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DIE ENTWICKLUNG EINES STADTTEILS Eine Sammlung wichtiger Schritte. 2006 – 2009


INHALTSVERZEICHNIS


Wer Das Unternehmen Liegenschaften Personen

Was Standpunkte Perspektiven Stadtmodelle

Wie Vision Reininghaus-Methode Wie wir nachdenken Wie wir auf den Ort schauen

Wo Graz-Reininghaus Graz Grazer Westen Nachbarn Bestand Ăœbersichtspläne

Wo Wie Was Wer


Wo


Ein weißer Fleck: Platz für 12.000 Menschen.


Graz-Reininghaus Graz Grazer Westen Nachbarn Bestand Ăœbersichtspläne


545.768 m

2

Graz-Reininghaus – mehr als ein halber Quadratkilometer

So groß wie 72 Fußballfelder. Um ein Viertel größer als der Vatikan. So groß wie die Grazer Altstadt.

Eine Schallwelle braucht 20 Sekunden, um Graz-Reininghaus zu umrunden. Eine Brieftaube 6 Minuten. Eine Biene 18 Minuten. Ein Radfahrer 21 Minuten. Ein Fußgänger 1 Stunde und 17 Minuten. Ein Maulwurf (grabend) 41 Tage. Eine Schnecke ungefähr 4 Monate.


Mitten in Europa

Österreich im Vergleich

8,331.930 Einwohner (2008) 22 % Kinder und Jugendliche 61 % Erwerbstätige 17 % Rentner 10 % internationale Einwohner 15. Platz im Human Development Index der UN Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 80,1 Jahren Reale Veränderung des BIP 2008: +2.0 % (EU27: +1,4 %; USA +1,5 %) Siebenter Platz im Worldbank-Ranking der reichsten Länder Das durchschnittliche Pro-KopfEinkommen beträgt 32.276 USD

Laut World Competitiveness Yearbook 2008 liegt Österreich weltweit auf dem dritten Platz hinsichtlich des Schutzes von Personen und Eigentum Sechster Platz im Environmental Performance Index Fünfter Rang im Ranking der grünsten und lebenswertesten Länder Österreich hat 2.562 km Außengrenze Die Seehöhe reicht von 115 m am Neusiedler See bis auf 3.798 m am Großglockner 55 % aller Haushalte verfügen über einen Breitband-Internetanschluss


Prag

N端rnberg

M端nchen

Salzburg

Wien

Z端rich Graz Klagenfurt

Ljubljana Triest

Mailand

Verona

Nizza Florenz

Zagreb


Hochfrequentierte Orte Zentren menschlicher Aktivitäten verteilen sich auf das Stadtgebiet, durchaus auch unabhängig von baulichen Verdichtungen. Manche dieser Verdichtungen sind für Graz stärker identitätsbildend als andere.

Historische Altstadt = Weltkulturerbe

Hilmteich – Leechwald

Universitäten

Graz-Reininghaus

Shopping-Center West

Messegelände

Stadion Liebenau Shopping-Center Murpark

Dreigeteiltes Graz Graz wird von Mur und Eisenbahn in drei deutlich unterscheidbare, Nord-Süd ausgerichtete Streifen gegliedert. Jeder dieser Streifen hat eine unterschiedliche Geschichte, eine unterschiedliche Identität, ein unterschiedliches Image und vor allem auch einen unterschiedlichen Wert. Das Entwicklungspotenzial des Grazer Westens ist dabei noch lange nicht ausgeschöpft.

Röntgenbild der Stadt Ein Schwarzplan ist wie ein Röntgenbild einer Stadt. Anhand der Gebäudedimensionen lassen sich Parameter wie Entstehungszeitraum, Nutzungen und Stadtmorphologie ablesen. Die Stellung der Gebäude zueinander charakterisiert die gesellschaftliche Struktur und die Bedeutung der einzelnen Stadtteile.


Graz

Graz

Graz in Zahlen

291.574 Einwohner (31. 12. 2008) 41.987 Studierende (WS 2008/2009) 4 Universitäten 235 Universitätsinstitute 2 Fachhochschulen mit 36 Studiengängen 5 außeruniversitäre Forschungszentren 1 Oper 1 Schauspielhaus 1 Kunsthaus 13 Festivals 12 Museen


Helmut-List-Halle UKH / LKH West

Schloss Eggenberg Hauptbahnhof

Eggenberger Bad FH Joanneum

Don Bosco

Graz westlich der Bahnlinie. 66.548 Einwohner (ca. 23,2 % der Grazer Bevรถlkerung).


Der Grazer Westen

Eggenberger Bad

Don Don Bosco Bosco

Helmut-List-Halle

FH Joanneum

Hauptbahnhof

Schloss Eggenberg UKH / LKH West

Grazer Westen

Grazer Westen

Markante Orte

Schloss Eggenberg

UKH/LKH West

Bedeutendste Schlossanlage der Steiermark. Umgeben von einem weitläufigen Landschaftsgarten. Beherbergt einen Teil des Landesmuseums Joanneum.

Das UKH Graz wird derzeit zu einem der modernsten Unfallkrankenhäuser Europas umgestaltet. Das LKH West ist seit 2002 in Betrieb.

Helmut-List-Halle

Hauptbahnhof

2002 von Architekt Markus Pernthaler umgewandelte Industriehalle. Festspielhaus unter anderem für styriarte und steirischer herbst.

In den 50er Jahren nach völliger Zerstörung des alten Bahnhofs eröffnet. Seit 2003 verwandelt die Installation von Peter Kogler die Halle in einen Illusionsraum.

Eggenberger Bad

FH Joanneum

Größter Grazer Freizeitbetrieb. Hallenbad, Freibad und Sauna bieten seit 35 Jahren Platz für Wasseraktivitäten aller Art. Wird bis 2010 generalsaniert.

Die 1995 gegründete FH Joanneum ist die größte Fachhochschule Österreichs mit derzeit über 32 Studiengängen und fast 4.000 Studierenden.

Don Bosco Neu errichteter Nahverkehrsknoten. Verknüpft die Südbahn mit der Ostbahn sowie Regional- und innerstädtische Busse; zentraler S-Bahn-Knoten.


FH Joanneum Siemens

AVL

Start-up Center Villa

Brunnenhaus

SFG Impulszentrum Tennenmälzerei Malzsilo

Die unmittelbare Umgebung

Stamag WIKI Kinderkrippe Roche Diagnostics

Unsere Nachbarn

Roche Diagnostics

FH Joanneum

Am Standort in Graz, dem globalen Hauptsitz für die Business Area Near Patient Testing, werden Diagnostiklösungen entwickelt, optimiert und produziert.

AVL Academy und AVL Skills Center bieten mit unterschiedlichsten Trainingsmethoden und einem systematischen Qualifikationsprogramm Kompetenzentwicklung für Mitarbeiter.

Der Standort Graz zählt 23 Studiengänge wie etwa: · International Management · Journalismus und Unternehmenskommunikation · Ausstellungs- und Museumsdesign · Fahrzeugtechnik · Industrial Design · Informationsdesign · Informationsmanagement · Luftfahrt · Architektur und Projektmanagement · Health Care Engineering · Soziale Arbeit

Siemens

Stamag

Der weltweit größte Produzent von High-Tech-Fahrwerken für Schienenfahrzeuge im Nah- und Fernverkehr. Pro Jahr verlassen ca. 2.500 Fahrwerke das Grazer Werk.

Die Stadlauer Malzfabrik hat die Mälzerei 1998 von der Brau Union erworben, und liefert ihre Produkte an fast alle Brauereien mit Rang und Namen in Österreich. Und nach Übersee.

SFG Impulszentrum Das Impulszentrum unterstützt High-Tech-Unternehmen im Unternehmensaufbau und bei der Gestaltung eines unternehmensförderlichen Umfelds.

AVL

Siemens

AVL Skills Center


Roche Diagnostics

Die unmittelbare Umgebung

Unsere Mieter

SFG Start-up Center

Start-up Center Beherbergt Start-up-Firmen mit Schwerpunkt Humantechnologie, Telekommunikation, Informationstechnologie, Forschung & Entwicklung im Automobilbereich.

WIKI Kinderkrippe und Kindergarten Im WIKI Kindergarten und der Kinderkrippe werden f체nfzig Kinder ganzt채gig betreut. Die Kleinen finden in Graz-Reininghaus viel Gr체n zum Austoben

WIKI Kinderkrippe und Kindergarten SFG Impulszentrum

Stamag


Bestand

Malzsilo

Wertvolle Bausubstanz

Malzsilo

Tennenmälzerei

Die Errichtung des 1905 begonnen Baus des Silospeichers fällt in die Blütezeit der Brauerei der Gebrüder Reininghaus, die von Therese, der Witwe von Peter Reininghaus, 1901 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Auf fünf Stockwerken, die durch eine Holzwendeltreppe verbunden sind, befinden sich auch heute noch die ebenfalls aus Holz gefertigten Speicherzellen für Gerste und Malz. Mit seinen 600 m2 Nutzfläche war das Gebäude nicht nur einer der zentralen Bestandteile des Brauereibetriebes, sondern zählt auch zu den ältesten Siloanlagen in Österreich. Der Silo steht unter Denkmalschutz.

Die Tennenmälzerei wurde bereits 1888 nach den Plänen des Grazer Baumeisters Johann de Colle erbaut. Das Gewölbedeckensystem des Gebäudes besteht aus drei Schiffen und elf Jochen. Die Pfeiler, über die sich die Platzgewölbe spannen, gehen von der Basis in kräftige runde Gurt- und Schildbögen über. Auf den insgesamt 2.700 m2 Nutzfläche wurde früher aus Braugetreide händisch Malz erzeugt. Das Getreide wurde dazu in relativ dünnen Schichten (ca. 30 cm) auf dem Boden ausgebreitet und regelmäßig mit großem Arbeitsaufwand manuell gewendet. Zur ursprünglichen viel größeren Anlage gehörten auch noch außen liegende Malzsilos.


Tennenmälzerei Bestand

Bestand

Brunnenhaus Der Baubeginn des Brunnenhauses datiert aus dem Jahr 1907. Der achteckige Massivbau diente nicht nur zur Wasserversorgung der Brauerei, sondern auch der Stadt Graz. Im Inneren befindet sich ein 35 m tiefer Brunnenschacht, aus dem auch heute noch Wasser entnommen wird. Die Wendeltreppe im Inneren, die hochrechteckigen Fenster aus Glasbausteinen sowie das Portal sind vom Wiener Sezessionismus beeinflusst. Das Brunnenhaus ist denkmalgeschützt.

Villa Die Villa wurde 1903 erbaut und war der Familiensitz der Familie Reininghaus. Bereits 1853 haben sich die Brüder Johann Peter und Julius Reininghaus mit dem Kauf des Mauthauses am Steinfeld hier niedergelassen und 1855 mit dem Brauen von Bier und dem Brennen von Spirituosen begonnen. Schon bald waren die Gebrüder Reininghaus ein bestimmender Faktor in der Stadt, und ihr Wohnsitz ein repräsentativer Treffpunkt von Persönlichkeiten aus Kunst, Wirtschaft und Politik. Insbesondere Carl Reininghaus, der Sohn von Julius, war ein bedeutender Kunstsammler und Mäzen, der Freundschaften zu Egon Schiele, Gustav Klimt und Alma Mahler-Werfel unterhielt. Nach der Emigration am Beginn des Zweiten Weltkrieges war die Villa Domizil der Vorstände des 1944 mit Puntigam fusionierten Brauereikonzerns. In den Jahren 2002/03 wurde sie durch Ernst Giselbrecht + Partner saniert und bietet heute auf 1.500 m2 Platz. Sie steht unter Denkmalschutz.


Graz-Reininghaus als Nutzungszone Der Flächenwidmungsplan von 2002 stellt den ursprünglichen Stand möglicher Nutzungen dar.

Auszug aus dem Flächenwidmungsplan der Stadt Graz Maßstab 1: 9598


Liegenschaften im Eigentum der Asset One Die grün markierten Flächen zeigen, welche Grundstücke sich im Eigentum der Asset One befinden.

