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Göttin des Alternative-Rock: Interview mit Shirley Manson Goddess of alternative rock: interview with Shirley Manson

Elbphilharmonie: Owen Palletts Violinen-Loops Elbphilharmonie: Owen Pallett’s violin loops

Punks im Herzen: Unterwegs mit Love A Punks at heart: out and about with Love A ISSUE 02 20 – 23 SEPT 2017

MAGAZINE


Astra wünscht viel spaß auf dem reeperbahn Festival!

facebook.com/AstraBier

ie d h c Be s u ü h n e B AstrA i le n e g r „ Z u lle“! Kno

Astra. Was dagegen?


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Liebe Leser_innen,

„Nichts ist Neu“ – dieses EP-gewordene Mantra von Love A darf man einfach nicht allzu ernst nehmen. Für unsere Titelgeschichte haben wir gemeinsam mit der Band eine kleine Bulli-Spritztour unternommen und festgestellt: Monotonie? Von wegen (S. 4). Auch bei der Vorbereitung des 12. Reeperbahn Festivals haben wir uns natürlich nicht (!) an diesen Leitsatz gehalten und uns erneut dem Zauber des Anfangs, den weißen Seiten und brachliegenden Flächen hingegeben. Ganze 30.000 Quadratmeter groß ist das neue Village auf dem Heiligengeistfeld: In einem Full Dome präsentiert Martin Kohlstedt hier seine wunderbar sphärischen Klänge, begleitet von einer 360°-Projektion mit Visuals von Jeremias Volker & Alexander Trattler (S. 24) – eine Uraufführung in jeglichem Sinne! Ebenfalls neue Spielstätte ist die Elbphilharmonie, die insgesamt mit drei Konzerten bespielt wird, unter anderem von dem fantastischen Owen Pallett zusammen mit dem s t a r g a z e Ensemble (S. 20). Mit dem Reeperbahn Festival Music Film Contest wird das UNERHÖRT! Musikfilmfestival nun auch ganz offiziell Mitglied der Reeperbahn Festival-Familie: Herzlich willkommen! Wir haben uns mit der Hamburger Filmemacherin Maike Mia Höhne vorab im Kino getroffen (S. 28). Bereits im letzten Jahr befanden wir, dass Musik nicht nur tanz- sondern auch essbar sein sollte. Cook ’n’ Dub lautet dieses Mal das Motto (S. 12). Ein weiteres Herzensprojekt, der 2016 gegründete ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award, geht in die 2. Runde. Der erste Gewinner, Albin Lee Meldau, hat den Sprung ins Business geschafft. Nun sind wir gespannt auf die neuen Nominierten, die unter anderem von Garbage-Sängerin Shirley Manson (S. 30) bewertet werden. Eine alte Verbundenheit gibt es auch zu unserem neuen Länderpartner in diesem Jahr. Anlässlich des 150-jährigen Staatsjubiläums erwarten uns rund 50 musikalische Programmpunkte, Receptions, Filme und Matchmaking Sessions aus Kanada! Unser öffentliches Programm wird auf über 600 Programmpunkte anwachsen und findet sich in Gänze auf unserer Website und in der Mobile App. Wir freuen uns auf vier tolle Tage mit euch!

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Dear Readers,

“Nichts ist Neu” – “Nothing is New”. But you can’t take this mantra-turned-EP by Love A too seriously. We took a little spin with the band in a camping bus for our cover story and found out: Monotony? No way (p. 4). We didn’t (!) stick to that principle in the preparations for the 12th Reeperbahn Festival either – of course not. Once more, we fell under the spell of new beginnings, of blank pages and fallow, empty spaces. The new Village on the Heiligengeistfeld is all of 30,000 square metres. In a Full Dome, Martin Kohlstedt will present his wonderfully spherical sounds, accompanied by a 360° projection with visuals by Jeremias Volker & Alexander Trattler (p. 24) – an original performance in every sense! Another new venue is the Elbphilharmonie, where three concerts in total will play, including the fantastic Owen Pallett together with the s t a r g a z e ensemble (p. 20). With the Reeperbahn Festival Music Film Contest, the music film festival UNERHÖRT! now becomes an official member of the Reeperbahn Festival family: welcome! We went to meet Hamburg filmmaker Maike Mia Höhne at the pictures beforehand (p. 28). Back in 2016, we reckoned that music shouldn’t be just danceable, but eatable as well. The motto this time around is Cook ’n’ Dub (p. 12). Another project dear to our hearts is now going into its 2nd round: the ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award, which was founded last year. The first winner, Albin Lee Meldau, launched successfully in the biz. Now we’re excited about the new nominees, whose judges will include Garbage vocalist Shirley Manson (p. 30). We’ve also formed our traditional links with a new partner country this year. Marking the 150th anniversary of nationhood, 50 musical programme items, receptions, films and matchmaking sessions from Canada await us! Our public programme will grow to more than 600 events and the full schedule can be found on our website and on the mobile app. We look forward to four amazing days with you!

Alex Schulz & Reeperbahn Festival Team

Coverphoto by ROELER: Jörkk Mechenbier and Stefan Weyer of Love A


SCHÖNE SCHEISSE: WAS WIR WOLLEN, KRIEGEN WIR NICHT 4

Der Geschmack der weiten See – oder zumindest etwas in der Art. Sänger Jörkk und Gitarrist Stefan auf dem Deich in Hamburg Veddel. A taste of the wide ocean – something like that, anyway. Singer Jörkk and guitarist Stefan on the dike in Hamburg Veddel.

A NICE HEAP OF SHIT: WHAT WE WANT ISN’T WHAT WE GET


5 D Love A machen deutschen Post-Punk. Der ist so rau, relevant und gut, dass die Band in diesem Jahr bereits zum dritten Mal beim Reeperbahn Festival spielt. Der Autor Nico Cramer war mit Sänger Jörkk und Gitarrist Stefan unterwegs und hat sie zu den Widersprüchen von Punk und Alltag befragt. E Love A do German post-punk. It’s so raw, relevant and high-quality that the band’s playing the Reeperbahn Festival this year for the third time. Author Nico Cramer went out with vocalist Jörkk and guitarist Stefan and asked them about the contradictions between punk and everyday life. TEXT Nico Cramer PHOTOS Roeler

Da steht man nun also, auf dem Deich in Hamburg Veddel. Und wartet auf Love A. Bassist Dominik und Schlagzeuger Karl sind entschuldigt, da sie im heimischen Trier weilen, Gitarrist Stefan, sonst in Köln lebend, soll wenig später im Bulli auf der Rückreise aus Schweden dazustoßen, Sänger Jörkk hingegen kann an diesem Sonntagmittag keine räumlichen Hinderungsgründe vorschieben: Er, der im nahegelegenen Wilhelmsburg wohnt und den Deich als Treffpunkt vorschlug, hätte vor einer halben Stunde hier sein sollen. Während man langsam beginnt, sich Gedanken darüber zu machen, wie sehr Punk und damit total okay es ist, zu spät oder eventuell auch gar nicht zu einem vereinbarten Termin zu erscheinen, nähert sich in einiger Entfernung ein Mann über den einsamen Deich. Das kann nur Jörkk sein, und richtig: Er ist es. Ganz in schwarz gekleidet bis auf eine apricotfarbene Streifenkrawatte, Sonnenbrille, Mittelschwergewicht. „Ich bin natürlich zu spät!“, ruft er fröhlich, die Stimme so rau wie der Wind. „Aber dafür habe ich Getränke dabei. Ein Bier, eine Cola, eine Matebrause. Wer will was?“ Punk oder nicht Punk: Diesem Mann will man nicht böse sein. Wer sich nur auf die Songtexte von Love A verlässt, hätte vielleicht ein weniger gutgelauntes Gegenüber erwartet – denn die schimpfen über ziemlich vieles: Das „Weltmeister-Kartoffelland“ Deutschland, die Zwänge des normierten Lebens, die Zustände im Allgemeinen. Auf ihrem aktuellen, vierten und ungeheuer guten Album „Nichts ist neu“ beweist die 2010 in Trier gegründete Band einmal mehr, dass Punk als Haltung noch lange nicht tot ist, nur weil man bei H&M inzwischen T-Shirts mit Ramones-Druck kaufen kann. Wie denn auch, wo es doch Missstände gibt, wohin man blickt. Love A spielen dagegen an, mit allem was sie haben: Der Gesang ist drängend, die Atmosphäre düster, die Tonalität direkt und drastisch. „Am Ende des Tages sind wir alle gefickt, denn was wir wollen, kriegen wir nicht“, lautet das nüchterne Fazit am Ende des Albums. Auf dem Deich ist die Stimmung mittlerweile ziemlich ausgelassen, was zum einen an Jörkks akrobatischen Verrenkungen liegt, um nicht mitsamt geöffnetem Regenschirm weggepustet zu werden. Vor allem aber haut er Sprüche im Minutentakt raus – und man fragt sich zwangsläufig: Wie passt das mit der Musik von Love A zusammen? Ziemlich gut, findet Jörkk. „Heinz Rühmann war ja auch so ein Witziger, aber privat war mit dem ganz schlecht Kirschen essen. Bei uns ist es so ein Miesepetriger, mit dem privat ganz gut Bowle trinken ist“. Und dann, ernster, erklärt er, dass man für die negativen Gedanken schließlich die Kunst als Katalysator habe: „Ich beobachte und frage mich selber ganz viel. Oder komm’ mit Sachen nicht klar und formulier’ sie dann, damit ich sie los bin. Wobei ich ja mehr Fragen

Standing now on the dike in Hamburg Veddel. Waiting for Love A. Bass player Dominik and drummer Karl are excused because they’re at home in Trier, guitarist Stefan, who normally lives in Cologne, will join us shortly in a camping bus on his way back from Sweden, singer Jörkk, on the other hand, can’t use location as an excuse this Sunday afternoon: he lives close by in Wilhelmsburg, suggested the dike as a meeting-place and should’ve been here half an hour ago. Gradually starting to think about how very punk and therefore absolutely okay it is to turn up late, or maybe not at all, for an appointment. Then a man appears some distance away, approaching across the desolate dike. It can only be Jörkk, and yes: it’s him. Dressed all in black apart from an apricot-coloured striped tie, sunglasses, mid-heavyweight. “Of course I’m late,” he calls out blithely, his voice as raw as the wind. “But I’ve brought drinks to make up for it. A beer, a cola, a yerba-maté fizz. Who would like what?” Punk or no: you don’t feel like getting annoyed with this man. Going by Love A’s lyrics you might have expected less good humour – because they sound off about a lot of things: “World Champion Potato-Land” Germany, the constraints of standardised life, things in general. The band, formed in 2010 in Trier, prove once more on their current, fourth and phenomenally brilliant album “Nichts ist Neu” that the punk attitude is far from being dead just because you can buy Ramones-printed t-shirts at H&M these days. How could it be dead, with abuses apparent wherever you look. Love A plays against these with everything they’ve got: the singing’s got an urgency, the atmosphere’s dark, the tonality direct and drastic. “At the end of the day we’re all fucked, because what we want isn’t what we get” is the stark summing-up at the end of the album. The mood is now pretty wild on the dike, partly due to Jörkk’s acrobatic contortions to save himself from taking off on the wind, together with his open umbrella. But primarily he’s belting out sound bites every minute, on the minute – and you can’t help wondering: how does that fit in with Love A’s music? Pretty well, says Jörkk. “After all, Heinz Rühmann was so funny, but very problematic to deal with in his personal life. With us it’s a case of so grumpy and miserable, but you can have fun over a drink off-stage”. Then on a more serious note, he explains that their art is a catalyst for negative thoughts: “I observe and I ask myself a lot of questions. Or can’t deal with things and then put them into words to offload them. Though I ask more questions than I give answers. But I seem to have the luck that a lot of other people are in the same boat and find themselves reflected there”. Guitarist Stefan finds us at that moment as well, he’s parked on the dike with his camping bus and tooting his horn. One big hug later we’re headed for the Schanzenviertel district. It was more or less chance that took front man Jörkk to live


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Nach guter Aussicht sieht das nicht aus. Würde aber auch nicht zur musikalisch eher kritischen Grundhaltung von Love A passen. Seems like the outlook’s not great. Wouldn’t go with Love A’s critical musical attitude anyway.


