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Juni/Juli 2009

Jahrgang 1, Ausgabe 8

Herzlich Willkommen! Bienvenido! Inhaltsverzeichnis Ich begrüße Sie zur neuen Ausgabe des Residentenkuriers. Der Juni steckt voller großer Ereignisse: die Europawahl scheint unter der besonderen Politikverdrossenheit vor allem in Spanien zu leiden. Das verwundert kaum, dauerhaft sinnvolle Ansätze zur Lösung der weltweiten Krise sind nur wenig zu erkennen. Es wird hier und da an einigen Stellschrauben gedreht, ohne die Auswirkungen auf das Ganze zu berücksichtigen. Wir wollen jedoch stets positive Nachrichten verkünden, die sich von den

vielen Negativ-Schlagzeilen abheben. Im Juni wird überall die Sonnwende gefeiert, mit Johannisfeuern oder den Festen zu San Juan. Ferias mit Flamenco und Wein begleiten uns den ganzen Monat, in Sanlucar sind etliche Tage dem Manzanilla-Wein gewidmet, mit kostenlosen Besichtigungen der Bodegas. Diesmal laden wir Sie ein, einen Abstecher nach Portugal zu machen, zu der weltgrößten Sandkunstausstellung: FIESA 2009. Aus ca. 40.000 Tonnen

Sand ist dort eine neue Welt entstanden, die uns die Entdeckungen der Menschheitsges chichte z ei gt. Lassen Sie sich überraschen, wir haben ein spezielles „Bonbon“ für unsere Leser. Herzlichst Beatrice Hohler Herausgeberin/Editora

Dr, Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft, gibt Informationen zum spanischen Gesundheits-

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NMAC: neues Kunstwerk von James Turrell

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Unternehmertage in Cadou und Chiclana

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MADRIDBabel

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Rotary Club Sevilla. Down-Syndrom Projekt

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Baelo Claudia

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Künstlerportrait

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Corpus Sevilla

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Kitesurf-Weltmeisterschaft 13 Sandkunst Portugal

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Glosse G. Hefele

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Rezept

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Sprachkurs

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Auswanderserie: Jenseits von Andalusien: Der Junge von der Hühnerfarm

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Besuchen Sie unsere Webseite: www.residentenkurier.com

oder schreiben Sie uns: residenenkurier@gmail.com


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Interview

Fragen zum Gesundheitssystem in Spanien Dr. Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft gibt Auskunft Dr. Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft in Madrid, beantwortet speziell im Residentenkurier Fragen zum Thema Krankenversicherung

Frage: Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus, wenn ich als Rentner dauerhaft in Spanien lebe? Dr. Rainer Fuchs Sozialreferent der Deutschen Botschaft

Antwort: Sie werden nach europäischem Recht (Verordnung 1408/71) so behandelt, als wären Sie in Spanien versichert. Mit der Bescheinigung E 121 Ihrer deutschen Krankenkasse gehen Sie zur spanischen Krankenkasse Ihres Wohnortes (INSALUD). Dort erhalten Sie die spanische Versicherungskarte. Damit können Sie alle Ansprüche in Spanien geltend machen, die auch Spaniern zustehen, z.B. ggf. auch Zuzahlungsbefreiungen für Medikamente. Sie müssen sich aber - wie ein Spanier - an die spanischen Regeln halten, also zu den Vertragsärzten und Vertragseinrichtungen der spanischen gesetzlichen Krankenversicherung gehen. Als Rentner sind Sie von Zuzahlungen bei Medikamenten befreit. Die Kosten der Behandlung werden später zwischen den deutschen und spanischen Krankenkassen abgerechnet. Frage: Kann weiterhin in lassen?

ich mich als Rentner Deutschland behandeln

Antwort: Ja! Obwohl dies nach den europäischen Regeln nicht vorgesehen ist, hat das Bundessozialgericht entschieden, dass Rentnern, die in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, auch bei Wohnsitz im Ausland alle Ansprüche in Deutschland erhalten bleiben. Ihre gesetzliche Krankenkasse stellt Ihnen daher auf Antrag eine Krankenversicherungskarte auch dann aus, wenn sie dauerhaft in Spanien wohnen.

„Einfachrentner"). Beziehen Sie neben Ihrer deutschen Rente aber auch eine Rente aus Spanien, wechselt die Zuständigkeit von der deutschen KVdR zur spanischen Krankenversicherung. Das bedeutet, dass derjenige Resident, der mindestens 1 Jahr Versicherungszeiten in Spanien zurückgelegt hat, in der spanischen Krankenversicherung, also im Wohnstaat versichert ist. Bei einem Aufenthalt in Deutschland können dann - wie bei Touristen - nicht mehr alle Leistungen der deutschen Krankenversicherung in vollem Umfange geltend gemacht werden. Denn der Leistungsanspruch in Deutschland beschränkt sich für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union Versicherte grundsätzlich nur auf Sachleistungen, die sich unter Berücksichtigung der Art der Leistungen und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer als medizinisch notwendig erweisen. Auch der Anspruch auf deutsches Pflegegeld entfällt, dafür kann aber ggf. spanisches Pflegegeld gezahlt werden. Diese auf den ersten Blick vielleicht befremdlichen Konsequenzen sind darauf zurückzuführen, dass bei einer Zuständigkeit mehrerer Staaten die Regeln eines Staates gelten müssen, und dabei wurde sinnvollerweise der Staat des Wohnsitzes festgelegt.

Deutsche Botschaft Madrid Telefon: +34 91 557 90 00 Telefax: +34 91 319 75 08 www.madrid.diplo.

Frage: Gibt es Besonderheiten, wenn ich auch in Spanien arbeite oder gearbeitet habe? Antwort: Ja! Die Versicherung in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) bleibt nur für die in Spanien wohnhaften Altersresidenten bestehen, die ausschließlich eine Rente aus Deutschland beziehen (so genannte

Hilfe für Deutsche, Rentenangelegenheiten Tel.: 91 557 90 67


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Kunst und Kultur in freier 0atur: 0MAC %icht weit von Vejer, acht Kilometer in Richtung Südwesten, direkt am Eingang des beliebten Resorts Montenmedio, erstreckt sich ein einzigartiges Freilichtmuseum. Moderne Kunstwerke, geschickt mitten in der %atur platziert, laden ein zu einem wunderbaren Rundgang unter Pinien. %amhafte Künstler aus aller Welt reisen alle 2 Jahre an, um hier vor Ort etwas %eues zu kreieren. Die Stiftung %MAC will mit dieser hochkarätigen Sammlung unter anderem auf die Zerstörung unserer Umwelt aufmerksam machen. Ende Mai wurde ein neues Werk eingeweiht: „Second Wind 2005“ von dem Amerikaner James Turrell. Schon nach seinem ersten Besuch bei der Kunsstiftung NMAC in Montenmedio 2006 war er absolut begeistert und plante ein Projekt: "Ich werde etwas einen Wert verleihen, von etwas, was es zur Genüge hier gibt - das natürliche Licht- das wir kaum wertschätzen, weil es in diesen Breitengraden nie fehlt." sagte er. Nach 3-jähriger Bauzeit konnte nun seine Licht-Raum Installation "Second Wind 2005“ eingeweiht werden. Zahlreiche Gäste aus ganz Spanien und aus dem Ausland waren zur Eröffnung angereist und genossen dieses einmalige Erlebnis. Maximal 30 Personen können das Kunstwerk gleichzeitig betreten. Der Eingang erfolgt über einen Tunnel und führt unter dem Berg in eine Art Pyramide, die nach oben geöffnet ist. In der Mitte befindet sich eine runde Halbkugel aus Stein (Stupa), die von Wasser umgeben ist. Dank interessanter Licht-Konstellationen erscheinen bei dem Rundgang der Himmel, die Spiegelung im Wasser, Farben, die sich verändern. Über eine kleine Brücke gelangt man dann in das Innere der Kugel, die oben eine kreisrunde Öffnung zum Himmel hat. Ringsherum gibt es Sitzbänke, von wo aus der Besucher in bequemer Stellung den Blick zu der "Himmelsöffnung" schweifen lässt und gar nicht mehr loslassen will - es entstehen meditative Wahrnehmungen, ausgelöst durch farbliche Veränderungen der indirekten Beleuchtung, die mit der natürlichen Beleuchtung des Himmels kommuniziert. Die Farben gewinnen an Intensität, Geräusche werden wahrgenommen, der Himmel scheint ganz nah zu sein. Ist es eine Illusion oder eine Wahrnehmung? Hat der Besucher sich darauf eingelassen, versteht er auch die Aussage von Turrel: "Ich beschäftige mich nicht in erster Linie mit dem Objekt, das Objekt selber ist die Wahrnehmung. Zweitens beschäftige mich mich auch nicht mit einem Bild, denn ich

