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S ept ember 2 009

Jahrgang 1, Ausgabe 10

Herzlich Willkommen! Bienvenido! Inhaltsverzeichnis Der Sommer war heiß, für manche zu heiß, und das nicht nur in Spanien, sondern zum Teil auch in Deutschland. Hier wird auch der Herbst heiß, denn es geht um die Bundestagswahl im September, an der sich auch die Residenten im Ausland beteiligen können. Man darf gespannt sein, bei wie vielen Wahlversprechen sich die Politiker mal wieder „ versprochen“ haben. Wir versprechen sicher nicht zu viel, wenn wir sie in dieser Ausgabe einladen zu ein paar schönen Ausflüge im Herbst. Ob zu einer Wander-, Rad– oder

Reittour entlang der Via Verde im Gebirge von Cadiz, oder zum Nationalfest von Gibraltar, oder nach San Roque. Es gibt überall etwas Neues zu entdecken. Da es im August keine Ausgabe gab, stellen wir diesmal ein paar Ausflugsziele ausführlicher vor. Gerade im Herbst, wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, und vor allem nicht mehr so übervoll, ist es besonders schön, etwas mehr von unserer neuen Heimat kennenzulernen. Wir hoffen, damit auch bei allen, die nicht in der Region wohnen, Interesse zu wecken, sich diese Gegend im Süden Spaniens einmal anzuschauen.

Wir haben auch wieder viele Ratgeberseiten zusammengestellt und würden uns sehr über feedback freuen. Wer gerne selbst etwas berichten möchte, auch über andere Regionen, kann dies jederzeit tun. Herzlichst Beatrice Hohler Herausgeberin/Editora

Dr, Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft, gibt Informationen zum Wohnsitz in Spanien

2

Glühlampen ade

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Schweingrippe

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Ausflug: Olvera und die Via Verde de la Sierra

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Nationalfest in Gibraltar

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San Roque

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Hotel la Solana

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Wein-Spezial, Teil 2

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Garten im Herbst

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Hotel Playa Senator, Cadiz

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Buchtipp: Aquarelle über Sevilla Gemälde 7,50m hoch

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Glosse G. Hefele Rezept

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Achtung Prepaid-Karten Sprachkurs

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Auswanderserie: Jenseits von Andalusien: Telefonica-Erlebnisse

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Besuchen Sie unsere Webseite: www.residentenkurier.com

oder schreiben Sie uns: residentenkurier@gmail.com


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Interview

Fragen zum Wohnsitz in Spanien Dr. Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft gibt Auskunft Dr. Fuchs, Sozialreferent der Deutschen Botschaft in Madrid, gibt in diesem Monat Auskünfte über den Wohnsitz in Spanien, welche Vor– und &achteile dies mit sich bringt, und warum es wichtig ist, in Spanien gemeldet zu sein (Empadronamiento). Dr. Rainer Fuchs Sozialreferent der Deutschen Botschaft

Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Spanien:

Frage: Soll ich mich offiziell Dauerresident in Spanien melden?

Frage: Wann habe ich meinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien?

Antwort: Als deutscher Resident nehmen Sie in Spanien das europäische Recht der Freizügigkeit wahr. Die Respektierung der damit zusammenhängenden Rechtsvorschriften sollte selbstverständlich sein. Abgesehen davon, dass Sie gesetzlich nach spanischem Recht verpflichtet sind, sich nach drei Monaten registrieren zu lassen, liegt das auch in Ihrem eigenen Interesse. Viele spanische Vergünstigungen sind daran geknüpft, dass Sie Ihren Wohnsitz im Land nachweisen können (z.B. Zuzahlungsfreiheit bei Medikamenten, Fahrpreisermäßigungen, kommunales Wahlrecht). Außerdem helfen Sie damit auch den spanischen Gemeinden, von der Zentralregierung und der Region die nötigen Finanzmittel zum Aufbau notwendiger Hilfsstrukturen zu erhalten.

Antwort: Im Bereich der Sozialversicherung kommt es nicht auf den gemeldeten Wohnsitz, sondern auf den gewöhnlichen Aufenthaltsort an. Der befindet sich dort, wo Sie Ihren Lebensmittelpunkt haben. Es kommt also auf den Einzelfall und seine besonderen Umstände an. Eine klare Definition, insbesondere hinsichtlich des Zeitraumes, gibt es nicht. Wenn Sie in Deutschland ab- und in Spanien angemeldet sind, wird in der Regel davon auszugehen sein, dass Ihr gewöhnlicher Aufenthalt in Spanien ist. Auch wenn Sie in Spanien nicht gemeldet sind, kann Ihr gewöhnlicher Aufenthalt dort begründet sein. Überwiegt beispielsweise die in Spanien verbrachte Zeit des Jahres oder besteht in Deutschland keine eigene Wohnung, sondern Sie haben dort vielleicht nur ein Zimmer bei Ihren Kindern, wird in der Regel von einem gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien auszugehen sein.

Deutsche Botschaft Madrid Telefon: +34 91 557 90 00 Telefax: +34 91 319 75 08

Im Steuerrecht kommt es in Zweifelsfällen ebenfalls darauf an, wo der gewöhnliche Aufenthalt ist. Für die Besteuerung von Arbeitseinkommen gilt bei einem Aufenthalt von mehr als 183 Tagen im Jahr in der Regel spanisches Steuerrecht. Die Rentenbesteuerung richtet sich aber im Zweifel ebenfalls nach dem gewöhnlichen Aufenthalt.

www.madrid.diplo.

Hilfe für Deutsche, Rentenangelegenheiten Tel.: 91 557 90 67

Die Verpflichtung, sich in das EU-AusländerRegister eintragen zu lassen, besteht bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Spanien. Über Ihren gewöhnlichen Aufenthalt sagt diese Registrierung nichts aus. Sie ist aber ein starkes Indiz dafür. Das gilt auch hinsichtlich der Anmeldung bei der Gemeinde (empadronamiento).

als

Frage: Wie melde ich mich an? Antwort: Hierzu müssen Sie sich zunächst an das Rathaus (ayuntamiento) Ihres Wohnortes in Spanien wenden. Für die Anmeldung (empadronamiento) benötigen Sie in der Regel einen Reisepass und einen Nachweis über die Wohnung (Mietvertrag oder Nachweis von Grundeigentum). Einen Nebenwohnsitz in Spanien können Sie nicht anmelden, aber ggf. einen Zweitwohnsitz in Deutschland beibehalten. In Deutschland melden Sie sich entsprechend in der Gemeinde Ihres letzten Wohnsitzes ab. Darüber hinaus müssen Sie sich in das staatliche Register der EU-Ausländer eintragen lassen, wenn Sie länger als drei Monate in Spanien wohnen. Dazu gehen Sie in Ihr zuständiges spanisches Ausländeramt (Oficina de Extranjeros oder Policía de Extranjeros). Frage: Was ist Residencia“?

mit

der

„Tarjeta

de


Ratgeber

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„Leider gibt es die praktische tarjeta de residencia nicht mehr“

Antwort: Die „Residencia“ war die EUAufenthaltsgenehmigung für Residenten, die das Ausländeramt erteilt. Nach europäischen Rechtsvorschriften (RL 2004/38/EG) darf eine solche Genehmigung nicht mehr gefordert werden. An ihre Stelle ist daher jetzt die Registrierung getreten, die mit einem DIN A 4-Blatt bestätigt wird, das Sie ständig mitführen sollten. Bereits ausgestellte tarjetas de residencia gelten aber weiter.

Beschränkung Maßnahmen.)

auf

sofort

notwendige

Sie können alle Leistungen des spanischen nationalen Gesundheitsdienstes wie ein Spanier beanspruchen. Sie können die Leistungen der neuen staatlichen spanischen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen (abklären, wenn aus Deutschland Pflegegeld bezogen wird!)

Achtung: Sie unterliegen nicht mehr der deutschen, sondern der spanischen Leider gibt es die praktische Karte nicht mehr, Rentenbesteuerung. weil sie von der EU-Kommisssion als Diskriminierung von EU-Bürgern betrachtet Achtung: Ihre deutsche gesetzliche wurde. Viele deutsche Meldeämter stellen Krankenversicherung der Rentner ist nicht aber einen deutschen Personalausweis auch mehr verpflichtet, auf Privatrechnungen mit einem ausländischem Wohnsitz aus. spanischer Ärzte einen entsprechenden Fragen Sie ggf. bei dem Amt des letzten Kostenanteil zu zahlen. Wohnsitzes nach.

Bundestagswahl Frage: Habe ich $achteile, wenn ich mich ordnungsgemäß in Spanien anmelde? Antwort: Wenn Sie Ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Anmeldung entsprechen, finden bestimmte spanische und europäische Bestimmungen auf Sie Anwendung. Von daher kann nicht von Nachteilen gesprochen werden. Die Veränderungen, die die Anmeldung mit sich bringt, liegen darin begründet, dass Ihr gewöhnlicher Aufenthalt nicht in Deutschland, sondern im EU-Ausland ist. Frage: Was sind die Folgen, wenn ich meinen gewöhnlichen Aufenthalt nach Spanien verlege? Antwort: Die wichtigsten Konsequenzen hier noch einmal zusammengefasst: Ihre Rentenansprüche werden vom Wohnsitzwechsel grundsätzlich nicht berührt (über Ausnahmen reden wir beim Thema Rente). Sie können sich Ihre Rente wahlweise auf ein deutsches oder spanisches Konto überweisen lassen. Sie können bei einem Deutschlandbesuch weiterhin uneingeschränkte ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen (keine

Am 27. September ist es soweit: es darf wieder gewählt werden. Dies gilt auch für Residenten, die außerhalb der Bundesrepublik leben. Grundsätzlich gilt: wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat, darf überall auf der Welt seine Stimme abgeben. Wie man im Einzelnen vorgehen sollte, erfahren Sie auf der webseite des Bundeswahlleiters: http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_B UND_09/auslandsdeutsche/index.htm

Die im Ausland lebenden Deutschen müssen jeweils persönlich mit eigenem Antragsformular die Eintragung in das Wählerverzeichnis beantragen und den Antrag mit ihrer eidesstattlichen Versicherung, wahlberechtigt zu sein, an die Gemeinde, in der sie vor dem Fortzug aus der Bundesrepublik Deutschland zuletzt gemeldet waren, senden. Die Anträge müssen auf dem Formular spätestens am 21. Tag vor dem Wahltag, d.h. spätestens am 6. September 2009, bei der zuständigen Stelle in Deutschland eingehen. Die ausgefüllten Antragsvordrucke sollten deshalb möglichst frühzeitig zurückgeschickt werden. Hier noch eine nützliche Seite: http://www.meinestimme09.de/unterstuetzung

