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AZB / P.P. Journal CH-5001 Aarau Post CH AG

Informationsmagazin | Juni 2020

Neuerungen bei den Gottesdiensten

Endlich wieder Gottesdienste

Streit um den Rat der EKS

Die Ergebnisse der Vernehmlassung zu Änderungen bei Gottesdiensten, Abendmahl und Taufen liegen vor. Was sagen die Gemeinden zu den Vorschlägen?

Erste Schritte aus dem Lockdown: Die neuen Vorgaben machen wieder Gottesdienste und Religionsunterricht möglich. Aber was gilt genau?

Der Rücktritt eines Mitglieds des Rats der EKS hat zu heftigen Reaktionen geführt, die sich auch auf die Geschäfte der ersten Synode der EKS im Juni auswirken.

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Inhalt Landeskirche anSichten: Gräben in der Gesellschaft als Folge des Lockdown 2 Lockdown: Gottesdienste und Unterricht seit Mai wieder möglich 3 Gottesdienstkonzept: Grosse Zustimmung zu den Vorschlägen des Kirchenrats 4 Jahresbericht 2019 mit Karte der Kirchgemeinden erschienen6

Kirchenrat Leserbrief: Bemerkungen zum Online Abendmahl Kantonalkollekten: 14. Juni HEKS, Ausgefallene Kollekten werden ausgeglichen Laienpredigerkommission: Predigterlaubnis

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Kirche Schweiz Interpellation zum Konflikt im Rat der EKS 8 Synodepräsidium beantragt Einsetzung einer Kommission 8 Schöpfungszeit: Arbeitsdokumentation 2020 der oeku zum Thema Sehen 9 Flüchtlingssonntag: Keine verlorene Generation 10 Lange Nacht der Kirchen 2021: Offen für weitere Kantonalkirchen10 Bibelgesellschaft: Eine ungewöhnliche Mitglieder­ versammlung und ein neuer Präsident 11

Aus den Bereichen Erwachsenenbildung: Zithermusik in der Altersarbeit 12 Biografiearbeit in Kirchgemeinden 13 Diakonie: Markt der diakonischen Angebote im Aargau 13 Kirche und Musik: Einladung zum Projektchor CHORona 14 Medienfenster: Theaterdonner15

Personen Amtsantritte und Rücktritte, Offene Stellen Neuer Praktikant in den Landeskirchlichen Diensten

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Kurse und Veranstaltungen Kirchgemeinde Baden: Segelwoche für Jugendliche Erwachsenenbildung, Palliative Care

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Verschiedenes Termine Landeskirche 19 Momentaufnahme: Friitigssuppe der Kirchgemeinde­ ­Möhlin auch als Take-away erfolgreich 20 Impressum19

Titelbild Schabracken-Königslibelle, fotografiert im Aargauer­ ­Wasserschloss, für die Arbeitsdokumentation der oeku zur Schöpfungszeit 2020 mit dem Slogan «Und siehe, es war sehr gut». Sie thematisiert den Sehsinn. Foto: Claudia Baumberger

anSichten Gräben in der Gesellschaft als Folge des Lockdown Vor einigen Wochen habe ich mich gefragt, wie es wohl sein werde: ob schon bald alles wieder vorbei sein wird, oder ob sich so etwas wie eine Corona-Routine einstellen wird. Heute stelle ich fest: Es ist eher das Zweite eingetroffen. Trotz erster Lockerungen des Lockdown sind wir weit von einem normalen Alltag entfernt. Gleichzeitig haben wir uns weitgehend an die Verhaltens-, Abstands- und Hygieneregeln gewöhnt. Wir haben uns mit technischen Hilfsmitteln vertraut gemacht und kommunizieren gewandt auf verschiedenen Kanälen der so genannt «sozialen» Medien. Menschen sind sehr unterschiedlich betroffen Zunehmend werden aber Stimmen laut, die ihren Unmut über die von den Behörden auf Bundes- und Kantonsebene erlassenen Bestimmungen äussern. Auch zum Kirchenrat dringen Stimmen, die sich eine Kirche wünschen, die sich aktiver für eine schnelle Öffnung einsetzt. Sie weisen zudem auf die Not einsamer älterer Menschen hin und auf die wirtschaftliche Not von Selbständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Es gibt zum Beispiel viele Jugendliche, die jetzt keine Lehrstelle finden, Erwerbslose, die keinen neuen Job finden. Unternehmen, deren Auftragsbücher leer sind. Kein Zweifel: Der Wirtschaftsmotor stottert, und das ist kein abstraktes Zahlenspiel. Betroffen sind Menschen, denen die Einkünfte wegbrechen, die ihre Mieten, Krankenkassenprämien und Steuerrechnungen nicht mehr zahlen können, und deren Zukunftspläne hinter dem Horizont verschwinden. Mit Fug und Recht kann man sagen, dass diese Menschen den wirtschaftlichen Preis des Lockdowns, zumindest einen grossen Teil davon, bezahlen. Langsam mehren sich die Stimmen, zum Teil differenziert und faktenbasiert, zum Teil aber auch

undifferenziert, die und unter Rückgriff auf obskure Verschwörungstheorien, dafürhalten, dass alles übertrieben sei. Vereinzelt wird gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte, die mit dem Corona-Lockdown verbunden ist, demonstriert. Gesundheitsschutz wird gegen das Recht auf Freiheit und gegen die wirtschaftlichen Kosten dieser ausserordentlichen Lage abgewogen.

«Es werden sich Gräben in unserer Gesellschaft auftun, die nicht nur die Deutung der Corona-Krise betreffen, sondern auch und besonders auf die handfesten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zurückzuführen sind.» Das «Präventionsparadox» und andere Folgen Wenn ich diese Diskussionen verfolge, bin ich überzeugt, dass uns nach der Krise grosse Herausforderungen beschäftigen werden. Eine davon heisst im Fachjargon «Präventionsparadox»: Wenn die Prävention durch die von den Behörden angeordneten Massnahmen Wirkung zeigt, werden wir vergleichsweise wenige Krankheits- und Todesfälle aufgrund des Corona-Virus zu verzeichnen haben. Und man wird nie sagen können, wie viele Todesfälle durch die Einhaltung dieser Massnahmen verhindert werden konnten. Man wird über New York reden, Norditalien oder Schweden, aber man wird nie sagen können, was genau die Präventionsmassnahmen in der Schweiz bewirkt oder verhindert haben. Es wird deshalb immer Menschen geben, die sagen, es sei alles übertrieben gewesen. Und man wird sie ernst nehmen müssen, denn viele unter ihnen haben in wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht einen enormen Preis bezahlt: Sie fanden keine Lehrstelle, keinen neuen Job oder mussten ihr kleines Geschäft aufgeben und haben damit viel Geld verloren. Es werden sich Gräben auftun in unserer Gesellschaft, die nicht nur die Deutung der Corona-Krise betreffen, sondern auch und besonders auf die handfesten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zurückzuführen sind.


Landeskirche Folgen auch für die Kirchgemeinden und Mitarbeitenden Auch als Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Freiwillige in der Kirche wird uns dieses Thema noch lange beschäftigen. Die einen sind persönlich und direkt betroffen zum Beispiel von Einkommensverlust und oder Arbeitslosigkeit, andere werden in ihrer seelsorgerlichen oder diakonischen Arbeit damit konfrontiert. Wir werden Finanzpläne nach unten korrigieren müssen. Das alles wird uns stark fordern. Unser Kirche-Sein wird sich dann bewähren müssen und bewähren können. Die Solidarität wird sich dann nicht im Applaus auf dem Balkon erschöpfen dürfen. Ich hoffe fest und von Herzen, dass wir diese Gräben überwinden werden, und dass wir unsere Hände – endlich – wieder ausstrecken, dass wir wieder – bildlich und wörtlich – zusammenrücken, um glaubwürdig, ansteckend und freudig Kirche zu sein. Christoph Weber-Berg, Kirchenratspräsident

Von Taufen wird aufgrund der Ansteckungsgefahr und der Hygienevorschriften vorläufig noch abgeraten.

