde auch der gesamte Bahnhof, welcher normalerweise in einem halbnachgespannten Kettenwerk ausgeführt wird, auf ein vollnachgespanntes Kettenwerk umgerüstet. Die ganze Fahrleitung ist nun von Streckentrennung bis Streckentrennung in vollnachgespannter Ausführung gebaut worden. Durch die geringere Systemhöhe konnten auch kürzere Masten eingesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk wurde der NISV geschenkt, sind doch beidseitig der Anlage Wohn- oder Geschäftshäuser angesiedelt. Durch die exakte Simulation der Fahrleitungs- und Speiseleitungsströme, wurde eine Leiterführung mit 2 Rückleiterseilen gefunden, wo die 1u Tesla Kurve der NISV eingehalten werden konnte. Die Arbeiten an der Fahrleitung in der Station Malans sind zu 90 % abgeschlossen, einzig der Mast auf dem Perrondach Seite Landquart fehlt noch.

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Die Medienbahn

Volldampf 4 / 2013 Das Original

100 Jahre Winterbetrieb Bernina

Unterwegs mit der neuen „La Bestia“

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Die Bernina-Linie der Rhätischen Bahn gehört zu der höchst gelegenen offenen Alpentransversale. Ursprünglich wurde die heutige UNESCOWeltkulturerbe-Strecke im Jahr 1908 für den reinen Sommerbetrieb konzipiert, doch bereits im Jahr 1913, also genau vor 100 Jahren, wurde der Winterbetrieb aufgenommen.

oben:

Die Xrot mt 95 404 räumt am 24. Februar 2013 um 06:48 Uhr zusammen mit der Gem 4/4 801 das zweite Ausfahrtsgleis von Alp-Grüm. © Georg Trüb unten:

Schleuderführer Patrick (li.) und Lokführer Hans. Im Betrieb ist volle Konzentration geboten. Ein Displayausschnitt der Schneefräse zeigt viele Betriebsinformationen.

Durch den Streckenverlauf direkt über den Bernina-Pass mit einer Höhe von 2.253 Metern war eine intensive und regelmäßige Schneeräumung die Grundvoraussetzung für den Ganzjahresbetrieb. Aus diesem Grund waren Schneeschleudern unabdingbar. Die ersten dampfbetriebenen und selbstfahrenden Räummaschinen wurden bereits im Jahr 1910 in Dienst gestellt. Die beiden Xrot d 9213 und 9214 bewährten sich von Anfang an, sodass die Maschinen über mehrere Jahrzehnte im Wintereinsatz standen. Noch heute kann die 9213 zwei Mal jährlich im Sondereinsatz von den Fans bewundert werden. Erst im Jahr 1967 wurden zwei neue Schneeschleudern von der Firma Beilhack beschafft. Diese beiden nicht selbstfahrenden Schleudern wurden für den Einsatz mit einer Schublok konzipiert. Hier standen der RhB, die ebenfalls neuen Zweikraft-

lokomotiven Gem 4/4 zur Verfügung. Bis zum Winter 2011/2012 waren diese beiden Schneeschleuder Xrot et 9218 und 9219 über die Wintermonate immer wieder am Bernina-Pass anzutreffen. Seit der letzten Wintersaison steht die Maschine 9219 nur noch als eiserne Reserve zur Verfügung. Die Schwestermaschine dient als Ersatzteilspender und soll nach neusten Informationen verkauft werden. Grund für die Ausrangierung der Beilhack-Schleudern sind zwei neue hochmoderne BerninaSchneefräsen. Hört man diese Zaugg-Schneefräsen, so kann wahrlich keine Rede mehr von „Leise rieselt der Schnee“ sein. Steigen Sie heute zusammen mit Lokführer Hans Meier, Schleuderführer Patrick Suter und „volldampf“-Redakteur Hendrik Hauschild in den Führerstand der Schneefräse Xrot mt 94503 ein und begleiten Sie uns auf eine einmalige Bernina-Reise. Je nach vorhersehbaren Schneefällen und starken Schneever-

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Damals, vor 30 Jahren

InfoRetica, 1 / März 1984

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Historischer Moment

Das Scalettabahnprojekt Vor 125 Jahren ist die erste Etappe der projektierten Scalettabahn von Landquart nach Klosters in Betrieb genommen worden. Die Weiterführung ab Davos nach Samedan und über Maloja bis nach Chiavenna wurde wie wir wissen nie realisiert. von Gian Brüngger, Pensionär

Die Pressemitteilungen über den Ausgang der Abstimmung in den Prättigauer Gemeinden für eine Bahn von Landquart nach Davos lösten sofort Reaktionen in Chur und Thusis aus. Diese wollten immer noch an einer Normalspurvariante festhalten. Die Absichten Holsboers die Bahn von Davos weiter via Scaletta ins Oberengadin zu bauen, lösten Ängste aus, diesen Verkehr verlustig zu werden. Daraus entstanden Projekte für die Erschliessung des Oberengadins über Albula und über Julier, was wiederum Holsboer bewog, für sein Scalettaprojekt so rasch wie möglich die Konzession zu erhalten, die er bereits am 25. Januar 1889 erhielt, also noch bevor die erste Teilstrecke von Landquart nach Klosters in Betrieb ging. Das von Ingenieur Carl Wetzel ausgearbeitete Projekt für die Scalettabahn sah eine Adhäsionsbahn mit 1 000 mm Spurweite, einer Maximalsteigung von 45 ‰ und einem Minimal-Radius von 100 Meter von Landquart über Davos, Samedan und Maloja nach Chiavenna vor. Diese Bahn hat in der Richtung Landquart – Davos einen Höhenunterschied von 1 100 Meter, in der Richtung Chiavenna – Maloja eine solche

