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RETICA

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IN DIESER AUSGABE IR 03/2007

Editorial/Editoriale ........................................................................................................................... 3 Die Stimme der Geschäftsleitung .................................................................................................... 4 La Voce della Direzione ................................................................................................................... 5 119. Genberalversammlung in Pontresina........................................................................................ 6 Sicherheitsbild ................................................................................................................................. 8 Versuchsanlage in Malans ............................................................................................................... 9 Zweiweg-Fahrzeuge ........................................................................................................................... 11 Neue Turmwagen ............................................................................................................................. 13 Druckluftmessungen ........................................................................................................................ 14 Expertenbesuch UNESCO ................................................................................................................. 16 Achtung, fertig, login! ...................................................................................................................... 18 Einführung Lernende ....................................................................................................................... 20 Stationshaltermodell Celerina.......................................................................................................... 22 Rettung Oberengadin....................................................................................................................... 23 Die Region Davos/Albula stellt sich vor ........................................................................................... 24 IT-News ............................................................................................................................................. 26 Elektronische Rechnungsverarbeitung .............................................................................................. 27 Medienbahn ...................................................................................................................................... 30 Spezialtransport ............................................................................................................................... 31 Pensionskasse .................................................................................................................................. 32 Schwingfest in Aarau ........................................................................................................................ 34 Jodlerfest in St. Moritz ....................................................................................................................... 36 Reise durch Graubünden .................................................................................................................. 37 Lehrabschlussfeier ............................................................................................................................ 38 Die RhB gratuliert ............................................................................................................................. 39 Damals, vor 30 Jahren ...................................................................................................................... 40 Dieseltriebwagen .............................................................................................................................. 41 Unsere Partner .................................................................................................................................. 44 Neues in Kürze.................................................................................................................................. 46 Personalchronik vom 2. Juni bis 1. September 2007 ....................................................................... 51 Nachrufe............................................................................................................................................ 54 RhB In-Team...................................................................................................................................... 57 Spontan ............................................................................................................................................ 58

Herausgeber:

Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur

Redaktion:

Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild:

Kreisviadukt – ins beste Licht gerückt Bild: Giorgio Murbach

NächsterRedaktionsschluss:

15. November 2007

Auflage:

3’100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement:

Inland CHF 50.–/Ausland CHF 60.–

© by RhB:

Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier


EDITORIAL / EDITORIALE 3

Stärken stärken

Consolidare i punti di forza

Ich stehe mitten unter Jodlern, Alphornbläsern, Besuchern und Gesangfreudigen als Promotor mit unserem Team in St. Moritz am Jodlerfest. Wir werben für unsere Erlebniszüge, den Rail Shop und die Angebote der Steinbockbroschüre. Da spaziert eine Männergruppe zu uns und meint mit Blick auf die grosse Berninabildwand, dass der Bernina am falschen Ort stehe, er gehöre ins Wallis. Dort sei er bei vielen anderen Viertausendern viel besser aufgehoben. Ich hör wohl nicht recht! Ja, der Herrgott hätte womöglich einen Fehler gemacht und den Bernina den Bündnern hingestellt. Ich krieg kaum noch Luft und bin perplex. Ja, sie hätten sogar eine CD besungen «Bärnina, du steisch am falsch Ort». Glaub ich nicht! Die Herren – aus dem Wallis – stellten sich gleich vor die Berninawand und sangen aus voller Kehle vierstimmig diesen Titelsong. Sehr viele Besucher blieben stehen, hörten sich dieses für sie schöne Lied an und gaben dann noch tüchtig Applaus. Mit einem Bernina Express-Pin bedankten wir uns und die Walliser Sänger hatten Ihren Spass und spazierten aufgestellt weiter.

Sono qui con il nostro team in veste di promotore al Festival dello Jodler di St. Moritz, attorniato da cantori di jodler, suonatori di corno delle alpi, visitatori e amanti del canto. Stiamo pubblicizzando i nostri viaggi come esperienze indimenticabili, il Rail shop e le offerte del nostro opuscolo. Ed ecco un gruppo di uomini avvicinarsi al nostro stand e puntare lo sguardo alla gigantografia del Bernina, asserendo che la montagna è al posto sbagliato, starebbe meglio in Vallese, in compagnia di molte altre vette da quattromila metri. Sogno o son desto? Ebbene sì, il Padreterno avrebbe commesso un errore, appioppando il Bernina ai grigionesi. Sento che mi manca l’aria. Con tutta la mia incredubilità apprendo che avrebbero anche inciso un CD «Bärnina, du steisch am falsch Ort». Non ci posso credere! Ed eccoli piazzarsi davanti alla foto del Bernina e intonare a quattro voci il titolo di copertina. Molti visitatori si fermano a guardare, ascoltano e apprezzano il brano, congedandosi addirittura con un forte applauso. Noi ringraziamo i cantori vallesani con un pin del Bernina Express e li guardiamo proseguire felici e contenti.

Jetzt spulte es in unseren Köpfen, bis man beinahe den Rauch von aussen sah. Das kann doch nicht sein! Bei uns ist der Bernina der König, im Wallis wäre er ein Berg unter vielen. Und der Herrgott hat sowenig einen Fehler gemacht wie unsere RhB-Obersten. In der Strategie bauen sie nämlich auf unsere Stärken und nicht auf viele kleine Bäumchen oder Hügelchen. Wir erkennen ganz klar, wo wir stark sind, was wir produzieren müssen und wie wir es verkaufen sollen, damit immer mehr Gäste unsere imposante Kulisse mit dem einmaligen Viertausender erleben können.

Siamo così irritati che si riesce quasi a vedere uscire il fumo dalle nostre orecchie... È inaudito! Qui da noi il Bernina è il re, in Vallese sarebbe solo uno dei tanti. E il Padreterno non si è sbagliato di una virgola, e neppure i vertidi della FR. La strategia da loro prevista fa infatti perno sui nostri punti di forza e non sulle bazzeccole. Sappiamo esattamente quali sono i nostri pregi, cosa dobbiamo produrre e come vogliamo vendere la nostra immagine affiché un numero crescente di viaggiatori possa ammirare l’imponente cornice del nostro unico quattromila.

Und – die Strategie geht nicht ganz so weit, dass wir unseren Piz Bernina verkaufen oder ihn als Werbefläche (siehe Titelseite, Beispiel Kreisviadukt) vermarkten müssten. Das ist die gesunde Basis, welche unsere Stärken stärkt.

E non dimentichiamo che la strategia non si spinge al punto di farci vendere il nostro caro Piz Bernina, o lottizzarlo a fini pubblicitari (vedi titolo di copertina, l’esempio del viadotto elicoidale). È questa la sana base che consolida i nostri punti di forza.

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Walter Frei


DIE STIMME DER GESCHÄFTSLEITUNG Grazcha fich – Wir sind auf Kurs! Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gerne benütze ich die «Stimme der Geschäftsleitung» der vorliegenden Ausgabe der Info Retica um danke zu sagen. Danke für Ihr tolles Engagement in einer hektischen und vom Wandel geprägten Zeit. Danke für Ihre sprichwörtliche Solidarität untereinander und Ihre Loyalität gegenüber unserem Unternehmen RhB. Und Danke für Ihren grossen Einsatz im Sinne unserer Kundinnen und Kunden. Erwin Rutisha user

Dank Ihnen können wir mit Freude auf das erste Halbjahr zurückblicken und dank Ihnen können wir hoffnungsvoll die Zukunft anpacken, die RhB ist auf Kurs! Von der Marktfront erhalten wir positive Signale quer durch alle Marktsegmente: bis Ende Juli übersteigen die Erträge die Zahlen des Vorjahres. Auf der Aufwandseite können wir feststellen, dass wir die Kosten – auch im Personalbereich – im Griff haben. Dank dieser Ausgangslage werden wir das Geschäftsjahr 2007 aufgrund der heutigen Beurteilung mit einem Jahresgewinn von rund einer Million Franken abschliessen und sogar noch einen gewichtigen Betrag zur Aufstockung der Rückstellung für die Startkosten der Umsetzung der Flottenpolitik beiseite legen können. Für die restlichen Monate hoffen wir auf einen sprichwörtlich goldenen Bündner Herbst – immer wieder eine riesige Chance, uns als Gastgeber professionell und mit dem unverfälschten Bündner Schmäh in Szene zu setzen. Diesen guten Start in das laufende Jahr lassen wir uns nicht nehmen, auch nicht durch Einwände, dass das tolle Zwischenergebnis (nur) dank der boomenden Wirtschaft, dem teuren Euro oder dem herrlichen Ausflugswetter realisiert wurde. Sicher haben uns diese Faktoren wacker unterstützt – so wie der ganzen touristischen Branche; den Hauptgrund zum erfreulichen Ergebnis liefern Sie, liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter. Ihrem Einsatz verdanken wir, dass der Trenino Rosso einen Blitzstart hingelegt hat, dass der Glacier Express – nach Kinderkrankheiten im ersten Betriebjahr – nun buchstäblich zugkräftig und vor allem sehr gut ausgelastet unterwegs ist. Dies gilt auch für das zweite Paradepferd, den Bernina Express.

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Ihnen verdanken wir, dass unsere Gäste sicher, pünktlich und mit einzigartigen Eindrücken ans Reiseziel gelangen – in sauberen Zügen und über Brücken und durch Tunnels, die diskret während vielen Zugspausen nachts saniert wurden. Viele Bündnerinnen und Bündner haben die Bahn als Transportmittel an den Arbeits- oder Studienort (wieder-) entdeckt – dank ausgezeichneten Angeboten und einer intensiven Kommunikation. Diese erfreuliche Zwischenbilanz erhält vor dem Hintergrund der laufenden Umsetzung unserer Unternehmensstrategie Offensive 2012 eine besondere Note. Im CEO-Forum des Tagesanzeigers schreibt Erland Brügger, Geschäftsfüher der Wander AG, unter anderem: «Jeder Wandel beinhaltet auch die Chance, sich der eigenen Unternehmenskultur wieder bewusst zu werden. Mitentscheidend, mit wie viel Schwung und Kraft eine Firma aus Veränderungen hervorgeht ist, wie Führungskräfte und Mitarbeitende mit dem Wandel umgehen und ihn für sich zu nutzen verstehen». Auf die RhB bezogen drücke ich es folgendermassen aus: Einen wichtigen, ja entscheidenden Faktor für den Umgang mit Veränderungen sehe ich im Verständnis der grossen Mehrheit unserer Mitarbeitenden für die dazu erforderlichen Massnahmen. Mit solchen engagierten Mitarbeitenden und mit den erfreulichen Zahlen gelang es uns, wichtige und umfangreiche Investitionen für die Zukunftssicherung unserer RhB zu tätigen und mit Spitzenleistungen positive Ergebnisse zu erreichen. Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter, dank Ihrem grossen Engagement befindet sich unsere Bahn auf Kurs – sorgen wir gemeinsam dafür, dass sie auch in Zukunft auf Kurs bleibt. Auch im Namen des Führungsteams: Herzlichen Dank! Grazcha fich! Mille Grazie!


LA VOCE DELLA DIREZIONE 5

Grazcha fich: andiamo per la maggiore!

Ricorro con piacere alla «voce della direzione» della presente edizione di InfoRetica per porgervi i miei ringraziamenti. Grazie per il favoloso impegno dimostrato in questi tempi di frenetico mutamento. Grazie per la vostra proverbiale solidarietà e la lealtà che dimostrate alla nostra azienda FR. E grazie del vostro attaccamento anche in favore della nostra clientela.

successo di pubblico. Lo stesso dicasi del secondo punto d’orgoglio del nostro parco veicoli, il Bernina Express. Grazie a voi i nostri passeggeri giungono puntuali a destinazione, ma quel che più conta, arricchiti da sensazioni irripetibili, in carrozze pulite e attraversando ponti e tunnel la cui manutenzione viene garantita nel modo più discreto, durante le ore notturne. Molti nostri concittadini e compaesani hanno (ri)scoperto il treno come mezzo di trasporto per recarsi a scuola o al lavoro, frutto di offerte allettanti e di un intenso lavoro di comunicazione.

Grazie a voi possiamo volgere con fierezza lo sguardo al primo semestre dell’anno, e proiettare le nostre speranze anche verso gli impegni futuri: la FR va per la maggiore! Dal mercato ci giungono segnali positivi praticamente in tutti i segmenti: sino a fine luglio i proventi hanno surclassato le cifre dello scorso anno. Sul fronte degli oneri costatiamo che i costi – anche nella sfera del personale – sono sotto controllo, o addirittura inferiori alle attese. Viste tali premesse, e in base alle proiezioni attuali, chiuderemo l’esercizio 2007 con un utile di circa un milione di franchi e saremo anche in grado di destinare una somma cospicua alla voce accantonamenti per i costi iniziali derivanti dall’attuazione della nuova politica del parco veicoli. Per gli ultimi mesi dell’anno ci auguriamo che la meteo sia dalla nostra, regalandoci uno splendido autunno, occasione imperdibile per sottolineare la nostra professionalità e sfoderare il nostro charme tutto grigione.

In vista dell’attuazione della nostra strategia aziendale Offensiva 2012 questo positivo bilancio parziale assume una connotazione particolare. Sulla rubrica «CEO-Forum» del Tagesanzeiger Erland Brügger, amministratore di Wander SA, scriveva tra l’altro: «Ogni cambiamento racchiude in se anche l’opportunità di prendere nuovamente atto della propria cultura aziendale. Lo slancio e la forza con cui un’azienda affronta il mutamento dipendono dalla capacità dei dirigenti e dell’organico di porsi ad esso, sfruttandone il dinamismo». Riportato alla realtà della FR ciò significa che uno dei fattori importanti, anzi decisivi, per fronteggiare le trasformazioni risiede nella comprensione che la maggior parte dei nostri dipendenti dimostra per i provvedimenti necessari. In tal modo siamo in grado di effettuare investimenti di ampia portata a garanzia del futuro della nostra azienda e fornire prestazioni di punta ottenendo risultati positivi.

Non vogliamo che l’ottima partenza nell’anno in corso venga offuscata, men che meno da obiezioni secondo cui gli ottimi risultati semestrali siano stati ottenuti (unicamente) grazie al boom economico, al rincaro dell’euro o alla clemenza del tempo, vero asso nella manica per escursioni da sogno. Non neghiamo che questi fattori ci abbiamo sostenuto, vivacizzando peraltro tutto il settore del turismo. La ragione principale a monte del rallegrante risultato siete voi, gentili collaboratrici e stimati collaboratori. Grazie al vostro impegno il Trenino Rosso è partito sfrecciando, e il Glacier Express – risolti alcuni problemi di rodaggio durante il primo anno di esercizio – sfodera la sua forza trainante riscuotendo un ottimo

Gentili collaboratrici, stimati collaboratori, grazie al vostro grande impegno la nostra ditta va per la maggiore, facciamo in modo che lo rimanga anche in futuro.

Gentili collaboratrici, stimati collaboratori

Anche a nome del team di conduzione: Mille grazie! Herzlichen Dank! Grazcha fich!

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119. GENERALVERSAMMLUNG IN PONTRESINA

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Auszug aus der Rede von VR-Präsident HansJürg Spillmann, bearbeitet von Peider Härtli

Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre Sehr verehrte Damen und Herren Gentili signore, egregi signori, Azionisti e ospiti della Ferrovia retica Preziadas damas, stimads signurs A la Viafier Retica plascha quai a Puntraschigna! Der Rhätischen Bahn gefällt es in Pontresina: Nachdem wir letztes Jahr im Rahmen der Generalversammlung des Verbandes öffentlicher Verkehr mit über 300 Gästen Gastrecht mit einer grossartigen Unterstützung der Gemeinde und den touristischen Organisationen geniessen durften, freuen wir uns, die diesjährige RhB-GV hier durchführen zu dürfen. Pontresina hat für die Rhätische Bahn in mehrfacher Hinsicht aktuelle Bedeutung. Pontresina ist ein wichtiger Ausgangspunkt zur einzigartigen Berninastrecke, mit welcher wir – zusammen mit der Albulalinie – als UNESCO-Welterbe kandidieren. Den Entscheid der UNESCO-Wahlbehörde erwarten wir im Sommer 2008. Wir zweifeln nicht daran, dass auch Pontresina, so wie zahlreiche andere Gemeinden und Regionen entlang der Kandidaturstrecken Albula/ Bernina, vom erhofften Label profitieren wird. Ebenfalls profitieren wird Pontresina vom kürzlich lancierten Panoramazug Trenino Rosso.

Blick in die Zukunft mit dem neuen Triebzug als Modell: Vorsitzender der G

Verbunden mit einer verstärkten Marktbearbeitung im norditalienischen Raum mit dem neu eingerichteten Vertriebsbüro in Milano werden wir ohne Zweifel viele Gäste in diese einmalige Region locken. Ein weiterer Grossanlass wirft bereits seine Schatten voraus – 2010 werden wir das 100-jährige Bestehen der Berninalinie feiern – ein guter Grund um Ihre wunderschöne Region wieder zu besuchen! Geschätzte Vertreter der Gemeinde – wir danken für das Gastrecht an Ihrem einzigartigen Ort und für die immer konstruktive und angenehme Zusammenarbeit!

Leiter der Fachstelle öffentlicher Verkehr, Werner Glünkin (links), als Vertreter des Kantons.

Zur heutigen 119. Generalversammlung der Rhätischen Bahn in Pontresina darf ich Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geschätzte Gäste, im Namen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung herzlich begrüssen und freundlich willkommen heissen. Es freut mich ganz besonders, dass wir heute auch einen prominenten Vertreter aus Bern in der Person von Herrn Vizedirektor PierreAndré Meyrat unter uns wissen. Er vertritt


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RhB Rail Shop mit neuen Artikeln an der GV.

eschäftsleitung Erwin Rutishauser und VR-Präsident Hans-Jürg Spillmann.

RhB-Musik bläst den GV-Teilnehmern den Marsch.

das gewichtige Aktienpaket des Bundes. Wir schätzen sehr, dass er unserem Unternehmen gegenüber wohlgesinnt ist.

entbiete ich auch den Vertretern unserer Kontrollstelle, den Herren Andreas Brunold und Andreas Thöni.

Seitens des Kantons heisse ich dessen Vertreter in unserem Verwaltungsrat, Herrn Regierungsrat Stefan Engler, dem ich zu seiner Wahl zum Regierungspräsidenten gratulieren darf, herzlich willkommen. Ich möchte ihn auch bitten, der Regierung und dem Grossen Rat unseren Dank für die mehrfach zum Ausdruck gebrachte Unterstützung und das vielerorts gespürte Wohlwollen auszurichten. Insbesondere möchte ich für die Finanzhilfe in der Höhe von 22 Mio. Franken für die neue Rollmaterialbeschaffung danken. Wir wissen es zu schätzen, dass der Kanton als Hauptaktionär immer wieder für die Belange der RhB Verständnis zeigt. Angesichts der bevorstehenden grossen Investitionen ist diese Unterstützung besonders willkommen. Ich freue mich auch über die Anwesenheit des Verwaltungsrates sowie der Mitglieder der Geschäftsleitung mit Erwin Rutishauser an der Spitze. Einen herzlichen Willkommensgruss

Den hier anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Medien danke ich ganz besonders für die kritische, hinterfragende, aber stets konstruktive und faire mediale Begleitung der Rhätischen Bahn durch das Geschäftsjahr 2006. Mit diesen Ausführungen, meine sehr verehrten Damen und Herren, erkläre ich die heutige 119. ordentliche GV der RhB als eröffnet. In seinen weiteren Ausführungen kommentierte der VR-Präsident den Geschäftsbericht 2006 – ein Jahr, welches er als «bewegtes und bewegendes Jahr» bezeichnete. «Der RhB-Zug ist auf Kurs und rüstet sich für die Zukunft – die Umsetzung der Unternehmensstrategie ‹Offensive 2012› liegt im Fahrplan». Für den Blick in die Zukunft übergab Hans-Jürg Spillmann das Wort unserem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Erwin Rutishauser.

