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REAL DRIVING DRIVING REAL LIFESTYLE MOTORMAGAZIN 09/2013 05/2013 ISBN 978-3-942853-34-7 978-3-942853-25-5

AREMANA

EHCSROP


PP

anamera kommt nicht von Panama, aber fast. Panama und Carrera kĂśnnte ja Panamera ergeben. anama liegt zwischen Costa Rica und Kolumbien. Der Kanal verbindet den Atlantik und den Pazifik. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstututes Gallop aus dem Dezember 2012 gehĂśren die Panamaer zu den glĂźcklichsten Menschen der Welt.


OP

b mit oder ohne Panamhut. Diese Kopfbedeckung ist besonders durch seine Träger weltweit bekannt geworden: aul Newman, Hemingway oder Churchill trugen Jipijapas, so der Name im spanischen Sprachraum. Die Panamahüte werden zu großen Teil in Manufakturen in Panama, Mexiko oder Ecuador aus Palmfasern hergestellt.


A

ber auch in der Stadt Jipijapa, in der ecuadorianischen Provinz Manabi. Die 70.000-EinwohnerStadt liegt eingerahmt von den Provinzen Montecristi, Montaviajo, 24 de Mayo, Paijan und Porto Lopez. Jipijapa hat auch eine nette Facebook-Seite (Jipijapa).


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lingt alles gut, ist aber nicht so, denn Panamera kommt von Panamericana. as mexikanische Langstreckenrennen, die Carrera Panamericana, war der Namenspate für die schwäbische Oberklasse-Limousine mit Frontmotor. Die Carrera Panamericana fand ab 1950 auf öffentlichen Straßen statt und ist damit eng verwandt mit der Mille Miglia und der Targa Florio.


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llerdings war sie in der Anfangsstreckenführung mit 3.436km doppelt so lang wie die Mille Miglia. Und die zieht sich schon ganz schön.

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er das italienische Autorennen einmal mitgemacht hat, weiß, dass es ein großes Abenteuer ist, das riesigen Spaß macht.

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och größer ist die Freude, wenn man endlich im Ziel ist. Wie mag das erst bei der Panamericana gewesen sein. Viel zu viele schwere Unfälle führten auch bei der Panamerica zur Einstellung des Rennbetriebes.

ie Straße Panamericana führt von Alaska bis nach Feuerland und erstreckt sich in Nord-Südrichtung auf fast 26.000 Kilometer Länge.


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as gesamte Straßennetz umfasst rund 48.000 Kilometer. Zur ersten Carrera Panamericana waren nur fünfsitzige Serienlimousinen zugelassen. ine formidable Idee. Man stelle sich vor: ein Opel Insignia, ein Ford Mondeo, eine Mercedes-Benz E-Klasse, ein 5er BMW und ein Passat auf neun Etappen durch Mexico und nach 6 Tagen am Ziel. Der Panamera hätte als Viersitzer nicht mitfahren dürfen. Das kann Porsche leicht verkraften, schließlich hat sich die Limousine seit 2009 viel besser verkauft als erwartet. as Ziel von 20.000 Stück pro Jahr war sehr konservativ angesetzt. Im Jahr 2012 haben die Zuffenhausener 29.000 Stück abgesetzt, insgesamt schon 100.000 Stück. in Drittel davon sind in China unterwegs, ein Viertel in den USA. Der neue Panamera ist schärfer geworden. Vorne und besonders hinten. Der Powerdome auf der Motorhaube ist nun markanter. Die neuen Scheinwerfer leuchten serienmäßig als Bi-Xenon-Strahler, als Option auch als LED-Hauptscheinwerfer. Im Rückspiegel erkennt jeder den nahenden Panamera am Vier-Punkt-Tageslicht.


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in Leuchtquadrat mit deutlichem Überholimage. Die seitlichen Lufteinlässe am Bug und die Seitenschweller sind größer geworden. Am meisten hat sich am Heck getan. er etwas barocke Eindruck des Vorgängers ist verschwunden. Der neue Heckdeckel hat eine breitere Scheibe, das Kennzeichen sitzt tiefer und die Diffusorlinie ist neu.


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n Verbindung mit den neuen Heckleuchten wirkt der Panamera von hinten viel schlanker und gelungener. ie Heckklappe öffnet und schließt sich jetzt serienmäßig automatisch. Das neue Fahrwerk mit neuen Lagern bringt mehr Komfort. Apropos: Wer sich für die Variante Executive entscheidet, bekommt einen 15 Zentimeter längeren Panamera.


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2cm bekommen die Heckpassagiere ab und dürfen sich über eine großzügige Fondorientierung freuen. So lässt sich auch in der zweiten Reihe gut arbeiten und reisen. war ist der Porsche immer noch ein Fahrerauto, aber nun lässt sich hinten gut parlieren oder mit dem Laptop auf dem Klapptischchen arbeiten. Damit die Herrschaft hinten besser ein- und aussteigen kann, sind die Rücksitze um drei Zentimeter nach vorne verschoben. Die Mittelkonsole ist etwas erhöht und beheizen oder belüften lassen sich die Sitzgelegenheiten hinten auch.


