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DOKUMENTATION DIE NEUE WOHNUNG UND DAS ALTE JAPAN

Typografie, Bild & Layout Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd KG 2 - WS 08/09 Betreuung Prof. Michael Burke Tanja Huber Studenten Janina Moser René Ulrich


„Der Wechsel ist das Wesen der Welt.“ Japanisches Sprichwort


INHALT

6-17 Ideenfindung Aufgabenstellung, Format, Gestaltungsraster, Scribbles, Layouts 18-29 Konzept 1 Jede Wohnung hat seine Nummer

30-41 Konzept 2 Spannend und dynamisch 42-55 Konzept 3 Die Leichtigkeit Japans 56-63 Zwischenpr채sentation Pr채sentation aller drei Konzepte

64-69 Pr채sentation Auswahl des Konzeptes und finales Redesign


Typografie, Bild & Layout 4 | 5


IDEENFINDUNG AUFGABENSTELLUNG FORMAT GESTALTUNGSRASTER SCRIBBLES LAYOUTS


IDEENFINDUNG AUFGABENSTELLUNG

Die neue Wohnung und das alte Japan Architekten planen für sich selbst

Unsere Aufgabe in Typografie/Layout/ Bild bestand in einem Redesign eines Buches aus einer Liste. Wir wählten das Buch mit dem Titel „Die neue Wohnung und das alte Japan“ mit dem Untertitel „Architekten planen für sich selbst“.

Dieses Buch handelt von dem japanischen Einfluss auf die westliche Architekten, welcher gerade bei deren eigenen Wohnungen und Häusern deutlich wird.


Nach dem ersten Durchblättern fiel uns der erdrückende Blocksatz auf. Die Anordnung der Bilder scheint mehr zufällig als im Raster. Das Buch wirkt auch durch die Bildwahl auf den Leser älter als es ist. Auch erhalten die Bilder zu wenig Raum

und das Gesamtbild wirkt zu voll. Es greift auch nicht die japanische Kultur auf und wirkt technisch und kühl. Bei unseren Konzepten wollten wir das vermeiden, aber auch in Stil, Format und Gliederung sehr unterschiedlich sein.

Typografie, Bild & Layout 8 | 9

Beispielseiten aus dem Originalbuch Text mit Bildseiten, Architektenseiten


IDEENFINDUNG FORMAT

Architekturbücher treten in vielen Formaten auf. Eine Festlegung der Seitengröße stellte die Grundlage unserer makrotypografischen Koordinaten dar. Wir setzten uns mit klassischen Formaten auseinander und prüften deren Brauchbarkeit. Wir

befassten uns mit Jan Tschicholds Formatund Harmoniereihen und der Bestimmung harmonischer Proportionen der Seitengröße. Wir prüften Formatreihen aus der Geometrie, zu denen neben dem bekannten Goldenen Schnitt (1:1,618) auch

Formate wie 1:√2 (DinA-Reihe) gehören. Aber auch einfache rationale Formatreihen, mit Proportionen wie 2:3, 3:4 oder 5:9. Bei allen Formaten durfte nie der Blick auf die Doppelseite verlorengehen.

1:1,618

1:√2

1:√3

2:3

3:4

9:5

Formatsuche Untersuchung vongeometrische und rationale Formatreihen

Formatsuche 150x250 mm 160x320 mm 200x300 mm 240x320 mm 250x450 mm 320x320 mm


Um einen Bezug zu Japan herzustellen untersuchten wir japanische Formate und Maße und stießen dabei auf Tatami. Die Tatami ist eine Matte aus Reisstroh, die in Japan als Fußboden in Washitsu (traditionell gestalteten Zimmern)

verwendet wird. Eine stark verbreitete Größe ist dabei 85,0 cm × 170 cm, was einem Verhältnis von 1:2 entspricht. Wir griffen dieses Format auf und entwickelten unsere Formate basierend auf die traditionelle Anordnung der Tatamimatten. Für eine

Tatami-Einheit legten wir die Größe von 80 mm x 160 mm fest. Unser Wunsch, sowohl ein Hochformat als auch eine quadratische Form zu erhalten, mit Bezug auf Japan, ging mit dieser Vorgehensweise in Erfüllung.

Typografie, Bild & Layout 10 | 11

Tatami Ein traditionelles Zimmer mit Shoji (Schiebewänden) und Tatami


IDEENFINDUNG GESTALTUNGSRASTER

Bei der Ideenfindung mussten wir uns früh mit dem Gestaltungsraster unserer Konzepte beschäftigen. Er schafft Ordnung für unsere unterschiedlichen Inhalte, erzeugt eine Verbindung von Typografie, Grafiken und Bildern und gibt

dem Layout eine verständliche Struktur. Unsere Konzepte erhielten dadurch wichtige Festlegungen, wie etwa Schriftgrößen, Platzierungen und Bildabmessungen. Die Konstruktion eines solchen Grundrasters ist eine Herausforde-

rung, da viele Gestaltungsentscheidungen in Relation auf ein System zueinander gebracht werden müssen. Einige Überlegungen zu den Einzelheiten der Gestaltung eines Grundrasters werden auf diesen Seiten vorgestellt.