Impressionen aus bayerischen Wahlkabinen


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Unternehmer in Andalusien

Hilfreiche Unternehmertage in Almeria, Sevilla, Huelva, Cordoba—von turismo andaluz In den Provinzen Cádiz und Malaga waren sie ein großer Erfolg: Unternehmertage speziell für den Tourismussektor. Am 10. September ist Almeria Austragungsort, später folgen noch Sevilla, Huelva und Córdoba. Ausführliches Programm sowie Annmeldemöglichkeit findet man unter: http://jornadasaceleracionempresarial.turismoandaluz.com/


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Ratgeber

Glühlampenverbot in der EU läuft im September an Ab September beginnt die erste Phase des Glühlampenverbotes: statt der herkömmlichen Glühbirnen sollen europaweit nur noch Energiesparlampen zum Einsatz kommen. Experten halten diese Aktion für sinnlos, teuer und gefährlich. Bürger wollen sich nichts vorschreiben lassen und reagieren mit Hamsterkäufen. In Spanien erhält jeder Haushalt im Rahmen des Plan E mit der Stromrechnung 2 Gutscheine für kostenlose Energiesparlampen, einzulösen in Postämtern. Seit Jahren werden wir dazu erzogen, Energie zu sparen, wo immer möglich. Viele setzen dabei schon lange auf die Energiesparlampen, die zwar in der Anschaffung teurer sind, langfristig aber Kosten reduzieren, und vor allem: angeblich CO2 einsparen. Genau daran scheiden sich nun die Geister. Was die einen als umweltfreundlich propagieren, wird von anderen Experten als sinnlos, teuer, ja sogar gesundheitsgefährdend angesehen. Ausschlaggebend ist dabei offensichtlich der Blauanteil im Licht, ein „Wachmacher“, der sich negativ auf viele Körperfunktionen auswirken kann. Viele Experten sehen das Verbot als blinden Aktionismus, der von einer Regulierungswut zeugt, die der Klimapolitik kaum hilft. Dies hat mit dem Emissionshandel zu tun. Wenn künftig durch die Energiesparlampen weniger Strom nachgefragt wird, benötigen die Stromerzeuger weniger von diesen V e rs c h mu t zun gs re c h t en . Diese werden dann aber von anderen Firmen abgekauft, so dass unter dem Strich europaweit keine Tonne CO2 eingespart wird, die Emissionen bleiben gleich hoch. Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das ganze Verbot daher sinnlos.

Doch die EU ist stolz auf ihr Gesetz, mit dem sie nach 130 Jahren die herkömmliche Glühbirne verbietet. Ab 1. September müssen zunächst alle matten Birnen sowie die klaren 100-Watt-Birnen aus den Verkaufsregalen verbannt werden, im September 2010 die klaren 75-WattBirnen, ein Jahr darauf dann auch die 60-Watt-Leuchten. Im September 2012 müssen die verbliebenen 40- und 25Watt-Birnen vom Markt genommen sein. Ob sich der Austausch einer alten Glühbirne lohnt, hängt davon ab, wo und wie lange sie brennt. Lampen in Nebenräumen und Schränken werden oft nur wenig eingeschaltet und haben meist geringe Wattzahlen. Im Wohnzimmer brennt dagegen oft jeden Tag mehrere Stunden ein stärkeres Licht. Eine Energiesparlampe mit 20 bis 23 Watt erzeugt die gleiche Helligkeit wie eine 100-Watt-Glühbirne. Der Austausch bringt bei fünf Stunden Brenndauer am Tag in fünf Jahren rund 140 Euro Ersparnis. Ein e En e rgi esp a rl a mpe braucht im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne wesentlich weniger Leistung. Man rechnet in etwa um: 25 Watt : 5 bis 7 Watt 40 Watt : 7 bis 9 Watt 60 Watt : 11 bis 16 Watt 75 Watt : 15 bis 20 Watt 100 Watt : 20 bis 23 Watt

In der Regel passen Energiesparlampen in alle herkömmlichen Fassungen. Mittlerweile sind sie auch in Tropfen-, Kerzen– oder Glühbirnenform erhältlich. Bei dem jetztigen Verbot wurde offensichtlich nicht die gesamte Energiebilanz berücksichtigt. So brauchten Energiesparlampen bei der Erzeugung wesentlich mehr Energie. Das größte Problem stellt momentan aber die Entsorgung dar. Da diese Lampen Quecksilber enthalten, dürfen sie nicht in den Hausmüll gelangen, sondern müssen extra entsorgt werden. Dafür sind die Kommunen zuständig. Jährlich fallen etwa 120 Millionen solcher Lampen für die Entsorgung an,. Davon werden jedoch bisher nur ein Drittel erfaßt und ordnungsgemäß entsorgt. Die Deutsche Umwelt Hilfe (DHU) fordert von Handel und Kommunen ein funktionierendes und verbraucherfreundliches Sammelsystem. Energiesparlampen bei der Post? In Spanien findet bereits seit Monaten eine Aktion statt, bei der nach und nach alle Haushalte (zur Zeit Andalusien) 2 Gutscheine für Energiesparlampen bekommen, die man auf dem jeweiligen Postamt einlösen kann. Insgesamt werden so fast 22 Millionen Energiesparlampen gratis verteiltlt.


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Ratgeber

Schweinegrippe breitet sich rasant aus Hier ein Ratgeber, vom Verbraucherschutz Spanien

Fotos: dpa

Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen, mit richtigem Verhalten Ihr persönliches Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Die Schweinegrippe Ihre Symptome

und

Plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl, Fieber ≥ 38 °C oder Schüttelfrost, Schnupfen oder verstopfte Nase, Halsschmerzen, Husten oder Atemnot, Muskel-, Glieder- und/ oder Kopfschmerzen. Bei mehr als 25% der Infektionen treten Durchfälle und Erbrechen auf.

Wenn demnächst ein Impfstoff gegen A/H1N1 zur Verfügung steht, sollten Sie sich in jedem Fall impfen lassen. Das ersetzt aber nicht umsichtiges Verhalten, denn Sie können trotzdem erkranken, wenn das Virus sich verändert und somit kein Wie verhalte ich mich, wenn Impfschutz mehr gegeben ist. ich krank bin und die Mit wenigen Maßnahmen Symptome habe? können Sie das eigene Arztbesuch Infektionsrisiko minimieren und wenn Sie sich schon Gehen Sie nicht von sich aus angesteckt haben, Ihre Famili- z u m A r z t o d e r i n s enangehörigen und andere vor Krankenhaus. Rufen Sie zunächst den Arzt oder das Ansteckung bewahren. Krankenhaus an, um dort Für die Ansteckung mit entscheiden zu lassen, ob ggf. Grippeviren, auch denen der ein Hausbesuch stattfindet. „Schweinegrippe A/H1N1“ Ist hauptsächlich die Tröpfchen- Familienangehörige übertragung verantwortlich. Familienangehörige schützen Das Virus kann aber auch über Sie durch eigenes umsichtiges Schleimhäute in den Körper Verhalten. Benutzen Sie gelangen, wenn Sie Gegen- Einmaltaschentücher, die Sie stände anfassen, auf denen das s o fo r t n a ch Ge b r au ch Virus ist und mit den Händen entsorgen. Vermeiden Sie es, Augen, Mund oder Nase in die Handfläche zu niesen berühren. oder zu husten, nehmen Sie Überall wo Menschen zusammenkommen, ist im Prinzip die Möglichkeit gegeben, dass Viren übertragen werden. Dies gilt insbesondere dort, wo kranke Menschen aufeinandertreffen, wie beispielsweise in Arztpraxen, Krankenhäusern und Kliniken. Da das Virus auch 20 Minuten und mehr auf Gegenständen überlebt, zum Beispiel auf Aufzugsknöpfen, die gerade an g en i es t wu rd en o d er Geldscheinen, ist es für Sie besonders wichtig, Verhaltensregeln einzuhalten. Ihrer Gesundheit zuliebe

Einkäufe Sie sind alleinstehend. Wenn Sie nicht ausreichend Nahrungsmittel und Getränke zu Hause haben, bitten Sie Bekannte oder Verwandte, die notwendigen Einkäufe für Sie zu erledigen. Versorgung von Haustieren Geben Sie Ihre Haustiere für den Genesungszeitraum ca. 10-14 Tage in Pflege. Ist das nicht möglich, bitten Sie Verwandte oder Bekannte, die Tiere auszuführen. Kontakte Bei allen Kontakten gilt im wesentlichen das gleiche wie für Familienangehörige

Im Urlaub

Erkranken Sie im Urlaub, etwa im Ausland, sollten Sie in jedem Fall ärztliche Hilfe anfordern. Auskunft, wer zuständig ist, die Armbeuge. erhalten Sie an HotelrezepVerzichten Sie auf engen tionen. Sie erfahren auch die Kontakt, Händeschütteln, Adressen/Telefonnummern in Küßchen etc. Verwenden Sie örtlichen Zeitungen. Im eigene Handtücher und ein Ausland können Sie auch das antivirales Desinfektions- nächste deutsche Konsulat mittel, mit dem Sie alles anrufen und sich beraten abwischen, was Sie benutzt lassen. oder angefasst haben. Ihre Familienangehörigen sollten während Ihrer Pflege einen Mundschutz tragen und nach jedem Kontakt mit Ihnen die Hände gründlich waschen. Alle gemeinsam genutzten Gegenstände sollten nach Gebrauch gründlich gereinigt werden. Dazu gehören auch, unter anderem Türklinken.

Treten Sie auf keinen Fall ohne ärztliche Genehmigung die Rückreise an. Ist bei Ihnen die Erkrankung festgestellt und Sie reisen trotzdem und stecken zum Beispiel im Flugzeug jemanden an, kann Ihnen Schadenersatz und ein Strafverfahren wegen vorsätzl i ch e r Kö rp e rve rl e tz un g drohen.


Ratgeber

Falsche Hysterie?

Was kann ich machen, um mich zu schützen Tröpfcheninfektion und Schleimhäute Die Tröpfcheninfektion ist eine Infektion, die über die Atemwege übertragen wird. Zum Beispiel niesen oder husten in unmittelbarer Nähe (bis zu 4m). Allerdings kann das Virus auch über Schleimhäute in den Körper gelangen. Da das Virus geraume Zeit auf Gegenständen überlebt, können Sie sich anstecken, wenn Sie einen Aufzugknopf betätigen, der kontaminiert ist, sich in Bus oder Bahn festhalten, wo gerade geniest oder gehustet wurde und der Virus auf Ihrer Hand in Auge, Mund - oder Nase gelangt.

gründlich die Hände gewaschen haben. Stellen Sie bei einem Mitreisenden grippale Erscheinungen fest, verständigen Sie das Bordpersonal. Veranstaltungen Meiden Sie Massenveranstaltungen. Dort im Gedränge ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Verzichten Sie auf Discos zum Abfeiern im Urlaub. Einkäufe Ändern Sie vorübergehend Ihr Einkaufsverhalten. Kaufen Sie zum Beispiel einmal die Woche für fünf Tage ein statt jeden Tag. So reduzieren Sie die Ansteckungsgefahr dort um ein Fünffaches.

