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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 02/17

Christopher Street Day in Innsbruck

Die Alpen glühen Seite 6-7 für Akzeptanz VAIR Gemeinsam bewirken

www.vair.at

VAIR Dates – Gemeinsam bewirken

Seite 6-7

In Kooperation mit

Unsere VAIR Dates sind nicht nur für Mitglieder, sondern auch für Interessierte zugänglich. Bei der Versammlungsbegrüßung werden laufende Projekte und deren Fortschritte präsentiert, aber auch anstehende Projekte die noch Unterstützung bedürfen angesprochen. Anschließend wird zu einer Diskussionsrunde eingeladen bei der sich jeder zwanglos einbringen kann. Nach Beendigung der Diskussionsrunde, bietet sich jedem die Möglichkeit eines geselligen Beisammenseins, um sich untereinander besser kennenzulernen.

VAIR – Die soziale Plattform in Österreich VAIRstehen, VAIRmitteln, VAIRhelfen, VAIR sein. VAIR ist eine Plattform, auf welcher einzelne Personen, Vereine und Organisationen miteinander kommunizieren, um soziale Projekte zu unterstützen oder auch ins Leben zu rufen. Hierbei kann es sich um einmalige, langfristige, regelmäßige, große aber auch kleine Projekte handeln: Sei es die Unterstützung einer Familie im Bekanntenkreis, das Sammeln von Spenden zur Anschaffung eines Rollstuhles oder aktive Flüchtlingsund Obdachlosenhilfe etc. Wir sind stets bemüht zu vermitteln, weiterzuleiten und aktiv zu helfen. Um auch finanziell Schwächeren den Zugang zur VAIR Mitgliedschaft zu ermöglichen ist eine Mitgliedschaft bei VAIR kostenlos. Die Finanzierung setzt sich derzeit rein aus Spenden von Unterstützern zusammen. Werde auch Teil von VAIR unter: www.vair.at/anmeldung

VAIR setzt sich zusammen aus:

Date

Social

Project

In dieser Ausgabe von Rainbow United stellen wir euch unser VAIR Date vor.

Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du Menschen kennst die Hilfe dringend benötigen oder einfach Lust auf eine gesellige Runde mit interessanten Menschen hast, dann komm doch einfach zum nächsten VAIR Date – gerne auch mit Freunden. Alle anstehenden Termine findest du im RAINBOW UNITED - Termin Kalender. Wir freuen uns auf dich/euch. Euer VAIR Team

Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt

rainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

Preis: 0,75 Euro


EDITORIAL Hallo an alle! Diese Ausgabe steht wie ihr wahrscheinlich schon erwartet habt ganz im Zeichen des Christopher Street Days. Es gibt viele Infos zum CSD in Innsbruck bzw. ist es ja ein ganzes Wochenende…

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und vielleicht sehen wir uns ja am 27. Mai zum CSD – ich werde jedenfalls da sein und für euch am Gastrostand grillen.

Auch auf ein paar andere interessante Dinge werdet ihr beim lesen stoßen, aber dafür ist so ein Magazin ja da.

Ps.: Wünsche, Anregungen oder Kritik, schreibt mir bitte unter „redaktion@rainbowunited.at“

Euer Nico

Im Regenbogenshop gibt es ein paar neue Dinge und Frühlingsrezepte sind auch zu finden.

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Armin Götsch Thomas Lechleitner Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Juli 2017 Erscheinung: 16. August 2017 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Markus Möller, Löwenherz, Matthäus Recheis, Mag. Michael Peintner, Sven Alexander Hofer, Herwig Milch, Angelika Schafferer, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl, VAIR rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED

GRÜNE Andersrum Tirol

Titelstory: Die Alpen glühen für 6-7 Akzeptanz Regenbogen Splitter Tschetschenien - wir schweigen 8 NICHT! Bunt vermischt 9 United Cooking 30-31 Stadtplan & Adressen 34-35 Termine 31-33 Rainbow Shop 36

Hosi Tirol The (Queer) Summer of 69 Somewhere over the Rainbow

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Vielfalt STOP! Hate Crime & Speech Austria

„Working on it“

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AIDS Hilfe Tirol Hepatitis A - ein unterschätztes Risiko! Schnellcheck auf HIV und Syphilis? Life Ball mit Test!

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„Ich kenne meinen Status. Ich lasse mich auf HIV checken.“ Fit for Love Check

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... ein Schlechter Witz!

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Courage Unterstützung für LGBTIQ-Flüchtlinge

AFLZ

SoHo Tirol

Löwenherz Schwule zwischen den Kulturen

Viel erkämpft - Viel zu verlieren 16-17

Ein sehr unangenehmes Bewerbungsgespräch

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VAIR Gemeinsam bewirken 14-15

VAIR - App VAIR - Social

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Hosi Tirol

The (Queer) Summer of 69 // Warum ist der CSD politisch/gesellschaftskritisch? Als am Abend des 27. Juni 1969 die Gäste das „Stonewall Inn“ betraten um einen Abend „unter sich“ zu verbringen und um die Schwulenikone Judy Garland zu betrauern, war zwar mit einer Polizeirazzia zu rechnen, aber nicht im entferntesten damit was in dieser Nacht noch passieren sollte, geschweige denn was daraus entstand. Die Zeit der 50er 60er Jahre war geprägt von einer sittlich prüden Moralvorstellung und Konservativismus. Das FBI führte Listen mit Homosexuellen, unter anderem da diese als potentiell erpressbar durch den Kommunismus galten. Die Post dokumentierte an welche Adressen Material mit homosexuellen Inhalten gesendet wurde. Das Tragen von Kleidung des jeweils anderen Geschlechts war strafbar. Mensch musste ein Doppelleben führen, emotionales vom Gesellschaftlichen und der Familie trennen. „Säuberungen“ und Razzien von Bars oder ganzen Vierteln waren nichts Ungewöhnliches, ebenso wenig, dass man die Daten der verhafteten Personen in Zeitungen veröffentlichte. Auf diese Art wurden tausende Frauen und Männer gesellschaftlich denunziert. So auch in New York im Greenwich Village. Da das „Stonewall Inn“ auch andere Auflagen nicht erfüllte und neben Homosexuellen (vorwiegend) Männern und einigen Cross-Dressenden als Treffpunkt für Teile der Mafia galt hatte die Polizei von New York Anlässe genug um die Bar trotz der üblich geforderten Bestechungsgelder zu Kontrollieren. Doch als die Polizei in dieser Nacht neben dem Personal auch Drag Queens und anwesende Lesben in den Einsatzwagen pferchte, überschlugen sich die Emotionen der vielen anwesenden Menschen und die Situation eskalierte. Die „Schwuchteln“, die „Weichen“ die „Tunten“ wehrten sich plötzlich und schlugen zurück. So etwas hatte die Polizei bis dahin nicht er-

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lebt und musste sich in die Sicherheit des Lokals zurückziehen. Zwar wurde der Aufstand in der Christopher Street kurz darauf von einem Sondereinsatz-Kommando zerstreut aber nicht beruhigt und breitete sich dadurch auf andere Straßenzüge aus. Insgesamt fünf Tage lang machten sich der Unmut, die Wut und die Unzufriedenheit über die gesellschaftlichen Zustände unter den Homosexuellen und Drag Queens auf den Straßen des Villages um die Christopher Street deutlich bemerkbar. In Gedenken an diese einschneidende Wende in der Homosexuellen Geschichte formierten sich zum Jahrestag der Polizeirazzia am 28.Juni 1970 in New York und anderen US-Amerikanischen Großstädten simultan geschätzte 5.000 bis 10.000 Menschen zum „Christopher Street Liberation Day“. Schon im darauffolgenden Jahr gab es solche „Pride“ Umzüge auch in europäischen Städten wie London, Stockholm und West-Berlin und seit dem jährlich und in immer mehr Städten weltweit. Im deutschen Sprachraum als „Christopher Street Day“ (CSD) bekannt, haben diese Märsche und Feste neben Ausgelassenheit, Feierlaune und Spaß immer auch die Absicht Präsenz zu zeigen und gesellschaftskritisch auf eine bessere Zukunft miteinander zu Verweisen. Eine Eskalation wie 1969 soll zwar nie wieder stattfinden oder nötig sein, doch zeigt die aus der Homosexuellen-Bewegung der 70er Jahre hervorgegangene LGBTQ*Community: „Wir sind Teil der Gesellschaft, wir sind viele, es gibt uns Überall“. Einen politischen Anspruch hat also jeder Pride- oder CSD-Marsch – auch im Hinblick auf die Regionen in denen LGBTQ* noch in Unterdrückung leben müssen. So sind politische und kritische Positionierung für eine Freie und Vielfältige Zukunft wieder und immer noch von besonderer Wichtigkeit.

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Somewhere over the Rainbow Andenken an den Tod von Gilbert Baker (65) 02.06.1951 bis 31.03.2017 Die Regenbogen Fahne begegnet uns in der Homosexuellen und nicht-binären Community vielerorts. Sie ist wunderschön anzuschauen, aber woher kommt unsere Flagge eigentlich? Der Regenbogen als Naturphänomen wurde in der Geschichte immer wieder symbolisch verwendet, doch für die LGBTQ* ist er seit den der 70er Jahren relevant. Die Regenbogenflagge wurde von GILBERT BAKER [und einem Künstlerkolektiv] im Jahre 1978 geschaffen. Angeregt wurde er durch Harvey MILK, dem ersten offen Schwul-lebenden und kurz darauf ermordeten Gemeinde- und Stadtrat San Franciscos, welcher Ihn während seines Wahlkampfes bat ein Symbol der Hoffnung für (junge) Schwule und Lesben zu schaffen, denn „Hoffnung ist das einzige zu dem sie ausblicken können. Und man muß ihnen Hoffnung geben“. Baker wollte keine Lizenz auf die Flagge sondern sah sie als Geschenk für die Community. Seit dem begleitet uns diese Flagge auf dem Weg zu Freiheit und Gleichstellung in der Welt.

