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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin f端r Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 02/15

Christopher Street Day in Innsbruck

Ein kunterbuntes Fest pro Tol(l)eranz Seite 12-13 In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

Preis: 0,75 Euro

Seite 4-5


EDITORIAL Nun ist es wieder soweit, nachdem unser Magazin die Feuerprobe bestanden hat, ist nun die 2. Ausgabe sowohl auf Papier, als auch online verfügbar. Diesmal geht es neben vielen interessanten Themen auch sehr stark um den CSD in Innsbruck, der in diesem Jahr zum 6. Mal stattfinden wird. Nicht nur einen Tag, sondern ein ganzes Wochenende lang.

trat 1978 während des Wahlkampfes von Harvey Milk zum Stadtrat in Schwullesbischem Zusammenhang und ist seitdem als Symbol für das harmonische Zusammenspiel der verschiedenen Facetten der Menschheit zu finden und hat daher auch den Namen unserer Zeitung Inspiriert…

Übrigens….. die auf den Titel und auch sonst in unseren Reihen allgegenwärtige Regenbogenfahne wurde von Gilbert Baker entworfen. Sie

Euer Nico

Und nun viel Spaß beim Lesen bzw. beim Feiern!

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Brigitte Fender Nicole Katsch Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 22. Juli 2015 Erscheinung: 17. August 2015 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Markus Möller, Hans-Jörg Hofer, Nicole Katsch, Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Matthäus Recheis, Gerti Eder, Judith Klemenc, Lady*Fest Innsbruck Kollektiv, Herwig Milch, Mag.a Ramanie Ramalingam, InTra* München, Etienne rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED

AIDS Hilfe Tirol

Regenbogen Splitter 8-9 Buntes weltweit Frankreich stellt den Vatikan auf die Probe Siri und die Homophobie Kirchenaustritt nach 84 Jahren CSD Special 26 United Cooking 28-29 Stadtplan 30 Adressen 31 Termine 32-34 Rainbow Shop 35

Hosi Tirol Alles über den CSD Innsbruck „Homosexualität ist heutzutage doch kein Problem mehr!“

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Gleichbehandlungsanwaltschaft Die Gleichbehandlungsanwalt- 10-11 schaft stellt sich vor

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AFLZ LADY*FEST Innsbruck Begegnung - Austausch - Vernetzung Feministische Bargespräche

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GRÜNE Andersrum Tirol Für falsche Ideen sterben Grüne Radrettung CSD Innsbruck

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Courage Die COURAGE ist übersiedelt 20-21 Freundliche und entspannte Atmosphäre Barrierefrei - in jeder Hinsicht Erfahrung teilen = Wissen vermehren

InTra München

SoHo Tirol Ein kunterbuntes Fest pro Tol(l)eranz

HIV - Schutz & Therapie “Party feiern - ohne Kater danach!” „Spaß im Freien? - Sicher!“ Fit in den Sommer

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Aus dem Leben der Jacky

22-23

SMJG Innsbruck Die Sache mit der Sicherheit

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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WE &A B BO

Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

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Hosi Tirol TITELSTORY

CSD - Christopher Street Day

Liest man diese drei Buchstaben auf einem Plakat, denkt man an große bunte Paraden, tausende tanzende Menschen und schrille Figuren in New York, Berlin, Wien, Köln, oder München. Doch weit gefehlt! Auf dem Plakat steht: CSD Innsbruck, 6.6.2015. Erste Verwunderung überstanden? Schwer vorstellbar? So weit hergeholt ist das gar nicht: in einer „kleinen Weltstadt“, in der jedes Haus eine andere Farbe hat, die wörtlich Brücken schlägt: Nord mit Süd, Tourismus mit Heimatgefühl und Moderne mit Tradition. Für Sport und Olympiaden trifft sich hier die Welt. Doch: Ekstatische Massen und Hemmungslose Party? Am INN? Mitten in den Tiroler Bergen?

Ja, die Vermutung stimmt: so wie es in Tirol Tradition ist, läuft hier alles ein bisschen anders ab und genau das macht seit 2010 den besonderen Charme des Innsbrucker CSD aus. Familiär, gemütlich, Relaxt. „...wie eine kleine Zeitreise in die Anfänge der LGBT Bewegung!“ so hörte ich einst. „Schnuckelig“ doch keinesfalls langweilig. Denn: Die Dame die das zu mir sagte war keine geringere als Schwester Rosa la ola Grande vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Diese Bunten Damen sind auf jedem CSD weltweit anzutreffen und verbinden somit Tirol mit der Welt und den ganz großen Veranstaltungen.

Die Regenbogengemeinschaft trifft sich Kollegen aus ganz Österreich, München, Berlin und Südtirol, um nur einige aufzuzählen kommen hier entspannt zusammen. Nicht zuletzt, um auf ausständige Themen und Ungerechtigkeiten hinzuweisen, Augen zu öffnen, Vorurteile abzubauen. Denn diese gibt es bei aller Vielfalt in Innsbruck nach wie vor. Die regionale Politik ist anwesend, um Rede und Antwort zu stehen, ihre Ziele kund zu tun und natürlich um Solidarität zu zeigen. Die Bürgermeisterin kam 2014 sogar überraschend von einer privaten Veranstaltung dazu. Wir werden wahrgenommen. Und das ist auch seit 2005 erklärtes Ziel.

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Angefangen mit der In[n]love wuchs aus ihr 2010, der CSD Innsbruck, welcher 2015 in die sechste Runde geht. Es gibt also sogar 2 Regenbogenveranstaltungen in Innsbruck: den CSD mit Parade und Parkfest im Sommer und die In[n]love als Herbstfest am Marktplatz direkt am Inn. Möglich ist dies nur durch die Zusammenarbeit der Organisationen, welche hinter dem Verein CSD Innsbruck stehen: HOSI Tirol, AFLZ, SoHo und Andersrum-Tirol und Gay-Alive, sowie durch die Mitwirkung der AIDS-Hilfe Tirol und diverser Sponsoren:

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„OK, wie schaut dieser Alpen-CSD 2015 nun konkret aus?“ „Erstmal wird sich ordentlich auf das CSD Wochenende eingestimmt und kennengelernt. Am Donnerstag in der HOSI Tirol und am Freitag im AFLZ (Autonomes Frauen- und Lesben-Zentrum). Dieses hat ausnahmsweise für alle Geschlechter geöffnet. Am Samstag nach dem gemeinsamen Aufbau, startet die Parade am VAZ Hafen, im Westen von Innsbruck. Nach etwa einer Stunde durch die Alt- und Innenstadt, begleitet von der schräg modernen Musik einer 50-köpfigen Guggamusik Band erreicht der bunte Zug den Rapoldipark. Rings um die Bühne für die Live-Bands stehen Infostände, Sitzgelegenheiten sowie die Kulinarische Insel bereit. Für das leibliche Wohl ist also gesorgt und von Tanzen, gemütlich auf der großen Wiese liegen und sonnen oder aber den großen Gewinn bei der alljährlichen Tombola abzuräumen ist alles möglich. Die Jüngsten werden von den Johannitern kreativ beschäftigt und betreut.

oder NL1 in Richtung Sieglanger bringt Dich am Abend vom Rapoldipark direkt bis zum Hafen - Park & Ride zurück wo die Parade begann. Sonntagmorgen lädt die HOSI zum Brunch ab 9.00 Uhr, welcher in Kaffee und Kuchen übergeht, um schließlich mit dem Abschlussgrillfest das CSD Wochenende ausklingen zu lassen.“ So Markus Aigner (Obmann der HOSI Tirol und Organisationsteam des CSD)

Bis 22 Uhr wird so auf unserem kleinen Alpen-Woodstock entspannt gefeiert Dann geht es mit der Afterparty “Queerattack!“ im VAZ Hafen bis in die frühen Morgenstunden weiter. Die Busverbindung mit der Linie C

CSD-PROGRAMM Donnerstag 04.06.2015 ab 19.00 Uhr CSD Weekend Opening Offener Abend HOSI Tirol Freitag 05.06.2015 ab 20.30 Uhr Warm Up Party zum CSD AFLZ Innsbruck

Samstag 06.06.2015 ab 14.00 Uhr CSD Innsbruck Parade Start VAZ-Hafen 15.00 bis 22.00 Uhr CSD Innsbruck Parkfest Rapoldi Park 21.00 bis 04.00 Uhr CSD - Afterparty: QUEERATTACK! VAZ-Hafen

Sonntag 07.06.2015 09.00 bis 14.00 Uhr CSD-Katerfrühstück 14.00 bis 17.00 Uhr CSD Kaffee & Kuchen ab 17.00 Uhr GRILL & CHILL HOSI Tirol Alle Infos auch auf:

www.csd-innsbruck.at

Texte: Markus Möller, Jürgen Preisegger Fotos: Archiv HOSI-Tirol

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Hosi Tirol

„Homosexualität ist heutzutage doch kein Problem mehr!“ Ist das wirklich so? Österreich und Tirol sind in den vergangenen zwanzig Jahren zum Teil sicherlich offener, liberaler und toleranter geworden, was die Freiheiten und Möglichkeiten im Zusammenleben der BürgerInnen anlangt. Hat das Coming-out eines Jugendlichen Ende der 80er und Anfang der 90er des vergangenen Jahrhunderts oftmals noch zu einem heftigen Konflikt innerhalb der Familien geführt, so ist es heute so, dass Eltern viel eher bereit sind, eine von den durchschnittlichen Vorstellungen abweichende sexuelle Orientierung ihrer Kinder zu akzeptieren. Zurückzuführen ist dieser Sinneswandel im Umgang mit Homosexualität im Laufe der Zeit unter anderem auf folgende Faktoren: 1) Die Medien in unserer westlichen Zivilisation stellen homosexuelle Beziehungen inzwischen als gleichwertige Variante sexuellen Verhaltens dar. Problematisiert wird Homosexualität zumeist nur mehr in Rückblick auf vergangene Jahrzehnte, in denen auf ihre Ausübung noch Strafen sowie als unmittelbare Folge davon die totale soziale Ausgrenzung standen. 2) Ein weiterer Faktor zur Verbesserung der Lebensbedingungen Homosexueller in Österreich stellt zudem die zunehmende Präsenz von Personen des öffentlichen Lebens, die sich selbst als homosexuell geoutet haben, dar.

