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UNITED Ausgabe 01/18

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Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Wählen! Aber wen? Seite 6-7

In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

Seite 8-12

Preis: 0,75 Euro

Foto: apa / robert parigger

LTW2018 Wahlen Spezial


EDITORIAL Willkommen zur ersten Ausgabe im neuen Jahr, die wieder einmal im Zeichen der Wahlen steht. In Tirol sind Landtagswahlen und in der Stadt Innsbruck wird der Gemeinderat gewählt. Danach haben wir hoffentlich einige Zeit Ruhe von Wahlkämpfen. In der Hosi Tirol ist im März Generalversammlung, außerdem gibt es einen Polittalk mit den Spitzenkandidaten und Kandidatinnen. Der Verein Vair hat unser Magazin verlassen, da es niemanden gibt, der Zeit hat Artikel zu schreiben. Leider trifft das auch auf das Autonome Frauenlesbenzentrum zu, das ebenfalls keine Schreiberin finden kann, die Zeit und Lust hat. Deshalb in dieser Ausgabe nur Termine vom Aflz. Der Obmann des Ver-

eins Vielfalt ist nach Vorarlberg umgezogen und hat uns erklärt, dass man nicht mehr in einem Tiroler Magazin schreiben könne. Nebenbei bemerkt, einem Magazin das in ganz Österreich, Südtirol und München aufliegt Vorarlberg gehört anscheinend nicht zu diesem Dreiländereck, zumindest nach Ansicht des Vereins Vielfalt. Neu in Innsbruck ist das Lokal „Danzn“ in der Maximilianstraße in Innsbruck, ein nettes kleines Tagescafe in dem ihr von der Besitzerin persönlich bewirtet werdet. Alles andere lest ihr am besten selbst. Ich wünsche euch ein erfolgreiches Jahr 2018 und hoffe ihr bleibt uns treu! Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Armin Götsch Thomas Lechleitner Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. April 2018 Erscheinung: 15. Mai 2018 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Steve Klein, Matthäus Recheis, Mario Lindner, Irene Heisz, SoHo Tirol, Lars Müller-Marienburg, Mag.a Gabriella Wegscheider, Thomas Lechleitner, AFLZ rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED

Courage

Titelstory: Wählen! Aber wen? LTW2018 - Wahlen Spezial Regenbogen Splitter Nachrichten aus aller Welt

6-7 8-12 13-15

United Cooking Tuntenball Stadtplan & Adressen Termine Regenbogenshop

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„Young*Trans“ - Innsbruck

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GRÜNE Andersrum Tirol Ich bin ausser mir

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AFLZ Termine im AFLZ

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Hosi Tirol WeihnachtsQUEER Das offene Ohr

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SoHo Tirol 2 Politiker im Portrait

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Evangelische Kirche „Ehe für alle“ in der Kirche

AIDS Hilfe Tirol HIV-positiv - wie mit der Psyche umgehen? „Wieso Gummi? Meine GrindrDates waren doch alle gesund!“ Empfehlungen zum Check der sexuellen Gesundheit Fit for Love

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18-19

Löwenherz Friedrich II von Preußen

20-21

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,00 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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Impressionen der

WEIHNACHTSQUEER

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DAS OFFENE OHR

Der neue kostenlose Service der Hosi Tirol Jeder trägt eine Frage mit sich, die sie oder ihn beschäftigt, sorgt oder auch belastet. Und irgendwie scheint niemand da, mit dem man darüber reden könnte. Man sucht nach einer Antwort oder Lösung oder möchte den „Ballast“ einfach mal loswerden. Doch irgendwie ist da dieses Gefühl nicht verstanden zu werden, nicht weiter zu kommen oder sich im Kreise zu drehen. Auch ist man mit sich selbst nicht so verständnisvoll und geduldig wie mit anderen und meint, sich einfach zusammenreißen zu müssen. Das Ganze werde schon wieder und man solle sich nicht so anstellen – vielleicht denkt man zudem auch noch, es gäbe ohnehin schwerwiegendere Probleme. So einfach ist das aber nicht. Etwas belastet Dich und Du möchtest es loswerden oder ändern. Punkt. Dafür gibt es keine Werteskala. Nach dem Motto „sich einfach einmal alles von der Seele reden“ bietet die HOSI Tirol ab März die kostenlose Möglichkeit an, sich unterstützen zu lassen. Ein offenes Ohr für das, was einem gerade oder auch schon länger bewegt, sorgt oder belastet für Eure Gedanken und Problemlagen. Sei es im Outing-Prozeß (mit den Eltern, Freunden oder ArbeitskollegInnen) oder auch ganz allgemeine Themen wie Berufswechsel, Bewerbungsschreiben, Partnerschaft, Ernährung. Egal welche Bereiche Eures Lebens gerade eine Herausforderung für Euch darstellen: im Rahmen des „Offenen Ohrs“ freut sich Brigitte, Euch aktiv zu zuhören und Euch Starthilfe zu geben, für Euren Lösungsweg. Brigitte ist seit 11 Jahren Führungskraft und Betriebsratsmitglied. Führung bedeutet für sie Beratung und Kommunikation auf Augenhöhe. In erster Linie jedoch Zuhören, Hinhören und auch die leisen Zwischentöne wahrzunehmen. Grundlage ihrer Arbeitsweise sind Methoden rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

der Systemischen Beratung. Im Rahmen des offenen Ohrs können somit Anstöße gegeben werden, Euch Eurer Denk- und Reaktionsmuster bewusster zu werden. Vor allem aber Eurer eigenen Ressourcen und Potentiale. Das ist der Grundstein, um Veränderungen auf den Weg zu bringen. Und dies zu allererst bei sich selbst und in Folge in seinem Umfeld. Deshalb gleich vorab: im „Offenen Ohr“ geht es weniger darum, Ratschläge und Anweisungen zu erhalten, sondern Anstöße zu bekommen, den (Aus-)Weg aus einer Situation zu finden, die ihr hinter Euch lassen wollt. Das „Offene Ohr „wird an nachfolgenden Terminen donnerstags zwischen 18:00 und ca. 21:00 Uhr (letzter Termin) angeboten. Auf unserer Homepage findet Ihr ebenfalls die aktuellen Termine. Um ganz sicher einen freien Termin zu bekommen kann man sich auch gerne unter https://doodle.com/poll/87k25m9b6q2t5zix eintragen. Will man anonym bleiben kann man gerne auch ein Pseudonym verwenden.

TERMINE 15.03., 22.03., 29.03., 05.04., 12.04., 10.05., 17.05., 24.05., 31.05.2018 Text: HOSI Tirol

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Titelstory

Wählen! - Aber wen? Am 22. April 2018 ist es mal wieder soweit: Für die Innsbrucker stehen die nächsten Wahlen an. Nach dem Debakel der Bundespräsidentenwahl und den Landtagswahlen 2017 haben es viele bereits leid, zur Urne zu gehen. Zudem scheint auch niemand so wirklich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden zu sein. Im Ausland spricht man von einem starken Rechtsruck in Österreich, bei Gesprächen mit Freunden, Bekannten hört man einiges an Unmut und Unsicherheiten. Und jetzt schon wieder eine Wahl. Diesmal auf recht lokaler Ebene, was gleichermaßen bedeutet, dass die Auswirkungen auch schneller persönlich werden. Was bedeutet dies also für die LGBTICommunity? Welche Interessen stellt man beim Gang zum Wahllokal voran? Wir alle haben unser eigenes Umfeld, unsere eigenen Prioritäten im Leben, sind demnach vollkommen unterschiedlich. Und doch haben wir eines gemeinsam: Wir gehören dieser Community an. Ob nun öffentlich gemacht oder nur auf privater Ebene ist es in unser aller Interesse, dass das Leben das wir heute führen können nicht wieder eingeschränkt wird. Somit ergibt sich das Dilemma: Wählt man nun aus wirtschaftlichen, finanziellen oder entwicklungspolitischen Interessen, oder stellt man den LGBTI-Bezug in den Vordergrund? Wie immer gilt es auch, sich der Qual der Wahl zu stellen. Herauszufinden, was denn die eigentliche Absicht der einzelnen Parteien darstellt. Bislang gibt es noch wenig zum Wahlkampf zu finden, klar ist jedoch, dass man sich an den Parteiprogrammen des Bundes

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orientieren kann. Die großen Themen in Innsbruck sind soziales, bzw. leistbares Wohnen, Sicherheit und Innsbruck als Wirtschaftsstandort. Ein konkreter Maßnahmenplan oder einzelne Schwerpunktmaßnahmen wurde bislang noch von keiner Partei aufgestellt, also heißt es weiterhin sich zu informieren. Wir können davon ausgehen, dass es in den kommenden Wochen und Monaten bis zur Wahl noch einige Veranstaltungen geben wird, auf denen klare Ziele und Vorstellungen definiert werden und auch ein Austausch und Gespräch mit den Kandidat_innen möglich ist. Generell ist es immer empfehlenswert, dies zu nutzen. Im direkten Gespräch herauszufinden, welche Absichten der/ die Kandidat_in hat und wie er/sie diese umsetzen möchte. Bei einer solchen Gelegenheit ist es auch einfach, eine Position zur LGBTI-Community herauszufinden. Wer ein direktes Gespräch nicht möchte, oder lieber anonym bleibt, kann natürlich auch die Kontaktmöglichkeiten auf den Internetauftritten der einzelnen Parteien oder die sozialen Medien nutzen. Schlussendlich bleiben zwei unumgängliche Punkte: Erstens, dass – egal für welche Partei man sich entscheidet – der Gang zur Wahl wichtig ist. Macht euer Kreuz, denn jede Stimme zählt! Zweitens: Toleriert die Meinung andersdenkender. Nur wenn wir als Community mit Offenheit, Toleranz und Akzeptanz für die Vielfalt der Menschen in unserer Gesellschaft auftreten, können wir diese auch einfordern. Text: Steve Klein

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Titelstory Am 15. März 2018 findet in den Räumlichkeiten der HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck, die jährliche, ordentliche Generalversammlung des Vereins statt. Beginn ist 18:00 Uhr. Eingeladen und stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Auf der Tagesordnung stehen neben der Entlastung des Vorstandes durch die Rechnungsprüfer auch Einblicke in das aktuelle Geschehen, Rückblicke in das vergangene Jahr und eine Vorschau auf das aktuelle Jahr.