von 1 500 Meter zu überwinden. Für den Abschnitt Davos – Chapella wies das Projekt zwei Varianten auf: 1. Von Davos durch das Sertigtal hinauf, dann mit einem 8,1 km langen Tunnel unter dem Scaletta-Kühalphorn durch und das Val Susauna hinunter nach Chapella. Kulminationspunkt auf 2 022  m  ü. M., Maximalsteigung 45 ‰, Baukosten 18,5 Millionen Franken. 2. Von Davos durch das Dischmatal hinauf, dann in einem 6,59 km langen Tunnel unter dem Scalettapass durch ins Val Susauna und weiter nach Chapella. Kulminationspunkt auf 2 100  m  ü. M., Maximalsteigung 45 ‰, Baukosten 17,5 Millionen Franken. Um die 1 500 Höhenmeter von Maloja bis Chiavenna mit Maximal 45 ‰ überwinden zu können, musste die Linie künstlich auf 18 km verlängert werden, was mit 7 Kehrtunnels und zwei Spitzkehren vorgesehen war. Dieses Projekt ist nicht zu verwechseln mit demjenigen, das Gottardo Segantini (der Sohn vom Naturmaler Giovanni) im Jahre 1923 in Auftrag gab und für heutige Verhältnisse eine viel günstigere Linienführung aufwies. Dass es nicht zum Bau der Scalettabahn kam, ist noch vor 125 Jahren am 26. November 1889 durchs Bündner Volk entschieden worden. In der Abstimmung ging es um das Subventionsgesetz für den Bau der Centralbahn, sprich Albulabahn. Noch nie zuvor war in Graubünden so ein Abstimmungskampf über die Bühne gegangen wie damals. Der Befürworter der Centralbahn S. Hunger prägte das Schlagwort «Hie Centrum, hie Peripherie». Mit 12 640 Ja gegen 5 330 Nein entschied sich das Volk für die Centralbahn. Die Kreise, welche sich von der Centralbahn einen Vorteil versprachen, waren nahezu einstimmig für die Subvention, nämlich Thusis, Domleschg, Belfort, Oberhalbstein, Alvaschein, Schams, Rheinwald, Oberland und Chur. Das Oberengadin, auf dem Schnittpunkt der Interessen, stimmte knapp zu. Unterengadin, Prättigau, Davos und Bergell lehnten zum Teil wuchtig ab. Ähnlich verhielt es sich 1985 bei der Abstimmung um Vereina oder Flüela.

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Bahnmuseum

Neues Exponat Bahnstromversorgung RhB Die Dauerausstellung des Bahnmuseums Albula wurde mit einem neuen Exponat zum Thema Fahrstromversorgung der RhB erweitert. Anhand einer multimedialen Installation können Infor­mationen zur aktuellen Bahn­strom­­ver­­sorgung sowie historische Hintergründe abgerufen werden. von Franz Skvor, Gian Brüngger und Nora Hauswirth

Die RhB war eine der ersten Bahnen, welche mit Einphasen-Wechselstrom betrieben wurde. Die Unterengadiner Linie, welche 1913 im gleichen Jahr wie die Lötschbergbahn eröffnet wurde, galt als Pionieranlage mit weltweiter Ausstrahlung. Vorbilder waren die 1908 elektrifizierte New York, New Haven and Hartford Railroad in den USA oder die Hamburger S-Bahn (Eröffnung 1907). Durch Weltkrieg und Kohlenmangel beschleunigt war das gesamte Netz der RhB bereits 1922 als eine der ersten Vollbahnen Europas vollumfänglich elektrifiziert. Dagegen fuhren die SBB-Züge noch bis 1928 von Dampflokomotiven gezogen in den Bahnhof Chur ein. Anfänglich wurde der ganze Strombedarf der RhB von der Zentrale Campocologno der Kraftwerke Brusio via Bernina-Leitung und Umformerwerk Bever gedeckt. Bald oben: Hans Georg Bühler ehemals RhB, lieferten Bahnstromgeneratoren Heinz Vögeli ENOTRAC AG, Franz Skvor im Kraftwerk Küblis und in Thusis ehemals RhB. zusätzliche Energie ins Bahnstromunten: Roman Cathomas RhB, Geni Rohner netz. Bis etwa 1961 blieb dieRhB, Franz Skvor ehemals RhB. se Versorgungskonstellation ziemlich unverändert. Der Bahnverkehr nahm erst mit dem Aufschwung ab den 1950er Jahren merklich zu. In dieser Zeit stieg der Stromverbrauch stark an und auch die Anforderungen an die Stromversorgung wurden zunehmend grösser. Es darf hier erwähnt werden, dass die RhB ab 1971 wieder Pionierarbeit leistete und als erste Bahn in der Schweiz sukzessive eine Serie Nahverkehrs-Triebzüge und dann eine grosse Anzahl Lokomotiven, ausgerüstet mit Leistungselektronik in Betrieb nahm.

