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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin f端r Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 03/15

Familie ist, was wir daraus machen ...

Regenbogen Familien im Recht Seite 18-19 In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 15/03 vom 17.08.2015

Preis: 0,75 Euro

Seite 8-9


EDITORIAL Ich begrüße Euch herzlich zur 3. Ausgabe unseres Magazins Rainbow United. Es gibt wieder viel Interessantes zu lesen - in der Titelstory geht es um ein Kinderbuch, eigentlich überhaupt um Familie, Beiträge über die aktuelle Rechtssituation und vieles mehr. Natürlich darf auch ein Rezept nicht fehlen, ich hab nicht über das Grillen geschrieben, das beherrschen glaub ich fast alle, sondern über die Pfifferlinge.

Ich wünsch euch viel Spaß beim lesen und vielleicht sieht man sich ja bei der In[n]love am 29. August am Marktplatz in Innsbruck. Und falls jemand von Euch Wünsche, Anregungen oder Beschwerden hat schreibt mir unter „redation@rainbwounited.at“ Liebe Grüße Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Brigitte Fender Nicole Katsch Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 21. Oktober 2015 Erscheinung: 16. November 2015 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Nicole Katsch, Etienne, Pfarrer Mag. Lars Müller-Marienburg, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Matthäus Recheis, Gerti Eder, Judith Klemenc, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Herwig Milch, Michael Peintner, InTra* München rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED Regenbogen Splitter Familie ist, was wir daraus machen ... CSD Special United Cooking Stadtplan Adressen Termine Rainbow Shop

SoHo Tirol 8-9

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SMJG Innsbruck

AIDS Hilfe Tirol „Ich hätte da ein paar Fragen zum Sex...“

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Prost & Danke ... Fit for Live

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Regenbogen_Familien im Recht

18-19

GRÜNE Andersrum Tirol Nichts ist so stark wie eine Idee

20-21

Courage

D/s - Das Spiel von Dominanz 10-11 und Unterwerfung

Evangelische Kirche „akzeptierend&offen für alle Lebensformen“ „Trotz Fortschritten erst am Anfang“

14-15

AFLZ

Hosi Tirol Summer in the City Bondagekurse für Anfänger und Fortgeschrittene Selbstverteidigungskurse Zwei neue Gruppen der HOSI-Tirol

Finger weg!

Coming-out ein lebenslanger Prozess

22-23

InTra München 12

Das kleine 1x1 der Begriffe

24-25

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Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten)

WE &A B BO

Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 15/03 vom 17.08.2015

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Hosi Tirol

Summer in the City Feiert mit uns am 29. August das bereits zum zehnten Mal stattfindende Straßenfest veranstaltet vom Verein CSD Innsbruck. Bei der In[n]love erwartet euch bei hoffentlich schönstem Sommerwetter kühle Getränke, leckeres vom Grill, heiße Beats von unseren DJ‘s sowie verschiedenste Infostände u.A. von der Hosi Tirol, den Grünen Andersrum und den Gay Cops. Die diesjährige Tombola zugunsten des Vereins CSD, wird das erste Mal von der Hosi durchgeführt und wir freuen uns über eine rege Teilnahme von eurer Seite. Die In[n]love findet wie bereits die letzten Jahre im Herzen von Innsbruck am Markt-

platz statt. Gestartet wird ab 14 Uhr. Das genaue Programm entnehmt bitte unseren Terminen am Ende unserer aktuellen Ausgabe der Rainbow United oder unter www.csd-innsbruck.at. Das In[n]love Wochenende startet am Donnerstag, 27. August mit dem Offenen Abend ab 19 Uhr in der Hosi. Am Freitag findet im AFLZ eine Warm Up Party statt. An diesem Abend ist das AFLZ für alle Leute geöffnet. Save the Dates und wir sehen uns hoffentlich bald!

Bondage Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene Nachdem unser erster Kurs Ende Jänner ausgebucht war und nach wie vor vermehrt Anfragen kommen, bieten wir im Oktober einen zweiten Bondage (Western Style) Workshop an. Alle die bereits den ersten Teil absolviert haben oder bereits Vorkenntnisse haben laden wir herzlich zu einem Aufbaukurs für leicht Fortgeschrittene Fessler ein. Kursleiter werden wieder Martin und Sebastian sein. Nach einer anfänglichen kurzen Wiederholung der bereits erlernten Fesselungen werden die beiden mit euch neue „Figuren“ durchnehmen und euch für Fragen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird ein weiterer Kurs für Anfänger angeboten welchen diesmal Nicki als Kursleiterin übernehmen wird. Hier geht es um die Themen Sicherheit, Seilkunde und die ersten einfachen Hand- und Fußfesselungen werden durchgeführt.

Für beide Kurse sind keine fixen Partner erforderlich und es werden während der Kurse die Rollen auch gewechselt (Gefesselter – Fesselnder). Neben guter Laune und Spaß an der Sache setzen wir bequeme Kleidung und einen guten Allgemeinzustand voraus. Der Preis beträgt pro Person für ca. 4-5 Stunden für Nicht-Hosi-Mitglieder 15 Euro. Bei Vorlage des Mitgliedsausweis beträgt der reduzierte Kursbeitrag 12 Euro. Ort: Hosi Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck Termin: 10.10.2015 Uhrzeit: 19 Uhr (Dauer ca. 4-5 h) Anmeldung und Fragen nicole.katsch@hositirol.at

bitte

unter

Texte: Nicole Katsch

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www.hositirol.at

in[n]love 2015 Tirols TranSchwuLesBisches

[STRASSEN]FEST

SA

ab

14 00

29.08.

[INNSBRUCK] MARKTPLATZ

Freier Eintritt

eine Veranstaltung des Vereins

www.csd-innsbruck.at/innlove

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Hosi Tirol

Selbstverteidigungskurse der Hosi-Tirol Das Land Tirol hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt gesetzt und die Hosi-Tirol hat deshalb unter anderem das Projekt „Selbstverteidigung“ mit der Unterstützung des Landes Tirol umgesetzt. Da es auch immer wieder zu physischen Übergriffen an homo- und transsexuellen Menschen kommt, wird die HOSI einen Selbstverteidigungskurs (bestehend aus 3 Einheiten) der für betroffene Frauen, Mädchen, Männer und Burschen anbieten. Das Ziel einer derartigen Maßnahme ist unter anderem, das Selbstvertrauen und die Verteidigungsfähigkeit von Homo- und Transsexuellen zu stärken.

Die Kosten für den Kurs und die Fahrt nach Wattens werden zu 100% von der Hosi übernommen. Anmeldungen bitte baldigst (begrenzte Teilnehmerzahl) unter office@hositirol.at Termine: 14. Nov., 21. Nov. und 5. Dez. jeweils 13:30 im Judozentrum Wattens Abfahrt: 13 Uhr Hosi-Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck

Text: Jürgen Preisegger

Zwei neue Gruppen der HOSI-Tirol

Wir sind stets bemüht unser Angebot für unsere Mitglieder zu erweitern. Mit der Polyamory Gruppe, sowie der Gruppe für Bi-, Pansexuelle, Homo- & Heteroflexible sprechen wir wiederum einen neue Zielgruppe an.

