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05/06.2012

Schauspiel-Premiere Die Hermannsschlacht Ballett-Premiere Ein Sommernachtstraum Musiktheater-Premiere Orfeo ed Euridice Konzerte 7. Kammerkonzert Italienische Nacht

Das Magazin des Mainfranken Theaters W端rzburg


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Liebe Theaterfreunde, nach acht Jahren überaus erfolgreicher Arbeit als Schauspieldirektor des Mainfranken Theaters Würzburg verabschiedet sich Bernhard Stengele im Juni mit seiner Neuinszenierung von Christoph Willibald Glucks Oper „Orfeo ed Euridice“. Hier schließt sich in mehrfacher Hinsicht ein Kreis. Wer Bernhard Stengele kennt, der weiß, was für ein ausgesprochen musikalischer Mensch und Regisseur er ist: Die Antike – sei es als beeindruckender Darsteller des Ödipus, als Regisseur der „Choephoren“ oder der „Vögel“ – bildete ein Leitmotiv seiner Würzburger Theaterarbeit. Und nicht zuletzt war seine erste hiesige Arbeit für das Musiktheater die Offenbachsche Variante des bekannten Mythos „Orpheus in der Unterwelt“… Der Künstler, der aus Liebe den Tod nicht scheut und mit seiner Kunst die Furien von Welt, Angst, Geschichte und Gegenwart vertreibt und überwindet – einen schöneren Abschied und Schlusspunkt kann man sich kaum denken. Doch zur Tragödie gehört das Satyrspiel gleichsam als „lieto fine“; wer dies nicht in der Inszenierung von „Orfeo“ zu finden vermag, der freue sich auf Bernhard Stengeles Abschiedsvorstellung: Gemeinsam mit Paul Amrod gibt er am 19. Juli im Großen Haus noch einmal seine Balladenkunst zum Besten: „Sie haben nämlich Entenfüße…“. Herzlichst Ihr

Hermann Schneider

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Inhalt

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Leute, Leute! Alles, was die (Theater-)Welt bewegt

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Schauspiel Premiere: „Die Hermannsschlacht“

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Schauspiel Leonhard-Frank-Preis 2011 und 2012 Uraufführung: „Nacktes Leben… oder… Bei lebendigem Leibe”

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Schauspiel „Die Schutzflehenden“

12 Ballett „Othello” 13

Ballett Premiere: „Ein Sommernachtstraum”

14

Musiktheater Premiere: „Orfeo ed Euridice“

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Musiktheater Oper am Klavier: „Le Vin herbé“

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Euphorion-Jugendclub Uraufführung: „Das Schloss”

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Kinder- und Jugendtheater Lehrerfortbildung: Theaterpädagogisches Inszenieren

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Konzerte 7. Kammerkonzert Italienische Nacht

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Schauspiel Nachschau: Wie war Afrika?

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Rosenkavaliere

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Spielplan / Impressum

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zanni spezial Theatersanierung III

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Dieter Schoeps † (Foto: privat)

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John Cage (Foto: Susan Schwartzenberg)

Szene aus „Der Tod und das Mädchen” (Foto: Falk von Traubenberg)

Leute, Leute! Nachruf Dieter Schoeps Im Alter von 82 Jahren verstarb am 9. März 2012 nach schwerer Krankheit der Opernsänger und Inspizient Dieter Schoeps. Der in Krefeld am Niederrhein geborene Künstler debütierte Anfang der sechziger Jahre am Stadttheater Mönchengladbach/Rheydt. Direkt in der ersten Spielzeit des neueröffneten Stadtthea­ters wurde er 1966 nach Würzburg engagiert. Unserem Theater blieb er – später als Chorsänger und zuletzt als Inspizient – bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben verbunden. Im Mai 1979 wurde ihm die goldene Ehrennadel für seine langjährige Mitgliedschaft der VdO verliehen. Ganz abgesehen von seinen künstlerischen und beruflichen Fähigkeiten haben sein einfühlsames, herz­liches Wesen und seine kluge und sensible Art seine Arbeit ausgezeichnet und unsere Theater bereichert. Wir werden ihm stets ein ehren­des Andenken bewahren.

Lieder in den Häusern der Stadt

Das Ballett „Der Tod und das Mädchen“ geht nach Halle

Abendstunden. Erklingen werden unter anderem Lieder und Arien von Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven, Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi und Pjotr Iljitsch Premiere: „Der Tod und das Mädchen ”/ Tschaikowski sowie Chansons von Kurt Weill, „The show must go on” Stephen Foster und Édith Piaf. Ein unvergessBallett von Anna Vita und Ralf Rossa, liches Musikerlebnis ist garantiert! Musik von Franz Schubert und Queen

Silence – für John Cage

e 11. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus Halle, Großes Haus

e Vernissage: 24. Mai 2012, 19.30 Uhr, Oberes Foyer

Anna Vita, Ballettdirektorin am Mainfranken Theater, bringt das Stück „Der Tod und das Mädchen“, das 2006 in Würzburg uraufgeführt wurde, in dieser Spielzeit an das Opernhaus Halle. Sie folgt einer Einladung ihres Kollegen Ralf Rossa, den sie bereits aus ihrer Zeit am Theater Dortmund kennt und mit dem sie 2007/2008 in Würzburg den Ballettabend „Virtuosi“ gemeinsam gestaltet hat.

Niemand hat die Neue Musik nach dem Tod Schönbergs tiefer beeinflusst als sein Schüler John Cage (1912 – 1992). Er ist mitverantwortlich für die Erweiterung musikalischer Wahrnehmung. Der Sohn eines Erfinders und Enkel eines Wanderpredigers sprengte seit den 1930er Jahre alle konventionellen Bahnen. Er gilt als der Vater der Fluxus-Bewegung und hob die Ordnung der Musik in einem revolutionären und doch ganz beiläufigen Akt auf, führte den Zufall in die Musik ein, aber auch die Stille.

In diesem Jahr feiert die musikalische Welt e 4. Mai 2012, 19.30 Uhr, Privatwohnungen Cages 100. Geburtstag. So präsentiert das Mainfranken Theater Würzburg durch die Nach dem großen Erfolg der Musikreihe Foyer­ausstellung „Silence – für John Cage“ „Lieder in den Häusern der Stadt“ in der ver- furio­se Möglichkeiten für das Theaterpubligangenen Spielzeit geben Sängerinnen und kum, selbst einmal Interpret Cage‘scher Sänger des Mainfranken Theaters Würzburg Werke zu werden. Ausgestellt werden zum diese Saison zum zweiten Mal genussvolle aktiven Tun Partituren, Instrumente und Musikprogramme in intimer Atmosphäre Requisiten von Stücken wie dem berühmten zum Besten. Gemütlich und einzigartig auf»4‘33‘‘«, der Suite für Spielzeugklavier bis regend wird es, wenn Gastgeberinnen und hin zur »Radio Music« für acht mittlerweile Gastgeber aus Würzburg ein kleines und fei- historische Radioapparate. nes Publikum in ihren privaten Wohnungen Kuratoren: Alexander Jansen a. G. / und Häusern herzlich willkommen heißen. Dabei versprechen die spannenden und viel- Hermann Schneider fältigen Programme, präsentiert von Anja Eichhorn, Daniel Fiolka, Joshua Whitener, Anja Gutgesell, Sonja Koppelhuber, Barbara Schöller und Johan F. Kirsten, wundervolle

Nachdem „Der Tod und das Mädchen“ als Kammerstück in Würzburg mit großem Erfolg mehrere Spielzeiten gelaufen ist, freut sich Vita besonders über die Herausforderung, es nun auf die Große Bühne zu bringen und mit einem Ensemble von 24 Tänzerinnen und Tänzern – der größten Ballettcompany in Sachsen Anhalt – in neuer Choreografie zu zeigen. Vita entwickelt ihre Choreografie auf der Basis von Franz Schuberts Streichquartett in d-Moll, das ebenfalls den Beinamen „Der Tod und das Mädchen“ trägt. Das Stück handelt von den unerfüllten Träumen und Sehnsüchten eines jungen Mädchens, das sich aus einer beengenden Realität von missverstandener Elternliebe in ein Traumreich der Wünsche und Hoffnungen flüchtet. Bühnenbild und Kostüme gestaltet Verena Hemmerlein.


Szene aus „Stoning Mary – Marias Steinigung” (Foto: Nico Manger)

Kaisersaalkonzert und Nachtmusik in der Residenz Würzburg (Foto: Georg Behringer / Uli Spitznagel)

Ohren auf in concert: Cellistin Cornelia Emmert (Foto: privat)

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Die Bayerischen Theatertage 2012 in Augsburg e 22. Mai 2012, 19.30 Uhr, Theater Augsburg, Brechtbühne e 23. Mai 2012, 19.30 Uhr, Theater Augsburg, Großes Haus Zum 30. Jubiläum präsentieren sich auf den Bayerischen Theatertagen mehr als 30 große und kleine Ensembles des gesamten Freistaates. Vom 11. bis zum 27. Mai bildet Augsburg die Bühne für ein breit gefächertes Festivalprogramm, das die ganze Lebendigkeit und Farbigkeit des aktuellen bayerischen Theaterschaffens widerspiegelt. Vom Klassiker über Musiktheater bis zum Zeitstück manifestieren sich die unterschiedlichsten Spiel- und Inszenierungsweisen sowie inhaltlichen Schwerpunkte: Die ganze Vielfalt theatraler Erzählweisen an einem Ort. Das Mainfranken Theater Würzburg ist mit zwei aktuellen Produktionen ver­treten: Am 22. Mai wird ein Schauspiel von Debbie Tucker Green „Stoning Mary – Marias Steinigung“ in der Inszenierung von Caro Thum auf die Brechtbühne gebracht. Das Kammerstück hatte im März Premiere in Würzburg. Heinrich von Kleists Drama „Die Hermannschlacht“ – eine Inszenierung von Stephan Suschke (Premiere: 5. Mai) – wird im Rahmen des Festivals am 23. Mai auf der Bühne im Großen Haus gespielt, mit Bayern 2-Nach­spiel im Anschluss. Eine neunköpfige Fachjury vergibt Förderpreise für besondere künstlerische Leistun­gen. Zudem gibt es einen Publikumspreis und eine Extra-Jury aus Kindern und Jugendlichen. Das Mainfranken Theater Würzburg wurde bei den Theatertagen immer wieder mit Auszeichnungen geehrt und erhielt im vorigen Jahr den Sonderpreis für „couragierte Theaterarbeit“.

