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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Dez 2008/ Jan. 2009

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Weihnachts-Sonderausgabe

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oder schreiben Sie uns: info@residentenkurier.com

In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen unterhaltsame Informationen rund um das Weihnachtsfest geben und hoffen, dass Sie an den Tagen zwischen den Jahren Zeit und Muße finden, um sich in diese Lektüre vertiefen zu können. Vielleicht entdecken Sie auch Angebote oder Gutscheine sowie Geschenkideen, um Ihre Liebsten damit zu überraschen.

Ein frohes, friedliches Fest und einen guten Start ins $eue Jahr 2009 Beatrice Hohler, Herausgeberin

Tel: 0034/ 856 115 222 Fax: 0034/ 856 117 338 Mov. 0034/ 630 703 091


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Weihnachtsgrüße

Deutsches Generalkonsulat Sevilla

Liebe Landsleute, Jahresrückblicke über gemeinsam Erlebtes treffen in diesen Tagen von Freunden und Bekannten in großer Zahl ein und lassen Bilanz ziehen. Diese Berichte sind auch ein wichtiger Beitrag dazu, die Verbindungen zu den Menschen in der alten Heimat nicht abreißen zu lassen, die für manche von Ihnen sicherlich auch heute noch Heimat ist. Diese Brücken sind wichtig, gerade wenn man die dritte Lebensphase hier genießen will, wo die Gesellschaft noch stark von Familienbanden und familiärer Hilfestellung, auf die man zurückgreifen kann, geprägt ist. Für die Zugezogenen an diesen prächtigen und lichtdurchfluteten Gestaden des Atlantiks und des Mittelmeers wird dann der Kontakt in den Vereinigungen, Kirchengemeinden, Clubs, Freundeskreisen der lebenswichtige örtliche Bezugspunkt. Deshalb wünsche ich allen Vereinigungen, dass sie ein weiteres gutes Jahr mit viel gemeinsamen Aktivitäten in guter Stimmung und mit viel Zuspruch vor sich haben werden. Bei allem ausgelebtem Individualismus brauchen wir doch einander, und sollten uns nicht erst daran erinnern, wenn es spät ist. Gesellschaftliches Engagement und der eigene Beitrag hierzu sind auch hier in der neuen Heimat gefragt. Daher gilt mein Dank vor allem denjenigen, die sich dafür aktiv und mit eigenem Beitrag engagieren, dass es hier ein abwechslungsreiches und freundschaftliches Zusammenleben untereinander und mit der spanischen Gastgesellschaft gibt. Für uns Deutsche wird das kommende Jahr zwei besonders erfreuliche Jahrestage bringen, auf die wir stolz sein können: Am 23. Mai wird unser Grundgesetz und damit unser heutiger demokratischer Rechtsstaat 60 Jahre bestehen. Aus gutem Grund stellt diese Verfassung die Würde des Menschen an den Anfang, deren Schutz staatliche Aufgabe ist. Für alle, die unter dem Terror des NS-Regimes gelitten, oder in folge des deutschen Krieges gegen alle Nachbarn ihre Heimat verloren hatten und heute zum Teil auch hier leben, war das ein ganz wichtiger Neuanfang auf einer menschlich-solidarischen Basis. Diese Verfassung galt zunächst nur in einem Teil unseres geteilten Landes. Und wenn wir am 9. November dann den 20. Jahrestags des Mauerfalls und des beginnenden Endes der Teilung Deutschlands und Europas und des steril-gefährlichen Ost-West-Konflikts feiern können, ist das auch der Jahrestag der erfolgreichen friedlichen Revolution der Bürger, die ebenfalls von den Werten unseres heute gemeinsamen Grundgesetzes bewegt waren, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und im östlichen Teil Berlins. Meine Frau und ich wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr nicht nur Gesundheit und Wohlergehen, sondern auch viele Gelegenheiten, miteinander das Leben im herrlichen Andalusien genießen zu können.

Ihr Berthold Johannes Generalkonsul


Jahrgang 1, Ausgabe 3

Deutsches Konsulat Malaga Liebe Landsleute, seit Urzeiten nutzen die Menschen die Jahreswende, um Bilanz zu ziehen für das abgelaufene Jahr und einen Ausblick zu versuchen in das kommende Jahr. Mag die Beschäftigung mit der Vergangenheit noch eine hinreichend befriedigende Gewissheit ergeben, so kennt die Beschäftigung mit der Zukunft nur einen einzigen verlässlichen Faktor: Dass man sich seiner Prognose nie sicher sein kann. Leicht kommt das Gefühl auf, ein vom Lauf der Dinge Getriebener zu sein, anstatt selber gestalten zu können. Dabei verlieren viele aus dem Blick, dass sie durchaus nicht so machtlos sind wie sie sich wähnen. Schließlich ist es eines der vornehmsten Rechte des Bürgers im modernen Verfassungsstaat, durch die Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen mitzubestimmen über seine Geschicke in den kommenden Jahren. In diesem Sinne rufe ich Sie auf, die Europawahlen 2009 und die Bundestagswahlen 2009 nicht zu ignorieren, sondern an beiden Wahlen teilzunehmen. Jederzeit aktuelle Informationen hierzu finden Sie im Internet unter www.bundeswahlleiter.de Für die Weihnachtsfeiertage 2008 und das neue Jahr 2009 wünsche ich Ihnen Ruhe und Besinnlichkeit sowie Gesundheit, Glück und Erfolg! Ihr Georg Hagl Konsul in Malaga

Honorarkonsulat Jerez Liebe Landsleute und Freunde unseres Gastlandes, dieses Jahr 2008 hat uns nähergebracht, denn endlich ist es uns gelungen einen deutschsprachigen Verein zu gründen. Dieses Neugeborene braucht viel Liebe, Mitarbeit und guten Willen, um so schnell wie möglich gross und stark zu werden. Das ist mein Wunsch für das Neue Jahr. Getrübt durch die weltweite Krise, die manche von uns, und auch viele unserer spanischen Freunde betreffen, wird dieses Jahr 2008 mit einer kaum zu beantwortenden Frage enden: Wie wird die nächste Zukunft aussehen? Deshalb wünsche ich Ihnen viel Glück und Geschick, um diese Tage trotz Wind und Wetter in Liebe und Beisammensein zu geniessen. Die Vereinszukunft und deren Entwicklung liegt in unseren Händen; die allgemeine Krise können wir nur mit Optimismus und besten Wünschen für unsere Politiker bekämpfen, denen unser persönlicher Beitrag nicht fehlen sollte. Deshalb, Liebe Freunde, gehet mit Zuversicht und Freude ins Neue Jahr. Mögen sich Eure Wünsche und Träume erfüllen, die Familie und Freunde erhalten und Kraft geben, um neuen Zielen entgegenzusehen. Mit herzlichen Wünschen und Grüssen,

Ihr, Jürgen W. Mundt Honorarkonsul Jerez

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Weihnachtsgrüße

Honorarkonsulat Almeria Weihnachtsgrüsse aus Aguadulce... Auch wir möchten auf diesem Wege allen unseren Landsleuten, die hier ihren Lebensabend verbringen, arbeiten oder nur eine gewisse Zeit in unserer Provinz das wunderbare Klima geniessen dürfen - die besten Wünsche für das bevorstehende Weihnachtsfest übermitteln, vor allem jedoch Gesundheit und Wohlergehen für das kommende Jahr 2009

"Frohe Festtage" wünschen Ihnen Ihr Alexander Prinzen und Familie Honorarkonsul in Almeria

Residenten Kurier Liebe Residenten, Gäste, Urlauber, Freunde des Kuriers im In-und Ausland Wir wünschen euch allen mit Euren Familien und Freunden schöne, geruhsame und besinnliche Weihnachtsfeiertage, und für das kommende Jahr viel Kraft und Energie, um das Beste aus der Situation zu machen, Mut zu neuen Wegen, Optimismus, Freude und Erfolg, Gesundheit und Glück

Herzlichst Beatrice Hohler und das Team des Residenten Kurier Roland Beysel, Roman Stadtmüller, Heike Zornek und Tino Hohler


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Advent und Weihnachten— erstmals in Spanien,

