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Jahresbericht 2015/16 GB_15-16_deutsch {dt}.indd 1

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Inhalt Zahlenspiegel

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Überblick

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Das Umfeld

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Schwerpunkte

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Organisation

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Leitbild

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Jahresrechnung

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Hingeschaut

12

Ausblick

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Swissgenetics Meielenfeldweg 12 Postfach 466 3052 Zollikofen Tel. 031 910 62 62 info@swissgenetics.ch www.swissgenetics.ch / www.swissgenetics.com www.facebook.com/swissgenetics Die Bilder in diesem Jahresbericht zeigen Impressionen des mehrtägigen Events im Stallneubau für Jungstiere in Langnau b. Reiden. Sie stammen von Swissgenetics und Dominique Savary, Sâles.

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Zahlenspiegel Beschäftigte Personen (per 30.06.2016) Vollzeitstellen (Ø Geschäftsjahr) Total Kunden Jahresumsatz (in Mio. CHF)

3 357 276.6 26’630

Brown Swiss 16.4

58.0

Erstbesamungen (EB)

474’930

Gesamtbesamungen (KB)

799’935

Verkaufte Samendosen Schweiz

889’720

Verkaufte Samendosen International

433’080

Produzierte Samendosen

Verkauf CH pro Rasse in %

Fleischrassen 41.8

71.9

Stierbestand (per 30.06.2016)

561

Anzahl eingesetzter Prüfstiere

143

Red Holstein 13.1 Rotfaktor 0.8 Holstein 11.8

2’634’245

NRR 56 Tage (konvent. Samendosen)

Original Braunvieh 2.7

Eringer 1.1

Montbéliarde 1.0

Swiss Fleckvieh 6.8 Simmental Doppelnutzung 3.6

Verkauf CH aus eigener Produktion in % (Inlandanteil) 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0

Fleischrassen 86.4

Brown Swiss 95.4

Red Holstein 86.2

Holstein 41.8

Total über alle Rassen: 82.2%

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Überblick umsatz verkaufter Samendosen bei, im Direktverkauf-Kanal sogar 36%. Die Zunahme von verkauften Optimis-Samendosen um 73% auf 106’000 Dosen hat eine neue Rekordmarke erreicht. Dies ergibt einen durchschnittlichen Optimis-Anteil bei den Milchund Doppelnutzungsrassen (ohne Prüfgenetik) von 20%. Der Export von Samendosen konnte mit 433’000 Dosen um ganze 16% gegenüber Vorjahr zulegen. Dies trotz nach wie vor erschwerten Import-Bedingungen in einigen Ländern. Auch der starke Franken hat sich gegenüber Vorjahr kaum erholt. Der Gesamtumsatz von Swissgenetics lag mit 58 Mio. (+0.9%) leicht über Vorjahr. Swissgenetics weiss das grosse Vertrauen der Kundschaft sehr zu schätzen und bedankt sich hierfür herzlich. Ein Dankeschön gilt auch allen Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz. Dominique Savary Präsident

Verkaufte Samendosen seleXYon CH

60’000

40

500’000

50’000

400’000

40’000

300’000

30’000

200’000

20’000

100’000

10’000

0

0

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Stefan Felder-Reiche Direktor

Anteil Fleischrassenbesamungen in %

35 30 25

15/16

14/15

13/14

12/13

11/12

10/11

09/10

08/09

15/16

14/15

13/14

12/13

11/12

10/11

09/10

20 08/09

15/16

600’000

14/15

45

13/14

70’000

12/13

700’000

11/12

80’000

10/11

800’000

09/10

90’000

08/09

900’000

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100’000

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1’000’000

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Verkaufte Samendosen CH

Die Veränderungen in der Anzahl durchgeführter Besamungen (–1.9%) und verkaufter Samendosen im Inland (–0.7%) lagen im Trend der letzten Jahre. Der Umsatz im Verkauf von Hoflieferprodukten erlitt erstmals einen leichten Rückgang (–4.6%), da wegen neuer gesetzlicher Vorgaben unser umsatzstärkstes Produkt aus dem Sortiment genommen werden musste. Die letztjährige Rekordmarke im Anteil von Fleischrassen-Stieren am Gesamteinsatz wurde mit 43% übertroffen (+2%). Die im Geschäftsjahr 14/15 getätigten Investitionen in das Trennlabor in Mülligen haben sich als richtig erwiesen. Der Inlandabsatz von seleXYon-Samendosen verzeichnete mit 92’000 Dosen eine Zunahme um 41% gegenüber Vorjahr. Hiervon wurden drei Viertel im eigenen Trennlabor, also von Schweizer Stieren, produziert. Die seleXYon-Dosen steuerten somit bereits 20% zum Gesamt-

