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Inhaltsverzeichnis Editorial

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ZIA: Tag der Immobilienwirtschaft

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Wohnungsbaugenehmigungen steigen

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Baugenehmigungen im Geschosswohnungsbau

8

JLL-Victor. Sinkende Spitzenmieten

9

Aengevelt: Wohninvestmentmarkt deutlich verhaltener erwartet

10

Passantenfrequenz: Köln an der Spitze

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JLL-Umfrage: Marktakteure 14 bewerten Investmentperspektiven Europäischer Investmentmarkt: Boomstart

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Knappes Angebot an voll vermieteten Objekten

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Wohnen: Deutschland und Japan unterbewertet

17

Megatrends der Immobilienmärkte in Deutschland (Vornholz)

17

Neubau von Industriegebäuden

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Urteil zu Schriftformverstoß (Burbulla)

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Shopping - Reise ins Unge- 22 wisse (Heintze) USA: Perspektiven für gewerbliche Immobilienmärkte (Hepperle)

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12 Gebote zum Hospitality Management (Völcker)

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Beratungskonzept der Office Group

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Immobllienpreise steigen weiter

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Immobilienbrief Berlin

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Impressum

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Partner und Sponsoren der heutigen Ausgabe: aurelis Real Estate, Bouwfonds Investment Management, Catella Real Estate AG KAG, Deka Immobilien Investment, E&P Real Estate GmbH & Co. KG, fairvesta, Garbe Group, Project Investment Gruppe; publity AG, RWE Energiedienstleitung GmbH, RA Klumpe, Schröder & Partner und sontowski & partner gmbh.

Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Zeit werden doch viele Menschen arrogant. Am Wochenende hatte ich mal wieder eine Feier mit einem Gastgeber aus Studententagen. Da passiert es einem dauernd, dass früher sympathische Leute, kaum hat man sie 30 Jahre nicht mehr gesehen, an einem vorbeilaufen, ohne zu grüßen. Das ist in der Immobilienwirtschaft zum Glück anders. Da bekommt man alle 5 bis 7 Jahre dieselben Innovationen von neuen Leuten. Das Innovationsverständnis richtet sich nach jeweils aktuellem Herrschaftsvokabular und dem Erfahrungshorizont des Sprechers. Ordnungspolitische Mietpreisfindung, neue Bereitschaft Risiko zu nehmen und Büroflächenumwandlung werden aktuell durch die Medien getrieben. Bleiben wir aber zunächst aktuell. 7% hat lt. Focus heute morgen die Anti-Euro-Partei AfD erreicht. Das gibt Stoff zum Nachdenken. Immerhin hat die Europawahl als zweitgrößte Parlamentswahl der Welt nach Indien die rechte Szene nach vorne gespült. Als Berater würde ich einmal eine SWOT-Analyse empfehlen. Die durch Dämlichkeit des Vertragswerkes und ihrer Umsetzung hervorgerufene Euro-Krise ist präsent. Ob der Europa-Auftritt krümmungsbeschauender Bananenbieger, von Glühbirnenverbietern und Staubmilbenschützern, die Waffengleichheit durch Begrenzung der Staubsaugerleistung herstellen, ausreicht, die Bevölkerung vom Verwaltungsmoloch zu überzeugen, wage ich zu bezweifeln. Und ansonsten gebe ich die Frage eines Kollegen an Sie weiter: „Können Sie sich auch nur an eine Sache erinnern,die Barroso in den 10 Jahren seiner Amtszeit politisch erreicht hat?“ Ach so, gute Frage, der war sogar ab 2010 Ratspräsident. Jetzt nehmen Investoren Risiko. Hatten wir wohl noch nie - oder doch zuletzt 2007? Eigentlich ist das ein typischer Zyklus. Nach dem Absturz machen die Banken dicht. Investoren kaufen gut vermietete Immobilien mit langfristigem Cash Flow. Spekulative Entwicklungen werden nicht mehr finanziert. Wenn dann Flächen knapp wurden, verschwand die Risikoaversion und die Kassen bei Banken und Investoren öffneten sich im Wettbewerb um „knappe“ Immobilien, die dann typischerweise (schweine-)zyklisch den Markt überschwemmten, weit. Diesmal hat durch die Finanzkrise lediglich die KarriereSicherheitsfixierung der Entscheidungsträger in vermeintlich sichere, duale Core-Immobilien – Mietvertrag an = gut, Mietvertrag aus = nicht gut – länger gedauert. Die beiden zyklischen Wahn-Höhepunkte erreichten wir übrigens in der Sonder-AfA-Ost-Euphorie und noch schlimmer im anschließenden Internet-Boom mit Westmetropolen-Überbauung. Der letzte OPM-Boom war viel zu kurz, um auf der Angebotsseite viel kaputt zu machen. Das könnte jetzt anders werden. Während die weltweite Finanzkrise zu einer Renaissance der Immobilienkapitalanlage auf breiter Front führte, ist der aktuelle Boom ein nachhaltiger, institutioneller Immobilienboom, der noch für einige Jahre Treibstoff durch Nachfrage, Zinsen und wachsende Investoren-Risikobereitschaft hat. Das führt natürlich dazu, dass der nächste Crash zwischen 2018 und dem Dekaden-Ende auch wieder eine echte Immobilienkrise werden wird. Denken Sie daran, wenn Sie das erste Mal wieder von 2 Leuten auf derselben Veranstaltung hören, dass Leerstand Chance ist, sollten Sie so schnell wie möglich Kasse machen und die Zukunft über Wertschöpfungspartnerschaften mit Banken und Instis absichern. Der Immobilien-Journalistenverband immpresseclub tagte letzte Woche mit annähernd voller Medienpräsenz (Seite 2). „Der Immobilienbrief“ hatte die Tagung organisiert. Der ZIA Tag der Immobilienwirtschaft brachte gute Branchenbotschaften, aber auch das politische „Versprechen“ der Mietpreisbremse. Intellektuelles Ungeschick stirbt nicht aus (Seite 4). Am 3. Juli findet der erste gemeinsam vom renommierten Bond Magazine und „Der Immobilienbrief“ organisierte Workshop zum Thema Anleihen als Finanzierungsinstrument für Immobilienunternehmen in Frankfurt statt. Ich würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen. (Anmeldung: info@rohmert.de. Weitere Infos: www.bond-conference.com)

Werner Rohmert, Herausgeber


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publity: Neuer Aufsichtsrat

immpresseclub – Verbandstagung der Immobilienjournalisten

Leipzig: Günther Paul Löw, Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Frankfurt, wurde in den Aufsichtsrat der

Sonnenschein, 25 Grad und eine ideale Weitsicht nicht nur der Referenten, sondern auch vom Tower 185 aus, waren ideale Voraussetzungen für die Sommerveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Immobilienjournalisten, des immpresseclub e. V., vergangene Woche im Maritim in Frankfurt. Schwerpunkt-Themen waren Perspektiven von Wohnimmobilien AG’s, Bildung sowie die Spezifika der Kundenbetreuung bzw. Anlagestrategien von Multi Family Offices und Privatbanken.

publity AG gewählt und übernimmt gleichzeitig den Vorsitz des Kontrollgremiums. Er verfügt über 25 Jahre Transaktions- und Beteiligungserfahrung im Smallund MidCap-Segment am Finanzplatz Frankfurt. Er war u.a. Syndikus bei der Rothenberger Unternehmensgruppe, Leiter Beteiligungsmanagement bei der GoldZack AG und Gründer und langjähriger Vorstand der börsennotierten Impera Total Return AG, Frankfurt. Im Gremium verbleiben Frank Schneider, Partner bei CMS Hasche Sigle und Thomas Backs, Diplom Kaufmann, München. „Mit dieser kompetenten Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat die publity AG drei Persönlichkeiten aus der Wirtschaft zusammenführen können“, so Thomas Olek Vorstandsvorsitzender der publity AG. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

Dt. Annington Vorstandsvorsitzender zeigt klare Ziele

Nahezu die komplette Immobilien-Medienlandschaft mit Vertretern der großen Medien sowie fast vollständig der Fachmedien und einigen geladenen Gästen traf sich am vergangenen Donnerstag im Maritim in Frankfurt, um auf der traditionellen Sommerveranstaltung über aktuelle Themen der Immobilienbranche zu diskutieren. Die einleitenden Worte des Vorsitzenden des immpresseclub, Werner Rohmert, machten deutlich, dass sich die Branche in einem transformatorischen Umfeld befindet, das die Journalisten der Immobilien- und Kapitalanlageszene doppelt trifft. Die Immobilienwirtschaft befindet sich im Umbruch. Die Verlags- und Medienlandschaft, speziell die Fachmedien, transformiert gleichfalls. Der Großteil der Immobilienkapitalanlage orientiert sich immer mehr in Richtung semi- und professioneller Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Family Offices. Diese medial eher scheuen Investorengruppen, sorgen auch in der Medienlandschaft für Konsolidierung. Die institutionelle Konzentration trifft auch die früher eher mittelständische Gewerbeimmobilien-Szene. Sofern jedoch Schäuble mit seiner Idee, Werbung für Publikumskapitalanlagen nur noch in Fach- und spezifischen Wirtschaftsmedien zuzulassen, fortschreitet, könnte das für Entlastung sorgen. Die Referenten der Verbands-Tagung waren Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender Deutsche Annington Immobilien SE, Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender EBZ Business School GmbH, Klaus Oberfuchshuber, Direktor Merck & Finck & Co. Privatbankiers und Reimund Schulz, Geschäftsführer Famos Immobilien GmbH. Den Anfang bildete die Besichtigung des Tower 185 in unmittelbarer Nähe zum Maritim auf Einladung der Strabag und CA Immo, die das Objekt derzeit im Portfolio halten. Der Tower, der übrigens nicht 185 Meter sondern 15 Meter höher ist, ist seit 2011 Teil der Skyline von Frankfurt und bildet zusammen mit dem Messeturm die äußere Spitze des Hochhausrahmenplans der Stadt. Hauptmieter ist PwC, die dort den gesamten Sockel sowie die oberen Stockwerke mieten. In den mittleren Stockwerken sind ca. 80% der Flächen vermietet. Die Mieten beginnen bei gut 25 Euro pro und erhöhen sich nach Flächenqualität und gewünschten Ausbauten auf bis zu 45 Euro. Vom Kellergeschoss mit Sprinkleranlage und Brandschutzsteuerung bis zur Dachterrasse konnten die Journalisten und Gäste der Veranstaltung einen Einblick in den Betrieb eines Hochhauses bekommen. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Annington, Rolf Buch, gab ein Plädoyer für die deutsche Wohnimmobilienaktie ab. Er bat um eine neue Sichtweise beim Blick auf deutsche Wohnimmobilien. Allerdings gab er zu, dass die Wohnungswirtschaft, wenn sie in der Telekommunikationsbranche wäre, wohl kaum Überlebenschancen hätte. Buch, der zuvor als Konzernvorstand mit über 60.000 weltweit tätigen Mitarbeitern Denken in Prozessen ge-


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wohnt war, richtet das Management der Deutschen Annington neu aus. Umfinanzierung von über 4 Mrd. Euro, Börsengang, Zukauf von zwei großen Portfolien mit über 40.000 Wohnungen, die im laufenden Jahr in den Bestand von 174.300 eigenen und 26.800 verwalteten Wohnungen integriert werden und die Verstärkung des hauseigenen Handwerkerteams auf 1.500 Mitarbeiter sind die Schwerpunkte. Sanierung und mehr Service stehen derzeit ganz oben auf der Tagesordnung. Allein 2013 hat das Unternehmen 20 Euro pro qm in die Sanierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes gesteckt. 2014 soll der Wert auf 29 Euro pro qm steigen und wäre damit so hoch wie bei keinem anderen Wohnungsunternehmen. Buch will damit die Deutsche Annington für die Megatrends Demografie und energetische Sanierung fit machen. Wir werden seinen Vortrag, der das Zielsystem transparent macht, noch einmal für Sie auswerten.

noch in einer überschaubaren Entfernung liegen sollten. Die klassische Core Immobilie soll dabei vor einem der Haupttreiber von Immobilieninvestments, den Inflationsschutz, schützen. Schulz empfiehlt seinen eher konservativen Stiftungsvertretern antizyklisch zu investieren und auch einmal B-Lagen oder B-Städte zu prüfen.

Reimund Schulz, GF der Famos Immobilien GmbH, ein Multi Family Office, das ursprünglich das Vermögen der Familie Otten verwaltete, investiert seit 1959 in Immobilien, deren übergeordnetes Ziel ist, das Familienvermögen dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Kurzfristige Renditechancen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Auch Wertänderungsrenditen sind nebensächlich. Bevorzugt werden Direktinvestments in guten Lagen, die zudem

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Tagung, die ansonsten bis in die frühen Morgenstunden Gelegenheit zur Nacharbeit gab, berichtete Klaus Oberfuchshuber von der Privatbank Merck Finck über die Portfolioallokation der Kunden einer Privatbank. Die nächste Veranstaltung des immpresseclub findet am 4. Dezember 2014 im Berliner Hilton statt. □

Project

Der demografische Wandel lässt auch die Personalentwicklung in der Immobilienbranche nicht kalt. Viele Unternehmen werden sich mit Fachkräftemangel und zunehmender Professionalisierung beschäftigen. Vorsitzender der EBZ Stiftung, Klaus Leuchtmann, stellte dar, wie die Bochumer Hochschule auf diese Entwicklung reagiert. Seit Gründung der EBZ verzeichnet die Hochschule stetig wachsende Zahlen bei Absolventen sowohl in den Ausbildungsberufen als auch in den Bachelor und Masterstudiengängen. Die Hochschule reagiert auf den zunehmenden Technologisierungsgrad der Immobilie mit einem neuen Ausbildungsberuf.

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Kooperation Erlangen: Die ZBI Zentral Boden Immobilien AG kooperiert als einer von vier Partnern mit dem führenden unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP. Die Prüfung der neu ausgewählten Partner wurde durch Experten der MLP Tochter FERI EuroRating Services AG durchgeführt, zugleich analysiert MLP kontinuierlich die einzelnen Immobilienangebote. Damit können die rund 800 für das Immobiliengeschäft lizenzierten MLP Berater ihren Kunden zukünftig auch Wohnimmobilien der ZBI Gruppe anbieten. Ein Hauptgrund zur Zusammenarbeit war für die MLP die umfangreiche Expertise der ZBI bei Bestandsobjekten im deutschen Wohnimmobilienmarkt. Die MLP Gruppe verwaltet ein Vermögen von 24,5 Mrd. Euro und betreut mehr als 830.000 Privatund 5.000 Firmenkunden bzw. Arbeitgeber. „Die Zusammenarbeit mit der MLP Gruppe ist auch für uns ein Qualitätsmerkmal. Damit können wir die Verkaufsmöglichkeiten unserer Investment KGs erheblich erweitern. So profitieren sowohl die MLP-Kunden von attraktiven Objekten, als auch unsere Anleger durch den Verkauf der Immobilien an bonitätsstarke Käufer“, so Marcus Kraft, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der ZBI AG.

ZIA lädt zum „Tag der Immobilienwirtschaft“ nach Berlin Mietpreisbremse kommt, Steuereffekte bleiben zu Hause Bundesbauministerin

Barbara

Hendricks

(Foto)

begrüßte

BDI-

Präsident Ulrich Grillo, den Zukunftsforscher Matthias Horx und den Präsidenten des Sozialverbandes Deutschland, Adolf Bauer, und über 1.000 Gäste auf dem ZIA Tag der Immobilienwirtschaft. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) gehört zu den bedeutendsten Interessenverbänden der Branche. Er spricht über seine Mitglieder, darunter 22 Verbände, für 37.000 Unternehmen der Branche. Location und weniger strahlendes Wetter als in den letzten Jahren verhinderten ein wenig das MIPIM-Flair vergangener Veranstaltungen. Dafür blickt die Branche aber auf ein strahlendes Jahr. 2014 erwartet die Immobilienwirtschaft ein Umsatzplus von 8%. 67% der Branchenunternehmen sähen die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung positiv. Die verbleibenden 33% erwarteten eine Seitwärtsbewegung, stellte der ZIA nach Befragung der Mitgliedsunternehmen fest. Nicht ein einziges gefragtes Unternehmen ginge von einer negativen Entwicklung im laufenden Jahr aus. „Knapp eine Woche vor der Veranstaltung haben wir die magische Grenze von 1.000 Anmeldungen geknackt“, freut sich der Präsident des ZIA, Andreas Mattner. Wie die Branche mit dem demographischen Wandel künftig umgehen sollte, diskutieren Experten in drei Fachforen. Neben den kurzfristig angelernten Eckdaten zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft referierte Bundesbauministerin Barbara Hendricks den zuhörenden Fachleuten, dass die Mietpreisbremse auf jeden Fall kommen werde. Mattner verwies im Gespräch mit der Ministerin darauf, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssten, damit die Immobilienwirtschaft erneut die Konjunkturlokomotive der deutschen Wirtschaft werde. Die Bundesregierung sei gut beraten, die aktuelle Entwicklung nicht durch überzogene staatliche Eingriffe bei der Finanzmarktregulierung oder am Mietwohnungsmarkt zu torpedieren. Insgesamt rund 4 Mio. Erwerbstätige arbeiteten in der Branche. Zu den 2,8 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werde die Zahl der Mitarbeiter dieses Jahr um ein weiteres Prozent zunehmen. Mit einer Bruttowertschöpfung von 434 Mrd. Euro bzw. knapp 19% der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland sei die Immobilienwirtschaft einer der größten Wirtschaftszweige. Gleichzeitig unterstützt der ZIA eine „Große Koalition für altersgerechtes Wohnen“. Deutschland müsse seniorengerechter werden. Im Jahr 2030 werde jeder vierte Bewohner über 65 sein. Demographischer Wandel dürfe kein Schlagwort für Sonntagsreden bleiben, sondern müsse aktiv begleitet und im Bundeshaushalt mitgedacht werden. Hierfür seien sektorenübergreifender Ansätze, die Architektur, technische Gebäudeausstattung und wohnungsnahe Pflege vereinen würden, gefragt. Auch mit Blick auf den sich abzeichnenden Versorgungsengpass sei auch bei Pflegeheimen ein rasches Handeln gefragt. „Aktuell fehlen rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen. Auch Geschäfte, Hotels und andere Gewerberäume müssen fit gemacht werden, ebenso öffentliche Plätze und das gesamte Wohnumfeld. Dies erfordert einen nachhaltigen Stadtumbau, den es so bisher noch nicht gegeben hat.“ fasste Mattner zusammen. Auch die Bundesbauministerin bekräftigte den Dialog mit der Immobilienwirtschaft. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass der Bund bald wieder Geld für das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" zur Verfügung stellen werde. Jedoch machte sie der Branche insgesamt keine Hoffnung auf etwaige steuerliche Erleichterungen für Nutzer, Investoren oder Entwickler. ►


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Personalie

Neu in den ZIA-Vorstand gewählt wurden Jochen Keysberg, Vorstandsmitglied von Bilfinger SE als Vizepräsident und Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin-

Hamburg: Die Deutsche Investment KAG hat Bärbel Schomberg (63) in den Aufsichtsrat berufen. Sie übernimmt die Funktion der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und ersetzt damit Arno Berthold Pöker, Vorstand der Deutsche Immobilien AG. Vorsitzender des Aufsichtsrats bleibt Senator E. h. Horst Rahe. Im Aufsichtsrat ist darüber hinaus Jörg Westphal aus der Geschäftsleitung der Deutsche Seereederei GmbH. Schomberg bekleidet seit mehr als 30 Jahren führende Positionen in der Immobilienund Finanzbranche. Ebenso ist sie Mitglied in den Aufsichtsräten und Beiräten diverser Immobilienunternehmen, Spitzenverbänden und Gremien der Immobilienwirtschaft.

Hannoversche

Hypothekenbank

als

Schatzmeister.

