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Eine SonderverĂśffentlichung des Reflex Verlages zum Thema

Vorsorge

Die richtige Wahl der Pensionskasse Mit privater Vorsorge selbst aktiv werden Gesundheitsvorsorge: Daran sollten Sie denken

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März 2013


Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

Vorsorge

Eine Publikation des Reflex Verlages am 16. März 2013 im Tages-Anzeiger.

I n h a lt Selbst für goldene Zeiten im Alter sorgen Wer nicht wagt, der nicht gewinnt Wer versorgt mich am besten? Gelassen in den Ruhestand gehen Wohneigentum als sicherer Hafen? Gesund sein, gesund bleiben Regelmässig zur Inspektion, bitte!

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I m p r e s s u m Projektmanager Thomas Hafner, thomas.hafner@reflex-media.net Redaktion Mike Paßmann, Julia Borchert, Nadine Effert, Helene Fuchs, Wiebke Toebelmann Produktion/Layout Diana Nyberg, layout@reflex-media.net Fotos Thinkstock / Getty Images Druck Tamedia AG Druckzentrum, Zürich Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktpräsentationen, Interviews, Anzeigen sowie Gastbeiträgen geben die Meinung der beteiligten Unternehmen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen. V.i.S.d.P. Mike Paßmann, redaktion@reflex-media.net Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Oscar Nyberg, oscar.nyberg@reflex-media.net Reflex Verlag Schweiz AG Fraumünsterstrasse 25, 8001 Zürich T: 043 / 300 55 55 Der Reflex Verlag hat sich auf themenbezogene Sonderveröffentlichungen in deutschen, niederländischen und schweizer Tageszeitungen spezialisiert. Diese liegen unter anderem dem Tages-Anzeiger, der Berner Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) und dem Handelsblatt bei. So kombiniert der Reflex Verlag den thematischen Fokus der Fachpublikationen mit der Reichweite der Tagespresse. Der Verlag zeichnet sich durch eine unabhängige Redaktion sowie die Trennung zwischen redaktionellen Artikeln und Kundenbeiträgen aus. Mehr Informationen finden Sie unter www.reflex-media.net

http://www.facebook.com/ReflexVerlagSchweizAg

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nsere Rente – sie betrifft uns alle. Doch nur selten beschäftigen wir uns damit – und wenn, dann meist erst kurz vor der Pensionierung oder im Zusammenhang mit Volksabstimmungen. Das wäre nicht weiter schlimm, denn das Schweizer Modell mit seinen drei Säulen gilt international als vorbildlich und hat sämtliche Wirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte weitgehend unbeschadet überstanden. Kein Grund also, sich Sorgen zu machen? Ganz so einfach ist es leider nicht. Über notwendige Kurskorrekturen wird nämlich oft nicht alleine aufgrund von nüchternen Fakten und umfassenden Analysen entschieden, sondern auf der Basis des politisch Mehrheitsfähigen. Dabei laufen wir Gefahr, dass das fein justierte System unserer Altersvorsorge langfristig aus dem Ruder läuft. Weil sich Kurskorrekturen nur mit grosser Zeitverzögerung auswirken, müssen diese umso heftiger ausfallen, je später sie erfolgen. Ändern sich die Rahmenbedingungen fundamental, dann wären eigentlich Korrekturmassnahmen die logische Konsequenz davon. Pensionskassen-Verantwortliche sind verpflichtet, das finanzielle Gleichgewicht der Pensionskasse aufrechtzuerhalten. Die veränderten Rahmenbedingungen – insbesondere die (an sich für uns alle erfreuliche) Alterung der Bevölkerung sowie die in diesem Jahrtausend erzielten Vermögenserträge – prägen die Diskussionen rund um die Ausgestaltung der beruflichen Vorsorge schon lange, ohne dass bis heute ausreichende Korrekturen vorgenommen wurden. Reformen Es ist daher nachvollziehbar, wenn der Bundesrat in seiner Strategie „Altersvorsorge 2020“ eine Gesamtreform anstrebt, die sämtliche Aspekte und Querbezüge für eine zukunftsfähige Altersvorsorge berücksichtigt. Die Leistungen der 1. und 2. Säule werden gesamthaft betrachtet und aufeinander abgestimmt. Die geplante Reform hat die Erhaltung des Leistungsniveaus der beiden Säulen zum Ziel. Im Vordergrund stehen Fragen des Altersrücktrittes sowie der Anpassung des Mindest-Umwandlungssatzes. Diese Gesamtbetrachtung darf aber nicht dazu führen, dass die Sozialwerke zu einem Einheitsbrei werden. Die drei Säulen funktionieren unterschiedlich, und diese gegenseitige Ergänzung ist beabsichtigt. Die Stossrichtung der Strategie des Bundesrates stimmt, und es sind die richtigen Themen behandelt. Insgesamt dauert der Gesetzgebungsprozess aber zu lange. Eine raschere Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes würde den Pensionskassen beispielsweise die notwendige Flexibilität zurückgeben, um durch die Bildung von Rückstellungen auf die Herausforderungen von steigender Lebenserwartung und volatiler jährlicher Rendite angemessen reagieren zu können. Diese Senkung ist aber mit flankierenden Massnahmen zu begleiten, um das Leistungsziel erhalten zu können. Zu Recht richtet der Bundesrat die Leitlinien denn auch auf das oberste Ziel aus, das bestehende Leistungsziel der 1. und 2. Säule zu erhalten. Interessen der Versicherten Versicherte interessieren sich in der Regel für ihr Gesamteinkommen im Ruhestand. Wie dieses auf die verschiedenen Säulen verteilt ist, wird eher als nebensächlich betrachtet. Man will aber sicher sein, dass allenfalls notwendige Reformlasten fair verteilt werden. Zudem wollen die Versicherten ihre

Vorsorgegelder professionell angelegt wissen. Für die Versicherten wichtig ist deshalb vor allem, dass die Ertragsund Leistungsziele erreicht werden. Immer wieder taucht auch die Forderung nach einer freien Wahl der Pensionskasse auf. Den Versicherten die alleinige Verantwortung für die Wahl der Pensionskasse zu übertragen, ist jedoch keine überzeugende Lösung. Die freie, individuelle Pensionskassenwahl führt zu einer Entsolidarisierung des Systems und verlagert das Risiko einer guten Altersvorsorge vollumfänglich auf den einzelnen Versicherten. Im Rahmen der individuellen Vorsorge liegt zum Beispiel das Finanzmarktrisiko bei einem unmittelbar vor der Pensionierung stehenden Versicherten bezüglich der Höhe des bereits angesparten Kapitals hauptsächlich auf seinen eigenen Schultern. Herrscht bei der Pensionierung eine Baisse, hat er Pech. In der kollektiven Vorsorge hingegen kann bei gleichem Renditepotenzial das Risiko auf alle Jahrgänge verteilt werden. Zudem erhöht diese Solidarität auch die Leistungen, weil mit der dadurch gegebenen Verlängerung des Anlagehorizontes ganz anders investiert werden kann. Fazit Um Anpassungen erfolgreich umsetzen zu können – und letztlich allenfalls auch Mehrheiten in einer Volksabstimmung zu finden – braucht es für die Versicherten nachvollziehbare Lösungen. Ein offener, konstruktiver Dialog über eine nachhaltige, vertrauenswürdige und verlässliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge ist daher notwendig. Dazu gehört auch die aktive Wahrnehmung der Aktionärsrechte im Interesse der Versicherten. Alle diese Herausforderungen sind pragmatisch und konstruktiv – ohne Übertreibungen und Angstmacherei – anzugehen. Hanspeter Konraad, lic.iur. Rechtsanwalt, Direktor ASIP (Schweizerischer Pensionskassenverband) info@asip.ch

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Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

vorsorge 3

Leitartikel

Selbst für goldene Zeiten im Alter sorgen Der Generationenvertrag in der Schweiz steht auf wackligen Füssen. Höchste Zeit, sich verstärkt über die private Vorsorge Gedanken zu machen. Von Nadine Effert

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ir alle haben ein Ziel: ein finanziell gesicherter Ruhestand. Dies heisst im Idealfall nicht nur die Sicherung der Existenz, sondern auch die Möglichkeit, zusätzliche Bedürfnisse stillen zu können. Erst kurz vor der Rente mit der Planung für den Ruhestand zu beginnen, ist allerdings zu spät. Gerade jetzt liegen die Probleme auf der Hand: In diesem Jahr wird das reine Umlageergebnis der AHV (1. Säule) voraussichtlich ins Negative kippen. Sie muss daher von Reserven zehren. Obendrauf kommt der zu hohe Umwandlungssatz in der 2. Säule, der beruflichen Vorsorge. Folge: Das Defizit in der Altersvorsorge wird bis ins Jahr 2030 auf 110 Milliarden Franken anwachsen. Dies ist das Ergebnis einer Studie über den Generationenvertrag in der Schweiz. Sie wurde im vergangenen Jahr vom Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen durchgeführt. Aufgrund der demografischen Entwicklungen sei davon auszugehen, dass im Jahr 2030 zwei Beitragszahler der AHV einem Rentner gegenüberstehen. Der faire Austausch zwischen den Generationen gerät dadurch gehö-

rig in Schieflage. Die geplante Reform des Bundesrates sei zwar ein wichtiger Schritt, so die Autoren, sie gehe jedoch nicht „weit und schnell“ genug. Geplante Massnahmen sind die Angleichung und Flexibilisierung des Rentenalters respektive eine Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre sowie die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes. Letzteres solle jedoch faktisch nicht die Renten schmälern. Konkret müssten Beitragszahler dann früher mit dem Sparen fürs Pensionsalter beginnen oder höhere Beiträge zahlen.

