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Ausgabe 79 // Herbst 2012 // www.ooevv.at

unter Das Magazin für Fahrgäste und Mitarbeiter im OÖ Verkehrsverbund

05 Erhöht // Der Run auf Semestertickets hält an 08 Erfüllt // 100-jährigem wurde sein Herzenswunsch erfüllt 15 Erhoben // Verkehrserhebung 2012 stellt Zukunftsweichen


Inhalt Schwerpunkt

DI Herbert Kubasta Geschäftsführer der OÖVG

Werte Fahrgäste!

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ieder einmal läutet der Schulbeginn das Ende der Ferien- und Urlaubszeit ein, der Alltag hat uns wieder. Die Verkehrsunternehmen im OÖVV sorgen auch im heurigen Herbst wieder dafür, dass der Weg zur Schule, zur Uni oder zum Arbeitsplatz möglichst reibungslos verläuft. Die Kundenbüros sind für die Ausgabe der Freifahrausweise, Semestertickets und Jahreskarten gerüstet und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung. Eine erfreuliche Entwicklung hat zuletzt die Inanspruchnahme der OÖVV - Semestertickets für Studierende genommen. Die Vereinfachung des Zugangs zu diesen Tickets hat die in Anspruch genommene Zahl um ein gutes Viertel ansteigen lassen. Ebenso geglückt ist die Erneuerung des Fahrgastinformationssystems am Linzer Busbahnhof. Seit August sorgen neue, größere Monitore für noch mehr Abfahrtsinformation. Akustische Anzeigen und ein verbessertes Leitsystem werden die Qualität noch weiter verbessern. Der OÖVV wartet aber im heurigen Herbst noch mit einem weiteren neuen Informationsangebot auf: in der Region Pyhrn – Eisenwurzen wird es erstmals zusätzlich zum Fahrplan einen Netzplan für alle Öffentlichen Verkehrslinien in der Region geben, in dem die Linienverläufe sowie wichtige Umstiegspunkte dargestellt sind. Damit wird nicht nur das Gesamtangebot in der Region sichtbar und verständlich vermittelt, sondern auch die umfassende öffentliche Verkehrserschließung dokumentiert. Der Liniennetzplan wird an alle Haushalte verteilt und auch in Gemeindeämtern und Kundenbüros aufliegen. Lesen Sie mehr dazu in dieser Unterwegs.

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Dämmerung birgt Gefahren

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Hochsaison bei Freifahrtsausweisen

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MEGA-Ticket für Studierende

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Schnittpunkt

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Sicherheitstipps für Kinder im Postbus

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Weltkulturerbe mit einem Ticket

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100-jähriger fährt Bahn

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Eisenbahn wird 175

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Aktuelle Schienenersatzverkehre

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„Fankontakt“ – Polizei übt Bahneinsatz

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25 Jahre AST-Taxi

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Traunseebahn wird 100

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Neues LINZ AG LINIEN Ticketbüro

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Attnanger Bahnhof wird Schmuckkästchen

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Verkehrsbedarfserhebung 2012-08-22

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Grieskirchen erhält neues Verkehrskonzept

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Neue Liniennetzpläne des OÖVV

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Brennpunkt

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Herbstwandern am Donausteig

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Europäische Mobilitätswoche

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Mobilitätsmanagement an Schulen

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Bodo Hess macht „literatour“

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Schlusspunkt Die unterwegs „Rätselbim“

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Suchbild 23 Impressum 24

Ihr Herbert Kubasta Geschäftsführer OÖVG

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Schwerpunkt

Besonders Kinder müssen sich sichtbar machen. Sie werden aufgrund ihrer Körpergröße noch später von Fahrzeuglenkern wahrgenommen. Einfache Reflektoren und Schulwegtraining schützen.

„Ein Fußgänger, der Kleidung mit Reflektoren trägt, ist für einen Autofahrer mit Abblendlicht bereits aus 150 Metern Entfernung zu sehen. Dunkel gekleidete Fußgänger hingegen können erst aus etwa 20 bis 30 Metern erkannt werden also oft zu spät, um entsprechend zu reagieren“.

Licht ins Dunkel

Klaus Robatsch

Der Herbst bringt zahlreiche Gefahren im Straßenverkehr mit sich. Neben Blättern auf der Straße und schlechtem Wetter, ist es die Dunkelheit, die vor allem für Kinder zum Verhängnis werden kann. Dabei ließen sich Unfälle leicht vermeiden.

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n der dunkleren Jahreszeit besteht für Fußgänger erhöhte Unfallgefahr. Schlechte Sicht, schlechte Witterungsverhältnisse und dunkle Kleidung sind die Hauptursache für Unfälle in der Dämmerung“, sagt Klaus Robatsch, Leiter Prävention im KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Fußgänger sehen zwar hellbeleuchtete Fahrzeuge bereits aus der Ferne, sie selbst werden dagegen von Lenkern oft erst sehr spät wahrgenommen. Das gilt für den Individualverkehr als auch den Öffentlichen Verkehr. Gerade in unübersichtlichen Haltestellenbereichen sind Fahrer von Tram, Zug und Bus besonders auf der Hut. Sie sind zwar bestens auf solche Gefahrensituationen geschult, doch

gilt es auch Eigenverantwortung zu übernehmen. Einfache Hilfsmittel sind helle Kleidung und mit Reflektoren ausgestattete Kleidung. „Ein Fußgänger, der Kleidung mit Reflektoren trägt, ist für einen Autofahrer mit Abblendlicht bereits aus 150 Metern Entfernung zu sehen. Dunkel gekleidete Fußgänger hingegen können erst aus etwa 20 bis 30 Metern erkannt werden also oft zu spät, um entsprechend zu reagieren“, erklärt Robatsch.

Schulwegtraining Vor allem Kinder gehören zur besonderen Gefahrengruppe. Zu den äußeren, klimatischen Gegebenheiten ist es ihre Körpergröße, die Fahrzeuglenker oft noch später reagieren lässt.

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www.ooevv.at

Wichtig ist daher besonders Schulanfänger zu sensibilisieren. „Zwei Drittel aller Eltern üben den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern, allerdings nur zu Schulbeginn. Besonders bei Schulanfängern sollte der Schulweg aber in regelmäßigen Abständen trainiert und auf Risiken aufmerksam gemacht werden. Schulwegtraining ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gegen Unfälle am Schulweg, vor allem auch in der dunklen Jahreszeit“, schließt Robatsch. Natürlich muss auch der Schulweg mit den „Öffis“ geübt werden. Vor allem auf das Ein- und Aussteigen ist hier größtmögliches Augenmerk zu richten.