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MUSIC IS A SAFE KIND OF HIGH. JIMI HENDRIX BRAINYQUOTE.COM

ENTDECKE KONZERTE, DIE DU NICHT VERPASSEN WILLST. IN HAMBURG. BESSER AUSGEHEN. ASKHELMUT.COM


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stelle, als dass ich Antworten gebe. Anscheinend habe ich aber das Glück, dass es vielen anderen ähnlich geht und sie sich darin wiederfinden“. Gefunden hat uns in diesem Moment auch Gitarrist Stefan, der mit seinem Bulli am Deich steht und hupt. Eine herzliche Umarmung später steuern wir das Schanzenviertel an. In Wilhelmsburg wohnt Frontmann Jörkk eher zufällig, weil ein Freund eine Einliegerwohnung freihatte, „aber eigentlich ist es mir ein bisschen zu weit ab vom Schuss.“ Da hat die Schanze anderes zu bieten: Die Rote Flora, die Astra Stube – und sogar den Kaffee auf dem hippen Schulterblatt kann Jörkk genießen, fast zumindest: „Klar sitze ich hier auf dem Latte-Macchiato-Strich und denk mir: Oh mein Gott, verrate ich damit irgendjemanden? Oder sollte ich mich mal locker machen, weil im Kapitalismus ja schließlich die Lebenserwartung gestiegen ist? Das war früher einfacher: Man brauchte nur über die Linie treten, dann war man bei den Bösen. Irgendwann merkt man aber, dass man nicht einfach nur alles schwarz-weiß sehen kann und will.“ Gitarrist Stefan ist dafür das beste Beispiel: Dem 35-Jährigen sieht man hinter dem feschen Brille-VollbartLook seine Hardcore-Screamo-Sozialisierung ebenso wenig an wie seine Geisteshaltung. „Man kann Zustände scheiße finden – muss es sogar, wenn man ein bisschen nachdenkt und sich mit seiner Umwelt beschäftigt – aber man muss sich deswegen nicht selbst geißeln und einschränken“, so Stefan. „Weil man nicht alles am Kapitalismus – oder meinetwegen auch den Kapitalismus – gut findet, bedeutet das ja nicht, dass man sich deswegen in den Wald flüchten und den Aussteiger machen muss“, befindet er, der neben der Band seine eigene Design-Agentur führt, und das hauptberuflich. Auch die übrigen Mitglieder von Love A haben neben der Musik feste Jobs, „weil es uns alle Freiheiten lässt. Wir müssen nicht für die Promo im Frühstücksradio unseren poppigsten Song spielen“, sagt Stefan. Daher betreibt Jörkk (40) den Mailorder-Service finestvinyl.de, der studierte Politologe Dominik (36) arbeitet als Texter, Karl (38) als Projektmanager in einer Werbeagen-

Wer hat diese Männer gesehen? Zumindest die Fahndungsfotos von Bassist Dominik und Schlagzeuger Karl haben die Bandkollegen zum Shooting-Termin mitgebracht. Has anyone seen these men? The other band members have at least brought “wanted” photos of bassist Dominik and drummer Karl to the shoot.

in Wilhelmsburg, because a friend had a granny flat available, “But it’s really a bit too far away from the action for me”. The Schanze offers a very different vibe: the Rote Flora squat, the Astra Stube night club – and Jörkk can even enjoy the coffee on its hip main street, the Schulterblatt, almost, at least: “Of course I’m sitting here on the latte-macchiato strip and thinking: Oh my God, am I betraying anybody with this? Or should I just chill, because after all life expectancy has risen under capitalism? It used to be simpler: you just had to cross the line and you were one of the bad guys. But at some point you realise you can’t look at everything in black and white, and don’t want to”. Guitarist Stefan is the perfect example: you can’t see the 35-year-old’s hardcore screamo socialisation behind the stylish beard-and-glasses look, or his way of thinking either. “You can think things are shit – in fact you have to, if you reflect a bit and take an interest in your environment – but you don’t have to beat yourself up and constrain yourself because of it,” says Stefan. “If you don’t like every aspect of capitalism – or as far as I’m concerned any of it – that doesn’t mean you have to run away to the forest and be a drop-out.” That’s the verdict of a man who owns and runs a design agency as his main career, alongside his role in the band. The other members of Love A also have steady jobs alongside their music, “because it gives us complete freedom. We don’t have to play our closest-topop song for the promo on breakfast radio,” says Stefan. So Jörkk (40) runs the mail order service finestvinyl.de, graduate political scientist Dominik (36) works as a copywriter, Karl (38) as a project manager in an advertising agency. That, too, can be punk in 2017. “You just try as far as possible to lead the right life in the wrong environment,” says Jörkk. And despite this support from Adorno – Jörkk’s adapting a quote here from the German philosopher, who was exiled in Fascist


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tur. Auch das kann Punk im Jahr 2017 sein. „Du versuchst halt, ein möglichst richtiges Leben im falschen zu führen“, sagt Jörkk. Und trotz der Unterstützung des alten Adorno gibt er unumwunden zu, dass ihm das in unserer zunehmend unübersichtlichen und widersprüchlichen Welt auch zunehmend schwerfällt: „Heute ärgere ich mich ganz oft, dass ich die Beweggründe derer verstehe, die ich eigentlich hasse.“ Und so arbeitet er sich in seinen Songs weiter an all jenen Archetypen ab, die mutmaßlich auch in diesem Moment das Schulterblatt bevölkern: der tätowierte Vollbartmann, die Yogafrau mit Seelenpein, der plattensammelnde Rotweinfan, der Burn-out-Boy und das Drogengirl mit Tinder-Sex. Mit ihren Texten fangen Love A den Zeitgeist ein, verpackt in treibende Post-Punk-Sounds. Das kommt an: Platz 36 in den deutschen Charts konnte die Band für das im Mai veröffentlichte Album „Nichts ist neu“ verbuchen, in diesem Jahr gastieren sie nach 2014 und 2015 schon zum dritten Mal auf dem Reeperbahn Festival – erstmals in der größten Spielstätte, der Großen Freiheit 36. Als Jörkk und Stefan bei unserem Schlenker über die Reeperbahn vor dem Eingangsportal haltmachen, scheint ihnen die Dimension plötzlich bewusst zu werden: „Die Große Freiheit flößt mir Respekt ein“, sagt Jörkk beinahe andächtig. „Da spielen Bands wie Turbostaat und Donots und kriegen das mit Mühe voll.“ Aber dann ist da schon wieder das schelmische Blitzen um die Augen. „Andererseits machen wir das – wow, hey, danke – echt gut, das weiß ich!“. Kann also eigentlich nichts schiefgehen – zumindest, wenn diesmal das Timing stimmt.

TIPP: So richtig laut was auf die Ohren gibt’s auch bei diesen Bands: LYGO, Friends of Gas, HEIM, Isolation Berlin, Candelilla und Erregung öffentlicher Erregung (Register S. 37).

Da ist noch Platz im Kofferraum: Gitarrist und Camper Stefan ist in seinem Element. There’s still room in the boot: guitarist and camper Stefan is in his element.

times – he frankly admits that he’s finding such a life more and more difficult in our increasingly convoluted and contradictory world: “These days, it often makes me angry that I understand the motives of people I actually hate”. And so, in his songs, he goes on draining his energies using all the archetypes that are probably thronging the Schulterblatt at this very moment: the tattooed man with the beard, the yoga practitioner with her tortured soul, the vinyl-collecting red wine fan, the burn-out boy and the druggie girl having Tinder sex. Love A capture the spirit of the age in their songs, packaged in compelling post-punk sounds. And it works: the band’s at number 36 in the German charts for the “Nichts ist Neu” album that was released in May, they’re appearing at the Reeperbahn Festival for the third time this year following gigs in 2014 and 2015 – for the first time, they’ll be at the biggest venue, Große Freiheit 36. When Jörkk and Stefan stop in front of the entrance as we stroll along the Reeperbahn, they suddenly seem to register the scale: “Große Freiheit inspires respect,” says Jörkk almost reverentially. “Bands like Turbostaat and Donots play there and have trouble filling it”. But then the mischievous twinkle is back in his eyes. “On the other hand, we’ll do it – wow, hey, thanks – really well, I know we will!”. So nothing can really go wrong – at least if the timing is right this time.

TIP: If you love loud, here are some more bands for you: LYGO, Friends of Gas, HEIM, Isolation Berlin, Candelilla and Erregung öffentlicher Erregung (Index p. 37).


EINE WELT, DIE SICH AUSDEHNT 10

INTERVIEW Kim-Lara Oswald

Traditionelle arabische Klänge, Elektronik und Folk – die libanesische Weltbürgerin Yasmine Hamdan lässt sich in keine Schublade stecken. In ihrer Heimat setzt sie sich für Gleichberechtigung ein, mit ihrem zweiten Soloalbum Al Jamilat tourt sie derzeit von Kyoto bis Sydney. Auch beim Reeperbahn Festival macht sie für einen Auftritt Halt. E Traditional Arabian sounds, electronics and folk – you can’t put Lebanese world citizen Yasmine Hamdan in one box. At home she champions equal rights, she’s currently on tour from Kyoto to Sydney with her second solo album Al Jamilat. She’s also making a stop to perform at the Reeperbahn Festival.

COPYRIGHT: Tania Feghali/Crammed Discs

I WANTED MY WORLD TO WIDEN

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11 Yasmine, du bist gerade auf Welttournee, aber deine Lieder tragen eine enge Verbindung zu deiner Heimat in sich – Beirut im Libanon. Siehst du dich als eine Art Botschafterin? Es ist weder eine Strategie noch ein Plan, aber natürlich möchte ich zeigen, was ich an meiner Kultur liebe. In vielen Dingen, die dort geschehen, erkenne ich mich nicht wieder. Aber ich identifiziere mich mit der Musik und der Sprache. Viele deiner Lieder sind von Menschen inspiriert, die du zufällig auf der Straße triffst, Taxifahrer zum Beispiel. Und viele klingen wütend. Ja, wenn es um den Arabischen Frühling geht – übrigens ein Begriff den ich hasse – dann gibt es viel Ernüchterung. Ich glaube nicht, dass eine Revolution nur einen Tag braucht und ich glaube auch nicht, dass man es ohne die Unterstützung aller Mitglieder der Gesellschaft schafft, also Minderheiten, Frauen, die LGBTQ-Gemeinde. Du kannst keine andere Zukunft für ein Land schaffen, wenn an der Basis nicht alle vereint sind. Was ist deine Verantwortung als Künstlerin? Man ist eine Person von öffentlichem Interesse, eine Repräsentation des Wandels. Ich hatte schon immer den Drang, Kunst zu schaffen. Aber mir war auch bewusst, dass ich mit vielen Hindernissen konfrontiert sein würde. Menschen kritisieren dich und das belastet. Letztendlich habe ich mir das alles nicht ausgesucht. Ich hatte keine Wahl. Ich musste es tun. Dann habe ich gemerkt, dass sich viele Menschen – insbesondere Jugendliche – damit identifizierten. Es gibt da ein Verlangen, Traditionen herauszufordern, Konservatismus herauszufordern. Woher kam dieser Drang in deinem Fall? Es ist ein persönlicher Antrieb, jeder hat da seine Motive. Ich wollte, dass meine Welt sich ausdehnt. Ich wollte für jemanden sein, was Neil Young, PJ Harvey, Portishead oder Chet Baker für mich waren. Sie brachten mich zum träumen. Wie hat dein Publikum darauf reagiert, dass du auf Arabisch singst? Als wir mit unserer Band Soapkills gestartet sind, war der Bürgerkrieg gerade vorbei und nichts war bereit für uns. Wir mussten alles selbst in die Hand nehmen. Im Mittleren Osten waren wir mit einer konservativen Haltung konfrontiert, vor allem gegenüber Frauen. Als ich nach Europa ging, dachte ich, die Leute dort würden uns mit offenen Armen begegnen – und bei vielen war das auch so. Aber wir sind auch viel postkolonialem Gehabe begegnet, nach dem Motto: Oh, ist das wirklich Arabisch? Oder: In welche Schublade können wir euch stecken? Wir haben nie in irgendeine Schublade gepasst. Vielleicht waren wir nicht exotisch genug, vielleicht haben wir nicht die fusion-mäßige Musik gespielt, die von uns erwartetet wurde. Wenn ich heute zurückblicke, wird mir bewusst, dass ich wirklich stur war. Zum Glück.

