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UNITED

Das Queere Magazin f端r Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 02/16

Christopher Street Day in Innsbruck

Seite 4-5

Preis: 0,75 Euro

Motto: Lassts uns Heiraten

In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016


EDITORIAL Die zweite Ausgabe in diesem Jahr steht wie sicher schon erwartet ganz im Zeichen der Aktivitäten rund um den CSDInnsbruck. Es wird sicher wieder ein grandioses Fest mit Partys vor und nach dem Spektakel am 4. Juni im Rapoldipark. Der Verein VAIR stellt sich in dieser Ausgabe vor, außerdem gibt es neue Büchertipps von der Buchhandlung Löwenherz und in der Kochecke geht es logischerweise ums Grillen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen und hoffe viele am 4. Juni beim CSD zu sehen Euer Nico Ps.: Wünsche, Anregungen oder Kritik, schreibt mir bitte unter „redaktion@rainbowunited.at“

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Brigitte Fender Nicole Katsch Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Juli 2016 Erscheinung: 15. August 2016 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Karin Flatz, Daniel E. Gosterxeier, Mag.a Katrin Oberhöller, Mag. BEd. Dipl.-Päd. Bettina Pendl, Löwenherz, Josephine Beier, Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Matthäus Recheis, Nora Eberharter, Herwig Milch rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED 8 9 28-29 30 31 32-34 36

Hosi Tirol CSD-Innsbruck Lasst uns Heiraten Queer Tango Argentino

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Courage Liebe in Zeiten von Neosexualitäten

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Löwenherz Außenseiter

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InTra* Beratung Das „T“ beim CSD

Schwuler Mitarbeiter! Schlecht für das Geschäft?

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SoHo Tirol Das hatten wir doch schon mal...

20-21

AIDS Hilfe Tirol Fit for Love - mach mit - für die schönste Sache der Welt!

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Land Tirol wegen Diskriminierung verurteilt! „Spaß unter dem Sternenhimmel – aber sicher!“

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AFLZ CSD – Oder: Wer wird hier integriert?

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GRÜNE Andersrum Tirol Schluss mit dem homophoben 26-27 Scheiss

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Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten) Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

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UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 02/16

Christopher Street Day in Innsbruck

Motto: Lassts uns Heiraten

WE &A B BO

Seite 4-5

Preis: 0,75 Euro

Regenbogen Splitter Es lohnt sich VAIR zu sein Leerstelle LGBTI praktisch im gesamten Bildungssektor United Cooking Stadtplan Adressen Termine Rainbow Shop

Gleichbehandlungsanwaltschaft

In Kooperation mit

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Hosi Tirol

TITELSTORY

CSD - Christopher Street Day „LASST UNS HEIRATEN“

Unter diesem Motto geht der CSD in Innsbruck am 4. Juni in die nächste Runde Seit einem Aufstand gegen Polizeiwillkür 1969 in einem New Yorker Schwulenlokal wird jedes Jahr an diesen Tag erinnert und es gibt auf der ganzen Welt den Christopher-Street-Day. Seit 2010 gibt es diese Aktion auch in Innsbruck. Natürlich haben sich die Anliegen im Laufe der Jahre verändert, aber der Grundgedanke ist ungebrochen. PARADE & PARKFEST Man will ein Zeichen setzen, daß Schwule und Lesben ganz normale Menschen sind, die auch das Recht haben zu heiraten, deshalb auch das Motto in diesem Jahr. Um 14:00 Uhr startet die Parade am Adolf Pichler Platz, bei der Annasäule vor dem Rathaus gibt es eine Kundgebung, dann geht es weiter Richtung Rapoldipark. Dort angekommen erwarten alle Anwesenden Auftritte von Livebands wie COY, Copy & Taste und auch ein Showact des Terpen-

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tinen-Ensemble. Zu späterer Stunde sorgt DJ Henrik für die richtige Stimmung.

INFOSTÄNDE Mit Infoständen werden die HOSI-Tirol, das AFLZ-Innsbruck, die Aidshilfe-Tirol, Tirol Andersrum, das Courage-Innsbruck, die Johanniter, die SOHO-Tirol, das MDA Basecamp, die Gay-Cops Austria und der Verein VAIR vertreten sein. Aber es ist nicht nur das Fest im Rapoldipark am 4. Juni, nein es gibt ein ganzes CSD-Wochenende.... www.rainbowunited.at


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DAS PROGRAMM Es beginnt alles mit einem queeren Abendgebet am 01.06. um 19:00 Uhr in der HOSITirol, Kapuzinergasse 43. Ebenfalls in der HOSI wird am 2. Juni das Wochenende ab 17:00 Uhr offiziell eröffnet, also vorbeikommen und ein Gläschen zu Einstimmung auf die folgenden Tage mit dem Team trinken. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn es wird wie an jedem Donnerstag ab 20:00 gegrillt. Am Freitag dem 03.06. findet ab 20:30 eine Warm Up Party im AFLZ in der Liebeneggstraße 15 statt - unter dem Motto „Fête Violette“ sind alle Geschlechter im sonst den Frauen vorbehaltenen Café Anchorage des FLZ willkommen!!

Am Samstag gibt es nach dem Fest im Rapoldipark die offizielle Afterparty „QUEERATTACK“ im VAZ-Hafen mit DJn Miss Mabuka. Zum Abschluß ist die HOSI am 05.06. ganztägig geöffnet, ab 9:00 Katerfrühstück, 14:00 Kaffee und Kuchen und ab 17:00 Chill out mit Schnitzeln, Puten Cordon bleu oder für die Vegetarier Sellerieschnitzel dazu gibt es Kartoffelsalat. Übrigens, die Teilnahme an der Parade ist wie jedes Jahr kostenlos, jeder der mitgehen oder mitfahren möchte (Kfz bis 3,5 Tonnen) ist herzlich eingeladen! Text: Jürgen Preisegger - Foto: Hosi Tirol

Der CSD-Innsbruck wir gesponsort von

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Hosi Tirol

Queer Tango Argentino Tango Argentino ist wie der Name schon verrät, ein lateinamerikanischer Tanz , nicht zu verwechseln mit dem „ dominanten“ Standardtango, den viele aus dem Fernsehen kennen. Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Tango aus Buenos Aires weltweit verbreitet, und viele Formen angenommen. So kann zu Vals, Milonga oder auch zu moderneren Stilen wie dem Neotango getanzt werden. Tango stellt aufgrund der vielseitigen Musik und lässig-eleganten Tanzfiguren eine wertvolle Bereicherung des Paartanzes dar.

ren Einsatz des Körpers im Tanz. Im Juli 2016 erwartet uns wieder ein Queer-Tango-Workshop-Wochenende mit Soledad Nani aus Buenos Aires. Nähere Informationen dazu, werden auf der FB-Seite der HOSI und des FLZ im Mai bekannt gegeben. Bei weiteren Fragen bitte einfach an queertango@hotmail.com schreiben.

Der Begriff „Queer Tango“ wurde erstmals im Jahre 2000 in Hamburg verwendet. Dahinter steckte die Idee, sich von der stereotypen Rollenverteilung im Tango zu lösen. Im „traditionellen“ Tango tanzen die Frauen immer in der folgenden und Männer in der führenden Rolle. Da hat es eine Frau schwer, sofern sie nicht von einem Mann zum Tanz aufgefordert wird. Sie ist gezwungen, den ganzen Abend zu sitzen und zu warten. Queer Tango hat somit auch eine feministische Seite. Hier können Frauen zu jedem Zeitpunkt die Initiative ergreifen, sie können sowohl andere Frauen, als auch Männer führen oder sich führen lassen. Deswegen ist der Tango ein ausgezeichneter Tanz in der LGBT - Szene. Der Rollenwechsel ist ein ursprünglicher Bestandteil des Tango- Tanzens, er erlaubt ein besseres Verständnis und einen besse-

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Text: Karin Flatz - Foto: queertango

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CHRISTOPHER STREET DAY

14.00AUDhEr

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S N U S T LASS

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15.0FE0STUhr

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Alle Infos auch auf

www.csd-innsbruck.at

04.06.2016 PARADE & PARKFEST RAPOLDIPARK - INNSBRUCK

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REGENBOGEN Splitter

Es lohnt sich VAIR zu sein.