ZIA

und

Fachmagazin

„Immobilienwirtschaft“ haben zudem drei markante Köpfe der Branche ausgezeichnet. Jury waren 21 Immobilien- und Wirtschaftsjournalisten. Die Kandidaten werden von den Journalisten benannt. Preisträger in diesem Jahr waren Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG, Thomas Beyerle, Managing Director bei der IVG, und Thomas Binder, Deutschlandchef von Sonae Sierra. □

Wohnungsbaugenehmigungen steigen um 15,3% Verbände begrüßen Entwicklung Nach Bekanntgabe des Statistischen Bundesamtes sind zwischen Januar und März mit 63.900 Wohnungen 15,3% mehr Wohnungen genehmigt worden als im Vorjahresvergleich. Während ZIA und GdW die Entwicklung begrüßen, warnen sie gleichzeitig vor den Folgen der Mietpreisbremse, die diese Entwicklung aufhalten könne. Anders sieht das naturgemäß Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten. Die Diskussion um die Mietpreisbremse zeige keine negativen Auswirkungen. „Der positive Trend des Jahrs 2013 setzt sich damit auch im ersten Quartal 2014 fort.“ Die anstehende Begrenzung der Wiedervermietungsmieten schade dem Wohnungsneubau offensichtlich nicht. Befürchtungen, der Wohnungsneubau werde abwürgt, seien haltlos. Über die Aussagefähigkeit der Zahlen des ersten Quartals muss allerdings aus „Der Immobilienbrief“-Sicht allein schon unter dem Timing-Aspekt üblicher Vorlaufzeiten nachgedacht werden. In neu errichteten Wohngebäuden wurden im ersten Quartal 56.000 Neubauwohnungen genehmigt (+11,4%). Zu dieser Zunahme haben vor allem Wohnungen in Mehr- (+22,5%) und Zweifamilienhäusern (+5,5%) beigetragen. Baugenehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern stiegen nur geringfügig (+1,1%). Die Zunahme der Wohnungsbaugenehmigungen ist vor allem auf die Zunahme der Genehmigungen für nichtöffentliche Bauherren

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zurückzuführen (+8,8%). Bei den öffentlichen Bauherren wurde das Vorjahresergebnis dagegen spürbar unterschritten (-35,3%). Die Verbände ZIA und GdW begrüßen das gestiegene Niveau. „Das beste Mittel gegen hohe Mieten ist immer noch Neubau. Insofern sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes ein gutes Zeichen“, so Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Vor allem die Baufreude der Privatwirtschaft dürfe der Staat nicht strangulieren. Regulatorische Missgriffe wie die Mietpreisbremse seien kontraproduktiv. Das meint auch Axel Gedaschko, Präsident des GdW. Dem positiven Aufwärtstrend drohe ein vorzeitiges Ende. Die derzeit geplante Mietpreisbremse würde nicht steigende Mieten, sondern den anziehenden Neubau ausbremsen und dadurch die Situation auf den Wohnungsmärkten beliebter Ballungsräume weiter verschärfen“, erklärte Gedaschko. „Der Immobilienbrief“ bleibt hier nach ersten Erfahrungen lockerer. Die Mietpreisbremse, die öffentlichkeitswirksam auch an Diaspora-

bremsen-Kampagne nie möglich gewesen wären. Die Miet-

Standorten diskutiert wird, führt zur Mieterverunsicherung

preisbremse ist die beste Marketing-Maßnahme für Mieter-

und ermöglicht an Standorten mit Leerstand ebenso wie vor-

höhungen. Das fördert auch den Wohnungsbau, der aller-

sorglich in später betroffenen Städten die Durchsetzung von

dings in den knappen Standorten schon seit 2013 durch

Mieterhöhungen, die ohne die medienwirksame Mietpreis-

Grundstückspreissteigerungen ausgebremst worden ist. □

Fv

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Baugenehmigungen im Geschosswohnungsbau

DEUTSCHE IMMOBILIEN AUS BANKENVERWERTUNG

Großstädte verzeichnen starken Zuwachs Der Markt reagiert auf den Nachfrageüberhang. Eine Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ermittelt für 2013 einen Anstieg der Wohnungsbaugenehmigungen um 12,9% auf deutschlandweit 270.400

Erste Geschlo Publikum ssene s-Inv KG mit B estment Vertrieb aFinszula nach ne ssung uem Recht

Einheiten. Einen besonders starken Anstieg der Genehmigungen verzeichneten die wachsenden Großstädte. Die Wohnungsmarktexperten haben für die Analyse Daten des Statistischen Bundesamtes herangezogen und sie mit dem Neubaubedarf der BBSR-Wohnungsmarktprognose 2025 verglichen. In ihrer Prognose gehen die Wissenschaftler von einem jährlichen Neubaubedarf von 256.000 Wohnungen aus. Die für 2013 verfügbaren Zahlen der Wohnungsbaugenehmigungen liegen damit erstmals darüber. Das mache Mut. In den letzten Jahren habe sich ein großes Neubaudefizit aufgebaut, sagte

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Harald (Foto). schwung

Herrmann Der wird

Aufmit

126.000 Genehmigungen (+22%) vor allem durch neue Geschosswohnungen getragen. AZ Produkt kt PPP kt PPF PPFF 990 90x270 0xx27 270 70 M-0111-13 M -13 · publit publity blity Vertr Vertriebs ertriebs G GmbH, mbH, Landstei La Landsteinerstraße einerstra raße 6,, 041033 Leipz Leipzig zig

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BBSR-Direktor

Damit wurden erstmals seit 1997 wieder mehr Geschosswohnungen als Wohnungen in Einund Zweifamilienhäusern genehmigt. In den Top Ten Metropolen wurden 2012/2013 im Schnitt etwa 39.000 Baugenehmigungen pro Jahr erteilt. Das sind 41% mehr als in der Vergleichsperiode 2010/2011. □


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Personalie Dortmund: Dr. Thomas Meintz hat sein Geschäftsführungsmandat der RGM Holding GmbH auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Er wird der Geschäftsführung jedoch weiterhin beratend zur Seite stehen.

JLL-VICTOR Sinkende Spitzenrenditen – Investoren fehlt Alternative Der VICTOR Prime Office von JLL beschreibt ein Performance-Plus für Deutschland von 1,4% allein gegenüber dem Vorquartal. Victor ist ein Index, der die Performance jeweils gleicher Immobilienkategorien aus der Multiplikation von Marktmietentwicklung und Rendite-/Multiplikator-Entwicklung abbildet. Diese Art der IndexErmittlung

des

Ver-

gleichs jeweils neuer

Gleichzeitig wurden Georg Düssel, Kaufmännischer Leiter der RGM Holding

Class

GmbH und Nils Lueken, Geschäftsführer der RGM Facility Management GmbH sowie Leiter Unternehmensentwicklung und Marketing, mit sofortiger Wirkung in die Geschäftsführung der RGM Holding GmbH berufen.

rungsrendite in echten

A-Immobilien

schließt dass

die

nicht

aus,

Wertände-

Beständen durch Alterung, Verkürzung der Mietrestlaufzeiten oder Nachvermietungen negativ sein kann. Dies war im Büroimmobilienindex der IPD in den letzten 20 Jahren fast immer der Fall. Insofern ist die Beschreibung des Victor als „Performance-Index“ eher irreführend, da dies eher auf die Ertragsentwicklung echter Portfolien hindeutet. ►

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Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI Wohninvestmentmarkt deutlich verhaltener erwartet Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI erfasst jedes Quartal die Einschätzungen von rd. 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft. Der AWI zeigt aktuell einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit steigendem Miet- und Kaufpreisniveau an. Zumindest aber macht der aktuelle VICTOR Prime Office von JLL die Wachstumsimpulse aus dem letzten Jahr deutlich. Gegenüber dem Vorquartal legten die Spitzenlagen um +1,4% zu. Die Jahresperformance übertrifft mit +4,0% das Niveau des Vorquartals leicht (+3,6 %). Noch könne die sich erholende Weltwirtschaft den auf Sicherheit fokussierten Investoren keine echte Investitionsalternative außerhalb des

Inzwischen vollzieht sich der Anstieg des AWI ausschließlich in einfachen Wohnlagen. In guten und mittleren Lagen gab er dagegen nach. In guten Lagen betraf der Rückgang sogar das 6. Quartal in Folge. Damit zeichnet sich lt. Aengevelt ab, dass in guten Wohnlagen starke Mietund Kaufpreissteigerungen an Grenzen stoßen.

Immobiliensektors bieten, resümiert Andrew Groom, JLL

Die Experten schätzen den Wohninvestmentmarkt immer

Head of Valuation. Es sei offen, wie weit sich die Schere

noch gut, aber deutlich verhaltener ein als in der Vergan-

zwischen A- und B-Lagen in naher Zukunft schließen könne.

genheit. Das beträfe besonders die mittleren und guten La-

Bei langfristig vermieteten Objekten an Secondary Standor-

gen. In diesen Lagen bestehe zwar weiterhin ein Marktun-

ten mit entsprechender Bonität seien erste Tendenzen zu

gleichgewicht zugunsten der Vermieter und Eigentümer, der

beobachten, so Groom. □

Trend gehe aber eindeutig zurück in Richtung Marktgleich-

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Passantenfrequenz – Köln unangefochten an der Spitze München und Berlin haben die meisten Toplagen Die Domstadt ist eine der Shoppingmetropolen in Deutschland. Mit der Schildergasse und der Hohe Straße sind in Köln gleich zwei Einkaufsmeilen vertreten. Beide werden zusammen in Spitzenzeiten stündlich von mehr als 27.000 Besuchern frequentiert. Damit liegt Köln in der Passantenfrequenz-Zählung 2014 von JLL gewicht. Das Wohnungsangebot in den Wachstumskernen

vorne. Die seit 1999 jährlich durchgeführte Erhebung

bleibe i.d.R. weiter knapp. Das beträfe vor allem preiswerten

ermittelt die Passantenströme in den 170 wichtigsten

Wohnraum, da Löhne und Gehälter nicht überdurchschnitt-

Einkaufsstraßen Deutschlands. Allerdings ist lt. JLL die

lich gestiegen seien. Dies führe wiederum zu einem steigen-

Passantenfrequenz nicht das alleinentscheidende Krite-

den Preisniveau in einfachen Lagen. In guten Lagen seien

rium für die Ansiedlung von Handelsunternehmen.

dagegen

Kaufpreis-

Kennziffern wie Spitzenmiete, Zentralität oder Kaufkraft

steigerungen kaum noch möglich. Der verstärkte Wohnungs-

erhielten mit den Frequenzen jedoch zusätzliche Aus-

neubau schaffe zudem Produktkonkurrenz. □

sagekraft.

überdurchschnittliche

Miet-

und

Die Kölner Schildergasse erobert mit 14.590 Passanten/ Stunde nach 2010 und 2011 zum dritten Mal innerhalb der

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letzten fünf Jahre die Spitzenposition. Die ebenfalls in Köln gelegene Hohe Straße (12.795) belegt Rang zwei und knüpft damit an ihre Spitzenposition aus dem Jahr 2006 an. Rang drei belegt die Stuttgarter Königstraße (12.655), die damit zum neunten Mal in Folge einen TOP 10-Platz schafft. Auf den Plätzen vier und fünf

folgen

der

Dortmunder West e n h e l l we g (12.420) als Vor-

BF

jahressieger

und

die Flinger Straße in

Düsseldorf

(12.285). Mindestens 10.000 Passanten/Stunde sind

Fokussierung auf Real Assets lösungen innerhalb der Rabo Real Estate Group, eine der führenden Immobiliengesellschaften

diesem

Jahr die Eintrittskarte für eine TOP 10-Platzierung. Spitaler Straße in Hamburg (11.820),

Bouwfonds Investment Management ist der Geschäftsbereich für Real Asset Anlage-

in

Kaufingerstraße in Kölner Dom - Rund um das Highlight der Stadt lässt es sich am besten shoppen (Foto: KHE)

München (11.150) und die Wiesbadener Kirchgasse (11

Europas. Wir bieten innovative Investment-

070), Georgstraße in Hannover (10.960) und die

möglichkeiten für institutionelle und private

Frankfurter Zeil (10.335) nehmen die Hürde.

Anleger in Immobilien, Infrastruktur und natürliche Ressourcen. In diesen Kategorien konzentrieren wir uns auf fünf Sektoren: Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien, Parkhausimmobilien, Kommunikationsinfrastruktur und Farmland. Der Wert des verwalteten Gesamtportfolios beläuft sich auf 5,7 Mrd. €.

Berlin und München bieten die mit Abstand höchste Anzahl an Hochfrequenzlagen. Mehr als 5.000 Passanten pro Stunde besuchen in Berlin Tauentzienstraße, Schlossstraße, Kurfürstendamm, Friedrichstraße, Wilmersdorfer Straße und Alexanderplatz. In München erreichen die Lagen Kaufingerstraße, Weinstraße, Neuhauser Straße, Tal, Sendlinger Straße und Resi-

Bouwfonds Investment Management unter-

denzstraße dieses Niveau. Zumindest am Hauptein-

hält regionale Geschäftsstellen in den Nieder-

kaufstag schätzen die deutschen Konsumenten trotz

landen, Deutschland, Frankreich, Polen und

Onlinehandel ganz offensichtlich einen realen Ein-

Rumänien mit über 150 Vollzeitbeschäftigten.

kaufsbummel. Dies dürfe aber nicht darüber hinweg-

www.bouwfondsim.com

täuschen, dass viele Händler insgesamt über Besucherrückgänge berichten, resümiert JLL. (WR) □


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Leipzig: Der publity Performance Fonds Nr. 4 GmbH & Co. KG hat bis zum Ende der Emissionsphase im Juni 2013 mit 2.249 Anlegern ein Emissionskapital in Höhe von 34.102.000 Euro eingeworben. Im Mai 2013 wurde an die betreffenden Anleger der Frühzeichnerbonus in Höhe von 5% bzw. 3%, mithin gesamt 662.420 Euro, ihrer Beteiligung ausgezahlt. Aus den Erlösen der im vergangenen Monat verwerteten Kreditportfolios wird nunmehr eine erste Auszahlung vorzeitig an die Anleger in Höhe von 10% bzw. 3.406.7.00 Euro erfolgen. Die Auszahlungen werden durch die Rödl & Richter Fondstreuhand GmbH vorgenommen.

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JLL-Umfrage - 100 Marktakteure bewerten Investmentperspektiven Schwache Konjunktur und EU-Schuldenkrise bleiben größte Risikofaktoren JLL befragte 100 Marktakteure nach deren Einschätzungen zum Investmentmarkt in Deutschland bis Ende 2015. Die Party geht anscheinend nicht nur weiter, sondern möglicherweise erst richtig los. Knapp die Hälfte der Befragten geht nach JLL-Umfrage von einer moderaten bis starken Steigerung der Investmentaktivität aus. Auf der anderen Seite sehen 24% den Höhepunkt bereits erreicht und gehen von einem Sinken der Investmentaktivitäten aus. Von den insgesamt zehn vorgegebenen Risikofaktoren droht nach Meinung von 40% der Investoren die größte Gefahr von einer sich abschwächenden Konjunktur. Das Ende der EUSchuldenkrise mögen weitere 33% der Befragten auch noch nicht ausrufen und platzieren diesen Risikofaktor gemeinsam mit einem Ansteigen der Kapitalmarktzinsen auf Platz 2. Ein Ausufern des Konflikts mit Russland befürchten dagegen nur rund 26%. Am geringsten sehen die Befragten die Gefahr einer möglichen Deflation. Andererseits kumulieren sich aber politische und auch finanzielle Risikofaktoren in den Konjunkturerwartungen, so dass hier möglicherweise das politische Risiko Niederschlag findet. Dafür sehen aber die Befragten weder das Thema Inflation noch die Gefahr von Deflation als direkten Risikofaktor mit großem Einfluss. (WR) □

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Europäischer Investmentmarkt legt Boom-Start vor

schen 20 und 100 Mio. Euro (+17%). Deals zwischen 100

Mit 32,2 MRD. Euro ein Plus von 11% und Bestwert seit 2008

sich fortsetzen. Aktuell bleiben einheimische Investoren mit

und 500 Mio. Euro legten um 13% zu. Dieser Trend dürfte einem Anteil von 57% laut DTZ in Europa noch dominant. Mit 55% beherrschten als Anlegergruppe Immobilien-

Die beste Jahres-Eröffnungsparty seit 2008 meldet DTZ.

fonds den europäischen Gewerbeimmobilienmarkt. Börsen-

Der europäische Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt

notierte Immobilienunternehmen lagen mit 12% Marktanteil

legte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal

an zweiter Stelle. Nicht börsennotierte Immobilienunterneh-

um 11% auf 32,2 Mrd. Euro zu. Großbritannien blieb mit

men kommen mit 10% auf den dritten Platz. Banken und

einem Plus von 38% mit 11,2 Mrd. Euro der stärkste

Versicherungen bzw. Pensionskassen, die 2013 insgesamt

Markt in Europa. Deutschland hatte mit +43% auf 9,4

noch sehr aktiv kauften, haben ihre Volumina reduziert. Ihr

Mrd. Euro erneut das größte Wachstum. Frankreich legte

Anteil lag nur noch bei lediglich 4%, so dass sich ihre bishe-

trotz des wirtschaftlichen Umfeldes immerhin im ersten

rige Position als Netto-Käufer in die Position des Netto-

Quartal um 8% auf 3,8 Mrd. Euro zu.

Verkäufers umdrehte. Beliebteste Assetklasse waren erneut

DTZ erwartet für 2015 ein europaweites Transaktionsvo-

Büroobjekte mit 14,9 Mrd. Euro im ersten Quartal 2014.

lumen von rund 150 Mrd. Euro und für 2016 ein erneutes

Handelsimmobilien starteten mit Schwerpunkt Großbritan-

Wachstum um 7% auf 160 Mrd. Euro. Begrenzung ist nicht

nien und Deutschland den Jahresbeginn mit 7,4 Mrd. Euro.

das Kapital, sondern lediglich die Verfügbarkeit von Immobi-

Insgesamt verlagert sich aktuell das Interesse der Investo-

lien, die die Anlagekriterien internationaler Investoren erfül-

ren von den europäischen Kernmärkten hin zu den Sekun-

len. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es im ersten

därmärkten. Der europäische Gewerbeimmobilienmarkt

Quartal 2014 deutlich weniger Transaktionen unter 20 Mio.

legte damit einen starken Auftakt hin, der getrieben wurde

Euro. Investoren interessierten sich eher für Assets zwi-

von der Situation der institutionellen Anleger. (WR) □

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Deal

Projektentwicklungsgeschäft

Schorndorf: Die balandis real estate ag hat in der Arnold Galerie den bereits seit April 2003 bestehenden Mietvertrag mit dem Parkhaus-

Knappes Angebot an voll vermieteten Objekten sorgt für mehr Risikobereitschaft

platzbetreiber B+B Parkhaus GmbH & Co. KG vorzeitig um weitere 5 Jahre bis 2020 verlängert. Auf dem Grundstück der heutigen Arnold Galerie befand sich einst die Arnold Eisenwarenfabrik. In 2003 wurde das Areal revitalisiert und unter dem Brand „Arnold Galerie“ als DienstleistungsCenter neu positioniert. Ankermieter sind die Bundesagentur für Arbeit, Aldi, Fitness Club, dmDrogerie und weitere namhafte Einzelhändler.

Die deutsche Immobilie ist bei in- und ausländischen Investoren gefragtes Anlagevehikel - Niedrigzinsphase und mangelnde Alternativinvestments machen es möglich. Der Mangel an voll vermieteten Objekten in den Top-Metropolen sorgt dafür, dass vor allem immer mehr Spezialfonds nach Projektentwicklungen suchen, die sogar ohne Vorvermietung erworben werden. Für den klassischen Projektentwickler ist es das Brot und Butter Geschäft. Für immer mehr institutionelle Investoren eine Möglichkeit den Liquiditätsdruck zu verringern. Der Verkauf von Objekten in frühen Phasen der Projektentwicklung wird für viele Investoren aufgrund des Mangels an verfügbaren und vermieteten Objekten immer attraktiver. So sind in das Geschäft mit den sog. Forward Deals, also dem Verkauf von Projektentwicklungen in einer frühen Phase, seit 2010 auch immer mehr Pensionskassen und Versorgungswerke lt. Hochtief Projektentwicklung eingestiegen. 2011 kamen dann Privatinvestoren und Stiftungen hinzu. So wurde z.B. die Becken Projektentwicklung BOA VISTA in der Hamburger Innenstadt im Oktober letzten Jahres durch die Körber Stiftung erworben. Stärkste Investorengruppe jedoch bleiben Spezialfonds wie der von Warburg-Henderson aufgelegte Spezialfonds, der das maxCologne (Foto S. 17) in Köln von Hochtief erwarb. Dabei konnte das Büroobjekt bereits im Dezember 2009 verkauft werden, obwohl der Baustart erst im März 2010 erfolgte und kein Mietvertrag zum Verkaufszeitpunkt unterzeichnet war. Diese sog. „Leerkäufe“ fanden vor allem zwischen 2012 und 2013 statt. ►

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Megatrends der Immobilienmärkte in Deutschland Demografie und Wertewandel verändern die Branche nachhaltig EBZ-Professor Günter Vornholz ist Leiter des Immobilien-Researchs der Deutschen Hypo

Favorisiert sind vor allem die Top 7 Standorte in Deutschland. Seit 2013 beobachtet Hochtief jedoch auch eine größere Bedeutung der B-Städte, wo besonders Spezialfonds auf Einkaufstour gehen. Innerhalb der Top 7 greifen Privatinvestoren und Stiftungen besonders gern in Hamburg und München zu während Pensionskassen und Versorgungswerke ihre Einkäufe auf alle Top 7 Standorte verteilen. Hochtief geht davon aus, dass 2014 die Zahl der Forward Deals hoch bleiben wird, da die Liquidität der Käufergruppen derzeit hoch sei. Als zusätzliche Käufergruppe kommen in diesem Jahr auch Versicherungen und offene Publikumsfonds hinzu. Dabei würden Büroimmobilien tendenziell wieder eine größere Rolle spielen und B-Standorte häufiger aufgesucht werden. (AE) □

Wohnen – Deutschland und Japan im globalen Vergleich unterbewertet „Mittlere Qualitäten“ haben noch Potenzial Knight Frank hat die normalen Wohnimmobilienmärkte „mittlerer Qualität“ in 27 Ländern untersucht. Aktuell sind in 15 von 27 Ländern im langjährigen Schnitt die Wohnimmobilienpreise sowohl im Verhältnis zu den Mieten als auch zum Einkommen überbewertet. Die Studie zeigt Ergebnisse auf Länderebene, wobei die regionale Differenzierung innerhalb eines Landes anders aussehen kann. Ausgeglichene Märkte bestehen in den USA, Italien, Österreich, der Schweiz, Island und Luxemburg. Wohnimmobilien mittlerer Qualität sind dagegen lt. Knight Frank in Deutschland und Japan im internationalen Vergleich unterbewertet. Der Preiseinbruch, den viele europäischer Länder und die USA nach 2008 erlebten, sei hier weitgehend ausgeblieben. In Belgien, Norwegen und Kanada, wo die Preise aktuell weiter dynamisch anziehen, sei die Gefahr einer Preiskorrektur am höchsten. (WR) □

Artikel und Berichte über die kurzfristigen Entwicklungen dominieren die Analysen der Immobilienmärkte und der Immobilienwirtschaft, sie verdecken jedoch, dass diese stark von langfristigen Entwicklungstrends, den Megatrends, beeinflusst werden. Die Planungs- und Entwicklungsphase sowie die Nutzungsdauer von Immobilien erstrecken sich über sehr lange Zeiträume, wodurch langfristige Entwicklungen an Relevanz gewinnen. Ohne die Berücksichtigung dieser langfristigen Trends, können Immobilien u.U. nicht vermietbar oder veräußerbar sein. Von daher beschäftigt sich diese Ausgabe der Global Markets Real Estate mit ausgewählten Megatrends, von denen wir meinen, dass diese die langfristigen Perspektiven der Immobilienmärkte nachhaltig beeinflussen werden. Dabei wurden die Trendcluster Demo grafische Entwicklung, Wertewandel und Technologischer Fortschritt gebildet, welche eine Analyse der jeweiligen Wirkungen auf die Immobilienmärkte vereinfachen. Die demografische Entwicklung führt langfristig zu drastischen Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Immobilienmärkte. Die Deutschen werden kurzgefasst weniger, älter und bunter, wobei sich diese Trends regional sehr differenziert zeigen. Bei den Büroimmobilienmärkten wird sich sehr deutlich der Rückgang beim Angebot an Arbeitskräften bemerkbar machen, was heute schon unter dem Stichwort Facharbeitskräftemangel diskutiert wird. Aufgrund der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Arbeits- und auch Büromärkte wird hier an den TopStandorten mit weiterem Wachstum der Bürofläche gerechnet, schwieriger wird sich die Entwicklung an peripheren Standorten gestalten. Der Einzelhandel wird sich bei der Konzeption der Läden an den Erfordernissen älterer Menschen ausrichten müssen. Die Wohnungsmärkte werden weniger stark betroffen sein, da hier die Anzahl der Haushalte als die bestimmende Größe der Nachfrage noch längerfristig mindestens konstant bleiben wird. Regional unterschiedliche Trends wie auch barrierefreie und damit altersgerechte Wohnungen werden aber für diese Märkte die Herausforderungen der Zukunft sein. Der Wertewandel ist ein dynamischer, komplexer Prozess, der für die Immobilienwirtschaft und -märkte stetig sich verändernde Rahmenbedingungen mit sich bringt.