Schriftarten Fließtext Beispiele in 8pt Frutiger light DINpro light Blender book Archer book

Schriftgröße und Spaltenbreite

Dieser Blindtext ist in 7,5 pt mit einer Spaltenbreite von 30 mm gesetzt und wird gerade durch 130 Millionen Rezeptoren Ihrer Netzhaut erfasst. Die Zellen werden dadurch in einen Erregungszustand versetzt, der sich über den Sehnerv in dem hinteren Teil Ihres Gehirns ausbreitet. Von dort aus überträgt sich die Erregung in Sekundenbruchteilen auch in andere Bereiche Ihres Grosshirns. Ihr Stirnlap-

Dieser Blindtext ist in 8 pt mit einer Spaltenbreite von 40 mm gesetzt und wird gerade durch 130 Millionen Rezeptoren Ihrer Netzhaut erfasst. Die Zellen werden dadurch in einen Erregungszustand versetzt, der sich über den Sehnerv in dem hinteren Teil Ihres Gehirns ausbreitet. Von dort aus überträgt sich die Erregung in Sekundenbruchteilen auch in andere Bereiche Ihres Grosshirns. Ihr Stirnlappen wird stimuliert. Von dort aus gehen jetzt Willensimpulse aus, die Ihr

Dieser Blindtext ist in 9 pt mit einer Spaltenbreite von 50 mm gesetzt wird gerade durch 130 Millionen Rezeptoren Ihrer Netzhaut erfasst. Die Zellen werden dadurch in einen Erregungszustand versetzt, der sich über den Sehnerv in dem hinteren Teil Ihres Gehirns ausbreitet. Von dort aus überträgt sich die Erregung in Sekundenbruchteilen auch in andere Bereiche Ihres Grosshirns. Ihr Stirnlappen wird stimuliert. Von dort aus gehen jetzt Willensimpulse aus,


Typografie, Bild & Layout 12 | 13

Headline Neutraface Display Blender thin Helvetica Neue bold Akzidenz Grotesk light


IDEENFINDUNG SCRIBBLES

Innenseiten Erste Varianten


Typografie, Bild & Layout 14 | 15


IDEENFINDUNG LAYOUTS


Typografie, Bild & Layout 16 | 17

Innenseiten Auseinandersetzen mit Layouts, gesetzt mit Serifenschriften


KONZEPT 1 FORMAT RASTER FARBE BILDWAHL SCHRIFT SCRIBBLES LAYOUT


KONZEPT 1 FORMAT RASTER FARBE

Unser erstes Konzept basiert auf dem gängigen 2:3 Format, mit Doppelseiten im 4:6 Verhältnis. Grundlage bildete, wie auch bei den anderen beiden Konzepten, eine Tatami-Einheit von 1:2. Besondere Merkmale in diesem Konzept,

Tatami-Einheit 80 mm x 160 mm

6 Tatami-Einheiten 240 mm x 320 mm

sind neben den groß dimensionierten Spaltenbreiten, die extrem plakative Seitenzahl. Sie ist jeweils rechts oben als „Hausnummer“ platziert. Dieses Konzept besitzt eine klare Struktur mit einer sachlichen Form. Bei den Farben verwende-


Typografie, Bild & Layout 20 | 21

Farbe C0M0Y0K0 C 0 M 0 Y 0 K 100 C 63 M 62 Y 58 K 46 C 30 M 50 Y 75 K 15


KONZEPT 1 BILDWAHL

Bildmotive Der Einsatz von Handskizzen der Architekten wurde eingeplant

Für das erste Konzept wollten wir eine Bildsprache, die unverwechselbar die japanische Architektur wiedergibt. Wir suchten atmosphärische Innenraumbilder, wählten Zeichnungen für Entwurfsskizzen und entschieden uns für

schwarz/weiß Bilder bei den Architekten. Die Bilder sollten großflächig eingesetzt werden, dennoch genug Weißraum ermöglichen.


Typografie, Bild & Layout 22 | 23


KONZEPT 1 SCHRIFT

Für die Schrift wählten wir im ersten Konzept die FF DIN pro. Gezeichnet von AlbertJan Pool, basierend auf der DIN 1451. Beim Entwurf 1995 wurden typografische Lesbarkeitsregeln berücksichtigt. Horizontale Striche sind dünner als

FF DIN Pro

vertikale, die Übergänge von Kreisen auf Geraden harmonisiert. Durch ihre konstruierte Form passte sie in unser sachliches Konzept. Für den Fließtext verwendeten wir den Light-Schnitt in 8pt. Bei der Headline kam er ebenso in 24 pt

zum Einsatz. Die fällt mit 95 pt in diesem Konzept deutlich aus dem Rahmen.

FSI Fonts

30pt LIGHT

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrstuvwxyzß 0123456789'”:;=<>+,-.?!¿¡#%&* áàâäãåæóòôöõœøúùûüéèêëíìîïçñ ÁÀÂÄÃÅÆÓÒÔÖÕŒØÚÙÛÜÉÈÊËÍÌÎÏÇÑ 8pt

LIGHT

A certain father had two sons, the elder of whom was smart and sensible, and could do everything, but the younger was stupid and could neither learn nor understand anything, and when people saw him they said: “There’s a fellow who will give his father some trouble!” When anything had to be done, it was always the elder who was forced to do it; but if his father bade him fetch anything when it was late, or in the night-time, and the way led through the churchyard, or any other dismal place,


Typografie, Bild & Layout 24 | 25

Headline Schriftgröße 24 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe C63 M62 Y58 K46

Fließtext Schriftgröße 8pt Zeilenabstand 10 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe K100

Seitenzahlen werden plakativ in Hausnummerngröße verwendet.

DAS JAPANISCHE HAUS Wohnen im 18. Jahrhundert. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.