Beatrice Hohler

Eigentlich fand ich es kitschig, übertrieben und dachte, es sei billiger Kommerz: alle Jahre wieder die gleiche Deko-Orgie im Haus, und alle Jahre wieder Adventskranz, Plätzerl, Weihnachtstress, oder gar Weihnachtslieder! Puh, als rebellischer Teenager stand ich mit der Blockflöte schon lange auf Kriegsfuß, und belächelte die ewig gleiche Gefühlsduselei in der Vorweihnachtszeit. Aber als ich 1980 als Studentin in Sevilla weilte, bei herrlichen 25 - 30 Grad im Schatten, und das Anfang Dezember (!), da überfiel es mich plötzlich, ein schleichendes Gefühl, als fehlte mir etwas, und je mehr ich in mich hinein horchte, umso lauter vernahm ich die Stimme: „bei uns sind jetzt alle Städte so schön geschmückt, es duftet herrlich nach Orangen, Zimt, Mandeln, und alles ist irgendwie schön feierlich“. Aus dem Chor der Uni hatte ich viele Freunde, die mir nicht nur spanisch, sondern auch deren Kultur und Brauchtum beibrachten, also könnte ich sie im Gegenzug doch etwas mit unseren Sitten „beglücken“. Gedacht, getan: die Plätzchen waren schnell gebacken, ein paar Kerzen besorgt, und der Rotwein mit allerlei Gewürzen brodelte auf dem Herd. Die andächtige Adventsfeier konnte beginnen. Schnell war die Bude gefüllt, doch niemand verstand so recht, wieso ich bei strahlendem Sonnenschein Kerzen im Haus anzündete. Mokkabusserln, Vanillkipferl, Zimtsterne, nichts wollte ihnen so recht schmecken, sie waren einfach für den spanischen Geschmack nicht süß und pappig genug! Der größte Reinfall aber war : „Heißer Wein ??? Das ist doch eine Sünde, den guten Wein so zu verpfuschen!“ Alle machten sich lustig darüber, und da habe ich es schlagartig begriffen: zu Glühwein und Kerzenschein braucht man Kälte und Dunkelheit, nur das ergibt die wunderbare Stimmung, die wir alljährlich im Advent erleben und genießen. Seither zieht es mich, bei aller Liebe zu Spanien, spätestens ab Mitte Dezember in die Heimat, denn Advent oder Weihnachten ohne Kerzenschein, Plätzchen und Glühwein, das ist einfach kein richtiges Weihnachten, oder? Ein paar Jahre später, frisch verliebt, fand ich die Idee doch recht romantisch, mit meinem Schatz das Weihnachtsfest weit ab von Familie und üblichem Stress mal ganz anders zu verbringen: im sonnigen Sevilla! Wir packten auch noch die WG-Mitbewohnerin in das Wohnmobil ein, und mit ihr eine Gitarre, damit wir wenigstens deutsche Weihnachtslieder singen konnten, denn für den Heiligen Abend waren wir bei „meiner Familie“ in Sevilla eingeladen. Die Töchter kannte ich aus dem Chor, die Mutter war absolute

Wagnerianerin, der Flügel stand im Wohnzimmer, so dass auf jeden Fall der musikalische Teil des Abends gebührend gefeiert werden konnte. Am Abend davor haben wir fleißig geübt, Gabi auf der Gitarre, ich auf dem Klavier, und der Gastmutter standen die Tränen in den Augen vor lauter Rührung bei diesen wunderbaren deutschen Weihnachtsliedern. Ich war sicher, ich hatte endlich die optimale Lösung gefunden: deutsche Weihnacht in spanischer Familie! Das Abendessen am Heiligen Abend fiel dann doch etwas anders aus als erwartet, ganz ohne Prunk und Kerzenschein, dafür in fröhlicher Runde, mitten in der kahl gekachelten Küche, an Campingtischen, die den alten Holztisch verlängerten, so dass die ganze Familie, schätzungsweise fast 30 Personen!, eng gedrängt zusammen saß, bei Tellern aus mindestens 3 Servicen, billigem, verbogenem Besteck. Aber was soll´s! Mein Liebster hat dabei immerhin 2 spanische Ausdrücke gelernt, die sich ihm für immer eingeprägt haben: „Salud, y fuerza a la canut!“ und: „Mas Champán!“ Nach drei Stunden Essen war endlich der Augenblick gekommen, wo man in den gediegenen Salon wechselte, sich rund um den Flügel scharte, auf dem ein kleiner, kitschig geschmückter Plastikbaum stand, um andächtig die Ankunft des Jesuskindleins zu feiern. Dachte ich! Ich hatte nur nicht ganz verstanden, warum sich alle in der Küche mit Tellern, Topfdeckeln, Besteck, Kochlöffeln und den geriffelten Anisflaschen eingedeckt hatten. Aber schnell war klar, dass man damit hervorragend Musik machen kann, oder sagen wir mal eher, Töne aller Art! Die spanischen Weihnachtslieder sind so flott und fröhlich, dass „Feiern“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung erlangt, die nichts mehr mit „feierlich“ zu tun hat. Aber lustig wars, und als wir gebeten wurden, nun doch die deutschen Lieder zu singen, da war dies schlicht unmöglich, es hätte nicht zu der Stimmung gepaßt. „Oh du Fröhliche“ haben Sie das schon mal richtig fröhlich gehört? Ich verrate Ihnen meine ultimative Lösung, mit der man deutsche und spanische Weihnacht am besten unter einen Hut bringt: man lade sich eine spanische Familie oder Freunde zu Weihnachten nach Deutschland ein! Ehrfürchtig erleben sie, was fromme und friedliche Weihnacht ist. Aber spätenstens dann, wenn sie unsere Weihnachtslieder mit Besteck, Panderetas, Kastagnetten oder Rasseln untermalen, dann, ja dann versteht man, was es bedeutet, zu singen: „Fröhliche Weihnacht überall, tönet durch die Lüfte froher Schall!“


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Weihnachtsgeschichte

Der Weihna chts esel

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ick und schwer purzelten die Schneeflocken vom grauen Himmel herab. Es war kalt und Dunja fror in ihrem dünnen Mäntelchen. Aber das machte ihr nur wenig aus. Sie hatte jetzt einfach keine Zeit, um auf die Kälte zu achten und auch nicht auf das lustige Tanzen der Schneeflocken. Es war jetzt schon fast Mittag. In einer knappen Stunde würden die Geschäfte zusperren. Bis dahin musste sie es einfach gefunden haben. In vier Läden hatte Dunja es an diesem Vormittag schon versucht, aber in keinem davon hatte sie genau das bekommen was sie suchte. Jetzt wusste sie nur noch ein Geschäft in der Nähe der Altstadt, wo sie es noch probieren konnte. Also ließ sich Dunja mit der Menge der Menschen treiben, die genau wie sie noch in letzter Minute etwas einkaufen mussten. Im m er wi ed er wurd e si e angerempelt und gestoßen, weil die Erwachsenen nicht auf das kleine Mädchen achteten, das da zwischen ihnen dahin stolperte. Obwohl jetzt die friedlichste Zeit des Jahres sein sollte, ging es in Wirklichkeit ganz anders zu. Dunja kam sich noch kleiner und verlassener vor, als sie es ohnehin schon war. Sie war heilfroh, dass sie in die ruhigere kleine Gasse einbiegen konnte, in der das Geschäft lag, zu dem sie wollte. Nach ein paar Schritten stand sie endlich vor der Drogerie. Dunja drückte fast ihre Nase an der Scheibe des Schaufensters platt. Da drinnen, nur noch durch das Glas getrennt, lag es! Sie hatte es wirklich gefunden. Das

Weihnachtsgeschenk für ihre Mama! So lange hatte sie danach gesucht. Nicht, dass sie nicht gewusst hätte was sie ihr schenken sollte. Ganz im Gegenteil. Sie wusste es ganz genau. Das hatte die Sache ja so schwer gemacht. Dunjas Mama hatte wunderschöne, lange, dunkelbraune Haare. Sie waren leicht gewellt und glänzten in der Sonne so hübsch. Im Sommer hatte sie ihre Haare immer mit einer Klammer und einem Kamm zu einer frechen Frisur hochgesteckt. Aber die Klammer war zerbrochen und dem Kamm fehlten schon einige Zähne, so dass er nicht mehr besonders gut hielt. Deswegen hatte Dunja beschlossen, ihrer Mama zu Weihnachten einen neuen Kamm und eine neue Haarklammer zu schenken. Aber es sollten kein gewöhnlicher Kamm und keine gewöhnliche Klammer sein. Du n j a st ell t e si ch ei n en gebogenen Kamm und eine Klammer mit ganz langen, runden Zähnen vor. Und goldfarben sollten sie sein, weil das so gut zur Haarfarbe ihrer Mama passte. Genau das lag da vor ihr im Schaufenster.