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SICHERHEIT IST MACHBAR 8

Text von Roald Hofmann Bilder von Peter Donatsch Das schweizerische Bahnsystem geniesst im In- und Ausland einen ausgezeichneten Ruf sowohl als sicheres, als auch effizientes Transportsystem. Das ist ein Trumpf, dessen Wert oft unterschätzt und eine Tatsache, die oft auch ganz einfach als sehr selbstverständlich hingenommen wird. Dahinter steht mehr – die Anstrengung eines Jeden an seinem Arbeitsplatz und die Wertschätzung der ausgeführten Arbeit durch alle: diejenigen die sie verrichten und die Vorgesetzten. Das über lange Jahre konstante und hohe Sicherheitsniveau birgt deshalb auch die Gefahr in sich, dass durch Selbstverständlichkeit und Routine sicherheitsrelevante Arbeiten nicht überall und immer mit dem ihnen gebührenden Respekt behandelt werden können.

In der Luftfahrt und der Fliegerei mit ihren gegenüber der Eisenbahn – auch psychologisch – noch viel mehr exponierten Transportgefässen heisst das Motto seit Jahrzehnten konstant «Safety first». Durch genau vorgeschriebene Prozessabläufe wird sicherzustellen versucht, dass die Kundschaft Gewähr haben kann, dass dies auch für «ihren persönlichen» Flug, aber auch grundsätzlich so ist und bleibt.

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Genau so soll es auch bei uns sein. Die Geschäftsleitung hat den tiefen inneren psychologischen Wert der Sicherheit schon immer erkannt und danach gehandelt. Mit dem neuen Sicherheitsleitbild wird dieser Sachverhalt durch den aus der Luftfahrt übernommenen Leitsatz – Safety first – noch zusätzlich unterstrichen. Da Sicherheit nicht einfach nur «verordnet» werden kann, sondern gelebt werden muss, ist die Schlussfolgerung klar: Sicherheit ist ein gemeinsames Produkt von uns allen. Die wichtigsten Grundsätze dieses Gemeinschaftsprodukts sind im neuen Sicherheitsleitbild zusammengefasst. Dieses Leitbild soll nicht nur ein alleiniges Bekenntnis sein, sondern auch die Spielregeln des «Miteinander für die Sicherheit» aufzeigen. Jeder von uns steht täglich in der Pflicht, damit auch unsere Nachfolgegenerationen von einem «konstant hohen Sicherheitsniveau» sprechen dürfen. Durch unsere Aufmerksamkeit, aber auch durch ein manchmal kurzes Innehalten, um bei quasi altvertrauten Prozessen nicht dem Routinerisiko zu erliegen, leisten wir eine bewusste Investition für die Zukunft. In diesem Zusammenhang ist der achte Punkt des Sicherheitsleitbildes ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Sicherheitskultur und damit auch Verpflichtung an uns alle, sicherheitsmässiges Verbesserungspotential mit einem Feedback an die Vorgesetzten und/oder an die Sicherheitsorganisation zu melden. Auch vermeintlich nur unscheinbare Sachverhalte können als «kleine Ursache mit grosser Wirkung» menschliches Leid, finanzielle Kosten und Imageschäden verursachen. Durch ein konsequentes Ausschöpfen dieser Verbesserungspotentiale kann vielfach mit einem geringen Aufwand grosse Wirkung erzielt werden. Dabei geht es nie darum, einen Prozess oder gar eine Person «an den Pranger zu stellen», sondern ganz einfach nur darum, einen wichtigen Beitrag an unsere Sicherheitskultur zu leisten. Machen Sie mit – Investitionen in die Zukunft geben ein gutes und sicheres Gefühl und bringen uns alle weiter.


VERSUCHSANLAGE BEIM PUMPAHÜSLI Von Sandra Beeli Alleine auf dem Netz der Rhätischen Bahn gibt es etwa 300 unbewachte Übergänge. Die Verbesserung der Verkehrssituation Bahn - Strasse ist der Rhätischen Bahn ein grosses Anliegen. Hohe Realisierungskosten und der Wegfall von Bundesmitteln verunmöglichen jedoch eine effiziente netzweite Sicherung der Bahnübergänge. Am Freitag, 27. Juli 2007, hat die RhB eine Versuchsanlage der Firma Hanning und Kahl beim Bahnübergang «Pumpahüsli» in Malans installiert. Die Anlage wurde vom Bundesamt für Verkehr BAV genehmigt und ist Teil eines Versuchs, welches derzeit von vier Anbietern an verschiedenen Orten in der Schweiz durchgeführt wird. Nach zwei Monaten wird sie wieder demontiert. Die Resultatauswertung wird das weitere Vorgehen bei Sanierungen von Bahnübergängen beeinflussen. Zur Sicherung der Verkehrsbeziehung zwischen Strasse und Schiene gibt es verschiedene Lösungen: Bahnübergänge können ohne Ersatz oder mit einer Über- oder Unterführung aufgehoben werden. Diese Trennung der Verkehrsträger gewährt eine hundertprozentige Sichehrheit. Eine Sicherung ist auch mit einer Schranken- oder bei wenig Verkehr mit einer Blinklichtanlage möglich. Schranken- und Blinklichtanlagen kosten in der Regel mehrere hunderttausend Franken. Insbesondere bei wenig benutzten Übergängen verhindern die hohen Kosten eine entsprechende Lösung. Die Suche nach kostengünstigen Sicherungslösungen für wenig benützte Bahnübergänge ist deshalb gerechtfertigt.

Lösungsansatz An einer herkömmlichen Schranken- und Blinklichtanlage entstehen hohe Kosten von der für den Benützer nicht sichtbaren Einbindung in die vollautomatische Bahnsicherungsanlage. Nach den heutigen Vorschriften darf auf eine Einbindung in die Bahnsicherungsanlage nicht verzichtet werden, was aber eben zu hohen Kosten führt. Ein Projektteam des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) und des Bundesamtes für Verkehr (BAV) haben nach deshalb nach kostengünstigen Alternativen gesucht. Deshalb wurde die Industrie eingeladen, Vorschläge zu unterbreiten, wie eine kosten-

Thomas Rüdiger, Projektleiter der RhB. Foto: Tibert Keller

günstige, aber sichere Lösung, unabhängig der bestehenden Vorschriften, gefunden werden kann. Von vier Anbietern sind ebenso viele unterschiedliche Anlagen angeboten worden, die an verschiedenen Orten in der Schweiz versuchsweise getestet werden. Einer dieser Versuche findet derzeit bei der Rhätischen Bahn in Malans statt.

Versuch in Malans Die Versuchsanlage der deutschen Firma Hanning und Kahl wurde Ende Juli 2007 beim unbewachten Bahnübergang «Pumpahüsli» zwischen Landquart und Malans installiert. Der damit gesicherte Weg der Gemeinde Malans ist mit einem Fahrverbot für Motorfahrzeuge belegt und wird deshalb nur von Fussgängern, Velofahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen benützt. Das Verhalten der Benützer am Übergang wird mit einer Videoanlage festgehalten. Die Videoaufzeichnungen werden für die Auswertung des Versuchs verwendet, wobei der Datenschutz gewährleistet bleibt.

Funktion der Anlage Die Anlage stellt für die Benützer des Übergangs ein normales Strassenlichtsignal dar. Ein

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Der Versuch und die Anlage wurden vom BAV genehmigt. Sie kostet mehrere zehntausend Franken. Dazu kommen die Kosten für die Auswertung. Die Finanzierung erfolgt durch die Industrie, das BAV und die Rhätischen Bahn.

grünes Licht bedeutet, dass kein Zug kommt, das rote Signal leuchtet wenige Sekunden vor der Zugsdurchfahrt auf. Die Anlage macht keine Rückmeldung an den Zug oder an das Fernsteuerzentrum. Bei einer Störung wechselt sie auf ein gelb blinkendes Licht. Im ungünstigsten Fall erlöschen alle Lichter und das Signal bleibt dunkel. In diesem Störungsfall gilt der Bahnübergang wie heute als unbewacht und der Benützer hat genau zu prüfen, ob sich ein Zug annähert. Die Anlage schickt im Störungsfall automatisch ein SMS an das Fernsteuerzentrum, welches umgehend die Anlage vor Ort überprüft.

Auswertung der Versuche Die vier schweizweit durchgeführten Versuche werden anschliessend ausgewertet. Wenn die Resultate zufrieden stellend sind, müssen allerdings die heutigen Vorschriften angepasst werden. Erst dann kann mit der Realisierung

von kostengünstigen Sicherungsanlagen begonnen werden. Es kann durchaus auch möglich sein, dass die definitiven Anlagen aus Elementen aller vier recht unterschiedlichen Versuchsanlagen bestehen werden.


VIER NEUE TAUSENDSASSAS 11

Von Walter Frech Bei Unfällen und anderen Schadenereignissen ist es, insbesondere in Tunnels, wichtig, mit Einsatzkräften sehr rasch «vor Ort» zu sein. Deshalb hat die RhB in Ergänzung zu den zwei bestehenden Lösch- und Rettungszügen bei der Firma Tony Brändle AG, Sirnach, im Mai 2006 je zwei Zweiweg-Lösch- und Rettungsfahrzeuge bestellt.

Die neuen Zweiweg-Fahrzeuge werden, auch bei RhB-Einsätzen, durch die Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehren gefahren und bedient, wobei diese bei Schieneneinsätzen von fahrdienstlich ausgebildeten Mitarbeitern der RhB begleitet werden. Für die Wartung, Pflege und Reparaturen der feuerwehrtechnischen Ausrüstung sowie die einfachen Parkdienste an den Fahrzeugen sind die entsprechenden Feuerwehren zuständig. Für die Instandhaltung der Fahrzeuge und die Schienenantriebe ist die RhB verantwortlich. Die vier Fahrzeuge wurden im Juli 2007 abgeliefert und in Betrieb gesetzt. Im August wurden die Fahrzeuge noch durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) geprüft und zugelassen.

Optimale Ausrüstung präsentiert von Walter Frech

Mit diesen Fahrzeugen wird die Interventionszeit im Vereina-, Zugwald- und Albula-Tunnel sowie in den längeren Tunnels im Engadin (Tasna, Magnacun) verkürzt und damit die Sicherheit unserer Bahnkunden weiter erhöht. Die Fahrzeuge sind Eigentum der RhB, werden jedoch gemäss Vereinbarung den folgenden Stützpunkt-Feuerwehren zugeteilt und können von diesen Feuerwehren eingesetzt werden. Die RhB-Einsätze haben aber immer erste Priorität.

Löschfahrzeug (LF) Löschfahrzeug (LF) Rettungsfahrzeug Rettungsfahrzeug

Xm 2/2 9926: Susch Xm 2/2 9927: Klosters (RW) Xm 2/2 9928: Lavin (RW) Xm 2/2 9929: Bergün

Der Lösch- und Rettungszug Nord bleibt in Selfranga (Vereinatunnel), der Lösch- und Rettungszug Süd wird von Susch nach Samedan umstationiert.

Allgemeine Beschreibung (für TLF und RW gültig): Alle vier Fahrzeuge basieren auf den gleichen bewährten 2-Achs-Lastwagenchassis Fabrikat MAN mit 4-Rad-Antrieb mit Einfachbereifung und mit einer 3-plätzigen Fahrerkabine. Die bei den Fahrzeugtypen unterscheiden sich nur durch ihre unterschiedlichen Aufbauten. Die von den Pneurädern unabhängige Schienenfahreinrichtung der Firma Schörling Brock GmbH ist ebenfalls bei allen vier Fahrzeugen identisch. Diese besteht aus zwei hydraulisch absenkbaren Schienenradsätzen mit hydrostatischem Einzelradantrieb, Beharrungs- und Betriebsbremse sowie einer FederspeicherLamellenbremse als Feststellbremse.

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Die Zweiweg-Fahrzeuge lassen sich sehr rasch ein- und ausgleisen und sind auch im Schienenbetrieb sehr einfach zu bedienen.

Aufbau TLF (Tanklöschfahrzeug): Das Aufbau-Gerippe in Leichtbauweise ist im Baukastensystem ausgeführt. Die ausklappbaren 2-stufigen Tritte links und rechts ermöglichen einen guten Zugang zu den Geräten sowohl im Tunnel, als auch «ab Schotterbett». Feuerwehrausrüstung: ♦ Wassernebel-Hochdruck-KompaktLöschanlage betrieben über ein separates Diesel-Aggregat Druck: 80-140 bar, Wasserverbrauch: 25-40 l/min, Wurfweite: 5-12 m ♦ Schnellangriffshaspel mit 100 m Schlauch und Mehrzweck-Pistolenstrahlrohr ♦ Wassertank 1000 l ♦ Schlauchmaterial, Feuerlöscher, Löschdecken ♦ 3 Atemschutzgeräte ♦ Stromerzeuger 6,3 / 4,5 KVA, 400 / 230 V

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♦ Rettungsschere, Spreizer und Hebekissen 20 t mit den zugehörigen Aggregaten ♦ Flutscheinwerfer, Lüfter, diverses Werkzeug ♦ Mobile Leiter (auf Dach).

Aufbau RW (Rettungswagen): Der Kastenunterbau besteht aus AluProfilen, der Aufbau selbst aus Kunststoff mit beidseitigen Schiebefenstern und Klappsitzbank links und rechts für je fünf Passagiere. Im vorderen Teil ist ein 300 l-Wassertank mit Kompaktlöschanlage und 80m-Hapsel untergebracht. Der Zugang in den Wagen erfolgt über seitliche Scherenauszugstreppen und Türen links und rechts oder über die Hebebühne hinten. Diese bildet die ganze Rückwand und kann bis auf die Schienen abgesenkt werden. Zur Grundausrüstung der Rettungswagen gehören u.a. ♦ Feuerlöscher, Rettungshauben, Sanitätskoffer ♦ Tragbahren, Bergungstuch ♦ Löschdecken, Wolldecken, Zelttücher, etc.

Technische Daten

Übergabe der Fahrzeuge am 10. September 2007 an die Gemeinden und Feuerwehrstützpunkte Bergün, Klosters, Lavin und Susch.

Dieselmotor: MAN Sechszylinder-Reihenmotor, Leistung 162 kW Vmax Strasse: 80 km/h Vmax Schiene: 35 km/h Befahrbare Neigung Schiene: 70 ‰ Fahrzeuglänge: TLF 7,20 m, RW 7,56 m Fahrzeugbreite: 2,3 m Fahrzeughöhe «Strasse»: TLF 2,9 m, RW 2,98 m Fahrzeughöhe «Schiene»: TLF 3,03 m, RW 3,1 m Gewicht: TLF: 10.5 t, RW leer / beladen: 9.0 / 10.5 t


NEUE FAHRLEITUNGSTURMWAGEN

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Von Hans Furgler Im Februar letzten Jahres wurde bei der Firma Plasser & Theurer ein Turmwagen für den Fahrleitungsunterhalt bestellt. Die Firma Plasser & Theurer begann 1953 in Linz mit neun Mitarbeitern mit der Herstellung von Gleisstopfmaschinen. Heute zählt die Firma rund 3000 Mitarbeiter. Das österreichische Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Wien. Niederlassungen befinden sich in Wien und Linz sowie an weiteren Standorten in verschiedenen Ländern. Bis jetzt wurden ca. 13 500 Grossmaschinen (Fahrzeuge für den Fahrbahn- und Fahrleitungsunterhalt) hergestellt, darunter mehrere hundert Turmwagen in verschiedenen Spurweiten für den Fahrleitungsunterhalt. Zurzeit ist unser Turmwagen im Werk Linz in der Endmontage. Anschliessend erfolgt die werkseitige Prüfung und Inbetriebsetzung. Auf dem Netz der RhB werden dann die Lastfahrten, Betriebstests und BAV-Sicherheitsprüfungen durchgeführt, sodass der Turmwagen im Verlauf des Herbstes den Betreibern übergeben werden kann.

Der moderne Fahrleitungsbau und ein wirtschaftlicher Fahrleitungsunterhaltung stellen eine Grundvoraussetzung für ein reibungsloses Funktionieren des elektrischen Bahnbetriebes dar. Um den verschiedenen Anforderungen und Bedingungen Rechnung zu tragen, werden von Plasser & Theurer individuell gestaltete Fahrzeuge entwickelt. Angepasst an die speziellen Verhältnisse der RhB musste schlussendlich eine sechsachsige Konstruktion gewählt werden. Diese ermöglicht alle bei normalspurigen Turmwagen üblichen Einrichtungen, auch auf unserem Fahrzeug mit den knappen Platzverhältnissen, unterzubringen.

Das Untergestell unseres Turmwagens besteht aus einer robusten Schweisskonstruktion und ist zweiteilig ausgeführt. Das verbindende Gelenk zwischen beiden Fahrzeugteilen ist ähnlich ausgeführt wie diejenigen bei den bekannten Stadler-GTW-Triebwagen. Zwei Dieselmotoren treiben über einen hydrostatischen Antrieb jede Achse der drei zweiachsigen Drehgestelle an. Die Dieselmotoren entsprechen den neusten Abgasvorschriften. Selbstverständlich sind auch Partikelfilter eingebaut. Der Turmwagen verfügt über zwei je stirnseitig angeordnete Kabinen. In der grösseren Hauptkabine befinden sich ein Führerstand und die Apparatekasten für die elektrischen Steuereinrichtungen. Zudem ist Raum für die individuelle Nutzung (FL-Material, Werkzeuge, Werkbank) vorhanden. Ferner ist für die Fahrleitungskontrolle auf dem Kabinendach ein Stromabnehmer platziert. Die andere Kabine ist mit dem Kran drehbar. Darin befinden sich ein Führerstand und der Bedienplatz für den Kran. Zwischen den beiden Kabinen ist die frei schwenkbare Hubarbeitsbühne mit Arbeitsplattform angeordnet. Ebenso muss für die Ruhestellung des Kranauslegers der notwendige Freiraum vorhanden sein. Das für den schnellen Reparatur-Einsatz notwendige Fahrleitungsmaterial wird in geeigneten Deponien auf der Fahrzeugplattform vorgehalten. Die eingebauten Funkfernsteuerungen für das Fahren des Turmwagens in Kriechgeschwindigkeit und das Bewegen des Krans gehören heutzutage zur Standardausrüstung eines solchen Fahrzeuges.

Technische Daten Leistung der Dieselmotoren max. Geschwindigkeit Gewicht Länge der Puffer Achsstand Drehgestell

2 x 395 W 90 km/h 69 T 19.26 m 1.80 m

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PANORAMAWAGEN GING DIE «LUFT» AUS … Von Alexander Graf Zum Start der Sommersaison 2006 sind zur Aufwertung von Glacier- und Bernina Express 22 neue Panoramawagen bei der RhB in Betrieb genommen worden. Bald nach Saisonstart stellten sich massive Probleme bei der Luftversorgung der neuen Fahrzeuge ein. Teilweise blieben Züge auf offener Strecke wegen Luftmangel stehen oder es mussten Planhalte zum Luft schöpfen verlängert werden. Mit Sofortmassnahmen gelang es, die Häufigkeit und Schwere der Probleme einzudämmen – ein zuverlässiger, störungsfreier Betrieb war aber trotzdem nicht möglich.