Sie vereint in dieser Hoffnung Homosexuelle, Trans- oder Inter- Idente Menschen ebenso wie Menschen die hoffen daß Ihre Angehörigen oder Freunde ein friedliches und gerechtes Leben führen können. Durch die Symbolkraft als Erkennungszeichen untereinander und für Sichtbarkeit nach außen bekam die Bewegung und das Auftreten der Einzelnen Mut und Ausdruck. Es läßt sich Mutmaßen das wir ohne dieses Symbol noch nicht so weit vorangekommen wären. Gemeinschaft macht stark, vor allem für ein gutes Ziel. Die Flagge ist in erster Linie ein (zugegeben ideales) Symbol für die Diversität und Vielfalt zwischen Menschen, in der Liebe und in der Gesellschaft, ja in der gesamten Menschheit geworden, sogar über die „Nicht-Heteronorme“ Community und Staatsgrenzen hinaus. Gilbert Baker ist nun auf der anderen Seite des Regenbogens, doch wann immer seine, UNSERE Flagge weht, weht auch jene Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Erinnerung und der Dank an ihn mit.

Text: Markus Möller Quellen: http://www.sftravel.com/article/brief-history-rainbow-flag https://en.wikipedia.org/wiki/Gilbert_Baker_(artist)

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Titelstory

Die Alpen glühen für Akzeptanz Sieben Jahre CSD in Tirol und Innsbruck Heuer findet zum achten Mal der CSD – Christopher Street Day – in Innsbruck statt, als Fest für Vielfältigkeit, Akzeptanz, Sichtbarkeit und ein harmonisches Miteinander sowie für die Erinnerung an den oft beschwerlichen Weg bis zum heutigen Stand der Gleichberechtigung. Das Motto „Alpenglühen für Akzeptanz“ soll dabei den Wunsch ausdrücken, dass Akzeptanz etwas so normales wird und zu Tirol dazugehört wie das Alpenglühen, aber auch mit welch glühendem Eifer wir ALLE Miteinander für dieses Ziel einstehen. Neben der politischen Botschaft, die hinter alledem steht, wird dieses Festwochenende eine Gelegenheit für freudiges und entspanntes Beisammensein, Spaß und Party, sowie dabei zu sein wenn sich Innsbruck

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von seiner buntesten Seite zeigt, z.B. durch die Regenbogenflaggen auf der Innbrücke, Kettenbrücke und Universitätsbrücke. Jahr um Jahr ist es schön mitzuerleben, dass sich unser CSD speziell das Fest im Stadtpark Rapoldi zunehmender Beliebtheit erfreut und wächst. Vor allem der familiäre und Entspannte Charme der Veranstaltung, diverse LIVE-Acts und Bands, Speis` und Trank für das Leibliche Wohl, aber auch der Ort der Veranstaltung - im Grünen, zwischen Bäumen zugleich zentral am Leipziger Platz (Städtisches Hallenbad) gelegen - machen in der Kombination den Innsbrucker-CSD zu etwas besonderem. Wie in den vergangenen sieben Jahren haben die verantwortlichen Organisationen (Hosi-Tirol, Grüne Andersrum Tirol und

27.05.2017 www.rainbowunited.at PARADE & PARKFEST


Titelstory

SOHO-Tirol) ein mehrtägiges Programm zusammengestellt – mit der Parade und dem anschließenden Parkfest am Samstag den 27.Mai 2017 als Höhepunkt. Musikalisch gibt uns dort in bekannter Qualität die Band „copy & taste“ aus Innsbruck ordentlich Rhythmus in die Ohren und Beine. Außerdem werden uns die Jungs von der Band „(We are) DIAMONDS“ aus Frankfurt a. M. mit frisch-frechem Sound und Ihrer Bühnenshow mitreißen. Vom Orden der Schwestern der perpetuellen Indulgenz (OSPI) – einer karitativen Institution deren Mitglieder grenzübergreifend auf jedem CSD / Pride Fest von San Franzisco bis Sydney anzutreffen sind – sorgen Rosa La-Ola Grande, Daphne und Bar-Bitch-Ka für stimmungsvolle Moderation. Sie bringen das Flair der größten CSD´S weltweit

mit in unsere Alpenhauptstadt. Die Ordensschwestern begleiten das gesamte Wochenende von der Eröffnung am Donnerstag (25.05.2017) beim Grillfest in der Hosi Tirol, bis am Sonntag sich der Bogen dort wieder mit Brunch (ab 09.00 Uhr), Kaffee & Kuchen und Abendessen schließt. Am Freitag 26.05.2017 stehen die Warm-UpParty im AFLZ (19.30 all* welcome) und in der Hosi beim Gay Friday (20.30 men only) die Vorstellung der Kandidaten zur Mr. Leather Austria Wahl 2017 am Programm. Kurzgesagt: es wird ordentlich was los sein! Sei auch DU dabei – Wir freuen uns auf Dich! Programm-Details des CSD Wochenendes: WWW.CSD-INNSBRUCK.AT

r ü f n e h ü l g n e Alp Akzeptanz rainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

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REGENBOGEN Splitter

Tschetschenien - wir schweigen NICHT! Am 1. April veröffentlichte die russische Zeitung “Novaya Gazeta” einen Bericht darüber, dass in der autonomen Teilregion am Kaukasus über einhundert Männer wegen ihrer “nicht-traditionellen sexuellen Orientierung” oder dem Verdacht auf eine solche verhaftet, verschleppt und gefoltert worden seien. Leider stellt sich heraus, dass es KEIN böser Aprilscherz war wie der Pressesekretär des Tschetschenischen Innenministeriums behauptet. Im Laufe der Razzien auf Befehl “zur prophylaktischen Säuberung” [Elena Milashina, Investigativ-Reporterin bei Novaya Gazeta] sollen laut der Zeitung auch mindestens 3 Menschen getötet worden sein. Seitdem häufen sich Berichte über Verschleppungen, Folter, und Hinrichtungen, welche laut Berichten von Geflohenen - und mangels Beweise freigelassenen Verdächtigen - schon mindestens seit Dezember 2016 durchgeführt werden, an anderer Stelle liest man “seit Jahren” [Dossier der“Novaya Gazetta” laut “ Standard”]. Dabei entnehmen die Behörden Hinweise und Daten aus sozialen Netzwerken und gehen anhand dieser gegen die Verdächtigen vor, dringen in Wohnungen ein und deportieren sie. Von offizieller Seite leugnet man die Vorgänge und dass es im Land überhaupt Homosexuelle gibt. Offen Schwul zu leben ist in Tschetschenien durch das aggressive gesellschaftliche Tabu nicht einmal ansatzweise möglich. Der Kreml-treue Chef der Teilrepublik R.Kadyrow sagte laut „Nowaja Gazeta“: „Es ist unmöglich, jene zu verfolgen, die es in der Republik gar nicht gibt“, und: wenn es „solche Leute“ in Tschetschenien gäbe, bräuchten die Staatsorgane sich nicht darum kümmern, weil ihre Verwandten, die Familie sie selbst verschwinden lassen. Tatsächlich sollen die staatlichen Peiniger die Familien vor die Wahl stellen “das Problem selbst zu beheben”, was diese laut Entkommenen-Berichten auch tun. [gay star news].

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#100Tschetschenien Die Zahl 100 steht in Verbindung mit Tschetschenien seither für diese Menschenrechtsverletzungen und Gräultaten. Die Tatsächliche Anzahl der Verschleppten und der Opfer wird von Seiten der Medien (z.B. Tageschau) deutlich höher gemutmaßt. Die Gefängnisse seien wie Konzentrationslager für Homosexuelle, in denen Elektroschocks, Nahrungsentzug sowie körperliche und psychische Gewalt mit der Absicht zur Anwendung kommen, dass die Opfer andere Homosexuelle identifizieren und outen. Einige bleiben für immer verschwunden.Die Unvorstellbaren Zustände haben international für heftige Empörung bzw. Protest Reaktionen gesorgt. Fortlaufend finden unter dem Schlagwort #Chechenya100 Solidaritätskundgebungen, Spendenaktionen, Demonstrationen, Mahnwachen und Petitionen für das Einschreiten der Weltpolitik statt, zB in Wien, Berlin, London aber auch in kleineren Städten. Am 1. Mai demonstrierten mutige Aktivist*inn*en in St. Petersburg auf einer Maiparade und wurden dafür unter Gewaltanwendung vom Unruhen-Sondereinsatzkommando der russischen Polizei verhaftet. Merkel mahnt Am nächsten Tag fand in Sotchi (Krim) ein Treffen auf Einladung der russischen Regierungen zur Vorbereitung des G20 Gipfels statt. Hier reagierte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine Petition mit rund 27.000 Unterschriften und forderte Russlands Staatschef Putin im Gespräch erstmals direkt auf, seinen Einfluss FÜR den Schutz von Minderheiten im Zusammenhang mit der Homosexuellenverfolgung geltend zu machen und ermahnte: “das Recht auf Demonstration gehört zu einer Zivilgesellschaft dazu”. Putin ging in seinem Statement zu den Gewww.rainbowunited.at