Eine starke Ausweitung der Fahrstromversorgung erfolgte durch den Bau des 66-Kilovolt-Übertragungsleitungsnetzes und die SBB-Anbindung in den 1980er Jahren. Dieser generelle Ausbau der Fahrstromversorgung war nur möglich dank vorausgehenden Messungen, Studien, Variantenberechnungen usw., welche durch die Firma ENOTRAC seit ihrer Gründung 1987 für die RhB durchgeführt wurde. Der Energieverbrauch für die Zugförderung der RhB ist seit 1922 bedeutend angestiegen. Der Verbrauch von 100 Millionen Kilowatt-Stunden im Jahr 2010 entspricht in etwa dem Stromverbrauch von St. Moritz. Für den Zugverkehr wird Energie aus Bündner Wasserkraftwerken bezogen. Zu den zukünftigen Herausforderung zählt der Bündner 30-Minuten-Taktfahrplan, für den nicht nur genügend Lokomotiven, sondern auch ausreichend Energie bereit gestellt werden müssen, denn: eine elektrifizierte Bahn kann höchstens so leistungsfähig sein wie ihre Stromversorgung es ist! Die neue multimediale Installation im Bahnmuseum Albula ist seit 1. Februar 2014 in Betrieb und ermöglicht den Besuchern, einen umfassenden Einblick in die Fahrstromversorgung der RhB zu erlangen. Das Exponat wurde in enger Zusammenarbeit mit der Ingenieurfirma ENOTRAC AG und dem Bahnmuseum Albula entwickelt, realisiert und auch finanziert. Weitere Informationen zum Bahnmuseum www.bahnmuseum-albula.ch

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Zahl des Quartals

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Mitarbeitende und Begleitpersonen sind dem Aufruf der RhB gefolgt und besuchten am 4. Januar 2014 das Eishockeyspiel zwischen dem HC Davos und den Rapperswil-Jona Lakers. Getreu dem Motto des Jubiläumsjahrs 125 Jahre RhB, «Faszinierend unterwegs», liefen die Spieler des HC Davos erstmals in ihrer Geschichte zu Ehren der RhB in roten Trikots auf.

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Foto von Simon Rageth, Unternehmenskommunikation

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Neues in Kürze

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Letzter Zug ab Davos-Platz von Bernie Willen

Überbetrieblicher Kurs KVöV von Ralph Schumacher

Einmal Bahn immer Bahn! von Gérard Cahn

1 Nach dem Totalumbau des Bahnhofs Davos Platz wurde nun in der Nacht vom 28. auf den 29. November 2013 die neue Sicherungsanlage in Betrieb genommen. Seither wird Davos Platz aus dem fernen Landquart gesteuert. Gemäss dem Kreisschreiben wurde das örtliche Stellwerk Davos Platz ab 22.10 Uhr ausgeschaltet, um die Inbetriebnahme der neuen Sicherungsanlage zu tätigen. Der letzte Zug am 28. November ab Davos Platz mit der Nummer 1076 nach Klosters und via Sagliains nach St. Moritz wurde vom Betriebsdis­ponentenFahrdienstleiter Gian-Reto Cantieni abgefertigt. Zum allerletzten Mal stellte er am Domino Stellwerk das Ausfahrsignal auf grün und fertigte mit der historischen Abfahrtskelle den Zug nach Davos Dorf ab.

2 Im Rahmen des überbetrieblichen Kurses KVöV besuchten zwei Klassen das Güterumschlagzentrum (GUZ) der RhB in Landquart. Das Ziel war, die im Unterricht erworbenen theoretischen Kenntnisse durch den Praxisbesuch zu vertiefen. Mit festem Schuhwerk und einer Warnweste ausgerüstet, wurden die Lernenden von Martin Vital, Leiter GUZ Landquart, in Empfang genommen und durch die verschiedenen Bereiche geführt. So besichtigten die Lernenden unter anderem die Zementanlage Holcim, den Holzverladeplatz und den Freiverlad. Zu den Höhepunkten gehörte die Besichtigung der Krananlage, bei welcher die Lernenden den Containerumlad eins zu eins mitverfolgten. Als ehemaliger Fachlehrer im Bereich Güterverkehr, gelang es Martin Vital bestens, den Lernenden den Güterverkehr auf unkomplizierte Art und Weise näher zu bringen.

3 Der Ex-Chefredaktor der InfoRetica, Peider Härtli, am 18. Dezember 2013, in Mulhouse (France) in der Cité du Train als begeisterter Besucher.

Eishockey-Trikot 125 Jahre RhB von Marianne Wyss-Feuz 4 Anlässlich des Wettbewerbs um ein Eishockey-Trikot des HCD hatte Willi Speck aus Pontresina Glück und eines gewonnen. Da Reto Caduff, Lernender im 3. Lehrjahr ebenfalls am Bahnhof Pontresina, ein grosser HCD-Fan ist und selber aktiv Eishockey spielt, haben die zwei sich ausgetauscht. (Anm. d. Red: Die weiteren Gewinner eines HCD-Trikots waren Daniel Hänni, Lokomotiv­ führer Landquart; Urs Looser, Sachbearbeiter Ausbildung/Sicherheit Infrastruktur Chur; Rico Melardi, Fahrdienst­ leiter Klosters; Bernhard Willen, Lokomotivführer Samedan).

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Pensionierung Zugbegleiter Diego Isepponi von Danilo Del Simone

Samichlaus beim Zug- und Lokpersonal von René Bärtsch

5 Unser Dienstältester Zugbegleiter hat sich am 23. Dezember 2013 vom Aktivdienst bei der RhB verabschiedet. Mehr als 43 Jahre war er bei der RhB als Zugbegleiter im Einsatz. Meilensteine: Als Aspirant in Chur 1970 angefangen, erhielt er 1971 eine Festanstellung in Samedan als Kondukteur und wurde 1984 zum Zugführer befördert. 1995 wurde er – wie er es schon lange wünschte – nach Poschiavo versetzt. Nun tritt er seinen wohlverdienten Ruhestand an. So wie wir Diego Isepponi kennen, wird er aber sicher nicht Langeweile haben. Skifahren, Velotouren, Jagen, Hüttenleben, drei Enkel und vieles mehr werden ihn weiterhin auf Trab halten. Wir wünschen Diego alles Gute zur Pensionierung und hoffen, ihn bald wieder einmal auf seiner geliebten Berninalinie anzutreffen.