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Deal München: Die GULP Information Services GmbH mietet ca. 2.850 qm Bürofläche in der Landsberger Straße 187 von der Deka Immobilien GmbH über JLL. Die IT- & EngineeringPersonalagentur und Projektbörse, die zuvor bereits in der Münchener Innenstadt, Ridlerstraße, angesiedelt war, wird zum 1. Oktober 2014 in die neuen Flächen im insgesamt 18.000 qm umfassenden Bürogebäude „Westsite“ umziehen.

Gerade bei der Entwicklung der Zahl der Haushalte spielt der Megatrend Individualisierung eine wichtige Rolle. Hieraus folgen auch Veränderungen für die (Büro-) Arbeitswelt, die in Verbindung mit dem Trend zu Nachhaltigkeit zu neuen Anforderungen für die Immobilienmärkte und -objekte führen. Der technologische Fortschritt schafft neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft. Von den Technikern werden viele Möglichkeiten geschaffen, die aber nicht alle umgesetzt werden können, weil sie zum einen von den Nachfragern nicht gewollt sind und zum anderen oft niemand bereit ist, dafür zusätzlich zu bezahlen. Gerade in der Wohnungswirtschaft bestehen durch die Digitalisierung hohe Potenziale, die aber nur begrenzt realisiert werden. Dieser Prozess ist in der Arbeitswelt bereits viel weiter fortgeschritten, aber nicht abgeschlossen. Das Büro der Zukunft wird ein anderes Gesicht haben als die heute noch immer weit verbreiteten klassischen Büroformen. Auch der Markt für Einzelhandelsimmobilien wird durch die immer weitere Durchdringung der Gesellschaft durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien beeinflusst werden. Die Megatrends führen zu vielfältigen Einflüssen auf die Immobilienwirtschaft und märkte. Diese sind von den Marktteilnehmern zu antizipieren, damit sie nachhaltig erfolgreich agieren können. Die Studie können Sie kostenlos unter der Mailadresse guenter.vornholz@deutsche-hypo.de bestellen. □

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Neubau von Industriegebäuden Was bringt die neue MIndBauRL Die neue Muster-Industriebaurichtlinie (MIndBauRL) wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2014 veröffentlicht. Welche neuen Regelungen für die Entrauchung von Industriegebäuden gelten werden, ist Inhalt des Sonderdrucks „Rauch- und Wärmeabzugsgeräte“ des Fachverbands für Tageslicht und Rauchschutz e. V. (FVLR). Detmold. Die neue Muster-Industriebaurichtlinie ist zwar noch nicht offiziell verabschiedet, doch die wichtigsten Neuregelungen sind jetzt schon absehbar. Entscheidende Änderungen wird es demnach auch zum qualifizierten Rauchabzug in Industriebauten geben. Wie nah die Broschüre den Inhalt der neuen Richtlinie abbildet, zeigt die Tatsache, dass der Obmann der M-IndBauRL, Ministerialrat Dipl.-Ing. Jost Rübel, das Vorwort zum FVLR-Sonderdruck geschrieben hat. Personenschutz, Nachbarschaftsschutz, Umweltschutz – die neue Musterrichtlinie geht davon aus, dass in Industriegebäuden ohne Abweichung diese Schutzziele auch ohne

qualifizierten Rauchabzug ausreichend umgesetzt werden können. Einzige Voraussetzung dabei: Die im Baurecht benannten materiellen Grenzen, z. B. für Flächen, Fluchtweglängen und maximale Personenkonzentration, werden eingehalten. Liegen Abweichungen vor, oder sind zur Erteilung einer Baugenehmigung weitere Schutzziele als die drei genannten relevant, sind qualifizierte Rauchabzugsanlagen zur Unterstützung der Brandbekämpfung in diesen Fällen dann doch erforderlich. In der Praxis bedeutet das: Qualifizierte Rauchabzugsanlagen werden Standard bei neuen Industriegebäuden. Denn faktisch weichen alle Sonderbauten, wie Industriebauten oder größere Verkaufsstätten, mehr oder weniger von den starren Grenzen des Baurechts ab. Welche Regeln wann greifen werden, welcher Rauchschutz wo sinnvoll sein wird, darüber informiert schon jetzt der Sonderdruck „Rauch- und Wärmeabzugsgeräte“ des Fachverbands für Tageslicht und Rauchschutz e. V. Er thematisiert die Neuerungen der geplanten MusterIndustriebaurichtlinie und geht speziell auf deren Bedeutung für die Entrauchung in Industriehallen ein. Wie dort geeignete Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) für mehr Sicherheit sorgen können, ist nicht erst seit dem Urteil 2 A


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Deals Deals Deals Leipzig: Die Adyton Systems GmbH mietet 1.600 qm Bürofläche im City-Hochhaus über BNPPRE. Vermieterin ist ein von Peakside Capital Advisors AG verwalteter Fonds, der das Gebäude 2007 überwiegend leer gekauft und nunmehr mit Unterstützung von Polares Real Estate Asset Management GmbH fast vollständig vermietet hat. Düsseldorf: Die MEAG hat mit TOYOBO Europe GmbH einen Mietvertrag über ca. 398 qm abgeschlossen. Diese im gemeinschaftlichen Alleinauftrag mit Savills betreute Immobilie ist somit voll vermietet. Catella Property war beratend tätig. Augsburg: Activum SG Capital Management Ltd. erwirbt das 38.000 qm große „Fuggerstadt-Center“ aus der Insolvenz heraus. Das Center wurde 1997/98 erbaut bzw. renoviert und beherbergt eine Mischnutzung aus Einzelhandel, Gastronomie, Entertainment, Büro und Lager sowie ein Parkhaus. Im Auftrag des Eigentümers wird der Münchner Projektentwickler “HS Projektentwicklungs- und Immobiliengeschäftsführung“ in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg einen Restrukturierungsplan umsetzen. Activum wurde von Schalast & Partner beraten.

182/11 des Oberverwaltungsgerichts Münster, das sich im vergangenen September für mehr Rauchschutz durch qualifizierte Rauchabzüge aussprach, ein großes Thema. Im konkreten Einzelfall kann diese Musterrichtlinie erst nach ihrer baurechtlichen Einführung in den jeweiligen Bundesländern angewendet werden. Damit ist vermutlich erst ab Anfang des Jahres 2015 zu rechnen. Dass die künftige Richtlinie Bauherren und Fachplanern deren Planung von Industriegebäuden deutlich erleichtern werde, davon ist FVLR-Geschäftsführer Thomas Hegger jedenfalls überzeugt. Und auch für Behörden bringe die neue Richtlinie durchaus Vorteile: „Sie wird die neue Entscheidungsgrundlage sein, was nicht zuletzt der einheitlichen Rechtsanwendung dient“, erklärt Hegger. Als Heft Nummer 14 steht dieses allen Interessierten kostenlos auf der Webseite des Verbands (www.fvlr.de) unter der Rubrik Publikationen zum Download bereit. Eine Bestellung über ein Formular ist ebenfalls möglich. □

Urteil – Schriftform bei Miet-Indexveränderungen und Nebenkosten Kein Schriftformverstoß bei einseitiger Anpassung der Nebenkostenvorauszahlung und Mieterhöhung infolge Indexveränderung – BGH, Urt. v. 5.2.2014 (XII ZR 65/13) Rechtsanwalt Dr. Rainer Burbulla, Düsseldorf Partner der Sozietät Grooterhorst & Partner Rechtsanwälte mbB Mit Urteil vom 5.2.2014 (XII ZR 65/13) hat der BGH zu zwei in der Praxis des Gewerberaummietrechts sehr bedeutsamen (Schriftform-)Fragen Stellung genommen. Zum einen, ob es bei der einseitigen Anpassung der Nebenkostenvorauszahlung zu einem Schriftformverstoß (§ 550 BGB) kommen kann. Zum anderen, ob eine Mieterhöhung infolge Indexveränderung einen Schriftformverstoß nach sich führt, wenn die Parteien die erhöhte Miete beispielsweise nicht in einem Nachtrag zum Mietvertrag dokumentieren. Beide Fragen verneint der BGH. 1. Sachverhalt Zwischen den Parteien besteht ein bis zum Jahre 2010 befristeter Gewerberaummietvertrag mit Verlängerungsoption für die Mieterin. Die Höhe der Nettomiete ist bis zum 31.12.2008 festgeschrieben. Danach „ändert sich der vereinbarte Mietzins jeweils zum 1.1. in dem gleichen Ausmaß, in dem sich der vom Statistischen Bundesamt festgestellte Verbraucherpreisindex für Deutschland insgesamt nach oben oder unten geändert hat. Die Anpassung der jeweils geänderten Miete erfolgt automatisch zum 1.1. eines jeden Jahres durch schriftliche Mitteilung des Vermieters. Der Zeitpunkt der Mitteilung hat keinen Einfluss auf das Inkrafttreten der Mieterhöhung.“ Zuzüglich zur Miete schuldet die Mieterin eine monatliche Nettovorauszahlung auf die anfallenden Nebenkosten. Zur Höhe der Nebenkostenvorauszahlung bestimmt § 5 Ziff. 1 des Mietvertrages: „Sich aus einer Nebenkostenvorauszahlung ergebende Guthaben bzw. Nachforderungen sind unverzüglich gegenseitig auszugleichen. In diesen Fällen sowie bei einer Erhöhung oder Senkung der Nebenkosten darf seitens der Vermieterin der monatlich zu zahlende Vorschuss entsprechend neu festgesetzt werden“. Nachdem die Nebenkostenabrechnung im Jahr 2005 zu einer Nachforderung von ca. € 5.200,00 netto geführt hat, teilt die Vermieterin der Mieterin schriftlich mit, dass eine Anpas-


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sung der Vorauszahlung notwendig sei und sich die Nebenkostenvorauszahlung ab August 2007 monatlich erhöhe. Den erhöhten Betrag zahlt die Mieterin. Im März 2009 kündigt die Mieterin den Mietvertrag unter Berufung auf einen Schriftformverstoß zum 30.9.2009, u.a. weil die Anhebung der Nebenkostenvorauszahlung nicht die Schriftform des § 550 BGB wahre. Mit Schreiben vom 31.3.2009 errechnet die Vermieterin auf der Grundlage der seit Mietbeginn erfolgten Steigerung des Verbraucherpreisindexes eine eingetretene Erhöhung der Nettomiete und verlangt eine Nachzahlung für die Vergangenheit. Die Mieterin zahlt die Mieterhöhung bis September 2009 und verweigert ab Oktober 2009 jede Zahlung. 2. Entscheidung des BGH Der BGH verneint ein Kündigungsrecht der Mieterin und gibt der Zahlungsklage der Vermieterin statt. Ein Schriftformverstoß (§ 550 BGB), der zu einer (vorzeitigen) Kündigung innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfristen (§ 580 a BGB) berechtigt, ergebe sich weder aus der vorgenommenen Anpassung der Nebenkostenvorauszahlung noch aus der Mieterhöhung infolge Indexveränderung. Zur Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung sei die Vermieterin aufgrund der Anpassungsklausel im Mietvertrag (§ 5 Ziff. 1) berechtigt. Diese Vereinbarung entspreche sinngemäß dem nur auf Wohnraummietverhältnisse anwendbaren § 560 Abs. 4 BGB. Danach kann der Vermieter durch einseitige Erklärung in Textform (§ 126 b BGB) die Vorschüsse anpassen, ohne dass es einer Zustimmung der Gegenseite bedürfe. Damit korrespondierend ist in § 5 Ziff. 1 des Mietvertrages vorgesehen, dass die Vermieterin eine Anpassung der Vorschüsse durch einseitige Erklärung verlangen dürfe. Entsprechend seien die Vertragsparteien auch vorgegangen: Die Vermieterin hat der Mieterin den ab August 2007 zu zahlenden höheren Vorschussbetrag mitgeteilt, und die Mieterin hat dieser Aufforderung ohne Angabe weiterer Erklärungen Folge geleistet.

Es begegne keinen rechtlichen Bedenken, wenn die Vertragsparteien bei der Gewerberaummiete in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbaren, dass der Vermieter im Anschluss an Nebenkostenabrechnungen die Höhe der Nebenkostenvorauszahlung durch einseitige Erklärung anpassen dürfe. Der Schutzzweck des § 550 BGB stehe dem nicht entgegen. Dieser ziele darauf, einem späteren Grundstückserwerber Klarheit über die Bedingungen eines langfristigen Mietvertrages zu verschaffen. Allerdings gebe es auch Fallgestaltungen, in denen eine umfassende „Informationsverschaffung“ nicht möglich ist. Dies gelte z.B. für Mietvertragsverlängerungen infolge Optionsausübung. Hier sei der Erwerber durch die im Mietvertrag vereinbarte Verlängerungsoption hinreichend gewarnt. Über etwaige Optionsausübungen müsse er sich ggf. bei dem Verkäufer oder bei dem Mieter erkundigen. Nicht anders liege es bei der Anpassungsklausel in § 5 Ziff. 1 des Mietvertrages. Auch hier sei das Schutzbedürfnis eines Grundstückserwerbers gewahrt, da ihn die Klausel deutlich auf die Möglichkeit einer gegenüber der Vertragsurkunde geänderten Höhe der Vorschüsse hinweise. Ein Kündigungsrecht ergebe sich auch nicht aus der erfolgten Mieterhöhung. Nach der wirksam im Mietvertrag vereinbarten Wertsicherungsklausel trete die Anpassung der Miete ab dem Jahr 2009 automatisch jeweils zum Jahresanfang ein. Diese vertragliche Vereinbarung sei bereits im ursprünglichen Mietvertrag enthalten und entspreche daher dem Schriftformerfordernis des § 550 Satz 1 BGB. Soweit die Klausel eine schriftliche Mitteilung des Vermieters vorsehe, habe diese Mitteilung rein deklaratorischen Charakter. Sie führe daher nicht dazu, dass die Vertragsparteien über eine indexbedingte Mieterhöhung, z.B. einen Nachtrag zum Mietvertrag, abschließen müssten. 3. Konsequenzen für die Praxis Im Hinblick auf Mieterhöhungen infolge Indexveränderungen bestätigt der BGH ausdrücklich die Zulässigkeit der gängigen Vertragspraxis, wonach derartige Mieterhöhungen regelmäßig „außerhalb“ des Mietvertrages durch gesonderte Mieterhöhungsschreiben erfolgen. Bezüglich der Möglichkeit der Anpassung von Betriebskostenvorauszahlung bestätigt der BGH, dass die Vorschrift des § 560 Abs. 4 BGB im Gewerberaummietrecht nicht gilt. Um dem Vermieter die Möglichkeit von Anpassungen der Betriebskostenvorauszahlungen zu eröffnen, muss der Vermieter daher im Mietvertrag mit dem Mieter eine ausdrückliche Anpassungsklausel vereinbaren. Eine solche ist nach Auffassung des BGH auch formularmäßig (AGB) möglich. □


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Deals Deals Deals

Shopping — Reise ins Ungewisse

Frankfurt: SEB Asset Management meldet für ihren Offenen Immobilienfonds

Mehr Service soll Internetkonkurrenz in Schach halten

SEB ImmoInvest mehrere Vermietungsabschlüsse in Berlin, Mannheim und Köln.

Der Essener Shoppingcenterbetreiber Management für Immobilien AG (mfi) will in seinen Einkaufszentren einen Vier-Sterne-Hotel-Service bieten. Dazu setzt die mfi zusammen mit dem französischen Immobilien- und Investmentunternehmen UnibailRodamco auf ein neues Marketingkonzept.

Im Bürogebäude in der Berliner Alarichstraße 12-17 mietet das Jobcenter Berlin Tempelhof-Schönberg langfristig über 1.017 qm Bürofläche. Der Mietvertrag beinhaltet zwei Verlängerungsoptionen von jeweils drei Jahren. Angermann war vermittelnd tätig. Mit diesem Vermietungserfolg sind 94% der insgesamt 14.500 qm vermietet. Die Deutsche Post Immobilien GmbH mietet rd. 2.820 qm im Bürogebäude in der Mannheimer Dudenstraße 46/57a. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit der Option zur Verlängerung um bis zu sechs Jahren. Mit diesem Abschluss ist das Gebäude zu 86% vermietet. Im Colonius Carré in Köln verlängerte das Kommunikationsunternehmen 3 C Dialog ihren Mietvertrag über knapp 3.000 qm vorzeitig bis 2019. Stuttgart: FLE GmbH erwirbt für den luxemburgischen Fonds FLE SICAV FIS das Bürogebäude „Compas“ für ca. 40 Mio. Euro vom offenen Immobilienfond „Euroinvest“ der UBS. Colliers war vermittelnd tätig. Der im Jahr 2003 fertig gestellte Bürokomplex in der Löffelstraße 42, 44 und 46 verfügt über rd. 9.000 qm Mietfläche und ist an namhafte Mieter vermietet.

Alexander Heintze

Wer in einem 4-Sterne-Hotel übernachtet, hat gewisse Erwartungen an den Service, die Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Ausstattung des Hotels. Diese gedankliche Verbindung sollen künftig die Besucher der mfi-Shoppingcenter bei ihrem Einkauf herstellen. Als erstes Center in Deutschland bekamen Mitte Mai die Pasing Arcaden am westlichen Stadtrand von München das neue 4-Sterne-Logo. Das Konzept zeigt, dass die Konkurrenz aus dem Internet den Betreibern von Shoppingcentern zunehmend Sorgen bereitet. Das Kölner Institut für Handelsforschung IHF schätzt, dass der Online-Umsatzanteil am gesamten Einzelhandelsumsatz im Jahr 2020 bis zu 22% betragen könnte. „2020 wird sich der Online-Handel in Größenordnungen bewegen, die dazu führen, dass der stationäre Handel rein „stationär“ Umsatzverluste hinnehmen muss“, sagt IHF-GF Dr. Kai Hudetz. Im schlimmsten Fall werden bis dahin bis zu 58.000 Geschäfte in Deutschland schließen. Auch Shoppingcenter werden sich diesem Trend nicht entziehen können. Die Betreiber müssen handeln. Schließlich müssen sie sich gegenüber ihren Kunden rechtfertigen, warum sie weiterhin hohe Mieten verlangen. Nicht von ungefähr wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Einkaufserlebnis in den Vordergrund gestellt. „Menschen wollen sich begegnen und persönlich austauschen“, sagte mfi-Vorstand Karl Reinitzhuber bei der Präsentation des Konzeptes. „Unsere Shoppingcenter müssen seine Seele bekommen“, so Reinitzhuber weiter. Besucher sollen sich in den neuen 4-Sterne-Centern wohlfühlen. Die Parallele zu Hotelkategorien ist durchaus gewollt. Die Sterne sollen einen gehobenen Standard und zahlreiche Sonderdienstleistungen erwarten lassen. Das Konzept ist eine Erfindung von mfi-Anteilseigner Unibail-Rodamco. Der französische Immobilienkonzern bereits bereist 15 seiner 85 Shoppingcenter in Europa unter dem 4-Sterne-Logo. Auch die mehr als 600 einzelnen Punkte, die ein Center für die Auszeichnung erfüllen muss, werden von Unibail-Rodamco vorgegeben. Deren Umsetzung und Einhaltung wird durch ein externes französisches Institut regelmäßig überprüft. Unibail-Rodamco und mfi ziehen dabei das ganze Marketingregister. Kunden sollen sich auf eine „Customer Journey“ begeben. Von der ersten Information im Internet über eine entspannte Anreise bis hin zu Serviceleistungen im Center sollen sich die Kunden fühlen wie in einem Vier-Sterne-Hotel. Wie in einem guten Hotel sollen alle Mitarbeiter im Center zu den Besuchern freundlich sein; angefangen vom Sicherheitspersonal bis hin zu den Putzkräften. Viele Kleinigkeiten sollen den Kunden die Stunden im Center versüßen. Die Zahl der Ruheplätze wurde erhöht, teilweise sind diese mit Tablet-PCs ausgestattet. Die Beschilderung im Center wurde verbessert, Wickelräume mit Windelservice und Mikrowelle, Familienparkplätze in der Tiefgarage und Fahrradstellplätze vor dem Center neu geschaffen. Vor allem Radfahrer finden zahlreiche kleinere Annehmlichkeiten. So gibt es Säulen, an denen sie Elektrofahrräder auftanken und Luft in platte Reifen füllen können. Die Information gibt Flickzeug heraus und nimmt Fahrräder entgegen, die eine Generalüberholung brauchen. Am nächsten Tag kann man die Räder wieder abholen. ►


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Ein Kopierservice, Babykost-Gläschen für den Notfall, Kinderbücher,- Kinderwagen- und Rollstuhlverleih und ein Taxirufdienst sind durchaus auch an der Rezeption eines 4-Sterne-Hotels zu finden. Was die Freundlichkeit angeht, muss allerdings auch Reinitzhuber zugeben, dass man auf die Mitarbeiter der einzelnen Geschäfte keinen Zugriff habe. Hier ist es also weiterhin Glücksache, ob der Kunde freundlich begrüßt oder ignoriert wird. Immerhin bietet die mfi ihren Mietern entsprechende Schulungen an. Auch der Stau vor der Tiefgarage an Samstagen relativiert die gewünschte „entspannte Anreise“ zum Center. Rund eine Million Euro hat mfi in den Umbau der erst 2011 (erster Bauabschnitt) und 2013 (Erweiterung) errichteten Arcaden investiert. Viel musste nicht getan werden. Freundliche Farben, Bereiche zum Ausruhen, Spielmöglichkeiten für Kinder und Vogelstimmen auf den Toiletten gehörten schon bei der Eröffnung zur Ausstattung. Auch deshalb sind die Arcaden mit rund 39.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für 150 Geschäfte wohl als erstes Center in Deutschland ausgewählt worden. Im kommenden Jahr sollen der Ruhrpark in Bochum und das im Bau befindliche Minto in Mönchengladbach ebenfalls 4 Sterne bekommen. Auch der „Palais Vest“ in Recklinghausen soll schon bald für das neue Logo fit gemacht werden. Andere Center werden folgen, verspricht mfi. Auch mfi-Konkurrent ECE rüstet sich mit dem WohlfühlErlebnis „Einkaufen“ gegen die Online-Malls. Viel Tageslicht, eine großzügige Raumaufteilung, eine Mischung aus Bummel- und Ruhezonen sowie spektakuläre Events wie Konzerte, Ausstellungen, Partys oder Modenschauen sollen die Besucher locken. Ein starkes Zugpferd sei zudem der Gastronomiebereich, der heute meist um die zehn Prozent im Center ausmache. ECE setzt zudem auf die Verbindung von Online und einkaufen vor Ort. Seit vergangenem Jahr werden dazu im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg und im Limbecker Platz Essen Service-Angebote getestet. Kostenfreies WLAN, virtuelle Kinderspielflächen, ein 3D-Wegeleitsystem und eine LED-Wand („Mall Wall“), auf der sich die Kunden interaktiv über Angebote informieren oder spielen können, sollen die internetaffine Kundschaft locken. Eine „Love to shop“-App bringt Angebote und Rabattaktionen aufs Handy des Kunden, wenn er sich in der Nähe seines Lieblingscenters befindet. Bis Ende des Jahres soll die App für 30 Shoppingcenter in Deutschland verfügbar sein.

