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Residentenkurier O n lin e ze it u n g f 端 r d e u ts c h s p r a c h i g e Re s id e n te n in S pa n ie n

Jahrgang 6, Ausgabe 33

Foto: 123rf.com

Fr端hjahr 2014


Editorial Herzlich willkommen zur Frühlingsausgabe des Residentenkuriers puerta”. Ja, das ist oft der Fall, dass ich die Orte und Sehenswürdigkeiten besser Der Frühling lacht und bringt neues kenne als die Landsleute vor Ort. Leben in die Gärten. Der Duft betört uns, die Farbenpracht erfreut das Auge. Abgesehen von Privattipps, die ich geben Auch die Herzen öffnen sich, die Stim- kann und gerne gebe, bin ich jedoch kein Resiebüro oder Vermittler, sondern habe mung wird besser. mir Partner wie z. B. Studiosus gesucht, Meine Stimmung ist grad ganz besonderen Spezialreisen ich als Leserreisen ders gut, weil wir bald wieder nach Spaanbieten kann. In diesem Jahr gibt es nien fliegen, das uns zur zweiten Heimat eine herrliche Reise, „Von Parador zu geworden ist. Ich freue mich auch daParador“, die in den Norden Spaniens rauf, viele von „meinen Residenten“ führt. (Siehe Beitrag ab S. 6). Selbstverwieder zu sehen, und viele spanische ständlich können Residenten diese Reise Freunde. Alle haben uns ein Stück weit auch von Spanien aus, mit Selbstanreise auf einer wichtigen Lebensetappe begleioder Zubringerflug nach Madrid buchen. tet. Dafür sagen wir herzlichen Dank. Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe Da wir uns aber auch wieder gut in noch weitere Reiseangebote vor, z. b. Deutschland eingelebt haben, und es auch La Mancha, von unserem Autor von hier aus immer schwieriger ist, über Jürgen Brauerhoch. Für Maler oder GäsSpanien zu schreiben, möchte ich Euch te, die gerne Kurzgeschichten schreiben heute mitteilen, dass dies die vorerst wollen, haben wir auch etwas Besonders letzte Ausgabe des Residentenkuriers im Angebot, speziell für unsere Leser. in dieser Form — ist. Sie dürfen ge(s. 8, 9). spannt, sein, wie es dann im Sommer weitergeht. Der blog bleibt auf jeden Isabel Tomé Jiménez, Leiterin der Fall, bis auf weiteres, erhalten. Auch Academia Andaluza in Conil, spricht alle Reiseangebote, die wir über das Via- in einem Interview über den Aufbau Reisen-Residentenprogramm im blog ihrer Sprachenschule, die heuer ihr 25. angeboten haben, können nach wie vor Jubiläum feiert: Wir gratulieren. gebucht werden. Ebenso unsere LeserIn diesem Jahr jährt sich der 400. Toreisen über Alparaiso. Liebe Freunde und Leser des Kuriers,

Inhaltsverzeichnis ● NIE und roaming

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● Ruta bética Romana:

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Almedinilla ● Leserreise Navarra

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● Mal– und Schreibreisen

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(www.alparaiso.com/de/Reisen)

● Reise in die la Mancha

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● Sprachschule Adademia

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Dieser Bereich wird mehr und mehr ausgebaut, da mich immer mehr Leute fragen, ob ich Ihnen nicht Spezialtipps für Reisen geben könnte, oder ganze Routen zusammenstellen. Viele möchten von meinen Erfahrungen und Kenntnissen der Regionen, die ich beschrieben habe, profitieren und dann individuell selbständige Touren durchführen. In den 7 Jahren Spanien und auch jetzt durch viele Pressereisen kenne ich entlegenste Winkel, nette, ausgefallene Hotels, und ganz viele Spezialtipps, die in keinem Katalog zu finden sind. Spanische Freunde sagen mir oft: „Hay que ver, tienes que venir tú de Alemania para enseñarnos los rincones más bonitos que tenemos delante de la

andaluza ● Rezepte für Osterbrunch ● Der Junge von der

Hühnerfarm

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● 400. todestag El Greco

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● Kreuzworträtsel

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destag des Künstlers El Greco. Eine gute Gelegenheit, sich mit dem Künstler und seinen Werken auseinander zu setzen. Gerade die Stadt Toledo, in der er 27 Jahre gelebt hat, rüstet sich für einen Besucheransturm, und hat ein umfangreiches Programm aufgelegt, um ihren Künstler zu feiern.

Unsere Autorin Gabriele Hefele hat besondere Tipps auf Lager für einen gelungenen Osterbrunch. Und damit wünsche ich allen Lesern Frohe Osterfeiertage und einen schönen Frühling Herzlichst

Beatrice Hohler

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Residencia-Ausweis endlich mit Passbild, noch 2014? Glauben werde ich es erst, wenn ich es tatsächlich sehe: endlich soll es wieder Residentenausweise mit Passbild geben, so dass die grünen Zettel abgelöst werden und man nicht gleichzeitig den deutschen Ausweis vorzeigen muss. Ja man soll sogar Anträge online herunterladen können, und endlich auch direkt in Extranjería bezahlen können, ohne extra zur Bank zu müssen. Wäre ja wirklich mal ein Fortschritt in Spanien!! Vor vielen Jahren hatten wir eine wunderbar einfache Karte in Visitenkartengröße als Nachweis für eine steuerlicheResidencia in Spanien. Klein, handlich, praktisch, sogar mit genetischem Fingerabdruck. Danach gab es auf einmal nur noch „grüne Zettel“. Nun ist wieder ein Residencia-Ausweis mit Passbild, der auch als Ausweisdokument gültig sein soll, ist in greifbare Nähe gerückt. (laut einem Bericht im Mallorca-Magazin). Wie Kate Mentink, Vorsitzende der Vereinigung Europeos por Europa (Epore) bekanntgab, habe jetzt sowohl das Balearen-Parlament als auch die die zuständige Stelle beim Innenministerium in Madrid grünes Licht gegeben. Das sei laut Mentink eine gute Nachricht für die rund 2,5 Millionen ausländischer Residenten in Spanien, die derzeit noch einen Pass oder Personalausweis ihres Herkunftslandes mit sich führen müssen, um sich korrekt ausweisen zu können, weil die grüne Residentenbescheinigung kein Foto beinhaltet.

mit der Einführung des neuen Ausweises noch vor Ende dieses Jahres", sagte Mentink.

Foto: Mallorca-Magazin Gleichzeitig sollen im Ausländermeldeamt "Extranjeria" bürokratische Abläufe erleichtert werden. "Es wird demnächst möglich sein, Anträge für die Residencia auf der Website der Behörde herunterzuladen und auszufüllen, sowie elektronisch Termine in der Behörde zu beantragen. Für die Bearbeitungsgebühren muss man außerdem nicht mehr zur Bank, sie können dann direkt in der Extranjeria bezahlt werden." Ende des Jahres, so hofft Kate Mentink, könnten stundenlange Wartezeiten im Ausländeramt dann endlich Geschichte sein. Informationsquelle: Mallorca-Magazin. http://mallorcamagazin.com/service.html

Foto: B. Hohler

_______________________________ Keine Roaminggebühren mehr ab 2015?

"Das Ministerium hat eingesehen, dass damit die EU-Ausländer in Spanien schlechter gestellt sind als die Spanier – und auch schlechter als die Residenten aus Nicht-EU-Staaten, für die ein Fotoausweis bereits existiert. Wir rechnen Jahrgang 6, Ausgabe 33