Besichtigung des Werkes von James Turrell: “Second Wind 2005” ist besonders interessant bei Sonnenuntergang. Da verwandelt sich das Kunstwerk in ein einzigartiges Erlebnis, bei dem man alle Spektralfarben, die der Himmel zu bieten hat, entdecken kann. Es ergibt das Gefühl, als wäre der Himmel zum Greifen nah. Öffnungszeiten: Sommersonnenwende: ca. 21.30-22.30 h Wintersonnenwende: ca. 18.30 -19.30 h Eintritt:

möchte das assoziative und symbolische Denken vermeiden. Drittens verfolge ich auch keine Absicht, auch nicht hin zu einer bestimmten Sehensweise. Ohne Objekt, ohne Bild, ohne Absicht- was siehst du dann? Du siehst dich selber. " James Turrell James Turrell (*1943 in Los Angeles), ist ein amerikanischer Künstler, der für seine RaumLicht Experimente ("light sculptor") bekannt gworden ist. Sein berühmtestes Projekt, an dem er seit 1974 arbeitet, ist "Roden Crater", ein Berg in Arizona, der von dem Künstler mit Schächten, Hallen, Löchern bearbeitet wird und vorraussichtlich 2010 für Besucher geöffnet wird. Wie alle seine Installationen soll auch diese dem Besucher das Licht der Sonne, des Mondes, des Himmels und der Sterne mit wechselnden Farben und Intensität näher bringen. (Text: hz) Besichtigung der Fundacion NMAC; Sommer: täglich von 10.00-14.00/17.00-20.30 h Winter: täglich von 10.00- 14.30/16.00-18.00 h Eintritt: Besichtigung der Ausstellung im Park: 5€ ( Ermäßigung für Studenten, Rentner und Gruppen ab 15 Personen). Besichtigung mit Audioführung: 8€ Jeden 1. Sonntag im Monat ist die Besichtigung des Parkes kostenlos.

Sommer: Di bis Sa: 15 € (für Residenten aus der Region, Studenten oder Rentner reduziert auf 12 € ) , an den übrigen Tagen 30 €. Winter: Samstags 15€ (für Residenten aus der Region, Studenten oder Rentner reduziert auf 12 €), an den übrigen Tagen 30 €. Es ist unbedingt erforderlich, sich 1 Tag vorher dafür anzumelden. Tel: 956 455 134, http://www.fundacionnmac.org


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Ratgeber

18. Juni, ab 10.00 h in Cadiz, Parador de Cadiz Hotel Atlántico: Cinnta (Centro de Innovación Turística de Andalucia) organisiert einen Informationstag für interessierte Geschäftsleute oder angehende Unternehmer: Jornadas de Aceleración Empresarial de la Industria Turística Andaluza. Dies ist der Auftakt zu einer Informationsreihe in ganz Andalusien (weitere Termine siehe unten). Namhafte Experten geben Einblicke in Lösungsansätze, um aus der Krise herauszukommen. Diskutiert werden auch verschiedene Präsentationsmöglichkeiten, Marketingstrukturen und Vertrieb über das Internet. Anmeldung erfoderlich (kostenlos). Tel: 951 299 302 · 951 299 625

http://jornadasaceleracionempresarial.turismoandaluz.com/ Programm und Information: http://jornadasaceleracionempresarial.turismoandaluz.com/docs/programa.pdf In der momentanen Situation findet ein großer Umbruch im Tourismus statt. Experten stellen Strategien vor, wie man neue Märkte erschließen kann bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Ein praktischer Teil gibt die Möglichkeit, sich persönlich auszutauschen. Alfonso Castellano, Director der InnovaTravel und Mind Project wird diesen Tag eröffnen mit einem Vortrag über die Herausforderungen und Möglichkeiten im Marketing sowie neue Vertriebswege. Zunächst sollte man die Veränderungen analysieren, dann müssen Promotion, Marketing und Vertrieb unter

neuen Gesichtspunkten aufgebaut werden. Tirso Maldonado, Socio Director de Socialtec, geht auf das Verhalten der Gäste ein, die sich nicht mehr langfristig entscheiden und unter einer Vielfalt an Angeboten wählen können. Er wird erfolgreiche Beispiele vorführen, anhand derer man neue Strategien erarbeiten kann. Alonso Aguilar, Director de Operaciones del Grupo El Fuerte spricht über grundsätzliche Veränderungen von großer Tragweite, die die sprunghaften Ergebnisse ausgleichen können. Eine große

Rolle spielen dabei die Mitarbeiter und der Umgang mit ihnen. Es kann sich auszahlen, ihnen Verantwortung zu übertragen und Freiräume zu geben, damit auch sie Ideen für wirtschaftlich günstige Aktivitäten entwickeln. In Arbeitskreisen geht es darum, wie man seine Firma besser vermarkten kann und vor allem gut im Internet platziert, um mit der Internetseite über soziale Netzwerke und neues Marketing Gewinne erzielen kann, vor allem kurzfristig, schnell und einfach. Die Teilnahme ist kostenlos.


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Unternehmertag in Chiclana Am 19. Juni wird in Chiclana ein spezieller Unternehmertag organisiert. 20 Firmen können ihr Unternehmen vor potentiellen Kunden präsentieren. Jeder hat ca. 5 Minuten Zeit, sein Produkt zu „verkaufen“. Es beginnt um 9 Uhr und dauert bis 14.30h. Anmeldung über: CE0TRO DE APOYO AL DESARROLLO EMPRESARIAL (CADE) DE CHICLA0A Tfnos: 956 202 001 -- 956 202 011 chiclana@a-emprende.net Fundación Red Andalucía Emprende

Consejería de Innovación, Ciencia y Empresa

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Internationaler Treffpunkt

Madrid: internationaler Treffpunkt Die beste Form, eine Fremdsprache zu lernen, ist, sich mit Native-speakern zu treffen und auszutauschen. Diese Möglichkeit eröffnet MADRIDBABEL, und zwar gratis, mit einem reichhaltigen Angebot an Aktivitäten. Seit 2000 gibt es dieses Angebot im cosmopolitischen Madrid. Ein kostenloses Intercambio zwischen Kulturen, mit Praxiserfahrung in einer fremden Sprache. 10.000 Mitglieder verschiedener Nationalitäten nutzen diese Angebote bereits, um neue Freundschaften zu schließen. Jeder, der Interesse hat, kann daran teilnehmen. Treffen sind jeden Mittwoch von

21.30h bis 2.00h im Cafe Madrid (c/ Escalinata s/n metro Opera), oder jeden Sonntag von 19.00 bis 24.00h in The Quiet Man (c/ Valverde, 44 - metro T r i b u n a l ) . Seit 9 Jahren hat diese Gruppe enormen Erfolg. Es kommen Studenten genauso wie Diplomaten. Unabhängig von diesen regelmäßigen Treffen organisiert Madridbabel auch Kinoabende (jeden 2. Freitag), Tapastours oder Essen in verschiedenen Restaurants, kultur elle Begegnungen und Ausflüge etc. Ferner internationale Feste für jede Nationalität. Infos: www.madridbabel.com


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Rotary Club Sevilla Macarena gewinnt Wettbewerb um das beste Hilfsprojekt: Hilfe für Down-Syndrom-Kinder Ein großartiger Erfolg: jedes Jahr wetteifern die Rotarier-Clubs um das beste Hilfsprojekt, das sie finanziell fördern und unterstützen. In diesem Jahr ging der begehrte Preis an den Rotary Club Sevilla Macarena. Das Projekt: Menschen mit Down-Syndrom sollen befähigt werden, in den normalen Arbeitsprozess integriert werden zu können, und sogar den Weg zur Arbeitsstelle selbständig und unabhängig erledigen zu können. Mit einem Programm, das Menschen mit Down Syndrom mehr Selbständigkeit und urbane Beweglichkeit verleiht, gewann der Rotary Club Sevilla Macarena den ersten Preis des diesjährigen Wettbewerbes und damit auch die finanzielle Unterstützung der anderen Rotary Clubs in Andalusien. Mit dieser Auszeichnung endet für Rotary Sevilla Macarena ein überaus erfolgreiches „Rotary Jahr“ mit dem deutschen ClubPräsidenten Harro Klein, da ausserdem im Rahmen eines internationalen Projektes und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Mali eine Krankenstation für das Kinderdorf der Fundación Fédéric Kanouté in Bamako gebaut werden konnte. (residentenkurier hat berichtet)

Das Projekt ASEDOWN wurde anlässlich des II. Treffens der Andalusischen Rotary Clubs am 18. April in Huelva vom designierten Club Präsidenten Alejandro Segovia präsentiert. Carlos Seguro, ein junger Mann mit

völlig autonom beherrscht wird. Damit bekommen die Jugendlichen mit Down Syndrom die Möglichkeit, sich im Arbeitsmarkt zu integrieren und ein Leben mit weniger Abhängigkeit zu führen.