Übersichtspläne

Bauland WR

Reines Wohngebiet

WA

Allgemeines Wohngebiet

KG

Kern-, Büro- und Geschäftsgebiet

GG

Gewerbegebiet

I/1

Industrie- und Gewerbegebiet I

Vorbehaltsflächen ÖPA(WR)

Verkehrsflächen Verk

Vorbehaltsfläche

Bestehende bzw. geplante Gemeindestraße und öffentl. Interessentenweg

A. Besondere Nutzung

Gemeindestraße und öffentl. Interessentenweg (ungefähre Lage)

Eisenbahnfläche Geh- bzw. Radweg (ungefähre Lage)

Freiland

Straßenbahn

Sondernutzungen Klg

Versorgungseinrichtungen

Kleingärten Öffentliches Gewässer

1/2

Industrie- und Gewerbegebiet II

öPA

Öffentliche Parkanlagen o.a. Privates Gewässer

Spo-Th

Anlage für Sportzwecke

KG[EZI]

Kern-, Büro- und Geschäftsgebiet mit Einkaufszentren I-Ausschluss

Frh

Friedhof

L(WR)

Aufschließungsgebiet mit künftiger Bebauungsnutzung

pPA

Private Parkanlage

(EZII)+(J/L)

0,2-1,5

Aufschließungsgebiet – Nutzungsüberlagerung Bebauungsdichte

B. Nutzungsbeschränkungen Denkmalgeschützter Gebäudebestand ææææ ææææ BS I

ææææ

Einkaufszentrum I, II, III

ææææ

EZI

ææææ ææææ

Brunnenschutzgebiet


Wie


Vision Reininghaus-Methode Wie wir nachdenken Wie wir auf den Ort schauen


Vision

Der weiße Fleck Graz-Reininghaus ist eine Chance für die Stadt und eine der letzten Gelegenheiten in Europa, in einer Innenstadtlage schon allein auf Grund der Größe viel zu bewirken.

Wir begeben uns auf eine Suche nach genau den Eigenschaften, die dieser Stadtteil entwickeln kann und soll, damit Menschen genau dort leben, wohnen und arbeiten wollen.

Und diese Suche wird eine nichtlineare sein. Wir haben uns für diesen Prozess mehrere Jahre Zeit genommen, weil wir wollen, dass sich diese Eigenschaften entwickeln und modular zusammenfügen können und erst dann Schritt für Schritt in wirtschaftliche Konzepte, in Architektur und am Schluss in einen Stadtteil übersetzt werden. Wir wollen verhindern, dass Ungenauigkeit und Vernachlässigung stattfinden und so Enttäuschungen produziert werden. Diese Suche nach Qualität ist die einzige Suche, die sich wirklich auszahlt. Wir wissen noch nicht, wie das Glück ausschauen kann, aber noch leben alle Möglichkeiten.


02 / 2006

01 / 2007

Was baut Wien?

01 / 2008

Die Reininghaus-Methode

Exkursion Oberösterreich

Future of Cities, Copenhagen Woher kommt das Neue?

Denksalon Bildung

Kooperationen Stadt Graz und Land Steiermark

Stadtregierungs-

Bildung / Wissenschaft

Die Kultur des Scheiterns

werkstadt017

Das Buch

Struktur der Eigenschaften

Der Wurm in der Bildung

Energie Good Governance

Symposium

Perspektiven ReininghausGesellschaft

Die Konzeption des Wünschenswerten

Stadtsoziologie / Kulturwissenschaften

Nutzungsvielfalt

Standpunkte

Stadtszenarien

Kickoff

Frei- und Grünraum

Rodelle

Wissenslandkarte

7 grüne

Mobilität

La Strada

Wohnen

MIPIM 2007

Smart Cities Tennis oder die Magie des Unnormierten

Impulse Urbanism Kooperationen

Urbane Zukunftsszenarien

steirischer herbst sTennisMasters 07

Pioniernutzungen

Welche Fragen stellt man, um die richtigen Antworten zu bekommen? Wie erzeugt man Identität?

Sozialraumanalyse

TC Graz-Reininghaus

Wie geht man mit Widersprüchen um?

Wie bindet man Grazerinnen und Grazer in den Entwicklungsprozess mit ein?

Wie viel Zeit nimmt man sich für gründliches Nachdenken? Welche Qualitäten werden in Zukunft wesentlich sein? Was will Graz-Reininghaus?

Wie viel Ergebnisoffenheit braucht ein Prozess, um herkömmliche und überhastete Antworten hinter sich zu lassen?

Wie erweitert man den Kreis der Mitdenkenden über die üblichen Verdächtigen hinaus?

Wie bringt man Graz-Reininghaus auf die internationale Landkarte?

Wie erhöht man das individuelle und kollektive Glück?

Wie könnten zukunftsweisende Antworten in Graz-Reininghaus aussehen?

Welche Möglichkeiten hat Graz-Reininghaus in Graz?

Welche Partner, welches internationale Netzwerk braucht ein zeitgemäßer und zukunftsweisender urbaner Entwicklungsprozess?

Wie erzeugt man schon jetzt Energie und Leben vor Ort, ohne falsche Weichen zu stellen?


Exkursion Barcelona

01 / 2009

01 / 2011

01 / 2010

Bezirksräte sitzung sitzung Gemeinderatsausschuss

Stadtmodelle

Smart Governance

Symposium Next City

Rechtsform Finanzierung Vermarktung Nutzer

Rechtliche Grundlagen

Charta Graz-Reininghaus

Genehmigungsplanung

Symposium

Infrastruktur

Realisierungsplanung

Ideen für Graz Ideen für Graz

Verkehr

Städtebaulicher Rahmenplan

Magnetismus

Mobilität für Graz-Reininghaus

Verdichtung

Wohnen in Graz-Reininghaus

Bauen und Leben

Nachhaltigkeit Stadtmodell

Workshop Smart Cities

Townhouse Development

Human Technology Styria

sTennisMasters 08

Reininghaus-Methode

Wie erweitert man seinen Horizont?

Welche Spielregeln braucht es? Wie viele Freiheiten müssen sein? Wie hoch ist die Anziehungskraft von Graz-Reininghaus?

Wie weit kann und muss Graz-Reininghaus von der Norm abweichen?

Wie lernen wir in Zukunft und was? Wie reagiert Stadt auf gesellschaftliche Veränderungen?

Wie schafft man urbane Vielfalt bei hoher Lebensqualität?

Wie viel Freiraum braucht ein lebenswerter Stadtteil?

Wie viele Menschen wollen in Graz-Reininghaus – und nur dort – leben und arbeiten?

Wie sehen konkrete Umsetzungen aus?

Wie schafft man ein gemeinsames und verbindliches Bild für eine wünschenswerte Zukunft?

Wie geht man mit dem Nicht-Planbaren um? Welche neuen Nutzungen erzeugen eine große Anschubdynamik?

Wie bewegt man sich in der Stadt? Wie verbindet man öffentliche und private Interessen zum Wohle der Menschen in der Stadt?

Was ist anders? Was ist besser? Wie verschränkt man globales Denken mit lokaler Entwicklungsarbeit?

Was geht auf keinen Fall?

Was fehlt der Stadt? Wie schafft man mentale Verbindungen zu einem neuen Stadtzentrum?


werkstadt017 Das Buch Struktur der Eigenschaften Reininghaus-Gesellschaft Waldzell Meetings


Wie wir nachdenken Wie wir nachdenken


32 Personen begeben sich auf die redaktionelle Suche nach einer wünschenswerten Zukunft.

Eine Redaktion für die Zukunft

In Graz bietet ein neuer Stadtteil die Gelegenheit, die Frage des persönlichen und gesellschaftlichen Glücks neu zu stellen und zu beantworten. Zu diesem Zweck haben sich 32 Grazer zusammengetan, um zu erforschen, was die Menschen 2017 wirklich beschäftigen, respektive berühren wird.

Herkömmlicherweise beginnt die Entwicklung eines Stadtteils mit Linien, Dichten, Bauhöhen: kurz, dem bestmöglichen Verteilen von planerischen Einheiten auf die zur Verfügung stehende Fläche. Das Resultat: Mittelmaß von der Stange – vorherseh-, kopier- und austauschbar. Die Sinnstiftung erfolgt im Nachhinein – durch den intensiven Einsatz von Reklame beim potenziellen Publikum.

In Graz-Reininghaus verfolgt man bei der Entwicklung des rund 54 Hektar umfassenden Areals einen neuen, auf Identität und Wertschöpfung angelegten Entwicklungsprozess.


werkstadt017 >>

Man nimmt sich die Zeit nachzudenken, bevor man mit der konkreten Planung beginnt. Und lässt die üblichen Verdächtigen erst einmal beiseite, um jene zu Wort kommen zu lassen, die in Sachen Stadtentwicklung sonst eher spärlich Gelegenheit dazu haben.

Die Qualität der Gespräche entscheidet in Zukunft über den Erfolg von Projekten. Diesem Gedanken von Alan Webber, langjähriger Herausgeber der Harvard Business Review, folgend, haben sich 32 Grazerinnen und Grazer von unterschiedlichem Rang und Namen im Jänner 2006 zur werkstadt017 zusammengetan, um auf vier Ressorts (Arbeit, Bildung, Leben und Urbanität) verteilt in Gesprächen und Interviews mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen öffentlich über den weißen Fleck schlechthin, die Zukunft, nachzudenken. Und so erste Rahmenbedingungen und Eckpunkte zukünftiger Entwicklungen eines neuen Grazer Stadtteils zu definieren.

Nicht, wie Zukunft aussehen wird, war Thema der Gespräche. Im Vordergrund standen die persönlichen Wünsche an die Zukunft. Wie wir gerne hätten, dass sie aussieht. Wie wir in Zukunft im urbanen Raum leben, arbeiten und lernen wollen. In Ergänzung zu den Gesprächen im Inland begaben sich die Ressorts auch auf Reisen zu europäischen Benchmarks urbanen Lebens – an Orte des Wünschenswerten, wie Barcelona, London, Kopenhagen und Cambridge – um von deren Stärken und den meist versteckten Schwächen und begangenen Fehlern zu lernen. Am Ende wurden so im In- und Ausland über 100 Gespräche geführt.


In Kopenhagen …

Povl Krogsgaard-Larsen, CEO Carlsberg

… Cambridge …

Hermann Hauser, Co-Founder Amadeus Capital Partners

Die vier Ressorts

Leben Wir begeben uns auf die Suche nach den Bedingungen der größtmöglichen gemeinsamen Zufriedenheit. Das, was der englische Philosoph Jeremy Bentham weiland „Das größte Glück der größten Zahl“ genannt hat. Wir folgen dabei unserer Überzeugung, dass die Verantwortung dafür immer sowohl im Privaten als auch im Öffentlichen liegt.

Arbeit Die Veränderung entsteht an den Rändern des Mainstreams. Genau dorthin hat sich das Ressort Arbeit begeben. Wir haben nachgefragt, nachgesehen und für uns Selbstverständliches kritisch reflektiert. Was schlussendlich kommen wird, wird vor allem von einem abhängen: dem konkreten Tun.


… Barcelona …

… London.

werkstadt017

werkstadt017

Urbanität Urbanität als Lebensgefühl und Lebensweise ist ungezähmt. Intellektuell. Distanziert. Unmittelbar. Widersprüchlich. Kritisch. Fast alle großen Entwicklungen der Menschheit wurden in Städten, den Vernetzungspunkten menschlicher Entwicklung, geboren und entwickelt. Urbanität ist nicht nur die Utopie eines besseren Lebens, sondern auch deren Umsetzung.

Beiträge von Barbara Albert, Denise Barlow, Cornelia Ehmayer, Gabriele Fischer, Hermann Hauser, Bodo Hell, Johannes Kaup, Franz Küberl, Peter Lau, Paul 0´Leary, Eugen Lendl, Fred Luks, Hans Monderman, Ulla Pirttijärvi, Leopold Rosenmayr, Tex Rubinowitz, Bernd Schilcher, Gert Steinbäcker, Dirk Stermann, Karin Tschavgova u.a.

Bildung Wenn heutzutage Bildung gesagt wird, wird meist Ausbildung gemeint. Im Unterschied zum humanistischen Bildungsideal ist diese jedoch nicht für die Zukunft gedacht, sondern verbraucht sich in der Bewältigung der Gegenwart. Anliegen des Ressorts war es deshalb, herauszufinden, an welchen Orten das Lernen für die Zukunft entstehen kann.