Lange genug warten wir auch schon auf diese Erleichterung: Die EUKommission will die Roaminggebühren innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft abschaffen. Insgesamt ist vorgesehen, den TelekommunikationsFrühjahr 2014

sektor innerhalb der EU zu modernisieren. Für die Handynutzung und das mobile Internetsurfen im europäischen Ausland sollen nach dem Willen des Europaparlaments demnächst keine Extrakosten mehr anfallen. Die Abgeordneten stimmten im April in Brüssel dafür, die Roaming-Gebühren zum 15. Dezember 2015 zu verbieten. Bereits ab Juli 2014 soll man nicht mehr für eingehende Anrufe bezahlen müssen, wenn man in anderen EULändern unterwegs ist. Ab Dezember 2015 sollen dann alle Roaminggebühren abgeschafft werden. EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte, Ziel sei es, dass die Menschen unabhängig davon, wo sie sich in Europa befinden, die gleichen Telefongebühren entrichten müssten. Um die Übersichtlichkeit der Kosten für MobilfunknetzNutzer im Rahmen zu halten, soll demnach bis 2015 die Extragebühr für die Internetnutzung im EU-Ausland entfallen. Sofern alle EU-Länder damit einverstanden sind, nimmt die neue Regelung auch Gestalt an. Die verschiedenen Providern wehren sich noch dagegen, dass sie nach Umsetzung der Richtlinie keine Zusatzgelder mehr erwarten können. Kostenfalle Mailbox seit Juli 2010 innerhalb der EU entfallen Bei den allermeisten Mobilfunkanschlüssen sin d Ru fu mleitungen zur Mailbox bereits eingerichtet. Im Ausland einen Anruf zu bekommen, der auf der Mailbox landet, kann sehr teuer werden: Sie zahlen zum einen die Roaming-Gebühr für die Weiterleitung ins ausländische Netz, zum anderen für die Weiterleitung aus dem Ausland zurück auf die deutsche Mailbox. Bisher bieten nur E-plus und vodafone kundenfreundliche Lösungen an und unterbinden die Weiterleitung. Auch sind weitere Verbesserungen in Sicht. Página 3


Entdeckungsreise Ruta Bética Romana Warum denn in die Ferne schweifen….. Residenten an der Costa del Sol oder der Costa de la Luz haben sie direkt „vor der Haustür“: die römisch betische Route. Diese umfasst heute im wesentlichen Andalusien. Vermutlich kennen die meisten Sevilla, Cordoba, Granada. Aber auch die kleineren Orte entlang der Route, wie Carmona, Ècija, Osuna, Almodóvar del Río, Montoro, Almedinilla und vor allem Priego de Córdoba eignen sich bestens als Ausflugsziele. Nutzen Sie den Frühling und Ostern, entweder für eine ganze Tour, oder interessante Ausflüge. Zeigen Sie Ihrem Besuch aus Deutschland einmal Orte abseits der üblichen Besuchsziele, die die meisten eh schon kennen. Ausführlicher Bericht über die Ruta in AlParaiso unter: http://www.alparaiso.com

Fußböden. Die Römer verehrten viele Götter. Hier in Almedinilla findet sich ein besonderes Exemplar vom Schlafgott „Somnus“. Ferner ist die Anlage eines Dampfbades zu sehen, sowie ehemalige Brennöfen für Keramikherstellung. Gönnen Sie sich einen Vormittag Zeit, um diese Villa und den schönen Ort, mit einem wunderbaren Museum zu entdecken. Im Touristencenter sollte man sich auch unbedingt ein Video über die Stadt und die Region, in 3 D anschauen. (Nachmittags nur gegen Voranmeldung geöffnet: Tel: 0034– 957 70 33 17) Zum Übernachten bietet sich das wundervolle kleine Landhotel Hospedería Auf unserer Reise entlang der röla Era an: misch-baetischen Route hat uns der kleine Ort Almedinilla absolut fasziniert. (zwischen Granada und Córdoba, Nähe Priego de Córodoba). Direkt neben der Nordeinfahrt ist das Informationscenter für Touristen. Und gegenüber liegt die alte römische „Villa El Ruedo“. In dieser gut erhaltenen Villa erhält man eindrucksvoll Einblick in das Leben der Römer, und http://www.hospederialaera.com/ kann sogar einen sehr selten erhalteIch bin sicher, dass Ihnen diese Unternen Speisetisch sehen, halbrund. Auf kunft so gut gefällt, dass man gerne diesem Tisch lagen die Römer im Halblänger bleibt, und dann von hier aus kreis. Im Hintergrund kam das Wasser den größten Teil der Ruta besichtigen aus einer Quelle und floss über einen kann. Nach Granada sind es ca.60 km, kleinen Wasserfall direkt in eine Vernach Córdoba 100, auch Puente Genil, tiefung im Tisch, wo man sich die HänOsuna, ja sogar Sevilla ist von hier aus de oder auch Obst waschen konnte. gut in einer Tagestour zu besichtigen. Wunderschöne Mosaiken zieren die

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Direkt in der Nähe von Almedinilla liegt das wunderschöne Priego de Córdoba, die Stadt des Wassers. Umgeben von einem Meer an Olivenbäumen ragt es hoch oben auf einem Felsen. Daher bekommt es auch klares Felswasser. In der Stadt sind unzählige Brunnen, in verschiedensten Kreationen und Formen. Der mit Abstand wichtigste Brunnen ist „Fuente del Rey“. Hier kommt das Quellwasser raus und ergießt sich in einen mehrteiligen Brunnen. Ein Besuch von Priego ist vor allem bei Hitze ideal, denn hier sprüht überall Wasser, und man spaziert durch wunderbare, schattenspendende Parkanlagen. Beatrice Hohler

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Almedinilla

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Leserreise: von Parador zu Parador Kunst und Lebenskunst, Kultur und Natur ergänzen sich perfekt auf dieser Reise durch die abwechslungsreichen Landschaften von Kastilien-León, Navarra und Aragon in das Baskenland. Von der tiefen Gläubigkeit des Mittelalters zeugen prächtige gotische Kathedralen, schlichte romanische Kirchen und sagenumwobene Klöster. In der Rioja, einem der bekanntesten Weinanbaugebiete Europas, genießen Sie edle Tropfen bei einer Verkostung. Und überall nehmen Sie Logis in stilvollen Paradores, diesen außergewöhnlichen Herbergen von Königen, Fürsten und Pilgern in ehemaligen Palästen, Herrensitzen und Klöstern.

Avila Parador. Foto: Sutdiosus Reiseverlauf 1. Tag: Flug nach Madrid (bzw. Direktanreise innerhalb Spaniens). Vormittags individuelle Rail&FlyBahnanreise in der 1. Klasse (im Reisepreis enthalten) von jedem deutschen Bahnhof oder Anschlussflug (gegen Mehrpreis) von allen deutschen Flughäfen nach Frankfurt. Mittags Linienflug mit Lufthansa nonstop von Frankfurt nach Madrid (Flugdauer ca. 2,5 Std.). Empfang am Flughafen Barajas und direkte Fahrt zum „Parador Raimundo de Borgoña“ (Stadtpalast aus dem 16. Jh.) im denkmalgeschützten Avila. 130 km

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2. Tag: Mittelalterliches Avila

3. Tag: Römer – Ritter – Mönche

Ein Schutzwall der Superlative mit 87 Türmen und 11 Toren zieht sich um die sehr schön erhaltene mittelalterliche Stadt.

Beim Rundgang zwischen imposantem Römeraquädukt, Kathedrale und Kirchen tauchen Sie ein in die tiefe Vergangenheit von Segovia (UNESCOKulturerbe). In Pedraza erleben Sie eine Stadt als mittelalterliche Filmkulisse: Hier rasselte schon so manches Kettenhemd. Weiterreise durch das Herzland Kastiliens zum „Monasterio de Santo Domingo de Silos“ – dieses Kloster mit seinem doppelstöckigen Kreuzgang gelangte durch die gregorianischen Choräle seiner Benediktinerpadres zu Weltruhm. Durch eindrucksvolle Karstlandschaft führt der Weg dann nach Santo Domingo de la Calzada zum Parador, der auf einem alten Spital für die Pilger des Jakobswegs aus dem 7. Jh. gründet. 360 km.

