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05/06.2014

SCHAUSPIEL DER KAUFMANN VON VENEDIG / MOLLATH – NEUES VON DER BAYERISCHEN JUSTIZ MUSIKTHEATER THE RAKE’S PROGRESS OPER AM KLAVIER IV JUNGES THEATER DIE KAMMER BALLETT DORNRÖSCHEN KONZERTE 6. SINFONIEKONZERT

Das Magazin des Mainfranken Theaters Würzburg


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Liebe Theaterfreunde, alles neu macht der Mai … dieser volksliedhaften Devise gemäß können Sie sich im Wonnemonat auf viele neue, ganz unterschiedliche Premieren freuen, bei denen jenseits unseres Spielzeitmottos VON GELD UND GÖTZEN das Neue selbst formal oder inhaltlich Thema ist: Schauspieldirektor Stephan Suschke ergänzt, erweitert seine Neuinszenierung von William Shakespeares Der Kaufmann von Venedig, in dessen Geschäft es um nichts anderes als ein Menschenleben geht, um eine veritable Uraufführung im Anschluss: Mollath – Neues von der bayerischen Justiz – ein Text unserer Dramaturgin Wiebke Melle – behandelt das Verbrechen an einem unschuldig in die Psychiatrie Eingewiesenen, welches seit geraumer Zeit für Schlagzeilen sorgt. Ebenfalls ganz neu unser Doppel-Projekt Der Bürger / We Entertain to Love You. Während das erste Werk die Dramatisierung eines Romans von Leonhard Frank zur Vorlage hat und in den Kammerspielen aufgeführt wird, verlassen wir mit dem zweiten Teil des Abends das wohlvertraute Mainfranken Theater, um uns im Kurt & Komisch in die Katakomben der Unterhaltung zu begeben: Einblicke und Erfahrungen der postbürgerlichen Spaßgesellschaft. In gewisser Weise ähnlich ist die Intention von Anna Vitas Deutung von Tschaikowskis Dornröschen: ebenfalls ein Klassiker, dessen Erzählstruktur jedoch den märchenhaft-mythischen Kern in heutige Erfahrungswelten von Liebe und Einsamkeit transportiert. Und ganz am Ende dieses ereignisreichen Monats freuen wir uns auf junge Autorinnen und Autoren, die gemeinsam mit John von Düffel die Möglichkeiten der Dramatisierung von Leonhard Franks Roman Die Jünger Jesu ausloten wollen … Freuen Sie sich auf viel Neues in diesem Mai in Ihrem Mainfranken Theater. Das wünscht Ihnen Ihr

Hermann Schneider

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Inhalt 06

Leute, Leute! Alles, was die (Theater-) Welt bewegt

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Schauspiel Premiere / Uraufführung: Der Kaufmann von Venedig / Mollath – Neues von der bayerischen Justiz

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Schauspiel Premiere / Uraufführung: Der Bürger / We Entertain to Love You

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Musiktheater Premiere: The Rake’s Progress

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Musiktheater Oper am Klavier IV: Gustav Adolf und Ebba Brahe

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Konzerte 6. Sinfoniekonzert

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Konzerte Sonderkonzerte im Rahmen des Mozartfestes

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Ballett Premiere: Dornröschen

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Junges Theater Kindertheaterfest 2014 Uraufführung: Die Kammer

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Rosenkavaliere

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Spielplan / Impressum

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zanni spezial Theatersanierung

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Zoya Ionkina

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Sonja Koppelhuber

Bei den Bayerischen Theatertagen vertreten: Der Geizige

Leute, Leute! Ballett persönlich

Tonspur meines Lebens

Bayerische Theatertage

 05.05.2014 | 19.00 Uhr | Bar

 09.05.2014 | 22.00 Uhr | Bar (UF) mit Sonja Koppelhuber und Christoph Blitt

 20.05.2014 | 19.00 Uhr | Garage Junger Klassiker – Nibelungen Short Cuts

 06.06.2014 | 22.00 Uhr | Bar (UF) mit Sven Mattke und Nele Neitzke

 25.05.2014 | 19.00 Uhr | Redoutensaal Der Geizige

Mit dem Phänomen der Verbindung von Musik und Erinnerung setzen sich am 09. Mai die Mezzosopranistin Sonja Koppelhuber und der Musikdramaturg Christoph Blitt in einer ungezwungenen Plauderrunde auseinander. Damit ist erneut das Musiktheater im Doppelpack zu Gast bei „Tonspur meines Lebens“. In der letzten Ausgabe vor der Sommerpause, am 06. Juni, präsentieren zwei Gäste aus dem Erfolgsstück Tschick ihre eigens für diesen Abend zusammengestellte Hitliste: Sven Mattke, der die Hauptfigur Maik Klingenberg verkörpert, und Nele Neitzke, die Leiterin des Jungen Theaters und Regisseurin dieser Kammerproduktion.

Zur 32. Ausgabe der Bayerischen Theatertage (vom 16. bis 31. Mai) sind rund 30 bayerische Theater aus dem gesamten Freistaat in Erlangen zu Gast, wo das dortige Theater in diesem Jahr das größte Theaterfestival des Freistaates ausrichtet. An gleich zwei der insgesamt 16 Festivaltage werden auch zwei Produktionen des Mainfranken Theaters gezeigt: Der Junge Klassiker – Nibelungen Short Cuts ist am 20. Mai und Molières Komödie Der Geizige am 25. Mai jeweils um 19.00 Uhr zu erleben.

Zusatzvorstellungen Tschick

 03.05. / 04.05.2014 | 19.30 Uhr Theater der Stadt Schweinfurt

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit erfährt unsere Reihe „Musiktheater persönlich“ ihre vorgesehene Abwandlung zu „Ballett persönlich“. Zu Gast ist dann Zoya Ionkina. Die gebürtige Ukrainerin ist seit der Spielzeit 2010/2011 festes Mitglied der Ballettcompagnie und wirkte unter anderem in der Uraufführung Die Sieben Todsünden sowie in Dracula, Ein Sommernachtstraum, Othello und in Cyrano de Bergerac mit. Im Dezember 2012 erhielt sie den Nachwuchs-Förderpreis des Theater- und Orchesterfördervereins Würzburg.

Freitag Nacht Ich bin kein Star, holt mich hier raus!

 13.06.2014 | 22.00 Uhr | Bühneneingang Als es lediglich nur eine handvoll Fernsehsender gab und ab einer bestimmten Uhrzeit nur noch das Testbild über den Bildschirm flimmerte, da gab es noch Fernsehformate, die Geschichte schrieben. Heute dagegen bestimmen immer abstruser werdende Showformate das Fernsehprogramm: Von Glücksrad und Wer wird Millionär über Germany’s Next Topmodel und Deutschland sucht den Superstar bis zu Das Dschungelcamp – ein „24 Stunden non-stop“-Angebot. Doch warum ist die Liste der KandidatenShows im deutschen Fernsehen so lang? Ist es der Traum vom großen Geld und die Sehnsucht nach Ruhm? Und was ist wirklich dran an „Scripted Reality“? Die Reihe „Freitag Nacht“ wagt gemeinsam mit ihrem Publikum am 13.06.2014 den Selbstversuch.

 04.06.2014 | 9.00 Uhr und 11.00 Uhr  19.06.2014 | 19.30 Uhr Schon vor der Premiere war das Interesse für die Kammerproduktion Tschick nach Wolfgang Herrndorfs Roman so immens groß, dass seit Ende Februar bislang nahezu sämtliche Vorstellungen vor ausverkauftem Haus stattfanden. Diesem Zuspruch kommt das Mainfranken Theater nun entgegen und hat drei zusätzliche Vorstellungstermine in den Juni-Spielplan aufgenommen. Somit ist das Schauspiel (Regie Nele Neitzke) auch am 04. und 19. Juni 2014 zu erleben. Spielort ist dann jedoch die Bühne im Großen Haus.

Gastspiele: Die Diebische Elster  15.05. / 16.05. / 18.05.2014 | 19.30 Uhr Stadttheater Aschaffenburg Im Mai folgt das Musiktheater des Mainfranken Theaters Würzburg den Einladungen des Theaters der Stadt Schweinfurt sowie des Stadttheaters Aschaffenburg und zeigt an den dortigen Spielstätten Gioachino Rossinis Oper Die diebische Elster. Die hochgelobte Inszenierung des jungen Regisseurs Andreas Beuermann gastiert zunächst am 03. und 04. Mai in Schweinfurt, bevor sie nach Aschaffenburg weiterzieht und dort am 15., 16. und 18. Mai zu erleben ist. Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr.


zanni-Interview Die Theatercard für Individualisten Seit 2004 gibt es als Alternative zum Abonnement die TheaterCard und die TheaterCard+. Wir haben mit Helmut Müller gesprochen, der zusammen mit seiner Ehefrau Elke die TheaterCard+ nutzt.

Leonhard-Frank-Preis: Die Jünger Jesu

Ballettdirektorin Anna Vita

Sie gehören zu den ersten Käufern der TheaterCard. Zuvor hatten Sie über 20 Jahre lang ein Abonnement. Warum haben sie zur TheaterCard gewechselt? Meine Frau und ich teilen seit vielen Jahren die Leidenschaft für das Theater. Dabei hat meine Frau große Freude am Ballett und ich kann mich sehr für Opern und Konzerte begeistern. Mit der TheaterCard können wir unseren Vorlieben am Besten gerecht werden, da wir uns nun die Stücke aus dem Spielplan „herauspicken“ können, die für uns interessant sind. Wenn uns eine Aufführung besonders gefällt, besuchen wir die Produktion auch mehrmals. Welche Stücke haben Sie zuletzt begeistert?