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Schwerpunkt

Der Weg zum Ausweis:

Hochsaison

Antragsformular ausfüllen Schüler und Lehrlinge erhalten ihre Freifahrtsausweise. Für die Verkehrsbetriebe heißt das Hochbetrieb, damit alle rechtzeitig „unterwegs“ sein können.

Von der Schule oder den Lehrbetrieb bestätigen lassen 19,60 Euro Selbstbehalt einzahlen

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s ist Hochsaison bei den Partnern des OÖVV. 90.000 der 212.000 Schüler in Oberösterreich stehen bei ihnen Schlange um ihren Freifahrtsausweis abzuholen. Volks- und Hauptschüler brauchen aufgrund der meist kurzen Distanzen keinen Ausweis. Auch 27.000 Lehrlinge pendeln öffentlich von zuhause an die Lehrstelle. Ein Anrecht auf den die Schülerfeifahrt haben junge Menschen, die in Österreich wohnen, deren Eltern Familienbeihilfe beziehen, unter 24 Jahre alt sind und an mindestens vier Tagen die Woche in eine Schule mit Öffentlichkeitsrecht fahren. Bei Lehrlingen reichen drei Tage Fahrt pro Woche.

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Lizenz zum Fahren Der Andrang ist dementsprechend groß, denn der Ausweis besitzt einen nicht zu unterschätzenden Wert. Besonders clevere Schüler und Lehrlinge haben ihre „Lizenz zum Fahren“ bereits in der Tasche. Sie schenkten sich den Stau ums Ticket und

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Einzahlungsbestätigung, Formular und aktuelles Passfoto beim Verkehrsbetrieb abgeben. Losfahren und ein erfolgreiches Schul-/Lehrjahr beginnen

gingen bereits in den Ferien zu den Verkehrsbetrieben. Übrigens: Zur Ausstellung der amtlichen Ausweise sind ausschließlich diese zuständig. Der OÖVV ist dazu nicht befugt.


© Linz AG Linien

Schwerpunkt

www.linzag.at/shop-linien

Dieses Ticket ist MEGA Mit dem Ticket kann man ganz Linz um 50 Euro ein Semester lang in die Tasche stecken.

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as MEGA-Ticket der LINZ AG LINIEN für Studierende ist von 1. September 2012 bis Ende Februar 2013 gültig und umfasst das gesamte Liniennetz des Linzer Verkehrsbetriebs. Doch damit nicht genug gespart. Das Ticket bietet zahlreiche (Preis)Vorteile in der City. Zu kaufen gibt’s das Sparpaket im LINZ AG-Kundenzentrum an der Landstraße 85

oder online unter www.linzag.at/ shop-linien. Als besonderes Service wird das MEGA-Ticket zwischen 1. und 3. Oktober direkt an der Uni Linz, in den Räumen der Studienberatung, verkauft.

Boom! Studis fahren auf das Semesterticket ab.

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% Ermäßigung bringen Semestertickets den Studierenden in Oberösterreich. Das wird natürlich genutzt: Zwischen 2010 und 2012 stieg die Zahl an beantragen ÖOVV-Semestertickets um stolze 27%. Interessant dabei, dass 2/3 der 1.893 Besitzer Mädchen sind – ganz schön clever Girls! Das Ticket besitzt eine Gültigkeit von 5 Monaten. Neu ist, dass der Bezug der Familienbeihilfe ab sofort kein Muss mehr ist. Freie Fahrt künftige Akademiker!

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© Postbus

Schnittpunkt

„Ein Bus ist groß genug um sich aus dem Weg zu gehen“. Einer von 9 Sicherheitstipps die an Schüler und Kindergartenkinder ausgegeben wurde.

Kinder, Kinder... Das Verhalten der Fahrgäste ist entscheidend für deren Sicherheit, vor allem bei Kindern will dies gelernt sein.

www.postbus.at

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und 300.000 Schüler und Lehrlinge befördert der Postbus österreichweit täglich. Vor allem die weniger routinierten, weil noch ganz jungen, Postbusfahrer liegen dem Busunternehmen am Herzen. Vor allem deren Sicherheit. Aus diesem Grund startete der Postbus eine Sicherheitskampagne die auf kindergerechte Art und Weise Sicherheitstipps vermitteln soll. Bereits im Vorfeld wurden die in Comicform gestalteten Tipps an Schulen und Kinder-

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gärten verteilt. Damit will man sensibilisieren und auf das Verhalten der Schüler einwirken, denn deren Verhalten ist entscheidend für die Sicherheit im Bus.


Schnittpunkt

Die Chinesen wollten den Charme des Orginals nachbauen. Doch ein Original ist und bleibt ein Original.

© OÖ Tourismus Marketing GmbH

Der wohl günstigste Abenteuerurlaub der Welt: Das UNESCO Welterbeticket um 31Euro inkludiert Berg- und Talfahrt mit der Krippensteinbahn, den Eintritt in die Dachstein Riesenhöhlen, eine Schifffahrt am Hallstättersee und sämtliche Bustransfers.

Einmal Welterbe und retour Die Eintrittskarte in einer der schönsten Regionen der Welt kostet 31Euro und bietet luftige Höhen und eisige Höhlen: das Welterbeticket.

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n China hat man sich schon am Original versucht. Der Nachbau von Hallstatt kann aber nicht nur aufgrund der dort aufgestellten englischen Telefonzellen nicht einmal annähernd den Flair des Originals einfangen. Doch in Asien ist es zumindest ein bisschen so, als wäre man dort. Wir haben es da besser, denn die UNESCO Welterberegion liegt direkt vor unserer Haustüre, und es lässt sich nun noch entspannter und günstiger entdecken. Mit dem UNESCO Welterbeticket, das bis zum 30. September direkt bei der Dachstein Krippenseilbahn in Obertraun erhältlich ist, steckt man die ganze weltberühmte Region in die Tasche. Das Ticket um 31Euro für Erwachsene und um 17,50 Euro für Kinder

inkludiert sämtliche Highlights der Region. Es beinhaltet eine Berg- und Talfahrt mit der Krippensteinbahn samt Eintritt in die Dachstein Eishöhlen, eine Schifffahrt von Obertraun nach Hallstatt, sowie sämtliche Bustransfers von Obertraun zur Schiffshaltestelle bzw. von Hallstatt nach Obertraun. Ermöglicht wird dieses Traumpaket unter anderem von Partner Postbus, der die Bustransfers vornimmt.

Touristen aus aller Welt besuchen die Welterberegion – für uns liegt das Gute ganz nah.

www.dachstein-salzkammergut.com

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Schnittpunkt

32 Jahre war er Zugsbegleiter, aber erst mit 100 Jahren stand er am Führerstand einer Lok: Engelbert Gutjahr.

Jahrhundertereignis 32 Jahre arbeitete er als Zugsbegleiter für die ÖBB. Keinen einzigen Tag dieser Zeit versäumte er. So auch diesen besonderen Tag, den der 100-jährige Engelbert Gutjahr wohl nie vergessen wird.