Bewusstsein für optimale Vorsorge fehlt Für die Schweizer sind die Reformvorschläge nichts Neues. Die 11. AHV-Reform scheiterte bereits im Parlament. Die Senkung des Umwandlungssatzes lehnte das Volk im Jahr 2010 an der Urne ab. Was bleibt, ist Verunsicherung. Darüber, ob die staatliche Rente im Alter ausreichen wird, um auf dem selben Niveau leben zu können wie vorher. Es tut Not, sich über die Gefahr einer Versorgungslücke, die zwischen der Höhe des letzten Gehaltes und den Leistungen aus der 1. und 2. Säule klafft, schon heute ernsthaft Gedanken zu machen und zum Beispiel ver-

stärkt auf die dritte Säule zu setzen. Doch die Realität sieht anders aus. Zu diesem Ergebnis kam vor einiger Zeit eine grosse Schweizer Versicherungsgesellschaft, die Erwerbstätige dazu befragte, was sie konkret tun, um ihre persönlichen Vorstellungen vom Lebensabend zu verwirklichen. Die Sorge um die Zukunft der AHV teilten rund 80 Prozent der Befragten. Dennoch nutzten nur 51 Prozent von ihnen die Möglichkeiten der privaten Vorsorge. Alarmierende 59 Prozent wussten nicht einmal, wie hoch ihre Altersbezüge überhaupt sind.

ausgestatteten gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und den meist nicht steuerbegünstigten Sparformen der freien Vorsorge (Säule 3b). Welche Produkte aus dem Portfolio für den Einzelnen die richtige Wahl sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Etwa von der Risikobereitschaft und den zur Verfügung stehenden

den freien Zugriff auf das Kapital, Steuerprivilegien fallen allerdings weg. Angesichts der aktuell niedrigen Renditen von Staatsanleihen können sich Aktieninvestments lohnen. Insbesondere der Blick auf dividendenstarke Aktien kann nicht schaden. Sie werfen regelmässige Erträge ab und bieten die Chance auf

Mitteln. Als sichere Anlage im Rahmen der Säule 3a gilt beispielsweise das Vorsorgekonto, um privates Kapital staatlich gefördert fürs Alter anzusparen. Wertschriften eröffnen hingegen langfristig höhere Renditechancen. Viele setzen auf eine Kombination aus gebundener und freier Vorsorge. Letztere ermöglicht

Wertzuwachs durch Kursgewinne. Oder man setzt auf Immobilien als Wertanlage. Eine ausführliche Beratung vor jedem Abschluss und eine realistische Risikobereitschaft sind das A und O, wenn es um die Altersvorsorge geht. Dann stehen den goldenen Zeiten im Alter nichts mehr im Wege. n

Weichen Richtung Freiheit stellen Experten sind sich sicher, dass die dritte Säule weiter an Bedeutung gewinnen wird. Zu gross sei die Gefahr einer Vorsorgelücke. Die Vorteile der privaten Vorsorge liegen zum einen in einer zum Teil steuerlichen Begünstigung beim Vermögensaufbau, zum anderen kann die private Vorsorge auch für die Absicherung der Risiken Tod und/oder Invalidität eingesetzt werden. Wer die umfangreiche Palette an Möglichkeiten der privaten Vorsorge für sich nutzt, braucht sich vor Altersarmut nicht fürchten. Unterschieden wird zwischen der mit Steuerprivilegien

interview  Gedanken zur Vorsorge

„Ethisches Handeln kann nicht entschädigt werden“ Euros oder von den Turbulenzen rund um die sogenannten „Club Med Staaten“ kaum betroffen. Derzeit sind wir beispielsweise der Überzeugung, dass die meisten Staatsanleihen und generell Wohneigentum in der Schweiz überbewertet sind. In der Konsequenz verfügen wir aktuell über keine Investitionen in diesen Anlageklassen.

Christoph Curtius ist Mitglied der Geschäftsleitung der PK Rück. Er ist als Finanzchef auch für das Anlagevermögen von etwa CHF 500 Mio. verantwortlich. Die PK Rück ist auf die Rückdeckung von Pensionskassen spezialisiert. Herr Curtius arbeitet seit der Gründung 2004 für die Gesellschaft und hat sich in den letzten Jahren durch die Erfolge im Anlagebereich ausgezeichnet. Der Obligationenspezialist hat an der Universität St. Gallen Wirtschaftswissenschaft mit Schwerpunkt Finanzund Kapitalmärkte studiert.

Auf was führen Sie den Erfolg Ihrer Anlagetätigkeit der letzten Jahre zurück? Was unterscheidet Sie von anderen Akteuren im Bereich der Vorsorge? Rückblickend gesehen beruht unser Erfolg in der Anlagetätigkeit weniger auf den Massnahmen, die wir aktiv unternommen haben, sondern darauf, gewisse Dinge konsequent nicht zu tun. In der Folge waren wir beispielweise vom Wertverlust des

Immer mehr Pensionskassen verzichten auf ein aktives Management ihrer Vermögensanlagen und erwerben kostengünstige passive Anlagevehikel, die gewisse Börsenindices nachbilden. Wie stehen Sie zu dieser Entwicklung? Passive Anlagevehikel erleichtern in gewissen Bereichen die Anlagetätigkeit enorm. Insbesondere wenn gewisse Anlagethemen relativ rasch und kostengünstig umgesetzt werden sollen. Die gesamte Entwicklung hin zum passiven Investieren hat aber auch seine Grenzen. Passives Investieren bedeutet keine eigene Meinung mehr zu verfolgen, wenig Verantwortung übernehmen zu wollen und sich mit dem Durchschnitt zufrieden zu geben. So gesehen kann dies kein Zukunftsmodell für die Gestaltung der beruflichen Vorsorge sein. Mit der Annahme der Abzockerinitiative erhalten institutionelle Investoren bei der Honorierung des Managements mehr Einflussmöglichkeiten. Wie beurteilen Sie die Annahme der Initiative?

Honorierung hat viel mit Wertschätzung zu tun: dies sowohl in individueller Hinsicht als auch bezüglich der gesellschaftlichen Bewertung bestimmter Berufsbilder. Ohne Frage sind die Lohnunterschiede sowohl innerhalb einzelner Firmen als auch innerhalb der Gesamtwirtschaft hoch und in ihrer Ausprägung kaum mehr vermittelbar. Nehmen wir als Beispiel Herrn Vasella, dessen Verhalten wohl den Ausschlag für die Annahme der Initiative gegeben hat. Vergleicht man seine Funktion als CEO einer weltweit tätigen Pharmafirma mit derjenigen eines Herzchirurgen am Basler Universitätsspital, so sind doch einige Gemeinsamkeiten feststellbar. Beide tragen sehr grosse Verantwortung in ihrer täglichen Arbeit: Beide müssen komplexe Sachverhalte mit all ihren Interdependenzen rasch erkennen und sofort entscheiden und handeln. Die Auswirkungen ihrer Entscheide und ihres Handelns sind nicht selten von grosser Tragweite. Darüber hinaus besteht für beide der Lebensinhalt in der beruflichen Aufgabe, dem sie sicherlich wesentliche Teile ihres Privatlebens zur Verfügung stellen. Bei der Honorierung ihrer Tätigkeiten verlassen wir jedoch den Pfad der Gemeinsamkeiten in einem wesentlichem Ausmass: Der Herzchirurg wird nicht in gleichem Mass entlöhnt wie Herr Vasella. Diese Differenzen in der Honorierung und der damit verbundenen Wertschätzung sind für die Ge-