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Ende Oktober 2015 konnte mit dem Stall-Neubau an der Aufzuchtstation in Langnau bei Reiden ein wichtiges Investitionsvorhaben von Swissgenetics erfolgreich und termingerecht realisiert werden. Dies wurde mit mehreren Anlässen im Neubau entsprechend gefeiert. Swissgenetics lud an vier Tagen die Delegierten, Stierenzüchter sowie die gesamte Belegschaft nach Langnau ein. Am letzten Tag fand ein Tag der offenen Tür für die interessierte Bevölkerung statt. Insgesamt konnten rund 1’000 Gäste die topmodernen, fürs grösstmögliche Tierwohl konzipierten Stallungen besichtigen. Die Bilder im vorliegenden Jahresbericht zeigen den Neubau, der zudem mit einer leistungsfähigen FotovoltaikAnlage ausgerüstet ist. Diese produziert mehr als den gesamten Strombedarf von Swissgenetics.

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Das Umfeld

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Leider hat sich die im letzten Jahresbericht erwähnte Prognose des BLW bestätigt, dass sich die gedrückte Lage auf dem Milchmarkt in den kommenden Jahren nicht entspannen werde. Der Milchpreis erreichte mit 53,96 Rp./kg im März 2016 den Tiefststand seit Beginn der Erhebungen im Mai 1999. Die Anzahl milchproduzierender Betriebe reduzierte sich um 746 auf total 21’851 (–3.3%). Dasselbe gilt für den Rindviehbestand, welcher Ende Mai 2016 mit 785’891 Tieren einen Tiefststand erreichte. Besser war die Situation beim Schlachtvieh. Dank des intakten Grenzschutzes für Fleisch waren die Preise für Bankvieh, -kälber und Schlachtkühe auf gutem Niveau. Die hohen Preise für qualitativ gute Tränker trieben den Einsatz von Fleischrassensperma weiter in die Höhe. Der Markt wird die Tränkerqualität in Zukunft noch besser honorieren. Fünf Jahre nach Einführung der genomischen Selektion lassen sich bei den grossen Milchrassen die Zuchtwerte auf Basis des Genoms bereits mit einer relativ hohen Sicherheit bestimmen. Die rasante Weiterentwicklung dieser noch jungen Technologie beschleunigt den Zuchtfortschritt und verkürzt damit auch die Verweildauer der Stiere im Markt. Das Genetik-Angebot muss dementsprechend in höherer Kadenz aktualisiert werden, was wiederum erhöhte Anforderungen an die Kommunikation beim Kunden und auch an den Aussendienst stellt. Diese Entwicklungen stellen heute – u nd in Zukunft noch mehr – erhöhte Ansprüche an das Genetik-Angebot und den Service von Swissgenetics. Und zwar auf der ganzen Breite – von der Genetik-Selektion über den Einsatz von Spezialprodukten bis hin zu den Beratungsdiensleistungen beim Kunden. Der tiefe Milchpreis erfordert zudem eine sehr kostengünstige, effiziente Leistungserbringung. Swissgenetics will hierzu weiterhin sinnvolle, wirtschaftliche und möglichst kundenorientierte Lösungen anbieten.

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Schwerpunkte seleXYon setzt Rekordmarke Mit einem Plus von 49% gegenüber Vorjahr konnten die im eigenen Labor produzierten seleXYon-Dosen im Schweizer Markt eine neue Rekordmarke setzen. Zusammen mit den importierten Dosen legte das Verkaufsvolumen um insgesamt 41% zu. Der um 23% gesteigerte Absatz im Export unterstreicht die hohe Attraktivität dieses Spezialprodukts. seleXYon ist heute bei vielen Züchtern ein fester Bestandteil in der Betriebsstrategie – wie dies die Züchter in der neusten Werbekampagne von Swissgenetics auch bestätigen.

