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hat sie ein Gestell aus Metall bauen lassen. Es hat nicht nur den Zweck, die Holzscheite aufzunehmen, sondern stellt eine hübsche Trennwand zum Komposthaufen dar. Als ebenso außergewöhnliche wie gelungene Idee erwies sich eine niedrige Stützmauer aus Zeitungspapierstapeln. Damit die Erde vom Hang nicht herunterrieselt. „Diese Papiermauern sind sicher fünf Jahre alt und halten immer noch“, sagt Susanne. Und weil das derart gut funktioniert, wird sie so eine Wand bei ihrer Meisterprüfung zur Landschaftsgärtnerin bauen. Denn inspiriert durch den eigenen Garten, besuchte sie im zweiten Bildungsweg die Berufsschule der Gärtner in Großwilfersdorf, legte die Befähigungsprüfung für Gartenund Landschaftsgestaltung ab und arbeitet seit Sommer 2007 als Gartenplanerin. Jetzt kommt noch die Meisterprüfung. „Wenn ich für andere plane“, sagt Susanne, „dient mein Garten oft als Schaugarten und gleichzeitig für mich als praktisches Übungsfeld.“ Schließlich habe ein Garten auch mit Lernen zu tun, mit Sich-Kümmern und Wissen über die Pflanzen, die Pflege und den Pflanzenschutz. Das alles natürlich ohne Chemie. Darauf legt sie viel Wert. „Deshalb wird bei uns viel gemulcht und wenig gegossen. Für die Kübelpflanzen sammeln wir Regenwasser, und beim Kompostieren sind wir schon Meister.“ Blauer Schwede und rote Emma

Experimentiert wird hier schon seit vielen Jahren. Mit den Zwiebelblühern beispielsweise. Große, ordentliche Beete mit Tulpen, wo sie brav in Reih und Glied stehen, überzeugten Susanne noch nie: „Deshalb habe ich zwanglose Tulpengruppen gesetzt, die überall im Garten auftauchen, die roten beim Sitzplatz, die weißen im Elfengarten und die gelb-rot gestreiften am Teich hinter den Sumpfdotterblumen.“ Auch im Gemüsegarten zeigt Susanne wenig Scheu vorm Ausprobieren. So wuchsen blaue und rote Erdäpfeln heran, seltene Sorten, die man nicht im Geschäft kaufen kann. Der ausgezeichnete Geschmack von „Blauer Schwede“ und „Rote Emma“ haben den Anbau gerechtfertigt, auch wenn die Ernte wenig üppig ausfiel und schwierig war: „Haben Sie schon einmal dunkelblaue Kartoffeln aus dunkelbrauner Erde geholt?“ Und das Moorbeet mit Azaleen, Farnen, Rhododendron und Purpurbirken am Rand des Waldes ist nicht einfach nur gemulcht,

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Sammelsurium außergewöhnlicher Ideen: Na feugue tie elis dolorero conullan volore tewar vulDie Stützmauer aus Zeitungspapierstapeln puteExperiment, eugait non utpat. Iliquam illum del ip ent nit, ein das sich bewährt hat. Unten: core dolesen dreet, con venim nullam et faccum Katze Vivi ruht auf dem Hausbankerl, imlaeingeiusto dolore fassten Gemüsegarten leuchten die Salatköpfe.

Servus in Stadt & Land 07/2011  

Servus in Stadt & Land - Vorschau auf die Ausgabe 07/2011

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