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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin f端r Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 04/15

Erdrutsch-Outing im Vatikan Der Papst im Zwiespalt gefangen Seite 5-6 In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

Preis: 0,75 Euro

Seite 4-5


EDITORIAL Hallo zur vierten Ausgabe von unserem „rainbow UNITED“ Magazin. Mit dieser Ausgabe haben wir das erste Jahr gemeistert und ich finde wir haben dies nicht schlecht gemacht! Da die nächste Ausgabe erst im Februar heraus kommt wünsche ich Euch allen, wenn auch ein wenig früh, „Ein Frohes Weihnachtsfest“ und einen „Guten Rutsch ins neue Jahr“. Nun aber zum Inhalt. Passend vor Weihnachten

geht es in der Titelstory um Homosexualität und die katholische Kirche. So berichten wir über das Outing im Vatikan und beleuchten ein wenig den Zwiespalt des Papstes zur Homosexualität. Auf den United Cooking Seiten wird dann noch für das leibliche Wohl zu Weihnachten gesorgt. So und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim lesen Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Brigitte Fender Nicole Katsch Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Jänner 2016 Erscheinung: 15. Februar 2016 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Nicole Katsch, Hans-Jörg Hofer, Etienne und Mariella, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Matthäus Recheis, Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl, Herwig Milch, Mag. Michael Peintner, Mag.a Ramanie Ramalingam, InTra* Beratung, Herwig Milch, Nora Eberharter rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED Regenbogen Splitter Queerformat Südtirol Queerattack Special United Cooking Stadtplan Adressen Termine Szenecheck Innlove Rainbow Shop

Gleichbehandlungsanwaltschaft 8-9 26 28-29 30 31 32-34 35 36

Hosi Tirol Erdrutsch-Outing im Vatikan vor Bischofssynode Der Papst im eigenen Zwiespalt gefangen Gaysundheitsabend

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InTra* Beratung

SoHo Tirol Gedanken zu einem zutiefst sozialen und demokratischen Thema

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AIDS Hilfe Tirol Kenne Positive, die es niemandem erzählen können!“

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Schleife zeigen Fit for Live

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AFLZ Feminismus heute und damals 20-21

GRÜNE Andersrum Tirol

Zerbricht der gemeinsame 10-11 Kampf um Gleichberechtigung

SMJG Innsbruck Spanking - wenn Schmerz und Lust sich verbinden

Ein homophober Vorgesetzter 14-15

Herzen auf, statt Grenzen zu

22-23

Courage 12-13

Inter*geschlechtlichkeit

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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WE &A B BO

Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

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Hosi Tirol

TITELSTORY

Erdrutsch-Outing im Vatikan vor Bischofssynode Der Zeitpunkt seines Outings hätte nicht besser gewählt werden können. Kurz vor Beginn der Weltbischofssynode im Vatikan bei der es 3 Woche um die Rolle der Familie in der katholischen Welt gesprochen wird, kam der große Knall. Kryzsztof Charasma bekennt sich offen zu seiner Homosexualität. An und für sich ja kein großes Thema. 2015 sollte ein Outing keine großen Wellen mehr schlagen. Wäre er nicht Theologie, noch dazu ein prominenter Theologe im Vatikan. Seit 2003 Mitglied der einflussreichen Glaubenskongregation, Lehrer an der päpstlichen Universität Gregoriana und seit vielen Jahren in Rom zu Hause. Wie erwartet wurde er sofort von allen seinen Pflichten befreit und sicherlich als Verräter seiner Kirche angesehen. Die Gründe für sein Outing sind jedoch Vielfältig: Er möchte offen zu seiner Liebe zu seinem Partner stehen können, möchte seine Gemeinde und Freunde nicht weiter anlügen müssen und hofft sicherlich auch durch sein Mutiges in die Öffentlichkeit treten, sowohl die Kirchenführung als auch die Gesellschaft zum Nachdenken anzuregen.

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Kircheninterne Umfragen in Deutschland zeigen, dass 70% der deutschen Katholiken für eine Segnung und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare sind. Charasma hält das auferlegte Zölibat der Kirche für nicht zeitgemäß. Seinen Ansichten nach muss die Kirche anfangen, ihre zurückgebliebenen Ansichten endlich zu überdenken. Gläubige Homosexuelle werden bis heute nicht auf dem Radar der katholischen Kirche wahrgenommen. Auch sind für Charasma die totale Abstinenz und ein Leben ohne Liebe als unmenschlich zu betrachten. Jeder Mensch auf dieser Welt hat ein Recht auf Liebe und Familie. Erst durch seinen Partner hat er die Kraft gefunden an die Öffentlichkeit zu treten. Dieser habe ihm geholfen seine Ängste zu besiegen und diese in die Kraft der Liebe zu verwandeln. Zu hoffen bleibt, dass der als eher liberal angesehene Papst Franziskus einen frischen Wind in den Vatikan bringen kann. Seine Haltung zum Thema Homosexualität ist jedoch, wie ihr in unserem Beitrag über den Papst lesen könnt, zwiegespalten. Besucht www.rainbowunited.at


www.hositirol.at er an einem Tag die homophobe Standesbeamtin Kim Davis, welche sich weigerte eine gleichgeschlechtliche Trauung vorzunehmen, umarmt er am nächsten Tag seinen alten Freund Yayo Grassi, dessen Neigung ihm schon immer bekannt war und er nie als negativ verurteilt hatte. Ich persönlich hoffe für alle Gläubigen, welche in nicht heterosexuellen Beziehungen

leben, dass die katholische Kirche sich anfängt zu öffnen und auch ihre, in deren Augen schwarze Schafe, endlich kompromisslos in ihren Kreisen Willkommen heißt. Denn hat nicht schon Jesus über die Liebe zu den Menschen gepredigt?

Text: Nicole Katsch Foto: pixabay.com

Der Papst im eigenen Zwiespalt gefangen Wenn Homophobie eine grundsätzlich feindselige Haltung homosexuellen Menschen gegenüber charakterisiert, so wäre anzumerken, dass dem gegenwärtigen Bischof von Rom, Papst Franziskus, diese Eigenschaft so einfach nicht unterstellt werden kann. Zwar hält er nach wie vor an der katholischen Morallehre und am althergebrachten Bild der Familie fest, verwehrt sich aber andererseits dagegen, dass Homosexuelle ausgegrenzt oder gar verfolgt werden. Legendär ist inzwischen sein Ausspruch: „Wenn jemand homosexuell ist und guten Willens und Gott sucht, wer bin ich, um über ihn zu urteilen?“.

Dieser Satz hat ebenso Hoffnungen geweckt wie die Tatsache, dass Franziskus immer wieder homosexuelle Menschen rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

empfangen und gesegnet hat. Zuletzt hat er sich in den Vereinigten Staaten sogar mit einem alten Freund, der seine Sexualität offen lebt und nicht verbirgt, und dessen Partner im Rahmen einer Privataudienz getroffen und explizit den Wunsch geäußert, diesen zu umarmen, wie man das in Argentinien unter alten Freunden eben so macht. Von Homophobie und Ausgrenzung ist in diesen Gesten jedenfalls nichts zu spüren. Fairerweise muss man jedoch einwenden, dass der Papst sich nicht nur einmal vehement gegen die Homo-Ehe geäußert und zudem einen von Frankreich vorgeschlagenen homosexuellen Katholiken als Botschafter am Heiligen Stuhl nicht akzeptiert hat. In Sachen Homosexualität scheint der Papst also zwiespältig zu agieren, vor allem auch dann, wenn man bedenkt, dass er sich noch als Kardinal von Buenos Aires für mehr Absicherung und weitreichendere Rechte von eingetragenen homosexuellen Partnerschaften ausgesprochen hat. Zumindest kognitiv auflösen lassen sich diese Widersprüche nur dann, wenn man sich dessen im klaren ist, wer und was der Papst in erster Linie eigentlich ist: Als Bischof von Rom steht er der gesamten römisch-katholischen Kirche und den mit ihr verbundenen unierten Ostkirchen vor, die er wiederum gemeinsam mit den anderen Bischöfen leitet. In dieser Funktion hat er darüber hinaus den katholischen Glauben, wie er in der Heiligen Schrift und der