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Von Wolfgang Kramel

Vor lauter Freude und Aufregung klopfte ihr das Herz bis zum Hals. Sie entzifferte das Preisschild, das neben ihrem Geschenk stand. 45 Schillinge für die Klammer und 30 Schillinge für den Kamm. Zusammen also 75 Schillinge. Das konnte Dunja sich gerade leisten, es würden ihr sogar noch etwas übrigbleiben. Eigentlich waren 75 Schillinge ja nicht so viel Geld. Aber Dunja hatte es nicht leicht. Sie und ihre Mama waren nicht das, was man reich nennen konnte. Seit sie vor ein paar Monaten nach Österreich gekommen waren, wohnten die beiden in einer kleinen dunklen Kellerwohnung. Sie hatten nur einen kleinen Kasten, einen Tisch und zwei Sessel. Zum Kochen gab es einen kleinen elektrischen Kocher und das Wasser zum Waschen mussten sie in einer Schüssel vom Gang holen. Kühlschrank gab es keinen. Und zum Schlafen gab es zwei alte Matratzen und ein paar Decken. Spielzeug hatte Dunja keines. Das hatte sie mit all den anderen Sachen zurückgelassen, als sie mit ihrer Mama vor dem Krieg in ihrer Heimat flüchten musste. Und auch ihr Papa war nicht da. Er war aus dem Krieg nicht mehr heimgekommen und Dunja wusste nicht, ob er überhaupt noch am Leben war. Oft lag Dunja auf ihrem Bett und weinte, weil sie so alleine war und niemanden hatte, mit dem sie reden hätte können. Nur die Pfarrschwester der Kirche in der Nähe ihrer Wohnung hatte immer Zeit für sie. Sooft sie konnte, half Dunja ihr bei kleinen Arbeiten in der Kirche, und weil sie eine schöne Stimme hatte, durfte sie

bei den Tauffeiern singen. Dafür bekam Dunja immer wieder eine Kleinig-keit zugesteckt. Davon hatte sie Schilling um Schilling gespart, um ihrer Mama zu Weihnachten die Haarklammer und den Kamm kaufen zu können. Entschlossen ging Dunja in das Geschäft, grüßte höflich und erklärte der Verkäuferin, was sie haben wollte. Das war gar nicht so einfach, weil sie ja die fremde Sprache noch nicht so gut konnte. Am Ende zog sie die Verkäuferin einfach zum Schaufenster und zeigte auf den Kamm und die Klammer. Die verstand, holte die beiden Sachen aus dem Fenster und verpackte sie für Dunja besonders hübsch. Dann ging die Verkäuferin zur Kasse und tippte den Preis ein. Dunja griff in ihre Manteltasche, um ihre Geldbörse herauszuholen. Aber da war nichts! Die Tasche war leer. Dunja griff in die andere Manteltasche. Wieder nichts! Beide Taschen waren völlig leer. Dunja erstarrte vor Schreck und wurde ganz bleich im Gesicht. Sie durchwühlte noch einmal beide Taschen. Aber vergeblich. Nur in der rechten Hand hatte sie ein verwelktes Salatblatt. Der Überrest vom Futter für den Esel bei der großen Weihnachtskrippe am Altstadtplatz. Tränen schossen ihr in die Augen und verzweifelt lief Dunja aus dem Geschäft. Sie hatte sich schon so gefreut und jetzt war alles aus. Kein Weihnachtsgeschenk für ihre Mama. Weinend rannte Dunja einfach weiter, ohne dass sie wusste wohin.


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Weihnachtsgeschichte

We i h n a c h t s g e s c h i c h t e

Auf einmal stand sie wieder vor dem Zaun der Weihnachtskrippe. Sie lehnte sich an und dicke Tränen kullerten über ihr Gesicht. Eine feuchte Schnauze stuppste sie an und die raue Zunge des Esels leckte über ihre Wangen. Dunja streckte die Hand aus und kraulte den Esel zwischen den Ohren. Es tat ihr gut das weiche Fell zwischen ihren Fingern zu spüren. Sie erzählte dem Esel ihr ganzes Leid. Als ob er sie verstehen könnte, hielt er still und leckte immer wieder über ihr Gesicht. Dunja fühlte sich ganz klein und elend. Sie erinnerte sich an das verwelkte Salatblatt in ihrer Manteltasche und hielt es dem Grautier hin. Gemächlich nahm es der Esel aus ihrer Hand und fraß. Dann senkte er den Kopf und wühlte ihm Stroh am Boden herum. Mit geschlossenen Augen streichelte Dunja die Mähne des Esels.

"Iii-Aah" meldete sich der wieder und stieß sie sanft an. "Ich hab‘ doch nichts mehr!" sagte Dunja zum Esel und sah ihn an. Und auf einmal ging ein Leuchten über ihr Gesicht und ihr Weinen war wie weggewischt. Die Tränen aus ihren Augen kamen diesmal vor lauter Lachen. So froh war sie nicht mehr gewesen, seit sie von Zuhause hatte weggehen müssen. Der Esel hatte ihre Geldbörse im Maul. Dunja musste es hier bei der Krippe verloren haben, als sie in der Früh da war, um dem Grautier seine Salatblätter zu füttern. "Danke! Ich dank dir, du lieber Esel du! Vielen Dank!" rief sie. Dann wandte sie sich um und rannte so schnell sie konnte zurück zu dem Geschäft, um das Weihnachtsgeschenk für ihre Mama zu holen.

"Iii-Aah!" sagte der. "Ist ja schon gut, lieber Esel." murmelte Dunja.

Foto: Roland Beysel, Krippe aus der Exposicion in Sevilla

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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Krippen Wie Ochs und Esel in die Krippe kamen

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u jeder Krippe gehören neben der Heiligen Familie der Engel der Verheissung, mindestens ein Hirte, ein paar Schafe und meist auch Ochs und Esel. Engel, Hirte und Schafe sind biblisch im LukasEvangelium überliefert. Aber von Ochs und Esel findet man nichts im Weihnachtsevangelium. Beim Esel kann man vermuten, dass er die schwangere Maria von Nazareth in Galiläa hinauf ins judäische Bergland nach Bethlehem getragen hat und daher mit im Stall stand. Beide Tiere sind Arbeitstiere. Der Ochse arbeitet ruhig, kraftvoll und mit großer Ausdauer. Auch der kleine Esel ist ein Arbeitstier. In der Bibel kommt er ca. 130 Mal als Reit- oder Zugtier und als Lastenträger vor. Daneben ist er vor allem ein Tier des Friedens. Auf einem Esel zieht Jesus später in Jerusalem ein, zum Zeichen, dass er ein "Friedensfürst" ist, kein Heerführer, kein machtvoller Despot, kein Unterdrücker.

Die heutige Krippe wie wir sie kennen, geht auf eine Idee des Franz von Assisi zurück. 1223 stellte er in Greccio eine Krippe mit einem lebendigen Ochsen und einem Esel auf und legte Heu in die Krippe. Die Tradition ist jedoch wesentlich älter, denn Krippendarstellungen mit Ochs und Esel finden sich bereits auf Sarkophagreliefs aus dem 3. Jahrhundert. Gab es über viele Jahrhunderte Krippen in den Kirchen, wurden sie ab dem 19. Jahrhundert auch in den Wohnzimmern der Familien aufgestellt, zuerst in katholischen Gegenden. Im Abendland steht die Krippe in einem Stall. Auffallend ist, dass nicht die stolzen Rosse und Dromedare nahe bei dem kleinen Kind – dem wahren Herrn der Welt – ausruhen, verweilen und ihm Wärme und Behaglichkeit schenken, sondern sie, die einfachen Tiere: der dumme Ochs und der dumme Esel.

Mesó Mesón-Rustico Machin, MedinaMedina-Sidonia Traditionelle Gerichte der Region, z. B. Schmorbraten, Eintöpfe, Gemüsesuppen, gebckener Spargel: Spezialität: Wildgerichte Deutsche Speisekarte Kaminzimmer, temperierte Bodega, reedgedeckter Saal für Feste und Familienfeiern

Frohe Weihnachten und viel Glück im #euen Jahr

Mesón Machin, Carretera Medina-Chiclana, km 2,5, Medina-Sidonia Tel: 956 411 347, 956 423 052. Mittwoch: Ruhetag

Krippe aus der diesjährigen „Ruta de belenes“ in Chiclana, noch bi zum 6. Januar zu bewundern


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Weihnachtsgeschichte

Eine Weihnachts-Fabel

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ie Tiere diskutierten einmal über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. „Na klar, Gänsebraten“, sagte der Fuchs, „was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!“ „Schnee“, sagte der Eisbär, „viel Schnee!“ Und er schwärmte verzückt: „Weiße Weihnachten!“ Das Reh sagte: „Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.“ „Aber nicht so viele Kerzen“, heulte die Eule, „schön schummerig und gemütlich muss es sein, Stimmung ist die Hauptsache.“ „Aber mein neues Kleid muss man sehen“, sagte der Pfau, „wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten.“ „Und Schmuck!“, krächzte die Elster, „jedes Weihnachtsfest kriege ich was: einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das

