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GRANDE FESTA

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IN DIESER AUSGABE

WORTSPIEL von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur IR 01/2007

Editorial/Editoriale ..............................................................................................................................3 Die Stimme der Geschäftsleitung .......................................................................................................4 La Voce della Direzione ......................................................................................................................5 Felssturz Valendas ..............................................................................................................................6 UNESCO Dossierübergabe ..................................................................................................................8 Radsatzdiagnose............................................................................................................................... 10 login – logisch .................................................................................................................................. 13 login – Interview ............................................................................................................................... 14 Testfahrten Glacier Express............................................................................................................... 17 Aus- und Weiterbildung .................................................................................................................... 18 Suchtprävention................................................................................................................................20 Die Medienbahn................................................................................................................................ 21 BGM ..................................................................................................................................................22 Bike to work .....................................................................................................................................24 IT-News .............................................................................................................................................25 Damals vor 20 Jahren .......................................................................................................................28 Damals vor 30 Jahren .......................................................................................................................29 Illumination des Landwasserviadukts ..............................................................................................30 Holzverzuckerungs AG ......................................................................................................................32 Autoverlad Vereina............................................................................................................................35 Unsere Partner: GKB .........................................................................................................................36 Weiterbildung Zugpersonal ...............................................................................................................37 Neues in Kürze..................................................................................................................................39 Lernende zu Besuch beim HC Davos................................................................................................43 Kadertag in Davos ............................................................................................................................44 Kaderworkshop in Vulpera ...............................................................................................................46 Ristorante Alp Grüm .........................................................................................................................49 Marktbearbeitung Italien ..................................................................................................................50 ESV Rätia .......................................................................................................................................... 51 Pensioniertenfeier 2007....................................................................................................................52 Nachruf Romano Franceschini...........................................................................................................53 Deal or no Deal ................................................................................................................................54 Personalchronik vom 2. Dezember 2006 – 1. März 2007.................................................................55 RhB In-Team......................................................................................................................................57 Spontan ............................................................................................................................................58 Wortspiel...........................................................................................................................................59

Herausgeber:

Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur

Redaktion:

Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild:

Glacier Express auf dem beleuchteten Landwasserviadukt Bild: Erik Süsskind

NächsterRedaktionsschluss:

14. Mai 2007

Auflage:

3’100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement:

Inland CHF 50.–/Ausland CHF 60.–

© by RhB:

Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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Versteckte französische Städte

AMIENS ANNECY ARRAS AVIGNON

COLMAR DIJON ST

BAYONNE BELFORT BESANçON BEZIERS BIARRITZ BORDEAUX BREST CAEN CALAIS CANNES CHERBOURG CLERMONT-FERRANT

LE

MANS METZ MOULHOUSE MONTPELLIER

REIMS ROUVEN

NANCY NANTES NARBONNE NEVERS NICE NIMES

TARBES THIONVILLE TOULON TOULOUSE TOURS TROYES

STRASBOURG

ETIENNE

FIGEAC GAP GRENOBLE LE

HAVRE ORLEANS LYON LILLE LIMOGES LOURDES LAON

VALENCE VERSAILLES PARIS PAU PERPIGNAN LE PUY

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt


EDITORIAL / EDITORIALE 3

Frühlingsgefühle

Sentori di primavera

Lange haben wir vergebens darauf gewartet, dass endlich der so traditionelle Schnee fällt. Die Temperaturen sind viel zu hoch, das bisschen Weiss schmilzt auch gleich wieder den Hang hinunter. Logisch wird jedermann hellhörig, wenn es ums Thema Klimaerwärmung geht.

Abbiamo atteso a lungo e inutilmente i tradizionali fiocchi ovattati. Le temperature sono troppo elevate, e le spolveratine di neve si sciolgono subito in tristi rigagnoli. Ovvio, dunque, assumere espressioni contrite e serie quando si accenna al riscaldamento climatico.

Was hat es damit auf sich? Denn, dass mit dem Klima etwas nicht stimmt, das können wir schon länger an unseren Gletschern beobachten. Und mit diesen frühlingshaften Temperaturen im Winter sieht es ganz danach aus, dass die Zukunft ein ernst zu nehmendes Problem zu lösen hat.

Ma qual è il punto? Che il clima stia facendo le bizze lo abbiamo già capito da un pezzo osservando i nostri ghiacciai. E con queste temperature primaverili anche d’inverno pare proprio che in futuro dovremo affrontare un problema assai serio.

Zwar sind die Feriengäste trotz grüner Umgebung angereist, aber vielleicht auch nur, weil sie schon gebucht haben. Was ist, wenn unsere Gäste in den nächsten Jahren mangels Schnee ausbleiben? Das hätte fatale Folgen für den Tourismus in Graubünden und somit natürlich auch für die Rhätische Bahn. Müssen wir für die kommenden Winterferien unsere Sommerangebote verkaufen um den Tourismus weiterhin aufrecht zu erhalten? Oder wird es keine saisonspezifischen Angebote mehr geben? Dafür gibt es jetzt mehr Raum und Platz für die aufbauenden Frühlingsgefühle. Die Natur macht es uns vor, sie kümmert sich weder um einen Kalendermonat noch um Traditionen. Die Mutter Natur lässt den wahren Frühlingsgefühlen einfach freien Lauf und zeigt sich von der schönsten, farbenfrohen Seite. Halten wir doch unseren Gästen diese Bilder vor Augen, diese Kraft des Wachsens, während wir gleichzeitig in diese unerwarteten Situationen hineinwachsen.

Sandra Beeli

I vacanzieri sono arrivati puntuali nonostante il paesaggio verdeggiante. Ma chi ci garantisce che non sia successo soltanto perché avevano riservato da tempo? Cosa ci aspetta se in avvenire non verranno, scoraggiati dalla mancanza di neve? Per il settore del turismo dei Grigioni, e quindi anche per la Ferrovia Retica, le conseguenze sarebbero drammatiche. Nelle prossime vacanze invernali ci toccherà forse vendere i pacchetti estivi per evitare l’agonia del turismo? Oppure siamo di fronte al declino delle offerte stagionali? In compenso, adesso possiamo assaporare in tutta calma le prime avvisaglie di primavera. Impariamo dalla Natura, che non si cura del calendario e neppure delle tradizioni. Madre Natura dà semplicemente libero corso al risveglio, sfoggiando il suo lato più bello e sgargiante. Presentiamo queste immagini ai nostri passeggeri, questa forza della rinascita, e impariamo nel contempo a convivere con queste situazioni impreviste.

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DIE STIMME DER GESCHÄFTSLEITUNG Die Stimme der Geschäftsleitung

Liebe Mitarbeiterin Lieber Mitarbeiter Das Unglück vom 5. Januar bei Valendas– Sagogn hat uns schlagartig und schonungslos die Risiken unserer schönen Gebirgsbahn aufgezeigt. Dass bei der Entgleisung von Zug 1270 mit dem folgenschweren Teileinsturz des Galeriedaches keine Menschen zu Schaden kamen, dürfen wir dankbar als Zufall zur Kenntnis nehmen. Das Unglück hat uns jedoch auch klar vor Augen geführt, dass es auf der Schiene – und übrigens auch auf der Strasse – trotz den vielen Vorkehrungen die hundertprozentige Sicherheit nicht gibt. Trotz der einzigartigen Streckenführung, die im Einklang mit der Natur und der Geologie durch unsere Vorfahren in die Gebirgslandschaft verlegt wurde, müssen wir mit einem Restrisiko rechnen. Realistisch dürfen wir jedoch relativierend festhalten, dass wir seit vielen Jahren von Unfällen mit Personenschaden verschont wurden. Diese Tatsache ist nicht zuletzt auch das Verdienst der professionellen Mannschaften unserer Bahndienstbezirke und der hohen Aufmerksamkeit unserer Mitarbeitenden. Einen entsprechenden Bericht zum Unfall finden Sie auf Seite 6. In der Nachbetrachtung können wir aus dem Unglück anfangs des neuen Jahres auch positive Erkenntnisse ziehen. Das Verhalten der rund 30 Reisenden verdient die grösste Anerkennung und Respekt. Sie haben sich selbstständig zu den Bahnöfen Versam–Safien oder Valendas-Sagogn begeben, wo sie von den aufgebotenen Strassenfahrzeugen zur Weiterfahrt zu ihren Zielorten erwartet wurden. Bemerkenswert auch: Wir haben keine einzige Beanstandung der betroffenen Fahrgäste erhalten. Umgesetzt auf unseren täglichen Frontkontakt ziehe ich folgenden Schluss: Der Kunde hat durchaus grosses Verständnis für aussergewöhnliche, nicht beeinflussbare Situationen. Derselbe Kunde hat jedoch nachvollziehbar kein Verständnis für mangelnde Informationen und ungenügende Betreuung bei «alltäglichen» Unregelmässigkeiten.

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Ein weiteres, sehr erfreuliches Fazit aus diesem tragischen Ereignis können wir bezüglich der geleisteten Arbeit vor Ort sowie der Organisation generell ziehen. Quer durch die verschiedenen Fachbereiche und hierarchischen Stufen wurde professionell, effizient und sehr speditiv und mit überaus grossem Einsatz – auch samstags und sonntags – gearbeitet. Alle beteiligten Mitarbeitenden verdienen dafür ein ganz grosses Kompliment. Es ist auch Zeichen der grossen Solidarität untereinander und zum Unternehmen, dass wir (auch) in schwierigen Situationen zusammenhalten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Der sprichwörtliche Teamgeist der RhB-Familie wurde am 5. Januar in Valendas eindrücklich gelebt. So kommen wir voran, auf den Gleisen unserer wunderbaren Bahn und im übertragenen Sinn auch bei der Bewältigung der grossen Herausforderungen bei der Umsetzung wichtiger Aufgaben, die uns bevorstehen. Ich danke Ihnen ganz herzlich. Ihr

Erwin Rutishauser


LA VOCE DELLA DIREZIONE 5

La Voce della Direzione

Care collaboratrici, Cari collaboratori, La sciagura avvenuta il 5 gennaio a Valendas–Sagogn ci ha mostrato, d’improvviso e spietatamente, i rischi che comporta la nostra stupenda ferrovia di montagna. Si tratta proprio di una fortunata coincidenza che il deragliamento del treno 1270, con il grave crollo parziale delle mura della galleria, non abbia causato danni a persone. La sciagura ci ha però anche mostrato chiaramente che nonostante i numerosi provvedimenti effettuati sulla rotaia – e d’altronde anche sulle strade – non esiste una sicurezza al cento per cento. Nonostante la singolare percorrenza della linea, posata dai nostri antenati in armonia con la natura e con la geologia in questo paesaggio di montagna, dobbiamo pur sempre calcolare un rischio residuo. Fortunatamente possiamo però costatare relativizzando, che da anni siamo stati risparmiati da infortuni con danni a persone. Non per ultimo questa circostanza è dovuta anche alle nostre squadre di professionisti dei circondari ferroviari e alla grande attenzione prestata dalle nostre collaboratrici e dai nostri collaboratori. Potete trovare il rapporto relativo all’infortunio a pagina 6. In un contesto retrospettivo, dall’infortunio verificatosi ad inizio anno, possiamo raggiungere anche nuove conoscenze. Il comportamento dei 30 viaggiatori merita il nostro riconoscimento ed il nostro rispetto. Essi si sono, infatti, recati a piedi e di propria iniziativa alle stazioni di Versam–Safien o di Valendas–Sagogn dove erano ad attenderli veicoli stradali, appositamente disposti, per portarli alle coincidenze onde raggiungere la loro meta. È inoltre degno di nota il fatto che nessuno dei viaggiatori interessati abbia presentato un reclamo. Trasponendo ciò al nostro contatto personale di ogni giorno, ne traggo la seguente conclusione: il cliente dimostra grande comprensione per situazioni eccezionali e difficilmente influenzabili. Lo stesso cliente non accetta pertanto le lacune nell’informazione e un’insufficiente assistenza nelle irregolarità «quotidiane».

Da questo tragico avvenimento possiamo trarne un ulteriore esito positivo anche per quanto concerne il lavoro eseguito sul posto nonché l’organizzazione in generale. Con grande impegno, anche di sabato e di domenica, è stato svolto un lavoro professionale, efficiente e immediato da parte di tutti i settori aziendali, coinvolgendo tutti i livelli gerarchici. Tutti i collaboratori coinvolti meritano un grande complimento. È un indice della grande solidarietà tra i collaboratori stessi e nei confronti dell’impresa che (anche) in situazioni difficili si cerchi, uniti, soluzioni. Il 5 gennaio scorso il noto spirito di squadra della «Famiglia FR» è stato vissuto in modo esemplare a Valendas. È così che procediamo sui binari della nostra stupenda ferrovia e – in senso figurato – anche nel superare le grandi sfide che incontreremo nel mettere in atto gli importanti compiti che ancora ci attendono. Vi ringrazio di tutto cuore. Il Vostro

Erwin Rutishauser

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MIT ZWEI BLAUEN AUGEN DAVONGEKOMMEN! Text von Peider Härtli und Christian Florin Bilder von Walter Schmid und Karl Baumann

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Am Freitag, 5. Januar verunfallte Zug 1270 (Abfahrt Chur 22.15 Uhr ) um ca. 22 Uhr 45 unmittelbar vor Einfahrt in die Galerie kurz vor der Station Valendas–Sagogn. Die Lokomotive kollidierte mit Erd- und Felsbrocken, welche sich von der Felswand gelöst hatten. In der Folge entgleiste die Lokomotive und zerstörte vier Stützpfeiler der Galerie. Dadurch brach die Galeriedecke teilweise ein und stürzte auf den hinteren Teil der Lokomotive sowie den Gepäckwagen unmittelbar dahinter.

Fahrgäste mit grossem Verständnis

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Das Wichtigste vorweg: Die rund 30 Fahrgäste sowie der Lokomotivführer kamen mit dem Schrecken davon. Dieser Umstand kann nur mit Glück umschrieben werden. Zug 1270 war unbegleitet unterwegs. Weil auch der Lokführer sich erst mit einer Verzögerung aus seinem zerstörten Führerstand befreien konnte, mussten die Fahrgäste ihren Weg zurück nach Versam–Safien selber suchen. Hier wurden sie jedoch sofort durch die in der Zwischenzeit aufgebotenen Strassenfahrzeuge an ihr Zielort gebracht. An dieser Stelle richten wir einen aufrichtigen Dank an die betroffenen Fahrgäste für das grosse Verständnis – trotz der misslichen Situation haben wir bis heute keine Reklamationen zum unfreiwilligen Unterbruch ihrer Reise erhalten! Der materielle Schaden an der Galerie und am Rollmaterial hingegen ist beträchtlich und geht in die Millionen Franken.

Vorbildlicher Einsatz aller Beteiligten Ein grosses Lob gebührt auch allen beteiligten Dienste und deren Mitarbeitenden. Vom ersten Augenblick an wurden mit einer professionellen, ruhigen, besonnenen und doch speditiven Art die entsprechenden Massnahmen getroffen. So konnten die Aufräumarbeiten nach der Beurteilung des beigezogenen Geologen bereits am darauf folgenden Tag in Angriff genommen werden. Nach der Evakuierung der beteiligten Fahrzeuge konnte auch der Galeriebereich wieder in Stand gestellt und die bergseitige Hangsicherung durchgeführt werden. Auch der Ersatzbetrieb konnte sehr effizient eingerichtet werden; dank der Initia-

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tive von Bd Ursin Casanova aus Ilanz konnten wir über die Kantonspolizei – mit Zustimmung von Kantonsoberingenieur Heinz Dicht – die Busse durch den in Bau befindenden Flimsertunnel führen. Diese Ausnahmebewilligung wurde jedoch nur dadurch ermöglicht, weil die Arbeiten im Tunnel über die Feiertage ruhten. Dadurch erreichten die Busse trotz grossem Rückreiseverkehr pünktlich Chur und damit auch die Anschlüsse an die SBB-Züge.

Glück im Unglück in Valendas Dass die Natur eigene Gesetze und unglaubliche Kräfte hervorbringen kann, hat die Rhätische Bahn eindrücklich bei der Entgleisung am 5. Januar 2007 in Valendas gesehen. Die RhB hatte grosses Glück im Unglück: Trotz erheblichem Sachschaden blieben glücklicherweise Passagiere und Lokomotivführer unverletzt. Durch den aussergewöhnlichen Einsatz von zahlreichen Mitarbeitern der RhB und einigen Drittfirmen konnte nach nur 3 Tagen und 21 Stunden die Strecke wieder freigegeben werden. Dafür gebührt allen Beteiligten ein riesengrosses DANKESCHÖN!! Doch alles der Reihe nach – lassen Sie uns nachfolgend die wichtigsten Phasen der Entgleisung in Valendas nochmals kurz belichten.

Freitag 5.1.07/zw. 21.45 Uhr und 22.40 Uhr Zwischen Versam und Valendas lösen sich unerwartet ca. 1000 m3 Fels von einer ca. 70 hohen Felspartie und stürzen teilweise auf die Gleise vor der Galerie. Die für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen und die zahlreichen Frostwechsel verstärken die Gefahr eines Steinoder wie im Fall Valendas sogar Felsstürze.

1 Freitag 5.1.07 / 22.40 Uhr Der Personenzug von Chur Richtung Ilanz entgleist ca. 500 m vor der Station Valendas auf dem Schuttkegel und prallt gegen die Galerie. 4 Galeriestützen werden weggerissen, und der vorderste Teil des Galeriedaches stürzt auf die Lokomotive resp. den Gepäckwagen.

2 Samstag 6.1.07 / 09.00 Uhr Erst am Tag wird das volle Ausmass des Schadens ersichtlich. Die Lokomotive ist im hinteren Bereich vollständig eingedrückt wor-


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den und der Gepäckwagen auf der ganzen Länge zerstört. Wie durch ein Wunder werden weder die Passagiere noch der Lokomotivführer verletzt.

3 Samstag 6.1.07 / 16.00 Uhr Durch ein Bachbett wird ein schweres Abbruchgerät zur Unfallstelle gebracht und bereits am Nachmittag kann mit dem Abbruch der eingestürzten Decke begonnen werden. Der Abbruch erfolgt mit einer Beisserzange sehr schonend, damit keine weiteren Teile der Galerie beschädigt werden. Dank dem grossen Geschick des Baggerführers gelingt es in kurzer Zeit die Decke abzubrechen.

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Sonntag 7.1.2007 Mit unzähligen Eichenbrettern und hydraulischen Pressen gelingt es, die 47 t schwere Lok über einen Meter in der Vertikalen und Horizontalen zu verschieben und wieder einzugleisen. Die Lok konnte anschliessend auf den eigenen Drehgestellen nach Versam gezogen werden.