Das Buch

196 Seiten voller Anregungen und Widersprüche

Was tun mit all den Gesprächen, Fragen und Antworten? Mit einer stattlichen Anzahl subjektiver gesellschaftspolitischer Reflexionen darüber, wie man Leben, Arbeit, Bildung und Urbanität in Zukunft haben will? Die 32 Grazerinnen und Grazer des werkstadt017-Teams erklärten sich kurzerhand zur Redaktion und beschlossen, daraus ein Buch zu machen und einen Verlag zu suchen. Fündig geworden sind sie im Czernin-Verlag, bekannt für seine anspruchsvollen, kritischen und unkonventionellen Publikationen. Nach harter und zeitaufwendiger redaktioneller Arbeit unter der souveränen Leitung von Franz Hirschmugl, war es dann so weit:

Ein Grundstein in Buchform. Als Basis für weiteres öffentliches Nachdenken über gewünschte Zukünfte. Keine aalglatten Antworten. Keine standardisierten Rezepte

auch keine vorgekauten Erlösungsphantasien. 196 Seiten und voller Anregungen Vielmehr öffnet sich ein differenzierter Ausblick auf Mögund Widersprüche lichkeiten des Richtigen. Als Motivation zum Weiterdenken. Anregungen und Impulse für all jene, die Zukunft richtiger gestalten wollen. Kurz, ein Buch mit dem Titel „Konzeptionen des Wünschenswerten – Was Städte über die Zukunft wissen sollten“.

Was tun mit all den Gesprächen, Fragen und Antworten? Mit einer stattlichen Anzahl subjektiver gesellschaftspolitischer Reflexionen darüber, wie man Leben, Arbeit, Bildung und Urbanität in Zukunft haben will? Die 32 Grazerinnen und Grazer des werkstadt017-Teams erklärten sich kurzerhand zur Redaktion und beschlossen, daraus ein Buch zu machen und einen Verlag zu suchen. Fündig geworden sind sie im Czernin-Verlag, bekannt für seine anspruchsvollen, kritischen und unkonventionellen Publikationen. Nach harter und zeitaufwendiger redaktioneller Arbeit unter der souveränen Leitung von Franz Hirschmugl, war es dann so weit:

Ein Grundstein in Buchform. Als Basis für weiteres öffentliches Nachdenken über gewünschte Zukün

Keine aalglatten Antworten. Keine standardisierten Re und auch keine vorgekauten Erlösungsphantasien. Vielmehr öffnet sich ein differenzierter Ausblick auf Mö lichkeiten des Richtigen. Als Motivation zum Weiterde Anregungen und Impulse für all jene, die Zukunft richt gestalten wollen. Kurz, ein Buch mit dem Titel „Konze nen des Wünschenswerten – Was Städte über die


Die Rezeption

Die „Konzeptionen des Wünschenswerten“ haben erfreulicherweise breiten Anklang gefunden. Ein Ausschnitt aus der Welt der Rezensionen und Zitate:

„It is truly brilliant.“ Alan Webber

„Man muss Zeiten und Orte schaffen, damit das, was in hoffnungsvoller Utopie geäußert wurde, Platz bekommt.“ Peter Heintel

„They’re asking the right questions. They’re thinking and wondering before they start defining and designing. By doing so, they’ve gotten my attention.“ Clifford Pearson „Kreativer fragen. Länger zuhören. Besser begreifen. Linien eines neuen Konzepts. Die Ergebnisse geben ein üppiges, berührendes, einfältiges und kluges und großartig gegliedertes Bild der Bedürfnisse von Städtern.“ Helmut A. Gansterer

Das Buch

Das Buch

Philosoph und Chefredakteur. Peter Heintel und Franz Hirschmugl.

Das Buch und sein Ermöglicher. Asset OneGründer Ernst Scholdan. Die Bücher in guten Händen. Mitwirkende und Gäste bei der Präsentation des Buches.


Die Struktur der Eigenschaften


Struktur der Eigenschaften >>

Ein Stadtteil mit Eigenschaften

Mit dem Erscheinen des Buches und den darauf folgenden Reaktionen und Anregungen wuchsen der Wunsch und die Notwendigkeit, all die Gedanken, Wünsche und Reflexionen weiter zu verdichten. Und für alle zukünftigen Mitdenker auf die Essenz des Buches zu reduzieren. Am Ende dieses Prozesses stand die Struktur der Eigenschaften.

Die Struktur der Eigenschaften ist ein Netzwerk von Wertebündeln und dient als Instrument für die persönliche und kollektive Reflexion. Und sie ist darüber hinaus ein Leitfaden für konkrete Entwicklungsschritte.

Ein Leitfaden für das weitere Stellen von Fragen. Fragen nach der Relevanz der Eigenschaften für das eigene Leben. Für jenes der Gemeinschaft, in der man lebt oder arbeitet. Für das Leben in einem neuen Stadtteil. Fragen nach kollektiven und individuellen Konzeptionen für die Gestaltung der Zukunft. Und die daraus resultierenden Konsequenzen für Graz-Reininghaus. Die einzelnen Eigenschaften sind nicht losgelöst voneinander, sondern als Teile eines Ganzen zu verstehen. Die Dynamik des Modells ergibt sich aus den Wechselwirkungen und Widersprüchlichkeiten, die daraus entstehen. Vor allem aber aus der Bereitschaft, sich im Rahmen des Entwicklungsprozesses von Graz-Reininghaus auf kollektive Erfahrungen mit der Struktur einzulassen.


Die Magie des Unnormierten

Die

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ierten m r Vielfalt und A o e n n n re o U w s h e c s d e b Magie gerne n im Zeitalter

: Aber die so i. Willkomme n re e b g s n it li e k h x o in d E en und Sichermehr zum rm Es mag para r o e N m t h im c u d ir ra w b d aus ensch slagen um. Sonst wir egeben, der M in allen Leben a g ir u Z re . F it d e n h u h ic ln akelRege n Ungle digkeit. Das M nce zwischen n der uniforme la e a b B e L e n in a e l t e h g c Man rs brau der Norm ein eiten und Übe s k heiten. Aber e u ig a ß d ä n u lm e g g n u re Welt en Un tmündig glich. Wir lieb ein. Wollen die Sicherheit En rä s rt h e c t li z h n c re rü g p e widers s nur b abei ein ums cheitern und d s lose ist für un t , s n lb le e s ie p s s n u n e n und Wir woll n wahrnehme ve raschungen. ti k e p rs e P iedlichen aus untersch und erfinden. n e k c e td n e u e andere Mal n

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Die Kräfte des Unternehmerischen

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Neue Neue Formen Formen von von Sicherheiten Sicherheiten

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icherheit in klich Die einzige S ss nichts wir a d , e n je t is d Beliebigkeit richtig ist. Un ts h ic n h c u a r t die falsch, abe rt. Letztlich is e h ic s n ru st, e v genau das ngst. Die Ang A ie d it e rh e r Sich ss Kehrseite de rn könnte, da e d n rä e v o s Welt ommt. dass sich die r zu Rande k h e m t h ic n r man mit ih en Verlust in d , e ti n ra a G n die Der Staat kan niger geben. e w r e m im , alten ce: Grenzen zu h itig die Chan e z h ic le g t is ust Aber der Verl en, kann man g la k u z s e d hlen so Statt über Fe ehmen. Und rn te n u n e g e dag n. selbst etwas enheit sorge rg o b e G n o v en für neue Form

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Die Reininghaus-Gesellschaft

Einblicke ins Gründungsbuch.

Eine neue Gesellschaftsform

Im Frühjahr 2007 wurde die Reininghaus-Gesellschaft gegründet. Als Plattform für das öffentliche Vor-, Nach- und Mitdenken in Richtung wünschenswerter Zukunft. Die selbst gestellte Aufgabe der beiden Gründer Peter Rabl und Michael Sammer ist es, gemeinsam mit Experten und Interessierten relevante Qualitäten und Themen für eine wünschenswerte Stadtteilentwicklung öffentlich auszuloten und kritisch zu reflektieren. Und dadurch noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, einen Beitrag zur Entwicklung von Graz-Reininghaus zu leisten.

In Form eines kontinuierlichen und lebendigen Diskurses soll Schritt für Schritt Erfahrungs- und Erkenntnisgewinn darüber erzielt werden, wie sich Wünsche an eine bessere Zukunft in Lösungsbausteine für einen Stadtteil übertragen lassen. Wie man mit konkreten Umsetzungen das Glück des Einzelnen und das der Gemeinschaft in gleicher Weise fördern kann und damit Graz-Reininghaus zu seiner unverwechselbaren Identität verhilft. In kontinuierlicher Folge sind Denksalons geplant, die vor allem den Menschen in Graz die Möglichkeit geben, gemeinsam mit führenden Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft in Form eines offenen Netzwerkes „urban programming“ zu betreiben. Damit auch Menschen mit tangentialen Zugängen zu dem Thema die Möglichkeit haben, ihren Anteil an der Entwicklung dieses Stadtteils zu leisten.


Der Wurm in der Bildung

Erwin Wurm und Peter Heintel wagen einen Ausblick in die Zukunft der Bildung.

Reininghaus-Gesellschaft >>

Der Wurm in der Bildung Unter diesem Titel trafen sich auf Einladung der Reininghaus-Gesellschaft 28 Persönlichkeiten, um Gedanken darüber auszutauschen, was man in Sachen Bildung in Zukunft besser machen sollte. Für die einleitenden Inspirationen dieses von Peter Rabl und Michael Sammer moderierten Salons sorgten die beiden Podiumsgäste Peter Heintel und Erwin Wurm.

Michael Sammer und Peter Rabl Bei der Gründung der Reininghaus-Gesellschaft

Ein Nachtmahl mit Eigenschaften Vier der besten Köche des Landes, Gerhard Fuchs (links) und Yvonne Schwarzinger, Manfred Buchinger (rechts) und Joachim Windhager, haben anlässlich der Gründung der Reininghaus-Gesellschaft ihre Interpretation der Konkretisierungen von Eigenschaften auf die Teller der Gäste gebracht.


Die Kultur des Scheiterns

Ein öffentliches Frühstück mit Nikolaus Harnoncourt, Ute Woltron und Peter Klein.

Die Kultur des Scheiterns Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt sprach im Rahmen eines öffentlichen Frühstücks mit der Architekturkritikerin Ute Woltron und dem Ö1-Journalisten Peter Klein über die zwingende Ungleichzeitigkeit von Schönheit und Sicherheit, die Dialektik von Erfolg und Risiko sowie über Störungen und Brüche als Chancen für persönliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung. Woher kommt das Neue? Mit Tony Lai, dem Managing Director der „Idea Factory“, hat die Reininghaus-Gesellschaft einen Gast zu einem Denksalon geladen, der sich mit seinem 1995 in San Francisco gegründeten und mittlerweile nach Singapur übersiedelten Unternehmen auf die Entwicklung maßgeschneiderter, nicht-linearer Innovationsprozesse spezialisiert hat.


Futures of Cities Richard Burdett von der London School of Economics über „Where do we want to be in the future?“

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Futures of Cities, 51st IFHP World Congress 2007, Copenhagen Nicht nur die Reininghaus-Gesellschaft macht sich Gedanken über urbane Zukunft. In Kopenhagen fand vom 23. bis zum 26. September 2007 unter dem Titel „Futures of Cities“ zu diesem Zweck ein ganzer Weltkongress statt. Auch das Projekt Graz-Reininghaus wurde eingeladen, sich der Welt zu präsentieren. Die ReininghausGesellschaft hat dies zum Anlass genommen, sich als Reise-Gesellschaft zu versuchen, und hat einige Mitdenker dazu eingeladen, mit nach Kopenhagen zu fliegen.

Exkursion nach Oberösterreich Es waren drei sehr unterschiedliche Projekte in Linz, die der Reininghaus-Gesellschaft in Sachen Stadtentwicklung das eine oder andere Auge ein Stück weiter geöffnet haben. Von den Erfahrungen mit den Wahlverwandtschaften im Wohnprojekt Les Palétuviers über die nicht immer nur sonnigen Aspekte im Stadtrandstadtteil Solar-City bis hin zur Hardware im Softwarepark in Hagenberg konnte einiges an aufschlussreichen Details mit in die Entwicklung von Graz-Reininghaus genommen werden. Und etliches an Fehlern dort belassen werden.