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ngelbert Gutjahr, Geburtsjahrgang 1912, bekam zu seinem „100er“ ein Geburtstagsgeschenk, das ihn zu Tränen rührte. Eine Mitarbeiterin des Seniorenheims „Leopold Spitzer“ schenkte ihm eine Reise mit dem Zug von Wels nach Salzburg. Man müsste meinen, für einen der über drei Jahrzehnte auf der Eisenbahn verbracht hat, nichts besonderes, doch diese Reise war ganz speziell. Engelbert Gutjahr hatte in seinen 100 Jahren noch nie einen Führerstand einer Lok betreten. An diesem 13.6.2012 sollte das aber soweit sein – Gut Ding, braucht eben Weile.

www.oebb.at

Tränen der Freude Diesen Moment würdigte der Jubilar mit seinem besten Ausgeh-Outfit, in dem ihn Zugbegleiter Thomas Dichtl erwartete. Der nahm sich viel Zeit um seinen quasi „Vor-Vorgänger“ über den Zugsbegleiterjob von heute zu informieren. Am Bahnhof Vöcklabruck war es dann soweit: Der 100-jährige betrat zum ersten mal in seinem Leben einen Lok-Führer-

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„Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk.“ Engelbert Gutjahr

stand. Die Freudentränen purzelten, und voller Stolz durfte der Jubilar sogar das Signal zur Weiterfahrt an den Lokführer geben. Für Engelbert Gutjahr eine Reise in seine eigene Vergangenheit und gleichzeitig ein Update über den modernen Eisenbahnbetrieb von Heute.

Wissensdurst statt Mittagsrast Von diesem konnte sich der Jubilar am modernisierten Salzburger Hauptbahnhof selbst ein Bild machen – für eine Mittagsrast war keine Zeit, der Wissensdurst des 100-jährigen war größer. Auch das ÖBB Regionalmanagement OÖ überraschte den ehemaligen Mitarbeiter. So bekam er eine original Zugsbegleiterkrawatte und ein Buch über Geschichte und Gegenwart der Eisenbahn in OÖ als Geschenk. Engelbert Gutjahr selbst ist ein Teil dieser Geschichte und selbst nach 100 Geburtstagen konnte man ihm eine besondere Freude bereiten. Wie besonders? „Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, meinte der Jubilar sichtlich erschöpft aber glücklich.


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Groß und Klein zeigten sich von der 175-jährigen Dame und ihren Leistungen beeindruckt.

www.bahn-fuer-oesterreich.at

Für immer jung! 175 Jahre Eisenbahn in Österreich – das wird mit zahlreichen Aktivitäten gefeiert.

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ie 13 Kilometer lange Bahnstrecke von Floridsdorf nach DeutschWagram ist historisch. Als sie 1837 gebaut wurde, war sie gleichzeitig die Geburtsstunde der österreichischen Eisenbahn. 175 Jahre später wird dieses Ereignis gefeiert, und zwar in Form von neun Bahnhofsfesten, in

jedem Bundesland eines. Der Feierreigen begann am Linzer Bahnhof am 23. Juni. Zahlreiche Gäste warfen einen Blick hinter die Bahnhofsmauern, oder besuchten im Rahmen des Tages der offenen Tür die ÖBB-Werkstätte. Die Gäste konnten auch ihr potenzielles Lokführerkönnen am

Loksimulator unter Beweis stellen. Highlight war die „Österreich gebrandete“ Railjet-Garnitur, der ÖBB-Jubiläumszug, der auch bei den acht weiteren Stationen in den Bundesländern zu besichtigen war. Zahlreiche Ehregäste machten der 175-jährigen Jubilarin ihre Aufwartung.

Darauf ist Verlass Verlässliche ÖV-Fahrpläne werden auch während Streckensperren aufgrund von Bauarbeiten durch Schienenersatzverkehre garantiert.

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n der Summerauer- und Donauuferbahn wurde in moderne Infrastruktur investiert. Aus diesem Grund wurde bis 9. September in den Abschnitten Linz Hbf und Pregarten, sowie zwischen Mauthausen und Sarmingstein ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet. In enger Zusammenarbeit mit der Mobilitätszentrale Mühlviertel und den

betroffenen Gemeinden wurden die Passagiere schon vorzeitig informiert. Die Ersatzfahrpläne wurden an örtliche Gegebenheiten und geänderte Anschlussverbindungen angepasst, sodass für die Dauer der Sperre hinsichtlich Qualität und Pünktlichkeit keine großen Einschränkungen auftraten bzw. -treten.

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Schnittpunkt

Betriebsausflug der Polizei? Nein – Übung für den Ernstfall. © Landespolizeikommando OÖ

Im Falle eines Falles... Das Einsatzkommando der Landespolizeidirektion bereitete sich mithilfe von ÖBB-Mitarbeitern auf Einsätze gegen Fußballrowdys vor.

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ußball – die schönste Nebensache der Welt. Nicht jedoch, wenn manche „Fans“ diesen als Ventil für ihre Aggressionen missbrauchen. Mit Rowdys dieser Art haben auch die Mitarbeiter der ÖBB hin und wieder zu tun und müssen die

www.oebb.at

Polizei alarmieren. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, übte die Einsatzeinheit des Landespolizeikommandos für den Ernstfall in „realem Gelände“ – sprich in den Waggons und an den Gleiskörpern. Unter tatkräftiger Unterstützung der ÖBB-Mitarbeiter fanden die Exekutivbeamten ideales „Trainingsgelände“ vor. Die Beamten konnten sich so auf den Einsatz in Schienenfahrzeugen und den Geleisen vorbereiten, um im Falle eines Falles gerüstet zu sein. Die Bahnbediensteten wiesen die Polizisten auf professionelle und anschauliche Weise in die Gefahren von Gleisanlagen und Schienenfahrzeugen ein.

My Grottenbahn „Geschlossene Gesellschaft“: Wer schon immer einmal die Grottenbahn ganz privat für sich haben wollte um besondere Feste zu feiern, der kann dies bis Dezember ab 18h tun. © Linz AG Linien

Die Grottenbahn ist wohl die originellste Location für Hochzeiten, Firmenfeiern oder sonstige Events.

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as wohl originellste „öffentliche Verkehrsmittel“ faucht, leuchtet und fährt im Kreis: Die Linzer Grottenbahn. Wer dieses Flair einmal ganz für sich haben will, der kann sich die Location auch mieten – samt „Privatdrachen“. Für Firmenfeiern, Hochzeiten oder Events aller Art kann das märchenhafte Ambiente benutzt werden. Zwischen März und Dezember ab 18h ist der Rahmen für

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besondere Feiern buchbar, selbstverständlich auch samt privater Anreise per Pöstlingbergbahn oder Bus direkt vom Herzen von Linz, dem Hauptplatz aus. „Sebastian“ der Drache kümmert sich höchstpersönlich um das Wohl seiner Gäste, denn seine Eventagentur stellt auf Wunsch vom Catering bis zum Rahmenprogramm alles für einen unvergesslichen Abend zur Verfügung.


