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UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 03/17

Nationalratswahl 2017 Seite 6-7

VAIR Gemeinsam bewirken

www.vair.at

VAIR Dates – Gemeinsam bewirken Unsere VAIR Dates sind nicht nur für Mitglieder, sondern auch für Interessierte zugänglich. Bei der Versammlungsbegrüßung werden laufende Projekte und deren Fortschritte präsentiert, aber auch anstehende Projekte die noch Unterstützung bedürfen angesprochen. Anschließend wird zu einer Diskussionsrunde eingeladen bei der sich jeder zwanglos einbringen kann. Nach Beendigung der Diskussionsrunde, bietet sich jedem die Möglichkeit eines geselligen Beisammenseins, um sich untereinander besser kennenzulernen.

VAIR – Die soziale Plattform in Österreich VAIRstehen, VAIRmitteln, VAIRhelfen, VAIR sein.

In Kooperation mit

VAIR ist eine Plattform, auf welcher einzelne Personen, Vereine und Organisationen miteinander kommunizieren, um soziale Projekte zu unterstützen oder auch ins Leben zu rufen. Hierbei kann es sich um einmalige, langfristige, regelmäßige, große aber auch kleine Projekte handeln: Sei es die Unterstützung einer Familie im Bekanntenkreis, das Sammeln von Spenden zur Anschaffung eines Rollstuhles oder aktive Flüchtlingsund Obdachlosenhilfe etc. Wir sind stets bemüht zu vermitteln, weiterzuleiten und aktiv zu helfen. Um auch finanziell Schwächeren den Zugang zur VAIR Mitgliedschaft zu ermöglichen ist eine Mitgliedschaft bei VAIR kostenlos. Die Finanzierung setzt sich derzeit rein aus Spenden von Unterstützern zusammen. Werde auch Teil von VAIR unter: www.vair.at/anmeldung

VAIR setzt sich zusammen aus:

Date

Social

Project

In dieser Ausgabe von Rainbow United stellen wir euch unser VAIR Date vor.

Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du Menschen kennst die Hilfe dringend benötigen oder einfach Lust auf eine gesellige Runde mit interessanten Menschen hast, dann komm doch einfach zum nächsten VAIR Date – gerne auch mit Freunden. Alle anstehenden Termine findest du im RAINBOW UNITED - Termin Kalender. Wir freuen uns auf dich/euch. Euer VAIR Team

Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt

rainbowUNITED Ausgabe 17/03 vom 16.08.2017

Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

Preis: 0,75 Euro


EDITORIAL Und hier ist sie, die neueste Ausgabe unseres Magazins. Obwohl der Wahlkampf für die Nationalratswahl schon im Gang ist, haben wir uns bemüht, nicht das ganze Heft mit diesem Thema zu füllen, einen Beitrag darüber gibt es allerdings natürlich doch.

Ich wünsche euch einen schönen restlichen Sommer und einen guten Start in den Herbst. Euer Nico Ps.: Wünsche, Anregungen oder Kritik, schreibt mir bitte unter „redaktion@rainbowunited.at“

Der Verein Vair hat Sommerpause, deshalb gibt es diesmal keinen richtigen Artikel. Sonst gibt es auch einiges neues, aber das solltet ihr selber lesen.

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Armin Götsch Thomas Lechleitner Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Oktober 2017 Erscheinung: 15. November 2017 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Markus Möller, VAIR, Mag.a Ramanie Ramalingam, Mag.a BEd. Dipl.-Päd.in Bettina Pendl, Sven Alexander Hofer, Patrick Zechner, Judith Klemenc, Matthäus Recheis, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Lars Müller-Marienburg, Magdalena und Cornelia Rosenkranz, Löwenherz rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED

GRÜNE Andersrum Tirol

Titelstory: Nationalratswahlen 2017 Regenbogen Splitter Nachrichten aus aller Welt United Cooking Stadtplan & Adressen Termine

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Hosi Tirol Ehe GLEICH - nur nit in Österreich? Das war der CSD 2017

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VAIR Gemeinsam bewirken VAIR - App

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Löwenherz Österreichische schwule Literatur 12-13

Courage Therapie und Beratung in der Gruppe - Mehr als die Summe der einzelnen Teile...

Akzeptanz im eigenen Kreise

18-19

AFLZ Eheräume

20-21

AIDS Hilfe Tirol Beim Sex der Kopf ausgeschaltet! Angebote für HIV-Postive Life Ball mit Test!

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Info: PrEP die Pille davor als neuer Schutz vor HIV Fit for Love Check

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SoHo Tirol Wir verlieren so viel, wenn die 24-25 SPÖ nicht gewinnt - Der Eisberg schmilzt von unten

Evangelische Kirche 14-15

„Ehe für alle“ und die Evangelische Kirche LGBTQ* und evangelisch – so geht‘s

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Vielfalt Fulminate CSD Bregenz PRIDE 2017!

16-17

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Hosi Tirol

Ehe GLEICH - nur nit in Österreich? 27 Jahre andauernde Bemühungen haben in Deutschland nun ein Ende. Am 21. Juli 2017, pünktlich zum CSD in Berlin, hat der deutsche Bundespräsident F.-W. Steinmeier das Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe unterschrieben. Ab 01.10.2017 tritt das Gesetz in Kraft und bestehende “Eingetragene Partnerschaften” (EP) können rückwirkend auf dem Standesamt in eine Ehe umgeschrieben werden - neue EP sind ab diesem Datum nicht mehr möglich. Ab ersten Oktober gilt: es heißt und ist die “EHE”, mit allem Für und Wieder mit allem Drum und Dran. Zuvor hatte die deutsche Bundeskanzlerin A. Merkel die Abstimmung über das 21 Monate lang vorliegende Gesetz für alle Bundestagsabgeordneten als Entscheidung des persönlichen Gewissens freigegeben, selbst aber dagegen gestimmt. Anders als in Österreich sind deutsche Bundestagsabgeordnete zwar generell (laut Art.38, Abs. 1, Satz 2) Grundgesetz “nur ihrem Gewissen unterworfen”, folgen aber in der Realität üblicherweise den Fraktionsvorgaben. Diverse Stimmen behaupten daß Frau Merkel das Thema aus der bevorstehenden Wahl und den möglichen Koalitionsverhandlungen herausnehmen wollte. Das Glück wird nur dadurch getrübt, daß der Freistaat Bayern sich als einziges Bundesland (mit absoluter Mehrheit der Union) vorbehält das Gesetz am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe einer “abstrakten Normenkontrolle“ unterziehen zu lassen, trotz Ratifizierung durch den Bundespräsidenten. Nach Ansicht der Gleichstellungsgegner widerspricht das Gesetz und die Öffnung der Ehe dem Artikel 6 GG in dem Ehe und Familie unter besonderen Schutz gestellt werden. Der Bundesinnenminister sieht darin ein verstecktes “Eheverbot” für gleich-

geschlechtliche Paare, im Gegensatz zu einer Mehrheit der juristischen Sachverständigen bereits seit 2015. Allen Verzögerungstaktiken zum Trotz ist das Gesetz durchgebracht und damit - vorerst - eines der größten Gleichstellungsziele für deutsche Homosexuelle erreicht. Anders in Österreich. Entgegen der mehrheitlichen Haltung der Bevölkerung hat es die Regierung nicht geschafft über ihren schwarz-blauen Schatten zu springen und am 29.06.2017 die Gesetzesvorlage zur Gleichstellung der Ehe abgelehnt. 29 Unterschiede/Benachteiligungen bleiben bestehen. Ernüchternd und ein Armutszeugnis für den Diskriminierungsschutz (und ganz Österreich) war die Reaktion bestimmter Fraktionen bei Verkündung des Ergebnisses: sie applaudierten(!) dafür, daß Menschen österreichischer Staatsbürgerschaft weiterhin offen vor dem Gesetz diskriminiert werden. Durch dieses beschämende Verhalten bestärken und ermutigen sie im Weiteren jene Kreise, welche gerne auf Andersl(i)ebenden herumhacken, uns benachteiligt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen sehen wollen. Das “leidige Thema” Ehe-Gleich hätte vom Tisch sein können, so wie gewisse Teile des Nationalrates fordern, aber daß es weiter und immer wieder auf der Tagesordnung stehen wird haben diese sich nun selbst zuzuschreiben. Wir werden gemeinschaftlich mit den entsprechenden Organisationen, allen voran dem Rechtskomitee Lambda, weiter für den Abbau der Diskriminierung - auch in diesem Bereich des öffentlichen Lebens - eintreten. Solange bis alle Menschen rechtlich GLEICHgestellt sind. Jetzt erst recht!