Dahinter die Kirchen und Klöster Avilas (UNESCO-Kulturerbe). Vormittags Rundgang zum höchsten Punkt, wo sich die teilweise in die Stadtmauer integrierte Kathedrale San Salvador erhebt. Die romanische Basilika San Vicente gehört ebenso zum Programm wie das Kloster der Heiligen Teresa von Avila, Powerfrau des 16. Jahrhunderts. Freizeit am Nachmittag für individuelle Entdeckungen – vielleicht unternehmen Sie eine Wanderung zum Kloster Santo Tomás.

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Kastilien-León – Navarra – Aragon 4. Tag: Hühner und Kathedralen Heilige Eier und gesegnete Hühner? In der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada hören Sie von der Legende, die sich um den kuriosen Hühnerkäfig in einer der Kapellen rankt. Anschließend Ausflug nach Burgos, seit jeher eine der wichtigsten Städte am Camino de Santiago, das mit einer ganzen Reihe beachtlicher Bauwerke glänzt. Höhepunkte eines Stadtrundgangs sind die Kathedrale Santa Maria (UNESCOKulturdenkmal) sowie die Kartäuserkirche von Miraflores, die von glorreichen Zeiten Kastiliens erzählt und mit dem Gold der Neuen Welt geschmückt ist. Rückkehr nach Santo Domingo de la Calzada. 140 km.

Mittelalters stoßen Sie in Javier und erreichen dann den Parador „Fernando de Aragón“, ein Gebäude mit edlem aragonesischem Charakter in Sos del Rey Católico, der Wiege einflussreicher Aristokraten und des Katholischen Königs. 220 km. 6. Tag: Klöster in Aragon Ausflug zum Kloster San Juan de la Peña, dessen Räume sich unter einer mächtigen Felswand verbergen und hinter deren dicken Mauern die Mönche, so erzählt die Legende, lange einen besonderen Kelch hüteten: den Heiligen Gral. Prunkstück ist der herrliche romanische Kreuzgang aus dem 12. Jh. mit den Steinmetzarbeiten des „Meisters der Fliegenaugen“. In Sangüesa zeigt das reichgeschmückte Portal der Kirche Sta. María la Real die Arbeit verschiedener Bildhauer – ganz schön drastisch ist dabei der erhängte Judas. 200 km.

mit Lufthansa nonstop nach Frankfurt (Flugdauer ca. 2 Std.). Individuelle Weiterreise zu den Ausgangsorten. Achtung für alle Residenten, die schon in Spanien sind: Es ist möglich, direkt anzureisen, Bus, Bahn, oder einen Zubringerflug zu buchen. Bitte fragen Sie da nach den genauen Konditionen, da ja der Flug aus und nach Deutschland wegfällt. Anfragen: reisen@alparaiso.com Es spielt keine Rolle, ob sie Als Einzelperson, al Paar, oder gemeinsam mit ein paar Freunden, oder gar Einer Gruppe aus Ihrem Verein teilnehmen möchten. Reiseangebote gibt es von Mitte April bis Mitte Oktober, mehrmals im Monat, außer Juli/August. Aber da ist es eh zu heiß und zu voll. Den Residenten, die nicht nach Deutschland zurückfliegen, empfehle ich, unbedingt noch ein paar Tage anzuhängen, um Bilbao, San Sebastian und Vitoria zu sehen. Und falls sie mit dem Auto reisen: dann bietet sich auch eine schöne Tour durch die Extremadura an. Ausführliche Reiseinformationen, mit Termine, Preisen, Konditionen, etc:

7. Tag: Jakobsweg und Pamplona

Burgos, Fotos: Turespaña München 5. Tag: El Vino de Rioja Weiter geht es in das Weinanbaugebiet des Riojas. Nach Mittelalterschnuppern in den Altstadtgassen Laguardias holt Sie eine Weinprobe schnell wieder ins genussvolle Hier und Jetzt. Sie besuchen eine typische Bodega, durchstreifen den Fasskeller und wissen danach, wie ein guter Gran Reserva schmeckt. Auf die Spuren des heiligen Franz Xaver, einem reisefreudigen Jesuit des

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Mitten im weiten Hügelland erhebt sich einsam die malerische Kirche von Eunate. Bauten tatsächlich die Templer das achteckige Meisterwerk? Eine Königin von Navarra stiftete im Mittelalter jene Brücke „Puente La Reina“, an der sich nach der gefährlichen Pyrenäenüberquerung mehrere Pilgerrouten des Jakobsweges vereinen. Ein magischer Platz voller Geschichte(n). Weiter geht es in die ehemalige Königsstadt Pamplona, berühmt für die Fiesta von San Fermín. Bei einem Kaffee entspannen Sie im Café Iruña, wo schon Ernest Hemingway Stammgast war. Rückkehr nach Sos del Rey Catolico. 8. Tag: Rückflug von Bilbao

http://residentenkurier.com/pdf/alpar aiso/reisen/Paradores_route.pdf Anmeldeformular: http://residentenkurier.com/pdf/alpar aiso/reisen/Paradores_anmeldg.pdf

Direkte Fahrt Richtung Golf von Biskaya zum Flughafen von Bilbao (240 km). Am frühen Nachmittag Rückflug Frühjahr 2014

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Schreibreise: Route des Washington Irving Eine Reise, die Geschichten schreibt…, ideal für alle, die sich inspirieren lassen wollen, und lernen, wie man schöne Kurzgeschichten schreibt. Lassen Sie Ihre Eindrücke über Andalusien einmal direkt „in die Feder fließen“, unter fachkundiger Anleitung. …Erzählungen aus der Alhambra und vom Leben im damals und heute, zwischen Sevilla und Granada Künstlerische Betreuung:

Tag 3 bis 5: GRANADA (2 Tage)

Jörg Ehrnsberger Reisezeiten:

erfreuen uns an den klösterlichen Zuckerwerken. Tag 5 bis 8: SEVILLA (3 Tage)

12.06. bis 19.06.2014 Bei unserem Aufenthalt in Sevilla darf der Besuch der Kathedrale mit dem Glockenturm „Giralda“, des Schlosses und des dazugehörigen Gartens, sowie des jüdischen Viertels nicht fehlen. Bei einem Besuch im Goldturm „Torre del Oro“ wird die bedeutende, lange Seefahrergeschichte der Stadt wieder lebendig. Wir kochen gemeinsam andalusische Gerichte auf Anleitung eines spanischen Koches und tauchen so ganz in die genussvolle Lebensart der Sevillaner ein.

