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NR. 302 I 33. KW I 16.08.2013 I ISSN 1860-6369 I KOSTENLOS PER E-MAIL

Inhaltsverzeichnis Editorial

1

Immo AG´s mit Halbjahreszahlen

2

IPD - Renditen von Spezialund Publikumsfonds

6

Europa-Investments können zulegen

8

Londoner Vermietungsmarkt legt deutlich zu

8

Knight Frank - Preisanstieg bei Top-Wohnungen

9

Shopping-Center flächen wachsen deutlich

11

Immostimmung - deutliches 12 Plus außer bei Handel REFIRE - Capital into Europe´s non-listed sector again on the rise (Kingston)

13

Investmentmarkt Hamburg 16 - Zweites Quartal enttäuscht Unternehmensimmobilien - Hohe Rendite bei geringer Volatilität (Krentz)

18

Berlin - Wohninvestments hoch im Kurs (Krentz)

20

Besicherte ImmobilienAnleihen En Vogue

24

Immobilienbrief Köln

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Immobilienbrief Ruhr

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Impressum

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Partner und Sponsoren der heutigen Ausgabe: aurelis Real Estate, Bouwfonds Real Estate Investment Management Deutschland GmbH, Catella Real Estate AG, Deka Immobilien Investment, E&P Real Estate GmbH & Co. KG, fairvesta, Garbe Group, RWE Energiedienstleitung GmbH, RA Klumpe, Schröder & Partner und sontowski & partner gmbh.

Sehr geehrte Damen und Herren, das schlägt dem Fass den Boden aus. Soviel Chuzpe oder Hilflosigkeit hätte ich nicht erwartet. Oder es sind Profis am Werk. Das IVG-Management überlässt Hedgefonds-Anleihezockern die Firma. Deutschlands Immobilienflagschiff IVG wird als Fanal einer „Dekade der Unfähigkeit“ angezündet. Sonnengott Frank Asbeck hat gerade Maßstäbe gesetzt und die 20:1 Aktienverwässerung auf seinem Schloss gefeiert. Am letzten Wochenende kam die IVG mit der offiziellen Idee, die Aktionäre über eine 200:1Enteignung abstimmen zu lassen. Wahrscheinlich trampeln im Moment Fondsprofis vor Lachen mit den Füßen. Gerade noch in meinem letzten Editorial hatte ich Ihnen aus alter Sanierungserfahrung prophezeit, dass „sowohl Liquiditätsbedarf als auch Wertberichtigungsbedarf sich noch einmal deutlich höher herausstellen würden“. EINE Woche später meldete die IVG noch einmal einen weiteren Abschreibungsbedarf nach HGB in Höhe von insgesamt ca. 350 Mio. Euro. 1993 entzog sich die IVG durch Vollprivatisierung an der Börse staatlicher Kontrolle. Danach steuerte sie in immobilienwirtschaftliche Großmannssucht, dessen Denkmal die Milliardenfackel „Squaire“ am Frankfurter Flughafen mit wohl 500 Mio. Euro Minus (offiziell bestätigt 384 Mio. Euro bei Herstellungskosten von 1,236 Mrd. Euro) wurde. Obwohl Basisentscheidung und Baubeginn zyklisch richtig getimt waren, monierten damals schon potentielle Beteiligungspartnern fehlende Kostensicherheit durch notwendige Maßanfertigung und die Mietansätze mit dramatischer Abweichung vom damaligen Vergleichs-Ist am Flughafen. 2004 hat die nach unseren alten HV-Notizen durch den heutigen IVG-VV Wolfgang Schäfers betreute Zusammenarbeit mit Sal. Oppenheim durch die OIK-Beteiligung nach Ansicht von Anlegerschutz und Großaktionären einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet. Das Kapitel überspringt Schäfers übrigens bei der exkulpierenden Vergangenheitsdarstellung gerne. Wir arbeiten Ihnen noch die Vergangenheit noch zur HV-Entscheidungsvorbereitung auf (vgl. auch "Der Platow Brief" von heute). Jetzt steht unsere grundlegende Seriositätsvermutung auf dem Spiel. Schließlich haben wir uns auch vor den Karren der IVG-Kommunikationstraumwelt spannen lassen. Das Zusammenspiel von statistisch sehr unüblichem Kursverlauf/-absturz, obwohl die Analysten erst Wochen später ihre Beurteilung drehten, der jetzt passenden neuen Wertberichtigung mit notwendigem Handlungszwang durch mehr als 50% EK-Verbrauch, der Vorbereitung der Übernahme durch Anleihekäufe von Hedgefonds, Milliardenabweichungen bei NAV-Informationen und realitätsferne Kommunikation lässt manchen erfahrenen Analysten sehr nachdenklich werden. Letztes Jahr auf der HV bestätigte Finanzvorstand Hans Volkert Volckens bei der Beantwortung von Aktionärsfragen die explizite Berücksichtigung ALLER Zahlungsverpflichtungen incl. der Wandelanleihen. Wir notierten: „Aktuell erwarten wir keine wesentlichen Schwierigkeiten.“ Alles sei Bestandteil der Finanzplanung. Grobe Fehleinschätzungen passieren, auch wenn es sich nicht um ein Lebenslauf-Highlight handelt. Auch eine Dilettantismus- und Sanierungsdekade kann schon mal Milliarden verdummen. Dummheit ist nicht strafbar. Allerdings wäre eine Aufbereitung der Historie durch einen neutralen Experten oder Verwalter schon interessant. Es wird sicherlich Aktionäre geben, die Haftungsaspekte und Aspekte der aktienrechtlichen Kommunikation engagiert überdenken werden. Je mehr „Der Immobilienbrief“ sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, desto unsicherer wird die grundlegende Seriositätsvermutung. Aber: Noch gehört die Gesellschaft den Aktionären. Die Frage ist, ob die Großaktionäre wie die noch beteiligte Familie Mann mit Einkaufskurs wohl zwischen 20 und 30 Euro, die mit anderen vor kurzem ausgeschiedenen Großaktionären Hunderte von Millionen versenkt haben, ihr Ausbooten kampflos hinnehmen werden. Ist der Erhalt der letzten 0,5% unter Verzicht auf alle Klärungen wirklich den Gesichtsverlust wert? Manche Aktionäre werden wohl vor dem Spiegel entscheiden, dass man sicherlich bereit sei, Geld zu verlieren, dass man jedoch nicht bereit sei, sich „verschaukeln“ zu lassen. Werner Rohmert, Herausgeber


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Personalien Augsburg: Georg zu Stolberg (42, Foto) ist neuer Geschäftsführer der Patrizia GewerbeInvest KAG in Hamburg. Stolberg wird zusammen mit Sebastian H. Lohmer die Geschäftsführung ausüben. Stolberg kommt von der Internos aus Frankfurt und war davor u.a. in Spanien tätig. Frankfurt: Die RICS Deutschland haben einen

Immo AG´s legen Halbjahreszahlen vor

neuen Vorstand. Er besteht aus Martin Eberhardt, Bouwfonds REIM; Michael Englisch, Value Scouts; Birgit Hempel, Jones Lang LaSalle; Rüdiger Hornung, TÜV SÜD; Ralph Jerey, OperaOne; Gerhard Kemper, GEKA KEMPER; Tanja Kreipe, DTZ; Peter Parlasca, Beamter der Europäischen Kommission; Ingo Schierhorn, CR Investment Management; Peter Stubbe, Gewoba AG; Ulrich Werling, Werling Schleef. Ende August wird aus diesen Reihen ein neuer Vorstandsvorsitzender sowie dessen Stellvertreter gewählt. Frankfurt: Martin Fiedler (50) ist seit 1. August 2013 neuer Head of Human Resources Northern Europe bei DTZ. Seit Dezember 2012 ist er bereits interimsweise in dieser Position tätig. Zuvor war er mehrere Jahre als Head of Human Resources bei CORPUS SIREO tätig.

Stabile Entwicklung im Schatten des IVG Desasters Im Schatten der aktuellen IVG Diskussion haben die deutschen Immobilienaktiengesellschaften ihre Halbjahreszahlen beinahe unbemerkt vorgelegt. Dabei entwickeln sich die Börsenkurse der meisten Unternehmen durchaus beachtlich im Gegensatz zum Kurs der IVG, der aktuell noch einmal leicht nachgab und bei 0,128 Euro auf Ramschniveau verharrt. Wir stellen Ihnen die präsentierten Zahlen einiger Gesellschafter einmal näher vor. DIC Asset AG (WKN 509840/ ISIN DE0005098404) Das Frankfurter Unternehmen konnte im ersten Halbjahr seinen FFO um 1,3 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro steigern. Grund ist der Wachstum im Fondsgeschäft sowie ein verbessertes Zinsergebnis bei stabilen Mieteinnahmen und planmäßig höheren Personal- und Verwaltungsaufwand. Der FFO je Aktie erhöht sich entsprechend um 2 Cent auf 0,50 Euro je Aktie. Der Konzernüberschuss liegt mit 6,5 Mio. Euro 25% über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr gelangen der DIC einige Verkäufe und auch die Finanzierungskosten konnten maßgeblich gesenkt werden. Erst kürzlich gab das Unternehmen eine erfolgreiche Refinanzierung von 320 Mio. Euro Verbindlichkeiten eines Portfolios aus 40 Objekten bekannt. Die Höhe der Finanzverbindlichkeiten sank von 1,6 Mrd. Euro auf 1,46 Mrd. Euro. Der Durchschnittszinssatz liegt bei 4% und damit 20 Basispunkte niedriger als noch im letzten Jahr. Im 1. Halbjahr wurden 94.000 qm vermietet. Davon entfielen 33.000 qm auf Neuvermietungen und 61.000 qm auf Verlängerungen. Aktuell liegt die Leerstandsquote bei 11,1%.


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Der Ausbau des Fondsgeschäfts sowie die Quartiersentwicklung MainTor stehen bei der DIC derzeit ganz oben auf der Agenda. In den beiden aufgelegten Spezialfonds „DIC Office Balance I“ und „DIC HighStreet Balance“ sind mittlerweile 435 Mio. Euro gebunden. Für die nächsten beiden Jahre peilt das Unternehmen ein Zielvolumen von 700 Mio. Euro an. Im Projekt MainTor geht die Vermarktung der Eigentumswohnungen der drei Projetteile „MainTor Palazzi“ mit aktuell 85% in die Endphase. Der Baustart der drei Objektteile „MainTor Palazzi“, „MainTor Patio“ sowie „MainTor Porta“ ist inzwischen erfolgt. Für das vollvermietete MainTor Porta (22.000 qm) gebe es ernsthafte Interessensbekundungen seitens der Investoren. In den nächsten 6 bis 8 Monaten erwartet die DIC das Objekt zu verkaufen. DIC Vorstandsvorsitzender Ulrich Höller bestätigt seine FFO Prognose für das Gesamtjahr von 45-47 Mio. Euro. Damit würde das Ergebnis aus 2012 leicht übertroffen werden (44,9 Mio. Euro). Die Mieteinnahmen sollen bei 121-123 Mio. Euro liegen (2012: 126,5 Mio. Euro) und die Leerstandsquote signifikant auf rd. 10% gesenkt werden (2012: 10,9%). TAG Immobilien AG (WKN 830350 / ISIN DE0008303504) Die TAG, die Anfang August durch die Rekordplatzierung einer 200 Mio. Euro Unternehmensanleihe auf sich aufmerksam machte, konnte seine Umsatzerlöse mit 236,7 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Die Umsätze aus Vermietung erhöhten sich von 87,4 Mio. Euro auf 125,6 Mio. Euro. Die Leerstandsrate des 70.000 Wohneinheiten umfassen-

den Portfolios liegt bei 9,3% und damit 60 Basispunkte niedriger als 2012. Das EBT liegt bei 25 Mio. Euro. Das Zinsergebnis im ersten Halbjahr 2013 belief sich vor dem Hintergrund des starken Wachstums der Gesellschaft in 2012 mit -50,9 Mio. Euro auf entsprechendem Niveau. Die Kennzahl Funds from Operations (FFO I) beträgt zum ersten Halbjahr 31,5 Mio. Euro ohne Verkäufe - respektive 79,1 Mio. Euro inklusive liquiditätswirksamer Rückflüsse aus Immobilienverkäufen. Das Immobilienvermögen der Gesellschaft beträgt 3,692 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 30,7% und der LTV bei 58,3%. Der NAV pro Aktie notiert bei 9,81 Euro (2012: 9,96 Euro). Im zweiten Quartal ist eine Dividendenzahlung von 0,25 Euro erfolgt. 

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Kreditfonds Im ersten Halbjahr 2013 konnte die Deka Immobilien insgesamt 9 neue Kredite in seine Kreditfonds einwerben. Insgesamt flossen so 164 Mio. Euro neue Kredite in die Fonds. Seit Auflage der Fonds im Jahr 2009 sind so mittlerweile 50 Kredite aus den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und Transportmittel in die Fonds eingebracht worden. Das Volumen liegt bei 800 Mio. Euro. Laut Torsten Knapmeyer, Geschäftsführer Deka Immobilien Investment, zeigen besonders institutionellen Investoren großes Interesse an den Fonds, da diese besonders schwankungsarm seien. Insgesamt bietet die Deka derzeit fünf Kreditfonds für institutionelle Anleger an.

Neues Autohaus

Im laufenden Jahr soll die Bilanzstruktur durch das zurückerwerben von knapp ein Drittel von ausstehenden Wandelschuldverschreibungen und damit den Verwässerungseffekt dieser Schuldverschreibungen reduzieren. Für das laufende Jahr bestätigt Rolf Elgeti, Vorstandsvorsitzender der TAG seine FFO Prognose von 68 Mio. Euro basierend auf einem weiteren Leerstandsabbau, angemessenen Mietsteigerungen und den Zinsersparnissen. Hamborner REIT AG (WKN 601300 / ISIN DE0006013006) Das Duisburger Unternehmen ist eines der wenigen REIT Gesellschaften, die am deutschen Markt im Zuge der REIT-Euphorie entstanden ist. Es agiert als Bestandhalter am Gewerbeimmobilienmarkt mit Schwerpunkt auf Einzelhandelsflächen in zentralen Innenstadtlagen. Im ersten Halbjahr konnten aufgrund von Immobilienzugängen die Miet- und Pachterlöse um 22% auf 22,2 Mio. Euro gesteigert werden. Die Leerstandsquote liegt aktuell bei 3,7%. Der Verkehrswert des Portfolios liegt bei 674 Mio. Euro. Neuester Zugang ist ein Büro- und Einzelhandelsobjekt in Bayreuth. Der FFO beträgt 12,4 Mio. Euro und damit 27% mehr als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sinkt von 60,3% auf 51,9% und liegt damit noch über den geforderten 45% zum Jahresende. Der LTV notiert bei 43,8% (VJ: 34,2%). Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum der Mieterträge um 20% angestrebt und eine FFO Steigerung von 20 bis 25%. Deutsche Wohnen AG (WKN 628330 / ISIN DE0006283302)

Düsseldorf: Der Autohändler Moll Gruppe zieht mit den Marken Jaguar und Land Rover in das Geschäftsquartier Seestern in Düsseldorf. Auf insgesamt 4.300 qm wird das Unternehmen dort Fahrzeuge der beiden Marken präsentieren. Insgesamt umfasst da Gebäude 32.800 qm und war früher die Unternehmenszentrale von Horten. Der Eigentümer Union Investment wird in den nächsten Jahren 25 Mio. Euro in die umfassende Sanierung des Objekts investieren.

Auch die Deutsche Wohnen AG konnte im ersten Halbjahr seinen FFO um 85% auf 60,6 Mio. Euro steigern. Das Periodenergebnis liegt mit 50,2 Mio. Euro 13,3 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis. Das Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung um 61% auf 139,3 Mio. Euro.

stieg

Insgesamt hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 10.700 Wohneinheiten übernommen. Der Schwerpunkt der erworbenen Wohnungen liegt dabei in Dresden sowie Berlin. Die Vertragsmiete des neuen Portfolios liegt bei 40 Mio. Euro. Das Gesamtportfolio umfasst insgesamt 90.600 Wohneinheiten. Durch die am Anfang des Jahres erfolgten Kapitalerhöhung betrug das Transaktionsvolumen 592 Mio. Euro. Die FFO Prognose wird um 10% auf 110 Mio. Euro erhöht. (AE)


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Personalien Berlin: Die Deka Immobilien hat für ihren Offenen Immobilienfonds WestInvest ImmoValue die 27.500 qm großen Edisonhöfe in Berlin erworben. Verkäufer ist die Objektgesellschaft HAVIKA Lofthaus-Development Gruppe Berlin. Das Objekt verfügt über 22.000 qm Bürofläche, 2.900 qm Einzelhandels-, Gastronomie-, Ausstellungsfläche sowie 1.300 qm Lager- und 1.000 qm Wohnfläche. Das Ensemble ist voll vermietet u.a. an Nokia Gate sowie die HumboldtUniverstität.