Leonhard-Frank-Preis 2014 Die Jünger Jesu

Jugendkonzert Dornröschen

 31. Mai 2014 | 20.00 Uhr | Kammerspiele Lesung aus der Autorenwerkstatt

1890 komponierte Peter Tschaikowski die Musik zu Marius Petipas Ballett Dornröschen. Was sich auf den ersten Blick wie ein buntes Märchenspektakel ausnimmt, offenbart sich bei näherem Hinsehen und Hinhören als ein Blick auf die Verstörungen und Gefährdungen, die einem Mädchen wie Dornröschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden auflauern. So mischen sich hier auch Töne des Un- und Unterbewussten in das opulente Klangbild Tschaikowskis. Gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern der Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters gestaltet das Philharmonische Orchester Würzburg das 4. Jugendkonzert mit Ausschnitten aus der Ballettproduktion Dornröschen in der Choreografie von Anna Vita.

Roman-Adaptionen sind in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Spielpläne deutschsprachiger Schauspielhäuser geworden; Bildungsauftrag und literarische Form bereichern so deren Repertoire durch dieses neue Format. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat das Mainfranken Theater Würzburg in diesem Jahr die künstlerische Fragestellung für den Leonhard-Frank-Preis 2014 einmal anders formuliert: Passend zum Motto der kommenden Spielzeit KRIEG UND FRIEDEN – 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges – wird Leonhard Franks Roman Die Jünger Jesu in den Mittelpunkt gerückt. Um aus diesem Stoff eine Bühnenfassung zu erarbeiten, veranstaltet das Mainfranken Theater Würzburg zusammen mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft vom 29. bis 31. Mai 2014 eine Werkstatt für szenisches Schreiben, zu der junge Autorinnen und Autoren nach Würzburg eingeladen werden. Mit von der Partie ist einer der erfolgreichsten deutschen Bearbeiter epischer Stoffe für die Bühne: der Dramaturg, Essayist und Romancier John von Düffel. Eine hier entstandene Bearbeitung wird am 11. Juni 2015 in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters zur Uraufführung gebracht. Im Rahmen einer szenischen Lesung geben Mitglieder unseres Schauspielensembles am 31. Mai 2014 erste Einblicke in die Werke.

 28. Mai 2014 | 11.15 Uhr | Großes Haus

Anna Vita Jurymitglied Das 18. Internationale Solo-Tanz-TheaterFestival in Stuttgart stellt für Nachwuchschoreografinnen und -choreografen sowie für junge Tänzerinnen und Tänzer weltweit immer ein besonderes Ereignis dar. Gemeinsam mit dem Künstlerischen Leiter Marcelo Santos wählte Festivalleiterin Gudrun Hähnel aus 380 zeitgenössischen Solostücken insgesamt 18 Produktionen aus, die im März einer international besetzten Jury vorgestellt wurden. Zu deren Mitgliedern gehörte erstmalig auch die Würzburger Ballettdirektorin Anna Vita, die nicht nur von den Künstlern, sondern auch von der guten Organisation des insgesamt dreitägigen Festivals beeindruckt war. Außerdem in der Jury: Louis Stiens (Stuttgarter Ballett), Tarek Assam (Stadttheater Gießen), Olga Roriz (Companhia Olga Roriz, Portugal) und Sidra Bell (Artistic Director of Sidra Bell Dance, New York).

Wir waren ganz fasziniert von dem Ballett Der Besuch der alten Dame, das seit der Spielzeit 2012/2013 in den Kammerspielen gezeigt wurde. Nachdem das Stück in dieser Saison in einer neuen Besetzung wiederaufgenommen wurde, war es besonders spannend zu sehen, wie die Charaktere durch die Tänzer neue Facetten bekamen. Welchen Platz nimmt das Theater in Ihrem Leben ein? Theater und vor allem Musiktheater nimmt in unserem Leben einen herausragenden Platz ein. Wir freuen uns auch immer wieder, wenn wir Bekannte von unserer Begeisterung ein wenig anstecken können. Was ist für Sie das Besondere am Mainfranken Theater? Neben den klassischen Werken hat das Würzburger Haus vor allem im Musiktheater immer wieder auch „Ausgrabungen“ und Raritäten auf dem Programm. Diese Opernerlebnisse sind für mich besonders wertvoll, weil man sie an anderen Häusern eben nicht zu hören bekommt. Zuletzt habe ich Die diebische Elster von Rossini gesehen und war begeistert. Wie oft pro Spielzeit sind Sie Gast im Würzburger Dreispartenhaus? Naja, das ist recht unterschiedlich, aber 25 bis 30 Besuche kommen pro Spielzeit schon zusammen. Warum würden Sie die TheaterCard Freunden und Bekannten weiterempfehlen? Das Abonnement ist eine gute Sache, wenn man sich die ganze Bandbreite der Spielzeit ansehen will. Für reine Opernliebhaber macht eine TheaterCard meines Erachtens mehr Sinn, vor allem, wenn man mehr als einmal eine Vorstellung besuchen möchte. Denn die TheaterCard rechnet sich schon ab dem sechsten Theaterbesuch. Wenn man zu zweit ist, dann ist die TheaterCard+ die beste Wahl. Vielen Dank für das Interview.


Schauspiel: Fundament

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Szene mit Marianne Kittel

Foto: Gabriela Knoch


Schauspiel: Der Kaufmann von Venedig/ Mollath – Neues von der bayerischen Justiz

Premiere / Uraufführung: 10.05.2014 Großes Haus / Hinterbühne

Team: Suschke, Röhrbein, Rieck, Melle

Text: Wiebke Melle

An den Rändern Ein Doppelabend im Schauspiel zeigt zwei Stücke über Recht und Unrecht, Macht und Ohnmacht.

Wir wagen den Spagat. Den Spagat zwischen einem Klassiker der dramatischen Weltliteratur und einem aktuellen fränkischen Justizskandal. Zwischen der Kunstsprache William Shakespeares und der Fachterminologie von Justiz und Psychiatrie. Zwischen dem 16. Jahrhundert und der Gegenwart. Auf der einen Seite steht Shakespeares Der Kaufmann von Venedig. Hier leiht sich der erfolgreiche Kaufmann Antonio eine beträchtliche Geldsumme, um seinem Freund und Geliebten Bassanio dessen Brautwerbung zu finanzieren. Geldgeber ist der Jude Shylock, ein Konkurrent Antonios. Statt Zinsen zu verlangen, behält Shylock sich das Recht vor, Antonio ein Pfund Fleisch aus dem Leib zu schneiden, sollte dieser seine Schulden nicht zurückzahlen können. Es kommt, wie es kommen muss: Antonio wird zahlungsunfähig. Und Shylock, der Fremde innerhalb der venezianischen Gesellschaft, besteht auf seinem Recht. Auf der anderen Seite steht das dokumentarische Stück Mollath – Neues von der bayerischen Justiz. Es entstand aus Originaldokumenten zum Fall Gustl Mollath, der in den vergangenen Monaten als Justizskandal bundesweit für Schlagzeilen sorgte. 2003 hatte der Nürnberger Automobilhändler seine Ex-Frau und ihren Arbeitgeber, die HypoVereinsbank, wegen Schwarzgeldgeschäften in der Schweiz angezeigt. Statt die Vorwürfe zu prüfen, erklärte ihn ein Gericht 2006 für unzurechnungsfähig und ordnete seine Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie an. Zu Unrecht, wie sich erst sieben Jahre später herausstellte. So unterschiedlich die Geschehnisse beider Stücke auf den ersten Blick wirken, so ähnlich sind sie sich im Hinblick auf die Mechanismen, die zwischen den Figuren, zwischen den Personen wirken. In Shakespeares Tragikomödie wie auch im Fall Gustl Mollath gerät ein Einzelner ins Visier von Justiz und Politik. Und in beiden Fällen verliert sich dieser Einzelne in den Untiefen scheinbar aberwitziger Rechtssysteme. Es geht dabei nicht um die Beschaffenheit der beiden Charaktere Shylock und Mollath. Es geht nicht darum, ob es sich bei ihnen um

angenehme Zeitgenossen handelt, mit denen man gern gemütliche Abende bei Wein und Kerzenschein verbringt. Der Jude und der unbequeme Störenfried sind vielmehr Verortungen von Außenseitertum im jeweiligen historischen Kontext. Sie sind Markierungen eines „Anderen“, das an den Rändern einer unsolidarischen Gesellschaft existiert. Dort, an den Rändern, sind die Außenseiter Shylock und Mollath jedoch nicht wegen ihres Verhaltens, sondern weil sie der vorherrschende Sprachgebrauch ihres jeweiligen Umfeldes als Fremde konstituiert und ihnen den Stempel des Anderen verpasst. Jean-Paul Sartre bemerkte in seinen Überlegungen zur Judenfrage: „Der Jude ist ein Mensch, den die anderen Menschen für einen Juden halten. Das ist die einfache Wahrheit, von der man ausgehen muss. Der Antisemit macht den Juden.“ Es geht darum, wer oder was ihnen die Rolle des Außenseiters zuweist, bei wem der Nutzen solcher Zuschreibungen liegt. Und es geht um die vermeintlich simple Konstellation von Ursache und Wirkung, von Unrecht und Vergeltung. Shylock wird so lange bespuckt, gedemütigt und als „alte Schmeißfliege“ und „Wucherer“ beschimpft, bis er aus Rache tatsächlich nach Antonios Leben trachtet: „Die Bösartigkeit, die ihr mich lehrt, die will ich ausüben.“ Ganz ähnlich ergeht es Mollath. Nur indem man ihm frühzeitig die Rolle des „Spinners“ und „Querulanten“ attestiert, verwickelt er sich zunehmend in die Fallstricke aus paranoid anmutendem Misstrauen, Erklärungsnot und bisweilen penetrantem Gerechtigkeitssinn: „Da ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, folgendes Problem zu bewältigen, bitte ich Sie um Hilfe und Klärung. Obwohl ich Realist bin, ist es mir unmöglich, die Umstände zu belassen.“ Erst indem eine Mehrheit, erst indem wirkmächtige Institutionen Individuen über die Entziehung bürgerlicher Rechte in die Ecke drängen, schlagen diese auf ihre Weise zurück. Das funktionierte im 16. Jahrhundert ebenso wie heute. Insofern ist der Spagat vielleicht gar nicht so groß.

