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Frühling | Sommer | Herbst 2010 Anna und Johann am Dachstein - 3 Klettersteige zum Gipfel des Bergglücks / Portrait - “Die Bergwacht”/ Wussten Sie, dass... Erzherzog Johann als der 1. Tourist am Dachstein gilt

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INHALT Anna, Johann und Schulteranstieg - Klettersteig mit 1200 hm.

Kinderklettersteig Kali und Kala

Inhalt und Impressum

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Die Quelle deiner Kraft

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Anna und Johann am Dachstein

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Kinderklettern

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Fotowettbewerb

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Interview “Die Bergwacht”

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Bio - Logisch

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Wussten Sie, dass ...

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Veranstaltungen

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Angebote und Detailfolder

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Kulinarium am Dachstein

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1 Woche Urlaub gewinnen beim Fotowettbewerb

Impressum

„Die Bergwacht“ - Film und Realität

Der Dachsteiner erscheint 2 x jährlich. Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Tourismusverband Ramsau am Dachstein, Ramsau 372, 8972 Ramsau am Dachstein. Zweck: Die besonderen Werte von Ramsau am Dachstein werden auf einzigartige Weise an Urlauber vermittelt. Redaktion: Tourismusverband Ramsau am Dachstein, c/o Monika Klee, Ramsau 372, 8972 Ramsau am Dachstein. Herstellung: Wallig Ennstaler Druckerei und Verlag GmbH, Hauptplatz 36, 8962 Gröbming. Druck auf PEFC-zertifiziertem Papier. Fotos: Herbert Raffalt – www.raffalt.com, C. Höflehner – www.cepe-photo. at, TVB Ramsau am Dachstein, Privat, www.photo-austria.at, H. Simonlehner, tita.at Graphik, Layout, Konzept: Tita Lang, tita.at. Offenlegung gemäß §25 MedienG: Tourismusverband Ramsau am Dachstein, Ramsau 372, 8972 Ramsau am Dachstein, Geschäftsführer: Dir. Heinz Prugger, Vorstand: Herwig Erlbacher, Mathias Wieser, Hansmartin Lührmann. Abo-Dienst: Dieses Magazin erscheint laufend und kann bezogen werden. E-mail mit dem Betreff „Abo” an info@ramsau.com oder Postkarte mit dem Betreff “Abo” an Tourismusverband Ramsau am Dachstein, Ramsau 372, 8972 Ramsau am Dachstein. Anzeigentarif: Nr. 1/2010, gültig seit 1. 1. 2010. Einzelpreis Inland: € 2,90 Jahresbezugpreis Inland: € 5,80; Ausland: Preise zzgl. Portospesen. Nachdruck nur mit Genehmigung des Medieninhabers. Für namentlich gezeichnete Beiträge ist der Autor verantwortlich. Auflage: 30.000 Stk.

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Region Ramsau am Dachstein

Zeit zu haben ist ein hohes Gut, Zeit für Urlaub noch ein Höheres. Diese wenigen Tage im Jahr gilt es so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Für Sich – für Regeneration – für Gesundheit – für Bewegung. Ramsau am Dachstein bietet die Möglichkeiten für Unternehmungen an der frischen Luft, gepaart mit der Faszination der Landschaft und vielen Plätzen zum Verweilen. Urlaub ist auch die Zeit, um einen Gang zurück zu schalten. Sich an Augenblicken der Ruhe und des Müßiggangs zu erfreuen. Zeit zum Genießen, Zeit, die Gemeinsamkeit mit der Familie und Freunden. auszukosten. Zeit, Sich zu spüren, seinen Körper zu spüren, das Leben zu spüren. Zeit, um Natur und Neues zu entdecken, neue Erfahrungen zu machen. Urlaub bietet die Gelegenheit, um sich von Kultur und Tradition entführen zu lassen in eine Zeit, als die Uhren noch ein wenig langsamer tickten. Ramsau am Dachstein ist ein Ort, in dem die Hektik ausgespart wird. Urlaub ist jene Zeit, aus der man Kraft schöpfen und neue Energie für den Alltag sammeln kann. Welchen Zweck die Urlaubszeit genau erfüllen soll, ob sportliche Anreize oder Entspannung, muss jeder selbst entscheiden. Ramsau am Dachstein bietet den passenden Rahmen dazu.

Kraft durch Natur und Mensch! Kraft durch Weitblick und Genuss! Kraft durch Bewegung und Stärke! Kraft durch Sport und Fitness! Kraft durch Balance und Wellness! Kraft durch Glaube und Freiheit! Kraft durch Bio und Kulinarium! Kraft durch Action und Erleben! Kraft durch Ruhe und Nichtstun! Kraft durch Gastlichkeit und Herzlichkeit! Kraft durch Lebenslust und Flair! Kraft durch Erlebnis und Unterhaltung! Kraft durch Kinderlachen und Familie! Kraft durch Wasser und Berge!

Ramsau am Dachstein ist ein 18 Kilometer weites, fünf Kilometer breites, südexponiertes Hochplateau (1.000 bis 1.300 m) mit weiten Ebenen. Der Ort liegt balkonartig rund 400 Meter über dem Ennstal und ist eine typische Streusiedlung mit mehreren Ortsteilen. Das Almgebiet (1.600 bis 1.900 m) bietet viele Rundwandermöglichkeiten, herrliche Aussichtspunkte sowie zahlreiche Schutzhütten. Über 200 km markierte Wanderwege am Plateau und in der Almregion sowie Themenwanderwege stehen zur Eroberung bereit. Hier finden Familien, Genießer aber auch Gipfelstürmer und „Gebirgsjäger“ das passende Angebot für sich. Das hochalpine Ganzjahresskigebiet am Dachsteingletscher (2.700 m) umfasst vier Liftanlagen und einen Snowboard-Funpark, bietet bis zu 20 Kilometer gespurte Gletscherloipen und wird als Sommertrainingszentrum der nordischen Weltelite genutzt. Als Ausflugsziele bieten sich der Dachstein Sky Walk, der Dachstein Eispalast und das Panoramarestaurant an. Der Gletscher ist Ausgangspunkt hochalpiner Wander- und unzähliger Klettertouren. Der Hohe Dachstein ist mit 2.996 m der höchste Berg der Steiermark und der Nördlichen Kalkalpen. Neben vielen hochalpinen Wanderungen können auch gemütliche Hüttenwanderungen und Spaziergänge am Ramsauer Hochplateau unternommen werden. Begleitet werden alle Abenteuer in dem Luftkurort von einmaligen Fernblicken. Es bietet sich eine atemberaubende Gipfelschau die ihresgleichen sucht. Dachsteiner www.ramsau.com