REGENBOGEN Splitter sprächen allerdings nicht weiter auf diese Aufforderung ein. Am selben Nachmittag wurden zumindest die 17 inhaftierten Demonstranten aus St. Petersburg freigelassen. Es bleibt abzuwarten wie sich die Lage weiter entwickelt und auf Freilassung und Überleben der Inhaftierten zu hoffen. AT / TIROL / INNSBRUCK Große Ehre und Premiere Zum ersten Mal in der Geschichte des CSD Innsbruck übernimmt heuer der amtierende Bundeskanzler der Republik Österreich Mag. Christian Kern den offiziellen Ehrenschutz für die Veranstaltung neben Europaparlamentsviezepräsidentin Mag. Ulrike Lunacek, Landesrätin Dr.in Christine Bauer, Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Außerdem hat sich eine Vertretung der Amerikanischen Botschaft in Österreich angekündigt auch um eine kurze Ansprache zu halten. Wir sind erfreut, wir sind gespannt! USA Volle Schubkraft voraus Mr Sulu! Schauspieler und Aktivist George Takei, vornehmlich bekannt als „Hikaru Sulu „aus Serie und Filmen von „Star Trek - Raumschiff Enterprise“, feierte seinen 80sten Geburtstag und ist immer noch voller Energie. Geboren am 20. April 1937 in Los Angeles mit Vornamen Hosato, welchen sein Vater aber zu ehren King George IV (Krönung kurz nach Takei‘s Geburt) änderte. Er verlor Verwandte bei den Angriff der USA auf Hiroshima, was erklären könnte warum er sehr politisch engagiert ist (vor allem was Trumps aggressiven Kurs betrifft). Aber auch für die Anliegen von LGBTIQ+ Menschen setzt er sich und seine Bekanntheit seit seinem Outing vor 12 Jahren verstärkt ein. Jüngst z.B. auch um das Stonewall Inn zu erhalten, einem wichtigen Ort in der Geschichte unser aller Gleichstellungsbewegung. Er Selbst beschreibt

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ein Outing nicht als Tür oder Schwelle, sondern als Langen engen Korridor der mit der Zeit immer weiter wird. Wir Gratulieren und Danken Ihm Herzlichst! “Lebe er Lange und in Frieden“! Einspruch ABGEWIESEN. Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Anfechtung aus Californien gegen ein Gesetz gegen die Konversionstherapie ABGEWIESEN. Es bleibt verboten die sexuelle Orientierung Minderjähriger verändernd zu beeinflussen. Ärzt*inn*en, Therapeut*inn*en, Psycholog*inn*en etc. spielen bei Nichtbeachtung mit Ihrer Zulassung. [Quelle LGBTQ NATION, 1.5. JEFF TAYLOR] Einrichtung Hassposting-Meldestelle AT Hass per Mausklick? - MELDEN ! Das Bundesministerium für Inneres hat angekündigt eine eigene, direkte Meldestelle für Cyber-Mobbing und Hetze im Internet einzurichten. Schon seit 01.01.2016 strafbar, ist Cyber Mobbing doch ein zunehmendes Problem in der heutigen Gesellschaft - Nicht zuletzt für LGBTIQ*-Menschen als häufige Opfer derartiger Diffamierungen. Mit einer Niederschwelligen Anlaufstelle erhofft sich das BM.I. nun mehr Aufklärung und eine Reduktion der Dunkelziffer sowie der Straffälle dieser Form der Online-Kriminalität. Wann genau besagte spezielle Meldestelle die Arbeit aufnimmt war jedoch auch auf der Seite des BM.I. nicht eindeutig ersichtlich. Weitere Infos auf www.help. gv.at Suchbegriff: “Hasspostings”

Text: Markus Möller

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Löwenherz

»Schwule zwischen den Kulturen« Saleem Haddad: Guapa Dt. v. Andreas Diesel. D 2017, 400 S., Broschur, € 17.47 24 Stunden, die alles im Leben des jungen schwulen Rasa verändern: In einem namenlosen Land im Nahen Osten erschüttern gewaltsame Proteste die politische Ordnung. Der Arabische Frühling steht am Scheideweg zwischen Militärdiktatur und islamischem Regime. Und auch Rasas Welt gerät völlig aus den Fugen. Auf der Suche nach seinem besten Freund, der in den Gefängnissen der Machthaber gefoltert wird, streift er durch die Slums seiner Stadt. Nach Hause zu gehen wagt er nicht, denn seine Großmutter hat sein unaussprechliches Geheimnis entdeckt: ihn im Bett mit einem anderen Mann. Während die wichtigsten Beziehungen in seinem Leben zu zerbrechen drohen, muss Rasa seinen Platz in einer Gesellschaft finden, die ihn vielleicht niemals akzeptieren wird.

Markus Dullin: Im letzten Licht der Dämmerung D 2015, 240 S., Broschur, € 17.40 1984: im selben Jahr, in dem Hollywood mit den Dreharbeiten zum Film »Jenseits von Afrika« beginnt, zieht Alexander von Berlin nach Nairobi, um als Lehrer an der Deutschen Schule in Kenia zu unterrichten. Inmitten eines privilegierten Lebens in einer konservativ geprägten Enklave deutscher Auswanderer wird er schon bald mit den dortigen gesellschaftlichen Zwängen konfrontiert. Seine Vergangenheit, vor der er aus Deutschland

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geflohen war, und seine Liebe zu einem jungen Kenianer behält er aus Angst vor Ausgrenzung für sich. Als ein folgenschweres Missverständnis die Fassade jedoch zum Einsturz bringt, gerät Alexanders Hoffnung auf ein anderes Leben fernab der Heimat aus den Fugen. Ein eindrucksvolles Bild von schwuler Liebe, Misstrauen und Schicksal in einem von Gegensätzen gezeichneten Land.

Marianne Zückler: Osteuropa Express Ich will bleiben - in meinem Land und in meiner Sexualität. D 2017, 224 S., Broschur, € 17.37 Sieben Männer und Frauen aus Osteuropa erzählen von Einschüchterung und Ausgrenzung, aber auch von Liebe und Freiheit. Sie geben Einblicke in ein Leben, in dem Homosexualität häufig Anfeindung und Ausgrenzung bedingt - und zeigen, wie weit in unseren Nachbarländern der Weg zur sexuellen Selbstbestimmung noch immer ist. Und mit wie viel Mut, Beharrlichkeit und Widerständigkeit er gegangen wird - der lange Weg zum Glück für die schwullesbischen Szenen. Die Geschichten beruhen auf zahlreichen Interviews, die die Autorin in Lettland, Litauen, Polen und Ungarn führte und die sie hier als dokumentarische Erzählungen zusammenbindet.

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen!

Paul Russell: Das unwirkliche Leben des Sergej Nabokow Dt. v. Matthias Frings. D 2017, 320 S. geb, € 26.73 Eine behütete Kindheit im zaristischen Russland, Flucht vor der Revolution, Ausschweifungen in der Pariser Boheme und Tod im KZ Neuengamme: Von 1900 bis 1945 durchlebt Sergej Nabokow bewegte Zeiten. In seiner aristokratischen Familie ist der unmännliche, stotternde Junge ein Außenseiter. Auf seiner Flucht verschlägt es ihn über Cambridge und Berlin nach Paris. Dort bekommt er Zugang zu den Kreisen Cocteaus, Diaghilews und Gertrude Steins. Als er schließlich an den Folgen seiner Opiumsucht zu sterben droht, bringt ihn sein Freund auf sein Schloss in Tirol, aus dem die Nationalsozialisten das glückliche Paar vertreiben. Als Übersetzer in Goebbels´ Propagandaministerium wird er wegen kritischer Äußerungen zum Nazikrieg verhaftet und schließlich im KZ Neuengamme interniert. Dort stirbt er. Ein wuchtiger Roman über ein irrwitziges schwules Leben.

Katja Behrens: Nachts, wenn Schatten aus dunklen Ecken kommen Ein Roma-Leben zwischen Tradition und Aufbruch. D 2016, 160 S., geb., € 24.67 Katja Behrens erzählt von freudigen und magischen, zuweilen dramatischen und befremdlichen Begebenheiten aus dem Leben von Nono alias Gianni Jo-

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vanovic, der in einer Roma-Familie zur Welt kommt. Mit seinen Eltern zieht er von Stadt zu Stadt. Schon als kleiner Junge merkt Nono, dass er anders ist. Weil er nicht ausgestoßen werden will, beschließt er, ein »richtiger Zigeuner« zu werden. Im Alter von 14 wird Nono mit der 13-jährigen Julijana verheiratet. Mit 18 ist er bereits zweifacher Vater. Er weiß allerdings, dass er Männer liebt, und legt drei Jahre später seine Homosexualität offen, was erst einmal zum Bruch mit der Familie führt. Dieses Buch thematisiert eine doppelte Diskriminierung: die als Rom und die als Schwuler.