29.10. bis 05.11.2014 Der Schreibcoach führt über gezielte Übungen und mit erprobten Methoden vor Ort in das Schreiben von Kurzgeschichten ein, die die Landschaft und die Geschichten von Irving als Inspiration nehmen. So wollen wir gemeinsam über das Schreiben die Alhambra entdecken und neu erzählen. Ziel ist, dass jeder Teilnehmer auf der Reise seine eigene Kurzgeschichte verfasst. Das Angebot wendet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene. Tage 1 bis 3: ANTEQUERA (2 Tage) Nach Fluganreise und Transfer im eigenen Minibus von Málaga zu unserem ersten Hotel in Antequera besuchen wir die kleine Stadt mit dem bekannten Kastell von al-Karmen und dem umliegenden Naturpark El Torcal mit seinen sehr bizarren Felsformationen. Wir kommen zum „Fels der Verliebten“ und zur maurischen Festung und Moschee. Washington Irving erzählte, dass sich hier die Muslimin Tazgona und der christliche Sklave Ihres Vaters Mohammed in die Tiefe gestürzt haben, um die Vermählung von Tazgona mit einem Stadthalter von Alhama zu verhindern. Am 3. Tag fahren wir mit der Bahn nach Granada (Fahrtzeit Antequera nach Granada mit der Bahn etwa 1,5 Stunden, Busfahrt vom Flughafen Málaga nach Antequera etwa eine 3/4 Stunde). Página 8

In Granada besuchen wir die Alhambra, das maurische Weltkulturerbe und prächtigste Gebäude der 700 Jahre maurischen Herrschaft in Spanien. Bunt und interessant wird es auch in den kulturell attraktiven Stadtvierteln Albaicín und Realejo mit ihren kleinen Läden mit Kunsthandwerk, kleinen Bars und Teestuben, die jede für sich ihre eigene Geschichte erzählen. Tag 5: Granada - Osuna - Carmona Sevilla .Transfer im eigenen Minibus. Auf dem Weg in die Metropole Andalusiens besuchen wir in Osuna den Almohade-Turm und das archäologische Museum von Osuna. In Carmona bewundern wir die Überreste der alten Stadtmauer und die Zitadelle des römischen Tores von Sevilla und

Von hier aus Rückreise nach Deutschland. Residenten in Spanien können direkt in Málaga zusteigen oder gleich nach Antequera kommen. Der Reisepreis verringert sich dann um 260 €. Ausführliche Reisebeschreibung: http://residentenkurier.com/ pdf/alparaiso/reisen/WashingtonIrving.pdf

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Malreise Córdoba, Málaga, Sevilla Andalusien-Reise „1001 Nacht“: Eine Reise auf zwei andalusische Haciendas Paradiesisch schön – Malen in märchenhaftem Ambiente Diese Rund- und Malreise richtet sich an alle, die Spaß am Skizzieren und am Malen haben. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 9 Tage 6 - 13 Teilnehmer Hotelreise - Frühstücksbuffet MALREISE Künstlerische Betreuung:

Córdoba. Das malerische Montoro liegt am Guadalquivir. Die Brücke „Puente de las Donadas“ führt in das weißgetünchte Viertel Retamar und wird das erste Motiv für unsere Reiseskizzen.

Sven Brauer Reisezeit: 24.09. bis 02.10.2014

In einer kleinen Gruppe wird jeder Teilnehmer individuell gefördert. Gute Lernerfolge werden sehr schnell erzielt. Bereits am dritten Tag wird mit Farbe gearbeitet. Der kleine Skizzenblock ist in jedem Fall ein ständiger Begleiter auf dieser Reise. 24.09.-29.09. Montoro (Hotel mit Schwimmbad) Tagesausflüge nach Córdoba (mit der Bahn) und nach Sevilla (mit Transfer) Vom Flughafen in Málaga kommen wir mit dem Bus in eine der sehenswürdigsten Städte der Provinz

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Unser Hotel ist ein gut erhaltenes, historisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert mit Schwimmbad und mit einem großen, einladenden Innenhof, in dem wir unsere Kurse in entspannter Atmosphäre halten. Wir verbringen einige Tage zum gemeinsamen Malen in wundervoller Natur. Wir besuchen Montoro und das Museum des bekannten - in Montoro geborenen - Malers Antonio Rodríguez Luna (1910-85). Wir unternehmen einen Tagesausflug nach Córdoba mit Besichtigung der Mezquita-Moschee und einen Ausflug nach Sevilla, wo wir eine geführte Radtour durch die Stadt unternehmen. Eine Fiesta de Paella rundet unseren ersten Aufenthalt festlich ab.

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29.09.-02.10. Provinz Málaga Tagesausflug nach Málaga (mit der Bahn) In der Provinz Málaga haben wir neue Motive in unserem historischen Hotel mit Pferden und besonderer Dekoration. Wir unternehmen kleine Wanderungen mit dem Skizzenblock in den umliegenden Naturpark und zum Fluss Guadalhorce und wir zeichnen die Bäume und Pflanzen, insbesondere die Olivenbäume. Mit der Bahn fahren wir in das nur 25 Minuten mit der Bahn entfernt liegende Málaga zum Mittagessen, für eine Führung durch das Picasso-Museum und zum Skizzieren auf der schönen Strandpromenade.

02.10. Málaga (30 km + Flug)

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Deutschland

Nach unserem Transfer zum Flughafen Málaga geht es mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland. Auf Wunsch kann der Aufenthalt im wundervollen Andalusien, z.B. an der Küste bei Málaga verlängert werden. Für Residenten gilt wieder: man kann direkt in Málaga zur Gruppe stoßen (Reisepreis minus 260 €). Hier die ausführliche Beschreibung: http://residentenkurier.com/pdf/alp araiso/reisen/1001Nacht.pdf Página 9


Entdeckungsreise in die La Mancha Unser Autor Jürgen Brauerhoch war wieder einmal in Spanien unterwegs und hat die berühmte, doch von Touristen weitgehend unbeachtete La Mancha besichtigt. Hier seine interessanten Beobachtungen

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rei Tage in der La Mancha

Seit Jahren versuchen wir, von unserem Refugio in Pals aus in die La Mancha zu kommen. Warum eigentlich? Irgendwie sind wir der Sprachmelodie aufgesessen und laufen mit einer lyrisch -idyllischen Vorstellung herum, die einfach keine Ruhe gibt. Und um das vorweg zu nehmen: Tatsächlich ist diese LA MANCHA völlig anders als wir sie uns gedacht haben! Wir haben keinen verrückten Ritter gesehen, der mit der Lanze auf Windmühlen los geritten ist, wohl aber sympathische Dulcinellas in allen Gasthäusern, vor allem aber endlose, unendliche Olivenhaine und Weinfelder auf rost- bis tiefroter körniger Erde! Darüber später mehr.... Wir überlegen uns: wenn die Communidad Castilla- La Mancha außer Windmühlen und Weltliteratur fast die Hälfte aller in Spanien produzierten landwirtschaftlichen Produkte hervorbringt, wie kommt es dann, dass laut Statistik nicht einmal 20 Prozent der gut zwei Millionen Einwohner in der Landwirtschaft tätig sind?- Dass hier überhaupt nur fünf Prozent der spanischen Bevölkerung und also gerade mal 25 Menschen pro Quadratkilometer leben, das allerdings spürt man sofort! Die Leute sind friedlich und freundlich und lassen sich Zeit mit allem, auch mit dem Erklären von Zielen, wenn sie nicht gleich vorausfahren, um den Fremden zu zeigen „wos lang geht“. Die meist guten und wie in Frankreich oft schnurgeraden Landstraßen sind so leer, wie man sie sich ein einziges Mal Página 10

leer, wie man sie sich ein einziges Mal in Deutschland wünschen würde. Wir haben auf den fast zweitausend Straßenkilometern in die Mancha und retour keinen einzigen Stau erlebt und- welch Wunder! -auch kaum eine „Baustelle“- die Favoritin auf den deutschen Straßen. Gestartet an der Costa Brava führte uns der Weg über den Moloch BARCELONA auf der lebhaften Küstenautobahn AP 7 über Tarragona bis Salunt kurz vor Valencia, wo die Autobahn nach Madrid abzweigt, die aber nur eine A (Autovia) ist und im Gegensatz zu recht teuren AP (Autopista) keine Maut kostet - wie übrigens alle autobahnähnlichen Straßen, die wir hier in der Mitte Spaniens benutzten. Hinter REQUENA, einem mit gut erhaltener mittelalterlicher Altstadt und trotz reizvollster Umgebung offensichtlich fast ausgestorbenen Nest, erreichten wir dann tatsächlich die LA MANCHA und fuhren über MOTILLA - ALACOR - ALCAZAR MANZANARES stressfrei an einem einzigen, sonnigen Märztag bis ALMAGRO, unserem mit Unterstützung von Google erkorenen „Kulturstützpunkt“! Da schwirrten uns die zahlreichen historischen Bauwerke der kleinen Stadt nur so durch die Köpfe, und wir kannten ja die wahrhafte, oft zitierte Weisheit unseres Groß- und Reisemeister Johann Wolfgang von Goethe: MAN SIEHT NUR, WAS MAN WEISS! Aber wir wollten zu viel gar nicht wissen! Überfordert von der über uns hereinbrechenden almagrisch-