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Schauspiel: Der Bürger / We Entertain to Love You

Premiere / Uraufführung: 15.05.2014 Kammerspiele / Kurt & Komisch

Team: Kubisch, Meder, Vogt, Ulmer, Silva-Klug, Marzinowski

Das Interview führte Roland Marzinowski

Das Ganze muss ganz und gar anders werden Leonhard Franks Roman Der Bürger wird von Simon Kubisch, Dominik Meder und Maria Vogt theatral ausgelotet.

Im Mai gibt es am Mainfranken Theater eine Doppelpremiere: In den Kammerspielen wird „Der Bürger“ von Leonhard Frank aufgeführt, im Klub Kurt & Komisch wird das Stück „We Entertain to Love You“ zu sehen sein. Worum geht es in dem ersten Stück? Kubisch: Der Bürger ist ein Roman aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, und dort wird die Geschichte des Jürgen Kolbenreiher, Sohn aus großbürgerlichem Haus, erzählt. Er verzweifelt an der Ungerechtigkeit der Gesellschaft, schließt sich der Arbeiterklasse an und verzichtet auf seine Privilegien. Schließlich verfällt er doch den Lockungen einer bürgerlichen Existenz und führt ein angenehmes Leben als Banker. Aber die Ideale seiner Jugend kehren zurück in Form von psychotischen Wahnvorstellungen. Er erleidet einen Zusammenbruch und kann diese Identitätskrise nur durch eine neue Erfahrung überwinden: Er kümmert sich um Schwächere und findet dadurch seine Mitte wieder. Der Roman endet damit, dass Kolbenreiher in einer Arbeiterkneipe mit dem Namen „Paradies“ einkehrt und sich dem Kampf für eine gerechtere Welt widmet. Der Bürger kann somit als ein linkes Pendant zu Thomas Manns Buddenbrooks gelesen werden ... Warum ist dieser Stoff für die Bühne geeignet?

Warum ist dafür eine Diskothek als Spielort ausgewählt worden? Meder: Die Lokalität ist im Prinzip eine Alternative zu unserem Alltagsdasein. Aber trotzdem werden in einem Nachtclub die gleichen Anforderungen gestellt, die die Ökonomie von jedem Einzelnen erwartet. Auch dort ist man einem Leistungsprinzip unterstellt. Man bereitet sich intensiv auf seinen Auftritt vor und ist sehr auf seine Außenwirkung bedacht. Vitalität, Attraktivität und Genialität sind die Währung und müssen wie auf dem Arbeitsmarkt zur Schau gestellt werden. Man lebt den Exzess bis zum Umfallen. Der Popsong Work Hard Play Hard beschreibt genau diese Situation. Vogt: Ein Club ist Teil der Vergnügungsindustrie, in dem man den Alltag vergessen soll, aber trotzdem gelten dort die gleichen Bedingungen: Es findet ein Schaulaufen statt, in dem sich jeder zu einer Ware macht und versucht, einen guten Schnitt zu machen. Kubisch: Auch wenn es heißt, dass wir heute in einem postideologischen Zeitalter leben, so muss man doch feststellen, dass eine Ideologie vorherrscht, nämlich die des eigenen privaten Mehrwerts. Ein jeder ist dazu aufgefordert, sich egoistisch zu verhalten und seinen Vorteil auszunutzen. Von dieser Ideologie ist kein Bereich mehr ausgenommen, auch nicht das Private.

Kubisch: Anhand von gut geschriebenen Dialogen kann einerseits Vogt: Ich verstehe die Diskothek auch als einen alternativen Raum, in die Entwicklung der Hauptfigur schlüssig nachvollzogen werden und dem eine Utopie wirklich werden kann, nämlich die der Begegnung. andererseits werden die Konflikte, die sich aus den unterschiedlichen Es kann dort zu einem Miteinander kommen, denn Musik und BeweLebensentwürfen der Figuren ergeben, spannungsreich ausgehandelt. gung können Menschen zusammenbringen. Der Theaterabend wird Leonhard Franks Roman findet ein hoffnungsfrohes Ende. Was ist auch eine Suche danach sein, wie aus den Vereinzelten eine solidader Ansatzpunkt für euren Fortsetzungsteil? rische Gemeinschaft werden kann. Vogt: Wir konzentrieren uns in We Entertain to Love You auf die Phase des Wahnsinns Kolbenreihers und versuchen die Ursachen, die für dieses Leiden verantwortlich sind, aufzuzeigen. Wir wollen nachspüren, wie die gesellschaftlichen Bedingungen sich heute darstellen, die zu Entfremdungserscheinungen oder gar zum Ich-Verlust führen. Unsere Zeit ist geprägt von gesellschaftlichen Imperativen, die Selbstoptimierung, Leistungsbereitschaft aber auch Konkurrenzverhalten von jedem abverlangen. Diese Zumutungen der Gegenwart wollen wir in albtraumhaften Sequenzen spielerisch überhöhen.

Was können wir also von diesem doppelten Theaterabend erwarten? Kubisch: Durch die Geschichte des Jürgen Kolbenreiher kann man mit seinen eigenen Fragen nach dem richtigen Leben konfrontiert werden. Leonhard Frank schreibt in einer Erzählung: „Noch hat kein Mensch das Recht auf eine glatte Existenz!“ Meder: Eine Begegnung mit dem scheinbar Alltäglichen. Aber Bertolt Brecht sagt: „Findet das immerfort Vorkommende nicht natürlich!“

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Musiktheater: Salome

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Szene mit Karen Leiber

Foto: Falk von Traubenberg


Musiktheater: The Rake’s Progress

Premiere im Rahmen des Mozartfestes: 28.06.2014 | Großes Haus

Team: Calesso, Suschke, Röhrbein, Rieck, Clark, Blitt

Text: Christoph Blitt

Das ist ja alles Wahnsinn! Die Oper und ihre Vorliebe für Verrücktheiten

Frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Nervenklinik und einem Theater? – Antwort: In der Nervenklinik ist wenigstens der Direktor normal. Auch wenn diese humoristische Pointe sämtliche Intendanten über einen Kamm schert, zeigt sie doch, wie manche Leute den Theaterbetrieb wahrnehmen: als einen Ort, an dem ein Haufen Verrückter seine Absonderlichkeiten und übersteigerten Launen hemmungslos ausleben kann. Das ist nicht besonders schmeichelhaft für die Theaterschaffenden, gleichwohl gilt es anzumerken, dass gerade diese über den eingangs zitierten Witz am lautesten lachen, da er die Erfahrungen ihres Arbeitsalltags zu bestätigen scheint. Wie eng die Parallelen zwischen Nervenklinik und Theater wirklich sind, mögen letztendlich andere beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass namentlich die Oper ein besonderes Faible für Wahnsinnige zu haben scheint. So war eine der wichtigsten Vorlagen der Librettisten der Barockzeit jenes Versepos von Ludovico Ariosto, das den Irrsinn seines Helden schon im Titel führt, wenn der Dichter sein Werk Orlando furioso (Der rasende Roland) nannte. War es zunächst also noch die männliche Hauptfigur, die über eine unglückliche Liebe den Verstand verliert, bemächtigte sich dann ab dem späten 18. Jahrhundert der Wahnsinn vor allem der weiblichen Protagonistinnen auf den Opernbühnen. Zur oft vertonten säkularen Schutzheiligen aller Wahnsinnigen wurde dabei die Figur der Nina, deren beklagenswertes Schicksal etwa von Komponisten und Choreografen wie Nicolas Dalayrac, Giovanni Paisiello oder Louis Jacques Milon auf die Bühne gebracht wurde. Nina, die eine ganze Generation von Theatergängern um 1800 zu Tränen rührte, ging ihres Verstandes verlustig, nachdem sie gehört hatte, dass ihr Geliebter Lindoro im Duell gefallen sei. Glücklicherweise klart sich Ninas Verstand aber wieder auf, als sich herausstellt, dass Lindoro noch lebt. Da Nina ganz ein Kind des dezenten Zeitalters der Empfindsamkeit war, waren es hier noch sehr zurückhaltende Töne, die ihren Wahnsinn charakterisierten. Das änderte sich jedoch, als sich die Ästethik der Romantik mit ihren wild wuchernden Fanta-

sien, die die Abgründe der menschlichen Seele spiegelten, mehr und mehr Bahn brach. Immer zahlreicher bevölkerten nun jene unglücklichen, fragilen Geschöpfe die Opernbühnen, die sich um die Erfüllung ihrer Liebe betrogen sahen und die oftmals in das grausame Räderwerk einer männlich geprägten Intrigenwelt gerieten und sich deshalb in die Landschaften ihres Wahnsinns flüchteten. Ob Vincenzo Bellinis Elvira aus I puritani oder seine schlafwandelnde Titelheldin aus La sonnambula; ob die Protagonistinnen aus Gaetano Donizettis Opern Lucia di Lammermoor, Linda di Chamounix oder Anna Bolena, ob Gioacomo Meyerbeers Catherine aus L‘Etoile du nord oder seine Dinorah: Das Publikum war immer wieder aufs Neue ergriffen von den traurigen Schicksalen dieser Figuren. Dabei legten die Komponisten diesen zarten, ver- und gestörten Seelen gewaltig viele Noten in die vom Wahnsinn allem Anschein nach besonders geläufigen Gurgeln. Denn die Entgrenzung ihres Verstandes löste sich zu gerne in die luftigen Sphären der Koloratur auf, die eben als reiner musikalischer Ausdruck kaum noch das auf den Intellekt abzielende Wort braucht, um ihren Zauber und ihre Wirkung zu entfalten. Das mag auch einer der Gründe sein, warum es gerade die Oper war, die sich so gerne dem Wahnsinn ergab. Denn namentlich die Musik der Romantik vermag eben Regionen der Seele zum Klingen zu bringen, die mit dem Instrumentarium der Vernunft nur schwer zu fassen sind. So ist es kein Wunder, dass ausgerechnet in der Oper aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die sich formal am prominentesten und eindrücklichsten an Modellen des 18. und 19. Jahrhunderts orientiert, der Topos der Wahnsinnsszene wiederbelebt wird. Die Rede ist von Igor Strawinskys Werk The Rake‘s Progress, an dessen Ende sich der Titelheld Tom Rakewell im Irrenhaus wiederfindet. Dass es nun wieder ein männlicher Protagonist ist, der dem Irrsinn verfällt, verweist dabei einmal mehr auf die Vorlage dieses Werkes: eine Bilderserie des Kupferstechers und Malers William Hogarth. Dieser lebte und wirkte als Kind der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einer Zeit, als bei den Komponisten Der rasende Roland hoch im Kurs stand, da man damals noch dem scheinbar starken Geschlecht die labilere Charakterverfassung konstatierte.