Polyamory Gruppe Nach den Serien „Liebe zu dritt“ (Sixx) und „Alle meine Frauen“ TLC hat die Polyamory eine breitere Masse erreicht. Wir möchten hier eine Möglichkeit bieten euch auszutauschen, Informationen zu bekommen und gleichgesinnte zu finden. Deshalb laden wir euch jeden 1. Freitag im Monat in die Hosi ein. Wollt ihr vorher mit uns in Kontakt treten, so schreibt an nicole.katsch@hositirol.at

Bi-Pansexuelle Homoflexibel Heteroflexibel Gruppe Ob, Bi oder Pan ob Homoflexibel oder Heteroflexibel - egal, ihr wollt euch austauschen, über „für und wider“ reden oder einfach nur mit anderen gleichgesinnten zu reden, dann laden wir euch jeden 1. Freitag im Monat in die Hosi ein. Wollt ihr vorher mit uns in Kontakt treten so schreibt an nicole.katsch@hositirol.at

GRUPPENNAMEN GESUCHT - Sollte jemand einen passenden Namen für eine der neuen Gruppen wissen, so mailt uns diese an nicole.katsch@hositirol.at. Wir freuen uns auf jeden Vorschlag Text: Nicole Katsch

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REGENBOGEN Splitter

TITELSTORY

Familie ist, was wir daraus machen ... Die Titelstory der dritten Ausgabe des Rainbow United beschäftigt sich diesmal mit einem Kinderbuch zum Thema Regenbogenfamilie. Durch Zufall lernten wir die Inhaberin des GS Publishing Verlag in Innsbruck kennen. MMag. Stefanie Gapp erzählte uns enthusiastisch im Mai 2015 von einem neuen Buchprojekt. Darum ging es um ein Buch von Tatjana Weiler als Autorin welche bereits acht Kinderbücher veröffentlichte. Sie schreibt, liest und tanzt sich immer mal wieder mit einem breiten Lächeln durch Schulklassen, Bibliotheken und Veranstaltungen. Mit mit Bucht „Familie Kunterbunt“ möchte sie ein Zeichen für Toleranz setzen und zeigen, dass „Familie“ mehr sein kann, ist die Familie Kunterbunt doch eine sogenannte Regenbogenfamilie. Regenbogenfamilien werden Familien genannt, bei denen die Kinder bei gleichgeschlechtlichen Partnern aufwachsen. Illustriert wurde das Kinderbuch von Jeanne Kneuse. Sie hat Kunst an der Sorbonne in Paris studiert. Nach dem fertigen Studium ist sie in die Niederlande gezogen, wo sie an der Kunstakademie in Rotterdam ein weiteres Studium zur Kunstlehrerin absolviert hat. Sie unterrichtet seitdem mit aller Liebe das Fach „Kunst“ als Lehrerin an einem Lyceum. Seit einem Sommeraufenthalt an der Kunstakademie in Edinburgh 2010, wo sie ihren Illustrationsstil verfeinerte, illustriert sie für diverse Auftraggeber - und inzwischen auch für GS Publishing.

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Die geplante Veröffentlichung der Familie Kunterbunt im Juli 2015 musste leider aufgrund von bis dahin fehlenden Buchpaten verschoben werden. Buchpaten unterstützen den Verlag dabei, heimischen,

bisher unbekannten Autoren eine Chance zur Veröffentlichung zu geben. Neben den Buchpatenschaften wird ab 10. September 2015 ein Crowdfunding Projekt für das queere Kinderbuch ins Leben gerufen. Als Dank hat sich der Verlag viele schöne Geschenke einfallen lassen. Unterstützen könnt ihr die Familie Kunterbunt unter www.wemakeit.com/projects/familie-kunterbunt.

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REGENBOGEN Splitter Interview mit der Autorin Rainbow United: Kannst du uns einen kurzen Abriss des Inhalts geben? Die Kinder der Regenbogen Familie Kunterbunt starten zu einer geheimen Abhörmission als der „merkwürdige“ Herr Gifto in ihre Nachbarschaft zieht. Nach und nach werden auch die anderen liebenswerten Bewohner der Straße und ihre Familien in all ihrer Vielfalt vorgestellt. Das liebevoll illustrierte Kinderbuch greift die Frage auf „Was ist Familie?“ und thematisiert altersgerecht verschiedenste Familienstrukturen. Ein Buch, das auf charmante Art Vorurteile verblassen lässt und für Toleranz, Offenheit und ein gelebtes Miteinander wirbt. Wie kamst du auf die Geschichte über eine Queer-Familie? Die Idee kam von einer befreundeten Familie, bestehend aus zwei Mamas plus Sohnemann.
Meine Freundinnen der Regenbogenfamilie haben in mehreren Gesprächen erwähnt, dass es zu dem Thema „die etwas andere Familie ist so normal wie jede andere auch“... für Kinder im Leselernalter so gut wie gar keine Bücher gibt, mit deren Familien-Charakteren sie sich identifizieren können ... daraufhin haben sie und ich recherchiert und schlussendlich befunden, selbst dieses Projekt der Geschichten um eine besonders normale Familie - die Kunterbunts - selbst anzugehen …

Wie geht es weiter und sind Fortsetzungen oder weitere Bände der Familie Kunterbunt geplant? In der Hoffnung auf viele Buchpaten und begeisterte LeserInnen freu ich mich schon auf weitere Geschichten mit der Familie Kunterbunt. Es gibt Konzepte für zwei Fortsätzungsbände. Diese warten bereits darauf, nach Veröffentlichung von Band 1 mit vielen spannenden lustigen Sätzen weiter zu starten. Was wünscht du dir für das Buch? ... dass es eine Brücke bildet zwischen dem altbekannten Familiensystem und neuen Strukturen ... dass es aufzeigt, dass gedachte Unterschiede eigentlich gar keine sind ... dass wir uns alle eigentlich ähnlicher sind als wir manchmal meinen ... und vor allem, dass es Freude, Spannung und unterhaltsame Lesestunden für Groß und Klein beschert … Sind schon Veranstaltungen in Planung um dein Kinderbuch vorzustellen? Geplant sind eine Reihe von interaktiven Lesungen, Lesereisen und mehr ... im Rahmen des Tiroler Kulturservice, Büchereieinladungen und eventuell dem Literaturfestival Sprachsalz 2016? Es wäre eine tolle Gelegenheit das Buch einem breitem Publikum zu präsentieren. (Anmerkung der Redaktion: auch eine Lesung für Kinder und Eltern in der HOSI Tirol ist bereits in Planung)

Kurzbeschreibung Karlotta und Kian Kunterbunt sind elf und neun Jahre alt und wohnen mit Mama Mia und Mum Susa in der Krautkopfstraße 12a. Karlotta und Kian lieben diese Straße - mitsamt all ihren tollen Bewohnern. Seit einigen Tagen jedoch gehen genau hier, in der Krautkopfstraße, eigenartige Dinge vor sich. Es tauchen plötzlich weiße Lastwagen auf, Männer mit Atemschutzmasken fahren vor, seltsame, verdächtige Nachbarschaftsbesuche werden beobachtet und Schnurabhörtelefone sind in Verwendung. Die spannende Krautkopfstraßen-Mission unter der

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Leitung von K & K startet. Quer durch die Nachbarschaft, vorbei an Opa Oskar und Oma Olga, Timna Techl, den Rainers, den Staudls, Roli und Mike und Familie Milla bis hin zu dem äußerst verdächtigen Herrn Gifto. Ist er etwa der Schlüssel zur Lösung des Rätsels? Geplant als Hardcover (gebunden), Format: 21,0 x 17 cm, 48 Seiten, durchgehend farbig illustriert. Text: Nicole Katsch Foto: GS Publishing Verlag

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SMJG Innsbruck

D/s – Das Spiel von Dominanz und Unterwerfung

Nachdem wir in der letzten Ausgabe unseren Artikel der Sicherheit innerhalb der BDSM-Szene gewidmet haben, werden wir euch dieses Mal ein wenig über D/s berichten. Bedeutung D/s steht für Dominance/submission (engl.: Dominanz und Unterwerfung) und beschreibt im Wesentlichen ein bewusstes und vor allem von beiden Seiten angestrebtes Machtgefälle zwischen zwei (oder mehreren) Partnern. Genauer betrachtet, umfasst D/s die psychische Komponente im BDSM. Selbstverständlich gibt es ein derartiges Machtgefälle in sehr vielen Arten von Beziehungen, doch ist es dann als D/s im eigentlichen Sinne anzusehen, wenn dieses Machtverhältnis bewusst gelebt wird und gewollt ist. Was umfasst D/s? Die wohl bekannteste Form dieser Facette von BDSM ist die typische Meister (oder auch HerrIn) zu Sklave/Sklavin – Beziehung. Der dominante Part äußert seine Wünsche und der devote Part unterwirft sich seinem Willen. Häufig gibt es hierfür einige klare Regeln, an die sich der submissive Part zu halten hat. Erfüllt er/sie die Erwartungen des dominanten Parts nicht,