architektonischem Historie beschlossen wir, uns auf diesem Sektor zunächst mit dem noblen PARADOR Hotel zufrieden zu geben, in der wir eine Suite bezogen, die ein wunderbar fürstliches Oevre ausstrahlte in diesem ebenso stilvollen wie mächtigen Bau, der ursprünglich ein Franziskanerkloster war und nun mit vierzehn Innenhöfen (Patios) mit exotischer Bepflanzung zum Meditieren einlud - eine Qualität also, die sich heute kein noch so luxuriöses Hotel mehr leisten könnte. Was wir dann an der Rezeption erfuhren, war noch erstaunlicher: einige der berühmtesten Bauten in Almagro hatten Deutsche geschaffen, genauer gesagt die steinreichen Fugger aus Augsburg für die Verwaltung ihrer spanischen Latifundien, die ihnen der ständig insolvente Kaiser Karl V. überschrieben hatte. Man sieht: schon damals haben die „Geldigen“ die Politik bestimmt und nicht umgekehrt. Da hat sich nichts geändert! DAS PARADOR IN ALMAGRO EINE ADELIGE HERBERGE

Größeres Gewicht noch als die Kultur genießt auf unseren Reisen die Gastronomie - un campo largo, wie Günter Grass das nennen würde, wir aber aus der Perspektive der katalanischen Küche es eher campo Residentenkurier


Bezaubernde Vulkankegel minimo“ nennen möchten; denn hier in der Mancha ist die Küche zwar solide, aber doch recht „rural“ und dabei ziemlich fett. Unerschrocken in der Kulinarik, wie wir es unterwegs immer sind, habe ich sogar eine „Sopa castellana“ probiert, die mich an eine bairische Brot- oder Brennsuppe erinnert hat, wobei in der iberischen Version noch mehr undefinierbare Beilagen herum schwammen. Ansonsten sind wir gut und nahrhaft bedient worden, nur ohne den geringsten AHA Effekt. Ein spezielles Kapitel auf Reisen ist für uns immer und überall der Wein. Mit über einer Millionen Quadratkilometer Anbaufläche ist die La Mancha Spaniens größtes Weinanbaugebiet. Aber die Produkte selbst bekommt man selten im Original zu kaufen, in Katalonien kaum und in München gleich gar nicht. Umso gespannter waren wir auf die Geschmackserlebnisse „vor Ort“, aber die hielten sich in Grenzen. Das Gewächs, das uns „aus dem Sattel gehoben“ hätte ( - frei nach Don Quijote!) - war jedenfalls nicht dabei. Auffällig auch, dass kaum Rosado (Rosat, Rose´ ) angeboten wurde, der in Katalonien in vielen Restaurants als Hauswein fungiert und auch in Navarra weit verbreitet ist. Kaum einer der Einheimischen trank auch Weißwein, rundum sah man einen kräftigen „tinto“ zur besseren Fettverdauung. Spaniens Weinbaugebiete: Der große Fleck in der Mitte ist Castello-La Mancha

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Doch was die Gastronomie nicht zuwege brachte, ein begeistertes Ausflippen, das passierte uns am folgenden Tag bei einer kleinen Erkundungstour rund um Almagro. Eigentlich brachten wir beim Anblick der schon oben erwähnten blutroten, mitunter auch rotbraunen Felder immer wieder kaum mehr als WAHNSINN ! heraus. Diese endlosen Reihen noch „schlafender“ schwarzer Weinstöcke oder knorriger Olivenstämme, pointiert durch blühende Obstbäume - das waren Bilder, die wir nie vergessen werden! Und dazu fielen uns die Kegel auf, die sanft, aber eindrucksvoll aus der Meseta aufstiegen. Wir dachten an erloschene und abgetragene Vulkane, und tatsächlich konnten wir dann nachlesen, dass wir mitten in einem der drei Vulkangebiete Spaniens unterwegs waren. Viele der vulkanischen Hügel waren kahl, andere aber wie dieser hier idyllisch bewachsen. Noch standen uns auf der Rückfahrt über Valdpenas und Albacete und von hier bequem auf einer ganz neuen, weitgehend in die Landschaft eingefügten Autobahn ( A 31 maut frei!) Richtung Heimat einige Überraschungen bevor. Gleich nach der Ausfahrt südlich Valencia verfilzten wir uns hoffnungslos auf holprigen Wegen durch unendliche Reisfelder, dazwischen unüberwindbare Bewässerungskanäle,

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dahinter die Silhouette der Orte am Meer, zu denen wir eigentlich wollten, aber einfach nicht kamen, bis uns ein freundlicher Spanier aus einem abgelegenen Gehöft nicht nur den Weg zum PARADOR EL SELLER erklärte, sondern gleich selbst über hundert Ecken und Kurven vorausfuhr. Es war sehr merkwürdig, nach den doch allmählich aufkommenden Ängsten bis zur glücklichen Begegnung mit unserem Reisfeldbefreier in die abgeriegelte Kunstwelt einer Ferienanlage zu kommen, einem sachlichen Bau ohne die Spur einer Atmosphäre a la Amalgro oder vieler anderer Paradores in historischen Gebäuden. Fast bekamen wir unter Golfern und aufgekratzten Feriengästen im Hotel wieder Heimweh nach der stillen Reisfeldlandschaft gleich neben der Urbanisation (unten) Supermodern wurde es dann am letzten Tag beim Durchfahren von Valencia. Gesäumt von modernistischer Architektur hat man hier nach einer Hochwasserkatastrophe einfach den Fluss Turia umgeleitet und sein die ganze Stadt umfließendes Bett in einen großen Park mit Palau de Musica, Kongress-Center und dem markanten OCEANIC Museum umgewandelt - eine geniale Idee! Text und Fotos: Jürgen Brauerhoch

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25 Jahre Academia Andaluza Vom Unterricht im Wohnzimmer zur Sprachenschule Interview mit Isabel Tomé Jiménez, Gründerin und Direktorin der Academia Andaluza in Conil rem im Hotel Flamenco in Conil, das sich meiner Dolmetscherdienste versicherte. Dort lernte ich auch meinen Mann kennen und blieb in Conil. Ich gab auch Privatunterricht in Spanisch für die Urlauber, und spätestens, als sich 20 Leute plötzlich zum Unterricht in meinem Wohnzimmer sammelten, erkannte ich eine Marktlücke auf diesem Gebiet und gründete die Schule.“

Autorin Dr. Gabriele Hefele

I

sabel Tomé Jiménez wurde in Madrid geboren, kam mit sieben Jahren mit ihren Eltern der Gastarbeitergeneration für 14 Jahre nach Deutschland, nach Freiburg im Breisgau, studierte Germanistik und gründete vor genau 25 Jahren die Sprachenschule Academia Andaluza in Conil an der Costa de la Luz. Inzwischen beschäftigt sie 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie wurde kürzlich in einem Buch der 20 bemerkenswerten Unternehmerinnen der westlichen Küste vorgestellt, Frauen, die die Zukunft Andalusiens mitgestalten. Wie kam es zur Gründung der Academia Andaluza? Isabel: „Ich jobbte in den Semesterferienferien im Tourismus, unter ande-