Typo Entwurf 24x32Neu .indd 16

24.11.2008 18:20:59 Uhr

Spalte Spaltenbreite 120 mm

Beispieltext in FF Din Pro light

Legende Schriftgröße 6 pt Schriftschnitt bold & light Schriftfarbe K100

Pagina Schriftgröße 95 pt Schriftschnitt regular Schriftfarbe C63 M62 Y58 K46


KONZEPT 1 SCRIBBLES

Entw端rfe In der ersten Entwurfsphase des ersten Konzepts erstellten wir zuerst Scribbles. Titelseite Text- und Zitatseite Reine Textseite Text- und Bildseite


Typografie, Bild & Layout 26 | 27

Gliederung Bei der Architektenseite wurde auf die Seitenzahl verzichtet und stattdessen das Portrait des jeweiligen vorgestellten in japanischer Kreisform abgebildet.


KONZEPT 1 LAYOUT

Umsetzung der Scribbles

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DAS JAPANISCHE HAUS Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.

Wohnen im 18. Jahrhundert

Linkes Foto Phönix-Halle des Byōdōin Tempel in Uji südöstlich von Kyōto, ist eine solche AmidaHalle

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DAS JAPANISCHE HAUS

Linkes Foto Phönix-Halle des Byōdōin Tempel in Uji südöstlich von Kyōto, ist eine solche AmidaHalle

Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kūkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingon-shū. Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode.

Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kūkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingon-shū. Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode.

Die Tempel wurden in den Bergen gebaut, weit weg von den Fürstenhöfen und den laizistischen Städten. Die unregelmäßige Geländeform dieser Orte zwang die japanischen Architekten dazu die Bauweise der Tempel zu überdenken. Es wurden mehr einheimische Elemente eingeplant. Anstatt Keramikziegeln wurde wieder Zypressenrinde für das Decken des Dachs verwendet, anstatt eines Erdbodens wurde der Boden mit Holzbrettern ausgelegt.

Die Tempel wurden in den Bergen gebaut, weit weg von den Fürstenhöfen und den laizistischen Städten. Die unregelmäßige Geländeform dieser Orte zwang die japanischen Architekten dazu die Bauweise der Tempel zu überdenken. Es wurden mehr einheimische Elemente eingeplant. Anstatt Keramikziegeln wurde wieder Zypressenrinde für das Decken des Dachs verwendet, anstatt eines Erdbodens wurde der Boden mit Holzbrettern ausgelegt.

Während der Regentschaft der Fujiwara1 verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyōto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an. In Amida-Hallen werden in einer Verschmelzung religiöser und säkularer Ideen ein oder mehrere Darstellungen Buddhas in einem Gebäudekomplex errichtet, der den Residenzen der Adeligen ähnelt.

Während der Regentschaft der Fujiwara1 verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyōto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an. In Amida-Hallen werden in einer Verschmelzung religiöser und säkularer Ideen ein oder mehrere Darstellungen Buddhas in einem Gebäudekomplex errichtet, der den Residenzen der Adeligen ähnelt.

Die 1053 fertiggestellte Phönix-Halle (hōō-dō) des Byōdōin, einem Tempel in Uji südöstlich von Kyōto, ist eine solche Amida-Halle. Sie besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit zwei L-förmigen Seitenkorridoren und einem rückwärtigen Korridor2. Errichtet wurde sie am Ufer eines großen, künstlich angelegten Teichs. In ihrem Inneren befindet sich ein einzelnes goldenes Bildnis Amidas auf einem hohen Podest. In die Wände sind Reliefs von Geistern, die Amida beim erlösenden Abstieg (raigō) aus dem Westlichen Paradies begleiten, graviert. Farbig gemalte Darstellungen des Raigo auf den hölzernen Portalen der Phönix-Halle sind frühe Beispiele des japanischen Yamato-e, da sie Landschaftsbilder der Umgebung Kyōtos enthalten.

Die 1053 fertiggestellte Phönix-Halle (hōō-dō) des Byōdōin, einem Tempel in Uji südöstlich von Kyōto, ist eine solche Amida-Halle. Sie besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit zwei L-förmigen Seitenkorridoren und einem rückwärtigen Korridor2. Errichtet wurde sie am Ufer eines großen, künstlich angelegten Teichs. In ihrem Inneren befindet sich ein einzelnes goldenes Bildnis Amidas auf einem hohen Podest. In die Wände sind Reliefs von Geistern, die Amida beim erlösenden Abstieg (raigō) aus dem Westlichen Paradies begleiten, graviert. Farbig gemalte Darstellungen des Raigo auf den hölzernen Portalen der Phönix-Halle sind frühe Beispiele des japanischen Yamato-e, da sie Landschaftsbilder der Umgebung Kyōtos enthalten.

Während des Genpei-Krieges (1180–1185) wurden viele traditionelle Gebäude in Nara und Kyōto beschädigt. Beispielsweise wurden der Kōfukuji und der Tōdaiji von Taira no Shigehira niedergebrannt. Viele der zerstörten Tempel und Schreine wurden vom Kamakura-Shōgunat errichtet um die Autorität des Shōgun zu stärken. Dieses Wiederaufbauprogramm war so intensiv, dass die Kamakura-Zeit stilbildend für Tempel und Schreine nachfolgender Epochen wurde t

Während des Genpei-Krieges (1180–1185) wurden viele traditionelle Gebäude in Nara und Kyōto beschädigt. Beispielsweise wurden der Kōfukuji und der Tōdaiji von Taira no Shigehira niedergebrannt. Viele der zerstörten Tempel und Schreine wurden vom Kamakura-Shōgunat errichtet um die Autorität des Shōgun zu stärken. Dieses Wiederaufbauprogramm war so intensiv, dass die Kamakura-Zeit stilbildend für Tempel und Schreine nachfolgender Epochen wurde t

1 Die 1053 fertiggestellte Phönix-Halle, apanische buddhistische Architektur 2 L-förmigen Seitenkorridoren 3 Aus einem rechteckigen Hauptgebäude, in einem Gebäudekomplex errichtet 4 Korridor. S. 28-35, künstlich angelegten Teichs


Typografie, Bild & Layout 28 | 29

DAS JAPANISCHE HAUS Wohnen im 18. Jahrhundert. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung f端hrend.