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Seit 1987 fährt man in Linz und in den Umlandgemeinden „orange“.

© Linz AG Linien

© Linz AG Linien

Taxi orange Das Linzer AST (Anrufsammeltaxi) hat sich zu einer wahren Erfolgsgeschichte gemausert. Über 125.000 Fahrgäste pro Jahr fahren „orange“.

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s muss ein eigenartiges Gefühl gewesen sein, als 1987 der erste „AST-Passagier“ den „Bus“ in Form eines Taxis bestieg. Das Anrufsammeltaxi ist 25 Jahre nach seiner Einführung hingegen schon längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. 125.700 Menschen ließen sich 2011 auf diese Art und Weise nach Hause kutschieren. Bequemer ist Öffentlicher Verkehr nicht möglich – und sicherer wohl auch nicht. Denn seit diesen 25 Jahren ist kein einziger Unfall mit einem AST passiert. Vor zweieinhalb Jahrzehnten als Alternative zu unrentablen oder in Randzeiten

„passagierlosen“ Buslinien entstanden, hat sich das AST heute zu einer beliebten Alternative vor allem für Nachtschwärmer entwickelt. Bis nach Ansfelden, Gramastetten und Oftering zieht sich das Bediengebiet mittlerweile hin. In manchen Linzer Gebieten fährt das AST auch am Tage, in der Regel verkehrt es aber zwischen 20h und 5h Früh. 304 orange gekennzeichnete Abfahrtstellen gibt es mittlerweile. 2006 konnte der 1-Millionste Fahrgast begrüßt werden und im heurigen Jubiläumsjahr wurde bereits die 2. Million erreicht..

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In den 25 Jahren des ASTBetriebes ist kein einziger Unfall passiert.

www.linzag.at

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Schnittpunkt Die Urgroßmutter der modernen Flexity-Garnituren war ebenso zu bestaunen...

www.stern-verkehr.at © Stern&Hafferl

Zu Besuch bei der „alten Dame“ Die Traunseebahn wird 100. 2.000 Gratulantinnen waren gekommen um zu Feiern.

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Menschen waren auf den Beinen um einer alten Dame die Aufwartung zu machen. Der Kindergarten Kirchham dichtete ihr zu Ehren gar ein eigenes Lied und der Bürgermeister von Vorchdorf tauschte seinen Dienstwagen gegen einen Ford T, Baujahr 1918. Das Auto ist damit um sechs Jahre jünger als die Jubilarin: die Traunseebahn. Seit März 1912 verkehrt sie zwischen Gmunden und Vordorf, wenngleich diese Arbeit heute ihre hochmodernen „Ururenkerln“ verrichten. Zum Jubiläum wurde aber ein liebevoll restaurierter historischer Wagen aus der Garage geholt, der gemeinsam mit den modernen Triebwagen die Besucher kostenlos zu den Highlights der Strecke brachte, denn die Vorchdorfer Museen schlossen sich der Geburtstagsfeier an. Traktorenmuseum, Motorradmuseum, Foto-Museum, Heimatmuseum oder Emailmuseum wurden mit kostenlosen Shuttlebussen im Stundentakt angefahren.

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Alles andere als von „Gestern“. Alles andere als „museal“ ist der neue Vorchdorfer Bahnhofsvorplatz der von den Interessierten in Augeschein genommen wurde. Den Besuchern wurde hautnah präsentiert, dass Tradition und Innovation sehr gut zusammenpassen, und dass die alte Dame alles andere als von Gestern ist. Das betonten auch Mag. Doris Schreckeneder und Ing. Günter Neumann von Stern&Hafferl. Seit jeher fährt die Bahn unter dem „Sternbanner“ und ist fixer Bestandteil des Familienbetriebs. Steigende Fahrgastzahlen untermauern dies eindrucksvoll. Ein wahrer Feiermarathon der mit einer Frank Sinatra Show, Feuerwerk und zahlreichen Schmankerln aus der Region umrahmt wurde, machte der Bahn alle Ehre – und auch der Segen von Oben fehlte nicht. Die Pfarrer Johann Mittendorfer und Gustav Klosius segneten die Jubilarin samt Mitarbeitern und ihren modernen Fuhrpark und der Strecke. Wir gratulieren!


Schnittpunkt ...wie der Vorchdorfer Bürgermeister in einem Ford T-Modell.

© Stern&Hafferl

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Musiktheater Linz ße

Neues Ticketbüro

auarbeiter hämmern, bohren und werken rund um die Uhr, um das Linzer Musiktheater bis zu seinem Start 2013 auf Hochglanz zu bringen. Gegenüber, auf Landstraße 119, wird ebenfalls fleißig ans Werk gegangen. Dort wird im November 2012 das neue Ticketbüro der LINZ AG LINIEN eingerichtet. Da es sich um Laufkundschaft handelt, die Tickets kaufen oder sich direkt vor Ort über Verbindungen erkundigen möchte, wurde

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Gleich neben dem neuen Linzer Musiktheater wird ab November 2012 das LINZ AG LINIENTicketbüro eingerichtet.

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der zentral gelegene Standort gegenüber des Volksgartens ausgewählt. An bis zu fünf Schaltern werden dann Auskünfte erteilt, Ausweise ausgestellt oder Reklamationen entgegen genommen. Das Zentrum ist von Montag bis Donnerstag von 8h bis 17h und am Freitag von 8h bis 13h geöffnet. Telefonische Auskünfte erteilen die LINZ AG LINIEN nach wie vor unter 0732/3400-7000 oder per E-Mail unter linien@linzag.at.

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Gleich neben dem neuen Linzer Musiktheater entsteht das neue LINZ AG LINIEN Ticketbüro auf Landstrasse 119.

www.linzag.at

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Schnittpunkt

Das hässliche Entlein, Bahnhof AttnangPuchheim, wird sich – passend zum nahen Seengebiet – in einen stolzen Schwan verwandeln.

www.land-oberoesterreich.gv.at

Schönheits-OP mit Sinn Aus dem „hässlichsten Bahnhof Österreichs“ wird ein Schmuckkasterl. Im Zuge der Sanierung wird auch der Busterminal neu gebaut und wird alle „Stückerl“ spielen.