Text: Markus Möller Quellen: Der Standard, Wikipedia, queer.de, parlament.gv.at

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Das war der

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Alpenglühen für Akzeptanz


Titelstory

Ja Leute, es tut mir leid, aber wir müssen heute mal wieder über Politik reden. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit der im Oktober anstehenden Nationalratswahl konfrontiert werden. Dem Prozedere entsprechend, wenn Wahlen ins Haus stehen, versuchen alle Parteien sich im besten Licht zu präsentieren, mit starkem Fokus auf die eigene Wähler*innenschaft. Das führt leider auch dazu, dass keine Woche vergeht, ohne dass menschenverachtende Parolen von Rassist*innen, Homophoben, Rechten und sogenannten Konservativen in irgendein Mikrofon gebrüllt werden. Während konkrete Pläne und Programme in der Politik leider zu Ausnahmeerscheinungen verkommen, gehören Beleidigungen und die Zurschaustellung teils widerlicher Gesinnungen zur Tagesordnung. Die etwaigen Fehler der Mitbewerber*innen aufzuzeigen und aufzublähen ist für viele scheinbar zum höchsten Ziel geworden. Dass man selbst im Glashaus sitzt und noch weniger Lösungen anzubieten hat als der*die Kritisierte*n, spielt dabei offenbar keine Rolle. Hauptsache „anpatzen“. Und wenn der ausgekippte Misthaufen auf einen selbst zurückzufallen droht, dann versteckt man sich hinter nachgeschobenen Relativierungen und der verlogenen Behauptung, für eine schweigende Mehrheit zu sprechen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Hierbei handelt es sich um schreiende Minderheiten. Die Mehrheit, das sind wir! Menschen, die sich eine positive und diskriminierungsfreie Zukunft erhoffen, die den Wert von Bildung, einer sicheren

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Arbeit, guter Gesundheitsversorgung, beständigen Friedens und konstruktiver Außen- und Innenpolitik zu schätzen wissen. Dennoch geben wir ihnen diesen Spielraum, den selbsternannten Patriot*innen, die behaupten eine Alternative zu sein, ohne dabei Alternativen anbieten zu können. Anstatt die „Sorgen ernst zu nehmen und die Grundwerte zu verteidigen“, wie sie behaupten, sind sie es, die Ängste schüren, Würde sowie Moral untergraben, Minderheiten denunzieren und mit Lügen sowie primitiven Reimen versuchen, eine Spaltung der Gesellschaft heraufzubeschwören. Einige bezeichnen sich als Kritiker des Status Quo, aber sie sind Rassist*innen. Andere propagieren Familienschutz, aber nur um uns LGBTIQ* krank, pervers und kriminell zu nennen. Es wird gelogen und betrogen, um den eigenen Machterhalt zu sichern. Sie bezeichnen sich als „neue Kraft“, repräsentieren aber die konservativsten und hartnäckigsten Sesselkleber*innen in der Politik, mit obszön hohen Gehältern und Pensionen, ohne Mut, ohne Tatkraft, ohne Vision. Was wir dagegen tun können ist, dem so laut es nur geht zu widersprechen. Im Familien- und Freundeskreis, am Stammtisch, beim Arbeiten und ganz besonders in der Wahlkabine. Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, das Parlament und die Gesellschaft frei zu halten von rech-

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Titelstory tem Populismus und Parteien, die sich beispielsweise GEGEN eine Millionärssteuer aber FÜR die Senkung von Sozialleistungen und Pensionen der ohnehin Schwachen aussprechen. Wir alle sind zum Handeln aufgerufen, wenn wir eine produktive, vielfältige, so-

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ziale und chancenreiche Zukunft sicherstellen wollen. Ich rufe euch auf, nutzt eure Stimme, werdet in dem Maß aktiv, das euch möglich ist und Freude macht, geht breite Bündnisse ein und um unser aller Willen, macht Gebrauch von eurem Wahlrecht!

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REGENBOGEN Splitter

DEUTSCHLAND Weiße Weste für Schwule Senioren Am 07.07.2017 wurde im Deutschen Bundestag dem Gesetzesentwurf zur Rehabilitierung der nach §175 StGB-BRD und § 151 StGB-DDR verurteilten Homosexuellen zugestimmt und trat am Folgetag in Kraft. Die Strafrechtlichen Urteile und Vorstrafeneintragung werden pauschal aufgehoben sofern die Handlungen einvernehmlich und die Partner der Verurteilten über 16 Jahre alt waren. Ein pauschalisiertes Entschädigungsmodell wegen “besonderer Grundrechtswidrigkeit” wurde vorgeschlagen und soll wegen des Hohen Alters der Betroffenen die zügige Bearbeitung gewährleisten. Gleichgeschlechtliche Handlungen waren seit 1945 in der BRD bis 1994 (!) und in der DDR bis 1989, (bis wenige Monate VOR der Maueröffnung) strafbar und wurde u.a. mit bis zu 10 Jahre Gefängnis geahndet. Genaue Zahlen zu den unrechtmäßig Verurteilten lassen sich aufgrund der Bestimmungen und der Teilung Deutschlands nicht ermitteln, Schätzungen gehen von 50.000 bis 140.000 Betroffenen aus. Quellen: web, bundestag.de, Wikipedia

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SYRIEN Schwuler Widerstand - TQILA [lies: ”Tequilla”] Ein Twitterposting am 24.07.2017 der Seite IRPGF [übersetzt etwa: “Internationale Revolutionäre Volksguerilla-Kräfte”] zeigt zwei bewaffnete Männer die ein Transparent halten. Darauf zu lesen: “These Faggots KILL fascists - TQILA - IRPGF”. [Diese Schwuchteln töten Faschisten]. Im Hintergrund stehen 4 weitere Männer und halten eine Regenbogen Flagge und eine rosa Flagge mit Kalaschnikow. Darunter zu lesen: “...#Queers smasching the Caliphate. …” - Homos zerschlagen das Kalifat. Das US Magazin Newsweek hält das Bild für echt. Folglich gibt es eine Gruppe Homosexueller innerhalb der Widerstandsgruppe IRPGF die in Rakka gegen das selbsternannte Kalifat “ISIS” kämpfen. Sie veröffentlichten ebenfalls auf Twitter ihr Manifest. Eine Reaktion auf die unzähligen öffentlichen und grausamen Morde an (auch vermeintlichen) schwulen Männern. einige Syrienexperten zweifeln zwar an der Echtheit und halten das Bild für eine Inszenierung des IRPGF, doch ist es mindestens www.rainbowunited.at


REGENBOGEN Splitter ein deutliches Zeichen an ISIS und an Syriens Homosexuelle, sich nicht unterkriegen zu lassen. Dennoch: eine Kontroverse Entwicklung. Quelle queer.de, twitter, Newsweek

KANADA Pride Premier - ein Premier zum stolz sein Der Kanadische Premierminister Justin Trudeau setzt sich massiv für die Gleichberechtigung der LGBTIQ Gemeinschaft ein und nutzt auch seinen Bekanntheitsgrad und die Publicity zur Vermittlung von Akzeptanz. Er nimmt sofern es sein Terminkalender erlaubt (bisher 4 mal im Jahr 2017) an verschiedenen Pride-Märschen (bei uns Christopher Street Day) Kanadas teil. Er zeigt so auch Nähe zur Bevölkerung und baut Distanz, Vorbehalte und Berührungsängste in der Gesellschaft ab. Nach eigener Aussage ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit als Kanadier und Volksvertreter seine Landsleute dabei zu unterstützen für Ihre Rechte und die bisherigen Erfolge der Gleichstellung zu demonstrieren. für ihn ist Kanada ein Land der Vielfältigkeit und das lebt er auch. Er wünscht sich, daß all seine Amtskollegen weltweit ebenso Teilnahme und Einsatz zeigen würden. In Österreich gab sich zwar 2016 Bundeskanzler Kern die Ehre auf der Regenbogenparade und Bundespräsident Van der Bellen wie sein Amtsvorgänger Fischer zeigte Offenheit für den Dialog mit diversen Regenbogen-Organisationen,

doch reicht dieser Einsatz und die erzielte Wirkung noch nicht dahingehend aus die politische, rechtliche und gesellschaftliche Lage komplett zu verändern. Kanada kann in diesem Punkt auf Trudeau und seine Konsequenz Stolz sein. Auch wenn Trudeau selbst natürlich ebenso (wie auch Kern) von der Publicity profitiert. Quellen: männer.de