Was Sie nicht tun sollten Unterlassen Sie das Händeschütteln und das Begrüßungsküßchen auf die Wangen. Auch wenn das in vielen Ländern üblich ist, wird in der derzeitigen Situation jeder für die Distanz Verständnis haben. Hygiene, allgemein Händereinigen, besonders nach Kontakt mit erkrankten oder Bus und Bahn Viele sind auf öffentliche möglicherweise erkrankten Verkehrsmittel angewiesen. Personen, aber auch nach der Vermeiden Sie soweit wie Benutzung öffentlicher Vermöglich Haltegriffe, Halte- kehrsmittel, öffentlicher Toiletten stangen etc. Benutzen Sie bei etc. Händedesinfektion mit längeren Fahrten antivirale antiviralen Desinfektionsmitteln. Desinfektionsmittel. Berühren Sie erhalten diese Mittel und die Sie nicht Ihre Gesichtspartien Beratung dazu in der Apotheke. mit den Händen, bevor Sie sich Handtü cher, Waschlappen, vorher gründlich die Hände Bettwäsche von Erkrankten nicht gewaschen haben. mitbenutzen. Alle Kontaktstellen zu m B e isp i e l: Tü r gr i ffe, Waschbecken, etc. mit Flughafen, im Flugzeug Halten Sie auf Flughäfen desinfizierenden Einmaltüchern Abstand zu Reisenden. Auch abwischen. beim Einchecken ist ein S i c h e r h e i t s a b s t a n d v o n Hygiene für unterwegs mindestens 2 Metern sinnvoll. Desinfizierende Einmaltücher Sie kommen trotzdem mit. verwenden und regelmäßig die Benutzen Sie beim Flug Hände reinigen. Vermeiden Sie antivirale Desinfektionsmittel. vor der Reinigung oder dem Berühren Sie nicht Ihre intensiven Händewaschen den Gesichtsp artien mit d en Gesichtskontakt mit Ihren Händen, bevor Sie sich Händen.

Vorsorge für den Ernstfall Vorräte Falls Sie erkranken, wird Ihr Arzt und die Gesundheitsbehörde Sie bitten, bis zur Gesundung das Haus nicht mehr zu verlassen. Es empfiehlt sich also, für den Eventualfall Vorräte im Haus zu haben. Decken Sie sich für 14 Tage mit Lebensmitteln und Getränken ein. Hygienematerial In jedem Haushalt gehören zur Vorsorge antivirale Desinfektionsmittel, d esi n fi zi er end e Einmaltücher, Einmalhandschuhe und Gesichtsmasken. Ansprechpartner Ihr Hausarzt, Ihre Apotheke, auf Reisen die örtlichen Ärzte, Krankenhäuser, das zuständige Konsulat.

Wo kann informieren

ich

mich

Presse Verfolgen Sie die Tagespresse regelmäßig und halten Sie sich über die Entwicklung der Schweinegrippe auf dem Laufenden. Andere Veröffentlichungen I m I n t e r n e t : http://www.vsspanien.de/ vs-meldung.html Die Seite wird, sowie neue Zahlen der Gesundheitsbehörden vorliegen, meist täglich aktualisiert. Sie enthält weiterführende Links, über die Sie sich international, länderspezifisch, über den Stand der Infektionsrate informieren können.

Dient die Impfung im Rahmen der Schweinegrippe lediglich einem gigantischen Menschenversuch? Die Stimmen der Kritiker mehren sich, ja selbst Hinweise auf einen Zusammenhang von Donald Rumsfeld im Aufsichtsrat von Tamiflu wollen nicht verstummen. Ist diese ganze Pandemie mit ihrer Impfung eine Marketing-Strategie? Unter dem Vorwand der Bekämpfung der »Pandemie« empfiehlt die sogenannte »Weltgesundheitsorganisation« (WHO) den Einsatz von n ich t au sr ei ch en d g et est eten Impfstoffen – mit anschließender »Auswertung der Ergebnisse«. Laut Gerhard Wisnewski wurde die Imfempfehlung von der sogenannten S AGE - Gr u p p e h e r au s g e g eb e n (Strategic Advisory Group of Experts on Immunization). Die »Strategische Beratergruppe von Immunisierungsexperten« berät gemeinsam mit der Pharamaindustrie über weltweite Impfkampagnen. Niemand kann beispielsweise SAGE-Mitglieder daran hindern, direkt oder indirekt Aktien jener Hersteller zu besitzen, deren Impfstoffe und Grippemittel sie der gesamten Menschheit aufs Auge bzw. in den Arm drücken wollen. So wurden durch die von dem WHOSAGE-Komitee geschürte Schweinegrippen-Hysterie exakt die Aktienkurse jener Unternehmen »geimpft«, die in der SAGE Beobachterstatus haben. Papiere von Novartis und Gl a x o S mi t h K l i n e wa r e n v o r »Ausbruch« der Schweinegrippe im Keller. Seit März 2009 aber »breitet sich das Schweinegrippevirus beeindruckend schnell aus«, und seither steigen auch beeindruckend schnell die Kurse dieser Pharmafirmen. Imfpstoffe werden derzeit für alle Länder gebraucht, also für 6,75 Milliarden Bewohner! Ist die für jedermann offensichtlich harmlose »Schweinegrippe« die größte und bisher aggressivste Marketingkampagne für Impfstoffe und fragwürdige Grippemittel, die dieser Planet jemals gesehen hat? Das »Marketing« könnte sogar so weit gehen, das Produkt den »Konsumenten« im Rahmen einer Zwangsimpfung aufzuzwingen. Ein Traum für jeden Hersteller. Eventuelle Impfschäden sieht man leider erst im Nachhinein.


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Rutas de Andalucia

Olvera und die VIA VERDE de la Sierra Natur erleben mit der frischen Luft des Gebirges

Text und Fotos: Ana Sanín G Ingenious Studio S.L. ingenioustudio@yahoo.es Teléfon: 0034/ 956 130 654

M

itten im Gebirge von Cadiz thront auf einem Hügel die Stadt Olvera, mit einem Ambiente aus arabischem und andalusischem Mittelalter. Durch die Grenzlage zu den Provinzen Malaga und Sevilla nennt man Olvera auch „la Puerta Verde de Cadiz“, das „grüne Tor“ zur Provinz Cadiz. Ein bezauberndes weißes Dorf mit arabischem Ursprung. Hoch oben thront eine alte Burg. Sie wurde Ende des XII. Jahrhunderts errichtet und gehörte damals zum Königreich Granadas. 1327 wurde sie von Alfonso XI erobert. Während der

französischen Belagerung war sie Sitz der Truppen von Napoleon, bis sich diese 1812 zurückgezogen haben. 1877 wurde Olvera zur Stadt erhoben und bekam 1983 den Zusatz „historisch künstlerischer Komplex“, der denkmalgeschützt ist. Besonders interessant ist die Kirche „Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación”, Ende des 18. Jahrhunderts gebaut, mit 2 Glockentürmen. Sowohl die Burg als auch die Kirche stehen an privilegierten Plätzen, die einen herrlichen Ausblick auf dieses Weiße Dorf voller enger Gassen, weißer

Häuser, wunderbar mit Blumen geschmückt, bietet. Neben der Kirche ist das Museum „la frontera y los Castillos“ im Haus „La Casa de la Cilla“. Hier kann man sehr gut geschichtlich nachvollziehen, wie sich das Reich Al-Andalus vom 8. bis 15. Jahrhundert entwickelt hat, und man bekommt einen Eindruck vom damaligen bäuerlichen Leben. Von der Lage und dem Inhalt her kann man dieses Museum als einzigartig in ganz Andalusien bezeichnen. In der unteren Altstadt am Fuße des Hügels erstrahlt das barrio “de la Villa” in dem


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Jahrgang 1, Ausgabe 9

typischen andalusischen Stil, ein Labyrinth aus Gassen, in denen man sich leicht verlaufen kann, aber mit Hilfe der netten Bewohner immer wieder weiter findet. Die Hauptstraße, Calle Llana, steigt steil den Hügel an und stellt jedes Jahr in der Semana Santa eine besondere Herausforderung für die Träger der Statuen dar. Olivenproduktion

Die Landschaft rings um Olvera ist von Olivenbäumen gesäumt. Olvera ist das Zentrum für Olivenöl, berühmt für seine Reinheit, “El Aceite de Oliva Virgen Extra”, das dafür mit dem Siegel “Sello de Calidad de la Sierra de Cádiz” ausgezeichnet wurde. Dieses andalusische Gold sollte man in den verschiedenen Gastronomiebetrieben verkosten. Hier werden wunderbare Tapas gezaubert, die den Geschmack nach Tradition mit dem Aroma der familiären bodegas vereinen, ein Gemisch aus Most und Sympathie.

Via Verde de la Sierra: Olvera ist eine Station der berühmten Via Verde, die als landschaftlich besonders reizvoll gilt. Man kann die 36 km von Olvera bis zum Ort Puerto Serrano zu Fuß, mit dem Rad oder auch zu Pferd zurücklegen. Es ist eine einmalig schöne Route. Ursprünglich sollte hier eine Ei s e n b a h n l i n i e g e b a u t werden, die Jerez mit Almargen verbunden hätte. Man wollte die Region damit

wirtschaftlich beleben. Während der Diktatur von Primo de Riviera, im Jahre 1926, wurde der Gleisbau beschlossen. Die Bahnstrecke wurde aber niemals fertiggestellt. Aus dieser aufgelassenen Trasse wurde die Via Verde de la Sierra. Die Strecke hat 30 Tunnel und vier Viadukte, einer davon beim Fels „Zaframagón”, in dem man ein Vogelobservatorium findet. Hier kann man neben Adlern und Falken vor allem Gänsegeier beobachten.