VAIR steht für „Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt“: Unser Weg in eine tolerante Gesellschaft. Gerade im Zuge der medialen Vernetzung wächst das Gefühl, dass Hass und Missgunst in den Medien immer präsenter werden. Immer lauter werden die Stimmen jener, die über andere mutwillig richten und sie verurteilen für das was sie sind, woran sie glauben, wie sie leben und wen sie lieben. Soziale, politische und religiöse Gruppierungen stoßen oft auf gesellschaftlichen Ausschluss. Wir von VAIR möchten uns dieser Entwicklung entgegenwirken. sei es gegen die Exklusion verschiedenster Randgruppen, oder für die Inklusion dieser. Unser Verein wurde gegründet um Menschen zu unterstützen, die in unserer Gesellschaft diskriminiert oder unterdrückt werden. VAIR will die Grenzen sprengen die sich durch die Voreingenommenheit gegenüber anderer Kulturen, Religionen, sexueller Orientierungen und vieler weiterer Aspekte aufbauen. Kommunikation ist hierbei der Schlüssel: Annäherung schaffen und so die Basis aus Respekt für Akzeptanz zu erzeugen ist dabei der wichtigste Schritt. Ohne Akzeptanz gibt es keinen fruchtbaren Boden zur Inklusion; und Inklusion ist das Werkzeug um aus dem Fremden und Anderen etwas Vertrautes zu machen, und so einen Fortschritt durch Vielfalt auf einem gemeinsamen Weg anzustreben. VAIR wurde auch mit der Absicht ins Leben

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gerufen, Menschen auf ihren Weg zu begleiten. Wir bieten sowohl Platz für Diskussionen und Gespräche als auch Vorträge und Aktionen, bei denen wir einen kleinen Teil unseres Glücks zurückgeben wollen. Konkret gibt es einmal monatlich einen Themenabend, bei dem ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema besprochen wird. Wir bieten ein offenes Ohr für Menschen die Hilfe brauchen und nicht weiterwissen und stehen gern mit Rat aber auch Tat an eurer Seite. Wir sind ein Team aus jungen Erwachsenen, die etwas in unserer Gesellschaft verändern. Wenn du auch gern Initiative zeigen würdest, aber nicht weißt wie oder unsere Philosophie dir zusagt, dann werde auch DU Teil von VAIR. Wir helfen dir gern dein Projekt in die Tat umzusetzen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Bei Interesse oder Fragen erreichst du uns per Email unter info@vair.at. Weitere Informationen und einen wöchentlichen Beitrag über ein aktuelles politisches Thema findest du auf unserer Website www.vair.at, und auch über ein Like auf unserer Facebook-Seite VAIR würden wir uns freuen! Der VAIR Vorstand Text: Daniel E. Gosterxeier Bild: Vair

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REGENBOGEN Splitter

Leerstelle LGBTI praktisch im gesamten Bildungssektor In der riesigen Aus- und Weiterbildungslandschaft in Österreich gibt es abseits von Community-Angeboten kaum Wissen für den Umgang mit LGBTIQ-Themen. Der Verein „Akademie der Vielfalt – Bildung unter dem Regenbogen“ wurde gegründet um Angebote österreichweit zugänglich zu machen. „Unterschiedliche Formen von sexuellen Identitäten sollen in der Bildungslandschaft ganz einfach selbstverständlich werden“, meint Norbert Pauser, der Initiator des Projektes. Langfristiges Ziel ist, dass LGBTIQ-Themen sowohl explizit als auch als Querschnittsmaterie in den Bildungskanon einfließen.

nen sind. Die Angebote richten sich gleichermaßen an die Mehrheitsgesellschaft, denn die Akademie der Vielfalt sieht Bildung und pädagogische Maßnahmen auf allen Ebenen als einen der Schlüssel für einen gestärkten sozialen Zusammenhalt, für fortschreitende Gleichstellung und für pro-aktive Inklusion. Das Thema darf nicht weiterhin salopp als „Privatsache“ abgetan werden. Organisationen und Einzelpersonen herzlich eingeladen ihre Bildungsangebote rund um LGBTIQ-Themen an uns zu übermitteln und kostenfrei auf der Plattform Akademie der Vielfalt zu präsentieren.

Die Sichtbarmachung der Angebote zu LGBTIQ-Themen ist ein erster Schritt zur Enttabuisierung des Spektrums sexueller Orientierungen bzw. unterschiedlicher Geschlechtesidentitäten. Im Online-Bildungskatalog der Akademie der Vielfalt (www.akademiedervielfalt.at) werden Kurse, Trainings, Workshops, Seminare, Tagungen, Veranstaltungen etc. aus ganz Österreich abgebildet. Entscheidend ist dabei, dass die Angebote nicht ausschließlich für und von LGBTIQ-Perso-

Wir freuen uns über Kontaktaufnahme unter office@akademiedervielfalt.at

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Kontakt Akademie der Vielfalt Bildung unter dem Regenbogen Mag.a Katrin Oberhöller E-Mail: office@akademiedervielfalt.at Web: www.akademiedervielfalt.at Facebook: www.facebook.com/BildungunterdemRegenbogen Text: Mag.a Katrin Oberhöller Foto: Akademie der Vielfalt

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Courage

Liebe in Zeiten von Neosexualitäten

Lockere Beziehungen, Cybersex, Fetischisierung und Love-Tags als Ausdruck begehrter Lebensentwürfe? Als anthropologische Konstante zählt die Sexualität in unserer Gesellschaft zu den elementaren Komponenten des sozialen Lebens. Sigusch (2005) beschreibt 1996 in den Sexualwissenschaften erstmals die Begriffe „Neosexuelle Revolution“ und „Neosexualitäten“, womit er aktuelle gesellschaftsrelevante Gegebenheiten westlicher Kulturen im Anschluss an die Sexuelle Revolution der 1960er-Jahre beschreibt. Die heutige Gesellschaft der Neosexualitäten verortet sich inmitten eines weitmaschig bunten Geflechtes pluralisierter Sexual-, Liebes- und Lebensentwürfe, enger und lockerer zwischenmenschlicher Beziehungen, Geschlechtervariationen, sexueller Vorlieben und Neigungen, Cybersex sowie Pornografie. Gleichermaßen sind darin diskursfähige Aspekte der Neosexualitäten, die vorwiegend negativ erachtet werden,

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etwa sexuell übertragbare Krankheiten, sexualisierte Gewalt in ihren diversen Ausprägungen, beispielsweise sexuelle Übergriffe oder Missbrauch, sowie die neue mediale Landschaft hinsichtlich Sexting, Grooming, Cybermobbing und Cyberstalking inkludiert. Heutzutage ist allerlei frei verfügbar, erlaubt und kontinuierlich abrufbar. Festgelegte Paradigmen zwischen richtig oder falsch, gut oder schlecht, normal oder pervers verschwimmen zunehmend ineinander und bieten der westlichen Welt umfassende Optionen für entmystifizierte Erlebens- und Lebensbereiche. In dieser Übersättigung des „Warenfetischs“, wie die angesehenen europäischen Sexualwissenschafter Sigusch (2005) und Schmidt (2014) verlauten, verliert

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www.courage-beratung.at das Sexuelle sowohl durch seine soziale Allgegenwärtigkeit als auch durch seine übertriebene kulturell-mediale und kommerzielle Inszenierung zunehmend seinen Reiz. Menschen der heutigen „Erlebnisgesellschaft“ streben folglich nach anderen Thrills, die sich jedoch nicht mehr in Libido und Liebe, sondern in negativen Konnotationen, wie Missachtung, Neid, Hass und Destrudo, verorten. Ferner versuchen verführerische Pornografieartikel, Cybersex, Chat-Rooms, Shoppingwahn oder Drogen den Sinngehalt des ursprünglich triebhaft sexuellen Begehrens wiederzugewinnen. Jedoch floriert mit dieser Betäubung nicht der ersehnte Kick, weil erkannt wird, wie unlebbar jene Vorlieben sind und wie unfrei ein Leben im Rausch macht. Das ursprünglich Sexuelle wird somit zur asexuellen Komponente aktueller Lebensentwürfe.

Liebe als vorrangige Komponenten des Miteinanders. Nach Fromm (2010) lebt in jedem Menschen der tiefenpsychologisch fundierte existentielle Wunsch, nicht abgetrennt oder gar einsam zu sein. Beziehungen mit anderen Menschen zu führen und diese auch zu leben, erachtet der Psychoanalytiker, Sozialpsychologe und Philosoph dementsprechend als intensivstes Streben eines jeden Menschen, um die eigene Identität, in der Folge auch die individuelle Stellung in der Gesellschaft, ausbilden zu können.