CHINA Zensur Am 30.06. hat die Führung der Volksrepublik ein Verbot jeglicher Darstellung abnormaler sexuellen Aktivitäten für in China zugängliche Online Videos verhangen. Die Zensur betrifft alles, was nicht die politischen und ästhetischen Standards erfüllt oder nicht die chinesische Kultur und ihre sozialistischen Werte fördert. Verboten ist somit auch Kritik an der Führung, “religiöser Extremismus und Aberglaube wie Reinkarnation”, pornografisch eingestufte Inhalte oder Videos die zur “blinden Verehrung von Prominenten” verleiten könnte. Bereits 2016 wurde die Darstellung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen in Fernsehsendungen verboten und generell ist Homosexualität ein gesellschaftliches Tabu. Quelle: queer.de

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten) Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 17/03 vom 16.08.2017

Text: Markus Möller

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Date

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Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du Menschen kennst die Hilfe dringend benötigen oder einfach Lust auf eine gesellige Runde mit interessanten Menschen hast, dann komm doch einfach zum nächsten VAIR Date – gerne auch mit Freunden. Alle anstehenden Termine findest du im RAINBOW UNITED - Termin Kalender. Wir freuen uns auf dich/euch. Euer VAIR Team

Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt

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Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

Preis: 0,75 Euro

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VAIR Gemeinsam bewirken

VAIR APP Jetzt im AppStore Endlich ist sie da! Lade dir jetzt deine VAIR App auf dein Smartphone, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Das moderne schlichte Design lässt leicht auf aktuelle und vergangene Beiträge zugreifen. In der Seitenleiste unter dem Punkt „Termine“ sind alle anstehenden Veranstaltungen und Projekte im Kalender eingetragen und aufgelistet, um dir eine klare Übersicht zu verschaffen.

aktiviert. Die App ist seit Mitte April für iOS und Android im App-Store erhältlich. Stay cool - stay VAIR! Jetzt downloaden!

Im „Journal“ werden laufend Beiträge von unseren Schreibern veröffentlicht, die von Vereinsprojekten berichten oder sich aktuell gesellschaftspolitischen Themen widmen. Auch Gastbeiträge werden gerne veröffentlicht. Um die App weiter auszu-bauen und mit mehr tollen Funktionen auszustatten, werden laufend neue Up-dates bereitgestellt. Auch Tickets zu Ver-anstaltungen, sowie ein VAIR Online Shop werden in einem der nächsten Updates Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani, Simon Kolb

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Löwenherz

»Österreichische schwule Literatur« Peter Rosegger: Weltgift Ö 2016, 360 S., geb., € 25.00 Kaum als Teil der Roseggerschen Gesamtausgabe Leipzig erschienen - verschwand das »Weltgift« nicht nur in der staatskatholischen k.u.k.-Monarchie aus allen Bibliotheksregalen. Hadrian Hausler, der Sohn eines reichen Industriellen, will nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und schon gar nicht die Leitung der Firma übernehmen. Er nimmt Reißaus und entflieht dem verhassten Elternhaus. Sein einziger Gefährte ist der Waisenjunge Saberl. Hadrian hat längst bemerkt, dass er für den einfachen Jungen mehr empfindet als nur Freundschaft - die beiden werden unzertrennlich. Liebe unter Männern wird - ganz im Stil der Zeit - nur angedeutet, aber sie ist als Liebe, die keinen Namen hat, unmissverständlich präsent. Roseggers »Weltgift« ist ein interessantes Beispiel für die literarische Behandlung des Themas schwule Liebe um die Jahrhundertwende.

Sebastian Benedict: Operation Fledermaus

mord abzutun. Doch der Vater glaubt an Mord und beauftragt Ferdinand, dies zu beweisen. Ferdinand freilich ist eher Abenteurer denn gründlicher Ermittler, doch mit Glück und mithilfe seines entwaffnenden Äußeren gelingt es ihm, die Sache aufzuklären. Allerdings rühren seine Nachforschungen immer wieder an die »Operation Fledermaus«, interne Ermittlungen der Polizeidirektion gegen eine undichte Stelle in den eigenen Reihen. Ohne dass Ferdinand den Grund ahnen könnte, wird seine Arbeit von der Polizei torpediert, aus seinem vermeintlich harmlosen Fall entwickelt sich eine Staatsaktion. - »Operation Fledermaus« ist ein blendend recherchierter historischer Krimi, der auf einem historisch belegten Fall aufbaut. Besonders plastisch wird die schwule Naschmarktszene der Zwischenkriegszeit vorgestellt, ein von Lebensfreude schäumendes Biotop in der von Kriminalität geprägten Stadt. Doch zu einem kleinen Juwel nicht nur für Krimileser wird »Operation Fledermaus« durch die Sprache: Der virtuos im Alt-Wiener Duktus gehaltene Erzählstil schildert die Handlung besonders lebendig und authentisch und ist für sich genommen ein Lesegenuss, von dem einfach nicht genug zu bekommen ist.

D 2013, 379 S., Broschur, € 13.26 Ferdinand stammt aus einfachen Verhältnissen, doch dank der Anleitung und Unterstützung seines väterlichen Freundes – und ehemaligen Liebhabers – Max hat er sich einige Bildung angeeignet und versucht sich in den kärglichen Verhältnissen der Wiener Zwischenkriegszeit als Privatdetektiv. Als im Schönbrunner Schlosspark die Leiche eines 16jährigen gefunden wird, ist die Polizei auffällig bemüht, die Sache als Selbst-

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Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß D 2013, 208 S., Pb, € 6.17 Die oft gelobte Kühnheit Musilscher Psychologie zeichnet schon sein erstes Werk aus. »Die Verwirrung des Zöglings Törleß« ist eine subtile Pubertätsstudie, in der Musil seine Erfahrungen als Kadett

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen! einer k.u.k. österreichischen Militärerziehungsanstalt auswertete. Törleß und seine zwei Freunde Beineberg und Reiting (die Namen entpuppen sich beim Lesen als obszön-sprechend) bringen den armen Basini in ihre Abhängigkeit. Nicht nur muss er die sadistischen Spielchen Beinebergs und Reitings ertragen, er wird auch regelmäßig von diesen vergewaltigt. Törleß‘ Verwirrung steigert sich ins Unerträgliche, als dann Basini ihm seine Liebe gesteht.

David Schalko: Weiße Nacht Ö 2009, 136 S., geb., € 16.90 In diesem satirischen Roman verfällt ein junger Mann namens Thomas dem Bann eines charismatischen Politikers. Von dieser Vaterfigur fühlt sich Thomas zum ersten Mal im Leben wirklich erkannt und als das, was er ist, akzeptiert. Mit dieser messianistischen Führerfigur an seiner Seite fühlt sich die Hauptfigur des Romans sicher und glaubt, dass es nichts auf der Welt gibt, was die beiden nicht zusammen erreichen könnten. Und so wird Thomas zum ewigen Ziehsohn des Politikers - in einer Person Fänger und Gefangener des so sehr Bewunderten. Doch dann kommt der Abend, an dem die Sonne vom Himmel fällt. Dieses Buch, in dem sich ein österreichischer Rechtspolitiker der zweiten Reihe wiedererkannt hat, kann als eine »Parabel auf den Rechtsruck in Österreich« (Die Presse) verstanden werden. Es persifliert den Austrofeschismus mit seinem ständigen Liebäugeln nach extrem rechts und seiner ewigen Männerbündelei. Natürlich musste gegen dieses Buch geklagt werden - erfolglos. Die Richterin

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kam zum Schluss, dass Schalkos Roman eine »fantastische Erörterung« sei.

Thomas Soxberger: Unter Freunden Ö 2012, 229 S., Broschur, € 12.90 Ein kleines Beziehungsdrama: Martin ist Sprachleherer. Die Midlife-Crisis droht, denn er geht auf die 40. Er ist mit Roland zusammen, doch die Beziehung ist irgendwie schal geworden – zu viel Routine hat sich offenbar eingeschlichen. Eine Wende muss her. Doch wie alles in seinem Leben geht Martin auch diese ihm wichtige Veränderung nur halbherzig an. Was folgt ist ein Reigen aus Lug und Betrug, keiner sagt dem anderen mehr die Wahrheit – doch anstatt sich zu trennen, kleben sie nur noch fester aneinander. Flott geschrieben deckt der Wiener Autor Thomas Soxberger ewige Grausamkeiten in einer sarkastischen Komödie auf.