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Lockdown Gottesdienste und Unterricht seit Mai wieder möglich Seit den Anordnungen des Bundesrats vom 16. März aufgrund der «ausserordentlich Lage» gemäss Epidemien­gesetz haben sich für die Kirchen drei Dinge geändert (Stand: 21. Mai): 1. Beerdigungen sind mit Auflagen wieder möglich (s. a+o Mai), 2. Religionsunterricht darf am Lernort Schule und seit 28. Mai auch wieder ausserhalb der Schule stattfinden, 3. Gottesdienste dürfen seit Ende Mai wieder gefeiert werden. Bitte konsultieren Sie regelmässig die Website der Landeskirche www.ref-ag.ch. Dort finden Sie die geltenden Anordnungen aber auch Ideen für das Leben in den Kirchgemeinden. Am 20. Mai hat der Bundesrat die Wiederaufnahme von Gottesdiensten per Donnerstag, 28. Mai 2020 beschlossen, was die Durchführung von Gottesdiensten ab Pfingstsonntag, 31. Mai, ermöglichte. Der Kirchenrat schreibt dazu im Brief an die Kirchgemeinden vom 20. Mai: «Wir sind uns bewusst, dass diese neue Situation vielfältige organisatorische und kommunikative Herausforderungen für die Kirchgemeinden mit sich bringt. Selbstverständlich obliegt die Entscheidung, ob die Gottesdienste bereits ab 28. Mai wieder aufgenommen werden, oder ob am bisher kommunizierten Termin vom 8. Juni festgehalten werden soll, bei den Kirchgemeinden.» Schutzkonzepte für die Durchführung von Gottesdiensten erforderlich Gottesdienste dürfen nur durchgeführt werden, wenn die Kirchgemeinde ein für ihre Situation angepasstes Schutzkonzept für die Durchführung der Gottesdienste (und anderer Feiern) ausgearbeitet hat und vorweisen kann. Auf WikiRef gibt es eine Vorlage für dieses Schutzkonzept. Besonders erwähnenswert sind folgende Punkte: 1. Für jede gottesdienstliche Veranstaltung ist eine verantwortliche Person zu bestimmen, die für die Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmassnahmen sorgt. 2. Nur wenn keine genügende Gewähr dafür besteht, dass die Distanzregeln eingehalten werden können, muss eine Präsenzliste geführt werden. Das Departement Gesundheit und Soziales, DGS, des Kantons Aargau rät trotzdem zur Führung einer Präsenzliste auf freiwilliger Basis. In der Präsenzliste sind die Kontaktdaten der Gottesdienst-Teil-

nehmenden (Name und Telefonnummer) aufzunehmen und mindestens 14 Tage aufzubewahren, damit bei einem Infektionsfall die Kontaktketten im Nachhinein verfolgt werden können. Taufen und Trauungen nach Möglichkeit weiterhin verschieben Im Blick auf Taufen und Trauungen gilt grundsätzlich: Sie sind derzeit nicht mehr verboten, es ist aber davon abzuraten. Die Evangelisch-Reformierte Kirche Schweiz schreibt dazu in ihrem Schutzkonzept: «Bei Kasualien kommen meist grössere Menschengruppen zusammen, die sich gut kennen und sich nach dem Gottesdienst zu einem Fest treffen. Dies erschwert die Einhaltung von Hygienemassnahmen und Distanzierung. Deswegen wird empfohlen, in Absprache mit den Teilnehmenden Kasualien – insbesondere Taufen und Trauungen – wenn möglich zu verschieben.» Da der Mindestabstand von zwei Meter zwischen verschiedenen Familien, dem zu taufenden Kind und der Pfarrerin oder dem Pfarrer nicht eingehalten werden kann, müsste auf jeden Fall die o. e. Präsenzliste geführt werden. Ausserdem sieht das Rahmenschutzkonzept des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vor: «Für Veranstaltungen, an denen sich die Personen durch den Raum bewegen, ist von einem Richtmass von 10 m² pro Person auszugehen». Zudem sei auf Körperkontakt zu verzichten. Das BAG empfiehlt daher: «Termine für Taufen und Trauungen und vergleichbaren religiösen Feiern sind nach Möglichkeit zu verschieben, da die Einhaltung von

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Landeskirche

Distanzregeln und Hygienemassnahmen schwierig umzusetzen sind.» Kirchlicher Religionsunterricht: Der kirchliche Religionsunterricht (PH 2– 4) am Lernort Schule kann seit dem 11. Mai unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmassnahmen wieder stattfinden. Eine vorgängige Absprache mit der örtlichen Schulleitung ist zwingend notwendig. Seit 28. Mai darf der Kirchliche Unterricht im Aargau aufgrund einer Einschätzung des DGS auch wieder ausserhalb der Schule, in den Räumen der Kirchgemeinde stattfinden. Verwendungsrechte von Liedblättern und Noten bei Onlineangeboten Die Geschäftsstelle der EKS hat mitgeteilt, dass sie mit der VG Musik­edition eine Vereinbarung treffen konnte, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams ihrer Gottes­ dienste und anderer Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formate, die diese ersetzen) Liederblätter mit ­Noten und Texten einzublenden. Diese­ Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten (max. 72 Stunden) Übertragung. Die Regelung ist zunächst befristet bis zum 15. September 2020. Lieder­blätter zum Download anzubieten ist leider nicht möglich – die VG Musikedition verfügt nicht über diese Rechte. Landeskirchliche Dienste und Gemeindeberatung Alle Veranstaltungen und Kurse der Landes­kirche sind sicher bis 7. Juni abgesagt. Was danach gilt ist Mitte Mai noch nicht klar. Die Telefonzentrale der Reformierten Landeskirche Aargau ist weiterhin zu Büro­zeiten unter der Nummer 062 838 00 10 erreichbar. Die Gemeindeberatung erreichen Sie telefonisch Montag bis Freitag, 8.30 bis 11.30 Uhr, unter 062 838 06 50 oder per Mail an gemeindeberatung@­ ref-aargau.ch. Auf WikiRef finden Sie zusätzliche Informationen für die Gemeindeleitung und Mitarbeitenden zur digi­ talen Organisation von Sitzungen und zu rechtlichen Fragen, speziell im Bereich Personelles und Lohnzahlungen.

Gottesdienstkonzept Grosse Zustimmung zu den Vorschlägen des ­Kirchenrats Ergebnisse der Vernehmlassung zum Gottesdienstkonzept Der Kirchenrat hat vor rund einem Jahr eine Arbeitsgruppe beauftragt, ­Anpassungen der Bestimmungen in der Kirchenordnung zum Gottesdienst und­ zu Taufe zu diskutieren und Vorschläge zu machen. Die Vorschläge dieser ­Arbeitsgruppe hat der Kirchenrat übernommen und im Januar in eine Vernehmlassung bei den Kirchgemeinden geschickt. Die Antworten ergeben eine grossmehrheitliche Zustimmung zu den vorgeschlagenen Änderungen. Die webbasierte Vernehmlassung wurde am 27. Januar 2020 gestartet und endete am 31. März 2020. Der Link ging an alle ehrenamtlichen Kirchenpflegemitglieder, Pfarrerinnen, Sozialdiakone, Laienprediger, Kirchenmusikerinnen, insgesamt an 789 Adressaten. 253 Antworten sind eingegangen, was einer Teilnahmequote von 32 % entspricht. Geantwortet haben 101 Kirchenpflegemitglieder, 75 Pfarrerinnen und Pfarrer, 13 Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, 8 Laienpredigerinnen und Laienprediger, 24 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, sowie 12 Kirchenpflegen als Behörde und 1 Kapitel. Die Kommentarfunktion wurde rege benutzt. Der Rücklauf ist erfreulich. Das bedienungsfreundliche Tool «Survey Monkey» hat sich bewährt. Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Beantwortung betrug 5 Minuten 31 Sekunden.

Zusammenfassung der Ergebnisse Die Antwortenden haben mit grosser Mehrheit den Vorschlägen des Kirchenrats (die einzelnen Fragen sind im Kasten unten aufgelistet) zugestimmt. Die höchste Zustimmung erfuhren die Vorschläge 1 und 7 mit 82 %, die geringste Zustimmung erhielt Vorschlag 5 mit 61 %. Die Zustimmungsrate erhöht sich noch wesentlich, wenn man einbezieht, dass rund die Hälfte der Nein-Stimmenden nicht grundsätzlich g­ egen den Vorschlag votierte, sondern sich noch mehr Freiheiten als die vorgeschlagenen wünschte. Innerhalb der einzelnen Berufsgruppen variiert die Zustimmungsquote. Das ist nicht erstaunlich, sind sie doch alle in einer anderen Art und Weise von den neuen Vorschlägen berührt.

An der Gottesdiensttagung in Lenzburg am 19. Oktober 2019 wurden die Vorschläge der Arbeits­ gruppe Gottesdienste zum ersten Mal breit diskutiert und kommentiert. Nun liegen die Ergebnisse der Vernehmlassung vor.

Informationsdienst

Fotos: F. Worbs


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löst. Die Synode wird das neue Gottesdienstkonzept an der Herbstsynode 2020 diskutieren und einen Beschluss fassen können. Die Änderungen sollen auf den 1. Januar 2021 eingeführt werden. David Lentzsch, Fachstelle Gemeindeentwicklung

Folgende signifikante Abweichungen gegenüber dem Gesamtergebnis sind festzustellen: Ein Kapitel hat zu den Vorschlägen 3 bis 5 mit Nein geantwortet. Aus den Kommentaren geht aber hervor, dass bei Vorschlag 3 die Zuständigkeit der Kirchgemeindeversammlung abgelehnt wird. Bei Vorschlag 4 sollen vier statt drei Gottesdienste ohne theologische Leitung möglich sein. Und bei Vorschlag 5 scheint nur die vorgeschlagene Anzahl eher zu hoch, nicht aber der Grundsatz. Dem Vorschlag 5 haben nur fünf Kirchenpflegen zugestimmt, während sechs ihn abgelehnt haben. Aus den Kommentaren geht hervor, dass sich drei Kirchenpflegen keine oder eine weniger starke Beschränkung wünschen, nur für eine Kirchenpflege geht der Vorschlag zu weit. Die Laienpredigerinnen und Laienprediger haben den Vorschlag 5 mit drei gegen fünf Stimmen abgelehnt. Aus den Kommentaren geht hervor, dass vier sich keine oder eine weniger starke Beschränkung wünschen. Dem Vorschlag 4 haben 37 Pfarrerinnen und Pfarrer zugestimmt und genau gleich viele haben ihn abgelehnt. Aus den Kommentaren geht hervor, dass die überwiegende Mehrheit der Ablehnenden einen Gottesdienst ohne theologische Leitung ausschliesst. Nur wenige wünschen sich mehr Möglichkeiten für die Laien. Kommentare und Erwägungen Das Spektrum der geäusserten Meinungen in den Kommentarfeldern ist sehr