Hinsichtlich seiner Einsamkeit, Leere, Depression, Lustlosigkeit und Langeweile entfremdet sich der Mensch seinen Mitmenschen und der Natur gegenüber, insbesondere jedoch sich selbst. Er büßt seine Identität und Individualität durch die „Objektisierung des Selbst“ ein und findet sich im Gefühl des Getrennt-Seins, der Unsicherheit, der Orientierungslosigkeit, der Angst und Schuld, paradoxerweise inmitten eines Vakuums der gesellschaftlichen Übersättigungsdimension wieder. Sexualität, als die Metapher von Glück und Lust schlechthin, erfährt infolgedessen einen Bedeutungswandel. Gerti Senger spricht in diesem Kontext an der Tagung „SexabNorm“ 2016 in Wien von der „Geschwätzigkeit“ der modernen Gesellschaft hinsichtlich sexueller Belange inmitten gleichzeitiger Orientierungslosigkeit, Intimitätsfokussierung und Bedürftigkeit des Menschen nach Nähe, Zuneigung, Fürsorge, Verantwortung, Harmonie, Treue und

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Liebe beschreibt Fromm (2010) ferner als jene Kraft, welche die Menschen zusammenhält. Gleichzeitig stellt sie aber eine stetige Herausforderung dar. Der renommierte Wissenschafter erachtet die „Liebe als Kunst“, welche durch konstruktive Kommunikation und Kooperation sowie durch persönliche Weiterentwicklung aktiv erlernt und gestaltet werden kann. Die Lie-

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Courage be stellt demnach keinen passiven Affekt, den man bloß empfängt oder dem man vollkommen verfällt, dar. Infolgedessen präsentiert sich die Liebe in aktiver Achtung, Sorge, Fürsorge und Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. „Achtung hat nichts mit Furcht und nichts mit Ehrfurcht zu tun: Sie bezeichnet die Fähigkeit, jemanden so zu sehen, wie er ist und seine einzigartige Individualität wahrzunehmen. Achtung bezieht sich darauf, dass man ein echtes Interesse daran hat, dass der andere wachsen und sich entfalten kann.“ (Fromm 2010) Die in der Gesellschaft schrill erscheinende Kinder- und Jugendsexualität, jedoch auch die Erwachsenensexualität, zeichnen sich heutzutage dementsprechend wieder gehemmt, romantisch-treu und intim, in ihrer Abfolge seriell monogam und somit stets an einer festen Partnerschaft orientiert, aus. Die „Eheliche Sexualmoral“ weicht der von gleichberechtigten Sexualpartnern ausgetragenen „Konsensmoral“ (Sigusch 2005) oder „Verhandlungsmoral“ (Schmidt 2014). Diese Form der sexuellen Selbstbestimmung beschreibt das kooperativ einvernehmlich verhandelte Zustandekommen sexueller Handlungen und Beziehungen, dessen Zentrum Individualität, Identität und die Reziprozität des Geschlechtsverkehrs als gemeinsamer Konsens der beteiligten Personen bildet. Neosexualitäten der heutigen Gesellschaft leben somit in einer achtsam aufeinander abgestimmten konstanten „Wohllust“ anstatt einer triebhaft konnotierten „Wolllust“. „Über allem aber thront die Liebe. Sie ist selbst als fetischisierte eine einzigartige Kostbarkeit, weil sie nicht produziert und nicht gekauft werden kann. Sie ist stabiler als alle Sexualformen, widersteht im neo-

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sexuellen Prozess weitgehend dem Zwang zur Vielfalt, beweist, dass es nicht nur um Wandel geht, sondern ebenso um Kontinuität. Ja, ich sage sogar, sie ist für ein Leben wichtiger als Sex.“ (Sigusch 2005) Gedanklich dazu der Song von Robbie Williams (2002) „Feel“ aus seinem Album „Escapology“ I just wanna feel … Real Love … Feel the home that I live in …

KONTAKT: Beratungsstelle COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. Stock Ost (Casino-Hilton-Passage) A6020 Innsbruck Termine nur nach Voranmeldung! Mo bis Do 9°°-15°° Uhr unter Tel.: +43(0)699/166 166 63 oder unter: innsbruck@courage-beratung.at WEB: www.courage-beratung.at www.homophobie.at Text: © Mag. BEd. Dipl.-Päd. Bettina Pendl Foto: URL: http://aforisticamente.com/2014/11/27/ frasi-per-dire-ti-amo, 2016-04-09 URL: http://www.imagefully.com/i-love-you-te-quierote-taime-ti-amo, 2016-04-09

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Löwenherz

»Außenseiter«

Raziel Reid: Movie Star

Francine Prose: Die Liebenden im Chamäleon Club

D 2016, 224 S., Broschur, € 20.55

Dt. v. Susanne Aeckerle. D 2016, 544 S., geb., € 23.63

Für Jude ist die Schule ein einziges großes Filmset, das es zu bespielen gilt. Da gibt es Bühnenarbeiter, Statisten, Nebenrollen, Hauptdarsteller und Stars. Jeder muss nur die Rolle annehmen, die ihm oder ihr zugewiesen wurde. Nur Jude selbst hält sich nicht ans Drehbuch. Als schrille Diva in High Heels und Glamour-Make-up zieht er die Blitzlichter der Paparazzi magisch an und mischt den Schulalltag gewaltig auf. Und als er das Undenkbare wagt und anfängt um das Herz seines Angebeteten zu kämpfen, überschlagen sich die Ereignisse. Aber was wäre ein Blockbuster ohne dramatischen Höhepunkt? Eine ebenso rasante wie berührende Geschichte über das Anderssein - schonungslos erzählt und voller bissigem Humor.

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Sie war Wettkampfsportlerin und erfolgreiche Rennfahrerin. Später arbeitete sie in einem Pariser Transvestiten- und Schwulen-Club. Sie trug Männerkleidung und liebte Frauen. Sie verriet ihr Land an die Deutschen und arbeitete unter der Besatzung für die Gestapo. Basierend auf einer wahren Biografie entwirft die Autorin die Lebensgeschichte der Lou Villars in Romanform. Auf der Suche nach Liebe und Anerkennung gerät die unkonventionelle Frau immer tiefer in einen Strudel aus Gewalt und Tod. Der Roman lässt die Vorkriegsepoche und die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Paris lebendig werden. Francine Prose erzählt von Liebe und Kunst, von Krieg und Spionage, von Verführung und Verrat - sie zeigt die Macht des Bösen auf und die unvorhersehbaren Konsequenzen der Liebe.

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php

David Lagercrantz: Der Sündenfall von Wilmslow

Pippa Goldschmidt: Weiter als der Himmel

Dt. v. Wolfgang Butt. D 2016, 448 S., geb., € 22.62

Jeanette, frisch promovierte Astronomin, macht an einem Teleskop in den chilenischen Anden eine sensationelle Entdeckung, die diversen Gesetzen ihrer Wissenschaft diametral entgegensteht. Als sie ihre Beobachtung veröffentlicht, bringt sie die gesamte astronomische Welt gegen sich auf. Nun ist auch ihr Berufsleben ebenso chaotisch wie ihr Privatleben, denn Jeanette gelingt es einfach nicht, mit einer Frau eine dauerhafte Beziehung einzugehen. Immer drängt sich ihre Familiengeschichte, vor allem die Erinnerung an den Unfalltod ihrer Schwester als Kind in all ihre Versuche, ein wenig Konstanz und Halt in ihr Leben zu bringen. Packend parallelisiert Pippa Goldschmidt Wissenschaft und Liebesleben, hilfloser menschlichen Sehnsucht nach dem Sternenhimmel steht messerscharfe Analyse von Beziehungsunfähigkeit gegenüber. Ein packender lesbischer Liebesroman, zugleich eine mitreißende Wissenschaftssatire über eine unangepasste Außenseiterin.