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Courage

Therapie und Beratung in der Gruppe Mehr als die Summe der einzelnen Teile... Bereits in den frühen 1940er Jahren wurde das Konzept der Gruppentherapie erarbeitet, und ab den 1960er- bis 1980er-Jahren weitestgehend zu ihrer heutigen Methodik weiter entwickelt. Seither ergänzt sie wirkungsvoll in unterschiedlichsten Einrichtungen das therapeutische bzw. beraterische Betreuungsangebot. In der Gruppe können Menschen die Dynamik ihrer Beziehungssysteme besser erkennen, gestalten und verändern. Sie können ihre Themen und Schwierigkeiten mit mehreren Personen teilen und auf diese Weise Lösungen finden, die sie auf ihr Alltagsleben übertragen können. Mit Hilfe der/des Therapeuten*in bzw. Berater*in UND der Unterstützung der anderen Teilnehmer*innen kann Neues erprobt, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gestärkt und stimmige Selbstbilder sowie authentische Formen der Kommunikation entwickelt werden. Eine wirksame Gruppentherapie bzw. -beratung bietet den Menschen einen Raum, in dem sie zugleich frei und moderiert mit anderen interagieren können. Die Aufgabe des/der Therapeuten*in bzw. Berater*in besteht darin einen schützenden Rahmen zu gestalten, Gespräche zu strukturieren und dafür Sorge zu tragen, dass jede/r Einzelne vor überfordernden Situationen geschützt wird. Der offene Austausch mit Menschen die ähnlich empfinden oder ein ähnliches Anliegen haben, ermöglicht tiefes Verständnis unter den jeweiligen Gruppenteilnehmer*innen und erleichtert den Umgang mit der eigenen Problemsituation und verstärkt das Gefühl des Angenommenseins. Alle sitzen sozusagen „im selben Boot“ und es wird deutlich dass

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man mit bestimmten Problemen nicht alleine ist. Das erleichtert, verbindet und bestärkt. Denn: von einem/er Therapeuten*in bzw. Berater*in verstanden zu werden, ist ein schönes Gefühl, aber von verschiedenen Personen verstanden und akzeptiert zu werden wie es in einer Gruppe der Fall ist, ist eine wesentlich überzeugendere Erfahrung (Rogers, 1993). In den Beratungsstellen der COURAGE werden bereits seit vielen Jahren neben der Beratungstätigkeit und der damit verbundenen Unterstützung, auch Selbsthilfe- und Selbsterfahrungsgruppen angeboten. Speziell für Menschen mit Gender*-, Trans*- und Inter*-Themen zeigt sich immer wieder, wie durch das gemeinsame Thema und die gegenseitige Unterstützung Leidensdruck gemindert, neue Sichtweisen gewonnen und individuelle Lösungen gefunden werden können. Endlich ist es uns geglückt dieses Angebot auch an der COURAGE Innsbruck umzusetzen und so starten nun ab Herbst 2017 mehrere unterstützende Gruppenangebote für Menschen mit Gender*-, Trans*- und Inter*-Themen. Auch wenn sich unsere Gesellschaft bezüglich der Vielfalt von Lebensweisen liberal und offen gibt, zeigen uns die Alltagserfahrungen unserer Klient*innen immer wieder, dass es noch immer nicht einfach ist offen abseits der binären Geschlechterordnung und der gängigen Geschlechtermodelle zu leben. Personen, egal ob ERWACHSENE oder

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www.courage-beratung.at KINDER und JUGENDLICHE welche gängige Geschlechtermodelle aufgrund ihrer individuell erlebten Geschlechtsidentität aufbrechen wollen bzw. müssen, sehen sich mit vielerlei Fragen und Herausforderungen konfrontiert: Wer bin ich eigentlich? Welches Körperbild habe ich? Wie komme ich zu dem, was meinem inneren Erleben entspricht? Ist das denn alles normal, so wie ich fühle und denke? Kann ich so im Alltag überhaupt leben? Wie reagiert meine Umgebung? Wird mein/e Parter*in oder meine Eltern... mich ablehnen? Soll ich mich denn überhaupt outen? Wie fühlen/ denken/leben andere Menschen, die ähnlich empfinden wie ich? Auch für ELTERN/ nahe BEZUGSPERSONEN/ ANGEHÖRIGE von Kindern und Jugendichen, die gendernonkonformes/ geschlechtsrollenuntypisches Verhalten zeigen, stellt dies meist eine große Herausforderungen dar. Sie fühlen sich oftmals alleine mit ihren Problemen, Sorgen und Fragen: Kann ich meinem Sohn erlauben, mit einem Kleid und/oder lackierten Fingernägeln in den Kindergarten/die Schule zu gehen? Meine Tochter sagt sie ist eigentlich ein Bub - Wie soll ich mich verhalten? Habe ich etwas falsch gemacht?! Wie werden die anderen Kinder/Jugendlichen oder die

Schule reagieren? Was braucht mein Kind? Wie kann ich mein Kind effizient unterstützen? Wenn eine Person den individuellen Weg einer anderen Identität geht, beginnt immer auch für das soziale UMFELD (Freunde, Arbeitsplatz etc.), die FAMILIE, die/ den (EHE-) PARTNER*IN ein neuer Weg. Oftmals kann der gemeinsame Weg weiter beschritten werden, häufig jedoch trennen sich Ansichten, Lebenseinstellungen und Zukunftsperspektiven. Meist ist dies ein schmerzhafter Prozess der durch professionelle Begleitung und den Austausch in der Gruppe strukturiert und erleichtert werden kann. Zu all diesen Themenstellungen und Herausforderungen ist es uns gelungen Gruppenangebote zu erarbeiten. Die COURAGE versteht sich hierbei als Ort der Begegnung, des Austausches, des Suchens und Findens tragfähiger individueller Geschlechts*Identität(en) sowie eigener Lösungs- und Lebenswege. In diesem Sinne bieten wir ergänzend auch Einzeltermine mit dem näheren sozialen Umfeld der einzelnen Teilnehmer*innen ((Ehe-)Partner*innen, Kind(er), Eltern...) an.

JETZT ANMELDEN UND PLATZ SICHERN!! YOUNG*TRANS - Psychotherapeutische Gruppe für junge Menschen von 14-24 Jahren mit Gender*-, Trans*- und Inter*-Themen Termine: 1x im Monat immer freitags 18 Uhr Teilnahme: Nur nach persönlichem Vorgespräch. Verbindliche Teilnahme. Kosten: € 12.- pro Einheit – 2 bis 3 Einheiten pro Abend QUEER*FAMILY - Begleitete Gruppe für Eltern, Angehörige und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen mit Gender*-, Trans*- und Inter*-Themen Termine: 1x im Monat immer montags 19.30 Uhr Teilnahme: Nur nach Anmeldung. Regelmäßige Teilnahme erwünscht. Kosten: € 20.- pro Abend TRANS*RELATIONSHIP - Begleitete Gruppe für (Ehe-) Partner*innen und Personen die sich in Beziehung(en) mit Menschen mit Trans*Inter*Themen befinden Termine: 1x im Monat immer montags 19.15 Uhr Teilnahme: Nur nach Anmeldung. Regelmäßige Teilnahme erwünscht. Kosten: € 20.- pro Abend Genauere Informationen unter: www.courage-beratung.at/gruppen Anmeldung: innsbruck@courage-beratung.at Text: Mag.a Ramanie Ramalingam/ Mag.a BEd. Dipl.-Päd.in Bettina Pendl Bild: pixabay.com / Quellen über COURAGE erhältlich

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Vielfalt

Fulminate CSD Bregenz PRIDE 2017! Am 1. Juli fand zum zweiten Mal die CSD Bregenz PRIDE in Vorarlberg statt. Mit Mega-Stimmung, laut und bunt, marschierten 450 Teilnehmer*Innen (im Vorjahr waren es 250) durch die Landeshauptstadt und demonstrierten zusammen und friedlich für Akzeptanz und Gleichberechtigung. Neben vielen Vereinen aus und um Vorarlberg (Verein Vielfalt, GayCops Austria, FamOS, GoWest, Amazone, NEOS, GRÜNE Andersrum), nahm erstmalig auch die katholische Kirche (DAHOP Vorarlberg) an der Parade teil. Durch das Programm führte Rachel Estrella Cloud.

Nachdem die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz die CSD Bregenz PRIDE 2017 gesegnet hatten, konnten die Gäste über die Life-Ball Kampagne „Know Your Status“ beim Infostand der Vorarlberger AIDS Hilfe ihren HIV Status testen lassen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte DJ Blvebird sowohl bei der Abschlusskundgebung am Kornmarktplatz als auch bei der Afterparty in der Bregenzer Disco „KALI“, welche mehr als nur gut besucht war. Die Stimmung der Parade zog ein in

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www.vielfalt.or.at

www.csd-bregenz.at

die Afterparty und die Drag Queens Miss

Organisator*Innen und der gutgelaunten

Misery MyAzz, Betty BlaBla und Rachel

Teilnehmer*Innen einfach mega-grenz-ge-

Estrella Cloud heizten den Gästen so rich-

nial und wir freuen uns schon auf die CSD

tig ein.