Down Syndrom, erklärte sehr anschaulich und überzeugend, wie er dank dieses P ro gra mme s, da s ihn unabhängig von fremder Hilfe gemacht hat, heute einem Beruf nachgehen kann. Das Programm teilt sich in zwei Aktivitäten. Im theoretischen Unterricht werden unermüdlich alle möglichen Situationen im Strassenverkehr gedanklich durchgespielt. Zur praktischen Umsetzung holt der Erzieher den Schüler vom Elternhaus ab und beide besprechen den Streckenverlauf und die erforderlichen Aktionen wie beispielsweise die Erkennung der Bus-Haltestelle, der Kauf der Fahrkarte, Referenzpunkte auf der Strecke, Erkennungsmerkmale der Haltestelle, Erinnerungshilfen beim Umsteigen etc. Hat der Schüler einige Sicherheit erworben, überlässt ihm der Erzieher zuerst Teilstrecken und schliesslich die gesamte Wegstrecke, wobei er sich immer in der Nähe aufhält, bis Eltern und Erzieher davon überzeugt sind, dass diese Aktivität

Damit dieses erfolgversprechende Programm weiter ausgebaut werden kann, unterzeichnete der Rotray Club Sevilla Macarena und die „Asociación Syndrome de Down“ Sevilla und Provinz einen Kooperationsvertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren verlängerbar um jeweils ein weiteres Jahr. Um die Jahresquoten zu finanzieren wird der Rotary Club Sevilla Macarena kulturelle Veranstaltungen, Konferenzen, Festessen und Feiern organisieren. Begonnen wurde bereits im November vergangenen Jahres mit zwei ausverkauften Weihnachtskonzerten in der neu restaurierten Iglesia Salvador. Der international bekannte Maler Hernando Sombría wird im Oktober in einer Ausstellung 42 Aquarelle zugunsten des Projektes zum Verkauf anbieten und es ist durchaus möglich, dass die weltbeste Flamenco-Tänzerin Cristina Hoyos zu einer weiteren Rotary Benefiz Gala ins Museo de Flamenco einladen wird, diesmal zugunsten von Kindern und Jugendlichen mit Down Syndrom.

Bild oben: Begehrte Trophäe: der 1. Preis ging an den Rotary Club Sevilla Macarena Bild links: Der deutsche Club-Präsident Harro Klein mit Ursula Bild unten: Presidente Electo Alejandro Segovia mit Carlos Seguro, Betroffener Sindrome de Down

Bericht und Fotos: HK, Rotarier Club Sevilla Macarena


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Ausflug

Auf den Spuren alter Kulturen Römisches Dorf: Baelo Claudia bei Bolonia/Tarifa

An allen strategisch wichtigen Punkten haben die Römer ihre Städte errichtet. An der spanischen Atlantikküste, kurz vor der Meerenge von Gibraltar, findet man die Überreste der Stadt Baelo Claudia, in der Bucht von Bolonia/Tarifa. Ausgrabungen haben die vollständigste römische Stadtanlage der gesamten Iberischen Halbinsel zu Tage gebracht. An keinem anderen Ort der Iberischen Halbinsel bekommt man eine so komplette Vorstellung vom römischen Städtebauwesen. Die Stadt ist eingebettet in eine wunderbare Landschaft, Teil des %aturparks der Meerenge von Gibraltar.

D

ie Stadt erstreckt sich auf etwas mehr als 13 Hektar und war vollkommen von einer Stadtmauer umgeben. An der Stadt Baelo Claudia sieht man wunderbar die typische Struktur der römischen Städte: alles ist an einem rechtwinklingen Liniennetz angelegt, fast vollkommen präzise. Die Hauptstraße Decumanus Maximus führt von Ost nach West, und die Cardo Maximus von Nord nach Süd. Am Verbindungspunkt der beiden wurde immer das Forum angelegt, der öffentliche Platz, an dem sich das verÖffnungszeiten: 1. Juni bis 30. September: Di. Bis Sa. 10:00 bis 20.00 Uhr Sonn- + Feiertg: 10 bis 14 Uhr Montags geschlossen Restliche Zeit nur bis 19 Uhr geöffnet, bzw. im Winter (1. Nov. bis 28. Februar nur bis 18 Uhr), alles andere bleibt gleich. Geschlossen: 1., 6. Januar sowie 24., 25. und 31. Dezember. Tel. 956 688 530 baeloclaudia.ccul@juntadeandalucia.es www.juntadeandalucia.es/cultura/bealoclaudia

waltungsmäßige, politische und religiöse Leben abspielte, während man sich in den Privathäusern meist nur zum Essen und Schlafen aufhielt. Es gab bereits eine vollständige Trinkwasserversorgung über drei Aquädukte aus dem 8 km entfernten Punta Paloma. Zur Ableitung des Regenwassers und der Abwässer verfügten die Römer bereits über ein wirksames Abflusssystem. In Strandnähe war das Gewerbegebiet mit Markt und einer Fischfabrik angelegt.

Die Römer lebten hier vorwiegend vom Salzfischgewerbe. Die Ursprünge des Fischfangs in dieser Region gehen bereits auf die phönizier und Punier zurück. An der Meerenge von Gibraltar kommen zweimal im Jahr Thunfische vorbei, wenn sie zum Laichen in das wärmere Mittelmeer ziehen. Die Römer betrieben den Fischfang in großem Stile, so dass er nicht nur als Grundnahrung für die Bevölkerung ausreichte, sondern damit Handel betrieben werden konnte. Zur Konservierung wurde der Fisch gepökelt.


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Das Salzfischgewerbe blühte zur Zeit der Römer und brachte der Stadt viel Wohlstand

Die Methode des Thunfischfanges wird als Almadraba bezeichnet, ebenso wie das dafür verwendete Stellnetz, ein mit schweren Eisenankern am Boden festgemachtes Netzlabyrinth.

Um den Fisch zu konservieren, wurde er gereinigt, in Stücke geschnitten und in großen Becken in Salz eingelegt. Aus den Innereien und Köpfen wurde die Soße „Garum“ zubereitet, mit Wein, Öl und Honig angereichert. Sie wurde in der Antike sowohl zum Würzen als auch für Heilzwecke eingesetzt. Man vermutet, dass für das Salzgewerbe viele saisonale Arbeitskräfte benötigt wurden. Damit erklärt sich auch, warum in Baelo Claudia eine riesige Basilika und ein enormes Theater zu finden sind, was für die ganzjährig ansässige Bevölkerung völlig überdimensioniert wäre. Das Theater ist relativ gut erhalten und wird für Konzerte im Sommer genutzt.