Muss man sehr resolut sein, um sich als Unternehmerin hier in der ländlichen Struktur durchzusetzen, denn eigentlich ist Conil immer noch ein kleiner Ort? „Klar, da gab es vor Jahren den Fall, dass ein Besucher den Chef unserer Academia sprechen wollte. Als ich sagte, der stünde vor Ihnen, da bestand er dennoch darauf, er möchte mit einem verantwortlichen Mann reden!“ Haben Sie auch Diskriminierung erleben müssen im Beruf? „Von früheren Chefs wie von Klienten. Als ich schwanger wurde, denn ich bin seit 30 Jahren mit einem Feinmechaniker zusammen und habe eine Tochter, da hatte man mir sogar eine Abtreibung nahegelegt.“

Wie steht es Ihrer Meinung nach überhaupt mit der Emanzipation in Andalusien? „Ich hatte großes Glück, dass ich in Deutschland aufgewachsen bin und studieren durfte, das hat mir die Augen geöffnet gegenüber unseren ländlichen Strukturen in Andalusien, wo die Töchter immer noch zuerst auf kochen, putzen und Haushalt führen erzogen werden. Obwohl es sich langsam bessert, aber wo gibt es eine Auto-

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werkstatt, in der ein Mädchen arbeitet? Aber ob Frau oder Mann als Unternehmer – gut muss man sein, unabhängig vom Geschlecht!“ Und wie vereinbaren Sie Familienleben und Firma leiten - wie geht das? „Es kann kompatibel sein, aber es ist nicht leicht. Heute ist meine Tochter erwachsen, aber die ersten Jahre waren hart, besonders, als ich noch kein Auto hatte, um vom Kindergarten zur Akademie und zurück zu kommen. Heute sind die Institutionen für uns Frauen in Spanien kinderfreundlicher und dennoch geht es für jede arbeitende Frau darum, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.“ Was ist denn Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen dem Leben in Andalusien und dem in Deutschland? „Das ist unsere anders tickende biologische Uhr! Wir stehen später auf und machen aber die Nacht zum Tage. Wenn jetzt zum Beispiel spanische Auszubildende nach Deutsch-

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Academia Andaluza, Conil

land kommen, dann müssen sie sich sehr umgewöhnen! Das macht den meisten Schwierigkeiten, sage ich voraus. Aber das gilt auch für die umgekehrte Richtung. Das sehe ich in meinen Spanischkursen für Ausländer. Was leider überall gleich ist, ist die Bürokratie. Die überwuchert in Deutschland wie in Spanien alles! Das merkt man ja jetzt nicht nur beim neuen „Job-of-my-life-Projekt, dem Ausbildungsprogramm spanischer Jugendlicher in Deutschland, sondern ich auch schon vorher bei meinem Unterrichtsprogramm, das auch offiziell in etwa 13 deutschen Bundesländern als Bildungsurlaub anerkannt ist. Aber man frage mich nicht, was das für eine Bürokratie war oder ist!“

nier sind die nachgefragten Fremdsprachen. Französisch spielt im Gegensatz zu früher keine Rolle mehr. Die Sprachkurse wandelten sich im Laufe der Jahre übrigens immer mehr von touristischen zu beruflichen Themen.

„Es kommen Portugiesen zu mir, die Spanisch lernen wollen, aber umgekehrt spielt für einen Spanier Portugiesisch keine Rolle, die meinen, das hätten sie nicht nötig. Die kaufen ihr Ticket, gehen ins Stadion und mehr interessiert die nicht!“

Wie steht es mit der Sprache des Nachbarn, mit Portugiesisch, jetzt vor der Weltmeisterschaft in Brasilien etwa?

Gabriele Hefele, die Isabel Tomé vor fünf Jahren bei ihrer Lesung während eines Adventsfestes in der Academia kennenlernte, mit ihr auch eine Veranstaltung zum Projekt „The Job oft my life“ organisierte.

Welches sind denn die Schwerpunkte in Ihrem Sprachprogramm? „Spanisch für Ausländer und Deutsch und Englisch für die Spa-

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Osterbrunch

Nach der Semana Santa mit ausführlichen Prozessionen, wehmütigen Gesängen und dumpfen Trommelschlägen, begehen wir nun den Ostersonntag fröhlich mit Freunden! Hier in paar Rezeptvorschläge für ein kaltes Bufett neben dem üblichen Schinken und Käse, die natürlich nicht fehlen dürfen. Selbstverständlich haben Sie den Tisch liebevoll dekoriert in den Osterfarben gelb und grün, vielleicht auch Eier gefärbt!

Salat waschen und nur die Herzen verwenden, diese längs hälfteln oder je nach Größe vierteln und auf einer Platte nebeneinander legen. Anchovis oder Sardellen aus dem Glas nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen, anschließend über die Salatherzen verteilen. Den frischen Knoblauch pressen und darüber verteilen. Anschließend eine Vinaigrette (üblich aus 1 Teil Essig, drei Teilen Olivenöl, je 1 Teelöffel Salz und Pfeffer) anrühren und darüber gießen. Etwas einziehen lassen - servieren. Das andere Carpaccio – aus Avocado Zutaten für 4 Portionen: 2 große reife Avocados • 2 Orangen Rukolablätter - Vinaigrette aus Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer • geraspelten echten Parmesan

Salatherzen mit Sardellen Zutaten für 4 Portionen: Grüner Salat - 2 Köpfe • Ein Glas Anchovis • frischer Knoblauch • Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer Página 14

Avocados schälen und in dünne Scheiben längs schneiden. Orangen schälen und in Spalten teilen. Rukolablätter auf dem Teller verteilen, innen die Avocadoscheiben legen, darauf einige Oranagenspalten - mit

Vinaigrette übergießen - fertig! Wer es nicht so veganisch mag: anstelle der Orangen oder zusätzlich fein geschnittenen, gebeizten Lachs verwenden. Süßsaure Paprika auf Philadelphia Zutaten für 6 Portionen: 4 große rote Paprika • 1 Packung Philadelphia-Käse • 4 Esslöffel Essig • 2 Esslöffel Zucker Paprika waschen, abtrocknen, in Würfel schneiden. Danach in einen Topf geben, zwei Fingerbreit Essig und eben soviel Zucker (oder auch Honig) dazu geben. Im Topf warm machen und umrühren - wie bei einer Marmelade verdickt es sich. Auf einem Teller einen Philadelphia-Käse anrichten und in der Mitte eine Mulde bilden. Darein die "PaprikaMarmelade" schütten. Cracker dazu reichen, so dass jeder Gast dippen kann. Oder gleich Philadelphia und die Paprika drauf auf Cracker anrichten. Wer einmal davon kostete - Kalorien hin oder her - der schwärmt davon! Residentenkurier


Osterbrunch Eingelegter Rosenkohl Zutaten für 6 Portionen: Ein Kilo Rosenkohl, möglichst kleine Rosetten. Zubereitungszeit 10 min - Gesamtzeit 30 min: Rosenkohl waschen, gelbe Blätter außen entfernen. Größere Rosenkohlfrüchte halbieren. Wasser zum Kochen bringen, den Rosenkohl darin kochen, aber bitte nicht zerkochen, sondern "al dente" belassen. Danach heraus nehmen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit das Gemüse die grüne Farbe behält. Abkühlen lassen. Inzwischen eine Vinaigrette, 2 Knoblauchzehen, gepresst, dazu geben. Über den kalten Rosenkohl in einer Schüssel schütten und vorsichtig untermischen. Es empfiehlt sich, dies einen Tag vor der Einladung anzurichten, damit die Vinaigrette gut einzieht in den Rosenkohl, und danach kühl stellen. Bleibt davon etwas übrig, kann man die Reste gut in eine Glas abfüllen und noch mindestens eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Schmeckt immer gut als Vorspeise und kommt gut an!

