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Herbst 2014 | Juli bis November

Marica Bodrožic´ · Ulrike Draesner · Sherko Fatah · Joshua Ferris Hugo Hamilton · Franz Hohler · António Lobo Antunes Hanns-Josef Ortheil · Angelika Overath · Hannu Raittila Elizabeth Strout · Michael Wallner


Reichweitenstarke Publikumskampagne mit 4,6 Mio. Kontakten!

Online-Kampagne: • Leserunde auf •

Große Printkampagne Wir werben in:


Eine hingebungsvolle Liebe. Gegen alle Widerstände. Wider alle Vernunft.

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© Jörg Finger

übeck 1928: Christian Tolmein, ein vielversprechender junger Chemiker, ist mit Carlotta Dücker, der Tochter des Inhabers eines großen Stahlwerks, verlobt – eine Beziehung, die mehr auf hanseatischem Pragmatismus und Vernunftgründen basiert als auf tiefer Leidenschaft. Beide schätzen einander und fühlen sich freundschaftlich zueinander hingezogen, und beide glauben, das sei schon Liebe.

Michael Wallner wurde 1958 in Graz geboren. Er lebt seit 1997 als Roman- und Drehbuchautor sowie als Regisseur in Berlin. Seine Inszenierung von »Willy Brandt – Die ersten 100 Jahre« am Theater Lübeck wurde 2013 in der Kritikerumfrage der WELT unter die zehn besten deutschsprachigen Theateraufführungen des Jahres gewählt. International bekannt wurde Michael Wallner als Autor durch den in über 20 Länder übersetzten Roman »April in Paris«. Zuletzt erschienen von Michael Wallner bei Luchterhand die Romane »Die russische Affäre« (2009) und »Kälps Himmelfahrt« (2011).

Christian ist nicht besonders begeistert, als er seine Verlobte nach Kuba begleiten soll, um dort für die Dückerschen Stahlwerke den Zugang zu den Nickelvorkommen in der Gegend von Santiago zu erschließen. Das Nordlicht Christian leidet auf der Karibikinsel unter der schwülen Hitze, dem täglichen Leerlauf und den steifen gesellschaftlichen Verpflichtungen, die ihre ökonomische Mission mit sich bringt. Doch dann begegnet er eines Tages Yamilé, der Frau des Gouverneurs von Santiago. Yamilé ist eine selbstbewusste Frau mit einem rebellischen Geist, die große Sympathien für die entrechteten Minenarbeiter und Bauern in der Region empfindet. Christian ahnt nichts davon; für ihn ist sie nur eine faszinierend widersprüchliche Frau: verletzlich und stark zugleich. Wider alle Vernunft verliebt er sich in kürzester Zeit in sie. Blind vor Liebe, will er nicht wahrhaben, dass er leichtsinnig alles aufs Spiel setzt, was sein bisheriges Leben ausgemacht hat. Und doch weiß er im Innersten: Manchmal muss man alle Brücken hinter sich einreißen, wenn man sein wahres Glück finden will. Präzise recherchiert und souverän erzählt, ist »Die Frau des Gouverneurs« ein Buch, das die flirrenden »Goldenen Zwanziger Jahre« in Kuba und Deutschland am Vorabend der Weltwirtschaftskrise von 1929 auf großartige Weise einzufangen versteht. Und es ist der Roman einer bedingungslosen Liebe gegen alle Widerstände und Vernunft – voller Spannung, Atmosphäre und Romantik und mit wunderbaren, unvergesslichen Figuren.


SPITZENTITEL · August 2014

• Für alle Leser von Alex Capus (»Léon und Louise«) oder Jaume Cabré (»Die Stimmen des Flusses«). • International bekannter Autor: in über 20 Sprachen übersetzt. »Das liest sich weg wie Ken Follet. (…) Ein Buch, das man von Herzen verschenken kann: ein Liebesroman für Männer, die sonst nie weinen.« Brigitte über »April in Paris«

Auch als e-Book erhältlich. Michael Wallner · Die Frau des Gouverneurs Roman · ca. 320 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87389-3 · Auslieferung: August 2014

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»Ein wunderbares, erstaunliches, zartes Buch. Ein Glücksfall.« Elke Heidenreich

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© Mike Wolff

ugo Hamiltons ergreifender neuer Roman basiert auf einer Reise nach Berlin, die der irischdeutsche Schriftsteller im Mai 2008 mit seiner Kollegin Nuala O’Faolain unternahm. Die berühmte irische Schriftstellerin war an Krebs erkrankt und hatte nur noch wenige Tage zu leben. Ihr letzter Wunsch war es, dass ihr Freund Hugo Hamilton sie zwei Tage lang auf einer letzten Reise durch Berlin begleitete …

Hugo Hamilton wurde 1953 als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter in Dublin geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist, bevor er Kurzgeschichten und Romane veröffentlichte. Mit seinen Erinnerungsbänden »Gescheckte Menschen« und »Der Matrose im Schrank« erregte er großes Aufsehen, die Werke wurden in 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2007 erschien »Die redselige Insel«, ein irisches Reisetagebuch auf den Spuren Heinrich Bölls, und zuletzt der Roman »Der irische Freund«. Hugo Hamilton lebt in Dublin.

Die Schriftstellerin Úna weiß, dass ihre Tage gezählt sind, weil sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Kurz vor ihrem sicheren Tod will sie sich noch einen letzten Wunsch erfüllen und einmal mit ihrem guten alten Freund nach Berlin reisen. Liam kennt Úna, die zwanzig Jahre älter ist als er, schon lange und hat sich gern auf diese Reise eingelassen, auch wenn er nicht weiß, ob er der Aufgabe gewachsen sein wird. Zwei Tage lang begleitet er seine Freundin durch Berlin. Úna hat eine Liste vorbereitet, will das Pergamon-Museum besuchen, sich bei einem Essen in der Paris Bar von alten Freunden verabschieden und unbedingt »Don Carlos« in der Berliner Staatsoper sehen. Vor allem aber will sie reden. Die Zeit drängt, und ihre Gespräche erfordern, wie Úna es nennt, einen »Rhythmus der Ehrlichkeit«. Es gibt keine Floskeln mehr, keine Ausflüchte, keine falsche Scham. Beide erzählen von entscheidenden Ereignissen in ihrem Leben, Úna von ihren Liebschaften, ihrem berühmten Vater, der alkoholsüchtigen Mutter und, immer wieder, dem schrecklichen Tod ihres jüngeren Bruders. Liam seinerseits spricht von den Unsicherheiten in seiner Liebesbeziehung und den Problemen mit seiner Tochter … Tiefe Zuneigung, Ehrlichkeit und ein unverwüstlicher, vielleicht typisch irischer Humor machen diesen Roman einer Abschiedsreise nach Berlin zu einem ganz besonderen, zuinnerst bewegenden Buch.