Yasmine, you’re on a world tour right now but in your songs you carry a lot of your home – Beirut in Lebanon. Do you consider yourself a kind of ambassador? It’s not a strategy or a plan, but of course I want to emphasise something I know and love about my culture. I don’t recognise myself in a lot of things that happen there. But I recognise myself in the music and the language. Many of your songs are inspired by the voices of people you meet by chance in the streets, like taxi drivers. And many of these voices are angry. Yes, there is disillusionment about the Arab Spring – a term I hate, by the way. I don’t think a revolution is brought about in one day and I don’t think you can do it without all members of society, meaning minorities, meaning women, meaning the LGBTQ community. You cannot create a different future for a country if you’re not united on a basic level. What do you think is your responsibility as an artist? You’re a public figure, a representative of change. I always had a strong desire to create art, but I was also very aware that I would be facing lots of obstacles. People criticise you and that stays with you. In the end I didn’t choose. I had no choice. I had to do it. Then I realised a lot of people – the youth especially – identified with that. There’s a desire to challenge tradition and challenge conservativism. Where did that desire stem from in your case? It’s a personal drive, everybody has their own motivation in life. I wanted my world to widen. I wanted to be to someone what Neil Young or PJ Harvey or Portishead or Chet Baker were to me. They made me dream. How did people react to you singing in Arabic? When we started our band Soapkills it was the end of the Civil War, and nothing was ready for us. We had to do everything on our own. In the Middle East I faced a conservative approach to things, and to women especially. When I went to Europe I thought that people would be more welcoming – and many were. But I also faced post-colonial attitudes like: oh, is this really Arab? Or: what box can we put you in? We never fit into any of the boxes. Maybe we weren’t exotic enough, maybe we weren’t doing the fusion music they were expecting. Looking back, I realise I was really stubborn. Luckily.

TIPP: Mit Kelly Lee Owens, Alice Merton, Waxahatchee, EMA und Nadine Shah präsentieren wir euch weitere spannende Künstlerinnen auf der Bühne – und bei der Kick-Off-Veranstaltung von Keychange, einem Projekt, das aufstrebende Künstlerinnen und Innovatorinnen der Musikbranche fördert und europaweit für die Gleichberechtigung und Sichtbarkeit von Frauen im Musikbusiness kämpft. Dafür haben sich das Reeperbahn Festival und sieben weitere Musikfestivals und -institutionen aus Europa und Kanada zusammengeschlossen. Yasmine Hamdan in ihrer Heimatstadt Beirut. Nach Stationen in ganz Europa und Kuwait lebt die Sängerin seit einigen Jahren in Paris. Yasmine Hamdan in her home city of Beirut. After stops all over Europe and in Kuwait, the singer has been living in Paris for some years.

TIP: We’re presenting more exciting female artists – Kelly Lee Owens, Alice Merton, Waxahatchee, EMA and Nadine Shah – on stage and at the kick-off event of Keychange, a project which empowers rising female artists and innovators in the music business and fights for the equality and visibility of women in the music world throughout Europe. The Reeperbahn Festival and seven other music festivals and institutions from Europe and Canada have joined forces to support it.


DER MAIS MACHT DIE MUSIK 12

TEXT Imke Wrage

Sie sind Punk, sie machen Krach: Peter Imig, Stevan Paul, Matthias Arfmann und Onejiru. Bekannt wurde Arfmann als Hip Hop-Produzent: In seinem Musikstudio im Alten Land entstanden Hits wie Liebes Lied und Hammerhart. They’re punk, they make a din: Peter Imig, Stevan Paul, Matthias Arfmann and Onejiru. Arfmann became famous as a hip-hop producer: hits such as Liebes Lied and Hammerhart were made at his music studio in Altes Land.

MAIZE MAKES MUSIC


COPYRIGHT: Lidija Delovska

13 D Man nehme einen Hamburger Spitzenkoch und eine Gruppe von Punk-Größen, einen Popcorn-Kessel und ein Soundsystem. Man erhalte exklusiv auf dem Reeperbahn Festival: Cook ’n’ Dub, kulinarischmusikalische Kombinatorik mit dem Turtle Bay Country Club. Wir haben die Protagonisten Stevan Paul, Matthias Arfmann und Onejiru nach den gemeinsamen Proben befragt – und ebenso erstaunliche Synergien wie Unterschiede festgestellt. E Take one top Hamburg chef, one group of punk greats, one popcorn pot and one sound system. Mix together for a Reeperbahn Festival exclusive: Cook ’n’ Dub, an artistic blend of cuisine and music with the Turtle Bay Country Club. We interviewed protagonists Stevan Paul, Matthias Arfmann and Onejiru separately about their shared rehearsals – and found amazing synergies and differences. (Stevan Paul) Ich lege ein Brett auf den Tisch, daneben ein scharfes Messer. (Matthias Arfmann & Onejiru) Es klackert. Ich hacke Gewürze, das Wasser kocht in einem alten Kessel. Es rattert und pfeift. Ich röste Koriander, schwarzen Pfeffer und Curry in der Pfanne an. Es zischt. „Kreiere ein Rezept, zu dem man einen Song schreiben kann, in den Kochgeräusche integriert werden.“ Das war meine Aufgabe für Cook ’n’ Dub. Wir nehmen Kochgeräusche mit dem Mikrofon ab, vermischen und verstärken sie mit Dub-Effekten. Auf Basis eines Menüs haben wir für das Reeperbahn Festival ein paar Turtle Bay Country Club-Stücke umarrangiert, aber auch komplett neue Lieder geschrieben. Wir kombinieren Pauls Magreb-Küche mit nordafrikanischen Klängen. Ich hör’ Arfmanns Platten, seit ich denken kann, bin Turtle Bay Country Club-Fan der ersten Stunde. Als ich ihn das erste Mal angerufen habe, hab’ ich gesagt: Ich bin sooo ein großer Fan! Danach konnten wir normal reden. Keiner von uns kannte Stevan vorher. Er wirkte aufgeregt und schüchtern, die Chemie hat aber sofort gestimmt. Wir finden ihn als eine Art Kosmopolit und Literat und Koch total gut – wir harmonieren. Musik ist wichtig in der Küche, die Ohren essen mit. Das auf der Bühne zusammenzubringen wird eine große Herausforderung. Da ist die richtige Dramaturgie entscheidend. Wir werden zu sechst auf der Bühne stehen. Ich bin wie ein zusätzliches Instrument. Ich stehe hinter meiner Kochzeile, an der ich toaste und röste und Dampf über meinem Kopf aufsteigt. Neben mir Milan Meyer-Kaya am Keyboard, Peter Imig am Bass, Onejiru am Mikrofon, Arfmann an der Gitarre und in der Mitte Tony Cook an den Drums.

(Stevan Paul) I place a board on the table, a sharp knife beside it. (Matthias Arfmann & Onejiru) Clattering. I chop herbs, water boils in an old kettle. Rattling and whistling. I roast coriander, black pepper and curry in a pan. Hissing. “Create a recipe you can write a song about, with cooking noises incorporated.” That was my brief for Cook ’n’ Dub. We record cooking noises with the mike, mix and amplify them with dub effects. We’ve rearranged a few Turtle Bay Country Club pieces for the Reeperbahn Festival and also written totally new songs, based on a menu. We combine Paul’s Maghreb cuisine with North African sounds. I’ve been listening to Arfmann’s records since I can remember, been a Turtle Bay Country Club fan from the start. The first time I called him, I said: I’m suuuuch a big fan! After that, we could talk normally. None of us knew Stevan beforehand. He came over as agitated and shy, but the chemistry was right from the start. As a sort of cosmopolitan and writer and cook, we think he’s brilliant – we harmonise. Music’s important in the kitchen, food is for the ears as well. It’ll be a big challenge to bring that together on stage. The right dramaturgy will be crucial. There’ll be six of us on stage. I’m like an extra instrument. I’ll be standing behind my kitchen counter, where I’ll be toasting and roasting with steam billowing above my head. Beside me, Milan Meyer-Kaya on keyboards, Peter Imig on bass, Onejiru at the mike, Arfmann on guitar and in the centre Tony Cook on drums. In Cook ’n’ Dub, Tony as the funky drummer is an indispensable member of the band. I produced an album of his


14 Bei Cook ’n’ Dub darf Tony in der Band als funky Drummer nicht fehlen. Ich hab’ mal ein Album von ihm produziert. Er kommt aus Augusta, Georgia, ist legendär, war Schlagzeuger von James Brown. Auf einer Bühne mit Tony Cook – das muss man sich mal vorstellen. Wenn wir im Gemeinderaum in Neuenfelde proben, dann sieht das so aus: Draußen auf der Weide grasen die Pferde, nebenan übt ein Blasorchester. Alte Omas kommen zu einem Nähkurs zusammen und schauen dabei zu, wie zu lauter Musik das Popcorn hüpft. Bei der ersten Probe lief so einiges schief. Popcorn als Teil des Menüs – geile Idee, dachte ich. Aber nicht mit meinem Profitopf. Der ist groß und schwer und wenn das Popcorn ploppt, dann hörst du überhaupt nichts.

Wie lange braucht Mais, bis das erste Popcorn knallt und wie lange knallt das Popcorn, bis alles fertig ist? Popcorn poppt ja nicht sofort. Das steigert sich, vom leisem Zischen bis zum lautem und blechernem Scheppern gegen den Topfdeckel. Die Frage war: Wie lange braucht Mais, bis das erste Popcorn knallt und wie lange knallt das Popcorn, bis alles fertig ist? Das haben wir mit der Stoppuhr gemessen und überlegt, wo wir solche Geräusche in die Songs einbauen können. Ich hab’ dann einen dünnwandigen Alu-Schrotttopf gekauft, da gibt es echt funky Popcorn-Geräusche. Das Knallen von dem Popcorn ist schon ziemlich aggro. Da wussten wir: an der Stelle brauchen wir ein punkiges Lied. Wir haben mehrere Lieder nacheinander durchgespielt, drei davon haben funktioniert. Ich hab’ mich tierisch gefreut, die anderen haben keine Miene verzogen. Während der Show bin ich der „Master of Ceremony“ – ich spiel Gitarre und habe gleichzeitig ein Mischpult vor mir. Wenn was nicht läuft, kann ich den Saft abdrehen. Mir geht jetzt schon der Arsch auf Grundeis. Ich hab’ für alles nur einen Versuch, sonst ist das Timing dahin. Die Show lebt auch davon, dass sie nicht bis ins Detail geplant ist. Mein Platz ist deshalb genau durchdacht: Wir sind Punk, wir machen Krach. Das Brettchen muss immer links sein, Dub – da bebt die ganze Bude. der Mixer rechts, Man darf keine Angst haben, sich zu blamieren. in der Mitte zwei Kochplatten. Wenn Stevan das Popcorn um die Ohren fliegt zum Beispiel, Jeder Handgriff muss sitzen. das wäre doch mega wild.

The question was: how long does maize take before the first corn pops, and how long does popcorn pop till it’s all done? once. He’s from Augusta, Georgia, a legend, was James Brown’s drummer. On stage with Tony Cook – just imagine. When we rehearse at the Community Hall in Neuenfelde, we’ve got horses grazing outside in the meadow, there’s a wind orchestra rehearsing next door. Old biddies are there for a sewing course and watch the popcorn going off to loud music. Quite a few things went wrong at the first rehearsal. Popcorn as part of the menu – hot idea, I thought. But not with my professional pot. It’s big and heavy, and you don’t hear anything at all when the popcorn pops. Popcorn doesn’t pop straight away. It crescendos, from a quiet sizzling to a loud, tinny rattling against the pot lid. The question was: how long does maize take before the first corn pops, and how long does popcorn pop till it’s all done? We measured it with a stop-watch and thought about where we could build those kinds of sounds into the songs. Then I bought a thin-walled, trashy aluminium pot, it makes really funky popcorn noises. The popcorn popping is pretty aggro. We knew we needed a punky song at that point. We played through several songs in succession, three of them worked. I was overjoyed, the others showed no change of expression. During the show I’m the “Master of Ceremonies” – I play guitar and have a mixing console in front of me at the same time. If something doesn’t work, I can turn off the juice. I’m shitting bricks already. I’ve only got one attempt at everything, otherwise the timing’s ruined. Part of the show’s essence is the fact that it isn’t planned to the last detail. So my place is precisely thought out: We’re punk, we make a din. the board always has to be on the left, Dub – the whole room will be shaking. the mixer on the right, You can’t be scared of making a fool of yourself. two cooking rings in the middle. If Stevan ends up with the popcorn flying everywhere, for example, Every move has to be right. that would be mega.


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Hacken, rösten, braten: Bei Cook ’n’ Dub werden Kochgeräusche mit dem Mikrofon abgenommen und anschließen vom Turtle Bay Country Club vertont. Chopping, roasting, frying: for Cook ’n’ Dub, a mike records cooking noises that are set to music by the Turtle Bay Country Club.

TIPP: Mit der richtigen Musik im Ohr schmecken Speisen bis zu zehn Prozent besser, das hat die Oxford University kürzlich wissenschaftlich belegt. Darum gibt es beim Reeperbahn Festival auch neben Cook ’n’ Dub noch einiges in Sachen Food zu entdecken. Zum Beispiel die feine Auswahl an Locations, die spezielle kulinarische Angebote zum Reeperbahn Festival entwickelt haben. TIP: If you’re listening to the right music, food tastes up to ten percent better – Oxford University found scientific proof not long ago. So there will be quite a few food discoveries to be made at the Reeperbahn Festival apart from Cook ’n’ Dub. For example, the fine choice of locations that have developed special foodie offerings for the Reeperbahn Festival.