IPD – Renditen von Spezial- und Publikumsfonds Investments in Deutschland übertreffen Europa-Investments deutlich Die Renditen der von IPD entwickelten Immobilien-Spezialfonds (SFIX Index) und der Immobilien-Publikumsfonds (OFIX Index) lagen im zweiten Quartal 2013 bei 0,1% bzw. -0,2%. In beiden Gruppen übertraf die Performance der in Deutschland investierten Fonds die der europaweit investierten Fonds erheblich. Zwölf neue Spezialfonds haben im aktuellen Quartal erstmalig am Index teilgenommen, damit nehmen 141 Fonds mit 33,1 Mrd. Euro Nettofondsvermögen (NAV) am IPD / BVI Spezialfonds Immobilien Index SFIX teil. Im Unterschied zu vielen anderen lokalen IPD Fondsmärkten sind die Asset der deutschen Spezialfonds breit über Europa gestreut. Nach Fondsvolumen fließt nur etwa ein Drittel der Fonds in den Subindex SFIX Deutschland ein, während mehr als 50% des Volumens des Gesamtindex den SFIX Europa ausmachen. Dabei haben die vorwiegend in Deutschland investierten Fonds die Fonds mit europäischem Anlagefokus in vier der vergangenen 26 Quartale zwischen Q1 2007 und Q2 2013 zum Teil deutlich outperformt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lag die Gesamtrendite des SFIX bei 0,5%, während die Rendite des SFIX Deutschland 1,8% betrug, und der SFIX Europa auf -0,3% eingebrochen ist. Über die mittleren Betrachtungszeiträume von einem, drei und fünf Jahren ergibt sich ebenfalls ein deutlicher Renditevorsprung, wobei die der SFIX Deutschland annualiserte Renditen zwischen 3,4% und 3,7% erzielte, während die Renditen des SFIX Europa in den Perioden zwischen -0,2% und 1,1% lagen.͒

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Die Strategien der regionalen Asset Allokation unterscheiden sich innerhalb der Gruppe der SFIX Europa Fonds stärker als in der Gruppe der SFIX Deutschland Fonds, was dazu führt, dass auch die Spannbreite der Fondsrenditen bei den europäisch investierten Vehikeln deutlich größer ist als bei den in Deutschland investierten Fonds. Die Fonds des oberen Renditequartils des SFIX Europa erzielten über die vergangenen zwölf Monate zwischen Q3 2012 und Q2 2013 4,2% oder mehr, während die Fonds des unteren Renditequartils -4,0% oder größere Verluste erzielten. Das obere Renditequartil der Deutschlandfonds lag hingegen bei 6,2%, und die Fonds des unteren Renditequartils erzielten 3,2% oder weniger. (AE) 

Europa-Investmentmarkt kann zulegen 58 Mrd. Investments in europäische Gewerbeimmobilien Die größten Investment-Märkte in Großbritannien, Frankreich und Deutschland bleiben vor allem im Blick von globalen Immobilien-Anlegern. Die Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien legten im 1. Hj. 2013 im Vorjahresvergleich um 12% auf ca. 58 Mrd. Euro zu, fasst Jones Lang LaSalle die Ergebnisse des europäischen Investmentmarktes zusammen. Eine erhebliche Verbesserung gab es dabei in den südeuropäischen Märkten Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Hier legten die Aktivitäten im Vergleich zum 1. Halbjahr 2012 insgesamt um ein Drittel von 2,1 auf 2,8 Mrd. Euro zu. Hier waren insbesondere Ausländer aktiv. Der Erwerb eines Büroimmobilienportfolios in Barcelona durch AXA für rund 150 Mio. Euro von Generalitat de Catalunya war die erste ausländische Akquisition seit der spanischen Staatsschuldenkrise. Darüber gab es Akquisitionen von Allianz und AXA in Italien und Hotelinvestments durch Anleger aus Katar in Italien und Spanien. Zum ersten Mal seit der spanischen Staatschuldenkrise ging die Spitzenrendite in Madrid um 30 bps zurück. Auch in Irland ist die Erholung mit

einem Investitionsvolumen von 533 Mio. Euro offensichtlich. Das erste Halbjahr 2013 markierte im Vergleich zum Vorjahr auch eine Zunahme bei den Einzelhandelsimmobilien-Volumina. Grund war die erhöhte Verfügbarkeit von Investitionsobjekten. Das Joint-Venture von SES Spar European Shopping Centres und Allianz Real Estate zum Erwerb eines Portfolios von 7Shopping Centern in Österreich, Slowenien und Italien zeigt ebenso wie der Verkauf des „BelAir“ in Brüssel an ein Joint Venture von Hannover Leasing und einer asiatischen Institution für über 300 Mio. Euro oder die südkoreanische Akquisition des „Gallileo”Bürohochhauses in Frankfurt für 262 Mio. Euro bzw. auch der Kauf des „Silesia City Center“ im polnischen Kattowitz durch ein internationales Investoren-Konsortium unter Federführung der Allianz für 412 Mio. Euro das das zunehmende Interesse an Länder- und grenzüberschreitenden Portfolien. Ende Juni nimmt damit lt. Jones Lang LaSalle der Investmentmarkt in Europa Kurs auf ein Gesamtjahresvolumen von ca. 125 Mrd. Euro. Damit wäre das Vorjahresniveau erreicht. Ein insgesamt positiveres Klima in Verbindung mit einer besseren Verfügbarkeit von Krediten ließe Anleger zunehmend auch Investments außerhalb von Spitzen-Lagen ins Visier nehmen. (WR) 

Londoner Vermietungsmarkt legt um 40% zu Auch Investmentvolumina steigt deutlich Im zweiten Quartal hat sich die Stimmung am Londoner Vermietungsmarkt zunehmend verbessert Der Büroflächenumsatz in Central London ist um 40% im zweiten Quartal 2013 auf rund 334.450 qm gestiegen. Das liegt 19% über dem langjährigen Durchschnitt. Das sind die Eckwerte der Recherche von Knight Frank. Kleinere Büroeinheiten bis 10.000 sqf (929 qm) machen einen Großteil der Vermietungen aus. Wichtigste Flächennachfrager mit 4 der 10 größten Vermietungen sind Technologie, Medien und Telekommunikation. Die Leerstandsrate ist per Ende Juni auf 1,57 Mio. qm respektive 7,3% leicht gefallen. Derzeit sind nahezu 600 000 qm Büroflächen ohne Vorvermietungen im Bau (+9%). Dennoch liegt das Gesamtvolumen an Neubauprojekten und sanierten Bürohäusern in Central London noch circa 11% unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Mieten für erstklassige Flächen sind mit rund 100 Euro pro qm und Monat im West End und 60 Euro in der City stabil geblieben. Das Investmentvolumen auf dem Büromarkt in Central London ist im zweiten Quartal 2013 mit fast 4,5 Mrd. Euro um rund 50% im Vergleich zum ersten Quartal 2013 gestiegen. Internationale Anleger pushen die Nachfra-


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Einzelhandel Alsdorf: GRR Real Estate Management hat für ihren GRR German Retail Fund No.1 von der Ten BrinkeGruppe für 10,6 Mio. Euro ein Nahversorgungszentrum in Alsdorf erworben, das Ende August 2013 eröffnet wird. Die Mietfläche beträgt 4.970 qm. Hauptmieter sind Edeka und Aldi. Die Laufzeit der Mietverträge liegt zwischen 12 und 15 Jahre.

ge nach Bürohäusern. Im Q2 fanden 86% aller Transaktionen unter internationaler Beteiligung statt. Durch die hohen Vermietungsumsätze steige die Risikobereitschaft der Anleger, ergänzt Knight Frank. So werden jetzt auch vermehrt Liegenschaften mit Renditesteigerungspotenzial durch Asset Management angeschaut. Allerdings blieben die Lageansprüche unverändert. Die Renditen sind mit rund 4% im West End und rund 5% in der City konstant geblieben. (WR) 

Knight Frank – Top Wohnungen weltweit Preisanstieg im zweiten Quartal Im 2. Quartal sind die Preise für Top-Wohnimmobilien in den wichtigsten Städten der Welt um 2,4% gegenüber dem 1. Quartal gestiegen. Im 1. Quartal lag das Ergebnis mit -0,4% im negativen Bereich. Im Jahresvergleich verzeichnet der Prime Global Cities Index von Knight Frank per Ende Juni für die insgesamt 28 untersuchten Städte einen Zuwachs von 5,6%. Unter den untersuchen 28 Städten befindet sich allerdings keine deutsche Stadt. Eine typische Luxuswohnimmobilie ist aktuell 27% mehr wert als im 2. Quartal 2009, dem Tiefpunkt der Finanzkrise. Am oberen Ende weisen die Märkte mit der besten JahresPerformance nach wie vor eine zweistellige Zuwachsrate auf. Jakarta (27%), Dubai (22%), Schanghai (18%), St. Petersburg (15%) und Tel Aviv (15%) führen das Ranking vor New York, Tokio und Bangkok an, die auch noch zweistellig zulegten. Am unteren Ende wurden

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Deutlich mehr Shopping-Center Flächen in Europa die Verluste schwächer. Während im vergangenen Jahr lediglich rd. die Hälfte der untersuchten Städte eine positive Preisentwicklung aufzuweisen hatte, hat sich das im laufenden Jahr auf fast drei Viertel erhöht. Das Schlusslicht mit rd. 12% Verlust ist Madrid. Aber auch insgesamt belegen die europäischen Hauptstädte wie Rom, Paris und Madrid nach wie vor die unteren Plätze. Allerdings ist der Preisrückgang inzwischen deutlich langsamer geworden. In den erfassten europäischen Metropolen beträgt der Preisverlust im Vergleich zum Vorjahr -0,9%. Im Vorjahr lag das Minus noch bei 3,4%. In den boomenden Nationen werden Maßnahmen ergriffen, die Märkte zu korrigieren. In Asien ist oberstes Ziel, die starken Preissteigerungen zu bekämpfen. Immer mehr Vorschriften schränken den Immobilienerwerb von Ausländern ein. Umgekehrt ist die Situation in den von der Schuldenkrise betroffenen Ländern wie Griechenland, Spanien oder Portugal. Diese Länder versuchen durch Steuer- und Aufenthaltserleichterungen Investoren zu gewinnen, die nicht aus der EU kommen. (WR) 

Türkei und Russland pushen Neubauflächen um 50% 11,9 Mio. qm Shoppingcenter-Flächen befinden sich zurzeit im Bau. Das entspricht einem Anstieg von 50% zu 2012 mit 7,2 Mio. qm Neubaufläche, recherchiert CBRE. Die Türkei bleibt mit 3,7 Mio. qm wie auch 2012, der aktivste Markt. Der stärkste Einzelmarkt ist Istanbul mit 37 im Bau befindlichen Centren und Projektentwicklungen. In Russland sind knapp 2,9 Mio. qm Flächen im Bau. Allein in Moskau sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren rd. 1,4 Mio. qm Verkaufsfläche eröffnet werden. In der Ukraine entstehen knapp 790.000 qm, in Polen gut 750.000 qm, in Italien 666.000 qm und in Frankreich 648.000 qm. In Italien flaut die Bautätigkeit ab. Im Bau befindliche Objekte werden verlangsamt fertig gestellt. Lt. CBRE wurden in ganz Europa im Jahr 2012 ca. 100 Einkaufszentren mit einer Gesamtfläche von 3,44 Mio.

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Neuer Mieter Velbert: Die ACREST Property Group konnte nach dem Umbau des Geschäftshauses in der Fußgängerzone über eine Laufzeit von 10 Jahren einen Mietvertrag mit dem Einzelhändler C&A abschließen. Bisher war Woolworth alleiniger Mieter. Die Verkaufsfläche liegt bei 1.700 qm. Zusätzlich stehen 200 qm Lagerflächen im Obergeschoss zur Verfügung. C&A hat noch eine weitere Fläche in der Friedrichstraße und verdoppelt somit seine Flächen.

qm eröffnet. 2013 wird mit 1,5 Mio. qm bereits fertig gestellter Fläche die Vorjahreswerte in etwa erreichen. Im vergangenen Jahr wiesen Spanien und Türkei die meisten Fertigstellungen auf. Dieses Jahr finden sich 60% der Fertigstellungen in der Türkei. In Spanien ist es dagegen deutlich ruhiger geworden. In diesem Jahr sind lediglich 38.000 qm fertig gestellt worden. Für das 2. Halbjahr werden allerdings weitere 135.000 qm erwartet. Zudem sind 470.000 qm im Bau. Mit einer wachsenden Mittelschicht, Urbanisierung und zunehmender Verbrauchernachfrage nach hochwertigen Handelskonzepten begründet CBRE den Shoppingcenterboom. Die neuen Handelskonzepte hätten zum großen Teil Flächenanforderungen, denen der vorhandene Bestand in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gerecht werde. (WR) 

Deutsche Immobilienstimmung dreht wieder ins Plus Nur Handel driftet ab Der von BulwienGesa erhobene Stimmungs-Index der Deutsche Hypo dreht wieder ins Plus. EZB-Liquidität, voraussichtlich weiter niedriges Zinsniveau und die zwar mäßigen, aber im Vergleich dennoch guten, deutschen Konjunkturaussichten sind für Deutsche Hypo Vorstand Andreas Pohl die Hauptgründe. Die befragten Marktteilnehmer beurteilen für alle Nutzungstypen bis auf Handelsimmobilien die Aussichten für das nächste halbe Jahr im Durchschnitt ein wenig besser als bei der vorausgegangenen Untersuchung. Der Wohnungsmarkt bleibt allerdings absoluter Spitzenreiter. Insbesondere bei Industrieimmobilien gab es einen signifikanten Anstieg. Lt. Pohl

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verharrt der Immobilienmarkt weiterhin auf einem nun schon 3 Jahre anhaltenden positiven Stimmungsplateau. Da in dieser Zeit nur sehr kurzfristige Ausschläge zu beobachten waren, hält Pohl diese Stabilität für einen zumeist zyklischen Markt für ein Novum. Platow erinnert sich dagegen an die

Folgender Beitrag ist im Newsletter REFIRE von Chefredakteur Charles Kingston bereits erschienen. In unregelmäßigen Abständen wollen wir Ihnen Beiträge in englischer

Phase 1986 bis 1993 mit gleichfalls kontinuierlich guter Stimmung, die jedoch in dem kurzläufigen 5-Jahresindex noch nicht erfasst ist. Echte anhaltende Abschwünge in dem zuvor um den positiven Trend schwankenden Immobilienmarkt gibt es überhaupt erst seit 1993. Noch überwögen die Chancen gegenüber den Risiken, meint Pohl. Andererseits sollte man das Risiko eines Marktabschwungs in den kommenden Monaten im Auge behalten. Ein wenig in Anlehnung an die „auf Regen folgt Sonnenschein“-Theorie (et vice versa) meint Pohl, dass eine gute aktuelle Marktphase eben auch einmal zu Ende gehen könne. (WR) 

Charles Kingston

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REFIRE – German Real Estate Finance Capital into Europe´s non-listed sector again on the rise The volume of capital raised for non-listed indirect real estate, funds and similar combinations, has risen substantially over the past year, reaching the highest level since 2008, as investors increasingly believe the market may have bottomed out, says European property fund association INREV. In its 2012 Capital Raising Survey, INREV said growing investor confidence should also result in more noncore investments, despite challenging economic conditions. Total equity raised in the segment last year reached €29.5bn, of which €11.5bn was dedicated to non-listed real estate funds alone. 

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Baustart Fürth: Der Investor und Bauträger sontowski & partner hat zusammen mit Zechbau den Baustart für das 26 Mio. Euro Wohnprojekt „klassikgärten“ gefeiert. Insgesamt werden 47 Wohnungen von 90 bis 255 qm entwickelt. Die Gebäude im neoklassizistischen Stil entstehen auf dem ehemaligen Gelände der Tucher Brauerei an den Rednitzauen. Ende 2014/ Anfang 2015 sollen die Wohnungen an die Endkunden übergeben werden. Entworfen wurden die Wohnungen vom Düsseldorfer Büro RKW Rhode Kellermann Wawrosky.