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3) Durch den Beitritt Österreichs zur EU wird unser Land nach und nach aufgrund einer verpflichtenden Übernahme europäischen Rechts dazu gezwungen, alle Gesetze, die Homosexuelle diskriminieren, aufzuheben. Dieser Prozess dauert übrigens bis in die Gegenwart an, woran auch die beharrenden konservativen Kräfte in einigen politischen Parteien nichts mehr zu ändern vermögen. 4) Dass sich das Leben für Homosexuelle in Österreich heute ungleich unkomplizierter und freier gestaltet als noch vor über 20 Jahren ist auch den zahlreichen Selbsthilfegruppen geschuldet, die sich unermüdlich dafür einsetzen, dass Vorurteile und juristische Ungleichbehandlung Homosexuellen gegenüber bearbeitet und reduziert werden. Man könnte daher also wirklich vermuten, Homosexualität wäre gar kein Problem mehr und es lohnte sich nicht, in diesem Bereich noch etwas zu tun, weil sich ja „eh alles im grünen Bereich“ befände. Dass dem allerdings nicht so ist, belegen u.a. die höhere Suizidrate unter homosexuellen Jugendlichen sowie einige Fälle von Mobbing und psychischer Gewalt gegen homosexuelle Menschen. Unerheblich, ob es sich hier um sog. Einzelfälle aus dem nichturbanen bzw. ländlichen Raum - nicht jeder/ jede Betroffene spricht gerne von seinen/ ihren negativen Erfahrungen in diesem Kontext, weil oftmals die Hemmschwelle und die Scham unüberwindbare Hindernisse zur Selbstthematisierung darstellen – handelt oder nicht: Für die HOSI gibt es nach wie vor einiges zu tun. In Tirol reagiert sie auf die immer noch nicht zufriedenstellende Situation damit, indem sie u.a. beabsichtigt, Workshops für LehrerInnen, die sich in ihrem Schulalltag mit dem Phänomen Mobbing und Gewalt gegen homo- und/ oder transsexuelle Jugendliche auseinandersetzen müssen, anzubieten, da hier noch Nachholbedarf besteht. Text: Hans-Jörg Hofer - Fotos: Archiv HOSI-Tirol

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REGENBOGEN Splitter

Buntes weltweit Der Österreich Splitter von der ersten Ausgabe des Rainbow United wandelt sich diesmal zu einem weltweiten Splitter. Am Beginn meiner Recherchen welche Themen für euch interessant sein könnten, bin ich auf eine tolle Entdeckung gestoßen, an der ich euch teilhaben lassen möchte. Große (online) Magazine wie der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben in der Online Ausgabe einen eigenen Bereich für Nachrichten zum Thema Homosexualität. Ich selbst stelle mir jedoch inzwischen die Frage: Finde ich das merkwürdig und diskriminierend oder nicht? Ich glaube darüber sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden. Auf jeden Fall ist es eine tolle Möglichkeit „einschlägige“ Medienbeiträge für die zweite Ausgabe des Rainbow United zu recherchieren.

Frankreich stellt den Vatikan auf die Probe Mit Papst Franziskus sitzt zwar ein für die katholische Kirche sehr offener Papst im Vatikan, jedoch stellt Frankreich den Vatikan jetzt mit der Nominierung seines Entsannten vor eine Herausforderung. Laurent Stefanini ist nämlich homosexuell. Und das auch noch offen – nicht heimlich im stillen Kämmerchen. Qualifiziert wäre er für die Stelle auf jeden Fall. Seit 2010 ist er bereits Protokollchef im französischen Außenministerium, davor befasste er sich mit umweltpolitischen Themen. Frankreichs Präsident Francois Holland schenkt Stefanini genau aus diesem Grund

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vermutlich sein vertrauen. Gegenstimmen gibt es jedoch nicht nur aus dem Vatikan, sondern auch in Frankreich selbst. Mehrere katholische französische Gruppierungen sprechen von reiner Provokation. Mit Stefanini versucht der bereits zweite französische, homosexuelle Botschafter in den Vatikan zu kommen. Bereits 2008 hatte Papst Benedikt XVI den französischen Kandidaten abgelehnt. Nicht nur homosexualität ist ein Ausschlusskriterium für den Posten im Vatikanstaat. Auch geschiedene und wiederverheiratete Personen wurden schon mehrmals abgelehnt. www.rainbowunited.at


REGENBOGEN Splitter

Siri und die Homophobie Die Sprachassistentin von Apple gibt in der russischen Version keine Auskünfte über Gay Clubs oder homosexuelle Ehen. Als ich nur diese Schlagzeile gelesen hatte, kam als erstes die Frage auf Putin oder Apple: Wer ist in diesem Spiel wohl der Böse? Siri stellt sich in der russischen Version Dumm, wenn sein Nutzer oder die Nutzerin Informationen zu u.A. Gay Clubs in der näheren Umgebung möchte. Nach Tests der BBC beschränken sich die merkwürdigen Antworten von Siri nicht auf einen bestimmten Standort, sondern betreffen die ganze russische Version. Russland hat die letzten Jahre strenge Gesetze gegen „homosexuelle Propaganda“ erlassen. Apple ist dazu verpflichtet, sich an nationale Gesetze zu halten. Interpretationssache ist, ob die Auskunft über Gay Clubs und Ehe einen Verstoß darstellen würde. Und auch Apple ist sich meiner Mei-

nung nach noch nicht sicher, ob es Absicht oder ein Programmierfehler war – wir dürfen gespannt sein. Besonderer Side-Fact: Der CEO von Apple, Tim Cook, hat sich letztes Jahr öffentlich als schwul geoutet, Apple ist außerdem in den Staaten einer der Hauptsponsoren und Supporter des Christopher Street Days in San Franzsico. 2014 bildeten tausende Apple Mitarbeiter inklusive Tim Cook einen eigenen Block bei der Parade. Putin war not- amused und lies eine Steve Jobs gewidmete Statue in St. Petersburg wieder entfernen.

Kirchenaustritt nach 84 Jahren Wer glaubt, alte Menschen sind von vorn herein gegen Homosexualität und können mit dem Thema nicht umgehen, der muss sich wohl jetzt eines Besseren belehren lassen. Auf Facebook machte ein Brief von Oma Marie die Runde, stolze 84 Jahre alt und Oma von zwei homosexuellen Enkeln. Aufgrund von der Äußerung eines Pastors aus ihrer Nachbargemeinde, hat sie nach 84 Jahren Mitgliedschaft zur evangelischluterischen Kirche ihren Austritt beschlossen. Der Pastor der Nachbargemeinde hatte sich als „Schwulen Heiler“ ausgesprochen und sei der Meinung das ausgerainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

lebte Homosexualität Sünde sei. Solch eine Einstellung könnte Oma Marie nicht länger vertreten, da gerade junge und unsichere Menschen somit einen brandgefährlichen Weg einschlagen könnten. Man kann sich vorstellen wie Stolz beide ihrer Enkel sind. Einer der beiden, der den Brief auf Facebook veröffentlicht hatte, beschreibt seine Oma als weltoffene, starke Frau. Meiner Meinung nach, nach diesem Brief an die Kirche, muss man wohl noch das Wort „mutig“ hinzufügen.

Text: Nicole Katsch - Fotos: PanoramiC, AP

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft stellt sich vor Beratung und Unterstützung bei Diskriminierung Diskriminierung tritt in vielen Facetten auf. Ein Mann wird gekündigt, nachdem bekannt wird, dass er schwul ist. Eine Frau wird aufgrund ihrer Kinderbetreuungspflichten nicht eingestellt, oder weil sie ein muslimisches Kopftuch trägt. Eine Person wird in der Arbeit aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht befördert. Jemandem wird aufgrund seiner Hautfarbe der Zutritt in eine Diskothek verwehrt. Viele Menschen sind bedauerlicherweise im Laufe ihres Lebens von Diskriminierung betroffen.

Der Schutzbereich in der Arbeitswelt erstreckt sich auf Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, des Alters, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung. Niemand darf aufgrund eines der oben genannten Merkmale beispielsweise beim Bewerbungsprozess, beim Entgelt, bei Beförderungen, bei betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen, bei den Arbeitsbedingungen oder bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen benachteiligt werden.

Rechtlichen Schutz erhalten von Diskriminierung betroffene Personen durch das Gleichbehandlungsgesetz. Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierungen aufgrund eines geschützten Merkmals in der Arbeitswelt der Privatwirtschaft, darüber hinaus auch in bestimmten anderen Bereichen.