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Foto: Dominik Odenkirchen

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LUXUS EINES EIN-MANNORCHESTERS 20

LUXURIES OF A ONE-MANORCHESTRA

Mit drei Jahren bekam Owen Pallett seine erste Geige – doch erst als er mit 24 Jahren die Loop-Station entdeckte, begann er ernsthaft mit dem Instrument zu experimentieren. Für die Musik, die er gemeinsam mit William Butler für den Film Her komponierte, wurde er 2014 für einen Oscar nominiert. Owen Pallett got his first violin at the age of three – but was 24 when he started to experiment seriously with it, after discovering the loop station. He was nominated for an Oscar in 2014 for the best original score of the film Her, which he composed in collaboration with William Butler.

INTERVIEW Jan Paersch

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Den Bühnennamen Final Fantasy hat Owen Pallett schon vor acht Jahren abgelegt, doch die einzigartige Kombination aus Geige und Loop-Station ist geblieben. Beim Reeperbahn Festival tritt der kanadische Sänger und Violinist mit dem Orchester s t a r g a z e auf – in der Elbphilharmonie. E Owen Pallett dropped the stage name Final Fantasy eight years ago, but the unique combination of violin and loop station remains. At the Reeperbahn Festival, the Canadian vocalist and violinist will appear with the s t a r g a z e orchestra – at the Elbphilharmonie.


21 Owen, bitte entschuldige die Störung bei der Arbeit am Folgealbum zu In conflict. Wie geht es voran? Es läuft sehr gut. Aber ich kann nicht wirklich darüber sprechen. Wenn ich an einem Album arbeite und meinen Freunden erzähle, dass ich mir unsicher bin, ob es was taugt, dann sagen sie, ich sei zu selbstkritisch. Und wenn ich sage, die Aufnahmen seien großartig, dann antworten sie, ich sei arrogant. Ich kann also so oder so nur verlieren (lacht). Lass uns einfach sagen: Ich bin sehr optimistisch. Es wird die Menschen berühren.

Owen Pallett, apologies for disturbing you during the work on the follow-up to your In conflict album. How is it coming along? Actually, it’s going really well. But I can’t really talk about it. When I’m working on an album and I tell my friends that I’m unsure whether it’s any good, they tell me I have too much self-doubt. And when I tell them the recordings have been amazing, they tell me I’m arrogant. So it’s a lose-lose situation either way (laughs). But let’s say I’m very optimistic. This album is going to move people.

Normalerweise brauchst du kein Orchester für deine Live-Auftritte. Du bist ein Ein-Mann-Orchester mit der Loop-Station, die du benutzt, um Töne übereinander zu legen. Ich mag diese Sparsamkeit der Soloauftritte. Ich brauche nur zehn Minuten für den Aufbau! Und es ist wunderbar, live mit der Loop-Station zu arbeiten. Es hat was von einem Hochseilakt: Ein Fehler und das Lied ist vorbei. Sehr dramatisch. In meinem ersten Album habe ich einfach einen Live-Auftritt aufgenommen, jetzt habe ich erkannt, dass es mehr Sinn macht, die Songs für ein Streicher-Quartett umzuschreiben. Ein Orchester für einen Live-Auftritt zu engagieren, ist reiner Luxus, kostentechnisch gesehen. Aber seitdem wir uns vor acht Jahren kennengelernt haben, ist André de Ridder von s t a r g a z e sehr daran interessiert, meine Alben für Live-Auftritte umzuschreiben.

Usually, you don’t need an orchestra to play live. You’re a one-man-orchestra with the loop station which you use to layer sounds on top of sounds. I like the economy of the solo show. It just takes me ten minutes to set up! And it’s terrific to work with the loop station in a live context. It has a high-wire-act quality to it: one mistake and the song is over. Very dramatic. On my first album, I just recorded my live show, but I figured out it made more sense to translate my songs for string quartets. The expense of getting an orchestra for a live show is a luxury. But ever since we met eight years ago, André de Ridder of s t a r g a z e has been very interested in translating my albums into a live context.

Das s t a r g a z e Orchester besteht normalerweise aus elf Musikern. Was können wir von eurer gemeinsamen Show in der Elbphilharmonie erwarten? Ich habe schon einmal mit ihnen zusammen gespielt, 2015 auf der Ruhrtriennale. Einfache Sachen auf dem Synthesizer, und sie haben mich begleitet. Für dieses Set allerdings habe ich sie komplett in meine Solo-Show mit eingebunden, sie spielen zusammen mit meiner geloopten Gitarre und Violine. Es wird bestimmt großartig! Gehören Indie-Bands wirklich in Opernhäuser? Ich mache keinen Unterschied zwischen Indie und Klassik. Inzwischen weiß jeder, dass klassische Musiker in einem Rockformat funktionieren. Filmmusikkomponist Hans Zimmer hat auf dem Coachella Festival die Hütte brennen lassen! Und Rockmusiker arbeiten gut in klassischen Formaten. Aber du kannst nicht einfach eine Produktion für einen Club in ein Opernhaus stopfen und es etwas Besonderes nennen. Es geht darum, deine Vorurteile loszulassen aber zugleich auch die Geschichte des Raumes zu verstehen.

COPYRIGHT: Peter Juhl

Du bist schon früher einmal in Hamburg gewesen. Was für Erfahrungen hast du gemacht? Hamburg war nicht einfach. Tocotronic hat mich einmal gebeten, auf ihrer Albumrelease-Party zu spielen. Ein Auftritt in einem Raum voller schnatternder und kettenrauchender Tocotronic-Fans. Das war frustrierend. Und so verraucht! Danach hab ich selbst mit dem Kettenrauchen angefangen. (lacht)

TIPP: Auch Dillon und Daniel Brandt & Eternal Something geben im Rahmen des Reeperbahn Festivals ein einmaliges Gastspiel in der Elbphilharmonie. Ihr wollt dabei sein? Dann reserviert euch jetzt noch fix einen der limitierten Plätze beim Ticketkauf unter reeperbahnfestival.com (so lange der Vorrat reicht). Und aufgepasst! Wir verlosen 2 x 2 1-Tagestickets Samstag für das Reeperbahn Festival inklusive Konzert von Owen Pallett in der Elbphilharmonie! Schickt uns einfach bis zum 1. September 2017 eine Mail mit dem Betreff „Elbphilharmonie“ an contact@reeperbahnfestival.com. Die Gewinner werden per Zufallsprinzip ausgewählt. Viel Glück!

The s t a r g a z e orchestra typically consists of 11 musicians. What can we expect of your joint show at Elbphilharmonie? I’ve played with them before, at Ruhrtriennale in 2015, playing simple stuff on synthesiser and having them accompany me. For this set, I am fully incorporating them in my solo show; they will be playing along with my looped guitar and violin. It should be great! Do Indie bands really belong in opera houses? I don’t make the distinction between independent and classical music. By now, we know that classical musicians work in a rock format. Film score composer Hans Zimmer brought down the house at Coachella Festival! And rock musicians work well in the classical format. But you can’t just throw a production designed for a club into an opera house and call it something different. It’s about letting go of your preconceptions, but also understanding the history of a space. You’ve been to Hamburg before. What experiences did you have in the city? Hamburg hasn’t been easy. Once, Tocotronic asked me to play at their album release party. A show in a room full of talkative, chain-smoking Tocotronic fans. That was frustrating. And so smoky! Afterwards, I started chain-smoking myself. (laughs)

TIP: Dillon and Daniel Brandt & Eternal Something are also making a single guest appearance at the Elbphilharmonie during the Reeperbahn Festival. Want to be there? Don’t wait – reserve one of the limited number of seats while buying a ticket on reeperbahnfestival.com (while stocks last). Don’t miss it! There will be a prize draw for 2 x 2 one-day Saturday tickets for the Reeperbahn Festival, including Owen Pallett’s concert at the Elbphilharmonie! Just send us an e-mail with “Elbphilharmonie” in the subject line at contact@reeperbahnfestival.com by 1 September 2017. The winners will be selected at random. Good luck!


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Tobias Bamborschkes Gedicht- und Kurzgeschichtenband erscheint diesen September und trägt den illustren Namen „Mir platzt der Kotzkragen – Gedichte, Gedanken und Spelunken“. Tobias Bamborschke’s book of poems and short stories, to be published this September, bears the high-sounding title: “Mir platzt der Kotzkragen – Gedichte, Gedanken und Spelunken” (“My anger’s reached its vomit limit – poems, thoughts and dives”).


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Künstlerischer Tausendsassa: Bevor sich Tobias der Musik und Lyrik zuwandte, studierte er Schauspiel am Europäischen Theaterinstitut in Berlin. Artistic all-rounder: before Tobias turned to music and poetry, he studied drama at the Europäische Theaterinstitut in Berlin.

COPYRIGHT: Noel Richter

Tobias Bamborschke könnt ihr gleich zwei Mal auf dem Reeperbahn Festival sehen: Er tritt mit seiner Band Isolation Berlin auf und wird natürlich mit dem Fachmann und weiteren Gedichten im Gepäck anreisen. Seiner Lesung könnt ihr Mittwoch, 20. September, von 20.30 bis 21.30 Uhr lauschen, auf der Literaturbühne in der Alten Liebe, Clubhaus St. Pauli. Das WORD-Programm des Reeperbahn Festivals startet täglich mit der NDRblue Backstage von 18 bis 19 Uhr, bei der euch die Programmhighlights präsentiert werden (Register S. 40). You can see Tobias Bamborschke twice at the Reeperbahn Festival: he’s appearing with his band Isolation Berlin and will of course also arrive with the expert and other poems in his baggage. You can hear him reading on Wednesday, 20 September, from 20.30 to 21.30 on the Literature Stage at the Alte Liebe Klubhaus, St. Pauli. The Reeperbahn Festival’s WORD programme starts every day with NDRblue Backstage from 18.00 to 19.00, where the programme highlights will also be presented (Index p. 40).


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THE VILLAGE ILLUS CHRISTIAN

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Schluss mit Asphaltwüste und Beton! Das Reeperbahn Festival rollt den Rasen aus und hat Künstler aus Arts, Music und Film dazu eingeladen, einen Teil des Heiligengeistfelds in ein idyllisches Künstlerdorf zu verwandeln. Tag und Nacht lädt The Village mit unterschiedlichen Spielorten und Treffpunkten wie einer Open-Air Bühne oder dem Artist Catering zum Erkunden und Entspannen ein. Eine ganz besondere Location im Dorf zwischen Millerntorplatz und Stadion ist der Full Dome, in dem ihr wechselnde virtuelle Welten erleben könnt. Neben Programmangeboten für Musikwirtschaftende und Musikfilmen im 360-Grad-Format führen hier Martin Kohlstedt, Jeremias Volker & Alexander Trattler täglich ein Multimedia-Werk auf, das sie eigens für das Reeperbahn Festival geschaffen haben. The Village ist außerdem ab sofort Standort des Ticket Desks!

COLLAGE by Christian Wischnewski, based on photos by Matthew Black, Heiligengeistfeld 1+2, CC BY-SA 2.0


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No more asphalt desert and concrete! The Reeperbahn Festival is rolling out the green turf and has invited artists from music, film and the arts to transform part of the Heiligengeistfeld into an idyllic Artists’ Village. Day and night, The Village lures you on to explore and relax, with a variety of venues and meeting-places such as an open-air stage and the Artist Catering. And there’s the Full Dome, a very special place in The Village between the Millerntorplatz square and the stadium where you can experience a changing display of virtual worlds. Alongside a programme for music industry professionals and music films in 360-degree format, the Full Dome hosts a daily multimedia show performed by Martin Kohlstedt, Jeremias Volker & Alexander Trattler, who created it especially for the Reeperbahn Festival. The Village is now also where the ticket desk is located.


IN ACHTZIG MINUTEN UM DIE WELT 26

AROUND THE WORLD IN EIGHTY MINUTES

Als Kuratorin der Berlinale Shorts sichtet Maike Mia Hรถhne bis zu 1000 Filme im Jahr. As curator of the Berlinale Shorts, Maike Mia Hรถhne views up to 1000 films every year.

TEXT Imke Wrage PHOTOS Torben Weiss


27 D Mit dem Music Film Contest zeichnet das Reeperbahn Festival erstmals herausragende Musikfilm-Talente aus. Die Hamburger Filmemacherin Maike Mia Höhne hat uns erklärt, was einen guten Musikfilm ausmacht. Ein Blick auf das Reeperbahn Festival aus dem Kinosessel. E The Reeperbahn Festival will present awards to outstanding music film talents this year for the first time at its new Music Film Contest. What makes a good music film? Hamburg film-maker Maike Mia Höhne explained it to us. A perspective on the Reeperbahn Festival from a seat at the pictures.