Bis in die heutige Zeit leben die Fischer aus Barbate von der traditionellen Almadraba. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach diesem besonderen roten Thunfisch vor allem für

Baelo Claudia wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts vor Christus gegründet und galt als wichtiger Verbindungshafen mit dem nördlichen Afrika. Unter Kaiser Claudius (41— 54 n. Chr) wurden ihr Stadtrechte zuerkannt. Der wirtschaftliche Niedergang setzte in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts ein. Ausschlaggebend war dafür offensichtlich ein Erdbeben, das die Stadt verwüstet haben muss. Nach und nach entdecken Archäologen immer mehr repräsentative Elemente. Relativ gut erhalten sind die Stadttore, das Forum, die Tempel des Kapitols, die Basilika, Verwaltungsgebäude wie die Kurie und ein Stadtarchiv, ferner der Markt, ein Gewerbegebiet, Stadtmauer und Straßen. Sehr gut zu erkennen sind die Thermen. Das Wasser wurde über das Hystocaustum (doppelter Boden) beheizt. Männer und Frauen hatten getrennte Räume, Körperpflege spielte eine große Rolle.

japanisches Sushi dermaßen angestiegen, dass er durch Überfischung vom Aussterben bedroht ist. Gab e s u r s p rü n g l i c h 1 0 0 Almadrabas entlang der Costa de la Luz, sind davon heute nur 4 geblieben: Im angrenzenden Museum Barbate, Conil, Zahara de erhält der Besucher weitere los atunes und Tarifa. ausführliche Informationen.

Text und Fotos: Beatrice Hohler Sommerprogramm: Im Sommer sind verschiedene workshops, nächtliche Besichtigungen und Konzerte in Baelo Claudia geplant. Vom 7. bis 13 September findet ein internationaler workshop zu Erdbeben-Archäologie und Palaeo-seismologie statt. Siehe Programm: http://www.baelo2009.org/flyer_baelo_claudia _2009.pdf Online-Regisitrierung: www.baelo2009.org Anmeldeschluss: 15. Juni


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Künstlerportrait

Künstlerportrait Maria Jose Montera Faszinierende Farben, ausgewogene Harmonie, wohliges Gefühl: so sprechen mich die Bilder von Maria Jose Montera an, die seit ein paar Jahren in Chiclana lebt und wirkt

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alen war für sie schon immer ein Faible: mit 15 Jahren begann sie mit Bleistiftzeichnungen, mit 18 entstanden ihre ersten bunten Bilder, anfangs noch Aquarelle und Temperas. Vor 20 Jahren hat sie dann die Ölfarben entdeckt, und wußte sofort, dass dies ihre Welt war. „Mit Ölfarben kann ich einfach alles mischen, habe unendliche Möglicheiten. Ich liebe Farben, sehe mich selbst als Colorista. Endlich kann ich all das realisieren, genauso

Anmerkung der Redaktion: wer Kunstvereine, Malgemeinschaften, Ausstellungswillige Banken, Hotels etc. kennt oder gerne Malkurse bei Maria Jose machen möchte, sollte sich bitte mit der Künstlerin in Verbindung setzen unter: Tel: 670 36 57 90

Bei sprachlichen Schwierigkeiten können Sie sich auch gerne an uns wenden, wir vermitteln gerne: residentenkurier@gmail.com, Telefon:; 856 11 52 22, Beatrice.

wie es mir in meinen Träumen erscheint, wie ich es in der Fantasie erlebe. Ich sezte im Grunde mit diesen Farben um, was meinem Herz entspringt. Ich schreibe meine Märchen einfach mit Farben“. Das spürt man auch beim Anblick ihrer Bilder. Kräftige, energiegeladene ausdrucksstarke Farben, die den Betrachter selbst wiederum zum Träumen verleiten. Das besondere Licht der Costa de la LUZ hat Maria

Jose schließlich nach Chiclana geführt. Hier ist sie nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich an ihrem Platz angekommen. Ursprünglich stammt Ma Jose aus Madrid, wo sie anfangs einen eigenen Friseurladen hatte. Doch das war nicht ihre Welt. So hat sie ihn vermietet und ist mit ihrem Mann, einem Rockmusiker, und ihrer Tochter stets viel gereist und hat an verschiedenen Orten gelebt und gewirkt. Zu den v e r s c h i e d e n e n Le b e n s stationen gehörten unter


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anderem Katalonien, Canarias und 3 Jahre Ibiza. „Dies war der beste Platz für die Akzeptanz meiner Kunstwerke. Die Menschen sind dort sehr offen, lieben es bunt, sind liberal, schätzen Kunst sehr. Doch das Heimweh nach meiner Ursprungsfamilie in Madrid hat uns wieder zurückgebracht.“ Auf Dauer aber haben sie es in Madrid nicht ausgehalten. Alles war zu laut, zu hektisch, ließ kaum Freiraum für die Muße. Als sie zum erstenmal an die Costa de la Luz kam, hat sie ihren Platz entdeckt. „Das einzigartige Licht an dieser Küste fasziniert mich, dazu kommt die Ruhe, Abgeschiedenheit, unberührte Natur. Hier kann ich mich meinen Träumen und Fantasien hingeben. Jedes Kunstwerk spiegelt immer auch den Seelenzustand des Künstlers wider. Obwohl Chiclana gegen Madrid schon ein Kulturschock war, und ich erst einmal in eine Depression verfiel, habe ich hier meinen eigenen Stil gefunden und war noch nie so schöpferisch wie jetzt.“ Chiclana ist gut für die Muße, aber Maria Jose tut sich schwer, hier Kontakte zu kunstbegeisterten Menschen zu finden oder Ausstellungen zu organisieren. In anderen Städten hatte sie stets Ausstellungen in Kulturzentren, Banken oder Hotels, und wurde vielfach prämiert. Maria Jose gibt auch Kurse für Malen mit Ölfarben und

würde sich sehr über Interessierte freuen, die von ihr lernen möchten oder gemeinsam malen. “Gerne möchte ich auch deutsche Residenten dazu einladen und animieren, denn viele haben hier viel Zeit, und haben auch etwas Besonderes an dieser Küste gefunden, das sie

vielleicht gerne in Kunstwerken umsetzen und festhalten möchten. Ich spreche zwar kein Deutsch, aber in der Malerei sprechen ohnehin die Farben. Man kann alles wunderbar zeigen und läßt die Seelen gemeinsam schwingen.“


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Kultur/ Brauchtum

Sevilla Corpus: Fronleichnamsprozession Fronleichnam ist in Spanien als Feiertag abgeschafft worden. In etlichen Städten wird aber die Tradition der Prozessionen weitergeführt. Wunderschöne Blumenteppiche schmpücken die Straßen, oder einfach romero. Besonders beeindruckend ist das CorpusFest in Sevilla mit dem berühmten Tanz der „Seies“ (Chorknaben), 10. bis 14. Juni 2009.

Ausführliches Programm : www.residentenkurier.com/pdf/son stiges/AgendaCorpus09.pdf

10. Juni: Ruta de los altares, den ganzen Tag, von der Calle Sierpes bis Plaza Virgen de los Reyes 21:00 h: Konzert der Blechbläser: Plaza San Francisco 11.Juni: 8.30h: Prozession el Corpus, 13.30h: Tanz los Seises 12.Juni: 17.30h . Tanz los Seises 20:00 bis 22:00h: Konzert auf dem Platz San Francisco 13: Juni: 17.30h . Tanz los Seises 20:00 bis 22:00h: Konzert auf dem Platz San Francisco 14. Juni: 9:30 h bis 12.00h: Prozession Macarena 10:00h bis 13.00h. Prozession Triana 17.30h . Tanz los Seises 20:00 bis 22:00h: Konzert auf dem Platz San Francisco Täglich Ruta de los Altares Außerdem jeden Tag von 10:30 bis 19:30h: Hecho en Sevilla, Ausstellung Kunsthandwerk aus Sevilla, Avda. Isabel la Catolica

Der Día del Corpus (Fronleichnam) ist in Sevilla ein lokaler Feiertag, der jedes Jahr auf einen anderen Tag fällt. Es findet eine Prozession statt, die um 8.30 Uhr an der Puerta de San Miguel der Kathedrale beginnt. Die Straßen, die auf dem Weg der Prozession liegen, werden zu diesem Anlass mit Rosmarin und anderen wohlduftenden Kräutern geschmückt. Das bedeutendste Kunstwerk ist die Custodia de Arfe, die 1585 von dem Kunstschmied Juan de Arfe geschaffen und 1668 von Juan de Segura geändert wurde. Es handelt sich um eine Monstranz mit einem wundervollen architekto-

nischen Aufbau aus Silber. Die Custodia wird von mehreren Pasos begleitet, wie zum Beispiel dem Paso de las Santa Justa y Rufina, dem Paso de San Isidoro, dem Paso de San Leandro,

die alle von Duque Cornejo (18. Jahrhundert) geschaffen wurden, dem Paso de San Fernando von Pedro Roldán (17. Jahrhundert), dem Paso de la Inmaculada Concepción von Alonso Martínez (17. Jahrhundert) und dem Paso del Niño Jesús von Martínez Montañés (17. Jahrhundert). Während der Prozession und der sieben darauffolgenden Tage kann man auch einer der ältesten und eigentü mlichsten Traditionen der Stadt beiwohnen: der Tanz und Gesang der in Rot und Weiß gekleideten Seises (Chorknaben) vor dem Santísimo (Allerheiligsten), von denen seit dem 15. Jahrhundert berichtet wird.