Bregenz PRIDE 2018! Infos, weitere Bilder und Videos zum CSD Bregenz findet ihr auf der offiziellen Webseite des CSD Bregenz (www.csd-bregenz. at) oder auf Facebook unter CSD Bregenz PRIDE.

Am Tag danach gab es im Bregenzer Kesselhaus einen Afterbrunch. In angenehmer Atmosphäre ließen die Gäste dort die zweite Vorarlberger CSD PRIDE Revue passieren und kreierten bereits die ersten Ideen für das kommende Jahr. Alles in allem war diese PRIDE - dank der

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Text: Sven Alexander Hofer Fotos: Verein Vielfalt

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GRÜNE Andersrum Tirol

Akzeptanz im eigenen Kreise Prides, Kundgebungen, TV Serien, politische Aktivitäten, etc,. Was tun wir nicht alles um in der Gesellschaft sichtbarer zu sein und akzeptiert zu werden. Wir feiern die Vielfalt, das Bunte und das Gemeinsame. Doch sind wir es selbst, jede*r Einzelne von uns? Akzeptieren wir uns gegenseitig in der LGBTIQ* Community? Nehmen wir uns doch mal bei der eigenen Nase. Wie oft „begutachten“ wir jemanden in der Community und kommen dann zu hören Sätzen wie: „Wie peinlich läuft er/sie denn rum? Die Kampflesbe mit ihrem kahlrasierten Schädel! Die Tunte mit ihrer hautengen Jean, der Handtasche in der Ellenbeuge und das Make-up, das aus 100 Meter Entfernung schon glitzert.“ Dieser kleine und noch recht „humane“ Auszug von NICHTakzeptanz in der eigenen Community, der tagtäglich stattfindet, ist sicher jeder*jedem ein Begriff. Wenn wir sichtbarer werden wollen, wenn wir akzeptiert werden wollen, ja wenn wir endlich auf eine Ebene mit der „anderen Gesellschaft“ gestellt werden wollen, dann sollten wir endlich lernen, uns selbst zu akzeptieren.

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Denn was wären wir denn ohne die Tuten und Kampflesben, jene die sichtbar sind und zeigen, dass es und gibt. Die darstellen wie bunt, ausgeflippt und verschieden wir sind? Die sich vor neugierigen, boshaften und teils auch aggressiven Blicken und Fragen oft kaum noch retten können oder sogar verprügelt werden, wenn sie nach einer durchzechten Partynacht nach Hause

gehen. Denken wir zurück an die Wurzeln des CSD, den Stonewall Aufstand. Welche Menschen haben sich gegen die Polizeiwillkür zur Wehr gesetzt. Wer kämpfte in tagelangen Straßenschlachten teils trotz Verletzungen? Es waren, gemeinsam mit anderen, die Drag Queens. Hier soll auch www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at Platz sein für ein großes DANKE an alle unsere lokalen Drang Queens!

Ohne ihr Selbstbewusstsein, den Mut und die Kraft dieser extravaganten und bunten Menschen in der Vergangenheit, aber auch noch in der Gegenwart, wären wir was unsere Rechte und unsere bisherige Stellung in der Gesellschaft angeht, vermutlich noch in der Steinzeit. Nehmen wir uns also gemeinsam vor, die eigene Community mit etwas anderen Augen zu betrachten und beginnen wir damit gleich heute. Gehen

wir auf alle Menschen in unserer Community zu, machen wir einander Mut und bestärken wir uns in unserem Sein. Und das bedeutet AUCH und VOR ALLEM, die besonders Schrillen, burschikosen, lauten, auffallenden, etc. Sagen wir ihnen wie wertvoll sie für uns sind und welchen immensen Beitrag sie, vielleicht sogar „unbewusst“, leisten, um auch jenen von uns Mut zu machen, die gerade in ihrer Coming-out Phase sind, mit sich selber hadern, gern „anders“ sein möchten, aber noch nicht den letzten Schritt gewagt haben. Denn nicht selten sind es neben den großen Dingen besonders die Kleinen, die eine Veränderung bewirken. Sei es ein Wort, ein Lächeln, ein „Daumen hoch“ bei Facebook oder eben das Verkneifen abwertenden Blickes. Seien wir solidarisch, geben wir aufeinander acht. Gemeinsam für Akzeptanz und Vielfalt auch abseits von Schauplätzen wie Prides, Partys, Demonstrationen, Kundgebungen etc.

Text: Patrick Zechner - Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

Eheräume Zur einen Seite Dagegen, zur anderen dafür. Diese zwei Seiten, die eine Ehe identifiziert: eine spirituelle und eine juridische, sich mit beiden Dimensionen dreht, eindreht und verdreht. Diese zwei Seiten, in der die spirituelle als eine religiöse, die juridische als eine politische zu wähnen ist. Das Religiöse und Politische miteinander verbunden, gebunden an den Bund fürs Leben. Dieser Bund für das Leben ist zur religiösen Seite hin ein Sakrament. Ein Sakrament, das Jahrhunderte dazu diente, Frauen an der Seite des Mannes zur Frau werden zu lassen. Davor war sie keine, davor war sie nicht. Sie wurde an der Seite des Neutrums Mann/Mensch zu seiner Anderen. Seit Menschengedenken ist der Frau die Andere eingeschrieben, diese andere Seite des Neutrums Mann/Mensch. Seit Menschengedenken ist sie die Andere. Seit diesem Denken, das ein patriarchales ist. Neben diesem männlichen Denken, das gleichsam ein logozentristisches, heteronormatives ist, wurde Mitte der 80-Jahre für ein „anderes“ Denken sensibilisiert. Für eine andere Perspektive – eine weibliche –, die sich an ein nicht Eindeutiges bindet, sich gleichsam davon entbindet, um im Spiegel des anderen Geschlechts eine Theorie zu entwerfen, die sich gegen jede bisherige Theorie des Subjekts verwehrt, die, so Irigaray, dem „Männlichen“ entsprochen hat. Interessanterweise sind die Um- und Beschreibungen der poststrukturalistischen feministischen Positionen der 80-Jahre nahezu ident mit jenen der aktuellen queerfeministischen. Da werden die gleichen Begrifflichkeiten wie Unbestimmbares, ein Er_Öffnendes, eine Kritik an einem patriarchalen Diskurs … virulent. „Von daher wäre zwar eine Synergie zwischen einer feministischen Bewegung der 1980er-Jahre und einer von heute denkbar, doch widerspricht sie sich grundlegend in deren jeweiligen Welt- und Selbstverständ-

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nissen. Kritisiert eine queer-feministische Haltung eine Zweigeschlechtlichkeit, so setzt eine poststrukturalistische feministische jene voraus, gar macht sie die Frau evident für eine Perspektivierung des Unbestimmbaren.“ Um es zu konkretisieren: In den 80-Jahren waren es feministische Frauen, die für Unbestimmbares, für anderes sensibilisierten; waren es feministische Frauen, die sich gegen eine An-der-Seitedes-Neutrums-Mensch/Mann entschieden. Waren es feministische Schreie gegen eine Ehe, um selbstbestimmt zu sein. Aktuell fallen die Schreie nach einer HomoEhe mit jenen von queer-feministischen Menschen zusammen. Aktuell sind es queere Schreie für eine Homo-Ehe, um selbstbestimmt zu sein. Da verdreht sich was. Da dreht sich etwas um den Spieß. Da spießt sich etwas. Da spießt sich eine Ehe mit einer feministischen politischen Positionierung. Warum soll sich da etwas spießen?, so könnte mir nun erwidert werden. Nun, wenn die Ehe auf der einen Seite die Frau an der Seite des Neutrums Mann/Mensch zum Sein kommen lässt, und auf der anderen ein Mensch an der Seite eines anderen Menschen zum Sein kommt, so sind fraglos beide Seiten der Vorstellung unterworfen, dass erst an der Seite des einen und/oder des anderen ein Zum-Sein-Hervorgebrachtes ist. Da wird zu beiden Seiten das Sein als Bündnis zwischen Zweien gedacht. Nur mit dem Unterschied, dass der Bund des Lebens auf der einen Seite zwischen Mann und Frau, und auf der anderen zwischen Mann und Mann oder zwischen Frau und Frau geschlossen wird. Soweit spießt sich noch wenig. Doch wenn wir auf den schon erwähnte Spieß zurückblicken, auf diesen Ehe-Spieß, der Frauen jahrhundertelange an die Seite des Mannes drehte und jede Drehbewegung gegen eine Zu-seiner-Seite mit dem symbolischen Tod sanktioniert wurde, www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at spießt sich schon einiges mehr, wenn nicht viel. Wenn nicht alles. Alles, für das alle* einstehen, nämlich für eine Ehe für Alle*. Da werden alle gleich. Da werden alle an der Seite, zur Seite. Da schreien wir alle das Alle*, schreien lauter und lauter, am lautesten wir alle. Und unterdrücken die Schreie nach einem Nicht-Alle. Nach einem anderen, nach Anderen, nach … Nach einem Nicht-an-der-Seite-Sein, nach einem Sein, das nicht gebunden an den Bund fürs Leben. An diesen Bund fürs Leben, der Alle* miteinschließt. Eingeschlossen, ausgeschlossen das Ungebundene. Das Ungebunden-Sein für das Feministinnen bewegten, das Ungebunden-Sein, das bewegt, bewegend ist, das auf dem Weg macht. Auf einen unbestimmten Weg, der nicht auf ein Sein, das sich als ein Bündnis