sellschaft zu gross geworden und führten letztendlich zur Annahme der Initiative durch das Stimmvolk. Jede Gesellschaft benötigt für ihr Gedeihen und Wohlbefinden solidarische Elemente, was zu grosse Unterschiede, von der Chancengleichheit bis hin zur Honorierung, ausschliesst. Als Anlageverantwortlicher hätten Sie sich konkret auch zum CHF 72 Mio. Angebot äussern müssen, das Herrn Vasella zugesprochen wurde, damit er nicht zur Konkurrenz abwandert. Nun gut, diese Frage ist einfach zu beantworten. Wenn ethisches Handeln, wie Kant es formulierte, als Prinzip der Vernunft verstanden werden darf, ist eine solche Entscheidung nicht tragbar. Dass jemand nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und Hunderten von Millionen an Gesamtentschädigung am Ende seiner Karriere für seine weitere Loyalität honoriert werden muss, erscheint mir sehr bedenklich. Letztendlich ist ethisches Handeln nicht bezahlbar. Ihre Gesellschaft ist ja vorwiegend in der beruflichen Vorsorge und somit im Bereich der Pensionskassen tätig. Wie beurteilen Sie die Rahmenbedingungen für die Anlagetätigkeit in diesem Bereich? Pensionskassen sollen anvertraute Gelder so investieren, dass langfristig die grösstmögliche reale

Rendite resultiert. Angesichts der jüngsten Verwerfungen auf dem Finanzmarkt erscheint dies schwierig, doch anders als beispielsweise das Versicherungsgeschäft gestaltet sich die berufliche Vorsorge langfristig und ist nur sehr selten mit plötzlich eintretenden Ereignissen konfrontiert. Viele ihrer Parameter – wie beispielsweise steigende Lebenserwartung oder auch Inflation – können nicht beeinflusst werden. Bei der Verfolgung des Ziels, optimale Sparresultate zu erzielen, müssen sich Pensionskassen auf jene Faktoren konzentrieren, die direkt beeinflussbar sind. Die anvertrauten Gelder sollten vorwiegend in Sachwerte, also Immobilien und Aktien, investiert werden und so an der globalen Wertschöpfung partizipieren. Die einmal gewählte Strategie sollte sowohl in guten wie auch in schlechten Zeiten konsequent verfolgt werden. In der Vergangenheit liess sich auf diese Weise die höchste reale Wertschöpfung erzielen und es besteht kein Grund zur Annahme, dass dies in Zukunft anders sein wird. Der Nutzen von Obligationen liegt in ihrer Kraft, Vermögensschwankungen zu stabilisieren. Die mit ihnen zu erzielenden Erträge werden auf längere Sicht immer niedriger sein als jene der Aktien. Eine ständige Anpassung der Anlagestrategie an so unstabile Parameter wie Deckungsgrad, Börsenzyklus oder sogar Anlagekommentare in der Sonntagspresse sind kaum zielführend – und eindeutig nicht im Interesse der Versicherten. n


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vorsorge Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

artikel  Die richtige Pensionskasse

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt Vorsorge für den Angestellten wird zunehmend zur Vorsorge für den Betrieb. Wichtig ist die Wahl der Pensionskasse. Von Wiebke Toebelmann

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er ein guter Chef sein will, muss nachhaltig vorsorgen in den Bereichen, die für den Unternehmenserfolg besonders wichtig sind. Und sein grösstes Kapital ist immer noch die Belegschaft. Ist es doch das Personal, das letztendlich durch seine „Manpower“ eine Firma florieren lässt oder eben nicht. Ein wertvoller Angestellter sollte selbstverständlich die

Arbeiten nach 65 – aber bitte flexibel! Erfreulich: Die Schweizer Angestellten scheinen sich tatsächlich recht gut aufgehoben zu fühlen bei ihren Arbeitgebern. Das belegt eine Studie eines grossen Personaldienstleisters, die ergeben hat, dass immerhin mehr als die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer bereit wären, nach dem 65. Lebensjahr weiterzuarbeiten, wenn es ihr Unternehmen wünschte. Doch das wird in der

finden, die sich nicht dogmatisch an ursprünglichen Verrentungsvereinbarungen festhalten, sondern sich nach Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt noch modifizieren lassen. Wer bereit ist, bis zum 70. Lebensjahr zu arbeiten, wünscht sich vielleicht einen stufenweisen Abschied von seiner Arbeitsstelle.

Die richtige Pensionskasse finden Für Unternehmen ist die Wahl eines kompetenten Partners für die

berufliche Vorsorge des Personals von grosser Bedeutung. Schliesslich ist es fast so etwas wie eine „Ehe“, die eine Firma eingeht. Und so einzigartig ein Unternehmen und seine Anforderungen sind, so unterschiedlich sind auch die Vorsorgeeinrichtungen. Bei der Wahl helfen grundsätzliche Kriterien, wie etwa ein Deckungsgrad von über 100 Prozent. Auch darf jede Pensionskasse selbst entscheiden, wie hoch sie den überobligatori-

schen Teil des Altersguthabens verzinsen möchte. Auch hier ist also Vorsicht geboten. Nicht zuletzt sind auch die Verwaltungs- und Risikokosten in die Rechnung einzubeziehen. Fazit: Keiner kann mehr die Augen davor verschliessen, das die Vorsorge für den Angestellten zunehmend zur Vorsorge für den Betrieb wird. n

Es lohnt sich, in das altbewährte System zu investieren bestmögliche Rente erhalten. Der Ruf von Pensionskassen ist in den vergangenen Jahren zunehmend angekratzt gewesen. Doch es lohnt sich, in das altbewährte System der beruflichen Vorsorge zu investieren, denn am Schluss hat nicht nur der Mitarbeiter etwas davon, sondern auch das Unternehmen selbst.

Führungsriege meist nicht erkannt, und so werden arbeitswillige ältere Mitarbeiter verabschiedet, ohne dass deren Potenzial gänzlich ausgeschöpft ist. Um die guten Leute zu halten, muss auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Angestellten eingegangen werden. So ist es enorm wichtig, möglichst flexible Pensionskassenlösungen zu

gastbeitrag  Regelmässige Standortbestimmung der Pensionskasse lohnt sich

Standortbestimmung vornehmen!

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Ronald Biehler, Chief Marketing Officer der Noventus PensionPartner AG mit den Sammelstiftungen NoventusCollect und NoventusCollect Plus, Geschäftsführer der BVGSammelstiftung Jungfrau

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ie berufliche Vorsorge steht vor einer grossen Belastungsprobe. Der stetige Wandel, die zunehmende Regulierungsdichte, der Ruf nach Transparenz und die weiterhin unsicheren Märkte stellen immer höhere Anforderungen an die Beteiligten. Es ist davon auszugehen, dass der Rhythmus der Änderungen und Anpassungen sich weiter beschleunigen wird. Kaum wurde die Strukturreform in Kraft gesetzt und der Stiftungsrat ist damit beschäftigt, ob die verantwortungsvollen Aufgaben daraus korrekt umgesetzt sind, folgt die nächste Herausforderung mittels einem wuchtigen Ja zur Abzocker-Initiative. Sicher kann man nun über die neue Aufgabenlast jammern, aber es ist auch eine Chance, um die Gelegenheit zu nutzen, dass die Versicherten ihre

Anliegen zum Thema einbringen können. Aber eine Chance zu nutzen bedeutet auch, ein verantwortungsvoller Stiftungsrat zu sein und immer wieder eine Standortbestimmung für die Durchführung seiner beruflichen Vorsorge vorzunehmen. Denn eine solid geführte Vorsorgeeinrichtung setzt eine zweckmässige Organisation voraus und es wird eine klare Aufgabenteilung benötigt. Dem obersten Organ kommen dabei Entscheidungs- und Kontrollfunktionen zu, somit nicht delegierbare Führungsaufgaben, während dem Geschäftsführer, dem Pensionskassenexperten und externen Partnern ausführende oder beratende Aufgaben zufallen. Weiter gilt es die Kosteneffizienz stärker zu analysieren, denn die

effektiven Verwaltungskosten sind oft wesentlich höher als in den Betriebsrechnungen ausgewiesen. Hinzu kommt die Problematik der Verzinsung, also der dritte Beitragszahler, welcher immer mehr fehlt. Das ist das Dilemma der Pensionskassen zwischen den effektiven erzielten Erträgen und der Mindestverzinsung. Entspricht die derzeitige Anlagestrategie der Risikofähigkeit der Pensionskasse? Kann das Leistungsziel überhaupt noch mit den verschiedenen aktuellen Faktoren wie Umwandlungssatz oder technischer Zinssatz erreicht werden? Den anstehenden Anforderungen muss man gerecht werden. Deshalb ist es unerlässlich, immer wieder eine Standortbestimmung der eigenen beruflichen Vorsorge vorzunehmen.