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Rutas de Andalucia

Olvera: Ausflug entlang der ehemaligen Bahntrasse, heute VIA VERDE

Der ehemalige Bahnhof wurde renoviert und bietet nun Unterkunftsmöglichkeiten. Hier kan man Fahrräder buchen und sich auf die ehemalige Schienentrasse begeben. Zwischen Olvera und Algodonales kommt man durch das Gebirge Sierra de Lijar, mit einem Berg von 1051 m Höhe. Er ist besonders bei Gleitschirmund Drachenfliegern beliebt. Sie genießen den Flug über diese herrliche Landschaft voller Sonnenblumen und Olivenhaine. So haben sich hier entsprechende Flugschulen etabliert, um den Gästen dieses Vergnügen bieten zu können. Olvera liegt an einem wichtigen Drehkreuz zu den wichtigsten Hauptstädten Andalusiens: 105 km bis Sevilla, 110 km nach Malaga, 130 km von Cadiz

entfernt und 145 km von Cordoba, 160 km nach Granada. Von hier aus kann man die verschiedensten Touren und Ausflüge machen. Ausländer wissen diesen wunderbaren Ort und seine sympathischen Bewohner sehr zu schätzen.

ob Wandern, Reiten, Pferdeshows, Gastronomie und Wein oder die Besichtigung weiterer weißer Dörfer, Routen voller Sonne, Farben und Duft, vor allem aber voll von Kultur, in einer äußerst reizvollen Landschaft.

Wir laden Sie ein, diesen Flecken im Süden Spaniens zu entdecken und kennen zu lernen. Wir kümmern uns um Unterkunft und helfen Ihnen für verschiedenste Routen:

Ingenious Studio S.L. ingenioustudio@yahoo.es Teléfono: 956 130 654 Móvil: 647 69 53 29


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Kultur und Brauchtum

Gibraltar: >ationalfest vom 1. bis 7. September Im September ist Gibraltar ein ganz besonderer Anziehungspunkt, dann wird dort nämlich das &ationalfest gefeiert. Eine Woche lang Trubel und Heiterkeit, Konzerte, Ausstellungen, alles „very british“. Hier wird der ganze &ationalstolz zur Schau getragen. Bereits in 2 Referenden haben sich die Einwohner Gibraltars dafür ausgesprochen, auf jeden Fall britisch bleiben zu wollen, was den Spaniern nach wie vor ein Dorn im Auge ist. Eine alte Legende besagt: „solange es auf Gibraltar Berberaffen gibt, bleibt Gibraltar britisch.“ Daher werden auf dem sogenannten Affenfelsen die Tiere bestens gehegt und gepflegt. Die possierlichen Tiere sind vor allem bei Touristen sehr beliebt. Gibraltar ist immer ein attraktives Ausflugsziel. Für alle, die gerne feiern, britischen Humor und fish & chips lieben, ist ein Besuch zur National Week ideal (1. b. 7. Sept.). Wer sich dagegen die Stadt in Ruhe ansehen will, und nicht stundenlang in Staus und Menschenmassen versinken möchte, der sollte gerade diese Zeit meiden. Gibraltar ist ein von Affen bewohnter Kalkfesen an der südlichen Küste von Spanien, um den sich 29.000 Einwohner auf 6 km² drängen. Als Relikt alter Zeiten ist es seit 1713 bis heute eine britische Kronkolonie. Gibraltar ist das einzige der 14 britischen Überseegebiete, das Mitglied der Europäischen Union ist. Es ist für das Vereinigte Königreich sowohl wirtschaftlich wie auch militärisch von Bedeutung. Die Royal Air Force unterhält einen Luftwaffenstützpunkt, der Teil des internationalen Flughafens ist. Gibraltar ist zudem Flottenstützpunkt der Royal Navy und dient der Versorgung britischer und US-amerikanischer Flottenverbände im Mittelmeer und Nordatlantik. Insgesamt sind etwa 1.500 britische Soldaten in Gibraltar stationiert. Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, wo Berberaffen freilebend vorkommen. Deswegen nennt man Gibraltar auch den "Affenfelsen".

Die Affen sind eine der H a u p t a t t r a k t i o n e n vo n Gibraltar. Achtung: Man sollte keine Lebensmittel mit sich führen, die für die Affen sichtbar sind, sie stürzen sich auf alles! Es ist strikt verboten, die Affen zu füttern (Strafe: £500 )

Der Legende nach hat Winston Churchill in den 1940er Jahren angeordnet, dass immer mindestens 24

Affen auf dem Felsen leben sollen, da damals der Bestand der Affen gefährdert war, obwohl seit 1913 ein Korporal der britischen Armee für die Fütterung der Tiere zuständig ist. Im 21. Jahrhundert leben ungefähr 150 Berberaffen auf Gibraltar. Diese Affen sind zu einem Sinnbild für die britische Herrschaft in diesem Gebiet geworden. Wie die Affen nach Gibraltar kamen ist ungeklärt. Eine These besagt, dass die Affen durch die St. Michael's Cave, einer Tropfsteinhöhle, von Afrika nach Europa gekommen, andere Vermutungen gehen von der Ansiedlung durch Mauren oder sogar Römer aus. Allerdings waren Berberaffen früher auch in Süd- und Mitteleuropa heimisch, die Affen von Gibraltar könnten also durchaus von europäischen Vorfahren abstammen


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Einreise:

Gibraltar: >ationalfest vom 1. bis 7. September Viele Sehenswürdigkeiten findet man auf dem Felsen, den man mit dem eigenen Auto erklimmen kann, mit Taxis und dem Fahrer als Führer, oder mit der Seilbahn. Die Aussicht vom Gipfel ist einzigartig. Man kann entlang der Befestigungsanlagen wandeln oder die Anlagen im Felsen besichtigen.

Die Amstsprache ist englisch, man kommt aber auch gut mit Spanisch, Portugiesisch oder Italienisch durch.

Tunnelsystem Während der Belagerungen des Felsens von 1779 - 83 wurde im Felsen ein ausgeklügeltes Tunnelsystem zur Verteidigung und für den Aufenthalt der Menschen mit Schießpulver in den Berg gehauen. Durch die ehemaligen Schießluken für Kanonen hat man heute einen fantastischen Panoramablick. Im Weltkrieg wurde dies zu einer Festung im Felsen ausgebaut. Heute kann man die Tunnel besichtigen. In einigen Räumen sind militärische Szenen nachgestellt, untermalt mit entsprechenden Klängen.

Ein Muss ist die Besichtigung der Tropfsteinhöhle St. Michael Cave. Hier gibt es viele prähistorische Funde und Informationen über die Höhlenbewohner. Die Stalaktiten und Stalakmiten sind malerisch angeleuchtet. Die Höhle hat eine ausgezeichnete Akustik. Man sollte sich die Zeit nehmen, und ein wenig klassischer Musik lauschen, oder gar bei einem Konzert mit Orchester magische Momente genießen.

Für Bürger der EU und der Schweiz genügt mittlerweile ein Personalausweis bzw. Kinderausweis. Reisepass ist NICHT MEHR erforderlich.

Einkaufsparadies Gibraltars Geschichte ist überall gegenwärtig. Wer jedoch eher zum Einkaufen nach Gibraltar kommt, wird auch begeistert sein. Nur einen Katzensprung vom beschaulichen Andalusien entfernt, ist man mitten in einer britischen Metropole. Quer durch das Zentrum zieht sich die Mainstreet, mit einem besonders reichhaltigen Angebot an Juwelierläden, Elektronikgeräten, Parfums, Kosmetikartikeln und natürlich jeder Menge Souvenirs. Dazwischen viele nette britische Pubs, Bars, Restaurants, und natürlich eine große Auswahl an Banken. Denn in Gibraltar kann man nicht nur zollfrei

einkaufen, sondern auch besonders gut Geld anlegen oder Firmen gründen. Die Wirtschaft wird jedoch maßgeblich vom Tourismus bestimmt. Zum Nationalfeiertag (10. Sept.) werden die Häuser mit der Flagge Gibraltars geschmückt und mit rot-weißen Luftballons verziert. Für jeden Bürger wird ein Ballon „in die Luft entlassen“. Eine Woche lang wird ausgiebig gefeiert, mit vielen Konzerten an verschiedenen Orten, vor allem auch in der St. Michaels Grotte. Hier das Programm. Text: Beatrice Hohler Fotos:

Gibraltar Tourist Board, +350 20045000, mail: information@tourism.gov.gi

Währung: 1 Gibraltar Pound = 100 Pence. Währungskürzel: Gib£, GIP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10 und 5 Gib£, Münzen im Wert von 5, 2, 1 Gib£ und 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Pence. 1 Gib£ entspricht dem britischen Pfund Sterling. Britische Banknoten werden anerkannt; GibraltarBanknoten haben jedoch in Großbritannien keine Gültigkeit. Geldwechsel: Besuchern wird empfohlen, vor der Abreise alles nicht ausgegebene Geld zu wechseln. Kreditkarten: Alle internationalen Kreditkarten werden akzeptiert. Reiseschecks : Alle internationalen Reiseschecks werden akzeptiert. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr. Verkehr: es wird empfohlen, das Auto in la Linea (Spanien) stehen zu lassen und zu Fuß über die Grenze zu gehen. Gleich nach der Grenze warten dann Minibusse und Taxis auf die Touristen. In Gibraltar selbst zu parken ist sehr schwierig. Vor allem aber die Ausreise kann zu einer Tortur werden, vor allem wenn man in den Feierabendverkehr kommt, wenn die Menschen nach der Arbeit zurück aufs spanische Festland fahren. Dann steht man schon mal 2 Stunden im Stau. Gibraltar Flughafen: Es ist faszinierend und weltweit einmalig: die 4-spurige Straße von der Grenze zum Stadtzentrum wird von der Landebahn des Flughafens durchquert, so dass die Straße kurzfristig gesperrt wird, wenn gerade ein Flieger startet oder landet.


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Ausflug

Vo r d e n To r e n G i b r a l t a r s : S a n R o q u e “ Gastronomie-Marathon”, Anfang September Wenn zur &ational Week Gibraltar ausgebucht ist, ist es auch sehr reizvoll, in dem nahegelegenen, netten Städtchen San Roque zu bleiben und es zu besichtigen. Das Tourismusbüro bietet dazu kostenlos geführte Touren an (Dauer ca. 2 Stunden,), so dass man schnell das Wesentliche des Ortes gesehen hat. Das historische Zentrum ist typisch andalusisch mit hübschen Patios. Text. Beatrice Hohler Fotos: Tino Hohler Tourismusbüro San Roque: Plaza de Andalucía, s/n. Tel. 0034/ 956 694 005 http://www.sanroque.es/turismo/informacion

Als Gibraltar von den Engländern eingenommen wurde, flohen etwa 5000 spanische Bewohner und siedelten sich 1704 hier an. Sie retteten viele Kunstwerke und Figuren, die jetzt in den Museen und Kirchen von San Roque zu besichtigen sind. 1706 machte König Phillip V von Spanien San Roque zur ofiziellen Stadt “Gibraltar im Exil.” Ein wichtiges Monument ist der Palacio de los Gobernadores, von dessen Turm aus man einen wunderbaren Blick

über die Stadt bis nach Gibraltar hat. Daneben ist die Parroquia Santa Maria La Coronada, im toskanischen Stil aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde 1735 über der ehemaligen Ermita errichtet. Gleich daneben ist der Hauptplatz, Plaza de las Armas, mit dem Rathaus und netten Lokalen. Beeindrukkend ist auch die Plaza de Toros, in der sich ein Stiermuseum befindet. Die Arena wurde 1805 errichtet und zählt zu den ältesten in ganz Andalusien.