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sind auch gerne verschiedene Strafen vereinbart, die dann zur Anwendung kommen. Diese können sowohl von psychischer als auch von physischer Natur sein, wobei letzteres eine Beziehung mit gewissen sadomasochistischen Zügen erfordert. Wie dies gelebt wird, variiert natürlich auch sehr; sei es nun beispielsweise nur für die verhältnismäßig kurze Dauer einer „Session“ (also eines „Spieles“), welche durch klare Zeichen, wie beispielsweise das Umlegen eines Halsbandes, abgegrenzt wird, oder andauernd, also 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche (kurz: 24/7). D/s beschränkt sich damit nicht etwa auf rein sexuelle Handlungen, sondern kann viel weitreichender sein. Eine andere verbreitete Spielart sind Rollenspiele. Zum Beispiel kann von einem fiktiven Altersunterschied ausgegangen werden (sog. Ageplay) oder ein Part übernimmt die Rolle eines Haustieres (sog. Petplay), um ein Machtgefälle zu erzeugen, auf das sich die Beteiligten einlassen und in das sie sich hineinfallen lassen können. Der Fantasie ist hierbei keine

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www.smjg.org/innsbruck Grenze gesetzt. Hier gibt es auch oftmals Überschneidungen mit der Welt des Fetisch: die Beteiligten ziehen sich zunächst Kleidung aus Leder, Gummi, Lycra, Uniformen und ähnliches an, um den Start in ein solches Rollenspiel zu erleichtern. TPE – Total Power Exchange Die umfassendste Art einer D/s-Beziehung stellt Total Power Exchange (engl. „totaler Machtaustausch“) dar. Im Wesentlichen ist es die komplette Übertragung aller eigenen Entscheidungen auf den dominanten Part. Er/sie darf entscheiden, was der submissive Part anzieht, was und wann gegessen wird usw. Kurzum, die absolute Kontrolle wird in die Hände des dominanten Parts gelegt. Eine solche Beziehung erfordert eine 24/7-Basis, sehr viel Vertrauen und eine gute Kommunikation. Der submissive Part muss sich absolut sicher sein, dass er jegliche Kontrolle und Entscheidungsgewalt in die Hände des dominanten Parts abgeben will, während dieser sich sicher sein sollte, damit verantwortungsvoll umgehen zu können.

Symbole Gerne werden auch Symbole für diese bewusste Rollenverteilung verwendet; so gibt es Subs, welche als Zeichen ihrer Unterwerfung ein Halsband, einen Ring oder etwas derartiges tragen, um vor dem dominanten Part und auch vor sich selbst ihre Rolle zu signalisieren. Auch ein klar formulierter Sklavenvertrag (der, wie wir schon im letzten Artikel ausgeführt haben, rechtlich ungültig ist) kann als Symbol für dieses gewollte Machtgefälle dienen. Das Wort, welches eine D/s-Beziehungen am besten beschreibt, ist „dynamisch“. Jede Beziehung ist einzigartig und so gilt es auch bei dieser Form der Beziehung, dass man sich mit seinen Wünschen und Bedürfnissen einbringt und Vertrauen zueinander als Ausgangspunkt hat. Es gibt weder ein Richtig noch ein Falsch; wichtig ist, dass man offen kommuniziert und D/s (natürlich unter Zustimmung aller Beteiligten) zur eigenen Zufriedenheit und der des Partners auslebt. Wenn ihr zu diesem oder anderen Themen aus dem BDSM-Bereich Fragen habt oder einfach mal bei einem unserer Stammtische vorbeischauen wollt, könnt ihr mich gerne unter: etienne@smjg.org kontaktieren.

Text: Etienne Foto: SMJG Innsbruck

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Evangelische Kirche

„akzeptierend&offen für alle Lebensformen“ Prädikat für LGBT-freundliche Pfarrgemeinden in Evangelischer Kirche gestartet Vor etwa 20 Jahren hat die Evangelische Kirche in Österreich festgehalten, dass sexuelle Orientierung kein Kriterium zur Beurteilung von Menschen ist. Alle können Mitglieder der Kirche sein und mitarbeiten – auch als PfarrerInnen. Diese Grundsatzentscheidung wurde in der Vielfalt der Evangelischen Kirche sehr unterschiedlich umgesetzt. Nun hat die „Plattform der Lesbischen, schwulen und bisexuellen MitarbeiterInnen der Evangelischen Kirche in Österreich“ (LSM) ein Prädikat mit dem Titel „akzeptierend & offen“ entwickelt Es wird Pfarrgemeinden und evangelischen Einrichtungen verliehen, die sich zur Einhaltung der folgenden Kriterien verpflichten: • Sie ist akzeptierend und offen für verschiedene Lebensformen. • Sie pflegt einen unaufgeregten Umgang mit dem Thema Sexualität. • Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität haben selbstverständlich einen Platz im Leben der Gemeinde. Auch in Leitungsfunktionen sind sie willkommen. • Sie bietet Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare an. Im Juli 2015 wurde das Prädikat den ersten Pfarrgemeinden verliehen (Innsbruck-Auferstehungskirche, Villach, Hallein). Weitere haben sich bereits den Kriterien verpflichtet. Ziel des Prädikats ist es, nach außen Klarheit zu schaffen, damit LGBT wissen, in welchen Pfarrgemeinden sie willkommen sind. Innerhalb der Kirche soll durch das Prädikat die Diskussion über eine volle Gleichberechtigung von LGBT, z.B. auch bei Partnerschaften, vorangetrieben werden. Ähnliche Prädikate gibt es in vielen Kirchen weltweit. Z.B. in der Amerikanischen Lutherischen Kirche („Reconciling in Christ“), der dortigen reformierten Kirche („More Light Presbyterians“) oder in der United Church of Canada („Affirm United“).

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Texte & Foto: Pfarrer Mag. Lars Müller-Marienburg

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„Trotz Fortschritten erst am Anfang“

Kurator Erich Klemera, der weltliche Leiter der Evangelischen Auferstehungskirche Innsbruck, im Gespräch Rainbow United: Herr Kurator Klemera, Ihre Pfarrgemeinde hat als erste in Österreich das Prädikat „akzeptierend&offen“ erhalten. Wie bedeutet Ihnen das? Klemera: Es macht mich ein wenig stolz auf meine Kirche, dass wir offen sprechen und auch handeln können. Stolz auf meine Gemeinde, dass Sie sich für die Anerkennung von verschiedenen Lebensformen und der sexuellen Orientierung ausgesprochen hat. Haben Sie schon immer so gedacht oder gab es irgendwann ein Umdenken? Ich bin mit dem Thema Homosexualität genauso vorbelastet aufgewachsen wie viele meiner Generation. Eine bewusste Auseinandersetzung damit begann mit dem immer selbstbewussteren Auftreten und dem „Coming Out“ von Personen aus dem öffentlichen Leben. Gab es bezüglich des Prädikats in der Pfarrgemeinde große Diskussionen? Es gab natürlich Diskussionen. Aber letztendlich hat sich eine überwältigende Mehrheit der Gemeindevertretung für die Annahme des Prädikates ausgesprochen um damit nach innen und außen die tolerante Einstellung unserer Pfarrgemeinde zu dokumentieren. rainbowUNITED Ausgabe 15/03 vom 17.08.2015

Wie denke Sie/Ihre Pfarrgemeinde über die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren? Die Eheschließung geschieht nach evangelischem Verständnis am Standesamt. Die evangelische Trauung ist die Segnung eines verheirateten Paares. Aus diesem Verständnis heraus stehen wir als Pfarrgemeinde einer Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren positiv gegenüber. Oft wird in christlichen Kreisen behauptet: Wer sich für die Gleichberechtigung von LGBT einsetzt, verrät die christliche Tradition und ihre Werte. Was denken Sie dazu? Wenn die Basis der christlichen Werte die Liebe ist, wie kann dann Gleichberechtigung ein Verrat an christlichen Traditionen sein? Ich meine, dass wir trotz aller Fortschritte sowohl in der Gesellschaft als auch in der Kirche erst am Anfang der Gleichberechtigung stehen. Danke für das Gespräch! Erich Klemera, Jg. 1955, ist seit 2012 Kurator der Evangelischen Pfarrgemeinde Innsbruck-Auferstehungskirche. Er ist damit der „weltliche“ Leiter der Gemeinde. Mit seiner Frau hat er zwei erwachsene Kinder.