Ist diese noch zeitgemäss? Entspricht der Vorsorgeplan überhaupt noch den Bedürfnissen der heutigen Belegschaft oder ist dieser Plan über 20 Jahre alt? Soll die Pensionskasse unter den erwähnten Aufwendungen und Kostenzunahmen noch weitergeführt werden oder einer BVG-Sammelstiftung angeschlossen werden? Eine optimierte Pensionskassenlösung kann markant und nachhaltig die Kosten eines Unternehmens senken. So sind die Prämienunterschiede zwischen den Pensionskassen oder BVG-Sammelstiftungen weiterhin enorm. So können ohne Weiteres aufgrund einer Standortbestimmung bei den Risiko-, Zusatz- und Verwaltungskosten rund 30 % eingespart werden. n


Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

vorsorge 5

artikel  Strategien für kleine und mittlere Unternehmen

Wer versorgt mich am besten? KMUs müssen die für sie richtige Pensionskasse sorgfältig auswählen, um Kosten zu sparen und optimale Leistungen zu erhalten. Von Wiebke Toebelmann

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ie ist die 2. Säule der schweizerischen Altersvorsorge: die berufliche Vorsorge. Und die Zahlen sprechen für die Wichtigkeit der Pensionskassen im System: Fast

durchaus zahlreiche attraktive Lösungen für KMUs. Der Mittelstand wird sogar besonders stark umworben. Das hat zur Folge, dass sich ein CEO eines kleinen oder mittelgrossen Unternehmens mitunter vor einem Dschungel an Angebo-

Der Mittelstand wird stark umworben

wartenden Vorsorgepläne. Doch nicht nur virtuell kann sich die beauftragte Vorsorgekommission informieren. In Zürich oder Genf findet regelmässig die „Fachmesse 2. Säule“ statt. Und auch in Zeitschriften, die sich an KMUs richten, gibt

es immer wieder Beiträge, die sich mit der Wahl der richtigen Pensionskasse beschäftigen. Danach muss die Vorsorgekommission des Unternehmens aktiv werden: Sie sollte den ausgewählten Anbietern den vorhandenen Vorsor-

Die grössten Versicherungsmärkte in Europa Prämien in Milliarden Euro

eine Million Pensionierte und 3,7 Millionen Aktive sind bei den rund 2‘200 Pensionskassen versichert. Im Januar 2010 verwalteten sie ein Vermögen im Gesamtwert von rund 621 Milliarden Franken.

Der Anbieter-Dschungel Dennoch wollen sich immer weniger Unternehmen eine firmeneigene Pensionskasse leisten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) möchten sich nicht mehr mit dem hohen administrativen Aufwand befassen, auch die sinkenden Anlageerträge wirken abschreckend. Doch bietet der Markt

ten wiederfindet. Die Wünsche aller Chefs kleiner Unternehmen sind im Grunde alle gleich: wenig Aufwand, keine Ablenkung vom Kerngeschäft, transparente Lösungen und tiefe Prämien. Wie so oft gilt hier der Grundsatz „Knowledge is Power“: Nur informierte Entscheidungen bringen Erfolg.

Grossbritannien

Spreu vom Weizen trennen Ein logischer Weg ist zunächst einmal der Blick ins Internet, wo sich viele Vorsorgeanbieter ausführlich vorstellen. Hier ist alles zu lesen: Kennzahlen, Regelwerke, Organigramme und natürlich die zu er-

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Frankreich

206.6

Deutschland

178.8

Italien

126

Niederlande

76.8

Spanien

57.2

Schweiz

39.9

Belgien

29.4

Schweden

28.3

Dänemark

geplan, die Reglemente, das neueste Versichertenverzeichnis sowie ein Verzeichnis von Invaliden-, Ehegatten- und Altersrentnern in der Firma zusenden. Werden die Angebote direkt mit dem bestehenden Vorsorgeplan in Beziehung gebracht, ist ein Leistungs- und Kostenvergleich viel einfacher. Eine Kernfrage für das zuständige Gremium ist immer: Soll sich neu orientiert werden oder das alte System durch die neuen Offerten überprüft werden? Bei solchen Fragen können auch externe Berater eine Hilfe sein. Ein Kriterienkatalog sollte erstellt werden, der etwa Faktoren wie Leistungen, Risikoprämien oder Verwaltungskosten abfragt. Unter diesen Gesichtspunkten kann jedes KMU die geeignete berufliche Vorsorge finden. n

Weitere Informationen

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Quelle: Insurance Europe, 2010

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Sicherheit und Transparenz in der beruflichen Vorsorge Das schweizerische Drei-Säulen-Prinzip ist wahrscheinlich das beste Vorsorgesystem weltweit. Trotzdem dürfen sich die einzelnen Teilnehmer nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, wenn sie weiterhin zum Besten der Versicherten agieren wollen.

Transaktionskosten oder Beratungsgebühren lauern bestenfalls im Kleingedruckten, die Trennung von Verwaltungskosten und Risikoprämien bleibt gerne unscharf. Ein Profi kann sich den Durchblick mühsam erarbeiten, dem Laien bleibt einzig die Ungewissheit.

Uns von Phoenix hat beispielsweise immer schon gestört, dass sich die Angebote der verschiedenen Marktteilnehmer nur schlecht vergleichen lassen.

Nicht zuletzt dieser Missstand hat uns motiviert – zusammen mit ausgewiesenen Vorsorgespezialisten und starken Partnern – nach neuen Lösungen zu suchen und die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Mit der jungen und dynamischen Pensionskasse Phoenix erreichen wir die gesteckten Ziele: Garantierte Sicherheit bei grösstmöglicher Flexibilität und absoluter Transparenz. Die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden stehen bei Phoenix im Zentrum – für jedes Vorsorgewerk wird ein separater Deckungsgrad errechnet. Je nach Risikobereitschaft und Rahmenbedingungen stehen drei unterschiedliche Anlagestrategien ( « defensiv », « ausgewogen » und « offensiv » ) zur Auswahl, die sich bei veränderten Bedürfnissen anpassen lassen. Dank enger Zusammenarbeit mit AXA Winterthur bietet Phoenix als einzige teilautonome Stiftung auch ein Vollver-

sicherungsmodell mit hundert prozentiger Zinsund Kapitalgarantie an. Zusatzleistungen wie Überbrückungs- oder Betreuungsrenten gehören ebenso zum kostengünstigen Angebot wie das eigens entwickelte IT-Tool mit sämtlichen Schnittstellen für einfachstes Handling und tagesaktuelle Übersicht. Die Phoenix Pensionskasse ist seit 2012 operativ tätig. Das Team weist eine breite und langjährige Erfahrung im Bereich Personalvorsorge auf.

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artikel  Private Vorsorge

Gelassen in den Ruhestand gehen Die 3. Säule des Vorsorgesystems gewinnt an Bedeutung – wer privat vorsorgt, gewinnt im Alter. Von Wiebke Toebelmann

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ndlich Zeit für sich selbst haben: ganz dem Lieblingshobby frönen, auf Reisen gehen, dem Golfclub beitreten. Doch die Erfüllung dieser Wünsche nach der Pensionierung ist vielleicht doch gar nicht so einfach – wenn nämlich schlichtweg nicht genug Geld da ist. Was früher die 1. und die 2. Säule abdeckten, reicht heute leider meistens nicht mehr aus.

Auf nichts verzichten im Alter – aber wie? Und obwohl die Schweizer nach der Pensionierung höchst ungern ihren gewohnten Lebensstandard aufgeben wollen, ist die Motivation, auf eine private Vorsorge zu setzen, erstaunlich gering, wie die Umfrage einer Versicherung ergab. Laut der Studie geben zwar 80 Prozent der Berufstätigen an, sie machten sich Sorge um die Zukunft der AHV,

doch nur 51 Prozent sorgen privat vor. Nur 41 Prozent wissen überhaupt die Höhe ihrer zu erwartenden Pension. Dabei liegt der Handlungsbedarf bei jedem selbst, ist doch die umlagefinanzierte AHV allein schon wegen des demografischen Wandels nicht mehr in der Lage, alles aufzufangen. Und was ist mit der 2. Säule? Auf Pensionskassen ist im Prinzip Verlass – doch ist zu bedenken, dass die

Berechnungen immer auf bestimmten Eckdaten beruhen. Die Zahlen können sich massiv ändern durch Reduktion des Arbeitspensums, Umstrukturierungen oder Lohnveränderungen.