Gastronomie-Marathon Am 4. und 5. September kann man in und um San Roque in Bars und Restaurants regionaltypische Tapas genießen. Insgesamt beteiligen sich 39 Lokalitäten. In jedem erhält man einen Stempel. Es spielt keine Rolle, ob man zum Frühstück, Mittagessen, merienda oder Abendessen geht. Wer mindestens 5 Stempel vorweisen kann, nimmt an einer Verlosung teil und kann attraktive Preise gewinnen. Info: Tel 0034/ 956 694 005


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Idyllisches Landhaus La Solana Ein Haus mit besonderem Charme, zum Wohlfühlen Wer nicht in Gibraltar direkt übernachten möchte, sondern etwas Abgeschiedenes mit absoluter Ruhe sucht, dem können wir das Landherrenhaus La Solana del Alquimista bei San Roque empfehlen. Obwohl man nur einen Katzensprung von der quirligen Costa del Sol und Gibraltar entfernt ist, findet man hier wohltuende &atur, himmlische Ruhe, und einen ausgezeichneten Service, direkt vom Besitzer, dem sympathischen Josef Dobrounig. Er hat vor ein paar Jahren dieses Juwel entdeckt und in ein heimeliges Hotel verwandelt (B&B). Lä n d l i c h e r To u r i s m u s boomt. Wer dem Massentourismus in den Tourismuszentren und den Bettenburgen der Costa del Sol entfliehen möchte, der findet in ganz Andalusien ein breites Angebot an Haciendas, Cortijos oder alten Landherrenhäusern, im typisch andalusischen Stil. Hier zählt vor allem Ruhe, Erholung und Authenizität. Ei n g a n z b e s o n d e r e s Schmuckstück ist das Hotel Casa Señorial la Solana del Alquimista, am Rande von San Roque. Auf einer Finca mit 17.000 ha, umgeben von Wäldern und Gärten, kann man hier in Ruhe die Atmosphäre des 18. Jahrhunderts genießen, mit modernem Komfort. Das Haus wurde zuletzt 2008 renoviert. Man hat bewußt die Kapazität auf 11 Doppelzimmer und 3 Suites beschränkt, um Intimität zu gewährleisten. „Manchmal kommt eine Gruppe befreundeter Paare, die das gesamte Haus buchen und es genießen, einfach unter sich zu sein und ein paar erholsame Tage zu verbringen“ verrät uns der Besitzer. Der Österreicher lebt schon lange im sonnigen Süden Spaniens. Mit diesem Haus und dem Umbau in ein Gästehaus hatte er den richtigen Riecher. „Die Lage ist hier optimal. Man ist sehr nah am Mittelmeer und Atlantik, am quirligen Leben

Fotos: Roland Beysel Oben: Blumenpatio

der Costa del Sol, Europas besten Golfplätzen wie z. B. Valderrama, Alcaidesa oder San Roque Club. Unser Haus ist der ideale Ausgangspunkt für Routen ins Gebirge, z.B. nach Castellar oder Jimena. Gibraltar liegt quasi vor der Haustüre, ebenso wie Algeciras und Tarifa mit der Möglichkeit, einen Abstecher nach Marokko oder Tanger zu machen.“

Hauch von prachtvollen Zeiten. Bei den meisten Badezimmern konnten kunstvolle Kacheln im Originalzustand erhalten werden. In einem Bad wurde irgendwann einmal die Decke liebevoll mit vielen Muscheln verziert, ein wahres Kunstwerk. Im Haus vermischen sich Kunst und Tradition auf angenehme Weise. WiFI ist kostenlos in der Cafeteria.

Jedes der Zimmer ist individuell dekoriert, mit edlen Antiquitäten und dem

http://www.hotel-lasolana.es/ Tel: 0034/ 607 940 301

Mitte: Badezimmerdecke, mit Muscheln aufwändig verziert Unten: Badezimmer mit alten Fliesen


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Wein-Spezial

Die besonderen Weine aus der Gegend um Jerez Ernte und Reifung Die traditionellen Weine aus der Region um Jerez sind weltweit etwas ganz Besonderes. Sherryweine werden nach einem speziellen System gelagert und reifen anders als andere Weine. Mehr dazu in diesem 2. Teil (Text: Beatrice Hohler) Weinlese

Gärprozess

Ende August, Anfang Sept e mbe r, wenn die Trauben leicht braun werden, sind sie weich und süß für die Ernte. Rund 20 Tage lang werden sie von Hand gelesen. Daraus wird dann der Most gepresst, wobei man nach Traubenart unterscheidet. Die PalominoTraube, die für den fino und Manzanilla verwendet wird, wird nur sanft gepresst. Der Most dieser ersten Pressung, auch „YEMA“ genannt, kommt in große Tanks zur Fermentation, wobei sich der Zucker nach und nach in Alkohol verwandelt. Allgemein sagt man: an „San Andres (30.11.), el mosto vino es“. Ende November hat man also einen jungen, weißen, sehr trockenen Wein, der obendrauf eine Florschicht hat (Hefeblume). Diese Schicht schützt den Wein vor der Oxidation.

In zwei verschiedenen Abläufen wird der Sherry gegärt: zunächst die stürmische Gärung. Innerhalb weniger Tage werden dabei rund 90% des Zuckergehaltes in Alkohol verwandelt. Besonders in den ersten 36 Stunden ist diese Gärung sehr heftig und erhitzt den Wein. Aus diesem Grunde durchziehen Schläuche die Tanks, um mit kühlem Wasser die Temperatur in den Mosttanks konstant zwischen 22 und 24 Grad Celsius zu halten.

Die Trauben Moscatel und Pedro Jimenez haben wesentlich mehr Zucker. Um daraus süße Weine zu machen, werden die Trauben nach der Ernte zunächst auf Matten in der Sonne getrocknet, damit die Feuchtigkeit verdampft, bis sie ihr unnachahmliches Rosinenaroma bekommen. Schließlich werden alle Trauben in den Keltereien sanft gepresst. 100 kg Trauben ergeben dabei ca. 70 Liter sogenannten Mostvorlauf, der die Grundlage für den Sherry bildet.

Anschließend beginnt die ruhige Gärung, während der die Weine verschiedene Merkmale ausbilden. Diese sind ausschlaggebend für die Klassifizierung der Weine. Meist dauert die 2. Gärung bis Ende November. Bei den süßen Weinen wird dieser Fermentierungsprozess zu einem bestimmten Zeitpunkt bewußt unterb roc he n, d a mi t ni ch t sämtlicher Zucker in Alkohol umgewandelt wird. Die Jungweine werden aus den Tanks in Fässer abgefüllt. Traditionell kommt amerikanische, teils auch französische Eiche zum Einsatz. Die Weinprüfer sind wahre Meister ihres Faches. D a n k j ah rz ehnt e lan ge r Erfahrung, einer guten Nase und einer entscheidenden Portion Intuition bestimmen sie Fass für Fass, was aus diesem Wein einmal werden soll. Entsprechend malen sie ihre Klassifizierung mit

Kreidestrichen auf jedes Faß. Die Jungweine weisen einen Alkoholgehalt von 10 bis 12 Vol.% auf. Weine, die sich für Finos und manzanilla eignen, werden mit hochprozentigem Weingeist gemischt, um einen Alkoholgehalt von ca. 15 Vol% zu erhalten. Biologische Reifung Mit den kalten Wintertagen bildet sich in den Fässern ein Bodensatz aus abgestorbenen Zellen der Hefepilze. Der Wein ist dadurch sauber und bildet an der Oberfläche die „Blume“, eine Hefeschicht, die als Flor bezeichnet wird.


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Reifungsprozesse im Fass nach weltweit einmaligem System

Bei den finos bleibt diese Flor-Schicht während des gesamten Reifungsprozesses konstant, um jeglichen Kontakt mit Sauerstoff zu vermeiden. Daher nennt man den Prozess die „biologische Reifung“. Oxdative Reifung Jungweine, die eher für die lieblicheren Weine geeignet sind, werden mit Weingeist bis zu einem Gehalt von 16, 17, in wenigen Fällen sogar bis 18 Vol% gemischt. Damit geht die Florschicht kaputt, die Weine oxidieren und werden dunkler (wie bei einem angeschnittenen Apfel, den man liegen läßt). Ganz gleich wie dunkel die Weine werden, es bleiben doch immer Weißweine. Bis der Wein jedoch als Sherry genossen werden kann, reift er mindestens 3 Jahre in den Bodegas.

Bodegas

„Solera y criadera“

Die Bodegas sind sehr hohe, imposante Gebäude und werden auch „Kathedralen des Weines“ genannt. Damit der biologische Reifungsprozess gelingt, müssen die Bodegas gut durchlüftet sein. Dunkelheit und Stille begünstigen den Flor. Einige Bodegas beschallen die Fässer mit angenehmer Musik, für ein besonderes Aroma..

Der Reifungsprozess von Sherry gelingt nach einer weltweit einzigartigen Methode: mit dem System der solera y criadera. Dazu werden die Fässer in 3 bis 4 Reihen übereinander gelagert. In der untersten Reihe, der solera, befinden sich die ältesten Weine. Die Reihe der Fässer unmittelbar darüber ist die 1. criadera, mit einem etwas jüngeren Wein. Darüber kommt in der 2. criadera noch jüngerer Wein, der jedes Jahr zum Teil mit dem frischen Wein aufgefüllt wird.

Meist sind die Bodegas von Nordwest nach Südost ausgerichtet, um ein Minimum an Sonnenstunden zu haben, dafür ein Maximum an Feuchtigkeit. Die Fenster sind hoch über dem Boden, damit die Sonne die Fässer nicht erreichen kann. Die Fensteröffnungen werden mit Jalousien oder Espartograsmatten abgedeckt. So kann zwar der Wind vom Meer durchdringen, aber nicht das Licht. Mauern und Böden gewährleisten auch eine hohe Luftfeuchti gkeit. Im Sommer werden die Böden aus Sand und Kalk regelmäßig gewässert, damit die Räume angenehm kühl bleiben.