Zu Gast beim Mozartfest

Ohren auf in concert

e 7. Juni 2012, 20 Uhr, Kaisersaal der Residenz Würzburg

e 20. Juli 2012, 19.30 Uhr, Großes Haus

e 24. Juni 2012, 21 Uhr, Hofgarten der Residenz Würzburg Das Philharmonische Orchester Würzburg blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Die Anfänge des Orchesters gehen zurück bis ins 18. Jahrhundert, als Fürstbischof Johann Philipp von Greifenklau Musiker für seine Hofkapelle auf der Festung Marien­berg engagierte. Heute, etwa 300 Jahre später, trägt das vormals „Städtische Orchester” den Namen Philharmonisches Orchester Würzburg, und es tritt neben Aufführungen von Opern, Operetten und Musicals in einer Reihe von Konzerten in Erscheinung. Ein Höhepunkt in jeder Saison sind die Konzerte im Rahmen des renommierten Mozart­ festes Würzburg. Dabei musizierten die In­stru­mentalisten des Philharmonischen Orches­ters Würzburg in den vergangenen Jahren beim Sinfoniekonzert im Kaisersaal mit namhaften Solisten wie der Klarinettistin Sharon Kham oder dem Pianisten Martin Stadtfeld. Am 7. Juni wird unter der musikalischen Leitung von Enrico Calesso die Ausnahmeflötistin Magali Mosnier mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg auftreten. Neben dem Konzert im stimmungsvollen Ambiente des Kaisersaals bietet die Nachtmusik ein außergewöhnliches Musikerlebnis: Große Fackeln erleuchten den Hofgarten, die Fassade der Residenz wird illuminiert und bei kaum einem anderen Open-Air-Event werden die Orchesterklänge so stilvoll vom Vogelsang begleitet wie hier. Beim Sonnenuntergang erklingen am 24. Juni Mozarts „Kleine Nachtmusik”, „die Kleine g-Moll Sinfonie”, Hummels berühmtes Trompetenkonzert und Prokofjews „Klassische Sinfonie”.

Seit 2004 gibt es die Initiative „Ohren auf“, im Rahmen derer sich die Musiker des Philharmonischen Orchesters Würzburg in verschiedenen Angeboten für die Vermittlung klassischer Musik engagieren. Besondere Förderung erfährt das unter der Schirmherrschaft von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer stehende Projekt durch den Thea­terund Orchesterförderverein. Im Rahmen von „Ohren auf! Orchester in der Schule“ bieten die Musiker einen Blick hinter die Kulissen ihres Berufes. Vielfältige Offerten zur gemeinsamen pädagogischen Arbeit in der Schule oder auch der Besuch einer Probe im Theater sind Bestandteile des Projekts. Ein besonderer Höhepunkt in jeder Saison des Philharmonischen Orchesters ist „Ohren auf in concert“. Nachdem sich die Nachwuchsmusiker am 28. April beim Casting im Oberen Foyer vorgestellt haben, werden sie nach der intensiven Probenphase am 20. Juli zusammen mit den Profis ein Konzert gestalten. Wie in den vergangenen Jahren stehen auch in dieser Spielzeit herausragende Werke der Musikgeschichte auf dem Programm: Neben Leonard Bernsteins Ouvertüre zu „Candide“ erklingt die berühmte „Pathétique“, Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Sechste Sinfonie. Die Cellistin Cornelia Emmert, Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg, wird als Solistin in Arthur Honeggers Konzert für Violoncello und Orchester auftreten.


Schauspiel: „Die Hermannsschlacht�

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Fotos: Falk von Traubenberg, Uli Spitznagel

Fotomontage: Uli Spitznagel


Schauspiel: „Die Herrmannsschlacht”

Premiere: 05. Mai 2012, Großes Haus

Team: Suschke, Röhrbein, Becker

Text: Mona Becker

Ich weiß nicht, was ich von dir denken soll. „Die Hermannsschlacht“ und ihre Kritiker

Kleists Versdrama „Die Hermannsschlacht“ aus dem Jahr 1808 ist in der Tat ein sperriges Stück Theater, das nicht erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sein Publikum, seine Leser, Kritiker und die Wissenschaft spaltet und verwirrt. Es wäre ein Leichtes, dieses, laut Kleist, ganz „auf diesen Augenblick“ berechnete Schauspiel, geschrieben zur Zeit der Napoleonischen Kriege und der deutschen Kleinstaaterei, als deutschtümelndes Propagandastück abzutun. Doch so leicht macht es der Autor dem Publikum nicht: Seine Darstellung Hermanns ist voller Stolpersteine. Immer wieder lässt Kleist offen, in welchem Maße Hermann an Ereignissen wie zum Beispiel der Vergewaltigung der jungen Germanin Hally durch römische Legionäre beteiligt ist. Auch ist letztendlich völlig unklar, wofür Hermann eigentlich kämpft: Seit Tacitus’ „Germania“ werden die Deutschen als liebende Familienväter und Ehegatten gezeigt, die bereit sind, für den Schutz ihrer Familie alles zu tun. Wenn Hermann seine Fürsten auffordert, im Kampf gegen die Römer das eigene Land niederzubrennen, dann stellt dies sowohl seine Motivation, wie auch die Gleichung „gute Germanen, schlechte Römer“, ebenso in Frage, wie die Rücksichtslosigkeit, mit welcher der Cheruskerfürst seine Frau und Kinder als Spielbälle in der Kriegsführung nutzt. Dass sich nicht nur ein modernes Publikum mit einer solchen Dar­ stellung schwer tut, zeigen die Bearbeitungen Feodor Wehls und Rudolph Geneés, die sich für die beiden Bühnenfassungen, in denen das Stück in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt wurde, verantwortlich zeichnen.

Die junge Frau Hally tritt bei Kleist nach ihrer Vergewaltigung stumm auf, wird von ihrem Vater getötet und dann, auf Hermanns Anweisung hin, in 15 Stücke zerteilt, welche an die germanischen Stämme geschickt werden. Bei Wehl fordert Hally ihren Vater auf, sie zu töten, und statt der Zerteilung werden lediglich Tücher in ihrem Blut getränkt. Beide Fassungen nehmen weitere Änderungen vor, welche Hermann in einem versöhnlicheren Licht zeigen sollen. Diese Abschwächungen freilich waren kaum genug. 1860 schrieb ein Kritiker, Hermann sei „ein hinterlistiger, heimtückischer und grausamer Barbar, welcher uns fast zwingt, wider Willen mit den Römern zu sympathisieren“, 1863 klagte ein weiterer Rezensent, der Cheruskerfürst benehme sich „wie ein heimtückischer Schuft“. Dass das Stück überhaupt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen Weg auf die Bühne fand, verdankte es dem Zeitgeschehen: Die Gründung des deutschen Staates und der Deutsch-Französische Krieg verlangten nach einer nationalen Identifikationsfigur. Erst zu späterer Zeit – vielleicht, weil die ideologische Verblendung es erlaubte, auch den kleistschen Stolpersteinen gegenüber blind zu sein – erlebt „Die Hermannsschlacht“ ihren größten Erfolg, möglicherweise aber auch ihr größtes Unrecht. Im Ersten Weltkrieg schon erobert das Stück die deutschen Bühnen, in der Spielzeit 1933/1934 aber boomt es mit 146 Aufführungen.

Nach 1945 wird „Die Hermannsschlacht“, wie auch die eigene Geschichte von den Deutschen peinlichst verschwiegen. Doch die Inter­ pretation eines Stückes durch willkürliche Zeitgenossen darf man dem Stück nicht anlasten. „Die Hermannsschlacht“ ist ohne Frage ein grausames, schwieriges, sperriges Stück. Doch es erlaubt dem PubliSowohl Wehl als auch Geneé bemühten sich um die Entfernung der kum, durchaus auch mit Humor und Ironie, sich seine eigene Meinung Kleistschen Stolpersteine und eine sympathischere Darstellung Herzu bilden über diesen Machtmenschen Hermann und seinen Freiheitsmanns. So wird Hermanns spöttischer Ton seiner Gattin Thusnelda gekampf – und Parallelen zu ziehen. Seit einigen Jahren wird „Die Hergenüber ebenso gestrichen wie seine herabsetzenden „Kosenamen“. mannsschlacht“ wieder vermehrt gespielt. Geneé verzichtet völlig auf die Kleistsche Szene, die Hermann bei dem Aussenden von verkleideten Provokateuren zeigt, welche möglicherAm 5. Mai 2012 hat das Kleistsche Drama auch in Würzburg Premiere. weise auch für Hallys Vergewaltigung verantwortlich sein könnten.