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TITELSTORY

Mit Anna und Johann am Dachstein Eine eiserne Liebesgeschichte

„Reich mir die Hand, meine Liebe, gemeinsam überwinden wir die höchsten Gipfel!“

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Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art spielt sich derzeit am Dachstein ab. Präziser, der Schauplatz ist an der Dachsteinsüdwand zu finden. Unten steht „Anna“, weiter oben wartet schon „Johann“ und gemeinsam wollen sie den höchsten Punkt der Steiermark erklimmen: den Dachsteingipfel. Es ist, als ob ich geradewegs in den Himmel schaue. Ich stehe vor der mächtigen, doch ein wenig angsteinflößenden Dachsteinsüdwand. Genauer gesagt, einige Dutzend Höhenmeter darunter, vor mir ein Klettersteig. Das ist also die neue „Anna“ und oben soll der „Johann“ schon auf uns warten. „Kommst du“, ruft fragend und ein wenig bestimmt meine Begleitung, aber mein Blick hängt immer noch oben an DER Südwand. Ich wende mich ab. „Ja, bin schon da“, gebe ich zurück, während ich den ersten Karabiner im Sicherungsseil einrasten lasse und noch einmal den Sitz meiner Ausrüstung kontrolliere. „Es kann losgehen!“ Uns steht ein langer Tag bevor. Steil, fast senkrecht geht es hinauf. Der Fels bietet uns kaum Möglichkeiten zum Festhalten, hauptsächlich auf den Eisenstiften geht es in die Höhe. Nachdem wir also knapp 350 Höhenmeter geschafft haben, gönnen wir uns eine kurze Pause. Ein erster Gipfel ist geschafft. Die „Anna“ liegt hinter uns. Knackig, aber gut machbar. Diese Blumenwiese lädt zum Verweilen ein und wir genießen ein zweites Frühstück in der Vormittagssonne. Dann geht es erst so richtig zur Sache. Über den Grat geht es zum Einstieg vom „Johann“. Nun stehen uns 700 Höhenmeter bevor. Der Einstieg ist gleich eine Herausforderung. Ein Überhang. Ich quäle mich, wohl etwas zu laut und mit den falschen Worten. „Damit wirklich nur diejenigen hinauf kommen, die hier auch etwas zu

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i Mit den Klettersteigen „Anna“, „Johann“ und „Dachstein“ wird in Ramsau am Dachstein der längste Vertical Drop Österreichs und einer der längsten der Alpen geboten. Der Einstieg der neu errichteten „Anna“ (ca. 350 HM) liegt bei etwa 1.800 Metern Seehöhe. Der Einstieg befindet sich unterhalb der Südwandhütte. Über den anspruchsvollen und unter Klettersteiggehern beliebten „Johann“ (700 HM) und anschließend weiter über den östlichen Schulteranstieg (250 HM) geht’s bis hinauf zum 10

Dachstein Gipfelkreuz auf 2.996 Meter. Die Fertigstellung der „Anna“ ist Ende Juni 2010 geplant, die Eröffnung im Rahmen des Via Ferrata Klettersteigfestival (siehe Veranstaltungen). Alle drei Klettersteige können auch einzeln begangen werden. Gemeinsam überwindet man mit fast 1.200 Höhenmeter am Seil den längsten Vertical Drop Österreichs, vorausgesetzt sehr gute Kondition und gute Klettersteigerfahrung. Alle Topos im neuen Klettersteigfolder.


suchen haben. Die Bergrettung hat auch so genug zu tun“, bekomme ich von einem Einheimischen erklärt. „Weiter links oben, da ist ein Griff, ja genau, gut so“, meint er noch hilfsbereit, und kaum dass ich oben bin, überholt er mich und ist auch schon einige Meter voran. Schritt für Schritt, Haken für Haken, arbeiten auch wir uns hoch. Wir sind in der senkrechten Platte, und Rasten ist hier zwischendurch nur im Gurt sitzend angesagt. Ein Blick runter. Jetzt bin ich mitten im „Johann“. Hunderte Meter unter mir sehe ich Klettersteiggeher, Wanderer, Eltern und ihre Kinder, die vermutlich von Hütte zu Hütte wandern und viele, die die Gondel als Aufstiegshilfe wählen. Wäre auch keine schlechte Idee gewesen, kommt mir nun in den Sinn. „Die Hälfte haben wir schon, nur nicht aufgeben“, höre ich von oben. „Lass mich doch bitte diese grandiose Aussicht genießen!“ Ein tolles Argument, das meinen Kameraden verstummen lässt. Um ehrlich zu sein, meine Arme brauchen wirklich eine Pause. Die Blicke schweifen, hinüber zu den Niederen Tauern, zum Rittisberg, hinunter in die Ramsau, zu den Almen. Wenige Momente genügen und ich bin mit diesen schönen Aussichten im Rücken wieder gestärkt. Kurz danach erreichen wir das „Jausnplatzl mit Südwandblick“. Ich denke noch, „wenn ich das gewusst hätte“, aber Missmutigkeit ist hier fehl am Platz. Wir genießen unbeschwert den fantastischen Ausblick. Da die senkrechte Südwand, unter uns das grüne Plateau und die unzähligen Gipfel. Mittlerweile sind gut fünf Stunden vergangen, seit wir in die „Anna“ eingestiegen sind. Die Mühen werden mehr als belohnt, als wir durch den letzten Pfeiler und nach einem kleinen Überhang direkt an der Dachsteinwarte aus dem „Johann“ aussteigen und dieses überwältigende

Panorama vorfinden. Es ist unbeschreiblich! Hunderte Kilometer weit kann ich nun in alle vier Himmelsrichtungen blicken und unzählige Berge erkennen. Den Großglockner, über die Schladminger Tauern bis zu den Julischen Alpen im Süden oder nach Norden, zu vielen Gipfeln Oberösterreichs und bis nach Tschechien. Viele von ihnen sind noch weiß bedeckt, so früh im Sommer. Bei diesen Aussichten schmecken uns die Gulaschsuppe und die Speck-Jause bei der Seethalerhütte, wie die Dachsteinwarte auch genannt wird, auf 2.740 Meter gleich doppelt so gut. Jetzt, zur späten Mittagszeit sind auch viele Wanderer hier, die, so wie wir jetzt, mit einer wärmenden Mahlzeit die tolle Aussicht genießen, und Kletterer, die den höchsten Gipfel der Steiermark schon bewältigt haben und nun die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Das angebotene Schnapserl des Hüttenwirts lehnen wir beim Zahlen dankend ab. „Wir wollen jetzt noch auf den Dachstein“, erklären wir.