6 Auch in diesem Jahr beschenkte der «Samichlaus» das Zug- und Lokpersonal. Dafür suchte die «Chläusin» das Personalzimmer in Chur auf, und beschenkte die Mitarbeitenden mit Nüssen, Guetzlis, Mandarinen und viel Schoggi. Sie dachte dabei nicht nur an die Früh- und Mitteldienste, sondern auch für die Mitarbeitenden der Spätdienste war es möglich, ein Schöggeli zum Kaffee zu geniessen. Im Namen des Zug- und Lokpersonals danken wir unserer «Chläusin» Jeanette Rensch, Disponentin Netzplanung RCC Landquart recht herzlich für die tolle «Verblüffung».

Blasmusik Rhätische Bahn von Andreas Jenny 7 Unsere Blasmusik absolvierte 2013 einige schöne Auftritte. Höhepunkt

war sicher das Gemeinschaftskonzert mit den Felsberger und Triner Musikanten im November in Felsberg. Im Jubiläumsjahr 2014 sind wieder viele Aktivitäten und Auftritte geplant. Der Auftakt findet am 4. April mit der Pensioniertenfeier statt. Am Tag der offenen Türe vom 10. Mai in Landquart ist die Blasmusik selbstverständlich auch mit dabei. Bei der Generalversammlung der RhB vom 6. Juni in Landquart ebenso. Am Pensionierten-Tag vom 22. Oktober werden wohl zwischen den Ständchen viele alte Erinnerungen ausgetauscht werden. Den Abschluss macht das Jubiläum 100 Jahre Chur  –  Arosa vom 13. Dezember 2014. Details zu den einzelnen Auftritten folgen jeweils im Intranet der RhB und auf der Homepage der Blasmusik. Unsere Blasmusik kann unterstützt werden: Als aktiver Musiker, als Konzertbesucher oder auch als Gönnermitglied. Interessenten melden sich beim Präsidenten: Willi Rudolf, 076 370 11 42, rudolfwilli@sunrise.ch, www. blasmusikrhb.ch

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Weihnachtsessen 2014 Bahnhof Ilanz von Nina Tarnutzer 8 Am 11. Januar 2014 hat das Weihnachtsessen vom Bahnhof Ilanz in Ladir stattgefunden. Von den 22 eingeladenen Mitarbeitenden konnte es sich jeder einzelne einrichten an diesem Fest teilzunehmen. So war bereits im Voraus klar: das wird ein grandioses Fest. Das Motto lautete «Mit Kopfbedeckung jeglicher Art».

Rinnovo automotrici TW III Bernina di Lorenzo Marchesi e Davide Manghini 9 In questo periodo stiamo svolgendo un lavoro molto interessante e diversificato. Dopo 25 anni di servizio le nostre automotrici vengono rinnovate, per ovviare da un lato a di nuovi requisiti tecnici e dall’altro anche per migliorare la comodità dei passeggeri. Siamo molto contenti di poter effettuare questi lavori qui a Poschiavo nel-

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la nostra officina. Questi cambiamenti riguardano sia la parte elettrica ed elettronica, come pure quella meccanica. L’elettronica di comando vien revisionata ed adattata, viene inoltre installato un gabinetto con scarico chiuso. Le porte vengono ora comandate da logiche programmabili, e non più da relè. Il sistema di informazione per la clientela è completamente nuovo e risponde alle esigenze odierne. Pure i nostri apprendisti sono coinvolti nella lavorazione di pezzi, con macchine CNC, montaggio e cablaggio dei vari componenti. La prima messa in funzione, supportata dai nostri tecnici R-ES è risultata positiva.

Schöne Aussicht von Monika Corusa 10 In der Schalterhalle von Davos Platz gönnen sich die Spengler Cup-Besucher eine Verschnaufpause mit schönster Aussicht auf Lagalb.

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Bernina Express mit«Bernina-Krokodil»? von Geni Rohner 11 Eine nicht alltägliche Zugskomposition war am 25. Januar 2014 unterwegs: Bernina Express mit dem legendären «Bernina Krokodil Nr. 182» entlang dem zugefrorenen Lago Bianco. Schnell tauchte die Frage auf, ob beispielsweise ein ALLEGRA-Triebzug «abgelegen» ist. Liebe Leser, das ist nicht der Fall. Die «182» wird am Schluss eines Regionalzuges nach Ospizio Bernina überführt, um beim Schleuderprogramm «Schnee & Eis» mitzuwirken. Dieser Schnappschuss ist dem Fotografen Urs Jossi gelungen.

Familientreffen auf Ospizio von Christoph Benz 12 Wer kennt sie nicht, die mächtigen, knallgelben Zaugg-Schneefräsen, welche sich bereits während der dritten Wintersaison auf der Berninastrecke

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tapfer gegen Schnee und Sturm beweisen. Schon manches Fernsehteam hat die Mannschaft auf der «Fresa» begleitet. Spektakuläre Bilder füllen Zeitschriften und kursieren im Netz. Aber trotz allem braucht es nebst dem grossen Goliath einen kleinen David, um einen kundenfreundlichen Betrieb zu ermöglichen. Denn nicht nur die Gleise, auch die Stationen mit den Perronanlagen müssen geräumt sein! Dafür sorgen «La Fresa’s» kleine Schwestern, ebenfalls aus dem Hause Zaugg. Bruno Ferrari, Streckenwärter auf Bernina Ospizio, organisierte kürzlich ein spontanes Schneefräsen-Treffen: Zwischen den ausgefahrenen Aggregaten der «Grossen Zaugg» posiert die «Kleine Zaugg» für’s Familienfoto. Auch ein Teil der RhB-Familie ist mit von der Partie: Seraina Spaltenstein und Duri Thöni vom RCC Landquart, Streckenwärter Bruno Ferrari mit Gruppenleiter Giovanni Ferrari und – in schwindelerregender Höhe – Allrounder Egidio Tuena von der Gruppe Pontresina. Denn eines ist sicher: Trotz modernster und

leistungsfähigster Maschinen wäre ohne die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in der grossen RhB-Familie eine Offenhaltung der Berninastrecke im Winter auch heute noch undenkbar!