Allerschönste an Weihnachten.“ „Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen“, brummte der Bär, „das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten.“ „Mach's wie ich“, sagte der Dachs, „pennen, pennen, das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: mal richtig pennen!“ „Und saufen“, ergänzte tierisch der Ochse, „mal richtig einen saufen und dann pennen -“, aber dann schrie er „Aua!“, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt: „Du Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?“ Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, ja, das Kind, das ist doch die Hauptsache.“ - „Übrigens“, fragte er dann den Esel: „Wissen das die Menschen eigentlich?“ Von Ingeborg Fülderbrandt


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Unerläßlich für Weihnachten:

Die Krippe / Belén

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ine helle Freude, nicht nur für Kinderaugen: die Krippen, die in der Vorweihnachtszeit überall aufgestellt werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir am Heilig Abend oft stundenlang mit Papa von einer Kirche zur anderen fuhren, um die verschiedenen Krippen zu bewundern. Verzaubert waren wir vor allem von der Krippe, im Käppele von Würzburg, bei der man ein Zehnerl eingeworfen hat: da begann im Brunnen das Wasser zu laufen, die Glocken der Kirche fingen an zu läuten, die Türe der Kirche öffnete sich und heraus kam das Christkind in Engelsgestalt, und hat uns gesegnet. „Wie schön, bitte nochmal und nochmal“, bettelten wir. Gewundert haben wir uns dann nur, wie es das Christkind geschafft hat, in der Zwischenzeit auch einen Baum zu uns zu bringen, mit all den schönen Kerzen, Lametta, den Strohsternen und vor allem mit Süßigkeiten behängt, und da wir natürlich brave Kinder waren, gab es sogar noch Geschenke unter dem Baum. Im 17. Jahrhundert waren die Figuren der Kirchenkrippen schlicht zu groß für Privathaushalte. Nach und nach kam der Wunsch auf, zuhause eigene Krippen zu haben und die Geburt Christi nicht nur durch die heilige Familie darzustellen, sondern auch die Hirten mit ihren Schafen, und vor allem die drei Weisen aus dem Morgenland dazu zu stellen. In Ländern mit großem Wald- und Holzvorrat begann man, kleine Krippenfiguren aus Holz zu schnitzen und diese farbig zu fassen. Auch die Landschaft, in die man den Stall

einbettete, erlebte durch die Popularisierung der Krippen in Privathaushalten gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine enorme Weiterentwicklung. Während man zunächst immer Bethlehem darstellen wollten, wagten die Künstler peu a peu, das biblische Ereignis auch in ihrem jeweiligen Land anzusiedeln und Architektur, Figuren und Trachten aus ihrer eigenen Heimat einzubringen. So entstanden sehr eigenständige Krippen mit spezifischen regionalen Besonderheiten. Heute gibt es weltweit Verbände von Krippenfreunden. Und überall, wo sich diese Verbände etabliert haben, lebt auch der Krippengedanke weiter und bringt neue kunsthandwerkliche Leistungen hervor. In Spanien spielen die Krippen eine besonders große Rolle und sind wesentlich wichtiger als ein Baum. Jeder hat sein eigenes Belén (Bethelehem) im Haus, aber auch Rathäuser, Vereine und Hermandades wetteifern um die jeweils beste Krippe des Jahres. Die Spanier lieben es, gemeinsam wochenlang Krippen zu bauen, denn es macht viel mehr Spaß, sich gegenseitig anzuspornen, neue Ideen aufzunehmen und umzusetzen, und natürlich am Ende vielleicht sogar noch einen Preis bekommen, meist großzügige Geldgewinne, die dann für soziale Zwecke eingesetzt werden. Text und Fotos: Beatrice Hohler, von der Ruta de Belenes in Chiclana


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Weihnachtbräuche in Spanien

Belén vivente/lebendige Krippen

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ehr beliebt zur Weihnachtszeit sind in Spanien sogenannte Lebende Krippen (belen viviente). Wohl die größte in ganz Spanien ist die in Arcos de la Frontera, zu der Jahr für Jahr über 20.000 Besucher kommen. Meist beteiligt sich das halbe Dorf und taucht in das Leben des alten Bethlehem von vor 2000 Jahren ein. Im historischen Altstadtzentrum von Arcos fühlt man sich in die damalige Zeit versetzt, mit alten Stadtschreibern, Handwerkern, Künstlern und Märkten. Insgesamt werden verschiedene Szenen dargestellt: die Flucht nach Ägypten, die Herbergssuche, die Heiligen drei Könige, aber auch alltägliche Situationen aus dem Leben von damals. Wie ein großes Schauspiel zieht es die Besucher in seinen Bann, und man könnte das Ganze ergriffen und ehrfürchtig bestaunen, wäre da nicht die typisch spanische Lebensfreude,

Text.: Beatrice Hohler Fotos. Patronato Provincial de Turismo de Cádiz Oben: Arcos de la frontera, rechts und re. Oben Medina Sidonia

die im Nu alle Besucher ansteckt. Am Besten schlüpft man einfach in die Gassen, erwärmt sich an den Lagerfeuern, und lässt sich mitnehmen auf eine Zeitreise ins alte Jerusalem, das von den Darstellern detailgetreu nachgestellt wird. Selbst das Christkind in der Wiege ist ein neugeborenes Baby. In diesem Jahr fand das Spektakel am 20. Dezember statt, leider vor Endes des Redaktionsschlusses. Aber In Villamartin, Ubrique und Medina Sidonia kann man dieses Dorftreiben noch in diesen Tagen erleben, teilweise sogar bis Ende Dezember.


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Musik zum Mitfeiern: Zambombás Ich glaube, in keinem anderen Land ist es so einfach, die Bräuche hautnah mitzuerleben wie in Spanien. Gefeiert wird immer und überall, Hauptsache, es ist laut und fröhlich. Die besten Methode, um spanische Weihnachtslieder (Villancicos) zu hören, ist, an einer der zahllosen Zambombás teilzunehmen, die zur Zeit und noch bis zu Heilig Drei Könige auf den Straßen stattfinden. Jerez dürfte die Hauptstadt der Zambombás sein, aber auch Chiclana hat in diesem Jahr diesen herrlichen Brauch in Straßen und Patios gebracht. Worum es geht? Musik natürlich, mit einem außergewöhnlichem Instrument: der sogenannten Zambomba, klingt schon irgendwie nach Trommel und Schlag, oder? Nun, das ist es im Prinzip auch, allerdings von Hand gefertigt. Über einen Tontopf wird ein Pergament gespannt. In die Mitte dieses Pergaments wird ein Loch hineingebohrt, in das ein Stab gesteckt wird. Wenn man den Stab hin und her bewegt, entsteht ein Schall. Damit gibt man den Takt für die Weihnachtslieder vor. Der Brauch stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert: Nachbarn , Freunde, Verwandte und Bekannte trafen sich am Abend vor Weihnachten in den Höfen ihrer Häuser, um gemeinsam die letzte Nacht vor Weihnachten zu verbringen. Der idealste Platz zum Singen und Tanzen war meist der Hinterhof oder Patio, die einzige Stelle, wo es einen Ofen gab, an dem man sich wärmen konnte und feiern, meist bis zum Morgengrauen.

Heute kann jeder an diesen Feiern teilnehmen: einfach dazustellen, mitfeiern oder gar mitsingen – genau das macht dieses Fest so besonders. Viele Gruppen treten zu bestimmten Zeiten an bestimmten Plätzen auf, andere treffen sich spontan, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, zu tanzen, Glühwein zu trinken und Süßigkeiten zu essen. Lassen auch Sie sich mitreißen, ich kann Ihnen versichern, es hat nichts mit unserer „Stillen Nacht“ oder der Besinnlichkeit bei deutschen Weihnachtsliedern gemeinsam. Da ich in Spanien wieder in einem Chor singe, begeistern mich die Texte: Da gehts es unter anderem darum, dass sich das Christkind beschwert, dass Josef es mit seinem Bart sticht (que me pinchas con las barbas“), und der Rhythmus der Lieder verlockt unweigerlich zum Mitklatschen und Tanzen. Mittlerweile veranstalten kulturelle Einrichtungen, Vereine, Geschäftszentren oder einfach Bars ihre eigene Zambombá. In Jerez ist es am leichtesten, welche zu finden, denn die meisten ziehen durch die Straßen. Sollten Sie also einer Gruppe Menschen begegnen, von denen sie glauben, dass sie sich im Datum geirrt haben und schon Karneval feiern, bleiben sie einfach stehen und lauschen: es sind tatsächlich wunderschöne Weihnachtslieder, und ja, man darf dazu auch tanzen. Text: B. Hohler Fotos: Patronato Provincial de Turismo de Cádiz

Heidi Zornek hat auf ihrer Webseite ein Video über eine Zambombá: www.anda-luz.es


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Weihnachtbräuche in Spanien

El Gordo Der beliebteste „Dicke“ Dick kann sooo schön sein! In Spanien lieben sie ihn alle, den Dicken, el GORDO, denn es ist der Hauptgewinn der Weihnachtslotterie. Jahr für Jahr erlebt ganz Spanien mit Spannung eine der langweiligsten Fernsehshows: drei Stunden lang drehen sich 2 große Trommeln, kleine Kugeln fallen heraus, und Kinder singen - ausnahmsweise mal - völlig monoton endlose Zahlenreihen vor, doch gerade dies ist für die Spanier die schönste Melodie der Welt.