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Hosi Tirol Tradition grundgelegt ist, zu bewahren, zu fördern und zu verteidigen. Als Mensch und als Seelsorger ist sich der Papst jedoch sehr wohl dessen bewusst, dass 1. die Alten Überlieferungen und Werte in großen Teilen der Welt nicht mehr verstanden werden. 2. die Lebenspraxis der Menschen im 21. Jahrhundert in vielem von dem abweicht, was die katholische Lehre fordert und gutheißt. An diesem entscheidenden Punkt, der eine tiefe Kluft zwischen Theorie und Praxis markiert, bringt der Papst das ins Spiel, was die christliche Weltanschauung und Grundhaltung unter Barmherzigkeit versteht und was wohl auch seinem Wesen zu entsprechen scheint. Vor allem hier wirkt Franziskus dann für viele Außenstehende

authentisch und frei, indem er nur mehr seinem eigenen Gewissen und einem inneren Impuls folgt. Eine derartige Form der Bewältigung eines Paradoxons unter den Vorzeichen der Barmherzigkeit und der christlichen Agape - womöglich unter Ausklammerung des Eros - befriedigt einen Menschen des 21. Jahrhunderts natürlich nicht mehr. Eine Kritik am Papst wird also genau dort ansetzen, wo sich die Barmherzigkeit letztlich die Oberhand nicht zu verschaffen vermag und von der reinen Lehre verdrängt wird. Was aber ganz sicherlich nicht hilfreich sein wird, ist die Tendenz, ideologisch untermauerter Standpunkte, den Papst pauschal in ein homophobes Eck zu drängen. Wie gesagt: Homophobe Menschen treffen sich in der Regel nicht öffentlich mit Homosexuellen und pflegen auch keine Freundschaften zu ihnen. Text: Hans-Jörg Hofer Foto: pixabay.com

GAYSUNDHEITSABEND Donnerstag, 26. November 2015 19 – 20 Uhr – Vortrag Fit im Schritt Was versteht man unter männlicher Potenz? Was kann man selbst für die Potenz tun? Ist Viagra aus dem Internet gefährlich? Von welchen sexuell übertragbaren Infektionen kann der Penis beeinträchtigt werden? Wann sollte man sich an einen Urologen wenden? Impulsvortrag mit Fragemöglichkeit mit Professor Dr. German-Michael Pinggera, Facharzt für Urologie an der Universitätsklinik Innsbruck. 20 – 21.30 Uhr – KOSTENLOSER HIV-Schnelltest vor Ort Mit Dr. Peter Berger (Arzt) und Dr. Fritz Aull (Berater), AIDS-Hilfe Tirol. Kostenlose (sonst 30 Euro) und anonyme HIV-Testung in HOSI Tirol. Letzte Anmeldung spätestens eine halbe Stunde vor Testende. Der Befund liegt innerhalb von 30 Minuten vor. ORT: HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck. Eine Kooperation von AIDS-Hilfe Tirol und HOSI Tirol

INFOFON 0676 - 44 22 934 werktags von 11:00 bis 21:00 Uhr

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REGENBOGEN Splitter

Queerformat Südtirol

LGBTIQ-Jugendliche klären auf - Ein Pilotprojekt des Vereines Centaurus Seit jeher ist es dem Verein „Centaurus“ ein Anliegen, die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche für die Akzeptanz und Toleranz der sexuellen Vielfalt zu sensibilisieren. Leider gibt es auch in Südtirol noch immer homo- und transphobe Situationen. Dem will Centaurus mit den verschiedensten Projekten entgegenwirken und zu mehr Offenheit gegenüber Menschen mit LGBTIQIdentitäten beitragen. So wurde die Idee entwickelt, Jugendliche mit LGBTIQ-Identität, die im Alter zwischen 16 und 22 waren, auszubilden, Gleichaltrige für diese Thematiken zu sensibilisieren. Gabriel, Benjamin, Kathi und Martina wurden in einer eigener Ausbildung von einem Fachmann auf die Tätigkeiten vorbereitet und arbeiteten dann sehr professionell und selbständig in Schulklassen und Einrichtungen der Jugendarbeit. Die 4 Queerformat-Jugendlichen beschrieben ihre Motivation beim Projekt mitzumachen, folgendermaßen: Benjamin (18 Jahre): Ich habe so ein Projekt in meiner Jugend sehr vermisst, als ich 15-16 war, wäre ich sehr froh darum gewesen. Ich hatte niemanden und ich finde das

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toll, dass ich jetzt im Rahmen dieses Projektes der ‚neuen Generation‘ eine Chance geben kann, es besser zu haben als ich. Martina (22 Jahre): Mir hat das Projekt auch sehr gut getan. Ich dachte Homosexualität gäbe es nur in den USA und dass ich das einzige lesbische Mädchen in Europa bin. Es ist wirklich wichtig, dass die jungen Leute wissen, dass sie nicht alleine sind. Andererseits ist es wichtig, dass auch die heterosexuellen Jugendlichen früh mit LGBTQI konfrontiert werden, denn sie werden vielleicht auch mal Kinder haben und können sie zu Toleranz und Respekt erziehen. Es muss sich ja was ändern, und die jungen Köpfe von heute sind die Gesellschaft von morgen. Ja, auch dass jede und jeder so sein soll, wie sie oder er ist. Einer der Gründe, warum ich bei diesem Projekt mitmache ist auch, dass man nicht unbedingt irgendwelchen Stereotypen gerecht werden muss, um lesbisch, schwul, trans* zu sein. Kathi (17 Jahre): Und vor allem ist es wichtig, dass wir den Jugendlichen vorleben, dass es da nichts zu verstecken gibt. Das wollen die Leute auch sehen, da verstehen sie, dass sie keine Angst zu haben brauchen. www.rainbowunited.at


REGENBOGEN Splitter Gabriel (16 Jahre): Ich bin dabei, um anderen die Möglichkeit zu geben sich zu outen, vor sich selbst und vor anderen. Am Anfang konnte ich nicht mal zu mir selbst sagen: du bist schwul. Ich habe das gar nicht realisiert. Ich kannte ja niemanden. Ich will den Jugendlichen Mut machen, ich will nicht, dass sie meine Zweifel auch haben müssen. Ich will, dass sie wissen, dass es ok ist, schwul zu sein, und dass es realistisch ist, offen und glücklich das zu sein, was man ist.

Auch bei mir hat der Workshop seine Spuren hinterlassen. Ich hatte so viele Klischees im Kopf, dass ich erschrocken bin. Danke, dass ihr gemeinsam damit aufräumt.“ Weitere Informationen gibt es unter infogay@centaurus.org.

Und stellvertretend für alle Orte, in denen das Projekt stattfand, soll an dieser Stelle die Rückmeldung einer Erzieherin veröffentlicht werden: „Ich war sehr beeindruckt von den beiden Jungs. „schwulsein“ ist immer noch in aller Munde bei uns im Heim. So intensiv und bewusst haben sich unsere Jungs wohl noch nie damit beschäftigt. Ich hoffe, dass dieser Workshop ein paar eingeprägte Vorurteile entschärfen konnte.

Text: Mag. Michael Peintner Foto: Centaurus

Das rainbowUNITED Team wünscht allen Lesern/innen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

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InTra* Beratung

Zerbricht der gemeinsame Kampf um Gleichberechtigung ALLER Geschlechter und Menschen an einem „ * “? Seit einigen Monaten bewegt sich weltweit etwas am Horizont der Gleichberechtigung ALLER Menschen um Zuerkennung ALLER Rechte. Dies nicht nur im Zusammenhang mit Homosexualität, sondern auch in der Betrachtung der Bedürfnisse von Menschen, die nicht in das hetero-normative Geschlechtersystem der Gesellschaft passen. Oft wird versucht, diese Menschen mit Begriffen zu beschreiben, um die Abweichung von der „Norm“ offensichtlich aufzuzeigen. Dabei werden neue Worte erfunden, um erklären zu können, worin die Besonder¬heit besteht. Diese Definitio-

nen erscheinen bisher sehr treffend und viele Menschen fühlen sich mit den so genutzten Beschreibungen im Einklang. Doch betrachten wir die Entstehung und die Erfinder*innen der Worthülsen, die Akteur*innen im Vorder- und Hintergrund, die Politik sowie die beschriebene Menschengruppen etwas näher, wird offensichtlich, dass sich hier ein abgrundtiefer Graben auftut.

Folge 2: Begriffe unter der Überschrift „Die eigenen Sexualität“

aus der Schublade der Sexualitäten und Liebesspiele heraus zu kommen und einen neuen Oberbegriff für Menschen mit normabweichendem/r Körper /Identität zu finden, schlägt bereits jetzt schon große negative Wellen.