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Musiktheater: Oper am Klavier IV

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30.05. und 08.06.2014 Kammerspiele

Gustav Adolf Och Ebba Brahe (Gustav Adolf und Ebba Brahe)

Text: Christoph Blitt

Königliche Opernliebe und ihre Folgen Gustav III. von Schweden und das Musiktheater Wenn man an das Thema Schweden und die Musik denkt, mag vielen als erstes eine Popgruppe wie Abba in den Sinn kommen. Und Freunde Klassischer Musik würden hier wohl vor allem Sänger wie Jenny Lind, Jussi Björling, Nicolai Gedda oder Birgit Nilsson nennen. Obwohl das Land auch zahlreiche Komponisten hervorgebracht hat, sind deren Namen und Werke leider nur bedingt im allgemeinen Bewusstsein verankert. Oder kennen Sie Tonsetzer wie Adolf Fredrik Lindblad, Ludvig Norman, Emil Sjögren oder Ferdinand Zellbell?

Es gab aber auch bereits im 18. Jahrhundert einmal eine Zeit, in der Schweden musikalisch in Europa die Nase weit vorn hatte. Für diese Epoche, in der etwa in Wien immerhin auch Größen wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadé Mozart und Ludwig van Beethoven wirkten, will dies einiges heißen. Die Rede ist von der Zeit, in der Gustav III. auf dem schwedischen Thron saß. Während seiner Regentschaft, die von 1771 bis 1792 währte, erlebte Schweden eine kulturelle Blüte ersten Ranges. Eines der vorrangigsten Projekte in diesem Zusammenhang war die Etablierung einer schwedischen Nationaloper. So beauftragte Dabei haben sich all diese Herren sehr verdient um die Musikkultur man die führenden Dichter des Landes wie Johan Wellander, Johan ihrer nordischen Heimat gemacht. Allerdings ist es sehr bezeichnend Henric Kellgren, Gudmund Jöran Adlerbeth und Anna Maria Lennfür die Arbeitsbedingungen schwedischer Komponisten im 19. Jahrgren mit dem Verfassen von Libretti. Die Verpflichtung dieser sprachhundert, dass Franz Berwald, einer der bedeutendsten und bekanntesversierten Literaten erhob schwedische Operntexte weit über das ten Vertreter dieser Zunft, seinen Lebensunterhalt über weite Strecken qualitative Niveau von manchem Libretto aus den opernerfahrenen nicht durch seine Musik, sondern vielmehr als Orthopäde oder Leiter Regionen Mittel- und Südeuropas. Bei den Komponisten setzte einer Sägemühle und eines Glaswerkes bestreiten musste. Dass die Gustav III. hingegen auf originelle Köpfe aus dem Ausland, wenn er Bedingungen für Komponisten in Schweden nicht ideal waren, mag Tonsetzer wie Francesco Antonio Uttini, Johann Gottlieb Naumann, damit zusammenhängen, dass es im Vergleich zur Größe des Landes Friedrich Haeffner und Georg Joseph Vogler engagierte. Stilistisch nur verhältnismäßig wenig Arbeits- oder entsprechende Anstellungsfühlte man sich hier den Errungenschaften der Opernreform Christoph möglichkeiten gab. Dies resultiert sicherlich daher, dass im Königreich Willibald Glucks verpflichtet, die sich einer äußerlich aufgesetzten Schweden der Schwerpunkt des kulturellen Lebens am Hofe in der Virtuosität verweigerte und eine Intensivierung der dramatischen Hauptstadt Stockholm angesiedelt war, wodurch die übrigen LandesInteraktion durch eine Aufwertung des Chores favorisierte. teile in dieser Beziehung ein wenig ins Hintertreffen gerieten. Heutzutage sieht das jedoch ein wenig anders aus, denn gerade in der Dabei zog man die Schraube der Expressivität in Schweden im Verzeitgenössischen Musikszene trifft man sehr häufig auf schwedische gleich zu Gluck noch etwas an und schuf so ein ausdrucksstarkKomponisten. bewegtes Musiktheater, das sich – und auch das war eine Neuerung

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Lorens Pasch der Jüngere: Gustav III., König von Schweden

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im Vergleich zur Ästhetik in Italien – auch historischen Stoffen nicht verweigerte. Wie solch eine gustavianische Oper geklungen hat, davon kann man sich in der Reihe „Oper am Klavier“ überzeugen, wenn in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters Gustav Adolf und Ebba Brahe auf dem Programm steht. Komponiert hat dieses Werk Georg Joseph Vogler, der 1749 in Würzburg geboren wurde und dessen 200. Todestag es heuer zu gedenken gilt. Bei Gustav Adolf war es sogar der Monarch Gustav III. selbst gewesen, der wesentlichen Anteil an der Entstehung des Librettos zu Voglers Oper hatte. Tragische Pointe am Rande: Durch seinen gewaltsamen Tod, der Gustav III. in Folge eines Attentats während eines Balls im Stockholmer Opernhaus ereilte, wurde der musiktheaterbegeisterte Monarch selbst zum Opernhelden erhoben. So widmeten sich nicht nur Werke wie Daniel-François-Esprit Aubers Gustave ou Le Bal masqué oder Saverio Mercadantes Il reggente, sondern auch Giuseppe Verdis Un ballo in maschera den spektakulären Umständen des Ablebens von Gustav III.

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6. Sinfoniekonzert „Echoes“

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08.05. und 09.05.2014 Hochschule für Musik Würzburg

Dirigent: Marc Tardue Philharmonisches Orchester Würzburg Sinfonie Orchester der Hochschule für Musik Würzburg

Text: Beate Kröhnert

Chaos statt Musik? Das 6. Sinfoniekonzert „Echoes“ mit Werken von Yasutaki Inamori, Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch

Die Uraufführung seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk am 22. Januar 1934 in Leningrad war ein gewaltiger Erfolg. Zwei Tage später jubelte auch das Publikum in Moskau dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch und seinem Ensemble zu. Bei fast 200 Aufführungen in den folgenden zwei Jahren bestätigte sich die Begeisterung für das Bühnenwerk mit jeder Aufführung. Die Popularität und der Ruhm ihres Schöpfers wuchsen; Kritiker und Publikum feierten ihn gleichermaßen. Und dann geschah, womit man nicht gerechnet hatte: Am 16. Januar 1936 besuchte Stalin eine Vorstellung der so gepriesenen Oper im Bolschoi-Theater. Stalin wohnte der Aufführung in der Regierungsloge bei, erhob sich noch vor dem Schlussapplaus wortlos und verließ das Theater. Eine solche ablehnende Reaktion kam im damaligen Klima der permanent schwelenden Angst, in Ungnade zu fallen, fast einem Todesurteil gleich. Und als wäre dies nicht genug der Schmach, erschien am 28. Januar in der Tageszeitung Prawda der Artikel „Chaos statt Musik“. Darin verurteilte der Rezensent die Oper als Ausdruck „linksradikaler Zügellosigkeit“ und „kleinbürgerlichen Neuerertums“. Da viele Indizien dafür sprachen, dass der Diktator selbst diesen Artikel verfasst hatte, war die Reaktion auf diese Besprechung von fatalem Ausmaß. Ein Kritiker nach dem anderen revidierte seine ehemals positive Einschätzung mit einem nachgereichten Verriss. Alle Aufführungen wurden gestoppt; der Komponist selbst erfuhr davon während einer Konzertreise. Die nächsten Monate schlief Schostakowitsch, mit einem gepackten Koffer unter dem Bett, in seinen Kleidern am Leib, stets in der erdrückenden Erwartung des Nachts von der Geheimpolizei abgeholt zu werden. Diese Angst war keineswegs unbegründet. Künstler, die in Ungnade gefallen waren, wurden nicht selten verschleppt, in Arbeitslager gesperrt und dann einfach nicht mehr wieder gesehen. „Das Warten auf die Exekution ist eines der Themen, die mich mein Leben lang gemartert haben, viele Seiten meiner Musik sprechen davon.“ Unter diesen Umständen künstlerisch produktiv zu sein und dieses in dem Maße, wie es Schostakowitsch vermochte, löst in der scheinbar sicheren Distanz unserer heutigen Zeit eine merkwürdige Kombination aus

Hochachtung und Sprachlosigkeit aus. Dass sich diese Omnipräsenz der Repression auch in seiner Musik spiegelt, macht diese Musik so einzigartig, ergreifend, gewaltig und zeichnet – wie Gottfried Blumenstein so trefflich formuliert – den „apokalyptischen Soundtrack zum 20. Jahrhundert“. Ein Orchester, dem das Vergnügen bereitet wird, eine der fünfzehn Sinfonien des Russen aufzuführen, ist nicht allein zur Verklanglichung von Noten gebeten. Vielmehr vertont jeder der ausführenden Musiker ein Stück Geschichte und ist Teil einer in Musik gekleideten Lebenswirklichkeit. Diese frappante Koppelung von Leben und Kunst wird evident in Schostakowitschs Zehnter Sinfonie, die nach Angaben des Komponisten im Zeitraum zwischen Juli und Oktober des Jahres 1953 entstand. Die Fratzenhaftigkeit, triumphierende Bösartigkeit und Fatalität des zweiten Satzes wurde schnell als musikalisches Bildnis Stalins angesehen. Im dritten Satz tauchen dann zum ersten Mal die Töne d-es-c-h auf – die Initialen D. Sch. seines Schöpfers. Schostakowitsch hatte Stalin überlebt. Ein fast zärtlicher, hoffnungsvoller Einsatz der Hörner folgt im weiteren Verlauf und haucht ein leises Zeichen der Hoffnung nach dem schmerzlichen Gestus des Kopfsatzes. Wie eine Spiegelung der Gesamtaussage der Sinfonie zeigt der dritte Satz das Nebeneinander und den Kampf verschiedener Kräfte: der Unterdrückung und der aufkeimenden Hoffnung. Unter der Leitung von Marc Tardue, dem Generalmusikdirektor der renommierten Jenaer Sinfonie, werden das Philharmonische Orchester und die Studenten des Sinfonie Orchesters der Hochschule für Musik beim 6. Sinfoniekonzert ein klingendes Porträt des bewegenden Lebens Dmitri Schostakowitschs entstehen lassen.

