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Ausgabe 77 // Frühling 2012 // www.ooevv.at

unter Das Magazin für Fahrgäste und Mitarbeiter im OÖ Verkehrsverbund

03 GEWÄHLT // Welches Verkehrsmittel ist das beste für mich? 08 GEPUTZT // Frühlingsputz bei Straßenbahnen 14 GEKUPPELT // Stuntman hält LILO zusammen


Inhalt

Schwerpunkt

DI Herbert Kubasta Geschäftsführer der OÖVG

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Öffis als Ihre Kostensparmeister

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Mehr Komfort für OÖVV Kunden

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Neue Fahrgastinfo liegt bereit

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OÖ-Schule ist Sieger bei Kindermeilen

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Werte Fahrgäste!

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paren scheint dieser Tage zur „Nummer Eins“ der Tugenden unseres vereinten Europas zu werden. Ob als Sparpaket, als Schuldenbremse oder in Form von Aufnahmestopps oder Kürzungen aller Art: überall muss gespart werden.

Schnittpunkt

Mit dem OÖVV ist Sparen schon seit eh und je ein Kinderspiel. Haben Sie sich schon einmal ausgerechnet, was es Sie kostet, wenn Sie täglich mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren und wie viel Sie dafür im Vergleich bei der Benützung Öffentlicher Verkehrsmittel ausgeben? Der Unterschied ist beträchtlich und bietet Ihnen die Möglichkeit eines ganz persönlichen und äußerst wirkungsvollen Sparpakets. Und obendrein sparen Sie sich noch eine ganze Menge: etwa Nerven bei schlechten Fahrbedingungen und Stau oder Ärger beim Parkplatzsuchen. Und einen Quantensprung sicherer und umweltfreundlicher sind Sie mit den Öffis auch noch unterwegs. Alle nötigen Informationen für Ihr persönliches Mobilitätssparpaket erhalten Sie jetzt in unserer neu erschienen Fahrgastinformation. Oder schauen Sie einfach rein auf www.ooevv.at oder kommen Sie in unser Kundencenter: wir beraten Sie gerne. Lesen Sie mehr dazu und zu anderen Neuigkeiten in dieser unterwegs.

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Auch das Auto will fasten

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LINZ AG LINIEN testen Hybridbus

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Frühjahrsputz bei Straßenbahnen

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MEGA-Card wird günstiger

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ÖBB lädt zum blühenden Österreich

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Neue BahnStores für mehr Nahversorgung

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Keine Angst vor Ticketautomaten

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Postbus wird barrierefrei

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Sternebus bringt Licht ins Dunkel

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Stuntmen verkuppelt LILO

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Gmundner Tram auf Schiene

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Neue Station in Vorchdorf

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Brennpunkt

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Vorteile mit Pyhrn-Priel Card

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Unser Wandertipp

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Schlusspunkt

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Suchbild 18 Die OÖVV-Rätselrallye

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Impressum 20 Ihr Herbert Kubasta Geschäftsführer OÖVG

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Schwerpunkt

www.ooevv.at

Wer statt mit dem Auto per ÖV von Eferding nach Linz fährt, spart sich knapp 4.500€! Noch Fragen?

Freie Platzwahl Lust auf Traumurlaub – ein Monat Südsee all inclusive? Das können Sie sich nicht leisten? Dann steigen Sie doch auf Öffis um – dann wird vieles möglich.

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erbert ist wieder mal außer sich. Der „Tr....l“ vor ihm hat wohl noch nie was von Reißverschlusssystem gehört und der Typ neben ihm knallt ihm fast in die Seitentüre. Der ganz normale tägliche Wahnsinn, den der Gallneukirchner auf seinem Weg zur Linzer Arbeitsstätte tagtäglich erleiden muss. Am meisten geht ihm die Galle hoch, wenn seine Frau Karin mit dem Bus zur Arbeit fährt. Sie winkt ihm täglich, wenn sie dank Busspur an ihm vorbeirast. Vor einigen Jahren beschloss sie Herberts täglichen Launen mit Öffis aus dem Weg zu „fahren“. Elisabeth kann ähnliches berichten. In diesem Fall ist es ihr Sohn Gregor, der sie dank LILO tagtäglich im morgendlichen Wettrennen von Eferding nach Linz schlägt. Er muss zur Arbeit, sie in ihr Büro – gerade einmal

vier Kilometer voneinander entfernt. „Ich kann nicht aufs Auto verzichten, ich muss ja beweglich bleiben“, argumentiert Herbert, und Elisabeth ergänzt: „Es ist mein Job, der dauert einmal länger und einmal kürzer. Da sind mir die Öffis zu unflexibel.“

Geldvernichtung per Auspuff Diese Flexibilität und die Fiktion von Unabhängigkeit sehen Verkehrspsychologen als Hauptgrund für das Hängen am Auto. Knapp 90% fahren die Menschen an ihre Arbeits- oder Ausbildungsstelle, bleiben dort den ganzen Arbeitstag über, und fahren wieder nach Hause. Die wenigsten müssen sich während der Arbeits- oder Studienzeit frei bewegen. Die Arbeit ist es auch die als Hauptargument fürs Auto herhalten muss. „Ich muss

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schließlich Geld verdienen“, brummt Herbert. Dass er gleichzeitig Geld beim Fenster rauswirft, wird ihm erst bewusst, als Karin den Tarifvergleich anstellt. „Gerechnet mit dem gesetzlichen Kilometergeld von 0,42 Cent/ km kostet meinem Mann sein Auto nur für Arbeitsfahrten von Gallneukirchen nach Linz und retour im Jahr knapp 2.600€.“ Herbert rechnet nach. Wie kann es sein, dass Karins Jahreskarte des OÖVV nur 374€ kostet, also um 2.224€ billiger ist, als sein fahrbarer Untersatz? Noch drastischer ist der tägliche Weg von Eferding nach Linz. Für die 25 Kilometer lange Strecke pro Fahrt, bezahlt Elisabeth nach gesetzlichen Vorgaben stolze 4.998€. Ihr Sohn Gregor betahlt 558€ für seine OÖVV-Jahreskarte. „Die Differenz von knapp 4.500€ würde reichen, dass mir meine Mum ein eigenes Auto kauft. Doch ich bin doch nicht blöd, ich muss die Kiste schließlich erhalten. Da will ich lieber auf meine neue Wohnung sparen.“