Meter stehen. Wir sind nicht allein. Rasch kommt man mit den Kameraden ins Gespräch. Da ist auch der Einheimische, der uns überholt hat. Er ist Bergführer, unterwegs mit einer vierköpfigen Urlaubergruppe. Zu einem Berg Heil-Schluck aus seinem Flachmann sagen wir nun nicht Nein. „Selbst gebrannter Oschbee“, erklärt er lächelnd. Ich schaue verdutzt. „Vogelbeer“, lautet die knappe Erklärung. Einige Erinnerungsbilder später geht es auch wieder hinunter. „Wir sollten uns beeilen, die letzte Gondel geht um 17 Uhr 10“, meint der Ramsauer. Gemeinsam wählen wir den Abstieg durch die kürzere Randkluft und mit einem Sprung verlassen wir den Fels und landen im Schnee. Während wir mit der Gondel glücklich, höchst zufrieden und müde den Rückweg antreten stehe ich rechts am Fenster. Ich wende mich wieder der Südwand zu, sie zieht langsam vorbei. „Was hältst du davon, wenn wir morgen nur gemütlich am Ramsauer Steig oder im Silberkar

Es ist unbeschreiblich! Hunderte Kilometer weit kann ich nun in alle vier Himmelsrichtungen blicken. Ein leichtes Lüftchen weht, als wir über das ewige Eis zur so genannten „Schulter“ gehen. An dem ausgetretenen Pfad erkennen wir, dass heute schon viele Gipfelstürmer dasselbe Ziel hatten. Eigentlich ist heute ein schöner, klarer Sommertag, aber nun ziehen immer wieder Hochnebelschwaden an uns vorbei und hüllen uns und den Dachsteingipfel in der Ferne ein. Großteils am Fels und kaum ausgesetzt haben wir mit der Sicht aber kein Problem. So schnell der Nebel gekommen ist, so rasch ist er auch wieder weg. Mit „Anna“ und „Johann“ in den Beinen und Armen benötigen wir dennoch fast zwei Stunden, bis wir am Gipfel auf 2.996

klettern?“ höre ich gedankenverloren eine vertraute Stimme. „Ja, gute Idee“, erwidere ich, zurück im Jetzt. „Aber am meisten freue ich mich nun auf die Sauna und ein gutes Abendessen“, gebe ich lächelnd zurück. „Lass uns später die Pläne für morgen besprechen, okay? Es gäbe auch viele Wanderungen, hier auf der Alm beispielsweise. Übertreiben brauchen wir es die nächsten Tage sicher nicht.“ Es wird sich herausstellen, welche Eroberungen wir in Ramsau am Dachstein morgen machen. Möglichkeiten gibt es ja zur Genüge!

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HISTORIE

Erzherzog Johann und Anna Plochl am Dachstein? Johann und Anna – Der Erzherzog und die Postmeistertochter, die im Vorjahr das zentrale Thema des Steirischen Veranstaltungskalenders anlässlich des 150. Todestages des „Steirischen Prinzen“ bildeten, sind im Jahr darauf am Dachstein vereint. Gewissermaßen für immer im Stein verewigt. Die ersten Schritte auf den Dachsteingletscher setzte Johann aber bereits im Jahre 1810. Schon vor genau 200 Jahren gelang ihm das Passieren des Dachsteingebirges. Er durchquerte den Hauptkamm über die Feisterscharte, im Gebiet des heutigen Guttenberghauses1. Erzherzog Johann, dessen Vater Leopold II und Bruder 12

Franz II Kaiser Österreichs waren, wird heute als Förderer der Steiermark gesehen: Er galt zu Lebzeiten als Modernisierer, gründete Lehranstalten, Museen sowie Versicherungen, förderte die Wirtschaft, wurde verehrt wegen seiner Volksverbundenheit und widersetzte sich so mancher Weisung des Wiener Hofes. Unter anderem ehelichte er die Bürgerliche Anna Plochl, liebte die Natur und die Berge und war auch gern gesehen rund um den Dachstein. Ob er je mit „seiner“ Anna gemeinsam vor Ort war, ist historisch nicht belegt. Sicher ist nun nur: die beiden sind unterhalb des höchsten steirischen Gipfels für immer vereint – als Klettersteige, ihnen zu Ehren.


HINTERGRUND

Wie entsteht ein Klettersteig? auf- und abwärts gelangen oder Geräte befestigt werden. Ein Klettersteig wächst nicht von unten nach oben, wie „Das Wetter schlägt hier in den Bergen oft rasch um“, vielleicht vermutet, sondern entsteht von oben abwärts. Zuerst gibt es eine grobe Linie im Kopf des Erbauers, das erklärt Hans Prugger, „da muss es dann ganz schnell gehen. Bei der „Anna“ kam der Kälteeinbruch im Oktober ist in Ramsau am Dachstein der Bergführer Hans Prugso schnell, dass ich ger. Die „Anna“ mich beeilen musste, ist bereits sein alles winterfest zu 10. Klettersteig. lagern, während der Dann wird der Fels unter mir zufror.“ Fels inspiziert. Nun hofft er, dass im „Dies erfolgt Frühjahr die benötigmittels Abseilen ten Materialien noch und anschließend an ihrem Platz sind klettere ich ein und nicht von einer Stück von unten Lawine 100 Meter nach oben“, erklärt weiter runter ins Tal Prugger. Erst verfrachtet wurden, danach wird die sonst wird abermals genauere Route ein Hubschrauberflug festgelegt. Hans benötigt. Prugger achtet Mit einem 50 Kilo dabei besonders schweren Stromauf Steinschlag, aggregat, Bohrmaaber natürlich schine, Tritt- und auch auf gute Ankerbolzen sowie Zu- und Abstiege. Fixiermasse wird Bolzen, Tritte, Anam Fels gearbeitet. ker, Seillängen etc. Bohren, Löcher mit werden bemessen Fixiermasse füllen, und bestellt. Dann Bolzen einschlagen findet der Mateund im Ankerbolrialflug statt. Im zen das Kletterseil Abstand von 50 einhängen. So die Metern werden Arbeitsschritte, um Materialdepots Hans Prugger (unten) beim Bau des Skywalk Klettersteigs Klettersteiggeher sicher angelegt. Warum an ihr Ziel zu bringen. Bei der neu errichteten „Anna“ nah50 Meter? „Weil das Seil der Bohrmaschine nicht länger men diese mehrere Wochen in Anspruch. Apropos Seil. ist“, erklärt Hans Prugger, der hauptberuflich Bergführer Auf die Frage, wo diese Seile herstammen, meint Prugger ist. Die Klettersteigseile sind auf 30 Meter gekürzt und lächelnd: „Wir recyceln. Alle verwendeten Seile sind alte wiegen, je nach Stärke, rund 50 Kilo. Lift- und Gondelseile von Planai und Dachstein. Und die Erst nach dem Materialflug („Der Pilot und ich sind ein Bolzen sind Ramsauer Schmiedekunst.“ Insgesamt sind eingespieltes Team, Fehler wären sonst fatal.“) wird ein von Ramsau am Dachstein ausgehend 15 Klettersteige, Fixseil über die gesamte Felshöhe gespannt. Dieses davon 2 Kinder- bzw. Jugendklettersteige, erreichbar. Fixseil dient dazu, dass der bzw. die Klettersteigbauer