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auf. Auch die Wankstabilisierung ist erstmals mit Hilfe der Luftfederung realisiert worden. Die so genannte Wankstabilisierung dämpft die Drehbewegung des Wagenkastens um die Längsachse und leistet einen wichtigen Beitrag für einen hohen Fahrkomfort. Neben diesen Systemen benötigt auch das geschlossene WC-System Druckluft. Die Druckluft wird durch den Kompressor im Triebfahrzeug erzeugt und über die durchgängige Speiseluftleitung den einzelnen Wagen im Zug zur Verfügung gestellt. Das Bremssystem jedes Wagens weist als sicherheitsrelevantes Element, eine Überwachung auf, die im Fall von Luftmangel eine Bremsung auslöst. Diese Bremsung kann erst bei wieder ausreichender Luftversorgung aufgehoben werden.

Problemanalyse Zur Untersuchung des Problems sind von Ende November 2006 bis Ende April 2007 umfangreiche Messungen durchgeführt worden. Für die Messungen ist jeweils ein Panoramawagen mit Messtechnik für Druck (blau) und Luftmenge (rot) im Speiseluftsystem ausgerüstet worden (vgl. Skizze 1).

Technische Grundlagen Vereinfachtes Druckluftleitungsschema eines Panoramawagens mit Messstellen für Druck und Durchfluss.

Die Panoramawagen sind mit einer vakuumgesteuerten Druckluftbremse ausgerüstet. Darüber hinaus weisen die Wagen als technische Neuheit bei der RhB eine Luftfederung

Die Messergebnisse zeigten, dass die luftgefederten Wagen sehr viel Luft für die Wankstabilisierung benötigen. Der Luftbedarf ist so gross, dass die Wagen mit dem bestehenden Luftversorgungssystem nicht mit ausreichend Luft versorgt werden konnten. Dies führte zum Luftmangel im Bremssystem und damit zu den Zugsstillständen. Die Ursachen für die mangelnde Luftversorgung waren einerseits die dünnen Speiseluftleitungen in älteren Personenwagen (EW II und älter), welche sehr grosse Übertragungsverluste bei den jetzt erforderlichen grossen Luftmengen aufweisen. Andererseits ist die Druckluftförderleistung der Triebfahrzeuge im Vergleich zum hohen Luftverbrauch der Wagen gering.

Problemlösungen ♦ Bei den Panoramawagen wurde der Luftverbrauch soweit als möglich gesenkt. Bei den Glacier Express-Wagen müssen dazu die als Sofortmassnahme eingebauten Blenden zur Reduktion des Luftverbrauchs bei der Wank-


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stabilisierung dauerhaft beibehalten werden. Dadurch kann der Luftverbrauch pro Wagen um etwa 33% gesenkt werden. ♦ Bei den Bernina Express-Wagen konnte der Luftverbrauch durch einen Drehgestellumbau auf mechanische Wankstabilisierung um rund 80% gesenkt werden. Ein Umbau der Glacier Express-Wagen in gleicher Weise ist wegen des für die MGB-Strecken erforderlichen Bremszahnrades nicht möglich. ♦ Um die Übertragungsverluste im Speiseluftsystem zu senken, sind bis zum Start dieser Sommersaison einige EW I und EW II mit einer neuen Speiseluftleitung mit grösserem Querschnitt ausgerüstet worden. Dadurch konnte der Druckabfall über sieben Wagen von rund 2,5 bar auf unter 0,5 bar gesenkt werden. Die vorübergehende Weisung, die Express-Kompositionen direkt hinter den Triebfahrzeugen einzureihen, zielte darauf ab, die hohen Verluste für die Luftübertragung durch die Regelkompositionen zu vermeiden. ♦ Bei den Triebfahrzeugen sind ebenfalls Anpassungen an der Verrohrung der Speiseluftleitungen vorgenommen worden. Bei einigen Triebfahrzeugserien sind ausserdem Wasserabscheider für die Verbesserung der Druckluftqualität eingebaut worden. Um die Luftversorgungsverhältnisse und den Luftverbrauch der Wagen bei verschiedenen Luftfederkonfigurationen und Zugslängen zu bestimmen waren insgesamt 94 Messfahrten erforderlich. Bei den Messfahrten wurde mit drei bis 17 Panoramawagen im Zugsverband gefahren. Mehrheitlich fanden die Fahrten auf der Albulalinie statt, es sind aber auch auf der Berninalinie und der Surselvalinie der RhB wie auch auf dem MGB-Netz Messungen durchgeführt worden.

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(Diagramm 1) Luftverbrauch und Luftversorgung im Ausgangszustand.

(Diagramm 2) Luftverbrauch und Luftversorgung nach Umsetzung aller Massnahmen.

Die Schöpfleistung aller gängigen Kompressoren auf den Stammnetz- und BerninaTriebfahrzeugen sind in 38 Einzelmessungen bestimmt worden.

Der bisherige Verlauf der Sommersaison belegt die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen. So liegen bisher keine Störungsmeldungen über Probleme durch unzureichende Luftversorgung der Panoramawagen vor.

Die Diagramme 1 und 2 zeigen Auswertungskurven von Messfahrten auf der Albulalinie mit jeweils sechs Glacier Express-Wagen. Diagramm 1 zeigt die Luftversorgungsverhältnisse im Aus-gangszustand und Diagramm 2 nach Umsetzung der Sanierungsmassnahmen.

Die umfangreichen Messungen und die intensive Betrachtung der gesamten Speiseluftversorgung haben viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht, die bei zukünftigen Fahrzeugprojekten eingesetzt werden können.


UNESCO-KANDIDATUR – EXPERTEN VOR ORT Text von Andreas Bass Bilder von Andreas Bass und Richard Atzmüller ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) ist die beratende Fachkommission für die Begutachtung zur Aufnahme von weiteren Kulturgütern in die Liste des Welterbes der UNESCO. Im Zusammenhang mit der lau-

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fenden UNESCO-Kandidatur hat vom 20. bis 24. August 2007 ein von ICOMOS beauftragter Experte die RhB und die Kulturlandschaft Albula/Bernina besucht. Neben Vertretern des Bundesamts für Kultur und der kantonalen Verwaltung haben auch diverse Mitarbeitende der RhB dem Experten den Inhalt der Kandidatur, die Authentizität


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des nominierten Objekts und die vorgesehenen Erhaltungs- und Schutzmassnahmen näher erklärt. Ferner haben diverse nationale, kantonale und lokale Behörden- und Tourismusvertreter mit ihrer Präsenz ihre Unterstützung der Kandidatur zum Ausdruck gebracht. Der Experte hat seinen Besuch als sehr aufschlussreich und interessant bezeichnet. Er

wird nun für ICOMOS einen Bericht verfassen, damit diese internationale Fachkommission zu Handen des Welterbekommittees eine Empfehlung abgeben kann. Die UNESCO wird im Sommer 2008 über die Aufnahme der «RhB in der Kulturlandschaft Albula/Bernina» entscheiden.

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ACHTUNG, FERTIG login! 18

Von Markus Cadosch Dienstag, 07. August 2007: leicht angespannt steht eine handvoll login-Ausbildungsleiter am Bahnhof Sursee. Es regnet. Ein Zug fährt ein. Die Anspannung erhöht sich. Doch aus diesem Zug steigt nur eine kleine Schar Jugendlicher. Schnell sind diese auf die bereitstehenden Busse verteilt. Ein weiterer Zug fährt ein. Aus diesem steigt ein grosser Pulk von Jugendlichen. Als Erkennungszeichen für die bereitstehenden Ausbildungsleiter dient ein gelbes Band am Handgelenk. Der gelbe Faden, welcher sich durch die ganze Lehre ziehen wird. Die Busse sind schnell gefüllt und fahren ab zum Campus Sursee, in welchem die rund 230 Lernenden aus der Region Deutschschweiz ihre ersten Schritte in ihre Zukunft machen: Achtung, fertig, login! Die Zimmer werden bezogen, anschliessend geht es ab zum Mittagessen. Es bleibt kaum

Erkennungszeichen der Lernenden: Ein gelbes Armband.

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Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und die grosse Anzahl von Mitlernenden zu überschauen. Und doch werden schon erste Kontakte geknüpft. Nach dem Mittagessen wartet der Ausbildungsleiter oder die Ausbildungsleiterin im Schulzimmer. Vorstellungsrunde ist angesagt. Die Lernenden sind noch ziemlich schüchtern. Gelingt es den login-Leuten das Eis zu brechen? Man sitzt zwar in einem Schulzimmer und doch ist es anders als in der Schule. Irgendwie ungezwungener. In der Einladung stand doch ein ganz spezielles Wort geschrieben. Wie lautete dieses Wort bloss wieder? Ach ja: Lebensunternehmer! Die Ausbildungsleiter behandeln die Lernenden so wie es ein/e Lebensunternehmer/in verdient: mit Respekt! Die Anspannung auf beiden Seiten schwindet und ein reger Austausch entsteht. Viel Stoff


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Eine andere Gruppe machte sich auf die Spuren berühmter Regisseure und drehte einen Film. Dieser fand übrigens sogar Einzug in das Internetportal «Youtube» und kann dort unter login Woche 2007 Sursee bewundert werden.

Keine Berührungsängste

wird den Lernenden aufgebürdet. Doch so ein Lehrablauf will ausgiebig erklärt sein. Der erste Tag zieht sich bis weit in den Abend hinein. Ein Umstand, welcher vor allem von den aus allen Teilen Graubündens angereisten Lernenden viel abverlangt. Schliesslich musste ein Teil von ihnen schon morgens um 05.00 Uhr auf den Zug. Trotzdem wird tapfer durchgehalten. Zur Belohnung gibt es Eis für alle und schon bald darauf dann auch die wohlverdiente Nachtruhe. In der login-Woche in Sursee wurde den neuen Lernenden aber nicht nur der Lehrablauf und viel administratives Wissen rund um ihre Lehre vermittelt. Auch an diversen Projekten wurde gearbeitet. Im Gegensatz zu den berufspezifischen Gruppen mit den jeweiligen Ausbildungsleitern, wurde in den Projektgruppen berufsübergreifend gearbeitet. So kam es zum munteren Austausch zwischen Leuten aus den Bereichen Mechanik, KV, Gleisbau usw. Dies schien die Kreativität der Lernenden so richtig zu beflügeln. Speziell erwähnt seien an dieser Stelle vor allem zwei Projekte: eine Gruppe befasste sich mit dem Umgang mit Personen im Rollstuhl, sowie dem Abbau von Berührungsängsten gegenüber Reisenden mit Rollstuhl im öffentlichen Verkehr. Diese Gruppe stellte ihre wertvollen Erkenntnisse in einer kurzen Theateraufführung eindrücklich vor.

So spannend die Woche auch war, irgendwann fand auch sie ihr Ende. Reich bepackt mit vielen Informationen machten sich die Lernenden schliesslich auf den Weg nach Hause und ins wohlverdiente Wochenende. Denn schon am Montag stand der nächste Schritt in die Zukunft auf dem Programm: der Start im neuen Unternehmen! Doch mit dem Rüstzeug aus der login-Woche war dies für die frischgebackenen Lebensunternehmer/innen zwar ein spannender, aber immerhin kein angespannter Moment mehr.

login-Woche 2007 (aus Sicht eines Lernenden) von Marc Casanova, Automatiker 1. Lehrjahr im Junior Business Team in Landquart Einen guten Start ins Berufsleben hatten wir auf jeden Fall! Mit dem Zug ging es nach Sursee, wo schon Autobusse bereitstanden welche uns hinauf zum Campus brachten. Dort wartete eine Überraschung auf uns: alle Lernenden bekamen einen Schlüssel! Als die Jungs die Zimmer betraten, waren einige von ihnen enttäuscht: kein TV, keine Dusche (nur Etagendusche), kein Radiowecker und auch kein Telefon! Dabei wurde dies alles im Internet versprochen! Und dann stellte sich beim Mittagessen noch heraus, dass die Mädchen all diesen «Luxus» in ihren Zimmern hatten. Die Mädchenzimmer waren hell und gemütlich, die Zimmer der Jungs unbequeme, altmodische «Höhlen»! Als ob dies nicht schon gereicht hätte, war auch das Wetter noch mies. Wo eigentlich Treppen sein sollten, fand man eher einen Wasserfall … Aber trotz dieser kleinen Unannehmlichkeiten war die login-Woche ein voller Erfolg! Zum Abschluss gab es tolle Projektpräsentationen und während der ganzen Woche lernte man viele Leute kennen. So konnte man auch darüber hinwegsehen, dass für einmal die Gleichberechtigung nicht ganz stimmte … Ich bedanke mich im Namen aller Teilnehmenden der login-Woche für dieses schöne Erlebnis!


«GO» FÜR LERNENDE 2007 20

Von Sandra Beeli Nach einer interessanten und anspruchsvollen Einführungswoche in Sursee war es am 13. August 2007 auch an der Zeit, die neuen Lernenden bei der Rhätischen Bahn willkommen zu heissen. GO, so lautete das Motto des Tages. Hinter dem «GO» stehen Botschaften an die Lernenden, die sie bei ihrer beruflichen Ausbildung bei der RhB leben sollen.

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steht und was für eine Rolle die Herren in unserer Organisation spielen. Nach Kaffee, Gipfeli und ein wenig ‚small talk’ ging es dann mit dem Zug nach Landquart weiter, wo sie eine Vorstellung des Aufgabenbereichs Rail Control Center erhielten, wo alle betrieblichen Fäden zusammenlaufen. Der Nachmittag gestaltete sich wieder sehr kreativ. In Chur angekommen, nahm uns Marcel Bäni von seo-coaching am Bahnhof in Empfang und legte auch gleich mit der Aufgabenverteilung an die Lernenden los. In verschiedenen kleineren Gruppen mussten sie sich mit Karten lesen, Puzzle zusammenstellen, Rätsel lösen und Passanten für ein Foto ansprechen, auseinandersetzen. Die Aufgaben hatten zum Ziel, die nächste Destination ausfindig zu machen. Dies schafften sie natürlich mit Bravour.

Kaum im Verwaltungsgebäude eingetroffen, durften sie auch schon ihre erste Aufgabe in Angriff nehmen und die Namenstäfeli für sich selbst kreieren. Nach einer kurzen Einführung

Das nächste Ziel unserer Reise war der Fürstenwald. Aber wer nun dachte, es werde ein leichtes Spiel, der irrte sich gewaltig. Die nächste Herausforderung war die Übung «Netz». Die Mädchen und Jungen wurden wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt. Es galt, jeden Einzelnen der beiden Gruppen durch das Netz in verschieden hohen Durchlässen auf die andere Seite zu bringen. Natürlich ohne

Fleissige Puzzler …

Die Netzübung war nicht ganz einfach

durch Matthias Antonius Schneider, Leiter Personalentwicklung RhB, stellte sich dann die gesamte Geschäftsleitung den Lernenden vor. So konnten sich die «Neulinge» ein Bild davon machen, wer hinter welchem Geschäftsbereich

die Netze zu berühren, denn diese standen sinnbildlich unter Strom. Anfangs gestaltete sich die Lösung des Problems nicht ganz einfach, aber nach guter Kommunikation und Verständigung unter den Teilnehmern wurde


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Am Schluss war das Feuer …

auch dieses Unterfangen super gelöst. Hier ging es um einen Vertrauensbeweis in seine Kollegen, denn einer im Team musste sich blind in die Obhut der anderen begeben. In der Bärenhütte angekommen, staunte ich nicht schlecht, als die letzte Übung erklärt wurde. Unsere Azubis mussten ein richtiges Kunstwerk errichten. Ein letztes Mal wurden

Matthias Antonius Schneider alias Grillmeister.

sie in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt mit jeweils einem «Chef». Dieser musste den genauen Aufbauplan einer Anlage einstudieren und sein Team instruieren und leiten. Die beiden zu errichtenden Gebilde der beiden

Gruppen mussten anschliessend eine Kettenreaktion auslösen und am Schluss ein Feuer entzünden. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Aufgabe zu knacken ist, aber die Lernenden belehrten mich eines Anderen. Am Schluss war das Feuer! Nach einem gemütlichen Grillieren und Beisammensein rundete Marcel Bäni mit einem

Marcel Bäni lässt anhand seiner Filmaufnahmen den Tag Revue passieren.

Tagesrückblick mittels einer Präsentation den Abend ab und die Lernenden inklusive mir kehrten mit vielen Eindrücken müde nach Hause zurück.


CELERINA HAT EINEN STATIONSHALTER Auszug aus der Rede zur Eröffnung des Bahnhofs Celerina als Stationshaltermodell Von Thomas Baumgartner

V.l.n.r.: Hansjörg Pfäffli, Thomas Baumgartner, Stefan Sieber und Fredy Streuli besiegeln die Zusammenarbeit.

Der heutige Freitag, der 6. Juli 2007, ist ein Meilenstein in der Geschichte der Station Celerina. Er ist aber auch ein historischer Tag in der Zusammenarbeit zwischen der Rhätischen Bahn (RhB) und der vor kurzem gegründeten und nun auch personell kompletten Destination Engadin St. Moritz. Wenn zwei weltbekannte Marken, RhB und Engadin St. Moritz, zusammenarbeiten, ist das nicht nur ein gewöhnlicher Freitagabendanlass sondern ein Feiertag. Das meine ich nicht der Seltenheit wegen, die Feiertage an sich haben, sondern dem Inhalt wegen, deren sie man eben feiert. Hier in Celerina haben sich zwei Profis zusammengetan, um gemeinsam ihre Stärken zu nutzen. Engadin St. Moritz ist eine ausstrahlende Bezeichnung für eine einzigartige Landschaft mit top Produkten. Die Rhätische Bahn mit den Zugpferden Glacier- und Bernina Express sind Marken für eben diese Produkte, aber auch ein Synonym für das verbindende Element, sozusagen der Rote Faden in der Tourismuslandschaft Graubündens. Ziemlich rasch und unkompliziert fanden Anfang 2006 die ersten Gespräche mit Celerina Tourismus und mit der Gemeinde Celerina statt. Es ist in den Verhandlungen gelungen, Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln und

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zu diskutieren. Im September 2006 konnte der erste Grundsatz zur Zusammenarbeit gefestigt werden. Damals gingen wir alle noch von einer Partnerschaft zwischen Gemeinde, Celerina Tourismus und RhB aus. Das hat sich dann mit der Destinationsbildung rasch weiterentwickelt. Anfangs dieses Jahres hat sich die Destination Engadin St. Moritz bereit erklärt, als Partner mitzumachen und Celerina Tourismus abzulösen. Das nun umgesetzte Model basiert auf zwei Säulen: die RhB vermietet der Gemeinde Celerina den Bahnhof und den Güterschuppen. Bitte entschuldigen Sie den Begriff Güterschuppen, das ist mittlerweile kein Kofferabstellraum mehr, sondern ein wunderbares Büro. Also, Gemeinde und RhB schlossen einen Mietvertrag ab. Gleichzeitig haben Engadin St. Moritz und die RhB die Zusammenarbeit in einem sogenannten Stationshaltervertrag geregelt. Das heisst, dass Engadin St. Moritz verschiedene Aufgaben im Verkauf von Bahndienstleistungen übernimmt und dafür entschädigt wird. Die RhB ihrerseits stellt entsprechende Verkaufshilfsmittel zur Verfügung. Diese Zusammenarbeit, wie sie in Graubünden erstmals umgesetzt wird, hat Signalwirkung und Modellcharakter. RhB und Tourismus rücken näher zusammen. Die RhB übernimmt dabei die Rolle als Lokomotive für den Bündner Tourismus. Diese hier praktizierte Signalwirkung hat bereits zur Folge, dass weitere Projekte auf die Zielgerade gehoben wurden. Mit dem heutigen Tag ist nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen geschaffen worden, sondern es wird auch ein konkreter Kundennutzen generiert – aus der Kooperation entsteht eine Win-Win-Situation. Dank der Partnerschaft bleibt der Bahnhof länger offen, die Bedienungszeiten erhöhen sich. Der Kunde wird dies bestimmt zu schätzen wissen. Diesbezüglich bin ich sehr froh, dass wir in der Gemeinde tatkräftige Unterstützung gefunden haben. Der Gemeindevorstand hat uns von Anfang an unterstützt und unkompliziert begleitet. Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!