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Schwerpunkt

Sag Ciao zum Stau

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und 9.000 Jahreskartenbesitzer lachen sich bezüglich Spritpreise und Co ins Fäustchen. Jahr Für Jahr nimmt diese Zahl fast analog zur Spritpreisentwicklung zu. Um gerade für Pendler den ÖV noch attraktiver zu gestalten, wird weiter investiert. An manchen Haltestellen werden E-Bike Verleihstationen entstehen. Für OÖVV-Jahreskartenbesitzer ist die erste halbe Stunde Benutzung gratis. Die Pendler können so von der Verleihstation weg radeln bzw. sich

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Zugestellt durch Post.at

Die OÖVV-Information alles, was Sie rund um Bus & Bahn in OÖ wissen sollten...

Fahrgastinformation Zonen, Fahrkarten & Angebote

Der OÖVV hat viele Seiten Die neue Fahrgastinformation des OÖVV ist in der zweiten Auflage noch informativer.

„A

lles was sie schon immer über den OÖVV wissen sollten“, steht in der 27 Seiten starken Fahrgastinformation, die 2012 das zweite mal erschien. „Das erste Heft ist sehr gut angekommen. Jetzt haben wir es neu aufgelegt“, erzählt Martina Steininger vom OÖVV. Neben allgemeinen Informationen, die einen Überblick über die Büros und Regionszuständigkeiten bietet, geht das Büchlein bis ins Detail.

2012 gültig ab: 1. Jänner 2012

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dank E-Motor „radeln lassen“ und kommen ihren Ziel leicht und umweltfreundlich näher. Das Service wird ab Sommer nutzbar sein. Wer dennoch nicht aufs Auto als „Überbrückungslösung“ verzichten kann, dem stehen Carsharing-Fahrzeuge von Denzel Drive dank Jahreskarte vergünstigt zur Verfügung. Die Fahrzeuge stehen jeweils in der Passage Linz, sowie am Hauptbahnhof in Linz und Wels. Sie lassen sich per Web bestellen und reservieren.

Die übersichtliche Darstellung der Preisberechnung von Tarifen und eine Aufklärung über Ermäßigungen runden das Heft ab. Es finden sich Beschreibungen zu Kartenarten ebenso darin, wie Informationen zu Rufbussen, Fahrradmitnahmen, Fundbüros und vieles mehr rund um den Öffentlichen Verkehr. Zusätzlich wird ein aktueller Zonenplan von Oberösterreich beigelegt.


Schwerpunkt

Natürlich fährt auch der Klimaclown Monsieur Hugo mit dem Rad. Etwa nach Vorderweissenbach um den Kids der VS ihren Preis zu überreichen.

„Die VS Vorderweißenbach hat als Klimabündnis-Schule Klimaschutz in den Alltag integriert.“

Kinder „gehen“ mit gutem Beispiel voran.

Katrin Mitterhofer

Österreichs Schulkinder dürfen sich Europameister nennen. Europaweit kommt mehr als jede dritte Kindermeile, die man dafür bekommt, dass man zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis zur Schule fährt, aus der Alpenrepublik.

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eltmeister“ unter den Europameistern darf sich die VS Vorderweißenbach nennen. Sie waren die fleißigsten Klimaschützer unter Österreichs Schülern. 7.500 Kindermeilen der insgesamt in Österreich gesammelten 823.513 kamen aus dem Mühlviertel. „Klimaschutz beginnt bereits bei den Kleinsten. Mit den Kindermeilen gelingt es uns klimafreundliche Mobilität spielerisch in den Alltag einzubauen“, schildert Katrin Mitterhofer vom Klimabündnis OÖ. 2011 wurde die Aktion zum zehnten mal durchgeführt. 25 Länder in Europa nahmen an der Aktion teil, 201.146 Kinder sammelten insgesamt 2,7 Millionen Meilen.

Kinder als Vorbild für die Großen Dass Klimaschutz keine Frage von Größe ist, sondern jeder einzelne

etwas beitragen kann, wird beim Sieger in Vorderweißenbach klar. Mit gerade einmal 80 Schülerinnen und Schülern sammelten sie 7.500 Kindermeilen. Wie das ging? Indem die Kids ihre Eltern, Verwandten und Bekannten mit vor den klimaneutralen Karren spannten. Selbstverständlich stand auch der Lehrkörper geschlossen hinter der Aktion. „Die VS Vorderweißenbach hat als Klimabündnis-Schule Klimaschutz in den Alltag integriert“, lobt Mitterhofer. Für die Direktorin der Volksschule kam der Sieg etwas überraschend, da die Schule erst seit Juli 2011 Klimabündnisschule ist. „Das ist ein perfekter Auftakt um für den Klimaschutz aktiv zu sein“, freut sich Schulleiterin Regina Wohlschlager. Die Schule ist eine von 266 Bildungseinrichtungen, die sich zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, und zum Schutz des Regenwaldes bekennt.

unter

www.klimabuendnis.at

Busreise als Preis Gefreut haben sich auch die Schülerinnen und Schüler. Ihnen überreichte der Klimaclown Monsieur Hugo ihren Preis. Sie werden in einem vom OÖVV gesponserten Bus zum Baumkronenweg gefahren. Landesrat Rudi Anschober wird den Schulausflug ebenso wie Katrin Mitterhofer und Norbert Rainer vom Klimabündnis, begleiten. Das Ziel „eine Million Kindermeilen“ 2012 zu knacken ist ehrgeizig, dennoch ist man optimistisch. Die Aktion startet im März und geht bis November. Nähere Infos unter www.klimabuendnis.at.