“These are encouraging data,” said INREV’s research director Casper Hesp. “They indicate that investors believe the market has reached its lowest point and are committing capital once again. There is also clearly an appetite for non-listed real estate funds which, to some degree, counters suggestions of a move away from funds towards alternatives such as club deals, JVs and real estate debt.” However, there does remain strong investor interest in alternative investment vehicles, with €9.5bn raised for separate accounts and €4bn for joint ventures and club deals. The survey also revealed a move towards higher-risk fund styles. While 63.1% of equity capital raised was for core funds, 28% was attributable to opportunity and 8.9% to value-add funds. The combined non-core 36.9% was an increase of 23% on 2011. At the same time, 52.9% of capital committed to closed-end funds was raised by opportunity and value-add vehicles. “Driven by the desire for better yields than are currently available in the oversubscribed core market, investors appear to be searching for options further up the risk curve,” said Hesp. The survey also shows that as a group, pension funds were the largest investors across all products. The majority of capital raised for closed-end funds came from European investors (75.4%), followed by those from Asia Pacific (10.4%) and North America (4.3%). Some 41.7% of all capital was raised by new funds with a 2012/2013 vintage. Among all investors, the Germans were the largest source of European equity in closed-end funds, followed by Nordic and Swiss investors. Globally, French, German, Italian and Swiss investors were the most risk-averse and assigned on average 92.4% of their capital to core funds, while the UK and Benelux investors committed the majority of their capital to value-added and opportunity funds. 

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Logistik Hamburg: Die Garbe Logistic AG hat einen langfristigen Mietvertrag mit der Red Swan B.V. im niederländischen Amersfoort abgeschlossen. Das auf Pharmalogistik in den BeneluxLändern spezialisierte Unternehmen mietet eine Logistikimmobilie mit einer Fläche von rund 22.000 qm, der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Das Distributionszentrum liegt im Industriegebiet De Hoef. Es steht auf einem 29.000 qm großen Grundstück. Die Immobilie verfügt über eine Hallenfläche von rund 15.000 qm. Hinzu kommen etwa 5.000 qm auf einer Empore und 1.200 qm für Büro- und Sozialräume. Red Swan B.V. wird die Logistikimmobilie für die Lagerung und Distribution von Arzneimitteln und Medizinprodukten nutzen. Jones Lang LaSalle hat gemeinsam mit DTZ Zadelhoff die Garbe Logistic bei der Vermietung des Objekts unterstützt.

Alzenau: Die B+S GmbH Logistik und Dienstleistungen mietet ca. 25.500 qm, davon 25.000 qm Hallen- und 500 qm Bürofläche im SEGRO Logistics Center Alzenau I. Mietbeginn ist Mitte des Jahres, der Mietvertrag ist langfristig angelegt. Immolox GmbH & Co. KG war vermittelnd tätig. Das SEGRO Logistikcenter Alzenau I ist damit voll vermietet.

Investmentmarkt Hamburg Zweites Quartal enttäuscht

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Auch wenn das zweite Quartal mit einem Transaktionsvolumen von nur 260 Mio. Euro nicht annähernd an die guten Vorgaben des ersten Vierteljahres (710 Mio. Euro) anknüpfen konnte, wurde mit 970 Mio. Euro das beste Halbjahresergebnis seit 2007 erreicht und ein Plus von 39% gegenüber dem Vorjahr, wie Grossmann & Berger (G & B) melden. Das erste Quartal habe noch von seit 2012 laufenden Verhandlungen profitiert, auch der Mangel an Core-Produkten und das Fehlen neuer Projektentwicklungen sei für das enttäuschende Ergebnis verantwortlich. Jones Lang LaSalle (JLL) sowie CBRE ermittelten für das erste Halbjahr Transaktionsvolumina von 1,17 Mrd. Euro (plus 46 bzw. 48%), BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) 1,2 Mrd. Euro (plus 68%). Große Transaktionen waren Mangelware. Die durchschnittliche Größe belief sich nach Angaben von JLL im ersten Halbjahr auf 26 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 19 Mio. Euro). „Der Markt lebt von seiner Breite, denn mit über 60 Transaktionen wurden doppelt so viele Deals registriert wie im Vorjahreszeitraum" so Frank-D. Albers von JLL Hamburg. BNPPRE nennt eine Dealzahl von 74 mit einem durchschnittlichen Volumen von 16,4 Mio. Euro. Größter Deal im 2. Quartal war der Ankauf des ehemaligen SAP-Gebäudes für die Kühne Holding AG in der HafenCity für rund 38 Mio. Euro. Zweitteuerster Standort nach München Die Spitzenrenditen blieben im 2. Quartal für Büroimmobilien (4,65%) und für innerstädtische Geschäftshäuser (4,10%) stabil. Bei Logistikimmobilien wurde ein Rückgang der Spitzenrendite um 10 Basispunkte auf aktuell 6,50% registriert. Hamburg sei damit sowohl für Büroobjekte als auch für Geschäftshäuser der zweitteuerste Standort nach München, so Marco Stahl von BNPPRE. Aufgrund des Mangels an Produkten in der Innenstadt werden Stadtteillagen wie Eimsbüttel, Barmbek, Altona oder Bahrenfeld für Anleger interessanter, heißt es bei G & B. So entfielen von rund 50 gewerblichen Transaktionen im 1. Halbjahr 80% auf die Hamburger Stadtteillagen und lediglich 20% auf die City. Bezogen auf das Transaktionsvolumen platzierte sich die Hamburger City mit einem Anteil von knapp 33% allerdings auf Platz eins. Anleger bevorzugen weiterhin Büroobjekte. Gegenüber dem Volumen von ca. 700 Mio. Euro (59%) in dieser Assetklasse fallen Einzelhandelsimmobilien mit etwa 120 Mio. Euro (10%) weiterhin wenig ins Gewicht, und bleiben sogar hinter Logistikimmobilien- und Hotelinvestments zurück (jeweils ca. 140 Mio. Euro und einem Anteil von 12%). 


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TZ Rhein Main Darmstadt: Corpus Sireo hat die Büroprojektentwicklung „TZ Rhein Main“ an den Entwickler GE9e verkauft. Das 23.000 qm große Projekt wurde im Auftrag der Deutschen Telekom veräußert. Der erste Spatenstich an der Ida-Rhodes-Straße 2 wird am 30. August gefeiert. Die Fertigstellung der Hauptfläche soll Mitte 2014 erfolgen. Mieter ist eine TelekomGesellschaft. Es handelt sich bei der Entwicklung um eines der größten bundesweit.

Der gewerbliche Investmentmarkt in Hamburg wurde im 1. Halbjahr 2013 wiederum überwiegend durch nationale Anleger und Verkäufer bestimmt. Der Anteil ausländischer Käufer am Transaktionsvolumen lag bei nur 15%, der von internationalen Verkäufern bei 20%, so JLL. Aktivste Käufergruppe waren mit einem Anteil von rund 34% die Privatinvestoren inclusive Family Offices. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 nahm das von ihnen investierte Kapital um mehr als das Dreifache auf rund 404 Mio. Euro zu, ermittelte CBRE. Es folgten Offene Immobilienfonds/Spezialfonds mit einem Anteil von 15%, bzw. die Versicherungen und Pensionskassen mit 14% des Investitionsvolumens. Auf Verkäuferseite waren Unternehmen mit 31% am stärksten vertreten, gefolgt von offenen Immobilienfonds und Spezialfonds (19%) sowie Asset- und Fondsmanagern mit 14%. Positive Aussichten für zweites Halbjahr Für die 2. Jahreshälfte erwarten die Immobilienunternehmen eine deutliche Steigerung des gewerblichen Transaktionsvolumens, so dass für das Gesamtjahr rund 2,0 Mrd. (G & B) bzw. 2,5 Mrd. Euro (JLL) zu erwarten sind. Im Vorjahr waren 2 Mrd. Euro erzielt worden, der 5-Jahres-Schnitt liegt bei 1,83 Mrd. Euro. Die Erwartungen stützen sich auf den anstehenden Verkauf von einigen großvolumigen Büroimmobilien aus geschlossenen bzw. sich in Auflösung befindlichen Offenen Fonds (CS Euroreal, SEB). Vor dem Hintergrund der nach wie vor bestehenden Probleme in der Eurozone sei der deutsche Investmentmarkt bei Anlegern besonders beliebt, ergänzt Marco Stahl von BNPPRE. (SR) 

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News

Unternehmensimmobilien: Hohe Rendite bei geringer Volatilität

Heddesheim: Die größte kristalline AufdachSolaranlage Europas ist im nordbadischen Heddesheim in

Büro und Handel abgeschlagen

Betrieb gegangen. WIRSOL hat die Anlage gebaut. Die Anlage ist auf einer Hallenfläche von 11 Hektar errichtet worden und liefert 8,1 MW.

Bamberg: Die Project Gruppe hat ihre Prospektnachträge der Immobilienentwicklungsfonds 11 und 12 bei der BaFin eingereicht. Die Nachträge wurden notwendig, um beide Angebote an die neuen KAGB Rahmenbedingungen anzupassen. Beide Fonds werden künftig von der KVG Project Investment AG geführt. Der bisherige Platzierungsstand beträgt 65 Mio. Euro. Winsen/Luhe: Die STS Logistics mietet 2.100 qm Logistikfläche im Gewerbegebiet Boschstraße über Realogis. Eigentümer und Vermieter ist ein privater Investor. Frankfurt: Curzon Capital Partner II hat ein Logistikimmobilien-Portfolio an Granite Real Estate Investment Trust über Freshfield veräußert. Das Portfolio umfasst 229.000 qm Fläche. Der Kaufpreis beträgt 129 Mio. Euro. Es besteht aus vier in Deutschland und drei in den Niederlanden gelegenen Objekten. Mieter sind u.a. Ricoh, Kühne & Nagel sowie Tchibo.

Unternehmensimmobilien sind deutlich renditeträchtiger als Büro- oder Handelsimmobilien. Dies geht aus der aktuellen Studie „BEOS Survey“ hervor, die von dem Berliner Immobilienunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Researchhaus BulwienGesa AG erstellt wurde. Das Segment Logistik, in dem Unternehmensimmobilien derzeit erfasst sind, erzielt danach bei einer Haltedauer von zehn Jahren eine durchschnittliche Ausschüttungsrendite von 7,6% – und damit mindestens 2% mehr als die Segmente Büro und Handel. „Die Höhe und Stabilität der Renditeentwicklung von gewerblichen Immobilien ist besonders für ausschüttungsorientierte Investoren interessant“, sagt Dr. Ingo Holz, Vorstand der BEOS AG. Insbesondere die Mieterträge von Unternehmensimmobilien erweisen sich als stabil. Seit 2000 ging die Mietrendite lediglich um 30 Basispunkte auf rund 8% zurück. „Die Renditen anderer Segmente wie Büro und Handel zeigten sich deutlich volatiler und auf einem geringeren Niveau von rund 6%“, sagt Tobias Kassner von Bulwiengesa. Die gute Performance von Unternehmensimmobilien basiert auf einem hohen Cashflow bei gleichzeitig geringem Ausfallrisiko und moderaten Wertsteigerungen. „Dies liegt an den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Unternehmensimmobilien mit einer breiten Mietpreisspanne und unterschiedlichen Vertragslaufzeiten“, erklärt Holz. „Unternehmensimmobilien erfordern dadurch zwar ein aktives Asset Management. Dies verringert allerdings die Gefahr größerer Leerstände und Einnahmeschwankungen.“ In anderen Märkten wie den USA ist das Segment Unternehmensimmobilien bereits länger etabliert und wird mit dem Begriff Industrial/Logistics beschrieben. Die Rendite, dargestellt über die erzielten Ausschüttungen, kann also auch im langen Zeitreihenvergleich dargestellt werden. Es zeigt sich im Vergleich mit den Sparten Büro und Handel, dass sich das Segment bei einer langen Haltedauer von 10 bis 15 Jahren überdurchschnittlich entwickelt. In Europa lässt sich die Renditeentwicklung von Unternehmensimmobilien durch Logistikzeitreihen approximieren, da hierunter häufig auch andere Gewerbeobjekte erfasst werden. Hier zeigen sich ähnliche Muster wie in den USA. Das Segment entwickelt sich über eine lange Halteperiode von durchschnittlich 10 Jahren deutlich renditeträchtiger als Büro, Handel oder eine deutsche Bundesanleihe. Prologis ermittelte z. B. europaweit über zehn Jahre die durchschnittlichen Renditen für die Segmente Logistik, Büro und Handel. Ergebnis war ein deutlicher Renditespread der Segmente Büro und Handel von mindestens 2% gegenüber dem Segment Logistik, mit einer durchschnittlichen Rendite von 7,6%. Die Höhe und Stabilität der gewerblichen Renditeentwicklung ist besonders für ausschüttungsorientierte Investoren geeignet, die auf einen gesicherten Cashflow angewiesen sind. Diese empirisch unterlegten Stärken des Gewerbesegments sind bei USamerikanischen Investoren auf einer breiteren Basis bekannt und erhöhen dadurch dessen


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Akzeptanz und Fungibilität. Dies zeigt sich in seiner guten Erholung seit dem Tiefstand in Folge der Finanzkrise. Trotz eines höheren Werteverlustes für US-Immobilien konnten diese sich bereits zu knapp zwei Dritteln wieder an ihr Vorkrisenniveau annähern, die europäischen Bestände hingegen erholten sich durchschnittlich nur um knapp 1,3%. Unscharfe Erfassung in Deutschland Wegen der aktuell noch vorhandenen Problematik der unscharfen Erfassung von Unternehmensimmobilien im Gewerbesegment sind diese folglich auch im German Property Index (GPI) sowie dem Deutschen Immobilien Index (DIX) nicht als eigenständiges Segment ausgewiesen und werden unter dem Label Gewerbe/Industrie mitgeführt. Dieses ist deutlich getrennt von den Handels- und Büroimmobilien ausgewiesen und ermöglicht somit eine Vergleichbarkeit der Segmente auch auf internationaler Ebene. Hier liegt die Crux, so der Survey: Beide Indizes

bilden zwar die Entwicklung des Total Return nach Segmenten ab, unterliegen jedoch unterschiedlichen Datenquellen. Der GPI als transaktionsbasierter Index geht von potenziellen Investitionen in die aktuellsten Spitzenimmobilien aus, während der DIX als bewertungsorientierter Index auf einer Anzahl gehaltener Immobilien basiert, deren Bestand über die Jahre variiert. Daher sind die Aussagen der beiden Indizes nicht immer einheitlich. So wies der GPI für das Bürosegment in der Vergangenheit eine sehr hohe Rendite aus, aber gleichzeitig wie auch Handelsimmobilien eine deutlich ausgeprägtere jährli-

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Deals Deals Deals München: aurelis hat ein 4.400 qm großes Grundstück in München-Freimann an zwei private Immobiliengesellschaften verkauft, die dem Gesellschafterkreis der Otto Seidemann GmbH zuzurechnen ist. Das Areal liegt am Frankfurter Ring in unmittelbarer Nähe zur A9. aurelis hat in diesem Jahr bereits 45.000 qm Gewerbeflächen im Münchner Norden verkauft. Lüneburg: Ein Konsortium um die Deutsche Investment GmbH hat die Wohnanlage City in Lüneburg gekauft. Die Anlage umfasst 602 Wohn- sowie 8 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von 40.277 qm und wurde zwischen 1970 und 1986 erbaut. Verkäufer ist eine niederländische Fondsgesellschaft. Speyer: Angermann Retail Advisory übernimmt die Vermietung der Postgalerie in Speyer. Das Einkaufzentrum wurde erst 2012 eröffnet. Investor ist Caposition. Die Mietfläche beträgt 15.000 qm und bietet Platz für 40 Ladengeschäfte. Regensburg: RTS Elektronik Systeme und Streit & Co. mieten 15.500 qm Logistikfläche von Captiva Capital Management. Die Immobilie liegt in der Nähe der Produktionsstätten von BMW und Osram und wurde zuletzt von der LGI genutzt. Das Grundstück hat eine direkte Zufahrt zur A93. Realogis vermittelte den Deal.