EINE SCHRÄGE SACHE 23

Von Urs Hugentobler Die Tage vom B2257 sind gezählt. Erst noch kämpfte er in Davos gegen die Flammen und tags darauf übte die Rettung Oberengadin die Bergung von Verletzten. Bald schon steht dem altgedienten Personenwagen erneut eine Feuerprobe bevor, danach geht der «Zwick» endgültig in den Ruhestand respektive in die Verschrottung.

Schieflage, stellt aber bereits so erhöhte Anforderungen an die Retter. Zum Beispiel rollten die auf den Boden gelegten Verbände einfach davon. Personen im Rettungsstuhl liessen sich durch die schmalen Gänge kaum mehr transportieren. «Verklemmte» Türen auf der unteren Seite verhinderten den Einstieg. Auf der oberen Seite gestaltete sich das Einsteigen mit dem weit vom Schotter abstehenden Trittbrett bereits schwierig. Ganz zu schweigen von der Bergung zum Fenster hinaus. In der Betriebsstillen Zeit eignet sich das GUZO-Areal bestens für Übungen dieser Art, da das Gelände einerseits abgelegen und grossräumig ist. Mit dem 30t Kran und dem nötigen Anschlagmaterial lassen sich Eisenbahnwagen relativ leicht in Schräglage bringen und danach wieder eingleisen. Kann, wie in diesem Fall, von der BW Samedan die Unterstützung von Gian Rudolf Pinggera und Giovannes Robbi angefordert werden, so geht einfach nichts schief. Besten Dank den beiden für Ihren Einsatz.

Am Mittwoch 4. Juli 2007 ab 19.00 Uhr schulte die Rettung Oberengadin unter der Leitung von Ferruccio Bedretti ihr Personal in der fachmännischen Bergung. Damit dies möglichst realitätsnah gestaltet werden konnte, musste der B2257 in Schräglage versetzt werden. Auf den ersten Blick war der Wagen nur wenig in

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DIE REGION DAVOS/ALBULA STELLT SICH VOR

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Text und Bilder Kadermitarbeiter Region Davos/ Albula (P- und V-DA)

Die Region Davos/Albula erstreckt sich von Küblis bis nach Filisur, von Preda bis Tiefencastel und von Klosters bis nach Sagliains. Die Leitung der Region obliegt Aldo Bellasi für die Produktion und Felix Ulber für den Vertrieb. In der Region Davos/Albula wird grossen Wert auf die Zusammenarbeit dieser zwei Geschäftsbereiche gelegt, deshalb findet monatlich eine gemeinsame Kadersitzung statt. Auch trifft man sich zur Förderung des Teamgeistes zweimal jährlich an regionalen sowie zwischendurch an bahnhofsinternen Anlässen.

Das Zentrum unserer Region – die Alpenstadt Davos Mitten in den Alpen, umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse und einer idyllischen Landschaft liegt Davos, die höchstgelegene Stadt Europas (1560 m ü. M. / Fläche 253.8 km2 / ca. 13 000 Einwohner / 5 Fraktionen). Als grösster Bergferien-, Sport- und Kongressort der Alpen, ist es ein Höhenkurort mit Tradition. Davos ist bereits seit gut 140 Jahren als Kurort bekannt. Seine Kurgeschichte beginnt im Jahr 1853, als Alexander Spengler aus Deutschland in das 1700 Seelen zählende Bergbauerndorf kam. Diese Aussage gewinnt an Kraft, wenn man weiss, dass Willem-Jan Holsboer, in Davos ansässig, ein Touristik-Pionier der ersten Stunde, als Begründer der Rhätischen Bahn gilt.

Bernina Express bei Davos.

statt. World Economic Forum, AO Kongress, Meisterschaft des HCD, Spengler Cup, Swiss Bike Masters, Swiss Alpine Marathon, SlowUp, Davos Sounds Good, sind eine Auswahl von Anlässen, bei denen die Rhätische Bahn in irgend einer Form einen Bestandteil im Transportbereich bildet. Die Palette unserer Dienstleistungen im Rahmen der Grossanlässe reicht von der Organisation eines VIP – Transportes oder eines Ausfluges mit der RhB, über die Integration der An- und Abreise mit dem öffentlichen

Klosters–Serneus Klosters ist ein ganzjährig beliebter, ruhiger Familienferienort. Doch ist es gerade diese Beschaulichkeit, die seit Jahrzehnten immer wieder Prominente aus dem Showbusiness, der Politik, der High Society und der Wirtschaft Klosters als Ferienort oder gar als Zweitwohnsitz wählen. Als Ort zum ersten Mal im Jahr 1222 urkundlich erwähnt, ist Klosters mit seinen mittlerweile ca. 4000 Einwohnern (1200 m ü. M. / Fläche 19 303 ha / 7 Fraktionen) nur rund ein Drittel so gross wie Davos.

Grossanlässe … In der Region Davos/Albula finden traditionell diverse Grossanlässe und Kongresse im Bereich Wirtschaft/Politik, Sport und Unterhaltung

Swiss-Alpine-Marathon.

Verkehr, bis zur kompletten Organisation des Transportes von Teilnehmern an den Start. Dabei wird beispielsweise für den Swiss Alpine Marathon am Lauftag der Fahrplan Davos – Filisur – Davos ausser Kraft gesetzt und durch einen verdichteten Spezialfahrplan ersetzt. Oder beim Jazz-Train, im Rahmen von Davos Sounds Good, wird auf offenen Aussichtswagen gefetzt (musiziert). Dies sind nur zwei Beispiele, bei welchen die Leistungen der Rhätische Bahn nicht mehr weg zu denken sind.


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Es versteht sich von selbst, dass solche Anlässe nur in enger Zusammenarbeit zwischen Produktion und Vertrieb geplant und umgesetzt werden können. Unsere grosse Flexibilität ist bei den Organisatoren mittlerweile bekannt und erntet immer wieder viel Lob und Anerkennung. Die Rhätische Bahn ist ein verlässlicher Partner!

Spezial-Angebote der Region Jazz-Train: Seit einigen Jahren findet in Davos im Juli das Jazz-Festival «Davos sounds good» statt. In diesem Rahmen hat die RhB zusammen mit den Veranstaltern den Jazz-Train ins Programm aufgenommen. Gourmino-Abendfahrt: Von Juni bis September bieten wir für Gäste und vor allem auch Einheimische jeden Donnerstagabend eine Rundfahrt im nostalgischen Speisewagen an. Railrider: Jeden Sonntag im Juli/August bieten wir auf der Albulastrecke zwischen Filisur–Bergün–Preda Nervenkitzel pur an. In den offenen Aussichtswagen können unsere Gäste die 23 km unter freiem Himmel geniessen und sich wie auf einer Geisterbahn fühlen.

Autoverlad Vereina Bereits ins neunte Betriebsjahr startet der Autoverlad Vereina diesen Herbst. Seit der Eröffnung im November 1999 wurden knapp drei Millionen Fahrzeuge befördert. Das stärkste Jahr war bislang das Jahr 2006, wurden doch erstmals über 400 000 Fahrzeuge verladen. Dies ergibt einen Tagesdurchschnitt von über 1100 Fahrzeugen. Das Kassensystem (Vereina Ticketing) wird vom Verkauf Klosters aus gewartet.

Railrider.

Durch die 6 km lange Schlittelbahn von Preda nach Bergün ist vor allem das Dorf Bergün den meisten Wintersportlern ein Begriff. Die Rhätische Bahn spielt im Schlittelbahnbetrieb die logistische Hauptrolle. Von Mitte Dezember bis Mitte März werden rund 15 000 Schlitten sowie ca. 120 000 bis 130 000 Schlittler von Bergün an den Start in Preda transportiert. Aber nicht nur im Winter ist die zur UNESCO-Kandidatur gehörende Strecke von Bergün nach Preda für die RhB sehr wichtig. Auch im Sommer reisen viele Touristen nach Preda um die fantastische Bauweise dieses Streckenabschnittes vom Bahnlehrpfad aus zu bewundern. In Zukunft wird dieses Sommerangebot nach Filisur ausgebaut und durch ein Bahnmuseum komplet-

Fernsteuerzentrum Klosters Vom Fernsteuerzentrum Klosters aus wird der gesamte Verkehr durch den Vereinatunnel, die Strecke Malans bis Wiesen und die Stecke Cinuos-chel/Brail–Scuol-Tarasp gesteuert.

Das Albulatal, im Winter wie Sommer ein Bahnerlebnis Das Albulatal liegt im Herzen von Graubünden. Rund ein Dutzend meist «Kleine und Feine» Gemeinden, die keine mehr als 500 (meist unter 200) Einwohner zählt, bevölkern diesen unscheinbaren Flecken Erde. Das Tal liegt zwischen 1000 und 1800 m ü. M. und endet in Bergün/Preda am Fusse des Albulapasses. Bild 3: Legende: Railrider

Autoverlad Vereina.

tiert. Dieses Museum wird aus dem bestehenden Zeughaus erstellt. Ein Tourismuscenter und diverse bahnhistorische Fahrzeuge mit Bahnartikeln werden Platz in diesem Museum finden. Eine weitere Attraktion im Albulatal ist der Parc Ela. Dieser Park bietet beste Voraussetzungen für Ruhesuchende und Wanderer und ist ein regionaler Naturpark im Aufbau. 21 Gemeinden in den Talschaften Albula und Surses arbeiten gemeinsam daran, die regionale Wirtschaft zu stärken, Natur und Landschaft zu schützen und das kulturelle Erbe zu bewahren.

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IT@RhB TIPPS & TRICKS

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Von Sandro Pfammatter

Termine planen mit GroupWise Die Terminzeitensuche kann über das Menu «Werkzeuge» aufgerufen werden.

1. Tragen Sie die Personen und Ressourcen (Sitzungszimmer), welche für den Termin vorgesehen sind ein. Allenfalls wollen Sie noch jemand über den Termin informieren, aber nicht einladen: Zu diesem Zweck können Sie die Person in der Liste «Kopie» oder «Blindkopie» hinzufügen.

2. Hier können Sie nun die Zeitspanne definieren, in welcher ein Termin gesucht werden soll. Hierzu ist das Anfangsdatum sowie die Anzahl Tage ab dem Datum welche zu dursuchen sind einzutragen.

3. Mit der Maus können Sie nun Start und die Dauer des Termins definieren. Es spielt dabei keine Rolle, auf welche Person dies festgelegt wird.

Eine weitere Möglichkeit, einen Termin zu finden ist über die sog. «Autom. Auswahl». Hier sucht das System nach dem nächst möglichen freien Zeitraum für sämtliche Ressourcen.

4. Als letztes sind noch Titel und Beschreibung anzugeben. Danach können Sie über den Knopf «Senden» die Einladung verschicken. Das System trägt nun die Terminanfrage in sämtlichen Kalendern ein.

Immer häufiger müssen Sitzungen, Workshops oder Präsentationen geplant werden. Sie können Zeit sparen, indem Sie jede Person nicht individuell verständigen, sondern indem Sie Termine elektronisch ansetzen. Groupwise unterstützt die Planung von Terminen mit der sogenannten «Terminzeitensuche». Dabei kann sowohl die Verfügbarkeit von RhBMitarbeitenden also auch von Ressourcen (Beamer, Sitzungszimmer etc), sofern diese im Groupwise als Ressource eingetragen sind, überpüft werden. Die Terminplanung erfolgt nun in 4 Schritten: 1. Eingabe der Personen und Ressourcen, welche für den Termin vorgesehen sind 2. Definition der Zeitspanne, in welcher ein Termin gefunden werden soll 3. Festlegen des Termins (Datum, Startzeit und Dauer) 4. Versenden der Einladung Der nächste Dialog zeigt Ihnen eine Übersicht über die Verfügbarkeit der Personen und Ressourcen. Sie können in der definierten Zeitspanne navigieren und über die visuelle Anzeige mögliche Varianten ausfindig machen.

Haben Sie einen Termin gefunden, gelangen Sie nun über den Knopf «Besprechung anfordern» zum nächsten Dialog «Termin an:». Der Dialog ist zu diesem Zeitpunkt gemäss Ihrer Auswahl mit allen Angaben vorgefertigt worden. Sie können sich jeweils über den Status der Terminanfrage informieren. Die Informationen sind in den Eigenschaften des Termins zu finden. Hierfür gehen Sie in Ihren Kalender, markieren den entsprechenden Termin und erhalten über die rechte Maustaste eine Auswahl. Wählen Sie hier «Eigenschaften». Danach erscheint ein Dialog mit dem Status der Terminanfrage für alle betroffenen Personen und Ressourcen.


PROJEKT «KREDI-FLOW» 27

Von Bruno Krättli

Ausgangslage Wie andere Geschäftsprozesse, bietet auch der Prozess «Erfassung und Bearbeitung eingehender Rechnungen» viel Optimierungspotential. Mühsam, zeitaufwändig und nicht selten fehlerhaft werden Daten von Hand erfasst und gebucht. Es braucht die Beteiligung mehrerer Mitarbeiter, bis eine Rechnung erfasst, geprüft und freigegeben ist. Fällt ein Mitarbeiter aus, bleiben die Rechnungen oftmals liegen oder müssen von Arbeitskollegen bearbeitet werden, die wiederum von ihren eigentlichen

durchgehend elektronisch abzuhandeln. Die elektronische Durchgängigkeit wird vorerst nur RhB-intern realisiert. Das heisst, die Bestellung wird elektronisch erfasst, auf Papier ausgedruckt oder als Datei abgespeichert. Die Übermittlung der Bestellung an den Lieferanten wird nach wie vor traditionell per Post, Fax, Telefon oder per Mail an den Lieferanten erfolgen. Ebenfalls erhält die RhB wie herkömmlich Papierrechnungen, die neu an die zentrale Rechnungseingangstelle in Chur gesendet werden. Dieser Bestell- und Rechnungsprozess wird später wenn immer möglichst elektronisch (papierlos) abgehandelt. Hauptziele: • Bestellung von Waren und Dienstleistungen zentral über ERP-System • Zentraler Rechnungseingang • Elektronischer Bestell-, Rechnungsprüfungund Zahlungsprozess • Grundlage für einen optimierten strategischen Einkauf schaffen • Elektronische Archivierung

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Neuer Ablaufprozess

Das Projekt Kredi-Flow hat zum Ziel, den Bestell-, Rechnungsprüfungs- und Zahlungsprozess zu vereinfachen und möglichst durchgehend elektronisch abzuhandeln».

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Arbeiten absorbiert werden. Dies geschieht meistens bereits in den Fachabteilungen. Aufgrund der dezentralen Organisation (viele Rechnungsbüros) braucht es oft mehrer Tage oder sogar Wochen, bis einzelne Rechnungen erfasst und verbucht werden. Durch die Mehrfachvisen auf den Rechnungen (bis zu 5 und mehr) wird die Kontrolle erschwert (jeder vertraut jedem). Ein weiterer Schwachpunkt ist die fehlende Transparenz des gesamten Bearbeitungsprozesses.

Ziele Das Projekt Kredi-Flow hat zum Ziel, den Bestell-, Rechnungsprüfungs- und Zahlungsprozess zu vereinfachen und möglichst

Damit der elektronische Rechnungsverarbeitungsprozess seine geforderten Ziele erreicht, sind kleine organisatorische Anpassungen erforderlich. Diese Anpassungen werden jedoch genau auf die internen Prozesse der RhB abgestimmt und unterstützen Sie somit in der Rolle des Bestellenden von Waren und Dienstleistungen. Der neue Bestellprozess sieht wie folgt aus:

→ Bestellung Die Bestellungen von Waren und Dienstleistungen werden neu ausschliesslich über das Programm PSI-Penta (bereits bestehendes Materialbewirtschaftungsprogramm, jedoch mit einer neuen vereinfachten Bestellschnellerfassungsmaske) erfasst. Die Bestellmasken werden über den Internet Explorer bedient, dies bedingt somit keine Programminstallation auf den jeweiligen PCs. Zu beachten gilt, dass sich an der Regelung «wer darf was bestellen» nichts ändern wird. Auch am Budgetprozess wird sich nichts ändern. Vielmehr wird der Bestellprozess vereinfacht und transparent gemacht.

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→ Visierung

Anforderungen an das neue System

Eine wesentliche Erneuerung erhält der Visierungs- und Kontierungsprozess. Neu wird nicht mehr die eigentliche Rechnung kontiert und visiert, sondern bereits die Bestellung. Dies hat den grossen Vorteil, dass sich der Leistungsbesteller nicht mehr um die Rechnung kümmern muss, sofern die Bestellung mit der Rechnung korrespondiert.

Das neue Kredi-Flow-Tool wird mindestens folgenden Anforderungen genügen:

→ Wareneingang oder Dienstleistung erfüllt Der Besteller erhält die Ware oder Dienstleistung wie bisher direkt zugestellt. Neu ist, dass er den korrekten Erhalt der Leistung im System quittieren muss. Ohne diese Eingangsbestätigung kann die nachfolgende Rechnung nicht bezahlt werden.

→ Rechnungseingang Ebenfalls eine wesentliche Neuerung erfährt der Rechnungseingang. Neu erfolgt die Rechnungszustellung zentral an folgende Rechnungsadresse: Rhätische Bahn AG Kreditoren Bahnhofstrasse 25 7002 Chur

Dies bedeutet, dass Sie als Leistungsbestellerin oder Leistungsbesteller keine Rechnungen mehr physisch sehen werden.

→ Elektronische Rechnungserfassung Jede Rechnung die bei der RhB zentral eingeht, wird per scanning elektronisch erfasst, vom System erkannt und mit der Bestellung verknüpft. Dies hat den Vorteil, dass die Rechnung jederzeit elektronisch aufgerufen und bei Bedarf ausgedruckt werden kann und dies sogar ortsunabhängig.

→ Rechnungsprüfung Wenn die Rechnung mit der Bestellung übereinstimmt, wird die Rechnung direkt für die Zahlung freigegeben. Falls der Besteller es jedoch wünscht, kann er bei der Bestellerfassung angeben, dass er die Rechnung in jedem Fall vor der Bezahlung elektronisch erhalten und visieren möchte.