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SoHo Tirol

Finger weg! Wer kennt das nicht – man bewegt sich durch eine Menschenmenge und irgendwer berührt einen so, dass man davon unangenehm berührt wird. Was oft nur durch Zufall einfach mal so passiert, gehört aber leider oft genug zum Alltag von zumeist Frauen. Sie werden auf unangenehme Weise berührt – im Volksmund fasst schon verharmlosend „betatscht“ genannt – und stehen dann da mit ihren unangenehmen Erfahrungen. Sag ich´s oder sag ich´s nicht? Je nach Standpunkt wird diese Frage von Tätern und Opfern anders beantwortet. Das Opfer will das, was hier geschehen ist, einfach nicht und will sich wehren. Der oder die TäterIn findet, dass so was einfach nicht der Rede wert sei und es doch nicht so aufgebauscht werden muss, wenn man mal die Finger nicht vom Objekt der Begierde lassen kann oder will. Ist ja eh nur ganz lieb gemeint gewesen…

len, dass sie auch die unseren akzeptieren.

werden bei einem Menschen unauslöschliche Spuren hinterlässt. Und wir gehen hier sogar so weit zu behaupten, dass ein solches Verhalten auch bei Tätern Spuren hinterlässt. Je länger sie nämlich mit einem solchen Tun ungestraft bleiben – und sei es auch nur eine eingefangene „Watschen“ – desto mehr werden sie sich in ihrer Verhaltensweise bestätigt fühlen und keinen Grund darin sehen, dies zu unterlassen.

Hier geht es ganz bestimmt nicht darum, mit Menschen, die wir kennen und lieben einen anderen Umgang zu pflegen als bisher, aber wir müssen uns bewusst sein, dass jede Form von zu etwas gezwungen

Natürlich sind wir keineswegs für die Prügelstrafe, auch nicht in diesem Fall. Jedoch darf es kein Wegschauen der Gesellschaft und der von dieser gewählten Gesetzgeber mehr geben, wenn es gilt, dass hier die Be-

Lieb gemeint und trotzdem unter keinen Umständen zu tolerieren! Der Körper eines Menschen ist sein ganz eigener Bereich. Jeder und jede von uns hat ein eigenes, ganz individuell ausgeprägtes Schamgefühl. Das sind Grenzen, die wir bei den anderen akzeptieren müssen, wenn wir wol-

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www.soho.or.at Eingriff in die persönliche Freiheit eines Menschen, der strafbar ist und daher gesetzlich mit Konsequenzen zu ahnden sein muss. Denn Freiheit bedeutet, alles tun zu dürfen, was anderen nicht schadet! Wenn das Betatschen fremder Körper endlich auch dem Täter schadet, wird es sich vielleicht eher eindämmen lassen… Enden möchten wir mit einer kleinen, leider oder zum Glück wahren Geschichte. Ein Mädchen im Teenageralter – nennen wir sie Hilde – hat einen Onkel – nennen wir ihn Reinhold. So weit so gut. Nur hat Onkel Reinhold die unangenehme Angewohnheit, immer wieder tatkräftig nachzuprüfen, ob denn der Busen seiner Nichte schon gewachsen sei. Er tut das ganz unversteckt auch in der Öffentlichkeit und alle scheinen das ganz normal, sogar lustig zu finden. Nur Hilde und ihren Schwesgriffe Opfer und Täter ganz klar definiert und letztere für ihr Tun zur Verantwortung gezogen werden. Derzeit arbeitet man in der Bundesregierung – allen voran Frauenministerin Gabriele Heinisch - Hosek - daran, das sogenannte „Grapschen“ klar zu definieren und angemessene Strafen dafür auszuarbeiten. Möglicherweise dauert das zwar noch etwas länger, aber besonders Frauenorganisationen machen sich ganz vehement zu diesem Thema bemerkbar und fordern Ergebnisse, die aus dem unleidlichen Kavaliersdelikt endlich das machen, was es im Grunde immer schon war. Nämlich ein

tern und Kusinen – ebenfalls sagen wir mal Studienobjekte ihres Onkels, finden das zum Grausen. Schließlich platzt Hilde bei einer Familienfeier in einem Gasthaus der Kragen. Sie musste sich die Tatschereien und das dementsprechend blöde Gerede über ihre minimale Oberweite mal wieder gefallen lassen. Da greift sie über dem Tisch und fasst des Onkels Familienjuwelen und fragt laut genug für alle im Restaurant: „Na, ist das fein?“ Onkel Reinhold ward somit blitzschnell von seiner unangemessenen Angewohnheit für immer geheilt…

Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber - Fotos: Gabi Schiffer

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AIDS Hilfe Tirol

„Ich hätte da ein paar Fragen zum Sex...“

Über Sex und sexuelle Gesundheit zu reden ist für manche Männer peinlich. Die AIDS-Hilfe Tirol bietet kostenlose und anonyme Beratung zu sexueller Gesundheit an. Ein paar Beispiele aus der Praxis. „Ich bin jung und bi. HIV haben doch eh nur alte Schwule!?“ Eine große Studie kommt für Europa zu klaren Ergebnissen: Burschen und Männer, die Sex mit Männern haben, sind besonders häufig von HIV und Syphilis betroffen. 2013 fanden 42 % aller HIV- Neuinfektionen und 58% aller Syphilis-Neuinfektionen in der Gruppe der Schwulen und Bisexuellen statt. Darunter befinden sich auch in Tirol ganz junge Männer. Beim ungeschützten Analverkehr (aktiv wie passiv) ist das HIV-Infektionsrisiko bis zu 14 Mal höher als beim ungeschützten Scheidenverkehr. Beide Infektionen können unbehandelt schwere gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist es sinnvoll, sich einmal im Jahr zumindest auf HIV und Syphilis testen zu

lassen – z. B. anonym und kostenlos in der AIDS-Hilfe Tirol. „Mich juckt es im Hintern. Ich traue mich aber nicht zum Arzt.“ Überwinde deine Schamgefühle und lass den Juckreiz abklären. Es kann unter anderem ein Hinweis auf Feigwarzen im Analbereich sein. Auch helles Blut auf dem Toilettenpapier kann dafür ein Symptom sein. Feigwarzen gehören behandelt. Ein Arzt oder eine Ärztin mit proktologischem Schwerpunkt kann durch eine Untersuchung des Analbereichs eine Diagnose stellen. Zum Beispiel Dr. Petra Lugger im Medicent in Innsbruck. Sie ist nicht nur sehr kompetent sondern auch gayfriendly. Eine HPV-Impfung kann übrigens das

874,41 Euro „Prost und Danke für die Unterstützung!“ Schwester Rosa (im Bild vor dem Stand der AIDSHilfe Tirol) und Schwester Theresa sammelten Spenden für die AIDS-Hilfe Tirol rund um den CSD im Juni. Das stolze Ergebnis: 874,41 Euro. Vielen Dank allen Spendern und Spenderinnen!

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www.aidshilfe-tirol.at Risiko für Feigwarzen verringern. Informationen zu analer Gesundheit findest du auf der Homepage der AIDS-Hilfe Tirol. Unter der Rubrik Mann&Mann kannst du die Broschüre Eros Anal downloaden. „Ich steh total auf Natursekt. Ist das gefährlich?“ Ohne Blut ist NS kein HIV-Risiko. Aber es können Hepatitis A+B Viren über den Urin übertragen werden. Diese Übertragung ist durch Kontakt von Urin mit Augen, Schleimhäuten und offenen Verletzungen möglich. Lass dich gegen Hepatitis A+B impfen und achte darauf, ob dein Impfschutz aufrecht ist. Eine Impfschutzbestimmung (Titer) kann z. B. bei deinem Hausarzt oder in der AIDS-Hilfe Tirol durchgeführt werden.

sich gut in Szene setzt, hat mehr Chancen auf reale Treffen. Aber für einen Teil spielt weder ein reales Treffen noch das Abspritzen beim Masturbieren vor dem Computer die wichtigste Rolle: „Jedenfalls scheint vielen Usern die mit der sexuellen Erregung beim Cybersex einhergehende Lust wichtiger zu sein.“ Viele sexuelle Fantasien in Chats bleiben Fantasien. Man kann schön pervers in der Fantasie handeln ohne dann tatsächlich pervers zu sein. Dannecker: „Das Internet bietet demnach die Möglichkeit, etwas zu tun und, da dieses Tun in der Virtualität bleibt, es gleichzeitig nicht zu tun.“

„Im Chat haben viele extreme Fantasien. Wird das alles auch gelebt?“ Der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker hat eine große Studie zu Sex im Internet geleitet. Seine Ergebnisse: Wer den sexuellen Schönheitsidealen entspricht und

AIDS-Hilfe Tirol

www.aidshilfe-tirol.at

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Sexualpädagogische Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten für Schulen – Infos und Anmeldung über die Homepage der AIDS-Hilfe Tirol. Gesprächskreis für HIV-positive Schwule und Bisexuelle. Vorgespräch mit Dr. Fritz Aull: 0512 563621. Qigong für HIV-Positive: Der Kurs mit einfachen Übungen aus China zur Pflege der Lebensenergie Qi beginnt wieder Mitte September. Information: Matthäus Recheis, Diplom Qigonglehrer, 0512 563621.

