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PORTFOLIO OF ALYSSA LENA RAU


C V

CURRICULUM VITAE

-Personal Information First Name: Surname: Date of Birth: Place of Birth: Citizenship: Gender:

Alyssa Lena Rau 1985-03-17 Stuttgart, Germany German Female

-Education

-Languages

English France Spanish portuguese Italian

-Software skills CAD:

Graphisoft ArchiCAD 15 Autodesk Revit 2008

Design

Adobe Illustrator Photoshop InDesign

2013 Master Architecture Degree 1,0 Masterthesis: Tansformation plus_ learning from bErlin, Sao Paulo & Tokyo

2010-2013 Study of Master degree in Architecture at the HTWG Konstanz, Germany 2010 Bachelor of Arts Architecture Degree 1,0 Bachelorthesis: Neu Alte Heimat _ integrated generation living & urbanization, Reutlingen, Germany

2007-2010 Study of Architecture at the Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz (University of Applied Sciences), Germany 2003-2007 Study of Medicine at the University of Ulm, Germany June 2003 Abitur (university-entrance diploma) 1999-2003 Goethe-Gymnasium (College) , Bensheim, Germany 1998-1999 Tettenhall College, Tettenhall, England 1997-1999 College Victor Hugo, Toulouse, France 1995-1997 Goethe-Gymnasium (College) , Bensheim, Germany 1993-1995 Wingertsbergschule, Lorsch (primary school), Germany 1991-1993 Hemsbergschule, Bensheim (primary school), Germany

-Internships & Workshops 08.2013 09.2012 02.2011 10.2010 2009/10

SummerSchool LC:SP _ a flying classroom (Projectcoordinator) SummerSchool São Paulo Escola da Cidade Carribean Winter School Havanna, Cuba Exhibition Lichttag Winterthur, Swizerland, honoured by BDA Practical Semester 5 months at bmt architekten bda, Konstanz, Germany 2008 1 month at Gebäudemanagement Stadt Ulm, Germany 2007 2 months at Weinreich Architekten, Ulm, Germany 2003-2007 Several medical and military Internships

-Employment history

2013-today associate professor for Design, Concept & Theory HTWG Konstanz 2012-today formation of rau[m]designs 2011-today Assitant of Prof. Myriam Gautschi 2007-today Aichem-Burkart interior design, Wahlwies, Germany 2010 bmt architekten bda, Konstanz, Germany 2007 Weinreich Architekten, Ulm, Germany 2003-2006 Officer cadet for medicine at the German Air Force

fluent good good basic knowledge basic knowledge

-Interests

Architcture Photography Art & Design Music Reading Travelling Sports

-Reverence

Prof. Myriam Gautschi, Design, Interiordesign and Extentiontechnology HTWG Konstanz Uniersity of Applied Sciences gautschi@htwg-konstanz.de Konstanz, 2013-03


0 0

LIST OF CONTENTS Konstanz 2013 0m Master-Thesis:

-Transformation_plus learning from berlin, sao paulo & tokyo eine andere betrachtung des öffentlichen raumes

09

designed by Alyssa Rau

01 Master-Projects

-O Espaço Publico_Library for Cabuçu de Baixo connecting city via education

25

designed by Alyssa Rau & Mateus Tenuta

-Freigeist_ein Mahn-Mal a monument for the Czech reformer Jan Hus

29

designed by Alyssa Rau, Alexander Selbach, Aric März & Benjamin Troll

-School (R)Evolution _ school plus _ primary school in Havanna Centro, Cuba

33

designed by Alyssa Rau

-Less is More _ solar decathlon plus _ modern Nomadism

37

designed by Alyssa Rau & Friedericke Beck

-Sinnlichkeit & Selbstbestimmung _ hospice room _ palliative care

41

designed by Alyssa Rau

-Übersetzt_ transformation of modernity in Brazil & Cuba

45

designed by Alyssa Rau, Armin Schleicher & Sebastian Beck

-Concerthall on Torcello Island, Venice, Italy

49

designed by Alyssa Rau & Armin Schleicher

02 Dokumentaions, Exhibitions & Fotografy

-Brasilien B.01 _ a brazilian dokumentation

57

Brasilien_von außen betrachtet & Brasilien_von innen erlebt edited by Prof. M. Gautschi, Alyssa Rau, 257 pages & 323 pages

-Lesebücher: Brasilien_aus.gewählt & Lese!buch

61

edited by Prof. M. Gautschi, Alyssa Rau, 167 pages & 255 pages

-Entrada Salida _ a cuban dokumentation

65

edited by Prof. M. Gautschi, Alyssa Rau, with support from Melanie Handloser, Ruth Haller, 225 pages

-Goldrausch _ dokumantaion of the project for the 3rd internat. lightexhibition winterthur swizerland edited by Prof. M. Gautschi, Alyssa Rau, with support from Jannis Renner, Julia Butsch, Nikolai Hanke, Nilüer Umul,103pages

-Fuochi Artificiali _ lightinstallation on the 3rd internat. lightexhibition winterthur, swizerland designed by Prof. M. Gautschi, Dipl. M. Rechsteiner & Students

-Mensch& Raum _ a journey through spaces

69

designed by Alyssa Rau

-Nicht-Orte _ longing and loneliness in the urban space designed by Alyssa Rau

0b Bachelorthesis

- Neu Alte Heimat _ integrated generation living & urbanization, Reutlingen, Germany designed by Alyssa Rau

75


0M MASTER THESIS


LEARNING FROM BERLIN, SÃO PAULO & TŌKYŌ

Ð Eine andere Betrachtung des öffentlichen RaumesÐ

Learning from BerLin, São PauLo & TŌkyŌ Ð eine andere Betrachtung des öffentlichen raumesÐ

alyssa Lena rau Alyssa Lena

Rau Masterthesis WS 2012-2013 HTWG Konstanz ± Fachbereich Architektur


learnIng froM WieSo learnIng froMöffentlicher raum? BerLin, São PauLo & TŌkyŌ BerLin, São PauLo & TŌkyŌ

Während der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser Thesis befasst habe, während vieler gespräche mit meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner familie und mit Professoren wurden mir immer wieder die gleichen fragen zu anfang dieser dialoge gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum.

Bei diesen fragen kommen nicht nur meiner generation sofort die ¬ Sendung mit der maus- und die kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beide medien vermitteln spielerisch Wissen über komplexe zusammenhänge. Sie erklären einem die Welt. So habe ich für mich ebenfalls versucht mir einen erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu schaffen, mit dessen hilfe ich neue Perspektive auf öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, seinen einfluss auf das alltagsleben und seine Bedeutung für die urbane Struktur aufzeigen kann. nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen drei fragen den grund meiner auseinandersetzung mit diesem Thema erläutern, sondern durch das anschlieû ende ¬ aBc_zum öffentlichen raum- meine untersuchungspunkt aufzeigen, um diese dann im Schlusskapitel ¬ my_Learning from- ihre anwendung auf den von mir bewohnten raum, konstanz-Petershausen, zu verdeutlichen.

Während der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser Thesis befasst habe, während vieler gespräche mit meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner familie und mit Professoren wurden mir immer wieder die gleichen fragen zu anfang dieser dialoge gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. Bei diesen fragen kommen nicht nur meiner generation sofort die ¬ Sendung mit der maus- und die kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beide medien vermitteln spielerisch Wissen über komplexe zusammenhänge. Sie erklären einem die Welt. So habe ich für mich ebenfalls versucht mir einen

erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu learnIng froM

schaffen, dessen hilfe ich neue Perspektive auf BerLin, Sãomit PauLo & TŌkyŌ k kyŌ 8

öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, seinen einfluss auf das alltagsleben und seine Bezum ffenTL ffen TLichen TL ichen raum deutung für dieÖurbane Struktur aufzeigen kann. aBSTrakTion 22 mit diesen nicht nur möchte ich im nachfolgenden anonymiTä T Tä ä äT T 26 drei fragen den grund meiner auseinandersetzung augenhÖhe mit diesem Thema erläutern, sondern 30 durch das anBeWegung in der ST STad T 34 schlieû ende ¬ aBc_zum öffentlichen raum- meine code 38 untersuchungspunkt aufzeigen, um diese dann im dichTe 42anwendung Schlusskapitel ¬ my_Learning from- ihre diSTanz ST STanz 46 auf den von mir bewohnten raum, konstanz-PetersdividuaL L S P Pace S 50 hausen, zu verdeutlichen.

aBC_

durchmiSchung einBLicke erdgeSchoSS eSSkuLTur f SSade fa grenzen grundriSSTyPoLogie heimaT eima eimaT innen-auSSen konSum Leere LichT-Scha T-SchaTT T-Scha -SchaTTen maSzSTa ST B STa markT nachBarSchafT naT a ur aT

54 58 62 66 70 74 78 82 86 92 96 100 104 108 112 116

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Öffentlicher raum wirkt s nen, maû geblich auf die die frage nach der Qua räumen stellt sich nicht sondern ist weltweit ein tensive auseinandersetz unterschiedlichsten öffe kann man sich dem kom Öffnungenhern und seine120 eigene P ordnungSPriziPien 124 PLäT ä ze äT 128 man de häufig begegnet raumverSTändni ST STändni S 134 SchWeLLen unseren heutigen 140 gesel STad T TBiLder Tad 146 STraSSe 150 einem verlust von öffent TradiTion 154 TranSParenz SP SParenz 158 immer mehr öffentliche B unorTe 162 merzialisiert und verkehr 166 privatis WerBung 170 Wohnen es zunehmend 174 zu eine zeiT 182 Private zenTrum grenzen zwischen 186 durch moderne kommu stehtfrom... die verlockende My_Learning »die eigene Welt 194 vom Sofa aus, die mit fremden augen ugen betrachten betrachten.« 194 (virtue foTocoLLagen zum ÖffenTT Tund interaktiv an Öffent Lichen raum in konSTanz ST STanz &TranSformaT forma ion formaT im zeitalter von internet Skype und sonstigen ko BiBLiografie 206 len findet sich die imPreSSum 208 Welt n mer wieder, sondern, dan in der hosentasche. dies PLuS


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»offen ist für menschen verschiedener art, die ungeplantes, zufälliges, möglichkeiten. nen läßt fürfür die kurze Dauer des irdischenfür Lebens, während man im anderen Falle hoffen darf, ihn schon auf Erden primär verschiedene ziele verfolgen und sich niemandabzuschaffen. begegnet seinem nachbar Zudem bezog Marx seine Prophezeiung, daß im interdiejenigen, denen sie jeweils gemeinsam ist. der Staat absterben würde, aus der ihm vielleicht kaum be[…] vererwächst die Wirklichkeit des öffentlichen unterschiedlich verhalten.«** diese »lokale ÖfDer öffentliche Raum wie die uns gemeinsame Welt net Raums oderwußten macht persönliche erfahrungen mit Erkenntnis, daß der öffentliche Raum bereits am sammelt Menschen und verhindert gleichzeitig, aus daßder siegleichzeitigen Anwesenheit zahlloser Aspekte und Absterben war,[…]. fentlichkeit« oder »offene Lokalität« bildet die Active oder Vom täglichen Leben gleichsam über- und ineinanderfallen. Was die Verhältnisse fremden Perspektiven, in denen ein Gemeinsames sich präsentiert kulturen im internet. man kann beobfür die es keinen gemeinsamen Maßstab und keinen in einer Massengesellschaft für alle Beteiligten sound schwer Es scheintkann im Wesentheoretisch der zwischen den Bereichen des Prigrundlage für eine überwindung der strengen : Das Gemeinsame darüber lernen, Generalnenner je geben kann. […] Das von achten, Anderen Gese- man erträglich macht, liegt nicht eigentlich, jedenfalls nicht hen-vielund Gehörtwerden erhält seine Bedeutsamkeit von der vaten und des Öffentlichen obwaltenden Bezüge zu liegen, primär, in der Massenhaftigkeit selbst; es handelt sich zweckgerichtetheit des menschlichen hanalität, die sich im Gehört- und Ge- mehr darum, daß in ihr die Welt die Kraft verlorenTatsache, doch man wird nie Teil der Wirklichkeit. das daß das Absterben des Öffentlichen in seinen Endstadien aus sieht hat, zu daß ein jeder von einer anderen Position rt, führen selbst die stärksten Kräfte versammeln, das heißt, zu trennen und zu verbinden.[…] und hört. […] Nur wo Dinge, ohne ihre Identität zu verlie- von einer radikalen Bedrohung des Privaten begleitet ist. dels, einer »zerstreutheit des verhaltens«.*** fremde nicht erfahren, denn es stellt sich die Leidenschaften des Herzens, die […] ren, von Vielen in einer Vielfalt von Perspektiven erblickt wird die Lust der Sinne – ein ungewisses, werden, so daß die um sie Versammelten wissen, daß ein öffentlicher raum? Was wirin heuteden Gesetz nennen, bedeutete zumindest bei den diese »zerstreutheit« bildet die Basis für eine ist uns nur ein einziges Prinzip bezeugt, einem Weg. und doch bietet diees sei denn, sie werden verwandelt, Historisch Selbesdassich ihnen in äußerster Verschiedenheit darbietet,nicht zusamrt und entindividualisiert, und so stark genug ist, Menschen in einer Gemeinschaftkann weltliche Wirklichkeit eigentlich und zuverlässig in Griechen ursprünglich so etwas wie eine Grenze64 , die rundumorientierung, welche verweilen oder se vernetzung und virtualität möglichkeiten, in früher Zeit ein sichtbarer Grenzraum war, eine Art Niene für öffentliches Erscheinen ge- menzuhalten, die das Interesse an einer ihnen gemeinsamen Erscheinung treten. […] der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser mandsland65 , das jeden, der überhaupt ein Jemand war, Während der ganzen zeit, inWährend der ich mich mit dieser ] Sobald wir anfangen, von Dingen Welt verloren haben und so von ihr nicht mehr zusammenThesis befasst habe, mit während vieler gespräche mitein Sehen und private Bereich: Eigentum und Besitzneuen realen kurze zufällige Bewegungen, raum umschloß und einhegte.zu Zwarschaffen. ist das Gesetz der Polis über miteineren Erfahrungsort im Privaten und gehalten werden, weder voneinander getrennt nochDer Thesis befasst habe, während vieler gespräche meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner diese uralten Vorstellungen weit hinausgegangen, aber auch wir sie heraus in einen Bereich, in ander verbunden sind.[…] meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner raum wirkt sich, neben WohNur eindem Privatleben führen heißt in erster Linie, gesehen-werden ermöglicht. dasin einem Phänomen deseinePublic viewing, das aus ihm haftet noch deutlich räumliche Bedeutung an.[…] Professoren wurden mir immer wie-die Qualität öfeit erhalten, die sie Öffentlicher ungeachtet der familie und mit Professoren familie wurdenund mir mit immer wieZustand leben, in dem man bestimmter, wesentlich mensch- Ohne die Mauer des Gesetzes konnte ein öffentlicher Raum uns betroffen haben mögen, vorher der die gleichen fragen zu anfang der die gleichen fragen zu anfang dieser dialoge geblich auf einer dieFamilie Lebensqualität aus. fentlichen Lebens ist dieser maû dialoge geblich von diesen den Gliedern hatte sichlicher nie ein dem introvertierten heraus erwachDinge beraubt ist. Beraubt nämlich der Wirklichkeit, so wenig existieren wie fernsehen ein Stück Grundeigentum ohne den Gegenwart anderer, nen, die sehen,maû was Zwischen gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. öffentlicher Weltraum gebildet, und es war daher unwahrdie durch das Gesehenund Gehörtwerden entsteht, bees einhegenden Zaun; jene umhegte und beherbergte das as wir hören, versichert uns der Redie frage nach der Qualität vonGemeinöffentlichen unscheinbaren kleinen momenten flüchtisen ist, schafft beispielsweise neue nutzungsscheinlich, daß sich ein solcher in der christlichen raubt einer »objektiven«, d. h. gegenständlichen Beziehung politische Leben der Stadt, wie dieser das »private« Leben r selbst;[...] diesen fragengenekommen nicht nur meiner genede entwickeln würde, wenn man auf die Familienstruktur zu anderen, die sich nur dort ergeben kann, wo Menschen ihrer Bewohner schirmte und schützte. […] Bei diesen fragen kommen Bei nicht nur meiner stellt sich nicht nurnatürlichen uns raumplanern, ger Begegnung bestimmt. ühl durchaus davonräumen abhängig ist, zurückgriff, für öffentlichen raum. sofort ¬ Sendung mit der maus- undSie die erzeugen eine deren Bande auf einer »Liebe« durch die Vermittlung einer gemeinsamenmöglichkeiten Dingwelt von ration sofort die ¬ Sendung ration mit der maus-dieund die und damit einen öffentlichen Raum beruhten,[…] anderen zugleich getrennt und mit ihnen verbunden sind, kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beide kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beideform von gleichzeitigkeit und sondern einederinDer dunkle, verborgene Raum des Privaten bildete darf gleich»ephemere keinen umständen jedoch man auer Dunkelheit des Verborgenen und ist weltweit ein Thema. durch beraubt schließlich Möglichkeit, etwas unter zu leisten, das medien vermitteln spielerisch Wissen über komplevermitteln spielerisch Wissen über komplesam die andere Seite des Öffentlichen, und während medien es en kann, verdankt selbst das Zwiebeständiger ist als das Leben.[...] xe zusammenhänge. Sie erklären die Welt. tensive und von xe zusammenhänge. einem die Welt.nicht nähe«, die aufeinem versehen oder integratiNur die Existenz eines öffentlichen Raumes in deranalyse Welt û er achtwohl lassen, dass die im- Sie erklären möglich war, außerhalb des gebaute Öffentlichen sein umwelt LePrivatleben notdürftig erhellt, seine auseinandersetzung →Wieso öffentlicher raum ben zu verbringen, wiewohl dies hieß, sich der höchsten end unerbittlichen Licht, das aus der und die in ihm erfolgende Verwandlung von Objekten in Soon habe ich für ebenfalls einen öffentlichen Inraumformen der modernen Welt haben diese Beraubungen der menschlichen Möglichkeiten zuwahrgenommen ausgerichtet ist. versucht diesemirsogenannte »unvollmerundphänomenologisch wird. versammelt und miteinander berauben, war es nicht .]Liebe zum Beispiel,unterschiedlichsten im Gegensatz eine Dingwelt, die Menschen So habe ich für mich ebenfalls versucht mirmich einen erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu ihnen inhärente Realitätsverlust zu jener Verlassenheit ge- möglich, kein Eigentum, nicht seine eigenen vier Wände Welt, eine öffentliche Zur-Schaustellung verbindet, ist auf Dauerhaftigkeit angewiesen. Eine erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu man sich dem komplexen Thema annä*ständige hans Paul umwelterfahrungen, münchen 1974, keine virtuelle Welt diese Leibesdie nachgerade ein MassenphänomenBisher geworden ist,kann die Platz für Öffentlichkeit haben soll, kann nichtführt, nur für zu haben;[…]. schaffen, mit Bahrdt: dessen hilfe ich neue Perspektive auf a:35 integration« **** ist eine der wichtigsberleben. (»Willst Dukann Dein Herz mir schaffen, mit dessen hilfe ich auf **neue edb.Perspektive welchem menschliche Beziehungslosigkeit sich in ihrer imlich an.«– »Never seek to tell thy eine Generation errichtet oder nur für die Lebendeningeplant öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, hern und seine eigene Position hierzu finden. Hier bedeutet Privatbesitz, daß man Herr über die eigenen *** vgl. ebd. erfahrung ersetzen. extremsten über- und unmenschlichsten Form äußert. Der Grund, ten einfluss grundvoraussetzungen für das entstehen ld can be.«) Wegen der ihr inhären- sein; sie muß die Lebensspanne sterblicher Menschen seinen auf das seinen einfluss auf das alltagsleben und seine Be- alltagsleben und seine Ben uns daher auch alle Versuche, die steigen. [...] deutung für die urbane Struktur aufzeigen kann. häufig begegnet man der aussage, dass es in →fortsetzung S.14 →fortsetzung S.14 deutung für die urbane Struktur aufzeigen kann. indem man neue formen von öffentlichem von Öffentlichkeit und grenzt sich somit a klar dern oder zu retten, als hoffnungslos nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen unseren […] heutigen gesellschaft zunehmend zu drei fragen den grund meiner auseinandersetzung das weltlich Gemeinsame liegt außerhalb unserer raum schafft, bzw. seine vielfalt und Po-grund meiner vom Privaten, vom kontrollierten, ab.***** drei sein fragen den auseinandersetzung selbst, wir treten in es ein, wenn wir geboren werden, und mit diesemdurch Thema erläutern, sondern durch das anmit diesem Thema erläutern, sondern das aneinem öffentlichem raum kommt. ichen bezeichnet zweitens die Weltverlust tential aufzeigt, gewinnen diese räume wieder wir verlassenvon es, wenn wir sterben. Es übersteigt unsere fürende den amerikanischen richard schlieû ¬ aBc_zum meine schlieû ende ¬ aBc_zum öffentlichen raummeine öffentlichen raum-Soziologen Lebensnotwendigkeiten und daher potentiell ein freier wo der Drang des Notwendigen schwächer wird, verwischt uns Gemeinsame ist und als sol- Lebensspanne in die Vergangenheit wie in die Zukunft;[…] untersuchungspunkt aufzeigen, um diese dann im untersuchungspunkt aufzeigen, um diese sind dann im diese flüchtigen Begegnungen immer Bereiche werden kom-das eigene Lebenanzu transzenMensch sich erstund einmal nur der Unterschied zwischen Freiheit und Qualität bieten neue multifunktionale erscheidet, was uns privat zu eigenmehr Die Weltöffentliche haben wir nicht nur gemeinsam mit denen, die ist, frei nämlich, Sennet ¬ my_Learning from- ihre anwendung Schlusskapitel ¬ my_LearningSchlusskapitel from- ihre anwendung und in die allen gemeinsame Welt einzutreten.[…] Notwendigkeit. (Die modernen Erörterungen der Freiheit, wir unser Privateigentum nennen. mit uns leben, sondern auch mit denen, die vor unsdieren waren, auf den von mir bewohnten raum, konstanz-Peters-diese differenmerzialisiert und dadurch kommt in denen Freiheit nie als eine objektiv feststellbare Art und nutzungsmöglichkeiten und unerwartete Beauf den von mir bewohnten raum, konstanz-Petersmenleben heißt wesentlich, daß eine und denen, die nachprivatisiert. uns kommen werden. Aber nurDas in dem Gesellschaftliche und das Private ausdruck gelebter differenz. Weise menschlicher Existenz erscheint, sondern entweder hen denen liegt, deren gemeinsamer Maße, in dem sie in der Öffentlichkeit erscheint, kann eine hausen, zu verdeutlichen. hausen, zu verdeutlichen. zu einer verschiebung derder Gesellschaftgegnungsmomente. war in dem gleichenes Sinne, zunehmend in dem solche Welt das Kommen Wollteinman das Entstehen historisch da- als ein unlösbares Problem der Subjektivität, nämlich eines zen dürfen sich überlagern, verweben und und Gehen der Generationen en denen steht, die um ihn herum ihr überdauern. Es liegt im Wesen des Öffentlichen, tieren, so müßte man sich auf den Augenblick einigen, in Willens, der zwischen absoluter Bedingtheit und absoluter daß es grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem. nach deutschen Soziologen Unbedingtheit hin des und her schwankt, oder als die berühmte schichten. diese »nicht linearen erfahrungen chen verbindet und trennt die Welt aufnehmen und durch die Jahrhunderte bewahren und demfortPrivatbesitz aufhört, ein privates Anliegen zu sein, undmeinung →Wieso öffentlicher raum Freiheit der Notwendigkeit, bei der das Resultat der Notanfängt,eine öffentliche Angelegenheitzu werden.[…] leuchten lassen kann, was immer die Sterblichen zu retten durch moderne kommunikationsmedien behans Paul Bahrdt insichdieser multifunktiowendigkeit Freiheit liegt ist, zeichnen ja gerade dadurch des unterschieds«****** führen zu einem kurzen aus, daß sie gar nicht mehr imstande sind, den objektiv steht die verlockende möglichkeit, →fortsetzung S.12 nalität dem überraschungemoment die greifbaren Unterschied zwischen Freisein und der NotDer Besitzbequem bemächtigte sich der Öffentlichkeit in der Form und moment des eigenen-fremd-seins und brindes Interesses der besitzenden Klassen.[…] Dies Interesse wendigkeit Unterstelltsein auch nur zu bemerken.)[...] Das vom Sofa aus, die (virtuelle) Weltselbst, zu [...] erkunden Qualität vonwesentlich öffentlichem raum. »Strassen und gen den menschen dazu, sich dem unvorhernicht-privative Merkmal des Privaten hat ist aber selbst noch privater Natur, ganz gleich zweite wieviele Menschen es miteinander teilen. Das den Besit- mit seiner Verborgenheit zu tun, damit, daß die eigenen vier und interaktiv an Öffentlichkeit teilzunehmen. angehörigen sehbaren, dem fremden und dem unvollkomWände typischerweise der einzige Ort sind, an den wir von uns von der Welt zenden gleiche Interesse brachte nichts Plätze, Gemeinsames die hervor, sondern verschleppte nur den Konkurrenzkampf, zurückziehen können, nicht nur von dem, was in ihr ständig im zeitalter von internet 2.0, facebook, Twitter, ganz verschiedener Bevölkerungsschichten zu menen anzunähern. vorgeht, sondern von ihrer Öffentlichkeit, von dem Gesein dem jeder ein Gleiches wollte, in die Öffentlichkeit.[…] hen-und Gehörtwerden. Wir kennen alle die eigentümliche Skype und sonstigen kommuninkationskanäverschiedenen zwecken gut verteilt Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die moderne Entde- Verflachung, die man freundet sich an, nimmt das fremde auf, ein nur in der Öffentlichkeit verbrachtes über den chen Verfall der Zeiten.[...] warum es zu diesem Äußersten gekommen ist, liegt wohl ckung der Intimität wie eine Flucht vor der Gesellschaft, Leben unweigerlich mit sich führt. Gerade weil es sich darin, daß die Massengesellschaft nicht nur den öffentlilen findet sich die Welt nicht nur im Wohnzimsprechenderes Zeugnis für das Abganzen den hält, abend aufgesucht werum daraus neues entstehen zu lassen. durch die sich der gesamten äußeren Welt bemächtigt hat, in die Tag ständig inund der Sichtbarkeit verliert es die Fähigkeit, zerstört, politischen Bereiches in der Neuzeit chen Raum, sondern auch den privaten Bereich Subjektivität eines Innern, in der allein man nun bergen und aus einem dunkleren Untergrund in die Helle der Welt aufdaß siesondern, also die Menschen nicht nurSmartphones ihres Platzes in der kann,sogar mer wieder, dank den,inzeigen genau das, was wir öffentliches Leändige Verschwinden einer echten diese »émigration extérieure«*******, der Wenverbergen was früher wie selbstverständlich der →Wieso öffentlicher raum sondern ihnen auch die Sicherheit ihrer Welt beraubt, eige- der eigenen vier Wände aufgehoben und vor den zusteigen; es büßt die Dunkelheit und Verborgenheit ein, keit, das allerdings durch das gleichSicherheit die dem Leben in einem sehr realen, nicht-subjektiven Sinn der hosentasche. form nen vier Wände nimmt.diese […] daß Marx […] dasvon Absterben ben auf der untersten, anschaulichsten lokalen dung und Bewegung nach aussen, gewinnt der metaphysischenin Sorge um die AugenÖffentlichder Mitwelt geschützt war.[…] seine jeweils verschiedene Tiefe geben. Die einzig wirksades gesamten öffentlichen Raumes nicht nur vorhersagen, n in den Schatten gestellt ist.[…] me Art und Weise, die Dunkelheit dessen zu gewährleisten, →fortsetzung keit undS.10 öffentlichem virtuellem raum, bietet sondern erhoffen konnte. Vom Politischen her gesehen, nämlich das rendevouz der Für unsistist entscheidend, daß das Eigentum ebene in der Neuzeit nennen, der öffentlichen raum wieder an Bedeutung. was vor dem Licht der Öffentlichkeit verborgen bleiben der Unterschied zwischen Christentum und Sozialismus seinen räumlichen und der Besitz seinen weltlich-dingli- muß, ist Privateigentum, eine Stätte, zu der niemand Zutritt entscheidenden nachteil, imBevergleich nicht erheblich, weil er nicht in einer verschiedenen r die Griechen - wie einen die res publica gesellschaft mit sich selbst.«* voraussetzung für diese ¬ Plus- an Bedeutung chen Charakter verloren, daß sie auf den Menschen selbst hat und wo man zugleich geborgen und verborgen ist.[…] sondern eine Garantie gegen die Vergeblich- wertung des Öffentlichen und der Welt besteht,zurückgeführt wurden, bzw. ihrem Ursprung nach in etwas zu realem raum. es bietet sich kaum raum für Öffentlichkeit entsteht dann, wenn umwelt eit des Lebens der Einzelnen, der lediglich der menschlichen Natur, deren Sündhaftigkeit zwischen dem privaten und dem öffentliist die gewährleistung der feine Wahrnehverlegtinwurden, das der Mensch so sehr sein eigen nennt, Der Unterschied erscheigen alles nur Vergängliche geschützt dem einen Fall den Staat als ein notwendiges Übeldaß er es nur mit dem Leben zugleich verlieren kann. […] chen Bereich läuft letztlich auf einen Unterschied zwischen ungeplantes, für zufälliges, für möglichkeiten. »offen istDingen, für diemenschen verschiedener art, die mung von überlagerung, von gleichzeitigkeit rhaften vorbehalten, also geradezu nen läßt für die kurze Dauer des irdischen Lebens, während für die Öffentlichkeit, und denen, die für die erblichen Menschen Unsterblichkeit man im anderen Falle hoffen darf, ihn schon auf Erden Verborgenheit bestimmt sind, hinaus. Erst in der Neuzeit niemandabzuschaffen. begegnet seinem nachbar primär verschiedene verfolgen Der Unterschied zwischen dem, was uns gemeinsam,und und differenz. Zudem bezog Marx seine Prophezeiung, daß im interund in der Rebellion gegenziele die Gesellschaft ist entdeckt und sich dem, bewas uns zu eigen ist, ist erstens ein Unterschied der worden, wie außerordentlich reich und vielfältig das Reich der Staat absterben würde, aus der ihm vielleicht kaum net Raums oderwußten macht persönliche erfahrungen mit rklichkeit des öffentlichen diese »lokale Öfunterschiedlich verhalten.« abschlieû end ist abermals festzuhalten, dass Dringlichkeit; kein Teil der uns gemeinsamen Welt wird so der Verborgenheit Erkenntnis, daß der öffentliche Raum bereits am sein kann, wenn es ** in der Intimität sich Anwesenheit zahlloser Aspekte und Absterben war,[…]. dringend und vordringlich von uns benötigt wie das kleine voll erschließt und entwickelt. Dennoch bleibt zu beachfremden »offene n ein Gemeinsames sich präsentiert kulturen im internet. man öffentlicher raum ebenso essentiell für die Stückkann Welt, dasbeobuns gehört zum täglichen fentlichkeit« Gebrauch und ten, daß oder in einer sehr elementaren Lokalität« und grundsätzlichenbildet die gemeinsamen Maßstab und keinen Verbrauch. Ohne Eigentum, wie Locke sagte, können wir Hinsicht sich unsere Auffassung des Privaten in nichts von darüber lernen, Es scheintkann im Wesentheoretisch der zwischen den Bereichen desdem Pri- Gemeinsamen grundlage für eine der strengen Lebensqualität ist, wie der Wohnraum. Wähn kann. […] Das von achten, Anderen Gese- man mit nichts anfangen, […].Daher wird dem unterscheidet, wasüberwindung gegolten hat, soweit wir historisch →Wieso öffentlicher raum liegen, n erhält seine Bedeutsamkeit von der vaten und des Öffentlichen obwaltenden Bezüge zu das, was in den Bereich dieser Notwendigkeit gehört, nicht überhaupt zurücksehen können, und das ist, daß alle kördoch man wird nie Teil der Wirklichkeit. das zweckgerichtetheit dessind und menschlichen hanrend Wohnraum durch verortung entsteht, von einer anderen Position aus sieht daß das Absterben des Öffentlichen in seinen Endstadien nur unter den Sorgen und Nöten der Menschen stets den perlichen Funktionen »privat« verborgen werden ist. Dinge, ohne ihre Identität zu verlie- von einer radikalen Bedrohung des Privaten begleitet ersten Platz einnehmen, es wird auch das einzig wirksame müssen, all das, wozu der Lebensprozeß unmittelbar nöfremde wird nicht erfahren, denn es stellt sich **** vgl.öffentlicher hans Paul Bahrdt: dieraum moderne groû stadt, reinbek bei hamburg geeiner wird durch handlungen er Vielfalt von Perspektiven erblickt […] Mittel gegen die Apathie und das Schwindendels, der Initiative tigt;[…] »zerstreutheit des verhaltens«.*** 1961, a:40ff. m sie Versammelten wissen, daß ein bleiben, die so offensichtlich die Gefahren des Reichtums einem Weg. und doch bietetist Freiheit die-keineswegs dasdiese Was wirin heuteden Gesetz nennen, bedeutete zumindest bei den »zerstreutheit« bildet die Basis für eine ********. um diese raumproduktion durch neriert ***** vgl. ebd. äußerster Verschiedenheit darbietet,nicht sind.[…]Zudem gleichsam au, die Resultat des Schwindens der Notwendigkeit; ****** richard Sennett: civitas, frankfurt a.m. 1994, a:213ff. chkeit eigentlich und zuverlässig in Griechen ursprünglich so etwas wie eine Grenze64 tomatische se vernetzung und virtualität möglichkeiten, rundumorientierung, welche verweilen oder handlungen zu ermöglichen, müssen wir als in früher Zeit ein sichtbarer Grenzraum war, eine Art Nie******* ebd. …] mandsland65 , das jeden, der überhaupt ein Jemand war, raum Eigentum und Besitzneuen realen kurze zufällige Bewegungen, ein Sehen und raumgestalter sensibel auf die vorgefunde→fortsetzung S.16 umschloß und einhegte.zu Zwarschaffen. ist das Gesetz der Polis über diese uralten Vorstellungen weit hinausgegangen, aber auch dasin einem Phänomen des einePublic viewing, hren heißt in erster Linie, gesehen-werden ermöglicht. die Qualität öfne Situation und die räumlichen und kulturelihm haftet noch deutlich räumliche Bedeutung an.[…] das aus nen Raum [espace perçu] die Alltagswirklichkeit [...] und man bestimmter, wesentlich mensch- Ohne die Mauer des Gesetzes konnte ein öffentlicher Raum die städtische Wirklichkeit.[...] Das istgeblich eine überraschende dem introvertierten heraus fentlichen Lebens ist maû von diesen auszug len gegebenheit eingehen. Wir müssen den t. Beraubt nämlich der Wirklichkeit, so wenig existieren wie fernsehen ein Stück Grundeigentum ohne denauserwachVerknüpfung, denn sie enthält in sich die allerschärfste n- und Gehörtwerden entsteht, be- es einhegenden Zaun; jene umhegte und beherbergte das Trennung zwischen den Orten, die sie miteinander verbinsen ist, schafft beispielsweise neue nutzungsunscheinbaren kleinen momenten flüchtihenri Lefebvre*: Die Produktion des Raumes raum lesen, ihn verinnerlichen, ihn überden«, d. h. gegenständlichen Beziehung politische Leben der Stadt, wie dieser das »private« Leben und dem relativ Dauerhaften vorbehalten, also geradezu dafür bestimmt war, sterblichen Menschen Unsterblichkeit zu gewähren.[...]