Generalversammlung der HOSI-Tirol

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen. Ab 19:00 Uhr geht es dann in den gemütlichen Teil über und es gibt (im Rahmen des offenen Abends, der jeden Donnerstag stattfindet und an dem die HOSI Tirol wie immer für ALLE geöffnet ist) wahlweise Speckoder Kaspressknödel diese wahlweise in Suppe oder mit Kraut.

POLIT-TALK Am 22. April 2018 findet in Innsbruck die Gemeinderatswahl statt. Aus diesem Anlass hat die HOSI Tirol alle Parteien zu einem Polit-Talk in das Vereinszentrum eingeladen. Von den 9 angeschriebenen Parteien hatten bis Redaktionsschluss folgende zugesagt: Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), Georg Willi (Grüne), Irene Heisz (SPÖ), ÖVP, Julia Seidl (NEOS), Thomas Hörl (Alternative Liste Innsbruck), Heinrich Stemeseder (INN Piraten). Von der FPÖ und vom Tiroler Seniorenbund gab es bisher keine Antwort. Durch die Debatten führt Moderator Mag. Henrik Eder, früher bekannt aus Tirol TV und Radio Welle 1, jetzt selbstständig als Hochzeitsredner (www.derhochzeitsredner.at). Wer nach der Diskussion Hunger hat, kann ab 20 Uhr zwischen Wiener Schnitzel vom Schwein und Sellerieschnitzel mit jeweils Nicos genialem selbstgemachtem Kartoffelsalat als Beilage wählen. Zeit: Donnerstag, 29. März 2018 von 19:00 bis 20:00 Uhr Ort: HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck

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Wahlen Spezial

LTW 2018

Anlässlich der Wahlen zum Tiroler Landtag am 25.02.2018 haben wir alle politischen Parteien um ein Statement auf folgende Frage gebeten: „Warum sollen wir bei der Wahl zum Tiroler Landtag Ihre Partei bzw. Ihren Spitzenkandidaten oder Ihre Spitzenkandidatin wählen?“

LISTE FRITZ TIROL LAbg. Dr.in Andrea Haselwanter-Schneider Tirol lieben heißt Tirol beschützen! Die Liste Fritz ist die einzige Oppositionspartei in Tirol und arbeitet seit zehn Jahren als konsequente Kontrollkraft. Wir passen auf die Leute und aufs Steuergeld auf, wir sind zu 100% unabhängig und völlig unbestechlich. Wie viel eine Gruppe wie die Liste Fritz schaffen kann, haben wir mit unserem Widerstand gegen den Olympia-MilliardenWahnsinn gezeigt. Durch unser hartnäckiges Aufzeigen und Dagegenhalten ist es gemeinsam mit tausenden Tirolern gelungen, die Tiroler vor Milliardenkosten durch ein Olympia-Abenteuer zu bewahren. Jetzt bleibt das Steuergeld in Tirol und kann für sinnvolle und vernünftige Projekte zugunsten aller Tiroler verwendet werden. Mein Anspruch ist es, denen zu helfen, die es brauchen. Die Tiroler haben die niedrigsten Einkommen in ganz Österreich und müssen am meisten für den teuren Lebensunterhalt und das sündteure Wohnen bezahlen. Für viele ist das immer schwerer zu schaffen. Wenn die Vorarlberger durchschnittlich 240 Euro pro Monat mehr verdienen als die Tiroler, wird es höchste Zeit die Strukturprobleme in unserem Land anzugehen. Wir setzen uns für Einkommen

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zum Auskommen ein. Es ist auch kein Naturgesetz, dass Wohnen in Tirol sündteuer sein muss, ich habe in den vergangenen Jahren viele Vorschläge im Landtag eingebracht, um Wohnen bezahlbar zu machen. Es fehlt uns nicht an Ideen, sondern nur an Partnern für deren Umsetzung. Einiges in Tirol läuft gut, vieles könnte besser laufen. Ich habe ein Herz für die Menschen, weshalb ich gegen Diskriminierungen und Benachteiligungen jeder Art kämpfe, vor dem Gesetz haben alle Menschen gleich zu sein und gleich behandelt zu werden. Ich will Tirol zum Positiven verändern. Wer wie wir ein soziales, gerechtes, offenes und buntes Tirol will, ist bei der Liste Fritz bestens aufgehoben.

NEOS-Tirol Helmut Kern, im Bild Dominik Oberhofer Diese Frage darf ich namnes der NEOSTirol folgend beantworten: Unser liberales Weltbild, die vielfältigen Kompetenzen und die menschlichen Qualifikationen unserer Kandidaten_innen bürgen für eine Politik in diesem Land, die den Menschen Mut machen will, Mut zur Selbstentfaltung, zur Selbstermächtigung und zur Verantwortung für sich, für den Lebensraum und für www.rainbowunited.at


Wahlen Spezial das Morgen. Wir verstehen uns als eine Bewegung von Bürgern_innen, wir kommen aus der Mitte der Gesellschaft und wir wollen Politik machen, aber müssen es nicht. Wir verstehen uns als Angebot für die Menschen in Tirol, die ein weltoffenes Tirol mit modernen Strukturen, guten Ausbildungsmöglichkeiten, sozialer Absicherung und fairer Verteilung der Steuermittel wollen. Für uns ist Politik der Ort, an dem wir ausmachen, wie wir leben wollen. Je mehr NEOS-Denken und -Fühlen in die politischen Entscheidungsgremien kommt, desto besser für Tirol und seine Menschen. In diesem Zusammenhang – abschließend – der Hinweis, dass wir immer die Meinung vertreten haben, dass das Eingehen einer Ehe allen Menschen offenstehen soll, unabhängig in welcher Partnerschaft diese sich befinden. Wir haben es als bedauerlich empfunden, dass hier der Verfassungsgerichtshof erst „Recht“ sprechen und der Politik die entsprechenden Vorgaben formulieren musste und sind heute froh, dass diese Rechtslage nun besteht.

durch den politischen Islam, und versprechen für die Freiheit einzustehen. Bezüglich der Mietproblematik, verweisen wir immer darauf, dass vor allem viel zu wenige Singlewohnungen und Garçonnièren, gerade im gemeinnützigen Wohnbau gebaut werden. Es braucht eine Gebührenbremse zu Gunsten niedrigerer Betriebskosten, eine Investitionsförderung bei Wohnraumschaffung für Eigenbedarf und den Kampf gegen den Zweitwohnsitzmissbrauch. Ziel muss es sein, sozial verträgliche Mieten an den Bedarf angepassten Wohnungen zur Verfügung zu stellen und die Schaffung von Eigentum zu unterstützen.

Wir bedanken uns für Ihre Anfrage und schicken Ihnen die besten Grüße aus der NEOSphäre

FPÖ LAbg. Mag. Markus Abwerzger. Spitzenkandidat Jegliche Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung ist gesetzlich verboten. Wir orten auch die Gefahr der Einschränkung der Freiheit der sexuellen Orientierung rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

FAMILY- Die Tiroler Familienpartei LAbg. Andrea Krumschnabel Spitzenkandidatin Eine offene Fragestellung ist sehr sympathisch, denn tatsächlich werden ja in vielen Bereichen die Probleme des Alltags genau die gleichen sein, ganz gleich welche sexuelle Ausrichtung jemand hat. Die Liebe zählt und wir machen uns über die Unterschiede in unserer Gruppe gar keine Gedanken. Manche aber schon, und daher freue ich mich, dass die Ehe für Alle jetzt Realität ist und eine weitere Diskriminierung in unserer Gesellschaft der Vergangenheit angehört. Man kann es sich bei so vielen Sachen vorstellen, dass wir in Jahren oder Jahrzehnten die Aufregung nicht mehr verstehen und müssen trotzdem in unserer

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Wahlen Spezial Zeit die Auseinandersetzung führen. Was sind unsere Ziele? Wir vertreten einen sehr weiten Familienbegriff. Es geht um die Menschen und um ihre Chancen im Leben. Niemand soll abgehängt werden, genau das ist derzeit aber wieder im Trend. Wir setzen auf gute Bildung für alle, Angebote für Ganztagsschulen ohne Zwang, Kampf gegen die Armut und praktische Lösungen für Alltagsprobleme. Wir wollen Frühstück an den Schulen und haben es in Kufstein (wo wir mit Leuten aus unserem Kreis den Bürgermeister stellen und zehn Mandate innehaben) schon eingeführt, ebenso wie Weihnachtsgeld für finanzschwache Familien und Mindestsicherungsbezieher, einen Sozialmarkt, einen Fonds für Schulveranstaltungen, Wirtschaftsförderungsrichtlinien zur Stärkung der Gründer, Kleinkindempfänge und den Umbau zu einer lebenswerten Stadt für alle, nur damit man nicht glaubt, wir seien einfach nur Träumer. Wir wollen es den Familien leichter machen, die Förderungen erhöhen oder auch Kosten senken, zum Beispiel für die Kinderbetreuung. Berufstätigkeit der Frauen muss sich lohnen. Es hilft nichts, wenn die Hälfte des Gehaltes für die Kinderbetreuung ausgegeben werden muss. Unsere Wirtschaft wird in den nächsten Jahren jeden brauchen, der gute Fachkenntnisse hat oder bereit ist, sie zu erwerben. Wir rechnen mit einem Aufschwung und wollen alle dabei mitnehmen, statt einer Spaltung der Gesellschaft. Unsere Senioren verdienen mehr, als ihnen derzeit geboten wird. Lächerliche Pensionserhöhungen und Mangel an Pflegekräften sind ein Armutszeugnis. Wer behauptet, wir könnten uns bessere Qualität nicht leisten, irrt sich. Das Geld ist da, wir verwenden es schlichtweg falsch. Wir möchten einen neuen Blick darauf richten und konkrete Konzepte zum billiger Wohnen vorlegen, angemessene Pflege in der heutigen Zeit, Vorsorge statt Behandlung, Therapie vor dem Ausbruch von Krankheiten und viele Dinge, Finanzierungssicherheit für Sozial-

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vereine, die jedem vernünftig erscheinen, aber immer wieder in Vergessenheit geraten. Wir sind keine Träumer, sondern Profis in unseren Bereichen, teilweise auch mit großer politischer Erfahrung, und können die Dinge umsetzten, wenn man uns lässt. In Kufstein tun Leute unserer Liste und deren Unterstützer das seit sieben Jahren und haben vieles umgekrempelt. FAMILY ist unser Projekt für die Landtagswahl, weil man dort eine Partei braucht, um eine Struktur aufbauen zu können. Im Herzen sind wir parteifrei und wollen auch so agieren, ohne Klubzwang und jegliche Abhängigkeiten. PS: Zu Ihren Detailfragen: Jede Diskriminierung und jeder Zwang zur „Normalität“ sind für uns absurd. Tirol ist für ALLE da!