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K i t e s u r f - We l t m e i s t e r s c h a f t i n Ta r i f a Tarifa ist Europas bester Platz für alle Arten von Wassersport. Hier wehen fast immer fantastische Winde über den Atlantik, so dass Tarifa zum Mekka der Kitesurfer wurde. Mitte Juni findet dort die spanische Meisterschaft statt, und Ende Juni/Anfang Juli die Weltmeisterschaft. Es geht um den Pokal KPWT (Kiteboard Pro World Tour) . absolut windsicher ist. Zu den internationale Größen im Kitesurfing kommen zu diesem KPWT unter anderem auch lokale Grüßen wie beispielsweise Gisela Pulido, vom Team movistar und Ainoa García oder auch Abel Lago. Sie treten gegen die besten internationalen Rider wie Victor Borsuk aus Polen oder den Franzosen Antoine Auriol an. Jedes Jahr treffen sich die Spitzen des Kitesurfings in Tarifa zum internationalen Wettbewerb. Hier paßt einfach alles: Der Strand, die landschaft, die Winde, und die Laune. In den Disziplinen Freestyle Kursrennen und Kiteloop werden Höchstleistungen vorllbracht. Ab 29 . Juni treffen sich die

Insgesamt geht es um 23.000 € für die 3 Sportgrößen im Kitesurfing Preisgelder Disziplinen Freestyle, Course aus aller Welt in Tarifa. Der offizielle Wettkampf dauert Racing und Kiteloop. Diese vom 1. bis 5. Juli. Weltmeisterschaft wird unter Obhut des WeltAusgetragen wird er am der Seglerverbandesr Obhut des Strand von Valdevaqueros Welt-Seglerverbandes (IASF) (Chiringuito Tangana). Hier finden die Surfer optimale durchgeführt, so dass der hier Titel offiziell Bedingungen. Tarifa zählt zu erworbene anerkannt wird. den beliebtesten Regionen für diese Sportarten, da es Text: beho


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Kultur/ Veranstaltungen

Dia de la Manzanilla, Sanlucar

Aus Sanlucar kommt der berühmte Wein „Manzanilla“. Er ist wie die Weine aus Jerez ein Sherry, der jedoch ein eigenes Aroma aufweist. Aufgrund der Lage am Meer und den besonderen klimatischen Bedingungen unterschiedet er sich, trotz gleicher Herstellungsweise, etwas im Geschmack von den Finos aus Jerez. Und sollten Sie in Sanlucar einen manzanilla bestellen, und man fragt sie: „Infusion?“, dann bedeutet das keinesfalls, dass sie ihn „eingeflößt“ bekommen, sondern lediglich, dass es ja auch noch den Tee Manzanilla gibt (Kamillentee), den man, wie andere Tees auch, als „Infusion“ bekommt. Zu Ehren des speziellen Weines Manzanilla aus Sanlucar gibt es im Juni ein ganz spezielles Programm: http://www.residentenkurier.com/pdf/ sonstiges/AGENDASanlucar.pdf

6.Juni: Kostenlose Besichtigung „Ruta del Vino”, organisiert von Sanlúcar Descúbrela”. Ausgangspunkt ist gegenüber der Oficina de Turismo: 11.00h, Reservierung unter: Tel. 956 36 61 10. 12:00h: kostenlose Weinprobe in der Bodega Delgado Zu le ta - Lu g ar: C a rr et era Sanlúcar-Chipiona, km. 1.5 . Reservierung:

Tel: 956385304 12:00h: kostenlose Weinprobe in der Bodega Barbadillo. Ort: Museo de la Manzanilla, calle Sevilla. Voranmeldung: Tel: 956385500 21:00h: Nacht der Offenen Tür: Bodegas Barbadillo. Ort: Museo de la Manzanilla, calle Sevilla 21:00h Vortrag: “La Manzanilla: su elaboración y crianza”, von D. Víctor Manuel Palacios Macías, Licenciado en Biología y p ro feso r titular d e la Universidad de Cádiz. Ort: Biblioteca Municipal “Rafael de Pablos”, Plaza del Cabildo 20 . Juni:

Ab 21:00h: Nacht der Offenen Tür in der Bodega Pedro Romero. Calle Trasbolsa, 84.

12:00h: kostenlose Weinprobe der Bodega Delegado Zuleta. Ort: Carretera SanlúcarChipiona, km. 1,5. Voranmeldung: Tel. 956 36 01 33

21.00h: Vortrag: “La Manzanilla y la Salud”, von D. Carmelo García Barroso, Catedrático der Universidad de Cádiz, Director del Centro Andaluz de Investigaciones Vitivinícolas.

26. Juni: 11.00h: Geführte Tour durch Sanlucar “Ruta del Vino”, (für Unternehmer aus den Bereichen hostelería, turismo und bodegas), organisiert von “ S a n l ú c a r D e s cú b r e l a ” .– Treffpunkt: Oficina Municipal de Turismo en la Calzada.

19. Juni:

Tel 956 36 01 33).

12. Juni:

Ort: calle Santo Domingo, 86).

Tag der Offenen Tür im Castillo de Santiago (kostenlose Besichtigung) Ort: Carril de San Diego – Cava del Castillo. Einlasss jeweils um 13.00 Uhr und um 19.00 Uhr. Anmeldung: Tel. 956 08 83 29

Ort:: Palacio Ducal de Medina Sidonia, Plaza Condes de Niebla

21:00h. Nacht der Offenen Tür in der Bodega Herederos de Argüeso, “Entre Luces”.– Ort: Calle Mar nº 8.

13. Juni:

21. Juni:

12:00h: kostenlose Weinprobe in der Bodega Hidalgo-La Gitana.– Ort: Calle Banda Playa, nº 42. Voranmeldung:

12.00h: Kostenlose Führung durch die Casa Fundación Domínguez Lobato und Tag der Offenen Tür bis 14. 00h.

Runder Tisch zum Thema: “La Manzanilla y Sanlúcar, su potencialidad”, mit D. Antonio Arcas de los Reyes, profesor titular del Área de Estructuras Turísticas y de Mercados de la Universidad de Cádiz, Dña. Ana Villalobos Márquez, Presidenta de la Asociación Ruta del Vino y Brandy del Marco de Jerez, D. Jorge Pascual Hernández, Presidente del Consejo Regulador de las DD.OO. Jerez y Manzanilla de

Sanlúcar y D. Antonio Leal Jiménez, Doctor en Ciencias Económicas y Empresariales y profesor titular del Área de Comercialización e Investigación de Mercados de la Universidad de Cádiz. Vorführung des Videos der Vereinigung Ruta del Vino y Brandy del Marco de Jerez. 21:00h: Abschluss der Feierlichkeiten im Rahmen der Tage des manzanilla mit der Bürgermeisterin Irene García Macías. Ort: Palacio Ducal de Medina Sidonia, Plaza Condes de Niebla.


Jahrgang 1, Ausgabe 8

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Ferias: Medina Sidonia und Chiclana Anfang Juni lockt Medina Sidonia zur Feria, vor allem bekannt wegen ihres Marktes an Stieren und Pferden. Medina Sidonia ist ein noch gut erhaltenes weißes Dorf, die Bausünden beschränken sich vorwiegend auf einen Hügel, ansonsten erlebt man hier noch typisch andalusisches Flair. Die Feria ist recht gemütlich, der Verkaufsmarkt an Stieren und die Pferdeshows sind beeindruckend.