WieSo

r Vom täglichen Leben, München 2002, a:62ff.

learnIng learnIng froM froM São&PauLo & TŌ BerLin, BerLin, São PauLo TŌkyŌ


13 →Wieso öffentlicher raum

wird öffentlicher raum durch handlungen generiert********. um diese raumproduktion durch handlungen zu ermöglichen, müssen wir als raumgestalter sensibel auf die vorgefundene Situation und die räumlichen und kulturellen gegebenheit eingehen. Wir müssen den raum lesen, ihn verinnerlichen, ihn überdenken, ihn transformieren, um anschlieû end mit →Wieso öffentlicher raum verschiedenen Werkzeugen darauf einwirken zu können. nalität und dem überraschungemoment die durch die gegenüberstellung von öffentliQualität vonraum öffentlichem raum. »Strassen und →Wieso öffentlicher chem raum, am Beispiel von Berlin, São Paulo Plätze, die raum typischerweise von angehörigen →Wieso öffentlicher und Tōkyō, möchte die unterschiede, Beständige integration« **** ist eine der wichtigsganz verschiedener ich Bevölkerungsschichten zu wird öffentlicher raum durch handlungen gesonderheiten und Parallelen herausarbeiten, ten grundvoraussetzungen für das entstehen verschiedenen zwecken gut verteilt über den ********. um raumproduktion neriert um enddiese daraus einensich ¬ Werkzeugkasvonanschlieû Öffentlichkeit undabend grenzt somit durch awerklar ganzen Tag und den aufgesucht handlungen zu ermöglichen, müssen wir als tenein aBc vom das, öffentlichen raum abzuleivom, zeigen Privaten, kontrollierten, ab.***** den, genau was wir öffentliches Leraumgestalter sensibel auf die vorgefundeten. für den amerikanischen Soziologen richard ben auf der untersten, anschaulichsten lokalen ne Situation und die räumlichen und kulturelSennet sind diese flüchtigen Begegnungen ebene nennen, nämlich das rendevouz der len gegebenheit eingehen. müssen den ausdruck gelebter differenz. diese differengesellschaft mit sich selbst.«* Wir raum lesen, sich ihn verinnerlichen, ihn überdenzen dürfen überlagern, und Öffentlichkeit entsteht dann,verweben wenn umwelt ken, ihn um anschlieû end schichten. diese »nicht verschiedener linearen erfahrungen »offen isttransformieren, für menschen art, mit die verschiedenen Werkzeugen darauf einwirken ******ziele führen zu einem kurzen des unterschieds« primär verschiedene verfolgen und sich zu können. moment des eigenen-fremd-seins und brinÖfunterschiedlich verhalten.«** diese »lokale durch die gegenüberstellung von öffentligen den menschen dazu, sich dem unvorherfentlichkeit« oder »offene Lokalität« bildet die chem raum, am Beispiel von São Paulo sehbaren, dem fremden und Berlin, demder unvollkomgrundlage für eine überwindung strengen und Tōkyō, möchte ich unterschiede,hanBemenen anzunähern. zweckgerichtetheit desdie menschlichen sonderheiten und Parallelen herausarbeiten, man freundet sich an, nimmt das fremde auf, *** dels, einer »zerstreutheit des verhaltens«. um anschlieû end daraus einen ¬ Werkzeugkasdaraus neues entstehen zu Basis lassen. diese »zerstreutheit« bildet die fürdurch eine ten, ein aBc vom öffentlichen raum abzulei*******, der Wendiese »émigration extérieure« rundumorientierung, welche verweilen oder ten. ******** siehe dazu henri Lefebvre »die Produktion des raums« als extrakt auf S.14ff. dung und Bewegung nach aussen, gewinnt kurze zufällige Bewegungen, ein Sehen und der öffentlichen raum wiederdie an Bedeutung. gesehen-werden ermöglicht. Qualität öfvoraussetzung für diese ¬ Plusan Bedeutung fentlichen Lebens ist maû geblich von diesen ist die gewährleistung feine Wahrnehunscheinbaren kleinen der momenten flüchtimung von überlagerung, ger Begegnung bestimmt.von Sie gleichzeitigkeit erzeugen eine und differenz.form von gleichzeitigkeit und »ephemere abschlieûdieend ist auf abermals festzuhalten, dass nähe«, nicht versehen oder integratiöffentlicher raum ebenso essentiell »unvollfür die on ausgerichtet ist. diese sogenannte ist, wie münchen der Wohnraum. Wäh*Lebensqualität hans Paul Bahrdt: umwelterfahrungen, 1974, a:35 ** edb. rend Wohnraum durch verortung entsteht, *** vgl. ebd. **** vgl. hansS.14 Paul Bahrdt: die moderne groû stadt, reinbek bei hamburg →fortsetzung 1961, a:40ff. ***** vgl. ebd. ****** richard Sennett: civitas, frankfurt a.m. 1994, a:213ff. ******* ebd. ******** sieheS.16 dazu henri Lefebvre »die Produktion des raums« als extrakt auf S.14ff. →fortsetzung

»eine WeLT, die PLaTz für die ÖffenTLichkeiT haBen SoLL, kann nichT nur für eine generaTion errichTeT oder nur für die LeBenden gePLanT Sein; Sie muSS die LeBenSSPanne STerBLicher menSchen üBerSTeigen.« hannah arendt


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eine andere Betrachtung aus dem Wohnen heraus? die aufgaben von Stadt waren schon immer vielfältig. Sie schafft einen ort zum Wohnen, ein zuhause. doch wie verteilt sich der konkrete raum der Stadt zwischen den beiden gegenpolen Privatheit und Öffentlichkeit? die divergenz zwischen privat und öffentlich ist nicht nur sozialwissenschaftlich theoretisch zu betrachten, sondern lässt sich auch durch phänomenologische Beobachtungen beleuchten. Wohnraum ist die erste form von raum, auû erhalb des mutterleibes, den wir menschen erfahren. mit der Lossagung von den eltern findet in den »eigenen vier Wänden« die erste individuelle gestaltung des eigenen raumes, des Jugendzimmers, statt. doch Wohnen ist mehr, als nur ein bloû er zustand oder eine handlung. Wohnraum wird durch verortung generiert, durch die »entfaltung des eigenen Lebens« *. Wohnraum wird als »mein« bezeichnet. »ich bin bei mir« zeigt auf, dass dieser primär ein persönlicher raum ist. die abgrenzung von innen und aussen ist nicht zwangs→Weshalb eine andere Betrachtung weise reine Lagebestimmung. es ist vielmehr »ein erlebnis, in dem uns die zugehörigkeit * vgl. alban Janson, Sophie Wolfrum: Leben bedeutet zu hause zu sein, wo immer manraumes hingeht, die Stadt Wohnraum, freiburg 2008fühlbar a:95 des zualsunserem Selbst zum Be→fortsetzung S.11 kommt.«** diese zugehörigkeit, das wusstsein Private, der eigenen kontrolle unterliegende, bildet die Basis für die abgrenzung von »drinnen« und »draussen«. das Beispiel von Janson & Wolfrum beschreibt den unterschied des drinnen-seins zwischen dem Betreten der eigenen Wohnung und der Wohnung eines anderen. man befindet sich beim anderen zwar physisch drinnen, aber man ist nicht bei ¬ sich- . Wohnen ist etwas, das wir bewusst erleben und steuern. Stadtraum hingegen wird meist nur passiv wahrgenommen. er ist öffentlich und somit auû erhalb unserer kontrolle. Seine Wirkung ist uns nicht im gleichen maû e bewusst, wie die des Wohnraumes. und doch ist die Wirkung des öffentlichen raumes stark