Verkaufte seleXYon-Dosen CH (in % verkaufter Samendosen) 40 35 30 25 20

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0 Brown Swiss

Holstein

2013/14

Red Holstein

2014/15

Jersey 2015/16

Verkaufte Samendosen Optimis CH

15/16

14/15

13/14

120’000 100’000 80’000 60’000 40’000 20’000 0 12/13

An einem mehrtägigen Event durften gegen 1’000 geladene Gäste und weitere Besucher den neuen Aufzuchtstall in Langnau besichtigen. Mit Gruppen- und Zweierboxen für rund 130 Jungstiere sowie den a rbeitstechnisch optimal gewählten Einrichtungen wurde den hohen Ansprüchen ans Tierwohl Rechnung getragen. Aber auch die auf den Dächern angebrachte Solaranlage mit 420’000 kWh erwartetem Jahresertrag war von grossem Interesse. Sie produziert mehr Strom, als Swissgenetics gesamtschweizerisch verbraucht.

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1’000 Besucher in Langnau

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Um dem rasanten Wandel in der Tierzucht gewachsen zu sein – eine Folge davon ist u.a. das engere Zusammenrücken von Red Holstein und Holstein – hat Swissgenetics vorausschauend den Bereich Genetik neu strukturiert. Auch die Vermarktung der Jungstiere wurde mit einem mehrmals jährlich erscheinenden «Update» als TORO-Beilage optimiert. Die bisherigen Prüfstiere integriert Swissgenetics ins Update als Optimis-Stiere mit dem «Vorteil Prüfbetrieb».

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Optimiert für Optimis

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7 Embryo-Produktion in Ins BE

ET-Station in Ins BE Der Zuchtfortschritt wird durch die genomische Selektion, aber auch durch den weltweiten Einsatz von modernen Reproduktions-Methoden stark beschleunigt. Hier kann Swissgenetics als globaler Anbieter von Rindergenetik nicht abseits stehen. Auf Mitte Juni 2016 trafen daher die ersten Rinder einer ET-Empfängerherde auf der Station in Ins ein. Swissgenetics will auf der ET-Station rund 300 Transfers pro Jahr auf Rinder durchführen. Die belegten Rinder werden dann bis zum Abkalben auf Partnerbetrieben gehalten.

Stallumbau in Mülligen

Produktions-Station Mülligen AG

Die Stallungen auf der Produktions-Station im aargauischen Mülligen stammen aus den 60er-Jahren. Trotz regelmässigen Anpassungen zugunsten des Tierwohls drängt sich ein Ersatz auf. Swissgenetics hat die Planung des dreiphasigen Neubaus in Angriff genommen. Grösste Herausforderung ist die Aufrechterhaltung der Samenproduktion während des gesamten Neubaus. Die Projektplanung ist bereits weit fortgeschritten. Der Abschluss der drei Bauphasen ist für 2021 vorgesehen.

Digitalisierung setzt sich durch Die IT, insbesondere die elektronische Datenerfassung und -verarbeitung, bildet immer mehr das Herzstück einer Unternehmung. Im Berichtsjahr wurden grosse Anstrengungen unternommen, die Digitalisierung mit modernster IT bis ganz nach vorne zum Besamungsdienst – und somit bis zum Kunden – zu b ringen. Ziel ist die Verbesserung der Dienstleistungen des Aussendienstes.

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Organisation Vorstand

Delegiertenversammlung

Dominique Savary Präsident Sâles Alfred Siegrist Vizepräsident/swissherdbook Meisterschwanden

Revisionsstelle

Simon Brügger Schweiz. Holsteinzuchtverband Willadingen

Vorstand

Olivier Chambaz swissherdbook Duillier

Geschäftsleitung

Bruno Käslin Braunvieh Schweiz Beckenried

Geschäftsbereiche

Genetik

Produktion

Verkauf

Marketing & International

Thomas Meier ISB Hagendorn Support

Beteiligungen AGRIBULLE SA, Grangeneuve, 1725 Posieux BALTIC VIANCO OÜ, 3932 Bauskas novads, Lettland ELVADATA AG, Schützenstrasse 10, 3052 Zollikofen SC BIAGEN-SELECT S.R.L., Bistrita BN 420062, Rumänien SWISSVETS AG, Meielenfeldweg 12, 3052 Zollikofen UMOTEST, 259 route des Soudanières, CS 10002, 01250 Ceyzériat, Frankreich VIANCO AG, Laurstrasse 10, 5201 Brugg

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Christophe Noël ISB Vuissens Christoph Rotzer Eringerviehzuchtverband Salgesch Christian Rubin Mutterkuh Schweiz Aeschi Andreas Walser Braunvieh Schweiz Haldenstein

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Geschäftsleitung Dr. Stefan Felder-Reiche Direktor/Vorsitzender Geschäftsleitung Bereichsleiter Marketing & International a.i.