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Montag 8.1.07 / 15.00 Uhr Nun kann der restliche, beschädigte Teil der Galeriedecke abgebrochen werden. Durch sehr vorsichtiges «Abbeissen» erfolgt der Abbruch ohne Beschädigung der noch intakten Galerie.

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Sonntag 7.1.07 / 14.00 Uhr Nach dem Abbruch des ersten Deckenteils kann der Gepäckwagen mit Hilfe des Baggers geborgen werden.

5 Sonntag 7.1.2007 Nun ist auch die Lokomotive frei und das gesamte Ausmass des Schadens ist nun ein schwieriges Unterfangen steht aber noch bevor – die Lok muss wieder aufs Gleis gehoben werden, damit sie in die Werkstatt gebracht werden kann. Hier ist der Einsatz der Bergungsequipe vom Geschäftsbereich Rollmaterial besonders gefordert.

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Dienstag 9.1.07 / 20.00 Uhr Nach dem vollständigen Abbruch der beschädigten Galerie muss nun das Gleis und die Fahrleitung wieder hergestellt werden. Um Dienstagabend um 20.00 Uhr wird die Strecke nach nur 3 Tagen und 21 Stunden für den Zugsverkehr wieder frei gegeben.

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9 Freitag 12.1.07 Inzwischen wurde die Gefahrenstelle mit Steinschlagnetzen wieder gesichert und zusätzlich in der Nacht beleuchtet.

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DAS UNESCO-DOSSIER AUF DEM WEG NACH PARIS Von Peider Härtli Die UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula / Bernina» trat Ende 2006 in die entscheidende Phase: das überarbeitete endgültige Dossier verliess am 19. Dezember 2006 Graubünden Richtung Paris, gut behütet von Schülerinnen und Schüler aus Poschiavo und begleitet von den Vertretern des Kantons, Beat Ryffel, und der RhB, Fränzi Frei. Damit liegt nun das Schicksal der Kandidatur beim UNESCO-Welterbe-Komitee. Die Bündner Regierung und die Rhätische Bahn sind überzeugt, dass die Kandidatur dieser einzigartigen Bahnalpentransversale gute Chancen hat.

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Experten wie Günter Dinhobl, Hans-Peter Bärtschi oder Colin Divall – vertieft. Damit hat das Projekt Dossierreife erlangt; die Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula / Bernina» hat nun offiziellen Status. Das Dossier umfasst rund 700 Seiten (ohne Anhänge), der Managementplan wurde nach den Vorgaben der UNESCO erarbeitet und beinhaltet 80 Seiten. Die UNESCO-Gremien werden das Projekt 2007 durch Experten vor Ort begutachten lassen. Die Empfehlungen dieser Experten werden weitere Kriterien für die entscheidende Sitzung des Welterbe-Komitees im Sommer 2008 bilden.

UNESCO-Kandidaturlok auf Werbetour Offiziell Kandidatin Das Projekt «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula / Bernina» liegt im Fahrplan: Das im September 2006 zur formellen Vorprüfung eingereichte Dossier wurde auf Grund der Rückmeldungen entsprechend geringfügig angepasst. Insbesondere das Kapitel betreffend «Vergleich mit weltweit bekannten Bahnen» wurde – unter Beizug von internationalen

Seit 27. Januar 2007 zieht die neu gestaltete Lok Ge 4/4 III Nummer 650 der Rhätischen Bahn in ihrem Einsatzgebiet in Graubünden die Aufmerksamkeit auf sich. Unübersehbar wirbt sie für die laufende UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina». Dieser spezielle Auftritt soll auch bei der breiten Öffentlichkeit das Qualitätsbewusstsein für kulturelle und landschaftliche

Mit grosser Zuversicht verlässt das UNESCO-Dossier, gut behütet durch die Schulklassen aus Poschiavo, den Bahnhof Chur. Regierungsrat Claudio Lardi liess es sich nicht nehmen, die Schüler persönlich zu verabschieden.


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Fränzi Frei (links) freut sich auf eine ruhige Nacht im Schlafwagen …

Werte stärken. Von den 12 Lokomotiven der neusten Generation tragen damit vier davon Werbung «in eigener Sache». Bedingt durch ihren Einsatz in den deutschund romanischsprachigen Regionen Graubündens, wurde die UNESCO-Botschaft auch entsprechend platziert: auf einer Seitenfront die deutsche, auf der anderen Seite die romanische Version. Die Präsenz der UNESCO-Lok soll bei der einheimischen Bevölkerung und bei den Feriengästen auf das erhoffte Label einstimmen. Sie soll aber auch zugleich das Qualitätsbewusstsein für kulturelle und landschaftliche Werte in der breiten Öffentlichkeit stärken.

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RADSATZDIAGNOSE 10

Von Edi Jäger

Über eine Strecke von 3,6 Meter wird der Zustand der Räder vermessen.

Die Laufflächen der Radsätze in den Vereina-Autotransportzügen werden im Betrieb auf Grund der sehr speziellen Verhältnisse wie der Fahrzeugkonstruktion, der harten und absolut geraden Gleisanlage und den Betriebsbedingungen im Tunnel mit immer gleichen Hin- und Rückfahrten stark beansprucht und es entstehen Vibrationen, die vom Fahrgast unangenehm wahrgenommen werden. Verbesserungen der Situation wurden in der Vergangenheit durch geringeren Bremsdruck, geändertes Dämpfungsverhalten und weitere technische Massnahmen erreicht. Die Vibrationen führen auch zu erheblichen Folgeschäden an den Fahrzeugen. Zur Feststellung solcher Situationen wurden bis anhin alle Zugskompositionen in regelmässigen Abständen kontrolliert. Bei diesen Kontrollen haben speziell geschulte und ausgerüstete technische Mitarbeiter jeweils den fahrenden Zug begleitet, das Fahrverhalten der Wagen beurteilt und in einem Zustandsrapport festgehalten. Aufgrund dieser Ergebnisse, welche allerdings nur die Situation pro Drehestell, nicht aber den Zustand der Einzelachsen aufzeigten, wurden die einzelnen Wagen anschliessend dem War-

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tungsdienst zum Achswechsel zugewiesen. Die Art, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und damit Wirtschaftlichkeit der Zustandserfassungen sowie die damit verbundene erhöhte Gefährdung der Mitarbeiter haben uns bewogen, den ganzen Prozess zu analysieren und mit folgenden Zielen zu verbessern: ♦ Wegfall der im regelmässigen Rhythmus durchgeführten manuellen Radsatzmessungen. ♦ Erfassen von objektiven und zuverlässigen Messwerten und festlegen von eindeutigen Schwellwerten. ♦ Erhöhte Verfügbarkeit der Vereinaflotte. ♦ Die durchschnittliche Einsatzzeit der einzelnen Radsätze wird zwischen dem Reprofilierungs-Prozess durch die kontinuierliche Überwachung verlängert. ♦ Das gegenwärtig angewendete Verfahren muss durch ein Modell zustandsorientierter Wartung ersetzt werden. Dem Unterhaltspersonal wird durch die Überwachung der Fahrzeuge und dem Durchführen einer Trendanalyse die Möglichkeit geboten, die Wartung der einzelnen Fahrzeuge zustandsabhängig und vorausschauend zu planen und durchzuführen.


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Datenerfassung.

Beim Überschreiten einer konfigurierbaren Warnschwelle wird die Instandhaltung informiert und so die Möglichkeit geboten, entsprechend zu reagieren. In der Evaluationsphase wurden verschiedene Systeme geprüft. Diese erstreckten sich von einfachen Vibrationshandmessgeräten und kompletten Radsatzdiagnoseanlagen mit speziellen fest eingebauten Gleis-Mess-Strecken bis zu aktiven und auf den Fahrzeugen fest installierten Systemen. Die Firma Bombardier Transportation wurde dann von der RhB im Jahre 2005 beauftragt, ein Konzept zur kontinuierlichen und automatischen Zustandsüberwachung der Radsätze an den Autotransportzügen im Vereina-Tunnel zu erarbeiten. Die aus den Lösungsvorschlägen ausgewählte wirtschaftlichste Variante basiert auf einem stationären RadsatzüberwachungsMesssystem (GOTCHA ®), sowie einer Fahrzeugidentifikation mittels RFID Tags (RadFrequenz-Identifikation Tagmaster), welches an einer geeigneten Stelle im Tunnel montiert wird. Das vorgeschlagene System wies das beste Preis-/ Leistungsverhältnis auf, lies sich mit sehr wenig baulichem Zusatzaufwand montieren und bewährt sich in der Praxis in den

Niederlanden bei NedTrain und Pro Rail mit über 40 Messstationen (Stand Juni 2005). Die Daten werden für jede Achse, zugeordnet auf das entsprechende Fahrzeug, ab dem mit normaler Fahrgeschwindigkeit die Messstelle passierenden Zug erfasst und über die Lichtwellen-Datenleitung direkt in die Datenbank des Flotteninformationssystems von Bombardier übermittelt. Jedes Fahrzeug ist mit einem separat codierten Datenmodul (TAG) ausgerüstet. Diese werden bei der Vorbeifahrt an der Messstelle mit einer Empfangseinheit gelesen und die ermittelte Fahrzeugnummer mit den Messwerten verknüpft. Auf die ausgewerteten und aufbereiteten Daten wird


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Installationen der Auswerteelektronik im Tunnel

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anschliessend über eine Internet-Verbindung direkt zugegriffen. Die Vorteile des neuen Mess-Systems liegen im Wesentlichen in drei Punkten:

Datenberechnung.

♦ Die Messwerte sind eindeutig, werden pro Radscheibe ermittelt und bei jeder Zugsdurchfahrt laufend aktualisiert. Dadurch stehen den Wartungsdiensten jederzeit aktuelle Daten zur Verfügung. ♦ Der Personalaufwand für die Messfahrten und die damit verbundene erhöhte Unfallgefährdung entfällt. ♦ Die lokale Messeinrichtung ist ohne komplexe bauliche Massnahmen installiert, besteht aus 8 Sensoren, welche am Schienenfuss montiert sind und die Werte optisch erfassen. Die Messung beruht auf einer Änderung der Lichtbrechung bei einer Verbiegung des fiberoptischen Elementes welche durch die Durchbiegung der Schiene bei einer Zugs-Überfahrt ausgelöst wird. Dem technischen Dienst in der Wartung des Rollmaterials stehen mit übersichtlichen graphischen Darstellungen alle gewünschten Daten zur Verfügung. Daraus kann die Zugsformation, der Zeitpunkt der letzten Messung, der Verschleisszustand aller Räder, das Fahrzeuggewicht sowie die Anzahl aller Radsätze pro Zustandsstufe abgelesen werden.

Messmodul.

Diese Daten werden zusätzlich in einem Historienspeicher abgelegt, sodass auch später darauf zurückgegriffen werden kann. Im weitern können über Reportfunktionen diverse Auswertungen über frei wählbare Zeiträume erstellt werden. Als Dienstleistung am Kunde hat die Firma Bombardier von sich aus die gesamten Auswertungen neben Deutsch und Englisch auch in Rumantsch Grischun zur Verfügung gestellt! Der Unterhalt an den Autotransportwagen im Vereina wird mit diesem System effizienter geplant und die Produktivität gesteigert mit dem Resultat, unseren Kunden guten Fahrkomfort und eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte zu gewährleisten.

Datenübertragung.


MIT AUSBILDUNGSMODELL login IN DIE ZUKUNFT

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Von Peider Härtli Die RhB ist mit über 100 Lernenden ein bedeutender Anbieter von Lehrstellen im Kanton Graubünden. Seit vielen Jahren bietet sie verschiedene Bahn spezifische, technische und kaufmännische Berufsausbildungen an. Dabei führte sie die Ausbildung zum Bahnbetriebsdisponent und Zugbegleiter bisher in eigener Regie durch und stellte nebst den Arbeitsplätzen auch die Berufsschule inklusive Fachlehrer zur Verfügung.

Gegenseitiges Interesse Die bisherige Praxis verlangt im Hinblick auf die Veränderung in der Bildungslandschaft eine Anpassung der zum Teil überholten Bahn-Berufsbilder durch aktuellere, auf den Markt ausgerichtete Ausbildungen. So werden beispielsweise einzelne Berufsbilder in Berufsfelder zusammengefasst. Dies betrifft auch bisherige «Monopolberufe» wie Bahnbetriebsdisponent oder Reisezugbegleiter; das Ausbildungsmodell der KV-Lehre im öffentlichen Verkehr (KVöV) löst diese Berufe ab und entspricht damit auch dem Bedürfnis der RhB nach marktfähigen Lehrabgängern mit einem breiten Fachwissen. Die erhöhten Anforderungen an die Ausbildner, die Organisation der internen Grundausbildung und ein Blick auf den Bildungsmarkt im öffentlichen Verkehr in der Schweiz veranlasste die RhB, eine Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsverbund des öffentlichen Verkehrs, login, anzustreben. Als Ergebnis der Kontakte resultiert nun eine enge Zusammenarbeit. In Landquart errichtet login ein Bildungskompetenzzentrum mit Schwerpunkten im Bereich der technischen und KVöV-Ausbildung. Gemäss Vereinbarung übergibt die RhB für den Bereich Grundbildung sämtliche Leistungen an login. login wird damit zum Mittelpunkt im neuen Bildungsraum Südostschweiz.

Optimale Arbeits– und Kostenteilung Die Arbeitsteilung zwischen RhB und login ist einfach: login betreut die RhB-Lernenden während der Lehre. Zudem ist login für die Berufswerbung und die Selektion zuständig. Ebenfalls in die Kompetenz von login fällt die Planung, Realisation und Einführung von Projekten wie Junior Business Team oder Junior Station. Die RhB hingegen begleitet auch in

Erwin Rutishauser, Vorsitzender Geschäftsleitung RhB, Rita Wiesendanger, Leiterin Amt für Berufsbildung Kanton Graubünden und Christof Spöring, Geschäftsführer login Berufsbildung.

Zukunft die Lernenden bei ihrer praktischen Arbeit. Der Beitritt der RhB zu login ab 1. Januar 2007 entspricht auch der gewählten strategischen Ausrichtung der RhB. Mit der Dualstrategie werden einerseits Mehrerträge angestrebt und andererseits Arbeitsprozesse optimiert. Gleichzeitig soll die Qualität möglichst erhöht und die Kosten gesenkt werden. Zentral für die RhB ist jedoch, dass sie den Lernenden weiterhin eine Ausbildung bieten und damit auch in Zukunft ihre Rolle als bedeutende Bildungsanbieterin im Kanton wahrnehmen kann. Durch die Mitgliedschaft der RhB bei login wird die Südostschweiz eine eigenständige Ausbildungsregion und erhält innerhalb login grosse Bedeutung mit einem eigenen Standortleiter. Als grosser Partner nimmt die RhB Einsitz in den Vorstand und kann somit die Strategie von login mit beeinflussen. Als Win-Win-Situation kann ebenfalls die Kostenseite bezeichnet werden. Unter Berücksichtigung aller bekannten Parameter weist der Vollkostenvergleich bei 100 Lernenden nur geringe Kostenunterschiede zwischen der aktuellen RhB-Ausbildung und dem von login offerierten Konzept auf. Nach Möglichkeit findet ein Transfer der bei der RhB angestellten vollamtlichen Ausbildner zu login statt. login wird die Berufsgruppen ab 1. August 2007 vollständig übernehmen.

Für den Lehrbeginn im August 2007 bietet die RhB, bzw login in verschiedenen Berufsgattungen noch Lehrstellen an. Gesucht werden Polymechaniker/in– Automatiker/in – Konstrukteure/in – KV öffentlicher Verkehr – Logistiker/in EFZ – Verkehrswegbauer/in. Bewerbungen sind zu richten an: 0848 822 422 oder www.login.org


login – LOGISCH? 14

Peider Härtli (P.H.) im Gespräch mit Walter Järmann (W.J.) und Hanspeter Graf (HpG) Bilder von Sandra Beeli

Namen login. Schnell sahen wir zwei wichtige Aussagen darin: Das Einloggen der SchulabgängerInnen in die Berufswelt sowie das Einloggen der Firmen

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P.H.: Welche Vorteile bietet login im Vergleich zum bisherigen bewährten Ausbildungssystem der RhB? Verabschiedet sich die RhB als wichtige Ausbildnerin in Graubünden? HpG: Nein, ganz im Gegenteil. Wie vorher erwähnt wird die Ausbildung bei der RhB noch attraktiver. Alle Mitgliedsfirmen von login engagieren sich sehr stark für die Berufsbildung im öffentlichen Verkehr. Sie, die Firmen und die Lernenden, können vom Bildungsmanagement von login von der Berufswerbung, der Selektion, über Grundausbildungen in Lehrwerkstätten sowie dem Coaching der Lehrplätze bis zum Lehrabschluss profitieren. Vor dem Lehrabschluss organisiert login zwischen den Mitgliedsfirmen und allen Lehrabgänger einen Infomarkt, wo beide Seiten ihre Chancen im Arbeitsmarkt wahrnehmen können.

Auf den 1. Januar 2007 ist die RhB login, dem Ausbildungsverbund des öffentlichen Verkehrs, beigetreten. Ab 1. August 2007 soll login die Grundausbildung aller Berufsgruppen (ausser Lokführer) übernehmen. Die Arbeitsteilung zwischen RhB und login ist einfach: login betreut die «RhB»-Lernenden während der Lehre, d.h., die Lehrlinge sind neu bei login angestellt. Ebenfalls in die Kompetenz von login fällt die Planung, Realisation und Einführung von Projekten wie Junior Business Team oder Junior Station. Wir wollten es noch genauer wissen und haben login-Leiter der Region Deutschschweiz, Hanspeter Graf sowie den designierten Leiter des neuen loginStandortes Südostschweiz in Landquart, Walter Järmann, gefragt. P.H.: Herr Graf, viele unserer RhB-Mitarbeitenden werden sich fragen: Was ist login? Hat es etwas mit «Einloggen» zu tun? HpG: Ja, das stimmt eigentlich schon, als wir für unsere Firma vor dem Start einen guten Namen suchten, kamen wir mit Hilfe einer Werbeagentur auf den

aus dem öffentlichen Verkehr als neue Mitgliedsfirmen bei login. login trägt aber noch eine wichtige Ergänzung im Namen: to your future. Und das sagt wiederum, dass sowohl Schüler als auch Firmen, die sich für login entscheiden den richtigen Schritt für ihre zukünftige Entwicklung gewählt haben. P.H.: Wie wichtig ist es für login, dass sie nun auch die RhB mit an Bord hat? HpG: Die RhB ist nun die zweitgrösste Mitgliedsfirma neben den SBB und das sagt ja bereits alles. Nebst der Matterhorn Gotthard Bahn, der Zentralbahn und Golden Pass sind nun die grössten Meterspurbahnen im Alpenraum mit dabei. Wichtig aber auch, dass login mit den bereits vorhandenen Lehrplätzen in der Südostschweiz neu interessante Einsätze für die Lernenden bei bzw zusammen mit der RhB planen kann. Zudem wird die RhB auch Anziehungskraft für weitere Mitgliedsfirmen wie zB Busunternehmungen sowie Bergund touristische Bahnen aus dem Kanton Graubünden sein.