zwischen Zweien versteht, abzielt. Sondern ohne Ziel auf dem Weg ist, gar ziellos umherstreift. Streifend den Wind der 80-Jahre, gegen einen (– der gleich ein neoliberaler –) Sturm für eine Ehe für Alle*, der sich mit diesem Spieß, um den sich alles dreht, bläst: um Neutrum Mensch/Mann, der Alle*. Ja, ich drehe mich weg, ich drehe mich dem Wind zu, diesem Wind, der sich nicht bindet, nicht binden kann. Diesem UngebundenSein, das unbestimmt wie der Wind die Räume des Seins durchlüftet. Nicht minder die Eheräume, sie sind mindestens zur Hälfte religiös parfümiert. Luce Irigaray: Speculum. Im Spiegel des anderen Geschlechts. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1980 2 Ebd., S. 169 3 Judith Klemenc: Bildungsgelände que(e)ren. München: 1

kopaed 2016 (erscheint mit Ende dieses Jahres)

Öffnungszeiten Freitag - 19.30-24.00 ab 19.09. auch wieder jeden

Dienstag von 19.00-23.00 Text: Judith Klemenc Bilder: AFLZ Innnsbruck

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AIDS Hilfe Tirol

„Beim Sex der Kopf ausgeschaltet!“

Matthias* , 38, über seine Erfahrungen mit der Pille davor (PrEP) „Für mich war klar, dass ich die PrEP nur mit ärztlicher Begleitung nehmen würde. Die Tabletten einfach übers Internet zu bestellen und reinzuhauen, war für mich keine Option. (…) Mittlerweile war die Truvada-PrEP dann aber auch verordnungsfähig, und ich konnte mir die Medikamente ganz korrekt von meinem Hausarzt verschreiben lassen, auch wenn der immer noch kein großer Fan der PrEP ist. In letzter Zeit nehmen ja die Fälle von sexuell übertragbaren Krankheiten stark zu, und er befürchtet, dass man sich durch die PrEP, das heißt durch den kondomlosen Sex, einem höheren Infektionsrisiko für Geschlechtskrankheiten aussetzt. Bei jenen, die beim Analsex übertragen werden, wäre man durch ein Kondom ja zumindest teilweise geschützt. Er hatte aber auch Bedenken, weil die Langzeitwirkungen der Medikamente noch nicht wirklich einzuschätzen sind, ob sie also die Nieren und Knochen schädigen. Die Nierenwerte werden ja alle drei Monate gecheckt. Wenn hier also mal Probleme auftauchen sollten, würde ich mit der PrEP auch aufhören. Was die Knochen angeht, bin ich familiär nicht prädisponiert, das habe ich für mich eher ausgeschlossen. Und was die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten angeht, war ich immer schon recht entspannt. Natürlich habe ich sie aber im Blick und lass mich jedes Quartal darauf checken. Das gehört für

Angebote für HIV-Postive 22

mich auf jeden Fall zu einer effektiven PrEP dazu. Und wenn mal was ist, lass ich mir die entsprechenden Antibiotika verschreiben. Im Moment geht ja zum Beispiel gerade die Hepatitis A rum. Gegen die bin ich natürlich schon seit langem geimpft. Und so ganz heftige Geschichten, wo sich zum Beispiel die Hepatitis C überträgt, mach ich beim Sex eh nicht (…) „Bevor ich die PrEP genommen habe, hatte ich mich einige wenige Male ungeplant einem Infektionsrisiko ausgesetzt.“ Das ist mir zum Beispiel in der schwulen Sauna schon so passiert. Da ist beim Sex der Kopf ausgeschaltet und nur noch der Schwanz bestimmt, was passiert. Hinterher bereute ich das und wurde etwas panisch: Was, wenn jetzt tatsächlich was schiefgegangen ist? Solche Situationen wollte ich künftig gerne vermeiden. Der andere Punkt ist das körperliche Empfinden beim Sex. Beim Aktivsein macht es für mich keinen so großen Unterschied, in der passiven Rolle allerdings schon. Als Single war ich deshalb bislang auch weniger passiv, eben weil ich das mit dem Gummi einfach scheiße fand. Wenn ich schon mal Bock darauf habe, finde ich es ohne einfach angenehmer. “ Interview aus magazin.hiv der Deutschen AIDS-Hilfe vom 5. Juli 2017. Das Interview führte Axel Schock. *Name von der Redaktion geändert

Gesprächskreis für HIV-positive schwule und bisexuelle Männer. Information Dr. Fritz Aull, AIDS-Hilfe Tirol. Mit Energie in den Herbst – Qigong für HIV-Positive. Mit bewegten und stillen Übungen mehr Energie und Ausgeglichenheit entwickeln. Information: Matthäus Recheis, AIDS-Hilfe Tirol.

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Info: PrEP

die Pille davor als neuer Schutz vor HIV PrEP bedeutet Prä-Expositionelle Prophylaxe. Die Pille davor (Markennname: Truvada) kann bei richtiger Einnahme meist sehr gut vor einer HIV Infektion schützen. Immer mehr schwule und bisexuelle Männer bestellen sich die Tabletten im Internet, da die Kosten für eine Monatsration dann nur 10% der offiziellen Kosten des Medikaments betragen. Nicht nur das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen besteht. Enthält das nachgemachte Medikament auch wirklich den Wirkstoff des Originals?

Deshalb wäre eine Übernahme der Kosten durch das Gesundheitssystem für besonders von HIV gefährdeten Gruppen sinnvoll. Sowohl die Verschreibung als auch die Einnahme sollten idealerweise durch einen in der HIV-Therapie erfahrenen Arzt erfolgen. Nach wie vor bietet natürlich ein Kondom einen preiswerten und sicheren Schutz vor HIV und verringert das Risiko für andere sexuell übertragbare Infektionen. Anonyme und kostenlose Beratung zu PrEP bei AIDS-Hilfe Tirol

Neuer Chat für sexuelle Gesundheit! Fragen zur sexuellen Gesundheit? Zu HIV, Syphilis und Co? Kompetente Beratung bietet der Live Chat auf www.health-support.de. Bei diesem Beratungsprojekt der Deutschen AIDS-Hilfe für Männer, die auch auf Männer stehen, ist die AIDS-Hilfe Tirol mit Beratern mit dabei. Unter dem auch

bbereits von Gayromeo vertrauten Logo „Fit for Love“ sind Berater aus Tirol jeden Montag gemeinsam mit anderen Kollegen erreichbar. Der Live Chat ist jeden Tag von 17 – 20 Uhr mit wechselnden Beratern online.

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

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SoHo Tirol

Wir verlieren so viel, wenn die SPÖ nicht gewinnt - Der Eisberg schmilzt von unten Österreich ist ein lebenswertes Land. Diesen Umstand verdankt es der Solidarität innerhalb der österreichischen Bevölkerung, die gesellschaftliche Solidarität bisher ganz selbstverständlich lebt, und großen PolitikerInnen, die es geschafft haben, in der 2. Republik viele gesellschaftsstärkende Gesetze zu verankern. All dies ist jetzt in unmittelbarer Gefahr!