Selbst aktiv werden Es gilt also, selbst Vorsorgelücken zu schliessen. Im Alter von 50 Jahren oder sogar noch früher sollte das Thema Pensionierung präsent

einer erheblichen Reduktion des Satzes im Pensionsalter führen. In der Pensionskasse können sich Versicherte zusätzlich einkaufen, indem sie freiwillig einzahlen. Das bringt eine Verbesserung der Altersvorsorge sowie Steuervorteile. Die gebundene Vorsorge der Säule 3a durch Ansparen privaten Kapitals wird staatlich gefördert. Die Säule 3b ist die freie Vorsorgevariante. Dazu gehören insbesondere

Nur 51 Prozent sorgen privat vor werden. Jetzt ist die Zeit, sich einen Finanzplan aufzustellen, wie es in Zukunft aussehen soll. Der Blick auf die Säulen 3a und 3b ist also unabdingbar. Wer so früh wie möglich mit dem Sparen beginnt, macht sich den Zinseszinseffekt zunutze. AHV und BVG sind sozial ausgestaltet, daher werden Teile des Lohns in höheren Einkommensgruppen weniger gut versichert. Das kann zu

Lebensversicherungen, aber auch Kapitalanlagen, wie etwa der Erwerb von Immobilien oder Edelmetallen. Auch ist der Kunstmarkt in der Schweiz sehr lebendig, daher erfreut sich der Kauf von Gemälden immer grösserer Beliebtheit. Wer also bereit ist, Eigenkapital in das private Glück im Alter zu stecken, der wird mit einem angenehmen Lebensabend belohnt. n

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artikel  Immobilienanlagen

Wohneigentum als sicherer Hafen? Über die Chancen und Risiken einer Finanzierung der eigenen vier Wände mit Geldern aus der Pensionskasse. Von Nadine Effert

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iele Schweizer leben ihn schon: den Traum vom Eigenheim. In Zeiten tiefer Hypothekarzinsen und immer wieder aufkeimender Verunsicherung in Sachen Altersvorsorge, wollen immer mehr Eidgenossen ihre Schäfchen in trockenen Tüchern wissen und setzen auf Wohneigentum anstatt Obligationen oder Aktien. Ob Kauf oder Bau, am Anfang steht die Frage nach der Finanzierung. Experten raten zu einer Deckung der Kosten mit mindestens 20 Prozent Eigenkapital. Der Rest kann unter anderem mithilfe von Guthaben aus der Pensionskasse (PK) aufgebracht werden. Der Gesetzgeber steht dem Vorhaben nicht im Wege, sofern das Geld aus der beruflichen Vorsorge zur Finanzierung von selbst genutztem Wohnraum verwendet wird – davon ausgeschlossen sind Zweitwohnungen, Ferienhäuser und der Kauf von Bauland. Auch für den Erwerb von Anteilen einer Wohnbaugenossenschaft und die Amortisation von Hypotheken darf das Geld eingesetzt werden. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten für den Einsatz von PK-Geld: entweder eine vorzeitige Auszahlung oder eine Verpfändung. Beide haben Vorteile, bergen aber auch Tücken.

Mehr Eigenkapital durch Vorbezug Wer sich für eine vorzeitige Auszahlung entscheidet, hat vor allem eines: mehr Eigenkapital in der Tasche. Bis zum Alter von 50 Jahren darf das gesamte Pensionskassenguthaben vorzeitig ausgezahlt werden – mindestens 20‘000 Franken. Ältere Antragsteller erhalten den Betrag, den sie zu diesem Zeitpunkt hätten beziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens – je nachdem, welche Summe höher ist. Durch die hohe Eigenkapitaleinlage sinkt der Bedarf an Fremdkapital und mit ihm die Belastung durch Hypothekarzinsen. Diese Art der Finanzierung bedingt, dass auch weniger Schuldzinsen steuerlich abziehbar sind. Wohingegen Steuerbegünstigungen entfallen. Doch Vorsicht: Geld, das aus dem Guthaben der PK abfliesst, geht zu Lasten der Altersvorsorge. Je nach Kasse muss allenfalls auch mit schlechteren Leistungen im Bereich Todesfall- oder Invalidenrenten gerechnet werden. Etwaige Lücken sollten daher mit privaten Versicherungen geschlossen werden. Weiterer Risikofaktor: ein frühzeitiger Verkauf des Hauses unter Wert. Der komplette Erlös muss an die PK zurückgezahlt werden, die Differenz macht sich als grosses Loch in der Kasse bemerkbar.

Experten raten zur Verpfändung Im Gegensatz zur vorzeitigen Auszahlung dient das Guthaben bei einer Verpfändung lediglich als Sicherheit für ein Darlehen bei der Bank. Das Guthaben als solches bleibt bestehen. Für Experten ein schlagendes Argument, denn somit werden Altersleistungen nicht automatisch gekürzt – es sei denn, es kommt zu einer Pfandverwertung. Damit der Vorsorgeschutz in diesem Fall erhalten bleibt, ist es ratsam, eine Lebens- und Invaliditätsversicherung abzuschliessen. Mit der finanziellen Sicherheit an Bord, vergeben Banken in der Regel höhere Kredite zu Vorzugszinssätzen. Übrigens: Seit dem 1. Juli 2012 gelten bezüglich der Hypothekarfinanzierung strengere Richtlinien. So müssen Kreditnehmer mindestens 10 Prozent des Kaufpreises als freies Kapital einbringen, das nicht aus Geldern der Vorsorge stammt. Durch den grossen Anteil an Fremdkapital steigt für den Eigenheimerwerber bei der Verpfändung die Schuldzinsbelastung, gleichzeitig profitiert er von Steuervorteilen. Egal, für welche Variante letztendlich die Entscheidung fällt, bis die PK die Auszahlung des Guthabens tätigt, können bis zu sechs Monate Zeit verstreichen. So muss unter Umständen ein bereits vereinbarter Notariatstermin für die

Eigentumsübertragung kurzfristig verschoben werden, weil das Guthaben noch nicht an den Verkäufer des Hauses überwiesen wurde. Der Bearbeitung voran gehen schriftlicher Antrag und Einreichen diverser Dokumente. Ein Vorbezug wird grundsätzlich nur alle fünf Jahre genehmigt, spätestens bis zu drei Jahre vor dem frühestens Pensionierungszeitpunkt. Als Mindestbetrag müssen 20‘000 Franken bezogen werden, die im Falle eines Vorbezugs jederzeit zur Optimierung der Altersvorsorge zurückgezahlt werden können.

Fazit: Versicherte müssen mit Hinblick auf ihre Pensionierung genau planen und budgetieren. Übermut ist selbst auf dem relativ stabilen Immobilienmarkt nicht gefragt. Wer sich für Wohneigentum als Altersvorsorge entscheidet und dafür Geld aus der PK in Anspruch nehmen will, sollte sich vorab gut informieren und beraten lassen. Denn: Nicht immer ist die Entscheidung „Lieber Haus statt Geld im Alter“ die bessere Variante. n

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Eine neue Generation der Hypothekarberatung Hypothek: Tipps für beste Konditionen bei Neuabschluss und Verlängerungen.

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eder Hausbesitzer kennt das Dilemma bei der Hypothekensuche: Man weiss zwar, dass das Angebot der Hausbank in der Regel nicht das Beste ist, gleichzeitig fehlt einem die Zeit, um jede infrage kommende Bank abzuklappern. Im Internet existieren Portale, welche Zinsen verschiedener Anbieter vergleichen, jedoch fehlt da jegliche Beratung. Die Voraussetzung für eine optimale Hypothek ist aber, dass sie auf einer den individuellen Bedürfnissen angepassten Strategie beruht. Die Hausbank bietet solche Beratung, aber nur zu hauseigenen Produkten. Wer sich sicher sein will, die optimale Hypothek gefunden zu haben, musste bisher einen aufwendigen Prozess in Kauf nehmen, der viel Zeit und Geld kostet. MyMoneyPark bietet nun aber eine Alternative im Schweizer Markt.

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los. Damit verfolgt MyMoneyPark das Ziel, die kundenfreundlichste Hypothekarberatung der Schweiz aufzubauen.