Was baut Wien?

Wiens spannendste Baustellen. Ein 24-stündiger Lokalaugenschein.

Was baut Wien? Wien ist anders. Behaupten zumindest die Wiener. Aber baut Wien auch so? Mit Reinhard Seiß, einem profunden Kenner der Baustelle Wien, der mit seinem klugen und provokanten Buch „Wer baut Wien?“ einige Untiefen derselben ausgelotet hat, war eine kleine Erkundungstruppe 24 Stunden lang in Wien auf Lokalaugenschein. Und hat an Hand ausgewählter Stadtentwicklungsvorhaben vor Ort von den Umsetzungen durchaus gelernt. Von den erfreulichen. Und den anderen.

Schule der Zukunft Im Mai 2008 hat eine kleine Runde über Perspektiven einer möglichen Schule der Zukunft nachgedacht. Was braucht eine Schule des entdeckenden und erforschenden Lernens im dritten Jahrtausend? Welche Kriterien sollte sie erfüllen? Mitdenker waren u.a. Andreas Salcher und Bernd Schilcher. Der eine ist Autor von „Der talentierte Schüler und seine Feinde“ und Mitbegründer der Sir Karl Popper Schule für Hochbegabte in Wien, der andere Vorsitzender der Expertenkommission im Unterrichtsministerium zur Erarbeitung von Strategien und Modellen für die Schulorganisation.


Inspiration durch Begegnungen

Inspirationsgeber waren unter anderem: Erzbischof Filip von Poltava und Kremenchug, Dalai Lama, Rabbi David Rosen, Ahmed Mohammad El-Tayyib Sir Paul Nurse, Frank Gehry, David J. Goldberg Waldzell Meetings

Waldzell Meetings

Waldzell Meetings

Von großen Persönlichkeiten und deren Art, die Welt zu denken, kann man viel für sein eigenes Leben lernen. Am besten im direkten und persönlichen Kontakt. Die Waldzell Meetings sind Orte der Inspiration und der Begegnung mit außergewöhnlichen Menschen. Jedes Jahr treffen sich einige der bedeutendsten Denker und Visionäre unserer Zeit mit internationalen Entscheidungsträgern der Gegenwart und der Zukunft zu einem „Dialog der besten Köpfe“. Gemeinsam verbringen sie drei Tage im Kloster, um Fragen und Erkenntnisse, Erfahrungen und Erwartungen, Ideen und Visionen auszutauschen. Waldzell spricht vor allem Menschen an, die selbst etwas ändern wollen und sich nicht mit bestehenden Erklärungen auf die großen Fragen unserer Zeit zufriedengeben. Das Benediktinerstift Melk bildet den spirituellen Rahmen für die Waldzell Meetings. Das Thema des letzten Waldzell Meetings im Herbst 2007 lautete: Was bleibt? Was wird jeder Einzelne von uns zurücklassen, und was wird unser gemeinsames Vermächtnis für die nächsten Generationen sein? Werden wir die Zeit, die Geisteskraft und den Willen aufbringen, um tatsächlich jene Vermächtnisse zu verwirklichen, die wir anstreben?

Paulo Coelho, Christo und Jeanne-Claude

Asset One unterstützt die Waldzell Meetings, weil Inspiration durch Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen perfekt in ihre Unternehmensund Entwicklungsphilosophie passt. Ein Grundsatz, der sich konsequenterweise auch in der Entwicklungsarbeit für einen Stadtteil – nicht zuletzt in der Philosophie der Reininghaus-Gesellschaft – wiederfindet.


Rodell MIPIM sTennisMasters Partner und Paten Kooperationen


Wie wir auf den Ort schauen Wie wir auf den Ort schauen


Eine Planungsgruppe

Ein Zeichen setzen

Die Wortschöpfung „Rodell“ entstand durch Verkürzung des Begriffs „Reininghaus-Modell“. Leitender Gedanke dahinter war es, den Entwicklungsprozess vor Ort zeichenhaft sichtbar zu machen. Jedes Rodell beschreibt eine temporäre Intervention in Graz-Reininghaus, durch die ausgewählte Qualitäten des späteren Stadtteils erkennbar werden. Diese Interventionen wurden von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Landschaftsplanern, Architekten und Künstlern, beginnend mit Herbst 2006 entwickelt. Im Verlauf der Suche nach richtungsweisenden Zeichensetzungen wurden intensive Diskussionen über die grundsätzlichen Intentionen und die gesuchten Qualitäten sowie über gescheiterte und erfolgreiche Stadtteil-Entwicklungsprojekte geführt. Am Ende dieses Prozesses stand im Februar 2007 eine Sammlung außergewöhnlicher Ideen und deren Übersetzung in ausdrucksstarke Bilder. Als Synonyme für einen etwas anderen Entwicklungsprozess.

Aus elf ausgearbeiteten Rodellen, die klingende Titel wie Zelle, Landnahme oder Leuchtturm tragen, wurde vorerst jenes eines zusammenhängenden Grünen Bandes zur unmittelbaren Weiterentwicklung und Prüfung auf Umsetzbarkeit und Konsequenz für Graz-Reininghaus gewählt. Mitwirkende Ernst Giselbrecht, Architekt Andreas Kleboth, Architekt Gertraud Monsberger, Gartenarchitektin Helmut Reinisch, Unternehmer Hartmut Skerbisch, Künstler


Ein Grünes Band

Ein neuer, vielfältig nutzbarer Grünraum verbindet Graz-Reininghaus mit dem Grazer Westen.

Rodell >>

Landschaftsarchitektur als erste Intervention

Die äußeren Grundgrenzen von Graz-Reininghaus werden durch eine durchlässige Bewaldung räumlich vom restlichen Graz getrennt. Graz-Reininghaus wird so zu einer Lichtung in Graz. Die Begrünung erfolgt durch einen Mischwald aus Föhren, Eichen und Buchen. Im Inneren folgt der Verlauf dieser Begrenzung einer klaren Linie, die durch einen Wasserlauf betont wird. Das Grüne Band wirkt, vor allem entsprechend beleuchtet in der Nacht, wie ein Vorhang. Man gelangt nur durch diesen grünen Vorhang nach Graz-Reininghaus. Das Grüne Band bleibt als geschlossener Ring erhalten. Alle Durchfahrtsstraßen werden unter dem Band durchgeführt. Kommunikation Das Grüne Band macht unmissverständlich klar, dass Reininghaus als selbständiger Stadtteil entwickelt werden soll. Es kommuniziert mit Passanten und Investoren und steckt die Dimensionen von Graz-Reininghaus deutlich ab. Vor allem aus der Luft betrachtet, entfaltet der Grünraum seine Kraft als signifikantes Zeichen eines neuen Stadtteils. Man erkennt, welche Chancen dieser Standort hat: nahe am Stadtzentrum, groß genug für eigenständige Ideen und ausreichend kompakt, um zügig entwickelt zu werden.

Bedeutungswandel Wenn in Graz-Reininghaus später gebaut und ein neuer Stadtteil räumlich verdichtet auf der Lichtung realisiert wird, bildet das Grüne Band einen bereits gut verwurzelten Naherholungsraum für die dort lebenden und arbeitenden Bewohner. Vom gesamten Grundstück ist man in wenigen 100 Metern in einem 100.000 m2 großen Wald. Außerdem hat die intensive ringförmige Begrünung eine positive Auswirkung auf das Mikroklima von Reininghaus. Das Grüne Band wird aber auch ein wesentliches Verbindungsglied zur Umgebung. Ein Grünraum mitten in der Stadt. Ein Mehrwert. Für unmittelbare Nachbarn. Und andere Grazerinnen und Grazer.


Die Reininghaus-Kiste Kultobjekt in der heutigen Informationsgesellschaft: Baustein – Botschafter – Werkzeug.

Der Suchgraben Ein signifikantes Zeichen als Querschnitt durch das historische Reininghaus.

Rodelle

M 1:10 Dimensionen von Baukörpern zur Stadtteilentwicklung.

Grenze und Verbindung Ein Grünes Band als erste Intervention.

Landnahme Ein „Gefühl der Zukunft“ für Menschen und ihr Leben, nicht Steine und ihre Bauformen.


Leuchttürme „Landmarks“ und spirituelle Platzhalter.

Zelle Physische und soziale Skulptur mit hoher Ereignisdichte.

Startgrün Eine Spielwiese unter freiem Himmel, ein Erholungsraum mitten in Graz.

Rodell >>

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Abstraktion – Simulation – Manifestation Ein gigantischer Licht- und Leuchtkörper als weithin sichtbares Zeichen für erste Inszenierungen.

Monitor 40.000 Lichtpunkte für den größten Monitor der Welt. Der weiße Fleck Ein symbolisches Innehalten vor dem ersten Strich.


MIPIM 2007

Graz-Reininghaus und die MIPIM

Die MIPIM in Cannes ist Pflichttermin für alle, die sich auf dem weltweiten Immobilienmarkt präsentieren wollen: Städte, Bauunternehmen, Architekturbüros, große Banken, Anwälte und Entwickler. Die Herausforderung dabei: Wie unterscheidet man sich von all den anderen 2.522 Teilnehmern? Am besten, in dem man alles das nicht tut, was andere tun. Anstelle einer Präsentation von Graz-Reininghaus in den überlaufenen Ausstellungshallen der Messe wurde abseits des Trubels in Monaco eine Villa gemietet. Dadurch wurde unweit des Massenbetriebs der MIPIM eine Atmosphäre geschaffen, die es den geladenen Interessenten und Partnern ermöglichte, sich in Ruhe auf die wesentlichen Aspekte des vorgestellten Entwicklungsprojektes zu konzentrieren.

Die große Immobilien-Messe in Cannes. 24.464 m2 für 2.523 Aussteller und 26.210 Besucher.


Die Villa La Vigie in Monaco. Raum, Ruhe und Weitblick für Gespräche, Zwischentöne …

MIPIM

MIPIM

… und neue Perspektiven in Sachen Stadtentwicklung.

Statt architektonischen Entwürfen und Plexiglasmodellen wurden Gedankenmodelle in Form von Eigenschaften, die den neuen Stadtteil ausmachen werden, präsentiert.

Solche Modelle sind leiser als die Gewöhnlichen und man muss genauer zuhören, um sie zu verstehen. Nur so kann man die Zwischentöne hören, um die es in Graz-Reininghaus geht. So wurden ca. 80 Meinungsbildner und Experten nach Monaco geladen, um im Rahmen von Dinnerpräsentationen die Gelegenheit zu haben, den Entwicklungsprozess Graz-Reininghaus kennenzulernen, und gleichzeitig die Möglichkeit, selbst mitzudiskutieren, mitzudenken und ihr Verständnis von Stadtentwicklung einzubringen. So entstand ein reger Diskurs über die ReininghausMethode, der interessante Kontakte und weiterführende Inspirationen für die weitere Entwicklung zur Folge hatte.


Überschrift Roter Sand und Sponsoring grüner Rasen – für 25.000 Menschen

sTennisMasters

Rund 25.000 Personen waren im Rahmen der sTennisMasters-Turniere 2007 und 2008 jeweils zu Gast in Graz-Reininghaus. So viele Menschen hat das ehemalige Brauereigelände seit seiner Blüte vor zirka hundert Jahren nicht mehr gesehen. Aber nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ wurde im eigens angelegten Park auf dem kultiviertem Rasen von Graz-Reininghaus Beeindruckendes geboten. Die Folge: Nicht nur Zuschauer, sondern auch Spieler und die anwesende Presse stimmten nahezu unisono Lobeshymnen über den neuen Austragungsort an. „Es ist sensationell, was hier auf die Beine gestellt wurde. Dieser Event ist besser als so manche Station auf der ATPTour“, meinte etwa Michael Stich, der Sieger von 2007.

Neben dem Sport bot das Turnier eine Woche lang einen ersten Vorgeschmack auf ein dynamisches und urbanes Leben im zukünftigen Stadtteil. Er deutete sozusagen spielerisch an, welches Potential dieser lang vergessene Ort in Zukunft entfalten kann. Es waren Feste. Für Tennisbegeisterte und für Tennislegenden wie Anna Kournikova, Thomas Muster oder Patrick Rafter. Und für all jene Menschen aus Graz und darüber hinaus, die ein außergewöhnliches Erlebnis an einem ebensolchen Ort gesucht und in Graz-Reininghaus gefunden haben.