September 2014

• Ein autobiographischer Schlüsselroman über eine Reise von Hugo Hamilton mit der krebskranken Schriftstellerin Nuala O'Faolain nach Berlin. • Mit einem Nachwort von Elke Heidenreich. • Für alle LeserInnen von Nuala O'Faolain und Frank McCourt. »›Jede einzelne Minute‹ erzählt nicht nur vom Tod, sondern auch von Schönheit und von dem Wunder, am Leben zu sein. Ein Roman, den man nie mehr vergisst.« Colm Tóibín

Der große internationale Erfolg:

Auch als e-Book erhältlich. Hugo Hamilton · Jede einzelne Minute

Gescheckte Menschen € 9,00 [D]/ € 9,30 [A]/  CHF 13,50* ISBN 978-3-442-73425-2

Originaltitel: Every Single Minute Deutsch von Henning Ahrens Roman · ca. 352 Seiten · geb. mit SU · 12,5 x 20,0 cm ca. € 18,99 [D]/€ 19,60 [A]/CHF 27,50* ISBN 978-3-630-87425-8 · Auslieferung: September 2014 WG 1110

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Ein zerrissenes Land. Eine zerrissene Seele.

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© Jo Schwartz

m Werk des weltberühmten Schriftstellers Lobo Antunes haben die Kolonialkriege seines portugiesischen Heimatlandes schon immer einen festen Platz. Nun geht er einen Schritt weiter und schreibt über das postkoloniale Angola, über die Zeit nach der Befreiung von der portugiesischen Herrschaft, als die damalige kommunistische Regierung auf brutale Weise gegen Oppositionelle in den eigenen Reihen vorging. Und es wäre kein Roman von Lobo Antunes, dem Meister der Polyphonie, wenn es nicht viele widerstreitende, melodische und rhythmisch sich abwechselnde Stimmen wären, die von der »Kommission der Tränen« und ihren fatalen Folgen erzählen und davon, wie ein Land seine Unschuld verlor.

António Lobo Antunes wurde 1942 in Lissabon geboren. Er studierte Medizin, war während des Kolonialkrieges 27 Monate lang Militärarzt in Angola und arbeitete danach als Psychiater in einem Lissabonner Krankenhaus. Heute lebt er als Schriftsteller in seiner Heimatstadt. Lobo Antunes zählt zu den wichtigsten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur. In seinem Werk, das mittlerweile mehr als zwanzig Titel umfasst und in über dreißig Sprachen übersetzt worden ist, setzt er sich intensiv und kritisch mit der portugiesischen Gesellschaft auseinander. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den »Großen Romanpreis des Portugiesischen Schriftstellerverbandes«, den »JerusalemPreis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft« und den Camões-Preis.

Cristina lebt in der Altstadt von Lissabon, in der Nähe des Tejo, hin und wieder aber auch in einer psychiatrischen Klinik, denn sie hört Stimmen, die ihr keine Ruhe lassen. Auch Gegenstände und Pflanzen sprechen zu ihr, aber vor allem sind es ihre frühen Erinnerungen, die sie nicht mehr loslassen. Sie wurde in Luanda, der Hauptstadt Angolas geboren, ihr Vater war Mitglied der MPLA, der marxistischleninistischen Befreiungsbewegung, die nach der Unabhängigkeit des Landes an die Regierung kam. Ihre Mutter, eine weiße Portugiesin, hat er in dem Nachtclub kennengelernt, in dem sie als Tänzerin auftrat. Als es in den späten Siebzigern zu grausamen »Säuberungen« innerhalb der MPLA kam, mit Schnellgerichten, Folterungen und Hinrichtungen, lud er schwere Schuld auf sich und floh später mit seiner Familie nach Portugal. Damals war Cristina fünf Jahre alt. Und doch kann sie nicht vergessen, wie manche der Opfer so lange tanzten, sangen und lachten, bis sie für immer verstummten. Flirrende Erinnerungen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen, Traumgebilde und Halluzinationen, Wahrheiten und Gegenwahrheiten zeichnen in Lobo Antunes’ neuem Roman ein düster leuchtendes Bild Angolas und Portugals, das vielleicht stimmigste Bild einer Zeit, die geprägt war von Schuld und Rache, von Rassismus, Angst und Grausamkeit, einer Zeit, die bis heute nachwirkt.


oktober 2014

»Einer der besten Schriftsteller dieser Gegenwart.« Süddeutsche Zeitung »Lobo Antunes besitzt eine klangvolle, eine singuläre Stimme.« Neue Zürcher Zeitung

Zuletzt erschienen:

Auch als e-Book erhältlich. António Lobo Antunes · Kommission der Tränen

Welche Pferde sind das € 22,99 [D]/ € 23,70 [A]/  CHF 32,90* ISBN 978-3-630-87345-9

Originaltitel: Comissão das Lágrimas Deutsch von Maralde Meyer-Minnemann Roman · ca. 340 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 22,99 [D]/€ 23,70 [A]/CHF 32,90* ISBN 978-3-630-87423-4 · Auslieferung: Oktober 2014 WG 1110

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»Niemand wird dich vermissen, niemand wird nach dir suchen und wenn doch, dann erst, wenn es längst zu spät ist.«