Außerhalb der Arbeitswelt sieht die Gesetzeslage einen engeren Schutzbereich vor. Beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen sind Diskriminierungen derzeit lediglich aufgrund des Geschlechts und der ethnischen Zugehörigkeit unzulässig. Darüber hinaus sind Ungleichbehandlungen

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www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit im Bereich der Bildung, des Sozialschutzes und bei sozialen Vergünstigungen untersagt. Da das Gleichbehandlungsgesetz außerhalb der Arbeitswelt keinen Schutz aufgrund der sexuellen Orientierung enthält, können Ungleichbehandlungen aufgrund der sexuellen Orientierung etwa beim Zugang zu Restaurants, Lokalen, Geschäften und sonstigen Freizeiteinrichtungen sowie bei Dienstleistungen von Banken und Versicherungen oder beim Abschluss von Mietverträgen nicht geahndet werden. Diese Problematik zeigte sich unlängst, als sich ein gleichgeschlechtliches Paar in einem Wiener Kaffeehaus küsste und daraufhin des Lokals verwiesen wurde.

außen erkennbare Geschlecht zeigen. Nähere Informationen entnehmen Sie unserer Kurzinformation:

Kurzinformation der Anwaltschaft für Gleichbehandlung

Gleichbehandlung für Transgender Personen und Intersexuelle Menschen

Was ist eine Diskriminierung? Eine Diskriminierung nach dem Gleichbehandlungsgesetz liegt vor, wenn eine Person aus einem der im Gesetz genannten Diskriminierungsmerkmale eine schlechtere Behandlung erfährt als eine andere Person, die dieses Merkmal nicht aufweist. Als Diskriminierung gelten auch Belästigungen. Diese treten in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf: Herabwürdigende Aussagen, anzügliche Bemerkungen oder unerwünschte Berührungen, die die betroffene Person in ihrer Würde verletzen. Eine unerwünschte Berührung kann eine sexuelle Belästigung darstellen. Auch eine Beschimpfung wegen der sexuellen Orientierung kann zu einer Belästigung führen. Die Ungleichbehandlung oder Belästigung von Transgenderpersonen oder intersexuellen Personen ist nach dem Gleichbehandlungsgesetz ebenfalls verboten. Das Diskriminierungsmerkmal Geschlecht umfasst auch die Geschlechtsidentität eines Menschen. Transgender oder intersexuelle Personen sind sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arbeitswelt häufig Diskriminierungen ausgesetzt. Der Ausschluss von Veranstaltungen, öffentlichen Einrichtungen oder die Ablehnung einer Wohnungsvermietung ist beispielsweise nach dem Gleichbehandlungsgesetz verboten. Ungleichbehandlungen erfolgen oft bei der Vorlage von Dokumenten, die ein anderes als das von rainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

Was tun bei Diskriminierung? Im Fall von Diskriminierung ist es ratsam, sich so schnell wie möglich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft zu wenden. Wir stehen für ein vertrauliches und kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung und informieren über Rechte und Möglichkeiten. Kontakt: Telefon: 0800 206 119 E-Mail: gaw@bka.gv.at Weitere Informationen zum Gleichbehandlungsgesetz oder zu unserem Tätigkeitsbereich finden Sie auf unserer Website: www. gleichbehandlungsanwaltschaft.at Infomaterial und Broschüren können dort als PDF heruntergeladen oder kostenfrei bei uns bestellt werden. In jeder zweiten Ausgabe dieses Magazins werden wir über aktuelle gleichbehandlungsrechtliche Themen zur sexuellen Orientierung, Transgender und Intersexualität berichten. Texte: Mag.a Lisa Korninger, Mag.a Katharina Raffl Foto & Illustration : Gleichbehandlungsanwaltschaft, mundoku.carbonmade.com

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SoHo Tirol

Ein kunterbuntes Fest pro Tol(l)eranz Es gibt eine bessere Zukunft für alle Menschen Angefangen hat alles mit einem Gespräch. Der damalige Obmann der Hosi Tirol hat alle LGBT Organisationen zusammengetrommelt, um ein Fest am Innsbrucker Marktplatz zu veranstalten. Unter dem Titel“ In[n]love – Tirols TranSchwuLesBisches Straßenfest“ geht dieses Fest heuer schon in sein 10. Jahr. Einzig im Jahr 2010 fand keine In[n]love statt. Der Grund war der erste CSD in Innsbruck. Die SoHo Tirol ist von Anfang an dabei. Mit einer Unterbrechung im Jahr 2014 waren wir auch auf allen bisherigen CSD und In[n]love Veranstaltungen mit einem Stand vertreten. Die Reihen der Mitveranstalter wurden im Laufe der Jahre immer dichter und bunter und vielseitiger – geblieben ist bei aller Freude, dem Spaß und guter Unterhaltung aber auch der ernste Hintergrund, weshalb Menschen wie wir noch immer zwei Mal im Jahr laut und knallbunt auf uns aufmerksam machen. Hat sich wohl theoretisch in den letzten Jahren sehr viel pro Community getan, so sind dies oft erfüllte Forderungen, die auf einem sehr geduldigen, aber von vielen noch immer nicht gedulde-

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ten Blatt Papier stehen. Man nehme nur das Recht, am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung nicht diskriminiert werden zu dürfen. Wie oft sind in den letzten Jahren seit Einführung des Gesetzes schon Hintertürchen gefunden und einfach offiziell andere Gründe vorgeschoben worden, die dem Betroffenen mindestens ebenso schadeten, als hätte er sich seine sexuelle Orientierung auf die Stirn tätowiert. Ebensolches gilt selbstverständlich auch für Frauen.

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www.soho.or.at

Daher gilt es dringendst, die Bevölkerung für uns zu gewinnen, indem wir sie zu unseren Festen herzlich willkommen heißen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Religion, Glaube und Wissen, kultureller Hintergrund, Hautfarbe, Familienstand und Krankengeschichte… Mit Offenheit ist immer noch am meisten Toleranz bei den Menschen zu erreichen. Wenn sie mit uns feiern, tanzen, singen, lachen, essen, trinken, reden, … sehen sie, wie normal das Andere ist, und wie anders das vielfältig Normale sein kann. Wir leben in einer Gesellschaft, wo einerseits ein leidenschaftliches Plädoyer für Toleranz internationale Wettbewerbe in ei-

nem intoleranten Umfeld gewinnt und andererseits die Aufforderung zu Intoleranz und die Ignoranz von erkämpften Grundrechten von einigen Medien und deren Konsumenten laut beklatscht und goutiert wird. Wer sich jetzt betroffen fühlt – von der einen oder der anderen Seite – wird schon wissen, warum! Man mag von so mancher Künstlerfigur halten, was man will, wichtig für unser Wertebewusstsein sind sie allemal. Wir dürfen entscheiden, ob wir in den Gesang der Toleranz einstimmen – ohne uns einen Bart wachsen lassen zu müssen – oder ob wir lieber pro „Manderl nur mit Weiberl“ abstimmen – ohne dabei unsere eigenen Ecken und Kanten zu negieren.

Hetero? Schwul? Lesbisch? Transgender? Glücklich! Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber - Fotos: Gabi Schiffer

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AIDS Hilfe Tirol

Wer hat Angst vor Positiven?

HIV-positive Menschen werden nach wie vor immer wieder diskriminiert. Dagegen kann Information und Aufklärung wirken bei Zahnärzten in Tirol und auch in Partnerschaften. Positive beim Zahnarzt unerwünscht? HIV-Positive erleben immer wieder, dass es schwierig ist, einen Zahnarzt zu finden. Manche Zahnarztpraxen lehnen die Behandlung prinzipiell ab oder behandeln Positive wie Aussätzige. Die AIDS-Hilfe Tirol hat deshalb die Initiative ergriffen und die Zahnärztekammer in Tirol damit konfrontiert. Das erfreuliche Ergebnis: Die Tiroler Zahnärztekammer zeigte sich sehr offen und engagiert, um der mangelnden Information ihrer Mitglieder und Mitgliederinnen entgegenzuwirken. Ein gemeinsamer Fortbildungsabend zu HIV wurde sehr gut angenommen. Für Positive braucht es nämlich keine besonderen Hygienemaßnahmen, um eine Weitergabe des Virus zu verhindern. Die Standardhygiene ist ausreichend. Schutz durch Therapie? Durch den medizinischen Fortschritt können viele Positive fast ein normales Leben führen. Erfreulich ist auch, dass bei einer

messbar erfolgreichen HIV-Therapie (Viruskonzentration unter der Nachweisgrenze) unter bestimmten Bedingungen eine Übertragung der Infektion auch bei ungeschütztem Sex nahezu ausgeschlossen werden kann. Eine Entdeckung, die bei der Auswertung umfangreicher Studien über diskordante Paare (Ein Partner ist HIV-positiv, der andere ist HIV-negativ) gemacht wurde. Diese Erkenntnis spielt vor allem in Beziehungen eine wichtige Rolle. Bei Sexdates kann man die Aussage „Bin unter der Nachweisgrenze“ allerdings schwer überprüfen. In Partnerschaften kann man gemeinsam die Befunde mit dem HIV-Behandler besprechen. Beratung zu Schutz durch Therapie für Betroffene kostenlos und anonym bei der AIDS-Hilfe Tirol. Marc – jung, blond und offen für alles? Marc ist 18, jung, unerfahren und auf Gayromeo unterwegs. Der blonde Marc mit Oberkörperfoto war allerdings eine Erfindung eines deutschen Journalisten.

“Party feiern ohne Kater danach!” Vanessa Community - die Dragqueen ist als Botschafterin der AIDS-Hilfe Tirol für Lust, Liebe und Safer Sex unterwegs. Party feiern, Spaß haben - und beim Sex an Safer Sex denken: Bumsen mit Kondom, kein Sperma in den Mund.