Felice è Felicissimo – oggi viaggia in pensione von Giordano Crameri und Christoph Benz 13/14 Unübersehbar begleiteten diese Worte am 30. Dezember 2013 unseren Lokführerkollegen Felice Marchesi auf seiner letzten Fahrt von Tirano über den Berninapass nach St. Moritz und schliesslich zurück nach Pontresina. Familie, Freunde und Bekannte, aktive und pensionierte «Ferrovieri», die Musikgesellschaft Pontresina und Touristen empfingen Felice bei seiner Ankunft in Pontresina. Felice blickt auf stolze 41 Dienstjahre zurück – 40 davon im Depot Pontresina! Ganz freiwillig verschlug es ihn aber nicht ins

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Engadin, trat der gebürtige Poschiavino doch 1972 in seiner Heimat in den Dienst der RhB – damals, als mit den TW 47-49 gerade eine zweite Serie von neuen Triebwagen abgeliefert wurde. Damit waren die Zeiten, als Vorspannleistungen noch zum täglichen Brot der Bernina-Wagenführer zählten, vorbei. Und in Poschiavo herrschte fortan ein Überbestand an Fahrpersonal. So trommelte der damalige Chef Zf, Martin Schmid, die sechs jüngsten Wagenführer und Anwärter zusammen und gab die Versetzungen bekannt: Mesocco, Chur Sand, Pontresina. So kam es, dass Felice sein Köfferchen packen musste, hatte er doch bereits ab Dezember 1973 in Pontresina seinen ersten Dienst anzutreten. Mit seiner unkomplizierten Art lebte er sich rasch im neuen Team ein. Es gefiel ihm so gut, dass er nicht mehr zurück nach Poschiavo wollte. Dazu beigetragen hatte das Zückerchen, welches die jungen Pontresiner Wagenführer 1978 mit einer Ausbildung auf der Engadinerlinie erhielten und somit zum Lokfüh-

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rer aufstiegen. Und natürlich den für Pontresina obligaten Dienst auf der Schneeschleuder. Da war Fifi zu Hause. Während seiner Dienstzeit sei er rund 600 Mal mit der Schleuder ausgerückt und stand 300 Mal mit dem Räumer am Berg im Einsatz, erzählt er immer wieder voller Stolz. Ob auf der alten Dampfschleuder, der bewährten und zuverlässigen Beilhack oder zuletzt auf der Hightech-Zaugg-Schneefräse, Fifi kennt sie alle. Und auch hier half ihm seine unkomplizierte Art, im Kampf gegen Schnee, Sturm und Lawinen stets zu siegen. Caro Felice, con l’augurio, che salute e serenità ti restino accanto, ti ringraziamo per l’ottima collegialità durante i tanti anni di lavoro trascorsi insieme!

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Klassentreffen 1991 von Tanja Felix

Neue DVD Güterwagen von Gian Brüngger

15 Im August 1991 – also vor über 22 Jahren – haben wir unsere Lehre als Betriebsassistenten, Kondukteur / Kondukteuse und Betriebsangestellte begonnen. Das erste Klassentreffen fand vor zehn Jahren statt. Nach weiteren neun Jahren war es wieder Zeit für ein Klassentreffen. Der Anlass fand in Chur statt. Nach einer Stadtführung durch Chur bestiegen wir die vielen Treppen in den Martinsturm zum Apéro. Anschliessend begaben wir uns in die Stiva Retica zum Chinoise à Discrétion organisiert durch Bettina Menn und Tanja Felix. Es war ein reger Austausch über die Zeit vor 22 Jahren. Das nächste Treffen folgt bestimmt. Hoffentlich nicht erst in neun Jahren.

16 Die neuen DVD Güterwagen können beim Club 1889 in Samedan gegen Vorauszahlung auf das Konto 90-106628-8 mit Vermerk «InfoRe­ tica-Leser» bestellt werden. Sonderpreis für InfoRetica-Leser: 1 DVD kostet CHF 30.00 ein Set mit 2 DVD CHF 58.00 zuzüglich Porto.

Neue Jubiläumslokomotive von Simon Rageth 17 Anlässlich einer Medienkonferenz kurz vor Weihnachten präsentierten RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler und RhB-Direktor Hans Amacker die neue Jubiläumslokomotive. Diese macht seither im ganzen Kanton auf das 125 Jahr Jubiläum der RhB aufmerksam. www.rhb.ch/125-jahre

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Neues Angebot im Bahnhof Klosters von Simon Rageth 18 Am Freitag, 13. Dezember 2013, ist im umgebauten Wartesaal im Bahnhof Klosters «Schneider’s Railway Shop» eröffnet worden. Der neue Laden der Schneider’s Davos AG führt die hauseigenen Brot- und Backwaren sowie Frischprodukte und Artikel des täglichen Bedarfs im Sortiment. Er steht Einheimischen und Gästen während des ganzen Jahres täglich von 06.00 – 22.00 Uhr zur Verfügung. Mit «Schneider’s Railway Shop» im Bahnhof Klosters wird die gute Zusammenarbeit der RhB mit dem Davoser Gastrounternehmen ausgebaut. Dieses führt seit 2011 bereits «Schneider’s Railway Bistro» bei der Vereina-Autoverladestation Selfranga.