Gefüllte Zucchiniröllchen Zutaten für 8 Portionen: 1 große längliche Zucchini • wahlweise Salatgurke • 100 Gramm Speisequark • 1/2 Natur-Yoghurt • 2 Löffel Kochsahne • frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Dill und andere • Salz und Pfeffer • Knoblauch

Zucchini waschen. Mit einem Kartoffelschälmesser oder einem Spargelschäler nun von oben nach unten, von der Blüte zum Stil, vorsichtig dünne, längliche Scheiben über das ganze Gemüse hinweg schneiden und auf einer Platte beiseite legen. Nun die Füllung aus Quark, dem Yoghurt, der Sahne und den Gewürzen in einer Schüssel anrichten, vermischen und abschmecken. Erst zum Schluss reichlich frische Kräuter darunter rühren. Keines der Kräuter dominieren lassen - also Vorsicht bei der Gabe von Salbei etwa oder Oregano. Gepresste Knoblauchzehe nur nach Geschmack hinzugeben. Die Masse darf weder zu zäh noch zu flüssig sein, sondern gut streichfähig. Nun mit einem Löffel etwas von der Masse auf die Zucchinischeiben geben und mit einem Messer verteilen. Anschließend die Scheiben zusammen rollen. Sollten sie schlecht halten, dann mit einem Zahnstocher zusammenhalten.

Eiersalat - Was wäre Ostern ohne ein Rezept mit Eiern? Zutaten für 8 Portionen: 8 Eier • 1 Pfund Magerquark • 4 Esslöffel saure Sahne oder Yoghurt • Salz, Pfeffer • 2 gepresste Knoblauchzehen • ein reichlicher Schuss Tomatenketchup • 1 Esslöffel mittelscharfen Senf • Kräuter nach Belieben wie Schnittlauch, Petersilie, etwas Dill. Pro Person ein Ei hart kochen. Danach die Eier abschrecken und gleich schälen, denn später wird es schwieriger, die Schalen zu entfernen. Abkühlen lassen. Danach Eier in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Nun die Soße aus den obigen Zutaten erstellen, über die Eier geben und miteinander vorsichtig verrühren. Die Soße kommt bei meinen Gästen immer gut an, der Würzclou ist tatsächlich der Schuss Tomatenketchup und Senf! Auch dieses Gericht vor dem Servieren etwas durchziehen lassen.

Empfehlung von unserem Chefkoch Roland Beysel

Schwarzwälder Kirschpudding Zutaten: 1 Päckchen Vanillepudding 125 g Sahne Halber Liter Milch 1 Päckchen Sahnesteif 1 Glas Sauerkirschen Vollmilchschokoraspeln 3 EL Kirschwasser bzw. für Kinder: Kirschsirup Zubereitung Vanillepudding nach Packungsanweisung kochen. Zugedeckt auskühlen lassen, damit er keine Haut zieht. Ab und zu umrühren. Wenn er ausgekühlt ist, Sahne mit 1 Päckchen Sahnesteif und etwas Zucker steif schlagen, unter den Pudding heben. In einer Glasschüssel Pudding, abgetropfte Sauerkirschen und Schokoladenraspel schichten. Oben mit Schokoraspeln verzieren

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Jenseits von Andalusien Der Junge von der Hühnerfarm

Ein Andalusier ist mit 16 Jahren nach Deutschland ausgewandert, um in der Gastronomie zu arbeiten. Mit 60 Jahren kehrt er als Rentner nach Andalusien zurück und erzählt uns seine Geschichte. Gerade weil er beide Mentalitäten und Kulturen kennt, sind seine Erfahrungen für uns Residenten sehr interessant. Hier Teil 28 (die vorherigen Kapitel sind in den jeweiligen Ausgaben im Archiv)

Teil 29:

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a wir waren getestet worden!!

Wir waren getestet worden… von einem professionellen Tester, beauftragt von einem älteren Ehepaar, welches einen Vorzeigebauernhof im Westerwald besaßen und ein wunderschönes Fachwerkhaus im Örtchen Vallendar, ein Ort mit ca. 9000 Einwohnern, gegenüber von Koblenz, auf der anderen Rheinseite. Es war deren Elternhaus, ursprünglich ein Bauernhaus, und sie hatten es mit viel Liebe und Geld renoviert und wollten dort nun eine Weinstube oder/ und ein Restaurant machen. Dieser Tester kam für uns im rechten Augenblick, hatten wir doch auch schon daran gedacht, uns zu verändern. Wir waren also getestet worden, wie andere auch und für gut genug befunden worden, zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Wir fuhren also nach Vallendar und stellten unser Auto am Rhein-parkplatz ab, um in Ruhe durch den Ort zu gehen, und alles auf uns wirken zu lassen. Denn es könnte ja sein, das es unsere neue Heimat werden würde!

von dem Besitzerehepaar empfangen. Als erstes erzählte man uns in allen Einzelheiten die Entstehung des Hauses, die Geschichte, was sich zugetragen hatte, von den früheren Renovierungen bis zu den ehemaligen Pächtern und Bewohnern. Man führte uns in den alten Gewölbekeller, der ein hervorragender Weinkeller werden konnte, mit natürlichen idealen Temperaturen! Ebenerdig sollten eine Weinstube und die Küche entstehen und im ersten Stock wäre Platz für das Restaurant und die Veranstaltungsräume. Wohlgemerkt, bisher waren es nur Ideen, noch war alles wie Rohbau, da man auch die alten Balken entfernt, durch neue ersetzt hatte und nun beim Verputzen war. Im 2. Stock könnten die Privaträume entstehen, allerdings war es recht klein für uns, wir hatten schließlich zwei 11 + 15jährige Kinder, und Antonios Mutter, die auch zeitweise

monatelang bei uns lebte. Aber es gab noch einen nicht ausgebauten Speicher…. Hoffnung für uns. Aber erstmal mussten sich die Besitzer für uns entscheiden. Wir waren uns zwar auf Anhieb sympathisch, aber geschäftliches hat bekanntlich wenig mit Sympathie zu tun. Sie sagten uns von Anfang an, dass noch andere Bewerber im Spiel seien und sie in Ruhe und gemeinsam mit ihren Kindern überlegen würden. Wir gaben von unserer Seite zu bedenken, dass sie den Speicher ausbauen müssten, damit wir alle ein eigenes Zimmer hätten und uns natürlich auch alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen müssten. Als wir wieder in unserem Auto auf dem Heimweg an die Mosel waren, ließen wir alles noch mal Revue passieren und erwägten schon mal das Für und Wider. Als erstes fragte ich meine Frau. ob sie sich vorstellen

Wir gingen die Haupteinkaufsstrasse entlang und direkt auf das H aus zu. E in sehr e i n dr u c ks v o l le s z w e i giebeliges altes Fachwerkhaus von 1698 empfing uns mit seinem Charme. Wir waren sofort begeistert von den Örtlichkeiten. Wir wurden sehr freundlich und offen Página 16