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Leonhard-Frank-Preis 2012: 25. Mai 2012, Kammerspiele

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„Nacktes Leben… oder… Bei lebendigem Leibe” Uraufführung: 16. Juni 2012, Kammerspiele

Team: Nelle, Kempf, Becker

Text: Julian Menninger

Neue Dramatik am Mainfranken Theater Würzburg Der Leonhard-Frank-Preis 2012 und das Gewinnerstück von 2011 in den Kammerspielen Nach welchen Regeln funktioniert Theater? Wie kann es uns beeinflussen? Wo verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion und warum braucht es überhaupt noch neue Theaterstücke? Das Motto „machtSPIELE!”, unter dem der diesjährige LeonhardFrank-Preis vergeben wird, ist zweierlei: Zum einen ist es ein inhaltlicher Leitfaden, unter dem sich über 80 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der Frage nach Regeln und Formelhaftigkeiten des Theaters beschäftigt und dabei ganz unterschiedliche Ansätze und Ideen entwickelt haben. Zum anderen ist es aber auch als Aufforderung zu verstehen, als eine Ermutigung und Motivation gerade für junge Autoren, ihre Ideen umzusetzen und einem Publikum zugänglich zu machen. Aus der Fülle der Einsendungen hat die Jury drei Favoriten ausgewählt, welche am 25. Mai in den Kammerspielen von Schauspielern des Mainfranken Theaters Würzburg szenisch präsentiert werden. Als solche werden im Kampf um den Leonhard-Frank-Preis 2012 in den Ring steigen: „Ich und die Weltmeere. Weil die Tür vom U-Boot klemmte” von Sarah Triltsch (*1986), „TOYS / TOYS / TOYS oder hinter meiner Wand wohnt ein Tier” von Tabea Venrath (*1989)

und „bezahlt euren leichenschmaus doch selber” von Katja Brunner (*1991). Im Anschluss an die jeweilige szenische Lesung bieten Diskussionsrunden die Möglichkeit mit den jungen Autorinnen ins Gespräch zu kommen und so einen Einblick in die Hintergründe und Entstehungsgeschichte des Textes zu erhalten. Dem Gewinnerstück winkt die Möglichkeit einer Uraufführung am Mainfranken Theater Würzburg. So findet sich dieses Jahr der letztjährige Sieger Paul M. Waschkau mit „Nacktes Leben… oder… Bei lebendigem Leibe“ ab dem 16. Juni auf dem Spielplan. Dieser verhandelt den durch den Philosophen Giorgio Agamben geprägten Begriff des „Nackten Lebens“ auf eine sehr vielschichtige Art und Weise. Er geht dabei keinem Einzelfall nach, sondern formt ausgehend von der Frage, ob es auch heute noch ein solches rechtloses Leben gibt, einzelne Geschehnisse zu einer monologisch-dramatischen Komposition, einem Bild der Verletzlichkeit, auf dem man beobachten kann, wie der Ausnahmezustand ganz langsam zur Regel wird. Regie führt Dieter Nelle, welcher in dieser Spielzeit bereits in seiner Inszenierung von „Das Erdbeben in Chili“ einen Prosastoff verarbeitet und auf die Bühne der Kammerspiele gebracht hat.

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Schauspiel: „Die Schutzflehenden” Stückentwicklung von Hans-Werner Kroesinger nach Euripides

Vorstellungen: 12.05./01.06./14.06./ 17.06/26.06./letztmalig 30.06.2012 jeweils 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr)

Fotos: Falk von Traubenberg

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Ballett: „Othello”

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Foto: Falk von Traubenberg


Ballett: „Ein Sommernachtstraum”

Premiere: 26. Mai 2012, Großes Haus

Team: Calesso, Vàmos, Scott

Das Interview führte Christoph Blitt

Es gilt, sensibel und offen zu sein! Ein Interview über Würzburgs Elfen

gehen, dass da etwas Wahres dran ist. Ganz zu Elfen haben Konjunktur! Ob „Herr der Ringe“, schweigen davon, dass sich auch Persönlichkeiten „Harry Potter“ oder William Shakespeares ewig wie Shakespeare, Goethe, Wagner oder Tolkien junger Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ – mit dieser Thematik befasst haben. Wenn das alles überall spielen die naturnahen Fabelwesen Humbug wäre, hätten all diese klugen und viel­ eine Rolle und ziehen mit ihrer magischen Ausbeschäftigten Menschen sicherlich nicht ihre Zeit strahlung Leser, Theaterbesucher und Kinogändamit verschwendet, sich mit Elfen auseinanderger in ihren Bann. Wer aber denkt, dass Elfen zusetzen. rein fiktio­nale Fantasiegeschöpfe sind, der könnte sich irren. Denn es gibt Menschen, die Elfen „zanni“: Wie sehen Elfen eigentlich aus? nicht nur sehen und wahrnehmen können, sonEselmann: Es gibt ja verschiedene Arten von Geistdern auch mit ihnen kommunizieren. Dass man wesen, die sich in Größe, Aussehen und Wesen derartig begabte Personen häufig in Island trifft, sehr voneinander unterscheiden. Elfen sind dabei eher klein, haben wundert vielleicht nicht, wenn man bedenkt, dass in der nordischen lange, dünne Beine, große, aber wohlgeformte Ohren und können Mythologie Elfen traditionell eine große Rolle spielen. Aber auch in Würzburg gibt es mit Willy Eselmann einen Experten für diese Natur- fliegen. Sie erwecken durch ihre – im wahrsten Sinne des Wortes – schillernde Farbenpracht den Eindruck, als seien sie Wesen aus Licht. geister. „zanni“ sprach am 1. April 2012 mit dem 34-Jährigen über dessen Begabung, Naturgeister aufzuspüren und mit ihnen in Ver„zanni“: Und wie spricht man mit Elfen? bindung zu treten. Eselmann: „Sprechen“ ist das falsche Wort, immerhin sind es Natur„zanni“: Herr Eselmann, Sie können also Elfen sehen. Woher kommt geister, die aus einer anderen Welt stammen und nun nicht unbediese Fähigkeit? dingt unsere Sprache sprechen. Man kann aber, wenn man offen und sensibel ist, schon mit ihnen kommunizieren. Das heißt, man erfährt, Eselmann: Ich wusste lange gar nicht, dass ich diese Begabung habe. in welcher Stimmung sie sind, man bekommt mit, ob sie etwas stört, Mir fiel nur auf, dass ich schon als Kind Phänomene in der Natur wahrgenommen habe, die andere allem Anschein nach nicht ge­sehen oder ob sie uns Menschen wohl gesonnen sind. oder gehört haben. Wo Altersgenossen gesagt haben: „Schau mal, „zanni“: Und es gibt Elfen tatsächlich auch in Würzburg? ein Schmetterling“, habe ich gedacht: „Oh, der singt aber schön“. Eselmann: Elfen sind – wie gesagt – Naturwesen. Das heißt, überIch habe mir auch eigentlich nichts dabei gedacht. Doch als sich so all, wo es Bäume, Felder, Wiesen, Sträucher, Bäche, Quellen etc. gibt, Ende der 1990er Jahre Berichte in den Medien über Elfen­beauftragte können auch Elfen zu Hause sein. In Würzburg trifft man sie vor allem in Island häuften, bin ich hellhörig geworden. Ich habe mich dann in den Mainauen oder im Garten der Residenz. Da die moderne Zivili­ intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und bin auch nach sation die Umwelt immer mehr zerstört und die Natur durch StraßenIsland gereist. Dort habe ich eine ganze Reihe von Elfenexperten und Städtebau immer weiter zubetoniert, wird der Lebensraum der und -freunden getroffen. In diesen intensiven Begegnungen wurde Elfen aber immer mehr beschnitten. Manche ziehen sich dann zurück, mir dann sehr schnell klar, dass ich eben auch einen Zugang andere wehren sich. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass der Zustand zu Elfen habe. des „Zeller Bocks“ auch damit zusammenhängt, dass da eine Elfen„zanni“: Das heißt, dass es Elfen tatsächlich gibt? kolonie ziemlich itzelig geworden ist, weil man ihren Wohnraum verschandelt oder zerstört hat. Elfen können da sehr kreativ werden, Eselmann: Aber natürlich! Die Überlieferungen über Elfen sind auch wenn es darum geht, sich für derartige Eingriffe in ihre Umwelt zu schon sehr alt. Die Alben, Elben und Elfen spielen in der nordischen rächen. Mythologie eine ganz große Rolle, da kann man schon davon aus-

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Musiktheater: „Orfeo ed Euridice”

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Premiere: 16. Juni 2012, Großes Haus

