Page 1

RDG-Praxiswissen Ausgabe 03/2013

Mittelstand und Finanzierung

MANAGEMENT-BERATUNGEN KÖLN · BERLIN · HAMBURG · STUTTGART · FRANKFURT · ERFURT

 News Demografischer Wandel – Eine Herausforderung für Unternehmen Vorstände begeistert von RDG-Seminar

 Praxisfall Betriebliche Weiterbildung Mitarbeiter fördern – Innovationen ernten

 Köpfe der RDG Dipl.-Kauffrau (FH) Sigrid Hillenbrand

RDG MANAGEMENT-BERATUNGEN GMBH · www.rdg-gmbh.de Geschäftsführer: Dr. Dirk Deppe, Walter Gräwe, Rüdiger Mönkhoff · HRB 50 314 Köln 50968 15745 22085 70597 60596 99084

KÖLN WILDAU HAMBURG STUTTGART FRANKFURT ERFURT

Mathiaskirchplatz 5 Karl-Marx-Str. 118 Hofweg 5 Weidachstr. 5 Gartenstr. 143 Bonifaciusstr. 15

Tel Tel Tel Tel Tel Tel

0221 / 93 55 88 0 03375 / 21 74 60-0 040 / 25 33 64 90 0711 / 72 20 77 90 069 / 21 08 56 00 0361 / 55 12 67 4

Fax Fax Fax Fax Fax Fax

0221 / 93 55 88 55 03375 / 21 74 60-9 040 / 25 33 64 91 19 0711 / 72 20 77 99 069 / 21 08 56 99 0361 / 55 12 67 6

koeln@rdg-gmbh.de berlin@rdg-gmbh.de hamburg@rdg-gmbh.de stuttgart@rdg-gmbh.de frankfurt@rdg-gmbh.de erfurt@rdg-gmbh.de


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

 News ... ... aus

Wirtschaft und Wissenschaft

Demografischer Wandel – Eine Herausforderung für Unternehmen Laut einer Umfrage der Ernst & Young Unternehmensberatung mussten von den 3000 in der Bundesrepublik befragten mittelständischen Unternehmen über 50% bereits Umsatzeinbußen hinnehmen, weil nicht mehr ausreichend Fachkräfte zur Verfügung standen. Demnach betragen die Umsatzverluste in Nordrhein-Westfalen rund 8,3 Mrd. €, gefolgt vom Bundesland Bayern mit 6,6 Mrd. € und von BadenWürttemberg mit 3,4 Mrd. €. 15% der Befragten konstatierten Einbußen von mehr als 5% ihres Jahresumsatzes. Eine alternative Demografiestudie von Towers Watson fasst ihre Ergebnisse wie folgt zusammen: 

70% der Unternehmen erkennen im demografischen Wandel einen wesentlichen Einfluss auf ihren zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg.

Bei 67% der Befragten sind die Änderungen in der Altersstruktur der Belegschaft bereits sichtbar.

53% beklagen den Fach- und Führungskräftemangel.

Die Unternehmen sind gefordert – doch erst 33% haben damit begonnen, demografiebezogene Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Bei der Entwicklung von Demografie-Programmen erhält die langfristige Motivation und Bindung von Mitarbeitern einen hohen Stellenwert. Ein möglicher Weg dorthin ist die Investition in betriebliche Weiterbildung.

... aus unserem Haus Vorstände begeistert von RDG-Seminar Der Crash Kurs I bei der Sparkassenmanagement-Akademie in Bonn wurde von den Teilnehmern mit Bestnoten bewertet. Das Vorstands-/Führungskräfteseminar beinhaltet die betriebswirtschaftliche Beurteilung von Firmenkundenengagements und hebt sich durch seinen absoluten Praxisbezug mit sparkasseninternen Ansätzen hervor. Die gesamte Reihe findet schon seit Jahren hervorragenden Anklang und wird auch für die Zukunft weiter geführt.

Ausgabe 03 / 2013

2


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

 Praxisfall Betriebliche Weiterbildung Mitarbeiter fördern – Innovationen ernten Das Unternehmen ist ein in der Automobilindustrie geschätzter Spezialist für Automatisierungen. Gegründet in den 90iger Jahren, ist die Unternehmenskultur geprägt von der gelebten Kundenorientierung der beiden geschäftsführenden Gesellschafter. Im regen Austausch mit dem Kunden verfügen sie über ein hohes Maß an Kreativität und Innovationsbereitschaft, die Qualität der Produkte ständig zu verbessern. Führende Unternehmen in Deutschland und Europa vertrauen daher der individuellen und maßgeschneiderten Lösungskompetenz des Unternehmens. Aufgrund dieser exponierten Marktstellung konnte die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise in 2009 relativ unbeschadet überwunden werden. Die anschließende konjunkturelle Erholung führte zeitweise zu extremen Kapazitätsengpässen sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung. Probleme: o