A „Der hässlichste Bahnhof Österreichs wird nicht mehr Attnang-Puchheim sein“. Peter Groiß

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ttnang-Puchheim ist der drittgrößte Bahnknotenpunkt Oberösterreichs. Dort wo Salzkammergutbahn, Hausruckbahn und Westbahn aufeinandertreffen, frequentieren rund 8.000 Fahrgäste täglich den Bahnhof. Doch dieser ist sichtlich in die Jahre gekommen und steht nun um Rahmen der ÖBB-Bahnhofsoffensive im Visier der Bauarbeiter. Mit dem 54 Millionen Euro teuren Umbau wurde soeben begonnen. Ebenso in den Fokus geraten ist der Busterminal, der derzeit kaum einzusehen ist, obwohl er 10 verschiedenen Regional- und Stadtbuslinien als Knotenpunkt dient. Taugliche Linienzuordnung und fehlende Barrierefreiheit machten den Neubau des Terminals notwendig und entsprachen keinesfalls der verkehrsstrategischen Bedeutung von Attnang-Puchheim.

Fahrradboxen und E-Bikes Der neue Busterminal wird all die Mankos der Vergangenheit vergessen machen. 6 Busstände, beheizte Wartehäuser, barrierefreie WC´s und eine elektronische Zielanzeige samt voraussichtlicher Ankunft der Busse sind geplant. Dazu wird ein kundenorientiertes Leitsystem für den ÖV eingerichtet. Auch für die Radfahrer wird gesorgt: Eine Bike&Ride Anlage für rund 100 Fahrräder inklusive Fahrradboxen, sowie eine Ladestation für E-Bikes werden errichtet. Zukunftsorientierte Planung lässt diese Plätze im Bedarfsfall auf 200 Stellplätze erweitern. Ein Lift verbindet den Fußgängertunnel mit dem Busterminal. Mitte 2014 fertig Der Baubeginn der Anlage ist Anfang des kommenden Jahres geplant. Mitte 2014 soll der Terminal fertiggestellt sein. Finanziert wird der Bau zu 75% vom Land OÖ und zu 25% von der Stadt Attnang-Puchheim. Dessen Bürgermeister, Peter Groiß, freut sich schon drauf, denn: „der hässlichste Bahnhof Österreichs wird nicht mehr Attnang-Puchheim sein“.


Schnittpunkt

Ihre Meinung ist gefragt Im Oktober wird eine großangelegte Verkehrsbedarfserhebung in jeden dritten Haushalt in OÖ und den benachbarten Bezirken gestartet. Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für den ÖV der nächsten zehn Jahre.

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en Blick in die Kristallkugel gibt es nur in Märchen. Um sich ein Bild von der Zukunft zu machen, muss man sich in der Realität mit der Statistik behelfen. Ein solches Instrument ist die Verkehrsbedarfserhebung. Schon 1982, 1991 und 2001 hat das Land OÖ im Rahmen dieser Befragung die Wünsche und Bedarfe der Bevölkerung abgefragt. Auch 2012 ist es wieder soweit. Die Ergebnisse dienen als Grundlage zur Planung der Investitionen in den ÖV im Lande.

Land erfragt. Doch nicht nur im Land selbst, bis an die benachbarten Bezirke Waidhofen an der Ybbs und Amstetten bzw. bis hin zu Grenzgemeinden in Bayern wird der Bedarf erhoben, um eine weitsichtige Verkehrsplanung zu ermöglichen. Dazu findet zeitgleich mit OÖ, ebenfalls im Oktober, eine gleichartige Befragung im Bundesland Salzburg statt. Die Ergebnisse können so sehr gut abgeglichen und abgestimmt werden.

Jeder dritte Haushalt wird befragt Der Aufwand ist beträchtlich, zahlt sich aber aus. Jeder dritte Haushalt in OÖ, also rund 160.000, mit insgesamt 400.000 Personen, bekommt einen Fragebogen zugesandt. Von Kindern ab 6 Jahren bis zu Senioren werden die Wünsche und Anregungen im

2012 erstmals auch online Ein „Nebenprodukt“ der Befragung ist das Feststellen von veränderten Bedürfnissen und Verhaltensweisen der Bürger. Durch den zehnjährigen Abstand können die Ergebnisse aus den vergangenen Befragungen sehr gut miteinander verglichen werden

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Was bringen die Ergebnisse der Verkehrsbedarfserhebung? Die Daten bringen Aufschlüsse über: • die Änderungen im Wahlverhalten bei den Verkehrsmitteln • die Entwicklung der Mobilität in den letzten 10 bzw. 20 Jahren • Verschiebungen in der zeitlichen Verteilung • Die Entwicklung des Verkehrs in den einzelnen Teilräumen

und Schlüsse auf verändertes Verkehrsverhalten gezogen werden. Die zufällig ausgewählten Haushalte werden insgesamt viermal angeschrieben um ihre Ergebnisse bekannt zu geben. Die Daten werden von den Landesstatistikern und Verkehrsplanern schon sehnsüchtigst erwartet, denn sie sind Basis für eine langfristige Planung.

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Schnittpunkt

© TV Vitalwelt/Walter

Gute Verbindungen Mit dem Regionalverkehrskonzept für Grieskirchen wurde ein ganzes Maßnahmenbündel geschnürt, das für beste Verbindungen sorgen wird.

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osaikstein um Mosaikstein wurde gelegt, optimiert und geplant, damit der Bezirk Grieskirchen mit einem attraktiveren ÖV-Angebot ausgestattet werden kann. Das Regionalverkehrskonzept für den Bezirk umfasste zahlreiche Maßnahmen, die sich nun in der Umsetzung befinden.

Die Maßnahmen im Überblick: Die Bezirkshauptstadt Grieskirchen wird mit der Region auf den Regionalbus-Hauptverbindungen im Zweistundentakt von Montag bis Freitag erschlossen. Auf der Hauptachse Grieskirchen – Bad Schallerbach – Wallern wird die Regionalbuslinie 650 im Stundentakt verkehren. Zahlreiche neue Kleinbusverbindungen erledigen künftig die Zu- und Abbringerfunktion zu den Regionalbus-Hauptverbindungen und zum Bahnangebot im Bezirk. Für Pendler aus den südlichen Gemeinden des Bezirks in Richtung Wels wird ein komplett neues Verkehrsangebot mit der Schnellbusverbindung Haag am Hausruck – Weibern – Meggenhofen – Wels geschaffen.