 Marc Tardue (Foto: Lutz Edelhoff)


Konzerte im Rahmen des Mozartfestes Würzburg

Nachtmusik 07.06.2014 | Residenzgarten

Kaisersaalkonzert 12.06.2014 | Kaisersaal der Residenz

Jupiternacht 29.06.2014 | Vogel Convention Center

Applaudieren Sie bitte jetzt! Nachtmusik, Kaisersaalkonzert und Jupiternacht im Rahmen des Mozartfestes Würzburg

Im digitalen Zeitalter gerät nur zu schnell in Vergessenheit, dass Musik ursprünglich nicht nur eine ganz bestimmte Funktion inne hatte, sondern auch nur an entsprechend ausgewählten Orten überhaupt zu hören war: Kirchenmusikkompositionen waren für die Ausgestaltung des Gottesdienstes im Kirchenraum vorgesehen. Im Gegensatz hierzu war Kammermusik für die höfische Musikpflege bestimmt und fand erst sehr viel später ihren Weg in die gutbürgerliche Wohnstube. Als Terminologie markiert sie zudem die Abgrenzung zu groß besetzten Orchesterwerken.

Musik mit fundierter Kenntnis der besonderen Spielweise dieser Ära und musizieren auf Originalinstrumenten. Der Anspruch an Ausführung und Interpretation ist selbst bei Laienorchestern hoch. Programme sind dramaturgisch exakt eruierte Gebilde, die eine Geschichte erzählen, eine Facette beleuchten, Gegensätze verdeutlichen. Noch vor der konzeptionellen Idee ist die Frage, an welchem Ort gespielt wird, zu klären. Das muss nicht unbedingt ein „einfacher“ Konzertsaal sein. Nicht ungewöhnlich sind Galaveranstaltungen in Schlössern oder Eventkonzerte im Freien, denkbar sind auch Kurzkonzerte in der U-Bahn-Haltestelle, Abenteuerformate im Bergwerk oder in Lagerhallen. Hier würde man gewiss nicht jedes Werk an jedem Ort unter guten Bedingungen aufführen können. Ein hoch gewölbter Saal wie etwa der Kaisersaal der Residenz ist nur bedingt geeignet für eine blechbläserselige Bruckner-Sinfonie.

Die Institution des öffentlichen Konzerts ist eine Hervorbringung des 19. Jahrhunderts und wurde primär vom Bildungsbürgertum vorangetrieben. Musik war seither für alle, die sich ein Eintrittsbillett leisten konnten, zugänglich. Was mit Subskriptionskonzerten und den großen Akademien begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer florierenden Landschaft der unterschiedlichsten Konzertformate, Daher widmet sich das Philharmonische Orchester beim Sinfonievon der Gala zur Lesung mit Musik, vom gigantischen Orchesterkonkonzert im Rahmen des Mozartfestes im Kaisersaal am 12. Juni 2014 zert in riesigen Sälen hin zum persönlichen Solorecital für einen ganz Werken, die diesen herrlichen Raum adäquat zum Klingen bringen erlauchten Zuhörerkreis. werden. Werke wie Beethovens zweite Sinfonie oder Voglers Sinfonie in d-Moll bieten Dramatik im Gewand einer transparenten Faktur. Die Konzeption und der Bau von Konzerträumen war die logische Zu diffizil angelegte Kompositionen mit vielen Pianissimo-Passagen Folge jener Herausbildung des Konzertwesens, die ihren Protagonisten, die Musik, in adäquaten Sälen zu präsentieren gedachte. Neuartig wiederum eignen sich weniger für Open-Air-Konzerte, bei denen das war auch die Rezeptionshaltung gegenüber der Musik. Bis zum Ende Orchester charmant und unverstärkt mit den Singvögeln im Hofgarten musiziert wie etwa zur Nachtmusik am 7. Juni 2014. Hier darf es des 18. Jahrhunderts war es durchaus üblich, während einer Aufführung zu essen, zu trinken, sich zu unterhalten oder gar während eines gerne ein wenig schillernder sein wie beispielsweise mit Georges Stückes zu applaudieren. Um 1900 vollzog sich die Ausdifferenzierung Bizets Arlesienne Suite Nr. 2 und Tschaikowskis vierter Orchestersuite der Konzertregeln. Mit diesen Veränderungen hin zu einem angemes- mit dem Untertitel Mozartiana. senen Verhalten, zur passenden Kleidung und zur absoluten KonzenDie klassische Konzertetikette aber gilt drinnen und draußen: Applautration auf den ästhetischen Genuss wurde die Geselligkeit und Komdiert wird lediglich nach dem Finalsatz einer Sinfonie oder eines Konmunikation während einer Konzertveranstaltung stark eingeschränkt. zertstücks, ein Liederzyklus ist ebenfalls erst zu vollenden, bevor geSelbst die einzige Möglichkeit für den Konsumenten, sich während klatscht werden darf. Wer begeistert nach dem ersten Satz losklatscht, des Ablaufes eines Abends einzubringen – der Beifall – unterlag nun durchbricht möglicherweise als einziger die Stille zwischen den musistrengen Regeln. kalischen Teilen. Doch es ist besser, zu früh euphorisch zu applaudieDas Konzertwesen ist ein komplexes System: spezialisiert – professio- ren als beteiligungslos abzuwarten. Auf fabelhafte gemeinsame Konzerte im Juni mit tosendem Applaus zur richtigen Zeit! nell – durchdacht! Ausgewiesene Barockorchester interpretieren die

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Ballett: Lascia che accada

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Szene mit Ran Takahashi

Foto: Sylvain Guillot


Ballett: Dornröschen

Premiere: 31.05.2014 | Großes Haus

Team: Calesso, Vita, Morgenstern, Kempf, Gärditz, Blitt

Text: Christoph Blitt

Rosige Symbole Eine Blume und ihre Bedeutung

In der Operette schenkt man sie sich gerne in Tirol. In der Oper sind sie schon einmal aus Silber und werden von schmucken Kavalieren überreicht. Im Schlager sollen sie für mich regnen und im Gedicht stehen sie auf der Heide. Die Wissenschaft hingegen rechnet sie der Familie der Kerneudikotyledonen zu. Die Rede ist natürlich von der Rose, der Königin der Blumen. Schon in der Antike gestand man ihr einen hohen Symbolgehalt zu. Man denke nur an die unglückliche Liebe von Venus und Adonis. So wurde der schöne Jüngling, den die Liebesgöttin so sehr verehrte, aus Eifersucht vom Kriegsgott Mars, der dafür extra die Gestalt eines wütenden Ebers angenommen hatte, getötet. Die trauernde Venus soll dann jeden Blutstropfen des Adonis in eine Rose und jede ihrer Tränen in eine Blüte verwandelt haben. Schon hier ist diese Blume also sowohl ein Symbol für die Liebe wie auch für den Tod. Daher spielte im altrömischen Totenkult die Rose auch beim Fest der Rosalia eine große Rolle. Gleichzeitig glaubte man in früheren Zeiten, dass die Rose gut sei, um vom Wein erhitzte Gemüter abzukühlen. Deshalb bekränzten sich die Anhänger des Rausch- und Weingottes Bacchus bei ihren Ausschweifungen nur zu gerne mit Rosen. Der kühle Kopf, den man sich von diesen Pflanzenranken versprach, sollte im Übrigen dafür sorgen, dass man nicht ungewollt irgendwelche Geheimnisse ausplauderte. Somit wurde die Rose auch zu einem Symbol für die Verschwiegenheit und ziert als solche in geschnitzter Form bis heute manchen Beichtstuhl. Dementsprechend wurde die lateinische Formulierung „sub rosa“ („Unter der Rose“) zum Pseudonym für das sprichwörtliche „Siegel der Verschwiegenheit“. Die Theologen des Mittelalters sahen in der roten Rose auch ein Sinnbild für das Blut, das Christi am Kreuz für uns vergossen hat, und damit ein Zeichen für die himmlische Liebe. Zur selben Zeit erhoben die dichtenden und singenden Troubadoure eben das nämliche rote Gewächs zu einem Zeichen der sinnlichen irdischen Liebe. Diese Bedeutung haftet der Rose bis heute an, was man spätestens jedes Jahr am Valentinstag erfahren kann, wenn selbst ausgesprochene Blumenmuffel ihrer Liebsten – zur Freude der Floristen – rote Rosen schenken.