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KINDER UND FAMILIEN

Kinderklettern Hier kraxeln Kids: Mit Helm, Gurt und Haken geht’s auf den Ramsauer Kinderklettersteigen hoch hinaus! Faszination Klettern – Auch für Kinder erlebbar gemacht.

i

Was für die Großen faszinierend und spannend ist, ist es

Führungen auf den Kinderklettersteigen:

auch für die Kleinen. Die Kinderklettersteige „Kali“ und

Jeden Mittwoch: Kinderklettersteig „Kali“ – 1. Kinderklet-

„Kala“ erfreuen sich größter Beliebtheit. Beide sind etwa

tersteig Österreichs

200 Meter hoch, es geht über Fels und Wurzelstöcke,

Jeden Donnerstag: Kinder-/Jugendklettersteig „Kala“

Leitern und natürlich Eisenstifte, wie bei einem richtigen

Wöchentlich von Anfang Juni bis Ende Oktober; Anmel-

Klettersteig. Besonders aufregend: Ein Flying Fox!

dung: Tourismusverband Ramsau am Dachstein. Mindestalter: 7 Jahre (Kali) bzw. 9 Jahre (Kala).

Kinderklettersteige existieren nicht viele in Österreich. Gleich zwei davon befinden sich am Ramsauer Sattelberg. Beide sind bei Kindern der absolute Renner. Zuerst entstand der Kali-Klettersteig. Im Vorjahr wurde links davon mit „Kala“ ein zweiter Kinderklettersteig errichtet. Dieser bietet deutlich mehr und auch steilere Kletterei als

zum Gipfel (Rundweg)

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steig“ (Schwierigkeitsgrad A bis B/C; erbaut 2009) rund stolze 200 Höhenmeter aufweisen.

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Kala-Jugendklettersteig

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bietet ebenso einen Flying Fox.

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Rampe

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geht, der mitten im Wald endet. Der Kala-Klettersteig

Kl. Turm

Rampe

B

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A/B

Flying Fox (nur mit Bergführer!)

Ausstieg bei der weißen Gams, bevor es zum Flying Fox

Achtung: Flying-Fox nur mit Bergführer oder unter fach-

Grat

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Flying Fox (nur mit Bergführer!)

A

Gämsenturm C/D

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Beide Kinderklettersteige führen über Felsen, Türme, Kuppen und Überhänge. Beim Kali-Klettersteig ist der

Infotafel

A/B

der Kalisteig. Der „Kali-Kinderklettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A bis B) kann genauso wie der „Kala-Kletter-

Abstieg über Sattelberghütte

Naturleh

A/B

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Tafel

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Kali-Kinderklettersteig

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kundiger Aufsicht benützen, da ein „Bremser“ nötig ist.

Einstiegsplatten

A/B A A/B

Komplette Klettersteigausrüstung (Klettergurt und Helm, eventuell Handschuhe und für schwächere Klettersteiggeher ein Sicherungsseil) wird bei beiden Klettersteigen

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Alte Bauernmühle

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Hofrat-Gruber-Weg

Infotafel

von Kulm/Ramsau

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empfohlen. Am besten klettern die Kinder mit einem Bergführer, der hat die Ausrüstung auch gleich dabei.

Topo: Axel Jentzsch-Rabl - bergsteigen.at

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FOTOWETTBEWERB

Umwelt & Spaß: Auf Kali‘s Umweltlehrpfad wird Wissen spielerisch erwandert

Wandern & Spaß: Jede Menge Abenteuer auf der Alm und im Wald

Action & Spaß: Ramsau Beach - Freizeitpark

Reiten & Spaß: An den Reithöfen wird getrabt, longiert und gestreichelt

1 Woche Familienurlaub in Ramsau am Dachstein gewinnen Mitmachen beim großen Ramsau am Dachstein Fotowettbewerb. Als Gewinn lacht eine Woche Urlaub für die ganze Familie im Sommer 2011. 16


mit Spaßgarantie, Bogenschießen, Forest Park, Alpine Coaster, Trampolin, Riesenschaukel und viele Fotomotive mehr

i Wer glaubt, dass ein Familienwanderurlaub in Ramsau am Dachstein langweilig werden könnte, irrt gewaltig. Ein eigenes Kinderwandersystem, viele Schau- und Spielstationen, abwechslungsreiche Geschichten und jede Menge Spaß und Action abseits der Wanderwege lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Familien finden ein

wahres Paradies an Freizeitmöglichkeiten am „Kinderberg“ (Sattelberg) oder am „Erlebnisberg“ (Rittisberg) vor. Besonders lustig sind Wanderungen mit Kali, dem Ramsaurier, und seinen Freunden. Zu entdecken gibt es wahrlich Vieles! Daher: Kamera stets griffbereit halten!