• Benutzerfreundlichkeit: Die Handhabung des neuen Tool wird möglichst selbsterklärend sein. Das heisst, die Bedienung muss so einfach und zugleich komfortabel wie möglich sein, sollte aber zugleich alle Bedürfnisse abdecken. • Aktualität: Die Daten im neuen System müssen top aktuell sein. Wird eine Bestellung erfasst, muss diese bereits unternehmensweit abgerufen werden können. Zudem kann jede Statusänderung der Bestellung «online» verfolgt werden (von der Bestellung zur Visierung, vom Wareneingang zum Rechnungseingang, von der Rechnungsfachkontrolle bis hin zur Zahlung und Archivierung). • Geschwindigkeit: Der Zugriff auf die Daten muss in angemessener Geschwindigkeit erfolgen. Lange Wartezeiten sind zu vermeiden. • Nachvollziehbarkeit: Jede Änderung einer Bestellung muss protokolliert werden mit Datum und Username. • Bedürfnisgerecht: Das neue Tool muss die RhB-Bedürfnisse abdecken können, aber gleichzeitig, wenn immer möglich, einem Standard entsprechen, damit es releasefähig bleibt. • Ausbaufähig: Damit wir auch für die Zukunft gut vorbereitet sind, muss das Tool ausbaufähig sein und bleiben. • Webbasiert: Der Zugriff auf alle Prozessabläufe mit öffentlichem Charakter müssen webbasierend sein.

Vorgehen Die Einführung wird in drei Phasen erfolgen:

→ Phase 1: Rechnungen F-MW und R (1/3 des Rechnungsvolumens) In dieser ersten Pilotphase werden sämtliche Bestellungen und Rechnungen der Materialwirtschaft (MW) und dem Geschäftsbereich Rollmaterial (R) mittels dem neuen Prozess abgearbeitet.


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Projektkernteam: v.l.n.r.: Bruno Krättli F-RW, Roger Walzer F-IT, Michael Forrer F-IT, Patrizio Di Silvestre I-RW, André Beerli F-RW, Karl Jahn R-P, Stefan Ackermann F-MW, Silvio Briccola F. Nicht auf Foto: Carlo Balzarini F-RW, Luis Derungs I-RW.

→ Phase 2: Rechnungen der Infrastruktur (1/2 des Rechnungsvolumens) Mit der Pilotphase 2 werden alle Rechnungen der Infrastruktur mittels des neuen KrediFlow-Prozesses erfasst. Da diese Rechnungen zum Teil viele Beilagen aufweisen, wird hier die Performance des Scannsystems auf ihre Tauglichkeit geprüft.

→ Phase 3: Alle Rechnungen (1/6 des Rechnungsvolumens) Phase 3 ist die letzte Instanz der Einführung. Ab dieser Phase sollten möglichst alle Rechnung mit dem neuen Kredi-Flow-Prozess abgehandelt werden. In dieser Phase werden auch die wiederkehrenden Rechnungen (Abos, Versicherungen etc.) über das neue System abgehandelt. Ziel ist, im ersten Halbjahr eine Abdeckung von 80% zu erreichen. Ab dem zweiten Betriebshalbjahr sollten möglichst alle Rechnungen mit dem neuen System erfasst und verarbeitet werden können.

Info an Lieferanten Ende August wurden alle RhB-Lieferanten (über 3000) über den neuen Bestell- und Rechnungsprozess mittels persönlichem Schreiben informiert. Es wurde speziell auf die zentrale Rechnungsadresse und die erforderlichen Referenzen hingewiesen.

Zeitplan Geplant ist, dass die ersten Rechnungen mit der Phase 1 als Pilot anfangs November 2007 mit dem neuen Kredi-Flow-System bezahlt werden. Pilotphase 2 wird danach anfangs Dezember eingeleitet. Werden Phase 1 und 2 erfolgreich durchlaufen, wird ab Januar 2008 der gesamte Bestell- und Rechnungslauf auf das neue System umgestellt. Für Fragen, Bemerkungen und Anregungen steht Ihnen der Projektleiter Kredi-Flow, Bruno Krättli, Tel. 081/288 65 83 oder eMail b.kraettli@rhb.ch gerne zur Verfügung.


MEDIENBAHN 30

24 PODRÓŻE DALEKIE I BLISKIE

www.e-tydzien.eu

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21.04.2007 r.

Pociągiem z górami w tle „Najpiękniejszy, najbardziej zuchwały i najbardziej śmiały ze wszystkich pociągów na świecie” – tak najkrócej można opisać „Ekspres Bernina”. Do dzisiaj trasa kolejowa łącząca Chur w Szwajcarii z Tirano we Włoszech pozostaje jedną z najbardziej interesujących i zaskakujących tras panoramicznych na świecie.

Pasażerowie cieszą się spektakularnymi widokami. Pociąg „Ekspres Bernina” można łatwo rozpoznać po czerwonych wagonach ze srebrnym pasem wzdłuż każdego boku. Klimatyzowane wagony posiadają przeszklone sklepienie, dzięki któremu można podziwiać wyjątkowe widoki roztaczające się dookoła. W składzie pociągu są również wagony otwarte, które dzięki wiatrowi alpejskiemu, krowim dzwonkom i zapachom znad łąk umożliwiają „przeżywanie” trasy na całego. Ruszamy! Nasza fantastyczna podróż trwa niecałe 4 godziny. W tym czasie pokonamy trasę o długości 145 kilometrów. Wyruszając ze szwajcarskiego Chur na wysokości 585 m n.p.m. „Ekspres Bernina” wspina się wytrwale na wysokość 2253 m n.p.m. To najwyżej w Europie położona przełęcz, którą można przejechać pociągiem. Pociąg zagłębia się w alpejskie tunele tylko po to, aby wyłonić się wśród nowych krajobrazów. Przejeżdżamy przez wiadukty zbudowane z masywnych skał. Dojeżdżamy do Przełęczy Albula, którą przekraczamy

w s z e ś c i o k i l o m e t r ow y m tunelu. Stąd przejeżdżamy przez piękną dolinę Engadyny. Goście z całego świata wykrzykują ze zdziwienia i wychylają się przez otwarte okna próbując uchwycić każdy majestatyczny widok w aparacie fotograficznym. Po minię-

ciu Pontresiny pociąg wspina się na Przełęcz Bernina. Nachylenie wynosi 7%. Lasy ustępują miejsca alpejskim łąkom. Wspinamy się powyżej linii lasów, a następnie dojeż-

Wspaniałe widoki roztaczające się z okien wagonów.

Czerwone wagony „Ekspresu Bernina”.

dżamy do słynnego zakrętu Montebello, skąd widok na lodowiec Morteratsch i góry Bernina jest całkowicie zapierający dech w piersiach. Jeszcze jeden zakręt i zbliża-

my się do błyszczącego jeziora Bianco. Lodowo-zielona woda w jeziorze daje wyobrażenie o jej temperaturze, nawet w słoneczny, letni dzień. W otwartym wagonie podróżni wskakują w kurtki. Temperatura spada o 10-15 ΓC, gdy przejeżdżamy przez górskie wąwozy pokryte wiecznym śniegiem. Nawet w lipcu i sierpniu podróżujący „Ekspresem Bernina” mogą spotkać się z padającym śniegiem. Na wysokości 2253 m n.p.m. pociąg zatrzymuje się. Pasażerowie wychodzą na stacji Bernina Hospiz. Dookoła niemal na wyciągnięcie ręki roztacza się imponujący świat gór. Dwa szczyty Piz Palü i Piz Bernina dominują nad masywem. Powrót do pociągu, który nieco później toczy się przez szereg śnieżnych tarasów. Na koniec prowadzi przez pół tuzina ostrych zakrętów, które wiodą do Doliny Puschlav. Pasażerowie cieszą się spektakularnymi widokami. Pociąg wolno toczy się przez wioski w Dolinie

Pociąg ma do pokonania sporo mostów i wiaduktów.

Puschlav. Potem zakręca w stronę lśniącego Lago di Poschiavo. Na końcu jeziora znika w tunelu po raz ostatni i wkrótce ujrzymy monumentalny wiadukt Brusio, który wydaje się tworzyć zamknięte koło. Zbliżamy się do Włoch. Tuż za wiaduktem przekraczamy granicę. Ostatnie parę kilometrów do granicznego Tirano jedziemy po ziemi włoskiej. Miasto słynące z bazyliki leży na wysokości tylko 429 m n.p.m. Panuje tu klimat śródziemnomorski, rosną drzewa palmowe. Zachwyceni tyloma wrażeniami wracamy bogatsi o nowe doświadczenia. Teraz wiemy, że „Ekspres Bernina” z przełęczami Albula i Bernina, z Lago Bianco i Lago di Poschiavo, ze 102 mostami i wiaduktami oraz 52 tunelami, z różnicą wysokości prawie 2000 metrów, z lodowcami i drzewami palmowymi prowadzi jedną z najbardziej malowniczych tras kolejowych na świecie. Sebastian Wieczorek


HOLZ ISCH (H)EIMALIG 31

Text von Andi Schena Bilder von Sandra Beeli Der Güterverkehr der RhB wurde von der Firma Caduff & Partner aus Scharans mit einem Spezialtransport betraut. Die Firma Caduff & Partner hat sich auf biologisches Bauen spezialisiert. Beim Transportgut handelt es sich um Holzfertigbauteile für ein Haus. Bevor die Reise in Deutschland losging, galt es vorgängig die zulässigen Höchstmasse der RhB-Tunnel abzuklären, damit die Bahnwagen aufs Maximum ausgelastet werden konnten. In unserem Güterumschlagszentrum in Landquart wurde die Ware von den SBB-Wagen In Filisur wurde die Last für Davos abgehängt. Nach dem Manöver in Filisur waren die Gäste im Hotel Grischuna zu einer Zwischenverpflegung eingeladen. Mit Capuns wurde den Gästen eine echte Bündnerspezialität serviert. Nach dem Aufenthalt in Filisur fuhr der Extrazug in Richtung Davos. Nach nicht einmal zehnminütiger Fahrt folgte aber schon der nächste Halt in Wiesen. Dort wurde den Gästen noch ein Dessert aufgetischt. Die Gäste genossen den Aufenthalt in Wiesen, zumal sie das Wiesnerviadukt bestaunen konnten.

auf die RhB-Wagen umgeladen. Ab Landquart wurden die vier RhB-Wagen plus die Stiva retica samt einem leeren Personenwagen mit der übrigen Güterlast mit Zug 5135 abgeführt. Zug 5135 hatte an der Spitze zwei Loks, damit in Filisur mit der einen Lok der Extrazug nach Davos geführt werden konnte. In Thusis stiegen ca. 40 geladene Gäste in die Stiva retica ein. Danach ging es in flotter Fahrt und bei Kerzenlicht durch die Schinschlucht und über das monumentale Landwasserviadukt nach Filisur. Damit die Fotografen an Bord und unter dem Landwasserviadukt spektakuläre Bilder schiessen konnten, fuhr der Zug im Schritttempo über die Brücke.

Nach dem Aufenthalt in Wiesen fuhr der Extrazug seiner Endbestimmung entgegen. In Davos Platz angekommen, wurden die Holzkonstruktionen per Bahnkran auf Lastwagen umgeladen, welche die Ware direkt nach Davos Dorf zur Baustelle fuhren. Der nicht alltägliche Transport funktionierte einwandfrei und die Gäste konnten eine spezielle Fahrt geniessen.

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PENSIONSKASSE RhB 32

Von Urs Brunett Die Pensionskasse der Rhätischen Bahn darf das Geschäftsjahr 2006 im Grossen und Ganzen als gutes und zufriedenstellendes Jahr bezeichnen. Die Erträge und Gewinne auf dem gesamten angelegten, mittleren Vermögen erreichten im Berichtsjahr eine durchschnittliche Rendite von 4.75 % (2005 8.88 %). Die steigenden Zinsen im Obligationenmarkt und die weniger ausgeprägte Entwicklung an den Aktienbörsen verhinderten eine vergleichbare Performance wie im Vorjahr. Trotzdem war es der Pensionskasse möglich, die notwendige aber nach wie vor noch nicht ausreichende Wertschwankungsreserve weiter zu äufnen. Das Jahr 2006 war bezeichnend für wichtige Veränderungen im Stiftungsrat. Namentlich erwähnt sei der Rücktritt des langjährigen und verdienten Führungsteams Faustin Carigiet (Präsident des Stiftungsrates) und Helmut Bauschatz (Geschäftsführer). Für ihre langjährige und umsichtige Führung der Kasse bedanken wir uns auch an dieser Stelle herzlich. Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen 2006:

31.12.2006 Bilanzsumme Vorsorgekapitalen und technische Rückstellungen Rendite auf Anlagevermögen Nettoergebnis aus Vermögensanlage Deckungsgrad der Kasse Wertschwankungsreserve Wertschwankungsreserve in % Anzahl Aktive Versicherte Anzahl Rentner

31.12.2005

Abweichung

518’133‘290.- 503‘624‘865.- + 2.88% 465‘498‘075.- 460‘827‘270.- + 1.01% 4.75 % 23‘597‘811.-

8.88 % 42‘107‘580.-

- 46.51% - 43.96%

108.12 % 37‘807‘494.7.4 % 1’353 940

106.86 % 31‘632‘152.6.3 % 1’367 933

+ 1.18% + 19.52% + 17.46% -1.02% +2.91%

Deckungsgrad Der Deckungsgrad ist für Versicherte eine zentrale Kennziffer. Sie gibt Auskunft, wie sicher die Leistungen einer Pensionskasse sind oder ob sogar Kürzungen und Sanierungsbeiträge drohen. Der Deckungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen den Verpflichtungen einer Pensionskasse und dem vorhandenen Vermögen. Der ausgewiesene Deckungsgrad

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von 108.12 % ist noch nicht genügend aber er reicht aus, dass die Kasse ihren Verpflichtungen mit grosser Sicherheit nachkommen kann. Der Deckungsgrad hat sich in den vergangenen Jahren wie folgt entwickelt.

Vermögensanlagen Gemäss Gesetz muss eine Vorsorgeeinrichtung ihre Vermögensanlagen sorgfältig auswählen, bewirtschaften und überwachen. Dabei muss sie in erster Linie darauf achten, dass die Sicherheit zur Erfüllung des Vorsorgezweckes gewährleistet ist. Die Kasse muss bei der Anlage des Vermögens die Grundsätze einer angemessenen Risikoverteilung einhalten; d.h. die Mittel müssen auf verschiedene Anlagekategorien, Regionen und Wirtschaftszweige verteilt werden. Die vorhandene Wertschwankungsreserve von 7.4 % beschränkt die Risikofähigkeit der Kasse weiterhin, d.h. der Ausbau des Aktienanteils am Vermögen ist limitiert.


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Das Vermögen der Pensionskasse ist wie folgt angelegt:

31.12.2006 Flüssige Mittel, Festgeld Forderungen, aktive Rechnungsabgrenzung Hypotheken Kapitalversicherungen Obligationen Schweiz Obligationen Ausland in CHF Obligationen Ausland Total Nominalwerte Aktien Schweiz Aktien Ausland Immobilien Total Sachwerte

21‘153’728.5‘191’881.86‘333‘313.8‘000‘000.128‘184‘725.34‘286‘750.38‘875‘695.322‘026‘092.52‘404‘165.55‘711‘659.87‘991‘374.196‘107‘198.-

Total Vermögen

518‘133‘290.-

Hypotheken Eine wichtige Anlagekategorie für die Pensionskasse ist die Gewährung von Hypotheken (Aktive, Rentner oder auch Dritte). Sofern Sie demnächst ein Haus bauen, eine Wohnung erwerben oder ihre Liegenschaft sanieren wollen, haben wir für Sie eine bedarfsgerechte Lösung. Typisch für die Pensionskasse sind die einfach strukturierten und gut verständlichen Hypothekenangebote. Einmalig ist unser Zahlungssystem. Sie können Ihre Annuität (Zins und

in % des Vermögens 4.08 1.00 16.66 1.54 24.75 6.62 7.50 62.15 10.11 10.75 16.99 37.85

% % % % % % % % % % % %

100.00 %

Amortisation der Hypothek) in monatlichen Tranchen direkt vom Lohn der RhB bzw. von der Rente der Pensionskasse abziehen und auf Ihr Hypothekarkonto gutschreiben lassen. Auf den monatlichen Zahlungen gewähren wir Ihnen eine Zinsgutschrift, die als zusätzliche Amortisation der Hypothek verwendet wird. Der Zinssatz für variable 1. Hypotheken beträgt zurzeit 3 % (für Aktive und Rentner). Der Zinssatz für Festhypotheken orientiert sich nach dem aktuellen Tagesansatz. Die Pensionskasse richtet die Beratung auf Ihre individuelle Situation aus und ermöglicht damit, die Finanzierung Ihres Eigenheims auf ein sicheres Fundament zu stellen. Wir beraten Sie mit dem Ziel, die optimale Balance zwischen Ihren persönlichen Wünschen, dem aktuellen Zinsumfeld und Ihrer finanziellen Ausgangslage zu finden. Selbstverständlich machen wir Ihnen auch gerne ein Angebot, wenn sie Ihre bestehende Hypothek ablösen möchten.

Für Ihr Traumhaus fragen Sie die Pensionskasse RhB.

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VOM SCHOTTER INS SÄGEMEHL 34

Von Walter Frei Entdecke die Schweiz – Entdecke Graubünden. Das ist der herbstliche Werbeslogan der SBB. Doch Sie werben nicht nur für unseren Tourismuskanton, sie betreiben auch aktive Marktbearbeitung. Dank der Einbindung des Öv’s in die Tickets zum Eidgenössischen Schwingund Älplerfest in Aarau vom 24. bis 26. August handelten sich die Verantwortlichen einen guten Promotionsplatz nahe dem Eingang zur 50 000 Sitzplätze fassenden Tribüne aus. Dazu holten sie die Bündner als Partner direkt auf den Platz. Die SBB stellten ein 3 x 8 m grosses Promozelt auf, welches mit obiger Botschaft ausgestattet war. Die Besucher durften am Glücksrad für CHF 10.– einmal drehen und erhielten eine Tageskarte des Öv in ein touristisches Gebiet. Unter diesen Zielorten figurierten natürlich auch Orte

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in Graubünden. Als regionaler Partner war die BDWM-Bahn mit dabei. Sie teilte das 2. Promozelt mit der Rhätischen Bahn. Zwischen den Zelten platzierte die BDWM-Bahn einen offenen Wagen auf Schwellen und Schienen und machte dadurch auf ihr Angebot mit diesem und anderen Wagen aufmerksam. Als Aktion nahmen sie unsere Idee der 100er-Note auf. Die RhB brachte die Steinbockstarken Bahnerlebnisse und die Erlebniszüge an Mann, Frau, Schwinger und Besucher. Besonders auffällig war die Werbung «Bei Buchung eines


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Erlebniswagens der RhB schenken wir Ihnen den ersten Hunderter». Inmitten der beiden Zelte und vor dem Sommerwagen der BDWM hatten wir einen Sägemehlring mit fünf Meter Durchmesser. Vorne war ein alter Abfahrtsbefehlsanzeiger mit der Botschaft «Jeder Griff ein Gewinn». Wir versteckten stündlich 10 kleine Gefässe im Sägemehl, welche dann von den Passanten ausgegraben wurden. Das gab mächtig Wirbel und immer wieder erhielt der gleich nebenan Grabende einen Wisch Sägemehl ins Gesicht oder die Schuhe. Während dieser Aktion konnten unsere Standbetreuerinnen Tanja

Preis bei einer der anwesenden Bahn abholen. Das ganze Konzept wurde im Vorfeld von Annemarie Gugger und Walter Frei zusammen mit den Partnern erarbeitet. Da dieser Sägemehlring der einzige ausserhalb der Arena war, bekamen natürlich einige Jüngere wie auch Ältere –meist männlichen Geschlechts- Lust auf einen Schwung. Die Lust der Besucher war stets gross, der Andrang entsprechend enorm. So musste ich wohl oder übel das Spiel mitmachen und amtete gleich wie ein echter Ringrichter: RhB-Schwinghosen anziehen, Gurt verankern, in der Mitte begrüssen, fassen, Goooooooo! Jetzt sieht man nur noch Muskeln und Sägemehlspäne fliegen. Viele Besucher blieben stehen und schauten vergnügt zu. Unsere Hostessen hatten dadurch alle Hände voll zu tun. Hier bei uns gab es natürlich nur Gewinner und viel Sägemehl im Nacken und auf der verschwitzten Haut gleich gratis dazu. Dann drehte die SBB wieder am Glücksrad und verkaufte Tageskarten, unser Kondukteur Berti Güller machte mit seinem Kollegen beschwingt-fröhliche Handorgelmusik, die Hostessen bearbeiteten die erlesenen Gäste und machten Appetit auf Graubündenerlebnisse mit der Roten Bahn. Und ich durfte wieder einmal den Sägemehlring für die nächste Runde bereitrechen.