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www.aidshilfe-tirol.at in der Schule findet meist keine Sexualerziehung statt, die gleichgeschlechtlich liebenden Burschen gerecht wird und das Selbstbewusstsein für die eigene Form der Liebe stärkt. Viele junge Schwule und Bisexuelle kennen keinen offen HIV-Positiven in ihrem Alter – obwohl auch in Tirol sich manche sehr jung mit HIV anstecken. Die AIDS-Hilfe Tirol ist auf Gayromeo ebenfalls seit Jahren unterwegs. Als Health Supporter. Prävention unter dem Nickname Fit for Love Tirol.

Er wollte recherchieren, wie häufig ungeschützter Sex in Datingforen angeboten wird. Im aufgeheizten Chat wollten 79 von 100 Sexpartnern ungeschützten Sex. Fantasien schwingen da viele mit. Weil man ja selbst so jung und gesund ist. Weil nur Bumsen ohne Gummi echter Sex ist. Wie viele der Burschen dann beim realen Treffen tatsächlich ihre Gesundheit riskiert hätten, bleibt freilich offen. Kaum einer hat den 18jährigen darauf hingewiesen, warum Safer Sex sinnvoll sein könnte. Schon

„Spaß im Freien? Sicher!“ Dieter ist im Sommer in Cruising Areas in Tirol unterwegs. Dort wo Männer Spontansex in der Natur suchen. Er verteilt Gummis und Gleitmittel für den sicheren Spaß im Freien.

Fit in den Sommer?!

Text: Matthäus Recheis Foto: Danijel Jovanovic´

Anonymes und kostenloses Fit for Love-Check-Paket für Burschen und Männer, die Sex mit Männern haben. Professionelle Risikoberatung zu Liebe und Lust mit Syphilis- und HIV-Testung. Der Befund kann 2-3 Tage später abgeholt werden. Der Check ist einmal im Jahr zur Vorsorge zu empfehlen. HIV-Testergebnis sofort? Beim HIVSchnelltest liegt der Befund innerhalb von 30 Minuten vor. Kosten: 30 Euro. Zum Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor Ende der Testzeit kommen. Testzeiten: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 -15 Uhr. Weitere Informationen unter www.aidshilfe-tirol.at. Persönliche Beratungstermine ohne Testung können außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden: 0512/563621.

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Frauenzentrum AFLZ

LADY*FEST Innsbruck Dieses Jahr findet vom 12.-15. November erstmals ein LADY*FEST in Innsbruck statt. Das mehrtägige unkommerzielle Festival mit Musik, Ausstellungen, Installationen, Vorträgen und Diskussionen, macht auf die Unterrepräsentation von Frauen* Lesben* Inter* Trans* in Kunst und Kultur aufmerksam und bietet diesen eine Bühne. Es schafft Räume, in denen queere und feministische Theorien und Handlungsweisen präsentiert und diskutiert werden. Die Wurzeln von Ladyfesten sind in der punk-

kulturellen, feministischen RiotGrrrl Bewegung Anfang der 1990er Jahre zu sehen. Das erste Ladyfest fand im August 2000 in Olympia (Washington/USA) statt. Organisiert wird es in Innsbruck vom LADY*FEST Innsbruck Kollektiv, welches aus FLITs besteht. Interessierte können im Kollektiv mitorganisieren, helfen, Workshops anbieten oder als Act auftreten. Nähere Infos gibt’s unter http://ladyfest-innsbruck.org. Bei Interesse könnt ihr einfach eine E-Mail an info@ladyfest-innsbruck.org schreiben.

Begegnung - Austausch - Vernetzung Seit Herbst 2014 gibt es eine Gruppe, die sich „Begegnung - Austausch - Vernetzung“ nennt. In dieser Gruppe sind um die 50 Vertreterinnen verschiedenster Frauenorganisationen vertreten. Migrantische, einheimische, vorortige, christliche, muslimische, politische, gewerkschaftliche. Für den Internationalen Frauentag 2015 ist es gelungen, eine Demonstration im klassischen Sinn zu veranstalten - wir waren alle gemeinsam auf der Straße - das Wetter

war schön. Es war ein Samstagnachmittag - und wir waren fast 400. Und das ist nicht nichts. Für eine der kleineren Landeshauptstädte. Das Autonome FrauenLesbenZentrum hat sich - selbstverständlich lesbisch geäußert - mit dem folgenden Satz. Kurz und bündig. „LESBEN SIND... Verkäuferinnen, Großmütter, EU-Abgeordnete, Taxifahrerinnen, Briefträgerinnen, Arbeitslose, Lehrerinnen,

Text: Gerti Eder, Judith Klemenc, Lady*Fest Innsbruck Kollektiv Fotos: Gerti Eder, Lady*Fest Innsbruck Kollektiv

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Feministische Bargespräche Nun, zweimonatlich werden im AFLZ feministische Bargespräche stattfinden. Es sind Gespräche, in denen feministisch (laut) gedacht wird, Welt- und Selbstverhältnisse neu und anders ausverhandelt werden, und vor allem sind es Gespräche, in denen eine feministische Haltung als eine politische verstanden wird. Doch was heißt dies konkret? Oder ist es überhaupt konkret fassbar? Nein, ist es nicht. Es sind die Themen fassbar, vorherbestimmt, ein Input, der zu diesem Thema mannigfaltige Sichtweisen vorschlägt. Ein Input, der eine Historie miteinbindet, um nicht zuletzt eine feministische DenkBewegung zu thematisieren, sie relevant macht für spezifisch feministische Haltungen. Das nächste feministische Bargespräch findet am 5.5.2015 statt, ein Dienstag wird es sein zum Thema: „Queer. Im Spannungsverhältnis von Kritik und Verschleierung“. Diese Thematik kristallisierte sich aus dem vorgängigen Bargespräch heraus, in dem das Sternchen* behandelt wurde. Jenes Gespräch war konfrontativ, konfliktionär, unbestimmt und eröffnend. Es eröffnete Blickwinkel, die zum einen ein hegemonial strukturiertes binäres Geschlechter-

Tanten, Sozialarbeiterinnen, Geliebte, Kellnerinnen, Schwestern, Sportlerinnen, Ärztinnen, Bäurinnen, Mütter, Migrantinnen, KFZ-Mechanikerinnen, Frauen mit Behinderung, Busfahrerinnen, ehrenamtlich Tätige, Polizistinnen, Freundinnen, Katholikinnen, Musliminnen,Jüdinnen,Arbeitskolleginnen,... RESPEKT STATT DISKRIMINIERUNG!“

verhältnis beleuchteten, ein Macht- und Gewaltverhältnis, in dem das AFLZ einen „Schutzraum“ darstellt. Und zum anderen eröffnete es Geschlechtsidentitäten in alle Richtungen. Schlussendlich eröffnete es die Möglichkeit eine feministisch-politische Haltung in einer Hausordnung zu verankern. Und, wie das nun zweite feministische Bargespräch andeutet, es eröffnete ein Sprechen über queer. Zum einen wäre queer als eine Kritik an der Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität zu verstehen. Und zum anderen wird queer als eine Verschleierung von Unrechtserfahrungen seitens Menschen aufgrund einer Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität verstanden. Darin und daraus wird wohl gesprochen werden. Das Unbestimmte in Schwebe.

Öffnungszeiten: Dienstag 18.00 - 23.00 Freitag 20.30 - 24.00 www.frauenlesbenzentrum.at

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GRÜNE Andersrum Tirol

Politik: „Schwer zu umgrenzender Begriff, der im Kern seiner Bedeutung die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen bedeutet.“ (Wikipedia) Was bedeutet Politik für mich? Was kann ich erwarten, worauf darf ich hoffen und wofür muss ich kämpfen? Nach einiger Überlegung komme ich zu folgendem Schluss: Von der Politik erwarte ich mehr Aufgeschlossenheit und dass die Gleichgeschlechtliche Ehe endlich durchgesetzt wird. Ich finde es wichtig, dass Homo- Bi- Inter- sowie Transsexuelle und Heterosexuelle die gleichen Rechte, die gleichen Pflichten, die gleichen Möglichkeiten und den gleichen Respekt bekommen. Alle sollen die gleichen Freiheiten genießen dürfen. Von der Politik erwarte ich, dass sie die Bedürfnisse und Rechte von Schwulen und Lesben, Inter- Bi- und Transsexuellen ernst nimmt und nicht so tut, als wäre es ein Livestyle oder ein Zeitgeist, dem man hinterherrennt. Ich wünsche mir, dass unsere Politikerinnen und Politiker schneller handeln als sie das jetzt tun und Gesetze rascher umsetzen. Warum muss alles was den Bereich LGBTX betrifft über Brüssel geregelt werden? Ich erwarte mir, dass wir alle in Sicherheit und Freiheit leben können. Dass wir alle, als Menschen die wir sind, mit den schönen und den schlechten Seiten, die gleichen Möglichkeiten genießen dürfen. Es wird allerhöchste Zeit!