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ie „Lotería de navidad“ ist die traditionsreichste und größte Lotterie der Welt. Als 1763 die spanischen Staatskassen leer waren, legte König Carlos III diese Lotterie als „Konjunkturprogramm“ auf, um Geld in die Kassen zu spülen, und zwar nicht nur in die Staatskassen, auch die Bürger sollten von diesem Segen profitieren, um mit dem gewonnenen Geld wiederum den Konsum ankurbeln zu können. Seit dem 18. Dezember 1812 findet dieses Spektakel auf die immer gleiche Weise im Hauptsaal der staatlichen Lotterieverwaltung in Madrid statt. Alle Radio– und Fernsehsender übertragen die Ziehung live. Eine Trommel enthält 85.000 Holzkugeln für jedes Los, die andere enthält Kugeln für die verschiedenen Gewinnstufen. Damit ist die Reihenfolge, in der die Gewinne ausgespielt werden, ebenso dem Zufall überlassen wie die einzelne Losnummer. Es gibt 180 Serien zu je 200 €. Da dies für die meisten zu teuer ist, kauft man üblicherweise „Decimos“, also Zehntel-Lose, denn es geht nicht um millonenschwere Einzelgewinne, sondern darum, dass möglichst viele Menschen von dem Geldsegen profitieren. So teilt man eine Serie auf unter Familie, Dorfbewohnern, oder Mitarbeitern einer Firma etc. Im Falle eines Gewinnes frönt dann die ganze Familie, ein Stadtviertel, Dorf oder die gesamte Belegschaft einer Firma dem Freudentaumel oder ist eine Bar mit Belegschaft und Stammkunden im Sektrausch.

So wird selbst ein kleiner Gewinn zu einem rauschenden Fest; und das ist das Schönste an dieser Lotterie: es verbindet alle, denn selbst wenn „nur“ die Kollegen oder Freunde gewonnen haben, ist eine Party sicher, und so kommt schließlich jeder irgendwie in den Genuss der Lottomilliarden. Insgesamt werden heuer über 2 Millarden Euro ausgespielt. Vielleicht nehmen sich andere Staaten gerade in der jetzigen Krise ein Beispiel daran und kurbeln die Wirtschaft vor allem in der „Wirtschaft“ an, damit alle was davon haben und fleißig konsumieren.


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Die Reyes Magos Spanische Weihnachtsbräuche Advent und Christbaum kommen erst in den letzten Jahre allmählich nach Spanien. Am heiligen Abend, „Noche buena“, besucht man um Mitternacht la „misa del Gallo“, und das große Weihnachtsessen nimmt man am 1. Feiertag im Kreise der Familie ein, mit viel Sekt und allerlei Arten von Turrones, aus gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern. Musikalisch wird alles durch die frech-fröhlichen Weihnachtslieder /villancicos untermalt.

Die Geschenke bringen erst die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland. In den Krippen rücken diese drei Figuren Tag für Tag ein Stückchen näher an den Stall mit dem Christuskind. Diese Tradition geht darauf zurück, dass nach biblischen Erzählungen die Heiligen Drei Könige erst am Abend des 5. Januar in Betlehem eintrafen, um ihre Geschenke (Gold, Weihrauch und Myrrhe) zu überreichen. Entsprechend schreiben die Kinder ihre Weihnachtswünsche auch nicht zum Weihnachtsmann, sondern zu den Heiligen Drei Königen. In vielen Fällen reist bereits ein paar Tage vorher der „cartero Real“, der Königliche Briefträger durch die Stadt, um die Briefe einzusammeln. Im Internetzeitalter können diese Bitten allerdings auch per email an die 3 Heiligen geschickt werden. Am spannendsten ist es jedoch, die Briefe einem der Pagen im Begleitzug der Reyes Magos persönlich zu überreichen. Dies ist bei den sog. Cabalgatas, den Umzügen am 5. Januar möglich. Die Könige kommen auf Pferden, Kamelen oder mit geschmückten Wagen und verteilen Süßigkeiten an die wartenden Kinder. Überreicht werden die eigentlichen Geschenke dann über Nacht vom 5. auf den 6. Januar. Die Kinder stellen ihre sauber geputzten Schuhe auf den Balkon, vor das Fenster oder den Kamin.

Zur Stärkung der Könige und ihrer Kamele werden zusätzlich ein Krug mit Wasser, ein Stück Obst und wenig Heu dazu gelegt. Dies geht auf eine alte Legende zurück. Danach bedauerten zwei Freunde das völlig arme und barfüssige Jesuskind so sehr, dass sie sich entschieden, ihm ihre eigenen Schuhe zu überlassen. Sie säuberten diese gründlich und stellten sie über Nacht zum Trocknen auf den Balkon. Am nächsten Morgen war die Überraschung und Freude groß. Die Heiligen Drei Könige hatten ihnen, um sie für ihre Güte und Barmherzigkeit zu belohnen, über Nacht Geschenke gebracht. Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Gaben alltäglicher und einfacherer Art als heute. Caspar brachte Bonbons und Süßigkeiten, Melchior verschenkte Kleidungsstücke oder Schuhe. Balthasar war derjenige, der ähnlich unserem Nikolaus, die "bösen" Kinder bestrafte, die im Laufe des Jahres öfter unartig waren und sich schlecht benommen hatten. Sie erhielten statt Geschenken Kohle, Holz oder Steine. Heutzutage erhalten sie diese Dinge nur noch symbolisch als süßes Naschwerk. Wie bei uns in Deutschland sind im Laufe der Zeit die Geschenke immer üppiger und wertvoller geworden. -beho -

Fotos: Patronato Provincial de Turismo de Cádiz


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Brauchtum zu Weihnachten in Deutschland

B r a u c h t u m b e i u n s : d e r We i h n a c h t s b a u m Besonderheit: Lametta

Z

uerst wurde der Weihnachtsbaum in protestantischen Familien heimisch. Doch Martin Luther ist nicht, wie angenommen, der „Erfinder“ des Baumes. Das Bild „Weihnachten in Luthers Haus“ wurde von C.A. Schwerdgeburth um 1640, also rund 100 Jahre nach Luthers Tod gemalt. 1539 wird zum ersten Mal ein Weihnachtsbaum in Straßburg erwähnt. Aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam er in alle Häuser. Der erste gusseiserne Weihnachtsbaumständer wurde 1866 patentiert. Mit dem Weihnachtsbaum zog das Weihnachtsfest die Bescherung vom Nikolaustag auf den 24. Dezember, so wie auch Nikolaus als Weihnachtsmann auftauchte. Wurde der Baum zunächst mit Backwerk und Äpfeln geschmückt, so kamen zwischen 1880 und 1890 Lametta, bunte Kugeln und Glaswerk dazu. Sie symbolisieren die Geschenke, die die Weisen aus dem Morgenland dem Kind in der Krippe brachten.

und in den Ständer eingelegt. Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne, Krippenfiguren mit Laterne. Zum Schluss..., ja Himmeldonnerwetta..., nirgends fand ich das Lametta!

Das Lametta

Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen und ich gab nach den Schmerzfontänen. „Hört endlich auf mit dem Gezeta... ihr kriegt ‘nen Baum mit viel Lametta!" Zwar konnt ich noch nicht ganz begreifen, woher ich nehm’ die Silberstreifen.

Verfasser unbekannt Weihnachten naht, das Fest der Feste das Fest der Kinder, das Fest der Gäste . Da geht es vorher hektisch zu... von Früh bis Abend keine Ruh. Vor Hetzen, Kaufen, Proben, Messen hat man auch leicht mal was vergessen! So ging’s mir, keine Ahnung habend vor ein paar Jahren - Heiligabend! Der zudem noch ein Sonntag war, ich saß noch bei der Kinderschar, da sprach mein Weib: „Tu Dich nicht drücken, du hast heut noch den Baum zu schmücken!“ Da Einspruch meistens mir nichts nützt, hab kurz darauf ich schon geschwitzt. Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt

Es ward meiner Frau ganz heiß und stotternd sprach sie: „Ja, ich weiß, im letzten Jahr war’s arg zerschlissen, darum haben wir’s weggeschmissen. Und in dem Trubel dieser Tage bei meiner Arbeit, Müh und Plage vergaß ich Neues zu besorgen ich werd was von den Nachbarn borgen! Die Nachbarn links, rechts drunter, drüber, die hatten kein Lametta über! Da schauten wir uns an verdrossen, die Läden sind ja auch geschlossen. So sprach ich dann zu meinen Knaben: "Hört zu, wir werden heuer haben einen Baum - altdeutscher Stiel", weil .... mir Lametta nicht gefiel.