TIROLER VOLKSPARTEI Barbara Schwaighofer Abgeordnete zum Tiroler Landtag Landtagsklub Tiroler Volkspartei Die Tiroler Volkspartei ist eine Partei die mit Ihren Werten, Zielen und Ihrer Politik große Teile der Bevölkerung anspricht. Natürlich gibt es in unserem Land auch Menschen die eine exponierte Lebensform gewählt haben. Das spricht für unsere aufgeklärte Gesellschaft und für unsere Toleranz. Jeder unserer Bürgerinnen und Bürger, auch in Lebensformen stehend welche von manchen vielleicht kritisch gesehen werden, ist eingeladen sich unserem politischen Denken und Leben anzuschließen. Wir grenzen da niemanden aus. www.rainbowunited.at


Wahlen Spezial Wie Sebastian Kurz sagte: Die Grenze ist das Strafrecht. Wir stehen mit unserem Programm für Bildung, Wirtschaft, Kultur und sozialem für alle offen.

NEUE SPÖ TIROL Elisabeth Blanik Vorsitzende der neuen SPÖ Tirol „Warum sollen wir bei der Wahl zum Tiroler Landtag Ihre Partei bzw. Ihren Spitzenkandidaten oder Ihre Spitzenkandidatin wählen?“ Die bevorstehende Landtagswahl in Tirol ist eine Richtungswahl für unser Bundesland. Die Bevölkerung kann sich gegen eine stockkonservative Clique von alten Männern entscheiden, die unser Tirol seit Jahren fest im Griff hat. Die viel ankündigt, aber nichts tut, weil sie ihre Pfründe schützen will. Die neue Ideen erstickt und dafür sorgt, dass Immobilienbesitzer immer reicher werden, aber für junge Familien das Wohnen unerschwinglich bleibt, dass die Täler gegenüber dem Zentralraum zurückbleiben, dass die obere Hälfte der Männereinkommen steigt, aber drei Viertel der Frauen von ihrem Einkommen kein gutes Leben führen können. Zudem kann sich die Bevölkerung gegen eine drohende schwarzblaue Koalition auch in Tirol entscheiden, die das Land weiter spalten und in eine soziale Katastrophe stürzen wird. Eine Koalition, die Hetze und Respektlosigkeit salonfähig machen wird. Das brauchen wir in einem modernen und fortschrittlichen Tirol nicht! Die neue SPÖ Tirol hat ein Politkonzept entrainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

wickelt, das alle mitnimmt, die Menschen in den Tälern, die Frauen, die jungen Familien und die Senioren. Ein Politikkonzept, das alle Tiroler wieder zusammenbringt. Ich werde mich für ein gutes, respektvolles Miteinander in einem sozialen Bundesland einsetzen, für niedrige Mieten, damit junge Familien entlastet werden und ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können, für höhere Einkommen für Frauen sowie für eine Politik für die Täler, damit dieser wieder aufleben. Zur LGBTIQ*-Thematik ist mir besonders wichtig, dass sich die neue SPÖ Tirol auch in Zukunft dafür einsetzen wird, dass die sexuelle Orientierung als Schutzgrund in den Gleichbehandlungssatz der Bundesverfassung aufgenommen wird. Dieses Gesetz sollte nicht nur am Arbeitsmarkt, sondern auch bei der Wohnungssuche und in der Freizeit gelten. Die Aufhebung des Eheverbotes war ein wichtiger Schritt um die Diskriminierung homosexueller Paare zu beenden. Denn: Jeder soll lieben und heiraten dürfen, wen er will!

DIE GRÜNEN TIROL Gebi Mair, Thomas Lechleitner (Grüne Andersrum), Stephanie Jicha, Georg Kaltschmid Tirol bewegt sich manchmal langsam, aber Tirol bewegt sich auch durch Grüne Arbeit in die richtige Richtung. In der schwarzgrünen Koalition in Tirol konnte beispielsweise eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren bei der Pflegekarenz für Landesbedienstete erreicht werden. Eingetragene Partnerschaften wurden auch im bäuerli-

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Wahlen Spezial chen Bereich, und zwar im Tiroler Erbhofgesetz gleichgestellt. Für Sexarbeiter*innen wurden erstmals legale selbständige Arbeitsmöglichkeiten geschaffen. Das passiert natürlich nicht von selbst, sondern braucht engagierte Politiker*innen wie es sie bei den Grünen gibt und natürlich eine aktive Community, die sich für die Rechte von LGBT einsetzt. Das hat sich bei der Aufhebung des Eheverbots durch den Verfassungsgerichtshof eindruckSvoll gezeigt: Erst die Vorarbeit der vielen Aktivist*innen aus der Community hat diesen Durchbruch ermöglicht. Danke allen Beteiligten! In der kommenden Landtagsperiode möchten wir Grüne die Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen in Tirol noch einmal deutlich erhöhen. Seit Jahren ist mit Klubobmann Gebi Mair ein offen schwul lebender Politiker in der Tiroler Polit-Landschaft (Listenplatz 2) verankert. Neu kandidieren nun als offen lesbisch lebende Kandidatin Stephanie Jicha (Listenplatz 5) aus Vomp, Tochter einer Transfrau, und der offen schwul in einer eingetragenen Partnerschaft lebende Kandidat Georg Kaltschmid (Listenplatz 4) aus Walchsee. Eine offen lesbisch lebende

Kandidatin hatte unseres Wissens nach bisher überhaupt noch nie die Chance auf ein Mandat im Tiroler Landtag – bei den Grünen gibt es diese Chance nun. Wir Grüne kämpfen für eine offene Gesellschaft in einer intakten Umwelt. Viele Schritte sind hier bereits gelungen, andere fehlen noch. Das Tiroler Antidiskriminierungsgesetz gilt derzeit beispielsweise nur im unmittelbaren Bereich der Arbeit. Wir möchten es auch auf weitere gesellschaftliche Bereiche ausdehnen. Weil es nicht sein kann, dass beispielsweise Lokale diskriminieren dürfen. Wir möchten in der kommenden Landtagsperiode außerdem für eine Enttabuisierung von HIV-Testungen, PrEP und für Solidarität mit HIV-positiven Menschen in Tirol eintreten. Dafür muss es uns Grüne weiter im Tiroler Landtag geben. Nach einem harten Jahr für die Grünen österreichweit und dem schwarzblauen Angriff auf gesellschaftliche Solidarität und Offenheit braucht es das umso mehr. Wir bitten um Unterstützung für die Sichtbarkeit von LGBT-Anliegen in Tirol, in deinem Interesse und freuen uns natürlich auch über Vorzugsstimmen!

SAVE THE DATE

02. JUNI 2018

MEILENSTEINE

CHRISTOPHER STREET DAY

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REGENBOGEN Splitter

Nachrichten aus aller Welt ÖSTERREICH Kirche zur Ehe Am 4. Dezember hat der österreichische Verfassungsgerichtshof die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, sowie die Eingetragene Partnerschaft für verschiedengeschlechtliche Paare ab 1. Jänner 2019 geöffnet. Anläßlich der Weihnachtsfeiertage haben sich mehrere österreichische Bischöfe unter anderem gegen die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare ausgesprochen. Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng kritisierte in seiner Weihnachtspredigt die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare, und die Einführung eines dritten Geschlechts in Deutschland, der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler kritisierte in einem Interview mit dem Standard die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), die Ehe zu öffnen. Der neue Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler, der als liberal gilt, hat mit der Öffnung der Ehe seine Not. „Ich verstehe den Druck, der von Menschen aufgebaut

wurde, die in ihrer Lebensführung und sexuellen Orientierung nicht so sein durften, wie sie sind. Auch wir hatten als Kirche Toleranz zu lernen“, gibt sich der gebürtige Steirer zunächst liberal. Doch dann betont Glettler, hinter den Aussagen von Kardinal Christoph Schönborn zu stehen, der meinte, mit seinem Urteil zur Ehe-Öffnung verneine der VfGH die Wirklichkeit und tue der Gesellschaft „nichts Gutes“: „Die Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau ist etwas anderes als eine Partnerschaft von Personen gleichen Geschlechts. Kindern das Leben zu schenken ist der unersetzbare Beitrag für die Zukunft unseres Landes. Es geht für unser Zusammenleben etwas verloren, wenn man krampfhaft gleichschaltet, was eigentlich nicht gleich ist“, so der Innsbrucker Bischof. Das Rechtsinstitut der Eingetragenen Partnerschaft sei „eine ausreichend rechtliche Absicherung für alle Paare“, so Glettler weiter: „Ausgerechnet jene, die jahrzehntelang für Respekt vor dem Andersein gekämpft haben, drängen nun auf Gleichschaltung.“

CHINA Chinesen übernehmen Grindr: Geheimdienst darf mitlesen Vor einigen Wochen hat der chinesische Technologie-Gigant Kunlun Group Ltd. die unter schwulen Männern beliebte DatingApp Grindr vollständig übernommen. Nun warnen Datenschützer: Sämtliche DatingDaten können schon bald von der chinesischen Regierung durchsucht werden.