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© Gert Eggenberger

Schwerpunkt

Die Botschaft ist unmissverständlich: Autofasten macht auch in der Gruppe Spaß.

www.autofasten.at

Auto kost´ Zaster, nix zahlen die Faster Die Diözese Linz ruft zum Autofasten auf. Alarmierende Zahlen zu Feinstaubbelastung und Lärmbelästigung geben der Aktion recht. Wer daran teilnimmt, kann die Kosten seiner Öffi-Tickets wieder zurückverdienen.

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ie Fastenzeit ist für viele eine Zeit der Einkehr und für manche gar eine Zeit der Umkehr. Nämlich zurück mit dem Auto in die Garage und klimaneutral ins „Autofasten“. Für Lucia Göbesberger, Umweltbeauftragte der Diözese in Linz ist die Fastenzeit die ideale Gelegenheit eine neue Art der Mobilität zu entdecken. „Es braucht meist nur einen Anlass, um aufs Auto zu verzichten“. Geht Ihnen das nächste mal der Sprit aus, oder Ihr Auto streikt, dann werten Sie das ruhig einmal als „Zeichen“. Bereits Anfang Februar machten Aktionisten auf das Autofasten aufmerksam, indem sie auf der, im morgendlichen Stau stockenden, Linzer Nibelungenbrücke Bioäpfel verteilten. Im letzten Jahr hat sich die Zahl der autofreien Stunden im Rahmen der Aktion auf 9.000 verdoppelt. Heuer rechnet man sich eine weitere Steigerung aus.

„Es braucht meist nur einen Anlass, um aufs Auto zu verzichten.“ Lucia Göbesberger

Verkehr ist Lärmerreger Nummer eins Gerade in der Fastenzeit, wo es um Besinnlichkeit und Ruhe gehen soll, schlagen

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beängstigende Zahlen des Verkehrsclubs Österreichs Alarm. Knapp 60% der Menschen, die sich über Lärm beklagen, beschweren sich konkret über den Verkehrslärm. Gerade einmal mehr als 20% über Lärm in der Nachbarwohnung. Auch in punkto Feinstaub liefert der VCÖ Munition. Während das steirische Leibnitz mit 53 Tagen über dem erlaubten Grenzwert Spitzenreiter ist, liegt Linz mit 39 Tagen gemessen an der A7, 33 Tagen am Römerberg, 30 Tagen in der neuen Heimat und 26 Tagen am Stadtpark offiziell nicht so schlecht. Doch das relativiert sich, wenn man sich vor Augen führt, dass der Jahresgrenzwert in Österreich bei 25 Tagen liegt.

Gewinnen Sie Mobilität zum Nulltarif Gemeinsam mit dem Verkehrsclub OÖ, dem Klimabündnis, der IFA Rad, den MobiTipps und dem OÖVV will die Diözese Überzeugungsarbeit leisten. „Der OÖVV stiftet den Preis in Form einer Fahrtkostenrückerstattung.“ Während Autofahrer Parktickets zahlen, können Autofaster Fahrkarten sammeln und Geld zurück bekommen. Das Ziel auch Firmen mit ins Boot zu holen, ist vorerst noch nicht gelungen. Selbst der öffentliche Sektor wollte sich dem Autofasten (noch) nicht anschließen. Es ist eben noch Pionierarbeit den Menschen vor Augen zu führen, dass sie für die meisten Strecken ohne Auto mindestens genauso schnell von A nach B kommen, wie mit. Um sich der Aktion anzuschließen, muss man sich nur unter http://www.autofasten.at/ content/site/teilnehmen/index.html anmelden. Die ersten Aktionisten sind bereits startklar. Göbesberger: „Es haben sich hauptsächlich Familien, Paare und Menschen mittleren Alters angemeldet.“


Schnittpunkt

18 Meter Zukunft: Im Mercedes Citaro G BlueTec®-Hybrid steckt eine der größten Lithium-Ionen Batterien der Welt.

Der Mercedes-Hybridbus ist der einzige, der Streckenanteile rein elektrisch bewältigen kann. © LINZ AG

Der Stern am Hybridhimmel Hybridtechnologie

Die LINZ AG testete einen Hybridbus der neuesten Generation auf seine Wintertauglichkeit. Die gesammelten Erfahrungen waren durchaus positiv.

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ie LINZ AG zeigt mit seinem Fernheizkraftwerken und Biomasseanlagen große Anstrengungen beim Umweltschutz. Als Energieversorger wäre es daher logisch seine eigenen Ressourcen – nämlich Strom – auch im Verkehr einzusetzen. Bei Straßenbahn und O-Bussen seit Jahrzehnten bewährt, versucht man nun Alternativen zu fossilen Energieträgern bei netzungebundenen Fahrzeugen zu finden. Aus diesem Grund testete man den Mercedes Citaro G BlueTec®-Hybrid im Winterbetrieb. Er wurde zwischen Froschberg und Stieglbauernstraße und zwischen Froschberg und Hafen eingesetzt. Strecken die nicht willkürlich ausgewählt wurden. Beim Citaro Hybrid handelt es sich nämlich um den bislang einzigen Hydbridbus der Streckenanteile rein elektrisch ohne

Dieselmotor fahren kann. Er zieht den Strom dazu aus einer der größten Lithium-Ionen Batterien der Welt. Aufgeladen werden diese durch Bremsvorgänge wie etwa bei Gefällefahrten beispielsweise vom Froschberg in Richtung Stadt.

Kleiner Diesel, große Batterie Zusätzlich sorgt ein Generator für Power an den Radnabenmotoren. Der für diese Fahrzeugklasse relativ kleine Dieselmotor erhöht die Reichweite des Fahrzeugs. Im Test wurden unter winterlichen Bedingungen die Heizung und Lüftung des Busses, sowie die vom Hersteller angegebenen Treibstoffmengen überprüft. Die Ergebnisse werden ausgewertet und fließen in die Strategie für zukünftige Verkehrskonzepte ein.