Was die Aktionen konkret bringen, dazu gibt es von den Unternehmen keine Aussagen. ECE-Sprecher betonte, dass die Center durch das Internet bisher weder Frequenzen noch Umsatz verlieren würden. Auch Unibail-Rodamco hat nach eigenen Angaben mit dem Konzept bereits positive Erfahrungen gemacht, ohne aber Zahlen zu möglichen Umsatzgewinnen zu nennen. Das stehe nicht an erster Stelle, sagte Reinitzhuber. Vielmehr gehe es darum, die Kundenzufriedenheit zu steigern. Die Hoffnung dahinter: Zufriedene Kunden würden öfter kommen und mehr Geld ausgeben. Ob aber ein paar Umbauten und ein großes Marketingbohei ausreichen, um die steigende Konkurrenz aus dem Internet auf Distanz zu halten, ist keineswegs sicher. □

USA: Perspektiven für die gewerblichen Immobilienmärkte Dr. Bastian Hepperle, Immobilien Research DekaBank Die gewerblichen Immobilienmärkte in den USA zählen zu den größten und liquidesten Märkten weltweit und stehen stark im Fokus auch internationaler Investoren. Wie sind die Perspektiven für die US-Märkte in nächster Zeit einzuschätzen, nachdem diese sich bereits in den vergangenen Jahren relativ gut entwickelt haben? Transaktionsvolumen auf Sechsjahreshoch In den USA belief sich im vergangenen Jahr das Gesamttransaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien (ohne Wohnungen) auf 215 Mrd. USD. Das war der höchste Wert seit 2007 und ein Fünftel mehr als im Jahr 2012. Allein 15% entfielen auf den Großraum New York. Doch auch Märkte aus der so genannten zweiten Reihe wie Dallas, Seattle oder Atlanta verzeichneten mit Volumina von 5 bzw. 7 Mrd. USD Rekordumsätze. Bezogen auf die verschiedenen Marktsegmente Büro, Einzelhandel, Hotel und Industrie entfiel knapp die


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Deals Deals Deals Jena: Das Bildungsunternehmen alfatraining mietet ca. 600 qm Bürofläche im TCF Technologiecenter „Am Felsenkeller“ von der Service Center Jena GmbH und Co. KG. Catella Property und Strabag Property and Facility Services waren für den Mieter beratend und vermittelnd tätig. Köln: Die Allianz Real Estate GmbH verkauft einen größeren Immobilienkomplex an zwei kanadische Pensionsfonds, die damit erstmals direkt in Deutschland investieren. Der Komplex am Barbarossaplatz, Ecke Luxemburger Straße, besteht aus zwei Gebäuden und verfügt über 16.687 qm Mietfläche. Der Komplex umfasst neben elf Wohnungen 14.502 qm als Bürofläche und 410 qm als Einzelhandelsfläche. Das erste Gebäude am Barbarossaplatz wurde 1957, das zweite an der Luxemburger Straße 1993 errichtet. Hauptmieter der Büroflächen ist das Wirtschaftsprüfungsun-

Hälfte des Investmentvolumens 2013 auf Büroimmobilien. Hier erhöhte sich das Volumen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 36%. Mit einem Anteil von knapp 55% entfällt der überwiegende Teil auf Büroimmobilien in den Primärstandorten wie New York, Washington D.C., Chicago, Los Angeles, Boston und anderen Großstädten. Bedingt durch den weiterhin unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegenden und moderaten Bestandszuwachs und die je nach Lage zu erzielenden sehr tiefen Anfangsrenditen, besteht ein zunehmendes Interesse an Sekundärstandorten, auf die mittlerweile ein Anteil von 41% am Investitionsvolumen entfällt. Tendenz steigend. Neben einem anhaltend hohen Interesse an Büroimmobilien verzeichneten auch andere Marktsegmente Zuwächse. So stieg das Transaktionsvolumen bei Einzelhandelsimmobilien 2013 um 8% auf 61 Mrd. USD. Bei Logistikobjekten belief sich das Volumen auf 47 Mrd. USD. Für das Jahr 2014 zeichnet sich eine weitere Zunahme beim Transaktionsvolumen (über alle Segmente) um ca. 20% ab. Der Jahresauftakt ist schon einmal gelungen, denn im ersten Quartal 2014 wurden bereits Gewerbeimmobilien im Wert von knapp 56 Mrd. USD umgesetzt, das waren über 60% mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. US-Konjunktur gewinnt an Dynamik Das Fundament für eine gute Entwicklung der Immobilienmärkte ist natürlich eine sich gut entwickelnde Konjunktur, die bei Unternehmen, Privathaushalten und Investoren gleichermaßen Vertrauen schafft. Die amerikanische Volkswirtschaft hat die Wirrungen rund um den US-Staatshaushalt und die davon ausgehenden starken Belastungen im vergangenen Jahr relativ gut überwunden und wartete mit einem Wirtschaftswachstum von knapp 2% auf, während sich der Euroraum im Jahresverlauf mühsam aus der Rezession herausarbeitete. Auch die temporäre Abschwächung zum Jahreswechsel 2013/14 aufgrund des harschen Winters hat die US-Wirtschaft nun überwunden, die aktuellen Konjunkturdaten wie der jüngste Arbeitsmarktbericht deuten auf eine kräftigere Dynamik in den kommenden Monaten hin. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2014 um 2,5% und 2015 um knapp 3% wachsen. Vor diesem Hintergrund wird die US-Notenbank wohl ihr monatliches Anleiheankaufprogramm bis zum Herbst dieses Jahres vollständig herunterfahren. Damit rückt aber auch der Termin der ersten Leitzinsanhebung der Fed, die ab Mitte 2015 zu erwarten ist, immer stärker in den Fokus der Investoren. Mittelfristig wird ein Anstieg der Kapitalmarktzinsen auch die Anfangsrenditen bei Gewerbeimmobilien nach oben ziehen. Der Zusammenhang zwischen den Renditen von Staatsanleihen und denen von Gewerbeimmobilien ist zwar eher lose, da die Entwicklung der Anfangsrenditen von vielen weiteren Faktoren abhängt. Doch auch wenn das genaue Ausmaß nur schwer abzuschätzen ist, geht von steigenden Kapitalmarktzinsen ein Aufwärtsdruck auf die Cap Rates aus.

ternehmen KPMG

Nachfrage nach Büroflächen zieht vorerst an

Düsseldorf: Catella Property hat die im Stahlhandel tätige Project Materials Group im Rahmen eines exklusiven Stay or Leave Mandates bei der Verlängerung des Mietvertrages über ca. 1.100 qm für weitere 5 Jahre im Gebäude Hansaallee 201 beraten. Eigentümer

In den USA hat die Bürobeschäftigung Anfang 2014 wieder den letzten Höchstwert vor der Krise erreicht. Angesichts der positiven Konjunkturperspektiven dürfte die Nachfrage nach Büroflächen weiter anziehen. Die zunehmende Dynamik am Mietmarkt in Verbindung mit den anhaltend moderaten Angebotszuwächsen sollte zu einem weiteren Abbau des Leerstands beitragen. Die steigende Nachfrage dürfte außerdem das Mietwachstum ankurbeln und die Gewährung von Mietanreizen weiter reduzieren. Neben Technologie- und Energiestandorten stehen Metropolen mit einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur wie Chicago oder Los Angeles im Fokus der Investoren. Die höchsten Mietsteigerungen dürften Dallas, Boston und Chicago und die schwächste Performance die US-Hauptstadt verzeichnen. Die DekaBank rechnet für die elf von ihr betrachteten Standorte für die Jahre 2014-18 mit einem durchschnittlichen Mietwachstum im Spitzensegment (Class A) von 2,8% pro Jahr. Dieses liegt somit über der für den gleichen Zeitraum erwarteten Inflationsrate von durchschnittlich 2,0%.

ist die NÄV Nordrheinische Ärzteversorgung.

Hotelmärkte warten mit relativ robusten Ertragsprognosen auf ►


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Die Performance-Zahlen für den US-Hotelmarkt lagen 2013 knapp über den Werten des letzten Hochpunkts 2007/2008. Der durchschnittliche Ertrag pro Zimmer (RevPAR) steigerte sich um 5,4% gegenüber dem Vorjahr. Für 2014 wird landesweit mit einem Ertragswachstum von etwa 5-6% gerechnet, basierend vor allem auf einem Anstieg der durchschnittlichen Zimmerpreise. Für das kommende Jahr ist ein ähnlich hoher RevPAR-Zuwachs von rund 6% zu erwarten. Das nach wie vor niedrige Neubauvolumen, das 2014 erneut unter dem zwanzigjährigen Durchschnitt bleiben dürfte, stützt diese Ertragsprognosen. Einzelhandelsmärkte Entwicklung

mit

sehr

uneinheitlicher

Die Einzelhändler expandieren nur vorsichtig und setzen angesichts des wachsenden Online-Handels auf kleinere Ladengrößen und Multi Channel-Strategien. In diesem Jahr dürfte die Flächennachfrage erstmals wieder ihr Vorkrisenniveau erreichen. Vorteilhaft ist auch hier das sehr niedrige Neubauvolumen. Die Leerstandsquoten sollten sich weiter verringern. Die Mietentwicklung verläuft je nach Lage und Betriebstyp sehr unterschiedlich. Die Mieten in den 1aLagen werden wohl aufgrund des Trends der jüngeren Generationen wieder verstärkt in den Innenstädten leben zu wollen und des geringen verfügbaren Angebots weiter steigen, die Mieten in Shopping-Centern und Fachmarktzentren dagegen allenfalls moderat zulegen. Logistikmärkte stellen Herausforderungen

sich

den

künftigen

Im Zuge der Erholung der US- und Weltwirtschaft hat sich die Nachfrage nach Logistikflächen besonders in der zweiten Jahreshälfte 2013 erhöht. Sie erreichte 2013 mit einer Nettoabsorption von 17,5 Mio. m² jedoch nur wenig mehr als im Vorjahr. Stark gefragt sind vor allem Hafen- oder Intermodalstandorte wie Los Angeles, Chicago, Dallas, Atlanta und Houston. Einer der wichtigsten Treiber für den Logistikmarkt in den kommenden Jahren sind Effizienzsteigerungen. Dem zunehmenden Handel mit Emerging Markets, dem wachsenden Online-Handel und dem Trend zurück zur einheimischen Produktion stehen ein höherer Zeitdruck, Energiesparmaßnahmen und ein Trend zur Automatisierung der Logistikdienstleistungen gegenüber. Die Nachfrage sollte sich noch stärker als bisher auf Häfen, intermodale Hubs und Frachtflughäfen konzentrieren. Für die Häfen ist es von Vorteil, wenn sie ihre Infrastruktur rechtzeitig auf die so genannte „Post-Panamax“-Periode (2015-2025) umrüsten, sich auf bestimmte Rohstoffe oder Branchen spezialisieren und ihren Anschluss an das intermodale Schienennetz optimieren. Die Leerstandsquote dürfte bis Jahresende weiter abnehmen und das Mietwachstum sich insbesondere an den stark nachgefragten Standorten beschleunigen.

Ausblick – auf die fetten Jahre folgen nun magere Die fundamentalen Rahmenbedingungen für die gewerblichen Immobilienmärkte sind auf den ersten Blick als gut einzuschätzen. Dennoch dürfte nach den ertragsstarken Jahren 2011/12, die mit einer kräftigen Renditekompression insbesondere bei den Spitzenrenditen in den Segmenten Büros und Einzelhandel einherging, für die kommenden Jahre wieder eine größere Bescheidenheit bei den Investoren angesagt sein. In einigen Marktsegmenten ist der Tiefpunkt bei den Renditen wohl erreicht, andere dürften noch tiefere Renditen erzielen können. So blieben beispielsweise im ersten Quartal 2014 die Renditewerte für Class A-Büroobjekte in den meisten von der DekaBank betrachteten Standorten konstant. Leichte Rückgänge konnten jedoch nochmals Chicago und Dallas verzeichnen. Bei Logistikobjekten gab es weitere geringfügige Rückgänge, während Shopping-Center ihr Niveau von Ende 2013 beibehielten. Im Gefolge des für die kommenden Monate erwarteten Anstiegs der Kapitalmarktzinsen werden voraussichtlich auch die Anfangsrenditen bei Gewerbeimmobilien nach oben tendieren. Einen sprunghaften Renditeanstieg für Top-Objekte wird es wohl nicht geben, vielmehr dürfte ein schleichender Prozess mit einem durchschnittlichen Anstieg von 10 bis 20 Basispunkten pro Jahr werden. Auf Sicht der nächsten fünf Jahre dürften allerdings die Gesamterträge im Mittel nur noch bei mageren 0,6% pro Jahr (Medianwert) liegen, wobei an der Spitze der Rangliste mit Dallas und Chicago die Büromärkte stehen dürften, die mit den höchsten Cap Rates in den Prognosezeitraum starten. Während Boston auf dem dritten Rang mit bereits bescheideneren Gesamterträgen aufwarten dürfte. Für die übrigen Märkte werden sich die Ertragsperspektiven wohl in einem relativ engen Intervall zwischen rund 0 und etwa 1% bewegen. Sinkende Kapitalwerte bei, gemessen an den Anfangsrenditen, prozentual niedrigen Mieteinnahmen dürften in den kommenden Jahren in Manhattan und Washington D.C. sogar zu Verlusten führen. Selbst Sekundärmärkte, die von Investoren in den vergangenen Monaten verstärkt angesteuert wurden, sind derzeit für einen Einstieg bereits relativ teuer. □


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12 Gebote zum Hospitality Management und der Erfolg ist nicht zu verhindern. Winfried D. E. Völcker, Geschäftsführender Gesellschafter VHC Völcker Hospitality Company GmbH 5. Gebot: Inszeniere Deinen Erfolg, hebe Deine Potenziale. Laut einer aktuellen Studie der „Deutschen Gesellschaft für Qualität“ ist Service, als Summe Winfried D. E. Völcker hat rund ein Dutzend internationale Großhotels, teils mit großen von Vielfalt und VeranstaltungsCentren, und zusammen Qualität gebote- mehr als fünfzig Restaurants & Bars eröffnet, geführt, restrukturiert oder saniert. ner Dienstleistun- Völcker pachtet und betreibt Hotels. Völgen in der Gastro- cker berät, plant und entwickelt Hotels – von der Idee bis zur Eröffnung. nomie und Hotelwww.voelcker-hospitality.de lerie, für rund 90% der Befragten, sehr wichtig. Rund 60% der Gäste beurteilen den erlebten Service als befriedigend. Rund ein Drittel aller, denen Service wichtig ist, urteilt jedoch: Der erlebte Service war unbefriedigend. Die Erlöse sind unbefriedigend und die Kosten zu hoch, klagen die Dienstleister. Dass unzufriedene Gäste Umsätze massiv ausbremsen und deswegen die Kosten im Verhältnis zum Umsatz, steigen, zeigt per sé den Weg zur Heilung des Dilemmas. Man muss ihn nur erkennen und konsequent gehen. These No. 50: Entscheidungen treffen und konsequent umsetzen. Welch Potenzial für höhere Erträge, für höhere Löhne und Gehälter, die anderen Branchen in nichts nachstehen. Unbefriedigte Gäste sind grundsätzlich bereit bis zu 40% mehr Euro auszugeben, als „eingangs“ beabsichtigt… These No. 51: Biete was die Gäste wollen und die Kasse stimmt.

den und Deinen Markt generalstabsplanmäßig analysieren und kennen. So findest Du passende Antworten auf die K-Fragen. These No. 53: Für die erfolgreiche Führung eines Hotels braucht es nicht viele Führungskräfte – aber die Besten. In rund 35% der Not leidenden Hotels sind Innenarchitektur und Ambiente nicht kongruent mit dem Konzept und 85% aller Problembetriebe hatten beim Start keine schriftlich formulierten Ziele… These No. 54: Architekten und Designer brauchen ein präzises Briefing, brauchen Konzeptkenntnis und intimste Kenntnisse über die Menschen, die später im Hotel, zu gut auskömmlichen Preisen, „Befriedigung für sich selbst“ kaufen wollen. Erfolg kann man inszenieren. Das ist spannend, einfach und lukrativ. Touristisch erfahrene Hotelleute kennen den Baukasten fachlicher und technischer Methoden wie Mittel zur Schaffung einer marktgerechten Hospitality Unternehmung, mit der Investoren und Betreiber richtig viel „Spaß haben“, und Banker ruhig schlafen können. These No. 55: Erfolg zu inszenieren ist eine Erzeugungsstrategie. Für die Bühnen einer zeitgemäßen Hoteltheaterwelt heißt das: Tue alles, was sich vom Wettbewerber abhebt. Das funktioniert immer dann, wenn es dem Betreiber gelingt die Produkt- und Angebotsprozesse des gewählten Konzepts zu einer „Erscheinung“ zu bringen, die es so noch nicht gegeben hat. These No. 56: Habe Mut. Sei andersartig. Anders. Nicht artig. Erfolgreiche Inszenierungen wecken Begehren. Selten ist attraktiv, interessant und begehrenswert, was jeder haben kann. Mercedes ist begehrt, weil Millionen sich Mercedes nicht leisten können. Sylt ist begehrt, weil sich viele Menschen Sylt nicht leisten können. These No. 57: Das Begehren anderer macht das Haben schön. Noch einmal zur Rolle der Menschen im Hotel:

Welche Potenziale sind in der Branche noch nicht gehoben?

Welche Rolle spielen die Menschen dabei? Welche Rolle spielt das Ensemble in einer stimmigen Hoteltheaterwelt?

Von geschätzt 3.000 Not leidenden Hotels der klassischen Hotellerie - das sind rd. 14.000 Betriebe in Deutschland gingen ca. 40% in die Knie, weil Konzept, Kapazitäten und Kategorie nicht marktgerecht waren. Etwa 65% leiden Not, aufgrund fehlerhafter Planungen und Missmanagement

Sollte man Mitarbeiter nach Erfahrung und Qualifikation einstellen, oder wegen ihres ausdrücklichen Wunsches erwählen, anderen dienen zu wollen?

