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NR. 210 I 16. KW I 17.04.2014 I ISSN 1860-6369 I SEITE 7

gen der Vermaisung der Landschaft und ganz neu wegen der Ausbringung der Gär-Reste auf die Felder in der Kritik. Aus dem ambitionierten Desertec-Projekt steigt ein Unternehmen nach dem anderen aus, und Entwickler von Offshore-Windparks müssen um den Netzanschluss fertiggestellter Anlagen kämpfen. Dennoch bleibt der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger ein erklärtes politisches Ziel. Für das aktuelle Angebot setzt UDI deshalb vorrangig auf Anlagen, die bereits am Netz sind und deshalb von den großzügigeren Vergütungssätzen aus der Vergangenheit profitieren. Investitionsobjekte: Mit den zur Verfügung gestellten Nachrangdarlehen investiert die „UDI Energie Festzins VIII“ in Projektgesellschaften, die ihrerseits, eventuell mit zusätzlichen Bankkrediten, Projekte zur Energieerzeugung in Deutschland und/oder anderen europäischen Ländern erwerben. Es können bereits bestehende oder im Bau befindliche Anlagen erworben werden. In Deutschland soll der Netzanschluss spätestens zum 31. Juli 2014 (Stichtag der Novellierung des EEG) erfolgen. Solaranlagen benötigen mindestens ein unabhängiges Ertragsgutachten und eine Ertragsberechnung von PV-Sol, Biogasanlagen ebenfalls ein Ertragsgutachten und eine Kalkulation mit KTBL-Liste sowie langfristige Substratlieferverträge mit Ausschluss gentechnisch veränderter Pflanzen, Windkraftanlagen mindestens zwei unabhängige Windgutachten. In jedem Fall muss die Technik bankable und Grundstücke müssen gesichert sein und alle Genehmigungen vorliegen. Für jede Anlage muss die anfängliche Rendite mindestens elf Prozent p.a. betragen. Die endgültige Auswahl erfolgt einstimmig durch die Geschäftsführer. Zwei Biogasanlagen in Deutschland, eine davon zur Direkteinspeisung von Biomethan und drei Solarprojekte in Italien sind in der engeren Prüfung. Einnahmen/Verzinsung: Die Anlegergelder sollen anfänglich mit jährlich fünf Prozent verzinst werden, ab 2019 mit sechs Prozent, ab 2021 mit 6,5 Prozent, ab 2023 mit 7,5 Prozent und vom 1. Oktober 2024 bis zum Laufzeitende mit 8,5 Prozent. Der Nachrang der Darlehen bedingt, dass Zinszahlungen nur dann erfolgen dürfen, wenn sie keine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft auslösen würden. Andernfalls könnten sie vom Anleger zurückge-

Fondsbrief 210  

Fakten, Meinungen, Tendenzen zum deutschen Beteiligungsmarkt.