che Veränderungsrate. In den Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs fiel der Total Return besonders für Büroimmobilien durchschnittlich höher aus als für Gewerbeimmobilien. Diese Zyklizität wird maßgeblich durch Bewertungsgewinne verursacht, die konjunkturell bedingt eine sehr hohe Volatilität aufweisen. Das Gewerbesegment zeichnet sich hingegen durch stabile Returns aus, die bei hohen Ausschüttungen über die Zyklen hinweg positiv waren und im Gegensatz zum Bürobereich niemals im negativen Bereich tendierten. Mangel an Asset-Management-Kompetenz Besonders stabil erweisen sich die Mieterträge, die mit Unternehmensimmobilien erzielt werden. Seit der Jahrtausendwende ist ein leichter Renditerückgang um lediglich 30 Basispunkte auf aktuell rd. 8% zu verzeichnen.4 Dagegen zeigten sich die anderen Segmente volatiler und auf einem deutlich geringeren Niveau. Die jährliche Veränderung der Ausschüttungsrendite zeigt sich somit ebenfalls stabiler als in den anderen Segmenten. Über eine längere Halteperiode erzielen direkte Investitionen in Unternehmensimmobilien höhere Renditen als diejenigen in Büro- oder Handelsimmobilien. Aber nur wenige Investoren verfügen über die Asset-Management-Kompetenz für diesen Sektor. Insofern bietet es sich aus Investorensicht an, die erzielbare Performance mit alternativen Investitionsmöglichkeiten zu benchmarken, insbesondere der Performance von Spezialfonds und von Unternehmensanleihen. Hierfür können Gewerberenditen mit dem SFIX Spezialfonds Immobilien-Index der IPD und dem Markit iBoxx Unternehmensanleihen-Index verglichen werden. Die gute Performance von Unternehmensimmobilien basiert wie dargestellt vor allem auf einem stabilen und hohen Cashflow mit einem geringen Ausfallrisiko, einer geringen Volatilität und moderaten Wertsteigerungen. Grundlegend hierfür ist die Vielfältigkeit der Nutzungsmöglichkeiten mit unterschiedlichsten Mietpreisen und Vertragslaufzeiten. Im Folgen- den werden durchschnittliche Marktwerte für Mieten, Vertragslaufzeiten und Renditen in Unternehmensimmobilien ausgewiesen. (KK) 

Berlin - Wohninvestments hoch im Kurs Deutsche Hauptstadt unangefochten Top 1 Karin Krentz Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt in der Beurteilung seiner Akteure der absolute Spitzenreiter im Immobilienmarkt, so der Deutsche Hypo Index. Der verharrt weiterhin auf seiner nun schon seit fast drei Jahren anhaltenden positiv gestimmten Plateauphase – mit nur kurzfristigen Ausschlägen nach oben oder unten. Das ist für einen zumeist zyklischen Markt ein Novum, welches der Index sehr gut veranschaulicht. Eine Ende der Eurorezession ist noch nicht in Sicht, auch wenn so mancher das munter herbeiredet. Und so hat die anhaltende Währungs- und Finanzkrise einen regelrechten Ansturm auf dem Wohnimmobilienmarkt ausgelöst, besonders in Berlin. Das unterlegt auch der brandaktuelle Grundstücksmarktbericht 2012/2013. Das Jahr 2012 ergab für den Berliner Immobilienmarkt wieder ein Umsatzplus gegenüber den Vorjahreszahlen. Die Anzahl der Kauffälle stieg von 32.672 um (nur) insgesamt 3% auf 33.581 Kauffälle an, bei gleichzeitig deutlicher Steigerung des Geldumsatzes um 15 % auf 12,75 Mrd. Euro. Dabei entwickelten sich die einzelnen Teilmärkte unterschiedlich, ein Spitzenjahr verzeichnete der Markt für Wohnungs- und Teileigentum. Auch der überproportionale Umsatzanstieg hat seine Ursache durch die Anhebung der Grunderwerbsteuer ab April 2012. (Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD im Abgeordnetenhaus Berlin geht hervor, das im Jahr 2011 485 Mio. Euro, im Jahr 2012 578 Mio. Euro und allein im ersten Halbjahr 2013 343 Mio. Euro an Grunderwerbsteuer eingenommen wurden.) 


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Neuer Index Düsseldorf: Die Börse Düsseldorf führt einen neuen Index ein, der alle im mittelstandsmarkt gelisteten Unternehmensanleihen abbildet. Der Index berücksichtigt Anleihen mit einer Restlaufzeit von mind. 12 Monaten und wird als Performance Index berechnet. Ausgangspunkt ist der 1. August 2012. Die Berechnung erfolgt börsentäglich. Die maximale Gewichtung ist pro Emittent auf 10% begrenzt.

Und Berlin kann auch teuer: Die teuerste Eigentumswohnung wurde für mehr als 7 Mio. Euro verkauft! Unbebaute Grundstücke • Anhebungen der Bodenrichtwerte für den Teilmarkt der offenen Bauweise um 5 bis 10% • erheblicher Druck auf die Bodenwerte im innerstädtischen Bereich, wenn Eigentumsmaßnahmen möglich bzw. geplant sind • stabiles Bodenrichtwertniveau bei kerngebietstypischen und gewerblichen Nutzungen Bebaute Grundstücke • anhaltend hohes Interesse an hochwertigen Immobilien • überwiegend steigende Preise bei Ein- und Zweifamilienhäusern; im östlichen Stadtgebiet, deutliche Preissteigerungen von über 10% bei Doppelhaushälften und Reihenhäusern. Der Durchschnittskaufpreis aller 2012 (2011) in Berlin veräußerten Doppelhaushälften lag bei 294.000Euro (261.000 Euro), das sind 1.988 Euro/qm Geschossfläche (1.840 Euro/qm Geschossfläche) • mit fast –30% deutlicher Umsatzrückgang bei reinen Mietwohnhäusern

Braunschweig Corpus Sireo hat im Auftrag von Cerberus sowie eines internationalen Investors zwei Büroobjekte in Braunschweig verkauft. Die Liegenschaft, die im Auftrag von Cerberus veräußert wurde befindet sich am Hagenmarkt und verfügt über 1.830 qm Nutzfläche. Käufer ist ein Projektentwickler. Die andere Liegenschaft befindet sich in der Leonhardstraße, die an einen Privatinvestor verkauft wurde.

Bonn Die Deka Immobilien hat das 16.300 qm große Büroobjekt Bonner Bogen von der KGAL für den neu aufgelegten Spezialfonds DomusDeutschland erworben. Im Ankaufsprofil liegen Objekte zwischen 20 und 70 Mio. Euro in deutschen A- und BStädten. Der Büroanteil soll bei 60% liegen. Das Objekt Bonner Bogen ist u.a. an die Privatklinik Beta-Klinik und Ostermann Pott & Cie vermietet.

• Umsatzanstieg bei Objekten mit gewerblichen Mietflächenanteil und reinen Gewerbeobjekten bei deutlich gestiegenem Geldumsatz im östlichen Stadtgebiet Ausreißer Townhäuser!: Der Durchschnittskaufpreis aller 2012 (2011) in Berlinveräußerten Townhäuser (inklusive hochpreisiger Top-Lagen) lag bei 1.260.000 Euro (446.000 Euro). Der für den Vergleich zum Vorjahr errechnete Durchschnittskaufpreis ohne die erzielten Spitzenpreise lag bei 499.000 Euro. Typische Kaufpreisspanne (im gesamten Stadtgebiet): bei Erstverkäufen 395.000 bis 660.000 Euro. Wohnungs- und Teileigentum • neues Spitzenjahr mit mehr als 25.000 Einzelobjekten, ca. 4 Mrd. Euro Geldumsatz und mehr als 1,6 Mio. qm Wohnfläche • weiterhin hohe Nachfrage nach hochpreisigen Eigentumswohnungen in Top-Lagen; einzelne Verkäufe erreichen Spitzenwerte von rd. 13.000 Euro/qm Wohnfläche, die teuerste Wohnung wurde mit mehr als 7 Mio. Euro verkauft. Neubegründung von Wohnungseigentum/Umwandlungen • Anstieg bei neu begründetem Wohnungseigentum um 39% auf 10.812 Kauffälle (erneut Spitzenreiter: Altbezirke Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte und Kreuzberg) • Zahl der umgewandelten Mietwohnungen mit insgesamt 7.264 weit über Vorjahreswert (5%). (Eine beträchtliche Zahl, auch aus diesem Grund hat jetzt der Senat den Kündigungsschutz für Mieter bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen auf zehn Jahre in ganz Berlin ausgedehnt – KK.) • im Wohnungseigentum neu erstellte Wohnungen mit insgesamt 3.548 weiterhin angestiegen (16%); davon rd. 75% liegen in den östlichen Stadtgebieten Zwangsversteigerungen • niedrigster Stand seit 10 Jahren mit 659 gemeldeten Zwangsversteigerungsbeschlüssen Renditegrundstücke Auf dem Teilmarkt der Geschossbauten stellten die Mietwohnhäuser einschließlich der Paketverkäufe den weitaus größten Marktanteil. Hier wechselten im Jahr 2012 (2011) insgesamt 1.653 (1.887) Grundstücke den Eigentümer. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete dieser Teilmarkt somit einen Rückgang von –12%. Der Teilmarkt der reinen Mietwohnhäuser


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IMX-Index Der IMX Index von ImmobilienScout24 zeigt erstmals spürbar sinkende Angebotsmieten. In Hamburg, München, Köln und Frankfurt sind die Angebotsmieten demnach im Juli um 0,9, 0,5, 0,2 und 0,2 Prozentpunkte gesunken. Lediglich in Berlin steigen die Angebotsmieten noch. Ursächlich hierfür ist lt. IS24 das für eine deutsche Metropole noch vergleichsweise niedrige Mietniveau in der Hauptstadt. Die Angebotspreise für Wohneigentum sind im Juli weiter angestiegen. Während etwa die Angebotspreise für Wohnungn im Bestand bundesweit um 0,7 Prozentpunkte teurer wurden, legten sie im selben Zeitraum in München um satte 1,5 Prozentpunkte zu. Ähnliche Preisentwicklungen lassen sich derzeit in den anderen deutschen Metropolen beobachten. Einschätzung von IS24: Ob die starke Immobiliennachfrage noch wirklich nachhaltig ist, ist schwer vorherzusagen. Gemessen am hiesigen Mietniveau sind einige geforderte Angebotspreise wohl bereits zu hoch. Im Vergleich mit europäischen Metropolen sind deutsche Großstädte jedoch noch immer relativ günstig. Viele Käufer kommen aus dem Ausland oder aus dem gesamten Bundesgebiet. Dies könnte den Run auf Wohneigentum in den deutschen Metropolen weiter befeuern – trotz sinkender Angebotsmieten.

(ohne gewerblichen Nutzflächenanteil) erfährt mit 730 (994) Verkäufen sogar einen Rückgang von rd. –27%. Dieser ist allerdings zum überwiegenden Teil auf den Rückgang von Paketverkäufen zurückzuführen. Seit dem Jahr 2005 zählt jede in einem Paket veräußerte Immobilie als ein Kauffall. Die Zahl der verkauften/gekauften Wohn- und Geschäftshäuser stieg im Berichtsjahr auf 923 Verkäufe (+3%). Hier verdoppelte sich die Anzahl der Verkäufe in Paketen im Vergleich zum Vorjahr auf 134 (64). Trotz des Rückgangs nach Fallzahlen legte der Geldumsatz leicht zu. Die umgesetzte Geldmenge stieg um 6% auf 4.109,6 Mio. Euro (3.877,6 Mio. Euro), während der Flächenumsatz um –9% zurückging. Nach wie vor lässt sich ein verstärktes Interesse an hochwertigen Immobilien feststellen. Einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnete der Teilmarkt der Büro- und Geschäftshäuser mit 22% mehr Kauffällen und einem um 41% höherem Geldumsatz. Der Flächenumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um 55% gestiegen. Zurückzuführen ist dieser Anstieg unter anderem auf den Verkauf mehrerer größerer Gewerbegrundstücke im Bezirk Spandau mit insgesamt über 60 ha. Das Interesse der Investoren hat sich auf Objekte mit gewerblichen Mietflächenanteil oder vollständige Gewerbeobjekte konzentriert. Reine Mietwohnhäuser wurden deutlich weniger am Markt gehandelt. Sowohl nach Fallzahlen (66%) als auch nach Geldumsatz (60%) lag der Schwerpunkt dieses Teilmarktes (ohne Paketverkäufe) weiterhin im westlichen Stadtgebiet. Hochpreisige Lagen im Ortsteil Mitte lassen jedoch den Geldumsatz im östlichen Stadtgebiet bei den Mietwohnhäusern mit gewerblichen Nutzflächenanteil sowie den Büro- und Geschäftshäusern stark ansteigen. Das Preisverhalten auf dem Teilmarkt der Renditeobjekte zeigt überwiegend Preissteigerungen von 10 bis 20%, vereinzelt sogar bis über 30%. Bezogen auf das Vielfache der Jahresnettomieten waren in einigen Kategorien Kaufpreissteigerungen von anderthalb bis zu zwei Jahresnettomieten auszumachen. Ausblick auf das Jahr 2013 Im 1. Quartal 2013 ist gegenüber dem Vorjahr sowohl nach Anzahl und Geldmenge ein um mehr als 20 % geringerer Umsatz zu verzeichnen. Dies kann z.T. als Korrektur des im Vor-


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jahr beobachteten überproportionalen Umsatzanstieges aufgrund der Erhöhung der Grunderwerbsteuer 2012 gewertet werden. Im Vergleich zu den Umsatzzahlen des 1. Quartals 2011 ist derzeit ein rd. 10% geringerer Umsatz bei unbebauten Grundstücken sowie bei Mietwohnhäusern zu beobachten, während die Umsätze im Wohnungs- und Teileigentum eine Umsatzsteigerung von ca. 24% aufweisen. Das Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle sieht Berlin unangefochten an der Spitze deutscher Wohnimmobilienmärkte: Lässt man die bundesweit gehandelten Portfolios außen vor, bestimmt – regional differenziert – der Berliner Wohntransaktionsmarkt (inklusive Umland) wesentlich das deutsche Geschehen. Mit 1,7 Mrd. Euro wurde bereits zum Halbjahr 2013 fast der gesamte Vorjahreswert (2012: 1,9 Mrd. Euro) erreicht. Frankfurt am Main (307 Mio. Euro) und Rhein-Ruhr (304 Mio. Euro) folgen auf den Plätzen. Und die Baulandpreise? Am teuersten ist es in Berlin, am Pariser Platz ein Häuschen mit „Gebietstypischer GFZ“ (4,5) bauen (oder kaufen) zu wollen – 21.000 Euro lautet der Bodenrichtwert für einen Quadratmeter. Etwas günstiger ist die Südseite des Kurfürstendamms/Tauentzien mit 17.000 Euro oder der Gendarmenmarkt mit 16.000 Euro, genauso viel wie die Kreuzung Unter den Linden / Friedrichstraße usw. (KK) 

Besicherte Immobilien-Anleihen En vogue Hans Christoph Ries Der Markt für Mittelstandsanleihen brummte in der ersten Jahreshälfte. Dabei ist allerdings festzustellen, dass im Juni und dann auch im Juli die Ergebnisqualität spürbar nachließ. Insgesamt wurden bis Ende Juli 34 neue Anleihen einschließlich Aufstockungen begeben, was ungefähr der Anzahl der Emissionen des kompletten Jahrgangs 2012 entsprach. Dabei zeigte sich die Immobilienbranche als aktiver Player. Das gilt sowohl für die hohe Anzahl der Immobilienanleihen als auch für die beachtlichen Platzierungsergebnisse. So wurde mit einer Platzierungsquote von 87% des geplanten Emissionsvolumens der Gesamtmarkt (67%) klar distanziert. Dabei ist hervorzuheben: Nach einer Analyse des Steubing German Mittelstand Fund erreichten alle Emissionen, die mit einer Besicherung ausgestattet waren, eine Vollplatzierung. 

Konzept und Design: steinrücke+ich Köln; Foto: Ruprecht Stempell

Mein NRW. Meine Heimat . Meine Stiftung. Lieber Heimat-Fan, Schütze, was du liebst. Mit deiner Spende.

ich erkunde Nordrhein-Westfalen am liebsten beim Wandern. Meine Heimat ist für mich da, wo ich mich auskenne wie in meiner Westentasche. Aber auch da, wo ich hinter jeder Wegbiegung etwas Neues entdecken kann. Unser Land hat eine große Lebensqualität. Damit es so attraktiv und vielfältig bleibt, sind wir alle aufgefordert, etwas dafür zu tun.

liebe – die Natur- und Kulturschätze unserer Heimat. Mehr als 2.500 ehrenamtliche Projekte konnten mit Hilfe der NRW-Stiftung bereits gefördert werden – auch in Ihrer Region. Schützen auch Sie, was Sie lieben – mit Ihrer Spende! Manuel Andrack – Autor, Moderator, Wanderer

Deshalb unterstütze ich die NRW-Stiftung, weil sie seit mehr als 25 Jahren das schützt, was ich

Partner des Fördervereins NRW-Stiftung sind:

www.schuetze-was-du-liebst.de


NR. 251 I 32. KW I 13.08.2011 I ISSN 1860-6369 I SEITE 1 NR. 302, 30. KW, 16.08.2013

Kurz berichtet

Park Trillhaase: 57 Wohnungen für Königswinter Fünf Häuser mit 57 Wohnungen und insgesamt rund 6.000 m² Wohnfläche auf einem gut 10.400 m² großen Grundstück in Königswinter-Niederdollendorf direkt am Rhein: Das sind die Rahmendaten von „Park Trillhaase“, den die Projektpartner wohn-kreativ Immobilien GmbH (Bad Honnef), ProBonnum GmbH (Bonn) und PARETO GmbH (Köln) realisieren.