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KONZEPT 2 FORMAT RASTER FARBE BILDWAHL SCHRIFT SCRIBBLES LAYOUT


KONZEPT 2 FORMAT RASTER FARBE

Im zweiten Konzept wollten wir ein dynamisches Layout. Interessanterweise ergibt das Hochformat auf einer Doppelseite wieder eine quadratische Form. Im Raster legten wir Wert darauf Inhalte an den Seiten zu platzieren und die

Innenstege großzügig zu dimensioniere. Inhalte waren für uns so noch besser lesbar. Als Besonderheit muss der Leser jedes mal bei einem Architekten das Buch drehen und bekommt eine Klappseite als Einleitung zu der Person.

Tatami-Einheit 80 mm x 160 mm

4 Tatami-Einheiten 160 mm x 320 mm


Typografie, Bild & Layout 32 | 33

Farbe C0M0Y0K0 C 0 M 0 Y 0 K 15 C 0 M 0 Y 0 K 100


KONZEPT 2 BILDWAHL

Bildmotive Betonen das hochkantige Format.

Bei den Bildern war uns wichtig, dass sie auf den Leser reduziert und modern wirken sollten. Es musste aber trotz ihrer Farbigkeit ein ruhiger Bildstil sein, der durch eine einheitliche Farbstimmung unterstützt wird. Klare Proportionen und

ein atmosphärischer Bildaufbau waren uns hierbei wichtig. Die Bilder sollten nicht all zu klein erscheinen und ihr Format soll das Hochformat betonen. Wir achteten auf eine hohe Qualität der Bilder mit einer hohen Tiefenschärfe.

Für die meisten Seiten verwendeten wir helle Bildmotive, bis auf die Seiten des alten Japans, dort kamen dunkle s/w Bilder zum Einsatz.


Typografie, Bild & Layout 34 | 35


KONZEPT 2 SCHRIFT

Für das zweite Konzept verwendeten wir die Blender von Die Gestalten. Sie basiert auf der „Gridnik“ vom holländischen Designer Wim Crouwel in den späten 60ern. Sie hat eine konstruierte Erscheinung, wirkt statisch und in Großbuchst-

abend passend zur Architektur. In kleiner Größe hat die Schrift die besondere Eigenschaft eine sachliche Lesbarkeit zu erhalten, während sie in höherer Größe ihre kantigen Formen gut plakativ ausspielen kann. Wir setzten sie im Fließtext

mit 9 pt ein, bei den Legenden verwendeten wir 7 pt. In der Headline kommen 9 pt in bold zum Einsatz.


Typografie, Bild & Layout 36 | 37

Headline Schriftgröße 9pt Zeilenabstand 11 pt Schriftschnitt bold, light Schriftfarbe K100

Fließtext Schriftgröße 9 pt Zeilenabstand 11 pt Schriftschnitt book Schriftfarbe K100

Schmale, lange Spalten prägen und unterstützen das Erscheinungsbild des zweiten Konzeptes

Pagina Schriftgröße 7 pt Zeilenabstand 8 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe 100% K

Spalte Spaltenbreite 52 mm

Beispieltext der Blender book Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen Kofun-Hügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne. Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastro-


KONZEPT 2 SCRIBBLES

INNENSEITEN Erste Entwurfsphase des dritten Konzepts


Typografie, Bild & Layout 38 | 39


KONZEPT 2 LAYOUT

Entw端rfe Erste Umsetzung der Scribbles


Typografie, Bild & Layout 40 | 41


KONZEPT 3 AUFGABE FORMAT GESTALTUNGSRASTER GLIEDERUNG LAYOUT

Typografie, Bild & Layout 42 | 43


KONZEPT 3 FORMAT RASTER FARBE

Im dritten Konzept wollten wir die eine ruhiges Format schaffen. Wir wählten eine quadratische Form, verwendeten nur eine Schriftgröße und ein Schriftschnitt und hängten alle Elemente an einer Wäscheleine auf. Somit entstand

Tatami-Einheit 80 mm x 160 mm

8 Tatami-Einheiten 320 mm x 320 mm

ein einheitliches Erscheinungsbild. Bei den Farben verwendeten wir noch Rot als Akzentfarbe. Auch die Verbindung zu Japan war dabei Absicht. Das ganze Konzept ist durch seinen enormen Weißraum geprägt.


Typografie, Bild & Layout 44 | 45

Farbe C0M0Y0K0 C 0 M 100 Y 100 K 0 C 0 M 0 Y 0 K 100


KONZEPT 3 BILDWAHL

Bildmotive S/W

Um die Ausgewogenheit und Harmonie in diesem Konzept zu verdeutlichen, wählten wir ruhende Motive in Schwarz und Weiß. Durch ihr stimmiges Zusammenspiel von Licht und Raum wird die Aufmerksamkeit des Betrachters

geweckt. Die meist quadratische Form und die drakonische Positionierung sorgen für ein harmonisches Gleichgewicht mit dem Weißraum und unterstützen somit ganz den Grundgedanken des Konzeptes. Um dennoch keine

monotone Anordnung zu erzeugen, werden mehrere Bildmotive über zwei Seiten zueinander angeschnitten und brechen somit sporadisch aus dem strengen Quadrat.