1) Sexualität als DAS SEIN / UNSER SELBST mit Fremd- und Selbst¬definitionen unserer Geschlecht¬lichkeit (Sexus1, Gender1, Identität,…), 2) Sexualität als DAS EMPFINDEN ZU/ MIT EINEM ANDEREN MENSCHEN, den wir lieben, begehren, mit Nähe und Zärtlichkeit verbinden, für den wir schwärmen… 3) Sexualität in Bezug auf DINGE, ORTE und TÄTIGKEITEN, die wir als intim betrachten, da sie uns faszinieren, gefallen, die wir nutzen und stimulierend finden (BSP.: Spielzeuge, Fetisch, Swingerclub...). Ein gutes Beispiel zu Pkt. 1: Schon der Versuch den Begriff „Transsexualität“ durch „Trans*“ zu ersetzen, um

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Nicht immer: „Gut gemeint ist gleich gut gemacht.“

„Trans*“ als Beschreibung für Menschen zu nutzen, scheint zunächst dieser Gruppe eine neue Sichtbarkeit zu geben und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, dass sie sich in einem größeren Ganzen aufgefangen fühlen. Gemeint ist insbesondere, dass sich doch jede Selbst-definition einer einzelnen Person, ob Trans-Sexualität, -Identität, -Gender, -Geschlechtlich, oder -Mensch darunter einordnen lässt und somit alle zusammen ein gemeinsames Ziel verfolgen.

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www.intra-beratung.org Ähnlich verhält es sich seit einiger Zeit mit dem Begriff „Inter*“, der durch den Genderstar auch die Grenzen zwischen Transsexualität und Inter¬sexualität zu verwischen scheint, denn hierdurch soll offensichtlich werden, dass eben nicht nur die körperliche Hülle, sondern auch die Gesamtheit aller Zellen in deren Chromosomen, unser Gehirn, als auch die sozial gelebte Identität eine eigene Geschlechtlichkeit haben, die von einander aber auch abweichen können. Durch die vermeintliche Vereinheitlichung und die Aufsprengung der Grenzen zwischen den Einzelbegriffen entsteht der fatale Eindruck einer Gemeinschaft von Menschen, die sich für die Anerkennung ihrer Geschlechtlichkeit einsetzen. Leider geschieht aber eine neue Art von Diskriminierung. Sichtbar wird dies anhand neu¬deutscher Begriffe, wie „Cis-Menschen“, „Trans*-Menschen“ („Trans-gender“) “Inter¬sexuelle“ oder „Inter*- Menschen“. Damit werden alte Schub-laden mit einer neuen Aufschrift versehen, jedoch wird die Diskriminierung von Menschen eher vorangetrieben und die (Psycho-)Pathologisierung wird noch fester zementiert. Übersetzt heißt der Begriff Trans*-Mensch nichts anderes als, dies ist kein „Normaler Mensch“, sondern eine Unter-oder Abart. Allein die Vorsilben Trans*- sorgt dafür, dass diese Personen immer wieder auf etwas zurückgestuft werden, was sie zu Kranken (ob nun körperlich oder psychisch) stempelt. Plötzlich werden aus Frauen bzw. Männern mit einem normabweichenden Körper wieder Trans-Frauen/ Trans-Männer und am Ende bleibt im Kopf vieler, dass es sich eben doch um Personen handelt, die einfach „nur“ psychisch erkrankte Männer bzw. Frauen sind und komischen FÜHLEN. Der Platz in der Biologie wird ihnen damit gleich zusätzlich streitig gemacht, denn immer wieder ist zu lesen und zu hören

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„Rein biologisch ist SIE/ER aber ein Mann/eine Frau!“ Was sind diese Menschen dann, wenn nicht biologisch? Krank!? – Nein, das auf gar keinen Fall! Viele leiden darunter, dass sie ihr Leben nicht so leben können und erkranken durch die immer wieder¬kehrende Verzweiflung, nicht in der bestehenden hetero¬normativen Welt ankommen zu können. Allein die Diskrepanz zwischen Körper und dem selbst wahrgenommenen Sein wirft sie aus der Sicherheit des gesellschaftlichen Schoßes. Anders, als bei einer ausgelebten oder versteckten Sexualität ist Transsexualität etwas, was ein Mensch nicht ein ganzes Leben mit und vor sich her tragen will. Ab dem Zeitpunkt einer Angleichung sind viele nicht mehr bereit, sich als Trans* zu bezeichnen, denn sie leben ja nun wieder in der Dualität der Geschlechter und wollen in ihrem Sein keine Sonderstellung mehr gegenüber CIS*-Menschen einnehmen. Sie sind ja selbst Cis*! Nach dem jedoch große Teile der Wissen-schaft, der Sexual¬medizin, der Psycho¬logie, Psychiatrie, den Kranken¬kassen und der Politik noch immer Genitalfixiert über „echte“ und „unechte“ Organe sprechen, wird diesen Tür und Tor geöffnet, die Selbstdefinition eines Menschen als Einbildung abzutun und damit auch ab¬zu-sprechen, dass die eigenen Menschen-rechte in vollem Umfang genutzt werden können und ihnen auch zustehen! „Denn SIE wissen ja nicht, was SIE tun und wir schützen SIE vor sich selbst …“ Text: InTra* Beratung - Foto: InTra* Beratung

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SMJG Innsbruck

Spanking - wenn Schmerz und Lust sich verbinden In diesem Artikel wollen wir näher auf das sogenannte „Spanking“ (englisch für schlagen) eingehen, eine Praktik, die von vielen BDSM-Begeisterten angewandt wird. Es handelt sich dabei jedoch nicht um rohe Gewalteinwirkung, sondern sollte kontrolliert eingesetzt und im beiderseitigen Einverständnis den sogenannten „Lustschmerz“ erzeugen. Im Bereich des D/s („Domination/submission“ – wie im letzten Artikel im Rainbow United näher beschrieben) kann Spanking als eine Form der (von allen Beteiligten gewünschten) Bestrafung eingesetzt werden. Lustvolles Schlagen wird auch von vielen Personen praktiziert, die sich nicht als Teil der BDSM-Szene sehen. Wer es einmal ausprobieren möchte: ein Klaps auf den Hintern kann schon ein guter Einstieg sein. Dennoch gilt es einige wichtige Punkte zu beachten, wenn man sich an diese Spielart herantasten will. Safety first! – Sicherheit beim Spanking Vorsicht ist besser als Nachsicht. Dies gilt auch hier und führt uns zu unserer ersten Frage: Welche Körperregionen eignen sich besonders für Spanking? Prinzipiell gut geeignet sind Körperstellen, welche von Muskel- bzw. Körperfettgewebe umgeben sind, wie zum Beispiel der Po, die Schenkel, die Waden oder die Ober- und Unterarme. Besonders gut eignen sich auch die Fußsohlen, da diese vergleichsweise schmerzempfindlich sind. Nicht geeignet sind Gelenke und knöcherne Strukturen (wie Schultern, Wirbelsäule, Nacken oder Steiß) oder der Bauchraum, da hier die Gefahr besteht, dass die Nieren und andere Organe verletzt werden. Auch Stellen, an denen Sehnen oder oberflächliche Nervengeflechte oder Blutgefäße liegen, sollte man nicht schlagen. Außerdem mit Vorsicht zu genießen sind Schläge im Brust- oder Geni-

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vorne

hinten

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www.smjg.org/innsbruck talbereich, da an diesen Stellen besonders viele Nerven verlaufen. Vorsicht walten lassen sollte man auch bei der klassischen Ohrfeige. Wer diese in sein Spiel einbauen will, sollte beachten, dass man dabei nicht aus Versehen Auge, Nase oder Ohr seines Gegenübers trifft. Ferner sollte man den Kopf des Gegenübers mit der zweiten Hand stützen, da es durch ein unkontrolliertes „Auf-die Seite-Werfen“ des Kopfes zu einem Schleudertrauma kommen kann. Selbstverständlich sollte nirgendwo einfach wild drauf los geprügelt werden. Welche Schlaginstrumente gibt es bzw. welche Gegenstände eignen sich besonders zum Schlagen? Wer Spanking ausprobieren will, fängt am besten mit der flachen Hand an. Mit der eigenen Hand hat man eine gute Kontrolle über die Intensität und Genauigkeit der Schläge. Selbstverständlich gibt es auch eine ganze Palette an verschiedenen Schlagwerkzeugen, die unterschiedlichen Schmerz erzeugen und so für Abwechslung sorgen können. Einige bekannte Utensilien sind Gerten (zum Beispiel Dressuroder Sprunggerten), Flogger, Rohrstöcke und Peitschen in verschiedensten Ausführungen jeweils mit einem oder mehreren Enden.