1954 ist England wie der Rest der Welt fest im eisernen Griff des Kalten Krieges. Im kleinen Städtchen Wilmslow wird ein Mann tot aufgefunden. Es ist der Mathematiker Alan Turing. Neben seinem Bett liegt ein mit Zyankali versetzter Apfel. Alles deutet auf Selbstmord hin. Hat Turing die Repressionen nicht mehr ertragen, unter denen er als Homosexueller in England zu leiden hatte? Oder hat sein Tod doch etwas mit seiner Arbeit für den Geheimdienst während des Zweiten Weltkriegs zu tun? Der junge Detective Sergeant Leonard Corell, selbst einst ein vielversprechender Mathematiker, hegt den Verdacht, dass höhere Mächte ihre Finger im Spiel haben. Gegen Widerstände beginnt er, die Teile eines Puzzles zusammenzusetzen. Dabei deckt er die Geschichte eines eben so außergewöhnlichen wie mutigen schwulen Mannes auf, der in seinem selbstbewussten Auftreten seiner Zeit weit voraus war. rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

D 2016, 282 S., Broschur, € 19.60

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InTra* Beratung

Das „T“ beim CSD Ein Aufruf an die Menschen mit Cis*, Trans*, Inter* oder queerem Hintergrund: Werdet SICHTBAR! Werdet AKTIV! Geschlecht und Geschlechtlichkeit hat ein*e jede*r. Vielleicht eine Zahl zu Beginn: In Beratungskreisen gehen wir davon aus, dass mindestens 5% der Bevölkerung in Deutschland (rd. 4.000.000 Menschen) und in Österreich (rd. 400.000 Menschen) direkt mit den Themen rund um Transsexualität, Transidendität, Intersexualität, und Menschen mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen befasst sind. Doch noch immer werden wir als kleine Gruppe bezeichnet… „Aber wo seid Ihr?“ musste ich mich erst letztens fragen lassen. Ich konnte nur auf das Internet und auf einzelne Organisationen und Personen, die sich sehr stark engagieren, verweisen… Aber dann fiel mir doch noch ein: Allein in den letzten beiden Jahren wurde in München seitens aller Vereine, die sich im Bereich von Trans* und Transsexualität engagieren, ein Aufruf gestartet, sich während der politischen Parade als Gesamtblock zu präsentieren. Hier wurde einmal so richtig ersichtlich, dass auch das Thema um Geschlecht und Geschlechtlichkeit ein nicht zu übersehender Anteil der LGBTTIQ* - oder Regenbogen-Bewegung ist. 2014 veranstaltete die CSD-GmbH in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen, Vereinen und engagierten Menschen in München eine komplette Pride-Week zum Thema: „Regenbogen der Geschlechter – Wertvoll sind WIR ALLE!“. Es gibt also in der Community immer die Möglichkeit, UNS und UNSERE Themen auch sichtbar nach außen zu vertreten. Müssen wir da nicht einmal ein bisschen an unser Innerstes appellieren und uns auch stärker selbst einbringen? Ja, das meiste ist nur in Ehrenamt zu gewährleisten, denn Gelder fließen nur, wenn wir endlich Gesicht zeigen und offenbaren, dass wir viele sind und dass es Bedarf gibt, Projekte für UNS zu finanzieren.

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Gelder im LGBTTIQ-Bereich zu erhalten, wird immer schwerer möglich, insbesondere wenn noch immer nicht in den Köpfen der Menschen verankert ist, dass Sexualität(en) ob hetero-, homo, bi-, pan- oder a-sexuell nichts mit Transsexualität, Transidendität oder Intersexualität zu tun haben – Es geht um Geschlecht und Geschlechtlichkeit. Ersichtlich wird dies, weil viele von uns immer noch nur auf schwul-lesbische Beratungen verwiesen werden können oder um überhaupt Anlaufstellen zu finden, sich in Selbsthilfegruppen zusammenschließen. Dieser Bereich wird in einigen Fällen sogar gefördert, jedoch wird psycho-soziale Beratung dabei vollständig stiefmütterlich behandelt. Beispielaussagen: • Beratung durch Ehrenamt reicht aus! • Qualifizierung muss selbst organisiert und auch finanziert werden • Die Menschen kommen zur Beratung in die Wohnung der*s Berater*in! • Es sind nicht viele Fälle • Bei all dem geht es nur um einen einzelnen Menschen mit Trans*-Hintergrund. Das ist in meinen Augen nicht hinnehmbar und hat einen Hauch von Trans*Phobie... Mir ist klar, dass in Euch auch der Wunsch vorherrscht, nach einiger Zeit das Thema Transition hinter sich zu lassen und endlich stealth oder so „normal“ als möglich, zu leben. Auch Euer Umfeld ist wohl froh, dass die härteste Zeit vorbei ist… Doch, wie in den USA ersichtlich, wird unendlich viel ÜBER Menschen mit transsexuellem Hintergrund gesprochen und nicht MIT ihnen. Deswegen kann sich ein Thema, wie Toilettennutzung zu solch einem transphoben Hype entwickeln. Auch in Deutschland reiben sich die Geister an der Nutzung von WCs. Auch hier ist von der Einbindung der betroffenen Menschen nicht viel zu erkennen. Ja, wir haben Aufmerksamkeit auf das Thema Trans* geschaffen und haben uns danach das Zepter wieder aus der Hand nehmen lassen. Jetzt preschen Politik, Medizin und Medien vor, um die Lücke wieder zu schließen, die höchstengagierte Menschen durch ihren unermüdlichen Kampf und Einsatz geschlagen haben. Wir haben den Fuß in der Tür, um endlich raus aus der Fremdbestimmung hin zu einem selbstdefinierten Leben zu kommen. www.rainbowunited.at


www.intra-beratung.org Das funktioniert aber nur, wenn WIR auch wirklich sichtbar sind und UNS über die eigene Transitionszeit hinaus engagieren.

ten Stück trennen würde. Und da war sie, die große Kluft, die zwischen dem Thema Sexualität und Geschlecht liegt.

Schade ist, dass es immer wieder CSDs gibt bei denen die Buchstaben TTI kaum bis gar keine Rolle spielen. Stammtische und Selbsthilfegruppen versuchen so gut es ihnen möglich ist, über unsere Situation aufzuklären, Hilfe anzubieten oder Kontakte zu knüpfen.

Auch später in der Beratung durch die LeTRa – Lesben(T)Raum e.V. gab es keinerlei Berührungsängste, jedoch viel es mir auch hier eher schwer, meine transsexuelle Vergangenheit komplett zur Seite zu legen. Wie bespricht mensch intime Details mit einer Frau mit CisHintergrund, wenn es um die Beziehung mit einer Frau liebenden Frau geht, wobei eine von beiden einen Trans*Hintergrund hat? Ja, auch da war es wieder: „Das Thema“.

Selbst innerhalb der Community besteht noch sehr viel Aufklärungsbedarf. Hier hat sich ein falsches oder befremdliches Bild über das Thema Trans* und Transsexualität festgesetzt, dass absolut nicht mehr aktuell ist. Da sind WIR gefragt! Nur in dem WIR auf die Anderen zugehen, können WIR auf diese Missstände hinweisen. Nur wenn WIR uns selbst vertreten, können WIR etwas bewirken. Auch in mir gibt es diesen Punkt, dass ich mich frage, warum kümmere ich immer noch so um Dinge, wie Transition, Coming-Out, Going-Public, Trans- und Interphobie. Ich habe doch alles hinter mir und ich könnte mich zurückziehen aus der Öffentlichkeit und hinein in meine Heimelichkeit. Dort bin ich im besten Fall „geoutet“ und kann in Frieden leben. Eines könnte ich jedoch nicht mehr: In den Spiegel schauen. Liegt wohl daran, dass ich aus meiner eigenen Zeit noch sehr gut weiß, wie schwierig es war, an aussagekräftige Informationen zu kommen und profunde Aussagen von „Profis“ zu erhalten. Ich bin damals fast verzweifelt, da es mich noch viel mehr verunsichert hat und ich keine Stelle fand, die meine Themen vollständig mit mir bearbeiten hätte können. Eines rechne ich jedoch der Community in München hoch an, sie haben so gut es ging versucht, die Lücke in der Beratung zu schließen. So half mir während der Entscheidungsfindung, ob „JA“ oder „Nein“ zu einer GaOP (Geschlechtsangleichenden Operation) die Beratungsstelle des Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. sehr weiter, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, dass ich hier gerade bei einem zwar sehr einfühlsamen Mann sitze … und ich glaube da spielte die Gegengeschlechtlichkeit von uns beiden eine große Rolle …, der sich niemals vorstellen könnte, dass, um es mal persönlich so auszudrücken, von seinem bes-

rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

Ich möchte nicht, dass andere Menschen, die vor ähnlichen Problemen, Themen oder … stehen, all das neben den sonstigen Dingen, die alle passieren können, genauso ratlos sind, wie ich, weil mir dann doch das letzte Verstehen bei meinen Gegenüber gefehlt hat. Mit all den Erfahrungen und meinem beruflichen Background wusste ich, ich muss mich für die Menschen stark machen, die genauso, wie ich damals, auf der Suche nach einer Stelle sind, bei der sie das Gefühl haben: • hier werde ich ernst genommen, • hier erhalten ich eine*n persönliche Ansprechpartner*in, • hier wird auch viel Wert auf Professionalität gelegt, • hier kann ich mich öffnen und von all dem berichten, was in Selbsthilfegruppen und bei Stammtischen nicht zur Sprache kommt oder kommen soll. Hier werde ich voll verstanden! Deswegen gründete ich InTra* Beratung: eMail: info@intra-beratung.org Hotline: +49 (176) 1973 06 06 Internet: www.intra-beratung.org Helft auch Ihr und unterstützt die Menschen, die nach Euch kommen! Am besten nicht nur Online, sondern auch Reallife – Sichtbarkeit ist gerade sehr wichtig! Unterstützt UNS auf den CSDs durch Eure Präsenz. Text: Josephine Beier - Foto: InTra* Beratung

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Schwuler Mitarbeiter! Schlecht für das Geschäft?