Team: Calesso, Stengele, Hollenstein, Knauer

Text: Beate Knauer

Alle Oper * ist Orpheus Oper ist, wenn alle singen und am Ende jemand tot ist. Und hier gibt hervorrief. Der Gesang, mit dem sich die Sänger im 18. Jahrhundert es für Protagonisten und Antagonisten zahlreiche wunderbare Mögfür gewöhnlich zu präsentieren pflegten, sprudelte nur so von schier lichkeiten, galant, anrührend oder einfach nur tragisch ums Leben unersättlicher Auszierungskunst. Glucks 1762 uraufgeführte Oper zu kommen. Gelegentlich ist das Taschentuch dann beim Zuschauer „Orfeo ed Euridice“ folgte einem neuen musikalischen Ideal, das von unvermeidlich – so schön kann eben nur die Oper sein. Man bedenNatürlichkeit und Einfachheit charakterisiert war. Anstelle jener leeren ke aber, dass sie an und für sich als ein Zufallsprodukt entstand. Das Koloratur-Tonhülsen gestaltete Gluck eine musikalisch-tiefsinnige VerHauptziel nämlich war zunächst die Entwicklung einer neuen Kompo- bindung von Wort und Ton. Er glaubte, in der Vertonung insbesonsitionsform, die „seconda prattica“. Hier sind an der Seite von Claudio dere des Orpheus-Mythos’, die Gelegenheit zu finden, „die Musik zu Monteverdi Jacopo Peri und Giulio Caccini aus dem Kreise der Floren­ ihrer wahren Bestimmung zurückzuführen, welche es ist, die Dichtung tiner Camerata zu nennen. Neben ihrer offenkundigen Vorliebe für zu unterstützen, um dem Ausdruck der Gefühle zu verstärken, ohne monodischen Gesang, der der Textverständlichkeit größte Bedeut­ die Handlung zu unterbrechen oder durch unnütze Verzierungen zu samkeit einräumt, haben alle drei Komponisten eine weitere Gemeinentstellen.“ Die tiefe psychologische Wahrheit, die Glucks Musik dem samkeit: Sie schufen Opern auf der Grundlage des Orpheus-Mythos’! Mythos schließlich angedeihen ließ, ist erstaunlich. Ein Zufall? Wenigstens ebenso bemerkenswert ist die unerwartete Ausdeutung, Es ist eine jener Handlungen, die wahrlich mit sehr wenigen Worten die das Sujet durch die Komposition stellenweise erfährt. So kann bezusammengefasst werden kann: reits die festliche Ouvertüre irritierend wirken: Wenn diese gemäß der Orpheus beklagt den Tod seiner Geliebten. Die Götter sind gnädig Ansichten, die Gluck im Vorwort seiner Oper „Alceste“ fünf Jahre zuund gestatten ihm, Eurydike aus dem Hades zu befreien. Doch er vor formulierte, das Drama zusammenfasst und Bezug zum Handscheitert an der einzigen Bedingung, sie auf dem Weg ins Diesseits lungsverlauf nimmt, wie kann die Ouvertüre zu „Orfeo ed Euridice“ nicht anzublicken. dann von einer solchen Unbeschwertheit und Heiterkeit sein? Einige Inszenierungen vergangener Jahre haben darauf reagiert und entweDieses Sujet bietet eine Fülle an starken dramatischen Momenten, der direkt beim Vorspiel zur ersten Szene begonnen oder eine andere die sich für eine Übertragung zum Opernlibretto mehr als empfiehlt. Ouvertüre vorangestellt. Ist nun also Glucks Operndramaturgie fehlerIn ihrer Essenz vereinen sich drei Topoi: der Mensch als Künstler, die haft? Unbestritten ist, dass seine Orpheus-Vertonung auf den ersten tragische Liebe sowie der Tod und dessen Überwindung. Ein besonBlick einige Ungereimtheiten aufweist. Im Falle der Orfeo-Ouvertüre derer Reiz und die inspirierende Strahlkraft dieses Stoffes liegen demgibt es verschiedene Erklärungen: Das von Raniero de Calzabigi und nach auch darin begründet, dass im Zentrum der Handlung ein SänChristoph Willibald Ritter von Gluck geänderte „lieto fine“, sprich das ger steht, der offenkundig mit seiner Kunst seine Lebenswirklichkeit „Happy End“, bietet hierfür wohl die vordergründigste. zu ändern vermag. Eine Aussage, der sich ein Komponist, ein Künstler, kaum verschließen kann. Die Arbeit von Regisseur Bernhard Stengele nähert sich dem Werk Etwa 150 Jahre nach Entstehung der ersten Opern, zu einem Zeitin seiner ursprünglichen Konzeption aus dem Jahr 1762. In der Aus­ punkt, als sich die Gattung in verschiedenen nationalen und stilistiein­andersetzung mit dem zugrundeliegenden Material sind neben verschen Ausprägungen etabliert hatte, war es Christoph Willibald Ritter schiedenen aktuellen Bezügen für die Neuinszenierung zwei Aspekte von Gluck, der mit seiner Azione teatrale per musica „Orfeo ed Euridi- zentral: Die Glaubhaftigkeit der Emotionen der handelnden Personen ce“ einen Markstein in der Gattungsgeschichte setzte. Wiederum war sowie die unabdingbare Nähe von Handlung und Musik, von Wort es die Ausdrucksform, die Anstoß für grundlegende Reformgedanken und Ton.

* Theodor Wiesengrund Adorno


Musiktheater: „Orfeo ed Euridice”

Fotos: Falk von Traubenberg, iStockphoto.com

Fotomontage: Uli Spitznagel

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Musiktheater: „Tristan und Isolde�

Fotos: Falk von Traubenberg


Musiktheater: Oper am Klavier IV

Frank Martin: „Le Vin herbé” 20. Mai 2012, Kammerspiele

Team: Agrafiotis, Blitt

Text: Christoph Blitt

Aus dem Schatten treten Wie kann man nach Richard Wagner noch Opern schreiben?

Der Tod Richard Wagners am 13. Februar 1883 stürzte die Musikwelt in ein Vakuum. Zu überwältigend war die Kraft seiner Werke; zu fordernd die Wünsche und Vorstellungen, die er in seinen zahlreichen theoretischen Schriften über die Musik im Allgemeinen und über die Oper im Besonderen formulierte; zu extrovertiert und dominant seine Persönlichkeit, als dass man ihn und seine Schöpfungen einfach hätte ignorieren können. Dabei wundert es nicht, dass er in seinem Absolutheitsanspruch, den er an sich und seine Kunst stellte, gleichzeitig auch die Musikwelt extrem polarisierte. So spaltete er Publikum wie Kollegen in glühende Anhänger und erbitterte Gegner. Daran änderte auch sein Tod nichts. Im Gegenteil: Da die internatio­nale Verbreitung seiner Werke und Ideen eigentlich erst im gesamten letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die entscheidenden Impulse erhielt, erkannte man erst zu dieser Zeit die ganze Tragweite seiner Ästhetik. Die sich um die Wende zum 20. Jahrhundert vor allem in Deutschland neu formierende Diszi­ plin der Musikwissenschaft tat ein Übriges, um Wagner – zumindest im Musiktheaterbereich – zum Ziel aller künstlerischen Produktion zu verklären. Das alles machte es um 1900 für einen Opernkomponisten nicht leicht. Denn was für Partituren sollte man nach Wagner noch schreiben, wenn einem dessen Werke als die Vollendung der Gattung vorkamen? Unterschiedliche Musiker fanden unterschiedliche Antworten auf diese Fragestellung. Manche, und das waren die, über die heute kaum noch einer spricht, versuchten einfach, Wagners Opernmodell kritiklos zu übernehmen. Was dabei herauskam, waren oft pathetische Kopien dieses Originals, die nicht in der Lage waren, dem Musiktheater neue Impulse zu geben. Das schafften schon eher andere Komponisten, die Wagner zwar bewunderten, aber visionär und selbstsicher genug waren, um seine Ästhetik ihren eigenen Vorstellungen organisch einzuverleiben. Man denke hier etwa an Claude Debussys Drame-lyrique „Pelléas et Mélisande“ aus dem Jahr 1902. Wieder andere traten quasi die Flucht

nach vorne an, indem sie Werke schufen, die sich im Hinblick auf ihren Grundcharakter, ihre Gestaltung oder Dramaturgie die Freiräume suchten, die Wagner mit seinem Œuvre nur bedingt abgedeckt hatte. So wandte man sich wieder verstärkt der komischen Oper zu, die Wagner – abgesehen von dem frühen „Liebesverbot“ und natürlich von „Die Meistersinger von Nürnberg“ – eher vernachlässigt hatte. Einen weiteren Weg, sich von Wagners Opernmodell zu emanzipieren, schlug Giacomo Puccini 1918 mit „Il trittico“ („Das Triptychon“) ein. Denn während Wagner in seinem „Ring des Nibelungen“ vier ganze Opernabende und ca. 15 Stunden braucht, um eine einzige Geschichte auszubreiten, erzählt Puccini an einem Abend und innerhalb von knapp drei Stunden mit „Il tabarro“ („Der Mantel“), „Suor Angelica“ („Schwester Angelica“) und „Gianni Schicchi“ drei Geschichten, die sich inhaltlich ganz bewusst voneinander abgrenzen. Sicherlich die provokanteste Möglichkeit, aus dem Schatten Wagners zu treten, stellt das Wagnis da, ein Werk nach einem Stoff zu komponieren, den bereits der Bayreu­ ther Guru für sich beansprucht hatte. Diesen Weg schlug etwa 1942 Frank Martin mit seinem zwischen Oper und weltlichem Oratorium angesiedelten Werk „Le Vin herbé“ ein, das die Geschichte von Tristan und Isolde erzählt. Dabei eröffnet Martin mit seiner charaktervollen Musik, die einen spätromantischen Klangrausch ganz bewusst durch eine klare, unprätentiöse, dabei nicht weniger süchtig machende Sprache ersetzt, neue Perspektiven auf die bereits von Wagner vertonte mittelalterliche Geschichte. Ganz zu schweigen davon, dass es dem Schweizer Martin auch wichtig war, mit dieser Neufassung des Tristan-Stoffes ein Signal zu setzen gegen die politische Vereinnahmung Wagners im Dritten Reich. Denn spätestens die braune Diktatur und ihre Bewunderung für Wagner hatte die Notwendigkeit aufgezeigt, sich auch auf musikalischem Felde von dem ideologischen Ballast, den Wagner selbst und seine Jünger und Epigonen aufgehäuft hatten, zu distanzieren.