Dennoch ließ es sich die Kirche nicht nehmen, ausgerechnet diese Blume zum Zeichen der Jungfräulichkeit hochzustilisieren. So war ein beliebtes Motiv in der christlichen Kunst früherer Epochen die Madonna im Rosenhag. Auf den entsprechenden Gemälden sieht man Maria mit dem Jesuskind inmitten eines üppig blühenden Gartens. Die dort wachsenden Rosen mit ihren Dornen fungieren dabei gleichzeitig als Schutz vor Eindringlingen und verleihen diesem so anmutigen und duftenden Ort den Charakter eines so genannten „hortus conclusus“, also eines abgeschlossenen Gartens. Und eben dieser repräsentiert in Anlehnung an das Alte Testament die Jungfräulichkeit, wenn man dort im Hohelied lesen kann: „Meine Schwester, liebe Braut, du bist ein verschlossener Garten, eine verschlossene Quelle, ein versiegelter Born.“ Im Grunde spielt auch das Märchen vom Dornröschen auf dieses alte Motiv an, wenn der hundertjährige Schlaf der schönen, jungfräulichen Prinzessin durch eine scheinbar undurchdringliche Dornenhecke beschützt wird. Ganz zu schweigen davon, dass sich der Name des Rosenkranzgebets der Katholiken auch von diesem Topos der Madonna im Rosenhag herleitet. Wie man sehen konnte, ist die Rose ein äußerst vielgestaltiges Symbol: Mal steht sie für das Leben, ein andermal für den Tod; die einen sehen in ihr das Sinnbild der göttlichen Liebe, während die anderen sie als blühende Gestaltwerdung der sinnlichen Liebe verstanden wissen wollen; Generationen von Theologen haben in hochgeistigen Texten der Bedeutung dieser Blume nachgespürt, während ihre Aura in unzähligen Schlagertexten gleichzeitig gerne auch einmal trivialisiert wurde. Angesichts dieser Varianz der Deutungen und Interpretationen ist es kein Wunder, dass die Schriftstellerin Gertrude Stein in ihrem wohl berühmtesten Ausspruch die Rose „zum Ding an sich“ erhebt und schreibt: „A rose is a rose is a rose is a rose.“

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Kindertheaterfest 2014

29.06.2014

Die Kammer

Uraufführung: 21.06.2014 Kammerspiele

2 x Junges Theater 20

Kindertheaterfest 2014 unter dem Motto:

Jugendclub ENTER STAGE PLAY präsentiert:

„Willkommen in Nimmerland“ Die Kammer Rund um zwei Vorstellungen des Kinderstücks GeldGeldGeld verwandelt sich das Mainfranken Theater am 29. Juni für sein jüngstes Publikum in einen großen Spielplatz. In GeldGeldGeld langweilen sich zwei Kinder in ihrem Kinderzimmer – erste Sommerwärme macht sich bemerkbar und ein Eis soll her. Doch dafür brauchen sie Geld. Und das haben sie nicht. Wie also an Geld kommen? Mama fragen? Bank überfallen? Arbeiten gehen? Vielleicht den Topf voll Geld am Ende des Regenbogens finden? Und tatsächlich: Ein kleiner Zauber und magisch steht ein „Geld“ im Zimmer. Es ist golden, groß und: kann sprechen – es will dies und will das und hierhin und dorthin … Ein lustiges und kluges Geld-Stück für Theater- und Geldeinsteiger ab 4 Jahren. Das Kindertheaterfest im ganzen Theater und drum herum bietet vor und nach den Vorstellungen (oder auch einfach so ohne Vorstellungsbesuch) allerhand Staunenswertes und eine Menge Spaß. Dieses Jahr steht das Fest schon unter einem Motto der nächsten Spielzeit: Passend zum Kinder- und Familienstück Peter Pan verwandelt sich das Foyer in das Nimmerland: Es darf gestaunt, gespielt, gemalt, gebastelt, geschrieben, musiziert, gedacht und gelacht werden, um sich schon jetzt auf Peter Pan im Herbst und Winter einzustimmen. Wer möchte, kommt verkleidet als Nimmerland-Figur und nimmt an unserer kleinen Kostümmodenschau teil – wir freuen uns auf Peter Pan, Tinker Bell, Indianer, Meerjungfrauen und Piraten. Das genaue Programm entnehmen Sie bitte dem Kindertheaterfest-Folder, der im Mai erscheint.

In dieser Spielzeit entern zehn Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren die Kammerspiele des Mainfranken Theaters Würzburg. Aber nicht alle werden auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen: Florian Frank, der bei der letzen Produktion M8 als Spieler mitgewirkt hat, betreut nun als Regieassistent Die Kammer und seine Mit-PLAYer. Seit Anfang letzter Spielzeit trifft sich der Jugendclub wöchentlich und arbeitet an Sprache, Ausdruck, Bewegung und Bühnenpräsenz. Im Januar diesen Jahres begannen die Jugendlichen in Bezug auf das Spielzeitmotto VON GELD UNG GÖTZEN mit den Überlegungen zu ihrem Stück. Was ist wirklich wichtig im Leben? Sind es die materiellen Werte? Sind mein Handy und mein Computer wichtiger als Kontakte und Beziehungen zu realen Menschen? Anhand dieser Fragen sowie einiger Filme und Bücher entstand ihr selbstgeschriebenes Stück Die Kammer. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Kammer. Vier Wände. Keine Tür. Kein Fenster. Sieben Jugendliche. Völlig fremd / Fremde. Eingesperrt. Kein Kontakt zur Außenwelt. Scheinbar kein Entkommen. Fünf Missionen. Zwei Beobachter. Ein Urteil. Bestehen oder scheitern? Freiheit oder Gefangenschaft? Team: Bischoff, Rupp, Ulmer, Silva-Klug, Frank Mit: Zoe Bauer, Carolin Christoph, Carla Czernetzki, Nadja Ehrlich, Hannah Goldberg, Lorina Kastner, Katharina Largé, Malo Plisson, Lisa-Marie Salomon

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Im Mai: Fr채nkischer Spargel Im Juni: Pfifferlinge

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Japanischer Frühling im Troand 2. Mai, 16:30

25. Mai, 16:30

Ein Frühlingskuss!

Den Frühlingshauch im Pinsel

Teezeremonie & Musik – Eine uralte Kunst, neu interpretiert

Einführung in die japanische Tuschemalerei

3. Mai, 16:3

1. Juni, 16:30

Sinnlichster aller Räume – ein Zengarten im Frühling

Haiku – Poesie des Frühlings Workshop mit gemeinsamem Dichten

Vortrag und Führung mit dem Schöpfer des Gartens

15. Juni, 16:30

10. Mai, 21:00

Origami – Mini-Workshop für Jung und Alt

Und Sie erschuf die Welt – Auftakt zum Muttertag Dialog zu Weiblichkeit und Mutterschaft in den Schöpfungsmythen

16. Mai, 16:30

Die Kunst, mit Papier zu verblüffen

20. Juni, 16:30

Der Kosmos in einer Vase Ikebana des Frühlings, Vorführung mit Praxistipps

Bambusherz – Zenflötenkonzert Shakuhachi – Das Lied der Natur

18. Mai, 16:30

Frühlingsküche mit Blüten und Wildkräutern

• Eintritt frei • Änderungen vorbehalten • Das Programm im Detail: www.troand.de > Info & Service > Events

Genuss-Workshop

ABB.: RENÉE SINTENIS, FOTOGRAFIE FRIEDA RIESS, 1925 © ULLSTEIN BILD

TROAND | Am Benediktushof | Klosterstraße 10 | 97292 Holzkirchen bei Würzburg Tel. 0 93 69-98 38 50 | troand@benediktushof-holzkirchen.de | www.troand.de

1888 -1965

Museum im Kulturspeicher Oskar-Laredo-Platz 1 97080 Würzburg www.kulturspeicher.de

11.4.2014 BIS 22.6.2014 MUSEUM IM KULTURSPEICHER WÜRZBURG


Die Rosenkavaliere 2013/2014 im Theater- und Orchesterförderverein e. V.