Persönliche Beratung und Unterstützung Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, bietet MyMoneyPark Beratung und Produktevergleich aus einer Hand. Diese erfolgt stets unabhängig und persönlich in der modern gestalteten Filiale. Hypothekarspezialisten mit langjähriger Expertise ermitteln gemeinsam mit jedem Kunden vor Ort die individuelle Situation, um daraus die ideale Finanzierungsstrategie abzuleiten. Dabei werden den Kunden alle Aspekte einer Hypothek verständlich erklärt, um eine fundierte Entscheidung zu gewährleisten. Sobald die Strategie feststeht sieht die Kundin, welche Anbieter die besten Konditionen passend zur besprochenen Strategie bieten. Von den günstigsten Anbietern werden von MyMoneyPark daraufhin in kürzester Zeit verbindliche Offerten eingeholt, welche in einer zweiten Sitzung verglichen werden; erneut mit der Unterstützung einer erfahrenen Beraterin.

Gross-, Kantonal- und Regionalbanken zusammen. Doch gibt es zahlreiche andere Finanzdienstleister, welche Hypotheken vergeben. Dazu gehören unter anderem Versicherungen und Pensionskassen. Diese müssen die eingezahlten Prämien auf bestimmte Zeit mit möglichst niedrigem Risiko anlegen, wofür sich Hypotheken vorzüglich eignen. Deshalb können diese Institute häufig bessere Konditionen anbieten als Banken. MyMoneyPark unterhält Partnerschaften mit über 50 Anbietern, welche ausnahmslos renommierte und angesehene Finanzdienstleister sind. Zudem untersteht MyMo-

neyPark direkt der Aufsicht der FINMA, um dem Anspruch gerecht zu werden, stets die höchsten Standards einzuhalten.

Kostenlos und unverbindlich Die Hypothekarberatung erfolgt unverbindlich und absolut kostenlos. Das kann MyMoneyPark offerieren, weil es sich mit den Produktpartnern die Marge teilt und ihnen die Kosten der Kundenansprache, Beratung und Aufbereitung des Kreditdossiers abnimmt. Durch richtig gesetzte Anreize wird zudem sichergestellt, dass die Interessen der Berater mit denen der Kunden vollständig übereinstimmen.

Unabhängigkeit steht bei MyMoneyPark an oberster Stelle, weshalb das Unternehmen keine eigenen Hypotheken vertreibt. Der gesamte Prozess erfolgt vollkommen transparent. Berater und Kunde sitzen nebeneinander und schauen stets auf den gleichen Bildschirm. Der Berater verwendet hierbei eine moderne Beratungsplattform, um die für den Kunden individuell beste Hypothek zu finden. Doch die Betreuung endet nicht mit dem Abschluss der Hypothek. MyMoneyPark steht jedem Kunden zur Seite, wenn sich die finanzielle oder persönliche Lebenssituation verändert und deshalb eine Anpassung der Finanzierung notwendig wird. Damit soll sichergestellt werden, dass Kunden sich stets rundum betreut fühlen. n

Weitere Informationen Grösste Auswahl, Top Konditionen, persönliche Beratung – MyMoneyPark ist Ihr Spezialist für Neuhypotheken und Verlängerungen. Lernen Sie die neue Generation der Hypothekarberatung jetzt kostenlos und unverbindlich kennen:

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vorsorge Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

artikel  Gesundheitsvorsorge für Frauen

Gesund sein, gesund bleiben Vorsorge ist besser als Nachsorge – auf welche Untersuchungen Frauen ab einem gewissen Alter nicht verzichten sollten. Von Helene Fuchs

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esundheit – und auch Krankheit – bestimmen unser Leben. Gesundheit ist ein kostbares Gut, das weder für Frau noch Mann käuflich zu erwerben ist. Doch kann jeder Einzelne einen Beitrag zu seiner eigenen Gesundheit leisten. Etwa durch eine gesunde und aktive Lebensweise. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf Nikotin, mässiger Konsum von Alkohol sowie das Vermeiden von andauerndem Stress. Und: Wer bis ins hohe Alter so gesund wie möglich bleiben möchte, sollte um das Thema Vorsorgeuntersuchungen – bereits lange vor dem Rentnerdasein – keinen Bogen machen.

Abstrich: auch für junge Frauen wichtig

50 Jahre alt. Die Infektion mit bestimmten Arten von humanen Papillomaviren (HPV) über den Geschlechtsverkehr gilt als eine der Hauptursachen für Gebärmutterhalskrebs. Über den Abstrich können bereits Vorstufen dieser Krebsart festgestellt und in der Regel sehr wirksam behandelt werden. Junge Mädchen können sich heutzutage gegen die gefährlichsten Arten von HPV impfen lassen. Allerdings nutzt die Impfung gegen die tückischen Viren nur etwas, wenn sie vor dem „ersten Mal“ vorgenommen wird. Während Gebärmutterhalskrebs gerade einmal 1,5 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen ausmacht, gehört der

Brustkrebs mit über 30 Prozent zur häufigsten Krebsart beim weiblichen Geschlecht.

Mammografie: Rettung durch Früherkennung Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 5‘000 Frauen neu an Brustkrebs – etwa 1‘500 erliegen dem Leiden. Die Zahlen sind alarmierend. Insbesondere Risikopatientinnen und Frauen ab einem gewissen Alter sollten sich nicht allein auf das Abtasten der Brust durch den Arzt verlassen. Der kann zwar mit den Händen auffällige Verhärtungen aufspüren, die Fähigkeit, kleinste Veränderungen in der Brust zu entdecken, hat aber er nicht. Dafür

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 5‘000 Frauen neu an Brustkrebs

Ab dem 18. Lebensjahr oder mit Beginn eines regelmässigen Geschlechtsverkehrs ist eine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen in einem Abstand von ein bis zwei Jahren ratsam. Dabei wird am Gebärmutterhals ein Krebsabstrich gemacht und die Brüste nach Knoten oder Verhärtungen abgetastet. Warum so früh? Knapp die Hälfte der rund 240 Frauen, die jährlich neu an Gebärmutterhalskrebs erkranken, sind unter

bräuchte er schlicht einen Röntgenblick. Diese Aufgabe übernimmt die Mammografie. Ihr sollten sich alle Frauen ab 50 Jahren in einem Turnus von zwei Jahren unterziehen. Nicht ohne Grund: Acht von zehn Frauen, die an Brustkrebs erkranken sind über 50 Jahre alt. Wessen Mutter oder Schwester bereits an Brustkrebs erkrankt ist, sollte sich bereits ab dem 40. Lebensjahr mit dem Thema Mammografie beschäftigen. Der Nutzen der Röntgenuntersuchung ist allerdings nicht ganz umstritten, da es zu Fehldiagnosen kommen kann. Dennoch kann durch den Blick in das Innere der Brust ein Tumor früher entdeckt werden, wodurch sich die Chancen auf Heilung verbessern. Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, Mammografien im Rahmen von qualitätsgeprüften Programmen durchführen zu lassen, die in einigen Kantonen angeboten werden. Für Frauen, die sich innerhalb eines Programms untersuchen lassen, und Risikopatientinnen übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Menopause: Osteoporose vorbeugen Irgendwann trifft sie jede Frau: die Menopause, auch Wechseljahre genannt. Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme sind die

typischen Symptome, die jedoch nicht bei jeder Frau in gleich starker Intensität auftreten müssen. Für rund ein Drittel ist die Phase, die im Schnitt mit dem 52. Lebensjahr einsetzt, eine Zeit, die mit starken Beschwerden einhergeht. Auslöser sind hormonelle Veränderungen, die letztlich auf der Einstellung der Östrogenproduktion in den Eierstöcken beruhen. Eine weitere Begleiterscheinung: Dadurch, dass kein Östrogen mehr produziert wird, fällt der natürliche Schutz vor Gefässverkalkungen (Arteriosklerose) und Knochenschwund (Osteoporose) weg. Zur Vorbeugung dieser Krankheiten und zur Linderung der typischen Wechseljahre-Symptome kann der Arzt eine Hormontherapie oder andere Medikamente verschreiben. Vorsorglich sollten in gewissen Abständen Blutfettwerte wie Cholesterin, Blutzuckerwert sowie Blutdruck bestimmt werden, um eine eventuelle beginnende Arteriosklerose zu erkennen. Um Osteoporose vorzubeugen, ist eine gesunde, vor allem kalziumreiche Ernährung mit Milchprodukten sowie täglich ausreichend Bewegung ratsam. n