breit und gegensätzlich. Hier einige wichtige, mehrmals genannte Inputs. Zum Vorschlag 1: Die Kirchenpflege soll selbst entscheiden können, wann der Gemeindegottesdienst stattfindet, keine Festlegung von Höchstzahlen. Zum Vorschlag 2: Die Kirchgemeinden sollen autonom und situativ entscheiden können, wie oft der Gemeindegottesdienst ausfällt. Zum Vorschlag 3: Der Kirchenpflege soll mehr oder sogar die ganze Kompetenz bei den Zusammen­ legungen gegeben werden. Zum Vorschlag 4: Von Laien geleitete Gottesdienste seien zu fördern und nicht durch Zahlen zu beschränken. Zum Vorschlag 5: Auf zahlenmässige Beschränkungen soll verzichtet werden. In grossen Kirchgemeinden mit mehreren Predigtorten sei die Zahl zu klein. Zum Vorschlag 6: Die Taufe als Aufnahme in die Gemeinde Christi gehöre in einen Gemeindegottesdienst. Durch Taufen im Kasualgottesdienst entstünde erheblicher Mehraufwand. Zum Vorschlag 7: Das Abendmahl könnte marginalisiert werden. Es gehöre wesentlich zu den Feiertagen («Man schneidet doch Ostern das Herz nicht heraus»). Das Abendmahl solle öfters gefeiert werden. Weiteres Vorgehen Die Arbeitsgruppe hat die Ergebnisse der Vernehmlassung dem Kirchenrat unterbreitet und die Vorschläge dem Rechtsdienst zur Implementierung in das kirchliche Recht übergeben. Damit ist der Auftrag der Arbeitsgruppe erfüllt und der Kirchenrat hat sie folgerichtig aufge-

Fragen und Ergebnisse in Zahlen 1 Die Kirchenpflege soll beschliessen können, dass der Gemeinde­ gottesdienst statt am Sonntag maximal zwölf Mal pro Jahr an einem Werktag stattfinden kann: Zustimmung 82 %. 2 Die Kirchenpflege soll beschliessen können, dass der Gemeindegottesdienst am Sonntag maximal zwei Mal pro Jahr ausfallen kann: Zustimmung 74 %. 3 Über die Zusammenlegung des Gemeindegottesdiensts mit einer Nachbargemeinde entscheidet a) die Kirchenpflege bis sechs Mal pro Jahr, b) die Kirchgemeindeversammlung ab sieben Mal pro Jahr: Zustimmung 77 %. 4 Die Kirchenpflege soll beschliessen können, den Gemeindegottesdienst maximal drei Mal pro Jahr ohne Pfarrerin oder Pfarrer und ohne Laienpredigerin oder Laienprediger zu feiern (62 %). 5 Die Leitung des Gemeindegottesdiensts durch Laienpredigerinnen oder Laienprediger soll auf maximal zehn Einsätze pro Kirchgemeinde und Jahr beschränkt werden: Zustimmung 61 %. 6 Die Taufe soll ausser im Gemeindegottesdienst auch im Rahmen eines Kasualgottesdienstes (wie Trauung oder Abdankung) gefeiert werden können: Zustimmung 68 %. 7 Die Kirchenpflege soll beim Abendmahl Ausnahmen bei den Pflichttagen beschliessen können: Zustimmung 82 %.

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Landeskirche

Jahresbericht Jahresbericht 2019 mit Karte der Kirchgemeinden erschienen Der Jahresbericht 2019 ist wieder in zweiteiliger Form erschienen: Ein Rechenschaftsbericht zuhanden der Synode in Form einer Synodevorlage und ein kürzerer, illustrierter Jahresbericht, der grafisch gestaltet ist und gesellschaftliche Zielgruppen ansprechen soll. Beide Formen des Jahresberichtes sind online auf www.ref-ag.ch verfügbar: Der Rechenschaftsbericht unter «Synode /  aktuell», der öffentliche Jahresbericht unter «Informationen & Medien / Jahresbericht». Der öffentliche Jahresbericht 2019 hat 36 Seiten und stellt die neue ökumenische Seelsorge in Institutionen des ­Gesundheitswesens im Aargau und das Thema Migrationskirchen und ihre Verhältnis zu den Kirchgemeinden in den

Vordergrund. Er soll kirchlichen und externen Zielgruppen in der Gesellschaft ein gutes und übersichtliches Bild von den Leistungen und Entwicklungen der Aargauer Landeskirche vermitteln. Die gedruckte Version ist kostenlos im Sekretariat der Landeskirche erhältlich. Sie wird unter anderem a­ llen Synodalen und Kirchenpflegepräsidien zugestellt. Neue Karte der Aargauer Kirchgemeinden Der Jahresbericht 2019 enthält neu eine Karte der Aargauer Kirchgemeinden, die auf der strassengenauen Erfassung der Grenzen der Kirchgemeinden auf der Grundlage der Daten des Geoportals Aargau und der Angaben der einzelnen Kirchgemeinden beruht. Die Grenzen der Kirchgemeinden wurden für die Einrichtung der neuen kantonalen Mitglieder­ datenbank zum ersten Mal genau erfasst. Adressbroschüre nur noch online Die Adressbroschüre der Reformierten Landeskirche Aargau wird in diesem Jahr aufgrund der besonderen Umstände nicht gedruckt und per Post verschickt,

2019 JAHRESBERICHT

sondern nur als PDF publiziert. Das PDF der Adressbroschüre steht online auf der Website der Landeskirche zur Verfügung: www.ref-ag.ch/organisationpersonen/mitarbeitende-gruppen.

Die 75 Kirchgemeinden der Reformierten Landeskirche Aargau, die Namen entsprechen den Selbstbezeichnungen der Kirchgemeinden. Die juristischen N ­ amen sind in der Kirchenordnung aufgeführt.

Stand: Ende März 2020

Informationsdienst


Kirchenrat Leserbrief Bemerkungen zum OnlineAbendmahl Die theoretisch-theologischen Überlegungen von Claudia Daniel-Siebenmann im Mai a+o fokussieren fast ausschliesslich auf die Art der Präsenz Christi in Brot und Wein. So kommt sie zum Schluss, dass dem Online-Abendmahl aus dieser Perspektive nichts entgegensteht. Doch das greift zu kurz. Zwei Gedankengänge sollen dies zeigen. Einerseits: Egal ob man mit Luther interpretiert «Das ist mein Leib» oder mit Zwingli und seinen Nachfolgern «Das bedeutet mein Leib», in beiden Fällen stehen Brot und Wein für das Heil, das wir von Gott durch Christus Jesus bekommen. Und es ist gerade in einer reformierten Perspektive entscheidend, dass wir Menschen uns dieses Heil nicht selber nehmen können, sondern nur schenken lassen. Andererseits: Das Abendmahl war aus Sicht der Reformatoren nicht nur Erinnerungsmahl, wie Frau Daniel erwähnt, sondern «1. ein Gedächtnis und Bekenntnismahl […] 2. Ein Bundesmahl.» (Heidelberger Katechismus Frage 77). Die Hervorhebung des Bundesgedankens, der auf dem Alttestamentlichen Bund Gottes mit seinem Volk basiert, war eine reformierte Besonderheit. Aber gerade dieser Bund – das war den Reformatoren entscheidend wichtig – wird allein von Gott gestiftet. Die Menschen können ihn nur dankend annehmen. Gerade ein symbolistisches Verständnis des Abendmahls wie das reformierte muss genau darauf achten, dass das durch das Symbol Gezeigte auch wirklich stimmig ist. Und darum ist es auch und gerade im reformierten Bereich unabdingbar, dass Brot und Kelch empfangen und nicht selber genommen werden. Und das geht nun mal bei einem Online-Abendmahl nicht. Wir bekommen die Zuwendung Gottes geschenkt und können sie uns nicht selber nehmen. Das soll in jedem Abendmahl

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sichtbar werden. Es bleibt uns in dieser Situation nur etwas, was die Reformation während Jahrhunderten vernachlässigt hat: das (Abendmahl)-Fasten. Vielleicht wird uns in dieser erzwungenen abendmahlslosen Zeit umso deutlicher bewusst, was uns das Abendmahl bedeutet. Dann hätte sie wenigstens etwas Gutes. Michael Rahn, Pfarrer in Muri AG

Kantonalkollekten 14. Juni: HEKS Seien es die Opfer des Hurrikans in Haiti, seien es landlose Kleinbauernfamilien in Brasilien oder seien es Flüchtlinge aus Eritrea in der Schweiz: HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen, hilft ihnen mit Spenden aus der Schweizer Bevölkerung. In rund 30 Ländern unterstützt HEKS Menschen dabei, ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen, unabhängig davon, welcher Volksgruppe oder Religion sie angehören. Mit Entwicklungszusammenarbeit unterstützte Kleinbauernfamilien, indigene Gemeinschaften oder ausgegrenzte Minderheiten sind dabei, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Nahrungsgrundlagen zu sichern. Partnerorganisationen vor Ort vermitteln das nötige Wissen, geben Starthilfen wie Saatgut und Werkzeug oder verhelfen zum Beispiel mit Brunnen und Latrinen zu einer besseren Gesundheit und Lebensqualität. Humanitäre Hilfe leistet HEKS überall dort, wo Beziehungen zu kompetenten Partnerorganisationen bestehen. So kann nach Natur- und Umweltkatastrophen wie auch bei bewaffneten Konflikten den Notleidenden rasch und effizient geholfen werden. In der kirchlichen Zusammenarbeit unterstützt HEKS die Mitgliedkirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen in ihrem sozialen, ökumenischen und diakonischen Auftrag, damit sie in der Lage

sind, gesellschaftliche Entwicklungen zu prägen und zu fördern. In der Schweiz unterstützt HEKS sozial benachteiligte Menschen in ihrem Bestreben, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dies geschieht zum Beispiel durch Sprachkurse, Dolmetscherdienste, Unterstützung bei der Arbeitssuche oder mit Gärten für Flüchtlingsfamilien. Asylsuchende erhalten Unterstützung beim Asylverfahren.