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Ich möchte, dass meine politischen Vertreterinnen und Vertreter mit offene Ohren und offene Augen durch die Welt gehen, hinhören und hinsehen. Mein großer Wunsch ist, dass diese Welt, nach all den Milliarden Jahren ihrer Existenz, mit einer vereinten Stimme ruft „WIR HABEN ALLE DIE GLEICHEN RECHTE“. Wir müssen einander respektieren, uns selbst und alle anderen! Wir LGBTX sind vielleicht eine Minderheit, aber auch wir sind Bürgerinnen und Bürger Österreichs und der EU und sollten die gleichen Rechte wie alle anderen hier lebenden Menschen haben. Das sollte überhaupt nicht zur Diskussion stehen! Von der Politik erwarte ich, dass sie die Rahmen steckt und jetzt für gleiche Rechte sorgt. Egal welche Hautfarbe, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder welches Geschlecht. Nur dann kann sich etwas zum positiven Verändern. Positive Veränderung, die passiert da, wo Menschen sich auf Augenhöhe begegnen, nicht tolerieren, sondern akzeptieren und wertschätzen. Wenn ich Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik treffe möchte ich ihnen zurufen „Nehmen Sie uns und unsere Rechte ernst.“ Es fehlen auch heute noch die volle Achtung und ein umfassender Minderheitenschutz. Ich finde es schade und beschämend gleichermaßen, dass Österreich quasi zu jedem noch so kleinen Schritt in Richtung LGBTXGleichstellung von einem übergeordneten Gericht gezwungen werden muss. Wenn wir immer noch Schwule und Lesben www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at brauchen, damit sich jemand um schwule und lesbische Belange kümmert, heißt das, dass wir es als gesamtgesellschaftliche Angelegenheit noch nicht akzeptiert haben. Ich wünsche mir, dass wir innerhalb Österreichs und der EU vereint handeln, was das interne Miteinander betrifft, aber auch, dass wir Länder, die offensichtlich homophob agieren, tatsächlich sanktionieren. Die Mensch und ihre Würde, die Bürgerinnen und Bürger, müssen für die Politikerinnen und Politiker über den wirtschaftlichen Interessen stehen! Niemand sollte hier auch nur zögern, die richtigen Schritte zu fordern und zu setzen. Mein größter Wunsch ist, dass gerade in der Politik mehr Leute den Mut aufbringen und einfach mal Stellung beziehen. Es gibt nur wenige, die sich klar zum Thema äußern. Es gibt überhaupt nur eine Partei, die den Kampf für die Rechte von LGBTX-Personen seit ihrer Gründung in ihrem Grundsatz-

programm verankert hat und die offen mit dem Thema umgeht. Abgesehen davon geben manche vor etwas zu tun, anderen ist es egal oder sie arbeiten sogar dagegen. Das ist traurig beschämend. Ich glaube, die Menschen sind schon viel weiter, als es die Politikerinnen und Politiker das wahr haben wollen. Und dennoch fürchten sie so unheimlich viele von ihnen, Stellung zu beziehen. Vielleicht ist es eine Stellung, die wir LGBTX gar nicht hören wollen, aber einfach mal den Mund aufmachen und sich konkret und begründet zum Thema zu äußern, das wäre schon ein Schritt, den ich begrüßen würde. Zu sagen „Ich habe da immer noch ein ungutes Gefühl weil … „ ist auch ok. Dann bewegt sich wenigstens etwas. Vielleicht entsteht am Ende sogar ein echter Diskurs. Das würde ich mir wünsche, von ganzem Herzen. Und dafür setze ich mich ein, aktiv, gemeinsam mit den Grünen und den Grünen Andersrum. Text: Herwig Milch - Fotos: Grüne Andersrum Tirol

GRÜNE RADRETTUNG

CSD CSD CSDINNSBRUCK INNSBRUCK INNSBRUCK

Der Frühling steht vor der Tür und wir GRÜNE RADRETTUNG GRÜNE RADRETTUNG bieten wie auch schon in den Jahren zuvor

Am 06.Juni Juniistfeiern wir gemeinsam Am 06. es wieder so weit, wir den CSD Innsbruck. den DieCSD Auftaktsparade feiern gemeinsam Innsbruck startet wie vergangenes Jahr am die Hafen im Rapoldipark. Den Auftakt bildet und schlängelt sich quer durch die Parade, welche wie letztes Jahr beimStadt zum HafenRapoldipark. startet und sich quer durch die Auch wir GRÜNE ANDERSRUM sind Stadt schlängelt, bis sie das Festgelände selbstverständlich wiederANDERSRUM mit dabei. Du erreicht. Auch wir GRÜNE kannst uns liebend gerne ammit GRÜNEN sind selbstverständlich wieder dabei. ZELT besuchen! Wir freuen Du kannst uns liebend gerneuns amsehr GRÜ-über ein stehen dirfreuen Rede uns und sehr AntNENnettes ZELT Wort, besuchen. Wir wort zu allen möglichen Themen, die dir über ein nettes Wort, stehen dir Rede und auf der Zunge brennen, und Themen, haben selbstAntwort zu allen möglichen die verständlich auchbrennen, ein offenes für Verdir auf der Zunge undOhr haben besserungsvorschläge. selbstverständlich auch ein offenes Ohr für Verbesserungsvorschläge.

einen kostenlosen alle an.bieDer Frühling steht Radservice vor der Türfür und wir Kleine vonzuvor ten wieReparaturen, auch schondas in Einstellen den Jahren Schaltung und Bremsen, die Kontrolle einen kostenlosen Radservice für alle an. von Sicherheits-und undvon Kleine Reparaturen,Verschleißteilen das Einstellen notfalls auch einBremsen, Schlauchwechsel werden Schaltung und die Kontrolle von gerne, zügig und kompetent vorgenomSicherheits-und Verschleißteilen und notmen. Zwei für Radmechanik stehen falls auch Profis ein Schlauchwechsel werden uns allen mit ihrem hilfreich zur gerne, zügig und Wissen kompetent vorgenomSeite. Du musst dichfür nicht anmelden, stemen. Zwei Profis Radmechanik komm einfach und lass dein hilfreich Rad hen uns allen vorbei mit ihrem Wissen von Seite. uns sommerfit machen. zur Du musst dich nicht anmelden, komm einfach vorbei und lass dein Rad von uns auf Vordermann bringen. rainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

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Courage

Die COURAGE Innsbruck ist übersiedelt! Die barrierefreie Nutzung insbesondere im öffentlichen Bereich ist mittlerweile ein gesetzlich verankertes Grundrecht. Auch den Beratungsstellen COURAGE ist es immer schon ein Anliegen, dieses Grundrecht an ihren Standorten umzusetzen und Diskriminierung zu verhindern. Leichter gesagt als getan. Speziell hier in Innsbruck hat uns dies, wie so viele andere Beratungseinrichtungen auch, vor große Herausforderungen gestellt. Glücklicherweise ist es uns nun gelungen einen neuen, zentralen Standort für die COURAGE Innsbruck zu finden. Die offene und freundliche Art der Vermieter hat es uns ermöglicht einen Mietvertrag auf 10 Jahre zu unterschreiben, und so ein dauerhaftes Angebot an Beratung im Bereich Beziehungen und Sexualität für alle Menschen, unabhängig von der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität anbieten zu können.

Was ist COURAGE? - COURAGE: • ist eine PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle und steht in den Themenbereichen Beziehungen und Sexualität,
sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe allen Rat- und Hilfesuchenden kostenlos und anonym zur Verfügung • hat zusätzlich eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich gleichgeschlechtliche und transGender Lebensweisen sowie Intersexualität
und den damit verbundenen Themen, Unsicherheiten, Ängsten und Konflikten • sie berät Jugendliche, Erwachsene, Paare, Familien und (Jugend-)Gruppen • selbstverständlich sind Verschwiegenheit, Überparteilichkeit und Überkonfessionalität

• Aussprache und Anregung • Hilfe zur Selbsthilfe/ Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten • Informationen zur Gesundheitsvorsorge, -förderung • Gewaltprävention • Weitergabe von Informationen und Wissen • b. Bed. Vermittlung an die jeweils erforderlichen (Hilfs-)Einrichtungen

KONTAKT: Beratungsstelle COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. Stock Ost (Casino-Hilton-Passage) A6020 Innsbruck

COURAGE bietet:

Termine nur nach Voranmeldung! Mo bis Do 9°°-15°° Uhr unter Tel.: +43(0)699/166 166 63 oder unter: innsbruck@courage-beratung.at

• Unterstützung in Krisensituationen • Begleitung in schwierigen Lebensumständen

WEB: www.courage-beratung.at www.homophobie.at

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www.courage-beratung.at

Freundliche und entspannte Atmosphäre Nach dem Umbau stehen uns zwei helle, freundliche Räume für die Beratungen zur Verfügung. Die COURAGE Innsbruck ist inzwischen eine wichtige Anlaufstelle geworden, denn professionelle Sexualberatung ist leider noch immer nicht so selbstverständlich, wie sie sein sollte, damit Jede und Jeder ein erfülltes und angstfreies Sexualleben entwickeln und leben kann. Der neue Standort ermöglicht es uns nun erstmals auch Angebote für Gruppen zu bieten.

Barrierefrei - in jeder Hinsicht Als Sexualberatungsstelle steht COURAGE in Themenbereichen wie sexuelle Aufklärung und Bildung, selbstbestimmte Sexualität, sexuelle Probleme und Störungen, Verhütung, Schwangerschaft, Kinderwunsch, weibliche, männliche und selbst definierte Sexualitäten und Identitäten, Geschlechtsrollen und Beziehungen, sexuelle Kulturen, Erotik und Sexualität bei Menschen mit Behinderung, Sexualität im Alter, Störungen der Sexualpräferenz bis hin zu Erfahrungen mit sexueller Gewalt, allen Menschen offen.