Steger und Esther Lüdi die staunenden Gäste mit unseren Angeboten ansprechen. Wer sich mehr ins Gespräch verwickeln liess bekam auf dem Sommerwagen auch gleich echte kleine Bündnerspezialitäten der ALPINAVERA zum «Kosten». Wer ein solches Gefäss gefunden hatte, durfte je nach enthaltener Nummer einen schönen

Das Teamdenken unter allen Mitarbeitenden war sehr gut, die Arbeiten flossen Hand in Hand. Alle hatten sichtlich Spass an dieser nicht alltäglichen Arbeit, weit weg vom Büropult, mitten im Marktgeschehen, unter freiem Himmel, bei den «Bösen» der Nation.

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JODLERFEST IN ST. MORITZ 36

Von Jolanda Picenoni Vom 22. bis 24. Juni fand in St. Moritz das 26. Nordostschweizerische Jodlerfest statt. Es waren über 3‘400 Aktive zu diesem Jodler-Stelldichein eingeschrieben. Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger hatten St. Moritz drei Tage lang im Griff. Die Aktiven, die Gäste und die Einheimischen haben sich während dieses Anlasses wohl gefühlt. Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger trugen dazu bei, diese urschweizerische Kultur im Oberengadin etwas bekannter zu machen.

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Samedan. Zahlreiche Anfragen, Buchungen, Änderungen und weitere Wünsche sind dabei eingegangen. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem RCC konnte eine optimale Planung realisiert werden. Bei Ankunft am Bahnhof St. Moritz erwartete die Jodler ein sympathischer Empfang. Eine Ländlerkapelle spielte Musik (bei jedem ankommenden Zug), der lokale Hotelier-Verein schenkte an alle Jodler und sonstigen Gästen (viele japanische Gruppen) Röteli aus. Das ganze Bahnhof Areal war geschmückt und beflaggt. Ein Infocontainer «Jodlerfest» war vor Ort und eine direkte Busverbindung brachte die Jodler ins Jodlerdörfli in St. Moritz-Bad. Fazit: Jodler & Japaner freuten sich über diesen Empfang! Über die ganze Zeit war die RhB mit einem Verkaufstand im Jodlerdörfli vertreten. Vor allem wurden Auskünfte zu verschiedenen RhB Produkten abgegeben, der Verkauf von Rail Shop Artikeln vorangetrieben, sowie ein Wettbewerb durchgeführt. Dank dem idealen Standort war das RhB-Team zu jeder Zeit stark beansprucht.

Arosa Express erobert St. Moritz.

Die Vortragslokale platzten aus allen Nähten, die Festzelte waren häufig bis auf den letzten Platz besetzt und auch die offiziellen Anlässe wie die Eröffnungsfeier, die Fahnenzeremonie oder der offizielle Festakt waren überdurchschnittlich besucht. Der Festumzug am Sonntagnachmittag hatte gemäss den Organisatoren über 10 000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Und auch die Rhätische Bahn war gefordert. Fast alle Jodlergruppen reisten per Bahn an. Als Buchungsstelle figurierte der Bahnhof

Am Abreisetag (Sonntag) standen insgesamt 96B- und 28A-Wagen im Einsatz. Die Anzahl beförderte Personen betrug zwischen 5500 und 6000! Zudem wurden 250 Handgepäck Stücke am Sonntagmorgen innert 90 Minuten am Bahnhof St. Moritz eingestellt und am Nachmittag wieder abgeholt. Dank dem tollen Einsatz aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konnte sich die RhB als dynamische und offene Erlebnisbahn präsentieren. Wir alle werden die Jodler – jodelnd in den Zügen – in bester Erinnerung behalten. Herzlichen Dank.


REISE DURCH GRAUBÜNDEN 37

Von Michael Anderfuhren Am 27./28. 07.07 habe ich ein Projekt durchgeführt. Solange ich noch stolzer Besitzer eines BüGa’s bin, wollte ich alle Strecken der RhB in möglichst kurzer Zeit abfahren.

Meine Route Disentis, Reichenau-Tamins, Chur, Arosa, Chur, Landquart, Klosters, Davos, Filisur, Thusis, Reichenau-Tamins, Thusis, Filisur, Bergün, Albulatunnel Samedan, Pontresina, Samedan, Zernez, Scuol-Tarasp, Vereinatunnel Klosters, Vereinatunnel Saglianis, Samedan, St. Moritz, – da musste ich übernachten – Pontresina, Poschiavo, Tirano. Am 26. am Abend bin ich in Davos Glaris mit meiner Schwester gestartet. Wir sind nach Disentis/Mustér gefahren und haben dort bei der Grossmutter einer Freundin meiner Schwester übernachtet. Am Morgen musste ich früh aufstehen, ich musste ja um 6.45 Uhr auf dem Bahnhof sein. Wie immer setzte ich mich in den ältesten Wagen, in den, wo man die Türen noch von Hand schliessen muss, damit ich dem Kondukteur Arbeit ersparen konnte. Ich schliesse dann nämlich immer die Türen. Ich mag diese Wagen sowieso am liebsten. In Reichenau-Tamins stieg meine Schwester aus, um nach Hause zu fahren. Gerne wäre ich mit dem Arosa Express gereist, aber der fuhr erst eine Stunde später, nämlich um neun. In Arosa gefiel es mir, so am Morgen. Es hatte noch nicht zu viele Leute, aber man fühlte sich doch nicht einsam. Ich musste zwar 40 Minuten warten, aber Bahnhöfe sind ja immer faszinierend. Auf dem Rückweg hatte ich auch in Chur etwas Aufenthalt. Obwohl ich die Stadt an sich gerne mag – weil ich ja fast auf der Alp wohne – nutzte ich die Zeit, indem ich bei den abfahrenden SBB-Zügen die Türöffner betätigte, wenn jemand fast zu spät kam. Dann überlegte ich mir: Eigentlich wäre es noch lustig, wenn jemand eine Statistik machen würde über die Strecken, die man fährt, und mich nach meiner Reise fragen würde – ich habe ja das Bündner-GA noch bis am 14.08.07. Gleich nach der Abfahrt in Chur wurde mein Wunsch wahr. Es kamen eine nette Kondukteurin und ein Beamter mit dem Gerät, um die Statistik zu machen. Sie sahen mein BüGa und fragten, von wo nach wo ich fahre. Ich antwortete: «Ich

Michael Anderfuhren, 12 Jahre, RhB-Fan

fahre heute von Disentis nach St. Moritz via Chur–Arosa–Chur–Landquart– … ach vergessen Sie’s. Ich fahre alle Strecken der RhB ab.» Ich glaube, sie wussten nachher auch nicht, was sie schreiben sollten. Als ich in Landquart in den Zug nach Davos einstieg, war er ziemlich voll. Ich machte mir nicht die Mühe, einen Platz zu suchen und setzte mich einfach auf den Sitz im Vorraum. Dann kam wieder die nette Kondukteuse vom vorherigen Zug – diesmal alleine. Sie erlaubte mir etwas sehr Nettes, aber ich darf nicht sagen, was. Auf jeden Fall hatte ich es auf der Fahrt nach Davos Platz sehr schön. In Davos Platz hatte ich eine halbe Stunde Aufenthalt, aber das störte mich nicht: In der Bahnhofshalle lief ein toller Film über die Berninabahn. Das Engadin ist immer eine Reise wert, aber besonders gefiel mir das Schloss Tarasp, das vom Zug aus gut zu sehen war. In Scuol–Tarasp stieg ich in den falschen Zug – dass mir als routiniertem Zugfahrer so etwas passieren konnte! Aber ich musste so einfach in Sagliains noch umsteigen, was ich sowieso gerne tue. Obwohl ich zweimal durch den Vereinatunnel fuhr – über den ich einen ausführlichen Vortrag gehalten habe – fehlt mir das Schienenstück vom Vereinatunnel direkt ins Ober-Engadin, weil dort nur zwei reguläre Züge pro Tag verkehren, was meine Reise extrem verlängert hätte. Nach der Übernachtung bei einer mir fremden Pfarrfamilie in St. Moritz fuhr ich am Morgen noch nach Tirano – ohne Identitätskarte, aber ich wollte ja eigentlich nicht nach Italien. Das ganze dauerte nach Fahrplan 1 Tag, 3 Stunden und 36 Minuten, ohne Wartezeiten aber nur ungefähr 141/2 Stunden! Leider schaffte ich es genau nicht in einem Tag.

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LEHRABSCHLUSSFEIER 2007 38

Von Thomas Lauener und Markus Cadosch Petrus muss ein RhBler sein… Zumindest ist er wohl ein Fan von unseren Lernenden, denn er beschenkte sie zu ihrer Lehrabschlussfeier am 29. Juni mit prächtigem Wetter!

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derem darum ging, eine tonnenschwere Lok mit Menschenkraft (Gruppe à 6 Pers.) über eine gewisse Distanz zu stossen. Als Preis für die erfolgreichste Gruppe wurde eine Fahrt mit dem Bernina Express angeboten, was in manchen Lokstossern wahre Bärenkräfte hervorzurufen schien!

An diesem Tag hatte die Sonne aber grosse Konkurrenz: die erfolgreichen Lehrabsolventen strahlten nämlich mit ihr um die Wette! Der Stolz über die erfolgreich absolvierte Lehre war aber nicht nur ihnen und ihren Angehörigen deutlich anzusehen, sondern auch so manche/r Lehrmeister/in platzte beinahe vor Stolz darüber, so gute Lehrlinge zum Lehrabschluss geführt zu haben. Mittels einer Diashow wurden die Lernenden auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt: es wurde nämlich das Bewerbungsfoto mit einem aktuellen Foto verglichen, was doch so manchen Schmunzler auf die Gesichter zauberte. In diversen Ansprachen wurden an der Feier die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen gewürdigt. Auch RhB-Direktor Erwin Rutishauser liess es sich nicht nehmen, seine Anerkennung für den erfolgreichen Lehrabschluss auszudrücken.

Wohlverdient war dann natürlich auch das feine Essen, welches die Köchinnen des Personalrestaurantes Landquart auf die Platten zauberten. Bei Speis und Trank wurde so immer munterer über die erlebte Lehre geplaudert und zum Stolz über den erfolgreichen Lehrabschluss mischte sich immer mehr auch eine gewisse Wehmut, dass ein spezieller Lebensabschnitt damit ebenfalls sein Ende findet. Mit der guten Ausbildung einer RhB-Lehre im Lebensrucksack können aber alle Lehrabsolventen in eine gute Zukunft blicken!

Rührende Verabschiedung von Florian Stricker durch Lisette Schmid und Moni Schneller.

Im Anschluss an die Verleihung der Diplome und Anerkennungen dislozierte die Gesellschaft auf das Gelände der HW in Landquart, wo der vermeintlich gemütliche Teil begann. Vermeintlich darum, weil es dort unter an-

An dieser Stelle sei auch Florian Stricker herzlich für die tolle Organisation der Lehrabschlussfeier und seinen Einsatz für die Lernenden gedankt!


DIE RhÄTISCHE BAHN GRATULIERT ZUM ERFOLGREICHEN LEHRABSCHLUSS Im Rang abgeschlossen haben Als Bahnbetriebsdisponent/in: Tobias Neuenschwander 5.6, Astrid Marty 5.5 Als Logistikassistentin: Maritta Fischer 5.3 Als Polymechaniker: Daniele Crameri 5.3, Adriano Giovannini 5.3 Als Zugbegleiter: Daniel Oderbolz 5.5, Raphael Eggenberger 5.4 Ebenfalls erfolgreich abgeschlossen haben Als Anlage- und Apparatebauer: René Nadig Als Automatiker: Sandro Balmer, Lukas Gartmann, Pascal Jahn Als Bahnbetriebsdisponenten/innen: Sandro Arpagaus, Marco Baier, Rinaldo Brunett, Claudio Föhn, Daniela Gartmann, Dejan Lekic, Jodoc Livers, Rudolf Müller, Selina Poltera, Jon Andri Stupan Als Hochbauzeichner: Rino Walder Als Informatiker: Dennys Hess Als Kauffrau mit Berufsmatura: Jasmin Michel Als Kaufmann: Raphael Stierli Als Konstrukteur: Simon Cathomas Als Polymechaniker: Carlo Cortesi, Marco Engler, Michael Riedi Als Zugbegleiter/innen: Stefan Decasper, Ursina Gringer, Ilona Grünenfelder, Lea Anna Hermann, Simona Jordan, Antje Katrin Schaniel Alle 35 Lernenden der Rhätischen Bahn haben dieses Jahr die Lehrabschlussprüfungen mit Erfolg bestanden. Herzliche Gratulation.


DAMALS VOR 30 JAHREN 40

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DIESELTRIEBWAGEN CFM 2/2 150 41

Von Gian Brüngger Vor sechzig Jahren sind nicht nur die ersten vier Ge 4/4 I 601 – 604 in Betrieb gekommen, sondern auch ein kaum bekannter Sonderling. Seit der Elektrifizierung der Furka-Oberalp Bahn im Jahre 1941 standen zwei BenzinTriebwagen CFmh 2/2 21 und 22 herum, ohne dass sie noch eingesetzt wurden. Um bei Behebungen von Fahrleitungsstörungen und zu Bahndienstzwecken bei Lokomotivmangel auf die ständige unter Druckhaltung von Dampflokomotiven verzichten zu können, kaufte die RhB den CFmh 2/2 22 von der FO und stationierte ihn zunächst in Landquart. Der Übernahmepreis betrug im Jahre 1947 Fr. 19 000.–.

BFm 2/2 150 um 1958 in Landquart. Foto: Walter Trüeb.

Die Vorgeschichte dieser beiden Benzin-Triebwagen begann im Jahre 1924, als die nicht fertiggestellte Brig – Furka – Disentis Bahn (BFD) vor dem Konkurs stand. Touristikerkreise in Graubünden, Wallis und in der Gegend um den Genfersee schlossen sich zusammen und gründeten ein Komitee mit dem Ziel, die damals für fast 40 Millionen Franken begonnene Alpenbahn nicht abbrechen zu lassen. Die Bündner Regierung und die RhB waren sehr an der Aufrechterhaltung und Betriebseröffnung dieser Strecke interessiert und setzten sich dafür ein, dass wenigstens die Oberalp-Strecke die bis Kriegsausbruch im Jahre 1914 nicht mehr fertiggestellt werden konnte und nachher langsam dem Verfall preisgegeben war,

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zu übernehmen und mindestens die Strecke Disentis – Sedrun ganzjährig zu betreiben. Aus diesem Grunde begann die RhB mit dem Ausbau der Oberalpstrecke und bestellte bei der SLM in Winterthur Projektstudien für zwei Benzin-Triebwagen CFmh 2/2. Unterdessen zeigte sich von Seiten der welschen Schweiz und des Bundes Interesse für die Erhaltung und die Vollendung der Strecke über den Furka. Am 17. April 1925 entstand dann in Brig die neue Gesellschaft Furka-Oberalp Bahn (FO), an welcher nebst der Visp – Zermatt Bahn (VZ) und Schöllenenbahn (SchB) auch die RhB beteiligt war. Die von der RhB begonnene Fertigstellung der Oberalpstrecke führte ihr Oberingenieur Bernasconi durch. Die FO verfolgte das von der RhB in Auftrag gegebene Projekt von Benzin-Triebwagen bei der SLM weiter und bestellte diese schliesslich im Jahre 1926. Ursprünglich als BCmh 2/2 21 – 22 geliefert, erhielten sie im Jahre 1934 anstelle des früheren Zweiklassabteils einen Gepäck- und Postraum. Ihr Einsatz beschränkte sich hauptsächlich, während der schwachen Verkehrszeit auf die Linien Brig – Oberwald und Disentis – Sedrun. Da die Erfahrungen mit solchen Fahrzeugen noch sehr klein waren, mussten sie oft wegen Störungen ausser Betrieb genommen werden. Wenn der Betrieb das Anhängen eines Wagens erforderte, waren sie schon überfordert und konnten nur mit reduzierter Geschwindigkeit und erheblichem Fahrzeitverlust verkehren oder sie mussten durch eine Dampflokomotive ersetzt werden.

Serie Nummer CFm 2/2 150

SLM-Nr. 3207

Inbetriebn. Mutationen Zeichn. 12.03.1947 fr. FO CFmh 2/2 22 von 1927, 1950 CFm 2/2 150, 1956 BFm 2/2 150, 1960 ausrangiert, Kasten Pfadiheim Domat/Ems, 1975 Abbruch


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Technische Daten: Bauart: Sitzplätze 3. Klasse Gepäckraum Fläche: Ladegewicht: Länge über Puffer: Grösster Radstand: Triebraddurchmesser: Triebmotortyp: Anzahl Motoren: Leistung pro Motor: Betriebsstoff: Umdrehungen:

B bm 24 2.6 m2 1t 11 080 mm 3800 mm 795 mm Scintilla 1 110 kW (150 PS) Benzin 1200 U/min.

Anzahl Zylinder: Zylinderbohrung: Kolbenhub: Übersetzungsverhältnis:

Leistungsübertragung: Dienstgewicht: Reibungsgewicht: Höchstgeschwindigkeit: Ankaufspreis:

Beschreibung des Triebwagens

Der Dieseltriebwagen 150 neben dem Schneepflug 9104 in Landquart – im «Ruhestand», 1960. Foto: Peter Willen.

Der von der SIG Neuhausen gelieferte Wagenkasten erhielt an beiden Enden einen geräumigen Führerstand, welcher im unbesetzten Zustand auch als Gepäck- und Postraum dienen konnte. Im Führerstand I war zudem ein Abort untergebracht. Zwei Personenabteile enthielten einen 3. Klasseraum mit 24 Sitzplätzen in den damals üblichen Lattenholzsitzen. Anstelle des früheren 2. Klasseabteils hatte bereits die FO ein Gepäck- und Postabteil mit Aussentüren eingebaut. Eine seitlich angeordnete Türe ermöglichte den Übergang vom Triebwagen zu den Anhängewagen. Vor dem Bedienungspult des Führers ermöglichte ein breites Fenster die Sicht auf die Strecke, während seitlich nur die eingelassenen, nach aussen zu öffnenden Flügeltüren Fenster

2 x 4 waagrecht 140 mm 170 mm 1 :15 000 1 : 9000 1 : 5100 1 : 3000 mechanisch 17.1 t 16.7 t 45 km/h Fr. 19 631.–

enthielten. Der Kasten war auf dem von der SLM gebauten Untergestell aufgesetzt. Zwischen den beiden Triebachsen war der Triebmotor, als achtzylindrischer Boxermotor ausgebildet, liegend eingebaut. Als Stufengetriebe diente ein vierstufiges Ölgetriebe, welches bei maximaler Drehzahl Geschwindigkeiten von 8,5/14/26 und 43 km/h ergab. Das nachgeschaltete Wendegetriebe war über Klauenkupplungen zu bedienen, von dessen Sekundärwelle aus die beiden Achsantriebe über Kardawelle angetrieben wurden.