Text: Matthäus Recheis - Foto: Gudrun Altenburger

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Frauenzentrum AFLZ

Regenbogen_Familien im Recht

In den vergangenen Jahren hat sich in Österreich für Regenbogenfamilien rechtlich einiges getan und doch gibt es immer noch Hürden und Schwierigkeiten und eindeutig noch einiges zu tun. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick zur rechtlichen Situation. Geschütztes Familienleben? Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantiert das Recht auf Achtung des Familien- und Privatlebens. Laut höchstgerichtlicher Rechtsprechung sind neben Beziehungen, die auf einer Ehe basieren, auch solche Beziehungen vom Schutz des Art. 8 EMRK umfasst, die auf sogenannten de-facto-Beziehungen von Personen beruhen, die außerhalb einer Ehe zusammenleben – sofern diese eine gewisse Stabilität, Kontinuität und Intensität aufweisen. Entstehen Kinder aus solchen Beziehungen sind diese automatisch Teil dieser familiären Einheit. Das gilt auch für Kinder, die mit Unterstützung der Fortpflanzungsmedizin entstanden sind. Wenn also ein heterosexuelles Paar mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommt, so wird dieses Paar automatisch als rechtliche Eltern anerkannt. Auch wenn nicht der Mann, sondern der Samenspender, biologischer Vater des Kindes ist.

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Bei homosexuellen Paaren allerdings, die sich gemeinsam für ein Kind entschieden und dieses mithilfe der Fortpflanzungsmedizin bekommen haben, geht der Oberste Gerichtshof (OGH) momentan (noch) nicht von einer automatischen Elternschaft aus. Das bedeutet, dass der nicht biologische Elternteil (Co-Elternteil) Obsorge für das Kind nur über den Weg der Stiefkindadoption bekommen kann. Stiefkindadoption Im Februar 2013 wurde Österreich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht (EGMR) verurteilt und musste daraufhin die Stiefkindadoption auch für gleichgeschlechtliche Paare ermöglichen. Damit ist es seit Inkraft-Treten des Adoptionsrechtsänderungsgesetzes 2013 am 1. August 2013 auch homosexuellen Paaren erlaubt, das leibliche Kind des_der Lebensgefährt_en_in bzw. des_der eingetragenen Partner_s_in zu adoptieren. www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at Nachdem diese Adoptionsverfahren von Beginn an zügig und unkompliziert verhandelt wurden, gibt es damit wenigstens die in relativ kurzer Zeit erreichbare Möglichkeit einer Absicherung der rechtlichen Beziehung zwischen Kind und Co-Elternteil.

mehr offen. Diese setzt nämlich eine bestehende Beziehung voraus. Dementsprechend gibt es in diesem Fall keine Möglichkeit einer Absicherung der rechtlichen Beziehung zwischen Kind und Co-Elternteil.

Samenspende für lesbische Paare Im Dezember 2013 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) das Verbot der Samenspende für lesbische Paare als verfassungswidrig gekippt. Seit Jänner 2015 ist nun das FortpflanzungsmedizinrechtsÄnderungsgesetz (FMedRÄG) in Kraft, das es Frauen, die in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft oder einer eingetragenen Partnerschaft leben ermöglicht, mithilfe medizinisch unterstützter Fortpflanzung ein Kind zu bekommen. Auch das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) wurde dahingehend abgeändert, dass die Co-Mutter nun automatisch rechtlich als zweiter Elternteil gilt (ohne dass eine Stiefkindadoption nötig ist). Diese Regelung ist allerdings nur auf Kinder anzuwenden, die nach dem 1.1.2015 geboren wurden.

Fremdkindadoption In Österreich ist es zwar Einzelpersonen erlaubt ein Kind zu adoptieren, nicht jedoch homosexuellen Paaren. Im Dezember 2014 hat der VfGH dieses Adoptionsverbot für homosexuelle Paare als diskriminierend und verfassungswidrig aufgehoben. Nun hat der Gesetzgeber eine Reparaturfrist bis Dezember 2015, um die Gesetzeslage dem Erkenntnis des VfGH entsprechend anzupassen.

Haben sich Eltern von vor dem 1.1.2015 geborenen Kindern mittlerweile getrennt, so steht auch die Stiefkindadoption nicht

Es ist dringend an der Zeit, dass Diskriminierungen ein Ende finden und Regenbogenfamilien rechtlich umfassend abgesichert und anerkannt werden. Dabei bleibt zu hoffen, dass die anstehende Novelle genützt wird und der Gesetzgeber es nicht weiterhin auf Entscheidungen/Verurteilungen des VfGH oder EGMR ankommen lässt. Text: Gerti Eder, Judith Klemenc - Foto: Fotolia

Sommeröffnungszeiten Juli & August Freitags - ab 20.30 Uhr ab September Dienstag - 18.00-23.00 Freitag - ab 20.30 Uhr www.frauenlesbenzentrum.at

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GRÜNE Andersrum Tirol

Das Selbstbewusstsein der katholischen Kirche kennt keine Grenzen. Irland sagte vor kurzem als 12. europäisches Land JA zur Gleichstellung der Ehe für homosexuelle Paare und dem Vatikan fällt nichts Besseres dazu ein, als die Entscheidung eine „Niederlage für die Menschheit“ zu nennen. Nicht als „Rückschlag für die katholische Kirche“, nein, hier wird für alle gesprochen, unterschiedliche Nationalitäten und Glaubensausrichtungen keck vereinnahmt. In weiteren acht europäischen Ländern besteht aktuell zwar keine volle Gleichstellung, zumindest jedoch das Modell einer „Eingetragenen LebenspartnerInnenschaft“, welche die Beziehungen rechtlich anerkennt. Man könnte sagen, dass die Richtung stimmt. Das „Schlachtfeld“ auf dem der Kampf um die EHE GLEICH ausgetragen wird, unterscheidet sich je nach Land erheblich. Steuerliche Benachteiligungen, „Kinder brauchen Vater und Mutter“-Debatten, Adoptionsrecht, Bauchgefühl und vieles mehr werden aufs Tapet gebracht. In Österreich haben wir das alles bereits hinter uns. Ungläubiges Kopfschütteln? Nein im Ernst, momentan sind wir hier in der absurden Situation, das einzige Land weltweit zu sein, das gleichgeschlechtlichen Paaren beispielsweise volles Adoptionsrecht gewährt, aber weiterhin die Ehe verbietet. Wenn wir hier vor Ort von der EHE GLEICH

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sprechen, dann geht es nicht darum eine neu Form von Ehe einzuführen, es wird nichts aus der Taufe gehoben, nichts parallel installiert und ebenso wenig wollen wir irgendwelche Grenzen niederreißen. Es geht einzig und allein darum, allen Bürgerinnen und Bürgern denselben Zugang auf bestehende rechtliche Institutionen zu gewähren.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. *oder eben nicht Artikel 1 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Unsere stärksten Gegner hierzulande sind die ÖVP und wie eingangs erwähnt die katholische Kirche. Letztere weltweit bestens vernetzt und darum bemüht, aus den „Niederlagen“ in anderen europäischen Ländern zu lernen. „Man (die katholische Kirche - Anm.d.Red.) befinde sich heute mehr denn je auf einer prophetischen Mission, die heilige traditionelle Ehe zu verteidigen“ poltern Vereinigungen von Bischöfen und der Papst legt nach, indem er „[…] die Gender-Theorie, die die Schöpfungsordnung nicht anerkennt“ ebenso kritisiert, wie gelebte homosexuelle Partnerschaften. Dabei müssten gerade diese beiden von