Krankheitsbedingte Ausfälle erhöhten zusätzlich die Mitarbeiterbelastung – Krankenstand in der Spitze 11,3% vs.  4,6% IG-Metall.

o

So musste in Einzelfällen nicht nur ein höheres Arbeitsaufkommen, sondern unter Umständen auch ein fremdes Aufgabengebiet übernommen werden.

o

Unter der neuen Leitung des Cash Managements erwies sich die Zusammenarbeit mit dem Einkauf als besonders anfällig. Die strikte best price Anweisung führte bereits zu einem Verlust eines strategisch bedeutsamen Lieferanten. Fehlmengen und verspätete Lieferzeiten waren die Folge. Die Produktionsprozesse gerieten ins Stocken.

o

Teamarbeit und Arbeitsklima waren bedroht – die Motivation der Mitarbeiter litt unter der anhaltenden Arbeitsüberbelastung und Aufgabenüberforderung. Erste Kündigungen waren die Folge.

RDG- Beratungsansätze: Im Rahmen der beauftragten Organisationsberatung untersuchten wir in einem ersten Schritt 

die Schnittstellen kaufmännischer Funktionen

die vorliegenden betrieblichen Anweisungen bzw. informellen Regeln

die Mitarbeiterstruktur und die vorhandenen Mitarbeiterqualifikationen

Ausgabe 03 / 2013

3


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

In einem zweiten Schritt folgte die Potenzialanalyse der Mitarbeiter. Darin verschafften wir der Geschäftsführung einen strukturierten Überblick über den Förder- und Unterstützungsbedarf ihrer Mitarbeiter. Hieraus entwickelte sich die Entscheidung, die Betriebliche Weiterbildung als festes Angebot im Unternehmen zu etablieren. Nach dem Modell der von den beiden Geschäftsführern besuchten UnternehmerSeminare der RMA Rheinischen Mittelstandsakademie wurde folgende Konzeption gewählt: 

Inhouse-Seminarreihe – bestehend aus o

Betriebswirtschaftliche Grundlagen für die Fach- und Führungskräfte – bereichsübergreifend

o

Follow up – Anschlussveranstaltungen als Erfahrungsaustausch und brainpool für betriebliche Verbesserungen

Ergänzend werden angeboten: 

Externe Seminarveranstaltungen o

Vertiefung individueller Schwerpunkte, z. B. Auffrischung business english, Verhandlungskompetenz, Schulung PPS-Systeme u.ä.

Externe Informationsveranstaltungen o

Vorträge, Messen u.ä.

Eine weitere Form der betrieblichen Weiterbildung besteht im Angebot der 

Job-Rotation o

befristete Aufgabenübernahme mit Schnittstellencharakter

o

anschließende Rückkehr in das angestammte Aufgabengebiet

o

Option: Übernahme von Führungsaufgaben

RDG-Ergebnisse: o

Das Inhouse-Seminar verschaffte Problembewußtsein über alle Abteilungsgrenzen hinweg – hieraus entwickelte sich eine interne Projektgruppe zur Reorganisation der betrieblichen Abläufe und des aktuellen Arbeitsaufkommens.

o

Die Geschäftsführung regelte die Kompetenzen für das strategische Lieferantenmanagement neu.

o

Krankenstand ( neu:  3,8%) und Mitarbeiterfluktuation (1-2 MA/p.a) regulierten sich auf eine betriebsübliche Norm.

o

Das selbst ausgebildete Fachkräftepersonal erhielt im Rahmen der JobRotation eine persönliche Entwicklungsperspektive und blieb dem Betrieb erhalten.

o

Ziel der Geschäftsführung ist es, dem Mitarbeiter spätestens alle zwei Jahre eine relevante Bildungsmaßnahme anbieten zu können. Neben dem Aspekt der kontinuierlichen Qualifizierung wird die Betriebliche

Ausgabe 03 / 2013

4


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

Weiterbildung als Motivationsfaktor Mitarbeiterbindung verstanden.

und

Element

der

o

Die Geschäftsführung plant daher ein jährliches Budget für die Betriebliche Weiterbildung. Die unterjährig anfallenden Kosten werden in der BWA separat ausgewiesen und im Rahmen des PLANIST-Abgleiches verfolgt.

o

Die Führungskräfte erhalten einen Budgetanteil und die Zielvereinbarung, ihre Mitarbeiter bedarfsorientiert zu fördern. Nicht verbrauchte Budgetanteile verfallen mit Ablauf des Folgejahres.