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Alle Welt spricht von Hybridautos, doch wie funktionieren sie? Beim Hybridantrieb wird ein konventioneller Motor mit Elektromotoren kombiniert. Diese können entweder im Motorraum selbst platziert sein, oder aber direkt am Rad. Der Radnabenmotor bietet den Vorteil, dass er extrem kompakt ist und wenig Platz braucht. Platz, den man ohnehin für die Batterie des Hybridfahrzeugs benötigt. Diese wird beim Fahrbetrieb über Schwingungsräder beim Bremsvorgang mit elektrischer Energie gespeist. Damit reduziert sich der Kraftstoffbedarf.

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Schnittpunkt

At the Tramwash: Selbst für Straßenbahnen gibt es eine Waschanlage. Sie sorgen für 40-Meter Sauberkeit.

Frühjahrsputz Saubere Sache: Für Straßenbahnen der LINZ AG LINIEN gibt es gleich 365 mal im Jahr Frühjahrsputz. 52 mal Top-Außenreinigung und alle 10 Wochen Hochglanzfinish.

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rühjahrsputz ist gut“, schmunzelt Kurz Hofstadler, verantwortlich für Wartung und Reinigung von Straßenbahnen. „Wir reinigen unsere Bahnen täglich“. Genaue Putz- und Wartungspläne sorgen dafür, dass alles in Schuss bleibt. In der Nacht rücken Mitarbeiter der LINZ AG LINIEN und einer Reinigungsfirma in den Remisen Urfahr, Kleinmünchen und Leonding aus, um die Garnituren grob zu säubern. Alle 10 Wochen geht’s zum Großputz durch eine externe Firma. „Diese benötigt pro Bahn zwischen 12 und 14 Stunden.“

„Frühjahrsputz ist gut. Wir reinigen unsere Bahnen täglich.“ Kurt Hofstadler

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Kaugummiplage Sorgenkinder wie Kaugummis werden mit einer eigenen Maschine entfernt. Zwischen 300 und 400 Stück dieser Plagegeister eines jeden Reinigungsmitarbeiters werden aufgespürt. Wer übrigens einen Stoffsitz mit einem Kaugummi beklebt, dem kann das teuer zu stehen kommen. „Wir müssen dann die Sitzplatte auswechseln. Wird man erwischt, gibt es eine Anzeige und Kostenerstattung auch für den Ausfall.“ Vandalenakte Auch Graffitis verursachen oft enormen Schaden. Zwar gibt es einen eigenen Entferner, doch der Aufwand den man zur Wiederherstellung der Bahn benötigt, ist enorm. „Erst kürzlich hat jemand eine ganze Seite angeschrieben. Wir haben einen ganzen Tag benötigt um die Straßenbahn zu reinigen.“ Leider müssen sich Kurt

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© LinzAG

Hofstadler und sein Team auch immer wieder um Vandalenakte kümmern. „Einmal hat einer drei Scheiben eingeschlagen. Der Schaden betrug 7.000€. Die Fahrer bekommen das oft nicht mit, eine Straßenbahn hat schließlich 40 Meter Länge. Doch die Fahrgäste machen ihn darauf aufmerksam.“

Hochglanzwäsche Die Ledersitze der neuen Straßenbahngeneration werden bei jedem Großputz impregniert. Doch selbst vor diesen haben manche keinen Respekt: „Bereits nach einem Monat in Betrieb wurden bei den neuen Garnituren drei Ledersitze aufgeschlitzt. Wir mussten diese komplett tauschen.“ Sitze, Griffe, Boden und Fenster – Intensiven „Frühjahrsputz“ innen und außen gibt es bei der LINZ AG LINIEN fünfmal im Jahr. Außen sogar 52 mal: Einmal pro Woche geht’s nämlich in die Waschanlage. „Diese funktioniert ähnlich wie für Autos.“ Die Bürsten bringen die die Fahrzeuge der Linien 1,2 und 3 auf Hochglanz.


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Nicht alles wird teurer Ein Tag Mobilität in Linz kostet nur einen Euro. Für Senioren sogar nur 58 Cent.

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Fahrgäste und 8.000 Senioren nutzen sie bereits: Die Vorteile einer Jahreskarte der LINZ AG LINIEN. Mit 1. März wird das Paket noch attraktiver. Mit nur einem Euro pro Tag kann man Linz grenzenlos mit Bus, Straßenbahn und der Pöstlingbergbahn„erfahren“. Seni-

© Linz AG

Treue zahlt sich aus: die Jahresnetzkarte der LINZ AG LINIEN.

oren kostet die Jahresnetzkarte überhaupt nur 212 Euro. Die Aktion gilt bei Vorauszahlung und stellt einen Rabatt von 3,4% im Vergleich zur Ratenzahlung dar. Das Ticket ist übertragbar und berechtigt zur Mitnahme von einem Erwachsenen und bis zu vier Kindern am Wochenenden.

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© Messe Wels

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Land der Gärten...

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nergiesparen und saubere Umwelt – beides Prädikate die perfekt auf den öffentlichen Verkehr passen. Themen, die auch mit der Messestadt Wels in Verbindung gebracht werden. Die Energiesparmesse von 29.2. bis 4.3. und die Gartenmesse „blühendes Österreich“ von 30.3. bis 1.4. sind dabei Highlights im Welser Messekalender. Veranstaltungen bei denen es sich regelrecht aufdrängt per Bahn anzureisen. Die ÖBB legt deshalb wieder ihre beliebten Messetickets auf.

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Beim „blühenden Österreich 2012“ werden über 70.000 Besucher erwartet.

Von ganz Österreich aus kann man bequem mit dem Zug anreisen und hat mit dem Tickt schon die Eintrittskarte in Händen. Auch der Shuttlezug vom Bahnhof ins Messegelände ist inkludiert. Lästiges Anstellen oder Parkplatzsuche gehören der Vergangenheit an. Übrigens: unter den 536 Ausstellern der Garten- und Ausflugsmesse, finden Sie auch die ÖBB. Neben einem Bühnenprogramm und Gewinnspiel können Sie sich direkt vor Ort über weitere ÖBB-Aktionen informieren.

