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Gibt es noch Klassen? - sozialismus.info

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Gibt es noch Klassen? Thema: .megafon - sozialistische jugendzeitung, Marxismus, veröffentlicht: 01.08.2010

Marxismus für Dummies (aus der .megafon Nummer 2) Marxismus ist Quatsch. Er ist Quatsch, weil er veraltet und überholt ist. Er ist veraltet und überholt, weil er die Arbeiterklasse befreien möchte, die es gar nicht mehr gibt und mit ihr das System stürzen will. Alles Quatsch. Oder etwa nicht? von Nico „... die Klasse der gänzlich Besitzlosen, welche darauf angewiesen sind, den Bourgeois[Kapitalist] ihre Arbeit zu verkaufen, um dafür die zu ihrem Unterhalt nötigen Lebensmittel zu erhalten. Diese Klasse heißt die Klasse der Proletarier oder das Proletariat.“ So beschrieb Marx" engster Vertrauter Friedrich Engels die Klasse, von der so oft behauptet wird, dass es sie gar nicht mehr gäbe. Engels sagt damit, dass es Menschen gibt, die keine eigenen Maschinen oder keine eigene Firma besitzen. Er behauptet, dass es Menschen gibt, die nichts haben außer der keine andere Möglichkeit haben, als ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Außerdem meint er, dass diese Menschen nur überleben können, indem sie Arbeit für andere verrichten und diese Arbeit können sie sich selten aussuchen. Wir hier unten... Solche Menschen gibt es wirklich nicht mehr? Wie nennt man nun also die Menschen, die den ganzen Tag an der Maschine arbeiten, 8 Stunden oder mehr vorm Bildschirm sitzen und Tabellen ausfüllen müssen oder Fenster putzen? Richtig, diese Leute heißen ArbeiterInnen/ProletarierInnen, auch wenn sie oft anders genannt werden, zum Beispiel Angestellte, Beamte etc. Das heißt also, dass es immer noch ArbeiterInnen gibt, laut WSI Statistik sogar 34,2 Millionen in Deutschland, dazu kommen SchülerInnen, Studierende, RentnerInnen, Erwerbslose, die im weiteren Sinne zur Arbeiterklasse gehören. ...und Ihr da oben

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Dass es Klassen gibt und dass diese auch weiter gefestigt werden, können wir täglich erleben. Zum Beispiel durch Eliteschulen und Edelkitas, wie der Villa Ritz in Potsdam mit Bodyguards, Wellness-Oase und Chinesischunterricht. Dieser Luxus wird uns vorenthalten. Die FabrikarbeiterInnen müssen beim Einkaufen genau rechnen, während der Firmeneigentümer eine Uhr hat, die mehr als das Monatseinkommen seiner ArbeiterInnen wert ist. Wenn dann die nächste Gehaltskürzung ansteht, werden die FabrikarbeiterInnen merken, dass es jedem und jeder von ihnen schlecht geht und wenn diese ArbeiterInnen die Gegensätze ihrer Position und der des Fabrikchefs erkennen, dem es wahrscheinlich weniger schlecht geht, werden sie sich ihrer Klasse bewusst. Marx spricht vom „Klassenbewusstsein“. Obwohl dieses Klassenbewusstsein nicht bei jedem vorhanden ist, steckt doch jeder in seiner Klasse. Und es gibt sie doch! Also gibt es sehr wohl noch eine Arbeiterklasse, ein Proletariat. Wenn es ein Proletariat gibt, gibt es auch eine Klasse, die über die Arbeiter herrscht, die Kapitalisten. Das sind die Bosse, Manager, Shareholder und Vorstandschefs, denen die Fabriken, Maschinen, Webserver und Banken gehören und die sie kontrollieren – als Aktienpaket oder Privatbesitz. Diese Leute beuten die Arbeiterklasse aus. Das heißt, dass sie die Gewinne, die gemeinschaftlich geschaffen werden nicht gleichmäßig unter sich und der Belegschaft aufteilen, sondern den ArbeiterInnen nur so wenig zahlen, wie sie gerade müssen. Die Kapitalisten haben kein Interesse, etwas an diesem Zustand zu ändern. Das wird so bleiben, solange es Klassen gibt. Denn solange es die gibt, wird immer die eine die andere unterdrücken und ausbeuten. Sozialismus Als MarxistInnen sind wir der Meinung, dass das Privateigentum an Banken, Konzernen und Aktiengesellschaften abgeschafft gehört und dadurch eine wirklich gute und gerechte Gesellschaft aufgebaut wird, eine Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet. In dieser Gesellschaft würden die Betriebe, Konzerne und Banken der Allgemeinheit gehören und man könnte sie gemeinsam demokratisch verwalten und entscheiden, was und wie produziert werden soll. Punkt!

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