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REGENBOGEN Splitter Wie die Washington Post berichtet, können nun chinesische Geheimdienste einfach auf die Daten von Grindr zugreifen. Nach chinesischem Recht kann die Regierung aus Gründen der „öffentlichen Sicherheit“ jederzeit alle Daten anfordern, die chinesische Firmen sammeln – auch private Details der User. In den USA herrscht deshalb die Angst vor, dass die Vorlieben der Grindr-Nutzer „als Teil der Operationen von Geheimdiensten und ausländischen Einflüssen in den Vereinigten Staaten“ genützt werden könnte. Damit könnten beispielsweise schwule oder bisexuelle Geheimnisträger, die Grindr nutzen, gezielt angesprochen, erpresst oder verführt werden. Peter Sloterdyk, bei Grindr für Marketing verantwortlich, versucht, die Bedenken zu zerstreuen. Er betont gegenüber der Washington Post, dass die Privatsphäre der User und ihrer Daten die höchste Priorität habe. Man habe diese Daten nicht an chinesische Behörden weitergegeben und auch keine Absicht dazu. Allerdings hat der neue Besitzer von Grindr dazu eine recht ambivalente Geschichte: Letztes Jahr musste sie die gemeinsam mit einer zweiten chinesischen Firma geplante Übernahme der norwegischen Software-Firma Opera abblasen: Die Vereinigten Staaten hatten erhebliche Bedenken, dass der Browser-Hersteller in chinesische Hände gelangen könne.

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AUSTRALIEN Schwuler Imam will eine LGBT-Moschee gründen – so sind die Reaktionen Sie soll ein Zufluchtsort für homosexuelle Muslime sein. Innerhalb des nächsten Jahres möchte er sie eröffnet haben, die erste schwulenfreundliche Moschee. Das hat sich Nur Warsame, Imam aus Australien, fest vorgenommen. Er selbst ist homosexuell. Lange Zeit lebte er ein Doppelleben, war verheiratet und hat sogar eine Tochter. Bis er sich 2010 outete. Obwohl er damals Leiter einer Moschee in Melbourne war und den Status des Hafiz innehatte, eines Mannes, der den Koran auswendig zitieren kann, wurde er von der Moscheengemeinschaft ausgeschlossen. “Den Glauben und die Sexualität miteinander zu verbinden ist eine schwierige Angelegenheit“, sagte er gegenüber dem australischen Nachrichtensender “SBS”. “Ich habe sehr oft mit jungen Menschen zu tun, die wegen ihrer Sexualität aus ihrer Familie verbannt wurden“, sagte er. “Dann haben sie ein Problem.“ Viele wandten sich Warsame mit der Bitte um Hilfe zu. In den meisten Fällen sah die Familie die Homosexualität als eine Krankheit an, die geheilt werden müsse.

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REGENBOGEN Splitter Homosexuelle Muslime sollen seiner Meinung nach das gleiche Recht besitzen, ihr Gebet in einer Moschee zu verrichten. Deswegen ist er aktiv geworden, setzt sich öffentlich für die Rechte homosexueller Muslime ein, ist Gründer der muslimischen LGBT - Vereinigung “Marhaba” – und möchte nun eine Moschee erbauen. Ein LGBT-Moschee im Zentrum Melbournes Mit verschiedenen Geldgebern arbeitet er momentan zusammen und plant eine Moschee im Zentrum Melbournes. Mit der Victoria Police kooperiert er ebenfalls, damit die Einrichtung zu einem sicheren Ort wird. Mit seinen öffentlichen Auftritten erwartete der Imam, dass er dadurch zum Zielobjekt für harte Kritik werden würde. Doch die kam nicht. Ganz im Gegenteil: Warsame hat sehr viel positive Resonanz bekommen. So kontaktierten ihn nach seiner Bekanntgabe beispielsweise andere Imame und bedankten sich für seinen Einsatz. Besonders dafür, dass er dies öffentlich tat. Die anderen Imame hätten ihn für seinen Mut gelobt, wie er der australischen “Vice” erzählte. Viel Unterstützung erhielt er vor allem von der Jugend. Während einer Rede in Melbourne kam eine Gruppe muslimischer Studentinnen in Hijabs auf ihn zu. Sie waren selbst nicht homosexuell, bedankten sich jedoch bei ihm. Er trage einen wichtigen Beitrag zur muslimischen Community bei. Auch auf Facebook erhielt Warsame motivierende Worte für sein geplantes Projekt. Ein Nutzer schreibt: “Wo kann ich spenden?” Quelle: www.ggg.at

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Agency People Image

USA Ricky Martín hat geheiratet Der offen schwule Latino-Popstar Ricky Martín hat geheiratet. Das hat der 46-Jährige nun bestätigt. Martin ist seit 2016 mit dem aus Syrien stammenden schwedischen Maler und Konzeptkünstler Jwan Yosef zusammen. Im November hat das Paar in der Talkshow von Ellen DeGeneres seine Verlobung bekanntgegeben. Ricky Martín und Jwan Yosef leben seit einigen Monaten in Los Angeles. Zusammen ziehen sie die neunjährigen Zwillinge Matteo und Valentino groß, deren Vater Martín dank einer Leihmutter geworden war. Zu Jahresbeginn postete der Sänger ein cooles Familienfoto auf Instagram. Kennengelernt hat sich das Paar im Jahr 2016 über Instagram: Yosef ist Künstler, und Martín sammelt Kunst. Über die Arbeit des Künstlers sind die beiden Männer in Kontakt gekommen, haben unzählige Direktnachrichten ausgetauscht – und schließlich wurde daraus Liebe.

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SoHo Tirol

Wir Stellen euch heute zwei außergewöhnliche Menschen vor: Wir haben Mario Lindner und Irene Heisz gebeten, sich für Rainbow United kurz vorzustellen. Beide haben das gerne gemacht: Als erstes unseren neuen Bundesvorsitzenden und seit 15. Oktober 2017 Abg. zum Nationalrat, Mario Lindner, der sich im Parlament mit großem Einsatz um die Belange der LBGTIQ Community kümmert: NAbg. Mario Lindner (SoHo) Die nächsten fünf Jahre werden nicht einfach – nicht nur für unsere Community, sondern wahrscheinlich für alle Menschen, die sich für ein vielfältiges Österreich einsetzen. Schon die ersten Wochen der neuen Regierung haben gezeigt, wo der Fokus von Schwarz-Blau liegt: Erleichterung für die obersten Prozent, Angriffe auf den Sozialstaat und Eliten-Denken in fast jedem Bereich. Vielfalt, Diversität oder gar die

Rechte von Lesben, Schwulen, intersexuellen und transidenten Personen kommen im Regierungsprogramm dagegen gar nicht vor! Als ich im Juni 2017 zum neuen Bundesvorsitzenden der sozialdemokratischen LGBTI*-Organisation SOHO gewählt wurde, haben wir uns genau deshalb ein neues Motto gegeben: STÄRKER GEMEINSAM! Denn wir wissen, dass unser Land immer dann am stärksten war, wenn wir Vielfalt als Chance begriffen und Solidarität vor Ausgrenzung gestellt haben. Genau dafür möchte ich auch in Zukunft gemeinsam mit euch allen kämpfen: Ein modernes, vielfältiges & weltoffenes Österreich.

Mario Lindner Abgeordneter zum Nationalrat (SPÖ) Vorsitzender der SoHo Österreich Mario Lindner (*1982) gehört seit Nov. 2017 als einziger offen schwuler Abgeordneter dem österreichischen Nationalrat an und ist Sprecher der SPÖ-Fraktion für Diversität, Gleichbehandlung & LGBTIQ*. Zuvor war er von Juli bis Dezember 2016 Präsident des österreichischen Bundesrates. Seit Juni 2017 ist er Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo.

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Text: Mario Lindner / Foto: Mario Lindner privat

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www.soho.or.at Als zweites Irene Heisz, Bürgermeisterkandidatin der SPÖ Innsbruck bei der Gemeinderatswahl 2018. Wir werden sie im Wahlkampf aktiv und eifrig unterstützen, weil wir fest davon überzeugt sind, dass Irene Heisz und die SPÖ die beste Wahl für Innsbruck sind. Ich bin… 49 Jahre alt; seit 30 Jahren Journalistin und seit wenigen Monaten Politikerin; mit dem Wortkünstler Wilfried Schatz verheiratet; Mutter eines bald 17-jährigen Sohnes; immer begierig, etwas Neues zu lernen; nicht auf der Brennsupp’n daher geschwommen; (machmal zu) emotional; nicht immer vernünftig genug, keine Hedonistin zu sein; ein glühender Fußballfan; verliebt in die Kunst, präzise zu sprechen und zu schreiben.

Ich kann… in Büchern regelrecht versinken; mich ehrlichen Herzens auf Menschen einlassen; intrigante Wichtigtuer nicht ausstehen; leidenschaftliche Kochorgien veranstalten; mich von mir selbst ironisch distanzieren; nicht gut mit Bosheit umgehen; nicht verstehen, wieso nicht jeder Mensch nach seiner ganz persönlichen Fasson leben und lieben soll. Ich will… Innsbrucker Bürgermeisterin werden; das Wohnen in Innsbruck endlich wieder leistbar machen; meine Leidenschaft und Energie darauf verwenden, Innsbruck zu einer gerechteren, herzlicheren, gelasseneren Stadt zu machen.