Revitalisierung der Cäcilienstraße 30 Vor wenigen Tagen hat die Metropol Development GmbH mit der Revitalisierung des Gebäudekomplexes Cäcilienstraße 30 / Kronengasse 12 in der Kölner Innenstadt begonnen. Bis Sommer 2014 entstehen direkt neben der bekannten Traditionsgaststätte „Bei d´r Tant“, insgesamt knapp 6.400 m² Büroflächen und rund 50 PKW-Stellplätze. Die Pläne des Architekturbüros msm meyer schmitzmorkramer aus Köln sehen die Errichtung eines Brückenbauwerks zwischen den Bauteilen Cäcilienstraße und Kronengasse vor.

KSK-Immobilien GmbH vermittelt letzte Bürofläche im Kettner-Gebäude Die letzte Bürofläche mit einer Größe von ca. 252 m² im Kettner-Gebäude im Kölner Stadtteil Ossendorf hat ein Dienstleistungsunternehmen zum 1. September 2013 langfristig angemietet. Die Bürofläche wird komplett saniert und nach den Wünschen des neuen Mieters ausgebaut. Vermieter ist die G. Kruse Immobilien GmbH.

Neugestaltung des Domumfeldes Kein Kölner war bislang glücklich mit der Stadtgestaltung zwischen Dom, Philharmonie und den beiden städtischen Museen im Osten des Doms. Um 1970 noch als Glanzstück zeitgenössischer Betonarchitektur gefeiert, geriet vor allem der Tunnel zwischen Trankgasse und Kurt-Hackenberg-Platz bald in die Kritik: zu dunkel, zu eng, zu verwinkelt. Das soll jetzt anders werden. Die Abbrucharbeiten haben schon begonnen. Schon 2002 hatte das Münchener Architektenbüro Allmann, Sattler und Wappner den Wettbewerb zur Umgestaltung gewonnen. Der Großteil der Arbeiten muss lt. Köln Nachrichten bis Ende 2014 beendet sein – sonst drohen 5 Mio. Euro Zuschuss zu verfallen, mit denen das Bundesbauminister um die Umgestaltung aus dem „Investitions-programm Nationale UNESCO Welterbestätten“ fördert. Insgesamt werden die Kosten 19,5 Mio. Euro betragen. Zentral ist der Umbau des Tunnels. Er wird auf der Seite zum Hauptbahnhof um rund 20 Meter verkürzt. Statt vier Fahrstreifen wird es nur noch zwei geben, die beidseitigen Bürgersteige werden dafür breiter und besser beleuchtet. Zudem wird der Zugang zum Baptisterium, stolze 1500 Jahre alt, unter dem Dom wieder „freigelegt“. Vor einem großzügigen Eingang soll dort dann auch der zeitweilig entfernte Dionysos-Brunnen wieder aufgestellt werden. Der Dom steht danach wieder auf einem Sockel – ähnlich dem Hügel, auf dem er früher weithin sichtbar war. Auf einer Bretterwand zeigen drei große Computerbilder, wie es hier künftig einmal aussehen wird. Durch Löcher im Zaun lassen sich die Bauarbeiten verfolgen: Schon entfernt wurden Bäume und Büsche rings um das freistehende Werkstatt-Haus des Museums Ludwigs, dass sich südlich der DBGleise entlang zieht. Schon abgerissen auch der direkte ebenerdige Zugang vom nördlichen Museumsvorplatz zu Gleis 1 des Hauptbahnhof.

Parkhaus mit Wohnbebauung Erst jüngst wurde der Gestaltungswettbewerb für ein Parkhaus in der Innenstadt, an der Ecke Magnusstraße/Alte Wallgasse, entschieden. Geplant ist, die oberen Geschosse des Parkhauses durch Wohnbebauung zu ersetzen. Rund 3.500 m² Wohnfläche sollen dabei in rund 36 Wohnungen entstehen. Die Eigentümerin des Parkhauses, die Berliner Contipark International Parking GmbH. Realisiert wird das Projekt von der KM 684 Innenstadt GmbH & Co. Kg, hinter der die Metropol Immobiliengruppe und die WvM Immobilien- und Projektentwicklung GmbH stehen. Die Partner werden im nächsten Schritt den Vorhaben- und Erschließungsplan einbringen und planen, Mitte 2014 mit dem Bauvorhaben zu beginnen.

Neue Testanstalt für Ladungssicherungstechnik in Gremberghoven Seit 25 Jahren steht der Name RAINER GmbH für Ladungssicherungstechniken für Produkte, die in Übersee-Containern weltweit transportiert werden. Vor allem große deutsche und europäische Chemiefirmen setzen auf die Expertise des Kölner Spezialunternehmens. Nun erweitert es sein Angebot. Auf einem 14.531 m² großen Gewerbegrundstück im Kölner Stadtteil Porz-Gremberghoven entsteht eine große Test- und Versuchsanstalt für Ladungssicherungssysteme an Ladeeinheiten, in Übersee-Containern und auf Lkws. Verkäufer ist die Helmut Foitzik Verwaltung Köln.


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Impressum Rheda-Wiedenbrück, T: 05242901250, F: 05242-901251 info@rohmert.de, www.rohmert-medien.de, Chefredaktion: André Eberhard (V.i.S.d.P.) Immobilienredaktion: Dr. Thomas Beyerle, Dr. Gudrun Escher, Marion Götza, Uli Richter, Werner Rohmert Immobilienaktien: Hans Christoph Ries Berlin: Karin Krentz Frankfurt: Christina Winckler München: Alexander Heintze/Thomas Döbel (u.v.a.) Einzelhandel: Dr. Ruth Vierbuchen Volkswirtschaft: Prof. Dr. Günter Vornholz Hrsg.: Werner Rohmert Recht / Anlegerschutzrecht: RA Klumpe, Schroeder & Partner, Köln; Dr. Philipp Härle - Tilp RA, Berlin; Redaktl. Beirat: Klaus Ansmann (Deutsche Post Immobilien), Dr. Kurt E. Becker (BSK), Bernhard Garbe (stilwerk/Garbe Logistic AG), Dr. Karl Hamberger (Ernst & Young), Klaus Hohmann, Prof. Dr. Jens Kleine, Frank Motte, Prof. Dr. Wolfgang Pelzl (Uni Leipzig), Fritz Salditt (Stb.), Andreas Schulten (Bulwien AG) Wissenschaftliche Partner: xProf. Dr. Hanspeter Gondring FRICS (Studiendekan, Duale Hochschule BadenWürttemberg Stuttgart) xProf. Dr. Robert Göötz (Studiendekan/FRICS; Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen) Verlag: Research Medien AG, Rietberger Str. 18, 33378 Rheda-Wiedenbrück, T.: 05242 901-250, F.: 05242 - 901-251 Vorstand: Werner Rohmert Aufsichtsrat: Senator E.h. Volker Hardegen (Vorsitz), Unsere Bankverbindung erhalten Sie auf Anfrage. Bildquellen: fotolia.com Namens-Beiträge geben die Meinung des Autors und nicht unbedingt der Redaktion wieder. stellv.: Dr. Karina Krüger-Junghanns

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden: ACREST Property Group (12), Aldia (9), Allianz Real Estate (8), Angermann Retail Advisory (20), aurelis (20), AXA (8), B+S GmbH Logistik und Dienstleistungen (16), BEOS AG (18), Beta-Klinik (21), BMW (20), BNPPRE (17), Börse Düsseldorf (21), Bouwfonds REIM (2), BulwienGesa (12), C&A (12), Camposition (20), CBRE (11,16), Cerberus (21), CORPUS SIREO (2), CR Investment Management (2), CS Euroreal (17), Curzon Capital Partner II (18), Deka Immobilien (5,6,21), Deutsche Hypo (12), Deutsche Invetment GmbH (20), Deutsche Telekom (17), Deutsche Wohnen AG (5), DIC Asset AG (2,4), DTZ (2,16), Edeka (9), Freshfiel (18), Garbe Logistic AG (16), GE9e (17), GEKA KEMPER (2), Generalitat de Catalunya (8), Gewoba AG (2), Granite Real Estate Investment Trust (18), GRR Real Estate Management (9), Hamborner REIT AG (5), HAVIKA LofthausDevelpment Gruppe (6), Horten (5), Humboldt Universität (6), Immolox GmbH & Co. KG (16), INREV (13), Internos (2), IPD (6), IS24 (23), Jaguar (5), Jones Lang LaSalle (2,8,16,17,24), KGAL (21), Knight Frank (8,9), Kühne & Nagel (18), Kühne Holding AG (16), Land Rover (5), LGI (20), Moll Gruppe (5), Noka Gate (6), OperaOne (2), Osram (20), Ostermann Pott & Cie (21), Otto Seidemann GmbH (20), Patrizia GewerbeInvest KAG (2), Project Investment AG (18), Projekt Gruppe (18), Prologis (18), Realogis (20), Red Swaj B.V. (16), Ricoh (18), RICS (2), RKW Rhode Kellermann Wawrosky (15), RTS Elektronik Systeme (20), SAP (16), SEB (17), SES Spar European Shopping Centres (8), sontowski&partner (15), SPD (20), Streit & Co. (20), STS Logisitics (18), TAG Immobilien AG (4), Tchibo (18), Ten Brinke-Gruppe (9), Tucher Brauerei (15), TÜV SÜD (2), Union Investment (5), Value Scouts (2), Werling Schleef (2), WIRSOL (18), Woolworth (12), Zechbau (15). Personen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden: Albers, Frank-D. (16), Eberhardt, Martin (2), Elgeti, Rolf (5), Englisch, Michael (2), Fiedler, Martin (2), Hempel, Birgit (2), Hesp, Casper (15), Höller, Ulrich (4), Holz, Dr. Ingo (18), Hornung, Rüdiger (2), Jerey, Ralph (2), Kassner, Tobias (18), Kemper, Gerhard (2), Kingston, Charles (13), Knapmeyer, Torsten (5), Kreipe, Tanja (2), Lohmer, Sebastian H. (2), Parlasca, Peter (2), Pohl, Andreas (12), Schierhorn, Ingo (2), Stahl, Marco (17), Stolberg, Georg (2), Werling, Ulrich (2).


Nr. 53, 34. KW, 16. August 2013

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nr.: 53 34. KW/16.08 2013 Kostenlos per E-Mail

Es gibt sie doch, auch wenn sie selten etwas von sich hören lassen, die Mitspieler der Immobilien-

ISSN 1860-6369

Inhaltsverzeichnis Editorial

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Duisburg wagt den Neubeginn - und fängt am Bahnhof an

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Lauflagen - Dortmunds 4 Westhellweg zieht die meisten Passanten an

branche, die sogar den Immobilienbrief Ruhr lesen. So griff Andreas Trumpp von Colliers International in München meine Frage aus der vorigen Ausgabe auf, was denn von den 13 Mrd. Euro Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2013 auf die Städte und Kreise des Ruhrgebiets entfalle. Den Statistiken von Colliers nach seien dies nur ca. 160 Mio. Euro gewesen verteilt auf die Hauptnutzungen Einzelhandel (72%), (Gewerbe-)Grundstücke (15%) sowie Büros (11%). Im gesamten Jahr 2012 seien für dieselbe räumliche Abgrenzung ca. 719 Mio. Euro registriert worden, die fast ausschließlich auf die (Haupt-)Nutzungen Einzelhandel (53%) und Büro (41%) entfielen. Die gefühlte Zurückhaltung gegenüber dem Revier, die sich aus den relevanten Nachrichten speist, scheint sich demnach in Zahlen zu manifestieren. Jüngste Nachrichten wie die, dass Alltours den Duisburger Innenhafen verlässt und in das attraktivere Düsseldorf umzieht, passen da leider nur zu gut ins Bild. Wie verlautet, stimme im Dreischeibenhaus das Preis-Leistungs-Verhältnis – am Innenhafen etwa nicht? Da stellt

Bochum - Die GLS Bank expandiert

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sich doch die Frage, zu welchen Konditionen Momeni in der Premiumimmobilie vermietet. Natürlich freut man sich in der Landeshauptstadt über die Bestätigung als Schreibtisch des Reviers und kleine Wiedergutmachung für den Wegzug von ThyssenKrupp. Die Bilanz bleibt regional betrachtet aber ein Nullsummenspiel. Schließlich dauert es keine halbe Stunde vom einen zum anderen Standort und

Was passiert mit Bergbauflächen? - Obertägige Flächen im Visier

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der Flughafen liegt auf halbem Wege.

IBA Hamburg - Das neue Hamburg-Wilhelmsburg

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Dass Städte regional kooperieren könnten, ist innerhalb des Ruhrgebietes eine gelebte Realität nicht

ZIA - Blickrichtung Nach8 haltigkeit und Bürgerbeteiligung

erst seit es die gemeinsame Wirtschaftsförderung gibt, sondern schon seit 1920 als der damalige Siedlungsverband Ruhrkohlebezirk gegründet wurde. Er hatte die vordringliche Aufgabe, Wohnraum für die rasch wachsende Zahl von Arbeitskräften und ihre Familien nicht nur zu schaffen, sondern ausgewogen zu verteilen. Die besondere Netzstruktur des Siedlungsraumes ist nicht zuletzt darauf

zurück zu führen. Heute ist die Problemlage eine andere, denn es treffen wachsende Teilregionen Zwangsversteigerungen - 10 mit Mangel an bezahlbaren Wohnungen und schrumpfende Regionen mit Leerständen aufeinander. Zum Beispiel im Süden von Duisburg: Da ist Düsseldorf mit den Nobelvororten Angermund, Wittlaer Agetra legt neue Zahlen vor Impressum 10 und Kaiserswerth und auf Duisburger Gebiet Großenbaum, Wanheimerort und Hochfeld. Der jüngst veröffentlichte Grundstücksmarktbericht des Landes NRW veranlasste VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter mahnend zu kommentieren: "Das Land hat seine Konditionen für die Wohnraumförderung verbessert. Jetzt sind die Städte und Gemeinden am Zug, denn die Grundstückspreise sind eine entscheidende Hürde für bezahlbaren Wohnraum". Für das bisschen offenes Land, das zwischen Düsseldorf und Duisburg übrig ist, könnte das heißen, dass Wittlaer und Kaiserswerth weiter wachsen sollen, wenn quasi nebenan ganze Häuserzeilen leer stehen. Michael Willhardt, Vorsitzender des Vereins Zukunftsstadtteil e.V. in Hochfeld findet das unlogisch und fordert deshalb die Landesregierung auf, mehr Kreativität zu unterstützen. Sein Vorschlag: eine Werbekampagne z.B. für

Ihr direkter Weg zu uns!

das hervorragend angebundene Hochfeld und seine beachtliche gründerzeitliche, aber unter- oder fehlgenutzte Bausubstanz. Davon würden beide profitieren, Düsseldorf müsste weniger Grundstücke für Wohnungen umwidmen und Duisburg hätte ein alleine kaum lösbares Problem weniger. Was das die Immobilienwirtschaft angeht? Unternehmen machen Standorte im positiven wie im negativen Sinne. Davon profitierte über zwanzig Jahre der Innenhafen in Duisburg und er könnte allmählich an Glanz verlieren. Auch Menschen, die sich in einem bestimmten Quartier niederlassen, beeinflussen dessen Entwicklung, man denke nur an Berlin Prenzlauerberg. Hat Hochfeld das Zeug zum Szeneviertel? Ein gewagter Gedanke aber über den kommunalen Tellerrand hinausschauen war noch nie verkehrt.

Dr. Gudrun Escher, Chefredakteurin


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Personalien Marcel Abel wurde mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer der Jones Lang LaSalle Deutschland GmbH bestellt. Abel, seit mehr als 13 Jahren im Unternehmen, leitet als Regional Director die Niederlassung in Düsseldorf, mit rund 100 Mitarbeitern eine der großen JLL-Dependancen in Deutschland.

Bochum Die Ruhr-Universität mietet rd. 6.700 qm Bürofläche in der früheren "Stadtbadgalerie". Das Gebäude Massenbergstraße 9-13 wird vom Eigentümer DIC Asset umgebaut zum "Bochumer Fenster". Der Mietvertrag läuft mehr als zehn Jahre mit Verlängerungsoption. DIC hatte die Stadtbadgalerie 2006 von Häusser-Bau erworben.