In dieser Ausgabe präsentiert die Gleichbehandlungsanwaltschaft ein spannendes Urteil zum Thema Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung in der Arbeitswelt. Mit Hilfe der Arbeiterkammer obsiegte der Betroffene vor Gericht und erhielt schließlich Schadenersatz. Vorab beriet die Gleichbehandlungsanwaltschaft und unterstützte ihn bei seinem Anliegen. Keine Anstellung wegen Homosexualität Der Mann arbeitete seit über zehn Jahren im Managementbereich bei einer Tochtergesellschaft eines internationalen Konzerns, zuletzt außerhalb Europas. Seine Homosexualität war im Unternehmen bekannt und akzeptiert. Aus privaten Gründen wollte er seinen Wohnsitz nach Österreich verlegen und führte mit der Personalabteilung konkrete Gespräche über eine geeignete Stelle. Es wurde ihm die Mitarbeit an einem Projekt in Russland angeboten, die Anstellung sollte mit dem österreichischen Tochterunternehmen des Konzerns zustande kommen. Der Mann löste daraufhin das bestehen-

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de Dienstverhältnis auf und übersiedelte nach Österreich. Als der russische Geschäftspartner des Konzerns im Zuge eines Backgroundchecks von der Homosexualität des Mannes erfuhr, sprach sich dieser gegen eine Zusammenarbeit aus und das Dienstverhältnis wurde nicht begründet. Dem Mann wurde weder ein anderer Arbeitsplatz angeboten, noch in Aussicht gestellt. Das Unternehmen setzte sich nicht für ihn ein. Der Betroffene wandte sich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft, die Kontakt mit dem Unternehmen aufnahm. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft brachte www.rainbowunited.at


www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at die Vermutung einer Diskriminierung vor und informierte über die Bestimmungen des Gleichbehandlungsgesetzes. Nachdem keine gütliche Einigung mit dem Unternehmen erzielt werden konnte, brachte der Betroffene mit Hilfe der Arbeiterkammer Klage bei Gericht ein. Das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien vom 14.05.2014 stellt rechtskräftig fest, dass der Kläger gemäß § 17 Abs 1 Z 1 Gleichbehandlungsgesetz wegen seiner sexuellen Orientierung bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses diskriminiert wurde.

gen. Dabei dürfe die Grenze der Zumutbarkeit nicht zu eng gezogen werden, um die europarechtlichen Schutzbestimmungen nicht zu unterlaufen. Die vom Geschäftspartner ausgehende Diskriminierung war der Sphäre des potentiellen Arbeitgebers zuzuordnen. Das Unternehmen nahm die Weigerung des Vertragspartners, mit dem Kläger zu kooperieren, kritiklos hin und allein aus diesem Grund von einem Vertragsabschluss mit dem Kläger Abstand. Insgesamt lag nach Ansicht des Gerichts kein berücksichtigungswürdiger Rechtfertigungsgrund vor. Zuspruch von Schadenersatz

Hinsichtlich der Frage, ob der Kläger bei der Begründung oder bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses diskriminiert wurde, hält das Gericht fest, dass der Arbeitsvertrag noch nicht wirksam zustande gekommen sei. Es sei davon auszugehen, dass der Vertrag des Klägers mit dessen tatsächlicher Tätigkeit wirksam geworden wäre, wobei auch ein konkreter Termin geplant war. Ein tatsächlicher Dienstantritt erfolgte jedoch nicht. Daher prüfte das Gericht eine Diskriminierung bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses. Das Gericht ging von einer unmittelbaren Diskriminierung aus, weil das Arbeitsverhältnis mit dem Kläger begründet worden wäre, wenn dieser nicht homosexuell wäre. Hinsichtlich einer möglichen Rechtfertigung wurde festgehalten, dass der Arbeitgeber verpflichtet gewesen wäre, alle zumutbaren Schritte zu setzen, um eine Diskriminierung des Stellenwerbers durch den Kunden zu vermeiden oder zu beseiti-

In diesem Urteil wurde erstmals in Österreich über die Legitimität der Rechtfertigung einer Ungleichbehandlung aufgrund von Wünschen von KundInnen oder GeschäftspartnerInnen abgesprochen. Dem Kläger wurde eine Entschädigung für den eingetretenen Vermögensschaden von mehr als 21.000 Euro zugesprochen. Da ein für sechs Monate befristeter Vertrag hätte abgeschlossen werden sollen, betrug der Vermögensschaden in diesem Fall maximal sechs Monatsentgelte. Der Kläger musste sich allerdings anrechnen lassen, was er in diesem Zeitraum durch die Aufnahme eines anderen Dienstverhältnisses verdient hatte. Weiters wurde eine Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung in der Höhe von 3.000 Euro zugesprochen. Begründet wurde dies damit, dass die benachteiligende Behandlung etwa einem Monat leichter physischer Schmerzen entspreche. Text: Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl Fotos: pixabay.com

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SoHo Tirol

Das hatten wir doch schon mal... Bin heute Morgen aufgewacht. Karfreitag habe Urlaub, yeah.

CSD zu schreiben. Immerhin den zweiten im zweiten Jahr des RU!

Kaffee aufgebrüht, E-Mails gecheckt. Da ist eine Nachricht von der Redaktion. Artikel bitte bis 15. April. Thema ist der CSD.

Unsere Gesellschaft zersplittert immer mehr. Unsere sogenannten Werte stellen sich als leere Worthülsen heraus. Messen wir Europas Erfolg daran, wie wir mit den schwächsten unserer Mitmenschen umgehen, dann können wir uns ganz hinten anstellen und dürfen uns sogar glücklich schätzen, wenn wir überhaupt in der Reihe bleiben dürfen.

Das hatten wir doch schon mal… Letztes Jahr um diese Zeit. Und wieder wird es heuer einen CSD in Innsbruck geben. Am 4. Juni im Stadtpark Rapoldi. Wieder wird es eine Parade geben. Und wieder werden wir schrill und bunt sein. Wieder werden wir lachen, tanzen, feiern, mit Freunden tratschen, was trinken, uns vielleicht sogar verlieben oder so. Auf jeden Fall werden wir wieder darauf aufmerksam machen – laut und unüberhörbar – dass noch immer einiges im Argen liegt, was die LSBGT-Thematik anbelangt. Und auf jeden Fall werden wir dafür weiter kämpfen. Für unsere Rechte, als Menschen so zu leben, wie wir es uns vorstellen und wie andere es schon lange ganz selbstverständlich dürfen. Dennoch - das hatten wir doch schon mal… Ja, denke ich mir, wir jammern. Das ist, so sagt man, eben typisch österreichisch. Aber wir jammern auf sehr hohem Niveau! Angesichts unserer bewegten Zeiten, denke ich mir, gibt es wohl wichtigere Themen, über die man sich Gedanken machen sollte, als schon wieder einen Artikel über den

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Immer mehr Menschen haben Angst. Auch ich habe Angst. Und das hatten wir doch auch schon mal… Da sind diese Leute, die sich hinter der vermeintlichen Anonymität des Internets zu diesem Thema auf eine Art und Weise äußern, dass einem beim Lesen die Tränen in die Augen schießen. Tränen des Zorns, der Hilflosigkeit und des Mitleids. Denn das hatten wir doch auch schon mal… Vor etwa 70 Jahren. Die Opfer waren vielleicht andere, aber die Sprache war genau dieselbe. Wenn wir heute auf die Geschehnisse des 3. Reichs zurückblicken, den Kopf schütteln und uns fragen, wie konnte das nur geschehen? Wie konnten Menschen, die durch das - eben wieder neu aufgelegte und zum Glück sehr gut kommentierte- Werk „Mein Kampf“ doch eigentlich alles hätten voraussehen können, sich nur darauf einlassen? Der braucht nur jetzt Augen und Ohren offen zu halten. Wir sind schon wieder genau so weit wie damals. Alle haben Angst. Die Lösung verspricht

www.rainbowunited.at


www.soho.or.at man sich vom „Starken Mann“, selbst wenn das bedeutet, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Tief in unserem Inneren wissen wir genau, dass das nicht geht, aber wer denkt schon bis zum Ende, wenn die Angst so groß ist, dass sie einem den Hals dermaßen zuschnürt?

vielleicht doch noch zu überleben. Diese Menschen sind so verzweifelt, dass sie sich mit umgeschnallten Bombengürteln in Flughäfen in die Luft sprengen, weil das die einzige Perspektive ist, die ihnen unsere „wertvolle“ Gesellschaft in ihrer Lebenssituation bietet.