Judith Gysi, Fachstelle Weltweite Kirche

Kantonalkollekten Bitte überweisen Sie die Kollekte spätestens bis Ende des darauf­ folgenden Monats mit dem bereits zugestellten Einzahlungsschein auf das Postcheckkonto 50-615-9, Zentralkasse der Reformierten Landeskirche Aargau. Vielen Dank.

Ausgefallene Kantonalkollekten werden durch Beiträge ausgeglichen Der Kirchenrat hat beschlossen, dass Kantonalkollekten, welche aufgrund des Veranstaltungsverbots nicht an Got­ tesdiensten gesammelt werden konnten, durch ausserordentliche Beiträge ersetzt werden. Die betroffenen Institutionen werden mit einem einmaligen Beitrag von jeweils 5000 Franken unterstützt. Das betrifft zurzeit die Kantonalkollekte vom 17. Mai für den Protestantischkirchlichen Hilfsverein Aargau (Zweck: Reformierte Kirchgemeinde Locarno). Die Kirchgemeinden werden aufgerufen, die in den Kantonalkollekten begünstigten Institutionen mit einer Spende zu berücksichtigen. Informationsdienst

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Kirche Schweiz EKS

Foto: SEK / Nadja Rauscher

Interpellation zum Konflikt im Rat der EKS Die Leitungen der reformierten Kirchen Aargau, Bern-Jura-Solothurn, Waadt und Zürich haben bei der Evangelischreformierten Kirche Schweiz EKS eine Interpellation eingereicht. Sie soll die Vorgänge klären, die Ende April zum Rücktritt eines Mitglieds des Rates der EKS geführt haben. (S. Meldung im a+o Mai zum Rücktritt von Sabine Brändlin aus dem Rat der EKS.) Am 24. April vermeldete der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS den Rücktritt eines Ratsmitglieds. Der Rücktritt stehe im Zusammenhang mit einem laufenden Geschäft. Mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz wurden jedoch keine weiteren Angaben zu den Hintergründen gemacht. In einer weiteren Mitteilung, die das zurückgetretene Mitglied selber veröffentlicht hat, war jedoch von «unüberbrückbaren Differenzen» die Rede. Für die Leitungen der reformierten Kirchen Aargau, Bern-Jura-Solothurn, Waadt und Zürich lässt diese Inkohärenz auf einen Konflikt schliessen. Die fehlenden Informationen würden aber zu Spekulationen und Unsicherheiten führen statt zur Klärung beitragen. Die Kirchenleitungen befürchten dadurch für die eben erst neu gestartete EKS und für ihre Mitgliedskirchen einen Vertrauens- und Glaubenswürdigkeitsverlust und das Risiko eines Reputationsschadens. Zudem sind Sie besorgt über die Handlungsfähigkeit des Rates der EKS. Die Kirchenleitungen der Aargauer, Berner, Waadtländer und Zürcher Kirche haben deshalb bei der EKS gemeinsam eine Interpellation eingereicht, mit der Transparenz hergestellt und eine Klärung bezüglich der Vorgänge, die zum Rücktritt des Ratsmitglieds geführt haben, erreicht werden soll. Sie betonen, dass der Vorstoss nicht gegen den Rat gerichtet sei, sondern aus dem

Pfrn. Sabine Brändlin, hier bei ihrem letzten Auftritt an einer AV des SEK in Bern am 4. November 2019, ist im April 2020 mit sofortiger Wirkung aus dem Rat der EKS zurückgetreten.

Engagement der Mitgliedskirchen für die EKS erfolge. Er soll dazu beitragen, das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der EKS wiederherzustellen. Die Kirchenleitungen sind überzeugt, dass eine Klärung der Vorgänge die erwähnten Risiken zu mindern vermag. Insbesondere möchten die Kirchenleitungen wissen, ob es sich um ein Sachoder ein Personalgeschäft handelt und wer – inner- oder ausserhalb des Rates – die involvierten Personen sind. Bei weiteren Fragen geht es um den Informationsfluss, die Einschätzung des Reputationsschadens oder finanzielle Konsequenzen. Medienmitteilung der Landeskirchen Aargau, Bern-Jura-Solothurn und Zürich vom 8. Mai 2020

Erste Synode der EKS Die für den 14.–16. Juni 2020 in Sion geplante Synode der EKS, die erste Synode der seit 2020 existierenden Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS (ehemaliger Kirchenbund mit Abgeordnetenversammlung), wurde aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Stattdessen wird am 15. Juni eine ein­ tägige virtuelle Synode mit verkürzter Traktandenliste durchgeführt.

Synodepräsidium beantragt Einsetzung einer Kommission Das Präsidium der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS teilte am 13. Mai mit, dass es an der Synode vom 15. Juni 2020 die Einsetzung einer nichtständigen Kommission zu Fragen rund um den Rücktritt von Sabine Brändlin aus dem Rat EKS beantragen wird.


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Nachdem das Präsidium der Synode festgestellt hat, dass Vorkommnisse von grosser Tragweite und Komplexität zu klären sind, wird es der Synode vorschlagen, die Einsetzung einer nichtständigen Kommission zu beschliessen. Diese nichtständige Kommission wird den Auftrag haben, alle notwendigen Untersuchungen in dieser Hinsicht durchzuführen und der Synode vom Juni 2021 in angemessener Form Bericht zu erstatten sowie Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Die Kirchenleitungen der Kantonalkirchen Bern-Jura-Solothurn, Aargau und Zürich, die auch die Interpellation zum selben Thema eingebracht haben, kritisieren den Vorschlag, dass eine Kommission die Hintergründe von Sabine Brändlins Rücktritt aus dem Rat der EKS untersuchen soll. Vor allem stören sie sich an der langen Frist bis nächsten Sommer. Sie wünschen weiterhin eine direkte Beantwortung der Interpellation an der Synode am 15. Juni. Informationsdienst Aargau

Schöpfungszeit Arbeitsdokumentation 2020 der oeku zum Thema Sehen

lischen Geschichten. Gott selbst nimmt die Schöpfung als sehr gut wahr (Gen 1,31). Und Gott sieht bis hinein in den Mutterleib. «Noch bevor ich geboren war, sahen mich deine Augen», schreibt ein Psalmist (Ps. 139,16). Umgekehrt erkennen die Menschen Gott und Gottes Willen oft nicht. «Augen haben sie und sehen nicht», klagt der Prophet Jeremia (Jer. 5,21). Jesus spricht seine Jünger ­selig, weil sie das Kommen des Gottesreiches erkennen: «Selig aber eure Augen, weil sie sehen» (Mt. 13,16). Jesus macht Blinde sehend – im wörtlichen und übertragenen Sinn. Wer das Wunder der Schöpfung sieht, sieht unweigerlich auch deren Zerstörung durch die Menschen – in der Abnahme der Biodiversität, der Zersiedelung der Landschaft und der sich zuspitzenden Klimakrise. Schönheit und Leid der Schöpfung wahrzunehmen und für ihren Fortbestand einzutreten sind die Ziele der Schöpfungszeit zum Sehsinn. Reihe die fünf Sinne Die oeku gestaltet die Schöpfungszeit 2016 bis 2020 mit einer Reihe zu den

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fünf Sinnen. Sie hat 2016 mit dem Hörsinn begonnen und wurde mit dem Geruchs­ (2017), dem Tastsinn (2018) und dem Geschmackssinn (2019) weitergeführt. Die Reihe wird 2020 mit dem Sehsinn abgeschlossen. Die Schöpfungszeit wird in den Kirchen traditionell zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober gefeiert und schliesst damit auch das Erntedankfest und den Bettag mit ein. Aufgrund eines Synodebeschlusses wird die Arbeitsdokumentation zur Schöpfungszeit allen Aargauer Kirchgemeinden vom Kirchenrat kostenlos zugestellt. Der Versand findet im Juni statt.

Veranstaltungen zur Schöp­ fungszeit Ökumenischer Auftakt zur Schöpfungszeit in Rheinfelden: Dienstag 1. September 2020.

Eucharistiefeier zur Schöpfungszeit mit Harald Rein, Bischof der Christ­ katholischen Kirche der Schweiz und Vroni Peterhans, Präsidentin der oeku: Sonntag 27. September 2020, 11.30 Uhr, Stadtkirche Aarau.

Geburtshelferkröte (Glögglifrosch) fotografiert für die Arbeitsdokumentation der oeku zur Schöpfungszeit 2020, die den Sehsinn thematisiert.