Der Rewe-Konzern veräußert zehn weitere Filialen seiner angeschlagenen Elektronikmarkttochter Promarkt. Die Verbundgruppe ElectronicPartner (EP) wird die Märkte u.a. in Bochum und Dortmund nach und nach bis Ende Oktober übernehmen und in ihr Fachmarktkonzept Medimax integrieren. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. Die Elektronikkette Expert hatte bereits 16 Promarkt-Filialen übernommen.

Duisburg wagt den Neubeginn – und fängt am Bahnhof an Mit einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsverfahren wurde der Anfang gemacht für die Umsetzung des überarbeiteten „Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt“. Was jetzt rings um den Hauptbahnhof in Duisburg geschehen soll, hat eine lange Vorgeschichte. Sie beginnt mit dem Engagement des britischen Architekten Norman Foster, der im Stadtteil Neudorf seine ersten Projekte außerhalb Englands verwirklichte. Heute ist hier der Interims-Sitz von Multi Development, bis entlang der Mercatorstraße auf bisherigen Parkplätzen ein eigener Neubau errichtet werden kann – eigentlich wollte man schon im Frühjahr 2014 dort einziehen, aber noch liegt die Baugenehmigung nicht vor. Das liegt nicht an den Gerüchten um Anteilsverschiebungen bei der niederländischen Mutter Multi Vastgoed bv. noch an dem überraschenden Weggang des Duisburger Geschäftsführers Axel Funke, sondern an der komplexen Planungssituation um den Bahnhof. Seitens Multi Development bestätigt man die Pläne mit Baubeginn „Anfang 2014“. Im künftigen „Mercator Office“ stünden ein Hotel und ein Systemgastronom als Mieter fest, Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss seien in der Vermarktung. Das erste Konzept für einen Umbau der bisher verkehrstechnisch wie städtebaulich unbefriedigenden Situation erarbeitete wiederum das Büro Norman Foster im Rahmen des Masterplan Innenstadt. Der sollte den Innenhafen, entwickelt ebenfalls nach Masterplan Norman Foster, an die City anbinden. 2007 wurde er vom Rat der Stadt beschlossen und bis 2011 entstand daraus das „Integrierte Handlungskonzept Innenstadt“. Parallel dazu beschloss die Stadt, unter dem Titel „Duisburg 2027“ eine Langzeitperspektive zu erarbeiten. Um beides zu bündeln, wurde die ehemals verselbstständigte „Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft“ in die Verwaltung rückintegriert. Jetzt liegt eine überarbeitete, konkretisierte Fassung des Handlungskonzeptes vor, ohne das Projektgebiet und die Aktivitätszonen zu verändern. Dabei galt die Maxime, so der Dezernent für Stadtentwicklung Carsten Tum, realistische Projekte zu definieren. Statt einem zuvor auf ca. 90 Mio. Euro summierten Projektvolumen sind es jetzt elf Projekte für ca. 30 Mio. Euro. Für den Bahnhofsvorplatz wurden 6 Mio. Euro Fördergelder beim Land beantragt, nachdem im Vorjahr die bereits zugesagten Mittel zurückgegeben werden mussten, denn es gab keine konsensfähige Planung. Zwar hatte ein offener Planungswettbewerb ein eindeutiges Ergebnis zu Gunsten des Entwurfs von Andreas Kipar, Duisburg und Mailand, der stieß aber in der Stadt und insbesondere im Gestaltungsbeirat auf heftigen Widerstand und erwies sich in der Umsetzung als zu teuer. Den Neubeginn startete Carsten Tum mit dem Experiment eines sog. CharretteVerfahrens, das allerdings bisher noch kaum als Grundlage für einen Realisierungsplan er-


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probt worden ist. Bei einer Charrette genügt es nicht, seine Meinung oder seine Idee abzuliefern, sondern Interessierte sind konkret in die Planungen einbezogen. In Duisburg begann es mit einer Leitbildwerkstadt im Februar und mündete in der Arbeitswoche im März mit ca. 80 Anrainern, allgemein Interessierten, Bürgerinnen und Bürgern, mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten sowie Studierenden aus Weimar und Dortmund.

Bottrop Die für den Umbau des "Hansa-Centers" gebildete gemeinsame Projektgesellschaft HCB Project Development GmbH von Redos Real Estate und Area Property Partners hat Insolvenz angemeldet. Deshalb ruhen die Bauarbeiten derzeit. Es gebe aber Gespräche mit einem neuen Geldgeber. Als Auslöser gilt die Insolvenz eines technischen Planungsbüros im Mai und die damit verbundenen Verzögerungen. Ausgleichszahlungen an die Mieter hätten das 50-Mio.-EuroProjekt weiter verteuert. Zudem scheint sich der Ankermieter Saturn zurückgezogen zu haben. Mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung wurde Biner Bähr von der Düsseldorfer Kanzlei White & Case beauftragt.

Sie erarbeiteten gemeinsam unter der Moderation von Thies Schröder einen Entwurfsvorschlag, aus dem die jetzige Planvorlage hervorging. Viele Anregungen seien eingearbeitet worden, aber es wurde auch klar, was nicht geht. Das Bahnhofsumfeld ist nicht nur Verkehrsknotenpunkt mit hoher Frequenz, was z.B. verkehrsberuhigte Zonen verbietet trotz der fußläufigen Nähe zur City, sondern unmittelbar daneben verläuft, tiefer gelegt, die A59 als kurze Verbindung nach Düsseldorf und zum Flughafen. Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus wurde inzwischen die bereits bestehende Überdeckelung verlängert, sodass jetzt ein relativ großer Freiraum entstand, der neue Bahnhofsvorplatz. Zwischen diesem und der parallel verlaufenden Mercatorstraße hat auch in der veränderten Planung der Streifen Bauland Bestand, auf dem Multi bauen will und auf dem weiter südlich ein InterCity Hotel entstehen soll. Diese Raumkanten sind notwendig, um den erweiterten Portsmouthplatz einzufassen und erlebbar zu machen. Südlich des Bahnhofs schließt das Areal von Aurelis Real Estate an, das für weitere Büronutzungen und Parkhäuser vorgesehen ist. Auch hier wartet man dringend auf den rechtskräftigen Bebauungsplan. Mit der neuerlichen Förderentscheidung Bahnhofsvorplatz wird im zweiten Halbjahr 2014 gerechnet, d.h. die Umsetzung erfolge frühestens 2015. Das sei realistisch und passe zu den Abläufen der Verkehrsplanung, heißt es amtlicherseits. Die Realisierungsplanung werde dann wieder wie üblich ausgeschrieben. Das Charrette-Verfahren brachte nicht nur weitgehend konsensfähige Ergebnisse in relativ kurzer Zeit und interessante Perspektiven wie die einer Kunstmeile zwischen Bahnhof und Lehmbruck-Museum. Es brachte auch intern für die Stadtverwaltung positive Effekte. Im Zuge der Vorbereitung und Begleitung des Verfahrens war es erforderlich, ein fachübergreifendes Team zu bilden auch mit Abteilungen, die üblicherweise in Stadtplanungsprozesse nicht direkt involviert sind. Das habe sich bewährt und soll weiter verfolgt werden etwa wenn als nächstes als Pendant zum westlichen Bahnhofsvorplatz die desolate Umgebung des Ostausgangs Richtung Neudorf zur Diskussion steht.

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Lauflagen: Dortmunds Westenhellweg zieht die meisten Passanten an In der jährlichen Passantenmessung von Jones Lang LaSalle belegte Dortmund erstmals den ersten Rang vor der Neuhauser Straße in München und der Kölner Schildergasse.

Dortmund Der Quartiersentwickler INTERBODEN, Ratingen, realisiert am Phoenix See das Wohnungsbauprojekt Port PHOENIX. Zur Unterstützung des Standortes wurde das digitale Magazin phoemag gestartet, das über Historie, Baufortschritte und Kultur-, und Szenetipps berichtet. Mit flairnetzt betreibt das Unternehmen bereits ein ähnliches Magazin für DüsseldorfDerendorf/Pempelfort.

Die seit 1999 jährlich durchgeführte Erhebung sei mit insgesamt rund 655.000 gezählten Passanten die umfangreichste ihrer Art und beruhe auf der zeitgleichen Ermittlung der Pas-

santenströme in 170 Top-Einkaufsstraßen in Deutschland, berichtet Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle. Der diesjährige Tag der Wahrheit war Samstag, 27. April 2013, 13.00-14.00 Uhr. In den 25 mietstärksten Städten wurde zusätzlich noch eine Zählung unter der Woche durchgeführt und zwar am Donnerstag, 25. April 2013, 17.00-18.00 Uhr. War der Westenhellweg in Dortmund mit einigem Abstand Spitzenreiter am Samstag mit 12.950 Passanten (München Neuhauser Straße 11.920, Schildergasse Köln 11.910), so lag die Passantenfrequenz unter der Woche um die Hälfte darunter, Spitzenreiter hier mit über 10.000 Passanten die Frankfurter Zeil, die am Samstag mit 10.965 nur Rang 6 erreichte. In Düsseldorf ist die „Kö“ nicht die besucherstärkste Lage, das ist die Flinger Straße in der Altstadt mit 11.790 Passanten (Rang 4), aber die „Kö“ (5.465 Passanten) ist unangefochtene Spitzenreiterin unter den international renommierten deutschen Luxusmeilen. Dagegen besuchten im April nur 2.160 Menschen die Münchner Maximilianstraße, noch nicht einmal die Hälfte. Insgesamt biete NRW gleich 13 Einkaufsstraßen mit über 5.000 Passanten in der Stunde, Bayern biete acht, Baden-Württemberg sechs gut besuchte Einzelhandelslagen. Unter die Der israelische Investor Brack 13 Hochfrequenzlagen zählen auch der Dortmunder Ostenhellweg und in Essen Kettwiger Capital Properties (BCP) hat Straße (6.490 Passanten, Platz 24) und Limbecker Straße. den Kauf eines WohnportfoliDie Gesamtzahl sei unter der des Vorjahres geblieben und auch unter dem langjährios mit 1.011 Wohnungen in gen Durchschnitt, bedingt vor allem durch die wirtschaftliche Unsicherheit. Allerdings würde Dortmund, Duisburg und Esdies nach Einschätzung von JLL noch nicht auf die Handelsumsätze durchschlagen und auch sen abgeschlossen. Der Kauf nicht auf die Flächennachfrage. sei zu einem Teil mit einem Die Frequenzsteigerung am Westenhellweg in Dortmund (langjähriger Durchschnitt Kredit der Helaba über 24,2 10.886) dürfte nicht zuletzt auf die Neuentwicklungen Thier-Galerie und Lensing-Carrée zurück Mio. Euro finanziert worden. zu führen sein, die der traditionsreichen Einkaufsstraße einen westlichen Magneten hinzufügSeit Anfang des Jahres habe ten. Auch beobachtete der Einzelhandelsberater Comfort in seinem Jahrbuch 2013, dass sich man von der Helaba Finanziehöherwertige Konzepte eher am Westenhellweg konzentrierten und die preiswerteren am Osrungen im Volumen von 150 tenhellweg. Dortmund erzielte bei einer Zentralitätskennziffer von 114,5 und gleichbleibend Mio. Euro erhalten, heißt es hohen Mieten bis zu 200 Euro / qm mit 4 ½ Einkaufstüten fast die Höchstnote. weiter. Der Bestand in Deutschland beträgt damit ca. 375.000 qm EinzelhandelsfläDie GLS Bank in Bochum expandiert che sowie rd. 8.500 Wohnungen. Zwei gänzlich unspektakuläre alte Bürobauten verwandelten sich Stück für Stück zum Hauptsitz mit Corporate Identity. Der PROM des Jahres 2013, ein bundesweiter Preis für energieeffiziente Immobilien, verzeichnete die Rekordbeteiligung von 38 Bewerbungen.

Den Anfang machte 2005 der Umzug der traditionell in Bochum ansässigen GLS Bank in die Christstraße hinter dem Schauspielhaus. Damals war der Umbau eines Verwaltungsgebäudes, das 1938 für Stiehl-Otto gebaut, später aufgestockt und zuletzt von ThyssenKrupp genutzt wurde, gerade fertig. Innen war es dem beauftragten Architekten Lothar Bracht aus Stuttgart gelungen, Treppengeländer, Türen und andere für die Bauzeit charakteInitiator ist die RWE Energie- ristische Details zu bewahren und trotzdem ein frisches, modernes Ambiente herzustellen, das dienstleistungen GmbH. Der dem ökologischen Anspruch der Bank entspricht (DIB Ruhr berichtete anlässlich des 50jähriPreis wird am 4. Dezember in gen Jubiläums von GLS 2011). Anfangs konnte die Bank noch einen Teil der 3.500 qm NutzfläDortmund verliehen. Die che fremd vermieten. Jetzt war der Vertrag ausgelaufen und die frei gewordenen Flächen werPreisträger erhalten je 20.000 den selbst genutzt. Trotzdem lief seit 2011 bereits der Umbau des Bürogebäudes aus den Euro und eine PROM1970er Jahren direkt nebenan, ebenfalls ehemals eine Verwaltung von ThyssenKrupp, denn Skulptur. inzwischen ist die Zahl der Beschäftigten am Ort auf 350 angewachsen. In den ersten Bau


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wurden 6,5 Mio. Euro investiert, davon 2,5 Mio. als Kaufsumme, der Erweiterungsbau mit weiteren 3.955 qm BGF kostet nun 11,5 Mio. Euro. Dies entspricht der bereits vor zwei Jahren veranschlagten Bausumme.

Düsseldorf

Die WERTGRUND Immobilien AG hat für den Offenen Immobilienfonds WERTGRUND WohnSelect D im Stadtteil Wittlaer eine ältere Wohnanlage mit neun Gebäuden auf 4.751 qm Grundstücksfläche erworben. Verkäufer ist die TSBG Real Estate GmbH aus München. Die durchschnittliche Bestandsmiete liegt aktuell bei 7,15 EUR/qm. WERTGRUND wird 11,4 Mio. Euro in Modernisierungen und Dachgeschossausbau investieren. Der Erwerb erfolgt vollständig aus Eigenkapital. Damit reduziere der Fonds seine Finanzierungsquote weiter und gelange in den rechtlich vorgegebenen Korridor von maximal 30%, der bis zum Jahr 2015 umgesetzt sein muss.

Wieder ist Lothar Bracht tätig geworden und wieder blieb das Treppenhaus mit seinen Terazzostufen, aber diesmal neuem Geländer erhalten. Die sechs Etagen jedoch mussten völlig entkernt werden, um den hohen Ansprüchen des Bauherrn hinsichtlich der Qualität der Baustoffe und der Raumluft zu genügen. Auch alle 600 Fenster wurden ausgetauscht, die alten aber nicht verschrottet, sondern zur weiteren Verwendung in ein Drittland verkauft. In den Neubau zog u.a. die telefonische Kundenbetreuung um, die ein besonderes, offenes Raumkonzept benötigt. Eine weitere Etage füllen Besprechungsräume. Die oberste, sechste Etage mit Rundumaussicht auf die City von Bochum und das nahe Excenter-Hochhaus bleibt dem großen Veranstaltungssaale mit 199 Plätzen und dem Sitzungsraum des Vorstandes vorbehalten. Der Clou im Energiekonzept, das auf Wärmeaustausch über Erdspeicher und Nachtabkühlung basiert, ist ein verglaster „Kamin“, der dem jetzt offenen Treppenhaus vorgelagert ist und für den Auftrieb der Luft sorgt. Hinzu kommt GLS Beubau; Freigabe GLS Stromgewinnung durch ein Windrad in Ergänzung zu der Photovoltaik auf dem Ursprungsbau. Zu 25% kann sich so die GLS mit Eigenstrom versorgen. Das Vorzertifikat der DGNB in Gold wird wohl, wenn alles fertig ist, auch wieder in Gold bestätigt werden zumal inzwischen auch eine Fahrrad-Garage unter Gründach und Elektroautos mit Ladestation das Gesamtkonzept ergänzen. Beide Gebäudeteile kommunizieren über die Kantine mit Außenbereichen sowohl zwischen den Flügeln des Erstbaus als auch jetzt vor dem Erweiterungsbau. Und beide verbindet eine begehbare Brücke in Höhe des 1. Obergeschosses. Hier richteten die am Bau beschäftigten Handwerker auf Eigeninitiative eine kleine Cafeteria ein, ausgestattet mit alten Werkbänken und besonders angefertigten Keramiktassen, die in deren Vertiefungen passen, eine charmante Idee, die den Geist des Unternehmens spüren lässt.