Vom 10. bis 14. Juni feiert Chiclana seine „Feria de San Juan“. Besonders b ee i nd r uc k e n d h i er b ei i s t d i e Vorführung eines Kutschenparcours. Festlich geschmückte Pferde, Kutschen voller anmutiger Senoras in farbenfrohen Flamencokleidern oder fein herausputzte Kinder in Tracht lassen die Lebensfreude sprießen, derer man sich auf der Feria hingibt. Vergessen ist die Krise, es wird gesungen, getanzt, gelacht und vor allem gegessen und getrunken. Chiclana verfügt über verschiedene Bodegas, die ihre Weine ausschenken. Die eigentliche Feria mit ihren Casetas muss man allerdings etwas suchen, denn sie geht fast unter in all den Marktbuden mit „Freßständen“, Nippes und Fahrgeschäften. Diese scheinen in Chiclana den weitaus größeren Rahmen einzunehmen. Neben den eigentlichen Casetas, die hübsch dekoriert sind und für jeden zugänglich, gibt es noch eine extra Disco-Gasse speziell für die Jugend, die nichts von der Tradition mit FlamencoTracht etc. hält. Zum Glück liegt diese Gasse etwas abseits, denn der Lärmpegel geht dort deutlich über die Schmerzgrenze. In diesem Jahr wurde die Sperrstunde wieder auf 5 Uhr früh gelegt, es darf also getrost gefeiert werden.

C/Jesús Nazareno, 18, Chiclana Tel: 956 533 272 Spezialtät: Große Auswahl an ausgefallenen Tapas ibericas, hochwertig, jede einzelne wird frisch zubereitet, nichts von der „Theke“, besonders gut und günstig (8 Tapas mit 2 Bier = 8 €) . Bar mit edlem Ambiente in einer alten Bodega, gemütlicher Speisesaal, hervorragendes Essen, bester Service

Öffnungszeiten: Mo bis Fr. : 9 - 16, 19 - 24.00 h Samstag: 20:00 bis 24.00 h Sonntag: 11:00 bis 16:00 h

www.dehesasantamaria.com


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Ausflug in eine Andere Welt

Faszinierende Welt aus Sand FIESA 2009 gibt Einblicke in die Erfindungen der Menschheit Sandkunst der feinsten ART: Sand, Wasser, Eimer und Schaufel: wer hat nicht gerne als Kind aus diesen „Zutaten“ Burgen und Schlösser am Strand gebaut, die allerdings am nächsten Tag im %irvana der Flut verschwunden waren. Kunstwerke aus Sand, die Monate überdauern, kann man in Portugal in einem kleinen Ort an der Algarve bewundern. Bereits zum 7. Mal findet in Pera die Ausstellung „FIESA“ statt. Auf einem Areal von 15.000 qm enstanden aus rund 40.000 Tonnen Sand spektakuläre Skulpturen. In diesem Jahr werden große Weltentdeckungen , „descubrimientos“ dargestellt. Sandburgen bauen: aus ma n ch e m Kin de rt rau m wurde ein Hobby, und aus dem Hobby Kunst. So erging es Alper Alagoz, der 15 Jahre lang als Sandkünstler an Stränden in aller Welt mit seinen Burgen nicht nur Kinderaugen zum Leuchten brachte. Seine Kunstwerke entstanden an Stränden in Florida, Italien, Griechenland, Belgien etc. Dabei hat er immer wieder andere Künstler getroffen und gute Kontakte aufgebaut. Vor 7 Jahren hat ihn die Stadt Silves in Portugal gebeten, ein besonderes Projekt durchzuführen. Der Erfolg gab ihm dann eine neue Idee: er wollte sich gerne mit anderen Künstlern treffen und gemeinsam ein Projekt starten. Die Stadt Silves war begeistert von dem Projekt und hat ihm das Areal angeboten. Im 1. Jahr war es noch sehr schwierig, da es keinerlei Sponsoren gab. 7 Künstler aus aller Welt haben 2003 die erste FIESA-Ausstellung erbaut. In diesem Jahr haben 60 Künstler aus aller Welt einmalige Sandskulpturen erschaffen. Das Ergebnis ist beeindruckend: in der Ausstellung begibt man sich auf eine Zeitreise durch die Entwicklung der Menschheit und die Errungenschaften verschiedener Jahrhunderte. Angefangen von Schriftarten

in aller Welt, geht es ferner um die Kunst, ein Feuer zu entfachen, um die Erfindung des Rades, um Entdeckungen wie Mechanik, Informatik, Ultraschall, DNA, oder um Einstein und die Physik, um M a t h e m a t i k, Me d i z i n , Psychotherapie nach Freud. Ein weiteres „Kapitel“ ist der Entwicklung von Transportmitteln, wie Fahrrad, Auto, Zug, Flugzeug, Zeppelin gewidmet. Alles wird detailgetreu dargestellt, in Skulpturen, die teilweise bis zu 16 Meter hoch sind. Bedeutend für die Menschheit waren im Laufe der Jahhunderte auch die Erfindung des Telefons, der Fotografie, des Buchdruckes, Kino und Projektionen, Radiowellen, Fernseher, Elektrizität, oder gar die Eroberung des Weltalls . Der Rundgang durch die Skulpturen ist faszinierend. Tagsüber kann man alles im Detail ansehen. Nachts entwickelt die Ausstellung dank raffinierter Inszenierung eine magische Anziehungskraft Residentenkurier sprach mit Alper bei der Eröffnung der diesjährigen Ausstellung. Wie wird eine solche Austellung „geboren“? Im Winter mache ich mir

Gedanken darüber, unter welchem Motto die nächste Ausstellung stehen könnte. Dann erstelle ich Vorzeichnungen, teile exakt ein, was wo hinkommt, und dann werden die Künstler eingeteilt, je nach ihren Talenten, an bestimmten Werken zu arbeiten. Wie sie die Kunstwerke dann im einzelnen umsetzen, bleibt ihnen frei überlassen, das ist ihre spezielle Interpretation. Wir treffen die Vorbereitungen, und da die Künstler aus aller Welt einreisen, ist dies ein beträchtlicher Kostenfaktor, so dass sie insgesamt nur 14 Tage Zeit haben, das gesamte Projekt zu stämmen „ Wie findest Du die Künstler aus aller Welt? „Am Anfang waren es persönliche Kontakte, denn auf meinen Reisen in aller Welt mit Sandprojekten an Stränden bin ich immer auch anderen begegnet, und jeder kennt wiederum jemanden. Mittlerweile hat FIESA einen so guten Namen, dass die Künstler zu mir kommen. Wir haben eher mehr Künstler als wir unterbringen können.“ Bestehen diese Kunstwerke tatsächlich nur aus Sand und Wasser?


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Jahrgang 1, Ausgabe 8

„ja, genau so ist das. Natürlich muss man darauf achten, welche Art von Sand ma n w ä h l t , Es gib t verschiedene Körnungen, nicht jede ist gleich gut geeignet. Hier haben wir es aber seit Jahren mit dem immer gleichen Sand zu tun, er wird praktisch „recycelt“, indem wir die alten Bauwerke zerstören und neue daraus formen. Solange der Sand nass ist, ist er weich und läßt sich gut formen. Wenn er heißt wird, trocknet und härtet er aus“

Wie lange halten in der Regeil diese Kunstwerke? „Dank der guten Klimabedingungen hier an der Algarve halten die meisten Figuren hier über Monate. Sollte tatsächlich einmal etwas aufgrund von Wettereinflüssen kaputt gehen, na dann lege ich halt selbst Hand an, oder es kommen immer Künstler aus Spanien oder der Region, die gerne ein wenig weiter arbeiten an den Skuplturen. Das fasziniert auch die Besucher, wenn sie den Künstlern ein wenig über die

Bar ECHATE PA 'YA'

Schultern schauen können. Im Sommer haben wir sogar vor, die Pyramide zu zerstören, und 2 Wochen lang etwas Neues d a ra u s z u b a u e n , a l s Zuschauerspektakel.“ Speziell für Residentenkurierleser gibt es 15% Ermäßigung beim Einlass. Pro Monat werden 2 kostenlose Eintrittskarten verlost. Beachten Sie hierzu unseren blog unter Aktuelles. Da wir unzählige Bilder von der Ausstellung haben, kommen auch immer wieder „Bilder des Tages“ von der FIESA 2009.