Yosef Simsek: Im falschen Paradies Wie mein Leben zwischen den Kulturen zum Albtraum wurde. CH 2016, 336 S., geb., € 24.90 Yosef Simsek wird in Deutschland geboren. Seine arabisch-türkischstämmigen Eltern sind Ende der 1980er Jahre als Flüchtlinge aus dem Libanonkrieg nach Deutschland gekommen und haben Asyl erhalten. Fast täglich wird er von seinem Vater oder einem seiner älteren Brüder physisch wie psychisch gezüchtigt, weil er »kein richtiger Mann« sei. Schwuchteln und Weicheier, die mit Kuscheltieren und Barbies spielen, haben in seinem Haus nichts zu suchen, so das strenggläubig homophobe Credo seines Vaters. Yosef wird immer mehr zum Außenseiter, zum Problemkind in Schule und Lebensumfeld. Mit 14 zeigt er seinen Vater an.

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Courage SEXUAL ORIENTATION LAWS IN THE WORLD - OVERVIEW

JUNE 2016

WWW.ILGA.ORG

ILGA, THE INTERNATIONAL LESBIAN, GAY, BISEXUAL, TRANS AND INTERSEX ASSOCIATION Greenland Europe

16 States

17 States Norway

Iceland

Sweden

Finland

Russia

Estonia Latvia UK Denmark Lithuania NL Belarus Poland Germany BE CZ Slovakia Ukraine Kazakhstan LU LI Europe AT 42 States and 13 entities MD HU Mongolia France CH SI HR Romania Italy BA RS Bulgaria Georgia Azerbaijan Uzbekistan Kosovo Corsica Kyrgyzstan Spain AL MK Portugal AM Andorra Sardinia Turkmenistan Turkey Tajikistan Greece Sicily SY China Cyprus Tunisia Malta Iraq Afghanistan IL LB Iran Morocco Gaza Bhutan KW Algeria Pakistan Jordan Nepal Libya Egypt Bahrain Qatar Western Sahara UAE Saudi Arabia Myanmar India Laos Sudan Mauritania Bangladesh Oman Mali Niger Thailand Cape Verde Senegal Eritrea Chad Yemen Vietnam GM Burkina Cambodia Djibouti Guinea Bissau Guinea Nigeria Somalia South Ivory GH Sierra Leone Ethiopia Central African TG Maldives Sudan Brunei Coast Aceh Sri Lanka Liberia Cameroon Republic Benin Malaysia Province Uganda Equatorial Guinea Singapore Congo Kenya Sao Tomé & Principe Gabon RW D.R. Palembang Congo BI South Seychelles Tanzania Sumatra Comoros Angola Malawi Zambia

Canada

Ireland

USA

23 states Coahuila The Bahamas Dom. Rep. Mexico Virgin Islands Cuba Puerto Rico Jamaica Belize Haiti AG Federal KN DM Honduras District VC Guatemala LC Nicaragua GD BB El Salvador TT Panama Costa Rica Venezuela Guyana SR GF

Colombia Ecuador

Brazil

Peru Bolivia

Namibia Paraguay

Chile

Zimbabwe Mozambique Madagascar Botswana

Lesotho South Africa

Argentina

North Korea South Korea

Taiwan

Philippines Palau Nauru

Indonesia Papua New Guinea

Solomon Islands

Kiribati

Tuvalu

Samoa

Timor-leste Nothern Australia

Mauritius Western Australia

Swaziland

Japan

Queensland Norfolk Island

Australia South Australia

Uruguay

Cook Islands Vanuatu Fiji Tonga

New South Wales

Victoria

Australian Capital Territory New Zealand Tasmania

CRIMINALISATION IMPRISONMENT 73 countries and 5 entities

DEATH PENALTY 13 States [or parts of] Death penalty not known to be implemented Morality laws (religion-based) that limit LGB freedom of expression and association

Death penalty Imprisonment 14 Y - Life Imprisonment up to 14 years Promotion (‘propaganda’) laws limiting freedom of expression No penalty specified

PROTECTION

ANTI-DISCRIMINATION LAWS 76 countries and 85 entities Includes employment, Constitution, other non-discrimination protections, hate crime and hate speech. NO SPECIFIC LEGISLATION

RECOGNITION RECOGNITION OF SAME-SEX UNIONS 47 countries and 65 entities JOINT ADOPTION 27 countries and 28 entities SECOND PARENT ADOPTION 17 countries and parts of Italy

Marriage Equal (almost equal) substitute to marriage Clearly inferior substitute to marriage

The data represented in this map, and the three accompanying separate maps on Criminalisation, Protection and Recognition, are based on State-Sponsored Homophobia: a World Survey of Sexual Orientation Laws: Criminalisation, Protection and Recognition, an ILGA report by Aengus Carroll. The report and these maps are available in the six official UN languages: English, Chinese, Arabic, French, Russian and Spanish on www.ilga.org. This edition of the world map (June 2016) was coordinated by Aengus Carroll and Renato Sabbadini (ILGA), and designed by Eduardo Enoki (eduardo.enoki@gmail.com).

Laws penalising same-sex sexual acts decriminalised, or never existed

Unterstützung für LGBTIQ-Flüchtlinge Seit Monaten beherrscht das Flüchtlingsthema die nationale und internationale Presse. Muss jetzt auch noch im „rainbow UNITED“ darüber berichtet werden? Ganz klar JA. Denn: In den gängigen Medien wird „nur“ von den sog. „Wirtschaftsflüchtlingen“ auf der einen Seite und von den Kriegsflüchtlingen auf der anderen Seite erzählt. In den Berichterstattungen vernachlässigt werden sehr oft jene Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen und/ oder geschlechtlichen Identität ihr Heimatland verlassen mussten. Laut vorsichtigen Schätzungen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) haben ungefähr 5 % der in Europa ankommenden Flüchtlinge eine LGBTIQ-Identität. Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität ist laut der EU-Qualifikationsrichtlinie 2011/95/EU ein anerkannter Asylgrund. Der EuGH hat die Rechte von LGBTIQ gestärkt. So hat er die bisherige Praxis verworfen, das Asylgesuch mit der Begründung abzulehnen, die Asylbewerbenden brauchten keine Verfol-

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gung zu befürchten, wenn sie sich nicht „outen“ und nicht offen leben. Detaillierte Befragungen zu sexuellen Praktiken, psychologische Gutachten und medizinische Tests sowie das Einbeziehen von intimen Fotos sind nach EuGH- Rechtsprechung unzulässig. Wenn es ein Flüchtling nicht schafft, sich gleich bei der ersten Anhörung zu „outen“, darf das nicht mehr dazu führen, dass der angegebene Fluchtgrund als „übersteigertes Vorbringen“ abgetan wird Häufig doppelte Diskriminierung LGBTIQ-Flüchtlinge

für

LGBTIQ-Flüchtlinge sind bei uns oft einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt: zum einen wegen ihres anderen kulturellen Hintergrundes und zum anderen wegen ihrer nicht-heteronormativen Identität. Sie kommen aus Staaten, in denen Zwangsverheiratung, Gefängnisstrafen, Folter oder Todesstrafe drohen (vgl. Weltkarte der ILGA), wobei sie nicht nur von staatlichen oder religiösen Behörden verfolgt, sondern www.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at auch von den eigenen Familienangehörigen verstoßen bzw. sogar angezeigt werden. Dabei muss jemand nicht wirklich eine LGBTIQ-Identität haben. Bereits das Verhalten oder Aussehen, das nicht den herkömmlichen Rollenstereotypen entspricht, ist in vielen Staaten „verfolgungswürdig“ und gilt als Angriff auf die heimische Kultur und Tradition. Dies ist traurige Realität in unterschiedlichsten Ländern, sei es in muslimisch geprägten Staaten aber auch in vorwiegend christlichen Ländern, und ist zum Teil auch religionsunabhängig. Erneut Mobbing, physische Gewalt und sexuelle Übergriffen statt Schutz Wenn Flüchtlinge mit LGBTIQ-Identität nach Europa kommen, sind sie zwar ihren unmittelbaren Peiniger*innen entkommen, was bleibt ist aber die Angst, ihre Orientierung bzw. Identität könnte auch bei uns entdeckt werden. Zum einen wissen viele nicht, dass in Europa die sexuelle und geschlechtliche Identität politisch, juridisch und gesellschaftlich (meistens) gleichberechtigt ist, und zum anderen werden auch diese Flüchtlinge in allgemeinen Aufnahmezentren untergebracht, wo sie wiederum von anderen Flüchtlingen entdeckt werden könnten und somit die Gewaltspirale erneut einsetzt. So muss auch im scheinbar freien Aufnahmestaat versucht werden, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten und unentdeckt zu bleiben. Ansonsten droht die Einrichtung in der LGBTIQ-Flüchtlinge eigentlich Schutz finden sollten, zu einem Ort zu werden, an welchem sie wiederum häufig Mobbing, physischer Gewalt und sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind. Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Asylverfahrens kommt als zusätzliche Belastung dazu, weshalb queere Flüchtlinge als besonders vulnerabel gelten. Letzter Ausweg ist hier häufig eine Verlegung in eine der Wohnungen der „LARES*Homebase“ – einem Wohnprojekt für LGBTIQ-Flüchtlinge das es bisher leider nur in Wien gibt. Der Antrag auf Verlegung kann über die „Queer Base“ der „Türkis Rosa Lila Villa“ erfolgen. Damit so etwas aber gar nicht erst notwendig wird, ist es dringend notwendig, dass in den Aufnahmeeinrichtungen eigens geschulte Ansprechpersonen für LGBTIQ-Flüchtlinge eingesetzt werden, die gezielt durch eine wertschätzende und respektvolle Haltung ein vertrauenswürdirainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