Dr. Ulrich Witschi Vizedirektor/Bereichsleiter Produktion

Hansjörg Bigler Bereichsleiter Genetik

Dr. Matthias Knöri Bereichsleiter Verkauf

Leitbild Kunden Wir bieten unseren Kunden optimal auf ihre Produktionsbedingungen ausgerichtete Dienstleistungen und Produkte und tragen damit nachhaltig zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg bei. Mit international wettbewerbsfähigen Genetikprogrammen sowie dem nationalen und globalen Vertrieb von hochwertiger Schweizer Genetik fördern wir die Wertschöpfung der einheimischen Rindviehzucht. Qualität Wir stellen die hohe Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen mit einem umfassenden Qualitätsmanagement sicher. Als Marktleader bieten wir in der ganzen Schweiz eine professionelle Samenübertragung und einen erstklassigen Service. Beim Umgang mit den Tieren beachten wir hohe ethische Grundsätze. Mitarbeitende

Markus Zogg Bereichsleiter Support

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Motivierte und innovative Mitarbeitende sind unser wichtigstes Kapital. Wir bieten optimale Arbeitsbedingungen und pflegen eine teamorientierte, verantwortungsbewusste Unternehmenskultur. Jeder trägt mit einer stetigen Verbesserung seiner individuellen Leistung und derjenigen seines Teams zum langfristigen Erfolg unserer Kunden und Swissgenetics bei.

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Jahresrechnung Bilanz

(in Tausend CHF) 30.06.2016

30.06.2015

19’762 25’821

19’598 25’271

AKTIVEN Total Umlaufvermögen Total Anlagevermögen Total Aktiven

45’583

44’869

PASSIVEN Total Fremdkapital Total Eigenkapital Total Passiven

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21’610 23’974

20’960 23’909 45’583

44’869

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11 Erfolgsrechnung Total Handelsertrag Total Dienstleistungsertrag Total übriger Ertrag Total Ertrag aus Lieferungen und Leistungen Material-, Warenaufwand, Dienstleistungen Personalaufwand Sonstiger Betriebsaufwand

2015/16

2014/15

38’108 18’769 1’103

37’399 18’938 1’128 57’981

–13’373 –28’584 –10’856

Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen/ Finanzerfolg (EBITDA) Abschreibungen

JAHRESGEWINN/-VERLUST

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–13’563 –28’858 –12’188

5’167 –4’008

Betriebliches Ergebnis vor Finanzerfolg (EBIT) Finanzerfolg, Nebenbetriebliche Erfolge, Steuern

57’465

2’856 –3’076

1’159 –1’095

–220 290

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70

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Hingeschaut Der Rindviehbestand (Tiere älter als 2 Jahre) in der Schweiz nimmt weiterhin ab, im Berichtsjahr um 8’352 Tiere (–1.0%). Gleichzeitig wuchs die Herdengrösse marginal von durchschnittlich 23.2 Tieren im Jahr 2014 auf 23.5 (+1.3%). Diese Entwicklung und die Zunahme der Anzahl Eigenbestandsbesamer führte auch im Berichtsjahr wiederum zu einem Rückgang der Besamungen (–1.9%). Die Anzahl exportierter Samendosen stieg trotz starkem Schweizer Franken gegenüber Vorjahr um 16%. Die Steigerung um 23% gegenüber Vorjahr bei den exportierten gesexten Samendosen (seleXYon) war mit ein Grund für einen erfreulichen Durchschnittserlös je Samendose. Mit einem Inlandanteil von 95% übertraf die Rasse Brown Swiss den Rekordwert aus dem Vorjahr um 1%. Red Holstein verzeichnete mit 86% ein Minus von 5% und Holstein mit 42% ein Plus von 2% gegenüber Vorjahr. Die Fleischrassen verhielten sich mit 86% stabil gegenüber Vorjahr. Bei den Originalrassen beschränkten sich die Importe auf einzelne Samendosen von speziellen Stieren. Im Berichtsjahr wurden von 1’490 Stieren Samendosen verkauft. 15 Stiere erreichten mehr als 10’000 KB, womit sie für knapp 40% der Gesamtbesamungen verantwortlich waren. Als Kontrapunkt hierzu stehen die 1’016 Stiere, welche es auf weniger als 10 Besamungen brachten. Die Rangliste der im Inland verkauften Samendosen nach Rassen führte Limousin mit 206’498 Dosen an. Gefolgt von Brown Swiss (145’590), Red Holstein (116’724) und Holstein (104’880). Mit 75’157 Dosen liegt das Misch-Sperma SILIAN vor der Schweizer Rasse Swiss Fleckvieh (60’702). Dank dem konstant hohen Besamungserfolg (NRR) leistet Swissgenetics einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit in der Milch- und Fleischproduktion.