Als ich suchte dann mein Messa las ich: „Hengstenberg Mildessa“ Es war die Sauerkrautkonserve, ich kombinier' mit Messerschärfe. Hier liegt die Lösung eingebettet, das Weihnachtsfest, es ist gerettet!


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Jahrgang 1, Ausgabe 3

Lametta

Schnell ward der Deckel aufgedreht, das Kraut gepresst, so gut es geht! Zum Trocknen einzeln aufgehängt und dann gefönt, doch nicht versengt. Die trocknen Streifen, stark geblichen mit Silberbronze angestrichen, auf beiden Seiten Silberkleid, oh freue Dich Du Christenheit! Der Christbaum ward einmalig schön, wie selten man ihn hat gesehen. Zwar roch’s süßsauer zur Bescherung, geruchlich gab’s ne Überquerung, weil mit Benzin ich wusch die Hände, mit Nitro reinigte die Wände. Dazu noch Räucherkerz' und Myrthe, der Duft die Menge leicht verwirrte. Und jedermann sprach, still verwundert: So ist’s im technischen Jahrhundert! Ne Woche drauf... ich saß gemütlich im Sessel, las die Zeitung friedlich, den Bauch voll Feiertagerester, ‘s war wieder Sonntag und Sylvester. Da sprach mein Weib: „Du weißt Bescheid, es kommen heut zur Abendszeit, Schulzes, Lehmanns und Herr Meier zu unserer Sylvesterfeier. Wir werden leben wie die Fürsten, ‘s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten.“ Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut! Am Christbaum hängt mein Sauerkraut, vergessen, Neues zu besorgen, ich wird was von den Nachbarn borgen! Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber die hatten leider keines über! Da schauten wir uns an verdrossen, die Läden waren auch geschlossen. Und so ward wieder ich zum Retter, nahm ab vom Baume ich das Lametta.

Mit Terpentin und viel Bedacht hab ich das Silber abgemacht. Das Kraut dann gründlich durchgewässert, mit reichlich Essig noch verbessert. Hinzu noch Nelken, Pfeffer, Salz und Curry, Ingwer, Gänseschmalz. Dann als das Ganze sich erhitzte das Kraut, das funkelte und blitzte da konnt ich nur nach oben flehn: „Lass diesen Kelch vorübergehen!“ Fransiska Lehmann sprach zu Franz „Dein Goldzahn hat heut Silberglanz“ und einer, der da musste mal, rief freudig: „Ich hab 'nen Silberstrahl!“ So gab’s nach dieser Krautmethode noch manche nette Episode! Als später dann das Kraut serviert ist auch noch folgendes passiert: Da eine Dame musste niesen, sah man aus ihrer Nase sprießen tausend kleine Silbersterne. „Mach’s noch mal, denn wir sehn das gerne“ so rief man ringsum hocherfreut, die Dame wusste nicht Bescheid. Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir „Es hat mir gut gefallen hier, doch wär die Wohnung noch viel netter, hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta.“ Ich konnte da gequält nur lächeln und mir noch frische Luft zufächeln. Ich sprach und klopfte ihm aufs Jäckchen: „im nächsten Jahr kauf’ ich 100 Päckchen!“ .........


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Weihnachtsangebote

Zoco Jerez Weihnachtsbummel für ausgefallenes Kunsthandwerk

Kunsthandwerk vom Feinsten Öffnungszeiten Zoco Jerez: Dezember: Montag bis Freitag: 10:00 bis 14:00 h 17:30 bis 20:30 h Samstags: 10:30 bis 14:00 h 17:30 bis 20:30 h Am 24. und 31. Dezember: 10:00 bis 14:00h Januar 2009: am 2.,3.,4.,5., durchgehend von 11:00 bis 15:00 h,

Sie ist eine der letzten Künstlerinnen, die das Handwerk eines „Gürtlers“ versteht: Pepa Perez aus Jerez. Die Arbeit mit Metall hat sie von klein auf fasziniert, und so hat sie sich als Autodidakt dieses Handwerk beigebracht, und auf ihre ganz spezielle Art verfeinert und immer weiter entwickelt. Im Zoco bietet sie vorwiegend Kunstartikel als Gebrauchsgegenstände an, wie sie nachgefragt werden. Ihr eigentliches Ziel sind jedoch Bilder und große Kunstwerke, und sie hofft darauf, auch religiöse Kunstgegenstände restaurieren zu dürfen. Doch die Zeiten sind momentan für junge Künstler sehr schwierig. Pepa hat noch große Ziele und arbeitet hartnäckig daran.

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Jahrgang 1, Ausgabe 3

We i h n a c h t s a n g e b o t e z u m Ve r w ö h n e n

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Weihnachtsgeschenke

Weihnachtspräsente Sie wissen noch nicht, was Sie schenken sollen? Wir haben ein paar Tipps. Für Leseratten ist es einfach, denn Bücher kann man bestellen, deutsche Bücher in Spanien schnell und einfach in der Buchhandlung Libresso per Telefon oder mail. Beliebt ist auch: einen besonderen Tag zu schenken, oder ein Wellness-Wochenende, asiatische Massagen oder einen Gutschein zum Entspannen, z. B. im Hammam in Jerez. Schmuck ist natürlich immer ein Renner, aber auch handgefertigte Kunstwerke jeglicher Art. Wie wäre es einmal mit handgefertigter Seife?

Aromatische Tees liebevoll zelebriert verführerische Atmosphäre

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Es duftet verlockend nach Zimt, Mandeln, Orangen, Honig, weihnachtliches Aroma strömt aus der Küche: doch was da zusammengebraut wird, ergibt nicht etwa Plätzchen, sondern puren Genuss für die Haut: selbstgemachte Seife. In allen Farben und Variationen, für jeden Hauttyp und Geschmack das Richtige. Naturseife liegt hoch im Trend. Eine dufte Idee, für ein außergewöhnliches Präsent. Seifensiederin Cristina präsentiert ihre edlen Kreationen in ihrem Laden Jaborandí in Medina Sidonia. Aus einem ursprünglichen Hobby ist eine neue Leidenschaft und Lebensaufgabe geworden. Cristina sprüht über vor Ideen, wandelt auf den ursprünglichen Spuren aromatischer Düfte der Araber und zaubert in ihrer Küche wundervolle Kreationen an Naturseifen.

arabische Dulces Die meisten Seifen basieren auf Glyzerin und Kokosöl und werden mit natürlichen Zutaten verfeinert, wie Aloe Vera, Minze, Honig etc., je nachdem, welche Wirkung eine Seife erzielen soll.

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Täglich geöffnet von: 9:00 - 13.00 h und von Mo—Do: 17.00 h bis 22:00 h Fr, Sa, So 17:00—1.00h

Text :

Beatrice Hohler

Fotos:

Roland Beysel

Seife mit Aloe Vera ist erfrischend, antiseptisch, spendet Feuchtigkeit und regeneriert die Haut. Seifen mit Zimt und Nelken sind wahre Verführer (Aphrodisiakum). Oder Kokosseife mit Erdbeeraroma, auf Mandelölbasis, erfrischt nicht nur, sondern hilft der Haut beim Peeling. Für fettige Haut oder Akne empfiehlt Cristina Seife aus frischem Ton mit Minze. Man kann die Seife auch auf der Haut trocknen lassen und wie eine Maske anwenden. Um trockene Haut samtweich zu machen, mixt Cristina reinen Blütenhonig aus der Sierra mit Orangenessenzen. Die Zutatenliste der vielfältigen Seifen liest sich fast wie Backrezepte, und manche Seifen duften so verführerisch, dass man versucht ist, daran zu naschen.

Um dieses Hobby professionell ausbauen zu können, hat sich Cristina per Fernstudium einen Titel als Expertin für Kosmetik und dermofarmacia (medizinische Hautpflege) erarbeitet. Die EU macht immer wieder neue Vorschriften. „Bald stirbt damit das Kunsthandwerk aus, denn ich darf beispielsweise den reinen Honig nicht mehr beim Bauern aus der Sierra kaufen, weil er kein Zertifikat über die vollständige Analyse hat.“ Wärhend der „puertas abiertas“ in Medina-Sidonia gab Cristina einen kleinen Einführungskurs. Wer möchte, kann bei ihr nicht nur Seifen kaufen und verchenken, sondern auch einen Kurs in der Seifenherstellung belegen.