Die besondere Ausstrahlung des Ortes sowie eine stimmige Gestaltung sorgten im Sommer 2007 und 2008 f端r zwei gelungene Tennisfeste in Graz-Reininghaus.

sTennisMasters


Theater auf herbstlichem Feld Eine gelungene Zusammenarbeit zwischen steirischem herbst, Theater im Bahnhof und einer mehrere tausend Quadratmeter großen Bühne in Graz-Reininghaus.

Partner und Paten

steirischer herbst

La Strada

„Wir beginnen ein Fest, wir wissen, wie ernst die Stunde ist, die die Weltenuhr gegenwärtig zeigt“. Das hat Hanns Koren, der Gründer des Steirischen Herbstes, in seiner Eröffnungsrede 1968 gesagt. 40 Jahre später schreibt ein Journalist der Neuen Zürcher Zeitung: „Wenn im September die südlich-milde Sonne scheint und im Grazer Stadtpark die Kastanien aufs Pflaster knallen, dann herrscht an der Mur eine Diskurspflicht, die höchstens durch gelegentlichen Unernst aufgelockert wird.“ Zum Jubiläum gastierte das Theater im Bahnhof mit seiner Produktion „Zwischen Knochen und Raketen“ – „Ein Theaterstück von weltpolitischer Dimension“ auf der größten Bühne, die herbstliches Theater in den letzten 40 Jahren bespielt hat. Einem abgeernteten Maisfeld in Graz-Reininghaus. Eine prämierte Kulisse, denn das TIB erhält für das Stück den „Theaterland Steiermark Preis“ für die beste Off-Produktion.

Ein neuntägiger lustvoller Wirbelsturm über die Straßen und Plätze von Graz. Das internationale Festival für Straßenund Figurentheater hat im Sommer 2006 bereits zum neunten Mal in Graz stattgefunden. Als offizieller Sponsor für Innovationen haben wir 2006 eine Zusammenarbeit mit der französischen Theatergruppe KompleXKapharnaüm ermöglicht. Die Produktion „PlayRec“ war für den Regisseur eine „urbane Intervention“. Die Künstler haben sich mit der Geschichte von Graz-Reininghaus befasst, Zeitzeugen gesucht, Entscheidungsträger befragt und einen Film gedreht. Anhand stillgelegter Produktionsstätten fragt die Inszenierung nach dem „Gedächtnis“ einer Stadt. Entwickelt wurde das Konzept von „PlayRec“ im Rahmen von In Situ, einer europäischen Plattform, die Straßenkunst im städtischen Raum fördert und ihrerseits von der EU gefördert wird.


Die Vergangenheit der Zukunft Die Auseinandersetzung mit einem Stadtteil aus den unterschiedlichsten Perspektiven im Rahmen der neunten Auflage des Festivals La Strada.

Neues Leben Ein Naturschauspiel mit jungen Pflanzen und deren Pflanzern in den Hauptrollen.

Partner und Paten

Ein Stadtteil wächst Fürs Erste um mehr als 3.000 Bäume und Sträucher. Ein Schritt in eine wünschenswerte und nachhaltige Zukunft. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 200.000,– Euro wurden im Oktober 2007 zirka 450 Bäume und knapp 2.600 Sträucher in Graz-Reininghaus gepflanzt. Als Basis zur Verbesserung des Kleinklimas und der Luftgüte. Die Landschaftsarchitektin Ing. Gertraud Monsberger hat eine Mischung aus heimischen Bäumen und Sträuchern harmonisch in das bestehende Landschaftsbild eingefügt. Um diesen neuen Grünraum möglichst rasch wahrnehmen zu können, wurden Bäume bereits mit einer Höhe von fünf bis sechs Metern gepflanzt.


Kooperationen

Mit gezielten Kooperationen aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung erweitert Graz-Reininghaus seinen eigenen Horizont und sorgt für frischen Wind in der Stadt und bei den jeweiligen Partnern.

Steiermark, Land mit Forschergeist

Die Steiermark ist der führende F&E-Standort Österreichs. vier Universitäten in Graz eine Universität in Leoben zwei Fachhochschulen das Joanneum Research als zweitgrößte außeruniversitäre Forschungsinstitution Österreichs 25 Kompetenzzentren mit 3,9 % des BRP die höchste F&E-Quote Österreichs

Wissenslandkarte Wer sind die innovativsten Forscher und Entwickler mit dem größten Potenzial für die Zukunft? Was sind die wissenschaftlich herausragendsten Projekte mit internationaler Strahlkraft in Graz und der Steiermark? Um diese Fragen zu beantworten, wurde der Auftrag erteilt, eine Landkarte vorhandenen und zukunftsträchtigen Wissens zu zeichnen. Und weitere interessante Entwicklungspartner für GrazReininghaus zu lokalisieren. Eine kleine Auswahl an spannenden Köpfen und Projekten Olivia Koland vom Wegener Zentrum untersucht das Zusammenspiel von Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Energie im Hinblick auf das ökologisch-ökonomisch-raumplanerische Verhältnis zwischen Umland und Stadt. CNSystems entwickelt und vermarktet weltweit Technologien zur unblutigen, risiko- und schmerzfreien Herz-Kreislaufdiagnostik. Dafür gab es bereits den österreichischen Staatspreis für Innovation und 2005 einen Eintrag in die „Top 100 Private Companies in Europe“.


Die Visualisierung der Studie über das F&E-Potenzial in Graz findet über eine filmische Landkarte statt, die in den Wissensstandort Graz und seine Kompetenzfelder einführt. Die filmische Umsetzung erfolgte durch den jungen Filmemacher Lukas Schwarzkogler, der seine Ausbildung zum Informationsdesigner in Graz an der FH Joanneum und in New York absolviert hat. http://airborne-motion-pictures.com

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Interviews Journalisten Scouts Forscher

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Internet Öffentliche Wahrnehmung Datenbanken Homepages der F&EEinrichtungen

Personen / Unternehmen Koryphäen

Helden von morgen Projekte

Leuchtraketen

Weltverändernd

Gert Pfurtscheller und seine Projektpartnerin Christa Neuper arbeiten daran, Computer durch die Kraft von Gedanken zu steuern. Wolfgang Sanz und Franz Heitmeier haben einen revolutionären Kraftwerktypus entwickelt, bei dem fossile Brennstoffe ohne CO2- Ausstoß verbrannt werden können. Wie man Autofahrer davon überzeugt, öfter auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, behandelt der Psychologe Sebastian Seebauer in seiner Dissertation. Das Institut für Straßen- und Verkehrswesen erforscht gemeinsam mit der Kunstuniversität Graz die subjektive Wahrnehmung von (Stadt-)Lärm auf Basis psychoakustischer und physiologischer Grundlagen. Im Rahmen des neuen, österreichweiten COMET-Programms (Competence Centers for Excellent Technologies) wurden in der ersten Phase zwei von drei neuen Kompetenzzentren der obersten Kategorie K2 in der Steiermark errichtet. • K2 Mobility – Sustainable Vehicle Technologies in Graz AVL, TU Graz, Magna Steyr, Siemens Transportation Systems, Joanneum Research, Infineon, Audi, OMV u.a. • MPPE (Integrated Research in Materials, Processing and Product Engineering) in Leoben MontanUNI Leoben, TU Graz, TU Wien, Akad. d. Wissenschaften, Joanneum Research, Böhler Uddeholm und rund 35 weitere Partner.


Impulse Urbanism

Sozialraumanalyse

Eine Auswahl aktueller Kooperationen mit Grazer Universitäten

Tennis oder die Magie des Unnormierten Studentenprojekt mit dem Studiengang Informationsdesign an der FH Joanneum, WS 07/08 Tennis ist eine ziemlich normierte Sportart: Zwei Spieler. Ein Netz. Ein Ball. Ein paar Linien. 13 Teams des Studiengangs Informationsdesign haben in einem kuratierten Wettbewerb versucht, diese Normiertheit in Form von Kurzfilmen spielerisch aufzubrechen. Projektkurator: Eberhard Schrempf

Impulse Urbanism

Sozialraumanalyse

Studentenprojekt mit dem Masterstudiengang Architektur und Projektmanagement an der FH Joanneum, WS 07/08

Studentenprojekt mit dem Studiengang Sozialarbeit / Sozialmanagement der FH Joanneum, WS 07/08

Anhand des Planungsgebietes Graz-Reininghaus wurden von den Studierenden in transdisziplinären Teams urbane Impulse für dieses Areal entwickelt. Im Rahmen eines zweiwöchigen Workshops im Januar 2008 wurden einige Entwürfe vertieft. Leitung: Thomas Lettner, Architekt, Partner von share architects, Lehr­ beauftragter an der FH Joanneum Anke Strittmatter, Architektin, Partnerin von osa (office for subversive architecture), Lehrbeauftragte an der FH Joanneum und der TU Graz

Die Studierenden des 5. Jahrgangs haben eine kulturanthropologische Sozialraumanalyse für den Stadtteil Graz-Reininghaus durchgeführt. In mehreren Teams haben sie der Lebenswelt rund um Graz-Reininghaus den Puls gefühlt. Projektverantwortlicher: DDr. Bernhard Plé Projektteam: Dr. Siegfried Ledolter, Mag. Barbara Porotschnig, Mag. Marie­Therese Sagl


Tennis oder die Magie des Unnormierten

Urbane Zukunftsszenarien

Townhouse Development

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Urbane Zukunftsszenarien

Townhouse Development

Studentenprojekt mit dem Studiengang Architektur an der TU Graz, WS 07/08

Studentenprojekt mit dem Studiengang Architektur an der TU Graz, WS 07/08

Am Institut für Städtebau der Architekturfakultät der TU Graz wurden im Rahmen des Faches „Entwerfen und Städtebau“ von über 60 Studierenden urbane Zukunftsszenarien für Graz-Reininghaus entworfen. In Gruppenarbeit entstanden während eines Workshops unterschiedlichste Visionen und Leitbilder, die in Folge zu städtebaulichen Entwürfen ausgearbeitet wurden.

Die Typologie der Townhouses erfreut sich am globalen Immobilienmarkt zunehmender Beliebtheit. Die Innovation in der Entwurfsaufgabe besteht darin, auf die Marktnachfrage Townhouse in einem konkreten, mitteleuropäischen Umfeld einzugehen und eine zeitgenössische Interpretation anzubieten.

Betreuer: DI Ernst Reiner (Lehrbeauftragter), DI Manfred Hasler (Lehrbeauftragter), Ass.Prof. DI Dr. Wolfgang Dokonal, Ao.Univ.­Prof. DI Dr. Anna M. Hohmann­Vogrin

Leitung: Johannes Fiedler, Architekt und Regionalentwickler, Partner bei fiedler.tornquist, Graz. Lektor an der FH Joanneum Graz (Raumplanung, Städtebau)und an der TU Graz (Institut für Wohnbau)


european smart cities Ein neues Bewertungsinstrument für europäische Mittelstädte

Wissenschafter der TU Wien haben gemeinsam mit der Universität Ljubljana und der TU Delft ein Rankinginstrument entwickelt, das 70 europäische Mittelstädte mit weniger als 500.000 Einwohnern unter die Lupe nimmt.

Die gute Nachricht vorweg: Graz rangiert an dreizehnter Stelle. Die schlechte: Graz liegt damit hinter Salzburg, Linz und Innsbruck. „Mittelstädte sind eine faszinierende Zielgruppe“, sagt smart cities Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Rudolf Giffinger von der TU Wien. „120 Mio. Menschen leben in rund 600 Städten dieser Größe, das sind knapp 40 % aller Stadtbewohner Europas. Sie haben enormes Potenzial und stehen dennoch oft im Schatten der großen Metropolen. Sie haben Schwierigkeiten, sich zu positionieren, kämpfen manchmal mit Imageproblemen und werden von Investoren übersehen. Dabei haben sie einen bedeutenden Vorteil: Aufgrund ihrer Größe sind sie flexibel und können mit Smartness punkten.“ Smart heißt: Gute Performance in sechs Eigenschaften. In den Bereichen Economy, People, Governance, Mobility, Environment und Living wurde auf die momentanen Qualitäten und auf die erwartbaren Entwicklungen geschaut.