Sauber, freundlich, bequem: Im BahnStore in Vöcklabruck kann man Fahrkarten und Reiseproviant in einem Aufwischen besorgen.

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© ÖBB

Wer fürchtet sich vorm roten Kasten? Niemand!

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hat else“ hieß es für zahlreiche Reisende am Linzer Hauptbahnhof als sie von der ÖBB mit Nespresso-Kaffee kostenlos verköstigt wurden. Als Draufgabe gab´s zudem eine Einführung in die neuen Fahrkartenautomaten, um den Menschen die Scheu davor zu nehmen. Eigene Promo-

Den ganzen Jänner über nahmen Promotoren den Fahrgästen die Scheu vor dem Fahrkartenautomaten, dazu gab es kostenlosen Kaffe.

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toren beantworteten freundlich und kompetent die Fragen der Fahrgäste. Am Valentinstag gab es für die weiblichen Fahrgäste Blumen von den ÖBB-Promotoren als kleine Aufmerksamkeit. Am Faschingdienstag wurden am Linzer Hauptbahnhof dann auch noch frische Krapfen verteilt.

„Kaffeefahrt“

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an kennt das zur Genüge: Der Zug fährt in wenigen Minuten ab und wie ein Blitz durchzuckt es einen: „Milch vergessen“. Wer vom Vöcklabrucker Bahnhof abreist, kann diese Ausrede nicht mehr geltend machen. Dort wurde, nach Braunau, der zweite BahnStore in Oberösterreich eröffnet. „Der neue BahnStore bringt mehr Komfort für die ÖBB-Fahrgäste: neben Tickets können sie sich hier schnell und unkompliziert auch mit Essen und Getränken für die Fahrt

versorgen. Gleichzeitig ist unser BahnStore natürlich auch ein Nahversorger für die Menschen in der Umgebung des Bahnhofs“, so der Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr OÖ Paul Sonnleitner. Auf 40 m2 findet der Kunde neben Fahrkarten, Coffee to Go, Snacks und Dinge des täglichen Bedarfs. Österreichweit gibt es sechs solcher Stores, die Pläne der ÖBB sehen einen sukzessiven Ausbau vor.

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Schnittpunkt

Die neuen TEMSABusse machen nicht nur gute Figur, sie sind zudem 100% barrierefrei.

www.postbus.at

© postbus

Barrierefreie Welle Die ersten 14 neuen TEMSA Postbusse sind bereits in Oberösterreich angerollt. Weitere sollen folgen. Damit will das Postbus Regionalmanagement Oberösterreich seine Offensive für mehr Barrierefreiheit fortsetzen.

„Wir schwimmen auf der barrierefreien Welle.“ Hermann Ruckendorfer

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neue Postbusse der Marke TEMSA gehen schon bald in Oberösterreich auf „Safari“, das verspricht zumindest die Typenbezeichnung. Erstmals wird im Land ob der Enns dieser Überlandbustyp eingesetzt. Sie sind 12 Meter lang und für den Linien- und Schülerverkehr vorgesehen. Für Hermann Ruckendorfer vom Postbus Regionalmanagement Oberösterreich eine gute Wahl: „Der Bus besticht durch Klimatisierung und Barrierefreiheit. So gibt es einen eigenen Hebeplatz samt Lift für Rollstuhlfahrer.“ Nachdem man einige Modifizierungen vorgenommen hatte, gingen die neuen Fahrzeuge in den Testbetrieb. Die Rückmeldungen der Fahrer nach einiger Skepsis, die bei jeder Neuanschaffung dazu gehört, waren ausgesprochen positiv.

Barrierefreie Welle Herausragendes Merkmal des TEMSA Safari ist für Ruckendorfer die Barriere-

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freiheit: „Wir schwimmen auf der barrierefreien Welle. Technisch wäre das vor vier, fünf Jahren noch nicht möglich gewesen.“ Ein Lift beim Einstieg im hinteren Busbereich hebt Rollstühle ins Wageninnere. Dort sorgt eine eigene Verankerung für sicheren Halt und Transport der Fahrgäste mit Beeinträchtigung. Die Busse werden derzeit in Linz und Wels eingesetzt. Verkehrsleiter Helmut Starzer weiß mehr: „Drei werden im Raum Wels unterwegs sein, 12 im Zentralraum Linz im sternförmigen Einsatz.“ Ein weiterer Bus wird seinen Dienst in Rohrbach verrichten. Die Offensive des Postbus für mehr Barrierefreiheit wirkt sich in weiteren 15 bis 20 Bussen aus, die noch heuer geliefert werden sollen. 15 Meter lange Gelenksbusse von anderen Herstellern werden die Fuhrparkmodernisierung abschließen.


Schnittpunkt

Peter Schmolmüller, Martha Höfler, Wolfgang Seyr und Manfred Feichtinger übergaben die Spendensumme von 26.500€.

© postbus

Lauras Stern Postbus sorgt für Mobilität von Menschen mit Beeinträchtigung. Der Erlös der Sternebusaktion wird in behindertengerechte Busse investiert.