Um Sherry in Flaschen abzufüllen, wird jeweils aus der untersten Reihe, der solera, etwas Wein abgelassen (maximal 40%), und mit dem Wein der darüberliegenden Reihe wieder neu gefüllt. Entsprechend werden die Fässer der ersten Reihe mit etwas Wein aus der 2. Reihe aufgefüllt. Das Reifungssystem ist daher dynamisch, wobei stets gereifte Weine mit jüngeren vermischt werden. Auf diese Weise nehmen die Jungweine nach und nach die guten Eigenschaften der alten Weine an, die älteren Weine werden etwas aufgefrischt, und die Florschicht bekommt neue Nahrung. Dadurch gelingt es auch, dass ein Sherry immer konstant gleich schmeckt, und man keine Jahrgangsweine hat. Die solera gilt dabei als die „Seele“ einer Bodega, denn der Wein, der darin lagert, hat noch Spuren vom Wein seit der Gründung einer Bodega. Ein Sherry, den wir heute trinken, schmeckt noch genauso wie der, den die Vorfahren, Reisenden und Schriftsteller vor vielen Jahrzehnten genossen und beschrieben haben.

Text: Beatrice Hohler Fotos: Consejo Regulador und Beatrice Hohler Fortsetzung folgt

Consejo Regulador Avd. Alvaro Domecq, 2 11402 Jerez Tel: 0034/ 956 33 20 50 www.sherry.org Samstag vormittag Weinproben verschiedener SherryProduzenten. Anmeldung erforderlich.


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Ratgeber

Der Garten im Herbst Vi v e r o s H e r m a n o s O l m e d o , J e r e z

Exklusiv: Leser des RESIDENTENKURIER erhalten 10 % Rabatt. Einfach diese Seite ausdrucken und mitnehmen, oder auf den Kurier (deutsche onlineZeitung) hinweisen.

Gartencenter Hnos.Olmedo, Jerez Carretera Arcos de la Frontera, km 1,5 (siehe google-map: http://maps.google.de/maps/ms?ie=U TF8&hl=de&msa=0&ll=36.702799,6.083465&spn=0.071842,0.115185&z =13&msid=116184809648231014103 .00046db46a58ad503035e )

Tel/Fax: 956 311 881

Im Herbst blüht noch mal alles im Garten so richtig auf. Es ist die Zeit der Ernte und vor allem in Deutschland auch die Zeit zur Vorbereitung des Gartens für den Winter. Die Sommerhitze ist vorbei. Das sanfte Licht des Septembers läßt unter anderem Dahlien und japanische Anemonen erstrahlen. &achts fällt Tau. Die Bäume sind voller Früchte, nun kann geerntet werden. In den Gartencentern findet der ambitionierte Gärtner alles, was er nun braucht. In Jerez bietet ein Gartencenter nicht nur ausgezeichnete Pflanzen und Ratschläge an, sondern speziell für Leser des Residentenkuriers auch 10 % Rabatt. Der Herbst ist die ideale Zeit für die Vorbereitung auf den Winter, und man legt den Grundstein für die nächste Gartensaison im Frühjahr. Jetzt kann man beispielsweise gut Rettich, Feldsalat oder auch Knoblauch pflanzen. Man sollte ihn nicht nur im Kräutergarten pflanzen, sondern auch zwischen Rosen oder im Erdbeerbeet. Jetzt ist auch ein guter Moment für lechuga und Spinat oder auch junge Möhren. In Spanien werden die Jungpflanzen am besten mi t t roc kenen Piniennadeln abgedeckt. Solange es noch heiß ist, sollte man reife Tomaten, P a p ri ka , Gu rke n u nd Kürbisse ernten. Anfang September reifen auch Zwiebeln und Knoblauch,

Knollen, die man zum Trocknen aus der Erde holen sollte. Das gleiche gilt für aromatische Kräuter, wie Melisse, Minze, Dill.

Nun kann man sich auch Gedanken für das Frühjahr machen und Blumenzwiebeln setzen, wie Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen, Anemonen, Narzissen. Um sie vor Wühlmäusen zu schützen, pflanzt man sie am besten in Drahtgitterkörben. Ferner kann man jetzt gut den Rasen neue einsäen und neue Beete anlegen. Ende des Monats werden Gehölze gepflanzt.

Geerntet werden jetzt auch Pflaumen, Äpfel und Birnen. Vor allem Beerensträucher u n d S t a u d e n mü s s e n zurückgeschnitten werden, ebenso wie Hecken. Das fallende Laub kann zum Abdecken und Düngen genutzt werden.

Gartencenter Hermanos Olmedo, Jerez (carr. de Arcos, km 1,5, Nähe AB Sevilla) reichhaltige Auswahl an Pflanzen in allen Variationen, für innen und außen Keramikgefäße, Gartenmöbel, Gartengeräte, Brunnen Besonders edle Deko-Artikel, Telefon: 956 311 881 10% Rabatt für Leser des

Residentenkuriers


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Jahrgang 1, Ausgabe 9

Entspannung pur in Cadiz Eintauchen und sich wohlfühlen: es ist eine Wohltat, die man sich immer wieder mal gönnen sollte. Mitten in Cadiz lockt eine einzigartige Badelandschaft zu einer Kurzerholung: schon nach 2 Stunden fühlt man sich wie neugeboren. Dazu muss man nicht Hotelgast sein. Das Spa im Hotel Senator steht vor allem auch Residenten zur Verfügung, mit sehr interessanten Angeboten. Verwöhnen sie sich doch mal selbst. Wir haben es getestet: wunderbar!!

Text. B. Hohler Fotos. Hotel Spa Senator, Cadiz

Oder man nutzt den Aufenthalt im Wasser in Verbindung mit einem Mittag- oder Abendessen in einem der schönen Restaurants des Hotels. In Cadiz übernachten Das Hotel selbst hat einen wunderbaren andalusischen Innenhof, perfekten Service und freien Wireless-Lanzugang im ganzen Haus. Es liegt mitten in der historischen Alstadt, so dass man die Stadt einfach zu Fuß Hat es Sie nicht auch schon manchmal genervt: man besichtigt eine Stadt, oder geht einkaufen, und dann ist ab 14:00h alles zu, und ist erst wieder ab 17. oder gar 18 Uhr geöffnet. Was macht man in dieser Zeit? Hier ein optimaler Vorschlag: Gehen Sie doch einfach mal in Cadiz in ein SPA, zur Abkühlung und Entspannung. Im Hotel Playa Senator wartet eine großzügige Badelandschaft, eingebettet wie in eine Grotte, mit speziellen Angeboten für Residenten auf: ab 20 € können sie die verschiedenen Becken durchprobieren, mit unterschiedlichen Temperaturen,

mit Massagedüsen, Unterwasser-Massageliegen, Sprudelbecken, Kneippbecken, sich unter Wasserfälle und – Fontänen stellen, oder auch im großen Schwimmbecken ein paar Runden drehen. Anschließend noch ein Saunagang gefällig? Zwei finnische und eine Dampfsauna sind beim Aufenthalt im Spa Acguaplaya im Hotel Senator mit dabei. Man braucht lediglich Badekleidung, eventuell Badeschuhe. Handtücher werden gestellt. Das Beste ist jedoch: für nur 1 € mehr bekommt man zuzüglich zum Badespaß im Hotel ein Frühstück, eine Tapa, oder eine Merienda.

beischtigen kann. Sicher haben auch Residenten oder ihre Gäste zu bestimmten Gelegenheiten Lust, Cadiz ausgiebig zu erkunden, das Nachtleben oder Theater zu genießen. Wer sich eine Übernachtung im Hotel gönnt, kann auch den einzigartigen Pool auf der Dachterrasse nutzen, mit wunderbarem Ausblick auf die Stadt und das Meer. Vielleicht beim nächsten Geburtstag/ Hochzeitstag?


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Buchtipp

Lebenslust und Alegria in Sevilla Donat-Verlag veröffentlicht eine einmalige Aquarell-Sammlung Die Künstlerin Lisel Oppel (1897—1960) verbrachte das Frühjahr 1957 in Sevilla und war tief beeindruckt von der Lebenslust und Frömmigkeit, mit der die Sevillanos die Semana Santa und die anschließende Feria de Abril feiern. Sie hat diese Eindrücke in Aquarellen festgehalten. Der Donat-Verlag hat gerade ein Buch mit einer Auswahl dieser einzigartigen Aquarelle herausgegeben. Im Herbst ist eine Buchvorstellung in Sevilla vorgesehen.

Donat-Verlag „Sevilla - Aquarelle von den Frühjahrsfeierlichkeiten 1957“ Aquarelle von der Worpswerderer Künstlerin Lisel Oppel Preis: 18 € www.donat-verlag.de/ Bestellung: http://www.donat-verlag.de/buchdetail.php?buchid=232&katid=27

Lisel Oppel war eine leidenschaftliche Malerin, die in ihrem Leben weit gereist ist und überall Eindrücke gesammelt hat. Sie gehört zu der 2. MalerGeneration der berühmten Künstlerkolonie Worpswerde. Im Gegensatz zu anderen Künstlern aus dieser Gruppe hat sie sich immer vehement dagegen gewehrt, den Nationalsozialisten im Dritten Reich die Hand zu reichen. Sie weigerte sich, in die Reichskulturkammer einzutreten. Daraufhin erhielt sie keine Bezugsscheine mehr für Malutensilien. Da sie sich sehr um einen französischen Zwangsarbeiter gekümmert hatte, wurde sie am Ende des 2. Weltkrieges zu einem Jahr Zwangsarbeit und Gefängnisaufenthalt verurteilt. Doch sie war eine eigenständige, selbstbewußte Frau, die sich nicht unterkriegen ließ. Für sie war ihre künstlerische Tätigkeit stets oberstes Ziel. Dafür setzte sie sich schon einmal über bürgerliche Konventionen hinweg. Lisel Oppel studierte von 1914 bis 1918 an den Kunstgewerbeschulen in Bremen und München. Seit 1919 ließ sie sich dauerhaft in Worpswerde nieder. Doch sie ist immer gerne in den Süden gereist, nach Italien, Marokko, Spanien, Ägypten und in die Schweiz. In den 50er Jahren war sie besonders kreativ und malte Portraits, Landschaften, D o rf s z e n e n u n d i h re

berühmten Schützenfest– und Laternenkinderbilder. Bei ihrem Besuch 1957 in Sevilla erlebte sie die spanische Lebensfreude, mit der selbst tiefreligiöse Anlässe wie die Karwoche zu einem Fest voller Leiden-

schaft und Inbrunst werden. Die Sevillanos drücken Ihre Gefühle und ihren Stolz mit Tanz und Musik aus. Dabei sprühen sie vor Lebenslust, doch immer mit Anmut und Grazie. Dieses fröhliche Treiben hat Lisel Oppel in ihren Aquarellen eingefangen. Es ist ihr gelungen, die typische spanische Lebensfreude mit ihrer typischen Malerei und Ausdrucksweise zu kombinieren. Die Sammlung „SevillaAquarelle von den Frühlingsfeierlichkeiten 1957“ sind online im Donat-Verlag zu bestellen (oder für Residenten vor Ort auch direkt beim Residentenkurier). Ein Vertrieb über den Leseladen Libresso ist ebenso vorgesehen.