Bild hochladen auf www.ramsau.com Die Fotos werden von der Community bewertet. Das beste Foto gewinnt eine Woche Urlaub für die ganze Familie. Einsendeschluss ist der 30. Oktober 2010. Nähere Infos auf www.ramsau.com

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INTERVIEW

„Die Bergwacht“ Emotionen, Spannung pur, Adrenalin, Bergidyll, wunderschöne Naturaufnahmen und natürlich Romantik. Das sind die feinen Zutaten, aus denen die neue ZDF Bergretter-Serie ‚„Die Bergwacht“ gemacht ist. Im Interview erzählt Heribert Eisl, Obmann der Bergrettung Ramsau am Dachstein, von Hintergrund und Alltag der Bergrettung.

Dass es bei der „richtigen“ Bergrettung Ramsau am Dachstein weniger um Herzschmerz als in der Serie geht, liegt auf der Hand. Aber was ist sonst noch anders? Wir wagen einen Blick hinter die Kulissen, zeigen „Bergwacht live“. Im Gespräch mit Heribert Eisl, Obmann der Bergrettung Ramsau am Dachstein, erfahren wir, wie weit entfernt oder wie nah die Szenen in der Bergretter-Serie am realen Leben sind. „Das haben wir alles schon erlebt“ Bergungen aus dem Klettersteig, abgestürzte Wanderer, verirrte Personen, Suchaktionen bei Tag und Nacht, Wasserrettungen, Hubschraubereinsätze: Das alles und noch mehr haben wir in vier Folgen „Bergwacht“ auf ORF und ZDF gesehen. Und das sind auch die Einsätze, zu denen Heri Eisl und seine Kameraden von der Bergrettung Ramsau am Dachstein jeden Sommer gerufen werden. Dass die dargestellten Unfälle und Einsätze der Realität nahezu entsprechen, liegt nicht zuletzt daran, dass sich das Team der „Bergwacht“ rund um Regisseur Axel de Roche gemeinsam mit den Bergrettern ausgezeichnet vorbereitet hat. „Es hat viele Gespräche über die Art und den Ablauf der Bergrettungseinsätze vor Drehbeginn und während der Dreharbeiten gegeben. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit und wir freuen uns schon auf die Fortsetzung“, berichtet der Ramsauer Ortsstellenleiter. Dass die Geschichten für die Fernsehzuseher emotionalisiert und dramatisiert wurden, ist nur verständlich. „Wenn ich zum Regisseur sagte, ‚Das stimmt so nicht ganz, wir würden das so und so machen’, bekam ich ziemlich oft als Antwort: ‚Heri, das muss so sein, damit es die Oma, die in Hamburg sitzt, auch versteht’“, lacht Eisl.

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Aber auch die Bergrettung gab manchmal den Ton an: „Wenn die gewünschten Schauplätze zu gefährlich waren, verließ man sich auf unsere Einschätzung und dann wurde dort auch nicht gedreht.“ Nicht zuletzt übernahmen die Bergretter und Bergführer auch die Sicherungsarbeiten für Schauspieler, Kameraleute, Licht- oder Tontechniker, damit die spektakulären Szenen auch gefahrlos in den „Kasten“ kamen. Gegründet wurde die Bergrettung Ramsau am Dachstein 1946. Immer wieder waren sie auch gefragt, wenn Filme am und um den Dachstein produziert wurden. So hingen auch schon Hollywood-Stars wie Charlie Sheen („Heidi auf der Flucht“; 1989) oder Arnold Schwarzenegger („Red Heat“; 1988) an den Sicherungsseilen der erfahrenen Bergretter. Erfreuliche Abwechslung im Bergrettungs-Alltag Die Aufgaben der rund 50 freiwilligen Mitglieder bei den Dreharbeiten zur Bergwacht waren vielfältig, hinter und auch vor der Kamera. Sie sicherten nicht nur ab, sondern waren auch als Doubles und natürlich Statisten, wie viele andere Einheimische, im Einsatz. „Doch bevor der Dreh im August startete, gaben wir Klettertrainings für die Schauspieler“, erzählt Eisl. Dabei war es für ihn erstaunlich, wie diszipliniert, gelehrig und mit welcher Freude Hauptdarsteller Martin Gruber alias Andreas Marthaler und seine Schauspielkollegen beim Klettern dabei waren. „Sehr sportlich und ehrgeizig“, bemerkt der 50-Jährige anerkennend, „und immer fröhlich.“ Die Dreharbeiten zur „Bergwacht“ und die Zusammenarbeit mit den Schauspielern und dem gesamten Filmteam war für die Kameraden eine erfreuliche Abwechslung zu


ihren oft anstrengenden, freiwilligen und unentgeltlichen Einsätzen. Kaum ein Sommer vergeht, in dem die Bergretter neben vielen anderen Einsätzen nicht zu mindestens einem tödlichen Alpinunfall gerufen werden. Den oftmals anwesenden Angehörigen oder Freunden über

den tragischen Ausgang berichten zu müssen, ist mitunter das schwierigste, das zu ihrer Tätigkeit dazu gehört. „Meistens gehen unsere Einsätze gut aus, doch leider gibt es nicht immer ein Happy End.“, weiß der Bergrettungs-Obmann aus eigener Erfahrung.

Hochzeit auf Emilies Hof, Bergwacht Einsatz mit Hubschrauber, Andreas Marthaler vor seinem Elternhaus

i Die „Bergwacht“, produziert von der NDF, ist eine Serie rund um den Bergsteiger Andreas Marthaler und sein Leben zwischen Pflicht und Liebe, Tradition und Moderne. Die moderne Heimatserie zeigt spannende Bergrettungseinsätze und die faszinierende Bergwelt. Die ersten vier Folgen wurden im November und Dezember 2009 in ORF und ZDF ausgestrahlt. Aufgrund der hohen Einschaltquoten, je Folge etwa 5,5 Mio. deutsche und österreichische Zuseher, wird die Serie heuer fortgesetzt. Ab dem Frühsommer 2010 heißt es wieder

„Action!“ – für die Schauspieler, das gesamte Produktionsteam, viele Statisten, Bergführer und natürlich die Bergretter. Die Hauptschauplätze, wie „Andreas Elternhaus“, „Emilies Hof“ oder das „Bergwacht-Büro“, befinden sich direkt in Ramsau am Dachstein. Vielleicht erhaschen Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt ja den einen oder anderen Blick auf die Dreharbeiten und die Schauspieler.Die Sendetermine finden Interessierte ab Herbst 2010 auf www.ramsau.com.

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IM BLICKPUNKT

Eine der besten Kraftquellen für den Körper sind biologische Lebensmittel und natürliche Ernährung. Wo, wenn nicht in der „Quelle deiner Kraft“-Gemeinde am Dachstein, wird diesem Gedanken Rechnung getragen.