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aura ist stolz. Die sechsjährige geht schon bald in die Schule. „Gehen“ ist bei Laura allerdings nicht wörtlich zu nehmen. Eine Muskelschwächekrankheit fesselt das Mädchen an den Rollstuhl. Doch es kam „Licht ins Dunkel“ in Form der Sternebusaktion des Postbus. In Oberösterreich wurden Sterne im Wert von 26.500€

verkauft. Geld das einem regionalen Projekt der Lebenshilfe OÖ zu Gute kommt. „Wir investieren in die Anschaffung behindertengerechter Busse, die zum Transfer beeinträchtigter Personen zu Tagesheimstätte, Therapiezentrum, Kindergarten, Schule bzw. Arbeitsplatz dienen“, erzählt Karin Ruckendorfer vom

Postbus Regionalmanagement OÖ. Damit leistet das Verkehrsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Mobilität und Eigenständigkeit von Personen mit Handicap. Österreichweit konnte Postbus eine Spendensumme von 146.382€ an Licht ins Dunkel übergeben.

lichtinsdunkel.orf.at

TEMSA Für den österreichischen Meister in Breakdance, Onur Bakis, ist TEMSA wohl ein Begriff. Das Unternehmen hat nämlich seit 1968 seien Sitz in dessen türkischer Heimatstadt Adana. Der boomende Staat hat es in den letzten Jahren geschafft Europas größter Hersteller von Bussen zu werden. TEMSA ist dort einer der größten unabhängigen Busher-

www.ooe.lebenshilfe.org

steller überhaupt. Flaggschiff ist das Luxusbus Diamond, der mit zahlreichen Preisen überhäuft wurde. Der von der größten Branchenmesse „Busworld“ 2008 zum „Busbuilder of the Year“ gewählte Konzern, stellt pro Jahr in etwa 1.000 große Reisebusse und 1.000 Midibusse her. Neben Design und Technik besticht TEMSA vor allem durch innovative Lösungen und sieht sich deshalb „auf der Überholspur“.

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© Stern & Hafferl Verkehr

Schnittpunkt

Einen Waggon ziehen, ist das eine, einen Waggon mit Zug zu verkuppeln, das andere...

„Mad Heinz´“ große Kuppelshow PRO7 wollte testen inwieweit Special Effects aus Hollywood auch real umsetzbar sind. Dazu musste auch die <LILO> herhalten, um zu beweisen, dass ein Mensch einen fahrenden Zug und einen Waggon „verkuppeln“ kann.

www.pro7.de www.stern-verkehr.at

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ad Max“ machte den Australier Mel Gibson 1979 zum Superstar. Der Film hatte ein derart geringes Budget, dass Regisseur George Miller sogar seinen eigenen Wohnwagen einsetzen musste, damit actionreichen Verfolgungsfahrten realisiert werden konnten. Am Budget lag es aber nicht, dass in einer Szene ein Mensch eine Zugskupplung mimte, sondern am Showeffekt. Die PRO7Serie „Galileo“ hat es sich seit einiger Zeit zur Aufgabe gemacht diesen Hollywood- bzw. in diesem Fall „Sidneywood“-Effekten auf die Spur zu kommen. Ist es in der Realität umsetzbar, was auf der Leinwand zu sehen ist?

„Bratpfannenroller“ als menschliche Kupplung Das Team klopfte daher bei Heinz Ollesch an. Nie gehört? Der Mann ist Weltrekordhalter im „Bratpfannen rollen“. Gusseiserne Kochutensilien sollten Sie daher aus dem Weg räumen, wenn das bayrische Muskelpaket zur Tat schreitet. Sein jüngster „Tatort“ – die <LILO>-Strecke. Dort sollte Ollesch beweisen, ob man bei

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„Mad Max“ und seiner „menschlichen Kupplung“ maßlos übertrieb. Abgesehen davon, dass so manch einer in Anbetracht von Waggonpassagierin“ Tina Turner über sich hinauswächst, um sie vor Bösewichten zu schützen, wie im Film, scheint das unmöglich zu sein. Alles nur Leinwandzauber?

<LILO> Mitarbeiter als Stuntmen PRO7 suchte sich die <LILO> von Stern&Hafferl aus, die ideale Gegebenheiten für den „Realitycheck“ bot. Laurenz Neumann und Lokführer Alois Fraunguber sorgten für das realitätsnahe Nachstellen. Während Fraunguber den Zug beschleunigte, wachte Neumann über die Sicherheit des ehemals stärksten Manns Deutschland. Der „Pfannenroller“ räumte ein, dass es im Liegen – wie im Film – aufgrund von fehlenden Halt unmöglich sei die beiden Zugsteile zu verkuppeln, doch er versuchte es im Stehen. Ob er es geschafft hat, können Sie selber nachschauen. Die Lösung finden Sie unter: http://www.prosieben.at/tv/ galileo/videos/clip/262320-extremmad-max-mythen-1.3042766/.


Schnittpunkt

Auf leisen Sohlen Die Gmundner Straßenbahn fährt wieder im Halbstundentakt. Investitionen in die Tram bringen mehr Komfort für Passagiere und Anrainer.

© Stern & Hafferl Verkehr

Für die Gmundner nicht mehr wegzudenken: Seit 118 Jahren ist die Straßenbahn unterwegs.

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ie ist mit 2,315 Kilometern eine der kürzesten Straßenbahnlinien der Welt. Mit ihren 118 Jahren aber wohl eine der traditionsreichsten: die Gmundner Straßenbahn. Von den Traunseestädtern längst nicht mehr wegzudenken, hat sich die Tram auch zu einer Touristenattraktion gemausert. Durch den Fahrplanwechsel der ÖBB kann die Straßenbahn auch ihrer wichtigen Funktion als Zubringer von Pendlern und Schülern wieder gerecht werden. Zwischen 5h Früh und 20h45 pendelt die Tram nun zwischen Franz-Josef-Platz und Hauptbahnhof im Halbstundentakt. „Es freut mich, dass wir diesen für unsere Fahrgäste so wichtigen Service wieder anbieten können und hoffen auf rege Inanspruchnahme“, erklärt Günter Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft. Zahlreiche Investitionen, etwa in neue Schienen, die nahtlos verschweißt wurde, freuen auch die Anrainer. Durch diese Maßnahme wurde die Lärmemission deutlich reduziert. Geplante Sanierungsarbeiten an der Oberleitung sollen die Straßenbahn fit für die Verbindung zur Lokalbahn GmundenVorchdorf machen.

Keine Ausreden mehr: die neue Haltestelle Vorchdorf Gewerbegebiet bringt Mitarbeiter bequem an ihre Arbeitsstelle.