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Die Bezirkshauptstadt Grieskirchen und seine Umlandgemeinden werden durch das neue Regionalverkehrskonzept noch besser an den ÖV angebunden.

www.land-oberoesterreich.gv.at

Das Krankenhaus Grieskirchen ist künftig aus allen Richtungen mit dem attraktivierten Regionalbusangebot erreichbar. Das neue ÖV-Angebot erschließt künftig die neu entstandenen Arbeitsplatzzentren Stritzing, Wallern-Mauer und Bruck/ Aschach. Es werden die Wartezeiten wesentlich reduziert, wenn zwischen Regionalbussen oder zur Bahn umgestiegen werden muss. Ein eigenes Eisenbahnkonzept sieht einen Stundentakt von Regional- und Regionalexpresszügen der Passauer Bahn (150) und der Braunauer Bahn (151) vor. Auch die LILO wird zwischen Eferding und Linz im Halbstundentakt verkehren. Zwischen Linz und Peuerbach wird die LILO künftig stündlich fahren. Alles in allem wurde mit dem RVK für Grieskirchen ein wahres „Kraftpaket“ für den ÖV im Bezirk geschnürt.


Brennpunkt

www.ooevv.at

Eine Region ist in Bilde: Der Liniennetzplan Pyhrn-Eisenwurzen fasst erstmals alle Verbindungen des Regionalverkehrs zusammen.

Total vernetzt Von jedem Punkt aus an jeden Punkt. Der Liniennetzplan Pyhrn-Eisenwurzen bringt Übersicht in die Fülle von Verbindungen.

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rstmals wurden vom OÖVV sämtliche Verbindungen des Regionalverkehrs in OÖ in einer Gesamtübersicht zusammengefasst. „Die Darstellungen der einzelnen Linien werden in den Linienfahrplänen mitaufgenommen“, erzählt Martina Steininger vom OÖVV. Anfang September bekamen sämtliche Haushalte in der Region Pyhrn-Eisenwurzen den Netzplan zugeschickt. Erhältlich ist er zudem bei den Gemeinden, bei MobiTipp Steyr und den örtlichen Verkehrsunternehmen. Dem Beispiel

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folgend wird mit Fahrplanwechsel im Dezember auch die Region Gmunden-Vöcklabruck einen eigenen Liniennetzplan bekommen. Für die Stadtverkehre in Vöcklabruck und Gmunden gibt es eigene Fahrplanhefte mit Liniennetzplänen.

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Brennpunkt

Die Wolfsschlucht war einst eine Art Wellnesstempel für den Adel. Heute säumen seltene Baumarten das Naturschauspiel.

© Bruno Brandstetter

Sagenhafte Herbstwanderung Der Donausteig ist in kürzester Zeit zur Wanderattraktion geworden. Zu Recht, wie wir meinen, denn die Strecke ist einfach „sagenhaft“. „Unterwegs“ führt Sie in die Wolfsschlucht bei Bad Kreuzen. © Burgmuseum Clam

450 perg.mobitipp.at www.donausteig.com

km lang ist er, der bayrischoberösterreichische Weitwanderweg. Kernstück des Weges ist der Donausteig, der von Passau bis nach Grein führt. Von der Hauptroute abzweigend führen 41 Donaurunden ins wunderschöne Hinterland der Donauregion. Bei der Etappenwahl wurde besonderes Augenmerk auf die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr gelegt, sodass man problemlos ohne lästige Autofahrten in das Naturvergnügen „einsteigen“ kann. Wir stellen Ihnen diesmal eine besonders lohnende Etappe vor: Die Donaurunde um die Urgesteinsschlucht bei Bad Kreuzen. Highlight der Strecke ist der Abstieg zur Wolfsschlucht.

Burgen und Schluchten Ausgangs- und Endpunkt des Rundwanderwegs ist der Marktplatz von Bad Kreuzen. Von dort wandern wir in Richtung Burg. Weiter geht es durch die Wolfsschlucht hinauf zur Speck-Alm. Über den Höhenweg

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gelangen wir nach Grein, wo wir anschließend das Lettental durchwandern. Der Güterweg Würzerberg (8,7 km bis Bad Kreuzen) bringt uns schließlich wieder auf den Rückweg. Stolze Bauernhäuser, Bachläufe und Kulturlandschaften prägen diesen Teil des Weges. Dem markierten Weg folgend, erreichen wir die Aschaumühle. Stets im Blick bleibt die herrschaftliche Burg Clam mit seinem weithin sichtbaren Rundturm. Von dort kehren wir bergan zum Ausgangspunkt zurück.

Wellness anno 1846 Der Weg führt auf historischen Pfaden an sagenumwobenen Plätzen vorbei. Die steilen, schwer zugänglichen Hänge werden von Schluchtwäldern eingenommen, für die sich die intensive Forstwirtschaft nicht lohnt. Deshalb finden wir dort nach wie vor Eschen, Bergahorn oder die seltene Bergulme. Der Unterwuchs wird von einer


Brennpunkt

Im Sommer „rockt“ die Burg, im Herbst „lockt“ sie: Ihr mächter Turm ist von Weitem sichbar: Burg Clam.

üppigen Krautschicht gebildet. Den Aufstieg Bad Kreuzens zum Kurort ist übrigens Herzog Ernst von SachsenCoburg zu verdanken. Auf Veranlassung seines Verwalters Haberkorn und des Arztes Maximilian Keybl ließ er 1846 in der Schlosstaverne eine Kaltwasseranstalt errichten. Unter Leitung des Kurarztes Otto Fleischhanderl wurde die Burg zum Hotspot des Adels. Zentraler Punkt der damaligen Kuren war unser Wanderziel – die Wolfsschlucht. Dort wurden Naturbäder verabreicht. Heute noch erinnern klingende Namen wie „Wiener Wellenbad“, „Greiner Dusche“, „Herzogsquelle“ oder „Felsendom“ an die historische „Wellnessanlage“. Alle diese Plätze sind mit Infotafeln versehen, wo sich der interessierte Besucher ein Bild von der damaligen Situation machen kann.

© Donau OÖ/Weissenbrunner

In Grein lohnt sich ein Abstecher ins älteste historisch im Original erhaltene bürgerliche Theater Österreichs.

Ausgangs- und Endpunkt : Bad Kreuzen Zentrum Weglänge: 16,8 km schwestern von Karmel, Schatzkammer auf Burg Kreuzen

Aufstiege: 494 Höhenmeter Abstiege: 496 Höhenmeter Gehzeit: 5,5 Stunden Schwierigkeitsgrad: mittel, mittlere Konditionsanforderung Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Schiefer „Zur Zugbrücke“, Speck-Alm in Lehen, Gasthöfe und Cafés in Grein Sehenswertes: Kneipp Garten rund um das Kneipp Traditionshaus der Marien-

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www.donausteig.com zeigt alle Etappen und Runden entlang des Donausteigs Anfahrt: Von den Bahnhöfen Mauthausen, Perg/Schulzentrum oder Grein-Bad Kreuzen gibt es Busverbindungen nach Bad Kreuzen. www.ooevv.at zeigt alle Fahrpläne für Bahn und Busse. Oder rufen Sie MobiTipp Perg an unter +43 (7262) 53 853.