Erfahrung teilen = Wissen vermehren Als multidisziplinäres Team, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern, verfügen wir über Ausbildungen/Erfahrung in den Bereichen Beratung, Therapie, sowie Sexualwissenschaften, (Sexual-)Pädagogik, Pflege, Jugendarbeit u. weiteren psychosozialen Bereichen und versuchen unser Wissen ständig zu erweitern. Daher ist es uns möglich, neben der Beratung, auch Workshops, Seminare und Vorträge anzubieten. Es ist uns ein besonderes Anliegen mit Menschen aus anderen psychosozialen Einrichtungen in Kontakt u. Austausch zu kommen. Text & Foto: Mag.a Ramanie Ramalingam

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InTra München

Aus dem Leben der Jacky Mein „normales“ Projekt in Rostock

Ab an die Ostsee hieß es für mich im Rahmen eines Arbeits-Projektes in Rostock. Also reiste ich ganz normal an. Nun ja, „normal“ eben mit Koffer, Handtasche, Laptop und natürlich gut gestylt. Schon im Vorfeld hatte meine Firma mir im „Hotel am Stadthafen“ ein Zimmer reserviert - ABER eben „noch“ unter männlichen Vornamen. Damit begann mein ganz persönliches „Normal-Projekt. Jetzt kam die Sache mit dem Vornamen und ich ging jede mögliche Reaktion nochmals durch. Alles, was geschah war, ich wurde etwas erstaunt angeschaut. Ansonsten gab es überhaupt keine negativen Reaktionen. Alles nur Zufall? Ich fragte freundlich ob es irgendeine Frage gäbe, was für einfach nur verneint wurde. Klasse Reaktion! Der nächste Morgen: An normalen Arbeitstagen zog ich mich damals in der Regel mindestens 2x um. Das hieß, dass ich zum Frühstück meist im Kleid erschien, was vor allem bei einigen älteren Damen etwas Verwunderung auslöste. Daher kam auch die eine oder andere vorsichtige Frage, ob es einen Anlass geben würde, dass ich ein solch herausragendes Gewandt trage. Hmm, ich verneinte, denn ich fühlte mich im Kleid einfach nur pudelwohl. Nach dem Frühstück wechselte ich die Kleidung, um für die Arbeit gerüstet zu sein. Ein Paar Turnschuhen, Sweatshirt und eine enge Jeans waren die Ablöser des Kleides. Dann war Arbeit angesagt. Auch hier geschah irgendwie – NICHTS.

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Da ich schon sehr früh in meinem direkten Arbeitsumfeld mit offenen Karten spielte, wussten alle um mich bereits, wer ich bin und wer ich war. Wahrscheinlich durch meine sehr offene Art mit dem Thema und meiner Transsexualität umzugehen, wurden auch meine Kolleg*innen richtig mutig und es entstanden oft lange Gespräche in einem sehr positiven Klima. Alles was ich spürte war, dass mir fast alle so etwas, wie Bewunderung entgegen brachten. Aber zurück nach Rostock. Die ersten beiden Abende blieb ich im Hotel. Also begab ich mich in die Bar. Mein Lieblingsplatz ist einfach der Tresen – Der Kommunikationsort schlechthin. Insbesondere weil eine Busreisegruppe im Hotel übernachtete, welche alle schon ein bisschen angeheitert waren. In diesem seligen Taumel ergaben sich auch hier wieder sehr interessante Gespräche. Selbst die beiden Angestellten hinterm Tresen wurden sehr aktiv in die Gespräche mit einbezogen. Nie im Traum hätte ich daran gedacht, dass ich hier so positiv aufgenommen werde. Jetzt hieß es ab nach Draußen und Rostock entdecken. Im Internet fand ich eine Bar, die sich im „Regenbogen-Haus“ befand. Von außen sah alles es etwas unscheinbar aus, da sich die Bar im Erdgeschoss des Regenbogen-Hauses befand und ich dies nur durch eine einfache Haustür betreten konnte. War ich hier wirklich richtig? Mut zusammen nehmen und Türe öffnen,

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www.intra-beratung.org war die Devise. Also betrat ich das Haus und dann die sehr gemütlich eingerichtet Bar. Da mich das Wetter recht verwöhnte, nutzte ich die Gelegenheit und setzte ich mich in den Garten. Am zweiten Abend war leider der Garten wegen schlechten Wetters geschlossen. Da die Bar aber noch nicht voll war, setzte ich mich an einen kleinen Tisch in die Nähe des Tresens und beobachtete das Geschehen. Ab dem dritten Abend sollte sich einiges ändern. Ich betrat die Bar, als der Barkeeper meinte „wenn du quatschen willst, dann setze dich am besten an den Tresen“. Nun ja der Einladung konnte ich kaum widersprechen und hatte nun so etwas, wie einen Stammplatz für die nächsten Tage. Erst unterhielt sich nur der Barkeeper mit mir. Irgendwie sprang dies aber irgendwann auch auf die Gäste über und so kam ich mit dem Einen oder der Anderen ins Gespräch. Ich wusste ja nicht, dass ich als Frau mit Trans*Hintergrund die einzige in dieser Zeit sein würde, die hier ihren Feierabend genoss und dies eigentlich (bisher) eine sonst rein Schwul-Lesbische Bar war. Leider ist die transsexuelle Szene ist in Rostock eher sehr dünn bis gar nicht vorhanden. Der Barkeeper erzählte mir eines Abends, dass es einige irritierende Reaktionen auf meine Person gegeben haben musste. Ich dachte mir nur, ich bin für Euch mal eben was Neues. Klasse fand ich, dass mein Barkeeper mir dann auch noch erzählte, wie er mich mit den Worten: das Schwule und Lesben eine Randgruppe sind und ich als Transfrau eine noch kleineren Randgruppe angehöre. Selbst habe ich von Diskriminierung oder negativen Reaktionen überhaupt nichts mitbekommen. Meine Erinnerung von dieser Bar ist angefüllt mit einem reinen Wohlgefühl und damit, dass ich sehr viele und interessante Gespräche führte. Also, alles in Ordnung und „Normal“! An den Samstagen war ich früh meist zum Shopping unterwegs. So landete ich irgendwann auch im Ostseepark, der sich westlich von Rostock befindet. Hier verschlug es mich unter anderen in einen Wäscheladen. Als ich

den Laden betrat begrüßte mich die Verkäuferin freundlich. Die Verkäuferin fragte mich etwas nervös, ob Sie mir helfen solle, was ich verneinte. Es war ja nicht mein erster Besuch in einem Dessousgeschäft.

An der Kasse dann lief plötzlich alles schief, denn die Verkäuferin schien so nervös und irritiert zu sein, dass ich ihr sagte, sie kann sich ruhig Zeit lassen, da ich davon gerade genügend hätte. So kamen wir ins Gespräch in einem sonst menschenleeren Laden. Ich erfuhr, dass die Verkäuferin erst den zweiten Tag im Geschäft arbeitete. Sie war etwas überrascht, dass Personen, Frauen, wie ich, so ganz „normal“ sich im Laden bewegen würden. Sie gab mir auch zu verstehen, dass sie einfach keinen Effektivplan hatte, wie sie an mich heran treten sollte. Dabei war nicht der Gedanke einer Ressentiment bei ihr im Hinterkopf, sondern einfach die Befürchtung, sie könne mich mit einem falschen Wort verletzen. Ist das nicht wahre Freundlichkeit? Wir haben sehr lange geredet und am Ende war meine Verkäuferin froh und erleichtert wie „Normal“ ich doch bin. Viel Spaß in Rostock! Eure Jacky Text: InTra* München - Foto: InTra* München

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SMJG Innsbruck

Die Sache mit der Sicherheit

Nachdem „Fifty Shades of Grey“ in den Kinos angelaufen der ein oder andere von euch, die den Film gesehen haben, sich jetzt mehr für das Thema BDSM interessieren, nutzen wir unseren Beitrag hier um Rainbow United dazu, auf Sicherheit einzugehen. Leider kann es vorkommen, dass man aufgrund einer schlechten ersten Erfahrung die Lust verliert, mehr auszuprobieren. Um euch diesen Einstieg und das Sammeln erster Erfahrungen etwas zu erleichtern, würden wir euch gerne ein paar Sachen

Weise überrannt oder zu etwas gezwungen zu werden. Spaß macht das Ganze bloß, wenn die Vertrauensbasis stimmt und man sich offen austauschen kann. Hier gilt das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ nicht.