Smart City Graz

Kooperationen

Kooperationen

Die Top Fünf Luxemburg, Aarhus (DK), Turku (FIN), Aalborg und Odense (DK). Es geht vor allem darum, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Dr. Natasa Pichler-Milanovic von der Uni Ljubljana: „Natürlich ist die Platzierung einer Stadt im Ranking von großem Interesse, aber wichtiger ist es, Stärken und Schwächen in bestimmten Bereichen zu entdecken und Strategien zu entwickeln, wie die Performance verbessert werden kann.“ 2010 soll es eine zweite Evaluierung geben. Dann hofft das Wissenschafterteam auf weiteres Datenmaterial, um mehr Städte in das Ranking aufnehmen zu können. Details unter: www.smart-cities.eu


Bezirkspolitik Architektinnen Consulter Stadtpolitik Kartographen St채dteplaner

Studenten

Firmen im Umfeld

Stadtklimatologen Landschaftsg채rtner Fachabteilungen Land Landschaftsplaner Fachabteilungen Stadt

Denkmalschutz


Historike Medien Banken Baufirmen Bauphysiker

Investoren K端nstlerinnen

Infrastrukturbeauftragte Anwohner Grafiker


Was


Standpunkte Perspektiven Stadtmodelle


Haltung

Graz-Reininghaus bezieht Standpunkte

Auch ein dynamischer, auf Ergebnisoffenheit angelegter Entwicklungsprozess braucht einen inhaltlichen und prozessualen Rahmen, damit er nicht beliebig wird. Im Falle der Entwicklung von GrazReininghaus haben wir die grundlegenden Überzeugungen, Absichten und Wünsche als klare Standpunkte formuliert. Wir sagen in aller Klarheit, wofür wir stehen. Und damit auch, wofür nicht. Die eingenommenen Standpunkte sind keine in Stein gemeißelten, unverrückbaren Dogmen. Sie sind relevante Positionsbestimmungen, die sich mit dem Fortschreiten des Prozesses, der damit verbundenen Ausweitung des Kreises

der Mitdenker, und den Veränderungen des Denkens an den richtigen Stellen evolutiv mitverändern werden und müssen. Sie liefern ein ebenso stabiles wie flexibles Fundament für die gemeinsame Entwicklung eines Stadtteils. Und sorgen so für die notwendige Orientierung und für ausreichend Verbindlichkeit bei allen beteiligten Entwicklungspartnern, Investoren und – am allerwichtigsten – für die zukünftigen Bewohner, die sich mit diesen Standpunkten identifizieren und sie mit uns gemeinsam weiterentwickeln wollen.


Fünf Standpunkte zu Graz-Reininghaus

Asset One hat für die Entwicklung von Graz-Reininghaus Eckpunkte definiert, die den prozessualen Rahmen für das Stadtentwicklungsprojekt vorgeben. Diese fünf Standpunkte zu Graz-Reininghaus legen fest, wofür Graz-Reininghaus steht und wofür nicht.


Vielfalt durch Urbanität

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Vielfalt durch Urbanität

Graz-Reininghaus setzt auf die ungebrochene Attraktivität des Lebensraumes Stadt. Urbanität war und ist Nährboden für Innovation und Kreativität, für Widerspruch und Lebendigkeit, für Vielfalt und Offenheit, für individuelle Freiheit und Heterogenität. Urbanität ist der Garant für einen lebendigen und vielfältigen Stadtteil Graz-Reininghaus.

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Ein Stadtzentrum im Grazer Westen

Ein Stadtzentrum im Grazer Westen

2 In Graz-Reininghaus entsteht ein neues Grazer Stadt-Zentrum. Ein – neben der pulsierenden Altstadt – zweiter Kristallisationspunkt urbanen Lebens in Graz. Graz-Reininghaus wird keine Konkurrenz zum Vorhandenen, geschweige denn ein besseres Graz, sondern eine willkommene Ergänzung des Bestehenden und so eine Bereicherung für die Stadt.


Der Prozess als Qualität

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Asset One als Impulsgeber

Asset One versteht sich als die federführende Kraft in der Entwicklung von GrazReininghaus. Mit einem Interesse an einer langfristigen Wertsteigerung. Als wirtschaftlich orientierter Entwickler ist Asset One zwar kein wohltätiges Unternehmen, aber am nachhaltigen Wohl der Menschen in Graz-Reininghaus interessiert. Durch die Führung des Entwicklungsprozesses in einer Hand können Entscheidungen unbürokratisch und schnell getroffen werden und Entwicklungsimpulse durch gezielte konzeptionelle Interventionen punktuell und wirksam gesetzt werden.

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Graz-Reininghaus als Marke

Graz-Reininghaus als Marke

4 Wie jede starke Stadtteil-Persönlichkeit mit eigenem, unverwechselbarem Charakter hat auch Graz-Reininghaus den Mut, klare, den Stadtteil prägende Eigenschaften zu definieren und zu kultivieren. Die wachsende Identität von Graz-Reininghaus ist Kern dieser starken Marke und ein klares Versprechen und Bekenntnis, wofür Graz-Reininghaus steht.


Asset One als Impulsgeber

Standpunkte

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Asset One als Impulsgeber

Asset One versteht sich als die federführende Kraft in der Entwicklung von GrazReininghaus. Mit einem Interesse an einer langfristigen Wertsteigerung. Als wirtschaftlich orientierter Entwickler ist Asset One zwar kein wohltätiges Unternehmen, aber am nachhaltigen Wohl der Menschen in Graz-Reininghaus interessiert. Durch die Führung des Entwicklungsprozesses in einer Hand können Entscheidungen unbürokratisch und schnell getroffen werden und Entwicklungsimpulse durch gezielte konzeptionelle Interventionen punktuell und wirksam gesetzt werden.

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Graz-Reininghaus eröffnet neue Perspektiven

Auf Basis der im Prozess generierten relevanten inhaltlichen Impulse werden konkrete Perspektiven für Graz-Reininghaus ausgearbeitet. Wünschenswerte Eigenschaften und urbane Themen werden miteinander verknüpft und von internen und externen Experten in mögliche konkrete Maßnahmen übersetzt.

>> Neben zentralen städtebaulichen Perspektiven wie Grün- und Freiraum, Stadtszenarien, Nutzungsvielfalt und Mobilität werden auch zentrale Fragen an das Leben in einer Stadt der Zukunft aus einer sozio-kulturellen Perspektive heraus formuliert und die vielfältigen Fragen einer „Next City Reininghaus“ erforscht und bearbeitet. Die ausgearbeiteten Ergebnisse werden in geeigneten und teilweise öffentlichen Formaten diskutiert und reflektiert. Und liefern auf diese Art die Grundlage für die weiterführende Ausarbeitung detaillierter und umsetzungstauglicher Konzepte und Projekte für Graz-Reininghaus.


Grün- und Freiraum

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Grün- und Freiraum Bilder des Frei- und Grünraums als erste konkretisierte Bilder eines Stadtteils, das war die Idee. Also wurden sieben europäische Landschaftsarchitekturbüros aus Amsterdam, Graz, Meran, Paris, Stuttgart und Wien eingeladen, Vorschläge für den Freiraum in Graz-Reininghaus zu machen. Ganz bewusst nicht als Wettbewerb gedacht, sondern als Sammlung von Ideen und Anregungen. Die eingebrachten Vorschläge waren vielfältig und reizvoll: Sie reichten von kleinen Interventionen wie einem Giraffengehege im bestehenden Malzsilo oder einer Sichtbarmachung der bestehenden Quellen durch Fontänen und Trinkhäusern bis hin zu gesamthaften Lösungen wie etwa einem Central Park in der Mitte von Graz-Reininghaus. In einem zweitägigen Symposium waren alle sieben Landschaftsarchitekten am 24./25. Juni 2008 in Graz-Reininghaus und diskutierten dabei gemeinsam mit Vertretern der Stadt Graz grundlegend und intensiv wesentliche Fragen der Freiraumplanung. In einer Abendveranstaltung wurden die Entwürfe öffentlich diskutiert. Im Herbst 2008 ist eine ausführliche Publikation zum Thema „Grün- und Freiraum für Graz-Reininghaus“ erschienen.

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Teilnehmende Büros Agence Ter, Paris – Karlsruhe freilich, Meran idealice, Wien karres en brands, Hilversum – Amsterdam lohrberg, Stuttgart Monsberger, Graz Mario Terzic, Wien Projektleitung stadtland, Wien Städtebauliche Intendanz kleboth lindinger partners Prozessablauf April 2008: Kick-off in Graz Mai 2008: Zwischenabgabe und Feedback-Reisen zu den Planungsbüros Juni 2008: Endpräsentation in Graz Dezember 2008: Publikation „Grün- und Freiraum für Graz-Reininghaus“


Nutzungsvielfalt

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Nutzungsvielfalt Der Begriff „Urbanität“ weckt Assoziationen von vielfältigem städtischem Leben, einem bunten Mix von Geschäften und Lokalen, von attraktivem, hoch frequentiertem öffentlichem Raum, das selbstverständliche Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen, Gesellschaftsschichten und Generationen. Und dies alles am besten rund um die Uhr. Abgesehen von den Metropolen entsprechen am ehesten die historischen Zentren der Mittelstädte diesem Ideal. Stadtneugründungen dagegen zeichnen sich meist durch Sterilität aus, und das, obwohl sich viele Stadtplanungen der letzten Jahrzehnte Nutzungsmischung, die Stadt der kurzen Wege, Belebung der Gebäudesockelzonen etc. zum Ziel gesetzt hatten. Offensichtlich stehen gesellschaftliche Rahmenbedingungen, normative Vorschreibungen, wirtschaftliche Überlegungen oder auch nur Gewohnheiten diesen an sich so wünschenswerten Eigenschaften im Weg. Im Sinne des Gesamtmottos ‚Stadt ermöglichen‘ geht die Perspektive Nutzungsvielfalt diesem Thema auf den Grund und lotet aus, in welchem Bereich die Durchmischung von Funktionen und Bevölkerungsgruppen Vorteile bringen und wie dies bei einer städtebaulichen Entwicklung wie in GrazReininghaus Berücksichtigung finden kann. Eine Publikation zum Thema „Nutzungsvielfalt für Graz-Reininghaus“ liegt vor.

Vortragende Wolfgang Amann, I-IBW Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen Christoph Chorherr, Grüner Gemeinderat in Wien, Gründer von sarch Raimund Gutmann, freiberuflicher Sozialwissenschafter, Institutsleiter wohnbund:consult Diskussionsgäste Jutta Kleedorfer, Projektstelle für Mehrfachnutzung der Stadt Wien Michael Klees, Rektor der FH Joanneum Christian Krainer, Geschäftsführer der ÖWGES Städtebauliche Intendanz kleboth lindinger partners Prozessablauf Mai 2008: Symposium „Nutzungsvielfalt im urbanen Raum“ Dezember 2008: Publikation „Nutzungsvielfalt für Graz-Reininghaus“


Stadtszenarien

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Perspektiven >>

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Stadtszenarien Namhafte Städteplaner aus Europa, Asien und den USA haben sich mit möglichen urbanen Szenarien für den Stadtteil Graz-Reininghaus befasst. Im Rahmen von Interviews an den Bürostandorten der sieben Konsulenten in Berlin, Zürich, Rotterdam, Tokyo, Miami, Barcelona und Friedrichshafen und bei einem zweitägigen Symposium in Graz wurden vielfältige Themen aus dem Bereich des Städtebaus aufgezeigt, erörtert und nebeneinandergestellt.

Konsulenten Joan Busquets, Barcelona – Harvard Erick van Egeraat, Rotterdam – Moskau Duany Plater-Zyberk & Company, Miami Vittorio M. Lampugnani, Zürich – Mailand Dietmar Leyk, Berlin Philipp Oswalt, Berlin – Kassel Kazunari Sakamoto, Tokyo

Durch intensives Betrachten einzelner Themen wie Startpunkt, Wachstum und Planbarkeit von Stadtteilen, Herstellen von Wertbest��ndigkeit und Kommunizierbarkeit städtischer Optionen entstand ein umfassendes Bild für entscheidende Fragen einer Stadtentwicklung des 21. Jahrhunderts. Ganz bewusst ging es dabei vorrangig darum, Potenziale aufzuzeigen, ohne bestimmte Themen festzuschreiben. Eine ausführliche Publikation zum Thema „Stadtszenarien für GrazReininghaus“ liegt vor.