W.J.: Die RhB bekennt sich weiterhin zur Grundausbildung und will diese Verantwortung auch wahrnehmen, um jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Gute Lehrabsolventen bilden die Grundlage der Personalentwicklung und sind somit ein wesentlicher Teil der personellen Res-

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Jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen.

sourcen der Zukunft. Die Veränderungen in der Bildungslandschaft und die erhöhten Anforderungen an die Grundausbildung veranlassten die RhB zum loginBeitritt. Als weiterer wichtigen Punkt für den Beitritt sehe ich den schweizweiten Austausch bei Ausbildungsfragen und Neuerungen, gerade mit dem Wechsel der Betriebsdisponenten- und Zugbegleiterlehre zur Ausbildung Kauffrau/ Kaufmann, Branche öffentlicher Verkehr – es muss nicht jedes Mal das Rad neu erfunden werden.


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RhB angestellt. Dank der Ablösung durch den Beruf Kauffrau/Kaufmann öffentlicher Verkehr, wo es Schwerpunktausbildungen im Bereich Verkauf, Zugbegleitung und Zugverkehrsleitung gibt, werden die Bd’s und Zugbegleiter schon sehr bald mit diesen «Neuen» zusammen auf Lehrplätzen anzutreffen sein. W.J.: Die Betriebsdisponenten und Zugbegleiter werden auch weiterhin bei der RhB ihre wertvollen Aufgaben verrichten. Die Lehrabgänger mit KV-Abschluss werden sowohl auf dem öV- als auch auf dem übrigen Arbeitsmarkt bessere Chancen haben. Zudem werden sie mit der ermöglichten Berufsmaturität zu einem Studium an einer Fachhochschule berechtigt. P.H.: Gemäss der login-Broschüre bilden Sie «Lernende zu Lebensunternehmern» aus. Was steckt dahinter? HpG: Lebensunternehmer sind Lernende, die sich durch Eigeninitiative und Selbstständigkeit auszeichnen und ihre Ausbildung bzw. den zukünftigen Weg in die Berufswelt selber und aktiv in die Hand nehmen. Zur Förderung dieser Selbständigkeit kennen wir neue Ausbildungsmodelle wie die Junior Station (Verkaufsstelle wird von KVöV Lernenden aller 3 Lehrjahre betrieben) dem Junior Business Team (z.B. die Lehrwerkstätte wird von Automatiker-, Polymechaniker- und KVöV-Lernenden als Kleinunternehmen geführt). Zudem wird dank der Neuausrichtung der kaufmännischen Grundbildung und dem konkreten Abschluss im öffentlichen Verkehr das Denken und Handeln in Prozessen stark gefördert. Hierzu schulen wir als Unterstützung von login vorab auch die Lehrplätze. P.H.. Die klassischen Bahnmonopolberufe soll es nicht mehr geben. Was geschieht mit den Betriebsdisponenten und Zugbegleitern? HpG: Die Betriebsdisponenten- und Zugbegleiter-Lernenden bleiben ab Sommer 2007 für das 2. und 3. Lehrjahr bei der

P.H.: Welche Vorteile bringt login ausserdem? Für RhB? Für die Lernenden? HpG: Die fünfjährige Erfahrung von login mit neuen Bildungsmodellen, der Austausch von und zu andern Mitgliedsfirmen, die Nähe des neuen login-Standortes Südostschweiz in Landquart sowie dank neuen Bildungsmodellen attraktive und anspruchsvolle Ausbildung wie: ♦ Junior Business Team der technischen Berufe wird sich um produktive Arbeiten im Bereich Rollmaterial bemühen. ♦ Junior Business Teams können die zentralen Dienste entlasten. ♦ Nachwuchsteams im Bereich Zugverkehrsleitung oder Junior Station im Verkauf können entstehen ♦ Ein Ausbildungsschwerpunkt KVöV im Vertrieb könnte die duale Ausbildung sowohl im Verkauf wie auf dem Zug sein, also der gleiche Lernende bedient einen Reisenden zuerst am Schalter und Tage darauf auch auf dem Zug. W.J.: Am login-Infomarket in Murten konnten wir die RhB präsentieren. Beeindruckend war das grosse Interesse der Lernenden, die KV-Schwerpunktausbildung bei der RhB absolvieren zu können

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Hesch quasi z’Füfi und z’Wegli.

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resp. nach der Lehre einen (Saison-)Job bei uns zu finden. Der Austausch von Lernenden, beispielsweise ein Semester in Zürich Flughafen tätig zu sein, bereichert die Lehrqualität und ermöglicht spannende Erfahrungen zu machen – «hesch quasi z’Füfi und z’Wegli». Für die RhB bieten sich auch neue Möglichkeiten für den Berufsnachwuchs sicher zu stellen, beispielsweise mit Praxisplätzen im Bereich Sicherungsund Stellwerkanlagen, inklusive der Lehrabschlussprüfung in diesem hochspezialisierten Gebiet oder für den Bereich Wartung Rollmaterial mit der Grundausbildung des Gebäudereinigers. Zudem erweitert login die Sparte Weiterbildung, davon wird auch die RhB von entsprechenden Angeboten profitieren können. P.H.: In Landquart entsteht ein neuer login-Standort für die Südostschweiz. Als Leiter dieses Kompetenzzentrums wählte login mit Walter Järmann einen langjährigen RhB-Mitarbeiter (siehe auch Kästchen am Schluss). Was erwartet Walter Järmann vom neuen login-Standort in Landquart? Wie packt er diese neue Herausforderung an? W.J.: Als Projektleiter des Konzeptes «Grundausbildung» habe ich mich in dieses vielschichtige Thema eingeloggt und vertieft auseinandergesetzt. Der neue login-Standort Südostschweiz bietet Unternehmungen im öV- und touristischen Bereich eine ideale Plattform, sich der Lernendenausbildung weiterhin zu engagieren, obwohl die Grundausbildung stets komplexer und vielschichtiger wird, zB. KV-Reform. Der nicht zu unterschätzende Aufwand in der Grundlagenvermittlung an die Jugendlichen hat leider einige Firmen


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veranlasst, sich von der Lehrausbildung zu verabschieden. Mit dem Aufbau des login-Standortes sind wir nun mittendrin, einerseits mit dem Aufbau der technischen Lehrwerkstatt, die als Junior Business Team geführt wird und anderseits mit der Organisation der Übernahme der bisherigen RhB-Lernenden zu login. Das heisst Informationsveranstaltungen für die Lernenden und deren Eltern, für die Dienststellenleiter und Berufsbildner bis hin zur Festlegung der Lehrplätze, Schulung der Berufsbildner und manches mehr. Zudem werden auch die Lernenden auf den SBB-Dienststellen Chur bis Buchs sowie Sargans bis Ziegelbrücke von Landquart aus betreut. In einem weiteren Schritt gilt es den Standort zu stärken, mit neuen Mitglieds- und Partnerfirmen in der Südostschweiz – eine spannende Herausforderung. P.H.: Zum Schluss haben Sie Gelegenheit, ganz kurz Ihren Wunsch zur zukünftigen Zusammenarbeit zwischen RhB und login zu äussern HpG: Gerne wünsche ich mir eine enge konstruktive Zusammenarbeit mit allen Linienchefs und Praxisausbildungsplätzen der RhB. Ein wichtiger Satz in unsrem Leitbild sagt: Wir vermehren unser Wissen durch Teilen. login bringt das Berufsbildungswissen und die RhBMitarbeitenden das Fachwissen und sowie die Unternehmenskenntnisse in die Zusammenarbeit mit ein – gemeinsam vermehren wir unser Wissen und werden dadurch stärker am Markt sein. W.J: Ich freue mich auf eine konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit einerseits mit den Verantwortlichen der Grundausbildung sowie mit den Berufsbildnern an den Lehrplätzen. Dies immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen, Jugendlichen eine qualitativ hochstehende und interessante Grundausbildung mit guter Arbeitsmarktfähigkeit zu ermöglichen sowie zur Sicherung des öV-Berufsnachwuchs.

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Walter Järmann verlässt die RhB nach gut 25 Jahren und «loggt» sich neu bei login ein.

Alter: 48-jährig Bei der RhB seit: 1. Januar 1982 Als: Betriebsdisponent in Zernez, Reichenau und Klosters Ab April 1986 im Support Güterverkehr und ab April 1988 Leiter Abrechnung Güterverkehr Vom Januar 1990 bis März 2001 Leiter Lohn-/Rentenadministration und ab April 2001 Bereichspersonalleiter Rollmaterial Familie: verheiratet, 4 Töchter 15 – 20 Jahre Hobbies: Sport (biken, joggen, Vorturner Männerriege Domat/Ems, bergwandern) Reisen, Kochen Lektüre, ausser InfoRetica: Tagespresse, Fachliteratur und allvierteljährlich unsere InfoRoma!! Lieblingsessen: italienische Küche (pfiffige Pastagerichte, rassige Pizzen) … und Getränk: Mineralwasser, einen guten italienischen Wein, Kaffee Meine Stärken: zuhören, kommunizieren … und Schwächen: zwischendurch mal meinen Sport... Was ich schon immer sagen wollte: Man muss ja nicht gleich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner kommen. Warum ich zu login wechsle: Als Projektleiter bin in die login-Philosophie hineingewachsen, es macht mir Spass und wird spannend sein, etwas Neues für die Lernendenausbildung mit einem kleinen und engagierten Team aufbauen und umsetzen zu können. Mein Wunsch an die RhB: Ich wünsche, dass die RhB den eingeschlagene Weg mit der Offensive 2012 zielstrebig weiterverfolgt und mit motivierten und professionellen Mitarbeitenden Spitzenleistungen für begeisterte Kunden erbringt und ein Unternehmen bleibt, bei dem es Spass macht, mitarbeiten zu dürfen.

Die nächsten Schritte in Richtung Umsetzung ab 1. August April/Mai: April/Mai: Juni:

Infoveranstaltungen für heutige RhB-Lernende und deren Eltern Infoveranstaltungen für RhB-Lehrplätze und Linienchef’s Info-Samstag für neue Lernenden und Eltern aus dem RhB-Einzugsgebiet, welche ab 7.8. bei login die Lehre beginnen Juli: 1. Staffel Schulung für Berufsbildner der RhB-Lehrplätze August: bisherige RhB-Lernende sind neu bei login angestellt Bd und Zp-Lernende werden von login begleitet, die Anstellung bleibt aber bei RhB 7. August: Start der Lehrbeginner in der login-Woche Ende August: Eröffnung der neuen Lehrwerkstätte (Junior Business Team) des Standortes Südostschweiz in Landquart


GRATIS-TESTFAHRTEN MIT DEM GLACIER EXPRESS

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Von Peider Härtli Rund 60 Millionen Franken haben Rhätische Bahn und Matterhorn Gotthard Bahn in die neuen Glacier Expresszüge investiert. Seit dem 20. Mai 2006 verkehren die völlig neuen Kompositionen mit klimatisierten Panoramawagen zwischen St. Moritz und Zermatt – in aller Regel zur Zufriedenheit der begeisterten Fahrgäste und ohne nennenswerte Probleme. Trotzdem: Einzelne ärgerliche Pannen und Zwischenfälle – so genannte Kinderkrankheiten – waren vor allem in der Startphase gelegentlich festgestellt worden. Unter Einbezug der Lieferanten wurden laufend Verbesserungen vorgenommen.

Gratis für einheimische Bevölkerung und Feriengäste Zur Prüfung der Laufeigenschaften unter realen Bedingungen führte die RhB nun in der Reise-Zwischensaison Testfahrten zwischen Samedan und Filisur durch. An Stelle gefüllter Sandsäcke lud die RhB am Dienstag, 30. Januar 2007, Bevölkerung und Gäste zu Gratisfahrten in ihrem Paradezug ein. Ebenfalls kostenlos war die Fahrt ab RhB-Stationen im Engadin nach Samedan und zurück sowie ein Getränk und ein kleiner Imbiss an Bord des Glacier Express. Es standen drei Fahrten zur Auswahl; eine Hinund Rückfahrt dauerte rund zwei Stunden. Die ersten zwei Züge waren praktisch ausgebucht, der Abendzug war auf Grund der Dunkelheit nicht mehr so attraktiv für. Insgesamt nahmen rund 370 Gäste an den Testfahrten teil. Erste Auswertungen zeigen ein durchaus positives Resultat. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Bereichen klappte hervorragend, einzelne kleinere Pannen konnten ohne Auswirkungen bei den Fahrgästen behoben werden. Simon Rohner, Gesamtverantwortlicher für die Testfahrten: «Ich bin überzeugt, dass wir mit diesen Testfahrten hervorragende Werbung für das Produkt Glacier Express als auch für unsere übrigen Produkte machen konnten. Ausserdem waren die Gratisfahrten eine sehr gute Imagepflege bei der einheimischen Bevölkerung».

Glacier Express auf Herz und Nieren getestet: v.l.n.r.: David Wiegratz, Projektleiter, Alexander Graf, Praktikant, Roberto Paravicini, Ingenieur und Günter Terragnolo techn. Projektleiter StadlerRail. Bild Engadiner Post.

Herr Meinrad Schmid aus St. Moritz hat ebenfalls teilgenommen. Seine Eindrücke: «Für die interessante Testfahrt mit dem Glacier Express möchte ich Ihnen herzlich danken. Auch für die Zvieriplatte und Getränke. Es war wunderschön, von diesem Wagen aus die Aussicht zu geniessen. Zwei kleine Mängel habe ich während der Fahrt festgestellt. Dies soll aber nicht als Reklamation aufgefasst werden. Im Wagen war es eher kalt. Es hatte Fahrgäste, welche den Wintermantel angezogen hatten. Wir fuhren im zweitletzten Wagen von Samedan nach Filisur. Die WC-Kontrollleuchte vom WC ist nicht ideal geschaltet. Wenn das WC nicht besetzt ist leuchtet keine Kontrolllampe im Fahrgastraum. Wenn jemand das WC benützt, leuchtet die rote Kontrolllampe. In den SBB Wagen leuchtet eine grüne Lampe, wenn das WC frei ist. Und das finde ich gut. Das WC im zweithintersten Wagen war gesperrt. Das heisst, dieses konnte nicht benutzt werden.» Nochmals herzlichen Dank. Meinrad Schmid


WEITER, IMMER WEITER 18

Walter Frei im Gespräch mit Dani Grünenfelder Stillstand gleich Rückschritt, eine abgelutschte Aussage, welche aber inhaltlich immer von zentraler Bedeutung bleiben wird. Im Verwaltungsgebäude in Chur ist sogar über dem Eingang in Stein gemeisselt: «aufwärts – vorwärts». Also ging Walter Frei die Treppen aufwärts, streckte seine Nase nach vorne und suchte das Gespräch mit Dani Grünenfelder (im Bild links) zum Thema Weiterbildungsprogramm 2007.

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D.G.: Nein, kein Nachfragesog! Das Führungsteam weiss, dass unser Unternehmen nur durch die Umsetzung der Offensive 2012 erfolgreich sein wird. Die Frage war, welche Anforderung stellt die Umsetzung der Strategie an die Mitarbeitenden und wo stehen die Mitarbeitenden heute. Diese grobe Vergleichsanalyse und die Gespräche mit Führungskräften sowie Mitarbeitenden zeigte den Entwicklungsbedarf. Im Zentrum stand die Mitarbeiter- und Kaderentwicklung.

W.F.: Herr Grünenfelder, Sie haben anfangs Jahr mit dem neuen Weiterbildungsprogramm alle Mitarbeitenden völlig offensiv angesprochen. Was dachten Sie, als Sie den über 100seitigen Katalog fertig gedruckt als erster auf den Tisch bekamen? D.G.: Zuerst hatte ich Freude über das aus meiner Sicht gelungene Werk. Wir hatten im Herbst, neben vielen anderen Aufgaben, intensiv daran gearbeitet und auch erkannt, dass diese Vorarbeiten als Basis sehr wichtig waren. Es war mir jedoch auch schnell bewusst, dass das Angebot noch Potential zur Verbesserung hat. Und schon kreisten mir neue Ideen zur Weiterentwicklung dieses Programmes durch den Kopf. W.F.: Haben Sie in der Vorbereitungsphase ein generelles Bedürfnis erkannt, oder wollten Sie bewusst einen Nachfragesog auslösen?

W.F.: Der Katalog umfasst ein breites Angebot an Weiterbildungskursen. Zudem scheint mir, dass auch die Kurse sehr spezifisch in die Tiefe der zu lernenden Thematik gehen. Ist dem so? D.G.: Ja. Teilweise ist mir das Angebot fast schon zu breit. Für 2008 will ich mehr Fokusieren und die Förderung der spezifischen und notwendigen Kompetenzen noch konsequenter und zielgerichteter angehen. Mit dem Angebot 2007 und der nun geschaffenen Struktur als Ausgangslage bin ich jedoch zufrieden. Kleinere Anpassungen sind jedoch bereits für dieses Jahr sinnvoll.


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Bezüglich Tiefe der zu lernenden Thematik war für mich von Beginn weg klar, dass es ein transparentes, spezifisches sowie jährlich wiederkehrendes Weiterbildungsangebot in sehr guter Qualität werden und bleiben muss. Auf der nun bestehenden Basis können wir jedoch gut aufbauen und weiterentwickeln. W.F.: Nun, Sie haben damit die Weiterbildungsprogramme fürs 2007 kommuniziert. Werden die Kurse jetzt auch gekauft, beziehungsweise gebucht? D.G.: Es freut mich sehr, dass das Echo sehr gross ist. Es wird Kurse geben, die wir drei bis vier Mal führen müssen. Mit grossem Engagement werden wir dies auch tun. W.F.: Zeigt sich jetzt ab, dass Sie mit dem vorliegenden Kursangebot richtig lagen, oder wurden Sie in bestimmten Themenbereichen eher überrascht? D.G.: Nein, überrascht nicht. Grundsätzlich lagen wir richtig und können jetzt die gemachten Erfahrungen in die künftige Planung einfliessen lassen. W.F.: Haben Sie beim Weiterbildungsbudget bestimmte Eckdaten, oder können Sie es auf Grund dieser Nachfrage nach oben oder unten anpassen?