Weltweit wird im September die Schöpfungszeit gefeiert. Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» empfiehlt den Schweizer Kirchgemeinden, in ­der Schöpfungszeit 2020 mit dem Slogan «Und siehe, es war sehr gut» den Sehsinn zu thematisieren – im Rahmen einer mehrjährigen Reihe zu den fünf Sinnen. Der Sehsinn, den wir unseren Augen verdanken, ist ein Wunderwerk der Natur. Rund achtzig Prozent aller Informationen aus der Umwelt nehmen wir durch den Sehsinn auf. Wie wichtig die Augen für unser Leben sind, begreifen vermutlich nur diejenigen wirklich, denen das Augenlicht fehlt. Um den Sehsinn geht es in vielen bib-

Foto: Claudia Baumberger


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Kirche Schweiz

Flüchtlingssonntag Keine verlorene Gene­ ration

Aufruf der christlichen Kirchen zum Flüchtlingssonntag 2020 Mehr als die Hälfte der weltweiten Flüchtlinge sind Kinder. Ein grosser Teil von ihnen ist ohne Eltern oder Verwandte unterwegs oder wurde während der Flucht von ihnen getrennt. Mehr als 5,6 Millionen Syrerinnen und Syrer, darunter über 2,5 Millionen Kinder, mussten ihre Heimat verlassen. Weitere 6,2 Millionen leben als Vertriebene im eigenen Land. Gemäss UNICEF benötigen dort 60 % der Kinder humanitäre Hilfe, zwei Millionen Kinder können keine Schule besuchen, und 3,3 Millionen Kinder sind der ständigen Gefahr durch Minen ausgesetzt. Kinder sind die Zukunft der menschlichen Gemeinschaft und stehen unter besonderem Schutz. Auf der Flucht verlieren Kinder beides: ihren privilegierten Schutzstatus und ihre Aussicht auf eine Zukunft, die die ihrige ist und von ihnen geprägt sein wird. Die prekären Lebensverhältnisse machen die Flüchtlingskinder zu einer verlorenen Generation. Mit den Kindern verlieren die Länder, aus denen sie fliehen mussten, ihre eigene Zukunft. Von unserem Umgang mit den Flüchtlingskindern hängt es ab, ob ihre Herkunftsländer ihnen zukünftig wieder zur Heimat

werden können. Im eklatanten Gegensatz dazu steht der Umgang mit Flüchtlingskindern. Viele Kinder, die zwischen 2017 und 2019 unbegleitet oder von ihren Angehörigen getrennt über das Mittelmeer nach Europa kamen, wurden nach Libyen ausgeschafft und dort unter schrecklichen Bedingungen inhaftiert. In Flüchtlingslagern und in den europäischen Aufnahmezentren wird selten zwischen Kindern und Erwachsenen unterschieden. So sind Kinder der Gewalt und dem Missbrauch von Erwachsenen ebenso hilflos ausgeliefert wie den Behörden und einer Bürokratie, die auf die besondere Bedürftigkeit von Kindern nur unzureichend oder keine Rücksicht nehmen. Die christlichen Kirchen und die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz appellieren an Politik und Recht, die Empfehlungen des UNHCR umzusetzen und einzuhalten. Im Vordergrund stehen: 1. die angemessene Unterbringung von Kindern in den Aufnahmelagern, 2. keine Einwanderungshaft für Kinder, 3. vollumfängliche Information der Kinder in ihrer Sprache und auf ihrem Niveau, 4. individuelle Unterstützung von unbegleiteten und getrennten Kindern durch qualifiziertes Fachpersonal, 5. Ermöglichung eines konstruktiven Zugangs zur Bildung, 6. Beschleunigung der Zusammenführung mit Familienmitgliedern. In den jüdischen und christlichen

Am Flüchtlingstag im Juni 2019 stellten sich im Zentrum von Baden verschiedene Organisationen vor, die sich für Flüchtlinge einsetzen, und machten auf die erschütternden Schicksale und Fluchtgeschichten aufmerksam. 2020 ist ­keine kantonale Aktion geplant, nur lokale Events.

Schriften begegnen uns Kinder als Segen Gottes (Jesaja 1,17: Verschafft den Waisen Recht). Diese Auszeichnung, die allen Kindern gilt, mahnt uns daran, was wir ihnen schulden. Kinder sind stets die unschuldigsten und schwächsten Opfer menschlichen Unfriedens und menschlicher Gewalt. Ihre Schicksale sind die Seismographen unserer Zukunft. Unsere eigenen Lebensaussichten hängen von den Lebenshoffnungen der Kinder ab, mit denen Gott uns gesegnet hat. Unterzeichnet von den Präsiden der drei Schweizer Landeskirchen und des Schweize­ rischen Israelitischen Gemeindebunds

Lange Nacht der Kirchen 2021 Offen für weitere Kantonal­kirchen Am 5. Juni 2020 hätten Landeskirchen in 10 Kantonen und ihre Kirchgemeinden die erste schweizweite «Lange Nacht der Kirchen» gefeiert und zahlreiche Events angeboten. Die ausserordentliche Lage aufgrund des Corona-Virus hat die Projektleitung dazu gezwungen, die Veranstaltung in diesem Jahr abzusagen. Gemeinsam mit Österreich und den umliegenden Ländern feiern die Schweizer Kirchen nun am Freitag, 28. Mai 2021, die dritte «Lange Nacht der Kirchen». Es wurde bereits viel wertvolle Vorarbeit geleistet. Auf diese Arbeit kann aufgebaut werden. Die Idee soll schweizweit Verbreitung finden. Die Verschiebung bietet nun die Möglichkeit noch mehr

www.langenachtderkirchen.ch

Foto: Werner Rolli


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Kirchen und Kirchgemeinden für die Teilnahme zu gewinnen. Es können sich nun wieder neue Kantonalkirchen für die «Lange Nacht der Kirchen» 2021 anmelden. Die Anmeldung für Kantonalkirchen (nicht Kirchgemeinden) ist bis spätestens 30. September 2020 per Email (info@langenachtderkirchen.ch) möglich. Die Aargauer Landeskirchen übernehmen für 2021 noch einmal die Gesamtprojektleitung sowie die Betreuung der neuen viersprachigen Website www. langenachtderkirchen.ch, welche zurzeit im reduzierten Betrieb läuft. Barbara Laurent, Esther Kuster, Projektleitung

Kirchturm der ref. Kirche Tegerfelden mit dem Werbebanner Foto: zVg KG

Bibelgesellschaft Eine ungewöhnliche Mitgliederversammlung und ein neuer Präsident Auf Grund des Sars-Cov-2 konnte die Mitgliederversammlung der Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) dieses Jahr nicht in der üblichen Form sondern mit einem schriftlichen Verfahren durchgeführt werden. Innocent Himbaza wurde als neuer Präsident gewählt. Der Jahresbericht und die Jahresrechnung wurden einstimmig angenommen. Die diesjährige Mitgliederversammlung der SB hätte eigentlich am 12. Mai in der St. Anna-Kapelle in Zürich stattfinden sollen. Aufgrund der Anordnungen des Bundesrats musste das Vorgehen etwas angepasst werden. Die Abstimmung wurde in einem schriftlichen Verfahren durchgeführt, wobei man sich auf die formal erforderlichen Beschlüsse beschränkte. So wurden der Jahresbericht und die Jahresrechnung genehmigt, welche mit einem positiven Ergebnis in der Höhe von 28 510.40 abschloss. Regula Tanner, die das Amt der Präsidentin interimistisch für ein Jahr übernommen hatte, wird durch den neu in den Vorstand und als Präsident gewählten Innocent Himbaza abgelöst. Er ist Titularprofessor für Altes Testament und Hebräisch sowie Kurator des Instituts Dominique Barthélemy an der Universität Freiburg und Mitglied des Komitees der Übersetzungspolitik des Weltbunds der Bibelgesellschaften. Ebenfalls neu in den Vorstand wurde der Diplomingenieur und Theologe Daniel Aurag gewählt. Benjamin Doberstein, der schon im Dezember 2019 als Nachfolger für die Geschäftsführung gewählt wurde, tritt ab sofort offiziell seine neue Funktion an. Voraussichtlich im November soll eine ausserordentliche Mitgliederversammlung in Biel stattfinden. In einem ange-

nehmen Rahmen soll dann der Raum sein für den Austausch über die Arbeit der SB, für Rückblicke und erwartungsvolle Ausblicke. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung findet am Dienstag, 25. Mai 2021 in Murten statt. Benjamin Doberstein, Geschäftsführer

Foto: zVg

Innocent Himbaza wurde in einem schriftlichen Verfahren zum neuen Präsidenten des Vorstands der Schweizerischen Bibelgesellschaft gewählt.

Foto: zVg Ebenfalls neu in den Vorstand der Bibelgesellschaft gewählt: Daniel Aurag, Ingenieur und Theologe.