nen« und »draussen«. das Beispiel von Janson bin in ihr aufgewachsen. die mic das auflösen der grenzen, dabei das in & Wolfrum beschreibt den unterschied des den räume ohne sind mir ebenfalls gefühl des einhausens alsvertraut. ein urinstinkt zu als c drinnen-seins zwischen dem Betreten der eitypologie die Stadt mindern, wird dasgeschichte, Öffentlicheals TeilPatchwork des innern. genen Wohnung und der Wohnung eines ander Stil in unseren globalisierten, international verderen. man befindet sich beim anderen zwar vertrautheit. ich konnte Berlin du netzten Welt sollte das Spuren ziel sein, die Stadtund physisch drinnen, aber man ist nicht bei ¬ sich- . meine hinterlassen zum erweiterten tal Wohnraum zu transformieWohnen ist etwas, das wir bewusst erleben map« erstellen. hier der mark ren, um so das dort anzutreffende fremde alsder f Berlin, Sao Paulo &wird Tōkyō? und steuern. Stadtraum hingegen meist che, dort das café, und da eine Bereicherung des eigenensind zu integrienur passiv wahrgenommen. er ist öffentlich sind elemente in, ihrer grun der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser Während der ganzen zeit, inWährend der ich mich mit dieser ren. um diese integration zu erzielen, müs- eb Thesis befasst habe, mit währendder vielerdeutschen gespräche mit Stadt zu finden, und somit auû erhalb unserer kontrolle. Seine Thesis befasst habe, während vieler gespräche meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner freunden, kommilitonen meiner sen, kollegen, die grenzen verschoben oder gar auffach meinen zu masterstudiWirkung ist uns mein nicht erstes im gleichen maûBeginn e be- des umgang mit Professoren wurden mir immer wie-ihnen. familie und mit Professoren familie wurdenund mir mit immer wiedie gleichen fragen zu anfang dieser dialoge gehoben werden. man muss sich mit seinem die gleichen zu der anfang dieser dialoge umsWohnraumes. an der hTWgder konstanz war »Transformawusst, wie die des und dochfragen Warum São Paulo? →Weshalb eine andere Betrachtung gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. ***** in den Stadtraum ausdehnen, »Selbstraum« tionöffentlichen of modernity« bei Prof. gautschi. ist die Wirkung des raumes starkmyriamBei durch die Lehre von Prof. gau diesen fragen kommen nicht nur meiner geneBei diesen fragen kommen nicht nur meiner genesich die Stadt aneignen und eine vertrautheit als vorbereitung die Wintersofort die ¬ Sendung mit der mausund die von der artikulation des Wohnensauf abhängig, man schnell kontakt *** der alban Janson, Sophie Leben bedeutet zuin hause zu sein, wo mit immerder arc ration sofortinternational die ¬ Sendung ration mit mausund die Wolfrum: kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beide man hingeht, die Stadt als Wohnraum, freiburg 2008 a:99 kinderbücher von ravensburger in den Sinn. Beide zum öffentlichen raum herstellen. das urbader mSa münster in havanna,medien kuba, war von den grenzen,School die zwischen ihnen gezogen siliens. Brasilien mich vermitteln spielerisch Wissen komple**** siehe dazukomplehanna arndt »vita activaüber oder vom täglichenwar Leben«für als extrakt auf lang medien vermitteln spielerisch Wissen über S.10ff. xe zusammenhänge. Sie erklären einem die Welt. ne gemeinwesen dient der Sozialisierung des zusammenhänge. Sie erklären einem die Welt. das Thema dieses xefaches die auseinandersetsind, von der räumlichen ausformulierung des tisches. einzumendlos scheinendes ***** graf karlfried von dürckheim: untersuchung gelebten raum 1932, frankfurt a.m. 2005 fremden. durch diese integration kann die na So habe ich für ebenfalls versucht mir mit einen überbordender zung und klimatischen TransWohnraumes sowie vonmit denkulturellen in ihm So aufgenomund leer, habe ich für mich ebenfalls versucht mirmich einen erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zu der eigen vier Wände, durch →fortsetzung S.15 homogenität dermitmoderne in europa, men funktionen. formationsprozessen eine noch atemb schaffen, mit dessenauf hilfe ichmenschen neue Perspektiveund auf schaffen, dessen hilfe ich neue Perspektive →Weshalb eine andere Betrachtung →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō werden, öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, die heterogenität der Stadt, ergänzt öffentlichen raum, seine Beziehung zum Privaten, und Brasilien. ich nicht nur begeisdie dichotomie kuba des innen und auû en,war des Bausubstanz, die in Skulpturalitä seinen einfluss auf das seinen einfluss auf das alltagsleben und seine Be- alltagsleben und seine Beum damit einen harmonischen zwideutung für diekann. urbane Struktur aufzeigen kann. von aussicht, an dieser Winterschool deutung fürsehr die urbane Struktur aufzeigen Bei-sich und Beimanderen sein,wird hier heit ihres gleichen es ware finden, das war zustand es, sucht. was mich an d »ein erlebnis, in tert dem unsder die zugehörigkeit nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen schen dem Widersprüchlichen herzustellen. drei fragen den grund meiner auseinandersetzung imPhänomenologie legendären havanna teilnehmen zu dürfen, deutlich. doch die des Wohoscar niemeyer und Paulo mend drei fragen den auseinandersetzung der Transformation fesselte. des raumes zu unserem Selbst fühlbar zum Be-grund meiner eine andere Betrachtung Berlin, Sao & Tōkyō? mit diesemdurch Thema erläutern, sondern durch dasPaulo anmit diesem Thema erläutern, sondern das andiese aneignung des Stadtraumes kann auf-und L sondern fasziniert den nuancen der nensdem in den ¬ eigenen vier auch Wändenkann von nicht oder raumauch vilanova artigas schlieû ende ¬ aBc_zum meine ** diese zugehörigkeit, Warum also diese drei Städte. wusstsein kommt.« schlieû endedas ¬ aBc_zum öffentlichen raummeine öffentlichen aus Wohnen heraus? untersuchungspunkt aufzeigen, um diese danncharakters im grund öffentlichen nicht untersuchungspunkt aufzeigen, um dieseseines dann im Transformation, sich bei der gegenüberohne weiteres auf die Stadt und die ihren öffentdie mir zu anfang undkul d Private, Berlin betrachte ich fremd als meine ¬ my_Learning fromihre anwendung →Weshalb eineder andereeigenen Betrachtung kontrolle unterliegende, →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō Schlusskapitel ¬ my_LearningSchlusskapitel from- ihre anwendung durch umgrenzung und Besetzung erzielt werauf den von mir bewohnten raum, konstanz-Petersstellung der architektur dieser drei Länder lichen raum übertragen werden. und doch Werk balddeutsche sofach vertraut waren. du auf den »drinvon mir bewohnten raum, konstanz-Petersbildet die Basis für die abgrenzung von zeln. die kultur ist des mir zu verdeutlichen. die aufgaben von Stadt waren schon mein erstes zudurch Beginn hausen,immer zu verdeutlichen. hausen, den, sondern durch Bewegung. erst täherauskristallisierten. es war sehr eindrücklich, ** ebd. und jährige intensive auseinanderset architektur Brasiliens, besonders kann der »draussen«. Wohnraum als Stellgröû enWohnen, dienen, nen« das Beispiel von Janson bin inanihr aufgewachsen. diewar mic vielfältig. Sie schafft einen ort zum ums der hTWg konstanz tiges erkunden wir der raum produziert. durch nach und nach die Wege des gedankengutes →fortsetzung S.13 →fortsetzung S.13 escola los und der Paulista, um öffentlichen raum aktiv in das ¬ Bei-sich& Wolfrum beschreibt den unterschied des den räume sind mir ebenfalls ind tion of modernity« bei Prof.wich myri ein zuhause. doch wie verteilt sich der konkreindividuelle Bewegung entsteht eine persönlider klassischen moderne und purer Begeisterung. eine Begeist Seineinzubinden. nimmt derden Wohnraum alles drinnen-seins zwischen dem Betreten der ei- ihren Siegeszug typologie vertraut.auf die Stadt als c te raum der Stadt zwischen beiden geals vorbereitung die internat che Topografie, eine Beziehungen zu den errund uminden nachzuvollziehen und zu der escola carioc für das Wohnung alltägliche Leben sichglobus auf, so gibtanes genen und der Wohnung eines geschichte, als Patchwork der Stil 11 formensprache genpolen Privatheit und Öffentlichkeit? School der mSa münster inals havan kundeten öffentlichen räumen. Sie werden beobachten, wie sie sich durch anpassung an ten, wie dem meS, ministerio de keinen grund mehr, sich der aussenwelt, ihderen. man befindet beim anderen zwar vertrautheit. ich konnte du das Thema dieses fachesBerlin die aus die divergenz zwischen privat und öffentlich ist Spielräume des eigenen Lebens erfahren. dieörtlichen Bedingungen transformierte. Saudade, als erste knospe der ren gefahren und ihrer fremdheit zu stellen. physisch aber man ist nicht bei ¬ sich-zu. meinemit Spuren hinterlassen undm m nicht nur drinnen, sozialwissenschaftlich theoretisch zung kulturellen und klimati ses Spiel mit raum ist nach dem französischen »Wer einmal in der ferne lebt und arbeisiliens.es zeigen sich hier deut der mensch ist ein gewohnheitstier. »die Wohnen ist sondern etwas, das erleben tal map« erstellen. hier mark formationsprozessen derder modern betrachten, lässtwir sichbewusst auch durch phäkulturphilosophen und Soziologen michel de tet, der erzieht seinen Blick Ð und kann nach wandschaft zum ursprung in der eurof hohesteuern. Wertschätzung von persönlicher auund Stadtraum hingegen wird meist che, dort café, und da →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō nomenologische Beobachtungen beleuchten. kuba und das Brasilien. ich war nicht certeau die voraussetzung aller aneignung der rückkehr die eigene gesellschaft luzide anpassungsprozesse die klimW tonomie führt des indinur passiv wahrgenommen. ist raum, öffentlich sindvon elemente sind in,an ihrer grun Wohnraum ist zu dieeiner erste einhausung formervon autert der aussicht, an dieser von raum. »das gehverhalten spielt mit der * kontrolle. in dem fremden zu betrachten.« kulturellen Besonderheiten Brasili finden, das war es, was mich andas dereigene Thematik viduums.[...] das Private soll immer mehresomit auûmutterleibes, erhalb unserer Seine derlegendären deutschen Stadt zu finden, eb ûund erhalb des den wir menschen im havanna teilnehm ****** . erst durch das Spiel raumaufteilung[...]« * marc augé *** dieses sind es, die begeistern. der Transformation fesselte. re Bereiche des Lebens umfassen.« Wirkung ist im gleichen maû eltern e beumgang auch mit ihnen. erfahren. mituns dernicht Lossagung von den sondern fasziniert von den n erlernt der Bewohner eine individuelle Leseart →fortsetzung S.11 einhausen führt zum absterben von öffentSo wurden verschattungseleme Warum also diese drei Städte. wusst, wie die des Wohnraumes. und doch Warum São Paulo? findet in den »eigenen vier Wänden« die erste Transformation, die sich bei der des öffentlichen raumes. erLehre grenzt mental lichem raum, damit zum absterben der gezweidimensionalität hier räumlic Berlin betrachte ich als meine kulturellen Wurist die Wirkung des öffentlichen raumes stark durch die von Prof. gau individuelle gestaltung des eigenen raumes, stellung der architektur dieser persönliche Bereiche in diesem raum ab und **** durch sellschaft und endet mitWohnens Tyrannei als eines der in fünf Punkte der archi zeln.des die deutsche kultur ist ich von der artikulation abhängig, man schnell kontakt der arc des Jugendzimmers, statt. doch Wohnen ist mir vertraut. herauskristallisierten. esmit war sehr hinterlässt seine Spuren. als ein Beispiel lässt das auflösen grenzen, ohne dabei das corbusier, drängen sichmich nicht län in ihr zustand aufgewachsen. die mich umgebenvon den die zwischen ihnen gezogen siliens. Brasilien warWege für nach Parkbank und nach die deslang ge mehr, alsgrenzen, nur der einbin bloû er oder eine sich jede beliebige heranziehen. gefühl einhausens als ein zu in ihrer unter den Bauten, sondern werde den räume sindurinstinkt mir ebenfalls grund→Weshalb eine andere Betrachtung sind, vondes der räumlichen ausformulierung des tisches. ein endlos scheinendes handlung. Wohnraum wird durch verortung der klassischen moderne und ihre viele dieser Bänke sind immer wieder in zeitmindern, wird das Öffentliche Teil des innern. hoch, um raum für Begegnung im typologie vertraut. die Stadt als container der Wohnraumes sowie von den in ihm aufgenomund leer, mit überbordender na generiert, durch die »entfaltung des eigenen rund um den globus nachzuvollz lich unterschiedlichen interwallen okkupiert in unseren globalisierten, benötigten Schatten darunter zua geschichte,international als Patchworkverder Stile, als der men funktionen. menschen und noch atemb ******ort michel de certeau: kunst des handelns ± Theorie dereine unheimlichen vertraut*. Wohnraum wird als »mein« bezeichbeobachten, wie sie sich durch Lebens« von immer unterschiedlichen Personen. Trotz heit mit der Stadt, Berlin 1988 netzten sollte das zielund sein, die Stadt die ventilation in der Stadt zu op vertrautheit. ich konnte Berlin die dichotomie des innen auû en, des durchwandern, Bausubstanz, die in Skulpturalitä net. »ichWelt bin bei mir« zeigt auf, dass dieser örtlichen Bedingungen transform regelmäû iger nutzung sehen diese Personen →fortsetzung S.17 zum erweiterten Wohnraum zuhinterlassen transformiedanken werden meine Spuren Bei-sich und Beimanderen sein,wird hier sehrund meine »menheit ihres gleichen sucht. es ware primär ein persönlicher raum ist. die abgren»Wer einmal in aufgenommen, der ferne lebt die Parkbank als die ihre an, obwohl sich die ren, um so das dort anzutreffende fremde als wieder zu etwas neuem ausgesp tal map« erstellen. hier der markt, da die kirdeutlich. doch die Phänomenologie des Wohoscar niemeyer und Paulo mend zung von innen und aussen ist nicht zwangstet, der erzieht seinen Blick Ð un konstellation der oder Benutzer laufend ändert. Sound eine Bereicherung des eigenen zu integriepophago. diese Transformation che, dort das café, und da der fluss. all das nens in den ¬ eigenen vier Wändenkann nicht auch vilanova artigas weise reine Lagebestimmung. es ist vielmehr der rückkehr die eigene gesellL sitzt man heute neben dem einen und morgen ren. um diese integration zu erzielen, müsauch sehr deutlich an den Baute sind elemente sind in, ihrer grundform in jeohne weiteres auf die Stadt und ihren öffentdie mir zu anfang fremd und do * in dem fremden d betrachten.« neben dem anderen, ohne sich dabei in sei*lichen vgl. alban Janson, Sophie Wolfrum: Leben bedeutet zu hause zu sein, wo immer sen die grenzen verschoben oder gar aufPaulista in São Paulo. doch zeigt der deutschen Stadt zu finden, ebenso wie der raum übertragen werden. und doch Werk bald so vertraut waren. dus man hingeht, die Stadt als Wohnraum, freiburg 2008 a:95 * marc augé ner persönlich freiheit und eigentum verletzt arc gehoben werden.umgang man muss sich mit seinem lich mehr Selbstständigkeit. mit ihnen. ** ebd. jährige intensive auseinanderset →fortsetzung S.11 →fortsetzung S.11 zu fühlen. das Spiel dem (öffentlichen) ***** in den Stadtraum ausdehnen, »Selbstraum« raummit dienen der gesellschaft. Warum São Paulo? →fortsetzung S.13 →fortsetzung S.13 raum führt zu seiner Produktion seiner raum ist für die und escola Paulista durch die Lehre von Prof. gautschi kommt

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Warum


→Weshalb eine andere Betrachtung

→Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō

lich unterschiedlichen interwallen okkupiert von immer unterschiedlichen Personen. Trotz regelmäû iger nutzung sehen diese Personen die Parkbank als die ihre an, obwohl sich die konstellation der Benutzer laufend ändert. So sitzt man heute neben dem einen und morgen neben dem anderen, ohne sich dabei in seiner persönlich freiheit und eigentum verletzt zu fühlen. das Spiel mit dem (öffentlichen) raum führt zu seiner Produktion und seiner integration in das Wohnen. der Stadtraum wird Wohnraum und der öffentliche raum zur Bereicherung des eigenen, des Wohnens.

****** michelS.15 de certeau: kunst des handelns ± Theorie der unheimlichen vertraut→fortsetzung heit mit der Stadt, Berlin 1988

Protagonisten der klassischen moderne. viele von ihnen, wie beispielsweise Bruno Taut oder charlotte Perriand, waren bereits von diesem fremden und doch Bekannten und angestrebten fasziniert. Tōkyō bietet für uns einen groû en fundus an fremdem und doch Bekanntem. die weltweit gröû te urbane agglomeration schafft Wohnen auf engstem raum. der öffentliche raum ist geprägt von dualismus, von zeitlosigkeit und gleichzeitigkeit. altes wir überschrieben, neues entsteht und ist doch verhaftet in der Jahrtausende alten kultur. dieser dualismus zwischen den gegensätzen es, dass mich an Tōkyō fasziniert →Warum Berlin, Sãoist Paulo & Tōkyō Ð das neue im alten, das eigene im fremden →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō architektur Brasiliens, besonders derTōkyō Sao Pauoder das fremde im eigenen. auch polos und und dersollen escola Paulista, wich lässt das mystische larisiert einmal eingetaucht, es einem gruppen zusammenkommen können. purer Begeisterung. eine Begeisterung für die nicht durchmehr die los. Teilnahme an der 1. international formensprache escola carioca mit ProjekSummer Schoolder in São Paulo, konnte ich all ten, wie dem meS, ministerio de educação e an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich das selbst entdecken. Wir konnten die milioSaudade, als erste knospe der moderne Brabei meiner Professorin mentorin Prof. mynenstadt erkunden, sieund durchkämmen, unsere siliens.es zeigen sichunvergessliches hier die verriam gautschi für ein Studium eigenen inseln schaffen, unsdeutlich in dem endlosen wandschaftdas zum ursprung intreiben europa. doch bedanken, ich so nie erwartet hatte. es die erhäusermeer verlieren, uns lassen, all anpassungsprozesse an die klimatischen und öffnete mir neue Welten der ihre architektur ihre Schönheit und zugleich hässlichkeit kulturellen Besonderheiten Brasiliens undeigerios des denkens. danke auch an Prof. Lenz erforschen und durch das fremdeJosef das sinddie es,erkenntnis, dieSão begeistern. für dass architektur manchmal ne finden. Paulo polarisiert. man kann es So wurden verschattungselemente aus der mehr mit Sehnsucht, als mit maû en zu tunnicht hat lieben oder hassen, aber es lässt einem zweidimensionalität hierPaulo räumlich. die Pilotis und für sein bei lieben der Begleitung unberührt. ichengagement habe São gelernt. als eines der dann fünf Punkte der architektur von Le der Summer School São Paulo. auch danke ich nun, wieso noch Tōkyō? Tōkyō ist ein corbusier, drängen nicht länger geduckt dem Prüfungsausschuss fürund die möglichkeit, klarer gegensatz zu sich Berlin São Paulo. in unter den Bauten, sondern werden viele meter eine solche Thesis bearbeiten dürfen. Brasilien finden sich aufgrundzu seiner koloniahoch, um raum für Begegnung im so dringend len geschichte viel Bekanntes, wenn auch ein benötigten Schattendies darunter schaffen bischen verfremdet. ist in zu Tōkyō nicht und der die ventilation in der Stadt zu optimieren. gefall. dankenund werden aufgenommen, Tōkyō die japanische kultur verdaut sind für und uns wieder zu etwas neuem ausgespuckt Ð antroeine gänzlich fremde Welt. eine Welt voller pophago. diese Transformation findet sich Traditionen, menschen, zeichen und Symboauchskurriler sehr deutlich anund den Jahrtausende Bauten der escola len, Technik alter Paulista in São Paulo. doch zeigt sich hier deutgeschichte und Philosophie. der asiatische lich mehr Selbstständigkeit. architektur und kulturkreis, besonders der Japanische, haben raumvöllig dienen der gesellschaft. Öffentlicher sich unabhängig von dem abendländiraum ist für die escola Paulista schen kulturkreis entwickelt unddie ist grundlageprägt ge jeglicher demokratie und daher gilt von einer uns fremden raumauffassung.es den ¬ espaco publico-dieses als gebaute demokratieund zu doch gerade raumverständnis gestalten. menschen verschiedener sozialer die Tradition der reduktion und modularität →fortsetzung S.15 waren inspirationsquelle für viele namhafte

→fortsetzung S.17

→fortsetzung S.17

→Weshalb eine andere Betrachtung

kann der Wohnraum als Stellgröû en dienen, um öffentlichen raum aktiv in das ¬ Bei-sichsich die Stadt aneignen und eine vertrautheit Sein- öffentlichen einzubinden.raum nimmt der Wohnraum alles zum herstellen. das urbafür gemeinwesen das alltägliche dient Lebender in sich auf, so gibtdes es ne Sozialisierung keinen grund mehr, sichintegration der aussenwelt, ihfremden. durch diese kann die ren gefahren und ihrer fremdheit zu stellen. homogenität der eigen vier Wände, durch der mensch ist ein gewohnheitstier. »die die heterogenität der Stadt, ergänzt werden, hohedamit Wertschätzung von persönlicher auum einen harmonischen zustand zwitonomie führtWidersprüchlichen zu einer einhausung des indischen dem herzustellen. viduums.[...] das Private soll immer mehrediese aneignung des Stadtraumes kann auf***dieses re Bereiche des Lebens umfassen.« grund seines öffentlichen charakters nicht einhausen führt zum öffentdurch umgrenzung undabsterben Besetzungvon erzielt werlichem raum, damit zum absterben der den, sondern durch Bewegung. erst durchgetä**** durch sellschaft und endet mit Tyrannei tiges erkunden wir der raum produziert. durch das auflösen der grenzen, ohne das individuelle Bewegung entsteht einedabei persönligefühl des einhausens als ein urinstinkt zu che Topografie, eine Beziehungen zu den ermindern, wird das Öffentliche innern. kundeten öffentlichen räumen.Teil Sie des werden als in unseren globalisierten, international verSpielräume des eigenen Lebens erfahren. dienetzten sollteistdas sein, die Stadt ses SpielWelt mit raum nachziel dem französischen zum erweiterten Wohnraum zu transformiekulturphilosophen und Soziologen michel de ren, um so das dort anzutreffende fremde als certeau die voraussetzung aller aneignung eine raum. Bereicherung des eigenen zu integrievon »das gehverhalten spielt mit der ren. um diese integration zu erzielen, müsraumaufteilung[...]«******. erst durch das Spiel sen dieder grenzen verschoben oder gar auferlernt Bewohner eine individuelle Leseart gehoben werden.raumes. man muss mit seinem des öffentlichen er sich grenzt mental ***** in den Stadtraum ausdehnen, »Selbstraum« persönliche Bereiche in diesem raum ab und hinterlässt seine Spuren. als ein Beispiel lässt *** alban Janson, Sophie Wolfrum: Leben bedeutet zu hause zu sein, wo immer man hingeht, die Stadt als Wohnraum, freiburg 2008 a:99 sich jede beliebige **** siehe dazu hanna arndt »vita activaParkbank oder vom täglichenheranziehen. Leben« als extrakt auf S.10ff. viele Bänke immer wieder zeit***** grafdieser karlfried von dürckheim:sind untersuchung zum gelebten raumin 1932, →Weshalb eine andere Betrachtung

frankfurt a.m. 2005

15

13 15

»damiT STadT nichT nur ein groSSeS dorf Sondern TaTSächLich STadT iST, BrauchT Sie offene räume, ÖffenTLiche räume, die eS mÖgLich machen, dem fremden zu Begegenen.« francesco careri