Durch eine schwere, rote Stahltür betreten wir eine andere Welt. Das B-Movie ist winzig und nur über einen halbversteckten Hinterhof zwischen Sternschanze und Kiez erreichbar. An den Wänden des Foyers hängen alte Filmplakate, in einer Ecke stehen Sofas aus Großmutters Zeiten. Unter Cineasten gilt das 1987 gegründete und von einem gemeinnützigen Verein betriebene Kino als Institution und versteckte Perle – während des Reeperbahn Festivals wird es zu einer der zentralen Spielstätten für Filmvorführungen. „Ein fantastischer Ort“, sagt auch Maike Mia Höhne. Die Regisseurin, Filmemacherin und Autorin ist Stammgast.

„Es ist einfach dieses bestimmte Gefühl, wenn ein Film den Kern getroffen hat, wenn etwas Größeres dahinter steht, wenn es magisch wird.“ Im Kinosaal angekommen, nimmt die kleine Frau mit der dick gerahmten Brille auf einem knarrenden Samtsessel Platz und beginnt das Gespräch mit einem Statement: „Ob Musikfilm oder Filmmusik – Musik und Film gehören untrennbar zusammen“. Zum zweiten Mal in Folge ist das UNERHÖRT! Musikfilmfestival deshalb Partner des Reeperbahn Festivals. Gemeinsam wurde ein Programm mit Filmen über Musiker, Bands und ihre Fans sowie über Musikbewegungen zwischen Underground und Hochkultur erarbeitet. Darunter „The Potential of Noise: Conny Plank“ über die deutsche Produzentenlegende Plank, ohne die Kraftwerk, die Scorpions und viele andere Bands sicher anders geklungen hätten und „The Rolling Stones olé olé olé“, der den gigantischen Zirkus der Rolling Stones auf Tour in Lateinamerika dokumentiert. „Es tut beiden Seiten gut, an der Schnittstelle von Film und Musik zu etwas Größerem zu verschmelzen“, sagt Höhne, die auf dem Reeperbahn Festival ein Programm mit Musikvideo-Produktionen aus Hamburg kuratiert. Letztes Jahr hat sie sich während des Festivals über die Reeperbahn treiben lassen. Aus einem der Clubs drangen leise Wortfetzen, erinnert sie, jemand sang über Liebeskummer und Herzschmerz. „Natürlich habe ich schon unzählige Filme gesehen, die dieses Thema behandeln. Mich berührt, dass jeder dafür seine eigene Ausdrucksform findet – egal ob Film, Musik, Bildende Kunst.“ Vielversprechende interna-

A heavy, red steel door admits us to a different world. B-Movie is tiny, tucked away in a half-hidden back yard between the Sternschanze district and the Kiez, Hamburg’s entertainment quarter. The foyer walls are hung with old film posters, old-time sofas lurk in one corner. The cinema was founded in 1987 and is run by a not-for-profit association. Cineastes consider it an institution and a hidden gem – it’ll be a central venue for film showings during the Reeperbahn Festival. “A fantastic place”, Maike Mia Höhne agrees. The director, film-maker and author is a regular guest here. Once in the theatre, the little woman with thick-framed glasses settles herself in a creaky plush seat and launches the interview with a statement: “Whether music film or film music – music and film are inseparable”. That’s why the music film festival UNERHÖRT! is partnering with the Reeperbahn Festival for the second year in succession. Together, they’ve developed a programme of films about musicians, bands and their fans and about music movements from underground to high culture. That includes “The Potential of Noise: Conny Plank” about the legendary German producer without whom Kraftwerk, the Scorpions and many other bands could never have sounded the same, and “The Rolling Stones olé olé olé”, which documents the gigantic circus of the Rolling Stones on tour in Latin America.

“It’s just that certain feeling when a film has hit the heart of something, when there’s something bigger behind it, when it becomes something magical”. “It does both sides good to meld into something bigger at the interface of film and music,” says Höhne, who is curating a programme of music video productions from Hamburg at the Reeperbahn Festival. Last year, she went drifting along the Reeperbahn during the Festival. She recalls low-toned fragments of words penetrating from one of the clubs, someone was singing about lovesickness and heartbreak. “Of course, I’ve seen countless films dealing with this theme. I’m touched that everyone finds their own form of expression for it – whether film, music, visual art”. This year, the Reeperbahn Festival is to distinguish promising international music film talents with an award of 2500 euros for the first time ever. “That’s an absolute unique selling proposition


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tionale Musikfilmtalente zeichnet das Reeperbahn Festival in diesem Jahr erstmals mit einem mit 2500 Euro dotierten Preis aus. „Das ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und eine schöne Anerkennung für eine herausragende Arbeit“, so Höhne. Als Kuratorin der Berlinale Shorts sichtet die 46-Jährige seit 2007 über 1000 Filme im Jahr. Mal schläft sie dabei nach nur sieben Minuten ein, wie sie sagt, mal sitzt sie von Anfang bis Ende mit geballten Fäusten im Sessel. Wie behält man da den Überblick und findet einen würdigen Gewinner? „Man spürt das Besondere einfach“, sagt Höhne. Sie suche nach Erzählweisen abseits des Mainstreams. Dabei müsse ein Film weder technisch perfekt umgesetzt sein noch den persönlichen Geschmack treffen. „Es ist einfach dieses bestimmte Gefühl, wenn ein Film den Kern getroffen hat, wenn etwas Größeres dahinter steht, wenn es magisch wird.“

„Ich bin aus dem Kino raus und wusste: So ein Gefühl will ich auch auslösen.“ Bei ihr selbst hat es Anfang der Neunziger Jahre „so richtig geknallt“, erinnert sich Höhne, die zu der Zeit noch Medizin studierte. Damals saß sie in einem der roten Plüschsessel im Hamburger Holi-Kino, schaute sich „Verhängnis” mit Juliette Binoche und Jeremy Irons an. „Der Film hat mich total gepackt, mir war richtig schwindelig“, sagt Höhne. Sie hält kurz inne. „Ich bin aus dem Kino raus und wusste: So ein Gefühl will ich auch auslösen.“ Höhne krempelte ihr Leben um. Bei Photo Dose in St. Georg kaufte sie ihre erste Kamera, brach das Medizinstudium ab und schrieb sich 1994 für Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg ein. 25 Jahre später kennt Höhne alle Facetten der Filmwelt. Wenn es um die Filmauswahl geht, ist Maike Mia Höhne streng. „Wenn ich dann aber in der Preisverleihung sitze und sehe, wie sich die Gewinner freuen, dann heul ich regelmäßig richtig los.“ Sie lacht. Generell lacht Höhne viel, sie ist gelöst, trotz Stress – gerade schreibt sie an einem neuen Spielfilm, bereitet die nächsten Berlinale Shorts vor. „Früher war ich noch mehr unterwegs, hatte noch mehr Stress, jetzt ist meine Familie mein Anker“, sagt Höhne, die mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Hamburg Altona lebt. Zum Abschied noch ein Statement: „Ein guter Musikfilm zeigt dir Welten auf, die du sonst niemals kennenlernen würdest und schickt dich auf eine filmmusikalische Reise“, sagt sie. „In 80 Minuten geht es einmal um die Welt.“

TIPP: Der Music Film Contest startet bereits am 19. September mit dem Eröffnungsfilm „Conny Plank − The Potential of Noise“ im Metropolis Kino.  Als Reeperbahn Festival-Ticketinhaber habt ihr hierzu ebenso Zugang wie zu den weiteren Filmvorführungen, die ab dem 20. September im B-Movie und im Studio-Kino laufen. Noch kein Ticket? Kein Problem! Kurzentschlossene können am 19. September direkt im Metropolis Kino zwischen 19 und 21 Uhr ein Ticket für das Reeperbahn Festival erwerben.

Maikes erster Film „Hohelied der Liebe“ wurde 1994 beim RainbowFestival im B-Movie gezeigt: „Erst liefen zwei Schwulenfilme, dann plötzlich ein Porno. Danach kam mein Film – das war komisch, aber trotzdem großartig“.

Maike’s first film “Hohelied der Liebe” (“Song of Songs”) was shown at B-Movie in 1994 during the Rainbow Festival: “First there were two gay films, then an unexpected porn pic. My film was shown after it – that was weird, but still phenomenal”.


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and wonderful recognition for an outstanding piece of work,” says Höhne. As curator of the Berlinale Shorts, the 46-year-old has viewed more than 1000 films every year since 2007. Sometimes she falls asleep over them within just seven minutes, she says, sometimes she sits there with fists clenched from beginning to end. How do you manage to keep an overview and find a worthy winner? “You just sense something special,” says Höhne. She says she looks for narrative styles that are off-mainstream. A film doesn’t have to be technically perfect or to the evaluator’s personal taste. “It’s just that certain feeling when a film has hit the heart of something, when there’s something bigger behind it, when it becomes something magical”. Höhne herself recalls “a real awakening” in the early 1990s. She was a medical student at the time. She was sitting in one of the red plush seats in the Holi-Kino in Hamburg watching “Fate”, with Juliette Binoche and Jeremy Irons. “I was totally gripped by the film, I got quite dizzy,” says Höhne. She’s silent for a moment. “I came out of the cinema and I knew: I want to create a feeling like that too”. Höhne transformed her whole life. She bought her first camera from Photo Dose in the St. Georg district, dropped out of her medical studies and registered in 1994 for a visual communication programme at Hamburg’s University of Fine Arts. 25 years on, Höhne’s familiar with every aspect of the film world.

“I came out of the cinema and I knew: I want to create a feeling like that too”.

DAS OFFIZIELLE PARTNERHOTEL DES REEPERBAHN FESTIVALS 2017 Direkt an der Reeperbahn, am Millerntor, befindet sich das In-Hotel ARCOTEL Onyx Hamburg. Die attraktive Citylage in Hamburgs Szenebezirk St. Pauli bietet den idealen Ausgangspunkt für Hamburg-Trips oder Geschäftstermine. Neben der exklusiven Lage besticht das ARCOTEL Onyx Hamburg mit seiner in Design & Ambiente einzigartigen Architektur und einem perfekten Service.

Maike Mia Höhne is strict about selecting films. “But then when I attend the award ceremony and see how thrilled the winners are, I often burst into tears”. She laughs. Höhne laughs a lot generally, despite the stress she’s under – she’s currently writing a new film, and preparing the next Berlinale Shorts. “I used to travel a lot more, was even more stressed, now my family’s my anchor,” says Höhne, who lives with her husband and two children in Hamburg Altona. One more statement for the road: “A good music film shows you worlds that you would never discover otherwise, and sends you on a movie-musical journey,” she says. “You’re around the world in 80 minutes”.

TIP: The Music Film Contest opens on 19 September with “Conny Plank − The Potential of Noise” at the Metropolis Kino. As a Reeperbahn Festival ticket-holder you can attend this and the other film showings at B-Movie and Studio-Kino from 20 September onwards. No ticket? No problem! You can buy a last-minute ticket for the Reeperbahn Festival at the Metropolis Kino between 19.00 and 21.00 on 19 September.

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DIE GÖTTIN DES ALTERNATIVE-ROCK UND DIE KAROTTE 30

Als 1999 das schottische Parlament nach 300 Jahren Fremdbestimmung erstmals wieder tagte, durfte Shirley Manson als berühmte Landestochter auftreten – „eine der größten Ehren meines Lebens“. When the Scottish Parliament reconvened after 300 years of remote control, Scotland’s famous daughter Shirley Manson was asked to perform – “one of the greatest honours of my life”.

THE GODDESS OF ALTERNATIVE ROCK AND THE CARROT


31 D Shirley Manson steht seit drei Jahrzehnten auf der Bühne, hat mit ihrer Band Garbage tausende Shows gespielt. Beim Reeperbahn Festival sitzt sie in der Jury des ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award, einem Preis für herausragende musikalische Talente. Wir sprechen mit ihr über die Magie von Live-Auftritten – und was eine Karotte damit zu tun hat. E Shirley Manson has been on stage for three decades, has done thousands of shows with her band Garbage. At the Reeperbahn Festival, she’s now a jury member for the ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award for outstanding musical talents. We talk to her about the magic of live appearances, and what a carrot has to do with it. INTERVIEW Kim-Lara Oswald

Shirley, du tourst diesen Sommer mit Debbie Harry, hast mehr als die Hälfte deines Lebens auf der Bühne verbracht. Ist es immer noch aufregend für dich, da oben zu stehen? Ich spiele in Bands seit ich 15 bin – ich kenne das gar nicht anders (lacht). Wenn überhaupt, dann genieße ich umso mehr was ich tue, je älter ich werde. Als ich jünger war, wurde ich ziemlich mürrisch und sauer, wenn ich einen Fehler gemacht habe oder das Publikum nicht mitging. Das vermieste mir den Auftritt. Mittlerweile habe ich verstanden: Das ist sowas von belanglos. Das Wichtige ist: Ich suche nach Wahrheit, und das tue ich jede Nacht, unablässig.