Weitere Informationen Krebsliga Schweiz: www.krebsliga.ch

artikel  Gesundheitsvorsorge für Männer

Regelmässig zur Inspektion, bitte! Krebs, Herzprobleme, Testosteronmangel? Den Ist-Zustand des Körpers öfters unter die Lupe nehmen lassen, kann Männern ein längeres Leben bescheren. Von Helene Fuchs

gehen nicht gerne zum Q Männer Arzt. Gut, das gängige Klischee

mag zwar nicht auf jeden Mann zutreffen, aber gerade dann, wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht, entwickelt sich das harte Geschlecht schnell mal zur Mimose. Fakt ist, dass etwa dreimal mehr Frauen als Männer Angebote zur Vorsorge wahrnehmen. Mann fährt lieber seinen Wagen regelmässig zur Inspektion, um frühzeitig Verschleiss aufdecken und defekte Teile austauschen zu lassen. Männer sind jedoch meist nicht nur Vorsorge-, sondern auch Gesundheitsmuffel. Sie gönnen sich gerne und viel Fast Food und Essen aus der Dose, trinken mehr Alkohol, greifen öfters zum Glimmstängel, sind im Allgemeinen risikofreudiger und neigen häufiger zu Übergewicht. Ihre Lebenserwartung ist im Schnitt um einige Jahre niedriger als die des weiblichen Pendants. Neben dem Herzinfarkt, oftmals Folge des ungesunden Lebensstils, sind es vor allem die Krebsneuerkrankungen, die mit gleichbleibend hohen Zahlen Alarm schlagen. Durch regelmässige Kontrolluntersuchungen können Tumoren unter Umständen bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden, was die Behandlungs- und Überlebenschancen verbessern kann.

Prostatakrebs: Früherkennung als Chance Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes. In der Schweiz erkranken jährlich rund 6‘000 Männer neu an Prostatakrebs, etwa 1‘300 Betroffene sterben daran. Die Diagnose erhalten fast alle Betroffenen, nachdem sie das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben. Eine „Vorsorge“ im Sinne von „Vorbeugung“ gibt es nicht. Daher ist eine Früherkennung das A und O. Denn: Ein frühzeitig erkannter Prostatakrebs, der nicht gestreut hat, ist in der Regel komplett heilbar. Da er sich jedoch völlig unbemerkt entwickelt, sollte der Mann zwischen 45 und 50 Jahren beginnen, einmal jährlich eine urologische Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Mittels einer digital-rektalen Untersuchung (DRU) kann der Arzt die Prostata auf unregelmässige, harte Knoten absuchen. Eine weitere Methode ist die Ermittlung des sogenannten PSAWertes über einen Bluttest. Kommt das Prostata-spezifische Antigen in erhöhter Konzentration vor, kann das ein Hinweis auf eine Krebserkrankung sein. Muss es jedoch nicht: Ein erhöhter Wert kann auch aus anderen Erkrankungen der Prostata resultieren. Sowohl DRU als auch der PSA-Test sind umstritten, da falsche Befunde möglich sind. Laut

Krebsliga Schweiz liegt bei einem erhöhten PSA-Wert nur bei einem von vier Männern Prostatakrebs vor. Die zur Klärung durchgeführten – und oftmals unnötigen – Biopsien können für Männer sehr belastend sein. Daher ist es für Männer auch eine persönliche Entscheidung für oder gegen Massnahmen zur Früherkennung.

Sorgloser Umgang mit Gesundheit rächt sich Im Rahmen der urologischen Vorsorge können auch andere wichtige Organe wie Nieren, Blase oder Geschlechtsorgane abgeklärt werden. Nierentumoren zum Beispiel werden heutzutage in 60 Prozent der Fälle zufällig und somit frühzeitig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen diagnostiziert. Ein zusätzliches Augenmerk liegt auf Hormonumstellungen beim Mann ab 40 Jahren. Bereits ab diesem Alter kann es langsam zur Abnahme des Testosteronspiegels kommen. Die Folge: Symptome wie Leistungsminderung, Depression, Burn-out und Libidomangel. Es sind aber auch schwerwiegende Stoffwechselerkrankungen wie Zuckererkrankung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einem Testosteronmangel vergesellschaftet. Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie kann schlimme Folgeerscheinungen verhindern.

Etwa dreimal mehr Frauen als Männer nehmen Angebote zur Vorsorge wahr Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in der Schweiz zu den häufigsten Todesursachen – nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen. Was kann man(n) tun, um das Herz gesund und den Kreislauf auf Trab zu halten? Stichwort „gesundes Essen“. Das heisst: wenig Salz, Zucker und gesättigte Fette, dafür viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte. Wer regelmässig Sport treibt und sich an der frischen Luft bewegt, senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und

vermeidet Übergewicht. Letzteres erhöht das Risiko für Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes. Hände weg von Zigaretten: Der Konsum von Nikotin schadet nicht nur der Lunge, sondern auch dem Herzen. Alkohol nur in Massen konsumieren – bei Männern ist zum Beispiel ein halber Liter Bier am Tag vertretbar. Wer diese einfachen Regeln beachtet und im Alltag umsetzt, senkt das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um ein Vielfaches. n


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Frauenleiden intim Wirkungsvoll behandeln statt operieren. Inkontinenz bei Sport/ bei plötzlichem Drang

Jung und aktiv – aber Juckreiz, Brennen, Entzündungen Jede dritte junge Frau klagt über lästigen Juckreiz und Brennen im Intimbereich. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Blasenentzündungen sind oft die Folgen.

Wie sich schützen? Durch geeignete Intimpflege. Einbis zweimal täglich eincremen mit einer gut verträglichen Fettcreme (vorteilhaft mit Pflanzenextraktzusatz), bei dünner Schleimhaut auch mit Hormoncreme. Denn eine gesunde, gut aufgebaute Schleimhaut hat eine bessere Immunabwehr.

Bindegewebeschwäche, Schwangerschaften, Geburten, im Alter Hormonmangel können zur Belastungsinkontinenz führen. Typisch sind Urinverlust beim Husten und Lachen. Bei schwerer Inkontinenz geht schon bei Bewegungen Urin verloren. Eine Soforthilfe können Pessare geben. Höchste Zeit aber, mit dem Beckenbodentraining zu beginnen. Ein Drittel der Frauen kann aber die dafür wichtigen Muskeln nicht anspannen. Daher sollte zu Beginn eine Anleitung durch eine darin speziell geschulte Physiotherapeutin erfolgen. Sehr wirksam ist eine neue Trainingsmethode, die sogenannte Ganzkörper-Vibrationstherapie. Sie kann den Trainingserfolg stark beschleunigen und hilft zudem auch ausgezeichnet gegen oft begleitend bestehenden Rücken-, Becken- und Beinbeschwerden.

Wie behandeln? Wenn eine schonende Intimpflege bei chronischer Entzündung nicht rasch zur Besserung führt, sollte gynäkologisch auf verschiedene Bakterien, unter anderem auf Chlamydien, Ureaplasmen und auch auf Pilze untersucht werden. Dann gezielt behandeln. Wenn Antibiotika und Pilzmittel nicht zu einer nachhaltigen Besserung führen, braucht es sogenannte multimodale Therapiekonzepte (Blasenbüchlein, Publikation multimodales Konzept)1. Dabei wird gemeinsam mit Spezialisten, Fachfrauen für Intimbeschwerden und Spezialärzten/ärztinnen eine erfolgreiche Therapie gesucht und dann zur Langzeitprophylaxe angeleitet. Die Intimpflege basiert auf drei Bausteinen: ·· Geeignetes Waschen mit Wasser mit oder ohne Zusätze ·· Haut pflegen mit einer Fettcreme mehrmals täglich ·· Gewebeaufbau mit Hormonen

Es gibt aber auch andere, seltene, schwere Blasenwandkrankheiten wie die Interstitielle Zystitis, die eine massive Dranginkontinenz und oft auch stärkste Blasenschmerzen auslösen kann. Auch hier gibt es neue Behandlungsmöglichkeiten, die zur Besserung führen und den früher fatalen, invalidisierenden Krankheitsverlauf aufhalten können.

Im Klimakterium – Senkungsbeschwerden werden häufiger

Vorbeugen = Kondom und Intimpflege? Es gibt über 100 sexuell übertragbare Viren, Bakterien und Pilze. Im Intimbereich verursachen sie chronische Entzündungen. Sie können aber auch aufsteigen, in die Blase, Gebärmutter und Eileiter. Sterilität (Chlamydien), Gebärmutterhalskrebs (HPV- Viren) oder gar AIDS können die Folgen sein. Daher kein ungeschützter Geschlechtsverkehr in instabiler Beziehung. Ein Präservativ kann vor all diesen Infektionen schützen. Besser und breiter als die viel gelobte Impfung, gegen gerade mal vier HPV- Typen.

