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NR. 210 I 16. KW I 17.04.2014 I ISSN 1860-6369 I SEITE 21

Ownership Publikumsgeschäft am Ende Ownership kapituliert vor der anhaltenden Krise auf den Schiffsmärkten. Das Unternehmen wird die Tätigkeit des Emissionshauses ruhen lassen. Auf absehbare Zeit sehe der Gesellschafterkreis keine Möglichkeit, Schiffsfonds zu platzieren. Ownership konzentriert sich daher auf die Anlegerbetreuung. Zu diesem Zweck will Ownership mit den Unternehmen des Hanseatischen Treuhand Verbunds zusammenarbeiten. Außerdem hat der Initiator die Tochtergesellschaft Shiptrans Asset Management GmbH gegründet. Sie soll das Geschäft mit institutionellen Investoren ausbauen.

Selfmade Capital Staatsanwalt prüft „Wer braucht so etwas? Ein Fonds mit relativ hohen Kosten und diffuser Struktur…“ fragte der Fondsbrief im Fazit zum Fonds „India 6“ von Selfmade Capital, einem Unternehmen von Malte Hartwieg. Die Skepsis war angebracht, denn inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft, ob bei anderen Fonds alles mit rechten Dingen zugeht. Insgesamt zehn Fonds schütten nicht aus wie geplant. Hartwieg schiebt die Schuld auf seinen Partner Christian Kruppa. Ob Anleger ihren Einsatz wieder sehen, scheint fraglich. Kann irgendwie aber auch nicht verwundern bei versprochenen Renditen von bis zu 17 Prozent.

Heer der Handwerker wächst Baumärkte rechnen 2014 durchweg mit steigenden Umsätzen Deutschland nimmt den Hammer in die Hand: Alle befragten Baumarktbetreiber haben in der aktuellen „Expertenbefragung Einzelhandel“ der Hahn Gruppe aus Bergisch Gladbach zu Protokoll gegeben, dass sie im Jahr 2014 mit steigenden Umsätzen rechnen. Unter Lebensmittelhändlern und Drogisten sind nur rund drei Viertel ähnlich zuversichtlich. Unter den Textilhändlern hat rund die Hälfte eine optimistische Umsatzerwartung. Bei der Gesamtheit aller Händler rechnen 70 Prozent mit einem besseren Geschäft als im vergangenen Jahr – ein deutlich höherer Anteil als 2013 mit damals 45 Prozent. Die Flächennachfrage dürfte auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Erneut erwarten 45 Prozent der Befragten steigenden Bedarf. Den größten Expansionsdrang kündigen, wie schon im Jahr 2013, die Drogeriebesitzer mit 100 Prozent an. Rund 45 Prozent der Händler wünschen sich bei einem neuen Mietvertrag eine Laufzeit von zehn bis 15 Jahren. Weitere 40 Prozent präferieren fünf bis zehn Jahre. Vier von fünf Mieter unterschrieben einen Vertrag mit

fixen Konditionen. Eine umsatzabhängige Miete gefällt 15 Prozent besser. Die Hälfte der befragten Investoren rechnet mit einem stabilen Preisniveau für Einzelhandelsimmobilien. Rund 43 Prozent gehen von steigenden Preisen und damit sinkenden Renditen aus. Dennoch gaben zwei Drittel von ihnen an, sie wollen in den kommenden zwölf Monaten tendenziell Handelsimmobilien kaufen. Ein Verkauf kommt für jeden vierten in Frage. Nahezu alle Investoren betrachten den Revitalisierungsbedarf der Shoppingcenter als Herausforderung Nummer eins für Asset- und Centermanagement. Zwei Drittel erwarten einen stärkeren Konkurrenzdruck durch den Online-Handel. Ähnlich viele stimmen der Aussage zu, dass sich die Einkaufsatmosphäre in Zukunft verbessern muss. Die richtige Exit-Strategie zu wählen, ist nur für jeden vierten ein Problem. Die Manager von Immobilienfonds unter den Investoren entsprechen in ihrer Einschätzung dabei in etwa der Gesamtheit der Befragten.

Fondsbrief 210  

Fakten, Meinungen, Tendenzen zum deutschen Beteiligungsmarkt.

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