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Bio? – Logisch, Biologisch! Biologische Lebensmittel werden zunehmend beliebter. Die jährlichen Umsatzzahlen der Lebensmittelketten und deren wachsendes BioSortiment sprechen eine eindeutige Sprache. Diesem Trend auch im Tourismus Rechnung zu tragen, ist ebenso logisch. Es ist nicht von der Hand zu weisen: Bio liegt im Trend. Doch nicht weil es trendig war, schlossen sich bereits vor gut einem Jahrzehnt einige Betriebe zu den „Ramsauer Bionieren“ zusammen, sondern weil sie den Nachhaltigkeitsgedanken bereits damals aufgegriffen haben. „Wir sind uns der Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen der Erde und der Umwelt für unser Wohl und das unserer Kinder bewusst“, so der Obmann der Ramsauer Bioniere Georg Berger. Nachhaltig wirtschaften aber auch die vielen Bio-Bauern in der Dachsteingemeinde. In keinem Land der Europäischen Union ist die Dichte der Bio-Bauern so groß wie in Österreich. Und in keiner Gemeinde Österreichs finden sich so viele zertifizierte Bio-Gaststätten, Betriebe mit Umweltgütesiegel, Bio-Betriebe (vom Urlaub am Bauernhof bis zu ****Hotels), ja sogar eine Bio-Bäckerei, wie in Ramsau am Dachstein. Bis vor einigen Jahren war es in der Gastronomie mühsam, vollbiologische Speisen anzubieten. Heute ist das anders: Auch der Lebensmittelgroßhandel hat mittlerweile ein umfangreiches Bio-Sortiment in seinen Lagern. Daher ist man im Jahr 2010 dem ehrgeizigen Ziel, aus ganz Ramsau am Dachstein die erste zertifizierte Biogemeinde Österreichs zu machen, einen wesentlichen Schritt näher gerückt.

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WUSSTEN SIE, ... ?

… dass Ramsau am Dachstein als die pferdenärrischste Gemeinde der Steiermark gilt? Jeder Bauer hat hier mindestens ein Pferd im Stall. Zu bewundern sind die Tiere bei vielen Gelegenheiten und prächtig geschmückt kommen sie bei Pferdekutschenfahrten und natürlich beim Ramsauer Frühlingsfest der Pferde zum Einsatz.

… dass alle Klettersteige im Gebiet von Ramsau am Dachstein aus alten Lift- und Gondelseilen von Planai und Dachstein gefertigt wurden? Im „Johann“-Klettersteig sind z.B. insgesamt rund 3 Tonnen Eisenmaterial verarbeitet worden. … dass die „Dirndln“ – die vorgelagerten Berge des Dachsteins, rein gar nichts mit „versteinerten Mädchen“ zu tun haben? 22

Bei den markanten Felsköpfen östlich des Hauptgipfels handelt es sich vielmehr um „Türndln“, d.h. kleine Türme. Wenn man in der Sprachgeschichte einige hundert Jahre zurückgeht, wird auch dem „Dachstein“ ein anderer Name zugeschrieben. „DoanschSchtoan“ hätten die alten Leute den Bergnamen ausgesprochen, was soviel wie „Donnerstein“ bedeutet. … dass der „Kali-Klettersteig“ der 1. Kinderklettersteig Österreichs war (erbaut 2001)? Der Kinderklettersteig zählt auch heute noch zu den beliebtesten im gesamten Alpenraum.

… dass der Dachstein Eispalast zu den beliebtesten Ausflugszielen der Steiermark zählt? 2007, im Jahr seiner Eröffnung, erhielt die Welt im Gletscher den großen Tourismus-Innovationspreis des Landes Steiermark. … dass Erzherzog Johann als der erste Tourist gilt, der den Dach-

… dass Besucher im Dachstein Eispalast eine Gletscherspalte bestaunen können? Sie wurde im Zuge von Erweiterungsarbeiten im Jahr 2008 entdeckt. Durch ein Bullauge wird den Gästen nun möglich gemacht, völlig gefahrlos und leicht zugänglich den Blick in eine echte Gletscherspalte, die 40 Meter lang, 17 Meter tief und zwei Meter breit ist, zu werfen.

steingletscher passiert hat? Im Jahre 1810 stieg er über die Feistererscharte auf und erkundete den Gletscher. … dass es neben der Ramsau am Dachstein noch mindestens 30 weitere „Ramsau“ gibt? Über 20 „Ramsau“ findet man in Österreich, einige in Bayern, eine im Altvatergebirge (Tschechien) und eine sogar in Ostpreußen.


VERANSTALTUNGEN 2010 Veranstaltungs Highlights im Sommer und Herbst 2010 16. Mai: Gsunga, Gspuit und Gred´t Jeden 3. Sonntag im Monat Volksmusiknachmittag mit Sängern und Geschichten in Mundart im Dachsteinhaus. 29. Mai: 1. Ramsauer PS-Fest Gleichmäßigkeitsrennen für Traktoren auf der Dachsteinstraße.

19. Juni: 15. Kulmberg Oldtimer Bergrennen Sonnwendlauf für Traktoren, Motorräder, Beiwagenmaschinen und Autos auf den Kulmberg.

Das Laientheater Gruberbühne spielt „Der Geizige“ von Moliere und „Quirrulina greift ein“. Alle Termine unter: http://members.aon.at/gruberbuehne/

24. Juni: Wanderung am „Bibelsteig“ mit Pfarrer Rehner und Wanderführer Viermal im Sommer begleitet Pfarrer Mag. Wolfgang Rehner eine Wanderung von der Aualm entlang des wunderschönen Gosaukamms nach Gosau (Oberösterreich). Weitere Termine: 15. Juli, 19. August, 9. September. www.ramsau-evang.at

3. Juli: Rittisberg Triathlon: 350 m Schwimmen, 11,2 km Mountainbiken (480 HM), 5,2 km Laufen. Start/Ziel: Ramsau Beach.

2. Juli: Gruberbühne Ramsau spielt Theater und Kindertheater:

11. – 13. Juni: 23. Ramsauer Frühlingsfest der Pferde

Liebevoll gesteckte Blumenfiguren, prächtig geschmückte Pferde, Trachten, Tanz, Musik und Tradition erwarten Sie beim 23. Frühlingsfest der Pferde! Von 11. bis 13. Juni 2010 steht rund um das Motto „85 Jahre Pferdezuchtverein Schladming-Ramsau“ die Geschichte des Pferdes (vom Arbeitstier zum Freizeittier) im Mittelpunkt. Daneben wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, wie die Wahl der „Miss Dachstein“. Am Samstag findet die steirische Landeselitestutenschau statt, bevor es im Festzelt traditionell weiter geht. Seinen Höhepunkt findet das Frühlingsfest am Sonntag, wenn durch die „pferdestärkste“ Gemeinde der Steiermark wieder der beliebte Festzug mit über 100 Pferden, Blumenfiguren, Trachten-, Musik- und Schnalzergruppen führt.