Rosenkavaliere DIAMANTKREIS (AB 24.000 EURO): Renate Bolza-Schünemann, Würzburg | Robert Krick Verlag, GmbH + Co. KG, Eibelstadt | PLATINKREIS (15.000 BIS 23.999 EURO): Koenig & Bauer AG, Würzburg | GOLDKREIS (8.000 BIS 14.999 EURO): Senator e.h. Dr. Kurt und Nina Eckernkamp,Vogel-Stiftung, Würzburg | Baldwin Knauf, Iphofen | Robert u. Margret Krick, Würzburg | SILBERKREIS (3.000 BIS 7.999 EURO): Claus und Christiane Bolza-Schünemann, Würzburg | Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Würzburg | Fürstlich Castell’sche Bank, Credit-Casse AG, Würzburg | Ebert + Jacobi, Pharmazeutische Großhandlung GmbH u. Co.KG, Würzburg | Ulrike Freier, Würzburg | IHK Würzburg-Schweinfurt | Prof. Dr. Kurt und Ulla Kochsiek, Würzburg | Main-Post GmbH & Co.KG, Würzburg | PKF Issing Faulhaber Wozar Altenbeck GmbH & Co.KG, Würzburg | Schaeffler AG, Schweinfurt | UHL GmbH & Co. Stahl- und Metallbau KG, Würzburg | J.E. Schum GmbH & Co.KG, Würzburg | Dipl.-Ing. Hans und Marion Seib, MdB a.D., Seib KG, Würzburg | Sparkasse Mainfranken, Würzburg | Dr. Hagen und Elke Stock, Ochsenfurt | Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt | Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG | Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, Würzburg | BRONZEKREIS (500 BIS 2.999 EURO): Andersch AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main | Artisant Lederladen, Würzburg | Peter und Gila Back, bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger, Würzburg | Thomas Bader und Bettina Kolesch, Würzburg | BHT Stahlrohrlager GmbH, Kornwestheim | Rosemarie BienekPfeiffer, Papier Pfeiffer, Würzburg | Dr. Edgar und Hannelore Bihler, Güntersleben | BMW Autohaus Rhein, Würzburg | Albrecht und Angelika BolzaSchünemann, Radebeul | Dr. Hans Brunnert, Würzburg | Architekturbüro Bruno Bruckner, Würzburg | Eva Christa Bushe, Würzburg | Daimler AG, Mercedes-Benz, Niederlassung Mainfranken, Würzburg | Thomas und Kerstin Dittmeier, Würzburg | Arwed und Brigitte Driehaus, Zell | Gisela Duttenhofer, Würzburg | Hanns und Renate Egenberger, Würzburg | Karl Heinz und Maria Eger, Würzburg | Christina Fladda, Würzburg | Bruno und Jutta Forster, Würzburg | Dr. Wolfgang und Antje Friederich, Veitshöchheim | Herbert und Charlotte Friederich, Würzburg | Dipl.-Btw. Willi Fuhren, Steuerberater+vereid. Buchprüfer+Fachberater f. Internat. StRecht, Würzburg | Angela und Reiner v. Geldern, Karlstadt | GÖPFERT Maschinen GmbH, Wiesentheid | Dr. Jörg und Daniela Groß, Würzburg | Dr. Leonhard und Gertrud Haaf, Tauberbischofsheim | HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Nürnberg | Prof. Dr. Dietrich Henschler, Würzburg | Georg C. Herbst GmbH + Co.KG, Eibelstadt | Dr. Erika Hickel, Würzburg | Dr. Regina M. Hillenbrand, Kieferorthopädin, Veitshöchheim | Helga Hoepffner, Mitglied des Stadtrats, Würzburg | J.A. Hofmann Nachf., Maintal-Bürofachmarkt GmbH, Würzburg | Balthasar Höhn, Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Würzburg | Dr. Bernd Huke, Würzburg | Hunger DFE GmbH, Würzburg | Ingrid Hunger, Lohr am Main | Dr. Frank und Anne Issing, Würzburg | Prof. Dr. Otmar und Sieglinde Issing, Würzburg | Prof. Dr. Ralf Jahn, IHK Würzburg-Schweinfurt | Christian John, Würzburg | Dr. Elmar und Rose-Marie Jostes, Würzburg | Werner Kantner, Würzburg | KBA-NotaSys SA, Lausanne, Schweiz | Peter und Barbara Keil, Würzburg | Fa. KINKELE GmbH & Co.KG, Maschinenbau, Ochsenfurt | Egon Kitz und Helga Kübert-Kitz, Würzburg | Andreas und Rota Klaeger, Würzburg | Prof. Dr. Bernd Klaiber, Würzburg | Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH, Würzburg | Fritz Kohl GmbH & Co.KG, Karlstadt | Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg | Hans-Werner und Julia Kraft, Würzburg | Werner und Helga Kraft, Würzburg | Max und Charlotte Lamb, Würzburg | Norbert Lang, Würzburg | Klaus Peter Lesch und Silke Groß-Lesch, Würzburg | Kathrin und Bruno Lewandowski, Lewandowski GmbH, Eibelstadt | LKS Kronenberger GmbH, Metallveredlungswerk, Seligenstadt | Prof. Dr. Martin und Dr. Friederike Lohse, Würzburg | Dr. Lando u. Marisa Lotter, Würzburg | Dr. Hartwich und Sigrid Lüßmann, Würzburg | Prof. Dr. Kurt und Ruth Magar, Würzburg | Rudi May, Unternehmer, Würzburg | RA Holger und Ulrike Mellin, Waldbüttelbrunn | Barbara Meyer-Marroth + Hans-Ulrich Mühlschlegel, Würzburg | Wolfgang und Elfriede Metzler, Würzburg | Helmut und Elke Müller, Rottendorf | Christoph Müller und Dr. Christine Bötsch, Würzburg | Paul Müller Elektrotechnik GmbH, Claudia Polik, Eisingen | Prof. Dr. H.-K. und Ulrike Müller-Hermelink, Würzburg | Dr. Cornelia und Dr. Stefan Müller-Reiter, Lauda | Rainer und Rita Naebers, Karlstadt | Dr. Ursula Nienaber, Würzburg | Dr. Margot Raps-Hölscher, Würzburg | Hotel Rebstock zu Würzburg | Professor Dr. Klaus und Christa Roosen, Reichenberg | Rosengarth u. Partner GbR, Wirtschaftsprüfer – Steuerberater – Rechtsanwälte, Würzburg | Rotary Club, Würzburg | Dr. Christian und Dr. Heidrun Rudolph, Burgsinn | Stefan und Lucia Rühling, Würzburg | S & R Industrie, Assekuranzmakler GmbH, München | Beatrice und Johannes Schaede, Würzburg | Fritz und Hannelore Schäfer, Schweinfurt | Prof. Dr. Dieter und Gudrun Schäfer, Würzburg | Klaus Schinagl, Grafik-Designer BDG, Veitshöchheim | Prof. Dr. Robert F. Schmidt und Lotte Schmidt, Würzburg | Bernd Schmidtchen, Höchberg | Familie Schmincke, Heidingsfeld | Dr. Wolfdietrich Schneider, Bad Neuenahr | Dr. Rainer und Dott. Christine Schöbel, Würzburg | Hans und Gudrun Schöbel, Würzburg | Prof. Dr. Helmuth und Christiane Schulze-Fielitz, Würzburg | Familie Schweizer, Würzburg | Siemens AG, Regionalorganisation Deutschland, Norbert Brenner, Würzburg | Prof. Dr. Stefan und Dr. Heidi Silbernagl, Margetshöchheim | Rudolf Söder und Gertraud Söder-Knorr, Würzburg | Prof. Dr. med. Christian P. Speer und Bettina Götze-Speer, Höchberg | Spindler GmbH & Co. KG, Monika SpindlerKrenn, Würzburg | Hans und Irmgard Stößel, Würzburg | Dr. Thomas u. Dr. Kathrin Tatschner, Gerbrunn | Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Ursula Tittor, Bad Mergentheim | TNT Express GmbH, Niederlassung Würzburg, Eibelstadt | Prof. Dr. Eberhard und Gisela Umbach, Theilheim | Bernhard Wahler, Sanitär- und Heizungstechnik, Veitshöchheim | WEGMANN automotive GmbH & Co.KG, Veitshöchheim | Prof. Dr. Helmut Werner und Annemarie Henkels, Würzburg | Prof. Dr. Klaus und Dr. Ute Wilms, Würzburg | Bernhard und Rosemarie Withopf, Tauberbischofsheim | Prof. Dr. Emil Witt, Würzburg | Prof. Dr.-Ing. Horst Peter Wölfel, Höchberg | Prof. Dr. Karl-Heinrich und Jutta Wulf, Würzburg | Dr. Jan-Peter und Jutta Zugelder, Künzelsau | Anonym: 6

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Fundament

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Buddenbrooks

Salome

Programm 05/06.2014 Schauspiel

Musiktheater

Junges Theater

Fundament Schauspiel von Jan Neumann Kammerspiele 20.00 Uhr: 02.05., 07.05., 18.05., 28.05. und letztmals am 22.06.2014

Salome Oper von Richard Strauss Großes Haus 15.00 Uhr (EF 14.30 Uhr): 25.05.2014 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 21.05., 01.06., 05.06., 13.06., 15.06. und letztmals am 20.06.2014

GeldGeldGeld (UA) Kinderstück ab 4 Jahren Kammerspiele 09.00 Uhr: 02.06.2014 11.00 Uhr: 02.06.2014 13.00 Uhr: 29.06.2014 15.00 Uhr: 11.05. , 01.06. und 29.06.2014 17.00 Uhr: 09.06.2014

Buddenbrooks Schauspiel nach Thomas Mann Fassung von John von Düffel Großes Haus 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 03.05. und letztmals am 11.05.2014

Oper am Klavier IV – Gustaf Adolf Och Ebba Brahe (Gustaf Adolf und Ebba Brahe) von Georg Joseph Vogler Kammerspiele 20.00 Uhr: 30.05. und 08.06.2014

Der Kaufmann von Venedig Schauspiel von William Shakespeare Großes Haus The Rake’s Progress Premiere: 10.05.2014 | 19.30 Uhr Oper von Igor Strawinsky (EF 19.00 Uhr) Großes Haus 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 14.05., 17.05., Premiere: 28.06.2014 | 19.30 Uhr 23.05., 24.05., 27.05., 04.06. 07.06., 18.06. (EF 19.00 Uhr) und 27.06.2014 Mollath – Neues von der bayerischen Justiz (UA) von Wiebke Melle nach Originaldokumenten Treffpunkt Bar im Unteren Foyer Uraufführung: 10.05.2014 | 21.30 Uhr 21.30 Uhr: 14.05., 17.05., 23.05., 24.05., 27.05., 04.06. 07.06., 18.06. und 27.06.2014 Der Bürger von Leonhard Frank Kammerspiele Premiere: 15.05.2014 | 20.00 Uhr 20.00 Uhr: 16.05., 23.05., 24.05., 06.06., 26.06. und 27.06.2014 We Entertain to Love You (UA) von Dominik Meder und Maria Vogt Kurt & Komisch (Sanderstr. 7) Uraufführung: 15.05.2014 | 22.00 Uhr 22.00 Uhr: 16.05., 23.05., 24.05., 06.06., 26.06. und 27.06.2014

Ballett Lascia Che Accada (UA) (Lass es geschehen) / Josephs-Legende Ballette von Roberto Scafati und Anna Vita Großes Haus 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 04.05. und letztmals am 16.05.2014 Dornröschen Ballett von Anna Vita mit Musik von Peter Tschaikowski Großes Haus Premiere: 31.05.2014 | 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr) 15.00 Uhr (EF 14.30 Uhr): 08.06. und 22.06.2014 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 14.06., 17.06. und 25.06.2014

, 09.06.