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Euphorion-Jugendclub: „Das Schloss”

Premiere: 29. Juni 2012, Kammerspiele

Team: Scheuren, Börsch-Supan, Kasparek, Kempf

Text: Daniela Scheuren

Kafkas Schloss 18

Euphorion, der Jugendclub des Mainfranken Theaters Würzburg, macht sich unter Anleitung der Theaterpädagogin Daniela Scheuren auf den Weg durch den ewigen Schnee zum Schloss.

wurde im selben Jahr mit seinem Gesamtwerk in die „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ eingereiht.

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns…“ schreibt Franz Kafka im Januar 1904 an seinen Schulfreund Oskar Pollak.

„Das Schloss“ kann ohne Zweifel als biografischer Roman gelesen werden: Der Protagonist trägt den Namen K. Franz Kafka, der sein Leben lang unter ebenso wie in Kafkas Roman „Der Proder schwierigen Beziehung zu seinem zess“– ein deutlicher Hinweis auf Kafdominanten Vater gelitten hatte, fühlte kas Namen. Besonders die Liebesbeziesich zwischen seinem Broterwerb und hung, die K. im Roman zu Frieda einseiner Leidenschaft – dem Schreiben – geht, lässt sich in Franz Kafkas schwiezerrissen. Er haderte zeitlebens mit seirigem Verhältnis zu der verheirateten nem schriftstellerischen Können – und Milena Jesenská wiederfinden. Sie war zwar so sehr, dass er nicht wollte, dass es auch, die die „Schloss-Hefte“ – sechs seine unveröffentlichten Werke nach seian der Zahl – von Kafka vermutlich im nem Tod herausgegeben werden – eine Sommer 1923, ein Jahr vor seinem Tod, Vorgabe, der sein Freund und Nachlasserhielt und später an Max Brod weiverwalter Max Brod zum Glück für die tergab. Der Abbruch des Romans geht Nachwelt nicht nachgekommen ist, da wohl vor allem auf die psychische und auch er der Meinung war, dass Kafkas körperliche Instabilität Kafkas zurück, Schriften öffentlich gemacht werden Franz Kafka. Porträt von Andy Warhol der im Herbst 1922 mehrfach Angstmüssten. Eben jener Kafka hinterlässt attacken erlitt und an Tuberkulose ermit „Das Schloss“ ein Romanfragment, das diese „Axt für das gefrorene Eis in uns“ sein kann und die Struk- krankt war. Kafkas Kuraufenthaltsort in der Hohen Tatra (Matliary), turen unseres Lebens auf unterschiedlichen Ebenen hinterfragt. Max wo er am Roman „Das Schloss“ arbeitete, lag unweit der Arwaburg, die mit dem im Roman beschriebenen Schloss auffallende ÜbereinBrods zweite Ausgabe erschien 1935 in begrenzter Auflage und die stimmungen hat. Bücher durften nur an jüdische Leser abgegeben werden. Kafka

Der Roman

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Theaterworkshop 19

Zum Stück Auf der Suche nach Unterkunft, Arbeit und menschlicher Anerkennung verstrickt sich der vermeintliche Landvermesser K. in einen verbissenen Kampf mit der alles beherrschenden Schlossverwaltung. Er findet Arbeit und verliert sie, findet eine Liebe und verliert sie. Der bürokratische Apparat sucht sich des rebellischen Eindringlings mit lächelndem Gleichmut zu erwehren. Wird er seinen Kampf gegen die immer größer werdende Müdigkeit gewinnen? Was ist das „Schloss“? Ein Behördenlabyrinth? Ein selbstgeschaffener Alptraum? Eine metaphysische Instanz? Was ist im Leben das Schloss, das ich erreichen will? Was macht meinen Weg dorthin so verschlungen? Wem begegne ich, und wie wehre ich mich gegen Teilnahmslosigkeit und Fremdenangst? Was scheint mir in meiner Welt undurchschaubar kafkaesk? Ist das Schloss nur ein Kopfkino, eine Fata Morgana, ein Luftschloss also, oder bin ich machtlos in einem realen, von Menschen gemachten System, das zu komplex und undurchsichtig ist, um es zu verstehen? Der Jugendclub Euphorion, der sich diese Fragen gestellt hat, macht sich in dieser Spielzeit auf den Weg zum „Schloss“ und wandelt auf Kafkas Spuren durch den Schnee. Dieser Weg führt über den Weinwanderweg zur Festung Marienberg ebenso wie in die Windungen unserer Erinnerung, an fiktive Orte, durch Kafkas Landschaften und an reale Schauplätze der Ausgrenzung. Das Ensemble arbeitet mit lebensgroßen Puppen als Spielpartner und entwickelt einen eigenen Klang- und Spielraum. 컄 Premiere: 29. Juni 2012, 20 Uhr, Kammerspiele

Lehrerfortbildung: Theaterpädagogisches Inszenieren – die Teilnehmer sind das Konzept 컄 Freitag, 4. Mai und Freitag, 11. Mai 2012, jeweils von 18 Uhr bis 22 Uhr, Probebühne 3 In einem zweiteiligen Theaterworkshop für Pädagoginnen und Pädagogen gehen wir spielpraktisch der Frage nach: „Wie entwickelt man szenisches Material aus den Impulsen der Schüler?“ Der 4. Mai wird unter dem Motto „Vom Kinderspiel zum szenischen Spiel“ stehen. An drei Kinderspielen wird exemplarisch ausprobiert, wie aus einem gängigen Spiel in verschiedenen methodischen Schritten ein szenischer Moment entstehen kann. Der 11. Mai steht unter dem Motto „Autobiografisches Theater“. Der größte Reichtum eines Spielers ist seine Geschichte, seine Biografie. Alle Figuren der Weltliteratur stecken in jedem einzelnen Menschen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untersuchen am eigenen Leib, wie man aus biografischem Material Figuren entwickelt, und wie scheinbar aus dem Nichts eine Geschichte entsteht, in der viele Geschichten und Geheimnisse verborgen sind. Die Workshops werden unter Anleitung der Theaterpädagogin Daniela Scheuren, Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters, durchgeführt.

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Italienische Nacht 11./12.05.2012 | 20.30 Uhr Einlass und Sektempfang ab 19.30 Uhr Kaisersaal und Gartensaal der Residenz

Werke von Gioachino Rossini, Gioacomo Puccini und Gaetano Donizetti

7. Kammerkonzert 27.05.2012 | 11.00 Uhr Toscanasaal der Residenz

Werke von Wolfgang Amadé Mozart, Toshio Hosokawa und To¯ru Takemitsu

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Italienische Nacht: Der schöne Gesang

7. Kammerkonzert: Vom Klang der Natur

Bei einer Abendgesellschaft im Jahr 1858 äußerte einem Bericht von Edmond Michotte zufolge der anwesende Gioachino Rossini:„Ahi noi! perduto il bel canto della patria!“ („Verloren ist der schöne Gesang des Vaterlandes!”). In dem sich anschließenden Gespräch über den Niedergang der Gesangskunst nennt der Komponist drei Merkmale, die das Wesen des Belcanto auszeichnen: Das Instrument, d.h. die Anlagen der Stimme; die Technik und die Mittel sich ihrer zu bedienen sowie der Stil, der aus Geschmack und Empfindung resultiert. Diese drei Elemente zur Vollkommenheit zu formen, dauert nicht selten acht bis zehn Jahre Ausbildung, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

Als einer der ersten japanischen Komponisten erlangte To¯ru Takemitsu (1930 – 1996) weltweite Anerkennung. Sein umfangreiches Œuvre, das von Klaviermusik über Kammer- und Orchestermusik bis hin zu elektronischen Werken und Soundtracks reicht, changiert zwischen asiatischer Klangästhetik und avantgardistischer Kompositionsweise. Takemitsu, der an verschiedenen Universitäten in Amerika, Kanada oder Australien dozierte und an der Yale University Komposition lehrte, hatte seine eigenen Kompositionskenntnisse überwiegend autodidaktisch erworben.