D.G. Die Rhätische Bahn will in die Weiterbildung der Mitarbeitenden investieren. Daher ist also das Budget für das ganze Kursangebot gesichert. Zudem entsteht in diesem Jahr auch einen Indikator für die kommende Jahresplanung. W.F.: Wird es Kurse geben, welche dieses Jahr voraussichtlich nicht realisiert werden können? D.G.: Auf Grund des momentanen Anmeldestandes werden voraussichtlich die Kurse «Access Grundlagen» und allenfalls der Grundkurs in der Fremdsprache «Französisch» nicht realisiert. W.F.: Herr Grünenfelder, ich danke Ihnen für dieses Gespräch und gebe Ihnen natürlich noch das letzte Wort an unsere Mitarbeitenden. D.G.: Ich bin überzeugt, dass mit diesem neuen Konzept ein erster Schritt gemacht wurde, um für unsere Mitarbeitende in Zukunft eine Lernund Entwicklungsplattform zu schaffen, welche die Kompetenzen jedes Einzelnen fördert und damit auch die Marktfähigkeit unseres Unternehmens als Ganzes steigert.

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SUCHTPRÄVENTION 20

Text: Sandra Beeli, Foto: Peider Härtli Das Problem der Abhängigkeit ist ein gesellschaftlich/menschliches und keine RhBtypische Thematik. Die enge Vernetzung von Sucht und Arbeit ist allerdings längst erkannt und seit Jahren bei der RhB, vor allem in der Führungsschulung ein wichtiger Ansatzpunkt. Im Konzept geht es darum, eine gesamtunternehmerische Prävention und eine einheitliche Vorgehensweise bei Verstössen gegen das Nüchternheitsgebot festzulegen. S.B.: An wen richtet sich das Konzept? R.W.: Die Vorgesetzten sind in der Verantwortung, wenn es darum geht, Prävention und Intervention bei ihren Mitarbeitenden durchzusetzen. Sie sollen mit dem Konzept ein möglichst anwenderfreundliches Werkzeug erhalten. Inhaltlich betrifft das Konzept aber ganz klar jeden von uns. S.B.: Was ist das wichtigste Anliegen des Konzeptes? R.W.: Mit vier Worten: die Gesundheit der Mitarbeitenden. Die Vorgesetzten sollen sensibilisiert werden, diesem Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagementes die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. S.B.: Gibt es neue Erkenntnisse in der Prävention, die bei der Erarbeitung des Konzeptes entstanden sind?

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Die Vorgesetzten sind in der Verantwortung.

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R.W.: Süchte begleiten die Menschen seit tausenden von Jahren (dokumentiert: 5000 v. Chr. Sumerer konsumieren ausgiebig Opium). Die Prävention hat sich in dieser Zeit gewandelt und reicht vom Verbot über die Verteufelung bis hin zum Appell an die Vernunft. Dass Verbote wenig bewirken, zeigte die amerikanische Prohibition: nie wurde in Amerika soviel getrunken, wie zu jener Zeit. Heute sind sich Fachleute einig, dass der Appell an die Vernunft der Verteufelung vorzuziehen ist. Suchtmittel sind meist auch Genussmittel. Damit ist auch gegeben, dass der massvolle Umgang das Ziel sein soll. S.B.: Was heisst massvoll? R.W.: Es gibt dazu keine allgemein gültige Regel, höchstens Faustregeln. Meist haben wir Menschen ein sehr feines Sensorium für unser eigenes Verhalten. Mit gesundem Menschenverstand (heisst tatsächlich auch, dass wir dazu geistig gesund sein müssen) wissen wir sehr genau, was zuviel ist. Klare Regeln braucht es erst, wenn sich Mann/Frau nicht mehr selber kontrollieren kann oder will.

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Sichergestellt ist ein einheitliches, gesamtunternehmerisches Vorgehen.

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S.B.: Was wird sich bei der RhB durch das Konzept ändern? R.W.: Sichergestellt ist ein einheitliches, gesamtunternehmerisches Vorgehen, sei es in der Prävention oder auch bei der Intervention. Persönlich wünsche ich mir, dass sich die Sensibilität jedes/jeder Einzelnen und vor allem auch der Vorgesetzten weiter vertieft.

Ich danke herzlich für das aufschlussreiche Interview. Sandra Beeli (S. B.) im Gespräch mit Rico Wenk (R. W.).


MEDIENBAHN 21

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ARBEITSSICHERHEIT UND BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT (BGM) 22

Text von Rico Wenk, Bild von Peter Donatsch Arbeitssicherheit Bei der Arbeitssicherheit haben wir die letztjährigen Ziele nicht ganz erreicht. Statt wie angepeilt 6.1 Betriebsunfälle pro 100 Mitarbeitende sind wir bei 6.6 gelandet. Das ist der negative Teil der Feststellung. Doch jede Medaille hat auch 2 Seiten … und der positive Teil der Message ist der, dass wir die Zahlen des Jahres 2005 unterschritten haben und so den positiven Trend nach unten immerhin weiter fortsetzen konnten.

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♦ Bei den Geschäftsbereiche P und V geht es darum, die letztes Jahr verfehlten Ziele dieses Jahr zu erreichen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir einen guten Job geleistet. Dazu, dass wir alle mit offenen Augen und klarem Kopf auf dieses Ziel zugehen und allfällige Stolpersteine und Hindernisse auch im effektiven Sinne im voraus erkennen und so Schlimmes verhindern können, möchte ich Euch alle ganz herzlich ermuntern und danke Euch dafür danken, dass alle im Januar dafür gearbeitet haben, dass wir so gute Zahlen schreiben konnten. Die Geschäftsleitung hat Mitte Februar das Sicherheitsleitbild für die ganze RhB genehmigt. Auf der Basis dieses Leitbildes werden nach dem Leitsatz «safety first» Standards und Verhaltensregeln abgeleitet, die für die ganze Unternehmung Gültigkeit haben und Masstäbe setzen. Wir werden Ihnen in der nächsten InfoRetica das Sicherheitsleitbild näher vorstellen.

Absenzen Bei den Ausfalltagen – wo wir uns erstmals ein (mit minus 25 % gegenüber dem Vorjahr ehrgeiziges) Ziel gesetzt haben – ist das nun erzielte Resultat ebenfalls interessant und letztendlich trotz allem irgendwie erfreulich. Das gesetzte Ziel haben wir zwar nicht erreicht; statt der angestrebten Reduktion um 25 % haben wir immerhin eine solche in der Grössenordnung von 15 % erreicht. Das entspricht einem Minus von rund 1500 Absenztagen oder andersherum formuliert der stattlichen Anzahl von fast 7 eingesparten Personenjahren bei den Ausfalltagen. Für dieses Jahr möchten wir das Erreichte im Ganzen konsolidieren und gegenüber dem erzielten Vorjahresresultat dennoch eine Verbesserung erreichen und diese Werte im gesamten Schnitt neu auf 5.9 BU pro 100 Mitarbeitende senken. Das mag zwar nicht gerade spektakulär aussehen, bedeutet aber dennoch für jeden Geschäftsbereich eine eigene, spezifische Herausforderung: ♦ Bei den beiden Geschäftsbereichen I und R geht es darum, auch dieses Jahr die Zielraten gegenüber den Vorjahreszielen um je 5 % zu senken.

Für dieses Jahr ist es das Ziel, die für 2005 gesetzten Zielwerte nicht nur zu erreichen sondern sie auch noch um rund 2.5 % zu unterschreiten – oder mit anderen Worten – nochmals rund 1500 Ausfalltage einzusparen. Damit uns das gelingt, werden die Anstrengungen im Bereich «BGM» intensiviert und auf den Menschen als Gesamtes gerichtet. Der nach wie vor wichtige – bisher aber fast alleinige (aber nach wie vor wichtige) – Fokus auf das Bewirtschaften der Präsenz-, resp der Ausfalltage – wird in einen erweiterten Gesichtswinkel gerückt.


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Weitere Infos: Ernährung Kreislauf Muskulatur Sucht Krank Physe Psyche

Bewegung

Qualität Ausgewogenheit Quantität

Bekleidung Prävention

funktionell / gesund Wäsche Schuhe

Wohlbefinden

Arbeitsklima Druck, Stress, Angst

Arbeitsplatz

Familie Gesellschaft

Umfeld Privat

Ergonomie

Organ. Arbeitsplatz Körperhaltung / -Stellung Lärm Licht Störfaktoren Ambiente funktions- / bedürfnisgerechte Ausgestaltung

Wohlbefinden.mmp - 20.02.2007 - -

Massgebend für diese Betrachtung ist die – auch bei anderen Unternehmen gemachte – Feststellung, dass das «Funktionieren» des Menschen nicht nur von den beiden Faktoren «Betriebs- und Nichtbetriebsunfall» sowie «Krankheit» abhängig ist. Das psychische und physische Wohlbefinden des Menschen im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld sind wesentliche Grundlagen für eine möglichst integrale langfristige Gesundheit und letztlich auch für die Leistungsfähigkeit und –willigkeit eines jeden einzelnen von uns. Damit wir auch in diesem erweiterten Bereich vorwärts kommen, hat sich ein BGM-Team gebildet – Reto Brunner (Sicherheitsbeauftragter GB P und V), Roli Hofmann (Verantwortlicher Risk, Qualität und Sicherheit) und Rico Wenk (Bereichspersonalleiter P und V). Allen dreien ist gemeinsam, dass ihnen das Anliegen sowohl beruflich von ihren ureigensten Aufgaben als auch privat nahe liegt. In einem ersten Brainstorming hat das BGMTeam versucht, die grundlegenden Aspekte des Wohlbefindens zu gliedern. Daraus entstand das nachfolgende Mind-Map: Bewegung, gesunde und ausgewogene Ernährung, ein intaktes (privates, gesellschaftliches und berufliches) Umfeld sowie passende Bekleidung und die Ergonomie am Arbeitsplatz stellen dabei die tragenden Säulen für das Wohlbefinden dar. Ein erstes – teilweise schon verfeinertes

– Resultat des Mind-Map ist nachstehend abgebildet und das BGM Team freut sich darauf, wenn weitere Ideen und Rückmeldungen zu dessen Ergänzung bei ihm eingehen. Wir sind gespannt auf Eure Rückmeldungen. Vielen Dank. Auf der Basis der Stichworte werden wir die Ziele für das erweiterte BGM formulieren sowie konzeptionelle Aussagen und konkrete Massnahmen zur Umsetzung ableiten – denn: gute Gesundheit- und Wohlbefinden bringen uns alle weiter – jeden einzelnen und alle miteinander – kurz die ganze RhB-Familie.

Reto Brunner (r.brunner@rhb.ch) Rico Wenk (r.wenk@rhb.ch) Roli Hofmann (r.hofmann@rhb.ch)


BIKE TO WORK – JETZT MITMACHEN! Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich an den internen Koordinator im Betrieb: Reto Brunner, Bahnhofstrasse 25, 7002 Chur, r.brunner@rhb.ch, Tel. 990 126 Weitere Informationen zur Aktion, zum Thema Sicherheit und zu den Wettbewerbspreisen finden Sie auf der Internetseite www.biketowork.ch

Von Reto Brunner Fahren Sie mit dem Velo zur Arbeit, Sie werden sich besser und vitaler fühlen. Mit der Teilnahme an der Aktion bike to work wird Ihnen der Umstieg aufs Velo erleichtert. Sie tun Gutes für Ihre Gesundheit und können dabei erst noch attraktive Wettbewerbspreise gewinnen. Bei bike to work 2007 ist auch die Rhätische Bahn mit von der Partie. «Die Aktion bike to work bringt Schwung und Stimmung in den Betrieb und fördert den Zusammenhalt im Team», ist Gregor Zimmermann, Projektleiter bei der IG Velo Schweiz, überzeugt. Ziel der Aktion ist, möglichst viele Pendlerinnen und Pendler zu motivieren, für den Arbeitsweg aufs Velo umzusatteln. Das bringt viele Vorteile, wie Gregor Zimmermann betont: «Velofahren ist besonders geeignet, um die individuelle Gesundheit zu fördern. Wer regelmässig körperlich aktiv ist, der fühlt sich besser, ist dem Alltagsdruck gewachsen und ganz einfach leistungsfähiger». Bewegung baut Stress ab und steigert das persönliche Wohlbefinden, daher kommt man nach einer Velofahrt aufgestellt und motiviert zur Arbeit. Mit täglich einer halben Stunde Velofahren kann das Krankheitsrisiko deutlich gesenkt werden. Dazu ist Velofahren günstig, schnell und umweltfreundlich.

So funktionierts Die Mitarbeitenden der Rhätischen Bahn sind aufgerufen an der Aktion vom 1. Juni

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bis 30. Juni 2007 mitzumachen. Sie erhalten dazu einen Teilnahmeflyer per interne Post. Motivieren Sie Ihre Arbeitskolleginnen und –kollegen zur Teilnahme und melden Sie ein Team zum Aktionsmonat an. Wer während des Aktionsmonats an mindestens 50 Prozent seiner persönlichen Arbeitstage mit dem Velo zur Arbeit kommt, nimmt an der Verlosung attraktiver Preise teil. Sie können den Arbeitsweg auch kombiniert mit dem öffentlichen Verkehr zurücklegen, wenn Sie mindestens für eine Teilstrecke das Velo nutzen. Als Teampreise winken beispielsweise eine Ballonfahrt und SBB-Halbtax-Abos für das ganze Team sowie eine Elektrobike-Tour, als Einzelpreise werden ein Weekend in Hamburg, eine Wellnesswoche und diverse weitere Preise verlost.

Begleitaktionen Die Rhätische Bahn unterstützt bike to work, weil uns die Gesundheit der Mitarbeitenden wichtig ist und wir auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität leisten wollen. ♦ Begleitend zu dieser Aktion können Velohelme zu sehr guten Konditionen (25 – 50% Rabatt) erworben werden ♦ Ausrüstung, Bekleidung, Beleuchtung, was ist entscheidend ♦ Richtig und sicher Biken/Velofahren, Fahrtechnik ♦ Technische Tipps und Tricks rund ums Bike, Reparaturen, Service usw. ♦ Kaufberatung damit das geeignete Bike, Velo gefunden werden kann Die IG Velo erwartet, dass im Juni in der ganzen Schweiz rund 30‘000 ArbeitnehmerInnen aus mehr als 600 Betrieben im Rahmen der Aktion bike to work mit dem Velo zur Arbeit fahren. Davon dürften ca. ein Drittel Umsteiger sein, welche bis anhin mit anderen Verkehrsmitteln zur Arbeit gefahren sind. bike to work wurde 2005 als Pilotprojekt mit der Migros getestet und im letzten Jahr mit grossem Erfolg in der ganzen Schweiz durchgeführt. Velofahren macht Spass, das zeigen die Reaktionen der TeilnehmerInnen und der Aktionsverantwortlichen von bike to work 06: Die Aktion der IG Velo Schweiz wird vom Bundesamt für Gesundheit, Migros, CSS Versicherung und Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt.

Bild: Christian Perret


IT@RhB PROJEKT «CHRONOS» – INTEGRIERTE ZEIT- UND LEISTUNGSERFASSUNG

Von Jürg Hertner

Ausgangslage In den letzten Jahren sind im Bereich der Zeitund Leistungsbewirtschaftung unterschiedliche Lösungen und unterschiedliche Arbeitsabläufe in der RhB entstanden. Die RhB besitzt heute verschiedene Ansätze zur Erfassung von Präsenzzeit-, Abwesenheits-, Leistungs-, Auftragszeit-, Spesen und Zulagen, Personaleinsatzplanung und Zutrittskontrolle. Die meisten der vorhandenen Prozesse unterscheiden sich bezüglich Leistungsfähigkeit und Technik beträchtlich und können nur mit erheblichem Aufwand miteinander vernetzt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Es gibt eine grosse Anzahl manueller Datenübernahmen, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit sind im Vergleich zu Standardtools begrenzt und es gibt noch keine unternehmensübergreifenden Erfassungsrichtlinien. Das Verbesserungspotential wird in diesem Bereich als sehr hoch eingestuft. Die Realisierung des Projektes ist in den Unternehmenszielen ’07 definiert und der Informatik Lenkungsausschuss hat im Januar ’07 grünes Licht für das Projekt gegeben.

Ziele des Projektes Die bestehende heterogene Systemlandschaft im Bereich der Zeit- und Leistungsbewirtschaftung soll durch ein unternehmensweites, einheitliches, integriertes und durchgehend elektronisches System abgelöst werden. Ziel ist es auf den 1.1.2008 das neue System einzuführen. Folgender Hauptnutzen soll mit dem Projekt generiert werden: ♦ Aufwandsreduktion für Mitarbeitende und Kostenoptimierung IT ♦ Höhere Transparenz, bessere Planung, aktuelle Führungskennzahlen ♦ Einheitliche Basis für Budgetierung ♦ Moderne, benutzerfreundliche Arbeitsinstrumente

Projektteam Zum Kernteam gehören: ♦ Rico Wenk (HR) ♦ Christoph Clavadetscher (F-CO) ♦ Patrizio di Silvestre (I) ♦ Gian Meyer (P,V) ♦ Karl Jahn (R) ♦ Jürg Hertner (F-IT), Projektleiter

Die nächsten Schritte In den nächsten Monaten werden die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen detailliert erhoben und ein Pflichtenheft erarbeitet. Im April soll dann das Projekt ausgeschrieben und eine Lösung evaluiert werden. Mit der Realisierung soll dann im Juni begonnen werden. Fragen oder Anregungen zum Projekt werden gerne vom Projektleiter Jürg Hertner j.hertner@ rhb.ch entgegengenommen.

IT-Helpdesk Von Nadine Ritter Aus der im Mai ’06 durchgeführten Umfrage über die IT-Dienstleistungen ging hervor, dass in punkto Erreichbarkeit Optimierungspotential vorhanden ist. Seit September ’06 hat F-IT ein Helpdesk eingerichtet, welcher Mo-Fr von 07:30 – 16:30 Uhr telefonisch erreichbar ist. Neben dem telefonischen Kontaktkanal steht auf dem Intranet eine neue Plattform zur Verfügung, wo Informatikanliegen auch ausserhalb der oben genannten Zeit platziert werden können. Die Plattform steht Ihnen über folgende Internetadresse zur Verfügung: http://it-helpdesk Auf der Plattform können Sie über einfache Formulare Supportanfragen selber erfassen und den Status Ihrer Anfragen verfolgen. Ebenso finden Sie dort viele Benutzerhandbücher zu verschiedenen Themen und Systemen. Wenn Sie die entsprechenden Berechtigungen haben, können Sie ebenfalls Software oder Hardwarebestellungen auslösen. Im folgenden Artikel wird Ihnen kurz aufgezeigt, wie Sie eine neue Supportanfrage (ein sog. «Ticket») erfassen können.