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www.tirol-andersrum.at der Idee der Ehegleichstellung überzeugt sein. Was gibt es konservativeres, als dass zwei Menschen verbindlich und dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen möchten?! Die Diskussion ist grundsätzlich keine zwischen LINKS und RECHTS, LIBERAL und KONSERVATIV. Es geht dabei um die Frage, was VERNÜNFTIG ist. Und diese Frage stellt sich jetzt und hier. Die „Fronten“ dieser Auseinandersetzung treffen im Herzen Europas aufeinander, die nächsten richtungsweisenden Entscheidungen fallen in der Schweiz, Deutschland und Österreich, um dann Richtung Süden und Osten zu wirken *siehe Grafik Lautstark und überheblich posaunen die GleichstellungsgegnerInnen in die Welt hinaus: „Ich will es nicht, deshalb darf es niemand“. Schon seit längerem kursiert dazu eine Analogie im Internet, die wie folgt lautet: „Wenn gleichgeschlechtliche Paare

nicht heiraten dürfen, weil es deine Religion widerspricht, dann darfst du keinen Keks essen, weil ich gerade auf Diät bin.“ Motiviert, vernünftig und zuversichtlich wie nie zuvor stellen wir uns dieser „Schlacht“. Und auch DU kannst einen entscheidenden Beitrag leisten! Wir bitten dich inständig, in deinem eigenen und unser aller Interesse: Unterstütze das Projekt EHE GLEICH, getragen von über 40 LGBTIX-Organisationen österreichweit. Damit ist es das größte Projekt seiner Art in der österreichischen Geschichte wohlgemerkt. Ende August reichen wir die gesammelten Unterschriftenlisten im Parlament ein, über 1500 allein aus Tirol, und anschließend kommt es bei der parlamentarischen Online-Umfrage auf jede Stimme an. Wir halten dich auf dem Laufenden! facebook.com/andersrumtirol www.ehe-gleich.at

Rechtliche Lage in Europa

Text: Herwig Milch - Fotos: Grüne Andersrum Tirol

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Courage

Coming-out - ein lebenslanger Prozess Eine psychologisch-pädagogische Betrachtungsweise Viele Menschen, die nicht heteronormativ leben können oder wollen, haben diesen Prozess schon erlebt, sind mitten drin oder haben ihn noch vor sich: das sogenannte Coming-out. (von englisch „coming out of the closet“- wörtlich: „aus dem Kleiderschrank herauskommen“) „Es bezeichnet den individuellen Prozess, sich seiner eigenen gleichgeschlechtlichen Empfindungen oder seiner von gesellschaftlich festgelegter geschlechtlicher Identität oder Geschlechtsrolle abweichenden Empfindungen bewusst zu werden und zu akzeptieren – und dies anschließend dem näheren familiären und sozialen Umfeld mitzuteilen.“ (vgl. Wikipedia. Available at: https:// de.wikipedia.org/wiki/Coming-out). Dieser Prozess, der sich immer wieder verändert, individuell sehr verschieden ist und von vielen Faktoren abhängig ist, beinhaltet vor allem zwei Dimensionen: • Den innerpsychischen Vorgang: Das Bewusstwerden und die Gewissheit, nicht heterosexuell zu sein. • Die soziale Dimension: das Finden eines eigenen Lebensstils und sich in der Öffentlichkeit als „nicht heterosexuell“ zu präsentieren. Grundsätzlich werden im Prozess des Coming-out mehrere Phasen erkennbar:

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Die Prä-Coming-out-Phase Diese Phase umfasst die Zeit von der Geburt bis zu diesem Moment, in dem ein Kind sein „Anders“- Sein wahrnimmt. Diese Phase wird individuell sehr unterschiedlich erlebt und hängt im Wesentlichen davon ab welche moralischen Vorstellungen, Einstellungen und Erziehungsmuster im nächsten Umfeld des Kindes vorherrschen. Eltern, aber auch Fachpersonen aus dem erzieherischen Umfeld, die offen gegenüber unkonventionellen Lebensstilen sind und nicht an geschlechtsstereotypen Verhaltensweisen festhalten, ermöglichen es den Kindern und Jugendlichen zu sich selbst zu stehen. Das eigentliche Coming-out Diese Phase ist geprägt von der Gewissheit, keine heterosexuelle Orientierung zu haben. Rein statistisch findet das eigentliche Coming-out meist zwischen dem 14 und 20 LJ statt, bei manchen jedoch auch früher aber es kann einer Person auch erst in einem höheren Lebensalter klar werden. Häufig wird von einem „inneren“ und einem „äußeren“ Coming-out gesprochen. Während man unter dem inneren Coming-out das eigene Bewusstsein nicht heterosexuell zu sein versteht, meint das äußere Coming-out, das Umfeld über die eigene Orientierung zu informieren. (vgl. Udo Rauchfleisch, 2011) www.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at Diese Phase ist häufig begleitet von Zweifeln, Unsicherheit und Angst. Schwule, lesbische und bisexuelle Menschen wurden meist heteronormativ erzogen und es standen nur heterosexuell geprägte Vorbilder zur Verfügung deshalb braucht es ein offenes Umfeld, positive Identifikationsmodelle, Sachinformationen und Möglichkeiten, sich selbst zu reflektieren. Es stellt sich immer wieder die Frage, WANN, WIE und WEM man es sagen „soll“ oder „muss“. Wichtig ist, dass dies eine Entschei-

dung ist, die Jede und Jeder für sich alleine trifft, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und sich die Zeit zu nehmen, die man_frau braucht. Häufig sind es enge Freunde oder wichtige Bezugspersonen im Umfeld welche zuerst eingeweiht werden. Eltern werden dann meist erst an zweiter oder dritter Stelle angesprochen. Jedes Umfeld ist anders, und benötigt ein ganz individuelles Vorgehen. In dieser Phase können auch Beratungseinrichtungen –wie etwa die Beratungsstelle COURAGE eine große Unterstützung sein.

Die explorative Phase und das Eingehen erster (fester) Beziehungen Hier geht es vor allem darum, sich zu definieren und diesen Bereich bewusst zu gestalten. Zentrale Fragen sind dabei: • Wie und wo lerne ich andere Menschen mit der gleichen Orientierung kennen? • Wie gestalte ich das Nähe-Distanz-Verhältnis? • Wie äußeren sich gleichgeschlechtliche Liebesgefühle?

• Wie möchte ich Beziehung(en) leben? • Wie möchte ich meine Sexualität gestalten? Im Grunde stellen sich die selben Fragen auch heterosexuelle Jugendliche, nur eben auf das Gegengeschlecht gerichtet. Deshalb ist es wichtig, dass es Möglichkeiten gibt, wo nichtheterosexuelle Menschen in einem geschützten Rahmen so sein können, wie sie sind.

Integration, dauerhafte Paarbeziehungen und das höhere Lebensalter Beziehungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Es geht um „eine reife Form des Zusammenlebens, die sich neben der emotionalen Verbundenheit und der sexuellen Dimension auch wesentlich an der sozialen Realität orientiert.“ (Rauchfleich, 2011) In dieser Phase wird möglicherweise der Wunsch nach Kindern aktuell, was vielen Paaren aus rechtlichen Gründen sehr schwer gemacht wird. Im Alter durchlaufen Schwule, Lesben und Bisexuelle im Grunde die selben Dynamiken wie Heterosexuelle auch: Auseinandersetzung mit den körperlichen Veränderungen, Ausscheiden aus dem Beruf, Neuorientierung, Suche nach alternativen Aktivitäten. Das Coming-out ist demnach ein lebenslanger Prozess, in dem sich nicht-heterosexuelle erfahren, erleben, weiterentwickeln und immer wieder neue positive und negative Erfahrungen machen können. Die Beratungsstelle Courage berät, unterstützt und begleitet Menschen bei allen Fragestel-

lungen in ihrem individuellen Coming-out und selbstverständlich auch deren Angehörige. Literatur: Udo Rauchfleisch: Schwule, Lesben, Bisexuelle, 2011

KONTAKT: Beratungsstelle COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. Stock Ost (Casino-Hilton-Passage) A6020 Innsbruck Termine nur nach Voranmeldung! Mo bis Do 9°°-15°° Uhr unter Tel.: +43(0)699/166 166 63 oder unter: innsbruck@courage-beratung.at WEB: www.courage-beratung.at www.homophobie.at

Text: Mag. Michael Peintner/ gekürzte Fassung - Foto: Plakatkampagne „Liebe verdient Respekt“

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InTra München

DAS KLEINE 1x1 DER BEGRIFFE InTra* hat für Euch einmal nachgehakt, was sich wohl hinter all den Abkürzungen und Begriffen verbergen mag, die immer wieder im Sprachgebrauch der Szene/ Community oder in den Medien genutzt werden. Dabei stellten wir selbst fest, dass auch bei uns, die wir uns doch eigentlich als Teil der Regenbogenfamilie sehen, tausende Fragezeichen auftauchten und wir immer wieder neu überrascht wurden, Wer sich Wie selbst bezeichnet oder von Außen fremddefiniert wird. Viele Erklärung und Definitionen werden dabei sogar noch in den einzelnen Gruppen und durch einzelne Personen unterschiedlich verwendet, so dass wir hier leider nur einen Auszug aus den Antworten wiedergeben können, die wir erhielten.