Bei der diesjährigen „Italienischen Nacht” im Kaisersaal der Residenz Würzburg wird der Tenor Caner Akin mit Arien wie „A mes ami” aus „La fille du régiment“, „Una furtiva lagrima” aus „L’elisir d’amore“ oder auch „Ah perche non posso odiarti” aus „La sonnambula“ dem Belcanto Tribut zollen. Wie italienisch das Philharmonische Orchester Würzburg klingen kann, wird es mit Werken von Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini und Giacomo Puccini unter der musikalischen Leitung von Enrico Calesso unter Beweis stellen. (Foto: Andreas Bestle)

Während sein frühes Werk die Einflüsse Arnold Schönbergs und Alban Bergs durchscheinen lässt, bildet die Auseinandersetzung mit Claude Debussy den zentralen Ausgangspunkt für seine zweite Schaffensperiode. Dabei speist sich Takemitsus Musik aus dem Erleben der Natur: Der Atem, der Wind und das Fließen des Wassers sind wiederkehrende Themen. Es war John Cage, der über ihn sagte: „Ich kann mir To¯ru Takemitsu vorstellen, wie er durch Japan reist, nicht um verschiedene Ansichten des Mondes zu erhalten, sondern um, sagen wir, den Wind durch unterschiedliche Bäume wehen zu hören und mit einer Gabe in die Stadt zurückzukommen. Diese Gabe besteht in der Umwandlung von Natur in Kunst.“

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 Sehr beeindruckt hat mich, wie das Publikum reagiert – sehr viel unmittelbarer und spontaner als bei uns. Teilweise haben sich die Leute vor Lachen auf die Schenkel gehauen, oder sie sind vor Lachen aufgesprungen. (Text: Edith Abels / Foto: Michael Gade)

 Diese Frau, sie hieß Fatimata, hatte ihren Obst und Gemüsestand nicht weit von unserem Hotel. Ich wollte bei ihr Avocados kaufen. Aber es war keine Avocadosaison. Sie schickte ihre Tochter mit dem Moped zu einem anderen Händler, doch auch der hatte keine und so kam die Tochter nach einer Viertelstunde ohne Avocados zurück. In der Zwischenzeit bot die Gemüsefrau mir einen Schemel an, um unter der sengenden Sonne auszuruhen. Am Ende ging ich mit zwei Plastiktüten voller Obst und Gemüse nach Hause.Viel zu viel für mich. Meine Kollegen mussten mir helfen. (Text / Foto: Max De Nil)

 Unsere gemeinsame Garderobe (für alle 14 Darsteller, Männlein wie Weiblein...), gerade frisch aufgeräumt. (Text / Foto: Anne Diemer)

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Wie War afriKa? Eindrücke des Schauspielensembles des Mainfranken Theaters Würzburg, das im Januar in Ouagadougou gemeinsam mit afrikanischen Kolleginnen und Kollegen „Les funérailles du désert“ am dortigen C.I.T.O. spielte.

 Ich hatte den Eindruck, dass wir in „Les funérailles“ so eine Art universelle Sprache gesprochen haben – dass die Zuschauer in Ouaga wirklich unser Anliegen verstanden. Dass wir darüber gemeinsam lachen konnten, das fand ich sehr heilsam – ich glaube, dass sich in diesem Lachen für den einen Moment die Vorurteile auf beiden Seiten und die Schmerzen über erlittenes Unrecht auflösen konnten und eine echte Verbundenheit entstanden ist. (Text: Edith Abels / Fotos: Philipp Reinheimer, Michael Gade)

 Ouelgo, einer unserer burkinischen Kollegen (letzte Reihe weißes T-Shirt), hat ein Haus gemietet und bietet dort zusammen mit Freunden täglich Theater-, Musik-, Tanzkurse und ähnliche Beschäftigungen für Kinder an. (Text / Foto: Anne Diemer)

 Programmheftverkauf im C.I.T.O. am Tag der afrikanischen Erstaufführung. (Foto: Michael Gade)


Die Rosenkavaliere des Theater- und Orchesterfördervereins des Mainfranken Theaters Würzburg

Rosenkavaliere Platin­kreis (15.000 bis 23.999 Euro): Koenig & Bauer AG, Würzburg | Robert Krick Verlag, GmbH + Co. KG, Eibelstadt | Goldkreis (8.000 bis 14.999 Euro): Renate Bolza-Schünemann, Würzburg | Senator e.h. Dr. Kurt und Nina Eckernkamp, Vogel-Stiftung, Würzburg | Baldwin Knauf, Iphofen | Robert u. Margret Krick, Würzburg | HypoVereinsbank-UniCredit Bank AG, Nürnberg und Würzburg | Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, Würzburg | Silberkreis (3.000 bis 7.999 Euro): Stephan Peter, Babcock Noell GmbH, Würzburg | Bernhard Köppel, Firma Baier + Köppel GmbH+Co., Pegnitz | Claus und Christiane Bolza-Schünemann, Würzburg | Fürstlich Castell’sche Bank, Credit-Casse AG, Würzburg | Daimler AG, Mercedes-Benz, Niederlassung Mainfranken, Würzburg | Ebert + Jacobi, Pharmazeutische Großhandlung GmbH u. Co.KG, Würzburg | Ulrike Freier, Würzburg | KBA-MetroPrint AG, Veitshöchheim | Prof. Dr. Kurt und Ursula Kochsiek, Würzburg | Leuze Geschaftsführungs- GmbH, Owen, Leuze electronic GmbH + Co.KG, Owen; bielomatik Leuze GmbH & Co.KG, Neuffen | MainPost GmbH & Co.KG, Würzburg | MIWE, Michael Wenz GmbH, Arnstein | PKF Issing Faulhaber Wozar Altenbeck GmbH & Co.KG, Würzburg | Georg Rosenthal, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg | Schaeff­ler Technologies GmbH & Co.KG, Schweinfurt | J.E. Schum GmbH & Co.KG, Würzburg | Siemens AG, Regionalorganisation Deutschland, Norbert Brenner, Würzburg | Sparkasse Mainfranken, Würzburg | Dr. Hagen und Elke Stock, Ochsenfurt | Südzucker AG Mannheim/ Ochsenfurt | Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG | Bronzekreis (500 bis 2.999 Euro): Artisant Lederladen, Würzburg | Peter und Gila Back, Bezirkskaminkehrermeister, Würzburg | Benteler Distribution Deutschland GmbH & Co.KG, Mannheim | BHT Stahlrohrlager GmbH, Kornwestheim | Rosemarie Bienek-Pfeiffer, Papier Pfeiffer, Würzburg | Dr. Edgar und Hannelore Bihler, Güntersleben | Gerd und Irmi Blankenhagen, Friseurteam Blankenhagen, Würzburg | BMW Autohaus Rhein, Würzburg | Dr. Werner und Gisela Böhm, Wertheim | Albrecht und Angelika Bolza-Schünemann, Radebeul | Architekturbüro Bruno Bruckner, Würzburg | Eva Christa Bushe, Würzburg | Peter Collier, Editionmios.de, Maidbronn | Arwed und Brigitte Driehaus, Zell | Gisela Duttenhofer, Würzburg | Hanns und Renate Egenberger, Würzburg | Karl Heinz und Maria Eger, Würzburg | Prof. Dr. Hermann und Dr. Ute Einsele, Würzburg | Bruno und Jutta Forster, Würzburg | Herbert und Charlotte Friederich, Würzburg | Dr. Wolfgang und Antje Friederich, Veitshöchheim | FSGMBH, Bickenbach-Ranisch, Heidrun + Roland, Motorex AG, Langenthal-CH-Familie Regenass-Bucher | Dipl. Btw. Willi Fuhren, Steuerberater + vereid. Buchprüfer, Fachberater f. Intern. StRecht, Würzburg | Dr. Bernd u. Dr. Winfried Gärtner, Würzburg | Renate Geier, Würzburg | GÖPFERT Maschinen GmbH, Wiesentheid | Dr. Jörg und Daniela Groß, Würzburg | Dr. Leonhard und Gertrud Haaf, Tauberbischofsheim | Helge und Claudia Hansen, Würzburg | HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Nürnberg | Prof. Dr. Dietrich Henschler, Würzburg | Georg C. Herbst GmbH + Co.KG, Eibelstadt | Dr. Ursula Heupel, Würzburg | Helga Hoepffner, Mitglied des Stadtrats, Würzburg | J.A. Hofmann Nachf., Maintal-Bürofachmarkt GmbH, Würzburg | Balthasar Höhn, Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Würzburg | Dr. Bernd Huke, Würzburg | Bertold Hummel Gemeinnützige Stiftung GmbH, Würzburg-Hamburg | Ingrid Hunger, Würzburg | Hunger DFE GmbH, Würzburg | Dr. Frank und Anne Issing, Würzburg | Prof. Dr. Otmar und Sieglinde Issing, Würzburg | Prof. Dr. Ralf Jahn, IHK Würzburg-Schweinfurt | Dr. Elmar und Rose-Marie Jostes, Würzburg | Werner Kantner, Würzburg | KBA-NotaSys SA, Lausanne, Schweiz | Peter und Barbara Keil, Würzburg | Andreas und Rota Klaeger, Würzburg | Prof. Dr. Bernd Klaiber, Würzburg | Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH, Würzburg | Hans- Werner und Julia Kraft, Würzburg | Werner und Helga Kraft, Würzburg | Max und Charlotte Lamb, Würzburg | Norbert Lang, Würzburg | Dipl.-Ing. Friedrich Langenheim, Würzburg | Klaus Peter Lesch und Silke Groß-Lesch, Würzburg | LKS Kronenberger GmbH, Metallveredlungswerk, Seligenstadt | Jürgen Löb, Würzburg | Prof. Dr. Martin und Dr. Friederike Lohse, Würzburg | Dr. Lando u. Marisa Lotter, Würzburg | Lübcke & Co. GmbH, Assekuranz seit 1925, München | Dr. Hartwich und Sigrid Lüßmann, Würzburg | Prof. Dr. Kurt und Ruth Magar, Würzburg | Maria Mantel u. Dr. Rainer Schräpler, Würzburg | Rudi May, Unternehmer, Würzburg | RA Holger und Ulrike Mellin, Waldbüttelbrunn | Wolfgang und Elfriede Metzler, Würzburg | Barbara Meyer-Marroth + Hans-Ulrich Mühlschlegel, Würzburg | Christoph Müller und Dr. Christine Bötsch, Würzburg | Helmut und Elke Müller, Rottendorf | Prof. Dr. H.-K. und Ulrike Müller-Hermelink, Würzburg | Rainer und Rita Naebers, Karlstadt | Dr. Ursula Nienaber, Würzburg | Gunther Oschmann, Telefonbuch Verlag Hans Müller GmbH & Co.KG, Nürnberg | Thomas Petsch und Ursula Basler-Petsch, Würzburg | Dr. Margot Raps-Hölscher, Würzburg | Hotel Rebstock zu Würzburg | Ruth Reinfurt, Würzburg | Dr. Helma Röckl, Würzburg | Prof. Dr. Klaus und Christa Roosen, Reichenberg | Rosengarth u. Partner GbR, Wirtschaftsprüfer – Steuerberater – Rechtsanwälte, Würzburg | Rotary Club, Würzburg | Dr. Christian und Dr. Heidrun Rudolph, Burgsinn | Stefan Rühling, Würzburg | Johannes und Beatrice Schaede, Würzburg | Prof. Dr. Dieter und Gudrun Schäfer, Würzburg | Fritz und Hannelore Schäfer, Schweinfurt | Klaus Schinagl, Grafik-Designer BDG, Veitshöchheim | Bernd und Ulrike Schmidtchen, Höchberg | Familie Schmincke, Heidingsfeld | Heribert und Dr. Ingeborg Schneider, Würzburg | Dr. Wolfdietrich Schneider, Tübingen | Hans Schöbel, Direktor Zentrum für Körperbehinderte, Würzburg | Dr. Rainer und Dr. Christine Schöbel, Würzburg | Prof. Dr. Helmuth und Christiane Schulze-Fielitz, Würzburg | Familie Schweizer, Würzburg | Seib KG, Würzburg | Hannemarie Siebert, Würzburg | Reinhart und Ursula Siewert, Würzburg | Prof. Dr. Stefan und Dr. Heidi Silbernagl, Margetshöchheim | Prof. Dr. Ulrich und Dr. Friederike Sinn, Würzburg | Rudolf Söder und Gertraud Söder-Knorr, Würzburg | Prof. Dr. László Solymosi, Würzburg | Prof. Dr. med. Christian P. Speer, Höchberg | Spindler GmbH & Co.KG, Würzburg | Hans und Irmgard Stößel, Würzburg | Dr. Thomas u. Dr. Kathrin Tatschner, Gerbrunn | Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Ulla Tittor, Bad Mergentheim | TNT Express GmbH, Niederlassung Würzburg, Eibelstadt | Prof. Dr. Eberhard und Gisela Umbach, Theilheim | Martin Kratzer, W & K Gesellschaft für Industrietechnik mbH, Faulbach | Prof. Dr. Helmut Werner und Annemarie Henkels, Würzburg | Prof. Dr. Klaus und Dr. Ute Wilms, Würzburg | Bernhard und Rosemarie Withopf, Tauberbischofsheim | Prof. Dr. Emil Witt, Würzburg | Prof. Dr.-Ing. Horst Peter Wölfel, Höchberg | Prof. Dr. Karl-Heinrich und Jutta Wulf, Würzburg | Dr. Jan-Peter und Jutta Zugelder, Künzelsau | Anonym: 4