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Brennpunkt So schön könnten Straßen sein, wenn mal keine Autos drüber rollen – am 22.9. gibt es wieder eine Gelegenheit dazu Buntes in den „grauen“ Straßenalltag zu bringen.

Die fahren schon Rad – und Sie?

Autos müssen draußen bleiben Klimabündnis OÖ, Land OÖ und der OÖVV laden von 16.9. bis 22.9. zur europäischen Mobilitätswoche. 100 oberösterreichische Gemeinden machen mit und zeigen Alternativen zum PKW auf.

D Rund 100 Gemeinden in OÖ sind bereits beim autofreien Tag dabei. Anmeldungen werden noch entgegen genommen. Mehr Infos unter: www.klimabuendnis.at oder www.mobilitaetswoche.at

er 22. September wird für viele wieder ein „Aha-Erlebnis“ bringen, dann ist nämlich wieder „Autofreier Tag“ und so mancher wird sich bewusst werden, dass er und sein „Vierreifler“ gar nicht „Gassi“ fahren müssen. „Wenn man bedenkt, dass die Hälfte aller Autofahrten in Österreich auf Distanzen unter 5 Kilometer entfällt, drei Viertel der Autofahrten unter 10 Kilometer, dann sieht man, wie notwendig neue Mobilitätskonzepte sind und dass sie umsetzbar sind“, bekräftigt Norbert Rainer, der Regionalstellenleiter vom Klimabündnis OÖ. An diesem speziellen Tag will man auf Alternativen zum Auto aufmerksam machen – und die sind da!

100 Gemeinden mit dabei Der Autofreie Tag ist aber nur einer von vielen „Bewusstseinsbildnern“ die im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche 2012 in ganz Europa umgesetzt werden. Über 100 Gemeinden aus OÖ haben sich der Aktion angeschlossen. Von 16. bis 22. September wird mit Projekten und Festen gezeigt, dass man sich klimaschonend und mit Genuss fortbewegen kann. Das Klimabündnis ist ebenso Veranstalter wie das Land OÖ und der OÖVV. Gerade die kurzen Wege, die Rainer anspricht, wären leicht zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen. Das fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit und schont das Klima in einem.

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„Flince“ Pioniere gesucht Ebenso aufgezeigt werden neue Alternativen, wie die E-Mobilität, sowie bewährte, wie der ÖV. An dessen Attraktivierung wird fast ununterbrochen gearbeitet. Interessierte können im Rahmen der Mobilitätswoche ihre Wünsche an den ÖV kundtun und so mitwirken ihn noch besser und leistungsfähiger zu gestalten. Neue Wege beschreitet die LEADER-Region DonauBöhmerwald. Sie testet „flinc“. Damit sollen Mitfahrgelegenheiten über das Mobiltelefon bzw. mobiles Internet in Echtzeit aufrufbar sein. Die Klimabilanz eines vollbesetzten PKW´s ist schließlich viel besser als die eines Einzelfahrers. „Flinc“ sucht Pioniere, die dem Projekt Leben einhauchen wollen. Länderübergreifende Initiative Höhepunkt der Woche stellt der Startschuss von „Klimaschutz und Energiewende in Kommunen (KEK)“ dar. Am 18. September startet es in Schärding und führt OÖ und Bayern zusammen. Das länderübergreifende Setzen wichtiger Schritte hin zu mehr Klimaschutz in der privaten Mobilität und im Lebensstil steht dabei im Fokus. Es gibt eben viel zu tun – packen wir´s an – Pardon: Radeln wir es an!


Brennpunkt

Bereits mit Kindesbeinen an kann klimafreundliches Verhalten erlernt werden, ganz nebenbei sorgt ein bisschen mehr Bewegung für gesunde Kids.

Macht den Kids Beine! Mobilitätsmanagement für Kinder, Eltern und Schulen erhebt den Mobilitätsbedarf der Jüngsten und macht zugleich bewusst, wie unsere Hoffnungsträger zu einem besseren Klima beitragen können.

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ussten Sie, dass es mehr Autos in Österreich gibt als Kinder? Oder, dass die Feinstaubbelastung im Auto höher ist, als wenn man zu Fuß geht? Fakten, die nicht von der Hand zu weisen sind, und die es gilt, den Jüngsten zu vermitteln. Im Rahmen der Kindermeilenaktion macht das Klimabündnis Oberösterreich gemeinsam mit dem Lebensministerium bereits auf breitem Stil bewusst, wie jeder Einzelne das Klima positiv beeinflussen kann. Das Mobilitätsmanagement für Kinder, Eltern und Schulen geht noch weiter in die Tiefe. Innerhalb eines ganzen Schuljahres steht das Mobilitätsverhalten der Kinder und Eltern auf dem Prüfstand. Schulleitung, Eltern, Lehrer und Vertreter der jeweiligen Gemeinde bilden ein sogenanntes Mobilitätsteam und diskutieren Lösungsansätze. Ihre Erkenntnisse fließen in einen Maßnahmenkatalog. Das Klimabündnis steht

darüber hinaus für Aktionen als Mobilitätsberater zur Verfügung. Die Kinder selbst sind es, die diese Aktionen setzen und Maßnahmen druchführen.

Eine Stunde Bewegung am Tag Ziel des Programms ist nicht nur das Einsparen des CO2-Ausstoßes, denn gleichzeitig soll die Sicherheit und die Selbständigkeit der Kinder am Schulweg erhöht werden. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die physische Leistungsfähigkeit des Nachwuchses. Kinder sollen sich laut Empfehlungen 60 Minuten täglich bewegen. Die Zahl der steigenden Übergewichtsfälle bei den jüngsten beweist, dass dies oft nur eine Empfehlung bleibt. Zu viele Eltern meinen es „gut“ mit ihren Sprösslingen und fahren sie mit dem Auto in den Kindergarten und in die Schule, oft ist dies ihre eigene Bequemlichkeit und nicht unbedingt der Wunsch der Kids.

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Schulen, die Interesse an dem Programm haben, können sich beim Klimabündnis www.klimabuendnis.at noch melden. Es gibt noch Restplätze! Die Statistik untermauert dies: Die Hälfte aller täglichen Autofahrten liegt unter 5km Fahrtstrecke, und ein weiteres Viertel gar unter 2km. Das ist klima- und kinderfeindlich.

„Kinderfreundliches Klima“ Mit dem neuen Bewusstsein, dass Kindern und Eltern im Rahmen des Programms mitgegeben wird, ergibt sich eine Menge positiver Effekte. Diese haben die „Pionierschulen und -kindergärten“ etwa in Form von großem Öffentlichkeitsinteresse. Das hebt das Image. Die Vorbildwirkung überträgt sich auch auf andere Bildungseinrichtungen. Das Programm sucht Nachahmer, und gibt es diese, dann kann in Oberösterreich wieder ein „kinderfreundliches Klima“ entstehen.