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Benutzung der elektronischen IT-Helpdesk Plattform

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nach Berechtigung verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung wie z.B.: «Ticket erfassen», «Passwort ändern» etc …

1. Öffnen sie Ihren Internet Explorer und wählen Sie http://it-helpdesk Die IT-Helpdesk Anwendung wird nun geöffnet. In der Rubrik «Hauptmenü» stehen Ihnen je 2. Berechtigte Personen können Neueintritte erfassen oder Hardware und Software bestellen. Berechtigte Personen können Neueintritte erfassen oder Hardware und Software bestellen.

3. Um eine neue Supportanfrage zu erfassen, benutzen Sie den Menupunkt «Ticket erfassen». Es wird ein Formular aufgerufen, auf welchem Sie Ihr Anliegen beschreiben können. Inventarnummern von betroffenen Geräten sind immer sehr hilfreich. Teilen Sie uns diese also wenn immer möglich bitte mit. Klicken Sie auf «Speichern», wenn Sie mit der Beschreibung fertig sind. Das «Ticket» wird nun automatisch an F-IT weitergeleitet. 4. Ihre erfassten Tickets finden Sie nun in der Hauptübersicht wieder. Durch Anklicken der einzelnen Tickets gelangen Sie zu den Details und können so den aktuellen Status Ihres Tickets überprüfen.

5. In der Detailansicht eines Tickets können Sie beispielsweise verfolgen, welche IT-Mitarbeitende/r ihre Anfrage gerade bearbeitet und welche Aktionen bereits durchgeführt wurden. So sind Sie immer auf den aktuellsten Stand. Auch telefonisch mitgeteilte Anliegen werden von F-IT im System erfasst und können so natürlich von Ihnen ebenfalls über das System abgefragt werden.


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Tipps & Tricks – Verwendung von «Print Screens» Von Dennys Hess Ein Print Screen ist im Prinzip nichts anderes als ein Abbild (eine Art «Foto») des aktuell dargestellten Bildschirminhaltes. Es bieten sich 2 Möglichkeiten um sog. Print Screens zu erstellen. Beide dieser Varianten müssen teilweise über Tastaturkombinationen ausgeführt werden. Variante 1: Betätigt man auf der Tastatur die Taste mit der Aufschrift «Print Scrn» wird ein Abbild des aktuellen Inhaltes des gesamtes Bildschirms gemacht.

Variante 2: Wollen Sie nicht dass der ganze Bildschirmbereich abgebildet wird, dann können Sie die «Alt» Taste zusammen mit der «Print Scrn»Taste verwenden. Hierbei wird nur das momentan aktive Fenster registriert und zum Weiterbearbeitung zur Verfügung gestellt.

Weiterbearbeitung: Der nun «fotografierte» Bereich kann mit Hilfe des Tastenkombination Ctrl + V z.B. in Word oder PowerPoint eingefügt werden. Braucht man daraus nur einen bestimmten Teilbereich, kann das eingefügte Bild über die Grafiksymbolleiste, zu finden unter /Ansicht/Symbolleiste/Grafik, zugeschnitten werden.

Hinweis: Nach dem Zuschneiden des Bildes ist der abgeschnittene Bereich zwar nicht mehr sichtbar, trotzdem ist dieser im Hintergrund noch vorhanden und nimmt Speicherplatz ein. Um die Datei-Grösse zu verkleinern und den nicht mehr verwendeten Teil des Bildes endgültig zu löschen, können Sie folgende Schritte durchführen. 1. Rechte Maustaste auf das Bild. 2. Wählen Sie «Grafik formatieren». 3. Wechseln Sie in das Register «Bild» 4. Klicken Sie auf den Button «Komprimieren» 5. Nun erscheint ein weiteres Fenster, wo diverse Einstellungen vorgenommen werden können. Als erstes bietet sich die Möglichkeit, das aktuell ausgewählte Bild oder sämtliche Bilder im Dokument zu bearbeiten. Als zweites bieten sich Arten der Komprimierung auf. Standardmässig wird die «Druckvariante» selektiert. Eine hohe Auflösung braucht automatisch mehr Speicherplatz, verbessert aber die Bildqualität nicht zwingend. Die Voreinstellung «Drucke» (Auflösung 200 dpi) ist für die meisten Anwendungen gut geeignet. Als letztes stehen die eigentlichen Aktionen zur Auswahl. Hier ist die oben genannte Funktion «Zugeschnittene Bildbereiche löschen» zu finden, welche nicht mehr benötigte Teile des Bildes endgültig löscht und so die Dateigrösse erheblich reduziert.

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DAMALS, VOR 20 JAHREN 28

Von Franz Skvor, bearbeitet von Peider Härtli Vor 20 Jahren wurde das Kernstück Filisur – Bever, die für die RhB lebenswichtige Bahnstrom-Hochspannungsleitung in Betrieb genommen. Diese Hochspannungsleitung verbindet die Produktionsanlagen (Küblis, heute Landquart, Sils, Bever und Klosters Aeuja) miteinander und erlaubt über die Unterwerke an allen wichtigen Punkten Energie ins Fahrleitungsnetz einzuspeisen; sie stellt aber auch die Verbindung zum SBB-Netz her. Nach entsprechenden Studien und Expertisen fand 1974 im Kraftwerk Küblis der Bündner Kraftwerke (BK), heute Rätia Energie, der «Startschuss» für den Bau dieses für die Leistungsfähigkeit und Betriebszuverlässigkeit der RhB äusserst wichtigen Ringleitungssystems statt. Denn man bedenke: eine elektrifizierte Bahn kann höchstens so leistungsfähig sein wie ihre Energieversorgung es ist! Zusammen mit BK konnte so bis 1984 die RhBBahnstromleitung von Küblis über Klosters Aeuja und Davos bis Filisur gebaut werden. Ab Filisur waren die Partner der RhB die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) als Betreiber der Albula-Landwasser-Kraftwerke und das EW Bergün. Im Bereich von Davos, im Siedlungsgebiet von Filisur, im Albulatunnel und im Val Bever mussten insgesamt fast 20 km Kabelleitung verlegt werden – eine recht teure und auch elektrotechnisch nicht ganz harmlose Sache. In Bergün beispielsweise musste die bestehende Fahrleitungsanlage Bild links: Montage von Stahlmast Nr. 20 beim Albula-Viadukt II. Bild rechts: Dank Super Puma sensationelle Arbeitsleistung!

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auf rund zwei Kilometern für die Aufnahme der Hochspannungsleitung umgebaut werden, da ein anderes Trassee nicht gefunden werden konnte. Das eigentliche Kernstück Filisur – Bever (z.T. Gemeinschaftsleitungen RhB, EGL und EW Bergün) konnte dank guter Planung und sehr guter Vorbereitung dann in nur 1 Jahren erstellt werden. 54 von insgesamt 64 Masten sind z.T. sehr hohe Stahlrohrmasten und befinden sich meist in sehr schwierigem Gelände. Die Rohrmasten bestehen aus ineinander steckbaren oder verschraubbaren, bis ca. drei Tonnen schweren Teilstücken, der max. Tragkraft eines «Super-Puma-Helikopters» entsprechend. Das Aufstellen der Masten zwischen Bergün und Preda war schlicht sensationell und dauerte nur gerade einen Tag, der 10. Oktober 1986. Am 4. Dezember 1986 konnte die Leitung Filisur – Bever und das neue Unterwerk Bever bereits provisorisch in Betrieb genommen werden, am 26. August 1987 fand dann noch die offizielle Kollaudation statt. Es war dies ein wichtiger Schritt in der Energieversorgung der RhB – eine durchgehend 66kV-Bahnstromleitung von (Sargans SBB -) Küblis bis ins Engadin. Die letzte Lücke der Bahnstrom-Hochspannungs-Ringleitung wurde mit dem Teilstück Chur – Landquart 2005 geschlossen. Damit besitzt die RhB nun eine bezüglich Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit hervorragende Stromversorgung.


DAMALS, VOR 30 JAHREN 29

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ÜBER DIESE BRÜCKE MUSST DU GEH´N 30

Text von Peider Härtli Bild von Peter Donatsch

Das beleuchtete Landwasserviadukt.

Das Wahrzeichen der Albulalinie wird mit der Illumination noch attraktiver: Von weither zieht der einzigartige Landwasserviadukt nun auch nachts die Blicke auf sich. Für die Rhätische Bahn bedeutet dieser Blickfang willkommene Gelegenheit um für die kürzlich eingereichte UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina»

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zu werben – schliesslich ziert eine Zeichnung des markanten Bauwerks das Kandidatur-Logo. Die besondere Lichtinszenierung hebt sich von den vielen bereits bestehenden beleuchteten Objekten deutlich ab und erfreut einerseits Bahnreisende sowie auch Automobilisten auf der Albulastrasse. Blickfang als Werbung für UNESCO … Die Skizze des Landwasserviadukts wurde als Symbol für die UNESCO-Kandidatur «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula / Bernina»


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gewählt. Ohne Zweifel ist der Zeitpunkt der Eröffnung der Illumination am 27. Dezember 2006 optimal gewählt; keine Woche zuvor wurde das umfangreiche Kandidatur-Dossier durch zwei Schulklassen aus Poschiavo dem Welterbezentrum in Paris übergeben. Die Beleuchtung, welche Natur und Fauna respektiert und auch in der Lichtintensität den Normen Rechnung trägt, verstärkt die Einzigartigkeit und Bekanntheit der Albulalinie und wird sie weit über Graubünden hinaus bekannt machen.

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… und Blickfang – auch für neue Fahrgäste Durch seine besondere Lage zieht er Landwasservidaukt die Blicke der Bahnfahrgäste und der Autofahrer auf der Albulastrasse gleichermassen auf sich. Und da sieht RhB-Direktor Erwin Rutishauser durchaus auch Chancen, ganz im Sinne von Peter Maffays leicht abgewandeltem Lied «über diese Brücke musst du geh’n …», wie er anlässlich der Einweihung der Illumination verschmitzt betonte.


DIE HOLZVERZUCKERUNGS AG EMS 32

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Die berühmte Modelleisenbahn im Massstab 1:10 auf dem Dietschiberg bei Luzern hat noch sein Vater Arthur Oswald gebaut. Die Holzverzuckerungs AG Ems (HOVAG), die 1942 ihren Betrieb aufnahm, stellte aus dem Rohstoff Holz «Zucker» her, aus dem sie flüssigen Treibstoff gewannen. Das Verfahren dazu ging auf deutsche Erfindungen aus dem Jahr 1936 zurück. Einem Berliner Gutachten zufolge hatte Göring bereits im Sommer 1937 veranlasst, das Holzverzuckerungssverfahren zu testen. Zwei deutsche Werke – eines gehörte der I.G. Farben – nahmen im Verlauf des Krieges den Betrieb auf.

Ems Werke AG in den 50er Jahren.

Von Gian Brüngger Die Grossbaustelle rheinseits der RhB-Doppelspur zwischen Domat/Ems und Reichenau-Tamins für die Grosssägerei der österreichischen Firma Stallinger, erinnert uns an den Bau der Holzverzuckerungs AG (HOVAG) vor gut 65 Jahren. Auch damals korrespondierten Holzverzuckerungs AG und RhB hin und her und das auf den Lieferungstermin für das erste Holz vorgesehene Anschlussgleis und die dazu benötigten Rollschemel standen wie heute nicht zur Verfügung. Die HOVAG hatte ihren Sitz schlicht an der Bahnhofstrasse 12 in Zürich und ihr Leiter war Dr. Werner Oswald. Der Briefkopf lautete: Holzverzuckerungs AG ZÜRICH, Postcheck VIII 26851, Telefon 7.21.50, Zeichen Dr. O. Geboren am 16. März 1904 auf dem Dietschiberg in Luzern als Sohn des Rechtsanwaltes und Regierungsrates Arthur Oswald. Gestorben in Zürich am 23.2.1979. Besuchte die Mittelschule in Gais und Trogen, Landwirtschaftsschule in Langenthal, Ausbildung zum Agraringenieur an der ETH Zürich (Dr. Ing.-Agr.) und Dr. phil. II der Universität Zürich. Gründete in Zürich 1936 die Holzverzuckerungs AG (HOVAG) zur Produktion von Treibstoff als Vergärungsprodukt aus Abfallholz. Ab 1942 Produktionsstandort in Ems mit Bundeshilfe, Herstellung von Treibstoffzusätzen im Dienst der Landesversorgung. Heiratete 1944 Eléonore Matthys von Horgen.

Die Patente, auf die sich auch die HOVAG stützte, stammten von Heinrich Scholler, einem Münchner Techniker. Wie sein Zürcher Anwalt nach Kriegsende versicherte, war Scholler ein «politisch nicht belasteter Erfindungspionier». Schollers Münchner Ingenieurbüro, die Percola GmbH, lieferte für den Bau der Emser Werke «die hauptsächlichen Unterlagen, so vor allem Schemata, Entwürfe von Dispositionen, grundsätzliche Konstruktionen und erforderliche Angaben für die richtige Beschaffung von Maschinen und Apparaten», hiess es in einem Bericht vom 13. März 1943.

Chur-Domat/Ems, geführt jeweils von einer 1’D1’ 302 oder 353-355, um 1956. Siehe Text dazu in der nächsten Nummer


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Auf- oder Abladen von Normalspurwagen in einer Rollschemelgrube zwischen Domat/Ems und Ems Werk, dort, wo heute das Umfahrungsgleis steht.

Die Verwandlung von Holz in Treibstoffe war in Domat/Ems, die Änderung des Ortsnamens erfolgte mit Genehmigung des Bundesrates am 12. Oktober 1942, ohne ständige Zulieferungen der deutschen chemischen Industrie nicht möglich. Zu den Lieferfirmen für die chemischen Grundprodukte gehörte die I.G. Farben. Als die Lieferungen Ende 1944 stockten, schrieb die HOVAG an die Schweizerische Gesandtschaft in Berlin: «Durch das Fehlen dieser für uns lebenswichtigen Produkte ist unser Werk enorm gefährdet und wir würden über kurz oder lang nicht mehr in der Lage sein, das uns auferlegte Lieferprogramm für den Wirtschaftssektor und die Armee zu gewährleisten». Der dramatische Aufruf zeigt, wie gering der Spielraum der Schweiz in ihrem Bemühen um Autarkie tatsächlich war. Die HOVAG war nicht nur von Nazi-Deutschland abhängig, sondern auch von den Kassen des Bundes, welcher sie mit massiven staatlichen

Subventionen alimentierte. «Die Holzverzuckerungs erfolgte in erster Linie im Interesse der Wirtschaftslage unseres Landes. Die Herstellung des für unser Land und unsere Armee lebenswichtigen Produkts (Äthanol) ohne Bezug von Grundstoffen aus Deutschland» wäre nicht möglich gewesen. Nun zum Bau des Werkes der Holzverzuckerungs AG. Das Werk kam sehr nahe an das Normalspurnetz und entlang der RhB-Strecke Chur – Reichenau-Tamins zu stehen. Übers RhB-Netz erfolgte in erster Linie die Zufuhr von Holz. Dafür entstand ungefähr auf der Höhe der heutigen Barrierenanlage vor dem Werk der Ems Chemie eine Anschlussweiche von Ems in Richtung Reichenau-Tamins mit einem Ausziehgleis Richtung Ems als Schutzstumpen. Ungefähr ein Drittel der Werkgeleise waren damals schmalspurig. Für die Überfuhr von Normalspurwagen ab Chur mussten einige

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bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Erstens musste die Rollschemelgrube im Bahnhof Chur verbessert werden. Eine Anhebung der Brücke zur Waffenplatzstrasse welche die RhB-Strecke überquerte, war für die Durchfahrt von Rollschemeln mit gedeckten Normalspurwagen notwendig. In Ems entstand ein Anschlussgleis unmittelbar nach dem Bahnhof, an derselben Stelle wo sich das heutige Gleis befindet. In der Mitte der heutigen Umfahrungsanlage endeten die beiden Schmalspurgleise in zwei Rollschemelgruben. Von hier aus führte das Gleis wie heute zweigleisig bis zur Weiche welche fast an derselben Stelle steht und dann eingleisig, parallel zum RhB-Streckengleis bis ins Werk. Bis zur Inbetriebnahme des Werkes waren verschiedene Abklärungen notwendig. So musste bei km 22.227 z.B. Wasser vom Rhein unter dem Gleis ins Fabrikareal geleitet werden. Bei km 22.077 wünschte die HOVAG die Bahnlinie mit einer Hochspannungsleitung 8/10 kV zu überqueren. In einem Schreiben vom November 1941 fragt die HOVAG die RhB, ob sie in der Lage ist, den Zubringerdienst im Raum Chur – Rhäzüns, für die Belegschaft durchzuführen. Der Betriebswechsel war um 6:00 h, 14:00 h und 22:00 h vorgesehen. Die Tagesschichten von 7:00 h Sommer, 7:30 h Winter bis 12:00 h und 14:00 h bis 17:30 h Sommer, 18:00 h Winter. Die RhB bestätigte das Schreiben sofort mit dem Hinweis, dass sie zuerst rechnen müssen, ob genügend Personal und Rollmaterial zur Verfügung steht. Bis zur definitiven Antwort sind Fahrzeiten, Tourenpläne, Aufwendungen und Einnahmen minutiös berechnet worden. Zunächst mussten die Arbeiter von Ems und Reichenau aus zu Fuss, dass ungefähr in der Mitte stehende Werk erreichen. Ab Fahrplanwechsel vom 8. Mai 1944 stand dann eine eigene Haltestelle Ems Werk zur Verfügung. Bis zum 27. Mai 2001 hielten die Züge hier jeweils bei Schichtwechsel an. Seither halten alle Regio auf Verlangen und die Haltestelle ist öffentlich, sowohl für die Belegschaft, für Besucher des Werkes und für Wanderer die in die nahe Wäldern wollen. Im Jahre 1943 wollte die HOVAG Pappeln und Föhren zwischen dem RhB-Gleis und dem Anschlussgleis aufstellen. Die RhB stimmte

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nur der Aufstellung der Pappeln zu, nicht aber der Föhren, da diese bei starkem Wind gerne auf die Fahrleitung fallen. Nach Kriegsende kamen effizientere Treibstoffe auf dem Markt und die Produkte der HOVAG waren nicht mehr gefragt. Mit Hilfe des Bundes wollte man das bestehende Werk erhalten und nebst Treibstoffe auch andere Produkte herstellen. Es war vorgesehen, das Werk bis Ende 1960 wirtschaftlich zu betreiben. Mit Bundesbeschluss vom 30. September 1955 sind Massnahmen zur Stärkung der Wirtschaft des Kantons Graubünden durch Gewährung einer Hilfe an die Holzverzuckerungs AG in Kraft gesetzt worden. Das Referendum kam zustande und das Volk lehnte am 13. Mai 1956 mit 429 314 nein gegen 315 704 die Vorlage ab. Bereits während des Abstimmungskampfes hatte sich ein Komitee für die Erhaltung der Emser Werke gebildet. Am 5. Februar 1956 hielt der damalige Nationalrat Dr. Andreas Gadient, Grossvater der heutigen Nationalrätin Brigitta Gadient einen Vortrag über die Erhaltung der Emser Werke. Dank der Ablehnung entwickelte sich die Firma zu einem, vom Staat unabhängigen Unternehmen. Sofort erzeugte mit Firma mit den bestehenden Infrastrukturen andere Produkte, wie Emser Dünger, mit welchem am rheinseitig linken Hang gegenüber der Firma heute noch gross «EMS» geschrieben. Ab 1951 wird die Kunstfaser Grilon hergestellt. In der Zwischenzeit entwickelte sich die Unternehmung zu einer richtigen Chemie Unternehmung. Im Jahre 1987 verkauften die Oswald-Erben ihre Aktien an Christoph Blocher, welcher seinerseits seine Aktienmehrheit 2004 an seine Kinder übergehen liess, nachdem er das Amt des Bundesrates antrat. Seit Januar 2004 wird die Ems-Chemie von Magdalena Martullo-Blocher als Vizepräsidentin und Delegierte des Verwaltungsrates geführt.