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Stoning Mary – Marias Steinigung

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Die Erzählung der Magd Zerline

Der Fischer und seine Frau

Programm 05/06.2012 Schauspiel Are you satisfied with your vagina? Szenen mit Musik Kammerspiele 20.00 Uhr: 02.05./09.05./16.05./ 27.05./30.05., 02.06./08.06./10.06./24.06.2012 Stoning Mary – Marias Steinigung Schauspiel von Debbie Tucker Green Kammerspiele 20.00 Uhr: 03.05./10.05./12.05./15.05., 01.06./14.06./17.06.2012 Letztmals: 22.06.2012 | 20.00 Uhr Im Rahmen der 30. Bayerischen Theatertage Brechtbühne am Theater Augsburg 19.30 Uhr: 22.05.2012 Die Hermannsschlacht Drama von Heinrich von Kleist mit einem Zwischenspiel von Lothar Trolle Großes Haus Premiere: 05.05.2012 | 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr) 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 11.05./16.05./ 20.05., 02.06./06.06./08.06./27.06.2012 15.00 Uhr (EF 14.30 Uhr): 24.06.2012

Nacktes Leben… oder… Bei lebendigem Leibe Gewinnerstück des Leonhard-Frank-Preises 2011 von Paul M. Waschkau Kammerspiele Uraufführung: 16.06.2012 | 20.00 Uhr 20.00 Uhr: 20./23.06.2012

Kinder- und Jugendtheater Der Fischer und seine Frau Ein Stück für alle ab 5 Jahren von Mona Becker und Daniela Scheuren Kammerspiele 15.00 + 17.00 Uhr: 06.05./13.05.2012 15.00 Uhr: 28.05.2012 Das Schloss Ein Theaterstück des Euphorion-Jugendclubs nach Franz Kafka Kammerspiele Uraufführung: 29.06.2012 | 20.00 Uhr 20.00 Uhr: 30.06.2012

Ballett

Ein Sommernachtstraum Ballett von Youri Vàmos nach William Shakespeare Großes Haus Im Rahmen der 30. Bayerischen Theatertage Premiere: 26.05.2012 | 19.30 Uhr Großes Haus am Theater Augsburg 19.30 Uhr: 29.05., 19.30 Uhr: 23.05.2012 10.06./20.06./29.06.2012 Die Schutzflehenden Stückentwicklung von Hans-Werner Kroesinger nach Euripides Großes Haus Der Wildschütz 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 12.05.2012 Komische Oper von Albert Lortzing 01.06./14.06./17.06./22.06./26.06.2012 Großes Haus Letztmals: 30.06.2012 | 19.30 Uhr 19.30 Uhr: 03.05./09.05./18.05., (EF 19.00 Uhr) 09.06.2012 15.00 Uhr: 27.05.2012 Emilia Galotti Letztmals: 21.06.2012 | 19.30 Uhr Trauerspiel von Gotthold Ephraim Lessing Kammerspiele Garderobe Nr. 1 20.00 Uhr: 18.05./26.05.2012 Eine Musicalrevue für zwei Sängerinnen Letztmals: 09.06.2012 | 20.00 Uhr Kammerspiele 20.00 Uhr: 05.05./11.05.2012 Die Erzählung der Magd Zerline Letztmals in der Spielzeit: Monolog nach Hermann Broch 11.05.2012 I 20.00 Uhr Kammerspiele Letztmals: 19.05.2012 I 20.00 Uhr

Musiktheater

Tristan und Isolde Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner Großes Haus 17.00 Uhr (EF 16.30 Uhr): 06.05./13.05./19.05.2012 Letztmals: 03.06.2012 | 15.00 Uhr (EF 14.30 Uhr) Orfeo ed Euridice Oper von Christoph Willibald Ritter von Gluck Großes Haus Premiere: 16.06.2012 | 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr) 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 23.06.2012 Oper am Klavier IV Kammerspiele 20.00 Uhr: 20.05.2012 Frank Martin „Le Vin herbé“ („Der Zaubertrank”) Mit: Mitgliedern des Opernchores des Mainfranken Theaters Würzburg u. a. Musikalische Leitung: Alexis Agrafiotis Moderation: Christoph Blitt

Konzerte 4. Jugendkonzert „Pastorale“ Großes Haus 08.05.2012 | 11.00 Uhr Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 in F-Dur op. 68 Dirigent: Enrico Calesso Philharmonisches Orchester Würzburg Italienische Nacht Einlass und Sektempfang ab 19.30 Kaisersaal und Gartensaal der Residenz Würzburg 11./12.05.2012 | 20.30 Uhr Werke von Gioachino Rossini, Giacomo Puccini, Gaetano Donizetti u. a. Tenor: Caner Akin Dirigent: Enrico Calesso Philharmonisches Orchester Würzburg 7. Kammerkonzert Toscanasaal der Residenz Würzburg 27.05.2012 | 11.00 Uhr Werke von Wolfgang Amadé Mozart, Toshio Hosokawa und To¯ru Takemitsu


Impressum: Herausgeber: Mainfranken Theater Würzburg Theaterstraße 21, 97070 Würzburg Intendant: Hermann Schneider Kaufmännischer Geschäftsführer: Klaus Heuberger Karten: 0931 / 3908 -124 Web: www.theaterwuerzburg.de Social Media: facebook, twitter, YouTube, Google+ Der Wildschütz

Garderobe Nr. 1

Projektleitung: Daniela Bell Gestaltung: Uli Spitznagel Titelfoto: Falk von Traubenberg (Szene aus „Tristan und Isolde”) Gesamtherstellung / Anzeigen: Werbepartner Koob-Sans GbR – Marjorie Koob-Sans Mobil: 0172 / 6684 604 | kosa.werbepartner@t-online.de Mindestauflage: 10.000 Exemplare

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Flöte: Stefan Albers, Young-Zoo Ko-Albers Violine: Rebecca Bernhard, Alexander Zeiher, Tomásˇ Hajek Viola: Makoto Sudo Violoncello: Deanna Talens, Matthias Steinkrauß Kaisersaalkonzert Im Rahmen des Mozartfestes Würzburg Kaisersaal der Residenz Würzburg 07.06.2012 | 20.00 Uhr