Projektleitung maxRIEDER, ArchitekturWasserStadtlandschaft&Gestaltungsprozesse Städtebauliche Intendanz kleboth lindinger partners Prozessablauf April bis Juni 2008: Konsulenteninterviews an den internationalen Bürostandorten Juli 2008: Symposium Stadtszenarien für Graz-Reininghaus Oktober 2008: Publikation „Stadtszenarien für Graz-Reininghaus“


Mobilität

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Mobilität Mobilität ist eines der Kernthemen für eine erfolgreiche Standortentwicklung. Einerseits sind einfache Erreichbarkeit und optimale Anbindung an überregionale Wegenetze unabdingbare Bedingungen jedes erfolgreichen Immobilienprojekts. Andererseits stellt die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum einen wesentlichen weichen Standortfaktor dar. Dabei greift das Thema Mobilität in einem Stadtteil elementar in den Alltag von Bewohnern und Passanten ein. Ein derart großes Betrachtungsgebiet wie Graz-Reininghaus bietet besondere Chancen, das Mobilitätsverhalten der Menschen grundlegend zu ändern. Verkehr ist auch immer in Zusammenhang mit übergeordneten Planungen zu sehen und führt zu der Notwendigkeit, sich bereits in möglichst frühem Stadium der Projektentwicklung intensiv mit der Verkehrserschließung zu befassen. Die grundlegende Frage ist, wie man das Areal unter Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten am besten erschließen kann. Ein Symposium zur Mobilität für Graz-Reininghaus befasste sich mit zwei Schwerpunkten: Einerseits wurden Trends, Planungsverständnis und Visionen von Mobilität auf einer abstrakten Ebene diskutiert, andererseits prototypenhaft Lösungen für die umfassende Verkehrserschließung von Graz-Reininghaus bearbeitet. Planungsbüros haben die

Verkehrssituation in Bezug auf Öffentlichen Verkehr, Individualverkehr, ruhenden Verkehr und Sanfte Mobilität untersucht und exemplarische Verkehrskonzepte in Form von Plänen, Berechnungen und sechs Thesen für die Mobilität in Graz-Reininghaus entwickelt. Prozessbeteiligung Trafico, Partner für Verkehrsplanung Jürg Dietiker, Verkehrsplaner, Zürcher Hochschule Winterthur Büro IBV-Fallast Diskussionsgäste Lisa Rücker, Vizebürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz, Martin Kroissenbrunner, Leiter der Verkehrsplanung Stadt Graz, Andreas Tropper, Landesbaudirektor der Steiermark und Leiter der Abteilung 18 – Verkehr Städtebauliche Intendanz kleboth lindinger partners Prozessablauf September 2008: Symposium Mobilität Februar 2009: Publikation „Mobilität für Graz-Reininghaus“


Energie

Perspektiven >>

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Energie Es ist das hochgesteckte Ziel zukunftsorientierter Stadtentwicklungen, „energieneutral“ zu sein. Das heißt, der Betrieb des Stadtteils erfolgt ohne externe Energie (Elektrizität, Gas, Öl usw.), sondern die benötigte Energie wird in bzw. an den Häusern selbst erzeugt, meist durch Solaranlagen, Solarzellen, Erdwärme, Grundwasser etc. Die Energie, die in die Herstellung und Entsorgung der Bauwerke investiert wurde (graue Energie), wird innerhalb des Lebenszyklus ebenfalls erwirtschaftet. Wie eine derartige saubere Vision Wirklichkeit werden kann, wird in dieser Perspektive geklärt. Dabei geht es einerseits um die technisch sinnvolle Machbarkeit solcher Vorhaben und andererseits um das Aufzeigen von Verwertungschancen der Immobilien. Besonders spannend erscheint dabei, welche Synergien sich durch die ganzheitliche Betrachtung der Energiebilanz eines ganzen Stadtteils ergeben. Denn gerade unterschiedliche Funktionen und Nutzungszeiten bergen überraschende Möglichkeiten, wenn die Abwärme des einen Gebäudes zum Heizen des nächsten dient, wenn Büros blendfrei nach Norden und Wohnungen zur Sonne orientiert sind, und wenn darüber hinaus Wege des täglichen Bedarfs fußläufig in Graz-Reininghaus stattfinden.

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Next City

Stadtsoziologie / Kulturwissenschaften Wie man Stadt im Rahmen der absehbaren Veränderungen unserer Gesellschaft denken kann, ist Gegenstand der stadtsoziologischen Perspektive, die im Projekt Graz-Reininghaus unter der Überschrift „Next City“ bearbeitet wird. Durch Forschungskooperationen u. a. mit der Zeppelin University Friedrichshafen und Einbindung internationaler Experten werden all die relevanten gesellschaftlichen Fragestellungen aufgegriffen, die sich mit dem Übergang der modernen Gesellschaft in eine post-moderne Weltgesellschaft für die Entwicklung urbaner Räume ergeben. Dabei steht insbesondere die Neubewertung der Frage nach Heimat und Ver-Ortung des Menschen in Zeiten globaler, zunehmend virtueller Lebenszusammenhänge im Mittelpunkt. Die Ergebnisse dieses Arbeitsprozesses werden in Form eines „stadtsoziologischen Pflichtenhefts“ zusammengefasst, in dem Überlegungen und Anforderungen an eine „Nächste Stadt“ am konkreten Beispiel von Graz-Reininghaus durchdekliniert und festgehalten werden.

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ExpertInnen Bastian Lange (Stadtforscher, Berlin), Birte Kleine-Benne (Kunsthistorikerin, Berlin), Michael Schuster (Softwaredesigner, Wien), Christian Heller (Blogger, Berlin), Deniz Peters (Musikwissenschaftler, Graz), Elmar Lampson (Komponist, Hamburg), Georg Hajdu (Komponist, Hamburg), Gerd Leonhard (Musikproduzent, Basel), Hajo Greif (Technikphilosoph, Graz), Hannes Sorger (Stadtentwickler, Graz), Holm Friebe (Kreativforscher, Berlin), Justen Ladda (Künstler, New York), Markus Beckedahl (Netzpolitiker, Berlin), Peter Glaser (Webphilosoph, Berlin), Philippe Cabane (Stadtentwickler, Basel), Stefan Braunisch (Psychotherapeut, Bern), Tom Fuerstner (Softwareentwickler, Wien) Projektbetreuung Dirk Baecker, Zeppelin University Friedrichshafen und ein studentisches Team Betreuung stadtsoziologische Perspektive Bernhard Krusche Prozessablauf November 2008: Symposium „Next City Graz-Reininghaus“ Frühjahr 2009: Publikation Pflichtenheft


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Perspektiven


Stadtmodelle Graz-Reininghaus

Landmark

Stadtlichtung

Stadtinseln

Stadtm Ausblick: Stadtmodell Reininghaus

Die bisher gesammelten Inspirationen, Ideen und Perspektiven werden nunmehr gebündelt und materialisiert. Dies geschieht in Form von sogenannten „Stadtmodellen“, die man als abstrahierte Verräumlichungen interdisziplinär gedachter Stadtideen verstehen kann. Sie sind die umfassende Materialisierung der vielfältigen Überlegungen für Graz-Reininghaus, die Übersetzung wünschenswerter Eigenschaften aus unterschiedlichen Disziplinen in ein auch grafisch dargestelltes Stadtmodell. Die Konzeption der Stadtmodelle wird stark geprägt sein von Wissen, Erfahrung und vom bisherigen Prozess. Darauf aufbauend werden sich wiederum durch die subjektive Wahrnehmung geprägte, kreativ individualistische Lösungsvorschläge ergeben.

Die Varianten dieser „Stadtmodelle“ werden ein Spektrum an prinzipiellen Möglichkeiten für Graz-Reininghaus liefern und so Richtungsentscheidungen für die weitere Entwicklung erleichtern. Ihnen folgen intensive Diskussionen, Evaluierungen durch externe Experten, Kommentare und Kritik – danach wird aus den vorgelegten Varianten eine ausgewählt. Diese wird dann zum „Stadtmodell Reininghaus“.

Das „Stadtmodell Reininghaus“ wird zum Haltegriff, Schrittmacher und Gradmesser für alle weiteren Umsetzungsmaßnahmen von Graz-Reininghaus. Erst danach werden die herkömmlichen Entwicklungs- und Planungsschritte, wie Bebauungsplanung, Projektplanung usw., zum Einsatz kommen – auf unserem höchst ambitionierten Weg zu einem „normal funktionierenden Stadtteil des 21. Jahrhunderts”.


Patchwork

Central Park

Quartiersplätze

modelle Stadtmodelle >>

Stadtmodelle >>

Qualitäten

• Dichte öffentliche Identität • Wenig Immissionen • Zentrumsbildend • Potentielle Nutzungen: öffentliche Nutzungen, Dienstleistungen, Sondernutzungen, Sonderbauten Wohnen

• Geringe Immissionen • Nähe zum öffentlichen Grün • Differenzierte Öffentlichkeit • Gute Adresse • Potentielle Nutzungen: Wohnen, Gastronomie – Nachbarschaftscafés, quartiersbezogen

• Hohe Frequenz • Hohe Immissionen (Verkehr) • Hohe Dichte • Gute Erreichbarkeit • Hohe Öffentlichkeit • Sehr gute Adresse • Potentielle Nutzungen: Sockelzone: Geschäfte, öffentliche Infrastruktur, Shopping, Gastronomie 1 OG: Büros, öffentliche Einrichtungen OGs: Wohnen

• Geringe Öffentlichkeit • Hohe Immissionen • Potentielle Nutzungen: Gewerbe, Büros

• Gute Erreichbarkeit • Leichte Immissionen • Geringe Frequenz, kein Durchzugsverkehr – dead end • Potentielle Nutzungen: Büros, Dienstleistungen


Landmark

Landmark

Bei diesem Stadtmodell handelt es sich um einen Stadtteil mit monozentralem Charakter. Zentral gelegen befindet sich eine Ankernutzung, ein öffentliches Gebäude etc. auf das sich sowohl die Erschließung als auch die Bebauungsstruktur hin orientieren. Die Ankernutzung ist hochfrequent und kann eine wichtige Funktion für den gesamten Stadtraum einnehmen.

Das Wachstum beginnt im Zentrum und setzt sich radial fort. Die Grünräume können von außen bis zur zentralen Ankernutzung reichen oder Teile eines „Ringes“ einnehmen. Die Erschließung erfolgt sternförmig auf das Zentrum zulaufend.


Stadtlichtung

Stadtlichtung

Der Stadtteil wird von anderen Gebieten durch einen umgehenden öffentlichen Grünraum abgetrennt, der gleichzeitig eine Schwelle in das Gebiet bildet. Dabei werden einzelne Grünraumbereiche unterschiedliche Nutzungen erfahren und eine unterschiedliche Zugänglichkeit und Öffentlichkeit haben. Zusätzlich zu den öffentlichen Grünflächen werden sich private Grünbereiche in den einzelnen Baublöcken befinden. Durch die Abtrennung von der restlichen Stadt erhält das Gebiet einen eigenständigen Charakter, der sich von Stadtteilen unterscheiden kann. Dadurch wird allerdings nicht zwangsläufig die Bebauungsstruktur geprägt. Diese kann einen homogenen Charakter bekommen, so dass die einzelnen Baufelder nahezu gleichwertig sind. Er kann aber auch heterogen sein, um den Inselcharakter, der durch den Grünraum geprägt wird, noch zu verstärken. Hierdurch könnten unterschiedliche Wertigkeiten auf dem Gelände erzielt werden. Die Hierarchisierung der Erschließung ist Abhängig von der Bebauungsstruktur. In beiden Fällen wird das Gebiet allerdings eine übergeordnete Erschließung haben, die es an die anderen Stadtteile anschließt.

Die Ausprägung des Stadtteils bringt keinen zwingenden Ablauf für die Entwicklung des Gebietes mit sich. Das Wachstum wird an verschiedenen Stellen des Gebiets beginnen und sich von dort über das Areal ausweiten.