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass es auch in Österreich Bedürfnisse gibt, die politisch und gesellschaftlich zu einer Zerreißprobe wurden. Geführt hat dies zu einer vorgezogenen Nationalratswahl, die am 15. Oktober stattfinden wird. Nunmehr wird medial und am Stammtisch darüber spekuliert, welche Partei für welches Programm steht. Jede/r versucht aus den Informationen die persönlich vorteilhafteste Wahl abzuleiten. Denn jede Stimme ist kostbar, denn es ist deine Stimme! Die SPÖ betrachtet sich als der Demokratie, dem Wohlstand und dem Fortschritt aller Menschen des Landes verpflichtet. Denn die Demokratie sichert den Menschen die Teilhabe an der Politik durch das allgemeine Wahlrecht. Wohlstand und Fortschritt gehen Hand in Hand, sie bilden die Grund-

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lage für ausreichende Arbeitsplätze, das Wirtschaftswachstum und die Stärkung der Kaufkraft und somit der Erhaltung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich. Jedoch steht die SPÖ auch dafür, diesen Wohlstand gerecht zu verteilen, denn nur eine Gesellschaft mit einer breit aufgestellten Mittelschicht sichert den sozialen Frieden durch den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft. Die SPÖ steht also für eine Politik des solidarischen Miteinanders in der Gesellschaft, wo niemand ausgegrenzt wird, und zwar unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Kultur oder Religion. Allen Menschen soll mit Respekt begegnet werden. Doch die Gefahr für all diese den sozialen Frieden erhaltenden Errungenschaften ist groß! Am 14. Mai 2017 übernahm Sebastian Kurz nicht die ÖVP, sondern er zerschlug die Strukturen und erschuf aus deren Trümmern die „Liste Sebastian Kurz – Die neue Volkspartei“ (LSK-NVP). Bereits vor circa einem Jahr gab Parteikollege Finanzminister Schelling (ÖVP) eine Studie zu Hartz IV (Deutsche Grundsicherung für Arbeitslose) mit der Fragestellung einer möglichen Umsetzbarkeit in Österreich, in Auftrag. Hartz IV ist in Deutschland aufgrund seiner verfehlten Ziele sehr umstritten. Es hat nicht wie erwartet einen positiven Effekt auf die Beschäftigungszahlen gegeben. Viele Hartz IV – EmpfängerInnen sind in die Armut abgerutscht. Hartz IV sorgt nicht nur für Unmut sondern auch zu Existenzängsten, die wir in Österreich aufgrund unseres guten sozialen Netzes uns gar nicht vorstellen können. Die SPÖ ist die einzige Partei, die bestrebt ist, diesen Zustand beizubehalten oder sogar zu verbessern. Gleich nach der Übernahme, noch vor sei-

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www.soho.or.at ner offiziellen Wahl, und damit Bestätigung im Amt des Parteivorsitzenden, bekundete Sebastian Kurz auch seine Meinung zu AK und Gewerkschaft. Beide Institutionen, die so wertvolle Dienste zum Schutz der ArbeitnehmerInnen und der Erhaltung von Arbeitsplätzen leisten, hält er für obsolet und will sie schwächen, in weiterer Folge sogar finanziell ausbluten lassen. Sein Credo ist „Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind Partner auf Augenhöhe.“ Auch wenn das der anzustrebende Idealzustand ist, jeder, der auch nur einem Ferialjob in Österreich nachgegangen ist, weiß, dass dies fern jeglicher Realität ist. Ein weiterführendes Problem ist die darauf aufbauende Altersarmut. Die Lösungsstrategie nach LSK-NVP ist, dass die ÖsterreicherInnen noch länger arbeiten sollen und dann eine geringere Pension erhalten. Bereits unter Schwarz-Blau wurde tief in die Pensionskasse eine/s Jeden gegriffen, was wir alle schon jetzt oder künftig zu spüren bekommen. Die SPÖ ist steht dafür

ein, keine weitere Verschlechterung, weder beim Pensionsantrittsalter noch der Pensionshöhe, in Kauf zu nehmen. Alles andere wäre einer sozialen Partei auch unwürdig. In die selbe Bresche schlagen auch die LSK-NVP - Forderungen bezüglich der Einführung höherer Selbstbehalte bei Arztbesuchen und die drastische Erhöhung der Rezeptgebühren, die vor allem wieder die WenigverdienerInnen zu spüren bekommen werden. Denn sie sind es, die sich weder eine Zusatzkrankenversicherung noch hohe Gebühren für Dauermedikamente, also ihre Gesundheit wiederherstellende oder erhaltende Medikamente, leisten können. Wenn wir uns das, und noch vieles andere, das sonst noch auf uns zukäme, durch den Kopf gehen lassen, dann erkennen wir, dass der Eisberg unseres sozialen Miteinanders derzeit bedroht ist, von unten zu schmelzen. Achten wir darauf, diesem „Klimawandel“ am 15. Oktober eine Absage zu erteilen!

Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber Foto: SPÖ Tirol, Logo SoHo

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Evangelische Kirche

„Ehe für alle“ und die Evangelische Kirche

Ungewöhnlich deutlich hat die Evangelische Kirche in Deutschland die Einführung der Ehe für alle befürwortet Am 30. Juni wurde im deutschen Parlament die „Ehe für alle“ beschlossen. Zwei Tage zuvor hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung dazu abgegeben. Sie füllt weniger als eine halbe Seite und unterstützt die „Ehe für alle“ auf ganzer Linie. Hier ein Auszug: „Für die EKD sind Vertrauen, Verlässlichkeit und die Übernahme von Verantwortung in der Gestaltung menschlicher Beziehungen von zentraler Bedeutung. (...) Dass auch für gleichgeschlechtlich liebende Menschen, die den Wunsch nach einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft haben, der rechtliche Raum vollständig geöffnet wird, in dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung durch gesetzliche Regelungen geschützt und unterstützt werden, begrüßt die EKD. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch keineswegs geschmälert. Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen.“ Zwei Dinge begeistern mich daran. Zum Einen die Klarheit: Obwohl es in der evangelischen Kirche in Deutschland (wie auch in Österreich) verschiedene Meinungen gibt, hat die EKD klar Farbe bekannt. Sie hat sich so auch gegenüber anderen Kirchen klar positioniert. (Die römischkatholische Kirche hat sich ja ganz anders geäußert.) Ungewöhnlich klar hat die EKD so gezeigt: Es gibt andere Meinungen, die wir respektieren. Wir bleiben Freunde und Geschwister der katholischen Kirche – aber wir stehen für unsere eigene Meinung ein. Erfreulich!

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Zum Anderen begeistert die Kürze: Als es im Jahr 2000 um die Einführung der „Eingetragenen Partnerschaft“ ging, gab es auch eine Erklärung der EKD. Sie war fast 24mal so lang wie die jetzige. Das zeigt mir: Diskussionen in der Kirche führen zu etwas – selbst wenn es lange dauert. Nach all den Jahren ist alles ausdiskutiert und man kann in aller Kürze sagen, wofür man steht. In Österreich hat es das Parlament noch nicht geschafft, sich für die „Ehe für alle“ zu entscheiden. Wenn es einmal soweit ist, hoffe ich, dass auch die Evangelische Kirche in Österreich ein klares Ja dazu findet. (Lars Müller-Marienburg war bis 2016 Pfarrer der Innsbrucker Auferstehungskirche und arbeitet jetzt als Superintendent in Niederösterreich)

Landesbischof Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland

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LGBTQ* und evangelisch – so geht‘s Als TirolerIn wird ein Kind in den meisten Fällen katholisch getauft, erzogen und sozialisiert. Wenn aber sich später herausstellt, dass die sexuelle Orientierung nicht der Norm entspricht und man aber dennoch mal heiraten / bzw. sich von der Kirche willkommen geheißen und unterstützt fühlen möchte, führt dies bald zu einem Konflikt. Vor allem dann bietet die evangelische Kirche einer homosexuellen Person mehr, als vielleicht andere Glaubensrichtungen. Dahingehend war auch die Konvertierung von mir, einer ursprünglich katholisch getauften Lesbe aus Tirol zum evangelischen Glauben hin sehr wichtig und notwendig. Ich wollte nicht einer kirchlichen Gemeinschaft angehören, die mich und meinen Lebensstil verurteilt und nicht einmal akzeptieren kann. Ausschlaggebend war auf jeden Fall auch schon davor das Gespräch mit dem ehemaligen Innsbrucker Pfarrer Lars Müller-Marienburg, mit dem ich mich in der Hosi intensiv dazu austauschen konnte. Beeindruckt hat mich nicht nur, dass er in seiner beruflichen Rolle (und Berufung) offiziell geoutet ist, sondern dass seine evangelische Gemeinde absolut offen diesem Thema gegenüberstehen konnte und kann.

ben taufen lassen können und sie später auch einen Religionsunterricht besuchen können, der Fragen zulässt und nicht kategorisiert und verurteilt. Somit schließen sich Glauben und Homosexualität für uns keineswegs aus. Wir sind stolz evangelisch und lesbisch zu sein und freuen uns schon auf die Taufen unserer Kinder. Magdalena und Cornelia Rosenkranz