Die neue Rote: Irene Heisz im Miniporträt

Text: Irene Heisz / Foto: Tom Bause Titel und Vorstelltext: SoHo Tirol

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Evangelische Kirche

„Ehe für alle“ in der Kirche – oder: … when all is said and done. Unkonventionelle Geschlechterperformance und Diskriminierungsschutz Und wieder geht es um die „Ehe für alle“ und darum, was sie für die Kirchen, besonders für die Evangelische Kirche, bedeutet. Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs vom Dezember hat das Thema nun auch in Österreich unmittelbar aktuell werden lassen. Die offiziellen Stellungnahmen der römisch-katholischen Kirche und der „Evangelischen Allianz Österreich“ entsprach ungefähr den Erwartungen. Kardinal Schönborn lehnt die Ehe für alle ab. Überraschend war höchstens die Schärfe der Worte und der wenig originelle Rückgriff auf die sogenannte „Schöpfungsordnung“ und das Argument, dass nur aus einer Verbindung von Mann und Frau Kinder hervorgehen können. Einzelne aus der römisch-katholischen Kirche erklärten aber auch ihre Zustimmung. Etwa der CaritasDirektor Michael Landau und Helmut Schüller von der Pfarrerinititive. Erwar-

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tungsgemäß ist auch die „Evangelische Allianz Österreich“ gegen die Ehe für alle, was mit dem Bibelverständnis dieser Vereinigung zu tun hat. Offen ist in diesen Fällen immer, wie sich die Evangelische Kirche verhält. Es gibt zwar eine unterstützende Grundhaltung gegenüber LGBTQI*, jedoch ist diese nicht unumstritten. Daher ist nie sicher, wie sich die Kirche insgesamt verhält: Äußert sie sich gar nicht, um nicht die Konservativen zu verärgern? Oder äußert sie sich doch, um mit der Unterstützung ernst zu machen? Erfreulicherweise hat sich der österreichische Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche sich uneingeschränkt positiv zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs geäußert. Zwar hat er dafür etwa in den Social Media Kritik geerntet, aber insgesamt ist die große Entrüstung ausgeblieben. Dies ist ein wichtiger, ja mutiger Schritt! www.rainbowunited.at


www.sichtbar-evangelisch.at Jedoch ist nun die große Frage, wie die Sache weitergeht. Wird es in der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich nun auch kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare geben? Oder zumindest eine Garantie, dass Menschen eine würdige Segnung für ihre Partnerschaft bekommen? Oder bleibt es bei der aktuellen Lage, in der Vieles möglich ist, es aber stark von dem/r einzelnen Pfarrer/ in abhängt, ob und wie Partnerschaften gefeiert und gesegnet werden. Darüber entscheidet nicht der Bischof, sondern die Synode, das „Kirchenparlament“ mit seinen ca. 80 Delegierten aus ganz Österreich. Hier wurde besonders in 1990er-Jahren aber auch danach immer wieder über Homosexualität diskutiert. Da es in der Bibel SEHR wenige Stellen zu diesem Thema gibt, sind seit Langem alle Argumente ausgetauscht. Wenn nun wieder neu diskutiert wird, ist die Frage:

Wird es neue Erkenntnisse geben? Ich glaube: Nein. Es wird wieder die selben Argumente Pro und Contra geben. Eine Pattsituation. Bei der Trauung für gleichgeschlechtliche Paare geht es also um die Frage: Was machen wir bei einem solchen (theologischen) Patt? Am Ende geht es um dies: Entscheiden wir uns dafür, auf der Seite der Menschen zu sein? Begleiten wir ihr Leben wie es eben ist? (Selbst wenn manche in der Kirche dieses Leben nicht verstehen oder sogar verurteilen...) Oder tun wir das nicht? Ich bin sicher, dass die Kirche für die Menschen entscheiden muss! Für wen denn sonst?! Die Glaubwürdigkeit und das Ansehen der Kirche in einer bunten, vielfältigen Gesellschaft wird größer, wenn sie im Zweifelsfall mutig und menschenfreundlich ist.

Bischof Bünker

Text: Lars Müller-Marienburg

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Löwenherz

»Friedrich II von Preußen« Michael Roes: Zeithain D 2017, 808 S., geb., € 28.78 Der sensible preußische Kronprinz Friedrich, aus dem Jahre später einmal der Große werden sollte, leidet unvorstellbar unter der Härte seines Vaters, des Königs Friedrich Wilhelm. In seiner Not wendet sich Fritz an die einzige Person, die ihm Rettung verspricht: Mit seinem einzigen Freund, Hans Hermann von Katte, verbindet Kronprinz Friedrich eine homoerotische, wenn nicht auch sexuell schwule Freundschaft. Er soll dem Verzweifelten helfen, vor dem grausamen Vater ins Ausland zu fliehen. Katte, ein Offizier des Königs, gerät in einen tiefen Zwiespalt, doch er kann der Zuspitzung der Ereignisse nicht entrinnen. Als die Pläne auffliegen, ist es Katte, an dem ein Exempel statuiert wird - und der Kronprinz muss bei seiner Hinrichtung zusehen. Wie konnte Katte, der selbst mit einem strengen, distanzierten Vater aufwuchs, sich so verhalten? Philip Stanhope, ein entfernter Nachfahre, sucht an den Orten von Kattes Leben nach Antworten. Die große »preußische Liebesgeschichte« in einer blendend recherchierten und packend erzählten Roman-Biografie.

Uwe A. Oster: Sein Leben war das traurigste der Welt Friedrich II. und der Kampf mit seinem Vater. D 2011, 285 S. mit zahlreichen Abb., geb., € 20.56 »Sein Leben war das traurigste der Welt«, schrieb Wilhelmine von Bayreuth über ihren jungen Bruder Kronprinz

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Friedrich, den späteren König Friedrich den Großen. Schon von klein auf hatten Friedrich und sein harter, jähzorniger Vater, der sog. »Soldatenkönig« Auseinandersetzungen. Diese spitzten sich in einem heftigen Konflikt zu: der kunstbegeisterte, sensible Friedrich versuchte vor seinem Vater zu fliehen. Um ein Exempel zu statuieren, ließ Friedrich Wilhelm II. den intimsten Freund und Fluchthelfer des Kronprinzen zum Tode verurteilen. Friedrich musste zusehen, wie sein Freund Katte vor seinen Augen hingerichtet wurde. Der Soldatenkönig glaubte das Richtige für seinen Sohn und den preußischen Staat zu tun. Der Kronprinz war am Boden zerstört. Das ohnehin schwierige Vater-Sohn-Verhältnis ging damit endgültig in die Brüche.

Thomas Fischbacher: Des Königs Knabe Friedrich der Große und Antinous. D 2011, 208 S. mit Abb., Broschur, € 20.35 Antinous war der Geliebte des römischen Kaisers Hadrian. Nach dem frühen, mysteriösen Tod des bithynischen Jünglings im Nil machte ihn der Kaiser zum Gott. Aus der Antike sind so einige Plastiken erhalten geblieben. Eine Bronzestatue des »Antinous« fand Eingang in die Antikensammlung des preußischen Königs Friedrichs II. und wurde zu ihrem Aushängeschild. Die Bronze - die ja eine Reflexion eines homosexuellen Verhältnisses darstellt - vermittelte zu Friedrichs Zeiten eine Botschaft. Der Monarch hatte ja kein x-beliebiges Kunstwerk erworben, sondern er stellte mit der Statue eine damals hochmoderne Ikone männlicher Homosexualität zur Schau. Ohne explizit

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen! werden zu müssen, konnte der König damit unmissverständlich Auskunft über seine sexuellen Vorlieben geben, die ja inzwischen als gesichert gelten können.

Thorsten Becker: Fritz D 2007, 399 S., Pb, € 10.23 Eigentlich hatten Thomas und Heinrich Mann einen historischen Roman über Friedrich den Großen geplant. Das nie geschriebene Buch nimmt Thorsten Becker zum Aufhänger einer ebenso intelligenten wie amüsanten Parallelgeschichte: Friedrich II. von Preußen ist ein Leben lang in sexueller Verklemmtheit gefangen, traumatisiert vom brutalen Verlust seines Geliebten, dem Leutnant von Katte. In seiner Frustration fängt Fritz einen Krieg nach dem anderen an, und Kronprinz Heinrich muss jedes Mal widerwillig zu Felde ziehen und für seinen Bruder die Kastanien aus dem Feuer holen, obwohl er viel lieber sein ziemlich offen schwules Leben als Theatermäzen führen würde. Die Korrespondenz der Gebrüder Mann während der Abfassung des Romans offenbart nicht nur Parallelen zur neueren europäischen Geschichte, sondern deckt auch Ähnlichkeiten zwischen Fritz und Thomas (verklemmtes Schwulsein) und zwischen dem Kronprinzen und Heinrich Mann (sexuelle Freizügigkeit) auf.

Friedrichs schwieriger Kindheit und Jugend erklären. Besonders spannungsvoll gestaltete sich das Verhältnis des feinsinnigen (und schwulen) Prinzen mit seinem Vater Friedrich Wilhelm I. - eine von Haus aus verkrachte Beziehung, die schließlich in der Hinrichtung von Friedrichs Freund Katte eskalierte. Die voluminöse Biografie des »Genies« unter den Preußenkönigen reflektiert alle Aspekte des großen preußischen Herrschers: sein Geschick als Staatsmann und Feldherr wird ebenso sehr berücksichtigt wie seine schöngeistigen Ambitionen und sein Privatleben. Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert.

Johannes Kunisch: Friedrich der Große D 2008, 624 S., Broschur, € 17.37 Friedrich der Große steht heute exemplarisch für viele der Dinge, die uns an Preußen unheilvoll und fast dämonisch erscheinen. Vieles davon lässt sich mit rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

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Courage

„YOUNG*TRANS“ -Innsbruck

Erste Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Gruppe für junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren. Schätzungen zufolge sind etwa fünf von 100.000 Kindern transident, fühlen sich also nicht ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht zugehörig. Genaue Zahlen sind schwer zu erheben, aber in der Beratungsstelle COURAGE fällt auf, dass in den letzten Jahren auch vermehrt Kinder und Jugendlichen ihren Eltern mitteilen, dass sie transident* sind. Für junge Menschen, die die gängigen Geschlechtermodelle aufgrund ihrer individuell erlebten Geschlechtsidentität aufbrechen und ergänzen wollen, stellen sich oft vielerlei Fragen: Wer bin ich? Welche Gefühle habe ich dazu? Wodurch (be)hindere ich mich, meine wahre Identität/Geschlechtsrolle zu leben? Welches Körperbild habe ich? Welche Körperwahrnehmungen habe ich dazu? Wie reagiert meine Umgebung? Wie kann ich damit umgehen? Welche Unsicherheiten und Ängste habe ich? Seit Juli 2017 bietet Courage auch in Innsbruck eine therapeutische Gruppe für junge *transidente Menschen. Die Gruppe trifft sich monatlich und wird von zwei PsychotherapeutInnen geleitet und begleitet. Die geschlossene Gruppe läuft noch bis Juli 2018 und wir hoffen, dass noch weitere folgen.