Obertägige Flächen des Bergbaus im Visier Jones Lang LaSalle zieht vom Medienhafen zurück in die City auf rund 2.000 qm im Dreischeibenhaus. Vermieterin ist ein Joint-Venture der Hamburger MOMENI Gruppe und Black Horse Investments, Vermögensverwaltung der Düsseldorfer Familie Schwarz-Schütte. Der Einzug in das bekannte, zukünftig nach LEED Gold zertifizierte Gebäude erfolgt zum Jahreswechsel.

Wo liegen sie, wie werden sie bisher genutzt, welche Potentiale bieten sie? – eine Studie im Rahmen von „CULTNATURE: BIO-MONTAN-PARK NRW“ versucht erstmals quantitative und qualitative Aussagen. 2018 endet der Bergbau in Deutschland. Was passierte bisher mit den gar nicht oder nur teilweise genutzten obertägigen Flächen und welche stehen für neue Konzepte zur Verfügung? So unglaublich es klingt, aber trotz der Flut von Publikationen über die Geschichte des Bergbaus zwischen Ruhr und Lippe fand das Institut Arbeit und Technik IAT der Westfälischen Hochschule mit Sitz in Gelsenkirchen darauf keine erschöpfenden Antworten und entschloss sich zu Grundlagenarbeit, bevor man die eigentliche Aufgabe angehen kann, das Projekt „CULTNATURE: BIO-MONTAN-PARK NRW“. Dies ist ein Projekt zur nachhaltigen Stadtund Regionalentwicklung in nordrhein-westfälischen Bergbaurückzugsgebieten, das von der Landesregierung finanziert und vom IAT in Zusammenarbeit mit RAG Montan Immobilien und NRWUrban sowie mit Kipar Landschaftsarchitekten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von mehreren Hochschulen durchgeführt wird, Laufzeit 01.07.2012 - 30.06.2014. Außer dem Ruhrgebiet wird auch das Aachen- Ibbenbürener Revier untersucht. Eigentliches Ziel des Projektes ist es, noch ungenutzte Bergbauflächen auf ihre Eignung für ein CultNatureProjekt zu untersuchen bzw. an die jeweilige Situation angepasste Einzelprojekte herauszuar-


Nr. 53, 34. KW, 16. August 2013 beiten, die dabei helfen könnten, „gestörte Landschaften“ zu „Parklandschaften in Verbindung mit erneuerbaren Energien und zu attraktiven Stadträumen“ zu entwickeln.

alstria-Deals Die alstria office REIT-AG hat das Grundstück GeorgGlock-Straße 18 mit rund 5.000 qm Fläche erworben, auf dem sie bislang nur das Gebäude besaß, genutzt als Deutschland-Zentrale von

Nach wie vor bereite, so eines der Ergebnisse des IAT, die Ansiedlung höherwertiger Nachnutzungen auf Bergbauflächen im Ruhrgebiet insgesamt, vor allem aber in der Emscherund Lippe-Zone, erhebliche Probleme. „In den 1960er Jahren war der Ruhrbergbau mit rund 43.000 ha Flächenbesitz der wahrscheinlich größte Grundbesitzer in Nordrhein-Westfalen. Das ließ den Kommunen im Ruhrgebiet kaum Spielraum, eigene stadtplanerische Ziele und wirtschaftliche Strukturveränderungen erfolgreich auf den Weg zu bringen.“ In einzelnen Gemeinden habe der Anteil an Bergbauflächen bis zu 70% betragen. Die schiere Größe der Flächen und eine sehr restriktive Informationspolitik der Flächeneigner hätten dazu beigetragen, so die

Vermutung, dass verlässliche Daten über den Sachstand noch fehlten. Michael KrügerCharlé, Leiter des Forschungsschwerpunkts „Wissen und Kompetenz“ am IAT und verantwortlich für die Studie, sieht Gründe in der „aggressiven Bodenpolitik“ der Bergbauunternehmen, die mehr Fläche vorhielten als betrieblich notwendig, um sich gegen Regressansprüche wegen Bergschäden abzusichern. Dies habe sich auch seit Bildung der Einheitsgesellschaft RuhrkohL'Oréal. Der Eigentümer, Elba le AG 1969 nicht grundlegend geändert. Düsseldorf Acquisition B.V., Zu den verwendeten Quellen gehörten Kartenwerke des RVR, der seit 1920 Material wurde von CBRE und Hogan sammelt, sowie die nicht auf Bergbauflächen beschränkte Flächennutzungskartierung, die die Lovells International LLP beraten. Alstria hatte das BüWirtschaftsförderung Metropole Ruhr wmr für den RVR erarbeitet hat. Besonders gelobt wird die konstruktive Zusammenarbeit mit dem RVR. Für dessen Gebiet wurden 12.662 ha rohaus Anfang 2012 im Rahmen des sogenannten "Dive"- ehemaliger und noch aktiver Übertagebetriebsflächen des Ruhrbergbaus ermittelt entsprePortfolios mit fünf weiteren chend 3% der RVR-Gesamtfläche. Dabei legte man die Flächen zum Zeitpunkt der größten Gebäuden zum GesamtkaufAusdehnung um 1960 zu Grunde verglichen mit den heutigen Nutzungsarten auf diesen Fläpreis von 95 Mio. Euro erwor- chen, d.h. es waren Daten aus über 90 Jahren zu berücksichtigen. Gemäß der Flächennutzungskartierung entfällt auf 576 still gelegte oder noch aktive Bergbauflächen jetzt ein Anteil ben. von 3.477 ha (27%), die für Industrie und Gewerbe genutzt werden, 3.054 ha (24% einschließlich Halden) für Grünflächen/ Wald und nur 341 ha (3%) wurden für Wohnbebauung umgewanalstria Office Reit den Immer- delt. Infrastruktur- sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen zusammen nehmen 1.061 ha in Anspruch, darunter 550 km Werksbahnen. „Diese Nutzungsverteilung weckt Zweifel daran, mann Tower mit 8.200 qm, dass die Wiedernutzbarmachung von Bergbauflächen im Strukturwandel einen wesentlichen davon aktuell 12,5 % leer Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zu städtebaulichen Akzentsetzungen geleistet stehend. Hauptmieter sind Peek & Cloppenburg und die hat“, so Krüger-Charlé. Die Bilanz verschlechtert sich noch, wenn man nach Gebieten differenziert. Demnach kommen Gewerbe- und Industrieflächen in der Hellwegzone (entlang A 40/B1) Allianz-Versicherung. Die und in der Rheinzone (Duisburg) auf fast 40% ehemaliger Bergbaufläche, während in der LipAkquisition wird voraussichtpezone am nördlichen Rand des Ruhrgebiets im Übergang zum ländlich geprägten Münsterlich im dritten Quartal abgeland nur 15% gewerblich genutzt werden und 530,6 ha entsprechend fast 20% brach liegen. schlossen und steigert den Aber 42% sind zu Wald- und Grünflächen umgewandelt. Für das gesamt RVR-Gebiet summieoperativen Gewinn (FFO) um ren sich die Bergbaubrachen noch auf 14,5%, das sind 1.840,53 ha. Näheres unter jährlich rd. 1 Mio. Euro, teilt www.iat.eu, Forschung aktuell 07/2013. die Gesellschaft mit. Für 16,8 Mio. Euro erwirbt

Wesel

Wie sich diese Ergebnisse mit der tatsächlich bestehenden Flächenknappheit für gewerbliche und logistische Nutzungen vertragen und worin bzw. an welchen Standorten genau die Chancen für neue Energielandschaften zu finden sind, ist noch Gegenstand von Diskussionen zwischen den Projektpartnern und soll in der jetzt beginnenden Evaluierung ermittelt werden. Wir werden in einer der nächsten Ausgaben von „Der Immobilienbrief Ruhr“ darauf zurückkommen.

Trapp Real Estate plant auf dem alten Wertz-Areal am Hohenzollernplatz in Aachen das "Miteinander im Carré" mit 170 Wohnungen nach Plänen von Wilhelm Schulte, Köln. Das neue Hamburg-Wilhelmsburg, eine Entdeckungsreise Dafür müsse der geltende Bebauungsplan geändert wer- Für die IBA Emscherpark ließ man sich zehn Jahre Zeit, die IBA Hamburg zeigt schon nach den. 48 Wohneinheiten sollen sieben Jahren ihre Ergebnisse. öffentlich gefördert werden. „Mit klassischen städtebaulichen Instrumentarien ist es beinahe unmöglich, ein Gebiet wie die Elbinseln zu verändern, das durch mentale, soziale und technische Barrieren blo-


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Essen BNPPRE hat das Center Management und das Property Management der denkmalgeschützten Theaterpassage übernommen. Zu den rund 19.000 qm Mietfläche zählen ein vom Schauspiel Essen genutztes Theater und ein Facharztzentrum. Eigentümer sind die Sparkasse Essen und die Stadt Essen. Ziel ist es, den Branchen- und Mietermix zu optimieren.

Anlässlich der nächsten Baufachmesse DEUBAUKOM vom 15.- 18.1.2014 wird zum zweiten Mal der „Innovationspreises Wohnungswirtschaft“ verliehen für innovative Bauprodukte, elemente und –systeme, die speziell auf die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft ausgelegt sind. Auslober ist das EBZ Europäisches Bildungszentrum für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Kooperation mit der Messe Essen sowie Baudialog GmbH. Die Bewerbungsfrist läuft bis 15.10.2013.

Dorsten OFB Projektentwicklung will sich an dem Centerprojekt "Mercaden" der hkm Management AG aus Bergisch Gladbach beteiligen nach dem Muster der „Mercaden“ in Böblingen. Das Projekt in Dorsten ist auf rd. 60 Mio. Euro veranschlagt für 12.500 qm Verkaufsfläche, Eröffnung Ende 2015.

ckiert wird“, konstatiert Jörn Walter, langjähriger Oberbaudirektor von Hamburg. Deshalb habe man sich für das Instrument einer Internationalen Bauausstellung IBA entschieden, weil sie eine Ausnahmensituation herbeiführt, um Kräfte zu bündeln. Früher war Wilhelmsburg auf Skandalpresse abonniert: hohe Umweltbelastung, hohe Arbeitslosigkeit, hoher Ausländeranteil, niedriges Bildungsniveau, Ausbluten durch Wegzug der Besserverdienenden, Lärm, Leerstand, Brachen – ein Stadtteil, der seine Stadtwerdung nie erlebte, durchkreuzt von der autobahnähnlichen Reichsstraße und dem Schienenstrang der Bahn. Westlich Wohnsiedlungen bis hart an die Containergebirge des Hafens, an der Nordkante abgeschnitten durch die ZollGebietsplan im IBA Dock; Foto: G. Escher zäune des Freihafens und im Osten eine verdichtete Hochhaussiedlung, bevor sich Wiesen und Felder bis zum Horizont dehnen. Zwei Hochpunkte überragten das flache Land: die Ruine eines gewaltigen Flakbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg, zu groß, um ihn ganz zu sprengen, und die 40 m hohe ehemalige Giftmülldeponie Georgswerder, die u.a. Dioxine aus der chemischen Industrie aufnahm. Nach der Flutkatastrophe von 1962, die in Wilhelmsburg die meisten Todesopfer gefordert hatte, gab es mal den Plan, die Insel ganz zu entvölkern und der Industrie zu überlassen. Aber die Menschen, heute 55.000 Einwohner aus rund 100 Herkunftsländern, sind geblieben. Der Impuls für einen Neuanfang kam von bürgerschaftlichen Initiativen vor Ort und mündete 2005 in dem Leitbild „Sprung über die Elbe“, um die Innenstadt nördlich der Elbe mit dieser größten Flussinsel Deutschlands zwischen Norder- und Süderelbe und der noch weiter südlich gelegenen Harburger Schlossinsel neu zu verknüpfen. Die Koordinierungsstelle „Sprung über die Elbe“ brachte dann den Stein ins Rollen, wie Ulli Hellweg, Geschäftsführer der IBA erläutert. Die IBA mit Laufzeit 2006-13 wurde gekoppelt an die Internationale Gartenschau „igs 2013“. Später brachte die „Europäische Umwelthauptstadt Hamburg 2011“ zusätzliche Impulse. Die Leitthemen: „Kosmopolis – neue Chancen für die Stadt“ mit Schwerpunkt Bildung und Wohnen, „Metrozonen – neue Räume für die Stadt“ auf bisherigen Brachen und „Stadt im Klimawandel – neue Energien für die Stadt“. Die Bilanz aus rund 60 Projekten: 1217 Neubauwohnungen, 516 modernisierte Wohnungen (Bestände der Saga GWG), 105.000 qm Büroflächen, 100 ha Internationale Gartenschau igs, 71,5 ha Parkanlagen und, nach Wegfall der Zollzäune, begehbarer Deich, 8 Bildungseinrichtungen, zwei Senioren- und Pflegeheime (davon eines speziell für Muslime), drei Kitas, vier Sporteinrichtungen, ein Gewerbehof für Kleinunternehmer. Weitere Neubauten folgen und das „Klimaschutzkonzept erneuerbares Wilhelmsburg“, das den Stadtteil einschließlich Gewerbe zum energetischen Selbstversorger machen wird, braucht noch 20 bis 30 Jahre zur Umsetzung. Einen wesentlichen Part übernehmen dabei der Bunker, der zum


Nr. 53, 34. KW, 16. August 2013 „Energiebunker“ mit PV-Anlage und Großspeicher wurde, und die Deponie, heute „Energieberg“ mit Windpark, Solarfeld und energetischer Umwandlung der Deponiegase. 90 Mio. Euro Eigenmittel plus 30 Mio. außerplanmäßige Haushaltsmittel von Stadt, Bund und EU generierten 300 Mio. öffentliche und 700 Mio. private Investitionen, darunter z.B.

Bocholt CR Investment Management hat aus dem sogenannten Mercatoria-Portfolio das frühere Hertie-Kaufhaus mit rd. 13.500 qm Mietfläche an die Stadtsparkasse Bocholt verkauft. Diese will das 1970 errichtete Gebäude abreißen und auf einem Teilstück eine neue Hauptstelle errichten. Dazu sollen weitere Neubauten mit verschiedenen Nutzungsarten entstehen. Hatfield Philips steuerte den Verkauf als Special Servicer.

Düsseldorf Brings & Nettekoven GmbH hat Neubauprojekt „Metzerstraße 20“ mit rd. 3.500 qm Mietfläche und 32 Tiefgaragen-Plätzen an einen Privatinvestor für einen knapp 8-stelligen Euro-Betrag veräußert. Die ca. 2.000 qm Gewerbefläche sind an den Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer e.V. (SKFM) vermietet. Vermittelnd waren AENGEVELT und KSKImmobilien GmbH tätig. Kempe-Berg Gbr. errichtet am Lichtenbroicher Weg 1820 ein öffentlich gefördertes Neubauprojekt mit 10 Wohnungen und einer Mietfläche von rd. 790 qm. Die Fertigstellung ist für Anfang 2014 geplant. Dieselbe Gruppe hat bereits am selben Ort 6 Mehrfamilienhäuser mit 46 Wohneinheiten realisiert sowie 43 Wohnungen in WuppertalOberbarmen.