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Aus den Bereichen Erwachsenen­ bildung Zithermusik in der Altersarbeit Immer wieder sind Ideen für gelingende Nachmittage mit älteren Menschen oder auch für einen Ausflug gefragt. Warum nicht ein Instrument, das viele Seniorinnen und Senioren noch kennen dürften, einmal live erleben? Oder sogar das Zithermuseum besuchen? Zum Beispiel HANOTTERE Eine Musik gewordene Liebeserklärung an ein fröhliches Instrument mit silbrig-brillantem Klang, die jahrzehntelang vergessene Emmentaler Halszither. Früher Hanottere genannt, taucht sie schon in Gotthelfs Romanen auf und ist das

Modeinstrument der ländlichen Bevölkerung des frühen 19. Jahrhunderts. Das Ensemble HANOTTERE entstaubt die Hanottere gründlich. Es spielt Volksmusik aus dem Alpenraum und darüber hinaus, verbindet Altes, Neues und Eigenes, von zart-besinnlich bis fröhlichpulstreibend. «U de no Musig us em Ämmitau, vo z’hingerscht us de Chräche u z’höchscht vo de Höger.» Zum Ensemble HANOTTERE gehören: Lorenz Mühlemann (Akkordzither, Violinzither, Hackbrett, Dulcimer, Concertina, Gitarre, Tenorhorn) und Thomas Keller (Hanottere, Häxeschit, Muörgeli, Kontragitarre, Handorgel. Zum Beispiel UNGERWÄX Die schwerelose Musik von UNGERWÄX hat poetischen Tiefgang und bewegt sich im weiten Umfeld von Irish und Celtic Folk, über Volksmusik der feinen Art, bis zu eigenen Kompositionen. Das seltene Instrumentarium bezaubert in kommentierten Konzerten und öffnet Türen zu alten und neuen Klangwelten. Lorenz Mühlemann mit seinen Instrumenten. Fotos: zVg

Zum Beispiel das Zithermuseum in Trachselwald Das Schweizer Zither-Kulturzentrum eröffnete im Februar 1999 und hat im März 2003 in den Räumen der 1614 erbauten Amtsschaffnerei im schmucken Emmentaler Dorf Trachselwald eine bleibende Heimat gefunden. Die Sammlung zeigt alle in der Schweiz gespielten Zithern, von den Anfängen bis zur Gegenwart. 111 Instrumente dokumentieren mehr als 250 Jahre Entwicklungsgeschichte und Kultur, ergänzt mit Musikalien, Patentschriften, Bildern und detailreichem Zubehör. Weitere Infos und Kontakt: www.zither.ch Jürg Hochuli / Fachgruppe Alter


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Biografiearbeit in Kirchgemeinden Neue Schritte in einen unbekannten Lebensabschnitt wagen Die Pensionierung stellt viele Fragen ans Leben: Sehe ich meine Pensionierung als Chance oder eher als Krise? Zugegeben, vieles wird anders. Es gilt, die Erwerbstätigkeiten mit all ihren Höhen und Tiefen abzuschliessen. Gelingt es mir, mich gut davon zu verabschieden, einen würdigenden Rückblick und zuversichtlich Ausschau zu halten? Wen interessieren meine erworbenen Fachkompetenzen und meine Lebensund Glaubenserfahrungen? Neues könnte angepackt werden, aber will ich das und wenn ja, wie? Wie gestalte ich meine Partnerschaft, und welche Beziehungen sind mir noch wichtig? Die Lebenszeit kann noch lange sein und doch ist sie begrenzt. Wie geht es weiter? Die Verbindung von Biografiearbeit und christlicher Spiritualität öffnet neue Türen und ermöglicht Schritte in einen qualitativ guten Lebensabschnitt. Rituale und methodisch-didaktisches Arbeiten können dem Loslassen von Vertrautem und dem Erwarten von Neuem Platz schaffen. Eine befreiende Erfahrung. Susanne Vögeli bietet Kurse zum Thema Pensionierung an.

Foto: zVg

Susanne Vögeli bietet Kirchgemeinden einen Kurs oder Workshop von 1 ½ Tagen für Personen an, die kurz vor oder nach ihrer Pensionierung stehen und sich diesen wichtigen Fragen zuwenden möchten. Sie ist in Gerontologie, Coaching und Beratung ausgebildet. Weitere Infos und Kontakt direkt bei der Referentin: su.voegeli@bluewin.ch

EinBLICK in die Welt für den Dienst am Mitmenschen

Jürg Hochuli, Bereich Gemeindedienste

Diakonie Markt der diakonischen Angebote im Aargau Ein Blick in die Welt für den Dienst am Mitmenschen Wenn ich HEKS oder Kirchlich-Regionaler Sozialdienst höre, denke ich: «Natürlich kenne ich diese Organisationen und weiss, was sie tun». Klingelt im Alltag das Telefon, und ich werde um eine genaue Auskunft gebeten, muss ich länger überlegen und zuweilen auch Abklärungen treffen, bevor ich die richtige Auskunft geben kann. Dann bin ich froh, wenn ich weiss, welche Stelle in diesem Fall zuständig ist, wenn ich Menschen in diesen Organisationen kenne und sie direkt anfragen kann, welche Auflagen, Fristen und Alternativen es gibt. Damit Kontakte gestärkt und das Wissen um die Angebote von kirchennahmen Organisationen aufgefrischt werden kann, bieten die Fachstellen Diakonie der Katholischen und der Reformierten Landeskirche einen Markt der diakonischen Angebote im Aargau an. Getränke und einfache Snacks stehen als Appetithäppchen bereit. Zwölf Organisationen, bzw. Fachstellen präsentieren ihre Angebote. Zwischen 16:00 und 20:00 Uhr sind die Stände der Organisationen geöffnet. Immer zur vollen Stunde stellen sich drei Organisationen vor. Anschliessend kann man Personen, Organisationen und Angebote kennenlernen. Die Kirchenratspräsidenten werden um 18:30 Uhr ein Dialoggespräch zur Diakonie führen. Die Angebote werden in einer Informationsbroschüre zusammengefasst, die nach dem Anlass online zur Verfügung gestellt wird. Dieses Angebot rich-

Freitag, 18. September 2020 16 bis 20 Uhr Ref. Kirchgemeindehaus Baden

tet sich an Seelsorgerinnen und Seelsorger, Kirchenpflegemitglieder, Synodale und weitere Interessierte aus den Kirchgemeinden. Christian Härtli, Fachstelle Diakonie

Freitag, 18. September, 16–20 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus Baden, Oelrainstrasse 21, Baden. Anmeldung ist nicht nötig. Der Anlass ist kostenlos.

Download Flyer: www.ref-ag.ch > Organisation &  Personen > Mitarbeitende &  Gruppen > SozialdiakonInnen > Diakonatskapitel

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Aus den Bereichen

Kirche und Musik Einladung zum Projektchor Gründung eines neuen Projektchors in der «chorprobefreien Zeit» während der Corona-Krise Für den Chorgesang waren die letzten Wochen eine sehr schwere Zeit und in den nächsten Wochen wird sich voraussichtlich auch nicht viel ändern. Niemand kann vorhersagen, wann sich Sängerinnen und Sänger wieder gemeinsam treffen dürfen, um im selben Raum zu singen. Nach heutigem Stand muss zwischen jeder Sängerin und jedem Sänger ein Abstand von 5 m eingehalten werden. 10 m² pro Person sind vorgeschrieben! Zudem dürfen nur maximal 20 Personen in einem Raum singen – egal wie gross der Saal oder die Kirche ist! Das alles macht es unmöglich, eine vernünftige und effektive Chorprobe durchführen zu können. Neue Wege sind gefragt Dieter Wagner möchte diese Krise als Chance nutzen: Er gründet einen Projektchor, bei dem sich jede Sängerin und jeder Sänger selbstständig zuhause mit Hilfen wie der «Carus App» vorbereitet. Dann werden an wenigen gemeinsamen Proben diese Werke zusammengesetzt mit dem Ziel, im Spätherbst ein gemeinsames Konzert aufzuführen. Haben Sie Lust bekommen, im neuen Projektchor «CHORona» mit dabei zu sein? Das Mitsingen ist ganz ein-

Digitale Chorprobe in der Zeit des Lockdown.

fach: Anmelden, Noten per Post erhalten, App von Carus runterladen und dann erst einmal selbstständig anfangen zu üben. Sobald es wieder erlaubt ist, finden die Proben ab dem Sommer statt: zunächst in kleinen Gruppen - per ZOOM (Internetproben) - und dann in Gesamtproben, die in Aarau und Frick durchgeführt werden. Zwei Probewochenenden: Freitag bis Sonntag, 28.–30. August und Freitag bis Sonntag, 16.–17. Oktober, jeweils von Freitag 20.00 bis Sonntag 12.30 Uhr. Endproben: Mittwoch 21., Donnerstag 22. und Freitag 23. Oktober, jeweils 19–22 Uhr, Samstag 24. 10., 16–20 Uhr, mit Chor und Orchester. Auftritte: Sonntag 25. 10., 17.00 Uhr, in Gipf-Oberfrick Freitag 30. 10., 19.30 Uhr, Mendelssohntage in Aarau, Sonntag 1. 11., 17.00 Uhr, Mendelssohntage in Aarau. Werke von Beethoven, Mendelsohn und Wagner Neben der grossen Kantate «Lauda Sion» von Felix Mendelssohn Bartholdy wird ein selten aufgeführtes Werk von Ludwig van Beethoven, «Christus auf dem Ölberg» zur Aufführung kommen.