Für uns, ein lesbisches Pärchen, dass seit etwa einem Jahr verheiratet und vor Gott gesegnet ist, war das Aufgenommen-werden durch die evangelischen Gemeinde in Innsbruck ein wunderschönes und unersetzbares Erlebnis. Denn auch dies ist nicht in jeder evangelischen Gemeinde in Österreich so üblich und selbstverständlich. Dabei sollte es doch nicht um den Fokus auf das „Frau UND Mann“ in der Bibel gehen, sondern um die Liebe zwischen den Menschen und den Glauben an Jesus Christus. Dazu war es uns auch besonders wichtig, dass wir unsere Kinder in unserem GlaurainbowUNITED Ausgabe 17/03 vom 16.08.2017

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DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS

OKTOBERFEST

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24.09. 2017

22.00-04.00 i

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Eintritt € 7,00 Vorverkauf € 4,00 HOSI-Tirol Mitglieder € 2,00

Vorverkaufskarten erhältlich während der Öffnungszeiten im HOSI Tirol Zentrum Kapuzinergasse 43 - Innsbruck Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Innsbruck und den Grünen Andersrum - Tirol

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UNITED Cooking Im August gibt es Früchte und Salate in Hülle und Fülle, dazu jede Menge Kräuter. Der Hochsommer bietet so einiges an frischen Zutaten. Bei einigen solltet ihr sogar schnellstens zugreifen, da sie sich am Ende des Monats verabschieden. Im September liegt Veränderung in der Luft, auch auf den Speiseplänen.

Während einige Sommerfrüchte ihren großen Abschiedsauftritt geben, klopfen die ersten Herbstboten, wie Nüsse, Kürbis und Birnen schon leise an unsere Küchentüren. Gute Nachrichten gibt es für Wildfans: Die Saison ist hiermit wieder eröffnet!

Gefüllte Zucchini Man nimmt 4 Zucchini 500 g gemischtes Faschiertes 100 g Schafkäse 4 Wahlnüsse (gehackt) 1 Becher Crème fraîche Knoblauch, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskat Die Zucchini halbieren, das Innere großzügig mit einem Eßlöffel herausschaben und klein schneiden. Die halbierten Zucchini jetzt schon in eine gefettete Auflaufform geben, mit Olivenöl beträufeln und salzen. Die Zwiebeln würfelig schneiden und zusammen mit dem kleingehackten Knoblauch und dem Faschierten anbraten.

Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und etwas abkühlen lassen. Dann mit dem klein gewürfelten Schafkäse und den gehackten Wahlnüssen verrühren und die Zucchini damit füllen. Crème fraîche nach Geschmack würzen und großzügig über die Zucchini streichen. Bei 180 Grad 20 – 30 Minuten backen. Dazu paßt Brot und frische Salate.

Dillsauce Man nimmt 2 EL Butter 2 EL glattes Mehl 1 Bund frischer Dill 1/2 L Brühe 1 Becher Sauerrahm Salz, Pfeffer, Zucker und Essig Die Butter zerlassen, anschließend das Mehl einrühren. Mit etwas kalter Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker gut würzen. Mit der restlichen Brühe auffüllen und aufkochen lassen. Den Dill fein hacken und dazu-

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geben. Zum Schluß den Sauerrahm mit dem Essig versprudeln und einrühren. Die Sauce ist ein Klassiker und paßt zu vielem, vom Rindfleisch über Gemüse bis hin zu Semmelknödeln. www.rainbowunited.at


UNITED Cooking / Termine Kürbis-Birnen Bruschetta Das Fleisch vom Kürbis in mehr oder weniger große Würfel schneiden, je nach Geschmack, ebenso die Birne. Ruccola waschen und gut trocknen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Kürbis ca. 5 Minuten braten, dann die Birnenwürfel dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas abkühlen lassen und den würfelig geschnittenen Gorgonzola und den Ruccola untermischen. Auf den gerösteten Weißbrotscheiben anrichten.

Man nimmt 200 g Hokkaido Kürbis 1 reife Birne 4 große Scheiben Weißbrot 50 g Gorgonzola etwas Ruccola Salz, Pfeffer, Olivenöl

Heidelbeerstrudel Man nimmt 300 g Mehl 125 ml Wasser 3 EL Öl 500 g Heidelbeeren 5 Eßlöffel Semmelbrösel mit 5 Eßlöffel Kristallzucker vermischt Zimt nach Geschmack Sauerrahm, Butter Mehl, Wasser, Öl und Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der nicht mehr kleben darf und zugedeckt eine Stunde rasten lassen. Den Strudelteig mit dem Nudelholz ganz dünn ausrollen, auf ein Tuch legen und mit zerlassener Butter bestreichen. Dann mit der Semmelbrösel-Zuckermischung bestreuen, die Heidelbeeren gleichmäßig darauf verteilen, mit Zimt bestreuen und den Rahm darü-

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ber geben. Nun das Tuch am Ende nehmen und den Strudel einrollen (Der Strudel sollte am Ende auf der Arbeitsfläche liegen und das Tuch in eurer Hand sein) und dann auf ein Backblech legen. Einige Butterflöckchen auf dem Strudel verteilen und bei 180 Grad ca. 1 Stunde backen. Besonders gut schmeckt er lauwarm, vorzugsweise mit Schlagobers.

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Stadtplan 1

GRUPPEN

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1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@hositirol.at www.hositirol.at

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1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at 1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at 3 Grüne Andersrum Tirol Ing.-Etzel-Straße 9 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at VAIR Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Technikerstraße 5/5 6020 Innsbruck www.vair.at

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FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at

© OpenStreetMap

7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

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Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

GESUNDHEIT

CLUBBING

12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

13 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at MEDICENT Innsbruck www.auferstehungskirche.at Innrain 143 6020 Innsbruck Verein Vielfalt Tel: 0512/90 10 50 40 Verein zur Unterstützung Mobil: 0664/23 45 828 und Vernetzung von LGBT* mail: chirurgie@dr-lugger.at und Regenbogenfamilien in www.dr-lugger.at Vorarlberg und Tirol Adolf-Pichler-Straße 11/5 6330 Kufstein | Österreich LOKALE Tel: 0650 91 49 630 www.vielfalt.or.at 14 Dom Café-Bar office@vielfalt.or.at Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at

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11 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 17/03 vom 16.08.2017

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UNTERKUNFT Alpenhotel Tirolerhof Clemens-Holzmeister Str. 38 A-6166 Fulpmes Tel: +43 5225 62422 Fax: +43 5225 62422161 info@tirolerhof-fulpmes.at www.tirolerhof-fulpmes.at Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

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Termine AUGUST 2017 Donnerstag, 17.8.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 19.08.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 24.08.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 24.08.2017 20:00 bis 21:00 Uhr Radiosendung der AIDS-Hilfe Tirol auf Radio Freirad Know Your Status – und dann? Zum Umgang mit dem HIV-Testergebnis Donnerstag, 31.08.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

SEPTEMBER 2017 Freitag, 01.09.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY - HOSI meets FETISH (MEN only) Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 07.09.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Freitag, 08.09.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 14.09.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 16.09.2017 ab 14:00 Uhr INNLOVE Marktplatz, Innsbruck Samstag, 16.09.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 21.09.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 23.09.2017 22:00 bis 4:00 Uhr QUEERATTACK! „Oktoberfest“ VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag, 28.09.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 28.09.2017 20:00 bis 21:00 Uhr Radiosendung der AIDS-Hilfe Tirol auf Radio Freirad

LEGENDE: HOSI Tirol

AIDS Hilfe Tirol www.rainbowunited.at


Termine OKTOBER 2017 Donnerstag, 05.10.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 06.10.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY - HOSI meets FETISH (MEN only) Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Dienstag, 31.10.2017 22:00 bis 4:00 Uhr QUEERATTACK! „Halloween“ VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck

NOVEMBER 2017 Donnerstag, 02.11.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 12.10.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Schinkenfleckerl mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 03.11.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY - HOSI meets FETISH (MEN only) Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 13.10.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 09.11.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Spinatknödel mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 19.10.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Putengeschnetzeltes mit Reis und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 10.11.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 21.10.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.10.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Lasagne mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.10.2017 20:00 bis 21:00 Uhr Radiosendung der AIDS-Hilfe Tirol auf Radio Freirad

rainbowUNITED Ausgabe 17/03 vom 16.08.2017

Samstag, 11.11.2017 ab 22:00 Uhr „Klub kamelon“ - queer and diversity welcome the early bird Innstraße 55, Innsbruck Donnerstag, 16.11.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Paprikahendl mit Spätzle HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 18.11.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Fotografie von Andrey Kiselev www.rainbowunited.at

Rainbow UNITED 2017/3 Nr. 11  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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