COPYRIGHTS PORTRAIT: Joseph Cultic / BAND: Lindsey Byrnes

Du gehst sehr offen mit deinen Selbstzweifeln um – auf der anderen Seite hast du einem Reporter erzählt, dass deine Angst weg ist, sobald du auf der Bühne stehst. Warum ist das so? Wenn ich die Antwort darauf hätte, würde ich einen Bestseller schreiben. Aber ich glaube für mich – und das ist bei jedem anders – ist es so: Ich betrete die Bühne und bin geschlechts- und alterslos. Das ist unglaublich befreiend. Ich weiß nicht, was diese Verwandlung auslöst, aber sie geschieht und das ist etwas, das ich immer als sehr aufregend empfunden habe. Das klingt fast spirituell. (Lacht ein röhrendes und sehr ansteckendes Lachen) Näher werde ich der Spiritualität nicht kommen, soviel steht fest. Ich bin nicht gläubig, ich übe keine Religion aus und ich habe immer daran geglaubt, mein eigenes Ding zu machen. Aber in mancher Hinsicht ist die Erfahrung spirituell. Nicht von dieser Welt. Du sagst, dass du mit 15 Jahren angefangen hast Musik zu machen. Wer hat dich damals inspiriert? Als Kind bin ich über Siouxsie Sioux gestolpert, die im Fernsehen bei Top of the Pops auftrat. Sie war für mich das Vorbild für das, was ich mir von einer Künstlerin wünsche. Sie verkörperte einfach alles, das aufregend war, gefährlich, herausfordernd, interessant, intellektuell. Durch sie habe ich Patti Smith entdeckt, Chrissie Hynde, Debbie Harry und Stevie Nicks. Ich war in meiner Jugend besessen von ihnen – und bin es heute noch. Die meisten der ANCHOR-Nominierten sind Newcomer – wonach suchst du bei ihnen? Was mich reizt ist Wahrheit. Als Talent kannst du deine 15 Minuten Ruhm haben, egal wer du bist und wie du

You’re touring with Debbie Harry this summer, you’ve spent more than half your life on stage. Is there still a thrill for you when you step on stage? I’ve been performing with bands since I was about 15 years old – it’s all I really know (laughs). If anything, the older I’ve got the more I found joy in what I do. When I was young I would get really grumpy and upset if I made a mistake or the crowd were quiet. That would spoil my enjoyment of the show and now I realise: it’s so inconsequential! The important thing is: I dig for truth and I will do that every night, relentlessly. You’re very open about having self-doubts – on the other hand you said to a reporter that once you’re on stage you’re not scared anymore. Why is that? If I had the answer to that I’m sure I’d be writing an international bestseller. But I think for me – and it’s different for everyone – I go on stage and I am genderless and I am ageless. That’s incredibly freeing. I don’t know why that metamorphosis occurs but it does and it’s something that I’ve always found really thrilling. It almost sounds spiritual. (Laughs a roaring and most infectious laugh) it’s the closest I’ll ever get to being spiritual, that’s for sure. I’m a non-believer, I don’t practice a religion and I always believed in marching to my own drum. But it is spiritual in some ways. Not from this world. You said you started music when you were 15. Who was your inspiration back then? When I was a child I accidentally discovered Siouxsie Sioux on TV performing on Top of the Pops. She set the template for me of what to desire from a performer. She encapsulated everything that was exciting, dangerous, challenging, interesting, intellectual. Through her I discovered Patti Smith, Chrissie Hynde, Debbie Harry and Stevie Nicks. I was obsessed with them when I was young and have remained that way ever since. Most of the ANCHOR nominees are newcomers – what are you looking for in them? What excites me is truth. You can – as a young talent – enjoy 15 minutes of fame no matter who you are and how you approach things, but if you’re not willing to dig a little deeper as an artist you won’t last. I see a lot of young talents that remind me a little of automated dolls – they look perfect, they sing perfectly, they pose in magazines like supermodels but they don’t appear to have anything to say.


32 an Dinge herangehst. Aber wenn Künstler nicht gewillt sind, etwas tiefer zu schürfen, dann sind sie nicht von Dauer. Ich sehe viele Talente, die mich ein bisschen an Roboter-Püppchen erinnern – sie sehen perfekt aus, sie singen perfekt, sie posen in Magazinen wie Supermodels, aber es scheint nicht so, als hätten sie etwas zu sagen. Deine Co-Jurorin Emily Haines hat gesagt, dass der ANCHOR sie anspricht weil er so anders ist als „dieses ganze American Idol-Zeug“. Was hat dich gereizt? Da brauche ich nur zwei Wörter: Tony Visconti (lacht). Ich bin dabei! Ich darf mit jemandem Zeit verbringen, den ich als großen Meister seines Fachs betrachte. Ich darf eine Woche in Hamburg verbringen. Ich meine ... entschuldige (lacht)! Das ist verdammt nochmal großartig! Und es ist eine unglaubliche Gelegenheit für junge Künstler, weil Musiker so selten über ihr Handwerk reden. Man bekommt also andere tolle Talente auf der Bühne zu sehen und kann Leuten zuhören, die Musik wirklich leben. Das ist etwas ganz Besonderes.

Du musst so hoch zielen wie es geht, und natürlich bist du am Ende dein eigenes chaotisches, unvollkommenes Selbst. Aber das gilt auch für jeden anderen da draußen.

Du hast drei Jahrzehnte Erfahrung. Was ist dein Rat an junge, talentierte Künstler? Da gibt es eine Milliarde Dinge. Aber eine Sache muss, glaube ich, jeder junge Künstler hören: Du hast schon alles, was du brauchst. Vergleiche dich mit niemandem. Nimm was du hast, mach das Beste draus. Wenn du diese Einstellung beibehältst, wirst du merken, dass du selbst ein Meister deines Fachs werden kannst – unabhängig davon, ob Menschen das was du machst kaufen oder nicht kaufen, es schätzen oder nicht schätzen. Du musst so hoch zielen wie es geht, und natürlich bist du am Ende dein eigenes chaotisches, unvollkommenes Selbst. Aber das gilt auch für jeden anderen da draußen. Was ist deiner Meinung nach das Geheimnis einer tollen Performance? Es geht darum, wie es sich anfühlt – nicht wie es aussieht. Ich habe sehr einfache Shows gesehen – mit wenig Beleuchtung und ohne Tanz, ohne Kostümwechsel und ohne raffinierte Gimmicks – und an die erinnere ich mich mein ganzes Leben lang. Ich habe aber auch große Spektakel gesehen, an die ich mich erinnere. Letztendlich steckt in Show nicht das „zur Schau stellen“ – es geht darum, eine Verbindung mit anderen Menschen aufzubauen. Wenn das geschieht ... dann ist das Nirvana (lacht). Und du versucht verzweifelt, das in deiner eigenen Arbeit zu erreichen. Du jagst der baumelnden Karotte hinterher. Glaubst du, du wirst die Karotte jemals erwischen? Ich glaube, ich will die Karotte überhaupt nicht. Als Künstler musst du immer weiterwachsen. Wenn du die Karotte erwischt, wirst du ein Langweiler. (lacht)


33 You have to aim for the highest and somewhere you will be your own messy, imperfect self. But that’s equally valid for anyone else out there. Emily Haines, your co-juror, said that what attracted her to the ANCHOR was that it’s so different from “all this American Idol stuff”. What excited you? I’ll give you two words: Tony Visconti (laughs). I’m in. I get to hang with someone that I consider a great master at what he does, I get a week in Hamburg. I mean ... excuse me (laughs)! Bloody amazing! And it’s an incredible opportunity for young artists because we rarely hear musicians talk about their craft. So next to experiencing great talent you also hear people who live and breathe music every day of their life. That’s extraordinary. You have three decades of experience under your belt. What’s your advice for young talent? There’s a billion and one things. However, there is something I feel every young artist has to hear, which is: you already have everything you need. Don’t compare yourself to anyone else. Take what you have, make it the best it can be and you will find that if you keep employing that attitude, you yourself become a master at what you do – regardless of whether people buy it or don’t buy it, revere it or don’t revere it. You have to aim for the highest and somewhere you will be your own messy, imperfect self. But that’s equally valid for anyone else out there.

Rund 20 Millionen verkaufte Platten: Steve Marker, Butch Vig, Shirley Manson und Duke Erikson machen seit 1994 unter dem Namen Garbage gemeinsam Musik. Around 20 million records sold: Steve Marker, Butch Vig, Shirley Manson and Duke Erikson have been making music together since 1994 under the name Garbage.

In your opinion, what’s the secret of a great performance? It’s about how it feels, not how it looks. I have seen very simple shows with very little lighting and no dancing and no costume changes and no fancy gimmicks, and they’ve stayed with me for the length of my entire life. I’ve also seen spectacles which have stayed with me, but ultimately the show is not about you showing off, the show has to be about how can you connect to another human being. When that happens ... that’s nirvana (laughs). And you try desperately to reach that in your own work. You’re chasing the dangling carrot.

EPHIL

ELEKTRONISCHE MUSIK IM RESONANZRAUM ST. PAULI

09.11.2017 PEDER MANNERFELT 06.12.2017 DASHA RUSH 07.03.2018 GRISCHA LICHTENBERGER

Do you think you’ll ever get the carrot? I believe I don’t even want the carrot. You have to always grow as an artist. If you get the carrot you become a bore. (laughs)

BUNKER FELDSTRASSE 21 UHR TIPP: Neugierig geworden? Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award findet vom 20. bis 23. September im Rahmen des Reeperbahn Festivals statt. Die Konzerte der nominierten Acts sind für alle Festival-Ticketinhaber zugänglich und im Programm mit dem ANCHOR Signet gekennzeichnet. Der Gewinner wird am Samstag, 23. September, bekanntgegeben. Wer live bei der Preisverleihung dabei sein will, hat hier die Chance auf 2 x 2 Tickets. Schreibt einfach bis zum 1. September 2017 eine Mail mit dem Stichwort „Anchor“ an contact@reeperbahnfestival.com – die Gewinner werden per Zufallsprinzip ausgewählt. Viel Glück! TIP: Curious? The ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award will take place from 20 to 23 September as part of the Reeperbahn Festival. The nominated acts’ concerts are accessible to all Festival ticket-holders and marked in the programme with the ANCHOR signet. The winner will be announced on Saturday, 23 September. If you would like to see the award ceremony live, you have the chance to win 2 x 2 tickets here. Just send an e-mail with the word “Anchor” by 1 September 2017 to contact@reeperbahnfestival.com – the winners will be selected at random. Good luck!