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ie Welt um Albert, einen deutschen Aussteiger, ist geschrumpft, seit er im Irak entführt wurde. Sie besteht nur noch aus dem, was der Zwischenraum zwischen den roh gezimmerten und doch unüberwindlichen Holzlatten des Verschlags zeigt, in den seine Entführer ihn eingeschlossen haben. Nie hätte er sich ausmalen können, wie sich das anfühlt: die Angst, gefesselt in einem Stall zu verrecken, umschwirrt von Fliegen, getrennt von seinem Übersetzer Osama, seiner Brücke in die fremde Kultur. Längst ist Osama, ein Einheimischer, der aus einer liberalen Familie stammt, zum Freund geworden. In der Gefangenschaft, der Willkür ihrer Entführer ausgesetzt, die sie mal getrennt, mal zusammen, von Ort zu Ort schleppen, begannen sie zu reden: über den Hass zwischen den Kulturen, der mit dem Denken beginnt, und über ihre eigenen Leben. Albert wird bewusst, wie wenig Osama, der sein Land im Krieg erlebt hatte und nun als Verräter gefangen gehalten wird, mit seinen Geschichten anfangen kann. Und doch ist das Reden das einzige, was ihnen bleibt am vielleicht letzten Ort ihres Lebens, an dem das Leben der anderen weiter geht, als wäre nichts geschehen. Sherko Fatah erzählt die Entführung von Albert und Osama als atemberaubenden literarischen Thriller und sensibles Psychogramm beider Figuren. Beide geraten in der aussichtlosen Situation an ihre Grenzen und verlieren sich in ihrer eigenen Angst und im wachsenden Misstrauen gegen den anderen. Als ihnen die Flucht gelingt, ist zwischen ihnen nichts mehr wie zuvor.

© Jens Oellermann

Sherko Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach West-Berlin über. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. den Aspekte-Literaturpreis für den Roman »Im Grenzland«, wurde mehrfach für den Preis der Leipziger Buchmesse (2008 mit »Das dunkle Schiff«, 2012 mit »Ein weißes Land«) nominiert und mit »Das dunkle Schiff« auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008 gewählt.


SPITZENTITEL · August 2014

• Von einem der renommiertesten deutschsprachigen Erzähler seiner Generation. • Shortlist Deutscher Buchpreis 2008 (»Das dunkle Schiff«), Nominierung zum Preis der Leipziger Buchmesse (»Das dunkle Schiff«, 2008, »Ein weißes Land«, 2012), Aspekte-Literaturpreis (»Im Grenzland«). »Schönheit und Schrecken kann dieser Autor gleichermaßen gut gestalten. Weltgeschichte präsentiert er nicht als Dozent, sondern als Erzähler.« Tages-Anzeiger / Zürich über »Ein weißes Land«

Große Printkampagne Wir werben in:

• Leseprobe im Buchjournal • Anzeigen im Feuilleton

Auch als e-Book erhältlich. Sherko Fatah · Der letzte Ort Roman · ca. 360 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87417-3 · Auslieferung: August 2014

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Ein literarischer Thriller über Freundschaft und Verrat. Leseprobe

Sherko Fatah: »Der letzte Ort«

»Was siehst du?«, flüsterte Albert, zog den Kopf zurück und setzte, etwas lauter, noch einmal an: »Was siehst du?« Er leckte sich die trockenen Lippen und wischte an der Wand entlang den Schweiß von seiner Stirn. Der Gedanke, der armselige Ausblick durch zwei roh gezimmerte Holzlatten könnte sein letzter Eindruck von der Außenwelt sein, ängstigte ihn nicht nur, er amüsierte ihn zugleich. Dieser Flecken im Nirgendwo

Ich werde in einem Stall verrecken, umschwirrt von Fliegen. würde allein durch seine Bedeutungslosigkeit alles, was ihm bevorstand, lächerlich wirken lassen. Ich werde in einem Stall verrecken, inmitten von Bauern und Kameltreibern, umschwirrt von Fliegen und mit dieser herrschsüchtigen Sonne über mir, deren Strahlung ein Gewicht zu haben scheint, unter dem das Holz des Schuppens ächzt. Er näherte das Gesicht wieder dem Spalt, kniff das linke Auge zusammen und blinzelte hinaus. Auf dem gelblichen Erdboden war wie aufgemalt ein blasser Pfad zu erkennen. Eigentlich nichts weiter als eine Spur nackter Füße und doch schien er Albert in diesem Augenblick so absichtsvoll gerade, als hätte ihn jemand angelegt.

»Was siehst du? Präge dir alles genau ein.« Er bemerkte die wohltuende Wirkung seiner eigenen Worte, daher fuhr er fort: »Lass dich von diesen Hungerleidern nicht einschüchtern. Sie sind nicht deine Feinde, sie wissen nur nichts von dir. Sie wollen Geld und vielleicht noch etwas, worüber sie nicht reden. Aber all das hat mit dir nichts zu tun. Du schaust dich um wie immer, prägst dir ein, was du siehst, und wirst davon berichten, wem und wann auch immer, so präzise wie möglich.« Sein Auge tränte und der Staub ließ ihn husten. Er kniete nieder und lehnte den Oberkörper zurück. Jetzt begannen die Fesseln zu scheuern, die Blutarmut lähmte seine Hände. Er bewegte die Finger, stellte sich vor, einen Fahrradlenker zu halten - und plötzlich verließ ihn der Mut. Er ließ sich auf die Seite fallen, wobei die Hände an den Fesseln zerrten. Stöhnend blickte er im Verschlag umher, robbte auf die Blechschale zu, die sie ihm dagelassen hatten. Er schob sein Kinn hinein, nur um festzustellen, dass sie leer war. »Das wusstest du, und doch hast du nachgeschaut.« Draußen war das Gemecker von Ziegen zu hören, von fernher wurden menschliche Stimmen herangeweht. Das einfallende Licht veränderte sich, Albert döste vor sich hin. Wie leicht sie es sich gemacht haben, dachte er. Nie wäre er selbst darauf gekommen, einen wertvollen Gefangenen einfach nur zu fesseln und in einen leeren Schuppen zu sperren. Nichts daran wirkte vorbereitet oder gar geplant. Sie improvisieren, dachte er und fragte sich, ob das ein gutes Zeichen sei.