These No. 52: Du musst die Konkurrenz, Deine Kun-

Ich behaupte: Hotels mit „entfesselten“ Mitarbeitern stellen alle Konkurrenten ruck zuck in den Schatten. Ich behaupte ferner und weiß das aus eigener Erfahrung: In solch Hotels


NR. 318 I 13. KW I 28.03.2014 I ISSN 1860-6369 I SEITE 27

Neuauflage Aktuelles Gewerberaummietrecht Das Gewerberaumietrecht ist stark von der Rechtssprechung geprägt. Das in zweiter Auflage vorliegende Werk von Rechtsanwalt Dr. Rainer Burbulla, der auf dem Gebiet des Gewerberaumietrechts sowohl vertragsgestaltend als auch forensisch tätig ist, erleichtert den Einstieg in das Gewerberaumietrecht. Entsprechend ihrer praktischen Bedeutung werden die aktuellen Rechtsprechungsentwicklungen behandelt und anhand von Hinweisen zur Praxis, insbesondere der Vertragsgestaltung, erläutert. Zu den Schwerpunkten der Darstellung zählen:

Schriftform des Mietvertrages

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Störung der Geschäftsgrundlage

Miete und Miethöhe Neben- und Betriebskosten Gewährleitung Laufzeit des Mietvertrages Beendigung und Abwicklung des Mietverhältnisses

Verfahrensfragen ISBN 978-3-503-15663-4 ca. 300 Seiten ca. 35 Euro Autor: Dr. Rainer Burbulla, Rechtsanwalt Partner der Sozietät Grooterhorst & Partner Rechtsanwälte, Düsseldorf Erich Schmidt Verlag, Berlin

ist die Kundenzufriedenheit leicht doppelt so hoch, wie im Vergleich zu denen mit Null-BockAttitüde. Die Erlöse dito. Die Erträge sowieso. Wie kann ein Betreiber in der Hospitality Industrie die jeweils beste Dienstleistung in seinem Markt bieten? Was für eine Organisation braucht es heutzutage, die sich bei allen Entscheidungen nach der Kundschaft richtet, die ja alles bezahlt? Lässt sich das inszenieren? Ich sage: Ja. Viele Insider meinen, das Hotelgeschäft habe sich in den letzten beiden Dekaden massiv verändert und verlange heute nach anderen Fragen und neuen Antworten. Das stimmt. Das stimmte aber auch vor zwanzig und vor vierzig Jahren und das wird auch in zwanzig Jahren wieder stimmen. Ich behaupte, die Wege zum Erfolg sind primär die gleichen geblieben. Unsere Sicht darauf, unser Verhalten dazu, diverse technische Weiterentwicklungen und vor allem, wie Menschen heute darüber sprechen, ist anders, als vor zehn oder zwanzig Jahren. Die eingangs geschilderten Missstände sind offenbar und die Potenziale kann man auf Heller und Pfennig beziffern. Und was wird getan? Was hindert uns, all diese „Schätze“ zu heben? Fehlt es am Glauben? Am Willen? Am Vermögen es zu tun? Lebt es sich leichter die Schuld für das eigene Unvermögen anderswo zu orten? Sind satte, träge Verantwortungsträger der Grund? Nichts gegen Zufriedenheit mit dem Status Quo, doch Selbstzufriedenheit tötet jegliche Neugier: Wie machen es die anderen? Was machen die anderen besser? Was müssen wir anders, besser tun? Woran müssen wir uns messen? Sind unsere Produkte und Angebote wirklich relevant, sexy, interessant, funky und attraktiv? Die deutsche Hotellerie und Gastronomie ist eine großartige Branche: Zukunftsfähig, vielversprechend, unendlich vielseitig, international und interessant. Gelänge es höhere Erlöse zu erzielen und bessere Erträge zu erwirtschaften, um attraktive, angemessene Löhne zahlen zu können, unsere Branche wäre für ganz viel mehr Menschen mega, mega attraktiv. Da geht noch viel mehr! Mehr an Qualität, mehr an Service, an relevanten Produkten, mehr an interessanten Angeboten, mehr an zukunftsweisenden Konzepten, ein vielfaches mehr an Erlösen und viel mehr Bottom Line. Diese Überzeugungen muss niemand mit mir teilen. Ich behaupte auch nicht, sie seien für jeden Mann und jede Frau der Weisheit letzter Schluss. Doch wer mag, dem würde ich es immer wieder beweisen: Und zwar mit den Menschen von heute. Es geht, heute wie damals, denn Zukunft hat man nicht, man schafft sie sich. □


NR. 322 I 22. KW I 26.05.2014 I ISSN 1860-6369 I SEITE 28

Optimiertes Kundenmanagement für die erfolgreiche Bürovermietung: Das Beratungskonzept der Office Group Die HighLight Towers, die Landmark-Immobilie Helmut Jahns am Ende der Autobahn A9 in MünchenSchwabing, sind ein weithin sichtbares Wahrzeichen Münchens. Auch bedingt durch den Umzug der Unternehmensberatung Roland Berger, Ende diesen Jahres, die einen nicht unwesentlichen Teil des Hochhausensembles belegt, werden bis zu 34.000 qm moderner Büroflächen zur Neuvermietung frei - trotz des herausragenden Standortes eine anspruchsvolle Aufgabe. Um die Leerstandszeit zu verkürzen und den attraktiven Mietermix aufrechtzuerhalten, haben Eigentümer und Betreiber, KanAm und SachsenFonds, die Office Group als zentralen Kundenmanager verpflichtet, um deren innovatives Konzept bei der Vermietung zu nutzen. Selbst in einer Boomtown wie München kann sich der Vermietungsprozess für eine derart große Fläche über einen längeren Zeitraum hinziehen, da hierfür die Mieter dünn gesät sind. Zusätzlich aber sind die Abläufe bei einer solchen Investitionsentscheidung – Umzugs- und Ansiedlungsentscheidungen sind mit erheblichen Kosten verbunden – im Regelfall langwierig und komplex. Das integrierte Konzept der Office Group setzt genau an dieser Stelle an: Der Verhandlungsprozess wird beschleunigt, die Vermietungsgespräche können gezielter geführt werden. Visualisierung und Kostenszenarios Die Office Group begleitet mit von ihr entwickelten effizienten und kostengünstigen Tools den gesamten Vermietungsprozess – von der Vermietung bis zum schlüsselfertigen Umzug. Zu Beginn wird in enger Absprache mit dem Vermieter – und auf dessen Kosten - ein eigenes Softwaretool für das Mietobjekt programmiert, das die Flächen des Objekts und die Vielzahl technischer Gestaltungsmöglichkeiten darstellt. Auf dieser Basis lassen sich beliebige Einrichtungsvarianten durchspielen – schnell, effektiv und lösungsorientiert. Damit kann sich der potentielle Mieter ein Bild aller denkbaren räumlichen Organisationsformen machen, vom traditionellen Zellenbüro bis hin zur Arbeitslandschaft, die offene Kommunikationsbereiche mit LoungeCharakter, Rückzugsräume für Kleingruppen und auch Einzelarbeitsplätze kombiniert. Die Visualisierung wird bereits im Erstgespräch mit einem potentiellen Mieter eingesetzt. So wird relativ schnell klar, ob die Räume überhaupt für eine Anmietung infrage kommen.

In die Software fließen die Erfahrungen der Office Group ein. Auf die jeweilige Unternehmenskultur zugeschnittene Arbeitswelten zu gestalten, ist seit mehr als 10 Jahren das Kerngeschäft der Office Group. Dabei werden die Veränderungen der Arbeitswelt – etwa neue Ansprüche junger Beschäftigter - ebenso einbezogen wie die für Unternehmen notwendige Flexibilität, mit der auf wirtschaftliche Veränderungen schnell reagiert werden kann. Für einen Mietinteressenten ist nicht nur wichtig, mögliche Gestaltungsvarianten buchstäblich vor Augen geführt zu bekommen, durch die Hinterlegung einer Kostenstruktur werden die notwendigen Investitionskosten für Aus- oder Umbau sofort transparent, die notwendigen Budgets auf Vermieter- bzw. Mieterseite werden näherungsweise deutlich. Damit wird recht schnell klar, ob eine Fortführung der Gespräche überhaupt sinnvoll ist. Der Effizienzgewinn liegt auf der Hand, spart man sich doch die vielen Gespräche zwischen Makler, Vermieter, den verschiedenen Entscheidungsebenen eines potentiellen Mieters und von ihm beauftragten Architektenteams. „Ready to Rent“ – Dienstleistung für Vermieter und Projektentwickler Die Office Group liefert für Vermieter und Projektentwickler komplette Marketing-, Vertriebs- und Office-Konzepte über die komplette Prozesskette von der ersten Mieteransprache, dem zentralen Kundenmanagement bis hin zum individuell gestalteten bezugsfertigen Büro. Unter dem Claim „Ready to Rent“ übernimmt sie das zentrale Kundenmanagement, indem sie als Schaltstelle zwischen Vermieter, Makler und potentiellen Mietern tätig wird. Aufgrund der mehr als zehnjährigen Erfahrung als Planungs- und Einrichtungsdienstleister für Büros verfügt die Office Group nicht nur über innenarchitektonische Gestaltungserfahrungen, das wesentliche Know-how liegt im kundenorientierten Projektmanagement von den ersten Entwürfen bis hin zu Einrichtung und Umzugsabwicklung. Mit dem zentralen Kundenmanagement für Vermieter wird diese Referenzbasis auf die Vermieter- und Projektentwicklerseite übertragen. Die umfassende Leistungspalette bietet für Vermieter und Mieter Vorteile: Bereits bei den Erstgesprächen sitzt jemand


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mit am Tisch, der problemorientiert Entscheidungsvorschläge unterbreiten kann, ohne dass dies für mögliche Mieter bereits mit Kosten verbunden ist. Diese entstehen erst dann, wenn der Mieter entsprechende Bausteine aus dem Leistungsangebot der Office Group bucht. Damit ist vollständige Kostentransparenz gewährleistet. Die Wahrscheinlichkeit einer zufrieden stellenden Standort- und Mietentscheidung steigt. Unternehmenskultur als Entscheidungsbasis Der Wandel der Bürolandschaften ist in den letzten Jahren unübersehbar. Dies hat mit einem Wandel der Arbeitstechnologien, aber auch mit veränderten Einstellungen der Beschäftigten zu tun. Büros spiegeln die Kultur eines Unternehmens und diese Kultur ist entscheidend für die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber. Nach einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2012 ziehen mittlerweile 60 Prozent der Bewerber bei der Entscheidung zwischen Arbeitgebern eine gute Ausstattung des Büros einer höheren Bezahlung vor. Deswegen wächst die Bedeutung der Analyse der Unternehmenskultur und die Umsetzung in den richtigen gestalterischen Ausdruck beständig. „Durch unsere Erfahrungen in der Büroplanung und -ausstattung wissen wir, wie wichtig neue Konzepte für die Attraktivität von Arbeitsplätzen sind. Deswegen sind wir auch geeignete Experten im Dialog von Eigentümer und Mietinteressenten“, so Markus Menzinger, Gründer und Inhaber der Office Group. Office Group: Die Beratungs- und Umsetzungsexperten Die Office Group bietet als zentraler Kundenmanager, der die Kommunikation zwischen Eigentümer, Makler, Mieter und Architekt steuert, umfassende Dienstleistungen an, die die komplette Prozesskette von der Formulierung zielgruppengerechter Marketing-, Vertriebs- und OfficeKonzepte bis hin zum individuell ausgestatteten Büro mit schlüsselfertigem Umzug umfasst. Moderne Büros werden zu Orten der Begegnung und der Zusammenarbeit. Bürogebäude und Arbeitsplätze müssen gesteigerten Anforderungen an Flexibilität, Atmosphäre, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht werden. Sie gewinnen an Bedeutung für das Selbstverständnis von Unternehmen und ihren Mitarbeitern. Die Expertenteams der Office Group haben Lösungen u.a. für die Metro AG, die UBS Deutschland, die Swiss Re und für Fujitsu auch schon in den Schwabinger Highlight-Towers erarbeitet und realisiert. Diese Erfahrungen wollen Betreiber und Eigentümer der HighLight-Towers, KanAm und SachsenFonds, nutzen, um die Leerstandszeit in den HighLight Towers so gering

wie möglich zu halten: „Die von der Office Group entwickelten Instrumente versprechen uns gründlichere Gespräche mit potentiellen Mietern und schnellere Entscheidungen auf besserer Faktengrundlage“, so Andreas Büttner, Geschäftsführer von SachsenFonds. Bei den HighLight Towers ist der Einsatz der SoftwareTools der Office Group besonders vorteilhaft: Die einzelnen Geschosse lassen dem Mieter maximale Gestaltungsfreiheit. Außer den zentralen Infrastrukturflächen gibt es keine Vorgaben für die innenarchitektonische Planung. Um so notwendiger ist es, unterschiedliche Varianten zu verdeutlichen. Die auf die Immobilie zugeschnittene Software und innenarchitektonische Modelle möglicher Planungsvarianten bieten dem Mietinteressenten die Chance, sich über seine spezifische Kombination von Unternehmenskultur und die innenarchitektonische Gestaltung der Arbeitsflächen schnell klar zu werden. Die Office Group, deren Anfänge in der handwerklichen Gestaltung von Büros liegen, arbeitet mit einer Vielzahl von Experten. Sie ist Mitglied des bundesweit aktiven Netzwerks CI Objekt. Damit stehen Expertise und Instrumente bundesweit zur Verfügung. Idealerweise erfolgt die Einbeziehung bei Projektentwicklungen schon in einem frühen Stadium, etwa zum Zeitpunkt der Rohbaufertigstellung, bei Bestandsimmobilien können die Dienstleistungen jederzeit einbezogen werden. Der Einsatz als zentraler Kundenmanager fängt bereits bei der Formulierung der Marketinginhalte und der Festlegung der passenden Instrumente an, da hier die Schnittstellen zwischen Eigentümer, Lead-Makler und Vermarktungsauftritt zusammenlaufen. „Ready to rent“ bündelt die Kompetenzen der Office Group in einem umfassenden Vermietungs- und Betreuungskonzept, das die Stärken und die Zukunftsfähigkeit der jeweiligen Immobilie herausstreicht und über eine erfolgreiche Projektsteuerung optimale Ergebnisse für Mieter und Vermieter möglich macht. □


NR. 322 I 22. KW I 26.05.2014 I ISSN 1860-6369 I SEITE 30

Weiter steigende Immobilienpreise in Deutschland – aber keine Blase, sagen die Gutachterausschüsse Alles ist gut – Die Zahl der Transaktionen auf dem deutschen Immobilienmarkt ist weiterhin auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 2011 und 2012 etwa eine Million Immobilienkaufverträge abgeschlossen. Die Investitionen in Immobilien sind von 2009 nach 2012 um 30% auf 170 Mrd. Euro gestiegen. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht 2013 der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte hervor. „Wir gehen davon aus, dass sich die Umsatzzahlen in den nächsten Jahren zwischen 175 und 180 Mrd. Euro einpendeln werden", sagte Siegmar Liebig, Sprecher des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse in Deutschland, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Gerade in den Städten wird wieder mehr investiert, das erklärt die deutlichen Steigerungen", so Peter Ache, Redaktionsleiter des Berichts. Von den rund 170 Mrd. Euro im Jahr 2012 entfallen rund 66% auf Wohnimmobilien. Etwa 20 bis 25% entfallen auf gewerblich genutzte Immobilien und dort sind die Büro- und die Geschäftsimmobilien am stärksten. Vor allen Dingen in den wachstumsstarken Ballungsräumen sind die Zahlen ermutigend. In den letzten Jahren hat sich ein großes Neubaudefizit aufgebaut. „Auf angespannten Wohnungsmärkten brauchen wir mehr Grundstücke für neue Wohnungen um diese Lücke zu schließen", sagte Matthias Waltersbacher, Immobilienexperte des Bundesinstituts für Baus-, Stadt und Raumforschung (BBSR) das die Studie unterstützt hat. Große regionale Unterschiede bei Wohnimmobilienpreisen Für Wohnimmobilien haben die Gutachterausschüsse in Deutschland regional sehr unterschiedliche Preisentwicklungen ermittelt. In Regionen mit eher rückläufiger Bevölkerungszahl stagnieren die Preise oder steigen nur leicht. In einigen Landkreisen allerdings gab es 2012 Preisrückgänge von bis zu 15%, vor allem in ländlichen Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den Städten und bevölkerungsstarken Gebieten stiegen die Preise durchweg an. Für frei stehende Einfamilienhäuser sind die Preise in Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt besonders niedrig. Dort kosten Einfamilienhäuser in Schrumpfungsregionen unter 550 Euro/qm Wohnfläche. Die höchsten Preise werden nach wie vor in München, Frankfurt a. M., Stuttgart und Düsseldorf erzielt. Die Durchschnittspreise liegen bei 3.000 Euro/qm Wohnfläche. In München sind auch

Preise bis 6.000 Euro pro qm Wohnfläche keine Seltenheit. Starke Preissprünge sind auch auf dem Sektor der landwirtschaftlichen Grundstücke festzustellen. Seit 2006 sind die Preise im Norden und Nordosten Deutschlands auf fast das Doppelte angestiegen. „Die Landwirte investieren derzeit kräftig in Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien und es entstehen ganz ordentliche Gewinne, die in Bodenankäufe reinvestiert werden. Das spiegelt sich in den Preisen für die Landwirtschaftsflächen wider", erläuterte Ache. Der Immobilienreport der Gutachterausschüsse in Deutschland umfasst etwa 350 Seiten. Grundlage der Immobilienmarktstudie sind Transaktionsdaten, die in diesem Umfang nur durch die amtlichen Gutachterausschüsse zur Verfügung gestellt werden können. Datenbasis sind die Kaufpreissammlungen nach § 192 ff. des Baugesetzbuches. Sie enthalten Immobilienmarktdaten, die direkt aus den Notarverträgen über Immobilienverkäufe abgeleitet worden sind. KK □


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Impressum Rheda-Wiedenbrück, T: 05242901250, F: 05242-901251 info@rohmert.de, www.rohmert-medien.de, Chefredaktion: André Eberhard (V.i.S.d.P.) Immobilienredaktion: Dr. Thomas Beyerle, Dr. Gudrun Escher, Marion Götza, Uli Richter, Werner Rohmert Immobilienaktien: Hans Christoph Ries Berlin: Karin Krentz Frankfurt: Christina Winckler München: Alexander Heintze/Thomas Döbel (u.v.a.) Einzelhandel: Dr. Ruth Vierbuchen Volkswirtschaft: Prof. Dr. Günter Vornholz Hrsg.: Werner Rohmert Recht / Anlegerschutzrecht: RA Klumpe, Schroeder & Partner, Köln; Dr. Philipp Härle - Tilp RA, Berlin; Redaktl. Beirat: Klaus Ansmann (Deutsche Post Immobilien), Dr. Kurt E. Becker (BSK), Christopher Garbe (Garbe Unternehmensgruppe/Garbe Logistic AG), Dr. Karl Hamberger (Ernst & Young), Klaus Hohmann, Prof. Dr. Jens Kleine, Frank Motte, Prof. Dr. Wolfgang Pelzl (Uni Leipzig), Fritz Salditt (Stb.), Andreas Schulten (Bulwien AG) Wissenschaftliche Partner: Prof. Dr. Hanspeter Gondring FRICS (Studiendekan, Duale Hochschule BadenWürttemberg Stuttgart) Prof. Dr. Robert Göötz (Studiendekan/FRICS; Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen) Verlag: Research Medien AG Rietberger Str. 18 33378 Rheda-Wiedenbrück T.: 05242 - 901-250 F.: 05242 - 901-251 Vorstand: Werner Rohmert Aufsichtsrat: Senator E.h. Volker Hardegen (Vorsitz), Unsere Bankverbindung erhalten Sie auf Anfrage. Bildquellen: fotolia.com Namens-Beiträge geben die Meinung des Autors und nicht unbedingt der Redaktion wieder. stellv.: Dr. Karina Krüger-Junghanns

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden: 3 C Dialog (22), Activum SG Capital Management Ltd. (20), Adyton Systems GmbH (20), Aengevelt (10), Aldi (16), alfatraining (24), Allianz Real Estate (24), Angermann (22), Aurelis Real Estate (6), B+B Parkhaus GmbH & Co. KG (16), balandis real estate AG (16), BBSR (8,30), BDI (4), Becken (16), Berlin-Hannoversche Hypothekenbank (6), Bilfinger SE (6), BNPPRE (20), Bouwfonds (13), CA Immo (2), Catella Property (20,24), Catella Real Estate (5), Center Jena GmbH und Co. KG (24), CMS Hasche Sigle (2), Colliers (22), Deka (9,18), Deutsche Annington (2,3), Deutsche Immobilien AG (6), Deutsche Investment KG (6), Deutsche Post Immobilien GmbH (22), Deutsche Seereederei GmbH (6), Deutsche Wohnen AG (6), DIC Asset (12), dm (16), DTZ (15), Ebertz & Partner (11), EBZ (2,3), ECE (23), Erich Schmidt Verlag (27), fairvesta (7), Famos Immobilien (2,3) Feri (4), FLE GmbH (22), FVLR (19,20), GdW (6,7), Gold-Zack AG (2), GULP Information Services GmbH (18), Heuer (10), Hochtief Projektentwicklung (16,17), HS Projektentwicklungs- und Immobiliengeschäftsführung (20), IHF (22), Impera Total Return AG (2), IVG (6), JLL (9,10,12,13,14,18), KanAm (28,29), KHE (13), Knight Frank (17), Körber Stiftung (16), KPMG (24), Materials Group (24), Meag (20), Merck & Finck (2,3), mfi AG (22,23), MLP (4), NÄV Nordrheinische Ärzteversorgung (24), Office Group (28,29), Peakside Capital Advisors AG (20), Polares Real Estate Management (20), Project Gruppe (3), PwC (2), publity AG (2,8,14), RGM Holding GmbH (9), Rödl & Richter Fondstreuhand (14), RWE (15), Sachsenfonds (28,29), Schalast & Partner (20), SEB (22), Sonae Sierra (6), sontowski & partner (16), Sozialverband Deutschland (4), Strabag Property and Facility Services (24), TOYOBO Europe GmbH (20), UBS (22), Unibail Rodamco (22), WarburgHenderson (16), ZBI (4), ZIA (4,6,7),

Personen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden: Ache, Peter (30); Backs, Thomas (2); Bauer, Adolf (4); Bettink, Jan (6); Beyerle, Thomas (6); Binder, Thomas (6), Buch, Rolf (2,3), Burbulla Dr., Rainer (27); Düssel, Georg (9); Gedaschko, Axel (7); Grillo, Ulrich (4); Groom, Andrew (10); Hegger, Thomas (20); Hendrick, Barbara (4); Herrmann, Harald (8); Horx, Matthias (4); Hudetz Dr., Kai (22); Keysberg, Jochen (6); Kraft, Marcus (4); Leuchtmann, Klaus (2,3); Liebig, Sigmar (30); Loew, Günther Paul (2); Lueken, Nils (9); Mattner, Andreas (4,7); Meintz Dr., Thomas (9); Oberfuchshuber, Klaus (2,3), Olek, Thomas (2); Pöker, Arno Berthold (6); Rahe, Horst (6); Reinitzhuber, Karl (22,23); Rübel, Jost (19); Schneider, Frank (2); Schomberg, Bärbel (6); Schulz, Reimund (2,3); Siebenkotten, Lukas (6); Westphal, Jörg (6); Zahn, Michael (6).


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 1

Nr.: 78

Liebe Leser,

22. KW /26.05.2014

Kostenlos per E-Mail

Berlin durchlebt zur Zeit hitzige Tage. Damit ist nicht das frühsommerliche Wetter gemeint mit Temperaturen um die 30-Grad- Marke. Der Countdown zum Volksentscheid am 25. Mai über die Zukunft des Tempelhofer Felds, ca. 230 ha groß, steht an. Der kann zu einem Lackmustest für die große Koalition werden, wenn es heißt: Tempelhofer Feld für alle! Und zwar: freier Zugang garantiert, drei Viertel bleiben frei, nur Bebauung am Rande mit bezahlbaren Wohnungen, Sportstätten und Kitas.

ISSN 1860-6369

Inhaltsverzeichnis Editorial

1

Interview mit Hardy Rudolf Schmitz, CEO WISTA-MANAGEMENT GmbH PwC Studie „Cities of Opportunity“

3

CityCube löst ICC ag

7

ICCA-Statistik: Berlin unter den Top 5

9

6

Deutschland wieder Kon- 9 gressstandort Nummer 1 in Europa Mehr Wohnungen für Berlin BFW: Berliner Wohnungsbauboom wird weitgehend von privaten Unternehmen getragen

Das Volksbegehren „100% Tempelhofer Feld“ geht einen völlig anderen Weg. Lesen Sie bitte dazu Der Immobilienbrief Berlin Nr. 76. Es will ausnahmslos jegliche bauliche Anlage auf dem gesamten Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof und seinen Rändern ausschließen. Eine solcher Entwicklungsstillstand wäre schädlich für Berlin. Auch wäre der völlige Ausschluss jeder Randbebauung entlang des Tempelhofer Feldes die falsche Antwort auf die drängenden Fragen der wachsenden Stadt und kein Weg, so die Initiative „Tempelhofer Feld für alle!“ Denn es geht um mehr, viel mehr – es geht auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt – unsere Zuzügler brauchen Wohnungen! Einen Arbeitsplatz haben sie ja bereits in der Tasche. Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhauses ist ganz schlau: Sie will die Quadratur des Kreises sprich 100% Tempelhofer Feld und Wohnungen, aber bitte schön light „an den Flanken“ – Ja, geht’s noch? „An den Flanken des Feldes entstehen Wohnungen, die für alle bezahlbar sind“, so Antje Kapek, Grünen-Sprecherin für Stadtentwicklung. Flanken? Die sind wohl kein Rand?