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Ein Kunstwerk der beonderen ART: Mural, 7,50m hoch

Es wird ein Meisterwerk: die Künstlerin Uta Geub in Sanlucar arbeitet seit Monaten an einem besonderen Gemälde: es wir 7,50m hoch und 3m breit. „ das ist ja 3x so hoch wie ein Stockwerk, also höher als so manches Haus“ dachte ich mir und wollte wissen, wie man so etwas überhaupt bewältigen kann. Wir haben der Künstlerin in ihrem „Atelier“ besucht. Ihr Atelier, das hat Uta für dieses Kunstwerk in eine Halle einer ehemaligen Bodega verlegt. „Es war niocht einfach, einen geeigneten Raum zu finden“. Auch diese Halle ist nicht groß genug, so dass Uta ihr Gemälde in 3 Teile und Leinwände unterteilt hat. „Die mußten eigens angefertigt werden, und auch das gesamte Gestell für die Leinwände habe ich mir selbst gebastelt“. In der Halle passen nur zwei Leinwände übereinander. Um in dieser luftigen Höhe überhaupt arbeiten zu können, hat sich Uta einen Gabelstapler besorgt. Zunächst mußte sie die Zeichnung im richtigen Maßstab auf die Leinwand übertragen. Lineal und Zirkel hat sie sich dafür selbst gebastelt bzw. eine Metalllatte zu Hilfe genommen.

Mit viel Disziplin und Ehrgeiz arbeitet sie sich Stück für Stück voran. Anfang Oktober ist es soweit: dann wird dieses Meisterwerk die Wand im Innenhof des Institutes für Technologie in Sevilla zieren. Residentenkurier wird berichten.

Etliche Radiergummi haben sich dabei in Krümel aufgelöst, bis Uta mit dem Ergebnis zufrieden war. Dann hat sie sich ihre Farbpalette zusammengestellt und alles nach Wunsch gemischt. Mich überrascht immer wieder die einzigartige Brillianz ihrer Farben.

Bar ECHATE PA 'YA'

Tel: 956.87.57.01

movil: 660 723 378

Seit 1958: gemütliche Bar mit schönem Ambiente, im Herzen von El Puerto de Santa Maria Tapas und Portionen Geöffnet: täglich (außer Montag) Von 11.00 bis 18.00 h und ab 19.30 h bis Sperrstunde

Wo? Riviera del Marisco, 11500 El Puerto de Santa Maria (Parken am großen Hauptparkplatz des Hafens)


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Was wir von den Andalusiern lernen können

Wetteraussichten

Zur Zeit können wir hier an unseren andalusischen Küsten mal wieder so richtig der Schadenfreude frönen, die ja bekanntlich die schönste Freude sein soll, wenn wir das Wetter im übrigen Europa, besonders in der alten Heimat, mit unsrigem hier vergleichen ! Was sind wir doch klimamäßig priviligiert, das sollten wir uns vor Augen halten, meint Gabriele Hefele. Wir kennen doch alle die Anrufe frustrierter Bewohner nördlich der Alpen, deren Sommer sich dieses Jahr mal wieder auf nur vier zusammenhängende Tage konzentriert: „Was habt Ihr denn gerade für Wetter ?“ Eine völlig überflüssige Frage in diesen Monaten für unsereins, denn Sonne haben wir sowieso, Regen gibt es nicht – bis auf einzelne schmierige Riesentropfen für zwei Minuten - zwischen Ende Mai und Ende September; die Gretchenfrage am Morgen heisst allenfalls: Haben wir heute Levante oder Poniente ? Also den Ostwind aus der Richtung, in der die Sonne “se leva“ = aufgeht oder aus der Gegenrichtung, dem Westen, wo sie „se pone“ = sich zum Schlafen niederlegt.

Land vor sich fand, um sich auf seinem Weg nach Sevilla aufzuwärmen. Dafür aber ist Waschtag angesagt, weil man ungefähr drei Trommeln draussen an der Wäscheleine trocken kriegt. Hängt aber ein Schleier über Meer und Küste, dann ist Poniente angesagt, dann wird es einerseits 10 Grad „kühler“ (!), hat immer diese herrlich leichte Brise vom Meer, jedoch eine Luftfeuchtigkeit von 85 % aufwärts, für mich oft gefühlte 120 %, wenn das überhaupt möglich wäre. An diesem Tag lässt man das Waschen lieber sein: Die Wäschestücke fühlen sich auch nach 12 Stunden an der Leine immer noch klamm an. Mit Gärtner Miguel diskutieren wir immer heftig, welcher Wind der bessere sei: Seiner Meinung nach arbeitet es sich leichter bei Poniente, auch wenn man dreimal am Tag das T-Shirt wechseln muss. Ich bin gro ß e r A nh än ge r d e s Levante: Ich fühle mich dann nicht so matt, kann besser durchatmen, denn es gibt nicht so ‚schwere’, wasserangereicherte Luft. Klar, ab zwei Uhr nachmittags geht im Freien bis eigentlich 21.00 Uhr nichts mehr, deshalb hier die sinnvolle Erfindung der Siesta ! Sogar unsere Pferde galoppieren an LevanteTagen mittags von der Weide in den kühleren Stall und wagen sich erst ab 19.00 Uhr wieder hinaus.

Haben wir ersteres, Levante, dann schwinge ich mich munter aus dem Bett, denn er bringt kühle Luft früh und abends, wird aber über mittag für 40 Grad und das Gefühl sorgen, man halte sich einen Haarfön auf Stufe zwei ans Ohr ! Kein Wunder, da er vom An der Costa del Sol ist die Mi tt el me e r ko mmt und W i r k u n g natürlich ausreichend Zeit und trockenes umgekehrt: Der Poniente

wird auf seinem Weg vom Atlantik über Land aufgeheizt und der Levante bringt vom nahen Mittelmeer die frische Brise. Aber allen Bewohnern an beiden Küsten ist gemeinsam, dass wir immer zu Freiluft-Sommer-Parties einladen können und nie eine Regen-Zelt-Variante in der Hinterhand haben müssen -ätsch! Und was sind wir doch für Wetter-Snobs geworden, denn so müssen wir den nördlichen Freunden vorkommen, da wir dann doch sehnsüchtig auf den e r s t e n g r o ß e n Septemberregen warten, der den grauen Staub von den Bäumen wäscht, der uns wieder kräftig durchatmen lässt. Wie verwöhnt aber auch unsere deutschen Pferde geworden sind, die einst bei 12 Grad „lauem“ Mairegen unbeeindruckt den ganzen Tag auf der Wiese fraßen, sieht man daran, dass sie sich dann bei diesem wirklich milden Regen sofort in den Stall flüchten! Ausserdem wird es nicht mehr lange dauern und Gärtner Miguel kommt bei 20 Grad Morgen-Temperatur an und schleudert mir dann ins Gesicht: „Que frio!“ __________________ Wer die CD kaufen möchte, um sich an wunderbaren Geschichten über den andalusischen Gärtner zu erheitern, wendet sich direkt an: Dr. Gabriele Hefele Tel. 952 89 3054 Fax 952 89 3156 gh@BioRanch.com www.BioRanch.com


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R e z e p t

S t u d e n t e n Sommergericht: m e n u : H ü h n e r b r u s tHähnchen m i t C o l a - s o„al ß e Tigre“ Leichtes

Heute verrät Roland Beysel die Zubereitung für das Lieblingsgericht deutscher Touristen im Hotel Barrosa Garden: Hähnchen „al tigre“, wobei mit „tigre“ eine bestimmte Art von Garnelen bezeichnet werden. Eine interessante Kombination. Zubereitung: Pfanne oder Topf erhitzen, 1 EL Öl reingeben, 1 Teelöffel Zucker dazu, Zwiebelringe glasig dünsten. Papirka ein feine Streifen schneiden und dazugebenalles gut anbraten. Die Hühnerbrust in Würfel schneiden, in die Mitte der P f a n n e ge b e n , e t w a s anbraten.

5 min. vor dem Servieren die rohen (oder gekochten, oder aufgetauten) geschälten gambas hinzufügen. Nicht vorher, damit sie saftig bleiben und nicht zu trocken werden, sind sehr schnell gar! Alles kurz aufkochen, 5 min. ziehen lassen, und dann servieren, entweder mit Nudeln, Reis oder Weißbrot.

Nach etwa 5 - 6 Minuten fein gewürfelte Tomaten dazu geben und ca. 5 min. braten lassen. Püree und Lorbeerblatt dazu und auf niediger Flamme zugedeckt etwa 15 20 min. ziehen lassen. (al gusto, bißfest oder gar).

In Deutschland könnte man, wenn es keine frischen Garnelen gibt, auch Eismeergarnelen oder gefrorene Gambas kaufen. (Sie werden aufgetaut genauso wie die rohen in die Panne gegeben.)

Roland Beysel

Zutaten für 4 Personen ● 500 g Langostinos

(roh), man kann auch bereits geschälte nehmen, dann genügen 250 g ● 500 g Hühnerbrust ● 2 Paprika rot, 2 grün ● 4 Tomaten ● 3 Knoblauchzehen ● 1 mittelgroße Zwiebel ● Tomatenpüree(250 ml) ● Salz, Pfeffer,

Lorbeerblatt ● 1 TL Zucker

Haben Sie Interesse an einem Privat-Kochkurs mit Roland Beysel (max. 4 Personen), dann melden Sie sich bitte: Tel: 856– 11 52 22 r.beysel@web.de

Gutschein für den Besuch des Zoo und Botanischen Gartens in Jerez, 2 x 1 , von 2 Personen zahlt nur einer Eintritt Sie können den Gutschein auch direkt bei den Branchen-clicks anklicken und ausdrucken


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Service

Achtung bei prepaidkarten: unbedingt registrieren, sonst verliert man eventuell die Telefonnummer, unwiederbringlich Haben Sie ein spanisches Mobiltelefon mit Prepaidkarte? Dann bekommen sie sicher eine SMS, dass sie sich in ihrem Telefonladen melden sollen, und zwar bis zum 8. November. Was es damit auf sich hat, erklärt unser Leser Dr. Zacharias Freydell. Besten Dank. Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise im blog (Suche: links oben: prepaid) Im wesentlichen als Ergebnis der Terroranschläge in Nordamerika vom September 2001 müssen Mobilfunkkunden weltweit ihre Anschlüsse registrieren lassen, auch wenn es sich um eine Prepaid-/Vorkasse-SIMKarte handelt. Dabei werden neben der Rufnummer und der SIM-Nummer der Name und die Anschrift des Anschlussinhabers erfasst. Auch ausländische Kunden, die im Besuchsland über keinen Wohnsitz verfügen, können unter Angabe ihres Heimatwohnsitzes eine Prepaidkarte registrieren. In Spanien müssen bis zum 08. >ovember 2009 alle Prepaidkarten registriert sein. Wer dies bis zum Stichtag 08. November nicht erledigt hat, verliert seinen Anschluss und u. U. auch seine

Rufnummer. Die SIM-Karte wird in diesem Fall vom Netzbetreiber abgeschaltet, dies ist eine gesetzliche Anforderung. Inhaber einer spanischen Mobilfunk-SIM-Karte sollten sich demnach rechtzeitig mit ihrem Netzbetreiber (Movistar, Vodafone, Orange, Yoigo) oder Telefondiskonter (Bsp. Simyo, Más, Lebara, u. v. m.) in Verbindung setzen, um die Karte anzumelden. Die Registrierung muss persönlich in einem Telefonladen vor Ort vorgenommen werden. Als Identitätsnachweise werden der Ausländerausweis Tarjeta de Residencia (wer noch eine hat!), der ausländische Pass oder – bei Unionsbürgern – das nationale Ausweisdokument (Bsp. Personalausweis) akzeptiert. Ein Führerschein ist nicht ausreichend.