Der Ruf des Muezzins lenkte ihn ab. Er dachte an die Stadt, die wieder so weit entfernt zu sein schien wie bei seiner Anreise. Um dorthin zu gelangen, musste man auf einer der endlosen Landstraßen durch das nah dem Meer staubtrockene Land fahren. Ununterscheidbare Dornensträucher wuchsen am Weg und zuweilen, inmitten von Hügelrücken aus Sand und Geröll, entdeckte er Reste steinerner Gebäude, die aussahen wie zertreten. Er verspürte keinerlei Bedürfnis nach Zwischenstopps

Jetzt begannen die Fesseln zu scheuern, die Blutarmut lähmte seine Hände. in halbverlassenen Dörfern mit Hütten, an denen im beständigen Wind immer etwas flatterte, als würden sie ganz aus dunklen Stofffetzen bestehen, die sich gerade in dem Moment, als er daran vorbeifuhr, an den Nähten voneinander lösten. Dennoch blieb ihm nichts übrig, als jede dieser Rasten durchzustehen. Er hielt die Augen halb geschlossen, ruhte sie aus für den zu erwartenden, aber immer wieder unglaublichen Anblick der Kamelkarawanen. Albert atmete gleichmäßig. Möglicherweise war er bereits versöhnt mit den Mühen, der Hitze und dem unaufhörlich auf das Armaturenbrett schlagenden Rosenkranz, den der Taxifahrer ab und an beiläufig berührte. Vor der Weite der Wüstenlandschaft zogen Bruchstücke von Gesprächen und die Bilder ausgedachter Situationen an Albert vorbei, als würde diese leere Landschaft sich damit beleben. Er dachte über seine Gründe für diese Reise nach und vergaß dabei auch das Zittern nicht. Er war keiner von denen, die dem Tod noch entgegenlaufen, die in Felsgraten hängen und in Todeszonen campieren, um schließlich mit abgefrorenen Zehen heimzukehren und Unternehmensberater zu werden. Diese unpoetische, auf den Schmerz und die Kraft ihn zu ertragen fixierte Abenteuerlust war ihm fremd. »Den Leuten fehlt ein Krieg oder wenigstens die

Erfahrung der Armut«, flüsterte er vor sich hin, und seine Bitterkeit erinnerte ihn an die seines Vaters. Aber für Selbstzweifel hatte er kaum noch Zeit. Was mir noch bleibt, dachte er, ist ein Blick auf Leben und Leiden der anderen, all dieser Menschen, die in ihren Gewändern, auf Höfen und Straßen, Eselskarren und Lastwagen eingesenkt wirken in etwas Größeres wie Romanfiguren in eine Geschichte, ohne die sie keine Bedeutung haben. Und doch, zwischen den von Sandschwaden umzingelten Marktflecken, in denen die Hammel und Rinder mit sandverklebten, tränenden Augen auf ihre Schlächter warteten, war da noch die Erinnerung an etwas anderes. Sie suchte ihn in klaren Bildern heim, und er bemühte sich, ihr zu entgehen, indem er näher an das fleckenübersäte Fenster des Taxis rückte. Um ihn begann die Wüste. Erst bei der dritten Pinkelpause wurde ihm das klar, als der Fahrer mit einem Lächeln im Fünftagebart wies und dabei einen Laut wie »Hey« von sich gab. Vielleicht hatte er sich nur lockern wollen, jedenfalls war dort, wo er hin zeigte,

Die meisten Entführer waren auf das Geld aus, jedenfalls im Norden. Hier, in der südlichen Region, lagen die Dinge etwas anders. nichts außer einem lachhaften Windhöschen, weder bedrohlich noch eindrucksvoll. Dahinter erstreckte sich gelbe, ein wenig ins Rötliche spielende Erde unter einem von Hitze gebleichten, blassblauen Himmel. Fast schon verwehte Viehtreiberwege und die Kurven und Kehren der Landstraße, das war alles. Im Grunde geht es mir nicht schlecht, sagte er sich mit einem Blick auf seine Hände. Wenn nur diese Fesseln nicht wären. Nach allem, was er über das Land wusste, standen seine Chancen nicht so schlecht. Die meisten Entführer waren auf das Geld aus, jedenfalls im Norden. Hier, in der südlichen Region, lagen die Dinge etwas anders.

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Wenn Familien auseinanderdriften: Gibt es einen Weg zurück?

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ie waren beste Freundinnen, Paula und Sara, zwei vernachlässigte Mädchen, die alles teilten, die erste Liebe, die Träume vom Leben, die Wünsche nach Glück. Als Teenager hingen sie auf dem Flughafen Helsinki herum, machten ihre Leidenschaft für fremde Länder und weite Reisen schon bald zum gefährlichen Job – und verloren sich schließlich aus den Augen.

© Siltala Publishing/Laura Malmivaara

Doch dann, Jahre später, beobachtet Sara zufällig, wie ihre ehemalige Schulfreundin, hochschwanger und in Handschellen, aus einer Iberia-Maschine in einen Grenzschutzbus geführt wird. Was sie nicht weiß: dass man Paula in die Psychiatrie bringt und dass sie von dort bald verschwinden wird. Wenig später erhält Paulas Mutter Pirjo per Email Tagebücher zugesandt. Es dauert eine Weile, bis sie das eigene Kind darin erkennt. denn die Verfasserin bezeichnet sich nach einer Figur in Twin Peaks als Laura Palmer. Als Pirjo das begreift, macht sie ihren früheren Mann ausfindig, Johan Lampen, Offizier der Küstenwache, der sich vor Jahren dazu entschieden hat, keine Rolle im Leben seiner Tochter spielen zu wollen. Nun begibt er sich auf die weltweite Suche nach ihr – um wieder zusammenzuführen, was vor Jahren aufgrund von Missverständnissen und Sprachlosigkeit auseinanderdriftete wie vor Urzeiten die Kontinente …

Hannu Raittila (geb. 1956) gilt als einer der interessantesten und wichtigsten Autoren Finnlands. Man kennt ihn als Verfasser von Kolumnen, Hörspielen, Drehbüchern, von fünf Bänden mit Erzählungen und mehreren Romanen. Für »Canal Grande« erhielt er den »Finlandia-Preis«, die bedeutendste literarische Auszeichnung des Landes. Raittila hat ein besonderes Gespür für die absurden Seiten der Gegenwart und einen scharfen Blick auf die Entwicklungen der modernen Welt, die er in seinen Romanen immer wieder zum Gegenstand tragikomischer Verwicklungen macht.


Oktober 2014

• Nominiert für den Nordischen Literaturpreis. • Hannu Raittila ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Finnlands, vielfach preisgekrönt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Auch als e-Book erhältlich. Hannu Raittila · Kontinentaldrift Originaltitel: Terminaali Deutsch von Stefan Moster Roman · ca. 450 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 21,99 [D]/€ 22,70 [A]/CHF 31,50* ISBN 978-3-630-87449-4 · Auslieferung: Oktober 2014 WG 1110

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Wenn man kein Ziel hat, muss man sich eines erfinden!