**** durch sellschaft und endet als eines der fünf Punkte der architektur von Le nd »draussen«. das Beispiel von Janson bin inmit ihr Tyrannei aufgewachsen. die mich umgebendas auflösen derden grenzen, dabei das in ihrer grundcorbusier, drängen sich nicht länger geduckt rum beschreibt den unterschied des räume ohne sind mir ebenfalls gefühl des einhausens alsvertraut. ein urinstinkt zu als container der unter den Bauten, sondern werden viele meter n-seins zwischen dem Betreten der eitypologie die Stadt mindern, wird dasgeschichte, Öffentlicheals Teil des innern. hoch, um raum für Begegnung im so dringend Wohnung und der Wohnung eines anPatchwork der Stile, als ort der in unseren globalisierten, international ver- durchwandern, benötigten Schatten darunter zu schaffen und man befindet sich beim anderen zwar vertrautheit. ich konnte Berlin netzten Welt sollte dasSpuren ziel sein, die Stadtund meine »mendie ventilation in der Stadt zu optimieren. geh drinnen, aber man ist nicht bei ¬ sich- . meine hinterlassen zum erweiterten tal Wohnraum zu transformiedanken werden aufgenommen, verdaut und n ist etwas, das Sao wir Paulo bewusst erleben map« erstellen. hier der markt, da die kirBerlin, & Tōkyō? ren, um so das dort fremde alsder fluss.→Weshalb wieder zu etwas neuem ausgespuckt Ð antrouern. Stadtraum hingegen wird meist che,anzutreffende dort das café, und da all das eine andere Betrachtung Während der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser Während der ganzen zeit, in der ich mich mit dieser eine Bereicherung des eigenensind zu integriepophago. diese Transformation findet sich ssiv wahrgenommen. er ist öffentlich sind elemente in, ihrer grundform in jeThesis befasst habe, während vieler gespräche mit Thesis befasst habe, während vieler gespräche mit meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner ren. um diese integration zu erzielen, müs- ebenso auch sehrProfessoren deutlich anokkupiert den Bauten der escola lich unterschiedlichen interwallen meinen freunden, kommilitonen , kollegen, meiner mit auû erhalb Seine des masterstudider deutschen Stadt zu finden, wie der meinunserer erstes kontrolle. fach zu Beginn wurden mir immer wiefamilie und mit Professoren familie wurdenund mir mit immer wiedie gleichen fragen zu anfangdoch dieser dialoge sen die grenzenumgang verschoben oder gar aufPaulista São Paulo. zeigt sich hier deutvon immer Personen. Trotz g ist uns nicht im der gleichen e be- war »Transformamit ihnen. ums an hTWgmaû konstanz der die gleichen fragenunterschiedlichen zu der anfang dieserin dialoge gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. gestellt Ð Wieso, Weshalb, Warum. man muss sich mit seinem lich mehr Selbstständigkeit. regelmäû iger nutzung sehen diese Personenarchitektur und wie die des São Paulo? tionWohnraumes. of modernity«und bei doch Prof. myriamgehoben gautschi.werden.Warum Bei diesen fragen kommen nicht nur meiner geneBei diesen fragen kommenals nicht nur meiner geneindurch den Stadtraum »Selbstraum« raum dienen der gesellschaft. Öffentlicher die Parkbank die ihre an, obwohl sichunddie Wirkung des raumes die Lehreausdehnen, von Prof. gautschi kommt alsöffentlichen vorbereitung auf diestark international Winter- ***** sofort ¬ Sendung mit der mausdie 9 ration sofort die ¬ Sendung ration mit der maus-dieund die kinderbücher vonfür ravensburger inändert. den Sinn. Beide raum die escola Paulista konstellation der Benutzer laufend So die grundlar artikulation des der Wohnens abhängig, man schnell in kontakt mit der architektur BraSchool mSa münster in havanna,***kuba, war kinderbücher von ravensburger in den ist Sinn. Beide alban Janson, Sophie Wolfrum: Leben bedeutet zu hause zu sein, wo immer medien vermitteln spielerisch Wissen über komplemedien vermitteln spielerisch Wissen über kompleman hingeht, die Stadt als Wohnraum, 2008 a:99 jeglicher demokratie und xege zusammenhänge. erklären einemmorgen die Welt.daher gilt es den sitztmysman heute neben dem einen und n grenzen, das die zwischen ihnenfaches gezogen siliens.freiburg Brasilien war für mich lange etwas Thema dieses die auseinandersetxe zusammenhänge. Sie erklären einem die Welt.Sie **** siehe dazu hanna arndt »vita activa oder vom täglichen Leben« als extrakt auf S.10ff. ¬ espaco publicogebaute neben ohne sich als dabei in sei- demokratie zu n der räumlichen ausformulierung tisches. ein endlos scheinendes Land, riesigdem anderen, zung mit kulturellen unddes klimatischen TransSo habe ich für mich ebenfalls versucht mir einen So habe ich für mich ebenfalls versucht mirSão einen ***** graf eine karlfried vonBetrachtung dürckheim: untersuchung zum gelebten raum 1932, →Weshalb andere →Warum Berlin, Paulo & TōkyōWerkzeugkasten zu erklärenden und anwendbaren erklärenden und anwendbaren Werkzeugkasten zueigentumverschiedener frankfurt a.m. 2005 gestalten. menschen sozialer ner persönlich freiheit und verletzt aumes sowie von den in ihm aufgenomund leer, mit überbordender natur, schönen formationsprozessen der moderne in europa, schaffen, mit dessenauf hilfe ich neue Perspektive auf schaffen, mit dessen hilfe ich neue Perspektive öffentlichen seine Beziehung zum Privaten, →fortsetzung →fortsetzung S.15 zu fühlen. das Spielzumraum, mit dem (öffentlichen) nktionen. kuba und Brasilien. ich war nicht nur menschen noch atemberaubendere öffentlichen raum, seine Beziehung Privaten, gruppen sollen zusammenkommen können. sichbegeisdieS.15 Stadt aneignen undund eineeine vertrautheit seinen einfluss auf das seinen einfluss auf das alltagsleben und seine Be- alltagsleben und seine Beraum zudeutung seiner Produktion undanseiner chotomie des innen auû en, die in Skulpturalität und kühntert von derund aussicht, andes dieser Winterschool für die urbane Struktur aufzeigen kann. durch die Teilnahme der 1. international zum öffentlichen Bausubstanz, raum herstellen. das urbadeutung für die führt urbane Struktur aufzeigen kann. nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen nicht nur möchte ich im nachfolgenden mit diesen integration in Summer das Wohnen. der Stadtraum h und Beim-imanderen sein,wird hier sehr heit ihres sucht. des es waren namen wie legendären havanna teilnehmenne zu gemeinwesen dürfen, School inauseinandersetzung São Paulo, konnte ich all dient dergleichen Sozialisierung fragen den grund meiner drei fragen den grund meiner auseinandersetzung 13 drei mit diesem Thema erläutern, sondern durch das andiesem Thema erläutern, sondern durchder dasentdecken. an-öffentliche wird Wohnraum raum h. doch dieBerlin, Phänomenologie Wohund Paulo da rocha sondern auch fasziniert von den nuancen der durch oscar Sao Paulo & des Tōkyō? dasund selbst Wir konnten die miliofremden. diese niemeyer integration kann diemendesmit schlieû ende ¬ aBc_zum schlieû ende ¬ aBc_zum öffentlichen raummeine öffentlichen raum- meine untersuchungspunkt aufzeigen, diese dann im zurBardi, Bereicherung des eigenen, desumsie Wohnens. den ¬ eigenen vier Wänden-die kann auch vilanova artigas und Linauntersuchungspunkt Bo Transformation, sichnicht bei der gegenüberaufzeigen, um diese dann im nenstadt erkunden, durchkämmen, unsere homogenität deroder eigen vier Wände, durch ¬ my_Learning from- ihre anwendung Schlusskapitel ¬ my_LearningSchlusskapitel from- ihre anwendung eiteres aufstellung die Stadt und ihren öffentdie mir zu anfang fremd und doch in ihrem der architektur dieser drei Länder denkonstanz-Petersvon mir inseln bewohnten raum, konstanz-Peterseigenen schaffen, uns in dem endlosen die heterogenität der Stadt, ergänzt werden, auf den von mir bewohntenauf raum, hausen, zu verdeutlichen. hausen, zu verdeutlichen. raum übertragen werden. bald so vertraut herauskristallisierten. esdoch war sehr mein erstes fach und zu Beginn des eindrücklich, masterstudihäusermeer verlieren, uns treiben lassen, all um damit einen Werk harmonischen zustandwaren. zwi- durch die zweine andere Betrachtung →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō jährige intensiveherzustellen. auseinandersetzung mit der nachan und nach die Wege deswar gedankengutes ums der hTWg konstanz »Transformaihre Schönheit und zugleich ihre hässlichkeit schen dem Widersprüchlichen S.13 Wohnraum S.13 Brasiliens, der klassischen undmyriam ihren diese Siegeszug tion of Prof. gautschi. erforschen und durch das fremde das eigeaneignung→fortsetzung des Stadtraumes kann aufarchitektur besonders der Sao Pauer alsmodernity« Stellgröûmoderne enbei dienen, rundvorbereitung um deninglobus nachzuvollziehen und seines zu als die international Winterne finden. São Paulo polarisiert. man kann es grund öffentlichen nicht los und der charakters escola Paulista, wich das mystische entlichen raum aktiv dasauf ¬ Bei-sichwiemünster sie sichalles durch anpassung an School in havanna, kuba,umgrenzung war lieben oder hassen, aber es lässt einem nicht durch undBegeisterung. Besetzung erzielt einewerBegeisterung für die nzubinden.beobachten, nimmtder dermSa Wohnraum 11 purer örtlichen Bedingungen transformierte. Thema dieses unberührt. ich habe São Paulo lieben gelernt. den, sondern durch Bewegung. erst formensprache derdurch escolatäcarioca mit Projekalltäglichedas Leben in sich auf, faches so gibt die es auseinanderset»Wer einmal in der und ferne lebt und arbeizungsich mit kulturellen klimatischen nun, wieso dann noch Tōkyō? Tōkyō ist ein tigesTranserkunden wirten, derwie raum produziert. durch de educação e dem meS, ministerio grund mehr, der aussenwelt, ihderfremdheit erzieht seinen Blick Ð und kann nach Bewegung formationsprozessen der moderne in europa, klarer gegensatz zu Berlin und São Paulo. in individuelle entsteht eine knospe persönli-der moderne BraSaudade, als erste fahren undtet, ihrer zu stellen. der die eigene luzide kuba und Brasilien. ich »die wargesellschaft nicht nur Brasilien finden sich aufgrund seiner koloniachebegeisTopografie, eine Beziehungen zu den er-deutlich die versiliens.es zeigen sich hier ensch ist →Warum ein rückkehr gewohnheitstier. Berlin, São Paulo & Tōkyō *aussicht, in dem fremden eigene zuöffentlichen betrachten.« tert von anaudieserdas Winterschool len geschichte viel Bekanntes, wenn auch ein kundeten räumen. Sieursprung werden als wandschaft zum in europa. doch die Wertschätzung vonder persönlicher * marc augé im legendären teilnehmen zu dürfen, des eigenen bischen verfremdet. dies ist in Tōkyō nicht der Lebens erfahren. das warhavanna es, des was mich an derSpielräume Thematik anpassungsprozesse an diedie klimatischen und e führt zu finden, einer einhausung indi→fortsetzung S.11 sondern auchimmer fasziniert von den nuancen der fall. ses Spiel mit raum ist nach dem französischen Transformation fesselte. kulturellen Besonderheiten Brasiliens und rios s.[...] das der Private soll mehreTransformation, die sich bei der gegenüberTōkyō und die japanische kultur sind für uns kulturphilosophensind undes,Soziologen michel de diese drei Städte. *** dieses die begeistern. eiche des Warum Lebensalso umfassen.« stellung der architektur dieser drei Länder eine gänzlich fremde Welt. eine Welt voller certeau die voraussetzung aneignung betrachte ich meine kulturellen Wursen führt Berlin zum absterben vonalsöffentSo wurden aller verschattungselemente aus der herauskristallisierten. es war Traditionen, menschen, zeichen und Symbovon raum. gehverhalten spielt hier mit der zeln. die absterben deutsche kultur istsehr mir eindrücklich, vertraut. ich »das zweidimensionalität raum, damit zum der geräumlich. die Pilotis . erst das Spiel nachinmit und nach die **** Wege des mich gedankengutes len, skurriler Technik und Jahrtausende alter raumaufteilung[...]« bin ihr Tyrannei aufgewachsen. die umgebendurch aft und endet als****** eines derdurch fünf Punkte der architektur von Le erlernt der Bewohner eine individuelle Leseart der klassischen und ihren Siegeszug geschichte und Philosophie. der asiatische räume ohne sindmoderne mir ebenfalls in ihrer grundflösen derden grenzen, dabei das corbusier, drängen sich nicht länger geduckt desund öffentlichen raumes. er grenzt mental rund umals den zu kulturkreis, besonders der Japanische, haben typologie vertraut. dienachzuvollziehen Stadt der des einhausens einglobus urinstinkt zu als container unter den Bauten, sondern werden viele meter persönliche diesem ab und im so dringend beobachten, wie sie sich durch anpassung an Bereiche sich völlig unabhängig von dem abendländiPatchwork der Stile, als ort der n, wird dasgeschichte, Öffentlicheals Teil des innern. hoch,inum raumraum für Begegnung hinterlässt seine Spuren. als Schatten ein Beispiel lässt zu schaffen und örtlichen Bedingungen schen kulturkreis entwickelt und ist geprägt vertrautheit. ich konntetransformierte. Berlin eren globalisierten, international ver- durchwandern, benötigten darunter sich »menjede beliebige Parkbank inheranziehen. »Wer in der lebtmeine und arbeivon einer uns fremden raumauffassung. meine Spuren hinterlassen Welt sollte daseinmal ziel sein, die ferne Stadtund die ventilation der Stadt zu optimieren. geviele dieser sind immer wieder in zeittet, der erzieht Ð und da kann doch gerade dieses raumverständnis und map« erstellen. hierBlick der markt, dienach kir- Bänke weiterten tal Wohnraum zu seinen transformiedanken werden aufgenommen, verdaut und deranzutreffende rückkehr diefremde eigene gesellschaft luzide die Tradition der reduktion und modularität che, dort das café, und da der fluss. all das m so das dort als wieder zu etwas neuem ausgespuckt Ð antro****** michel de certeau: kunst des handelns ± Theorie der unheimlichen vertraut* insind dem das heit eigene zuBerlin 1988 pophago. diese Transformation findet sich mit der betrachten.« waren inspirationsquelle für viele namhafte sind elemente in,fremden ihrer grundform inStadt, jeereicherung des eigenen zu integrie* marcdeutschen augé →fortsetzung S.17 →fortsetzung S.17 der Stadt zu finden, wie der m diese integration zu erzielen, müs- ebenso auch sehr deutlich an den Bauten der escola →fortsetzung S.11 mit ihnen. e grenzenumgang verschoben oder gar aufPaulista in São Paulo. doch zeigt sich hier deutSão Paulo? en werden.Warum man muss sich mit seinem lich mehr Selbstständigkeit. architektur und

Warum

Warum

learnIng learnIng froM froM São&PauLo & TŌ BerLin, BerLin, São PauLo TŌkyŌ

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15

17 17

209 →Warum Berlin, São Paulo & Tōkyō

Protagonisten der klassischen moderne. viele von ihnen, wie beispielsweise Bruno Taut oder charlotte Perriand, waren bereits von diesem fremden und doch Bekannten und angestrebten fasziniert. Tōkyō bietet für uns einen groû en fundus an fremdem und doch Bekanntem. die weltweit gröû te urbane agglomeration schafft Wohnen auf engstem raum. der öffentliche raum ist geprägt von dualismus, von zeitlosigkeit und gleichzeitigkeit. altes wir überschrieben, neues entsteht und ist doch verhaftet in der Jahrtausende alten kultur. dieser dualismus zwischen den gegensätzen ist es, dass mich an Tōkyō fasziniert Ð das neue im alten, das eigene im fremden oder das fremde im eigenen. auch Tōkyō polarisiert und einmal eingetaucht, lässt es einem nicht mehr los. an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Professorin und mentorin Prof. myriam gautschi für ein unvergessliches Studium bedanken, das ich so nie erwartet hatte. es eröffnete mir neue Welten der architektur und des denkens. danke auch an Prof. Josef Lenz für die erkenntnis, dass architektur manchmal mehr mit Sehnsucht, als mit maû en zu tun hat und für sein engagement bei der Begleitung der Summer School São Paulo. auch danke ich dem Prüfungsausschuss für die möglichkeit, eine solche Thesis bearbeiten zu dürfen.

»LeBen BedeuTeT zu hauSe zu Sein, Wo immer man hingehT.« fransesco careri

»daS BefremdLiche iST nichT in der fremde Ð daS fremde Sind Wir SeLBST.« nigley Barleys


arent; esp., a Picture or other matter on glass, thin cloth, paper porcelain, be viewed by the aid of light shining mework covered with thin cloth or or devices for public display and

Trotz der unterschiedlichkeit der drei analysierten Städte, in gröû e, dichte und Bevölkerungszahl, sind auf der ebene des Quartiers pecified form of radiant energy; as, rays. die gegebenheiten vergleichbar. das Quartier stellt den Bereich der Stadt dar, der maû gebining. Poetic. lich die Lebensqualität der Bewohner beeintexture or open in mesh as not to nd: sheer: gauzy: as,flusst. a transparentdurch die reduktion der untersuchten Wohnformen auf repräsentative Standardtypodily understod; perspicuous; clear; y style. b) easily seenlogien, through; per- wie Blockrand, Stadthaus und »Wohnealed; detected as such without efdie vertikalisierung, die offenen erdgeotive or trick; transparent flattery or maschine«, wirdTopographie, nicht nur das unterschiedliche ; open; free fromund pretense;die as, she bewegte is schosse d. raumverständnis n vielfältige Lesearten der innerhalb möglichender drei kulturen deutlich,und sondern auch die verschiedenen hen Beziehungen zusammenhänauffassungen von Wohnen und öffentlichem raum. durch die gegenüberstellung möchte ich die europäische Sicht- und denkweise infrage stellen. die europäische vorstellung von raum, als fixen gegebenen kasten, soll durch das fremde erweitert werden und möglichkeiten aufzeigen, den öffentlichen raum als erweiterung des Wohnens und als Bereicherung der Lebensqualität zu sehen.

1

159 161

Transparenz, im Sinne von rowe und Slutzky, schafft vieldeutigkeit und offenheit der Strukturen. raum überlagert sich, wird erweitert, wird ergänzt. ein multidimensionaler möglichkeitenraum entsteht, indem jeder seine individuellen Bedürfnisse befriedigen kann, ohne das gemeinschaftliche einzuschränken.

die überlagerung von raum und funktion hat lange Tradition in Japan. über Boden und filter werden gegesätze angenähert und innen und auû en verschmelzen zu einem dazwischen.

t TranSParenz Webster s new international dictionary*: transparency (-en.sl), n., pl. -CIES (-srz). [ML. transparentia.] 1. Quality or state of being transparent; transparence. 2. That which is transparent; esp., a Picture or other matter for exhibition, made upon glass, thin cloth, paper porcelain, or the like, intended to be viewed by the aid of light shining through it; hence, a framework covered with thin cloth or paper bearing a device or devices for public display and lighted from within. 3. [cap.] A burlesque title of honor; - a literal translation of the German title of honor Durchlaucht; as, HIS Transparency, the Duke.

transparant (-ent;79),adj. [F. and ML.; F. transparent, fr. ML. transparens, -entis, pres. part. of transparere to be transparent, fr. L. trans across, through + parere to appear. See APPEAR.] 1. Having the property of transmitting rays of light, so that bodies can be seen through; pervious to light; diaphanous; pellucid; as, transparent glass or pool; a transparent green or soap; - opposed to opaque, and usually distinguished from translucent. 2. Pervious, as to any specified form of radiant energy; as, transparent to X or heat rays. 3. Luminous; bright; shining. Poetic.

concLuSio

sind Berlin, São Paulo & Tōkyō vergleichbar?

adj. [F. and ML.; F. transparent, ntis, pres. part. of transparere to be across, through + parere to appear. ng the property of transmitting rays can be seen through; pervious to ucid; as, transparent glass or pool; a ap; - opposed to opaque, and usually slucent.

BeoBachTung

Wie

aBC zum ÖffenTLichen raum

die überlagerung von raum tion hat lange Tradition in J Boden und filter werden gegesä hert und innen und auû en versc einem dazwischen.

die vertikalisierung, die offenen erdgeschosse und die bewegte Topographie, schaffen vielfältige Lesearten der möglichen räumlichen Beziehungen und zusammenhänge.

concLuSio

itle of honor; - a literal translation honor Durchlaucht; as, HIS Trans-

Transparenz, im Sinne von collin rowe, findet sich im urbanen raum von Berlin eigentlich nicht. hier dominieren klare abgrenzungen Transparenz, im Sinne von rowe und Slutzky, von räumen, funktionen und nutzungen. schafft vieldeutigkeit und offenheit der Strukturen. raum überlagert sich, wird erweitert, wird ergänzt. ein multidimensionaler möglichkeitenraum entsteht, indem jeder seine individuellen Bedürfnisse befriedigen kann, ohne das gemeinschaftliche einzuschränken. Transparenz entgrenzt den Raum und schafft offene vieldeutige Strukturen. Räume voll Möglichkeiten.

t TranSParenz_ aziT

Tra und schafft

4. So loose or fine in texture or open in mesh as not to conceal what lies beyond: sheer: gauzy: as, a transparent fabric or yoke. 5. Figuratively: a) Readily understod; perspicuous; clear; as, a transparent literary style. b) easily seen through; perfectly evident: unconcealed; detected as such without effort; as, a transparent motive or trick; transparent flattery or hypocrites. c) Guileless; open; free from pretense; as, she is as transparent as a child. *

Rowe, Slutzky 4.Aufl. 1997 a:21

Tran


concLuSio

19

139

Raumproduktion bindet den Benutzer aktiv in den Raumentstehungsprozess ein. Dadurch schreibt der Benutzer seine Spuren in dem Raum und macht ihn für sich durch die relative raumauffassung wird der selbst sinnhaft — Sinnhaftigkeit bedeutet Heimat. mensch aktiv in die raumproduktion eingeDer öffentliche Raum wird so zu einem Stück Heimat bunden. dadurch wird öffentlicher raum inim urbanen Stadtgemenge.. dividuell gestaltbar und erlangt somit für den Benutzer seine Sinnhaftigkeit.

r raumverSTändniS_ aziT

*

Brockhaus – die Enzyklopädie: in 24 Bänden 1999 a: Band 18

Paulo mendes da rocha

*

vgl. Wolfgang fehrer 2005 a: 53

→fortsetzung S.140

concLuSio

concLuSio

S STadTBiLder

r raumverSTändniS_ aziT

S S SchWeLLen_ SchWeLLen_ aziT aziT

sozialräuml. Gliederung (z. B. Wohnviertelbildung nach Einkommen oder Ethmen), hohe Wohn- und Arbeitsstättendichte, vorherrschende sekundär- und tertiärwirtschaftl. Tätigkeiten bei gleichzeitig hoher Arbeitsteilung, i. Allg. ein Einpendlerüberschuss, das Vorherrschen stadt: Lebensformen (z. B. durch spezielle kulturelle Einrichtungen), ein Mindestmaß an Bedeutung für das Umland (zentralörtl. Funktionen, Z. B. aufgrund von Versorgungs-, Verwaltungs- und Bildungseinrichtungen), eine relativ hohe Verkehrswertigkeit (z. B. Bündelung wichtiger Verkehrswege, hohe Verkehrsdichte) und eine weitgehend künstl. Umweltgestaltung mit z. T. hoher Umweltbelastung. S. lässt sich heute deshalb nur schwer eindeutig definieren, weil (insbesondere in hoch verstädterten Industriestaaten) die Übergänge zw. städt. und ländl. Siedlungen fließend sind (S.Land- Kontinuum; in Agrargesellschaften besteht dagegen meist ein starker S.-Land-Gegensatz).

*

Brockhaus – die Enzyklopädie: in 24 Bänden 1999 a: Band 20

* vgl. Philipp oswald 2005 a:58

Lesen und Interpretieren von Stadt Das Lesen und Interpretieren von Stadtbildern imDas kulturellen Kontext, bildet d bildet die Grundlage für die Schaffung v von guten öffentlichen Räumen.

aBSTrakTion

»eS giBT im grunde keinen PrivaTen raum. eS giBT nur unTerSchiedLiche grade von ÖffenTLichkeiT.[...] eS Sind vieLmehr kaPiTeL ein und der SeLBen Sache.«

149

Raumproduktion bindet den Benutzer aktiv in den Raumentstehungsprozess ein. Dadurch schreibt der Benutzer seine Spuren in dem Raum und macht ihn für sich selbst sinnhaft — Sinnhaftigkeit bedeutet Heimat. Der öffentliche Raum wird so zu einem Stück Heimat am Stadtbild von Berlin lässt sich seine im urbanen Stadtgemenge.. bewegte geschichte ablesen. die unterStadtbilder geben aufschluss über die art von Stadtbilder geben aufschluss über die art von schiedlichen unvereinbaren städtebaulichen öffentlichem raum, seine Positionierung inneröffentlichem raum, seine Positionierung innerkonzepte bilden ein flickenwerk an Struktuhalb des Stadtgefüges und seine ausformuliehalb des Stadtgefüges und seine ausformulieren und Texturen. an deren Schnittstellen trerung. auch liefern sie informationen über die rung. auch liefern sie informationen über die Brockhaus*: ten deutlich Brüche zu Tage*. innerhalb eines nutzungsart und die Produktionsweise von öfnutzungsart und die Produktionsweise von öfStadt [ahd. stat ‹Ort›, ‹Stelle›, ‹Wohnstätte›, ‹Siedlung›], ¬ Patches- sind deutlich orte der europäischen fentlichem raum. fentlichem raum. eine Siedlung, die im Gg.s. zu ländl. Siedlungen durch ausruh- und verweilkultur abzulesen. Stadtbilder zu lesen und zu deuten führt zu ihre meist nicht landwirtschaftl. Funktionen (Ausnahme: Stadtbilder zu lesen und zu deuten führt zu Seit der renaissance spielt die Perspektive und Ackerbürger-S.) sowie durch eine größere Zahl weiterer kulturgerechten eingriffen in die Stadtstruktur. Einzelmerkmale mit allerdings je nach Raum und Zeit uneingriffen in die Stadtstruktur. der versuch, eine geometrische gesamtordterschiedl. Ausmaßen charakterisiert ist; kulturgerechten dazu zählen ihre dies bildet die grundlage für die Schaffung Größe (v. a. größere Einwohnerzahl), die Geschlossenheit dies bildet die grundlage für die Schaffung nung zu schaffen, eine übergeordnete rolle. der Ortsform (kompakter Siedlungskörper), höhere Bebauvon guten öffentlichen räumen. ungsdichte , überwiegende Mehrstöckigkeit der Häuser guten öffentlichen räumen. Blickachsen, Strassen- und Platzanlagen sind (zumindest im S.-Kern), in der neuzeitl. S.von eine deutl. funktionale innere Gliederung (z. B. in City, Wohnviertel, Indeutlich im Teppich der Stadt auszumachen. dustrie-, Gewerbe-, Naherholungsgebiete), eine besondere Bevölkerungs- und Sozialstruktur (z. B. überdurchschnittStadtbild= Patchwork der geschichte lich hoher Anteil an Einpersonenhaushalten), differenzierte

aBSTrakTion

BeoBachTung

Psychologie: Grenzbereich der (bewussten) Wahrnehmbarkeit von Reizen und Empfindungen (Bewusstseins-S., -Bewusstsein;→Reiz, Reizschwelle; →Unterschiedsschwelle). Aus Verfahren zur S.-Bestimmung entwickelte sich die →Psychophysik

145

aBSTrakTion BeoBachTung

allg.: der untere Abschluss einer Türöffnung, meist ein Holzbrett oder Stahlbeton- oder Metallbauteil. -Im Volksglauben ist die Tür-S. die Grenze zw. dem Schutz (und Asyl) gewährenden Haus und der Außenwelt. Sie wird bes. durch Götter (z. B. Janus), Abwehrzauber, Segnung und Hauszeichen geschützt. Hausschilder mit HeiligendarsteIlungen sollen Unheil (der hl. FLORlAN bes. Feuer) fern halten. [..]

