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Feuerwehr – Vereine

Matting für Hochwasser vorbereitet – Feuerwehr arbeitete rund um die Uhr (Josef Eder). Der Ort ist beim diesjährigen Hochwasser mit einem kleinen blauen Auge davon gekommen. Die sonntags noch prognostizierten Wassermengen und Pegelstände wurden zwar übertroffen, aber die von Pfingsten 1999 nicht erreicht. Es fehlte ca. ein halber Meter. Die Straße an der Donau war überflutet. Die FF Matting mit ihren beiden Kommandanten Wolfgang Heigl und Alois Eisvogel jun. waren immer Herr der Lage. Erst als der Katastrophenalarm für den Landkreis Regensburg ausgerufen wurde, forderte Heigl weitere Kräfte an. Er hatte dabei im Sinn, Hochwasser erprobte Wehren des Kreisbrandmeisterbezirkes Süd Hans Hopfensperger (Gemeinde Pentling und Obertraubling) einzu-

setzen, denn diese wissen, so Heigl, wie, wo und wann sie die Sandsäcke zu schlichten hätten. Ihm wurden jedoch 44 Bundeswehrsoldaten des Jägerbatallions aus Donaueschingen zugewiessen. Lob fand er, dass das neue System des Hilfskontingentes funktionerte. In die Köpfe der Wehrmännen muss noch, dass die Geräte auch aus weiter entfernten Standorten zugeteilt werden. Als sehr wertvoll erwiesen sich die von einigen Grundstücksbesitzern betonierten Gartenmauern mit den dabei verlegten Drainageleitungen. Mit eigenen Tauch- und Hauswasserpumpen beförderten sie das eindringende Grundwasser wieder in den vorbeifließenden graubraunen Strom. An manchen Stellen

erreichte der Wasserstand auf der Straße bis zu sechzig Zentimetern. Mehr als siebentausend Sandsäcke schützten die anderen Anwesen oder standen als Reserve bereit. Bürgermeister Albert Rummel verschaffte sich mehrmals täglich ein Lagebild. Domdekan em. Franz Xaver Hirsch besuchte ebenfalls das von ihm betreute Dorf. Ständig vor Ort waren Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, die mit den Lkws viele Fuhren Sand herankarrten. Albert Trübswetter und Franz Schiller fuhren mit dem Ruderboot zur Donaufähre und kontrollierten die Halteseile. Ebenso wurden vom Bauhof die Pumpanlagen ständig kontrolliert. In Matting musste man über die Leiter die obere Türe öffnen, denn der

Hauptzugang stand unter Wasser. Nachdem Matting nur mehr über Unterirading erreichbar war, behinderten zahlreiche Hochwassertouristen die Hilfskräfte. Bei der Walba waren Sandsäcke gelagert. Josef Menzl sen., ehemaliger Berufsfeuermann der BF Regensburg, hatte selbst vorgesorgt. Zum ersten Male baute die FF Pentling vor der Walba die selbstangeschaffte sechzig-Zentimeter-Hochwasserbarriere auf. Bis das Wasser den Fuß dieser erreicht hätte, hätte die Flut noch rund einen Meter ansteigen müssen. Oberndorf war nur mehr über den Hochwasserfluchtweg, der über Graßlfing führte, erreichbar. Jetzt hoffen alle, dass der Wasserpegel schnell sinkt und den Schlamm mitreißt.

Wolkeringer Mühlbach Pegelstand zwei Meter statt zehn Zentimeter (Josef Eder). Der Wolkenbruch, der am Sonntagabend über die Region herniederging, ließ den still vor sich hinfließenden Wolkeringer Mühlbach beim Poigner Feuerwehrgerätehaus (FFGH) gewaltig ansteigen. Ist der Bach ansonsten nur ein Rinnsal, so stieg er noch während des Regenereignisses unaufhörlich an. Gegen 21 Uhr hatte er eine geschätzte Breite von sechs bis acht und eine Tiefe von bis zwei Metern. Trotz dieses Pegelstandes überflutete er zu diesem Zeitpunkt im Ortsbereich nur die Uferzonen. Nach der Brücke, über die die Staatsstraße führt, schwoll ein Zulauf, der die Wassermassen aus Richtung Weillohe aufnahm, ebenfalls gewaltig an. In den frühen Morgenstunden stieg der Pegel weiter stark an und über-

schwemmte vor der Überbrückung den Vorplatz des FFGH. In der Nacht reinigte die Feuerwehr Straßenzuflüsse und behob Verstopfungen an den kleineren Zuläufen, sodass das Wasser schneller abfließen konnte. Die Renaturierunsmaßnahmen, die die Gemeinde Pentling vor Jahren in Poign vorgenommen hatte, zeigen, dass sie alles richtig gemacht hat. Im Laufe der Nacht waren die übrigen Wehren der Gemeinde im nahen Bad Abbach eingesetzt. Die FF Pentling war auf der BAB A93 bei überfluteten Fahrbahnen gebunden. Ebenso stieg der Aubach bei Neudorf über seine Ufer. Das Regenrückhal-

Foto eder: Der Wolkeringer Mühlbach

tebecken Hölkering war gut gefüllt und gab langsam das Wasser an den Aubach ab.

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Pentling aktuell Ausgabe Juli 2013  

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