8. – 11. Juli: Via Ferrata Dachstein Weltweit erstes Klettersteigfestival mit beleuchtetem Nachtklettersteig! Die Via Ferrata Dachstein ist in ihrer Form eine völlig einzigartige und neue Veranstaltung rund um das Thema „Klettersteig“ (ital. „Via Ferrata“ – Der eiserne Weg), Wandern und Bergsteigen. Das Klettersteigfestival bietet den spektakulären Klettersteiglauf „Race the Skywalk“, den weltweit einzigen beleuchteten Nachtklettersteig, ein hochkarätiges BoulderBattle, Vorträge, Messe, vergünstigte geführte Touren, u.v.m. www.via-ferrata-dachstein.at 18. Juli: 11. Bio-Sommerfest der Ramsauer Bioniere Präsentiert werden ausschließlich Bio-Köstlichkeiten. Vom Kotelett bis zu den Kartoffelchips, vom Burger bis zum Steirerkas-Krapfen, vom Kuchen bis zum Speck, vom Käse bis zum Eis, sowie alle Getränke … alle stammen zu 100 Prozent aus biologischer Erzeugung. Viele Anbieter stellen ihre Produkte auch zum Kauf und zur Mitnahme bereit (u.a. auch Naturkosmetik oder Kunsthandwerk). Mit Musik von der „Bio-Musi“, kreativem Kinderprogramm, Trachtenmodenschau und Bio-Shuttle-Service – nach dem Gottesdienst mit Pferdekutschen zum Fest. www.bioregion-ramsau.at

Dachsteiner 23 www.ramsau.com


VERANSTALTUNGEN 2010 25. Juli: Sommerpferdefest Ein buntes Showprogramm mit Pferden aller Rassen, vom Friesen bis zum Zwergmaultier, erwartet die Besucher des Sommerpferdefestes am Reiterhof Brandstätter. www.reiterlebnis.at 20. Juli: Ramsaurier Kinderfest mit Zaubershow Großes Kinderfest mit vielen lustigen Spielstationen und natürlich KALI, dem Ramsaurier. Weitere Termine: 3. August, 17. August.

20./21. August: Großes Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Ramsau mit Fahrzeugsegnung.

27./28. August: Ramsau Airpower 2010 Paragleitfestival und Ziellandebewerb mit Flugshow www.gamsjaga-ramsau.at

Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie auf www.ramsau.com

14. August: Einzigartige Gratbeleuchtung

5. September – 16. Oktober: Kulinarische und sportliche Fuchsjagd am Rittisberg Viele sportliche und kulinarische Angebote. Mit großer Schlussverlosung – Hauptpreis: 3.000 Euro in bar. www.rittisberg.at 10. – 12. September: Bundesmeisterschaft der Vielseitigkeit „Warmblut“. www.zechmannhof.at Dachstein – Mitterspitz – Torstein – Steinerweg . Der Höhepunkt der Feierlichkeiten zu „100 Jahre Steinerweg“ konnte leider schlechtwetterbedingt im Jubiläumsjahr 2009 nicht durchgeführt werden. Die Beleuchtung von Steinerweg und Dachsteingrat (Hoher Dachstein, Mitterspitz, Torstein) wird daher am 14. August 2010 nachgeholt. Programm: 18.30 Uhr: Dämmerschoppen mit der Trachtenmusikkapelle Ramsau 20.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst mit Kreuzsegnung Torstein 20.30 Uhr: Gratbeleuchtung – Insgesamt werden mehr als 100 Bergretter und Bergführer aus Ramsau am Dachstein und Ortsstellen aus der Umgebung in der Wand und am Grat Fackeln entzünden. Anschließend: Ausklang mit der Bio-Musi und Filmvorführungen über den Dachstein auf Leinwand. Ersatztermine bei Schlechtwetter: 28. August bzw. 4. September. 24

12. September: 10. Ramsauer kulinarische Hofwanderung Wanderung zwischen den Ramsauer Bauernhöfen. Einkehr und Verpflegung bei den Bauern mit musikalischer Begleitung. Anschließend Hoffest. 17./18. September: Dachstein Almabtrieb: Am 18. September findet der alljährliche Almabtrieb auf der Dachsteinstraße statt. Anschließend „Hoamfoarfest“ beim Walcherhof.


ANGEBOTE & DETAILFOLDER 23. Frühlingsfest der Pferde

Zeitroas - Wanderpaket

Familienhit

11. bis 13. Juni 2010 2 Übernachtungen mit Frühstück und Eintritt zu allen Veranstaltungen

Termine: 19. - 26. Juni, 10. - 17. Juli, 14. - 21. August, 4. - 11. Sep. Auf den Spuren der Vergangenheit 7 Übernachtungen mit Frühstück und 4 geführten Touren 3 ganztägige und 1 halbtägige geführte Wanderung: auf den Spuren der Kelten, der BibelSchmuggler, der evangelischen Glaubensgeschichte und am ewigen Eis! Inklusive Wanderkarte Ramsau – Filzmoos – Dachstein

Termine: Mitte Mai bis Ende Oktober 7 Übernachtungen mit Halbpension 1 x Bogenschießen: Fühl dich wie Robin Hood im „Rittisberg Forest“ 1 x Kutschenfahrt für die Familie mit Grillnachmittag 1 x Eselreiten für die Familie

ab € 70,–

Via Ferrata Dachstein

8. bis 11. Juli 2010 3 Übernachtungen mit Frühstück und Ferratista-Pass (gratis Eintritte und vergünstigte Führungen)

ab € 168,–

i Preise: Pro Person im Doppelzimmer, weitere Kategorien auf Anfrage. Buchung: incoming@ramsau.com

Erwachsene ab Kinder ab

€ 350,– € 175,–

ab € 235,–

Folder jetzt kostenlos anfordern:

Detailfolder: Wandern, Familie, Klettersteig, Mountainbiketouren, Nordic Walking/Laufen, Kulinarium/Gastronomieführer, Erlebnis Rittisberg mit Ramsau Beach, Rittisberg Coaster / Rodeln, Forestpark Waldhochseilgarten (Outdoor und Indoor), Bogensport, Sommercard - Alles inklusive, ...