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© Kirill Golovchenko

s ist der Klassiker und trotzdem ein Schock: Ihr Mann betrügt sie mit einer jungen Kollegin! Und Anna Michaelis geht. Sie packt etwas Wäsche zusammen und nimmt den erstbesten Flug, nach Edinburgh. Ihr Weg führt sie in die Nationalgalerie. Auf einem Gemälde von Gauguin beginnt eine Frau, als Rückenansicht dargestellt, plötzlich zu sprechen. Es ist der Anfang eines Spiels. Anna reist weiter. Sie steht vor Bildern in aller Welt und entdeckt Komplizinnen, die von Sehnsucht, Ehealltag, Liebe erzählen. In der Beschäftigung mit den Kunstwerken sieht Anna auf ihre eigene Ehe zurück und findet den Mut zu einem neuen Selbstbild.

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin und hat die Romane »Nahe Tage« und »Flughafenfische« geschrieben. Der Roman »Flughafenfische« wurde u. a. für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre literarischen Reportagen wurde sie mit dem Egon-ErwinKisch-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Sent, Graubünden.

Anna Michaelis, Journalistin, 50 Jahre, nimmt ihre Scheckkarte, ihr Handgepäck und geht. Gerade hat sie erfahren, dass ihr Mann, Altphilologe an einem Münchner Gymnasium, sie mit einer jungen Kollegin betrügt. Anna will retten, was zu retten ist, also sich. Doch wohin jetzt? Der erstmögliche Flug bringt sie nach Edinburgh, eine Stadt, in der sie nie war. Und da sie sich in der Fremde immer unter Bildern heimisch gefühlt hat, stolpert sie in die Schottische Nationalgalerie. Während sie müde und irritiert vor einem Gemälde von Gauguin sitzt, beginnt eines der bretonischen Mädchen, plötzlich zu sprechen. Es erzählt, wie es damals war in Pont Aven, als die Maler kamen. Anna staunt und versteht, dass weibliche Rückenfiguren wie jene Frau auf dem Gemälde Gauguins ihr etwas sagen können. Ihr verraten wollen, wie es wirklich war: als Modell, als Ehefrau eines Malers, als Künstlerin. Von da an begibt sich Anna, frisch verlassen, auf eine Reise zu Rückenfiguren in aller Welt: von Edinburgh nach Kopenhagen, weiter bis Boston und zurück auf den Kontinent nach St. Moritz; von dort nach Paris und noch einmal bis ins dänische Skagen. Anna begegnet Gemälden von Paul Gauguin, Vilhelm Hammershøi, Edward Hopper, Giovanni Segantini, Ingres, Jacobus Vrel und Anna Ancher. Über die Antworten der Bilder lernt Anna Michaelis, sich und ihre lange Ehe anders zu sehen, und am Ende weiß sie, dass sie neu beginnen kann.


August 2014

• Der Roman »Flughafenfische« wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. • Von »Alle Farben des Schnees. Senter Tagebuch« wurden 30 000 Exemplare verkauft. »Eine der eigenständigsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur.« Jochen Schimmang, taz

Zuletzt erschienen:

Auch als e-Book erhältlich. Angelika Overath · Sie dreht sich um Roman · ca. 220 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87349-7 · Auslieferung: August 2014 Fließendes Land € 16,99 [D]/ € 17,50 [A]/  CHF 24,50* ISBN 978-3-630-87391-6

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© Beowulf Sheehan

Vom Autor des hochgelobten Romans »Ins Freie«.

Joshua Ferris wurde 1974 in Illinois geboren. Sein erster Roman »Wir waren unsterblich«, (2007) erschien in 24 Ländern, wurde mit dem Hemingway Foundation/PEN Award ausgezeichnet und für die Shortlist des National Book Award nominiert. Mit seinem zweiten Roman »Ins Freie« kam Joshua Ferris 2010 auf die prestigeträchtige Auswahlliste »20 Under 40« des Literaturmagazins The New Yorker. Beide Romane wurden von der Kritik hoch gelobt und waren internationale Bestseller. Joshua Ferris lebt mit Frau und Kind in New York.


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Ein Leben außer Kontrolle.

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aul O’Rourke ist Zahnarzt mit einer gutgehenden Praxis an der Park Avenue in Manhattan. Er liebt das Leben, auch wenn er vielleicht nicht besonders viel damit anzufangen weiß. Doch dann tritt plötzlich ein Fremder im Internet unter O’Rourkes Namen und Beruf auf und bedroht fundamental dessen Identi-tät – nicht nur in den virtuellen Tiefen des Internets, sondern auch im ganz realen Leben. Paul O’Rourke ist ein Mann voller Widersprüche: Er verachtet die Welt der sozialen Medien, ist aber abhängig von seinem iPhone, er ist ein Zahnarzt, der heimlich raucht, ein glühender Fan des Baseballteams der Red Sox, der es nicht ertragen kann, wenn sie gewinnen, und er ist ein Atheist, der Gott nicht ganz aufgeben will. Kurz, der Zahnarzt mit gutgehender Praxis an der Park Avenue in Manhattan liebt zwar das Leben, weiß aber nichts Rechtes damit anzufangen. Als Paul eines Tages feststellt, dass jemand in seinem Namen eine Website, eine Facebook-Seite und einen TwitterAccount eingerichtet hat, verfolgt er mit ohnmächtigem Entsetzen die Entwicklung seines virtuellen Alter Ego. Bald geht es nicht mehr nur um die Verletzung seiner Privatsphäre, sondern um etwas viel Beunruhigenderes: Jemand hat seine Identität gestohlen, und dieser »Online-Paul« beginnt ein Eigenleben zu führen – manchen ist er sogar sympathischer als der echte. Fieberhaft versucht Paul herauszufinden, was der Grund für dieses böse Spiel sein und wer dahinterstecken könnte. Er vernachlässigt dabei nicht nur seine Zahnarztpraxis, sondern gerät immer tiefer in die Abgründe einer digitalen Welt, die zunehmend sein reales Leben und Ich zu dominieren droht. In seinem vielbeachteten Roman »Ins Freie« hat Joshua Ferris das Schicksal eines Mannes beschrieben, der die Kontrolle über sein Leben verliert, weil eine unbeherrschbare Zwangsstörung Besitz von ihm ergreift. In »Mein fremdes Leben« variiert Ferris dieses Thema auf eine noch verstörendere, noch brisantere Weise, indem er zeigt, wie wenig es in unserer modernen Welt bedarf, um unsere gesamte Existenz, unsere ureigenste Identität anzugreifen und in Frage zu stellen.