Patrizia, Hochtief formart oder die Balance Bay GmbH Düsseldorf. 2007 aufgestellte „IBA Konventionen“ erleichterten die Einhaltung von Qualitätskriterien bei Partnern und Multiplikatoren. Das IBA-Partner-Netzwerk wurde mit regelmäßigen „Partner-Frühstücken“ gepflegt, ein Verfahren, das sich auch in NRW z.B. für die Regionale Wuppertal – Solingen – Remscheid bewährt hat, um die Kontakte in die Wirtschaft zu intensivieren und Engagement zu wecken. Neu auch ist das vom Bundesbauministerium unterstützte Netzwerk „IBA meets IBA“, eine Plattform, auf der sich die Akteure und Beobachter vergangener und künftiger IBA’s treffen, wo Erfahrungen ausgetauscht, weiterführende Ideen entwickelt und 2009 ein Memorandum zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen erarbeitet wurden. Eng eingebunden hier die Kompetenzteams aus Zeiten der IBA Emscherpark im Ruhrgebiet, allen voran die Lehrstühle für Raumplanung an der RWTH Aachen mit Kunibert Wachten und an der TU Dortmund mit Christa Reicher, früher Peter Zlonicky, denn der ganzheitliche Ansatz, der damals im Ruhrgebiet neu entwickelt wurde, trägt jetzt auch wieder in Wilhelmsburg Früchte. Er wird in je unterschiedlicher Form weiter getragen in künftigen IBAs in Berlin, in Heidelberg und inzwischen sogar international im Raum Basel und den Niederlanden. Wer sich vor Ort ein Bild machen möchte, kann direkt in einem der interessanten IBAProjekte logieren, dem Hotel „Wälderhaus“. Es ist – bis auf den Betonkern – ganz aus heimischen Hölzern gebaut und mit seinem gesamten Angebot auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, so wie es vor 250 Jahren Geologen und erste Forstwissenschaftler im sächsischen Freiberg und Tharandt angeregt haben. Investor und Eigentümerin des Hotels ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Während die IBA Emscherpark noch mit einer Zeitung und schmalen Projektbroschüren auskam, wurde der Prozess der IBA Hamburg in insgesamt sieben umfangreichen Dokumentationen begleitet unter dem Titel „Metropole:“ von Band 1 „Reflexionen“ bis Band 6 „Zivilgesellschaft“ und jetzt dem Abschlussband „Metropole: Stadt neu bauen“. (Jovis Verlag, alle zweisprachig deutsch englisch). Der Kurzführer „Wege zur Neuen Stadt. Eine Reise zu den Elbinseln und den Projekten der IBA Hamburg“ ist im Essener Klartext-Verlag erschienen. Er benennt für alle Objekte Größenordnungen, Investoren und Bausummen.

Neues vom Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA Die „Perspektiven der Immobilienwirtschaft“ richten in zwei neuen Publikationen den Blick auf Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung. „Nachhaltigkeit – Kodex, Berichte und Compliance“ versteht sich als eine Handreichung für die Immobilienwirtschaft mit dem erklärten Ziel, ihrer wachsenden Verantwortung als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland nachzukommen. Strategien und Überprüfung im Berichtswesen stehen im Mittelpunkt und formen, so der Präsident des ZIA Andreas Mattner im Vorwort, ein „Nachhaltigkeits-Leitbild für die Immobilienwirtschaft“. Das identische Vorwort leitete schon die erste Ausgabe dieses Nachhaltigkeits-Kodex vom Herbst 2011 ein, obgleich jetzt, Stand März 2013, die dritte Ausgabe ausdrücklich „überarbeitet und ergänzt“ wurde. Auch die vorgeschalteten „Standpunkte“ von Franz Josef Radermacher, Universität Ulm und Club of Rome, von Werner Knips, Heidrick & Struggles Unternehmensberatung und Präsidiumsmitglied des ZIA als Projektleiter sowie Thomas Zinnöcker weisen gegenüber 2011 keine Änderungen im Wortlaut auf – als ob sich auf politischer wie ökonomischer und gesellschaftlicher Ebene in den zwei Jahren nichts verändert hätte? Zumindest wird Zinnöcker hier richtig der GAGFAH Group zugeordnet, während er ganz hinten bei den Dank-


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sagungen noch als CEO der GSW deklariert wird, übrigens nicht die einzige Verschiebung im Personalkarussell, die bei den Herausgebern unbeachtet blieb.

Duisburg Alltours verlegt seinen Unternehmenssitz von Innenhafen, wo das Reiseunternehmen neben dem eigenen Gebäude auch Flächen im „Looper“ und in der Werhahnmühle belegt, nach Düsseldorf. Ab Frühjahr 2014 ziehen knapp 400 Mitarbeiter in das Dreischeibenhaus. Alltours wurde bei der Anmietung von JLL beraten, die Eigentümer Black Horse Investment und Momeni von BNPPR.

Nach Medienberichten haben die städtische Baugesellschaft Gebag und die Eigentümer der Kunstsammlung Küppersmühle sich geeinigt. Demnach erhalten Sylvia und Ulrich Ströher das Gebäude Küppersmühle mit Museums- und Gewerbeflächen für 11,5 Mio. Euro. Mit weiteren 10 Mio. Euro gleicht die Gebag Forderungen und Baugelder Ströhers aus. Weitere 3 Mio. geben Ströhers der Gebag als Kredit mit Laufzeit über zehn Jahre und der Gebag-Zentrale Tiergartenstraße als Sicherheit. 2 Mio. Euro erhält der Sponsor Evonik zurück. Jetzt wollen die Sammler den Ausbau des Museums neu angehen.

Warum eine dritte Ausgabe? Warum in welchen Punkten ergänzt? Wie wurde der Kodex in der Branche und bei den Mitgliedsverbänden des ZIA aufgenommen? Gab es Stellungnahmen für oder gegen? Haben Unternehmen den Kodex sich zu Eigen gemacht und in ihre internen Richtlinien aufgenommen? Existieren inzwischen Berichte gemäß dem vom ZIA vorgeschlagenen Kodex und was lässt ihre Auswertung erkennen? Solche Fragen bleiben unbeantwortet und hätten doch ein Vorwort wirksam beleben können: Ja, die Branche hat sich auf den Weg gemacht, ja, wir übernehmen Verantwortung nicht nur weil der umweltschädliche Energieverbrauch die Gewinne schmälert, sondern für die urbane Welt und auch für Mitarbeiter und Kultur, denn „soziokulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit“ sind, wie schon 2011, eines der Kriterien zur „Nachhaltigkeitsmessung“. Wirklich neu in der ergänzten Ausgabe ist nur Kapitel 5 „Green Leases“ mit Verweis auf eine Broschüre von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP. Dort könne man Näheres nachlesen. Die Empfehlungen bezüglich „Substanz und Ausstattung der Immobilie“ sowie „Nutzung und Bewirtschaftung“ seien, so wird betont, unverbindlich und kommen im Weiteren auch nicht mehr vor. Kapitel 6 widmet sich dem „Branchenreporting“, für das der ZIA auf (englischsprachige) Kriterien der Global Reporting Initiative GRI zurückgreift und auf acht Seiten der 60seitigen Broschüre Tabellen zu Leistungsindikatoren und Portfoliodaten ausbreitet. Da wird so ziemlich alles berücksichtigt – nur nicht die Immobilie selbst hinsichtlich (so nebensächlicher?) Faktoren wie Standort und Umfeld, Baumaterialien, Bauzustand, Sanierungsqualität, Leerstand, Nutzungsmischung. Haben diese Faktoren keine Auswirkung auf „Nachhaltigkeit“, Klimawandel, Ressourcenschonung, soziokulturelle Zusammenhänge und daraus folgend die „Wertigkeit“ im Kontext nicht nur eines Portfolios sondern auch im Hinblick auf die Gesellschaft als Ganzes? Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier immer noch überwiegend im Maßstab von Zahlenkolonnen argumentiert wird, statt das Objekt an seinem Ort in den Blick zu nehmen. Genau an diesem kritischen Punkt, dann nämlich, wenn die Qualität der eigenen Stadt tangiert wird, entzündet sich in der Regel der Volkszorn und manchmal mündet er dann auch in Bürgerbegehren. Eine empirische Untersuchung der Bergischen Universität Wuppertal, vom ZIA beauftragt und in dem Buch „Bürgerbeteiligung in der Projektentwicklung“ veröffentlicht, analysierte den Einfluss, die Bedeutung, die Zielsetzungen und Themen von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden. Dabei wurde festgestellt, dass nur selten Bürgerbegehren zum Erfolg führte, meist werde das Quorum nicht erreicht und viele erwiesen sich zudem als unzulässig. Das ist unter allein formalen Gesichtspunkten sicher zutreffend. Dass aber Kommunen und Unternehmen mit Hilfe ihrer Rechtsapparate fast jedes Bürgerbegehren, das ja in der Regel von Laien in Angriff genommen wird, wegen Formfehlern aushebeln oder zumindest den zweiten Schritt des Bürgerentscheids verhindern können, sollte dabei nicht übersehen werden. Andererseits wächst offenbar die Tendenz, Bürgerbegehren oder andere Formen der Meinungsäußerung zu provozieren, um die Verantwortung für Entscheidungen auf „die Bürger“ abschieben zu können. Nur 31% der Bürgerbegehren bei Immobilienprojekten waren gemäß der Studie erfolgreich, noch weniger als bei allen in Deutschland initiierten Bürgerbegehren. Aus dieser Tatsache zu schließen, dass “die Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Immobilien- und Stadtentwicklungsprojekte häufiger als im Gesamtdurchschnitt der Verfahren investitionsfreundlich sind“ (Wortlaut Pressemitteilung des ZIA) scheint doch etwas kühn. War da der Wunsch der Vater des Gedankens? Wenn zwei Drittel der Verfahren nicht erfolgreich waren, spiegelt das wohl weniger Zustimmung als Resignation oder allgemeines Desinteresse. Ganz unzweifelhaft trägt, so die Botschaft des Buches, Bürgerbeteiligung „zu mehr Legitimität und Akzeptanz von Investitionsentscheidungen“ bei. Projektentwickler seien daher gut beraten, in den Dialog zu investieren. Die Studienergebnisse belegten, dass die Branche hier offenbar auf einem guten Weg sei. Thomas Dilger, Präsidiumsmitglied des ZIA und Mit-


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Mönchengladbach DORNIEDEN Generalbau feiert 100-jähriges Firmenjubiläum. Der Bauingenieur Carl Dornieden gründete 1913 das Tiefbauunternehmen, das sich in der dritten Generation zum inhabergeführten Bauträger mit einer Jahresproduktion von über 400 Wohnungen entwickelte. Aus Anlass des Jubiläums lädt das Unternehmen am 19. September zu dem Symposium „Die Macht der Megatrends und die Zukunft des Wohnens“.

Impressum Chefredaktion: Dr. Gudrun Escher (V.i.S.d.P.) Kontakt: gudrunescher @hotmail.com

autor des Buches: „Es ist unverzichtbar, die Bürger frühzeitig und professionell in Planungsund Entscheidungsprozesse einzubinden. Nur so kann die dringend erforderliche Planungsund Finanzierungssicherheit für Investoren und Entwickler geschaffen und die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Investitionsstandorts Deutschlands erhalten werden.“ Ein Werkzeugkasten stellt Instrumente der informellen Bürgerbeteiligung vor und gibt nützliche Tipps. Näheres unter http://www.ziadeutschland.de/themen/buergerbeteiligung

Zwangsversteigerungen Argetra zieht Bilanz des ersten Halbjahres 2013: Nicht überall gingen Termine und Verkehrswerte zurück. Die vom Wirtschaftsverlag Argetra GmbH in Halbjahresschritten erhobenen Daten zu Zwangsversteigerungen in deutschen Städten zeigen, dass im ersten Halbjahr 2013 insgesamt ca. 10.000 weniger Zwangsversteigerungstermine (-29,3%) bei den deutschen Amtsgerichten stattfanden als im Vorjahreszeitraum. Aber: Die Anzahl von 23.474 anberaumten Terminen liege immer noch über dem Niveau des Jahres 2000. Auch zeige die Erfahrung, dass die Rückgänge im ersten Halbjahr immer stärker ausfallen als der Gesamtjahresrückgang. Außerdem seien die amtlich festgesetzten Verkehrswerte um 1,5 Mrd. Euro zurückgegangen auf insgesamt 3,6 Mrd. Euro, allerdings bei sehr vorsichtigen, damals 2008-10 eher niedrig angesetzten Schätzungen. Und: Sobald die Zinsen wieder anziehen, erwartet der Geschäftsführer der Argetra Axel Mohr auch wieder einen Anstieg der Termine. Der Anteil an gewerblichen Wohn- und Geschäftshäusern fiel auf 24,4% (Vorjahr 25,7%), dagegen stieg der Anteil der Einund Zweifamilienhäuser von 34,7% auf 37,2%. Nordrhein-Westfalen als das bevölkerungsreichste Bundesland liege mit 6.296 Terminen wie nicht anders zu erwarten wieder auf Platz 1, gefolgt von Niedersachsen mit 2.208 Terminen. Wenn in Düsseldorf zwei Mehrfamilienhäuser, in Oberhausen elf und in Bottrop keines zur Versteigerung kam oder in Gelsenkirchen sieben Ein- und Zweifamilienhäuser hat das für sich genommen wenig Aussagekraft. Bezogen auf die Städte im Ruhrgebiet gab es die meis-

Herausgeber: Werner Rohmert

ten Zwangsversteigerungen für Eigentumswohnungen mit 142 in Dortmund, 177 in Duisburg, 157 in Essen und 123 in Gelsenkirchen, was jeweils Rückgänge zwischen ca. 8 und 25 % bedeutete, auch bei den Verkehrswerten. Mit 226 die meisten Termine wurden in Duisburg anberaumt für Verkehrswerte von gesamt ca. 16,5 Mio. Euro, rund 3 Mio. weniger als 2012.

Verlag: Research Medien AG, Rietberger Str. 18 33378 Rheda-Wiedenbrück, T.: 05242 - 901-250, F.: 05242 - 901-251 E.: info@rohmert.de www.rohmert-medien.de

Für unsere Kunden gibt es ganz aktuell neu 4 Studentenkalender in dem nach Region Nord, Ost, Süd und West Wohnungen aus den 167 Fachhochschul- und Universitätsstädten zu finden sind. Wir wollen damit bewusst helfen, den stark beobachteten Markt von Wohnunterkünften für Studenten auch in den Fokus von Investoren zu lenken. Unsere Kunden erhalten zudem eine Standort bezogene Wohnlagenanalyse, damit der Investitionsort hinsichtlich ortsüblicher Kaufpreise und Mieten beurteilet werden kann. So wird auch ersichtlich, welches Potential eine Wohnung hat, wenn man sie in der ZV erwirbt. Personen, die in „Der Immobilienbrief Ruhr“ erwähnt werden:

Vorstand: Werner Rohmert Aufsichtsrat: Senator E. h. Volker Hardegen (Vorsitz). Unsere Bankverbindung erhalten Sie auf Anfrage Namens-Beiträge geben die Meinung des Autors und nicht unbedingt der Redaktion wieder.

Abel, Marcel (2), Bracht, Lothar (4,5); Dilger, Thomas (9); Foster, Norman (2,3); Funke, Axel (2); Hellweg, Ulli (7); Kipar, Andreas (2); Knips, Werner (8); Krüger-Charlé, Michael (6); Mattner, Andreas (8); Mohr, Axel (10); Radermacher, Franz Josef (8); Reicher, Christa (8); Schröder, Thies (3); Ströhler, Sylvia (9), Ströhler, Ulrich (9), Tum, Carsten (2); Wachten, Kunibert (8); Walter, Jörn (7); Wichner, Dirk (4); Zinnöcker, Thomas (8); Zlonicky, Peter (8).

Firmen, die in der Immobilienbrief Ruhr erwähnt werden: Aengevelt (8), Allianz Versicherung (6), Alltours (9), alstria Office Reit AG (6), Area Property Partners (3), Argetra GmbH (10), Aurelis Real Estate (3), Balanca Bay GmbH (8), Bergische Universität Wuppertal (9), Black Horse Investments (5,9), BNPPRE (7), Brack Capital Properties (4), Brings & Nettekoven (8), CBRE (6), Comfort (4), CR Investment Management (8), DEUBAUKOM (7), DGNB (5), DIC Asset (2); DORNIEDEN Generalbau (10), EBZ (7), Elba Düsseldorf Acquisition (6), Electronic-Partner (2); Evonik (9), Expert (2), Freshfields Bruckhaus Deringer (9), Gagfah (8), Gebag (9), GLS Bank (4,5), GRI (9), GSW (9), Hatfield Philips (8), Häusser-Bau (2), HCB (3), Heidrick & Struggles Unternehmensberatung (8), Helaba (4), hkm (7), Hochtief (8), Hogan Lovells International (6), IAT (5,6), IBA Hamburg (6,7), INTERBODEN (4), Intercity Hotel (3), Jones Lang LaSalle (2,4,5), Kempe-Berg Gbr, (8), Kipar Landschaftsarchitekten (5), Klartext Verlag (8), KSKImmobilien (8), L´Oréal (6), Medimax (2), MOMENI Gruppe (5), Multi Development (2,3), OFB (7), Patrizia (8), Peek & Cloppenburg (6), Promarkt (2), RAG Montan Immobilien (5), Redos Real Estate (3), Rewe (2), RVR (6), RWE Energiedienstleistungen GmbH (4), RWTH Aachen (8), SAGA GWG (7), Saturn (3), Sparkasse Essen (7), Stadtsparkasse Bocholt (8), ThyssenKruppe (4), Trapp Real Estate (6), TSBG Real Estate (5), TU Dortmund (8), Universität Ulm (8), Wertgrund Immobilien AG (5), Westfälische Hochschule (5), White & Case (3), ZIA (8,9,10).


Der immobilienbrief nr 302 (1)