Wer sich nicht sofort eines dieser Schlagwerkzeuge kaufen möchte, kann sich auch mit Haushaltsgegenständen behelfen: so eignen sich zum Beispiel Kochlöffel oder

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Lineale auch für erste Spanking-Experimente. Es gilt zu beachten, dass man als aktiver Part neue Schlagwerkzeuge immer erst an sich selbst oder einem Kissen testen sollte, um ein Gefühl für die Handhabung und den benötigten Kraftaufwand zu bekommen. Striemen, blaue Flecken & Co. – was ist mit möglichen Spuren? Natürlich kann es durch Spanking auch zu Spuren wie Striemen oder blauen Flecken (Hämatomen) kommen. Einige BDSM’ler tragen diese Spuren mit Stolz, während andere dem nichts abgewinnen können. Wer Spuren vermeiden möchte, sollte die Körperregionen, die man spanken will, vorher aufwärmen. Dies kann man tun, indem man als aktiver Part die betreffende Stelle beim passiven Part zum Beispiel massiert oder mit leichten, schnellen Schlägen bearbeitet, deren Intensität man kontinuierlich ein wenig steigern kann, um die Durchblutung zu fördern und damit sich der Körper langsam an den Schmerzreiz gewöhnen kann. Auch beim Spanking geht es, wie in so vielen Bereichen des BDSM, um Vertrauen und beiderseitiges Einverständnis. Wichtig ist in jedem Fall eine klare und offene Kommunikation zwischen den Beteiligten. Besonders auch beim Spanking sollte im Vorhinein abgeklärt werden, welche Stellen und Spielzeuge in Ordnung sind und welche ein Tabu darstellen. Mit diesen Tabus sollte respektvoll umgegangen werden. Sollte ein Spiel dennoch für den passiven Part einmal zu intensiv werden, sollte es auch immer mit einem Safeword, welches im Vorhinein vereinbart wurde, beendet werden können. Wenn euch dieses oder ein anderes Thema im Bereich BDSM interessiert, könnt ihr euch gerne unter etienne@smjg.org bei mir melden. Text: Etienne und Mariella Foto: SMJG Innsbruck

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Fall aus der Praxis

Ein homophober Vorgesetzter An die Gleichbehandlungsanwaltschaft wenden sich Personen, die sich aufgrund ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Alters, ihrer Religion, ihrer Weltanschauung oder ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt fühlen. Herr B hat folgendes Anliegen: Herr B ist als Verpacker in einem Produktionsbetrieb beschäftigt. In einem Gespräch mit einer Arbeitskollegin erzählt er unter anderem von seinem Lebensgefährten und seinem letzten Besuch in einem Szenelokal. Herr V, der Vorgesetzte von Herrn B, bekommt den Inhalt des Gesprächs mit. Von da an beginnt er Herrn B immer wieder zu beleidigen. Er bezeichnet ihn als „Schwuchtel“ oder „Homo“, erklärt, mit einem „warmen Bruder“ nicht arbeiten zu wollen und imitiert auf herablassende Weise die Gangart von Herrn B. Herr B bittet Herrn V vergeblich damit aufzuhören. Er wendet sich auch an den Vorgesetzten von Herrn V, den Seniorchef Herrn C und berichtet von den Vorfällen. Herr C weist die Beschwerde zurück mit den Worten: „Geh zu Herrn V, der weiß schon, was zu tun ist!“ Die Situation bessert sich nicht. Im Gegenteil, Herr V verlangt nun von Herrn B, ohne

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Mittagspause zehn Stunden durchzuarbeiten. Für den Fall der Verweigerung droht er mit Kündigung. Herr B soll Arbeiten im Lager verrichten, die nicht seinem Arbeitsvertrag entsprechen und ihn körperlich überfordern. In einem Gespräch mit den Lagerarbeitern erfährt Herr B, der eigentlich als Verpacker eingestellt wurde, dass diese bis zu 400 Euro mehr verdienen als er und eine Erschwerniszulage erhalten. Wieder ersucht Herr B seinen Vorgesetzten Herrn V, die Belästigungen zu unterlassen und erzählt Herrn C von den schlechten Arbeitsbedingungen. Abermals tritt keine Besserung der Situation ein. Aufgrund des massiven Drucks und der starken psychischen Belastung muss sich Herr B in Krankenstand begeben. Während des Krankenstands richtet der Buchhalter des Unternehmens Herrn B telefonisch aus, dass er in Kürze gekündigt werde.

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www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at Auf Ersuchen von Herrn B richtet die Gleichbehandlungsanwaltschaft ein Schreiben an das Unternehmen und eines an Herrn V und fordert zur Stellungnahme auf. In den Stellungnahmen wird der Vorwurf der Diskriminierung zurückgewiesen. Der Seniorchef Herr C informiert die Gleichbehandlungsanwaltschaft darüber, dass das Arbeitsverhältnis mit Herrn B in der Zwischenzeit gekündigt wurde. Gesetzwidriges Verhalten Die Gleichbehandlungsanwaltschaft geht in dieser Sache vom Vorliegen mehrerer Verstöße gegen das Gleichbehandlungsgesetz aus. Das Verhalten des Vorgesetzten, Herrn V, ist als Belästigung aufgrund der sexuellen Orientierung von Herrn B zu sehen. Eine Belästigung im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes liegt vor, weil ein unerwünschtes Verhalten, nämlich die Beschimpfungen und das Nachäffen des Ganges von Herrn B, Herrn B in seiner Würde verletzt und ein entwürdigendes Arbeitsumfeld geschaffen hat. Diese Belästigungen erfolgten aufgrund der sexuellen Orientierung von Herrn B. Nachdem die Belästigungen durch Herrn V nicht aufhörten, meldete Herr B die Geschehnisse dem Seniorchef Herrn C. Dieser hat Herrn B aber nicht vor weiteren Übergriffen geschützt. Diese unterlassene Hilfestellung ist dem Unternehmen zuzurechnen und als mangelnde Abhilfe im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes zu sehen. Unterlässt der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin es schuldhaft, im Falle einer bekannt gewordenen Belästigung angemessene Abhilfe zu schaffen, stellt auch dies eine Diskriminierung dar. Durch die nicht vertragskonformen Arbeitsanweisungen ist es auch zu einer Diskriminierung bei den sonstigen Arbeitsbe-

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dingungen gekommen. Da nach der Beschwerde des Herrn B und dem Einschreiten der Gleichbehandlungsanwaltschaft das Arbeitsverhältnis von Herrn B beendet wurde, ist auch vom Vorliegen einer Verletzung des Benachteiligungsverbots auszugehen. Das Gleichbehandlungsgesetz will Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen davor schützen, als Reaktion auf eine Beschwerde oder auf die Einleitung eines Verfahrens zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebots entlassen, gekündigt oder anders benachteiligt zu werden. Ein positiver Abschluss Als Rechtsfolge bei einer Diskriminierung sieht das Gleichbehandlungsgesetz in der Regel Schadenersatzansprüche vor. Herr B leitet mit Unterstützung der Gleichbehandlungsanwaltschaft ein Verfahren bei der Gleichbehandlungskommission ein. Diese stellte eine Diskriminierung in allen vorgebrachten Punkten fest und empfiehlt dem Arbeitgeber und Herrn V die Zahlung eines angemessenen Schadenersatzes. Mit Unterstützung der Arbeiterkammer bringt Herr B auch eine Klage bei Gericht ein. Diese kann zurückgezogen werden, weil sich Herr B schließlich mit dem Unternehmen auf eine finanzielle Entschädigung und eine schriftliche Entschuldigung einigt. Wie im vorliegenden Fall gelingt es oft, mit Hilfe der Gleichbehandlungsanwaltschaft, für die von einer Diskriminierung betroffenen Personen ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Interessante Fälle aus der Beratungspraxis der Gleichbehandlungsanwaltschaft werden monatlich unter dem Titel „Fall des Monats“ auf der Website www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at vorgestellt und rechtlich analysiert. Text: Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl Bild: pixabay.com

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SoHo Tirol

Gedanken zu einem zutiefst sozialen und demokratischen Thema Die Welt dreht sich um den eigenen Teufelskreis - oder: Wir bemühen uns um die Quadratur des Kreises Wir alle tun es mehr oder weniger freiwillig. Wir alle brauchen es mehr oder weniger freiwillig. Wir alle leiden darunter mehr als freiwillig. Gemeint ist der Konsum. Mit jedem Einkauf den wir tätigen übernehmen wir als mündige Menschen die Verantwortung für viele andere. Nämlich all jene, welche die von uns konsumierten Waren herstellen, transportieren und verkaufen. Eine wahrlich große Verantwortung der wir uns meist gar nicht bewusst sind. Oder vielleicht doch? Hoffentlich! Ethischer Konsum. Kinderarbeit. Bio. Regional. Saisonal. Massentierhaltung. Schlachthöfe. Greißlersterben. Internethandel. Gewerkschaft. Unmenschliche Arbeitsbedingungen… Diese und viele weitere ähnliche Schlagwörter tauchen immer wieder in den Medien auf und rücken damit in unser Be-