So viel ungereimtes Zeug und krude Argumentation haben auch einen Grund: Misstrauen in die Politik des Senats. Allen voran Stadtentwicklungssenator Michael Müller, aber auch der Regie10 rende Bürgermeister Klaus Wowereit haben jahrelang die Brisanz des Problems, das mit der Schließung des Flughafens Tempelhof entstand, völlig verkannt. Nun ist das Dilemma groß. Architekten 11 oder Bauingenieure gar sind überhaupt nicht befragt worden.

Erstes Verbot für Ferienwohnungen

12

Mitte bleibt teuerster Bezirk

13

Richtfest für „Schokostück 14 Krokant“

Wo Leid ist auch Freud, heißt es. Freude pur bereiten die Zahlen zum Neubauvolumen ( ab Seite 11), auch wenn die kommunalen Gesellschaften so erst langsam aus den Startlöchern kommen. Grundsteinlegungen, Richtfeste, Einzug finden quasi rund um die Uhr statt. Noch heften sich die privaten Bauherren den Erfolg an ihren Hut wie Baulöwe Klaus Groth: „Die Groth Gruppe baut Miet- und Eigentumswohnungen für eine breite Bevölkerungsschicht. Denn die Versorgung der in Berlin Wohnungssuchenden mit solidem Wohnraum ist seit jeher unser Anliegen. Dabei haben wir den Anspruch, durch attraktive städtebauliche Projekte und kompetente Quartiersentwicklung unseren Beitrag zur sozialen und nachhaltigen Stadtgestaltung zu leisten.“ 7 Wohnprojekte mit insgesamt 1.070 Wohnungen sind derzeit in Berlin und Potsdam in Bau resp. Vertrieb, davon ca. 400 Mietwohnungen. 3 weitere Stadtquartiere mit rund 3.500 Wohnungen befinden sich in Planung und Entwicklung. Diesen Vorsprung müssen die kommunalen Gesellschaften aufholen.

Potsdam: Beste zukünftige Wirtschaftsentwicklung unter B-Städten

16

Impressum

16 Haben Sie eine gute Zeit – und bleiben Sie uns gewogen!

Ihr direkter Weg zu uns

Karin Krentz Liebe Leser, Sie kennen sich mit besten Lagen aus? Beweisen Sie es! Denn – Eine der besten von Berlin ist genau diese. Hier, unvergleichlich gut positioniert, könnte Ihre Anzeige zu Ihrem Unternehmen stehen. Eine fachkundig aufbereitete Werbung erreicht Ihre Zielgruppe hier am schnellsten und zudem eindrucksvoll – jeden Monat, ganz sicher. Und Sie machen mit wenig Aufwand Ihr Unternehmen einem breiten Leserkreis aus Immobilienexperten aller Branchen bekannt. Kontakt: info@rohmert-online.de

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Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 3

Der Immobilienbrief Berlin im Gespräch mit Hardy Rudolf Schmitz, CEO WISTA-MANAGEMENT GmbH, über … eine mitunter chaotische Liebesbeziehung, Berlin und modernste Stadtentwicklungskonzepte sowie Adlershof als gute Adresse für Immobilien-

Personalien

investoren

Tanja Gluding (38) ist neue Leiterin des Bereiches Human Resources

Die Zukunft Berlins liegt im besonderen im Südosten der Hauptstadt. Das war vor über 20 Jah-

der Acrest Property Group GmbH. Die studierte Soziologin hat zuvor mehrere Jahre für Deloitte als HR Business Partner gearbeitet. Bei Acrest wird sie die Unternehmensführung vor allem beim strategischen Personalmanagement und bei der zukünftigen Personalentwicklung unterstützen.

ren so nicht abzusehen. Heute ist dort auf einer Fläche von 420 ha eine Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien völlig neu entstanden – Berlin-Adlershof. Im Jahr 1990 waren da wissenschaftliche Institute, Fernsehstudios, Kasernen und ein ehemaliger Flugplatz aus dem vorletzten Jahrhundert. Über 24.000 Menschen arbeiteten dort vor der Wende, in der Akademie der Wissenschaften, beim Fernsehen der DDR oder waren bei der Armee stationiert. Mit der Abwicklung sämtlicher Institutionen drohte das Aus für die humanen Ressourcen und auch für die Immobilien. Im Jahr 1991 begann auf Senatsbeschluss der Aufbau des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Adlershof (www.adlershof.de). „Die Dynamik ist irre, hier wird Zukunft gemacht. So aufregend kann Berlin sein“, zitierte Der Spiegel im Jahr 1995 den Optoelektroniker und Sprecher der Adlershofer Forscherelite, Professor Ingolf Hertel, der damals im beschaulichen Freiburg einen sicheren Posten aufgab, um im wilden Osten dabei zu sein. Heute zählt Adlershof zu den 15 größten Wissenschafts- und Wirtschaftsparks weltweit wie der Technologiepark Sophia Antipolis bei Nizza in Frankreich oder der Triangle Research

Kann sich sehen lassen: Erfolgreiche Immobilienvermarktung mit der Berliner Morgenpost. Als starke Medienmarke bietet Ihnen die Berliner Morgenpost ein perfektes Umfeld für Ihre Anzeigenwerbung. Unsere attraktiven

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Deals Aengevelt vermittelt im Exklusivauftrag eines irischen Kapitalanlegers das Wohn-/ Geschäftshaus-Ensemble „Pichelsdorfer Str. 114 / Krowelstr. 27“ in Spandau an einen Privatinvestor zur langfristigen Bestandshaltung. Insgesamt umfasst die Liegenschaft 25 Wohn- und 3 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtmietfläche von rd. 2.050 qm.

Ein Geschäftsreisen-Anbieter mietet rd. 1.230 qm Bürofläche in der Schellingstr. 1, im Gebäudeensemble „Potsdamer Platz“ über Cushman & Wakefield. Die Procenter IMC GmbH hat die Vermieterin, die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH, bei dem Mietvertragsabschluss beraten.

Zentrum ZPV; Quelle: Wista

Park in South Carolina /USA. Nirgendwo sonst in Deutschland ist eine höhere Dichte universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen zu finden. Berlin-Adlershof (Bezirk Treptow-Köpenick) ist einer der erfolgreichsten Standorte für Hochtechnologie in Deutschland und Berlins größter Medienstandort. Dort haben sich 1.003 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen (Stand: März 2014) angesiedelt – eingebettet in ein städtebauliches Gesamtkonzept, 15.450 Menschen finden dort Arbeit. Hinzu kommen 9.451 Studenten. (Lesen Sie bitte dazu auch DIB Berlin Nr. 77) Kern ist ein Wissenschafts- und Technologiepark mit rund 459 Unternehmen und zehn außeruniversitären Forschungsinstituten. Sie konzentrieren sich auf Photonik und Optik, Photovoltaik und erneuerbare Energien, Mikrosysteme und Materialien, Informationstechnik (IT) und Medien, Biotechnologie und Umwelt, Analytik. Hinzu kommen sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität zu Berlin (Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik, Phy-

Das auf Damenoberbekleidung spezialisierte Label

sik, und Psychologie). Die Medienstadt zählt 140 Unternehmen. In unmittelbarer Nachbarschaft

Liberty mietet ab Juni rd. 80 qm Verkaufsfläche in der Schlossstraße 26 von einem

Unternehmen, Geschäften, Hotels, Restaurants, einem 66 ha großen Landschaftspark und 380

Privateigentümer über JLL.

zu Wissenschaft, Technologie und Medien ist ein Ensemble von mittlerweile 380 gewerblichen

Eigenheimen entstanden. Hier stehen dem Wissenschafts- und Technologiepark große Flächen für weiteres Wachstum zur Verfügung. Auf einem Areal von 14 ha in unmittelbarer Nähe zum Campus der Humboldt-Universität, werden in den nächsten Jah-

Eine Unternehmensberatung mietet rd. 330 qm Bürofläche am Leipziger Platz 11 über Aengevelt. Vermieterin ist die IVG Institutional Funds stellvertretend für den Fonds eines namhaften Anlegers Mietbeginn ist am 01.9.2014.

ren 1.400 Wohneinheiten für rund 2.500 Menschen entstehen. Frage: Wie ist Ihre Beziehung zu Berlin? Eine Liebesbeziehung, denn hier ist so viel in meinem Leben gut gelaufen. Die Geliebte aber hat Eigenschaften, die die Beziehung auch kräftig belasten. Sie verhält sich oft chaotisch, ist ziemlich unberechenbar aber überrascht immer wieder und duldet jede Menge Freiraum.


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 5 Frage: Worin sehen Sie den größten Beitrag Ihres Unternehmens für eine positive Akzeptanz des Standorts Berlin? In Adlershof kann Berlin zeigen, was es drauf hat, bei der Schaffung einer neuen Industrie. Über 1000 Unternehmen, davon die meisten im Hightech-Bereich, solide finanziert, haben ein krisenresistentes Portfolio für weiteres Wachstum geschaffen. Jedes Jahr wächst der Standort

Deals

mit gut über 500 neuen Arbeitsplätzen. Frage: Das Finanzierungsklima im allgemeinen ist rauer geworden. Wie gehen Sie bzw.

Cushman & Wakefield (C&W) hat für verschiedene irische Investoren drei Wohnobjekte in Tempelhof sowie ein Wohnhaus in der Dahlmannstraße in Charlottenburg mit insgesamt ca. 14.021 qm, 173 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss verkauft. Die Kaufpreise lagen zwischen 1.300 und 2.350 Euro pro qm. Käufer sind eine städtische Wohnungsbaugesellschaft sowie ein deutschrussisches Family-Office.

Comfort hat einen Mietvertrag für eine Filiale der Telekom mit rund 400 qm Mietfläche am Alexanderplatz 8 vermittelt. Vormieter war ein Bistro- und Kaffeehaus. Vermieter ist eine internationale Objektgesellschaft. Die Eröffnung ist noch für dieses Frühjahr geplant.

Ihr Unternehmen mit dem Leidensdruck um? Oder ist gar keiner? Gerade für Unternehmen im Hightech-Bereich ist in der Tat die Finanzierung am Start, besonders aber beim Wachstum schwierig geworden. Meine Kollegen im Bereich der Gründungsbetreuung und ich nehmen daher gezielt Kontakt zu Venture Capital-Unternehmen auf und versuchen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. In diesem Bereich werden die Finanzpartner mit Business-Plänen geflutet. Da kann eine Empfehlung wichtig sein. Frage: Wie haben Sie in die Immobilienbranche gefunden? Ich bin in dieser Branche ein Sonderling mit Adlershof. Über Jahre hinaus war Adlershof ein Ort des Aufbaus und keine Adresse für reine Immobilieninvestoren. Wir haben mit Fördermitteln Spezialgebäude für Gründer und KMU entwickelt und erfolgreich gefüllt. Dieses Konzept hat sich sehr bewährt. Das Portfolio von inzwischen 1000 Unternehmen schafft laufend neue Kunden für unsere Immobilieninvestoren. So ist Adlershof eine gute Adresse für Immobilieninvestoren geworden und ich mit einem guten Teil meines Engagements ein Immobilienmann. Frage: Wie schätzen Sie die Perspektiven des Berliner Immobilienmarktes im Allgemeinen und speziell in Ihrem Tätigkeitsbereich ein? Im Allgemeinen wächst Berlin zunehmend stärker, und das macht sich auch bei den gewerblichen Immobilien bemerkbar. In meinem Tätigkeitsbereich Adlershof kommen drei Faktoren zusammen: Der Ruf von Berlin, die laufend besser werdende Reputation von Adlershof und die Perspektive des Flughafens BER. Das führt zu einer bedingungslos positiven Sicht unserer Entwicklung. Frage: Wo sehen Sie sich und Ihr Unternehmen in zehn Jahren? 1200 – 1300 Unternehmen, gut 25.000 Mitarbeiter, deutlich über 10.000 Studenten, ca. 3500

Die CPS IT GmbH - Consulting Piezunka & Schamoni Information Technologies GmbH mietet ca. 800 qm Bürofläche im 12. OG des Hauses des Reisens in der Alexanderstraße 7 von der Alexanderstraße 7 Berlin GbR über Cushman & Wakefield.

Einwohner und die Position des führenden Technologieparks in Europa. Frage: Wo birgt aus Ihrer Sicht die Metropole Berlin noch Potenzial in der Stadtentwicklung und warum? Mein Spezialgebiet ist die Entwicklung von Wachstumsräumen rund um wissenschaftliche Einrichtungen. Wir engagieren uns neben Adlershof in Berlin-Schöneweide, einst Elektropolis (Stadt der Elektrizität) genannt. Dort entwickelt sich peu à peu auch im überregionalen Kontext ein neuer Wissenschafts- und Technologiestandort. Das kreative Klima direkt an der Spree schätzen leistungsstarke und weltweit erfolgreiche Unternehmen. 200 000 qm stehen dort für Ansiedlungen am Wasser zur Verfügung. Mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) haben sie eine der führenden Hochschulen Deutschlands im Bereich der Lehre und Forschung als Kooperationspartner in unmittelbarer Nähe. Darüber hinaus treiben wir mit unserem Know how die Entwicklung zur Nachnutzung des Flughafens Tegel durch die Tegel Projektentwicklungs GmbH ebenso voran wie die der Innovations-Zentrum Management GmbH (IZBM) in Berlin-Charlottenburg. Jüngstes Projekt aber ist die Mutation des Südwest-


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 6 korridors Dahlem zu einem kleinen, aber feinen Technologiepark. Wenn Berlin dieses dezentrale Konzept konsequent weiter verfolgt und ausbaut, verfolgt es eines der modernsten Stadtentwicklungskonzepte: Eine Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft verteilt und mitten in der Stadt – für kurze Wege, hohe Akzeptanz neuer Industrie und basierend auf den bereits gemachten Wissenschaftsinvestitionen. Also ein gut gemanagtes Netzwerk moderner attraktiver

Deals

Standorte statt singulärer Einzelprojekte.

Mehrfacher Anlass zum Feiern zum zehnjährigen Beste-

Frage: Was ist Ihr Lieblingsort in Berlin?

hen des CityQuartier DomAquarée: Über drei Mietvertragsabschlüsse und die daraus folgende Vollvermietung im Einzelhandelsbereich können sich die Eigentümerin Union Investment und die Anleger des UniImmo: Deutschland im Jubiläumsjahr freuen. Mit der Medienagentur KircherBurkhardt GmbH, die bereits seit 2010 zu den Nutzern des „DomAquarée“ gehört, wurde der Mietvertrag für die bestehende Fläche vorzeitig und langfristig verlängert und um eine weitere Fläche auf insgesamt 2.630 qm erweitert. Auch die Bank of Scotland hat sich mit der Flächenerweiterung von 690 qm auf insgesamt 3.590 qm langfristig zum Standort bekannt. Mit dem Einzug des Einzelhändlers „Bozana“ auf eine Fläche von rund 80 qm ist der Einzelhandelsbereich zu 100% vermietet. Der Gesamtvermietungsstand des Ensembles erreicht damit 95%. Das „DomAquarée“ wurde am 11. Mai 2004 eröffnet und verfügt über 25.404 qm Bürofläche, rund 6.950 qm Einzelhandels-, rund 8.548 qm Wohnfläche sowie rund 23.563 qm Hotelfläche mit dem Radisson Blu Hotel.

Mitten auf der Tempelhofer Startbahn mit der Vorstellung, dass es gelingen wird, eine kluge Randbebauung mit Augenmaß zu schaffen. Frage: Ihre Lieblingsimmobilie? Unser traumschönes Zentrum für Photovoltaik und Erneuerbare Energien und dessen Foyer gefüllt mit den Teilnehmern von „Jugend forscht“. Frage: Und mit wem aus der Immobilien- oder Finanzbranche würden Sie einmal gerne zum Mittag/Abendessen gehen und warum? Dem

Entwickler

des

New

Yorker

Projektes

einer

neuen

Wissenschaftsstadt

auf

Roosevelt-Island.

Neues aus der Hauptstadt

Hohe Lebensqualität, moderates Wachstum Berlin schafft oberes Mittelfeld im Metropolenwettbewerb und liegt vor Tokio, untersuchte PwC Welche Städte sind im Hinblick auf die Urbanisierung am besten für die sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen gerüstet? PwC hat führende Weltmetropolen nunmehr zum sechsten Mal in der Studie „Cities of Opportunity“ verglichen. Berlin schafft

Quelle: visitBerlin

es im Wettbewerb der 30 ausgewählten Städte auf Rang elf. Die meisten Punkte verbuchte in der aktuellen Analyse London. Das Ranking basiert auf 59 Indikatoren aus zehn Bereichen, von der Innovations- und Wirtschaftskraft bis hin zu Kulturangebot und Lebensqualität einer Metropole.


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 7

Deals Der führende deutsche BioGroßhändler „denn´s BIOMARKT“ zieht ins Einkaufszentrum „Forum Köpenick“ – und zwar langfristig bis mindestens Ende 2026. Der Shoppingcenter-Manager DVI Retail und die VIV BioFrischeMarkt GmbH, eine Tochter von „denn´s BIO-MARKT“, haben einen langfristigen Mietvertrag über die 1.000 qm Fläche geschlossen. Der Vertrag für „denn´s BIOMARKT“, der seine Filiale im Untergeschoß eröffnet, kann um zwei Mal je fünf Jahre bis Ende 2036 verlängert werden. Die DVI Retail konnte damit Neu- und Nachvermietungen im „Forum Köpenick“ von insgesamt fast 1.900 qm im 1. Quartal 2014 abschließen, u.a. noch mit „Nanu Nana“ und dem Restaurantbetreiber Redo Gruppe.

Die Firmengruppe Max Bögl bezieht einen neuen Standort und zieht dafür innerhalb Berlins um. Dafür mietet das zu den Top 5 der größten deutschen Bauunternehmen zählende Unternehmen ca. 1.055 qm Bürofläche im Büro- und Geschäftshaus Ordensmeisterstr. 15-16 in Tempelhof über Savills. Der Eigentümer wurde von der Bodenkontor Liegenschaften GmbH als Asset Manager der Immobilie bei der Transaktion vertreten.

Die in der Studie analysierten Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentren wurden so ausgewählt, dass sie ein möglichst breites geografisches und sozio-ökonomisches Spektrum abdecken. Der Gesamtpunktestand im Ranking ergibt sich aus der Addition der belegten Plätze in den Einzelkategorien „Intellektuelles Kapital und Innovation“, „Technologiekompetenz“, „Offenheit“, „Transport und Infrastruktur“, „Gesundheit und Sicherheit“, „Nachhaltigkeit und Umwelt“, „Demografie und Lebensqualität“, „Wirtschaftskraft“, „Wirtschaftsfreundlichkeit“ und „Kosten“. Berlin vor Tokio Auf dem ersten Rang etabliert sich in der aktuellen Studie London, gefolgt von New York und Singapur. Berlin erreicht den elften Rang und schneidet damit immerhin besser ab als die Hightech-Metropole Tokio. Überdurchschnittlich stark punktet die deutsche Hauptstadt in den Bereichen Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Gesundheit und Kosten. Vergleichsweise schwach fällt hingegen die Bewertung für den Wirtschaftsstandort Berlin aus: Im globalen Vergleich sind nur wenige Weltkonzerne in der Hauptstadt mit einer großen Niederlassung vertreten. Zudem wächst Berlin wesentlich langsamer als die meisten Metropolen. In der seit 2007 durchgeführten Analyse, für die öffentlich verfügbare Statistiken ausgewertet werden, wird Berlin erst seit drei Jahren berücksichtigt. Damals ersetzte Berlin das Finanzzentrum Frankfurt/Main als einzige deutsche Stadt in der Untersuchung. Und eine Empfehlung haben die PwC-Unternehmensberater für die deutsche Hauptstadt: „Wir werden in Berlin wohl nie rauchende Fabrikschlote (mehr) sehen. Deshalb ist es wichtig, die Stärken in Kreativbereich und Forschung zu nutzen. Berlin muss dafür die Strukturen für Unternehmen und vor allem Unternehmensgründungen verbessern, sodass es einfacher wird, Arbeitsplätze zu schaffen.“ Die Studie unter: http://www.pwc.de/de_DE/de/offentliche-unternehmen/assets/hohelebensqualitaet-moderates-wachstum.pdf

CityCube löst ICC ab – Neue Messe- und Kongressarena eröffnet Nach nur 22 Monaten Bauzeit ist der CityCube Berlin am 5. Mai eröffnet worden. Kurz nach 11 Uhr begann das „Herz“ der neuen Messe- und Kongressarena Berlins zu schlagen. Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister, und Messechef Dr. Christian Göke setzten symbolisch das letzte Teilstück eines überdimensionalen Würfels ein. „Mit dem CityCube bekommt Berlin als weiter wachsende internationale Messe- und Kongressdestination noch einmal neue Schubkraft“, erklärte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit . „Der Neubau ist hochmodern und ermöglicht die Durchführung auch großer Veranstaltungen. Technisch ist der CityCube auf dem neuesten Stand. Ich wünsche der Messe Berlin mit dem neuen Haus eine glückliche Hand und viel Erfolg für den Messestandort Berlin.“ Wowereit sagte, das ICC war zwar außergewöhnlich und weltweit anerkannt, „aber Architektur ist nicht alles“. „Der Cube ist völlig anders als das nervige ICC, ein Veranstaltungshaus der kurzen Wege“, Kostenpunkt 83 Mio. Euro. Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsfüh- Eröffnung CityCube Berlin: rung der Messe Berlin GmbH : „Der Transfer der Veranstaltungen aus dem ICC Berlin in den CityCube Berlin ist ohne einen einzigen Kundenverlust gelungen. Das ist ein außerordentlicher Erfolg im Zusammenspiel aller Abteilungen unse-

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin (links) und Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin (rechts); Quelle: Messe Berlin


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 8 res Hauses – für unser Haus und für Berlin. Mit dem CityCube Berlin sind wir künftig in der Lage, Veranstaltungen aller Größenordnungen zu realisieren. Ermöglicht wird dies durch die relative Nutzfläche von 80% und die große Flexibilität des Gebäudes.“ „Der CityCube ist ‚State of the Art‘ und damit mehr als nur ein Ersatz für das ICC Berlin.