Wenn Ihr also einen Begriff in Zukunft hören solltet, der Euch so gar nichts sagt, schaut doch mal in dieser und den kommenden Folgen nach, ob Ihr nicht da die passende Antwort finden könnt. Natürlich dürft Ihr uns auch schreiben, wenn Ihr einen Begriff hört, der Euch sogar nichts sagt. Wir fragen dann für Euch einfach nach… (info@intra-beratung.org)

Zwei Beispiele: Nie würden wir uns selbst als „Transen“ bezeichnen, da es in unseren Ohren eine Beleidigung ist, jedoch nutzen selbst gestandene Frauen mit einem normabweichenden Körper nach erfolgter GaOP (Geschlechtsangleichenden Operation) diesen Begriff für sich selbst. Oder zweitens: Wisst Ihr, was eine „aktuell lesbisch lebende Femme mit einer pansexuellen Orientierung und transsexueller Vergangenheit“ ist?

… oder oft nur fälschlicher Weise als LGBT in den Medien bezeichnet, ohne sichtbar aufzuzeigen, dass es sich bei „L“, „S“, „B“ und „A“ um Abkürzungen in Bezug auf Beziehungen, Liebe, Lebenspartner*innenschaften bzw. Sexualität zwischen zwei Menschen handelt. Dagegen stehen die „T`s“, das „I“ aber meist auch das „Q“ für Lebensformen und Selbstdefinition einer einzigen Person für sich selbst, um sich zu beschreiben. Eine große Schwierigkeit in all diesen Buchstaben sehen wir darin, dass einmal mehr

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Folge 1: Grundbegriffe oder der Abkürzungswahn unterm Regenbogen LSBTTTIQA* Lesbisch, Schwul, Bi-Sexuell, Transsexualität, Transidentität, Transvestitismus, Intersexualität, Queer, A-Sexualität, alle Anderen

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www.intra-beratung.org das Schubladendenken der Gesellschaft bedient wird… „Schublade auf, Mensch rein, Schublade wieder zu“ und dies alles, ohne die einzelne Person dahinter wirklich zu erkennen und ihr gerecht zu werden. Um auch nur annähernd viele Gruppen von Menschen in einem Buchstaben zu erwähnen müsste die „Abkürzung“ dann wohl wie folgt heißen: LSBAAPPTQH*CITTTBWQ* Offensichtlich wird, dass auf jeden Fall Buchstaben, wie zwei „P‘s“ für Poly- bzw. Pan-Sexualität oder ein weiteres „A“ für

Autosexualität und ein viertes „T“ für transsensual fehlen; vielleicht sollte dann sogar auch das „H“ für die Heterosexualität übernommen werden, um einer Diskriminierung dieser Beziehungs- und Liebesform zuvor zu kommen. Auch das „C“ für CisMenschen, das „B“ für Bi-Gender oder das „W“ für Weder-Noch-Personen sollten nicht fehlen. Ein Ende der Aufzählung ist aber auch hier noch nicht abzusehen, da es viele weiter Selbstdefinitionen und Liebesformen gibt und somit eine Unsichtbarkeit von verschiedenen Menschengruppen in Kauf genommen wird. Was ist also mit dem Recht auf Sichtbarkeit jeder individuellen Person?

Erste Begriffsdefinitionen: • TRANS - hinüber, hinaus • INTER - zwischen • CIS – diesseits • GENDER - soziales Geschlecht • SEXUS = SEX - körperliches Geschlecht • SEXUALITÄT = „sexualis“ = Geschlechtlichkeit • HETERO - anders, ungleich, abweichend • HOMÓS - gleich • QUEER - fungiert nicht nur als Identitätsbegriff, sondern verweist unter anderem auf Handlungen und soziale Positionen, die geschlechtliche und heterosexuelle Normen Infrage stellen.

stellung aufbauen, dass alle Menschen heterosexuell sind oder sein sollten und dies als „normal“ bewertet wird. Damit einher geht, ein unhinterfragtes nach „männlich“ bzw. „weiblich“ zweigeteiltes Geschlechtssystem. • UNTERSTRICH „_“ oder STERN „*“ - auch „Gender-Gap“ oder „Gender-Star“ genannt, schafft Sichtbarkeit und Möglichkeitsräume zwischen maskulinen und femininen Wortendungen (z.B. Künstler_innen /Künstler*innen) • STEALTH - verheimlichen

• PATHOLOGISIEREN - etwas als medizinisch krankhaft oder gestört deuten. • HETERONORMATIVITÄT - System von Verhaltens- und Denkweisen sowie sozialen Erwartungen, die auf der VorText: InTra* München - Foto: InTra* München

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Alles rund um die Pfifferlinge Wenn die warmen Sommergewitter Wald und Wiesen dampfend machen, beginnt die Pilzsaison. Der erste besonders feine Speisepilz des Jahres ist der Pfifferling, der in unseren Breiten hauptsächlich von Juni bis Oktober zu finden ist. Der Name Pfifferling geht übrigens auf das mittelhochdeutsche Pfefferling zurück und deutet schon den leicht pfefferartigen Geschmack an. Pfifferlinge werden in Österreich und Bayern eigentlich Eierschwammerl genannt. Sie sind beliebte Speisepilze mit einem dotter- bis goldgelbem Hut. Der Hutrand ist unregelmäßig wellig und oft auch später noch eingebogen. Der hutfarbene Stiel

ist kurz, meist 1 bis 2 Zentimeter stark, oft gebogen, nach unten verjüngend und nach oben allmählich in den Hut übergehend und vollfleischig beschaffen. Das Fleisch ist knackig fest und schmeckt mild bis pfeffrig. Pfifferlinge sollen nur geputzt werden. Das heißt die Erde zwischen den Lamellen mit einem spitzen Messer entfernen oder mit einer weichen Bürste reinigen und das untere erdige Ende des Fußes abschneiden. Man kann auch ein feuchtes Tuch zur Hilfe nehmen. Und nun 2 Rezepte für Euch:

Kalbsgulasch mit Pfifferlingen Man nimmt 750 g 250 g 250 ml 1 Becher

Kalbskeule Zwiebeln Kalbsbrühe Crème Fraîche

Die Zwiebeln schälen und längs vierteln. Das Fleisch in 4 cm große Würfel schneiden und dünn mit Mehl bestäuben. In einem flachen Bratentopf im sehr heißen Butterschmalz von allen Seiten goldbraun

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200 g Pfifferlinge Worchestersauce, Zucker, Mehl, Butterschmalz, Petersilie, Salz und Pfeffer

anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch an den Rand schieben, 3 EL Worchestersauce in die Mitte gießen. Etwas Zucker dazu geben und leicht k aramellisieren. Die Zwiebeln kurz darin www.rainbowunited.at


UNITED Cooking andünsten, unter das Fleisch mischen und mit der heißen Kalbsbrühe ablöschen. Zugedeckt 1 Stunde leise schmoren lassen und gelegentlich durchrühren.

Pfifferlinge putzen, eventuell halbieren und die letzten 5 Minuten mitgaren. Kräftig mit Pfeffer und Salz abschmecken, mit Petersilie bestreut servieren.

Dann den Deckel abnehmen, die Creme fraiche dazu geben und weitere 20 Minuten offen einkochen lassen. Inzwischen die

Dazu passen am besten Bandnudeln.