Das hatten wir doch schon mal…

Wir müssen unsere Augen und Ohren offen halten. Und auch unseren Mund, um Worte der Menschlichkeit zu sprechen. Gerade in einer so bewegten Zeit wie der unseren jetzt, kommt es darauf an, dass wir nicht versuchen, mit den schlimmen Fehlern von gestern, die Probleme von heute zu lösen. Jetzt können wir beweisen, dass wir in der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen. Nur so sind wir stärker und besser als jene, die uns durch Terroranschläge Angst machen. Sonst wären wir gezwungen, die Geschichte von vor 75 Jahren nochmals zu erleben. Es liegt in unser aller Verantwortung, ob das beginnende 21. Jahrhundert als die gewalttätigste Zeit oder als eine Zeit, in der die Menschheit in Europa endgültig zusammengefunden und ein friedliches Miteinander zustande gebracht hat, in die Geschichtsbücher eingeht.

Die Politik versagt. Europaweit gibt es keine Einigung, wie mit den geflohenen Hilfesuchenden umgegangen werden soll. Die Wirtschaftsinteressen diktieren uns die Krise in die Feder, dabei ist vieles von dem, was wir heute zu bewältigen haben, hausgemacht. Virtuos wird hier das Neidklavier in Angst-Moll gespielt. Die, die da kommen wollen, nehmen uns unsere Habe, unsere Arbeit, unsere Frauen, unsere Werte. Werte? Ach ja, die, welche wir so sehr verteidigen, dass wir sie ihnen über den Zaun, den wir um Europa und unsere Herzen errichtet haben, nachwerfen. Wir brauchen sie ja eigentlich eh nie. Sollen sie nur ruhig sehen, wie schlecht es ihnen bei uns gehen wird. Das hässlichste Bild, das ich mir vorstellen kann, ist ein satter, gutgekleideter Bursche, der uns die schlimmsten Szenarien heraufbeschwört und dabei vergisst, woher diese Menschen eigentlich kommen und wovor sie eigentlich fliehen. Wenn wir glauben, dass unsere Werte, die wir so verteidigen, etwas wert sind, dann ist es jetzt an der Zeit, die Grenzen zu öffnen, statt Zäune zu bauen. Diese Menschen sind so verzweifelt, dass sie nur noch ums nackte Überleben rennen. Sie sind so verzweifelt, dass sie lieber die Möglichkeit im Meer zu ertrinken, vor Zäunen zu erfrieren, im Dreck zu verhungern, in Kauf nehmen als sich diese noch so geringe Chance nehmen zu lassen, rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

Wir müssen helfende Taten setzen und dürfen nicht zu Tätern werden! Enden möchte ich mit einem Zitat der zeitgenössischen österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: „Es ist für mich unerträglich, dass Menschen, die bei und Schutz gesucht haben, wie Müll entsorgt, in ländliche Einöden gekippt, uns buchstäblich aus den Augen geschafft werden … Sorgen macht sich hier kaum einer um sie. Vielleicht ist das ein Grund, sich langsam um uns selber Sorgen zu machen?“ Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber

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AIDS Hilfe Tirol

Fit for Love - mach mit - für die schönste Sache der Welt!

Liebe und Sex gehören wohl zu den schönsten Dingen in dieser Welt. Darüber reden hilft, Unsicherheiten auszuräumen und die Erotik mehr zu genießen. Leider hat Sexualität auch Schattenseiten. In Tirol stecken sich jedes Jahr Burschen und Männer, die (auch) auf Männer stehen, mit HIV an. Auch schon sehr junge Burschen können sich unentdeckt mit Syphilis infiziert haben. Unterstütze die Kampagne Fit for Love – organisiere einen Workshop für Schwule und Bisexuelle im Freundes- und Bekanntenkreis. Auf spezielle Fragen wird eingegangen. Der

Let´s talk about Sex!

Kommunikation über Lust und Liebe. Strategien entwickeln für virtuelle Kontakte in Datingforen wie Grindr und Gayromeo und für die Gestaltung von realen Kontakten. Sexualpraktiken zwischen Mythos und Faktencheck. Sex zwischen Sehnsucht nach Entgrenzung und Schutz vor einer möglichen HIV-Infektion. HIV-

Workshop kann unter anderem in der AIDSHilfe Tirol stattfinden – zum Beispiel an einem Abend oder am Wochenende. Dauer nach Absprache: 2 – 3 Stunden. Auch Einzelberatung zu diversen Themen möglich. Einfach eine Mail senden an tirol@aidshilfen.at mit dem Titel des gewünschten Workshops. Auswahl an Workshops:

Übertragungsrisiken erkennen und Risikokompetenz entwickeln. Die Pille davor und die Pille danach – PrEP und PEP. Schutz durch Therapie. Infos über weitere sexuell übertragbare Infektionen wie zum Beispiel Syphilis. Sexualität lustvoll und selbstverantwortlich leben.

Let´s talk TOGETHER: „Liebe, Sexualität, Partnerschaft“ Liebe und Partnerschaft – von der Monogamie bis zur offenen Beziehung. Heteropaare – Vorbilder für Männerpaare? Phasen bei Paaren – zuerst frisch verliebt, dann schnell verpartnert - und dann? Partnerschaft zwischen Alltag und Paradies, zwischen Abgren-

zung und Verschmelzung. Miteinander über sexuelle Wünsche und Wünsche zur Gestaltung der Beziehung reden. Umgang mit HIVInfektionsrisiken – vom gemeinsamen Testen auf HIV und Syphilis bis hin zu Sex außerhalb der Beziehung nur mit Kondom.

Let´s talk about Chemsex Lust, Rausch und Drogen. Zwischen Genuss und Selbstbestimmung über Entgrenzung bis zu Kontrollverlust und Abhängigkeiten. Welche Drogen werden bei Dates, Sexparties und Fetischevents besonders häufig konsumiert? Von Alkohol über Poppers bis zu GHB/GBL

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und Ketamin. Wirkungen und Risiken einzelner Substanzen. Auswirkungen von Drogen auf sexuelles Erleben und Risikoverhalten. Übertragungsrisiken von sexuell übertragbaren Infektionen bei bestimmten Sexualpraktiken und Spielformen.

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www.aidshilfe-tirol.at

Land Tirol wegen Diskriminierung verurteilt! Ein HIV-positiver Mann wurde während seiner Probezeit beim Land Tirol entlassen. Das Gericht geht davon aus, dass er aufgrund seiner bekannt gewordenen HIV-Infektion und seiner Homosexualität nicht wie sonst üblich fix angestellt wurde. Das Land Tirol wurde zu Schadenersatz verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da das Land Berufung eingelegt hat. Der Ex-Partner des Betroffenen hatte

aus Rache den potentiellen Arbeitgeber über die Homosexualität und die Infektion informiert. In Österreich ist weder Homosexualität noch eine Infektion mit dem HI-Virus ein Kündigungsgrund. Die AIDSHilfe Tirol berät HIV-positive Menschen bei Diskriminierungen und sammelt Vorfälle anonymisiert für einen österreichweiten Bericht.

Dieter: „Spaß unter dem Sternenhimmel – aber sicher!“ Manche chatten Tag und Nacht auf ihrem Smartphone oder Tablet um die Wette für ein Date. Andere sind Outdoor unterwegs für Spontansex in der freien Natur. Wieder unterwegs im Sommer vor Ort: Dieter. Er verteilt Kondome und Gleitmittel und beantwortet Fragen rund um das Thema sexuelle Gesundheit. Für das sichere Vergnügen …

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

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Frauenzentrum AFLZ

CSD – Oder: Wer wird hier integriert?