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Unterhaltung könne, mit mir dorthin umzuziehen um zu versuchen, das Restaurant erfolgreich zu bewirtschaften. Denn ich wusste ja, dass sie in Bernkastel nicht besonders glücklich war und sich oft überfordert fühlte. Wir hatten groß e S treitgespräche deswegen und ich war nicht sicher, wie sie reagieren würde. Aber als ich sie fragte und ihr auch erklärte, dass es eventuell mehr Arbeit geben würde, antwortete sie zu meiner Freude, dass sie mit uns überall hin ginge und keine Angst vor der Arbeit hätte. Im Gegenteil, gemeinsam mit mir was Neues aufzubauen stelle sie sich spannend vor, so würden wir beide gemeinsam bei Null anfangen. Ganz im Gegensatz zu Bernkastel, wo sie immer nur als die zweite Frau von Antonio angesehen wurde. Dort habe sich kaum einer die Mühe gemacht, sie kennen zu lernen. Ich war glücklich, es war unsere persönliche zweite Chance und ich wollte sie nutzen. Kaum wieder zu Hause, fing mein Gehirn an zu arbeiten. Wie sollten die Räume aussehen, wie die Speisenkarte, wie die Farbe der Tischwäsche, welchen Wein sollte ich einkaufen, was wollte ich anbieten. Ich musste immer auch die Besitzer mit einbeziehen, jedenfalls erstmal. Es würde sich sicher herausstellen, was gefragt war. Aber ich war eigentlich zu voreilig, noch hatten wir nicht den Zuschlag, es sollte 2 lange Wochen dauern, bis der ersehnte Anruf kam. Ja, wir möchten sie beide als Pächter für das Objekt in Vallendar! Wir sollten uns treffen, um alles genauer zu besprechen und um den Vertrag zu unterzeichnen. Wir waren happy, es hatte geklappt!!! Aber nun galt es noch, den Stolperstein Kündigung der „Hubertusklause“ zu überwinden. Es würde noch schwierig werden, wie sollte es auch anders sein…... Fortsetzung folgt…...

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Die Denksportaufgaben der Problemreihe Kniffel-Schach stellen unter den Schachrätseln eine Besonderheit dar. Es geht nicht mehr darum, in zwei, drei oder mehr Zügen matt zu setzen, Remis zu halten oder den Gewinnzug zu ermitteln, sondern es gilt, mit kriminalistischem Fingerspitzengefühl, Phan-tasie, Kombinationsgabe, Köpfchen und logischem Denken z.B. vergangene Züge zu rekonstruieren, unbekannte Schachfiguren zu ermitteln oder andere Zusammenhänge zu erkennen. Alle denkbaren Fragestellungen sind erlaubt. Die Rätsel werden bewusst künstlich konstruiert, sind aber streng legal und können mit Computern (noch) nicht gelöst werden. Herausgeber + Copyright: Peter Krystufek,, e-Mail: PeterKrystufek@aol.com Internet: www.kniffel-schach.de, LÖSUNG Nr. 107 ************59597819 Da beide Könige im Schach stehen, muss einer aus dem Schachgebot entfernt werden. Es lässt sich nur der schwarze König umsetzen: auf Feld 'h6'. Schwarz zog zuletzt Sg5-h7+ (Abzugsschach). Dann aber musste Weiß davor Sh7-f8+ gezogen haben.

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2014, EIN JAHR, UM EL GRECO KENNENZULERNEN Spanien feiert dieses Jahr den vierhundertsten Todestag von El Greco. Der Maler hat 27 Jahre seines Lebens in Toledo verbracht. Nun kehrt El Greco nach vierhundert Jahren nach Toledo zurück. Die Feier seines 400. Todestages im Jahr 2014 bietet dem Publikum die Chance, große Meisterwerke des Malers aus Kreta aus den wichtigsten spanischen und internationalen Museen in Toledo vereint zu sehen. Zu diesem Anlass gibt es ein breit gefächertes Ausstellungs- und Aktivitätenprogramm rund um die Malerei und Persönlichkeit von Dominikos Theotokópoulos. Die offizielle Website El Greco 2014 (http://www.elgreco2014.com) bietet umfassende Information und die Möglichkeit, Eintrittskarten für die Ausstellungen zu erwerben.

Dieses Jahr der Ausstellungen wurde im Februar in Toledo mit der Schau „Zeitgenössisches Toledo“ eröffnet, die Bilder der Stadt zeigte, die 2013 von dreizehn weltweit renommierten Fotografen aufgenommen wurden. Im März folgte dann ein echter Höhepunkt: „Der Grieche aus Toledo“. Im Museum Santa Cruz sind dabei unter anderem Gemälde von El Greco aus der National Gallery in London, dem Louvre und dem Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen. Diese Ausstellung umfasst zudem weitere Werke des Malers in den sogenannten Greco-Stätten, den angestammten Orten, für die sie geschaffen wurden: die Kathedrale, die Kapelle San José, das Kloster Santo Domingo el Antiguo, das Tavera-Hospital und

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die Kirche Santo Tomé. Das Museum Santa Cruz ist darüber hinaus im September Sitz der Ausstellung „El Greco: Kunst und Handwerk“, bei der erstmalig mehrere Versionen von Bildern wie „Entkleidung Christi“ oder „Kreuzigung“ miteinander verglichen werden können. Dazu sind die vier Apostelserien El Grecos in derselben Stadt zu sehen. Auch die Sammlung des El-Greco-Museums ist selbstverständlich das ganze Jahr über zu besichtigen. Kunst zwischen Malerei und Literatur Die dritte Sammlung „Entre el cielo y la tierra“ (Zwischen Himmel und Erde) teilen sich die Stadt Madrid und Valladolid. Vom 29. April bis zum 27. Juli ist sie zuerst zu sehen im

Museo Nacional de Escultura de Valladolid. Vom 10. September bis zum 8. Novemberd kann sie dann in der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid besichtigt werden. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Einfluss des Renaissance-Malers auf heutige nationale und internationale Autoren wie etwa Jorge Galindo oder dem Franzosen Pierre Gonnord. Ist Toledo, die ehemalige spanische Hauptstadt im Frühmittelalter, an sich schon immer eine Reise wert, so ist sie dieses Jahr nahezu ein Muss für Kulturbeflissene. In drei Stunden und 40 Minuten ist man übrigens von Málaga mit dem AVE in Toledo. Webseite: http://www.elgreco2014.com

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Sprachunterricht in Zusammenarbeit mit www.super-spanisch.de Da wir Residenten in Spanien leben, ist es vor allem wichtig, die spanische Sprache gut zu beherrschen. Mit den Kreuzworträtseln stellen wir Ihnen eine unterhaltsame Weise vor, sich im Spanischen zu üben. Sicher gibt es dabei immer wieder neue Wörter zu entdecken und zu lernen. Viele Leser sind mittlerweile treue Fans von Super-spanisch.de geworden. Dort finden Sie Vokalbetrainer, Tandem-partner, Sprachreisen oder können per email täglich in etwa 5 min. neue Wörter und Ausdrücke üben. Hier wieder das beliebte Kreuzworträtsel des Monats. Auflösung wie immer: im nächsten Heft.

Ideal sind auch Sprachreisen in Spanien, selbst für Residenten, die ihre Sprachkenntnisse auffrischen wollen, und gleichzeitig etwas Neues von Spanien kennen lernen wollen. www.lsw-sprachreisen.de/spanisch_lernen.html

Lösungen der letzten Ausgabe. Weitere Rätsel unter www.super-spanisch.de

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LETZTE SEITE DER RESIDENTENKURIER Herausgeberin und verantwortliche Redakteurin V.I.S.D.P. Beatrice Hohler Abt-Paulus-Str. 4 94486 Osterhofen Kontakt Tel : 09932– 95 96 73 Mobil: 0171-380 98 89 residentenkurier@gmail.com Realisierung Internetauftritt Sergio D. Tino Hohler Kontakt: tino.hohler@gmail.com UstID: DE213480574

Börsianer können nicht mit Geld umgehen. Darum werden Wertpapiergeschäfte bargeldlos abgewickelt. An der Frankfurter Börse steht auf einer Klotür: “Sie sind momentan der einzige in diesem Gebäude, der weiß was er tut…” “Na wie ist Dein neuer Job an der Börse?” “Wie im Paradies.” “Ehrlich?” Ja, ich kann jeden Tag hinausgeworfen werden…” http://www.witze-witze.eu

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Residentenkurier 33  

Eine fröhlich frohe Ausgabe zum Frühling!

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