HOHER PULS AM VEREINA 35

Von Fredy Bärtsch «Spitzentag», «Grosskampftag» oder wie immer man diese Tage nennen will. Für unsere Mitarbeitenden am Vereina Autoverlad schlägt jeweils der Puls zwischen Anspannung und Stress aus. Aber nicht nur unsere Verlader sondern auch die Kassierinnen, die Mitarbeiter des Kiosks sowie die Mitarbeiter des Bahnhofs Klosters und die Verkehrskadetten haben an solchen Tagen erhöhte Herzfrequenzen. Die Autofahrer sind unersättlich. Jeder will so schnell wie möglich verladen, so wenig wie möglich bezahlen und – sein Vordermann stört ihn, ist ihm im Wege. Der Automobilist fragt sich: «Warum geht es nicht schneller voran, warum ist hier Stau, was ist hier los?» Oder die Routiniers stöhnen: «Genau wieder so ein … Wochenende erwischt». «Wir haben schon bei der Anreise zwei Stunden im Stau gestanden – ist denn das hier immer so?» werden wir im Stauraum von einem deutschen Touristen gefragt. Wir antworten ihm, er hätte genau die zwei stärksten Wochenenden und zwar genau in seiner Fahrtrichtung erwischt. Alle hätten jetzt Skiferien, die Belgier, die Holländer, die Deutschen, die Basler und die Zürcher, ja alle gleichzeitig. An einem der frequenzstärksten Tage eines Vereina-Winters haben wir einige Impressionen mit der Fotokamera eingefangen. Zum Glück haben wir einen Tag mit schönem Wetter erwischt. Es regnet nicht, es schneit nicht, es ist auch nicht kalt. An solchen Tagen sind die wartenden Automobilisten noch relativ entspannt. Es kommt zu keinen Wutausbrüchen, keinen Beschimpfungen. Dies passiert eher, wenn das Wetter schlecht ist, wenn es schneit und vor allem wenn keine Alternative «Julier» bereit steht. Was erleben nun unsere Mitarbeiter an einem solchen «Hochpulstag»? Der Verlader, als Unsichtbarer auf dem ersten Autotransportwagen im Tunnel, bekommt natürlich die schlechte Abgasluft der Autos, welche er aufreiht oder «auftischt», voll in die Atemwege. Da freut er sich, wenn er innerhalb seiner acht Arbeitsstunden jeweils an den Schluss des Zuges und damit ans Tageslicht

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kommt. Tief durchatmen! Besonders jetzt, wenn der letzte Automobilist sich rückwärts noch einparkieren kann. Tief durchatmen, wenn er es nicht im ersten Anhieb schafft. Bei der Kassierin geht es um viele Fremdsprachen: Englisch, Französisch, Italienisch, Holländisch. Auch um die verschiedensten Zahlungsmittel: Kreditkarten, Vereinakarten, Reka-Schecks, Bargeld in Franken, Bargeld in Euro, EC-Karten uns so weiter. Der Lieferwagenfahrer ärgert sich, weil er mehr bezahlen muss als der Personenwagenfahrer: «Mein Auto ist ja gleich gross wie ein Personenwagen, ist auch nicht schwerer», sagt der Lieferwagenfahrer. Der Tarif sei aber so, massgeblich für den Preis sei der Fahrzeugausweis, musste die Kassierin den Autofahrer enttäuschen. Der Ressortleiter Erhard Wattenhofer meint: «Es kommt immer wieder vor, dass die Autos plötzlich nicht mehr laufen. Man weiss dann zwar nicht warum, aber das Auto steht dann auf dem Tragwagen, sollte entladen werden und es springt einfach nicht mehr an. Dann muss ich speeden. Sofort renne ich mit dem Booster, dem Motorenstartgerät im Aktenkofferformat, zum betroffenen Fahrzeug. Haube auf und hopp: Der Wagen springt wieder an, der Fahrer ist erleichtert und bedankt sich. Er ist jetzt kein Verkehrshindernis mehr». Die höchsten Pulswerte werden aber immer gegen Ende eines solchen Grosskampftages gemessen, dann nämlich, wenn wir die Spitzen-Tages-Einnahmen von rund 160‘000.Franken verbuchen dürfen. Diese Werte rauben glücklicherweise keinem RhB-Mitarbeitenden den wohlverdienten Schlaf.

Verlader Dumeng Zanchetti – Mann der ersten Stunde am Vereina – voll im Einsatz.

Klappen hoch, Andreas Thöny, danke, wir fahren !

Kassierin Mina Margadant nimmt Reka-Schecks entgegen

Verladene Fahrzeuge am Samstag, 17. Februar 2007 Total Davon Personenwagen Busse Wohnmobile Lieferwagen LKW 4 Achser PW-Anhänger

4460 4380 36 13 20 1 10

Jörg Pleisch bewahrt auch in hektischen Zeiten die Ruhe.


UNSERE PARTNER: GRAUBÜNDNER KANTONALBANK

Text von Beat Maissen, Kundenberater e-channels Bilder von Reinhard Fasching, Reto Parpan, Fachspezialist e-business

Reto Mathiuet.

Einsteigen und e-banken Sicher, in der Region verwurzelt und bündnerisch sind Attribute, welche sowohl für die Rhätische Bahn als auch für die Graubündner Kantonalbank gelten. Diese Gemeinsamkeiten sind die konzeptionellen und visuellen Grundlagen für den neuen e-banking Prospekt der GKB. Das neue e-banking der Graubündner Kantonalbank sollte mit einem neu gestalteten Prospekt starten, welcher sich deutlich von der alten Kommunikationslinie abhebt und in das neue GKB Layout passt.

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Aus verschiedenen Gestaltungsideen kristallisierte sich schnell die Variante mit einem RhB Sujet als Favorit, welche Parallelen zum e-banking in punkto Sicherheit und regionaler Verwurzelung verbildlicht. Dank der spontanen Zusage der Rhätischen Bahn konnte schnell mit der Realisierung begonnen werden. Mit Reto Mathiuet aus Landquart, Lokomotivführer der Rhätischen Bahn, haben wir ein ideales Fotomodel und auf der Stecke der RhB die passenden Motive gefunden. Das Fotoshooting fand im Juni 2006 in beeindruckender Kulisse auf der Strecke zwischen Landquart und der Rheinschlucht statt. Dem Fotografen Reinhard Fasching ist es gekonnt gelungen, die Themen Flexibilität, Sicherheit und das Einsteigen ins e-banking fotografisch umzusetzen. Zur Einführung des neuen e-banking wurden diese Prospekte an über 32‘000 e-banking Kunden der Graubündner Kantonalbank zugestellt. Darüber hinweg sind alle Schalter und Bancomaten der GKB mit diesen Prospekten und Plakaten ausgestattet worden. Das neue GKB e-banking Mit dem neuen e-banking der GKB steht Ihnen eine moderne, zukunftsträchtige Lösung zur Verfügung. Sie können unabhängig von Zeit und Ort und ohne Installation von Software via Internet ins e-banking einsteigen. Neu steht Ihnen das e-banking auch in italienischer Sprache zur Verfügung. Als wesentlichste Neuerung präsentiert sich die E-Rechnung. Lassen Sie sich Ihre Rechnungen direkt ins e-banking anstelle auf Papier zusenden und bezahlen Sie diese einfach und bequem mit einem Klick. Als Bündner Marktführerin setzt die Graubündner Kantonalbank alles daran, auch bei den Produkten besondere Leistungen zu erbringen. Beim e-banking profitieren Sie von unserer Erfahrung und unserem Know-how.

Weitere Infos: zum e-banking der GKB erhalten Sie unter www.gkb.ch/e-banking


WEITERBILDUNG ZUGPERSONAL 37

Text von Martin Dolf Bilder von Sandra Beeli Damit das Zugpersonal den stets wachsenden Anforderungen im Zugdienst gewachsen ist, und das Fachwissen auf einem aktuellen Stand gehalten werden kann, werden fachliche

Das bisherige Weiterbildungskonzept wurde überarbeitet und wird im 2007 eingeführt. Die wesentlichs-ten Erneuerungen dabei sind: Die Kurse finden in einem 2 Jahres- Rhythmus statt und dauern 4 Tage.

Einerseits ging es bei der Weiterbildung FDV/Übungszug um einen theoretischen Teil …

Weiterbildungskurse periodisch angeboten und organisiert. Der Besuch dieser Kurse ist obligatorisch und muss mit einer zu bestehenden Erfolgskontrolle abgeschlossen werden. Das Weiterbildungskonzept erfolgt in einem 4 Jahres-Rhythmus und dauert insgesamt 9 Tage. Die dazugehörigen Themen richten sich jeweils nach den speziellen Fachbereichen welche bei dieser Berufskategorie notwendig sind. Die Weiterbildungskurse 2003 – 2006 beinhalten folgende Themen: ♦ Sprachkurs (Fremdsprache) ♦ Spezielle Kenntnisse Kt. Graubünden ♦ Umgang mit Sehbehinderten ♦ Technischer Wagendienst ♦ Fahrausweiskunde ♦ FDV/Übungszug ♦ 1. Hilfe

… und andererseits um die praktische Ausbildung am Objekt.

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«Halt auf Verlangen».

Die Weiterbildungskurse 2007 – 2008 beinhalten folgende Themen: ♦ Sprachkurs Englisch ♦ Fahrausweis / FDV ♦ Unesco Label ♦ Suizid / Störungs-Management Das Konzept der Fremdsprache sieht vor, dass das gesamte Zugpersonal im 2012 den Level Elementa-ry erreicht hat. Die sprachliche Steigerung vom Basiskurs I zum Basiskurs II und III müssen die Kursteilnehmer zwischen den

obligatorischen Jahreskursen im Eigenstudium erweitern. Die Themen Weiterbildungskurse ab 2009 werden den aktuellen Gegebenheiten angepasst.


NEUES IN KÜRZE 39

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Eektronisches Dankeschön Sehr geehrte Redaktionsmitglieder der InfoRetica, mit dieser Mail möchte ich mich bei Ihnen einmal für die vielen Seiten Lesestoff bedanken, die Sie mir mit Ihrer «InfoRetica» bisher beschert haben. Ich war das erste Mal 2002 im Graubündner Land in den Ferien. Der Grund, gerade diese Ecke der Schweiz zu wählen war zu 65% natürlich die kleine Rote. Und irgendwie habe ich mir den RhB-Bazillus eingefangen. Jedenfalls war unsere Familie seit 2004 dann jedes Jahr in den Ferien in Wiesen, wo wir eine schöne Ferienwohnung gefunden haben. Seit 2004 bin ich auch Abonnent Ihrer Zeitung und ich werde Sie auch weiterhin abonnieren. Eine kleine Begebenheit möchte ich nicht unerwähnt lassen. Im Sommer 2005 machte unsere Familie eine für Flachländer doch anstrengende Tour. Wir fuhren mit der Parsennbahn von Davos bis zur Mittelstation und wanderten dann über den «Tritt» nach Arosa, d.h. wir kamen in Litzirüti an. Unser kleinster war gerade 8 Jahre alt, aber vielleicht noch der fiteste von allen. Es war sehr heiß und wir erwarteten voller Sehnsucht die Kleine «Blaue» Rote. Die kam und war brechend voll. In einem Wagon 2. Klasse (Wir hatten den Graubündenpass für die 2. Klasse) war zwar noch Platz, aber der Wagon war reserviert. Wie hatten uns schon damit abgefunden, bis Chur zu stehen, als das äußerst nette Zugpersonal meinte, wir sollen doch mal mitkommen und geleitete uns in die erste Klasse. Da saßen wir wie Könige und merkten einmal mehr, dass die Bahnkunden bei Ihnen als solche behandelt werden. Vielen Dank!!

Die «Fahrzeuge» wurden aus Holzleisten 12 x 14mm hergestellt und bringen jedes Jahr zu Weihnachten ein Stück RhB in die Stube.

Mit freundlichen Grüßen Thomas Heeg

Les Chemins de fer du Kaeserberg CFK Von Peider Härtli Am 12. Januar 2007 fand sich eine illustre Gruppe in Landquart ein. Angeführt vom neuen «Besitzer» der Ge 2/4 212, Stiftungspräsident Marc Antiglio, stand deren Zwischenabnahme bevor. Und die Überraschung ist offenbar gelungen: Als echtes Bijou präsentierte sich der hergerichtete und frisch bemalte Veteran der Schar – Herr Antiglio bedankte sich ganz gerührt für die tolle Arbeitsauführung. Die Lok 212 wird noch diesen Frühling von Landquart an ihren neuen Standort in Granges bei Fribourg überführt. Hier wird sie vor dem Haupteingang fortan stolzer Blickfang für unzählige Besucher der CFK sein. CFK ist das Lebenswerk von Marc Antiglio. Hans Wägli, Stiftungsmitglied: «Hier entsteht vielleicht nicht die grösste, aber mit Sicherheit die schönste Modellbahnanlage weltweit». Auf zwei Stockwerken werden künftig Modeleinsenbahnliebhaber, aber auch das breite Publikum Zutritt zu dieser einzigartigen Modelanlage der Norm HOm Ho und Om haben. Rund 1/3 der Anlage wird dabei von RhB-Zügen in allen Variationen befahren.

Begeisterung von rechts bis links: Marc Antiglio, Hans Wägli, Bertram Dietsch, Gian Brüngger, Thomas Baumgartner, Rico Fuchs, Stefan Ackermann, Peider Härtli


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Dirigentenwechsel Von Hermann Willi Nach mehr als 17 Jahren «operativer» Leitungstätigkeit und reiflicher Überlegung wechsle ich bekanntlich in den mehr «strategischen» Planungs- und Steuerungsbereich der gesamten Infrastrukturthemen. Dieser Entscheid ist mir nicht leicht gefallen, verlasse ich doch eine über alles gesehen sehr spannende und schöne Aufgabe, welche mir manche bereichernde Begegnung brachte. Im Rückspiegel meiner Tätigkeiten bei der RhB darf ich feststellen, dass ich seit dem Eintritt am 1.1.1989 als technischer Beamter, dann Sektionschef SW, dann Sektionschef SW+NKT anschliessend Sektionschef EA bis heute am 31.1.2007 als Leiter I-EA (mit sämtlichen elektrischen Infrastruktureinheiten), eine tolle Mannschaft, an die interimistische Leitung I-EA, durch Chr. Florin (Leiter GB-I), weitergeben darf. Es ist mir ein persönliches Anliegen, euch allen herzlich zu danken, die mir über all die Jahre offen und fair begegnet sind und mit mir in kooperativer Weise zusammen gearbeitet und gestaltet haben. Dabei durfte ich immer wieder viel von euch lernen. Für die Zukunft wünsche ich uns allen (elektrisch gesprochen) viel Energie bei der Bewältigung unserer vielfältigen, spannenden Aufgaben, wenig Widerstand gegen die anstehenden Veränderungen und viel Spannung bei der täglichen Arbeit.

Parade Von Daniel Balett

Die beiden «Eseli» mit dem 151er.

Dank mehreren glücklichen Umständen war es heute möglich, in Poschiavo einige exklusive Bilder zu schiessen. Zum einen ist es dank dem Umbau des Bahnhofs Tirano möglich, die beiden «Eseli» sowie den 151er auf einem Bild festzuhalten,da sich momentan alle drei in Poschiavo befinden, zum anderen konnte auch noch eine Streckentriebfahrzeugparade arrangiert werden, bei welcher sämtliche Streckenfahrzeugtypen der Berninalinie zu sehen sind. Als Sahnehäubchen gaben sich noch die drei Triebwagentypen ABe 4/4 I, ABe 4/4 II und ABe 4/4 III ein Stelldichein.

Nässeresistenz pur… Von Franz Skvor Das Dampffestival in Untervaz ist Geschichte. Der Erfolg war überwältigend (siehe auch Bericht in der InfoRetica 4/06). In Erinnerung bleiben wird der wunderschöne Samstag mit prächtigem Herbstwetter, aber auch der Sonntag mit garstigem Dauerregen. Ein richtiger RhBFan lässt sich deshalb aber noch lange nicht davon abhalten, seine geliebte Dampflokomotive abzubilden. Die Fototechnik erinnert ein bisschen an die Anfänge der Fotografie; hier wird jedoch nicht Dunkelheit erzeugt, sondern Mensch und Maschine (sprich: Fotoapparat) vor Nässe geschützt!


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DB hilft der RhB Von Franz Skvor Die Zentrale Sils der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) mussten während den Monaten Februar/März 1980 wegen dringenden Reparaturarbeiten an den Druckschächten und an den Druckstollen während vier Wochen vollständig stillgelegt werden - und damit auch die beiden Bahnstrom-Generatoren der RhB, ausgerechnet in der Winter-Hochsaison der RhB! Mit Hilfe einer sehr grossen fahrbaren Frequenzumformeranlage (Notfall-Anlage) der Deutschen Bundesbahn (DB) konnte die RhB im Areal der Ems Chemie AG ein Ersatz-Versorgungsprovisorium aufbauen, mit welchem aus dem Landesnetz (50 Hertz) Energie bezogen und via Umformeranlage als Bahnstrom (16,7 Hertz) ins RhB-Netz eingespeist werden konnte.

7.1.1980 Der 620 t schwere Extrazug mit der mobilen Frequenz-Umformeranlage der DB bei Domat/Ems

Aufstellung der Anlage bei der Ems Chemie. Ganz links Unterwerk, davor Behelfs-Dreiphasen-Trafo 50/110 kV, dann zwei Gleise belegt mit DB-Anlagen, ganz rechts auf Gleis 3 der «Militär-Trafo» 15/11 kV, 16,7 Hz der RhB, welcher normalerweise in Landquart stationiert ist.