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wusstsein. Meist als Anklagen, leider ohne Lösungen. Sie hinterlassen Hilflosigkeit, nicht nur bei uns KonsumentInnen, sondern auch bei ProduzentInnen. Stellen wir uns einmal die momentane Konsumpyramide vor. Ganz unten die Hersteller der Rohstoffe. Etwas darüber die verarbeitenden Betriebe und ihre MitarbeiterInnen. Dann wir KonsumentInnen, die die Waren kaufen sollen. Ganz an der Spitze sitzen die EigentümerInnen und AktionärInnen, welche über viele Schicksale im Sinne des Mammon Entscheidungen treffen. So ist es gewollt, dass wir uns die Konsumpyramide wie eben beschrieben und ja nicht anders denken. Es wird uns in der Werbung eingeredet, Konsum sei zu unser aller Wohl, nicht Wehe. Wir KonsumentInnen müssen mitspielen, haben keinerlei Handlungskompetenz, sollen nicht nach-

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www.soho.or.at Das Ergebnis wäre: Arbeitsplätze bleiben in der Region, weil sie einfach gebraucht werden, und damit gibt es wieder mehr zahlungskräftige KonsumentInnen. Auch ArbeiterInnen in Produktionsbetrieben von Waren, die nicht bei uns hergestellt werden können, bekommen einen fairen Lohn, und damit die Wahlmöglichkeit, ihr eigenes Leben selbst zu gestalten. Ich würde mich mit weniger Besitz belasten, aber die Dinge die ich besitze haben Qualität, und damit nachhaltigen Wert. Und nicht zuletzt würde ich Druck auf jene ProduzentInnen ausüben, die sich bisher nicht dazu durchringen konnten, faire Arbeitsbedingungen in ihren Unternehmen einzuführen. denken – das erledigt ja die Werbung für uns - und können deswegen auch nichts ändern. Aber betrachten wir die Dinge einmal anders. Was wäre wenn… … ich bevorzugt heimische Waren konsumiere? … ich bevorzugt bei so genannten kleinen, aber dafür lokalen Händlern einkaufe? … ich bevorzugt Nahrungsmittel ab Hof oder am Bauernmarkt kaufe? … ich bevorzugt fair produzierte Waren konsumiere? … ich vermehrt unbequeme Fragen zu Arbeitsbedingungen, Produktionsabläufen und Inhaltsstoffen stellen würde? … ich weniger Wert auf Quantität legen würde? … ich Dinge, die nicht meiner Vorstellung von ethischem Handel entsprechen, einfach nicht kaufe? rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

Unsere Gesellschaft besteht aus vielen unterschiedlichen Menschen, die eines gemeinsam haben. Wir alle wollen ein gutes Leben führen. Es ist ein schönes Gefühl, dafür sorgen zu können, dieses gute Leben auch anderen zu ermöglichen. Als KonsumentIn habe ich diese Möglichkeit mit jeder Kaufentscheidung. Wir sind viele Ich. Ich kann etwas verändern. Ob zum Guten entscheide Ich! Ein paar Links, für ethischen Konsum in Innsbruck: www.suedwind-agentur.at www.weltladen-innsbruck.at www.w4tler.at www.fairtrade.at Text & Foto: Gabi Schiffer, Connie Hilber

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AIDS Hilfe Tirol

„Kenne Positive, die es niemandem erzählen können!“

Positiv zusammen leben – Motto des Welt-AIDS-Tages 2015. Sich informieren und darüber reden hilft, Diskriminierungen von HIV- Positiven zu verringern. „Gemeinsam testen?“ Bernhard, 18 Jahre, HIV-negativ „Lassen wir uns gemeinsam testen?“, wurde Bernhard (18) von seinem neuen Lover gefragt. Bernhard hatte sich noch nie auf HIV testen lassen und auch nie daran gedacht. Er hatte schon viele Burschen über die Datingforen Grindr und Gayromeo getroffen. Keiner hatte je das Thema angesprochen. Plötzlich kamen Bernhard Zweifel. Er hatte ja ein paar Mal ungeschützten Sex gehabt. Könnte er am Ende doch positiv sein? Plötzlich hatte er Angst. Bernhard ließ sich mit seinem neuen Freund testen und – er hatte Glück gehabt. Er hatte sich bisher nicht infiziert. Bei der Testberatung erfuhr er, dass sich auch junge Burschen mit HV oder Syphilis anstecken. Einige hatten sich bereits im Alter zwischen 15 und 18 Jahren Jahren infiziert. Seit AIDS aus den Schlagzeilen verschwunden ist, lassen sich zum Beispiel in den USA weniger junge Schwule und Bisexuelle testen. Damit besteht das Risiko, dass in der jungen Generation der HI-Virus sich unbemerkt wieder stark verbreiten kann. Kein Wunder – auch manche Datingforen wie Grindr verabsäumen es, über das Infektionsrisiko zu informieren. HIV als neues Tabu bei Schwulen?

mit HIV angesteckt. „In den nächsten Wochen habe ich viel getrunken. Auch alleine bei mir zu Hause. Ich habe mich fast jeden Tag zugeschüttet. Ich wollte mit meiner Lehre aufhören.“ Schließlich hat Tom sich seinem besten Freund anvertraut und sich Unterstützung geholt. Er hat dann seine Lehre beendet. Heute lebt Tom gut mit den Medikamenten. Vor einiger Zeit hat er auch einen Partner gefunden, der keine Probleme mit seinem positiven HIV-Status hat. „Das ist nicht immer so. Ich kenne einige Positive in meinem Alter, die es niemandem erzählen können.“ Trotzdem ist Tom vom Land in eine größere Stadt übersiedelt

„Positiv zu sein war ein ziemlicher Schock!“ Tom, 23 Jahre, HIV-positiv „Ich hatte es schon vermutet, dass ich HIV-positiv sein könnte. Ich hatte Hautausschlag und Fieber. Trotzdem war ich dann zuerst total geschockt vom positiven Testergebnis.“ Der Tiroler (23) hatte sich mit 17 Jahren beim ungeschützten Analverkehr

„Der Weg war manchmal steinig!“ Marcel, 26 Jahre, HIV- positiv Der Deutsche Marcel Dam hat sich mit 20 Jahren mit HIV infiziert. Seither schreibt er über seinen Umgang mit der Infektion und seinem Leben als junger Schwuler einen Blog. Zu seinem „Jubiläum“ sechs Jahre mit HIV schreibt er in seinem Blog: „Viele

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.

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www.aidshilfe-tirol.at Schritte bin ich in den letzten Jahren gegangen. Der Weg war manchmal steinig und mit Rückschlägen versehen. Ich bin aber nie langfristig stehengeblieben. Die beste Entscheidung meines Lebens war und ist es, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich beeinflussen kann. Nicht traurig über die zu sein, die nicht in meiner Hand liegen. Ich glaube, wir sind nicht das, was die Ver-

gangenheit aus uns macht. Sondern das, was wir aus unserer Vergangenheit machen.“ Marcel Dam war auch schon in Innsbruck bei einem AIDS-Kongress zu Gast. www.derteilzeitblogger.wordpress.com Alle Personen aus Tirol wurden anonymisiert, um ihre Identität zu schützen.