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Die therapeutische Gruppe versteht sich als ein Ort der Begegnung, des Austausches, des Suchens und des Findens einer tragfähigen persönlichen Geschlechts*Identität. Die Gruppe bietet in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit des gemeinsamen Erfahrungs- und Gedankenaustausches. Hier geht es in erster Linie um einen Austausch, um die Entwicklung von vielfältigen Rollenmodellen, um Identitäten und um rechtliche Belange. Mit Hilfe der Methoden systemischer Familientherapie, Narrativer Therapie, Familienaufstellung, Hypnotherapie und Verhaltenstherapie sowie der Gruppe an sich werden verborgene Zusammenhänge, Verstrickungen, Aufträge und Botschaften... sowie deren Auswirkungen auf das gegenwärtige Leben erfahrbar gemacht, so z.B. der Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen, dem Selbstbild als *TransgenderFrau/Mann, verinnerlichte Transphobien, Ängste und Unsicherheiten, bisherige Beziehungsmuster und vieles andere mehr. Bei transidenten Jugendlichen können Probleme bei der Entwicklung der Geschlechtsrollenidentität auftreten. Ein Verhältnis zur eigenen Weiblichkeit/Männlichkeit kann nicht im Rahmen „klassischer“ www.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at Geschlechtsrollen erlebt und muss daher individuell erarbeitet werden. In einem geschützten Umfeld erleben die Jugendlichen einen akzeptierenden, selbstverständlichen Umgang mit ihrem transidentem Empfinden. Wir nehmen deutlich wahr, dass sich die Teilnehmer*innen im Coming-Out-Prozess nicht länger allein fühlen und beginnen können, ihre sozio-sexuelle Identität angstfrei zu entwickeln. Wir möchten dabei unterstützen einen Weg zu finden und zu gehen Am Beginn des Prozesses stehen für viele Jugendliche sämtliche soziale und emotionale Beziehungen in Frage. Sie wissen nicht, wer sie wirklich so akzeptieren wird, wie sie sind. Wir beobachten immer wieder wie wertvoll die Gruppe ist, in der Beziehungen unter „Gleichen“ als kontinuierlich erlebt werden können .

eigenen Körpers, der Zugang zur eigenen Sexualität erschwert möglich. Der Erwerb von Handlungskompetenzen bei der Umsetzung intimer Bedürfnisse ist ein wichtiger Aspekt der Eigenverantwortlichkeit. Wie alle Jugendlichen sollen auch Trans*Jugendliche lernen, ihre Gefühle, Wünsche und Grenzen bei sexuellen/intimen Kontakten zu kommunizieren. Ein transidentes Coming-Out kann in der Familie erhebliche Konflikte verursachen. Deshalb stellt die Klärung der Beziehung zur Herkunftsfamilie ist ein wesentliches Thema in der Gruppe dar. Die Jugendlichen sollen dazu befähigt werden, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu suchen und zu erarbeiten. Durch Stärkung des Selbstwertgefühls wird ermöglicht, dass die Jugendlichen ihren eigenen Weg gehen.

Als junge Menschen, die selbst Ausgrenzungserfahrungen machen oder entsprechende Ängste empfinden, werden die Jugendlichen in die Lage versetzt, diese Erfahrungen zu reflektieren und sensibel gegenüber Ausgrenzung allgemein zu sein.

Besonders wichtig ist es uns, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben, ihre ganz eigenen Themen in der Gruppe einzubringen. Für wen zu welchem Zeitpunkt welches Thema von Bedeutung ist, können nur die Jugendlichen selbst beurteilen.

Auch das Thema Sexualität soll in der Gruppe einen Platz finden. Diesem Thema begegnen wir mit größter Sorgfalt und Achtsamkeit, denn häufig ist oder war,durch das konflikthafte Erleben des

Bei Bedarf können immer wieder individuelle Einzelberatungen, auch zusammen mit wichtigen Bezugspersonen und Familienmitgliedern oder Personen aus anderen Helfersystemen angeboten werden.

Beratungsstelle COURAGE Innsbruck Partner*innen-, Familien- & Sexualberatungsstelle A6020 Innsbruck, Salurner Straße 15 / 2. St. Telefonische Voranmeldung: Mo - Do 9°°-15°° Uhr +43(0)699 / 166 166 63 Email: innsbruck@courage-beratung.at Web: www.courage-beratung.at Ihre Spende sorgt für mehr COURAGE: IBAN: AT28 1200 0006 6048 0817 BIC: BKAUATWW Text & Foto: Mag.a Gabriella Wegscheider

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GRÜNE Andersrum Tirol

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ch bin außer mir, weil wir, die LGBTIQ*Community, kürzlich ein paar große Erfolge zu feiern hatten. Besonders sticht die Ehe-Gleichstellung hervor. Ich bin aber auch außer mir, weil es heute immer noch unzählige Baustellen bei den Themen Gleichstellung, Akzeptanz und Antidiskriminierung gibt. Die Lebensrealität von LGBTIQ* ist vielerorts noch äußerst fragwürdig. Nicht nur „irgendwo auf der Welt“, sondern ganz explizit hier in Österreich und ja, auch Tirol.

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ährend die Ehe-Gleichstellung einerseits immense Freude auslöst, tun sich andererseits Abgründe auf. Untergriffigkeiten, Vorurteile und Missgunst treten ungefiltert zu Tage. Die FPÖ prophezeit den Weltuntergang, Minister*innen sehen die „traditionelle Familie“ jetzt schutzlos ausgeliefert – wem oder was auch immer. Und selbstverständlich sind auch Kirchenvertreter nicht müden, verbal auf uns einzuschlagen. Neben Kardinal Schönborn, bekannt für seine unfassbar homophoben Kommentare, auch Bischof Glettler (Innsbruck), der sich gegen die „krampfhafte Gleichschaltung“ ausspricht.

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ir haben es weit gebracht, vor allem dank der Opfer und dem Kampfeswillen vorangegangener Generationen an Aktivist*innen und Unterstützer*innen. Wir sind aber immer noch weit vom Ziel entfernt. Geheuchelte und auch falsch verstandene Akzeptanz lauern gefühlt hinter jeden zweiten Ecke. Die Mehrheit gibt bei Befragungen an, offen bis sehr offen beim Thema LGBTIQ* zu sein. Das schlimmste wäre es aber, wenn das eigene Kind nicht heterosexuell ist. Wir bewegen uns in einer Gesellschaft, die Conchita Wurst als österreichische Botschafterin für Weltoffenheit bejubeln, aber als Gast in einem Lokal nicht von einer lesbischen Kellnerin bedient werden will. Schwule dürfen Ärzte, Soldaten und Lehrer sein, aber nicht ihr „schwules“ Blut oder Knochenbark spenden. Dieser Zwiespalt ist nicht neu, er reicht Jahrzehnte zurück. Johannes Kram veranschaulicht dies mittels des Filmes „Der Schuh des Manitu“. Er zeigt den Unterschied zwischen Österreich/Deutschland und anderen europäischen Ländern wie z.B. den Niederlanden auf. Während dort 2001 die EHE geöffnet wird, lachen die Österreicher*innen über besagte Ko-

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www.tirol-andersrum.at mödie, in der ein tuckig-schwuler Apachenhäuptlingsbruder auf der Puder Rosa Ranch sämtliche Klischees bedient, um das Publikum zum Lachen zu bringen. Es gab plötzlich einen offenbar viel entspannteren Umgang mit dem Thema Homosexualität. Im Kern war es ein entspanntes „darüber lachen“. „Und die Homosexuellen waren ein dankbares Opfer“, so Johannes Kram, „weil sie vor allem eines nicht mehr sein wollten, Opfer. Darum gab es wenig Widerspruch. Aber Homophobie bleibt Homophobie, auch wenn sie lustig ist.“

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iese homophoben Reflexe sind bis heute nicht verschwunden, im Gegenteil. Sie haben sich verfestigt. Und so ist es auch keine große Katastrophe, dass der Verfassungsgerichtshof uns die Ehe ermöglicht und nicht die gewählten Volksverterter*innen. Das wird sogar freudigst begrüßt. Denn wir haben uns daran gewöhnt. Freund*innen, daran muss sich dringend was ändern! Wir brauchen wieder Politiker*innen, die sich authentisch, furchtlos und ernsthaft für unsere Belange einsetzen. Die Gleichstellung, Akzeptanz und Antidiskriminierung nicht als Nebensächlichkeit oder gar Witz abtun. Ich sehe es als meine Aufgabe, auf regionaler Ebene dafür zu sorgen, tatsächliche Veränderungen herbeizuführen. Ich möchte dazu beitragen, Innsbruck zu einer wahrhaft vielfältigen Stadt zu entwickeln und Teil eines Gemeinderats sein, der das auch widerspiegelt.

cken wehen. Ein sichtbares Zeichen, das ich die letzten Jahre als Privatperson initiiert habe, weil ich der Meinung bin, dass wir präsente Symbole brauchen. Mein Anliegen ist es, derartiges fest in der Struktur der Stadt zu verankern. Ich möchte dauerhafte Symbole für wahre Solidarität schaffen, informieren, kämpfen. Ich möchte Hetze und Angst mit Aufklärung und Empathie begegnen. Es ist mir ein zutiefst persönliches Anliegen, dass alle Innsbrucker*innen sich hier willkommen, sicher und zuhause fühlen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Familienstruktur, Alter, Krankengeschichte, Glaube, oder wen sie lieben. Darum bitte ich um deine Stimme bei der Gemeinderatswahl am 22. April, danke.