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Jahrgang 1, Ausgabe 3

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Residenten Kurier Erfolgsstory

$eue, interessante Blogs, Portal für Conil und die Costa de la Luz

dank Residenten Kurier Bloggen ist in: Heidi Zornek betreibt nicht nur das Portal www.anda-luz.eu, in dem sie sehr interessante Informationen über Conil und Umgebung bietet, sondern hat auch die Webseite für den Residenten Kurier erstellt und pflegt sie. Für alle Ideen und Wünsche, die mir stets neu einfallen, findet Heidi eine Lösung, indem sie solange rechercheirt und probiert, bis sie alles umsetzen kann. Auf diese Weise ist die Seite „aktuelles“ entstanden, ein Blog, den ich ganz ohne Webkenntnisse täglich aktualisieren kann. Als Heidi gesehen hat, wie gut diese Seite angenommen wird, hat auch sie einen blog für ihre Seite entworfen: http://andaluz-

aktuell.blogspot.com/ . Da findet man sogar ganz aktuell ein Video über Zambombás. Vor dem Start des Residenten Kurier habe ich mir alle Seiten angesehen, die ich über die Costa de la Luz finden konnte, und bin dabei auf das Portal www.anda-luz.eu gestoßen, das mich sehr beeindruckt hat. Klare, gute Gliederung, nicht überladen, nicht von Werbung zugeklatscht, sondern hervorragende Informationen über Dinge in und um Conil, die sogar für mich noch neu waren, obwohl ich meinte, die gesamte Gegend wie kaum ein anderer zu kennen. Erstmals erlebte ich eine besondere Entdeckungsreise in die nächste Umgebung per Internet. Grund genug, ins Impressum zu spitzen und mich mit Heidi in Verbindung zu setzen.

Seit kurzem hat sie nun auch ihre Seite durch einen Blog erweitert, mit dem gesamten Veranstaltungsprogramm der Weihnachtsfeiertage in Conil. Alle Fans von Conil und Umgebung werden sich freuen: gibt es jetzt doch absolut aktuelle Informationen aus diesem bei Deutschen so beliebten Ort. Bezaubernd sind nicht nur die Fotos, sondern auch kurze Videosequenzen, die Heidi geschickt einbaut. Super empfehlenswert: der andalusische Sprachkurs: "Curso Dandalú" auf der Seite: http://www.anda-luz.eu/

seiten/land-und-leute.html . Werfen Sie mal einen Blick darauf, es lohnt sich.

Blog für Pferdefans und al l e, di e es noch w erden w ol len, oder ei nf ach nur 10 kg abneh men!

Beim Weihnachtstreff der Residenten in Medina Sidonia vollbrachte Sabine Wesseln, Besitzerin der Hacienda el Boyal, ein „kleines Wunder“. Angeregt durch die Seite „Aktuelles“ des Residenten Kurier beschloss sie, nun auch ein eigenes „Tagebuch“ ins Internet zu stellen, und hat das schnell und professionell umgesetzt, sogar mit Diashow. In ihrem Blog veröffentlichte sie dann diese wundervolle Geschichte über den wahren Nikolaus und das kleine Wunder von Medina.

Gehobenes Landhotel mit Dressur Dressur--Reitzentrum Spezial-Angebot für Residenten-Kurier-Leser: Noch bis zum 28.02.09 geben wir 30 % SonderNachlass auf den Übernachtungspreis. www.haciendaelboyal.com

http://haciendaelboyal.blogspot.com/2008/12/ und-es-gibt-den-nikolaus-doch.html

Sabine und ihre Familie gehören zu der Generation Residenten, die nach Spanien kommen und einen kompletten Neuanfang wagen. In zwei Jahren harter Arbeit haben sie die Hacienda El Boyal, ehemaliger Familiensitz des Stierkämpfers Juan Belmonte, zu einem Reiterhotel umgebaut. 18 Suiten mit Salon, Doppelschlafzimmer, Bad und eigener Terrasse, alle mit TV,

Klimaanlage, Minibar und kostenlosem Internetzugang ausgestattet, warten auf Gäste, die das Besondere suchen. Die rührige Sabine hat bereits Olympiareiterin Heike Kemmer und Starreiter Manolo Oliva aus der Show Apassionata auf die Hacienda geholt und Kurse mit ihnen für interessierte Reiter angeboten. Voraussichtlich wenn es vom Sender nicht wieder verschoben wird, zeigt VOX im Februar einen Filmbeitrag über dieses Reitzentrum. Aber man muss nicht Reiter sein, um dieses schöne Landhotel nutzen zu können. Für Feburar bietet Sabine ein Wochenendseminar zum Abnehmen an: vom 27.02. bis zum 1.03.09 führt die staatlich geprüfte Heilpraktikerin, Andrea Schmidt-Fischer, in die Metabolik-Balance ein, mit der es möglich ist, auf natürliche Weise innerhalb von 2 Monaten ca. 10 kg abzunehmen. Und wo könnte man dies besser starten als in der Gruppe auf dieser wunderbaren Hacienda. Infos: www.haciendaelboyal.com


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Residenten Kurier

D i e A u s z e i t i n d e r Vo r w e i h n a c h t s s t r e s s z e i t Geschichte von Gabriele Hefele, SUR-Deutsche Sie kam, sprach und siegte: Gabriele Hefele, endtdeckt und eingeladen vom Residenten Kurier, kam zur Weihnachtsfeier der Academia Andaluza und gab zwei Lesungen aus ihrem heiteren Hörbuch „Spanisch für Fortgeschrittene.“, ein voller Erfolg. Entstanden ist es aus ihrer regelmäßigen Kolumne in der SUR-Deutschen, mit der sie seit geraumer Zeit deutsche Residenten an der Costa del Sol amüsiert. Damit auch die Leser des Residenten Kurier herzhaft lachen können, dürfen wir diese Kolumne nun auch bei uns vorstellen.

Über die spanischen Besonderheiten im Umgang mit der Zeit respektive dem Tages- und Wochenablauf habe ich mich ja schon ausgelassen, zum Beispiel über die Siesta (dafür) oder das Horario de Verano (dagegen). Einzigartig auch die Gepflogenheit, einen Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, am Montag nachzuholen - sehr pragmatisch und zudem arbeitnehmerfreundlich . Man hat hier also ein Recht auf seine Feiertage. Die meisten verdankt man nach wie vor der katholischen Tradition, wie immer man dazu stehen mag. Das merkten wir seinerzeit sogar in Deutschand schmerzlich, als wir nichtsahnend vom katholischen Bayern ins protestantische Niedersachsen umzogen: da fehlten uns doch ganze vier (!) Feiertage im Jahr, noch dazu in der Hauptsache diese praktischen Donnerstage, die zusammen mit dem Brückentag Freitag immer zu einem begehrten Kurzurlaub führten ! Nun, in Spanien haben wir ja glücklicherweise wieder diese vier Tage zurück. Doch damit nicht genug: Kurz vor Weihnachten und den darauf folgenden vielen Feier- und freien Tagen bis zum 7. Januar, haben sich die Spanier noch einmal so eine Urlaubswoche gelegt mit dem 6. Dezember, dem großen spanischen Nationalfeiertag, dem Dia de la Constitución (Verfassung) und dem achten, Mariä Empfängnis. Okay, dieses Jahr hatten die Arbeitnehmer etwas Pech, der 6. und Nikolaustag fiel auf einen Samstag und da gilt die Sonntagsregel nicht! Aber ansonsten kann man die Woche zwischen 5. und 12. Dezember total vergessen, da geht in ganz Spanien nichts ! Das bringt einen allerdings zur

Verzweiflung, wenn man wie wir eine kleine Firma für Heizung hat und natürlich vor Weihnachten Hochbetrieb herrscht, da kein Kunde vor dem Weihnachtsbaum frieren will. Und dann sagt das einheimische Personal - einschließlich Gärtner Miguel - einfach: „Und tschüss, ich bin dann mal weg!“ Meist kann man gar nichts dagegen machen, weil ja auch noch Resturlaub bis Jahresende zu nehmen ist. Folge: Chef und Gattin schuften alleine in dieser Wahnsinnswoche, oft Tag und Nacht.

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Erst neulich beschwerte ich mich bei meiner Freundin Ana aus Málaga über so einen Un-Sinn, mitten in der Hochdruckzeit vor Weihnachten einfach alles dicht zu machen und abzutauchen, aber Ana konnte mich wiederum nicht verstehen: „Aber Gabriela, das ist doch das Schöne, sonst kommt man doch um vor Stress mit all diesen „Was-noch-zu-erledigen-ist vorder- Noche-Buena! So haben wir auch genügend Zeit für die Weihnachtseinkäufe, das mußt Du doch verstehen.“ Tja, so unrecht hat sie nicht, dieses spanische Antistress-Programm ist schon verblüffend, vielleicht sollten wir alle ein bisschen inne halten, denn: von den Spaniern lernen heißt leben lernen. Aber wie erkläre ich das unseren heidnisch norddeutschen Kunden ? Was ich hiermit tue.