TICKE TS 040 357 666 66 WWW.ELBPHILHARMONIE.DE

RESONANZRAUM ST. PAULI

Medienpartner


34presented by

B E LIE BTE R AL S SONNE :

DER HELGA!® 2017 Am 21. September 2017 kommt die Festival-Welt im Imperial Theater auf St. Pauli zusammen und kürt die Gewinner des unabhängigen FestivalAwards, verliehen von


35 NDR.DE/NDR2

Foto: Randy Faris | Corbis

FACEBOOK.COM/NDR2 TWITTER.COM/NDR2

ALICE MERTON WELSHLY ARMS MAXIMO PARK 21.09.2017 | DOCKS | 20 UHR EINLASS: 19 UHR


36

PROGRAMM A-Z D

Unser gesamtes Programm inklusive Spieltag, Uhrzeit und Location findet ihr auf unserer Website reeperbahnfestival.com und in der Mobile App. E Find our full programme including times and locations on our website reeperbahnfestival.com and on our Mobile App. NameGenre

NameGenre

MUSIC A

Blood Command, NO

Rock / Punk

Adam Naas, FR

Pop / R’n’B / Soul

Boiband, DE

Indie

Adna, DE

Singer-Songwriter

BRUTUS, BE

Rock

Adulescens, DE

Rock / Pop

Alice Merton, CA / DE / GB

Pop

C

Aliocha, CA / FR

Singer-Songwriter / Pop

Candelilla, DE

Indie / Punk

All Them Witches, US

Rock

Chantal Acda, BE

Folk

ALL WE ARE, GB

Indie / Pop

Charlie Cunningham, GB

Singer-Songwriter

Amadou & Mariam, ML

Pop / Folk

Childhood, GB

Pop

Ankathie Koi, AT

Pop

Clap Your Hands Say Yeah, US Rock / Indie

Ant Antic, AT

Pop / Electronic / Live

Cocaine Piss, BE

Rock

Antje Schomaker, DE

Singer-Songwriter / Pop

Cosima, DE / GB

Singer-Songwriter /R’n’B / Soul

Arcane Roots, GB

Rock

Current Swell, CA

Rock / Indie

ARY, NO

Pop

Astronautalis, US

Hip-Hop / Rap

D

ÄTNA, DE

Pop / Electronic / Live

Dangers Of The Sea, DK

Indie / Folk

Daniel Brandt & Eternal Something, DE

Contemporary /  Electronic / Live

B Banfi, GB

Indie

DARDAN, DE

Hip-Hop / Rap

Barbagallo, FR

Indie

Dean Lewis, AU

Singer-Songwriter / Pop

Beth Ditto, US

Indie / R’n’B / Soul

Dermot Kennedy, IE

Singer-Songwriter 

BETSY, GB

Pop

Dillon, DE

Indie / Pop

Black Honey, GB

Rock / Indie

DiscoCtrl, DE / US

Hip-Hop / Rap

Black River Delta, SE

Rock / Folk

Dispatch, US

Rock / Folk


37 NameGenre Dream Wife, GB

Rock / Indie

E EDSUN, LU

R’n’B / Soul

einarIndra, IS

Pop / Electronic / Live

EMA, US

Rock / Pop

Erregung öffentlicher Erregung, DE

Punk

Everything Everything, GB

Indie / Pop

F Faber, CH

Singer-Songwriter

Farewell Dear Ghost, AT

Indie / Pop

Farveblind, DK

Pop / Electronic / DJ

Fast Romantics, CA

Indie

Fayzen, DE

Pop

Fazerdaze, NZ

Rock / Indie

Fenne Lily, GB

Folk

FIBEL, DE

Indie / Punk

Findlay, GB

Pop

Fink, GB

Indie / Singer-Songwriter

First Hate, DK

Indie

Fizzy Blood, GB

Rock

Flora Cash, SE / US

Singer-Songwriter

Francobollo, GB

Indie

Friends Of Gas, DE

Indie / Punk

Fyfe, GB

Pop

G Get Your Gun, DK

Indie

Gold Class, AU

Rock

H Heartbeast, DE

Electronic/Live /  R’n’B / Soul

HEIM, DE

Rock

I IDER, GB

Pop

Ilgen-Nur, DE

Indie

INGOLD, DE

Pop / Electronic / Live

INHEAVEN, GB

Indie

Isolation Berlin, DE

Indie

J J. Bernardt, BE

Indie / Pop

Jade Bird, GB

Pop / Folk

Jane Weaver, GB

Indie

JBXDR, DE

Electronic / Live

Jen Cloher, AU

Singer-Songwriter / Folk

01. Dezember 2017

Hamburg

Uebel & Gefährlich WWW.PARCELSMUSIC.COM

f PA R C E L S M U S I C

Written & Composed by : Patrick Hetherington ⁄ Louie Swain Jules Crommelin ⁄ Noah Hill ⁄ Anatole Serret. Published by : Éditions Kitsuné ⁄ Warner Chappell Music Cover art by Philippe Jarrigeon ℗ & © 2016 Kitsuné KB12V-247

MYENEMY GAMESOFLUCK HIDEOUT OLDER ALLAROUND

Tickets & Infos unter www.fkpscorpio.com

EP O


38 NameGenre

NameGenre

JFDR, IS

Pop

Mogli, DE

Singer-Songwriter

joan, US

Indie / Pop

Moop Mama, DE

Hip-Hop / Rap

Joe Fox, GB

Singer-Songwriter /  R’n’B / Soul

N

JOHNNYSWIM, US

Pop / R’n’B / Soul

Naaz, NL

Singer-Songwriter

Jordan Klassen, CA

Singer-Songwriter / Folk

Nadine Shah, GB

Indie

Jordan Max, GB

Indie / R’n’B / Soul

Newton Faulkner, GB

Singer-Songwriter

Jordan Prince, DE

Folk

Nilüfer Yanya, GB

Singer-Songwriter

Jules Ahoi & The Deepsea Orchestra, DE

Folk

Noah Kahan, US

Singer-Songwriter

Noah Slee, NZ

Electronic / Live /  R’n’B / Soul

Novo Amor, GB

Singer-Songwriter

K Kat Frankie, DE

Singer-Songwriter / Pop

Kalandra, NO

Pop / Folk

O

Kelly Lee Owens, GB

Pop

Omar Souleyman, SY

Folk / Electronic / Live

Kill J, DK

Pop

Oscar and The Wolf, BE

Indie / Pop

King Creosote, GB

Singer-Songwriter

Otzeki, GB

Pop / Electronic / Live

KRAKÓW LOVES ADANA, DE

Indie

OUTLYA, GB

Pop

Owen Pallett  & s t a r g a z e, CA

Indie

L Leoniden, DE

Indie

Let’s Eat Grandma, GB

Pop / Electronic / Live

P

LeVent, DE

Rock / Indie

Pabst, DE

Rock / Pop

Lewis Capaldi, GB

Singer-Songwriter

PACESHIFTERS, NL

Rock

LIFE, GB

Rock / Indie

Palm, US

Rock

Lil Peep, US

Hip-Hop / Rap

PIXX, GB

Indie / Pop

Lion Sphere, DE

Pop

Portugal. The Man, US

Indie

Lisa Mitchell, AU

Singer-Songwriter

Lisa Who, DE

Indie / Pop

R

Loney Dear, SE

Pop / Electronic / Live

Rationale, GB

Pop / R’n’B / Soul

Long Line Down, DK

Rock

Rhys Lewis, GB

Pop / R’n’B / Soul

Lord Youth, US

Indie

Ruby Empress, SE

Pop

Love A, DE

Indie / Punk

lùisa, DE

Indie / Pop

S

LYGO, DE

Rock / Punk

Sarah Klang, SE

Singer-Songwriter

Schwarz, DE

Pop / Electronic / Live

M

SERO, DE

Hip-Hop / Rap

Marika Hackman, GB

Singer-Songwriter / Folk

Shy Luv, GB

Pop

Marlon Williams, NZ

Singer-Songwriter / Folk

Sigurvin Sigurdsson, DK

Folk

Martin Kohlstedt, DE

Contemporary /  Electronic / Live

sir Was, SE

Indie

Skott, SE

Pop

Matt Maltese, GB

Singer-Songwriter

Sløtface, NO

Rock / Indie

Matthew And The Atlas, GB

Indie

Slowy & 12Vince, DE

Hip-Hop / Rap

Mauno, CA

Indie

Sol Heilo, NO

Pop / Folk

Mavi Phoenix, AT

Pop / Hip-Hop / Rap

Sólstafir, IS

Rock

Maxïmo Park, GB

Rock / Indie

Songhoy Blues, ML

Rock

Maybe Canada, SE

Singer-Songwriter

MEUTE, DE

Electronic / Live

Suff Daddy & The Lunch Birds, DE

Jazz / Hip-Hop / Rap

Milk Teeth, GB

Rock / Punk

SWMRS, US

Rock / Punk

Mise en Scene, CA

Rock / Indie

Syml, US

Singer-Songwriter


NameGenre

Foto: Digital Vision

39

T The Amazons, GB

Rock

The Bongo Club, SE

Rock

The Devils Tiny Chains, DK

Folk

The Districts, US

Indie

The Drums, US

Indie

The King Blues, GB

Rock

The Marcus King Band, US

Rock

The Wanton Bishops, LB

Rock / Indie

Theme Park, GB

Indie / Pop

This Is The Kit, FR / GB

Singer-Songwriter / Folk

Timber Timbre, CA

Folk

Tinpan Orange, AU

Pop / Folk

Tom Grennan, GB

Singer-Songwriter

Tom Rogerson, GB

Contemporary

Tom Walker, GB

Singer-Songwriter / Pop

Trevor Sensor, US

Indie

TUA, DE

Electronic / Live /  Hip-Hop / Rap

Turtle Bay Country Club presents Cook ’n’ Dub, DE

Food Dub

Tuys, LU

Indie

V Vincent Hall, DE

Singer-Songwriter

Vök, IS

Indie / Pop

W Wandl, AT

Pop / Electronic / Live

Waxahatchee, US

Indie

Welshly Arms, US

Rock

When ’Airy Met Fairy, LU

Pop

White Wine, DE

Rock / Indie

WILDES, GB

Indie / Singer-Songwriter

Wucan, DE

Rock

Wunderwelt, DE

Pop

X Xavier Darcy, DE

Das Reeperbahn Festival bei NDR Info Tipps, Talks und Konzert-Highlights NDR Info Nachtclub täglich ab 23.05 Uhr Im Radio auf UKW 92,3 sowie über DAB+ oder im Livestream auf ndr.de/nachtclub

Singer-Songwriter

Y Yasmine Hamdan, LB

Singer-Songwriter /  Electronic / Live

Yellow Days, GB

Indie

Z Zeal & Ardor, CH / US

Rock

Wissen was die Welt bewegt.

# 47SOUL, JO / PS

Electronic / Live / Hip-Hop / Rap


40 NameGenre

ARTS

NameGenre

Sonica Sequence, SE

Music Documentary

Sound System, DE / FR

Music Documentary

Tangerine Dream – Revolution of Sound, DE

Electronic / Live /  Music Documentary Rock / Music Documentary

Anna Hubner, DE

Performing Arts

Anne Pretzsch, DE

Performing Arts

The Rolling Stones Olé Olé Olé: A Trip Across Latin America, GB

Budny and Rossmann, DE

Visual Arts

To Stay Alive – A Method, NL

Rock / Music Documentary

Christine Kristmann, DE

Performing Arts

Destination Art – Gallery Hopping in der Neustadt, DE

Music Documentary

Guided Tour

Tony Conrad: Completely in the Present, US

Flatstock Europe Poster Convention, US

Wenn Gott schläft, DE Visual Arts

Hip-Hop / Rap Music Documentary

2 + 2 = 22 [The Alphabet], DE

Music Documentary

Hamid Pourazari und Saede Niyazkhani, IR

Performing Arts

L.U.C.K. – Public Space Design, DE

Urban Design

Lemonaid Social Bus, DE

Creative Space

Madeleine Christin Leroy, DE

Performing Arts

Marleen Andreev, DE

Intervention

Radical Tehran, IR

Visual Arts

Reeper Reeper 5 – One Moment in Time, DE

Visual Arts

Thomas Judisch: “too many birds” 2017, Version 13, Kunststoff, DE

Intervention

Viva con Agua Pool_Party, DE Creative Space

FILM Aim for the Roses, CA / GB

Musical Documentary

Black Sabbath – The End of The Eind, GB

Heavy Metal /  Music Documentary

Bülbül, DE / TR

Jazz / Music Documentary

Calexico Next Exit, DE

Indie / Music Documentary

Chuzpe, AT

Punk / Music Documentary

Conny Plank – The Potential of Noise, DE

Music Documentary

I’m Gone – A Film About Amy, CA

Music Documentary

I’ve Lost My Mind in Essen – Music Documentary 40 Jahre Rockpalast-Nacht, DE Offbeat – Musikvideos der Stadt, DE

Short Film

Rumble: The Indians Who Rocked the World, CA / US

Rock / Music Documentary

WORD Alexander Hacke und Books De Hoode, DE

Spoken Word

Diana Weis: Pop formte diesen Körper. Alter, Exzess und Unsterblichkeit, DE

Pop Lecture

Hempel’s Beatles Tour, DE

Guided Tour

Hendrik Otremba: Über uns der Schaum, DE

Spoken Word

IMJA Preisträger-Lesungen, DE Spoken Word Indiecon Island, DE

Creative Space

Michel Massmünster: Das Versprechen der Nacht, CH

Pop Lecture

NDR Blue Backstage, DE

Spoken Word

Ray’s Reeperbahn Revue, GB

Spoken Word

Roger Behrens: This is tomorrow? – Pop als Utopie einer besseren Welt, DE

Pop Lecture

Tex Rubinowitz: Lass mich nicht allein mit ihr, DE

Spoken Word

Tobias Bamborschke: Mir platzt der Kotzkragen. Gedichte, Spoken Word Gedanken und Spelunken, DE Zeit für Zorn? Die Türsteherlesung, DE

Spoken Word


NameGenre

Foto: Zoonar

41

TRAINING DAY Ab durch die Röhre! Musik und Marketing, Technology Geldverdienen mit Youtube, DE Alle an einen statt einer an alle – Daniel Zoll über die Revolu- Marketing tionen im Broadcasting, DE Business- und Karriereplanung, DE

Live, Recorded

Gordon Raphael on Producing The Strokes, Or: How I Accidentally Became the Producer Recorded of a Multi Platinum Selling Album, US Intensivkurs Veranstaltungsrecht, DE