Bravo – 1/2 Jahr unfallfrei! Text von Mathias Gort Bild von Peter Donatsch Seit Ende August 2006 bis Ende Februar 2007 (Redaktionsschluss) arbeitet der Dienstbereich R-WA (Rollmaterial – Wartung) ohne Berufsunfall. Diese tolle Leistung gebührt Anerkennung, da die rund 150 Mitarbeitenden von R-WA vorwiegend mit handwerklichen Tätigkeiten, oft unter erschwerten Bedingungen, beauftragt sind. Wir gratulieren und danken zur sicheren Arbeit!

Geht die RhB fremd? Von Reto Brunner In welche Strategie passt wohl dieses neu angeschaffte Fahrzeug der RhB?


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Eine Million Sterne Von Walter Frei Als Standort für diese Aktion der Caritas Graubünden öffnete die RhBGeschäftsleitung grosszügigerweise den Park vor dem Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse 25. Damit wurde ein eindrückliches Zeichen für Solidarität und soziale Zusammenarbeit gesetzt. Nebst zahlreichen Sympathisanten unterstützten einige prominente Bündner Botschafterinnen und Botschafter das Projekt tatkräftig durch ihre Anwesenheit und Mithilfe beim Aufbau und Entzünden der Kerzen. Der Erlös durch den Kerzenverkauf kam Karitas-Projekten zugute.

Die Schöne und das Biest! Von Walter Frei Anlässlich der Eröffnung der neuen Bahnhofunterführung in Chur war die schönste Schweizerin, Miss Christa Rigozzi, beim neuen «all-in-one» Schalter von Chur Tourismus, Stadtbus Chur und der RhB in Aktion. Sie hatte die Aufgabe, nebst freundlichem Lächeln in die Kameras, die Gewinner des steinbockstarken Wettbewerbs vom Sommer 2006 zu ziehen. Dabei konnte sie die 10 Talons aus dem grossen Haufen von insgesamt 6‘224 Teilnehmern auswählen, was einer Rücklaufquote von sehr guten 6,4% entspricht. Walter Frei vom jetzigen V-SU war als glückliches «Biest» hautnah dabei, obwohl Christa Rigozzi auf Grund der kühlen Witterung nicht allzu viel Haut zeigen konnte.

Prominenter Besuch Von Sandra Beeli Im Januar 2007 trat Andreas Meyer bei den SBB die Nachfolge von Benedikt Weibel als Vorsitzender der Geschäftsleitung an. Anlässlich einer Vorstellungsrunde hier in Chur, besuchte der neue CEO der SBB neben Regierungsrat Stefan Engler auch unseren Vorsitzenden der Geschäftsleitung Erwin Rutishauser.


RhB LERNENDE ZU BESUCH BEIM HC DAVOS

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Von Florian Stricker Seit Begin der Eishockeysaison 2005/2006 ist die Rhätische Bahn Co-Sponsorin des HC Davos. Anlässlich dieses sportlichen Engagements lud der HC Davos unsere Lernenden am 18. Februar 2007 zum Meisterschaftsspiel HC Davos vs. HC Fribourg-Gotteron ein. Rund 50 eishockeybegeisterte Lernende und Betreuer machten sich auf, «unseren HCD» anzufeuern. Nach einem genüsslichen Mittagessen im Eishallen-Restaurant «Nordside» begaben wir uns zu den reservierten Sitzplätzen. Schon vor Spielbeginn wurden wir durch den StadionSpeaker herzlich willkommen geheissen. Auch auf den riesigen Bildschirmen über dem Eis erschien regelmässig ein Willkommensgruss des HCD an die Adresse unserer Lernenden.

Der Countdown läuft.

Mit viel Kampfkraft, Kondition und taktischem Verhalten begeisterte der HCD seine Fans. Er zeigte uns, wie mit einem guten Teamverhalten ein Spiel gewonnen werden kann. Das Resultat beweist dies; 6:3 für die Davoser und somit Sieger der Qualifikationsrunde. Wir durften zusammen bei herrlichem Sonnenschein einen schönen und spannenden Tag in Davos geniessen (ob HCD-Fan oder nicht). Ich danke an dieser Stelle im Namen aller dem HCD und der RhB die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben. Gespannt verfolgen die Lernenden inklusive Ausbilder den Match.

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RhB AM PUCK! 44

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Von Peider Härtli Der Kadertag 2005 bei StadlerRail, Altenrhein, hinterliess deutliche Spuren und galt als Startschuss für zukünftige Anlässe. Einerseits ist es die ideale Plattform für eine Jahresbilanz, andererseits auch Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Aber nicht nur: Der Anlass bietet eine Raum und Zeit für die Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen und für das Networking über die Bereichsgrenze hinaus. Der Geschäftsbereich Rollmaterial mit Hanggi Bühler und Walter Järmann hat mit der Organisation bei StadlerRail die Messlatte für zukünftige Ausrichter des Events hoch gesetzt. Und doch haben es die Leute um Silvio Briccola geschafft, die Durchführung der Tagung beim HCD in Davos in derselben «Liga» zu platzieren.

Erwin Rutishauser: Blick in die Zukunft …

Blick zurück … Der Reihe nach: Zum Auftakt warf CEO Erwin Rutishauser einen Blick zurück auf ein aufregendes und aufwühlendes Jahr für die RhB – eine Jahr, das geprägt war von der ersten Phase der Umsetzung der Dualstrategie, welche – wie angekündigt – leider auch mit einem Stellenabbau verbunden war. Ein positives Fazit konnte Erwin Rutishauser mit Blick auf die sich abzeichnende erfreuliche Entwicklung bei den Verkehrserträgen ziehen. Die Einführung der neuen Glacier Expresszüge dominierte aus

Begrüssung durch Silvio Briccola.

Sicht unserer Bahn die touristische Szene im Sommer 2006

… und Blick nach Vorne

Tarcisius Caviezel, Präsident HCD.

Zentrales Thema war indes nicht der Blick zurück, sondern der Blick nach Vorne! Ein kurzer Blick in die Zukunft deutet an, dass die RhB die Zukunft meistern kann und will, aber - wie Erwin Rutishauser betonte – nur mit topmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche am selben Strang ziehen. Mit einem Ausblick auf die Höhepunkte 2007 wie Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsverbund login, Einführung des neuen Zuges Trenino Rosso, Einführung neuer Kundeninformationssysteme, bevorstehender Entscheid zur Umsetzung der Flottenpolitik, leitetet Erwin Rutishauser über zum Gastgeber HCD mit den prominenten Exponenten, Präsidenten Tarcisius Caviezel und Trainer Arno del Curto. Die Partnerschaft zwischen der RhB und dem HCD hat eine


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lange Geschichte; seit 2006 ist die RhB auch als Co-Sponsorin am Puck!

Der HCD – ein Verein mit Krisenerfahrung Was folgte waren spannende Ausführungen von Tarcisius Caviezel zur grössten Krise de HDC. Interessante Hintergrundinformationen über Verflechtungen, unheilvolle Seilschaften und eine Negativspirale, welche den stolzen HCD in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben drohte, fesselten die RhB-Kadermitarbeitenden. Ebenso beeindruckte aber auch die Art der Krisenbewältigung mit zum Teil unkonventionellen Mitteln. Da war die Führungscrew ganz massiv gefordert! Als Sahnehäubchen bot sich die einmalige Gelegenheit, Trainer Arno del Curto Fragen zu stellen. Die offenen Antworten, gewürzt mit temperamentvollen Zwischenbemerkungen (Mathias Tscharner kann davon ein Lied singen…) werden noch lange nachklingen. Auf jeden Fall: Das HCDFührungsduo überzeugte durch einen transparenten, klaren, offenen, ehrlichen, witzigen, Auftritt.

Trainer Arno del Curto im Element.

Der anschliessende Besuchs des Trainingsbetriebs mit Arno del Curto und seiner Mannschaft – auch hier herrschte Action pur mit heftigen Ausbrüchen des Vulkans namens de Curto – beantwortete die aktuelle Ranglistenposition des HCD: Number one! Krönender Abschluss einer spannenden Kadertagung war das Nachtessen in der HCD-VIP-Lounge. Auch wir schaffte es das OK um Silvio Briccola und seine Crew, eine Überraschung einzubauen: An jedem Tisch setzte sich ein aktiver Spieler des HCD: eine einmalige Gelegenheit, die Welt des Sports in einer lockeren Atmosphäre kennen zu lernen und zu beschnuppern. Silvio Briccola und Gertrud Euchner verdienen ebenso wie der sympathische Gastgeber HCD für die professionelle Organisation und Durchführung des Anlasses eine Standing Ovation!!!

Trainingseinheiten unter fachkundiger Beobachtung …

Fototrophäe für HCD-Fans und Silvio Briccola als Lugano-Anhänger.


DER GEIST VON VULPERA WIRKT WEITER

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Von Peider Härtli «Viele positive Reaktionen anlässlich meines Besuchs am diesjährigen WEF in Davos sind deutliche Zeichen, dass sich unsere Bahn auf dem richtigen Weg befindet». RhB-CEO Erwin Rutishauser freute sich, seine WEF-Eindrücke bei der Begrüssung der rund 100 Kadermitarbeitenden zum Workshop vom 25. und 26. Januar 2007 in Vulpera weiterzugeben.

Intensive Gruppenarbeiten forderte alle Teilnehmer.

Coppetti von Advico Young & Rubicam und seinem Team gestaltete die anwesende «Kaderschmiede» die RhB von Morgen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten sollte das zukünftige Profil unserer Bahn skizziert werden. Dazu dienten unkonventionelle Vorbilder aus der Autobranche, aus der Tierwelt, aus der Technik und Architektur. Die Resultate waren entsprechend verblüffend und die entsprechenden Argumentationen der einzelnen Gruppensprecher mit viel Fantasie gespickt.

Erwin Rutishauser in Präsentierlaune.

Interessant wie immer die Zusammensetzung der illustren Gruppe: Kadermitglieder aus allen Bereichen und aus allen Kantonsteilen benutzten diese Gelegenheit gleich mal auch zum persönlichen Kennenlernen und zum «Networking». Ein gutes Verhältnis untereinander und Verständnis für die gegenseitigen Anliegen ist das unverzichtbare Fundament für eine konstruktive Zusammenarbeit – und letztlich natürlich Voraussetzung für die Umsetzung der Offensive 2012. Und genau dies war auch das Thema des zweitätigen Workshops, welcher wieder vom guten Geist von Vulpera begleitet wurde. Nach Eintreffen des zweiten Teils der Gruppe um die Mittagszeit ging es – nach einem feinen Mittagessen – gleich zur Sache. Mit Caspar


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Um es am Auto festzumachen: Alle sehen die zukünftige RhB weder als Sportflitzer noch als Lastwagen; ein robustes, modernes und zweckmässiges Fahrzeug soll es sein, eben ein Fahrzeug für alle: für Bündnerinnen und Bündner, für Feriengäste, aber auch eine Gebirgsbahn, die sich gegen Kälte und Schnee behaupten kann und auch in Zukunft zuverlässig und sicher mit Güterlasten ihre Kreise in Graubünden drehen wird. Wir warten nun gespannt auf die Auswertung der Advico Young & Rubicam.

Prominente Besuche durch VRPräsident Hans-Jürg Spillmann …

Caspar Coppetti von der Advico Young & Rubicam.

Der Abend war geprägt durch einen symbolischen Akt – und durch einen Kälte-Resistenztest für die Workshopbesucher. Unmittelbar in der Nähe vom Schloss Tarasp – und unter dem Einfluss des guten Schlossgeistes verbrannten die Teilnehmer vorher notierte negative Erlebnisse und Vorkommnisse aus dem vergangenen Jahr an einer riesigen Feuerstelle.

Impressionen …

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Umsetzung der Offensive 2012. Bin ich dazu bereit? Welches ist meine Rolle als Kadermitarbeiter? Fazit: Eine offene, direkte Zusammenarbeit, geprägt durch Klarheit, Verständnis und Dialog ist die Basis für die Umsetzung der gewählten Strategie Offensive 2012. Mit diesen Eigenschaften und mit transparenten und verbindlichen Zielen werden wir unsere Bahn in die Zukunft führen. Zwei hochkarätige Besucher verliehen dem Workshop eine besondere Note – Gesten, die von allen Teilnehmenden als grosse Wertschätzung empfunden wurden. Am ersten Tag liess es sich VR-Präsident Hans-Jürg Spillmann nicht nehmen, das Wechselspiel der


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Rolf Zollinger (mitte) und sein Team ernten Dank und … und VR-Mitglied Duri Bezzola.

Lob von höchster Stelle.

Lokomotiviert in die Zugkunft.

ter vom Tirolerstumpen Richtung Bahnhof. Der Workshop stand aber auch im Zeichen einer Top-Organisation. Allen voran hat es Leiter Personal (HR) Dani Grünenfelder verstanden, intensive und ernsthafte Arbeit mit vielen Überraschungselementen zu spicken. Dass sich die ganze Schar wieder äusserst wohl gefühlt hat, verdanken wir dem Gastgeber Rolf Zollinger. Mit seinem professionellen Team hat er einmal mehr verstanden, Gastfreundschaft nicht nur im Prospekt zu dokumentieren, sondern mit Überzeugen zu leben! Nicht zuletzt wird der nachhaltige Eindruck bei allen Kursteilnehmerinnen noch lange in Erinnerung bleiben – so quasi als guter Geist von Vulpera!

Führung, Prozesse und Unternehmenskultur im Rahmen der neuen Strategie darzulegen. Zu den spannenden Fragen aus den Reihen der Kadermitarbeitenden nahm er in einer kompetenten, kurzweiligen Art Stellung. Am zweiten Tag überraschte Verwaltungsrat und alt Nationalrat Duri Bezzola aus Scuol die Runde. Auch er wusste von einem besonders positiven persönlichen Erlebnis mit der RhB zu berichten. Staunen lösten seine Erlebnisse mit der RhB während 28 (!) Jahren als Verwaltungsrat aus.

100 – 60 – 100 Nicht (nur) Muskelkraft war zum Abschluss des Workshops am Bahnhof in Scuol gefragt. Mit vereinten Kräften zogen die 100 Kursteilnehmer die 60 neu designte Tonnen-Lok 100 Me-

Rolf Zollinger mit Organisator Dani Grünenfelder stossen auf einen gelungenen Workshop am Bahnhof in Scuol an.


GASTRONOMIE AUF WOLKENHÖHE 49

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Text von Peider Härtli Bilder von Sandra Beeli

Das Dreamteam Seit dem 23. Dezember 2006 steht das Albergo Ristorante Alp Grüm der Rhätischen Bahn (RhB) unter neuer Leitung Als Inhaber des «da Primo» in Bever hat der neue Pächter Primo Semadeni bereits Erfahrung in der Führung von Gastrobertrieben. «Ich habe eine weitere Herausforderung gesucht und sie sozusagen auf Wolkenhöhe in Alp Grüm gefunden», erklärte er anlässlich der Eröffnungsfeier am 15. Januar 2007. Er freue sich, mit «meinem aufgestellten Team in- und ausländische Gäste mit unserer Hochgebirgsgastronomie verwöhnen zu dürfen». Mit seiner Gastgeberin vor Ort, Elisabeth Erber, setzten sie nun die gemeinsam entwickelten Ideen, bzw. Träume in die Tat um. A propos Traum: Elisabeth Erber hat zu «ihrem Alp Grüm-Traum» ein wunderschönes Gedicht verfasst, welches auf Wunsch bei ihr erhältlich ist.

Thomas Baumgartner, Primo Semadeni, Eilisabeth Erber und Silvio Briccola freuen sich auf eine erfolgreiche Zukunft.

Trenino Rosso … Die jahrelange Betreuung des riesigen Tourismusmarktes in Norditalien trägt ihre Früchte: Die Berninalinie «Trenino Rosso» ist bei den italienischen Gästen ein fester Begriff und unzählige haben bereits die Fahrt mit «Trenino Rosso» nach Alp Grüm, Pontresina oder St. Moritz unternommen. Ab nächsten Sommer wird ein grosser Wunsch der italienischen Gäste, aber natürlich auch der neuen Leitung des Restaurants Alp Grüm, in Erfüllung gehen: der neue Panoramazug «Trenino Rosso» erreicht Alp Grüm täglich bereits kurz nach 10 Uhr. Motto: Nach der guten Aussicht aus dem Panoramawagen geniessen die Gäste aus dem Veltlin das einzigartige Panorama auf der Aussichtsterrasse in Alp Grüm.

… UNESCO … Vor wenigen Wochen haben zwei Schulklassen aus Poschiavo das UNESCO-Dossier «Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina» dem UNESCO-Gremium in Paris überreicht. Damit sind die Bahnlinien Bernina und Albula nun auch offiziell UNESCO-Kandidatinnen! Primo Semadeni und Elisabeth Erber freuen sich selbstverständlich darauf und hecken bereits Ideen aus, wie sich Alp Grüm – mit der in Sichtweite befindenden Kulturlandschaft der

Ein Stelldichein der Prominenz bei der Eröffnung.

Berninagruppe – in dieses Projekt einbinden lassen wird. Die RhB hofft, das UNESCO-Label im 2008 zu erhalten.

… 100 Jahre Berninalinie Ein weiteres Grossereignis wirft auch bereits seine Schatten voraus: Im Jahr 2010 feiert die Berninalinie das 100jährige Bestehen. Ohne Zweifel wird dieses Ereignis die weltbekannte Bahnstrecke (das amerikanische Reisemagazin «National Geographic Magazin» hat die Berninastrecke und den Bernina Express als eine der zehn weltweit schönsten Bahnfahrten bewertet) zusätzlich aufwerten und damit auch den Aussichtspunkt Alp Grüm auf 2091 m ü. M. in die Welt hinaustragen. Die Berninalinie wird nicht nur in Hinblick auf das Jubiläumsjahr derzeit fit gemacht. Nebst dem Bahnhof Tirano, welcher für rund 13 Millionen Franken umgebaut wird, finden noch weitere grössere Sanierungsarbeiten in den Stationen Cadera, Ospizio Bernina und Morteratsch statt.


ITALIENISCHE MARKTBEARBEITUNG Walter Frei im Ferngespräch mit Enrico Bernasconi in Mailand Bongiorno signor Bernasconi. Cari saluti da Coira dal signor Libero (Frei). Come sta? La Ferrovia Retica sta facendo al momento la redazione della rivista «Info Retica», e mi permetto di chiederle alcune domande … pero in tedesco: WF: Vor kurzem haben Sie Ihre geschäftlichen Koffern in Mailand ausgepackt und sich für die Marktbearbeitung im Grossraum Norditalien eingerichtet. Mussten Sie dabei Hürden überwinden oder lief es wie geschmiert bzw. wie geplant? EB: Ich bin sehr zufrieden, denn meine Arbeitsaufnahme lief besser als geplant. Dank der Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Handelskammer ist das Büro schon seit dem 15. Januar funktional eingerichtet. WF: Welche Angebote der RhB werden Sie den Italienern in erster Priorität verkaufen? EB: Der «Trenino Rosso» oder «Bernina Express» sind schon sehr bekannte Produkte, und wir werden natürlich die Bernina-Strecke prioritär verkaufen. Aber ich möchte auch die anderen 300 km RhB-Netz fördern und künftig verkaufen!