Blasenmuskel sofort die Blase entspannen und die Dranginkontinenz beheben. Schwierig sind die optimale Dosiswahl und Injektionsort des Botox, da sonst schwere Blasenentleerungsstörungen mit hohen Restharnmengen auftreten können. Da bei Inkontinenz- und Senkungsoperationen kleinste Details über Erfolge und Komplikationen entscheiden, werden diese Eingriffe zunehmend von Spezialisten durchgeführt, die mit diesen Eingriffen sehr vertraut sind und grosse Erfahrung haben.

Hier kann der Hormonabfall zu einem raschen Abbau der Schleimhäute, der Muskeln und des Bindegewebes führen und dadurch den Beckenboden und die HaltebänWenn aber bei plötzlichem Drang Urin verloren geht, schon bevor die Toilette erreicht werden kann, helfen intensives Muskeltraining und eine Bandeinlage nicht. Dann spricht man von einer Reizblase mit Dranginkontinenz. Diese hat immer mehrere Ursachen – etwa eine zu geringe Trinkmenge, eine chronische Blasenwandentzündung, ein Blasenwandschutzschichtdefekt („sogenanntes Loch“ in der Blasenschleimhaut). Auch nervliche Belastungen spielen eine Rolle. Behandlungen bei Reizblase und Dranginkontinenz brauchen viel Geduld. Hilfreich sind Trink- und Blasentraining, blasenentspannende Medikamente, Blasentee und entzündungshemmende Säfte, besonders Preiselbeer- und Granatapfelsaft. Beim Vorliegen von Schutzschichtdefekten der Blasenschleimhaut helfen Blaseninstillationen oder die Einnahme von speziellen, natürlichen EiweissZucker-Substanzen, sogenannte Glykosaminoglykane.

Wann bei Inkontinenz und Senkung operieren? Wenn nach einigen Monaten Therapie der Urinverlust oder die Senkung immer noch stören. Bei Belastungsinkontinenz sehr erfolgreich ist die minimalinvasive TVT-Band Operation. In örtlicher Betäubung wird ein feines Netzbändchen genau an diejenige Stelle eingelegt, an der das körpereigene Halteband zu schwach geworden ist. Entscheidend für den Erfolg ist die exakte Platzierung des Netzbändchens. Die Lage wird mittels Ultraschall überprüft. Kleinste Abweichungen können über Erfolg, Misserfolg und Komplikationen entscheiden. Bei Dranginkontinenz, besonders wenn die Blase extrem klein ist, kann eine Botox-Injektion in den

an. Führt dies nicht zum Erfolg helfen nachhaltig nur moderne, wenig invasive Senkungsoperationen, die bei sehr dünnem und schwachem Eigengewebe durch feine Netzeinlagen das Gewebe verstärken.

(Links) Totalprolaps: Senkung der vorderen Scheidenwand mit Blase (Zystozele), hinteren Scheidenwand mit Darm (Rektozele), dazwischen Senkung der Gebärmutter. (Mitte) Senkungsoperation kombiniert mit Gebärmutterentfernung: Das Scheidenende ist an einem Band im kleinen Becken fixiert, die Blase und der Darm sind durch eine vordere bzw. eine hintere Geweberaffung in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht . (Rechts) Operation eines Blasenvorfalles mittels feiner, körbchenartiger Netzeinlage zur Gewebeverstärkung bei dünnem Gewebe.

Im hohen Alter – Blasenentzündungen, Schmerzen, Dranginkontinenz und gestörte Nachtruhe Unsere Lebenserwartung steigt kontinuierlich an. Immer häufiger in der ärztlichen Praxis werden dadurch typische Alterskrankheiten im Blasen- und Intimbereich. Ältere Menschen empfinden kaum etwas peinlicher und unwürdiger, als wenn sie – wie Kleinkinder – ständig Urin verlieren und Pants oder Einlagen tragen müssen. Kommt neben dem Urinverlust und häufigem Wasserlassen noch ein sehr strenger Uringeruch hinzu, dann ist an „Ausgehen und Reisen“ überhaupt nicht mehr zu denken. Aber ist dies heute noch ein unabänderliches Altersschicksal, das einfach hingenommen werden muss? Nein, es gibt heute ausgeklügelte Konzepte, die fast immer eine Besserung und oft sogar Heilung bis ins hohe Alter bringen können, dies auch bei langjährigen, chronischen Blasen-, Senkungs- und Intimbeschwerden. Die Ursachen der Blasenkrankheiten werden im Alter immer vielfältiger. Stoffwechselkrankheiten (wie zum Beispiel die Zuckerkrankheit), Immunschwäche, Nervenschädigungen (zum Beispiel nach

der von Scheide und Gebärmutter schwächen. Dies kann Senkungsbeschwerden oder gar einen Organvorfall (Blase, Darm und/oder Gebärmutter) auslösen. Durch gezieltes Beckenbodentraining, vorübergehend unterstützt mit Pessaren und lokalen Östrogenen, kann schon innert einer kurzen Zeit von drei Monaten fast die Hälfte der Senkungsbeschwerden geheilt werden. Bei Osteoporose und anderen klimakterischen Beschwerden wie Kopfhaarverlust, Wallungen, Schlafstörungen bietet sich zusätzlich eine systemische Hormongabe

des Hormonmangels und Stuhlschmieren begünstigen aufsteigende Entzündungen. Arthrosebeschwerden und Kräfteverlust erschweren die Intimpflege und den Gang zur Toilette.

Sehr belastend sind die Drangbeschwerden mit häufigen Blasenentleerungen am Tag und in der Nacht. Sie verunmöglichen das „Ausgehen zum alltäglichen Einkaufen“, Theaterbesuche und Reisen. In der Nacht stehlen sie den im Alter so wichtigen erholsamen Schlaf und führen zur totalen Erschöpfung. Nicht aufgeben, schon gar nicht resignieren! Heute gibt es fast immer erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten. Oft genügen bereits einfache Tricks, auch können bis ins hohe Alter manchmal einfache Operationen helfen. Mit einer professionellen, altersadaptierten Behandlung, liebevoller Beratung und geduldiger Begleitung durch Ärzte/Ärztinnen, Fachfrauen für Blasen- und Intimbeschwerden sowie Spitex-Fachleuten, ist fast immer eine Verbesserung der Lebensqualität und oft sogar eine nachhaltige Heilung möglich. Den Betroffenen kann dadurch viel Leid erspart sowie dem sozialen Umfeld grosse Erleichterung verschafft werden. n Literatur 1. Patientinnen-Broschüre: „Harnverlust und Blasenbeschwerden der Frau“, Blasenzentrum Frauenklinik Frauenfeld (www.blasenzentrum-frauenfeld.ch).

Kontaktadresse

Bandscheibenvorfall) oder Demenz können zu Blasenentzündungen, Entleerungsstörungen, Urinverlust und Uringeruch führen. Dünne Haut- und Schleimhaut als Folge

Prof. Dr. med. Volker Viereck Chefarzt Urogynäkologie / Co-Chefarzt Frauenklinik

Marlies von Siebenthal Fachfrau für Blasen- und Intimbeschwerden Blasen- und Beckenbodenzentrum Kantonsspital Frauenfeld, 8501 Frauenfeld

(Links) Belastungsinkontinenz: Bei körperlicher Belastung, zum Beispiel Husten oder Springen, öffnet sich die obere Harnröhre – es kommt zum Harnverlust. (Mitte) Recafem-Pessar: Wiedererlangte Kontinenz durch eingelegtes Wegwerf-Pessar. (Rechts) TVT-Band-Operation: Das Band wird spannungsfrei in örtlicher Betäubung um die Harnröhre gelegt und hinter dem Schambein hinaufgeführt.

T: +41 52 723 70 60 F: +41 52 723 70 59 info@blasenzentrum-frauenfeld.ch www.blasenzentrum-frauenfeld.ch


südAfriKA – ein «must» in Jedem WeinKeller!

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2013

René Gabriel

Robert Parker

John Platter’s

ziertes Wein-sortiment.

ein herausragendes beispiel für einen Klassewein im internationalen stil ist unser Wein des Jahres 2013. der Constantia glen three 2009 vereint auf eindrückliche Weise französische noblesse mit frucht und Zugänglichkeit der neuen Welt. Wir offerieren ihnen den three bis ende 2013 zum Aktionspreis von Chf 19.90 (anstatt Chf 24.00). Auszeichnungen: 17 bliCK – 93 derek smedley mW – 4.5* Platter’s.

frankie’s Wine selection sA rütibüelstrasse 17 Ch-8820 Wädenswil telefon +41 (0)43 888 21 21 telefax +41 (0)43 888 21 22 info@kapweine.ch

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