Typografie, Bild & Layout 46 | 47

Sporadisches Abkommen von der strengen quadratischen Form sorgen f端r Abwechslung.


KONZEPT 3 SCHRIFT

Als Schrift wählten wir für dieses Konzept eine junge Schrift, die Akkurat. 2004 entworfen vom Schweizer Laurenz Brunner (herausgegeben von Lineto). Wir wollten eine sachliche, nüchterne Font, die sich ganz im Hintergrund hält. Die

AKKURAT

Wurzeln der Akkurat sind sicherlich mit denen einer Helvetica oder Akzidenz Grotesk identisch. Ihre Form spiegelt die Tradition pragmatischer Schweizerischer Gestaltung wider, also simple Formgebung gepaart mit formaler Präzision.

Die Schrift kommt im sowohl im Fließtext zum Einsatz sowie als Headline-Schrift. Eine Besonderheit in diesem Konzept stellt die konsequente Verwendung von nur einer Schriftgröße (8 pt) und eines Schriftschnittes (light) dar.

Lineto

30pt LIGHT

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrstuvwxyzß 0123456789'”:;=<>+,-.?!¿¡#%&* áàâäãåæóòôöõœøúùûüéèêëíìîïçñ ÁÀÂÄÃÅÆÓÒÔÖÕŒØÚÙÛÜÉÈÊËÍÌÎÏÇÑ 8pt

THIN

A certain father had two sons, the elder of whom was smart and sensible, and could do everything, but the younger was stupid and could neither learn nor understand anything, and when people saw him they said: „There’s a fellow who will give his father some trouble!“ When anything had to be done, it was always the elder who was forced to do it; but if his father bade him fetch anything when it was late, or in the night-time, and the way led through the churchyard, or any other dismal place,


Typografie, Bild & Layout 48 | 49

Headline Schriftgröße 8pt Zeilenabstand 10 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe 100% M, 100% K

Fließtext Schriftgröße 8pt Zeilenabstand 10 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe 100% K

Durchgängig nur eine Schriftgröße und -schnitt prägen das sachliche Erscheinungsbild in Konzept 3

Das Phänomen Japan

Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen Kofun-Hügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.Rekonstruierte Rundhäuser der Yayoi-Zeit in Setouchi. Aus der Yayoi-Zeit gibt es keine erhaltenen Bauten mehr, und die ältesten japanischen Texte wie beispielsweise Kojiki und Nihonshoki erwähnen Architektur kaum. Aufgrund von Ausgrabungen ist bekannt, dass damalige Bauernhäuser strohgedeckt und mit Erdboden gebaut wurden. In Gebieten mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit hatten die Häuser bereits Holzböden. Als sich der Reisanbau von China nach Japan ausbreitete, wurden damit auch die Gemeinschaften größer, und es kamen größere Gebäude für die lokale Herrscherfamilie oder für Reisspeicher auf. Beispiele dafür sind die Sannai-Maruyama-Ausgrabungsstätte (vor dem 2. Jhd v. Chr.) in Aomori oder Yoshinogari in Saga (vor dem 3. Jhd v. Chr.).Der Stil dieser Architektur hat sich im Heiligtum des Ise-Schreins bis heute erhalten.Daisen-kofun. Nach dem 3. Jahrhundert entwickelte sich eine zentralisierte Verwaltung. Prägend für die als Kofun-Zeit bekannte Periode sind die namensgebenden schlüssellochförmigen Hügelgräber, die Kofun. Diese Fürstengräber legen Zeugnis von der neuen Nassreisfeldbaukultur ab, die Japan nun prägt, denn die Grabstätten sind von Wassergräben umgeben. Die Bauweise der Gräber ist von der koreanischen Halbinsel übernommen, wo sich ähnliche Bauwerke finden. Das bemerkenswerteste ist Daisen-kofun, das Grab von Kaiser Nintoku. Dieses Kofun ist ungefähr 486 auf 305 m groß, bei einer Höhe von 35 m. Mit den buddhistischen Mönchen und Gelehrten kam im

6. Jahrhundert auch die chinesische Architektur der Sui-Dynastie nach Japan. Der Stil der neu errichteten buddhistischen Tempel sollte die japanische Architektur nachhaltig prägen. Hauptbaumaterial der Asuka- und Narazeit war Holz. Durch Brände und Naturkatastrophen sind diese Gebäude immer wieder zerstört worden, doch einige wenige Tempel sind zumindest teilweise im Original erhalten. Wichtiger noch für die Erhaltung der Architektur dieser Epoche ist allerdings, das viele Gebäude über die Jahrhunderte mehrfach originalgetreu wieder aufgebaut wurden, weswegen sich auch die Kenntnis der Bautechniken größtenteils erhalten hat.Die ältesten buddhistischen Bauten in Japan und die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt stehen im H-ji im Südwesten der Präfektur Nara. Sie sind das herausragendste Beispiel für die Architektur aus der Asuka-Zeit. Die 41 Gebäude des Tempel komplexes wurden im 7. Jahrhundert als privater Tempel von Shtoku Taishi errichtet.Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingonsh Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode.

Innenraum

20/21

Während der Regentschaft der Fujiwara verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an.

Spalte Spaltenbreite 62 mm

BEISPIELTEXT Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen KofunHügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne.