Live

Mach ma’ Instagram! Oder: Wer den Filter nicht ehrt – hat schon verloren?, DE

Marketing, Technology

Managementkompetenzen in der Musikausbildung – Coaching mit Prof. Dr. Martin Lücke, DE

Live, Recorded, Publishing

Touring in Germany, DE

Live

Über sieben Kabelbrücken musst Du gehen... Die KurzanLive leitung zur Konzeption und Durchführung eines Events, DE Virtual Reality – Die Zukunft des Musikmanagements?, IT

Technology

What’s Entertainment Law?, DE Legal Willste nicht wissen, musste aber – sonst gibt’s Ärger! Rechtliche Grundlagen in der Arbeit mit Medien, DE

Publishing

385° – Building a Career in Music Business, US

Live, Recorded, Marketing

BACKSTAGE  Die Radio-Show auf dem 

Reeperbahn Festival 

Mittwoch bis Samstag 18 bis 19 Uhr | „Alte Liebe“ Klubhaus St. Pauli, Spielbudenplatz 27 live auf NDR Blue im Digitalradio DAB+  und im Internet auf ndr.de/ndrblue 

Live-Acts, Talks und Geschichten rund um das Festival Moderation: Das Team vom NDR Info Nachtclub

NDR Blue – das digitale Radioprogramm des NDR


42

Vertrauter Blick. Neuer Standpunkt. Frische Ansichten zu den großen Themen, die unsere Stadt bewegen. Jede Woche im großen Hamburg-Teil der ZEIT und täglich im kostenlosen Newsletter ZEIT Elbvertiefung. ©Foto: Singer-Pictures; Anbieter: Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Buceriusstraße, Hamburg

www.zeit.de/elbvertiefung


INFO

43

VORVERKAUF / ADVANCE BOOKING Tickets: reeperbahnfestival.com Ticket Hotline: +49 (0)40 413 22 60 ABENDKASSE / BOX OFFICE Vor Ort könnt ihr Wristbänder in The Village auf dem Heiligengeistfeld erwerben. Hier findet in diesem Jahr auch erstmals der TAUSCH TICKET GEGEN WRISTBAND nach Vorlage des Tickets statt. The box office can be found at the Ticket Desk located in The Village on Heiligengeistfeld. This is also where you must EXCHANGE YOUR TICKET FOR YOUR WRISTBAND. ÖFFNUNGSZEITEN / OPENING HOURS Mit / Wed – Sa / Sat  PREISE / PRICES 4-Tagesticket Mi – Sa / 4-Day ticket  Wed – Sat  3-Tagesticket Do – Sa / 3-Day ticket  Thu – Sat  2-Tagesticket Fr und Sa / 4-Day ticket  Fri and Sat  Tagesticket Mi / Do / Fr / Sa / 1-Day ticket  Wed / Thu / Fr / Sa 

 10.00 – 24.00 / 10 AM – 12 PM

 95 €  85 €  75 €  30 € / 35 € / 40 € / 50 €

IM TICKET ENTHALTEN* • Konzerte, Shows und Partys • Visual Arts, Performing Arts, Spoken Word, Film • Training Day der Musik- und Digitalwirtschaft • Eatery: Sonderangebote, Menüs und Spezialitäten rund um die Reeperbahn und St. Pauli • Öffentlicher Nahverkehr (HVV) für die An- und Abreise

INCLUDED IN TICKET PRICE* • Concerts, shows and parties • Visual arts, performing arts, spoken word, film • Training Day by music and digital industry • Eatery: special offers, discounted set menus and specialities around the Reeperbahn and St. Pauli • Local public transport (HVV) both ways

* Änderungen vorbehalten / Einlass nur bei nicht ausgeschöpfter Kapazität möglich

* Subject to change / Admission subject to availability

ELBPHILHARMONIE Um im Rahmen des Reeperbahn Festivals ein Konzert in der Elbphilharmonie zu besuchen, ist vorab eine Reservierung notwendig, die ihr direkt beim Ticketkauf unter reeperbahnfestival.com vornehmen könnt (so lange der Vorrat reicht).

ELBPHILHARMONIE If you would like to include a concert at the Elbphilharmonie in your visit to the Reeperbahn Festival, advance reservation is required. You can book directly when purchasing your ticket at reeperbahnfestival.com (while stocks last).

Für den Einlass vor Ort bringt bitte den erhaltenen Voucher für das Konzert in der Elbphilharmonie (bei Ticketkauf vor dem 3. April 2017) bzw. das erhaltene Ticket inklusive Konzert in der Elbphilharmonie (bei Ticketkauf ab dem 3. April 2017) mit zum Ticket Desk auf dem Heiligengeistfeld in The Village. Dort erhaltet ihr direkt beim TAUSCH TICKET GEGEN WRISTBAND eine Sitzplatzkarte, mit der der Eintritt in die Elbphilharmonie erfolgen kann. Der Tausch kann nicht an der Elbphilharmonie erfolgen.

For admission to the performance, please bring your voucher for the concert at the Elbphilharmonie (for tickets purchased before 3 April 2017) or your ticket including the concert at the Elbphilharmonie (for tickets purchased after 3 April 2017) to the Ticket Desk in The Village on Heiligengeistfeld. You’ll be given a ticket for admission to the Elbphilharmonie when you SWAP TICKET FOR WRISTBAND. You can’t do this at the Elbphilharmonie.

MOBILE APP • Kostenfrei erhältlich für iOS und Android • Personalisierbares Programm • Reeperbahn Festival Deezer Playlist • Music Recommender: Line-Up Empfehlungen auf Basis deines persönlichen Musikgeschmacks • News, Map, Livestream, Videos uvm.

MOBILE APP • Available for iOS and Android free of charge. • Personalisable programme • Reeperbahn Festival Deezer Playlist • Music recommender: line-up recommendations based on your personal taste in music • News, map, livestream, videos and much more.


44 Die Haspa Musik Stiftung präsentiert:

NORDLICHTER –

MUSIK AUS HAMBURG „Krach & Getöse“-Preisträger: Emily-Mae Lewis JACE the other SHI Samstag, 23.9.2017, 20.30 Uhr. Haspa Filiale Reeperbahn 70 20359 Hamburg


45


N-JOY.DE

Foto: m-gucci/iStock

46

N-JOY AUF DEM REEPERBAHN FESTIVAL

PORTUGAL. THE MAN OSCAR AND THE WOLF | TOM GRENNAN 23.09. | DOCKS UND DER N-JOY REEPERBUS AUF DEM SPIELBUDENPLATZ: TÄGLICH MIT UNPLUGGED-SETS UND INTERVIEWS.

ENJOY THE MUSIC


47

04.09.17 – Knust

RYAN MCMULLAN

›A Winter‘s Tour‹ // Support: JON KENZIE

08.09.17 – Stadtpark Open Air

MICHAEL KIWANUKA

Support: LEO STANNARD

ÜBERJAZZ

FESTIVAL 2017 17.&18. NOVEMBER Kampnagel Hamburg

10.09.17 – Nochtwache

SAN2 & HIS SOUL PATROL

›Hold on Tour‹

15.09.17 – Sporthalle

PAPA ROACH / CALLEJON

›Crooked Teeth Tour‹

26.09.17 – Große Freiheit 36

PHOENIX

THUNDERCAT // CHRISTIAN SCOTT HENRY WU PRESENTS KAMAAL WILLIAMS YUSSEF DAYES // MOSES SUMNEY NICK HAKIM // XAMVOLO and many more

ueberjazz.com

26.09.17 – Laeiszhalle

TORI AMOS

›Native Invader Tour‹ // Support: BELL X1

29.09.17 – Laeiszhalle

MIKE & THE MECHANICS

25.10.17 – Fabrik

18.11.17 – Docks

27.10.17 – Kleiner Donner

20.11.17 – Knust

ARRESTED DEVELOPMENT

›Let me fly Tour‹ // Support: BEN MCKELVEY

VESSELS

03.10.17 – Logo

29.10.17 – Mojo Club

PRIME CIRCLE

08.10.17 – Große Freiheit 36

MACHINE GUN KELLY

19.10.17 – Barclaycard Arena

ROBIN SCHULZ

20.10.17 – Mehr! Theater

BRIT FLOYD

›Immersion World Tour‹

20.10.17 – Kleiner Donner

KYLE

21.10.17 – Mojo Club

ASTRID S

›Party’s over World Tour‹

KC REBELL & SUMMER CEM

PUBLIC SERVICE BROADCASTING

SYLVAN ESSO

›Every Valley Tour‹

01.11.17 – Uebel & Gefährlich

ANATHEMA

23.11.17 – Knust

›The Optimist‹ Europe Tour // Special Guest: ALCES

IVY QUAINOO

27.11.17 – Sporthalle

STONE SOUR

01.11.17 – Mehr! Theater

KASABIAN

Special Guest: The Pretty Reckless

Special guests: SLAVES

05.12.17 – Mehr! Theater

ENTER SHIKARI

02.11.17 – Docks

BANKS

12.12.17 – Gruenspan

ALISON MOYET

09.11.17 – Docks

PVRIS

›The Other Tour‹

10.11.17 – Docks

19.12.17 – Uebel & Gefährlich

ROMANO

WAY BACK WHEN IV 29. SEPTEMBER – 01. OKTOBER 2017 · DORTMUND TICKETS UNTER: WWW.WAYBACKWHEN.DE

LANY

PORTUGAL. THE MAN · SLOWDIVE

ROOSEVELT · THE DISTRICTS · DRANGSAL · MOGLI · THE VEILS ISLAND · WARHAUS · LEONIDEN · GURR · ADNA · LONEY DEAR THE AMAZONS · VOODOO JÜRGENS · WAXAHATCHEE LEWIS CAPALDI · VAN HOLZEN VISIONS STAGE · VAL SINESTRA VISIONS STAGE und viele mehr...

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TICKETS: 01806 62 62 80* & (040) 413 22 60

€ 0,20 / ANRUF AUS DEM FESTNETZ, MOBILFUNK MAX. € 0,60 / ANRUF

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OTHERKIN THE DEBUT ALBUM TOUR / ALBUM OUT SEP 29TH

THE DEBUT ALBUM TOUR / ALBUM OUT SEP 29TH

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IMPRESSUM / IMPRINT Veranstalter und Herausgeber / Organiser and Publisher Reeperbahn Festival GbR Neuer Pferdemarkt 1 20359 Hamburg Tel. +49-40-431795917 Fax. +49-40-431795926 contact@reeperbahnfestival.com reeperbahnfestival.com Persönlich haftende Gesellschaft / Personally liable partners Inferno Events GmbH & Co. KG und Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH V.I.S.D.P Alexander Schulz Redaktion Reeperbahn Festival / Editorial staff Reeperbahn Festival Lisa Petersen Hannah Bahr Konzeption und Umsetzung / Concept & Realisation Die Brueder diebrueder.com

Redaktion Die Brueder / Editorial staff Die Brueder Kim-Lara Oswald Urs Spindler Autoren / Authors Nico Cramer Kim-Lara Oswald Jan Paersch Imke Wrage Fotografen / Photographers Tom Roeler Torben Weiss Illustration Christian Wischnewski Layout Martin Kaumanns (Die Brueder)

Übersetzung / Translations Helen Robertson Laura Lichtblau (Lyrik / Lyric) Lithograf / Lithograph Wunschbildverlag Brecour Druckerei / Printer optimal media GmbH on 100g/m² Maxi Offset Schrift / Font Helvetica Neue LT Pro Auflage / Circulation 25.000


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REEPERBAHN FESTIVAL 20 – 23 SEPT 2017 500 CONCERTS • Beth Ditto • Love A • Maxïmo Park • All Them Witches • Moop Mama • Dispatch • Faber • Slowy & 12Vince • Suff Daddy & The Lunch Birds • Owen Pallett & s t a r g a z e • Portugal. The Man • Oscar and The Wolf • Songhoy Blues • Dillon • TUA • Alice Merton • Welshly Arms • Charlie Cunningham • Everything Everything • SERO • Timber Timbre • The Drums • Zeal & Ardor • Yasmine Hamdan • Vök • The Amazons • The Districts • Kelly Lee Owens • Arcane Roots • Daniel Brandt & Eternal Something • MEUTE • Current Swell • Waxahatchee • Wucan • Tom Grennan • Antje Schomaker • Newton Faulkner • lùisa • Sol Heilo • The Marcus King Band • Mogli • Clap Your Hands Say Yeah • Rationale • Sólstafir • Amadou & Mariam • Omar Souleyman • and more ARTS • FILM • WORD • TRAINING DAY • FOOD • CONFERENCE reeperbahnfestival.com

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