Schleife zeigen! Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag Red Ribbon – das weltweite Symbol für Solidarität mit HIVpositiven Menschen. Die rote Schleife anstecken – Solidarität zeigen. Die Schleife ist gegen eine kleine Spende bei der AIDS-Hilfe Tirol erhältlich. ANGEBOTE DER AIDS-Hilfe TIROL FÜR HIV-POSITIVE • Beratung für Betroffene und deren Freunde, Partner und Angehörige • Unterstützung in sozialen Notlagen • Wandern und Co - Freizeitprogramm für HIV-Positive • Qigong für HIV-Positive • Gesprächskreis für HIV-positive Schwule und Bisexuelle

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

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Frauenzentrum AFLZ

Feminismus heute und damals Letztens auf einer offiziellen Veranstaltung an der Uni: Vier Männer, gewandet in festlichen Talaren, führten durch den Abend. In den Ansprachen war von Studenten und Studentinnen die Rede. Nur der junge Mann, der im Namen der Studierenden sprach, genderte in seiner Rede nicht. Für ein Gruppenfoto am Ende standen dann wir Frauen in der ersten und die Männer in der zweiten Reihe. Ein Professor erkundigte sich, ob das denn „im Sinne des Genderns sei“. Ein Studienassistent stellte die zahlenmäßige Überlegenheit der weiblichen Studentinnen fest. Meine Stehnachbarin flüsterte mir etwas vom kommenden Ende des Patriarchats zu. Gendern, Feminismus, Patriarchat, Geschlechtergerechtigkeit, Queer sind Begriffe, die momentan (wieder) viel zu hören und zu lesen sind. Vieles scheinen sie zu bedeuten, manches auch nicht. Ganz eindeutige Erklärungen und Begriffsdefinitionen sind oft schwer zu finden, was es gleichzeitig spannend und anstrengend macht. Im AFLZ sind wir immer wieder in Auseinandersetzung darüber, was ein feministischer Anspruch für uns bedeutet. Es geht um persönliche und kollektive Positionierungen. Es geht um das politische Private. In unserem Verein treffen mehrere Frauen_generationen zusammen. Frauen, die gekämpft haben, die schon lange kämpfen,

lebt von gegenseitigem Respekt und

Frauen, die erst begonnen haben zu kämpfen. Die

Wahrnehmen, von gegenseitiger An-

Themen mögen sich teilweise unterscheiden, ei-

erkennung und Wertschätzung. Und

nend ist das starke Gefühl der Notwendigkeit für

ganz besonders auch davon, dass

ein Kämpfen um eine (geschlechter)gerechtere

bei aller Unterschiedlichkeit von Le-

Welt. Die intergenerationale Auseinandersetzung

bensrealitäten

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Gemeinsamkeiten

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www.frauenlesbenzentrum.at enbewegungen. Geschichte und Aktualität“. Die Pionierinnen der Ersten Frauenbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zweite Welle der Frauenbewegung in den 1970er Jahren bis hin zu aktuellen queer-feministischen Perspektiven. Die dritte Veranstaltung der Reihe findet am 30.10.2015, um 19.30 Uhr im AEP statt. Das Ringen um Positionierungen wird weiter gehen, um ein möglichst fruchtbares Miteinander von Lebensrealitäten, Anliegen und Zielen zu erreichen, denn: Es gibt noch viel zu tun! P.S. Allerherzlichste Einladung an alle Frauen, die Lust haben mit zu überlegen, mit zu gestalten, feministische Räume zu erweitern und neu zu denken.

nicht übersehen werden. Eine Gruppe von Frauen aus dem AEP, dem ArchFem und dem AFLZ haben eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die Feminismus damals und heute in den Mittelpunkt stellt: „Frau-

Text: Nora Eberharter - Foto: pixabay.com

Öffnungszeiten Dienstag - 18.00-23.00 Freitag - ab 20.30 Uhr www.frauenlesbenzentrum.at

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GRÜNE Andersrum Tirol

Grenzen gibt es in allen möglichen Formen. Als physische Objekte, künstlich und natürlich, auf dem Papier und vor allem anderen in den Köpfen der Menschen. Wir sagen: Abgrenzung ist der falsche Weg. Dabei sind wir uns bewusst, dass durch das Überschreiten und Durchbrechen von Grenzen für viele Menschen Repressalien und schlimmstenfalls sogar körperliche Gewalt drohen. Dennoch geschah ein solcher Grenz(auf)bruch unmittelbar vor der Familiensynode in Rom, das Coming Out von Krysztof Charmasa. Keiner der ein höheres Kirchenamt bekleidet hat diesen Schritt zuvor gewagt, was ihn zum „höchsten geouteten Vatikanmitarbeiter“ gemacht hat… für ein paar Stunden. Eine Presseerklärung des Vatikans folgte auf dem Fuße, in der die sofortige Enthebung/ Aberkennung Charmasas von sämtlichen Ämtern und Würden mitgeteilt wurde. Auch wenn sich vereinzelt Vertreter des Katholizismus positiv zum Thema LGBTQI äußern, überrascht uns die Vorgehensweise der offiziellen Vertreter keineswegs. Vollständigkeitshalber muss man ergänzen, dass die Erklärung Krysztofs „der katholische Klerus sei größtenteils homosexuell und homophob“ bestimmt nicht hilfreich für die interne Diskussion war.

sche Kirche sieht sich mit einer unbequemen Wahrheit konfrontiert. Schwule sind in diesem Verein Opfer und Täter, üben physische und psychische Gewalt auf andere, aber auch aufeinander aus. Der Hass auf „den anderen“ wird zum „Hass auf sich selbst“ und hat mittlerweile die Form einer Obsession angenommen, welche durch ihre Allgegenwärtigkeit beständig wächst.

Er trifft damit aber einen Nerv! Homosexuell und gleichzeitig homophob, die Katholi-

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www.tirol-andersrum.at Während Papst Benedikt den Hass auf LGBTIQs noch recht offen, zum Teil beinahe inquisitorisch ins Zentrum seines Pontifikats gerückt hat, agiert Papst Franziskus diffuser. Er versucht das Thema offenbar allgemein etwas aus dem Fokus zu nehmen, BefürworterInnen wenig Zündstoff zu geben, ohne dabei aber GegnerInnen gänzlich die Möglichkeiten zur Rechtfertigung ihres Naturrechts-Wahns zu nehmen. Aus diesem Vorgehen lässt sich jedoch in keinster Weise ableiten, dass sich die Grundhaltung der Katholischen Kirche und ihrer Vertreter zum Thema geändert hat.

haupt, wenn es um das Thema LGBTQI geht. Erschreckend ist, mit welcher Härte und Vehemenz das Thema von einer Gruppe verfolgt wird, die sich selbst einem Leben im Zölibat verschrieben hat *räusper „Wer leichter glaubt, wird schwerer klug“ scheint auch heute noch Gültigkeit zu besitzen; und spätestens seit Rosa von Praunheim wissen wir doch, dass nicht die LGBTQIs pervers sind, sondern die Gesellschaft, die sie in Rollen gepresst hat. Eine Gesellschaft, die gerade in Europa stark von der Katholischen Kirche beeinflusst

Es zeigt, dass sich die öffentliche Meinung in den letzten Jahren, besonders in seit Jahrhunderten christlich dominierten Ländern, langsam aber sicher zum Positiven verändert und der Kirche bewusst ist, dass sie nicht mehr länger unüberlegt in alle Richtungen austeilen kann. Wir leben in einer Zeit, in der sich auch der Vatikan vor seiner Klientel rechtfertigen muss. Allen KatholikInnen zu unterstellen, dass sie LGBTQIs ablehnend gegenüberstehen, ist selbstverständlich Schwachsinn. Es gibt, gerade in der Basis, unzählige Menschen, die irgendwo zwischen „es betrifft mich nicht und ist mir egal“ bis hin zu „finde ich toll und jeder soll leben wie er/ sie das möchte“ aufgestellt sind. Vereinzelt zeigen sich positive Stimmen auch auf höheren Ebenen. Das Problem dabei ist, dass das alles nichts an der offiziellen Haltung bzw. der Meinung der Obersten ändert. Vereinzelte Befürworter werden ihrer Ämter enthoben, wer sich freundlich und offen zeigt, wird angeschwärzt, versetzt, mundtot gemacht. Auch heute im Jahr 2015 ist die Führungsriege der Katholischen Kirche einer der – wenn nicht DER – größte(n) rückwärtsgewandten Quertreiber überrainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

wurde und wird. Einem Männerbund, den hehre Ziele auf dem Papier und ein gemeinsamer, über Jahrhunderte kultivierter Schwulen- und Selbsthass in den Köpfen eint. Allzu plausibel scheint dadurch auch die Annahme, dass ein Teil des Hasses auf den Schmerz zurückzuführen ist, der sich ergibt, dass unzählige LGBTQIs heute ein Leben führen (können), das nicht von morgens bis abends durch Lügen und Selbstverleugnung dominiert wird. Text: Herwig Milch - Fotos: Grüne Andersrum Tirol