Einsatz, Betriebserfahrungen und Verbesserungen Nach Übernahme von der FO entfernte vorerst die Hauptwerkstätte Landquart nur Antriebsund Bremszahnrad und änderte die Firmenabkürzung in RhB. Das Fahrzeug gelangte dann vorwiegend zusammen mit einem Turmwagen X 9010 oder 9011 (ehemaliger Gepäckwagen, mit auf dem Dach gesetzten Turm für Arbeiten am Fahrdraht) für den Fahrleitungsdienst im Einsatz. Als Personentriebwagen wurde er selten eingesetzt. Die höchsten Kilometerleistungen hatte der Wagen im Lawinenwinter 1950/1951, wo er eine Zeit lang bis zur Wiederinstandstellung der durch Lawinen zerstörten Fahrleitung den gesamten Verkehr auf der Strecke Davos – Filisur bewältigte. Nach diesem Einsatz waren einige Störungen hauptsächlich im Kühlwassersystem aufgetreten, die eine Revision in der HW Landquart nötig machten. Das Fahrzeug wurde total überholt und erhielt den neuen grünen Anstrich. Bisher behielt es das bei der FO übliche dunkelrot.


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Die ehemalige Betriebsnummer 22 tauschte man im Jahre 1950 durch die Nr. 150. Nach der Revision, die Fr. 2800.– kostete erfolgte am 22. März 1951 eine Probefahrt von Landquart nach Grüsch und die Übergabe des Fahrzeuges an das Depot Landquart, welches ihn bei abgeschalteter Fahrleitung für Spätzüge im Prättigau einsetzte. Nach nochmaliger Reparatur im Herbst übergab man im Dezember 1951 das Fahrzeug dem Depot Sand. Der Einsatz auf der Chur – Arosa Linie brachte aber verschiedene Unzulänglichkeiten am Fahrzeug, namentlich am Benzinmotor, zum Vorschein. Der Triebstoffverbrauch für eine Fahrt Chur – Arosa und zurück, kostete Fr. 30.–.

Die letzten Jahre verbrachte er als Heim der Pfadi Domat/Ems. Foto: Peter Willen

Im Mai 1952 prüfte die Direktion deshalb drei Möglichkeiten, wie das Fahrzeug am zweckmässigsten umzubauen wäre.

des Sommers in Zernez und führte bei abgeschalteter Fahrleitung Baudienstzüge. Über das Wochenende weilte es zum Unterhalt im

1) Reparatur des bestehenden Benzinmotors Reparatur von 1 – 2 defekten Zylinderblöcken, Offerte SLM 13.3.52 Diverse Nebenventile, Aus- und Einbau, Kontrolle Totalkosten

Fr. 5000.– Fr. 1500.– Fr. 6500.–

2a) Einbau eines neuen 150 PS-Dieselmotors geeigneter Ausführung Dieselmotor Typ «Hercules» Einbaukosten inkl. diverse Anpassungsarbeiten Zusätzliches Material, Unvorgesehenes Totalkosten

Fr. Fr. Fr. Fr.

2b) Einbau eines neuen Benzinmotors gemäss Offerte «Hercules» ca. Fr. 10 000.– billiger Totalkosten

Fr. 35 000.–

26 000.– 14 000.– 5000.– 45 000.–

3) Ausrangierung des Fahrzeuges. Da dieses im Jahre 1947 zum Preis von Fr. 19 631.– aus dem Bestand der FO übernommen wurde, müsste der Wagen nun ganz abgeschrieben werden, was erforderte. Fr. 5632.–

Nach reiflicher Überlegung fiel der Entscheid, den Benzinmotor zu reparieren, da es sich um das einzige, für den Personentransport geeignete Aushilfsfahrzeug im Falle von Störungen handle. Ein wesentlicher Vorteil bildete die unbehinderte Fahrmöglichkeit in beide Richtungen. Trotz dieser Reparatur, die den Stillstand des Fahrzeuges bis zum 1. Dezember 1954 zur Folge hatte, kam es nicht mehr viel zum Einsatz. Im Jahre 1956 stand der nun zum BFm 2/2 150 umbezeichnete Triebwagen während

Depot Samedan. Nachdem sich seine Störanfälligkeit nach jedem Einsatz steigerte und der Fahrleitungsdienst im Jahre 1958 einen zweiten modernen Fahrleitungsturmwagen Xm 2/2 9915 erhielt, stellte man den BFm 2/2 150 ab. Seit Inbetriebnahme im Jahre 1947 hatte er ganze 2‘287 km zurückgelegt, was der Wochenleistung einer elektrischen Lokomotive auf dem Stammnetz entspricht. Der Wagenkasten fand in der Nähe von Domat/ Ems für ein Pfadiheim eine weitere Verwendung, wo er bis im Jahre 1975 stand.

Kilometerleistungen: 1947 1948 1949 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 Total RhB

24 0 84 701 994 0 0 82 218 156 0 28 0

km km km km km km km km km km km km km

2287 km


UNSERE PARTNER: HUG ENGINEERING AG

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Von Walter Frei

Unsere Umweltbelastung ist längst nicht mehr nur bei den grünen Politikern ein Dauerthema. Auch in der Familie wird die Belastung unserer Umwelt immer öfter diskutiert. Die junge Generation ist dank der Bildung, den Medien und dem Internet sehr gut informiert. Auch im Geschäftsbereich kann kaum eine Produktionsfirma diesem Thema ausweichen. Und was machen die Touristiker? Auch hier gilt es umweltschonende Welten und Angebote zu schaffen, welche dann auf dem Markt entsprechend kommuniziert und vermarktet werden. Dieses Thema griff Walter Frei auf und sprach mit Urs Meuwly, Leiter Marketing und Verkauf der Hug Engineering AG in Elsau.

Die Fertigung der Filtergehäuse bei uns im Hause.

Ihre Firma baut eigens für Schienenfahrzeuge entwickelte Abgasreinigungssysteme. Wie ist Ihre Firma entstanden? Entstanden ist die Firma 1983 mit Hans-Thomas Hug als Ein-Mann-Firma. Heute ist Hug Engineering ein erfolgreiches und innovatives Unternehmen mit circa 230 Mitarbeitern und Niederlassungen in Deutschland, England, Frankreich und Italien. Ein Netz von selbstständigen Vertretern gehört ebenfalls dazu sowie auch das Metallbauunternehmen H+S in Winterthur und die Hug Infra.

Was zeichnet ihre Produkte aus, was macht sie so einmalig? Können Sie uns den Vorgang so erklären, dass dies auch unsere Leser verstehen? Unser Erfolgsrezept ist die Produktion im eigenen Haus sowie unser hoher Qualitätsanspruch und natürlich auch das über Jahre gewachsene Know-how. Von der Entwicklung über die Produktion jeder einzelnen Komponente findet alles in Elsau bei Winterthur statt. Dies ermöglicht es uns, kundenindividuelle Lösungen mit aufeinander abgestimmten Komponenten anzubieten.

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eine rückstandfreie Abbrennung der Russpartikel

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Unsere Produkte sind deshalb so begehrt, da wir eine rückstandsfreie Abbrennung der Russpartikel gewährleisten können – auch und gerade bei geringen Temperaturen. Neben Russ wird auch noch das im Abgas immer noch vorhandene Kohlenmonoxid sowie die unverbrannten Kohlenwasserstoffe von einem nachgeschalteten Oxi-Katalysator beseitigt. Und auch Stickoxide können wir beseitigen, indem wir das SCR Verfahren (selektive katalytische Reduktion) anwenden. Hier wird ab ca. 170 Grad eine wässrige Harnstofflösung eingespritzt, die im Abgas zu Ammoniak umgewandelt wird und die Stickoxide über den Katalysator zu ungefährlichem Wasserdampf und Stickstoff umwandelt. Ja, klar, ist doch logisch! Vielleicht einige Zahlen bezüglich der Verbesserung oder Reinheit der abgehenden Luft. Mit unseren Produkten können wir Russpartikel und auch Nanopartikel (Kleinstpartikel) bis zu 99 % abscheiden. Kohlenmonoxid und die unverbrannten Wasserstoffe können mit unseren Produkten je nach Einsatz bis zu


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Firmengebäude in Elsau, rechts ein Teil des Produktionsgebäudes.

99.9 % eliminiert werden. Stickoxide mit dem SCR Verfahren werden je nach Motor und Brennstoff um 99.9% verringert.

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Mit unseren Produkten können wir Russpartikel und auch Nanopartikel bis zu 99 % abscheiden

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Bestimmt sind wir Bündner nicht Ihr einziger Partner. Produzieren Sie nur für den Schweizer Markt oder exportieren Sie auch in andere Länder? Welches sind andere Grosskunden? Circa 5 % unseres Umsatzes werden in der Schweiz erwirtschaftet, der Rest mit ausländischen Kunden. Unsere Hauptmärkte sind vor allem Europa, die USA und Asien. Um nur einige wichtige Kunden zu nennen, so sind dies: SBB, Zürichseeschifffahrt, Wärtsilä, MAN, MTU, Caterpillar, Jenbacher, Deutz. Welches sind weitere Angebotsprodukte? Unser Unternehmensslogan lautet: «Wir reinigen Abgase». Das betrifft Abgase im Bereich Schienenfahrzeuge, aber auch Abgase bei weiteren «mobilen» Motoren wie z. B. Baumaschinen, Schifffahrt, Luxusyachten, Bussen, etc.

Produktion der SiC Filterwaben.

Gerade im stationären Bereich liegt unser Steckenpferd. Hier rüsten wir Grossanlagen, wie Motorenkraftwerke, BHKW-Treibhausanlagen, Kesselanalgen etc. mit unseren Produkten und Lösungen um.

Ich danke Ihnen, Herr Meuwly ganz herzlich für dieses interessante und aufschlussreiche Gespräch und wünsche Ihrer Firma weiterhin ein gesundes Arbeitsklima, Innovationsfreude und natürlich viel Erfolg.

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NEUES IN KÜRZE 46

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Künstlerische Rangiermeister Text von Patricia Demarmels Foto von Walter Frei

Am 15. Mai 2007 fand das erste Rangiermeister-Treffen der Region Agglo Chur/Surselva statt. Nebst dem Austausch untereinander war dann noch künstlerisches Geschick gefragt. Es ging darum, mit einzelnen, unterschiedlich oft geknüpften Schnüren die Kontur der Region zu konstruieren. Wie das Foto beweist, ist dies jedoch ganz gut gelungen. Von links nach rechts: Walter Caspescha Rm Thusis, Urs Michael Rm Arosa, Guido Bundi Rm Ilanz, Daniel Brühwiler Rm Landquart, Ruedi Bezzola Rm Untervaz, Markus Weder Rm Landquart, René Gredig Rm Chur Arosafeld, Eduard Roffler Rm Landquart, Christian Schuoler Rm Disentis/M., Patricia Demarmels L P-CS.

BLS-Besuch vom 29. August 2007 Von Andreas Bass

Am 28. und 29. August 2007 hat die Geschäftsleitung der BLS einen Besuch bei der RhB abgestattet. Dabei wurden zwischen den Geschäftsleitungen Erfahrungen und Informationen zu strategischen Projekten ausgetauscht. Der gemütliche Teil des Treffens fand auf einem Ausflug im Nostalgiespeisewagen nach Davos mit abschliessendem Besuch der Hauptwerkstätte der RhB in Landquart statt.

Dankeschön Von André Müller

Ich möchte es nicht unterlassen, Ihnen für die gelungene Zeitschrift zu danken. Auch danke ich meinen beiden Lehrlokführern, Markus Putzi (Chur) und Claudio Candrian (Landquart) für die lehrreiche und interessante Ausbildung zum Lokführer. Nun hatte ich am 21. August 2007 den letzten Arbeitstag bei der RhB. Es bleiben mir viele gute Erfahrungen und Erinnerungen an die schöne Zeit, die ich hier im Bündnerland und am Schluss im Engadin verbringen und erleben durfte. Alles Gute in der Zu(g)kunft.


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Neu-Pensionist Wolfgang Krebs auf Abschiedstour Von Peider Härtli

Am 31. August 2007 hat sich Wolfgang Krebs (65) mit Freunden und auch ein bisschen mit Freuden als Journalist von «seinen» Bahnen MGB und RhB verabschiedet. Wie es sich gehört, natürlich im Glacier Express, 1. Klasse. Der Abschied soll jedoch nicht ganz endgültig sein, wie dem nachfolgenden Briefauszug von Erwin Rutishauser zur Pensionierung von W.K. zu entnehmen ist: «… Für die Zeit als «Rentnerjournalist» wünsche ich Ihnen alles Gute und beste Gesundheit, verbunden mit der Hoffnung, dass Sie das Schreibzeug nicht endgültig beiseite legen werden. Stoff für interessante Geschichten finden Sie bei der RhB auch in Zukunft immer wieder …»

V.l.n.r.: Sandra Beeli, Gabi Andenmatten, Bruno Steiner, Georgette Anthamatten, Peter Thieser, Wolfgang Krebs, Thomas Baumgartner und Peider Härtli.

Grüsse aus Griechenland Text von Peider Härtli Bild von Jean-Rudolf Sutter Wer mag sich nicht mehr daran erinnern: Die Rhätische Bahn durfte im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 in Athen im Auftrag der Firma Stadler Altenrhein Fahrzeuge der griechischen Staatseisenbahn OSE ausrüsten, bzw. fertig montieren. Zahlreiche Beweise, dass diese GTWFahrzeuge auch heute noch rege in Betrieb sind hat Jean-Rudolf Sutter mit seiner Camera festgehalten und sie für uns zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank! Kanal von Korinth.

Das Jahrhundertdatum Von Ueli Brunner 07.07.07 – Per Zufall druckte ich beim Prüfen des Entwerters die Schnapszahl.


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Auf Entdeckungsreise Von Ernst Demonti

Am 13. Mai 2007 entdeckte der Streckenwärter Vincenza Demonti bei Alp Grüm diese Viper auf Entdeckungsreise Richtung Kreisviadukt. Anmerkung der Redaktion: Wie schon Jürgen Fliege seinen Interviewpartner fragte: «Sie sagen der Schlangenbiss war tödlich, wie tödlich?»

Fürhörnli Von Peider Härtli

Gipfelstürmer unter sich: v.l.n.r. Rico Fuchs, Peider Härtli, Walter Järmann.

Im Prinzip begann alles relativ harmlos. Rico Fuchs traf mich in der Stadt und stellte so beiläufig fest, dass das Wetter prächtig sei und es eigentlich eine Schande sei, bei diesen Temperaturen in der Stadt zu schmachten. Was ich auch ganz artig bejahte. Damit hatte er mich gleich über den Tisch gezogen, bzw hatte ich ziemlich leichtsinnig mein Einverständnis gegeben, am nächsten Tag das Fürhörnli zu besteigen. Da ich aus dieser Nummer nicht mehr herrausfand, habe ich dasselbe Spiel mit Walter Järmann getrieben, welcher allerdings nicht schwer für diese (Tor-) Tour zu überzeugen war. Wie das Bild unschwer zeigt, haben wir den Ausblick auf die Stadt Chur - mutig und hart am Abgrund - in vollen Zügen genossen.

Verkehrte Welt Text von der Redaktion Bild von Andreas Bass

Jahrelang glaubte sein Umfeld, dass er als topfiter Biker die Rampen hochkraxle um schliesslich die Sausefahrt ins Tal zu geniessen. Weit gefehlt, dank der aufmerksamen Beobachtung von Andreas Bass flog der Schwindel auf. Klar erkennbar (siehe Pfeil) zeigt das Bild Geni Rohner beim gemütlichen Aufstieg von Chur nach Arosa – im Railrider.


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SWR-Interview Von Peider Härtli Kürzlich befand sich der bekannte Profifilmer Raphael Suder wieder einmal auf unserem Bahnnetz. Sein Auftrag war, neue Bilder vom Glacier Express für den TV-Sender SWR (Eisenbahn Romantik mit Hagen von Ortloff ) zu drehen sowie Aufnahmen vom Krokodil für den EK-Verlag zu realisieren. Als Interviewpartner durfte er dabei auf Willy Hartmann (Krokodil) sowie Markus Frei von der RailGourmino swissAlps und mich zählen. Wir warten gespannt auf die Filme!

Veolia Von Sandra Beeli

Die am 14. Mai 2007 angelieferten Züge der holländischen Veolia Transport (NL) verlassen nach und nach die Werkstätten der Rhätischen Bahn in Landquart.

Illuminazione am Kreisviadukt Text von Peider Härtli Bild von Giorgio Murbach Der 20. Juni 2007 war weltweit dem Schicksal der Flüchtlinge gewidmet. Zusammen mit dem Lichtkünstler Gerry Hofstetter beleuchtet darum das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) am Mittwoch vier Brücken in blauer Farbe, darunter auch unser Kreisviadukt in Brusio. Als «Zugabe» kreierte Gerry Hofstetter gleich noch weitere Sujets mit engem Bezug zur RhB – im Bild die Botschaft zur UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina».

Voll im Focus von Raphael’s Camera: Peider Härtli (links) und Markus Frei.


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Geburtstagsfahrt ins Blaue Text von Geni Rohner Fotos von Sylvia Heldstab

Ein nicht alltäglicher Extrazug erwartete eine illustre Geburtstagsgesellschaft am 27. Juli 2007 im Bahnhof Chur. Zur Überraschung aller geladenen Gäste verkehrte wieder einmal die Ge 2/4 Nr. 222 mit den drei Zweiachsern «Filisurer-Stübli», «Rhätia-Stübli» und «C 2012». Die «222» gehört zur ersten Generation von Elektrolokomotiven, die die RhB im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung der Linie Bever – Scuol im Frühjahr 1913 bestellte. Sieben Maschinen des Typs Ge 2/4 wurden durch die Schweizerische Lokomotivfabrik Winterthur (SLM) nach Graubünden geliefert. Der Reiseauftakt erfolgte bei einem ausgiebigen Aperitif im «Rhätia Stübli». Die gemütliche «Fahrt ins Blaue» endete jedoch bereits in Malans im Stumpengeleise … Bei einem schmackhaften Risotto wurde im «Filisurer-Stübli» ein kurzweiliger Abend gefeiert. Ein Geheimtipp zum Weitersagen: Für kleine Geburtstagsgesellschaften eignet sich diese historische Zugskomposition bestens! Ein Prosit auf das Geburtstagskind Willy Hochstrasser.

Gründung UNESCO-Trägerverein Von Peider Härtli

Die UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina» hat ein weiteres Etappenziel erreicht. Am Mittwoch, 13. Juni 2007, wurde unter Leitung von Regierungsrat Hans-Jörg Trachsel der Trägerverein UNESCO Welterbe Rhätische Bahn (RhB) gegründet. Der Verein bezweckt die Koordination aller Institutionen, die sich mit dem Erhalt und der Weiterentwicklung des Welterbes beschäftigen. Die stimmberechtigten Mitglieder sind gemäss Statuten der Bund, der Kanton Graubünden, die Provinz Sondrio, die RhB und die Gemeinden im Perimeter des Welterbes. Die Mitgliedschaft steht auch weiteren Organisationen und Personen offen. Die Geschäftsstelle des Vereins ist bei der RhB angegliedert. Erwin Rutishauser, Beat Ryffel und Hansjörg Trachsel.