Außerdem Lehrerrundtisch: Die Hermannsschlacht Drama von Heinrich von Kleist 02.05.2012 | 18.30 Uhr | Oberes Foyer Lieder in den Häusern der Stadt Sängerinnen und Sänger des Mainfranken Theaters Würzburg singen an ungewöhnlichen Orten 04.05.2012 | 19.30 Uhr | Würzburger Privatwohnungen

Antonio Caporaso „Frammenti“, Partita über Lehrerfortbildung: Workshop Klavierskizzen von Wolfgang Amadé Mozart „Theaterpädagogisches Inszenieren“ Wolfgang Amadé Mozart Konzert für Flöte Anmeldung erforderlich und Orchester in D-Dur KV 314 04./11.05.2012 | 18.00 Uhr | Probebühne 3 Wolfgang Amadé Mozart Sinfonie Nr. 39 in Es-Dur KV 543 Gastspiel Bockshorn: Josef Hader „Hader spielt Hader” Flöte: Magali Mosnier 10.05.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus Dirigent: Enrico Calesso Philharmonisches Orchester Würzburg Treffpunkt Musiktheater: Tristan und Isolde Nachtmusik Handlung in drei Aufzügen von Richard Im Rahmen des Mozartfestes Würzburg Wagner Hofgarten der Residenz Würzburg 14.05.2012 | 19.00 Uhr | Oberes Foyer 24.06.2012 | 21.00 Uhr Matinee: Ein Sommernachtstraum Wolfgang Amadé Mozart Serenade in G-Dur Ballett von Youri Vàmos nach William KV 525 Shakespeare Johann Nepomuk Hummel Konzert für 17.05.2012 | 11.00 Uhr | Großes Haus Trompete und Orchester in Es-Dur Wolfgang Amadé Mozart Sinfonie Nr. 25 Lehrerrundtisch: in g-Moll KV 183 Ein Sommernachtstraum Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 1 in D-Dur Ballett von Youri Vàmos nach William op. 25 „Klassische Sinfonie“ Shakespeare 21.05.2012 | 17.30 Uhr | Oberes Foyer Trompete: Manuel Blanco Gómez-Limon Dirigent: Andrea Sanguineti Ausstellungseröffnung: Philharmonisches Orchester Würzburg Silence – für John Cage. Eine Ausstellung für aktives Publikum 5. Jugendkonzert „Shakespeare in Music“ 24.05.2012 | 18.00 Uhr | Oberes Foyer Großes Haus 28.06.2012 | 11.00 Uhr Leonhard-Frank-Preis 2012 Autorentheatertage: machtSpiele! Otto Nicolai Ouvertüre zu „Die lustigen 25./26.05.2012 | 18.00 Uhr | Kammerspiele Weiber von Windsor“ Felix Mendelssohn Bartholdy Ausschnitte Spaziergang hinter den Kulissen aus „Ein Sommernachtstraum“ op. 61 26.05.2012 | 15.00 Uhr | Bühneneingang Sergej Prokofjew Ausschnitte aus „Romeo 30.06.2012 | 15.00 Uhr | Bühneneingang und Julia“ op. 64 Abowerbeveranstaltung mit Ausschnitten Hector Berlioz „Scène d‘amour“ aus „Roméo aus der Musicalrevue Garderobe Nr. 1 et Juliette“ op. 17 02.06.2012 | 19.30 Uhr | Hardheim Dirigent: Andrea Sanguineti Matinee: Orfeo ed Euridice Philharmonisches Orchester Würzburg Oper von Christoph Willibald Ritter von Gluck 03.06.2012 | 11.00 Uhr | Oberes Foyer

Lehrerrundtisch: Nacktes Leben…oder… Bei lebendigem Leibe Gewinnerstück Leonhard-Frank-Preis 2011 von Paul M. Waschkau 13.06.2012 | 17.30 Uhr | Oberes Foyer Lehrerrundtisch: Orfeo ed Euridice Oper von Christoph Willibald Ritter von Gluck 15.06.2012 | 18.30 Uhr | Oberes Foyer Treffpunkt Schauspiel: Die Hermannsschlacht Drama von Heinrich von Kleist 18.06.2012 | 19.00 Uhr | Oberes Foyer 8. Kinder- und Jugendtheaterwoche SCHAULUST Barfuß, nackt, Herz in der Hand Schauspiel von Ali Jalaly 28.06.2012 I 19.30 Uhr I Foyer im Neuhaussaal, Theater Regensburg

04.05. DJANGO ASÜL – „Paradigma“ 05.05. INGOLF LÜCK – „Lück im Glück“ 09.05. „KUNST“ – Premiere Von Yasmina Reza 10.05. JOSEF HADER Gastspiel im Mainfranken Theater 11.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 12.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 17.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 18.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 19.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 31.05. „KUNST“ – von Yasmina Reza 01.06. „KUNST“ – von Yasmina Reza 02.06. „KUNST“ – von Yasmina Reza


zanni spezial

Theatersanierung

Entwurfszeichnung und Holzmodell: Brückner & Brückner Architekten

Text: Hermann Schneider

theatersanierung iii 26

Soziologie für ein theater der zukunft

Studien für den Eingangsbereich der geplanten zweiten Spielstätte „Frankenhalle”.

Vor fast fünfzig Jahren wurde unser Mainfranken Theater (damals noch schlicht Stadttheater Würzburg) geplant und errichtet. Damals gab es zwei Fernsehprogramme (schwarz-weiß) und den Rundfunk – beides öffentlich rechtlich. Und natürlich das Kino und die Schallplatte. Theater bewegte sich also in den sechziger Jahren in einem Umfeld, das durchaus vergleichbar war mit der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Insofern waren Hör- und Sehgewohnheiten unseres Publikums vertraute Konstanten, die dem Theater mit seinen ästhetischen und technischen Mitteln eine entsprechende Form überließen. Und heute? Dutzende Sender im digitalen TV und Rundfunk, Computerspiele, Internet, digitalisierte und animierte Filme, 3D-Kino, überall und ständig verfügbare Informationen in Bild und Ton über WLAN und Smartphones. Die Generation Internet, die Medien und Infotainment prägen das Selbstverständnis einer Gesellschaft, deren Wahrnehmungsmechanismen, Moden und politische Prozesse. Auf die digitale Revolution reagieren Autoren, Komponisten, Regisseure sowie Ausstatter mit entsprechenden Werken und Interpretationen. Nur: Wie kann man diese in einem Theater aufführen, das vergleichsweise „analog“ ist? Zunächst einmal ist das ein Pfund, mit dem wir im Getöse und Getriebe der Infotainment-Gesellschaft wuchern können. Bei uns steht tatsächlich und im wahrsten Sinne des Wortes der Mensch im Mittelpunkt: Und das gleich doppelt – auf der Bühne und im Zuschauerraum. Unser Theater ist immer „live“, in Echtzeit und in 3D, seit zweieinhalbtausend Jahren. Diese Konstante ist und bleibt letztendlich der Garant für unsere Authentizität und unsere Identität.

Dennoch müssen neue Techniken und Medien möglich sein, verfügbar sein, um unsere künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweiteren, zu differenzieren. Und auch, um unsere immer komplexere Welt auf der Bühne adäquat und evident abbilden zu können. Diese technischen Herausforderungen an eine Theatersanierung sind enorm und plausibel. Doch auch unsere Gesellschaft verändert sich: Im Konzert der Meinungsvielfalt einer multikulturellen, permanent vernetzten Gesellschaft hat Theater neue Themen, Chancen und Mittel zu nutzen; aber es hat auch eine andere Funktion als noch vor anderthalb Generationen, wenigen Jahrzehnten. Ästhetische Bildung und gesellschaftlicher Strukturwandel zeigen sich im Publikumsverhalten, ob im AboRückgang, Rezeptionsverhalten und thematischem Interesse. Theater soll und kann keine Antworten geben, es sollte bestenfalls intelligent und unterhaltsam, kritisch und originell Fragen stellen an die Wirklichkeit. Und hierfür, für das Theaterpublikum der Zukunft müssen wir eine Vision haben. Die Sanierung muss also nicht (nur) den technischen Rückstand der letzten fünfzig Jahre aufholen, sondern gleichzeitig in die Zukunft denken: welches Theater braucht unsere Gesellschaft als Forum seiner selbst auch und gerade für kommende Generationen?


Midlife Ist das schon alles? Kann ich nicht noch mal was ganz anderes machen, mich selber „neu erfinden“, oder soll es tatsächlich immer so weitergehen bis an mein Lebensende? Mitten im Leben tauchen solche Fragen auf einmal auf. Lebensträume, Bindungen, Werte und Ansichten stehen dann auf dem Prüfstand. Einfühlsam und mit vielen praktischen, auf das alltägliche Leben bezogenen Tipps, Vorschlägen und Übungen hilft Jochen Jülicher, „Schritt für Schritt und Tag für Tag“ neu leben zu lernen. Jochen Jülicher Midlife Ich lerne wieder neu zu leben 152 Seiten · Broschur ISBN 978-3-429-03430-6 9,90 Euro

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Wann ist ein Geldinstitut gut für Mainfranken? Wenn sein Engagement für die Kultur so vielfältig ist, wie die Region selbst. Die Sparkasse Mainfranken Würzburg fördert Kunst und Kultur in unserer Region – und macht sie für viele Menschen zugänglich. Kunst und Kultur setzen schöpferische Kräfte frei, öffnen Geist und Sinne für Überliefertes und Ungewöhnliches. Das ist gut für den Einzelnen und gut für die Gesellschaft. www.gut-fuer-mainfranken.de


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Zanni 05/06 2012