Deals Die MÄHREN GRUPPE erweitert mit dem Kauf von 136 Wohneinheiten bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihr Portfolio. Nach zwei Erwerben in Prenzlauer Berg und einem Haus in Lichtenberg zählt nun auch das u-förmig angelegte Wohnensemble zum Bestand des Berliner Investors. Es befindet sich in Tempelhof auf der Grenze zu Neukölln. Das Ensemble wurde zu einem Preis von rund 1.000 Euro/qm erworben. Die Gesamtfläche beläuft sich auf etwa 8.100 qm. Zurzeit sind 1.200 qm Wohnfläche leerstehend. Nach erfolgter Sanierung der freien Wohnfläche ist eine Vermietung dieser Einheiten vorgesehen. BMG bündelt seine Mitarbeiter in der Hauptstadt an einem neuen Standort in Mitte. Das Musikunternehmen mietet rd. 3.000 qm Fläche in der Friedrichstr. 67-70 über BNPPRE. Die neue Fläche im Büround Geschäftshausquartier TheQ am Gendarmenmarkt wird zum Jahreswechsel 2014/2015 bezogen. Derzeit sitzt das Unternehmen in einem Bürogebäude am Hackeschen Markt, in dem die Mitarbeiter über mehrere Stockwerke verteilt sind. Eigentümer des TheQ ist ein spanischer Investor, der bei der Vermietung von Johs. Reese Immobilien Consulting beraten wurde.

Die Fertigstellung war Maßarbeit in Rekordzeit“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin, denn Zeitrahmen und Kostenplan wurden in etwa eingehalten – selten für Berlin. „Der CityCube Berlin ist ein starkes Argument für unsere Kongressakquise weltweit.“ Die erste Veranstaltung war vom 11. bis 16. Mai der Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sein. Direkt im Anschluss findet im CityCube Berlin der Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) statt. Unter dem Motto „Building Workers Power“ werden Repräsentanten von 175 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus aller Welt über wichtige Weichenstellungen für die Zukunft beraten. Schon in seinem ersten Jahr wird der CityCube Berlin Schauplatz zahlreicher medizinischer Großkongresse sein. Zu den Veranstaltungshighlights gehört der Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit vom 25. bis 27. Juni. Für den 18. bis 22. Oktober steht der Jahreskongress des European College für Neuropsychopharmakologie ECNP auf dem Programm des neuen Hauses. Im Verlaufe dieses Jahres werden sich zahlreiche Veranstaltungsexperten aus aller Welt über die multifunktionale Messe- und Kongresshalle informieren. So findet hier vom 29. Juni bis 2. Juli der Jahreskongress der Internationalen Vereinigung der Kongresszentren (AIPC) statt. Von hoher Internationalität ist das Veranstaltungsportfolio auch in den folgenden Jahren geprägt. 2015 werden im CityCube Berlin unter anderem die European Society of Intensiv Care Medicine und die European Academy of Neurology tagen. Inzwischen gibt es Buchungen bis in das Jahr 2021. Über den CityCube Berlin Der CityCube Berlin befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Südeingang des Berlin ExpoCenter City am Funkturm, dort wo die Deutschlandhalle stand. Im Juli 2012 wurde der Grundstein gelegt, im Juni 2013 Richtfest gefeiert. Zwei Hauptebenen, flexible Wandsysteme, diverse Tagungsräume und das angrenzende Messegelände schaffen den Rahmen für jede Art von Kongressen und Messen. Hier können Veranstaltungen mit einer Kapazität von bis zu 11.000 Teilnehmern stattfinden. Die wichtigsten Zahlen und Fakten: • Bruttorauminhalt: ca. 321.000 qm • Nettogeschossfläche: ca. 33.000 qm • Nutzfläche: ca. 22.000 qm • Ausstellungsfläche: 12.030 qm • Foyerflächen: 4.765 qm • Anzahl Meeting Räume: 47 • Eingangsebene für Registrierung, Garderobe und sonstige Flächen • zwei Ebenen mit jeweils 6.015 qm • in der unteren Ebene flexible Trennwände, die bis zu 8 Konferenzsäle für 400 – 3000 Personen und/oder Ausstellungsfläche bieten • die obere Ebene ist eine säulenfreie Halle (12 m lichte Höhe), die für große Plenarsäle, Ausstellung, Events oder Caterings verwendet werden kann • 8 weitere Konferenzräume mit flexiblen Trennwänden für je 50 - 300 Personen • 30 Büros, Suiten und Besprechungsräume


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 9 • der CityCube Berlin ist direkt verbunden mit zusätzlichen Konferenzsälen in der Halle 7 sowie mit den Messehallen 2 und 4 als zusätzliche Ausstellungsfläche • direkte Anbindung an das S-Bahn-Netz (ÖPNV) Weitere Informationen unter www.citycube-berlin.de.

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Kongressmetropole Berlin weltweit gefragt

Die OVG Bischoff und die LBBW Immobilien begründen ein Joint Venture für die Entwicklung und Realisierung des Büro- und Geschäftshauses „M_Eins“ an der Mühlenstraße 25 im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zentrale des Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland. Den Kaufvertrag über eine Grundstücksfläche von rund 3.100 qm hatte die OVG Bischoff Ende letzten Jahres geschlossen. Erste Mietergespräche für das rund 15.000 qm große Gebäude werden bereits geführt, der Baubeginn erfolgt bei entsprechendem Vermietungsstand.

Berlin unter den Top 5 der ICCA-Statistik

Orthen Grundbesitz Management GmbH hat einen typischen Berliner Stilaltbau im Soldiner Kiez in Wedding vermittelt. Bei dem Wohnhaus handelte es sich um ein 1900 errichtetes Eckhaus mit insgesamt 50 Wohneinheiten und einer Fläche von rund 4.300 qm. Das 5 Mio. Euro Investment entsprach der 22,5fachen Jahresnettorohmiete, inklusive einer fast 700 qm großen Baureserve im Dach des Hauses am Harald-Juhnke-Park. Der Käufer ist ein Multi Family Office aus London, dessen Kapital ausnahmslos aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammt.

Verbände entscheiden sich zunehmend für den Kongressstandort Berlin: Laut aktueller Statistik der International Congress & Convention Association (ICCA) war die Hauptstadt im vergangenen Jahr Austragungsort für 178 Kongresse internationaler Verbände. Das ist ein Zuwachs von sechs Veranstaltungen im Vergleich zu 2012. Mit dieser Zahl belegt Berlin aktuell Platz 5 der ICCA-Statistik. „Berlin positioniert sich seit zehn Jahren erfolgreich im internationalen Spitzenfeld und legt bei den Verbändekongressen kontinuierlich zu“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin. „Mit neuen Veranstaltungsorten wie dem CityCube Berlin schaffen wir weitere attraktive Anreize für Kongress-Planer, sich für Berlin zu entscheiden. Wir rechnen damit, dass 2014 ein noch stärkeres Kongressjahr wird.“ Heike Mahmoud, Director Conventions des visitBerlin Berlin Convention Office: „Das ICCA-Ergebnis ist ein großes Kompliment für die Stadt und unsere Kongress-Akquisition. Im Juni treffen sich erstmals die ICCA-Verantwortlichen zum Workshop in Berlin. Dies ist eine wichtige Chance, sich den internationalen Verbänden und Kongressbüros zu präsentieren.“ Seit 2004 rangiert Berlin unter den Top 5 der Standorte für Verbändekongresse. Knapp vor Berlin (178 Veranstaltungen) platzieren sich aktuell Barcelona (179 Veranstaltungen), Wien (182 Veranstaltungen) und Madrid (186 Veranstaltungen). Dabei fallen die Abstände zwischen den Kongressdestinationen im Spitzenfeld gering aus: So liegt zwischen Platz 2 und 5 ein Unterschied von nur acht Veranstaltungen. Mit 204 Verbändekongressen im vergangenen Jahr positioniert sich Paris derzeit auf Platz 1. In der ICCA-Statistik werden ausschließlich internationale Kongresse von Verbänden gezählt. Die Veranstaltungen müssen mindestens von 50 Teilnehmern besucht werden, regelmäßig stattfinden und zwischen mindestens drei verschiedenen Ländern wechseln. Die Statistik ist ein angesehenes internationales Vergleichsinstrument. Destinationen in den Top 10 der ICCA werden von den Veranstaltungsplanern weltweit als führende Kongressdestination wahrgenommen. Weitere Statistiken zum Kongressstandort Berlin: convention.visitBerlin.de

Deutschland wieder Kongressstandort Nummer 1 in Europa Die aktuelle ICCA-Studie bestätigt die Top-Platzierung Deutschlands als europaweiter Spitzenreiter für internationale Kongresse. Zudem konnte der Abstand auf die international führende Kongress-Destination stark verringert werden. Mit einem Zuwachs von 11,2% hat Deutschland den Abstand zu den USA als erstplatziertem Standort deutlich verringert. Eine Vielzahl an deutschen Tagungs- und Kongressdestinationen, angeführt von der Hauptstadt Berlin, hat zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen. Die meisten großen internationalen Kongresse in Deutschland finden zu den Themenbereichen Technologie und Innovation sowie Medizin und Gesundheit statt. Der Blick auf die globalen Mitbewerber zeigt einen weiteren Erfolg: Deutschland konnte als Wachstumsgewinner unter den führenden Standorten im Jahr 2013 seinen zweiten Platz im weltweiten Vergleich nicht nur verteidigen, sondern den Abstand zu den USA als


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 10 erstplatzierter Destination sogar deutlich verringern und somit den positiven Trend des Vorjahres fortsetzen. Für die ICCA-Statistik wurden in Deutschland 722 internationale Verbandskongresse gezählt: 11,2% mehr als im Vorjahr. Die USA kommen auf 829 Kongresse, ein Verlust von rund 0,5% gegenüber 2012. Spanien konnte mit einem Plus von 2,2% seinen weltweit dritten Platz mit insgesamt 562 im ICCA-Ranking gezählten Veranstaltungen verteidigen.

Deals Für das Einkaufszentrum Märkisches Zentrum hat DTZ einen neuen Mieter gewonnen. Auf ca. 2.400 qm wird die Crunch Fit GmbH & Co. KG am 1. Mai 2014 ein Fitness-Center eröffnen. Das Märkische Zentrum in der Fußgängerzone des Stadtteilzentrums von BerlinReinickendorf ist eine etablierte und attraktive Einkaufsund Dienstleistungsadresse mit über 100 Einzelhandelsgeschäften, Arztpraxen, Büros und vielfältigen Gastronomie- und Freizeitangeboten und täglich ca. 35.000 Besuchern. Mit rund 50.000 qm Einzelhandelsfläche ist es das größte Einkaufszentrum im Norden Berlins. DTZ vertritt den Eigentümer bei der Vermietung, beim Property Management, Centermanagement, Accounting sowie der Steuerung des Facility Managements. Ein Family Office aus dem arabischen Raum erwirbt das „Atrium Charlottenburg“ an der Ecke KaiserinAugusta-Allee 31/Goslarer Ufer 35-39 von einer Tochtergesellschaft einer führenden europäischen Bankengruppe. BNPPRE und Savills waren gemeinschaftlich beratend tätig. Das Bürogebäude „Atrium Charlottenburg“ bietet 40.882 qm Bürofläche auf 11 Etagen.

Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau e.V., betont: „Durch die Struktur Deutschlands mit sehr vielen urbanen Zentren in allen Regionen haben mehr als 30 Städte zum guten Gesamtergebnis Deutschlands im ICCA-Ranking beigetragen. Veranstaltungsplanern steht in Deutschland eine ungewöhnlich große Auswahl an Destinationen zur Verfügung, die hervorragende Möglichkeiten für Tagungen und Kongresse bieten.“ Dabei profilieren sich die deutschen Städte und Regionen mit ihren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen, die internationalen Veranstaltungsplanern attraktive Möglichkeiten für die Ausrichtung thematisch passender Tagungen und Kongresse bieten. „Die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen, die hervorragende Infrastruktur und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis sind die wichtigsten Faktoren, mit denen der Standort Deutschland im vergangenen Jahr seinen europäischen Spitzenrang sichern und ausbauen konnte“, so Matthias Schultze weiter. Das GCB, das Deutschland national und international als Standort für Kongresse, Tagungen, Incentives und Events vermarktet, richtet deshalb den Fokus auf diese Branchenkompetenzen. Insbesondere für Veranstaltungen im Bereich Technologie und Innovation bietet Deutschland ideale Voraussetzungen: Im Jahr 2013 fiel rund ein Drittel der großen internationalen Kongresse in dieses Kompetenzfeld, darunter zum Beispiel die „World Publishing Expo 2013 (IFRA Expo & Conference)“ in Berlin mit rund 8.500 Teilnehmern. Etwa ein Viertel der internationalen Verbandskongresse in Deutschland befasste sich mit Themen aus dem Kompetenzfeld Medizin und Gesundheit, wie zum Beispiel die „United European Gastroenterology Week – UEG Week“ in Berlin mit rund 12.600 Teilnehmern oder der „European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases – ECCMID“, zu dessen Anlass 10.000 Teilnehmer in die Hauptstadt kamen. Weitere Informationen unter www.gcb.de

Mehr Wohnungen für Berlin - Senat ändert Flächennutzungsplan Der Berliner Senat hat mit einer Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) den Weg für den Bau weiterer Wohnungen freigemacht. Die Vorlage von Stadtentwicklungssenator Michael Müller, die der Senat beschlossen hat sieht vor, dass an sechs Standorten insgesamt mehr als 2000 Wohnungen entstehen könnten, sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Mit der Entscheidung reagiere der Senat auf die wachsende Stadt. Die vorgesehenen Flächen mit zumeist denkmalgeschützten Gebäuden seien über ganz Berlin verteilt, sagte Lüscher. Die Existenz von Kleingartenanlagen wäre durch die Wohnungsbauprojekte nicht gefährdet. Das sind die Standorte Nachnutzung ehemaliger Güterbahnhof Wilmersdorf in Tempelhof-Schöneberg Der gut erschlossene Bereich nahe dem Innsbrucker Platz soll mit der angrenzenden Stadtstruktur verknüpft und als nördlicher Abschluss des Ortsteils Friedenau für den innerstädtischen Wohnungsbau genutzt werden. Bis zu 800 Wohnungen können hier gebaut werden. Herzberge/Lindenhof in Lichtenberg Der Krankenhausstandort soll konzentriert und das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des ehemaligen Kinderkrankenhauses mit maßvollen Ergänzungen als neuer Wohnstandort mit bis zu 520 Wohnungen in parkähnlicher Umgebung entwickelt werden. Gleichzeitig wird der Land-


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 11 schaftspark Herzberge für das künftige Landschaftsschutzgebiet als Grünfläche gesichert. Clayallee/Oskar-Helene-Heim in Steglitz-Zehlendorf

Deals Die internationale Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper hat Tilad, ein Multi Family Office aus der Golfregion, beim Erwerb eines Bürokomplexes in Berlin beraten. Verkäufer ist die Société Générale Immobel S.A. Der Erwerb fand im Rahmen eines Share Deals statt, der von ING Real Estate Finance Germany finanziert wurde. Das im Jahr 1995 erbaute Objekt „Atrium Charlottenburg“ befindet sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer Grundstücksgröße von 10.037 qm und verfügt über eine Gesamtmietfläche von 40.882 qm. Hauptmieter sind das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und die Bundesagentur für Arbeit.

Das Investmenthaus aik hat ihr Hauptstadtportfolio nun erneut um eine weitere Wohnanlage vergrößert und erwarb für einen seiner Individualfonds insgesamt 8 Wohnhäuser im Stadtbezirk Köpenick für Gesamtinvestitionskosten von insgesamt rd. 15,8 Mio. Euro von der EXPEC Grundbesitz GmbH & Co KG. Die Gesamtmietfläche beläuft sich auf rd. 8.800 qm. Als Vermittler war die DIMA Finanzierungs- und Immobilientreuhand GmbH tätig.

Die denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen US-Hauptquartiers und der ehemalige Krankenhausstandort sollen in die umliegenden Wohngebiete einbezogen werden. In attraktiver Lage und mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gut erschlossen, können ca. 500 Wohnungen entstehen. Gleichzeitig wird das bestehende Landschaftsschutzgebiet planungsrechtlich gesichert.

STADT UND LAND baut in Treptow-Köpenick mehr als 1.000 neue Wohnungen

Ehemaliges Kinderheim Königsheide in TreptowKöpenick Die denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Kinderheims sollen erhalten und zum Wohnstandort ausgebaut werden. Der Standort ist in den Landschaftsraum eingebettet und weist gleichzeitig eine gute Erschließung durch den ÖPNV aus. Geplant sind ca. 250 Wohnungen. Ehemaliger Krankenhausbereich „Dr. Heim“/Buch in Pankow Ebenfalls in attraktiver Lage soll das denkmalgeschützte ehemalige Krankenhausensemble „Dr. Heim“ mit angrenzenden Erweiterungsflächen als Wohnstandort mit insgesamt bis zu ca. 190 Wohnungen entwickelt werden. Stadtteilzentrum Bahnhofstraße/Lichtenrade in Tempelhof-Schöneberg Aufgrund seiner Entwicklungspotenziale wird die Bahnhofstraße als Stadtteilzentrum aufgewertet. Mit dem Senatsbeschluss wird ein intensives Abstimmungsverfahren abgeschlossen, in das neben den Bezirksämtern, Senatsverwaltungen, Nachbargemeinden, Planungsstellen Brandenburgs und des Bundes auch die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen in den Planungsprozess eingebracht haben. Der Flächennutzungsplan (FNP) ist der vorbereitende Bauleitplan in Berlin. Er wurde nach Angaben Lüschers letztmalig 2009 angepasst. Seitdem entstanden 7880 Wohnungen. Zu den jetzt beschlossenen Standorten für 2000 Wohnungen sollen bis 2016 weitere 9800 hinzukommen.

BFW: Berliner Wohnungsbauboom wird weitgehend von privaten Unternehmen getragen Die Zahlen des Statistischen Landesamtes über die im Jahr 2013 in Berlin fertig gestellten Wohnungen weisen eindrucksvoll daraufhin, dass der aktuelle Wohnungsbauboom in der Hauptstadt weitgehend den privaten Immobilienunternehmen zu verdanken ist. Von 6.641 insgesamt im Jahr 2013 fertig gestellten Wohnungen wurden ca. 60% von dieser Bauherrengruppe errichtet. Weitere 32% der Wohnungen wurden durch private Einzelbauherren fertiggestellt. „Eine Steigerung der 2013 fertig gestellten Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um über 22% auf 6.641 WE zeigt, dass insbesondere die privat unternehmerischen Träger des Wohnungsbaus große Anstrengungen unternommen haben, um die Angebote am Wohnungsmarkt der seit einigen Jahren wieder deutlich gestiegenen Nachfrage anzupassen“, so Hiltrud Sprungala, Geschäftsführerin des BFW Berlin/Brandenburg. Erneut wies Sprungala darauf hin, dass diese rasante Entwicklung allein auf der Initiative und Leistungsfähigkeit der Unternehmen beruhe, die in diesem Zeitraum weder durch die


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 12 Grundstückspolitik des Landes Berlin noch durch eine Wohnungsbauförderung in irgendeiner Weise unterstützt wurde.

Berlin verkauft weiter Wohnungen an Investoren und Mieter

Nunmehr komme es darauf an, in den nächsten Jahren die Fertigstellungszahlen auf die allseitig für notwendig gehaltene Größenordnung von 10.000 WE pro Jahr zu bringen. Dies sei eigentlich grundsätzlich realistisch. Sprungala verwies dazu auf die aktuelle Baugenehmigungszahl von 4.400 genehmigten Wohnungen allein im 1. Quartal 2014, die einen Zuwachs von über 160% zum Vorjahr bedeute.

Dazu allerdings einschränkend Hiltrud Sprungala: „Fertigstellungen von 10.000 WE pro Jahr sind nur erreichbar, wenn die Politik alles unterlässt, was die Rahmenbedingungen für Das Berliner Credo „Bauen, den Wohnungsbau in Berlin verschlechtert. Deutliche negative Auswirkungen erwarten wir vor das es kracht“ (Staatssekretär allem von einer gesetzlichen Mietpreisbremse für Neuvermietungen und ihrer Anwendung in Ephraim Gothe a.d.) wird erBerlin. Selbst die bisher im Gesetz vorgesehenen teilweisen Ausnahmen für neu gebaute Wohheblich konterkariert. Wie aus nungen reichen für eine Entschärfung der Problematik nicht aus. Zumindest alle Neubauwohder Antwort auf die Anfrage von Andreas Otto (Grüne) im nungen müssen ganz grundsätzlich aus dem Geltungsbereich des Gesetzes, das wir übrigens Abgeordnetenhaus hervorgeht, auch weiterhin insgesamt ablehnen, herausgenommen werden.“ hat das Land Berlin in den Jahren rund 1500 Wohnungen aus landeseigenen Beständen veräußert. Nur 295 davon wurden an Mieter verkauft. Mittlerweile haben die Unternehmen darüber hinaus weitere 69 Wohnungsverkäufe beurkunden lassen, 128 Wohnungsverkäufe seien laut Stadtentwicklungsbehörde in Vorbereitung. Für 6.341 Wohnungen, die sich in teilprivatisierten Anlagen befinden, steht der Verkauf im Raum. „Die Fortführung der Veräußerung von Wohnungen aus diesen Beständen ist bisher nicht entschieden“, heißt es in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage. Der GrünenAbgeordnete Otto kritisiert die Verkäufe und fordert einen Strategiewechsel. In ihrer Koalitionsvereinbarung haben SPD und CDU festgeschrieben, dass sie eine Privatisierung landeseigener Wohnungen ablehnen und wollten so dokumentieren, dass sie aus dem Desaster u.a. des Verkaufs der GSW die Lehren gezogen haben. Die sechs kommunalen Gesellschaften haben ihre Bestände von 2012 mit 276.716 Wohnungen auf 280.529 im Jahr 2013 erhöht. Zur Zeit bauen sie emsig in der ganzen Stadt, um die vom Senat vorgegebene Zahl von 300.000 landeseigenen Wohnungen bis zum Jahr 2016 zu erreichen. Gleichzeitig haben sie seit 2012 17.000 Wohnungen angekauft. Der Immobilienbrief berichtete.