September 2014

• Vom Autor des hochgelobten Romans »Ins Freie«. • Lese- und Pressereise geplant. • Für alle LeserInnen von Jonathan Franzen und Dave Eggers. »Ferris' Sprache ist gewaltig, ungewöhnlich und … schmerzhaft schön.« The New Yorker

Große Online-Kampagne:

Zuletzt erschienen:

Auch als e-Book erhältlich.

Ins Freie € 9,99 [D]/ € 10,30 [A]/  CHF 14,90* ISBN 978-3-442-74399-5

Joshua Ferris · Mein fremdes Leben Originaltitel: To Rise Again at a Decent Hour Deutsch von Marcus Ingendaay Roman · ca. 384 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87450-0 · Auslieferung: September 2014 WG 1110

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November 2014

Der neue Gedichtband von einer der profiliertesten deutschsprachigen Lyrikerinnen. »Subsong«, »whisper song« oder »Plaudergesang« ist ein leiser Vogelgesang: Eine Ansammlung vertrauter Rufe und neuer Lautserien, aus dem Augenblick entstanden, aus Freude. Gedichte als Subsongs. Da wird Wortschatz weitgesungen, da dehnt die Liebe immer beides, Sprache und Herz. Subsongs sind besonders schön: sie haben keine Funktion. Es wird familiengeschwätzt, gelallt, versucht. Ohne es zu bemerken beobachtet man Poesie. Ulrike Draesner »poetisiert die Welt«: Indem sie ihr ihre Töne abnimmt, sie in Sprache übersetzt. Exakt. Melodiös. Lächelnd zugewandt.

paprika mamrika

© Jürgen Bauer

seit drei tagen kann sie das r und wie sagte sie »paprika« nach der kita »mamrika« wir lachten liefen riefen ros: fahrradkringer kaufen zur berohnung währte sie statt rosa rirryfee eine braue mit maus danach saßen wir im café sie aß cheesecake wir spierten »große« sprich machten konversation unter schaukernden pratanen war sie doch im theater der rote drache mit den nicht mehl glünen augen … und erzährte von feuer und schreichen, herrrich war das reben in diesem herbst

Ulrike Draesner · subsong Gedichte · ca. 114 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 17,99 [D]/ € 18,50 [A]/ CHF 25,90* ISBN 978-3-630-87461-6 Auslieferung: November 2014

WG 1151

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Auch als e-Book erhältlich.

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen, lebt in Berlin. Ihr Werk umfasst Lyrik, Prosa, Essayistik und Hörspiel und wurde vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Roman »Sieben Sprünge vom Rand der Welt« (2014) und der Essayband »Heimliche Helden« (2013) www.draesner.de

• Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik 2014 für das lyrische Gesamtwerk.


september 2014

Das Kreuz des Südens.

Marica Bodrožic´ hat mit zehn Jahren ihre dalmatinische Heimat verlassen. Seitdem ist sie über drei Jahrzehnte hinweg immer wieder in ihren Süden zurückgekehrt – dieses Mal auf den Spuren des Bürgerkrieges und auf der Suche nach Schönheit, Frieden und Versöhnung. Sie hat mit Kriegsteilnehmern gesprochen, mit Opfern genauso wie mit vermeintlichen Siegern, und hält trotz allen Schreckens an der Utopie der Freiheit fest und daran, dass das alte Jugoslawien vielleicht sogar einmal ein Modell für das Zusammenleben der Völker in Eu­ ropa sein könnte.

Marica Bodrožic´ kam 1973 in Dalmatien in der Nähe von Split zur Welt. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Förderpreis für Literatur von der Akademie der Künste in Berlin, den Kulturpreis Deutsche Sprache, den Preis der LiteraTour Nord und den Kranichsteiner Literaturpreis. Marica Bodrožic´ lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

• Marica Bodrožić wurde 2013 mit dem Preis der LiteraTour Nord, dem Kranichsteiner Literaturpreis und dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet.

© Peter von Felbert

»In Bildern von leuchtender Intensität erzählt Marica Bodrožić davon, was ›Jugoslawien‹ war und Exil bedeutet.« Karl-Markus Gauss, Süddeutsche Zeitung

Marica Bodrožic´ · Mein weißer Frieden Roman · ca. 320 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/ € 20,60 [A]/ CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87394-7 Auslieferung: September 2014

WG 1118

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Auch als e-Book erhältlich.

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Die erste vollständige Sammlung sämtlicher kurzer Erzählungen von Franz Hohler.

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rstmals in einem Band versammelt: sämtliche kurzen Erzählungen Franz Hohlers. Mit einem Nachwort von Beatrice von Matt.

Vor über vierzig Jahren erschien mit dem Band »Idyllen« Franz Hohlers erste Sammlung mit kurzen Erzählungen. Der Titel kann in seiner ironischen Brechung als Programm verstanden werden: Idyllisch geht es in diesem Band und in den weit über einhundert anderen Erzählungen, die Franz Hohler seither geschrieben hat, allenfalls auf der Oberfläche zu. Im Untergrund rumoren dunkle Kräfte und brechen hervor, ohne sich um den schönen Schein des Alltags zu kümmern. Eine buntere, phantasievollere, manchmal auch böse und abgründige Welt zeigt sich. Sie verstört den Leser vielleicht, macht ihn aber auch mit den Kehrseiten des Lebens bekannt, von denen jeder weiss, dass sie existieren, auch wenn sie sich lange ruhig verhielten und unsichtbar blieben. © Christian Altdorfer

Erstmals sind in diesem Band sämtliche kurzen Erzählungen von Franz Hohler gesammelt. Das macht diesen Band zu einem imposanten Zeugnis höchster Erzählkunst aus dem über vierzigjährigen Schaffen eines der bedeutendsten Autoren seiner Generation – und zu einem beispiellosen Lesevergnügen.

Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren, er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Franz Hohler ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, u. a. erhielt er 2002 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2005 den Kunstpreis der Stadt Zürich, 2013 den Solothurner Literaturpreis und 2014 den Alice-Salomon-Preis. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren bei Luchterhand.

Beatrice von Matt, Kritikerin und langjährige Literaturredakteurin der Neuen Zürcher Zeitung, hat das Werk von Franz Hohler schreibend begleitet. Für diesen Band hat sie ein informatives und höchst lesenswertes Nachwort verfasst.


november 2014

• Vom Autor des Bestsellers »Gleis 4«. • Der Autor wurde zuletzt mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis 2014 ausgezeichnet. »Wie schön, beim Lesen von einem Erzähler, der mit Augenmaß, Intelligenz, Drive, Umsicht und Leidenschaft bei der Sache ist, an der Hand genommen zu werden.« Neue Zürcher Zeitung

Zuletzt erschienen:

Der Geisterfahrer € 19,99 [D]/ € 20,60 [A]/  CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87382-4

Auch als e-Book erhältlich. Franz Hohler · Der Autostopper

Gleis 4 € 17,99 [D]/ € 18,50 [A]/  CHF 25,90* ISBN 978-3-630-87420-3

Die kurzen Erzählungen Mit einem Nachwort von Beatrice von Matt ca. 580 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87456-2 · Auslieferung: November 2014 WG 1110

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Š Heike Steinweg

Von der Autorin der Bestseller


»Mit Blick aufs Meer« und »Das Leben, natürlich«.

Printkampagne zum Erscheinen:

… und zur Urlaubszeit:

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»Ein Buch für jeden, der jemals den Glauben verloren hat, egal, an wen oder was.« Melissa Banks Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren und wuchs in Kleinstädten in Maine und New Hampshire auf. Nach dem Jurastudium begann sie zu schreiben. Ihr erster Roman »Amy & Isabelle« (1998) wurde für die Shortlist des Orange Prize und den PEN/Faulkner Award nominiert. »Bleib bei mir« war ihr zweiter Roman (2006) und wurde hoch gelobt. Für »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. Alle ihre Romane, auch »Das Leben, natürlich«, waren Bestseller. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

I

n einer Kleinstadt im einsamen Norden der USA hat Pastor Tyler Caskey nach dem tragischen Tod seiner Frau das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er hadert nicht nur mit sich und der Welt, sondern zweifelt auch an Gott und seinem Glauben. Und in der Gemeinde, in der er bis dahin geliebt und geachtet war, fragen sich immer mehr Leute, ob Tyler sich nicht zu sehr gehenlässt in seinem Schmerz … Mit unnachahmlicher Leichtigkeit und großer Menschenkenntnis zeichnet Elizabeth Strout das Porträt einer ganz gewöhnlichen Kleinstadt. Und sie schreibt von Menschen wie du und ich, von ihren Stärken und Schwächen, von ihrer Warmherzigkeit und Freundlichkeit, aber auch von ihrem Misstrauen und ihrer Engstirnigkeit. In West Annett, einer Kleinstadt in Maine, stürzt der Pastor Tyler Caskey in eine tiefe Lebenskrise: Vor kurzem ist seine Frau Lauren nach einer schweren Krankheit gestorben, und Kummer und Verzweiflung drohen ihn zu überwältigen. Seine fünfjährige Tochter Katherine hat seither kein Wort gesprochen und fällt stattdessen durch agressives Verhalten im Kindergarten auf. Seine zweite Tochter, die kleine Jeannie, lebt in einem anderen Ort bei Tylers dominanter Mutter. Während Tyler unter großen Mühen versucht, seinen Glauben an Gott und seine Berufung wiederzufinden, erblühen in der kleinen Gemeinde Klatsch und Tratsch. Wo jeder jeden kennt, steht auch jeder unter Beobachtung, vor allem ein verwitweter, noch junger Pastor, der einst mit seinen Predigten und seiner ruhigen, bescheidenen Art die ganze Gemeinde begeistert hat. Plötzlich mehren sich die misstrauischen, argwöhnischen Stimmen, immer mehr Leute finden, dass Tyler sich in seinem Schmerz zu sehr gehenlässt, und bezweifeln allmählich seine Eignung als Seelsorger und Vater …


SPITZENTITEL · Juli 2014 • Für alle LeserInnen von Beverly Jensen, »Die Hummerschwestern«. »Ein wunderbarer Roman, anmutig und leicht.« Newsday »Absolut faszinierend, voller universeller Wahrheiten, die sich nicht nur in jeder Kleinstadt, sondern sicher auch in Ihrer Nachbarschaft wiederfinden.« The Miami Herald

Zuletzt erschienen:

Mit Blick aufs Meer € 19,95 [D]/ € 20,60 [A]/  CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87330-5

Auch als e-Book erhältlich. Elizabeth Strout · Bleib bei mir

Das Leben, natürlich € 19,99 [D]/ € 20,60 [A]/  CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87344-2

Originaltitel: Abide With Me Deutsch von Sabine Roth Roman · ca. 320 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm € ca. € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87445-6 · Auslieferung: Juli 2014 WG 1110

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Das literarische Tagebuch der Jahre 1989 bis 1995 in erweiterter Neuausgabe.

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© Lotta Ortheil

ünfundzwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR erscheint Hanns-Josef Ortheils literarisches Tagebuch aus jener Zeit in einer neuen, erweiterten Ausgabe. In hochgenauen Bildern, Skizzen und Erzählungen führt uns dieser intensive Zeitroman an der Seite eines Autors, der die rasanten Umbrüche sensibel und mit hellwachem Geist beobachtet, zurück in eine der spannendsten Perioden der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ohne es zu ahnen und vorherzusehen, wird Hanns-Josef Ortheil in den Jahren 1989 bis 1995 vom mächtigen Strom der historischen Ereignisse erfasst und zu einem bedeutenden Zeugen der Zeit. Das beginnt während eines Aufenthaltes in Prag, wo die ostdeutschen Flüchtlinge gerade die westdeutsche Botschaft besetzen. Und es setzt sich fort in Reisen nach Sofia, Wien, Leipzig, durch ganz Deutschland und immer wieder nach Berlin, wo Ortheil in der Nacht der deutschen Wiedervereinigung im Berliner Hotel Kempinski allein mit Kanzler Kohl an einer Hotelbar sitzt. Den Kontrast zu all diesen Reisen direkt in die Zentren der vielen neuen Geschichten bilden die Aufenthalte in seinem Stuttgarter Gartenhaus. Im stillen Raum eines alten Weinberggeländes kommt der Autor zwischen seinen Reisen zu sich, reflektiert die Veränderungen und porträtiert Freunde und Kollegen bei ihren Versuchen, die Gegenwart überhaupt noch zu begreifen. Dabei erweist er sich als einer der wenigen Autoren aus dem Westen der Republik, der eine genaue Sprache für die große Wende sucht und sie auf eine bis heute ungemein beeindruckende Weise auch findet.