ges Ambiente schaffen, damit Flüchtlinge ihre Geschichte und ihre Sorgen angstfrei erzählen können. Ziel muss es letztendlich sein, dass alle Mitarbeiter*innen von Aufnahmeeinrichtungen in Schulungen für die besonderen Bedürfnisse und Situationen von LGBTIQ-Flüchtlingen sensibilisiert werden. Neben den bereits genannten Gründen ist dies vor allem deshalb notwendig, da Flüchtlinge spätestens in der Asylkommission über ihre Fluchtgründe berichten müssen. Und genau dieses Erzählen über ihre nicht-heteronormative Identität macht vielen Flüchtlingen aufgrund von lebenslangen negativen Erfahrungen Schwierigkeiten. Mitarbeiter*innen der Aufnahmezentren können da wertvolle Vorbereitungsarbeit leisten. Wenn Dolmetscher*innen beauftragt werden müssen, muss selbstverständlich zuerst auch deren Haltung bezüglich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt überprüft werden. Hilfe, Orientierung und Informationen Flüchtlinge mit LGBTIQ-Hintergrund benötigen Orientierung und Informationen über ihre Situation als LGBTIQ in Europa, sowie gegebenenfalls auch über Sexualität allgemein, Partnerschaften und HIV/AIDS. Ganz allgemein zu empfehlen ist hier sowohl für Helfer*innen in der Flüchtlingsarbeit als auch für Interessierte die Website www. zanzu.de, welche eigens von der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/Deutschland) für Flüchtlinge konzipiert wurde und auf verständliche Weise in mehreren Sprachen Informationen rund um das Thema Sexualität bietet. Neben den bereits erwähnten Stellen, bieten u.a. auch die Beratungsstellen COURAGE in Innsbruck, Salzburg, Graz und Wien Beratungen für LGBTIQ-Flüchtlinge, aber auch für Mitarbeiter*innen von Aufnahmezentren an. Auch Schulungen für Mitarbeiter*innen/ Helfer*innen in der Flüchtlingsarbeit können an den COURAGE Beratungsstellen angefragt werden. Links: courage-beratung.at fluechtlingsdienst.diakonie.at/einrichtung/lareshomebase dievilla.at/asyl orqoa.at Text: Mag. Michael Peintner Bilder: http://ilga.org

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Vielfalt

STOP! Hate Crime & Speech Austria

Österreichweite Initiative gegen Hass und Gewalt gegen LGBTIQ+ Personen gestartet! In vielen Ländern Europas werden bereits seit Jahren Vorfälle, die Hass und Gewalt – online sowie im realen Leben – gegen LGBTIQ+ Menschen betreffen, gesammelt. Österreich hatte bisher keine derartige Meldeplattform, auf der Hassreden und Gewalt gegen LGBTIQ+ Personen anonym (und damit ohne sich outen zu müssen) gemeldet werden können. In Anbetracht der erschreckenden Zahlen der aktuellen Studie den GayCops Austria, die festgestellt hat,

denn: „Jeder Mensch hat, ungeachtet seiner sexuellen Identität oder Orientierung, ein Recht auf psychische und körperliche

dass in Österreich etwa 17.000 LGBTIQ+

Unversehrtheit!“

Personen jährlich von Gewalt betroffen

Am 13. Mai startete im Barocksaal des Grand Hotel Europa Innsbruck der Verein Vielfalt die österreichweite Initiative „STOP! Hate Crime & Speech Austria“. Zu Gast waren unter anderem die ehem. Präsidentin des OGH und Bundespräsidentschaftskandidatin, Frau Dr. Irmgard Griss, GayCops Obmann Josef Hosp, Bundessprecher der Grünen Andersrum Tho-

der IG Soziologie in Zusammenarbeit mit

sind, ist das ein absolut unhaltbarer Zustand! Ebenso unhaltbar ist, dass Verbrechen an LGBTIQ+ in Österreich bisher nicht explizit erhoben und erfasst werden! Damit wird der Eindruck erweckt, in Österreich gebe es so etwas nicht! Die Erlebnisse der Betroffenen Personen sprechen aber eine andere Sprache! Daher sagen wir:

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www.rainbowunited.at


www.vielfalt.or.at mas Lechleitner, sowie die Botschafterin der Initiative, Drag Queen Rachel Estrella Cloud. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Innsbrucker Stadtrat Mag. Gerhard Fritz. Es gab darüber hinaus Statements von der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Ulrike Lunacek und von Bundesratspräsident aD., Bundesrat Mario Lindner.

kennen, desto eher werden solche Vorfälle gemeldet und die Politik veranlasst, Gegenmaßnahmen zu erarbeiten und zu etablieren! Gemeinsam sind wir stark und können etwas bewegen! DU bist als Unterstützer der Initiative gefragt: Indem du die Facebook-Seite der Initiative, die dort unter lgbt.hatecrime zu finden ist, weiter verbreitest, teilst und ihr dein Like gibst!

Die Ziele der österreichweiten Initiative mit ihren Kampagnen sind unter anderem die Sammlung der einzelnen Vorfälle um der heimischen Politik Druck zu machen, die Sensibilisierung der Gesellschaft, was Hassverbrechen (Hate Crime) und Hassreden (Hate Speech) gegen LGBTIQ+ Personen sind und welche Risiken sie für das Zusammenleben bergen, die Solidarisierung mit und die Unterstützung von Opfern von Hass und Gewalt, sowie die aktive Bekämpfung von Hassverbrechen und Hassreden in Zusammenarbeit mit der LGBTIQ+ Community, Organisationen, Vereinen, Institutionen, Unternehmen und auf politischer Ebene.

Wie in Unternehmen über Hass und Gewalt gegen LGBTIQ+ Menschen informiert werden kann, hat zum Beispiel die Gleichbehandlungsgruppe der Österreichischen Nationalbank eindrucksvoll vorgemacht, die die Initiative in das UnternehmensIntranet integriert hat, sodass alle Mitarbeiter_innen sich darüber informieren und jederzeit eine Meldung abgeben können, sollten sie Opfer von Hass und/oder Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Identität oder Orientierung werden.

Für alle Organisationen, die die Initiative mit Kampagnen unterstützen wollen, stehen Plakate (A2) und Flyer (A6) zur Verfügung, die beim Verein Vielfalt oder über die Homepage der Initiative geordert werden können. LOGOs, Banner und der Link-Button „Vorfall melden!“ können direkt von der Homepage der Initiative heruntergeladen werden! 30 NGOs in ganz Österreich sind bereits Kampagnenpartner der Initiative! Je mehr Menschen die Möglichkeit der anonymen Meldung von Hass und Gewalt

Das Wichtigste: Wer Hass und Gewalt gegen sich oder andere Personen erlebt hat, kann und soll diese bitte unbedingt unter folgender Webadresse online melden:

Weitere Infos zur Initiative gibt es unter www.lgbt-hatecrime.at, beim CSD Innsbruck am 27. Mai 2017, bei der CSD Bregenz PRIDE am 1. Juli 2017 und bei verschiedenen anderen Community-Events. Über Spenden für die Initiative (Infos wie ihr Spenden könnt findet ihr auf der Homepage der Initiative!) freuen wir uns natürlich ebenfalls. Text: Sven Alexander Hofer Fotos: Verein Vielfalt

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GRÜNE Andersrum Tirol

In Tschetschenien werden Schwule entführt, gefoltert, getötet. Die Reaktion der Behörden? Die Aussage, dass es in Tschetschenien keine Schwulen gibt. Wie könne man Menschen foltern, die nicht existieren. Weihbischof Laun aus Salzburg outet sich als glühender Hofer-Anhänger, bezeichnet Homo- und Transsexuelle, als Vertreter der röm.kath. Kirche und somit offiziell, als „gestörte Männer und Frauen“. Die Reaktion der Kirche? Man wolle die Meinung des Weihbischofs nicht kommentieren, sie sei sein gutes Recht.

In den Niederlanden, aber auch in vielen anderen Ländern Europas, werden Homo- und Transsexuelle auf offener Straße attackiert, physisch und psychisch. Die Polizei schreitet nicht ein bzw. nimmt Anzeigen, wenn diese überhaupt passieren, nicht ernst.

Das alles passiert jedoch nicht einfach so. Es braucht ein bestimmtes gesellschaftliches Klima, damit solche Verbrechen gegen LGBTIQ* geschehen können. Und dieses Klima bereitet aktuell eine unheilvolle Allianz rechter

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www.tirol-andersrum.at Parteien und kirchlicher Vertreter, die Homo- und Transsexualität verteufeln. Verbrechen werden verharmlost, LGBTIQ* als krank, gefährlich oder nicht lebenswert gebrandmarkt. Die Angreifer*innen fühlen sich im Recht und bestärkt durch die von nationalistischen Parteien öffentlich als „akzeptabel“ verkaufte „Meinung“, Homo- und Transsexuelle, gemeinsam mit vielen anderen Gruppen, seien weniger Wert als der Rest der Bevölkerung. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Meinung, sondern um Hetze und Beleidigung. Viele von uns hier in Innsbruck fühlen sich nicht direkt bedroht, im Gegenteil. Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht und das Gefühl

der Sicherheit weicht offenbar langsam einer gewissen Gleichgültigkeit. „Was wollen wir denn noch mehr?“ Die Antwort ist einfach – tatsächliche Gleichstellung in allen Bereichen, ein Ende der Diskriminierung, Anfeindungen und Gewalt, kurz, Schluss mit dem homophoben Scheiß. Und vor allem KEINE RÜCKSCHRITTE! Wir müssen uns bewusst sein, dass Rechte, dir wir und Generationen vor uns hart erkämpft haben, nicht unwiderruflichen bestehen. Die Realität zeigt uns, wir können auch alles wieder verlieren, schneller als wir es für möglich halten. Darum lasst uns aus der Geschichte und der Gegenwart lernen, damit wir für die Zukunft gewappnet sind, stark, vereint, standhaft und mit klaren Zielen.