Stadtinseln

Stadtinseln

Durch einen zusammenhängenden Grünraum, der sich durch das gesamte Stadtgebiet zieht, entstehen eigenständige, voneinander getrennte Viertel mit homogener Bebauung. Der Grünraum wird als erstes Element realisiert. Er hat einen stark öffentlichen Charakter.

Das Wachstum der einzelnen Viertel geschieht der Reihe nach oder bei jedem Viertel gleichzeitig – vom Rand aus, vom Zentrum aus oder entlang des Grünraums. Die Haupterschließungsstraße tangiert den Grünraum. Die Erschließung innerhalb der Viertel verläuft rasterförmig.


Patchwork

Patchwork

Das Areal wird in mehrere Einheiten gegliedert, die unabhängig voneinander entwickelt werden. Es werden nur wenige übergeordnete Gestaltungsregeln festgelegt. Diese beschränken sich auf die Nahtstellen zwischen den einzelnen Quartieren. Dadurch entstehen eigenständige Quartiere und ein abwechslungsreiches, heterarchisches Stadtgefüge. Die übergeordnete Erschließung reduziert sich auf die Hauptdurchzugsstraßen. Die Erschließung innerhalb jedes Viertels passt sich der jeweiligen Bebauungsstruktur an.

Der Stadtteil wird nicht durch eine einheitliche Gestalt geprägt, sondern durch das Zusammenwachsen unterschiedlicher Bereiche.


Central Park

Central Park

Das Stadtgebiet ist um einen zentralen Grünraum angeordnet und homogen bebaut. Durch seine Größe zieht der Grünraum nicht nur Nutzer aus dem eigenen Stadtteil, sondern aus dem gesamten Stadtgebiet an. Er nimmt sowohl die Rolle der grünen Naherholungsfläche als auch die eines urbanen Grün- und Freiraums ein.

Das Stadtviertel wird von einer Haupterschließungsachse, die den Park tangiert, erschlossen. Das übrige Gebiet ist von rasterförmigen Erschließungsstraßen geprägt. Die höchste Wertigkeit liegt im ersten Bebauungsring unmittelbar um den Grünraum. Dieser entsteht als erste Bebauung nach Errichtung des Central Parks.


Quartiersplätze

Quartiersplätze

Der Stadtteil hat eine homogene, teppichartige Struktur. Einzelne Baublöcke bleiben ausgespart und werden als öffentlicher Freiraum genutzt. Durch die gleichmäßige Verteilung dieser Plätze über das gesamte Gebiet ist jeder Freiraum einzelnen Bereichen im Stadtteil zugeordnet. Die Baufelder haben einen nahezu gleichen Wert, wobei sich die direkt an den Freiraum angrenzenden Baufelder abheben. Die Erschließung im Gebiet wird entsprechend der flächigen, homogenen Struktur nur geringe Hierarchien aufweisen. Die einzelnen Plätze können unterschiedliche Qualitäten und Ausprägungen erhalten. Ihre Form kann von gestalteten Plätzen über Parks bis hin zu Spielflächen für Kinder reichen. Durch seine Zuordnung wird der Freiraum hauptsächlich von Anliegern genutzt werden.

Die Baufelder um die einzelnen freien Felder herum werden zu Beginn entwickelt werden. Die Entwicklung des Stadtteils wird an mehreren Stellen ansetzen. Diese liegen an zentralen Zugängen auf das Areal oder in Bereichen, in denen gut an die bestehende oder umliegende Bebauung angeknüpft werden kann.


Wer


ONE

Zahlen, Daten und Fakten

UNTERNEHMEN

LIEGENSCHAFTEN

REININGHAUS

DOWNLOADS

Stadtentwicklung aus der Vogelperspektive


TOO

Strategien, Visionen und Ideen

STRATEGIE

VISION

INTERAKTION


Das Unternehmen Liegenschaften Personen


Asset One

Das Unternehmen Die Asset One Immobilienentwicklungs AG wurde 2005 von österreichischen Privatinvestoren gegründet, um die Entwicklungsflächen aus dem ehemaligen Besitz der Brau Union in Österreich in enger Abstimmung mit den Städten und ihren Bewohnern, der Wirtschaft, den Behörden und Institutionen zu entwickeln. Eine kurze Geschichte Seit 1921 wurden unter dem Dach der Brau AG (später Brau Union) immer mehr österreichische Brauereien vereint. Viele dieser Brauereien hatten großen Liegenschaftsbesitz. Dazu kamen im Laufe der Zeit stillgelegte Brauereien, wie die Sternbrauerei in Salzburg, die Reininghaus Brauerei in Graz oder nicht mehr betriebsnotwendige Teile der Schwechater Brauerei. 2003 erwarb Heineken die Aktien der Brau Union, 2005 verkaufte Heineken den nicht betriebsnotwendigen Liegenschaftsbesitz.

Im April 2005 wurde die Asset One Immobilienentwicklungs AG gegründet und wurde Eigentümerin der Entwicklungsflächen des ehemaligen Brau Union Immobilienportfolios. Seit Juni 2005 arbeitet die Asset One mit Sitz in Graz an der Aufbereitung und Entwicklung des seit Generationen gewachsenen Immobilienbesitzes. Die Unternehmensstrategie Die zentrale Strategie von Asset One ist es, für gewidmetes Bauland in städtischen Lagen die bestmögliche Nutzung zu finden und konzeptionell zu konkretisieren, um aus diesen Flächen einen möglichst hohen Wert zu generieren. Hinter Asset One stehen keine Immobilienspekulanten, sondern österreichische Investoren, die den Liegenschaftsbesitz verantwortungsvoll entwickeln.


Asset One – das Portfolio

Grün- und Kleinflächen

SCHWECHAT

SALZBURG

Reininghaus

GRAZ

Puntigam West

Puntigam Ost

10 000 m2

Liegenschaften

2005 hat Asset One die nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften der Brau Union in Österreich erworben. Derzeit besitzt Asset One knapp 1,2 Millionen Quadratmeter Land. Knapp 900.000 Quadratmeter davon sind gewidmetes Bauland in Salzburg, Linz, Schwechat und vor allem in Graz. Schwechat An der Brauhausstraße liegt dieses 17.375m2 große Gelände, das durch noch vorhandene alte Brauereigebäude und mehrere tausend Quadratmeter ehemalige Lagerkellerflächen seinen besonderen Charakter erhält.


Graz-Puntigam Auf den 441.979 m2 großen Liegenschaften im Grazer Süden befinden sich neben der aktiven Brauerei Graz-Puntigam und attraktiven Einkaufsmöglichkeiten (IKEA, Shopping Center West ...) auch 331.814 m2 vielseitig nutzbares Bauland.

Liegenschaften


Die Sternbrauerei Salzburg

Salzburg – am Fuße des Rainbergs

Die Salzburger Festspiele sind Weltklasse, die Salzburger Altstadt ist eines der schönsten historischen Monumente der Welt. Wenn man also etwas Neues baut, dann muss man sich auf demselben Niveau bewegen. Asset One wird die Salzburger für moderne Architektur nur dann begeistern können, wenn sie etwas geboten bekommen, das dieselbe Qualität hat wie die besten Beispiele der historischen Architektur in Salzburg.

Asset One hat durch die Umsetzung seines Qualitätsanspruches das Interesse und die Begeisterung von Architekten wecken können, die heute üblicherweise an Projekten arbeiten, die zehn oder gar hundert Mal so groß sind wie unseres. Neben der sorgfältigen Vorbereitung hat ihnen vor allem eines geholfen: Die Chance, auf dem letzten freien Grund im Zentrum von Salzburg zu bauen, ist auch für einen Weltklasse-Architekten nicht gerade uninteressant.

In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsstadtrat, der Altstadtkommission und dem Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg und unterstützt vom Architekturbüro kleboth lindinger partners wurden die Vorgaben und die Ausschreibungsbedingungen für den Wettbewerb ausgearbeitet.

Ein Jahr nach der Jurierung des Siegerprojektes erfolgt nun der Baustart. Am Donnerstag, den 20. September 2007, fand der Spatenstich für das Wohnprojekt Sternbrauerei Salzburg statt. Das architektonische Vorzeigeprojekt mit einer Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro wird vom New Yorker Architekturbüro Hariri & Hariri gemeinsam mit kleboth lindinger partners umgesetzt. Bis Ende 2009 entstehen insgesamt rund 80 hochwertige Wohnungen in sechs neuen Gebäuden. Im revitalisierten Altbau finden fünf Wohnungen Platz – dazu Büroräumlichkeiten, Räume für die Gastronomie und voraussichtlich das Haus der Architektur.


Hier entstehen rund 80 hochwertige Wohnungen in sechs Gebäuden in bester Lage und höchster Qualität. Sternbrauerei Salzburg

Sternbrauerei Salzburg

Die beiden Architektinnen Gisue und Mojgan Hariri hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Ein nicht alltäglicher Baucontainer ermöglicht neue Perspektiven auf eine 50 Jahre lang brachliegende Innenstadtfläche.


Personen

Gerhard Engelsberger

Christoph Gadermayr

Ing. Gerhard Engelsberger

Mag. Christoph Gadermayr

ist Vorsitzender des Vorstands der Asset One Immobilien­ entwicklungs AG sowie Geschäftsführer der Asset One Projektentwicklungs GmbH und der Asset Salzburg Immobilienentwicklungs GmbH, beide hundertprozentige Töchter der Asset One Immobilienentwicklungs AG.

ist Mitglied des Vorstandes der Asset One Immobilien­ entwicklungs AG sowie Geschäftsführer der Asset One Projektentwicklungs GmbH und der Asset Salzburg Immobilienentwicklungs GmbH.

Ing. Gerhard Engelsberger ist seit 1965 im Immobilien­ geschäft tätig, er war unter anderem Vorstand der Wienerberger Immobilien AG, der ÖRAG – Österr. Realitäten AG und der CA Immobilien Anlagen AG und zählt somit zu den erfahrensten und erfolgreichsten Immo­ bilien­Managern Österreichs. Außerdem ist er gerichtlich beeideter Sachverständiger für das Immobilienwesen.

Gadermayr arbeitet seit 1994 in verschiedenen Bereichen der Immobilienwirtschaft und absolvierte nebenberuflich das Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität in Linz sowie die Prüfung zum staatlich befugten Immobilientreuhänder und war zuvor im Brau Union­Konzern als Manager im Real Estate­Bereich tätig. Bei Asset One ist Christoph Gadermayr seit 2005 für die Sternbrauerei in Salzburg als Projektleiter und seit Oktober 2006 als Geschäftsführer zuständig und er verantwortet nun als Vorstand das operative Immobiliengeschäft.


Ernst Scholdan

Alexander Doepel

Personen

Personen

Ernst Scholdan

Alexander Doepel

ist Gründer der Asset One Immobilienentwicklungs AG. Er ist außerdem Gründer und Managing Partner von DDWS Corporate Advisors und berät seit 2002 große Unternehmen und Finanzinstitutionen bei Eigentümerwechseln, strategisch bedeutenden Akquisitionen und Entscheidungen. Scholdan ist weiters Vorsitzender des Aufsichtsrates der Capexit AG, einer österreichischen Private Equity Gruppe, Sparkassenrat bei „Die Zweite Österreichische Sparcasse“ sowie Vorstand in zwei österreichischen Privatstiftungen.

ist Gründer und Präsident des Aufsichtsrates der Asset One Immobilienentwicklungs AG. Als Gründer und Managing Partner von DDWS Corporate Advisors berät er gemeinsam mit Ernst Scholdan seit 2002 große Unternehmen und Finanzinstitutionen bei strategischen Entscheidungen. Als Mitgesellschafter von Scholdan & Company betreute er in seiner aktiven Zeit die größten Kapitalmarkttransaktionen an der Wiener Börse, wie Erste Bank, BBAG und Böhler Uddeholm. Doepel ist nach wie vor wesentlicher Aktionär der Gesellschaft. Außerdem ist Alexander Doepel Geschäftsführer und Gesellschafter der Return Medien und KommunikationsgmbH.


Impressum

Herausgeber Asset One Immoblilienentwicklungs AG Redaktion: Projektteam Graz-Reininghaus Cyrus Asreahan Barbara Gigler Veronika Harzl Katharina Karoshi Andreas Kleboth Bernhard Krusche Michael Sammer Gestaltung Gabi Peters

www.graz-reininghaus.com



Kompendium