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Courage

Inter*geschlechtlichkeit Unser Geschlecht und die damit verbundenen Zuschreibungen begleiten uns bereits vor der Geburt und an jedem Tag in unserem Leben. Was aber wenn es nach der Geburt gar nicht so eindeutig ist, welchem Geschlecht ein Kind angehört? Auch wenn die statistische Lage dazu nicht eindeutig ist, geht man mittlerweile davon aus, dass ca. 1-2 von 2000 Kindern intersexuell geboren werden, also zunächst aufgrund der äußerlichen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. Manchmal wird Intersexualität aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt erkannt, wenn z.B. die Pubertät allgemein, bzw. bei Mädchen die Menstruation nicht eintritt, oder sich übermäßige bzw. fehlende Körperbehaarung zeigt . Historische Begriffe wie „Hermaphroditen“ und „Zwitter“ sind zum Glück nicht mehr üblich (auch wenn sie manchmal als Provokation und „Sichtbarmachung“ von intergeschlechtlichen Menschen selbst verwendet werden), aber auch der Begriff „Intersexualität“ wird immer mehr kritisiert, da es primär nicht um Sexualität im Sinne eines Begehrens geht. Es setzen sich vermehrt Begriffe wie Intergeschlechtlichkeit, Inter* oder DSD (Disorders of Sex Development = Störung der Geschlechtsentwicklung) durch. Da das Wort „Störung“ aber wiederum negativ und diskriminierend besetzt ist, werden in der (deutschen) Fach-

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welt u.a. Bezeichnungen wie Besonderheiten oder Varianten der Geschlechtsentwicklung etabliert . Als Überbegriff ist wohl der Bezeichnung Inter* der Vorzug zu geben, da sie sich aus der Community heraus entwickelt hat und der Vielfalt intergeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten wohl den meisten Spielraum lässt. Es gibt nicht DIE Intergeschlechtlichkeit, sondern es handelt sich um eine Vielzahl von verschiedenen Besonderheiten und Ursachen. Wie kommt es überhaupt zu dieser Besonderheit? Automatisch wird ein Neugeborenes gleich nach der Geburt dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet. Dazu gibt es vier (rein medizinische!) Kriterien: die äußeren Geschlechtsmerkmale (Hodensack und Penis; Klitoris, Scheide und Lippen), die Gonaden (= Keimdrüsen: Hoden und Eierstöcke), die Chromosomen (46XX und 46XY) und die inneren Geschlechtsstrukturen (Samenleiter, Eileiter, Eierstöcke und Gebärmutter). Bis ungefähr zur 6. Schwangerschaftswoche sind die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale jedoch bei allen Menschen uneindeutig. Erst ab der 6. Schwangerschaftswoche wird im weiteren Wachstum bedeutsam, ob der Embryo einen XX-Cromosomensatz (weiblich) oder einen XY-Chromosomensatz (männlich) hat. Diese scheinbar banale biologische Gegebenwww.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at heit ist jedoch störanfälliger und komplexer als es auch die Wissenschaft lange Zeit angenommen hat. Neue Untersuchungsmöglichkeiten zeigen immer deutlicher, dass es eine wesentlich größere Vielfalt der Geschlechter als nur das der Männer und das der Frauen geben muss und ein binäres Denken nicht ausreichend sein kann. Solche Erkenntnisse lassen hoffen, dass es in Zukunft auch innerhalb der Gesellschaft und ihren Rechtssystemen möglich sein kann mit „Uneindeutigkeiten“ umzugehen . Wie ergeht es häufig Menschen mit dieser Besonderheit? Inter*Personen, samt ihrer teils leidvollen Lebensgeschichten, wurden lange Zeit in der Gesellschaft überhaupt nicht wahrgenommen. Bis in die 90er Jahre gab es häufig die Anweisung, jedes Kind dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen zu müssen bzw. bei Uneindeutigkeit Zwangsoperationen durchzuführen. Eine Vorgehensweise, die von vielen Menschen als höchst traumatisierend erlebt wurde, auch wenn viele erst im Erwachsenenalter über ihr Trauma sprechen konnten bzw. durften. Wenngleich sich die Situation gebessert hat, ist es vielfach heute noch so, dass Eltern zu Operationen gedrängt werden, deren Notwendigkeit nicht eindeutig ist. Grundlegend fehlt es an Beobachtungen und Studien über langfristige Auswirkungen solcher Operationen und in Bezug auf die Lebenszufriedenheit insgesamt um für jedes intergeschlechtlich geborene Kind auch eine möglichst individuelle Behandlung, vorschlagen zu können. Unabdingbar ist dafür die Formierung multiprofessioneller Teams, da es für die Kinder und ihre familiären Systeme um weit mehr geht, als nur Biologie. Ein Ausblick In den letzten 20 Jahren sind weltweit zahlreiche Selbsthilfegruppen und Inter*-Verbände entstanden, die eine Änderung der Vorgehensweisen deutlich einfordern und sich auf ihre Menschenrechte und ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung berufen. Es bedarf zunächst noch jeder Menge an AufklärungsrainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

und Informationsarbeit für und durch medizinisches Personal sowie Gesundheits- und Beratungseinrichtungen um die Gesellschaft für geschlechtliche Vielfalt zu sensibilisieren. Das absolute „Minimalziel“ für die nächste Zeit muss es sein, zumindest das zu erreichen was Inter*Personen berechtigterweise fordern : • Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung sind nicht per se korrekturbedürftig. Jede Therapieentscheidung, ohne unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit, muss sorgfältig geprüft werden und darf nur mit ausdrücklicher, informierter Einwilligung erfolgen. • Schaffung verbindlicher „Standards of Care“ unter Einbeziehung der betroffenen Menschen und ihrer Organisationen. • Fundierte Aufklärung und Aufnahme des Themas in die Lehrpläne von Schulen, relevanter Studienrichtungen und Berufsausbildungen. • Die Einarbeitung intergeschlechtlicher Lebensrealitäten in geltendes Recht. Die Menschenrechte und Kindeswohl müssen zu jeder Zeit im Vordergrund stehen und die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, im Hinblick auf die persönliche(n) und (inter*)geschlechtliche(n) Identität(en) ein vorrangiges Ziel aller Gesundheits- und Beratungseinrichtungen werden. Rat und Hilfe zum Thema: Beratungsstellen COURAGE Wien | Graz | Salzburg | Innsbruck www.courage-beratung.at Verein Intersexueller Menschen Österreich www.vimoe.at/ Plattform Intersex Österreich www.plattform-intersex.at Text: Mag. Michael Peintner gekürzte u. überarbeitete Fassung: Mag.a Ramanie Ramalingam Literaturverzeichnis: über COURAGE erhältlich Bilder: Philip Kanellopoulos & AIGA via Wikimedia Commons

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UNITED Cooking

Fleisch oder Fisch? So komisch es auch klingt, wieder einmal naht Weihnachten schneller als man denkt. Deshalb gibt es heute 2 Rezepte für die Festtage von mir - einmal ein Krustenbraten mit Apfelspalten und wer lieber Fisch auf dem Teller hat einen Weihnachtskarpfen. Und nun 2 Rezepte für Euch:

Krustenbraten Man nimmt 1 l Kalbsfond/Kalbssuppe 1,5 kg Bauchfleisch vom Schwein Staubzucker, Tomatenmark 250 ml Rotwein Senfkörner, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Lorbeer ½ Zitrone Zunächst das Backrohr auf 130 °C vorwärmen. Den Kalbsfond in einen Bräter gießen, das Bauchfleisch mit der Schweineschwarte nach unten hinein legen und für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Hitze dann auf 160 °C erhöhen. Das Fleischstück aus dem Bräter nehmen und auf die andere Seite drehen. Mit einem scharfen Küchenmesser 1 cm breite Streif-

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½ Orange Maisstärke Salz, Pfeffer 2 Äpfel Staubzucker Butter Salz chen in die Schwarte schneiden, so wie hinterher die Scheibchen tranchiert werden sollen. In einem Kochtopf bei wenig Hitze Staubzucker karamellisieren und das Tomatenmark einrühren. Mit dem Rotwein ablöschen, einkochen lassen und mit dem Kalbsfond aufgießen. Die Flüssigkeit einkochen lassen und in den Bräter gießen.

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UNITED Cooking Das Fleischstück mit der Schwartenseite nach oben in den Bräter setzen und 2 Stunden bei 160°C im Backrohr braten. Den Braten aus der Sauce nehmen, auf ein Blech setzen, die Schwarte mit Salz würzen und bei starker Hitze knusprig werden lassen. Die Bratensauce mit Knoblauch, Senfkörnern, Korianderkörnern, Lorbeer, Kreuzkümmel und Zimt würzen, dann die Zitronen- und Orangenschale dazugeben und etwas Ziehen lassen. Die Maisstärke in ein wenig kaltem Wasser glatt rühren, nach und nach in die kochende Sauce rühren, bis sie leicht sämig bindet und ein bis zwei

Minuten ruhig auf kleiner Flamme sieden lassen. Die Sauce durch ein Sieb passieren, mit Salz würzen und warm halten. Den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in schmale Spalten schneiden. In einer Bratpfanne Staubzucker karamellisieren, die Äpfel dazugeben und Butter auflösen. Mit Salz würzen. Den Braten in Scheiben schneiden, mit Apfelspalten und der Bratensauce anrichten. Dazu passen am besten Knödel und Rotkraut.