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ir alle können Flagge zeigen. In der Wahlkabine, aber auch durch Gespräche, Vereinsarbeit oder Aktivismus. Um ein Beispiel zu nennen: Auch heuer werden wieder, von 17. Mai bis zum CSD, Regenbogenflaggen auf Innsbrucks BrüText: Thomas Lechleitner - Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

... wir haben zwar keinen Artikel, dafür jede Menge Veranstaltungen 2.2.2018 ab 19:30 SCHENKMARKT - und Gedankenaustausch

09.02.2018 CARNEVAL IM AFLZ eine kleine Maskerade

14.02.2018 ab 14 Uhr ONE BILLION RISING ANNASÄULE (singen gegen Gewalt an Frauen: Proben im AFLZ 30.1., 22.2.,13.2. jeweils 19 H im AFLZ)

24.2.2018 - 19:30 AFLZ - Liebeneggstr. 15, STEFANIE KUHNEN

*women only* 23.02.2018 ab 19:30 Es heißt, Lesben sind unsichtbar und eine AFLZ Inforveranstaltung zum aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Frauenvolksbegehren 2018 Generationen in einer toleranteren Gesell(Eintragungsfrist 12.02.2018- schaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische 12.03.2018)

Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen. Wenn von Homosexuellen gesprochen

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www.frauenlesbenzentrum.at wird, dann werden Lesben „mitgemeint“. Wenn es um LSBTTI*-Themen geht, werden selten lesbische Expertinnen befragt. Angeblich gäbe es sie nicht, heißt die Entschuldigung. Auch scheint es, „Queer“ wird lieber zu einer alternativen Identität erhoben, als sich „Lesbe“ zu nennen. Was ist da los? Sicher ist: Kein Mensch ist unsichtbar! Man wird unsichtbar gemacht oder entscheidet sich für Unsichtbarkeit, um Konflikte zu vermeiden. 28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt

zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden? Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel

Öffnungszeiten Freitag - 19.30-24.00 Dienstag von 19.00-23.00

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AIDS Hilfe Tirol

HIV-positiv - wie mit der Psyche umgehen?

Der HIV-positive schwule Mann gehört zu einer Minderheit innerhalb der Minderheit. Das verursacht erheblichen seelischen Stress. Interviewausschnitt von Christian Knuth aus dem Männermagazin blu hinnerk online. Besonders belastend sind neben einem positiven Testergebnis der Beginn oder eine Umstellung der Behandlung. Auch das Outing gegenüber Freunden und Partnern kann eine große Hürde darstellen. Dr. med. Steffen Heger ist Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit eigener Praxis in Köln und unter anderem Fachmann für das Informationsangebot von www.my-micromacro.net. Welche psychischen Probleme beobachten Sie bei HIV-Positiven? Am häufigsten treten in diesen Zusammenhängen depressive und Angstreaktionen oder psychosomatische Symptome auf, die jeweils mit Schlafstörungen einhergehen können. Mancher reagiert auch mit gesteigertem Alkohol- oder Drogenkonsum. Das schafft dann mittelfristig eine Menge weiterer Probleme.

sprechen, ohne ihn zu bedrängen: da sein, ihm zuhören, ihn ernst nehmen. Freunde sind meist die wichtigste Stütze für Menschen, die mit HIV leben. Im Idealfall können sie der Fels in der Brandung sein, indem sie unbeirrt an der Seite des Betroffenen stehen und sich nicht zurückziehen, selbst wenn die Wogen gerade hoch gehen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Wenn man sich damit unsicher fühlt, kann man sich selbst Unterstützung holen. Die lokalen Aidshilfen informieren und beraten nämlich auch Angehörige und Freunde. TIPP: Die AIDS-Hilfe Tirol bietet kostenlose Beratung für Betroffene, deren Partner, Freunde und Angehörige.

Was können Freunde und Familie eventuell tun bzw. wo können sie sich informieren, wenn sie Veränderungen feststellen? Zunächst sollte man den Betroffenen offen auf wahrgenommene Veränderungen an-

„Wieso Gummi? Meine Grindr-Dates waren doch alle gesund!“ Markus, 17 Jahre, datet viel auf Grindr und Gayromeo. Er lässt sich gerne ficken. Als er seinem Kumpel Fabian davon erzählt, meint der beiläufig, ja da seien Gummis ein guter Schutz vor Infektionen. Markus: „Wieso Gummi? Meine Grindr-Dates wa-

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ren doch alle gesund!“ Fabian: „Du siehst ja niemanden an, ob er Tripper hat oder HIVpositiv ist.“ „Doch! Die haben alle gesund ausgeschaut.“ Markus wurde in der Schule www.rainbowunited.at


www.aidshilfe-tirol.at kaum über sexuelle Gesundheit aufgeklärt. Keiner seiner Sexpartner hat mit ihm darüber geredet. Auch in Tirol infizieren sich aber auch sehr junge Männer, die Sex mit Männern haben, mit HIV, Syphilis und Co. Und immer wieder einmal breitet sich eine Syphilisepidemie gerade unter den jünge-

ren Männern im Land der Berge aus. Über sexuelle Gesundheit zu sprechen ist nach wie vor ein großes Tabu. Da kann jemand noch so viele Nacktbilder von sich verschicken und vom „tabulosen Sex“ auf seinem Profil fantasieren.

Empfehlungen zum Check der sexuellen Gesundheit Jeder, der ab und zu Sex hat, sollte sich mindestens einmal im Jahr auf HIV, Syphilis, Tripper und Chlamydien testen lassen. Ob Sex innerhalb einer festen Beziehung oder/und über Datingforen angebahnt. Tests auf Tripper und Chlamydien werden durch Abstriche im Hals/Rachen, Harnröhre und After durchgeführt. Am wichtigsten ist der Abstrich im Enddarm. Dort werden am häufigsten unentdeckte Infektionen festgestellt. Man sollte sich auch unabhängig davon testen lassen, ob Symptome vorliegen oder nicht.

Bei mehr als 10 Sexualpartnern im Jahr sind diese Tests jedes halbe Jahr, bei mehr als 10 Sexualpartnern pro Monat alle drei Monate zu empfehlen. Auch wer die PrEP („Pille davor“) zum Schutz vor HIV nimmt, sollte alle drei Monate den Check auf Infektionen durchführen lassen. Beratung zur sexuellen Gesundheit bei der AIDS-Hilfe Tirol. Informationen zu queerem Leben und sexueller Gesundheit in Tirol auf Gay Mountain Fire auf Facebook.

Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

Der GROSSE FIT FOR LOVE CHECK Testung auf HIV – Syphilis – Tripper – Chlamydien. AIDS-Hilfe Tirol - der Checkpoint für die Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben Anonyme Testung in der AIDS-Hilfe Tirol: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV. Kostenpflichtiger Syphilis-Labortest . Schnelltest: Kostenpflichtiger HIV- und Syphilis- Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Kostenpflichtiger Tripper/Chlamydien-Labortest neu – aktuelle Informationen zum Start des Angebotes auf der Homepage der AIDS-Hilfe Tirol. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

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UNITED Cooking Wintergemüse hat den Ruf langweilig und altmodisch zu sein. Meiner Meinung nach stimmt das nicht, im Gegenteil ich finde Kraut, Sellerie und Co sehr schmackhaft. Deshalb hier einige Anregungen

Sellerieschnitzel Man nimmt 1 Sellerieknolle Eier Mehl Semmelbrösel Salz, Pfeffer Sonnenblumenöl zum Ausbacken Die Sellerieknolle schälen und in zentimeterdicke Scheiben schneiden, dann in Salzwasser bißfest kochen. Die abgekühlten Scheiben auf beiden Seiten salzen und pfeffern und dann in Mehl, Ei und Semmelbrösel wenden.

Krautrouladen

Ein Altes Rezept, bei dem man seiner Fantasie freien lauf lassen kann. Man nimmt einen Krautkopf, schneidet den Strunk so gut es geht heraus und

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Bei mittlerer Hitze goldgelb ausbacken und sofort servieren. Dazu paßt sehr gut ein Kartoffel-Vogel Salat oder Petersilkartoffeln und Sauce Tartare. legt den ganzen Kopf in einen großen mit Salzwasser gefüllten Topf, bis sich die äußeren Blätter ablösen. Sobald man genug Krautblätter zusammen hat, kann man sie füllen und es ist ganz egal ob man dies ganz klassisch mit Faschiertem und Reis macht, ob man sich für eine Kartoffel-Rahm Fülle entscheidet oder ob man Couscus mit Gemüse wählt. Wichtig ist nur die Rouladen zusammenzubinden und anzubraten, bevor man sie in die Auflaufform legt. Immer etwas Suppe in die Form geben und auf die Rouladen je nach Geschmack etwas gesalzenen Rahm streichen und/oder mit Speck belegen, dann gelingt es sicher!

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UNITED Cooking

Rindsuppe mit Wintergemüse und Kartoffeln Man nimmt 3 3 1 kg 1 kg 500 g 500 g

Rindermarkknochen Hühnerflügerl Suppenfleisch Tefelspitz Lauch Karotten

Rinderknochen, Hühnerflügel, Suppenfleisch und Tafelspitz kalt abwaschen. In einen Topf Rinderknochen, Hühnerflügel und Suppenfleisch geben mit kaltem Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist und leicht salzen. In den anderen Topf den Tafelspitz geben und ebenfalls mit kaltem Wasser bedecken, leicht salzen. Beide Töpfe ganz langsam erhitzen. Nach ca. 45 Minuten, beginnt das Fleisch zu kochen. Nun bildet sich auf der Oberfläche immer wieder Schaum, den man mit einem Sieb abschöpft. Die Gemüsezwiebel halbieren und in einer beschichteten Pfanne an der Schnittseite ohne Fett bräunen. Nachdem der Tafelspitz aufgekocht hat, das Eiweiß abgeschöpft ist, die gerösteten Gemüsezwiebeln, Pfefferkörner, Wacholderbeeren und Lorbeerblätter zugeben. rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

500 g Sellerie 500 g Kartoffeln 1 Zwiebel Salz, Pfeffer, Wacholderbeern Lorbeerblätter

Nun das Gemüse vorbereiten. Den Sellerie schälen und grob würfeln, den Lauch und die Karotten in Ringe schneiden und die Kartoffeln schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. Jetzt die Kartoffeln und den Sellerie zugeben, nach weiteren 10 Minuten die Karotten. Nach 15 Minuten den Lauch hinzufügen. Alles 45 Minuten ziehen lassen. Jetzt das Suppenfleisch, Knochen und Hühnerflügel aus der Suppe nehmen durch ein Sieb gießen und etwas einreduzieren. Den Tafelspitz aus dem Topf nehmen von Fett befreien und in Würfel schneiden. Alle Fleischwürfel zurück zum Gemüse geben und den reduzierten Fond aus dem anderen Topf ebenfalls dazu geben. Je nach Geschmack kann man die Suppe mit etwas Sherry abschmecken und/oder mit Parmesan bestreut servieren.