Pagina Schriftgröße 8pt Zeilenabstand 10 pt Schriftschnitt light Schriftfarbe 100% K


KONZEPT 3 SCRIBBLES

Entw端rfe Inhaltsverzeichnis Text und Zitat Nur Text Text und Bild Grundrisse


Typografie, Bild & Layout 50 | 51


KONZEPT 3 LAYOUT

Die neue Wohnung und das alte Japan

Inhalt

Karin Kirsch

12 Das Phänomen Japan

Stichwort Geschichte Frühe Reiseberichte Die Öffnung Japans Der Westen und Japans Kultur

28 Frank Llyod Wright

Stichwort Geschichte Frühe Reiseberichte Die Öffnung Japans Der Westen und Japans Kultur

44 Die Weltausstellung

London 1851 London 1862 Paris 1867 Wien 1873 Philadelphia 1876

70 Charles Rennie Mackintosh

1875 - 1952 Leben Werke Einflüsse

12 Das Phänomen Japan

Stichwort Geschichte Frühe Reiseberichte Die Öffnung Japans Der Westen und Japans Kultur

44 Toyo Ito

London 1851 London 1862 Paris 1867 Rom 1876

44 Die Weltausstellung

London 1851 London 1862 Paris 1867

56 Walter Gropius

1875 - 1952 Leben Werke Einflüsse

78 Edward William Godwin

1875 - 1952 Leben Werke Einflüsse

92 Egon Eiermann

Leben Werke Einflüsse


Typografie, Bild & Layout 52 | 53

Das Ph채nomen Japan

La faciliq uamcommy nullandip eum amet landre coreetuero ex eumsandignis adit aci blaore dolore min euguerat del ullam, commy nos adiam doloborper illa facip er si. Onulput ilit ate doloborerat. Ut utpat lore vent inis alisim quat dunt ing ercillam deliscin henibh exero er si blaore mod eu facilit am illamet vent etum veriusto consequiscin volestie tat iurer suscill andipit velendre tie molum duissenibh eu faciliq uipisim aliquamet nit praestie dipit adiam vulputat essequat. Ut in henim dit ad eu feugiating esequat, con venit pratum dolore volore dionse faccum dignim zzriliquam dipit nim dolut wismod eu facil ullam do ea augait ing eu facillu ptatisl ing esecte tat, conullan velendr ercipit pratuer sum do commodo lortionullum acillam dolorem quam dolobor iriuscilla facilis modiat dolorerci blam iusto exerit, se mod erit il illa ad tat. Riure consequi blam vero core consed te ex el et, sum vent . lum quamconsed dolobore faccum quamcommod eugiat, quat. Molum vel dipissed min exeraes sequatue facing eum irit at lortisl iliquismod er ing ercin ut nullum duis del ulput loborem velit iurem ing el euismolore con utem velis ad mod dolore modoloreet vent auguero erosto eummy nonsequat nos nulpute minim adiam alisl ut lam ero dunt wissi. Em eum inibh etum quat nibh eugiatis nis exer amet doluptat wiscill andrem ver il dolorem venis exer iliquat alisi et wis exero od magna facil endipsustie min henim ipit lobor si.

Das Ph채nomen Japan Kleiner Text ganz rechts: Bildbeschreibung rechts: Bildbeschreibung

Innenraum

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KONZEPT 3 LAYOUT

Aufbau Die Anordnung der Elemente orientieren sich an einer Wäscheleine und sorgt für Ruhe und Übersicht.

Das Phänomen Japan

Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen Kofun-Hügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.Rekonstruierte Rundhäuser der Yayoi-Zeit in Setouchi. Aus der Yayoi-Zeit gibt es keine erhaltenen Bauten mehr, und die ältesten japanischen Texte wie beispielsweise Kojiki und Nihonshoki erwähnen Architektur kaum. Aufgrund von Ausgrabungen ist bekannt, dass damalige Bauernhäuser strohgedeckt und mit Erdboden gebaut wurden. In Gebieten mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit hatten die Häuser bereits Holzböden. Als sich der Reisanbau von China nach Japan ausbreitete, wurden damit auch die Gemeinschaften größer, und es kamen größere Gebäude für die lokale Herrscherfamilie oder für Reisspeicher auf. Beispiele dafür sind die Sannai-Maruyama-Ausgrabungsstätte (vor dem 2. Jhd v. Chr.) in Aomori oder Yoshinogari in Saga (vor dem 3. Jhd v. Chr.).Der Stil dieser Architektur hat sich im Heiligtum des Ise-Schreins bis heute erhalten.Daisen-kofun. Nach dem 3. Jahrhundert entwickelte sich eine zentralisierte Verwaltung. Prägend für die als Kofun-Zeit bekannte Periode sind die namensgebenden schlüssellochförmigen Hügelgräber, die Kofun. Diese Fürstengräber legen Zeugnis von der neuen Nassreisfeldbaukultur ab, die Japan nun prägt, denn die Grabstätten sind von Wassergräben umgeben. Die Bauweise der Gräber ist von der koreanischen Halbinsel übernommen, wo sich ähnliche Bauwerke finden. Das bemerkenswerteste ist Daisen-kofun, das Grab von Kaiser Nintoku. Dieses Kofun ist ungefähr 486 auf 305 m groß, bei einer Höhe von 35 m. Mit den buddhistischen Mönchen und Gelehrten kam im