BeoBachTung

Schwelle, die/-en

aBSTrakTion

Brockhaus*:

145

uns deutsche für istdeutsche der Schwellenraum, ist der der der imfür verhältnis zur uns fassadenfläche, ei- Schwellenraum, vontypischen Bereich hauseingang von hauseingang bis zu den privazu den privanerBereich für Berlin ¹ mietskaserneª , bis räumlichkeiten, teneinzelnen räumlichkeiten, meisthäuser nicht mehr, meist nicht eine mehr, als eine sind die ten eingänge der der als notwendige notwendige Wegstrecke, Wegstrecke, die geprägt ist von geprägt ist von Blockrandbebauung sehr klein. neben der, die anonymität. anonymität. durch Besetzung durchdieses Besetzung dieses raumes uns europäern gut bekannten haustüre, fin- raumes privatenmit gegenständen, privatenwieder gegenständen, wie fuû matten, wie fuû matten, den sich mit in abständen immer recht Schuhregalen, Schuhregalen, dekorationsgegenständen dekorationsgegenständen dunkle ungepflegte durchgänge, die oft in oder gar Sofas, oderentsteht gar Sofas, ein entsteht ¬ ertragbares etetdicht bebaute hinterhofstrukturen führen. Sie ein ¬ ertragbares was- , das wirwasals, kleine das wirerweiterung als zu kleine unseres unseres stellen dadurch wiederum eingänge, den erweiterung sehen. Wohnens dieses sehen. Privatisieren dieses Privatisieren verstärk verstärk im innernWohnens befindlichen Wohnbauten, dar. jedoch denzwei jedoch kontrast den zwischen kontrast Öffentlichkeit zwischen Öffentlichkeit es ergeben sich also arten von Schwellenund Privatem und zusätzlich Privatem und zusätzlich erhöht die undhemmerhöht die hemmräumen, wobei die klare Trennung von funkiden öffentlichen raum in dasraum Woh-in das Wohschwelle, den öffentlichen ons- und schwelle, Lebensraum erhalten bleibt und das nen aktiv miteinzubeziehen. São für Paulo und nen maû aktivanmiteinzubeziehen. São Paulo und ziel, ein höchstmögliches Privatheit Tōkyō dagegen haben methoden Tōkyō dagegen haben methoden entwickelt, * entwickelt, das individuum, klar im vordergrund steht. den zu einer Schwellenraum zukatalysator einer art katalysator zum einen gibtSchwellenraum es dieden hauseingänge mitart Trepumzuwandeln, wodurch diewodurch grenze zwischen umzuwandeln, die grenze zwischen penhäusern. Sie sind, wie bereits beschriePrivatem und Öffentlichem abgePrivatem und Öffentlichem ben, im verhältnis zur geschlossenen Wand- abgeschwächt oder gar ganz aufgeschwächt oder gar eine ganz aufgeJe diffuser die Je Grenze diffuser des die Schwellenraumes, Grenze des Schwellenraumes, je fließenderjedie fließender Übergänge, die Übergänge, fläche sehr klein und stellen dadurch hoben wird. indemwird. der Schwelhoben indem desto besserdesto stärker besser bindet stärker er diebindet Gegensätze er die Gegensätze Öffentlichkeit Öffentlichkeit und Privatheit und Privatheit klare grenze zum öffentlichen raum dar. der die Schwellenraum dieorte beiden gegensätze lenraum die beiden gegensätze zusammen und zusammen verschafft unddadurch verschafft beiden dadurch Raumformen beiden Raumformen einen Mehrwert einen—Mehrwert — Treppenhäuser sind der anonymität, reinäher zusammenbringt, einen näherfällt zusammenbringt, eine Erweitung einevon Erweitung Raum. von Raum. ner funktionsraum. doch auf,indass diese in einen vermittelnden zustand überführt, vermittelnden zustand überführt, Treppenhäuser mit allerlei gegenständen priwird sowohl das Wohnen bereiwird Wohnen bereivatisiert werden und so dersowohl eigene das Wohnraum chert,der als öffentliche auch der öffentliche erweitert chert, wird. als auch raum raum gestärkt. in Berlin die zweite formgestärkt. der Schwellenräume stellen die hausdurchgänge zu den hinterhöfen dar. diese hinterhöfe sind, durch die sie umgebende Blockrandbebauung, vom Stadt-

SchemaTa BeoBachTung

S SchWeLLen

c triadische raumproduktion

concLuSio

B escloa Paulista: mischung von relativem und absoltem raum

concLuSio

a absoluter raum

S STadTBiLder_ aziT

STa


1

für die Stadtsoziologen hartmut häussermann und Walter Siebel entsteht urbanität durch ledifferenzen, ebenso wie die ephemere form terschiedlichen kulturen mit den heimischen ermöglichen bendige öffentliche räume*. Sie von gleichzeitigkeit und nähe, sind zeichen überlagern und dadurch neue möglichkeiten eine »unvollständige integration«, ephemere die ep vonschaffen Qualitätdades differenzen, öffentlichen ebenso raumes.wie durch terschiedlichen mit den entstehen. natürlich kommt hierkulturen die momente frage derheimischen Begegnung und sie von gleichzeitigkeit und nähe, unterschiedliche Werkzeuge und maû nahmen dadurch neue möglichkeiten auf, wie elementeüberlagern aus einer und megacity in das marc augé ** »urbanidurch überhaupt erst Öffentlichkeit. Qualität des öffentlichen ra differenzen erzeugt. dies aufzuzeigen, entstehen. natürlichwerden kommt beschauliche konstanz transportiert tät kann hier man die nichtfrage bauen, sie werden widersetzt sich von Werkzeuge klar sie herauszustellen und zur diskussion in die und auf, wie elemente einer megacityinszenierung in das können. interessanterweise sind die aus drei meder zweckvollen und entsteht unterschiedliche Öffentlichkeit bringen,differenzen war die intension erzeugt. die tropolen, Berlin, beschauliche São Paulo und Tōkyōnicht zwar konstanz transportiert werden von heute auf morgen. aber doch hat siezu werden dieser materielcollagen. Wir uns nicht und nur mit klar sollen herauszustellen zur dis alle unterschiedlich groû und unterschiedlich können. interessanterweise sind an diedenen drei mefür die Stadtsoziologen hartmut häussermann ihre orte, sie gleichsam dem fremden sonder es als Be-war Öffentlichkeit zu bringen, dicht, doch mir herausgefillterten ele- undgewinnt tropolen, Berlin, São lePaulo Tōkyō und zwarerlebbar und Walter Siebel entsteht urbanität durch le- die von gestalt wird. Solcheanfreunden, reicherung der eigenen verstehen. mente sind ausschlieû lich auf der QuartiersedieserLebenswelt collagen. Wir sollen uns alle unterschiedlich groû bendige öffentliche räume*. Sie ermöglichen orteund sindunterschiedlich oft ergebnis des alterns der Stadt, im erlebten raumdem vermischen die unter-sond wirksam. diedicht, Quartiersebene ist mir der verfremdensich anfreunden, doch die von herausgefillterten ele- hinterlässt, eine »unvollständige integration«,bene ephemere des zerfalls, der Lücken in denen schiedlichen handlungen seiner gleichende reicherung derBenutzer eigenen bzw. Lebensw mente sind ausschlieû urbanes lich auf der Quartiersemomente der Begegnung und sie schaffen da- maû stab. Leben sich breit machen kann. [...] erschaffer zu immer komplexen handlungsdas Quartier ist als öffentlicher raum direkt des dazwischen im erlebten raum vermischen s bene wirksam. die Quartiersebene ist der ver- und zonen ** »urbanidurch überhaupt erst Öffentlichkeit. räume des überfür die Stadtsoziologen hartmut häussermann objektzusammenhängen. in meinsich alltagsleben eingebunden. hier wird zuzulassen [...] ist das konstellationen schiedlichen handlungen seiner gleichende maû stab. tät kann man nicht bauen, sie widersetzt gangs Beste, was die und und Walter Siebel entsteht urbanität durch leurbanität keine frage der sich seines das umfelds bewusst, erschaffer zu immer komplexe Quartier ist alsbemerkt öffentlicher direktder urbanen der zweckvollen inszenierung und man sie entsteht Planung fürraum den erhalt Stadtund tunÖffentlichkeit *. Sie ermöglichen bendige öffentliche räume gröû eintegratisind, sondern eine frageund derobjektzusam raumveränderungen, sieht Probleme. die Quartierkonstellationen in mein alltagsleben eingebunden. hier wird nicht von heute auf morgen. aber doch hat sie »unvollständige kann.«***. die durch eine »unvollständige integration«, ephemere qualität.istdiese auszudifferenzieren und kei sebene ist der Bereich der Stadt, dem man urbanität und Öffentlichkeit man sich seinesin umfelds bewusst, bemerkt ihre orte, an denen sie gleichsam materielon« erzeugte vielfalt und Lebendigkeit nicht soll momente der Begegnung und sie schaffen daextrahiert werdengröû zu klaren Werkzeugen. Be- frag sich mit seinem sphärischen Selbstsieht noch ause sind, sondern eine veränderungen, Probleme. dieoder Quartierle gestalt gewinnt und erlebbar wird. Solche kontrollierbar gar bewusst zu gestalten. ** »urbanidurch überhaupt erst Öffentlichkeit. reits die darstellungsmethode dersoll fotografie ohne zuvielsebene von sich verlieren. qualität. diese auszudiffer istzu der Bereich»die der unvollständigkeit Stadt, in dem manist wichtiger orte sind oft ergebnis des alternsdehnt, der Stadt, Bestandtät kann man nicht bauen, sie widersetzt sich stellt eine abstraktion durchwerden mich alszu fotogradie öffentlichen raum extrahiert klaren We sich mit seinem sphärischen noch ausdes zerfalls, der Lücken hinterlässt, inQualität denen von gutem teillässt desSelbst öffentlichen raums, denn vor allem der zweckvollen inszenierung und sie entsteht dar.sich die das fotos reits sind also keinen falls als obnicht[...] an seiner ästhetik vieldie darstellungsmethode d dehnt, ohnefestmachen, zuviel voninsich verlieren. Leerstellenfen urbanes Leben sich breit machensich kann. denzuungeplanten kann nicht von heute auf morgen. aber doch hat sie jektive abbildung der eine Wirklichkeit zu sehen, an seiner multifunktionalität und durchstellt abstraktion durch mic die Qualität von gutem öffentlichen und raumflüchtige lässt räume des dazwischen und zonenmehr des über**** das unerwartete ereignen.« ihre orte, an denen sie gleichsam materielzeigen Sicht ¬ meine . mischtheit. zweckfen dar. dieauf fotos sind Weltalso keine sichraum nichtfür an kreative seiner ästhetik festmachen, gangs zuzulassen [...] ist das Beste, was dieJe mehr unerwartete war es,vieldas michsondern inspiriert hat, meine le gestalt gewinnt und erlebbar wird. Solche durch deren überzeichnung zu collagen, wird entfremdung undmultifunktionalität diesecollagen auch jektive abbildung der Wirklichk mehr anwird seiner und durchPlanung für den erhalt der urbanen Stadt tun geschaffen meines Wohnumfeldes in konstanz orte sind oft ergebnis des alterns der Stadt, das Bildder abermals abstrahiert. diemeine überlagezulässt, desto breiter wird dasJe Spektrum seiner zeigen Sicht auf mischtheit. mehr raum für kreative zweck-sich elemente integratikann.«***. die durch »unvollständige anzufertigen, in denen un- sondern des zerfalls, der Lücken hinterlässt, in denen rung des dargestellten öffentlichen raumes zu c nutzer. das zweckgerichtet-sein des eigenen durch deren überzeichnung entfremdung geschaffen wird und diese auch on« erzeugte vielfalt und Lebendigkeit ist nicht * hartmut häussermann, Walter Siebel: Stadt und urbanität, opladen/ farmington urbanes Leben sich breit machen kann. [...] hills 2007, a:139 mit elementen ausdas denBild beiden fremden kultuwird dadurch und es Spektrum seiner abermals abstrahiert. d zulässt, überwunden desto breiter wird das kontrollierbar oder gar bewusst zuhandelns gestalten. ** hand Paul Bahrdt: die moderne groû stadt, reinbek 195bei hamburg 1961, a:40ff. räume des dazwischen und zonen des über*** häussermann&Siebel, a:139 ren (Brasilien und rung Japan) konfrontiert den Bekommt zu einer annäherung das fremde, zu des dargestellten öffentli nutzer. dasanzweckgerichtet-sein des2007, eigenen »die unvollständigkeit ist wichtiger Bestand**** krusche, vogt: Strassenräume Berlin, Shanghai, Tokyo, zürich, Baden 2010, a:14 gangs zuzulassen [...] ist das Beste, was die trachter mit der fremde und zeigt, die fr aufsaugen,handelns verdauenwird und dadurch Transformiemit elementen ausdurch den beiden überwunden und es teil des öffentlichen raums, denneinem vor allem 195 Planung für den erhalt der urbanen Stadt tun so geschaffene neukomposition, ungewohnte rensich zu neuem. gelebte und sich überlagernde ren (Brasilien und Japan) konfro kommt zu einer annäherung an das fremde, zu in den ungeplanten Leerstellen kann das ***. die durch »unvollständige integratikann.« Perspektiven auf altbekanntes. die fremde kontextueltrachter mit der und ze einem aufsaugen, verdauen und Transformieunerwartete und flüchtige ereignen.«**** das on« erzeugte vielfalt und Lebendigkeit ist nicht le erweiterung dessoöffentlichen in Pegeschaffeneraumes neukomposition ren zu neuem. gelebte und sich überlagernde unerwartete war es, das mich inspiriert hat, kontrollierbar oder gar bewusst zu gestalten. tershausen, durch die überzeichnung mit elecollagen Wohnumfeldes in konstanz differenzen, ebenso wie die ephemere form dlichen kulturen mitmeines den heimischen »die unvollständigkeit ist wichtiger Bestandmenten der metropole São Paulo und Tokio, anzufertigen, in denen sich elemente der unvon gleichzeitigkeit und nähe, sind zeichen rn und dadurch neue möglichkeiten teil des öffentlichen raums, denn vor allem erzeugtform eine räumliche dualität und dicho*terschiedlichen hartmut häussermann, Walter Siebel:frage Stadt mit und urbanität, farmington von Qualität des öffentlichen durch n. natürlich kommt hier die differenzen, raumes. ebenso wie die ephemere kulturen den opladen/ heimischen hills den 2007, a:139 in ungeplanten Leerstellen kann sich das tomie, ähnlich dem japanischen gestaltungshand einer Paul Bahrdt: die moderne groûin stadt, reinbek hamburg 1961, a:40ff. unterschiedliche Werkzeuge und maû nahmen elemente***** aus megacity das von gleichzeitigkeit und nähe, sind zeichen überlagern und dadurch neuebeimöglichkeiten häussermann&Siebel, 2007,flüchtige a:139 **** das unerwartete und ereignen.« prinzipdurch gegensätze in einem vermittelnden **** krusche, vogt: Strassenräume Berlin, Shanghai, Tokyo, zürich,die Baden 2010, a:14 werden differenzen erzeugt. dies aufzuzeigen, iche konstanz transportiert werden von Qualität des öffentlichen raumes. entstehen. natürlich kommt hier frage unerwartete war es, das mich inspiriert hat, zustand zu vereinen. klar herauszustellen und zur diskussion in die und maû interessanterweise sind die drei me- megacity in das unterschiedliche Werkzeuge nahmen auf, wie elemente aus einer collagen meines Wohnumfeldes in konstanz durch die Transformation mir vertrauter orte, Öffentlichkeit zu bringen, war die intension , Berlin, São Paulo undkonstanz Tōkyō zwar werden differenzen erzeugt. dies aufzuzeigen, beschauliche transportiert werden anzufertigen, in denen sich elemente der unihre aufwertung durch fehlendes, soll für die dieser collagen. Wir uns nicht nur rschiedlich groû und unterschiedlich sind die drei meklarsollen herauszustellen undmit zur diskussion in die können. interessanterweise * hartmut häussermann, Walter Siebel: Stadt und urbanität, opladen/ farmington gemeinschaft, ebenso für das Private, ein dem fremden anfreunden, sonder als Be-war die ch die von mir herausgefillterten ele- und Tōkyō zwar hills 2007, a:139 Öffentlichkeit zu es bringen, intension tropolen, Berlin, São Paulo ** hand Paul Bahrdt: die moderne groû stadt, reinbek bei hamburg 1961, a:40ff. mehrwert geschaffen werden. diese Transforreicherung der eigenen nd ausschlieû lich auf der2007, Quartierse*** a:139 dieserLebenswelt collagen. verstehen. Wir sollen uns nicht nur mit allehäussermann&Siebel, unterschiedlich groû und unterschiedlich **** krusche, vogt: Strassenräume Berlin, Shanghai, Tokyo, zürich, Baden 2010, a:14 im erlebten raum dem vermischen sich die unter- sondermation ksam. diedicht, Quartiersebene ist der fremden anfreunden, es alsdes Be-Bekannten führen zu inspiration zu doch die von mir verherausgefillterten elehandlungen, schiedlichen handlungen seiner de maû stab. reicherung derBenutzer eigenenbzw. Lebenswelt verstehen. zu einer eingenständigen raummente sind ausschlieû lich auf der Quartierse-

n.«

n.«

»DIe eIgene Welt miT fremden augen BeTrachTen.«


195

21 Perspektiven auf altbekanntes. die kontextuelle erweiterung des öffentlichen raumes in Petershausen, durch die überzeichnung mit elementen der metropole São Paulo und Tokio, erzeugt eine räumliche dualität und dichotomie, ähnlich dem japanischen gestaltungsprinzip gegensätze in einem vermittelnden zustand zu vereinen. durch die Transformation mir vertrauter orte, ihre aufwertung durch fehlendes, soll für die gemeinschaft, ebenso für das Private, ein mehrwert geschaffen werden. diese Transformation des Bekannten führen zu inspiration zu handlungen, zu einer eingenständigen raumproduktion, zu einem mehrwert, einem Plus Ð TranSformaTionPLuS

My Learning from... 502

791

retavirp rehcilgej gnubehfua eid trhüf ,ssohcsegdre mi negnuztun -iewre hcrudad mi tobegna ne o û rg menie uz nelamixam ruz dnu muar nehciltneffö netret ztort ,renhoweB red erähpstavirP red gnurhaW .tiekhciltneffÖ ruz ehän red

sad nednibrev nehcäflnedoB eneffo -telrev enho ,nessua med tim nenni .erähpsstavirP red gnuz

-sartS-ijor sed negnirbnie sad hcrud hcis ni reitrauQ sad driw ,smetsysnes .rabreuqhcrud dnu gfiuäl u û f driw gnugeweB hcrud gnurhafremuar tim lleudividni redej ned ,neffahcseg muar reuen .nnak nemrof dnu nemhenna

-gnirdnie rov netavirP sed gnuttohcsba .tiekhciltneffÖ red nekcilB nehcil

.negarag eid fua kcilB tim trhafniefoh tiekhciltnefföblah tettohcs nenhoW -iltneffö nednebegmu mov sefohretnih sed .ba muar nehc regnäl thcin muar retavirpimes tsi hcrudad -lletsba enier nrednos ,muarsnoitakinummok .netrewuzfua redeiw se tlig eseid .ehcäfl

199

provocationS 203

Schwellenräume als Teil des privaten raumes, ohne aufenthaltsqualität und möglichkeiten zum austausch. die Schwellenräume sind stark introvertiert und eher dem Privaten zugeordnet. Sie stellen den ersten kontakt zur auû enwelt her und sollten daher eher zum öffentliche raum hin orientiert sein.

die horizontalität durch einheitliche Traufhöhen lenkt den Blick in die ferne und lässt das nahe ausser acht.

durch Öffnung der Schwellenräume nach auû en, bis hin zu ihrer fast vollständigen auflösung, verwischt die grenze zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, ohne die Privatssphäre des einzelnen zu verletzen.

durch einbringung von groû formen werden akzente gesetzt und der Blick vom horizont auf den öffentlichen raum gelenkt.


0 1

MASTER POROJECTS


0 1. 1 25

O ESPAÇO PUBLICO: LIBRARY FOR CABUÇU DE BAIXO


27


0 1. 2 29

FREIGEIST - EIN MAHN-MAL

In 1415, d ur ing the C ouncil to Con sta n c e the C z ech refor m er Jan H us wa s c on vic ted of his cr itical thoughts and te a c h in gs and executed on the p yre. But h is in te llectual legacy sur v iv ed and well-f ou n de d what we know as freed om of con sc ie n c e and sp eech, one of our con stitu tion a l r ights. For the 600th anniv er sar y in 20122016 the city C onstance wants th e re f ore a m onum ent for Jan H us. In th e c ou r se Design & Sp ace we had to cre a te a de sign for Jan H us in coop er ation with stu d ents of com m unicational d esign u n de r the sup er v ision of Prof. Eb er ha rd S c h la g and Prof. M y r iam Gautschi. The b asic id ea of „Freigeist“ d e r ive d f rom a function-p r incip le of a v ir us. I n a sim ple and easy way p rovoking p oi n ts of th e vir us „Freigeist“ infect p asserby in th e p ub lic sp ace(here the und er p a ss in th e p ed estr ian p recinct of C onsta n c e ) with the thoughts of Jan H us. An insta lla tion creates the centre of the vir us , in wh ic h visitor s can lear n m ore ab out the topic of Jan H us and the freed om of con sc ie n c e and sp eech. The Installation c re a te s th e room s. in the fir st room d iffere n t pe ople tell their stor ies and exp er ience s with h u m an r ights and freed om of spe e c h . Th e visitor s are in the center of this 360-De gree-Panor am a there through th e y be com e p ar t of the d ialogue. In the se c on d room exp er ts in histor y, theolog y a n d sociology d iscuss Jan H us, his te a c h in gs and the er a in which he lived . Th is discussion connects the histor ica l c on te xt to these d ays. In room three th e visitor s are encour aged to leave their own stor ies through which they them se lve s c a n extend the m em or ial.

The constr uction of the colum n s is m a de out of slightly tr ansp arent Plexigla s c on str uction. From the insid e the in f or m a tion are b rought in and lights the c olu m n s up . They are connected to th e grou n d, looking like a b reakout of the v ir u s.

Wä h re n d de s K on sta n ze r K on zil s w u rde im J a h re 1415 de r Tsc h e c h isc h e R e f or m a tor J a n H u s a u f gr u n d se in e r k r i t i sc h e n L e h re n u n d Ge da n k e n zu m To d e ve r u r te ilt u n d a u f de m S c h e ite rh a u f e n ve r br a n n t. S e in ge istige s Ve r mä c h t n i s je doc h le bte we ite r u n d be gr ü n d e t d a s , wa s wir h e u te Ge wisse n sf re ih e i t n e n n e n , e in e s u n se re r Gr u n dre c h te . Z u m 600-jä h r ige n K on zilju bilä u m 201 2 - 2 0 1 6 m öc h te die S ta dt K on sta n z J a n H u s d e s h a lb e in De n k m a h l se tze n . I m M od u l D e sign u n d Ra u m sollte in K oope r a t i o n mi t K om m u ik a tion sde sign -S tu de n te n u n t e r de r L e itu n g von P rof . E be r h a rd S c h l a g u n d P rof . M yr ia m Ga u tsc h e in De s i g n f ü r J a n H u s e n ste h e n .

Da s Gr u n dk on ze pt von F re ige is t l e i t e t sic h a u s de r F u n k tion swe ise e in e s V i r u s a b. Die provozie re n de n S pitze n d e s V i r u s “F re ige ist” in f izie re n de n P a s s a n t e n im öff e n tlic h e n Ra u m (h ie r die M a r k t s t ä t te n u n te r f ü h r u n g in K on sta n z) a u f e i n f a c h e A r t u n d We ise m it de n Ge d a n k e n J a n H u s´. E in e I n sta lla tion bilde t d e n V i r u sk e r n , in de n de r Be su c h e r e in d r i n g e n k a n n , u m sic h n ä h e r m it de r Th e m a t i k J a n H u s u n d M e iu n gs- u n d Ge da n k e nf re i h e i t zu be sc h ä f tige n . Die I n sta lla tion b e s t e h t a u s dre i Rä u m e . I n Ra u m 1 e r zä h l e n v e rsc h ie de n e M e n sc h e n ih re Ge sc h i c h t e n ü be r M e n sc h e n re c h te u n d M e in u ng s f re i h e it. De r Be tr a c h te r ste h t in de r Mi t t e e in e s 360-Gr a d-P a n or a m a s u n d w i rd s o Te il de s Dia logs. I n Ra u m 2 f ü h re n v e rsc h ie de n e E xpe r te n e in Ge spr ä c h ü b e r J a n H u s, se in e L e h re n u n d die Z e i t i n de r e r le bte , wodu rc h de r ge sc h ic h t l i c h e K On te xt m it de m H e u te ve r k n ü p f t w i rd . I n Ra u m 3 wird de r Be su c h e r vo n e i n e r P e r son e r m u tigt se in e e ige n e Ge s c h i c h t e zu h in te r la sse n , wodu rc h e r da s Ma h n m a l se lbst zu e r we ite r n . Die S te h le n k on str u k tion ist e in e l e i c h t tr a n spa re n te A c r ylgla s K on str u k ti o n . S i e wird von in n e n be le u c h te t u n d m i t I n f o rm a tion e n be spie lt. Die S te h e le n s i n d i m Bode n e in ge la sse n u m de n “A u s b r u c h ” de s V ir u s zu sym bolisie re n .