Dazu werden zwei Chöre aus WagnerOpern gesungen: Brautchor «Treulich geführt» und die «Abendmahlsszene» aus dem Parsifal. Voraussetzungen zum Mitsingen sind eine unbändige Freude am Singen, Lust auf etwas Neues, Noten und «Carus-App» müssen selbst bezahlt werden, die Teilnahme an allen Daten ist Pflicht. Anmeldung bis zum 1. Juli bitte an Beate Zimmermann beate5610@gmail.com mit folgenden Angaben: Kompletter Name, Wohnadresse, E-Mail, Telefon, Stimmlage und Geburtsdatum. Das Alter wird nur benötigt für eventuelle Vorgaben des Bundes. Selbstverständlich werden alle Daten nicht weitergegeben und vertraulich behandelt. Fragen zu dem Projekt gerne an Dieter Wagner dieter.wagner@ref-aargau.ch Dieter Wagner, Fachstelle Kirche und Musik


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Medienfenster Theaterdonner Das Erste Testament ist voller Loblieder auf den, der Blitz und Donner in der Hand hält. Gerade in den Psalmen ist mehrfach von ihm die Rede. Eine Fortsetzung davon findet sich in der abendländischen Musikgeschichte mit unzähligen Werken, in denen der Donner imitiert wird, von Bachs Matthäuspassion bis zu Vivaldis Jahreszeiten.

Das Donnern können wir auch beim Unterrichten prächtig einsetzen, zum Untermalen einer Erzählung oder als Gruppenaktivität zusammen mit anderen Klängen und Geräuschen. Gemeinsam können die Kinder Gehörtes und Erlebtes akustisch umsetzen und experimentell ausdrücken. Oder verschiedenste Inszenierungen können um eine Dimension erweitert werden. Eine ganze Reihe Musik- und Rhythmusinstrumente können als Realgegenstände beim Medienverleih ausgeliehen werden. Das Donnerrohr für den Theaterdonner trägt die Signatur 7821 / Exemplarnummer 17821. Simon Pfeiffer

Fachstelle Katechese – Medien, Hohlgasse 30, 5000 Aarau, 062 836 10 63, medienverleih@kathaargau.ch, www.aareka.ch/medienverleih, Öffnungszeiten: Montag–Freitag, 9 –11 Uhr und 14 –17 Uhr

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Personen Amtsantritte und Rücktritte

ter Frey, 062 891 56 35 oder Christina ­Soland, 079 728 79 25 oder Burkhard Kremer, 062 752 81 67.

Pfarrstellen

Katechese, Sozialdiakonie

Gontenschwil-Zetzwil Pfr. Stefan Lobsiger ist Ende März von seinem Amt zurückgetreten.

Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi Die Kirchgemeinde Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi sucht zu Beginn des neuen Schuljahres eine Katechetin, einen Katecheten. Auskunft: Corinna Strömann, c.stroemann@refkirche-bgt.ch. Weitere Angaben zur Stelle finden Sie im Inserat auf Seite 18.

Kirchenpflegepräsidien Rued Beat Gautschi ist anstelle von Heinz Maurer seit Mitte April neue Ansprechperson für alle Belange des Kirchenpflegepräsidiums. Sachbearbeitung Theologie & Kirche

Offene Stellen Pfarrstellen Windisch Die Kirchgemeinde Windisch sucht auf den Sommer zwei Pfarrpersonen. Auskunft: barbara.stuessi-lauterburg@refwindisch.ch, 056 441 23 14. Wehntal (ZH) und Schneisingen-Siglistorf Die Zürcher Kirchgemeinde Wehntal sowie die angrenzende Aargauer Kirchgenossenschaft Schneisingen-Siglistorf, die von ihr mitbetreut wird, suchen auf den 1. Juli 2020 eine zweite Pfarrperson für ein Stellenpensum von 80 Prozent zur Ergänzung ihres Pfarrteams. Auskunft: Hansruedi Rast, 079 636 42 58 oder Kaspar Zbinden, 043 411 85 70. Rupperswil Die Kirchgemeinde Rupperswil sucht eine Pfarrperson 60–100 %. Wenn Sie mehr wissen möchten, klicken sie den Link zum Video an: www.ref-kirche-rupperswil.ch www.wirfreuenunsaufsie.ch Niederlenz Die Kirchgemeinde Niederlenz sucht auf 1. April 2021 eine Pfarrerin / einen Pfarrer zu 50 Prozent. Auskunft: Wal-

Landeskirchlichen Diensten tätig sein. Er wohnt in Aarau, absolvierte die Fachmittelschule in Liestal mit Abschluss 2010, arbeitete zuvor im Gesundheitswesen (Pflege HF und Radiologie HF), konnte diese Lehre jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht abschliessen. Seine Hobbys sind Natur, Lesen, Tiere, Kino. Seine Erwartungen an das Praktikum: Neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln und gute zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen dürfen. Das Praktikum dauert ein Jahr und wird mit dem EFZ als Kaufmann geschlossen. Ursula Güttinger, Verantwortliche Lehrlingswesen

Döttingen-Klingnau-Kleindöttingen Die Kirchgemeinde Döttingen-Klingnau-Kleindöttingen sucht für insgesamt 8 Klassen und den Jugendtreff im PH 2 und PH 3 eine oder mehrere Katechetinnen oder Katecheten. Es besteht die Möglichkeit, das Pensum auf mehrere Personen zu verteilen und die katechetische Arbeit selbständig zu konzipieren. Auskunft: Martin Bihr, Kurator, Tel. 079 586 38 62, martin.bihr@refklingnau.ch. Zofingen, Kirchkreis Strengelbach Die Kirchgemeinde Zofingen sucht eine Sozialdiakonin oder einen Sozialdiakon (60–100 %, Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit). Auskünfte: Beat Maurer, Sozialdiakon, 062 745 00 95, oder Marianne Meier, Präsidentin Kirchenkommission Strengelbach, 079 285 21 00, Stellenprofil unter: www.ref-zofingen.ch. Wettingen-Neuenhof Die Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof sucht auf 1. November 2020 oder nach Vereinbarung eine Sigristin, einen Sigristen zu 50 Prozent. Auskunft: Thomas Bächli, 056 437 30 37.

Landeskirchliche Dienste Praktikant Vom 10. August 2020 bis 9. August 2021 wird Michael Lüdin als Praktikant in den

Foto: zVg Michael Lüdin

Bereichsleitung Seelsorge aufgestockt Der Kirchenrat hat das Stellenpensum der Bereichsleitung Seelsorge und kantonale Dienste von 50 auf 70 % per 1. August 2020 aufgestockt. Stelleninhaber ist Stefan Mayer.

Kommissionen Neue Laienpredigerin Der Kirchenrat erteilt Astrid Baumann, Aarburg, die definitive Predigterlaubnis als Laienpredigerin aufgrund der erfolgreich absolvierten Ausbildung und der Empfehlung der Laienpredigerkommission.


Veranstaltungen Ende des Lockdown: Alle Kurse im Juni finden statt Am 27. Mai hat der Bundesrat das Veranstaltungsverbot ab 6. Juni weitgehend wieder aufgehoben. Das bedeutet, das alle im Mai-a+o für den Juni ausgeschriebenen Kurse der Landeskirchlichen Dienste wie vorgesehen stattfinden – bis auf den öffentlichen Themenabend Palliative Care am 4. Juni und den Kurs «Kirche (mit-)leiten als Ordinierte» am 9. Juni. Diese beiden Veranstaltungen wurden abgesagt. Es sind auch weiterhin besondere Hygiene- und nach Möglichkeit auch Abstandsregeln im Haus der Reformierten zu beachten.

Kirchgemeinden Baden: Segelwoche für Jugendliche Die Reformierte Kirchgemeinde Baden bietet vom 3. bis 7. August 2020 eine Segelwoche auf kleinen Yachten und Jollen am Hallwilersee an. Jugendliche ab der 6. Klasse und junge Erwachsene erlernen in Zusammenarbeit mit der Se-

gelschule Hallwilersee die Grundlagen des Segelns: Die Windrichtung sehen, Segel setzen und bergen, die Segelstellung überwachen, die Leinen, Schoten und Fall richtig bedienen, Manöver wie Wenden und Halsen, den Trimm des Bootes kontrollieren, die Vortrittsregeln kennen, Backbord von Steuerbord unterscheiden, Segel reffen, Mann-überBord-Manöver, die wichtigsten Seemannsknoten wie Palstek machen, eine Regatta fahren. Zwar macht niemand nach dieser Woche schon den Segelschein, aber Mut und etwas Knowhow als Basis sind dann da für später. Tagsüber ist Segeln und Baden angesagt, bei Flaute Faulenzen und Lesen. Am Vorbereitungstreffen vom 12. Juni, 18.00 Uhr in der reformierten Kirche ­Ehrendingen macht die Gruppe ab, über was für Zeit-, Lebens- oder Glaubensfragen an den Abenden in der Segelwoche diskutiert werden soll. Das Lagerhaus auf dem Rügel in Seengen bietet einen schönen Blick auf den See und zu Fuss geht es jeden Tag durch die Rebberge und dem See entlang zu den Booten. Sozialdiakonin Nadja Deflorin aus Untersiggenthal leitet das Kochen an und Pfarrer Christian

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König hat den Draht zur Segelschule. Gemeinsam gestalten beide die Diskussionen am Lagerfeuer. Der Unkostenbeitrag für diese besondere Woche beträgt bescheidene 250.– und beinhaltet Segeln, Kost, Logis, die Fahrt und auch mal ein Glacé. Weiter bekommen alle ein Handbuch über das Segeln. Christian König, www.ref-baden.ch

Montag, 3. August bis Freitag, 7. August 2020, Segelwoche auf dem Hallwilersee für Jugendliche ab der 6. Klasse und junge Erwachsene Lagerhaus Rügel und Hallwilersee Auskunft und Anmeldung bei Christian König, Römerweg 15, 5420 Ehrendingen (079 190 89 29 oder christian.koenig@ref-baden.ch). Die ideale Gruppengrösse beträgt mindestens 6 bis maximal 12 Jugen­ dliche und junge Erwachsene. Die Möglichkeit zur Teilnahme ergibt sich durch die Reihenfolge der An­ meldung.