Text: Herwig Milch Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

Fête Violette - CSD Warm Up Party am 26.05.2017 ab 19.30 Alle Jahre wieder laden wir herzlichst alle violett und nichtviolett gekleideten Menschen ein, eine bunte, fröhliche Nacht mit uns zu feiern, um uns auf die CSD-Parade einzustimmen! Everybody welcome! AFLZ Innsbruck, Liebeneggstraße 15

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www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at

Ă–ffnungszeiten Dienstag - 19.00-23.00 Freitag - 19.30-24.00

Besuch uns auf der neuen Webseite! www.frauenlesbenzentrum.at

Fotos: AFLZ

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AIDS Hilfe Tirol

Hepatitis A - ein unterschätztes Risiko!

In letzter Zeit wurden gehäuft Hepatitis A Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, gemeldet. Die Hepatitis A Impfung bietet einen wirksamen Schutz. Hepatitis A ist eine hochansteckende Virus-Infektion der Leber und eine ernsthafte Erkrankung. Der Hepatitis A Virus ruft eine Entzündung der Leber hervor. Übertragung: Hepatitis A kann bei Analverkehr ohne Kondom oder bei oral-analem Kontakt (Rimming) weitergegeben werden. Man kann sich auch infizieren, wenn man im gemeinsamen Haushalt mit einer Hepatitis A-infizierten Person lebt. Falls man sich mit Hepatitis A infiziert hat, ist es sehr wichtig, seine Partner_innen zu informieren und auch Personen, mit denen man im selben Haushalt wohnt. Es ist also für schwule und bisexuelle Männer besonders empfehlenswert, sich impfen zu lassen und auch später immer wieder mal bestimmen zu lassen, ob der Impfschutz noch wirksam ist (Titerbestimmung). Es gibt aber neben der Impfung auch Schutzmaßnahmen, die getroffen werden können, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

Schutzmaßnahmen • Vermehrt auf die persönliche Körperhygiene achten. • Vor und nach dem Sex Hände und dann Penis waschen. • Beim Oralsex kann man sich mit Dental Dams schützen. • Kondome schützen nicht nur vor HIV, sondern verringern auch das Risiko, sich mit anderen Geschlechtskrankheiten zu infizieren. Weitere Informationen zur Impfung und zur Dauer des Impfschutzes erhält man bei seinem Arzt oder seiner Ärztin. Die AIDS-Hilfe Tirol berät kostenlos zum Thema sexuelle Gesundheit – telefonisch (zu den Beratungszeiten) oder auch persönlich (nach Terminvereinbarung). Eine Bestimmung des Impftiters bei Hepatitis A kann kostenpflichtig auch in der AIDS-Hilfe Tirol zu den Testzeiten durchgeführt werden. Der Impftiter gibt darüber Auskunft, ob der Impfschutz noch aufrecht ist und wann er wieder aufgefrischt werden muss. AIDS-Hilfe Tirol: 0512/563621.

Schnellcheck auf HIV und Syphilis? Die AIDS-Hilfe Tirol bietet nun auch einen Kombitest an, mit dem innerhalb von 30 Minuten auf beide sexuell übertragbaren Infektionen getestet werden kann. Dazu wird eine kleine Menge Blut benötigt. Kosten: 40 Euro. Der Befund wird dann sofort mitgeteilt. Der Labortest auf HIV und Sy-

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philis ist auch weiterhin kostenlos. Das Ergebnis des Labortests kann man 2 – 3 Tage später persönlich abholen. Einmal im Jahr sollte man sich auch ohne Symptome auf beide Infektionen checken lassen. Auch in Tirol sind junge Männer von HIV und Syphilis betroffen.

www.rainbowunited.at


www.aidshilfe-tirol.at

Life Ball mit Test! Am 10. Juni 2017 veranstalten Gery Keszler und sein Team wieder den Life Ball in Wien. Die große CharityVeranstaltung im Kampf gegen HIV bewirbt den HIVTest unter dem Motto: Know your Status – kenne deinen Status. Auch die AIDS-Hilfe Tirol unterstützt den Life Ball mit einem Testteam vor Ort in Wien. In Tirol werden wir mit Unterstützung des Lifeballs am CSD Gutscheine für einen kostenlosen HIV-Schnelltest an Schwule und Bisexuelle verteilen. Als Testbotschafterinnen sind die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz unterwegs. Der Schnelltest mit Sofortbefund kostet sonst 30 Euro. Der Gutschein kann in der AIDS-Hilfe Tirol bis zum 1. Dezember 2017 eingelöst werden.

„Ich kenne meinen Status. Ich lasse mich auf HIV checken.“ Dieter ist mit Max wieder als Botschafter für Safer Sex unterwegs. Immer dabei: Kondome und Gleitmittel und Tipps, was MANN für seine sexuelle Gesundheit tun kann. Anzutreffen in Lokalen und Outdoor.

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

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SoHo Tirol „Kennst du den Witz von den zwei toten Schwulen?“ „Nein.“ „Ich auch nicht, aber der fängt schon gut an.“ Die Situation homosexueller Menschen ist weltweit betrachtet noch immer…

…ein schlechter Witz!

Die Recherche zu diesem Artikel zeigt uns eines ganz eindeutig: Bei allem Spaß, den das Fest CSD uns machen soll, darf nie vergessen werden, wie wichtig sein Anlass ist, weil weltweit noch immer einiges im Argen liegt und Rechte für Homosexuelle nicht in Stein gemeißelt sind und bei jedem Regierungswechsel schnell wieder geändert werden können. Ob dies im für uns positiven oder negativen Sinne passiert, hängt vom Wahlverhalten der Wahlberechtigten ab. Deshalb ist Information und Meinungsbildung allerorts so wichtig. Daher ist und bleibt der CSD für uns noch immer ein sehr politisches Fest, weil noch viel in Sachen Homosexuellenrechte zu tun ist! Es gibt weltweit 224 als solche anerkannte Staaten oder autonome Gebiete. In der folgenden Statistik werden sie nur kurz „Staaten“ genannt. Die für uns gute Nachricht zuerst: In allen Ländern Europas ist Homosexualität legal! Allerdings gibt es auch hier eine Bandbreite an Gesetzen, die sich mit den Rechten Homosexueller befassen, welche de facto einer Unterdrückung gleichzustellen sind. Darüber haben wir schon öfters geschrieben und werden künftig wohl noch weitere Artikel verfassen. Hier ein Überblick über die Kontinente. Die in Klammern angeführten Strafmaße beziehen sich auf die gesetzlich geltenden Höchststrafen. Die Zahlen beziehen sich auf den

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höchstmöglichen Freiheitsentzug in Jahren. Jene Länder, in denen Homosexualität unter Todesstrafe steht, sind besonders hervorgehoben. Nord- und Mittelamerika: 32 Staaten Homosexualität legal: 23 Staaten Eingetragene Partnerschaft oder Ehe für Homosexuelle möglich: Costa Rica (EP), Guadeloupe (EP), Kanada (Ehe), Martinique (EP), Mexiko (EP nur in Mexiko Stadt), USA (Ehe) Homosexualität nur für Frauen legal / für Männer illegal: 3 Staaten Grenada (10), Jamaika (10), St. Kitts and Nevis (10) Homosexualität illegal: 6 Saaten Antigua und Barbuda (15), Barbados (Lebenslänglich), Dominica (10), St. Lucia (10), St, Vincent und die Grenadinen (10), Trinidad und Tobago (25) Südamerika: 14 Saaten Homosexualität legal: 13 Staaten Eingetragene Partnerschaft oder Ehe für Homosexuelle möglich: Argentinien (Ehe), Brasilien (Ehe), Chile (EP), Ecuador (EP), Falklandinseln, Französisch Guayana (Ehe), Kolumbien (Ehe), Uruguay (Ehe) In Bolivien, Peru und Venezuela finden derzeit diesbezügliche Beratungen statt. Homosexualität nur für Frauen legal / für Männer illegal: 1 Staat Guyana (Lebenslänglich) Homosexualität illegal: 0 Staaten Afrika: 55 Staaten Homosexualität legal: 20 Staaten Ehe für Homosexuelle möglich: 1 Staat www.rainbowunited.at