Das Phänomen Japan

Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen Kofun-Hügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.Rekonstruierte Rundhäuser der Yayoi-Zeit in Setouchi. Aus der Yayoi-Zeit gibt es keine erhaltenen Bauten mehr, und die ältesten japanischen Texte wie beispielsweise Kojiki und Nihonshoki erwähnen Architektur kaum. Aufgrund von Ausgrabungen ist bekannt, dass damalige Bauernhäuser strohgedeckt und mit Erdboden gebaut wurden. In Gebieten mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit hatten die Häuser bereits Holzböden. Als sich der Reisanbau von China nach Japan ausbreitete, wurden damit auch die Gemeinschaften größer, und es kamen größere Gebäude für die lokale Herrscherfamilie oder für Reisspeicher auf. Beispiele dafür sind die Sannai-Maruyama-Ausgrabungsstätte (vor dem 2. Jhd v. Chr.) in Aomori oder Yoshinogari in Saga (vor dem 3. Jhd v. Chr.).Der Stil dieser Architektur hat sich im Heiligtum des Ise-Schreins bis heute erhalten.Daisen-kofun. Nach dem 3. Jahrhundert entwickelte sich eine zentralisierte Verwaltung. Prägend für die als Kofun-Zeit bekannte Periode sind die namensgebenden schlüssellochförmigen Hügelgräber, die Kofun. Diese Fürstengräber legen Zeugnis von der neuen Nassreisfeldbaukultur ab, die Japan nun prägt, denn die Grabstätten sind von Wassergräben umgeben. Die Bauweise der Gräber ist von der koreanischen Halbinsel übernommen, wo sich ähnliche Bauwerke finden. Das bemerkenswerteste ist Daisen-kofun, das Grab von Kaiser Nintoku. Dieses Kofun ist ungefähr 486 auf 305 m groß, bei einer Höhe von 35 m. Mit den buddhistischen Mönchen und Gelehrten kam im

6. Jahrhundert auch die chinesische Architektur der Sui-Dynastie nach Japan. Der Stil der neu errichteten buddhistischen Tempel sollte die japanische Architektur nachhaltig prägen. Hauptbaumaterial der Asuka- und Narazeit war Holz. Durch Brände und Naturkatastrophen sind diese Gebäude immer wieder zerstört worden, doch einige wenige Tempel sind zumindest teilweise im Original erhalten. Wichtiger noch für die Erhaltung der Architektur dieser Epoche ist allerdings, das viele Gebäude über die Jahrhunderte mehrfach originalgetreu wieder aufgebaut wurden, weswegen sich auch die Kenntnis der Bautechniken größtenteils erhalten hat.Die ältesten buddhistischen Bauten in Japan und die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt stehen im H-ji im Südwesten der Präfektur Nara. Sie sind das herausragendste Beispiel für die Architektur aus der Asuka-Zeit. Die 41 Gebäude des Tempel komplexes wurden im 7. Jahrhundert als privater Tempel von Shtoku Taishi errichtet.Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingonsh Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode.

„facilis modiat dolorerci Riure consequi blam vero core consed te ex el et, sum vent“ .

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- Johann Wolfgang von Goethe

Während der Regentschaft der Fujiwara verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an.

6. Jahrhundert auch die chinesische Architektur der Sui-Dynastie nach Japan. Der Stil der neu errichteten buddhistischen Tempel sollte die japanische Architektur nachhaltig prägen. Hauptbaumaterial der Asuka- und Narazeit war Holz. Durch Brände und Naturkatastrophen sind diese Gebäude immer wieder zerstört worden, doch einige wenige Tempel sind zumindest teilweise im Original erhalten. Wichtiger noch für die Erhaltung der Architektur dieser Epoche ist allerdings, das viele Gebäude über die Jahrhunderte mehrfach originalgetreu wieder aufgebaut wurden, weswegen sich auch die Kenntnis der Bautechniken größtenteils erhalten hat.Die ältesten buddhistischen Bauten in Japan und die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt stehen im H-ji im Südwesten der Präfektur Nara. Sie sind das herausragendste Beispiel für die Architektur aus der Asuka-Zeit. Die 41 Gebäude des Tempel komplexes wurden im 7. Jahrhundert als privater Tempel von Shtoku Taishi errichtet.Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingonsh Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode. Während der Regentschaft der Fujiwara verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an.

Innenraum

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Typografie, Bild & Layout 54 | 55

Llyod Wright

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Kleiner Text ganz rechts: Bildbeschreibung rechts: Bildbeschreibung

Das Phänomen Japan Kleiner Text ganz rechts: Bildbeschreibung rechts: Bildbeschreibung

Die Japanische Architektur reicht von den ersten Siedlungen der Yayoi-Zeit und die großen Kofun-Hügelgräber über die chinesisch beeinflussten Bauten des klassischen und mittelalterlichen Japans und die Städte und Burgen der Edo-Zeit bis hin zur Moderne. Die moderne japanische Architektur ist weltweiter Vorreiter, was Katastrophenschutz und Erdbebensicherheit angeht, und ist aber auch durch weltweit bekannte Stararchitekten in Form und Gestaltung führend.Rekonstruierte Rundhäuser der Yayoi-Zeit in Setouchi. Aus der Yayoi-Zeit gibt es keine erhaltenen Bauten mehr, und die ältesten japanischen Texte wie beispielsweise Kojiki und Nihonshoki erwähnen Architektur kaum. Aufgrund von Ausgrabungen ist bekannt, dass damalige Bauernhäuser strohgedeckt und mit Erdboden gebaut wurden. In Gebieten mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit hatten die Häuser bereits Holzböden. Als sich der Reisanbau von China nach Japan ausbreitete, wurden damit auch die Gemeinschaften größer, und es kamen größere Gebäude für die lokale Herrscherfamilie oder für Reisspeicher auf. Beispiele dafür sind die Sannai-Maruyama-Ausgrabungsstätte (vor dem 2. Jhd v. Chr.) in Aomori oder Yoshinogari in Saga (vor dem 3. Jhd v. Chr.).Der Stil dieser Architektur hat sich im Heiligtum des Ise-Schreins bis heute erhalten.Daisen-kofun. Nach dem 3. Jahrhundert entwickelte sich eine zentralisierte Verwaltung. Prägend für die als Kofun-Zeit bekannte Periode sind die namensgebenden schlüssellochförmigen Hügelgräber, die Kofun. Diese Fürstengräber legen Zeugnis von der neuen Nassreisfeldbaukultur ab, die Japan nun prägt, denn die Grabstätten sind von Wassergräben umgeben. Die Bauweise der Gräber ist von der koreanischen Halbinsel übernommen, wo sich ähnliche Bauwerke finden. Das bemerkenswerteste ist Daisen-kofun, das Grab von Kaiser Nintoku. Dieses Kofun ist ungefähr 486 auf 305 m groß, bei einer Höhe von 35 m. Mit den buddhistischen Mönchen und Gelehrten kam im 6. Jahrhundert auch die chinesische Architektur der Sui-Dynastie nach Japan. Der Stil der