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Gastronomie

Immer wieder heiß begehrt: Der Glühwein

Von den zahlreichen Weihnachtsmärkten in Deutschland ist er einfach nicht mehr wegzudenken: der Glühwein gehört hier zu Lande längst genauso zu Weihnachten wie Stollen, Plätzchen und Christbaum. Dabei ist der heiße Wein sogar älter als das Weihnachtsfest. Die Geschichte des Glühweins liegt im Würzwein der alten Römer. Sie versetzten den Wein zur besseren Haltbarkeit mit kostbaren Gewürzen. Der klassische Glühwein enthält meist eine Mischung verschiedener Rotweine und hat zwischen 7 und 14,5 Volumenprozent Alkohol. Dazu kommen Gewürze wie Anis,

Kardamom, Muskat, Nelken, Orangen- und Zitronenschalen, Piment und Zimt. Mittlerweile genügt das aber nicht mehr: Jahr für Jahr erfinden die Hersteller neue Kreationen, mal mit „Schuss“, mal aus Fruchtweinen. Etwa 40 Millionen Liter Glühwein trinken die Deutschen alljährlich im Advent.

Schnelle Küche: WOK-Buffet Im Weihnachtstress selbst kochen? Muss nicht sein. Die einfachste Art, einmal etwas Neues auszuprobieren, bietet die RestaurantKette WOK. „Buffet Libre“ heißt das Zauberwort. Zum Festpreis essen, so viel man will, und kann. Das freut besonders Sushi-Fans und alle Freunde asiatischer Spezialitäten. Da locken kalte oder warme Vorspeisen, oder Fleisch, Fisch, Meerestiere, Froschschenkel, Pilze und allerelei Gemüse , alles frisch, das man sich ganz nach individuellem Geschmack zusammenstellt. Die Köche bereiten alles vor den Augen der Gäste zu, und man hat die Qual der Wahl: auf dem Grill braten lassen, oder im Wok saltieren lassen. Es ist eine herrliche Show ,

den Meisterköchen zuzusehen, wie sie schnell und schonend alles scharf anbraten. Da ist man schnell Feuer und Flamme, denn sie hantieren so geschickt, vermischen alles mit einer Sauce nach Wahl. Am besten mehrfach ausprobieren, ist ja alles im Preis inbegriffen, außer den Getränken. Und die braucht man reichlich, denn die gut gewürzten Speisen machen Durst. In Chiclana wurde das WOK nahe der Blauen Brücke vor kurzem eröffnet. Es findet gerade jetzt in der Krise großen Anklang, vor allem bei den Spaniern, weil der Preis begrenzt ist, die Menge jedoch nach oben offen.

WOK JIANG NAN, essen so viel sie wollen, eat what you can Buffet libre, asiatische Spezialitäten, asian specialities Alles frisch, Fleisch, Fisch, Gambas, Gemüse, Pilze, etc. Fresh fish, gambas, meat, vegetables, mushrooms, etc. Warme Gerichte vor Ihren Augen zubereitet Show cooking Für individuellen Geschmack: 6 verschiedene Soßen Try the different sauces for your individual taste WOK JIANG NAN, Avd. de los Descubrimientos 1, Local 3, 11130 Chiclana Centro comercial Higinio, blaue Brücke, Tel/ FAX: 0034/ 956– 53 33 71 Täglich geöffnet: 12:00-16:30 h (10,95 € p.P.), 19.30 - 23.30h (12.95 € p.P.)


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R e z e p t

We i h n a c h t s e s s e n : F i l e t B a l s á m i c o och keine Idee, was Sie ihren Liebsten am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag vorsetzen können, ohne Stress, so dass sie selbst auch noch etwas von den Feiertagen haben? Chefkoch Roland Beysel hat einen Vorschlag, wie Sie mit geringem Aufwand großen Erfolg erzielen. Schnelle Vorspeise: Salatschiffchen. Man nehme: Salatherzen, Frischkäse, 1 Karrotte, Salz, Pfeffer, Essig, Schnittlauch. Zubereitung: Salatherzen waschen und auf einer Platte anrichten. Karotte raspeln und die Hälfte davon mit Frischkäse und Gewürzen mischen und in die Salatherzen füllen. Mit den restlichen Karottenraspeln die Salatschiffchen dekorieren.

Filets in der Pfanne rundum anbraten und mit Balsamico (ca. 50 ml)- und nach Belieben auch mit etwas Rotwein ablöschen. Dann die Filets in Alufolie einschlagen und je nach Gusto 8—12 min. lang im vorgeheizten Ofen ruhen lassen.

Beilage: Mandel-Kartoffel á la Roland Kartoffeln, 25 g Butter, 50g gehackte Mandeln

Hauptgericht: Filet Balsámico Zutaten: ca. 200 g Schweinefilet pro Person, 1 –2 Kartoffel pro Person, je nach Größe der Kartoffel. Ansonsten Kräuter: Oregano, Basilikum, Thymian, Petersilie, Salz Pfeffer, Balsamico Essig, 3- 4 EL Öl. Zubereitung: Kräuter trocken mischen, Fleisch waschen und enthäuten, in Kräuter wälzen und etwas ruhen lassen. Derweil rohe Kartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden. Ofen auf 80 Grad vorheizen.

Butter und Mandel in die Pfanne geben, die gewürfelten rohen Kartoffel dazugeben und solange wenden, bis sie gar sind. Etwas Öl zum Braten nach Bedarf nachgießen, salzen, pfeffern, mit mit etwas Petersilie dekorieren. Dauer: ca. 10 - 15. min.

Roland Beysel an der Plancha im Hotel Barrossa Garden

Haben Sie Interesse an einem Privat-Kochkurs mit Roland Beysel (max. 4 Personen), dann melden Sie sich bitte: Tel: 0034/ 856– 11 52 22 r.beysel@web.de

Vorbereitung und Fertigstellung: Gesamt 1 Stunde. .

In der Zwischenzeit ist das Fleisch gar. Aus der Foilie nehmen und in Streifen schneiden. Mit Kartoffeln und gegebenenfalls einer Tomate garnieren, und Guten Appetit!

Preis Fleisch pro kg: 8—10 € Kartoffel: kg 0,50 € Salat und Frischkäse: 2 € Restliche Zutaten sind normalerweise eh im jedem Haus. Gesamt: rund 20 € ein Festmahl für 8 Personen.


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Residenten Kurier

Wir erfinden Versicherungen neu

Ich wünsche allen Residenten ein Frohes, Gesegnetes Weihnachtsfest und ein Neues Jahr voller Freude, Gesundheit und Zufriedenheit Marisabella Recuero

Axa Seguros : neue Programme speziell für deutsche Residenten in Spanien Wir bieten Lösungen für alle Fragen ihrer Versicherungen an und blicken dabei auf langjährige Erfahrungen zurück, damit Sie heute und in Zukunft beruhigt sein können. Zu einer Krankenversicherung gehört bei uns nicht nur normale Absicherung, sondern auch präventive Medizin, Hausbesuche bei Notfällen (mit Erstattung der Kosten) , bis hin zu modernsten chirurgischen Spezialmethoden oder hochmodernen diagnositschen Geräte, ebenso wie Fachärztliche Betreuung oder ergänzende therapeutische Behandlung. Wir bieten ferner: Versicherungen für Haus und Büro, Handel und Industrie, Autoflotte, Haftpflicht, Lebensversicherung, Gesundheit, Unfall, Investitionen, Sparprogramme und vieles mehr. Bei uns können Sie mit mir persönlich reden, oder mit meinen Mitarbeiterinnen, die deutsch sprechen. Kein Sprachautomat, sondern persönlicher Service.

Marisabella Recuero Olivera

- Mobil: 0034/ 635 42 50 80

Finanzberaterin AXA Versicherungen und Investitionen

Impressum

Herausgeberin und verantwortlich für den Inhalt: Beatrice Hohler Abt-Paulus-Str. 4 94486 Osterhofen Tel: 0049/ 9932– 4919 Fax: 0049/ 9932– 4918 Mobil: +49/171 380 98 89 Skype: www.vip-tv.online.com ID: 43 712 685 609 Ust. ID: DE 213480574 Büro Spanien c/ Agustín Blazquez Nr.11, 2E E-11130 Chichlana Tel. 0034/ 856 115 222 Fax: 0034/ 856 117 338 Mov. 0034/ 630 703 091 residentenkurier@gmail.com www.residentenkurier.com NIE: X-7129500-Y Redaktionelle Mitarbeit: Roman Stadtmüller E-11130 Chiclana Tel. 956 531 845 romanstadtmueller@yahoo.de In Kooperation mit: Heidi Zornek Tel: 606 54 60 65 www.anda-luz.eu

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Residentenkurier 3