www.soho.or.at Südafrika (Ehe) Homosexualität nur für Frauen legal / für Männer illegal: 7 Staaten Ghana, Kenia (14), Lesotho, Nigeria (14 Jahre bzw. Todesstrafe), Sambia (14), Simbabwe (3), Swasiland (Freiheitsstrafe) Homosexualität illegal: 28 Staaten Ägypten (3), Algerien (3), Angola, Äthiopien (3), Botswana (7), Burundi (2), Eritrea (3), Gambia (14), Guinea (3), Kamerun (5), Komoren (5), Liberia (Bußgeld), Libyen (5), Malawi (5), Marokko (3), Mauretanien (Todesstrafe, öffentliche Steinigung), Mauritius (5), Sansibar (25), Senegal (5), Sierra Leone (Lebenslänglich), Somalia (3), Sudan (Todesstrafe), Südsudan (10), Tansania (14), Togo (3), Tunesien (3), Uganda (20), Zentralafrikanische Republik (2) Asien: 50 Staaten Homosexualität legal: 26 Staaten Im Libanon gibt es allerdings eine rechtliche Diskrepanz zwischen dem geltenden und dem angewandten Gesetz. Eingetragene Partnerschaft oder Ehe für Homosexuelle möglich: 0 Staaten In Nepal, Philippinen, Taiwan und Thailand finden derzeit diesbezügliche Beratungen statt. Israel erkennt in anderen Staaten geschlossene Eingetragenen Partnerschaften oder Ehen als solche an. Homosexualität nur für Frauen legal / für Männer illegal: 6 Staaten Für die Palästinensischen Autonomiegebiete gelten verschiedene Gesetze. Für Frauen ist Homosexualität legal, für Männer allerdings nur im Westjordanland, im Gaza ist sie illegal. Bahrein (10), Malediven (10), Pakistan (Lebenslänglich), Turkmenistan (2), Usbekistan (3) Homosexualität illegal: 18 Staaten Afghanistan (15), Bangladesch (Lebenslänglich), Bhutan, Brunei (10 Jahre, Todesstrafe, Steinigung), Indien, Irak, Iran (100 Peitschenhiebe für Frauen, Todesstrafe für Männer), Jemen (Todesstrafe), Katar (5), Kuwait (7), Malaysia (20), Myanmar (Lebenslänglich),

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Oman (3), Saudi-Arabien (Todesstrafe, Peitschenhiebe), Singapur (Lebenslänglich), Sri Lanka (10), Syrien (3), Vereinigte Arabische Emirate (Freiheitsstrafe, Todesstrafe umstritten) Ozeanien (Australien und die umgebenden Inselstaaten): 22 Staaten Homosexualität legal: 15 Staaten Eingetragene Partnerschaft oder Ehe für Homosexuelle möglich: Australien (EP), Guam (Ehe), Neukaledonien (EP), Neuseeland (Ehe), Wallis und Futuna (EP) Homosexualität nur für Frauen legal / für Männer illegal: 5 Staaten Cookinseln (14), Kiribati (14), Papua-Neuguinea (14), Tonga (10), Tuvalu (14) Homosexualität illegal: 2 Staaten Salomonen (14), Samoa (7) Europa: 51 Staaten Homosexualität legal: 51 Staaten Ehe für Homosexuelle möglich: 14 Staaten Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Isle of Man, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Spanien, Groß Britannien (England, Schottland, Wales) Eingetragene Partnerschaft: 16 Staaten In den unterstrichenen Staaten wird derzeit über die Eheöffnung verhandelt. Andorra, Deutschland, Estland, Gibraltar, Griechenland, Italien, Jersey, Kroatien, Liechtenstein, Malta, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern Keine gesetzlich verankerte rechtliche Grundlage für eine Partnerschaft: 19 Staaten In den unterstrichenen Staaten wird derzeit über die Einführung der Eingetragenen Partnerschaft verhandelt. Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Färöer, Guernsey, Kosovo, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Ukraine, Vatikanstaat, Weißrussland Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber Quelle: Wikipedia

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Ein sehr unangenehmes Bewerbungsgespräch Die meisten Menschen sind im Laufe ihres Lebens mehrmals mit Bewerbungssituationen konfrontiert. Im besten Fall stellt das Bewerbungsgespräch einen fairen und respektvollen Start in eine neue berufliche Herausforderung dar. Manchmal sieht die Realität anders aus. Der folgende Fall aus der Praxis zeigt, welche Äußerungen in einem Vorstellungsgespräch zu einer Diskriminierung führen und gesetzwidrig sein können. Aus der Beratungspraxis

lasse sich nichts Privates herauslesen. Darüber irritiert fragt Frau B, welche Informationen denn fehlen. Daraufhin meint Herr K: „Na wie leben Sie?“ Frau B spricht über ihre Tochter. Rasch macht Herr K deutlich, dass ihn das nicht interessiert. „Wie leben Sie? Wir laden in unserem Unternehmen auch die Partner unserer Mitarbeiter ein!“ entgegnet er. Frau B fragt, inwiefern das für die Stelle relevant sei. Herr K meint, dass das Unternehmen liberal sei, aber alles seine Grenzen habe.

Frau B entdeckt im Internet die Ausschreibung einer leitenden Stelle in der Bildungsbranche. Sie hat großes Interesse an der Position und ist erfreut, dass ihre Qualifikationen mit dem Anforderungsprofil für die Stelle übereinstimmen. Als Frau B sich bewirbt, ahnt sie nicht, wie das Vorstellungsgespräch enden wird. Frau B übermittelt elektronisch ihre Bewerbungsunterlagen für die Stelle als stellvertretende Leiterin einer Bildungseinrichtung. Bald darauf erhält sie einen Anruf und wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, das schon am nächsten Tag stattfindet. Das Vorstellungsgespräch mit der Personalistin, Frau A, verläuft sehr angenehm. Frau A betont, dass sie Frau B für absolut geeignet halte und sie die Anforderungen für die Stelle erfülle. Wenige Tage später kontaktiert die Personalistin Frau B erneut, um sie zu informieren, dass ein weiteres Gespräch mit dem externen Berater des Unternehmens, Herrn K, stattfinden soll. Auch Herr K stellt kurz nach Beginn des Gesprächs fest, dass Frau B die geforderten Qualifikationen besitze. Er habe aber Bedenken hinsichtlich der Werte und der Unternehmenskultur. Aus ihrem Lebenslauf

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Er befürchte, dass es zu Konflikten mit der Geschäftsführung kommen könnte. Für Frau B ist offensichtlich, dass Herr K in Erfahrung bringen will, ob sie in einer Beziehung lebt und ob es sich dabei um eine gleichgeschlechtliche Beziehung handelt. Frau B ist die Situation sehr unangenehm. Sie möchte nicht darüber sprechen, dass sie lesbisch ist. Um die Situation zu beenden sagt sie, sie sei Single. Daraufhin attestiert ihr Herr K einen ausgeprägten Freiheits- und Individualitätssinn und fragt, wie lange sie schon allein lebe. Frau B möchte die angestrebte Stelle nicht aufs Spiel setzen und versucht daher, wenn auch ausweichend, seine Fragen zu beantworten. www.rainbowunited.at


www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at Herr K bringt nun vor, dass eine Einstellung sowieso nicht möglich sei, weil Frau B in ihrem Alter von 48 Jahren nicht mit der drei Jahre jüngeren Geschäftsleitung kommunizieren könne. Das Unternehmen habe eine klare Ausrichtung auf eine junge Unternehmenskultur. Die Stimmung wird immer angespannter und Frau B stellt klar, dass sie diese Aussagen als Diskriminierung aufgrund ihres Alters empfindet. Herr K beendet das Gespräch abrupt. Frau B empfindet das Gespräch als entwürdigend. Sie wendet sich an die Geschäftsleitung der Bildungseinrichtung. Der Leiter meint, dass Frau B Herrn K wohl falsch verstanden habe und Diskriminierung der Unternehmenskultur grundsätzlich widerspreche. Dennoch bietet er Frau B eine Entschädigungszahlung in der Höhe von 3000 Euro an, weil er nicht ausschließen könne, dass es ungewollt zu einer Verletzung des Gleichbehandlungsgesetzes gekommen sei. Dieses Angebot lehnt Frau B ab. Eine Jobzusage erhält sie nicht. Rechtliche Schritte gegen die Diskriminierung Mit Unterstützung der Gleichbehandlungsanwaltschaft leitet Frau B ein Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission auf Prüfung des Vorliegens einer Diskriminierung ein. In ihrem Prüfungsergebnis wertet die Gleichbehandlungskommission die Frage von Herrn K nach dem Beziehungsstatus von Frau B und ihrem Privatleben als geschlechtsbezogene Belästigung. Auch sein beharrliches Nachhaken, wie Frau B lebe, mit dem offensichtlichen Ziel, Näheres über ihre sexuelle Orientierung herauszufinden, beurteilt die Kommission als belästigend aufgrund der sexuellen Orientierung. Die Aussagen im Vorstellungsgespräch, Frau B sei zu alt für die Position und die Zusammenarbeit mit dem jüngerainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

ren Geschäftsführer, stellen nach Ansicht der Kommission eine Diskriminierung aufgrund des Alters dar. Das Gleichbehandlungsgesetz sieht eine verschuldensunabhängige Haftung vor. Belästigungen stellen daher auch dann eine Diskriminierung dar, wenn der Belästiger oder die Belästigerin nicht die Absicht hatte, zu belästigen. Die Gleichbehandlungskommission erachtet auch das Verhalten der Leitung der Bildungseinrichtung als diskriminierend. Diese hat schließlich Herrn K als externen Berater beauftragt, ein zusätzliches Vorstellungsgespräch mit Frau B durchzuführen. Rechtlich sei das Verhalten des externen Beraters daher der Bildungseinrichtung als Arbeitgeberin zuzurechnen. Das belästigende Verhalten von Herrn K hatte große Auswirkungen auf den gesamten Bewerbungsprozess und Einfluss auf die Entscheidung, unabhängig davon, ob Herr K Entscheidungsmacht hatte oder nicht. Die Kommission stellt eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, des Alters und der sexuellen Orientierung bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses fest. Der Tatbestand der Begründungsdiskriminierung ist rechtlich weit auszulegen. Es geht nicht nur um die Entscheidung über Einstellung oder Nichteinstellung, sondern der Tatbestand umfasst auch Benachteiligungen im Rahmen des vorausgehenden Auswahlverfahrens. Nach Ende des Verfahrens vor der Gleichbehandlungskommission wird Frau B eine finanzielle Entschädigung angeboten. In einem Vergleich einigen sich die Parteien auf eine Entschädigung in der Höhe von insgesamt 6800 Euro, 1300 Euro von Herrn K und 5500 Euro von der Bildungseinrichtung.