Dachsteiner 25 www.ramsau.com


KULINARIUM AM DACHSTEIN Das Jahr neigt sich zu Ende. Goldbraun gefärbte Ahornzeilen und Lärchenwälder, morgens sich lichtende Nebelschleier, erste Schneefelder auf den Gegenhängen, die vom nahenden Winter zeugen. Zeit, letzte Sonnenstrahlen für die kalte Zeit zu tanken – und Zeit, für die „wilden“ kulinarischen Angebote auf den Ramsauer Almen und in den Restaurants. Es wird Herbst – auf der Alm und auf der Speisekarte. In der Herbstwandersaison im September und Oktober präsentiert sich nicht nur die Landschaft besonders farbenfroh, sondern auch die Wirte haben außerordentliche Schmankerl zu bieten. Viele Hütten- und Restaurantbesitzer sind auch leidenschaftliche Bauern und Jäger. Diese Leidenschaft schmeckt man speziell im Herbst. Angebote, wie Gamssuppe, Schafi-Bratl, Köstliches von Hirsch und Reh, lösen dann die „Standards“ auf der Speisekarte ab.

Rezept: Gamssuppe Hilde Steiner, die Wirtin der Jausenstation Burgstaller in Rössing hat in ihrem Leben schon viele Liter Gamssuppe gekocht. Ihre Wildgerichte waren bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. „Und eine gute Gamssuppe beginnt eigentlich beim Jäger“, erklärt sie. „Es kommt darauf, wie gut er schießt und wie er die Gams anschließend aus dem Gebirge ins Tal bringt.“ Auch soll das Fleisch einige Tage, bei gleichbleibend kühlen Temperaturen, abgehangen sein. Das Geheimnis ihrer Gamssuppe ist, dass sie insgesamt ein halbes Tier verarbeitet, was in etwa 30 bis 40 Portionen entspricht. Verschiedene Stücke vom Gams, darunter Schulter, Schlögel, Rippen, und Träger, allerdings nicht das Beinfleisch, verwendet sie. Sogenanntes „Schussfleisch“ muss sorgfältig entfernt werden. Anschließend wird das Fleisch grob zerteilt und im Ganzen mit dem Knochen gekocht. Auch fettere Teile sollen mit gekocht werde; zu viel Fett wird später abgeschöpft.

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Zubereitung Fleisch mit kaltem Wasser bedecken. Salz, einige Pfefferkörner, ganz wenig Karotten und Sellerie (beides im Ganzen), einen angebratenen Zwiebel und 4-5 Knoblauchknollen (!) in Vierteln dazu geben, und so lange siedend köcheln, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Dies kann je nach Menge mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Brühe durch ein Sieb und mit Wasser wieder aufgießen. Die klare Suppe dann weiter kochen – je länger, umso geschmacksintensiver und umso klarer wird sie. Zum Schluss, nach Bedarf, mit Suppenwürze verfeinern. Das Fleisch vom Knochen lösen, alle Sehnen, sulziges und unschönes Fleisch entfernen und in kleine Würfel schneiden. Dünne Brotscheiben in einem Teller anrichten, das Fleisch dazugeben und mit sehr heißer Suppe übergießen. Mit Petersilie garnieren und heiß servieren. Nach der Gamssuppe trinkt man traditionell einen Vogelbeerschnaps.


WAS IST LOS BEIM NACHBARN? 18. – 20. Juni: UCI Mountainbike Weltcup in Schladming

4. – 11. Juli: „Kumm auffi! – Loss da’s guad geh!“ in Filzmoos

Wandern, Hüttengaudi und Erlebnis Almwohnzimmer für die ganze Familie. Tolles Rahmenprogramm!

Wo im Winter die Skihelden ins Tal carven, beweisen im Sommer die besten Mountainbiker der Welt ihr Können. 4. Juli 2010: „Fest zur Almrauschblüte“ in Pichl/Reiteralm Die Hütten der Reiteralm laden zu diesem schon sehr bekannten und gemütlichen Fest ein. Mit volkstümlicher Live-Musik, Krapfenbuffet, Weinverkostung und Gewinnspiel. 14. – 17. Juli: Ennstal Classic

13. – 18. Juli: Mid Europe in Schladming Konzertante und qualitativ hochwertig dargebotene Bläsermusik aus rund 15 Nationen bietet die Mid Europe. Die stilistische Vielfalt der dargebotenen Programme fasziniert und begeistert. 28. Juli 2010: UNICEF KONZERT in der Wallfahrtskirche Filzmoos. Übergabe des UNICEF-Papstherzes an die Gemeinde Filzmoos. Musik: Stars wie Bonita Hyman und viele weitere. 10. September bis 17. Oktober: Aicher Herbst Kultur

Die Mischung aus Lenkradlegenden, Promis aus TV und Management mit den Kronjuwelen aus den Museen der großen Autowerke geben der EnnstalClassic ihre einzigartige Strahlkraft nach dem Motto: Auf den letzten verkehrsarmen Straßen der Alpenregionen finden die alten Motoren den Öldruck ihrer Jugend. Die 18. Ennstal-Classic wird im Jahre 2010 von 14. bis 17. Juli mit Start und Ziel in Gröbming stattfinden.

Kultur verbunden mit Tradition und Kulinarium ziehen sich durch die Programmpunkte der Aicher Herbst Kultur.

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Tourismusverband Ramsau am Dachstein Ramsau 372 8972 Ramsau am Dachstein Österreich Tel: +43 (0) 3687 81833 Fax: +43 (0) 3687 81085 info@ramsau.com www.ramsau.com Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

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In Ihrer nächsten Ausgabe erwartet Sie: • Veranstaltungshighlights: Weltcup Nordische Kombination mit den Olympiasiegern aus Österreich und Frankreich • Im Blickpunkt: Bewegung ist Leben • Im Interview: „Die Quelle deiner Kraft“ Gedanken eines Olympiasiegers • Langlauftechnik: Skating Tricks mit Alois Stadlober

Der Dachsteiner Sommer 2010  

Interviews, Stories und Neuigkeiten über Ramsau am Dachstein

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