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WF: Welchen Kundennutzen haben Ihre Kunden, wenn sie dieses Angebot kaufen? Wird das Erlebnis beim Verkaufsgespräch höher eingestuft als das Preisargument? EB: Die direkten Kontakte und das persönliche Verkaufsgespräch mit der Fachberatung sind hier in Italien sehr wichtig. Das Preisargument bleibt im Spiel. Ich bin jedoch überzeugt, dass unsere Preise sehr attraktiv sind. WF: Hatten sie schon Erfolgserlebnisse? Materiell für die RhB oder inmateriell für Ihre Verkaufs-Persönlichkeit? EB: Ja – lacht – beides! Die italienischen Partner und Kunden schätzen meine Persönlichkeit als Vertreter der RhB in Italien sehr. Ich habe schon verschiedene Promo-Aktionen gemacht, sowie wichtige Kontakte mit verschiedenen Medien, Tour Operators und Reisebuero gehabt. Und – lacht – die ersten Ergebnissen sind angekommen: ca. 2’000 Personen im Bereich «Gruppenreisen» sind schon bestätigt. Diese Tickets werden direkt in Tirano/Poschiavo gekauft. WF: Kürzlich waren Sie ja an der Messe BIT in Milano. Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht? EB: Da ich schon seit 10 Jahren in Milano arbeite, kennt man mich hier. Deshalb besuchten mich viele Tour Operators/Reisebüros und Journalisten an dieser Messe. Prioritär werde ich die grossen Neuheiten verkaufen, also die Dienstleistungen unseres Büros in Milano, die neuen Panoramawagen, Alp Grüm und die günstigen Gruppenpreise ab Tirano/Poschiavo. Ich danke Ihnen, Herr Bernasconi, für das kurze, informative Ferngespräch. Grazie mille e buon giorno!

Fotoshooting an der Messe in Mailand. Vlnr: Dino Godenzi, Diana Hofstetter, Enrico Bernasconi.


RIESENSLALOM UND KLUBMEISTERMEISTERSCHAFTEN IN DAVOS 51

Von Jürg Boner Einmal mehr konnten wir am Sonntagmorgen, 4. Februar 2007, in strahlende Gesichter der OK-Mitglieder schauen. Herrliches Wetter und ein toller Sonnenaufgang begleitete uns beim Ausstecken des Riesenslaloms. Der ESV Rätia konnte auf Davos Pischa mit grossem Erfolg das Rennen durchführen. Mit dem zum SVSECup zählenden Riesenslalom wurde ebenfalls die ESV Rätia Klubmeisterschaft durchgeführt. So durften wir rund 90 startende Rennläufer und -innen (Alpin und Snowboard) bei hervorragend präparierter Piste empfangen.

ESV Rätia: Die Klubmeister Marianne Wyss und Jürg Bebi.

Tolle Juniorinnen.

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Der durch unseren Präsidenten ausgesteckte Lauf forderte viel von den Rennläuferinnen und Rennläufern. Fast alle Teilnehmer haben das Ziel der beiden Läufe erreicht und dies unfallfrei. Auch dank dem grossen Engagement der Pischa Bergbahn-Mitarbeiter musste der zweite Lauf nicht neu gesteckt werden. Allen Helfern einen herzlichen Dank und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern und allen Teilnehmern. Ein grosses Dankeschön an die Helfer und an die Sponsoren und Inserenten.

Elitefahrer: 1. Platz Karl Büsser, 2. Platz Dölf Alpiger und 3. Platz Marco Tami.

Rennatmosphäre.


PENSIONIERTENFEIER 2007 52

Text von Ursula Joos Bilder von Sandra Beeli

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Nach alter Tradition wurden auch dieses Jahr alle Mitarbeitenden, die im Jahre 2006 pensioniert wurden, von der Geschäftsleitung zu einer Feier eingeladen. Diese fand am 29. Januar 2007 im Hotel Marsöl in Chur statt. Beinahe alle der 25 pensionierten Mitarbeitenden sind der Einladung zur gemeinsamen Abschiedsfeier gefolgt. Kurz vor Mittag wurden die geladenen Gäste bei strahlendem Wetter von der Blasmusik RhB im Park des Verwaltungsgebäudes in Chur musikalisch in Empfang genommen. Auch etliche Zaungäste freuten sich über das gelungene Platzkonzert! im Namen der Geschäftsleitung und der Gäste danken wir der Blasmusik nochmals ganz herzlich.

Werner Boutellier, Betriebsangestellter, Klosters; Benedikt Cajacob, Vorarbeiter Rangierdienst, Landquart; Nikolaus Caminada, Betriebsdisponent, Untervaz; Meinrad Cavegn, Zugführer, Disentis/Mustér; Mathäus Dürr, Lokführer, Landquart; Anton Flury, Gleismonteur, Ilanz; Hansjakob Gabathuler, Leiter Dienstbereich, Landquart; Willi Gasner, Mitarbeiter Kundendienst, Reichenau-Tamins; Frantisek Hlavac, Ingenieur, Chur; Hans Joos, Spezialhandwerker, Landquart; Urs Kamm, Leiter Bahndienstregion 1, Chur; Girolama LombranoPrata, Raumpflegerin, Landquart; Vittorio Merlo, Betriebsangestellter, Campocologno; Reto Mischol, Gleismonteur, Schiers; Roberto Paravicini, Gleismonteur, Poschiavo; Eros Pogliesi, Spezialhandwerker, Landquart; Ernst Tischhauser, Lokführer, Landquart; Arnoldo Tuena, Leiter Fachbereich, Chur und Jörg Von Allmen, Betriebsdisponent, Untervaz. Geschäftsleitung vertreten durch: Erwin Rutishauser, Thomas Baumgartner, Silvio Briccola, Johann Georg Bühler, Christian Florin und Daniel Grünenfelder. Nicht teilnehmen konnten: Augusto Castelanelli, Gleismonteur, Samedan; Roberto Della Vedova, Gleismonteur, Pontresina; Skender Murati, Gleismonteur, Landquart; Marcel Oppliger, Spezialmonteur, Landquart; Christian Ragettli, Ressortleiter Betrieb, Thusis und Johann Veraguth, Gleismonteur, Ilanz.

Nach dem obligatorischen Fototermin begaben sich die Pensionierten und die Mitglieder der Geschäftsleitung ins Hotel Marsöl. Dort erwartete die Gesellschaft ein Begrüssungsapéro zur Einstimmung auf die kommenden gemeinsamen Stunden. Erwin Rutishauser nutzte die Pausen zwischen den Gängen des feinen Mittagessens zur Verabschiedung jedes einzelnen Pensionierten mit einer kurzen persönlichen Würdigung und einem kleinen Präsent. Silvio Briccola übernahm diese Aufgabe für die italienisch sprechenden Pensionierten. Danach blieb bei guter Stimmung noch genügend Zeit für die persönlichen Kontakte und den Austausch von Erinnerungen.

Wir wünschen allen Pensionierten 2006 gute Gesundheit und viele frohe Stunden im neuen Lebensabschnitt.


ZUM GEDENKEN / IN MEMORIA 53

Romano Franceschini Am 1. Januar 1985 trat Romano Franceschini als Gleismonteur in die RhB ein. Seine Haupttätigkeit als Streckenwärter bestand darin, den einwandfreien Zustand der Gleisanlagen zu überprüfen. Trotz gesundheitlicher Beschwerden hat er seine Aufgaben immer pflichtbewusst, zuverlässig und mit viel Engagement verrichtet.

Mit grosser Bestürzung haben wir am 19. Februar 2007 vom unerwarteten Hinschied von Romano Franceschini erfahren. Romano Franceschini wurde am 15. Januar 1954 in Italien geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er mit zwei Geschwistern in der Provinz Trento. Mit 17 Jahren kam Romano Franceschini in die Schweiz und arbeitete während 10 Jahren als Wald- und Gemeindearbeiter in Langwies und Trimmis. Danach wechselte er in die Emser Werke und war dort während 4 Jahren als Schichtarbeiter tätig.

Romano Franceschini war ein äusserst naturverbundener Mensch. Neben seiner grossen Leidenschaft, dem Fischen, wartete er jedes Jahr sehnsüchtig auf die Pilzsaison. Mit viel Liebe pflegte er auch den eigenen Gemüsegarten. Im Freundes- und Bekanntenkreis wusste man, dass Romano Franceschini die Begabung hatte, defekte antike Uhren wieder instand zu stellen – eine Dienstleistung, die gerne und rege benutzt wurde. Wir verlieren in Romano Franceschini einen hilfsbereiten Freund und Kameraden, den wir in guter Erinnerung halten. Seiner Familie entbieten wir unser aufrichtiges Beileid. ls

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DEAL OR NO DEAL 54

Von Walter Frei

Natürlich mussten die Schneeräumungsmaschinen diesen Winter nicht all zu oft an die Arbeit. Klar hätten wir alle liebend gerne etwas mehr von der weissen Pracht genossen. Vor allem in der Freizeit! Sei es mit den Kindern beim Schneemannbauen, oder mit der Liebsten alleine auf einem Winterspaziergang. Auch unsere Gäste hätten die winterweissen Bündner Berge im Sonnenlicht kaum mehr erkannt. Dank der Computertechnik konnten wir auf dem letzten Winterbild problemlos den Güterwagen mit viel Schnee zudecken und auch die übrigen Unterschiede einbauen. Aus den Einsendungen mittels Karten oder per Mail wurden die folgenden Gewinner ausgelost und erhalten die süsse Glacier Express Schokolade zugestellt:

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♦ 1. Jehli Annemarie, Plätzlistrase 14, 7205 Zizers ♦ 2. Roger Bernauer, P-KS, Landquart SBB ♦ 3. Gredig Nadina, Bdin, Bergün

Der Frühling mit den immer länger werdenden Sonnenstrahlen lässt nicht nur die Vögel frühmorgens zwitschern, sondern gab uns auch den Input, mit dem Glacier Express in den Frühling zu fahren und für die 9. Runde wie gewohnt sechs Unterschiede im Bild einzubauen. Mailen Sie diese an w.frei@rhb.ch oder schreiben Sie eine Karte an: Rhätische Bahn, Info Retica, Bahnhofstrasse 25, CH-7002 Chur. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen und verlosen drei neue Glacier Express Schlüsselanhänger.


PERSONALCHRONIK VOM 2. DEZEMBER 2006 – 1. MÄRZ 2007 Eintritte

Enrico Bernasconi Sandro Frick Mathias Gort Jolanda Picenoni Ueli à Porta Stefan Regez Roger Walzer Marco Max Weber Sergio Zanetti

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als als als als als als als als als

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Verkaufsleiter Italien, Mendrisio Lokführer-Anwärter, Landquart Techniker, Landquart Leiterin Vertrieb Engadin, St. Moritz Lokführer-Anwärter, Landquart Lokführer-Anwärter, Landquart Projektleiter, Chur Praktikant, Landquart Leiter Güterverkehr, Landquart

Herzlich willkommen!

Austritte

Andreas Alig Claudia Angerer Remo Auer Uolf Bardy Daniel Bebi Thomas Büchler Silvana Crameri Alberto Danieli Nello Della Cà Patrik Disch Pascal Distel Dominik Gentsch Vanessa Kettela Pascal Knittel Thomas Leisibach Anne Olesen Rudolf Rotgans Reto Schelling Annina Schlegel Fabienne Stefani Nicole Taimuang Meinrad Tschigg Marco Venzin Astrid Wyss

Lokführer, Samedan Spezialhandwerkerin, Landquart Projektleiter, Landquart Techniker, Chur Betriebsangestellter, Davos Platz Lokführer Rangierdienst, Landquart Bahnbetriebsdisponentin, Poschiavo Kondukteur, Poschiavo Spezialhandwerker, Samedan Projektleiter, Landquart Bahnbetriebsdisponent, Samedan Spezialhandwerker, Landquart Lernende Bahnbetriebsdisponentin, Davos Platz Lernender Zugbegleiter, Samedan Zugführer, Samedan Ingenieurin, Chur Techniker, Landquart Leiter Dienstbereich, Chur Bahnbetriebsdisponentin, Scuol-Tarasp Bahnbetriebsdisponentin, Untervaz Raumpflegerin, Landquart Spezialhandwerker, Landquart Sachbearbeiter, Landquart Kondukteuse, Chur

Alles Gute für die Zukunft!


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Pensionierungen Toni Bass, Gleismonteur, Ilanz Hansjakob Gabathuler, Leiter Dienstbereich, Landquart Heinrich Marugg, Mitarbeiter Kundendienst, Schiers Eros Pogliesi, Spezialhandwerker, Landquart Peter Reber, Meister, Landquart Armin Rufer, Kondukteur, Chur Heinz Wäspi, Lokführer, Samedan

Alles Gute im Ruhestand!

Beförderungen und Ernennungen Bruno Sem Mario Maissen Urs Hanselmann Hansruedi Wieser

25 Dienstjahre

Spezialmonteur Gruppenleiter Gruppenleiter Sachbearbeiter

zum zum zum zum

Fachmeister-Stellvertreter Bahnmeister-Stellvertreter Surselva Bahnmeister-Stellvertreter Landquart Techniker Bahndienst Nord

Robert Fässler, Fachmeister, Samedan Max Gabathuler, Lokführer, Chur Robert Kalberer, Fachleiter Landquart

40 Dienstjahre

Karl Kohler Lokführer, Chur

Herzlichen Glückwunsch!


RhB IN-TEAM 57

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15.11.2006

Ilija Martinovic, Betriebsangestellter, Samedan, mit Sladana Nikolic

12.11.2006

Selina, des Erich Ziegler, Spezialhandwerker, Landquart

18.11.2006

Sohela, des Urs Rohrer, Lokführer, Landquart

21.11.2006

Ladina, des Alex Cathomas, Lokführer, Chur

22.11.2006

Marius Martin, des Martin Balz, Lokführer, Samedan

30.11.2006

Gianna, des Manfred Darms, Gruppenleiter Stellvertreter, Ilanz

18.12.2006

Jonas, der Manuela Bögli-Hege, Betriebsdisponentin, Tiefencastel

04.01.2007

Saskia Kyra, des Marcel Huonder, Zugführer, Chur

23.01.2007

Luana, des Jürg Mark, Spezialhandwerker, Landquart

28.01.2007

Nico, des Claudio Zanetti, Sachbearbeiter, Chur

05.02.2007

Elia, des Daniel Ritler, Leiter Fachbereich, Landquart

06.02.2007

Tabea, des Carli Wellinger, Betriebsangestellter, Ilanz


SPONTAN 58

Giusep Collenberg Leiter Fachbereich Druckerei Chur

Peter Brüesch Verwaltungsangestellter Chur

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Jürg Heim Leiter Fachbereich Chur

Ihre spontane Meinung ... … zum bisherigen Verlauf des «Winters»? Fragwürdige Jahreseit (Afrika). Zu mild aber schön

Zu warm, zu wenig Wasser, zu wenig Schnee!

Zu warm und zu trocken!

… zum Abschneiden unserer Alpinen an der WM in Aare? Tolle Leistung

Super, genial, weiter so!

Super!

… zum tragischen Unfall am 5. Januar in Valendas? Hat mich sehr beeindruckt, fahre fast täglich am Feslbruch vorbei. Auch die schöne Ruinaulta birgt ihre Gefahren

Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Natur unberechenbar ist

Zum grossen Glück kamen keine Menschen zu Schaden

… zum Weiterbildungsangebot der RhB? Professionelles Angebot. Chance nutzen um sich fortzubilden

Was gemacht wird, ist gut!

Hat für jeden etwas dabei

Informativ!

Sehr gut, informativ!

… zur InfoRetica? Gutes Layout, hohes Niveau, informativ, sympathisch. Weiter so BRAVO!

Mit wem würden Sie gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen? Mit lauter fröhlichen Leuten

Mit meiner Frau

Mit meiner Frau

Mit Bundesrat Blocher

Mit der Schwiegermutter

Und mit wem nicht? Hätte, glaube ich, mit niemandem Mühe


IN DIESER AUSGABE

WORTSPIEL von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur IR 01/2007

Editorial/Editoriale ..............................................................................................................................3 Die Stimme der Geschäftsleitung .......................................................................................................4 La Voce della Direzione ......................................................................................................................5 Felssturz Valendas ..............................................................................................................................6 UNESCO Dossierübergabe ..................................................................................................................8 Radsatzdiagnose............................................................................................................................... 10 login – logisch .................................................................................................................................. 13 login – Interview ............................................................................................................................... 14 Testfahrten Glacier Express............................................................................................................... 17 Aus- und Weiterbildung .................................................................................................................... 18 Suchtprävention................................................................................................................................20 Die Medienbahn................................................................................................................................ 21 BGM ..................................................................................................................................................22 Bike to work .....................................................................................................................................24 IT-News .............................................................................................................................................25 Damals vor 20 Jahren .......................................................................................................................28 Damals vor 30 Jahren .......................................................................................................................29 Illumination des Landwasserviadukts ..............................................................................................30 Holzverzuckerungs AG ......................................................................................................................32 Autoverlad Vereina............................................................................................................................35 Unsere Partner: GKB .........................................................................................................................36 Weiterbildung Zugpersonal ...............................................................................................................37 Neues in Kürze..................................................................................................................................39 Lernende zu Besuch beim HC Davos................................................................................................43 Kadertag in Davos ............................................................................................................................44 Kaderworkshop in Vulpera ...............................................................................................................46 Ristorante Alp Grüm .........................................................................................................................49 Marktbearbeitung Italien ..................................................................................................................50 ESV Rätia .......................................................................................................................................... 51 Pensioniertenfeier 2007....................................................................................................................52 Nachruf Romano Franceschini...........................................................................................................53 Deal or no Deal ................................................................................................................................54 Personalchronik vom 2. Dezember 2006 – 1. März 2007.................................................................55 RhB In-Team......................................................................................................................................57 Spontan ............................................................................................................................................58 Wortspiel...........................................................................................................................................59

Herausgeber:

Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur

Redaktion:

Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild:

Glacier Express auf dem beleuchteten Landwasserviadukt Bild: Erik Süsskind

NächsterRedaktionsschluss:

14. Mai 2007

Auflage:

3’100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement:

Inland CHF 50.–/Ausland CHF 60.–

© by RhB:

Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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Versteckte französische Städte

AMIENS ANNECY ARRAS AVIGNON

COLMAR DIJON ST

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InfoRetica 1/2007