Material Mood

Obere MarktstŠ tte Traffic

Die Bodenstruktur

Untere MarktstŠ tte Wie schon in der Virusstruktur und dem Infektionsweg beschrieben, braucht es mehrere Phasen der Infektion. So benš tigen wir zwar ã einenÒ Ort, dieser muss jedoch die Mš glichkeit bieten, diese unterschiedlichen Phasen zu bedienen. Einen solchen Ort stellt die UnterfŸ hrung dar.

htnis. g von esellergeieser g des insricht, diese e entktuel] das r, [...] m des n[...]“. oder Reakn erDies erade mesdarf mehr-

Phase 1: Provozierende Spitze

FŸ r die provozierende Spitze suchten wir in der UnterfŸ hrung einen Ort, an dem viele Menschen bis dato unbeachtet und schnell vorbei geschleust werden. An genau solch einem Ort wird die von uns angedachte Spitze am besten wirken.

Phase 2: Virus Kern Der Virus Kern benš tigt einen Platz, an dem sich die Menschen zurŸ ckziehen kš nnen, an dem sie die nš tige Ruhe finden und sich mit den Informationen auseinandersetzten kš nnen, um diese dann zu reflektieren. Einen solchen Platz bieten die Plateaus gegenŸ ber dem ARAN. Sie bieten durch ihre unterschiedlichen Ebenen sogar die Mš glichkeit, die unterschiedlichen Informationsphasen im Kern ideal zu unterteilen.

Die Bodenstruktur

s, als sind ht zu kraft tsteiDinge h den n und zum ie an

Der ideale Punkt bot sich uns nun direkt unter der BrŸ cke, vor dem Aufgang zur MarktstŠ tte. Die WŠ nde bieten eine gro§ e, bis dato ungenutze FlŠ che an der wir unsere Spitze integrieren kš nnen.

Skulp112)

Der Aufbau des Virus

Der Weg der ã InfektionÒ

Die Ausbreitung Der des WegVirus der ã InfektionÒ

Material Mood

6

Kommunikation als TrŠ ger Die Basis

Jan Hus Grundgedanke

Jan Hus Grundgedanke

Jan Hus mit seinen Taten und seinen Werten dient als Ausgangspunkt. Er bildet die Basis des Mahnmals.

infizierter Passant

Die provozierende Spitze hat infizierter den Passanten infiziert und wird Passant ihn in seinem Denken und Handeln beeinflussen

Passant

1: Provozierende Spitze DiePhase provozierende Spitze hat den Passanten infiziert und wird ihn in seinem Denken und Handeln beeinflussen

Traffic

Die Kommunikation und jeglicher damit verbundene Austausch Ÿ ber Phase 1: Provozierende Spitze das Gesehene und Erlebte wird zur Passant Verbreitung des Virus beitragen. Hierbei kann auch das Internet genutzt werden. So, dass die Ausbreitung ã liveÒ zu beobachten ist und man aus aller Welt die Reaktionen Ÿ ber das Thema beobachten kann.

Untere MarktstŠ tte

infizierter Bekannter provozierende Spitze

J.H.von Heute

J.H.von Heute J.H.von Heute

J.H.von Heute

provozierende Spitze

J.H.von Heute

J.H.von Heute

Projektion in die Gegenwart Hus Die † bertragung in dieJan Gegenwart J.H.von J.H.vondie ã Jan Hus von HeuteÒ wird durch GrundHeute Heute transportiert. Diese Personen gedankesind ganz ã alltŠ glicheÒ Menschen, die sich entweder selber fŸ r eine Form der Freiheit eingesetzt haben oder eben J.H.von J.H.von ihre EinschrŠHeute nkung erlebt haben. Heute J.H.von Heute

J.H.von Heute

Jan Hus Grundgedanke

J.H.von Heute

J.H.von Heute

J.H.von Heute J.H.von Heute

Phase 2: Virus Kern

Phase 2: Virus Kern

Der Virus Die Gedanken beider Parteien (Jan Hus und J.H. von Heute) verschmelzen zu einem gemeinsamen Grundgedanken und bilden somit die Basis / den Kern des Virus.

Durch die Informationsaufnahme und den Austausch im Viruskern wird der Besucher infiziert und gleichzeitig das Virus verŠ ndert und weiterentwickelt

Durch die Informationsaufnahme und den Austausch im Viruskern wird der Besucher infiziert und gleichzeitig das Virus verŠ ndert und weiterentwickelt

interessierter Besucher Betritt das Objekt

Informationsaufnahme und Austausch

?

interessierter Besucher Betritt das Objekt

Informationsaufnahme und Austausch

?

Durch die Kommunikation wird der Besucher seinen Bekannten mit der Idee infizieren und auch sein Denken und Handeln wird sich verŠ ndern

Bekannter

infizierter Besucher

Kommunikation


31


0 1. 3 33

SCHOOL (R)EVOLUTION - SCHOOL+

In Feb r uar y 2011 I took p ar t at th e C a r ibb ean W inter School of the M SA M ü n ste r School of Architecture in H ava n a , C u ba . The C ar ib b ean W inter School u n de r th e sp onsor ship of the UIA d eals with th e p otential of school and ed uca tion a s a d r iving force for ur b an and so c ia l de ve lop m ent, as gener ator for a ind e pe n de n t civ il society. It sup p or ts the inte r n a tion a l exchange b etween stud ents o f va r iou s countr ies and a m ystified cou n tr y lik e C ub a. In H av ana a p er iod of tr a n sition and ur b an renewal is exp ected. Toge th e r with C ub an stud ents the task of th e wor kshop was to d esign a sc h ool th a t d em onstr ates new p er sp ective s wh e n d ealing with str uctur al change a s a c on seq uence forces. The d esigned p r im ar y school in H a va n a C entro aim s to b e the „+“ itself . Th rou gh lifting up the whole school b y 5m (typic a l height of a C ub an storey ) a c om m u n ity sp ace for com m unication and e xc h a n ge is created . The school also c om bin e s the m ain com p onents of the Cu ba n c u lture. M usic, r hythm and d ance a re pre sent ever ywhere and ev en th e sk ylin e architecture rem ind s of r hythm a n d dynam ics. The skyline at our b u ildin g site has a d eep and strong r hythm t h a t sh ows m any sim ilar ities with an eq ual ize r c u r ve of C ub an m usic. All schoolro om s with p ub lic excess, like the d ining ro om a s re staur ant or the PC classroom a s in te r n e t café, are located und er the un if yin g le vel. This concrete slab is the c om bin in g elem ent b etween the three sc h ool-tower s as well as b etween school a n d pu blic and it is also the m ain p laygrou n d. I n th e school-tower s there are the e xpa n da ble classroom s (gr ad e 1-6) that a re c on nected through integr ative sp a c e with in the d ifferent gr ad es. These in te gr a tive sp aces create com m unication a n d e xchange in the sm allest scale a n d c re a te an op en-m ind ed atm osp here.

I m F e br u a r 2011 n a h m ic h te il a n d e r Ca r ibbe a n W in te r S c h ool de r M S A M ü n s t e r S c h ool of A rc h ite c tu re in H a va n n a , Ku b a . Die C a r ibbe a n W in te r S c h ool u n t e r d e r S c h ir m h e r r sc h a f t de r UI A be sc h ä f t i g t sic h m it de m P ote n tia l von S c h u l e u n d Bildu n g a ls Tre ibk r a f t f ü r u r ba n e un d s o zia le E n twic k lu n g, a ls Ge n e r a to r e i n e r u n a bh ä n gige n Ge se llsc h a f t u n d f ö rd e r t de n in te r n a tion a le n A u sta u sc h vo n S t u de n te n ve r sc h ie de n ste r L ä n de r mi t e i n e m m yth e n u m wobe n e n L a n d wie K u b a . H a va n n a sie h t sic h ge r a de m ome n t a n vor e in e r Ze it m a ssive Wa n de ls. A u f g a be de s Wor k sh op wa r e s zu sa m m e n mi t de n k u ba n isc h e n S tu de n te n e in e S c h u le zu e n twe r f e n die n e u e P e r spe k t i v e i m Um ga n g m it de n str u k tu re lle n Wa n d e l a l s K on se qu e n z de r Globa lisie r u n g e rö ff n e t .

Die ge pla n te Gr u n dsc h u le in Ha v a n n a C e n tro se tzte sic h a ls Zie l se lbst d a s „ + “ zu se in . Du rc h da s A n h e be n de r g e s a mte n S c h u le u m e in k u ba n isc h e s Ge s c h o s s (5m ) e n tste h t Ra u m f ü r K om m u ni k a t i o n u n d A u sta u sc h f ü r die Qu a r tie r sb e w o h n e r. Die S c h u le n im m t zu de m die Ha u p t k om pon e n te n k u ba n isc h e r K u ltu r i n s i c h a u f . M u sik , Rh yth m u s u n d Ta nz s i n d a llge ge n wä r tig pr ä se n t u n d se lb s t d i e S ta dta rc h ite k tu r sc h a ff te de n E i n d r u c k von Rh yth m u s u n d Dyn a m ik . Die S k y l i n e im Um f e ld de s Gr u n dstü c k s ist g e p r ä g t von die se m tie f e n u n d sta r k e n Rh y t h mu s , die e in e m sta r k a n die E qu a lize r Ku r v e von k u ba n isc h e r M u sik e r in n e r t. S c h u l r ä u m e , die f ü r die Öff e n tlic h k e it z u g ä n g lic h sin d, wie die K a n tin e a ls Re s t a u r a n t ode r a be r a u c h de r C om pu te r r a u m a l s I n te r n e tk a ff e e be f in de n sic h u n t e r d e r ve r bin de n de n P la tte . Die a ble sba re P l a t te die n t a ls Ve r bin du n gse le m t zw i s c h e n de n dre i S c h u ltü r m e n sowie zwisc h e n d e r sc h u le u n d de r Öff e n tlic h k e it u n d i s t d e r H a u ptsc h u lh of . I n de n dre i S c h u l t ü r me n be f in de n sic h die e r we ite r ba re n K l a s s e n zim m e r de r K la sse n 1-6, die u n te re i n a n de r ve r bu n de n sin d m it du rc h in te g r a t i v e Rä u m e in de n e n die S c h ü le r de r u n t e rsc h ie dlic h e n K la sse n zu sa m m e n k o mm e n . Da du rc h ist K om m u n ik a tio n u n d A u sta u sc h a u c h im K le in e n m ögli c h u n d sc h a ff t e in e off e n e A tm osph ä re .


35

nursery

urban farming

Sportsarea

arts

Administration salA polifunctional Prescolar science dining language

groundoor - culture & sports

internet libary

isometry & functions functiions prescolar

dining libary Language

Sleeping Sleeping Sleeping

kitchen

Atrs

Nursary Directory head of school

mezzanine - arts & air

prescolar C1

science

C1 Gym area

Atrs

C1

speechphysiology

teacher

1.oor - playground


0 1. 4 37

LESS IS MORE - SOLAR DECATHLON

The Solar D ecathlon is an inte r n a tion a l Stud ent com p etition. The m ain a spe c t of this com p letion is the sym b iosis be twe e n ener gy efficiency, d esign and inn ova tion . M ob ility also p lays an im p or ta n t role in the jud gm ent. The b uild ing wi ll be bu ilt up in C onstance, and then d e c on str u c ted , tr ansp or ted to M ad r id and bu ilt u p there again to b e p resented on th e e xhib ition taking p lace there. Be c a u se is a v er y inefficient p rocess in o u r spe e d up lifesty le we cam e up with th e ide a to create a b uild ing that can be m ove without d econstr uction. There th rou gh it can b e b rought to any p lac e on th is wor ld and is instantly read y to lif e in . For this reasons it ser ves the n e c e ssities of the tod ay ’s and the future lif e style b est. In our m od er n society c h a n ge of p lace and long-ter m b usiness tr ips be com e m ore and m ore usual and c re a te s m od er n nom ad s and new ho m e wh ic h changes with tim e, sp ace and c lim a te . Through this thinking the id ea to re u se and red esign cooling container s a s livin g sp aces. C ontainer s that can b e ta k e to any p lace at any tim e.

The innovative p ar t in this conc e pt is th a t it is ab le to ad ap t to m any d iffe re n t in te rp retation of living. The containe r se r ve s all d em and s for living and wo r k in g a n d is a m ost flexib le m od ule. In spite of th e sm all inner sp ace of the contai n e r, it c a n create sp aciousness. The m a in m odu le of one container ser ves all livin g n e e ds, 30q m for living, d ining, cookin g a n d sa nitar y. But through ad d ition of m ore c on tainer s even luxur y sp aces can be a c h ie ved . The sp ace can grow with th e n e e ds of singles, coup les or fam ilies. To m ove the m od ules along the m ain a xis c re a te not only a sum m er- and a win te r-h ou se b ut also exciting inner and oute r spa c ia l situations.

De r S ola r De c a th lon ist e in in te r n a t i o n a le r S tu de n te n we ttbe we r b, in d e m e s u m die S ym biose von E n e r gie e ff i z i e n z , De sign u n d I n n ova tion ge h t. I n d i e s e m We ttbe we r b spie lt die M obilitä t d e s G e bä u de s e in e wic h tige Rolle . Da s G e bä u de soll in K on sta n z e r ste llt w e rd e n , da n a c h a bge ba u t u n d n a c h M a d r i d z u tr a n spor tie re n , dor t a u f zu ba u e n un d a u f e in e r M e sse a u szu ste lle n . E in la ng w i e r i ge r P roze ss in u n se re m im m e r mo b i l e re n L e be n sstil. Da h e r k a m u n s di e I d e e , da s Ge bä u de a ls Ga n ze s in e in e m S t ü c k zu tr a n spor tie re n , wodu rc h e s a n j e d e n Or t de r We lt ge br a c h t we rde n k a n n u n d sof or t be zu gsf e r tig ist, wodu rc h e s d i e h e u tige n u n d zu k ü n f tige n L e be n s w e i s e n u n se re r Ge se llsc h a f t a m Be ste n b e d i e n e n k a n n . I n vie le n Be r u f e n sin d O r t s we c h se l u n d lä n ge re Ge sc h ä f t s re i s e n n or m a l. F ü r die se m ode r n e n N o ma d e n wird e in e H e im a t ge sc h a ff e n , die s i c h mi t de m Or t, de r Ze it u n d de m K lim a ä n d e r n k a n n . S o e n tsta n d die I de e , K ü h lt c o n t a i n e r zu Woh n u n ge n a u szu ge sta lte n. Co n ta in e r k a n n m a n ü be r a ll h in m itn e h me n . Da s N e u e a n die se m K on ze pt is t , d a s s e s sic h a n a ll die u n te r sc h ie dlic h e n A u f f a ssu n ge n von Woh n e n a da ptie re n k a n n . De r C on ta in e r a ls M odu l. E r e r f ü l l t a l l e A n spr ü c h e a n Woh n e n u n d A r b e i t e n u n d ist im h öc h ste n M a ß e f le xi b e l . E r sc h a ff t trotz k le in e r F lä c h e Groß z ü g i g k e it. M öc h te m a n e h e r lu xu r iös a uf e i n e r groß e n F lä c h e woh n e n , k a n n du rc h A d d i tion von m e h re re n F r a c h tc on ta in e r n d i e s e r f ü llt we rde n . I st de r P la tzbe da r f j e d o c h e h e r k le in , k a n n m a n a u c h m it n u r e i n e m C on ta in e r a lle Be dü r f n isse de c k e n . I n de m Gr u n dc on ta in e r be f in de n si c h a u f c a . 30 m ² da s Woh n -, E ss-, K oc h - u n d da s Ba de zim m e r. De r Woh n r a u m w ä c h s t m it. De r S in gle m it e in e m C on ta in e r, d e m Gr u n dm odu l, da s P a a r m it zwe i Co n t a i n e r n u n d die F a m ilie m it Dre ie n - o d e r e n tspre c h e n d de r A n za h l von K i n d e r n - a u c h m e h r C on ta in e r n . Die C o n t a i n e r sin d in h or izon ta le r Ric h tu n g e n tl a n g i h re r L ä n gsa c h se ve r sc h ie bba r. D a d u rc h e n tste h t n ic h t n u r e in S om m e r u n d W i n te r h a u s, son de r n a u c h spa n n u n g s v o l l e Ra u m situ a tion e n in n e n wie a u sse n .


reisemöbel für moderne nomaden Madrid Hongkong New York Buenos Aires Rio de Janeiro Kapstadt

container = wohnlich? urbane einbindung

Präfabriziertes Massenprodukt = Individualität Mobilität = Heimat

der schrebergarten

öffnung container

=

„openside“ oder plane

less is more

„jap is more“

kühlcontainer

120mm isolierung

container Mobilität Flexibilität Bewegung Globalisierung Zukunft?


„Jeder kennt die blecherne Kiste, man sieht sie auf Lastwagen, Zügen und Schiffen. Der Container ist so schlicht, dass man eigentlich nicht lange über ihn nachdenkt. Doch er hat die Welt verändert.“

minimum dwell - single

31.03.2006 / RB/ SRR

persepctive

medium dwell - double

maximum dwell - tripple

light maximum dwell - tripple

interior situation

sections

39


0 1. 5 41

SINNLICHKEIT & SELBSTBESTIMMUNG - HOSPICE ROOM

What can b e, should b e and m u st be achiev ed b y sp ace? H ow d oes spa c e look like that has to accom p lish more th a n just functional claim s. Sp ace th a t be c om es hom e, that is source of stre n gth a n d creates the atm osp here to let live go in tim es of sickness and d eath. T h is spa c e is m ore than a p atient room . Th is spa c e b ecom es a room for liv e, for re tre a t, f or review and stor ies b ut also for h ope a n d p rosp ectiv e.

Two things p lay an im p or tant role in th is d esign. Fir stly the sensuality of spa c e , to exp er ience sp ace with all se n se s a n d there through to exp er ience a ll se n se s. Second ly to for m sp ace that cre a te s m a xim um self-d eter m ination. The senses of the p atient will be stim u la ted through d ifferent elem ents a n d m a te r ials. These elem ents gener ate se c u r ity and also d ifferent p er sp ectives. Th rou gh the p lay of light and shad ow n e w in sights and p rosp ectiv e can b e a c h ie ve d and therefore exciting atm osp he re s, Another im p or tant p oint in thi s sta te of the p atients is m ob ility and sel f -de te r m ination that is also accom p lishe d by th e se elem ents. The „Schlafinsel“(th e be d) can b e m oved anywhere in the room a n d creates together with a chaise lon gu e a d oub le b ed . This m akes hum an n e a r n e ss p ossib le. The „Bücher kiste“( side boa rd for p er sonal b elongings of th e pa tie n t) can also b e m oved freely in the room a n d give all the im p or tant p er son a l be lon gings of the p atient a p lace nea r by th e m . The „Leb ensb and “ in the com b in in g e le m ent. It not only fr am es the p a n or a m ic view (wallp ap er ) that inv ites th e vie we r to d ayd ream s b ut also for m s spa c e f or exhib ition of all valuab les. The concep t creates sp ace for a n e m a n cip ated p atient. Sp ace gener a tin g se lf d eter m ination, free d evelop me n t a n d there through sp ace for shelte r a n d se cur ity. It for m s hom e and giv es th e possib ility for find ing your self and le ttin g go the rest.

Wa s m u ss, da r f , k a n n Ra u m a lle s l e i s t e n ? W ie sie h t Ra u m a u s, de r m e h r a l s n u r se in e n f u n k tion a le n A n spr ü c h e n g e n ü ge n m u ss, de r vie lm e h r in de r Ze i t e i n e r sc h we re n E r k r a n k u n g, de s K r a f t s c h ö p f e n s u n d de s gle ic h ze itige n A bs c h i e d n e h m e n s u n d L osla sse n s e in S tü c k He i m a t be de u te n soll. Da s Zim m e r is t me h r a ls e in P a tie n te n zim m e r. E s wird z u e i n e m L e be n sr a u m , e in e m Or t f ü r R ü c k zu g, A u sblic k , Rü c k blic k u n d Ge s c h i c h te n . I n die se m E n twu r f spie le n zwe i D i n g e e in e e n tsc h e ide n de Rolle . Zu m E i n e n die S in n lic h k e it von Ra u m , ih n mi t a l l e n S in n e n e r le bba r zu m a c h e n u n d d a d u rc h S in n e be wu sst zu m a c h e n . Un d a l s Z w e i te s größ t m öglic h e S e lbstbe stim mu n g . Du rc h ve r sc h ie de n e E le m e n te u n d Ma te r ia lie n we rde n die u n te r sc h ie d l i c h e n S in n e de s P a tie n te n a n ge sproc h e n a b e r e r m öglic h t a u c h P e r spe k tivwe c h s e l u n d sc h a ff e n Ge bor ge n h e it. Du rc h da s S p i e l von L ic h t u n d S c h a tte n , die E i n b l i c k e u n d A u sblic k e e r m öglic h e n we rde n s p a n n u n gsvolle S tim m u n ge n e r ze u gt . A u c h M obilitä t u n d S e lbstbe stim m u n g w e rd e n du rc h die E le m e n te e r re ic h t. S o k a n n da s „S c h la f in se l“ n ic h t n u r f re i im R a u m ve r sc h obe n we rde n , son de r n du rc h e i n e C h a ise lon gu e zu e in e m Doppe lb e t t e rwe ite r t we rde n , we lc h e s m e n s c h l i c h e N ä h e e r m öglic h t. Die m obile „Bü c h e r k i s te “ k a n n e be n f a lls f re i ve r sc h obe n w e rde n u n d ist de r ga n z pe r sön lic h e A u f be wa h r u n gsor t von H a bse ligk e ite n d e s P a tie n te n . Da s „L e be n sba n d“ i s t d a s ve r bin de n de E le m e n t. E s sc h a ff t A u s ste llu n gsf lä c h e f ü r We r tstü c k e de r P a t i e n te n u n d r a h m t e in e P a n or a m a a u s s i c h t , die zu m tr ä u m e n e in lä dt. Da s K on ze pt sc h a ff t Ra u m f ü r de n mü n dige n P a tie n te n . Ra u m zu r S e lbstb e s t i mm u n g, zu r f re ie n E n tf a ltu n g u n d d a d u rc h Ra u m f ü r Ge bor ge n h e it. E s sc h a ff t E l e m e n te von H e im a t, u n d e r m öglic h t d a s A n k om m e n be i sic h se lbst u n d d a d u rc h e in L ossa ge n vom Re st.


elements of the room

Nähe

Erinnerungen gen ge

„lle lebensbaand“

„schla laf la afifin insel“

ssind si i es,

die das Leben zusammen binden

vertreibt bt di bt d die i Einsamkeit und sc sschafft ch ha afffff Vertrautheit

movable & additionanable bed & privat sideboard

main sideboard generating „senic view“

panoramamottiive

Bücher her Ibust

maiosae stinulp arumquo con nobit, im entibus aut eni berum voluptamus, nos modipsa ntusapedia net, cupit assitio nsedis magnien dernates mo to te nonse venimusda vollupta venimet ut explab inus et pa poreper iberes di tores perciendel ium

„bücherk rkis rk i te is t“

schaffen schaff hafff ha ffe en Heimat.