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TUNTENBALL

Tuntenball Clubbing & Drag Race

Vergangenen Samstag wurde die Generalmusikdirektion zum Austragungsort des heurigen Drag Race, die Vorentscheidung zur Wahl der Miss Tuntenball 2018, die im Zuge des jährlichen Tuntenball Clubbings stattfindet. Durch den Abend führte Tuntenballmutti Miss Alexandra Desmond die in ihrer gewohnten Manier Publikum und Jury begeisterte. „Ich bin ganz aus dem Häuschen, wenn ich aus dem Haus bin und freue mich sehr, wieder bekannte Gesichter zu sehen und darauf mit euch allen einen furchtbar schönen Abend zu verbringen und furchtbar viel zu trinken,“ so unsere Lieblingsmoderatorin. Die hochkarätige Jury bestand dieses Jahr

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aus Sänger und Entertainer Marco Brown, der extra aus Berlin angereisten DJane Kathy Böhm, dem bekanntesten österreichischen Youtuber und Influencer Michael Buchinger und nicht zuletzt der amtierenden Miss Tuntenball Erika Empire. Im Interview verriet die Jury, dass sie dieses Jahr besonderes Augenmerk auf Performance und Aussehen der Kandidatinnen legen würde. Nachdem das gespannte Publikum von DJane S.Stereo angeheizt und auf die Tanzfläche getrieben wurde hieß es dann bald Bühne frei für das Drage Race 2018. • Als Erste durfte Rachel Estrella Cloud die leuchtende Hebebühne betreten und legte gleich mal die Latte ziemlich hoch: Die Jury gab durchwegs 4 oder

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www.agpro.at 5 Punkte und war vor allem durch ihr buntes „Ballspiel“ besonders begeistert. • Newcomerin Gloria Glowjob hatte es daraufhin nicht so leicht. Mit ihrer ziemlich gewagten, düsteren und ruhigen Bühnenshow konnte sie die Jury nicht so ganz überzeugen. • Chantall Cavalli zeigte diesmal nicht ganz so viel Haut wie letztes Jahr, doch gab wie gewohnt vollen Körpereinsatz. Zum Abschluß eine kleine Anmerkung: „Kämm dir mal die Haare, Schätzchen!“ • Drag Race-Neuheit Kween Melania aus Ungarn war ein besonderes Highlight des Abends. Diese Queen ließ gleich mal ihre Perücke fliegen und schmiß letztem Endes einem begeisterten Zuschauer sogar die Socke aus ihrem BH zu. • Den krönenden Abschluß bildete Cherry T Joystick. Diese hüllte sich in dunkelroten Tüll und Turban und gab eine über-

rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

zeugende Imitation von Bette Midler aus dem Film „Gypsy“. Die Jury war begeistert und so erreichte Cherry die höchste Punktzahl des Abends. Die fünf Kandidatinnen überzeugten durchwegs mit atemberaubende Performances und so durfte Miss Alexandra Desmond verkünden, dass dieses Jahr alle fünf ins Finale einziehen werden. Den Finalistinnen mit den klingenden Namen wird nun die amtierende Miss Tuntenball Erika Empire als Mentorin zur Seite gestellt, bevor im großen Drag Race Finale am 24. Februar 2018 beim Grazer Tuntenball der Titel Miss Tuntenball 2018 feierlich vergeben wird. „Eine besonders schöne Tatsache ist, dass alle weitergekommen sind. So haben alle die Möglichkeit, sich in den nächsten Wochen weiterzuentwickeln. Und eine gute Chance auf den Titel der Miss Tuntenball bekommen“, freut sich schon unsere Miss Desmond.

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Stadtplan 1

GRUPPEN

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1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@hositirol.at www.hositirol.at

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1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at 1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at 3 Grüne Andersrum Tirol Ing.-Etzel-Straße 9 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at VAIR Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Technikerstraße 5/5 6020 Innsbruck www.vair.at

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FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at

© OpenStreetMap

7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

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Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

GESUNDHEIT 12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

ChillIn Oskar Pirlo-Straße 11 6330 Kufstein www.chillin.at

CLUBBING

19 Queerattack! VAZ Hafen 13 Dr. med. Petra Lugger Innrain 149 Fachärztin für Chirurgie 6020 Innsbruck - Viszeralchirurgie, GesundTermine auf www.hositirol.at heitswissenschaftlerin pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at MEDICENT Innsbruck www.auferstehungskirche.at 17 Bacchus Innrain 143 Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck Verein Vielfalt 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 Verein zur Unterstützung www.bacchus-tirol.at Mobil: 0664/23 45 828 und Vernetzung von LGBT* mail: chirurgie@dr-lugger.at und Regenbogenfamilien in www.dr-lugger.at Vorarlberg und Tirol UNTERKUNFT www.vielfalt.or.at LOKALE Alpenhotel Tirolerhof office@vielfalt.or.at Clemens-Holzmeister Str. 38 14 Dom Café-Bar A-6166 Fulpmes Pfarrgasse 3 Tel: +43 5225 62422 RECHT 6020 Innsbruck Fax: +43 5225 62422161 www.domcafe.at info@tirolerhof-fulpmes.at 11 Rechtsanwältin www.tirolerhof-fulpmes.at Dr. Tanja Sporrer 15 M+M Bar LL.M. European Law Innstraße 45 Haus Romeo Rechtsanwältin und 6020 Innsbruck Blaiken 71 Europarechtsexpertin www.mm-bar.at 6351 Scheffau am Wilden Templstraße 22 Kaiser 6020 Innsbruck 16 Uni-Café Tel: 05358/43 131 Tel: 0512/ 58 11 64 Innrain 55 Fax: 05358/43 131 32 Fax: 0512/58 11 65 6020 Innsbruck info@hausromeo.at office@ra-sporrer.at www.hausromeo.at www.ra-sporrer.at 17 EASY Bar Salurnerstraße 18 Villa-Bella-Vista 6020 Innsbruck Reith 245 6391 St. Jakob in Haus 18 Schickeria Tel: 05354/88 792 Maria-Theresien-Straße 49 info@villa-bellavista.com 6020 Innsbruck www.villa-bellavista.com www.schickeria.party 20 Cafe-Bar DANZN Maximilianstraße 5 6020 Innsbruck rainbowUNITED Ausgabe 18/01 vom 15.02.2018

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Termine FEBRUAR 2018 Samstag, 10.02.2017 22:00 bis 4:00 Uhr QUEERATTACK! - Fasching Tirols TranSchwuLesBische Clubnacht VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag, 15.02.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Kartoffelgulasch mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 17.02.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 22.02.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 24.02.2018 19:30 Uhr Grazer Tuntenball Congress Graz, Albrechtgasse 1, Graz Sonntag, 25.02.2018 Landtagswahl TIROL

MÄRZ 2017 Donnerstag, 01.03.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt faschierten Braten mit Bratkartoffeln und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 02.03.2018 ab 20:30 Uhr GAY FETISH INNSBRUCK - men only Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked EINTRITT FREI HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 03.03.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Donnerstag, 08.03.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Jägerschnitzel mit Nudeln und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 09.03.2018 20:00 - 22:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 10.03.2018 22:00 bis 4:00 Uhr QUEERATTACK! VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag, 15.03.2018 18:00 bis 19:00 Uhr GENERALVERSAMMLUNG der HOSI Tirol HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 15.03.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt wahlweise Speck- oder Kaspressknödel in Suppe oder mit Kraut HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 17.03.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 29.03.2018 ab 18.30 Uhr OFFENER ABEND mit Polittalk 19 - 20 Uhr: Polittalk Infos auf Seite 7 Ab 20 Uhr gibt es Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 29.03.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Gekochtes Rindfleisch mit Röstkartoffel, Spinat und Spiegelei HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Radiosendungen der Aids Hilfe Tirol Radio FREIRAD (www.freirad.at) 22.02. / 22.03. / 26.04. / 24.05.2018 jeweils 20 - 21 Uhr www.rainbowunited.at


Termine APRIL 2018 Donnerstag, 05.04.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Krautrouladen mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 06.04.2018 ab 20:30 Uhr GAY FETISH INNSBRUCK - men only Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked EINTRITT FREI HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 07.04.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 12.04.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Tiroler Gröstl mit Spiegelei und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 13.04.2018 20:00 - 22:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 19.04.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 21.04.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

MAI 2017 Donnerstag, 03.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND ERÖFFNUNG DER GRILLSAISON Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 04.05.2018 ab 20:30 Uhr GAY FETISH INNSBRUCK - men only mit Vorwahl zum Mr. Fetish Austria EINTRITT FREI HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 05.05.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 10.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 11.05.2018 20:00 - 22:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 17.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Sonntag, 22.04.2018 Gemeinderatswahl Innsbruck

Samstag, 19.05.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 26.04.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Naturschnitzel mit Nudeln und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 24.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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„Spring Edition“

€ 10,00 Schal (1550) Länge ca. 150 cm Versandkosten € 5,50

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€ 7,00 Hut (7540) Größe 58

Versandkosten € 5,50

€ 11,00 Overknees (7560) Universalgröße Versandkosten € 3,50

€ 4,50 Silikonarmband Icons (7720) - 23 x 202 mm Versandkosten € 3,50

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DIREKT ZUM ONLINE SHOP Du kannst die Artikel unter www.rainbowunited.at/shop bestellen Dort findest du das gesamte Sortiment - auch erhältlich in der HOSI-Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck - jeweils Donnerstag ab 19 Uhr

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Rainbow UNITED 2018/1 - Nr. 13  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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