Diplomfeier Lokführer/in von Moreno Beti 20 Am 18. Dezember, nach 15-monatiger Ausbildung, nahmen sieben neue

Lokführer und eine neue Lokführerin im Rahmen einer Diplomfeier das Diplom vom Leiter Produktion Markus Barth in Empfang nehmen. Markus Barth und Moreno Beti, Leiter Lokführer, haben sich für diese intensive Zeit bei allen Beteiligten, die für dieses Gelingen der Ausbildung beigetragen haben, bedankt. (v.l.n.r.) Andri Schmidt, Thomas Kasper, Thomas Herrmann, Gabriel Biveroni, Hans Hassler, Moreno Beti (Leiter Lokführer), Mario Pozzoli, Marco Bichsel, Susanne Grimm und Markus Barth (Leiter Produktion)

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uns viele Besucher bescherte. Unser Stand war infolge des Wetters fast jeden Morgen eingeschneit, also musste erst mal Schnee geschaufelt werden. Da die Schweiz nebst dem HCD auch mit Servette Genf vertreten war, wimmelte es in Davos von Besuchern aus der Westschweiz. Sprachprobleme wurden mehr oder weniger mit Hand und Fuss behoben. Trotz der klirrenden Kälte besuchten uns allerlei Schaulustige. Viele Besucher machten bei unserem Spiel und Wettbewerb mit. Insgesamt erfreute sich somit unser Stand einer grossen Beliebtheit. Es hat Spass gemacht, also wieder im 2014!

Spengler Cup 2013 von Katrin Meng und Denis Fenoy 20 Ende Dezember 2013 fand zum 87. Mal der Spengler Cup in Davos statt. Vor der Vaillant Arena betreuten wir während des ganzen Spengler Cups einen RhB-Stand mit verschiedenen Attraktivitäten. Jeden Tag bildete sich eine lange Schlange vor unserem Stand, was

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Veranstaltungen Bahnmuseum Albula von Nora Hauswirth 21 Im April profitieren Senioren jeden Mittwoch: sie können zum Preis von 10 Franken ins Bahnmuseum (anstatt 15.00) reisen. Für Gruppen empfiehlt sich eine Anmeldung und private Führung. Ein lustvoller, schräger und generationsübergreifender Geschichtennachmittag findet am Ostermontag, 21. April 2014 um 15 Uhr statt. Inspiriert durch die Seifenspender, Kiesbehälter und Vermessungsgeräte, die alle eine eigene Geschichte haben. Anmeldung bis 14. April 2014 an info@bahnmuseum-albula.ch Am Workshop am 30. Mai 2014 um 13.30 Uhr mit dem Spezialisten für Bahnsicherungsanlagen Matthias Schaufelberger erhalten Sie einen Einblick in die Eisenbahnsicherungstechnik von gestern (Stellwerke wie das VES oder SIGNUM) und vorgestern (Hippsche Wendescheibe). Anmeldung bis

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28. Mai an info@bahnmuseum-albula. ch. Kosten: CHF 30.00 inkl. Unterlagen. Am Tag der Bahnfreunde am 1. Juni 2014 um 10 Uhr feiern wir die Bahnkultur in Bergün zum Start in die Sommersaison. Weitere Details werden auf der Webseite des Bahnmuseums bekanntgegeben.

Cavaglia von Adriano Beti 22 Stazione Cavaglia, una casa da favola: Nella mia carriera FR, piú di 40 anni non riccordo, di aver mai visto un scenario di cosí tanta neve! (18.02.2014)

Stammkunden Dankeschön-Aktion von Enzo Schäffeler

geboten. Obwohl es nicht richtig weihnachtlich war so ganz ohne Schnee, war das Ambiente doch sehr angenehm und in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr überraschten wir viele Einheimische aber auch einige Gäste. Pablo Maissen (Zugpersonal Disentis) und Anja Rieder (login Disentis) haben sich um unsere Kunden gekümmert und am ganzen Abend wurden 30 Liter Glühwein und Punsch an die Frau und den Mann gebracht. Der Austausch mit unseren Gästen war sehr angenehm und Informationen wurden in ungezwungenem Rahmen weitergegeben sowie Anregungen entgegen genommen. Auch ich als Leiter Bahnhof durfte ab und zu einige kurze Gespräch mit unseren Kunden führen. Ganz im Sinne von Verkauf 2015 – Kundenverblüffung – die auch uns selber Freude macht!

23 Am Freitagabend vor den Weihnachtsferien haben wir unseren Stammkunden in Disentis / Mustér einen Glühwein oder einen Punsch an-

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E-Learning – eine zusätzliche, moderne Lernform bei der RhB von Eric Wyss und Carmen Krieg 24 E-Learning (elektronisch unterstütztes Lernen) gewinnt in den Weiterbildungsangeboten Schweizer Unternehmen und somit auch bei der RhB zunehmend an Bedeutung. Anstatt einen Kurs zu besuchen kann man sich bei dieser Lehr- und Lernform selbstständig und dem eigenen Lerntempo entsprechend gezielt Wissen via Lernmodule am Computer aneignen und ist somit nicht mehr an einen bestimmten Ort und an fixe Zeiten gebunden. E-Learning soll bei Bedarf auch in Kombination mit Präsenzunterricht angeboten werden. In diesem Fall spricht man von integriertem Lernen (Blended Learning), bei dem die Vorteile beider Lernformen genutzt werden können. Zurzeit erarbeiten und aktualisieren interne Modulverantwortliche (Laurent Schüpbach, Jakob Salutt, Jolanda Picenoni und Patrik Walser), unter der Leitung von HR-Personalentwicklung

sowie mit Unterstützung einer E-Learning erfahrenen Unternehmung, neue und bereits bestehende Lernmodule in den Bereichen Vertrieb (Verkauf 2015), Zugvorbereitung und Funkdisziplin. Es ist vorgesehen, diese Module schrittweise ab dem 2. Quartal dieses Jahres Mitarbeitenden, für welche das in den Lernmodulen vermittelte Wissen relevant ist, zur Verfügung zu stellen. Durch dieses zusätzliche, moderne Lernangebot wird den Mitarbeitenden ermöglicht, ihr (Fach-)Wissen auf aktuellem Stand zu halten, sich zielgerichtet weiterzubilden sowie auf aktuelle und neue Herausforderungen bei ihrer Arbeit vorzubereiten.