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14/15

Eringer Boron Bob Casper

13/14

Montbéliarde Hummer-ET Crasat-ET Dolley-ET

12/13

Beef SILIAN-5 Electro LM Daniel LM

4’000’000 3’500’000 3’000’000 2’500’000 2’000’000 1’500’000 1’000’000 500’000 11/12

Original Braunvieh Lordan Vero U-Bach Held

10/11

Simmental Rafaele Sipan Burlan

Umsatz Hoflieferprodukte CH

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Swiss Fleckvieh Hardy Saiko Orlando

% KB total 39.2 39.6 18.4 2.3 0.4 100

Präsentierte Nachzuchtgruppen Brunegg/Thun 15/16 Anibal-ET (BS) Applejack (RH) Brian (SF) Calvin-ET (BS) Baltimor (RH) Edison (SF) Norwin (BS) Createur (RH) Freestyler (SF) Stabilo (BS) Ikar-ET (RH) Orlando (SF) Vidal-ET (BS) Levio (RH) Fels (SI) Vileno (BS) Rusty (RH) Rafaele (SI) Hecht (OB) Renato (SI) Melino (OB) Elvain-ET (HO) Sipan (SI) Vero U-Bach (OB)

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Stiere mit den höchsten Verkaufszahlen je Genetikprogramm im Inland 2015/16 Brown Swiss Red Holstein Holstein Blooming-ET Isor Smarakt-ET Norwin Rusty Brewmaster-ET Anibal-ET Luno Bubu-ET

Stiereneinsatz nach Häufigkeit 2015/16 Anzahl KB/Stier Anzahl Stiere >10’000 15 1’001–10’000 126 101–1’000 385 10–100 594 <10 1’016 Total 2’136

07/08

nach Markt 1 Österreich 2 Frankreich 3 Italien 4 Deutschland 5 Polen 6 England 7 Tunesien 8 Kolumbien 9 Türkei 10 USA

06/07

Exportumsatz 2015/16 nach Programm 1 Brown Swiss 2 Red Holstein 3 Simmental 4 Holstein 5 Original Braunvieh 6 Limousin 7 Swiss Fleckvieh 8 Simmental M 9 Angus 10 SILIAN

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Verkaufte Samendosen CH pro Rasse 2015/16

2015/16 200’000 150’000 100’000 50’000

is ro la C ha

B d’Aq londe ui t ai ne

B lue ium B e lg

Si m m

ent a

A ng

lM

us

N SI L I A

usin

0

Limo

NRR 56 Tage in %

konventionell

15/16

14/15

13/14

12/13

11/12

10/11

09/10

80 70 60 50 40 30 20 10 0 08/09

20’505 952 19’855 9’545 660 145’590 8’432 364 9’421 379 408 540 121 802 104’880 804 5’672 206’498 9’013 1’637 114 24’110 3’361 466 3’226 116’724 7’114 293 75’157 31’602 19’999 60’702 294 482

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Rasse Angus Aubrac Belgium Blue Blonde d’Aquitaine Braunvieh Fleisch Brown Swiss Charolais Dexter Eringer Evolène Galloway Hereford hornlos Highland-Cattle Hinterwälder Holstein Inra 95 Jersey Limousin Montbéliarde Normande Norwegische Rotbunte Original Braunvieh Piemontese Pinzgauer Rätisches Grauvieh Red Holstein Rotfaktorträger Salers SILIAN Simmental Simmental Fleisch Swiss Fleckvieh Wagyu Diverse (weniger als 100 verkaufte SD/Rasse)

Verkaufte Samendosen der wichtigsten Fleischrassen

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gesext

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Besamungen nach Kanton 2015/16 Kanton Aargau Appenzell Innerrhoden Appenzell Ausserrhoden Bern Basel-Landschaft Basel-Stadt Freiburg Genf Glarus Graubünden Jura Luzern Neuenburg Nidwalden Obwalden St. Gallen Schaffhausen Solothurn Schwyz Thurgau Tessin Uri Waadt Wallis Zug Zürich Fürstentum Liechtenstein