o

Im Rahmen der statistischen Auswertung der Betrieblichen Weiterbildung verfolgt die Geschäftsführung insbesondere die Korrelation mit der Attraktivität als Arbeitgeber (Anzahl Initiativbewerbungen) und dem Betrieblichen Vorschlagwesens (BVW) - z.B. Bildungsaufwand vs. wirtschaftlichem Nutzen pro Verbesserungsvorschlag in EUR.

o

Neben laufenden produktionsund qualitätsverbessernden Maßnahmen werden zunehmend Verbesserungsvorschläge aus dem administrativen Bereich eingereicht. So wurde z. B. die interne Kommunikation per email neu geregelt. Statt eines breit umfassenden Verteilers („email-Flut“) werden Informationen zentralisiert abgelegt und für die individuelle Weiterverwendung bereitgestellt.

RDG-Tipp: 

In Hinblick auf Basel II werden der Innovationsgrad des Unternehmens und eine niedrige Mitarbeiterfluktuation positiv bewertet.

Unternehmen, die in Humankapital investieren, gelten als leistungsstark und kreditwürdig.

Die Erweiterung der Geschäftsleitung um eine fach- und führungskompetente 2. Managementebene verschafft dem Unternehmer Freiraum für seine strategischen Aufgaben.

Demografiebezogene Überlegungen werden zum Bestandteil der strategischen Unternehmensplanung.

Wir sind gerne bereit, die Zukunft gemeinsam mit Ihnen zu planen. Sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Ausgabe 03 / 2013

5


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

 Köpfe der RDG Dipl.-Kauffrau (FH) Sigrid Hillenbrand, Jahrgang 1960, ist gebürtige Schwäbin und verbrachte ihre ersten Lebensjahre im Breisgau. Die berufliche Tätigkeit ihres Vaters führte die Familie an den Niederrhein. Seitdem interessiert sie sich für die textile Industriegeschichte am Niederrhein und dessen Wandel zur logistischen Drehscheibe Nordrhein-Westfalens. Nach dem Abitur absolvierte sie eine steuerfachliche Ausbildung und wechselte im Anschluss daran in die Industrie. Mit ihrer Zusatzqualifikation als Bilanzbuchhalter übernahm sie erste Führungsaufgaben in einem produzierenden mittelständischen Unternehmen. Der Wechsel in die Unternehmensberatung erfolgte im Jahr 1992. Seitdem ist sie von der Vielschichtigkeit mittelständischer Familienunternehmen begeistert. Das betriebswirtschaftliche Studium wurde an der AKAD Hochschule für Berufstätige in Rendsburg abgeschlossen. Seit 2007 arbeitet Sigrid Hillenbrand für die RDG in der Niederlassung Köln als Berater und Dozent. Ihr Beratungsspektrum umfasst sowohl Industrie als auch Handel und Dienstleistung. Aktuell berät sie überwiegend Unternehmen in deren Expansionsphase und begleitet sowohl finanzwirtschaftliche als auch organisatorische Entscheidungen. Ihre Dozententätigkeit konzentriert sich derzeit auf die Unternehmerseminarreihe. Sigrid Hillenbrand ist verheiratet und teilt gemeinsam mit ihrem Mann das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Neben ruhigen Ausritten in Wald und Flur gibt es aber auch manch‘ brenzlige Situation zu meistern, die Konsequenz und Durchsetzungsvermögen verlangt. Eigenschaften, die auch im Beratungsalltag gefordert sind.

Impressum: RDG-Praxiswissen: Mittelstand und Finanzierung RDG Management-Beratungen GmbH Mathiaskirchplatz 5, 50968 Köln Geschäftsführer: Dr. Dirk Deppe, Walter Gräwe, Rüdiger Mönkhoff Telefon: 0221/935588-0 Telefax: 0221/935588-55 Email: koeln@rdg-gmbh.de Internet: www.rdg-gmbh.de Sitz der Gesellschaft ist Köln Handelsregister HRB 50314 USt-ID: DE 227065945 Nachdruck und Weitergabe gestattet.

Ausgabe 03 / 2013

6


RDG-Praxiswissen Mittelstand und Finanzierung

Per Fax:

02 21/93 55 88 55 oder

Email:

koeln@rdg-gmbh.de

Bitte senden Sie mir Informationen zur RDG Inhouse-Seminarreihe unverbindlich zu.

Wir sind gerne bereit, Ihnen die RDG Inhouse-Seminarreihe vor Ort kostenlos und unverbindlich vorzustellen. Ja - ich bitte um einen Termin.

Name: Kreditinstitut/ Unternehmen: Telefon: Email:

Ausgabe 03 / 2013

7

RDG Praxiswissen Ausgabe 2013-3  

RDG Praxiswissen Ausgabe 2013-3

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you