Nächster Halt: Arbeitsplatz

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ie flexibel der öffentliche Verkehr auf seine Kunden eingeht, zeigt das Beispiel der neuen Haltestelle in Vorchdorf Gewerbegebiet. Mit dem Fahrplanwechsel am 11.12.2011 reagierte die Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft auf die gestiegene Nachfrage. Das Gewerbegebiet, indem auch der internationale Autoteilzulieferer MIBA seinen Sitz hat, ist somit problemlos erreichbar. Der 50 Meter lange Bahnsteig ist barrierefrei zugänglich und selbst für Menschen mit Sehbehinderung, dank „taktilen Bodenleitsystem“ gefahrlos zu benutzen. Die Wartekoje schützt vor Wind und Wetter und ermöglicht dem Lokführer optimalen Einblick. Damit werden Halte nur im Bedarfsfall nötig, was die Fahrzeit verkürzt. Eine kleine P&R-Anlage mit fünf Stellplätzen und ein überdachter Fahrradständer komplettieren die Haltstelle. Mit Fertigstellung der Lichtzeichenanlage bei der MIBA-Werkseinfahrt wird sie offiziell eröffnet.

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© Pyhrn-Priel Tourismus GmbH

Brennpunkt

Da geht einem das Herz auf: die Almriesnerhütte auf der Wurzeralm ist nur eine von vielen Highlights.

Urlaubsregion Pyhrn-Priel Die Pyhrn-Priel-Aktivcard ist der Schlüssel zu den Schönheiten der Region und zu den Regionalbussen, die man kostenlos benutzen kann.

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andern über saftige Almwiesen, oder actionreifes Klettern im schroffen Gebirge – die Pyhrn-PrielRegion hat zahlreiche Facetten. Facetten, die mit der Pyhrn-Priel-Aktivcard von Mai bis Oktober besonders attraktiv erobert werden können. Eine Karte die Ihnen wie eine Art Zentralschlüssel zu den Sehenswürdigkeiten dient. „Die Karte kann ab einer Nächtigung gegen einen geringen Aufpreis bei rund 180 Partnerbetrieben erworben werden“, erklärt Christian Windischbauer, Regionalmanager von MobiTipp Steyr. Partnerbetriebe, die sich von Urlaub am Bauernhof bis zum fünf-Sterne Luxus erstrecken.

www.steyr.mobitipp.at

Klimaschutzurlaub Neben zahlreichen attraktiven Angeboten und Vergünstigungen wie bei Bergbahnen, Thermen, geführten

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Wanderungen bis hin zum Bootsverleih und Sommerrodelbahn, fahren Inhaber der Karte auf bestimmten Linien sogar gratis mit Regionalbussen. „Die Linien 430, 431, 432, 435 und 911 umfassen das Gebiet von Klaus, über Windischgarsten bis an die Landesgrenze zum Pyhrnpass.“ Damit unterstützt man den Klimaschutz im Naturparadies. Die Fahrpläne wurden maßgeschneidert, um den Reisenden geringe Wartezeiten zu ersparen. „Man erhält neben Gratisleistungen wie Bäder- oder Museumseintritte auch jede Menge Bonusleistungen.“ Eine eigene Kinderaktivcard zu noch günstigeren Konditionen machen den Urlaub in der Region zum unvergesslichen, leistbaren und klimaschützenden Erlebnis.


Brennpunkt

Der sanfte Schiederweiher mit dem „wilden“ Priel. Wildromantisch lockt die Dietlkapelle zu einer besinnlichen Rast.

© Schuster

Auf den Spuren der Flötzer © Schuster

Flötzer hatten einen gefährlichen Job: Sie transportierten Holz über den Wasserweg ins Tal. Verlor ein Flötzer das Gleichgewicht oder rutschte er aus, kam er in den Strudel aus Baumstämmen und Wildwasser. Der Flötzersteig in Hinterstoder war bis 1950 aktiv. Er bietet einen wunderschönen – und ungefährlichen – Einblick in die Welt der Flötzer.

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om Bahnhof Hinterstoder folgen Sie der Markierung des Weitwanderweges 09. Der Weg ist ausgesprochen gut markiert und informiert auf Zusatztafeln über das Leben der Flötzer. Sie überqueren die B 138 und wandern über Wiesen hinunter zum Ufer der Steyr, wo Sie vom GH Steyrbrücke aus den gekennzeichneten Einstieg am rechten Steyrufer finden. Nun folgen Sie einem schmalen Steig leicht steigend zum Sperrhäusl. Bis 1948 befand sich dort ein Sperrrechen zum Auffangen des Holzes. Weiter geht es über das Bachbett, einige Stufen aufwärts zum Fahrweg, vorbei am Pechhäusl zur Stodertaler Landesstraße. Immer wieder lockt der große Priel mit atemberaubenden Ansichten. Rechts geht es über die Schrattentalerbrücke, ehe es scharf links weiter auf dem befestigten Fahrweg entlang der Steyr bis zur Weggabelung geht.

Variante A: Sie können nun links am Feldweg Nr. 45 entlang der Steyr über den Stampflsteg zum Gausrab mar-

schieren und der Stodertaler Landesstraße zur Sagmeisterbrücke, von wo Sie rechts abbiegen und bis zum Bauernhof Gütler gehen. Eine weitere Variante führt rechts kurz aufwärts auf eine schmale Asphaltsstraße vorbei am Karlbauernhof und der Mostschenke Schnablgut bis zum Bauernhof Gütler, wo sich die beiden Varianten treffen. Vom Bauernhof geht es auf einer Forststraße entlang bis zum Strumboding Wasserfall, wo auf der rechten Schluchtseite noch die Steigspuren der Flötzer sichtbar sind. Weiter führt der Weg taleinwärts leicht steigend, vorbei an der Abzweigung zur Kreideluke, einer Höhle, bis zur asphaltierten Straße. Nun wandern Sie auf der Straße vorbei an der Pension Prielkreuz weiter. Auf einem Schotterweg geht es bis zur Weggabelung entweder links über die Steyr auf einem schattigem Weg, oder geradeaus auf der Sonnenseite ins Ortsgebiet von Hinterstoder. Dort finden Sie Nachbauten aus der Zeit der Flötzer. An der Brücke beim Jutel treffen sich die beiden Wege

unter

© Schuster

wieder. Nun lotst der Weg auf dem Gehsteig vorbei an der Konditorei Gollner ins Ortszentrum zum Alpineum.