Jedes Jahr gibt es am CSD in Innsbruck die kurzen Grußworte bzw. Ansprachen von Politiker_innen. Zwei Aussagen sind mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen: Es war plötzlich von Integration die Rede und ständig wurde „das Bunte“ betont. Integration - und wenn ja wohin? Wer wird hier von wem integriert und vor allem wohin? Und will hier jemand integriert werden? Geht es denn überhaupt um Integration? Ich bin davon überzeugt, dass hinter der Verwendung des Wortes Integration in diesem Fall nur beste Absicht stand. Trotzdem hinterließ es einen eigenartigen Nachgeschmack. Wenn ich mich auf CSDs so umblicke, dann habe ich nicht das Gefühl, dass es Integration ist, die gefordert wird. Es geht um Wertschätzung, Toleranz, Anerkennung, Akzeptanz und um ein Liebenund-Leben-Lassen. Integration braucht den Unterschied, braucht die Differenz. Und genau die war mir nicht ganz klar. Ich wusste nur, dass ich mich hier im Rapoldipark in Innsbruck stehend sicher nicht von wem auch immer integrieren lassen wollte. Ich wollte auch nicht für die Integrationsbereitschaft der Politi-

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kerin noch dankbar sein müssen. Ich selbst sah gar keinen Grund dafür, dass irgendjemand mich integrieren müsste. Aber das geht „Zu-Integrierenden“ in anderen Kontexten vielleicht auch so. Was ich damals allerdings gut fand, war zu merken, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich auf der Seite der Zu-Integrierenden steht. Den Fokus auf die Differenz zu legen scheint mir sowohl hier als auch in anderen aktuellen Debatten nicht besonders sinnvoll. Sinnvoller fände ich es, uns auf die Suche nach Berührungspunkten zu machen. Um zu merken, dass es weder die eine homogene Mehrheitsgesellschaft, noch die eine homogene Gruppe der Zu-Integrierenden gibt. Sondern vielmehr Menschen mit all ihren Unterschieden, Besonderheiten und Gemeinsamkeiten. Man sollte mit dem Wort Integration wohl insgesamt vorsichtiger umgehen. www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at

Text: Nora Eberharter - Foto: pixabay.com

Der Regenbogen und das Schützenfest In allen Reden kam in der einen oder anderen Form die Buntheit vor. Immer positiv konnotiert natürlich, so schön, so bunt, so vielfältig. Ja, das ist ganz wunderbar. Ja, ein Anliegen von solchen Veranstaltungen sollte es sein an die existierende Vielfalt zu erinnern. Ja, bunt ist attraktiver als ein grauer Einheitsgatsch. Aber ist denn nur der CSD bunt? Heißt

für die Akzeptanz verschiedener sexueller Orientierungen, sexueller Identitäten einzutreten automatisch bunt zu sein? Wenn Politiker_innen bei einer Veranstaltung von Tiroler Schützen Grußworte sprechen, reden sie dann auch von Vielfalt und Buntheit? Wahrscheinlich nicht. Vielfalt ist aber nicht nur am CSD zu finden. Vielfalt ist überall. Glücklicherweise.

Kommet all in Lila! Ganz herzliche Einladung zur CSD WarmUp-Party im AFLZ.

Fête Violette 3.6.2016 Offen für alle*!

Öffnungszeiten Dienstag - 18.00-23.00 Freitag - ab 20.30 Uhr www.frauenlesbenzentrum.at Text: Nora Eberharter - Fotos: AFLZ

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GRÜNE Andersrum Tirol

Auch heute bestehen noch etliche rechtliche Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung und Identität in Österreich. Wir sind schockiert, dass diese Diskriminierungen immer wieder als Normalität dargestellt und von vielen unhinterfragt auch so hingenommen werden. Homophobe und transphobe Parolen werden wieder salonfähig und im privaten, aber auch politischen Bereich dazu genutzt, Ängste zu schüren und sexuelle Vielfalt aus dem Lebensalltag zu verbannen. Das ist ein Rückschritt und absolut inakzeptabel!

Darum fordern wir: • aktiven

Widerstand

gegen

FeindInnen von Aufklärung und Vielfalt • homo- und transphoben Gruppen öffentliche Mittel zu entziehen und ihnen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen • den Ausschluss homo- und transphober AkteurInnen wie z.B. PolitikerInnen, PfarrerInnen, ÄrztInnen, etc. (aus öffentlichen Ämtern, der Ärztekammer, etc.) • die Öffnung der Ehe

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www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at Vor allem der letzte Punkt brennt uns seit

und gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Bür-

langem untern den Nägeln und wir set-

gerInnen zu verbessern. Ebenso wurde

zen uns besonders stark dafür ein, diese

die Durchforstung und Abschaffung der

herausragende Diskriminierung zu besei-

Ungleichheiten zwischen Ehe und Einge-

tigen. Für uns stellt sich seit geraumer

tragener Partnerschaft zugesagt. Dazu

Zeit in diesem Zusammenhang die Frage,

lässt aus heutiger Sicht, wo Paare in ganz

was das Wort von MinisterInnen in Öster-

Österreich immer noch auf Verkehrsäm-

reich noch wert ist. Vor zwei Jahren hat

ter und Jagdzulassungsstellen verwiesen

die ÖVP das Versprechen gegeben, die

werden um sich zu verpartnern, nur fest-

Standesämter Österreichweit für gleich-

halten – Eiszeit statt Klimawandel.

geschlechtliche Paare zu öffnen. Die Zusicherung machten Justizminis-

Von den bestehenden 32 Unterschieden

ter Brandstätter, Familienministerin Kar-

zwischen Ehe und Eingetragener Partner-

masin und Innenministerin Mikl-Leitner

schaft liegen 28 im Kompetenzbereich der

(alle ÖVP) an einem von ihnen einberu-

ÖVP-Regierung. Die anderen vier betref-

fenen „Runden Tisch“ am 08. April 2014

fen die SPÖ, welche, das wollen wir nicht

gegenüber VertreterInnen mehrerer LGBT-

verschweigen, in den letzten Jahren den

Vereine.

Großteil diskriminierender Gesetzgebung in ihren Ressorts ausgeräumt hat. Eine ak-

Es sollte eine Sofortmaßnahme darstel-

tuelle Liste mit den noch offenen 32 Unter-

len, um den Klimawandel zwischen ÖVP

schieden findest du unter www.rklambda. at in der Rubrik „Publikationen“. Dass Diskriminierung aber nicht exklusiv außerhalb der Szene stattfindet, ist ein offenes Geheimnis. Auch „intern“ geht es nicht selten derb zur Sache, das ist aber ein eigenes Kapitel. Im Blick haben wir es auf jeden Fall, und darum schließen wir den Artikel mit einem Wunsch, nämlich nach mehr Solidarität und Zusammenhalt innerhalb der Community!

Text: Herwig Milch Bilder: Grégorie Guillemin

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UNITED Cooking

Die Grillsaison ist eröffnet Aus diesem Grund gibt es heute ein paar nicht alltägliche Vorschläge, abseits von den allseits bekannten Klassikern wie Grillkotelette, Bratwurst und Käsekrainer. Ich hoffe es ist für alle etwas dabei.

Steckerlbrot Man nimmt 2 Eier 1 Pckg. Trockengerm (Trockenhefe) 100 g Butter 1/2 l Milch 1/2 kg Roggenmehl 1/2 kg Weizenmehl 5 g Zucker Salz nach Geschmack und etwas Brotgewürz

Das Mehl mit der Germ, dem Salz und dem Brotgewürz vermischen. Dann Milch, Eier, Butter und Zucker erwärmen und zum Mehl geben. Den Teig verkneten und aufgehen lassen. Mann gibt nun etwas Teig auf die Spitze eines Stockes und zieht in etwas in die Länge und hält den Stock über den Griller. Nun den Stock über dem Feuer drehen damit er möglichst gleichmäßig braun wird. Ein Rezept das besonders bei Kindern und Partys gut ankommt.

Feta in der Folie Man nimmt 4 2 200 g 1 5 EL

Feta je ca. 200 g rote Zwiebeln Tomaten Bund frische Petersilie Olivenöl schwarzer Pfeffer aus der Mühle 1-2 EL Kapern oder Kapernbeeren, je nach Geschmack Die Fetastücke abtropfen lassen und jeweils quer halbieren. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, von den Stielansätzen befreien und in Scheiben schneiden. Die Petersilie waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und klein hacken. 4 Bögen Alufolie (gut 20 x 20 cm) mit Olivenöl bestreichen und mit Pfeffer bestreuen. In die Mitte die Zwiebeln legen, darauf

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die Tomaten geben. Je zwei Stücke Feta drauflegen, mit Petersilie und Kapern bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Folie über der Füllung zusammenfassen und gut falzen, damit sie sich nicht öffnet. Die Fetapäckchen auf den Grill legen und abdecken - am besten geht es mit einem Kugelgrill. Die Päckchen auf Teller verteilen und erst am Tisch öffnen.