...und für alle Vegetarier

Eierschwammerlrisotto mit Salbei Man nimmt 300 g Risottoreis 400 g Eierschwammerl 2 Zwiebeln 2 Zehen Knoblauch 350 ml Weißwein 750 ml Gemüsebrühe 250 ml Sahne 150 g Parmesan Öl, Butter, Salz, Pfeffer, edelsüßer Paprika und 1 Bund Petersilie

Die Schwammerl gründlich putzen, größere halbieren bzw. vierteln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein schneiden. Öl in einem großen, breiten Topf mittelstark erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten und mit Paprika würzen, Reis und Knoblauch dazu geben und unter Rühren weiter dünsten. Pfifferlinge dazu geben, den Wein angießen und bei offenem Topf verdampfen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nach und nach Gemüsebrühe und die Sahne dazu geben. Unter häufigem Rühren bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 20-25 Minuten ausquellen lassen. Petersilie fein hacken und zusammen mit einem Eßlöffel Butter und dem Parmesan unter das Risotto mischen und sofort servieren. Viel Spaß beim nachkochen wünscht Euch Nico Fotos: pixabay.com

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN 1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at 1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at

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1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 Mail: soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at

3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

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Adressen BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at 7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at

10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at

GESUNDHEIT 11 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at 12 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin MEDICENT Innsbruck Innrain 143 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 Mobil: 0664/23 45 828 mail: chirurgie@dr-lugger.at www.dr-lugger.at

RECHT

13 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck 9 GleichbehandlungsTel: 0512/ 58 11 64 anwaltschaft, Regionalbüro Fax: 0512/58 11 65 Tirol, Salzburg, Vorarlberg office@ra-sporrer.at Leipziger Platz 2 www.ra-sporrer.at 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 LOKALE Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at 14 Dom Café-Bar www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at

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15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

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Termine AUGUST 2015 Donnerstag, 20.08.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s Leckeres vom Grill HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 21.08.2015 ab 20:00 Uhr

GAY FRIDAY (MEN only)

Special: 80er-90er HITS HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 27.08.2015 ab 19:00 Uhr

In[n ]love Weekend Opening & OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s Leckeres vom Grill HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Lesung mit Günther Peer

Der Autor liest aus seinem Roman „Der Himmel der Hölle“ HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Sonntag,06.09.2015 09:00-14:00 Uhr

Themen-Brunch

Motto: Zünftig bayrisch HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 10.09.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s leckeres vom Grill HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag,11.09.2015 ab 20:00 Uhr

Freitag,28.08.2015 ab 20:30 Uhr

TRANSGENDERTREFF

Das AFLZ ist ausnahmsweise für ALLE Geschlechter geöffnet AFLZ, Liebeneggstr. 15, Innsbruck

Freitag,11.09.2015 20:00 - 22:00 Uhr

In[n]love – warm up party

Samstag, 29.08.2015 ab 14:00 Uhr

In[n]love 2015 - Tirols TranSchwuLesBisches Straßenfest mit diversen Infoständen und Musik Marktplatz, Innsbruck

Sonntag, 30.08.2015 ab 17:00 Uhr

In[n]love - GRILL & CHILL

Zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Das In[n]love Wochenende gemütlich ausklingen lassen HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

SEPTEMBER 2015 Donnerstag, 03.09.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s Leckeres vom Grill HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Freitag,04.09.2015 ab 19:00 Uhr

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

ELTERNGRUPPENTREFF

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

Samstag, 12.09.2015 ab 19:00 Uhr

SMJG Stammtisch

Infos unter: etienne@smjg.org

Donnerstag, 17.09.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s Leckeres vom Grill HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 18.09.2015 ab 20:00 Uhr

GAY FRIDAY (MEN only)

Special: O’zapft is HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag,19.09.2015 ab 15:00 Uhr

JuB aktiv –die Jugendgruppe

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

www.rainbowunited.at


Termine Donnerstag, 24.09.2015 ab 20:00 Uhr

Freitag, 09.10.2015 20:00 - 22:00 Uhr

Oktoberfest es gibt Weißwürscht, Brezen und Obaztn HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

OFFENER ABEND

Samstag, 26.09.2015 22:00-04:00 Uhr

QUEERATTACK!

Motto: Oktoberfest VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

OKTOBER 2015 Donnerstag, 01.10.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 02.10.2015 ab 19:00 Uhr

BI-PAN-POLYAMORE-TREFF

Infos dazu im HOSI Tirol Teil HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Sonntag, 04.10.2015 09:00-14:00 Uhr

Themen-Brunch

ELTERNGRUPPENTREFF Samstag, 10.10.2015 ab 19:00 Uhr

BONDAGE Workshops: Anfänger & Fortgeschrittenen-Kurs Anmeldung unter: nicole.katsch@hositirol.at HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 10.10.2015 ab 19:00 Uhr

SMJG Stammtisch

Infos unter: etienne@smjg.org

Donnerstag, 15.10.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Schinkenfleckerl mit Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 15.10.2015

Auftakt der „Generationendialoge“ von AFLZ, AEP & ARCHFEM Ort und Zeit siehe www.frauenlesbenzentrum.at

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 16.10.2015 ab 20:00 Uhr

Mittwoch, 07.10.2015 ab 19:30 Uhr

Special: Bring Your Fetish HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Plenum Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11, Innsbruck

Donnerstag, 08.10.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Naturschnitzel mit Bandnudeln und Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 09.10.2015 ab 20:00 Uhr

TRANSGENDERTREFF

GAY FRIDAY (MEN only)

Samstag,17.10.2015 ab 15:00 Uhr

JuB aktiv –die Jugendgruppe

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 22.10.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Putengeschnetzeltes mit Reis und Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 15/03 vom 17.08.2015

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Termine Freitag,23.10.2015 ab 21:00 Uhr

Cafe Anchorage - für Frauen Lesben Konzert von „Paula und Hilde“ AFLZ, Liebeneggstr. 15, Innsbruck

Freitag, 13.11.2015 ab 20:00 Uhr

TRANSGENDERTREFF

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 13.11.2015 20:00 - 22:00 Uhr

Samstag, 24.10.2015 21:00 - 04:00 Uhr

ELTERNGRUPPENTREFF

FrauenLesbenDisco

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

Z6, Dreiheiligenstr. 9, Innsbruck

Freitag, 13.11.2015 ab 20:30 Uhr

Donnerstag, 29.10.2015 ab 20:00 Uhr

Cafe Anchorage - für Frauen Lesben Dragking Workshop mit Tania Witte

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Lasagne mit Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AFLZ, Liebeneggstr. 15, Innsbruck

Samstag, 31.10.2015 22:00-04:00 Uhr

Samstag, 14.11.2015 ab 19:00 Uhr

Motto: Halloween VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

Infos unter: etienne@smjg.org

QUEERATTACK!

SMJG Stammtisch

Donnerstag, 19.11.2015 ab 20:00 Uhr

NOVEMBER 2015

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Faschierter Braten mit Petersilkartofferl und Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Sonntag, 01.11.2015 09:00-14:00 Uhr

Themen-Brunch

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 20.11.2015 ab 20:00 Uhr

Donnerstag, 05.11.2015 ab 20:00 Uhr

GAY FRIDAY (MEN only)

Special: Greatest Hits HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Schweinsbraten mit Knödel und Kraut HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 21.11.2015 ab 15:00 Uhr

JuB aktiv –die Jugendgruppe

Freitag, 06.11.2015 ab 19:00 Uhr

HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

BI-PAN-POLYAMORE-TREFF

23.-27.11. Kooperation des AFLZ mit dem Politfilmfestival im Leokino Infos demnächst auf der Homepage des AFLZ

Infos dazu im HOSI Teil. HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 12.11.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Zum Essen gibt’s: Spinatknödel mit Salat HOSI, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

LEGENDE:

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HOSI Tirol

AIDS Hilfe Tirol

AFLZ

GRÜNE Andersrum Tirol

SMJG Innsbruck

www.rainbowunited.at


presents

DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS

t s e f r e Oktob “ „O‘zapft4is .00 Uhr

09. 26. 2015

von 22.00-2 für € 2,90 die 1/2 Bier statt € 3,90

, , Hexen lachen achen kr s ird w s, sonst gebt uns Süße

en Geister schrei

mit DJ Marc

10. 31. 2015

jeweils von 22.00 bis 04.00 Uhr Limited Welcome Drinks

mit Rachel Estrella Cloud

Eintritt Vorverkauf HOSI-Tirol Mitglieder

€ 7,00 € 4,00 € 2,00

QUEERATTACK! © Homosexuelle Initiative (HOSI) Tirol

powered by rainbow

UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

rainbowUNITED Ausgabe 15/03 vom 17.08.2015

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Regenbogenshop

„Summer Edition“

€ 2,00 Aufkleber-3D (1420) ca. 7 x 4,5 cm Versandkosten € 3,00

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Rainbow UNITED 2015 Nr. 3  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...