Klar wendet sich Sprungala auch gegen die wirtschaftliche Überlastung der Unternehmen durch überproportionale Zusatzforderungen im Rahmen aufgezwungener städtebaulicher Verträge, insbesondere bei der Finanzierung von Sozialer Infrastruktur und nicht kostendeckender Sozialmietwohnungen. Dadurch seien vor allem größere Wohnungsbauvorhaben in hohem Maße gefährdet. Ohne diese Großvorhaben aber wäre die angepeilte Größenordnung von 10.000 Wohnungen pro Jahr nicht annähernd erreichbar. Sprungala betont erneut die grundsätzliche Auffassung des Verbandes, dass jede in Berlin neu gebaute Wohnung, unabhängig von Lage, Eigentumsverhältnis und Mietpreis, zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitrage und über Sickereffekte dazu führe, dass auch für die Bezieher niedriger Einkommen Wohnraum im Bestand zur Verfügung stehe. Insofern führe die Diskussion über den Neubau besonders mietpreisgünstiger Wohnungen, insbesondere in der Innenstadt, am Hauptziel der Entspannung des Berliner Wohnungsmarktes vorbei.

Erstes Verbot für Ferienwohnungen: Bezirksamt FriedrichshainKreuzberg stoppt Vermieterin im Milieuschutz-Gebiet Auch außerhalb des Zweckentfremdungsverbotsgesetzes für Wohnraum in Berlin seit 1. Mai 2014 haben die Bezirke viel Spielraum, den Betrieb einer Ferienwohnung zu versagen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Abteilung Planen, Bauen, Umwelt und Immobilien, hat einer Wohnungseigentümerin Ende April 2014 untersagt, ihre Wohnung in der Riemannstraße weiter als Ferienwohnung zu vermieten. Grundlage für die Entscheidung waren die Prüfkriterien für die Erhaltungsverordnung in den Erhaltungsgebieten des Bezirks gemäß §172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Baugesetzbuch (Milieuschutz). Die Eigentümerin, die außerhalb Berlins lebt, vermietet seit 2009 eine 1,5 ZimmerWohnung (46 qm) in der Riemannstraße (Gebiet Bergmannstraße-Nord). Mitte März stellte sie beim Bezirksamt den Antrag, dies auch weiterhin tun zu dürfen. Dieses Anliegen wurde ihr versagt. In der Begründung des Bezirksamtes heißt es sinngemäß, dass das gewerbliche Überlassen von Wohnraum mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen – wie im Fall einer Ferienwohnung – eine Nutzungsänderung im Sinne des Erhaltungsrechts darstellt. Das ist mit den Zielen des Milieuschutzes nicht vereinbar. Bezirksstadtrat Hans Panhoff (Bündnis 90/Grüne): „Es ist unser gemeinsames Ziel, bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in Berlin zu gewährleisten, weil wir eine gute soziale Mischung in den Wohngebieten erhalten wollen. Diese Mischung ist gefährdet, wenn immer mehr Wohnungen als Ferienwohnungen zweckentfremdet werden.“


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 13 Gegen den Bescheid des Bezirksamtes legte die Eigentümerin der Ferienwohnung Widerspruch ein, dem Widerspruch konnte nicht abgeholfen werden – die Behörde bleibt bei ihrer Auffassung. Die Regelungen der sozialen Erhaltungsverordnung existieren parallel zu der neuen Zweckentfremdungsverbotsverordnung. Nach deren Rechtsvorschriften könnte die Ferienwohnung zunächst noch weitere 2 Jahre betrieben werden. Nicht jedoch in den insgesamt sieben Erhaltungsgebieten des Bezirks.

Mehr Wohnungen 2013 fertig gestellt Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg aus den Meldungen der Bauaufsichtsbehörden entnahm, wurden im Jahr 2013 in Berlin 6.641 Wohnungen fertig gestellt; über ein Fünftel mehr als im Vorjahr (+22,6%), davon 2 747 bzw. 41,4% als Eigentumswohnungen. Insgesamt 4.647 Wohnungen wurden neu gebaut; durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstanden 1.994 Wohnungen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Wohnungsneubauten um 10,5% und durch Baumaßnahmen um 64,5%. Die meisten Wohnungen entstanden in den Bezirken Pankow, Mitte und Lichtenberg.

Keine Preisentspannung am Berliner Wohnungsmarkt Mitte bleibt teuerster Bezirk Für Wohnungskäufer in Berlin ist derzeit noch keine Entspannung in Sicht: Seit 2009 sind die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen pro Jahr um durchschnittlich 10% gestiegen. Teuerster Bezirk ist nach wie vor Berlin-Mitte mit Spitzenpreisen von mindestens 4.137 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Deutlich weniger wird in Marzahn-Hellersdorf verlangt, das am unteren Ende der Preisskala liegt. Hier sind die günstigsten gebrauchten Eigentumswohnungen bereits für weniger als 1.012 Euro/qm zu haben. Quelle für diese Daten ist der LBS-Kaufpreisspiegel, eine regelmäßige Veröffentlichung der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord). Für die Analyse hat das Forschungsinstitut empirica die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen und Online-Portalen für das erste Quartal 2014 ausgewertet. Die weiteren Ergebnisse: In sechs der insgesamt zwölf Berliner Bezirke liegt der Standardpreis über 2.000 Euro/qm. Im teuersten Bezirk Mitte erreichen die typischen Angebotspreise sogar 3.200 Euro/. Bezogen auf das durchschnittliche Berliner Haushaltseinkommen kostet eine Wohnung hier das 9,3-Fache eines Jahresverdienstes, so die Berechnung von empirica. Charlottenburg-Wilmersdorf (2.889 Euro/qm), Friedrichshain-Kreuzberg (2.833 Euro/ qm) und Pankow (2.591 Euro/qm) zählen ebenfalls zu den gefragten und damit kostspieligeren Lagen. Eine gebrauchte Eigentumswohnung kostet einen normalen Berliner Haushalt hier umgerechnet sieben bis neun Jahreseinkommen.

In allen Bezirken Berlins sind die Standardpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen gegenüber dem 1. Quartal 2009 gestiegen. Insgesamt wurden im Jahr Spitzenreiter bei den Preissteigerungen 2013 in Berlin 3.266 Bauvorist Neukölln mit jährlich 14,5%. Der gehaben fertiggestellt; 3,6% ringste Anstieg findet sich in Spandau mit mehr als im Vorjahr. Bei den 5,4% pro Jahr. Auch in MarzahnMehrfamilienhäusern stieg Hellersdorf legten die Preise mit jährlich die Zahl der fertiggestellten 6,2% weniger stark zu. Bei einem aktuellen neuen Wohnungen um knapp Standardpreis von 1.369 Euro/qm sind hier ein Fünftel auf 2.629 lediglich 3,7 durchschnittliche Jahresein(+19,8%), bei den Ein- und kommen für den Kauf einer BestandswohZweifamilienhäusern sank sie nung erforderlich. um 4,5% auf 1 897 fertiggeDie Bandbreite der inserierten Preistellte neue Wohnungen. se für gebrauchte Eigentumswohnungen habe seit 2009 deutlich zugenommen, berichtet empirica. So liegen in fast allen Bezirken nunmehr mindestens 1.000 Euro/ qm zwischen den günstigsten und teuersten Eigentumswohnungen. Lediglich in Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf ist die Bandbreite geringer. Ein besonders großes Preisspektrum findet sich in LichQuelle: LBS Nord tenberg, Spandau und Mitte.


Nr. 78, 22. KW, 26.05.2014, Seite 14 Wo sich in Berlin das Kaufen eher lohnt als das Mieten

Erste kommunale Neubau-Mietwohnungen fertig Der Bau von 52 neuen Wohnungen in der Waldsassener Straße im degewo-Quartier Mariengrün ist fertig gestellt. Die ersten Mieter haben heute ihre neuen Wohnungen bezogen. Nahezu alle Wohnungen sind bereits vermietet, nur noch drei sind frei. „Unsere Stadt steht aktuell vor der großen Herausforderung, neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ich freue mich, dass die degewo schnell gehandelt und daher schon heute den ersten Neubau fertig gestellt hat“, sagte Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin, bei einem Besuch vor Ort. Die Wohnungen sind zwischen 38 und 112 qm groß und barrierearm ausgestattet, neun von ihnen behindertengerecht. „Wir haben den ersten kommunalen Wohnungsneubau seit zehn Jahren fristgerecht und zu den geplanten Kosten erstellt. Die Nachricht des Tages lautet: Wir können Neubau und sind zudem ein Garant für bezahlbare Mieten“, sagte degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. Die Mietpreise liegen zwischen 7,00 und 9,50 Euro nettokalt, und betragen im Durchschnitt 8,50 Euro nettokalt. Das Mietwohnungshaus in Mariengrün ist das erste fertiggestellte Projekt im umfangreichen Neubauprogramm von degewo. Derzeit werden weitere Neubauten in der Joachimstraße und in der KarlFrank-Straße in TreptowKöpenick umgesetzt. Bis zum Jahr 2020 plant Berlins führendes Wohnungsunternehmen den Neubau von insgesamt 3.500 neuen Wohnungen.

Trotz der angespannten Preissituation am Berliner Immobilienmarkt kann es unter Umständen vorteilhafter sein, eine Wohnung zu kaufen statt sie zu mieten. Das hat das Institut empirica in einer Modellrechnung ermittelt. Für den Vergleich haben die Experten die Finanzierung einer Eigentumswohnung mit 25% Eigenkapital und einer monatlichen Belastung von sechs Prozent (drei Prozent Zins und drei Prozent Tilgung) den Mietkosten gegenübergestellt. Laut der Berechnung haben Wohnungskäufer in sieben Stadtbezirken gegenüber Mietern wirtschaftliche Vorteile. Am meisten profitieren Immobilienerwerber in Spandau. Bei einem Durchschnittspreis von 99.000 Euro für eine gebrauchte Eigentumswohnung müssen sie monatlich 69 Euro weniger aufbringen, als wenn sie ein Quelle: LBS Nord vergleichbares Objekt mieten würden. Einen Betrag in ähnlicher Größenordnung (66 Euro) sparen Wohnungskäufer in Reinickendorf. Auch in den Bezirken Lichtenberg, Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf, TempelhofSchöneberg und Neukölln ist die monatliche Belastung von Wohneigentümern zwischen 21 und 59 Euro geringer als die Monatsmiete. „Trotz moderat steigender Preise ist die Finanzierung einer selbst genutzten Wohnung in Berlin weiter günstig. Wohneigentum hat sich als eine der besten Möglichkeiten für die private Altersvorsorge erwiesen. Denn Eigentümer profitieren im Ruhestand von einer geringeren Wohnkostenbelastung und haben, wie verschiedene Untersuchungen zeigen, im Alter ein höheres Vermögen aufgebaut als Mieter“, erklärt LBS-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Kamp.

Townscape One und Howoge feiern Richtfest für das „Schokostück Krokant“ Der Projektentwickler Townscape One Properties GmbH und die Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH feierten das Richtfest für das Wohnungsbauprojekt „Krokant“, dem letzten freien Grundstück der sogenannten „Schokostücke“ auf der ehemaligen „Alten Zuckerfabrik“ in Alt-Hohenschönhausen. Im Beisein von Stefanie Frensch, Geschäftsführerin, Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH sowie Henrik Sassenscheidt und Sebastian Grabianowski, Geschäftsführer Townscape One Properties GmbH feierten mehr als 100 Gäste das Heben des Richtkranzes. Auf einer Wohnfläche von 10.300 qm werden 157 Mietwohnungen in fünf Baukörpern realisiert. Die Howoge hat das Projekt auf dem 7.860 qm großen Gelände zwischen Konrad-Wolf-Straße und Mittelstraße im Oktober 2013 von der Townscape One Properties GmbH erworben. „Der Ankauf von 157 Mietwohnungen bereits vor Fertigstellung des Projektes ist eine konsequente Weiterführung unserer Strategie, den Stadtteil aktiv zu gestalten“, sagte Stefanie Frensch, Geschäftsführerin, HowogeWohnungsbaugesellschaft GmbH. „In den kommenden Jahren plant die Howoge weitere Investitionen am Standort. Mit verschiedenen Neubauprojekten wollen wir im ersten Schritt rund 300 neue Wohnungen für Hohenschönhausen schaffen.“ „Wir freuen uns, das letzte Baugrundstück an der Alten Zuckerfabrik in Berlin Alt-


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Logistikmarkt brummt

Hohenschönhausen in so kurzer Zeit angekauft und erfolgreich weiterzuverkaufen. Eine termingerechte Fertigstellung können wir gewährleisten. Für die reine Bauzeit bis zur Bezugsfertigkeit der Wohnun- v.l.n.r. Sebastian Grabianowski und Philipp Grabianowski, Geschäftsführer Townscape One GmbH; Barbara Elwardt, Elwardt & Lattermann Architekten; 2 Poliere Zechbau; gen sind 14 Stefanie Frensch, Geschäftsführerin, Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH; Henrik Monate verSassenscheidt, Geschäftsführer Townscape One GmbH; Sophia Eltrop, Townscape One GmbH; anschlagt“, Quelle: Howoge sagte Henrik Sassenscheidt, Geschäftsführer von Townscape One.

Ein besserer Jahresstart als 2014 auf dem Berliner Lagerund Logistikflächenmarkt wurde zuletzt 2011 registriert. Das erste Quartal im laufenden Jahr brachte ein Umsatzergebnis von rund 122.000 am (Eigennutzer und Vermietungen). Damit wurde der 5jährige Durchschnitt um fast 30% getoppt, das – allerdings schwache - VorjahresergebLetztes freies „Schokostück Krokant“ auf dem Gelände der Alten Zuckerfabrik nis mehr als verdoppelt. „Die großen Abschlüsse über 10.000 qm ermöglichen solche Flächenvolumina im gesamten. Davon hatten wir bereits in den ersten drei Monaten eine Handvoll zu notieren. Diese Top 5 kommen auf insgesamt ca. 88.000 qm und machen damit allein 72% des Umsatzes aus“, so Britt Habermann, bei JLL Team Leader Industrial Agency Berlin. Die dominierende Branche war der Handel und hier insbesondere der Onlinehandel. Allein auf dieses Segment entfielen fast 60% des Umsatzes.

Bei dem Gesamtprojekt „Schokostücke“ entstehen auf dem 2 ha großen Gelände der ehemaligen Zuckerwarenfabrik in fünf Bauabschnitten ca. 270 Wohneinheiten. Die Realisierung der ersten vier Bauabschnitte erfolgte über andere Bauträger, der Verkauf ist abgeschlossen. Das Projekt ist geprägt von Stadthäusern, Lofts und Etagenwohnungen. Die Attraktivität wird durch kleine Gärten, begrünte Dächer, Dachterrassen und einen 1.000 qm großen Park erhöht. Die künftigen Nutzer können auf eine sehr gute und etablierte Infrastruktur zurück greifen. In unmittelbarer Nähe befinden sich Schulen, Kindergärten, Ärzte, Fitnesscenter und auch alle Geschäfte des täglichen Bedarfs. Für den Entwurf des „Schokostück Krokant“ ist das Berliner Architekturbüro Ellwardt & Lattermann verantwortlich. Mit dem Bau des Projektes ist die Firma Zechbau beauftragt, die finanzierende Bank ist die HSH Nordbank. Eigentliche Themen dieses einzigartigen Projekts: Thema Geschwindigkeit Im Mai 2013 Jahr hat Townscape One das Grundstück von der Estavis gekauft, 5 Monate später konnte das Grundstück mit einer durchgeplanten, kurz vor dem Baubeginn stehenden Projektentwicklung bereits verkauft werden. Nur ein Jahr später feiern der Projektentwickler Townscape One und die Eigentümerin Howoge bereits Richtfest. Thema Einzigartigkeit und Premieren Schokostück Krokant ist der erste Neubau der Howoge seit 10 Jahren, darüber hinaus gibt es eine doppelt Premiere: es ist das erste Richtfest und das erste Development-Projekt der Howoge, überhaupt, ist es das erste Projekt seit 10 Jahren, bei dem Howoge Neubaumietverträge abschließt. Sind Projektentwickler und Wohnungsbaugesellschaften vielleicht das neue Dreamteam im Wohungsneubau? Hier wurde ein öffentlicher Auftrag, schnellstmöglich bezahlbaren Wohnraum durch Neubau zu schaffen, sehr zügig umgesetzt – ist dies eine Lösung für die Wohnraumproblematik auch in anderen Städten? Anja Sturme


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Potsdam: Beste zukünftige Wirtschaftsentwicklung unter B-Städten Potsdam befindet sich bei der Wirtschaftskraft im nationalen Standortvergleich der B-Städte auf Rang 1 vor Freiburg und Münster. Im aktuellen Rating der FERI EuroRating Services wird die Wirtschaftskraft mit „A“ bewertet. „Der überwiegende Anteil der Bruttowertschöpfung

Impressum Research Medien AG Rheda-Wiedenbrück, T: 05242-901250 F: 05242-901251 info@rohmert.de www.rohmert-medien.de Chefredaktion: Karin Krentz (V.i.S.d.P.) Redaktion: Marion Götza Immobilienaktien: Hans Christoph Ries Hrsg.: Werner Rohmert Verlag: Research Medien AG, Rietberger Str. 18, 33378 Rheda-Wiedenbrück Vorstand: Werner Rohmert Aufsichtsrat: Senator E. h. Volker Hardegen (Vorsitz).

wird von einem äußerst wettbewerbsfähigen Dienstleistungssektor erbracht“, sagt Manfred Binsfeld, Leiter Immobilienmarkt-Research bei der FERI EuroRating. Potsdam verfügt über einen großen öffentlichen Sektor. Es sei zudem mit einer guten Wachstumsdynamik bei unternehmensnahen Dienstleistungen zu rechnen. Das FERI-Rating vergleicht 33 deutsche BWirtschaftszentren. „Potsdam kann sich trotz der Nähe zu Berlin als eigenständiger Wirtschafts-, Arbeitsund Lebensstandort behaupten“, so Binsfeld. So belege der Pendlerüberschuss die hohe Arbeitszentralität. Potsdam verfügt über eine vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit. FERI erwartet zudem, dass die Einkommen etwas stärker steigen als in anderen deutschen Wirtschaftszentren mittlerer Größe. Attraktive Renditen für Investoren am Mietwohnungsmarkt Der Wohnungsmarkt in der brandenburgischen Landeshauptstadt profitiert von den guten Rahmendaten. Dies betrifft insbesondere die Bevölkerungsentwicklung. „Viele Menschen wollen in Berlin arbeiten, aber in Potsdam wohnen“, erklärt Binsfeld. So rechnet FERI damit, dass die Bevölkerung auch künftig über dem Bundesdurchschnitt wachsen wird. Aufgrund des knappen Wohnungsangebots dürften die Mieten auch in Zukunft ansteigen. Neubaumietwohnungen sind daher laut FERI für Investoren interessant. FERI vergibt für das Marktsegment die Note „B+“. Für 2013 erhielten Investoren eine Mietrendite von 5,4%. Auch im AltbauSegment seien die Mieten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. FERI bewertet dieses Marktsegment mit der Note "B". 2013 konnten Mietrenditen von 5,6% erzielt werden. Die Renditen werden auch künftig stabil bleiben.

Firmen, die in der „Immobilienbrief Berlin“ genannt werden: Acrest Property Group (3), Die Bankverbindung erhalten Sie auf Anfrage Namens-Beiträge geben die Meinung des Autors und nicht unbedingt der Redaktion wieder

Adi (2), Aengevelt (4),aik (11), Alexanderstraße 7 Berlin GbR (5), Amt für Statistik Berlin Brandenburg (13), Bank of Scotland (6), Berliner Morgenpost (3), BFW (11), BMG (8), BNPPRE (8,10), Bodenkontor Liegenschaften (7), Bozana (6), Comfort (5), CPS IT GmbH (5), Credit Suisse (4), Crunch Fit GmbH & Co. KG (10), Cushman & Wakefield (4,5,7), degwo (14), Deloitte (3), DGB (8), DIMA Finanzierungs- und Immobilientreuhand GmbH (11), DLA Piper (11), DTZ (10), DVI Retail (7), Ellwardt & Lattermann (15), empirica (13,14), Estavis (15), EXPEC Grundbesitz GmbH (11), Feri (16), GCB (10), Howoge Wohnungsbaugesellschaft (14,15),HSH Nordbank (15), HTW (5), ICCA (9), IGB (8), ING Real Estate (11), IVG (4),IZBM (5), JLL (4), Johs. Reese Immobilien Consulting (8), KircherBurkhardt GmbH (6), LBBW Immobilien (9), LBS (13,14), Mähren Gruppe (8), Max Bögl (7), Mercedes Benz (10),Messe Berlin GmbH (7), Orthen Grundbesitz Management GmbH (10), OVG Bischoff (9), Procenter IMC GmbH (4), PwC (6,7,8), Radisson Blu Hotel (6), Redo Gruppe (7), Savills (7,10), Tegel Projektentwicklungs GmbH (5), Tilad (11), Townscape One Properties GmbH (14,15), Union Investment (6), visitBerlin (6,9), VIV BioFrischeMarkt GmbH (7), Wista-Management GmbH (3,4),Zechbau (15).

Personen, die in der „Immobilienbrief Berlin“ genannt werden: Bielka, Andreas (14); Binsfeld, Manfred (16); Britt, Habermann (15); Frensch, Stefanie (14); Gluding, Tanja (16); Göke Dr., Christian (7); Gothe, Ephraim (12); Grabianowski, Sebastian (14); Groth, Klaus (1); Hertel Prof., Ingo (3); Kamp Dr., Rüdiger (14); Kieker, Burkhard (8,9), Lüscher,Regula (10); Mahmoud, Heike (9); Müller Michael (1,10); Otto, Andreas (12); Panhoff, Hans (12); Sassenscheidt, Henrik (14); Schmitz, Hardy Rudolf (3,4,5,6); Schultze, Matthias (10); Sprungala, Hiltrud (11,12); Sturme, Anja (15); Wowereit Klaus (7).


Der immobilienbrief nr 322  

Fakten, Meinungen, Tendenzen zum deutschen Immobilienmarkt

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