neu errichteten buddhistischen Tempel sollte die japanische Architektur nachhaltig prägen. Hauptbaumaterial der Asuka- und Narazeit war Holz. Durch Brände und Naturkatastrophen sind diese Gebäude immer wieder zerstört worden, doch einige wenige Tempel sind zumindest teilweise im Original erhalten. Wichtiger noch für die Erhaltung der Architektur dieser Epoche ist allerdings, das viele Gebäude über die Jahrhunderte mehrfach originalgetreu wieder aufgebaut wurden, weswegen sich auch die Kenntnis der Bautechniken größtenteils erhalten hat.Die ältesten buddhistischen Bauten in Japan und die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt stehen im H-ji im Südwesten der Präfektur Nara. Sie sind das herausragendste Beispiel für die Architektur aus der Asuka-Zeit. Die 41 Gebäude des Tempel komplexes wurden im 7. Jahrhundert als privater Tempel von Shtoku Taishi errichtet.Der Buddhismus gewann immer mehr Einfluss in Nara, und der Mönch Kkai (774–835) bereiste China und studierte in Xian Tantra bzw. Vajrayana. Zurück in Japan gründete er Shingonsh Im Zentrum dieser Lehre standen Mandalas, Diagramme des spirituellen Universums, die auch den Tempelbau beeinflussten. Japanische buddhistische Architektur übernahm auch die unter dem Namen Stupa bekannten Grabhügel, und ihre chinesische Weiterentwicklung, die Pagode. Während der Regentschaft der Fujiwara verbreitete sich der Amidismus, der eine Erlösung durch das Vertrauen auf die Güte Amidas ermöglicht. Gleichzeitig entwickelte der Adel in Kyto höfische Umgangsformen, die das Streben nach Eleganz und Ästhetik wertschätzten. Ihre Vorstellung vom Paradies (dem „reinen Land“) passte sich dem höfischen Ideal an.

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ZWISCHENPRÄSENTATION ÜBERSICHT BÖGEN ENTSCHEIDUNG


ZWISCHENPRÄSENTATION ÜBERSICHT


Typografie, Bild & Layout 58 | 59

Konzept 1

Konzept 2

Konzept 3

Charakter

sachlich

plakativ

schlicht

Format

240 x 320 mm

160 x 320 mm

320 x 320 mm

Schrift

FF Din Pro

Blender

Akkurat

Farben

Brauntรถne, Schwarz

Grau, Schwarz

Rot, Schwarz

Bilder

s/w

farbig

s/w

Architekten

Runde Kreisform an der Stelle der Seitenzahl

Wenden des Buches

Am Ende einzeln aufgelistet


ZWISCHENPRÄSENTATION BÖGEN

Konzept 1 Präsentationsbogen des ersten Konzeptes

Konzept 3 Präsentationsbogen des dritten Konzeptes


Typografie, Bild & Layout 60 | 61

KONZEPT 2 Pr채sentationsbogen des zweiten Konzeptes


ZWISCHENPRÄSENTATION ENTSCHEIDUNG

Nach der Zwischenpräsentation standen wir vor der Entscheidung, welches der drei Konzepte wir weiter ausarbeiten. Unsere Favoriten waren nach Analyse der Potentiale, das Konzept 2 und 3. Wir werteten beide Konzepte in ihren

Vor- und Nachteilen aus. Dabei sagte uns letztendlich das dynamischere zweite Konzept mehr zu. Vor allem das Buchdrehen bei Kapitelwechsel , die verwendete Schrift Blender und das spannende Hochformat überzeugten uns mehr.

Vorteile Konzept 3 - Starke Ruhe im Layout - Klare Anordnung von Inhalten - Reduziert, aber durch kleine Layoutbrüche spannend

Das Phänomen Japan Kleiner Text ganz rechts: Bildbeschreibung rechts: Bildbeschreibung

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Typografie, Bild & Layout 62 | 63

Vorteile Konzept 2 - Abwechslungsreiche Einbindung der Architekten - Dynamisches Hochformat - Spannende Schrift


PRÄSENTATION ANSICHTSEXEMPLAR ENDERGEBNIS


PRÄSENTATION ANSICHTSEXEMPLAR

Dummy Präsentation des Konzeptes anhand eines Ansichtexemplars.


Typografie, Bild & Layout 66 | 67


PRĂ&#x201E;SENTATION Endergebnis

Ansichtexemplar Skalierte Ansicht unseres Endergebnisses. Ausgearbeitet Konzept 2 Originalformat 160 mm x320 mm Schrift Blender


Typografie, Bild & Layout 68 | 69

Documentation  

Typography

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