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Mit dem Nachdruck von Hanns-Josef Ortheils »Blauem Weg« wird ein wertvolles Zeitzeugnis aus den Wendejahren wieder aufgelegt. Zur Neuveröffentlichung dieses berühmt gewordenen und zu Recht hoch gelobten Buchs hat er einen einleitenden Essay geschrieben, in dem er aus heutiger Sicht zu ergründen versucht, warum er damals diese ganz besonderen Ära so emphatisch und geschichtsnah begleitet hat.


September 2014

Zuletzt erschienen:

• Erweiterte Neuausgabe. • Wiederveröffentlichung zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Oktober 1989. »Ein kunstvoll gearbeitetes Tagebuch.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Erfindung des Lebens € 22,99 [D]/ € 23,70 [A]/  CHF 32,90* ISBN 978-3-630-87296-4

Die Moselreise € 16,99 [D]/ € 17,50 [A]/  CHF 24,50* ISBN 978-3-630-87343-5

Das Kind, das nicht fragte € 21,99 [D]/ € 22,70 [A]/  CHF 31,50* ISBN 978-3-630-87302-2

Auch als e-Book erhältlich. Hanns-Josef Ortheil · Blauer Weg ca. 482 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm ca. € 21,99 [D]/€ 22,70 [A]/CHF 31,50* ISBN 978-3-630-87444-9 · Auslieferung: September 2014 Die Berlinreise € 16,99 [D]/ € 17,50 [A]/  CHF 24,50* ISBN 978-3-630-87430-2

WG 1110

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Š Katja Sämann

Preis der Leipziger Buchmesse 2014!


Weiterhin auf großer Lesereise! »Weltliteratur aus der Uckermark: In ›Vor dem Fest‹ erzählt Saša Stanišić als gäbe es kein Morgen. Sein Roman ist das Ereignis des Frühjahrs.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Lesungstermine 2014 (Auswahl): Hannover, Literarischer Salon (05.05.) Bielefeld, BH Eulenspiegel (06.05.) Wuppertal, Café Köhlerliesel (07.05.) Berlin, Buchhändlerkeller (22.05.) Winterthur, Literarische Vereinigung (26.05.) Freiburg, Buchhandlung Schwarz (27.05.) Dortmund, transfer. bücher und medien (28.05.) Köln, WDR 3 open: WortLaut Live (29.05.) Hildesheim, Festival Prosanova (30.05.) Frankfurt, Romantik Festival (05.06.) Hamburg, Lesebühne Ziegel (15.06.) Frankfurt, Literaturhaus (23.06.) Osnabrück, BlueNote (24.06.) Nürnberg, Literaturhaus (25.06.) Alle weiteren Termine siehe unter www.luchterhand-literaturverlag.de

»In der Literatur geht alles, wenn man es kann. Saša Stanišić beweist mit ›Vor dem Fest‹: Er kann.« Richard Kämmerlings, Die Welt

WG 1110

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Vor dem Fest Roman · 320 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87243-8 Auch als e-Book erhältlich.

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Das aktuelle Programm Lieferbar

»Ein fulminanter Roman mit skurrilen Figuren.« Franziska Wolffheim, Spiegel Online »Dieses Buch ist ein großes Geschenk. Es ist reich an Erlebnissen, überreich an sprachlichen Mitteln und eine Goldgrube dramaturgischer Einfälle.« Joachim Dicks, NDR Kultur »… so kunstvoll wie Ulrike Draesner das neue Wissen um den Ursprung von Traumata in deutsche und polnische Geschichte knüpft, wie sie verschiedene Lebenswahrheiten übereinanderlegt, das ist packend und klug.« Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur www.der-siebte-sprung.de

WG 1110

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Sieben Sprünge vom Rand der Welt Roman · 560 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm € 21,99 [D]/€ 22,70 [A]/CHF 31,50* ISBN 978-3-630-87372-5 Auch als e-Book erhältlich.

lieferbar

»Die Geschichten von George Saunders machen süchtig.« Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung »›The best book you'll read this year‹, befand der Kritiker der New York Times; ein anderer fragte, ob Saunders nicht vielleicht der größte lebende amerikanische Autor sei. Das könnte gut sein.« Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung »Mein ganz persönlicher Buchpreis in der Kategorie Belletristik wie Sachbuch geht in diesem Jahr an George Saunders. George Saunders lesen: Das ist eine neue Welt mit fast jedem Satz …« Georg Diez, SPIEGEL-Online

WG 1110

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Zehnter Dezember Deutsch von Frank Heibert Stories · 272 Seiten · geb. mit SU · 13,5 x 21,5 cm € 19,99 [D]/€ 20,60 [A]/CHF 28,50* ISBN 978-3-630-87427-2 Auch als e-Book erhältlich.


Das neue Reisetagebuch des jungen Hanns-Josef Ortheil erscheint im mai

»Ein wunderbares Buch über das Kindsein, über das Reisen, über Geborgenheit und über Fremdeln ... Geschrieben hat es der wortgewaltige und blitzgescheite Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil.« Denis Scheck in ARD / »Druckfrisch« über »Die Moselreise« »Ein zauberhaftes Kleinod …« Der Spiegel über »Die Moselreise«

WG 1110

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Die Berlinreise Roman · ca. 180 Seiten · Pappband · 12,5 x 20 cm ca. € 16,99 [D]/€ 17,50 [A]/ CHF 24,50* ISBN 978-3-630-87430-2 Auch als e-Book erhältlich.

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Luchterhand Literaturverlag - Vorschau Herbst 2014  

Die Neuerscheinungen des Luchterhand Literaturverlages im Zeitraum Juli bis November 2014.

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