SM Sicherheit Wie in allen anderen Bereichen der Sexualität spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle in der BDSM-Szene. Vorab lasst euch gesagt sein, dass es wichtig ist, nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Wenn ihr einen Partner habt, sprecht diesen einfach mal darauf an, dass ihr gerne ein paar neue Sachen ausprobieren wollt. Solltet ihr derzeit niemanden haben, mit dem ihr erste Erfahrungen machen könnt, geht vorsichtig beim Kennenlernen neuer Leute vor. Hier gilt: alles kann, nichts muss. Ihr solltet langsam anfangen und nicht gleich mit den extremsten Fantasien beginnen. Ein vertrauenswürdiger und einfühlsamer Partner ist sehr wichtig im BDSM. Ihr solltet eure Wünsche frei äußern können und euch keine Sorgen machen müssen, in irgendeiner

Grundsätzlich gibt es drei große Konzepte, wenn es um Sicherheit bei BDSM geht; diese werden auch bei den Anfängerworkshops des SMJG immer wieder hervorgehoben:

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www.smjg.org/innsbruck SSC (Safe Sane Consensual) – hierbei wird darauf geachtet, dass sicher, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich gespielt wird. Es werden keine Praktiken angewandt, die zu schwerwiegenden oder gar dauerhaften Verletzungen oder Schäden führen können. Dies ist bei einigen Spielweisen schwer umzusetzen. RACK (Risk Aware Consensual Kink) – dies bedeutet, dass sich alle Beteiligten einig sind, dass mit dem Spielen ein gewisses Risiko verbunden ist, sie diese aber Akzeptieren und alles im gegenseitigen Einverständnis abläuft. In diesem Bereich bewegen sich die meisten von uns, da man ein gewisses Restrisiko niemals beseitigen kann. Dennoch wird darauf geachtet, dass alles so sicher wie möglich gestaltet ist und es nicht zu dauerhaften Schäden oder Verletzungen kommt. Nonconsensual Consens – also die Einigkeit darüber, dass keine Einigkeit besteht. Mit anderen Worten, es ist alles erlaubt, ohne sich an Tabus oder Grenzen halten zu müssen. Diese Spielart empfehlen wir nicht, doch gehört sie der Vollständigkeit halber erwähnt. Ein weiterer wichtiger Begriff zur Sicherheit ist das sogenannte „Covern“. Es handelt sich um eine Art Absicherung: wenn man im Begriff ist, jemanden zum ersten Mal zu treffen, wird einem externen Dritten der Name der Person sowie der Ort bekanntgegeben. Es wird ein Intervall vereinbart, in dem die „sich-treffende Person“ dem oder der „Covernden“ via Anrufen oder SMS mitteilt, dass alles in Ordnung ist. Sollte so eine Nachricht ausbleiben, muss man damit rechnen, dass der Covernde bereits auf dem Weg zu dem vereinbarten Ort ist bzw. die Polizei ruft. Ihr könnt eurem Date auch ruhig sagen, dass ihr gecovert werdet. Wenn das ein Problem darstellen sollte, lasst es lieber bleiben. Erste Treffen sollten prinzipiell an öffentlichen und gut zugängli-

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chen Orten stattfinden und nicht gleich im Schlafzimmer enden.

Verträge Eine wesentliche und immer wieder vorkommende Thematik in „Fifty Shades of Grey“ war der Vertrag, den Ana unterzeichnen sollte. Solche Verträge gibt es tatsächlich. Für alle, die weder Film noch Buch kennen: es geht um ein Vertragswerk, das Regeln, Pflichten und Tabus innerhalb einer SM-Beziehung zwischen üblicherweise zwei Parteien (dem dominanten und dem submissiven Part) festlegt. Verträge innerhalb einer solchen Beziehung sollen sowohl Sicherheit als auch Klarheit darüber schaffen, was erlaubt ist und was nicht. Es gilt anzumerken, dass ein solcher „Sklavenvertrag“ vor Gericht keine Bedeutung hat, da er als sittenwidrig angesehen wird. Abschließend gilt nochmal anzumerken, dass ihr uns natürlich jederzeit kontaktieren könnt, wenn ihr Fragen habt. Falls ihr unter 28 Jahre alt seid, könnt ihr auch gern einfach mal bei einem unserer Stammtischtreffen vorbeischauen. Wir freuen uns auf euch! SMJG Innsbruck – der BDSMStammtisch bis 27 (E-Mail: etienne@smjg. org). Text: Etienne Foto: SMJG Innsbruck

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CSD SPECIAL

DIE NACHT der Christopherstreet Ein Blick auf UNSERE Geschichte Woher kommt eigentlich die Tradition der bunten Veranstaltungen weltweit? Ob „Christopher Street Days“ im deutschsprachigen Raum oder all die anderen PrideParades und Feste: ihr Ursprung liegt 46 Jahre zurück im Sommer 1969 und den Unruhen im Greenwich Village, New York City. Es war üblich, dass in Bars mit homosexuellen Gästen Razzien stattfanden. Fast routinemäßig wurden dabei Inhaber, Personal und vor allem Anwesende, welche sich nicht Ausweisen konnten oder Kleidung des anderen Geschlechts trugen, verhaftet gedemütigt und zum Teil in der Presse geoutet. So auch im „Stonewall Inn“ in der Christopher Street 53 in der Nacht vom 27. zum 28.Juni 1969. Sieben Polizisten in Zivil und ein uniformierter betraten gegen 01:20 Uhr das Lokal für Homosexuelle und Cross-Dressende. Doch lief in dieser Nacht es eben nicht routinemäßig ab. Die Gäste rannten nicht wie üblich nach Hause sondern versammelten sich vor der Bar und holten ihre Bekannten aus der Nachbarschaft und den anderen Clubs. Dann passierten viele Dinge gleichzeitig, Flaschen flogen durch die Luft, Gummiknüppel wurden eingesetzt und am Ende stand das „Stonewall“ in Flammen und, Schätzungen zu Folge, 400 Polizisten 2000 aufgebrachten Menschen gegenüber. Insgesamt 5 Nächte dauerten die Unruhen an. Was genau das Faß zum überlaufen brachte, darüber gibt es einige Theorien und Spekulationen. Fest steht das Ereignis dieser Nacht war DER Wendepunkt in der Geschichte der „nicht-heteronormen“ Gesellschaft dar. Zum ersten Jahrestag 1970 versammelten sich

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5.000- 10.000 Menschen zu einem Gedenkmarsch vom G. Village zum Central Park. Seitdem, gibt es jährlich weltweit Prides und CSDs um an diese Nacht und an die zu erinnern, die gemeinsam und erfolgreich für einander und die Zukunft einstanden. Für uns.

Übrigens: Gefeiert werden auch Erreichtes, Vielfalt, das Leben und wie bunt es sein kann. Das „Stonewall Inn“ ist „UP and Running“, in Betrieb und hat ein volles Programm. Außerdem kommt unter der Regie von Roland Emmerich noch heuer ein Film darüber in die US Kinos. Den Kinostart für Österreich konnte ich noch nicht verbindlich finden, doch erfahrungsgemäß kommt Hollywoods Version gegen Jahresende zu uns.

Text: Markus Möller - Fotos: PolariMagazine

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Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen“ Heute geht’s wie schon aus dem Titel ersichtlich um den Spargel! Ein auswärtiger Käufer wollte einmal von einem Tiroler wissen, wie man denn erkennen könne, dass ein Spargel frisch sei. Zur Antwort bekam er folgende Handlungsanweisung: „Schlag zwei Spargelstangen aneinander, wenn ein heller Ton zu hören ist, ist er frisch.” Gesagt, getan. Unser frisch gebackener Spargelkenner ging also auf den Markt, um den Spargel zu testen. Nach der üblichen Antwort auf die Frage, ob der Spargel frisch sei („Selbstverständlich!”), nahm er beherzt zwei dicke Stangen Spargel und schlug sie gegeneinander. Der Spargel zerbrach. Der Händler, nicht gerade maulfaul, entgegnete: „Gratuliere. Sie sind soeben glücklicher Besitzer zweier top-frischer, leicht beschädigter Spargelstangen geworden. Soll ich sie Ihnen einpacken?” Ja, so kann es einem gehen, aber nun zu den Rezepten, ich habe eine klassische Variante und eine Vegetarische für euch aufgeschrieben. Das wichtigste ist der Einkauf, denn Spargel sollte immer frisch sein!

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„Morgens gestochen und mittags verzehrt“ Dies kann nur Spargel aus der Region garantieren, der in der Spargelsaison ab Anfang April bis Ende Juni auf den regionalen Märkten angeboten wird. Fischer Spargel sollte an den Enden noch feucht und nicht vertrocknet sein, sodass er beim zusammendrücken am Ende Saft lässt. Dieser sollte frisch und nicht muffig riechen. Wenn man die Stangen aneinander reibt, sollte der Spargel leicht quietschen. Die Spargelköpfe sollten frisch aussehen und fest sein. Ist man fündig geworden, muß der Spargel erst einmal gewaschen und danach geschält werden. Weißer Spargel wird mit einem speziellen Spargelschäler oder alternativ mit einem Sparschäler sorgfältig vom Ende des Spargelkopfes bis zum Schnittende geschält. Dabei wird der Spargel mit dem Kopf nach oben in die Innenhand gelegt und mit den Fingern am Kopf festgehalten, sodass der Spargel in einem Zug von oben bis unten geschält werden kann. Vom grünen Spargel wird nur das untere Drittel geschält. Nach dem Schälen werden die holzigen Enden des Spargels ca. 1 bis 2 cm abgeschnitten. www.rainbowunited.at


UNITED Cooking Um den Spargel später einfacher aus dem Kochgeschirr herauszuholen, wird mit Küchengarn je eine Portion (ca. 400 g oder ca. 7-9 Stangen) zusammengebunden. Die beste Methode Spargel zu kochen ist in einem hohen Spargeltopf mit einem Einsatz. Falls dieser nicht vorhanden ist, reicht auch ein normaler Kochtopf. Die wichtigste Zugabe für das Kochwasser ist zu gleichen Teilen Salz und Zucker. Alles weitere ist reine Geschmackssache. In einem Spargeltopf wird nur soviel Wasser gefüllt, daß die Spargelköpfe noch aus dem Wasser herausschauen. Weißer Spargel benötigt je nach dicke der Stangen ca. 10 bis 20 Minuten, der grüne Spargel 5 bis 15 Minuten. Ganz klassisch ißt man den gekochten Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Dafür nimmt man 250 g 3 50 ml 2

Butter Eigelb Weißweinessig Schalotten in kleine Würfel geschnitten 100 ml Wasser den Saft eine halben Zitronener 4 bis 8 Cayennepfefferkörner (zerdrückt) Wasser, Essig, Pfefferkörner und Schalotten in einem Topf bei mittlerer Flamme um 1/3 einkochen lassen, abseihen und kurz abkühlen lassen. Die Butter in einem Topf langsam zergehen lassen. Eigelb mit der abgekühlten Flüssigkeit verrühren und über Dampf mit einem Schneebesen aufschlagen, bis eine feine Masse entstanden ist. Die Butter zuerst Tröpfchenweise, und dann vorsichtig gießend, unter die Eigelbmasse rühren, bis eine dicksämige Soße entstanden ist. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken, danach sofort servieren!