Sie binden Erinnerungen zwischen ihren Z Zeilen i h ih il

faccusam fugita pe eume offictiusam haruntiur aligent la ex explabor rem volupta tibus, quist, omniene ventio beatur? Dendae. Et mi, quatur, cullam imaxim namus aciatur, que molores volupienimin cus, videmque sinus aut id quist fugitae volloribusa duciet, imusam fugiaeptas qui cuscit lam aut lit accuptatur aboriatet quibusam et voluptasperi conseca boribustem es aut iliquasit, venistiorum coreicLitio. Nequo cum remporeic tecti sitio. Ra inctiis id ut haritecearum sequi dem is ressimi, volesecte con re lisnt

s

diffetent wallpapaer for the „senic view“

privat sideboard for books etc


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materials

BETT MIT AUSSICHT

DOPPELBETT

TROTZ SICHTSCHUTZ DURCH DIE BÜCHERKISTE

GÄSTERCHAISLOUNGE + PATIENTENBETT

variaties

CHAISELONQUE GÄSTEBETT

"LEBENSBAND“ SIDEBOARD, INKL MED. ANSCHLÜSSE

SCHRANK

A2

BAD, BESTAND

A1

PATIENTENBETT

FREI IM RAUM BEWEGLICH

groundplan

sections

"BÜCHERKISTE“ FREI IM RAUM BEWEGLICH


0 1. 6 45

ÜBESETZT - TRANSLATION OF MODERNITY IN BRAZIL & CUBA

Üb er setz t. In the cour se „ Übe r se tzt - tr anslation of m od er nity“ in 2010 we looked t the influences of p la c e a n d tim e on Br azilian and C ub an arc h ite c tu re b ased on the thinking ab out m ode r n ity of Le C or b usier. M od er nity is tr a n sf orm ed - t(r )op icalised - in the cultu r a l c on text. The q uestion was: how ca n a c on str uction of thoughts b e tr ansfo r m e d in to an architectur al d esign tool th a t re a c ts on p lace and tim e and there th ou gh on cultur al p eculiar ities? We analy zed the histor ical tim e lin e with its p olitical and econom ical inf lu e n c e s. And p ar allel to this we looked a t th e lif e lines of cer tain architects. W ith th e wa llp ap er / newsp ap er we tr ied to poin t ou t the influence of Europ e and the US A on Br az il and C ub a. „Breaks“ show th e m a in histor ical occur rences that had a stron g im p act on the architectur al d eve lopm e n t in each countr y. „C ultur al clouds“ poin t out the tr ansfor m ation and tr an sla tion of fam iliar and well-known elem e n ts. Du e to that fact architectur al elem e n ts ge t com b ined and tied to tr ad ition s. Th e se „cultur al cloud s“ show unusua l pe r spe c tives and references. Through th a t f a c t the q uestion WH Y ap p ear s. Wh y wa s L e C or b usier so successful in Latin A m e r ica? For m ore read „Entr ad a Salid a“

Übe r se tzt. I m S e m in a r „Übe r se tzt - Tr a n s f or m a tion of M ode r n ity“ im WS 2 0 1 0 2011 u n te r su c h te n wir die E in f lü s s e v o n Or t u n d Ze it a u f die br a silia n isc h e u n d k u ba n isc h e A rc h ite k tu r, ba sie re n d a u f de n Ge da n k e n von M ode r n e von L e Co rbu sie r. I m in te r k u ltu re lle n K on te x t w i rd M ode r n e tr a n sf or m ie r t; t(r )opik a l i s i e r t . Un se re F r a ge wa r : wie k a n n e in G e d a n k e n k on str u k t in e in a rc h ite k ton i s c h e s Ge sta ltu n gswe r k ze u g tr a n sf e r ie r t w e rde n , we lc h e s a u f Or t u n d Ze it u n d - d a m it ve r bu n de n - a u c h a u f k u ltu re l l e E i ge n a r te n re a gie r t? W ir u n te r su c h te n die h istor isc h e Z e i t l i n ie , m it ih re n politisc h e n u n d wir t s c h a f t lic h e n F a k tore n u n d pa r a lle l da z u d i e L e be n slin ie n von a u sge wä h lte n A rc h i t e k te n . M it H ilf e e in e r Wa n dze itu n g ve r s u c h te n wir de n E in f lu ss von E u ropa u n d d e n US A a u f Br a silie n u n d K u ba da r z u s t e l le n . „Bre a k s“ ze ige n die wic h tigst e n h i s tor isc h e n E re ign isse , die e in e n s t a r k e n E in f lu ss a u f die a rc h ite k ton isc he E n t wic k lu n g in de m je we ilige n L a n d h a t t e n . „K u ltu re lle Wolk e n “ ze ige n die Tra n s f o rm a tion u n d Tr a n sla tion in ve r tr a ut e u n d be k a n n te E le m e n te . Da du rc h we rd e n a rc h ite k ton isc h e E le m e n te a n Tr a d i t i o n e n ve r k n ü pf t u n d m ite in a n de r ve r b u n d e n . A u c h ze ige n die se „K u ltu r-Wolk e n “ u n ge wöh n lic h e P e r spe k tive n u n d R e f e re n ze n . Doc h da m it tr a t die F r a ge a uf n a c h de m WA RUM ? Wa r u m wa r L e C o r b u s i e r in L a te in a m e r ik a so e r f olgre ic h ? m e h r da zu im Bu c h „E n tr a da S a lid a “


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CONCERTHALL TORCELLO ISLAND Die I n se l Torc e llo, die e ige n tlic h e U r z e l le Ve n e digs, lie gt im N ordoste n d e r L a gu n e . I m m e r m e h r Be su c h e r zie ht d i e s e idyllisc h e I n se l a n . Von de r e in s t d i c h t be sie de lte n Ur ze lle ste h t h e u te n u r n o c h de r Re ste de s e in stige n Ze n tr u m s , f re i u n d oh n e stä dtisc h e Um ge bu n gss t r u k t u re n . Da h e r ste h t im F ok u s da s h i s t o r i sc h e Ze n tr u m in e in e n n e u e n K on t e x t z u ste lle n . Da s ve n e zia n isc h e L e be ns g e f ü h l von L a n gsa m k e it u n d Ge la sse n h e i t s o l l da be i Gr u n dla ge f ü r de n A u f e n t h a l t i m idyllisc h e n Gr ü n bilde n . Da s E n twu r f sk on ze pt ve r f olgt d a s Z i e l Be su c h e r u n d Be woh n e r Torc e l l o s d i e M öglic h k e it zu ge be n , die Re ssou rc e Na tu r, die n u r se h r be gre n zt in de r S t e i n sta dt Ve n e dig vor h a n de n ist, m it e i n e m k u ltu re lle n E re ign is zu ve r bin de n. Na t u r u n d K u ltu r, im Be son de r n M u sik , a l s Mo tor f ü r L e be n squ a litä t u n d S ta dte n t w i c k lu n g.

a es t e a b eco e t e sp a c e do nating sculp ture and p ut m usi c in to th e centre o f a ttention. Same d oes th e K amm er-C oncer thall. It is located in th e on l y still exc iting p r im ev al forest o f Italy a n d has a 270° scen ic v iew into t his u n iqu e f o rest which sets the music and the visitor i nto the right setting.

Da s groß e K on ze r th a u s bilde t da s n e u e Ze n tr u m de r I n se l. Du rc h se in e L a g e i m Wa sse r u n d die F a ssa de n ge st a l l t u n g n im m t e s be ste h e n de Tr a ditione n a u f u n d se tzt sie in n e u e n K on te xt. D u rc h die Ve r spie ge lu n g de r M osa ik -F a s s a d e ve r sc h m e lze n da s A lte u n d da s Ne u e , die N a tu r u n d die S ta dt. A u c h im I n n e r n f in de t sic h die se Ve r sc h m e lzu n g d u rc h gr ü n e Glä se r in de r F a ssa de wie d e r. S i e e r ze u ge n zu de m e in S pie l a u s L ic h t u n d S c h a tte n , da s e in e r N ote n pa r titur f o l g t . Die blu m e n a r tig ge sc h wu n ge n e A u ß e n u n d I n n e n f or m de s S a a le s se lbs t s p i e ge lt die Dyn a m ik von M u sik , M e lod i e u n d K la n g wie de r, tr ä gt e n tsc h e ide n d z u r K la n gqu a litä t be i u n d e röff n e t a b w e c h s lu n gsre ic h e P e r spe k tive n a u f M u s i k . D e r de n S a a l u m ge be n de n L u f tr a u m u n d s e i n e zwe i E be n e n e r m öglic h e n n ic h t n u r de n re ibu n gslose n A bla u f von M u s i k e r u n d Be su c h e r n , son de r n la sse n de n S a a l a u c h n oc h a ls dom in ie re n de S k u l p t u r wir k e n . A u c h da s K a m m e r k on ze r t h a u s ste h t die M u sik im Ze n tr u m . E in g e b e t t e t in die e in zige n n oc h e xistie re n de n U r w ä l de r I ta lie n s e r m öglic h t e s n e be n e i n e m e in m a lige n K la n ge r le bn is a u c h e i n 2 7 0 ° P a n or a m a , we lc h e s die M u sik i n d e n r ic h tige n Ra h m e n se tzt.


main concerthall groundplans & faรงade concept

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elevations & details


smaler kammer-concerthall

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DOCUMENTATIONS BOOKS & LAYOUTS


0 2. 1 57

BRASILIEN B.01

BR AS I L I E N_ V ON A U S S E N B E TR A C H TE T:

ei ne A n n ä h e r u ng . ein e Su ch e. I m Som m er se m e ste r 2 0 1 2 h at ein e G ru ppe v on M as t e r stu de n te n im R ah men ein es Wahlf achs v e r su c h t , s ich dem es pírit o br asil ei ro z u n ä h e r n . G ibt es ein e brasilianis che A rc h i te k tu r? Welch es s in d t ypische E l em e n te u n d Au s dru cks fo rmen ? Welchen E i n f l u ss h at t e die eu ropäis ch e M od er ne a u f di e b ras ilian is ch e E n t wick lung? W i e i st si e ü bers et zt wo rden ? W ie p r ägt G es c h i c h te u n ser Den ken u n d Hand eln? W i e ve r ä n d e r t un d beein flu s s t ein e frem d e Ku l tu r u n se re Arbeit als Ges t alt er ?

Al s A n n ä h e r u n g s in d B ildpaare ein and er g eg e n ü be r g e stellt wo rden . Sie machen ni cht n u r de n vers ch ieden en ku lt urellen Hi nt e r g r u n d si c h t bar, s o n der n s ie wid ers p i eg e l n g l e i c hzeit ig die Halt u n g der Archi t e k te n u n d verdeu t lich en , das s Archit ekt u r i m m e r a u ch ein Spiegel s ein er Z eit i s t . A rc h i te k tu r kan n n ich t lo s gelöst von s ei ne m K o n te xt bet rach t et w erden. Ein Perspe k ti v w e c h s el kan n jedo ch helfen, aus d e r „ F re m d e“ das E igen e wieder neu z u er k e n n e n . Fo lgen de Arch it ekt en sind ei nan de r g e g e nü berg es t ellt w o rden: • •

• •

Lú c i o Co st a, O s car Niemeyer und Le Co r bu si e r, die präg en den Gestalter d e r M o d e r n e des 2 0 Jah rh u n der ts. Ha n s B ro o s , ein deu t s ch er Au swand e re r u n d E go n E ierman n , s ein e ehem a l i g e r A r beit g eber u n d geistiges Vo r bi l d. V i l a n o v a A r t igas , der G rü n der d er E sc o l a P a u lis t a u n d Marcel B reuer, ei n e r de r M it begrü n der der Har vard Sc h o o l o f D e s ign . d e r b e r ü h m t e bras ilian is ch e Land s c h a ftsa rc h it ekt R o bert o B u rle M ar x un d D i e te r Kien as t , der in der Schweiz un d D e u tsc h lan d die L an ds ch aftsges t a l tu n g i n un s er B ew u s s t s ein zur ück g e h o l t h a t. Lin a B o Ba rdi u n d Ch arlo t t e Perriand , z w e i F r a u e n mit prägen dem E influss au f da s 2 0 . Jah rh u n dert . s ow i e d e r Prit zker-Preis t räger P aulo M e n de s D a R o ch a u n d L u ig i Snoz zi, d e r E i n z e l g ä n ger au s der Sü ds chweiz .

BRA S I L I E N _ VO N IN N EN ER L EB T:

Z iel war es nicht, d as vollständ ige We r k d er Architekten zu er fassen, so n de r n d urch eine analytische Betr acht u n gsweise, d as Eigene und d as Einende zu find en. D ie d ad urch for m ulier ten a rc h itektonischen Them en und Elem ent e sollen als Wer kz euge d ienen, um b ei de r 1. Sum m er school im Sep tem b er 2012 in São Paulo zusam m en m it Stud ente n de r Escola d a C id ad e ein Projekt zu era r be iten.

Da s F r a gm e n ta r isc h e u n d V ie lsc h i c h t i ge wide r spie ge lt da be i da s C olla g e h a f t e „In Brasilien kann alles geschehen. Und es die se r S ta dt. geschieht alles.“

M it de r Ge wissh e it u n d in n e re n Übe r ze u gu n g, da ss die se r S a tz von J or ge A m a do sic h e r lic h a u c h f ü r u n se re S u m m e r S c h ool ge lte n wü rde , tr a f e n wir u n s a lle a m 2. S e pte m be r, S on n ta g n a c h m itta gs, im k le in e n H of de r E sc ola da C ida de ; n e u n S tu de n te n a u s K on sta n z, die te ilwe ise sc h on vor a b Br a silie n a u f e ige n e F a u st e r k u n de t h a tte n , f ü n f ze h n S tu de n te n a u s S ã o P a u lo, die a m Wor k sh op m ita r be ite n u n d u n se re S tu de n te n f ü r die n ä c h ste n dre i Woc h e n be i sic h zu H a u se a u f n e h m e n wü rde n , m e in e br a silia n isc h e K olle gin A n á lia A m or im , die a n de r E sc ola da C ida de a lle s so a k r ibisc h u n d sor gf ä ltig vor be re ite t h a tte , K a ti A ltm a n n u n d M a ir a Rios, die de n Wor k sh op m itbe gle ite n wü rde n . E in e e r ste ‚C e r ve ja ‘ ode r ‚C a ipir in h a ‘ in de r Ba r u m die E c k e , a n k om m e n in de n F a m ilie n de r Ga ststu de n te n , e in f a st ü be r ga n gslose s E in ta u c h e n in de n A llta g de r P a u lista s. A lle s sc h n e ll, dic h t, in te n siv, die S ta dt so f re m d, so groß , so u n f a ssba r u n d doc h a lle s gle ic h ze itig so m e n sc h lic h u n d n a h !

E in e r se its da s Ta ge bu c h a ls in div i d u e l l e A n n ä h e r u n g, a n de re r se its die g e me i n sa m e P roje k ta r be it u n d A u se ina n d e rse tzu n g m it de m Th e m a de s Wor k s h o p s ‚O e spa ç o pu blic o‘, de r öff e n tlic h e R a u m. I n C a bu ç u de Ba ixo 12, im N ord e n S ã o P a u los, zwisc h e n sozia le m Wohn u n g s ba u , F a ve la u n d de n H ä n ge n de r S e r r a C a n ta re ir a soll e in e Biblioth e k e n t w o rf e n we rde n , die m e h r se in soll a l s n u r e in A rc h iv f ü r Bü c h e r. Die Biblioth e k a l s M öglic h k e it de n öff e n tlic h e r Ra um n e u zu f or m u lie re n , a ls P la ttf or m n e u e Nu t zu n gsk om bin a tion e n zu zu la sse n u n d a l s N u k le u s f ü r e in e we ite re stä dte b a u l i c h e E n twic k lu n ge n .

Die e n tsta n de n e n A r be ite n , vor w i e g e n d im M ode ll e r a r be ite t, we rde n je we i l s d e n Ta ge bu c h bilde r n ge ge n ü be r ge ste l l t , u m die Übe r se tzu n ge n u n d Tr a n sf o r ma t i o n e n de s E r le bte n zu ve rde u tlic h e n . S t i mm u n gsbilde r de r be su c h te n Or te i n S ã o P a u lo, Br a sília u n d S a n tos, r a h m e n d i e Ta ge bü c h e r e in u n d solle n die A t mo sph ä re n de r Or te u n d Be ge gn u n g e n v e rEin Bad der Gefühle – m itte ln .

Brasilien_von innen erlebt.

Um a ll die se S in n e se in dr ü c k e zu ve r a rbe ite n , sie zu sor tie re n u n d ü be r h a u pt e r f a sse n zu k ön n e n , f ü h re n die S tu de n te n e in Ta ge bu c h . J e de n Ta g wä h le n sie a u s ih re r e ige n e n Bilde r f lu t, a u f ge n om m e n a u f de n ge m e in sa m e n E xk u r sion e n u n d Be sic h tigu n ge n , je we ils e in Bild a u s u n d k om bin ie re n die se s m it e in e m Zita t a u s de m L e se bu c h .

Br a silie n _ a u s.ge wä h lt. Die tä glic h e F ü lle de r E in dr ü c k e k om pr im ie r t in e in e m Bild! E in e ga n z su bje k tive A u swa h l u n d Be tr a c h tu n gswe ise . S o k a n n die se Dok u m e n ta tion gle ic h ze itig a ls n e u n e in ze ln e Ta ge bü c h e r ge le se n we rde n ode r, su c h t m a n a u s de n ve r sc h ie de n e n Ta ge bü c h e r n die gle ic h e n Da te n zu sa m m e n , a ls A n n ä h e r u n g a n die be sic h tigte n Ge bä u de u n d Or te ve r sta n de n we rde n .

Die se Dok u m e n t a t i o n Br a silie n _ v o n i nnen er l eb t sc h lie ß t a ls vie r te r Ba n d die Re i h e B . 1 a b u n d bin d e t d a s F or sc h u n gsse m e ste r Br a silie n _ gr und .l age , da s Wa h lf a c h Br a silie n _ v o n au ssen b et r acht et , da s L e se bu c h Br a silie n _ aus.gewähl t in h a ltlic h zu sa mme n .

(Auszüge aus Vorwort © Prof. Myriam Gautschi & Alyssa Rau)


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LESEBÜCHER: BRASILIEN & ARCHITEKTURTHEORIE

BR AS I L I E N_ AU S . G E WÄ H LT:

L E S E !BUC H _ VO N S T UDEN T EN F ÜR S T UDEN T E N :

l i t era r i sc h e A n n äh eru n g.1 9 6 2 bet rat d ie f ranzö si sc h e Ges t alt erin Ch arlot t e Per r iand z u m e r ste n Mal bras ilian is ch en Bod en. Ü b e r w ä l ti gt von der Ku lt u r u nd d er üb er b o rd e n de n Üppigkeit der Nat u r, b es uch te si e i h re n F reu n d L u cio Cos t a , um v o n i h m E r k l ä r u n gen zu erh alt en . Sein Rat w ar k u r z u n d k n app: reis e, t au ch e ein in d as b r a si l i a n i sc h e L eben u n d les e in d er Bi b l i o te c a N a ti on al das B u ch das V iagem f i l o s o fi c o v o n A lex an dre R o driqu es Ferrei ra. E i n e r se i t s reis en , d.h . s in n liches E r l ebe n u n d a nderers eit s L es en , eine r at i o na l e A n n ä h e ru n g .

Für d e n i n te r nat io n alen Wo rks h o p „Der Raum de s Ö ff e n t lich en “ in São Pau lo hab en w i r Te xte a u s g ewäh lt u n d als „Stad t i m B u c h “ z u sa mmen g es t ellt . Sie ve r m itt el n si c h e r l i c h kein volls t än diges Bild , s o nde r n e rö ff n en vers ch ieden e Blickw i nke l u n d z e ig en u n t ers ch iedlich e Facet t e n . S i e so l len h elfen u n s ere Sinne z u s chä r fe n u n d d as E rlebt e rat ion al zu vers t ehe n .

D urch d en Or t d er inter nationale n S u m m er School im H er z en São Paulos u n d d as Lesen d er ausgewählten Te xte e r folgt eine r ationale und sinnlic h e r le bb are Annäher ung an eine M ega c ity, die ansonsten m eist nur noch in Z a h le n be schr ieb en werd en kann:

Cend r a r s, Z w e ig u n d F lu s s er s ch ild er n aus i h re r g a n z pers ö n lich en Sich t São Paul o , d e n Br a s ilian er u n d das L an d. Sie f ühre n i n di e Hin t erg rü n de ein u n d nehm en Be z u g a u f die fü n f u n t erg eo rdneten T hem e n , w i e G es ch ich t e, Men s ch , Natur, M aßs ta b, S ta dt . • • • • • •

Br a si l i e n . E in e B eg eg n u n g vo n Blaise Ce n dr a r s. Br a si l i e n E i n L an d der Zu ku n ft v on St e fa n Zw e i g. Br a si l i e n o der die Su ch e n ach d em ne u e n M e n s ch en von V ilém Flu sse r. Fe stste l l u n gen vo n L e Corbusier 1 9 2 9 . L e Corbu s iers Vo r t räg e, seiner Sü da m e r i k a reis e 19 2 9 . D a s T h e m a des ö ffen t lich en R a um es l ei te n z w e i v ö llig u n t ers ch iedlich e Büch e r e i n . Zw ei St adt bau w elt en üb er Rio d e J a n e iro u n d São Pau lo kn üp fen an di e h e u ti ge Pro blemat ik an .

• •

V ita Activa von H annah Are n dt. E in p hilosop hischer Ansatz z u d e n Th e m en d es Öffentlichen und P r iva te n , ein Buch, d as d en b r asilia n isc h e n Pr itz ker-Preistr äger M end es da Rocha in seinem Denken wesentlic h be einflusst. Br asília Stor ies. Leb en in eine r n e u e n Stad t v on C ar m en Step han, A u f sä tze und Ged anken seiner Bewohn e r. Transparenz von Colin Rowe und Robert Slutz ky m it d er Er läuter ung v on Be r n hard H ösli, soll als Gr und la ge zu m Entwer fen d ienen.

21,6 Mio. Einwohner. Die dichtest besiedelte Stadt auf der Südhalbkugel Fläche Metropolregion 7947m2 Höhe 795 m ü.NN ewige Staus, riesige Anzahl Helikopter 23°34’ S 46°37’ W 47°40’ N 9°1’ o Distanz Konstanz – São Paulo 9621,6 km - Eine Reise.

A rc h ite k tu r stu de n te n le se n n ic h t g e r n e u n d k ön n e n n ic h t sc h re ibe n . Zw e i Vo ru r te ile , die wir im Wa h lf a c h L e s e ! B u c h wide r le ge n wollte n . E n tsta n de n i s t e i n L e se bu c h von S tu de n te n f ü r S tu d e n t e n .

Ze h n M a ste r stu de n tin n e n u n d -s t u d e n te n h a be n a u s vor ge ge be n e n B ü c h e r n Te xtste lle n a u sge wä h lt, sie k om me n t i e r t , in e in e n Zu sa m m e n h a n g ge ste llt u n d j e we ils e in e E in le itu n g da zu ge sc hr i e b e n . Die ze h n A r be ite n sin d a ls L e se buc h z u sa m m e n ge ste llt u n d solle n v.a . de n S t u die re n de n a u s de n u n te re n S e m e s t e r n h e lf e n , e in e n E in stie g in a rc h ite k t u r t h e ore tisc h e Te xte zu f in de n . Die a u s g e wä h lte n Bü c h e r zä h le ic h , ga n z im S i n n e e in e s su bje k tive n K a n on s, zu de n w i c h tige n Bü c h e r n de r A rc h ite k tu r. E s h a n de lt sic h u m Te xte , die ic h in m e in e n E i n f ü h r u n gsvor le su n ge n ge r n e zitie re . A l s A u szü ge be gle ite n u n d ve r tie f e n s i e d i e a bstr a k te n Ra u m ü bu n ge n de s 1. J a h re s k u r se s.

L e se n ist k e in a u tom a tisc h e r P ro z e s s , son de r n e s ge h t da r u m , zwisc he n s e i n e m e ige n e n W isse n , de n e ige n e n E rf a h r u n ge n u n d de m ge sc h r ie be n e n Wo r t e in e Be zie h u n g h e r zu ste lle n . Die s i s t i m we ite ste n S in n e m it E n twe r f e n ve r g l e i c h ba r. Um e in e n Te xt zu ve r ste h e n , „ l e s e n wir n ic h t im e in f a c h e n Wor tsin n , v i e l me h r „Man kann das Leben, diese einmalige k on str u ie re n wir f ü r ih n e in e Be de u t u n g “ , Kutschenfahrt, nicht neu beginnen, sa gt Dr. M e r lin C .W ittroc k . A ls A rc h i t e k t wenn es vorüber ist, aber wenn man ein k on str u ie re n wir n ic h t n u r Ra u m u n d A t Buch in der Hand hält, ganz gleich, wie m osph ä re n , son de r n wir ge be n u n s e re n schwierig es zu verstehen ist, kann man Rä u m e n e in e Be de u tu n g, e in e n Me h ram Schluss zum Anfang zurückkehren, we r t, de r we it ü be r da s E r f ü lle n s e i n e r vor n beginnen, um das Schwierige und F u n k tion hin a u sge h e n soll. Die Au s e i n a n damit das ganze Leben zu begreifen.“ de r se tzu n g m it Te xte n ve rde u tlic h t d i e s Orhan Pamuk, Die weiße Festung u n d be le gt, da ss sowoh l Ra u m a l s a u c h S pr a c h e e in e r se its ze itge bu n de n i s t , d i e De n k a n sä tze je doc h of t ze itu n a b h ä n g i g „ze itge m ä ß “ ble ibe n u n d a ls De n k a n s t o ß von u n s we ite r ge da c h t we rde n m üs s e n (Auszüge aus Vorwort © Prof. Myriam Gautschi & Alyssa Rau)


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HAVANNA & LICHT

The two d ocum entation „Entr a da S a lida “ and „Gold r ausch“ where m ade a s pa r t of cour ses. Both have the aim n ot on ly to show the wor k of the stud e n ts, bu t p oint out the im p or tant role o f de a lin g and tackling with architecture , c u ltu re and rep resentation as p ar t of th e de sign p rocess.