Tschick von Wolfgang Herrndorf Kammerspiele 10.00 Uhr: 22.05.2014 12.00 Uhr: 22.05.2014 18.00 Uhr: 05.06.2014 20.00 Uhr: 21.05. und 14.06.2014 Großes Haus 09.00 Uhr: 04.06.2014 11.00 Uhr: 04.06.2014 19.30 Uhr: 19.06.2014 Die Kammer ENTER STAGE PLAY – Jugendclub am Mainfranken Theater Kammerspiele Premiere: 21.06.2014 | 18.00 Uhr 18.00 Uhr: 28.06.2014

Konzerte 6. Sinfoniekonzert „Echoes“ Werke von Inamori, Britten und Schostakowitsch 08.05.2014 und 09.05.2014 | 20.00 Uhr (EF 19.30 Uhr) | Konzertsaal der Hochschule für Musik 4. Jugendkonzert Dornröschen 28.05.2014 | 11.15 Uhr | Großes Haus Nachtmusik Konzert im Rahmen des Mozartfestes Würzburg 07.06.2014 | 21.00 Uhr | Hofgarten Kaisersaalkonzert Konzert im Rahmen des Mozartfestes Würzburg mit Werken von Rossini, Mozart, Vogler und van Beethoven 12.06.2014 | 20.00 Uhr | Kaisersaal


Josephs-Legende

Junger Klassiker – Nibelungen Short Cuts

Impressum: Herausgeber: Mainfranken Theater Würzburg Theaterstraße 21, 97070 Würzburg Intendant: Hermann Schneider Kaufmännischer Geschäftsführer: Dirk Terwey Karten: 0931 / 3908 -124 Web: www.theaterwuerzburg.de Social Media: facebook, twitter, YouTube Projektleitung: Daniela Bell Gestaltung: Uli Spitznagel Titelfoto: Sylvain Guillot (Josephs-Legende) Gesamtherstellung / Anzeigen: Werbepartner Koob-Sans GbR – Marjorie Koob-Sans Mobil: 0172 / 6684 604 | kosa.werbepartner@t-online.de Mindestauflage: 10.000 Exemplare Legenden:

* Anmeldung: Tel. 0931/3908-223 oder theater.paedagogik@stadt.wuerzburg.de Kinderbetreuung während der Vorstellung. Infos und Anmeldung unter: www.theaterwuerzburg.de/kinderbetreuung

Jupiternacht Konzert im Rahmen des Mozartfestes Würzburg mit Werken von Bernstein, Saint Saëns, Jolivet und Mozart 29.06.2014 | 19.00 Uhr | Vogel Convention Center

Außerdem Lieder in den Häusern der Stadt 02.05.2014 | 19.30 Uhr | Würzburger Privatwohnungen Matinee zu Der Kaufmann von Venedig / Mollath – Neues von der bayerischen Justiz 04.05.2014 | 11.00 Uhr | Foyer-Café (ab 10.30 Uhr Frühstücksangebot) Ballett persönlich Zoya Ionkina 05.05.2014 | 19.00 Uhr | Foyer-Café Günter Grünwald Gastspiel Bockshorn 07.05.2014 | 19.30 | Großes Haus Lehrervorschau*: Der Kaufmann von Venedig Schauspiel von William Shakespeare Mollath – Neues von der bayerischen Justiz von Wiebke Melle nach Originaldokumenten 09.05.2014 Tonspur meines Lebens Musikalische Reise durch die Biografien unserer Mitarbeiter 09.05.2014 | 22.00 Uhr | Bar (UF) Soiree zu Dornröschen Ballett von Anna Vita mit Musik von Peter Tschaikowski 18.05.2014 | 19.00 Uhr | Großes Haus Lehrervorschau*: Dornröschen Ballett von Anna Vita mit Musik von Peter Tschaikowski 28.05.2014 Spaziergang hinter den Kulissen Treffpunkt Bühneneingang 31.05.2014 | 15.00 Uhr

Die Jünger Jesu – Lesung aus der Autorenwerkstatt 31.05.2014 | 20.00 Uhr | Kammerspiele Tonspur meines Lebens Musikalische Reise durch die Biografien unserer Mitarbeiter 06.06.2014 | 22.00 Uhr | Bar (UF) Freitag Nacht Ich bin kein Star holt mich hier raus! 13.06.2014 | 22.00 Uhr | Treffpunkt Bühneneingang The Rake’s Progress – Mozart im Spiegel Strawinskys 15.06.2014 | 11.00 Uhr | Foyer-Café Matinee zu K.O. nach zwölf Runden 22.06.2014 | 11.00 Uhr | Foyer-Café (ab 10.30 Uhr Frühstücksangebot) Ballett persönlich Ivan Alboresi 23.06.2014 | 19.00 Uhr | Foyer-Café Lehrervorschau*: The Rake’s Progress Oper von Igor Strawinsky 26.06.2014 Spaziergang hinter den Kulissen Treffpunkt Bühneneingang 28.06.2014 | 15.00 Uhr Kindertheaterfest Willkommen in Nimmerland! 29.06.2014 | 12.00 Uhr | Im und um das Theatergebäude Gastspiele andernorts Die diebische Elster 03.05. und 04.05.2014 | 19.30 Uhr Theater der Stadt Schweinfurt 15.05., 16.05. und 18.05.2014 | 19.30 Uhr Stadttheater Aschaffenburg Bayerische Theatertage Erlangen Junger Klassiker – Nibelungen Short Cuts 20.05.2014 | 19.00 Uhr | Garage Bayerische Theatertage Erlangen Der Geizige 25.05.2014 | 19.00 Uhr | Redoutensaal

MAI 03.05. Rainer Appel & Duo Sandrose Casanova ... komm! 07.05. Mainfranken Theater Würzburg Günter Grünwald Da sagt der Grünwald stop 09.05. Bockshorn-Soundlounge CD-Release Benni Freibott „Kind of Invisible“ 13.05. Anna Scheps Piano meets movie 14.05. Michael Altinger Ich sag’s lieber direkt! 16.05. Daphne de Luxe Extraportion 22.05. Mathias Tretter & Sven Kemmler Schottenabend – Zwei Stunden mit nichts drunter 23.05. Olivier Sanrey Alle garstig! 24.05. Bockshorn-Soundlounge Soundlounge Kids

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zanni spezial

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Theatersanierung

Foto: Uli Spitznagel

Text: Hermann Schneider

Ein kleines Haus im großen Haus Neues Konzept für eine Ausweichspielstätte während der Sanierung

Durch die Stadtratsbeschlüsse im Juni/Juli 2013 hat man sich von der bisher favorisierten Konzeption der Theatersanierung unter Einbezug der Frankenhalle verabschiedet. Spätestens jetzt nach den Kommunalwahlen im März 2014 ist eine Neuformulierung der Aufgabenstellung für die Sanierung des Mainfranken Theaters notwendig. Die bisherigen Planungen des seit Sommer 2012 beauftragten Hamburger Architekturbüros pfp funktionierten unter der Arbeitshypothese, dass ein notwendiger Raumbedarf auch langfristig in neu zu errichtenden Backstage- und Funktionsgebäuden an der Frankenhalle erfüllt würde. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Das bedeutet, dass Raumbedarf und -konzeption für das Theater selbst neu zu planen sind. Das Gebäude des Mainfranken Theaters soll in seiner Kubatur erhalten bzw. ergänzt werden. Zusätzlich wurde in den Bedarfsanalysen der Raumprogramme eine Fläche von 3000 qm ermittelt: Diese Zahl rechnet sich aus der vorhandenen Quadratmeterzahl von ca. 2300 qm im Funktionsgebäude „Ebert und Jakobi“ in der Oeggstraße sowie einem generellen Mehrbedarf (Probebühnengröße, Orchesterprobenraum, Sozialräume, Büros). Die bisherige Planung ging davon aus, dass das Funktionsgebäude „Ebert und Jakobi“ aufgegeben werden sollte. Aus städtebaulichen (Gebäudehöhe/Abstandsflächen) und finanziellen Gründen wird es ausgeschlossen sein, diese 3000 qm in toto in ein Raumprogramm des jetzigen Gebäudes zu integrieren bzw. das jetzige Gebäude durch Aufstockung so zu erweitern; die Bruttogeschossfläche des WerkstattTraktes liegt bei ca. 1000 qm. Insofern ist eine Auslagerung bestimmter Gebäudefunktionen so gut wie unausweichlich. Die Theaterleitung hat in intensiven Analysen der bisherigen Planung und unter den neuen Gegebenheiten verschiedene Szenarien durch-

gespielt und der Politik im vergangenen Herbst ein Konzept vorgelegt, das den an sich bestechenden Grundgedanken der Konzeption „Frankenhalle“ weiterführt: Die in der Sanierungsphase notwendige Ausweichspielstätte wird perspektivisch zur mittleren Spielstätte. Hierbei würde anstelle des jetzigen vorderen Gebäudetraktes (Flachbau, Innenhof, Kassenbereich, Garderobe) ein neues kleines Theater errichtet. Der weitere Spiel-, Produktions- und Probenbetrieb in den bisherigen Kammerspielen sowie auf der Hauptbühne soll während dieser Bauphase fortgesetzt werden können; eine provisorische Verlegung des Haupteingangs zum Eingang Oeggstraße und entsprechende Verlegung der Kasse in das Untere Foyer würden den laufenden Betrieb gewährleisten. Die Ausstattungen würden wie bisher in den Werkstätten erstellt und das Funktionsgebäude in der Oeggstraße mit Kostümwerkstätten, Proberäumen und Büros würde weiterhin im Betrieb bleiben. Es entstünde der Neubau eines sogenannten „Kleinen Hauses“ quer vor dem jetzigen Hauptgebäude mit ca. 350 Plätzen. Dieser würde dann nach Fertigstellung als „Ausweichspielstätte“ für alle Sparten dienen, so dass dann das eigentliche Große Haus (Hauptbühne, Zuschauerraum, etc.) saniert werden kann. Das Staatstheater Darmstadt hat mit einer derartigen Ausquartierung sehr gute Erfahrungen gemacht. Neben diesem Kleinen Haus würden die bisher in den Kammerspielen gegebenen Produktionen an verschiedenen Spielstätten in Würzburg gezeigt, wie zum Beispiel dem TanzSpeicher, dem Bockshorn oder dem Theater der Musikhochschule Würzburg. Nach erfolgter Sanierung würden dann in einem letzten Bauabschnitt beide Gebäudeteile miteinander verbunden durch ein gemeinsames Foyer mit Restaurant, Garderoben, etc.


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Zanni 05/06 2014  

Das Magazin des Mainfranken Theaters Würzburg

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