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Fotos: Christian Hass

IBA-Plattform Region Stuttgart

„Die Region ist die Stadt“ 2. IBA-Forum „Stadt und Region“ am 18. Juli 2016

Leuchtturm

Wohnstadt Asemwald

Dieter Graber

1.137 Eigentumswohnungen beherbergen die drei Scheibenhochhäuser in StuttgartAsemwald. Ursprünglich als einzelnes Riesengebäude nach dem Vorbild von Le Corbusiers „Wohnmaschine“ geplant, galt die 1972 fertiggestellte Wohnstadt als Alternative zur schon damals als bedrohlich empfundenen Zersiedelung durch Einfamilienhäuser. Im Gegensatz zu vielen anderen Großwohnsiedlungen dieser Zeit ist der Asemwald bis heute ein sehr begehrter Wohnort.

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Wie organisieren wir das Miteinander von Stadt und Landschaft und wie die Zusammenarbeit in der Region Stuttgart? Wie kann die räumliche Funktionsaufteilung überwunden werden? Wie lässt sich Ressourcenschonung mit sozialer Vielfalt verbinden? Mögliche Antworten auf diese Fragen diskutierten rund 90 Vertreter der Region, der Landkreise und Kommunen beim zweiten IBA-Forum. „Dass eine Bauausstellung dauerhaft tiefe Spuren hinterlassen kann, wissen wir spätestens seit dem Wochenende“, begrüßte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Am Tag zuvor hatte die UNESCO zwei Häuser der Werkbund-Bauausstellung von 1927 ins Welterbe aufgenommen „Vielleicht gelingt uns ja mit der IBA 2027 ähnlich Wegweisendes.“ IBA-Fachleute hätten immer wieder betont, dass neben dem 100. Geburtstag der Weißenhofsiedlung insbesondere der regionale Ansatz für eine IBA spreche, berichtete Rogg: „Die IBA bietet die große Chance, dass die Region Stuttgart mit einem fortentwickelten Modell der polyzentrischen Region weiter an internationaler Strahlkraft gewinnt.“

Das Standortmagazin der Region Stuttgart – IBA-Sonderausgabe 2016

Auch Thomas Kiwitt, Planungsdirektor des Verband Region Stuttgart, plädierte dafür, die IBA für ein weiteres Zusammenwachsen der Region zu nutzen. Seine These: „Die Region ist die Stadt.“ Stadtgrenzen als administrative Grenzen decken sich meist nicht mit dem Aktionsradius der Menschen. Stadtentwicklung sei daher immer auch Regionalentwicklung, die überörtlich und überfachlich ausgerichtet sein müsse. Ferner betonte er die Bedeutung von guter regionaler Governance, die die Beteiligung der Menschen gewährleiste und gleichzeitig eine zielgerichtete Entscheidungsfindung sowie die Umsetzung von Vorhaben ermögliche. „Herausforderungen wie der demografische, klimatische und soziale Wandel, die Wohnungsnot und der Strukturwandel lassen sich nicht mehr allein kommunal, sondern nur noch regional lösen“, formulierte Prof. Dr. Detlef Kurth von der Hochschule für Technik Stuttgart. Eine IBA biete enorme Chancen, die Innovationskraft der Region zu stärken. Leitbild sei die Regionalstadt mit kooperierenden Zentren, einer Polycity im Gegensatz zur Megacity.

Standortmagazin 179: IBA-Sonderausgabe 2016  

179 ist das Standortmagazin für die Region Stuttgart. In dieser Sonderausgabe dreht sich alles um das Vorhaben einer Internationalen Bauauss...

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