The d ocum entation „Entr ad a S a lida “ shows the wor kshop of the C a r ibbe an W inter School b y the M SA M ü n ste r school of Architecture and the c ou n tr y C ub a. It p oints out the situation of a n isolated countr y, in which tim e se e m s to stand ing still through the eyes of u s stu d ents and Prof. M . Gautschi and tr ie s to car r y the read er away to the be a u ty of their culture and architecture. The b ook „Gold r ausch“ shows th e or igin of the contr ib ution b y architec tu r a l stu d ents of the Univer sity of ap p l ie d sc ie n ces C onstance for the exhib itio n „F ou c h i Ar tificiali“ of the third inter natio n a l L igh td ay s W inter thur Switzer land . I t poin ts out the ap p roach and the rei n te r pre ta tion of the them e „Barock“. It pla ys with the id eas and exp ectations of Ba roc k a n d d ocum ents the fascination light-pa ssa ge in the centre of W inter thur and its pu blic resp ond .

I m Ra h m e n von K u r se n e n tsta n de n z w e i Dok u m e n ta tion e n „E n tr a da S a lid a “ u n d „Goldr a u sc h “. S ie solle n n ic h t nu r d i e stu de n tisc h e A r be it dok u m e n t i e re n , son de r n a u c h off e n le ge n we lc h e w i c h tige Rolle da s Re ibe n u n d da s A u s e i n a n de r se tzte n m it A rc h ite k tu r, K u l t u r u n d Da r ste llu n g in Ge sta ltu n gproze ss e n e i n n im m t. Die Dok u m e n ta tion „E n tr a da S a l i s a “ ze igt de n Wok r sh op de n C a ri b b e a n W in te r S c h ool de r M S A M ü n ste r S c h o o l of A rc h ite c tu re u n d da s L a n d K ub a . E s ze igt die S itu a tion e in e s a bge sc h n i t t e n L a n de s, in de m die Ze it stillzu s t e h e n sc h e in t a u s de r S ic h t von u n s S t u d e n te n u n d P rof . M . Ga u tsc h i u n d ve r s u c h t f ü r die S c h ön h e it de r dor tige n K u l t u r u n d A rc h ite k tu r zu be ge iste r n .

Da s Bu c h „Goldr a u sc h “ ze igt d i e E n t ste h u n g de s Be itr a ge s von A rc h i t e k tu r stu de n te n de r H TWG K on sta n z f ü r die A u sste llu n g „F ou c h i A r tif ic ia l i “ d e r 3. in te r n a tion a le n L ic h tta ge W int e r t h u r, S c h we iz. E s ze igt die A n n ä h e r un g u n d die N e u in te r pre ta tion a n da s Th e m a „ B a roc k “. E s spie lt m it de n Vor ste l l u n g e n u n d E r wa r tu n ge n von Ba roc k u n d d o k u m e n tie r t e in e f a szin ie re n de L ic h tp a s s a g e u n d ih re Re son a n z in de r win te r lic h e n I n n e n sta dt von W in te r th u r.


„ La H a ba n a ! C uba ! Wo h l wen ige St ä d te - und Lä nd e rna m e n we rd e n d i e s e A s s oz i a t i ons ke t te n i n uns we c ke n. B i l d e r, G e s ch i ch te n , fa s t my t h en h af t verklär t - Ch e, K u bakrise, Bue na V i s t a S oc i a l C l ub, m a rod e r G l a nz ve rg a ng e ne r Ta g e , Ka ri bi k - B e g ri f f e , d i e e i g e n t l i ch n i ch t zuein an derpassen , Ex treme au fz eigen . U nd g e na u d a s i s t Kuba , e i ne S pa nnung s f e l d , d a s uns a uf ni m m t , j a a uf s a g t und ve r ä n d e r t w i e d e r vo n da n n en z ieh en lässt . D er An lass, vier Wo c h en n ac h K u ba z u geh e n, wa r d e r A uf ruf d e r m s a M üns te r a n i hre r W i nte r s c hool i n H a va nna te i l z une h me n – e i n e G r u p p e von 5 Stu den ten der H T WG Kon stan z war a uc h g l e i c h d a be i ! I n e i ne m Wa hl f a c h „ übe r s e t z t _d i e A rc hi te kt ur d e r M od e rne i n B r a s i l i e n u n d i n Cu ba“ h ab en wir u n s dem Lan d u n d sein er Kul t ur a nnä he r t . A nha nd d e s Voka bul a r s von Le C orbus i e r und s e i ne n 5 Punkte n h a b e n w i r ve r s u ch , die „län der t yp isc h en “ Tran sf ormatio n en u n d Übe r s e t z ung e n d e s e uropä i s c he n m od e rne n G e d a nke ng ut s z u e rke nne n und e i n z u o rd n e n . Z i e l w a r es, u n ser Seh en z u sc h är fen , Th emen au f z us püre n, d e r Re i z d e s F re m d e n z u a na l y s i e re n, e s z u be ne nne n - und g a nz e i n fa ch , d i e N e u g i e rd e , da s An dere ver steh en z u wollen . D en n , wa s g e na u i s t d i e s e r „ e s pi ri to c uba no, wa s i s t d i e s e s „ A nd e re “ ? W i r ha be n ve r s uc h t , e s z u e r s p ü re n , e s in Wor te u n d B ilder z u fassen . Wir mü ssen e s be ne nne n, um e s z u uns e re m e i g e ne n „We rkz e ug “ m a c he n z u könne n - „ to p h r a s e a n d re - p h r a s e it “, wie es Z eev D ru c kman an den Sc h lu ssb e s pre c hung e n f orm ul i e r te . D as in tern atio n ale Ein bin den der Arc h itekt ura us bi l d ung , d a s Ve r s te he n i m kul t ure l l e n Konte xt , d a s H i nte r f ra g e n von B i l d e rn , d a s g e g e n s e i t i g e Ve r st än dn is u n d der Respekt vor dem „ A nd e re n“ s i nd i n Ze i te n d e r G l oba l i s i e rung g rund l e g e nd . S e he n l e rne n, To l e r a n z , O ffe n h e i t

lichttage winterthur 2010

„... Ein „Feuerwerk“ aus Licht, zahlreiche Assoziationen und Kindheitserinnerungen stiegen in jedem von uns auf, doch das übergeordnete Thema „Barock“, war vorerst fremd und nicht greifbar. Vorgefertigte Bilder mussten hinterfragt werden. Eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Thema Barock eröffnete uns dabei eine dynamische Welt und widerspiegelte den Geist. Form und Raum mit Licht aufzubrechen war das Ziel. Aber wir wollten nicht nur mit Prunk und Dekoration das Auge blenden. Wir wollten vielmehr versuchen diese mystische Sichtweise und Sehweise wiederzubeleben und sinnliche Realität werden zu lassen. Dabei sollten jedoch die Mittel ins 21.Jahrhundert übersetzt werden. Kein wert- und prunkvolles Material, sondern Alltägliches sollte die Wirkung umsetzen und uns damit erlauben, gleichzeitig die Werte des Barocks zu hinterfragen.


u n d N e u g i e rd e s ind uns er Motor. Wir mü ssen u n sere Arbeit in tern atio na l e i nbi nd e n und g l e i c hz e i t i g re g i ona l ve ra nke rn od e r i n d e n Wor te n C ha r l o t te Pe r r i a n d s : “ E s gibt k e ine Formeln, jed es Prob lem muss immer wie de r n e u du rch da ch t we rde n , je de s ma l, u nte r Be rück s ichtig un g sein er eig enen Bed in g un g en . ” M a nc h e Di n g e s ehen w ir und ver steh en sie n ic h t . An dere ver steh en wir, und würd e n s i e d oc h a m l i e bs te n ni c ht s e he n, we i l s i e ni c ht i n uns e r B i l d pa s s e n , u n s i n u n se re n G e w i s s heiten hinter fr agen , u n s vielleic h t so gar sc h mer z en . Reise n he i s s t of f e n s e i n, be wus s t hi ns c ha ue n. J e d e Re i s e i s t e i n S c hri t t a uf d a s U n b e k a n n te z u . D es h a l b wo l l te n w i r rei s en, nicht U rlau b mac h en . Wir wo llten u n s ein lassen , a rbe i te n, te i l ha be n, g e be n und ne hm e n, kur z , i m H e r z e n d e s G e s c he he ns s e i n – u n s e i n e i g e n e s B i l d vo n K u ba s chaffen. D i e B e g e g n u n g hat s i ch tief in uns er Erin n eru n gsarc h iv ein z eic h n et. Es h at u ns e r f a hre n l a s s e n, d a s s e s ni c ht e i n „ e nt we d e r od e r “ g i bt , s ond e rn v.a . e i n „ e nt we d e r u n d “, u n d d i e se E r f ah r u ng hat uns al le „rei ch“ gemac h t. D arau s begrü n det sic h au c h uns e r B e d ür f ni s , a l l d a s E rl e bte und G e s e he ne i n e i ne F orm z u bri ng e n. Zurüc k i n D e u t s ch l a n d b e g an n e n w i r er s te Texte zu s chrei be n , u n sere B ilder z u sor t ieren u n d th emat i s c h a uf z ua rbe i te n. E nt s t a nd e n i s t e i ne C ol l a g e a us Wor te n und B i l d e rn, f ra g m e nt i e r te E r i n n e r u n g e n „ repú b l i c a d e c u ba _ entrada 2 0 .0 2 .– s alida 2 0 .0 3 .2 0 1 1 D i es e s B u c h d o kum entier t aus 4 ver sc h ieden en B lic kwin keln u n sere An n ähe rung a n e i ne i nte ns i ve Ze i t , m i t unve rg e s s l i c he n B e g e g nung e n, a uf e i ne r f a s z in i e re n d e n I n s e l . D i es e v i e r Wo chen in Kuba w aren für u n s alle weit meh r als ein e „Leh r veran s t a l t ung “, s i e ha be n s i c h, i c h wi e d e rhol e e s be wus s t , t i e f e i ng e prä g t , F re und s c ha f te n b e g r ü n d e t , We l te n e röf f n e t....“

An den wöchentlichen gemeinsamen Treffen wurden lange und intensive Diskussionen geführt. Das Osterfest gerade vorbei, ein übrig gebliebener Osterhase auf dem Tisch – ein nicht fassbarer Moment, in dem sich das Licht in seiner goldenen Folie brach, „schokoladensüss“, die Idee plötzlich fast körperhaft greifbar, und im Bauch dieses unbeschreibliche Gefühl - ja, so soll es werden, dieses Licht sollte zur atmosphärischen Stimmung werden! Dieses „Bauchgefühl“ wurde in den nächsten Schritten rational zur Idee formuliert und konsequent weiter gedacht. Ein Mock-up, ein Ausschnitt 1:1 vor Ort in Winterthur bestätigte, ja begeisterte - das Licht verzauberte – das Thema gefunden: „goldrausch“. Fast „berauscht“ gleichzeitig der Wunsch, sich nicht nur auf die Passage „Im Gängli“ zu beschränken, sondern diesen kleinen Durchgangsraum zu vernetzen und in das Erschliessungsgeflecht des Strassenraumes von Winterthur einzubinden. Dabei „gold“ als das „Eine“ und gleichzeitig das „Einende“, die Passage als Anfangs- wie auch als Endpunkt des fast verborgenen Schleichweges den Gärten entlang....

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Through the union of archite c tu re a n d com m unication d esign at the Un ive r sity of Ap p lied Sciences C onsta n c e I h a d the op p or tunity to take p ar t at th e ph otogr ap hy cour ses of the d es ign e r s. I n m y op inion it is im p or tant to le a r n m ore ab out d ifferent for m s of rep re se n ta tion and other p er sp ectiv es of d esign . P h otogr ap hy and its thinking p lay a big role in architectur al rep resentation a n d to ge t to know m ore ab out it and t h e u n de rstand ing of com p osition and la n gu a ge of p ictures is v er y im p or tant. A P h oto rep or t d oes not seem to have m u c h in com m on with architecture. But it br in gs up the q uestion of contents a n d stor y. H ow can b oth b e told b y p icture s? H e re lie the p ar allels b etween p ho to re por t and architectur al rep resentat ion . Both genres show the stor y and th e c on te n t b y p ictures. The ser ies „M ensch & Raum “ is a c om position of p ictures from d ifferent c ou n tr ie s. But in all of them the focus lies u pon th e p lay b etween hum ans and sp ac e , th e re lationship of size and v olum e a n d som e tim es b etween textures and sha de s. The ser ies „N icht-Or te“ p icks u p th e discussion ab out longing and lone lin e ss in the ur b an sp ace. „What are N icht-Or te? Are the y pla c e s, at which one d oes not want to sta y or exist? Are they constr uction th a t h igh lighten our cultur al constitution? F or th e French ethnologist M arc Augé N ic h t-Or te are tr ansiting sp ace str uctures th a t sta n d p ar ad igm atically for the p rese n t.(...) S o called N icht-Or te neither create ide n tity nor relations and d o not have a n y re la tion to histor y. They have their own r u le s and their own for m of com mu n ic a tion . (Step hanie Weiß, Or te und N ic h t-Or te )

Du rc h de n Zu sa m m e n sc h lu ss zu e i n e r ge m e in sa m e n F a k u ltä t von A rc h i t e k t u r u n d K om m u n ik a tion sde sign a n de r HT W G K on sta n z, h a tte ic h die M öglic h k e i t a n de n F otogr a f ie k u r se n de r K om m un i k a t i on sde sign e r te ilzu n e h m e n . I c h f i n d e e s wic h tig m ic h m it a n de re n F or me n d e r Da r ste llu n g a u se in a n de r zu se tzt e n u n d a n de re Blic k win k e l de r Ge sta ltu ng k e n n e n zu le r n e n . Die F otogr a f ie un d i h re L e h re ist m e in e r A n sic h t n a c h wi c h t i g e r Be sta n dte il de r A rc h ite k tu rda r st e l l u n g . S ie be sse r k e n n e n zu le r n e n u n d e i n Ve rstä n dn is f ü r Bildk om position u nd B i l d spr a c h e zu e r le r n e n wa r wic h tigs t e s Z i e l f ü r m ic h in die se n K u r se n . Die F ot o re p o rta ge sc h e in t im e r ste n M om e n t n ic h t s e h r ge m e in zu h a be n m it A rc h ite k tu r. J e d o c h br in gt sie die F r a ge a u f n a c h de m I n h a l t u n d de r Ge sc h ic h te . W ie k a n n n ur d u rc h Bilde r e r zä h le n ? H ie r lie gt die G e me i n sa m k e it zwisc h e n Re por ta ge f ot o g r a f i e u n d A rc h ite k tu rda r ste llu n g. Be ide v e r s u c h e n pr im ä r ü be r Bilde r ih re Ge sc h i c h t e u n d ih re n I n h a lt zu ve rde u tlic h e n . Die Re ih e „M e n sc h e n & Ra u m “ i s t e i n e Zu sa m m e n ste llu n g von F otos a u s u n te r sc h ie dlic h e n L ä n de r n . Doc h be i a l l e n lie gt de r F ok u s a u f de m Zu sa m m e n s p i e l von M e n sc h u n d Ra u m , de m Ve r h ä l t n i s von Größ e u n d Volu m e n zu e in a n d e r, u n d m a n c h m a l a u c h n u r de r Te xtu re n u n d S c h a ttie r u n ge n .

Die Re ih e „N ic h t-Or te “ se tzt sic h mi t d e r Disk u ssion u m S e h n su c h t u n d E i n s a mk e it im Ur ba n e n Ra u m a u se in a n de r. „Wa s sin d N ic h t-Or te ? S in d e s O r t e , a n de n e n m a n sic h n ic h t a u f h a lte n mö c h t e ode r die n ic h t e xistie re n ? S in d e s K o n s t r u k te , die de n Blic k a u f u n se re k ul t u re l l e K on stitu tion f re i ge be n ? N a c h de m f r a n zösisc h e n E th n ologe n M a rc A u gé s i n d e s tr a n sitä re Ra u m str u k tu re n , die p a r a d i g m a tisc h f ü r die Ge ge n wa r t ste h e . ( . . . ) S o ge n a n n te N ic h t-Or te sin d we de r i d e n t i tä tsstif te n d n oc h be zie h u n gsstif te n d u n d we ise n k e in e n Be zu g zu r Ge sc h ic ht e a u f . S ie be sitze n e ige n e Zu ga n gsre ge l n u n d sie ze ic h n e n sic h du rc h e in e e ige n e F o r m de r K om m u n ik a tion a u s.“ (S te ph a n ie We iß , Or te u n d N ic h t- O r t e )


mensch & raum eine reisegeschichte

alyssa

NIcht-orte

fotoreportage von alyssa rau_wp fotografie_ barbara von woellwarth_ ss2011

NIcht-orte

„Was sind Nicht-Orte? Sind es Orte, an denen man sich nicht aufhalten möchte oder die nicht existieren? Sind es Konstrukte, die den Blick auf unsere kulturelle Konstitution frei geben? Nach dem französischen Ethnologen Marc Augé sind es transitäre Raumstrukturen, die paradigmatisch für die Gegenwart stehe.(...) So genannte Nicht-Orte sind weder identitätsstiftend noch beziehungsstiftend und weisen keinen Bezug zur Geschichte auf. Sie besitzen eigene Zugangsregeln und sie zeichnen sich durch eine eigene Form der Kommunikation aus.“ Stephanie Weiß, Orte und Nicht-Orte. Kulturanthropologische Anmerkungen zu Marc Augé.

Sehnsucht & Einsamkeit im urbanen raum

„So wie ein Ort durch Identitaet, , Relation & G Raum, , der keine Identitaet besiitzt & siich wed laessst, einen Nicht-Ort“ Marc Au A gé, Non-Lieux 1994, S.92


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NIcht-orte

Einsamkeitt

Sehnsucht S Se ehn hnsu such

Geschichte gekennzeeichnet isst, so definiert ein der als relational noch als historisch bezeichnen

Einsamkeit Sehnsucht

„Der Raum des Nicht-Ortes schafft c keine besondere Identitaet & ke keiin nee be bbesondere esso son ndder eree Re RRelation ella atiio at on n, n, sondern Einsamkeit & Aehnlichkeit“ Marc Au A gé, Non-Lieux 1994, S.121


0B BACHELOR THESIS


0. M y b achelor thesis „N eue „Alte “ H e im a t“ looks at the cur rent them e of soc ia l housing. The b uild ing site is in a sa te llite town of the sixties that is cha r a c te r ize d b y m onotony of its b uild ings and th e te n sion b etween an old p eop le´s h om e a n d a kind er gar ten for d isab led childre n . Th e social str ucture of this area has c h a n ge d in a way that one can sp eak of a soc ia l focal p oint. This should b e ch a n ge d by social house with p ub lic facilitie s. The d esign tr ies to b r ing housin g ba c k to a hum an scale and hum an re la tion s. It tr ies to gener ate the stacked „m ode r n village“ which in m y und er standin g se rves this need for hum an scale , sta c k in g the single fam ily house and its ga rde n . The circulation system is e xpa n de d through second ar y functions - r a m ble ab out through the gard ens a n d a bove them . Secur ity and op enness , m e e tin g and retreat, wor k and resourc e s, n e a rness and d istance are the con tr a sts in which the concep t is p ositione d to c re a te the wid est r ange of living f or a ll th e d ifferent p eop le. A system d e sign e d to fulfill the v ar ious need s of life in a h e a lth y m ixed q uar ter and its lifecy cle . I t ge n e r ates a d ense, green, r ap ing, live ly lu n g in the m onotony of the sid e vege ta tion in the satellite city Or schel-H agen. I t is h a ving an attr acting, vitalizing eff e c t on its environm ent and guar antees n e ve r th e less the m axim um am ount of in te gr a tion of the weakest into the society. A sym b ol for this integr ation is the c irc u la tion system that follows the id ea of ” th e wa y is the goal and is op en to anybody” a n d m akes it tr ue und er any cond ition . I n m y op inion d ue to this p otential it is a solu tion to react on social d eclination .

B

M e in e Ba c h e lor th e sis, u n te r de m T i t e l N E UE „ALTE “ H E I M AT, be sc h ä f ti g t s i c h m it de m a k tu e lle n Th e m a Woh n u ng s b a u . Da s Ba u f e ld be f in de t sic h in e in e r 6 0 e r J a h r Tr a ba n te n sta dt, die n ic h t n u r g e pr ä gt ist von M on oton ie de r Be b a u u n g son de r n a u c h vom S pa n n u n gsf e l d z w i sc h e n e in e m A lte n h e im u n d e in e m S o n de r k in de r ga r te n f ü r be h in de r te Ki n d e r. Die sozia le S tr u k tu r de s Ge ge n d ha t s i c h sowe it ve r ä n de r t, da ss m a n sc h o n v o n e in e m a n ba h n e n de n „sozia le n B re n n pu n k t“ spr ic h t, de m soll m it e in e r Wo h n be ba u u n g m it M isc h n u tzu n g e nt g e g e n ge wir k t we rde n De m E n twu r f lie gt de r Ve r su c h zu G r u n de , de n m e n sc h lic h e n Ve r h ä l t n i s s e n u n d m e n sc h lic h e n M a ß stä be n mo d e r a t zu be ge gn e n - e in „m ode r n e s D o r f “ , da s in m e in e m Ve r stä n dn is e be n d i e s e n m e n sc h lic h e n Ve r h ä ltn isse n we i t e s t g e h e n d e n tspr ic h t, in die „H öh e “ zu b a u e n . Da s „E ige n h e im “ m it Ga r te n zu s t a p e l n . Da s We ge syste m e r we ite r t in se ine r Ne be n f u n k tion - da s Wa n de ln du rc h u n d ü be r die Gä r te n - die k le in e n Gr ü n z o n e n . Ge bor ge n h e it u n d Off e n h e it, Be g e g n u n g u n d Rü c k zu g, A r be it u n d Re ss o u rc e , N ä h e u n d Dista n z sin d die P ole zw i s c h e n de n e n sic h da s K on ze pt be we gt, u m e i n a dä qu a te s S pe k tr u m de s Woh n e n s u n d L e be n s f ü r die u n te r sc h ie dlic h ste n Me n sc h e n zu bie te n . E s ist e in S yste m e n tsta n de n , d a s d i e u n te r sc h ie dlic h e n Be dü r f n isse d e s L e be n s e in e s ge su n de n du rc h mi s c h t e n Qu a r tie r s u n d de sse n L e be n szyk l u s d e c k e n k a n n . E in e dic h te , gr ü n e , pu l s i e re n de , be le bte L u n ge in de r M on oto n i e d e r A bsta n dsve ge ta tion de r Tr a ba n te n s t a d t Or sc h e l-H a ge n . S ie h a t e in e a n zie h e n d e , vita lisie re n de W ir k u n g a u f da s U mf e l d u n d ge wä h r le iste t trotzde m die m a x i ma l e I n te gr a tion de s S c h wä c h ste n in un s e re r Ge se llsc h a f t. A ls S ym bol da f ü r k a n n ma n da s f lim m e r n de We ge n e tz se h e n , d a s d a s M otto „De r We g ist da s Zie l u n d d i e s e s ste h t f ü r je de n off e n “ f ü r je de n mö g l i c h m a c h t, se lbst m it Be h in de u n ge n . D u rc h die se E ige n sc h a f t h a t die Be ba u u n g P o te n tia l de m a u f k om m e n de n sozia l e n Ve rf a ll e n tge ge n zu k om m e n .

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groundplan - public area

perspective of the 3 buildingtyps


buildingsite

urban section

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modular ground plan design


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examplary ground plans of the modular design for the different lifestages

interior prespective - iving area


modular building design

modular balcony construction

groundoor - wellness

top oor 1 - public area


top floor 2

sections

top floor 3

top floor 4

elevation north & East

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detail: constructive sections


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Portfolio Studienarbeiten Alyssa Lena Rau