Tel: 956.87.57.01

FIESA 2009, Pera, Algarve, (Ausfahrt Nr. 8) Geöffnet vom 22. Mai bis 22. Oktober, täglich von 10.00 bis 24:00h, im letzten Monat nur noch bis 21:00h Täglich können „Künstler“ jeden Alters sich im Sandburgenbauen üben. Abends viele Aufführungen und live-Konzerte. Täglich von 21. bis 24. Uhr Projektion eines Videos über die Entstehung der Skulpturen. Eintritt: bis 5 Jahre gratis, 6 - 12 J. 4,5€, Erwachsene 8 €, Senioren über 65 6,80€. www.fiesa.org

movil: 660 723 378

Seit 1958: gemütliche Bar mit schönem Ambiente, im Herzen von El Puerto de Santa Maria Tapas und Portionen Geöffnet: täglich (außer Montag) Von 11.00 bis 18.00 h und ab 19.30 h bis Sperrstunde

Wo? Riviera del Marisco, 11500 El Puerto de Santa Maria (Parken am großen Hauptparkplatz des Hafens)


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Was wir von den Andalusiern lernen können

Lebenserwartung in Andalusien Die beliebte Autroin Gabriele Hefele, bekannt aus ihrer Kolumne in der SUR-Deutschen, macht sich Gedanken über die Lebenserwartung in Andalusien. Ob ihre Lösung wirklich stimmt? Grosse Diskussion am FincaKaffeetisch: Die neueste Statistik der Lebenserwartung für Spanien ist nämlich näher besehen ungeheuerlich: So hat sich die Lebenserwartung der Spanier seit den 80er Jahren, also seit dem Eintritt Spaniens in die EU, um mehr als 5 Jahre erhöht. Betrachtet man aber die Entwicklung nach Regionen, dann ergibt sich folgendes Phänomen: Im Durchschnitt werden die Bewohner von Navarra 81,5, in Madrid 81,4, Castilla y León 81,3, La Rioja 81,2 Jahre alt und – man höre und staune - Schlusslicht ist ausgerechnet unser Andalusien, da hat man nur eine Lebenserwartung von 78,8 Jahren! Sch... Und da schreib ich erst vor kurzem: ‚Ab in den Süden, da wird man 5 Jahre älter!’ Alles für die Katz’, nur graue Theorie, wir sind schockiert! Und so überlegen Gärtner Miguel, Putzfee Maribel, Göttergatte und ich, woran denn diese schlechte Lebenserwartung in unseren Breitengraden kommen mag und

wieso ausgerechnet ein stressiges Großstadtleben in Madrid mit 6 Millionen Einwohnern und diesem enormen Ausstoss an Auspuffgasen so gesund sei soll ! Okay, in Madrid kriegt man angeblich die besten Tapas der gesamten spanischen Halbinsel, sagt unser Anwalt, ein Malageño, aber hier unten kennen wir doch auch unsere Geheimtipps guter Küche. Ist es vielleicht das gespritzte Gemüse aus Almeria, das inzwischen das Image des holländischen erreicht hat, das uns herunterzieht? Oder die ständig zu reparierenden U-Boote der Engländer in Gibraltar, bei denen sie uns wieder nichts von den Lecks erzählen? Man weiss auch, dass die liebliche Landschaft zwischen Sotogrande und Jimena de la Frontera, eingerahmt vom großen Naturpark der Korkeichen, die meisten Krebsfälle aufweist, und daran soll die RepsolRaffinerie mit ihren veral-

teten Filtern bei San Roque nicht unschuldig sein - aber ganz Andalusien so kurzlebig? Oder sind’s die grottenschlechten Autofahrer hier unten und die vielen Kreisverkehre, die nach aussen geneigt sind wegen der Regengüsse und dafür sorgen, dass jeden zweiten Tag irgendeine Furgoneta mit starken Bremsspuren mitten im angelegten Kreis „parkt“? Oder liegt’s oder lag vielmehr doch am Korruptionsstress hier unten: immer das viele Geld zusammenkratzen für gesetzwidrige Baugenehmigungen ? Aber das gibts ja anderswo auch, z.B. in Valencia, das auffälligerweise, diese These stützend, an drittletzter Stelle liegt ?! Alles redet durcheinander und ich muss mit dem Löffel an die Kaffeetasse schlagen, um mir Gehör zu verschaffen, denn ich meine, die Lösung gefunden zu

haben: Man beachte bitte, dass Navarra, Castillla y León (mit La Mancha und Madrid mittendrin) und Rioja vorne liegen, na merken sie was?!: Es sind die grossen Rotweinanbaugebiete, das kann kein Zufall sein und das weiss man ja inzwischen: Jeden Tag ein Viertel Rotwein und du wirst uralt!

Parken auf andalusisch: wenn nichts anderes zu finden ist, dann bleibt immer noch ein Kreisel als Parkplatz

Anm.: der Redaktion: was wohl das Consejor Regulador in Jerez dazu sagt?


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R e z e p t

S t u d e n t e n m evon n u : der H ü h nAlmadraba erbrust mit Cola-soße Thunfisch

Jetzt gibt es ihn wieder überall frisch auf dem Markt: den roten Thunfisch der Almadraba, eine Köstlichkeit. Wie man ihn am besten auf der Plancha (Grill) macht, haben wir ja schon einmal gezeigt. Heute wolle wir Ihnen ein leckeres Rezept verraten: Thunfischgulasch.

dazu, nach Bedarf etwas Flüssigkeit (z. B. Gemüsebrühe oder einfach Wasser). Deckel drauf und bei niedriger Temperatur 10 min. lang durchziehen lassen.

Zutaten: (4– 6 Personen) 800 g frischer Thunfisch vom Markt ( in Deutschland alternativ Pankratius, festkochender Fisch) 2 rote Paprika 3 EL Olivenöl 2 Zwiebel 1 Zucchini 6 -7 Tomaten 2 Knoblauchzehen 2 Lorbeerblätter 1 D o s e To m a t e n p ü r e e (triturado) 1 Prise Zucker Meersalz, Pfeffer, Romero

Zwiebel und Knoblauch hinzufügen, glasig dünsten. Kleingeschnittenen Paprika hinzufügen, weiterdünsten. Geraspelte Zucchini (macht die Soße sähmig, man braucht kein Mehl) hinzufügen. Bei offenem Topf weiterbraten. Kleingeschnittene Tomaten hinzufügen, 2 Lorbeerblätter

1 D o s e To m a t e n p ü r e e hinzugeben, kurz aufkochen und den angebratenen Fisch hinzufügen, durchmischen, zudecken, mit Salz und Pfeffer , etwas Romero und Oregano abschmecken, kurz ziehen lassen, fertig. Als Beilage paßt Reis bestens dazu. Guten Appetit!

Roland Beysel Tipp:

Meersalz Das besondere feuchte Meersalz aus Sanlucar ist empfehlenswert. Es ersetzt weitere Gewürze , Geschmacksverstärker oder Aromate. Dieses Salz entspricht am ehesten der Zusammensetzung von Mineralien im menschlichen Blut und ist daher besonder gut geeignet zum Würzen.

Zubereitung: Fisch kleinschneiden, Öl in Topf erhitzen, Fisch kurz anbraten, aus dem Topf nehmen. Nochmals 2 EL Öl in den Topf, dann 1 Prise Zucker ankaramelisieren, gehackte

Spezialangebot für Leser des Residentenkuriers: Menu zu Mittag oder Abend: nur 10,50 € Beste Kreationen unserer neuen Chefköchin Raquel Martín Crta. La Barrosa (neben Popeye und Venta Alegria) Reservierung: Tel: 956 49 22 29

Haben Sie Interesse an einem Privat-Kochkurs mit Roland Beysel (max. 4 Personen), dann melden Sie sich bitte: Tel: 856– 11 52 22 r.beysel@web.de


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Veranstaltung

Wer an die „Küste des Lichtes“ kommt ist auf der Suche nach dem unverfälschten Andalusien. Hier zwischen Conil und Vejer de la Frontera projektiert unser Unternehmen die Wellnessfinca „Encanto Andaluz“, ein hochwertiges Boutiquehotel, das sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben hat. Im landestypischen Stil erbaut, liegt es in einer malerischen Landschaft mit Blick aufs Meer und bietet seinen Gästen pure Entspannung im Einklang mit der Natur. Die Finca verfügt über 36 Doppelzimmer und vier Suiten - alle mit fantastischem Blick zum Meer – sowie über eine Bodega, Konferenzräume und ein exquisites Restaurant mit edler Lounge. Highlight ist ein großer Spa, der auch externen Besuchern zur Verfügung steht und aus drei „Wellnesswelten“ besteht: einem andalusischen Hammam, einem asiatischen Zengarten und einer Nordischen Saunalandschaft. Unsere Projektentwicklung ist nun abgeschlossen und wir sind auf der Suche nach Weggefährten, die uns bei der Umsetzung finanziell begleiten möchten. Neun deutsche Privatinvestoren sind bereits im Projekt engagiert und schafften alle Voraussetzungen, um den Bau zu beginnen. Das Projekt genießt die volle Unterstützung der lokalen Politik sowie das Interesse eines bedeutenden Reiseveranstalters, mit dem bereits Verträge abgeschlossen wurden.