Weihnachtskarpfen Man nimmt 1,5 kg 500 g 1 2-3 1

Karpfenfilets Zwiebeln Stange Lauch Karotten kleine Sellerieknolle Salbei, Estragon, Dill 250 ml Zitronenschale (gerieben) Zwiebeln, Lauch, Karotten und Sellerie in Streifen schneiden. Den Karpfen mit Salz würzen, in einen Topf geben, das Gemüse, die gehackten Kräuter, geriebene Zitronenschale und Gewürze drüberstreuen Mit Essig und Weißwein aufgießen und mit Wasser auffüllen, bis der Fisch bedeckt ist. Salzen und den Karpfen am Herd bei mäßiger Hitze ca. 15 Minuten gar ziehen lassen, aber nicht kochen.

5 10 250 ml 1

Wacholderbeeren Pfefferkörner Weißwein Spritzer Weißweinessig Salz 100 g Butter 80 g Kren (frisch gerieben)

Den Weihnachtskarpfen mit aufgeschäumter Butter und frisch geriebenem Kren anrichten. Dazu passen am besten Salzkartoffen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen Nico

Fotos: pixabay.com

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN 1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at 1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at

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1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at

3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

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Adressen BERATUNG

10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at

5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 Evangelische innsbruck@courage-beratung.at Auferstehungskirche www.courage-beratung.at Pfr. Lars Müller-Marienburg Gutshofweg 8 6 Männerberatung 6020 Innsbruck Mannsbilder Tel: 0512-34 44 11 Anichstraße 11 pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at 6020 Innsbruck www.auferstehungskirche.at Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at GESUNDHEIT www.mannsbilder.at 11 Aids-Hilfe Tirol 7 Psychotherapiepraxis Kaiser-Josefstraße 13 Dr. Ulrike Paul 6020 Innsbruck Neuhauserstraße 13a Tel/Fax: 0512/563 621 6020 Innsbruck tirol@aidshilfen.at Tel: 0699/10 90 48 52 www.aidshilfe-tirol.at praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 12 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie 8 Visionmove - Viszeralchirurgie, GesundInstitut für Bewegung und heitswissenschaftlerin Entwicklung MEDICENT Innsbruck Dipl. Physiotherapeutin Innrain 143 Mag.a Angela Popelar 6020 Innsbruck Schmiedgasse 9/1 Tel: 0512/90 10 50 40 6020 Innsbruck Mobil: 0664/23 45 828 Tel: 0699/10 86 22 41 mail: chirurgie@dr-lugger.at visionmove@gmx.at www.dr-lugger.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

RECHT 13 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

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LOKALE 14 Dom Café-Bar Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at 15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

CLUBBING 17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at 18 Bacchus Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at

UNTERKUNFT Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

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Termine NOVEMBER 2015 Donnerstag, 19.11.2015 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Faschierter Braten mit Petersilkartofferl und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 20.11.2015 ab 20:00 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) GAY FRIDAY‘S BIRTHDAY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 21.11.2015 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.11.2015 19:00-20:00 Uhr GESUNDHNEITSABEND: Fit im Schritt Infos auf Seite 6 HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.11.2015 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Folienkartoffeln mit Schinken-Rahm-Sauce oder Gemüse Möglichkeit zum HIV-Schnelltest (20:00-21:30Uhr) Infos auf Seite 6 Eine Kooperation von AIDS-Hilfe Tirol und HOSI Tirol. HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.11.2015 20:00 - 21:00 Uhr Positiv zusammen leben Wie erleben HIV-Positive in Tirol ihren HIV-Status? Was hat sich im Laufe der Jahre verändert? Mit Songs von HIVpositiven Musikern. @Radio FREIRAD (www.freirad.at) Samstag, 28.11.2015 22:00-04:00 Uhr QUEERATTACK! Motto: IBIZA Special mit DJ Rosso VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

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DEZEMBER 2015 Dienstag, 01.12.2015 ab 19:00 Uhr Abendgebet: Positiv zusammen leben. Das monatliche Abendgebet „kreuz und queer“ steht diesmal ganz im Zeichen des internationalen Welt-AIDS-Tages. DAHOP und die Aidshilfe Tirol, möchten an diesem Abend der in Tirol an AIDSverstorbenen Menschen gedenken Haus der Begegnung, Kapelle, Innsbruck Donnerstag, 03.12.2015 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Schnitzel nach Wiener Art mit Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 04.12.2015 ab 19:00 Uhr BI/PAN-Gruppe trifft POLYAMORYGruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 05.12.2015 19:30 - 23:00 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Sonntag, 06.12.2015 09:00-14:00 Uhr Themen-Brunch mit Mario & Nadja HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 10.12.2015 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Hirtenmaccaroni HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 11.12.2015 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 11.12.2015 20:00 - 22:00 Uhr ELTERNGRUPPENTREFF Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck www.rainbowunited.at


Termine Donnerstag, 17.12.2015 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Cevapcici HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 18.12.2015 ab 20:00 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Special: Happy X-MAS HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 19.12.2015 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Mittwoch, 23.12.2015 22:00-04:00 Uhr QUEERATTACK! - Motto: X-Mas mit DJ Henrik Eder VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck Donnerstag, 24.12.2015 ab 18:00 Uhr ! OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Minestrone, Kalte Platte und Kuchen HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 24.12.2015 20:00 - 21:00 Uhr Positiv zusammen leben Wiederholung vom 26.11.2015 @Radio FREIRAD (www.freirad.at) Donnerstag, 31.12.2015 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Essen gibt es ab 21 Uhr HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Jänner 2016 Donnerstag, 07.01.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Chilli con Carne HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015

Freitag, 08.01.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 08.01.2016 20:00 - 22:00 Uhr ELTERNGRUPPENTREFF Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Samstag, 09.01.2016 19:30 - 23:00 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 14.01.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Schnitzel mit Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 15.01.2016 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Pizza Connection HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 16.01.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 21.01.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Käsespätzle HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 28.01.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Spaghetti Bolognese HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 28.01.2016 20:00 - 21:00 Uhr Radiosendung der AIDS-Hilfe Tirol auf Radio Freirad. Aktuelles Thema @Radio FREIRAD (www.freirad.at)

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Termine FEBRUAR 2016 Donnerstag, 04.02.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Gröstl HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 06.02.2015 22:00-04:00 Uhr QUEERATTACK! – Fasching! VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

Freitag, 19.02.2016 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Mexico: Tequilla & Nachos HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 20.02.2016 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Sonntag, 21.02.2016 09:00-14:00 Uhr Themen-Brunch Aus der Winterpause zurück! NEU jetzt an jedem 3. Sonntag HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 06.02.2015 Ball der roten Herzen Volkshaus Reichenau Radetzkystraße 47, Innsbruck Donnerstag, 11.02.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Schnitzel mit Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 12.02.2016 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 12.02.2016 20:00 - 22:00 Uhr ELTERNGRUPPENTREFF Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Samstag, 13.02.2016 19:30 - 23:00 Uhr QUEER TANGO ABEND HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 18.02.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Fleischlaibchen mit Kartoffelpüree HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 25.02.2016 ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Zum Essen gibt’s: Berner Würstl HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

HOSI TERMINE 2016 SONNTAGSBRUNCH Der monatliche Themenbrunch findet ab nun jeweils am dritten Sonntag im Monat statt. Mit Ausnahme Jänner Juli und August. Im Juni zum CSD gibt es wieder den CSD Brunch GAY FRIDAY Neue Öffnungszeiten auch für den Männerabend - ab Jänner startet wir ab 20.30 Uhr bis open end wie gehabt. Alle aktuellen Termine findet Ihr auch auf unserer Webseite: www.rainbowunited.at/kalender

LEGENDE:

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HOSI Tirol

AIDS Hilfe Tirol

AFLZ

GRÜNE Andersrum Tirol

SMJG Innsbruck

www.rainbowunited.at


Szenecheck

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rainbowUNITED Ausgabe 15/04 vom 16.11.2015


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Rainbow UNITED 2015 Nr. 4  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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