PERSONALCHRONIK VOM 2. JUNI – 1. SEPTEMBER 2007 Eintritte

Monika Angelini-Flütsch Marc Bless Riet Carnot Renzo Casanova Tanja Fiala Claudia Frech Jacques Hefti Daniel Hobi Luzia Koller Jasmin Michel Daniel Müller Ramon Pazos Valeria Pola Reto Sidler Somer Tetik Duri Valentin Marianne Wyss

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als Aushilfe, St. Moritz als Praktikant, Ilanz als Lokführer, Scuol als Betriebsangestellter, Landquart als Bereichspersonalleiterin, Landquart als Praktikantin, Chur als Leiter Vertrieb und Marketing, Chur als Betriebsangestellter, Landquart als Aushilfe/Bd, Samedan als Aushilfe, Chur als Sachbearbeiter, Chur als Betriebsangestellter/Kranführer, GUZ Landquart als Praktikantin, St. Moritz als Leiter Fachbereich, Landquart als Praktikant, Chur als Rangiermitarbeiter Holzkutscher, Ems-Vial (Stallinger) als Aushilfe Verkauf, Pontresina

Herzlich willkommen!

Austritte

Sandro Arpagaus Ana Barna Ralph Andrea Basig David Bättig Annina Bearth André Brugger Daniel Bürgi Suseeladevi Dharmendrarajah Adrian Derungs Raphael Eggenberger Peter Flütsch Daniela Gartmann Sandro Geronimi Johann Grond Michael Grond Marlies Gruber-Obrist Isabel Pestana Guia Alface Anita Hänni Andreas Martin Hege Lea Anna Hermann Diana Hofstetter Andrea Hosang Florian Hunger Nazmije Ismaili Gunasundary Jeyagopy Ursula Joos Simona Jordan Phaithoon Kaewwong Casanova

Lernender Bahnbetriebsdisponent, Scuol-T. Kondukteuse, Chur Kaufmännischer Angestellter, Chur Praktikant, St. Moritz Praktikantin, Davos Platz Leiter Produktmanagement, Chur Lokführer, Samedan Raumpflegerin, Chur Bahnbetriebsdisponent, Untervaz Lernender Zugbegleiter, Samedan Spezialhandwerker, Landquart Lernende Bahnbetriebsdisponentin, Samedan Bahnbetriebsdisponent, Samedan Spezialhandwerker, Landquart Fahrdienstleiter, Landquart Raumpflegerin, Landquart Raumpflegerin, Chur Bahnbetriebsdisponentin, Davos Dorf Spezialhandwerker, Landquart Lernende Zugbegleiterin, Samedan Leiterin GB Vertrieb, Chur Bahnbetriebsdisponentin, Disentis/M. Bahnbetriebsdisponent, Davos Platz Raumpflegerin Aushilfe, Landquart Raumpflegerin Aushilfe, Landquart Sachbearbeiterin, Chur Lernende Zugbegleiterin, Samedan Raumpflegerin, Landquart


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Andreas Liechti Jodoc Livers Fridolin Luchsinger Adrian Lutz Fabio Lutz Astrid Marty André Müller Sarah Neuenschwander Tobias Neuenschwander Michael Nyffenegger Selina Poltera Katja Raguth Tscharner Ugo Raselli Sandra Roth Sylvia Rusch Gerhard Sägesser Elisabeth Schlosser-Caluori Lisette Schmidt Monika Schneller Katrin Schnider Charlotte Sommerhalder Khanthong Sourintha Angela Stoffel Florian Stricker Thomas Täschler Devaki Vijayasingam

Schaltwärter, Samedan Lernender Bahnbetriebsdisponent, Davos Platz Schaltwärter, Landquart Spezialhandwerker, Landquart Fahrdienstleiter, Landquart Lernende Bahnbetriebsdisponentin, Davos Dorf Lokführer, Samedan Kondukteuse, Samedan Lernender Bahnbetriebsdisponent, St. Moritz Bahnbetriebsdisponent/Kondukteur, Samedan Lernende Bahnbetriebsdisponentin, Bergün/Br. Kondukteuse, Chur Spezialhandwerker, Poschiavo Bahnbetriebsdisponentin, Scuol-T. Praktikantin, Chur Leiter Dienstbereich, Chur Raumpflegerin, Chur Sprachlehrerin, Landquart Sprachlehrerin, Landquart Bahnbetriebsdisponentin, Arosa Raumpflegerin, Chur Raumpflegerin, Chur Bahnbetriebsdisponentin, Thusis Leiter Berufsschule, Landquart Kondukteur, Samedan Raumpflegerin, Landquart

Alles Gute für die Zukunft!

Pensionierungen

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Julius Cagienard, Gleismonteur, Ilanz Rolf Dietisheim, Zugführer, Davos Platz Heinrich Felix, Gruppenleiter, Samedan Anton Gadola, Gruppenleiter, Ilanz Robert Hobi, Spezialmonteur, Landquart Gion Melchior, Zugführer, Samedan Martin Mutzner, Lagermeister, Landquart Dumeng Zanchetti, Stationsangestellter, Sagliains

Alles Gute im Ruhestand!


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Beförderungen und Ernennungen Pero Babic Stojan Nikic José Oliveira Ferreira

Betriebsangestellter Vorarbeiter Rangierdienst Vorarbeiter Rangierdienst

zum Vorarbeiter Rangierdienst, St. Moritz zum Rangiermeister, St. Moritz zum Rangiermeister, Landquart

Herzlichen Glückwunsch!

25 Dienstjahre

Gion Rudolf Caprez, Lokführer, Chur Markus Just, Lagerist, Landquart Martin Klaas, Rangiermeister, Davos Platz Franco Rinaldi, Betriebsangestellter, Tirano Leonhard Senti, Leiter Dienstbereich, Chur

Herzlichen Glückwunsch!

40 Dienstjahre

Felix Hälg

Peter Jecklin

Martin Mutzner

Handwerker, Landquart

Mitarbeiter Kundendienst, Schiers

Lagermeister, Landquart

Herzlichen Glückwunsch!


NACHRUFE 54

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Ausgesprochene Freude bereitete Fredi Stalder das Grillieren. Oft war er an einem der kleinen Seen in Morteratsch anzutreffen. Bevor das Parkhaus Serletta gebaut wurde, traf man ihn nach Feierabend meist an der Grillstelle beim Prellbock, wo er sich über jeden, der ihm dort Gesellschaft leistete, freute. Im Verstorbenen haben wir einen verantwortungsvollen und zuverlässigen Mitarbeiter verloren, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Seinen Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.

P-ENG / ew P-ENG-SM / za

Alfred Stalder ✞ Am 16. Juni 2007 verstarb unser Mitarbeiter Fredi Stalder im Alter von nur 38 Jahren völlig unerwartet an einem Hirnschlag. Sein plötzlicher Tod hat uns tief getroffen und hinterlässt im Team eine grosse Lücke. Fredi Stalder wurde am 14. Juli 1969 in Richterswil geboren. Er hatte eine ältere Schwester und einen älteren Bruder. Nach der Schulzeit absolvierte er 1986 eine Anlehre zum Dachdecker. 1988 begann er seine Ausbildung zum Betriebsangestellten bei den SBB. Von 1990 bis 1993 arbeitete er in Erstfeld. Im März 1993 trat Fredi Stalder bei der RhB ein. Seine Arbeit machte ihm Spass, ob als Rangierer, Traktorführer oder im Gepäck- und Unterhaltsdienst, er leistete grossartige Arbeit. Vor allem das Fahren mit dem Rangiertraktor liebte er und konnte dies auch sehr gut. Seine Zuverlässigkeit, seine Eigeninitiative und seine Einsatzbereitschaft waren vorbildlich. Er war stets guter Laune und schaffte, es auch in hektischen Situationen seinen Humor nicht zu verlieren. Seine freundliche, aufgestellte und loyale Art machte ihn zu einem beliebten Mitarbeiter bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten. In seiner Freizeit beschäftigte sich Fredi Stalder oft mit seinem Computer. Gerne besuchte er an arbeitsfreien Tagen auch seine Freunde und Bekannten im Unterland, ganz besonders seinen Göttibub, mit dem er Ausflüge unternahm.


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in der Natur draussen musste er sein. Einige Jahre liess sich Ueli auch von seinem treuen Hund bei den Begehungen begleiten. Dass Ueli einen optimalen Gleis- und Bergschritt hatte, bemerkte man spätestens, wenn man ihn zur Quellen- und Brunnenkontrolle auf Gotschnaboda begleiten musste. Auch bei den vielen Zäunungsarbeiten kamen ihm seine früheren Älplereinsätze zugute.

Ueli Gabathuler ✞ Die Stimme von Diensttelefon 993 235 «Ueli Laret» ist verstummt. Diesen Zungenbrecher beherrschte nur Ueli, der am Sonntagmorgen des 12.08.2007 von seinem Krebsleiden erlöst wurde. Im Herbst 2001 war ein Geschwür an seiner Lippe ausgebrochen. Seither hatte Ueli meist nur noch zu leiden. Einige Operationen und Chemotherapien hielten ihn längere Zeit von seiner geliebten Arbeit fern. Nach dem Entscheid der Ärzte, Ueli dürfe nicht mehr auf dem Geleise arbeiten, war er glücklich, der EA-SA als Allrounder seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen zu können. Die letzten Ferien verbrachte Ueli noch in Holland, wo es ihm die Windräder angetan hatten. Die sind auch rastlos! Doch zur Arbeit zurückkehren liess sein Gesundheitszustand nicht mehr zu.

24 Jahre durften wir auf Uelis fleissige Hände zählen Nie war ihm etwas zuviel. Konnten die Winter noch so hart sein, stets war er am richtigen Ort zum Einsatz bereit. Immer wieder hatte unser Ueli eine Hand frei, wenn Not am Mann war. Wer mit Ueli arbeiten durfte oder musste, bekam öfter das Gefühl, neben ihm arbeite ein kleiner Bagger. Als Streckenwärter fühlte er sich pudelwohl bei jedem Wetter, einfach

An manchen Feiern und Festen war der Verstorbene mit Herzblut dabei. Man darf wohl sagen, Ueli Laret war eines der letzten Originale, von denen es heute leider nur noch wenige gibt. Wer erinnert sich nicht an diverse Geschichten: wie «Di Fadegrad», «Dia erscht Reis uf Kanada», «zurück vom Vereina», «Admirals Weihnachtsfeier», «Ueli der Störmetzger» usw. Jeder, der Ueli ein wenig kannte oder ein Teilstück seines Weges mit ihm ging, kann einiges von seinen guten Taten erzählen. Natürlich hat er einen auch hie und da geärgert. Doch bei seinen übermässigen Einsätzen für seine RhB durfte er auch mal anecken. Bekannt ist auch sein Sprachtalent. Als er in Brig bei den Unwettern aushelfen durfte, hatte er nach drei Tagen nur noch Walliserdialekt gesprochen. Dasselbe passierte, wenn er mit Südtirolern, oder St. Galler Oberländern arbeitete, sofort eignete er sich deren Dialekte an. Leider ging die schöne, intensive Zeit mit unserem Ueli abrupt zu Ende. Behalten wir den Verstorbenen als Original «Ueli Laret» in Erinnerung.

Bernhard Bösch Bm Davos

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IR 03/2007

ein guter Snowboarder und spielte äusserst gerne Unihockey. Seine ganz grosse Leidenschaft war aber die Hochjagd. Zeit seines kurzen Lebens blieb Armin Luck mit dem Prättigau und seiner Heimat St. Antönien immer stark verbunden. Der grosse Trauerzug, der ihn auf seinem letzten Weg zum Friedhof begleitete, hat gezeigt, dass er weit über die Region hinaus sehr beliebt und geschätzt war. Wir verlieren mit ihm einen unvergesslichen, zuverlässigen und verantwortungsbewussten Freund und Mitarbeiter, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Seinen Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid und wünschen ihnen für die schwere Zeit viel Kraft und Zuversicht.

Armin Luck ✞ Am 6. September 2007 verstarb unser Mitarbeiter Armin Luck im Alter von erst 30 Jahren an den Folgen eines tragischen Unfalls auf seiner geliebten Hochjagd. Sein Tod hat uns alle tief betroffen. Armin Luck wurde am 28. November 1976 in Schiers geboren. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seinem Bruder und seiner Schwester bei den Eltern in St. Antönien Ascharina, wo er auch die Schule besuchte. Am 1. August 1992 trat er in die RhB ein und absolvierte die Lehre als Betriebsangestellter in Landquart, Pontresina und Davos Dorf. Nach zwei Jahren, am 1. August 1994, startete er in Chur die Lehre als Kondukteur. In dieser Funktion war er auch in Samedan und Davos Platz tätig. Während acht Monaten absolvierte er im Jahre 2006 eine Stage im Bereich Marketing Services in Chur. Am 1. August 2006 wurde er zum Zugführer befördert. Seine Zielstrebigkeit war gross, und so packte er am 13. November 2006 seine zusätzliche Tätigkeit als Disponent im RCC Landquart an. Mit seiner ruhigen Wesensart und seinem Optimismus meisterte er auch hektische und kritische Situationen mit einem stillen Lächeln. Armin Luck war verheiratet, mit seiner Frau Mirjam hatte er eine Tochter und einen Sohn. In seiner Freizeit, die ihm nebst Beruf und Familie blieb, betrieb er viel Sport. So traf man ihn im Sommer oft auf Bergwanderungen und im Winter auf Skitouren an. Er war aber auch

A. Mügeli, Leiter Zugpersonal Nord


RhB IN-TEAM 57

25.05.2007

Lucien Moser, Bahnbetriebsangestellter, St. Moritz, mit Mirjam Horath

01.06.2007

René Arpagaus, Sachbearbeiter, Landquart, mit Barbara Bassler

02.06.2007

Diego Bonetti, Betriebsdisponent, Campocologno, mit Maria Luisa Escobar Castillo

04.06.2007

Cristiano Rossi, Betriebsangestellter, Poschiavo, mit Ana Guadalupe Cornejo

06.08.2007

Marco Kollegger, Betriebsdisponent, Samedan, mit Jomkwan Boonpan

08.06.2007

Armin Portmann, Lokführer, Scuol-Tarasp, mit Barbara Fried

10.08.2007

Christian Gadient, Chefmonteur, Landquart, mit Nadine Battaglia

11.08.2007

Su San Wee, Bahnbetriebsdisponentin, Arosa, mit Gian Riedi, Bahnbetriebsdisponent, Arosa

23.08.2007

Karl Ruggli, Lokführer, Landquart, mit Nadine Pizzolotto

30.04.2007

Leonie, des Philipp Meury, Lokführer, Samedan

12.05.2007

Lena, des Walter Cadosch, Gruppenleiter, Ilanz

22.05.2007

Fabian, des Stefan Graf, Visiteur, St. Moritz

26.05.2007

Mattia, des Roland Uetz, Sachbearbeiter, Chur

28.05.2007

Corina, des Michele Bondolfi, Spezialhandwerker, Poschiavo

01.06.2007

Layla, des Orlando Derungs, Leiter Fachbereich, Landquart

16.06.2007

Ayala Zoa, der Jasmin Caglia, Kondukteuse, Samedan

27.06.2007

Livio, des Vladan Felber-Miljkovic, Gleismonteur, Ilanz

23.07.2007

Nadja, des David Tarnutzer, Lokführer, Landquart

26.07.2007

Corsin, des Mario Gansner, Spezialhandwerker, Landquart

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SPONTAN 58

Felix Ulber Leiter Vertrieb Davos/Albula Davos Platz

Jolanda Picenoni Leiterin Verkauf Engadin St. Moritz

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Enzo Schäffeler Leiter Verkauf Surselva/Chur Ilanz

Ihre spontane Meinung ... … zum 2. Rang unseres Bündner Schwingers Stefan Fausch am Eidgenössischen in Aarau? Das war schon Klasse. Leider hat er dann gegen den besten Schwinger der Schweiz kapitulieren müssen.

Tolle Leistung. Und für uns Bündner ist Stefan Fausch trotz der Finalniederlage der geheime Schwingerkönig.

Erfolge soll man gebührend feiern …! Sport interessiert mich persönlich nur am Rande.

… zu einer möglichen Wiederwahl von Christoph Blocher? Muss nicht sein. Diese ewigen Druckversuche und Machtansprüche seiner Partei im Bundesrat gehen mir auf die Nerven.

Hunde, die bellen beissen nicht, und trotzdem sollte man sie keineswegs unterschätzen.

Na ja, meine Begeisterung würde sich in Grenzen halten.

… zu einer permanenten Werbebeleuchtung an unseren Viadukten? Als Symbole unserer langjährigen Eisenbahnkultur darf man diese herrlichen Bauten durchaus auch bei Nacht zeigen.

Würde ich gutheissen, sofern es sich um eine «reine» Beleuchtung handelt. Von kommerziellen Werbebeleuchtungen würde ich absehen.

Da Inszenierungen unserer Bahnstrecken grundsätzlich ein Thema sind finde ich dies keine schlechte Idee. Die Fotofans wären begeistert.

… zur Vermarktung des Bären in Graubünden? Bringt jetzt nichts mehr. Die Steinböcke werden den Bären überleben.

Als Werbegag, begrenzt auf wenige Sympathie-Aktionen, siehe Calanda BierWerbung, finde ich es gut und innovativ. Doch ich würde unser Markenzeichen, den Steinbock, dafür nicht opfern.

Zur neuen Markenstrategie von Graubünden passt der Bär nicht. Dieser wird in Bälde so alltäglich sein, das es sich kaum lohnen wird.

Informativ, umfassend, interessant, stimmt neugierig. Weiter so!

Spannend – auch meine Familie bekommt so doch einiges aus der RhB mit.

… zur InfoRetica? Lese ich meistens während des Mittagessens. Ist informativ und geschäftsübergreifend.


WORTSPIEL von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur IR 03/2007

Einige Brocken Slowenisch

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BLAGAJNA KASSE

JUHA SUPPE

CARINA ZOLLAMT CARINIK ZOELLNER CETRTEK DONNERSTAG

KOLIKO WIEVIEL KOPALNICA BADEZIMMER KRUH BROT

DANES HEUTE DESET ZEHN DESNO RECHTS DEVET NEUN DOBROJUTRO DVA ZWEI

LEVO

ENA EINS ENKRAT

EINMAL

HVALA DANKE

LINKS

MINERALNA VODA MINERALWASSER MLEKA MILCH GUTEN TAG

NA SVIDENJE AUF WIEDERSEHEN NEVARNO GEFAEHRLICH OSEM ACHT PET FUENF PETEK FREITAG

PIVO BIER POL HALB PONEDELJEK MONTAG POPOLDNE NACHMITTAGS POSTAJA BAHNHOF POZOR ACHTUNG PRAZNIK FEIERTAG PRIHOD ANKUNFT PRVI ERSTER RAZRED RIZ REIS

KLASSE

SEDEM SIEBEN SEST SECHS SLADKOR ZUCKER SOBE ZIMMER SOBOTA SAMSTAG

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgef端hrt

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SOLATA SALAT SRECNO POT GUTE REISE SREDA MITTWOCH STIRJE VIER TOALETA TOILETTE TOJE DAS IST TOREK DIENSTAG TRI DREI VCERAJ GESTERN VECER ABEND VINO WEIN VODA WASSER VLAK ZUG ZVECER ABENDS ZVONEC KLINGEL


RAIL SHOP WWWRHB RAILSHOPCH

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InfoRetica 3/2007