Alle die Vegetarisch leben, können den Schinken einfach weglassen oder folgendes probieren:

Spargelrisotto Man nimmt 300 g Risottoreis 1 Liter Gemüsesuppe 100 g Parmesankäse 100 ml Schlagobers 200 ml Weißwein (trocken) 200 g Grüner Spargel (gewaschen) 200 g Weißer Spargel (gewaschen) 2 Schalotten oder kleine Zwiebeln geriebene Schale einer Limette oder Zitrone, Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer

Den weißen Spargel schälen und die Enden abschneiden. Die Spargelspitzen vom grünen und weißen Spargel abscheiden, in der Suppe kurz ankochen und abschrecken. Den restlichen grünen Spargel in kleine Stücke schneiden, in der Suppe Weichkochen und pürieren. Den restlichen weißen Spargel in kleine Stücke schneiden. Die Schalotten fein hacken und in zerlassener Butter und etwas Olivenöl anschwitzen, bis sie glasig sind. Den Reis und den weißen Spargel zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Einen Schöpfer pürierten Suppe zugeben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren kochen lassen. Wenn der Reis die Suppe aufgesaugt hat, wieder einen Schöpfer Suppe zugeben. Solange wiederholen, bis der Reis al dente ist. Das Obers zugeben und einige Minuten unter rühren weiterkochen lassen. Die Spargelspitzen, Parmesan, Butter und die Limoneschale dem Reis zugeben, umrühren, abschmecken und anrichten. Euer Nico

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN 1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at 1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at

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1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 Mail: soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at

3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

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Adressen BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at 7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at

10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at

GESUNDHEIT 11 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at 12 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin MEDICENT Innsbruck Innrain 143 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 mail: chirurgie@dr-lugger.at www.dr-lugger.at

RECHT

13 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 9 GleichbehandlungsFax: 0512/58 11 65 anwaltschaft, Regionalbüro office@ra-sporrer.at Tirol, Salzburg, Vorarlberg www.ra-sporrer.at Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck LOKALE Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 14 Dom Café-Bar ibk.gaw@bka.gv.at Pfarrgasse 3 www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at 6020 Innsbruck www.domcafe.at

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15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

CLUBBING 17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at 18 Bacchus Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at

UNTERKUNFT Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

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Termine MAI 2015 Freitag 15.05.2015 ab 20.00 Uhr

Mittwoch 03.06.2015 ab 19.30 Uhr

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Museumstraße 11, Innsbruck

Gay Friday (MEN only)

Plenum Grüne Andersrum Tirol

Samstag 16.05.2015 ab 17.00 Uhr

Donnerstag 04.06.2015 ab 19.00 Uhr

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

FREIER EINTRITT! Gemütlicher Start ins CSD Wochenende! (es wird natürlich wieder gegrillt) Gemischter Abend - ALLE sind willkommen! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JuB aktiv - die Junge und Bunte

Donnerstag 21.05.2015 ab 20.00 Uhr

Offener Abend

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 22.05.2015 ab 20.30 Uhr

Vernissage von Lydia Stix

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

Donnerstag 28.05.2015 20:00 bis 21:00 Uhr

Aids-Hilfe Tirol @ Radio Freirad

CSD Weekend Opening - Offener Abend

Freitag 05.06.2015 ab 20.30 Uhr

Warm Up Party zum CSD

Das Autonome Frauen Lesben Zentrum ist ausnahmsweise für alle Geschlechter geöffnet! AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

Samstag 06.06.2015 ab 14.00 Uhr

CSD Innsbruck Parade

Thema: CSD in Innsbruck - wie leben queere Menschen in Tirol? Live auf www.freirad.at

Der Umzug quer durch die Stadt vom VAZ Hafen zum Rapoldipark Infos unter www.csd-innsbruck.at Start VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck

Donnerstag 28.05.2015 ab 20.00 Uhr

Samstag 06.06.2015 15.00 bis 22.00 Uhr

(es wird wieder gegrillt) Gemischter Abend - ALLE sind willkommen! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

Mit Rachel Estrella Cloud, Schwester Rosa vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz, DJ Henrik Eder, der Band Copy & Taste und COY mit Band Eröffnung durch die Bürgermeisterin und Sprechende fast aller Parteien Infos unter www.csd-innsbruck.at Rapoldipark, Körnerstr. 11, Innsbruck

Samstag 30.05.2015 ab 21 Uhr

Samstag 06.06.2015 21.00 bis 04.00 Uhr

women only Z6, Dreiheiligenstraße 9, Innsbruck

VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck

Offener Abend

Freitag 29.05.2015 ab 20.30 Uhr

Lesung: Traude Bührmann

FrauenLesbenDisco

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JUNI 2015

CSD Innsbruck Parkfest

CSD - Afterparty: QUEERATTACK!

www.rainbowunited.at


Termine Sonntag 07.06.2015 09.00 bis 14.00 Uhr

Freitag 19.06.2015 ab 20.00 Uhr

Der Brunch geht um ca. 14 Uhr in Kaffee & Kuchen über! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

CSD-Katerfrühstück

14.00 bis 17.00 Uhr

Gay Friday (MEN only) Samstag 20.06.2015 ab 17.00 Uhr

JuB aktiv - die Junge und Bunte

CSD Kaffee & Kuchen

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

ab 17.00 Uhr

Donnerstag 25.06.2015 20.00 bis 21.00 Uhr

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

GRILL & CHILL

Beim gemütlichen Chillen und/oder Grillen das CSD Innsbruck Wochenende ausklingen lassen! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Aids-Hilfe Tirol @ Radio Freirad

Donnerstag 11.06.2015 ab 20.00 Uhr

Donnerstag 25.06.2015 ab 20.00 Uhr

Offener Abend

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi Tirol, Kapuzinerg. 43, Innsbruck

Freitag 12.06.2015 ab 20.00 Uhr

Transgendertreff

Umziehmöglichkeit vorhanden! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 12.06.2015 20.00 bis 22.00 Uhr

Elterngruppentreff

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

Samstag 13.06.2015 ab 19.00 Uhr

SMJG Innsbruck Stammtisch

Den Ort und weitere Infos erfährst Du unter etienne@smjg.org

Thema: HIV-News - aktuelle Nachrichten von Kongressen. Live auf www.freirad.at

Offener Abend

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JULI 2015 Freitag 03.07.2015 ab 20.30 Uhr

Sommerstartfest im AFLZ

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

Sonntag 05.07.2015 09.00 bis 14.00 Uhr

Themen-Brunch

Motto: Amercian Brunch Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 09.07.2015 ab 20.00 Uhr

Offener Abend

Donnerstag 18.06.2015 ab 20.00 Uhr

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 10.07.2015 ab 20.00 Uhr

Offener Abend

rainbowUNITED Ausgabe 15/02 vom 15.05.2015

Transgendertreff

Umziehmöglichkeit vorhanden! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Termine AUGUST 2015

Freitag 10.07.2015 20.00 bis 22.00 Uhr

Elterngruppentreff Samstag 11.07.2015 ab 19.00 Uhr

Sonntag 02.08.2015 09.00 bis 14.00 Uhr Themen-Brunch Motto: Summer breeze Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Den Ort und weitere Infos erfährst Du unter etienne@smjg.org

Mittwoch 05.08.2015 ab 19.30 Uhr

Donnerstag 16.07.2015 ab 20.00 Uhr

Museumstraße 11, Innsbruck

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

SMJG Innsbruck Stammtisch

Plenum Grüne Andersrum Tirol

Offener Abend

Donnerstag 06.08.2015 ab 20.00 Uhr

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Offener Abend

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 17.07.2015 ab 20.00 Uhr

Gay Friday (MEN only)

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag 08.08.2015 ab 19.00 Uhr

Samstag 18.07.2015 ab 17.00 Uhr

Den Ort und weitere Infos erfährst Du unter etienne@smjg.org

SMJG Innsbruck Stammtisch

JuB aktiv - die Junge und Bunte

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag 13.08.2015 ab 20.00 Uhr

Donnerstag 23.07.2015 20.00 bis 21.00 Uhr

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Aids-Hilfe Tirol @ Radio Freirad

Thema: Michel Foucault und Sexualitäten. Der französische Philosoph starb 1984 an den Folgen von AIDS. Wie war sein Blick auf Sexualitäten? Live auf www.freirad.at

Freitag 14.08.2015 ab 20.00 Uhr

Transgendertreff

Umziehmöglichkeit vorhanden! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag 23.07.2015 ab 20.00 Uhr

Offener Abend

Freitag 14.08.2015 20.00 bis 22.00 Uhr

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Elterngruppentreff

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

Donnerstag 30.07.2015 ab 20.00 Uhr

Samstag 15.08.2015 ab 17.00 Uhr

zum Essen gibt’s leckeres vom Grill Gemischter Abend, für ALLE! Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Offener Abend

LEGENDE:

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Offener Abend

HOSI Tirol

AIDS Hilfe Tirol

JuB aktiv - die Junge und Bunte

AFLZ

GRÜNE Andersrum Tirol

SMJG Innsbruck

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Rainbow UNITED 2015 Nr. 2  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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