Bei der Segelwoche auf dem Hallwilersee können Jugendliche Grundlagen des Segelns erlernen. Foto: Christian König

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Veranstaltungen

Erwachsenen­ bildung Evangelischer Theologiekurs (Einstieg ins 3. Kursjahr) Der Evangelische Theologiekurs ist ein Weiterbildungsangebot für Erwachsene, welche die Hintergründe der Bibel und des christlichen Glaubens auf der Basis wissenschaftlicher Forschung kennen lernen wollen. Der gesamte Kurs erstreckt sich über drei Jahre. Im Oktober 2020 startet ein neuer Kurszyklus. Weil der Kurs modular aufgebaut ist, haben Interessierte die Möglichkeit, in jedem Jahr einzusteigen oder nur einzelne Themenblöcke zu besuchen. Im diesem Kursjahr werden folgende Themen behandelt: Hauptfragen Biblischer Theologie, Gott der Vollender (Lehre vom Heiligen Geist), Konfessionskunde und Ökumene, Ethik Sachfragen, Religion und Biografie, Christsein und Kirche.

Kursbeginn Samstag, 24. Oktober (danach wöchentlich donnerstags), Uhrzeit: 24. 10.: 9 –17 Uhr, donnerstags 18 – 21 Uhr. Bullingerhaus und Haus der Refor­ mierten, Aarau. Leitung: Stephan Degen-Ballmer, Christine Nöthiger-Strahm. Kosten: 1450.– pro Kursjahr. Anmeldung erforderlich.

Palliative Care Lehrgänge in Palliative und Spiritual Care 2021 Die neue Broschüre der Lehrgänge in Palliative und Spiritual Care 2021 erscheint im Juni. Die Lehrgänge richten sich sowohl an Fachpersonen der Pflege, Medizin, Psychologie, Seelsorge, Sozialarbeit und Physiotherapie (A2, B1, B2) als auch an freiwillige Begleitpersonen und pflegende Angehörige (A1 und A2).

Die verschiedenen Lehrgänge werden an mehreren Info-Abenden vorgestellt. Die Lehrgänge B2, B1 und A2F der Fachpersonen werden beim Weiterstudium im DAS-Palliative Care an der Careum Hochschule Gesundheit anerkannt. Es gelten die Aufnahmekriterien der Hochschule. Alle Informationen zu den Lehrgängen finden Sie ab ca. 20. Juni auf www.palliative-begleitung.ch. Der Kanton Aargau wird auch 2021 die Lehrgänge in Palliative Care mit Weiterbildungsbeiträgen unterstützen. Den entsprechenden Leitfaden finden Sie auf www.palliative-aargau.ch. Informationsabende Lehr­­gänge 2021 Mittwoch, 19. August Donnerstag, 17. September 19–20 Uhr, Haus der Reformierten, Stritengässli 10, Aarau Keine Anmeldung erforderlich.

Die Reformierte Kirchgemeinde Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi im Kanton Aargau erstreckt sich über die drei politischen Gemeinden. Als Kirchgemeinde möchten wir immer weiter zusammenwachsen, miteinander dorfübergreifend Gottesdienste feiern und den Mitgliedern eine Vielfalt an Veranstaltungen bieten. Werden Sie Teil davon!

Wir suchen zu Beginn des neuen Schuljahres eine / n

Katechetin / Katecheten (w / m / d) Ihre Aufgaben in unserer Kirchgemeinde _ Religionsunterricht der 3. bis 5. Primarschulklassen in 2 bis 3 Wochenlektionen _ Je eine weitere Veranstaltung pro Klasse und Schuljahr _ Eventuell 6.-Klass-Unterricht im Teamteaching _ 3 Blöcke mit insgesamt 15 Lektionen _ Teilnahme an 1–2 Sitzungen im Bereich des Pädagogischen Handelns Wir wünschen uns _ Dass es Ihnen ein persönliches Anliegen ist, Kindern den christlichen Glauben näher zu bringen _ Eine kreative, offene Persönlichkeit, die mit Freude und Engagement Kinder und ihre Bezugspersonen begleitet und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht _ Dass Sie eine hohe Sozialkompetenz mitbringen _ Und idealerweise über ein Katechetikdiplom oder eine gleichwertige Ausbildung verfügen

Was dürfen Sie von uns erwarten? Die Zusammenarbeit mit einem aufgeschlossenen und dynamischen Team bestehend aus unseren Pfarrpersonen, unserem Sozialdiakon, einer Katechetin und den Freiwilligen im PH Bereich. Unsere Kirchenpflege ist aktiv, weltoffen und zukunftsorientiert und wird durch ein engagiertes Sekre tariatsteam unterstützt, dass auch Ihnen zur Seite steht. Wir bieten unseren Mitarbeitenden attraktive Anstellungsbedingungen (nach den Richtlinien der Reformierten Landeskirche Aargau) und Weiterbildungsmöglichkeiten. Lassen Sie sich in einem persönlichen Gespräch von uns begeistern! Senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 19. Juni 2020 an Susanne Weislein, Ressort Personal: s.weislein@refkirche-bgt.ch. Auch Bewerbungen mit Interesse an einem Teil des Pensums sind willkommen. Für Auskünfte steht Ihnen die Ressortleiterin Pädagogisches Handeln, Corinna Strömann, gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie via c.stroemann@refkirche-bgt.ch. Weitere Informationen zu unserer Kirchgemeinde finden Sie unter www.refkirche-bgt.ch


Termine Landeskirche Veranstaltungen und Kurse im Juni Die folgenden Veranstaltungen werden aufgrund der neuen Vorgaben (Stand: 27. Mai) stattfinden. Für aktuelle Informationen konsultieren Sie bitte die Website www.ref-ag.ch

Kirchgemeinden Mittwoch, 10. Juni, 18.00–21.30 Uhr Basiswissen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für Kirchgemeinden, 20-19 G Haus der Reformierten, Stritengässli 10, Aarau

Rügel Freitag, 19. Juni, 17–19 Uhr Die Schöpfung feiern (Jahresmitte-­Son­ nen­wende), R 20-06 Tagungshaus Rügel, Seengen

Kirchgemeinden Montag, 29. Juni, 13.00–16.30 Uhr Refresher, Fit in der aktuellen Rechtschreibung, 20-10 E Haus der Reformierten, Stritengässli 10, Aarau

Pädagogisches Handeln Freitag, 19. Juni, 8.30–12.00 Uhr Dank effektiver Klassenführung gestärkt ins neue Schuljahr starten Bullingerhaus, Jurastrasse 13, Aarau

Palliative Care Mittwoch, 19. August, 19–20 Uhr Informationsabend Lehrgänge Palliative Care Haus der Reformierten, Stritengässli 10, Aarau

Ausblick 15. Juni Redaktionsschluss a+o Juli / August 2020 16. August Ordinationsfeier in der Stadtkirche Aarau, 16 Uhr 23. September Synode im Grossratssaal in Aarau (anstelle der Sitzung vom 3. Juni) 19. November Donnerstag ab 16.15 Uhr Zertifikats- und Jubiläumsfeier «10 Jahre Palliative Care und Begleitung» Kultur und Kongresshaus, Schlossplatz 9, Aarau

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Impressum Herausgeber Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Aargau Redaktion Informationsdienst Frank Worbs, Barbara Laurent Redaktionsadresse Reformierte Landeskirche Aargau Stritengässli 10, Postfach, 5001 Aarau 062 838 00 18 ao@ref-aargau.ch, www.ref-ag.ch Abonnements und Adressänderungen Für neue Abonnements oder Adressänderungen: Sekretariat der Landeskirche, Barbara Hofer 062 838 06 54, barbara.hofer@ref-aargau.ch Layout Blueheart AG, Aarau Druck Kasimir Meyer AG, Wohlen erscheint monatlich Für angestellte, ehrenamtlich und freiwillig mitarbeitende Mitglieder der Landeskirche Auflage: 2400 Redaktionsschluss Nummer 7 / 8, Juli / August 2020 Montag, 15. Juni

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Momentaufnahme Friitigssuppe der Kirchgemeinde Möhlin auch als Take-away erfolgreich Foto: Birke Luu

Die Reformierte Kirche Möhlin bietet einmal pro Monat ihre «Friitigssuppe» an und lockt damit normalerweise viele Leute ins Kirchgemeindehaus. Aufgrund der aktuellen Hygiene- und Präventionsmassnahmen musste dieses gemeinsame Mittagessen im April ausfallen. Für Mai hatte die Leiterin des Suppenteams, Andrea Giger, jedoch einen Take-away organisiert, der dann ausgesprochen gut angenommen wurde. «Es freut mich sehr, dass praktisch gleich viele Gemeindemitglieder unsere Spargelsuppe bestellt haben wie ansonsten auch zu uns zum Essen kommen. Und der Reinerlös war so hoch wie schon lange nicht mehr», so Andrea Giger. Auch das restliche Team freu-

te sich über diese Abwechslung vom Corona-Alltag. Es ist daher geplant, auch in den nächsten beiden Monaten wieder die Friitigssuppe als Take-away anzubieten, auf Wunsch auch mit Lieferservice. Birke Luu

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Informationen für Mitarbeitende der Reformierten Landeskirche Aargau

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