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Kundenverblüffung bei V-GRN von Miriam Stäger-Caviezel 25 Kurz vor Weihnachten wurden die Kunden an diversen Bahnhöfen mit Kaffee, Glühwein, «Guetzli», Birnenbrot, Christstollen etc. überrascht. Unsere Kunden, mehrheitlich Pendler und Einheimische, waren sichtlich begeistert. Es war eine gelungene Aktion mit dankbaren Kunden und vielen positiven Rückmeldungen. In Davos wurden die Kunden bei der Eröffnung der Unterführung zur Jakobshornbahn und dem neuen Bahnhof mit einer kleinen Aufmerksamkeit beschenkt. Am Eröffnungswochenende vom Schneider’s Railway Shop in Klosters bekamen alle Kunden Davoser Biberli und einen Gutschein für die RhB mit auf den Weg. Wir freuen uns, jetzt schon darauf, unsere Kunden auch in diesem Jahr wieder zu verblüffen.

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Missiun pulvra: Die schönsten Pulverhänge entlang des RhB-Streckennetzes von Daniel Knecht 26 In einer sechsteiligen Videoserie präsentierte die RhB Mitte Februar bis Anfang März auf ihren Social Media Kanälen die schönsten Freeride Abfahrten entlang des RhB-Streckennetzes. Die Videos sind mit der Go Pro aus der Ego-Perspektive gefilmt. Stets begleitet von einem ortskundigen Tourguide und immer ausgerüstet mit Helm, LVS, Sonde und Schaufel, stand dem Abenteuer nichts mehr im Weg. Ähnlich wie die letztjährige «Missiun Bletsch», sind die Orte auf einer interaktiven Karte dargestellt. So sehen die User auf einen Blick, auf welchen Bergen die RhB unterwegs war. Die Karte wiederum ist auf Facebook eingebunden und kann auch jetzt noch aufgerufen werden. Der Name der Serie «Missiun Pulvra» ist rätoromanisch und bedeutet auf Deutsch «Mission Pulver». Es ist angedacht, dieses Format jeweils einmal im

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Winter und einmal im Sommer zu nutzen und so laufend eine interaktive Erlebniskarte zu erschaffen. Im Sommer könnten zum Beispiel die fünf schönsten Biketouren, im nächsten Winter die vier schönsten Schlittelwege, etc. vorgestellt werden. Inputs an community@rhb.ch wie immer herzlich willkommen!

Kostbares Handwerk: Ein Billetdrucker geht in Rente von Daniel Knecht

mera über die Schulter geschaut. Dabei ist ein Video entstanden, das sein Handwerk und seine Fahrkartendruckpresse noch einmal eindrücklich und mit viel Liebe zum Detail zur Schau stellt. Im Interview erfahren wir ausserdem etwas über die Geschichte der Maschine und lassen uns die Kunst des Bleisatzes erklären. Auf unserem Youtube-Kanal ist der Film seit Ende Januar zu sehen. Hier geht’s zum Video: s.rhb.ch/kostbares_handwerk

27 Seit 1971 arbeitet Giusep Collenberg bei der Rhätischen Bahn und ist seit 1991 verantwortlich für unsere Fahrkartendruckpresse. Er druckt Billette wie vor 100 Jahren, die für Kinderanlässe, als Museumseintritte und bei besonderen Gelegenheiten verwendet werden. Nach 43 Jahren geht Giusep Collenberg im März 2014 in Rente, und die Druckpresse wandert ins Bahnmuseum Albula in Bergün. Wir haben ihn nochmals besucht und ihm mit der Ka-

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Kunden-Rückmeldung

Was unsere Kunden bewegt Im ersten Quartal von 2014 haben uns wiederum einige Kunden-Rückmeldungen erreicht. Einen Auszug davon haben wir für euch hier zusammengestellt.

Zum Schmunzeln InfoRetica Nr.1 / 2014 Retica

Zum Klatschen Das Winterabenteuer Cabrio Bernina war ein voller Erfolg! Vielen herzlichen Dank für diesen Tag. Die Begleitung war ein richtiger Aufsteller und die Beiden haben ihre Aufgabe mit viel Begeisterung gemacht! Ganz herzlichen Dank und liebe Grüsse aus dem grauen Zürich Theresia Storz

Zum Nachdenken

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Nachgefragt

Deine spontane Meinung … Manuela Gallati Position: Social Media & Online Marketing Managerin Ort: Chur Anzahl RhB-Dienstjahre: etwas mehr als 1

Simon Rageth Position: Unternehmenskommunikation Ort: Chur Anzahl RhB-Dienstjahre: 6

… erkläre deinen Job in einem Satz: Ich bin für die Fans unserer Social Media Kanäle das Sprach­rohr der RhB, Kundendienst und Entertainer in Personalunion.

… erkläre deinen Job in einem Satz: In der Unternehmenskommunikation sorgen wir mit offener und transparenter Kommunikation in Wort, Text und Bild dafür, dass Mitarbeitende, Medien und die Öffentlichkeit über die RhB zeitgerecht und verständlich informiert werden.