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Brennpunkt

Sprachakrobat Bodo Hell begleitet heuer die „literatour“. © amourfou

Railway to (Bodo) Hell

Lesung im Zug: Abfahrt 16:45 im Bahnhof Vorchdorf

Im Rahmen der diesjährigen „literatour“ trägt Sprachakrobat Bodo Hell aus seinem Werk vor. Im Anschluss wird zu einer verkehrspolitischen Diskussion geladen.

Verkehrspolitische Diskussion: 18:15 im Kapuziner Kloster Gmunden 

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Preis: 8 Euro bzw. 6 Euro ermäßigt inkl. Zugfahrt Anmeldung: oberoesterreich@klimabuendnis.at

Schafhirte, Musiker und Erich FriedPreisträger. Im Rahmen der „literatour“ wird er Volksweisen dekonstruieren, Jahreszeiten besetzen und avantgardistische Zwischentöne gurgeln. Am Seebahnhof bringt er dann weitere Einblicke in seine Schreibkunst. Im Anschluss an die „literatour“ wird es politisch, wenn das Klimabündnis Vertreter der Politik, NGO´s und der Wirtschaft über das Thema diskutieren lässt, ob die Gmundner Straßenbahn mit der Traunseebahn im Kapuzinerkloster verbunden werden soll. Die Pläne dazu sind so alt wie die Bahn selbst, der erste Weltkrieg machte sie aber zunichte.

er 16.September 2012 ist Regionalbahntag und wird auf der Traunseebahn besonders gefeiert. Die Schmalspurbahn ist nämlich Bühne für die diesjährige „literatour“, die von Klimabündnis OÖ und dem freien Radio Salzkammergut veranstaltet wird. Geboten wird dabei keine Schmalspurkunst, sondern Wortgewaltiges von Sprachakrobat Bodo Hell. Die 100 Jahre alte Bahn (siehe unterwegs Seite 9) hat schon viel erlebt, dass sie aber selbst zur Bühne und gleichzeitig zum Vehikel für eine Kulturkarawane wird, wohl nicht. Auch für Bodo Hell wird es eine Premiere, wenngleich der Künstler schon viel erlebt hat. Er ist

Rätsellösungen der letzten Ausgabe mittel 1 8 3 7 6 4 5 9 2

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schwer 6 5 2 1 8 9 4 3 7

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Schlusspunkt

Rätselbim

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1. Nicht nur in Attnang freut man sich über den neuen Busterminal sondern auch im zweiten Teil des Ortsnamens... 2. Engelbert Gutjahr erfüllte sich einen Herzenswunsch. Welchen Geburtstag feierte er, den....

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4. Sie gehören der ÖBB und sind dennoch auf der Straße unterwegs, die.... 5. Unser „unterwegs-Wandertipp“ bringt uns im Herbst an den neu eröffneten...

3. Das Regionalverkehrskonzept

6. Dort wo sich Sportler im Olympiazentrum vorbereiten, ist Weltkulturerberegion, gleich neben Hallstatt...

für den Bezirk Grieskirchen erleichtert nicht nur die Anreise, sondern man kommt auch schneller nach Hause, es beschleunigt damit die...

7. Die kleinsten Zugeinheiten mit der Regelzüge fahren, nennt man aufgrund ihrer „Länge“...

Suchbildrätsel

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8. Die JKU, wo Linzer Studenten ihre Semestertickets abholen, nennt man auch... 9. 175 Jahre Eisenbahn in Österreich, das verdient Applaus, ja sogar stehende.. 10. In der Türkei nennt man es Dolmus, bei uns seit 25 Jahren AST-...

Das rechte Bild unterscheidet sich vom linken Bild mit 5 Fehlern!

Die Auflösung unserer Rätsel finden Sie in der kommenden Ausgabe des „unterwegs“ bzw. auf unserer Homepage unter „www.ooevv.at“

Wi r wu n s ch e n vie l Spa

www.ooevv.at

be i m L o s e n!! unter

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OÖVV-Kundencenter Linz Volksgartenstraße 22, 4020 Linz Tel. 0810 24 0810, kundencenter@ooevv.at www.ooevv.at Öffnungszeiten: Mo - Do 8.30 - 12.30 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr, Fr 7.00 - 13.00 Uhr

MobiTipp Gmunden: Die OÖVV-Nahverkehrsinfo 4810 Gmunden, Theatergasse 9 Tel. 07612/20 812, office@gmunden.mobitipp.at www.gmunden.mobitipp.at Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 - 12.30 Uhr und nach Vereinbarung

MobiTipp Perg: Die Nahverkehrsinfo Mühlviertel 4320 Perg, Linzer Straße 2 Tel. 07262/53 8 53, office@perg.mobitipp.at www.perg.mobitipp.at Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung

MobiTipp Steyr: Die Nahverkehrsinfo Pyhrn-Eisenwurzen 4400 Steyr, Bahnhofstraße 16 Tel. 07252/213 13 0, office@steyr.mobitipp.at www.steyr.mobitipp.at Öffnungszeiten: Mo - Fr 7.00 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung

Österreichische Post AG Info.Mail Entgeld bezahlt /Firmenzeitung 11Z038915 F

Impressum und Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz Blattlinie Information über aktuelle Entwicklung im Öffentlichen Personennahverkehr Medieninhaber/Herausgeber (Verleger) OÖ Verkehrsverbund Organisations GmbH Nfg. & Co KG, Volksgartenstr. 15, 4020 Linz, Tel. 0732/661010-0, www.ooevv.at Unternehmensgegenstand Organisation und Finanzierung des Öffentlichen Personennah- und -regionalverkehrs Eigentümer: OÖ. Landesholding GmbH. Redaktionsteam DI Herbert Kubasta, Mag. Martina Steininger, philipp.pr gmbh - Agnes Gaal, Jürgen Philipp Umsetzung RAUM 22 Kommunikationsdesign - Andreas Königsmayr, www.raum22.at Druck KONTEXT Druckerei GmbH, 4020 Linz, Stahlstraße 33 Auflage 15.000 Exemplare Erscheinungsweise 4 x jährlich Titelfoto © privat Fotos Arch. Gilhofer, amourfou, Bruno Brandstetter, Burgmuseum Clam, Donau OÖ/Weissenbrunner, Fotolia.com, Klimabündnis OÖ, LINZ AG LINIEN, Land OÖ, Landespolizeikommando OÖ, ÖBB, ÖBB-Postbus GmbH, OÖVV, OÖ Tourismus Marketing GmbH, Stern & Hafferl, TV Vitalwelt/Walter


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Magazin des OÖ Verkehrsverbundes

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