Kunden, die ihre spanische Prepaidkarte nach dem 09. November 2007 erwarben, haben die Abschaltung ihres Anschlusses nicht zu befürchten: seit diesem Termin müssen Kunden ohnehin bereits bei der Ausgabe der SIM-Karte registriert werden. In allen Fällen empfiehlt sich eine telefonische Rücksprache beim Kundendienst der eigenen Mobilfunkfirma, um sicher zu klären, ob die Registrierungsdaten dort auch korrekt eingepflegt wurden. Dr. Zacharias Freydell Anmerkung der Redaktion: Bitte weisen Sie Freunde und Bekannte auf den Termin hin, damit sie ihre &ummer nicht verlieren.


Sprachkurs

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Sprachkurs, in Zusammenarbeit mit http://www.super-spanisch.de/

Viele Leser schätzen diese Seite mittlerweile sehr und sind treue fans von Super-spanisch.de geworden. Dort finden Sie Vokalbetrainer, Tandem-partner, Sprachreisen oder können per email täglich in etwa 5 min. neue Wörter und Ausdrücke üben. Hier wieder das beliebte Kreuzworträtsel

Ideal sind auch Sprachreisen, selbst für Residenten, die ihre Spanischkenntnisse auffrischen wollen,und gleichzeitig etwas Neues von Spanien kennen lernen wollen. http://www.lswsprachreisen.de/spanisch_lernen.html

Auflösung des Rätsels vom Juli


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Serie Auswandern

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Der Junge von der Hühnerfarm Teil 6 (wer einen Teil verpaßt hat, findet alle vorherigen Kuriere im Archiv) Ein kleines Auto mit deutscher Nummer hielt vor unserem Hotel, ein Herr mit Sombrero „Art Cordobes“, dunklem Haar und Schnauzer bewegt sich auf den Hoteleingang zu. Er kommt zur Hotelbar, wo ich meiner Arbeit nachgehe. Er fragt mich in gebrochenem spanisch: Por favor, donde está la recepción? Ich beschrieb ihm den Weg und er buchte ein Doppelzimmer für –geplante - 3 Nächte. Es war ein deutsches Paar auf Hochzeitsreise, und aus den 3 Tagen wurden rasch 3 Wochen. Mit der Zeit lernten wir uns besser kennen und sie erzählten, dass sie von der Mosel kämen, aus Bernkastel–Kues, einem romantischen Städtchen mit mittelalterlichen Häusern, gelegen an der Weingegend Mittelmosel, zwischen Trier und Koblenz. Sie erzählten von dem kleinen eigenen Lokal und ihren Plänen, es zu vergrößern. Und bei einer dieser Gelegenheiten fragten sie mich, ob ich nicht mit ihnen kommen wolle –nach Deutschlandum bei ihnen zu arbeiten. Sie kämen im nächsten Herbst wieder und dann würden sie mich mitnehmen. Ich stimmte zu, mit dem Gedanken, “ wer weiß, ob ich sie je wieder sehe und ob das alles so stimmt“. In der folgenden Zeit waren wir in meiner Freizeit immer gemeinsam unterwegs und ich zeigte ihnen alles Sehens- und wissenswerte dieser Gegend. Da eh kaum andere Gäste im Hotel waren, hatte ich viel Zeit, um mich um sie zu kümmern. n dieser Zeit entwickelte

sich eine kleine Freundschaft zwischen uns. Aber der Abreisetag kam näher und alle Hotelangestellten standen mit weißen Tüchern am Hoteleingang und winkten ihnen zum Abschied zu. Sie aber riefen, wir kommen nächsten Herbst wieder und dann nehmen wir euch euren „Andaluz“ weg. Hasta 1961!!!! Kurz vor Weihnachten bekam ich einen Brief aus Deutschland, mit guten Wünschen zu Weihnachten und einem 20 Mark Schein. Die Weihnachtskarte war für alle Mitarbeiter des Hotels, aber MIR hatten sie geschrieben und ich war sehr stolz darauf. Wir konnten leider nicht alles verstehen, es war in Teilen Spanisch ( aus dem Wörterbuch) und englisch geschrieben, aber wir haben uns alle sehr gefreut. Wir verstanden, dass sie gut wieder angekommen waren, und dass die 20 DM für mich waren, davon sollte ich mir ein Lexikon in deutscher Sprache kaufen und eifrig lernen. An meinem ersten freien Tag danach fahre ich mit dem Bus nach Alicante, gehe auf die Bank, tausche das Geld in Peseten und kaufe mir ein deutsches Wörterbuch. In jeder freien Minute habe ich reingeguckt und gelernt., so bekam ich meinen neuen Spitznamen: EL ALEMÁN Schnell wurde es Frühling, Ostern kam und mit ihm die Gäste. Der Sommer stand vor der Tür und ich hatte wieder alle Hände voll zu tun und keine Zeit mehr, an Deutschland zu denken oder die Sprache zu lernen.

Fortsetzung folgt


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Serie Auswandern

Von Residenten für Residenten: Erfahrungen mit telefonica Ein Telefonanschluss sollte im 21. Jahrhundert in einem europäischen Land wie Spanien eigentlich kein Problem sein. Doch gerade in der Gegend um Chiclana hat man öfter den Eindruck, man sei näher an Afrika als an Europa. Hier die leidvollen Erfahrungen unserer Leser Brigtte und Edgar. Wir ermutigen ausdrücklich alle, die ihre Erfahrungen anderen Residenten mitteilen mögen, uns zu schreiben, egal zu welchem Thema. Hallo Residenten und alle anderen >euspanier Im Juni 2009 ging ich in einen Telefonshop in Conil de la Front. (Movistar), um mich wegen eines Festnetzanschlusses zu informieren. Ich kam gerade richtig, denn es gab ein Angebot: „Festnetzanschluss mit DSL, kostenlose Installation“. Die Auskunft der beratenden Mitarbeiterin vor Ort: es gibt keine Probleme und in den nächsten Tagen kommt jemand vorbei. Nach 3 Wochen begab ich mich wieder in den Telefonshop und fragte bescheiden nach, ob man mich vergessen hätte. Die Auskunft diesmal: leider ist die Genehmigung aus der Verwaltung der Stadt Chiclana noch nicht eingegangen. Die Genehmigung ist aber beantragt und wird ca. 3 Monate dauern. Also wie gewohnt Warteschleife.

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Im Mai 2009 – also etwas länger als drei Monate – begab ich mich wieder nach Conil in den Telefonshop, um nachzufragen, was mein Telefonanschluss denn so machen würde, da er ja noch immer nicht eingerichtet wurde. Die freundliche Dame telefonierte sofort, und nach geraumer Zeit teilte sie mir mit, dass in den nächsten Tagen jemand vorbei käme. Anfang Juni, also nach ca. 2 Wochen kam ein netter Mitarbeiter der Fa. Abentel bei mir vorbei. Ein Freudensprung, als der Mitarbeiter mir nach seiner Besichtigung mitteilte, dass es keine Probleme mit dem Anschluss gäbe, nur das DSL sei etwas flach (er meinte langsam). Es käme in den nächsten 5 Tagen jemand vorbei, und die Angelegenheit werde erledigt. Da kein Mitarbeiter in den 5 Tagen vorbeikam, erkundigte ich mich telefonisch wieder einmal, ob ich vergessen wurde. Am anderen Ende der Leitung hieß es, dass ich für den 1. Juli terminiert bin.

Vielleicht liegt es an dem „Knick“ im Turm der Telefonica in Barcelona???

Am 27.Juni 2009 rief ich abermals an, um mir den Termin bestätigen zu lassen. Die Dame am Telefon war etwas ungehalten und sagte mir in deutlichen Worten: „wenn wir sagen, sie haben am 1. Juli einen Termin eingetragen, dann steht der Termin, und wir sind selbstverständlich vor Ort“. Ich habe mich leicht entschuldigt wegen meiner Nachfrage und blieb natürlich am 1. Juli zu Hause, um den netten Herrn der Telfongesellschaft in Empfang zu nehmen. Da wie üblich in Spanien niemand erschien, rief ich natürlich am 2. Juli erneut an und fragte bescheiden nach, ob ich die Jahreszahl 2009 oder später nicht richtig verstanden hätte. Die Dame teilte mir nun unverblümt mit, dass es keine Möglichkeit eines Telefonanschlusses für mich gibt. Die Wartezeit in Spanien für diese Auskunft dauert 1 Jahr und 1 Monat. Telefonleitungen gehen an meinem Haus in ca, 150 Meter vorbei. Einen Abzweig zu legen ist vermutlich nicht möglich und die Telefonica braucht ja auch keine Kunden. Ich telefoniere also weiter mit dem Handy und bin in Erwartung, dass die Telefonica endlich verkauft wird und die neue Firma vielleicht kundenfreundlicher wird. Mit erwartungsvollen Grüßen Brigitte und Edgar

Telefonica in Madrid


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Warum dürfen in der Öffentlichkeit keine Langnese-Fahnen mehr aufgehängt werden? Die haben bei der vorigen Kommunalwahl 30%gekriegt...

Die letzte Seite

Kunde zu seinem Anlageberater: „Ich möchte mein Geld in Steuern anlegen, ich habe gehört, dass sie steigen sollen.“ Übrigens: Windeln und Politiker sollten regelmäßig gewechselt werden. (Aus dem gleichen Grund.) Was ist der Unterschied zwichen Politikern und einem Telefonhörer? Den Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.


Residentenkurier 10