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UNITED Cooking Besoffenes Grillhendl Man nimmt 1 Hendl 1 Dose Bier 0,5 l Öl 1 Wasser Grillgewürz (Pfeffer, Salz, Rosmarin, Majoran, Paprika, Knoblauch) Kartoffeln zum verschließen des Halses

Das Hendl ausnehmen (Innereien entfernen), sorgfältig waschen und trocken tupfen. Man kann natürlich auch ein küchenfertiges Grillhuhn verwenden. Die Gewürze mit etwas Öl und Wasser vermischen und das Hendl innen und außen mit der Gewürzmischung einpinseln. Die Bierdose außen mit Alufolie umwickeln (wegen der Farbe), 1/3 des Biers herausgießen und etwas Gewürzmischung in die Dose geben. Das fertig gewürzte Hendl nun auf die geöffnete Bierdose setzen. Damit nicht zuviel

Dampf entweicht, die Halsöffnung zubinden oder mit einer Kartoffel verschließen. Das Hendl mit der Bierdose auf eine Grilltasse stellen und noch etwas Bier in die Tasse geben. Das Hendl nun bei geschlossenem Grill ca. 60-75 Minuten grillen und immer wieder mit dem Saft aus der Alutasse bestreichen, damit die Haut schön kross wird. Besonders knusprig wird das Hendl, wenn man den Biersaft in den letzen 10 Minuten etwas Honig vermischt und das Huhn damit bestreicht. Nach dem Grillen vorsichtig die heiße Bierdose entfernen und das besoffene Grillhendl servieren.

Gegrillte Schokobanane Man nimmt: Bananen, Schokolade, Zimt, Schlagobers Die Banane auf der Innenseite mit einem Messer aufschlitzen. Im Fruchtfleisch eine Art Tasche bilden. In die Tasche etwas Zimt streuen und mit Schokoladestückchen auslegen. Die Bananen in Alufolie wickeln und auf den Grill legen. Wenn die Schalen dunkel werden sind die Schokobananen fertig. Die Gegrillte Schokobanane mit Schlagobers anrichten und mit Mandelblättchen oder einem Minzeblatt verzieren. rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN 1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at 1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at

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1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at

3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

www.rainbowunited.at


Adressen BERATUNG

10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at

5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at Evangelische Auferstehungskirche www.courage-beratung.at Pfr. Lars Müller-Marienburg 6 Männerberatung Gutshofweg 8 Mannsbilder 6020 Innsbruck Anichstraße 11 Tel: 0512-34 44 11 6020 Innsbruck pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at Tel/Fax: 0512/57 66 44 www.auferstehungskirche.at beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at GESUNDHEIT 7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at

11 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at

LOKALE 14 Dom Café-Bar Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at 15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

CLUBBING 17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

12 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin 18 Bacchus MEDICENT Innsbruck Salurnerstraße 18 Innrain 143 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at Tel: 0512/90 10 50 40 Mobil: 0664/23 45 828 UNTERKUNFT mail: chirurgie@dr-lugger.at 9 Gleichbehandlungswww.dr-lugger.at Haus Romeo anwaltschaft, Regionalbüro Blaiken 71 Tirol, Salzburg, Vorarlberg RECHT 6351 Scheffau am Wilden Leipziger Platz 2 Kaiser 6020 Innsbruck 13 Rechtsanwältin Tel: 05358/43 131 Tel: 0512/343032 Dr. Tanja Sporrer Fax: 05358/43 131 32 Fax: 0512/343032-10 LL.M. European Law info@hausromeo.at ibk.gaw@bka.gv.at Rechtsanwältin und www.hausromeo.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at Europarechtsexpertin Templstraße 22 Villa-Bella-Vista InTra* Beratung 6020 Innsbruck Reith 245 Brandenburg/Berlin Tel: 0512/ 58 11 64 6391 St. Jakob in Haus Josephine Beier Fax: 0512/58 11 65 Tel: 05354/88 792 Luisenaue 90 office@ra-sporrer.at info@villa-bellavista.com 15864 Wendisch Rietz www.ra-sporrer.at www.villa-bellavista.com Deutschland rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

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Termine MAI 2016 Donnerstag, 12.05.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 13.05.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 13.05.2016 20:00 - 22:00 Uhr ELTERNGRUPPENTREFF Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Samstag, 14.05.2016 ab 19:30 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Sonntag, 15.05.2016 NEU Treffpunkt HOSI Tirol um 13 Uhr OUT-FIT - die HOSI zaht di mit Wandern zum Dalfazer Wasserfall (leicht) Fragen und Infos unter: out-fit@hositirol.at Donnerstag, 19.05.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 20.05.2016 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Back to the 80‘s HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 21.05.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.05.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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JUNI 2016 Mittwoch, 01.06.2016 ab 19.00 Uhr

DAHOP Abendgebet zum CSD

FREIER EINTRITT! kreuz & queer - Abendgebet gemeinsam gestaltet vom DAHOP (Diözesaner Arbeitskreis Homosexuellenpastoral) und der HOSI Tirol. Jede und jeder ist herzlich eingeladen Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag 02.06.2016 ab 17.00 Uhr

CSD Weekend Opening - Offener Abend FREIER EINTRITT! Gemütlicher Start ins CSD Wochenende! Ab 19 Uhr gibt es leckeres vom Grill! Gemischter Abend - ALLE sind willkommen! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 03.06.2016 ab 20.30 Uhr

Warm Up Party zum CSD

Motto: fête viollet Das Autonome Frauen Lesben Zentrum ist ausnahmsweise für alle Geschlechter geöffnet! AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck Samstag 04.06.2016 ab 14.00 Uhr

CSD-Parade

durch Innsbruck zum Rapoldipark mit Start Am Adolf Pichler Platz Infos unter www.csd-innsbruck.at Start VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck

Samstag 04.06.2016 15.00 bis 22.00 Uhr

CSD-Parkfest

Mit dem Terpentinen Ensemble, Schwester Rosa vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz, Rosa Oppossum, DJ Henrik Eder, der Band Copy & Taste und COY mit Band Infos unter www.csd-innsbruck.at Rapoldipark, Körnerstr. 11, Innsbruck

www.rainbowunited.at


Termine Samstag 04.06.2016 21.00 bis 04.00 Uhr

CSD - Afterparty: QUEERATTACK! mit DJn Miss Mabuka VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck

Sonntag 05.06.2016 09.00 bis 14.00 Uhr

CSD-Katerfrテシhstテシck

Der Brunch geht um ca. 14 Uhr in Kaffee & Kuchen テシber! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

14.00 bis 17.00 Uhr

CSD Kaffee & Kuchen

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

ab 17.00 Uhr

CHILL OUT

Mit Wiener Schnitzel vom Schwein, Cordon Bleu oder Sellerieschnitzel mit Kartoffelsalat lassen wir das CSD Wochenende ausklingen! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 09.06.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 10.06.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 10.06.2016 20:00 - 22:00 Uhr ELTERNGRUPPENTREFF Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Samstag, 11.06.2016 ab 19:30 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 16.06.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

Freitag, 17.06.2016 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Italian Night HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 18.06.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv 窶電ie Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 23.06.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 24.06.2016 ab 19:00 Uhr Bi-, Pan & Polyamory - Treff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 30.06.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JULI 2016 Samstag, 02.07.2016 22:00 - 04.00 Uhr QUEERATTACK! VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck Donnerstag, 07.07.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 08.07.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 09.07.2016 ab 19:30 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Termine Donnerstag, 14.07.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 15.07.2016 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Summer Time HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 16.07.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 21.07.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 28.07.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AUGUST 2016 Donnerstag, 04.08.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 13.08.2016 ab 19:30 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 18.08.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 20.08.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

REGENBOGEN STRASSENFEST

03.09.2016 Kulinarik - Musik -

Infostände

KAPUZINER GASSE

Donnerstag, 11.08.2016 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND Ab 20 Uhr gibt es leckeres vom Grill! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 12.08.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

LEGENDE:

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HOSI Tirol

AIDS Hilfe Tirol

AFLZ

GRÜNE Andersrum Tirol

Löwenherz

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presents

DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS ÖSTERREICH Szenecheck Splitter

06. 04. 2016

02.07. 07.05. 2016

2016

HoliGAY

Oktoberfest

09. 24.

2016

mit

DJ Mark

jeweils von 22.00 bis 04.00 Uhr

Vorverkaufskarten erhältlich während der Öffnungszeiten im HOSI Tirol Zentrum Kapuzinergasse 43 - Innsbruck

Eintritt Vorverkauf HOSI-Tirol Mitglieder

€ 7,00 € 4,00 € 2,00

Q UEER A T T ACK ! © Homose

xuelle Initiative (HOSI)

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UNITED Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

rainbowUNITED Ausgabe 16/02 vom 16.05.2016

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„CSD Edition“

€ 7,00 Hut (7540) Größe 58

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€ 6,00 Krawatte (7510) 5 cm breit Versandkosten € 3,00

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€ 10,00 Perücke (7630) Universalgröße Versandkosten € 5,00

€ 7,00 Fahne (1140) ca. 60 x 90 cm Versandkosten € 3,00

€ 25,00 Strandtuch (4250) 70 x 140 cm Versandkosten € 5,00

€ 15,00 Federboa (7640) ca. 180 cm lang Versandkosten € 3,00

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Rainbow UNITED 2016/2 Nr. 6  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...