… Schätzfrage: Wie viele Anrufe erhält der Railservice bei der RhB durchschnittlich pro Jahr? (40 421) 50 000 … welchen Kinofilm oder welches Buch kannst du empfehlen? Buch: «Der Club der unverbesserlichen Optimisten» von Jean-Michel Guenassia … wohin und mit wem würde eine RhB-Reise bei dir gehen? Mit Dr. Sheldon Cooper über den Berninapass. Bazinga! … deine Schwäche? Ich habe mich kürzlich gewogen. Ich bin zu klein. … deine Meinung zur InfoRetica? Die beste RhB-Mitarbeiterzeitung der Welt! Wen wählst du als Nächste/n für diese Fragen und warum? Fabio Peng, Lokführer Anwärter, weil er wunderschöne Bilder für unser Instagram-Profil (@rhaetischebahn) schiesst.

… Schätzfrage: Wie viele Anrufe erhält der Railservice bei der RhB durchschnittlich pro Jahr? (40 421) 27 583 … welchen Kinofilm oder welches Buch kannst du empfehlen? Buch: «Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod» von Bastian Sick, eine Pflichtlektüre für Mitarbeitende der Unternehmenskommunikation. … wohin und mit wem würde eine RhB-Reise bei dir gehen? Im Hinblick auf die Fussball-Weltmeisterschaft würde ich gerne Ottmar Hitzfeld zu einer Fahrt auf die Alp Grüm einladen. … deine Schwäche? Mein Instinkt besiegt jedes Mal meinen Verstand, wenn in meinem Blickfeld etwas Essbares auftaucht. … deine Meinung zur InfoRetica? Es freut mich immer wieder, dass wir aus allen Fach­ bereichen Texte eingesendet bekommen. Wen wählst du als Nächste/n für diese Fragen und warum? Susanna Fuchs, Ausbildung VTE / Lokpersonal, weil sie auch wie ich Unihockey-Torhüterin war.

Spielregeln: Die / der Befragte darf den nächsten Mitarbei­ tenden auswählen, die / der befragt werden soll. Es muss sich dabei um eine/n Vertreter/in des anderen Geschlechts und eines anderen Geschäftsbereichs handeln.

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Personalchronik

Bewegendes im ersten Quartal Veränderungen der RhB-Belegschaft vom 2. Dezember 2013 bis zum 1. März 2014 Herzlich Willkommen!

Alles Gute im Ruhestand!

Herzlichen Glückwunsch!

Eintritte Monika Altmann Sachbearbeiterin Finanzbuchhaltung, Chur André Bättig IT System Engineer, Chur Conradin Frehner Gleismonteur, Thusis Marco Gabl Mechaniker, Landquart Nicola Peter Gleismonteur, Chur Jörg Steiner IT Projektleiter, Chur Gilbert Zimmermann Ingenieur / Projektleiter, Chur

Pensionierungen Georg Caviezel Fachleiter, Chur Walter Frech Ingenieur, Landquart Felix Hälg Schaltwärter, Landquart Hermann Kessler Handwerker, Landquart Andreas Mügeli Spezialist QS, Chur (Nachtrag) Fritz Schneider Spezialmonteur, Landquart Silvio Seglias Spezialmonteur, Landquart

Dienstjubiläen 25 Dienstjahre Erich Küng Betriebsangestellter, St. Moritz Adam Longatti Bahnmeister, Thusis Michael Hossmann Gleismonteur, Ilanz Patrik Bissegger Gruppenleiter Stellvertreter, Davos Platz Viktor Walther Spezialmonteur, Landquart Christian Bichsel Disponent RCC, Landquart Hans Kurmann Lokführer, Landquart Orazio Cuvato Betriebsangestellter, Klosters Maria Theresia Tuffli Raumpflegerin, Klosters

Alles Gute für die Zukunft! Austritte Dominik Cadonau Handwerker, Landquart Gion A. Candinas Fahrleitungsmonteur, Samedan Sandra Peng Assistentin, Chur

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40 Dienstjahre

Hermann Kessler Handwerker, Landquart

Peter Schegg Mechaniker, Landquart

Erich Zogg Lokführer, Landquart

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Wettbewerb

Hans gwüsst

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Sie sehen auf dem Bild den Schneepflug einer Normalspur-Privatbahn bei einem Schweizer Bahnhof. Um welche Lokomotive und um welchen Schweizer Bahnhof handelt es sich?

Ihre Antwort senden Sie bitte bis spätestens 30. April 2014 per E-Mail an h.amacker@rhb.ch. Bitte beachten Sie, dass dieser Wettbewerb ausschliesslich für RhB-Mitarbeitende gilt. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Gewinner erhält als Preis einen «Scarnuz».

von Hans Amacker, Direktor

Der Gewinner des letzten Wettbewerbs war Bernhard Willen.

In dieser neuen Rubrik stellt Direktor Hans Amacker jeweils eine Wett­bewerbsfrage aus der Bahnwelt an die Mitarbei­ tenden der RhB.

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Ihre Karriere im öffentlichen Verkehr

Fachfrau / Fachmann öffentlicher Verkehr Sie arbeiten in der Branche öV und möchten Ihre breiten Kenntnisse von offizieller Seite anerkennen lassen? Oder suchen Sie nach einer umfassenden Weiterbildung, um sich auf Fach- und Führungsaufgaben vorzubereiten? Dann ist der Lehrgang zur/ zum Fachfrau / Fachmann öV mit eidg. Fachausweis genau das Richtige für Sie! Der nächste Lehrgang bei login, dem Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs, startet im September 2014 in Olten. Melden Sie sich zur Infoveranstaltung am 6. Mai 2014 an! Alle Informationen zur dreisemestrigen Weiterbildung finden Sie auf www.login.org /floev

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Die RhB ist online 24 Stunden für Sie da!

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Ob Billette kaufen, Sitz­plätze reservieren oder spannende Informationen über die RhB und ihre An­gebote einholen: Auf der Webseite der RhB ist all dies und vieles mehr möglich. Rund um die Uhr für Sie da: www.rhb.ch 

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