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er neue Panamera kann nicht nur Up-, sondern auch Downsizing. Der V6-Bi-Turbo hat nun statt 4,8 Liter nur noch 3,0 Liter Hubraum. leichzeitig stiegen die Leistung (+20/420PS) und das Drehmoment, aber der Verbrauch sank um 18%. Verbrauchen kann der Panamera auch gar nichts. Also lokal.


DB

er neue S e-hybrid ist der erste PlugIn Hybrid in der Luxusklasse. isher gab es den Panamera auch schon als Hybrid, aber der schaffte nur drei Kilometer rein elektrisch. Nun sind es gut 30 Kilometer bei bis zu 135 km/h. Aufladen kann man den Elektro-Panamera nun an der Steckdose.


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ie Ladestation („Wallbox“) gibt es beim Kauf gleich mit. Wer zu Hause einen Starkstromanschluß hat, freut sich nach 2,5 Stunden über die voll geladene Batterie; an der normalen Steckdose dauert es gut vier Stunden. Visionäre können den Akku auch während der Fahrt aufladen. Das kann wichtig sein, wenn das Ziel in einer Umweltzone liegt, die nur mit abgasfreien Fahrzeugen befahren werden darf.


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uch heute schon wird wohl mancher Anwohner froh sein, wenn der Stuttgarter Luxus-GT mit ger채uscharmem Antrieb nach Hause rollt. Insgesamt gibt es vier Betriebs-Modi: E-Power, Hybrid, E-Charge und Boost. ei der BoostFunktion unterst체tzt der Elektromotor mit 95 PS den V6-Benziner. Das ergibt eine Systemleistung von 416 PS. Wenn es sein soll, st체rmt der e-hybrid-Panamera dann in 5,5 Sekunden von Null auf Hundert und macht maximal 270 km/h.


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ei E-Charge wird die Batterie wieder aufgeladen und im Hybrid-Modus wird der Ladezustand erhalten. Die Lithium-Ionen-Batterien haben 9,4 kWh und sitzen unter dem Kofferraum. eder zehnte Panamera soll, nach Porsche-Schätzungen, ein e-Hybrid sein. Spaß macht die Reise damit auf jeden Fall. Wenn der Strombolide selbst zwischen Strom- und Benzinbetrieb hinund herschaltet, fällt das praktisch nur beim Blick auf die Instrumente auf.


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er e-hybrid macht Verbrauchswerte zwischen 4 und 6 Liter möglich. Die Freude beginnt schon beim Start. Denn beim Losfahren hört man, wie bei allen E-Mobilen, nichts. chlüssel drehen, nichts hören, nicht wundern und losfahren. So geht das auch im Panamera S e-hybrid. Zu erkennen am grünen Schriftzug und an den grünen Bremssätteln. Die Preise für den neuen Panamera beginnen bei 81.849.-€ für den 3,0-Liter-V6-Turbodiesel mit 250PS (0100km/h: 6,8 Sek, Vmax: 244km/h). Der Preis des V6 mit 310PS (0-100km/h: 6,1 Sek, Vmax: 257km/h) startet bei 83.277.-€. AllradAntrieb kostet rund 5.200.-€ Aufpreis, der Panamera S mit 420 PS (0-100km/h: 5,1 Sek, Vmax: 287km/h) 101.841.-€, der 4S 107.196€.


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ür die Executive-Variante will Porsche rund 25.000.-€ mehr. Für den e-hybrid (0-100km/h: 5,5 Sek, Vmax: 270km/h) will der Porsche-Händler mindestens 110.409.-€. Der GTS mit 440PS (0-100km/h: 4,4 Sek, Vmax: 288km/h) steht für 121.595€ in der Liste. Der Panamera Turbo mit 520PS (0-100km/h: 4,1 Sek, Vmax: 305km/h) kostet ab 145.990.-€, der Turbo Executive 163.364.-€. chöner reisen, das klappt mit dem neuen Panamera. Es müssen ja nicht gleich die mehr als 9.000 Kilometer von Stuttgart nach Panama sein. Schwimmen oder fliegen kann der Schwaben-GT nämlich nicht. Noch nicht. Beziehungsweise: der Unterschied zum Fliegen ist im Turbo mit seinem 4,8-Liter-V8Biturbo-Maschinchen mit 520PS nicht mehr groß.


REAL DRIVING Impressum: Verlag: Proremo GmbH Gernotstr. 8 80804 MÜNCHEN ISBN 978-3-942853-34-7

Redaktion: Reinhold Deisenhofer Mathew Wales Amy Werner Simon Fühler

Herausgeber: Reinhold Deisenhofer

Entwicklung: Harald Öhl www.sib.io Grafik und Layout: Niklas Herrmann Programmierung: Josef Rossmann Mark Deskowski Unipushmedia GmbH www.unipushmedia.net

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Ein Doppeltipp auf den Bildschirm macht Fotos groß.

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