Variante B: Diese führt zurück zur Steyr, über die Brücke, links an Wiesenrändern entlang und später auf einer Schotterstraße zur Villa Huem. Ab hier gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: Entweder über die Loipenbrücke, den Sportplatz, einer weiteren Loipenbrücke und einer Wiese – die bequemere Variante – oder ein kurzes Stück ansteigend zu Rastbänken und weiter abwärts zum Waldrand, wo sich beide Wege wieder vereinen. Weiter geht es, vorbei an einem alten Tennisplatz, zur Polsterluckenstraße. Diese überqueren Sie und folgen dem Weg zum Schiederweiher. Nach dem Weiher marschieren Sie auf

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© Schuster

Brennpunkt der Forststraße weiter entweder durch die Klinserau (ca. 10 min. Gehzeit - Einkehrmöglichkeit Polsterluckenwirt) oder durch die Polsterlucke (Einkehrmöglichkeit Polsterstüberl). Am Weg 209, an Zäunen entlang, geht es nun zum Nickergut, wo Sie den Hof durchqueren und später, vorbei an einigen Häusern und Wiesen, leicht ansteigend wieder in den Wald kommen. Kurz vor dem Dietlgut befindet sich rechterhand die Dietlkapelle. Weiter geht es entlang der Steyr, den Weg 209 geradeaus folgend, bis zu einem kleinen Steg auf

der linken Seite, bevor Sie den Weg 209a weiter in Richtung Talende folgen. Schließlich überqueren Sie die Steyr und gelangen ansteigend zur Zufahrtsstraße Baumschlagerreith bis zur gleichnamigen Jausenstation. Über eine Forststraße erreichen Sie nach etwa 15 Min. den Steyrursprung. Dort sehen Sie, dass die Steyr aus sieben Quellen entspringt.den Reisenden geringe Wartezeiten zu ersparen. „Man erhält neben Gratisleistungen wie Bäder- oder Museumseintritte auch jede Menge Bonusleistungen.“ Eine eigene Kinderaktivcard zu noch

stellen, das heißt man muss bis spätestens 30 min vor Abfahrt von der Haltestelle den Bus anfordern. Ausgangspunkt: Bahnhof Hinterstoder-Ort. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt ist mit den Linien 432 (Baumschlagerreith-Hinterstoder Ort) und 431 (Hinterstoder Ort-Hinterstoder Bahnhof) der Fa. Riedler möglich. Die Haltestellen Baumschlagerreith und Polsterstüberl sind Bedarfshalte-

Suchbildrätsel

Gehzeit: ca. 3 Std. Man muss nicht die volle Strecke bis zum Steyrursprung zurücklegen, sondern kann die Tour an mehreren Stellen beenden und mit dem Linienbus wieder zurückfahren, je nach Lust und Laune bzw. Kondition.

günstigeren Konditionen machen den Urlaub in der Region zum unvergesslichen, leistbaren und klimaschützenden Erlebnis.

Schwierigkeitsgrad: Blau. Einkehrmöglichkeiten: GH Steyrbrücke, Flötzerstub´n, Polsterstüberl, Gastronomie in Hinterstoder, GH Baumschlagerreith. Weitere Infos: http://www.pyhrnpriel.net/de/wanderurlaub/2690571/ floetzersteig.html Und im eigenen ÖV-Folder Stodertal, erhältlich bei MobiTippSteyr.

Das rechte Bild unterscheidet sich vom linken Bild mit 5 Fehlern!

Die Auflösung unserer Rätsel finden Sie in der kommenden Ausgabe des „unterwegs“ bzw. auf unserer Homepage unter „www.ooevv.at“

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Beim Strumboding Wasserfall sind noch die Spuren der Flötzer sichtbar.

unter


Schlusspunkt Rätselstation

So wird’s gemacht!

Beantworten Sie die Fragen an den einzelnen Stationen und setzen Sie das Lösungswort zusammen. Die Antworten befinden sich alle im Heft. Für aufmerksame Leser ist es also ein Kinderspiel. Ein Tipp: Die Lösung gilt für alle, die den öffentlichen Verkehr nutzen, denn sie haben .........

4)

Wie heißt der deutsche Strongman, der als menschliche Kupplung LILO Zug und Waggon zusammenhielt?

1) Wie heißt der junge Mann, der sich dank Netzkarte 4.440€ im Vergleich zu seiner Mutter spart?

4

3)

1

In welcher oberösterreichischen Stadt blüht Österreich zwischen 30.3. und 1.4. auf? 3

2) Die neuen Postbusse welcher Marke sorgen für die „barrierefreie Welle“? 5) Zwischen 22.2. und 7.4. rufen die Kirchen eine besondere Zeit aus. Eine begeleitende Aktion dazu will auch, dass man aufs Auto verzichtet. Was sollte man in dieser Zeit tun?

2

6)

Was sammeln Kinder die gemeinsam mit dem Klimabündnis aufs Mamas und Papas Auto verzichten?

5

6

7)

8) Mit welchem deutschen Bundesland wird die oberösterreichische Landesausstellung 2012 abgehalten mit der Sie bequem per ÖBB anreisen können?

Sie ist mit 2,315 Kilometern Länge eine der kürzesten Straßenbahnen der Welt. Wo verkehrt sie im Halbstundentakt?

8 7

LÖSUNGSWORT

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Wi r wu n s ch e n vie l Spa

be i m L o s e n!!

Rätsellösungen der letzten Ausgabe Weihnachtsrätsel:

U N I

M

T

E

R W E

G

S

A D V E N T

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unter

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