Text: Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl Fotos: Gleichbehandlungsanwaltschaft

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VAIR Gemeinsam bewirken

VAIR APP Jetzt im AppStore Endlich ist sie da! Lade dir jetzt deine VAIR App auf dein Smartphone, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Das moderne schlichte Design lässt leicht auf aktuelle und vergangene Beiträge zugreifen. In der Seitenleiste unter dem Punkt „Termine“ sind alle anstehenden Veranstaltungen und Projekte im Kalender eingetragen und aufgelistet, um dir eine klare Übersicht zu verschaffen.

aktiviert. Die App ist seit Mitte April für iOS und Android im App-Store erhältlich. Stay cool - stay VAIR! Jetzt downloaden!

Im „Journal“ werden laufend Beiträge von unseren Schreibern veröffentlicht, die von Vereinsprojekten berichten oder sich aktuell gesellschaftspolitischen Themen widmen. Auch Gastbeiträge werden gerne veröffentlicht. Um die App weiter auszu-bauen und mit mehr tollen Funktionen auszustatten, werden laufend neue Up-dates bereitgestellt. Auch Tickets zu Ver-anstaltungen, sowie ein VAIR Online Shop werden in einem der nächsten Updates

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Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt

Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani, Simon Kolb

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SCHWUL | LESBISCH | BI | TRANSGENDER

27.05.2017 PARADE & PARKFEST

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UNITED Cooking

Man muß ja nicht immer nur Grillen… Die ersten Vögel zwitschern, die Sonne scheint – der Frühling ist da, und ich habe ein paar tolle Rezepte zusammengeschrieben. Laßt Euch inspirieren und startet gut in den Frühling.

Lauchcremesuppe Man nimmt 2 EL 2 1/4 l 1 50 g 1/4 l

Bärlauch Cordon-Bleu Man nimmt 4 St. Schnitzel (Pute oder Schwein) 100 g Bärlauch 4 Scheiben Schinken 4 Scheiben Emmentaler Salz, Pfeffer Mehl, Eier, Brösel und Öl zum Ausbacken

Die Schnitzel gut klopfen und mit Salz und Pfeffer auf beiden Seiten würzen. Bärlauchblätter kurz mit heißem Wasser übergießen und sorgfältig ausdrücken. Die Schnitzel zuerst mit Schinken, Käse und Bärlauch belegen, zusammenklappen und mit Zahnstochern feststecken. Zuerst in Mehl, dann in den verquirlten Eiern, zum Schluß in den Bröseln wenden und heißem Fett goldbraun Backen.

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Butter mittelgroße Kartoffeln Suppe Stange Lauch Mehl Schlagobers Salz, Pfeffer

Den Lauch waschen und in schmale Ringe schneiden. Mit der Butter in einem Topf anrösten und mit Mehl bestäuben, dann mit der Suppe aufgießen. 10 Minuten kochen lassen dann die geschälten und in kleine Würfel geschnittenen Kartoffeln dazugeben und 15 Minuten weiterkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Schlagobers verfeinern.

Dazu paßt am besten ein Kartoffel-Vogerlsalat bzw. probiert mal einen Salat aus Löwenzahnblättern!

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UNITED Cooking / Termine Rhabarberkuchen Man nimmt 200 g 1 TL 100 g 80 g 1 1/2 kg

Mehl Backpulver Butter Kristallzucker Ei Rhabarber

3 50 g 1/4 L 40 g

Eigelb Kristallzucker Schlagobers Speisestärke

3 Eiweiß 150 g Kristallzucker Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen und mit dem geschälten und in Würfel geschnittenen Rhabarber belegen. Eigelb, Zucker, Schlagobers und Speisestärke verrühren, darübergießen und bei 175° im

NICHT VORGEHEIZTEN Ofen ca. 45 Minuten backen. Eiweiß mit Zucker steif schlagen, vorsichtig auf den heißen Kuchen streichen und weitere 15 – 20 Minuten backen.

MAI 2017 Donnerstag, 18.05.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

CSD WEEKEND Donnerstag, 25.05.2017 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND – CSD Opening Party Gemütlicher Start ins CSD Wochenende! Ab 19 Uhr gibt es leckeres vom Grill! Gemischter Abend - ALLE sind willkommen! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

TERMINE

Samstag, 20.05.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 26.05.2017 ab 19:30 – 24:00 Uhr CSD WARM UP PARTY An diesem Abend ist das AFLZ (Autonomes Frauen Lesben Zentrum) Ausnahmsweise für alle Geschlechter geöffnet! AFLZ Innsbruck, Liebeneggstraße 15

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Termine Freitag, 26.05.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY - HOSI meets FETISH SPECIAL (MEN only) Raus aus dem Alltag und rein in die Fetischklamotten. Mit Vorstellung der Kandidaten und Vorwahl zum Mr. Leather Austria 2017 HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 27.05.2017 14:00 - 15:00 Uhr CSD-PARADE durch Innsbruck zum Rapoldipark mit Start Am Adolf Pichler Platz Infos unter www.csd-innsbruck.at

Samstag, 27.05.2017 21:00-04:00 Uhr CSD - Afterparty: QUEERATTACK! mit DJn Petra Pan (Graz) und DJn Miss Mabuka mit Showeinlage von Rachel Estrella Cloud - Limited Welcomedrinks VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Sonntag, 28.05.2017 09:00-14:00 Uhr CSD KATERFRÜHSTÜCK Nach dem anstrengenden CSD Wochenende braucht es ein deftiges, vitaminreiches Frühstück! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Sonntag, 28.05.2017 Samstag, 27.05.2017 14:00-17:00 Uhr 12:00 - 22:00 Uhr CSD KAFFEE & KUCHEN CSD-Parkfest HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Richtig los gehts mit dem Bühnenprogramm bei Ankunft der Parade um ca. 15 Sonntag, 28.05.2017 Uhr. ab 17:00 Uhr Mit dabei dieses Jahr CSD CHILL OUT • Copy & Taste Mit Fleischlaibchen & Kartoffelsalat • (We are) Diamonds lassen wir das CSD Wochenende • Solo-Show der Tiroler Drag Queen Rachel ausklingen! Estrella Cloud HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck • Die Schwestern vom Orden der PerpetuAlle Infos zu den ellen Indulgenz Veranstaltungen unter: • DJ Henrik Eder Rapoldipark, Körnerstr. 11, Innsbruck www.csd-innsbruck.at

JUNI 2017 Donnerstag, 01.06.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 08.06.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Freitag, 09.06.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 15.06.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Termine Samstag, 17.06.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 14.07.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 22.06.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 15.07.2017 ab 15:00 Uhr JuB - Jung und Bunt - Hosi´s Jugendtreff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 24.06.2017 22.00 bis 04.00 Uhr QUEERATTACK! Motto „Beach Party“ mit DJ KayCe, DJ Tally, Gerry Verano & Miss Mabuka bei Schönwetter ist der Gastgarten geöffnet VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag, 29.06.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JULI 2017 Donnerstag, 06.07.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 07.07.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY - HOSI meets FETISH (MEN only) Jeder Fetisch erlaubt, ausgenommen naked HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 13.07.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck rainbowUNITED Ausgabe 17/02 vom 15.05.2017

Donnerstag, 20.07.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 27.07.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AUGUST 2017 Donnerstag, 03.08.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 10.08.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 11.08.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 17.08.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Stadtplan 1

GRUPPEN

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1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at

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1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at 13 1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at 3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at VAIR Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Technikerstraße 5/5 6020 Innsbruck www.vair.at

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FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at

© OpenStreetMap

7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

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Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

GESUNDHEIT

CLUBBING

12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

13 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at MEDICENT Innsbruck www.auferstehungskirche.at Innrain 143 6020 Innsbruck Verein Vielfalt Tel: 0512/90 10 50 40 Verein zur Unterstützung Mobil: 0664/23 45 828 und Vernetzung von LGBT* mail: chirurgie@dr-lugger.at und Regenbogenfamilien in www.dr-lugger.at Vorarlberg und Tirol Adolf-Pichler-Straße 11/5 6330 Kufstein | Österreich LOKALE Tel: 0650 91 49 630 www.vielfalt.or.at 14 Dom Café-Bar office@vielfalt.or.at Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at

RECHT

11 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

18 Bacchus Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at

UNTERKUNFT Alpenhotel Tirolerhof Clemens-Holzmeister Str. 38 A-6166 Fulpmes Tel: +43 5225 62422 Fax: +43 5225 62422161 info@tirolerhof-fulpmes.at www.tirolerhof-fulpmes.at Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

INFOFON 0676 - 44 22 934 werktags von 11:00 bis 21:00 Uhr

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Rainbow UNITED 2017/2 Nr. 10  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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