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KB 37’395 9’697 15’077 176’290 11’766 78 70’800 536 6’385 38’489 13’952 81’885 16’116 7’524 8’253 89’718 4’065 19’502 22’150 38’722 6’242 8’791 39’150 13’257 10’033 51’799

15

2’263

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Ausblick Das marktwirtschaftliche und technologische Umfeld von Swissgenetics wird in absehbarer Zeit anspruchsvoll bleiben. Mit einer proaktiven, vorausblickenden Handlungsweise auf die vielfältigen Veränderungen und Neuerungen wollen wir die Herausforderungen anpacken. Die genomische Selektion hat in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen in der Rindviehzucht ausgelöst. Gepaart mit weiterentwickelten und effizienteren Reproduktionstechnologien beschleunigt dies den Zuchtfortschritt gewaltig. Swissgenetics nahm gegen Ende des Geschäftsjahres im bernischen Ins eine eigene ET-Station in Betrieb. Damit wollen wir als grösster Schweizer GenetikAnbieter nicht nur den ausländischen Organisationen folgen, sondern einen wesentlichen Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit der inländischen Zucht leisten. Die Holsteinrasse als grösste Milchviehpopulation weltweit gibt die Richtung und den Rhythmus vor und beeinflusst die Zucht auch in der Schweiz. In Nordamerika stammen junge KB-Stiere nahezu ausschliesslich von Jungstieren und Rindern ab. Diese Entwicklung nur auf die grosse Holstein-Population in Nordamerika zu reduzieren, wäre falsch. Auch in Europa und bei anderen Rassen verändert sich der Markt. Swissgenetics passt sich diesen Veränderungen an. Dabei richten wir ein besonderes Augenmerk auf die Gefahr der zunehmenden Blutverengung. Gleichzeitig werden wir zu unseren eigenen Rassen, insbesondere auch den Originalrassen, Sorge tragen. Diese profitieren nicht in gleichem Ausmass von den neuen Technologien, liegen andererseits jedoch voll im agrarpolitischen Trend und decken die Bedürfnisse vieler Züchter zu deren besten Zufriedenheit ab. Für immer mehr Schweizer Züchter ist seleXYon, das gesexte Sperma von Swissgenetics, Teil ihrer Betriebsstrategie geworden. Sie besamen ihre besten weiblichen Tiere konsequent mit gesexten Samendosen von Top-Stieren und jene, die nicht zur Zucht vorgesehen sind, werden mit einem Fleischrassen-

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17 Stier belegt. Anhaltend tiefe Milchpreise, gute Tränkerpreise und die hohen Produktionskosten führen zu einer Fortsetzung dieses Trends in den nächsten Jahren. Auch wenn durch die Herstellung von seleXYon die Produktionsprozesse deutlich anspruchsvoller werden, wird Swissgenetics ihrer Kundschaft ein möglichst breites Sortiment anbieten. Die stets steigenden Anforderungen an die Viehzucht verlangen ein immer besseres Herdenmanagement. Auch hierfür hat der Markt mit neuen Hilfsmitteln bereits reagiert. Swissgenetics hält mit SmartCow, Fertalys, Heatime, Besamungsund Fruchtbarkeitsdaten auf Abruf etc. moderne Hilfsmittel für ihre Kundschaft bereit. Die digitale Welt wird sich in Zukunft aber noch viel breiter und schneller entwickeln als dies bis heute der Fall war. Es muss das Ziel sein, die wachsende Menge an Herdendaten aufzubereiten und den Tierhaltern zur Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit zur Verfügung zu stellen. Diese Aufgabe kann nicht eine Organisation alleine lösen, es braucht eine Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in der Branche. Engere und neue Partnerschaften sind nötig; Swissgenetics ist offen dafür. Das abnehmende Kerngeschäft fordert das Erschliessen neuer Geschäftsfelder. Der Ausbau in der internationalen Tätigkeit und in verwandte Gebiete wie beispielsweise SwissVets trägt dazu bei, auch im Kerngeschäft den wirtschaftlichen Herausforderungen besser gewachsen zu sein. Weniger sichtbar gegen aussen, aber nicht minder wichtig, sind firmeninterne Weiterentwicklungen, um den Erfolg langfristig zu sichern. Swissgenetics investiert in grossem Ausmass in neue Stallungen und moderne IT-Mittel, gepaart mit organisatorischen Anpassungen. Swissgenetics wird mit ihren Mitarbeitenden die grossen Herausforderungen zum Nutzen ihrer Kunden umsichtig und mit Elan in Angriff nehmen.

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Jahresbericht 2015/16  
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