Ein Friseurbesuch mit Entspannungsgarantie! Geschenkidee: schenken Sie Wohlbefinden und Schönheit. Massagen, spezielle Haarpflege, Maniküre, Pediküre, Depilation, fragen Sie nach unseren Gutscheinen

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Öffnungszeiten: Mo vormittag geschlossen Mo nachmittag 18 - 21:30 h Di bis Sa: 10 - 14.00 h und 18:00 - 21:00 h C/de la Virgen, 5, CONIL Tel: 628 471 254


Sprachkurs

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Sprachkurs

Wir möchten Sie wieder auf eine schöne Seite im Internet aufmerksam machen, über die man bequem und mit viel Spaß Spanisch lernen kann. Sie finden dort Wörterbuch, Übersetzungen, Vokabeltrainer, und einen Spanien-Guide. Wir haben heute wieder ein Kreuzworträtsel für Sie.

Auflösung des Rätsels vom Mai

Auflösung im nächtsen Heft


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Serie Auswandern

JE0SEITS VO0 A0DALUSIE0

Der Junge von der Hühnerfarm Teil 4

(wer eine Folge verpaßt hat, kann sie im Archiv unter den letzten Kurieren nachlesen)

Jung, fesch, und vor allem zielstrebig: der junge Antonio war neugierig auf die Welt und wollte etwas aus sich machen.

Am Montagmorgen bin ich in Alicantes Hauptbahnhof angekommen. Ich nahm ein Taxi und gab dem Fahrer die Adresse. Calle El Cid n°siete (die genaue Adresse kannte ich von den vielen Briefumschlägen die ich für meine Mutter schreiben musste, wenn sie an meine Tante einen Brief schrieb. Ich hatte einfach eine ordentlichere Handschrift als sie). Als ich vor der Haustür meiner Tante stand, bat ich das Taxi zu warten, denn ich war unsicher ob die Nummer stimmte. Ich schaute auf der Klingel nach und tatsächlich da stand er, der Name meines Onkels: Manolo Lopez Carmona! Ich klingelte und meine Tante öffnete die Tür. Sie war überrascht mich zu sehen und dass ich dort allein stand. Aber bevor ich ihr alles erklären konnte, bat ich sie erst einmal um Geld, damit ich mein Taxi bezahlen konnte. Ich entlohnte den Fahrer, nahm meinen Koffer aus Karton und betrat die Wohnung in der Nummer 7. Nach einem guten Frühstück welches ich richtig genoss, erklärte ich meiner Tante und meine m Onkel meinen Überraschungsbesuch. Am späten Vormittag nimmt mich mein Onkel mit zu seiner

Nur für Residenten in den Provinzen Cadiz, Alicante und Murcia

Die beste Wahl: Wir versichern Ihre Gesundheit ohne Altersbeschränkung ab monatlich 29€ pro Person (Frau/Mann bis 49 Jahre). Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne Kontakt: Ray Morant — Tel: 956 108 371 oder 653 780 296

Email: r2006x@gmail.com

Arbeit ins Restaurant Nautico am Hafen von Alicante. Er setzte mich in eine Ecke wo ich keinen störte und ging seiner Arbeit nach. Eine Stunde später kam ein großer, eleganter Herr auf mich zu und fragte, ob ich der Neffe von Manolo sei und was ich in Alicante täte. Ich sagte ihm, dass ich Arbeit suche. Er fragte etwas genauer nach, welche Art von Arbeit oder Beruf ich mir denn vorgestellt hätte und ich antwortete wie vorher in Madrid auch: Automechaniker möchte ich werden. Hast du das schon gelernt, fragte er weiter, denn ich kann dir eine Arbeit in der Gastronomie anbieten. Egal antworte ich, Hauptsache Arbeit. Dann, sagte er, geh hinter die Theke und helfe Gläser spülen und die Kühlschränke aufzufüllen, wenn du das gut machst und es dir gefällt, sag bitte deinem Onkel Bescheid, er möchte mit mir darüber sprechen. Ich war stolz, endlich Arbeit. Am Montagmorgen zog ich meine einzige dunkle Hose an und ein weißes Hemd von meinem Onkel, denn um 10h begann mein erster Arbeitstag in der Gastronomie. Zu Mittag kam der Chef Don Antonio Perez Molina direkt an die Theke, ich hab mich nicht getraut hin zu schauen, aus Angst und Respekt. Er rief mich zu sich und bestellte eine Caña de cerveza bei mir!!! Ich dachte ich höre nicht richtig, der Chef möchte von mir ein


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Serie Auswandern

Erzählungen aus der Erinnerung eines jungen Andalusiers, der in den 60er Jahren nach Deutschland ging, dort sein Glück fand und erst im neuen Jahrtausend wieder zurückkam.

Bier gezapft und serviert haben. Ich schaue zu meinem Onkel, der nichts sagte, aber aufmunternd lächelte. Als ich schüchtern und nervös das Bier servierte, bedankte ich mich für die große Chance und fragte, wie lange ich diese Aushilfsarbeiten denn machen könne. Er fragte interessiert nach, ob mir die Arbeit gefallen würde und ich antwortete: Ja es gefällt mir schon, aber ich kann noch nicht viel, da ich bisher nur mit Hühnern gearbeitet habe. Er lachte lauthals auf und sagte, ich könne bei ihm lernen, wenn ich wollte. Ich war mir meiner aber nicht sicher und fragte ihn, ob ich wohl das Zeug dazu hätte, es zu lernen, und er antwortete, dass er mich beobachtet hätte und der Meinung sei, ich hätte meine Arbeit gut gemacht. „ Du hast das, was man in der Gastronomie braucht: Schnelligkeit, Präzision in deinen Bewegungen und Genauigkeit. Dir fehlt noch die Sicherheit und noch andere Sachen, aber das kommt von selber mit der Zeit. Das kann man lernen. Wenn du willst, kannst du nach der Mittagszeit deine Referenzen im Büro abgeben und dich beim Oberkellner melden, er weiß schon Bescheid.“ Ich war so überrascht das ich springen wollte, schreien oder sonst was. Das ging natürlich nicht, so ging ich zur Toilette, ging in die Kabine, wo mich keiner hören oder sehen konnte und weinte. Ich dankte

laut dem lieben Gott für meine erste Arbeitsstelle in der Gastronomie, ohne Hühner, allerdings auch ohne Auto. Aber ich war sehr, sehr glücklich und fühlte mich endlich auf dem richtigen Weg. Ich musste mir keine Niederlage eingestehen und unverrichteter Dinge zurück in mein Heimatdorf, ganz im Gegenteil, nun konnte ich jeden Monat Geld nach Hause schicken und meine Eltern unterstützen.

Fortsetzung folgt....

Restaurant La Terraza de Sindhura Genießen Sie exquisites Essen, in edlem Ambiente, mit fantastischem Panoramablick, in absoluter Ruhe. Spezialität: indische Curries, aber auch regionale Küche mit Fleisch und Fisch, Garnelen, etc. Geöffnet: Dienstag bis Samstag 20:00 bis 22.30 h Speziell: Samstag und Sonntag Mittagstisch: 13.30 - 15.30 h mit Menu a la carte für 19 € Patria s/n (Ausfahrt la Muela, Vejer de la Frontera) Reservierung unter Telefon: 956 44 85 68 www.hotelsindhura.com

Liebe Leser, Anders als bei den üblichen Auswanderergeschichten beginnen wir in der nächsten Ausgabe eine Serie über den „Jungen aus der Hühnerfarm“, ein spanischer Junge, der zur Zeit der Emigration in Deutschland aufgewachsen ist, sein Leben dort gemeistert hat und nun im Alter wieder nach Andalusien zurückgekehrt ist.


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Zum Abschluss etwas Heiteres. Die Kleinanzeige finden Sie nun in einem eigenen Register direkt auf der Webseite.

Die letzte Seite


Residentenkurier 8